4013/2022
Beantwortung einer Anfrage der Fraktion Die Linke betreffend der Mitteilung "Deutzer Hafen – Kosten- und Finanzierungsübersicht zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme" (1724/2022)
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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
4673 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VI/611/1 611/2 Voll Az Vorlagen-Nummer 30.11.2022 4013/2022 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 01.12.2022 Beantwortung einer Anfrage der Fraktion Die Linke betreffend der Mitteilung "Deutzer Hafen – Kosten- und Finanzierungsübersicht zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme" (1724/2022) In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vom 27.10.2022 wurden Fragen der Fraktion DIE LINKE zur Fortschreibung der Kosten- und Finanzierungsübersicht der städtebaulichen Entwicklungs- maßnahme Deutzer Hafen zum Stand 31.12.2021 mündlich beantwortet. Diese Fragen wurden im Nachgang zur Sitzung zusätzlich schriftlich eingereicht, die im Folgenden beantwortet werden. Frage 1: Warum hat die Verwaltung nicht von Anfang Möglichkeiten geprüft, Fördermittel in An- spruch zu nehmen? Und welche Maßnahmen werden jetzt auf ihre Förderfähigkeit geprüft? Antwort der Verwaltung: Die Stadtverwaltung der Stadt Köln prüft derzeit, ob für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Deutzer Hafen Städtebaufördermittel beantragt werden können. Außerdem werden Fördermöglichkeiten für Einzelmaßnahmen wie den Bau von Brücken, die Herstellung von Fahrradwegen und die Errichtung von Grünflächen und Parks geprüft. Die Prüfung der Fördermittel erfolgt rechtzeitig und wäre früher nicht möglich gewesen. Erst mit einer ausreichenden Konkretisierung der Maßnahmen können die Fördergeber angesprochen bzw. Förderan- träge gestellt werden. Frage 2: Inwiefern widerspricht eine Veräußerung im Wege des Erbbaurechts der Festlegung ei- ner kostensparenden Durchführung der SEM? Antwort der Verwaltung: Eine Veräußerung im Wege des Erbbaurechts widerspricht einer kostensparenden Durchführung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme, da die Stadt Köln die für eine Erbbaurechtsgewährung vorge- sehenen Grundstücke zunächst ankaufen müsste. Dadurch entstünden erhebliche zusätzliche Kosten, die bisher in der Kosten- und Finanzierungsübersicht nicht enthalten sind. Dies widerspricht im Übrigen auch dem vom Rat beschlossenen Entwicklungs- und Finanzierungskonzept, nach dem die Stadt ver- pflichtet ist, baureife Grundstücke zu dem durch die Entwicklung erhöhten Verkehrswert zu veräußern. Gleiches gilt für die weiteren entwicklungsbereiten Dritteigentümer im Entwicklungsgebiet. Außerdem werden von der Fraktion DIE LINKE drei Bitten geäußert. Zu diesen wird wie folgt Stellung genommen. 1. Die Fraktion DIE LINKE bittet den Treuhänder, in der Kosten- und Finanzierungsübersicht die Angaben für die fehlenden Kostengruppen zu ergänzen. Nur dann erfüllt die Kosten- und Finan- zierungsübersichten ihre Aufgabe als zentrales Planungs und Steuerungsinstrument bei der Umsetzung der entwicklungsbedingten Maßnahmen. Die Kosten- und Finanzierungsübersicht enthält alle mit der Durchführung der städtebaulichen Entwick- lungsmaßnahme verbundenen Kosten. Auch in der Mitteilung 1724/2022 sind in der Gesamtbetrachtung 2 alle Kosten enthalten. Allerdings können aufgrund derzeit laufender gerichtlicher Verfahren nicht alle Kosten im Detail dargestellt werden, da sonst Geheimhaltungspflichten verletzt werden. Mit Abschluss des gerichtlichen Verfahrens können bei einer Fortschreibung der Kosten- und Finanzierungsübersicht die fehlenden Kosten im Detail dargestellt werden. 2. Die Fraktion DIE LINKE bittet den Treuhänder, bei zukünftigen Kosten- und Finanzierungs- übersichten die jetzt gewählte Struktur beizubehalten. Nur dann erfüllt die Kosten- und Finanzie- rungsübersichten ihre Aufgabe als zentrales Planungs- und Steuerungsinstrument bei der Um- setzung der entwicklungsbedingten Maßnahmen. Die Kosten- und Finanzierungsübersicht wird jährlich fortgeschrieben. Dabei wird die durch den Entwick- lungsträger erarbeitete Struktur, die mit der Buchhaltung der Stadt Köln und moderne stadt abgestimmt ist, beibehalten. 3. Die Fraktion DIE LINKE bittet die Verwaltung, bei zukünftigen Mitteilungen über die Kosten- und Finanzierungsübersicht nachrichtlich auch die Einnahmen der moderne stadt aufzuführen. Ohne diese Informationen ist die Gesamtwirtschaftlichkeit der städtebaulichen Entwicklungs- maßnahme nicht nachvollziehbar. Die Gewinnausschüttungen von moderne stadt an die Stadt Köln und die Stadtwerke Köln können nicht direkt einzelnen Maßnahmen zugeordnet werden. Die moderne stadt GmbH legt ihren Anteilseignern den Wirtschafts- und Finanzplan gem. der gesetzlichen Bestimmungen vor. Darüber hinaus wird auf den jährlich veröffentlichten Geschäftsbericht der moderne stadt GmbH verwiesen. Gez. Greitemann
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4013/2022
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 30.11.2022
- Erstellt
- 23.11.2022 08:21