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2547/2022

Strategie Klimaneutrales Köln

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 02.12.2022

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 08.12.2022, TOP 10.1

Anlage 6: Auszug Stadtentwicklungsausschuss 01.12.2022

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Ansehen

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss (Stand 11.23)

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Ansehen

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Ansehen

Anlage 4: Auszug Verkehrsausschuss 22.11.2022, TOP 4.4

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 1: Gesamtstädtische Strategieempfehlungen inkl. Szenarienbetrachtung (Band 1)

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Anlage 3: Methodik (Band 3)

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Anlage 5: Stellungnahme der Verwaltung

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Anlage 2: Köln Klimaneutral 2035 - Aktivitätenportfolio der Stadt Köln (Band 2)

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Anlage 6: Auszug Stadtentwicklungsausschuss 01.12.2022

1995 Zeichen

Geschäftsführung  
Stadtentwicklungsausschuss 
Frau Hill-Schmidt 
Telefon:  (0221) 32834 
Fax:   (0221)  
E-Mail:   louise.hill-schmidt@stadt-koeln.de 
Datum:  05.12.2022 
Auszug 
aus dem Entwurf der Niederschrift der Sitzung des 
Stadtentwicklungsausschusses vom 01.12.2022 
öffentlich 
6.3 Beschlussvorlage Rat betreffend "Strategie Klimaneutrales Köln" 
2547/2022 
Änderungsantrag der AfD-Fraktion betreffend „Strategie Klimaneutrales Köln“ 
AN/2259/2022 
 
  
Der Stadtentwicklungsausschuss diskutiert angeregt über den Tagesordnungspunkt.  
Die SPD- Fraktion fragt, ob die Vorlage mit dem Wohnungsbauforum abgestimmt wurde. 
 
Die Verwaltung verneint die Frage der SPD-Fraktion und nimmt die Fragestellung mit. 
Die Fraktion VOLT wiederholt Fragen, die sie dem Dezernat V-7 im Vorfeld zur Verfügung ge-
stellt hat. 
 
Die AfD-Fraktion gibt während der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ihre Begründung 
zum anhängigen Änderungsantrag zu Protokoll:  
 
Das vorliegende Gutachten ist von schweren methodischen und inhaltlichen Mängeln 
gekennzeichnet und kann daher in der vorliegenden Form auf keinen Fall als Grundlage für 
einen konkreten und belastbaren Aktionsplan der Verwaltung dienen. 
Darüber hinaus ist das Gutachten von unrealistischen Annahmen und Wunschdenken 
geprägt. So wird im Gebäudebestand von einer jährlichen Sanierungsquote von 4.1 % 
ausgegangen (die derzeitige Quote liegt in Köln bei unter 0,7%!). Eine Steigerung um den 
Faktor 6 wird in Köln - abgesehen von den fehlenden Anreizen für die Eigentümer - allein 
schon aufgrund des Handwerkermangels nicht umsetzbar sein. Gleiches gilt für die im 
Gutachten unterstellte jährliche Energieverbrauchsreduktion des Kölner Gewerbes in Höhe 
von 3% bis 2030 oder die Reduktion der Emissionen aus dem Individualverkehr bis 2035 um 
90%.

Beschluss: 
Auf Antrag der SPD-Fraktion und der FDP-Fraktion wird die Vorlage ohne Votum in die nachfol-
genden Gremien verwiesen.  
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt.

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss (Stand 11.23)

1738 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/VIII/2 
 
 
Vorlagen-Nummer 
2547/2022
Stand: 16.11.2023 
Sachstandsbericht  
Strategie Klimaneutrales Köln 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
Beschluss: 
Der Rat der Stadt Köln 
1. nimmt das Gutachten zur Klimaneutralität 2035 (Band 1 bis 3) zur Kenntnis und er-
kennt dieses als Handlungsrahmen für die Umsetzung an. 
2. beauftragt die Verwaltung aus den gutachterlichen Empfehlungen und den vorgeschla-
genen Instrumenten (Band 2) konkretisierende Maßnahmenpakete für einen Aktions-
plan abzuleiten, und diesen dem Rat zum Ende des ersten Halbjahres 2023 zur Be-
schlussfassung vorzulegen. 
3. beauftragt die Verwaltung mit der Einrichtung und Durchführung eines Monitorings mit 
regelmäßiger Berichterstattung über den Umsetzungsstand in den politischen Gre-
mien.  
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Die Verwaltung hat auf Basis des Ratsbeschlusses zur Strategie Klimaneutrales Köln 
(2547/2022) und der im Gutachten „Köln klimaneutral 2035“ beschriebenen Maßnahmen den 
Aktionsplan Klimaschutz erarbeitet, der in die politische Beratung eingebracht ist und dem Rat 
zur Sitzung am 07.12.2023 zum Beschluss vorgelegt werden soll. 
Die Aktivitäten aus dem Aktionsplan Klimaschutz bilden die Grundlage für das Klimaschutz-
Monitoring. Derzeit wird ein europaweites Vergabeverfahren für die Beauftragung einer digita-
len Anwendung durchgeführt.  
Nächste Schritte: 
Auswahl und Beauftragung eines externen Dienstleisters mit der Erstellung der Webanwen-
dung Klimaschutz Monitoring/ Controlling Plattform 
Inbetriebnahme und Betrieb der Klimaschutz Monitoring/ Controlling Plattform 
Fortführung der Treibhausgasbilanzierung 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:  
2. Quartal 2024

2

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

1519 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/VIII/2 
 
 
Vorlagen-Nummer 
2547/2022
Stand: 01.08.2025 
Sachstandsbericht  
Strategie Klimaneutrales Köln 
Beschluss: 
Der Rat der Stadt Köln 
1. nimmt das Gutachten zur Klimaneutralität 2035 (Band 1 bis 3) zur Kenntnis und er-
kennt dieses als Handlungsrahmen für die Umsetzung an. 
2. beauftragt die Verwaltung aus den gutachterlichen Empfehlungen und den vorgeschla-
genen Instrumenten (Band 2) konkretisierende Maßnahmenpakete für einen Aktions-
plan abzuleiten, und diesen dem Rat zum Ende des ersten Halbjahres 2023 zur Be-
schlussfassung vorzulegen. 
3. beauftragt die Verwaltung mit der Einrichtung und Durchführung eines Monitorings mit 
regelmäßiger Berichterstattung über den Umsetzungsstand in den politischen Gre-
mien.  
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Die Verwaltung hat auf Basis des Ratsbeschlusses zur Strategie „Klimaneutrales Köln“ 
(2547/2022) und der im Gutachten „Köln klimaneutral 2035“ beschriebenen Maßnahmen den 
Aktionsplan Klimaschutz erarbeitet. Dieser wurde am 07.12.2023 vom Rat der Stadt Köln ver-
abschiedet (2243/2023). 
Nächste Schritte: 
Die Aktivitäten aus dem Aktionsplan Klimaschutz bilden die Grundlage für das Klimaschutz-
Monitoring, das unter https://www.klimaschutz-monitoring.koeln/ öffentlich einsehbar ist und 
kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut wird.  
Veröffentlichung der Treibhausgasbilanzierungen 2022 und 2023. 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:  
4. Quartal 2025

Anlage 4: Auszug Verkehrsausschuss 22.11.2022, TOP 4.4

2409 Zeichen

Anlage 4 
 
 
Geschäftsführung  
Verkehrsausschuss 
Frau Krause 
Telefon:  (0221) 221-25909 
Fax:   (0221) 221-24447 
E-Mail:   angela.krause@stadt-koeln.de 
Datum:  29.11.2022 
Auszug 
aus dem Entwurf der Niederschrift der 18. Sitzung des 
Verkehrsausschusses  vom 22.11.2022  
öffentlich 
4.4 Strategie Klimaneutrales Köln 
2547/2022 
 Änderungsantrag der AfD-Fraktion vom 21.11.2022 
AN/2154/2022 
RM Wahlen bedankt sich bei der Verwaltung für das richtungsweisende Gutachten und das in 
Aussicht gestellte Maßnahmenpaket. Es sei ein erster Schritt und ein guter Auftakt, dieses 
große und abstrakte Ziel der Klimaneutralität sukzessive umzusetzen. Er bittet die Verwaltung 
jedoch, den Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden in die Beratungs-
folge aufzunehmen. 
 
SE Wienke schlägt vor, die Vorlage ohne Votum weiter zu verweisen. Sie merkt an, dass es 
zwar erklärtes Ziel sei, den MIV-Anteil auf 10% zu verringern; aus ihrer Sicht müsse jedoch viel-
mehr bei der Entwicklung von Wohngebieten und neuen Verkehrskonzepten überlegt werden, 
wie man den Autoverkehr ganz aus der Stadt herausbekomme. Die Stadt Köln stehe hier auch 
im bundesweiten Vergleich nicht gut da.  
 
SB Dr. Beese teilt mit, dass die FDP-Fraktion die Vorlage noch nicht in Gänze durcharbeiten 
konnte. Es sei allerdings mit Blick auf den Bereich Mobilität aufgefallen, dass die Stadt sicher-
lich personell und auch finanziell nicht in der Lage sein werde, die aufgeführten Maßnahmen 
umzusetzen. Hier werde eine Priorisierung erforderlich sein. 
 
RM De Bellis-Olinger regt an, die Maßnahmen, die die Verkehrssicherheit betreffen, hieraus zu 
extrahieren und in den SUMP einfließen zu lassen.  
 
RM Büschges hält die Vorlage für unrealistisch und Mängel behaftet; von daher habe seine 
Fraktion den vorliegenden Änderungsantrag eingebracht. Das Gutachten können lediglich zur 
Kenntnis genommen werden. 
 
Beschluss (Antrag der AfD-Fraktion, AN/2154/2022/):

2 
 
Der Beschluss wird wie folgt ersetzt: 
 
Der Rat der Stadt Köln nimmt das Gutachten zur Klimaneutralität 2035 (Band 1 bis 3) zur 
Kenntnis. 
Punkt 2 und 3 werden gestrichen. 
 
Abstimmungsergebnis: Einstimmig abgelehnt 
 
 
 Der Verkehrsausschuss verweist die Vorlage ohne Votum in die nachfolgenden Gremien. 
Die Verwaltung wird gebeten, den Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Be-
schwerden in die Beratungsfolge mit aufzunehmen.

Beschlussvorlage Rat

27051 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/VIII/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 2547/2022 
Freigabedatum 08.11.2022 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Strategie Klimaneutrales Köln  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat der Stadt Köln 
1. nimmt das Gutachten zur Klimaneutralität 2035 (Band 1 bis 3) zur Kenntnis und erkennt dieses 
als Handlungsrahmen für die Umsetzung an. 
2. beauftragt die Verwaltung aus den gutachterlichen Empfehlungen und den vorgeschlagenen In-
strumenten (Band 2) konkretisierende Maßnahmenpakete für einen Aktionsplan abzuleiten, und 
diesen dem Rat zum Ende des ersten Halbjahres 2023 zur Beschlussfassung vorzulegen. 
3. beauftragt die Verwaltung mit der Einrichtung und Durchführung eines Monitorings mit regelmä-
ßiger Berichterstattung über den Umsetzungsstand in den politischen Gremien.  
 
Liegenschaftsausschuss 21.11.2022 
Verkehrsausschuss 22.11.2022 
Wirtschaftsausschuss 24.11.2022 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 24.11.2022 
Bauausschuss 28.11.2022 
Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 28.11.2022 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 28.11.2022 
Stadtentwicklungsausschuss 01.12.2022 
Finanzausschuss 05.12.2022 
Rat 08.12.2022

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
Der Rat der Stadt Köln hat beschlossen, dass Köln bis 2035 klimaneutral werden soll. Gemäß Ratsbe-
schluss (AN/1377/2021 geänderte Fassung) sollen „alle von der Stadt Köln direkt beeinflussbaren THG-
Emittent*innen inkl. der Beteiligungsgesellschaften innerhalb und außerhalb des Stadtgebiets nicht mehr 
Treibhausgase (THG) emittieren als auf natürliche oder künstliche Art und Weise gebunden werden 
können.“ 
Wissensgrundlage für ein klimaneutrales Köln  
Um Maßnahmen, Entscheidungs- und Handlungsparameter zur Erreichung dieses ambitionierten Ziels 
zu erfassen, hat die Verwaltung die Erstellung eines Gutachtens für ein klimaneutrales Köln beauftragt 
und einen breit angelegten Beteiligungsprozess koordiniert. 
Das Gutachten des fachlich-wissenschaftlichen Konsortiums zu gesamtstädtischen Strategieempfehlun-
gen für den Weg zu einem klimaneutralen Köln 2035 liegt nun vor (inkl. konkreter Handlungsempfehlun-
gen für die Stadtverwaltung im Sinne eines Aktivitätenportfolios mit Steckbriefen zu jeder der Hand-
lungsempfehlungen) und bildet einen alle Akteursebenen integrierenden Wegweiser für die Transforma-
tion unserer Stadt. Die Politik (Ausschuss Klima, Umwelt und Grün) wurde im Laufe des Prozesses re-
gelmäßig über den Sachstand informiert. 
Auftragnehmer für die Erstellung des Gutachtens ist ein fachlich-wissenschaftliches Konsortium beste-
hend aus der Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft und der Jung Stadtkonzepte, Stadtplaner und Ingeni-
eure Partnerschaftsgesellschaft mit den Unterauftragnehmern Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, 
Energie gGmbH und ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH.  
Ergebnisse des Gutachtens im Überblick 
Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass Klimaneutralität bis 2035 möglich ist. Hierzu bedarf es 
jedoch erheblicher Anstrengungen aller beteiligten Akteure in den verschiedenen Sektoren. 
Klimaneutralität bedeutet Treibhausgasneutralität. Treibhausgasneutralität wird erreicht, wenn auf dem 
Gebiet der Stadt Köln nicht mehr Treibhausgase emittiert werden, als auf natürliche oder künstliche Art 
und Weise gebunden werden können. Die Summe der positiven und negativen Treibhausgas-Einträge 
also gleich Null sind. Die Treibhausgasbilanz für Köln wird gemäß des BISKO-Standards (Bilanzierungs-
Standard Kommunal) nach dem Territorialprinzip als Hauptbilanz durchgeführt. Bilanziert werden die 
tatsächlich anfallenden Emissionen in einem Territorium. Der Vorteil ist das Prinzip der Addierbarkeit: Da 
die Emissionen spezifischen Territorien zugeordnet werden können, können diese addiert werden und 
leicht miteinander verglichen werden. In 2019 betrugen die THG-Emissionen in Köln 9,5 Millionen Ton-
nen CO2-Äquivalente. Zur Erreichung der Klimaneutralität muss ein Emissionsniveau von unter einer 
Million Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr erreicht werden. 
Das im Rahmen der Strategieentwicklung für ein klimaneutrales Köln entwickelte Zielszenario 2035 zeigt 
einen möglichen Weg auf, wie die Erreichung der Klimaneutralität unter Beachtung des CO2-
Restbudgets gemäß Pariser Klimaschutzabkommen in einem Korridor zwischen dem 1,5 Grad und 1,75 
Grad-Ziel bis 2035 in Köln grundsätzlich möglich ist. Das Szenario wurde entlang der vier Hauptstrate-
gien Effizienz, Konsistenz, Suffizienz und Kompensation entwickelt. Dabei lassen sich für die einzelnen 
Handlungsfelder spezifische Einsparziele definieren.

3 
Zentrale Voraussetzungen für die Klimaneutralität sind eine erhebliche Reduktion des Endenergiebe-
darfs (zwischen 26 % und 47 % je nach Verbrauchssektor) sowie die Dekarbonisierung der Wärmever-
sorgung (100 % Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien mit Wärmepumpen, ei-
ner dekarbonisierten Fernwärme, Solarthermie, Biomasse und ggf. grünem Wasserstoff bzw. Power-to-
Gas). Die Sektorkopplung (z. B. Strom im Wärmesektor z.B. bei Wärmepumpen, Strom bei Mobilität 
durch Ausbau Elektromobilität) wird in Köln – trotz Effizienzgewinnen – für einen steigenden Strombe-
darf um den Faktor 2,5 sorgen, weshalb ein erheblicher Ausbau von Photovoltaik und von Windenergie 
auch auf dem Stadtgebiet Kölns erforderlich sein wird bei gleichzeitigem Import erneuerbaren Stroms.  
Die Veröffentlichung des Gutachtens erfolgt in drei Bänden (vgl. Anlagen 1-3). Band 1 beschreibt Strate-
gieempfehlungen auf der Ebene der Gesamtstadt im Sinne eines roten Fadens der gesamtstädtischen 
Transformation, Band 2 besteht aus dem Portfolio der Handlungsempfehlungen für die Stadtverwaltung, 
Band 3 beinhaltet die zur Vollständigkeit eines Gutachtens üblichen Erläuterungen zur Methodik. 
Die gesamtstädtischen gutachterlichen Strategieempfehlungen (Band 1) gliedern sich in sechs Hand-
lungsfelder auf, deren anteiliges Treibhausgasreduktionspotential Abbildung 1 aufzeigt.  
Handlungsfeld 1: „Gebäude und Quartiere werden klimaneutral“ mit 11 % THG-Minderungspotential 
gliedert sich in die Handlungsschwerpunkte Öffentliche Gebäude und Anlagen, Integrierte nachhaltige 
Stadtentwicklung, Klimafreundliche Bestandssanierung und Klimaneutraler Neubau. 
Im Handlungsfeld 2: „Klimaneutrale Energieversorgung erreichen“ liegt mit 38 % das größte Reduktions-
potential, aufgeteilt in die Handlungsschwerpunkte Energieversorgung und -erzeugung im kommunalen 
Einflussbereich, Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms, Steigerung der lokal und er-
neuerbar erzeugten Wärme und Ausbau der Energiespeicherung.  
Dem Handlungsfeld 3: „Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral“ werden 13 % Einsparpotential 
beigemessen und erstreckt sich auf die Handlungsempfehlungen Klimaschonendes Arbeiten und Wirt-
schaften durch und im Konzern Stadt Köln, Klimaschutz in der Agrar- und Ernährungswirtschaft, Klima-
schutz in der Industrie, Klimaschutz im Bereich Gewerbe-Handel-Dienstleistungen sowie Kreislaufwirt-
schaft. 
Handlungsfeld 4: „Mobilität und Logistik werden klimaneutral“ zeigt mit den Handlungsempfehlungen 
Mobilität im kommunalen Einflussbereich, Personenverkehr, Wirtschafts- und Güterverkehr und über-
greifenden Maßnahmen ein Minderungspotential von 23 % der gesamtstädtischen THG-Emissionen auf. 
Mit 5 % THG-Minderungspotential beschreibt Handlungsfeld 5: „Klimaneutralen Lebensstil und Bildung 
fördern“ die Handlungsempfehlungen Klimaschutz im Alltag – Zielgruppe privater Haushalte, Klima-
schutz in Bildungseinrichtungen – Zielgruppe Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Lehrende sowie 
abschließend Klimaschutz in Kultur und Freizeit - Zielgruppe Kulturschaffende und Anbieter von Frei-
zeiteinrichtungen als Multiplikatoren. 
Das Handlungsfeld 6: „Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität errei-
chen“ beschreibt grundlegende strukturelle Rahmenbedingungen, die für die Umsetzung der Maßnah-
men in den Handlungsfeldern 1-5 notwendig sind und erstreckt sich auf die Handlungsempfehlungen 
Transformation als kommunale Managementaufgabe und Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und Regio-
nalentwicklung integriert betrachten.

4 
 
Abbildung 1: Treibhausgasminderungspotentiale der Handlungsfelder 
Ausgehend vom derzeitigen Emissionsniveau ist laut aktueller Berechnungen von einem weiteren An-
stieg der Emissionen in Höhe von etwa 1% aufgrund von Neubautätigkeit sowie von rund 3% bedingt 
durch Bevölkerungswachstum zu rechnen. Dieser Anstieg ist in den Reduktionspfaden mit eingepreist. 
Klimaneutralität bedeutet eine umfassende Transformation der Stadtgesellschaft, die als eine systemi-
sche Aufgabe sowie als ein agiler Prozess begriffen werden muss, in den Stadt, Bürger*innen und Un-
ternehmen gleichermaßen eingebunden sind. Diesen Transformationsprozess aktiv zu begleiten und zu 
fördern, wird als eine zentrale Aufgabe der Stadt Köln mit ihren Beteiligungen definiert.  
Die für die Gesamtstadt Köln entwickelte Klimaneutralitätsstrategie beschreibt, mit welchen Maßnahmen 
und unter welchen Rahmenbedingungen auf dem Stadtgebiet Köln eine bilanzielle Klimaneutralität er-
reicht werden kann. Sie beschreibt einen lebendigen Prozess aus praxis- und umsetzungsorientierten 
Maßnahmen und Aktivitäten. Unabdingbar notwendig wird es daher sein, das als Einstieg in den Umset-
zungsprozess entwickelte Maßnahmenportfolio in einen dynamischen Prozess zu überführen. Dieser 
lebendige Prozess erfordert einen laufenden Soll-Ist-Wertabgleich der Zielerreichung sowie ein ständi-
ges Nachjustieren, Korrigieren, Stoppen und Neustarten. Im Sinne eines Rahmenkonzepts, das sich auf 
dem Weg zum Klimaneutralitätsziel 2035 iterativ weiterentwickelt, soll es durch die Akteure leben, die 
mit ihren Vorhaben und Projekten auf die Klimaneutralität einzahlen. 
Beteiligungsprozess 
Damit die Gestaltung des notwendigen Transformationsprozesses auf ein breites fachliches Fundament 
gegründet und von Anfang an mit der Umsetzungspraxis verschränkt ist, wurde 2020 der Klimarat Köln 
eingerichtet. Der Klimarat versteht sich als Umsetzungsallianz und Steuerungsunterstützung von Klima-
schutz in Köln und hat sich zur Aufgabe gemacht, stadtweit eine Reduktion der Treibhausgasemissionen 
in den wesentlichen Sektoren anzuschieben. Zu diesem Zweck hat er sechs thematische Projektgruppen 
initiiert, die aus Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Wohnungsbau, Zivilgesellschaft und 
Verwaltung zusammengesetzt sind (Klimarat und Projektgruppen = 90 Akteure). 
In einem breiten, zweijährigen Stakeholderbeteiligungsprozess (2020-2022) wurden durch den Klimarat 
und seine Projektgruppen zunächst Maßnahmenvorschläge aus der Perspektive der Praxis heraus ent-
wickelt, welche sodann einer gutachterlichen Prüfung, Justierung, Weiterentwicklung und Kosten-
Wirkungs-Analyse durch die Auftragnehmer unterzogen wurde. Anschließend wurden diese Vorschläge 
unter Beteiligung und Abstimmung mit den einschlägigen Dienststellen der Stadtverwaltung geschärft. 
Handlungsrahmen für die Stadtverwaltung und Konzern Stadt 
Für den Akteur Stadtverwaltung Köln ist dabei der kommunale Einflussbereich zu beachten. Die Stadt-
verwaltung kann nicht alleine durch eigenes direktes und indirektes Handeln das Ziel einer Klimaneutrali-

5 
tät erreichen. Die Stadt Köln und ihre Beteiligungen haben jedoch eine besondere Vorbild-, Regulie-
rungs- und Aktivierungsfunktion. 
Laut Berechnungen der Gutachter hat die Stadtverwaltung Köln Einfluss auf ca. 15 % der Treibhaus-
gasminderungspotentiale. Der direkte Einflussbereich umfasst die direkten Verbrauchs- und Versor-
gungsbereiche (z. B. in der Beschaffung, Mobilität, Solarausbau, Gebäudebestand und Liegenschaften) 
sowie Regulierungsfunktionen (z.B. durch Planungs- und Entscheidungshoheiten) und beträgt 3%. 12 % 
entfallen auf den indirekten Einflussbereich der sich aus Beratungs- und Aktivierungsaktivitäten oder 
Anreizsystemen ergibt (z.B. Energieberatung, Förderprogramme und strategische Kommunikationspart-
nerschaften mit Schlüsselakteuren).  
Das Aktivitätenportfolio für die Stadtverwaltung, das in Form von Aktivitätensteckbriefen Handlungsemp-
fehlungen für neue Aktivitäten sowie bereits vorhandene Vorhaben ergänzende Aktivitäten formuliert, 
zeigt auf, wie die Stadtverwaltung die Transformation zu einer klimagerechten Stadt im Rahmen ihres 
Wirkungsbereichs aktiv befördern kann. Das Aktivitätenportfolio bedarf im nächsten Schritt einer Opera-
tionalisierung im Sinne einer Verzahnung mit konkreten Ressourcen und Aufgabenplanungen durch die 
Fachdezernate und –ämter zu Einleitung der Umsetzung und ist somit Grundlage für das weitere Han-
deln der Kernverwaltung auf dem Weg zur Klimaneutralität. Grundlage für ein Gelingen ist unter ande-
rem eine erhebliche Stärkung der ämter- und dezernatsübergreifenden Zusammenarbeit, insbesondere 
unter Berücksichtigung der gesamtstädtischen Relevanz des Masterplans Digitalisierung (inkl. Monito-
ring). 
Darüber hinaus ist nach Gutachten das Zusammenspiel von verwaltungsinternen und politischen Ent-
scheidungen auf der Ebene Kölns, des Landes, des Bundes und der EU sowie die Mitwirkung und Ver-
antwortungsübernahme durch Schlüsselakteure und Zivilgesellschaft für eine konsequente Umsetzung 
entscheidend. Die Verwaltung wird die entsprechenden Kanäle und Instrumente über ihre Mitgliedschaft 
in interkommunalen Netzwerken (Deutscher Städtetag, Klimabündnis e.V., Eurocities, NetZeroCities 
Practitioners Panel) aktiv nutzen. 
Ressourcenbedarfe 
Weiterhin liefert das Gutachten grobe Abschätzungen zu Ressourcenbedarfen. Zum jetzigen Zeitpunkt 
resultieren die Zahlen aus statistischen Werten, Simulationen, Extrapolationen und Erfahrungswerten 
der Gutachter in der Zusammenarbeit mit anderen Kommunen. Die den Berechnungen zugrundeliegen-
den Annahmen sind in einem Steckbrief zu jeder Handlungsempfehlung hinterlegt. Die Berechnungen 
weichen dabei teils erheblich von den Einschätzungen der Fachexpert*innen der Stadtverwaltung ab. 
Die differenzierten Kosten-Nutzen-Analysen mit einer Gegenüberstellung der CO2-Vermeidungskosten 
und der auf der anderen Seite vermiedenen Umweltkosten sowie regionalen Wertschöpfungseffekte 
(Mehrgewinne Unternehmen, kommunale Mehreinnahmen, Steigerung Nettoeinkommen) hat deutlich 
gezeigt: Eine Investition in ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen ist unter den gegebenen Rahmenbe-
dingungen in allen Handlungsfeldern „wirtschaftlich“, sobald die gesamtgesellschaftlichen Effekte mit 
einbezogen werden. 
Das gutachterlich erstellte Zahlenwerk dient der Einordnung der einzelnen Handlungsempfehlungen in 
der Gesamtschau - innerhalb und außerhalb des Konzerns Stadt Köln - und in ihrer Dimension und Wir-
kung im Vergleich zueinander. Eine Operationalisierung, im Sinne einer Übersetzung in Umsetzungs-
prozesse, Haushalts- und Stellenplanungen, kann und wird hier noch nicht abgebildet. Dies, sowie die 
Klärung der Zuständigkeit und Organisationsform für die Maßnahmenumsetzungen, muss ebenfalls bei 
einer Konkretisierung der Handlungsempfehlungen erfolgen und unter Berücksichtigung der finanziellen 
Rahmenbedingungen in künftige Planungen für den Haushalt und Stellenplan übersetzt werden. 
Die Koordinationsstelle Klimaschutz wird die Ämter und Dienststellen bei der Übersetzung der gutachtli-
chen Empfehlungen in Verwaltungshandeln begleiten und beraten, erforderliche Entscheidungsprozesse 
unterstützen sowie umsetzungsrelevante Kooperationen mit weiteren Akteuren befördern. 
Vorgezogene Maßnahmen 
Ein Schlüsselelement zur Erreichung der Klimaneutralität stellt der Ausbau regenerativer Energien dar. 
Aus diesem Grund hat die Verwaltung bereits einige wichtige Maßnahmen aus dem Gutachten vorgezo-
gen. Diese hat der Rat der Stadt Köln mit Vorlage 3762/2021 zum Mediationsverfahren Klimawende 
Köln – RheinEnergie AG am 14.12.2021 beschlossen. 
Mit der vorgezogenen Umsetzung dieser Maßnahme konnten bereits wichtige Schritte der Transformati-

6 
on zu einem klimaneutralen Köln eingeleitet werden. Dazu zählen beispielsweise das Förderprogramm 
"Gebäudesanierung und Erneuerbare Energien – klimafreundliches Wohnen" sowie die "Leitlinien zum 
Klimaschutz in der Umsetzung nicht-städtischer Neubauvorhaben": 
Förderprogramm "Gebäudesanierung und Erneuerbare Energien - klimafreundliches Wohnen" 
(4342/2021) 
Das Förderprogramm ist ein Beitrag zur CO₂-Minderung und zur Einhaltung der Klimaschutzverpflich-
tungen der Stadt Köln. Im Rahmen der Beschlussfassung des Rates zum Mediationsverfahren Klima-
wende Köln - RheinEnergie (3762/2021) am 14.12.2022 war das Programm bereits angekündigt worden 
und ist zum 01.04.2022 mit einem Volumen von 20 Millionen Euro investiver Mittel pro Jahr bis 2026 
gestartet. Das Programm löst das bisherige Förderprogramm „Altbausanierung und Energieeffizienz – 
klimafreundliches Wohnen“ ab, um insbesondere den Ausbau von Photovoltaik in Köln weiter voranzu-
bringen. 
Mit dem neuen Förderprogramm w erden auch durch den Bund unterstützte Maßnahmen einfacher und 
transparenter zusätzlich finanziert. Es besteht die Möglichkeit, eine Zuschussförderung in Höhe von 10 
Prozent der förderfähigen Kosten zum bestehenden Bundesprogramm zu erhalten. Zudem werden eige-
ne kommunale Schwerpunkte gesetzt, die nicht durch Maßnahmen anderer Förderprogramme abge-
deckt sind. Einer der Förderschwerpunkte bei den Köln-spezifischen Maßnahmen ist die Solaroffensive 
mit deutlich attraktiveren Fördergeldern. Die Förderhöhen für P hotovoltaikanlagen wurden hierbei von 
150 Euro auf 250 Euro pro Kilowatt-Peak angehoben. Auch Batteriespeicher werden mit einer Förderhö-
he von 150 Euro pro Kilowattstunde Bruttospeicherkapazität gefördert. Neu ist ebenfalls, dass Mie-
ter*innen Anträge auf Förderung von Steckersolargeräten in Höhe von bis zu 200 Euro stellen und hier-
mit ihren Stromverbrauch aus dem Netz senken können. 
Durch die Einbindung der KfW-Energie-Experten bei bundesgeförderten Maßnahmen wird eine Quali-
tätskontrolle vor Ort sichergestellt. Darüber hinaus wurde das neue Förderprogramm in die neuen digita-
len Fördermittelmanagementverfahren der Stadt Köln überführt, um somit eine moderne Fördermittelbe-
arbeitung für die Antragsteller*innen anzubieten. 
Leitlinien zum Klimaschutz in der Umsetzung nicht-städtischer Neubauvorhaben in Köln (Klimaschutzleit-
linien) (4286/2021) 
Die Stadt Köln setzt mit den Klimaschutzleitlinien die Maßnahme 2.2, „Leitlinie für Klimaschutz bei Kon-
version und Neubau“ aus dem Maßnahmenprogramm „KölnKlimaAktiv 2022“ (3680/2018) sowie Punkt 7 
a-c des Beschlusses zum Mediationsverfahren Klimawende Köln – RheinEnergie AG (3762/2021) um. 
Die Klimaschutzleitlinien sind Teil der Sofortmaßnahmen aus dem Klimarat (Projektgruppe Gebäude). 
Ziel ist es, dass Klimaschutz frühzeitig in den verschiedenen Verfahren der Umsetzung nicht-städtischer 
Neubauvorhaben in Köln berücksichtigt wird, um das Klimaschutzpotenzial vollumfänglich ausschöpfen, 
da Anpassungen im Nachgang immer mit einem erhöhten zeitlichen und finanziellen Aufwand verbun-
den sind. Die Auswirkungen der Klimaschutzleitlinien auf die städtischen Zielsetzungen zum Wohnen, u. 
a. zum StEK Wohnen, wurden geprüft.  
Der Bereich Planen und Bauen stellt in der wachsenden Stadt Köln einen wichtigen Hebel zur Reduktion 
der Treibhausgasemissionen dar. Gebäuden wird in Deutschland ein Anteil von etwa 35 % am Endener-
gieverbrauch und etwa 30 % der CO2-Emissionen zugeschrieben. Dies schlägt sich auch in der städti-
schen Treibhausgasbilanz 2008 bis 2019 und dem entsprechenden Anteil von privaten Haushalten und 
GHD (Gewerbe, Handel, Dienstleistungen) an den Pro-Kopf-CO2-Äquivalenten in Tonnen und Jahr nie-
der. Die Einstellung der KfW 55-Förderung (KfW = Kreditanstalt für Wiederaufbau) zum 01.02.2022 so-
wie die kontinuierliche unterjährige Verschärfung der KfW-Förderlinien durch die Bundesregierung un-
terstreichen den Ansatz, in den Kölner Klimaschutzleitlinien KfW 40 EE (EE = Erneuerbare Energien) als 
Mindestanforderung verbindlich vorzuschreiben. Die Kernanforderung des hohen baulichen Standards 
von Wohn- und Nichtwohngebäuden wird verbunden mit einer möglichst vollständigen Versorgung mit 
lokal verfügbaren regenerativen Energien und der konsequenten Nutzung von Photovoltaik. Als Nicht-
wohngebäude gelten alle Gebäude, die unter den Anwendungsbereich des §2 GEG fallen, nicht zu 
Wohn- oder wohnähnlichen Zwecken genutzt werden und auf eine Raumsolltemperatur im Heizfall von ≥ 
19 C° konditioniert werden. Für Produktions- oder Lagerstätten, die auf eine Temperatur unter 19°C be-
heizt bzw. frostfrei gehalten werden, sind die Anforderungen der Klimaschutzleitlinien nicht verbindlich.  
Neben der Reduzierung der CO2-Emissionen im baulichen Bereich schaffen die Klimaschutzleitlinien 
auch eine Standardisierung verschiedener Anforderungen in den Verfahren, die den Klimaschutz betref-
fen. Sie dienen der Implementierung von Klimaschutzaspekten in Qualifizierungsverfahren, in der ver-
bindlichen Bauleitplanung (betrifft ausschließlich die Neuaufstellung) und hinsichtlich der Veräußerung

7 
und Erbbaurechtsbestellung kommunaler Flächen. In Verfahren der Baugenehmigung nach §§ 30, 34 
und 35 BauGB haben die Klimaschutzleitlinien empfehlenden Charakter und sensibilisieren die jeweils 
Verantwortlichen für die Klimaschutzrelevanz ihrer Entscheidungen und Planungen. Die Integration der 
verbindlichen Vorgaben in die entsprechenden vertraglichen Regelungen von 23 und 61 ist in Abstim-
mung erfolgt.  
Die Anforderungen werden regelmäßig entsprechend aktuell geltender Rahmenbedingungen aktualisiert 
und angepasst. 
Mit dem Beschluss zum Mediationsverfahren zwischen Klimawende Köln und der RheinEnergie AG 
(3762/2021) wurden zudem wesentliche Instrumente für den Weg der Dekarbonisierung des kommuna-
len Energieversorgers bis 2035 beschlossen:  
Die Bürgerinitiative Klimawende Köln strebte seit Beginn 2020 ein Bürgerbegehren im Rat der Stadt Köln 
an, demzufolge die RheinEnergie AG und deren Tochterunternehmen spätestens ab 2030 nur Strom 
aus Erneuerbaren Energien liefern sollen. Dies sollte den Vertrieb und den Handel von Strom umfassen. 
Mit den ca. 30.000 gesammelten Unterschriften brachte die Bürgerinitiative den Wunsch vieler Köl-
ner*innen nach einem engagierten Handeln für Klimaneutralität und einer Dekarbonisierung der Ener-
gieversorgung zum Ausdruck. 
Vor diesem Hintergrund hatte die Verwaltung der Stadt Köln in 2021 einen Vermittlungsprozess zwi-
schen Bürgerinitiative Klimawende Köln und RheinEnergie AG organisiert und diesen aktiv begleitet. Mit 
der Vermittlung war der wissenschaftliche Geschäftsführer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, 
Energie, Prof. Dr. Manfred Fischedick, beauftragt. Als Ergebnis des Mediationsverfahrens wurde von 
den Verhandlungsparteien ein Eckpunktepapier unterzeichnet, mit dem sich die RheinEnergie AG zur 
Umsetzung der vollständigen Dekarbonisierung der Strom- und Wärmeversorgung bis 2035 gemäß 
Szenario 2 des Eckpunktepapiers verpflichtet. Die Maßnahmen, die im Rahmen des Mediationsverfah-
rens im Eckpunktepapier festgehalten wurden, beruhen teilweise auf den Empfehlungen des Klimarates 
und bilden elementare Bausteine im Rahmen der Gesamtstrategie zur Erreichung der Klimaziele der 
Stadt Köln. 
Mit dem Ratsbeschluss zum Mediationsverfahren hat der Rat der Stadt Köln die Unterstützung der im 
Eckpunktepapier formulierten Ziele bekräftigt und die Verwaltung beauftragt, im Rahmen der rechtlichen 
Möglichkeiten zusätzlich zur Umsetzung der aufgeführten Maßnahmen beizutragen. Die Bürgerinitiative 
Klimawende Köln erklärte in diesem Zusammenhang, auf die Durchführung des Bürgerbegehrens zu 
verzichten.  
Die Umsetzung des Mediationsergebnisses hat eine sehr weitgehende Veränderung der heutigen 
Stromerzeugungsstruktur der RheinEnergie AG zur Folge. Zurzeit beruht diese maßgeblich auf Heiz-
kraftwerken, die überwiegend mit fossilem Erdgas betrieben werden. Die RheinEnergie AG befindet sich 
als kommunales Unternehmen und wichtiger Arbeitgeber zu 80 % im Eigentum der Stadt und übernimmt 
eine zentrale Aufgabe der Daseinsvorsorge für die Bürger*innen und Unternehmen der Stadt Köln sowie 
der umliegenden Region. Innerhalb des Stadtwerke Köln Konzerns leistet die RheinEnergie AG wichtige 
Beiträge insbesondere zur Finanzierung des defizitären ÖPNV und des Bäderbetriebs sowie darüber 
hinaus zum städtischen Haushalt. Dabei gewährleistet die RheinEnergie AG als Energie-Grundversorger 
jederzeit die technische Versorgungssicherheit im Stadtgebiet. Sie folgt in ihrem unternehmerischen 
Handeln wirtschaftlichen Grundsätzen und ist bei ihrer Betätigung von der Entwicklung der Energiemärk-
te und der energie- und klimapolitischen Rahmenbedingungen auf europäischer, nationaler und regiona-
ler Ebene abhängig. 
Weiteres Vorgehen 
Ausgehend von den gutachtlichen Empfehlungen wird die Koordinationsstelle Klimaschutz gemeinsam 
mit den Dienststellen einen konkreten Aktionsplan mit Maßnahmenpaketen entwickeln und entspre-
chend dem Rat zur Entscheidung vorlegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass einige elementare Maß-
nahmen auf der Grundlage des Gutachtens bereits beschlossen wurden und sich in der Umsetzung be-
finden. 
In Folge des Ratsbeschlusses zur Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ (1987/2021, geänderte 
Fassung) ist die Klimaneutralität Kölns als Schlüsselprojekt benannt worden. Die entwickelten Hand-
lungsfelder und Handlungsempfehlungen berücksichtigen das Zielgerüst der Stadtstrategie. Ziel des 
weiteren Operationalisierungsprozesses ist auch, die Implikationen der Handlungsempfehlungen stadt-
räumlich zu verorten und die Ämter und Dienststellen bestmöglich dabei zu unterstützen, Klimaschutz in 
ihr Planungs-, Entscheidungs- und Zielgerüst einzuweben.

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Die Koordinationsstelle Klimaschutz wird die Umsetzung der Empfehlungen in konkrete Maßnahmen mit 
einem Maßnahmencontrolling begleiten, um die stufenweise Dekarbonisierung und Zielerreichung zu 
dokumentieren. Das Projektmanagement über cProject ist integraler Bestandteil des Klimaschutz Moni-
toring & Controlling Konzepts, das sich derzeit in Erarbeitung befindet. Dies wird auch mit dem Be-
schlusscontrolling von Vorlagen synchronisiert werden.  
Die Umsetzung der Klimaneutralitätsstrategie bedarf insgesamt in großen Teilen der Mitwirkung von 
Akteuren außerhalb des Konzerns Stadt Köln. Daher plant die Verwaltung eine breit angelegte Kampag-
ne zur Aktivierung beteiligter Akteure. 
Anlagen „Gutachten „Klimaneutrales Köln 2035“ 
Anlage 1:  Gesamtstädtische Strategieempfehlungen inkl. Szenarienbetrachtung (Band 1) 
Anlage 2:  Band 2: Köln Klimaneutral 2035 - Aktivitätenportfolio der Stadt Köln 
Anlage 3:  Methodik (Band 3) 
 
Die Anlagen sind im Ratsinformationssystem der Stadt Köln einsehbar.

Anlage 1: Gesamtstädtische Strategieempfehlungen inkl. Szenarienbetrachtung (Band 1)

460137 Zeichen

Stadt Köln Band 1: Köln klimaneutral 2035 – Fachgutachten   Oktober 2022 
 
in Zusammenarbeit mit ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH Wilckensstraße 3 69120 Heidelberg 
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH Döppersberg 19 42103 Wuppertal

Stadt Köln – Band 1: Köln klimaneutral 2035 – Fachgutachten  
  
Inhaltsverzeichnis 1 Konsequent handeln: Klimaneutrales Köln 2035 1 2 Management Summary 2 2.1 Klimaneutralität trifft Stadt: Ziele, Bilanzgrenzen, Restbudget 2 2.1.1 Das Ziel der Klimaneutralität 2 2.1.2 Die Energie- und Treibhausgasbilanz 3 2.1.3 Das CO2-Budget für Köln 5 2.2 Vom Ziel her denken: Szenario Klimaneutralität 6 2.2.1 Das CO2-Budget bewahren 6 2.2.2 Entwicklungspfade in den Verbrauchssektoren 7 2.2.3 Entwicklungspfade in den Energieverbrauchssektoren 8 2.2.4 Entwicklungspfad Stromerzeugung 9 2.2.5 Entwicklungspfad Mobilität 10 2.2.6 Strombedarf durch Sektorkopplung 10 2.2.7 Empfehlungen für eine Umsetzungsstrategie ableiten 11 2.3 Erwartungshaltung trifft Grenzen: Kommunale Handlungsspielräume 12 2.4 Die Strategie im Blick: Handlungsfelder und Schwerpunkte 14 2.4.1 Die THG-Einsparziele in den Handlungsfeldern im Überblick 14 2.4.2 Das Maßnahmenportfolio mit Aktivitätenportfolio 15 2.4.3 Portfolioplan im Überblick 18 2.5 Klimaneutralität lohnt sich 18 2.6 Das Ziel im Blick behalten: Monitoring und Controlling 20 2.6.1 Umsetzung als lebendiger Prozess 20 2.6.2 Indikatorensystem 21 2.6.3 Automatisierte Indikatorenerfassung 22 2.6.4 Fazit 23 3 Der gemeinsame Weg: Projektorganisation und Beteiligung 25 3.1 Beraten und fördern: Der Klimarat der Stadt Köln 25 3.2 Wissen und Erfahrung bündeln: Die Arbeit der Projektgruppen 25 3.3 Danksagung an die Mitwirkenden im Klimarat und den Projektgruppen 26 4 Klimaneutralität trifft Stadt – Ziel der Klimaneutralität eindeutig bestimmen 28 4.1 Das Ziel der Klimaneutralität 28 4.2 Die Energie- und Treibhausgasbilanz 29 4.2.1 Bilanzgrenzen für Köln bestimmen 29 4.2.2 Die BISKO-Bilanz für die Jahre 2019 und 2020 30 4.2.2.1 Datengüte als Maß für die Aussagekraft von kommunalen Energie- und THG-Bilanzen 32 4.2.2.2 Datenbasis der Bilanzen bei den leitungsgebundenen Energieträgern 33 4.2.2.3 Datenbasis der Bilanzen bei den nicht-leitungsgebundenen Energieträgern 33 4.2.2.4 Datenbasis der Bilanzen beim Sektor Verkehr 34 4.2.2.5 Endenergiebilanz 2019 35 4.2.2.6 THG-Bilanz 2019 36 4.2.2.7 Entwicklung der gesamtstädtischen Bilanzen von 2008 bis 2019 38 4.2.2.8 Spezialfall Bilanzjahr 2020 41 4.2.2.9 Berechnung der nicht-energetischen THG-Emissionen im Stadtgebiet Köln 42 4.3 Ziele des Pariser Klimaabkommens auf Köln übertragen 44 4.3.1 Das CO2-Budget für Köln 44 4.3.2 Emissionen natürlich und technisch binden 45 4.3.3 Definition des Begriffs Klimaneutralität 46 5 Die Chancen im Blick – Einschätzung der Potenziale 47

Stadt Köln – Band 1: Köln klimaneutral 2035 – Fachgutachten  
  
6 Erwartungshaltung trifft Grenzen – Kommunale Handlungsgrenzen und Handlungsspielräume ausloten 48 7 Vom Ziel her denken – Szenario klimaneutrales Köln 2035 53 7.1 Entwicklungspfad und Stufenplan 54 7.1.1 Das CO2-Budget bewahren 54 7.1.2 Schnell reduzieren – Beschleunigung hat oberste Priorität 55 7.2 Annahmen und Rahmenbedingungen 55 7.3 Entwicklungspfade in den Verbrauchssektoren 57 7.4 Entwicklungspfade in den Energieverbrauchssektoren 59 7.5 Entwicklungspfad Stromerzeugung 62 7.6 Entwicklungspfad Mobilität 62 7.7 Strombedarf durch Sektorkopplung 64 7.8 Empfehlungen für eine Umsetzungsstrategie ableiten 64 8 Die Strategie im Blick: Handlungsfelder und Schwerpunkte des Handelns 66 8.1 Aufbau der Strategie 67 8.2 Portfolioplan im Überblick 69 8.3 Die THG-Einsparziele in den Handlungsfeldern im Überblick 69 8.4 Klimafreundliche Gebäude und Quartiere 70 8.4.1 Öffentliche Gebäude und Anlagen 72 8.4.1.1 Klimaneutraler Gebäudebestand Konzern Stadt Köln 74 8.4.1.2 Klimaneutraler sonstiger öffentlicher Gebäudebestand 75 8.4.2 Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung und Stadtplanung 76 8.4.2.1 Maßnahme Stadtentwicklung und Stadtplanung klimaneutral gestalten 77 8.4.3 Klimafreundliche Bestandssanierung 78 8.4.3.1 Modernisierung selbstgenutzter oder privat vermieteter Wohngebäude 81 8.4.3.2 Modernisierung gewerblich vermieteter Wohngebäude 81 8.4.4 Klimaneutraler Neubau 82 8.4.4.1 Nachhaltigen Neubau nicht-städtischer Wohngebäude fördern 83 8.5 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen 86 8.5.1 Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich 90 8.5.1.1 Dekarbonisierung der Wärmeversorgung des Konzerns Stadt Köln 91 8.5.1.2 Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung des Konzerns Stadt Köln 92 8.5.2 Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms 93 8.5.2.1 Ausbau der Photovoltaik auf Wohn- und Nichtwohngebäuden 94 8.5.2.2 Nutzung der PV-Freiflächenpotenziale 95 8.5.2.3 Ausbau der Windenergie 96 8.5.2.4 Import erneuerbarer Strom 97 8.5.3 Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme 98 8.5.3.1 Entwicklung und Umsetzung einer kommunalen Wärmeplanung/Energienutzungsplanung 99 8.5.3.2 Dekarbonisierung der zentralen Wärmeversorgung 100 8.5.3.3 Dekarbonisierung der dezentralen Wärmeversorgung 101 8.5.4 Ausbau der Energiespeicherung 102 8.5.4.1 Ausbau von Stromspeichern 102 8.5.4.2 Ausbau von Wärmespeichern 103 8.6 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral 104 8.6.1 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral durch und im Konzern Stadt Köln 105 8.6.1.1 Nachhaltige städtische Unternehmen entwickeln 106 8.6.1.2 Klimaschonende Beschaffung im Konzern Stadt Köln 107 8.6.2 Klimaschutz in der Agrar- und Ernährungswirtschaft 108

Stadt Köln – Band 1: Köln klimaneutral 2035 – Fachgutachten  
  
8.6.2.1 Erzeugung, Produktion und Vermarktung im Bereich nachhaltiger Ernährung fördern 109 8.6.3 Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten 110 8.6.3.1 Klimaschutz als Quartiersansatz 110 8.6.3.2 Klimaschutz in energieintensiven Unternehmen 111 8.6.3.3 Förderung von Klimaschutz in Unternehmen 112 8.6.4 Kreislaufwirtschaft 113 8.6.4.1 Kreislaufwirtschaft auf- und ausbauen 113 8.6.4.2 Kreislaufwirtschaft im Baugewerbe ausbauen 114 8.6.4.3 Bioabfallsammlung für das gesamte Stadtgebiet erhöhen 114 8.6.5 Kooperation und Förderung von Klimaschutz in der Wirtschaft 115 8.6.5.1 Klimaschutz-Kooperation zwischen Stadt Köln und Unternehmen 116 8.6.5.2 Klimaschutz-Netzwerke in der Wirtschaft 116 8.7 Mobilität und Logistik werden klimaneutral 118 8.7.1 Mobilität im kommunalen Einflussbereich 120 8.7.1.1 Konzern Stadt Köln als Vorbild 121 8.7.2 Personenverkehr 121 8.7.2.1 Maßnahme: Förderung ÖPNV 122 8.7.2.2 Maßnahme: Förderung Nahmobilität 123 8.7.3 Wirtschafts- und Güterverkehr 124 8.7.3.1 Maßnahme: Wirtschaftsverkehr und betriebliche Mobilität 125 8.7.4 Übergreifende Maßnahmen 126 8.7.4.1 Maßnahme: Verbesserung von Effizienz und Antrieben 127 8.7.4.2 Maßnahme: Verkehrsintegration und übergreifende Maßnahmen 128 8.8 Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern 129 8.8.1 Klimaschutz im Alltag – Zielgruppe privater Haushalte 132 8.8.1.1 Maßnahme Mitmachkampagne zur Aktivierung und Qualifizierung Kölner Bürger*innen durchführen 133 8.8.1.2 Maßnahme Innovations- und Erfahrungsräume mit Unternehmen und der Zivilgesellschaft fördern und erweitern 135 8.8.1.3 Maßnahme Klimaschonendes und nachhaltiges Verhalten in die breite Anwendung bringen 136 8.8.2 Klimaschutz in Bildungseinrichtungen – Zielgruppe Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Lehrende 137 8.8.2.1 Maßnahme Erfahrungs- und prozessbasierte Ernährungs- und Umweltbildung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit 138 8.8.3 Klimaschutz in Kultur und Freizeit – Zielgruppe Kulturschaffende und Anbieter von Freizeiteinrichtungen als Multiplikatoren 139 8.8.3.1 Kulturschaffende und Anbieter*innen von Freizeiteinrichtungen als Multiplikatoren für Klimaschutz und Nachhaltigkeit fördern 139 8.9 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen 141 8.9.1 Transformation als kommunale Managementaufgabe 142 8.9.1.1 Transformationsstrategie für ein klimaneutrales Köln 144 8.9.1.2 Monitoring und Controlling mit Multiprojektmanagement im Klimaschutzprozess einrichten 145 8.9.1.3 Querschnittsthemen der Klimaschutzarbeit in Köln verankern 146 8.9.1.4 Integration des Ziels der Klimaneutralität in die Struktur des Konzerns Stadt Köln 147 8.9.2 Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung integriert betrachten 148

Stadt Köln – Band 1: Köln klimaneutral 2035 – Fachgutachten  
  
8.9.2.1 Nachhaltigkeitstransformation der Wirtschaft und Neuansiedlung klimaneutraler Unternehmen fördern 149 8.9.2.2 Stadt-Regionen Beziehungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickeln 150 8.9.2.3 Politische Einflussnahme für Klimaschutz und Nachhaltigkeit 151 9 Bewertung der Ziele: Kosten-Nutzen-Analyse 152 9.1 Finanzbedarf: Investitionskosten einschätzen 154 9.2 Wirtschaftlichkeit: Vollkostenbetrachtung im Vergleich 159 9.3 Effizienz: Die statischen CO2-Vermeidungskosten 162 9.4 Umweltnutzen: Vermiedene Umweltschäden 163 9.5 Regionalnutzen: Regionale Wertschöpfung 165 10 Empfehlungen zur Strategieoptimierung und Maßnahmenpriorisierung 170 11 Eine inhärente Dynamik fördern: Das Aktivitätenportfolio im Überblick 175 11.1 Übersicht Beiträge der Handlungsfelder zur Treibhausgasreduktion 175 11.2 Übersicht der Sachkosten 178 11.3 Übersicht der Zeitaufwände 181 11.4 Übersicht der Zeitpläne 184 12 Monitoring und Controlling 186 12.1 Grundverständnis 186 12.2 Den Prozess organisieren: Das Multiprojektmanagement 187 12.3 Den Prozess beeinflussen: Instrumente zur Prozesssteuerung 189 12.4 Das Ziel im Blick behalten: Automatisiertes Monitoring und Controlling 192 12.4.1 Indikatorensystem 192 12.4.2 Automatisierte Indikatorenerfassung 193 13 In aller Kürze 196

Vorwort zum Gutachten Klimaneutrales Köln   Frau Oberbürgermeisterin Reker  Sehr geehrte Leser*innen, die Klimakrise ist seit langem und zuletzt immer deutlicher spürbar. Umso dringlicher werden Klima-schutz und Klimafolgenanpassung. Mit dem Ratsbeschluss Köln Klimaneutral 2035 hat der Rat der Stadt Köln im Jahr 2021 ein klares Ziel gesetzt. Der Weg dahin ist ungleich anspruchsvoller zu finden. Und an dessen Anfang standen viele offene Fragen: Wie können wir in Köln klimaneutral werden? Was ist dazu notwendig? Wo stehen wir und wer hat welchen Einfluss?  Diese Fragen werden im vorliegenden Gutachten diskutiert, das im Sinne einer „Roadmap“ wichtige Meilensteine beschreibt und diese mit konkreten Handlungsempfehlungen hinterlegt. Die wichtigste und motivierendste Erkenntnis ist: Wir können es schaffen, bis 2035 klimaneutral zu werden. Da-zu müssen wir alle zusammen mitwirken und ambitioniert, konsequent und mutig handeln. Von der Stadtverwaltung über die politische Ebene bis hin zu allen Akteur*innen der Stadtgesellschaft - sei es Unternehmer*in oder Privatperson: jede*r nimmt auf diesem gemeinsamen Weg eine spezifische, unverzichtbare Rolle ein.  Für wirksamen Klimaschutz werden wir in den nächsten Jahren eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg bringen müssen, um das Ziel zu erreichen. Ich begreife klimaschutzwirksame Ausgaben als notwendige Investitionen in die Zukunft, die dazu beitragen, erheblich höhere klimawandelbedingte Folgekosten zu vermeiden. Wichtige Handlungsbereiche sind beispielsweise die städtischen Beiträge zum Ausbau von erneuerbaren Energien sowie die Reduzierung des Energie- und Wärmebedarfs, der Ausbau der Solarenergie, die kommunale Wärmeleitplanung, die Forcierung der Verkehrswende mit der Ausrichtung auf den öffentlichen Personennahverkehr. Wir wollen Köln bis 2035 klimaneutral und zukunftsgerichtet gestalten. Das Ziel ist politisch beschlos-sen, die Strategie geschrieben. Nun geht es an die Umsetzung – gemeinsam, vernetzt und kreativ. Ich bedanke mich herzlich bei allen, die an der Erstellung des Gutachtens mitgewirkt haben: Dem Klima-rat und den Projektgruppen, den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung sowie dem fachlichen Begleit-konsortium, das aus den Impulsen, Vorschlägen und Anregungen mit viel fachlicher und wissen-schaftlicher Expertise das vorliegende Gesamtgutachten erstellt haben.  Mit freundlichen Grüßen 
 Henriette Reker Oberbürgermeisterin der Stadt Köln   
Foto: © Stadt Köln

Vorwort zum Gutachten Klimaneutrales Köln   Herr Beigeordneter Wolfgramm  Liebe Leserin, lieber Leser, Köln möchte bis zum Jahr 2035 Klimaneutral werden – das ist unser Ziel, um die Zukunft unserer Stadt generationengerecht und zukunftsfähig zu gestalten. Dazu hat der Rat der Stadt Köln bereits im Jahr 2021 einen umfassenden Beschluss gefasst und die Verwaltung damit beauftragt eine Strategie zu entwickeln, damit wir dieses ambitionierte Ziel erreichen können.  Das jetzt vorliegende Gutachten „Strategie Klimaneutrales Köln 2035“ zeigt auf: Es ist möglich! Es wird aber auch deutlich: Es erfordert insgesamt gemeinsame Anstrengungen aller Akteur*innen unse-rer Stadt. Unsere energiebedingten Treibhausgasemissionen müssen von aktuell ca. 9,5 Millionen Tonnen CO² bis 2035 um 93% sinken. Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, hat die Be-schleunigung der Treibhausgasreduktion oberste Priorität.  Das Gutachten der wissenschaftlichen Berater*innen ist das Ergebnis eines umfassenden und inten-siven Beteiligungsprozesses des Klimarates und der über 90 Mitglieder seiner Projektgruppen. Es gibt Ihnen einen Überblick über die Kölner Treibhausgasbilanz, Szenarien, Mechanismen und Handlungs-empfehlungen und es gibt uns einen Handlungsrahmen, wie wir Klimaneutralität erreichen können. Wichtige Kernelemente der Empfehlungen sind der größtmögliche Ausbau erneuerbarer Energien und gleichzeitig die Erhöhung der Energieeffizienz. Bereits im vergangenen Jahr hat der Rat der Stadt Köln daher in dieser Hinsicht wichtige Schritte der im Gutachten empfohlenen Maßnahmen vorgezogen.  Die „Leitlinien zum Klimaschutz in der Umsetzung nicht-städtischer Neubauvorhaben“ zielen darauf ab, dass Klimaschutzkriterien bereits frühzeitig in der Bauleitplanung und bei der Veräußerung städti-scher Grundstücke Berücksichtigung finden. Hier werden auch Vorgaben für den Ausbau von Photo-voltaikanlagen gemacht.  Der Ratsbeschluss zum Mediationsverfahren zwischen Klimawende Köln und der RheinEnergie AG ist ein wichtiger Schritt zur Dekarbonisierung des Energiesektors und zur Erreichung des Ziels bis 2035.  Mit dem Förderprogramm „Gebäudesanierung und Erneuerbare Energien - klimafreundliches Woh-nen“ stellen wir für die nächsten Jahre bis zu 20 Millionen Euro jährlich aus dem städtischen Haushalt für den Ausbau von Photovoltaikanlagen und zur Steigerung der Energieeffizienz zur Verfügung.  Und in Zusammenarbeit mit unseren Partner*innen der RheinEnergie und der Handwerkskammer zu Köln wurde der Treffpunkt Solar eingerichtet, der unabhängige Solarberatung für Köln anbietet. Dies sind nur einige wichtige Schritte, die wir bereits gegangen sind. Das Gutachten macht aber deut-lich, dass wir zukünftig gemeinsam erhebliche Anstrengungen und Herausforderungen meistern müssen. Das erfordert gemeinsames Handeln, Kooperation und auch Mut.    
Foto: © Martina Goyert

Ich freue mich, mit Ihnen zusammen diesen Weg gehen zu dürfen, um die Zukunft unserer Stadt zu gestalten.  
 William Wolfgramm Beigeordneter für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften der Stadt Köln

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1 Konsequent handeln: Klimaneutrales Köln 2035  Mit der Ratifizierung des Klimaabkommens von Paris hat sich die Bundesrepublik Deutschland völker-rechtlich bindend zu den darin festgelegten Klimazielen bekannt. Danach soll die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau auf deutlich unter 2 °C begrenzt werden. Die Empfehlung lau-tet, den Temperaturanstieg möglichst nicht über 1,5 °C steigen zu lassen. Auch wenn es für Deutsch-land und demzufolge für die kommunale Ebene noch keinen verbindlichen Transformationspfad zur Umsetzung gibt, ist es eindeutig, dass die Frage der kommunalen Klimaschutzziele neu verhandelt und ausgerichtet werden muss. Die Stadt Köln ist sich ihrer Rolle im Spannungsfeld zwischen lokaler und globaler Verantwortung bewusst und bereits seit Jahren im Klimaschutz aktiv tätig. Anfang 2019 hat die Stadt bspw. ein Maßnahmenprogramm für den Klimaschutz – KölnKlimaAktiv 2022 beschlossen, welches die zum damaligen Zeitpunkt laufenden Klimaschutzaktivitäten um weitere konkrete Projektvorschläge im Ein-flussbereich der Stadt ergänzte.  Im Jahr 2019 wurde darüber hinaus durch einen Ratsbeschluss der Klimanotstand in der Stadt Köln ausgerufen. Darauf aufbauend wurde das Ziel des Klimaneutralen Kölns 2035 beschlossen, wobei es sich um eine deutliche Verschärfung der bisherigen Kölner Klimaschutzziele handelt. Als Grundlage für die weitere Klimaschutzarbeit in der Stadt Köln zur Erreichung des ambitionierten Ziels wurde die Erstellung des vorliegenden Gutachtens beauftragt.  Dieses vorliegende Gutachten beschreibt ausgehend vom Ziel der Klimaneutralität 2035 einen mögli-chen, in einem Szenario abgebildeten Pfad zur Zielerreichung sowie die damit verbundenen Heraus-forderungen und Handlungsspielräume. Darauf aufbauend wird die Strategie zur Zielerreichung be-schrieben, ergänzt um ein umsetzungsorientiertes Aktivitätenportfolio. Dieses umfasst konkrete Akti-vitätenempfehlungen für die kommenden Jahre, mit denen die Stadtverwaltung Köln die Entwicklung in Richtung Klimaneutralität in der Stadt Köln direkt oder indirekt beeinflussen sowie laufend kontrol-lieren und steuern kann. Die zentralen Ergebnisse des Gutachtens werden im folgenden Kapitel zu-sammengefasst.

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2 Management Summary Die Strategie für ein klimaneutrales Köln 2035 ist in drei Bänden dokumentiert: • Band 1: Köln Klimaneutral 2035 - Strategie (Konzeptband – beschreibt die Strategie zur Kli-maneutralität) • Band 2: Köln Klimaneutral 2035 - Aktivitätenportfolio der Stadt Köln (Aktivitätenportfolio – bein-haltet die Steckbriefe der vorgeschlagenen Aktivitätenempfehlungen, sortiert nach Handlungs-feldern und Handlungsschwerpunkten) • Band 3: Köln Klimaneutral 2035 - Methoden und Hintergründe (Methodenband - fasst die wich-tigsten Methoden zusammen und beschreibt diese stichpunktartig) Das Kapitel 2 fasst die zentralen Ergebnisse der Strategieentwicklung zusammen und gibt den Le-ser*innen so einen schnellen Überblick über die Ergebnisse. 
2.1 Klimaneutralität trifft Stadt: Ziele, Bilanzgrenzen, Restbudget 2.1.1 Das Ziel der Klimaneutralität Ausgangspunkt der Definition des Ziels Klimaneutralität für Köln ist der Beschluss des Rats der Stadt Köln vom 24.6.2021. Im Rahmen der Strategieentwicklung für eine klimaneutrales Köln werden bilden die folgenden Eckpunkte die Zieldefinition: • Klimaneutralität bedeutet Treibhausgasneutralität • Treibhausgasneutralität wird erreicht, wenn auf dem Gebiet der Stadt Köln nicht mehr Treib-hausgase emittiert werden, als auf natürliche oder künstliche Art und Weise gebunden werden können die Summe der positiven und negativen Treibhausgas - Einträge also gleich Null sind. • Ziel der Stadt Köln ist Treibhausgasneutralität bis 2035 • Für den weitaus größten Teil der THG-Emissionen gilt, dass deren Vermeidung nicht direkt durch die Stadt Köln und ihre Beteiligungen beeinflusst werden kann. • Die Stadt Köln und ihre Beteiligungen haben eine besondere Vorbildfunktion. Die oben be-schriebenen Ziele werden daher auf die Stadt Köln mit ihren Beteiligungen übertragen.  • Die Treibhausgasemissionen, die direkt von der Stadt Köln und ihren Beteiligungen beeinflusst werden können, müssen daher bis 2035 in dem Umfang reduziert werden, dass verbleibende Emissionen auf natürliche oder künstliche Art und Weise gebunden werden können. • Es wird ein Maßnahmenplan erarbeitet, der das Erreichen der Treibhausgasneutralität für die, durch die Stadt und die Beteiligungen direkt beinflussbaren THG-Emissionen darstellt. • Dabei werden möglichst viele weitere THG-Emittenten einbezogen. • Es werden sektorspezifische Ziele definiert und geeignete Indikatoren für die Überprüfung der Zielerreichung (Controlling) festgelegt werden.

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2.1.2 Die Energie- und Treibhausgasbilanz Bezogen auf diese Bilanzierungsprinzipien gibt es verschiedene Bilanzierungsstandards, nach denen die Bilanzierung durchgeführt wird. Unternehmen bilanzieren z.B. nach dem Greenhouse-Gas-Protocol und der DIN ISO 14064-1. Für Kommunen und Landkreise wird der BISKO-Standard (Bilanzierungs-Standard Kommunal) nach dem Territorialprinzip als Hauptbilanz empfohlen1.  Das Territorialprinzip findet als Bilanzierungsprinzip international und national Anwendung. Bilanziert werden die tatsächlich anfallenden Emissionen in einem Territorium. Der Vorteil ist das Prinzip der Addierbarkeit: Da die Emissionen spezifischen Territorien zugeordnet werden können, können diese addiert werden und leicht miteinander verglichen werden. Um das Bewusstsein für globalen Klimaschutz voranzubringen, und die Klimawirkung des Konsums bzw. des Welthandels durch Konsumentscheidungen vor Ort ganzheitlich zu betrachten, sollte der Blick zusätzlich auf die importierten Treibhausgasemissionen gelenkt werden (Inländerprinzip). Die trennscharfe und für Köln spezifische Quantifizierung importierter Treibhausgasemissionen ist jedoch nur schwer darstellbar. Da auf nationaler und internationaler Ebene zudem nach dem Territorialprinzip bilanziert wird, besteht die Gefahr der Doppelzählung der Emissionen. Das vorliegende Gutachten empfiehlt daher die Verwendung der BISKO-Bilanz als formelle Bilanz. Zusätzlich verweist das Gut-achten informell auf die Klimawirksamkeit des Konsumverhaltens auf Grundlage statistischer Daten in Form von Exkursen.  Grundsätzlich lassen sich im BISKO-Standard energetische und nicht-energetische Emissionen unter-scheiden. Zu den nicht-energetischen Emissionen zählen klimawirksame Gase aus Industrieprozes-sen, Landwirtschaft sowie Abfall und Abwasser. Der Anteil der nicht-energetischen Emissionen wird in der Bilanz der Stadt Köln ausgewiesen.  
––––––––––––– 
1 Umwelt Bundesamt, „Treibhausgasneutralität in Kommunen“, 24.März 2021

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 Abbildung 1 Bilanzgrenzen Köln nach dem Territorialbilanz 
 Abbildung 2 THG-Emissionen 2019 in Köln nach Sektoren

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 Abbildung 3 Entwicklung der THG-Emissionen pro Einwohner*in von 2008 bis 2019 
2.1.3 Das CO2-Budget für Köln Für Kommunen gibt es noch keine verbindlichen methodischen Vorgaben zur Behandlung des CO2-Budgets. Der in Köln eingesetzte Bilanzierungsstandard bezieht sich nur auf die energetischen Emis-sionen, berücksichtigt dabei jedoch zusätzlich treibhausrelevante Gase als CO2-Äquivalente. Auf die Gesamtstadt Köln entfällt damit mit einer Einwohnerzahl von rd. 1,1 Millionen Bürger*innen ein Budget von rd. 81,2 Millionen Tonnen CO2 auf das 1,75° Ziel und 51,7 Millionen Tonnen CO2 auf das 1,5° Ziel. Eine Paris-konforme Treibhausgasneutralität wird unter Berücksichtigung dieser Budgetgrenzen damit erreicht, wenn die mindestens die obere Budgetgrenze für das 1,75 Grad Ziel eingehalten wird.

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 Abbildung 4 Das CO2-Restbudget für Köln 
2.2 Vom Ziel her denken: Szenario Klimaneutralität Szenarien sind keine Prognosen. Sie beschreiben eine mögliche Entwicklung unter Berücksichtigung von Annahmen. Sie dienen dazu, mögliche Treibhausgasentwicklungspfade als Grundlage für die Ab-wägung eines klimapolitischen Ziels zu definieren. Sie sind außerdem Grundlage für eine qualifizierte Maßnahmenentwicklung im weiteren Prozess. Sie dienen demnach nicht der Machbarkeitsprüfung, sondern formulieren Anforderungen an die Zielerreichung. Zur Beschreibung des Wegs zur Klimaneut-ralität werden für die Verbrauchssektoren und Energiesektoren mögliche Entwicklung entlang der vier Hauptstrategien Effizienz, Konsistenz, Suffizienz und Kompensation beschrieben. 2.2.1 Das CO2-Budget bewahren An dieser Stelle wird vor allem auf das Szenario klimaneutrales Köln 2035 eingegangen. Das Szenario zeigt unter Berücksichtigung des CO2-Restbudgetansatzes einen möglichen Weg zum Erreichen der Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 auf.  Klimaneutralität wird erreicht, wenn die energiebedingte Treibhausgasemissionen bis 2035 um 93 % sinken (vergleiche grünen Balkenverlauf in Abbildung 38). Unter Berücksichtigung eines Kompensati-onsanteils von ca. 5 % (ausgehend vom Jahr 1990) wird ein Zustand erreicht, in dem in der Stadt Köln nicht mehr energiebedingte THG-Emissionen entstehen, als auf natürlichem oder künstlichem Weg ausgeglichen werden können. Diese Annahme vorausgesetzt, sinkt das verfügbare jährliche CO2-Budget zur Einhaltung des 1,75 Grad Ziels (vergleiche orangene Linie in Abbildung 38) in Höhe von ca. 81 Millionen Tonnen auf 18 Millionen Tonnen CO2.

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 Abbildung 5 THG-Zielentwicklungspfad und Entwicklungspfad CO2-Budget 
2.2.2 Entwicklungspfade in den Verbrauchssektoren Die Entwicklungspfade in den Verbrauchssektoren zeigen Zielpfade für den Endenergieverbrauch sowie die THG-Emissionen. Verbrauchssektoren sind die privaten Haushalte, die Wirtschaftssektoren Gewerbe, Handel und Dienstleistung (GHD), Industrie, Kommune sowie der Verkehr.  Bei den privaten Haushalten reduziert sich der Endenergieverbrauch bis 2035 um 47 % und die Treib-hausgasemissionen um 94 % im Vergleich zum Jahr 2018. In den Wirtschaftssektoren sinkt der End-energieverbrauch zwischen 31 % bis 44 %. Im Verkehrsbereich um 26 %.

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 Abbildung 6 Entwicklungspfad THG-Emissionen in den Verbrauchssektoren 
2.2.3 Entwicklungspfade in den Energieverbrauchssektoren Um die ambitionierten Ziele der Treibhausgasneutralität zu erreichen, reicht es nicht aus, nur weniger Energie zu verbrauchen. Weiterhin ist es notwendig, auch die Energieträger zu dekarbonisieren. Nur die Kombination aus verringertem Energiebedarf mit nahezu klimaneutralen Energieerzeugern bringt die Stadt Köln in Richtung Klimaneutralität. Für den Licht und Kraft Sektor sehen die Szenarien ein Einsparziel von 18 % vor. Der Wärmebedarf muss bis 2035 um 57 % ausgehend vom Status quo reduziert werden. Auch im Mobilitätssektor soll rund ein Viertel des Gesamtenergiebedarfs reduziert werden.  Aus der BDI - Klimapfade 2.0 Studie folgt eine Verdrängung des Heizöls bis 2030. Die Szenarien ge-hen davon aus, dass der Großteil der Wärmeerzeugung mit der Fernwärme (rd. 27 %) und Wärme-pumpen (36%) gedeckt werden. Da die aktuelle Entwicklung des zukünftigen Wärmemarkts kaum eingeschätzt werden kann, wird in einem zweiten Szenario der Wärmepumpenanteil auf 16 % redu-ziert und die verbleibenden 20 % mit Methan aus Power-to-Gas Prozessen gedeckt. Die direkte Stromnutzung im Wärmesektor bspw. in Durchlauferhitzern und umgestellten Industrieprozessen beläuft sich auf 19%. Die restliche Wärmeerzeugung erfolgt aus einem Mix aus Solarthermie, Bio-masse und grünen Gasen. Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Wärmeträger in Köln im Jahresverlauf der Szenarienberechnung mit einem Wärmepumpenanteil von 36 %.

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 Abbildung 7 Entwicklung des Energiemixes in der Wärmeversorgung 
2.2.4 Entwicklungspfad Stromerzeugung Bedingt durch den gesteigerten Stromanteil in den Sektoren Wärme und Mobilität (durch E-Mobilität) rückt auch die lokale, erneuerbare Erzeugung von Strom vermehrt in den Fokus. Die LANUV Studie enthält Potenzialanalysen für erneuerbare Energien in Köln. Die Studie erfasst sämtliche Potenziale und ist als Maximaleinschätzung zu lesen, die nicht zwingend die lokalen Randbedingungen berück-sichtigt. Da nicht der vollständige Strombedarfs Köln aus regionalen Quellen gedeckt werden kann, ist es ab 2030 notwendig, auch die restlichen Strombedarfe zu 100 % aus Ökostromquellen zu versor-gen.

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 Abbildung 8 Entwicklung lokal erzeugter Strom erneuerbare Energien 
2.2.5 Entwicklungspfad Mobilität Vermeidung, Verlagerung und Verbesserung (im Sinne von höherer Effizienz und/oder Einsatz von erneuerbaren Energien) ist der Dreiklang für die klimaschonende Mobilität. Hierzu ist eine Verlagerung auf den Radverkehr und den ÖPNV zwingend erforderlich. Gleichwohl liegt ein Schwerpunkt der Mo-bilitätswende in der Umstellung auf alternative Antriebe.  2.2.6 Strombedarf durch Sektorkopplung Die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien für die Wärmeerzeugung und Mobilität wird vor dem Hintergrund der hier unterstellen Rahmenbedingungen zu einem deutlichen Anstieg des Strom-bedarfs führen. Das Szenario geht von einer Erhöhung um den Faktor 2,5 aus. Dieser Anteil erneuer-baren Stroms kann nicht im Kölner Stadtgebiet erzeugt werden. Die Zielerreichung des hier beschrie-benen Szenarios hängt daher im besonderen Maße davon ab, dass der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung auf nationaler Ebene deutlich ausgebaut und beschleunigt wird.

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 Abbildung 9 Strombedarfsentwicklung nach Anwendungen 
2.2.7 Empfehlungen für eine Umsetzungsstrategie ableiten Für die Umsetzung lassen sich folgende Leitziele formulieren: • Unmittelbare Steigerung der Sanierungsquote im Gebäudebestand auf jährlich 4,1 % unter konsequenter Umsetzung hoher energetischer Standards im Gebäudebestand mit einer mittle-ren Energieeinsparung von 77 %  • Im Neubau müssen konsequent höchste energetische Gebäudestandards umgesetzt werden. Dies bedeutet die unmittelbare Einführung des Passivhausstandards bzw. der Energieplushaus-Standards im privaten (und gewerblichen) Neubau. Um dem hohen Nutzungsdruck gerecht zu werden, müssen dabei flächenschonende Wohnmodelle bei gleichbleibender Wohnqualität entwickelt und umgesetzt werden.  • Bei der Gebäudesanierung und beim Neubau eigener Liegenschaften müssen die jeweils aktu-ellen Anforderungen für Privateigentümer*innen an energetische Standards und innovative Energieversorgung möglichst überschritten werden, um der Vorbildfunktion der Kommune ge-recht zu werden. • Die Transformation der Stadtgesellschaft muss als eine systemische Aufgabe von Stadt, Bür-ger*innenn und Unternehmen begriffen werden. Ziel dieses Transformationsprozesses ist die Verringerung des Pro-Kopf-Verbrauchs von Material- und Energiemengen durch eine Änderung des Verhaltens bei gleichzeitig hoher Lebensqualität durch die Aktivierung, Qualifizierung und Multiplikation klimaschonenden Verhaltens in der Gesamtgesellschaft.  • Hierzu müssen bis 2035 mindestens 20 % der Kölner Bürger*innen, die jeweils durchschnitt-lich rund 1 % Ihres Energiebedarfs reduzieren, in Bezug auf klimaschonendes Verhalten akti-viert und qualifiziert werden.

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• Kölner Unternehmen arbeiten und produzieren klimaneutral. Der Energieverbrauch für Raum-wärme, Licht und Kraft sowie Prozesswärme muss jedes Jahr bis 2030 um ca. 3 % sinken.  • Klimaneutralität muss Ziel und Erfolgsmerkmal der Kölner Wirtschaftspolitik sein. • Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) und Stärkung des Umweltverbunds: Die Emissionen aus dem noch weitestgehend auf fossilen Energieträger fußenden, motorisier-ten Individualverkehr müssen bis 2035 um knapp 90 % sinken. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der konsequenten Stärkung des Umweltverbunds durch den Ausbau der Radinfrastruktur und des klimafreundlichen ÖV – beide Teilstrategien bedingen sich im Sinne von Push-Pull-Faktoren gegenseitig. • Transformation der Antriebstechnik: Die Stadt Köln muss die eigenen Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf die Transformation der Antriebstechnik hin zu klimaschonenden Antrieben und Treibstoffen konsequent ausschöpfen - auch wenn diese im Vergleich zu den Potenzialen im Bereich der Verkehrsplanung gering ausfallen. • Der Stromverbrauch muss bilanziell zu 100 % aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Die Rheinenergie (ebenfalls Grundversorger in Köln) bietet bereits nur noch ausschließlich Ökostrom in ihren Verträgen an. Die Stromversorgung sollte lokal erzeugt und der verbleibende Strombedarf importiert werden.  • Die Wärmeversorgung muss zu 100 % auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Ölheizun-gen müssen zu 100 % durch effiziente Systeme mit erneuerbaren Energien ersetzt werden. Fossiles Erdgas muss bis 2035 durch synthetisches Erdgas aus erneuerbaren Energien („Power to Gas“) oder durch Wärmepumpen ersetzt werden. • Fernwärme muss als Infrastruktur zur Verteilung von Wärme aus erneuerbaren Energien ge-stärkt und ausgebaut werden. Der Anteil am Wärmemix muss auch bei sinkenden Verbräuchen auf 27 % ausgebaut werden. Die Fernwärme muss bis 2035 zu 100 % dekarbonisiert sein. 
2.3 Erwartungshaltung trifft Grenzen: Kommunale Handlungsspielräume Auf dem Weg zur Klimaneutralität gibt es drei Entscheidungsebenen, auf denen die jeweiligen Ak-teur*innen zusammenwirken müssen. Hier werden konkrete Entscheidungen getroffen und der Handlungsrahmen bestimmt. Die Entscheidungen wirken dabei auf den jeweiligen Ebenen hemmend oder fördernd. Jede Ebene ist notwendig, keine kann die andere ersetzen und nur im Zusammenspiel kann das Ziel der Klimaneutralität erreicht werden.

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 Abbildung 10 Entscheidungsebenen  Einflussmöglichkeiten der Stadt Köln mit ihren Töchtern Bei den Einflussmöglichkeiten der Stadt Köln werden direkte und indirekte Einflussmöglichkeiten (inklusive städtischer Töchter) unterschieden.  Direkte Einflussmöglichkeiten bezeichnen den direkten und unmittelbaren Einfluss der Stadt Köln auf die Umsetzung von Maßnahmen (v. a. von Dritten). Zum direkten Einflussbereich zählen z. B. verbind-liche energetische Standards, Festsetzungen in Bebauungsplänen, spezifische Förderprogramme mit einer direkten Kopplung an nachgewiesenen Emissionsminderungen oder die Sanierung der eigenen Liegenschaften. Diese Einflussmöglichkeiten führen mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen.   Indirekte Einflussmöglichkeiten bezeichnen die Entfaltung einer mittelbaren Wirkung, indem Maß-nahmen von Marktakteur*innen (Unternehmen, Bürger*innen, Zivilgesellschaft) initiiert oder unter-stützt werden. Sie bergen eine begründete Wahrscheinlichkeit zur Reduktion der Treibhausgasemis-sionen, sind jedoch insgesamt von der Umsetzung Dritter (Unternehmen, Bürger*innen, Zivilgesell-schaft) abhängig.   Den kommunalen Handlungsspielraum beschreiben Um die Klimaneutralität unter Einhaltung des 1,5 Grad Ziels zu erreichen, sind umfassende Transfor-mationen erforderlich. Das Einflusspotenzial des Konzerns Stadt Köln wird nicht ausreichen, die Kli-maneutralität allein herzustellen. Das setzt ein gemeinsames Handeln aller Akteursgruppen in Köln sowie optimale Rahmenbedingungen für das Handeln voraus. Doch wie groß kann der Einflussbereich der Stadt eingeschätzt werden? Grundlage bietet ein Projekt des Umweltbundesamtes (UBA) unter Beteiligung des ifeu, Heidelberg2. Die Studie definiert vier Einflussbereiche: „Verbrauchen und Vor-bild“ (1), „Versorgen und Anbieten“(2), „Regulieren“(3) sowie „Beraten und Motivieren“(4).   ––––––––––––– 
2h"ps://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/567/publika9onen/texte_=5-?=??_klimaschutzpotenziale_in_kommunen.pdf

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Für die Stadt Köln ergibt sich für die Energie- und THG-Bilanz, dass sich knapp ein Drittel der THG-Emissionen in den Einflussbereichen 1 bis 3 wiederfinden. Ein Großteil davon findet sich im Bereich 2a (Versorgen), da viele Akteur*innen an das Erdgas- und Fernwärmenetz der RheinEnergie ange-schlossen sind und auf diese Weise ihre Prozess- und Raumwärme beziehen.  
 Abbildung 11 THG-Bilanz der Stadt Köln nach Einflussbereichen 
2.4 Die Strategie im Blick: Handlungsfelder und Schwerpunkte 2.4.1 Die THG-Einsparziele in den Handlungsfeldern im Überblick  Auf Grundlage der Szenarien können THG-Reduktionsziele in den in der Klimaneutralitätsstrategie betrachteten Handlungsfeldern berechnet werden, die als konzeptionelle Grundlage in die Entwick-lung des Maßnahmenportfolios mit eingeflossen sind.

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 Abbildung 12 Die Zielbeiträge je Handlungsfeld  
2.4.2 Das Maßnahmenportfolio mit Aktivitätenportfolio Eine Strategie beschreibt den Weg zum Erreichen eines Ziels. Die Klimaneutralitätsstrategie der Stadt Köln beschreibt Wege, wie die Treibhausgasneutralität auf dem Territorium der Stadt bis 2035 er-reicht werden kann. Die Strategie zum Erreichen der Klimaneutralität wird durch ein Maßnahmenport-folio beschrieben, welches auf Basis der folgenden vier Leitlinien entwickelt wurde:  
 Abbildung 13 Die vier Leitlinien zur Klimaneutralität Das Maßnahmenportfolio ist kein starrer Plan, sondern bildet einen laufenden Prozess ab. Das Maß-nahmenportfolio gliedert sich in vier Ebenen des Handelns.

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 Abbildung 14 Maßnahmenportfolio als MindMap und Steckbriefe der Aktivitätenempfehlungen Die gesamtstädtische Klimaneutralitätsstrategie wird durch die ersten drei Ebenen beschrieben, das Aktivitätenportfolio für die Kernverwaltung durch die vierte Ebene: Ebene 1 – Handlungsfelder: Die Handlungsfelder beschreiben auf einer übergeordneten Ebene, was geschehen muss, um die Klimaneutralität zu erreichen: Wer kann handeln, wie kann gehandelt wer-den und bis wann müssen übergeordnete Ziele erreicht werden? Die Handlungsfelder formulieren hierzu übergeordnete Ziele der Treibhausgasminderung.  Ebene 2 – Handlungsschwerpunkte: Die Handlungsschwerpunkte konkretisieren und beschreiben, was getan werden muss. Hierzu formulieren sie strategische Ziele und benennen die wesentlichen Handelnden Akteur*innen sowie Zielgruppen in den Handlungsschwerpunkten.   Ebene 3 – Maßnahmen: Maßnahmen benennen konkret, wer bis wann handeln muss und formulieren hierfür operative Ziele.  Ebene 4 – Handlungsempfehlungen: Die Handlungsempfehlungen formulieren die operativen Ziele zur Umsetzung und benennen die unter den gutachterlich getroffenen Annahmen erforderlichen Größen-ordnungen städtischer Ressourcen. Die Handlungsempfehlungen adressieren die Kernverwaltung der Stadt Köln und werden in einem gesonderten Aktivitätenportfolio als Steckbriefe beschrieben. Das Aktivitätenportfolio bedarf zu Einleitung der Umsetzung einer Operationalisierung im Sinne einer Ver-zahnung mit konkreten Ressourcen und Aufgabenplanungen durch die Fachdezernate und -ämter.

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 Abbildung 15 Struktur der Strategie 
Handlungsfelder(Leitlinien)
Handlungs-schwerpunkte(strategische Ziele)
Maßnahmen(Marktakteure*innen,  Stadt Köln inkl. Beteiligungen)
1. 
2. 
3. 
AktivitätenempfehlungenKernverwaltung  Stadt Köln(operative Ziele)4. 
Klimaneutralitäts-strategie
AktivitätenportfolioAktivitätenportfolio: Stadt Köln kann direkt oder indirekt handeln 
Klimaneutrales Köln = Strategie + Aktivitätenportfolio

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2.4.3 Portfolioplan im Überblick 
 Abbildung 16 Übersicht Aktivitätenportfolio 
2.5 Klimaneutralität lohnt sich Die differenzierte Kosten-Nutzen-Analyse mit einer Gegenüberstellung der CO2-Vermeidungskosten und der auf der anderen Seite vermiedenen Umweltkosten sowie regionalen Wertschöpfungseffekte (Mehrgewinne Unternehmen, kommunale Mehreinnahmen, Steigerung Nettoeinkommen) hat deut-lich gezeigt: Eine Investition in ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen ist unter den gegebenen Rahmenbedingun-gen in allen Handlungsfeldern „wirtschaftlich“, sobald die gesamtgesellschaftlichen Effekte mit ein-bezogen werden.

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 Abbildung 17 Prinzipdarstellung der integrierten Betrachtung eines beispielhaften Handlungsschwerpunkts Um eine Priorisierung der Handlungsschwerpunkte zu ermöglichen (Merit-Order), wurden im nächs-ten Schritt CO2-Einsparung, Wirkungszeitraum und die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Schwerpunkte in Beziehung zueinander gesetzt und visualisiert.

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 Abbildung 18 Die Handlungsschwerpunkte eingeordnet nach Wirtschaftlichkeit und Wirkungszeitraum im Aktivitätenportfolio. Die Kreisgröße entspricht der Einsparung in Tonnen CO2. Auf der Abbildung sind die Handlungsschwerpunkte dargestellt. Je tiefer ein Handlungsschwerpunkt auf der Y-Achse liegt, desto günstiger ist die Wirtschaftlichkeit des Schwerpunkts. Je weiter links ein Kreis auf der X-Achse liegt, desto kurzfristiger entfaltet er seine Wirkung. Dabei zahlen Handlungs-schwerpunkte auf der linken Seite eher auf das 1,5°C Ziel ein, als Schwerpunkte, die weiter rechts angesiedelt sind. Auch die rechts angesiedelten Schwerpunkte entfalten schon früher ihre Wirkung, jedoch benötigen diese zumeist längere Vorlaufzeiten und ein größeres politisches als auch gesell-schaftliches Engagement. Weiterhin gilt, dass die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens nur erfüllt werden können, wenn das Potenzial sämtlicher Handlungsschwerpunkte auch tatsächlich gehoben werden kann. 
2.6 Das Ziel im Blick behalten: Monitoring und Controlling Die Stadt Köln kann den Weg zum klimaneutralen Köln nicht in Gänze steuern, sie kann ihn aber im Hinblick auf die Zielerreichung kontrollieren und mit eigenen Maßnahmen und Aktivitäten direkt oder indirekt beeinflussen. Das Kapitel beschreibt hierzu die erforderlichen Handlungsempfehlungen und Instrumente des Messens und Anpassens in der Umsetzung.   2.6.1 Umsetzung als lebendiger Prozess Die Klimaneutralitätsstrategie für Köln ist ein lebendiger Prozess aus praxis- und umsetzungsorientier-ten Maßnahmen und Aktivitäten. Sie bilden das Rückgrat für den Umsetzungsprozess und vereinen Menschen, Wissen, Geld und Engagement – ausgerichtet auf das Ziel der Klimaneutralität bis 2035. 
Öffentliche Gebäudeund Anlagen
KlimafreundlicheBestandssanierung
KlimaneutralerNeubau
Energieversorgungund-erzeugung imkommunalenEinflussbereich
Steigerung des lokalund erneuerbarerzeugten Stroms
Steigerung der lokalund erneuerbarerzeugten Wärme
Arbeiten imKonzern Stadt Köln
Klimaschutzin gewerblich geprägtenGebieten
Personenverkehr
Wirtschafts-und Güterverkehr
Klimaschutz im Alltag
-1.0 0 0 € / t
-500 €/t
0 €/t
500 €/t
1,5°CZiel(kurz-bis mi4elfris6g)1,75°CZiel(mi4el-bis langfris6g)
Wirtscha@lichkeitGeringHoch Wirkungszeitraum

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Dieser lebendige Prozess erfordert einen laufenden Soll-Ist-Wertabgleich der Zielerreichung (Messen) sowie ein ständiges Nachjustieren, Korrigieren, Stoppen und Neustarten (Anpassen). Drei Prinzipien bilden die Basis für diese Daueraktivitäten.  
 Abbildung 19 Der Regelkreis des Messens- und Anpassens  Prinzip 1 – Multiprojektmanagement für eine umsetzungsorientierte Prozesssteuerung: Dreh- und Angelpunkt ist das Multiprojektmanagement als Organisations- und Steuerungsebene der Stadt Köln. Das Multiprojektmanagement der Stadt Köln hilft dabei, den Umsetzungsprozess zu beschleunigen und zu managen. Das Multiprojektmanagement behält, in Abgrenzung zum Projektmanagement für Einzelprojekte, das Gesamtergebnis aller Vorhaben im Blick. Prinzip 2 – Kommunale und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit: Um den Zielpfad einzuhalten, kann die Stadt Köln mit rechtlichen, planerischen und finanziellen Mitteln die Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Maßnahmen gestalten. Die Umsetzung der Klimaneutralitätsstrategie für Köln baut dabei auf einer parallelen Top-Down und Bottom-Up-Strategie auf: Kommunale und bürgerschaftliche Maßnahmen und Projekte werden vernetzt und deren Umsetzung für die nachhaltige Entwicklung Kölns auf den Weg gebracht.  Prinzip 3 – Automatisiertes Monitoring und Controlling: Das Monitoring und Controlling in Köln ist digital, transparent und flexibel. Es erfasst und bewertet den Prozessfortschritt anhand von spezifi-schen Indikatoren, ob die Leitziele in den Handlungsfeldern eingehalten werden. Dabei wird es kon-sequent als digitales System mit Open-Data Schnittstellen entworfen und umgesetzt. 2.6.2 Indikatorensystem  Die Klimaneutralitätsstrategie formuliert für jedes Handlungsfeld und die Handlungsschwerpunkte konkrete, jahresscharfe Sektorziele. Die Leitziele geben den strategischen Rahmen für die Umsetzung vor. Ziele können je nach Ebene ökologische, soziale und ökonomische Ziele sein. Die Einhaltung der Ziele wird mithilfe von Indikatoren angezeigt. Leitindikatoren sind die jährlichen CO2-Emissionen, das CO2-Restbudget und die Endenergieverbräuche.

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 Abbildung 20 Ebenen des Indikatorensystems 
2.6.3 Automatisierte Indikatorenerfassung  Die Strategie zum Erreichen der Klimaneutralität wird durch ein Maßnahmenportfolio beschrieben. Das Maßnahmenportfolio ist kein starrer Plan, sondern bildet einen laufenden Prozess ab – Aktivitäten kommen hinzu, abgeschlossene Aktivitäten werden aus dem Portfolio entfernt. Es ist daher beson-ders wichtig, dass Aktivitäten in den Handlungsfeldern und Handlungsschwerpunkten dokumentiert, der Status anhand von Indikatoren erfasst und die Umsetzungserfolge transparent evaluiert und dar-gestellt werden können. Ein Grundproblem ist die Verfügbarkeit der Daten und der Aufwand bei der Erfassung. In Klimaschutzprozessen sollten Indikatoren nach Möglichkeit jährlich abgefragt werden. Da die Erfassung der Indikatoren in der Regel „händisch“ erfolgt und sich häufig Datenquellen, An-sprechpartner*innen oder Abläufe zur Datenübertragung verändern, ist dieser Prozess sehr aufwen-dig. In der Praxis werden Evaluationen daher oft in einem Abstand von 3 bis 5 Jahren durchgeführt. Die Folge: Das Controllingsystem ist lückenhaft und nicht aktuell.  Erforderlich ist daher ein digitales Organisations- und Managementinstrument mit Datenbankanbin-dung zur Abbildung des Maßnahmenportfolios. Vorgeschlagen wird daher auch die Entwicklung und Einführung eines digitalen Systems zur Indikato-renerfassung.

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 Abbildung 21 Das Grundprinzip der automatisierten Indikatorenerfassung 
2.6.4 Fazit Das Gutachten zeigt: Klimaneutralität bis 2035 ist möglich, sofern die Aufgabe als gesamtstädtisches und gesamtgesellschaftliches Projekt angepackt wird und die Rahmenbedingungen stimmen. Es wird ein möglicher Weg aufgezeigt, wie die Erreichung der Klimaneutralität unter Beachtung des Restbud-gets in einem Korridor zwischen dem 1,5 Grad und 1,75 Grad-Ziel bis 2035 in Köln grundsätzlich mög-lich ist. Die vier Hauptstrategien Effizienz, Konsistenz, Suffizienz und Kompensation müssen entwi-ckelt und konsequent umgesetzt werden. Wichtige Aspekte sind: • Die Zukunft wird elektrisch: Die Sektorkopplung (z. B. Strom im Wärmesektor) sorgt für einen steigenden Strombedarf – trotz Effizienzgewinnen und starken Endenergieeinsparungen – in Köln um den Faktor 2,5, weshalb zum einen ein erheblicher Ausbau von Photovoltaik und von Windenergie auch auf dem Stadtgebiet Kölns erforderlich ist. • Den kommunalen Einflussbereich beachten: Für den Akteur Konzern Stadt Köln ist dabei der kommunale Einflussbereich zu beachten. Der Konzern Stadt Köln kann nicht alleine durch eige-nes direktes und indirektes Handeln das Ziel einer Klimaneutralität erreichen. Wichtige Rah-menbedingungen hierfür werden auch auf den Ebenen Land, Bund und EU gesetzt.  • Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen: Klimaneut-ralität bedeutet eine umfassende Transformation der Stadtgesellschaft, die als eine systemi-sche Aufgabe sowie als ein agiler3 Prozess begriffen werden muss, in den Stadt, Bürger*innen und Unternehmen gleichermaßen eingebunden sind.  • Maßnahmenportfolio und ein Aktivitätenportfolio für die sofortige Umsetzung: Herzstück des Maßnahmenportfolios ist ein Aktivitätenportfolio, welches direkte und indirekte Einflussmög-lichkeiten unter Federführung der Stadtverwaltung in Form von einzelnen Aktivitätenempfeh-––––––––––––– 
3 Flexibel und initiativ

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lungen umfasst und die politisch zu beschließende Grundlage für das weitere Handeln der Kernverwaltung auf dem Weg zur Klimaneutralität bildet. • Klimaneutralität „lohnt“ sich: Die differenzierte Kosten-Nutzen-Analyse mit einer Gegenüber-stellung der CO2-Vermeidungskosten und der auf der anderen Seite vermiedenen Umweltkos-ten sowie regionalen Wertschöpfungseffekte zeigt deutlich: Klimaschutz „lohnt“ sich!  • Vom Maßnahmenplan zu einem dynamischen Umsetzungsprozess: Die Klimaneutralitätsstrate-gie für Köln muss als lebendiger Prozess mit praxis- und umsetzungsorientierten Maßnahmen und Aktivitäten angelegt werden. Unabdingbar notwendig wird es daher sein, das als Einstieg in den Umsetzungsprozess entwickelte Maßnahmenportfolio mit seinem kurzfristigen Aktivitä-tenportfolio in einen dynamischen Prozess zu überführen. Dieser lebendige Prozess erfordert einen laufenden Soll-Ist-Wertabgleich der Zielerreichung (Messen) sowie ein ständiges Nach-justieren, Korrigieren, Stoppen und Neustarten (Anpassen).

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3 Der gemeinsame Weg: Projektorganisation und Beteiligung Die Erstellung des Gutachtens wurde in einem breit angelegten Stakeholderbeteiligungsprozess durch den Klimarat und seine Projektgruppen begleitet. Diese Gremien haben bereits 2020 ihre Arbeit aufgenommen.  
3.1 Beraten und fördern: Der Klimarat der Stadt Köln Nachdem im Jahr 2019 der Rat der Stadt Köln den Klimanotstand ausgerufen hat, wurde der Um-weltdezernent von der Oberbürgermeisterin mit der Bildung eines Klimarates beauftragt. Durch die-sen soll die Erreichung des Ziels der Klimaneutralität unterstützt werden.  Der Klimarat setzt sich aus Mitgliedern der Wissenschaft, Wirtschaft, Wohnungsbau, Zivilgesellschaft sowie der Stadtverwaltung zusammen. Er ist dabei als Umsetzungsallianz und Steuerungsunterstüt-zung für den Klimaschutz in der Stadt Köln zu verstehen. Auf diese Weise soll die Erreichung einer stadtweiten Treibhausgasreduktion in den wesentlichen Sektoren erzielt werden.  
3.2 Wissen und Erfahrung bündeln: Die Arbeit der Projektgruppen Ergänzend zum Klimarat wurden sechs thematische Projektgruppen gebildet, die den Klimarat bei der inhaltlichen Erarbeitung unterstützen: • Projektgruppe Energie • Projektgruppe Gebäude • Projektgruppe Mobilität und Logistik • Projektgruppe Industrie (seit April 2022 umbenannt in PG Arbeit, Wirtschaft, Produktion) • Projektgruppe Ernährung und Konsum • Projektgruppe Kommunikation und Partizipation Diese setzten sich aus ca. 90 Vertreter*innen der Wissenschaft, Wirtschaft, Wohnungsbau, Zivilge-sellschaft und Stadtverwaltung zusammen. Die Projektgruppe Kommunikation und Partizipation wird dabei vorrangig in die Erstellung der Kommunikations- und Partizipationsstrategie eingebunden, wel-che ergänzend zur Klimaneutralitätsstrategie erarbeitet wird.  Im Vorfeld der Gutachtenerstellung haben die übrigen Projektgruppen bereits eine umfangreiche An-zahl an Projektvorschlägen entwickelt, welche eine wichtige und gute Grundlage für die Entwicklung des Aktivitätenportfolios bildeten. Diese Vorschläge wurden im Rahmen der Gutachtenerstellung ge-prüft, justiert und inhaltlich weiter ausgearbeitet. In regelmäßigen gemeinsamen Projektgruppensit-zungen wurden die Mitglieder in den weiteren Erarbeitungsprozess des Aktivitätenportfolios einge-bunden und zu den Steckbriefen der Aktivitätenempfehlungen konsultiert.

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3.3 Danksagung an die Mitwirkenden im Klimarat und den Projektgruppen An dieser Stelle wird allen Mitwirkenden des Klimarates und der Projektgruppen, die den Prozess seit 2020 intensiv begleiten, sehr herzlich für Ihre engagierte und kontinuierliche Arbeit gedankt: Stephan Anemüller (Kölner Verkehrs-Betriebe AG), Alice Bauer (Stadt Köln), Nils Becker (Stadt Köln), Frank Bender (RheinEnergie AG), Nils Birschmann (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.), Andrea Blome (Stadt Köln), Kristin Bürker (RheinEnergie AG), Sabrina Cali (Allerweltshaus Köln / Agora Köln e.V.), Joachim Decker (Handwerkskammer zu Köln), Jörg Dehmel (Shell plc), Dr. Matthias Dien-hart (RheinEnergie AG), Andreas Dörfer (Covestro AG), Christian Dörkes (Stadt Köln), Garrelt Duin (Handwerkskammer zu Köln), Ascan Egerer (Stadt Köln), Uwe Eichner (GAG Immobilien AG), Dr. Hanns-Christoph Eiden (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung), Ulrich Fesser (Handwerks-kammer zu Köln), Florian Fiedler (Koelnmesse GmbH), Bernd Flashar (Deutz AG), Christine Flock (Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.), Ulrike Franzke (Stadtentwässerungsbetriebe Köln), Ingo Frömbling (GAG Immobilien AG), Harry Gersabeck (RheinEnergie AG), Reiner Gottschlich (Stadt Köln), Carl-Georg Graf von Buquoy (EE ENERGY ENGINEERS GmbH), Markus Greitemann (Stadt Köln), An-dreas Gries (EE ENERGY ENGINEERS GmbH), Axel Guddas (Leybold GmbH), Kai Felix Gülden (Häfen und Güterverkehr Köln AG), Dr. Susanne Hartmann (Industrie- und Handelskammer zu Köln ), Rebecca Hartmann (Stadt Köln), Dr. Rainer Heinz (Stadt Köln), Ralph Herbertz (Verkehrsclub Deutschland e.V.), Birte Herzer (Stadt Köln), Frederik Hupperts (Industrie- und Handelskammer zu Köln), Ayşin Ipekci (Architektenkammer / BDA), Dr. Silke Jansen (Lanxess AG), Theo Jansen (Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH), Jennifer Jendreizik (Allerweltshaus Köln), Mathias Johnen (DEHOGA Nordrhein e.V.), Michael Josipovic (KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH), Raimund Jünger (Kölner Verkehrs-Betriebe AG), Renate Kaiser (Stadt Köln), Kristina Kebeck (Stadt Köln), Rudolf Klapper (Verbraucher-zentrale NRW e.V.), Georg Klumpe (Koelnmesse GmbH), Christopher Köhne (Industrie- und Handels-kammer zu Köln), Daniel Kolle (ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen), Dr. Thomas Kreitsch (Stadt Köln), Prof. Dr. Michaela Lambertz (Technische Hochschule Köln), Jeff Roy Liem (Energieagentur.NRW GmbH), Marion Marschall-Meyer (Industrie- und Handels-kammer zu Köln), Dirk Mayer (Elektroinnung Köln), Dr. Sebastian Mayer (Scientists for Future), Janina Mielenz (Ernährungsrat für Köln und Umgebung e.V.), Bernhard Milow (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.), Klaus Möhren (GAG Immobilien AG), Garrit Tim Nellessen (Stadt Köln), Uwe Neuhaus (Beiratsmitglied Stiftung Energieeffizienz), Jörg Ortjohann (Stiftung Energieeffizienz), Aldo Perez (Stadt Köln), Konrad Peschen (Stadt Köln), Erich Pössl (Architektenkammer / BDA), Dennis Priester (Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH), Reiner Priggen (Landesverband Erneuerbare Energien e.V.), Bernd Radu (Koelnmesse GmbH), Dr. Harald Rau (Stadt Köln), Andreas Reiss (Ford Motor Com-pany), Gisela Renner (Scientists for Future), Dr. Hans Richter (Chemion Logistik GmbH), Hanno Rieger (REWE Group), Anne Lena Ritter (Stadt Köln), Dr. Witich Roßmann (Deutscher Gewerkschaftsbund Köln), Florian Sander (Ernährungsrat für Köln und Umgebung e.V.), Pascal Schäfer (Häfen und Güter-verkehr Köln AG), Frank Schillig (Energiegewinner Technik GmbH), Tina Schilp (Stadt Köln), Christoph Schmidt (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.), Sabine Schneider (Energieagentur.NRW GmbH), Prof. Dr. Thorsten Schneiders (Technische Hochschule Köln), Dr. Simon Schulte (The Oxford Institute for Energy Studies), Manuela Schürmann (Stadt Köln), Uwe Seibel (Arbeitsgemeinschaft Kölner Woh-nungsunternehmen e.V.), Marion Sett (Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen e.V.), Udo Sieverding (Verbraucherzentrale NRW e.V.), Ulrich Soénius (Industrie- und Handelskammer zu Köln), Prof. Dr. Ingo Stadler (Technische Hochschule Köln), Dr. Dieter Steinkamp (Stadtwerke Köln GmbH), Patric Stieler (Stadt Köln), Moritz Stroß (Stadt Köln), Christian Stunz (Stadt Köln), Roman Suthold (ADAC Nordrhein e.V.), Dr. Miriam Szwast (Stadt Köln), Thomas Tewes (Kölner Haus- und Grundbesitzerverein von 1888), Max Thien (KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH), Dr. Minh-Chau Tran (Stadt Köln), Erich Varnhagen (WIK - Sahle Baubetreuungsgesellschaft mbH), Dr. Uwe Vet-terlein (Industrie- und Handelskammer zu Köln), Alexander Vogel (Stadt Köln), Jörg vom Stein (Scien-

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tists for Future; Klimawende Köln), Christian Vossler (Industrie- und Handelskammer zu Köln), Dr. Gregor Waluga (Stadt Köln), Jörn Wenge (Industrie- und Handelskammer Köln), Andreas Wildner (Köl-ner Verkehrsbetriebe KVB), William Wolfgramm (Stadt Köln), Peter Zens (Erlebnisbauernhof Gertru-denhof GmbH), Thomas Zwingmann (Verbraucherzentrale NRW e.V.).

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4 Klimaneutralität trifft Stadt – Ziel der Klimaneutralität eindeutig bestimmen  Ausgehend von der Energie- und Treibhausgasbilanz beschreibt das Kapitel die Herleitung des klima-politischen Zielentwicklungskorridors. 
4.1 Das Ziel der Klimaneutralität Der Begriff der Klimaneutralität wird definiert und in Bezug zur Zielsetzung der Stadt Köln gesetzt.  • Beschluss des Rats der Stadt Köln vom 24.6.2021 • Klimaneutralität bedeutet Treibhausgasneutralität • Treibhausgasneutralität wird erreicht, wenn auf dem Gebiet der Stadt Köln nicht mehr Treib-hausgase emittiert werden, als auf natürliche oder künstliche Art und Weise gebunden werden können die Summe der positiven und negativen Treibhausgas - Einträge also gleich Null sind. • Ziel der Stadt Köln ist Treibhausgasneutralität bis 2035 • Für den weitaus größten Teil der THG-Emissionen gilt, dass deren Vermeidung nicht direkt durch die Stadt Köln und ihre Beteiligungen beeinflusst werden kann. • Die Stadt Köln und ihre Beteiligungen haben eine besondere Vorbildfunktion. Die oben be-schriebenen Ziele werden daher auf die Stadt Köln mit ihren Beteiligungen übertragen.  • Die Treibhausgasemissionen, die direkt von der Stadt Köln und ihren Beteiligungen beeinflusst werden können, müssen daher bis 2035 in dem Umfang reduziert werden, dass verbleibende Emissionen auf natürliche oder künstliche Art und Weise gebunden werden können. • Es soll ein Maßnahmenplan erarbeitet werden, der das Erreichen der Treibhausgasneutralität für die, durch die Stadt und die Beteiligungen, direkt beinflussbaren THG-Emissionen darstellt. • Dabei sollen möglichst viele weitere THG-Emittenten einbezogen werden. •  Es sollen sektorspezifische Ziele definiert und geeignete Indikatoren für die Überprüfung der Zielerreichung (Controlling) definiert werden. Für die Sektoren Verkehr, Gebäude und Industrie sollen konkrete Minderungsziele benannt werden.

29 
  
4.2 Die Energie- und Treibhausgasbilanz Die Ergebnisse der Energie und Treibhausgasbilanzierung werden textlich und grafisch beschrieben.  4.2.1 Bilanzgrenzen für Köln bestimmen Es werden grundsätzlich zwei Bilanzierungsprinzipien unterschieden: Verbrauchsbilanz (Inländerprin-zip) und die Quellenbilanz (Territorialprinzip). Die Verbrauchsbilanz berücksichtigt Treibhausgasemissi-onen, die ein/e Verursacher*in (bspw. ein Unternehmen) verursacht, unabhängig davon, wo diese stattfinden. Die Quellenbilanz berücksichtigt Treibhausgasemissionen, die innerhalb von territorialen Grenzen anfallen.  
 Abbildung 22 Bilanzierungsprinzipien, IFEU Heidelberg, Jung Stadtkonzepte, Köln  Bezogen auf diese Bilanzierungsprinzipien gibt es verschiedene Bilanzierungsstandards, nach denen die Bilanzierung durchgeführt wird. Unternehmen bilanzieren z. B. nach dem Greenhouse-Gas-Protocol und der DIN ISO 14064-1. Für Kommunen und Landkreise wird der BISKO-Standard (Bilanzie-rungs-Standard Kommunal) nach dem Territorialprinzip als Hauptbilanz empfohlen4.  Das Territorialprinzip findet als Bilanzierungsprinzip international und national Anwendung. Bilanziert werden die tatsächlich anfallenden Emissionen in einem Territorium. Der Vorteil ist das Prinzip der Addierbarkeit: Da die Emissionen spezifischen Territorien zugeordnet werden können, können diese addiert werden und leicht miteinander verglichen werden. 
––––––––––––– 
4 Umwelt Bundesamt, „Treibhausgasneutralität in Kommunen“, 24.März 2021

30 
  
 Abbildung 23 Das Territorialprinzip  Um das Bewusstsein für globalen Klimaschutz voranzubringen und die Klimawirkung des Konsums bzw. des Welthandels durch Konsumentscheidungen vor Ort ganzheitlich zu betrachten, sollte der Blick zusätzlich auf die importierten Treibhausgasemissionen gelenkt werden (Inländerprinzip). Die trennscharfe und für Köln spezifische Quantifizierung importierter Treibhausgasemissionen ist jedoch nur schwer darstellbar. Da auf nationaler und internationaler Ebene zudem nach dem Territorialprinzip bilanziert wird, besteht die Gefahr der Doppelzählung der Emissionen. Das vorliegende Gutachten empfiehlt daher die Verwendung der BISKO-Bilanz als formelle Bilanz. Zusätzlich verweist das Gut-achten informell auf die Klimawirksamkeit des Konsumverhaltens auf Grundlage statistischer Daten in Form von Exkursen. 4.2.2 Die BISKO-Bilanz für die Jahre 2019 und 2020  Grundsätzlich lassen sich im BISKO-Standard energetische und nicht-energetische Emissionen unter-scheiden. Zu den nicht-energetischen Emissionen zählen klimawirksame Gase aus Industrieprozes-sen, Landwirtschaft sowie Abfall und Abwasser. Der Anteil der nicht-energetischen Emissionen wird in der Bilanz der Stadt Köln in diesem Bericht erstmals ausgewiesen.

31 
  
 Abbildung 24 Bilanzgrenzen Köln nach dem Territorialprinzip Die gesamtstädtische Bilanzierung der Teilbereiche Energie (“stationärer“ Energieverbrauch) und Verkehr (“mobiler“ Energieverbrauch) für das Jahr 2019 erfolgt nach der seit 2016 bundesweit ange-wandten Bilanzierungssystematik Kommunal (BISKO), die das ifeu im Auftrag des Bundesministeri-ums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) zusammen mit dem Klima-Bündnis e.V. und dem IdE Institut dezentrale Technologien gGmbH entwickelt hat. Dieser Ansatz wird inzwischen in allen gängigen Bilanzierungs-Tools für Kommunen angewendet. Die Fortschreibungsbilanzen werden – wie auch die bisherigen Bilanzen von 2008 bis 2015 mit dem EXCEL-basierten Tool “BICO2-Köln“ erstellt, das soweit wie möglich die für Köln verfügbare Daten-basis abbildet und in allen Berechnungsgängen nachvollzogen werden kann.  Die wesentlichen Elemente von BISKO sind: • Endenergiebasierter Territorialansatz: Es werden alle energiebedingten Emissionen innerhalb der Kölner Stadtgrenzen bilanziert. Vereinfachend wird im Weiteren nicht von Endenergie- son-dern von Energiebilanz gesprochen. • Bundesmix Strom: In der nach BISKO-Standard berechneten Bilanz der Stadt Köln wird für die Bewertung von Strom der Bundesmix genutzt. Parallel wird noch eine zweite Bilanz erstellt, bei der der Strom mit einem lokalen Strommix bewertet wird. Dafür werden alle Strom einspei-senden Anlagen der RheinEnergie, verschiedener Industriebetriebe, des Flughafens, der Ab-fallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft sowie der Stadtentwässerungsbetriebe berück-sichtigt. • Berücksichtigung von Vorketten und CO2-Äquivalenten: Es werden auch die Emissionen be-rücksichtigt, die bei Förderung, Aufbereitung und Transport der in Köln eingesetzten Energie-

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träger anfallen, ebenso die Treibhausgase Methan (CH4) und Lachgas (N2O) als CO2-Äquivalente. Insofern wird im Weiteren auch nicht von CO2- sondern von Treibhausgas- oder THG-Emissionen und -Bilanzen gesprochen. • Exergetische Allokation: Bei der Strom- und Wärmeerzeugung aus KWK-Prozessen werden die Emissionen anhand ihrer exergetischen Wertigkeit zugeordnet. • Keine Witterungskorrektur: Der ermittelte Energieverbrauch wird auf Grund von Harmonisie-rungsprozessen in der BISKO Standardisierung nicht witterungsbereinigt. Dies wurde bei Ent-wicklung des BISKO-Standards dahingehend begründet, dass eine Bilanz den Status quo abbil-den soll und etwaige Effekte für Veränderungen besser nachrichtlich erläutert werden. Dies wird auch auf allen anderen Ebenen (Länder, Bund) so gehandhabt. Diesem Standard entspricht bis auf den letzten Punkt bereits die Bilanzierung 2008. 4.2.2.1 Datengüte als Maß für die Aussagekraft von kommunalen Energie- und THG-Bilanzen Die Erstellung kommunaler Energie- oder THG-Bilanzen basiert in Deutschland auf dem Endenergie-verbrauch im stationären Bereich und im Verkehr. Dabei kann sich – je nach Datenlage – eine sehr unterschiedliche Aussagekraft der Bilanz ergeben. Um diese Qualität zu bewerten, wurde bei der Entwicklung des “BISKO“-Standards die folgende Bewertungsmatrix für die “Datengüte“ festgelegt5.  
 Abbildung 25 Übersicht Datengüten in der kommunalen Energie- und THG-Bilanzierung Die Datengüte A (100%) wird Berechnungen mit primärstatistischen Daten zugeordnet, welche durch lokale Erhebungen direkt und genau vorliegen. Dazu zählen z.B. Energieverbrauchsdaten von Energie-versorgern oder Netzgesellschaften zu leitungsgebundenen Energieträgern (Strom, Erdgas und Fern- bzw. Nahwärme) oder aggregierte Energieverbrauchsdaten des verarbeitenden Gewerbes von IT.NRW6. Bei der Datengüte B (50%) wird der Energieverbrauch indirekt aus lokalen Primärdaten (z.B. zu geförderten Solaranlagen) hochgerechnet. Bei der Datengüte C (25%) werden lokale statistische Daten mit regionalen Energiekennwerten verknüpft (z.B. lokale Wohnfläche mit dem durchschnittli-chen Wärmeverbrauch in einem Bundesland). Datengüte D (0%) beinhaltet lokale Daten, die mit bun-––––––––––––– 
5 Mehr Informationen finden sich im BISKO-Methodenbericht.  6 IT.NRW ordnet diesem Sektor alle Betriebe verschiedener Wirtschaftsbranchen (korrekte Bezeichnung: “Abteilungen“ nach WZ 2008) mit mehr als 20 Mitarbeitern zu. Dieser Sektor wird im Weiteren auch vereinfachend als “Industrie“ bezeichnet.

33 
  
desweiten Kennwerten zu Energieverbräuchen hochgerechnet werden. Bilanzen mit der Gesamtda-tengüte A = 100% haben die höchste Aussagekraft und sind in der Fortschreibung entsprechend interpretierbar, während Bilanzen mit der Gesamtdatengüte D = 0% im Grunde keine lokale Aussage-kraft haben. 4.2.2.2 Datenbasis der Bilanzen bei den leitungsgebundenen Energieträgern Für den stationären Bereich in Köln waren für die Bilanzjahre nach 2008 ein hoher Anteil leitungsge-bundener Energieträger sowie primärstatistische Informationen zu Betrieben des verarbeitenden Ge-werbes verfügbar. Daraus resultiert über alle Energieträger und Sektoren eine sehr hohe Gesamtda-tengüte der Bilanzen (2019: 79 %)7.  Dabei ist eine Besonderheit festzustellen: Die RNG stellt als Netzbetreiber für Strom und Erdgas im Kölner Stadtgebiet auch Informationen zu den Lieferungen der GVG im Kölner Südwesten bereit. Dennoch sind damit nicht alle Energieverbräuche im Kölner Stadtgebiet erfasst. Für die Chemparks in Leverkusen/Köln-Flittard und Dormagen/Köln-Worringen betreibt die Currenta GmbH & Co. OHG (Gemeinschaftsunternehmen von Bayer AG und Lanxess Deutschland GmbH) ein eigenes Verteilnetz zur Erdgas- und Stromversorgung der Chemparks. Anhand der Daten von IT.NRW konnten die dort vertriebenen Mengen ermittelt und damit der Gesamtenergieverbrauch der RNG-Daten entsprechend ergänzt werden.   Quelle Gesamtbilanz- Datengüte Erdgas RNG /IT.NRW 100% 
Strom RNG /IT.NRW 100% Nah8- und Fernwärme RNG /IT.NRW 100% Tabelle 1 Übersicht über Datenquellen und Datengüten für nicht- leitungsgebundene Energieträger 
4.2.2.3 Datenbasis der Bilanzen bei den nicht-leitungsgebundenen Energieträgern Für die nicht-leitungsgebundenen Energieträger gibt es für die Bilanzjahre nach 2008 im stationären Bereich verschiedene Datenquellen, anhand derer sich der Energieverbrauch hochrechnen lässt. Zur Herleitung der Energieverbräuche beim Energieträger Heizöl dienen insbesondere die Schornsteinfe-gerdaten zur Anzahl der Heizölkessel und deren Leistung. Dennoch kann hier mangels lokaler Primär-verbrauchsdaten nie eine bessere Datengüte als B oder C erreicht werden. Anders verhält es sich bei den Industrie-Befragungsdaten von IT.NRW, die auch den Verbrauch von nicht-leitungsgebundenen Energieträgern beinhalten, sodass diese mit der Datengüte A zu bewerten sind. Der Anteil der nicht-leitungsgebundenen Energieträger im stationären Bereich ist in Köln allerdings vergleichsweise ge-ring, sodass die hohe Gesamtdatengüte der Bilanz erhalten bleibt. ––––––––––––– 
7 Zur Erläuterung: Die 79 % der Kölner Bilanz ergeben sich aus den unterschiedlichen Anteilen der Energieträger an der Gesamtbilanz sowie deren unterschiedliche Datengüte. 8 Erdgas zur Nahwärmeerzeugung wurde vom Erdgasverbrauch des Sektors abgezogen.

34 
  
 Quelle Gesamtbilanz - Datengüte Datengüte Indust-rie Heizöl Schornstein-feger/ IT.NRW 25%< Wert <50% (Mischbilanz aus unterschiedlichen Quellen) 100% 
Sonstige Energie-träger Förderung BAFA / IT.NRW 25% < Wert <50% (Mischbilanz aus unterschiedlichen Quellen) 100% 
Tabelle 2 Übersicht über Datenquellen und Datengüten für nicht- leitungsgebundene Energieträger 
4.2.2.4 Datenbasis der Bilanzen beim Sektor Verkehr • Straßenverkehr (Motorisierter Individualverkehr, Straßengüterverkehr, Busse): Seit dem Jahr 2016 stellt das Software-Tool GRETA9 des Umweltbundesamtes räumlich aufgelöste Daten al-ler nationalen Emissionen sowie Vorgabewerte für die Kfz-Fahrleistungen für alle Kommunen in Deutschland zur Verfügung und zwar ab dem Jahr 2008 differenziert nach Kfz-Kategorien und Straßenkategorien. Größere Städte verfügen üblicherweise über eigene kommunale Verkehrs-modelle, mit denen die Fahrleistungen genauer berechnet werden können. Da die Entwicklung des Integrierten Gesamtverkehrsmodells für Köln erst im Herbst 2016 beschlossen wurde und dieses bei der aktuellen Bilanzerstellung noch nicht verfügbar war, musste auf die GRETA-Daten zurückgegriffen werden. Die für die Detailbilanz 2006 des Klimaschutzkonzeptes Verkehr 2011 verwendeten Daten des LANUV-Emissionskatasters boten ebenfalls keine bessere Da-tenbasis, da die Daten für den Kfz-Verkehr nur “ca. alle 3 Jahre fortgeschrieben“ werden. • Für den Öffentlichen Straßenpersonenverkehr (Linienbusse und Stadtbahnen) sind jährliche Angaben zu den Betriebsleistungen (Bus- bzw. Zug-km) auf Ebene der Stadt- und Landkreise beim statistischen Bundesamt verfügbar. 10 Darüber hinaus wurden die Angaben der Kölner Verkehrs-Betriebe KVB AG zu den Verkehrs- und Betriebsleistungen (Personen-km, Platz-km, Fahrzeug-km) genutzt. Durch Abgleich mit den Angaben des Statistischen Bundesamtes für den Stadtkreis Köln wurden die Personen- und Platz-km auf die Gesamtstadt umgerechnet. Für den Bahnverkehr existiert ein deutschlandweites streckenfeines Emissionskataster der DB AG mit kommunenfeiner Zurechnung von Bahnverkehr und Energieverbräuchen. • Binnenschiffverkehr- und Flughafen-bezogene THG-Emissionen werden jährlich kommunenfein in dem Modell TREMOD berechnet.  In Tabelle 3 sind die berücksichtigten Verkehrsmittel und die jeweilige Quelle für Verkehrsdaten der Stadt Köln dargestellt. Fuß- und Radverkehr werden in der Bilanz nicht betrachtet, da hier fast keine externe Energie zugeführt werden muss und somit nahezu keine THG-Emissionen entstehen.   
––––––––––––– 
9 ArcGIS basierte Lösung zur detaillierten deutschlandweiten Verteilung (Gridding) nationaler Emissionsjahreswerte auf Basis des Inventars zur Emissionsberichterstattung. AVISO 2016, im Auftrag des Umweltbundesamtes. UBA-Texte 71/2016.  10 Personenverkehr mit Bussen und Bahnen. Fachserie 8 Reihe 3.1. Statistisches Bundesamt, jährlich.

35 
  
Verkehrsmittel Datenquelle/-herkunft Motorisierter Individualverkehr  (motorisierte Zweiräder, Pkw)  GRETA Straßengüterverkehr  (leicht Nutzfahrzeuge, Lkw >3,5t) GRETA Busse (Summe Fern- und Reisebusse) GRETA Öffentlicher Straßenpersonenverkehr (Linienbusse und Straßenbahnen) Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB), Statistisches Bundesamt Schienenverkehr (Personennah- und -fernverkehr, Güterverkehr) Deutsche Bahn AG Binnenschiffe TREMOD Tabelle 3 Quellen für Verkehrsdaten in Köln das Jahr 2019 
4.2.2.5 Endenergiebilanz 2019 Die nachfolgend beschriebene THG-Bilanz für Köln basiert auf dem gesamtstädtischen Endenergie-verbrauch der verschiedenen Verbrauchssektoren11. 
 Abbildung 26 Endenergieverbrauch 2019 in Köln nach Sektoren (in GWh) Dieser betrug 2019, wie Abbildung 26 zeigt, insgesamt rund 31.000 GWh. Davon entfielen auf den Sektor Industrie etwa 40 % (etwa 12.400 GWh), auf den Sektor Verkehr 25 % (etwa 7.900 GWh), den Sektor Private Haushalte 21 % (etwa 6.500 GWh) und den Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistung (GHD) 13 % (etwa 3.900 GWh). Der Anteil der von der städtischen Gebäudewirtschaft betreuten Ge-––––––––––––– 
11 Differenzen beim Aufsummieren der einzelnen Werte und Prozentangaben ergeben sich aus der Ab- bzw. Aufrundung der Einzelwerte. 
 -
 2.000
 4.000
 6.000
 8.000
 10.000
 12.000
 14.000
Private HaushalteGewerbe, Handel,DienstleistungIndustrieStädtische Gebäude*Verkehr
Kraftstoffe
Strom
Sonstiges
Kohle
Heizöl
Fern- undNahwärmeErdgas
GWh
ifeu 2021
21%
40%
Endenergiebilanz 2019 fürKöln 
1%
25%
Gesamt: 31.000 GWh
13%
Datengüte: 79%
* enthalten kommunale Liegenschaften des Sondervermögens Gebäudewirtschaft der Stadt Köln

36 
  
bäude und Objekte (im Weiteren “Städtische Gebäude12“) lag mit etwa 310 GWh bei etwas mehr als 1 %. Bei den Energieträgern dominierten über alle Verbrauchssektoren der Erdgasverbrauch mit etwa 34 % (etwa 10.500 GWh), der Kraftstoffverbrauch mit etwa 24 % (etwa 7.500 GWh) und der Stromver-brauch mit etwa 20 % (etwa 6.100 GWh). Daneben entfielen auf Heizöl etwa 11 % (etwa 3.300 GWh) und auf Fern- bzw. Nahwärme etwa 7 % (etwa 2.300 GWh). Beim Wärmebereich dominierte der Erd-gasverbrauch mit etwa 61 %, während der Heizölverbrauch bei etwa 19 % und der Fern- bzw. Nah-wärmeverbrauch bei etwa 13 % lagen. Sonstige Energieträger (v.a. in der Industrie) spielten hier mit etwa 7 % eine geringere Rolle. 4.2.2.6 THG-Bilanz 2019 Die THG-Bilanz 2019 wurde aus dem Endenergieverbrauch der verschiedenen Energieträger und den spezifischen Emissionsfaktoren ermittelt. Wie Abbildung 27 zeigt, wurden rund 9,5 Mio. Tonnen THG oder etwa 8,7 Tonnen THG pro Einwohner emittiert. Durch den vergleichsweise hohen Emissionsfaktor für Strom nahm die Klimarelevanz der Sektoren mit hohem Stromverbrauch etwas zu. Dadurch stieg der THG-Anteil der Industrie mit etwa 3,9 Mio. Tonnen THG auf etwa 41 % der Gesamtemissionen. Auch der Anteil des Verkehrs stieg aufgrund seines hohen fossilen Anteils bei den Energieträgern auf einen Anteil von 27 % (2,5 Mio. Tonnen THG) an den Gesamtemissionen. Bei den Privaten Haushalten mit etwa 1,8 Mio. Tonnen THG sank der Anteil auf 19 %, während er beim Sektor GHD mit 1,2 Mio. Tonnen THG bei etwa 13% blieb. Mit etwa 0,09 Mio. Tonnen THG bzw. etwa 1% entfielen auf den Sektor Städtische Gebäude die gerings-ten THG-Emissionen. Bei der Emissionsverteilung auf die Energieträger zeigte sich, dass der Stromverbrauch mit etwa 30 % bzw. etwa 3,9 Mio. Tonnen von allen Energieträgern die meisten THG-Emissionen verursachte. Auf die Energieträger Erdgas bzw. Kraftstoffe entfielen mit etwa 2,6 Mio. (etwa 27 %) und etwa 2,4 Mio. Tonnen THG (etwa 24%) ebenfalls größere Emissionen. Der Verbrauch an Heizöl lag bei 1,1 Mio. (et-wa 11 %). Fern- und Nahwärme und Sonstige Energieträger hatten mit jeweils 0,3 Mio. Tonnen THG (jeweils etwa 0,3%) nur einen geringen Anteil an den Gesamtemissionen. 
––––––––––––– 
12 Weitere städtische Gebäude werden durch andere Dienststellen betreut. Diese Verbräuche wurden nicht separat erhoben, sind aber im Sektor GHD enthalten.

37 
  
 Abbildung 27 THG-Emissionen 2019 in Köln nach Sektoren Klimaeffekte der Energieversorgungsstruktur in Köln Im Methodenteil wurde bereits erläutert, dass die gesamtstädtische THG-Bilanz gemäß BISKO-Standard mit dem nationalen Emissionsfaktor für Strom (Bundesmix Strom) gerechnet wurde. Bei dieser Bilanzierung wird die Qualität des in den lokalen Anlagen erzeugten Stroms ((Heiz-) Kraftwerke oder erneuerbare Energien) in der Form berücksichtigt, dass die in das deutsche bzw. europäische Stromnetz eingespeiste Strommenge in die Berechnung des Bundesmix Strom einfließt. Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass er sprunghafte Veränderungen bei künftigen Bilanzen vermeidet (z.B. durch den vorübergehenden Bezug von THG-armem Strom aus norwegischer Wasserkraft), den interkom-munalen Vergleich erleichtert und den Blick auf den Endenergieverbrauch und damit die Verbesse-rungen bei der Energieeinsparung bzw. Energieeffizienz richtet13. Berücksichtigt man beim Emissionsfaktor Strom die lokalen Stromeinspeiser, dann würde die kom-munale THG-Bilanz um etwa 140.000 Tonnen oder knapp 1,4 % höher ausfallen als die Bilanz mit dem Bundesmix Strom (vgl. Abbildung 28). 
––––––––––––– 
13 Beim lokalen Strommix werden nur die lokalen Anlagen in Köln mit einbezogen. Vertraglicher Ökostrombezug wird bei der Berechnung nicht berücksichtigt, da Strom aus diese Anlagen bereits in anderen Kommunen berücksichtigt ist.  
0,0
0,5
1,0
1,5
2,0
2,5
3,0
3,5
4,0
4,5
Private HaushalteGewerbe, Handel,DienstleistungIndustrieStädtische Gebäude*Verkehr
Kraftstoffe
Strom
Sonstiges
Kohle
Heizöl
Fern- undNahwärme
Erdgas
Mio. Tonnen CO2-Äquivalente
ifeu 2021
19%
41%
THG-Bilanz2019fürKöln 
1%
27%
Gesamt: 9,5 Mio. Tonnen
Datengüte: 79%
13%
* enthalten kommunale Liegenschaften des Sondervermögens Gebäudewirtschaft der Stadt Köln

38 
  
 Abbildung 28 Auswirkungen der lokalen Stromerzeugung auf die Kölner THG-Bilanz Dieser Unterschied resultiert v.a. aus dem hohen Anteil erneuerbarer Energien (42 %) in der Strom-produktion auf Bundesebene, welche in den Bundesmix der Basisbilanz einfließen. Dem gegenüber stehen überdurchschnittliche energieeffiziente Heizkraftwerke der RheinEnergie, die 2019 mit ihrer Stromproduktion rund 89 % des Kölner Strombedarfs deckten14. Darüber hinaus trugen Industrie-kraftwerke, die RMVA, erneuerbare Energien und Sonstige Erzeuger rund 20 % zur Deckung des Kölner Strombedarfs bei. Es wird demnach mehr Strom (aus überwiegend fossilen Energieträgern) in Köln produziert als verbraucht werden. Dank der effizienten Anlagen ist der Unterschied in einer Bi-lanz mit territorialem Strommix gegenüber der Bilanz mit Bundesstrommix derzeit noch so gering. 4.2.2.7 Entwicklung der gesamtstädtischen Bilanzen von 2008 bis 2019 Ausgehend vom ersten Bilanzjahr 2008 können die Entwicklungen der vergangenen Jahre in den ein-zelnen Sektoren nachvollzogen werden. Dazu wurden auch die Zwischenjahre 2010, 2013 und 2015 bilanziert. Insgesamt ist von 2008 bis 2019 ein Anstieg des Endenergieverbrauchs um etwa 9 % zu erkennen. Dieser resultiert v.a. aus einem Anstieg im Industrie-Sektor um etwa 39 %. Dagegen verblieb der Verkehrssektor nahezu auf dem Niveau von 2008 (+2 %), im Sektor private Haushalte und GHD15 sank der Endenergieverbrauch um 8 % und bei den Städtischen Gebäuden16 um 2 %. 
––––––––––––– 
14 Bei der Territorialbilanz wird der in Köln erzeugte Strom vollständig der Kölner Bilanz zugeordnet. In den Bilanzen der RheinEnergie wird der in Köln erzeugte Strom aber dem deutlich größeren Versorgungsgebiet zugeordnet. Dadurch kommt es zu unterschiedlichen Versorgungsanteilen. 15 Aufgrund früherer Bilanzen, in denen die beiden Sektoren Haushalte und Gewerbe, Handel, Dienstleistung (GHD) nicht getrennt werden konn-ten, wird in der Übersicht zu den Entwicklungen diese Zusammenfassung fortgeführt.  16 Bei den städtischen Gebäuden wird der im Energiebericht 2020 aufgeführte Posten "Feuerwehr" in der langen Zeitreihe ab 2008 nicht berücksichtigt um eine Vergleichbarkeit mit den Daten der Vorjahre, in denen dieser nicht erhoben wurde, zu gewährleisten. 
0,0
2,0
4,0
6,0
8,0
10,0
12,0
Bundesmix Strom Lokaler Strommix
Kraftstoffe
Strom
Sonstiges
Kohle
Heizöl
Fern- undNahwärme
Erdgas
Mio. Tonnen CO2
ifeu 2021
THG-Bilanz 2019 fürKöln -Einfluss lokaler Strommix
1,4%

39 
  
 Abbildung 29 Entwicklung des Energieverbrauchs von 2008 bis 2019 Bei den THG-Emissionen wurde von 2008 bis 2019 eine Abnahme um etwa 5 % errechnet, wobei der Wert in den Jahren 2010 und 2013 noch leicht anstieg. Diese Reduzierung bei gleichzeitigem Anstieg des Endenergieverbrauchs ist auf einen klimafreundlicheren Energieträgermix zurückzuführen. Außer-dem führt der zunehmende Anteil erneuerbarer Energien im Strommix (Bundesmix) dazu, dass diese Emissionen kontinuierlich abnehmen. Die Entwicklungsrichtungen in den einzelnen Verbrauchssekto-ren ähneln denen im Gesamtenergieverbrauch, wenn auch mit unterschiedlichen Größenordnungen. Während im Sektor Industrie die THG-Emissionen um etwa 13 % zunahmen, konnten sie in den Sek-toren Private Haushalte und GHD bzw. Städtische Gebäude um etwa 24 % bzw. 11 % gesenkt wer-den. Im Verkehrsbereich blieben die Emissionen im Jahr 2019 nahezu auf dem Niveau von 2008 (+2 %).

40 
  
 Abbildung 30 Entwicklung der THG-Emissionen  von 2008 bis 2019 
 Abbildung 31 Entwicklung der THG-Emissionen pro Einwohner von 2008 bis 2019 Wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Endenergieverbrauchs und der THG-Emissionen hatte in Köln auch die Entwicklung der Einwohnerzahlen. Von 2008 bis 2019 wuchs die Bevölkerungszahl in Köln um 7 % bzw. um über 72.000 Einwohner. Wird die Bevölkerungsentwicklung bei den THG-Emissionen berücksichtigt, errechnet sich eine THG-Einsparung pro Einwohner zwischen den Jahren 2008 und 2019 von gut 11 %. 
0,0
2,0
4,0
6,0
8,0
10,0
12,0
20082010201320152019
VerkehrStädtische GebäudeIndustriePrivate Haushalte / GHD
THG-Emissionenin Köln 2008 bis 2019
ifeu 2021
Mio. Tonnen CO2-Äquivalente
-5%
0,0
2,0
4,0
6,0
8,0
10,0
12,0
20082010201320152019
VerkehrStädtische GebäudeIndustriePrivate Haushalte / GHD
THG-Emissionen proEinwohner in Köln 2008 bis 2019
ifeu 2021
Tonnen CO2-Äquivalente
-11%

41 
  
4.2.2.8 Spezialfall Bilanzjahr 2020 Im Rahmen des Projekts stand das Bilanzjahr 2019 im Fokus. Grund dafür war, dass bereits mit Auf-tragsbeginn absehbar war, dass das Jahr 2020 auch aus Bilanzierungssicht ein besonderes Jahr sein sollte. So lassen sich Corona-bedingte Effekte in allen Energieverbrauchssektoren erkennen.  Erkennbar sind diese Effekte sowohl in Köln als auch auf Bundesebene. So wurden auf Bundesebene im Jahr 2020 in den energiebedingten Sektoren (Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude und Verkehr) 9 % weniger Treibhausgase gegenüber 2019 ausgestoßen. Besonders im Verkehrsbereich (-11 %) und im Sektor Energiewirtschaft (-15 %), welcher die Strom- und Fernwärmeerzeugung beinhaltet, wurden deutliche Reduktionen erreicht. Bei der Energieerzeugung ist dies u.a. darauf zurückzuführen, dass die erneuerbare Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2020 einen Rekordanteil von 45 % an der gesamten Stromerzeugung erreichte. Entsprechend verbesserte sich der Bundesmix für Strom von 478 g CO2eq/kWh Strom im Jahr 2019 auf 429 gCO2eq/kWh Strom im Jahr 2020.  Im Verkehrs-bereich sind die Reduktionen wiederum auf die deutlich reduziertere Mobilität ab dem 2. Quartal 2020 zurückzuführen.  Auf Bundesebene konnten somit insgesamt gegenüber 1990 41 % an Treibhausgasen eingespart werden und die Klimaschutzziele für das Jahr 2020 (-40 % gegenüber 1990) erreicht werden. Erste Prognosen und Ergebnisse aus dem Jahr 2021 lassen jedoch darauf schließen, dass die beschriebe-nen Effekte im Folgejahr nicht wieder in gleicher Weise auftreten. Es ist also damit zu rechnen, dass sowohl die THG-Emissionen aus Stromverbrauch als auch die THG-Emissionen im Verkehrssektor auf ein Niveau zunehmen werden, das voraussichtlich wieder eher dem Jahr 2019 entspricht.  
 Abbildung 32 Entwicklung des Energieverbrauchs und der THG-Emissionen zwischen 2019 und 2020 
 -
 5.000
 10.000
 15.000
 20.000
 25.000
 30.000
 35.000
2019 2020 2019 2020
Energie-und THG-Bilanzen in Köln in 2019 und 2020 
Private HaushalteGHDIndustrieStädtische GebäudeVerkehr
Endenergie THG-Emissionen
GWh bzw.1.000 Tonnen CO2-Äquivalente 
-7 %
-10 %
ifeu 2022

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Die oben beschriebenen Effekte im Jahr 2020 können auch im Stadtgebiet Köln beobachtet werden und sollen deswegen besonders in Hinblick auf die Differenzen zur oben beschriebenen Bilanz 2019 beschrieben werden17.  Der gesamtstädtische Endenergieverbrauch sank zwischen 2019 und 2020 um 7 % (2020: 28.800 GWh). Ursache für diese Reduktion sind Einsparungen in allen Sektoren. Insbesondere in den Sekto-ren Verkehr (-13 %; 2020: 6.900 GWh) und GHD (-12 %; 2020: 3.400 GWh) wurden gegenüber 2019 hohe relative Einsparungen erzielt. Aber auch in den Sektoren Private Haushalte (2020: 6.300 GWh) und in der Industrie (2020: 12.000 GWh) wurden jeweils 4 % weniger Energie als im Jahr 2019 ver-braucht. Beim Sektor Städtische Gebäuden18 (rund 300 GWh) konnte gegenüber 2019 3 % an End-energie eingespart werden. Die THG-Emissionen sanken in Köln im Jahr 2020 um 10 % gegenüber dem Jahr 2019 (2020: 8,6 Mio. Tonnen THG). Innerhalb der Sektoren konnten die höchsten relativen Reduktionen im Sektor GHD (-21 %; 2020: 1,0 Mio. Tonnen THG) und Verkehr (-14 %; 2,2 Mio. Tonnen)) ermittelt werden. Auch in den Sektoren private Haushalte (-7 %; 2020: 1,7 Mio Tonnen THG) und Industrie (- 5 %: 2020: 3,7 Mio. Tonnen THG) konnten Reduktionen zwischen den beiden Bilanzjahren erzielt werden. Im Sektor Städtische Gebäude (0,08 Mio. Tonnen THG) wurden 8 % weniger THG-Emissionen ermittelt.  Da die Einwohnerzahl sich in Köln zwischen 2019 und 2020 nur unwesentlich geändert hat (-0,4 %) sind die oben beschriebenen relativen THG-Reduktionen in der THG-Bilanz pro Einwohner ähnlich (2020 absolut: 7,9 Tonnen/EW).  Werden die Bilanzen 2020 in der Zeitreihe ab 2008 betrachtet, ist gegenüber dem Ausgangsjahr im Jahr 2020 nur ein leichter Anstieg des Endenergieverbrauchs um 2 % zu verzeichnen. Die gesamten THG-Emissionen sanken zwischen 2008 und 2020 um 15 % während die THG-Emissionen pro Ein-wohner sogar um 20 % reduziert wurden.  4.2.2.9 Berechnung der nicht-energetischen THG-Emissionen im Stadtgebiet Köln Die oben aufgeführten THG-Emissionen berücksichtigen alle Emissionen, welche aufgrund des Ener-gieverbrauchs im stationären Bereich und im Verkehr im Stadtgebiet Köln entstanden sind.  84 % der gesamten THG-Emissionen in Deutschland resultieren aus energetischen Energieverbräu-chen. Zu den verbleibenden 16 % der THG-Emissionen tragen vor allem industrielle Prozesse, Land-wirtschaft sowie Abfall (und Abwasser) bei.  In der kommunalen THG-Bilanzierung liegt der Schwerpunkt derzeit auf der Bilanzierung energetisch-bedingter THG-Emissionen. Dies liegt unter anderem an der geringen Datenverfügbarkeit auf kom-––––––––––––– 
17 Hinweis: Die vorgelegte Bilanz 2020 kann sich aufgrund noch nicht vorliegender THG-Emissionsfaktoren für fossile Energieträger (u.a. Erdgas, Heizöl) in der Folge noch minimal ändern. 18 Beim Vergleich 2019/20 ist der im Energiebericht erhobenen Posten "Feuerwehr" enthalten, nicht aber der 2020 neu erhobene Posten "Wohnungswesen"

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munaler Ebene. Für die Bilanzierung relevante Daten (Tierzahlen, industrielle Prozessdaten) liegen nicht jährlich oder gemeindescharf vor. Auch methodisch sind noch nicht abschließend alle Fragen geklärt (z.B. Zuordnung der THG-Emissionen aus Abwasser). Erste Vorschläge für eine vereinfachte Darstellung wurden im Praxisleitfaden Kommunaler Klimaschutz präsentiert, um in einer nachrichtli-chen Bilanz das Verhältnis zwischen energetischen und nicht-energetischen Emissionen aufzuzei-gen19. Für die Stadt Köln wurde entsprechend für das Jahr 2019 vorgegangen. Vorgehen und Ergebnisse in den verschiedenen Sektoren • Industrie Für die Ermittlung der nicht-energetischen Emissionen in der Industrie gibt es zwei Möglichkei-ten. Anhand von durchschnittlichen THG-Emissionsraten pro Beschäftigten kann anhand der vor Ort befindlichen Branchen und Beschäftigtenzahlen eine Größenordnung zu den THG-Emissionen gegeben werden20. Als zielführendere Quelle hat sich in Köln die Liste der Betriebe erwiesen, die am europäischen Emissionshandel teilnehmen und entsprechend ihre THG-Emissionen erheben. Nicht-energetisch bedingte Emissionen aus Industriefeuerungen finden sich für die Chemische, Metall und Mineralien verarbeitende Industrie sowie für weitere indust-rielle Anlagen im Emissionshandelsgesetz, Anhang I, Nr VI-XVIII. Diese Daten wurden mit den bestehenden Energieverbrauchsdaten des verarbeitenden Gewerbes seitens IT.NRW abgegli-chen und entsprechend die nicht-energetischen THG-Emissionen ermittelt. • Landwirtschaft.  Anhand von Tierzahlen und landwirtschaftlichen Flächen lassen sich anhand von Kennwerten THG-Emissionen auf Basis von durchschnittlicher Düngermittelnutzung, Landnutzung und Vieh-haltung ermitteln. Die für die Bilanz benötigten Daten konnten in der Landesdatenbank.NRW für die Stadt Köln abgerufen werden. • Abfall und Abwasser Im Bereich Abfall spielen v.a. größere Deponien bei den nicht-energetischen THG-Emissionen eine wichtige Rolle. Hier konnte keine in Köln identifiziert werden21. Im Abfallbereich fließen deswegen nur abfall-bedingte THG-Emissionen auf Basis Einwohner-spezifischer Kennwerte für Kompostierung und Vergärung in die Bilanz ein22. Für THG-Emissionen aus Abwasser wurde ebenfalls ein Einwohner-spezifischer Wert angenommen23.  Aus den dargestellten Berechnungen ergibt sich für die Stadt Köln nicht-energiebedingte THG-Emissionen von 1,15 Mio. Tonnen THG-Emissionen (vgl. Abbildung 33). Der Großteil davon ist auf die THG-Emissionen der chemischen Grundstoffchemie in Köln zurückzuführen (1,1 Mio. Tonnen). Land-wirtschaft (0,03 Mio. Tonnen) und Abfall+Abwasser (0,02 Mio. Tonnen) spielen eine untergeordnete Rolle. Gemeinsam mit den energetisch bedingten THG-Emissionen ergeben sich damit für die Stadt Köln im Jahr 2019 THG-Emissionen von 10,7 Mio. Tonnen. Die energiebedingten THG-Emissionen nehmen mit 89 % einen Großteil davon ein. Die nicht-energetischen THG-Emissionen der Industrie haben einen Anteil von 10 %. Die Industrie hat mit knapp 47 % der gesamten THG-Emissionen den größten Anteil im Stadtgebiet. ––––––––––––– 
19 h"ps://www.leiIaden.kommunaler-klimaschutz.de/  20 Die Ergebnisse dieser Vorgehensweise wurden im November 2021 präsentiert 21 Die seitens der AVG betriebene Deponie Vereinigte Ville liegt nicht auf Kölner Gemarkung  22 Jeweils knapp 6,3 CO2 Äq/Person 23 6,2 kg CO2 Äq/Person

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 Abbildung 33 Nachrichtliche Darstellung der energetischen und nicht-energetischen THG-Emissionen in Köln 2019 
4.3 Ziele des Pariser Klimaabkommens auf Köln übertragen Um die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau auf deutlich unter 2 C zu begrenzen, sind prozentuale Emissionsreduktionsziele allein kein ausreichender Beitrag. Zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens ist es zusätzlich erforderlich, den absoluten Gesamtausstoß an Treib-hausgasen zu begrenzen. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) empfiehlt, ein mit dem Pariser Klimaabkommen kompatibles deutsches CO2-Budget pro Einwohner*in (Einwohnerprinzip) festzulegen und die Klimaziele entsprechend zu verschärfen. Die Betrachtung des CO2-Budgets soll dabei als übergreifende Bewertungsgrundlage zur Zielerreichung dienen.24 4.3.1 Das CO2-Budget für Köln Für Kommunen gibt es noch keine verbindlichen methodischen Vorgaben zur Behandlung des CO2-Budgets. Wird das nationale Budget nach dem Einwohnerprinzip auf die Verteilung innerhalb Deutsch-lands übertragen, ergibt sich für die Stadt Köln zur Einhaltung des 1,5° Ziels ein Anteil von rd. 51 Ton-nen pro Person. Bezogen auf das 1,75° Ziel liegt der Anteil bei 79,5 Tonnen pro Person.  Das oben beschriebene Budget bezieht sich auf die energetischen und die nicht energetischen CO₂-Emissionen. Das CO2-Budget berücksichtigt zudem nur CO2 als Treibhausgas. Methan und Distick-stoffoxid/Lachgas werden nicht berücksichtigt. Der in Köln eingesetzte Bilanzierungsstandard bezieht sich nur auf die energetischen Emissionen, berücksichtigt dabei jedoch zusätzlich treibhausrelevante Gase als CO2-Äquivalente. ––––––––––––– 
24 Vergleiche Band 3: Köln klimaneutral 2035 - Methodenband 
THG-Emissionen in der Stadt Köln 
Abfall+Abwasser
Landwirtschaft
Industrie
Energie (inkl. Verkehr)
Gesamt: 10,7 Mio. CO2-Äquivalente 
0,2 %
0,3 %
10,3 %
89,2%

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Zur Übertragung des CO2-Budgets auf die Bilanzgrenzen von Köln werden daher folgende Annahmen getroffen: Aus dem Nationalen Inventarbericht zum deutschen Treibhausgasinventar geht hervor, dass ca. 93 % der Emissionen (CO2, Methan und Lachgas) energiebedingt sind. Als Grundlage für die Budgetbetrachtung werden von den oben genannten Budgets daher nur 93 % angenommen.  Auf die Gesamtstadt Köln entfällt damit mit einer Einwohnerzahl von rd. 1,1 Millionen Bürger*innen ein Budget von rd. 81,2 Millionen Tonnen CO2 auf das 1,75° Ziel und 51,7 Millionen Tonnen CO2 auf das 1,5° Ziel. Eine Paris-konforme Treibhausgasneutralität wird unter Berücksichtigung dieser Budgetgrenzen damit erreicht, wenn die mindestens die obere Budgetgrenze für das 1,75 Grad Ziel eingehalten wird. 
 Abbildung 34 Das CO2-Restbudget für Köln Mit der Übernahme der Empfehlung des Sachverständigenrates für Umweltfragen folgt das Gutach-ten einer Methodik, die die Gerechtigkeitsfrage im Sinne einer ausgewogenen Betrachtung berück-sichtigt. Es handelt sich hierbei um eine plausible, gangbare Variante, das Budget auf diese Weise zu berechnen. Die fachliche Diskussion ist damit jedoch noch nicht abgeschlossen. Sofern in Zukunft einheitlichere Regeln zur Methodik der Budgetberechnung für Kommunen festgelegt werden, wird empfohlen, die vorliegende Betrachtung dementsprechend zu überprüfen und ggf. anzupassen. 4.3.2 Emissionen natürlich und technisch binden Die Vermeidung von THG-Emissionen steht im Sinne des Vorsorgeprinzips im Umwelt- und Klima-schutz an erster Stelle und wird für die Umsetzung einer Klimaneutralität bis 2035 deutlich priorisiert. Eine vollständige Reduktion der Treibhausgasemissionen ist zurzeit jedoch technisch nicht machbar. Zum einen gibt es nicht vermeidbare Emissionen in der Industrie und im Abfallbereich, zum anderen sind bei energetischen Prozessen Vorketten zu berücksichtigen (Emissionen aus vor- und nachgela-gerten Prozessen). Klimaneutralität kann daher nur erreicht werden, wenn in einem gewissen Umfang Kompensationspotenziale berücksichtigt werden. Von Kompensation wird gesprochen, wenn sich

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Treibhausgasemissionen nicht vermeiden lassen und diese durch die Reduktionseffekte anderer Kli-maschutzprojekte – also Senken - kompensiert werden. Das Prinzip der „Negativ-Emissionen (Senken)“ geht davon aus, dass CO2 der Atmosphäre entzogen und dauerhaft gespeichert wird (Kohlendioxidabscheidung oder englisch: Carbon Dioxide Removal (CDR)). Dabei werden biologische (z. B. Aufforstung), technische (z. B. Abscheidung und Speicherung) und geochemische Verfahren (z. B. Verwitterung) unterschieden.  Mögliche technische Verfahren sind z. B. Biomasse - CCS (BECCS), Direkt Air Carbon Capture and Storage (DACCS) oder die stoffliche Bindung von CO2 in grünem Polymeren (grünes Naphtha). Natürliche CO2-Senken sind Maßnahmen im Bereich der Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft. Dazu gehört z. B. die Wiedervernässung von Mooren.  Im Bereich Kompensation muss zwischen den Verpflichtungsmärkten, welche auf Staatenebene den Ausgleich von Treibhausgasemissionen anstreben und den freiwilligen Märkten (voluntary markets) unterschieden werden.  Ein noch nicht gelöstes methodisches Problem ist die Vermeidung von "Doppelzählungen" im Ver-pflichtungsmarkt. Es gibt in Deutschland keine Klimaschutzverpflichtungen unterhalb der Bundesebe-ne - alle Leistungen auf Landes- oder kommunaler Ebene sind freiwillig. Um "Doppelzählungen" von Kompensationsprojekten unterhalb der Bundesebene mit Maßnahmen des Bundes auszuschließen, ist ein Verfahren zur Bewertung und Gewichtung der Kompensationsleistungen unterhalb der Bun-desebene erforderlich. Ein solches Verfahren gibt es zurzeit nicht. Demzufolge sind lokale/regionale Klimaschutzprojekte als Kompensationsmaßnahmen in den Verpflichtungsmärkten zurzeit nur infor-mell als freiwillige Maßnahmen ansetzbar, da immer das Risiko einer Doppelzählung besteht. Hier ist eine weitere fachliche Auseinandersetzung mit der Thematik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zu erwarten. Das vorliegende Gutachten geht daher davon aus, dass Kompensation nur lokal erfolgt und nimmt dabei einen Kompensationspotenzial von 5 % der Emissionen von 1990 an.25 4.3.3 Definition des Begriffs Klimaneutralität  Vor diesem Hintergrund wird der Begriff Klimaneutralität für Köln wie folgt definiert:  Klimaneutralität wird erreicht, wenn die Summe der positiven und negativen Treibhausgas-Einträge gleich Null ist. Leitlinien für den Zielpfad „Klimaneutralität“ für Köln sind: • Klimaneutralität bedeutet Treibhausgasneutralität. • Die Vermeidung von Treibhausgasemissionen hat im Sinne des Vorsorgeprinzips Vorrang. • Oberste Prämisse ist die Einhaltung eines Paris-konformen CO2-Budgets. • Energiebedingte THG-Emissionen können durch technische und verhaltensbezogene Maßnah-men weitgehend vermieden.  • Unvermeidbare THG-Emissionen (z. B. aus der Landwirtschaft oder dem Abwasser) werden kompensiert, wenn möglich regional. • Rebound Effekte werden minimiert. ––––––––––––– 
25 Bei einer Reduktion um 95% ausgehend von 1990, verbleiben 627 Tt/CO2eq. Diese werden als Anhaltspunkt für unvermeidbare Emissionen angenommen. [RESCUE Studie, UBA 2019] Diese müssen auf natürliche oder künstliche Art gebunden werden.

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5 Die Chancen im Blick – Einschätzung der Potenziale Die Potenzialeinschätzung wurde von der Koordinationsstelle Klimaschutz nachbeauftragt und befin-det sich derzeit in der Bearbeitung.

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6 Erwartungshaltung trifft Grenzen – Kommunale Handlungsgrenzen und Handlungsspielräume ausloten  Auf dem Weg zur Klimaneutralität gibt es drei Entscheidungsebenen, auf denen die jeweiligen Ak-teur*innen zusammenwirken müssen. Hier werden konkrete Entscheidungen getroffen und der Handlungsrahmen bestimmt. Die Entscheidungen wirken dabei auf den jeweiligen Ebenen hemmend oder fördernd. Jede Ebene ist notwendig, keine kann die andere ersetzen und nur im Zusammenspiel kann das Ziel der Klimaneutralität erreicht werden.   
 Abbildung 35 Entscheidungsebenen  Entscheidungsebene Land, Bund, EU: Die EU, der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen schaffen durch die Gesetzgebung und entsprechende Anreize (Förderungen), den übergeordneten Rahmen.  Entscheidungsebene Marktakteur*innen: Zu den Marktakteur*innen zählen die Kölner Bürger*innen sowie Unternehmen. Die Bürger*innen beeinflussen durch ihr Verhalten als Konsument*innen und durch ihr Engagement das politische Handeln der Stadt. Es kommt aber auch auf die Marktak-teur*innen an – klimaschonendes Wirtschaften ist eine wesentliche Voraussetzung, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen.  Entscheidungsebene Stadt Köln26: Die Stadt Köln ist Vorbild, reduziert die eigenen Treibhausgasemis-sionen und schafft gute Rahmenbedingungen für die Bürger*innen und Unternehmen. Entscheidun-gen kann die Stadt Köln z. B. in Bezug auf die energetische Optimierung der eigenen Liegenschaften ––––––––––––– 
26 Die Entscheidungsebenen der Stadt Köln lassen sich differenzieren in die Stadtverwaltung, kommunale Unternehmen und kommunale Beteiligungen. Wenn auf gesamtstädtischer Ebene von „Stadt Köln“ gesprochen wird, sind alle Ebenen gemeint. Auf Ebene der formulierten Aktivitätenempfehlungen (vergl. Band 2) wird nur die Stadtverwaltung Köln adressiert. Sofern kommunale Unternehmen oder Beteiligungen in diesem Kontext gemeint sind, werden diese entsprechend benannt.

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und Anlagen, die Transformation der eigenen Infrastruktur (Straßen, Leitungen etc.), die Umstellung der Fahrzeugflotte oder die Aktivitäten des kommunalen Wohnungsbaus treffen. Hier hat die Stadt Köln mit ihren städtischen Eigenbetrieben und Unternehmen eine umfassende Entscheidungsebene. Zudem hat die Stadt Köln einen erheblichen Einfluss als Konsument*in. Einflussmöglichkeiten der Stadt Köln mit ihren Töchtern Bei den Einflussmöglichkeiten der Stadt Köln werden direkte und indirekte Einflussmöglichkeiten (inklusive städtischer Töchter) unterschieden.  Direkte Einflussmöglichkeiten bezeichnen den direkten und unmittelbaren Einfluss der Stadt Köln auf die Umsetzung von Maßnahmen (v. a. von Dritten). Zum direkten Einflussbereich zählen z. B. verbind-liche energetische Standards, Festsetzungen in Bebauungsplänen, spezifische Förderprogramme mit einer direkten Kopplung an nachgewiesenen Emissionsminderungen oder die Sanierung der eigenen Liegenschaften. Diese Einflussmöglichkeiten führen mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen.   Indirekte Einflussmöglichkeiten bezeichnen die Entfaltung einer mittelbaren Wirkung, indem Maß-nahmen von Marktakteur*innen (Unternehmen, Bürger*innen, Zivilgesellschaft) initiiert oder unter-stützt werden. Sie bergen eine begründete Wahrscheinlichkeit zur Reduktion der Treibhausgasemis-sionen, sind jedoch insgesamt von der Umsetzung Dritter (Unternehmen, Bürger*innen, Zivilgesell-schaft) abhängig.   Den kommunalen Handlungsspielraum beschreiben Um die Klimaneutralität unter Einhaltung des 1,5 Grad Ziels zu erreichen, sind umfassende Transfor-mationen erforderlich. Das Einflusspotenzial des Konzerns Stadt Köln wird nicht ausreichen, die Kli-maneutralität allein herzustellen. Das setzt ein gemeinsames Handeln aller Akteursgruppen in Köln sowie optimale Rahmenbedingungen für das Handeln voraus. Doch wie groß kann der Einflussbereich der Stadt eingeschätzt werden? Grundlage bietet ein Projekt des Umweltbundesamtes (UBA) unter Beteiligung des ifeu, Heidelberg27. Die Studie definiert vier Einflussbereiche: „Verbrauchen und Vor-bild“, „Versorgen und Anbieten“, „Regulieren“ sowie „Beraten und Motivieren“. Für diese Einfluss-bereiche quantifiziert die Studie Maßnahmen, die im Sinne eines „Warenkorbs“ Einflusspotenziale für den stationären und den mobilen Bereich berechnen. Das skizzierte Vorgehen kann nicht die exakten Einflüsse klären, da dafür sehr viele Daten vieler Ak-teur*innen zusätzlich erhoben werden müssten und ein unverhältnismäßig großer Aufwand erfolgen müsste. Es gibt aber richtungsscharf einen Überblick, was Kommunen im Rahmen ihrer Bilanzen im Klimaschutz vor Ort in welcher Weise beeinflussen können. Die im UBA-Vorhaben genutzte Methodik wurde auch für die Bilanz der Stadt Köln genutzt. Als Quellen für städtische Unternehmen konnte eine Untersuchung des ifeu für die Stadt Köln aus dem Jahre 2018 genutzt werden28. Folgende Einflussbereiche wurden im Projekt ermittelt: Einflussbereich 1 “Verbrauchen/Vorbild“ (direkter Einflussbereich): Im Einflussbereich 1 hat die Kom-mune die volle Entscheidungshoheit und direkten Einfluss auf die Höhe der Emissionen, indem sie den Verbrauch beeinflusst. Ein Beispiel ist die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-––––––––––––– 
27h"ps://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/567/publika9onen/texte_=5-?=??_klimaschutzpotenziale_in_kommunen.pdf  28 h"ps://www.stadt-koeln.de/ar9kel/JK6LM/index.html

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Technologie oder die Optimierung der Beschaffung hinsichtlich der THG-Emissionen. Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs bzw. der THG-Emissionen in kommunalen Unternehmen mit mehr als 50 % kommunalen Anteilen (z. B. kommunale Wohnungsbaugesellschaften, ÖPNV-Betriebe) fallen hingegen in den Einflussbereich 1a, da hier meinst nur noch ein mittlerer Einfluss möglich ist. Beispiele dieses Einflussbereichs sind Sanierung von Gebäuden kommunaler Wohnungsbaugesell-schaften oder die Optimierung des Fuhrparks für ÖPNV-Betriebe. Einflussbereich 2 „Versorgen/Anbieten“ (direkter Einflussbereich): In der Rolle der Versorge-rin/Anbieterin stellen Kommunen (Einflussbereich 2) oder deren kommunale Unternehmen (Einfluss-bereich 2a) verschiedene Infrastrukturen zur Verfügung. Zum Beispiel betreiben in vielen Kommunen Stadtwerke Fernwärmenetze, welche Wärme potenziell treibhausgasneutral bereitstellen können, bisher aber oft noch weit davon entfernt sind. Häufig wird ein dichtes Netz an ÖPNV- Angebote zur Verfügung gestellt. Des Weiteren stellt die Kommune die Infrastruktur zur Trinkwasserver- und Ab-wasserentsorgung sowie zur Abfallentsorgung zur Verfügung.  Einflussbereich 3 „Regulieren“ (direkter Einflussbereich): Kommunen haben auch Planungs- und Ent-scheidungshoheiten und können damit regulierend Einfluss nehmen. Die wichtigsten Regulierungsin-strumente für Kommunen in Bezug auf Klimaschutz liegen in der Flächennutzungsplanung (z. B. zur Ausweisung von möglichen Standorten für Wind-/PV-Freiflächenanlagen), Stadtpla-nung/Stadtentwicklung (z. B. Vorgabe von Energiestandards für Gebäude, Auflage von Verpflichtun-gen zum Bau von PV-Dachanlagen in Neubaugebieten, privatrechtliche/städtebauliche Verträge oder Ausweisung von städtebaulichen Sanierungsgebieten) sowie im Bereich der Mobilität (z. B. Park-raumbewirtschaftung). Es geht in diesem Einflussbereich um Ge- und Verbote. Einflussbereich 4 „Beraten/Motivieren“ (indirekter Einflussbereich): Nicht zuletzt können und müssen Kommunen zum klimaschonenden Handeln motivieren. Kommunen können dabei ihre räumliche und institutionelle Nähe zu den Zielgruppen nutzen. Es gibt bereits viele Beratungsangebote in Kommu-nen, die dem Klimaschutz dienen (z. B. PV-Beratung, Energieberatung, Stromeinsparberatung, speziell für einkommensschwache Haushalte, Mobilitätsberatung etc.). Motivation wird gefördert durch In-formation, durch Transparenz, Teilhabe oder auch durch Anreize (z. B. Förderprogramme). Die Einflussbereiche wurden auf THG-Bilanzen gemäß der Bilanzierungssystematik Kommunal (BISKO, vgl. ifeu 2019) sowie die THG-Bilanzen mit regionalem Strommix gerechnet. Letztere dienen dazu, die lokalen Einflussmöglichkeiten auf die Stromproduktion darzustellen.  Die THG-Emissionen wurden anschließend verschiedenen Einflussbereichen zugerechnet. Dabei wird entsprechend der Verteilungsansätze, die in der folgenden Tabelle beschrieben werden, vorgegangen. Bei den gewählten Verteilungsansätzen handelte es sich um begründete, datenbasierte Abschätzun-gen durch Bilanzierungsexpert*innen.

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Einflussbereiche Stationär Verkehr Einflussbereich 1 (Verbrauchen / Vorbild)  100 % Energieverbrauch und damit ver-bundene THG-Emissionen bei kommuna-len Liegenschaften, Straßenbeleuchtung, Infrastruktur 
Kommunaler Fuhrpark 
Einflussbereich 1a (Verbrauchen / Vorbild Mehrheits-beteiligungen) Eigenverbrauch kommunaler Unterneh-men (Strom/Wärme), z. B. Stadtwerke, Schwimmbäder, Krankenhäuser, Wärmeverbrauch der kommunalen Woh-nungsbaugesellschaften (WBG) (davon 50 % des Erdgasverbrauchs, 50 % des Fernwärmeverbrauchs) 
Energieverbrauch des Fuhrparks vom Öffentlichen Straßenpersonen-nahverkehrs (ÖSPV) sowie der weiteren kommunalen Unternehmen 
Einflussbereich 2 (Versorgen / Anbieten)  75 % des Binnenverkehrs (Motorisierter Individualverkehr (MIV)+ leichte Nutz-fahrzeuge (LNF) Einflussbereich 2a (Versorgen / Anbieten Mehrheits-beteiligungen) Private Haushalte (HH) und Gewerbe, Handel, Dienstleistungen sowie Sonstige (GHD): 80 % Erdgas- und 100 % Fern-wärmeverbrauch (und damit verbundene THG-Emissionen), soweit die Verteilnetze und die Fernwärmeerzeugung in der Hand von lokalen kommunalen Unternehmen sind (abzüglich 50 % des Wärmever-brauchs der WBG) Industrie: 20 % des Erdgas- und 50 % des Fernwärmeverbrauchs  (Vermiedene) Stromemissionen (THG-Bilanz mit Regionalmixdarstellung): durch kommunale Unternehmen erzeugten Stroms (z. B. Kraftwerke) 
50 % Quell-Ziel-Verkehr (MIV+LNF);  
Einflussbereich 3 (Regulieren) (Vermiedene) Stromemissionen (THG-Bilanz mit Regionalmixdarstellung): 50 % des EEG-Anlagenstroms (außerhalb der kommunalen Unternehmen) 
25 % Binnenverkehr, 50 % Quell-Ziel-Verkehr (MIV+LNF) aufgrund regulieren-der Möglichkeiten (Parkraummanage-ment, Tempolimits u. ä.). Einflussbereich 4 (Motivieren) HH und GHD: Verbleibender Wärmever-brauch sowie Stromverbrauch und damit verbundene THG-Emissionen Industrie: Verbleibender Wärmeverbrauch sowie Stromverbrauch und damit verbun-dene THG-Emissionen (Vermiedene) Stromemissionen (THG-Bilanz mit Regionalmixdarstellung): Ver-bleibende THG-Emissionen aus Bundes-mix, Industriestrom sowie 50 % EEG-Anlagen Strom 
100 % Durchgang (MIV+LNF), 100 % LKW, 100 % Schiene, Schiff, Flug 
Tabelle 4 Grund-Annahmen und Ansätze zur Verteilung der Einflussbereiche auf die Energie- und THG-Emissionen der Kommunen (Quelle: UBA 2022) Für die Stadt Köln ergibt sich für die Energie- und THG-Bilanz, dass sich knapp ein Drittel der THG-Emissionen in den Einflussbereichen 1 bis 3 wiederfinden (vgl. Abbildung 36). Ein Großteil davon fin-det sich im Bereich 2a (Versorgen), da viele Akteur*innen an das Erdgas- und Fernwärmenetz der RheinEnergie angeschlossen sind und auf diese Weise ihre Prozess- und Raumwärme beziehen. Hierbei handelt es sich um ein theoretisches Potenzial. Die konkreten Wirkungspotenziale zur Reduk-tion der THG-Emissionen der in diesem Gutachten beschriebenen Aktivitätenempfehlungen werden im Kapitel 11aufgeführt.

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 Abbildung 36 THG-Bilanz der Stadt Köln nach Einflussbereichen Wird die Bilanz mit dem lokalen Strommix der Stadt gerechnet, steigert sich der Anteil des Bereichs 2a sogar auf fast 50 %, da der komplette Strombedarf der Stadt auch in der Stadt erzeugt wird. Auf die lokale Stromerzeugung haben wiederum zu großen Teilen städtische Unternehmen Einfluss. Die städtischen Einflussbereiche 1-3 nehmen in dieser Bilanz dann sogar auf zwei Drittel der gesamten THG-Emissionen (mit Regionalmix) zu. Die Studie des UBA zeigt, dass Kommunen v. a. über ihre städtischen Unternehmen Einfluss auf die Bilanz der Gesamtstadt nehmen können. Hier spielt v. a. in Zukunft eine fossilfreie Wärmeversorgung und damit die Unternehmen mit den lokalen Wärmenetzen eine zentrale Rolle.

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7 Vom Ziel her denken – Szenario klimaneutrales Köln 2035  Szenarien sind keine Prognosen. Sie beschreiben eine mögliche Entwicklung unter Berücksichtigung von Annahmen. Sie dienen dazu, mögliche Treibhausgasentwicklungspfade als Grundlage für die Ab-wägung eines klimapolitischen Ziels zu definieren. Sie sind außerdem Grundlage für eine qualifizierte Maßnahmenentwicklung im weiteren Prozess. Sie dienen demnach nicht der Machbarkeitsprüfung, sondern formulieren Anforderungen an die Zielerreichung. Zur Beschreibung des Wegs zur Klimaneut-ralität werden für die Verbrauchssektoren und Energiesektoren mögliche Entwicklung entlang der vier Hauptstrategien Effizienz, Konsistenz, Suffizienz und Kompensation beschrieben: • Besser machen (Effizienz): Den gleichen Nutzen mit weniger Energie- und Ressourceneinsatz erreichen und damit THG-Emissionen vermeiden.   • Weniger nutzen (Suffizienz): Energie und Ressourcen durch geänderte Verhaltens- und Kon-summuster einsparen.  • Anders machen (Konsistenz): Den gewünschten Nutzen mit klimaverträglichem Energie- und Ressourceneinsatz erreichen.  • Ausgleichen (Kompensation): Unvermeidbare Treibhausgasemissionen ausgleichen bzw. der Atmosphäre entziehen. 
 Abbildung 37 Vier Hauptstrategien auf dem Weg zur Klimaneutralität  Das Gutachten berechnet drei Szenarien29: • Trendszenario30  • Szenario klimaneutrales Köln 2030 • Szenario klimaneutrales Köln 2035 
––––––––––––– 
29 Vergleiche Band 3: Köln klimaneutral 2035 - Methodenband 30 Fortschreibung unter Berücksichtigung moderater Verschärfungen der Klimaziele

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An dieser Stelle soll vor allem auf das Szenario klimaneutrales Köln 2035 eingegangen werden. Das Szenario zeigt unter Berücksichtigung des Budgetansatzes31 einen möglichen Weg zum Erreichen der Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 auf.  
7.1 Entwicklungspfad und Stufenplan Im Folgenden wird ein Paris-konformer Entwicklungspfad zur Klimaneutralität bis 2035 unter Einhal-tung des 1,75 Grad Ziels für Köln beschrieben. 7.1.1 Das CO2-Budget bewahren Klimaneutralität wird erreicht, wenn die energiebedingte Treibhausgasemissionen bis 2035 um 93 % sinken (vergleiche grünen Balkenverlauf in Abbildung 38). Unter Berücksichtigung eines Kompensati-onsanteils von ca. 5 % (ausgehend vom Jahr 1990) wird ein Zustand erreicht, in dem in der Stadt Köln nicht mehr energiebedingte THG-Emissionen entstehen, als auf natürlichem oder künstlichem Weg ausgeglichen werden können. Diese Annahme vorausgesetzt, sinkt das verfügbare jährliche CO2-Budget zur Einhaltung des 1,75 Grad Ziels (vergleiche orangene Linie in Abbildung 38) in Höhe von ca. 81 Millionen Tonnen auf 18 Millionen Tonnen CO2. 
 Abbildung 38 THG-Zielentwicklungspfad und Entwicklungspfad CO2-Budget   
––––––––––––– 
31 Vergleiche 5.3.1

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7.1.2 Schnell reduzieren – Beschleunigung hat oberste Priorität Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, hat die Beschleunigung der THG-Reduktion oberste Priorität. Der Stufenplan beschreibt hierzu die Reduktionsziele pro Jahr. Die prozentuale Einsparung liegt am Anfang des Prozesses bei ca. 7 % pro Jahr und sinkt dann stetig ab. Einen „Bruch“ in der Logik gibt es im Jahr 2030, in dem im Sinne einer konservativen Berechnung erst im Jahr 2030 Kom-pensationen kalkulatorisch berücksichtigt werden.   
 Abbildung 39  Stufenplan jährliche THG-Reduktion bis 2035  
7.2 Annahmen und Rahmenbedingungen Szenarien sind keine Prognosen, sondern zeigen eine mögliche Entwicklung unter bestimmten defi-nierten Annahmen und Rahmenbedingungen. Das hier dargestellt Szenario beschreibt einen mögli-chen Weg zum Erreichen der Klimaneutralität bis 2035 unter Bewahrung eines Paris-konformen CO2-Budgets. Dabei orientieren sich Annahmen sowohl am 1,5 Grad Ziel als auch am 1,75 Grad Ziel. Hin-tergrund sind differenzierte Einschätzungen zur zeitlichen Umsetzbarkeit. Hierdurch entsteht ein Sze-nario, das im Korridor zwischen dem 1,5 Grad und 1,75 Grad Ziel angesiedelt ist. Die wichtigsten ver-wendeten Studien sind die DENA – Leitstudie Aufbruch Klimaneutralität sowie die BDI Studie - Klima-pfade 2.0. Hinzu kommen Annahmen aus der fachlichen Beteiligung sowie gutachterlicher Einschät-zung32.   Als übergeordnete Rahmenbedingungen auf Entscheidungsebene EU, Bund und Land werden fol-gende politischen und juristischen Entwicklung berücksichtig: ––––––––––––– 
32 Ausgangspunkt der Szenarienberechnung sind die Treibhausgasemissionen der Stadt Köln, berechnet mit einem lokalen Stromerzeugungsmix und interpoliert auf das Jahr 2021.   
0 Tt CO2eq/a1. 0 0 0  Tt  C O 2 e q /a2.000 Tt CO2eq/a3.000 Tt CO2eq/a4.000 Tt CO2eq/a5.000 Tt CO2eq/a6.000 Tt CO2eq/a7.000 Tt CO2eq/a8.000 Tt CO2eq/a9.000 Tt CO2eq/a
2020202520302035
Reduktion
2030: ab hier kalkulatorische Berücksichtigung der Kompensation
Ca. -7% pro Jahr

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• Der europäische Rat hat im Anschluss an die COP-26 Konferenz angekündigt, die Umsetzung von Maßnahmen und Initiativen zum Klimaschutz zu beschleunigen, sowie internationale Zu-sammenarbeit zu fördern.  • Im Rahmen des 2019 beschlossenen „Green Deals“, der eine Klimaneutralität bis 2050 vorsah, befasst sich die EU aktuell mit einem weiteren Paket namens „Fit for 55“. In diesem Paket werden die Klimaschutzziele für die Jahre 2030 und 2050 angepasst. Auf der Agenda stehen Änderungen am europäischen Emissionshandelssystem (ETS), eine Lastenteilungsverordnung, erweiterte Richtlinien über erneuerbare Energien und über die Energieeffizienz sowie neue Verordnungen über CO2-Emissionen im Landwirtschafts- und Mobilitätssektor. Wie diese Ände-rungen ausgestaltet sein werden, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschließend bewer-ten, es wird jedoch insgesamt von positiven politischen Rahmenbedingungen auf EU – Ebene ausgegangen. • Auch auf bundespolitischer Ebene wird es bedingt durch den Koalitionsvertrag der SPD, FDP und den Grünen zu einer Stärkung des Klimaschutzes kommen, der sich stärker am Pariser Klimaschutzabkommen orientiert. Dies wird insbesondere durch die Entscheidung des Bundes-verfassungsgerichts vom April 2021 gestützt. Bis 2030 sollen 80 % des Strombedarfs aus er-neuerbaren Energien gedeckt werden. Dazu sollen bis 2030 200 GW Photovoltaikanlagen aus-gebaut werden. Dazu sollen Instrumente wie eine PV-Pflicht, vereinfachte Genehmigungsver-fahren und die Abschaffung des Photovoltaik-Deckels geprüft werden.  • Für die Offshore Windanlagen werden Ausbauziele bis 2035 von 40 GW genannt. Der Wärme-sektor soll bis 2030 zu 50 % aus klimaneutralen Energieträgern gewonnen werden. Auch der Ausbau der Wasserstoff-Kapazitäten mit einer Übergangsphase aus Erdgas ist im Koalitionsver-trag festgehalten. Bis 2030 sollen 10 GW Elektrolyseurkapazitäten errichtet werden.  • Für den Mobilitätssektor ist eine CO2-Abgabe für gewerbliche Verkehre festgehalten. Der Schienengüterverkehr soll um 25 % steigen und die Personenkilometer des Bahnverkehrs ver-doppelt werden. Bis 2030 sollen 15 Millionen E-PKW auf den Straßen unterwegs sein. Dazu sollen bis 2030 vorausgehend eine Million Ladepunkte installiert werden. • Landespolitisch lassen sich aus dem Koalitionsvertrag 2022 weitere Rahmenbedingungen ablei-ten. Insgesamt orientiert sich der Koalitionsvertrag an den Zielen des 1,5°C Ziels und liegt somit über den Zielen der Bundesregierung. So soll beispielsweise 2023 die kommunale Wärmepla-nung verpflichtend für Kommunen eingeführt werden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein zentrales Ziel des Koalitionsvertrags. Es soll Klimaneutralität schneller als im bundes-deutschen Durchschnitt erreicht werden. In den kommenden fünf Jahren sollen so 1.000 neue Windräder in NRW entstehen. Dafür wird auch die 1.000 Meter Abstandsregelung abgeschafft.  • Photovoltaikanlagen werden ab 2023 für alle neuen öffentlichen Liegenschaften verpflichtend sein und sollen bis spätestens 2025 im (öffentlichen) Bestand nachgerüstet sein. Ab 2024 soll die PV-Pflicht dann für gewerbliche Neubauten gelten. Ab 2025 dann auch für private Neubau-ten. Ab dem Jahr 2026 gilt die PV-Pflicht dann bei umfassenden Dachsanierungsmaßnahmen auch im Bestand. Ebenfalls sollen PV-Freiflächenanlagen stärker ausgebaut werden. Im Wär-mesektor wird in der nächsten Zeit das Tiefen-Geothermie Potenzial untersucht und in einem Geothermie-Masterplan veröffentlicht. Die Umstellung auf lokal produzierten Wasserstoff soll ebenfalls gefördert werden. Für den Industriesektor sollen Maßnahmen überprüft werden, wie CO2-Emissionen direkt gebunden werden können.  Ob und wie diese Rahmenbedingungen eingehalten werden, lässt sich anhand der aktuellen politi-schen Lage, insbesondere durch den Ukraine Krieg, nur schwer einschätzen. Die Sicherstellung der Versorgung führt größeren Anstrengungen beim Ausbau erneuerbarer Energien, auf der anderen Sei-

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te werden Kohlekraftwerke reaktiviert und neue Erdgasquellen erschlossen. Hier besteht daher ein Risiko bei der Einschätzung der Rahmenbedingungen.   
7.3 Entwicklungspfade in den Verbrauchssektoren Die Entwicklungspfade in den Verbrauchssektoren zeigen Zielpfade für den Endenergieverbrauch sowie die THG-Emissionen. Verbrauchssektoren sind die privaten Haushalte, die Wirtschaftssektoren Gewerbe, Handel und Dienstleistung (GHD), Industrie, Kommune sowie der Verkehr.  Bei den privaten Haushalten reduziert sich der Endenergieverbrauch bis 2035 um 47 % und die Treib-hausgasemissionen um 94 % im Vergleich zum Jahr 2018. In den Wirtschaftssektoren sinkt der End-energieverbrauch zwischen 31 % bis 44 %. Im Verkehrsbereich um 26 %. 
 Abbildung 40 Entwicklungspfad Endenergieverbrauch in den Verbrauchssektoren

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 Abbildung 41 Entwicklungspfad THG-Emissionen in den Verbrauchssektoren Für den gewerblichen und nicht gewerblichen Gebäudebestand wird in der DENA - Leitstudie Auf-bruch Klimaneutralität von einer Modernisierungsrate von 2,4 %/a bis 2045 ausgegangen. Um das identifizierte Potenzial jedoch wie in Köln verlangt bis 2035 heben zu können, ist eine Beschleunigung der Modernisierungsrate auf 4,1 %/a notwendig.  Da in der Studie nicht zwischen Raumwärme- und dem Warmwasserbedarf unterschieden wird, der Warmwasserbedarf jedoch im Wärmebedarf enthalten ist, gelten die Annahmen im Szenario für beide Bereiche. Zudem wird der Wärmedämmstandard von KfW55 auf KfW40 erhöht. Damit lässt sich das 1,5 Grad Ziel grundsätzlich erreichen.  Ausgehend von einem durchschnittlichen Wärmebedarf pro m² in Köln von rund 132 kWh/(m²*a) ent-spricht dies einer Einsparung von ca. 77 % je durchgeführter Sanierung. Die Annahmen zum kommu-nalen Gebäudebestand orientieren sich ebenfalls an diesen Werten.  Aus der gleichen Studie wird die Strombedarfsentwicklung im Wohngebäudesektor entnommen. Das Einsparpotenzial wird insgesamt mit rund 4 %, ausgehend vom Status quo angegeben. Dies erscheint zunächst recht gering, ist aber auf die weiter steigende Elektrifizierung zurückzuführen. Bei einer an-genommenen Modernisierungsquote von 1,7 %/a für Elektrogeräte und Beleuchtung entspricht dies einer Einsparung von ca. 17 % pro Modernisierung in diesem Sektor bis zum Zieljahr 2035.  Für die Licht und Kraft Einsparung im Wirtschaftssektor wird in der DENA-Leitstudie bis 2045 von einem Einsparpotenzial von rund 12 % ausgegangen. Um dieses Ziel bereits im Jahr 2035 zu errei-chen, muss bei einer angenommen Modernisierungsrate von 1,7 %/a in diesem Sektor eine durch-schnittliche Reduktion von 49 % je Modernisierung erreicht werden. Möglich wird die Reduktion durch innovative, energieeffiziente Verfahren und energiesparende Ausstattungen. Im Bereich der Prozesswärme werden in der DENA-Leitstudie von Einsparungen im Wirtschaftssektor bis 2045 von rund 20 % ausgegangen. Um dieses Ziel bereits im Jahr 2035 zu erreichen, muss bei

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einer angenommen Modernisierungsrate von 4,1 %/a in diesem Sektor eine durchschnittliche Reduk-tion von 55 % je durchgeführter Modernisierung erzielt werden. Möglich wird die Reduktion durch innovative, energieeffiziente Verfahren und die stärkere Nutzung von Strom in den Prozessen. Neben den anlagentechnischen Einsparungen, die zu den beschriebenen Energieeffizienz-Effekten führen, ist auch die Betrachtung der verhaltensbezogenen Einsparpotenziale in der Szenarienbetrach-tung zur Zielerreichung notwendig. Diese Potenziale lassen sich vor allem über das Nut-zer*innenverhalten und Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung von suffizientem Verhalten heben. Die eingesetzten Suffizienzpotenziale lehnen sich an die vom Umweltbundesamt zur Verfügung gestellten Informationen der Studie "Mit Suffizienz mehr Klimaschutz modellieren". Da es sich hierbei um Erfah-rungen aus Projekten handelt, unterscheiden sich die ermittelten Potenziale von Studie zu Studie stark. In der Szenarienberechnung wird davon ausgegangen, dass die Suffizienzpotenziale bei den privaten Haushalten rund 20 % betragen und damit höher sind, als in den Wirtschaftssektoren (10 %). 
7.4 Entwicklungspfade in den Energieverbrauchssektoren Um die ambitionierten Ziele der Treibhausgasneutralität zu erreichen, reicht es nicht aus, nur weniger Energie zu verbrauchen. Weiterhin ist es notwendig, auch die Energieträger zu dekarbonisieren. Nur die Kombination aus verringertem Energiebedarf mit nahezu klimaneutralen Energieerzeugern bringt die Stadt Köln in Richtung Klimaneutralität. Der gesamte Reduktionsverlauf der Szenarien ist in Abbil-dung 42 dargestellt. 
 Abbildung 42 Entwicklung des Endenergieverbrauchs in den Sektoren Licht und Kraft, Wärme sowie Verkehr.  Für den Licht und Kraft Sektor sehen die Szenarien ein Einsparziel von 18 % vor. Der Wärmebedarf muss bis 2035 um 57 % ausgehend vom Status quo reduziert werden. Auch im Mobilitätssektor soll rund ein Viertel des Gesamtenergiebedarfs reduziert werden.

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Aus der BDI - Klimapfade 2.0 Studie folgt eine Verdrängung des Heizöls bis 2030. Die Szenarien ge-hen davon aus, dass der Großteil der Wärmeerzeugung mit der Fernwärme (rd. 27 %) und Wärme-pumpen (36%) gedeckt werden. Da die aktuelle Entwicklung des zukünftigen Wärmemarkts kaum eingeschätzt werden kann, wird in einem zweiten Szenario der Wärmepumpenanteil auf 16 % redu-ziert und die verbleibenden 20 % mit Methan aus Power-to-Gas Prozessen gedeckt. Die direkte Stromnutzung im Wärmesektor bspw. in Durchlauferhitzern und umgestellten Industrieprozessen beläuft sich auf 19 %. Die restliche Wärmeerzeugung erfolgt aus einem Mix aus Solarthermie, Bio-masse und grünen Gasen. Abbildung 43 zeigt die Entwicklung der Wärmeträger in Köln im Jahresver-lauf der Szenarienberechnung mit einem Wärmepumpenanteil von 36 %. 
 Abbildung 43 Entwicklung des Energiemixes in der Wärmeversorgung Alternativ zeigt Abbildung 44 den Entwicklungspfad der Wärmeversorgung, unter der Annahme, dass methanisierter Wasserstoff in größeren Mengen zeitnah auch zur Wärmeversorgung eingesetzt wer-den kann.

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 Abbildung 44 Wärmeträgerentwicklung mit höherem Power2Gas Methan-Anteil Die Fernwärmeentwicklung in beiden Szenarien orientiert sich daran, den Anteil Erdgas ab 2030 suk-zessive bis 2035 auf Power-to-Gas Energieträger umzustellen. Insgesamt ist auch ein deutlicher Aus-bau der Solarthermie sowie der verstärkte Einsatz von Power-to-Heat und Wärmepumpen vorgese-hen, wie Abbildung 45 verdeutlicht. 
 Abbildung 45 Entwicklung des Erzeugungsmixes der Fernwärme

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7.5 Entwicklungspfad Stromerzeugung Bedingt durch den gesteigerten Stromanteil in den Sektoren Wärme und Mobilität (durch E-Mobilität) rückt auch die lokale, erneuerbare Erzeugung von Strom vermehrt in den Fokus. Die LANUV Studie enthält Potenzialanalysen für erneuerbare Energien in Köln. Die Studie erfasst sämtliche Potenziale und ist als Maximaleinschätzung zu lesen, die nicht zwingend die lokalen Randbedingungen berück-sichtigt. Für die Stadt Köln wird ein PV-Potenzial in Höhe von 3.820 MW für Dachflächen und 1.023 MW für Freiflächenanlagen ausgewiesen. Für den Windenergieausbau wird ein Potenzial von 123 MW angegeben. Da nicht der vollständige Strombedarfs Köln aus regionalen Quellen gedeckt werden kann, ist es ab 2030 notwendig, auch die restlichen Strombedarfe zu 100 % aus Ökostromquellen zu versorgen. 
 Abbildung 46 Entwicklung lokal erzeugter Strom erneuerbare Energien 
7.6 Entwicklungspfad Mobilität Vermeidung, Verlagerung und Verbesserung (im Sinne von höherer Effizienz und/oder Einsatz von erneuerbaren Energien) ist der Dreiklang für die klimaschonende Mobilität. Hierzu ist eine Verlagerung auf den Radverkehr und den ÖPNV zwingend erforderlich. Gleichwohl liegt ein Schwerpunkt der Mo-bilitätswende in der Umstellung auf alternative Antriebe.  Für die Entwicklung des Mobilitätssektors werden die Ergebnisse der Studie „Klimapfade 2.0“ des Bundesverbandes der Deutschen Industrie herangezogen und mit den Erkenntnissen aus der fachli-chen Beteiligung verschnitten. Insgesamt wird in der Studie, die eine Treibhausgasneutralität für Deutschland bis 2045 untersucht, von einer Reduktion der Fahrleistung des Individualverkehrs von 38 % bis 2045 ausgegangen unterstellt. Der Großteil des Modal Shifts wird von den öffentlichen Ver-kehrsmitteln abgefangen, deren Fahrzeugkilometer in diesem Zuge um knapp 67 % wachsen wer-den. Für Köln gibt es noch keine spezifische Untersuchung und Datenerhebung. Für die Szenarienbe-rechnung werden daher die Annahmen für das Bundesgebiet auf das Jahr 2035 für Köln ska-

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liert.  Auch wenn in Köln andere Rahmenbedingungen als im Bundesdurchschnitt vorherrschen, wird ein klimaneutrales Mobilitätssystem in Köln nur durch einen umfangreichen Verkehrsmittelwechsel zu erreichen sein.  Der Treiber für die Energiereduktion ist vor allem die Umstellung auf Elektromobilität, die mit deutlich geringeren Energieverbräuchen pro km auskommt, als konventionelle Otto- und Dieselmotoren. Laut Agora Energiewende und dem Öko Institut beträgt der Effizienzgewinn von Verbrenner- zu Elektromo-toren rund 69 %. Weiterhin wird aus Angaben des Kraftfahrtbundesamtes deutlich, dass die Energie-effizienz von PKW's in den letzten Jahrzehnten um rund 0,7 %/a gesteigert wurde. Dieser Effizienz-gewinn wird im Szenario fortgeschrieben. Der Güterverkehr wird aufgrund des unterstellten Wirtschaftswachstums im BDI-Szenario stark an-wachsen. Die Güterverkehrsleistung steigt deutschlandweit von 765 Mrd. Tkm pro Jahr auf 995 Mrd. Tkm pro Jahr im Jahr 2045. Für Köln bedeutet dies eine Steigerung des Güterverkehrs von rund 18 %. Das Europaparlament will ab 2035 keine Neuwagen mit Verbrenner mehr zulassen. Eine signifikante Zahl von Automobilhersteller hat sich bereits zu einem Ausstiegshorizont von 2035 bis 2040 bekannt.  
 Abbildung 47 Geplante Ausstiegszeitpunkte aus der Verbrenner-Technologie (Stand 2021)33 Die fachliche und gutachterliche Einschätzung geht daher davon aus, dass bis 2030 90 % der neu zugelassenen PKW's über einen Elektroantrieb verfügen. Bis 2040 würde das einem ungefähren An-teil von 84 % am gesamten PKW-Bestand bedeuten. Der Wasserstoffanteil bei den PKW's wird als gering eingeschätzt (rd. 5 %), wohingegen er im Güterverkehr mit rund 14 % einen signifikanten An-teil ausmacht. 
––––––––––––– 
33 Quelle: Eigene Desktoprecherche, eigene Darstellung

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7.7 Strombedarf durch Sektorkopplung Die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien für die Wärmeerzeugung und Mobilität wird vor dem Hintergrund der hier unterstellen Rahmenbedingungen zu einem deutlichen Anstieg des Strom-bedarfs führen. Das Szenario geht von einer Erhöhung um den Faktor 2,5 aus. Dieser Anteil erneuer-baren Stroms kann nicht im Kölner Stadtgebiet erzeugt werden. Die Zielerreichung des hier beschrie-benen Szenarios hängt daher im besonderen Maße davon ab, dass der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung auf nationaler Ebene deutlich ausgebaut und beschleunigt wird.  
 Abbildung 48 Strombedarfsentwicklung nach Anwendungen 
7.8 Empfehlungen für eine Umsetzungsstrategie ableiten Für die Umsetzung lassen sich folgende Leitziele formulieren: • Unmittelbare Steigerung der Sanierungsquote im Gebäudebestand auf jährlich 4,1 % unter konsequenter Umsetzung hoher energetischer Standards im Gebäudebestand mit einer mittle-ren Energieeinsparung von 77 %  • Im Neubau müssen konsequent höchste energetische Gebäudestandards umgesetzt wer-den. Dies bedeutet die unmittelbare Einführung des Passivhausstandards bzw. der Energieplushaus-Standards im privaten (und gewerblichen) Neubau. Um dem hohen Nutzungsdruck gerecht zu werden, müssen dabei flächenschonende Wohnmodelle bei gleichbleibender Wohnqualität entwickelt und umgesetzt werden.  • Bei der Gebäudesanierung und beim Neubau eigener Liegenschaften müssen die jeweils aktu-ellen Anforderungen für Privateigentümer*innen an energetische Standards und innovative Energieversorgung möglichst überschritten werden, um der Vorbildfunktion der Kommune ge-recht zu werden.

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• Die Transformation der Stadtgesellschaft muss als eine systemische Aufgabe von Stadt, Bür-ger*innen und Unternehmen begriffen werden. Ziel dieses Transformationsprozesses ist die Verringerung des Pro-Kopf-Verbrauchs von Material- und Energiemengen durch eine Änderung des Verhaltens bei gleichzeitig hoher Lebensqualität durch die Aktivierung, Qualifizierung und Multiplikation klimaschonenden Verhaltens in der Gesamtgesellschaft.  • Hierzu müssen bis 2035 mindestens 20 % der Kölner Bürger*innen, die jeweils durchschnitt-lich rund 1 % Ihres Energiebedarfs reduzieren, in Bezug auf klimaschonendes Verhalten akti-viert und qualifiziert werden. • Kölner Unternehmen müssen klimaneutral arbeiten und produzieren. Der Energieverbrauch für Raumwärme, Licht und Kraft sowie Prozesswärme muss jedes Jahr bis 2030 um ca. 3 % sin-ken.  • Klimaneutralität muss Ziel und Erfolgsmerkmal der Kölner Wirtschaftspolitik sein. • Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) und Stärkung des Umweltverbunds: Die Emissionen aus dem noch weitestgehend auf fossilen Energieträger fußenden, motorisier-ten Individualverkehr müssen bis 2035 um knapp 90 % sinken. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der konsequenten Stärkung des Umweltverbunds durch den Ausbau der Radinfrastruktur und des klimafreundlichen ÖV – beide Teilstrategien bedingen sich im Sinne von Push-Pull-Faktoren gegenseitig. • Transformation der Antriebstechnik: Die Stadt Köln muss die eigenen Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf die Transformation der Antriebstechnik hin zu klimaschonenden Antrieben und Treibstoffen konsequent ausschöpfen - auch wenn diese im Vergleich zu den Potenzialen im Bereich der Verkehrsplanung gering ausfallen. • Der Stromverbrauch muss bilanziell zu 100 % aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Die Rheinenergie (ebenfalls Grundversorger in Köln) bietet bereits nur noch ausschließlich Ökostrom in ihren Verträgen an. Die Stromversorgung sollte lokal erzeugt und der verbleibende Strombedarf importiert werden.  • Die Wärmeversorgung muss zu 100 % auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Ölheizun-gen müssen zu 100 % durch effiziente Systeme mit erneuerbaren Energien ersetzt werden. Fossiles Erdgas muss bis 2030 durch synthetisches Erdgas aus erneuerbaren Energien („Power to Gas“) oder durch Wärmepumpen ersetzt werden. • Fernwärme muss als Infrastruktur zur Verteilung von Wärme aus erneuerbaren Energien ge-stärkt und ausgebaut werden. Der Anteil am Wärmemix muss auch bei sinkenden Verbräuchen auf 27 % ausgebaut werden. Die Fernwärme muss bis 2035 zu 100 % dekarbonisiert sein.

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8 Die Strategie im Blick: Handlungsfelder und Schwerpunkte des Handelns  Eine Strategie beschreibt den Weg zum Erreichen eines Ziels. Die Klimaneutralitätsstrategie der Stadt Köln beschreibt Wege, wie die Treibhausgasneutralität auf dem Territorium der Stadt bis 2035 er-reicht werden kann. Die Strategie zum Erreichen der Klimaneutralität wird durch ein Maßnahmenport-folio beschrieben. Das Maßnahmenportfolio ist kein starrer Plan, sondern bildet einen laufenden Pro-zess ab. Das Maßnahmenportfolio gliedert sich in vier Ebenen des Handelns. Das Kapitel beschreibt das Portfolio textlich und stellt es als MindMap dar. Dabei werden vier grundsätzliche Strategien zur Reduktion und Kompensation der THG-Emissionen berücksichtigt.    
 Abbildung 49 Maßnahmenportfolio als MindMap und Steckbrief der Aktivitätenempfehlungen Die Klimaneutralitätsstrategie baut dabei auf vier Strategien auf: • Besser machen (Effizienz): Den gleichen Nutzen mit weniger Energie- und Ressourceneinsatz erreichen und damit THG-Emissionen vermeiden.   • Weniger nutzen (Suffizienz): Energie und Ressourcen durch geänderte Verhaltens- und Kon-summuster einsparen.  • Anders machen (Konsistenz): Den gewünschten Nutzen mit klimaverträglichem Energie- und Ressourceneinsatz erreichen.  • Ausgleichen (Kompensation): Unvermeidbare Treibhausgasemissionen ausgleichen bzw. der Atmosphäre entziehen.

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 Abbildung 50 Die vier Strategien zur Klimaneutralität 
8.1 Aufbau der Strategie  Das Gutachten beschreibt die Klimaneutralität sowie das Aktivitätenportfolio. Die Klimaneutralitäts-strategie wird durch die ersten drei Ebenen beschrieben, das Aktivitätenportfolio durch die vierte Ebene: Ebene 1 – Handlungsfelder: Die Handlungsfelder beschreiben auf einer übergeordneten Ebene, was geschehen muss, um die Klimaneutralität zu erreichen: Wer kann handeln, wie kann gehandelt wer-den und bis wann müssen übergeordnete Ziele erreicht werden? Die Handlungsfelder formulieren hierzu übergeordnete Ziele der Treibhausgasminderung.  Ebene 2 – Handlungsschwerpunkte: Die Handlungsschwerpunkte konkretisieren und beschreiben, was getan werden muss. Hierzu formulieren sie strategische Ziele und benennen die wesentlichen Handelnden Akteure sowie Zielgruppen in den Handlungsschwerpunkten.   Ebene 3 – Maßnahmen: Maßnahmen benennen konkret, wer bis wann handeln muss und formulieren hierfür operative Ziele.  Ebene 4 – Handlungsempfehlungen: Die Handlungsempfehlungen formulieren die operativen Ziele zur Umsetzung und benennen die unter den gutachterlich getroffenen Annahmen erforderlichen Größen-ordnungen städtischer Ressourcen. Die Handlungsempfehlungen adressieren die Kernverwaltung der Stadt Köln und werden in einem gesonderten Aktivitätenportfolio als Steckbriefe beschrieben. Das Aktivitätenportfolio bedarf zu Einleitung der Umsetzung einer Operationalisierung im Sinne einer Ver-zahnung mit konkreten Ressourcen und Aufgabenplanungen durch die Fachdezernate und -ämter.

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 Abbildung 51 Struktur der Strategie Hinweis: Der Begriff „Konzern Stadt Köln“ umfasst die Stadtverwaltung, stadteigene Betriebe und städtische Beteiligungen. Er wird auf Maßnahmenebene verwendet, wenn direkt gehandelt werden kann (Ebene 3). Die Ebene 4 fasst im Aktivitätenportfolio nur direkte und indirekte Einflussmöglichkei-ten unter Federführung der Stadtverwaltung zusammen. 
Handlungsfelder(Leitlinien)
Handlungs-schwerpunkte(strategische Ziele)
Maßnahmen(Marktakteure*innen,  Stadt Köln inkl. Beteiligungen)
1. 
2. 
3. 
AktivitätenempfehlungenKernverwaltung  Stadt Köln(operative Ziele)4. 
Klimaneutralitäts-strategie
AktivitätenportfolioAktivitätenportfolio: Stadt Köln kann direkt oder indirekt handeln 
Klimaneutrales Köln = Strategie + Aktivitätenportfolio

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8.2 Portfolioplan im Überblick 
 Abbildung 52 Übersicht Aktivitätenportfolio 
8.3 Die THG-Einsparziele in den Handlungsfeldern im Überblick  Auf Grundlage der Szenarien können THG-Reduktionsziele in den Handlungsfeldern berechnet wer-den. Den größten Einfluss hat das Handlungsfeld der Energieversorgung mit 40 %, gefolgt vom Be-reich Verkehr (25 %) und Wirtschaft (13 %). Der Beitrag der Gebäude liegt hier bei 10 %. Dieser Wert erscheint auf den ersten Blick gering, hier sind jedoch lediglich die Effizienzgewinne für energetische Modernisierungen der Gebäudehülle berücksichtigt. Zusätzlich müssen Reduktionsbeiträge durch die Umstellung aus CO2-freie Wärmeversorger berücksichtigt werden. Diese sind bei der Energieversor-gung berücksichtigt. Der Beitrag des Handlungsfelds Klimaneutraler Lebensstil und Bildung ist mit 5 % sehr konservativ angesetzt. Berücksichtigt sind lediglich die nach der Territorialbilanz ansetzbaren Reduktionsbeiträge im Bereich Energie, Wohnen und Mobilität. Die Reduktionsbeiträge im Bereich Ernährung und Konsum sind hier nicht berücksichtigt. Gleichzeitig entfaltet der Bereich Lebensstil und Bildung eine hohe Querschnittswirkung in den anderen Handlungsfeldern, da die Akzeptanz für die anstehenden Veränderungen durch geänderte Lebensstile und Bildung erhöht werden kann.

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 Abbildung 53 Die Zielbeiträge je Handlungsfeld  
8.4 Klimafreundliche Gebäude und Quartiere  Beschreibung Der umfangreiche Gebäudebestand sowie die Neubautätigkeiten in der Stadt Köln nehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität eine elementare Rolle ein. Um die angestrebte Klimaneutralität zu erreichen, muss der Gebäudebestand sukzessiv auf einen hohen energetischen Standard saniert werden. Gleichzeitig darf der Neubau das CO2-Budget der Stadt Köln nicht zusätzliche belasten. Nachhaltige, ressourcenschonende Wohnformen sowie flächendeckende effiziente Baustandards sind dafür zu etablieren. Die Klimaneutralität gilt es daher als zentrales Ziel der Stadtentwicklung zu verankern und zu verstehen. Der planerische und konzeptionelle Rahmen des städtischen Handels ist im Zuge einer integrierten, nachhaltigen Stadtentwicklung festzulegen.  Die Bestrebungen in diesem Handlungsfeld sind eng mit der Energieversorgung verknüpft, weshalb das Handlungsfelder 1 Gebäude und Quartiere werden klimaneutral und das Handlungsfeld 2 Klima-neutrale Energieversorgung erreichen, integriert betrachten werden müssen. Die energetische Sanie-rung bildet bspw. eine wichtige Voraussetzung für die Umstellung der Versorgungslösungen sowie die Deckung der Bedarfe mit den vorhandenen Potenzialen. Darüber hinaus ist dieses Handlungsfeld im Hinblick auf die gesellschaftliche Transformation bspw. bezogen auf das Heizverhalten, eng mit dem Handlungsfeld 5 Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern verbunden. Insgesamt bündelt dieses Handlungsfeld Maßnahmen und Aktivitätenempfehlungen, die sich mit der Siedlungsentwicklung, der Modernisierung und dem Neubau von Gebäuden sowie der integrierten, nachhaltigen Stadtentwicklung befassen. Dem Konzern Stadt Köln mit seinen eigenen Gebäuden und Anlagen kommt dabei eine besondere Vorbildfunktion zu. private und gewerbliche Gebäudeeigentü-mer*innen, Bauherr*innen, Investor*innen und Projektentwicklungsgesellschaften sowie das Hand-werk stellen weitere, wichtige Zielgruppen des Handlungsfeldes dar.

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Beitrag zum Erreichen der Klimaneutralität Das Handlungsfeld Gebäude und Quartiere werden klimaneutral leistet mit einem Reduktionsziel von insgesamt 0,9 Mio. Tonnen CO2eq einen signifikanten Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität. Daraus resultiert eine erforderliche jährliche Reduzierung von insgesamt rund 62.500 Tonnen CO2eq pro Jahr. Die Einsparungen sind mit einer Reduktion von ca. 549.000 Tonnen CO2eq pro Jahr insbe-sondere durch eine umfangreiche energetische Sanierung zu erreichen (siehe Abbildung 54). Der klimaneutrale Neubau, mit einer jährlichen Reduktion von ca. 4.000 Tonnen CO2eq pro Jahr, trägt hingegen nur zu einem geringen Maße zur Zielerreichung bei. Beim Neubau ist jedoch zu bedenken, dass die derzeitig geltenden energetischen Standards deutlich über den durchschnittlichen, energeti-schen Gebäudestandards im Bestand liegen. Darüber hinaus liegt die Neubaufläche erheblich unter den Flächen der Bestandsgebäude in der Stadt Köln. 
 Abbildung 54 Reduktionsziele pro Schwerpunkt Rahmenbedingungen Das strategische Ziel der Steigerung der Sanierungsrate wird vor allem durch die übergeordnete Ent-scheidungsebene des Bundes sowie durch die Marktakteur*innen vor Ort bestimmt. Der Konzern Stadt Köln kann die Entscheidungsebenen des Bundes oder der Marktakteur*innen nicht bestimmen oder in Gänze steuern, sondern nur durch direkte oder indirekte Handlungen im Sinne der Zielerrei-chung darauf einwirken. Besonders hohe Bedeutung für das Erreichen der Ziele in diesem Handlungs-feld haben ökonomische Faktoren (Wirtschaftlichkeitslücke, insbesondere durch Preisanstiege), recht-liche Faktoren (unübersichtlicher Rechtsrahmen mit zu geringen Standards) und organisatorische Fak-toren (Fachkräftemangel, Baustoffmangel). Die Wirtschaftlichkeitslücke stellt vor dem Hintergrund der sozialen Ziele (bezahlbarer Wohnraum) ein erhebliches Risiko für die Zielerreichung dar. Die Zielerrei-chung ist insbesondere von einem geeigneten Förderrahmen des Bundes abhängig. Die Stadt Köln kann hier zusätzlich durch die Weiterführung und Intensivierung einer umfassenden Investitionsförde-rung direkt handeln. Auf Ebene der rechtlichen Rahmenbedingungen besteht ein Handlungspotenzial der Stadtverwaltung durch die Einführung verbindlicher Sanierungsziele z. B. durch die Ausweisung von Sanierungsgebieten. Ein hohes Risiko liegt in einem Marktversagen durch fehlendes Fachperso-nal. Hier verfügt die Stadt Köln nur über indirektes Handlungspotenzial, das es durch Kooperation mit Akteur*innen mit direktem Handlungspotential zu heben gilt.

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Ziele Ziel ist es, den aktuellen und zukünftigen Gebäudebestand klimaneutral zu gestalten. Dafür ist dieses Ziel zentral und verbindlich in der Stadtentwicklung und Stadtplanung zu verankern. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten integrierte Lösungen im Rahmen einer nachhaltigen Quartiersentwicklung.  Für die Kölner Bestandsbebauung bedeutet dies die Steigerung der Modernisierungsquote auf 3 % - 4 % bis 2035 mit einer mittleren Wärmeeinsparung von 70 % - 80 %, was ungefähr dem KfW40-Standard entspricht.  Der Neubau darf das energetische CO2-Budget nicht zusätzlich belasten. Bilanziell müssen die ener-getischen Emissionen nahe null sein, woraus eine bilanzielle Klimaneutralität für den Neubau resul-tiert. Vor diesem Hintergrund sind Neubauten mindestens im KfW40-Standard zu errichten. Schritt-weise ist der Plusenergiehaustandard anzustreben, welcher bspw. durch die PV-Nutzung auf Dachflä-chen erreicht werden kann.  Ergänzend zu den zuvor beschriebenen energetischen Zielsetzungen bedarf es weiterer Zielsetzun-gen, um neben dem Ziel der Klimaneutralität den Themenkomplex der Nachhaltigkeit zu beachten. Dazu zählt die Reduzierung der zusätzlichen Belastung des Budgets durch Bauaktivitäten und die Baustoffwahl. Konkret bedeutet dies einerseits die Berücksichtigung der grauen Energie bei der Bau-stoffwahl. Durch nachhaltige Materialien, wie bspw. Nachwachsende Rohstoffe (NaWaRos), können so die THG-Emissionen eines Gebäudes über den Lebenszyklus reduziert werden. Andererseits ist der jährliche Neubau bspw. durch optimierte Flächennutzungen im Bestand sowie flächensparendes Bauen zu reduzieren und die Bestandssanierung anzustreben.  Insgesamt bedarf es einer interdisziplinären Planungskultur, welche Raum für Innovationen und Lö-sungen mit Strahlkraft bietet. Planerische Ziele sind die doppelte Innenentwicklung, Nutzungsmi-schung im Quartier und die soziale Durchmischung. Weitere strategische Ziele sind die Förderung von gemeinschaftlichen Wohn- und Lebensformen sowie die Reduktion des Flächenverbrauchs. Handlungsschwerpunkte • Öffentliche Gebäude und Anlagen • Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung • Klimafreundliche Bestandssanierung • Klimaneutraler Neubau 8.4.1 Öffentliche Gebäude und Anlagen Beschreibung Öffentliche Gebäude und Anlagen entfalten gegenüber der Stadtgesellschaft eine Vorbildwirkung. Die THG-Emissionen der durch die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln verwalteten Liegenschaften machen jedoch nur ca. 1 % der Gesamtemissionen der Stadt Köln aus. Weitere, für diesen Schwerpunkt rele-vante THG-Emissionen, stammen bspw. aus Gebäuden der Beteiligungsunternehmen sowie weitere Dienststellen, dennoch geht von diesem Schwerpunkt rein quantitativ kein signifikanter Beitrag aus.  Ungeachtet dessen ist dieser Schwerpunkt durch den überwiegend direkten Einflussbereich von be-sonderer Bedeutung für die Strategie klimaneutrales Köln. Durch die klimaneutrale Entwicklung des Gebäudebestandes sowie des Neubaus soll der Konzern Stadt Köln die Stadtgesellschaft zum Nach-ahmen animieren und ggf. innovative Lösungen präsentieren.

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Des Weiteren gilt es, dauerhafte Strukturen für die Umsetzung zu schaffen. Dies ist jedoch insgesamt als agiler Prozess zu verstehen und an sich ändernde Rahmenbedingungen anzupassen. Daher bün-delt der Schwerpunkt Maßnahmen, die sowohl die Gebäude (Bestand und Neubau) des Konzerns Stadt Köln als auch die öffentlichen nicht-städtischen Gebäude adressieren und die Eigentümer*innen (Konzern Stadt Köln inkl. Tochterunternehmen sowie Träger öffentlicher nicht-städtischer Gebäude) bei der Erreichung der Klimaneutralität unterstützen sollen.  Ziele Ziel und Anspruch auf dem Weg zur Klimaneutralität in der Gesamtstadt ist die Realisierung der Kli-maneutralität des Gebäudebestandes des Konzerns Stadt Köln. Durch die Berücksichtigung weiterer öffentlicher nicht-städtischer Gebäude kann die Vorbildwirkung gestärkt und weiteres Potenzial geho-ben werden. Dafür bedarf es der Verankerung des Entwicklungsziels im Konzern Stadt Köln sowie der Erarbeitung von spezifischen Strategien. Auf diese Weise soll eine Reduzierung der energetischen Treibhausgasemissionen bis 2035 um 93 % (ca. 25.000 Tonnen CO2eq) realisiert werden.  Zeitlicher Umsetzungshorizont 2022 bis 2035 Faktoren für die Umsetzung • Überwiegend direkter Einflussbereich: Eine große Chance in diesem Handlungsfeld liegt in dem direkten Einfluss des Konzerns Stadt Köln auf den kommunalen Gebäudebestand. Dies ermög-licht der Stadt Köln eigene, politisch beschlossene Standards für die Sanierung und den Neubau festzulegen. Dies birgt jedoch das Risiko, dass die Standards nicht ambitioniert genug sind. Die Energieleitlinien der Stadt bilden bereits eine gute Grundlage, sind aber im Hinblick auf die Kli-maneutralität zu überarbeiten.  • Vorbildwirkung: Mit der Realisierung eines klimaneutralen Gebäudebestandes geht die Stadt Köln als gutes Vorbild voran und kann die Kölner Bevölkerung zum Nachahmen animieren.  • Ressourcenverfügbarkeit • Finanzielle Ressourcen des Konzerns Stadt  • Personelle Ressourcen: planende uns ausführende Gewerke, Kernverwaltung zur internen Be-gleitung, Bearbeitung Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Der Gebäudebestand der Stadt Köln sowie der kommunalen Tochterunternehmen (mind. 50 % im Eigentum der Stadt Köln) liegen im direkten Einflussbereich der Stadtverwaltung Köln. Diese Gebäude (Bestand und Neubau) können bspw. durch verbindliche strategische Leitlinien beeinflusst werden. Die öffentlichen nicht-städtischen Gebäude liegen hingegen im indirekten Einflussbereich und können lediglich durch unterstützende Angebote, Vereinbarungen etc. adressiert werden. Aufgrund der unter-schiedlichen Einflussmöglichkeiten der Stadt Köln wurden die folgenden zwei Maßnahmen entwi-ckelt. Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Klimaneutraler Gebäudebestand Konzern Stadt Köln • Klimaneutraler sonstiger öffentlicher Gebäudebestand

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8.4.1.1 Klimaneutraler Gebäudebestand Konzern Stadt Köln Beschreibung der Maßnahme Der Gebäudebestand des Konzerns Stadt Köln nimmt einen bedeutenden Anteil an den kommunalen Treibhausgasemissionen ein. Neben Verwaltungsgebäuden zählen Schulen, Museen, Gebäude in Grünräumen sowie Kitas zu diesem Gebäudebestand. Die Wärmeversorgung von Schulen verursacht bezogen auf die Liegenschaften der Gebäudewirtschaft Stadt Köln die größten Endenergiebedarfe (s  Abbildung 55). Vor dem Hintergrund der angestrebten Klimaneutralität kommt daher zum einen der Modernisierung des Gebäudebestandes, mit dem Schwerpunkt auf der energetischen Sanierung, eine besondere Bedeutung zu. Zum anderen gilt es, den Neubau energieeffizient und nachhaltig zu gestalten. Durch die Einbindung der städtischen Töchterunternehmen des Konzerns können zusätzlich zu den kommunalen Gebäuden weitere Potenziale gehoben werden.  
 Abbildung 55 Status Quo Endenergiebedarfe Öffentliche Gebäude der Gebäudewirtschaft Stadt Köln Hierzu bedarf es der Entwicklung einer Strategie für einen klimaneutralen Gebäudebestand für jede der mehrheitlich durch die Stadt Köln beeinflussbaren Tochterunternehmen. Diese Strategien zeigen jeweils auf, wie ein klimaneutraler Gebäudebestand durch eine umfassende energetische Sanierung, bilanziell klimaneutrale Neubauten und den umfassenden Einsatz erneuerbarer Energien unter Be-rücksichtigung des Anspruchs des nachhaltigen Bauens gelingen kann. Gerade das Thema des res-sourcenschonenden Bauens und der durch die verwendeten Baustoffe induzierten „indirekten“ Treibhausgas-Emissionen gewinnt zunehmend an Bedeutung und ist im planerischen Prozess insbe-sondere bei geplanten Neubauten zu bewerten. 
0 MWh/a50.000 MWh/a100.000 MWh/a150.000 MWh/a200.000 MWh/a250.000 MWh/a
KiTa's
Grünflächen
Museen
Schulen
Verwaltungsgebäude
KiTa's GrünflächenMuseen SchulenVerwaltungsgebäude
Wärme19.932 MWh/a7.148 MWh/a19.348 MWh/a207.084 MWh/a40.061 MWh/a
Strom4.986 MWh/a1.079 MWh/a17.999 MWh/a38.971 MWh/a20.948 MWh/a
Endenergiebedarfe je Nutzungstyp nach Anwendung
Quelle: Energiebericht der Stadt Köln, 2020, Eigene Darstellung

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Als erster Schritt wird dafür eine detaillierte Bestandsaufnahme des gesamten Gebäudebestandes im Konzern benötigt, welche sowohl den Gebäudezustand als auch die geplanten Bauaktivitäten diffe-renziert nach Zuständigkeiten (Dienststellen, Tochterunternehmen etc.) darstellt.  Diese Maßnahme bündelt daher Aktivitätenempfehlungen, die den Umsetzungsprozess vorantreiben und die relevanten Akteur*innen dabei unterstützt. Indem die Stadt Köln in diesem Bereich eine Vor-bildrolle einnimmt, kann die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit für das Thema gestärkt und die Hemmschwelle zur Umsetzung von Projekten durch Private gesenkt werden.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Die Maßnahme richtet sich an den gesamten Konzern Stadt Köln. Innerhalb der Stadtverwaltung nimmt die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, neben vielen weiteren Dienststellen, eine wichtige Funktion ein, da sie eine Vielzahl des kommunalen Gebäudebestandes verwaltet. Darüber hinaus sind die Beteiligungsunternehmen für die Modernisierung ihres Gebäudebestandes verantwortlich.  Ziel der Maßnahme Vor dem Hintergrund der angestrebten Klimaneutralität im Jahr 2035 gilt es, den Gebäudebestand im Konzern klimaneutral zu gestalten. Der Bestand und der Neubau müssen daher energieeffizient und nachhaltig gestaltet werden. Konkret bedeutet dies mindestens eine bilanzielle Treibhausgasneutrali-tät für kommunale Neubauten sowie ein hoher energetischer Standard für Bestandssanierungen. Ein Schwerpunkt dabei liegt auf dem nachhaltigen und ressourcenschonenden Bauen, bspw. durch die Verwendung von Baustoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 1.1.1.1. Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zum klimaneutralen kommunalen Gebäu-debestand 1.1.1.2. Sonderinitiativen zum nachhaltigen und energieeffizienten Bauen 1.1.2.3. Fortführung LED-Austauschprogramm Straßenbeleuchtung  8.4.1.2 Klimaneutraler sonstiger öffentlicher Gebäudebestand  Beschreibung der Maßnahme Neben Gebäuden des Konzerns Stadt Köln zählen weitere Gebäude wie bspw. Universitäten und Hochschulen oder Gerichtsgebäude zum öffentlichen Gebäudebestand der Stadt Köln. Auch diese entfalten gegenüber der Stadtgesellschaft einen Vorbildcharakter, welchen es zu nutzen gilt. Daher bilden auch bei dieser Maßnahme die energetische Sanierung sowie der energieeffiziente und nach-haltige Neubau die elementaren Bestandteile.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Die Träger und Eigentümer*innen öffentlicher, nicht-städtischer Gebäude, wie bspw. der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) bilden sowohl die Zielgruppe als auch die Verantwortlichen für

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diese Maßnahme. Dabei handelt es sich um eine heterogene Zielgruppe, welche es akteursspezifisch anzusprechen gilt.  Ziel der Maßnahme  Strategisches Ziel der Maßnahme ist die Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestandes unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. Berücksichtigt wird dabei sowohl der Gebäudebe-stand als auch der Neubau. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 1.1.2.1. Klimaneutralitätspartnerschaft mit Trägern anderer öffentlicher nicht-städtischer Gebäude 
8.4.2 Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung und Stadtplanung Beschreibung Die Stadt Köln als dynamisch wachsende Großstadt wird auch zukünftig mit einem hohen Nutzungs-druck auf die geeigneten Neubauflächen konfrontiert sein. Daher bedarf es einer klimafreundlichen und nachhaltigen Stadtentwicklung im Sinne der angestrebten Klimaneutralität. Dazu zählt bspw. die verbindliche Verankerung hoher energetischer Standards durch bauleitplanerische Instrumente für den Bestand und den Neubau. Des Weiteren gilt es Quartiere integriert zu betrachten, um ein le-benswertes Wohnumfeld zu schaffen und die Aufenthaltsqualität im Quartier zu steigern. Dazu zählt neben der Betrachtung der Gebäude, worauf der Fokus in diesem Handlungsfeld liegt, auch u. a. die Ausstattung mit Grün- und Freiflächen, sozialer Infrastruktur sowie eine klimafreundliche Verkehrsinf-rastruktur.  Dieser Schwerpunkt thematisiert die objektunabhängigen Faktoren der Quartiersentwicklung und fokussiert sich daher auf die strategischen Aspekte. Die Entwicklung und Erprobung flächenschonen-der Wohnmodelle bei gleichbleibender Wohnqualität zur Reduzierung des Flächenverbrauchs pro Person sowie weiterer innovativer städtebaulicher Lösungen findet ebenfalls in diesem Schwerpunkt statt.  Ziele Mithilfe von strategischen Rahmenbedingungen wie bspw. bauleitplanerischen Instrumenten soll die Voraussetzung für die nachhaltige, klimaneutrale Siedlungsentwicklung geschaffen werden. Zeitlicher Umsetzungshorizont 2022 bis mind. 2035 Faktoren für die Umsetzung • Gemeinsame Lösungen: Durch die Betrachtung von Quartieren oder Stadtteilen können ge-meinschaftliche Lösungen realisiert und erprobt werden. Auf diese Weise können Synergien mit anderen Akteur*innen, wie bspw. Gebäudeeigentümer*innen entstehenden. • Integrierte Betrachtung: Bedingt durch die strategische, integrierte Herangehensweise lassen sich die Belange anderer Fachdisziplinen integriert betrachten. Dies steigert zum einen das all-

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gemeine Wohnumfeld und ermöglicht zum anderen die Nutzung von Synergieeffekten bspw. mit dem Umweltschutz, der Klimaanpassung, der Verkehrsplanung, dem Themenfeld Gesund-heit sowie weiteren sozialen Belangen.  • Diverse Instrumente: Der Stadtplanung und Stadtentwicklung stehen diverse Instrumente, wie bspw. Bebauungspläne zur Verfügung, um Klimaschutzbelange in der Bauleitplanung zu beach-ten und zu verankern.  • Mitnahmeeffekt: Durch eine integrierte Quartiersbetrachtung können Mitnahmeeffekte im Hin-blick auf die Steigerung der Lebens- und Aufenthaltsqualität erzielt werden. Die Betrachtung ei-nes konkreten Gebietes sowie die gezielte Ansprache und Umsetzung von Projekten kann dort zu einer gewissen Aufbruchsstimmung führen. Auf diese Weise können größere Wirkungen er-zielt werden. • Ansprache einer größeren Akteursgruppe: Innerhalb eines Quartiers sind unterschiedliche und teils heterogene Akteur*innen anzusprechen und zu beteiligen. Diese agieren häufig aus unter-schiedlichen Beweggründen und getrieben von unterschiedlichen Problemen sowie Herausfor-derungen. Eine weitere Hürde stellt die Bereitschaft zur Kooperation bzw. Realisierung von gemeinsamen Lösungen dar. Mithilfe von zielgruppen- und bedarfsorientierten Ansprachestra-tegien kann diesen Herausforderungen begegnet werden. Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Die Stadtentwicklung und Stadtplanung liegen im direkten Einflussbereich der Stadt Köln. Daher ste-hen der Stadt Köln diverse Instrumente zur Verfügung, um im Rahmen der gesetzlichen Regelungen die notwenigen Rahmenbedingungen für eine klimaneutrale Entwicklung des Gebäudesektors zu schaffen.  Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Stadtentwicklung und Stadtplanung klimaneutral gestalten 8.4.2.1 Maßnahme Stadtentwicklung und Stadtplanung klimaneutral gestalten Beschreibung der Maßnahme Der Fokus der Maßnahme liegt auf einer klimaneutralen Gestaltung und Entwicklung der Gebäude in Kölner Quartieren. Dabei werden der Neubau und der Gebäudebestand betrachtet. Diese Maßnahme bündelt strategische Aktivitätenempfehlungen, welche auf Ebene der Planung verortet sind. Weitere Fachdisziplinen, wie die Verkehrsplanung, werden integriert betrachtet, bilden jedoch keinen Schwer-punkt. Die Entwicklung von strategischen Leitlinien zur Verankerung der notwendigen insbesondere energetischen Standards hinsichtlich Energiebedarf und Einsatz erneuerbarer Energien, die Betrach-tung der Gebäude auf Quartiersebene sowie flächen- und ressourcenschonende Wohnformen stehen hingegen im Mittelpunkt. Ebenso sind bei allen Aktivitätenempfehlungen das Thema des nachhaltigen und ressourcenschonenden Bauens und die durch die Baustoffauswahl „indirekt“ induzierten Treib-hausgasemissionen zu beachten. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Zentrale Zielgruppen der Maßnahme sind das Amt für Stadtentwicklung und Statistik, das Stadtpla-nungsamt sowie das Bauaufsichtsamt. Die Verantwortlichkeit unterscheidet sich je nach Projektstand. Während für die Entwicklung und Konzipierung von Konzepten in erster Linie das Amt für Stadtent-wicklung und Statistik unter Beteiligung der Koordinationsstelle Klimaschutz verantwortlich sind,

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übernimmt das Stadtplanungsamt die vorbereitende und verbindliche Bauleitplanung (Flächennut-zungsplanung und Bebauungspläne). Die Verantwortung für die Überprüfung und Sicherstellung einer konsequenten Einhaltung und Realisierung der Standards liegt beim Bauaufsichtsamt. Die Grund-stücks- und Gebäudeeigentümer*innen sowie zukünftigen Bauherr*innen sind hingegen für die ei-gentliche Umsetzung verantwortlich. Ziel der Maßnahme Ziel der Maßnahme ist ein langfristig klimaneutraler Gebäudebestand. Für eine erfolgreiche Umset-zung gilt es daher diese Entwicklung in Rahmen der Stadtentwicklung und der Stadtplanung strate-gisch zu forcieren. Darüber hinaus müssen die Quartiere klimaschutzoptimiert gestaltet sein und den vorhandenen Raum optimal nutzen. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 1.2.1.1. Fortschreibung von Klimaschutz-Leitlinien 1.2.1.2. Integrierte Quartierslösungen im Bestand 1.2.1.3. Fachliche Begleitung von Großprojekten 1.2.1.4. Erprobung flächenschonender, ökologischer und energieeffizienter Wohnmodelle 1.2.1.5. Nachverdichtung klimaneutral gestalten 1.2.1.6. Energetische Ertüchtigung des denkmalgeschützten Gebäudebestands 
8.4.3 Klimafreundliche Bestandssanierung Beschreibung Der derzeitige Gebäudebestand in der Stadt Köln nimmt eine entscheidende Rolle auf dem Weg zur Klimaneutralität ein. Derzeit entfallen ca. 14 % der THG-Eimissionen auf den Raumwärmebedarf im Sektor der privaten Haushalte. Damit bilden die Wohngebäudeeigentümer*innen eine der zentralen Akteursgruppen. Dieser Schwerpunkt fokussiert sich auf die Modernisierung der einzelnen Gebäude. Vor diesem Hintergrund bedarf es einer umfassenden energetischen Bestandssanierung. Die strate-gische sowie quartiersbezogene Betrachtung findet im Schwerpunkt 1.2 Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung und Stadtplanung statt.  Bei ca. 60 % der Bestandsgebäude in Köln handelt es sich um Ein- und Zweifamilienhäuser. Darüber hinaus wurde mit ca. 70 % der Großteil der gesamten Bestandsgebäude vor 1979 und damit vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 erbaut (s. Abbildung 56)

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 Abbildung 56 Status quo Wohnungsbestand Köln Sowohl die gewerblichen als auch privaten Gebäudeeigentümer*innen benötigen Unterstützung, da die klimafreundliche Bestandssanierung eine große Herausforderung darstellt. Daher bündelt dieser Schwerpunkt Maßnahmen und Aktivitätenempfehlungen, die auf die Verbesserung der Beratungs- und Unterstützungsangebote abzielt. Dazu zählen sowohl Möglichkeiten der Finanzierung als auch Beratung und Kommunikation.  Neben der reinen energetischen Bestandsanierung, welche auf die Senkung des Energieverbrauchs abzielt, bedarf es zudem der Anpassung der energetischen Infrastruktur. Diese schrittweise, passge-naue und vorrausschauende Anpassung der energetischen Infrastruktur sowie der Energiedienstleis-tungen wird im Handlungsfeld 2 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen thematisiert. Diese Hand-lungsfelder sind integriert zu betrachten. Insbesondere die klimafreundliche Bestandssanierung bildet eine wichtige Voraussetzung für den in Handlungsfeld 2 skizzierten Weg zur Klimaneutralität.  Ziele Mithilfe von zielgruppenspezifischen Begleitungs- und Unterstützungsangeboten soll die jährliche Sanierungsquote auf ca. 4,1 % gesteigert werden. Im Hinblick auf die angestrebte Klimaneutralität müssen bis 2035 ca. 215.000 Tonnen CO2eq eingespart werden. Neben der jährlichen Sanierungs-quote resultiert daraus eine mittlere Wärmeeinsparung von 70-80 %.  Zeitlicher Umsetzungshorizont  2022 bis mind. 2035

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Faktoren für die Umsetzung • Große Wohnungsunternehmen als Vorbild: Gebaute, positive Beispiele können zur Nachah-mung animieren. Große Wohnungsunternehmen können ihre Breitenwirkung nutzen und so ih-re Vorbildfunktion gegenüber kleineren Unternehmen wahrnehmen.  • Steigende Energiepreise und Versorgungslage: Neben den negativen finanziellen Auswirkungen steigender Energiepreise ergeben sich auch Chancen für die energetische Bestandssanierung. Viele Sanierungsmaßnahmen führen bspw. bei den Bewohner*innen zu sinkenden Energiekos-ten. Darüber hinaus führen die steigenden Energiekosten zu kürzeren Amortisationszeiten der energetischen Sanierungsmaßnahmen.  • Steigendes Bewusstsein für Klimaschutz in der Bevölkerung: Das Bewusstsein und die Sensibi-lisierung für Klimaschutz bietet auch im Bereich der Bestandsanierung eine wichtige Vorausset-zung. Aufgrund dessen kann die Bevölkerung leichter zum Mitmachen animiert werden. • Begrenzte Personalressourcen: Die personellen Engpässe im ausführenden und planenden Gewerk sind bereits sehr hoch. Hierfür bedarf es alternativer Lösungen, um dem Fachkräfte-mandel kurzfristig zu begegnen.  • Geringere gesetzliche Mindeststandards: Im Hinblick auf die Klimaneutralität geht von den der-zeit geringen gesetzlichen Mindeststandards das Risiko aus, dass bei umfangreicheren energe-tischen Sanierungen nicht die erforderlichen energetischen Standards realisiert werden. Die Stadt Köln muss daher ihre Einflussmöglichkeiten und Instrumente nutzen, um diesem Risiko zu begegnen. • Sozialverträglichkeit: Ein wesentliches Hemmnis, welches insbesondere den Mietwohnungs-bau betrifft, ist die Sozialverträglichkeit von Sanierungsmaßnahmen. Hohe energetische Stan-dards erfordern häufig hohe Investitionskosten, woraus wiederum in der Regel steigende Mie-ten resultieren. Diesem Hemmnis gilt es zu begegnen und sozialverträgliche Varianten zu ent-wickeln.  Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Die klimafreundliche Bestandssanierung liegt nur im indirekten Einflussbereich der Stadt Köln. Daher kann die Stadt nur unterstützend tätig werden. Beratungs- und Begleitungsangebote stehen daher im Mittelpunkt des Schwerpunktes. Weitere Instrumente stellen bspw. finanzielle Förderangebote sowie die Initiierung von Modellprojekten dar. Mithilfe von Best Practice-Beispielen kann die Stadt zudem die Eigentümer*innen zur Umsetzung animieren.  Die angesprochene Zielgruppe der Gebäudeeigentümer*innen ist jedoch bspw. mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Um eine umfassende Gebäudesanierung zu erreichen, gilt es daher die zur Verfügung stehenden Instrumente zielgruppenspezifisch auszuwählen und zu gestalten. Daher differenziert dieser Schwerpunkt die Maßnahmen zwischen selbstnutzenden und privat vermietenden Gebäudeeigentümer*innen zum einen und gewerblich vermietenden Gebäudeeigentümer*innen zum anderen.  Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Modernisierung selbstgenutzter oder privat vermieteter Wohngebäude • Modernisierung gewerblich vermieteter Wohngebäude

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8.4.3.1 Modernisierung selbstgenutzter oder privat vermieteter Wohngebäude Beschreibung der Maßnahme Ein signifikanter Anteil des Kölner Gebäudebestandes befindet sich im privaten Eigentum. Bei diesem handelt es sich entweder um selbst genutzte Gebäude oder Gebäude in der privaten Vermietung. Privatpersonen können durch Unterstützungs- und Informationsangebote über potenzielle Modernisie-rungsmaßnahmen und deren Vorteile aufgeklärt und aktiviert werden. Aus diesem Grund fasst diese Maßnahme Aktivitätenempfehlungen zusammen, die durch niedrigschwellige Angebote, wie Bera-tung und Aktivierung, die Gebäudeeigentümer*innen bei der Modernisierung unterstützen sollen. Ergänzende Angebote, die sich auf den Umsetzungsprozess fokussieren, zielen ebenfalls auf die Sen-kung der Hemmschwelle ab und tragen gleichzeitig zur Qualitätssicherung bei. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Private Gebäudeeigentümer*innen (Selbstnutzer*innen und Vermieter*innen) sind die Zielgruppe dieser Maßnahme. Sie sind ebenfalls verantwortlich für die Realisierung der Modernisierung.  Ziel der Maßnahme Die Maßnahme zielt auf eine deutliche Steigerung der Sanierungsquote von selbstgenutzten und privat vermieteten Wohngebäuden auf 4,1 % pro Jahr ab. Neben der Quote gilt es auch die Tiefe der Sanierung sowie die ressourcenschonende Baustoffauswahl zu verbessern. Für Gebiete mit einer sozialen Erhaltungssatzung ergeben sich jedoch Zielkonflikte, welche es im Rahmen der Maßnah-menumsetzung zu berücksichtigen gilt.  Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 1.3.1.1. Köln-Paket 1.3.1.2. Förderprogramm für die energetische Sanierung privater Wohngebäude 1.3.1.3. Etablierung zielgruppenspezifischer Beratungs- und Unterstützungsangebote 1.3.1.4. Qualitätsnetzwerk Klimaneutrale Wohngebäudemodernisierung 1.3.1.5. Sonderinitiative Nachhaltiges Bauen in der energetischen Gebäudemodernisierung 
8.4.3.2 Modernisierung gewerblich vermieteter Wohngebäude Beschreibung der Maßnahme Wie auch im privaten Gebäudebestand besteht in der Stadt Köln erheblicher Modernisierungsbedarf und entsprechendes Potenzial im gewerblich vermieteten Wohngebäudebestand. Auch hier liegt der Fokus auf der energetischen Sanierung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. Die Maßnahme bündelt daher u. a. Aktivitätenempfehlungen, die gezielt Anreize für die Unternehmen schaffen. Des Weiteren liegt auch bei dieser Maßnahme ein Schwerpunkt auf der Unterstützung der Eigentümer*innen im gesamten Modernisierungsprozess.

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Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Gewerbliche Gebäudeeigentümer*innen sind sowohl Zielgruppe als auch Verantwortliche für eine Modernisierung des gewerblich vermieteten Wohngebäudebestandes.  Ziel der Maßnahme Die Maßnahme zielt auf eine Treibhausgasreduktion um ca. 95 % ab. Dafür muss die Sanierungsquo-te der gewerblich vermieteten Wohngebäude unter Berücksichtigung der Sozialverträglichkeit auf jährlich 4,1 % gesteigert werden.  Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 1.3.2.1. Initiative für die Kölner Wohnungswirtschaft 1.3.2.2. „Allianz für klimaneutrales Wohnen im Kölner Bestand“ – Kooperationsvereinbarung mit der gewerblichen Wohnungswirtschaft 1.3.2.3. Modellprojekt Serielles Sanieren ("Energiesprong") 1.3.2.4. Klimabonus-Modell (Anreiz zur energetischen Modernisierung von Wohnraum für ein-kommensschwache Haushalte) 8.4.4 Klimaneutraler Neubau Beschreibung Der Fokus dieses Schwerpunktes liegt auf der objektbezogenen Betrachtung des Neubaus im Bereich der nicht-städtischen Neubauvorhaben. Strategische und übergeordnete Aspekte einer klimaneutralen Siedlungsentwicklung werden im Schwerpunkt 1.2 Stadtentwicklung und Stadtplanung klimaneutral gestalten thematisiert. Die Neubaugebäude müssen konsequent mit einem hohen energetischen Standard konzipiert und mit entsprechenden Energieversorgungslösungen ausgestatte werden (s. hierzu auch Handlungsfeld 2). Insbesondere im Bereich des Neubaus bieten sich diverse Ansatzpunk-te, um nachhaltige Materialien zu verwenden und so von Beginn an die grauen Emissionen des Ge-bäudes möglichst gering zu halten. Dies wirkt sich positiv auf die Gesamtbilanz des Gebäudes aus.  Ziele Entsprechend des Handlungsfeldziels muss der Neubau bilanziell treibhausgasneutral errichtet wer-den. Auf diese Weise sollen zukünftig ca. 178.000 Tonnen CO2eq für den Neubau eingespart werden. Darüber hinaus soll das nachhaltige Bauen als weiteres strategisches Ziel verankert werden. Zeitlicher Umsetzungshorizont  Ab 2022 langfristig etablieren Faktoren für die Umsetzung • Nachhaltiges Bauen: Vor dem Hintergrund der angestrebten Klimaneutralität ist der Neubau nachhaltig zu realisieren. Dazu zählen bspw. nachhaltige Baustoffe und Bauweisen.  • Hoher energetischer Standard realisierbar: Neubauten bieten den Vorteil hohe energetische Standards, wie bspw. Passivhausstandard, verglichen mit Bestandssanierungen leichter zu er-möglichen.

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• Personalressourcen: Die personellen Engpässe im Baugewerbe sind bereits sehr hoch. Es be-darf alternativer Lösungsansätze, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. • Geringe gesetzliche Mindeststandards: Im Hinblick auf die Klimaneutralität geht von den derzeit geringen gesetzlichen Mindeststandards das Risiko aus, dass selbst im Neubau nicht die erfor-derlichen energetischen Standards realisiert werden. Die Stadt Köln muss daher ihre Einfluss-möglichkeiten und Instrumente nutzen, um diesem Risiko zu begegnen.  Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Der in diesem Schwerpunkt betrachtete nicht-städtische Neubau liegt im indirekten Einflussbereich der Stadt Köln. Daher kann die Stadt Köln auch in diesem Fall nur durch unterstützende Angebote tätig werden.  Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Nachhaltigen Neubau nicht-städtischer Wohngebäude fördern 8.4.4.1 Nachhaltigen Neubau nicht-städtischer Wohngebäude fördern Beschreibung der Maßnahme Wie auch bei der Modernisierung gilt es im Neubau hohe energetische Standards mit dem Mindest-ziel einer bilanziellen Treibhausgasneutralität zu realisieren, um das städtische CO2-Budget nicht zu-sätzlich zu belasten. Um die Kölner Bevölkerung bei der Bewältigung dieser Herausforderung zu un-terstützen, zielt diese Maßnahme auf zielgruppenspezifische Angebote ab, während die strategische, gesamtstädtische Ebene in der Maßnahme 1.2.1 betrachtet wird. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Die Maßnahme richtet sich an private und gewerbliche Bauherr*innen, wie Privatpersonen, Woh-nungsunternehmen und -genossenschaften und Investor*innen.  Ziel der Maßnahme Vor dem Hintergrund der Klimaneutralität zielt die Maßnahme darauf ab, dass der Neubau das energe-tische CO2-Budget der Stadt Köln nicht zusätzlich belastet. Zukünftig gilt es daher den Neubau durch niedrige Energiestandards energetisch klimaneutral zu realisieren. Die Bauherr*innen müssen für eine erfolgreiche Umsetzung auf diesem Weg unterstützt werden. Neben dem energetischen Standard hat die jährliche Neubaufläche einen Einfluss auf den Endenergieverbrauch und damit auf die CO2-Emissionen (s. Abbildung 57). Daher gilt es die spezifische Wohnfläche pro Person in der Stadt Köln zu reduzieren.

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 Abbildung 57 Einfluss Flächenbedarf auf Endenergieverbrauch Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 1.4.1.1. Unterstützungsangebote für private Baufamilien 1.4.1.2. Mietwohnungsneubau zukunftsfähig gestalten – Kooperationsvereinbarung und Erfah-rungsaustausch mit der Wohnungswirtschaft 
Exkurs nachhaltiges Bauen:  Neben der reinen Fokussierung auf die energetischen Komponenten des Gebäudebereiches gewinnt das Thema des nachhaltigen Bauens, bspw. im Hinblick auf Graue Energie und Baustoffe an Bedeu-tung. Im Folgenden werden die zuvor genannten Aspekte kurz erläutert. Graue Energie senken  Eines der wichtigsten Kriterien im Kontext des klimaneutralen Bauens ist die Graue Energie. Sie ist ein Maß für die Energiemenge, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf, Rückbau und Ent-sorgung von Baustoffen und/oder Gebäuden benötigt wird. Sie korreliert mit der Menge an Treib-hausgasemissionen aus selbigen Prozessen. Je höher die Graue Energie, desto „klimaschädlicher“ der Baustoff. Durch den hohen energetischen Standard neuer Gebäude, vorgeschrieben durch das GEG, macht die Graue Energie in einer Lebenszyklusbetrachtung von Neubauten bis zu 80 % des gesamten Energieverbrauches aus. Der Energieverbrauch aus dem Betrieb liegt nur bei ca. 20 %.  Eine besonders hohe Graue Energie besitzen Baustoffe aus energieintensiven Herstellungsprozessen, allen voran Metalle, mineralische Baustoffe (z. B. Beton & mineralische Dämmstoffe) aber auch viele Kunststoffe (z. B. Dämmungen). Wo immer möglich, empfiehlt sich daher der Einsatz von Baustoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Diese besitzen i.d.R. eine deutlich geringere Graue Energie als konventionelle Baustoffe (s. hierzu Abbildung 58). Zudem fungieren sie als CO2-Speicher, da das im

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Wachstum aus der Atmosphäre aufgenommene CO2 im Baustoff gebunden wird. Insbesondere durch schnell nachwachsende Pflanzen (z. B. Hanf, Hanf, Stroh) können so große Mengen an CO2 über lan-ge Zeiträume in Gebäuden gespeichert werden. Zur Erreichung eines klimaneutralen bzw. klimapositi-ven Gebäudebestandes in Deutschland ist der flächendeckende Einsatz von Baustoffen aus nach-wachsenden Rohstoffen unumgänglich.                  Abbildung 58 THG-Emissionen je Bauweise  Einsatz von Baustoffen aus oder auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen  Der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Neben der niedrigen Grauen Energie und der Fähigkeit CO2 zu speichern, sind sie, je nach Zusatzstoffen, größtenteils bis vollständig biologisch abbaubar, was sie zu kreislauffähigen Materialien macht. Bei einer Verbrennung wird nur die Menge an CO2 frei, die während des Wachstums aufgenommen wurde. Für viele Materi-alien (z. B. Holz, Zellulose, Jute) existieren zudem zahlreiche Wieder- und kaskadische Weiternut-zungsmöglichkeiten, durch ihre hygroskopischen Eigenschaften wirken sie sich positiv auf die Raum-luftqualität aus, was den Komfort der Nutzer*Innen erhöht.

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8.5 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen  Beschreibung Das Ziel der Klimaneutralität kann gemäß den Szenarien nur erreicht werden, wenn die Energiever-sorgung vollständig durch erneuerbare Energien sichergestellt wird (siehe hierzu Kap. 7). Dafür sind alle fossilen Brenn- und Kraftstoffe mit sektorübergreifenden Ansätzen auf Basis der erneuerbaren Energien zu ersetzen. Voraussetzung für sektorübergreifende Versorgungskonzepte ist die Systemin-tegration erneuerbarer Energien im Einklang mit den Zielen der Klimaneutralität. Die Schlüssel dazu sind Energieeinsparung, Energieeffizienz, erneuerbare Energien sowie die gemeinsame Optimierung von Strom-, Gas- und Wärmenetzen (Hybridnetze) und die klimaschonende Wärmeerzeugung. Vor dem Hintergrund der Versorgungssicherheit nehmen zentrale und dezentrale Energiespeicher zukünf-tig eine immer wichtiger werdende Rolle ein.  Dieses Handlungsfeld weist diverse Schnittstellen zu den anderen Handlungsfeldern, wie bspw. „Ge-bäude und Quartiere werden klimaneutral“ (Handlungsfeld 1) und „Arbeiten und Wirtschaften erfol-gen klimaneutral“ (Handlungsfeld 3), auf, weshalb diese integriert zu betrachten sind. Daher bilden Erfolge in diesen Handlungsfeldern häufig wichtige Voraussetzungen für die Erreichung der in diesem Handlungsfeld gesetzten Ziele.  Exkurs: Zusammenfassung Eckpunktepapier Klimaneutralität für Köln34 Die Beschreibung des Handlungsfeldes 2 – Klimaneutrale Energieversorgung erreichen wird durch den nachfolgenden Exkurs flankiert. Die geplanten Aktivitäten der RheinEnergie im Rahmen der Kli-maneutralitätsstrategie werden in diesem Exkurs zusammenfassend dargestellt. Die dort beschriebe-nen Inhalte dienen als Grundlage für die Umsetzung der klimaschonenden Energieversorgung im Ein-flussbereich der RheinEnergie. Daher werden die notwenigen Anstrengungen je Handlungsfeld nur kurz erläutert.  Die Stadt Köln bekennt sich zu den Pariser Klimazielen und hat 2021 das Ziel der gesamtstädtischen Klimaneutralität bis 2035 beschlossen. Neben der Stadt Köln sind das Energieversorgungsunterneh-men RheinEnergie zentrale Akteure für die Zielerreichung. Letzteres befindet sich zu 80 % im Eigen-tum der Stadt und stellt daher eine wesentliche Einflussmöglichkeit Kölns dar.  Gemeinsam mit der Bürgerinitiative Klimawende Köln, die sich ebenfalls für mehr Klimaschutz und erneuerbare Energie einsetzt, haben die drei Akteure einen Orientierungsrahmen für die beschleunig-te Realisierung einer klimaneutralen Energieversorgung abgesteckt. Dabei wurden von der Rhein-Energie klare Ziele für die Umsetzung formuliert. Dekarbonisierung der gesamten Strom- und Wärmeversorgung bis spätestens 2035 Das Ziel der Dekarbonisierung der gesamten Strom- und Wärmeversorgung bis spätestens 2035 soll zum einen mithilfe konkreter Umsetzungsschritte erfolgen, die für die nächsten drei bis fünf Jahre festgesetzt wurden und zum anderen wird ein langfristiger Maßnahmenmix dargestellt, der bis 2035 umgesetzt werden soll. Ein kontinuierliches Monitoring, die transparente Offenlegung des Umset-zungsstandes, die regelmäßige Überprüfung der Rahmenbedingungen und ggf. daraus resultierende ––––––––––––– 
34 Siehe hierzu: Klimaneutralität für Köln - Eckpunkte einer nachhaltigen und dekarbonisierten Energieversorgung bis 2035. Dokumentation des Dialogs März bis Juli 2021

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Anpassungen begleiten den Prozess. Es wurden konkrete Zielvorgaben für die folgenden drei Szena-riopfade abgeleitet:  • Szenario 1: „Status quo“, bei dem von einem Fortbestand der aktuellen Rahmenbedingungen ausgegangen wird,  • Szenario 2: „Konzentrierte Aktion“, in dem eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen und eine breite Akteurs-Allianz zu Ausbaudynamiken im Bereich Photovoltaik sowie Fernwärme und einer positiven Grundatmosphäre in der Stadt für die Nutzungen und den Ausbau Erneuerbarer Energien herrscht und  • Szenario 3: „Klimaschutzoffensive“, in dem tiefgreifende Veränderungen der Rahmenbedingungen und stark erhöhte CO2-Preise Klimaschutzziele forcieren und in dem grüner Wasserstoff wettbe-werbsfähig zur Verfügung steht.  Ausbau der erneuerbaren Energien Der Ausbau der erneuerbaren Energien erfolgt von Seiten der RheinEnergie mittels des Ausbaus von PV-Aufdach- und Freiflächen-Anlagen, der Errichtung von Windkraftanlagen und z. B. der Nutzung von Geothermie. Grundlage hierfür sind die energie- und klimapolitischen Rahmenbedingungen, die so-wohl auf Bundes- und Landesebene, als auch von der Stadt Köln deutlich verbessert werden müssen. Im Bereich Photovoltaik ist in Köln nur etwa 2 % des Potenzials ausgeschöpft, das Ziel ist es jedoch, das Dachflächen- und Freiflächenpotenzial bis 2030 auf 50 % anzuheben. Die Stadt hat hier die Mög-lichkeit durch die Freigabe eigener Immobilien und Freiflächen für PV, eine breite Öffentlichkeitsarbeit und Förderinitiativen unterstützend aktiv zu werden. Zudem ist die Einführung einer Solarpflicht zu prüfen.  Die RheinEnergie steht bereit, gemeinsam mit der Stadt, der HWK und weiteren Partnern eine Solar-offensive in Form einer Informations- und Aktivierungskampagne zu initiieren und dafür bis 2025 1,5 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen. In diesem Rahmen wird die RheinEnergie u. a. mit der Grün-dung eines Solarberatungszentrums („Solartreff“) tätig, welches in Kooperation mit der Stadt und der Handwerkskammer PV-Interessenten berät und verstärkt private PV-Investitionen anstoßen soll. PV-Anlagen mit einer Leistung >100 kW werden vorwiegend im Gewerbebereich realisiert, weshalb die RheinEnergie in diesem Bereich mit Contracting-Angeboten arbeitet. Um Potenziale in der Woh-nungswirtschaft zu akquirieren, plant die RheinEnergie bei geeigneten Rahmenbedingungen die Nut-zung von Mieterstrom.  Denkbar ist für das Energieversorgungsunternehmen zudem die Nutzung neuer Geschäftsmodelle, etwa die gekoppelte Nutzung von PV und Elektromobilität oder peer-to-peer Plattformen, die es Per-sonen ohne eigene Dachflächen ermöglicht, direkt dezentral erzeugten Strom zu beziehen.  In Anbetracht der Szenarien würden sich bis 2030 folgende Ausbaupotenziale im Bereich PV ergeben: • Szenario 1: <30 MW (Anteil RE < 23MW) Ausbau im Bereich PV Dach und etwa 1 MW (Anteil RE 1 MW) Ausbau der PV Freiflächen;  • Szenario 2: 700 MW (Anteil RE: 41 MW) Ausbau im Bereich PV Dach und > 200 MW (Anteil RE 200 MW) Ausbau der PV Freiflächen;  • Szenario 3: 1900 MW (Anteil RE >41 MW) im Bereich PV Dach und 520 MW (Anteil RE >200 MW) Ausbau der PV Freiflächen. Für den Windenergie-Ausbau gibt es in Köln im Fall einer Anpassung des FNP eine gute Chance zur Ausschöpfung des Windkraftpotenzials. Die RheinEnergie konnte speziell entlang der A57 ein reali-

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sierbares Potenzial identifizieren. In Anbetracht der Szenarien würden sich bis 2030 folgende Ausbau-potenziale im Bereich Windkraft ergeben: Szenario 1: kein Ausbaupotenzial; Szenario 2: >12 MW (An-teil RE 12 MW) Windkraftpotenzial; Szenario 3: 62 MW (Anteil RE >12 MW) Windkraftpotenzial. Dekarbonisierung der Stromlieferung Für die Dekarbonisierung der Stromlieferung hat die RheinEnergie alle Privat- und Gewerbe-kund*innen in 2022 vollständig auf Ökostrom umgestellt. Die Lieferung erfolgt über Herkunftsnach-weise inkl. phys. Lieferung. Das bestehende Regionalstromangebot soll weitergeführt und ausgebaut werden. Es ergeben sich für die RheinEnergie die Ziele, bis 2030 40 % des Stroms in eigenen EE-Anlagen zu produzieren und alle Privat- und Gewerbekund*innen so vollständig über Eigenerzeugung und PPA beliefern zu können.  Unter der Annahme des Szenario 2 soll es gelingen, bis 2035 sämtliche Kund*innen der RheinEnergie mit 100 % erneuerbarem Strom zu versorgen. Dekarbonisierung der Wärmeversorgung Die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung wird durch multiple Eigentümerstrukturen und eine ge-ringe Sanierungsquote erschwert. Verbesserte politische Rahmenbedingungen sind essenziell für die weitere Vorstreckung und Verdichtung von Wärmenetzen sowie der Anbindung und Nutzung erneu-erbarer Energiequellen zur Einspeisung in diese Netze. In Anbetracht des Szenario 2 bedeutet dies auf nationaler Ebene eine Novelle der Umlagen- und Abgabensysteme sowie der Wärmelieferverordnung (WärmeLV), die Verabschiedung einer geeigneten Bundesförderung effiziente Wärmenetze und eine zunehmende Verfügbarkeit von kostengünstigem grünem Wasserstoff.  Die Stadt Köln muss ihre Energieleitlinien für Gebäude hin zum Einsatz CO2-armer Technologien aus-gestalten, geeignetes Baurecht für eine erneuerbare Wärmeversorgung schaffen, bei Bauleitplanver-fahren vorausschauend planen und Sanierungsmaßnahmen im Bestand gezielt unterstützen.  Die RheinEnergie betreibt Fern- und Nahwärmenetze, die ggü. fossilen Einzelfeuerungen bereits auf einem niedrigen CO2-Niveau betrieben werden. Durch den Ausstieg aus der Braunkohleverbrennung (2025) und die Planung weiterer zentraler Wärmespeicher erfolgen weitere Schritte zur Dekarbonisie-rung der Wärmeprodukte.  Die Nutzung von erneuerbarem elektrischem Strom mittels Großwärmepumpen und Power-to-Heat (PtH) und der Bau neuer Wärmespeicher sind in Planung. Schon heute setzt die RheinEnergie wo möglich erneuerbare Energien ein und nutzt unterschiedliche Wärmeerzeugungstechnologien. Die Nutzung von Tiefengeothermie wird, sofern möglich, bis 2030 in die Wärmeversorgung einbezogen.  Unter diesen Voraussetzungen ist eine 100 % dekarbonisierte Fernwärmeversorgung ab 2035 realis-tisch. Im Vergleich zur Dekarbonisierung auf Objektebene sind die Nutzung vorhandener Wärmenetzinfra-strukturen und deren Ausbau technisch und mit entsprechenden Fördermitteln ökonomisch umsetz-bar, weshalb die RheinEnergie zurzeit ihre Fernwärmeausbaustrategie aktualisiert. Eine quartierswei-se ausgerichtete Gebäude-Sanierungsoffensive könnte zu einer Transformation der Wärmenetze bei-tragen, weshalb die RheinEnergie ihre Fernwärmenetze analysiert, sodass bis 2035 sukzessiv Maß-nahmen umgesetzt werden können. Erstrebenswert wäre es, das komplette Fernwärmenetz auf die 4. Generation umzustellen, zumindest für neu erschlossene Quartiere soll dies erfolgen. Sofern die technischen Anforderungen erfüllt sind, ist die Einspeisung Dritter auf Basis erneuerbarer Wärme möglich.

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Im dicht besiedelten Köln spielt die Energieeffizienz eine große Rolle, weshalb durch Gebäudesanie-rungen die Heizlast reduziert und die Wärmebereitstellung mit geringeren Temperaturen erreicht werden muss. Ergänzend dazu möchte die RheinEnergie Künstliche Intelligenz zur Wärmebedarfs-prognose durch KI-gestützte Simulationen beim Kunden einsetzen. Zuletzt hat sich die RheinEnergie zum Ziel gesetzt, das Steinkohleheizkraftwerk Rostock, an dem sie zu 49,6 % beteiligt ist, zu dekarbonisieren. Aufgrund des gesetzlich geregelten Kohleausstiegs muss die Kohleverfeuerung jedoch spätestens ab 2034 eingestellt werden, wobei die RheinEnergie dies bis 2030 anstrebt. Nach Beendigung des Regelbetriebs eignet sich das Kraftwerk als Standort für die Wasserstofferzeugung auf Basis regenerativer Energien und kann so zur strom- und wärmeseitigen Versorgungssicherheit beitragen. Monitoring Die RheinEnergie etabliert ein Monitoring ihres CO2-Footprints mit jährlichen transparenten Bilanzie-rungen und einem Überprüfungsmechanismus für ihren Dekarbonisierungspfad bis 2035, der alle zwei Jahre erfolgen soll. Dies stellt sicher, dass Korrekturen des Prozesses möglich sind und auf dy-namische Entwicklungen frühzeitig eingegangen werden kann. Beitrag zum Erreichen der Klimaneutralität  Mit einem Reduktionsziel von 3,6 Mio. Tonnen CO2eq leistet dieses Handlungsfeld einen enormen Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität für die Stadt Köln. Die Dekarbonisierung der Wärmever-sorgung trägt einen signifikanten Anteil dazu bei.  Rahmenbedingungen • Notwendige Bedingungen zur Erreichung des Ziels der klimaneutralen Kommune ist eine klare Definition des Begriffs Klimaneutralität für die Energieversorgung. • Ausgehend von einer verbindlichen Definition des Zielzustands der Klimaneutralität und der da-raus resultierenden Entwicklungspfade müssen verlässliche Meilensteine pro Teilsektor festge-legt werden. • Die Gleichbehandlung von Wärme aus erneuerbaren Energien und Abwärme zur Erreichung ei-ner klimaneutralen Wärmeversorgung soll festgelegt werden. Hierzu ist insbesondere auch die Sicherstellung der Nutzung von Wärme aus thermischen Abfallbehandlungsanlagen zu zählen. • Die enge Zusammenarbeit bei der kommunalen Energieplanung zwischen den relevanten Ak-teur*innen, wie Geschäftsbereiche innerhalb der Verwaltung und RheinEnergie ermöglicht eine abgestimmte und effiziente Vorgehensweise. • Die Verfügbarbarkeit von (Dach- und Frei-)Flächen für PV oder Solarthermie und Windkraftanla-gen sowie Grundstücken für klimaneutrale Erzeugung & Speicher ist notwendige Vorausset-zung.  • Der konsequenten Nutzung von Potenzialen der Sektorenkopplung kommt eine Schlüsselrolle zu.  • Hemmnis für den Umbau der Energieversorgung ist insbesondere im Wärmebereich eine Wirt-schaftlichkeitslücke. Hier ist eine Förderpolitik sowohl auf EU und Bundesebene erforderlich. Die Stadt Köln kann hier durch eigene Förderprogramm Anschubhilfe leisten und den Umbau gezielt befördern.

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• Erhöhung beihilferechtlicher Grenzen zur Unterstützung des Transformationsprozess sowie re-aktionsschnelle Erteilung von Genehmigungen (Bearbeitungsdauer und Gültigkeit) Ziele Um den Beitrag zum Erreichen der Klimaneutralität zu leisten, müssen die Wärme- und Stromversor-gung auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Konkret bedeutet dies die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung und die Verwendung von 100 % erneuerbaren Energien im Stromsektor. Dafür sind die erforderlichen Erzeugungskapazitäten und die damit verbundene Infrastruktur zu schaffen. Die Sicherstellung der Versorgungssicherheit bildet dabei eine wichtige Voraussetzung.  Handlungsschwerpunkte • Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich • Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms • Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme • Ausbau der Energiespeicherung 8.5.1 Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich Beschreibung Im Sinne der Vorbildwirkung sowie der Ausschöpfung der direkten Einflussmöglichkeiten fokussiert sich dieser Schwerpunkt auf die Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich. Dazu zählt so-wohl die Dekarbonisierung des Wärme- als auch des Stromsektors. Daher bündelt dieser Schwer-punkt zwei thematische Maßnahmen, welche sich direkt auf die Wärme- und Stromversorgung für den Konzern Stadt Köln beziehen. Während es bei der Wärme vorrangig um die Umstellung der Hei-zungsanlagen und Nutzung erneuerbarer Energie geht, liegt der Fokus im Bereich des Stroms auf dem aktiven Ausbau von erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen. Dies betrifft insbesondere PV-Anlagen auf Dach- und Freiflächen im Eigentum des Konzerns Stadt Köln unter Beachtung des Denk-malschutzes.  Ziele Der Schwerpunkt zielt auf die Reduktion von rund 2.000 Tonnen CO2eq ab. Zeitlicher Umsetzungshorizont  2022 bis 2035 Faktoren für die Umsetzung Die Transformation der Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich erfordert umfassende Veränderungen. Bedingt durch den direkten Einfluss stellt dieser Bereich der Energieversorgung eine Chance dar, um alternative Lösungsmöglichkeiten zu erproben und als gutes Vorbild voranzugehen.  Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Dieser Schwerpunkt beschränkt sich auf die Versorgung und Erzeugung im kommunalen Einflussbe-reich. Daher stehen der Stadt Köln alle Instrumente im Rahmen des Verwaltungshandelns zu Verfü-gung, die für die Erreichung des Ziels zuträglich sind.

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 Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Dekarbonisierung der Wärmeversorgung des Konzerns Stadt Köln • Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung des Konzerns Stadt Köln 8.5.1.1 Dekarbonisierung der Wärmeversorgung des Konzerns Stadt Köln Beschreibung der Maßnahme Trotz des geringen Anteils der kommunalen, wärmebedingten THG-Emissionen an den gesamtstädti-schen Emissionen kommt der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung des Konzerns Stadt Köln eine besondere Bedeutung zu. Im Sinne der Vorbildwirkung gilt es die Transformation der Wärmeversor-gung zu forcieren. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Zielgruppe der Maßnahme ist der gesamte Konzern Stadt Köln. Zentrale Verantwortliche der Maß-nahme sind die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln sowie die weiteren Gebäudeeigentümer*innen des Konzerns, bei denen die Stadt Köln einen mehrheitlichen Einfluss hat. Ziel der Maßnahme Die kommunale Wärmeversorgung muss zu 100 % auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Fossile Heizungen müssen im Zuge dessen zu 100 % durch effiziente Systeme mit erneuerbaren Energien ersetzt werden. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 2.1.1.1. Identifizierung EE-Wärme und Abwärmepotenziale für Gebäude des Konzerns Stadt Köln

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8.5.1.2 Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung des Konzerns Stadt Köln Beschreibung der Maßnahme Der Ausbau von Photovoltaikanlagen durch den Konzern Stadt Köln steht im Mittelpunkt dieser Maß-nahme. Durch zielgruppenspezifische Angebote sollen die Verantwortlichen im Konzern dabei unter-stützt werden. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Zielgruppe der Maßnahme ist der gesamte Konzern Stadt Köln. Zentrale Verantwortliche der Maß-nahme sind die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln sowie die weiteren Gebäudeeigentümer*innen des Konzerns, bei denen die Stadt Köln einen mehrheitlichen Einfluss hat. Ziel der Maßnahme  Um den Anteil des erneuerbar erzeugten Stroms zu steigern, gilt es die bestehenden Potenziale zur Stromerzeugung konsequent auszuschöpfen. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 2.1.2.1. PV-Initiative Konzern Stadt Köln

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8.5.2 Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms Beschreibung Im Mittelpunkt dieses Schwerpunktes steht der lokale Ausbau der Photovoltaik-Anlagen auf Dach- und Freiflächen sowie der lokale Ausbau von Windkraftanlagen. Da die Potenziale für den Ausbau dieser erneuerbaren Energien gemäß Szenario für die Deckung des Strombedarfs nicht ausreichen, wird erneuerbarer Strom importiert werden müssen. Auf diese Weise soll die Versorgung auf ge-samtstädtischer Ebene sichergestellt werden.  Ziele Ziel ist es, den gesamten in der Stadt Köln anfallenden Strombedarf mithilfe von erneuerbaren Ener-gien zu decken. Der Anteil an lokal erzeugtem Strom soll auf 51 % gesteigert werden. Daraus resul-tieren THG-Einsparungen von 0,57 Mio. Tonnen CO2eq. Dem Ausbau der lokalen Potenziale ist dabei gegenüber dem Stromimport Vorrang einzuräumen. Daher gilt es, die notwenigen Rahmenbedingun-gen in der Stadt zu schaffen und den Ausbau aktiv zu fördern.  Zeitlicher Umsetzungshorizont  2022 bis 2035 Faktoren für die Umsetzung • Flächenverfügbarkeit: Zur Förderung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms ergeben sich bei Photovoltaikanalgen und Windkraftanlagen große Flächenbedarfe auf Dach- und Freiflächen. Diese Flächen stehen jedoch, gerade in einer Großstadt wie Köln, in Konkurrenz mit anderen Nutzungen. Bei Dachflächen handelt es sich bspw. um Solarthermieanlagen, Dachbegrünungen oder -gärten. Zu den konkurrierenden Nutzungen von Freiflächen zählen bspw. Landwirtschaft oder Erholung. Die Möglichkeiten für Kombinationslösungen sind auszuschöpfen und alternati-ve Lösungen zu entwickeln.  Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Der Ausbau der lokalen Stromerzeugung liegt zum Großteil im indirekten Einflussbereich der Stadt Köln. Lediglich beim Import erneuerbaren Stroms hat die Stadt Köln keinen Einfluss. In den anderen Teilsektoren kann die Stadt Köln unterstützend tätig werden und Rahmenbedingungen zur Erleichte-rung des Ausbaus schaffen. Aufgrund der unterschiedlichen Zielgruppen und damit möglichen In-strumente ergeben sich die nachfolgenden Maßnahmen.  Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Ausbau der Photovoltaik auf Wohn- und Nichtwohngebäuden • Nutzung der PV-Freiflächenpotenziale • Ausbau der Windenergie • Import erneuerbarer Strom

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8.5.2.1 Ausbau der Photovoltaik auf Wohn- und Nichtwohngebäuden Beschreibung der Maßnahme Die Maßnahme zielt auf die langfristige Hebung des bestehenden PV-Potenzials auf Kölner Wohn- und Nichtwohngebäuden ab. Da in der Stadt Köln das bestehende Potenzial bislang nur in einem sehr kleinen Umfang gehoben wurde, besteht hier ein signifikantes Potenzial, um den Anteil des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms zu steigern. Um dies zu erreichen, bündelt diese Maßnahme Aktivitä-tenempfehlungen, die zum einen die Strukturen auf städtischer Seite schafft und zum anderen die Zielgruppe der Gebäudeeigentümer*innen bei der Realisierung berät und unterstützt. Im Vordergrund steht dabei das Potenzial auf Dachflächen, perspektivisch sollen aber auch die weiteren PV-Potenziale z. B. durch Fassaden-Photovoltaikanlagen betrachtet werden. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Zentrale Zielgruppe der Maßnahme sind die Gebäudeeigentümer*innen von Wohn- und Nichtwohn-gebäuden. Die Verantwortlichkeit liegt sowohl bei der Stadt Köln als auch den Gebäudeeigentü-mer*innen. Während die Eigentümer*innen für die Realisierung der Anlagen zuständig sind, gilt es bei bzw. durch die Stadt Köln und die jeweiligen Ämter Strukturen zu schaffen, die den Ausbau erleich-tern, z. B. durch Beratungsangebote und handlungsauslösende Kampagnenarbeit. Ziel der Maßnahme  Vor dem Hintergrund der angestrebten Klimaneutralität und den dafür erstellten Szenarien (s. hierzu Kap. 7) bedarf es der Realisierung von PV-Anlagen mit einer Leistung von 3.820 MW, somit 50 % des bestehenden Potenzials auf Kölner Dachflächen. Dafür gilt es die Eigentümer*innen entsprechend zu unterstützen. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 2.2.1.1. Solarkoordinierungsstelle (SoKo) Stadt Köln 2.2.1.2. Aktivierungsoffensive PV (Stadt Köln mit Partnern aus Unternehmen, Finanzinstitutionen etc.) 2.2.1.3. Fördernde Strukturen für den PV-Ausbau 2.2.1.4. Photovoltaik-Förderprogramm mit Breitenwirkung 2.2.1.5. Fokusthema: Ausbau von Mieterstrom

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8.5.2.2 Nutzung der PV-Freiflächenpotenziale Beschreibung der Maßnahme Neben dem Dachflächenphotovoltaikausbau kommt dem Ausbau der Freiflächenphotovoltaikanlagen auf dem Kölner Stadtgebiet eine bedeutende Rolle zu. Bedingt durch ihre größere Fläche liefern diese Anlagen einen höheren Stromertrag. Auf diese Weise lässt sich ein wesentlicher Beitrag zur Dekar-bonisierung der Stromerzeugung leisten. Die in der Großstadt Köln vorliegenden Flächenkonkurrenzen gilt es zu beachten. Die Maßnahme bündelt daher Projekte, die die Flächeneigentümer*innen bei der Realisierung unterstützen sowie die Akzeptanz für die Anlagen erhöhen. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Zielgruppe der Maßnahme ist zum einen die Stadt Köln, die entsprechende Angebote zur Erreichung des Ziels realisieren muss. Die Eigentümer*innen von Freiflächen sind zum anderen Zielgruppe der Maßnahme. Bei diesen liegt letztendlich die Verantwortung zur Realisierung der Freiflächenphotovol-taikanlagen auf ihren Liegenschaften. Ziel der Maßnahme Die Maßnahme zielt auf die Realisierung von Freiflächenphotovoltaikanlagen zur Ausschöpfung des technisch und wirtschaftlich realisierbaren Potenzials (1.020 MW) ab.  Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 2.2.2.1. Fokusinitiative PV auf Freiflächen ausbauen

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8.5.2.3 Ausbau der Windenergie Beschreibung der Maßnahme Aktivitätenempfehlungen zur Förderung des Ausbaus von Windenergie stehen im Mittelpunkt dieser Maßnahme. Mit diesen sollen die aktuellen Hemmnisse gemindert werden, um einen Beitrag zur Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms zu leisten. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Während die Stadt Köln für geeignete Rahmenbedingungen sorgen und auf eine höhere Akzeptanz abzielen muss, liegt die Verantwortung für die Realisierung bei den Anlagenbetreiber*innen. Somit ist die gesamte Stadtgesellschaft von der Maßnahme betroffen. Ziel der Maßnahme  Entsprechend der Szenariobetrachtung  gilt es Windkraftlangen mit einer Leistung von 50 MW zu errichten. Neben der Realisierung von Anlagen liegt ein Schwerpunkt auf der Steigerung und Siche-rung der Akzeptanz für diese Anlagen. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 2.2.3.1. Aufhebung der Wind-Konzentrationsfläche 2.2.3.2. Fokusinitiative Windenergiepotenziale nutzen

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8.5.2.4 Import erneuerbarer Strom Beschreibung der Maßnahme Bedingt durch die begrenzten Potenziale für erneuerbare Energien zur Stromerzeugung sowie durch steigende Strombedarfe kann es dazu kommen, dass der Strombedarf nicht durch auf dem Stadtge-biet erzeugten erneuerbaren Strom gedeckt werden kann. Der Import von erneuerbarem Strom zur Deckung dieser Fehlbedarfe steht daher im Mittelpunkt dieser Maßnahme. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Die RheinEnergie als Grundversorger der Stadt Köln ist verantwortlich für die Sicherstellung der Ver-sorgung mit Strom. Die Stadt Köln hat darauf keinen Einfluss, weshalb diese Maßnahme keine Aktivi-tätenempfehlung für die Stadtverwaltung in Band 2 beinhaltet.  Ziel der Maßnahme Ziel der Maßnahme ist die Gewährleistung der Versorgungssicherheit auf gesamtstädtischer Ebene mit Strom aus erneuerbaren Energien.

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8.5.3 Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme Beschreibung Die Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme und die damit verbundene Dekarbonisie-rung der Wärmeversorgung stellt eine zentrale Herausforderung auf dem Weg zu Klimaneutralität dar. Eine wichtige Voraussetzung bildet eine kommunale Wärmeplanung/Energienutzungsplanung, welche den strategischen Rahmen vorgibt. Darüber hinaus gilt es sowohl die zentrale als auch dezentrale Wärmeversorgung zu dekarbonisieren. Die Fernwärme versorgt bereits derzeit viele Kölner Gebäude, insbesondere im Zentrum der Stadt Köln. Dieses Netz gilt es weiter auszubauen. Neben der zentralen Wärmeversorgung kommt der dezentralen Versorgung auf Objektebene eine weitere wichtige Rolle zu. Dabei gilt es alle Heizungsanlagen, welche mit fossilen Energieträgern betrieben werden, durch effiziente Systeme mit erneuerbaren Energien zu ersetzen. Wie bereits einleitend erwähnt, bildet die energetische Gebäudesanierung zur Reduzierung der Wärmebedarfe eine wichtige Voraussetzung zur Wärmewende.  Ziele Mithilfe der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung sollen 0,2 Mio. Tonnen CO2eq eingespart wer-den. Dafür ist die Fernwärme zu 100 % auf erneuerbare Energien umzustellen. Fossiles Erdgas muss schrittweise durch Alternativen ersetzt werden. Das Fernwärmenetz ist auszubauen sowie die An-schlussquote zu erhöhen. Fossile Heizungen müssen zu 100 % durch effiziente Systeme mit erneu-erbaren Energien ersetzt werden. Dafür bedarf es gemäß Szenario folgenden Wärmemix: 27 % Fernwärme, 36 % Wärmepumpen, 5 % Solarthermie, 19 % Heizstrom (Industrieprozesse / Durch-lauferhitzer), 4 % Biomasse, 9 % Nahwärme. Zeitlicher Umsetzungshorizont  2022 bis 2035 Faktoren für die Umsetzung Die Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme erfordert eine Transformation der derzeiti-gen Wärmeversorgung. Ein abgestimmtes, strategisches Vorgehen bildet dabei eine wichtige Grund-voraussetzung. Die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung als strategische Grundlage ist drin-gend zu fördern. In diesem Kontext gilt es auch die energetische Gebäudesanierung und die daraus resultierenden niedrigeren Energiebedarfe zu berücksichtigen.  Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Die Wärmeversorgung liegt im indirekten Einflussbereich der Stadt Köln. Lediglich bei der Wärmepla-nung / Energienutzungsplanung handelt es sich um eine kommunale Aufgabe, weshalb diese im di-rekten Einflussbereich liegt.  Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Entwicklung und Umsetzung einer kommunalen Wärmeplanung / Energienutzungsplanung • Dekarbonisierung der zentralen Wärmeversorgung • Dekarbonisierung der dezentralen Wärmeversorgung

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8.5.3.1 Entwicklung und Umsetzung einer kommunalen Wärmeplanung/Energienutzungsplanung Beschreibung der Maßnahme Um die Wärmeversorgung der Stadt Köln langfristig zu dekarbonisieren, bedarf es einer verlässlichen Planungsgrundlage. Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung sollen die Anforderungen aus den Bereichen der Energienachfrage, den Potenzialen erneuerbarer Energien sowie der Flächenbedarfe integriert betrachtet werden.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung liegt im Aufgabenbereich der Stadt Köln. Die Rhein-Energie ist ein wichtiger Akteur in der Umsetzung der Planung. Ziel der Maßnahme Mithilfe der kommunalen Wärmeplanung wird eine technische, zeitliche und räumliche Entwicklungs-strategie erarbeitet, die auf eine Dekarbonisierung der Wärmeversorgung abzielt. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 2.3.1.1. Unterstützung der Transformation der Wärmeversorgung

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8.5.3.2 Dekarbonisierung der zentralen Wärmeversorgung Beschreibung der Maßnahme Im Mittelpunkt der Maßnahme steht die Transformation der mit leitungsgebundener Wärme versorg-ten Stadtteile und Quartiere. Die Dekarbonisierung sowie die Anbindung weitere Quartiere an das Nah- und Fernwärmenetz sind wesentliche Bestandteile. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Bei der Maßnahme handelt es sich um eine strategische Aufgabe, insbesondere in Verantwortung der Stadtentwicklung sowie der RheinEnergie als Energieversorger. Ziel der Maßnahme  Die Maßnahme zielt auf die Dekarbonisierung der Fernwärme ab. Darüber hinaus soll der Anteil der Fernwärme an der gesamtstädtischen Wärmeversorgung zunehmen, woraus die Notwendigkeit der Steigerung der Anschlussquote an bestehende Netze sowie eines Netzausbaus resultieren.  Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 2.3.2.1. Erhöhung der Ausnutzung des Bioenergie-Potentials aus kompostierbaren Abfällen

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8.5.3.3 Dekarbonisierung der dezentralen Wärmeversorgung Beschreibung der Maßnahme Neben der zentralen Wärmeversorgung gilt es auch die dezentrale Wärmeversorgung mittelfristig zu dekarbonisieren, um die Klimaneutralität im Jahr 2035 zu erreichen. Dafür sind sowohl ineffiziente Heizungssysteme, die fossile Brennstoffe verwenden, zu ersetzen, als auch die Identifizierung und Nutzung einer bzw. mehrerer Alternativen für fossiles Erdgas. Dafür eignen sich u. a. Wärmepumpen, aber auch synthetisches Gas aus erneuerbaren Energien. Daher bündelt diese Maßnahme Aktivitä-tenempfehlungen, die die jeweiligen Zielgruppen bei der Realisierung konkreter Vorhaben unterstüt-zen. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Die Maßnahme richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen, die sich je nach Projekt unterscheiden. Diese reichen von Gebäudeeigentümer*innen über die RheinEnergie bis zur Stadt Köln. Ziel der Maßnahme Ziel ist die vollständige Umstellung der dezentralen Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien. Ein wesentlicher Bestandteil ist der Ersatz fossiler Heizungen durch effiziente Systeme auf Basis erneu-erbarer Energien. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 2.3.3.1. Transformation Erdgasversorgung/Power to Gas entwickeln 2.3.3.2. Ersatz fossiler Heizungen 2.3.3.3. Unterstützung Solarthermie

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8.5.4 Ausbau der Energiespeicherung Beschreibung Die Versorgungssicherheit sowie das Autarkiebestreben der Anwender*innen stehen im Mittelpunkt dieses Schwerpunktes. Schwankende Energieverbräuche sowie -erzeugungen sind mithilfe von Ener-giespeichern auszugleichen. Diese Speicher können dabei sowohl auf Gebäudeebene als auch auf Stadtteil oder Quartiersebene realisiert werden.  Ziele Mithilfe von Energiespeichern sollen bspw. Lastspitzen abgefedert und so die Versorgungssicherheit sichergestellt werden. Auf diese Weise unterstützt dieser Schwerpunkt insbesondere die Ziele der Schwerpunkte 2.3 und 2.4. Zeitlicher Umsetzungshorizont  2022 bis 2035 Faktoren für die Umsetzung • Flächenverfügbarkeit: Zum Ausbau von Energiespeichern bedarf es entsprechender Flächen im Stadtgebiet, wobei die Flächenkonkurrenz zu berücksichtigen und in einem Abwägungsprozess zu klären ist. • Ressourcenverfügbarkeit: Energiespeicher erfordern einen hohen Ressourceneinsatz, insbe-sondere von begrenzten Ressourcen. Der Ausbau von Energiespeichern erfordert daher res-sourceneffiziente Lösungen. Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Der Ausbau von Energiespeichern liegt im indirekten Einflussbereich der Stadt Köln. Im Rahmen von strategischen Planungen, wie der kommunalen Wärmeplanung, können Energiespeicher jedoch be-rücksichtigt werden. Durch entsprechende Berücksichtigung kann die Stadt Köln hier direkt handeln. Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Ausbau von Stromspeichern • Ausbau von Wärmespeichern 8.5.4.1 Ausbau von Stromspeichern Beschreibung der Maßnahme Die Realisierung von zentralen und dezentralen Stromspeichern in der Stadt Köln hilft u .a. dabei, den Eigenverbrauch sowie die Autarkie zu erhöhen und ggf. zur Netzstabilisierung beizutragen. Die Maß-nahme zielt darauf ab, eine Strategie für den Ausbau zu entwickeln und umzusetzen. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Die Verantwortung für die Umsetzung der Maßnahme liegt bei der Stadt Köln, der RheinEnergie bzw. der Rheinischen NETZGesellschaft mbH sowie Anlagenbetreiber*innen.

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Ziel der Maßnahme  Ziel der Maßnahme ist der Ausbau von Stromspeichern zur Flexibilisierung der Energieversorgung sowie zur Unterstützung der Versorgungssicherheit. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 2.4.1.1. Einsatz von Batteriespeichern 
8.5.4.2 Ausbau von Wärmespeichern Beschreibung der Maßnahme Die Maßnahme zielt auf die Entwicklung einer Strategie zum Ausbau von zentralen und dezentralen Wärmespeichern und deren Realisierung ab. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Die Verantwortung für die Umsetzung der Maßnahme liegt bei der Stadt Köln, der RheinEnergie bzw. Wärmelieferant*innen sowie Anlagenbetreiber*innen. Ziel der Maßnahme  Ziel der Maßnahme ist der Ausbau von Wärmespeichern zur Unterstützung der Versorgungssicher-heit. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 2.4.2.1. Einsatz von Wärmespeichern

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8.6 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral  Beschreibung Das Handlungsfeld Arbeiten und Wirtschaften adressiert sämtliche Unternehmen und Arbeitsstellen auf Kölner Stadtgebiet. Mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), großen und industriellen Un-ternehmen ebenso wie den Eigenbetrieben der Stadt, Selbständigen wie angestellte Beschäftigten, produzierendem Gewerbe und Dienstleistungen umfasst das Handlungsfeld eine sehr diverse und vielfältige Zielgruppe. Dementsprechend unterschiedlich herausfordernd sind die Maßnahmen, die von den Unternehmen vor Ort umgesetzt werden müssen, um sich hin zur Klimaneutralität zu entwi-ckeln.  Direkte Einflussmöglichkeiten hat die Stadt dabei allerdings nur auf ihre Eigenbetriebe, die vor diesem Hintergrund als Vorbild mit ambitionierten Maßnahmen und guten Beispielen agieren sollten. Für die meisten anderen Unternehmen sind Energie- und Effizienz- und Klimaschutzmaßnahmen nicht Teil des Kerngeschäfts und entsprechend mit zusätzlichem personellem und finanziellem Aufwand ver-bunden. Darüber hinaus stehen aktuell eher andere Themen im Fokus, etwa Lieferschwierigkeiten durch die Sperrung des Suez-Kanals wegen eines querliegendes Schiff 2021 und durch die Lock-Downs während der Corona-Pandemie, das Thema Fachkräftemangel und ganz aktuell die Unsicher-heiten von Energie- und Rohstoffversorgung durch den Krieg in der Ukraine. Doch auch wenn diese Themen in der Aufmerksamkeit und Dringlichkeit miteinander konkurrieren, lassen sich Maßnahmen identifizieren, die Synergien bieten bei den Antworten auf die unterschiedlichen Krisen.  Um diese zu nutzen und entsprechende Maßnahmen zu implementieren, bedarf es von Seiten der Stadt Köln einen breiten Ansatz, der sich – verkürzt gesagt – aus „fördern und fordern“ zusammen-setzt. Dementsprechend setzt sich das Maßnahmen- und Aktivitäten-Portfolio aus investiven, infor-mierenden, initiierenden und aktivierenden Angeboten für die Unternehmen zusammen. Beitrag zum Erreichen der Klimaneutralität In den Entwicklungspfaden werden für den Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) eine Reduktion von ca. 3.900 GWh/a auf rund 2.300 GWh/a um 39 % des Endenergieverbrauchs und in der Industrie von ungefähr 12.400 GWh/a auf ca. 8.600 GWh/a um 31 % abgebildet. Bei den Emissionen ist ein Rückgang der Emissionen um 93 % im GHD Sektor hinterlegt, von rund 1.100 Tt CO2eq/a auf ca. 80 Tt CO2eq/a. Im Industriesektor entwickelt sich der Emissionsreduktionspfad von 3.300 Tt CO2eq/a auf ca. 260 Tt CO2eq/a um ungefähr 92 %. Dahinter steht die Annahme einer konzentrierten Aktion, die den breiten Ansatz aus Energiesparen sowie Ausbau und Nutzung erneuerbarer Energie-quellen voraussetzt.  Die Aktivitätenempfehlungen in diesem Handlungsfeld beschränken sich auf den direkten und indirek-ten Einflussbereich des Konzern Stadt Köln. Aktivitäten bei denen Privatpersonen oder -unternehmen als Hauptakteur*innen agieren, sind daher auf Ebene der Steckbriefe derart berücksichtigt, dass die aktivierende, informierende oder koordinierende Rolle der Stadt hervorgehoben wird. Gleichwohl wird Klimaneutralität in diesem Bereich aber nur erreicht werden, wenn die Unternehmen vor Ort selbst aktiv und investiv dazu beitragen und entsprechende Maßnahmen umsetzen. Rahmenbedingungen Die Rahmenbedingungen in Köln sind von daher vielversprechend, als dass größere und energieinten-sive Unternehmen bereits intensiv an Unternehmensstrategien für mehr Klimaschutz arbeiten. Gleichzeitig finden sich eine ganze Reihe innovativer kleinerer Unternehmen und Start-Ups, die be-

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wusst nachhaltigen Produkte und Angebote entwickeln und damit werben. Die globalen Krisen der letzten Jahre haben den auch vorher schon (teilweise) festgestellten Rohstoff- und Fachkräftemangel noch erheblich verschärft. Umso relevanter und dringender zeigt sich der Bedarf an Unterstützung zur klimaneutralen Entwicklung im Handlungsfeld Arbeiten und Wirtschaften. Hierfür sind insbesondere auch politische Richtungsentscheidungen in den Ländern und im Bund relevant. Gerade für international agierende Unternehmen wirken sich zudem Rahmenbedingungen im europäischen Binnenmarkt sowie Strategien internationaler Wirtschaftsmärkte oder Mutterkonzer-ne aus. Diese Entwicklungen können vonseiten der Stadt Köln nicht direkt beeinflussen, allerdings kann sie die Unternehmen vor Ort in Entwicklungen einer nachhaltigeren Wirtschaft begleiten und unterstützen, etwa durch Kooperation in Förderprogrammen des Bundes oder der EU, in regionalen bis hin zu internationalen Netzwerken  Ziele Das Ziel ist eine klimaneutrale lokale Wirtschaft. Dabei braucht es zielgerichtete und konsequente Unterstützungsstrukturen vonseiten der Stadt, die zudem in denen Eigenbetrieben mit gutem Beispiel vorangehen sollte. Diese Angebote beziehen sich sowohl auf energieeffiziente Prozesse, die Planung und Ertüchtigung von gewerblichen Gebieten und Gebäuden, deren Nutzung zum Ausbau erneuerba-rer Energien und Nutzung vor Ort bis hin zu Strategien einer Kreislaufwirtschaft und regionalen Wert-schöpfung. Handlungsschwerpunkte im Handlungsfeld • Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral durch und im Konzern Stadt Köln • Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten • Kreislaufwirtschaft • Kooperation und Förderung von Klimaschutz in der Wirtschaft  8.6.1 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral durch und im Konzern Stadt Köln Beschreibung In diesem Handlungsschwerpunkt steht die Kölner Verwaltung, sämtliche Eigenbetriebe und Beteili-gungen der Stadt Köln im Mittelpunkt. In diesen Bereichen hat die Stadt selbst den direktesten Ein-fluss, den Sie nutzen und damit ihrer Vorbildrolle gegenüber anderen örtlichen Unternehmen gerecht werden sollte.   Ziele  Das Ziel ist es, einen klimaneutralen Konzern Stadt Köln zu entwickeln, möglichst noch vor 2035. Zeitlicher Umsetzungshorizont 2022 - 2035

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 Faktoren für die Umsetzung Direkten Einflussbereich in diesem Handlungsfeld hat die Stadt Köln in den Eigenbetrieben. Dies er-möglicht eine strategische Entwicklung auf den klimaneutralen Betrieb, mit der konsequent auf die Nutzung von Energieeinsparpotenzialen aber auch auf die energieeffiziente Ertüchtigung eingegangen werden kann. Zusätzlich lassen sich Beiträge zum Ausbau erneuerbarer Energien und deren Nutzung umsetzen.  Vorbildwirkung: Mit der Realisierung klimaneutraler Eigenbetriebe kann die Stadt Köln Standards für andere setzen und durch das Implementieren guter Beispiele zum Nachahmen bereits gemachter Erfahrungen anregen.  Ressourcenverfügbarkeit: Es bedarf finanzieller Ressourcen des Konzerns Stadt für investive Maß-nahmen, wobei gleichzeitig eventuell bestehende Planungen und Entwicklungen, die dem Ziel der Klimaneutralität entgegenstehen, entsprechend umgewidmet werden sollten. Personelle Ressourcen sind zudem für planende und ausführende Gewerke, Facility Management der Eigenbetriebe und in der Kernverwaltung zur internen Begleitung einzuplanen.  Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Die Einflussmöglichkeiten der Stadt ergeben sich aus ihrer direkten Zuständigkeit für ihre Einrichtun-gen. Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Nachhaltige städtische Unternehmen entwickeln • Klimaschonende Beschaffung im Konzern Stadt Köln 8.6.1.1 Nachhaltige städtische Unternehmen entwickeln Beschreibung der Maßnahme Für das Erreichen dieses extrem ambitionierten Ziels ist die Zusammenarbeit aller Verwaltungseinhei-ten und Beteiligungen - über die Koordinationsstelle Klimaschutz hinaus – notwendig. Das Ziel einer nachhaltigen und klimaneutral handelnden Stadt Köln muss gemeinsam geschehen, indem die Ziel-setzungen in allen Aufgabenbereichen verinnerlicht und in ihren Verantwortungsbereichen übernom-men werden Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Konzeptionelle Arbeiten und Management: Koordinationsstelle Klimaschutz Umsetzung: Sämtliche Einrichtungen und Mitarbeitenden im Konzern Stadt Köln Ziel der Maßnahme  Die Kölner Stadtverwaltung soll bis spätestens 2030 klimaneutral werden: Hierzu gehört die Umstel-lung der Beschaffung und der Beschäftigtenmobilität sowie die Umsetzung der „Zero Waste“ Strate-gie. Darüber hinaus gilt es das Wirken vonseiten der Verwaltung nach außen, um das Ziel der Kli-maneutralität stadtweit zu forcieren. Weitere Ansätze, welche das Ziel der klimaneutralen Stadtver-

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waltung weiter fördern, aber über den Umfang dieses Handlungsfeldes hinausgehen - wie etwa zum Thema Sanierung der kommunalen Liegenschaften oder Energie - finden sich in den entsprechenden Handlungsfeldern.  Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 3.1.1.1. Klimaneutrale Stadtverwaltung Köln bis 2030 3.1.1.2. Kommunale Wirtschaftsförderung 4.0 
8.6.1.2 Klimaschonende Beschaffung im Konzern Stadt Köln Beschreibung Der Haushaltsplan der Stadt Köln wies für 2019 insgesamt für alle Bereiche rund 600 Millionen Euro für die Beschaffung von Sach- und Dienstleistungen aus. Damit wird deutlich, dass eine „Kundin“ wie die Stadt Köln mit der Entscheidung für eine klimaschonende Beschaffung einige „Marktmacht“ hat. So ist der Konzern Stadt Köln nicht nur Teil der Umstellung hin zur Klimaneutralität, sondern fördert auch nachhaltige und faire Unternehmen sowie Produkte. Bei der Umsetzung der Maßnahme gilt es den „Interpretationsspielraum“ der EU-Richtlinien zur öffentlichen Vergabe zu nutzen. Grundsätzlich basiert diese Richtlinie auf den allgemeinen Vergabegrundsätzen der Transparenz, Gleichbehandlung, Nichtdiskriminierung und Verhältnismäßigkeit, welche jedoch Raum bietet, umweltbezogene und soziale Kriterien im öffentlichen Vergabeverfahren einzuführen. Die Maßnahme setzt darauf, die Be-schaffung im Konzern Stadt Köln an diesen Kriterien auszurichten und damit einen deutlichen Beitrag zur globalen THG-Reduktion zu leisten.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Vergabestelle(n) der Stadt Köln  Ziele Ziel der Maßnahme ist die Umsetzung klimafreundlicher Beschaffung und Ausschreibungen im Kon-zern Stadt Köln. Als mögliches Zieljahr wird hier 2027 vorgeschlagen, was ambitioniert, aber machbar erscheint. Entsprechende Vorgaben und Kriterien sollten darum zeitnah entwickelt und in 2023 fest-gelegt werden. Um städtische Kantinen, Schulen, Kitas und alle weiteren kommunalen Verpflegungen klimafreundlich zu entwickeln, werden sie bis spätestens 202735 mit regional und nachhaltig erzeug-ten Produkten versorgt.  Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 3.1.2.1. Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien für die Lebensmittelbeschaffung in städtischen Einrichtungen ––––––––––––– 
35 Die Zielformulierung erfolgt in Anlehnung an die Ausarbeitungen der Projektgruppe Ernährung und Konsum vom 18.11.2020

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3.1.2.2. Nachhaltigkeitskriterien verbindlich umsetzen 
8.6.2 Klimaschutz in der Agrar- und Ernährungswirtschaft Beschreibung des Handlungsschwerpunkts Die Landwirtschaft hat mit ca. 0,03 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eine relativ geringe Bedeutung für die Territorialbilanz der Stadt Köln. National und global hat der Sektor Ernährung jedoch eine große Bedeutung. Ausgehend von den mittleren pro Kopf Emissionen für den Teilsektor Ernährung entfallen auf die Kölner Bürger*innen ca. 1,8 Millionen Tonnen pro Jahr36. Die nachhaltige Erzeugung, Verarbei-tung und Bereitstellung von Lebensmitteln zur Sicherung der Ernährung ist daher eine besondere Herausforderung. Ziele • Der Lebensmitteleinzelhandel verfügt über Prozesse und Anreizsysteme, ressourcenschonend produzierte Lebensmittel beim zentralen Einkauf den Vorrang zu geben, um deren Anteil bis 2030 auf 30 % zu erhöhen. • Bis 2030 werden im Rahmen des Aktionsplans „Essbare Stadt Köln“ Flächen (z. B. Brachen und bestehende Grünflächen) in allen Stadtteilen für „Urban Gardening“ zur Verfügung gestellt. Dies schließt die Zwischennutzung von Flächen ein. • Der Anteil nachhaltig bewirtschafteter landwirtschaftlicher Flächen im Stadtgebiet liegt 2030 bei über 50 % und 2035 bei über 90 %. Es gilt der vom Ausschuss für Umwelt und Grün der Stadt Köln verabschiedete Kriterienkatalog zur Verpachtung städtischer Flächen.   Zeitlicher Umsetzungshorizont 2023 bis 2035 Faktoren für die Umsetzung Die Transformation zur nachhaltigen Agrar- und Ernährungswirtschaft erfordert umfassende Verände-rungen über die gesamte Wertschöpfungskette in Kooperation mit der Landwirtschaft. Faktoren sind dabei z. B. die Vorstufe der Düngung und des Pflanzenschutzes, die Erzeugungsstufe der Landwirt-schaft, die Verarbeitungsstufe der Lebensmittelindustrie – die Vermarktungsstufe des Handels sowie die Konsumentenseite.  Gesetzliche Rahmenbedingungen werden vor allem auf Ebene der EU (z. B. EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau) und des Bundes gesetzt. Ziel des Bundes ist es, den Anteil der ökologi-schen Anbaufläche bis 2030 auf 30 % der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland aus-zuweiten. Hierzu sollen bestehende Instrumente und Förderungen (z. B. Bundesprogramm ökologi-scher Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)) ausgeweitet werden. Auf kommunaler Ebene besteht vor allem direkte Einfluss auf die landwirtschaftliche Nutzung städti-scher Agrarflächen durch entsprechende Regulierungen bei der Verpachtung, die Nutzung des eige-nen Nachfragepotenzials im Rahmen der städtischen Gemeinschaftsverpflegung sowie indirekter ––––––––––––– 
36 Überschlägige Berechnung auf Basis UBA-Rechner

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Einfluss bei der Unterstützung nachhaltiger Produktions- und Handelsprozesse in Köln. Schließlich kann die Stadt Einfluss auf das Konsumverhalten durch Beratung, Aktivierung und Qualifizierung der Bürger*innen nehmen. Hier bestehen insbesondere Synergieeffekte zum Handlungsfeld „Lebensstil und Bildung fördern“.  Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln • Einfluss auf Bewirtschaftungsarten bei der Verlängerung von Pachtverträgen. Beratungsange-bote für die Umstellung von Betrieben auf nachhaltige Bewirtschaftung.  • Nutzung des Nachfragepotenzials und der Vorbildfunktion des Konzerns Stadt Köln.  • Unterstützung bei der Akquise von Fördermitteln und Anschubförderung  • Übernahme Koordinierungsaufgaben und Konzepterstellung   • Identifikation und Sicherung geeigneter Flächen  • Genehmigungsrechtliche Klärung Maßnahmen  • Erzeugung, Produktion und Vermarktung im Bereich nachhaltiger Ernährung fördern 8.6.2.1 Erzeugung, Produktion und Vermarktung im Bereich nachhaltiger Ernährung fördern Beschreibung der Maßnahme Die Maßnahme bündelt Aktivitätenempfehlungen zur Förderung der nachhaltigen Erzeugung und Vermarktung von Lebensmitteln in Köln. Dazu gehören der Ausbau der nachhaltig bewirtschafteten Agrarflächen, die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für Handel und Lieferung sowie die Ver-ankerung nachhaltiger Lebensmittelproduktion in der alltäglichen Wahrnehmung.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Unternehmen aus dem Agrar- und Ernährungssektor; Ernährungsrat für Köln und Umgebung e.V.; Stadt Köln, vertreten durch: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster, Amt für Landschafts-pflege und Grünflächen, Umwelt- und Verbraucherschutzamt. Ziele Der kommunale Einfluss und die Marktposition werden zur Verankerung einer systematischen klima-freundlichen Versorgung aus der Region genutzt. Um dieses Ziel auch außerhalb des kommunalen Einflussbereiches zu erreichen, ist bis 2025 eine strukturelle kommunale Verankerung zur Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen (Beratung, Koordinierung, Anreize) eingerichtet. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 3.2.1.1. Ausbau des Anteils nachhaltig bewirtschafteter Landwirtschafts-Flächen  3.2.1.2. zentrale Handelsorte (Food Hub) und Märkte mit regionalen Angeboten

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3.2.1.3. Urban Gardening in allen Stadtteilen  3.2.1.4. Verleihung eines Kölner Siegels 
8.6.3 Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten Beschreibung Mischgebiete, in denen Gewerbe neben anderen Nutzungen, wie Wohnen, Arbeiten, öffentliche An-gebote existieren. So ergeben sich enge Schnittstellen mit anderen Handlungsfeldern, etwa bei der Logistik zur Mobilität oder bei der Nutzung von (Dach)Flächen für die Energieversorgung. Daher ver-folgen die Maßnahmen dieses Handlungsfeldes einen Ansatz, der es möglich macht, bezüglich unter-schiedlicher Quartiere zu differenzieren und gleichwohl die Schnittstellen mit einzubeziehen. So kön-nen kleinräumlich gezielte Maßnahmen initiiert und umgesetzt werden  Ziele  Das Ziel ist es, gewerblich geprägte Quartiere klimaneutral zu gestalten und dabei einerseits konkrete Strategien für unterschiedliche Gebietstypen zu entwickeln, dabei andererseits die Synergien zwi-schen unterschiedlichen Gewerbestrukturen sowie zu anderen Handlungsfeldern zu nutzen.  Zeitlicher Umsetzungshorizont 2022 - 2035 Faktoren für die Umsetzung Bei der Umsetzung gilt es, die unterschiedlichen Bedarfe der diversen Branchen und Unternehmen zu identifizieren und bei der Entwicklung hin zur Klimaneutralität zu adressieren. Das können organisato-rische, investive, regulatorische, planerische oder informative Ansätze sein, aus denen sich ein um-fangreiches Set an Maßnahmen und Aktivitäten ergibt. Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Die Einflussmöglichkeiten der Stadt ergeben sich aus einem Bündel von Aktivitätenempfehlungen, die Unternehmen fördern und fordern sollen, sich klimaneutral zu entwickeln.  Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Klimaschutz als Quartiersansatz • Klimaschutz in energieintensiven Unternehmen • Förderung von Klimaschutz in Unternehmen 8.6.3.1 Klimaschutz als Quartiersansatz Beschreibung der Maßnahme Die Maßnahme umfasst quartierspezifische Ansätze, die unterschiedliche Bedarfe adressieren sollen. Darunter verstehen sich • Ansätze sowohl für bestehende als auch für neu zu entwickelnde Gewerbegebiete,

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• Ansätze, die Schnittstellen zwischen verschiedenen Handlungsfeldern (wie Mobilität oder Energie) adressieren • und Ansätze, die Unternehmen unterschiedlicher Art und Größe berücksichtigen. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Zielgruppe sind sämtliche Unternehmen auf Kölner Stadtgebiet. Für die konzeptionelle Entwicklung der genannten Ansätze ist eine enge Abstimmung zwischen der Koordinationsstelle Klimaschutz und der Wirtschafsförderung der Stadt Köln sinnvoll. In die Umsetzung sind weitere Ämter (z. B. Stadtpla-nung) und Akteur*innen (z. B. RheinEnergie) einzubeziehen. Ziel der Maßnahme  Das Ziel der Maßnahme ist die Entwicklung von klimaneutralen Gewerbe- und Mischgebieten. Durch den quartiersbezogenen Ansatz werden Synergiepotenziale zwischen verschiedenen Handlungsfel-dern adressiert. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 3.3.1.1 Einführung eines Gebietsmanagements für Klimaschutz in bestehenden und neuen Ge-werbegebieten 3.3.1.2. Klimaschutz als Quartiersansatz in gewerblich geprägten Gebieten – „Whole District Ap-proach“ 3.3.1.3. "Servicestelle vor Ort" für Klimaschutz in Unternehmen 
8.6.3.2 Klimaschutz in energieintensiven Unternehmen Beschreibung der Maßnahme Einsparpotenziale dieser Maßnahme liegen in Effizienzentwicklungen energieintensiver und industriel-ler Prozesse, aber auch in Bereichen außerhalb des eigentlichen Kerngeschäfts, etwa in der Energie-effizienz von Gebäuden, den Potenzialen zum Ausbau und Nutzung erneuerbarer Energien auf den betriebseigenen Gebäuden und Flächen oder im energiesparenden Verhalten der Mitarbeitenden. Insbesondere in den Bereichen, die nicht zum Geschäftsmodell eines Unternehmens gehören, kön-nen Beratung und Unterstützung die Umsetzung von entsprechenden Maßnahmen befördern.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Aufbau von Unterstützungsleistungen: Wirtschaftsförderung / KölnBusiness Umsetzung: Kölner Industrie- und andere energieintensive Unternehmen Ziel der Maßnahme  Einsparungen durch die Erhöhung der Gebäudeenergieeffizienz, Effizienz in energieintensiven und industriellen Prozessen, optimierte Nutzung durch smarte Prozesse und energiesparendes Verhalten in den Betrieben (Schulungen) sowie Nutzung von Potenzialen zur Erzeugung und Nutzung erneuerba-rer Energien.

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  Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 3.3.2.1 Strategieentwicklung Klimaneutralität für energieintensive Industrieunternehmen  3.3.2.2. Strategie: Smart sustainable industry – Integration der Aspekte Digitalisierung und Nach-haltigkeit  3.3.2.3. Wasserstoffproduktion und -nutzung 3.3.2.4. Nutzung industrieller Abwärme 
8.6.3.3 Förderung von Klimaschutz in Unternehmen Beschreibung der Maßnahme Neben den quartiersbezogenen Ansätzen können finanzielle und beratende Angebote die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in Unternehmen unterstützen. Besonders kleine und mittlere Unter-nehmen können davon profitieren, für die Planung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen häu-fig eine Herausforderung darstellt. Die oft ohnehin knappen Personal- und Zeitressourcen werden für das eigentliche Kerngeschäft benötigt. Gleichzeitig sind organisatorische und nicht-technische Maß-nahmen, wie sie eine nachhaltige Beschaffung oder das energierelevante Verhalten von Mitarbeiten-den darstellen, nicht unbedingt im Fokus von Unternehmen. Dementsprechend umfasst diese Maß-nahme entsprechende Beratungs- und Unterstützungsangebote.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Wirtschaftsförderung zur Entwicklung der Angebote, Umsetzung durch Kölner Unternehmen Ziel der Maßnahme  Einsparungen durch die Erhöhung der Gebäudeenergieeffizienz und Energieeinsparmaßnahmen Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 3.3.3.1. Förderprogramm Klimaschutz und Klimaanpassung bei Nichtwohn-Gebäuden 3.3.3.2 Klimaschonende Beschaffung und energiesparendes Verhalten in Betrieben

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8.6.4 Kreislaufwirtschaft  Beschreibung In diesem Handlungsschwerpunkt sollen Ansätze der Kreislaufwirtschaft unterstützt und ausgebaut, aber auch neue Anwendungsfelder identifiziert und entwickelt werden. Ein besonderer Schwerpunkt bildet hierbei das Baugewerbe, da hier deutschlandweit mehr als die Hälfte aller Abfälle anfallen. Ziele  Das Ziel in diesem Handlungsschwerpunkt ist die Minderung und Schonung des Ressourcenbedarfs in der Kölner Wirtschaft. Die mit dem Ressourcenverbrauch verbunden Emissionen entstehen nicht unbedingt auf Kölner Stadtgebiet, weshalb sie nicht in der kommunalen Bilanz abgebildet sind. Die mit dem Konsum vor Ort verbundenen importierten Emissionen stellen jedoch einen ebenso relevan-ten Beitrag zur Erreichung der globalen Klimaneutralität dar. Zeitlicher Umsetzungshorizont 2022 - 2035 Faktoren für die Umsetzung Im Vergleich zum Klimaschutz ist das Thema Kreislaufwirtschaft noch wenig im Fokus unternehmeri-scher Nachhaltigkeitsstrategien. Gleichwohl ist der Bedarf zur Sicherung der Versorgung mit Ressour-cen und (Sekundär-)Rohstoffen in den letzten Jahren sehr aktuell.  Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Die Einflussmöglichkeiten der Stadt zeigen sich insbesondere in der Sensibilisierung und Information von Unternehmen. Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Kreislaufwirtschaft auf- und ausbauen • Kreislaufwirtschaft im Baugewerbe ausbauen • Bioabfallsammlung für das gesamte Stadtgebiet erhöhen 8.6.4.1 Kreislaufwirtschaft auf- und ausbauen Beschreibung der Maßnahme Der Baustein Kreislaufwirtschaft ist für die Minderung der Emissionen, die durch Förderung, Trans-port, Produktion und Verarbeitung von Stoffen entstehen, ein sehr relevantes Handlungsfeld zur Errei-chung der Klimaneutralität. Die Maßnahme umfasst eine Reihe von Ansätzen, wie ein Markt im Sinne der Kreislaufwirtschaft in Köln gefördert und entwickelt werden kann. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Wirtschaftsförderung, Kölner Unternehmen

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Ziel der Maßnahme  Ressourcenschonung, Minderung von Emissionen durch importierte Güter Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 3.4.1.1. Second Use & Second Life – Studie und Pilotprojekte zur Entwicklung zirkulärer Märkte in Köln 3.4.1.2. Branchenspezifische Aufbereitung von Ansätzen und Beratung zur Kreislaufwirtschaft 
8.6.4.2 Kreislaufwirtschaft im Baugewerbe ausbauen Beschreibung der Maßnahme Der Baubereich ist einer der ressourcenintensivsten Wirtschaftszweige und bietet große Potenziale zu Ressourceneinsparung, wenn Bauteile, Stoffe, Materialien und Produkte konsequent einer Kreis-laufwirtschaft zugeführt würden. Hierzu umfasst die Maßnahme die Zusammenstellung und Kommu-nikation entsprechender Informationen zu Planung, Konstruktion, Wahl der Materialien und damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Wirtschaftsförderung in Kooperation mit Hochschule Köln, HWK, Architektenkammer NRW mit Ziel-gruppe sämtlicher im Baugewerbe tätigen.   Ziel der Maßnahme  Emissionsminderungen, die durch diese Maßnahme adressiert werden, sind nicht Bestandteil der kommunalen CO2-Bilanz. Gleichwohl leistet die Maßnahme einen wesentlichen Beitrag zur Ressour-censchonung. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 3.4.2.1. Recycling von Baustoffen fördern 3.4.2.2. Nachwachsende Rohstoffe als Baustoffe in die Verbreitung bringen 
8.6.4.3 Bioabfallsammlung für das gesamte Stadtgebiet erhöhen Beschreibung der Maßnahme In Köln haben circa 65 % der Grundstücke freiwillig die Biotonne bestellt, aber nur 1/3 der Haushalte haben Zugriff auf die Biotonne. Bioabfall ist eine wichtige Ressource zur energetischen Nutzung (Ver-gärung, thermische Nutzung) oder zur Kompostierung. Aktuell verfügt Köln z. B. über Vergärungska-pazitäten von ca. 20.000 t/a (vergleiche Aktivitätenempfehlung “Erhöhung der Ausnutzung des Bio-energie-Potentials aus kompostierbaren Abfällen”). Die Kapazität kann grundsätzlich verdoppelt wer-den. Vor dem Hintergrund der Versorgungssicherheit muss es Ziel sein, die Potenziale des Bioabfalls umfassend zu nutzen. Insofern ist die Erhöhung der Bioabfallsammlung ein strategisches Ziel.

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Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Haushalte in Köln, Hauseigentümer*innen, Stadt Köln, AWB, AVG Ziel der Maßnahme  Bis 2030 ist die Anschlussquote der Biotonne auf mindestens 80 % gesteigert. Bis 2035 ist eine be-darfsdeckende Bioabfallsammlung für das gesamte Stadtgebiet sichergestellt. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 3.4.3.1. Ausweitung der braunen Tonne bis 2030 
8.6.5 Kooperation und Förderung von Klimaschutz in der Wirtschaft Beschreibung In diesem Handlungsschwerpunkt werden sowohl der Austausch zwischen der Stadt und den örtli-chen Unternehmen als auch von Unternehmen untereinander adressiert. Auf beiden Ebenen finden sich Kooperationsmöglichkeiten und Erfahrungswerte, die ausgetauscht und damit Klimaschutzbemü-hungen beschleunigt werden können.  Ziele  Das Ziel ist es, durch Kooperation und Kommunikation den Austausch zu befördern und damit Ambiti-onen im Bereich Klimaschutz zu diffundieren. Zeitlicher Umsetzungshorizont 2022 - 2035 Faktoren für die Umsetzung Bei der Umsetzung sollten unterschiedliche Bedarfe verschiedener Unternehmen berücksichtigt wer-den. Gleichzeitig braucht es für den Effekt, dass Klimaschutzmaßnahmen in Unternehmen erfolgreich Nachahmung im Stadtgebiet finden, eine entsprechend angelegte Öffentlichkeitsarbeit.  Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Die Einflussmöglichkeiten der Stadt ergeben sich insbesondere bei Kooperationsprojekten mit örtli-chen Unternehmen. Doch auch die Vernetzungsformate bieten entsprechende Ansätze. Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Klimaschutz-Kooperation zwischen Stadt Köln und Unternehmen • Klimaschutz-Netzwerke in der Wirtschaft

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8.6.5.1 Klimaschutz-Kooperation zwischen Stadt Köln und Unternehmen Beschreibung der Maßnahme Mit Kooperationen zwischen Kölner Unternehmen und Niederlassungen sollen vor allem Vorrei-ter*innen im Bereich Klimaschutz unterstützt werden. Dazu gehört einerseits konkrete Beratung und Begleitung zur Umsetzung von Maßnahmen und andererseits auch die Öffentlichkeitsarbeit, die gute Beispiele benennt und zum Nachahmen motivieren soll.   Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Wirtschaftsförderung in Kooperation mit Unternehmen Ziel der Maßnahme  Ziel der Maßnahme ist es, einzelne Vorreiter-Unternehmen auf einem besonders ambitionierten Klimapfad zu begleiten und zu unterstützen.  Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 3.5.1.1. Sonderinitiative “Begleitung von Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität“ 3.5.1.2. Klimapartnerschaften zwischen der Stadt Köln und Kölner Industrieunternehmen 
8.6.5.2 Klimaschutz-Netzwerke in der Wirtschaft Beschreibung der Maßnahme Netzwerke, die Plattformen und Formate bieten, in denen sich Unternehmen zu konkreten Maßnah-men, Erfahrungen und Entwicklungen austauschen, unterstützen die Verbreitung entsprechender Expertise. Hinzu kommt auch das Thema Fachkräftemangel als ein wesentliches Hemmnis für den Klimaschutz. Denn die notwendigen Umbauprozesse und -maßnahmen brauchen qualifiziertes Perso-nal – in der Verwaltung, der Planung, der Industrie und im Handwerk. Dementsprechend sieht diese Maßnahme neben thematischen Schwerpunkten auch eine Qualifizierungsstrategie vor, die eine För-derung dualer Ausbildung, innovativer Ansätze zur Weiterbildung und Netzwerkarbeit umfasst.   Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Wirtschaftsförderung in Kooperation mit IHK, HWK, Hochschule Köln und anderen Bildungsträ-ger*innen zur Ansprache relevanter Arbeitskräfte Ziel der Maßnahme  Ziel der Maßnahme ist ein attraktives Aus- und Weiterbildungsangebot zu schaffen, das die Vernet-zung zwischen den Unternehmen fördert und Unternehmen bei der Umsetzung unterstützt. Zusätz-lich trägt so ein Netzwerk im positiven Sinne zur Außenwirkung der Kölner Unternehmen bei.

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Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 3.5.2.1. Unternehmensnetzwerk mit Informations- und Beratungsangeboten unterschiedlicher Intensität 3.5.2.2. Netzwerkarbeit der Wirtschaftsförderung zur Umsetzung von Pilotprojekten in der Kreis-laufwirtschaft 3.5.2.3. Identifikation von Qualifizierungs-Bedarfen und Aufbau eines Qualifizierungs-Netzwerks

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8.7 Mobilität und Logistik werden klimaneutral   Beschreibung Das Handlungsfeld Mobilität und Logistik adressiert alle motorisierten Verkehre in Köln. Diese Verkeh-re umfassen Personen-, Wirtschafts- und Güterverkehre auf der Straße, der Schiene, auf dem Wasser und in der Luft. Für das Ziel eines klimaneutralen Kölner Verkehrssystems wurden Maßnahmenemp-fehlungen entwickelt, mit denen die in Köln vom Verkehr verursachten CO2-Emissionen bis hin zum Erreichen der Klimaneutralität gemindert werden sollen. Die in diesem Prozess entwickelten Maß-nahmen zielen vor allem darauf ab, motorisierte Verkehre zu vermeiden und auf klimaschonendere Verkehrsmittel zu verlagern. Motorisierte Verkehre, die nicht vermieden oder verlagert werden kön-nen, sollen effizienter, das heißt mit weniger Energieverbrauch und weniger Treibhausgasemissionen je Kilometer durchgeführt werden. Der Schwerpunkt bei der Maßnahmenentwicklung liegt dabei auf der Kölner Zuständigkeit bei der Implementierung und dauerhaften Umsetzung der Maßnahmen.  Der Verkehr ist insofern ein relevantes Handlungsfeld auf dem Weg zu einem klimaneutralen Köln, da der Verkehr etwa ein Viertel aller Kölner CO2-Emisissionen verursacht. Der Verkehr stellt in Köln eine der größten, wenn nicht sogar die größte Herausforderung für das Erreichen der Klimaneutralität dar. Denn während andere Verbrauchssektoren in der jüngeren Vergangenheit bereits eine kontinuierliche Reduzierung der von ihnen verursachten CO2-Emissionen erreichen konnten, steht diese Entwicklung im Verkehr in Köln noch aus. Hier sind die Emissionen in den letzten Jahren sogar angestiegen. Dies bedeutet, dass für ein Einschwenken auf einen Minderungspfad im Verkehr zunächst einmal eine Trendwende weg vom weiteren Anstieg der Emissionen erreicht werden muss.  Beitrag zum Erreichen der Klimaneutralität Die zentrale Stellschraube für Klimaneutralität im Verkehr ist der Pkw. Zum einen entfallen etwa 60 % der verkehrsbedingten CO2-Emissionen in Köln auf den Pkw, darüber hinaus bieten sich der Stadt Köln viele Handlungsmöglichkeiten, im Sinne des Klimaschutzes Pkw-Verkehre zu vermeiden, zu ver-lagern oder die Antriebswende weg von Fahrzeugen mit konventionellen Verbrennungsmotoren und hin zu elektrischen Pkws zu unterstützen. Die hohe Bedeutung, die der Pkw in der Mobilität der Köl-ner*innen besitzt, zeigt sich auch an der Zahl der in Köln zugelassenen Autos. Von 2010 bis 2020 stiegt die Zahl der in Köln zugelassenen Pkws um 13,6 Prozent auf fast 487.000 an. Der Anstieg lag damit über dem Bevölkerungswachstum in der Stadt, was eine steigende Motorisierung beziehungs-wiese eine steigende Anzahl von Pkws je Kölner Bürger*in bedeutet. Zudem ist die Kölner Pkw-Flotte leistungsstärker geworden, d. h. das für den Energieverbrauch der Fahrzeuge relevante Gewicht und die Motorisierung sind seit 2010 ebenfalls gestiegen. Auch die straßengebundenen Wirtschaftsver-kehre spielen eine bedeutende Rolle auf dem Pfad zu einem klimaneutralen Verkehrssystem in Köln. Denn die Rolle Kölns als Oberzentrum der Region und als bedeutender Wirtschaftsstandort bedingt viele Fahrten mit leichten und schweren Nutzfahrzeugen aus der Stadt in die Region, aus der Region in die Stadt und innerhalb Kölns. Rund 22 %der verkehrsbedingten Emissionen in Köln werden durch den Straßengüterverkehr verursacht.  Wie bereits angerissen bieten sich Köln drei zentrale Strategien, die verkehrsbedingten Treibhaus-gasemissionen zu reduzieren. Dies sind die Vermeidung motorisierter Verkehre, die Verlagerung mo-torisierter Verkehre auf kohlenstoff-arme und kohlenstoff-freie Verkehrsmittel (Mobilitätswende) und die Verbesserung motorisierter Verkehre (Antriebswende). Vermeidung und Verlagerung zu befördern fallen dabei in die originäre Zuständigkeit der Stadt Köln. Die Vermeidung motorisierter Verkehre kann beispielsweise durch den in Zuständigkeit der Stadt fallenden Erhalt und die Wiederherstellung ver-kehrssparender Siedlungsstrukturen erreicht werden. Dies gilt auch die Verlagerung von Pkw-Verkehren durch die kombinierte Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Nutzungsbe-

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dingungen der Alternativen zum Auto und die gleichzeitige De-Attraktivierung der Nutzung des Autos in der Stadt. Die zentralen Stellschrauben für die Beschleunigung der Antriebswende fallen zwar in die Zuständigkeit der EU- und der Bundesebene, dennoch bieten sich Köln auch hier viele Handlungsmög-lichkeiten, durch eigene Aktivitäten die Wirkung der EU- und Bundesmaßnahmen noch zu erhöhen und die Antriebswende zu beschleunigen. Nicht-energetische Emissionen sind für den Sektor Verkehr nicht relevant. Rahmenbedingungen Die Rahmenbedingungen in Köln für eine deutlich klimaschonendere und perspektivisch klimaneutrale Mobilität sowohl im Personen- als auch im Wirtschafts- und Güterverkehr sind günstig. Den Perso-nenverkehr betreffend bietet eine in weiten Teilen der Stadt dichte und kompakte Siedlungsstruktur mit der Mischung vielfältiger städtischer Funktionen die Möglichkeit, viele alltägliche Wege kurz zu halten, sodass diese einfach ohne Auto zurückgelegt werden können. Ein in weiten Teilen der Stadt bereits dichtes ÖPNV- und SPNV-Netz bietet Alternativen zur Autonutzung. Die weitgehend flache Topographie und das günstige Klima bieten sehr gute Ausgangsbedingungen für die Nutzung des Fahrrades.  Bei den Wirtschaftsverkehren sind es vor allem die Verkehre mit leichten Nutzfahrzeugen, bei denen sich der Stadt Köln viele Möglichkeiten bieten, auf eine klimaschonendere Nutzung dieser Fahrzeuge hinzuwirken. Leichte Nutzfahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen machen über ein Viertel aller Emissionen in den Wirtschafts- und Güterverkehren auf der Straße aus. Neue und innovative Logistik-Konzepte kön-nen Fahrten insbesondere im KEP-Dienst (Kurier, Express, Paket), für die in erster Linie leichte Nutz-fahrzeuge eingesetzt werden, verkürzen oder ganz vermeiden. Auch kann Köln die Antriebswende im Segment der leichten Nutzfahrzeuge, für das zunehmend elektrisch angetriebene Alternativen zum Verbrennerfahrzeug zur Verfügung stehen, befördern. Ziele Das Ziel im Handlungsfeld Mobilität und Logistik ist es zum einen, für die Kölner Bürger*innen ein Mobilitätssystem bereitzustellen, das die komfortable, günstige und sichere Erreichbarkeit aller rele-vanten Ziele in Stadt und Region ohne (eigenes) Auto ermöglicht. Für den Wirtschafts- und Güterver-kehr sollte es das Ziel Kölner Verkehrspolitik und Verkehrsplanung sein, diese Verkehre durch organi-satorischen administrative, und ordnungsrechtliche Maßnahme zu reduzieren und die verbleibenden Verkehre bis hin zur vollständigen Umstellung bei der Antriebstechnologie zu elektrifizieren, ohne dass die wirtschaftlichen Aktivitäten der in Köln ansässigen oder aktiven unternehmen eingeschränkt werden. Handlungsschwerpunkte im Handlungsfeld • Mobilität im kommunalen Einflussbereich • Personenverkehr  • Wirtschafts- und Güterverkehr • Übergreifende Maßnahmen

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8.7.1 Mobilität im kommunalen Einflussbereich Beschreibung In diesem Handlungsschwerpunkt werden alle im Rahmen der Arbeit der Kölner Verwaltung, der kommunalen Unternehmen und der kommunalen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen in Träger-schaft der Stadt entstehenden Verkehre mit verkehrlichen Klimaschutzmaßnahmen adressiert. Dies umfasst die Beschäftigtenmobilität, die dienstliche Mobilität von Beschäftigten der Verwaltung, kommunalen Unternehmen und Bildungseinrichtungen, Besucher*innenverkehre zu den Einrichtun-gen, elterliche Bring- und Holverkehre und die Nutzung der Fahrzeuge der Flotten dieser Einrichtun-gen.  Ziele  Das Ziel ist es, dass die Stadt ihre Einflussmöglichkeiten nutzt, um die von der Nutzung der verschie-denen kommunalen Einrichtungen ausgehenden Verkehre klimaschonender zu gestalten. Hierfür werden zum einen die infrastrukturellen, administrativen, rechtlichen und sonstigen Rahmenbedin-gungen für diese Einrichtungen in der Form angepasst, dass mit ihnen eine Verhaltensänderung der Zielgruppen beim Mobilitätsverhalten und der Verkehrsmittelwahl erreicht wird. Zudem werden die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass die fahrzeugseitigen technischen Potenziale zur Minderung der Energieverbräuche und die damit einhergehenden Treib-hausgasemissionen gehoben werden können.   Zeitlicher Umsetzungshorizont 2022 - 2035 Faktoren für die Umsetzung Bei der Umsetzung muss vor allem beachtet werden, dass die Funktionstüchtigkeit der kommunalen Einrichtungen erhalten bleibt beziehungsweise, dass die Einrichtungen ihre Aufgaben weiterhin erfül-len können. Da für die angestrebte Verhaltensänderung bei Beschäftigten, Nutzer*innen dieser Ein-richtungen oftmals auch fest verankerte Verhaltensmuster aufgebrochen werden müssen, was zu Widerständen bei Teilen der Zielgruppe führen kann, braucht es den klaren politischen Willen und auch den politischen Mut, gegen Widerstände die gewünschten beziehungsweise im Sinne des Kli-maschutzes dringend erforderlichen Verhaltensänderungen zu erreichen. Befördert werden kann die-ser Prozess durch die offensive und pro-aktive Kommunikation der mit einer Verhaltensänderung ver-bundenen Benefits für die Zielgruppen. Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Die Einflussmöglichkeiten der Stadt ergeben sich aus ihrer direkten Zuständigkeit für ihre Einrichtun-gen. Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Konzern Stadt Köln als Vorbild

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8.7.1.1 Konzern Stadt Köln als Vorbild Beschreibung der Maßnahme Diese Maßnahme adressiert alle im Rahmen der Arbeit der Kölner Verwaltung, der kommunalen Un-ternehmen und der kommunalen Bildungseinrichtungen in Trägerschaft der Stadt entstehenden Ver-kehre. Hierzu gehören die Beschäftigtenmobiliät, auf dem Weg zum Arbeitsplatz, die dienstliche Mo-bilität von Beschäftigten der Verwaltung, Unternehmen und Bildungseinrichtungen, Besu-cher*innenverkehre zu den Einrichtungen, elterliche Bring- und Holverkehre und die Nutzung der Fahrzeuge der kommunalen Flotte im Personen- sowie Güterverkehr. Diese Verkehre sollen reduziert, verlagert oder klimaschonender erbracht werden. Die Stadt nimmt hier eine Vorbildfunktion ein – Ziel ist die Übertragbarkeit der Aktivitäten auf weitere Akteure außerhalb des Konzerns Stadt Köln in Wirt-schaft und Zivilgesellschaft. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Zielgruppe sind die Beschäftigten des Konzerns Stadt Köln, Lehrer*innen, Erzieher*innen, Schü-ler*innen, Kita-Kinder und deren Eltern.  Die Verantwortlichkeit der Umsetzung liegt bei Verwaltung der Stadt Köln, Mobilitätsmanager*innen und den Fuhrparkleiter*innen des Konzerns Stadt Köln. Ziel der Maßnahme  Das Ziel dieser Maßnahme ist die Reduzierung, Verlagerung und möglichst klimaschonende Abwick-lung der Verkehre, die mit den Tätigkeiten der Kölner Verwaltung, der kommunalen Unternehmen und der kommunalen Einrichtungen verbundenen sind. Wege, die dabei derzeit mit Fahrzeugen mit kon-ventionellem Verbrennungsmotor zurückgelegt werden, sollen zukünftig verstärkt mit den Verkehrs-mitteln des Umweltverbundes oder mit Fahrzeugen mit kohlenstoffarmem oder kohlenstofffreiem Antrieb zurückgelegt werden. Organisatorische Maßnahmen sollen zudem dazu beitragen, dass ins-gesamt die Notwendigkeit für die Beschäftigten als auch für Besucherinnen und Besucher, mobil zu sein, um der beruflichen Tätigkeit nachzukommen oder diese Einrichtungen zu nutzen, reduziert wird. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 4.1.1.1 Mobilität in Verwaltung, kommunalen Unternehmen und kommunalen Einrichtungen 4.1.1.2 Mobilität in Schulen und Kitas 
8.7.2 Personenverkehr Beschreibung In diesem Handlungsschwerpunkt werden die Personenverkehre in Köln, aus der Region nach Köln und aus Köln in die Region adressiert. Ein funktionierendes Personenverkehrssystem ist eine zentrale Voraussetzung für die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes, den Besuch von Bildungseinrichtungen sowie die Inanspruchnahme von Versorgungs-, Dienstleistungs- und Freizeitangeboten. Der Handlungs-schwerpunkt umfasst Klimaschutzmaßnahmen sowohl für den Individualverkehr mit dem Pkw als auch für den öffentlichen Verkehr mit Bus und Bahn.

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Ziele  Das Ziel ist die Schaffung eines Mobilitätssystems für Köln und die Region, in dem alle für den Perso-nenverkehr relevanten Ziele ohne Auto komfortabel, sicher und schnell erreichbar sind. Neben dem Klimaschutz hat solch ein Mobilitätssystem auch die Sicherung der Daseinsvorsorge, das heißt insbe-sondere die Sicherung der Erreichbarkeit von Zielen vor allem für die Menschen, die keine Zugang zu einem Auto haben, zum Ziel.  Zeitlicher Umsetzungshorizont 2022 - 2035 Faktoren für die Umsetzung Für die notwendige Verhaltensänderung bei der Verkehrsmittelwahl braucht es eine deutliche Verbes-serung der Nutzungsbedingungen für die Alternativen zum Auto und parallel dazu eine De-Attraktivierung der Autonutzung in Köln. Dies macht es auch notwendig, fest verankerte Verhaltens-muster der Menschen bei der Verkehrsmittelwahl und beim Mobilitätsverhalten im Sinne des Klima-schutzes zu verändern. Notwendig ist auch eine neue Verteilung des Verkehrsraums in der Stadt, und zwar zugunsten des Umweltverbundes und zuungunsten des Autos. Dies kann zu Widerständen bei Teilen der Zielgruppe führen, daher braucht es die Formulierung und Kommunikation eines klaren politischen Ziels. Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Die Einflussmöglichkeiten der Stadt ergeben sich aus ihrer direkten Zuständigkeit für die Stadt- und Siedlungsplanung sowie für die Planung der Nutzungsbedingungen für die Verkehrsmittel des Um-weltverbundes (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr). Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Förderung ÖPNV  • Förderung Nahmobilität 8.7.2.1 Maßnahme: Förderung ÖPNV Beschreibung der Maßnahme Um den Anteil öffentlicher Verkehrsmittel am Modal Split des Personenverkehrs in Köln zu erhöhen, wird das ÖPNV- und SPNV-Angebot quantitativ ausgebaut. Dies umfasst sowohl die Einrichtung neuer Linien als auch die Erhöhung der Taktung bei bestehenden Linien. Zudem wird die Nutzung des be-stehenden Angebotes attraktiver gemacht, in dem Hemmnisse, die einer höheren Nutzung öffentli-cher Verkehrsmittel derzeit noch entgegenwirken, abgebaut werden. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Zielgruppe sind Pkw-Nutzer*innen, die derzeit noch aus Gründen fehlenden Wissens über das beste-hende Angebot oder Vorbehalten gegenüber der Qualität des Angebotes öffentliche Verkehrsmittel in Köln nicht oder nur in geringem Maße nutzen. Die Verantwortlichkeit der Umsetzung liegt bei der Verwaltung der Stadt Köln, den Kölner Verkehrsbetrieben und dem Verkehrsverbund VRS.

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Ziel der Maßnahme  Das Ziel dieser Maßnahme ist die verstärkte Verlagerung von Pkw-Fahrten auf öffentliche Verkehrs-mittel. Durch den quantitativen Ausbau des ÖPNV- und SPNV-Angebotes sollen Fahrten, für die der-zeit in Köln noch das Auto genutzt wird, zukünftig mit Bus und Bahn zurückgelegt werden. Mit der Verbesserung der Qualität des bestehenden Angebotes sollen insbesondere die Pkw-Nutzer*innen zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel motiviert werden, die den ÖPNV bisher gar nicht oder nur in geringem Umfang nutzen.  Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 4.2.1.1 Quantitativer Ausbau des bestehenden ÖPNV- und SPNV-Angebotes 4.2.1.2 Attraktivierung des ÖPNV-Angebotes 
8.7.2.2 Maßnahme: Förderung Nahmobilität Beschreibung der Maßnahme Die Bedingungen für das Zufußgehen und die Nutzung des Fahrrads in Köln werden weiter verbes-sert, sodass zukünftig noch mehr Wege, für die derzeit noch der Pkw genutzt wird, zu Fuß oder per Fahrrad zurückgelegt werden. Hierzu wird die Qualität der Wegeinfrastruktur verbessert und diese weiter ausgebaut, um noch bestehende Netzlücken zu schließen. Parallel zur Verbesserung der Be-dingungen für das Radfahren und Zufußgehen werden die Privilegien, die der Pkw gegenüber dem Umweltverbund in der Planung und der Nutzung immer noch genießt, abgebaut.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Die adressierte Zielgruppe sind Pkw-Nutzer*innen, die derzeit für Strecken, die von ihrer Distanz her gut, komfortabel und schnell auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können, noch das Auto nutzen. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt vor allem bei der Verwaltung der Stadt Köln, aber auch die Zivilgesellschaft kann den Erfolg der Maßnahme unterstützen – etwa Einzelhan-del, Arbeitgeber*innen und Freizeitziele durch Verbesserung der Erreichbarkeit zu Fuß und mit dem Rad, durch Gestaltung privater Flächen und durch Motivation. Ziel der Maßnahme  Durch die Verbesserung der infrastrukturellen, rechtlichen, organisatorischen und administrativen Rahmenbedingung für den Rad- und Fußverkehr sollen Wege, deren Distanz und Wegezweck dies erlauben, vom Pkw auf das Fahrrad bzw. Pedelec oder auf den Fußverkehr verlagert werden. Durch die Verbesserung von Alternativen zum Auto und dessen De-Attraktivierung sollen Pkw-Nutzer*innen zum Umstieg auf den Umweltverbund motiviert werden.

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Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 4.2.2.1 Förderung Fußverkehr 4.2.2.2 Förderung Radverkehr 4.2.2.3 Umgestaltung MIV 
8.7.3 Wirtschafts- und Güterverkehr Beschreibung In diesem Handlungsschwerpunkt werden die in Köln durchgeführten Wirtschafts- und Güterverkehre adressiert. Diese umfassen alle Verkehre, die durch die wirtschaftlichen Aktivitäten in Köln hervorge-rufen werden. Ziele  Für diesen Handlungsschwerpunkt ist es das Ziel, ein klimaschonendes Mobilitätssystem für den Wirtschafts- und Güterverkehre in Köln und die Region zu schaffen. Zum einen sollen diese Verkehre durch organisatorische, administrative und ordnungsrechtliche Maßnahme reduziert werden. Die ver-bleibenden Verkehre sollen dort, wo dies möglich ist, auf andere Antriebstechnologien umgestellt werden. Die Reduzierung der Verkehre und die Umstellung bei der Antriebstechnik sollen ohne Ein-schränkung der wirtschaftlichen Aktivitäten der in Köln ansässigen oder aktiven Unternehmen erfol-gen.  Zeitlicher Umsetzungshorizont 2022 - 2035 Faktoren für die Umsetzung Insbesondere der Umstieg auf alternative Antriebe bei gewerblich genutzten Fahrzeugen bedarf einer Sensibilisierung der Fuhrparkverantwortlichen in den adressierten Unternehmen. Mit ausschlagge-bend dafür ist, dass es der Stadt Köln über ihre Kommunikationskanäle und Beratungsangebote ge-lingt, die in Köln ansässigen und aktiven Unternehmen zu erreichen und für die Belange klimascho-nenderer Wirtschaftsverkehre zu sensibilisieren. Weiterer Faktor für die Akzeptanz beziehungsweise Wirksamkeit ist die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen aus Unternehmenssicht. Förderprogramme für die Beschaffung elektrischer Fahrzeuge oder der zu ihrer Versorgung notwendigen Ladeinfrastruktur, die von der Stadt aufgelegt werden und an Bundes- und Landesförderprogramme andocken, können die Motivation bei Unternehmen mit eigener Flotte zusätzlich erhöhen, konventionelle durch elektrisch betriebene Fahrzeuge zu substituieren. Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Die Einflussmöglichkeiten der Stadt ergeben sich aus ihrer direkten Zuständigkeit für die Nutzung öffentlicher Flächen. Deren Verfügbarkeit ist beispielsweise Grundvoraussetzung für die Etablierung neuer Logistik-Konzepte wie City-Hubs und Mikro-Depots. Zudem kann die Stadt Köln die Flottenum-stellung durch die rechtliche Bevorzugung von Nutzfahrzeugen mit alternativem Antrieb gegenüber

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Fahrzeugen mit konventionellem Verbrennungsmotor befördern. Die Flottenumstellung in den Unter-nehmen kann die Stadt auch durch das Auflegen eigenen Förderprogramme unterstützen.  Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Wirtschaftsverkehr und betriebliche Mobilität 8.7.3.1 Maßnahme: Wirtschaftsverkehr und betriebliche Mobilität Beschreibung der Maßnahme Kölner Unternehmen und Betriebe führen ein betriebliches Mobilitätsmanagement ein, um ihre Per-sonen- und Güterverkehre wo möglich zu verringern, auf den Umweltverbund zu verlagern oder durch Umstieg auf nachhaltige Antriebstechnologien zu verbessern. Eine bei der Stadt Köln angesiedelte Beratungsstelle für klimaschonende betriebliche Mobilität unterstützt Kölner Unternehmen und Be-triebe bei der Etablierung eines betrieblichen Mobilitätsmanagements inhaltlich und stellt ein entspre-chendes Beratungsangebot für die Unternehmen bereit. Insbesondere sollen die Unternehmen beim Wechsel ihrer Flottenfahrzeuge hin zu batterie-elektrisch angetriebenen Fahrzeugen dort, wo die An-forderungs- und Nutzungsprofile sowie die Marktverfügbarkeit dies ermöglichen, unterstützt werden. Durch intelligente Logistikkonzepte werden Wirtschaftsverkehre zudem neu organisiert. Betriebliches Mobilitätsmanagement kann durch virtuelle Dienstreisen und mobiles Arbeiten Personenverkehre reduzieren und mit Anreizen für die Nutzung von Rad und ÖPNV vom Auto auf den Umweltverbund verlagern. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Die Zielgruppen dieser Maßnahme sind die in Köln ansässigen Unternehmen – sowohl Unternehmen, die nur Personenverkehre aufweisen und Pkw-Flotten betreiben, als auch Unternehmen mit Lkw, Nutzfahrzeugen und/oder Flurförderfahrzeugen; Bauunternehmen sowie Unternehmen der KEP37- und Logistikbranche. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt bei diesen Unternehmen. Sie werden dabei durch Förder- und Beratungsmaßnahmen sowie die Schaffung infrastruktureller Rahmenbedin-gungen durch die Verwaltung der Stadt Köln unterstützt. Ziel der Maßnahme  Das Ziel dieser Maßnahme ist es, Wirtschafts- und Güterverkehre durch einen Wechsel bei den An-triebstechnologien, die Verlagerung von Transporten auf kohlenstoffarme und kohlenstofffreie Trans-portmittel sowie die Reduzierung des Fahrtenaufkommens und der zurückgelegten Distanzen klima-schonender zu gestalten. Zudem sollen Beschäftigtenverkehre reduziert und klimaschonender er-bracht werden   
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37 KEP:  Kurier-, Express- und Paketdienste

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Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 4.3.1.1 Mobilitätsmanagement 4.3.1.2 Optimierung urbaner Wirtschaftsverkehre 
8.7.4 Übergreifende Maßnahmen Beschreibung Dieser Handlungsschwerpunkt umfasst die Maßnahmen, die sowohl den Personen- als auch den Wirtschafts- und Güterverkehr adressieren. Für beide Bereiche umfasst der Handlungsschwerpunkt Maßnahmen zur Vermeidung von motorisierten Verkehren, deren Verlagerung als auch deren effizien-terer Erbringung. Ziele  Für diesen Handlungsschwerpunkt ist es das Ziel, gleichermaßen für den Personenverkehr als auch für den Wirtschafts- und Güterverkehr ein klimaschonendes Mobilitätssystem in Köln und die Region zu schaffen. Organisatorische, administrative, und ordnungsrechtliche Maßnahme sollen eine Redu-zierung und Verlagerung dieser Verkehre bewirken. Die verbleibenden Verkehre sollen dort wo dies möglich ist auf andere Antriebstechnologien umgestellt werden. Sämtliche Maßnahmen sollen die Erreichbarkeit relevanter Ziele für den Personen- und den Wirtschafts- und Güterverkehr sicherstellen. Auch sollen sie sicherstellen, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten der in Köln ansässigen oder aktiven Unternehmen weiterhin in der Art und Weise möglich sind, dass Köln als attraktiver Wirtschafts-standort erhalten bleibt.  Zeitlicher Umsetzungshorizont 2022 - 2035 Faktoren für die Umsetzung Da dieses Handlungsfeld Personen- als auch Wirtschafts- und Güterverkehre adressiert, sind auch die für diese Verkehrsarten entsprechenden Faktoren ausschlaggebend für die Wirksamkeit der Maß-nahmen. Um die notwendige Verhaltensänderung bei der Verkehrsmittelwahl im Personenverkehr zu erreichen, ist eine deutliche Verbesserung der Nutzungsbedingungen für die Alternativen zum Auto und parallel dazu eine De-Attraktivierung der Autonutzung in Köln notwendig. Dies beinhaltet auch die Neuverteilung des Verkehrsraums in der Stadt zwar zu Gunsten des Umweltverbundes und zu Un-gunsten des Autos. Bei den Wirtschafts- und Güterverkehren bedarf es insbesondere für die Be-schleunigung des Umstiegs auf alternative Antriebe bei gewerblich genutzten Fahrzeugen einer Sen-sibilisierung der Fuhrparkverantwortlichen in den adressierten Unternehmen. Hierbei ist es aus-schlaggebend, dass die Stadt Köln über ihre Kommunikationskanäle und Beratungsangebote die in Köln ansässigen und aktiven Unternehmen erreicht, für die Belange klimaschonenderer Wirtschafts-verkehre sensibilisiert und die Benefits nachhaltiger gewerblicher Mobilität kommuniziert. Ebenso relevant für eine Beschleunigung der Antriebswende in Unternehmen ist die Wirtschaftlichkeit der Umstellung des Fuhrparks für die Unternehmen aus betriebswirtschaftlicher Perspektive. Von der Stadt Köln aufgelegte Förderprogramme für die Beschaffung elektrischer Fahrzeuge oder der zu ihrer Versorgung notwendigen Ladeinfrastruktur, die an Bundes- und Landesförderprogramme andocken,

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können Unternehmen mit eigener Flotte zusätzlich motovieren, konventionelle durch elektrisch be-triebene Fahrzeuge zu substituieren. Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln Die Einflussmöglichkeiten der Stadt ergeben sich im Personenverkehr aus ihrer direkten Zuständigkeit für die Förderung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes als Alterative zum Auto. Gleiches gilt für die Stadt- und Siedlungsplanung, über die eine ausgewogene Mischung und Nutzung städtischer Funktionen und kurze Wege geschaffen oder erhalten werden können, die sich einfach, sicher und komfortabel ohne Auto zurücklegen lassen. Für Wirtschafts- und Güterverkehre ist es die Verfügbar-keit städtischer Flächen, die eine Grundvoraussetzung für die Etablierung neuer Logistik-Konzepte wie City-Hubs und Mikro-Depots ist. Die Flottenumstellung sowohl in privaten als auch in gewerblichen Flotten kann die Stadt Köln durch die rechtliche Bevorzugung von Nutzfahrzeugen mit alternativem Antrieb gegenüber Fahrzeugen mit konventionellem Verbrennungsmotor befördern. Auch hier kann das Auflegen eigenen Förderprogramme durch die Stadt die Flottenumstellung unterstützen bezie-hungsweise beschleunigen.  Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Verbesserung von Effizienz und Antrieben • Verkehrsintegration und übergreifende Maßnahmen 8.7.4.1 Maßnahme: Verbesserung von Effizienz und Antrieben Beschreibung der Maßnahme Der Stadt Köln bieten sich viele Möglichkeiten, den notwendigen Prozess der Elektrifizierung der Flot-ten zu unterstützen und zu beschleunigen. Neben den Aktivitäten im eigenen Fuhrpark und bei ÖPNV-Flotten, ist vor allem die Konzeption, Planung und Bereitstellung der notwendigen Ladeinfrastruktur sowie die Information, Kommunikation und konkrete Beratung von in Köln aktiven gewerblichen Flot-tenbetreibern und den Pkw nutzenden Kölner Bürger*innen voranzutreiben. Zudem werden durch eine Optimierung der Verkehrslenkung die Verkehrsabläufe in Köln insbesonde-re für den motorisierten Verkehr verbessert. Damit die Verbesserung des Verkehrsflusses und die Reduzierung von Parksuchverkehren nicht zu induzierten Verkehren führt, erfolgt die Umsetzung pa-rallel und verkehrlich abgestimmt zum Abbau von Privilegien für den Pkw. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Zielgruppe dieser Maßnahme sind Verkehrsunternehmen, Fuhrparkmanager*innen des Konzerns Stadt Köln, in Köln ansässige und aktive Unternehmen und Bürger*innen, die auch zukünftig ein Auto nutzen möchten. Umsetzungsrelevante Akteur*innen sind in Köln aktive Energieversorger, (kommu-nales) Verkehrsunternehmen, Verwaltung, Verkehrs- und Umweltverbände. Ziel der Maßnahme  Eine der zentralen Strategien für ein klimaschonenderes Verkehrssystem ist die Antriebswende. Fahr-zeuge mit konventionellen Verbrennungsmotoren sollen dabei durch Fahrzeuge mit kohlenstoff-armen und kohlenstoff-freien Antrieben ersetzt werden. Der Fokus der Antriebswende liegt dabei auf dem Ausbau der Elektromobilität. Das Ziel dieser Maßnahme ist die Beschleunigung der Substitution von Fahrzeugen mit konventionellem Verbrennungsmotor durch elektrisch angetriebene Fahrzeuge. Das

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Ziel einer verbesserten Verkehrslenkung und verbesserter Verkehrsabläufe ist über alle Antriebsarten hinweg die Minderung der Energieverbräuche und damit einhergehenden CO2-Emissionen des moto-risierten Verkehrs je zurückgelegtem Kilometer.  Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 4.4.1.1 Förderung Elektromobilität 
8.7.4.2 Maßnahme: Verkehrsintegration und übergreifende Maßnahmen Beschreibung der Maßnahme Mit dieser Maßnahme werden in Köln flächendeckend verfügbare Angebote für die gesamte Wege-kette geschaffen, die eine vollwertige Alternative zur Nutzung des (privaten) Pkw bieten. Ergänzend zum ÖPNV werden zudem On-Demand-Angebote ausgebaut. Alle städtebaulichen und verkehrsplane-rischen Prozesse orientieren sich dabei am Leitbild der Stadt der kurzen Wege. Die Planungsabläufe in der Verwaltung der Stadt Köln bis hin zur Umsetzung der geplanten verkehrlichen Klimaschutzmaß-nahmen werden optimiert und beschleunigt.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Zielgruppe dieser Maßnahme sind die Kölner Bürger*innen und die Bürger*innen der Region. Umset-zungsrelevante Akteur*innen sind die Verwaltung der Stadt Köln und die Verwaltungen der Umland-gemeinden. Ziel der Maßnahme  Das Ziel dieser Maßnahme ist es, durch die Verknüpfung des Umweltverbunds mit neuen und innova-tiven Mobilitätsangeboten, diese so zu attraktivieren und zu ergänzen, dass Pkw-Wege auf der ge-samten Wegekette durch das Angebot von attraktiven, intelligenten und verknüpft nutzbaren Mobili-tätsangeboten ersetzt werden können. Dieses Ziel wird durch eine Stadt- und Verkehrsplanung unter-stützt, die auf den Erhalt oder die Schaffung der hierfür förderlichen beziehungsweise notwendigen Siedlungs- und Verkehrsstrukturen ausgerichtet ist.  Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 4.4.2.1 Ausbau von Sharing-Angeboten und multimodale Integration 4.4.2.2 Stadt der 15 Minuten 4.4.2.3 Integrierte Verkehrsplanung und Planungsbeschleunigung

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8.8 Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern  Beschreibung  Klimaschonendes Verhalten hat eine zentrale Bedeutung für das Erreichen einer Klimaneutralität 2035. Jede*r Bürger*in kann durch private Konsum- und Verhaltensentscheidungen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Darüber hinaus unterstützt das Bewusstsein über die eigenen Handlungs-möglichkeiten die Akzeptanz für die Umsetzung der Maßnahmen auf gesamtstädtischer Ebene und in allen weiteren Handlungsfeldern. Das Handlungsfeld "Lebensstil und Bildung" stellt daher Maßnah-men und Aktivitätenempfehlungen in den Mittelpunkt, die gute Rahmenbedingungen für nachhaltiges und klimaschonendes Verhalten schaffen. Um die THG-Reduktionspotenziale zu heben, formuliert das Handlungsfeld spezifische Schwerpunkte und Maßnahmen, um Kölner Bürger*innen zu aktivieren, zu qualifizieren und die neuen Handlungsroutinen in die breite Anwendung zu bringen. Beitrag zum Erreichen der Klimaneutralität „energetische Emissionen“ Die eindeutig auf die BISKO-Bilanz der Stadt Köln anrechenbaren Beiträge beziehen sich auf die ver-haltensbezogenen, energetischen Reduktionspotenziale der privaten Haushalte. Damit das Ziel der Klimaneutralität erreicht werden kann, muss das THG-Emissionsniveaus der energetischen Emissio-nen in diesem Handlungsfeld um 0,4 Millionen Tonnen pro Jahr sinken. Die Einsparungen können insbesondere in den Bereichen Wohnen und Energie sowie Mobilität erzielt werden: • Wohnen und Energie: Nachhaltige Wohnformen und verhaltensbezogene Potenziale zur Ener-gieeinsparung stehen im Mittelpunkt dieses Handlungsthemas. Auch ohne große Investitionen kann jede*r Kölner Bürger*in einen Beitrag zur Energieeinsparung im Haushalt leisten: Sei es durch richtiges Lüften und Heizen, Trocknen oder das Waschen. Während der Raumwärmebe-darf pro Quadratmeter durch Effizienzsteigerungen im Heizungsbereich und bessere Dämm-standards immer weiter sinkt, steigen die Wohnfläche pro Kopf sowie die Komfortansprüche an, sodass Einsparungen aufgezehrt und der Gesamtwärmebedarf stagniert bzw. ansteigt. Der demografische Wandel mit kleiner werdenden Haushalten, der Trend zum Single Wohnen, der Mangel an (bezahlbaren) Wohnraum, die Schonung der Ressourcen und die Klimakrise sind An-forderungen, die intelligente Wohnkonzepten erfordern. Das Reduktionspotenzial wird auf ins-gesamt 95 %38 der  • Mobilität: Klimaschonendes Mobilitätsverhalten erfordert einen guten Zugang zu klimascho-nenden Mobilitätsangeboten. Das Angebot und das Vorhandensein der Infrastruktur allein füh-ren jedoch nicht unmittelbar zu deren Nutzung. Gerade das Verkehrsverhalten erfährt bereits in jungen Jahren eine starke Prägung und die Änderung des Verhaltens stößt oft auf großen Wi-derstand. Das stark von Gewohnheiten geprägte Mobilitätsverhalten macht Veränderung be-sonders schwer und erfordert längerfristig angelegte Prozesse. Das Reduktionspotenzial wird auf insgesamt 5 %39 der Beitrag zum Erreichen der Klimaneutralität nicht-energetische Emissionen Zusätzlich zu den energetischen Treibhausgasemissionen in den Bereichen Wohnen, Energie und Mobilität, berücksichtigt das Handlungsfeld bewusst Reduktionsmöglichkeiten der nicht-energetischen Emissionen im Bereich Ernährung und Konsum. Ausgehend von mittleren THG-––––––––––––– 
38 Vergleiche Potenzialberechnung verhaltensbezogene Maßnahmen im Band 3 39 Vergleiche Potenzialberechnung verhaltensbezogene Maßnahmen im Band 3

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Emissionen pro Kopf für Ernährung und Konsum in Höhe von 5,9 Tonnen pro Person und Jahr40 wer-den durch Konsumentscheidungen der Kölner Bürger*innen ca. 6,4 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ausgelöst. Diese Emissionen können nicht eindeutig der Kölner Treibhausgasbilanz zugeordnet wer-den, da die Emissionen überwiegend bei der Produktion entstehen und damit außerhalb des Territori-ums der Stadt Köln. Im Sinne einer globalen Verantwortung sind Maßnahmen und Aktivitätenempfeh-lungen zur Reduktion der Emissionen im Bereich Ernährung und Konsum Teil dieses Handlungsfelds und werden nachrichtlich aufgenommen.  • Potenziale im Bereich Ernährung und Konsum sind: Klimaschonende Ernährung und klimascho-nender Konsum ist durch eine Vielzahl kleiner, alltäglicher Handlungen und Konsumentschei-dungen geprägt. Potenziale können z. B. durch den Kauf langlebiger Produkte, Reparatur zu schaden gekommener Dinge statt Neukauf, Tauschen und Ausleihen, Konsum von regionalen und saisonalen Lebensmitteln, bewusstem Essverhalten sowie den Verzehr von Erzeugnissen aus dem eigenen Garten gehoben werden. In Summe und bei einer umfassenden gesellschaft-lichen Anwendung können so erhebliche Effekte der Treibhausgasreduktion erzielt werden.  Rahmenbedingungen Transformation zu nachhaltigen Lebensstilen ist eine systemische Aufgabe: Die Verantwortung liegt nicht allein bei den Kölner Bürger*innen als Konsument*innen. Klimaschonende Verhaltensroutinen in die breite Anwendung zu bringen, ist eine systemische und gesamt gesellschaftliche Aufgabe: Anbie-tende und Unternehmen leisten ihren Beitrag durch nutzenbringende, erschwingliche Angebote und Dienstleistungen. Die Stadt Köln hat die Verantwortung, gute Rahmenbedingungen auch für Men-schen mit geringem Einkommen zu schaffen. Das Zusammenspiel von Bürger*innen, Anbietenden klimaschonender Produkte sowie der Stadt Köln bestimmt die Rahmenbedingungen die Transformati-on hin zu nachhaltigen Lebensstilen: • Bürger*innen- Werteeinstellung und tradierte Konsummuster beeinflussen individuelle Ent-scheidungen: Die Transformationsforschung geht davon aus, dass sich Werteinstellungen einer Gesellschaft durch Leitmilieus verändern (Diffusionsmodell) und ausstrahlen. Es wird davon ausgegangen, dass sich eine Gruppe verändert, wenn eine kritische Menge von mindestens 10 % bis 25 % ihre Werte, Meinungen und Verhaltensweisen ändert. Die Veränderung der do-minierenden Werte und Leitbilder wie die Produktions- und Konsumkultur lassen sich z. B. durch erfolgreiche Transformationserzählungen oder positive Visionen in den Leitmilieus beein-flussen.  • Stadt Köln - beeinflusst Rahmenbedingungen und ist Vorbild: Der Stadt Köln kommt eine wich-tige Rolle zu: Die Stadt Köln kann ihren Bürger*innen zwar keine Vorgaben für klimaschonende Lebensentwürfe und Lebensziele machen. Die Entscheidungen werden auf unterschiedlichen Ebenen (Individuum, Haushalt, Schule, Freizeit, Nachbarschaft etc.) getroffen. Gleichwohl kön-nen Transformationsprozesse für mehr energie- und klimaschonendes Verhalten in der Stadt-gesellschaft von der Stadt Köln im Rahmen der kommunalen Selbstbestimmung aktiv gestaltet, beschleunigt und in Teilen gesteuert werden. Bildung für Nachhaltigkeit ist dabei ein zentraler Hebel mit hohem kommunalen Einflusspotenzial, um klimaschonendes Verhalten in eine breite Anwendung zu bringen. Zudem kommt der Stadt Köln eine besondere Rolle als Vorbild zu.   • Unternehmen - schaffen ein positives Umfeld für klimaschonende Entscheidungen: Eine wich-tige Rolle übernehmen städtische Unternehmen, Initiativen und Anbieter energie- und klima-schonender Angebote: Sie wirken auf das Entscheidungsumfeld der Bürger*innen aktiv ein, um ––––––––––––– 
40 https://uba.co2-rechner.de/de_DE/, 16.2.2022

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den Kreis der Menschen zu erweitern, die sich für energie- und ressourcenschonende Angebo-te und Verhaltensroutinen entscheiden und sich so aktiv für mehr Klimaschutz und Nachhaltig-keit in Köln engagieren.  Ziele • Ziel ist es, Kölner Bürger*innen aller Alters- und Lebensphasen zu klimaschonenden Lebenssti-len zu ermutigen, zu aktivieren, zu qualifizieren und so die Verankerung in Köln voranzutreiben.   • Bis 2035 sollen 250.000 Bürger*innen konkret erfahren, dass sie mit Unterstützung der Stadt Köln und unter Beteiligung von Unternehmen und Initiativen selbst etwas tun können.  • Es erfolgt eine signifikante Ausweitung und strukturelle kommunale Verankerung der Netz-werkbildung mit eingebetteten Bildungs-, Ausprobier- und Qualifizierungsangeboten zur Reduk-tion des Ressourcenverbrauchs und der THG-Emissionen bis 2025 in den Handlungsthemen Ernährung und Konsum, Wohnen und Energie sowie Mobilität41.  • Der Prozess muss zielgruppengerechte und prozessgenaue Beziehungsarbeit (individuell, rele-vant, erwünscht) zwischen privaten Entscheider*innen, Anbieter*innen und der Stadt Köln si-cherstellen. • Die energetischen Anteile werden dabei der BISKO-Bilanz der Stadt Köln zugeordnet, perspek-tivisch werden auch die nicht energetischen Emissionen (insbesondere im Bereich Ernährung und Konsum) als Nebenbilanz bilanziert.  • Insbesondere die Lebensmittelverschwendung wird drastisch reduziert. Dazu gehört, dass in der Außer-Haus-Verpflegung die Quote der Tellerreste bis 2030 auf höchstens 10 %42 reduziert wird der Lebensmittelhandel nicht mehr verkaufsfähige aber noch verzehrfähige Produkte an Foodsharing-Initiativen oder Tafeln weitergibt.  Handlungsschwerpunkte Für das Handlungsfeld werden drei thematische Handlungsschwerpunkte formuliert:  • Klimaschutz im Alltag – Zielgruppe privater Haushalte • Klimaschutz in Bildungseinrichtungen – Zielgruppe Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Lehrende • Klimaschutz in Kultur und Freizeit – Zielgruppe Kulturschaffende und Anbieter*innen von Frei-zeiteinrichtungen und Nachhaltigkeit Im Folgenden werden die strategischen Handlungsschwerpunkte und Maßnahmen beschrieben.   
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41 Die Zielformulierung erfolgt in Anlehnung an die Ausarbeitungen der Projektgruppe Ernährung und Konsum vom 18.11.2020 42 Die Zielformulierung erfolgt in Anlehnung an die Ausarbeitungen der Projektgruppe Ernährung und Konsum vom 18.11.2020

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8.8.1 Klimaschutz im Alltag – Zielgruppe privater Haushalte Beschreibung Persönliches Verhalten und individuelle Entscheidungsroutinen bestimmen das Handeln im Alltag und somit auch den ökologischen Fußabdruck eine*r jeden Bürger*in. Dem Handlungsschwerpunkt liegt die These zugrunde, dass Selbstwirksamkeit, also das Empfinden, selbst einen Beitrag gegen die Klimaerhitzung leisten zu können, ein wesentlicher Antrieb für mehr klimaschonendes Handeln ist. Der Handlungsschwerpunkt stellt daher Maßnahmen und Aktivitätenempfehlungen in den Mittel-punkt, die die Selbstwirksamkeit der Bürgerinnen und Bürger für klimaschonendes Handeln stärken und die verhaltensbezogenen Potenziale zur Reduktion der Treibhausgase heben.   Ziele • Der Handlungsschwerpunkt „Klimaschutz im Alltag“ hat zum Ziel, die mit dem individuellen Handeln im Alltag verbundenen energetischen Treibhausgasemissionen bis 2035 um 20% zu reduzieren.   • Im Rahmen der städtischen Öffentlichkeitsarbeit für Verbraucherinnen und Verbraucher werden spätestens ab 2023 gezielte Aktivitäten umgesetzt, die zu einem klimafreundlichen Verhalten motivieren und einen Beitrag zur THG-Reduktion leisten. Zeitlicher Umsetzungshorizont  2023 bis 2035 Faktoren für die Umsetzung Welche Faktoren müssen für die Umsetzung beachtet werden? Wo liegen Risiken? Welche Chancen können genutzt werden? • Mitmachangebote ohne erhobenen Zeigefinger etablieren: Angesichts der gesellschaftlichen Transformationsaufgabe ist es wichtig, die Veränderung von Werten und Konsummustern als Ergebnis eines Diffusionsprozesses zu verstehen, der nicht von oben herab verordnet und im Detail geplant werden kann. Ansonsten besteht das Risiko, Widerstände zu fördern und Ge-genbewegungen zu stärken. Um Menschen zum Mitmachen zu gewinnen, braucht es daher lebensnahe Visionen und Veränderungsziele, Argumente mit Überzeugungskraft sowie konkre-te Erfolgserlebnisse. Voraussetzung hierfür ist ein wertschätzendes und partnerschaftliches Umfeld „ohne erhobenen Zeigefinger“ mit Angeboten zum Mitmachen, Ausprobieren und zur Entwicklung individueller klimaschonender Verhaltenskompetenzen – auch wenn die CO2-Reduktion dabei nicht vorrangiges Ziel, sondern Zusatznutzen ist.  • Handlungswissen für Klimaschutz im Alltag verbessern: Ein zentrales Hemmnis beim Wandel zu einem nachhaltigen Lebensstil stellen die im Alltag vorherrschenden Routinen dar. Eine kog-nitive Auseinandersetzung wird häufig durch einen fehlenden wahrgenommenen Nutzen und einen erhöhten Aufwand für die Alltagsorganisation verhindert. Klimaschonendes Handeln setzt daher Handlungswissen voraus. Die eigenen Fähigkeiten (wieder) zu entdecken (bspw. Dinge zu reparieren), diese zu fördern und die positiven Effekte auf das eigene Leben und Wohlbefin-den zu erfahren, ist ein Schlüssel zur Akzeptanz. Gewöhnung und Routinen für energetische und ressourcenschonende Handlungsalternativen in die Breite zu tragen ist daher zwingend er-forderlich. Nur so können wirkliche messbare Veränderungen erzielt werden. • Räume für Innovationen und neue Erfahrungen: Die erforderliche Transformation benötigt ein innovationsfreundliches Umfeld. Es müssen Möglichkeiten des Ausprobierens geschaffen wer-

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den und Räume, in denen sich Innovationen weiterentwickeln können. Ein aktives Nischenma-nagement entwickelt die erforderlichen Akteursnetzwerke, unterstützt Nischen-Innovationen und deren Ausbreitung sowie das Lernen voneinander (Bezug Handlungsfeld 6). • Vertrauen für die breite Anwendung schaffen - Informationsdefizite mindern: Klimaschonende Entscheidungen benötigen Transparenz und Hilfestellung bei der Entscheidung. Die Informati-onslage über Umwelteigenschaften von Produkten und Dienstleistungen ist häufig intranspa-rent. Label und Produkthinweise sind oft eher verwirrend. Das verlässliche Wissen, ob ein Pro-dukt wirklich klimaschonend ist, ist nicht vorhanden. Dies führt zu Unsicherheit, Fehlsteuerun-gen und im Zweifel zu Frustration auf Seiten der Konsumenten. Missbrauch (bspw. Green washing) bei der Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen belasten das Vertrauen und führen zur Ablehnung. Auch auf Anbieterseite ist eine Transparenz durch komplexe, globale Wertschöpfungsketten schwierig zu realisieren. • Akzeptanz schaffen durch Stärkung der Gemeinschaft – Ungleichheit bekämpfen: Lebenszu-friedenheit hängt von der Chance zur Teilhabe ab. Starke Gemeinschaften bauen ein Sozialkapi-tal auf und sind stabil in Krisen- und Veränderungssituationen. Große Unterschiede, empfunde-ne Ungerechtigkeiten behindern die Transformation und führen zu Widerständen. Die Bekämp-fung von Ungleichheit und die Stärkung der Gemeinschaft ist daher Erfolgsfaktor. Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln • Koordinierung und Durchführung von Kampagnen • Konzepterstellung • Projektförderungen • Bereitstellung von Räumlichkeiten Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Mitmach-Angebote zur Aktivierung und Qualifizierung Kölner Bürger*innen durchführen (5.1.1.) • Innovations- und Erfahrungsräume mit Unternehmen und der Zivilgesellschaft fördern und er-weitern (5.1.2.) • Klimaschonendes und nachhaltiges Verhalten in die breite Anwendung bringen (5.1.3.) 8.8.1.1 Maßnahme Mitmachkampagne zur Aktivierung und Qualifizierung Kölner Bürger*innen durchführen Beschreibung der Maßnahme Die Mitmachkampagne bildet das Dach für eine Aktivierungs- und Qualifizierungsstrategie der Kölner Bürger*innen. Das Kampagnenkonzept bringt hierfür Bürger*innen mit Anbietern klimaschonender Angebote auf unterschiedlichen Qualifizierungsebenen zusammen – von niedrigschwelligen Mit-machangeboten bis zu umfassenden Schulungen und Beratungen. Die Anbieter bringen sich als Un-terstützer, Themenpaten oder Entwickler ein, die Bürger*innen setzen individuelle Ziele und erhalten Unterstützung beim Ausprobieren, Testen und Verstetigen der klimaschonenden Verhaltensweisen. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten

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Zielgruppe der Maßnahme sind Kölner Haushalte sowie Unternehmen und Organisationen, die als Anbieter und Themenpaten Möglichkeiten des Testens und Ausprobierens klimaschonender Verhal-tensweisen im Alltag bieten.   Ziel der Maßnahme Ziel der Maßnahme ist, die Entwicklung und Umsetzung einer Mitmachkampagne, die zum eigen-ständigen Handeln qualifiziert (Selfempowerment) und dazu ermutigt, einen individuellen Beitrag zum Klimaschutz in Köln zu leisten. Die Maßnahme soll das Gefühl von Zugehörigkeit fördern. Durch die Kampagnenarbeit sollen bis 2035 250.000 Kölner Bürgerinnen und Bürger zu eigenen Klimaschutzak-tivitäten aktiviert und motiviert werden. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 5.1.1.1. Mitmachkampagne klimaneutrales Köln

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8.8.1.2 Maßnahme Innovations- und Erfahrungsräume mit Unternehmen und der Zivilgesellschaft fördern und erweitern Beschreibung der Maßnahme Veränderungen entstehen vor allem aus Innovationen. Gesucht werden „Pioniere des Wandels“: Sie sind Verbündete, die Innovationsnischen und Erfahrungsräume (Reallabore) schaffen, in denen neue klimaschonende Angebote entstehen, gemeinsam von Anbietern und Nutzern entwickelt und gelebt werden.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Zielgruppe sind Unternehmen mit klimaschonenden Produkten und Dienstleistungen sowie Zivilge-sellschaftliche Organisationen Ziele der Maßnahme Bis 2025 sind Formate zur Unterstützung von „Pionieren des Wandels“ weiterzuentwickeln und neu einzuführen, um die Nutzenebenen klimaschonender Angebote und Produkte in den Bereichen Ernäh-rung und Konsum, Wohnen und Energie sowie Mobilität zu erfassen und zu verbessern. So sollen neue Verhaltensangebote geschaffen werden, die als richtungsweisende Vorbilder dienen. Die Ver-netzung der Akteure untereinander hilft dabei, den Kreis zu erweitern und neue Erfahrungsräume mit Leben zu füllen. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 5.1.2.1. Neue Ideen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Köln fördern 5.1.2.2. Innovations- und Erfahrungsräume für Klimaschutz und Nachhaltigkeit schaffen

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8.8.1.3 Maßnahme Klimaschonendes und nachhaltiges Verhalten in die breite Anwendung bringen Beschreibung der Maßnahme Der Schritt aus der Nische gelingt, wenn Angebote mehr Menschen erreichen. Das setzt Vertrauen für die breite Anwendung und die Minderung von Informationsdefiziten voraus. Die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und die Vermeidung von Ungerechtigkeitsempfindungen fördert die Akzep-tanz. Die Maßnahme bündelt hierzu Aktivitätenempfehlungen, die klimaschonendes Verhalten in Köln in die breite Anwendung bringt. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Zielgruppe sind die Kölner Bürger*innen. Verantwortlich für die Umsetzung sind: Koordinierungsstelle Klimaschutz, Amt für Schulentwicklung, Amt für Kinder, Jugend und Familie; Gebäudewirtschaft unter Einbeziehung des Ernährungsrates für Köln und Umgebung e.V. sowie der Verbraucherzentrale NRW Ziele der Maßnahme Das Ziel der Maßnahme ist daher die Gestaltung eines Umfelds, in dem Kölner Bürger*innen sich für klimaschonendes Handeln entscheiden können. Durch die Art der Vermittlung und Kommunikation, Bildung, die Schaffung von Handlungsanreizen und Entscheidungsimpulsen kann das Umfeld für kli-maschonende Entscheidungen aktiv gestaltet werden. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 5.1.3.1. Wünsche und Anforderungen der Bürger*innen in Bezug auf Klimaschutz und Nachhaltig-keit systematisch erfragen (z.B. Panel-Befragung) 5.1.3.2. Lebensmittelverschwendung in der Außer-Haus-Verpflegung reduzieren

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8.8.2 Klimaschutz in Bildungseinrichtungen – Zielgruppe Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Lehrende Beschreibung Die Anlagen für individuelle klimaschonende Konsum- und Verhaltensentscheidungen werden bereits in jungen Jahren gelegt. Durch die aktive Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in den mehr als 300 Kölner Schulen und 700 Kitas hat die Stadt Köln in Zusammenarbeit mit der Bezirksre-gierung Köln und privaten Trägern sowohl ein direktes als auch ein indirektes Einflusspotenzial, um klimaschonendes Verhalten frühzeitig zu verankern. Ziele • Bis 2030 soll in allen Schulen im Stadtgebiet Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Schulprogramm verankert werden. • An allen offenen Ganztagen der Kölner Schulen und Kitas finden spätestens ab 2025 konkrete Maßnahmen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung regelmäßig (mindestens einmal pro Jahr) statt. Besondere Schwerpunkte werden dabei auf Ernährung und Konsum gelegt. • Durch die Verankerung Qualifizierung soll ein Multiplikatoreneffekt in der gesamten Kölner Stadtgesellschafft gefördert, die Transformation zu mehr klimaschonendem Verhalten be-schleunigt und eine signifikante Reduktion der Treibhausgasemissionen erreicht werden. Zeitlicher Umsetzungshorizont 2023 bis 2035 Faktoren für die Umsetzung Welche Faktoren müssen für die Umsetzung beachtet werden? Wo liegen Risiken? Welche Chancen können genutzt werden? • Ressourcenverfügbarkeit: Die finanziellen und personellen Belastungen im Bildungsbereich sind bereits sehr hoch. Die digitale Transformation, bauliche Sanierungen und Neubauten, Belastun-gen durch die Pandemie erfordern bereits ein hohes Engagement der Bildungsträger sowie der pädagogischen Teams. Die Verankerung von BNE in den Schulen und Kitas erfordert daher in-telligente Lösungen, um die finanziellen und personellen Belastungen möglichst gering zu hal-ten. • Alters- und schulformgerechtes Handeln: Die rund 145.000 Schüler*innen in Köln verteilen sich auf verschiedene Schulformen und Altersklassen. Die Bandbreite reicht von Berufsbildende Schulen, die ca. 28 % der Schüler*innen besuchen, bis zu Grundschulen, die von ca. 26 % Schüler*innen besucht werden. Hinzu kommen rund 32.000 KiTa Plätze für über dreijährige Kinder. Diese Bandbreite erfordert zielgruppen- und altersgerechte Lösungen. • Netzwerkbildung und Kooperation: Die Trägerlandschaft in Köln ist vielfältig. Von den ca. 700 Kitas in Köln werden ca. 260 von der Stadt Köln betrieben. Ebenso in der Trägerschaft der Stadt Köln befinden sich die Grundschulen. Die weiterführenden Schulen befinden sich in der Träger-schaft der Bezirksregierung Köln. Hinzu kommen vielfältige institutionelle und private Träger, wie z. B. das Erzbistum Köln. Die schrittweise Implementierung von Themen der nachhaltigen Entwicklung in alle Schulformen und Kitas setzt daher ein konzertiertes und abgestimmtes Vor-gehen voraus. Die Vernetzung fördert das Lernen voneinander und schützt Ressourcen bei der Umsetzung.

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Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln • Koordinierungsaufgaben • Umsetzung in städtischen Schulen • Beratung und Unterstützung in Einrichtungen “Dritter” 8.8.2.1 Maßnahme Erfahrungs- und prozessbasierte Ernährungs- und Umweltbildung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit Beschreibung der Maßnahme Die Maßnahme setzt darauf, eine erfahrungs- und prozessbasierte Umweltbildung an allen Kölner Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen zu implementieren. Der verhaltensorientierte Ansatz zielt auf eine Ermutigung und zu mehr Selbstvertrauen bei der Entwicklung, Anwendung und Vermitt-lung von individuellem Wissen und Fähigkeiten. Fähigkeiten werden idealerweise durch das eigene Tun und die damit verbundene Erfahrung der eigenen Selbstwirksamkeit erworben. Die Kinder und Jugendlichen können im Idealfall zudem als Multiplikator*innen bis in die Elternhäuser hineinwirken. Die Maßnahme setzt dabei auf schrittweises Vorgehen: In Reallaboren werden zunächst zielgruppen-gerechte Konzepte und Lösungen für alle Schulformen und für den Einsatz in Kitas entwickelt, die Erfahrungen werden aufbereitet und in einem Netzwerk allen Akteur*innen zur Verfügung gestellt. Coaches begleiten den Prozess zur Einführung und Implementierung von Bildungsangeboten, konkre-te Erfahrungsräume (außerschulisch und in den Einrichtungen) schaffen Raum und Gelegenheiten zur praktischen Anwendung. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Schüler*innen, KiTa-Kinder, Lehrende, Erziehende, Eltern Ziele der Maßnahme Ziel ist es, den individuellen Erfahrungs- und Handlungsrahmen zu klimaschonendem Verhalten und Nachhaltigkeit zu erweitern und dabei das Zugehörigkeitsgefühl der Schüler*innen zu stärken. Das Zugehörigkeitsgefühl entsteht durch die Anerkennung des Engagements und die Erkenntnis, einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 5.2.1.1. Schulische Nachhaltigkeitsbildung zu Ernährung, Konsum und klimaschonendem Verhal-ten 5.2.1.2. Aufbau eines Monitorings im Bildungsbereich: Ernährung, Energie und Mobilität

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8.8.3 Klimaschutz in Kultur und Freizeit – Zielgruppe Kulturschaffende und Anbieter von Freizeiteinrichtungen als Multiplikatoren Beschreibung Gesellschaftliche Transformationsprozesse beginnen mit veränderungsbereiten Menschen als Pio-nier*innen und Vorbilder. Köln hat eine breite Kulturszene und ist als Tourismusziel weltweit bekannt. Der Kultur, Freizeit und Tourismussektor stellen damit ein großes Potenzial dar, um Themen der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes in Köln und über die Grenzen der Stadt hinaus als Vorbild und Multiplikator zu transportieren.  Ziele • Kölner Kulturschaffende, Museen und Kultureinrichtungen, Anbieter von Freizeiteinrichtungen als Multiplikator*innen und Pionier*innen für klimaschonendes Handeln zu gewinnen und zu unterstützen. • Die laufende Steigerung bis hin zur flächendeckenden Implementierung von Mehrweg statt Einweg zur Reduzierung des Abfall- und Verpackungsaufkommens ist sichergestellt.  • In der Außer-Haus-Verpflegung (z. B. Gemeinschaftsverpflegung, Restaurants) werden Maß-nahmen zur Lebensmittelsicherung umgesetzt, sodass signifikant weniger Lebensmittelabfälle anfallen. Die Quote der Tellerreste wird bis 2023 auf höchstens 15 % und bis 2030 auf höchs-tens 10 % reduziert. Zeitlicher Umsetzungshorizont 2023 bis 2035 Faktoren für die Umsetzung Netzwerkbildung und Kooperation: Die Kultur- und Freizeitlandschaft in Köln ist vielfältig. Bestehende Strukturen und Netzwerke im Kultur- und Freizeitbereich müssen verstärkt auch zu Klima- und Nach-haltigkeitsthemen eingebunden werden.  Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln • Übernahme Koordinierungsaufgaben und Netzwerkbildung • Projektförderung • Umsetzung in städtischen Kultur- und Freizeiteinrichtungen  • Übernahme Vorbildfunktion 8.8.3.1 Kulturschaffende und Anbieter*innen von Freizeiteinrichtungen als Multiplikatoren für Klimaschutz und Nachhaltigkeit fördern Beschreibung der Maßnahme Die Maßnahme soll Potenziale zur THG-Reduktion in Kultur- und Freizeiteinrichtungen insbesondere für Veranstaltungen reduzieren.

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Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Veranstalter, Anbieter*innen von Freizeiteinrichtungen Ziele der Maßnahme • Reduktion der THG-Emissionen  • Umsetzung von Kommunikations- und Vermittlungsaktivitäten zur Förderung der Multiplikator Wirkung Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 5.3.1.1. Leitlinien für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement

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8.9 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen  Beschreibung Die Transformation der Stadtgesellschaft auf dem Weg zur Klimaneutralität und die besondere Rolle und Verantwortung des Konzerns Stadt Köln stehen im Mittelpunkt des Handlungsfelds. Die Trans-formation der Stadtgesellschaft zur Klimaneutralität wird dabei als eine systemische Aufgabe sowie als agiler Prozess begriffen, in den Stadt, Bürger*innen und Unternehmen gleichermaßen eingebun-den sind. Im Mittelpunkt der Transformation stehen drei Fragen: • Wie kann die Stadt Köln mit ihren Beteiligungen den Transformationsprozess aktiv begleiten und fördern? • Wie können Unternehmen die nachhaltige Entwicklung vorantreiben? • Wie kann die Zivilgesellschaft erreicht und mitgenommen werden? Rahmenbedingungen • Für die Umsetzung kann die Stadt Köln die Transformation aktiv gestalten, indem sie die Rah-menbedingungen für Veränderung schafft.  • Dazu gehört der fachübergreifende und koordinierte Einsatz kommunaler Steuerungsinstrumen-te im Rahmen der kommunalen Selbstbestimmung. • Finanzielle Förderung von Investitionen und Innovationen unter sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Kriterien. • Die gezielte strategische Entwicklung von Innovationsräumen über alle Handlungsfelder. • Dabei darf das CO2-Budget nicht über einen Zielwert hinaus belastet werden. Das erfordert ein Controlling und Monitoring des Prozesses, der die Einhaltung des Entwicklungspfads prüft, bewertet und nachjustiert.  • Die Transformation der Wirtschaft hin zur Klimaneutralität lässt nicht allein durch technische Ef-fizienz-Lösungen erreichen. Wichtig ist ein wirtschaftspolitisches Umdenken.  • Klimaneutralität muss ein integriertes Ziel für den Wirtschaftsstandort werden, gleichberechtigt mit dem Ziel der Schaffung- und Sicherung von Arbeitsplätzen. Das erfordert gute Rahmenbe-dingungen sowie die Einführung von Leitplanken zur Transformation bestehender Unterneh-men und die Neuansiedlung klimaneutraler Betriebe. Ziele  • Bis 2023 muss ein Monitoring und Controlling mit einer Systematik zur Messung der CO2-Emissionen und zur Nachsteuerung eingeführt werden. Die Implementierung soll schrittweise erfolgen und bis 2024 abgeschlossen sein. • Klimaschutz als Querschnittsthema muss bis 2024 als verbindliche Aufgabe und Ziel in allen re-levanten Ebenen der Verwaltung sowie den städtischen Beteiligungen verbindlich verankert und mit geeigneten Strukturen und Ressourcen ausgestattet sein. Die städtischen Instrumente zur Beeinflussung des Klimaneutralitätsprozesses sind identifiziert und werden integriert und gezielt eingesetzt.

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• Um das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen, ist die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren erforderlich. Bis 2023 sind Potenziale zur Verfahrensbeschleuni-gung identifiziert und Maßnahmen zur Umsetzung getroffen. • Klimaneutralität als Ziel der Entwicklung des Wirtschaftsstandortes wird als politisches Ziel be-schlossen. Bestehende Unternehmen und Neuansiedlungen werden ab 2023 aktiv bei der Transformation hin zur Klimaneutralität unterstützt.  Handlungsschwerpunkte im Handlungsfeld • Transformation als Kommunale Managementaufgabe • Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung integriert betrachten 8.9.1 Transformation als kommunale Managementaufgabe Beschreibung Der stadtgesellschaftliche Transformationsprozess im Sinne klima- und ressourcenschonender Ent-scheidungen lässt sich aktiv gestalten und beschleunigen, aber im komplexen Gesamtprozess nicht in Gänze steuern. Die Stadt Köln kann Menschen und Organisationen durch gezielte fachliche und kommunikative Impulse aktivieren, Räume zur Zusammenarbeit schaffen, den Prozess begleiten, Akteure vernetzen und gute Rahmenbedingungen für die Transformation schaffen. Die kommunale Managementaufgabe sollte dabei nicht wie ein klassisches Projektmanagement mit klar quantifizier-baren Zielen interpretiert werden - vielmehr braucht es ein prozessorientiertes Veränderungsma-nagement. An dieser Stelle kann die Stadt eine wichtige koordinierende Rolle übernehmen.  Ziele Ziel ist es, Menschen und Organisationen in Bewegung bringen, den Prozess zu begleiten, Ak-teur*innen zu vernetzen, Impulse zu setzen und den transparenten Informationsfluss sicherstellen. Die Stadt Köln stellt Ressourcen für das Veränderungs- und Prozessmanagement zur Verfügung und übernimmt aktiv Prozessmoderations- und Vernetzungsaufgaben – entweder mithilfe eigener Res-sourcen oder mit externer Unterstützung. Hierzu verstetigt sie extern die direkte Interaktion mit An-bieter*innen und Multiplikatore*innen und sorgt intern für die Vernetzung innerhalb der Stadtverwal-tung. Zeitlicher Umsetzungshorizont 2022 bis 2035 Faktoren für die Umsetzung Welche Faktoren müssen für die Umsetzung beachtet werden? Wo liegen Risiken? Welche Chancen können genutzt werden? Vier Dimensionen der Transformation müssen im Rahmen der Umsetzung beachtet werden: Governance: Governance bezeichnet im Allgemeinen das Steuerungs- und Regelungssystem einer politisch – gesellschaftlichen Einheit. Für die Umsetzung ist es entscheidend, wer konkrete Entschei-dungen trifft. Wie werden die Entscheidungen um- und durchgesetzt? Welche organisatorischen und regulatorischen Rahmenbedingungen sind erforderlich?

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Technik und Infrastruktur: Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, sind technische Lösungen zur Treibhausgasreduktion erforderlich. Ob und in welcher Weise sind die Lösungen verfügbar und ein-setzbar? Welche Chancen bieten sie und welche Hindernisse bestehen beim Einsatz? Das Vorhan-densein und die niedrigschwellige Zugänglichkeit zu einer Infrastruktur ist die Grundvoraussetzung, um Lösungen und Angebote für die Klimaneutralität nutzen zu können.  Gesellschaft und Wirtschaft: Die Dimension beschreibt die Einflüsse gesellschaftlicher Transformation auf die Zielerreichung mit eher langfristiger Wirkung (Werteebene) und kurzfristiger Wirkung (Einstel-lungen). Werte und Einstellungen beeinflussen auf individueller Ebene das persönliche Handeln und auf gesellschaftlicher Ebene das Handeln von Gruppen und Organisationen. Das Wissen um klima-schonende Lösungen und das direkte Erfahren von Konsequenzen des eigenen Handelns sind Grund-voraussetzungen für das individuelle und organisatorische Lernen. Die wirtschaftlichen Rahmenbe-dingungen beeinflussen Investitionsentscheidungen in Technologien und Infrastrukturen, Tarife und Förderungen haben eine steuernde Wirkung auf klimaschonende Entscheidungen. Ansätze der Ge-meinwohlökonomie liefern neue Ansätze unter Berücksichtigung sozialer Aspekte. Flächen und Ressourcen: Die Gestaltung der räumlichen Transformation zur klimaneutralen Stadt sowie der schonende Umgang mit Ressourcen ist eine zentrale Aufgabe einer Klimaneutralitätsstra-tegie. Eine klimaneutrale Stadt erfordert die Neuverhandlung der Flächennutzung, um Flächenkonkur-renzen zu minimieren. Hierzu bedarf es einer interdisziplinären Planungskultur, Raum für Innovationen und Lösungen mit Strahlkraft. Planerische Themen sind z. B.: Doppelte Innenentwicklung, Nutzungs-mischung im Quartier, die Förderung gemeinschaftlicher Wohn- und Lebensformen, soziale Durchmi-schung, die Reduktion des Flächenverbrauchs, die Planung der Flächennutzung für erneuerbare Ener-gien und Infrastrukturen. Die Förderung des Grünraums steigert die CO2-Kompensationspotenziale, stärkt die Widerstandskraft gegen die Klimaerhitzung und steigert die Lebensqualität.   Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln • Steuerung und Beeinflussung des Prozesses durch regulative Maßnahmen, Förderungen und Anreize  • Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Beschleunigung der Umsetzung  • Erfassen und Überwachen des Prozesses • Gezielte Initiierung von Maßnahmen und Projekten Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Transformationsstrategie für ein klimaneutrales Köln • Monitoring und Controlling mit Multiprojektmanagement im Klimaschutzprozess einrichten • Querschnittsthemen der Klimaschutzarbeit in Köln verankern • Integration des Ziels der Klimaneutralität in der Struktur des Konzerns Stadt Köln

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8.9.1.1  Transformationsstrategie für ein klimaneutrales Köln Beschreibung der Maßnahme Die Transformation der Stadtgesellschaft zur Klimaneutralität muss als eine systemische Aufgabe von Stadt, Bürger*innen und Unternehmen und als agiler Prozess begriffen werden.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Bürger*innen, Unternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen Ziele der Maßnahme Die zielgerichtete, gewünschte strukturelle Veränderung der Stadt durch die Veränderung von Rele-vanten kommunalen Infrastrukturen und Rahmenbedingungen auf Ebene der kommunalen Selbstbe-stimmung, Werteeinstellungen und Konsummustern auf Ebene der Stadtgesellschaft, Produkten und Angeboten für mehr Energie- und Ressourcenschonung, die Förderung von Innovationen und For-schung. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 6.1.1.1. Entwicklung und Umsetzung der Transformationsstrategie 6.1.1.2. Interne Kommunikation des Transformationsprozesses 6.1.1.3. Kommunikationsstrategie für Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickeln und umsetzen

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8.9.1.2 Monitoring und Controlling mit Multiprojektmanagement im Klimaschutzprozess einrichten Beschreibung der Maßnahme Die Stadt Köln kann den Prozess zur Klimaneutralität nicht in Gänze steuern, sie kann ihn aber im Hin-blick auf die Zielerreichung kontrollieren und mit geeigneten Maßnahmen direkt oder indirekt auf den Prozess einwirken. Insofern handelt es sich um einen laufenden Prozess des Beobachtens, Bewer-tens und Beeinflussens. Die Maßnahme zielt darauf ab, die notwendigen Verfahren, Instrumente und Methodiken zum Beobachten, bewerten und Beeinflussens zu entwickeln, einzuführen und nachhaltig zu verankern. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Akteur*innen im kommunalen Klimaschutz, Verwaltung, städtische Beteiligungen Ziele der Maßnahme Die Maßnahme zielt darauf ab, die notwendigen Verfahren, Instrumente und Methodiken zum Be-obachten, bewerten und Beeinflussens zu entwickeln, einzuführen und nachhaltig zu verankern. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 6.1.2.1. Das Multiprojektmanagement verankern und vernetzen 6.1.2.2. Das digitale Monitoring entwickeln, dauerhaft anwenden und begleiten 6.1.2.3. Instrumente zur Steuerung des Klimaschutzprozesses implementieren und im Prozess anpassen

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8.9.1.3 Querschnittsthemen der Klimaschutzarbeit in Köln verankern Beschreibung der Maßnahme Die integrierte Betrachtung von Querschnittsthemen in die Klimaschutzarbeit der Stadt Köln hilft da-bei, die Umsetzung der Klimaneutralitätsstrategie voranzubringen. Die Maßnahme zielt darauf ab, diese Querschnittsthemen zu identifizieren und schrittweise die Verankerung in die Klimaschutzarbeit voranzutreiben.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Verwaltung Stadt Köln und städtische Beteiligung mit mehr als 50 % Anteil.  Ziele der Maßnahme • Für die Akzeptanz der Klimaneutralitätsstrategie ist die „Gerechtigkeitsfrage“ von großer Be-deutung: Rationalisiert man Klimaschutz allein durch finanzielle Instrumente, werden dadurch meist diejenigen besonders getroffen, die schon heute wirtschaftlich benachteiligt sind. Hier besteht ein erhebliches Akzeptanzrisiko. Soziale Aspekte sollen daher als Querschnittsanforde-rung berücksichtigt werden.  • Die Digitalisierung ist ein zentraler Entwicklungstrend. Als Smart City verfolgt die Stadt Köln be-reits eine Digitalisierungsstrategie. Die Chancen der Digitalisierung bei der Lösung von Klima-schutzaufgaben zu nutzen ist ein wichtiges Ziel der Maßnahme. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 6.1.3.1. Soziale Gerechtigkeit als zentrale Anforderung verankern 6.1.3.2. Digitalisierung und Klimaschutz als Querschnittsthema integrieren

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8.9.1.4 Integration des Ziels der Klimaneutralität in die Struktur des Konzerns Stadt Köln Beschreibung der Maßnahme Klimaschutz muss als integrierte gesamtstädtische Aufgabe betrachtet werden. Vor dem Hintergrund der zeitlichen Erfordernisse zur Steuerung und Umsetzung der Klimaschutzprozesse ist zudem eine deutliche Beschleunigung von Entscheidungsprozessen erforderlich. Mögliche Ergänzungen bzw. Weiterentwicklungen der bestehenden Struktur sind z. B. die Einführung von Klimakoordinator*innen in den Dezernaten, die Bildung von Service-Plattformen oder die Gründung einer Projektgesellschaft zur Umsetzung von Klimaschutzprojekten.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Städtische Verwaltung und städtische Beteiligungen Ziele der Maßnahme Die Maßnahme zielt darauf ab, die Querschnittsthemen zu identifizieren und schrittweise die Veran-kerung in die Klimaschutzarbeit voranzutreiben. Die verbindliche Verankerung der Ziele zum Erreichen der Klimaneutralität in der Verwaltung und den Unternehmen mit einer Beteiligung/Trägerschaft der Stadt Köln mit mehr als 50 % Anteil bis 2023. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 6.1.4.1. Klimaschutz als Transformationsthema in der Organisationsstruktur verankern

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8.9.2 Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung integriert betrachten Beschreibung Es gilt Klimaneutralität als Ziel der Wirtschaftspolitik fest im kommunalen Handeln zu verankern. Hier-zu bedarf es Strategien, die Transformationsprozesse in den Unternehmen hin zur Klimaneutralität zu beschleunigen, Anreize für die Ansiedlung klimaneutraler Unternehmen zu schaffen und eine Steige-rung der Innovationskraft für die Entwicklung klimaschonender und nachhaltiger Produkte und Dienst-leistungen zu unterstützen. Die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Köln ist auch ein Thema der Regionalentwicklung im Sinne einer regionalen Wertschöpfung.  Ziele • Die Transformation der Wirtschaft hin zur Klimaneutralität erfordert nicht allein technische Effi-zienzlösungen, sondern vor allem eine Integration in das wirtschaftspolitische Handeln. Kli-maneutralität muss ein integriertes Ziel für den Wirtschaftsstandort Köln werden, mit dem Ziel der Schaffung- und Sicherung von Arbeitsplätzen.  • Das erfordert gute Rahmenbedingungen sowie die Einführung von Leitplanken zur Transforma-tion bestehender Unternehmen, die Neuansiedlung klimaneutraler Betriebe und die Förderung einer Angebots- und Produktentwicklung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Dies ist ein Bei-trag zur Stärkung der Widerstandskraft des Wirtschaftsstandorts Köln und der Region. Zeitlicher Umsetzungshorizont 2022 bis 2035 Faktoren für die Umsetzung Welche Faktoren müssen für die Umsetzung beachtet werden? Wo liegen Risiken? Welche Chancen können genutzt werden? • Nachhaltig investieren und lokale Ressourcen nutzen: Kommunale Wirkung lässt sich durch die Investition in Arbeitsplätze, Vermögenswerte und Infrastruktur erzielen. Die Förderung von kli-maschonenden Investitionen und Innovationen muss einen besonderen Stellenwert erhalten. Gleichzeitig müssen die lokalen Ressourcen (Wissen, Innovation, Energie) genutzt, lokale und regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt und Probleme der regionalen und überregionalen An-bindung gelöst werden.   • Nachhaltige Klimafreundliche Produkte und Technologien: Das Vorhandensein von nachhaltigen klimafreundlichen Produkten und Technologien ist eine Grundvoraussetzung für klimaschonen-de Konsumstile. Die schnelle und umfassende Förderung von Innovationsnischen (Gründersze-ne) nachhaltiger Produkte und Angebote ist zwingend erforderlich. Einflussmöglichkeiten und Instrumente der Stadt Köln • Regulierung und Schaffung von Anreizen • Beratung • Bereitstellung von Räumlichkeiten • Netzwerkbildung

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Maßnahmen in diesem Handlungsschwerpunkt sind • Nachhaltigkeitstransformation der Wirtschaft und Neuansiedlung klimaneutraler Unternehmen fördern • Stadt-Regionen Beziehungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickeln • Politische Einflussnahme für Klimaschutz und Nachhaltigkeit 8.9.2.1 Nachhaltigkeitstransformation der Wirtschaft und Neuansiedlung klimaneutraler Unternehmen fördern Beschreibung der Maßnahme Nachhaltigkeit ist auch für viele Kölner Unternehmen ein zentrales Thema der Unternehmensentwick-lung. Eine kommunale wirtschaftspolitische Ausrichtung auf Klimaneutralität macht es erforderlich, einen Fokus des Handelns auf die Unterstützung bei der Transformation bestehender Unternehmen und die Neuansiedlung klimaneutraler Unternehmen zu legen.  Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Unternehmen, Industrie- und Handelskammer zu Köln, Handwerkskammer zu Köln, KölnBusiness Ziele der Maßnahme Klimaneutralität der Kölner Unternehmen fördern, Klimaneutralität wird zu einem Zentralen Kriterium der Kölner Ansiedlungs- und Wirtschaftsförderungspolitik, Sicherstellung der erforderlichen Fachkräfte und Ressourcen   Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 6.2.1.1. Inkubator Energie- und Klimaschutz 6.2.1.2. Handwerkeroffensive 6.2.1.3. Stadt-Region Beziehung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickeln

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8.9.2.2 Stadt-Regionen Beziehungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickeln Beschreibung der Maßnahme Aktivitätenempfehlungen zur Entwicklung der Stadt-Region Beziehung stehen im Mittelpunkt der Maßnahme. Wie könnte die Stadt Köln die Landkreise und Kommunen bei der Umsetzung eigener regionaler und lokaler Klimaschutzprozesse unterstützen? Wo lassen sich durch Kooperation Syner-gieeffekte bei der Umsetzung eigener regionaler und lokaler Klimaschutzprozesse erzielen? Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Region Köln-Bonn, Region Rhein-Erft, Bezirksregierung, Landkreise, Kommunen Ziele der Maßnahme Unterstützung der Region, Synergieeffekte durch Kooperation („Klimaschutz-Region“), kontinuierli-cher Austausch „auf Augenhöhe“. Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 6.2.2.1. Klimaneutralitätsregion Köln 6.2.2.2. Netzwerk regionale Vermarktung (z. B. für regionale und nachhaltig erzeugte Lebensmit-tel)

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8.9.2.3 Politische Einflussnahme für Klimaschutz und Nachhaltigkeit Beschreibung der Maßnahme Die Rahmenbedingungen auf der Entscheidungsebenen EU, Bund und Land beeinflussen im hohen Maße die Umsetzung der Klimaneutralitätsstrategie für Köln. Die Maßnahme zielt darauf ab, das Ge-wicht der Stadt Köln dafür einzusetzen, die Rahmenbedingungen für Städte und Regionen zu verbes-sern und auf übergeordneter politischer Ebene die Umsetzung der Strategie für Köln zu positionieren. Zielgruppe und Verantwortlichkeiten Rat der Stadt Köln, Landtags-, Bundestags- und Europaabgeordnete für Köln Ziele der Maßnahme Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Klimaneutralitätsstrategie in Köln verbessern Aktivitätenempfehlungen Nr. Titel der Aktivitätenempfehlung 6.2.3.1. Think Tank Energiewende (bundespolitische Rahmenbedingungen beeinflussen)

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9 Bewertung der Ziele: Kosten-Nutzen-Analyse  Nachdem die strategischen Ziele in den Handlungsfeldern deutlich geworden sind, bewertet dieses Kapitel die erforderlichen Herausforderungen und den Nutzen zum Erreichen der Ziele.   Die Herausforderungen der Transformation erfordern erhebliche Investitionen in allen Handlungsfel-dern. Mit diesen wirtschaftlichen Anstrengungen sind gleichzeitig Nutzenaspekte verbunden, die es in einem Abwägungsprozess gleichermaßen zu berücksichtigen gilt. Die Priorisierung und Auswahl von Maßnahmen allein anhand einer einfachen Betrachtung des Kriteriums Euro pro eingesparter Tonne CO2 wird der Komplexität der Aufgabenstellung nicht gerecht. Neben den Kosten der Transformation ist es als fundierte Entscheidungsgrundlage erforderlich, den Nutzen der Transformation jenseits der reinen CO2-Reduktion deutlich zu machen.  Dazu gehört neben der Frage der Kosten auch immer eine Betrachtung des induzierten Nutzens. Mit dem Oberbegriff „Kosten-Nutzen-Analyse“ wird hier ein Arbeitsschritt bezeichnet, der der Einschät-zung der Investitionskosten eine Einschätzung verschiedener Nutzeneffekte beiseitestellt. Grundsätz-lich stehen hierfür verschiedene methodische Ansätze zur Verfügung43.  1. In der vorliegenden Studie wird die Kosten-Nutzen-Analyse für die Handlungsfelder und Hand-lungsschwerpunkte mit ihren jeweiligen Maßnahmen durchgeführt. Dargestellt wird jeweils die Ebene der Handlungsschwerpunkte (vgl. Kap. 8.1 - Ebene 2). Betrachtet werden nur Handlungsschwerpunkte, mit denen eine absolute THG-Reduktion erzielt werden kann. Schwerpunkte mit z. B. überwiegend administrativen oder planerischen Maßnahmen werden daher nicht betrachtet.  2. Die Kosten-Nutzen-Effekte werden für das Zielszenario und das Trendszenario ermittelt und miteinander in Beziehung gesetzt. Nur so können sowohl Herausforderungen als auch Nut-zenebenen differenziert betrachtet werden. Die Szenarien liefern die Grunddaten für die Be-rechnung. 3. Die eigentliche Kosten-Nutzen-Analyse untersucht den Finanzbedarf, die Wirtschaftlichkeit, die Kosteneffizienz zur CO2-Reduktion, den Umweltnutzen, den regionalen Nutzen und wägt diese ab. Daraus ergibt sich eine Gesamteinschätzung über den Nutzen der eingesetzten Fi-nanzmittel im Transformationsprozess.  Das Ergebnis dieser Analyse bietet eine Grundlage, um Hindernisse und Chancen einzuschätzen so-wie den Maßnahmeneinsatz zur Zielerreichung abzuwägen. 
––––––––––––– 
43 Zum besseren Verständnis der folgenden Kapitel sei an dieser Stelle auf die Methodenbeschreibung in Band 3 verwiesen

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 Abbildung 59 Prinzipdarstellung Kosten-Nutzen Bewertung Anmerkung: Der Transformationsprozess erfordert nicht nur einen finanziellen Einsatz. Entscheidend wird es sein, die politische Entscheidungsträger*Innen und die Bürger*Innen für die Notwendigkeit einer grundlegenden Veränderung zu sensibilisieren und die gesellschaftliche Veränderungsbereit-schaft insgesamt zu stärken. Vor dem Hintergrund der schon jetzt deutlich zutage tretenden Zielkon-flikte, z. B. in der Abwägung von Umweltschutz, Landschaftsschutz und Klimaschutz und den Erfor-dernissen der Versorgungssicherheit wird es darauf ankommen, den konkreten Nutzen deutlich zu machen, der über den abstrakten Wert der Treibhausgasreduktion hinaus geht. Als ergänzenden und zukünftigen Arbeitsschritt wird daher die Entwicklung und Einführung eines Kosten-Nutzen-Monitorings für den Klimaschutzprozess in Köln empfohlen. Dazu können z. B. folgende ergänzende Abwägungskriterien gehören:  • Einfluss auf die Prozess- und Organisationsqualität in Köln mit Aspekten der Beteiligungsquali-tät,  • Einflüsse auf den Wohnwert, die Gestalt- und Freiraumqualität,  • Mobilitätsqualität,  • Einfluss auf Menschen und Gesundheit,  • Energieversorgungsqualität mit Aspekten der Zugangs- und Versorgungssicherheit und Risiko-armut.  Voraussetzung hierfür ist die Erarbeitung eines pragmatischen, in der Praxis anwendbaren Kriterien- und Indikatoren-Sets, die Klärung der konkreten Datenerfassungswege und das Schließen von Daten-lücken (z. B. Transformationskosten im Bereich Arbeiten und Wirtschaften). Hier besteht grundsätz-lich eine Schnittstelle zur formulierten Aufgabenstellung der automatisierten Indikatoren-Erfassung (vgl. Kap. 12.4.2)

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9.1 Finanzbedarf: Investitionskosten einschätzen Die hier angegebenen Dimensionen der Transformation sind grobe Schätzungen und stellen einen Ausschnitt der erforderlichen Investitionen dar. Die Kostenermittlung orientiert sich an den formulier-ten Zielen zur Treibhausgasneutralität. Die Kosten der Transformationen werden anhand überschlägi-ger Einschätzungen eines Mengengerüstes sowie spezifischer Kostenkennwerte berechnet.  Die absoluten Investitionen werden auf 41,56 Milliarden Euro geschätzt.   Es werden ausschließlich Handlungsschwerpunkte betrachtet, die Investitionen erfordern und zu ab-soluten Treibhausgasreduktionen führen. Die Investitionen verteilen sich dabei auf den handelnden Akteur*innen EU, Bund, Land, Konzern Stadt Köln, Marktakteur*innen (vgl. Kap. 6). Abbildung 60 zeigt die Differenzen zwischen Ziel- und Trendszenario der absoluten Investitionskosten je Handlungsfeld, differenziert nach Handlungsschwertpunkten, Tabelle 5 stellt die Kosten der Szena-rien gegenüber. Hierdurch wird eine Aussage darüber möglich, welcher zusätzliche investive Aufwand notwendig ist, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. 
 
 Abbildung 60 Differenzen Ziel- vs. Trendszenario der absoluten Investitionskosten je Handlungsfeld und Handlungsschwerpunkt 
€-€1.000.000.000 €2.000.000.000 €3.000.000.000 €4.000.000.000 €5.000.000.000 €6.000.000.000 €7.000.000.000 €8.000.000.000 
Gebäudeund QuartiereEnergieversorgungund -erzeugungArbeiten undWirtschaftenMobilitätund LogistikLebensstilund Bildung
Differenz Investitionskosten Ziel-vs. Trendszenario

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Handlungsschwerpunkte Investitionskosten Zielszenario  Investitionskosten Trendszenario  Differenz Szenarien  
Öffentliche Gebäude und Anlagen                       210.700.000 €                                 108.800.000 €                     101.900.000 €  Klimafreundliche Bestandssanierung                    6.256.600.000 €                              3.230.300.000 €                  3.026.300.000 €  Klimaneutraler Neubau                    5.569.400.000 €                              4.867.000.000 €                     702.400.000 €  Summe Gebäude und Quartiere                  12.036.700.000 €                              8.206.100.000 €                  3.830.600.000 €                                          Energieversorgung im kommunalen Einflussbe-reich                         78.600.000 €                                   59.100.000 €                       19.500.000 €  Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms                    7.421.200.000 €                                 850.600.000 €                  6.570.600.000 €  Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme                    6.776.300.000 €                              5.759.400.000 €                  1.016.900.000 €  Summe Energieversorgung und -erzeugung                  14.276.100.000 €                              6.669.100.000 €                  7.607.000.000 €                                          Klimaschonendes Arbeiten und Wirtschaften durch und im Konzern Stadt Köln                                50.000 €                                                  -   €                              50.000 €  Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten                    4.412.800.000 €                              3.750.600.000 €                     662.000.000 €  Summe Arbeiten und Wirtschaften                    4.412.850.000 €                              3.750.600.000 €                     662.250.000 €                                         Personenverkehr                     2.651.800.000 €                      1.492.600.000 €                      1.159.200.000 €  Wirtschafts- und Güterverkehr                     8.178.500.000 €                      7.412.000.000 €                      766.500.000 €  Summe Mobilität und Logistik                  10.714.600.000 €                              9.064.700.000 €                  1.649.900.000 €                                          Klimaschutz im Alltag - Zielgruppe privater Haus-halte                           1.500.000 €                                                  -   €                         1.500.000 €  Summe Lebensstil und Bildung                           1.500.000 €                                                  -   €                         1.500.000 €      Summe aller Handlungsfelder                            41.557.450.000 €                             27.530.400.000 €                             14.027.050.000 €  Tabelle 5 Gegenüberstellung der absoluten Investitionskosten im Ziel- und Trendszenario je Handlungsfeld und Handlungsschwerpunkt

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Klimafreundliche Gebäude und Quartiere:  Öffentliche Gebäude und Anlagen: Aus dem Energiebericht der Stadt Köln geht eine Netto-Nutzfläche der kommunalen Liegenschaften44 von 2.453.179 m² hervor. Um die Vergleichbarkeit beider Szenarien herzustellen, werden die Modernisierungskosten für die gleiche Nutzfläche berechnet. Für Moderni-sierungen im Zielszenario werden in Anlehnung an die Studie des Bundesverbands Verbraucherzent-rale45 Kosten von 767€/m² angesetzt. Diese entsprechen dem höchsten Energiestandard, abzüglich der Kosten für die Umrüstung einer neuen Heizungsanlage. Für das Trendszenario werden ausschließ-lich die „Sowieso“-Kosten der Sanierung in Höhe von 396 €/m² angesetzt. Unter diesen Rahmenbe-dingungen ergeben sich für das Zielszenario Investitionskosten von rund 211 Mio. € und für das Trendszenario ein Investitionsbedarf von 109 Mio. €. Klimafreundliche Bestandssanierung: Kongruent zur Vorgehensweise im Handlungsschwerpunkt „Öf-fentliche Gebäude und Anlagen“, werden auch bei der klimafreundlichen Bestandssanierung die Be-rechnungen für die gleiche Anzahl an sanierter Nutzfläche durchgeführt. Aus den Angaben des statis-tischen Jahrbuchs der Stadt Köln folgt eine private Netto-Nutzfläche von 54.978.622 m². Für die Ge-bäude mit wirtschaftlicher Nutzung wird auf eine ungefähre Nutzfläche von 17.850.000 m² geschlos-sen. Die Kosten der Modernisierung im Zielszenario betragen dabei 767 €/m² und im Trendszenario 396 €/m². Insgesamt ergeben sich für das Zielszenario Investitionskosten von rund 6,26 Mrd. € und für das Trendszenario ein Investitionsbedarf von 3,23 Mrd. €. Die Sanierungskosten fallen dabei überwiegend für die Wohnungswirtschaft und private Hauseigentümer*innen an. Die Wirtschaftlich-keit für die Wohnungswirtschaft stellt sich dabei gänzlich anders dar als für selbstnutzende Eigentü-mer*innen. Vermieter*innen können nach Abzug enthaltener Instandhaltungskosten (Sowieso-Kosten) und Förderungen (z. B. Tilgungszuschuss) 8 % der Kosten jährlich auf die Mieter umlegen. Je nach Rahmenbedingung (Miethöhen) sind Sanierungen unter diesen Gesichtspunkten eher wirtschaft-lich. Für selbstnutzende Eigentümer*innen ergibt sich eine betriebswirtschaftliche Amortisation unter Berücksichtigung von Fördermitteln und durch die vermiedenen Energiekosten. Das Sanierungsziel ist unabhängig von einer zeitlichen Dimension. Hemmnisse, wie fehlende Fachkräfte oder Akzeptanz-probleme, sind jedoch Risiken für die Umsetzung. Klimaneutraler Neubau: Aus dem Wohnungsmarktgutachten über den Neubaubedarf in Nordrhein-Westfalen geht in Köln bis 2040 ein Neubaubedarf von rund 3.300.000 m² hervor. Aus der Verschnei-dung der Arge Studie über Baukosten in der Gebäudesanierung sowie der IWU Studie zu den Kosten energierelevanter Bau- und Anlagenteile lassen sich die Baukosten ohne die Wärmeträgerkosten er-mitteln. Für das Zielszenario im KfW40-Standard und das Trendszenario im KfW70-Standard ergeben sich spezifische Baukosten in Höhe von 1.683 €/m² und respektive 1.471€/m² im Trendszenario. Mul-tipliziert mit der Neubautätigkeit lassen sich somit Investitionskosten in Höhe von 5,6 Mrd. € im Ziel- und 4,9 Mrd. € im Trendszenario ermitteln. Klimaneutrale Energieversorgung  Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich: Der Handlungsschwerpunkt beinhaltet die Um-stellung der Wärmeerzeugung auf dekarbonisierte Methoden sowie die Errichtung von PV-Anlagen auf den Dächern kommunaler Liegenschaften in Höhe von 6.000 kWp. Die Investitionskosten der Wärmeträger berechnen sich dabei aus den durchschnittlichen Investitionskosten jeder Heizung im ––––––––––––– 
44 Hier muss eingeschränkt werden, dass es sich nur um die Gebäude aus dem Energiebericht – Sondervermögen der Gebäudewirtschaft handelt.  45 Hinz, Spezifische Kosten für die energietechnische Modernisierung im Gebäudebestand in Abhängigkeit des Effizienzstandards

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Verhältnis ihres Aufkommens des jeweiligen Szenarios. Bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren und 2.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr nach DIN, betragen die durchschnittlichen Investi-tionskosten einer MWh, die pro Jahr genutzt wird, ungefähr 700 €/(MWh/a) im Zielszenario sowie 595 €/(MWh/a) im Trendszenario. Für die Photovoltaikanlagen wird eine Investition von 1.500 €/kWp an-gesetzt. Insgesamt ergeben sich Investitionskosten im Zielszenario unter den Rahmenbedingungen zu 79 Mio.€. Das Trendszenario benötigt Investitionen in Höhe von 59 Mio. €. Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms: Der Handlungsschwerpunkt befasst sich mit dem Ausbau der lokalen erneuerbaren Energiepotenziale. Unter der Annahme, dass nach der Ent-scheidung des Kölner Klimarats die Photovoltaikpotenziale bis 2030 zu 50 % gehoben sein sollen, ergibt sich aus den LANUV-Potenzialdaten für Köln ein bis 2035 gehobenes PV-Potenzial von rund 4.800 MW auf Dach- und Freiflächen. Aus der LANUV-Studie ergibt sich im Windenergiebereich ein Ausbaupotenzial von 123 MW. Für das Trendszenario wird ein moderater Ausbau der PV nach aktuel-lem Trend angesetzt, was im Jahr 2035 zu einer installierten Leistung von rund 570 MW führen wür-de. Im Trendszenario wird kein Windenergieausbau betrieben. Multipliziert mit Investitionskosten von 1.500 €/kW für PV-Anlagen sowie 1.280 €/kW für On-Shore Windanlagen mit einer Leistung von 2 MW – 3 MW nach Berechnungen der Deutschen Windguard, ergeben sich damit die Investitions-kosten im Zielszenario zu 7,4 Mrd.€. Das Trendszenario benötigt Investitionen in Höhe von ca. 851 Mio. €. Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme: Die Investitionskosten dieses Handlungs-schwerpunkts berechnen sich analog zu dem in Kapitel 9.5.1 beschriebenen Verfahren. Da es sich um einen Handlungsschwerpunkt handelt, in welchem die Umstellung der Wärmeträger untersucht wird, werden die Kosten der beiden Szenarien mithilfe der gleichen Energiemenge berechnet, um Überla-gerungseffekte aus der Gebäudehüllenmodernisierung zu vermeiden. Spezifisch betragen die Investi-tionskosten der Wärmeversorgung ungefähr 700 €/(MWh/a) im Zielszenario und 595 €/(MWh/a) im Trendszenario, was zu einer Gesamtinvestition von rund 6,8 Mrd. € im Ziel- und 5,8 Mrd. € im Trendszenario führt. Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral Klimaschonendes Arbeiten und Wirtschaften durch und im Konzern Stadt Köln: Der Handlungs-schwerpunkt erfasst hauptsächlich Aktivitätenempfehlungen, die auf suffizientes Verhalten der Be-legschaft abzielen. Dementsprechend werden keine konventionellen Investitionskosten nach HOAI-Kostengruppen ausgelöst. Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten: In diesen Handlungsschwerpunkt fallen die Kosten der Transformation im Industrie- und GHD-Sektor. Da die Kosten der Wärmeeinsparung bereits in einem anderen Handlungsschwerpunkt berechnet worden sind, werden nur die Kosten der Prozess-wärmemixänderung betrachtet. Diese belaufen sich im Zielszenario auf 4,4 Mrd. € und 3,8 Mrd. € im Trendszenario. Die hier angegebenen Kosten entsprechen nicht den tatsächlich zu erwartenden Investitionskosten der Kölner Unternehmen. Ein grundsätzliches Problem besteht in der fehlenden Datengrundlage zur Herleitung. Die Entwicklung von geeigneten Indikatoren und deren Erfassung zur überschlägigen Be-rechnung der Investitionsbedarfe auf dem Weg zu Klimaneutralität wird daher als Grundlage für ein Kosten-Nutzen-Monitoring empfohlen.

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Mobilität und Logistik werden klimaneutral Personenverkehr: Die Investitionskosten im Handlungsschwerpunkt Personenverkehr setzen sich aus den Faktoren E-Mobilitätsdurchdringung, Wasserstoffmobilitätsdurchdringung und der benötigten Ladeinfrastruktur zusammen. Auch die Kosten für den Ausbau der Radinfrastruktur in Höhe von 35 Euro pro Bürger*in und Jahr (vgl. Vorreiter Kopenhagen) sowie die Kosten für übergreifende ÖPNV Maßnahmen in Höhe von 224 Euro pro Bürger*in und Jahr (vgl. Vorreiter Wien) werden berücksich-tigt. Während im Zielszenario von einem E-Mobilitätsanteil von 80 % und einem Wasserstofffahr-zeuganteil von 5 % ausgegangen wird, wird im Trendszenario lediglich von 30 % eMobilen und 5 % Wasserstoffahrzeugen ausgegangen. Bei den öffentlichen Ladesäulen wird in Anlehnung an die EU-Richtlinie „Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe“ ein Verhältnis von zehn öffentlichen Ladepunkten je 100 E-Fahrzeuge ausgegangen. Die private Ladeinfrastruktur wird im Einklang mit der DENA Studie „Privates Ladeinfrastrukturpotenzial für Deutschland“ mit 29 Ladepunkten je 100 eFahr-zeuge angesetzt. Bei Mehrinvestitionskosten von 3.000 € für Elektrofahrzeuge und 40.000 € für Was-serstofffahrzeuge, sowie 2.000 € Investitionskosten je Ladepunkt, ergeben sich im Zielszenario Inves-titionskosten von ca. 2,7 Mrd. €. Die Investitionskosten im Trendszenario betragen rund 1,5 Mrd. €. Güter- und Wirtschaftsverkehr: Für die Ermittlung der Investitionskosten im Güter- und Wirtschafts-verkehr werden unterschiedliche Wachstumsraten im Trend- und Zielszenario hinterlegt. Während im Trendszenario eine Fortschreibung des Wachstums der letzten 8 Jahre hinterlegt ist, orientiert sich die Steigerung des Wirtschaftsverkehrs an der BDI Studie Klimapfade 2.046. Für das Zielszenario wird bis 2035 eine Antriebsumstellung auf 83 % Elektromobilität unterstellt. Das Trendszenario weist ei-nen 30 % Anteil an elektrisch betriebenen Nutzfahrzeugen aus. Der Anteil an Wasserstoffantrieben beträgt rund 14 % Wasserstoff in beiden Szenarien. Zusätzlich werden Kosten in Höhe 500 € je Ar-beitnehmer*in für ein Betriebliches Mobilitätsmanagement und 20 Mikrodepots angesetzt. Unter diesen Annahmen und aktuell gängigen Preisen für alternativ betriebene Nutzfahrzeuge sowie deren benötigter Ladeinfrastruktur ergeben sich die Investitionskosten im Zielszenario zu 10,8 Mrd. €. Im Trendszenario entstehen Investitionskosten in Höhe von 8,9 Mrd. €. Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern Klimaschutz im Alltag: Um ein dauerhaft stabiles klimaschonendes Verhalten im Alltag zu erreichen, müssen ca. 25 % der Kölner Bürger*innen (ca. 250.000 Einwohner*innen) durch konkrete Angebote aktiviert und qualifiziert werden. Erfahrungen zeigen ein konkretes energiebedingtes Reduktionspo-tenzial zwischen 1 und 1,5 Tonnen pro Person und Jahr. Die Kosten für die erforderlichen transforma-tionsbegleitenden Maßnahmen werden mit 1,5 Millionen Euro für Qualifizierungs-, Mitmach- und Kommunikationsmaßnahmen angesetzt.   
––––––––––––– 
46 Boston Consulting Group & Bundesverband der deutschen Industrie e.V. (2021): Klimapfade 2.0. Ein Wirtschaftsprogramm für Klima und Zukunft. Verfügbar unter: https://issuu.com/bdi-berlin/docs/211021_bdi_klimapfade_2.0_-_gesamtstudie_-_vorabve

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9.2 Wirtschaftlichkeit: Vollkostenbetrachtung im Vergleich  Die oben dargestellten Investitionskosten geben einen Hinweis auf den finanziellen Aufwand der Transformation. Als alleiniges Kriterium zur Bewertung der Handlungsschwerpunkte und der damit verbundenen Maßnahmen sind sie jedoch nicht ausreichend. Die vergleichende Vollkostenbetrach-tung ermöglicht eine differenziertere Betrachtung:  Die vergleichende Vollkostenbetrachtung berechnet in den Handlungsschwerpunkten die jährlichen Vollkosten für das Zielszenario und vergleicht diese mit den jährlichen Vollkosten im Trendszenario.  Zu den Vollkosten gehören die annuitätischen Investitionskosten und die jährlichen bedarfsgebunde-nen Kosten. Für den Handlungsschwerpunkt „Bestandssanierung“ bedeutet das zum Beispiel: Es werden nicht nur die Investitionen in ein Gebäude, sondern auch die damit verbundenen Einsparun-gen der Energiekosten berücksichtigt. Dieser Vergleich gibt also einen Hinweis auf die Wirtschaftlich-keit der Klimaneutralitätsanstrengungen im Vergleich zur Trendentwicklung.              Abbildung 61 Vergleich Differenz Ziel- vs. Trendszenario der jährlichen Vollkosten je Handlungsfeld   Handlungsfeld Differenz Investiti-onskosten Einsparung bedarfs-gebundener Kosten Ergebnis Gebäude  und Quartiere  186.000.000 €/a -382.000.000 €/a -197.000.000 €/a Energieversorgung  und -erzeugung  511.000.000 €/a -638.000.000 €/a -126.000.000 €/a Arbeiten und  Wirtschaften  44.000.000 €/a -334.000.000 €/a -290.000.000 €/a Mobilität  und Logistik  136.000.000 €/a -1.056.000.000 €/a -920.000.000 €/a Lebensstil  und Bildung  101.000 €/a -42.000.000 €/a -42.000.000 €/a Tabelle 6 Übersicht Differenz Ziel- vs. Trendszenario der jährlichen Vollkosten je Handlungsfeld  
-1.200.000.000 €/a-1.000.000.000 €/a-800.000.000 €/a-600.000.000 €/a-400.000.000 €/a-200.000.000 €/a0 €/a200.000.000 €/a400.000.000 €/a600.000.000 €/a Gebäudeund Quartiere Energieversorgungund -erzeugung Arbeiten undWirtschaften Mobilitätund Logistik Lebensstilund BildungDifferenz Vollkosten Ziel-vs. Trendszenario 
ErgebnisInvestitionskostenEinsparung bedarfsgebundener Kosten
+ 
- 
=

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Klimafreundliche Gebäude und Quartiere Öffentliche Gebäude und Anlagen: Durch die ambitionierten Sanierungstätigkeiten im Bereich öffent-licher Gebäude und Anlagen lässt sich der Wärmebedarf halbieren, bei gleichzeitiger Reduktion der damit verbundenen THG-Emissionen um ca. 82 %. Der Strombedarf kann um ca. 12 % reduziert wer-den. Hierdurch reduzieren sich die THG-Emissionen insgesamt um ca. 50 %. Kumuliert führt das zu einer Reduktion der bedarfsgebundenen Kosten in Höhe von 2,44 Mio. € jährlich. Klimafreundliche Bestandssanierung: Die ambitionierte Sanierung des Bestands führt zu annuitäti-schen Mehrkosten von 154,4 Mio. €/a bezogen auf die Investitionskosten im Vergleich zwischen Ziel- und Trendszenario, bei einer gleichzeitigen Reduktion der bedarfsgebundenen Kosten um 364,68 Mio. €/a aufgrund der reduzierten Wärmebedarfe und vermiedenen Kosten für die CO2-Besteuerung. Der Wärmebedarf wird im Zielszenario um 58 %, der Strombedarf um 21 % verringert. In Summe werden hierdurch jährliche Kosten in Höhe von 210,27 Mio. € eingespart. Klimaneutraler Neubau: Um die ambitionierten Reduktionsziele zu erreichen, muss der Neubau klima-neutral erfolgen. Das Zielszenario unterstellt einen KfW40-Standard für Neubauaktivitäten. Dem Trendszenario wird ein KfW70-Standard zu Grunde gelegt. Hieraus ergibt sich eine Reduktion von knapp 50 % beim Wärmebedarf bzw. vermiedenen THG-Emissionen 53.000 Tonnen CO2eq/a. Ca. 15,2 Mio. € bedarfsgebundener Kosten können jährlich eingespart werden.   Klimaneutrale Energieversorgung  Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich: Der unterschiedlich unterstellte Wärme- und Stromträgermix in der Betrachtung führt dabei zu unterschiedlichen Energiekosten. Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Handlungsschwerpunkten, wird die bezogene Energiemenge in beiden Sze-narien gleichgehalten, um die Effekte der Modernisierung aus der Berechnung herauszuhalten. Für das Zielszenario ergeben sich Wärmekosten von 123,3 €/MWh und Stromkosten von 230,7 €/MWh. Die Stromgestehungskosten von Photovoltaikstrom werden mit 70,7 €/MWh angesetzt. Für das Trendszenario folgen Wärmekosten von 80,0 €/MWh sowie Stromkosten in Höhe von 290,1 €/MWh. Die bedarfsgebundenen Gesamtkosten betragen im Zielszenario ca. 15.000.000 €/a und im Trendsze-nario rund 20.000.000 €/a. Durch die Wärmeträgerumstellung und die zusätzliche Installation von 6 MWpeak Photovoltaikanlagen liegen die bedarfsgebundenen Wärmeversorgungskosten im Zielsze-nario jährlich um 47 % bzw. 3,96 Mio. € über den bedarfsgebundenen Wärmeversorgungskosten im Trendszenario. Die bedarfsgebundenen Kosten für Licht und Kraft können durch die Umstellung jährlich um 25 % bzw. 4,92 Mio. € reduziert werden. Unter Hinzunahme der Differenz (ziel- vs. Trendszenario) der kapitalgebunden Kosten, entsteht aufseiten der Vollkosten ein Mehraufwand von ca. 345.000 €/a. Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms: Da es sich bei dem Handlungsschwerpunkt um eine Änderung der Stromträger handelt, wird die Veränderung der Strombedarfe im Trend- und Zielszenario nicht mit betrachtet. Im Zielszenario werden durch die Erneuerbaren Energie-Anlagen rund 4.700.000 MWh/a erzeugt, was zu bedarfsgebundenen Kosten in Höhe 326.000.000 €/a führt. Dieselbe Energiemenge kostet im Trendszenario rund 1.350.000.000 €/a. Das entspricht einer Reduk-tion von ca. 75 % der kapitalgebundenen Kosten. Stellt man den bedarfsgebundenen Kosten die Dif-ferenz der kapitalgebundenen Kosten gegenüber, führt der Schwerpunkt zu einer Kosteneinsparung von 580,64 Mio. €. Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme: Die Wärmekosten je MWh sind im Zielszena-rio mit ca. 123,3 €/MWh höher als im Trendszenario mit rund 80,0 €/MWh. Zusätzlich wird eine CO2-Steuer in Höhe von 25 €/t angesetzt. Damit belaufen sich die bedarfsgebundenen Kosten im Zielszenario auf 1,2 Mrd. €/a und 820 Mio. €/a im Trendszenario. Zuzüglich der annuitätischen kapi-

161 
  
talgebundenen Kosten entsteht ein Mehraufwand für die Vollkosten in Höhe von 453,8 Mio. € jähr-lich. Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral Klimaschonendes Arbeiten und Wirtschaften durch und im Konzern Stadt Köln: Zentraler Wirkungs-mechanismus dieses Schwerpunkts ist das ressourcen- und energiesparende Verhalten städtischer Angestellter. Auf Seiten der bedarfsgebundenen Kosten kommt es aufgrund der verringerten Ener-gienutzung zwischen 10 % - 20 % je Sektor im Ziel- zum Trendszenario zu Einsparungen in Höhe von rund 2,2 Mio. €/a. Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten: In diesen Handlungsschwerpunkt fallen die Kosten der Transformation im Industrie- und GHD-Sektor. Da die Kosten der Wärmeeinsparung bereits in einem anderen Handlungsschwerpunkt berechnet worden sind, werden nur die Kosten der Prozess-wärmemixänderung betrachtet. Diese belaufen sich im Zielszenario auf 286,5 Mio. €/a und 243,5  Mio. €/a im Trendszenario. Die bedarfsgebundenen Kosten im Wirtschaftssektor setzen sich aus mehreren Positionen zusammen: Es werden die CO2-Steuer, die Einsparung durch Suffizienz-maßnahmen, die Änderung der Kosten je MWh durch die Wärmemixänderung sowie die Stromkosten in den bedarfsgebundenen Kosten zusammengefasst. Insgesamt belaufen sich die bedarfsgebunde-nen Kosten im Zielszenario auf rund 904 Mio. €/a und auf ca. 1,2 Mrd. €/a im Trendszenario. Kumuliert ergibt sich somit eine jährliche Kosteneinsparung von knapp 288,4 Mio. €/a. Mobilität und Logistik werden klimaneutral Personenverkehr: Der Modal Split im Bereich des Personenverkehrs verzeichnet im Zielszenario einen deutlichen Anstieg des öffentlichen Personenverkehrs zulasten des mobilen Individualverkehrs. Das Zielszenario geht im Vergleich zum Trendszenario von einer Reduktion des MIV von 80´% bei gleich-zeitiger Steigerung des ÖPNV um 87 % bezogen auf den Endenergiebedarf aus. Bedingt durch gerin-gere Fahrleistungen im Sektor des mobilen Individualverkehrs und durch die Steigerung des ÖPNVs belaufen sich die bedarfsgebundenen Kosten im Zielszenario auf rund 1,04 Mrd. €/a. Im Trendszenario fallen jährlich 2,02 Mrd. €/a bedarfsgebundene Kosten an. In Summe führt das zu verringerten Voll-kosten von 896, 3 Mio. € jährlich. Güter- und Wirtschaftsverkehr: Der mit fossilen Kraftstoffen betriebene Wirtschafts- und Güterver-kehr muss konsequent auf elektrische und wasserstoffbetriebene Antriebe wechseln bei gleichzeiti-ger Reduktion des Verkehrsaufkommens. Im Vergleich zum Trendszenario verdreifacht das Zielszena-rio den Anteil elektrisch angetriebener Güterverkehre, erhöht den wasserstoffbetriebenen Verkehr um ca. 30 % und reduziert Verkehre mit fossilen Kraftstoffen um 75 %. Hierdurch reduzieren sich die bedarfsgebundenen Kosten zwischen Trendszenario (1,24 Mrd. €/a) und Zielszenario (1,17 Mrd. €) um 75 Mio. € jährlich. Zuzüglich der höheren annuitätischen kapitalgebundenen Kosten durch die not-wendigen Investitionen, liegen die annuitätischen Vollkosten im Zielszenario 42,5 Mio. € jährlich unter denen des Trendszenarios. Lebensstil und Bildung Klimaschutz im Alltag – Zielgruppe private Haushalte: Zentrale Triebfeder des Schwerpunkts ist ein ressourcen- und energiesparendes Verhalten im Alltag. Hierdurch reduzieren sich die bedarfsgebun-denen Kosten jährlich um 42,37 Mio. € im Zielszenario. Zuzüglich der annuitätischen kapitalgebunden Kosten in Höhe von 100.000 €, ergibt sich auf Seiten der Vollkosten eine Einsparung von jährlich 42,27 Mio. € durch den reduzierten Energieverbrauch.

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9.3 Effizienz: Die statischen CO2-Vermeidungskosten  Die Investitionskosten zeigen den Finanzaufwand, die vergleichenden Vollkosten geben einen Hin-weis auf die Wirtschaftlichkeit, im folgenden Schritt geht es darum, die Effizienz der Klimaschutzan-strengungen zu bewerten. Geeignetes Verfahren ist die Berechnung der CO2-Vermeidungskosten. Die CO2-Vermeidungskosten beschreiben den Betrag in Euro pro Tonne CO2, der für die Reduktion einer bestimmten CO2-Menge gegenüber einer Referenztechnologie anfällt. Die Vermeidungskosten sind also ein Indikator für die Kosteneffizienz einer Klimaschutzmaßnahme pro vermiedener Tonne CO2. Das vorliegende Gutachten vergleicht hierzu die Effizienz der Maßnahmen in den Handlungsschwer-punkten des Zielszenarios und des Trendszenarios.   Per Definition ist der Ansatz der CO2-Vermeidungskosten nur zulässig, wenn eine Maßnahme zu einer CO2-Reduktion gegenüber der Referenz führt. Negative Vermeidungskosten entstehen, wenn die Durchführung einer Maßnahme mehr Geld einspart, als investiert wird.  Exkurs Methodik: Die Vermeidungskosten sind diejenigen annuitätischen Kosten, die ausgehend von einem Referenzzeitpunkt zur Reduktion einer bestimmten Treibhausgasmenge aufgewendet werden müssen. Zu den annuitätischen Kosten gehören kapitalgebundene Kosten, bedarfsgebundene Kosten sowie sonstige Kosten. Die kapitalgebundenen Kosten werden auf Grundlage der im vorangegange-nen Kapitel überschlägig ermittelten Transformationskosten berechnet. Die bedarfsgebundenen Kos-ten ergeben sich insbesondere durch Energiebezugskosten. Bei der Berechnung der Vermeidungs-kosten einer energetischen Sanierung werden daher neben den Investitionskosten für Dämmmaß-nahmen auch die Energieeinsparungen und die damit verbundenen Energiebezugskosten berücksich-tigt.  Die Vermeidungskosten berechnen sich dann als Quotient aus der Kosten- und Emissionsdifferenz zwischen den Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion des Zielszenarios und des Trendszenarios.  Die Internalisierung der externen Umweltkosten erfolgt durch einen Vergleich mit den Treibhausgas-Vermeidungskosten und den sich daraus ergebenden vermiedenen Umweltschäden in Euro pro Jahr.  Die CO2-Vermeidungskosten werden aus dem gewichteten Mittelwert der CO2-Einsparungen je Hand-lungsschwerpunkt gebildet.

163 
  
 Abbildung 62 Vergleich der spezifischen CO2-Vermeidungskosten je Handlungsfeld in €/t Handlungsfeld Differenz Investitionskosten Gebäude und Quartiere  -258 €/t Energieversorgung  -46 €/t Arbeiten und Wirtschaften  -320 €/t Mobilität und Logistik  -368 €/t Lebensstil und Bildung  -121 €/t Tabelle 7 Übersicht der spezifischen CO2-Vermeidungskosten je Handlungsfeld in €/t 
9.4 Umweltnutzen: Vermiedene Umweltschäden Diesem Ansatz liegt die Methodenkonvention des Umweltbundesamtes zu Grunde47. Schadenskos-ten (Umweltkosten) schätzen die Kosten ein, die der Gesellschaft durch Treibhausgasemissionen und dem daraus resultierenden Klimawandel entstehen. Umweltkosten für das Jahr 2020 liegen laut Um-weltbundesamt bei 195 €/tCO2 bzw. 680 €/tCO2. Der Unterschied der Bewertung ergibt sich aus einer gewichteten Zurechnung der Schäden auf zukünftige Generationen. Der höhere Wert geht davon aus, dass heutige und zukünftige Schäden gleich gewichtet werden, also im gleichen Maße die Wohlfahrt heutiger und zukünftiger Generationen berücksichtigt wird. Im Folgenden werden 195€/tCO2 ange-setzt. 
––––––––––––– 
47 Bünger, Björn et al., „Methodenkonvention 3.0 zur Ermittlung von Umweltkosten – Methodische Grundlagen“, Umweltbundesamt 2018 
-258 €/t
-46 €/t
-320 €/t-368 €/t
-121 €/t
-400 €/t-350 €/t-300 €/t-250 €/t-200 €/t-150 €/t-100 €/t-50 €/t0 €/tGebäudeund QuartiereEnergieversorgungund -erzeugungArbeiten undWirtschaftenMobilitätund LogistikLebensstilund BildungDifferenz CO2-Vermeidungskosten Ziel-vs. Trendszenario

164 
  
 
 Abbildung 63 Vergleich zwichen Ziel- und Trendszenario der vermiedenen Umweltschäden  Handlungsfeld Vermiedene Umwelt-schäden Zielszenario Vermiedene Umwelt-schäden Trendszenario Differenz der vermiede-nen Umweltschäden Gebäude und Quartiere  171.200.000 €/a 43.100.000 €/a 148.700.000 €/a Energieversorgung  565.000.000 €/a 23.100.000 €/a 541.900.000 €/a Arbeiten und Wirtschaften  219.700.000 €/a 43.300.000 €/a 176.400.000 €/a Mobilität und Logistik  151.400.000 €/a -336.300.000 €/a 487.700.000 €/a Lebensstil und Bildung  67.900.000 €/a 0 €/a 67.900.000 €/a Tabelle 8 Übersicht vermiedene Umweltschäden je Handlungsfeld Klimafreundliche Gebäude und Quartiere Der Handlungsschwerpunkt Öffentliche Gebäude und Anlagen vermeidet mit einer Einsparung von 19.600 Tonnen CO2/a Umweltschäden in Höhe von 3,8 Mio. € jährlich, klimafreundliche Bestandssa-nierung führt mit einer Einsparung von 690.000 Tonnen CO2/a zu vermiedenen Umweltkosten von 134,6 Mio. € und der klimaneutrale Neubau vermeidet Kosten von 10,3 Mio. € mit einer Einsparung von 53.000 Tonnen CO2/a. 
0 €/a
100.000.000 €/a
200.000.000 €/a
300.000.000 €/a
400.000.000 €/a
500.000.000 €/a
600.000.000 €/a
Gebäudeund QuartiereEnergieversorgungund -erzeugungArbeiten undWirtschaftenMobilitätund LogistikLebensstilund Bildung
Differenz vermiedene Umweltschäden Ziel-vs. Trendszenario

165 
  
Klimaneutrale Energieversorgung  Mit einer jährlichen Reduktion in Höhe von 1,5 Mio. Tonnen CO2 werden durch die Steigerung der lokal erneuerbar erzeugten Wärme 289 Mio. €/a Umweltkosten vermieden. Die Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms spart mit 1,3 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr, 248,3 Mio. €. Energiever-sorgung im kommunalen Einflussbereich vermeiden mit 22.000 Tonnen CO2 jährlich 4,3 Mio. € Um-weltkosten. Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral Das Gros der vermiedenen Umweltkosten mit 147,7 Mio. €/a und einer Einsparung von 895,8 Tonnen CO2/a entfällt auf den Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten. Klimaschonendes Arbeiten und Wirtschaften durch und im Konzern Stadt Köln trägt mit einer Einsparung von jährlich 8.900 Tonnen CO2 und vermiedenen Umweltkosten in Höhe von 1,7 Mio. € bei. Mobilität und Logistik werden klimaneutral Mit einer Einsparung von 1,8 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr und 353 Mio. €/a Umweltkosten trägt die Transformation des Personenverkehrs zu den Einsparungen im Handlungsfeld bei. Der Wirtschafts- und Güterverkehr reduziert die Emissionen um zusätzliche 691 Tonnen CO2 respektive 134,8 Mio. €/a vermiedener Umweltkosten. Lebensstil und Bildung Der Handlungsschwerpunkt Klimaschutz im Alltag – Zielgruppe private Haushalte reduziert den jährli-chen Treibhausgasausstoß um 348.000 Tonnen und führt damit zu einer Vermeidung von 67,9 Mio. € Umweltkosten. 
9.5 Regionalnutzen: Regionale Wertschöpfung Eine Region oder eine Stadt profitiert von der Nutzung der Ressourcen in ihrem Gebiet – das ist der Grundgedanke der regionalen Wertschöpfung. Eine allgemein gültige Definition des Begriffs gibt es nicht. Das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) definiert regionale Wertschöpfung als „die Summe aller zusätzlichen Werte (...), die in einer Region in einem bestimmten Zeitraum ent-stehen. Dabei sind neben rein monetären Aspekten wie zum Beispiel Kostensenkung, Kaufkraftstei-gerung, neue Arbeitsplätze bzw. Erhalt von Arbeitsplätzen, höheres Steueraufkommen etc. insbeson-dere soziale, ethische und ökologische Aspekte zu berücksichtigen“. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) definiert die Wertschöpfung auf kommunaler Ebene als Zusammenset-zung aus: Erzielter Gewinn (nach Steuern) der beteiligten Unternehmen, Nettoeinkommen der betei-ligten Beschäftigten, die auf Basis der betrachteten Wertschöpfungsschritte gezahlten, kommunalen Steuern.

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 Abbildung 64 Prinzipdarstellung regionale Wertschöpfung über die Wertschöpfungsebenen  
Für kommunale Prozesse hat sich die Berücksichtigung der Wertschöpfung bewährt, die in den Gren-zen der Gebietskörperschaft und den dort ansässigen Unternehmen und deren Mitarbeiter*innen erbracht wird sowie die kommunale Wertschöpfung der Gebietskörperschaft. Beschrieben wird der Effekt durch die Unternehmensgewinne, das Nettoeinkommen der Mitarbeiter*innen sowie die Ein-nahmen der Stadt Köln in Form von Steuereinnahmen, Abgaben und Gebühren. Ebenfalls berücksich-tigt werden die mit der Wertschöpfung verbundenen Arbeitsplatzeffekte in den wesentlichen beteilig-ten Branchen. Grundlage für diese Berechnung wären also im Wesentlichen Umsätze im Klima-schutzbereich, die z. B. durch die Sanierung von Gebäuden, den Bau von Solarstromanlagen oder dem Ausbau der Fernwärme-Infrastruktur.

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 Abbildung 65 Das Modell der direkten und indirekten Wertschöpfung48 Auf dieser Grundlage werden die sich daraus ergebenden Unternehmensgewinne, die Netto-Einkommen der Beschäftigten sowie die kommunalen Einnahmen überschlägig berechnet. Abgeleitet werden Arbeitsplatzeffekte in den relevanten Branchen. Das Modell berechnet die kumulierten spezi-fischen, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Vollzeitäquivalenten. Die Berechnung zeigt, wie viele Vollzeitäquivalente (VZÄ), bezogen auf die regionalen Umsätze umgesetzt werden können. Eine Quantifizierung der zusätzlich geschaffenen Arbeitsplätze findet nicht explizit statt.   Die kumuliert insgesamt rund 41,6 Milliarden Euro Investitionen lösen ca. 6,4 Milliarden Euro regiona-le Umsätze in den Branchen Energieversorgung, Architektur- und Ingenieurbüros, Tiefbau, vorberei-tende Baustellenarbeiten, Bauinstallation, sonstiges Ausbaugewerbe sowie sonstige Dienstleis-ter*innen aus. Ausgehend von diesen regional erwirtschafteten Umsätzen verbleiben kumuliert rd. 507,1 Millionen als Nettoeinkommen, ca. 237,8 Millionen als Unternehmensgewinne und ca. 55,3 Millionen als kommunale Einnahmen in Köln. Damit verbunden sind jährliche Arbeitsplatzef-fekte in Höhe von rd. 3.980 Vollarbeitsplatzäquivalente. Wird die regionale Wertschöpfung des Ziel- mit dem Trendszenario verglichen, zeigt sich in allen Handlungsfeldern eine positive Bilanz, wie Abbildung 66 und Tabelle 5 zeigen. 
––––––––––––– 
48 Quelle: Eigene Darstellung

168 
  
 Abbildung 66 Differenzen der regionalen Umsätze und Arbeitsplatzäquivalente nach Handlungsfeldern 
Handlungsfeld Regionale Um-sätze Nettoeinkom-men Gewinne (nach Steuern) Kommunale Einnahmen Arbeitsplatzäqui-valente Gebäude und Quar-tiere  162.300.000 €/a 48.600.000 €/a 7.300.000 €/a 2.700.000 €/a 1.409 Energieversorgung  249.800.000 €/a 75.100.000 €/a 11.700.000 €/a 4.200.000 €/a 2.148 Arbeiten und Wirt-schaften  25.300.000 €/a 7.600.000 €/a 1.200.000 €/a 400.000 €/a 219 Mobilität und Logistik  25.200.000 €/a 7.400.000 €/a 1.300.000 €/a 390.000 €/a 206 Lebensstil und Bil-dung  100.000 €/a 13.000 €/a 3.000 €/a 670 €/a 10 Tabelle 9 Übersicht Differenzen zwischen Trend- und Zielszenario regionale Wertschöpfung je Handlungsfeld Im Folgenden werden die Differenzen der regionalen Umsätze und Arbeitsplatzeffekte zwischen Ziel- und Trendszenario aufgeführt. Klimafreundliche Gebäude und Quartiere Handlungsschwer-punkt Regionale Um-sätze Nettoeinkom-men Gewinne (nach Steuern) Kommunale Einnahmen Arbeitsplatzäqui-valente Öffentliche Gebäude und Anlagen 4.300.000 €/a 1.300.000 €/a 200.000 €/a 100.000 €/a 37 Klimafreundliche Bestandssanierung 137.700.000 €/a 41.200.000 €/a 6.200.000 €/a 2.300.000 €/a 1.195

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Klimaneutraler Neu-bau 20.300.000 €/a 6.100.000 €/a 900.000 €/a 300.000 €/a 176 
Klimaneutrale Energieversorgung  Handlungsschwer-punkt Regionale Um-sätze Nettoeinkom-men Gewinne (nach Steuern) Kommunale Einnahmen Arbeitsplatzäqui-valente Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich 670.000 €/a 200.000 €/a 30.000 €/a 10.000 €/a 10 Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms 215.700.000 €/a 64.900.000 €/a 10.100.000 €/a 3.600.000 €/a 1.855 Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme 33.400.000 €/a 10.000.000 €/a 1.600.000 €/a 600.000 €/a 287 
Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral Handlungsschwer-punkt Regionale Um-sätze Nettoeinkom-men Gewinne (nach Steuern) Kommunale Einnahmen Arbeitsplatzäqui-valente Klimaschonendes Arbeiten und Wirt-schaften durch und im Konzern Stadt Köln 2.000 €/a 1.000 €/a 0 €/a 0 €/a 0 
Klimaschutz in ge-werblich geprägten Gebieten 25.260.000 €/a 7.600.000 €/a 1.140.000 €/a 410.000 €/a 218  Mobilität und Logistik werden klimaneutral Handlungsschwer-punkt Regionale Um-sätze Nettoeinkom-men Gewinne (nach Steuern) Kommunale Einnahmen Arbeitsplatzäqui-valente Personenverkehr 15.200.000 €/a 4.400.000 €/a 780.000 €/a 230.000 €/a 124 Wirtschafts- und Güterverkehr 10.000.000 €/a 2.900.000 €/a 510.000 €/a 160.000 €/a 82 
Klimaneutraler Lebensstil und Bildung fördern Handlungsschwer-punkt Regionale Um-sätze Nettoeinkom-men Gewinne (nach Steuern) Kommunale Einnahmen Arbeitsplatzäqui-valente Klimaschutz im Alltag - Zielgruppe privater Haushalte 50.000 €/a 13.000 €/a 3.000 €/a 1.000 €/a 0

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10 Empfehlungen zur Strategieoptimierung und Maßnahmenpriorisierung  Auf Grundlage der Kosten-Nutzen-Analyse und der Beurteilung der Zieleinschätzung werden Empfeh-lungen zur Strategieoptimierung und Maßnahmenpriorisierung formuliert. Die Aussagen werden durch eine Priorisierung nach dem Merit-Order-Prinzip49 (Einsatzreihenfolge) unter Berücksichtigung verschiedener Bewertungskriterien abgeleitet. Ergebnis ist eine inhaltlich und zeitlich beschriebene Strategie zur Klimaneutralität mit Priorisierung bei den verschiedenen Handlungsschwerpunkten. In Kapitel 0 wurden die methodischen Schritte zur Bewertung der Transformationseffekte beschrie-ben. In diesem Kapitel geht es darum, die entwickelten Kennwerte zusammenzuführen und eine ganzheitliche Betrachtung der untersuchten Effekte zu ermöglichen. Alleine aus der Differenz der Investitions- und Betriebskosten lässt sich keine Priorisierung der Handlungsfelder vornehmen. Viel-mehr muss neben den CO2-Vermeidungskosten auch integriert überprüft werden, wie viel CO2 einge-spart wird, wie hoch die vermiedenen Umweltkosten und wie groß die regionalen Wertschöpfungsef-fekte sind. Möglich wird diese integrierte Betrachtung dadurch, dass die zuvor hergeleiteten Kenn-werte spezifisch pro eingesparter Tonne CO2 berechnet werden. Damit beträgt die Einheit jeder Kate-gorie €/t. Folgende Abbildung 66 verdeutlicht das Vorgehen. 
 Abbildung 67 Prinzipdarstellung der integrierten Betrachtung eines beispielhaften Handlungsschwerpunkts  ––––––––––––– 
49 Meint hier die Einsatzreihenfolge der Klimaschutzmaßnahmen

171 
  
Die Abbildung zeigt, dass die CO2-Vermeidungskosten des untersuchten Handlungsschwerpunkts rund 77 € pro eingesparter Tonne CO2 betragen. Alleine durch die Betrachtung der vermiedenen Um-weltkosten in Höhe von 195 €/t CO2 erreicht der Handlungsschwerpunkt somit negative gesamte Vermeidungskosten. Werden die spezifischen regionalen Wertschöpfungseffekte (Mehrgewinne in Unternehmen, Kommunale Mehreinnahmen sowie die Steigerung der Nettoeinkommen je eingespar-ter Tonne CO2) in Höhe von rund 79 €/t subtrahiert, ergeben sich spezifische Vermeidungskosten im Handlungsschwerpunkt von rund -196 €/t. Diese Darstellungsform ist auch in der folgenden Über-sichtstabelle gewählt, in welcher die durchschnittlichen spezifischen Vermeidungskosten sowohl je Handlungsfeld (linke Spalte) als auch die spezifischen Kosten je Handlungsschwerpunkt dargestellt sind. Aus den vereinfachten Diagrammen können überschlägig die Verhältnisse der Kostenpositionen je Handlungsschwerpunkt abgelesen werden.

172 
  
 Abbildung 68 Spezifische Vermeidungskosten je Handlungsfeld und Handlungsschwerpunkt. (Die Erläuterung der hier vereinfacht dargestellten Diagramme ist in der vorherigen Abbildung zu finden) Die durchschnittlichen Vermeidungskosten je Handlungsfeld unter Berücksichtigung der relevanten Effekte liegen zwischen -273 €/t und -567 €/t. Eine Investition in ambitionierte Klimaschutzmaßnah-men ist somit unter den gegebenen Rahmenbedingungen in allen Handlungsfeldern „wirtschaftlich“, sobald die gesamtgesellschaftlichen Effekte mit einbezogen werden. Auch auf Handlungsschwer-

173 
  
punktebene sind zehn der elf untersuchten Handlungsschwerpunkte negativ. Die einzige Ausnahme mit positiven Vermeidungskosten ist der Handlungsschwerpunkt „Steigerung der lokal und erneuer-bar erzeugten Wärme“. Dies liegt an den hohen Erstinvestitionen. Dieser Bereich erfordert eine be-sondere staatliche Förderung. Außerdem müssen, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen, ohnehin nicht nur die Wärmebereitstellungsseite verändert, sondern auch die Energie-bedarfe in den Gebäuden reduziert werden. Sobald beide Seiten betrachtet werden (Energieträ-gerumstellung sowie Effizienzmaßnahmen) ergeben sich zusammen auch negative spezifische Ver-meidungskosten. Um eine Priorisierung der Handlungsschwerpunkte zu ermöglichen (Merit-Order), werden im nächs-ten Schritt CO2-Einsparung, Wirkungszeitraum und die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Schwerpunkte in Beziehung zueinander gesetzt und visualisiert.   
 Abbildung 69 Die Handlungsschwerpunkte eingeordnet nach Wirtschaftlichkeit und Wirkungszeitraum im Maßnahmenportfolio. Die Kreisgröße entspricht der Einsparung in Tonnen CO2. Auf der Abbildung sind die Handlungsschwerpunkte dargestellt. Je tiefer ein Handlungsschwerpunkt auf der Y-Achse liegt, desto günstiger ist die Wirtschaftlichkeit des Schwerpunkts. Je weiter links ein Kreis auf der X-Achse liegt, desto kurzfristiger entfaltet er seine Wirkung. Dabei zahlen Handlungs-schwerpunkte auf der linken Seite eher auf das 1,5°C Ziel ein, als Schwerpunkte die weiter rechts angesiedelt sind. Auch die rechts angesiedelten Schwerpunkte entfalten schon früher ihre Wirkung, jedoch benötigen diese zumeist längere Vorlaufzeiten und ein größeres politisches als auch gesell-schaftliches Engagement. Weiterhin gilt, dass die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens nur erfüllt werden können, wenn das Potenzial sämtlicher Handlungsschwerpunkte auch tatsächlich gehoben 
Öffentliche Gebäudeund Anlagen
KlimafreundlicheBestandssanierung
KlimaneutralerNeubau
Energieversorgungund-erzeugung imkommunalenEinflussbereich
Steigerung des lokalund erneuerbarerzeugten Stroms
Steigerung der lokalund erneuerbarerzeugten Wärme
Arbeiten imKonzern Stadt Köln
Klimaschutzin gewerblich geprägtenGebieten
Personenverkehr
Wirtschafts-und Güterverkehr
Klimaschutz im Alltag
-1.0 0 0 € / t
-500 €/t
0 €/t
500 €/t
1,5°CZiel(kurz-bis mi4elfris6g)1,75°CZiel(mi4el-bis langfris6g)
Wirtscha@lichkeitGeringHoch Wirkungszeitraum

174 
  
werden kann. Analog zu den vier Quadranten in Abbildung 70, ergeben sich vier strategische Stoß-richtungen: 
 Abbildung 70 Grafische Verortung der Handlungsschwerpunkte nach verschiedenen Bewertungskriterien zur Ableitung strategischer Handlungsempfehlungen Umsetzen: Die in den Handlungsschwerpunkten zusammengefassten Maßnahmen im Quadranten „Umsetzen“ zeichnen sich durch eine hohe Wirtschaftlichkeit und Reduktionseffizienz aus. Eine schnelle Umsetzbarkeit ist wahrscheinlich. Entsprechende Maßnahmen der Schwerpunkte haben eine hohe Umsetzungspriorität und sollten zeitnah gestartet werden. Ermöglichen: Handlungsschwerpunkte und Maßnahmen im Quadranten „Ermöglichen“ erzielen hohe CO2-Reduktionen bei gleichzeitig vorteilhaft wirtschaftlichen Verhältnissen. Herausforderungen im Zuge der Umsetzung sind die Anpassung der Rahmenbedingungen, insbesondere der regulatorischen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus müssen Ressourcen bereitgestellt und Planungen beschleunigt werden. Die Schwerpunkte haben eine hohe strategische Umsetzungspriorität. Fördern: Die Schwerpunkte im Quadranten „Fördern“ zeichnen sich durch ein hohes CO2-Reduktionspotenzial aus. Um diese Potenziale zeitnah zu heben bedarf es finanzieller Förderungen bei gleichzeitiger Beschleunigung der Umsetzung. Die strategische Umsetzungspriorität ist hoch, För-dermittel müssen akquiriert und Prozesse beschleunigt werden. Aktivieren: Maßnahmen der Handlungsschwerpunkte im Quadranten „Aktivieren“ sind schnell um-setzbar und leisten einen Beitrag zur Erreichung des 1,5 Grad Ziels.  Finanzielle Anschubfinanzierun-gen sind zur Aktivierung notwendig. Die betreffenden Schwerpunkte bzw. Maßnahmen haben eine hohe operative Umsetzungspriorität. Förderung müssen zeitnah akquiriert werden und eine Umset-zung erfolgen. 
Öffentliche Gebäudeund Anlagen
KlimafreundlicheBestandssanierung
KlimaneutralerNeubau
Energieversorgungund-erzeugung imkommunalenEinflussbereich
Steigerung des lokalund erneuerbarerzeugten Stroms
Steigerung der lokalund erneuerbarerzeugten Wärme
Arbeiten imKonzern Stadt Köln
Klimaschutzin gewerblich geprägtenGebieten
Personenverkehr
Wirtschafts-und Güterverkehr
Klimaschutz im Alltag
-1.000 €/t
-500 €/t
0 €/t
500 €/t
1,5°CZiel(kurz-bis mi4elfris6g)1,75°CZiel(mi4el-bis langfris6g)
Wirtscha@lichkeitGeringHochWirkungszeitraum
Ermöglichen
Öffentliche Gebäudeund Anlagen
KlimafreundlicheBestandssanierung
KlimaneutralerNeubau
Energieversorgungund-erzeugung imkommunalenEinflussbereich
Steigerung des lokalund erneuerbarerzeugten Stroms
Steigerung der lokalund erneuerbarerzeugten Wärme
Arbeiten imKonzern Stadt Köln
Klimaschutzin gewerblich geprägtenGebieten
Personenverkehr
Wirtschafts-und Güterverkehr
Klimaschutz im Alltag
-1.000 €/t
-500 €/t
0 €/t
500 €/t
1,5°CZiel(kurz-bis mi4elfris6g)1,75°CZiel(mi4el-bis langfris6g)
Wirtscha@lichkeitGeringHochWirkungszeitraum
Fördern

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11 Eine inhärente Dynamik fördern: Das Aktivitätenportfolio im Überblick  Dieses Kapitel stellt das Aktivitätenportfolio im Überblick vor. Mithilfe von tabellarischen Übersichten werden die Angaben zur THG-Einsparung, Kosten und Zeitaufwänden auf allen vier Ebenen (Hand-lungsfeld, Handlungsschwerpunkt, Maßnahme und Aktivitätenempfehlung) dargestellt. Auf diese Weise erhalten die Leser*innen bereits einen ersten Überblick über die Aktivitätenempfehlungen. Darüber hinaus werden die Aktivitätenempfehlungen in Form eines Zeitplans darstellt. Eine detaillierte Betrachtung der Aktivitätenempfehlungen erfolgt im Band 2: Das Aktivitätenportfolio, mithilfe der Steckbriefe.  
11.1 Übersicht Beiträge der Handlungsfelder zur Treibhausgasreduktion 
 
in t/ a
1 Gebäude und Quartiere werden klimaneutral 349.393
1.1 Öffentlche Gebäude und Anlagen 52.819
1.1.1Ma ßn a h me : K lima n e u tra le r G e b ä u d e b e sta n d  K o n z e rn  S ta d t K ö ln52.819
1.1.1.1Ent w icklung und Umset zung einer St rat egie zum klimaneut ralen Gebäudebest and52.819
1.1.1.2Sonderinit iat iven zum nachhalt igen und energieef fi zient en Bauen 0
1.1.1.3Fort f ührung LED-Aust auschprogramm St raßenbeleucht ung 0
1.1.2Ma ßn a h me  klima n e u tra le r so n stig e r ö ffe n tlich e r G e b ä u d e b e sta n d0
1.1.2.1Klimaneut ralit ät spart nerschaf t  mit  Trägern anderer öf f ent licher nicht -st ädt ischer Gebäude0
1.2Integrierte nachhaltige Stadtentw icklung 78.381
1.2.1.Ma ßn a h me : S ta d tp la n u n g  klima n e u tra l g e sta lte n 78.381
1.2.1.1Erarbeit ung von Klimaschut z-Leit linien 0
1.2.1.2Sanierungsquot e erhöhen durch Int egriert e Quart ierslösungen im Best and 78.381
1.2.1.3Fachliche Begleit ung von Großprojekt en 0
1.2.1.4Erprobung f lächenschonender ökologischer und energieef f izient er W ohnmodelle 0
1.2.1.5Nachverdichtung klimaneutral gestalten 0
1.2.1.6Energet ische Ert ücht igung des denkmalgeschüt zt en Gebäudebest ands 0
1.3 Klimafreundliche Best andssanierung 217.488
1.3.1 Ma ßn a h me : Mo d e rn isie ru n g  se lb stg e n u tz te r o d e r p riva t ve rmie te te r Wo h n g e b ä u d e212.385
1.3.1.1Köln Paket  f ür die klimaf reundliche Best andssanierung 68.482
1.3.1.2Förderprogramm f ür die energet ische Sanierung privat er W ohngebäude 126.698
1.3.1.3Et ablierung zielgruppenspezif ischer Berat ungs- und Unt erst üt zungsangebot e 17.205
1.3.1.4Qualitätsnetzwerk Klimaneutrale Wohngebäudemodernisierung 0
1.3.1.5Sonderinit iat ive Nachhalt iges Bauen in der energet ischen Gebäudemodernisierung 0
1.3.2 Ma ßn a h me : Mo d e rn isie ru n g  g e we rb lich  ve rmie te te r Wo h n g e b ä u d e5.102
1.3.2.1Initiative zur Erhöhung der Sanierungsquote für die Kölner Wohnungswirtschaft 0
1.3.2.2„A l l i a n z  fü r  k l i m a n e u tr a l e s  W o h n e n  i m  K ö l n e r  B e s ta n d “ –  K o o p e r a ti o n s v e r e i n b a r u n g  m i t d e r  g e we r b l i c h e n  W o h n u n g s wi r ts c h a ft4.215
1.3.2.3Mo d e llp ro je kt S e rie lle s S a n ie re n  ( " E n e rg ie sp ro n g " ) 887
1.3.2.4Klimabonus-M odell (Anreiz zur energet ischen M odernisierung von W ohnraum f ür einkommensschw ache Haushalt e)0
1.4Klimaneut raler Neubau 706
1.4.1Ma ßn a h me : Na ch h a ltig e n  Ne u b a u  n ich t- stä d tisch e r Wo h n g e b ä u d e  fö rd e rn706
1.4.1.1 Klimaneut raler Neubau – Unt erst üt zungsangebot e f ür privat e Bauf amilien 706
1.4.1.2Mie two h n u n g sn e u b a u  z u ku n ftsfä h ig  g e sta lte n  –  K o o p e ra tio n sve re in b a ru n g  u n d  E rfa h ru n g sa u sta u sch  mit d e r Wo h n u n g swirtsch a ft0

176 
  
  
 
in t/ a
2 Klimaneut rale Energieversorgung erreichen 789.802
2.1Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich 17.344
2.1.1Ma ßn a h me : De ka rb o n isie ru n g  d e r Wä rme ve rso rg u n g  d e s K o n z e rn s S ta d t K ö ln15.613
2.1.1.1Identifizierung EE-Wärme und Abwärmepotenziale für Gebäude des Konzerns Stadt Köln15.613
2.1.2Ma ßn a h me : Au sb a u  d e r E rn e u e rb a re n  S tro me rz e u g u n g  d e s K o n z e rn s S ta d t K ö ln1.731
2.1.2.1PV-Init iat ive Konzern St adt  Köln 1.731
2.2Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms 565.452
2.2.1Ma ßn a h me : Au sb a u  d e r P h o to vo lta ik a u f Wo h n -  u n d  Nich two h n g e b ä u d e n531.009
2.2.1.1Solarkoordinierungsst elle (SoKo) St adt  Köln 0
2.2.1.2Aktivierungsoffensive PV (Stadt Köln mit Partnern aus Unternehmen, Finanzinstitutionen etc.)0
2.2.1.3Solart ref f , Ausbildungsof f ensive, Solarf onds – Unt erst üt zungsinst rument e f ür den PV-Ausbau0
2.2.1.4Phot ovolt aik-Förderprogramm mit  Breit enw irkung 531.009
2.2.1.5Fokust hema: Ausbau von M iet erst rom 0
2.2.2Ma ßn a h me : Nu tz u n g  d e r P V - F re iflä ch e n p o te n z ia le 18.755
2.2.2.1Fokusinit iat ive PV auf  Freif lächen ausbauen 18.755
2.2.3Ma ßn a h me : Au sb a u  d e r Win d e n e rg ie 15.688
2.2.3.1Aufhebung der Wind-Konzentrationsfläche 15.688
2.2.3.2Fokusinit iat ive W indenergiepot enziale nut zen 0
2.2.4Ma ßn a h me : Imp o rt e rn e u e rb a re r S tro m
2.3Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme 207.007
2.3.1Ma ßn a h me : E n twicklu n g  u n d  Umse tz u n g  e in e r ko mmu n a le n  Wä rme p la n u n g  /  E n e rg ie n u tz u n g sp la n u n g0
2.3.1.1Unterstützung der Transformation der Wärmeversorgung 0
2.3.2Ma ßn a h me : De ka rb o n isie ru n g  d e r z e n tra le n  Wä rme ve rso rg u n g0
2.3.2.1Erhöhung der Ausnut zung des Bioenergie-Pot ent ials aus kompost ierbaren Abf ällen0
2.3.3Ma ßn a h me : De ka rb o n isie ru n g  d e r d e z e n tra le n  Wä rme ve rso rg u n g207.007
2.3.3.1Netzwerk Transformation Erdgasversorgung/Power to Gas entwickeln 0
2.3.3.2Kampagnen zum Ersat z f ossiler Heizungen 206.076
2.3.3.3Informations- und Beratungsangebote zur Unterstützung des Solarthermie-Ausbaus 931
2.4Ausbau der Energiespeicherung 0
2.4.1Ma ßn a h me : Au sb a u  vo n  S tro msp e ich e rn 0
2.4.1.1St rat egie: „ Bat t eriespeicher zur Flexibilisierung der Energieversorgung“ 0
2.4.2Ma ßn a h me : Au sb a u  vo n  Wä rme sp e ich e rn 0
2.4.2.1St rat egie: „ W ärmespeicher zur Flexibilisierung der Energieversorgung“ 0
in t/ a
3 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral 129.126
3.1Klimaschonendes Arbeit en und Wirt schaft en durch und im Konzern St adt  Köln40.907
3.1.1Ma ßn a h me : Na ch h a ltig e  stä d tisch e  Un te rn e h me n sku ltu r e n twicke ln0
3.1.1.1Klimaf reundliche St adt verw alt ung Köln bis 2030 0
3.1.1.2Kommunale W irt schaf t sf örderung 4.0 – Förderung regionaler W ert schöpf ung 0
3.1.2Ma ßn a h me : K lima sch o n e n d e  Be sch a ffu n g  im K o n z e rn  S ta d t K ö ln40.907
3.1.2.1Verankerung von Nachhalt igkeit skrit erien f ür die Lebensmit t elbeschaf f ung in st ädt ischen Einricht ungen13.636
3.1.2.2Nachhaltigkeitskriterien verbindlich umsetzen 0
3.2Klimaschut z in der Agrar- und Ernährungsw irt schaft 154
3.2.1Ma ßn a h me : E rz e u g u n g , P ro d u ktio n  u n d  V e rma rktu n g  im Be re ich  n a ch h a ltig e r E rn ä h ru n g  fö rd e rn154
3.2.1.1Ausbau des Anteils nachhaltig bewirtschafteter Landwirtschafts-Flächen 154
3.2.1.2Zent rale Handelsort e (Food Hub) und M ärkt e mit  regionalen Angebot en 0
3.2.1.3Urban Gardening in allen Stadtteilen 0
3.2.1.4Verleihung eines Kölner Siegels im Bereich „ Ernährung und Konsum“ 0
3.3Klimaschut z in gew erblich geprägt en Gebiet en 82.056
3.3.1Ma ßn a h me : K lima sch u tz  a ls Qu a rtie rsa n sa tz 6.142
3.3.1.1Einf ührung eines Gebiet smanagement s f ür Klimaschut z in best ehenden und neuen Gew erbegebiet en886
3.3.1.2Klimaschut z als Quart iersansat z in gew erblich geprägt en Gebiet en – „ W hole Dist rict  Approach1.247
3.3.1.3"Servicest elle vor Ort " f ür Klimaschut z in Unt ernehmen 4.009
3.3.2Ma ßn a h me : K lima sch u tz  in  e n e rg ie in te n sive n  Un te rn e h me n62.105
3.3.2.1St rat egieent w icklung klimaneut rale Energieversorgung f ür energieint ensive Indust rieunt ernehmen62.105
3.3.2.2St rat egie: Smart  sust ainable indust ry – Int egrat ion der Aspekt e Digit alisierung und Nachhalt igkeit0
3.3.2.3Förderung der W asserst of f nut zung 0
3.3.2.4Nutzung industrieller Abwärme 0
3.3.3Ma ßn a h me : F ö rd e ru n g  vo n  K lima sch u tz  in  Un te rn e h me n13.809
3.3.3.1Förderprogramm Klimaschut z und Klimaanpassung bei Nicht w ohn-Gebäuden 13.809
3.3.3.2Klimaschonende Beschaf f ung und energiesparendes Verhalt en in Bet rieben 0
3.4Kreislaufw irt schaft 660
3.4.1Ma ßn a h me : K re isla u fwirtsch a ft a u f-  u n d  a u sb a u e n 0
3.4.1.1Second Use & Second Lif e – St udie und Pilot projekt e zur Ent w icklung zirkulärer M ärkt e in Köln0
3.4.1.2Branchenspezifische Aufbereitung von Ansätzen und Beratung zur Kreislaufwirtschaft 0
3.4.2Ma ßn a h me : K re isla u fwirtsch a ft im Ba u g e we rb e  a u sb a u e n 0
3.4.2.1Recycling von Baust of f en f ördern 0
3.4.2.2Nachwachsende Rohstoffe als Baustoffe in die Verbreitung bringen 0
3.4.3Ma ßn a h me : Bio a b fa llsa mmlu n g  fü r d a s g e sa mte  S ta d tg e b ie t e rh ö h e n660
3.4.3.1Ausweitung der braunen Tonne bis 2030 660
3.5Kooperat ion und Förderung von Klimaschut z in der Wirt schaft 5.349
3.5.1Ma ßn a h me : K lima sch u tz - K o o p e ra tio n  z wisch e n  S ta d t K ö ln  u n d  Un te rn e h me n1.802
3.5.1.1Sonderinit iat ive “ Begleit ung von Unt ernehmen auf  dem W eg zur Klimaneut ralit ät “1.802
3.5.1.2Klimapart nerschaf t en zw ischen der St adt  Köln und Kölner Indust rieunt ernehmen0
3.5.2Ma ßn a h me : K lima sch u tz - Ne tz we rke  in  d e r Wirtsch a ft 3.547
3.5.2.1Netzwerkarbeit der Wirtschaftsförderung zur Umsetzung von Pilotprojekten 0
3.5.2.2Identifikation von Qualifizierungs-Bedarfen und Aufbau eines Qualifizierungs-Netzwerks 0
3.5.2.3Unternehmernetzwerk mit Informations- und Beratungsangeboten unterschiedlicher Intensität3.547

177 
  
  
  
 
in t/ a
4 Mobi l i tä t und L ogi s ti k  we rde n k l i ma ne utra l 242.700
4.1Mobi l i tä t i m k ommuna l e n E i nfl us s be re i c h 0
4.1.1Konzern St adt  Köln als Vorbild 0
4.1.1.1Mo b ilitä t in  V e rwa ltu n g , ko mmu n a le n  Un te rn e h me n  u n d  ko mmu n a le n  E in rich tu n g e n0
4.1.1.2Mo b ilitä t in  S ch u le n  u n d  K ita s 0
4.2Personenverkehr 192.300
4.2.1Förderung ÖPNV 58.000
4.2.1.1Quantitativer Ausbau des bestehenden ÖPNV- und SPNV-Angebotes 29.000
4.2.1.2Attraktivierung des ÖPNV-Angebots 29.000
4.2.2Förderung Nahmobilit ät 134.300
4.2.2.1Förderung Fußverkehr 2.200
4.2.2.2Förderung Radverkehr 93.500
4.2.2.3Umgestaltung MIV 38.600
4.3Wirtschafts- und Güterverkehr 46.900
4.3.1Wirtschaftsverkehr und betriebliche Mobilität 46.900
4.3.1.1Mo b ilitä tsma n a g e me n t 24.600
4.3.1.2Optimierung urbaner Wirtschaftsverkehre 22.300
4.4Übergreifende Maßnahmen 3.500
4.4.1.Verbesserung von Ef f izienz und Ant rieben 3.500
4.4.1.1Förderung Elekt romobilit ät 3.500
4.4.2Verkehrsint egrat ion und übergreif ende M aßnahmen 0
4.4.2.1Ausbau von Sharing-Angeboten und Multimodale Integration 0
4.4.2.2St adt  der 15 M inut en – schnelle, sichere und komf ort able W ege ohne Aut o 0
4.4.2.3Integrierte Verkehrsplanung und Planungsbeschleunigung 0
in t/ a
5 Klimaneut ralen Lebensst il und Bildung fördern 59.825
5.1Klimaschut z im Allt ag - Zielgruppe privat er Haushalt e 56.727
5.1.1Ma ßn a h me : Mitma ch ka mp a g n e  z u r Aktivie ru n g  u n d  Qu a lifiz ie ru n g  K ö ln e r Bü rg e r*in n e n  d u rch fü h re n56.727
5.1.1.1Mitma ch ka mp a g n e  klima n e u tra le s K ö ln 56.727
5.2Klimaschut z in Bildungseinricht ungen - Zielgruppe Kinder, Jugendliche, junge Erw achsene, Lehrende3.099
5.2.1Ma ßn a h me : E rfa h ru n g s-  u n d  p ro z e ssb a sie rte  E rn ä h ru n g s-  u n d  Umwe ltb ild u n g  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it3.099
5.2.1.1Schulische Nachhalt igkeit sbildung zu Ernährung, Konsum und klimaschonendem Verhalt en3.099
5.2.1.2Aufbau eines Monitorings im Bildungsbereich: Ernährung, Energie und Mobilität 0
5.3Klimaschut z in Kult ur und Freizeit  - Zielgruppe Kult urschaffende und Anbiet er von Freizeit einricht ungen als M ult iplikat oren0
5.3.1Ma ßn a h me : K u ltu rsch a ffe n d e  u n d  An b ie te r vo n  F re iz e ite in rich tu n g e n  a ls Mu ltip lika to re n  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it fö rd e rn0
5.3.1.1Leitlinien für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement 0
in t/ a
6 Kommunale und zivilgesellschaft liche Transformat ion zur Klimaneut ralit ät  erreichen18.010
6.1Transformation als kommunale Managementaufgabe 15.000
6.1.1Ma ßn a h me : T ra n sfo rma tio n sstra te g ie  fü r e in  klima n e u tra le s K ö ln0
6.1.1.1Ent w icklung und Umset zung der Transf ormat ionsst rat egie 0
6.1.1.2Interne Kommunikation des Transformationsprozesses 0
6.1.1.3Kommunikat ionsst rat egie f ür Klimaschut z und Nachhalt igkeit  ent w ickeln und umset zen0
6.1.2Ma ßn a h me : Mo n ito rin g  u n d  C o n tro llin g  mit Mu ltip ro je ktma n a g e me n t im K lima sch u tz p ro z e ss e in rich te n15.000
6.1.2.1Das Multiprojektmanagement verankern und vernetzen 0
6.1.2.2Das digitale Monitoring und Controlling entwickeln, dauerhaft anwenden und begleiten 0
6.1.2.3Instrumente zur Steuerung des Klimaschutzprozesses implementieren und im Prozess anpassen15.000
6.1.3Ma ßn a h me : Qu e rsch n ittsth e me n  d e r K lima sch u tz a rb e it in  K ö ln  ve ra n ke rn0
6.1.3.1Soziale Gerecht igkeit  als zent rale Anf orderung verankern - Grundlagenst udie "Armut srisiko und Klimaschut z"0
6.1.3.2Digitalisierung und Klimaschutz als Querschnittsthema integrieren 0
6.1.4Ma ßn a h me : In te g ra tio n  d e s Z ie ls d e r K lima n e u tra litä t in  d ie  S tru ktu r d e s K o n z e rn s S ta d t K ö ln0
6.1.4.1Klimaschut z als Transf ormat ionst hema in der Organisat ionsst rukt ur verankern 0
6.2Klimaschut z, Wirt schaft sförderung und Regionalent w icklung int egriert  bet racht en3.010
6.2.1Ma ßn a h me : Na ch h a ltig ke itstra n sfo rma tio n  d e r Wirtsch a ft u n d  Ne u a n sie d lu n g  klima n e u tra le r Un te rn e h me n  fö rd e rn1.343
6.2.1.1Inkubator Energie- und Klimaschutz: Angebote und Instrumente zur Förderung der Transformation bestehender Unternehmen und Neuansiedlung1.343
6.2.1.2Unterstützung des Handwerks: Imagekampagne und Weiterbildungsoffensive 0
6.2.2Ma ßn a h me : S ta d t -  R e g io n  Be z ie h u n g e n  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it e n twicke ln1.667
6.2.2.1Klimaneut ralit ät sregion Köln: Kooperat ion zw ischen St adt  und Region bei Umset zung gemeinsamer Klimaneut ralit ät sst rat egien0
6.2.2.2Netzwerk Regionale Vermarktung 1.667
6.2.3Ma ßn a h me : P o litisch e  E in flu ssn a h me  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it0
6.2.3.1"Think Tank" Energiew ende (bundepolit ische Rahmenbedingungen beeinf lussen) 0
Summealle Handlungsfelder 1.588.857

178 
  
11.2 Übersicht der Sachkosten 
  
 
2023 in €2024 in €2025ff in €Summe in €1Gebäude und Quartiere werden klimaneutral 303.020.400 €  304.950.400 €   2.153.873.800 € 2.761.844.600 €  1.1 Öffentlche Gebäude und Anlagen 6.600.000 €      6.600.000 €       65.100.000 €      78.300.000 €       1.1.1Ma ßn a h me : K lima n e u tra le r G e b ä u d e b e sta n d  K o n z e rn  S ta d t K ö ln6.600.000 €      6.600.000 €       65.100.000 €      78.300.000 €       1.1.1.1Ent w icklung und Umset zung einer St rat egie zum klimaneut ralen Gebäudebest and100.000 €         100.000 €          100.000 €           300.000 €            1.1.1.2Sonderinit iat iven zum nachhalt igen und energieef fi zient en Bauen- €                - €                 - €                  - €                   1.1.1.3Fort f ührung LED-Aust auschprogramm St raßenbeleucht ung6.500.000 €      6.500.000 €       65.000.000 €      78.000.000 €       1.1.2Ma ßn a h me  klima n e u tra le r so n stig e r ö ffe n tlich e r G e b ä u d e b e sta n d- €                - €                 - €                  - €                   1.1.2.1Klimaneut ralit ät spart nerschaf t  mit  Trägern anderer öf f ent licher nicht -st ädt ischer Gebäude- €                - €                 - €                  - €                   1.2Integrierte nachhaltige Stadtentw icklung 705.000 €         675.000 €          5.970.000 €        7.350.000 €         1.2.1.Ma ßn a h me : S ta d tp la n u n g  klima n e u tra l g e sta lte n705.000 €         675.000 €          5.970.000 €        7.350.000 €         1.2.1.1Erarbeit ung von Klimaschut z-Leit linien - €                30.000 €            - €                  30.000 €              1.2.1.2Sanierungsquot e erhöhen durch Int egriert e Quart ierslösungen im Best and 225.000 €         225.000 €          450.000 €           900.000 €            1.2.1.3Fachliche Begleit ung von Großprojekt en 100.000 €         100.000 €          600.000 €           800.000 €            1.2.1.4Erprobung f lächenschonender ökologischer und energieef f izient er W ohnmodelle20.000 €           20.000 €            120.000 €           160.000 €            1.2.1.5Nachverdichtung klimaneutral gestalten 300.000 €         300.000 €          4.800.000 €        5.400.000 €         1.2.1.6Energet ische Ert ücht igung des denkmalgeschüt zt en Gebäudebest ands60.000 €           - €                 - €                  60.000 €              1.3 Klimafreundliche Best andssanierung 295.556.400 €  297.516.400 €   2.082.644.800 € 2.675.717.600 €  1.3.1 Ma ßn a h me : Mo d e rn isie ru n g  se lb stg e n u tz te r o d e r p riva t ve rmie te te r Wo h n g e b ä u d e295.541.400 €  297.501.400 €   2.082.599.800 € 2.675.642.600 €   1.3.1.1Köln Paket  f ür die klimaf reundliche Best andssanierung 2.490.000 €      4.500.000 €       31.500.000 €      38.490.000 €       1.3.1.2Förderprogramm f ür die energet ische Sanierung privat er W ohngebäude292.066.400 €   292.066.400 €    2.044.464.800 €  2.628.597.600 €  1.3.1.3Et ablierung zielgruppenspezif ischer Berat ungs- und Unt erst üt zungsangebot e905.000 €         875.000 €          6.125.000 €        7.905.000 €         1.3.1.4Qualitätsnetzwerk Klimaneutrale Wohngebäudemodernisierung50.000 €           30.000 €            330.000 €           410.000 €            1.3.1.5Sonderinit iat ive Nachhalt iges Bauen in der energet ischen Gebäudemodernisierung30.000 €           30.000 €            180.000 €           240.000 €            1.3.2 Ma ßn a h me : Mo d e rn isie ru n g  g e we rb lich  ve rmie te te r Wo h n g e b ä u d e15.000 €           15.000 €            45.000 €             75.000 €              1.3.2.1Initiative zur Erhöhung der Sanierungsquote für die Kölner Wohnungswirtschaft 15.000 €           15.000 €            45.000 €             75.000 €              1.3.2.2„A l l i a n z  fü r  k l i m a n e u tr a l e s  W o h n e n  i m  K ö l n e r  B e s ta n d “ –  K o o p e r a ti o n s v e r e i n b a r u n g  m i t d e r  g e we r b l i c h e n  W o h n u n g s wi r ts c h a ft- €                - €                 - €                  - €                   1.3.2.3Mo d e llp ro je kt S e rie lle s S a n ie re n  ( " E n e rg ie sp ro n g " )- €                - €                 - €                  - €                   1.3.2.4Klimabonus-M odell (Anreiz zur energet ischen M odernisierung von W ohnraum f ür einkommensschw ache Haushalt e)- €                - €                 - €                  - €                   1.4Klimaneut raler Neubau 159.000 €         159.000 €          159.000 €           477.000 €            1.4.1Ma ßn a h me : Na ch h a ltig e n  Ne u b a u  n ich t- stä d tisch e r Wo h n g e b ä u d e  fö rd e rn159.000 €         159.000 €          159.000 €           477.000 €            1.4.1.1 Klimaneut raler Neubau – Unt erst üt zungsangebot e f ür privat e Bauf amilien159.000 €         159.000 €          159.000 €           477.000 €            1.4.1.2Mie two h n u n g sn e u b a u  z u ku n ftsfä h ig  g e sta lte n  –  K o o p e ra tio n sve re in b a ru n g  u n d  E rfa h ru n g sa u sta u sch  mit d e r Wo h n u n g swirtsch a ft- €                - €                 - €                  - €                   
2023 in €2024 in €2025ff in €Summe in €2Klimaneut rale Energieversorgung erreichen 37.748.964 €    37.848.964 €     242.055.322 €    317.653.250 €     2.1Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich 792.308 €         792.308 €         8.715.385 €       10.300.000 €       2.1.1Ma ßn a h me : De ka rb o n isie ru n g  d e r Wä rme ve rso rg u n g  d e s K o n z e rn s S ta d t K ö ln100.000 €         100.000 €          1.100.000 €        1.300.000 €         2.1.1.1Identifizierung EE-Wärme und Abwärmepotenziale für Gebäude des Konzerns Stadt Köln100.000 €         100.000 €          1.100.000 €        1.300.000 €         2.1.2Ma ßn a h me : Au sb a u  d e r E rn e u e rb a re n  S tro me rz e u g u n g  d e s K o n z e rn s S ta d t K ö ln692.308 €         692.308 €          7.615.385 €        9.000.000 €         2.1.2.1PV-Init iat ive Konzern St adt  Köln 692.308 €         692.308 €          7.615.385 €        9.000.000 €         2.2Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms 36.756.656 €    36.756.656 €     231.139.938 €    304.653.250 €     2.2.1Ma ßn a h me : Au sb a u  d e r P h o to vo lta ik a u f Wo h n -  u n d  Nich two h n g e b ä u d e n36.736.656 €    36.736.656 €     230.719.938 €    304.193.250 €     2.2.1.1Solarkoordinierungsst elle (SoKo) St adt  Köln - €                - €                 - €                  - €                   2.2.1.2Aktivierungsoffensive PV (Stadt Köln mit Partnern aus Unternehmen, Finanzinstitutionen etc.)200.000 €         200.000 €          1.200.000 €        1.600.000 €         2.2.1.3Solart ref f , Ausbildungsof f ensive, Solarf onds – Unt erst üt zungsinst rument e f ür den PV-Ausbau30.000 €           30.000 €            480.000 €           540.000 €            2.2.1.4Phot ovolt aik-Förderprogramm mit  Breit enw irkung 34.506.656 €    34.506.656 €     207.039.938 €    276.053.250 €     2.2.1.5Fokust hema: Ausbau von M iet erst rom 2.000.000 €      2.000.000 €       22.000.000 €      26.000.000 €       2.2.2Ma ßn a h me : Nu tz u n g  d e r P V - F re iflä ch e n p o te n z ia le20.000 €           20.000 €            220.000 €           260.000 €            2.2.2.1Fokusinit iat ive PV auf  Freif lächen ausbauen 20.000 €           20.000 €            220.000 €           260.000 €            2.2.3Ma ßn a h me : Au sb a u  d e r Win d e n e rg ie - €                - €                 200.000 €           200.000 €            2.2.3.1Aufhebung der Wind-Konzentrationsfläche - €                - €                 - €                  - €                   2.2.3.2Fokusinit iat ive W indenergiepot enziale nut zen - €                - €                 200.000 €           200.000 €            2.2.4Ma ßn a h me : Imp o rt e rn e u e rb a re r S tro m2.3Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme 200.000 €         200.000 €          2.200.000 €        2.600.000 €         2.3.1Ma ßn a h me : E n twicklu n g  u n d  Umse tz u n g  e in e r ko mmu n a le n  Wä rme p la n u n g  /  E n e rg ie n u tz u n g sp la n u n g- €                - €                 - €                  - €                   2.3.1.1Unterstützung der Transformation der Wärmeversorgung - €                - €                 - €                  - €                   2.3.2Ma ßn a h me : De ka rb o n isie ru n g  d e r z e n tra le n  Wä rme ve rso rg u n g- €                - €                 - €                  - €                   2.3.2.1Erhöhung der Ausnut zung des Bioenergie-Pot ent ials aus kompost ierbaren Abf ällen- €                - €                 - €                  - €                   2.3.3Ma ßn a h me : De ka rb o n isie ru n g  d e r d e z e n tra le n  Wä rme ve rso rg u n g200.000 €         200.000 €          2.200.000 €        2.600.000 €         2.3.3.1Netzwerk Transformation Erdgasversorgung/Power to Gas entwickeln- €                - €                 - €                  - €                   2.3.3.2Kampagnen zum Ersat z f ossiler Heizungen 200.000 €         200.000 €          2.200.000 €        2.600.000 €         2.3.3.3Informations- und Beratungsangebote zur Unterstützung des Solarthermie-Ausbaus- €                - €                 - €                  - €                   2.4Ausbau der Energiespeicherung - €                100.000 €          - €                  100.000 €            2.4.1Ma ßn a h me : Au sb a u  vo n  S tro msp e ich e rn - €                - €                 - €                  - €                   2.4.1.1St rat egie: „ Bat t eriespeicher zur Flexibilisierung der Energieversorgung“- €                - €                 - €                  - €                   2.4.2Ma ßn a h me : Au sb a u  vo n  Wä rme sp e ich e rn - €                100.000 €          - €                  100.000 €            2.4.2.1St rat egie: „ W ärmespeicher zur Flexibilisierung der Energieversorgung“- €                100.000 €          - €                  100.000 €

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2023 in €2024 in €2025ff in €Summe in €3Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral 3.237.000 €      2.255.000 €       3.441.000 €        8.933.000 €         3.1Klimaschonendes Arbeit en und Wirt schaft en durch und im Konzern St adt  Köln47.000 €           37.000 €           27.000 €            111.000 €            3.1.1Ma ßn a h me : Na ch h a ltig e  stä d tisch e  Un te rn e h me n sku ltu r e n twicke ln25.000 €           25.000 €            25.000 €             75.000 €              3.1.1.1Klimaf reundliche St adt verw alt ung Köln bis 2030 k.A.k.A. k.A. k.A.3.1.1.2Kommunale W irt schaf t sf örderung 4.0 – Förderung regionaler W ert schöpf ung25.000 €           25.000 €            25.000 €             75.000 €              3.1.2Ma ßn a h me : K lima sch o n e n d e  Be sch a ffu n g  im K o n z e rn  S ta d t K ö ln22.000 €           12.000 €            2.000 €               36.000 €              3.1.2.1Verankerung von Nachhalt igkeit skrit erien f ür die Lebensmit t elbeschaf f ung in st ädt ischen Einricht ungen12.000 €           2.000 €              2.000 €               16.000 €              3.1.2.2Nachhaltigkeitskriterien verbindlich umsetzen 10.000 €           10.000 €            - €                  20.000 €              3.2Klimaschut z in der Agrar- und Ernährungsw irt schaft 88.000 €          78.000 €           754.000 €           920.000 €            3.2.1Ma ßn a h me : E rz e u g u n g , P ro d u ktio n  u n d  V e rma rktu n g  im Be re ich  n a ch h a ltig e r E rn ä h ru n g  fö rd e rn88.000 €           78.000 €            754.000 €           920.000 €            3.2.1.1Ausbau des Anteils nachhaltig bewirtschafteter Landwirtschafts-Flächen12.000 €           2.000 €              2.000 €               16.000 €              3.2.1.2Zent rale Handelsort e (Food Hub) und M ärkt e mit  regionalen Angebot en62.000 €           62.000 €            682.000 €           806.000 €            3.2.1.3Urban Gardening in allen Stadtteilen 12.000 €           12.000 €            48.000 €             72.000 €              3.2.1.4Verleihung eines Kölner Siegels im Bereich „ Ernährung und Konsum“2.000 €             2.000 €              22.000 €             26.000 €              3.3Klimaschut z in gew erblich geprägt en Gebiet en 2.070.000 €      1.680.000 €       1.680.000 €        5.430.000 €         3.3.1Ma ßn a h me : K lima sch u tz  a ls Qu a rtie rsa n sa tz210.000 €         90.000 €            90.000 €             390.000 €            3.3.1.1Einf ührung eines Gebiet smanagement s f ür Klimaschut z in best ehenden und neuen Gew erbegebiet en135.000 €         15.000 €            15.000 €             165.000 €            3.3.1.2Klimaschut z als Quart iersansat z in gew erblich geprägt en Gebiet en – „ W hole Dist rict  Approach25.000 €           25.000 €            25.000 €             75.000 €              3.3.1.3"Servicest elle vor Ort " f ür Klimaschut z in Unt ernehmen 50.000 €           50.000 €            50.000 €             150.000 €            3.3.2Ma ßn a h me : K lima sch u tz  in  e n e rg ie in te n sive n  Un te rn e h me n860.000 €         590.000 €          590.000 €           2.040.000 €         3.3.2.1St rat egieent w icklung klimaneut rale Energieversorgung f ür energieint ensive Indust rieunt ernehmen45.000 €           45.000 €            45.000 €             135.000 €            3.3.2.2St rat egie: Smart  sust ainable indust ry – Int egrat ion der Aspekt e Digit alisierung und Nachhalt igkeit150.000 €         30.000 €            30.000 €             210.000 €            3.3.2.3Förderung der W asserst of f nut zung 515.000 €         515.000 €          515.000 €           1.545.000 €         3.3.2.4Nutzung industrieller Abwärme 150.000 €         - €                 - €                  150.000 €            3.3.3Ma ßn a h me : F ö rd e ru n g  vo n  K lima sch u tz  in  Un te rn e h me n1.000.000 €      1.000.000 €       1.000.000 €        3.000.000 €         3.3.3.1Förderprogramm Klimaschut z und Klimaanpassung bei Nicht w ohn-Gebäuden1.000.000 €      1.000.000 €       1.000.000 €        3.000.000 €         3.3.3.2Klimaschonende Beschaf f ung und energiesparendes Verhalt en in Bet rieben - €                   3.4Kreislaufw irt schaft 837.000 €         320.000 €          840.000 €          1.997.000 €         3.4.1Ma ßn a h me : K re isla u fwirtsch a ft a u f-  u n d  a u sb a u e n397.000 €         15.000 €            15.000 €             427.000 €            3.4.1.1Second Use & Second Lif e – St udie und Pilot projekt e zur Ent w icklung zirkulärer M ärkt e in Köln370.000 €         - €                 - €                  370.000 €            3.4.1.2Branchenspezifische Aufbereitung von Ansätzen und Beratung zur Kreislaufwirtschaft27.000 €           15.000 €            15.000 €             57.000 €              3.4.2Ma ßn a h me : K re isla u fwirtsch a ft im Ba u g e we rb e  a u sb a u e n180.000 €         45.000 €            45.000 €             270.000 €            3.4.2.1Recycling von Baust of f en f ördern 135.000 €         15.000 €            15.000 €             165.000 €            3.4.2.2Nachwachsende Rohstoffe als Baustoffe in die Verbreitung bringen45.000 €           30.000 €            30.000 €             105.000 €            3.4.3Ma ßn a h me : Bio a b fa llsa mmlu n g  fü r d a s g e sa mte  S ta d tg e b ie t e rh ö h e n260.000 €         260.000 €          780.000 €           1.300.000 €         3.4.3.1Ausweitung der braunen Tonne bis 2030 260.000 €         260.000 €          780.000 €           1.300.000 €         3.5Kooperat ion und Förderung von Klimaschut z in der Wirt schaft195.000 €         140.000 €          140.000 €           475.000 €            3.5.1Ma ßn a h me : K lima sch u tz - K o o p e ra tio n  z wisch e n  S ta d t K ö ln  u n d  Un te rn e h me n140.000 €         140.000 €          140.000 €           420.000 €            3.5.1.1Sonderinit iat ive “ Begleit ung von Unt ernehmen auf  dem W eg zur Klimaneut ralit ät “135.000 €         135.000 €          135.000 €           405.000 €            3.5.1.2Klimapart nerschaf t en zw ischen der St adt  Köln und Kölner Indust rieunt ernehmen5.000 €             5.000 €             5.000 €              15.000 €              3.5.2Ma ßn a h me : K lima sch u tz - Ne tz we rke  in  d e r Wirtsch a ft55.000 €           - €                 - €                  55.000 €             3.5.2.1Netzwerkarbeit der Wirtschaftsförderung zur Umsetzung von Pilotprojekten15.000 €           - €                 - €                  15.000 €              3.5.2.2Identifikation von Qualifizierungs-Bedarfen und Aufbau eines Qualifizierungs-Netzwerks25.000 €           - €                 - €                  25.000 €              3.5.2.3Unternehmernetzwerk mit Informations- und Beratungsangeboten unterschiedlicher Intensität15.000 €           - €                 - €                  15.000 €              
2023 in €2024 in €2025ff in €Summe in €4Mobi l i tä t und L ogi s ti k  we rde n k l i ma ne utra l345.946.462 €311.396.462 €3.423.817.077 €4.081.160.000 €4.1.Mobi l i tä t i m k ommuna l e n E i nfl us s be re i c h63.470.000 €28.920.000 €318.120.000 €410.510.000 €4.1.1.Konzern St adt  Köln als Vorbild 63.470.000 €28.920.000 €318.120.000 €410.510.000 €4.1.1.1.Mo b ilitä t in  V e rwa ltu n g , ko mmu n a le n  Un te rn e h me n  u n d  ko mmu n a le n  E in rich tu n g e n25.070.000 €19.320.000 €212.520.000 €256.910.000 €4.1.1.2.Mo b ilitä t in  S ch u le n  u n d  K ita s 38.400.000 €9.600.000 €105.600.000 €153.600.000 €4.2Personenverkehr 275.538.462 €275.538.462 €3.030.923.077 €3.582.000.000 €4.2.1.Förderung ÖPNV 224.000.000 €224.000.000 €2.464.000.000 €2.912.000.000 €4.2.1.1.Quantitativer Ausbau des bestehenden ÖPNV- und SPNV-Angebotes112.000.000 €112.000.000 €1.232.000.000 €1.456.000.000 €4.2.1.2.Attraktivierung des ÖPNV-Angebots 112.000.000 €112.000.000 €1.232.000.000 €1.456.000.000 €4.2.2Förderung Nahmobilit ät 51.538.462 €51.538.462 €566.923.077 €670.000.000 €4.2.2.1.Förderung Fußverkehr 15.000.000 €15.000.000 €165.000.000 €195.000.000 €4.2.2.2.Förderung Radverkehr 35.000.000 €35.000.000 €385.000.000 €455.000.000 €4.2.2.1.Umgestaltung MIV 1.538.462 €1.538.462 €16.923.077 €20.000.000 €4.3Wirtschafts- und Güterverkehr 298.000 €298.000 €3.314.000 €3.910.000 €4.3.1Wirtschaftsverkehr und betriebliche Mobilität 298.000 €298.000 €3.314.000 €3.910.000 €4.3.1.1.Mo b ilitä tsma n a g e me n t 150.000 €150.000 €1.650.000 €1.950.000 €4.3.1.2.Optimierung urbaner Wirtschaftsverkehre 148.000 €148.000 €1.664.000 €1.960.000 €4.4Übergreifende Maßnahmen 6.640.000 €6.640.000 €71.460.000 €84.740.000 €4.4.1.Verbesserung von Ef f izienz und Ant rieben 6.160.000 €6.160.000 €68.420.000 €80.740.000 €4.4.1.1Förderung Elekt romobilit ät 6.160.000 €6.160.000 €68.420.000 €80.740.000 €4.4.2Verkehrsint egrat ion und übergreif ende M aßnahmen 480.000 €480.000 €3.040.000 €4.000.000 €4.4.2.1.Ausbau von Sharing-Angeboten und Multimodale Integration 480.000 €480.000 €3.040.000 €4.000.000 €4.4.2.2.St adt  der 15 M inut en – schnelle, sichere und komf ort able W ege ohne Aut o0 € 0 € 0 € 0 €4.4.2.3.Integrierte Verkehrsplanung und Planungsbeschleunigung 0 € 0 € 0 € 0 €
2023 in €2024 in €2025ff in €Summe in €5Klimaneut ralen Lebensst il und Bildung fördern 370.500 €         84.500 €           726.500 €           1.181.500 €         5.1Klimaschut z im Allt ag - Zielgruppe privat er Haushalt e 254.000 €         40.500 €           552.500 €           847.000 €           5.1.1Ma ßn a h me : Mitma ch ka mp a g n e  z u r Aktivie ru n g  u n d  Qu a lifiz ie ru n g  K ö ln e r Bü rg e r*in n e n  d u rch fü h re n254.000 €         40.500 €            552.500 €          847.000 €            5.1.1.1Mitma ch ka mp a g n e  klima n e u tra le s K ö ln 254.000 €         40.500 €            552.500 €          847.000 €            5.2Klimaschut z in Bildungseinricht ungen - Zielgruppe Kinder, Jugendliche, junge Erw achsene, Lehrende86.500 €          41.500 €           171.500 €           299.500 €            5.2.1Ma ßn a h me : E rfa h ru n g s-  u n d  p ro z e ssb a sie rte  E rn ä h ru n g s-  u n d  Umwe ltb ild u n g  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it86.500 €           41.500 €            171.500 €           299.500 €            5.2.1.1Schulische Nachhalt igkeit sbildung zu Ernährung, Konsum und klimaschonendem Verhalt en56.500 €           31.500 €            161.500 €           249.500 €            5.2.1.2Aufbau eines Monitorings im Bildungsbereich: Ernährung, Energie und Mobilität30.000 €           10.000 €            10.000 €             50.000 €              5.3Klimaschut z in Kult ur und Freizeit  - Zielgruppe Kult urschaffende und Anbiet er von Freizeit einricht ungen als M ult iplikat oren30.000 €           2.500 €             2.500 €              35.000 €             5.3.1Ma ßn a h me : K u ltu rsch a ffe n d e  u n d  An b ie te r vo n  F re iz e ite in rich tu n g e n  a ls Mu ltip lika to re n  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it fö rd e rn30.000 €           2.500 €             2.500 €              35.000 €              5.3.1.1Leitlinien für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement 30.000 €           2.500 €             2.500 €              35.000 €

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2023 in €2024 in €2025ff in €Summe in €6Kommunale und zivilgesellschaft liche Transformat ion zur Klimaneut ralit ät  erreichen1.239.000 €      1.899.000 €       108.000 €            3.246.000 €         6.1Transformation als kommunale Managementaufgabe 1.089.000 €      1.849.000 €       58.000 €             2.996.000 €         6.1.1Ma ßn a h me : T ra n sfo rma tio n sstra te g ie  fü r e in  klima n e u tra le s K ö ln139.000 €         39.000 €            58.000 €              236.000 €            6.1.1.1Ent w icklung und Umset zung der Transf ormat ionsst rat egie70.000 €           - €                 - €                   70.000 €              6.1.1.2Interne Kommunikation des Transformationsprozesses 27.000 €           27.000 €            54.000 €              108.000 €            6.1.1.3Kommunikat ionsst rat egie f ür Klimaschut z und Nachhalt igkeit  ent w ickeln und umset zen42.000 €           12.000 €            4.000 €                58.000 €             6.1.2Ma ßn a h me : Mo n ito rin g  u n d  C o n tro llin g  mit Mu ltip ro je ktma n a g e me n t im K lima sch u tz p ro z e ss e in rich te n920.000 €         1.810.000 €       - €                   2.730.000 €         6.1.2.1Das Multiprojektmanagement verankern und vernetzen 20.000 €           10.000 €            - €                   30.000 €              6.1.2.2Das digitale Monitoring und Controlling entwickeln, dauerhaft anwenden und begleiten- €                - €                 - €                   - €                   6.1.2.3Instrumente zur Steuerung des Klimaschutzprozesses implementieren und im Prozess anpassen900.000 €         1.800.000 €       - €                   2.700.000 €         6.1.3Ma ßn a h me : Qu e rsch n ittsth e me n  d e r K lima sch u tz a rb e it in  K ö ln  ve ra n ke rn30.000 €           - €                 - €                   30.000 €              6.1.3.1Soziale Gerecht igkeit  als zent rale Anf orderung verankern - Grundlagenst udie "Armut srisiko und Klimaschut z"30.000 €           - €                 - €                   30.000 €              6.1.3.2Digitalisierung und Klimaschutz als Querschnittsthema integrieren- €                - €                 - €                   - €                   6.1.4Ma ßn a h me : In te g ra tio n  d e s Z ie ls d e r K lima n e u tra litä t in  d ie  S tru ktu r d e s K o n z e rn s S ta d t K ö ln- €                - €                 - €                   - €                   6.1.4.1Klimaschut z als Transf ormat ionst hema in der Organisat ionsst rukt ur verankern- €                - €                 - €                   - €                   6.2Klimaschut z, Wirt schaft sförderung und Regionalent w icklung int egriert  bet racht en150.000 €         50.000 €           50.000 €              250.000 €            6.2.1Ma ßn a h me : Na ch h a ltig ke itstra n sfo rma tio n  d e r Wirtsch a ft u n d  Ne u a n sie d lu n g  klima n e u tra le r Un te rn e h me n  fö rd e rn50.000 €           50.000 €            50.000 €              150.000 €            6.2.1.1Inkubator Energie- und Klimaschutz: Angebote und Instrumente zur Förderung der Transformation bestehender Unternehmen und Neuansiedlung50.000 €           50.000 €            50.000 €              150.000 €            6.2.1.2Unterstützung des Handwerks: Imagekampagne und Weiterbildungsoffensive- €                - €                 - €                   - €                   6.2.2Ma ßn a h me : S ta d t -  R e g io n  Be z ie h u n g e n  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it e n twicke ln50.000 €           - €                 - €                   50.000 €              6.2.2.1Klimaneut ralit ät sregion Köln: Kooperat ion zw ischen St adt  und Region bei Umset zung gemeinsamer Klimaneut ralit ät sst rat egien50.000 €           - €                 - €                   50.000 €              6.2.2.2Netzwerk Regionale Vermarktung - €                - €                 - €                   - €                   6.2.3Ma ßn a h me : P o litisch e  E in flu ssn a h me  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it50.000 €           - €                 - €                   50.000 €              6.2.3.1"Think Tank" Energiew ende (bundepolit ische Rahmenbedingungen beeinf lussen)50.000 €           - €                 - €                   50.000 €              Summealle Handlungsfelder 691.562.325 €  658.434.325 €   5.824.021.699 €  7.174.018.350 €

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11.3 Übersicht der Zeitaufwände 
  
 
2023 in Vollzeit-äqivalenten/a
2024 in Vollzeit-äqivalenten/a
2025ff in Vollzeit-äqivalenten/a1 Gebäude und Quartiere werden klimaneutral 36,2536,2536,251.1 Öffentlche Gebäude und Anlagen 5,255,255,251.1.1Ma ßn a h me : K lima n e u tra le r G e b ä u d e b e sta n d  K o n z e rn  S ta d t K ö ln5,005,005,001.1.1.1Ent w icklung und Umset zung einer St rat egie zum klimaneut ralen Gebäudebest and5,005,005,001.1.1.2Sonderinit iat iven zum nachhalt igen und energieef fi zient en Bauen 0,000,000,001.1.1.3Fort f ührung LED-Aust auschprogramm St raßenbeleucht ung k.A.k.A.k.A.1.1.2Ma ßn a h me  klima n e u tra le r so n stig e r ö ffe n tlich e r G e b ä u d e b e sta n d0,250,250,251.1.2.1Klimaneut ralit ät spart nerschaf t  mit  Trägern anderer öf f ent licher nicht -st ädt ischer Gebäude0,250,250,251.2Integrierte nachhaltige Stadtentw icklung 12,0012,0012,001.2.1.Ma ßn a h me : S ta d tp la n u n g  klima n e u tra l g e sta lte n12,0012,0012,001.2.1.1Erarbeit ung von Klimaschut z-Leit linien 0,500,500,501.2.1.2Sanierungsquot e erhöhen durch Int egriert e Quart ierslösungen im Best and 8,008,008,001.2.1.3Fachliche Begleit ung von Großprojekt en 0,500,500,501.2.1.4Erprobung f lächenschonender ökologischer und energieef f izient er W ohnmodelle0,500,500,501.2.1.5Nachverdichtung klimaneutral gestalten 2,002,002,001.2.1.6Energet ische Ert ücht igung des denkmalgeschüt zt en Gebäudebest ands0,500,500,501.3 Klimafreundliche Best andssanierung 17,7517,7517,751.3.1 Ma ßn a h me : Mo d e rn isie ru n g  se lb stg e n u tz te r o d e r p riva t ve rmie te te r Wo h n g e b ä u d e17,0017,0017,001.3.1.1Köln Paket  f ür die klimaf reundliche Best andssanierung 3,003,003,001.3.1.2Förderprogramm f ür die energet ische Sanierung privat er W ohngebäude12,0012,0012,001.3.1.3Et ablierung zielgruppenspezif ischer Berat ungs- und Unt erst üt zungsangebot e0,500,500,501.3.1.4Qualitätsnetzwerk Klimaneutrale Wohngebäudemodernisierung 1,001,001,001.3.1.5Sonderinit iat ive Nachhalt iges Bauen in der energet ischen Gebäudemodernisierung0,500,500,501.3.2 Ma ßn a h me : Mo d e rn isie ru n g  g e we rb lich  ve rmie te te r Wo h n g e b ä u d e0,750,750,751.3.2.1Initiative zur Erhöhung der Sanierungsquote für die Kölner Wohnungswirtschaft 0,500,500,501.3.2.2„A l l i a n z  fü r  k l i m a n e u tr a l e s  W o h n e n  i m  K ö l n e r  B e s ta n d “ –  K o o p e r a ti o n s v e r e i n b a r u n g  m i t d e r  g e we r b l i c h e n  W o h n u n g s wi r ts c h a ft0,000,000,001.3.2.3Mo d e llp ro je kt S e rie lle s S a n ie re n  ( " E n e rg ie sp ro n g " )0,000,000,001.3.2.4Klimabonus-M odell (Anreiz zur energet ischen M odernisierung von W ohnraum f ür einkommensschw ache Haushalt e)0,250,250,251.4Klimaneut raler Neubau 1,251,251,251.4.1Ma ßn a h me : Na ch h a ltig e n  Ne u b a u  n ich t- stä d tisch e r Wo h n g e b ä u d e  fö rd e rn1,251,251,251.4.1.1 Klimaneut raler Neubau – Unt erst üt zungsangebot e f ür privat e Bauf amilien1,001,001,001.4.1.2Mie two h n u n g sn e u b a u  z u ku n ftsfä h ig  g e sta lte n  –  K o o p e ra tio n sve re in b a ru n g  u n d  E rfa h ru n g sa u sta u sch  mit d e r Wo h n u n g swirtsch a ft0,250,250,25
2023 in Vollzeit-äqivalenten/a
2024 in Vollzeit-äqivalenten/a
2025ff in Vollzeit-äqivalenten/a2 Klimaneut rale Energieversorgung erreichen 24,2524,2524,252.1Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich 2,502,502,502.1.1Ma ßn a h me : De ka rb o n isie ru n g  d e r Wä rme ve rso rg u n g  d e s K o n z e rn s S ta d t K ö ln1,001,001,002.1.1.1Identifizierung EE-Wärme und Abwärmepotenziale für Gebäude des Konzerns Stadt Köln1,001,001,002.1.2Ma ßn a h me : Au sb a u  d e r E rn e u e rb a re n  S tro me rz e u g u n g  d e s K o n z e rn s S ta d t K ö ln1,501,501,502.1.2.1PV-Init iat ive Konzern St adt  Köln 1,501,501,502.2Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms 18,0018,0018,002.2.1Ma ßn a h me : Au sb a u  d e r P h o to vo lta ik a u f Wo h n -  u n d  Nich two h n g e b ä u d e n17,7517,7517,752.2.1.1Solarkoordinierungsst elle (SoKo) St adt  Köln 3,003,003,002.2.1.2Aktivierungsoffensive PV (Stadt Köln mit Partnern aus Unternehmen, Finanzinstitutionen etc.)1,501,501,502.2.1.3Solart ref f , Ausbildungsof f ensive, Solarf onds – Unt erst üt zungsinst rument e f ür den PV-Ausbau0,250,250,252.2.1.4Phot ovolt aik-Förderprogramm mit  Breit enw irkung 10,0010,0010,002.2.1.5Fokust hema: Ausbau von M iet erst rom 3,003,003,002.2.2Ma ßn a h me : Nu tz u n g  d e r P V - F re iflä ch e n p o te n z ia le0,250,250,252.2.2.1Fokusinit iat ive PV auf  Freif lächen ausbauen 0,250,250,252.2.3Ma ßn a h me : Au sb a u  d e r Win d e n e rg ie 0,000,000,002.2.3.1Aufhebung der Wind-Konzentrationsfläche 0,000,000,002.2.3.2Fokusinit iat ive W indenergiepot enziale nut zen 0,000,000,002.2.4Ma ßn a h me : Imp o rt e rn e u e rb a re r S tro m2.3Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme 3,503,503,502.3.1Ma ßn a h me : E n twicklu n g  u n d  Umse tz u n g  e in e r ko mmu n a le n  Wä rme p la n u n g  /  E n e rg ie n u tz u n g sp la n u n g0,000,000,002.3.1.1Unterstützung der Transformation der Wärmeversorgung 0,000,000,002.3.2Ma ßn a h me : De ka rb o n isie ru n g  d e r z e n tra le n  Wä rme ve rso rg u n g0,000,000,002.3.2.1Erhöhung der Ausnut zung des Bioenergie-Pot ent ials aus kompost ierbaren Abf ällen0,000,000,002.3.3Ma ßn a h me : De ka rb o n isie ru n g  d e r d e z e n tra le n  Wä rme ve rso rg u n g3,503,503,502.3.3.1Netzwerk Transformation Erdgasversorgung/Power to Gas entwickeln 0,500,500,502.3.3.2Kampagnen zum Ersat z f ossiler Heizungen 3,003,003,002.3.3.3Informations- und Beratungsangebote zur Unterstützung des Solarthermie-Ausbaus0,000,000,002.4Ausbau der Energiespeicherung 0,250,250,252.4.1Ma ßn a h me : Au sb a u  vo n  S tro msp e ich e rn 0,000,000,002.4.1.1St rat egie: „ Bat t eriespeicher zur Flexibilisierung der Energieversorgung“0,000,000,002.4.2Ma ßn a h me : Au sb a u  vo n  Wä rme sp e ich e rn 0,250,250,252.4.2.1St rat egie: „ W ärmespeicher zur Flexibilisierung der Energieversorgung“0,250,250,25

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2023 in Vollzeit-äqivalenten/a
2024 in Vollzeit-äqivalenten/a
2025ff in Vollzeit-äqivalenten/a3 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral 23,7526,7528,753.1Klimaschonendes Arbeit en und Wirt schaft en durch und im Konzern St adt  Köln2,752,752,753.1.1Ma ßn a h me : Na ch h a ltig e  stä d tisch e  Un te rn e h me n sku ltu r e n twicke ln2,002,002,003.1.1.1Klimaf reundliche St adt verw alt ung Köln bis 2030 1,001,001,003.1.1.2Kommunale W irt schaf t sf örderung 4.0 – Förderung regionaler W ert schöpf ung1,001,001,003.1.2Ma ßn a h me : K lima sch o n e n d e  Be sch a ffu n g  im K o n z e rn  S ta d t K ö ln0,750,750,753.1.2.1Verankerung von Nachhalt igkeit skrit erien f ür die Lebensmit t elbeschaf f ung in st ädt ischen Einricht ungen0,500,500,503.1.2.2Nachhaltigkeitskriterien verbindlich umsetzen 0,250,250,253.2Klimaschut z in der Agrar- und Ernährungsw irt schaft 2,002,002,003.2.1Ma ßn a h me : E rz e u g u n g , P ro d u ktio n  u n d  V e rma rktu n g  im Be re ich  n a ch h a ltig e r E rn ä h ru n g  fö rd e rn2,002,002,003.2.1.1Ausbau des Anteils nachhaltig bewirtschafteter Landwirtschafts-Flächen 0,250,250,253.2.1.2Zent rale Handelsort e (Food Hub) und M ärkt e mit  regionalen Angebot en1,001,001,003.2.1.3Urban Gardening in allen Stadtteilen 0,250,250,253.2.1.4Verleihung eines Kölner Siegels im Bereich „ Ernährung und Konsum“ 0,500,500,503.3Klimaschut z in gew erblich geprägt en Gebiet en 11,2511,2511,253.3.1Ma ßn a h me : K lima sch u tz  a ls Qu a rtie rsa n sa tz 4,004,004,003.3.1.1Einf ührung eines Gebiet smanagement s f ür Klimaschut z in best ehenden und neuen Gew erbegebiet en1,001,001,003.3.1.2Klimaschut z als Quart iersansat z in gew erblich geprägt en Gebiet en – „ W hole Dist rict  Approach1,001,001,003.3.1.3"Servicest elle vor Ort " f ür Klimaschut z in Unt ernehmen 2,002,002,003.3.2Ma ßn a h me : K lima sch u tz  in  e n e rg ie in te n sive n  Un te rn e h me n4,004,004,003.3.2.1St rat egieent w icklung klimaneut rale Energieversorgung f ür energieint ensive Indust rieunt ernehmen0,250,250,253.3.2.2St rat egie: Smart  sust ainable indust ry – Int egrat ion der Aspekt e Digit alisierung und Nachhalt igkeit0,500,500,503.3.2.3Förderung der W asserst of f nut zung 3,003,003,003.3.2.4Nutzung industrieller Abwärme 0,250,250,253.3.3Ma ßn a h me : F ö rd e ru n g  vo n  K lima sch u tz  in  Un te rn e h me n3,253,253,253.3.3.1Förderprogramm Klimaschut z und Klimaanpassung bei Nicht w ohn-Gebäuden3,003,003,003.3.3.2Klimaschonende Beschaf f ung und energiesparendes Verhalt en in Bet rieben0,250,250,253.4Kreislaufw irt schaft 4,757,759,753.4.1Ma ßn a h me : K re isla u fwirtsch a ft a u f-  u n d  a u sb a u e n0,750,750,753.4.1.1Second Use & Second Lif e – St udie und Pilot projekt e zur Ent w icklung zirkulärer M ärkt e in Köln0,250,250,253.4.1.2Branchenspezifische Aufbereitung von Ansätzen und Beratung zur Kreislaufwirtschaft0,500,500,503.4.2Ma ßn a h me : K re isla u fwirtsch a ft im Ba u g e we rb e  a u sb a u e n1,001,001,003.4.2.1Recycling von Baust of f en f ördern 0,500,500,503.4.2.2Nachwachsende Rohstoffe als Baustoffe in die Verbreitung bringen 0,500,500,503.4.3Ma ßn a h me : Bio a b fa llsa mmlu n g  fü r d a s g e sa mte  S ta d tg e b ie t e rh ö h e n3,006,008,003.4.3.1Ausweitung der braunen Tonne bis 2030 3,006,008,003.5Kooperat ion und Förderung von Klimaschut z in der Wirt schaft 3,003,003,003.5.1Ma ßn a h me : K lima sch u tz - K o o p e ra tio n  z wisch e n  S ta d t K ö ln  u n d  Un te rn e h me n0,750,750,753.5.1.1Sonderinit iat ive “ Begleit ung von Unt ernehmen auf  dem W eg zur Klimaneut ralit ät “0,500,500,503.5.1.2Klimapart nerschaf t en zw ischen der St adt  Köln und Kölner Indust rieunt ernehmen0,250,250,253.5.2Ma ßn a h me : K lima sch u tz - Ne tz we rke  in  d e r Wirtsch a ft2,252,252,253.5.2.1Netzwerkarbeit der Wirtschaftsförderung zur Umsetzung von Pilotprojekten1,001,001,003.5.2.2Identifikation von Qualifizierungs-Bedarfen und Aufbau eines Qualifizierungs-Netzwerks1,001,001,003.5.2.3Unternehmernetzwerk mit Informations- und Beratungsangeboten unterschiedlicher Intensität0,250,250,25
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2025ff in Vollzeit-äqivalenten/a4 Mobi l i tä t und L ogi s ti k  we rde n k l i ma ne utra l 192,00192,00192,004.1Mobi l i tä t i m k ommuna l e n E i nfl us s be re i c h 12,0012,0012,004.1.1Konzern St adt  Köln als Vorbild 12,0012,0012,004.1.1.1Mo b ilitä t in  V e rwa ltu n g , ko mmu n a le n  Un te rn e h me n  u n d  ko mmu n a le n  E in rich tu n g e n8,008,008,004.1.1.2Mo b ilitä t in  S ch u le n  u n d  K ita s 4,004,004,004.2Personenverkehr 128,00128,00128,004.2.1Förderung ÖPNV 37,0037,0037,004.2.1.1Quantitativer Ausbau des bestehenden ÖPNV- und SPNV-Angebotes 25,0025,0025,004.2.1.2Attraktivierung des ÖPNV-Angebots 12,0012,0012,004.2.2Förderung Nahmobilit ät 91,0091,0091,004.2.2.1Förderung Fußverkehr 10,0010,0010,004.2.2.2Förderung Radverkehr 27,0027,0027,004.2.2.3Umgestaltung MIV 54,0054,0054,004.3Wirtschafts- und Güterverkehr 20,0020,0020,004.3.1Wirtschaftsverkehr und betriebliche Mobilität 20,0020,0020,004.3.1.1Mo b ilitä tsma n a g e me n t 6,006,006,004.3.1.2Optimierung urbaner Wirtschaftsverkehre 14,0014,0014,004.4Übergreifende Maßnahmen 32,0032,0032,004.4.1.Verbesserung von Ef f izienz und Ant rieben 20,0020,0020,004.4.1.1Förderung Elekt romobilit ät 20,0020,0020,004.4.2Verkehrsint egrat ion und übergreif ende M aßnahmen 12,0012,0012,004.4.2.1Ausbau von Sharing-Angeboten und Multimodale Integration 5,005,005,004.4.2.2St adt  der 15 M inut en – schnelle, sichere und komf ort able W ege ohne Aut o7,007,007,004.4.2.3Integrierte Verkehrsplanung und Planungsbeschleunigung 0,000,000,00
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2025ff in Vollzeit-äqivalenten/a5 Klimaneut ralen Lebensst il und Bildung fördern 2,252,252,255.1Klimaschut z im Allt ag - Zielgruppe privat er Haushalt e 1,001,001,005.1.1Ma ßn a h me : Mitma ch ka mp a g n e  z u r Aktivie ru n g  u n d  Qu a lifiz ie ru n g  K ö ln e r Bü rg e r*in n e n  d u rch fü h re n1,001,001,005.1.1.1Mitma ch ka mp a g n e  klima n e u tra le s K ö ln 1,001,001,005.2Klimaschut z in Bildungseinricht ungen - Zielgruppe Kinder, Jugendliche, junge Erw achsene, Lehrende1,001,001,005.2.1Ma ßn a h me : E rfa h ru n g s-  u n d  p ro z e ssb a sie rte  E rn ä h ru n g s-  u n d  Umwe ltb ild u n g  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it1,001,001,005.2.1.1Schulische Nachhalt igkeit sbildung zu Ernährung, Konsum und klimaschonendem Verhalt en0,500,500,505.2.1.2Aufbau eines Monitorings im Bildungsbereich: Ernährung, Energie und Mobilität0,500,500,505.3Klimaschut z in Kult ur und Freizeit  - Zielgruppe Kult urschaffende und Anbiet er von Freizeit einricht ungen als M ult iplikat oren0,250,250,255.3.1Ma ßn a h me : K u ltu rsch a ffe n d e  u n d  An b ie te r vo n  F re iz e ite in rich tu n g e n  a ls Mu ltip lika to re n  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it fö rd e rn0,250,250,255.3.1.1Leitlinien für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement 0,250,250,25

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2025ff in Vollzeit-äqivalenten/a6 Kommunale und zivilgesellschaft liche Transformat ion zur Klimaneut ralit ät  erreichen31,2531,0030,506.1Transformation als kommunale Managementaufgabe 26,7526,5026,006.1.1Ma ßn a h me : T ra n sfo rma tio n sstra te g ie  fü r e in  klima n e u tra le s K ö ln1,251,250,756.1.1.1Ent w icklung und Umset zung der Transf ormat ionsst rat egie 0,500,500,506.1.1.2Interne Kommunikation des Transformationsprozesses 0,250,250,256.1.1.3Kommunikat ionsst rat egie f ür Klimaschut z und Nachhalt igkeit  ent w ickeln und umset zen0,500,506.1.2Ma ßn a h me : Mo n ito rin g  u n d  C o n tro llin g  mit Mu ltip ro je ktma n a g e me n t im K lima sch u tz p ro z e ss e in rich te n5,005,005,006.1.2.1Das Multiprojektmanagement verankern und vernetzen 2,002,002,006.1.2.2Das digitale Monitoring und Controlling entwickeln, dauerhaft anwenden und begleiten2,002,002,006.1.2.3Instrumente zur Steuerung des Klimaschutzprozesses implementieren und im Prozess anpassen1,001,001,006.1.3Ma ßn a h me : Qu e rsch n ittsth e me n  d e r K lima sch u tz a rb e it in  K ö ln  ve ra n ke rn0,500,250,256.1.3.1Soziale Gerecht igkeit  als zent rale Anf orderung verankern - Grundlagenst udie "Armut srisiko und Klimaschut z"0,256.1.3.2Digitalisierung und Klimaschutz als Querschnittsthema integrieren 0,250,250,256.1.4Ma ßn a h me : In te g ra tio n  d e s Z ie ls d e r K lima n e u tra litä t in  d ie  S tru ktu r d e s K o n z e rn s S ta d t K ö ln20,0020,0020,006.1.4.1Klimaschut z als Transf ormat ionst hema in der Organisat ionsst rukt ur verankern20,0020,0020,006.2Klimaschut z, Wirt schaft sförderung und Regionalent w icklung int egriert  bet racht en4,504,504,506.2.1Ma ßn a h me : Na ch h a ltig ke itstra n sfo rma tio n  d e r Wirtsch a ft u n d  Ne u a n sie d lu n g  klima n e u tra le r Un te rn e h me n  fö rd e rn2,252,252,256.2.1.1Inkubator Energie- und Klimaschutz: Angebote und Instrumente zur Förderung der Transformation bestehender Unternehmen und Neuansiedlung2,002,002,006.2.1.2Unterstützung des Handwerks: Imagekampagne und Weiterbildungsoffensive0,250,250,256.2.2Ma ßn a h me : S ta d t -  R e g io n  Be z ie h u n g e n  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it e n twicke ln1,251,251,256.2.2.1Klimaneut ralit ät sregion Köln: Kooperat ion zw ischen St adt  und Region bei Umset zung gemeinsamer Klimaneut ralit ät sst rat egien1,001,001,006.2.2.2Netzwerk Regionale Vermarktung 0,250,250,256.2.3Ma ßn a h me : P o litisch e  E in flu ssn a h me  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it1,001,001,006.2.3.1"Think Tank" Energiew ende (bundepolit ische Rahmenbedingungen beeinf lussen)1,001,001,00Summealle Handlungsfelder 310313314

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11.4 Übersicht der Zeitpläne 
  
  
 
StartdatumEnddatum20222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038203920401Gebäude und Quartiere werden klimaneutral1.1 Öffentlche Gebäude und Anlagen1.1.1Ma ßn a h me : K lima n e u tra le r G e b ä u d e b e sta n d  K o n z e rn  S ta d t K ö ln1.1.1.1Ent w icklung und Umset zung einer St rat egie zum klimaneut ralen Gebäudebest and202220351.1.1.2Sonderinit iat iven zum nachhalt igen und energieef fi zient en Bauen202320301.1.1.3Fort f ührung LED-Aust auschprogramm St raßenbeleucht ung202320351.1.2Ma ßn a h me  klima n e u tra le r so n stig e r ö ffe n tlich e r G e b ä u d e b e sta n d1.1.2.1Klimaneut ralit ät spart nerschaf t  mit  Trägern anderer öf f ent licher nicht -st ädt ischer Gebäude2023langfr. etablieren1.2. Integrierte nachhaltige Stadtentw icklung1.2.1.Ma ßn a h me : S ta d tp la n u n g  klima n e u tra l g e sta lte n1.2.1.1Erarbeit ung von Klimaschut z-Leit linien202320301.2.1.2Sanierungsquot e erhöhen durch Int egriert e Quart ierslösungen im Best and 202320311.2.1.3Fachliche Begleit ung von Großprojekt en202320301.2.1.4Erprobung f lächenschonender ökologischer und energieef f izient er W ohnmodelle202320301.2.1.5Nachverdichtung klimaneutral gestalten202320301.2.2Klimaschut z und Denkmalschut z int egriert  bet racht en1.2.2.1St ärkere Verknüpf ung von klimaschut z- und denkmalschut zrelevant en Themen2023langfr. etablieren1.3 Klimafreundliche Best andssanierung1.3.1 Ma ßn a h me : Mo d e rn isie ru n g  se lb stg e n u tz te r o d e r p riva t ve rmie te te r Wo h n g e b ä u d e1.3.1.1Köln Paket  f ür die klimaf reundliche Best andssanierung202320311.3.1.2Förderprogramm f ür die energet ische Sanierung privat er W ohngebäude202320311.3.1.3Et ablierung zielgruppenspezif ischer Berat ungs- und Unt erst üt zungsangebot e202320311.3.1.4Qualitätsnetzwerk Klimaneutrale Wohngebäudemodernisierung202320351.3.1.5Sonderinit iat ive Nachhalt iges Bauen in der energet ischen Gebäudemodernisierung202320301.3.2 Ma ßn a h me : Mo d e rn isie ru n g  g e we rb lich  ve rmie te te r Wo h n g e b ä u d e1.3.2.1Initiative zur Erhöhung der Sanierungsquote für die Kölner Wohnungswirtschaft 202320271.3.2.2„A l l i a n z  fü r  k l i m a n e u tr a l e s  W o h n e n  i m  K ö l n e r  B e s ta n d “ –  K o o p e r a ti o n s v e r e i n b a r u n g  m i t d e r  g e we r b l i c h e n  W o h n u n g s wi r ts c h a ft202320301.3.2.3Mo d e llp ro je kt S e rie lle s S a n ie re n  ( " E n e rg ie sp ro n g " )202420301.3.2.4Klimabonus-M odell (Anreiz zur energet ischen M odernisierung von W ohnraum f ür einkommensschw ache Haushalt e)202420301.4Klimaneut raler Neubau1.4.1Ma ßn a h me : Na ch h a ltig e n  Ne u b a u  n ich t- stä d tisch e r Wo h n g e b ä u d e  fö rd e rn1.4.1.1 Klimaneut raler Neubau – Unt erst üt zungsangebot e f ür privat e Bauf amilien202320251.4.1.2Mie two h n u n g sn e u b a u  z u ku n ftsfä h ig  g e sta lte n  –  K o o p e ra tio n sve re in b a ru n g  u n d  E rfa h ru n g sa u sta u sch  mit d e r Wo h n u n g swirtsch a ft20232035
StartdatumEnddatum20222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038203920402Klimaneut rale Energieversorgung erreichen2.1Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich2.1.1Ma ßn a h me : De ka rb o n isie ru n g  d e r Wä rme ve rso rg u n g  d e s K o n z e rn s S ta d t K ö ln2.1.1.1Identifizierung EE-Wärme und Abwärmepotenziale für Gebäude des Konzerns Stadt Köln202320352.1.2Ma ßn a h me : Au sb a u  d e r E rn e u e rb a re n  S tro me rz e u g u n g  d e s K o n z e rn s S ta d t K ö ln2.1.2.1PV-Init iat ive Konzern St adt  Köln 202320352.2Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms2.2.1Ma ßn a h me : Au sb a u  d e r P h o to vo lta ik a u f Wo h n -  u n d  Nich two h n g e b ä u d e n2.2.1.1Solarkoordinierungsst elle (SoKo) St adt  Köln202320352.2.1.2Aktivierungsoffensive PV (Stadt Köln mit Partnern aus Unternehmen, Finanzinstitutionen etc.)202320302.2.1.3Solart ref f , Ausbildungsof f ensive, Solarf onds – Unt erst üt zungsinst rument e f ür den PV-Ausbau2023langfr. etablieren2.2.1.4Phot ovolt aik-Förderprogramm mit  Breit enw irkung202320302.2.1.5Fokust hema: Ausbau von M iet erst rom202320352.2.2Ma ßn a h me : Nu tz u n g  d e r P V - F re iflä ch e n p o te n z ia le2.2.2.1Fokusinit iat ive PV auf  Freif lächen ausbauen202320352.2.3Ma ßn a h me : Au sb a u  d e r Win d e n e rg ie2.2.3.1Aufhebung der Wind-Konzentrationsfläche202220252.2.3.2Fokusinit iat ive W indenergiepot enziale nut zen2025langfr. etablieren2.2.4Ma ßn a h me : Imp o rt e rn e u e rb a re r S tro m2.3Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme2.3.1Ma ßn a h me : E n twicklu n g  u n d  Umse tz u n g  e in e r ko mmu n a le n  Wä rme p la n u n g  /  E n e rg ie n u tz u n g sp la n u n g2.3.1.1Unterstützung der Transformation der Wärmeversorgung202220232.3.2Ma ßn a h me : De ka rb o n isie ru n g  d e r z e n tra le n  Wä rme ve rso rg u n g2.3.2.1Erhöhung der Ausnut zung des Bioenergie-Pot ent ials aus kompost ierbaren Abf ällen202220232.3.3Ma ßn a h me : De ka rb o n isie ru n g  d e r d e z e n tra le n  Wä rme ve rso rg u n g2.3.3.1Netzwerk Transformation Erdgasversorgung/Power to Gas entwickeln202320352.3.3.2Kampagnen zum Ersat z f ossiler Heizungen202320352.3.3.3Informations- und Beratungsangebote zur Unterstützung des Solarthermie-Ausbaus202320352.4Ausbau der Energiespeicherung2.4.1Ma ßn a h me : Au sb a u  vo n  S tro msp e ich e rn2.4.1.1St rat egie: „ Bat t eriespeicher zur Flexibilisierung der Energieversorgung“202420352.4.2Ma ßn a h me : Au sb a u  vo n  Wä rme sp e ich e rn2.4.2.1St rat egie: „ W ärmespeicher zur Flexibilisierung der Energieversorgung“20232035
StartdatumEnddatum20222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038203920403Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral3.1Klimaschonendes Arbeit en und Wirt schaft en durch und im Konzern St adt  Köln3.1.1Ma ßn a h me : Na ch h a ltig e  stä d tisch e  Un te rn e h me n sku ltu r e n twicke ln3.1.1.1Klimaf reundliche St adt verw alt ung Köln bis 2030202220303.1.1.2Kommunale W irt schaf t sf örderung 4.0 – Förderung regionaler W ert schöpf ung2022fortlaufend3.1.2Ma ßn a h me : K lima sch o n e n d e  Be sch a ffu n g  im K o n z e rn  S ta d t K ö ln3.1.2.1Verankerung von Nachhalt igkeit skrit erien f ür die Lebensmit t elbeschaf f ung in st ädt ischen Einricht ungen202320263.1.2.2Nachhaltigkeitskriterien verbindlich umsetzen2023fortlaufend3.2Klimaschut z in der Agrar- und Ernährungsw irt schaft202320353.2.1Ma ßn a h me : E rz e u g u n g , P ro d u ktio n  u n d  V e rma rktu n g  im Be re ich  n a ch h a ltig e r E rn ä h ru n g  fö rd e rn3.2.1.1Ausbau des Anteils nachhaltig bewirtschafteter Landwirtschafts-Flächen2023fortlaufend3.2.1.2Zent rale Handelsort e (Food Hub) und M ärkt e mit  regionalen Angebot en2023fortlaufend3.2.1.3Urban Gardening in allen Stadtteilen 202320263.2.1.4Verleihung eines Kölner Siegels im Bereich „ Ernährung und Konsum“2023fortlaufend3.3Klimaschut z in gew erblich geprägt en Gebiet en3.3.1Ma ßn a h me : K lima sch u tz  a ls Qu a rtie rsa n sa tz3.3.1.1Einf ührung eines Gebiet smanagement s f ür Klimaschut z in best ehenden und neuen Gew erbegebiet en202320283.3.1.2Klimaschut z als Quart iersansat z in gew erblich geprägt en Gebiet en – „ W hole Dist rict  Approach2023fortlaufend3.3.1.3"Servicest elle vor Ort " f ür Klimaschut z in Unt ernehmen2023fortlaufend3.3.2Ma ßn a h me : K lima sch u tz  in  e n e rg ie in te n sive n  Un te rn e h me n3.3.2.1St rat egieent w icklung klimaneut rale Energieversorgung f ür energieint ensive Indust rieunt ernehmen2022fortlaufend3.3.2.2St rat egie: Smart  sust ainable indust ry – Int egrat ion der Aspekt e Digit alisierung und Nachhalt igkeit20232026/20283.3.2.3Förderung der W asserst of f nut zung202320263.3.2.4Nutzung industrieller Abwärme 202320283.3.3Ma ßn a h me : F ö rd e ru n g  vo n  K lima sch u tz  in  Un te rn e h me n3.3.3.1Förderprogramm Klimaschut z und Klimaanpassung bei Nicht w ohn-Gebäuden202320263.3.3.2Klimaschonende Beschaf f ung und energiesparendes Verhalt en in Bet rieben202320263.4Kreislaufw irt schaft3.4.1Ma ßn a h me : K re isla u fwirtsch a ft a u f-  u n d  a u sb a u e n3.4.1.1Second Use & Second Lif e – St udie und Pilot projekt e zur Ent w icklung zirkulärer M ärkt e in Köln2023fortlaufend3.4.1.2Branchenspezifische Aufbereitung von Ansätzen und Beratung zur Kreislaufwirtschaft2023fortlaufend3.4.2Ma ßn a h me : K re isla u fwirtsch a ft im Ba u g e we rb e  a u sb a u e n3.4.2.1Recycling von Baust of f en f ördern 2023fortlaufend3.4.2.2Nachwachsende Rohstoffe als Baustoffe in die Verbreitung bringen2023fortlaufend3.4.3Ma ßn a h me : Bio a b fa llsa mmlu n g  fü r d a s g e sa mte  S ta d tg e b ie t e rh ö h e n3.4.3.1Ausweitung der braunen Tonne bis 2030202220353.5Kooperat ion und Förderung von Klimaschut z in der Wirt schaft3.5.1Ma ßn a h me : K lima sch u tz - K o o p e ra tio n  z wisch e n  S ta d t K ö ln  u n d  Un te rn e h me n3.5.1.1Sonderinit iat ive “ Begleit ung von Unt ernehmen auf  dem W eg zur Klimaneut ralit ät “202320263.5.1.2Klimapart nerschaf t en zw ischen der St adt  Köln und Kölner Indust rieunt ernehmen2022fortlaufend3.5.2Ma ßn a h me : K lima sch u tz - Ne tz we rke  in  d e r Wirtsch a ft3.5.2.1Netzwerkarbeit der Wirtschaftsförderung zur Umsetzung von Pilotprojekten2023fortlaufend3.5.2.2Identifikation von Qualifizierungs-Bedarfen und Aufbau eines Qualifizierungs-Netzwerks202320283.5.2.3Unternehmernetzwerk mit Informations- und Beratungsangeboten unterschiedlicher Intensität20232033

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StartdatumEnddatum20222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038203920404Mobi l i tä t und L ogi s ti k  we rde n k l i ma ne utra l4.1Mobi l i tä t i m k ommuna l e n E i nfl us s be re i c h4.1.1Konzern St adt  Köln als Vorbild4.1.1.1Mo b ilitä t in  V e rwa ltu n g , ko mmu n a le n  Un te rn e h me n  u n d  ko mmu n a le n  E in rich tu n g e n2024fortlaufend4.1.1.2Mo b ilitä t in  S ch u le n  u n d  K ita s2023fortlaufend4.2Personenverkehr4.2.1Förderung ÖPNV4.2.1.1Quantitativer Ausbau des bestehenden ÖPNV- und SPNV-Angebotes202220354.2.1.2Attraktivierung des ÖPNV-Angebots 2022fortlaufend4.2.2Förderung Nahmobilit ät4.2.2.1Förderung Fußverkehr 2022fortlaufend4.2.2.2Förderung Radverkehr 2022fortlaufend4.2.2.3Umgestaltung MIV 2022fortlaufend4.3Wirtschafts- und Güterverkehr4.3.1Wirtschaftsverkehr und betriebliche Mobilität4.3.1.1Mo b ilitä tsma n a g e me n t 2022fortlaufend4.3.1.2Optimierung urbaner Wirtschaftsverkehre202220404.4Übergreifende Maßnahmen4.4.1.Verbesserung von Ef f izienz und Ant rieben4.4.1.1Förderung Elekt romobilit ät 2022fortlaufend4.4.2Verkehrsint egrat ion und übergreif ende M aßnahmen4.4.2.1Ausbau von Sharing-Angeboten und Multimodale Integration2022fortlaufend4.4.2.2St adt  der 15 M inut en – schnelle, sichere und komf ort able W ege ohne Aut o2022fortlaufend4.4.2.3Integrierte Verkehrsplanung und Planungsbeschleunigung2022fortlaufend
StartdatumEnddatum20222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038203920405Klimaneut ralen Lebensst il und Bildung fördern5.1Klimaschut z im Allt ag - Zielgruppe privat er Haushalt e5.1.1Ma ßn a h me : Mitma ch ka mp a g n e  z u r Aktivie ru n g  u n d  Qu a lifiz ie ru n g  K ö ln e r Bü rg e r*in n e n  d u rch fü h re n5.1.1.1Mitma ch ka mp a g n e  klima n e u tra le s K ö ln202320355.2Klimaschut z in Bildungseinricht ungen - Zielgruppe Kinder, Jugendliche, junge Erw achsene, Lehrende5.2.1Ma ßn a h me : E rfa h ru n g s-  u n d  p ro z e ssb a sie rte  E rn ä h ru n g s-  u n d  Umwe ltb ild u n g  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it5.2.1.1Schulische Nachhalt igkeit sbildung zu Ernährung, Konsum und klimaschonendem Verhalt en202320305.2.1.2Aufbau eines Monitorings im Bildungsbereich: Ernährung, Energie und Mobilität202320255.3Klimaschut z in Kult ur und Freizeit  - Zielgruppe Kult urschaffende und Anbiet er von Freizeit einricht ungen als M ult iplikat oren5.3.1Ma ßn a h me : K u ltu rsch a ffe n d e  u n d  An b ie te r vo n  F re iz e ite in rich tu n g e n  a ls Mu ltip lika to re n  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it fö rd e rn5.3.1.1Leitlinien für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement20232025
StartdatumEnddatum20222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038203920406Kommunale und zivilgesellschaft liche Transformat ion zur Klimaneut ralit ät  erreichen6.1Transformation als kommunale Managementaufgabe6.1.1Ma ßn a h me : T ra n sfo rma tio n sstra te g ie  fü r e in  klima n e u tra le s K ö ln6.1.1.1Ent w icklung und Umset zung der Transf ormat ionsst rat egie202220266.1.1.2Interne Kommunikation des Transformationsprozesses202220266.1.1.3Kommunikat ionsst rat egie f ür Klimaschut z und Nachhalt igkeit  ent w ickeln und umset zen202320246.1.2Ma ßn a h me : Mo n ito rin g  u n d  C o n tro llin g  mit Mu ltip ro je ktma n a g e me n t im K lima sch u tz p ro z e ss e in rich te n6.1.2.1Das Multiprojektmanagement verankern und vernetzen2022fortlaufend6.1.2.2Das digitale Monitoring und Controlling entwickeln, dauerhaft anwenden und begleiten2022fortlaufend6.1.2.3Instrumente zur Steuerung des Klimaschutzprozesses implementieren und im Prozess anpassen2022fortlaufend6.1.3Ma ßn a h me : Qu e rsch n ittsth e me n  d e r K lima sch u tz a rb e it in  K ö ln  ve ra n ke rn6.1.3.1Soziale Gerecht igkeit  als zent rale Anf orderung verankern - Grundlagenst udie "Armut srisiko und Klimaschut z"202320246.1.3.2Digitalisierung und Klimaschutz als Querschnittsthema integrieren2023fortlaufend6.1.4Ma ßn a h me : In te g ra tio n  d e s Z ie ls d e r K lima n e u tra litä t in  d ie  S tru ktu r d e s K o n z e rn s S ta d t K ö ln6.1.4.1Klimaschut z als Transf ormat ionst hema in der Organisat ionsst rukt ur verankern2023fortlaufend6.2Klimaschut z, Wirt schaft sförderung und Regionalent w icklung int egriert  bet racht en6.2.1Ma ßn a h me : Na ch h a ltig ke itstra n sfo rma tio n  d e r Wirtsch a ft u n d  Ne u a n sie d lu n g  klima n e u tra le r Un te rn e h me n  fö rd e rn6.2.1.1Inkubator Energie- und Klimaschutz: Angebote und Instrumente zur Förderung der Transformation bestehender Unternehmen und Neuansiedlung2023fortlaufend6.2.1.2Unterstützung des Handwerks: Imagekampagne und Weiterbildungsoffensive2022fortlaufend6.2.2Ma ßn a h me : S ta d t -  R e g io n  Be z ie h u n g e n  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it e n twicke ln6.2.2.1Klimaneut ralit ät sregion Köln: Kooperat ion zw ischen St adt  und Region bei Umset zung gemeinsamer Klimaneut ralit ät sst rat egien2022fortlaufend6.2.2.2Netzwerk Regionale Vermarktung 2022fortlaufend6.2.3Ma ßn a h me : P o litisch e  E in flu ssn a h me  fü r K lima sch u tz  u n d  Na ch h a ltig ke it6.2.3.1"Think Tank" Energiew ende (bundepolit ische Rahmenbedingungen beeinf lussen)2022fortlaufend

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12 Monitoring und Controlling  Die Stadt Köln kann den Weg zum klimaneutralen Köln nicht in Gänze steuern, sie kann ihn aber im Hinblick auf die Zielerreichung kontrollieren und mit eigenen Maßnahmen und Aktivitäten direkt oder indirekt beeinflussen. Das Kapitel beschreibt hierzu die erforderlichen Handlungsempfehlungen und Instrumente des Messens und Anpassens in der Umsetzung.   
12.1 Grundverständnis Die Klimaneutralitätsstrategie für Köln ist ein lebendiger Prozess aus praxis- und umsetzungsorientier-ten Maßnahmen und Aktivitäten. Sie bilden das Rückgrat für den Umsetzungsprozess und vereinen Menschen, Wissen, Geld und Engagement – ausgerichtet auf das Ziel der Klimaneutralität bis 2035. Dieser lebendige Prozess erfordert einen laufenden Soll-Ist-Wertabgleich der Zielerreichung (Messen) sowie ein ständiges Nachjustieren, Korrigieren, Stoppen und Neustarten (Anpassen). Drei Prinzipien bilden die Basis für diese Daueraktivitäten.  
 Abbildung 71 Der Regelkreis des Messens- und Anpassens  Prinzip 1 – Multiprojektmanagement für eine umsetzungsorientierte Prozesssteuerung: Dreh- und Angelpunkt ist das Multiprojektmanagement als Organisations- und Steuerungsebene der Stadt Köln. Das Multiprojektmanagement der Stadt Köln hilft dabei, den Umsetzungsprozess zu beschleunigen und zu managen. Das Multiprojektmanagement behält, in Abgrenzung zum Projektmanagement für Einzelprojekte, das Gesamtergebnis aller Vorhaben im Blick. Prinzip 2 – Kommunale und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit: Um den Zielpfad einzuhalten, kann die Stadt Köln mit rechtlichen, planerischen und finanziellen Mitteln die Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Maßnahmen gestalten. Die Umsetzung der Klimaneutralitätsstrategie für Köln baut dabei auf einer parallelen Top-Down und Bottom-Up-Strategie auf: Kommunale und bürgerschaftliche Maßnahmen und Projekte werden vernetzt und deren Umsetzung für die nachhaltige Entwicklung Kölns auf den Weg gebracht.  Prinzip 3 – Automatisiertes Monitoring und Controlling: Das Monitoring und Controlling in Köln ist digital, transparent und flexibel. Es erfasst und bewertet den Prozessfortschritt anhand von spezifi-

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schen Indikatoren ob die Leitziele in den Handlungsfeldern eingehalten werden. Dabei wird es konse-quent als digitales System mit Open-Data Schnittstellen entworfen und umgesetzt. 
12.2 Den Prozess organisieren: Das Multiprojektmanagement Das Multiprojektmanagement ist ein Managementverfahren für projektorientierte Unternehmen. Es ermöglicht die Steuerung einer großen Anzahl von Projekten bei wechselnden politischen, finanziellen und personellen Rahmenbedingungen. Das Multiprojektmanagement behält - in Abgrenzung zum Projektmanagement für Einzelprojekte - das Gesamtergebnis aller Vorhaben im Blick. Die Ak-teur*innen können mit diesem Managementverfahren unabhängig vom Tagesgeschäft langfristige strategische Ziele verfolgen und gleichzeitig rasch operative, projektorientierte Entscheidungen tref-fen.  Multiprojektmanagement im kommunalen Klimaschutz bedeutet, ein Portfolio von Maßnahmen und Aktivitäten im Sinne der formulierten kommunalen Klimaschutzziele zu managen und zu steuern. Im Unterschied zum Projektmanagement legt das Multiprojektmanagement den Fokus auf das gesamte Portfolio der Klimaschutzprojekte und verfolgt übergeordnete und langfristige kommunale Klima-schutzziele. Angesiedelt ist das Multiprojektmanagement in der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Köln.  
 Abbildung 72 Unterschied zwischen Projektmanagement und Multiprojektmanagement Die Aufgaben des Multiprojektmanagements umfassen:  • Transparenz und Wissensvermittlung: Das Multiprojektmanagement gibt einen Überblick über aktuelle und vergangene Aktivitäten und einen Zugang zu den gesammelten Erfahrungen. Da-ten, Informationen und Wissen werden aktuell bereitgehalten.  • Ideenmanagement: Das Ideenmanagement fördert neue Maßnahmen- und Projektideen durch gezielte Angebote und Formate und begleitet den Weg von der Idee zur Maßnahme.

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• Strategische Projektinitiierung und -entwicklung: Das Wissen- und Multiprojektmanagement er-leichtert die Initiierung und Umsetzung von Klimaschutzprojekten. Es unterstützt auf Prozess-ebene in der Startphase und der Umsetzung. • Koordination und Steuerung der Ressourcen: Erforderliche Ressourcen werden im Sinne einer strategischen Planung ermittelt und deren Einsatz geplant. Dazu gehören Personalressourcen, aber auch Mittel zur Innovations- und Investitionsförderung. • Evaluation und Erfolgskontrolle: Das Multiprojektmanagement nutzt eine einheitliche Daten-struktur, die Nutzer*innen durch ihre Transparenz darin unterstützt, zielgerichtet Daten, Infor-mationen und Wissen zu generieren, zu speichern und abzurufen. Personelle und finanzielle Basis zur Einführung des Multiprojektmanagements: Das Multiprojektma-nagement sollte als zentrale Einheit zur Umsetzung, strategischen Steuerung und des Controllings mit einer Mindeststärke von 2 Vollzeitstellen über die gesamte Umsetzungsphase ausgestattet werden. Instrumente des Multiprojektmanagements: Instrumente des Multiprojektmanagements sind: • Projektportfolioplan: Der Projektportfolioplan ermöglicht die Darstellung aller Projekte auf einen Blick. Er gibt schnelle Auskunft über inhaltlichen Schwerpunkt und Projektkategorie, Projekt-stand und die wichtigsten Akteur*innen jedes einzelnen Projekts. Der Projektportfolioplan bildet den übergeordneten Maßnahmenplan ab. Alle Maßnahmen werden nach Handlungsfeldern, Handlungsschwerpunkten, Maßnahmen und Aktivitäten strukturiert. Als prozessbegleitendes Werkzeug können Maßnahmen nach beteiligten Ämtern bzw. Projektträgern, Zeitaufwand und finanziellem Aufwand differenziert sowie geclustert werden. • Maßnahmen und Projektdatenbank: Die Maßnahmen und Projektdatenbank erfasst alle wichti-gen Daten und erlaubt die Auswertung sowie die Kommunikation der laufenden Maßnahmen und Projekte.   • Maßnahmen und Projekt – Steckbriefe: Die Steckbriefe beschreiben die Maßnahmeninhalte und Ziele sowie die wichtigsten Indikatoren zur Erfolgsüberprüfung.  • Faktoranalyse: Die Faktoranalyse ist ein regelmäßiges Screening-Verfahren um Veränderungen im Umfeld zum Erreichen des Zieles der Klimaneutralität zu identifizieren und Maßnahmen dar-aus abzuleiten. Die Faktoranalyse ist damit sowohl Frühwarnsystem, als auch wichtige Grund-lage zur Entwicklung realisierbarer Maßnahmen. • Digitales Monitoring: Ein digitales Monitoring automatisiert die Erfassung der relevanten Indika-toren und verbessert den Arbeitsfluss im Datenaustausch. Die Digitalisierung des Monitorings als Instrument des Multiprojektmanagements und die Unterstützung der Dienststellen bei der Einführung ist perspektivisch zu empfehlen (vgl. 12.4.)

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12.3 Den Prozess beeinflussen: Instrumente zur Prozesssteuerung Steuerungsmöglichkeiten ergeben sich aus den direkten und indirekten Einflussmöglichkeiten der Stadt Köln im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung (vgl. Kapitel 0.).  Direkte Einflussmöglichkeiten bezeichnen die Möglichkeiten der Stadt Köln, direkt und unmittelbar auf die Treibhausgasemissionen einzuwirken.    Indirekte Einflussmöglichkeiten bezeichnen Möglichkeiten des kommunalen Handelns, die eine mit-telbare Wirkung entfalten. Sie bergen eine Wahrscheinlichkeit zur Reduktion der Treibhausgasemissi-onen, die jedoch vom Grad der Mitwirkung Dritter (Unternehmen, private Haushalte etc.) abhängt.  Der Prozess im Überblick: Das Portfolio der Maßnahmen und Aktivitäten bildet das Rückgrat für die Steuerung des Prozesses. Hierfür wird eine parallele top-down und bottom-up Strategie durch die Vernetzung kommunaler und bürgerschaftlicher Maßnahmen und Projekte empfohlen. Im Top-Down Ansatz ergeben sich Steuerungsmöglichkeiten durch die direkten und indirekten Einflussmöglichkei-ten der Stadt Köln im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung. Gebündelt werden die direkten und indirekten Steuerungsmöglichkeiten in Maßnahmen und Aktivitäten der Stadt Köln.  Der bottom-up Ansatz setzt auf die Initiierung und Förderung von Projekten und Maßnahmen als Bür-gerprojekte, Projekte von Unternehmen und Verbänden. Diese werden in die Umsetzungsstrategie der Klimaneutralitätsstrategie im Rahmen des Multiprojektmanagements eingebunden und bilden damit den Motor für den Veränderungsprozess.  
 Abbildung 73 Prinzip der Steuerung durch strategische Projekt- und Maßnahmenentwicklung Empfehlungen zur verbindlichen Verankerung der Steuerungsprozesse: Für die Steuerung des Klima-schutzprozesses innerhalb der Stadtverwaltung Köln wird in Anlehnung an das Klimaschutzgesetz die Einführung eines verbindlichen Nachsteuerungsmechanismus bei Zielverfehlung der städtischen Ziele mit folgenden Schrittfolgen empfohlen.

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• Multiprojektmanagement führt jährlich die Bilanzierung nach dem BISKO-Verfahren durch und ermittelt die Emissionsdaten des Vorjahres.  • Multiprojektmanagement führt den Soll-Istwert Abgleich für die sektorspezifischen CO2-Emissions- und Budgetziele durch (jährlich). • Fall1: Maximale Jahresemissionsmengen eingehalten = kein Nachsteuerungsbedarf • Fall2: Jahresemissionsmengen in einem oder mehreren Sektoren überschritten => Nachsteue-rungsbedarf • Klimarat (halbjährlich) und Projektgruppen wägen ab und empfehlen Maßnahmen zur Nachjus-tierung  • Dezernate und städtischen Beteiligungen (halbjährlich) wägen ab und legen Aktivitäten zur Nachsteuerung mit direktem oder indirektem Einfluss vor.  Im Rat der Stadt Köln müssen die Maßnahmen und Aktivitäten transparent kommuniziert und ggf. beschlossen werden. Dieser Mechanismus kann schrittweise auf die Beteiligungen der Stadt Köln ausgeweitet werden. Dieses Verfahren setzt eine verbindliche Verankerung der Klimaschutzziele in den einzelnen Dezernaten der Stadt Köln sowie Schnittstellen zu den Beteiligungen im Konzern Stadt Köln voraus.  Klimaschutz muss als integrierte gesamtstädtische Aufgabe betrachtet werden. Vor dem Hintergrund der zeitlichen Erfordernisse zur Steuerung und Umsetzung der Klimaschutzprozesse ist zudem eine deutliche Beschleunigung von Entscheidungsprozessen erforderlich. Mögliche Ergänzungen bzw. Weiterentwicklungen der bestehenden Struktur sind z. B. die Einführung von Klimaschutzmana-ger*innen als Klimakoordinator*innen in den Geschäftsbereichen, die Bildung von Service-Plattformen oder die Gründung projektbezogener Umsetzungsorganisationen.  Klimakoordinator*innen als Agenten der Veränderung: In den relevanten Dezernaten werden Klima-schutzmanager*innen als Klimakoordinator*innen eingesetzt. Die Aufgabe der Klimakoordina-tor*innen besteht darin, die Umsetzung der Klimaziele in den Geschäfts- oder Fachbereichen zu ver-ankern und in die Breite zu tragen. Sie agieren damit als Change-Agents für den Umsetzungsprozess. Die Klimakoordinator*innen sind Ansprechpartner*innen und Schnittstelle zwischen den Dezernaten und dem Multiprojektmanagement und stellen die Umsetzung der Klimaschutzziele sicher. Das Mul-tiprojektmanagement führt diese Aktivitäten in einer gemeinsamen Steuerungsrunde zusammen und sorgt so für eine verwaltungsinterne Transparenz und den Wissensaustausch. Die folgende Abbildung zeigt eine prinzipielle Organisationsstruktur.

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  Abbildung 74 Prinzipdarstellung einer dezentralen Verankerung der Klimaschutzarbeit   Vorteile dieser Struktur sind: • Kooperatives Steuerungsmodell unter Einbindung der Dezernate • Klimakoordinator*innen in den Dezernaten (hohe Gestaltungskraft) • Zentrales Controlling und Prozessanalyse als Dienstleistung Serviceplattformen: Serviceplattformen dienen der Bündelung von Klimaschutzaufgaben zwischen verschiedenen Dezernaten und Beteiligungen der Stadt Köln. Die Serviceplattformen fördern integrier-te Lösungen und stellen Dienstleistungen zur Verfügung. Umsetzungsbezogene Organisationen fördern und Projekte dauerhaft tragen: Die Gründung von Pro-jektträgerschaften für kommunale Klimaschutzprojekte (ggf. mit privater Beteiligung) dient zur Be-schleunigung der Umsetzung. Die Projektträgerschaft ist Ideen- und Wissenspool, stößt Projekte ziel-gerichtet an und führt diese durch. Geeignete Organisationsform sind z.B. Projektgesellschaften, Stif-tungen oder Vereine, auch als Instrument zur gemeinsamen öffentlichen und privaten Finanzierung. Leitende Organe der Stiftung oder des Vereins sind Lenkungsgruppen wie der Stiftungsrat oder der Vereinsvorstand, in denen sich neben Vertretern der Stadt Köln auch Akteure aus Unternehmen, Insti-tutionen und der organisierten Bürgerschaft einbringen.

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12.4 Das Ziel im Blick behalten: Automatisiertes Monitoring und Controlling  12.4.1 Indikatorensystem  Übergeordnete Klimaschutzziele: Im Sinne des Ansatzes „vom Ziel her denken“ besteht eine wesent-liche Aufgabe für den Prozess darin, geeignete Maßnahmen und Projekte im Sinne der Zielerreichung zu generieren. Die Klimaneutralitätsstrategie formuliert hierzu für jedes Handlungsfeld und die Hand-lungsschwerpunkte konkrete, jahresscharfe Sektorziele. Diese werden sowohl quantitativ als auch qualitativ beschrieben. Die Leitziele geben den strategischen Rahmen für die Umsetzung vor. Ziele können je nach Ebene ökologische, soziale und ökonomische Ziele sein. Sie können fachlich oder politisch begründet sein. Die Festlegung muss daher auf den einzelnen Ebenen nach Sinnhaftigkeit und Möglichkeit der ver-bindlichen Festlegung erfolgen. Mindestens festgelegt werden: • Ziele zur Treibhausgasreduktion (gesamtstädtisch, Handlungsfelder mit direkter Relevanz für THG-Einsparung) • Ziele zur Einhaltung des CO2-Restbudgets (gesamtstädtische Ebene) • Ziele zur Endenergieeinsparung (gesamtstädtisch, Handlungsfelder mit direkter Relevanz für Endenergie-Einsparung) Erfassung und Auswertung der Indikatoren zur Zielerreichung: Die Einhaltung der Ziele wird mit Hilfe von Indikatoren angezeigt. Leitindikatoren sind die jährlichen CO2-Emissionen, das CO2-Restbudget und die Endenergieverbräuche. Für das Indikatorensystem werden folgende Ebenen empfohlen:  • Gesamtstädtische Indikatoren  • Indikatoren auf Ebene der Handlungsfelder   • Indikatoren auf Ebene der Maßnahmen und Aktivitäten

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 Abbildung 75 Ebenen des Indikatorensystems Die Auswahl der Indikatoren erfolgt nach den Kriterien der Relevanz und Verfügbarkeit. Der Prozess zur Erfassung der Indikatoren und zur Lieferung der erforderlichen Daten muss daher durch das Con-trolling sichergestellt werden.  Instrumente des Controllings: Instrumente des Controllings sind: • Basisbilanz: Die fortlaufend aktualisierte Basisbilanz bildet eine wichtige Datengrundlage zur Bestimmung der Ausgangswerte und Vergleichswerte für das Controlling der übergeordneten städtischen THG-Einsparziele. Die formelle Bilanz ist die BISKO-Bilanz. Die Bilanz sollte jährlich aktualisiert werden.  • Soll -Ist-Wert Abgleich der THG-Emissionen und Endenergieverbrauch: Durch den regelmäßi-gen Abgleich der Indikatoren mit den formulierten Zielen können Informationen als Grundlage für die Prozessteuerung über das Multiprojektmanagement abgeleitet werden. Angezeigt wird die jährliche Übereinstimmung zwischen den Soll-Werten und Ist-Werten auf gesamtstädti-scher Ebene und auf Ebene der Handlungsfelder.   12.4.2 Automatisierte Indikatorenerfassung  Die Strategie zum Erreichen der Klimaneutralität wird durch ein Maßnahmenportfolio beschrieben. Das Maßnahmenportfolio ist kein starrer Plan, sondern bildet einen laufenden Prozess ab – Aktivitäten kommen hinzu, abgeschlossene Aktivitäten werden aus dem Portfolio entfernt. Es ist daher beson-ders wichtig, dass Aktivitäten in den Handlungsfeldern und Handlungsschwerpunkten dokumentiert, der Status anhand von Indikatoren erfasst und die Umsetzungserfolge transparent evaluiert und dar-gestellt werden können. Ein Grundproblem ist die Verfügbarkeit der Daten und der Aufwand bei der Erfassung. In Klimaschutzprozessen sollten Indikatoren nach Möglichkeit jährlich abgefragt werden. Da die Erfassung der Indikatoren in der Regel „händisch“ erfolgt und sich häufig Datenquellen, An-

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sprechpartner oder Abläufe zur Datenübertragung verändern, ist dieser Prozess sehr aufwendig. In der Praxis werden Evaluationen daher oft in einem Abstand von 3 bis 5 Jahren durchgeführt. Die Fol-ge: Das Controllingsystem ist lückenhaft und nicht aktuell.  Erforderlich ist daher ein digitales Organisations- und Managementinstrument mit Datenbankanbin-dung zur Abbildung des Maßnahmenportfolios. Es muss im Rahmen des Multiprojektmanagements bei der Stadt Köln einsetzbar und über frei konfigurierbare Eingabemöglichkeiten und Ausgabemög-lichkeiten in Text und Grafik verfügen. Die Auswertung und Darstellung der Monitoring Ergebnisse muss transparent, informativ und einfach verständlich erfolgen. Dazu gehört die Darstellung der Soll- Ist- Entwicklung (z. B. THG-Emissionen (jährlich), Endenergie (jährlich), CO2-Restbudgets (jährlich)), die Darstellung spezifischer Indikatoren in Echtzeit (z. B. Einspeisung von PV-Strom ins Kölner Stromnetz) oder Dash-Board Anzeigen. Geplant ist daher die Entwicklung und Einführung eines digitalen Systems zur Indikatorenerfassung. Die Erfassung soll auf zwei Ebenen möglich sein:  • Eingeschränkter Datenzugang: Das System muss die Vertraulichkeit von sensiblen Daten im Austausch mit Organisationen und Unternehmen innerhalb (Verwaltung, Beteiligungen) und außerhalb des Konzerns Stadt Köln sicherstellen. Erforderlich ist die Definition von Zugriffsrech-ten und ein Berechtigungskonzept, welches den Zugriff durch das Multiprojektmanagement ermöglicht.     • Offener Datenzugang (Open Date): Klimaschutz ist im Interesse der Allgemeinheit. Das System soll daher auch den offenen Austausch von Daten mit Organisationen und Bürger*innen ermög-lichen. Daten die nicht einer Einschränkung unterliegen, sollen von jedem nutzbar und einseh-bar sein. • Dashboard: Die Transparenz über die Ergebnisse der Bilanzierung und der Einhaltung der for-mulierten Ziele ist eine wesentliche Voraussetzung, damit die Steuerung gelingt. Dashboards können dabei eine wichtige Rolle bei der Kommunikation der zentralen Daten und Fakten lie-fern. Dashboards sind elektronische grafische Benutzeroberflächen, die zentrale Daten verdich-ten und zielgruppengerecht visualisieren.   
 Abbildung 76 Das Grundprinzip der automatisierten Indikatorenerfassung

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Empfehlungen zum weiteren Vorgehen: • Gründung Projektgruppe „Controlling und Klimaschutz“ (Arbeitstitel): Geplant ist der Aufbau und die Entwicklung einer automatisierten Indikatorenerfassung im Rahmen einer noch zu gründenden Projektgruppe „Digitalisierung und Klimaschutz“ (Arbeitstitel). Die Projektgruppe soll 2022 gegründet werden.  • Skizze einer Ontologie auf Grundlage des Indikatorensets und dem Maßnahmenkatalog der Klimaneutralitätsstrategie • Abstimmung der IT-Schnittstellen mit der Stadt Köln  • Entwicklung und Einführung prototypischer Anwendungen • Zusammenführung und Verstetigung   
 Abbildung 77: Entwicklungsschritte mit Ontologie Entwicklung – Quelle: S. Mayer

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13 In aller Kürze Klimaneutralität ist möglich Das im Rahmen der Strategieentwicklung für ein klimaneutrales Köln entwickelte Zielszenario 2035 hat einen möglichen Weg aufgezeigt, wie die Erreichung der Klimaneutralität unter Beachtung des Restbudgets in einem Korridor zwischen dem 1,5 Grad und 1,75 Grad-Ziel bis 2035 in Köln grundsätz-lich möglich ist.  Handlungsfeldspezifische Ziele festlegen Das Szenario wurde entlang der vier Hauptstrategien Effizienz, Konsistenz, Suffizienz und Kompensa-tion entwickelt. Dabei lassen sich für die einzelnen Handlungsfelder  • „Gebäude und Quartiere werden klimaneutral“ • „Klimaneutrale Energieversorgung erreichen“ • „Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral“ • „Mobilität und Logistik werden klimaneutral“ • „Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern“ spezifische Einsparziele definieren.  Die Zukunft wird elektrisch Zentrale Voraussetzungen für die Klimaneutralitätsstrategie nicht nur für die Stadt Köln sind eine er-hebliche Reduktion des Endenergiebedarfs (zwischen 26 % und 47 % je nach Verbrauchssektor) so-wie die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung (100 % Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien mit Wärmepumpen, einer dekarbonisierten Fernwärme, Solarthermie, Biomas-se und ggf. grünem Wasserstoff bzw. Power-to-Gas). Die Sektorkopplung (z. B. Strom im Wärmesektor z.B. bei Wärmepumpen, Strom bei Mobilität durch Ausbau Elektromobilität) sorgt für einen steigenden Strombedarf – trotz Effizienzgewinnen – in Köln um den Faktor 2,5, weshalb zum einen ein erheblicher Ausbau von Photovoltaik und von Windenergie auch auf dem Stadtgebiet Kölns erforderlich ist und gleichzeitig noch erneuerbarer Strom „importiert“ werden muss. Den kommunalen Einflussbereich beachten Für den Akteur Konzern Stadt Köln ist dabei der kommunale Einflussbereich zu beachten. Der Konzern Stadt Köln kann nicht alleine durch eigenes direktes und indirektes Handeln das Ziel einer Klimaneut-ralität erreichen. Wichtige Rahmenbedingungen hierfür werden auch auf den Ebenen Land, Bund und EU gesetzt.  Dennoch verfügt der Konzern Stadt Köln über einen erheblichen Einflussbereich zur Zielerreichung Klimaneutralität. So können bspw. im direkten Einflussbereich der Stadt durch die Nutzung regulie-render Instrumente wichtige Rahmenbedingungen für die Umsetzung klimaneutraler Neubauten und für den Ausbau der erneuerbaren Energien geschaffen werden. Darüber hinaus kann die Stadt bspw. durch Beratungs- und Unterstützungsangebote indirekt Einfluss nehmen. Für beides sind personelle

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und finanzielle Mittel erforderlich, die weit über die bisher zur Verfügung stehenden Mittel hinaus gehen.  Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen Klimaneutralität bedeutet eine umfassende Transformation der Stadtgesellschaft, die als eine syste-mische Aufgabe sowie als ein agiler Prozess begriffen werden muss, in den Stadt, Bürger*innen und Unternehmen gleichermaßen eingebunden sind. Diesen Transformationsprozess aktiv zu begleiten und zu fördern, wird als eine zentrale Aufgabe der Stadt Köln mit ihren Beteiligungen definiert. Maßnahmenportfolio und ein Aktivitätenportfolio für die sofortige Umsetzung Die für die Gesamtstadt Köln entwickelte Klimaneutralitätsstrategie baut auf vier Strategien auf: • Besser machen (Effizienz) • Weniger nutzen (Suffizienz) • Anders machen (Konsistenz) • Ausgleichen (Kompensation) In einem Maßnahmenportfolio wird für alle der oben genannten Handlungsfelder beschrieben, mit welchen Maßnahmen und unter welchen Rahmenbedingungen auf dem Stadtgebiet Köln eine bilan-zielle Klimaneutralität erreicht werden kann. Herzstück des Maßnahmenportfolios ist ein Aktivitätenportfolio, der direkte und indirekte Einfluss-möglichkeiten unter Federführung der Stadtverwaltung in Form von einzelnen Aktivitätenempfehlun-gen umfasst und die politisch zu beschließende Grundlage für das weitere Handeln der Kernverwal-tung auf dem Weg zur Klimaneutralität bildet. Klimaneutralität „lohnt“ sich Die differenzierte Kosten-Nutzen-Analyse mit einer Gegenüberstellung der CO2-Vermeidungskosten und der auf der anderen Seite vermiedenen Umweltkosten sowie regionalen Wertschöpfungseffekte (Mehrgewinne Unternehmen, Kommunale Mehreinnahmen, Steigerung Nettoeinkommen) hat deut-lich gezeigt: Eine Investition in ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen ist unter den gegebenen Rahmenbedingun-gen in allen Handlungsfeldern „wirtschaftlich“, sobald die gesamtgesellschaftlichen Effekte mit ein-bezogen werden. Vom Maßnahmenplan zu einem dynamischen Umsetzungsprozess Die entwickelte Strategie für ein klimaneutrales Köln 2035 zeigt einen möglichen Weg auf, wie ge-samtstädtisch eine bilanzielle Klimaneutralität mit heutigem Blickwinkel erreicht werden kann. Die Klimaneutralitätsstrategie für Köln ist aber ein lebendiger Prozess aus praxis- und umsetzungsorien-tierten Maßnahmen und Aktivitäten.  Unabdingbar notwendig wird es daher sein, das als Einstieg in den Umsetzungsprozess entwickelte Maßnahmenportfolio mit seinem kurzfristigen Aktivitätenportfolio in einen dynamischen Prozess zu überführen. Dieser lebendige Prozess erfordert einen laufenden Soll-Ist-Wertabgleich der Zielerrei-chung (Messen) sowie ein ständiges Nachjustieren, Korrigieren, Stoppen und Neustarten (Anpassen).

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Mit einem Multiprojektmanagement für eine umsetzungsorientierte Prozesssteuerung, kommunaler und zivilgesellschaftlicher Zusammenarbeit sowie einem automatisierten Monitoring und Controlling kann die Stadt Köln die ihr zugedachte Rolle in dem gesamtstädtischen Transformationsprozess wahrnehmen.

Anlage 3: Methodik (Band 3)

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Band 3: Köln klimaneutral 2035 – Methodenband  Oktober 2022 
 
In Zusammenarbeit mit ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH Wilckensstraße 3 69120 Heidelberg 
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH Döppersberg 19 42103 Wuppertal

Inhaltsverzeichnis 1 Vorwort 3 2 Methoden und Instrumente 4 2.1 Definition des Begriffs Klimaneutralität 4 2.2 BISKO-Bilanzierung 5 2.3 Grundlagen zur Berechnung des CO2-Budgets für Köln 5 2.4 Szenarienberechnung 7 2.4.1 Grunddaten der Szenarienberechnung 8 2.4.2 Rahmendaten Private Haushalte 9 2.4.3 Rahmendaten Wirtschaftssektoren 9 2.4.4 Rahmenbedingungen Wärmebereitstellung 10 2.4.5 Rahmenbedingungen Stromversorgung 11 2.4.6 Rahmenbedingungen Verkehr 11 2.4.7 Schnittstelle zur Kosten-Nutzen Analyse (Optimierungstool) 11 2.5 Methodik Kosten – Nutzen Analyse (Ebene 1-3) 12 2.5.1 Einschätzung der Investitionskosten 12 2.5.2 Berechnung CO2-Vermeidungskosten 12 2.5.3 Vermiedene Umweltschäden 13 2.5.4 Vermiedene CO2-Steuer 13 2.5.5 Regionale Wertschöpfung 14 2.6 Wirkungsanalyse (Ebene 4) 14 3 Daten und Indikatoren 15 4 Hinweise zur Datenverwendung 16

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1 Vorwort Der Methodenband liefert vertiefende Informationen zum eingesetzten methodischen und instrumen-talen Werkzeugkasten.

4 Band 3: Köln klimaneutral 2035 – Methodenband 
2 Methoden und Instrumente Das Kapitel erläutert die wesentlichen methodischen Ansätze. 
2.1 Definition des Begriffs Klimaneutralität Klimaneutralität wird erreicht, wenn die Summe der positiven und negativen Treibhausgas-Einträge gleich null ist. Leitlinien für den Zielpfad „Klimaneutralität“ für Köln sind: Klimaneutralität bedeutet Treibhausgasneutralität: Die Begriffe Klimaneutralität und Treibhausgasneut-ralität werden häufig synonym verwendet. In der wissenschaftlichen Diskussion werden diese jedoch differenziert betrachtet. Klimaneutralität bedeutet, dass alle Effekte des menschlichen Handelns auf das Klima berücksichtigt werden müssen (z. B. Änderungen der Oberflächenalbedo (Helligkeit der Ober-fläche))1. Treibhausgasneutralität meint jedoch nur Netto-Null der Treibhausgasemissionen. Dieses Ziel ist im kommunalen Kontext sinnvoll. Die Vermeidung von Treibhausgasemissionen hat im Sinne des Vorsorgeprinzips Vorrang: Alle vermeid-baren Treibhausgasemissionen müssen vermieden werden.  Oberste Prämisse ist die Einhaltung eines Paris-konformen CO2-Budgets: Mit der Ratifizierung des Klimaabkommens von Paris hat sich die Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich bindend zu den darin festgelegten Klimazielen bekannt. Um abzuschätzen, ob die klimapolitischen Ziele Paris kompati-bel sind, eignet sich der CO2 – Budget Ansatz. Das CO2-Budget bezeichnet die kumulativen, von Men-schen emittierten CO2-Emissionen, die ab einem bestimmten Zeitpunkt noch emittiert werden können, sodass die daraus resultierende Erderwärmung eine bestimmt Temperaturschwelle nicht überschrei-tet.2 Energiebedingte THG-Emissionen weitgehend durch technische und verhaltensbezogene Maßnahmen vermieden: Die energiebedingten Emissionen lassen sich durch Effizienz-, Konsistenz- und Suffizienz- Strategien weitgehend vermeiden.  Unvermeidbare THG-Emissionen (z. B. aus der Landwirtschaft, dem Abwasser oder der Abfallentsor-gung) werden kompensiert, wenn möglich regional: Nach heutigem Kenntnisstand verbleiben auch un-ter Berücksichtigung aller Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen Treibhausgase, bspw. in der industriellen Produktion, der Landwirtschaft oder der Abfallentsorgung. Diese unvermeid-baren Treibhausgasemissionen können nur durch die Entnahme von Kohlenstoff aus der Atmosphäre und die langanhaltende, sichere Bindung oder Einspeicherung ausgeglichen werden. Dabei sind vor-dringlich natürliche Senken und nachhaltige Holzwirtschaft zu berücksichtigen.3 Rebound Effekte werden minimiert: Effizienzsteigerungen sind eine wichtige Strategie zur Reduktion der Treibhausgasemissionen. Rebound-Effekte können die Effekte mindern, indem die eingesparten Ressourcen an anderer Stelle eingesetzt werden. Rebound-Effekte müssen daher vermieden werden, da sonst die Rückgänge geringer ausfallen als angenommen.  
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1 Umwelt Bundesamt, Treibhausgasneutralität für Kommunen, März 2021 2 SRU, Pariser Klimaziele erreichen mit dem CO2-Budget 3 Umwelt Bundesamt, Treibhausgasneutralität für Kommunen, März 2021

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2.2 BISKO-Bilanzierung Die wesentlichen Elemente von BISKO sind: Endenergiebasierter Territorialansatz: Es werden alle energiebedingten Emissionen innerhalb der Köl-ner Stadtgrenzen bilanziert. Vereinfachend wird im Weiteren nicht von Endenergie- sondern von Ener-giebilanz gesprochen. Bundesmix Strom: In der nach BISKO-Standard berechneten Bilanz der Stadt Köln wird für die Bewer-tung von Strom der Bundesmix genutzt. Parallel wird noch eine zweite Bilanz erstellt, bei der der Strom mit einem lokalen Strommix bewertet wird. Dafür werden alle Strom einspeisenden Anlagen der Rhein-Energie, verschiedener Industriebetriebe, des Flughafens, der Abfallentsorgungs- und Verwertungsge-sellschaft sowie der Stadtentwässerungsbetriebe berücksichtigt. Berücksichtigung von Vorketten und CO2-Äquivalenten: Es werden auch die Emissionen berücksichtigt, die bei Förderung, Aufbereitung und Transport der in Köln eingesetzten Energieträger anfallen, ebenso die Treibhausgase Methan (CH4) und Lachgas (N2O) als CO2-Äquivalente. Insofern wird im Weiteren auch nicht von CO2, sondern von Treibhausgas- oder THG-Emissionen und -Bilanzen gesprochen. Exergetische Allokation: Bei der Strom- und Wärmeerzeugung aus KWK-Prozessen werden die Emissi-onen anhand ihrer exergetischen Wertigkeit zugeordnet. Keine Witterungskorrektur: Der ermittelte Energieverbrauch wird aufgrund von Harmonisierungspro-zessen in der BISKO Standardisierung nicht witterungsbereinigt 
2.3 Grundlagen zur Berechnung des CO2-Budgets für Köln Während das globale CO2-Budget im Bericht des IPCC (Intergouvernemental Panel on Climate Change) im Jahr 2018 für unterschiedliche Temperaturanstiege und Wahrscheinlichkeiten vorgelegt wurde, ist die nationale Budgetverteilung zwischen den Ländern bislang nicht verbindlich geklärt. Die Länder ha-ben demnach freie Hand bei der Interpretation. Diskutiert werden unterschiedliche Ansätze, wie mit der Budgetbetrachtung in Bezug auf die eigene Zielformulierung umzugehen ist, bei der es vor allem um die Frage der gerechten Verteilung des verbleibenden Budgets geht.  Der Sachverständigenrat für Umweltfragen empfiehlt für Deutschland ab 2020 ein Budget in Höhe von rd. 6,7 Gigatonnen CO2 nach dem Einwohnerprinzip. Dem Prinzip liegen die Annahmen zugrunde, dass die zurückliegenden Emissionen nicht berücksichtigt werden, jedoch ein möglichst ambitioniertes Budget angenommen wird. Weiterhin wird ein gleiches Pro-Kopf-Emissionsrecht für jede*n Bewoh-ner*in der Erde angenommen. Bei einer Zunahme der Bevölkerung würde sich das Budget entspre-chend erhöhen, bei einem Schrumpfungsprozess abnehmen.  • Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat Empfehlungen zur Berechnung eines CO2-Budgets für Deutschland formuliert. • Das vom Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) beschriebene Budget bezieht sich auf die energetischen und die nicht energetischen CO₂-Emissionen.  • Das CO2-Budget berücksichtigt nur CO2 als Treibhausgas. Methan und Distickstoffoxid/Lachgas wer-den nicht berücksichtigt.  • Der in Köln eingesetzte BISKO-Standard bezieht sich auf die energetischen Emissionen und die nicht energetischen Emissionen, berücksichtigt dabei jedoch zusätzlich treibhausrelevante Gase als CO2-Äquivalente. • Zur Übertragung des CO2-Budgets auf die Bilanzgrenzen von Köln sollen daher folgende Annahmen getroffen werden:

6 Band 3: Köln klimaneutral 2035 – Methodenband 
• Aus dem Nationalen Inventarbericht zum Deutschen Treibhausgasinventar geht hervor, dass ca. 93 % der Emissionen (CO2, Methan und Lachgas) energiebedingt sind.  • Als Grundlage für die Budgetbetrachtung werden von den oben genannten Budgets 93 % als energetische angenommen. Der nicht energetische Anteil wird mit 7 % angenommen.  • Zur Prüfung der Einhaltung des Restbudgets werden im Sinne einer Restbudgetbilanz die jährli-chen Emissionen der Stadt Köln vom Budget abgezogen.  • Sobald die Summe negativ wird, ist das Budget der Stadt Köln verbraucht und das jeweilige Temperaturbegrenzungsziel aus kommunaler Perspektive verfehlt.  • Da in der BISKO Bilanz jedoch nicht nur CO2, sondern CO2-Äquvalente enthalten sind, handelt es sich hier um eine konservative Betrachtung, indem mehr Emissionen vom Budget abgezogen werden als laut Budgetdefinition erforderlich. Beispielrechnung: Einhaltung des CO2-Restbudgests für das 1,5 Grad – Ziel • Bundesdeutsche Betrachtung (nach Einwohnerprinzip)4:  • CO2-Budget (1,5 Grad Ziel, 50 % Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung) rund 51 Tonnen CO₂ pro Einwohner  • 51 Tonnen CO₂ pro EW x 1.092.000 EW = 55,7 Mio. Tonnen CO₂ • Wichtig: Bilanziert für die energiebedingten Emissionen werden:  => Ca. 93 % des obigen CO2-Budgets können für energiebedingte Emissionen angerechnet wer-den5 • 55,7 Mio. Tonnen CO2 x 93 % = 51,8 Mio. Tonnen (1,5 Grad Ziel, 50 % Wahrscheinlichkeit)  Analog zur obigen Beispielrechnung, wird die im Gutachten für die Stadt Köln ein Korridor für das 1,75 Grad und das 1,5 Grad Ziel berechnet.    
––––––––––––– 
4 Quelle: SRU, Umweltgutachten Kapitel 2, Pariser Klimaziele erreichen mit dem CO2-Budget 5 Umweltbundesamt, Nationaler Inventarbericht

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2.4 Szenarienberechnung Die Berechnung der Szenarien erfolgt mit einem Excel-Tool. Szenarien sind keine Prognosen, sondern beschreiben eine mögliche Entwicklung auf Grundlage der getroffenen Annahmen. • Die Szenarienberechnung bildet ein Modell aus Endenergieverbrauch und Energieversorgung auf Grundlage der kommunalen energetischen Territorialbilanz ab • In der Szenarienberechnung werden zunächst die technischen und verhaltensbezogenen Minderun-gen des Endenergieverbrauchs berechnet und dann die zugehörige Energieversorgung betrachtet. • Grundlagen der Szenarien sind die bekannten Potenziale für die Stadt Köln und die BISKO-Bilanz  • Die Reduktionspfade folgen einer linearen, logistischen oder prozentual konstanten Funktion (vergl. Abbildung 1) 
 Abbildung 1 Zeitliche Entwicklungsfunktionen 
Auswahl der Funktion ist in Verbrauchssektoren und Energiesektoren auch für Einzelprozesse möglich.  Erforderlich ist die Eingabe des Start- und Zieljahres sowie den Ein- und den gewünschten Ausgangs-zustand. Zwischen diesen Eckdaten werden die Entwicklungspfade nach den ausgewählten Funktionen berechnet. Für die logistische Funktion können auch Werte hinterlegt werden, die den Mittelpunkt der Potenzial-ausschöpfung sowie die Dauer der Potenzialausschöpfung variieren. Gesamtergebnis der Szenarienberechnung ergibt sich durch Überlagerung der Einzelfunktionen.  Ergebnisse der Szenarienberechnung sind Entwicklungspfade für: • Endenergieverbrauch für Verbrauchssektoren Private Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistun-gen, Industrie und Verkehr

8 Band 3: Köln klimaneutral 2035 – Methodenband 
• Energiesektoren Wärme, Strom • Treibhausgasemissionen für regionalen und bundesdeutsche Strommix • Berechnung jährliche THG – Reduktionsziele und CO2-Restbudgets für Controlling • Berechnung THG - Reduktionsziele je Handlungsfeld für Zielzustand für Controlling und Maßnah-menentwicklung  • Berechnung von Flexibilitätsoptionen auf Stundenbasis   Die folgenden Grund- und Rahmendaten sind für die Szenarienberechnung erforderlich. Sie werden in das Indikatorensystem übernommen und mit Angabe der jeweiligen Quellen hinterlegt. 2.4.1 Grunddaten der Szenarienberechnung  • Anzahl der Beschäftigten in den Sektoren GHD und Industrie • Einwohnerzahlen • Gesamtenergiebilanz nach Sektoren aus Klimaschutzplaner (Endenergie) • Gesamtenergiebilanz nach Energieträgern aus Klimaschutzplaner (Endenergie) • Aufteilung des Energieverbrauchs nach Sektoren laut Klimaschutzplaner • CO2 – Bilanz nach Energieträgern (BISKO) • CO2 – Bilanz nach Sektoren (BISKO) • Kennzahlen für Erneuerbare Energien wie spezifische Erträge und Vollbenutzungsstunden • Emissionsfaktoren mit zeitlichem Verlauf über die Stützjahre 2021, 2030, 2040, 2050 • Potenzialeinschätzungen der Erneuerbare Energien sowie Reduktionspotenziale in den Sektoren • Potenzialeinschätzung der Wärmeerzeuger Anteile im Zielzustand

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2.4.2 Rahmendaten Private Haushalte  • Prognosen zur Einwohnerentwicklung bis zum Ende des Betrachtungszeitraums • Reduktionspotenzial Raumwärme • Einschätzung des gesamten Modernisierungspotenzials in Prozent [%] • Einschätzung Einsparpotenzial je Gebäudesanierung in Prozent [%]  • Einschätzung verhaltensbezogenen Reduktionspotenziale [%]  • Reduktionspotenzial Warmwasser • Einschätzung des gesamten Modernisierungspotenzials in Prozent [%] • Einschätzung Einsparpotenzial je Anlagensanierung in Prozent [%]  • Einschätzung verhaltensbezogenen Reduktionspotenziale [%]  •  Reduktionspotenzial "Licht und Kraft" • Einschätzung des gesamten Modernisierungspotenzials in Prozent [%] • Einschätzung Einsparpotenzial je Anlagensanierung in Prozent [%]  • Einschätzung verhaltensbezogenen Reduktionspotenziale [%]   2.4.3 Rahmendaten Wirtschaftssektoren • Zahl der Arbeitsplätze in den Sektoren,  • Prognosen zur Entwicklung der Arbeitsplätze in den Sektoren • Reduktionspotenzial Raumwärme • Einschätzung des gesamten Modernisierungspotenzials in Prozent [%] • Einschätzung Einsparpotenzial je Gebäudesanierung in Prozent [%]  • Einschätzung verhaltensbezogenen Reduktionspotenziale [%]  • Reduktionspotenzial Warmwasser • Einschätzung des gesamten Modernisierungspotenzials in Prozent [%] • Einschätzung Einsparpotenzial je Anlagensanierung in Prozent [%]  • Einschätzung verhaltensbezogenen Reduktionspotenziale [%]  •  Reduktionspotenzial "Licht und Kraft" • Einschätzung des gesamten Modernisierungspotenzials in Prozent [%] • Einschätzung Einsparpotenzial je Anlagensanierung in Prozent [%]  • Einschätzung verhaltensbezogenen Reduktionspotenziale [%]  • Reduktionspotenzial Prozesswärme • Einschätzung des gesamten Modernisierungspotenzials in Prozent [%] • Einschätzung Einsparpotenzial je Anlagensanierung in Prozent [%]

10 Band 3: Köln klimaneutral 2035 – Methodenband 
 2.4.4 Rahmenbedingungen Wärmebereitstellung Abgebildet wird der Wärmemix durch die verschiedenen Prozesse zur Wärmeerzeugung. Grundlage sind Annahmen zur Wärmestrategie auf Grundlage der Potenzialermittlung bzw. auf Basis von Annah-men.  Die Anteile der Prozesse an der Wärmebereitstellung werden für das Ausgangsjahr in Prozent festge-legt und dann für die Stützjahre variiert. Objektversorgung – Brennstoffe Die Kategorie enthält die konventionelle Wärmebereitstellung in Kesseln über diverse Energieträger. • Biogas  - Kessel – Objekt • Biomasse - Kessel - Objekt • Erdgas  Kessel - Objekt • Flüssiggas - Kessel - Objekt • Heizöl - Kessel - Objekt • Sonstige Erneuerbare - Kessel - Objekt • Sonstige Konventionelle - Kessel - Objekt • Steinkohle - Kessel – Objekt  Objektversorgung – Strom und Solar Die nachfolgenden Prozesse weichen entweder von der konventionellen Verwendung in Kesseln ab oder sind eng mit dem Strommix verbunden. Beispielsweise benötigt ein Wärmepumpenprozess we-niger Exergie für die Wärmebereitstellung als die direkte Umsetzung im Heizstromprozess. Dies wird über Faktoren berücksichtigt. • Heizstrom - lokaler Strommix - Direkt - Objekt • Wärmepumpe - lokaler Strommix - Wärmepumpe - Objekt • Wasserstoff - lokaler Strommix - Kessel - Objekt • Heizstrom - bundesdeutscher Strommix - Direkt - Objekt • Wärmepumpe - bundesdeutscher Strommix - Wärmepumpe - Objekt • Wasserstoff - bundesdeutscher Strommix - Direkt – Objekt • Solarthermie - Direkt – Objekt  Leitungsgebundene Versorgung In der Kategorie der leitungsgebundenen Wärmeversorgung wird zwischen Fern- und Nahwärme un-terschieden. Dabei wird davon ausgegangen, dass unter Fernwärme die städtische Fernwärmeversor-gung mit den dazugehörigen Emissionsfaktoren gemeint ist. Unter Nahwärme werden kleinere Lösun-gen wie BHKW’s, Nachbarschaftsnetze etc. zusammengefasst. In einer Nebenbilanz wird der gesamte Emissionsfaktor über alle Nahwärmenetze gebildet. • Primärenergie - Heizkraftwerk – Endenergie Fernwärme

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• Primärenergie - Heizkraftwerk – Endenergie Nahwärme 2.4.5 Rahmenbedingungen Stromversorgung Das Modul dient dazu, den Strommarkt mit verschiedenen Prozessen der Strombereitstellung abzubil-den. Die Prozesse werden für das Ausgangsjahr in Prozent festgelegt und für den Betrachtungszeitraum mithilfe der Funktionen und deren Parameter variiert. Die Berechnung des Moduls beinhaltet Prozesse, die variabel sind sowie Prozesse das Ergebnis einer internen Berechnung sind und damit nicht verändert werden können. Welche Prozesse beinhaltet das Modul? • Strombezug Bundesdeutscher Strommix (dieser Anteil wird automatisch aus der Differenz der sta-tionären Erzeugung und dem Stromverbrauch berechnet) • KWK Strom (Anteil am lokalen Strommix) • PV – Strom (Anteil am lokalen Strommix) • Windstrom (Anteil am lokalen Strommix  2.4.6 Rahmenbedingungen Verkehr • Veränderung der Personenkilometer bzw. Fahrzeugkilometer in Prozent bis Zieljahr [+/- %] • Verkehrsmittel sind: MIV, ÖPNV, Güterverkehr • Reduktionspotenzial durch Verhaltensänderung (z. B. kraftstoffsparende Fahrweise) und technische Verbesserung (z. B. spritsparende Antriebe) • Veränderungen in den Kraftstoff- und Antriebsarten • Anteil von strombetriebenen MIV, ÖPNV und Güterverkehr • Anteil von MIV, ÖPNV und Güterverkehr mit Wasserstoffantrieb bzw. Antrieb mit synthetischem Methan  2.4.7 Schnittstelle zur Kosten-Nutzen Analyse (Optimierungstool) Übergabe spezifische Kennwerte zur Berechnung kapitalgebundener und bedarfsgebundener Kosten für ein Zielszenario und ein Trendszenario. • Berechnung der kumulierten kapitalgebundenen Kosten der Treibhausgasreduktion [€] • Berechnung der kumulierten bedarfsgebundenen Kosten der Treibhausgasreduktion [€] • Berechnung der kumulierten eingesparten THG-Emissionen [toCO2Äq] • Einsparung Raumwärme Bestandssanierung Wohnen, GHD, Industrie • Einsparung Wärme und Strom durch Suffizienz Private Haushalte, GHD, Industrie • Einsparung Wärme und Strom durch Effizienzsteigerung Private Haushalte, GHD, Industrie • Einsparung Kraftstoffe im Verkehrsbereich

12 Band 3: Köln klimaneutral 2035 – Methodenband 
2.5 Methodik Kosten – Nutzen Analyse (Ebene 1-3) Die Berechnung erfolgt mit einem Excel-Tool zur strategischen Ziel- und Maßnahmenbewertung und Maßnahmenauswahl. Das Tool verfügt hierfür über eine, nach Handlungsfeldern differenzierten Einga-bemöglichkeit, einer hinterlegten datenbankgestützten Berechnungsebene und einer über verschie-dene Wirkungsebenen gestaltbaren Ausgabe der Wirkungen mit positiven Nebeneffekten (THG-Einsparung, Kosten – Nutzen Bewertung, regionale Wertschöpfung etc.). Mit dem Oberbegriff „Kosten-Nutzen-Analyse“ wird hier die Einschätzung der Kostendimension der Transformation sowie des induzierten Nutzens beschrieben. Die Analyse wird für die wesentlichen Strategiebausteine auf Ebene der Handlungsfelder und der Maßnahmenebene der strategischen Hand-lungsschwerpunkte durchgeführt. 2.5.1 Einschätzung der Investitionskosten  • Die wesentlichen Investitionskosten in Köln zur Vermeidung von energetischen Treibhausgaseimis-sionen durch technische und verhaltensbezogene Instrumente in den Handlungsfeldern werden grob eingeschätzt  • Die Berechnung wird für ausgewählte Schwerpunkte in den Handlungsfeldern auf Grundlage stra-tegischer Ziele zum Erreichen der Klimaneutralität durchgeführt. • Die Investitionskosten werden nach DIN 276 „Kosten im Hochbau“ anhand von Massenschätzun-gen sowie mittleren spezifischen Kosten berechnet und den Kostengruppen zugeordnet. • Die Berechnung bildet die zentralen Maßnahmen auf Ebene der Handlungsschwerpunkte ab (z. B. Verdopplung Sanierungsrate privater Wohnungsbestand, Ausbau Dachflächen PV etc.)  2.5.2 Berechnung CO2-Vermeidungskosten • Die Vermeidungskosten sind die annuitätischen Kosten, die ausgehend von einem Referenzzeit-punkt zur Reduktion einer bestimmten Treibhausgasmenge aufgewendet werden müssen.  • Zu den annuitätischen Kosten gehören kapitalgebundene Kosten, bedarfsgebundene Kosten sowie sonstige Kosten (in Anlehnung an VDI 2067)  • Die kapitalgebundenen Kosten entsprechen den Investitionskosten aus dem vorangegangenen Ka-pitel • Die bedarfsgebundenen Kosten ergeben sich insbesondere durch Energiebezugskosten.  • Bei der Berechnung der Vermeidungskosten einer energetischen Sanierung werden daher neben den Investitionskosten für Dämmmaßnahmen auch die Energieeinsparungen und die damit verbun-denen Energiebezugskosten berücksichtigt.  • Die Vermeidungskosten berechnen sich als Quotient aus der Kosten- und Emissionsdifferenz zwi-schen den Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion und einer entsprechenden Referenz.  • Als Referenzszenario gilt ein Trendszenario • Zur besseren Einordnung der Ergebnisse werden die spezifischen Vermeidungskosten je Hand-lungsfeld den Umweltkosten in Euro pro Tonne gegenübergestellt .

13 
   
2.5.3 Vermiedene Umweltschäden • Ansatz liegt die Methodenkonvention des Umweltbundesamtes zugrunde. • Umweltkosten (Schadenskosten) schätzen die Kosten ein, die der Gesellschaft durch Treibhaus-gasemissionen und dem daraus resultierenden Klimawandel entstehen.  • Umweltkosten für das Jahr 2020 liegen bei 195 €/tCO2 bzw. 680 €/tCO26. Empfohlen werden die 195 €/tCO2. • Der Unterschied der Bewertung ergibt sich aus einer gewichteten Zurechnung der Schäden auf zukünftige Generationen. Der höhere Wert geht davon aus, dass heutige und zukünftige Schäden gleich gewichtet werden, also im gleichen Maße die Wohlfahrt heutiger und zukünftiger Generatio-nen berücksichtigt wird.   • Für das Zielszenario werden die kumulierten eingesparten Treibhausgasemissionen berechnet  • Die eingesparten Emissionen werden mit den zwei Kennwerten für die Umweltkosten multipliziert • Ergebnis sind vermiedene Umweltschäden  2.5.4 Vermiedene CO2-Steuer • Die CO2-Steuer ist eine Umweltsteuer, die auf die Treibhausgasemissionen angerechnet wird, die durch die Verbrennung fossiler Energieträger entstehen.  • Ist ein Steuerungsinstrument zur Internalisierung der externen Umweltkosten.  • Im Gegensatz zu Energiesteuern, die auch auf erneuerbare Energie erhoben werden, sind nicht fos-sile Energieträger von der CO2-Steuer befreit.  • In Deutschland wurde die CO2-Steuer 2021 für die Sektoren Wärme und Verkehr eingeführt.  • Bemessungsgrundlage sind die CO2-Emissionen, die bei der Verbrennung fossiler Energieträger ent-stehen.  • Die Bepreisung wird von der Bundesregierung festgelegt und beträgt zur Einführung 257 Euro pro Tonne CO2.  • Der Preis soll schrittweise bis 55 Euro im Jahr 2025 ansteigen. Die stärkere Anhebung des Preises wird aktuell diskutiert und ist für die Zukunft wahrscheinlich. • Die vermiedenen CO2-Steuern ergeben sich aus der Multiplikation der vermiedenen Treibhaus-gasemissionen des Zielszenarios     
––––––––––––– 
6 Quelle Methodenkonvention 3.0 zur Ermittlung von Umweltkosten, UBA  7 Hinweis BTU: Ab 2026 werden die Zertifikate an der Börse gehandelt werden. Hier müssen Festlegungen getroffen werden, wie mit dieser Unsicherheit umgegangen wird.

14 Band 3: Köln klimaneutral 2035 – Methodenband 
2.5.5 Regionale Wertschöpfung • Eine Region oder eine Stadt profitiert von der Nutzung der Ressourcen in ihrem Gebiet – das ist der Grundgedanke der regionalen Wertschöpfung.  • Eine allgemeingültige Definition des Begriffs gibt es nicht8.  • Für Köln werden die in den Grenzen der Gebietskörperschaft und den dort ansässigen Unternehmen und deren Mitarbeitern erbrachte Wertschöpfung durch die Maßnahmen eingeschätzt.  • Beschrieben wird der Effekt durch die Unternehmensgewinne, das Nettoeinkommen der Mitarbei-ter sowie die Einnahmen der Stadt in Form von Steuereinnahmen, Abgaben und Gebühren.  • Ebenfalls berücksichtigt werden die mit der Wertschöpfung verbundenen Arbeitsplatzeffekte in den wesentlichen beteiligten Branchen.  • Die Berechnung zeigt, wie viele Vollzeitäquivalente (VZÄ), bezogen auf die regionalen Umsätze um-gesetzt werden können. Eine Quantifizierung der zusätzlich geschaffenen Arbeitsplätze findet nicht explizit statt. • Grundlage für diese Berechnung sind die wesentlichen Umsätze in den Wertschöpfungsstufen z. B. durch die Sanierung von Gebäuden, den Bau von Solarstromanlagen oder dem Ausbau der Fern-wärme Infrastruktur. • Ergebnisse der Berechnung sind Einschätzungen der direkten regionalen Wertschöpfung (Installa-tion, Betrieb von Anlagen) und der indirekten regionale Wertschöpfung (Wartung und Instandhal-tung)  • Für beide Wertschöpfungsarten werden die regional verbleibenden Gewinne nach Steuern, die Net-toeinkommen sowie die kommunalen Einnahmen ermittelt. • Bei den kommunalen Einnahmen werden umsatzgebundene Steuern, kommunale Anteile der Ein-kommenssteuer sowie Konzessionsabgaben berücksichtigt.  
2.6 Wirkungsanalyse (Ebene 4) Die Wirkungsanalyse berechnet für jede Aktivitätenempfehlung (Ebene 4) die Treibhausgasreduktion, die erforderlichen Sachkosten, die zeitlichen Verläufe der Aktivitätenempfehlungen. Die Berechnung erfolgt mit einem Excel-Tool für alle Aktivitätenempfehlungen je Handlungsfeld.   
––––––––––––– 
8 Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) definiert die Wertschöpfung auf kommunaler Ebene als Zusammensetzung aus: Erzielter Gewinn (nach Steuern) der beteiligten Unternehmen, Nettoeinkommen der beteiligten Beschäftigten, die auf Basis der betrachteten Wertschöpfungsschritte gezahlten, kommunalen Steuern. Dieser Definition wir im IEK im Wesentlichen gefolgt.

15 
   
3 Daten und Indikatoren Daten und Indikatoren werden in Form von Excel-Blättern gesondert zur Verfügung gestellt.  • Tabellenbänder CO2-Bilanz 2019/2020 • Tabellenbänder Szenarienberechnung • Tabellenbänder Annahmen • Tabellenband Trendszenario • Tabellenband Szenario Köln 2030 • Tabellenband Szenario Köln 2035 • Indikatorensystem • Tabellenbänder Wirkungsanalyse Aktivitätenportfolio

16 Band 3: Köln klimaneutral 2035 – Methodenband 
4 Hinweise zur Datenverwendung Hinweise zur Urheberschaft und Umgang mit Daten und der Verwendung überlassener Tools und Werk-zeuge. – werden in Abstimmung mit der Stadt Köln vor Übergabe der Daten ergänzt.

Anlage 5: Stellungnahme der Verwaltung

6657 Zeichen

Anlage 5 
Fragenkatalog der CDU-Fraktion zur Vorlage „Strategie Klimaneutrales Köln“ (2547/2022) 
1. Ist es richtig, dass die in der Vorlage Strategie Klimaneutrales Köln genannten Maßnah-
men die, Stand heute, einen Investitionsbedarf von mindestens 41 Mrd. Euro aufweisen,
unter einem Finanzierungsvorbehalt stehen und letztlich nur durch Fördermittel aus
Bund, Land und Europäischer Union finanziert werden können?
2. Gibt es durch den Ressourcenbedarf im Personalbereich Einschränkungen für die Um-
setzung der weiteren Zielsetzungen der Stadtstrategie?
3. Wie ist bei der Aufgabenverteilung das Zusammenwirken mit den städtischen Beteili-
gungsgesellschaften geplant? Sind Doppelstrukturen vorgesehen?
4. Ist der im Band 2 vorgesehene Maßnahmenkatalog im Sinne des Schulentwicklungs-
plans als Ideensammlung zu verstehen, die in der Umsetzungsphase konkretisiert und
weiterentwickelt wird? D.h. können Maßnahmen des Handlungsrahmens hinzu- oder ab-
gesetzt werden?
5. Ist unser Verständnis richtig, dass alle konkreten Maßnahmen dem Rat und den Fach-
ausschüssen zur Entscheidung vorgelegt werden?
6. In welcher Form werden die Bezirksvertretungen eingebunden?
7. Ist sichergestellt, dass Beratungsvorlagen mit ausreichendem Vorlauf eingebracht wer-
den?
8. Wird sichergestellt, dass jede Maßnahme mit einer Folgekosten-Abschätzung für die Bür-
gerinnen und Bürger versehen ist?
9. Für die Akzeptanz und den Erfolg des Transformationsprozesses ist es wichtig, dass der
Austausch von bisherigen Nutzungen/ Konzepten durch neue Nutzungen/ Konzepte pa-
rallel erfolgt. Ist dies vorgesehen?
10. Nach welchem Zeitraum erfolgt eine Neubewertung des Plans dahingehend, ob mehr
künstliche Bindung erfolgen kann, ob mehr CO2 Senken möglich und ob mehr Kompen-
sationen notwendig sind?
Stellungnahme der Verwaltung zu den Fragen der CDU-Fraktion zur Vorlage 
Zu 1) 
Das Gutachten liefert grobe Abschätzungen zu Ressourcenbedarfen. Zum jetzigen Zeitpunkt 
resultieren die Zahlen aus statistischen Werten, Simulationen, Extrapolationen und Erfah-
rungswerten der Gutachter in der Zusammenarbeit mit anderen Kommunen. Die den Berech-
nungen zugrundeliegenden Annahmen sind in einem Steckbrief zu jeder Handlungsempfeh-
lung hinterlegt. Die Berechnungen weichen dabei teils erheblich von den Einschätzungen der 
Fachexpert*innen der Stadtverwaltung ab. 
Das gutachterlich erstellte Zahlenwerk dient der Einordnung der einzelnen Handlungsemp-
fehlungen in der Gesamtschau - innerhalb und außerhalb des Konzerns Stadt Köln - und in 
ihrer Dimension und Wirkung im Vergleich zueinander. Eine Operationalisierung, im Sinne 
einer Übersetzung in Umsetzungsprozesse, Haushalts- und Stellenplanungen, kann und wird 
hier noch nicht abgebildet. Dies, sowie die Klärung der Zuständigkeit und Organisationsform 
für die Maßnahmenumsetzungen, muss ebenfalls bei einer Konkretisierung der Handlungs-
empfehlungen erfolgen und unter Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen in 
künftige Planungen für den Haushalt und den Stellenplan übersetzt werden. 
Zum Erreichen der stadtweiten Klimaneutralität bis 2035 wird die Mitwirkung weiterer Ak-
teur*innen benötigt, wie zum Beispiel die EU, der Bund, das Land.

Zu 2) 
Siehe Antwort 1. In Folge des Ratsbeschlusses zur Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030
+“ (1987/2021, geänderte Fassung) ist die Klimaneutralität Kölns als Schlüsselprojekt 
benannt worden. Die entwickelten Handlungsfelder und Handlungsempfehlungen berück-
sichtigen das Zielgerüst der Stadtstrategie. Ziel des weiteren Operationalisierungsprozesses 
ist auch, die Implikationen der Handlungsempfehlungen stadträumlich zu verorten und die 
Ämter und Dienststellen bestmöglich dabei zu unterstützen, Klimaschutz in ihr Planungs-, 
Entscheidungs- und Zielgerüst einzuweben und damit auch (Personal-) Ressourcen gemäß 
der festgelegten vielfältigen Zielsetzungen aus der Stadtstrategie zielgerichtet zu planen und 
einzusetzen. 
Zu 3) 
Das Erreichen der stadtweiten Klimaneutralität bis 2035 bedarf die Mitwirkung aller Ak-
teur*innen. Die städtischen Gesellschaften spielen dabei eine wichtige Rolle. 
Die Verwaltung setzt neben den regulären Entscheidungs- und Gremienstrukturen auf beste-
hende Formate wie dem Stadtentwicklungs-Team, der Koordinationsstelle Nachhaltigkeit der 
SWK oder der Projektgruppen des Klimarats, in denen Vertreter*innen verschiedener Beteili-
gungsgesellschaften Mitglied sind. Die Formate der Zusammenarbeit werden regelmäßig auf 
Effizienz und Wirkung überprüft und bei Bedarf durch ergänzende Formate komplementiert. 
Doppelstrukturen sind zu vermeiden. 
Zu 4) 
Band 2 beinhaltet die Steckbriefe der von den Gutachter*innen vorgeschlagenen Empfehlun-
gen. 
Im nächsten Schritt soll die Verwaltung aus diesen Empfehlungen Maßnahmenpakete für ei-
nen Aktionsplan ableiten und konkretisieren. Dabei können sowohl Maßnahmen entfallen als 
auch neue hinzukommen.
Die Klimaneutralitätsstrategie ist ein agiler Prozess aus praxis- und umsetzungsorientierten 
Maßnahmen und Aktivitäten. Manche Maßnahmen befinden sich bereits in der Umsetzung. 
Der Prozess erfordert insgesamt einen laufenden Soll-Ist-Wertabgleich der Zielerreichung 
sowie ein ständiges Anpassen auf zukünftige Entwicklungen. 
Zu 5) 
Siehe Antwort 4. Die konkreten Maßnahmen unterliegen dem Vorbehalt der Entscheidung 
der zuständigen Fachgremien. 
Zu 6) 
Im Zuge der folgenden Erarbeitung von Maßnahmenpaketen werden die BVen entsprechend 
ihrer Betroffenheit und ihrer Zuständigkeiten einbezogen. 
Zu 7) 
Vorlagen werden mit einem entsprechenden Vorlauf eingebracht. 
Zu 8)  
Für jede Maßnahme werden die Kosten für den städtischen Haushalt ermittelt und den Gre-
mien zur Entscheidung vorgelegt. Eine Folgekostenbetrachtung erfolgt wie im bisher übli-
chen Verfahren von Vorlagen. 
Die differenzierte Kosten-Nutzen-Analyse mit einer Gegenüberstellung von CO2-Vermei-
dungskosten und der vermiedenen Umweltkosten, sowie regionalen Wertschöpfungseffekten

zeigt, dass eine Investition in Klimaschutzmaßnahmen wirtschaftlich ist, sobald die gesamt-
gesellschaftlichen Effekte mit einbezogen werden. 
Zu 9) 
Ja, dies ist für zukünftige bzw. aktuell entstehende Konzepte bereits initiiert. 
Zu 10) 
Die Klimaneutralitätsstrategie für Köln ist ein lebendiger, agiler Prozess aus praxis- und um-
setzungsorientierten Maßnahmen und Aktivitäten (vgl. Antwort zu 4). 
Das vorgesehene Klimaschutzmonitoring wird steuerungsrelevante Informationen liefern, in 
welchen Bereichen und in welchem Umfang Kompensation, in Abhängigkeit vom Fortschritt 
bei den Treibhausgaseinsparungen, erbracht werden muss. Hierüber werden die zuständi-
gen Gremien regelmäßig informiert.

Anlage 2: Köln Klimaneutral 2035 - Aktivitätenportfolio der Stadt Köln (Band 2)

496959 Zeichen

Stadt Köln Band 2: Köln Klimaneutral 2035 - Aktivitätenportfolio der Stadt Köln   Oktober 2022 
	
in Zusammenarbeit mit ifeu - Institut für Energie- und Umweltfor-schung Heidelberg gGmbH Wilckensstraße 3 69120 Heidelberg 
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH Döppersberg 19 42103 Wuppertal 
	 	
	
Quelle: Pixabay/TeroVesakainen

2  
   
Inhaltsverzeichnis  Inhalte des Aktivitätenportfolios 8 1 Gebäude und Quartiere werden klimaneutral 10 1.1 Öffentliche Gebäude und Anlagen 10 1.1.1 Klimaneutraler Gebäudebestand Konzern Stadt Köln 10 1.1.1.1 Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zum klimaneutralen Gebäudebestand 10 1.1.1.2 Sonderinitiative zu nachhaltigem und energieeffizientem Bauen 13 1.1.1.3 Fortführung LED Austauschprogramm Straßenbeleuchtung 15 1.1.2 Klimaneutraler sonstiger öffentlicher Gebäudebestand 16 1.1.2.1 Klimaneutralitätspartnerschaft mit Trägern anderer öffentlicher nicht-städtischer Gebäude 16 1.2 Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung und Stadtplanung 17 1.2.1 Stadtentwicklung und Stadtplanung klimaneutral gestalten 17 1.2.1.1 Fortschreibung von Klimaschutz-Leitlinien 17 1.2.1.2 Sanierungsquote erhöhen durch Integrierte Quartierslösungen im Bestand 20 1.2.1.3 Fachliche Begleitung von Großprojekten 23 1.2.1.4 Erprobung flächenschonender ökologischer und energieeffizienter Wohnmodelle 25 1.2.1.5 Nachverdichtung klimaneutral gestalten 27 1.2.1.6 Energetische Ertüchtigung des denkmalgeschützten Gebäudebestands 29 1.3 Klimafreundliche Bestandssanierung 32 1.3.1 Modernisierung selbstgenutzter oder privat vermieteter Wohngebäude 32 1.3.1.1 Köln Paket für die klimafreundliche Bestandssanierung 32 1.3.1.2 Förderprogramm für die energetische Sanierung privater Wohngebäude 36 1.3.1.3 Etablierung zielgruppenspezifischer Beratungs- und Unterstützungsangebote 39 1.3.1.4 Qualitätsnetzwerk klimaneutrale Wohngebäudemodernisierung 42 1.3.1.5 Sonderinitiative Nachhaltiges Bauen in der energetischen Gebäudemodernisierung 44 1.3.2 Modernisierung gewerblich vermieteter Wohngebäude 46 1.3.2.1 Initiative zur Erhöhung der Sanierungsquote für die Kölner Wohnungswirtschaft 46 1.3.2.2 „Allianz klimaneutrales Wohnen im Bestand“ -Kooperationsvereinbarung mit der gewerblichen Wohnungswirtschaft 48 1.3.2.3 Modellprojekt Serielles Sanieren („Energiesprong“) 50 1.3.2.4 Klimabonus-Modell (Anreiz zur energetischen Modernisierung von Wohnraum für einkommensschwache Haushalte) 52 1.4 Klimaneutraler Neubau 53 1.4.1 Nachhaltigen Neubau nicht-städtischer Wohngebäude fördern 53

3 
  
1.4.1.1 Klimaneutraler Neubau – Unterstützungsangebote für private Baufamilien 53 1.4.1.2 Mietwohnungsneubau zukunftsfähig gestalten – Kooperationsvereinbarung und Erfahrungsaustausch mit der Wohnungswirtschaft 55 2 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen 58 2.1 Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich 58 2.1.1 Dekarbonisierung der Wärmeversorgung des Konzerns Stadt Köln 58 2.1.1.1 Identifizierung EE-Wärme und Abwärmepotenziale für Gebäude des Konzerns Stadt Köln 58 2.1.2 Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung des Konzerns Stadt Köln 60 2.1.2.1 PV-Initiative Konzern Stadt Köln 60 2.2 Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms 63 2.2.1 Ausbau der Photovoltaik auf Wohn- und Nichtwohngebäuden 63 2.2.1.1 Solarkoordinierungsstelle (SoKo) Stadt Köln 63 2.2.1.2 Aktivierungsoffensive PV (Stadtverwaltung Köln mit Partner*innen aus Unternehmen, Finanzinstitutionen etc.) 65 2.2.1.3 Solartreff, Ausbildungsoffensive, Solarfonds – Unterstützungs-instrumente für den PV-Ausbau 68 2.2.1.4 Photovoltaik-Förderprogramm mit Breitenwirkung 70 2.2.1.5 Fokusthema: Ausbau von Mieterstrom 72 2.2.2 Nutzung der PV-Freiflächenpotenziale 75 2.2.2.1 Fokusinitiative PV auf Freiflächen ausbauen 75 2.2.3 Ausbau der Windenergie 77 2.2.3.1 Aufhebung der Wind-Konzentrationsfläche 77 2.2.3.2 Fokusinitiative Windenergiepotenziale nutzen 79 2.2.4 Import erneuerbarer Strom 81 2.3 Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme 81 2.3.1 Entwicklung und Umsetzung einer kommunalen Wärmeplanung/Energienutzungsplanung 81 2.3.1.1 Unterstützung der Transformation der Wärmeversorgung 81 2.3.2 Dekarbonisierung der zentralen Wärmeversorgung 83 2.3.2.1 Erhöhung der Ausnutzung des Bioenergie-Potenzials aus kompostierbaren Abfällen 83 2.3.3 Dekarbonisierung der dezentralen Wärmeversorgung 85 2.3.3.1 Netzwerk Transformation Erdgasversorgung/Power to Gas entwickeln 85 2.3.3.2 Kampagnen zum Ersatz fossiler Heizungen 87 2.3.3.3 Informations- und Beratungsangebote zur Unterstützung des Solarthermie-Ausbaus 89 2.4 Ausbau der Energiespeicherung 91 2.4.1 Ausbau von Stromspeichern 91 2.4.1.1 Strategie: „Batteriespeicher zur Flexibilisierung der Energieversorgung“ 91

4  
2.4.2 Ausbau von Wärmespeichern 93 2.4.2.1 Strategie: „Wärmespeicher zur Flexibilisierung der Energieversorgung“ 93 3 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral 96 3.1 Klimaschonendes Arbeiten und Wirtschaften durch und im Konzern Stadt Köln 96 3.1.1 Nachhaltige städtische Unternehmenskultur entwickeln 96 3.1.1.1 Klimafreundliche Stadtverwaltung Köln bis 2030 96 3.1.1.2 Kommunale Wirtschaftsförderung 4.0 – Förderung regionaler Wertschöpfung 98 3.1.2 Klimaschonende Beschaffung im Konzern Stadt Köln 100 3.1.2.1 Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien für die Beschaffung in städtischen Einrichtungen 100 3.1.2.2 Nachhaltigkeitskriterien verbindlich umsetzen 102 3.2 Klimaschutz in Agrar- und Ernährungswirtschaft 104 3.2.1 Erzeugung, Produktion und Vermarktung im Bereich nachhaltiger Ernährung fördern 104 3.2.1.1 Ausbau des Anteils nachhaltig bewirtschafteter Landwirtschafts-Flächen 104 3.2.1.2 Zentrale Handelsorte (Food Hub) und Märkte mit regionalen Angeboten 106 3.2.1.3 Urban Gardening in allen Stadtteilen 108 3.2.1.4 Verleihung eines Kölner Siegels im Bereich „Ernährung und Konsum“ 110 3.3 Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten 112 3.3.1 Klimaschutz als Quartiersansatz 112 3.3.1.1 Einführung eines Gebietsmanagements für Klimaschutz in bestehenden und neuen Gewerbegebieten 112 3.3.1.2 Klimaschutz als Quartiersansatz in gewerblich geprägten Gebieten – „Whole District Approach“ 114 3.3.1.3 „Servicestelle vor Ort“ für Klimaschutz in Unternehmen 116 3.3.2 Klimaschutz in energieintensiven Unternehmen 118 3.3.2.1 Strategieentwicklung klimaneutrale Energieversorgung für energieintensive Industrieunternehmen 118 3.3.2.2 Strategie: Smart sustainable industry – Integration der Aspekte Digitalisierung und Nachhaltigkeit 120 3.3.2.3 Förderung der Wasserstoffnutzung 122 3.3.2.4 Nutzung industrieller Abwärme 124 3.3.3 Förderung von Klimaschutz in Unternehmen 126 3.3.3.1 Förderprogramm Klimaschutz und Klimaanpassung bei Nichtwohn-Gebäuden 126 3.3.3.2 Klimaschonende Beschaffung und energiesparendes Verhalten in Betrieben 128 3.4 Kreislaufwirtschaft 130 3.4.1 Kreislaufwirtschaft auf- und ausbauen 130 3.4.1.1 Second Use & Second Life – Studie und Pilotprojekte zur Entwicklung zirkulärer Märkte in Köln 130

5 
  
3.4.1.2 Branchenspezifische Aufbereitung von Ansätzen und Beratung zur Kreislaufwirtschaft 132 3.4.2 Kreislaufwirtschaft im Baugewerbe ausbauen 134 3.4.2.1 Recycling von Baustoffen fördern 134 3.4.2.2 Nachwachsende Rohstoffe als Baustoffe in die Verbreitung bringen 136 3.4.3 Bioabfallsammlung für das gesamte Stadtgebiet erhöhen 138 3.4.3.1 Ausweitung der braunen Tonne bis 2030 138 3.5 Kooperation und Förderung von Klimaschutz in der Wirtschaft 140 3.5.1 Klimaschutz-Kooperation zwischen Stadt Köln und Unternehmen 140 3.5.1.1 Sonderinitiative „Begleitung von Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität“ 140 3.5.1.2 Klimapartnerschaften zwischen der Stadt Köln und Kölner Industrieunternehmen 142 3.5.2 Klimaschutz-Netzwerke in der Wirtschaft 144 3.5.2.1 Netzwerkarbeit der Wirtschaftsförderung zur Umsetzung von Pilotprojekten in der Kreislaufwirtschaft 144 3.5.2.2 Identifikation von Qualifizierungs-Bedarfen und Aufbau eines Qualifizierungs-Netzwerkes 146 3.5.2.3 Unternehmernetzwerk mit Informations- und Beratungsangeboten unterschiedlicher Intensität 148 4 Mobilität und Logistik werden klimaneutral 152 4.1 Mobilität im kommunalen Einflussbereich 152 4.1.1 Konzern Stadt Köln als Vorbild 152 4.1.1.1 Mobilität in Verwaltung, kommunalen Unternehmen und kommunalen Einrichtungen 152 4.1.1.2 Mobilität in Schulen und Kitas 156 4.2 Personenverkehr 158 4.2.1 Förderung ÖPNV 158 4.2.1.1 Quantitativer Ausbau des bestehenden ÖPNV- und SPNV-Angebotes 158 4.2.1.2 Attraktivierung des ÖPNV-Angebots 161 4.2.2 Förderung Nahmobilität 164 4.2.2.1 Förderung Fußverkehr 164 4.2.2.2 Förderung Radverkehr 167 4.2.2.3 Umgestaltung MIV 170 4.3 Wirtschafts- und Güterverkehr 174 4.3.1 Wirtschaftsverkehr und betriebliche Mobilität 174 4.3.1.1 Förderung betrieblichen Mobilitätsmanagements (BMM) 174 4.3.1.2 Optimierung urbaner Wirtschaftsverkehre 177 4.4 Übergreifende Maßnahmen 180 4.4.1 Verbesserung von Effizienz und Antrieben 180 4.4.1.1 Förderung Elektromobilität 180 4.4.2 Verkehrsintegration und übergreifende Maßnahmen 184

6  
4.4.2.1 Ausbau von Sharing-Angeboten und Multimodale Integration 184 4.4.2.2 Stadt der 15 Minuten – schnelle, sichere und komfortable Wege ohne Auto 187 4.4.2.3 Integrierte Verkehrsplanung und Planungsbeschleunigung 190 5 Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern 194 5.1 Klimaschutz im Alltag – Zielgruppe privater Haushalte 194 5.1.1 Mitmachkampagne zur Aktivierung und Qualifizierung Kölner Bürger*innen durchführen 194 5.1.1.1 Mitmachkampagne klimaneutrales Köln 194 5.1.2 Innovations- und Erfahrungsräume mit Unternehmen und der Zivilgesellschaft fördern und erweitern 197 5.1.2.1 Neue Ideen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Köln fördern 197 5.1.2.2 Innovations- und Erfahrungsräume für Klimaschutz und Nachhaltigkeit schaffen 199 5.1.3 Klimaschonendes und nachhaltiges Verhalten in die breite Anwendung bringen 201 5.1.3.1 Wünsche und Anforderungen der Bürger*innen in Bezug auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit systematisch erfragen (z. B. Panel-Befragungen) 201 5.1.3.2 Lebensmittelverschwendung in der Außer-Haus-Verpflegung reduzieren 203 5.2 Klimaschutz in Bildungseinrichtungen – Zielgruppe Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Lehrende 205 5.2.1 Erfahrungs- und prozessbasierte Ernährungs- und Umweltbildung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit 205 5.2.1.1 Schulische Nachhaltigkeitsbildung zu Ernährung, Konsum und klimaschonendem Verhalten 205 5.2.1.2 Aufbau eines Monitorings im Bildungsbereich: Ernährung, Energie und Mobilität 208 5.3 Klimaschutz in Kultur und Freizeit – Zielgruppe Kulturschaffende und Anbieter von Freizeiteinrichtungen als Multiplikatoren 210 5.3.1 Kulturschaffende und Anbieter von Freizeiteinrichtungen als Multiplikatoren für Klimaschutz und Nachhaltigkeit fördern 210 5.3.1.1 Leitlinien für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement 210 6 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen 214 6.1 Transformation als kommunale Managementaufgabe 214 6.1.1 Transformationsstrategie für ein klimaneutrales Köln 214 6.1.1.1 Entwicklung und Umsetzung der Transformationsstrategie 214 6.1.1.2 Kommunikation des Transformationsprozesses 216 6.1.1.3 Kommunikationsstrategie für Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickeln und umsetzen 218 6.1.2 Monitoring und Controlling mit Multiprojektmanagement im Klimaschutzprozess einrichten 220 6.1.2.1 Das Multiprojektmanagement verankern und vernetzen 220 6.1.2.2 Das digitale Monitoring und Controlling entwickeln, dauerhaft anwenden und begleiten 222

7 
  
6.1.2.3 Instrumente zur Steuerung des Klimaschutzprozesses implementieren und im Prozess anpassen 224 6.1.3 Querschnittsthemen der Klimaschutzarbeit in Köln verankern 227 6.1.3.1 Soziale Gerechtigkeit als zentrale Anforderung verankern – Grundlagenstudie „Armutsrisiko und Klimaschutz“ 227 6.1.3.2 Digitalisierung und Klimaschutz als Querschnittsthema integrieren 229 6.1.4 Integration des Ziels der Klimaneutralität in die Struktur des Konzerns Stadt Köln 231 6.1.4.1 Klimaschutz als Transformationsthema in der Organisationsstruktur verankern 231 6.2 Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung integriert betrachten 233 6.2.1 Nachhaltigkeitstransformation der Wirtschaft und Neuansiedlung klimaneutraler Unternehmen fördern 233 6.2.1.1 Inkubator Energie- und Klimaschutz: Angebote und Instrumente zur Förderung der Transformation bestehender Unternehmen und Neuansiedlung 233 6.2.1.2 Unterstützung des Handwerks: Imagekampagne und Weiterbildungsoffensive 236 6.2.2 Stadt-Regionen Beziehungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickeln 238 6.2.2.1 Klimaneutralitätsregion Köln: Kooperation zwischen Stadt und Region bei Umsetzung gemeinsamer Klimaneutralitätsstrategien 238 6.2.2.2 Netzwerk Regionale Vermarktung 240 6.2.3 Politische Einflussnahme für Klimaschutz und Nachhaltigkeit 242 6.2.3.1 „Think Tank“ Energiewende (bundespolitische Rahmenbedingungen beeinflussen) 242

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Inhalte des Aktivitätenportfolios  Wie bereits im Band 1 des Gutachtens erwähnt, werden die Aktivitätenempfehlungen im Rahmen des Aktivitätenportfolios als Steckbriefe beschrieben (vgl. Band 1 Kapitel 8.1). Die Steckbriefe wurden als Kurz- und Langfassungen ausgearbeitet. Anhand von Kriterien, wie bspw. quantitative und strukturelle Wirkung sowie Sichtbarkeit in der Stadtgesellschaft, wurden die Aktivitätenempfehlungen den zwei zuvor genannten Steckbriefformaten zugeordnet. Neben der allgemeinen Beschreibung der Aktivitäten-empfehlung umfassen die Steckbriefe die folgenden, bewertenden Kriterien: • Zeitaufwand • Sachkosten • THG-Einsparung Nachfolgend werden die drei Bewertungskriterien vorgestellt: Zeitaufwand Über dieses Kriterium wird der Zeitaufwand für die Umsetzung einer Aktivitätenempfehlung in Vollzeit-äquivalenten abgebildet. Diese Angaben beziehen sich dabei auf die von der Kernverwaltung Stadt Köln aufzubringende Arbeitszeit. Es wird dabei nicht berücksichtigt, ob dieser Zeitaufwand bspw. verteilt an mehreren Stellen der Verwaltung anfällt, durch neue Aufgabenverteilungen mit bestehenden Personal-kapazitäten gelöst werden kann oder welchen genauen Umfang einzelne neu zu schaffende Personal-stellen hätten. Die Gesamtarbeitszeit weiterer Akteur*innen (z.B. von weiteren genannten Akteuren), sofern deren Mitarbeit Voraussetzung für die Umsetzung der Aktivitätenempfehlung ist, wird hier nicht berücksichtigt. Eine Operationalisierung, im Sinne einer Übersetzung in Umsetzungsprozesse, Haushalts- und Stellen-planungen, kann und wird mit dem Gutachten noch nicht abgebildet. Dies muss durch die Stadtverwal-tung Köln bei einer Konkretisierung der Handlungsempfehlungen erfolgen und unter Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen in künftige Planungen für den Haushalt und Stellenplan übersetzt werden. Sachkosten Im Rahmen der Sachkosten werden die für die Umsetzung der Aktivitätenempfehlungen durch die Stadtverwaltung Köln aufzubringenden Kosten (investiv und konsumtiv) beziffert. Dazu zählen bei-spielsweise Kosten für Öffentlichkeitsarbeit, Gutachter sowie Investitionen. THG-Einsparung Für jede Aktivitätenempfehlung wird geprüft, ob eine Energieeinsparung, Effizienzsteigerung oder der Ersatz fossiler Energieträger zu quantifizieren ist, um darauf aufbauend die THG-Minderungspotenziale zu berechnen. Dies erfolgt nach heutigem Kenntnisstand und aktuell geltenden Rahmenbedingungen. Grundlage für die Quantifizierung bilden Ergebnisse aktueller Studien, Evaluationen sowie eigene Erfah-rungen. Die THG-Einsparungen werden in zwei Varianten quantifiziert. Zum einen wird die Minderung des jährlichen Emissionsniveaus bei vollständiger Umsetzung der Aktivitätenempfehlung angegeben. Zum anderen wird die kumulierte THG-Einsparung beziffert, welche eine zeitliche Komponente beinhal-tet.

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       1. Gebäude und Quartiere  werden klimaneutral

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1 Gebäude und Quartiere werden klimaneutral 1.1 Öffentliche Gebäude und Anlagen 1.1.1 Klimaneutraler Gebäudebestand Konzern Stadt Köln 1.1.1.1 Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zum klimaneutralen Gebäudebestand 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.1.1.1.  Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zum klimaneutra-len kommunalen Gebäudebestand Themenschwerpunkt Öffentliche Gebäude und Anlagen Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 Ziel und Strategie Die Strategie zielt auf die Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestandes perspektivisch für den gesamten Gebäudebestand im Konzern Stadt Köln (bspw. Verwaltungsgebäude, Schulen, Sportstät-ten, Feuerwehrgebäude oder Gebäude im Besitz der RheinEnergie AG) ab. Dabei müssen alle relevan-ten Aspekte im Hinblick auf die Bereiche Energieeffizienzsteigerung, Ausbau der erneuerbaren Ener-gien und Sanierung integriert betrachtet werden. Ausgangslage Bislang liegt dem Konzern Stadt Köln keine einheitliche Strategie vor, die thematisiert, inwiefern der kommunale Gebäudebestand klimaneutral entwickelt werden kann. Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln verfügt seit 2005 über Energieleitlinien, aktuell in der Fassung aus dem Jahr 2021, welche Vorga-ben für alle städtischen Neubau- und Sanierungsmaßnahmen enthalten. Diese sollen auch von allen Beteiligungsgesellschaften der Stadt Köln angewendet werden. Inwieweit dies tatsächlich geschieht, ist unklar. Beschreibung Kommunale Gebäude und Anlagen unterliegen dem direkten Einwirkungsbereich des Konzerns Stadt Köln hinsichtlich der Erreichung des eigens aufgestellten Klimaneutralitätsziels. Für einen sukzessiven und strukturieren Umbau des kommunalen Gebäudebestandes wird als Grundlage die Erarbeitung einer Strategie empfohlen, welche u.a. die Erstellung bzw. Aktualisierung von bestehenden, strategi-schen Leitlinien und einem Umsetzungsfahrplan – unter Berücksichtigung spezifischer Anforderungen (z.B. Denkmalschutz, Kritische Infrastruktur) – umfasst. Die bestehenden Energieleitlinien der Stadt Köln sind im Hinblick auf die angestrebte Klimaneutralität zu prüfen und ggf. anzupassen. Ein besonde-rer Fokus sollte dabei auf den Vorgaben zum Einsatz von erneuerbaren Energien im Hinblick auf Strom, Wärme und Kälte liegen. Die Energieleitlinien sind auf den gesamten Gebäudebestand des Konzerns Stadt Köln auszuweiten. Die derzeitige Anwendung ist zu prüfen und eine verpflichtende Umsetzung für alle Beteiligungsgesellschaften im Konzern verbindlich herzustellen. Im Rahmen des Umsetzungsfahrplans zur schrittweisen Erreichung der Klimaneutralität gilt es die strategische Vorge-hensweise (z. B. Komplettsanierung versus Bauteilsanierung), die Organisation (z. B. Umbau im Be-stand bei genutzten Bestandsgebäuden), den erforderlichen Ressourcenbedarf (Personal, Investitio-nen) und die Verantwortlichkeiten (Steuerung vor dem Hintergrund unterschiedlicher Zuständigkeiten) zu thematisieren. Zur besseren Durchsetzbarkeit bedarf es eines entsprechenden politischen Be-schlusses, auch z. B. im Hinblick auf höhere Investitionskosten bei guter Wirtschaftlichkeit über den Lebenszyklus.

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Innerhalb der Strategie sollte auch die energetische Sanierung von Denkmälern Berücksichtigung fin-den. Die Sanierung von Denkmälern stellt aufgrund der geltenden Denkmalschutzgesetze und -anforderungen sowie einzuholenden Genehmigungen bei baulichen Veränderungen eine anspruchsvol-le Aufgabe dar. In der Strategie zum klimaneutralen Gebäudebestand ist die Vereinbarkeit zwischen Denkmalschutz und den Klimaneutralitätszielen dienenden Maßnahmen konkret zu erörtern und ab-zuwägen, um auch für diese Gebäude entsprechende Sanierungen realisieren zu können. Schließlich stellen Denkmäler bspw. aufgrund oftmals unzureichender Fassaden- oder Dachdämmungen ein sehr hohes Potenzial für energetische Sanierungen dar. Im Hinblick auf die Installation von Photovoltaikan-lagen geht von den Denkmälern ebenfalls ein großes Potenzial aus. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Bestandsaufnahme der kommunalen Gebäude (Sanierungszustand, Energieträger, geplante Sanierungsmaßnahmen, Zuständigkeitsbereich etc.) und Priorisierung für den Umsetzungs-fahrplan 2. Prüfung und ggf. Anpassung der strategischen Energieleitlinien sowie Ausweitung auf den gesamten Konzern 3. Erarbeitung des Umsetzungsfahrplans 4. Politischer Beschluss 5. Umsetzung 6. Evaluierung und Monitoring der Umsetzung 7. Regelmäßige Prüfung und ggf. Anpassung der Anforderungen an sich ändernde Rahmenbe-dingungen (bspw. Gesetzgebungen) 
 Akteure  Zielgruppe  Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, Koor-dinationsstelle Klimaschutz, Amt für Liegenschaften Vermessung und Katas-ter, Amt für Wohnungswesen, Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege, Bauverwaltungsamt, Bauaufsichtsamt, Dezernat OB, RheinEnergie AG, Stadt-entwässerungsbetriebe Köln, Berufs-feuerwehr, Amt für Feuerschutz, Ret-tungsdienst und Bevölkerungsschutz, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, Bühnen der Stadt Köln, Kulturamt, Sportamt, Kämmerei, Amt für Soziales, Arbeit und Senioren, Stabsstelle für Beteiligungssteuerung und öffentliches Finanz- und Unternehmensrecht, AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln 
 Konzern Stadt Köln (Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, RheinEnergie AG, Stadt-entwässerungsbetriebe Köln etc.) 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  5 Vollzeitäquivalente   Bis 2035 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   300.000€ externe Unterstützung bei Strategieentwicklung Investive Mittel nicht quantifizierbar  Haushaltsmittel

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THG-Einsparungen    Annahme: Reduktion Strom- und Wärmeverbrauch kommunale Gebäude nach Klimaschutz-planer um 65%  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 52.800 t/a CO2eq   Kumulierte THG-Einsparung (t):  216.300 t CO2eq (unter Beachtung Ver-änderungen Emissionsfaktoren über Laufzeit) 
 
Erfolgsindikatoren/Meilensteine  
Weitere Wirkung  Strategie wurde beschlossen und wird umgesetzt, Entwicklung der Energie- und THG-Emissionen  Ökonomie: ggf. regionale Wertschöpfung durch Umsetzung von Aktivitäten durch regionale Unternehmen Ökologie: bei Umsetzung Reduktion Luft-schadstoffe, Ressourcenschonung bei Bau-stoffauswahl Soziales: Energiesicherheit und bezahl-barer Wohnraum 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlung: 1.1.1.2 Sonder-initiative zu nachhaltigem und energieef-fizientem Bauen  Fachkräftemangel 
 
Breitenwirksamkeit  
sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Strategie adressiert den gesamten Gebäudebestand des Konzerns Stadt Köln und bildet damit die strukturelle Grundlage für den Neubau bzw. die Sanierung für alle Gebäude des Kon-zerns Stadt Köln. 
 -

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1.1.1.2 Sonderinitiative zu nachhaltigem und energieeffizientem Bauen 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.1.1.2.  Sonderinitiative zu nachhaltigem und energieeffizientem Bauen Themenschwerpunkt Öffentliche Gebäude und Anlagen Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Das Themenfeld der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz soll insbesondere in der Modernisierung öf-fentlicher, kommunaler Gebäude und Anlagen des Konzerns Stadt Köln, aber auch im Neubau stärker verankert werden. Durch die Sonderinitiative zu nachhaltigem und energieeffizientem Bauen sollen bestehende kommunale Gebäude klimaneutral entwickelt und Neubauten entsprechend realisiert werden.  Ausgangslage Im Zuständigkeitsbereich der von der Gebäudewirtschaft unterhaltenen Gebäude (einschl. Kulturbau-ten) werden seit mehr als 15 Jahren erfolgreich Maßnahmen zur Reduktion des Strom- und Wärme-verbrauchs umgesetzt. Dies soll jetzt thematisch durch nachhaltiges und klimaangepasstes Bauen bei neuen Gebäuden erweitert sowie auch bei den Beteiligungsgesellschaften umfassend umgesetzt werden. Beschreibung Die Sonderinitiative zu nachhaltigem und energieeffizientem Bauen richtet sich in erster Linie an be-stehende öffentliche Gebäude und Anlagen des Konzerns Stadt Köln. Aus der Umsetzung der Strate-gie zum klimaneutralen Gebäudebestand (s. Aktivitätenempfehlung 1.1.1.1.) ergeben sich unterschied-liche fachliche Herausforderungen, denen im Rahmen der Sonderinitiative begegnet werden soll. Die Fokusinitiativen setzen als Kernelemente der Sonderinitiative dabei jeweils thematische Schwerpunkte als Ergänzung bzw. Vertiefung der unterschiedlichen Leitlinien. Darüber hinaus zeichnen sich die Fo-kusinitiativen durch eine zeitliche Begrenzung bei der Identifizierung und Umsetzung von Projekten sowie durch eine separate Finanzierung aus. Themen für Fokusinitiativen können sein:  • Fokusinitiative „Ganzheitliche Sanierungen vor Bauteiloptimierung weiter etablieren“ • Fokusinitiative „Nachhaltiges und klimaangepasstes Bauen bei neuen Gebäuden erproben“  • Fokusinitiative „THG-Einsparpotenziale bei Sonderanwendungen erschließen“, z. B. durch Mi-nimierung des Stromverbrauchs, ganzheitliche Sanierungen vor Bauteiloptimierung etablieren (Stadtentwässerung, öffentliche Beleuchtung, Verkehrsleittechnik etc.)  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Identifizierung und Priorisierung möglicher Fokusinitiativen 2. Inhaltliche Planung einzelner Initiativen und schrittweise Umsetzung 3. Monitoring/Controlling der Effekte der Initiativen 4. ggf. Anpassung der Fokusinitiativen 
 Akteure  Zielgruppe  Konzern Stadt Köln (Beteiligungsgesell-schaften wie RheinEnergie AG, Stadt-entwässerungsbetriebe Köln, Gebäude-wirtschaft der Stadt Köln etc.) 
 Konzern Stadt Köln (Beteiligungsgesell-schaften wie RheinEnergie AG, Stadt-entwässerungsbetriebe Köln etc. Ge-bäudewirtschaft der Stadt Köln)

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Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  in Zeitaufwand von 1.1.1.1 enthalten  bis 2030 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   Investive Mittel nicht quantifizierbar  Haushaltsmittel

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1.1.1.3 Fortführung LED Austauschprogramm Straßenbeleuchtung 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.1.1.3.  Fortführung LED-Austauschprogramm Straßenbeleuchtung Themenschwerpunkt Öffentliche Gebäude und Anlagen Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Durch die Fortführung des LED-Austauschprogramms soll der Energieverbrauch der öffentlichen Be-leuchtung reduziert werden. Ausgangslage Die Stadtverwaltung Köln hat in Kooperation mit der RheinEnergie AG ein LED-Austauschprogramm für die öffentliche Beleuchtung aufgelegt und rüstet bereits die Leuchten auf LED-Technik um. Im Jahr 2021 lag der Anteil der LED-Leuchten bei ca. 20 %. Beschreibung Die Umstellung der öffentlichen Straßenbeleuchtung auf LED sollte im Zuge des LED-Austauschprogrammes weiter vorangetrieben werden. Neben der Energie- sowie Energiekostenein-sparung ermöglicht der Einsatz von LED-Technik eine intelligente Steuerung. Dazu zählt bspw. die Nutzung von unterschiedlichen Dimmstufen (z. B. zweifaches Dimmen (1. Dimmung um 23.00 Uhr auf 70 % und 2. Dimmung um 1 Uhr, teilweise Nachtabschaltungen um 24 Uhr) sowie die teilweise Nach-tabschaltung. Um den gesamten Bestand der öffentlichen Beleuchtung bis 2035 auf LED umzustellen, gilt es die jährliche Austauschquote deutlich auf ca. 5.000 Leuchten pro Jahr zu erhöhen, um weitere 60.000 Leuchten (ohne Tunnelbeleuchtung) umzurüsten.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Fortführung und Intensivierung des LED-Austauschprogramms 
 Akteure  
Zielgruppe  Amt für Verkehrsmanagement, Rhein-Energie AG  Stadt Köln 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  k.A.  Bis 2035 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   78.000.000 € (6.500.000 € pro 5.000 Leuchten  Haushaltsmittel

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1.1.2 Klimaneutraler sonstiger öffentlicher Gebäudebestand 1.1.2.1 Klimaneutralitätspartnerschaft mit Trägern anderer öffentlicher nicht-städtischer Gebäude 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.1.2.1. Klimaneutralitätspartnerschaft mit Trägern anderer öffentlicher nicht-städtischer Gebäude Themenschwerpunkt Öffentliche Gebäude und Anlagen Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Mithilfe einer Klimaneutralitätspartnerschaft sollen die Träger*innen anderer öffentlicher nicht-städtischer Gebäude, wie das Land NRW oder Vereine, auf dem Weg der Stadt Köln zur Klimaneutrali-tät mit eingebunden werden. Die Stadt Köln agiert dabei im Sinne der Vorbildwirkung. Beschreibung Die öffentlichen nicht-städtischen Gebäude liegen nicht im direkten Einflussbereich der Stadt Köln. Daher wird die Bildung einer Klimaneutralitätspartnerschaft mit diesen Träger*innen empfohlen. Zent-rales Element dieser ist die Partnerschaftsvereinbarung, welche u.a. eine gemeinsame Zielsetzung enthält. Darüber hinaus kann die Vereinbarung bspw. Inhalte zu einem fachlichen Erfahrungsaus-tausch, Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten oder einem öffentlichen Monitoring enthalten. Die Partnerschaftsvereinbarungen gilt es gemeinsam zu konzipieren und an sich ändernde Rahmenbedingungen anzupassen. Über die umgesetzten Klimaschutzprojekte sollte öffentlichkeits-wirksam berichtet werden. Auf diese Weise soll die Stadtgesellschaft zum einen auf die Aktivitäten seitens der öffentlichen Träger*innen aufmerksam gemacht und zum anderen zum Nachahmen ani-miert werden.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Auflistung und Priorisierung der öffentlichen nicht-städtischen Gebäude  2. Gezielte Ansprache von Träger*innen anderer öffentlicher nicht-städtischer Gebäude 3. Gemeinsame Entwicklung einer Partnerschaftsvereinbarung 4. Kontinuierliche Unterstützung 5. Ggf. weitere Ansprache von Träger*innen 6. Evaluation und Monitoring 
 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz  Träger*innen öffentlicher nicht-städtischer Gebäude, Gebäudewirt-schaft der Stadt Köln 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente  langfristig etablieren 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   Nicht quantifizierbar  Haushaltsmittel

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1.2 Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung und Stadtplanung 1.2.1 Stadtentwicklung und Stadtplanung klimaneutral gestalten 1.2.1.1 Fortschreibung von Klimaschutz-Leitlinien 
 Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.2.1.1. Fortschreibung der Klimaschutz-Leitlinien Themenschwerpunkt Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung und Stadtplanung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Ziel der Klimaschutz-Leitlinien ist es, dass der Klimaschutz frühzeitig in den verschiedenen Verfahren der Umsetzung nicht-städtischer Bauvorhaben in Köln berücksichtigt wird. Neben der Reduzierung der CO2-Emissionen im baulichen Bereich sollen die Leitlinien auch einen Mehrwert in der internen Ab-stimmung zwischen den Dienststellen schaffen. Ziel ist eine Standardisierung der verschiedenen An-forderungen in den Verfahren zu erreichen, die den Klimaschutz betreffen. Ausgangslage Die „Kölner Leitlinien zum Klimaschutz in der Umsetzung nicht-städtischer Neubauvorhaben“ wurden am 17. März 2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Beschreibung Vor dem Hintergrund der angestrebten Klimaneutralität nimmt die energieeffiziente Planung und an-schließende Umsetzung von Neubau- und Modernisierungsvorhaben eine immer wichtiger werdende Rolle ein. Die Leitlinien folgen einem modularen Ansatz. Das Stufenmodell sieht neben der Prüfung und ggf. Modifizierung der Anforderungen und Empfehlungen aus diesem ersten Modul auf Basis der gesammelten Praxiserfahrungen perspektivisch auch eine Erweiterung inhaltlicher Art vor. Jeder in sich inhaltlich abgeschlossener Baustein der Leinlinien, wie bspw. das Thema nicht-städtische Neu-bauvorhaben“, ist zu verabschieden und konsequent anzuwenden. Bedingt durch den modularen Ansatz handelt es sich bei den Klimaschutz-Leitlinien um ein „lebendi-ges“ Dokument, dessen Inhalte laufend an die geltenden Regelungen anzupassen und zu optimieren sind. Ergänzend dazu sind weitere Inhalte in die Klimaschutzleitlinien zu integrieren, wie bspw. Bauen im Bestand und Sanierung, Kreislaufwirtschaft bzw. das Thema ressourcenschonende Baustoffe und deren indirekte Treibhausgasemissionen, Mobilität sowie ggf. die Klimafolgenanpassung, wobei das Umweltamt hierzu bereits eine eigenständige Leitlinie erarbeitet. Am Ende des Prozesses ist in Ab-stimmung mit dem Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege zu erörtern, inwieweit die getroffenen Regelungen im sensiblen denkmalgeschützten Baubestand umgesetzt werden können. Auch wenn dieser nur ca. 2 % des Gesamtbestandes ausmacht, ist die Entwicklung einer eigenständigen Leitlinie wünschenswert. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Umsetzung der Leitlinie für nicht-städtische Neubauvorhaben und Fortschreibung 2. Ermittlung und Priorisierung weiterer Leitlinienbestandteile 3. Austausch mit anderen Kommunen  4. Austausch mit konzerninternen Akteur*innen 5. Erarbeitung und Abstimmung der weiteren Leitlinienbestandteile

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6. Beschlussfassung 7. Anwendung und Fortschreibung  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stadtpla-nungsamt, Amt für Verkehrsmanagement, Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung, Wohnungsbauleitstelle, Amt für Liegen-schaften Vermessung und Kataster, Amt für Wohnungswesen, Bauverwaltungsamt, Bauaufsichtsamt, Köln Business, Stabstelle Wirtschaftsförderung, Dezernat OB, Woh-nungsbauforum, RheinEnergie AG, Stadt-entwässerungsbetriebe Köln, Haus und Grund, IHK und HWK 
 Bauherr*innen und Inverstor*innen, exter-ne Projektentwickler*innen, Gebäudeeigen-tümer*innen etc. 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  Kontinuierlicher Prüfaufwand in Abhängig-keit von Anzahl und Umfang der Verfahren, interner Koordinationsaufwand: 20-30 Ar-beitstage plus Überarbeitung der Leitlinien: insgesamt 0,5 Vollzeitäquivalente 
 2023 - 2030 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Kosten für die externe Beauftragung der Überarbeitung der Leitlinien: bis ca. 30.000€   Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Keine unmittelbare THG-Minderung durch die Erstellung einer Leitlinie, aber Basis für die Umsetzung von energiesparenden Maßnahmen. Diese sind jedoch nicht pauschal quantifi-zierbar.  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): -  Kumulierte THG-Einsparung (t):  -  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Erarbeitung weiterer Leitlinien, politischer Beschluss der Leitlinien; Anwendung der Leitlinien: Anzahl geprüfter Verfahren  Ökonomie: Verbesserung der regionalen Wertschöpfung  Ökologie: Minderung von Luftschadstoffen Soziales: Verbesserung der Lebensqualität und Gesundheit der Bewohner*innen  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlungen der Maßnahmen 1.2, 1.3, 1.4 sowie die Aktivitätenempfeh-lung 2.3.1.1 Unterstützung der Transforma-tion der Wärmeversorgung 
 Akzeptanz der Bürgerschaft, politische Diskussion

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 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Leitlinien bilden die wesentliche struk-turelle Grundlage für Bautätigkeiten (Sanie-rung und Neubau) auf dem Weg zur Kli-maneutralität. 
 Da das erste Modul der Leitlinien bereits beschlossen wurde, kann dieses bereits angewendet werden. Mit den weiteren Modulen kann begonnen werden.

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1.2.1.2 Sanierungsquote erhöhen durch Integrierte Quartierslösungen im Bestand 
 Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.2.1.2. Sanierungsquote erhöhen durch Integrierte Quartierslösungen im Bestand Themenschwerpunkt Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung und Stadtplanung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Auch diese Aktivitätenempfehlung zielt auf die Steigerung der energetischen Sanierungsquote zur Reduzierung des Wärmebedarfs sowie die Ermittlung und Hebung von Stromeinsparpotenzialen. Dar-über hinaus soll mithilfe weiterer Aktivitäten in den Bereichen (Klimawandel, Mobilität, Digitalisierung und Gesundheit) die Lebensqualität im Quartier gesteigert werden. Ausgangslage Der Kölner Wohngebäudebestand bietet ein sehr hohes energetisches Sanierungspotenzial. Die jährli-che Sanierungsquote ist hingegen gering und insbesondere im Hinblick auf die Klimaschutzziele der Stadt Köln nicht ausreichend. Die Stadt Köln fördert energetische Sanierungen im Rahmen des För-derprogramms Gebäudesanierung und Erneuerbare Energien – Klimafreundliches Wohnen. Informati-onen zum Thema Sanierung etc. sind auf der Homepage der Stadt zu finden. Vor dem Hintergrund begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen seitens der Stadtverwaltung bietet sich der Quar-tiersansatz für die Steigerung der Sanierungsquote an. Beschreibung Das Einsparpotenzial variiert teilweise deutlich zwischen unterschiedlichen Gebäudetypen. Die Erfah-rung zeigt, dass insbesondere in großen Städten die konzentrierte Analyse zur Aufdeckung von Poten-zialen und eine im Anschluss zielgruppengerechte und räumlich begrenzte Ansprache der Eigentü-mer*innen erfolgversprechender ist als eine gesamtstädtische Sanierungskampagne.  Der Fokus sollte zunächst auf Quartieren liegen, welche einen hohen energetischen Sanierungsbedarf aufweisen. Auf die finanziellen Ressourcen der Gebäudeeigentümer*innen sollte bei der Auswahl ebenfalls geachtet werden. Neben den Themen Energieeinsparung und -versorgung sollten zusätzlich die Themen nachhaltiges Bauen, Digitalisierung, Mobilität und Gesundheit behandelt werden. Diese Aspekte werden bspw. in integrierten Quartierskonzepten betrachtet, welche u.a. von der KfW geför-dert und von der Stadt bzw. dem Energieversorger beantragt werden können. Ergänzend dazu wird ein Austausch mit anderen Kommunen empfohlen.  Dabei kann man in Köln auf erfolgreiche Erfahrungen mit dem Projekt GrowSmarter (Stegerwaldsied-lung) aufbauen und Erfahrungen aus diesem Prozess in weitere Quartiere übertragen. Zur Umsetzung des Konzeptes bietet die KfW ebenfalls eine Förderung eines Sanierungsmanagements, um nach Möglichkeit mit weiteren Akteur*innen und deren Beratungsangeboten Sanierungsprojekte und Ein-sparmaßnahmen zu initiieren. Diese verstärkt auf die Zielgruppe der privaten Hauseigentümer*innen und Vermieter*innen abzielenden Quartiersprojekte ergänzen damit die Entwicklung von Quartierspro-jekten für Bauträger*innen und Projektierer. Es wird empfohlen, neben bauaufsichtlichen u. a. auch denkmalpflegerische Belange in die Konzepti-onen zu integrieren (s. Aktivitätenempfehlung 1.2.2.1).  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Abstimmung der Akteur*innen über grundlegendes Vorgehen  2. Ermittlung von geeigneten Quartieren durch Auswertung städtischer Statistiken (Alter, Ein-

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kommen etc.)  3. 2023 bis 2026 jeweils Erarbeitung von 3 Quartierskonzepten pro Jahr 4. Im Anschluss je Quartierskonzept Durchführung Sanierungsmanagement über 5 Jahre  Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln – Koordinationsstelle Klima-schutz, Amt für Stadtentwicklung und Sta-tistik, Amt für Straßen und Verkehrsent-wicklung, Amt für Verkehrsmanagement, Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster, Amt für Wohnungswesen, Rhein-Energie AG, Stadtentwässerungsbetriebe Köln, KVB, Wohnungsbauforum, Verbrau-cherzentrale 
 Bürger*innen, Unternehmen im Quar-tier 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  Koordination Konzepterstellung durch Stadt: 0,5 Vollzeitäquivalente für je 3 Konzepter-stellungen pro Jahr Koordination Sanierungsmanagement: 0,5 Vollzeitäquivalente für je 3 Sanierungsma-nagements pro Jahr 1 Sanierungsmanager über 5 Jahre zur Umsetzung pro Konzept Insgesamt durchschnittlich 8 Vollzeitäquiva-lente pro Jahr 
 2023 bis 2031 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Kosten für Grundlagenkonzept: ca. 50.000 – 90.000 €, angesetzt werden 75.000 pro Konzept. 12 Konzepte in 2023 bis 2026: 900.000 € gesamt 
 Haushaltsmittel sowie Förderung KfW-Programm 432 (Förderung für Konzept so-wie für Sanierungsmanagement) 
 THG-Einsparungen    Annahme: Jeder Sanierungsmanager stößt pro Jahr 200 Sanierungen zu je 76 qm an (Senkung um rd. 40 kWh/qm)  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Ca. 78.400 Tonnen CO2eq/a (vorläufige Berechnung) 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  313.400 Tonnen CO2eq (unter Berück-sichtigung sich verändernder Emissions-faktoren)

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 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anzahl initiierter energetischer Sanierungen differenziert nach Umfang; Endenergie- und THG-Minderung   
 Ökonomie: sinkende Energieverbräuche stärken die Kaufkraft der Haushalte und Unternehmen und damit die regionale Wertschöpfung; ggf. Aufträge für regionale Unternehmen Ökologie: Ressourcenschonung bei der Baustoffauswahl, Reduktion lokaler Luft-schadstoffe Soziales: Integrierte Quartiersentwicklung als Basis für die Entwicklung eines lebens-werten gesunden Stadtteils  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Gute Umsetzbarkeit durch Kooperations-möglichkeiten mit unterschiedlichen Ak-teur*innen,  Aktivitätenempfehlungen: 1.3.1.2. Förder-programm für die energetische Sanierung privater Wohngebäude, 1.3.1.1. Köln Paket für die klimafreundliche Bestandssanierung, 1.3.1.5. Sonderinitiative Nachhaltiges Bau-en in der energetischen Gebäudemoderni-sierung, 2.3.3.2. Kampagnen zum Ersatz fossiler Heizungen, 1.3.1.2. Förderpro-gramm für die energetische Sanierung privater Wohngebäude 
 - 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Der Anzahl der Quartierskonzepte kann weiter nach oben skaliert werden.  -

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1.2.1.3 Fachliche Begleitung von Großprojekten 
 Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.2.1.3. Fachliche Begleitung von Großprojekten Themenschwerpunkt Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung und Stadtplanung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Im Hinblick auf die Klimaneutralität bieten Großprojekte ein enormes Potenzial und gleichzeitig geht von diesen, bedingt durch ihre Außenwirkung, ein großes Handlungserfordernis im Sinne der Vorbild-wirkung aus. Durch eine fachliche Begleitung des gesamten Planungsprozesses soll die Einhaltung der Zielsetzung Klimaneutralität im Rahmen der Projekte sichergestellt werden.  Ausgangslage In der Stadt Köln befinden sich derzeit einige Großprojekte in der Planung. Dazu zählen beispielsweise die Entwicklungsprojekte Deutzer Hafen, Kreuzfeld, Parkstadt Süd, Mülheimer Süden und Rondorf NW. Die Planungen für diese Projekte befinden sich zum Teil in einem Stadium, indem noch Einfluss auf die Planung genommen werden kann. Beschreibung Bei der Entwicklung der Großprojekte muss die Stadt Köln ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und das Ziel der Klimaneutralität anstreben. Insbesondere diese Projekte entfalten eine große Außenwir-kung. Neubauprojekte bieten die Möglichkeit, die klimaschutzrelevanten Aspekte, wie bspw. eine energieeffiziente Bauweise sowie die Energieversorgung, bereits frühzeitig und umfassend im Pla-nungsprozess zu berücksichtigen. Im Bereich der Energieversorgung bieten sich bspw. Quartierslö-sungen mit erneuerbaren Energien an.  Das Ziel der Klimaneutralität umfasst jedoch nicht ausschließlich die Gebäude und die damit verbun-denen direkten Emissionen. Insbesondere die Themenfelder der ressourcenschonenden Baustoff-auswahl und der damit verbundenen „indirekten“ Treibhausgasemissionen sowie der Mobilität bzw. Erreichbarkeit gilt es darüber hinaus in Ergänzung zu den „Leitlinien zum Klimaschutz in der Umset-zung nicht-städtischer Neubauvorhaben in Köln“ genauer zu beachten.  Im Fokus der Aktivitätenempfehlung steht jedoch die fachliche Begleitung des Planungsprozesses durch ein Begleitinstitut. Dies soll dazu beitragen, den Themen Klimaneutralität und Nachhaltigkeit einen angemessenen Stellenwert in der Planung einzuräumen. Auf diese Weise soll zudem die best-mögliche Lösung für das Großprojekt gefunden werden. Darüber hinaus kann das Begleitinstitut ver-stärkt die Klimaschutz-Leitlinien (s. Aktivitätenempfehlung 1.2.1.1.) berücksichtigen und zu dessen Einhaltung beitragen. Neben der fachlichen Begleitung bildet die Überprüfung der bereits erfolgten Planung einen elementa-ren Bestandteil, um diese auf ihre Konformität mit dem Ziel der Klimaneutralität zu überprüfen und im Zweifel frühzeitig gegensteuern zu können. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Kontaktaufnahme mit den relevanten Akteur*innen der Großprojekte 2. Überprüfung der bisherigen Planung 3. Begleitung des Planungsprozesses 4. Evaluierung und ggf. Fortschreibung der Leitlinien

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 Akteure  Zielgruppe  z. B. Koordinationsstelle Klimaschutz, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stadt-planungsamt, Amt für Liegenschaften, Wohnungsbauleitstelle, Vermessung und Kataster und andere Dienststellen aus an-deren Dezernaten. Begleitinstitut, externe Projektentwickler, RheinEnergie AG 
 Entwicklungsgesellschaften, externe Projektentwickler*innen 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  Annahme: Begleitung von 5 Projekten pro Jahr: 0,5 Vollzeitäquivalente  2023 bis 2030 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Begleitinstitut: 20.000 € pro Projekt, 100.000 € pro Jahr, insgesamt 800.000 €  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): -  Kumulierte THG-Einsparung (t):  -  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anzahl der begleiteten Großprojekte, ein-gesparte THG-Emissionen gegenüber her-kömmlichen Planungen  
 - 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlungen: 1.2.1.1. Erarbei-tung von Klimaschutz-Leitlinien, 1.2.1.4. Erprobung flächenschonender ökologischer und energieeffizienter Wohnmodelle, 2.3.1.1.Unterstützung der Transformation der Wärmeversorgung, Maßnahme 2.3.1 
 Interessen der Projektentwickler*innen 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Begleitung ist für alle Großprojekte möglich und bildet eine wichtige Grundlage für die Erreichung der Klimaneutralitätszie-le. 
 -

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1.2.1.4 Erprobung flächenschonender ökologischer und energieeffizienter Wohnmodelle 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.2.1.4.  Erprobung flächenschonender ökologischer und energieeffizi-enter Wohnmodelle Themenschwerpunkt Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung und Stadtplanung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Ziel ist die Erprobung von alternativen Wohnmodellen, die flächenschonend und gleichzeitig ökolo-gisch sowie energieeffizient sind. Besonders über die Energieeffizienz können diese Wohnmodelle einen Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralitätsziele leisten.  Ausgangslage In der Stadt Köln findet das Thema neuer Wohnmodelle in Form des Mehrgenerationenwohnens An-klang, das auf gemeinschaftliche Wohnformen abzielt, die insbesondere kommunikative Strukturen und Lebensqualitäten fokussieren. In diesem Rahmen gibt es das Förderprogramm „Mehrgeneratio-nenwohnen“ und es sind bereits einige Wohnprojekte umgesetzt worden, unter denen sich auch Pilotprojekte befinden. Die in dieser Aktivitätenempfehlung angesprochenen alternativen Wohnmodel-le fokussieren sich jedoch stärker auf die Flächenschonung und Energieeffizienz. Diese Form wird mit den Wohnprojekten zurzeit nicht abgedeckt. Diese Themen wurden jedoch im Projekt „OptiWohn“ (https://www.wohnen-optimieren.de) thematisiert, welches im Jahr 2021 u.a. in der Stadt Köln gestar-tet ist. Beschreibung In der Stadt Köln wird bereits Innenentwicklung betrieben, indem gezielt Baulücken geschlossen und Aufstockungen unterstützt werden, was auch zukünftig fortgeführt werden soll. Als dynamisch wachsende Großstadt wird die Stadt Köln auch weiterhin einem hohen Nutzungsdruck auf geeignete Neubauflächen ausgesetzt. Ziel muss es folglich sein, Flächen nachhaltig und umwelt-schonend, ökonomisch effizient und sozial gerecht zu nutzen. Hohe energetische und nachhaltige Standards bilden dabei eine wesentliche Grundlage. Darüber hinaus ist es notwendig, flächenscho-nende Wohnmodelle bei gleichbleibender Wohnqualität zu entwickeln, welche den Flächenverbrauch pro Kopf reduzieren und den Trend zu mehr Wohnfläche langfristig umkehren. Auf diese Weise soll der Nutzungsdruck und der Energieverbrauch im Neubau gleichzeitig reduziert werden. Konkret be-deutet dies, dass die Themen Suffizienz und Flächeneffizienz aufzugreifen sind. Flächennutzungen sind zu optimieren, der Neubaudruck zu minimieren und die Wohnfläche zu reduzieren. Daher wird die Erprobung von alternativen Wohnmodellen empfohlen, welche bspw. mithilfe von gemeinschaftlich genutzten Räumen, wie Küchen, die Wohnfläche reduzieren.  Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels gilt es, auch das Thema der altersgerechten Nutzungsflexibilität von Infrastrukturen in den Modellen zu berücksichtigen. Dafür bieten sich bspw. Wohnmodelle in Form des Mehrgenerationenwohnens an.  Langsam wachsende, bundesweite Trends zu gemeinschaftlichen Wohnformen kommen diesen An-sätzen mittelfristig entgegen. Darüber hinaus wurden im Zuge dessen bereits diverse Wohnmodelle entwickelt und erprobt. Um die Wahrnehmung in der Stadtgesellschaft zu erhöhen, sollte ein entspre-chendes Pilotprojekt in Köln umgesetzt werden. Dafür sollten im Vorfeld Best Practice-Beispiele un-tersucht und besichtigt werden. Ein solches Pilotprojekt könnte im Zuge eines der fachlich begleiteten Großprojekte realisiert werden.

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Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Identifizierung und Analyse von Best Practice-Beispielen 2. Festsetzung von Qualitätsmerkmalen zukünftigen Wohnens 3. Konzipierung von Wohnmodellen  4. Erprobung eines Wohnmodells als Pilotprojekt 5. Evaluation und ggf. Anpassung des Konzeptes 6. Langfristige Umsetzung der Wohnmodelle 
 Akteure  Zielgruppe  z. B. Koordinationsstelle Klimaschutz, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Amt für Wohnungswesen, Amt für Soziales, Arbeit und Senioren sowie andere Dienststellen aus anderen Dezernaten.   
 Bevölkerung, Wohnungswirtschaft 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  Annahme: Begleitung von einem Pilotpro-jekt pro Jahr: 0,5 Vollzeitäquivalente  Bis 2030 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   20.000 € externe Beratung pro Jahr, insgesamt 160.000 €  Haushaltsmittel 
 
THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): -  Kumulierte THG-Einsparung (t):  - 
 
Erfolgsindikatoren/Meilensteine  
Weitere Wirkung  Alternative Wohnmodelle wurden konzi-piert, Pilotprojekte wurden identifiziert und durchgeführt, Resonanz und Einspa-rungen 
 Soziales: Förderung gemeinschaftlicher Wohnformen 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   -  Akzeptanz der Bürgerschaft, Fachkräfte-mangel 
 
Breitenwirksamkeit  
sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Erfolgreiche Pilotprojekte können auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet und somit multipliziert werden.  -

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1.2.1.5 Nachverdichtung klimaneutral gestalten  
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.2.1.5.  Nachverdichtung klimaneutral gestalten Themenschwerpunkt Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung und Stadtplanung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Innenentwicklung ist flächensparsamer, beispielsweise dann, wenn diese als Nachverdichtung in Form von Dachgeschoss-Aufstockungen geschieht. Über die Realisierung dieser Aufstockungen oder Baulückenschließungen bspw. in nachhaltiger Holzbauweise, können Ressourcen und Flächen effizi-enter genutzt werden.  Ausgangslage In der Stadt Köln wird bereits Innenentwicklung betrieben, maßgeblich über die großen Transforma-tionsflächen der Stadt (z. B. Mülheimer Süden, Parkstadt Süd, Deutzer Hafen), aber auch indem gezielt Baulücken geschlossen werden. Das Baulückenprogramm existiert bereits seit 1990 und wurde 2018 angepasst. Mit dem Programm werden Baulücken und größere Mindernutzungen identifiziert und den Gebäude-/ Grundstückseigentümer*innen eine Beratung angeboten. Kleinere Dachgeschoss-Aufstockungen werden aktuell nicht im Kontext der Baulückenberatung betreut.  Beschreibung Die Stadt Köln intensiviert die Innenentwicklung. Neben der weiteren Nachverdichtung der Stadt über größere Transformations- bzw. Konversionsflächen werden dabei auch kleinteilige Innenentwicklungs-potenziale, wie die Nachverdichtung von bestehenden Gebäuden in Form von Dachgeschoss-Aufstockungen in die Betrachtung genommen. Nachverdichtungen bieten Potenziale für Ressourcen- und Flächeneffizienz, wenn bei den zusätzlichen Geschossen energetische Verbesserungen und Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden. Im Sinne des nachhaltigen Bauens sollte der Schwer-punkt auf einer Dachgeschoss-Aufstockung in Holzbauweise liegen. Die Umsetzung könnte in Anbindung an die bestehende Beratung im Kontext der Baulückenberatung in Zusammenarbeit mit der Bauaufsicht oder bei der Bauaufsichtsberatung angebunden werden. Zu-dem wird ein kommunales Zuschussprogramm, ggf. in Ergänzung zu bestehenden KfW-Förderprogrammen, entwickelt und aufgesetzt. Dieses verfolgt das Ziel, jährlich zwischen 10 bis 20 Dachaufstockungen zu unterstützten. Für das Zuschussprogramm werden Richtlinien aufgestellt, wel-che neben Aspekten der baulichen Qualitäten (Energieeffizienz, Bauweise) auch Aspekte der Sozial-verträglichkeit (Schaffung preiswerter Wohnraum) beinhalten. Im Rahmen der Maßnahme sollen zudem die Stadtteile mit besonders guten Ausgangsbedingung für einen Nachverdichtung durch Dachgeschossaufstockungen identifiziert werden. Bei der allgemeinen Identifikation von Nachverdichtungsmöglichkeiten sind stadtplanerische Aspekte, wie etwa das fest-gesetzte Maß der baulichen Nutzung, zu berücksichtigen. Darüber hinaus sollte die energetische Mo-dernisierung der aufzustockenden Gebäude Bestandteil des Beratungsangebotes sein, um so die energetische Modernisierung und die nachhaltige Schaffung von Wohnraum integriert zu betrachten. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Identifikation von Stadtteilen  2. Konzipierung eines Dachgeschoss-Zuschussprogramms (ggf. in Ergänzung zu KfW-Förderprogrammen) inkl. Beratungsangebot für die Gebäudeeigentümer*innen 3. Durchführung des Dachgeschoss-Programmes 4. Evaluierung und ggf. Anpassung

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 Akteure  Zielgruppe  Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Bauaufsichtsamt, Stadtplanungsamt, , Umwelt- und Verbraucherschutzamt  Privateigentümer*innen 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  2 Vollzeitäquivalente   Bis 2030 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   300.000 € pro Jahr  (Zuschüsse für circa 10 – 20 Dachge-schossaufstockungen, Annahme 20% Zuschuss) 
 Haushaltsmittel

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1.2.1.6 Energetische Ertüchtigung des denkmalgeschützten Gebäudebestands 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.2.1.6.  Energetische Ertüchtigung des denkmalgeschützten Gebäude-bestands Themenschwerpunkt Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Die Aktivitätenempfehlung zielt auf die Förderung der energetischen Sanierung von Denkmälern ab. Durch die zusammengeführte Betrachtung der Belange Klimaschutz und Denkmalpflege sollen Poten-tiale genutzt und zielorientierte Lösungsansätze zur denkmalgerechten Gebäudeertüchtigung entwi-ckelt werden. Schließlich gilt es, durch angepasste Konzeptentwicklung Konflikte zu vermeiden. Ausgangslage Die in der Denkmalliste der Stadt Köln geführten Gebäude umfassen ca. 1,5-2% des städtischen Ge-bäudebestandes. Diese Liste wird auf Grundlage objektiv-wissenschaftlicher Verfahren entwickelt und fortgeschrieben. Die Verpflichtung zum Schutz von Denkmälern ist in Artikel 18 (2) der Verfassung des Landes NRW formuliert, während die behördlichen Zuständigkeiten und gesetzlichen Regularien mit dem Denkmalschutzgesetz (DSchG NRW) festgelegt werden. Innerhalb der Verwaltung der Stadt Köln ist das Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege als Untere Denkmalbehörde zuständig. Das wichtigste Ziel der Denkmalpflege ist der Erhalt der historischen Substanz als Zeugnis der wech-selhaften Stadtgeschichte, wobei die große Unterschiedlichkeit einzelner Zeitschichten und deren charakteristischen Architekturen detaillierte Betrachtungen der gebauten Strukturen erfordert. Dies bedeutet, dass der sensible Umgang mit denkmalgeschützten Gebäuden keine pauschalen Antworten kennt, sondern dem jeweiligen Objekt angepasste Konzepte zu entwickeln sind. Dementsprechend sieht sich das Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege nicht als reine Aufsichtsbehörde, sondern dient im Rahmen der Maßnahmenbegleitung und Vorabstimmung als beratende Instanz. Hierbei stehen Maßnahmen der energetischen Ertüchtigung durch Eingriffe in die Struktur bzw. Kon-struktion des Gebäudes und durch die Beeinträchtigung ihres Erscheinungsbildes oftmals im Wider-spruch zu den Belangen des Denkmalschutzes. Um hieraus resultierende Konflikte zu vermeiden, ist grundsätzlich festzuhalten, dass auch für energetisch wirksame Maßnahmen dem Denkmal angemes-sene Planungen entwickelt werden müssen. Nicht ohne Grund gelten für den denkmalgeschützten Gebäudebestand Ausnahme- und Sonderregelungen in den Verordnungen und Gesetzen zur Energie-einsparung. Es ist festzuhalten, dass Denkmalschutz als solcher durch Substanzerhalt, Vermeidung von Stoffströ-men und der Konservierung der gespeicherten „grauen Energie“ stets einen Beitrag zur Nachhaltig-keit darstellt. Beschreibung Vor dem Hintergrund der angestrebten Klimaneutralität und der damit verbundenen notwendigen Sa-nierungsrate und -tiefe sind die Belange des Denkmalschutzes in Verbindung mit denjenigen der Kli-maneutralitätsziele konkret zu erörtern und abzuwägen. Denkmäler haben bspw. aufgrund oftmals unzureichender Fassaden- oder Dachdämmungen ein relativ hohes gebäudebezogenes Potential für energetische Sanierungen und auch die Installation von Photovoltaik-Anlagen kann dank moderner, auf Denkmäler ausgerichtete Innovationen als möglicher Weg in Betracht gezogen werden (s. hierzu. 2.1.2.1. PV-Initiative Konzern Stadt Köln). Um die möglichen energetischen Maßnahmen zu ermitteln, die die charakteristischen Qualitäten der Denkmäler bewahren und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz erreichen, bedarf es einer ganzheitli-chen Betrachtung. Die energetische Ertüchtigung ist dabei nicht als Summe von Einzelmaßnahmen anzusehen, sondern muss darauf abzielen, energetische Maßnahmen, bauliche Veränderungen und

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Bedürfnisse der Nutzer*innen denkmalgerecht aufeinander abzustimmen. Hierfür ist eine stärkere und frühere Zusammenarbeit notwendig, weshalb die nachfolgenden Projekte empfohlen werden: Frühzeitige Beteiligung bei der Strategie zum klimaneutralen Gebäudebestand Innerhalb der Strategie zum klimaneutralen Gebäudebestand sollte die energetische Sanierung von Denkmälern auch wegen des besonderen öffentlichen Interesses und des Verfassungsranges der Denkmalpflege Berücksichtigung finden. Durch eine frühzeitige Beteiligung der Denkmalbehörde kann hierauf schon bei Bestandsaufnahme und Konzeptvorbereitung zielgerichtet hingearbeitet werden. Ziele sind: Klimaschutz mit Denkmalschutz und Klimaschutz durch die substanzerhaltende und reparie-rende Denkmalpflege.  Frühzeitige Beteiligung bei der Fortschreibung der Klimaschutzleitlinien Für die historische Bausubstanz und ihre räumlich wirksamen Qualitäten sind geeignete Leitlinien zur energetischen Ertüchtigung zu formulieren, um den Eigentümer*innen Perspektiven aufzuzeigen und Einschränkungen zu erklären. Bei Siedlungen und Denkmalensembles mit wiederkehrenden Hausty-pen können hierbei übergreifende Handreichungen entwickelt werden, während Denkmäler mehrheit-lich als Einzelfall zu betrachten sind. Schließlich erfordern alle Konzepte die Erlaubnisfähigkeit nach § 9 DSchG NRW, die vom Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege als Untere Denkmalbehörde ge-prüft wird. Schaffung einer zentralen Anlaufstelle Wie bereits einleitend erwähnt, stellen die geltenden Denkmalschutzgesetze und -anforderungen häufig eine Herausforderung dar und schränken die Möglichkeiten der Ertüchtigung ein. Für die erfolg-reiche Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen bei Baudenkmälern bedarf es daher einer spezifischen Information, Beratung und Begleitung der Gebäudeeigentümer*innen. Es gilt, aus dem Zusammen-spiel verschiedener Maßnahmen ein auf das Einzelgebäude angepasstes ganzheitliches Konzept zu entwickeln. Die Erstellung dieser Konzepte ist als komplexe Planungsleistung anzusehen, die neben der reinen Beratung auch die Kommunikation und Abstimmung mit verschiedenen geeigneten Fach-planer*innen erfordert. Dafür wird die Schaffung einer zentralen Anlaufstelle empfohlen, welche die Themen energetische Sanierung und Denkmalpflege zusammenführt, weitere Informations- und Bera-tungsangebote vermittelt und gemeinsam objektspezifische Lösungen erarbeitet. Dabei sind die Inhal-te der Angebote mit dem Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege zu entwickeln, um trotz der gegebenen Einschränkungen ein angemessenes Maß der Effizienzsteigerung zu erreichen. Die An-laufstelle könnte in der Serviceagentur für Gebäudemodernisierung (s. hierzu Aktivitätenempfehlung 1.3.1.3) oder bei der Unteren Denkmalbehörde angesiedelt werden. Entscheidend ist, Konflikte zu vermeiden, indem für Eigentümer*innen der Abwägungsprozess zwischen Klimaschutz und Denkmal-pflege bereits mit dem Beginn der Beratung nachvollziehbar wird und schnell praktikable Lösungen gefunden werden. Studie zur Systematisierung der Energieeffizienzpotentiale  Für einen strukturierten Umgang mit Denkmälern und den jeweiligen Potentialen bedarf es einer Stu-die zur Systematisierung der Energieeffizienzpotentiale an Denkmälern in der Stadt Köln, welche die Entscheidungsgrundlagen des Amtes für Denkmalschutz und Denkmalpflege aufzeigt und den Bür-ger*innen als Handreichung zur Verfügung gestellt werden kann. Orientierung bietet hierfür bei-spielsweise die Studie des österreichischen Bundesdenkmalamtes (https://www.bda.gv.at/dam/jcr:544db343-26b3-44ad-bcb7-e619703ead8f/Standards%20Energieeffizienz%20am%20Baudenkmal%202021_final_BF.pdf), die Handreichungen der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (https://www.vdl-denkmalpflege.de/klimaschutz) sowie die Leitfäden des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland (https://denkmalpflege.lvr.de/de/service/leitfaeden/leitfaeden_1.html). Erweiterung des Förderprogramms „Energieeffizienz und Gebäudesanierung“ Basierend auf den Ergebnissen der Studie zur Systematisierung der Energieeffizienzpotentiale von Denkmälern sollten die Fördermöglichkeiten überprüft und ggf. erweitert werden. Die in Förderrichtli-nien formulierten Ziele sind im denkmalgeschützten Bestand oft nicht zu erreichen, so dass Eigentü-mer*innen keine Möglichkeit der Förderung geboten wird. Um einen zusätzlichen Anreiz zur Sanierung zu bieten und auch die Potentiale dieser Gebäude zu nutzen, sollten entsprechende Aspekte des Denkmalschutzes bereits in der nächsten Novellierung des Förderprogramms aufgegriffen werden (s. hierzu 1.3.1.2. Förderprogramm für die energetische Sanierung privater Wohngebäude).

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Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Ausschreibung und Beauftragung der Studie zur Systematisierung der Energieeffizienzpoten-tiale 2. Frühzeitige Beteiligung des Amtes für Denkmalschutz und Denkmalpflege 3. Konzipierung entsprechender Angebote für die zentrale Anlaufstelle 4. Erweiterung des Förderprogramms 
 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stadtpla-nungsamt, Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege, Verbraucherzentrale 
 Stadtverwaltung der Stadt Köln, Eigentü-mer*innen von Denkmälern 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente  langfristig etablieren 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   Studie zur Systematisierung der Energieef-fizienzpotentiale an Denkmälern: 60.000 €  Zzgl. Budget zur Erweiterung des För-derprogramms 
 Haushaltsmittel

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1.3 Klimafreundliche Bestandssanierung 1.3.1 Modernisierung selbstgenutzter oder privat vermieteter Wohngebäude 1.3.1.1 Köln Paket für die klimafreundliche Bestandssanierung 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.3.1.1.  Köln Paket für die klimafreundliche Bestandssanierung Themenschwerpunkt Klimafreundliche Bestandssanierung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Mithilfe des Köln-Paketes soll die energetische Sanierung im privaten Gebäudebestand in Köln forciert werden.  Ausgangslage Der Kölner Wohngebäudebestand bietet ein sehr hohes energetisches Sanierungspotenzial. Die jährli-che Sanierungsquote ist hingegen gering und insbesondere im Hinblick auf die Klimaschutzziele der Stadt Köln nicht ausreichend. Gleichzeitig leistet man mit einer energetischen Sanierung einen Beitrag zum Werterhalt eines Gebäudes sowie zur Erhöhung der Behaglichkeit im Winter als auch im Som-mer. Neben den zu bewerbenden energetischen Maßnahmen an der Gebäudehülle (Dach, Fassade, Fenster, Tür) gehören auch Maßnahmen im Bereich der Haustechnik hierzu (Heizungsanlage, Heizkör-per, hydraulischer Abgleich...), ebenso wie das Heizverhalten. Informationen u. a. zum Thema Sanie-rung sind auf der Homepage der Stadt zu finden. Im Rahmen des bestehenden Förderprogramms „Gebäudesanierung und Erneuerbare Energien – klimafreundliches Wohnen“ werden u. a. Maßnah-men zur energetischen Sanierung für Bestandsgebäude von der Stadt gefördert. Beschreibung Um die jährliche Sanierungsquote zu steigern, wird die Konzipierung und Erprobung eines sogenann-ten Köln-Paketes empfohlen. Wesentliche Bestandteile des Köln-Paketes können sein: • Proaktive Ansprache und Incentivierung der Gebäudeeigentümer • Qualifizierte Vor-Ort-Ansprechpartner – Gründung eines One-Stop-Shops • Sanierungspartner koordinieren • Fachliche Begleitung von Gesamt- und Einzelmaßnahmen • Qualitätssicherung im Betrieb Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Ausgestaltung des Köln-Paktes für die klimafreundliche Bestandssanierung und Planung der Erprobungsphase 2. Kurzfristige Durchführung der Erprobungsphase 3. Evaluierung und ggf. Anpassung des Köln-Paketes

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 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Dezernat VI –Planen und Bauen, Dezernat IX – Stadt-entwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales, Amt für Presse- und Öffent-lichkeitsarbeit, ggf. Projektgruppe Gebäude, Handwerkskammer, Architektenkammer 
 Private Einfamilienhausbesitzer*innen, Wohneigentümergemeinschaften und private Vermieter*innen, Verbraucher-zentrale, Energieberater*innen etc. 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  3 Vollzeitäquivalente bei der Stadt Köln • Leitung der Initiative und Abstim-mung mit Partnern, Betreuung One-Stop-Shop: 1 Vollzeitäquivalent • Durchführung der Initiative, Betreu-ung One-Stop-Shop, Akquise und Betreuung der externen Energiebe-rater und Sanierungsbegleiter (Er-fahrungsaustausch, Qualitätssiche-rung): 1 Vollzeitäquivalent • Abrechnung und Terminkoordinati-on bei angenommenen Beraterpool von 20 Personen und 225 Beratun-gen pro Jahr pro Berater: 1 Vollzeit-äquivalent (Verwaltungsfachkraft) (zweimalige Abrechnung pro Bera-ter und Jahr, Zeitaufwand 2,5 Tage pro Abrechnung = 120 Tage für Ab-rechnung pro Jahr) 
 2023-2031, ggf. verlängern

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Sachkosten  
Finanzierungsansatz   • Entwicklung Konzeption einschl. Aktivierung und Zusammenarbeit der vorhandenen Akteure und stra-tegischen Partner (z.B. Verbraucher-zentrale, Handwerkskammer, Archi-tektenkammer, Mieterbund, Haus und Grund, Köln ag, Energieberater etc.): 40.000 €  • Aufsuchende kostenlose Erst-beratung mit 5.000 Erstberatungen pro Jahr zu je 3h Umfang bei 100€ brutto/h: 1.500.000 € pro Jahr.   • Mit diesen 5.000 Erstberatungen pro Jahr würden im Zeitraum 2023 bis 2031 ca. 30% der privaten EFH/ZFH und Mietwohngebäude erreicht.  • Subventionierte Sanierungs-begleitungen mit 500 Begleitungen mit je 20h Umfang pro Jahr zu je 1.500 € (anteilige Beteiligung Eigen-tümer in Höhe von 500€): 750.000 € pro Jahr  • Sachkosten für Ausstellungen, Stadtteilaktionen, gezielte Öffent-lichkeitsarbeit etc.: 5 räumlich fo-kussierte Aktionen pro Jahr: 200.000 € pro Jahr • Insgesamt 38.490.000 € 
 Haushaltsmittel ggf. Drittmittel (z. B. Förderung Bera-tung und Qualitätssicherung, Sponsoring Öffentlichkeitsarbeit) 
 
THG-Einsparungen    Annahme: 5.000 Erstberatungen pro Jahr im Zeitraum 2023 bis 2031. Davon führen 2/3 eine Sanierung durch: 3750 Beratungsfälle pro Jahr, davon 75% EFH mit je 120 qm und 25% MFH mit rd. 8WE zu je 76 qm, Reduktion von 140 kWh/qm auf 100 kWh/qm  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 68.500 t/a CO2eq  Kumulierte THG-Einsparung (t):  273.800 t CO2eq (unter Berücksichtigung sich verändernder Emissionsfaktoren) 
 
Erfolgsindikatoren/Meilensteine  
Weitere Wirkung  Köln-Pakt wurde konzipiert und wird kurzfristig umgesetzt, Anzahl durchge-führter Beratungen / Begleitungen, An-zahl umgesetzter Sanierungen in Folge von Beratungen, Entwicklung der THG-Emissionen 
 Ökonomie: ggf. regionale Wertschöpfung durch Umsetzung von Aktivitäten durch regionale Unternehmen resultierend aus der begleitenden Unterstützung 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlung: 1.3.1.2. Förder-programm für die energetische Sanie-rung privater Wohngebäude  Fachkräftemangel, ggf. höherer Aufwand bei der Anwendung nachweisbasierter Methoden

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Breitenwirksamkeit  
sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Konzipierung des Köln-Paketes als wichtiger Bestandteil der Bürgeranspra-che richtet sich an alle privaten Gebäu-deeigentümer*innen. Je nach personel-ler und finanzieller Ausstattung kann so eine breite Öffentlichkeit angesprochen werden. 
 Die weitere Konzeption sollte bereits mit den vorhandenen personellen Ressourcen begonnen werden.

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1.3.1.2 Förderprogramm für die energetische Sanierung privater Wohngebäude 
 Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.3.1.2. Förderprogramm für die energetische Sanierung privater Wohngebäude Themenschwerpunkt Klimafreundliche Bestandssanierung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Mithilfe eines Förderprogramms sollen die Eigentümer*innen des privaten Wohngebäudebestandes bei der energetischen Sanierung unterstützt werden, um so die Sanierungsquote zu steigern. Ausgangslage Die Stadt Köln hat im Jahr 2018 ein Förderprogramm zur Altbausanierung und Energieeffizienz be-schlossen, welches u.a. Maßnahmen zur energetischen Sanierung für Bestandsgebäude fördert und seit dem 01.10.2018 umgesetzt wurde. Im März 2022 hat der Rat der Stadt Köln das neue Förderpro-gramm „Gebäudesanierung und Erneuerbare Energien - klimafreundliches Wohnen“ beschlossen. Die darin enthaltenen Förderungen ergänzen zum einen die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Zum anderen beinhaltet dieses Köln-spezifische Fördertatbestände, welche losgelöst vom BEG betrachtet werden.  Beschreibung Auch die Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass ein unkompliziertes Förderprogramm mit einfachem Antragsverfahren von den Bürger*innen sehr gut angenommen wird und die Sanierungsra-te deutlich erhöht wird. Gleichzeitig profitiert das lokale Handwerk von zusätzlichen Aufträgen.  Ziel ist die Weiterführung des Förderprogramms unter der Zielsetzung, die Sanierung von einem Drit-tel des privaten Wohngebäudebestandes bis 2031 zu initiieren und die durch die Erstberatungen (s. Köln-Paket) erreichte Sanierungstiefe weiter zu erhöhen. Das Förderprogramm zielt auf den Gebäude-standard KfW 40/55 und wird im Zuge der nächsten Novellierung in Richtung nachweisorientiertem Klimaschutz unter Beachtung der Wohnkostenbelastung weiterentwickelt. Es umfasst Stufenfahrplä-ne für gebäudeindividuelle kostengünstige Klimaneutralität mit Kopplung an Wärmenetze. Über die Einführung von Boni soll die Kombination von Maßnahmen und somit eine größere Sanierungstiefe angereizt werden. Darüber hinaus können so verschiedene Maßnahmen und Förderaktivität in ihrer Attraktivität ein zweites Mal erhöht werden. Es entsteht ein Sogeffekt. Ebenso wird dem Anspruch des ressourcenschonenden Bauens eine größere Bedeutung eingeräumt. Gefördert werden könnten ebenfalls Aufstockungsmaßnahmen zusammen mit der Installation einer PV- oder Solarthermie-Anlage. Auch weiterhin sollten Abweichungsregelungen für Denkmäler wegen ihrer herausragenden kulturellen Bedeutung berücksichtigt werden. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Anpassung, Erweiterung, Überarbeitung und Vereinfachung der bestehenden Förderrichtlinie 2. Öffentlichkeitsarbeit zur Bewerbung des Förderprogramms 3. Evaluierung 4. Ggf. Weiterentwicklung

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 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Dezernat VI – Planen und Bauen, Dezernat IX - Stadtent-wicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales, Amt für Presse- und Öffent-lichkeitsarbeit 
 Private Einfamilienhausbesitzer*innen, Wohneigentümergemeinschaften und pri-vate Vermieter*innen 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  Abgeschätzt 5.000 Anträge pro Jahr (3.700 EFH, 1.300 MFH), Bearbeitung pro Antrag 0,5 Tage, rd. 12 Vollzeitäquivalente Antragsbearbeitung 
 2023 - 2031 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Annahme: Sanierung von 1/3 der ca. 34 Mio. qm privater Wohnfläche bis 2031 (je 50 % der Sanierungen erreichen den Ge-bäudestandard KfW40 bzw. KfW55) Förderung von 300 € pro qm private Wohn-fläche (KfW 40) und 150 € pro qm private Wohnfläche (KfW55): 2.590 Mio. €,  linear 292 Mio. € pro Jahr 
 Haushaltsmittel, dort wo möglich unter-stützt durch Bundes- und Landesförderpro-gramme 
 THG-Einsparungen    Annahme: Sanierung von einem Drittel des privaten Wohngebäudebestandes (Senkung um rd. 50 kWh/qm bzw. 40 kWh/qm bei ca. 11 Mio. qm)  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Ca. 126.700 Tonnen CO2eq/a (vorläufige Berechnung) 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  500.700 t CO2eq (unter Berücksichti-gung sich verändernder Emissionsfakto-ren)  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anzahl der Förderungen und Summe der ausgeschütteten Förderung pro Jahr; Erzielte Energie- und THG-Einsparung ins-gesamt; pro genehmigten Förderantrag ausgelöste Investition pro 1 Euro Förderung 
 Ökonomie: Förderung der regionalen Wert-schöpfung Ökologie: Ressourcenschonung durch nachhaltige Baustoffe Soziales: Beachtung der Sozialverträglich-keit  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlungen: 1.3.1.1. Köln Paket für die klimafreundliche Bestandssa-nierung, 1.2.1.2. Sanierungsquote erhöhen durch Integrierte Quartierslösungen im Bestand, 1.3.1.3. Etablierung zielgruppen-spezifischer Beratungs- und Unterstüt-zungsangebote, 1.3.1.5. Sonderinitiative Nachhaltiges Bauen in der energetischen Gebäudemodernisierung 
 Hoher personeller und finanzieller Auf-wand, Fachkräftemangel

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 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Das Förderprogramm lässt sich mit ausrei-chend finanziellen und personellen Res-sourcen auf die gesamte private Wohnflä-che ausweiten. 
 Aktuelles Förderprogramm ist bereits zum 01.04.2022 in Kraft gesetzt.

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1.3.1.3 Etablierung zielgruppenspezifischer Beratungs- und Unterstützungsangebote 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.3.1.3. Etablierung zielgruppenspezifischer Beratungs- und Unterstüt-zungsangebote Themenschwerpunkt Klimafreundliche Bestandssanierung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Mithilfe von gezielten Beratungs- und Unterstützungsangeboten sollen die privaten Gebäudeeigentü-mer*innen für eine Sanierung sensibilisiert sowie die Sanierungsquote gesteigert werden. Darüber hinaus zielt die Aktivitätenempfehlung auf eine Akzeptanzsteigerung innerhalb der gesamten Zielgrup-pe ab. Ausgangslage Während Informationen zum Thema Sanierung etc. auf der Homepage der Stadt zu finden sind, wer-den keine zielgruppenspezifischen Beratungs- und Unterstützungsangebote beworben. Beschreibung Ergänzend zum Beratungsangebot im Rahmen des Köln-Paketes für die klimafreundliche Bestandssa-nierung (s. Aktivitätenempfehlung 1.3.1.1) bedarf es weiterer zielgruppenspezifischer Beratungs- und Unterstützungsangebote. Der Schwerpunkt der Angebote liegt dabei auf den Gebäudeeigentü-mer*innen, wobei die Mieter*innen ebenfalls angesprochen werden. Für eine bedarfsgerechte Aus-gestaltung der Beratungs- und Unterstützungsangebote müssen zunächst die Bedarfe seitens der Zielgruppen ermittelt werden. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der angestrebten Klimaneutralität und den damit verbundenen Zielsetzungen und notwendigen Modernisierungen im privaten Gebäude-bestand.  Vor dem Hintergrund des hohen Mietwohnbestandes sowie dem hohen Anteil an Wohnungseigentü-mergemeinschaften (WEG) werden insbesondere Angebote für diese beiden Zielgruppen empfohlen.  Serviceagentur für Gebäudemodernisierung Da das Beratungsangebot des Köln-Pakets sich auf eine spezielle Zielgruppe und Themenstellung fokussiert, wird für die zielgruppenspezifischen Beratungs- und Unterstützungsangebote mit sehr diversen Zielgruppen und Fragestellungen die Gründung einer Serviceagentur für Gebäudemodernisie-rung empfohlen. Dabei handelt es sich um eine zentrale, bündelnde und neutrale Anlaufstelle, welche die unterschiedlichen Dienstleistungen anbietet oder auf andere bestehende Beratungsangebote ver-mittelt. Die nachfolgend beschriebenen Angebote sollten von der Serviceagentur konzipiert und durchgeführt werden. Entwicklung von standardisierten Unterstützungsangeboten für Wohneigentümergemeinschaften Das Unterstützungsangebot zielt darauf ab, die WEGs über potenzielle Sanierungsmaßnahmen zu informieren und zu beraten. Dazu zählen bspw. Informationsvorträge bei Eigentü-mer*innenversammlungen, in denen ein Überblick über energetische Sanierungsmaßnahmen für die Immobilien gegeben wird. Gesamtkonzepte sollten auch vorgestellt und empfohlen werden. Die Stadt Köln sollte dieses Unterstützungsangebot, welches sowohl eine reine Information als auch eine Bera-tung beinhaltet, unter den Hausverwalter*innen bewerben. Durch eine zusätzliche Präsentation von Best Practice-Bespielen im Rahmen der Bewerbung durch die Stadt, könnte das Interesse am Thema energetische Sanierung geweckt werden. Da in WEG viele unterschiedliche Einzeleigentümer*innen vertreten sind, wird eine Erweiterung des Angebotes um eine unabhängige Moderation und Mediation empfohlen. Auf diese Weise kann der Entscheidungs- und Einigungsprozess sowohl fachmännisch beraten als auch begleitet werden. Dies

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soll den Umfang und die Qualität der energetischen Sanierung steigern. Informationskampagne Mieter*innen Im Zuge einer Informationskampagne sollen Mieter*innen über die notwendigen und geplanten Sanie-rungsmaßnahmen seitens der Gebäudeeigentümer*innen informiert werden. Neben den Klimaschutz-aspekten sollte der Fokus auf den aus den Maßnahmen resultierenden Vorteilen für die Mieter*innen liegen, um die Akzeptanz zu erhöhen. Dazu zählen bspw. die Steigerung der Wohnqualität, finanzielle Vorteile durch geringere Energiebedarfe etc. Diese Informationskampagne dient als Ergänzung zu den in Handlungsfeld 5 beschriebenen Aktivitätenempfehlungen zu Verhaltensänderungen zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Sofern diese Informationskampagne erfolgreich durchgeführt wird, sollte die-se auf die Mieter*innen von gewerblich vermieteten Wohngebäuden ausgeweitet werden. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Ermittlung der Beratungs- und Unterstützungsbedarfe 2. Auswahl und Konzipierung entsprechender Angebote 3. Bewerbung und Umsetzung 4. Evaluierung und ggf. Weiterentwicklung bzw. Ausbau der Angebote 
 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Dezernat VI – Planen und Bauen, Dezernat IX - Stadt-entwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales, Amt für Presse- und Öffent-lichkeitsarbeit, Handwerkskammer/ Kreis-handwerkerschaft, Verbraucherzentrale 
 Gebäudeeigentümer*innen und Mie-ter*innen 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente  2023 – 2031  
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   • Entwicklung Konzeption 30.000 €  • Subventionierte Sanierungsbeglei-tungen mit 330 Begleitungen mit je 20h Umfang pro Jahr zu je 2.500 € (anteilige Beteiligung Eigentümer in Höhe von 500€): 825.000 € pro Jahr  • Sachkosten für Ausstellungen, Stadtteilaktionen, gezielte Öffent-lichkeitsarbeit etc.: 5 räumlich fo-kussierte Aktionen pro Jahr: 50.000 € pro Jahr Insgesamt 7.905.000 € 
 Haushaltsmittel 
 
THG-Einsparungen    Annahme: 330 MFH/a mit rd. 8WE zu je 76 qm, Reduktion von 140 kWh/qm auf 100 kWh/qm   Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Ca. 17.200 Tonnen CO2eq/a (vorläufige Berechnung) 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  68.800 t CO2eq (unter Berücksichtigung sich verändernder Emissionsfaktoren)

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Erfolgsindikatoren/Meilensteine  
Weitere Wirkung  Angebote wurden konzipiert, Inan-spruchnahme der Angebote und Reso-nanz, Anzahl an Projekten, die aus den Angeboten resultieren 
 Ökonomie: ggf. regionale Wertschöpfung durch Umsetzung von Aktivitäten durch regionale Unternehmen resultierend aus der begleitenden Unterstützung Ökologie: Ressourcenschonung durch Auswahl nachhaltiger Baustoffe, Reduktion lokaler Luftschadstoffe Soziales: Unterstützung der Eigentü-mer*innen bei der Konsensbildung, Akzep-tanzbildung bei Mieter*innen 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlungen: 1.3.1.2. Förder-programm für die energetische Sanierung privater Wohngebäude, 1.3.1.5. Sonderiniti-ative Nachhaltiges Bauen in der energeti-schen Gebäudemodernisierung 
 Akzeptanz, Entscheidungsfindung in hete-rogenen Zielgruppen (WEG) 
 
Breitenwirksamkeit  
sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Angebote bilden eine strukturelle Grundlage für die zielgruppenspezifische Ansprache, welche auf weitere zielgrup-penspezifische Themen ausgeweitet wer-den können. Die ermöglicht somit die An-sprache einer breiten Öffentlichkeit. 
 Mit der Umsetzung der Aktivitätenemp-fehlung sollte bereits mit den vorhande-nen personellen Ressourcen begonnen werden.

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1.3.1.4 Qualitätsnetzwerk klimaneutrale Wohngebäudemodernisierung 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.3.1.4. Qualitätsnetzwerk „klimaneutrale Wohngebäudemodernisie-rung“ Themenschwerpunkt Klimafreundliche Bestandssanierung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Ziel des Qualitätsnetzwerkes ist es, den Aspekt der Klimaneutralität in der gängigen Praxis der Wohn-gebäudemodernisierung zu etablieren und die planenden und ausführenden Gewerke dabei zu unter-stützen.  Ausgangslage Der Anspruch einer klimaneutralen Gebäudemodernisierung ist bisher bei den planenden wie auch den ausführenden Gewerken in seiner letzten Konsequenz noch nicht in der Breite diskutiert, ge-schweige denn in der Baupraxis als Regel umgesetzt worden. Dies gilt bundesweit und nicht nur für die Stadt Köln. Beschreibung Um das Thema der Klimaneutralität in der Gebäudemodernisierung zu verankern, wird die Gründung eines Qualitätsnetzes „Klimaneutrale Wohngebäudemodernisierung“ empfohlen. Dieses richtet sich an in der Stadt Köln tätige Unternehmen im Bereich der planenden und ausführenden Gewerke, wie bspw. Architekt*innen, Energieberater*innen und Handwerker*innen. Als ein Schwerpunkt sollte eine gewerkeübergreifende Weiterbildungsinitiative mit kontinuierlichem Erfahrungsaustausch etabliert werden. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf der umfangreichen Infor-mation zur Komplexität und der Notwendigkeit von klimaneutralen Gebäudemodernisierungen.  Durch praktische Umsetzungen bzw. Erfahrungen mit bspw. neuen Techniken, ressourcenschonenden Bau-stoffen etc. sollen die Teilnehmer*innen zusätzlich weitergebildet werden. Auf diese Weise sollen potenzielle Hemmschwellen gemindert und die Qualität bei der Verwendung neuer Techniken oder ressourcenschonender Baustoffe sichergestellt werden. Darüber hinaus kommt diese Qualifizierung auch den Gebäudeeigentümer*innen zugute, da diese fachlich besser beraten werden können. Bei den ressourcenschonenden Baustoffen ist insbesondere auf die Themen des Recyclings sowie der Nachhaltigkeit hinzuweisen. Auf Grund der engen thematischen Verknüpfung sollten die Unter-stützungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten des Qualitätsnetzwerkes gemeinsam mit den Projekten der Sonderinitiative „Nachhaltiges Bauen in der energetischen Gebäudemodernisierung“ (s. hierzu Aktivitätenempfehlung 1.3.1.5) entwickelt werden. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Konzeptionierung des Netzwerkes 2. Ansprache der planenden und ausführenden Gewerke 3. Durchführung von Veranstaltungen mit begleitender Öffentlichkeitsarbeit 4. Evaluierung 5. Ausweitung des Netzwerkes und der Angebote

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 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Hand-werkskammer/ Kreishandwerkerschaft, Architektenkammer  Planende und ausführende Gewerke 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent  2023 – 2035  
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   20.000 € Konzeption einmalig 30.000 €/a Veranstaltungen, Öffentlich-keitsarbeit, externe Unterstützung, ins-gesamt 410.000 € 
 Haushaltsmittel

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1.3.1.5 Sonderinitiative Nachhaltiges Bauen in der energetischen Gebäudemodernisierung 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.3.1.5. Sonderinitiative Nachhaltiges Bauen in der energetischen Ge-bäudemodernisierung Themenschwerpunkt Klimafreundliche Bestandssanierung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Ziel der Sonderinitiative ist die Steigerung der Wahrnehmung des Themas nachhaltiges Bauen in der energetischen Gebäudemodernisierung sowie die Senkung der Hemmschwellen für eine Umsetzung.  Ausgangslage Nachhaltiges Bauen ist in der energetischen Gebäudemodernisierung insbesondere im Bereich der Mehrfamilienhäuser häufig noch ein Randthema. Beschreibung Für einen klimaneutralen Gebäudebestand gilt es die Thematik des nachhaltigen Bauens in der gängi-gen Praxis zu verankern. Mit einer Sonderinitiative soll die Wahrnehmung gestärkt und die Hemm-schwellen zur Umsetzung gesenkt werden. Elemente der Sonderinitiative können dabei sein: • Gezielte Informationsveranstaltungen für Gebäudeeigentümer*innen im Rahmen der Kölner Be-ratungsinitiative • Gezielte Weiterbildungsveranstaltungen im Qualitätsnetzwerk klimaneutrale Wohngebäudemo-dernisierung • Besondere Förderung im Förderprogramm für die energetische Sanierung privater Wohngebäu-de • Lernen an gebauten Beispielen Ein inhaltlicher Fokus sollte auf den ressourcenschonenden Baustoffen liegen, da neben der Energie-effizienz weitere Kriterien für ein nachhaltiges Bauen erfüllt sein müssen. Neben der grauen Energie sollten insbesondere Baustoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe sowie die Kreislauffähigkeit thematisiert werden.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Inhaltliche Konzipierung der Sonderinitiative 2. Gezielte Ansprache der Gebäudeeigentümer*innen 3. Durchführung der Sonderinitiative 4. Evaluation  
 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Kreishandwer-kerschaft, Handwerkskammer, Architek-tenkammer 
 Planende und ausführende Gewerke, private Gebäudeeigentümer*innen

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Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente  2023 - 2030 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   30.000 €/a Veranstaltungen, Öffentlich-keitsarbeit, insgesamt 240.000 €  Haushaltsmittel 
 
THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar   Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a):  Kumulierte THG-Einsparung (t):  
 
Erfolgsindikatoren/Meilensteine  
Weitere Wirkung  Themen wurden identifiziert und Initiati-ven durchgeführt, Inanspruchnahme und Resonanz, Anzahl an Projekten, die aus den Initiativen resultieren, Entwicklung der verwendeten Baustoffe 
 Ökologie: Ressourceneffizienz  
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlung: 1.3.1.4. Quali-tätsnetzwerk klimaneutrale Wohnge-bäudemodernisierung  Fachkräftemangel, Akzeptanz bei Gebäu-deeigentümer*innen (Materialien, Kosten) 
 
Breitenwirksamkeit  
sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Über die finanzielle und personelle Ausstat-tung kann die Reichweite der Initiative beliebig skaliert werden.  -

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1.3.2 Modernisierung gewerblich vermieteter Wohngebäude 1.3.2.1 Initiative zur Erhöhung der Sanierungsquote für die Kölner Wohnungswirtschaft 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.3.2.1. Initiative zur Erhöhung der Sanierungsquote für die Kölner Wohnungswirtschaft Themenschwerpunkt Klimafreundliche Bestandssanierung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Die Sanierungsquote und -tiefe soll mithilfe der Initiative im gewerblichen Mietwohnungsbau unter Berücksichtigung der Sozialverträglichkeit gesteigert werden. Ausgangslage Mit der Arbeitsgemeinschaft der Kölner Wohnungsunternehmen existieren bereits Strukturen, die für eine verstärkte Kooperation mit der gewerblichen Wohnungswirtschaft auch zur Umsetzung der Kli-maneutralitätsstrategie für die Stadt förderlich sind. Beschreibung Die Initiative für die Kölner Wohnungswirtschaft sollte zwei thematische Schwerpunkte behandeln. Zum einen gilt es mithilfe zielgruppenspezifischer Öffentlichkeitsarbeit die Akzeptanz für eine anste-hende Sanierung bei den Mieter*innen zu steigern. Die Sozialverträglichkeit der Modernisierungen ist insbesondere bei Bestandsgebäuden von hoher Relevanz, dessen Bewohner*innen auf geringe Kalt- oder Warmmieten angewiesen sind. Ein Klimabonus-Modell (s. hierzu Aktivitätenempfehlung 1.3.2.4) würde u. a. zur Akzeptanzsteigerung beitragen.  Der zweite Schwerpunkt sollte auf den Gebäudeeigentümer*innen liegen. Im Rahmen der Initiative sollte ein regemäßiger Wissens- und Erfahrungsaustausch etabliert werden. Durch eine Vorstellung und Analyse von Maßnahmen, welche bspw. von Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft der Kölner Wohnungswirtschaft an ihrem Gebäudebestand durchführt bzw. geplant wurden, sollen die anderen Unternehmen profitieren. Daraus können ggf. weitere Projekte abgeleitet werden, welche im Kölner Geschosswohnungsbau multipliziert werden können. Darüber hinaus soll die Initiative dafür genutzt werden, Lösungsansätze für eine sozialverträgliche Sanierung bspw. unter Berücksichtigung des seri-ellen Sanierens (s. hierzu Aktivitätenempfehlung 1.3.2.3) zu entwickeln und erproben. Über die Ergeb-nisse des Erfahrungsaustausches sowie die laufenden Projekte der Initiative kann im Rahmen des Wohnungsbauforums berichtet werden. Die mögliche Verbesserung der finanziellen Rahmenbedin-gungen sollen ebenfalls diskutiert werden. Darüber hinaus sollte die Erweiterung der Initiative um Vertreter*innen für WEG, Kapitalmodelle und kommunale Gebäude in sozialen Brennpunkten geprüft werden. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Zusammenstellung relevanter Informationen 2. Konzipierung der Initiative und direkte Ansprache der Wohnungswirtschaft 3. Öffentlichkeitswirksame Begleitung 4. Evaluierung und ggf. Anpassung der Angebote

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 Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln – Koordinationsstelle Klima-schutz, Arbeitsgemeinschaft Kölner Woh-nungsunternehmen, Amt für Stadtentwick-lung und Statistik, Verbraucherzentrale, Mieterverein Köln e.V., Wohnungsbaufo-rum, Wohnungsbauleitstelle 
 Gewerblich-professionelle Vermie-ter*innen, ggf. WEG, Kapitalmodelle Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente  2023 - 2027 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   15.000 €/a, insgesamt 75.000 €  Haushaltsmittel

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1.3.2.2 „Allianz klimaneutrales Wohnen im Bestand“ -Kooperationsvereinbarung mit der gewerblichen Wohnungswirtschaft 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.3.2.2.  „Allianz für klimaneutrales Wohnen im Kölner Bestand“ – Ko-operationsvereinbarung mit der gewerblichen Wohnungswirt-schaft Themenschwerpunkt Klimafreundliche Bestandssanierung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Mithilfe einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt und der Wohnungswirtschaft soll die gewerbliche Wohnungswirtschaft auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützt und gleichzeitig das Wohnumfeld in den Quartieren verbessert werden.  Ausgangslage Die langfristige Werthaltigkeit von Mietwohnbeständen wird auch durch die Qualität des Wohnumfel-des und die Attraktivität des umgebenden Quartiers bestimmt. Trotz des angespannten Mietwohn-marktes in Köln, in dem eine Vermietung der angebotenen Wohnungen aus Sicht des Vermieters wei-testgehend unproblematisch ist, wird eine langfristig ausgerichtete Strategie der kontinuierlichen Ver-besserung der Wohnquartiere und damit eine Steigerung der Lebensqualität in enger Verbindung mit Investitionen in den Gebäudebestand zur Klimaneutralität vorgeschlagen. Im Jahr 2017 wurde das „Kölner Wohnungsbündnis“ u.a. von der Stadt Köln sowie Akteur*innen der Kölner Wohnungswirtschaft unterzeichnet, welche bis zum Jahr 2030 gilt.  Beschreibung Um die klimaneutrale Gebäudesanierung in der gewerblichen Wohnungswirtschaft zu forcieren, wird die Gründung einer „Allianz für klimaneutrales Wohnen im Kölner Bestand“ empfohlen. Einen wesent-lichen Bestandteil bildet dabei die Kooperationsvereinbarung, welche gemeinsam mit der Wohnungs-wirtschaft erarbeitet wird. Die möglichen Inhalte sind dabei vielfältig, sollten jedoch sowohl die Stadt als auch die gewerbliche Wohnungswirtschaft in die Pflicht nehmen, sodass Aktivitäten im jeweiligen Handlungsspielraum kombiniert umgesetzt werden. So kann bspw. vereinbart werden, dass die Stadt Köln auf die Verbesserung des Wohnumfeldes in den Quartieren hinwirkt, während die gewerbliche Wohnungswirtschaft ihren Gebäudebestand entsprechend der Zielsetzung saniert. Auf diese Weise soll eine dauerhafte Vermietbarkeit und Werthaltigkeit der Bestandsgebäude erreicht werden. Um eine Überschneidung sowie die Bildung von Doppelstrukturen zu vermeiden, sollte geprüft werden, ob und wie das Thema der Klimaneutralität im Zuge einer Überarbeitung und Fortschreibung des Woh-nungsbündnisses integriert werden kann. Ein wesentliches Ziel der Kooperationsvereinbarung sollte zudem der Erhalt und die Förderung der Lebens- und Aufenthaltsqualität in den Quartieren sein, wel-che es im Rahmen der Vereinbarung genauer zu definieren gilt. Die Fachämter, wie bspw. das Amt für Stadtentwicklung und Statistik, sind frühzeitig in die Ausgestaltung der Kooperationsvereinbarung einzubeziehen, um diese in die gesamtstädtischen Bestrebungen zu integrieren. Ergänzend zu den Kooperationsvereinbarungen sollte ein sogenannter Debattenort geschaffen wer-den, um bauspezifische Schwerpunktthemen kooperativ voranzubringen. Der Debattenort bildet ein Forum zur fachlichen Diskussion und zur gemeinsamen Meinungsbildung. Neben der Stadt Köln und der gewerblichen Wohnungswirtschaft sollten Planer*innen und bauausführende Gewerke als weitere wichtige Akteur*innen beteiligt werden. Zunächst sollte der Fokus auf dem klimaneutralen Wohnen im Bestand liegen und bei positiver Resonanz auf den klimaneutralen Neubau als Ergänzung zum vor-gesehenen Erfahrungsaustausch (s. hierzu Aktivitätenempfehlung 1.4.1.2) ausgeweitet werden.

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Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Gezielte Ansprache der Wohnungswirtschaft 2. Gemeinsame Entwicklung der Kooperationsvereinbarung 3. Kontinuierliche Unterstützung 4. Schaffung eines Forums für den Diskurs 5. Evaluation und Monitoring 
 Akteure  Zielgruppe  Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsun-ternehmen, Stadt Köln – Koordinationsstelle Klimaschutz, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Wohnungsbauleitstelle, Hand-werkskammer / Kreishandwerkerschaft, Wohnungsbauforum 
 gewerbliche Wohnungswirtschaft, Pla-ner*innen, bauausführende Gewerke 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  s. Aktivitätenempfehlung 1.3.2.1  2023 - 2030 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   s. Aktivitätenempfehlung 1.3.2.1  Haushaltsmittel 
 
THG-Einsparungen    Verbesserung der Sanierungsrate im Bereich der gewerblichen Wohnungswirtschaft um 0,5%   Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 4.200 t/a CO2eq  Kumulierte THG-Einsparung (t):  16.700 t CO2eq (unter Berücksichtigung sich verändernder Emissionsfaktoren) 
 
Erfolgsindikatoren/Meilensteine  
Weitere Wirkung  Bildung einer Allianz inkl. Kooperations-vereinbarung, Entwicklung der THG-Emissionen und Sanierungsquote der teilnehmenden Wohnungsunternehmen; Entwicklung des Wohnumfeldes 
 Ökonomie: ggf. regionale Wertschöpfung Ökologie: ggf. ökologische Aufwertung der Freiflächen Soziales: Leistet einen Beitrag zur Entwick-lung eines lebenswerten gesunden Woh-numfeldes 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Verbesserung des Lebens- und Aufent-haltsqualität in Quartieren Aktivitätenempfehlung: 1.2.1.1. Erarbei-tung von Klimaschutz-Leitlinien 
 Entwicklung der Mietpreise 
 
Breitenwirksamkeit  
sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Kooperationsvereinbarung soll neben den Klimaschutzleitlinien als strukturelle Grundlage für die Wohnungswirtschaft dienen. 
 Mit der Vorbereitung des Prozesses zur Entwicklung der Kooperationsvereinba-rung kann bereits mit den vorhandenen personellen Ressourcen begonnen wer-den.

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1.3.2.3 Modellprojekt Serielles Sanieren („Energiesprong“1) 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.3.2.3.  Modellprojekt Serielles Sanieren („Energiesprong“) Themenschwerpunkt Klimafreundliche Bestandssanierung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2024 Ziel und Strategie Im Rahmen eines Modellprojektes soll das serielle Sanieren von Mehrfamilienhäusern in Köln erprobt werden, um so die jährliche Sanierungsquote zu steigern.  Ausgangslage Die dena führt derzeit das Projekt „Serielle Sanierung von Mehrfamilienhäusern“ durch.  Mit der Arbeitsgemeinschaft der Kölner Wohnungsunternehmen existieren bereits Strukturen, die für eine verstärkte Kooperation mit der gewerblichen Wohnungswirtschaft auch im Hinblick auf Modell-projekte förderlich sind. Beschreibung Um der großen Herausforderung der Gebäudemodernisierung im gewerblich vermieteten Wohnge-bäudebestande zu begegnen und technische Lösungsmöglichkeiten zu erproben, wird die Durchfüh-rung eines Modellprojektes zum seriellen Sanieren empfohlen. Häufig wurden benachbarte, gewerb-lich vermietete Gebäude im gleichen Zeitraum errichtet, wodurch der Sanierungsbedarf in der Regel vergleichbar ist. Mithilfe des seriellen Sanierens können Synergien genutzt werden und so bspw. die Sanierungsdauer verkürzt und die Kosten gesenkt werden.  Zur Erprobung und Anpassung des Ansatzes an die Gegebenheiten in Köln sollte zunächst ein Modell-projekt umgesetzt werden. Im Rahmen dessen sollte die Teilnahme an dem Projekt der dena „Serielle Sanierung von Mehrfamilienhäusern“ geprüft werden. Bei erfolgreicher Umsetzung sollte gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft eine Strategie zur Ausweitung auf den geeigneten Gebäudebestand entwickelt werden. Dies sollte in Abstimmung mit den weiteren Aktivitätenempfehlungen der Maß-nahme 1.3.2 Modernisierung gewerblich vermieteter Wohngebäude erfolgen. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Ansprache der gewerblichen Wohnungswirtschaft 2. Gemeinsame Identifizierung eines Pilotraumes 3. Gemeinsame Umsetzung des Modellprojektes 4. Evaluierung 5. Ggf. Anpassung des Vorgehens und Ausweitung auf weitere Gebäude 
 Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln – Koordinationsstelle Klima-schutz, Amt für Stadtentwicklung und Sta-tistik, Arbeitsgemeinschaft Kölner Woh-nungsunternehmen, Handwerkskammer / Kreishandwerkerschaft 
 Gewerbliche Wohnungswirtschaft  
 1 Weitere Informationen: https://www.energiesprong.de

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Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  nicht quantifizierbar   2024 - 2030 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   nicht quantifizierbar   
 
THG-Einsparungen    Sanierung von 100 Wohnungen pro Jahr und Reduktion um 70 kWh/qm   Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 890 t/a CO2eq  Kumulierte THG-Einsparung (t):  3.100 t CO2eq (unter Berücksichtigung sich verändernder Emissionsfaktoren) 
 
Erfolgsindikatoren/Meilensteine  
Weitere Wirkung  Pilotprojekt wird durchgeführt  Ökonomie: Kostendegression durch Stan-dardisierung von energetischen Modernisie-rungsmaßnahmen Soziales: Minimierung von Mieterhöhungen 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Maßnahme 1.3.2  Fachkräftemangel, Investitionskosten vs. steigende Mieten, Identifizierung geeig-neter Piloträume vs. unterschiedliche Interessen/Positionen der Wohnungswirt-schaft 
 
Breitenwirksamkeit  
sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die im Modellprojekt gesammelten Erfah-rungen können auf weitere Gebäudegrup-pen übertragen werden.  -

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1.3.2.4 Klimabonus-Modell (Anreiz zur energetischen Modernisierung von Wohnraum für einkommensschwache Haushalte) 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.3.2.4.  Klimabonus-Modell Themenschwerpunkt Klimafreundliche Bestandssanierung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2024 Ziel und Strategie Ziel des Klimabonus-Modells ist die Schaffung von Anreizen zur energetischen Modernisierung von Wohnraum für einkommensschwache Haushalte. Ausgangslage Ein Klimabonus-Modell wurde bereits im Rahmen des integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Teil-bereich Energie aus dem Jahr 2012 vorgeschlagen. Bislang wurde kein entsprechendes Förderange-bot in der Stadt Köln umgesetzt. Beschreibung Das Ziel der Klimaneutralität erfordert hohe energetische Standards, woraus in der Regel höhere In-vestitionskosten für die Gebäudeeigentümer*innen resultieren. Demgegenüber kommt der sozialver-träglichen Modernisierung eine immer wichtiger werdende Rolle zu. Um Gebäudeeigentümer*innen, welche ihren Wohnraum an einkommensschwache Haushalte vermieten, einen Anreiz zur Moderni-sierung auf einen hohen energetischen Standard zu schaffen, sollte die Einführung einer Klimakompo-nente im Wohngeld für die Stadt Köln in Form eines Klimabonus-Modells geprüft werden. Durch diese finanziellen Zuschüsse soll einkommensschwachen Haushalten ermöglicht werden, Wohnungen in Gebäuden mit einem niedrigen Energiekennwert anzumieten bzw. nach einer Modernisierung in der Wohnung zu verbleiben. Somit steigt die Nachfrage nach entsprechend modernisiertem Wohnraum, woraus ein Anreiz für die Gebäudeeigentümer*innen resultiert. Die Stadt Bielefeld wendet bspw. seit dem Jahr 2007 ein sogenanntes Klimabonus-Modell an.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Analyse bestehender Klimakomponenten in anderen Kommunen (bspw. Bielefeld) 2. Prüfung der Übertragbarkeit auf die Stadt Köln 3. Ggf. Umsetzung und Beschluss 4. Ggf. kontinuierliche Evaluierung und Anpassung an sich ändernde Rahmenbedingungen 
 Akteure  
 
 Koordinationsstelle Klimaschutz, Dezernat VI – Planen und Bauen, Dezernat IX - Stadt-entwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales, Amt für Presse- und Öffent-lichkeitsarbeit 
 Gebäudeeigentümer*innen 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente  2024 - 2030 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   -  -

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1.4 Klimaneutraler Neubau 1.4.1 Nachhaltigen Neubau nicht-städtischer Wohngebäude fördern 1.4.1.1 Klimaneutraler Neubau – Unterstützungsangebote für private Baufamilien 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.4.1.1.  Klimaneutraler Neubau – Unterstützungsangebote für private Baufamilien Themenschwerpunkt Klimaneutraler Neubau Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Ziel des Unterstützungsangebotes für private Baufamilien im Wohnungsneubau ist die verstärkte Rea-lisierung von nachhaltigen, energieeffizienten und damit klimaneutralen Neubauten.  Ausgangslage Derzeit bietet die Stadt Köln keine spezifischen Unterstützungsangebote für private Baufamilien an. Beschreibung Im Hinblick auf die angestrebte Klimaneutralität muss ein Augenmerk darauf gelegt werden, dass ein nachhaltiger und energieeffizienter Neubau entsteht, der das verbleibende CO2-Restbudget nicht noch zusätzlich belastet. Das nachhaltige und energieeffiziente Bauen lässt sich verglichen mit Bestands-modernisierungen im Neubau leichter realisieren. Insbesondere privaten Baufamilien fehlt jedoch häu-fig das Wissen über die vielfältigen Optionen. Daher wird die Konzipierung eines neutralen Unterstüt-zungsangebotes für private Baufamilien empfohlen, welches Informations-, Beratungs- und Beglei-tungsangebote enthalten soll. Diese Angebote können bspw. im Rahmen einer thematischen Erweite-rung der Serviceagentur Gebäudemodernisierung (s. hierzu Aktivitätenempfehlung 1.3.1.3)  strukturell angesiedelt werden. Auf diese Weise würden auch private Baufamilien eine zentrale Anlaufstelle er-halten. Die Grundlage für das Beratungsangebot bilden die „Kölner Leitlinien zum Klimaschutz in der Umsetzung nicht-städtischer Neubauvorhaben“. Dennoch sollten im Sinne der Klimaneutralität und Nachhaltigkeit weiterführende Maßnahmen beworben werden. Folgende Bausteine sollten darüber hinaus in das Unterstützungsangebot integriert sein:  • Bonus-Zuschüsse für nachhaltiges Bauen im Rahmen eines Förderprogramms, um zusätzlich Bauvorhaben zu erreichen, die nicht durch die Energieleitlinien der Stadt für nicht-städtische Neubauvorhaben erreicht werden • Umsetzungsberatung für ressourcen- und energieoptimiertes Bauen • Etablierung eines Qualitätsnetzwerks klimaneutraler und nachhaltiger Wohnungsneubau als Erweiterung des Qualitätsnetzwerks „Klimaneutrale Wohngebäudemodernisierung“ Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Konzipierung der Informations- und Beratungsangebote inklusive Ermittlung der Bedarfe 2. Konzeption eines entsprechenden Förderprogrammes für nachhaltiges Bauen 3. Öffentlichkeitswirksame Bewerbung des Angebotes 4. Evaluierung und ggf. Anpassung der Inhalte an die Bedürfnisse der privaten Baufamilien

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 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Hand-werkskammer, Kreishandwerkerschaft, Verbraucherzentrale 
 Private Baufamilien, planende und ausfüh-rende Gewerke 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent (Steuerung sowie Ab-wicklung Förderung Erstberatungen)  2023 - 2025  
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   Aufsuchende kostenlose Erstberatung mit 530 Erstberatungen pro Jahr zu je 3h Umfang bei 100€ brutto/h: Insgesamt 477.000 €.   
 Haushaltsmittel 
 
THG-Einsparungen    50% der beratenen Neubauwilligen bauen KfW40-Standard.   Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 700t/a CO2eq  Kumulierte THG-Einsparung (t):  1.400 t CO2eq  
 
Erfolgsindikatoren/Meilensteine  
Weitere Wirkung  Inanspruchnahme des Angebotes, Baustandard der Neubauten  Ökonomie: ggf. regionale Wertschöpfung Ökologie: Ressourcenschonung durch Auswahl nachhaltiger Baustoffe 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlung: 1.2.1.1. Erarbei-tung von Klimaschutz-Leitlinien  - 
 
Breitenwirksamkeit  
sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Je nach personeller und finanzieller Aus-stattung kann eine breite Öffentlichkeit angesprochen werden.  Mit der Konzipierung der Unterstützungs-angebote kann bereits mit den vorhande-nen personellen Ressourcen begonnen werden.

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1.4.1.2 Mietwohnungsneubau zukunftsfähig gestalten – Kooperationsvereinbarung und Erfahrungsaustausch mit der Wohnungswirtschaft 
 
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral / 1.4.1.2.  Mietwohnungsneubau zukunftsfähig gestalten - Kooperations-vereinbarung und Erfahrungsaustausch mit Wohnungswirt-schaft Themenschwerpunkt Klimaneutraler Neubau Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Ziel der Kooperationsvereinbarung und dem damit verbundenen Erfahrungsaustausch mit der Woh-nungswirtschaft ist die Unterstützung bei dem Bau nachhaltiger und klimaneutraler Neubauten im Mietwohnungsmarkt sowie die Forcierung des Ziels der Klimaneutralität.  Ausgangslage Mit den „Leitlinien zum Klimaschutz in der Umsetzung nicht-städtischer Neubauvorhaben in Köln“ existieren konkrete technische Anforderungen an die Klimaschutzqualität auch neuer Mietwohnungs-gebäude. Deren Umsetzung und Weiterentwicklung hinsichtlich Nachhaltigkeit und Klimaneutralität bei gleichzeitig sozialer Ausgewogenheit soll im Rahmen eines kooperativen Prozesses begleitet wer-den.  So ist in den Bau-, Qualitäts- und Ausstattungsstandards (BQA) des Amtes für Wohnungswesen fest-geschrieben, dass neue Projekte nur noch im Passivhausstandard errichtet werden dürfen. Als Beispiel kann bereits das Projekt „Wohnquartier am Grafenmühlenweg“ in Köln-Dellbrück genannt werden. Hier handelt es sich um ein Grundstück im Besitz der Stadt Köln, das mit zwei alten Sozial-häusern bebaut ist, die durch fünf Mehrfamilienwohnhäuser im öffentlich geförderten Wohnungsbau ersetzt werden sollen. Die Planstudie untersucht für dieses Grundstück eine bestmögliche Lösung, um neuen geförderten Wohnungsbau im nachhaltigen Standard zu schaffen. Dies umfasst u. a. die Umsetzung des Passivhausstandards in Hybridbauweise, die Umsetzung der neuen Stellplatzverord-nung der Stadt Köln und ein Versickerungskonzept mit nachhaltiger Regenwassernutzung. Für das Energiekonzept der Wohnanlage soll u. a. ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung aus Abluft, Wärmepumpe + Fußbodenheizung sowie Strom durch eine PV-Anlage mit Speicher untersucht wer-den.  Beschreibung Eine nachhaltige und klimaneutrale Bauweise im Neubau ist auch in der Wohnungswirtschaft zu ver-ankern. Daher wird die Erstellung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Köln und der Wohnungswirtschaft bzw. einzelnen Wohnungsgesellschaften, -genossenschaften, Investor*innen etc. empfohlen. Es sollte geprüft werden, ob die im Folgenden genannten Inhalte im Rahmen eine Erweiterung und Fortschreibung des Kölner Wohnungsbündnisses integriert werden können. Dabei sollten neben den bisher beteiligten Akteur*innen der Wohnungswirtschaft auch bspw. einzelne Ge-sellschaften oder Genossenschaften involviert werden. Neben konkreten Zielsetzungen kann die Ver-einbarung Inhalte zum fachlichen Erfahrungsaustausch sowie Informations-, Beratungs- und Unter-stützungsangeboten beinhalten. Weitere mögliche Inhalte, welche unter Einbeziehung der relevanten Fachbereiche entwickelt werden sollten, können sein:  • Gemeinsame Entwicklung von Leitlinien für klimafreundlichen und sozialen Wohnungsbau • Modellvorhaben zu nachhaltigem und klimaneutralem Mietwohnungs-Neubau • Wissens- und Erfahrungsaustausch zum Thema nachhaltiges Bauen (DGNB-Vorgaben, Bewer-

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tungssystem "Nachhaltiger Wohnungsbau" etc.) etablieren Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Gezielte Ansprache der Wohnungswirtschaft 2. Gemeinsame Entwicklung der Kooperationsvereinbarung 3. Kontinuierliche Unterstützung  4. Evaluation und Monitoring 
 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Arbeits-gemeinschaft Kölner Wohnungsunterneh-men, Amt für Stadtentwicklung und Statis-tik, Wohnungsbauleitstelle, Wohnungsbau-forum 
 Wohnungswirtschaft 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente  2023 - 2035 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   -

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       2. Klimaneutrale Energieversorgung erreichen

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2 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen 2.1 Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich 2.1.1 Dekarbonisierung der Wärmeversorgung des Konzerns Stadt Köln 2.1.1.1 Identifizierung EE-Wärme und Abwärmepotenziale für Gebäude des Konzerns Stadt Köln 
 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.1.1.1. Identifizierung der EE-Wärme und Abwärmepotenziale für Ge-bäude des Konzerns Stadt Köln Themenschwerpunkt Energieversorgung im kommunalen Einflussbe-reich Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023  Ziel und Strategie Durch die Identifizierung und Ausschöpfung der Potenziale im Bereich der erneuerbaren Wärme und Abwärme soll ein Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung für die Gebäude des Konzerns Stadt Köln geleistet werden. Ausgangslage Die RheinEnergie AG ist bereits im engen Austausch mit den Konzerntöchtern, um Bedarfe für eine dekarbonisierte Fernwärme zu identifizieren. Darüber hinaus hat die RheinEnergie AG bereits erste Potenzialermittlungen durchgeführt.  Beschreibung Ergänzend zu den Bestrebungen der RheinEnergie AG wird die Ermittlung der Potenziale im Bereich der erneuerbaren Wärme und Abwärme im Zuge einer strategischen Energieplanung empfohlen. Da die Gebäudesanierung eine wichtige Rolle bei der Nutzung von erneuerbaren Energien und Abwärme zur Deckung der Wärmebedarfe spielt, sollte der energetische Zustand der Gebäude im Konzern er-hoben werden. Dabei sind sowohl der Energiebedarf als auch die bereits durchgeführten Sanierungen relevant. Für zehn städtische Gebäude pro Jahr sollte ein Energiekonzept erstellt werden.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Identifizierung der EE-Wärme- und Abwärmepotenziale 2. Erhebung des Gebäudezustandes 3. Erarbeitung von Energiekonzepten 4. Umstellung der Wärmeversorgung der Gebäude im Konzern

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 Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln – Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, Koordinationsstelle Klimaschutz, Amt für Liegenschaften, Vermessung und Ka-taster, Berufsfeuerwehr, Amt für Feuer-schutz, Rettungsdienst und Bevölkerungs-schutz, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Sportamt, Amt für Wohnungswesen, Kämmerei (203/2 Stiftungsverwaltung), Amt für Soziales, Arbeit und Senioren, Ate-liers, Probenräume, Bühnen der Stadt Köln, Beteiligungsmanagement, Konzerntöchter, RheinEnergie AG 
 Konzern Stadt Köln (Gebäudewirtschaft, Konzerntöchter, RheinEnergie AG) 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent bis 2035  Mind. bis 2035, langfristig etablieren  Sachkosten  Finanzierungsansatz   1.300.000 € für 10 Energiekonzepte pro Jahr zu je 10.000 € bis 2035  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Umsetzung von jährlich 10 Energiekonzepten   Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Ca. 15.600 t/a CO2eq  Kumulierte THG-Einsparung (t):  Ca. 98.400 t CO2eq  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Potenziale wurden identifiziert, Energie-konzept wurde erstellt, Entwicklung der verwendeten Energieträger sowie der THG-Emissionen des Konzerns in der Raumwärme 
 - 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   -  -  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  Vorbildfunktion des Konzerns Stadt Köln

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2.1.2 Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung des Konzerns Stadt Köln 2.1.2.1 PV-Initiative Konzern Stadt Köln 
 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.1.2.1.  PV-Initiative Konzern Stadt Köln Themenschwerpunkt Energieversorgung im kommunalen Einflussbe-reich Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Mithilfe einer gezielten PV-Initiative soll die Realisierung von PV-Anlagen auf Flächen und Gebäuden des Konzerns Stadt Köln vorangebracht werden, um im Sinne der Vorbildwirkung einen Beitrag zur Hebung des bestehenden Potenzials zu leisten. Ausgangslage Die Stadt Köln verfügt über ein großes PV-Potenzial bei den konzerneigenen Gebäuden und Flächen, welches bislang nur in einem geringen Ausmaß ausgeschöpft wird. Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln hat bereits ihre Gebäude im Hinblick auf PV-Eignung untersucht. Gemeinsam mit der RheinEner-gie AG werden nun 115 PV-Anlagen realisiert, sofern dies statisch möglich ist. Verträge je Dachfläche bzw. Liegenschaft wurden im Vorfeld gemeinschaftlich entwickelt. Die RheinEnergie AG hat zudem bereits Potenzialermittlungen für den Ausbau von PV-Freiflächenanlagen auf den Liegenschaften der Stadt Köln durchgeführt. Beschreibung Die PV-Initiative richtet sich an den gesamten Konzern Stadt Köln, um den PV-Ausbau auf den kom-munalen Gebäuden und Freiflächen voranzutreiben. Die Aktivitätenempfehlung bündelt daher unter-schiedliche Projekte, um das Potenzial zu heben.  Hebung des PV-Potenzials auf den kommunalen Dächern der Stadt Köln Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln ist bereits aktiv im PV-Ausbau tätig, bspw. durch die kommende Realisierung von 115 PV-Anlagen in Kooperation mit der RheinEnergie AG. Weitere Dienststellen der Stadt verwalten Liegenschaften mit PV-Potenzialen. Die Bestrebungen der Stadtverwaltung sollten in den kommenden Jahren zur Wahrnehmung ihrer Vorbildfunktion weiter ausgebaut werden, um das bestehende Potenzial auf den kommunalen Gebäuden vollständig zu heben. Potenzialermittlung und Hebung des PV Potenzials auf den Dachflächen aller Liegenschaften des Kon-zerns Stadt Köln Ergänzend zu den Gebäuden, welche durch die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln bewirtschaftet wer-den, verfügt der Konzern über zahlreiche weitere Liegenschaften. Für diese sollte sobald wie möglich eine detaillierte PV-Potenzialermittlung durchgeführt werden. Basierend darauf gilt es den Ausbau auf geeigneten Dachflächen zu forcieren. Im Zuge dessen sollte geprüft werden, ob und welcher Unter-stützungsbedarf bei den relevanten Akteuren besteht.  PV-Freiflächenpotenzial Konzern Stadt Köln Neben dem PV-Dachflächenpotenzial besteht auch auf den Freiflächen, die sich im Eigentum des Konzerns Stadt Köln befinden, weiteres PV-Potenzial. Vor dem Hintergrund der angestrebten Kli-maneutralität gilt es auch dieses, sofern möglich, zu heben. Zunächst sollte geprüft werden, ob die Potenzialermittlung der RheinEnergie AG sowohl Flächen innerhalb als auch außerhalb der EEG-Flächenkulisse berücksichtigt. Um den Ausbau zu ermöglichen, sollte die Stadt Köln aktiv unterstützen und sich dabei bspw. für bessere energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen auf Bundesebene ein-setzen.

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PV vor Denkmalschutz Die Stadt Köln verfügt auch über viele denkmalgeschützte Gebäude. Der Denkmalschutz bildet häufig einen Zielkonflikt mit dem Ausbau von Dachflächen photovoltaik. Um dieser Herausforderung zu begegnen sollte die Vereinbarkeit der Themen geprüft werden. Im Zuge dessen sollten Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und eine Vereinbarung getroffen werden. Darüber hinaus wird bspw. eine gemeinsame Priorisierung der Gebäude mit dem Amt für Denkmalschutz empfohlen.  Schaffung notwendiger Rahmenbedingungen für PV durch politische Unterstützung durch den Rat der Stadt Köln Es bedarf einer Verbesserung der politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau von PV auf Bundes- und Landesebene. Darauf sollte die Stadt Köln mit politischer Unterstützung durch den Rat sowie öffentlicher Unterstützung aktiv hinwirken.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Identifizierung von Unterstützungsbedarfen und Konzipierung entsprechender Angebote 2. Entwicklung einer Strategie zur Schaffung notwendiger Rahmenbedingungen 3. Potenzialermittlung und Realisierung von PV-Anlagen inkl. Abstimmung mit dem Denkmal-schutz  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Solarkoor-dinierungsstelle, Rat der Stadt Köln, Ge-bäudewirtschaft der Stadt Köln, Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege, Amt für Liegenschaften, Vermessung und Ka-taster, Berufsfeuerwehr, Amt für Feuer-schutz, Rettungsdienst und Bevölkerungs-schutz, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Sportamt, Amt für Wohnungswesen, Kämmerei (203/2 Stiftungsverwaltung), Amt für Soziales, Arbeit und Senioren, Ate-liers, Probenräume, Bühnen der Stadt Köln, Beteiligungsmanagement, RheinEnergie AG, Konzerntöchter 
 Konzern Stadt Köln 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1,5 Vollzeitäquivalente für Betreuung der Anlagenrealisierung  Bis 2035 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   9.000.000 € investiv bei Realisierung von 200 Anlagen mit durchschnittlich 30 kW und 1.500 €/kW Investition  Haushaltsmittel, ggf. Fördermittel 
 THG-Einsparungen    Über die Laufzeit werden auf insgesamt 200 Gebäuden Solaranlagen mit einer durchschnitt-lichen Leistung von 30 kWp installiert.   Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 1.731 Tonnen CO2eq/a  
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  5.319 Tonnen CO2eq (unter Berücksich-tigung veränderter Emissionsfaktoren im bundesdeutschen Strommix)

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 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Vereinbarung mit dem Denkmalschutz wurde getroffen, Potenzialermittlung auf Dach- und Freiflächen, Installierte PV-Anlagen 
 Ökonomie: Regionale Wertschöpfung durch Aufträge für das lokale/regionale Handwerk  
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlungen: 2.2.1.1. Solarko-ordinierungsstelle (SoKo) Stadt Köln  Ggf. Konflikte mit Solarthermie, Denkmal-schutz und Statik, Dachbegrünung, Fach-kräftemangel  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Durch die Initiative soll der Prozess des PV-Ausbaus im gesamten Konzern angestoßen und forciert werden.  Die ersten Anlagen werden bereits auf den Dachflächen errichtet. Diese Entwick-lungen können als Grundlage für die wei-tere Entwicklung im Konzern sowie die Vorbildfunktion genutzt werden.

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2.2 Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms 2.2.1 Ausbau der Photovoltaik auf Wohn- und Nichtwohngebäuden 2.2.1.1 Solarkoordinierungsstelle (SoKo) Stadt Köln 
 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.2.1.1. Solarkoordinierungsstelle (SoKo) Stadt Köln Themenschwerpunkt Steigerung des lokal und erneuerbar erzeug-ten Stroms Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Mithilfe der Solarkoordinierungsstelle bei der Stadt Köln soll der PV-Ausbau gezielt strategisch gesteu-ert und operativ koordiniert und so ein Beitrag zur Treibhausgasminderung durch den Ersatz von kon-ventionellem Strom durch Photovoltaik geleistet werden. Darüber hinaus wird mit der Solarkoordinie-rungsstelle das Thema Solarenergie zentral an einer Stelle in der Kölner Stadtverwaltung koordiniert werden. Ausgangslage Im Kölner Stadtgebiet besteht ein großes PV-Potenzial. Darüber hinaus stellt PV eine wirtschaftliche Alternative zu konventionellem Strom dar.  Beschreibung Um das große Solarpotenzial in Köln zukünftig besser als bisher zu heben, wird die Einrichtung einer Solarkoordinierungsstelle bei der Stadt Köln empfohlen. Diese soll sowohl mit externen Akteur*innen zusammenarbeiten als auch den Austausch mit relevanten Akteur*innen und Zielgruppen initiieren. Die Hauptaufgabe besteht jedoch in der Koordination des gesamten Themenfelds der Solarenergie. Da an dieser Stelle die Aktivitäten koordiniert werden, geht von dieser ein personeller und finanzieller Ressourcenbedarf aus.  Zu den wesentlichen Koordinierungsaufgaben zählen • Schaffung von koordinierenden Ansprechpartner*innen zur Ausweitung des PV-Ausbaus in Köln (z. B. Aktivierung von Akteur*innen, Koordination von Investorenanfragen, Beförderung PV Ausbau auf städt. Liegenschaften) • Akteursübergreifende Koordination der Aktivitäten großer Multiplikator*innen/Stakeholder in Köln (IHK, Handwerkskammer, RheinEnergie AG, Verbraucherzentrale, stadtverwaltungsinterne Akteur*innen und Beteiligungsgesellschaften etc.)   • Aktivierungskampagne Teilbereich Wohngebäude  • Aktivierungskampagne Teil GHD/Industrie  • Konzeption von städtischen Förderprogrammen  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Bildung einer Koordinierungsstelle 2. Austausch mit den relevanten Akteur*innen über Bedarfe und Struktur  3. Aufbau der Öffentlichkeitsarbeit  4. Koordinationsprozess in Kombination mit den weiteren PV-Maßnahmen des Aktivitätenportfo-lios

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5. Monitoring 
 Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln – Koordinationsstelle Klima-schutz, Umwelt- und Verbraucherschutz-amt, Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Gebäudewirtschaft der Stadt Köln,  RheinEnergie AG, Köln Business, Hand-werkskammer, Energieversorger, Ge-nossenschaften, IHK, Verbraucherzentra-le, Immobilienwirtschaft, weitere exter-ne Akteur*innen 
 Unternehmen, Konzern Stadt Köln  
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  3 Vollzeitäquivalente  Bis 2035  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Sachkosten sind in den jeweiligen Aktivi-tätenempfehlungen ausgewiesen  Haushaltsmittel, ggf. Personalförderung von Klimaschutzmanager*in durch Bund  THG-Einsparungen    Keine unmittelbare THG-Minderung durch die Aktivitätenempfehlung erzielbar. Mittelbare Wir-kung durch verstärkte Wahrnehmung des Themas. Wirkungsentfaltung erfolgt über die nachfol-genden Aktivitätenempfehlungen      Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Gründung der Solarkoordinierungsstelle, initiierter PV-Ausbau und daraus resultie-rende Emissionseinsparungen  Ökonomie: Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Stadtverwaltung    Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlungen: 2.1.2.1. PV-Initiative Konzern Stadt Köln, 2.2.1.2. Aktivierungsoffensive PV, 2.2.1.3. Solar-treff, Ausbildungsoffensive, Solarfonds – Unterstützungsinstrumente für den PV-Ausbau, 2.2.1.3. Photovoltaik-Förderprogramm mit Breitenwirkung, 2.2.1.5. Fokusthema: Ausbau von Mie-terstrom, 2.2.2.1. Fokusinitiative PV auf Freiflächen ausbauen 
 Nutzflächenkonflikte für PV-Freiflächen und Agri-PV, Verpachtung von Dachflä-chen, Fachkräftemangel 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Solarkoordinierungsstelle bildet die wesentliche strukturelle Voraussetzung, um das Solarpotenzial der Stadt zu he-ben sowie für die Umsetzung der nach-folgenden Aktivitätenempfehlungen in den Maßnahmen 2.2.1 und 2.2.2. 
 Durch die Gründung der Koordinierungs-stelle wird die Grundlage für die Umset-zung der nachfolgenden Aktivitätenemp-fehlungen in den Maßnahmen 2.2.1 und 2.2.2 geschaffen.

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2.2.1.2 Aktivierungsoffensive PV (Stadtverwaltung Köln mit Partner*innen aus Unternehmen, Finanzinstitutionen etc.) 
 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.2.1.2. Aktivierungsoffensive PV (Stadtverwaltung Köln mit Part-ner*innen aus Unternehmen, Finanzinstitutionen etc.) Themenschwerpunkt Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Mithilfe der Aktivierungsoffensive PV sollen Kölner Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Wohnei-gentümergemeinschaften, Mieter*innen, Institutionen, Pächter*innen/Anlagenbetreiber*innen für das Thema PV sensibilisiert und zur Realisierung von Anlagen aktiviert werden, um die PV-Potenziale zu heben. Ausgangslage Die Gesamtstadt Köln verfügt über ein großes PV-Potenzial auf Dachflächen von ca. 3.800 MWp Leis-tung, welches bislang nur in einem geringen Ausmaß ausgeschöpft wird. Derzeit sind ca. 60 MW Leistung auf Kölner Dachflächen installiert.  Die Stadtverwaltung informiert bereits auf der kommunalen Homepage über das Thema Solarenergie und verweist dabei sowohl auf das Solardachkataster des Landes NRW als auch auf Beratungs-, In-formations- und Fördermöglichkeiten. Beschreibung Kern der Aktivierungsoffensive PV ist eine zielgruppenorientierte Ansprache der Kölner Privatperso-nen, Unternehmen, Vereine, Wohneigentümergemeinschaften, Mieter*innen, Institutionen, Päch-ter/Anlagenbetreiber, um die Angebote bestmöglich auf die Bedürfnisse der Zielgruppen anpassen zu können. Daher wird die Aktivierungsoffensive in zwei Teilbereiche gegliedert: einerseits in den Teilbe-reich Wohngebäude und andererseits in den Teilbereich GHD und Industrie.  Ein wichtiger Bestandteil der Offensive sind die Beratungsangebote in Wohn- und Gewerbequartieren. Diese ermöglichen eine auf die jeweiligen Problemlagen zugeschnittene Beratung der Gebäudeeigen-tümer*innen. Ein inhaltlicher Bestandteil der Beratungsangebote sollten die Vorteile einer Kombination der Realisierung einer PV-Anlage mit einer Dachdämmung darstellen. Die Öffentlichkeitsarbeit bildet den zweiten Kernbaustein der Aktivierungsoffensive, welche es eben-falls zielgruppenspezifisch auszugestalten gilt. Diese kann Kampagnen, Ansprachen und aktivierende Maßnahmen beinhalten, wie bspw. Infoveranstaltungen, Plakatkampagnen, Testimonials, persönliche Ansprachen sowie Internetpräsenz. Konkret bieten sich u. a. folgende Umsetzungsmöglichkeiten und Kampagnen an:  • Teilnahme an dem Wattbewerb (www.wattbewerb.de) • Leitkampagne (z. B. Arsch huh – Sonn vum Daach)  • Solar-Spezial-Termin nur für Eigentümergemeinschaften  • Kompass zur eigenen PV-Anlage  • Online-Seminare  • Solarkampagne  • PV-Beratung  • Balkon Module  • Bewerbung des Solarberatungszentrum „Solartreff “der Stadt Köln, RheinEnergie AG und HWK

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Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sollten verstärkt Best Practice-Beispiele in Köln öffentlich bewor-ben und in die unterschiedlichen Umsetzungsmöglichkeiten integriert werden. Auf diese Weise sollen zum einen Akteur*innen zur Nachahmung animiert und zum anderen ein Wissensaustausch angesto-ßen werden.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Ermittlung der Potentiale für PV-Dachflächen (räumliche und zielgruppenspezifische Differen-zierung) 2. Aktivierung strategischer Partnerschaften für Beratungsangebote (VZ, IHK, Solarberatungs-zentrum, Innungen, Mieterbund etc.) 3. Sondierung und Entwicklung von akteursspezifischen Aktivierungskampagnen 4. Identifizierung geeigneter Quartiere 5. Konzeption und Durchführung der Beratungen und Öffentlichkeitsarbeit 6. Evaluation  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Solar-koordinierungsstelle, Solarmanage-mentteam, Amt für Presse und Öffent-lichkeitsarbeit, externe Akteur*innen wie bspw. Finanzinstitute 
 Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Wohneigentümergemeinschaften, Mie-ter*innen, Institutionen, Päch-ter*innen/Anlagenbetreiber*innen 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1,5 Vollzeitäquivalente für  • Ermittlung und Steuerung des Po-tentials • Etablierung von Partnerschaften und Koordination • Öffentlichkeitsarbeit  
 2023 - 2030 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Beratungsaktivitäten durch strategische Partner/Multiplikator*innen in ausgewähl-ten Wohn- und Gewerbequartieren: 500 Beratungen mit je 4h: 200.000 € pro Jahr bis 2030, insgesamt 1.600.000 € Zzgl. Kosten für Kommunikation und Partizipation (siehe hierzu geplante ge-samtstädtische Kampagne)  
 Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Wirkung entsteht in Verbindung mit der Aktivitätenempfehlung 2.2.1.4. Photovoltaik-Förderprogramm mit Breitenwirkung und ist dort angegeben

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 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Aktivierungsoffensive wurde konzipiert Installierte Leistung Partnerschaften zur Erreichung der Ziel-gruppen 
 Ökonomie: Regionale Wertschöpfung durch Aufträge für das lokale/regionale Handwerk Soziales: Die Offensive richtet sich an alle Hauseigentümer*innen und unter-stützt diese bei der Realisierung einer PV-Anlage.  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Hinweis auf die Kombination mit Gründä-chern bietet neben ökologischen auch Vor-teile für die Erträge der PV-Anlage etc. Aktivitätenempfehlungen: 2.2.1.1. Solarko-ordinierungsstelle (SoKo) Stadt Köln und 2.2.1.3. Photovoltaik-Förderprogramm mit Breitenwirkung 
 Ggf. Konflikte mit Solarthermie, Denkmal-schutz, Begrünung, Investitionskosten vs. steigende Mieten und Kapazitäten im Handwerk 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Durch die Aktivierungsoffensive wird die gesamte Kölner Akteurslandschaft an-gesprochen. Die zielgruppenspezifische Herangehensweise hat zudem positive Wirkung auf die Erfolgsgröße der Offen-sive.   
 Mit der Entwicklung der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit kann bereits wäh-rend der Konzipierung der Quartiersbera-tung begonnen werden. Dies beschleu-nigt die Anlaufphase der Quartiersbera-tung.

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2.2.1.3 Solartreff, Ausbildungsoffensive, Solarfonds – Unterstützungs-instrumente für den PV-Ausbau 
 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.2.1.3.  Solartreff, Ausbildungsoffensive, Solarfonds – Unterstützungs-instrumente für den PV-Ausbau Themenschwerpunkt Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Mithilfe fördernder Strukturen soll die Realisierung von PV-Anlagen in der Stadt Köln unterstützt wer-den, um die bestehenden Potenziale zu heben. Auf diese Weise kann ein nennenswerter Beitrag zur Treibhausgasminderung durch den Ersatz von konventionellem Strom durch Photovoltaik geleistet werden. Ausgangslage Die Stadt Köln verfügt über ein großes PV-Potenzial auf Dachflächen von ca. 3.800 MWp Leistung, welches bislang mit ca. 60 MWp nur in einem geringen Ausmaß ausgeschöpft wird.  Beschreibung Ergänzend zu der Aktivierungsoffensive und der Solarkoordinierungsstelle bedarf es weiterer struktu-reller Elemente in der Stadt Köln, um den PV-Ausbau zu forcieren. Wesentliche Elemente stellen das Solarberatungszentrum „Solartreff“, eine Ausbildungsoffensive sowie ein Solarfonds dar.  Solarberatungszentrum „Solartreff“ Das Solarberatungszentrum, das voraussichtlich Ende Mai 2022 fertiggestellt wird, ist eine Kooperati-on von der Stadt Köln und der RheinEnergie AG gemeinsam mit der HWK. Zukünftig werden sich die Kölner Bürgerschaft, Vereine, Unternehmen und Wohnungseigentümergemeinschaften im „Solar-treff“ rund um die Themen Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und Elektromobilität kostenlos und unabhängig beraten lassen können. Digital können die Beratungsangebote bereits unter folgen-dem Link eingesehen werden: www.solartreff.de Ausbildungsoffensive Wie in diversen anderen Bereichen herrscht auch im Bereich des PV-Ausbaus ein Handwer-ker*innenmangel. Daher gilt es die Weiterbildung zu Solarteuren zu fördern. Die HWK Köln bietet bspw. entsprechende Kurse an. Diese Weiterbildungskurse gilt es prominenter zu bewerben, um ausreichend Handwerker*innen und insbesondere Nachwuchs zu generieren. Da für die Weiterbil-dung bei der HWK bestimmte abgeschlossene Ausbildungen vorausgesetzt werden, wird eine direkte Ansprache von Unternehmen im Rahmen einer Werbekampagne empfohlen. Für diese gilt es ent-sprechende Informations- und Beratungsangebote zu konzipieren. Darüber hinaus sollte sich eine Kampagne an Schulen richten, um bereits in der Orientierungsphase das Interesse bei den Schü-ler*innen für den Beruf des Solarteurs zu wecken. Im Zuge dessen sollen auch die dafür notwendigen Grundausbildungen beworben werden.  Solarfonds Köln Ergänzend zu der Förderung im Rahmen der Richtlinie „Gebäudesanierung und Erneuerbare Energien – klimafreundliches Wohnen“ sollte die Erstellung eines Solarfonds Köln geprüft werden. Dieser Fonds ist ein Bestandteil des Klimafonds (s. Aktivitätenempfehlung 6.1.2.3). Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Bewerbung des Solarberatungszentrums „Solartreff“

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2. Konzipierung und Umsetzung einer Ausbildungsoffensive und des Solarfonds 3. Ggf. Ermittlung weiterer notwendiger, fördernder Strukturen 4. Evaluierung und ggf. Anpassung und Erweiterung der Angebote  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Solarkoor-dinierungsstelle, RheinEnergie AG, Hand-werkskammer zu Köln, externe Ak-teur*innen wie bspw. Finanzinstitute, Ar-beitsagentur, planende und ausführende Gewerke 
 Privatpersonen, Schüler*innen, Handwer-ker*innen, Unternehmen, Vereine, Gebäu-deeigentümer*innen, Pächter*innen / Anla-genbetreiber*innen 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente  Langfristig etablieren  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Für Bewerbung Solartreff, Ausbildungs-initiative etc. 30.000 € pro Jahr bis 2040, insgesamt 540.000 €  Haushaltsmittel, Finanzierung Solartreff auch mit Drittmitteln 
 THG-Einsparungen    Wirkung entsteht in Verbindung mit der Aktivitätenempfehlung 2.1.1.4 Photovoltaik-Förderprogramm mit Breitenwirkung und ist dort angegeben       Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Durchgeführte Beratungen im „Solar-treff“, Entwicklung des Ausbildungsan-gebotes  - 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlungen: 2.2.1.1. Solarko-ordinierungsstelle (SoKo) Stadt Köln, 2.2.1.2. Aktivierungsoffensive PV, 2.2.1.5. Fokusthema: Ausbau von Mieterstrom, 2.2.1.3. Photovoltaik-Förderprogramm mit Breitenwirkung, 6.1.2.3. Instrumente zur Steuerung des Klimaschutzprozesses im-plementieren und im Prozess anpassen, 6.2.1.2. Unterstützung des Handwerks: Imagekampagne und Weiterbildungsoffen-sive 
 Ausbildungs- und Umsetzungskapazitäten im Handwerk 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Strukturen wirken sich positiv auf die gesamte Stadt Köln aus und tragen somit zum PV-Ausbau bei.  Der „Solartreff“ bietet seit Sommer 2022 seine Beratungsleistung an. Mit den wei-teren Projekten kann bereits mit den vorhandenen personellen Ressourcen begonnen werden.

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2.2.1.4 Photovoltaik-Förderprogramm mit Breitenwirkung 
 
Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.2.1.4. Photovoltaik-Förderprogramm mit Breitenwirkung Themenschwerpunkt Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Mithilfe des 2.2.1.3. Photovoltaik-Förderprogramm mit Breitenwirkung soll die Realisierung von PV-Anlagen unterstützt werden, um die PV-Potenziale zu heben. Ausgangslage Die Stadt Köln verfügt über ein großes PV-Potenzial von ca. 3.800 MWp Leistung, welches bislang nur in einem geringen Ausmaß ausgeschöpft wird. Im Frühjahr 2022 sind erst ca. 60 MW Leistung auf Kölner Dachflächen installiert.  Die Stadt Köln fördert die Installation von PV-Anlagen im Rahmen des Förderprogramms „Gebäudesa-nierung und Erneuerbare Energien - klimafreundliches Wohnen“ mit 250 €/kWp.  Beschreibung Ein weiteres wesentliches Element stellt die Konzeption, Einrichtung, Erweiterung und Bewerbung des Förderprogramms dar, welches den Ausbau von PV-Anlagen auf privaten und gewerblichen Ge-bäuden (Neubau und Bestandsbebauung) fördern soll. Es wird die Ausgliederung des Fördergegen-standes PV aus dem bestehenden Förderprogramm empfohlen. Ziel des eigenständigen PV-Förderprogrammes ist sowohl die Ansprache einer breiten Öffentlichkeit als auch eine hohe Inan-spruchnahme und somit Installation zahlreicher PV-Anlagen. Bis 2030 soll damit 50 % des derzeit nicht gehobenen PV-Potenzials ausgeschöpft werden, was einem Ausbau von ca. 1.840 MW Leistung ent-spricht. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Analyse der finanziellen städtischen Möglichkeiten 2. Entwicklung eines eigenständigen Förderprogramms 3. Politischer Beschluss 4. Umsetzung und öffentlichkeitswirksame Bewerbung des Förderprogramms und Erfolgsmoni-toring 
 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Solarkoordinie-rungsstelle, Amt für Presse und Öffentlich-keitsarbeit, externe Akteur*innen wie bspw. Finanzinstitute 
 Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Wohneigentümergemeinschaften, Mie-ter*innen, Institutionen, Päch-ter*innen/Anlagenbetreiber*innen 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  1,5h pro Antrag, bei 11.500 Anträgen pro Jahr (pro PV-Anlage durchschnittlich 20 kW) rd. 10 Vollzeitäquivalente für Bearbeitung der Förderanträge 
 2023-2030

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Sachkosten  
Finanzierungsansatz   Förderprogramm Solar allgemein oder PV für Anlagen bis 50 kWp: 34.500.000 € pro Jahr bis 2030 bei Förderung von 150 € pro kW, insgesamt bis 2030 276.000.000 € Zzgl. Kosten für Kommunikation (siehe hierzu geplante gesamtstädtische Kampag-ne) 
 Haushaltsmittel 
 
THG-Einsparungen    Annahme: Hebung von 50% des nicht ausgeschöpftem PV-Potenzials (ca. 1.840 MW Leistung)  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Ca. 531.000 Tonnen CO2eq/a2  
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  1.959.200 Tonnen CO2eq (unter Berück-sichtigung veränderter Emissionsfakto-ren im bundesdeutschen Strommix 
 
Erfolgsindikatoren/Meilensteine  
Weitere Wirkung  Förderprogramm wurde konzipiert Installierte PV-Anlagen und kWp nach Inan-spruchnahme  Ökonomie: Regionale Wertschöpfung durch Aufträge für das lokale/regionale Handwerk Soziales: Das PV-Förderprogramm mit Brei-tenwirkung richtet sich an alle Hauseigen-tümer*innen und unterstützt diese bei der Realisierung einer PV-Anlage. 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlungen: 2.2.1.1. Solarko-ordinierungsstelle (SoKo) Stadt Köln, 2.2.1.2. Aktivierungsoffensive PV, 2.2.1.3. Solartreff, Ausbildungsoffensive, Solarfonds – Unterstützungsinstrumente für den PV-Ausbau, 2.2.1.5. Fokusthema: Ausbau von Mieterstrom 
 Ggf. Konflikte mit Solarthermie, Denkmal-schutz, Begrünung, Investitionskosten vs. steigende Mieten, Kapazitäten im Hand-werk 
 
Breitenwirksamkeit  
sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Durch das 2.2.1.3. Photovoltaik-Förderprogramm mit Breitenwirkung wird die gesamte Kölner Bevölkerung angespro-chen. 
 Mit der Entwicklung der begleitenden Öf-fentlichkeitsarbeit kann bereits während der Erweiterung des Förderprogramms begon-nen werden. Dies beschleunigt die Abrufe des Förderprogramms.    
 2 Für alle Berechnungen der THG-Einsparungen wird als Emissionsfaktor für Strom der Bundesstrommix aus dem Jahr 2021: 370 g CO2eq/kWh zugrunde gelegt.

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2.2.1.5 Fokusthema: Ausbau von Mieterstrom 
 
Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.2.1.5. Fokusthema: Ausbau von Mieterstrom Themenschwerpunkt Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Um das bestehende PV-Potenzial der Stadt Köln zu heben, bedarf es des Ausbaus von Mieterstrom, da ein großer Teil des Gebäudebestandes und somit des PV-Potenzials in Köln auf Mehrfamilienhäuser entfällt. Durch gezielte Beratungs-, Informations-, Förderungs- und Unterstützungsangebote sollen die bestehenden Hemmnisse gemindert werden. Durch die Kombination dieser vier Elemente soll die Anzahl an Mieterstromprojekten in der Stadt Köln und so der Anteil an erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung in den nächsten Jahren deutlich gesteigert werden. Ausgangslage Bislang gibt es nur wenige Mieterstromprojekte in Köln. Dies ist bspw. durch größere Komplexität und einen hohen bürokratischen Aufwand sowie die langfristige Finanzierung begründet.  Beschreibung Aufgrund der hohen Anzahl an Mietwohngebäuden in Köln nehmen der Mieterstrom und PV-Betriebskonzepte auf Mehrfamilienhäusern eine bedeutende Rolle im PV-Ausbau ein. Trotz vieler Vor-teile stehen Mieterstromprojekten und PV-Betriebskonzepten auf Mehrfamilienhäusern unterschiedli-che Hemmnisse entgehen, weshalb bislang wenig Projekte realisiert wurden. Diese Hemmnisse kön-nen nicht allein auf Ebene der Stadt Köln abgebaut werden, dennoch können diese durch Aktivitäten der Stadt Köln gemindert werden. Zur Minderung der Hemmnisse und Förderung des Mieterstrom-ausbaus bedarf es daher unterschiedlicher struktureller Elemente in Köln, welche in dieser Aktivitä-tenempfehlung gebündelt betrachtet werden. Dazu zählen die Einrichtung einer Servicestelle Mieter-strom, einer Aktivierungsoffensive sowie getrennte Förderprogramme, einerseits für die Projektvorbe-reitung und andererseits für die Projektrealisierung. Ergänzend dazu bedarf es einer Verbesserung der Rahmenbedingungen auf Bund- und Landesebene für einen erfolgreichen Ausbau von Mieterstrom und PV-Betriebskonzepten auf Mehrfamilienhäusern. Servicestelle Mieterstrom und PV-Betriebskonzepte auf Mehrfamilienhäusern Als wesentliches Element wird die Gründung einer Servicestelle Mieterstrom und PV-Betriebskonzepte auf Mehrfamilienhäusern empfohlen, welche als unabhängige, zentrale und bün-delnde Anlaufstelle zur Information und Beratung von Gebäudeeigentümer*innen rund um das Thema Mieterstrom agiert. Das Angebot umfasst alle dafür erforderlichen zentralen Dienstleistungen oder vermittelt bei Bedarf ergänzende Dienstleistungen. Zu den relevanten Themen zählen bspw.: • Betriebskonzepte für Mieterstrom und PV-Betriebskonzepte auf Mehrfamilienhäusern • Rechtliche Fragen und Genehmigungsprozess • Netzanschluss inkl. frühzeitiger Kontaktaufnahme mit dem Netzbetreiber • Zählertechnik und Abrechnungssysteme  Ergänzend zur fachlichen Beratung bietet sich die Begleitung des konkreten Planungs- und Umset-zungsprozesses mit Mieterstromanbieter sowie Installateur*innen an. Die Servicestelle könnte ggf. in das Solarberatungszentrum „Solartreff“ integriert werden. Förderung der Projektvorbereitung von PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern Die technische Eignung des Gebäudes bildet die Grundvoraussetzung für die Realisierung einer PV-Anlage. Auskunft über die grundsätzliche Eignung der Dachflächen sowie eine erste Einschätzung zum

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theoretischen Potenzial liefert das landesweite, onlineverfügbare Solardachkataster. Weitere Aspekte im Rahmen der Eignungsprüfung, wie bspw. Statikprüfungen, erfordern eine gebäudespezifische Un-tersuchung mit einer entsprechenden Energieberatung. Um private Eigentümer*innen von Mehrfamilienhäusern bereits im Vorfeld einer potenziellen Realisie-rung einer PV-Anlage zu unterstützen, bedarf es eines städtischen Förderprogrammes für die Projekt-vorbereitungsphase für Mieterstromprojekte und PV-Betriebskonzepte auf Mehrfamilienhäusern. Das Förderprogramm zielt auf die technische Prüfung der Gebäudeeignung ab und umfasst bspw. die Prü-fung der Statik, Elektroinstallation sowie Zähler- und Zählerschrankinfrastruktur.  Pro Projekt ist eine Förderung von z. B. 50 % der anfallenden Kosten oder mittels Pauschalbetrags vorgesehen. Darüber hinaus wird die Förderung unabhängig von der Realisierung der Photovoltaikan-lage empfohlen. Durch dieses Förderprogramm soll ein Anreiz geschaffen werden, sein Gebäude zu prüfen. Durch einen niederschwelligen Antrags- und Genehmigungsprozess soll die Inanspruchnahme der Förderung zusätzlich sowohl auf Seiten der privaten Gebäudeeigentümer*innen als auch der Stadt Köln erleichtert werden. Die Stadt Stuttgart verfügt bspw. über ein Förderprogramm mit u. a. ver-gleichbaren Fördergegenständen. Förderung der Umsetzung von Mieterstromprojekten Ergänzend zur Förderung der Projektvorbereitung soll die Realisierung von PV-Anlagen als Mieters-tromprojekt inkl. begleitender Maßnahmen, wie bspw. die Einrichtung des Zählerplatzes oder das Stellen eines Baugerüstes, für private Wohngebäudeeigentümer*innen niederschwellig gefördert werden. Die Förderung bildet zudem eine Ergänzung zum „PV-Förderprogramm mit Breitenwirkung“ (s. Aktivitätenempfehlung 2.2.1.4), welches jedoch an derselben Stelle in der Stadtverwaltung ange-siedelt werden sollte. Auf diese Weise soll ein Anreiz bei den privaten Eigentümer*innen von Mehr-familienhäusern geschaffen werden, da diese Projekte sich für die privaten Eigentümer*innen trotz des Mieterstromzuschlags häufig nicht rentieren. Dies ist u. a. durch den Vertrieb, durch Messkonzep-te sowie durch die Abrechnungen entstehenden zusätzlichen Aufwände begründet. Die Berücksichtigung von bspw. Wärmepumpen und Energiespeichern sollte bei der Konzipierung des Förderprogramms geprüft werden. Diese könnten in Kombination mit einer PV-Anlage zu einem För-derbonus führen. Aktivierungsoffensive Ein wesentliches Element ist die zielgruppenspezifische Aktivierungsoffensive, durch welche die zuvor beschriebenen Aktivitätenempfehlungen öffentlichkeitswirksam beworben werden sollen. Dabei sind unterschiedliche Medien möglich, wie bspw. Kampagnen, Ansprachen und aktivierende Maßnahmen, wie bspw. Infoveranstaltungen, Plakatkampagnen, Testimonials, persönliche Ansprachen sowie Inter-netpräsenz. Die Offensive sollte sich dabei sowohl an die Gebäudeeigentümer*innen als auch Mie-ter*innen richten. Ziel der Aktivierungsoffensive für die Mieter*innen ist die Steigerung der Teilnahme an den Mieterstromprojekten ihrer Vermieter*innen. Geringe Beteiligungen der Mieter*innen hem-men ebenfalls die Bestrebungen der Vermieter*innen.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Gründung einer Servicestelle Mieterstrom und öffentlichkeitswirksame Bewerbung 2. Analyse der kommunalen Potenziale und der finanziellen städtischen Möglichkeiten 3. Entwicklung möglichst passgenauer Förderprogramme (in Einklang mit PV-Förderprogramm mit Breitenwirksamkeit) 4. Politischer Beschluss 5. Konzipierung und Umsetzung der Aktivierungsoffensive 6. Umsetzung und öffentlichkeitswirksame Bewerbung der Förderprogramme und Erfolgsmoni-toring

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 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Solarkoor-dinierungsstelle, Solarberatungszentrum „Solartreff“, Umwelt- und Verbraucher-schutzamt, Amt für Presse und Öffentlich-keitsarbeit, externe Akteur*innen wie bspw. Finanzinstitute 
 Gebäudeeigentümer*innen von Mehrfami-lienhäusern, Mieter*innen, Anbieter*innen von Mieterstrom und anderen PV-Betriebskonzepten auf Mehrfamilienhäu-sern, Unternehmen, Wohnungsbau 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  3 Vollzeitäquivalente  (Bei 1.000 Anträgen pro Jahr und 5h Bear-beitungszeit pro Antrag)   2023 - 2035 
 
Sachkosten  
Finanzierungsansatz   2.000.000 € pro Jahr, insgesamt 26.000.000 € (50% Förderung bei 4.000 € pro Antrag und 1.000 Anträgen pro Jahr))  Haushaltsmittel 
 
THG-Einsparungen    Wirkung entsteht in Verbindung mit der Aktivitätenempfehlung 2.1.1.4 Photovoltaik-Förderprogramm mit Breitenwirkung und ist dort angegeben     
 
Erfolgsindikatoren/Meilensteine  
Weitere Wirkung  Servicestelle wurde eingerichtet, Ent-wicklung eines Förderprogramms, Instal-lierte PV-Anlagen (Mieterstrom) nach Inanspruchnahme der Angebote 
 Soziales: Auch Mieter*innen können an der Energiewende teilnehmen. 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlungen: 2.2.1.1. Solarko-ordinierungsstelle (SoKo) Stadt Köln, 2.2.1.2. Aktivierungsoffensive PV, 2.2.1.3. Solartreff, Ausbildungsoffensive, Solarfonds – Unterstützungsinstrumente für den PV-Ausbau, 2.2.1.3. Photovoltaik-Förderprogramm mit Breitenwirkung 
 Ggf. Konflikte mit Solarthermie, Denkmal-schutz, Begrünung, Investitionskosten vs. steigende Mieten, Kapazitäten im Hand-werk, Aufwändiger und bürokratischer Aufwand 
 
Breitenwirksamkeit  
sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Durch die Aktivierungsoffensive kann das notwendige Bewusstsein für Mieterstrom in der Stadtgesellschaft geschaffen wer-den. Durch das Förderprogramm wird ein Anreiz geschaffen. Bei ausreichend perso-nellen und finanziellen Ressourcen lässt sich das Förderprogramm in den kommen-den Jahren ausweiten. Die Servicestelle unterstützt dabei die Gebäudeeigentü-mer*innen, um den Aufwand und die Hemmnisse zu reduzieren. 
 Mit der Konzipierung der Servicestelle und der Aktivierungsoffensive kann kurz-fristig begonnen werden.  Nach der Beschlussfassung des Förder-programms kann kurzfristig mit der An-tragsstellung und -bearbeitung begonnen werden.

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2.2.2 Nutzung der PV-Freiflächenpotenziale 2.2.2.1 Fokusinitiative PV auf Freiflächen ausbauen 
 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.2.2.1. Fokusinitiative PV auf Freiflächen ausbauen Themenschwerpunkt Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Durch die Fokusinitiative soll die Akzeptanz für Freiflächenphotovoltaikanlagen gesteigert und der Ausbau unterstützt werden.  Ausgangslage Die Stadt Köln verfügt über ein Freiflächenphotovoltaik-Potenzial von ca. 1.000 MWp Leistung, wel-ches bislang mit ca. 0,8 MWp nur in einem sehr geringen Ausmaß ausgeschöpft wird. Auch wenn der Ausbau der Solarenergie zuerst vorrangig auf und an vorhandenen und geplanten baulichen Anlagen erfolgen soll, bedarf es zur Erreichung des Ziels der Klimaneutralität auch einer Realisierung von Frei-flächenphotovoltaikanlagen. Beschreibung Die Fokusinitiative setzt sich aus drei thematischen Schwerpunkten zusammen, welche integriert betrachtet und umgesetzt den Ausbau von PV auf Freiflächen in der Stadt Köln fördern sollen. Diese werden im Folgenden erläutert.  PV-Freiflächen im Privateigentum Ein Teil der potenziellen Flächen für Freiflächenphotovoltaikanlagen befindet sich nicht im Eigentum des Konzerns Stadt Köln. Daher wird die direkte, zielgruppenspezifische Ansprache von den relevan-ten Grundstückseigentümer*innen empfohlen. Bei der Potenzialermittlung und Identifizierung geeig-neter Flächen sollten sowohl Flächen innerhalb als auch außerhalb der Flächenkulisse des EEG be-rücksichtigt werden. Je nach Flächenkulisse gilt es die Grundstückseigentümer*innen über die Rah-menbedingungen zu informieren und bei der Planung und Realisierung zu unterstützen.  Freiflächenphotovoltaik auf Gewässern und Kiesgruben Gewässer sowie Kiesgruben bilden weitere Flächenpotenziale zur Erreichung von Freiflächenphotovol-taikanlagen. Zunächst müssen Nutzungskonkurrenzen sowie Voraussetzungen für eine Genehmi-gungserteilung geprüft werden. Anschließend gilt es auch hier die entsprechenden Eigentümer*innen der geeigneten Flächen zielgruppengerecht anzusprechen und zu unterstützen. Bei Kiesgruben, die sich an noch aktiven Standorten befinden, bietet sich zudem die Möglichkeit der Eigenstromnutzung. Steigerung der Akzeptanz für Freiflächen- und Agri-Photovoltaik  Zukünftig sind auch der Bau und die Nutzung von Agri-Photovoltaikanlagen auf Freiflächen zu prüfen. Den dritten Schwerpunkt dieser Aktivitätenempfehlung bildet daher die Öffentlichkeitsarbeit zur Schaffung der notwendigen Akzeptanz für die zukünftigen Vorhaben. Diese muss zielgruppenspezi-fisch ausgestaltet sein und kann Kampagnen und Ansprachen beinhalten. Um die Akzeptanz zu stei-gern, sollten alle relevanten Stakeholder, wie bspw. Flächeneigentümer*innen, Landwirte, Anwoh-ner*innen und Naturschutzverbände, frühzeitig angesprochen und beteiligt werden. Diese Ansprache und Beteiligung sollten ergänzend zur breitangelegten Öffentlichkeitsarbeit konzipiert werden. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Identifizierung geeigneter Freiflächen 2. Konzipierung der Öffentlichkeitsarbeit

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3. Direkte Ansprache von Flächeneigentümer*innen 4. Umsetzung der breitenwirksamen Öffentlichkeitsarbeit 5. Unterstützung bei der Planung und Realisierung von Anlagen 6. Evaluation und ggf. Ansprache weiterer Flächeneigentümer*innen  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Solar-koordinierungsstelle, Umwelt- und Ver-braucherschutzamt, Untere Natur-schutzbehörde, Stadtplanungsamt, RheinEnergie AG 
 Grundstückseigentümer*innen, Land-wirte, Naturschutzverbände, Unterneh-men, Vereine, Pächter*innen und Anla-genbetreiber*innen, Anwohner*innen 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente   Bis 2035  Sachkosten  Finanzierungsansatz   20.000 € pro Jahr für Öffentlichkeitsar-beit, insgesamt 260.000 €  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Jährliche Installation von PV-Anlagen auf Freiflächen mit einer Leistung von 5 MWp (ent-spricht einem jährlichen Zubau von 0,5% des Potenzials)  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Ca. 18.750 Tonnen CO2eq/a  Kumulierte THG-Einsparung (t):  Ca. 57.600 Tonnen CO2eq (unter Be-rücksichtigung veränderter Emissions-faktoren im bundesdeutschen Strommix  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Fokusinitiative wurde konzipiert und realisiert, installierte Anlagen und Leis-tung  Ökonomie: Regionale Wertschöpfung durch Aufträge für das lokale/regionale Handwerk 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlungen: 2.2.1.1. Solar-koordinierungsstelle (SoKo) Stadt Köln, 2.2.1.2. Aktivierungsoffensive PV, 2.2.1.3. Solartreff, Ausbildungsoffensive, Solarfonds – Unterstützungsinstrumente für den PV-Ausbau 
 Fachkräftemangel, Nutzungskonkurren-zen, Belange des Naturschutzes 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  -

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2.2.3 Ausbau der Windenergie 2.2.3.1 Aufhebung der Wind-Konzentrationsfläche 
 
Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.2.3.1. Aufhebung der Wind-Konzentrationsfläche Themenschwerpunkt Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Durch die Aufhebung der derzeit ausgewiesenen und scheinbar ungeeigneten Konzentrationszone wird der Ausbau der Windenergie in Köln ermöglicht. Ausgangslage In der Vergangenheit wurde eine Konzentrationszone für Windenergie auf Kölner Stadtgebiet ausge-wiesen, welche sich im Nachhinein als ungeeignet herausgestellt hat. Daher wurde in den vergange-nen 15 Jahren in dieser keine Windkraftanlage errichtet. Da von Konzentrationszonen eine Aus-schlusswirkung ausgeht, konnte auch auf dem übrigen Stadtgebiet keine Windkraftanlage errichtet werden, obwohl es potentiale für Windkraft auf dem Stadtgebiet gibt. Beschreibung Um den Ausbau von Windkraftanalgen auf Kölner Stadtgebiet zeitnah zu ermöglichen, muss die Kon-zentrationszone aufgehoben werden. Darüber hinaus soll zukünftig auf die Neuausweisung von Kon-zentrationszonen verzichtet werden, um den Bau von Anlagen im Hinblick auf die Standortwahl zu erleichtern. Die zukünftige Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen ist dabei zu berücksichti-gen. Die zu erwartende Regelung in der Landesbauordnung wird voraussichtlich zu einer Reduzierung der möglichen Standorte führen. Im Hinblick auf den notwenigen Ausbau der erneuerbaren Energien, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, gilt es die verbleibenden potenziellen Standorte für den Bau von Windkraftanalgen zu nutzen. Für diese Standorte kann die Genehmigung auch ohne eine Konzentrationszone beantragt werden. Mithilfe dieser Aufhebung der Konzentrationszone in Köln kann zudem zukünftig flexibler auf sich ändernde rechtliche Rahmenbedingungen reagiert werden. Erste Handlungsschritte/Unteraktivitäten 1. Beschluss zur Aufhebung der Konzentrationszone 2. Änderung des Flächennutzungsplans 3. Verfolgung der rechtlichen Rahmenbedingungen 4. Ggf. Prüfung potenzieller Standorte 5. Ggf. Errichtung von Windkraftanlagen (Energieversogern oder WKA-Betreibern) 
 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Bauauf-sichtsamt, Umwelt- und Verbraucher-schutzamt – Untere Naturschutzbehörde, Stadtplanungsamt 
 Energieversorger*innen, Bürgerenergiege-nossenschaften 
 
Zeitaufwand  
Dauer der Aktivitätenempfehlung  Kein zusätzlicher Aufwand  2022-2025

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Sachkosten  
Finanzierungsansatz   Keine zusätzlichen Kosten für die Aufhe-bung der Konzentrationszone  - 
 
THG-Einsparungen    Keine direkte Einsparung. Einsparung resultiert aus der Errichtung neuer WKA.  Annahme: 3 WKA der 3,5-MW-Klasse:  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 15.700 t CO2eq/a  Kumulierte THG-Einsparung (t):  31.400 t CO2eq 
 
Erfolgsindikatoren/Meilensteine  
Weitere Wirkung  Konzentrationszone wurde aufgehoben, WKA(n) wurde(n) errichtet  Ökonomie: positive Auswirkung auf die regionale Wertschöpfung bei Maßnah-menumsetzung in der Region Ökologie: ggf. negative Auswirkungen auf die Flora und Fauna Soziales: Mitnahme und Aktivierung von Bürger*innen z. B. durch Bürgerenergie-Beteiligungsmodelle 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Mitnahme und Aktivierung von Bür-ger*innen z. B. bei Bürgerenergien, etc. Aktivitätenempfehlung: 2.2.3.2. Fokusinitia-tive Windenergiepotenziale nutzen 
 Akzeptanz der Bürgerschaft, Politische Diskussion, ggf. Umwelt-/Artenschutz, Flächenkonflikte 
 
Breitenwirksamkeit  
sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Durch die Aufhebung der Konzentrations-zone wird die Errichtung von Windkraftan-lagen auf dem gesamten Stadtgebiet unter Berücksichtigung der weiteren rechtlichen Voraussetzungen ermöglicht. 
 Das Verfahren zur Änderung des Flächen-nutzungsplans kann noch in diesem Jahr begonnen werden, sodass nach der Be-schlussfassung parallel zum Änderungsver-fahren mit der Identifikation von potenziel-len Standorten begonnen werden kann.

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2.2.3.2 Fokusinitiative Windenergiepotenziale nutzen 
 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.2.3.2. Fokusinitiative Windenergiepotenziale nutzen Themenschwerpunkt Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms Einführung der Aktivitätenempfehlung 2025 
Ziel und Strategie Mithilfe einer Fokusinitiative soll der Ausbau der Windenergie in Köln vorangetrieben werden. Der Fokus der Initiative liegt auf der Schaffung der notwendigen Akzeptanz in der Stadtgesellschaft.  Ausgangslage Aufgrund der bestehenden, scheinbar ungeeigneten Windkonzentrationszone verfügt die Stadt Köln derzeit über keine Windenergieanlagen auf dem Stadtgebiet. Die geplante Aufhebung der Windkon-zentrationszone (s. Aktivitätenempfehlung 2.2.3.1) ermöglicht einen Ausbau der Windenergie in Köln. Beschreibung Für eine klimaneutrale Stromversorgung muss ein Teil des erneuerbaren Stroms mithilfe von Wind-energieanlagen erzeugt werden. Eine wichtige Voraussetzung für den Windenergieausbau stellt die Schaffung der Akzeptanz in der Stadtgesellschaft dar. Darüber hinaus können Windkraftanlagen auf Industrieflächen einen weiteren Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Köln leisten.  Akzeptanz in der Stadtgesellschaft schaffen Der Schwerpunkt der Fokusinitiative zur Nutzung des Windenergiepotenzials liegt auf der Akzeptanz-steigerung in der Stadtgesellschaft. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass dies ein bedeutendes Hemmnis im Windenergieausbau darstellt. Um dieses Hemmnis abzubauen, gilt es die relevanten Stakeholder außerhalb der Stadtverwaltung, wie bspw. Naturschutzverbände, Bevölkerung und insbe-sondere Anwohner*innen, bereits frühzeitig in den Prozess einzubeziehen. Die Akteur*innen sollten bereits im Zuge der Flächenanalysen beteiligt werden. Auf diese Weise sollen potenzielle Konflikte frühzeitig identifiziert werden, um den anschließenden Genehmigungsprozess zu beschleunigen.  Potenziale der Windenergie auf Industrieflächen nutzen Bisher werden die vorhandenen Potenziale der Windkraftanlagen auf Industrie- und Gewerbestandor-ten in NRW nicht genutzt. Vor dem Hintergrund stark gestiegener Energiepreise und der Notwendig-keit, alle Potenziale zu nutzen, sollten auch Industrie- und Gewerbeflächen geprüft werden, da dort die Möglichkeit des Eigenverbrauchs besteht und so die Stromkosten gesenkt werden können. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Konzipierung der Beteiligung zur Akzeptanzsicherung  2. Prüfung potenzieller Standorte auf Industrieflächen und direkte Ansprache der Akteur*innen 3. Durchführung der Öffentlichkeitsarbeit zur Akzeptanzsicherung 4. ggf. Realisierung von Windanlagen auf Industrieflächen  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Bauauf-sichtsamt, Umwelt- und Verbraucher-schutzamt – Untere Naturschutzbehörde, Stadtplanungsamt, Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
 Stadtgesellschaft (insb. Anwoh-ner*innen), Energieversorger, Industrie-unternehmen, Bürgerenergiegenossen-schaften, Naturschutzverbände

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 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente   2025 - 2035 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   20.000 €/a, insgesamt 200.000 €   Haushaltsmittel

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2.2.4 Import erneuerbarer Strom 2.3 Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme 2.3.1 Entwicklung und Umsetzung einer kommunalen Wärmeplanung/Energienutzungsplanung 2.3.1.1 Unterstützung der Transformation der Wärmeversorgung 
 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.3.1.1.  Unterstützung der Transformation der Wärmeversorgung Themenschwerpunkt Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Mithilfe einer kommunalen Wärmeplanung soll die Transformation der Wärmeversorgung unterstützt werden. Diese bildet eine verlässliche Planungsgrundlage für die Stadt Köln sowie die RheinEnergie AG und mögliche weitere Wärmedienstleister. Dabei werden die zentrale und dezentrale Wärmever-sorgung integriert betrachtet. Ausgangslage Die Erarbeitung einer strategischen Energieplanung wurde bereits im Rahmen des Maßnahmenpro-gramms für den Klimaschutz in der Stadt Köln „KölnKlimaAktiv 2022“ vorgeschlagen. Seitdem wird u. a. an einer strategischen Wärmeplanung gearbeitet. Beschreibung Die Tätigkeiten im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung sollten weiter vorangetrieben werden. Die RheinEnergie AG gilt es dabei aktiv in den Erarbeitungsprozess einzubinden. Neben lokalem Wis-sen verfügt die RheinEnergie AG bereits über unterschiedliche Vorarbeiten, auf die die Stadt Köln aufbauen kann.  Ein inhaltlicher Fokus sollte zum einen auf der Ausschöpfung der Potenziale aus Abwärme und erneu-erbaren Energien im bestehenden Fernwärmenetz liegen. Dazu zählen bspw. die Untersuchung und Bewertung von Potenzialen in den Bereichen • industrielle Abwärme, • thermische Speicher, • Bioenergie aus der Abfallwirtschaft, • Abwärme aus Kläranlagen, • Ausbau von Solarthermie auf Freiflächen. Zum anderen sollten Fernwärmepotenzialflächen zur Erweiterung des Fernwärmenetzes identifiziert werden. Zur Unterstützung der Umsetzung sollte ein integriertes, kommunales Wärmeleitplanungsteam ge-gründet werden. Auf diese Weise sollen ausreichende personelle Ressourcen bei der Stadt sicherge-stellt werden. An dieser Stelle in der Verwaltung kann so die integrierte, kommunale Wärmeplanung strategisch gesteuert und operativ koordiniert werden.

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Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Weiterführende Analysen zur Ausgangssituation 2. Ausschreibung der Konzeption 3. Definition von Vorranggebieten, Erstellung von Ausbauplänen  Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln – insb. Koordinationsstelle Kli-maschutz, Umwelt- und Verbraucher-schutzamt, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, RheinEnergie AG 
 Amt für Stadtentwicklung und Statistik, RheinEnergie AG 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1,5 Vollzeitäquivalente  2022 - 2023  Sachkosten  Finanzierungsansatz   200.000 €,  ggf. Bedarf für vertiefende Studien   Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Keine direkte quantifizierbare Wirkung        Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Kommunale Wärmeplanung wurde er-stellt, Entwicklung der THG-Emissionen im Wärmesektor  Ökonomie: Kostenreduktion durch Syner-gieeffekte bei gemeinsamen Projekten 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   -  -  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die kommunale Wärmeplanung bildet eine elementare Grundlage für die Wärmewen-de in Köln  Die Stadtverwaltung ist bereits in diesem Themenfeld tätig, weshalb an diese an-geknüpft werden kann.

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2.3.2 Dekarbonisierung der zentralen Wärmeversorgung 2.3.2.1 Erhöhung der Ausnutzung des Bioenergie-Potenzials aus kompostierbaren Abfällen 
 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.3.2.1. Erhöhung der Ausnutzung des Bioenergie-Potenzials aus kom-postierbaren Abfällen Themenschwerpunkt Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie „Ziel muss es auch sein, die Förderung der Stromerzeugung aus Biomasse auf hochflexible Spitzen-lastkraftwerke zu fokussieren. Die weitere Flexibilisierung von Biogas- und Biomethananlagen im Sin-ne der Flankierung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ist richtig und wichtig. Die Poten-tiale von vorrangig aus Rest-, Abfallstoffen und landwirtschaftlichem Wirtschaftsdünger erzeugtem Biogas für die lastorientierte Stromerzeugung sind besser zu nutzen. Durch Flexibilisierung der Anla-gen können hier Erweiterungen der gesicherten Leistung erbracht und damit Erdgas in begrenztem Umfang ersetzt werden.“3 Vor dem Hintergrund der notwendigen stärkeren Unabhängigkeit von Gasimporten ergibt sich daraus der Handlungsdruck die Potenziale die in den energetisch nutzbaren Abfallstoffen enthalten sind ver-stärkt zu nutzen.  Ausgangslage Die AWB und AVG haben bereits eine Strategie zur Steigerung der Qualität und Quantität des Input-materials der Bioabfallsammlung ausgearbeitet. Dieses enthält neben Zielen konkrete Projekte, die sich zum Teil bereits in der Umsetzung befinden. Beschreibung Die Biotonne der Stadt Köln ist derzeit nicht verpflichtend, weshalb ein gewisser Anteil des Bioabfalls über den Restmüll entsorgt wird. Um die Menge des Bioabfalls für die Nutzung in Kompostierungs- und Vergärungsanlagen zu erhöhen, sollte die Anschlussquote der Biotonne gesteigert werden. Dabei gilt es die Einführung einer Pflicht zu prüfen. Darüber hinaus soll die Strategie der AWB und AVG umgesetzt werden, um die Verwertung der Bioab-fälle weiter zu verbessern.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Prüfung, ob die 2. Vergärungslinie auch mit den derzeitigen Sammelmengen bereits ausrei-chend beschickt werden kann. 2. Prüfung, wie viel Material für die Vergärung zur Verfügung steht, wenn die Pflichttonne einge-führt wird. 3. Diskussion von Maßnahmen (Aufklärungsarbeit) zur Reduktion von Fehlwurfquoten bei Ein-führung einer Pflichttonne für Bioabfall 
 3 Aus dem Beschluss des Energieministertreffen der Bundesländer vom 30. März 2022

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 Akteure  Zielgruppe  AWB, AVG, Koordinationsstelle Klima-schutz,   private Haushalte 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  Nicht quantifizierbar  2022 - 2030  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Nicht quantifizierbar  -

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2.3.3 Dekarbonisierung der dezentralen Wärmeversorgung 2.3.3.1 Netzwerk Transformation Erdgasversorgung/Power to Gas entwickeln 
 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.3.3.1. Netzwerk Transformation Erdgasversorgung/ Power to Gas entwickeln Themenschwerpunkt Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Ziel der Aktivitätenempfehlung ist die Erarbeitung von Lösungsansätzen zur Transformation der Gas-versorgung, um diese klimaneutral zu gestalten und so die THG-Emissionen zu minimieren. Ausgangslage Die Gasversorgung wird derzeit zumeist über fossiles Erdgas realisiert. Beschreibung Entsprechend der Szenarien zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung und Fernwärme, welche einen möglichen Weg zur Erreichung der Klimaneutralität aufzeigen (s. hierzu Kap. Band 1 Kapitel 7), muss Erdgas bis 2035 vollständig durch mit erneuerbaren Energien erzeugten Brennstoffe ersetzt werden.   Daher wird die Bildung eines Netzwerkes empfohlen, welches sich mit Transformationslösungen für die Erdgasversorgung durch alternative Brennstoffe wie Biogas, synthetisches Erdgas sowie anteili-gem Wasserstoff auseinandersetzt. Neben der Stadt Köln und der RheinEnergie AG sollen weitere Akteur*innen aus der Wirtschaft und Wissenschaft in der Region eingebunden werden.   Die Ergebnisse sollten in die strategische Energieplanung aufgenommen werden. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Identifizierung geeigneter Akteur*innen und gezielte Ansprache 2. Gründung eines Netzwerkes 3. Regelmäßige Netzwerktreffen zu bestimmten Teilaspekten 4. Kontinuierliche Rückkopplung mit der strategischen Energieplanung  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Rhein-Energie AG, Rheinische NETZGesellschaft (RNG)  Stadt Köln, RheinEnergie AG, weitere Akteur*innen aus Wirtschaft und Wis-senschaft  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente zur Koordination sowie zusätzlicher Zeitaufwand bei der RheinEnergie AG und der RNG  Bis 2035

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 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Nicht quantifizierbar  Haushaltsmittel, Mittel RheinEnergie AG

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2.3.3.2 Kampagnen zum Ersatz fossiler Heizungen 
 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.3.3.2. Kampagnen zum Ersatz fossiler Heizungen Themenschwerpunkt Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Die Aktivitätenempfehlung zielt auf den Ersatz fossiler Energieträger zugunsten von klimafreundlichen Versorgungsoptionen zur Treibhausgasreduktion ab. Mithilfe von Austauschkampagnen und Qualitäts-offensiven sollen die Immobilienbesitzer für dieses Thema sensibilisiert und zum Heizungstausch motiviert werden. Ausgangslage Derzeit entfällt der Großteil des Energieverbrauchs der Sektoren private Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistung (GHD) und Industrie auf den Energieträger Erdgas, gefolgt von Heizöl sowie Fern- und Nahwärme.  Beschreibung Vor dem Hintergrund der angestrebten Klimaneutralität müssen die fossilen Heizungen durch klima-freundlichere Anlagen auf Basis von erneuerbaren Energien ersetzt werden. Als zentrales Element wird dafür eine Austauschkampagne für Heizöl- und Erdgasheizungen empfohlen, welche durch zwei Qualitätsoffensiven zu Pelletheizungen und Wärmepumpen flankiert wird.  Austauschkampagne für Heizöl- und Erdgasheizungen Im Rahmen der Austauschkampagne ist zwischen privaten Haushauhalten, GHD und Industrie zu differenzieren. Für jede Zielgruppe gilt es eine spezifische Kampagne zu konzipieren, welche Informa-tions- und Beratungsangebote beinhaltet. Wichtig dabei ist die niederschwellige und direkte Anspra-che, um eine hohe Resonanz und Austauschquote zu erreichen. Die Kampagne sollte alternative Hei-zungssysteme, wie bspw. Wärmepumpen, Pelletheizungen oder ein Fern- und Nahwärmeanschluss, inkl. deren jeweiligen Vor- und Nachteile benennen und zu diesen beraten. Neben der zielgruppenspe-zifischen Ausgestaltung der Kampagnen sind räumliche Gegebenheiten zu beachten. In Gebieten mit Nah- und Fernwärmeversorgung gilt es zur Steigerung der Anschlussquote, den Anschluss an diese Versorgungsmöglichkeiten prioritär zu bewerben.  Neben dem Austausch der Heizungssysteme spielt die energetische Gebäudesanierung eine bedeu-tende Rolle. Die Reduzierung des Energiebedarfs sollte bei der Wahl und Auslegung des Heizungssys-tems integriert betrachtet werden. Daher sollte das Thema ebenfalls in den Kampagnen beworben und im Zuge der Beratungen forciert werden. Qualitätsoffensive Pelletheizungen Flankierend zur allgemeinen Austauschkampagne sollte eine Qualitätsoffensive für Pelletheizungen konzipiert werden, in der insbesondere die sinnvollen Einsatzgebiete und die Eckpunkte einer ener-gieeffizienten und emissionsarmen Betriebsweise verdeutlicht werden. Ein Fokus sollte dabei auf der Verwendung von regionalen Brennstoffen liegen.  Qualitätsoffensive Wärmepumpen Eine weitere Qualitätsoffensive sollte zum Thema Wärmepumpen entwickelt werden. Neben beste-henden Fördermöglichkeiten sollte bspw. über folgende Themen informiert sowie die Entwicklung eines Förderprogramms geprüft werden: • Kombination mit PV-Anlagen und Abwärme • Thermische Wärmespeicher und Flexibilisierung

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Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Identifikation möglichst homogener Zielgruppen 2. Konzipierung von Austauschkampagnen und Qualitätsoffensiven 3. Durchführung der Kampagnen und Qualitätsoffensiven 4. Begleitende Öffentlichkeitsarbeit 5. Evaluierung und ggf. Anpassung der Konzeptionen  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Stadtpla-nungsamt, Amt für Stadtplanung und Sta-tistik, Amt für Presse und Öffentlichkeitsar-beit, Stabsstelle Wirtschaftsförderung, RheinEnergie AG 
 Gebäudeeigentümer*innen mit Gas- und Ölheizungen 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  3 Vollzeitäquivalente zur Koordination Kam-pagnenarbeit  Bis 2035 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   200.000 € jährlich als Mittel für Öffent-lichkeitsarbeit, insgesamt 2.600.000 €  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    jährliche Umstellung von 0,2 % der mit Erdgas und Heizöl betriebenen Heizungsanlagen in den Sektoren private Haushalte, GHD und Industrie auf die Energieträger Umweltwärme und Biomasse  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 206.100 t/a CO2eq  Kumulierte THG-Einsparung (t):  1.682.600 t CO2eq (unter Berücksichti-gung sich verändernder Emissionsfakto-ren insbesondere bei Umweltwärme)  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Austauschkampagne und Qualitätsof-fensiven wurden konzipiert und reali-siert, Entwicklung der Energieträger, Entwicklung der THG-Emissionen 
 Ökonomie: Regionale Wertschöpfung durch Aufträge für das lokale/regionale Handwerk 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   -  Restnutzungsdauer der installierten Hei-zungen  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Austauschkampagne und die Qualitäts-offensiven richten sich an alle Gebäudeei-gentümer*innen mit Heizsystem mit fossi-len Brennstoffen. Je nach personeller und finanzieller Ausstattung kann so eine breite Öffentlichkeit angesprochen werden. 
 Mit der Konzipierung der Angebote kann bereits mit den vorhandenen personellen Ressourcen begonnen werden.

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2.3.3.3 Informations- und Beratungsangebote zur Unterstützung des Solarthermie-Ausbaus 
 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.3.3.3. Informations- und Beratungsangebote zur Unterstützung des Solarthermie-Ausbaus Themenschwerpunkt Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Mithilfe von gezielten Angeboten soll der Anteil an durch Solarthermieanlagen erzeugter Wärme in der Stadt Köln gesteigert und so einen Beitrag zur Dekarbonisierung der dezentralen Wärmeversorgung geleistet werden. Ausgangslage Derzeit nimmt die Solarthermie eine untergeordnete Rolle in der Kölner Wärmeversorgung ein. Zum Thema Solarthermie wird auch im Rahmen des „Solartreffs“ beraten.  Beschreibung Im Rahmen der Dekarbonisierung der dezentralen Wärmversorgung werden Solarthermieanlagen einen, wenn auch vergleichsweise geringen, Beitrag leisten müssen. Daher wird die Unterstützung des Ausbaus von Solarthermieanlagen auf nicht öffentlichen Freiflächen sowie Dachflächen mithilfe von gezielten Informations- und Beratungsangeboten empfohlen.  Darüber hinaus sollte die Aufstellung eines Dachflächen-Nutzungsprogrammes geprüft werden, wel-ches die vorrangige Nutzung von Dachflächen regeln soll. Zu betrachtende Nutzungen sind insb. Solar-thermie, Photovoltaik und Dachbegrünung sowie eine Kombination dieser. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Konzipierung von Informations- und Beratungsangeboten 2. Prüfung der Aufstellung eines Dachflächen-Nutzungsprogramms und ggf. Erstellung 3. Öffentlichkeitswirksame Bewerbung der Angebote 4. Identifizierung geeigneter Freiflächen und direkte Ansprache der Eigentümer*innen 5. Evaluierung und ggf. Anpassung der Angebote  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Solarkoor-dinierungsstelle, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Amt für Presse und Öffent-lichkeitsarbeit, RheinEnergie AG 
 Gebäude- und Grundstückseigentü-mer*innen  
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  In Verbindung mit Aktivitätenempfehlung 2.3.3.2 Kampagnen zum Ersatz fossiler Heizungen.  Bis 2035

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 Sachkosten  Finanzierungsansatz   In Verbindung mit Aktivitätenempfeh-lung 2.3.3.2 Kampagnen zum Ersatz fossiler Heizungen  Haushaltsmittel

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2.4 Ausbau der Energiespeicherung 2.4.1 Ausbau von Stromspeichern 2.4.1.1 Strategie: „Batteriespeicher zur Flexibilisierung der Energieversorgung“ 
 Klimaneutrale Energieversorgung erreichen / 2.4.1.1. Strategie: „Batteriespeicher zur Flexibilisierung der Energie-versorgung“ Themenschwerpunkt Ausbau der Energiespeicherung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2024 Ziel und Strategie Die Speicherung von Strom bietet je nach Herkunft des Stroms unterschiedliche Vorteile. Die Speiche-rung von lokal erzeugtem PV-Strom fördert die Flexibilität, Autarkie sowie die Selbstversorgung der Anlagenbetreiber. Demgegenüber steht die Speicherung und Nutzung von Netzstrom, wodurch Last-spitzen abgefangen werden können, welche bspw. beim Laden von Elektrofahrzeugen entstehen.  Ausgangslage Beispielhaft in diesem Themenfeld genannt seien die folgenden Studien bzw. Projekte  Die Netzdienlichkeit ist in einem Gutachten der ef.Ruhr GmbH (2021) für das MWIDE.NRW analysiert worden und zeigt auf, dass Technikveränderungen den durch Netzbetreiber prognostizierten Netzaus-bau (170.000 km) massiv reduzieren können (auf 18.000 km). Link zum Gutachten: https://www.wirtschaft.nrw/sites/default/files/asset/document/210609_nrw_verteilnetzstudie_final.pdf Das Projekt MuLi der Kölner Verkehrs-Betriebe AG, der RheinEnergie AG und der Ford-Werke GmbH veranschaulicht, wie ein Ladesystem mit integrierten Lademodulen für verschiedene Fahrzeugklassen aufgebaut sein kann. Dabei liegt der Fokus auf der Nachladung von Batteriebussen. Ergänzend ist eine skalierbare Speicherlösung vorgesehen. Kernthemen des Projektes umfassen u. a. die Mehrfachnut-zung vorhandener Energieinfrastruktursysteme, Netzstabilität und Regelleistungsreserven sowie die Kostenreduktion durch Mehrfachnutzung von Hochvoltbatterien. (https://www.now-gmbh.de/projektfinder/muli/)  Beschreibung Für bestehende und neue Quartiere wird die Erarbeitung einer Strategie zum Einsatz von Batteriespei-chern empfohlen. Dies sollte in enger Abstimmung mit der strategischen Wärmeplanung erfolgen. Im Rahmen der Strategie sollten neben Batteriespeichern für Einfamilienhäuser auch Gemeinschaftsbat-teriespeicher betrachtet werden. Ein weiterer Fokus sollte auf der Nutzung von rollenden Batterie-speichern in Elektrofahrzeugen liegen, welche über bidirektionales Laden auch eine anderweitige Nut-zung des in den Fahrzeugen gespeicherten Stroms ermöglichen. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Entwicklung der Strategie (teilweise in Kombination mit der Aktivitätenempfehlung 1.2.1.2 Sanierungsquote erhöhen durch Integrierte Quartierslösungen im Bestand) 2. Sukzessive Umsetzung der Strategie inkl. Öffentlichkeitsarbeit 3. Evaluation und Monitoring 4. Ggf. Konzipierung von gezielten Unterstützungsangeboten

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 Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln – Koordinationsstelle Klima-schutz, Amt für Stadtentwicklung und Sta-tistik, Stadtplanungsamt, Umwelt- und Verbraucherschutzamt, RheinEnergie AG 
 Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stadtplanungsamt, Gebäudeeigentü-mer*innen, RheinEnergie AG 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  Abdeckung mit Vollzeitäquivalenten bei 1.2.1.2 Sanierungsquote erhöhen durch Integrierte Quartierslösungen im Bestand  Mind. bis 2035, langfristig etablieren 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Abdeckung mit Sachkosten bei 1.2.1.2 Sanierungsquote erhöhen durch Inte-grierte Quartierslösungen im Bestand  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t):  nicht quantifizierbar  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Strategie wurde entwickelt, Entwicklung der Anzahl an installierten Batteriespei-chern  Ökonomie: Regionale Wertschöpfung durch Aufträge für das lokale/regionale Handwerk Soziales: Speicher leisten einen Beitrag zur Versorgungssicherheit  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Photovoltaikausbau   1.2.1.2 Sanierungsquote erhöhen durch Integrierte Quartierslösungen im Be-stand, 4.4.1.2. Förderung Elektromobili-tät 
 - 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Strategie bildet eine wichtige Grundla-ge für den Ausbau von Batteriespeichern.  Mit der Ausschreibung der Strategieer-stellung kann bereits kurzfristig begonnen werden.

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2.4.2 Ausbau von Wärmespeichern 2.4.2.1 Strategie: „Wärmespeicher zur Flexibilisierung der Energieversorgung“ 
 Klimaneutrale Energieversorgung und -erzeugung erreichen / 2.4.2.1. Strategie: „Wärmespeicher zur Flexibilisierung der Energiever-sorgung“ Themenschwerpunkt Ausbau der Energiespeicherung Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Mithilfe des Ausbaus und des Einsatzes von Wärmespeichern soll die Flexibilisierung der Energiever-sorgung vorangebracht werden. Ausgangslage Am Standort HKW Niehl befindet sich ein Warmwasserspeicher von 25.000 m3 Größe. Am HKW-Standort Merheim liegt ein Beschluss der RheinEnergie AG zur Errichtung eines Warmwasserspei-chers vor. Für den HKW-Standort Merkenich prüft die RheinEnergie AG einen solchen Speicher.  Für dezentrale Warmwasserspeicher ist eine Ausbaustrategie noch zu entwerfen.  Beschreibung Wärmespeicher bilden wichtige Elemente in dekarbonisierten Wärmenetzen (Abfangen von Lastspit-zen, Integration Solarthermie). Um eine stabile Wärmeversorgung für die Stadt Köln sicherzustellen, wird die Erarbeitung einer Strategie zum Ausbau von Wärmespeichern empfohlen, welche in enger Abstimmung mit der strategischen Wärmeplanung und der Planung zum Ausbau von Stromspeichern erfolgen sollte.  Ziel der Strategie sollte eine Flexibilisierung der Wärmeversorgung darstellen, sodass diese über einen längeren, noch zu definierenden Zeitraum ohne externe Energiezufuhr möglich ist. Neben der reinen Bedarfsanalyse sowie Szenarienentwicklung sollten zudem konkrete Projekte umgesetzt werden. Dazu zählt bspw. die Flächenanalyse im Bestand für Standorte zur Speicherung von Wärme aus Großwärmepumpen. Darüber hinaus sollten beim Einbau von Wärmepumpen in Gebäuden eine Kom-bination mit Wärmespeichern forciert werden. Darauf sollte im Zuge der Austauschkampagne sowie der Qualitätsoffensive für Wärmepumpen (s. hierzu Aktivitätenempfehlung 2.3.3.2) hingewiesen wer-den. Hintergrund ist die Sicherstellung der Wärmeversorgung, auch wenn über eine längere Zeit kein Strom über das Netz verfügbar ist bzw. sehr teuer ist. Ergänzend dazu sollten auch dezentrale BHKW-Standorte geprüft werden. Darüber hinaus wird die Erprobung einer klimaneutralen Wärmeversorgung im verdichteten Mietwohnungsbestand im Bestand in Verbindung mit einer umfassenden energeti-schen Sanierung der Gebäude im Rahmen eines Modellprojektes  empfohlen.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Entwicklung der Strategie inkl. Identifizierung eines Modellquartiers 2. Sukzessive Umsetzung der Strategie inkl. Modellquartier und Öffentlichkeitsarbeit 3. Evaluation und Monitoring 4. Ggf. Konzipierung von gezielten Unterstützungsangeboten

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 Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln – Koordinationsstelle Klima-schutz, Amt für Stadtentwicklung und Sta-tistik, Stadtplanungsamt, Umwelt- und Verbraucherschutzamt, RheinEnergie AG 
 Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stadtplanungsamt, Gebäudeeigentü-mer*innen, RheinEnergie AG 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente  Mind. bis 2035, langfristig etablieren   Sachkosten  Finanzierungsansatz   100.000 € Strategieentwicklung  Haushaltsmittel  THG-Einsparungen    -   Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t):  nicht quantifizierbar  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Strategie wurde entwickelt, Entwicklung der Anzahl an installierten Wärmespei-chern  Ökonomie: Regionale Wertschöpfung durch Aufträge für das lokale/regionale Handwerk Soziales: Speicher leisten einen Beitrag zur Versorgungssicherheit  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Aktivitätenempfehlung: 2.3.1.1. Unter-stützung der Transformation der Wär-meversorgung  Flächenbedarf 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Strategie bildet eine wichtige Grundla-ge für den Ausbau von Wärmespeichern.  Mit der Ausschreibung der Strategieer-stellung kann bereits kurzfristig begonnen werden.

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       3. Arbeiten und Wirtschaften  erfolgen klimaneutral

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3 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral 3.1 Klimaschonendes Arbeiten und Wirtschaften durch und im Konzern Stadt Köln 3.1.1 Nachhaltige städtische Unternehmenskultur entwickeln 3.1.1.1 Klimafreundliche Stadtverwaltung Köln bis 2030 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.1.1.1  Klimafreundliche Stadtverwaltung Köln bis 2030 Themenschwerpunkt Klimaschonendes Arbeiten und Wirtschaften durch und im Konzern Stadt Köln Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Mithilfe einer Strategie und der Begleitung des Umsetzungsprozesses soll die Stadtverwaltung bei der Erreichung der Klimaneutralität unterstützt und so ihrer Vorbildfunktion gerecht werden. Ausgangslage Die Stadt Köln hat mit der Gründung der Koordinationsstelle Klimaschutz, den Energieleitlinien der Stadt Köln sowie weiteren Maßnahmen bereits eine wichtige Grundlage für die Erreichung des Ziels einer klimaneutralen Stadtverwaltung im Jahr 2035 geschaffen. Neben der Koordination der Klima-schutzaktivitäten zählt u.a. die Initiierung von weiteren Klimaschutzaktivitäten zu den Aufgaben der Koordinationsstelle. Beschreibung Der Transformationsprozess hin zu einer klimaneutralen Stadtgesellschaft in Köln bedarf einer deutli-chen und glaubhaften Vorbildfunktion seitens der öffentlichen Hand, hier in einem ersten Schritt durch die Stadt Köln direkt beeinflussbar: die Kernverwaltung. Als unmittelbare Sofortmaßnahme wird daher vorgeschlagen, eine Strategie für die klimaneutrale Stadtverwaltung Köln entwickeln und begleiten zu lassen.  Inhaltliche Merkmale sind: • Start mit klarer Entscheidung von Politik und Verwaltungsvorstand zur Unterstützung  • Vorgehen in mehreren Phasen (von einzelnen Bereichen der Kernverwaltung, sukzessive Erwei-terung auf alle Bereiche)  • Betrachtung der v.a. relevanten fachlichen Bereiche (Energie, Mobilität, Beschaffung)  • Verbindliche Entscheidungsleitlinien für Investitionen entwickeln  Externe Begleitung des Implementationsprozesses in den ersten 4 Jahren Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Beschluss des Ziels Klimaneutrale Stadtverwaltung Köln bis 2030 in den Gremien 2. Ausschreibung der Strategieentwicklung 3. Entwicklung der Strategie 4. Sukzessive Umsetzung der Strategie 5. Evaluation und Monitoring

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 Akteure  Zielgruppe  Sämtliche Einheiten und Unternehmen des Konzerns Stadt Köln  Sämtliche Einheiten und Unternehmen des Konzerns Stadt Köln  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent (Koordination), Mitarbeit sämtlicher Mitarbeitenden  2022 - 2030 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   ggf. Umrüstung elektrischer Geräte und Anschlüsse ggf. Mehrkosten für klimafreundlichere Alternativprodukte 
 Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    -  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a):  nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t):  nicht quantifizierbar  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Endenergieverbrauch Gebäude und Mo-bilität, Systematisierung von Beschaf-fungen und Konsum zu klimafreundliche-ren Produkten 
 Kosteneinsparung durch geringeren Energie- und Materialverbrauch sowie klimafreundlichere Alternativprodukte 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   –  –  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Multiplikatorwirkung der Mitarbeitenden in den eigenen privaten Haushalt, Wir-kung in die Öffentlichkeit durch beglei-tende Öffentlichkeitsarbeit  
 Viele Einsparmaßnahmen sind unmittel-bar umsetzbar und wirksam

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3.1.1.2 Kommunale Wirtschaftsförderung 4.0 – Förderung regionaler Wertschöpfung 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.1.1.2  Kommunale Wirtschaftsförderung 4.0 – Förderung regionaler Wertschöpfung Themenschwerpunkt Klimaschonendes Arbeiten und Wirtschaften durch und im Konzern Stadt Köln Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Ziel der „Wirtschaftsförderung 4.0“ ist die Unterstützung innovativer Wirtschaftsformen in Kommunen zur Stärkung der Resilienz und Regionalwirtschaft. Die systematische Förderung regionaler Wert-schöpfung und kooperativer, gemeinwohlorientierter Wirtschaftsformen stärkt die lokale Wirtschafts-struktur. Ziele des Klimaschutzes und ein sparsamer Umgang mit Ressourcen gehen damit einher. Ausgangslage Das Konzept der „Wirtschaftsförderung 4.0“ wurde bisher in den vier Städten Osnabrück, Wuppertal, Witten und Witzenhausen erprobt (https://www.wirtschaftsfoerderungviernull.de).   Die Wirtschaftsförderung der Stadt Köln hat den Mehrwert des Konzepts nachhaltiger Wirtschaftsför-derung erkannt und in ihrer Dachstrategie festgeschrieben. Beschreibung Kommunale Wirtschaftsförderung hat sich klassisch primär um die Entwicklung von Gewerbegebieten und die Anwerbung von (größeren) Unternehmen gekümmert. Ein attraktiver Wirtschaftsstandort ergibt sich nicht nur durch die Möglichkeiten, ein Unternehmen anzusiedeln. Wo sich die Menschen in ihrer Stadt wohlfühlen, tun es auch Fachkräfte, Studierende und Auszubildende. Gerade vor dem Hin-tergrund der notwendigen Transformationen in Unternehmen für eine klimafreundliche Wirtschaft braucht es innovative Start-Ups, kreative Köpfe und kooperative Wirtschaftsformen, die durch Ge-meinwohlorientierung und Nachhaltigkeit zu Lebensqualität, Klimaschutz und Resilienz beitragen.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Zu Beginn steht eine Bestandsaufnahme gemeinwohlorientierter, solidarischer und nachhaltiger Start-Ups, Unternehmen und Initiativen. Im Gespräch oder durch Befragungen können konkrete Unterstüt-zungsbedarfe ermittelt werden. Gerade bei jüngeren Unternehmungen ist der Bedarf nicht unbedingt (nur) finanzieller Art. Er kann auch darin bestehen, dass Räumlichkeiten benötigt werden oder Ausstat-tung, Öffentlichkeitsarbeit oder die Netzwerkarbeit unterstützt wird. Konkret kann das in Form von „Runden Tischen“, der Einrichtung von „Pop-Up-Stores“ zur Bewerbung regionaler und nachhaltiger Produkte oder entsprechende Veranstaltungsformate umgesetzt werden.  Akteure  Zielgruppe  Wirtschaftsförderung der Stadt Köln  Nachhaltig agierende und produzierende Unternehmen, Verbände, Initiativen und Organisationen in Köln  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent  Fortlaufend

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 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Für Öffentlichkeitsarbeit und Veranstal-tungen sollten jährlich 25.000 € Sach-kosten einkalkuliert werden  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    kann nicht quantifiziert werden  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a):  kann nicht quantifiziert werden  Kumulierte THG-Einsparung (t):   kann nicht quantifiziert werden  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Meilensteine: Aufbau eines lokalen Netzwerks  Unterstützung nachhaltiger Wirt-schaftsweisen, Förderung der Regio-nalwirtschaft  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu weiteren Netzwerkarbeiten der Wirtschaftsförderung  – 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Breitenwirkung durch Ausweitung des Angebots nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen   Vielfältige Ansätze zur Nachhaltigkeit im Wirtschaften bereits vorhanden

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3.1.2 Klimaschonende Beschaffung im Konzern Stadt Köln 3.1.2.1 Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien für die Beschaffung in städtischen Einrichtungen 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.1.2.1.  Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien für die Beschaffung in städtischen Einrichtungen Themenschwerpunkt Klimaschonendes Arbeiten und Wirtschaften durch und im Konzern Stadt Köln Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel Ziel ist es, den Anteil an nachhaltigen Produkten, die soziale wie ökologische Kriterien erfüllen, in den Einrich-tungen der Stadt zu erhöhen. Hierzu gehören beispielsweise besonders energieeffiziente Elektrogeräte und nachhaltig produzierte Verbrauchsmaterialien für die Büroarbeit ebenso wie Fahrzeuge und Arbeitskleidung in städtischen Unternehmen und regionale beziehungsweise kontrolliert biologisch erzeugte Produkte in Ein-richtungen der städtischen Gemeinschaftsverpflegung. Grundlage für den letzteren Aspekt bildet ein Be-schluss des Ausschusses für Klima, Umwelt und Grün der Stadt Köln, der eine signifikante Erhöhung und standardmäßige Verfügbarkeit von regionalen und nachhaltigen Lebensmitteln im Speiseangebot städtischer Verpflegungseinrichtungen vorsieht. Es besteht ein Prüfauftrag hinsichtlich der Frage, wie der Anteil an vor-zugsweise regional erzeugten Bio-Produkten sowie die Anteile an regional erzeugten, saisonalen Lebensmit-teln in den zubereiteten Gerichten in städtischen Kitas, Schulen und Kantinen sowie bei städtischen Veran-staltungen/Empfängen bis 2030 schrittweise erhöht werden kann. Neben Regelungen für städtische Einrich-tungen soll darüber hinaus ein entsprechender Prozess für die Tochtergesellschaften der Stadt Köln (z.B. Kliniken) angestoßen und umgesetzt werden.  Beschreibung Die Stadt Köln entwickelt und beschließt für relevante Produktgruppen Beschaffungsrichtlinien. Damit wer-den neben rein finanziellen Aspekten auch soziale und ökologische Kriterien für die Beschaffung festgelegt. Orientierung bietet hierfür beispielsweise der „Kompass Nachhaltigkeit“ (https://www.kompass-nachhaltigkeit.de/ueber-den-kompass). Im Bereich Verpflegung etwa will die Stadt Köln das Angebot an ve-getarischen, veganen, regionalen, saisonalen und biologischen Gerichten in der städtisch organisierten Au-ßer-Haus-Verpflegung ausweiten. Dabei sollen Kooperationen mit regionalen Betrieben unterstützt und aus-gebaut werden.  Im Hinblick auf Verbrauchsmaterialien bieten sich zudem Richtlinien und Aufklärungsarbeit zur Minderung des Abfallaufkommens an. Hierfür kann zukünftig auch die „Zero-Waste-Strategie“, die derzeit in Erarbeitung ist, als Leitlinie gelten.  Erste Handlungsschritte/Aktivitäten Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien für die Beschaffung von Geräten und Verbrauchsmaterialien sowie für die Lebensmittel-Beschaffung in den städtischen Gemeinschaftsverpflegungen.

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 Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln: (1) Beschaffung von Geräten und Verbrauchsmaterialien: Zentrale Dienste (2) Lebensmittel-Beschaffung: Amt für Kinder, Jugend und Familie; Amt für Schulentwicklung; Gebäudewirt-schaft; Stabsstelle Events im Amt der Oberbürgermeisterin; Umwelt- und Ver-braucherschutzamt; Kliniken der Stadt Köln; städtische Tochtergesellschaften 
 Stadt Köln, Gastronomie 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente über 3 Jahre bei der Stadt Köln für die Koordination, Beteiligung der für Beschaffung zuständigen Stellen  3 Jahre 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   16.000 € für Konzepterstellung und flan-kierender Kommunikation  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Als Beispiel werden die Lebensmittelbeschaffung und das Ersetzen von Mahlzeiten durch klima-schonende Alternativen verwendet. Dabei wird von einer jährlichen Umsetzungsquote von 20 % ausgegangen.  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Die Einsparung nach vollständiger Um-setzung beträgt damit: 13.636 Tonnen CO2eq/a 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  40.907 Tonnen CO2eq 
 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Leitlinien Beschaffung  Soziales: Nachhaltigkeitskriterien beachten faire Arbeitsbedingungen bei der Produktion beschaffter Güter und Dienstleistung. Ökologie: Umweltfreundliche Produkt- und Dienstleistungsstandards  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu 3.1.2.2  keine  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Leitlinien kurzfristig auf viele Beschaf-fungsbereiche skalierbar  -

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3.1.2.2 Nachhaltigkeitskriterien verbindlich umsetzen 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.1.2.2.  Nachhaltigkeitskriterien verbindlich umsetzen Themenschwerpunkt Klimaschonendes Arbeiten und Wirtschaften durch und im Konzern Stadt Köln Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel Das Ziel der Aktivitätenempfehlung ist die Steigerung des Anteils nachhaltiger Produkte in städtischen Einrichtungen.  Beschreibung Die Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien erfordert die verbindliche Vereinbarung und Kontrolle in der Umsetzung. Durch die Vielfalt an Produktgruppen, städtischen Einrichtungen und teilweise Träger-schaften von öffentlichen Einrichtungen, die nicht in städtischer Hand sind, benötigt die Einführung eine gewisse Zeit. So hat etwa das Amt für Schulentwicklung nur bei einer Minderheit der Schulen die Möglichkeit der Konzessionsvergaben und damit eine direkte Einflussmöglichkeit. Die Mehrheit der Vergaben wird über Kooperationsverträge mit den Trägervereinen geregelt, die dann beauftragend tätig werden. Hier kann das Amt für Schulentwicklung nur indirekt handeln, die Umsetzung liegt im Verantwortungsbereich der Trägervereine. Ähnliches gilt für Alten- und Pflegeheime oder Krankenhäu-ser. Insofern ist die verbindliche Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien nur eingeschränkt zu kontrol-lieren. Im Hinblick auf nachhaltige Beschaffung aber gibt es vielfältige Vorarbeiten, Erfahrungen, Leitli-nien und Online-Tools, die bei der Einführung genutzt werden können.  Erste Schritte/Teilaktivitäten Zunächst sind die entsprechenden Leitlinien zu verfassen und zu beschließen. In einem zweiten Schritt sollte eine Datenbank eingerichtet werden, über die sämtliche Einrichtungen Zugriff auf das entsprechende Informationsmaterial und Vorlagen, wie etwa Ausschreibungshilfen, haben. Bei neuen Kooperationsverträgen sollen verbindliche Zielvereinbarungen, Sanktions- und Kontrollmöglichkeiten berücksichtigt werden. Es wird zudem ein aktives Kontrollsystem entwickelt und eingeführt, um die Einhaltung der Kriterien zu überwachen.   Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln: (1) Beschaffung von Geräten und Verbrauchsmaterialien: Zentrale Dienste (2) Lebensmittel-Beschaffung: Amt für Kinder, Jugend und Familie; Amt für Schulentwicklung; Gebäudewirt-schaft; Stabsstelle Events im Amt der Oberbürgermeisterin; Umwelt- und Ver-braucherschutzamt; Kliniken der Stadt Köln; städtische Tochtergesellschaften 
 Trägervereine 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente über 3 Jahre bei der Stadt Köln  Fortlaufend

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 Sachkosten  Finanzierungsansatz   20.000 € für Konzept Leitlinien und Auf-bau Datenbank und Kontrollsystem  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t):  Nicht quantifizierbar  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Aufbau Datenbank, Entwicklung Leitli-nien, Einführung Kontrollsystem  Soziales: Nachhaltigkeitskriterien beach-ten faire Arbeitsbedingungen bei der Produktion beschaffter Güter und Dienstleistung. Ökologie: Umweltfreundliche Produkt- und Dienstleistungsstandards  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu 3.1.2.1  keine  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Kontrollsystem kurzfristig auf viele Be-schaffungsbereiche skalierbar  keine

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3.2 Klimaschutz in Agrar- und Ernährungswirtschaft 3.2.1 Erzeugung, Produktion und Vermarktung im Bereich nachhaltiger Ernährung fördern 3.2.1.1 Ausbau des Anteils nachhaltig bewirtschafteter Landwirtschafts-Flächen 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.2.1.1.  Ausbau des Anteils nachhaltig bewirtschafteter Landwirt-schafts-Flächen  Themenschwerpunkt Klimaschutz in Agrar- und Ernährungswirt-schaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel Der Anteil nachhaltig bewirtschafteter Landwirtschafts-Flächen soll ausgebaut werden. Ziel ist die Steigerung nachhaltig bewirtschafteter landwirtschaftlicher Flächen im Stadtgebiet auf über 50% bis 2030 und über 90% bis 2035. Beschreibung Die landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzte Fläche in Köln nimmt stetig ab. Von 2000 bis 2017 hat sich die Fläche um 20% von 8.240 ha auf 6.574 ha reduziert (davon sind ca. 5600 ha Ackerfläche und ca. 1000 ha Grünland, dies entspricht 17% des Stadtgebiets). Die Kölner Liegenschaftsverwaltung hat 2.230 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 2.700 ha an 91 Betriebe zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen daran ist bislang äußerst gering, der Großteil der Fläche wird konventionell bewirtschaftet. Ein Beschluss des Ausschusses für Klima, Umwelt und Grün der Stadt Köln sieht vor, dass die Bewirtschaftung der Agrarflächen im Eigen-tum der Stadt Köln sich künftig an einem Nachhaltigkeitskatalog orientieren soll. Die Agrarflächen sollen nicht weiter reduziert werden, da die Bedeutung der urbanen Landwirtschaft im Kontext der Ernährungsstrategie zunimmt. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, stärkt die Beziehung der städtischen Bevölkerung zur Nahrungsmittelproduktion und leistet einen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz. Über Direkt- und Regionalvermarktungswege können die Aufwendungen für Transport, Logistik und Verpackung signifikant reduziert und damit Ressourcen und Treibhausgasemissionen eingespart werden. Erste Schritte/Teilaktivitäten Einflussmöglichkeiten der Stadt Köln sind: • Einfluss auf Bewirtschaftungsarten bei der Verlängerung von Pachtverträgen. Grundlage hierfür ist der vom Ausschuss für Klima, Umwelt und Grün der Stadt Köln verabschiedete Entwurf eines Kri-terienkatalogs zur Verpachtung städtischer Agrar-Flächen, der in enger Abstimmung mit den Kölner Landwirt*innen weiterentwickelt wird. • Beratungsangebote für die Umstellung von Betrieben auf nachhaltige Bewirtschaftung. • Einbindung und Stärkung der handwerklichen Verarbeitung in lokale Wirtschaftskreisläufe (Bä-cker*innen, Metzger*innen, Direktvermarkter*innen) durch Netzwerkbildung und Kampagnen. • Einbindung in die regionale Nahversorgung von Kantinen, Schulen und Verwaltungen durch Nut-zung des Nachfragepotentials des Konzerns Stadt Köln.

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 Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen; Umwelt- und Verbraucherschutzamt (Untere Naturschutzbehörde) 
 Landwirt*innen, handwerkliche Verar-beitung, Beschaffungswesen der Stadt Köln 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente über 2 Jahre   fortlaufend  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Jährlich 26.000 € für Netzwerk- und Kampagnen-arbeit  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 153,9 Tonnen CO2eq/a  Kumulierte THG-Einsparung (t):  461,7 Tonnen CO2eq  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Konversion konventionell bewirtschafte-ter in nachhaltig bewirtschaftete land-schaftliche Fläche (50% bis 2030, 90% bis 2035) 
 Ökologie: Stärkung Biodiversität und Artenvielfalt; Schutz natürlicher Res-sourcen wie Boden und Wasser 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu Aktivitätenempfehlungen der Maßnahme 3.1.2  Evtl. Ressentiments gegen neue Bewirt-schaftungsmethoden seitens landwirt-schaftlicher Betriebe  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  -

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3.2.1.2 Zentrale Handelsorte (Food Hub) und Märkte mit regionalen Angeboten  
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.2.1.2.  Zentrale Handelsorte (Food Hub) und Märkte mit regionalen Angeboten  Themenschwerpunkt Klimaschutz in Agrar- und Ernährungswirt-schaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel Ziel ist es, bis 2030 insbesondere kleinen und mittleren nachhaltig produzierenden Landwirt*innen aus Köln und der Region Zugang zum größeren Markt in Köln zu verschaffen. Die Aktivitätenempfehlung zielt darauf ab, die Aggregation, Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung von lokal produzierten Le-bensmitteln zu erleichtern. Damit sollen vorbildliche Rahmenbedingungen und Infrastrukturen ge-schaffen werden, um die Versorgung Kölns mit regional produzierten Lebensmitteln in einem gestei-gerten Umfang sicherzustellen. Hierzu werden ein Food Hub (als Frischezentrum) und (revitalisierte) Märkte mit regionalen, nachhaltigen Angeboten als zentrale Umschlag- und Weiterverarbeitungsplätze zur Optimierung der Handelsströme erschaffen und gefördert. Damit werden Verkehrsströme redu-ziert und THG-Emissionen eingespart. Das geplante Vorgehen ist beispielhaft und kann Strahlkraft über die Grenzen der Stadt Köln hinaus entwickeln.  Beschreibung Zentral gelegene Handelsorte (Food Hub) und Märkte mit regionalen Angeboten sind probate Mittel, um die Versorgung Kölns mit lokal produzierten Lebensmitteln zu fördern. Kernfunktionen eines Food Hub sind:  • Zusammenstellung von Produkten verschiedener Lieferanten/Betriebe für den Vertrieb über ei-nen einzigen Kanal (Transparenz in der Lieferkette vom Acker bis zum Teller) • Behebung von Mängeln in der Verarbeitungs-Infrastruktur für kleinere, lokale Betriebe und da-mit die Verbesserung von deren Marktzugang • Lagern von Produkten und Transport zum Kunden (signifikante Verringerung von Transporte-missionen) • Käufer finden, Produkte verkaufen und bewerben und die Markenidentität der Betriebe fördern. (Schaffung eines zuverlässigen Absatzmarkts für lokale Betriebe) • Schaffung von Bewusstsein und Wertschätzung für die Herkunft der Lebensmittel Erste Handlungsschritte/Teilaktivitäten Im Rahmen der Aktivitätenempfehlung übernimmt die Stadt Köln folgende Aufgaben: • Anschubförderung für eine interdisziplinäre Projektentwicklung sicherstellen   • städtische Koordinierung über die Einrichtung einer Personalstelle • Akquise und Einwerbung von Fördermitteln für die Umsetzung  • Identifikation geeigneter Standorte für den zentralen Handelsort • Gründung einer Träger - Gesellschaft • Förderung von Märkten mit regionalen Angeboten

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 Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster, dort Markt-wesen, Gebäudewirtschaft (standortab-hängig); Umwelt- und Verbraucher-schutzamt, Ernährungsrat für Köln und Umgebung e.V. (fachliche Expertise) 
 Landwirt*innen, Händler*innen 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent  fortlaufend  Sachkosten  Finanzierungsansatz   60.000 €/a für die Anmietung einer La-gerhalle (Foodhub) und 2.000 €/a für die begleitende Kampagnen- und Netzwerk-arbeit insgesamt 806.000 € bis 2035 
 Haushaltsmittel, Fördermittel 
 THG-Einsparungen    Einsparungen in Aktivitätenempfehlung 6.2.2.2 „Netz-werk Regionale Vermarktung“ enthal-ten  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Einsparungen in Aktivitätenempfehlung 6.2.2.2 „Netz-werk Regionale Vermark-tung“ enthalten 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  Einsparungen in Aktivitätenempfehlung 6.2.2.2 „Netz-werk Regionale Vermark-tung“ enthalten   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Umsetzung Foodhub, Anzahl teilneh-mende Betriebe, Anzahl Märkte, Grün-dung Trägergesellschaft  Ökonomie: Förderung kleiner Betriebe bzw. Ermöglichung Marktzugang 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu Aktivitätenempfehlungen 6.2.2.2; 3.1.2.1; 3.1.2.3  - 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Skalierbarkeit des Netzwerks schnell möglich  Märkte mit regionalen Angeboten sind im Stadtbild sichtbar

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3.2.1.3 Urban Gardening in allen Stadtteilen 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.2.1.3.  Urban Gardening in allen Stadtteilen  Themenschwerpunkt Klimaschutz in Agrar- und Ernährungswirt-schaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel Die Aktivitätenempfehlung zielt darauf ab, auf Erfahrungen aufzubauen, um in jedem Stadtteil Kölns mindestens einen Ort für Urban Gardening zu schaffen und den Unterhalt zu unterstützen. Die Umset-zung soll insbesondere im Rahmen von Neubau-Quartieren forciert und sichergestellt werden. Die Beschlussfassung zum Aktionsplan für die Essbare Stadt Köln sieht vor, öffentliches Grün im Stadtge-biet Kölns für Mensch und Tier ‚essbar‘ zu machen, z.B. durch Anpflanzung von Beerensträuchern und Obstbäumen. Darüber hinaus sollen Schulgärten gefördert werden, um Kindern und Jugendlichen die Freude am Gärtnern zu vermitteln.   Beschreibung Urban Gardening ist Gärtnern in der Stadt. So entstehen kleine grüne Biotope mitten in der Stadt, die das Mikroklima verbessern und dem Wunsch vieler Menschen nach umweltschonender Produktion von Lebensmitteln, vegetarischer und veganer Lebensweise entsprechen. Urbane Gärten liefern Bie-nen ein Nahrungsangebot, stärken das menschliche Verständnis für die Herkunft von Nahrungsmitteln und bringen Menschen in der Stadt zusammen. Durch Projekte wie ‘Essbares Wohnumfeld‘ und ‚Gar-tenlabore‘ werden Aspekte des Urban Gardenings in Köln umgesetzt. Diese Projekte werden zum Teil bereits jetzt durch die Stadt Köln finanziell unterstützt. Eine Verstetigung dieser Förderung wird derzeit angedacht.   Arbeitsschritte/Teilaktivitäten • Entwicklung von Konzepten für Gemeinschaftsgärten in Kooperation mit dem Ernährungsrat  • Identifikation und Sicherung geeigneter Flächen • Genehmigungsrechtliche Klärung • Organisation und Unterstützung des gemeinschaftlichen und freiwilligen Engagements zur Schaffung und Betrieb der Gärten    Akteure  Zielgruppe  Amt für Landschaftspflege und Grünflä-chen, Umwelt- und Verbraucherschutz-amt , Ernährungsrat für Köln und Umgebung e.V. 
 Bürger*innen, Schulen, Unternehmen  
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente über 3 Jahre  3 Jahre

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 Sachkosten  Finanzierungsansatz   72.000 € für Förderung zum Anlegen gemeinschaftlicher Gärten und flankie-render Öffentlichkeitarbeit  Förderung, Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t):  Nicht quantifizierbar  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anzahl urbaner Gärten, Anzahl Teilneh-mende  Ökologie: Förderung Artenvielfalt, Biodiver-sität, Mikroklima Soziales: Gemeinschaftliche Gärten sind Orte der Begegnung und fördern die soziale Teilhabe  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu Aktivitätenempfehlungen 6.2.2.2; 3.1.2.1; 3.1.2.2  keine 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Teilnehmende werden zu Multiplikatoren  Urbane Gärten sind sichtbar und entfalten Strahlkraft in die Bevölkerung

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3.2.1.4 Verleihung eines Kölner Siegels im Bereich „Ernährung und Konsum“ 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.2.1.4.  Verleihung eines Kölner Siegels im Bereich „Ernährung und Konsum“ Themenschwerpunkt Klimaschutz in Agrar- und Ernährungswirt-schaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel Ziel des Siegels ist es, die Akteure im Bereich „Ernährung und Konsum“ (z.B. Schulen und Kitas, Kan-tinen, Gastronomie) in einer wertschätzenden Form zu würdigen, zum weiteren Engagement zu moti-vieren und durch den Vorbildcharakter die weitere Verbreitung zu fördern. Beschreibung Siegel und Auszeichnungen sind ein wichtiges Mittel der Anerkennungskultur für nachhaltiges und klimaschonendes Handeln. Bis 2023 wird daher ein Kölner Siegel entwickelt und implementiert, um „klimafreundliche und nachhaltig handelnde Akteure“ im Bereich Ernährung und Konsum auszuzeich-nen. Das Siegel soll als gemeinsame Initiative der Wirtschaftsförderung der Stadt Köln und des Um-welt- und Verbraucherschutzamtes unter Einbindung des Ernährungsrates für Köln und Umgebung e.V. angelegt werden.  Erste Arbeitsschritte/Teilaktivitäten Arbeitsschritte zur Umsetzung der Aktivitätenempfehlung sind: • Förderung einer halben Personalstelle beim Ernährungsrat oder bei der Stadt Köln • Das Siegel wird entworfen und die Kriterien für die Vergabe festgelegt. • Es wird eine Kampagne zum Bekanntmachen des Siegels entwickelt und durchgeführt. • Es wird ein Vergabeverfahren mittels einer Jury eingeführt und umgesetzt. • Die Träger des Kölner Siegels werden im Rahmen eines stadtweiten Marketings vorgestellt.  Akteure  Zielgruppe  KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH, Umwelt- und Verbraucher-schutzamt, Ernährungsrat für Köln und Umgebung e.V. 
 Schulen und Kitas, Kantinen, Gastrono-mie 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente  fortlaufend  Sachkosten  Finanzierungsansatz   26.000 € flankierende Öffentlichkeitsar-beit  Förderung, Haushaltsmittel

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 THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t):  Nicht quantifizierbar  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Einführung Siegel; Festlegung Kriterien, Anzahl verliehener Siegel   
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu Aktivitätenempfehlungen 6.2.2.2; 3.1.2.1; 3.1.2.2  keine 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Ausgezeichnete Einrichtungen haben Vorbildcharakter und motivieren zum Nachahmen  Siegel entfaltet sofortige Wirkung durch begleitende Öffentlichkeitsarbeit

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3.3 Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten 3.3.1 Klimaschutz als Quartiersansatz 3.3.1.1 Einführung eines Gebietsmanagements für Klimaschutz in bestehenden und neuen Gewerbegebieten 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.4.2.3  Einführung eines Gebietsmanagements für Klimaschutz in be-stehenden und neuen Gewerbegebieten Themenschwerpunkt Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Mit der Einführung eines Gebietsmanagements für Klimaschutz in Gewerbegebieten sollen bestehen-de Gebiete systematisch Richtung Klimaneutralität entwickelt werden. Für neue Gebiete besteht die Zielsetzung darin, sie von Beginn an klimaneutral zu konzipieren, zu planen und zu entwickeln. Neben reinen Gewerbegebieten sollte das Gebietsmanagement dabei auch als die ausführende Stelle des „Whole District Approach“ für gemischte Gebiete konzipiert werden. Ausgangslage Gewerbegebiete stehen vor spezifischen Herausforderungen bezüglich der Entwicklung zur Kli-maneutralität. Die verschiedenen Branchen, die hier angesiedelt sein können, haben jeweils unter-schiedliche Ausgangssituationen und Entwicklungsstrategien umzusetzen.  Beschreibung Der Ansatz des Quartiersmanagements versteht sich als übergreifender Ansatz zur Umsetzung der in der Strategie beschriebenen Aktivitätenempfehlungen. Er soll die verschiedenen Ansätze bündeln und unternehmens- bzw. branchenspezifisch in bestehenden Gewerbegebieten umsetzen. Hierzu gehören neben den in diesem Handlungsfeld „Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral“ beschriebe-nen Aktivitätenempfehlungen auch Ansätze aus dem Handlungsfeld Energie (z.B. in 2.2.1. Maßnahme: Ausbau der Photovoltaik auf Wohn- und Nichtwohngebäuden), dem Handlungsfeld Mobilität und Lo-gistik (z.B. in 4.3.1. Maßnahme: Wirtschaftsverkehr und betriebliche Mobilität). Zu dem Management gehören damit konkrete Klimaschutzstrategien für die bestehenden Gewerbegebiete der Stadt Köln, das Controlling der umzusetzenden Aktivitätenempfehlungen sowie das Monitoring über die Entwick-lung. Hierzu gehört auch die optimale Nutzung von Flächen und bei Bedarf der Umnutzung von beste-henden Bauten und Gebieten, um den Bedarf an Neuentwicklung möglichst im Bestand realisieren zu können. Für dennoch neu zu entwickelnde Gewerbegebiete werden darüber hinaus Konzepte erarbei-tet, um über Planungshilfen und Vergabeverfahren Klimaneutralität von Beginn an mitzudenken.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Beschlussfassung zur ausschließlich klimaneutral zu entwickelnden neuen Gewerbegebieten 2. Pilotprojekt zur Entwicklung eines klimaneutralen Gewerbegebiets  3. Erstellung von Teilkonzepten für bestehende Gewerbegebiete und von Konzepten zu klima-neutralen Entwicklung neuer Gebiete als Rollout 4. Einführung des Gebietsmanagements für Gewerbegebiete 5. Monitoring und Controlling

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 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Wirt-schaftsförderung, HWK, IHK, Rhein-Energie  Unternehmen in Gewerbegebieten der Stadt Köln 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent  Machbarkeitsstudie: 1 Jahr Pilotprojekt: 5 Jahre danach fortlaufend   Sachkosten  Finanzierungsansatz   Machbarkeitsstudie: 120.000 € Öffentlichkeitsarbeit: 15.000 pro Jahr  Förderung über NKI ist zu prüfen Kommunaler Haushalt  THG-Einsparungen    Grundlage der Berechnung ist der Wärmeverbrauch und Stromverbrauch eines fiktiven Bei-spielgewerbegebietes. Aus Erfahrungswerten, wird die Annahme getroffen, dass diese Akti-vitätenempfehlung insgesamt 10% CO2-Einsparung erzielen kann.   Minderung pro bestehendes bzw. neu-es Gewerbegebiet:  886 t CO2eq  Kumulierte THG-Einsparung (t):  Nicht quantifizierbar, da abhängig von der Anzahl der erreichten Gewerbege-biete.   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Durchgeführte Projekte / entwickelte Gebiete Endenergieverbrauch Unternehmen  Lokale Bindung von Unternehmen 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien bestehen zu den Handlungs-feldern Mobilität, Gebäude und Energie  – 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Pilotprojekt soll eine gewisse Breiten-wirkung auf weitere Gebiete haben  Umsetzung ist eher mittelfristig einzu-schätzen

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3.3.1.2 Klimaschutz als Quartiersansatz in gewerblich geprägten Gebieten – „Whole District Approach“ 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.4.2.1  Klimaschutz als Quartiersansatz in gewerblich geprägten Ge-bieten – „Whole District Approach“ Themenschwerpunkt Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Ziel des Ansatzes ist es, unterschiedliche zielgruppenspezifische Maßnahmen in gemischt genutzten Quartieren integriert zu betrachten und zu entwickeln. Anhand erster Erfahrungen in einem ausge-wählten Quartier im ersten Jahr, sollte bis zum Jahr 2030 der Ansatz auf mindestens 10 relevante Quartiere ausgeweitet werden.  Ausgangslage Die zielgruppen- und sektorspezifische Einteilung von Klimaschutzmaßnahmen ist sinnvoll, trifft aber in einer Stadt wie Köln auch auf gemischt genutzte Quartiere, in denen Wohnen und Arbeiten, öffentli-che Einrichtungen, Gewerbe und Handel dicht beieinander liegen. Dementsprechend braucht es auch integrierte und quartiersspezifische Ansätze, die Potenziale der Sektorkopplung, Synergien zwischen verschiedenen Handlungsfeldern und Schnittstellen unterschiedlicher Zielgruppen berücksichtigen. Beschreibung Quartiersspezifische Ansätze, die für die genannten Schnittstellen von besonderer Relevanz sind, finden sich im Bereich Wärmeversorgung und Mobilität. Vor diesem Hintergrund wird empfohlen, auf Basis einer kommunalen Wärmeplanung (siehe 2.3.1. Maßnahme: Entwicklung und Umsetzung einer kommunalen Wärmeplanung / Energienutzungsplanung) die Potenziale gewerblicher Abwärme (siehe hierzu auch 3.3.2.2. Nutzung industrieller Abwärme) und deren Nutzung zur Wärmeversorgung im Quartier zu identifizieren.  Zudem ist gerade in Quartieren mit gemischter Nutzung eine Verknüpfung von betrieblichen Mobili-tätskonzepten (vgl. hierzu auch 4.3.1.1. Mobilitätsmanagement) mit privaten und öffentlichen Verkeh-ren sinnvoll. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Konzeption quartiersspezifischer Prozesse unter Einbindung relevanter Zielgruppen  2. Durchführung von Veranstaltungen, Beratungsgesprächen und Unterstützung zum Aufbau sowie Begleitung interner Prozesse (Anbindung an bzw. Durchführung durch die „Servicestel-le vor Ort“)  3. Öffentlichkeitsarbeit  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Rhein-Energie, Amt für Straßen und Verkehrs-entwicklung, KVB  Unternehmen, Einrichtungen und Zivil-gesellschaft in einzelnen Quartieren

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 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent  Orientiert sich an den Laufzeiten der Maßnahmen 2.3.1. (kommunale Wär-meplanung) und 4.3.1. (Wirtschaftsver-kehr und betriebliche Mobilität)  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Sachkosten für Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit: ca. 25.000 pro Jahr   Förderung z.B. über NKI oder DBU zu prüfen  THG-Einsparungen    Annahmen: Mit dieser Aktivitätenempfehlung werden 50 Unternehmen pro Jahr und eine Reduktion des Wärme- sowie Stromverbrauchs von 3% erreicht.   Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 1.247 t CO2eq /a  Kumulierte THG-Einsparung (t): 5.132 t CO2eq  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anzahl und Teilnahme durchgeführter Veranstaltungen Durchgeführte Quartiers-Projekte   Kooperation im Quartier stärken 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien bestehen zum Handlungsfel-dern Mobilität, Gebäude und Energie  Bestehende Konflikte um die Flächennut-zung in dicht besiedelten Quartieren soll-ten mit diesem Ansatz adressiert werden.  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  In einem Quartier kann sich eine Brei-tenwirkung durch die Verbindung ver-schiedener Sektoren ergeben.  –

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3.3.1.3 „Servicestelle vor Ort“ für Klimaschutz in Unternehmen 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.4.1.3  „Servicestelle vor Ort" für Klimaschutz in Unternehmen Themenschwerpunkt Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle zur Beratung von Unternehmen aus dem Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistung zu den Themen Energie und Klimaschutz.   Ausgangslage In Köln gibt es bislang keine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen zur Beratung in den Themen Ener-gie und Klimaschutz. Zwar gibt es auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Beratungs- und Förderangebote, doch ist die Orientierung im „Förderdschungel“ oft schwierig.  Beschreibung Mit der Einrichtung einer „Servicestelle vor Ort“ soll eine zentrale Anlaufstelle entstehen, die Unter-nehmen im Bereich des Klimaschutzes unterstützt. Hier werden die verschiedenen Angebote und Möglichkeiten – sowohl solche, die auf Bundes- und Landesebene bestehen, wie auch die in Köln bestehenden oder im Rahmen der Klimastrategie entwickelt werden – gebündelt und im Rahmen einer neutralen Beratung Fragen rund um das Thema Energie- und Klimaschutz beantwortet. Unter-nehmen erhalten Hilfe bei der Organisation und Durchführung von Klimaschutzaktivitäten. Im Fokus der Information sollten die generellen Vorteile sowie insbesondere die Wirtschaftlichkeit von Maß-nahmen stehen. Durch eine Ansiedlung der „Servicestelle vor Ort“ bei der Wirtschaftsförderung be-steht bereits häufig eine direkte Verbindung zu den Unternehmen. Bestehende Strukturen, wie Öko-profit sind einzubinden. Zudem sollten ein Energie-Coaching und eine Umsetzungsbegleitung, die Einführung von Energiecontrolling und Beratung zu Förderprogrammen oder Finanzierungsmöglichkei-ten, etwa über Contracting, im Portfolio sein. Für branchenspezifische homogene Zielgruppen, wie etwa Hotels und Gaststätten, Alten- und Pflegeheime oder im Einzelhandel sollten passgenaue Son-der-Initiativen und Angebote entwickelt werden. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Identifizierung der Bedarfe von Unternehmen (branchenspezifisch) 2. Konzipierung des Grundkonzeptes der Beratungs- und Unterstützungsinitiative 3. Öffentlichkeitswirksame Bekanntmachung der Servicestelle vor Ort 4. Regelmäßige Evaluation und Anpassung der Angebote  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Wirt-schaftsförderung KölnBusiness, IHK, HWK und Rheinenergie  Unternehmen auf Kölner Stadtgebiet 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  2 Vollzeitäquivalente   Fortlaufend (Die Zahlenwerte sind für einen Zeitraum von 10 Jahren berechnet worden)

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 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Öffentlichkeitsarbeit: 50.000 €   Anschubfinanzierung durch ein Förder-programm wäre zu prüfen  THG-Einsparungen    Es wird davon ausgegangen, dass diese Aktivitätenempfehlung jährlich bis 50 Unternehmen erreicht und zu Einsparungen im Wärmeverbrauch von 7% und beim Stromverbrauch 10% führen kann.   Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a):  Einsparung nach vollständiger Umset-zung: 4.009 t CO2eq /a 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):   17.952 t CO2eq 
 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Endenergieverbrauch Unternehmen Anzahl der Beratungen pro Jahr  Lokale Bindung von Unternehmen 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Die Servicestelle vor Ort kann als zentra-le Anlaufstelle diverser Aktivitätenemp-fehlungen und Angebote die lokale Wirt-schaft betreffend bündeln und entspre-chend zielgerichtet Informationen ver-mitteln. 
 – 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Breitenwirksamkeit durch Ansprache diverser Branchen gegeben  Für die Sichtbarkeit benötigt das Angebot eine entsprechende Bewerbung (s. Sach-kosten)

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3.3.2 Klimaschutz in energieintensiven Unternehmen 3.3.2.1 Strategieentwicklung klimaneutrale Energieversorgung für energieintensive Industrieunternehmen 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.3.1.2  Strategieentwicklung klimaneutrale Energieversorgung für energieintensive Industrieunternehmen Themenschwerpunkt Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 Ziel und Strategie Ziel der Aktivitätenempfehlung ist die sukzessive Umstellung von fossilen Energiequellen auf erneuer-bare Energien und die Nutzbarmachung von grünem Wasserstoff für energieintensive Industrieunter-nehmen. Neben der Umstellung der externen Energieversorgung kommt der Erzeugung erneuerbarer Energie und der effektiven Energienutzung und -einsparung innerhalb des Unternehmens eine wichti-ge Rolle zu. Für diese Prozesse müssen die Unternehmen ihren Energiehaushalt gut kennen, um Ein-sparungs- und Umstellungspotenziale sowie Abwärmenutzungen (siehe Aktivitätenempfehlung 3.3.2.2) angehen zu können.  Ausgangslage In der Stadt Köln sind zahlreiche industrielle Unternehmen, etwa aus den Teilbranchen Automobile, Chemie, Maschinenbau, Energie- und Umweltwirtschaft ansässig. Einige Vertreter*innen waren in-tensiv und aktiv in der „Projektgruppe Industrie“ eingebunden, um für die Strategie Klimaneutrales Köln Aktivitätenempfehlungen mit zu entwickeln und zu diskutieren. Hierbei ging es u. a. um Erzeu-gungspotenziale – etwa durch Photovoltaik – auf industriellen Gebäuden und Flächen, um Erzeugungs- und Anwendungsfragen von Wasserstoff, um Antriebstechnologien und -energien in der Logistik und die Beschäftigtenmobilität. Diese Ansätze bieten eine gute Grundlage zur Weiterentwicklung und Konkretisierung von Strategien für eine klimaneutrale Energieversorgung von energieintensiven In-dustrieunternehmen.   Beschreibung Zur Dekarbonisierung energieintensiver Industrien bedarf es besonderer Strategien: Vor dem Hinter-grund der Klimaneutralität als Zielsetzung stehen die Unternehmen vor Fragen der Versorgungssicher-heit und Wettbewerbsfähigkeit, die dementsprechend berücksichtigt werden müssen. Für eine klima-neutrale Energieversorgung bedarf es ausreichend verfügbarer Energie aus erneuerbaren Quellen (vor allem großer Mengen an elektrischer Energie und grünem Wasserstoff), während die Produktionspo-tenziale auf Kölner Stadtgebiet limitiert sind. Demnach sind bei einer Strategieentwicklung auch Effizi-enzpotenziale und damit Energieeinsparung in industriellen Betrieben und Prozessen zu betrachten: Je geringer der Energiebedarf umso einfacher ist es, ihn über erneuerbare Quellen zu decken.  Viele Unternehmen haben bereits interne Energiemanagementsysteme implementiert, Nachhaltig-keitsstrategien entwickelt und kennen die relevanten technologischen Möglichkeiten, die für eine Dekarbonisierung zur Verfügung stehen bzw. entwickelt werden. Dennoch ist dieser Bereich meist nicht das Kerngeschäft der Unternehmen, so dass Unterstützungs- und Beratungsleistungen von Sei-ten der Stadt Köln sinnvoll sind.   Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten In einem ersten Schritt entwickelt die Stadt Köln ein kompaktes Unterstützungspaket in Abstimmung mit anderen relevanten Unternehmen, wie etwa der Rhein-Energie. Dieses Paket sollte unterschiedli-che Ausgangssituationen verschiedener Unternehmen ebenso berücksichtigen wie die diversen Mög-lichkeiten der Energieeinsparung und Energiebedarfe, die – je nach Branche – sehr unterschiedlich

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sind.  Berücksichtigt werden sollten zudem bestehende überregionale Angebote bzgl. Beratung und finanzi-eller Förderung, wie sie beispielsweise das „Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien“ (KEI)4 anbietet.  Nach der aktiven Erstansprache von Seiten der Stadt Köln werden die unternehmensspezifischen Unterstützungsbedarfe gemeinsam identifiziert und entsprechend passende Berater*innen vermittelt.  Es besteht auch die Möglichkeit, die Strategieentwicklung bzw. deren Umsetzung im Rahmen einer Klimapartnerschaft zu „besiegeln“ (vgl. Klimapartnerschaften zwischen der Stadt Köln und Kölner Unternehmen). Für die Strategieentwicklung kann ein Pilotprojekt in einem Gewerbegebiet sinnvoll sein. Hierbei soll-ten die Verbindungen zu anderen Aktivitäten (z.B. H2-Projekten wie HyPipCo - Wasserstoff-Pipeline) berücksichtigt werden.   Akteure  Zielgruppe  Wirtschaftsförderung, Koordinationsstel-le Klimaschutz, RheinEnergie, IHK  Industrieunternehmen auf Kölner Stadt-gebiet  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente  fortlaufend  Sachkosten  Finanzierungsansatz   3 Strategien für Unternehmen pro Jahr à 15.000 Euro: 45.000 € pro Jahr  Kommunaler Haushalt 
 THG-Einsparungen    Grundlage ist der Strom- und Wärmeverbrauch der gesamten Kölner Industrie. Es wird von einer Reduktion von jeweils 6% jährlich ausgegangen.   Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 62.105 t CO2eq /a   Kumulierte THG-Einsparung (t): Wird noch quantifiziert.   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anzahl der beratenen Unternehmen Entwicklung der Emissionen im Bereich Industrie und GHD  Neben Emissionsminderungen können die Strategien auch zur Verbesserung der Luftqualität beitragen, wenn die Verbrennung fossiler Energieträger ver-mindert wird  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergieeffekte bestehen zu verschie-denen Maßnahmen, die den Bereich Wirtschaft adressieren (z.B. Kooperatio-nen) 
 Konkurrenzen in der Nutzung begrenzt verfügbarer erneuerbarer Energien (z.B. Wasserstoff) 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Multiplikatorwirkung im Sinne einer Vorbildwirkung auf andere Unternehmen   Strategieentwicklung kann durch begon-nene kooperative Arbeiten in der Projekt-gruppe kurzfristig begonnen werden  4 siehe: https://www.klimaschutz-industrie.de/kompetenzzentrum/

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3.3.2.2 Strategie: Smart sustainable industry – Integration der Aspekte Digitalisierung und Nachhaltigkeit 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.3.1.3  Strategie: Smart sustainable industry – Integration der Aspekte Digitalisierung und Nachhaltigkeit Themenschwerpunkt Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Mit einer „Smart sustainable industry“ Strategie“ werden die Aspekte Digitalisierung und Nachhaltig-keit verschnitten, um Effizienzpotenziale in der Industrie zu heben, Ressourcen zu schonen und den Einsatz erneuerbarer Energien zu optimieren. Ausgangslage Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie wird eingesetzt um beispielsweise in Produktionen den Out-put zu erhöhen, Prozesse schneller zu gestalten und Wirtschaftskraft zu erhöhen. Nicht selten können mit diesen Entwicklungen negative ökologische Effekte verbunden sein, etwa ein erhöhter Energie- und Ressourcenverbrauch. Auf der anderen Seite aber birgt die „Industrie 4.0“ als Digitalisierungsstra-tegie des Sektors auch Potenziale für den Aufbau einer energieeffizienteren und ressourcenschonen-deren Industrie. Diese Möglichkeiten gilt es zu identifizieren, (weiter) zu entwickeln und in Kölner Un-ternehmen anzuwenden.  Beschreibung Smarte Lösungen und Anwendungen zur Förderung der Nachhaltigkeit in Kölner Unternehmen sind vielfältig: Eine Möglichkeit etwa ergibt sich durch intelligente Systeme wie Smart Grids. Hierdurch können Da-ten zu Stromerzeugung, Speicherung und Verbrauch kombiniert und wichtige Netzinformationen über-tragen werden. Dies kann zur effizienten Nutzung der erneuerbaren Energie und der Optimierung der Netzauslastung beitragen.  Digitale Anwendungen und Prozesse, etwa bei der Überwachung von Maschinen oder Abläufen, kön-nen die Produktion verbessern und damit die notwendigen Ressourcen schonen. Und sie können bei der Einführung eines Lifecycle-Managements von Produkten bzw. des Unternehmens eingesetzt werden.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Durchführung von Potenzial- und Machbarkeitsstudien zu smart grids in Köln. Diese können im Rah-men anderer Aktivitätenempfehlungen integriert betrachtet werden, etwa bei der „Strategieentwick-lung klimaneutrale Energieversorgung für energieintensive Unternehmen“ Vermittlung von Unterstützungs- und Beratungsleistungen bei der Entwicklung bzw. Einführung digita-ler Prozesse und Anwendungen und/oder Produkten und Lifecycle Management Unterstützung bei der Einwerbung von Fördermitteln / Initiierung von Pilotprojekten zu Themen der „Industrie 4.0“ in Verbindung mit einer klimaschonenden Industrie  Akteure  Zielgruppe  Wirtschaftsförderung   Industrieunternehmen auf Kölner Stadt-gebiet

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 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente  Machbarkeitsstudie: 2023 Beratung: fortlaufend Pilotprojekt(e): ca. 3-5 Jahre (2023 - 2026 / 2028)  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Machbarkeitsstudie: 120.000 €  Beratungsleistungen (extern): 30.000 € pro Jahr Umsetzungsprojekte: Sachkosten sollten bei der Einwerbung von Fördermitteln mit beantragt werden  
 Kommunaler Haushalt, Fördermittel 
 THG-Einsparungen    -  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Einsparungen sind extrem abhängig von den spezifischen Anwen-dungen und können vor diesem Hinter-grund hier nicht quantifiziert werden 
 Kumulierte THG-Einsparung (t): Einsparungen sind extrem abhängig von den spezifischen Anwendungen und können vor diesem Hintergrund hier nicht quantifiziert werden  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Erfolgreiche Anträge zur Umsetzung von Pilotprojekten   Digitale Anwendungen und Prozesse kön-nen ggf. Arbeitsplätze ersetzen oder Tätig-keitsbereiche verändern. Dies sollte bei der Einführung frühzeitig mit bedacht werden (s. auch Synergien und Zielkonflikte)    Synergieeffekte   Zielkonflikte   Smarte Anwendungen können hohe Synergien zu Themen der Kreislaufwirt-schaft haben. Synergien entstehen, wenn durch digita-le Prozesse fehlende Arbeitskräfte kom-pensiert werden können. 
 Digitalisierung ist kein Selbstzweck, es sollte sichergestellt sein, dass durch die Anwendungen keine Mehrverbräuche ent-stehen. Wenn digitale Prozesse bestehende Ar-beitsplätze ersetzen, sollte frühzeitig durch Weiterbildung und neue Einsatzbereiche die Weiterbeschäftigung gesichert werden.  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Digitale Anwendungen und Prozesse können sehr spezifisch sein, die Brei-tenwirkung ist darum eher gering einzu-schätzen 
 Die Umsetzbarkeit wird eher mittelfristig eingeschätzt.

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3.3.2.3 Förderung der Wasserstoffnutzung 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.3.2.1  Förderung der Wasserstoffnutzung Themenschwerpunkt Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Ziel der Aktivitätenempfehlung ist die Unterstützung der lokalen Produktion und Anwendung von grü-nem Wasserstoff.  Ausgangslage Das Thema Wasserstoff ist ein hoch aktuelles und wird auf verschiedenen Ebenen und Programm-strängen gefördert. Die Einsatzbereiche für „grünen“ Wasserstoff sind vielfältig: in der Industrie, dem Flugverkehr, in Kraftwagen, zur Wärmeversorgung. In Energie- und Klimaszenarien für Deutschland werden dementsprechend Nutzungskonkurrenzen und teilweise hohe Importbedarfe gesehen. Ob aber die entsprechenden Kapazitäten im Ausland in dem geschätzten Umfang entstehen werden, ist unklar. Es gilt also, auch Deutschland als Produktionsstandort weiterzuentwickeln und entsprechende Anwendungsmöglichkeiten zu erproben. Bereits bestehende Initiativen und Netzwerke in Köln und Umgebung sind beispielsweise „HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V.“ und „H2R – Was-serstoff Rheinland“. H2R hat im Rahmen des NRW-Förderwettbewerbs Modellregion Wasserstoff-mobilität eine Roadmap zum Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft erarbeitet. Sie umfasst ca. 80 Akteure mit über 100 Projektsteckbriefen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.  Auf Basis der Roadmap bereitet ein Konsortium unter Einbeziehung der Stadt Köln und städtischer Tochterunternehmen eine Bewerbung im Bundesförderprogramm HyLand in der Kategorie HyPerfor-mer vor.  Beschreibung Grüner Wasserstoff hat ein hohes Umweltentlastungspotenzial. Aufgrund der vielfältigen Einsatzbe-reiche erscheint es sinnvoll, eine Wasserstoffstrategie für die Stadt Köln zu entwickeln, in der spezifi-sche Anwendungsfelder identifiziert werden. Standortvorteil der Region Köln ist die gute Verfügbarkeit von Nebenproduktwasserstoff, der den Markthochlauf gerade zu Beginn unterstützen kann. Die PG Industrie sieht ein wesentliches Anwendungsfeld etwa in der Logistik von Industrieunternehmen. Diesen Ansatz kann die Stadt Köln als einen ersten Ansatz wesentlich unterstützen, indem sie als Partnerin in entsprechenden F&E Vorhaben der Industrie beiseite steht in Richtung „Wasserstoff als Baustein zur kommunalen Klimaneutralität: Logistik in der Industrie“. Industrielogistik auf Basis von H2-Technologien ergänzt vertiefend die H2-Aktivitäten, die das Feinkonzept H2R Wasserstoff Rhein-land einschließlich der zentralen Rolle einer H2-Pipeline (HyPipCo) perspektivisch aufgezeigt hat.  Das Projekt sollte als Ankerpunkt für eine kommunale Wasserstoffstrategie gesehen werden bzw. in eine solche eingebettet sein. Diese wiederum ist als ein Bestandteil der übergreifenden Dekarbonisie-rungsstrategie zu verstehen. Neben dem erwähnten Pilotprojekt ist das übergreifende Ziel der Aufbau der noch fehlenden Infrastruktur vor Ort. Es müssen somit zentrale, dezentrale und regionale Produk-tionskapazitäten eruieret und regionale Märkte bzw. Anwendungsfelder identifiziert werden, wie sie auch in der Roadmap H2R als zentraler Bestandteil erkannt wurden. Die Stadt kann zudem das Pilotprojekt zum Einsatz von Wasserstoff in der industriellen Logistik unter-stützen, indem sie ein F&E-Projekt mit der PG Industrie, interessierten Einzelunternehmen und / oder den bestehenden Initiativen einwirbt. Ein kontinuierlicher Austausch von städtischen Dienststellen, SWK-Gesellschaften und Branchenakteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Netzwerken dient der Verzahnung und Unterstützung der H2-Aktivitäten.

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Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Aufbau einer städtischen H2-Taskforce und übergreifenden Arbeitsstruktur 2. Entwicklung einer lokalen Wasserstoff-Strategie 3. Einwerbung von Fördermitteln / Initiierung von Pilotprojekten  4. Ausbau der Infrastruktur, insbesondere der Bau einer Pipeline um Köln 5. Auf- bzw. Ausbau des lokalen Wasserstoff-Netzwerks  Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln, KölnBusiness Wirtschafts-förderung, SWK und Konzerngesell-schaften, Projektkonsortium HyPipCo, Industrieunternehmen 
 Industrieunternehmen auf Kölner Stadt-gebiet 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  3 Vollzeitäquivalente  Strategie-Entwicklung und Einwerbung von Fördermitteln: 1 Jahr Projektlaufzeit: 3 Jahre  Netzwerk: fortlaufend  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Pilotprojekt: 500.000 € pro Jahr von 2023 bis 2026 (Eigenanteil im Rahmen der Förderung). Netzwerkarbeit: 15.000 € pro Jahr 
 Fördermittel Kommunaler Haushalt  
 THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a):  Quantifizierung erst auf Basis Potenzial-analyse / konkreter Projekte / Einsatzbe-reiche möglich 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):   Quantifizierung erst auf Basis Potenzial-analyse / konkreter Projekte / Einsatzbe-reiche möglich  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Einwerbung von Fördermitteln Menge der lokalen Wasserstoffproduktion Anteil Wasserstoff am Energieverbrauch  
 Steigerung der Energieversorgungssicher-heit in Unternehmen   Verbesserte Luftqualität durch Minderung der Verbrennung fossiler Energieträger, z.B. beim Einsatz in der Logistik / Mobilität  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zur „Strategieentwicklung klimaneutrale Energieversorgung für energieintensive Unternehmen“  Konkurrenzen um Anwendung von Was-serstoff durch begrenzte Produktionska-pazitäten  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Durch die bisher begrenzten Produkti-onskapazitäten ist eine kurzfristige Ska-lierbarkeit nicht anzunehmen  Auf- und Ausbau von Produktion und Infrastrukturen eher mittel- mit langfristig

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3.3.2.4 Nutzung industrieller Abwärme 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.3.2.2  Nutzung industrieller Abwärme Themenschwerpunkt Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Ziel ist die umfängliche Nutzung industrieller Abwärme.   Ausgangslage Die industrielle Abwärme in Kölner Unternehmen wird teilweise bereits genutzt, etwa zur Wärmever-sorgung des eigenen Unternehmens, es bestehen aber weitere, bisher ungenutzte Potenziale.     Beschreibung In urbanen Gebieten sind die Potenziale zum Ausbau erneuerbarer Energien geringer als in weniger dicht besiedelten Gebieten. Umso wichtiger ist, vorhandene Energiequellen konsequent zu nutzen. Hierzu gehört auch die industrielle Abwärme. Sie kann entweder für die Wärmeversorgung im eigenen Betreib eingesetzt werden, über Nahwärmenetze Gebäude in der näheren Umgebung mit Wärme versorgen oder in ein Fernwärmenetz eingespeist werden. Die Fernwärme des regionalen Energiever-sorgers RheinEnergie speist sich derzeit noch teilweise durch rheinische Braunkohle. Die Umrüstung des Heizkraftwerks Block 6 soll bis 2025 abgeschlossen sein. Vor dem Hintergrund des sich abzeich-nenden Kohleausstiegs 2030 sind Lösungen zur Bestandssicherung des FW-Netzes zu überlegen, zu dem industrielle Abwärme einen Beitrag leisten kann. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Bestandsaufnahme zum Potenzial und derzeitigen Nutzung von industrieller Abwärme Gezielte Strategieentwicklung in Kooperation mit den Unternehmen zur Nutzung oder Nutzbarma-chung der Abwärme Umsetzung eines Pilotprojekts für zunächst ein noch zu bestimmendes Gewerbegebiet als Blaupause für weitere Projekte  Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln, KölnBusiness Wirtschafts-förderung, Industrieunternehmen  Industrieunternehmen auf Kölner Stadt-gebiet  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente  Abfrage Unternehmen: 6 Monate Pilotprojekt: 3 Jahre Nutzungskonzepte und Umsetzung: 5 Jahre   Sachkosten  Finanzierungsansatz   Machbarkeitsstudie für Pilotprojekt (ex-tern vergeben): 150.000  Kommunaler Haushalt Fördermittel für Pilotprojekt  THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar

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 Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a):  -  Kumulierte THG-Einsparung (t):  -  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Erhebung potenziell nutzbarer Abwärme Umsetzung Pilotprojekt Anteil genutzter Abwärme  – 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Unterstützung der Dekarbonisierungs-strategie der RheinEnergie Synergien zur „Strategieentwicklung klimaneutrale Energieversorgung für energieintensive Unternehmen“ 
 – 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Skalierbarkeit ergibt sich auf Basis des Pilotprojekts   Technologische Voraussetzungen zur eigenen Nutzung oder Einspeisung von Abwärme sind gegeben.

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3.3.3 Förderung von Klimaschutz in Unternehmen 3.3.3.1 Förderprogramm Klimaschutz und Klimaanpassung bei Nichtwohn-Gebäuden 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.4.1.1  Förderprogramm Klimaschutz und Klimaanpassung bei Nicht-wohn-Gebäuden Themenschwerpunkt Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Fördermittel für Klimaschutz- und Klimaanpassungsaktivitäten im Nicht-Wohngebäudebereich lösen Investitionen in vielfacher Höhe des zur Verfügung gestellten Förderbudgets aus. Oft reichen schon kleine finanzielle Anreize, um einen erheblichen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Minderung der energiebedingten THG zu leisten. Zudem wird dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gestärkt. Ausgangslage In vielen GHD-Branchen spielen Energiekosten bei der Bewirtschaftung der Nichtwohngebäude nur eine untergeordnete Rolle. Vor diesem Hintergrund sind die bislang unerschlossenen Energieeffi-zienzpotenziale hoch. Dies betrifft die Gebäudehülle ebenso, wie auch die technische Ausstattung. Fördermittel können ein Vielfaches an Investitionen auslösen (ca. das 7- bis 11-fache) und sind damit ein gutes Mittel, gewünschte Entwicklungen anzustoßen. Bei den Aspekten der Anpassung an den Klimawandel, konkret der Begrünung von Gebäuden und Flächen, gibt es das bereits etabliertes För-derprogramm in Köln „Grün hoch 3“, das auch von KMU in Anspruch genommen werden kann.  Ausgangsvoraussetzungen Voraussetzung für ein gutes Förderprogramm ist, dass es zielgenau fördert, mit den rechtlichen Vor-gaben (etwa De-minimis) im Einklang steht und von den Zielgruppen angenommen wird. Gerade im GHD-Bereich muss ein Förderprogramm daher mit wenig administrativem Aufwand für die Antragstel-ler*innen verbunden sein. Beschreibung Das Förderprogramm könnte sich vornehmlich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Körper-schaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, gemeinnützige Organisationen, wie bspw. Vereine oder Kirchen richten. Zudem wäre es denkbar, dass branchenspezifische Förderaspekte adressiert werden, wie beispielsweise Solarthermie für Friseurbetriebe mit hohem Warmwasserbedarf. Mögliche Förderbestände können sein: a. Beratung und Qualitätssicherung b. Wärmedämmung von Teilen der Gebäudehülle (auch sommerlicher Schutz hinsichtlich Klima-anpassung) c. Anlagentechnik / Anlagenoptimierung (etwa hydraulischer Abgleich) d. Anlagen zur regenerativen Strom- oder Wärmeerzeugung e. Klimaschutzmaßnahmen die auch einen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel leisten (etwa PV-Verschattungselemente für Südfassaden, Minderung des Kühlbedarfs und Steige-rung der Energieeffizienz durch Begrünungsmaßnahmen).

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Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Konzeptionierung der Förderbestandteile im iterativen Prozess mit potenziellen Empfän-ger*innen (etwa über IHK, Wohlfahrtsverbände, Innungen) und im Abgleich mit bestehenden Förderprogrammen auf Bundes- und Landesebene zur Entwicklung einer komplementären Förderstrategie 2. Festlegung und Sicherung eines Budgets 3. Erstellung, Veröffentlichung und Bewerbung des Förderprogramms, der erforderlichen Unter-lagen/Förderanträge 4. Durchführung, Evaluation und ggf. Weiterentwicklung  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Ver-bände, Finanzinstitute (Sparkasse)  KMU, gemeinnützige Organisationen  
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  3 Vollzeitäquivalente  3 Jahre mit Verlängerungsoption  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Fördersumme pro Jahr: 1.000.000 € pro Jahr, 3.000.000 für eine dreijährige Lauf-zeit mit Option auf Verlängerung / Auf-stockung 
 Fördermittel des Landes und des Bun-des kommunaler Haushalt 
 THG-Einsparungen    Grundlage ist der durchschnittliche Verbrauch eines Unternehmens in Deutschland sowie die Anzahl an Unternehmen in Köln. Für die Umsetzung dieser Aktivitätenempfehlung wird da-von ausgegangen, dass jährlich 1% der Unternehmen erreicht werden können und Einspa-rungen von 2% im Wärmeverbrauch und 3% im Stromverbrauch möglich sind.   Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 13.809 t CO2eq /a  Kumulierte THG-Einsparung (t): 61.662 t CO2eq   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Endenergieverbrauch Unternehmen, Anzahl der geförderten Unternehmen  Effizienz und Begrünung können das Innenraumklima und damit Arbeitsplatz-bedingungen verbessern  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Auslösung zusätzlicher Investitionen in Klimaschutz- und Anpassungsmaßnah-men   Förderprogramm sollte mit Beratungsan-geboten gekoppelt werden, um Fehlin-vestitionen zu vermeiden  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Breitenwirkung durch ergänzendes / komplementäres Angebot bestehender Angebote auf Bundes- und Landesebene  Ansatz an bestehenden Förderprogram-men möglich

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3.3.3.2 Klimaschonende Beschaffung und energiesparendes Verhalten in Betrieben 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.4.1.5  Klimaschonende Beschaffung und energiesparendes Verhalten in Betrieben Themenschwerpunkt Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Ziel der Aktivitätenempfehlung ist, Unternehmen und ihre Mitarbeiter*innen rund um die Themen nachhaltige Beschaffung und energiesparendes Verhalten am Arbeitsplatz zu sensibilisieren und in-formieren.  Ausgangslage In Unternehmen kommt eine Vielzahl von Produkten zum Einsatz. Aus der Vielfalt von verfügbaren Alternativen das jeweils nachhaltigste Produkt zu wählen, stellt oft eine Herausforderung dar. Ähnlich verhält es sich mit dem Wissen darüber, wo und an welcher Stelle das eigene Verhalten welchen Einfluss auf Energie- oder Ressourcenverbräuche hat. Klimaschonende Verhaltensoptionen reichen vom Umgang mit elektronischen Geräten, der Einstellung von Heizungs-, Kälte- und Lüftungsanlagen bis hin zur Vermeidung und Entsorgung von Abfällen. Beschreibung Nicht nur in den städtischen Einrichtungen sind eine nachhaltige Beschaffung (vgl. 3.1.2.1 Veranke-rung von Nachhaltigkeitskriterien für die Beschaffung in städtischen Einrichtungen) und energiespa-rendes Verhalten am Arbeitsplatz relevante Themen für klimafreundliches Wirtschaften. Die Informati-onen, Richtlinien und Erfahrungen, die innerhalb des Konzerns Stadt gemacht werden, können dabei Grundlage zur Unterstützung entsprechender Strukturen in Unternehmen sein, die selbst nicht die Kapazitäten haben, sich diesen Handlungsfeldern zu widmen. Durch entsprechende Informations- und Beratungsangebote können diese unterstützt werden. Hierzu gehören im Bereich der Beschaffung beispielsweise Informationen über die verschiedensten Produktgruppen, von der Ausstattung des Unternehmens mit Mobiliar und Geräten über Bürobedarf bis zu Materialien, Rohstoffen und Produk-ten für das eigene Angebot, Aufklärung über Umweltstandards und Nachhaltigkeits-Label. Energiespa-rendes Verhalten kann sowohl über Informationsmaterial als auch über Beratungsleistungen vor Ort adressiert werden.  Das Angebot kann über die „Servicestelle vor Ort“ (siehe 3.4.1.3) im Sinne einer Servicestelle für Nutzerprojekte im Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen koordiniert werden. Im Rahmen der Sonderinitiativen für Unternehmen (siehe 3.4.1.4) kann eine spezielle Initiative "Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz" implementiert werden.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Erstellung von Informationsmaterial und Entwicklung von Beratungsangeboten für energie-sparendes Verhalten und nachhaltige Beschaffung im gewerblichen Bereich 2. Durchführung von Beratungsgesprächen und Unterstützung zum Aufbau sowie Begleitung in-terner Prozesse  3. Öffentlichkeitsarbeit  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Wirt-schaftsförderung, HWK, IHK  Unternehmen auf Kölner Stadtgebiet

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 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente  3 Jahre, jährliche Neuauflage der Initiati-ve, danach ggf. Verlängerung   Sachkosten  Finanzierungsansatz   Sachkosten sind durch Aktivitätenemp-fehlung 3.4.1.4 mit abgedeckt  (Anschub-)Finanzierung durch Fördermit-tel wäre zu prüfen Kommunaler Haushalt  THG-Einsparungen    nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): nicht quantifizierbar, Einspa-rungen durch vermiedene Importe au-ßerhalb des Kölner Stadtgebiets 
 Kumulierte THG-Einsparung (t): nicht quantifizierbar, Einsparungen durch vermiedene Importe außerhalb des Kölner Stadtgebiets  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anzahl beratener Unternehmen  Förderung fair gehandelter und nachhal-tig produzierter Waren durch verstärkte Nachfrage  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu Beschaffungsrichtlinien der Stadt, die hier als Leitfaden dienen kön-nen  Nachhaltige Produkte sind oft teurer als konventionelle Alternativen. Die Minde-rung des Verbrauchs sollte darum als Ziel mit verfolgt werden, um die Beschaffung letztlich kostenneutral umzustellen  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Multiplikatorwirkung durch die Beschäf-tigten in ihre privaten Haushalte  Bestehende Informationen und Ansätze zur Beschaffung können genutzt werden.

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3.4 Kreislaufwirtschaft 3.4.1 Kreislaufwirtschaft auf- und ausbauen 3.4.1.1 Second Use & Second Life – Studie und Pilotprojekte zur Entwicklung zirkulärer Märkte in Köln 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.5.1.1  Second Use & Second Life – Studie und Pilotprojekte zur Ent-wicklung zirkulärer Märkte in Köln Themenschwerpunkt Kreislaufwirtschaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Ziel einer „Second Use & Second Life“ Strategie ist die Entwicklung zirkulärer Märkte in Köln und Umgebung. Als langfristiges Ziel der Aktivitätenempfehlung wird die Entwicklung eines lokalen und regionalen Marktes für rezyklierte Produkte und Materialien gesehen. Durch die Weiternutzung und Wiederverwendung von Stoffen und Materialien vor Ort können Abbau und Transportwege von Roh-stoffen vermieden und vermindert werden. Die Aktivitätenempfehlung unterstützt damit die langfristi-ge Sicherung der regionalen Wirtschaft und Wertschöpfung. Für die Unternehmen kann die Produkti-on bzw. der Einsatz zirkulärer Materialien und Produkte den Vorteil haben, dass sie unabhängiger von globalen Lieferketten werden, flexibler im Einsatz von Materialien für eigene Produkte und damit resi-lienter gegenüber möglicher Rohstoffknappheit.  Ausgangslage Second Use / Second Life von Produkten und Materialien sind in verschiedenen Bereichen möglich. Was es aber auf der anderen Seite auch braucht, ist ein Markt, in dem diese Produkte und Materialien eine Anwendung finden. Dieser ist in Köln (und nicht nur dort) noch relativ wenig entwickelt. Zum Aufbau eines regionalen Marktes für zirkuläre Produkte braucht es demnach • Beschaffung / Bezugsquellen wiederaufzubereitender und rezyklierbarer Produkte und Materia-lien • Technologische (Weiter-)Entwicklung zur Wiederaufbereitung und Recycling von Produkten und Materialien (anbieterseitig) • Technologische (Weiter-)Entwicklung zum Einsatz wiederaufbereiteter und rezyklierter Produkte und Materialien (abnehmerseitig) • Entwicklung von Geschäftsmodellen und Einsatzgebieten für wiederaufbereitete und rezyklierte Produkte und Materialien Beschreibung Die hier vorgeschlagene Aktivitätenempfehlung sieht die Entwicklung einer Sondierungsstudie vor, die die Möglichkeiten einer Marktentwicklung eruiert. Inhaltlich sollten dazu spezifische Anwendungsfel-der betrachtet werden. Die PG Industrie hat bspw. Batterierecycling und chemisches Recycling als interessante Felder identifiziert. Eine Sondierungsstudie sollte aber in einem ersten Schritt weitere Bedarfe, Möglichkeiten und Ansätze für marktwirtschaftlich interessante Bereiche zur Entwicklung von Second Life / Second Use betrachten und die Potenziale der örtlichen Wirtschaft insgesamt in den Blick nehmen.  Inhaltlich sollte darüber hinaus betrachtet werden, wie die KölnBusiness zukünftig konkret aktiv unter-stützen kann, etwa hinsichtlich der Ansiedelung von Unternehmen, im Aufbau von Kooperationen zwischen in Köln ansässigen Betrieben, die rezyklierte Produkte und Materialien produzieren, und lokalen bzw. regionalen Unternehmen und Start Ups, die diese Produkte und Materialien vertreiben bzw. selbst (weiter) nutzen u.a.

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Ziel der Studie sollte es sein, auf der Basis die Entwicklung eines kreislauforientierten lokalen und regionalen Marktes zu befördern und anzustoßen, etwa durch das Einwerben von F&E Fördermitteln, mit denen entsprechende Pilotprojekte umgesetzt und erprobt werden können. Für eine entsprechende Marktentwicklung fehlen bisher noch in großem Maßstab Infrastrukturen, Angebote und Einsatzgebiete - und nicht zuletzt personelle Kapazitäten bei der KölnBusiness. Da die Entwicklung eher als Langfriststrategie zu verstehen ist, sollte sie und dementsprechend zeitnah an-gegangen werden.  Ausgehend vom Spezialisierungsgrad der angestrebten Potenzialanalyse mit Fokus auf den Anwen-dungsfeldern Batterie- und Chemierecycling wird zur Vorbereitung der externen Vergabe im ersten Schritt die Ermittlung geeigneter, in diesen Feldern ausgewiesener Gutachter erforderlich.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Ermittlung geeigneter Anbieter für die Durchführung der Studie, externe Vergabe Erarbeitung der Studie (ca. 1 Jahr) 2. Einwerben von Fördermitteln zur Durchführung von Pilotprojekten in (einigen der) identifizier-ten Schwerpunktbereichen  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Wirt-schaftsförderung  Industrieunternehmen, Gewerbeunter-nehmen,   Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente  Durchführung der Studie: ca. 1 Jahr Initiierung und Durchführung von Pilot-projekten: ca. 5 Jahre Ausbau der Kreislaufwirtschaft: langfris-tig  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Sondierungsstudie (extern): 120.000 € Eigenanteil Pilotprojekt: 250.000 €  Förderung  Kommunaler Haushalt  THG-Einsparungen    -  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): nicht quantifizierbar  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Erstellung Sondierungsstudie Einwerbung Fördermittel für Pilotpro-jekt(e)  Resilienzförderung von Unternehmen durch verminderte Ressourcenim-portabhängigkeit  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Förderung der lokalen Wertschöpfung  Wirtschaftliche Aspekte der Umstellung von Prozessen, Materialien oder Produk-ten sind zu berücksichtigen  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Breitenwirkung wird sich eher langfristig einstellen  –

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3.4.1.2 Branchenspezifische Aufbereitung von Ansätzen und Beratung zur Kreislaufwirtschaft 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.5.1.2  Branchenspezifische Aufbereitung von Ansätzen und Beratung zur Kreislaufwirtschaft Themenschwerpunkt Kreislaufwirtschaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Mit den branchenspezifischen Ansätzen zur Kreislaufwirtschaft wird das Ziel verfolgt, die verschiede-nen Möglichkeiten in unterschiedlichen Branchen systematisch für die Kölner Wirtschaft aufzubereiten und ihren Ausbau zu befördern.  Ausgangslage Kreislaufwirtschaft ist bisher als gering entwickelt einzustufen. Es gibt eine Reihe von Ansätzen, die bisher aber nur selten konsequent umgesetzt wurden. Für einzelne Branchen kann die Stadt durch gezielte Beratung für die Potenziale und Chancen, die in einer Kreislaufwirtschaft liegen, sensibilisie-ren und ihre Einführung befördern. Beschreibung Bauwirtschaft, Lebensmittel, Kleidung oder elektronische Geräte sind nur einige Beispiele für die viel-fältigen Bereiche, in denen Kreislaufwirtschaft sehr unterschiedliche Ansätze braucht. Diese Ansätze mit ihren spezifischen Maßnahmen, ggf. technologischen Anwendungen und auch Einsparpotenzialen und den Mehrwert für Unternehmen systematisch zusammenzustellen und in Informationsmaterialien wie auch Beratungsangeboten den Kölner Unternehmen zur Verfügung zu stellen, umfasst diese Akti-vitätenempfehlung. Unterstützung können hierbei der Auf- und Ausbau digitaler Prozessketten bieten. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Branchenspezifische Aufbereitung der Ansätze zur Kreislaufwirtschaft 2. Erstellung und Verbreitung entsprechender Informationsmaterialien 3. Organisation und Durchführung von Informations- und Beratungsangeboten  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Wirt-schaftsförderung, HWK, IHK, Effizienza-gentur NRW  Unternehmen aus Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistung  
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente  Aufbereitung und Konzeption der Infor-mationen und der Beratung: 1 Jahr Durchführung: fortlaufend  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Informationsmaterial: 12.000 € (Aktuali-sierung ca. alle drei Jahre) Veranstaltungen: 15.000 € pro Jahr  Kommunaler Haushalt

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 THG-Einsparungen    -  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t):  nicht quantifizierbar  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anzahl und Teilnahme an Veranstaltun-gen Beratene Unternehmen und Umsetzung  Resilienzförderung von Unternehmen durch verminderte Ressourcenim-portabhängigkeit  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Förderung der lokalen Wertschöpfung  Wirtschaftliche Aspekte der Umstellung von Prozessen, Materialien oder Produk-ten sind zu berücksichtigen  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Breitenwirkung wird sich eher langfristig einstellen  –

134 
3.4.2 Kreislaufwirtschaft im Baugewerbe ausbauen 3.4.2.1 Recycling von Baustoffen fördern 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.5.3.1  Recycling von Baustoffen fördern Themenschwerpunkt Kreislaufwirtschaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Das Recycling von Baustoffen soll auf der einen Seite den Einsatz rezyklierter Stoffe und Materialien steigern und auf der anderen Seite strategische und technologische Entwicklungen unterstützen zum Wiederverwenden, Aufbereiten und Rezyklieren von Bauteilen und Materialien.  Ausgangslage Die Baubranche gehört zu den ressourcenintensiven Wirtschaftszweigen. Hier fallen außerdem mehr als die Hälfte aller Abfälle an, von denen bisher nur wenige einer qualitativ hochwertigen Wiederver-wendung zugeführt werden. Die Potenziale der Ressourcenschonung sind damit gerade im Baube-reich immens. Die Bauteilbörse in Köln wurde allerdings im Jahr 2011 geschlossen.  Beschreibung Die Wiederverwendung von Bauteilen und Baustoffen kann durch unterschiedliche Ansätze befördert werden. So werden mit der Planung von baulichen Konstruktionen die Möglichkeiten der Reparierbar-keit definiert, der Austausch einzelner Bauteile und die sortenreine Trennung verschiedener Stoffe ermöglicht oder erschwert. Die Wahl der Materialien und der Anteil rezyklierter bzw. recyclingfähiger Baustoffe sind ein weiterer Aspekt. Hierfür aber ist es notwendig, dass überhaupt ein Angebot an entsprechenden aufbereiteten Bauteilen, wiederverwendbaren Materialien oder rezyklierter Baustoffe besteht. Dementsprechend umfasst die Förderung Informations- und Weiterbildungsangebote für die relevanten Branchen, eine gezielte Förderung von entsprechenden Angeboten (Wiederaufnahme und Professionalisierung Bauteilbörse) und technologischen Verfahren im Baustoff-Recycling. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Strategie zur Entwicklung einer zirkulären Bauwirtschaft in Köln 2. Entwicklung von Informationsmaterialien und Weiterbildungsangeboten 3. Initiierung von Pilotprojekten   Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Wirt-schaftsförderung, IHK, HWK, ggf. GAG für Pilotprojekt  Unternehmen im Bereich der Bauwirt-schaft  
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente  Aufbereitung und Konzeption der Infor-mationen und der Beratung: 1 Jahr Durchführung: fortlaufend

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 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Strategieentwicklung (extern): 120.000 € Informationsmaterial und -veranstaltungen: 15.000 € pro Jahr  Kommunaler Haushalt Förderung für Pilotprojekte ist zu prüfen 
 THG-Einsparungen    -  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar.  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar.  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Strategie ist entwickelt Anzahl und Teilnahme Veranstaltungen Initiierte Pilotprojekte  Steigerung der Resilienz in der Bauwirt-schaft durch geringere Importabhängig-keit von Roh- und Baustoffen  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Förderung der lokalen Wirtschaft  Kosten für zirkuläres Bauen sind bisher noch teurer als konventionelles Bauen  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Pilotprojekte können über Öffentlich-keitsarbeit für das Thema Zirkularität in der Bauwirtschaft sensibilisieren  Pilotprojekte werden eher mittelfristig umgesetzt werden

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3.4.2.2 Nachwachsende Rohstoffe als Baustoffe in die Verbreitung bringen 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.5.3.2  Nachwachsende Rohstoffe als Baustoffe in die Verbreitung bringen Themenschwerpunkt Kreislaufwirtschaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Ziel der Aktivitätenempfehlung ist die Sensibilisierung für den ökologischen Nutzen nachwachsender Rohstoffe in der Bauwirtschaft, die Initiierung und Umsetzung entsprechender Pilotprojekte. Ausgangslage Rohstoffmangel und Ressourcenknappheit hat längst auch den Baubereich erreicht. Hier werden in großen Mengen Stoffe verarbeitet, die nur in begrenzten Mengen verfügbar sind. Nachwachsende Rohstoffe dagegen, wenn sie nachhaltig eingesetzt und genutzt werden, können hier die Verfügbar-keit von Baustoffen und -materialien langfristig sichern. Beschreibung Nachwachsende Rohstoffe können im Baubereich sowohl konstruktiv (z.B. Holz), als Dämmmateria-lien (Flachs, Zellulose, u.v.a.), im Innenausbau (als Bodenbelag oder Anstriche) zum Einsatz kommen. Um die Vielfalt der Produkte und Einsatzmöglichkeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu ma-chen, kann die Stadt Köln ein Pilotprojekt als „Gläserne Baustelle“ initiieren und begleiten, also ein Bauprojekt, das in seiner Planung und Entstehung öffentlichkeitswirksam begleitet wird. Zudem um-fasst diese Aktivitätenempfehlung auch darüber hinausgehende Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit zur Nutzung von nachhaltigen Baustoffen sowie in Kooperation mit der Handwerkskammer, der Hoch-schule Köln und ggf. der Architektenkammer NRW zur Intensivierung der Schulungen und Weiterbil-dungsangeboten im Handwerk und in der Planung. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Entwicklung von Informations- und Kampagnenmaterialien 2. Initiierung und Umsetzung eines Pilotprojekts „Gläserne Baustelle“ 3. Kooperations-Netzwerk mit der Handwerkskammer, Hochschule Köln, Architektenkammer NRW zur Entwicklung von Weiterbildungsangeboten und Schulungen   Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, HWK, Hochschule Köln (für Schulungen), ggf. GAG für Pilotprojekt  Unternehmen im Bereich der Bauwirt-schaft  
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente  Aufbereitung und Konzeption der Infor-mationen und der Beratung: 1 Jahr Durchführung: fortlaufend

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 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Informationsmaterial: 15.000 € (Aktuali-sierung ca. alle drei Jahre) Öffentlichkeitsarbeit zur „Gläserne Bau-stelle“: 30.000 € pro Jahr (3 Jahre be-gleitend von der Planung bis zur Fertig-stellung) 
 Kommunaler Haushalt Förderung Pilotprojekt “Gläserne Bau-stelle” ist zu prüfen 
 THG-Einsparungen    -  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar.  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar.  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Fertigstellung Informationsmaterial Initiierung und Begleitung „Gläserne Baustelle“  Förderung der Resilienz in der Bauwirt-schaft, wenn die Rohstoffe aus der Region oder dem nahen Ausland kom-men durch Minderung der Abhängigkeit von Importen über globale Lieferketten   Synergieeffekte   Zielkonflikte   Förderung der regionalen Wirtschaft, wenn einheimisch Rohstoffe zum Ein-satz kommen  NaWaRo sind meist teurer als konventio-nelle Baustoffe 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Multiplikatorwirkung durch intensive Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der „Gläsernen Baustelle“ gegeben  Hohe Sichtbarkeit bei intensiver Öffent-lichkeitsarbeite auf der „Gläsernen Bau-stelle“

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3.4.3 Bioabfallsammlung für das gesamte Stadtgebiet erhöhen 3.4.3.1 Ausweitung der braunen Tonne bis 2030 
 Klimaschonendes Arbeiten und Wirtschaften / 3.5.2.1.  Ausweitung der braunen Tonne bis 2030 Themenschwerpunkt Kreislaufwirtschaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel Ziel der Aktivitätenempfehlung ist der Ausbau und die flächendeckende Verwertung organischer Abfäl-le Bis 2030 soll die Anschlussquote der Biotonne auf mindestens 80% gesteigert werden. Bis 2035 ist die bedarfsdeckende Bioabfallsammlung für das gesamte Stadtgebiet sichergestellt.  Beschreibung Die braune Tonne dient der Entsorgung von organischem und kompostierbarem Abfall. Dazu gehören unter anderem Küchenabfälle, Gartenabfall oder verdorbene Speisen ohne Verpackung. Bioabfälle werden in der Regel auf zwei Wegen verwertet: Sie werden kompostiert oder in einer Biogasanlage zu Biogas umgewandelt. Die AVG Köln betreibt bereits Kompostier- und Vergärungsanlagen. Das so gewonnene Biomethan wird z.B. für den Betrieb des eigenen Fuhrparks eingesetzt.  Erste Schritte, Teilaktivitäten Bisher ist der Einsatz der braunen Tonne freiwillig. Hauseigentümer, Wohnungsgesellschaften und Unternehmen entscheiden selbst darüber, ob sie eine Biotonne bestellen. Die Stadt Köln mit ihren Konzerntöchtern AWB, AVG startet eine Kampagne, um den Anteil der Biotonnen zu steigern. Sollten die Anschlussziele nicht erreicht werden, wird ein Anschluss- und Benutzungszwang für braune Ton-nen in der Satzung für Abfallentsorgung der Stadt Köln aufgenommen.    Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln, AWB, AVG  Hauseigentümer, Wohnungsgesell-schaften, Unternehmen  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  22 Vollzeitäquivalente  2022-2035  Sachkosten  Finanzierungsansatz   5 Müllwägen für 1,3 Mio. € (je 260.000€)  Haushaltsmittel  THG-Einsparungen    Bei einer Anschlussquote der Biotonne von 80% bis 2030 werden die Einsparungen aus der Biogasnutzung für Wärme und Strom für diese Aktivitätenempfehlung berechnet.   Minderung des jährlichen Emissionsniveaus (t/a): 659 Tonnen CO2eq/a  Kumulierte THG-Einsparung (t):  2.968 Tonnen CO2eq

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 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anteil Biomüll steigt Neue Fahrzeuge gekauft  Ökologie: Bessere Auswertung regionaler Stoffpotenziale, Erhöhung der regionalen Stromerzeugung  Synergieeffekte   Zielkonflikte   2.3.2.1 Erhöhung der Ausnutzung der Bioenergie-Potenzials aus kompostierba-ren Abfällen  5.1.3.2 Lebensmittelverschwendung reduzieren 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  Anteil

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3.5 Kooperation und Förderung von Klimaschutz in der Wirtschaft 3.5.1 Klimaschutz-Kooperation zwischen Stadt Köln und Unternehmen  3.5.1.1 Sonderinitiative „Begleitung von Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität“ 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.4.1.4  Sonderinitiative „Begleitung von Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität“ Themenschwerpunkt Kooperation und Förderung von Klimaschutz in der Wirtschaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Diese Sonderinitiative soll Unternehmen dazu motivieren, eine besonders ambitionierte Zielsetzung im Bereich Klimaschutz zu verfolgen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen, so dass sie bis 2030 Klimaneutralität erreichen.   Ausgangslage Energie- und Klimaschutzmaßnahmen, sowohl investiver als auch organisatorischer Art, gehören in den meisten Unternehmen nicht zum Kerngeschäft. Oft werden einzelne Maßnahmen schrittweise umgesetzt. Es kann aber sinnvoll sein, im Sinne einer umfassenden Gesamtstrategie, verschiedene Maßnahmen auf einmal anzugehen und dadurch Synergien zwischen verschiedenen Einzelmaßnah-men zu nutzen.  Beschreibung Im Rahmen dieser Sonderinitiative sollen Vorreiterunternehmen, die sich das Ziel gesetzt haben, bis 2030 Klimaneutralität zu erreichen, durch ein intensives begleitendes Angebot in ihrem Vorhaben un-terstützt werden. Eine entsprechende Begleitung sollte von der Konzeption, einer individuellen Fach-beratung, passenden Sonderförderungen von Investitionen bis zur Umsetzungsbegleitung als ein „Angebot aus einer Hand“ konzipiert sein.  Ergänzt werden kann die Initiative durch die Aufbereitung von Erstellung von Branchenenergiekonzepten und der Initiierung branchenspezifischer Austausch-formate. Die Motivation kann durch begleitende Öffentlichkeitsarbeit und damit Vermarktung des Engagements zusätzlich unterstützt werden. Förderung der energetischen Sanierung von Betrieben, energiesparendes Verhalten, Beschäftigtenmobilität, Ausbau und Nutzung erneuerbarer Energien sowie Beschaffung und Themen zur Kreislaufwirtschaft sollten dabei zu einem möglichst umfassen-den Programm zusammengestellt werden. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Bewerbung, ggf. im Rahmen eines Wettbewerbs, der Sonderinitiative bei Unternehmen 2. Erstellung von Maßnahmenplänen mit den Unternehmen zur Erreichung der Klimaneutralität und entsprechenden Finanzierungsplänen (inkl. Fördermittel und Contracting-Angeboten für bestimmte Gewerke) 3. Umsetzungsbegleitung und Bilanzierung der Emissionsminderung

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 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Wirt-schaftsförderung, IHK, HWK, Rhein-Energie  Unternehmen auf Kölner Stadtgebiet 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente  3 Jahre, jährliche Neuauflage der Initiati-ve  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Externe Beratung von 10 Unternehmen pro Jahr: 120.000 €  Öffentlichkeitsarbeit: 15.000 € pro Jahr  (Anschub-)Finanzierung durch Fördermit-tel wäre zu prüfen 
 THG-Einsparungen    Auf Grundlage des Energieverbrauchs eines durchschnittlichen deutschen Unternehmens und der Annahme, dass 10 Unternehmen jährlich erreicht werden, erzielt diese Aktivitäten-empfehlung eine Einsparung im Wärme- und Stromverbrauch von 65%.  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 1.802 t CO2eq /a  Kumulierte THG-Einsparung (t):  3.300 t CO2eq  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Endenergieverbrauch Unternehmen Anzahl der begleiteten Unternehmen pro Jahr  Lokale Bindung von Unternehmen 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien ergeben sich zum Handlungs-feld Mobilität / Beschäftigtenmobilität  Hemmnisse und Risiken 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Vorbildwirkung der begleiteten Un-ternehmen kann eine Multiplikatorwir-kung entfalten  Begleitende Öffentlichkeitsarbeit führt zu Sichtbarkeit und fördert die Multiplikator-wirkung

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3.5.1.2 Klimapartnerschaften zwischen der Stadt Köln und Kölner Industrieunternehmen 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.3.1.1  Klimapartnerschaften zwischen der Stadt Köln und Kölner In-dustrieunternehmen Themenschwerpunkt Kooperation und Förderung von Klimaschutz in der Wirtschaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Ziel ist es, über Klimapartnerschaften zwischen der Stadt und Industrieunternehmen erfolgreiches Wirtschaften gezielt klima- und ressourcenschonender zu gestalten. Der systematische Austausch zwischen Stadt und Industrie für den Klimaschutz soll gefördert und Engagement honoriert werden. Der Austausch erfolgt über die Formierung von Arbeitsgruppen (z.B. zu effektivem Mobilitätsma-nagement), die Formulierung von Selbstverpflichtungen und / oder Kooperationen beim Umweltrecht. Die Einführung eines städtischen Umweltsiegels (vgl. Hamburg/Brandenburg) kann das Engagement attraktiver machen. Von Seiten der Stadt sollen Umweltmanagementsysteme beworben werden. Die Kooperationen und umgesetzte Maßnahmen sollten darüber hinaus öffentlichkeitswirksam von Seiten der Stadt Köln präsentiert und kommuniziert werden und so weitere Unternehmen und andere Akteure zu mehr Klimaschutz zu motivieren.  Ausgangslage Im Rahmen der Entwicklung der Strategie Klimaneutrales Köln wurden mit der „Projektgruppe Indust-rie“ Maßnahmen und Aktivitätenempfehlungen diskutiert, die in die vorliegende Gesamtstrategie Eingang gefunden haben. Diese sehr konstruktive Zusammenarbeit kann Ausgangsbasis für erste Klimapartnerschaften sein.  Beschreibung Fast 40% der THG-Emissionen in der Stadt Köln entstehen im industriellen Sektor. Gleichzeitig verfügt die Stadt in diesem Bereich über ein vergleichsweise beschränktes Instrumentarium und Einflussmög-lichkeiten mit gering initiierender oder unterstützender Wirkung. Offizielle Klimapartnerschaften zwi-schen örtlich ansässigen Unternehmen und der Stadt Köln aber können diese Möglichkeiten ergänzen.  Im Rahmen solcher Partnerschaften bietet es sich an, in thematischen Arbeitsgruppen konkrete Maß-nahmen zu identifizieren, öffentliche Selbstverpflichtungen von Seite der Unternehmen zu entwickeln und die Erfolge im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt zu kommunizieren.  Die offizielle Ansprache sollte dabei von Seiten der Oberbürgermeisterin erfolgen bzw. die Maßnahme als Projekt der Oberbürgermeisterin dargestellt werden. Die Unternehmen verpflichten sich dabei öffentlich, bestimmte Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen bzw. jährliche Zielwerte zu errei-chen. Auf der anderen Seite erfolgt eine offensive öffentlichkeitswirksame Vermarktung des Klima-schutzengagements dieser Unternehmen durch die Stadt. Die Partnerschaft kann dabei gleichzeitig die Basis für weitere kooperative Aktivitäten zwischen Stadt und Unternehmen bilden (siehe bei-spielsweise 3.3.1.2. Strategieentwicklung klimaneutrale Energieversorgung für energieintensive In-dustrieunternehmen und 3.3.1.3. Smart sustainable industry)  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten In einem ersten Schritt kann auf den bereits begonnenen Austausch im Rahmen der „Projektgruppe Industrie“ aufgebaut werden.  Im Sinne der Vorbildfunktion der Stadt sollten außerdem auch Konzerntöchter wie die Rhein-Energie oder die GAG beteiligt werden.

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Wichtig ist die professionelle Umsetzung in Konzeption, Ansprache und Beteiligung der Unternehmen, begleitender Öffentlichkeitsarbeit und prominenter Darstellung. Hierbei kann beispielsweise ein loka-les Umwelt- oder Klimaschutz-Siegel eine Rolle spielen.  Akteure  Zielgruppe  Oberbürgermeisterin, Wirtschaftsförde-rung Stadt Köln, Stadtverwaltung für inhaltlichen Input und Öffentlichkeitsar-beit, Rheinenergie 
 Industrieunternehmen auf Kölner Stadt-gebiet 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente  Fortlaufend  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Öffentlichkeitsarbeit: 5.000 € pro Jahr   Kommunaler Haushalt, Sponsoring der beteiligten Unternehmen (z.B. für Ver-anstaltungen)  THG-Einsparungen    -  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Keine direkten Einsparun-gen, unterstützende Aktivitätenempfeh-lung der umzusetzenden Aktivitäten in Unternehmen 
 Kumulierte THG-Einsparung (t): Keine direkten Einsparungen, unterstüt-zende Aktivitätenempfehlung der umzu-setzenden Aktivitäten in Unternehmen 
 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anzahl der eingegangenen Partnerschaf-ten CO2 / Energieeinsparung der Partner-schaften.  
 Unterstützung örtlicher Unternehmen durch Werbewirksamkeit der Partner-schaften  
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Unterstützende Aktivitätenempfehlung zu diversen weiteren umzusetzenden Aktivitäten in Kölner Unternehmen  Auswahl / Kriterien für eingegangene Partnerschaften sollten transparent sein, um Lobbyismus-Vorwürfen vorzubeugen  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Multiplikatorwirkung durch öffentliche Wahrnehmung, Sensibilisierung für Themen des Klimaschutzes in der Be-völkerung und anderen Unternehmen 
 Etablierte Zusammenarbeit in der Projekt-gruppe Industrie kann weitergeführt wer-den

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3.5.2 Klimaschutz-Netzwerke in der Wirtschaft  3.5.2.1 Netzwerkarbeit der Wirtschaftsförderung zur Umsetzung von Pilotprojekten in der Kreislaufwirtschaft 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.5.1.3  Netzwerkarbeit der Wirtschaftsförderung zur Umsetzung von Pilotprojekten in der Kreislaufwirtschaft Themenschwerpunkt Kooperation und Förderung von Klimaschutz in der Wirtschaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Ziel der Aktivitätenempfehlung ist es, in unterschiedlichen Bereichen Pilotprojekte im Bereich der Kreislaufwirtschaft zu initiieren und umzusetzen.  Ausgangslage Projekte, die im Bereich der Kreislaufwirtschaft anzusiedeln sind, gibt es bisher kaum in Köln. Einzu-ordnen sind hier zwar eine Vielzahl von Second Hand Geschäften, doch von einer tatsächlich umfas-senden Kreislaufwirtschaft ist die Stadt noch weit entfernt. Einen wesentlichen Beitrag kann hierzu die in Entwicklung befindliche „Zero Waste“ Strategie der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) leisten.  Beschreibung Um auf der einen Seite ein Bewusstsein für die Ansätze der Kreislaufwirtschaft zu schaffen und auf der anderen Seite die notwendigen Transformationen des Wirtschaftsstandorts Köln anzustoßen, werden die Initiierung und Umsetzung von Pilotprojekten in unterschiedlichen Bereichen vorgeschla-gen. Dies kann ein „Cradle to Cradle“ Gebäude sein, wie das Stadthaus in Venlo (siehe: https://c2cvenlo.nl/de/stadtverwaltung-venlo/), geschlossene Kreisläufe für bestimmte Wertstoffe (z.B. Kunststoff) oder die Einführung digitaler Prozessketten, die eine Erfassung von Stoffströmen ermögli-chen. Um Ihrer Vorbildfunktion gerecht zu werden, sollte sich die Stadt Köln zudem als „Circular City“ strategisch aufstellen. Der Ansatz der Stadt Amsterdam kann hierzu Anregungen liefern: (https://www.amsterdam.nl/en/policy/sustainability/circular-economy/). Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Identifikation passender Pilotprojekte in der Stadt Köln im Austausch mit lokalen Unterneh-men  2. Planung und Umsetzung von Pilotprojekten 3. Evaluation der Projekte  4. Öffentlichkeitsarbeit  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Wirt-schaftsförderung, AWB, HWK, IHK  Unternehmen aus Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistung   Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent  Identifikation und Anstoßen von Pilot-projekten: 1 Jahr Durchführung: fortlaufend

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 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Netzwerkarbeit: 15.000 €  Kommunaler Haushalt Förderung für Pilotprojekte  THG-Einsparungen    -  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar.  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar.  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung      Synergieeffekte   Zielkonflikte       Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Multiplikatorwirkung durch öffentliche Wahrnehmung, Sensibilisierung für Themen des Klimaschutzes in der Be-völkerung und anderen Unternehmen 
 Begleitende Öffentlichkeitsarbeit führt zu Sichtbarkeit und fördert die Multiplikator-wirkung

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3.5.2.2 Identifikation von Qualifizierungs-Bedarfen und Aufbau eines Qualifizierungs-Netzwerkes 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.3.3.1  Identifikation von Qualifizierungs-Bedarfen und Aufbau eines Qualifizierungs-Netzwerks Themenschwerpunkt Kooperation und Förderung von Klimaschutz in der Wirtschaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Ziel der Aktivitätenempfehlung ist es, die Attraktivität von industriellen und handwerklichen Berufen zu stärken, die duale Ausbildung zu befördern und letztendlich Arbeitskräfte für Handwerk und Industrie akquirieren zu können. Dafür soll der Austausch zwischen Bildungsstätten (Schulen, Hochschulen) und Industrie und Handwerk über konkrete Kooperationsprojekte gefördert werden. Die personellen Kapa-zitäten in Industrie und Handwerk sind für die Umsetzung sehr vieler Aktivitätenempfehlungen in der vorliegenden Klimastrategie und damit für das Erreichen der Klimaziele unerlässlich. Ausgangslage Der Fachkräftemangel betrifft auch Köln, 60% der Unternehmen im IHK-Bezirk bezeichnen ihn als ihre größte Herausforderung. Industrielle Jobs müssen daher bekannter und attraktiver werden.  Da mittel-fristig dennoch Fachkräfte fehlen werden und die technologischen Entwicklungen weiter voranschrei-ten, ist es wichtig vorhandenes Wissen zu teilen. Durch die „Ausbildung durch Umsetzung“ können Klimaschutzmaßnahmen vor Ort genutzt werden, um Fachkräfte gezielt aus- bzw. weiterzubilden. Beschreibung Zur Erreichung der Ziele soll ein Qualifizierungsnetzwerk aufgebaut werden. Der Austausch zwischen Forschung, Entwicklung, industriellen und handwerklichen Berufen soll dabei die Attraktivität relevan-ter Ausbildungsberufe befördern und eine Antwort auf den Fachkräftemangel liefern. So könnten bspw. im Zuge des „Stellentausches“ interessierte Mitarbeiter*innen von teilnehmenden Unterneh-men in einen gegenseitigen fachlichen Austausch treten und sich praktisches Wissen aneignen und bei akuten Problem helfen. Weitere Ansätze sind Formate, wie sie die IHK Köln beispielsweise am 11.04.2019 ein Dialogforum angeboten hat: „Vom Hörsaal in die Werkstatt“. Perspektiven für Studierende und Studienausstei-ger*innen im Handwerk. Solche Formate könnten regelmäßig angeboten werden und weitere Stake-holder einbezogen werden, wie z.B. die Umsteigen-Karriereberatung der Handelskammer oder die regionale Wirtschaftswochen in Unis und Schulen (mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit: der ökologische Umbau braucht people-power) Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Identifikation zentraler Qualifizierungsbedarfe; Umsetzung (auch innovativer, experimenteller) Bil-dungskonzepte; Kooperationsprojekte (z.B. zwischen Hochschule und Handwerk) zur Beförderung dualer Ausbildung; „Stellentausch“ im Sinne temporärerer Austausch interessierter Mitarbeiter*innen zwischen unterschiedlichen Unternehmen (z.B. produzierendes Unternehmen und IT-Unternehmen)  Akteure  Zielgruppe  IHK, HWK, Stadt Köln, KölnBusiness Wirtschaftsförderung, Hochschule Köln, Agentur für Arbeit  Unternehmen auf Kölner Stadtgebiet

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 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent  Abfrage Unternehmen: 6 Monate Nutzungskonzepte und Umsetzung: 5 Jahre   Sachkosten  Finanzierungsansatz   externe Beauftragung der Umfrage: 25.000 Euro  Kommunaler Haushalt 
 THG-Einsparungen    -  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Umfrage zu Qualifikationsbedarfen  Vermittelte Qualifikationen  Anzahl und Teilnahme an Netzwerk-Aktivitäten  
 Fachkräftemangel auf der einen, Abbau von Arbeitsplätzen in nicht nachhaltigen Produktionen und Dienstleistungen auf der anderen Seite können helfen, stra-tegische Weiterbildung und Umschu-lungsmaßnahmen frühzeitig anzubieten und Arbeitsplatzverluste zu kompensie-ren.   Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu Smart sustainable industry, der Sanierungs- und PV-Offensive und  Ansätze zu Integration im Arbeitsmarkt (für Geflüchtete, schwer Vermittelbare, etc.) können hier mit konzipiert werden 
 Konkurrenz um Fachkräfte kann Koopera-tionen erschweren 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Erste Pilotprojekte können als Blaupause für weitere dienen, auch über die Stadt-grenzen hinaus  Durch begonnene Kooperation in der Projektgruppe können erste Pilotprojekte zeitnah umgesetzt werden

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3.5.2.3 Unternehmernetzwerk mit Informations- und Beratungsangeboten unterschiedlicher Intensität 
 Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral / 3.4.1.2  Unternehmensnetzwerk mit Informations- und Beratungsan-geboten unterschiedlicher Intensität Themenschwerpunkt Kooperation und Förderung von Klimaschutz in der Wirtschaft Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Aufbau und Etablierung eines Unternehmensnetzwerks mit Informations- und Beratungsangeboten als zentrale Anlaufstelle zur Vernetzung und gezielten Beratung von Unternehmen aus dem Sektor Ge-werbe, Handel, Dienstleistung (GHD) zu den Themen Energie und Klimaschutz. Ausgangslage Der Austausch von Unternehmen untereinander kann einen Anreiz zur Umsetzung von Maßnahmen bieten. Vielfach sind Unternehmen durch ihr Kerngeschäft so stakt beansprucht, dass sie nicht die Zeit haben, sich zu Fördermöglichkeiten zu informieren und vor den bürokratischen Prozessen einer För-dergeldbeantragung kapitulieren. Gezielte Informationen mit Beratung, die bis hin zu konkreter Hilfe-stellung bei der Beantragung von Fördergeldern und Maßnahmenumsetzung geht, kann eine große Hilfe sein Ausgangsvoraussetzungen Voraussetzung für ein gutes Informations- und Beratungsangebot ist, dass es den Bedürfnissen inte-ressierter Unternehmen entspricht. Gerade im GHD-Bereich muss ein solches Angebot daher mit wenig Aufwand verbunden sein und einen erkennbaren Mehrwert (etwa durch die Vernetzung und durch Hilfestellung) bieten. Zudem sollte eingeplant werden, dass dies auch mit dem konkreten Auf-suchen und einer aktiven sowie gezielten Ansprache von Unternehmen verbunden sein wird. Beschreibung Das zu erstellende Angebot könnte sich vornehmlich an bestimmte Branchen richten, für die das Thema Energie eine zunehmende Bedeutung spielt und die wegen ihrer Größe bislang kaum Kapazitä-ten haben, um den mit der Realisierung von Effizienzmaßnahmen verbunden Aufwand auf sich zu nehmen. Mit gezielten, beispielsweise branchenspezifischen Informations- und Beratungsangeboten, kann in unterschiedlicher Intensität Hilfestellung gegeben werden. Kleinere Wirtschaftlichkeitsanaly-sen, Hilfestellung bei der Beantragung von Fördermitteln und die gezielte Branchenvernetzung zum Austausch über gelungene Effizienz- und Klimaschutzmaßnahmen in Betrieben sind sinnvolle Be-standteile dieser Aktivitätenempfehlung. Hierzu sollte zunächst analysiert werden, welche Unterstüt-zungsangebote und Branchennetzwerke es bereits gibt. Dazu bedarf es auch einer physischen Anlauf-stelle und Institutionalisierung. Hier könnte sich anbieten, diese bei der IHK oder HWK anzuschließen. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Analyse des Informations- und Beratungsbedarfs sowie bestehender Netzwerke  2. Konzeptionierung des Angebots 3. Konsultation der potentiellen Teilnehmer*innen (etwa über IHK, Wohlfahrtsverbände und In-nungen) zur Bedarfsanalyse 4. Kalkulation des möglichen Aufwands (Personalkosten, Raummiete, Werbung, Veranstaltun-gen…) 5. Durchführung, Evaluation und ggf. Weiterentwicklung

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 Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Klimaschutz, Ver-bände  KMU, gemeinnützige Organisationen  
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente  10 Jahre  Sachkosten  Finanzierungsansatz   15.000 € für Öffentlichkeitsarbeit  Kommunaler Haushalt, ggf. Beiträge der beteiligten Unternehmen  THG-Einsparungen    Auf Grundlage des Energieverbrauchs eines durchschnittlichen deutschen Unternehmens und der Annahme, dass 30 Unternehmen jährlich erreicht werden, erzielt diese Aktivitäten-empfehlung eine Einsparung im Wärmeverbrauch von 10% und im Stromverbrauch 15%.  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 3.547 t CO2eq /a  Kumulierte THG-Einsparung (t): 15.839 t CO2eq  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Analyse des Beratungsbedarfs  Branchenspezifische Aufbereitung von Informationsmaterial  Endenergieverbrauch Unternehmen 
 Finanzielle Entlastung von Unternehmen durch Energieeinsparung 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   -  -  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Breitenwirkung durch Vielzahl von KMU gegeben  -

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        4. Mobilität und Logistik  werden klimaneutral

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4 Mobilität und Logistik werden klimaneutral 4.1 Mobilität im kommunalen Einflussbereich 4.1.1 Konzern Stadt Köln als Vorbild 4.1.1.1 Mobilität in Verwaltung, kommunalen Unternehmen und kommunalen Einrichtungen 
 Klimafreundliche Mobilität und Logistik / 4.1.1.1 Mobilität in Verwaltung, kommunalen Unternehmen und kommunalen Einrichtungen Themenschwerpunkt Mobilität im kommunalen Einflussbereich Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Das Ziel dieser Aktivitätenempfehlung ist die Reduzierung, Verlagerung und möglichst klimaschonen-de Abwicklung der Verkehre, die mit den Tätigkeiten der Kölner Verwaltung, der kommunalen Unter-nehmen und der kommunalen Einrichtungen verbunden sind, beziehungsweise in ihrem Einflussbe-reich liegen. Wege, die dabei derzeit mit Fahrzeugen mit konventionellem Verbrennungsmotor zu-rückgelegt werden, sollen zukünftig verstärkt mit den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes oder mit Fahrzeugen mit CO2-armem oder CO2-freiem Antrieb zurückgelegt werden.  Ausgangslage Bereits heute werden in der Verwaltung und den kommunalen Unternehmen der Stadt entsprechende Maßnahmen des (betrieblichen) Mobilitätsmanagements durchgeführt. Dies ist beispielsweise die Förderung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des Fahrrads auf dem Weg zum Arbeitsplatz für die Beschäftigten von Verwaltung und kommunalen Unternehmen oder die Umstellung der Fahr-zeuge in den kommunalen Flotten, bei denen Verfügbarkeit und Anforderungsprofil dies ermöglichen, auf alternative Antriebe, vor allem auf Batterie-elektrische Fahrzeuge. Mehrere Konzepte greifen bereits mögliche Maßnahmen zur klimaschonenderen Mobilität in kommu-nalem Einflussbereich auf. Dies sind beispielsweise das Klimaschutzteilkonzept Verkehr und die Stu-die KölnKlimaAktiv. Das Bauverwaltungsamt hat Ende 2021 – wie in der Zielvereinbarung zwischen OBin und Dez. III festgelegt – eine Verwaltungsvorstandsvorlage zum Thema Betriebliches Mobili-tätsmanagement in der Stadtverwaltung (organisatorische Anbindung, personelle Ausstattung und weiteres Vorgehen) gefertigt. An neu errichteten Schulen und Kitas in Köln wird bereits ein Mobilitätsmanagement mit dem Schwerpunkt der Sicherung der Erschließung der Standorte durchgeführt.  Beschreibung Diese Aktivitätenempfehlung zum betrieblichen Mobilitätsmanagement im Konzern Stadt Köln adres-siert alle im Rahmen der Arbeit der Verwaltung und der kommunalen Unternehmen der Stadt Köln entstehenden Verkehre. Dies sind die Beschäftigtenmobiliät, das heißt, die Mobilität auf dem Weg zum Arbeitsplatz, die dienstliche Mobilität, Besucher*innenverkehre und die Beschaffung und Nut-zung der Fahrzeuge der kommunalen Flotte. Dabei geht es um die Entwicklung und Umsetzung inte-grierter Konzepte, da die genannten Elemente sich zum Teil wechselseitig beeinflussen. Da entspre-chende Maßnahmen teilweise bereits umgesetzt werden fokussiert die Aktivitätenempfehlung neben der Entwicklung und Umsetzung neuer Maßnahmen auch auf die Fortsetzung und Vertiefung beste-

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hender Aktivitäten.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Für klimaschonendere Mobilität im kommunalen Einflussbereich bieten sich der Stadt Köln mehrere Handlungsansätze. Dies sind unter anderem die Attraktivierung des Job Tickets, die Elektrifizierung der städtischen Fahrzeugflotte, Mobilitätsmanagement im Konzern Stadt Köln und Mobilitätsmanage-ment in Kitas, Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen. Mobilitätsmanagement in der Stadtverwaltung Köln: Es wird ein integriertes Konzept für das Mobili-tätsmanagement in der Verwaltung entwickelt und umgesetzt. Für die Beschäftigtenmobiliät werden die Rahmenbedingungen für die Anreise zum Arbeitsplatz ohne Pkw verbessert und die Vermeidung von Verkehr gefördert. Hierzu wird das Jobticket für alle Beschäftigten des Konzerns Stadt Köln kos-tenfrei bereitgestellt, um die Nutzung des ÖPNV auf dem Weg zur Arbeit und auf Dienstreisen in Köln zu attraktivieren. Zudem werden die Bedingungen zur Fahrradnutzung dort wo möglich durch komfor-table, diebstahl- und witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten einschließlich Duschen, Umkleide-räumen und Spinden sowie durch das Angebot von Diensträdern/-pedelecs, verbessert. Ein nutzer-freundliches Fahrgemeinschaftsportal attraktiviert gemeinsames Pendeln, kostenpflichtige Pkw-Stellplätze (Ausnahme Fahrgemeinschaften und Fahrzeuge mit emissionsfreiem Antrieb) de-attraktivieren den Arbeitsweg mit dem Pkw. Zur Aktivierung und Routineänderung werden individuelle Mobilitätsberatung und Mobilitätstage angeboten - mit der Möglichkeit, Pedelecs, Lastenräder u.a. wochenweise zu testen. Koordiniert werden kann der Prozess der Ausweitung der bereits bestehen-den Aktivitäten zum Mobilitätsmanagement durch die in KölnKlimaAktiv bereits beschriebene Einrich-tung der Stelle eines Mobilitätsmanagements. Zudem wird die Nutzung privater Pkws für Dienstfahr-ten erschwert. Zur Verkehrsvermeidung werden die Möglichkeiten mobilen Arbeitens basierend auf den Erfahrungen aus der Covid-Pandemie weiterentwickelt. Neben Homeoffice werden auch Büro-tausch-Lösungen mit öffentlichen Verwaltungen und Betrieben in anderen Kommunen geprüft und dort wo möglich umgesetzt. Elektrifizierung der städtischen Fahrzeugflotte: Um eine schnelle Elektrifizierung des kommunalen Fuhrparks zu erreichen, werden ab 2023 sämtliche neu angeschaffte Pkw als Batterie-elektrische Fahrzeuge beschafft; bei Nutzfahrzeugen werden dort, wo die Marktverfügbarkeit und das Anforde-rungs- und Nutzungsprofil dies zulassen werden, nur noch Batterie-elektrische Fahrzeuge erprobt und bei Eignung angeschafft. Bedarfsgerecht werden dort, wo Elektromobilität keine Option ist, auch mög-liche Alternativen zu Elektrofahrzeugen angeschafft, beispielsweise Schwerlast-Fahrräder oder Brenn-stoffzellen-Lkws. Zudem wird die hierfür notwendige Versorgungs- beziehungsweise Ladeinfrastruktur auf Parkplätzen der Verwaltung und kommunaler Unternehmen aufgebaut. Bei den für die Flotte des Konzerns Stadt Köln genutzten Parkplätzen, die sich nicht im Besitz der Stadt befinden, wird auf einen Ausbau der Ladeinfrastruktur hingewirkt.  Akteure  Zielgruppe  Verwaltung der Stadt Köln, Mobilitäts-manager*innen, Fuhrparkleiter*innen, Beschäftigte des Konzerns Stadt Köln  Beschäftigte des Konzerns Stadt Köln 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  12 Vollzeitäquivalente insgesamt, davon  acht für BMM im Konzern Stadt Köln  Dauerhaft und kontinuierlich

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 Sachkosten  Finanzierungsansatz   500 Euro für jeden zweiten Beschäftig-tem einmalig für Fahrradabstellmöglich-keiten, Spind u.ä., bei 23.000 Beschäf-tigten der Stadt Köln insgesamt 5.750.000 Euro. Kosten zur Flottenumstellung: 3.000 Euro Mehrkosten je elektrischem Fahr-zeug, Ladeinfrastrukturkosten können (noch) nicht abgeschätzt werden.  Kostenfreies Jobticket: 70 Euro im Mo-nat pro Beschäftigtem, insgesamt 19.320.000 Euro jährlich (Tarifanpassung nicht berücksichtigt).  
 Haushaltsmittel, dort wo möglich unter-stützt durch Bundes- und Landesförder-programme 
 THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Diese können an dieser Stelle nicht abgeschätzt werden. Im Rahmen des Klimaschutzteilkonzeptes Verkehr aus dem Jahr 2011 wurden jedoch bereits Wirkungsabschätzungen von Maßnah-men für eine klimaschonendere Be-schäftigten- und betriebliche Mobilität der Verwaltung und städtischer Eigen-betriebe durchgeführt.   
 Kumulierte THG-Einsparung (t): siehe Minderung jährliches Emissionsni-veau  
 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Modal Split im Beschäftigenverkehr der Einrichtungen des Konzerns Stadt Köln Zusammensetzung der Fuhrparke des Kon-zerns Stadt Köln nach Antriebsart der Fahr-zeuge Verkehrsmittelwahl von Schüler*innen und im elterlichen Bring- und Holverkehr zu/von Schulen und Kitas  
 Ökonomie: fittere Mitarbeiter*innen, weniger genutzte / angemietete Parkflächen, geringere Fuhrparkkosten.  Nachhaltige betriebliche Mobilitätsgestaltung wirkt sich neben der CO2–Einsparung, positiv auf Schadstoffe, Lärm und Lebensqualität aus, Rad- und Fußverkehr fördert die Gesundheit.  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Beschäftigtenmobilität ohne Auto, dabei insbesondere aktive Mobilität bewirkt ge-sündere Mitarbeiter*innen und damit ein-hergehend weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten.  
 Diese sind nicht zu erwarten

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 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Kommunikation von erfolgreich imple-mentierten Maßnahmen des Mobilitätsma-nagements in Einrichtungen des Konzerns Stadt Köln kann in Köln ansässige oder aktive Unternehmen für die Belange klima-schonenderer (und dabei kostengünstiger) betrieblicher Mobilität sensibilisieren und zur Durchführung eigener Maßnahmen motivieren.   
 Kommunale E-Fahrzeugflotte ist in der Öf-fentlichkeit als Vorbild sichtbar.

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4.1.1.2 Mobilität in Schulen und Kitas 
 Klimafreundliche Mobilität und Logistik / 4.1.1.2 Mobilität in Schulen und Kitas Themenschwerpunkt Mobilität im kommunalen Einflussbereich Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel und Strategie Das Ziel dieser Aktivitätenempfehlung ist die Reduzierung, Verlagerung und möglichst klimaschonen-de Abwicklung der Verkehre, die in Köln mit dem Betrieb von Schulen und Kitas verbunden sind. Elter-liche Bring- und Holfahrten, die dabei derzeit mit Fahrzeugen mit konventionellem Verbrennungsmotor zurückgelegt werden, sollen zukünftig verstärkt mit den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes oder mit Fahrzeugen mit CO2-armem oder CO2-freiem Antrieb zurückgelegt werden. Zudem soll die eigen-ständige Mobilität der Kinder auf dem Weg zur Schule gefördert werden, so dass Kinder, die derzeit noch von ihren Eltern gebracht werden, diese Wege zunehmend selbständig mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen. Ausgangslage An neu errichteten Schulen und Kitas in Köln wird bereits ein Mobilitätsmanagement mit dem Schwerpunkt der Sicherung der Erschließung der Standorte durchgeführt.  Beschreibung Diese Aktivitätenempfehlung adressiert alle im Rahmen der Tätigkeit der Schulen und Kitas in Köln entstehenden Verkehre. Dies sind vor allem die von den Kindern eigenständig oder in Begleitung zu-rückgelegten Wege zur Kita und zur Schule. Ein Mobilitätsmanagement für Kitas und Schulen soll zum einen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass elterliche Hol- und Bringdienste reduziert werden oder nicht motorisiert erfolgen. Zudem soll beispielweise durch die Erstellung von Schulwegplänen ein sicherer Schulweg gewährleistet werden, so dass Kinder ihre Wege selbstbestimmt und ohne elterli-che Begleitung zurücklegen können. Da entsprechende Maßnahmen in Köln teilweise bereits umge-setzt werden fokussiert die Aktivitätenempfehlung neben der Entwicklung und Umsetzung neuer Maßnahmen auch auf die Fortsetzung und Vertiefung bestehender Aktivitäten.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Mobilitätsmanagement in Kitas, Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen ermöglicht klimascho-nendere Mobilität. Der Stadt Köln bieten sich mehrere Handlungsansätze.  Mobilitätsmanagement in Kitas, Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen: In allen Kitas, Schulen und Bildungseinrichtungen in Trägerschaft der Stadt Köln wird ein Mobilitätsmanagement umgesetzt. Hierzu werden die Einrichtungen mittels einer Beratung und der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen ertüchtigt. Ein Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche zu Fuß, mit dem Rad oder ÖPNV zur Kita beziehungsweise Schule kommen oder gebracht werden. Elterliche Bring- und Holdienste sollen verstärkt nicht-motorisiert erfolgen. Hierzu werden Schulstraßen eingerichtet, bei denen eine Sperrung für den MIV in der Zeit um den Schulbeginn erfolgt, Walking/Cycling-Bus-Angebote geschaf-fen, Schulwegpläne erarbeitet, Mobilitätstrainings für Kinder ausgebaut und Informationstage zum Schulweg umgesetzt. Zudem werden die Bedingungen für die Fahrradnutzung und das Zufußgehen verbessert, etwa durch die Verbesserung der Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und die Verbesse-rung der Zuwegung der Standorte aus dem öffentlichen Straßenraum. Zugleich werden die Bedingun-gen für die Pkw-Nutzung für diese Wegezwecke insbesondere an den Schul- und Kita-Standorten deattraktiviert, beispielsweise durch die Einrichtung von ausgedehnten Halteverbotszonen um Kita- und Schulstandorte und die konsequente Ahndung von Verstößen.

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 Akteure  Zielgruppe  Verwaltung der Stadt Köln  Lehrer*innen, Erzieher*innen, Eltern  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  4 Vollzeitäquivalente für BMM an Schul- und Kitastandorten  Dauerhaft und kontinuierlich 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   MM an Schulen und Kitas: 200 Euro pro Kind/Schüler für Fahrradabstellmöglich-keiten und Schulwegmobilität: 38.400.000 Euro (42.000 Kita-Kinder, 150.000 Schüler*innen in Köln) 
 Haushaltsmittel, dort wo möglich unter-stützt durch Bundes- und Landesförder-programme 
 THG-Einsparungen    Diese können an dieser Stelle nicht abgeschätzt werden.  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Diese können an dieser Stelle nicht abgeschätzt werden.  
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  siehe Minderung jährliches Emissionsni-veau  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Verkehrsmittelwahl von Schüler*innen und im elterlichen Bring- und Holverkehr zu/von Schulen und Kitas   Rad- und Fußverkehr fördert die Gesundheit. 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Kinder, die nicht mit dem Auto zur Kita oder zur Schule gebracht werden, kommen so frühzeitig mit Alternativen zum Auto in Berührung. Dies kann sich positiv (im Sin-ner nachhaltiger Mobilität) auf das eigene spätere Mobilitätsverhalten, beziehungs-weise die eigene spätere Verkehrsmittel-wahl auswirken. 
 Diese sind nicht zu erwarten 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die Kommunikation von erfolgreich imple-mentierten Maßnahmen des Mobilitätsma-nagements in Kölner Kitas, Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen kann in Köln ansässige oder aktive AkteurInnen in diesem Arbeitsfeld für die Belange klima-schonenderer Mobilität sensibilisieren und zur Durchführung eigener Maßnahmen motivieren.   
 Insbesondere Schulweg- und Kita-Mobilität ohne Auto führen im Umfeld der Standorte zu einer besonderen Sichtbarkeit und prägen die Wahrnehmung nachhaltiger Mobilität auch bei den Eltern.

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4.2 Personenverkehr 4.2.1 Förderung ÖPNV 4.2.1.1 Quantitativer Ausbau des bestehenden ÖPNV- und SPNV-Angebotes 
 Klimafreundliche Mobilität und Logistik / 4.2.1.1  Quantitativer Ausbau des bestehenden ÖPNV- und SPNV-Angebotes Themenschwerpunkt Personenverkehr Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 Ziel und Strategie Das Ziel dieser Aktivitätenempfehlung ist die verstärkte Verlagerung von Pkw-Fahrten auf öffentliche Verkehrsmittel. Durch den quantitativen Ausbau des ÖPNV- und SPNV-Angebotes und der Auswei-tung der Kooperation mit dem Kommunen in der Region sollen Fahrten, für die derzeit in Köln noch das Auto genutzt wird, zukünftig mit Bus und Bahn zurückgelegt werden. Ziel ist es, den Modal Split-Anteil der mit dem ÖPNV zurückgelegten Wege bis 2035 auf rund 25% zu erhöhen. Ausgangslage Der Modal Split-Anteil des ÖPNVs am Personenverkehr in Köln betrug 2017 21%. Während mit 93% Erschließungsquote weite Teile des Stadtgebietes insgesamt schon eine gute ÖPNV-Erschließung aufweisen, bestehen insbesondere bei der Anbindung an die Schiene immer noch Erschließungslü-cken, die einer höheren ÖPNV-Nutzung derzeit noch im Wege stehen können. Auch die SPNV-Anbindung Köln an die Region sowie die innere Erschließung Kölns durch den SPNV kann als gut be-schrieben werden. Das Netz bedarf eines quantitativen Ausbaus, da es zu bestimmten Tageszeiten bereits jetzt an seine Kapazitätsgrenzen stößt und so eine weitere Taktverdichtung bestehender und die Einrichtung neuere Angebote kaum mehr möglich ist. Beschreibung Um den Anteil öffentlicher Verkehrsmittel am Modal Split des Personenverkehrs in Köln zu erhöhen, werden die Maßnahmen aus der ÖPNV-Roadmap5 beschleunigt realisiert, so dass die Umsetzung bis zum Jahr 2035 abgeschlossen ist. Um die ambitionierten Klimaschutzziele für Köln auch im Verkehrs-bereich zu erreichen, werden die Ziele der ÖPNV-Roadmap zudem ausgeweitet. Dies betrifft sowohl eine Erweiterung des in der Roadmap vorgesehenen Ausbaus des Liniennetzes als auch der Taktver-dichtung. Hierzu werden die Personalkapazitäten für Planung und Umsetzung erhöht und Planungsab-läufe beschleunigt. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Beschleunigte Umsetzung der ÖPNV-Roadmap: Die in der ÖPNV-Roadmap enthaltenen quantitativen Ausbaumaßnahmen, d.h. die Verlängerung bestehender und die Einrichtung neuer Bus- und Bahnli-nien werden bis 2035 umgesetzt. Hierfür ist es notwendig, Genehmigungs-, Planungs- und Umset-zungsprozesse zu priorisieren und beschleunigt abzuwickeln. Erweiterung des ÖPNV-Netzes und Taktverdichtung über die Pläne der ÖPNV-Roadmap hinaus: Die Maßnahmen der ÖPNV-Roadmap allein werden aller Voraussicht nach noch nicht ausreichen, um den für eine klimaneutrale Mobilität notwendige Erhöhung des ÖPNV-Anteils in ausreichendem Maße zu  5 Die Roadmap beinhaltet die wichtigsten Aus- und Neubauvorhaben für das Kölner Stadtbahnnetz

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bewirken. Daher werden zusätzlich zu den in der Roadmap bereits enthaltenen weitere Ausbaumaß-nahmen umgesetzt, die eine Netzverdichtung und Taktverdichtung beinhalten. Alle größeren Sied-lungsgebiete sollen an das Schienennetz von KVB und S-Bahn angebunden, Netzlücken im Schienen-netz geschlossen, Strecken in Richtung von Nachbarkommunen verlängert und Ergänzungsrouten zur Kapazitätsentlastung hochfrequentierter Strecken geschaffen werden. Im Sinne einer beschleunigten Umsetzung werden bis zum Erreichen des Ausbauziels auch temporäre Lösungen forciert - z.B. (Metro- oder Schnell-)Buslinien, die später durch Stadtbahnlinien ersetzt wer-den, sowie die Einrichtung von Wasserbuslinien.  ÖPNV-Ausbau in Gewerbegebieten: Gewerbe- und Industriegebiete generieren Berufspendelverkehre, die in Köln mehr als 20% aller Wege ausmachen und bei denen der Pkw-Anteil zudem überdurch-schnittlich hoch ist. Daher wird ein besonderer Fokus auf die Verbesserung der Anbindung und inne-ren Erschließung dieser Gebiete für öffentliche Verkehrsmittel gelegt. Mögliche Bausteine dieser Ver-besserung sind ein (gegebenenfalls automatisiertes Binnen-ÖPNV-Angebot in größeren Industrie- und Gewerbegebieten, ein überbetriebliches Mobilitätsmanagement, die Verknüpfung der Angebote mit Car- und Bikesharing sowie weiteren On demand-Angebote und die Verbesserung des Rad- und des Fußverkehrs als ÖV-Zu- und Abbringer. Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit den Aktivitä-tenempfehlungen zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement (vgl. Aktivitätenempfehlung „Förderung betrieblichen Mobilitätsmanagements“).   Akteure  Zielgruppe  Verwaltung der Stadt Köln, Kölner Ver-kehrsbetriebe, VRS, DB Regio, weitere in Köln aktive Nahverkehrsbetriebe, Anbieter*innen von Ride-Sharing-Angeboten, in Köln ansässige Unter-nehmen 
 Pkw-Nutzer*innen, die derzeit noch aus Gründen eines fehlenden oder nicht ausreichenden Angebotes öffentliche Verkehrsmittel nicht oder nur in gerin-gem Maße nutzen, ÖPNV-Nutzer*innen 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  25 Vollzeitäquivalente insgesamt, davon 9 im Bereich Bauvorbereitung und Baulei-tung, 7 im Bereich der Planung, 4 im Be-reich der Administration, 4 im Bereich der Baustellengenehmigung  und -kontrolle sowie eine im Bereich der Verkehrstechnik 
 2022 - 2035 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   224 Euro pro Bürger*in und Jahr, insge-samt 224.000.000 Euro jährlich (Basis ÖPNV-Förderung in Wien)  Haushaltsmittel, Regionalisierungsmittel, GVFG, NRW-Landesförderung 
 THG-Einsparungen    Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Eine Erhöhung des Modal Split-Anteils auf 25% zu Lasten des MIVs bis 2035 würde im Jahr 2035 eine CO2-Einsparung von etwa 58.000 Tonnen bedeuten. 	
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  Mit der Erhöhung des aktuellen Modal Split-Anteils des ÖV zu Lasten des MIV auf dann 25 Prozent könnten bis 2035 insgesamt etwa  413.000 Tonnen ver-kehrsbedinges CO2 eingespart werden.

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 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Entwicklung der Fahrgastzahlen Entwicklung Modal Split ÖV und MIV Entwicklung des Angebotsumfangs (Länge des ÖPNV-Streckennetzes (Bus/Schiene), Taktung,...) ÖPNV-Erschließungsquote 	
 Ökonomie: Mit der Reduzierung des Pkw-Verkehrs wäre eine geringere Abnutzung der Verkehrsinfrastruktur und somit ein geringerer Aufwand zur Wartung und Repa-ratur dieser Infrastruktur notwendig.  Ökologie: Weniger Pkw-Verkehr bedeutet weiniger verkehrsbedinge Luftschadstoffe und weniger Verkehrslärm.  Soziales: Ein flächendeckendes und auch in den nachfrageschwachen Räumen und zu nachfrageschwachen Zeiten verfügbares ÖV-Angebot reduziert die Notwendigkeit, mit dem Pkw mobil sein zu müssen und verbessert die Mobilitätsmöglichkeiten der Menschen in Köln, die keinen Pkw nutzen können oder möchten. Durch Reduzierung des Pkw-Verkehrs sinken die Unfallzahlen und damit verbundene Gesundheitsschä-den.  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Durch die bauliche, organisatorische und tarifliche Verknüpfung des konventionellen ÖV-Angebotes mit weiteren Mobilitätsan-geboten werden neue Wegeketten ohne eigenes Auto möglich.  
 Diese sind dann zu erwarten, wenn es innerhalb des Umweltverbundes zu konkur-rierenden Ansprüchen an den (nur be-grenzt) zur Verfügung stehenden Verkehrs-raum kommt. Konflikte mit Anwohnenden sind bei Aus-bau des Schienennetzes möglich.  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Durch seine gute Sichtbarkeit im öffentli-chen Raum kann ein attraktives Angebot öffentlicher Verkehrsmittel Pkw-Nutzer*innen für die Belange nachhaltiger Mobilität sensibilisieren und zum Umstieg motivieren.  
 Diese ist durch die Verortung des Angebo-tes (Fahrzeuge und Haltestellen) im öffent-lichen Raum gewährleistet. Verbesserun-gen werden so schnell und einfach wahr-genommen.

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4.2.1.2 Attraktivierung des ÖPNV-Angebots 
 Klimafreundliche Mobilität und Logistik / 4.2.1.2  Attraktivierung des ÖPNV-Angebotes Themenschwerpunkt Personenverkehr Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 Ziel und Strategie Das Ziel dieser Aktivitätenempfehlung ist es, die Nutzung des bestehenden ÖPNV-Angebotes durch die Verbesserung seiner Qualität und die flankierende Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit zu Lasten des Pkws zu erhöhen. Ziel ist es, den Modal Split-Anteil der mit dem ÖPNV zurückgelegten Wege bis 2035 auf rund 25% zu erhöhen. Ausgangslage Der ÖPNV-Gesamtbericht der Stadt Köln 2019 weist für den Zeitraum 2015 bis 2019 eine nur durch-schnittliche Zufriedenheit der Nutzer*innen mit der Qualität des ÖPNV-Angebotes der Kölner Ver-kehrsbetriebe aus. Dies betrifft vor allem die Zufriedenheit hinsichtlich der Pünktlichkeit und Zuverläs-sigkeit des Angebotes, jedoch auch die Schnelligkeit der Beförderung wurde durch die Fahrgäste für diesen Zeitraum schlechter bewertet. Mit der bereits durchgeführten oder in Planung befindlichen Einstellung zusätzlichen Fahrpersonals, der Optimierung von Werkstattabläufen, der Beschaffung von Niederflurstadtbahnfahrzeugen, der Auslieferung neuer Hochflurstadtbahnwagen und neuer Elektro-busse soll die Qualität des Angebotes verbessert werden. Zur Verbesserung der Pünktlichkeit des Angebots sind bereits zahlreiche Maßnahmen in Köln umgesetzt worden. So ist die Bevorrechtigung des Schienenverkehrs bereits fast flächendeckend umgesetzt. Für den Busverkehr stellt sich die Situ-ation schwieriger dar. Auch hier wurden in der Vergangenheit bereits verschiedene Maßnahmen zur Beschleunigung / Bevorrechtigung ausprobiert, die erreichten verkehrlichen Wirkungen waren bislang jedoch eher gering.     Beschreibung Durch die Verbesserung der Qualität des bestehenden Angebotes (Erhöhung der Pünktlichkeit, Sau-berkeit, Sicherheit), und durch den Abbau von Zugangshemmnissen sollen Pkw-Nutzer*innen zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel motiviert werden. Bereits jetzt den ÖPNV nutzende Menschen sollen in ihrer Verkehrsmittelwahl bestärkt werden. Hierzu wird auch die Kommunikation insbesondere bei Störungsfällen verbessert, die bauliche und organisatorische Barrierefreiheit  erhöht und die Zu-wegung der Haltestellen verbessert. Auch werden neue Ansätze für die dauerhafte Finanzierung eines verbesserten Angebots entwickelt. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Für die Erhöhung der Qualität des bestehenden Angebotes öffentlicher Verkehrsmittel bieten sich der Stadt Köln, den Kölner Verkehrsbetrieben und dem Verkehrsverbund mehrere Handlungsansätze, die parallel verfolgt werden sollen:  Ein Begrüßungspaket für Neubürger*innen, das ein kostenfreies Schnupperticket für den ÖPNV ent-hält, kann aus der Gruppe der neu nach Köln gezogenen Personen neue Nutzer*innen gewinnen.  Eine Ausweitung und Verstetigung der Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit kann die Qualität des Angebotes kommunizieren und Wissens- und Informationsdefizite über das bestehende Angebot reduzieren. Zudem können Ausprobierangebote wie Schnuppertickets für den ÖPNV eine verstärkte Nutzung anregen, die zielgruppenspezifisch vergeben werden, beispielsweise an Berufspend-ler*innen, die bisher in erster Linie das Auto nutzen.  Die Verbesserung von Sauberkeit und Sicherheit kann die Bürger*innen als Kund*innen gewinnen, die bisher aus tatsächlichen und subjektiv wahrgenommenen Defiziten in diesen Bereichen öffentliche Verkehrsmittel nicht oder nur in geringem Umfang genutzt haben.

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Die Pünktlichkeit kann gesteigert werden, indem Fahr- und Betriebsablaufpläne angepasst und indem die Bevorrechtigung des ÖPNV gegenüber dem Straßenverkehr weiter ausgebaut wird. Während die Bevorrechtigung im Schienennetz bereits nahezu flächendeckend erfolgt ist, stellt sie sich im Busver-kehr schwieriger dar. Mögliche Optionen zur Verbesserung der Schnelligkeit wären die Einrichtung zusätzlicher ÖPNV-Spuren im Straßenraum und eine beschleunigte Netzmodernisierung und -digitalisierung. Fahrgastleitsysteme können den Nutzungskomfort insbesondere beim Umsteigen erhöhen. Generell ist zur Verbesserung der Pünktlichkeit auch eine (weitere) Neuverteilung des Stra-ßenraums zu Gunsten öffentlicher Verkehrsmittel sinnvoll. Zur Steigerung von Sicherheit und Sauber-keit wird zusätzliches Personal in den Fahrzeugen eingesetzt.  Die Erhöhung der Barrierefreiheit beispielsweise durch die Nachrüstung von Haltestellen mit Rolltrep-pen und Fahrstühlen kann insbesondere mobilitätseingeschränkten Menschen, Menschen mit Gepäck und Familien mit Kinderwagen den Zugang zum Angebot öffentlicher Verkehrsmittel erleichtern.  Günstiges und einfaches Tarifsystem: Niedrigere Fahrpreise können Anreize zur Nutzung des ÖPNV schaffen. Hierzu gehören ein deutlich vergünstigtes Jahresabo nach dem Vorbild des 365-Euro-Tickets in Wien, stärker vergünstigte Sozialtickets sowie flexible Jobtickettarife, die Vergünstigungen bei Teil-zeit und mobilem Arbeiten ermöglichen. Stadt und KVB setzen sich beim VRS für diese Möglichkeiten ein, die Stadt setzt sich über den Städtetag auf Bundesebene für weitere Fördermittel und die Mög-lichkeit einer Nahverkehrsabgabe ein.  Akteure 	Zielgruppe  Verwaltung der Stadt Köln, Kölner Ver-kehrsbetriebe, VRS  Pkw-Nutzer*innen, die derzeit noch aus Gründen fehlenden Wissens über das bestehende Angebot oder Vorbehalten gegenüber der Qualität des Angebotes öffentliche Verkehrsmittel in Köln nicht oder nur in geringem Maße nutzen, ÖPNV-Nutzer*innen  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  12 Vollzeitäquivalente  Dauerhaft und kontinuierlich  Sachkosten  Finanzierungsansatz   224 Euro pro Bürger*in und Jahr, insge-samt 224.000.000 Euro jährlich (Basis ÖPNV-Förderung in Wien)  Haushaltsmittel, Regionalisierungsmittel, GVFG, NRW-Landesförderung 
 THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Eine Erhöhung des Modal Split-Anteils auf 25% zu Lasten des MIVs bis 2035 würde im Jahr 2035 eine CO2-Einsparung von etwa 58.000 Tonnen bedeuten 	
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  Mit der Erhöhung des aktuellen Modal Split-Anteils des ÖV zu Lasten des MIV könnten bis 2035 insgesamt etwa 413.000 Tonnen verkehrsbedinges CO2 eingespart werden

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 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Entwicklung der Fahrgastzahlen Entwicklung Modal Split ÖV und MIV Anteil barrierefreier Haltestellen Pünktlichkeitsquote 
 Ökonomie: Mit der Reduzierung des Pkw-Verkehrs wäre eine geringere Abnutzung der Verkehrsinfrastruktur und somit ein geringerer Aufwand zur Wartung und Repa-ratur dieser Infrastruktur notwendig.  Ökologie: Weniger Pkw-Verkehr bedeutet weiniger verkehrsbedinge Luftschadstoffe und weniger Verkehrslärm.  Soziales: Ein barrierefreieres und insgesamt leichter zu nutzendes ÖV-Angebt reduziert die Notwendigkeit, mit dem Pkw mobil sein zu müssen und verbessert die Mobilitäts-möglichkeiten der Menschen in Köln, die keinen Pkw nutzen können oder möchten.  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Durch die bauliche, organisatorische und tarifliche Verknüpfung des konventionellen ÖV-Angebotes mit weiteren Mobilitätsan-geboten werden neue Wegeketten ohne eigenes Auto möglich.  
 Diese sind dann zu erwarten, wenn es innerhalb des Umweltverbundes zu konkur-rierenden Ansprüchen an den (nur be-grenzt) zur Verfügung stehenden Verkehrs-raum kommt.  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Durch seine gute Sichtbarkeit im öffentli-chen Raum kann ein attraktives Angebot öffentlicher Verkehrsmittel Pkw-Nutzer*innen sensibilisieren und zum Um-stieg motivieren.  
 Diese ist durch die Verortung des Angebo-tes (Fahrzeuge und Haltestellen) im öffent-lichen Raum gewährleistet. Verbesserun-gen werden so schnell und einfach wahr-genommen.

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4.2.2 Förderung Nahmobilität 4.2.2.1 Förderung Fußverkehr  
 Klimafreundliche Mobilität und Logistik / 4.2.2.1  Förderung Fußverkehr Themenschwerpunkt Personenverkehr Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 Ziel und Strategie Durch die Verbesserung der infrastrukturellen, rechtlichen, organisatorischen und administrativen Rahmenbedingung für den Fußverkehr sollen Wege vom Pkw insbesondere im Kurzstreckenbereich auf das Zufußgehen verlagert werden. Der Fuß- und der Radverkehr sollten bis 2035 zusammen einen Anteil von mindestens 50% am Modal Split erreichen. Die Anteile des Fuß- und des Radverkehrs am Modal Split sollen weiter erhöht werden. Zudem soll das Zufußgehen in Köln sicherer werden, Die Anzahl der Unfälle mit Beteiligung von Zufußgehenden soll ganz erheblich reduziert werden, ebenso die Schwere der Unfälle.  Ausgangslage Die Bedingungen für den Fußverkehr sind in Köln vielfach noch nicht optimal. Insbesondere in Quartie-ren mit viel Fußverkehrsaufkommen sind die Gehwegbreiten für ein komfortables und sicheres Zu-fußgehen oftmals nicht ausreichend. Ampelschaltungen sind aufgrund langer Warte- und Querungs-zeiten häufig fußgänger*innenunfreundlich. Von den Wegen bis fünf Kilometern Länge werden derzeit noch ein Viertel mit dem Pkw zurückgelegt6.  Beschreibung Die Bedingungen für das Zufußgehen werden weiter verbessert, so dass zukünftig Wege in fußver-kehrstauglicher Distanz, für die derzeit noch der Pkw genutzt wird, zu Fuß zurückgelegt werden. Hier-zu wird der Straßenraum zugunsten des Fußverkehrs umverteilt, die Fußwege attraktiviert, die Stra-ßenquerung erleichtert und beschleunigt und das Zufußgehen sicherer gemacht. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Grundlegend für eine Erhöhung des Anteils des Zufußgehens am Modal Split ist die qualitative Ver-besserung der bestehenden Infrastruktur und deren quantitativer Ausbau. Diese Aktivitätenempfeh-lung umfasst folgende Unteraktivitäten:  • Umsetzung einer Vision-Zero-Strategie zur Vermeidung von Verkehrstoten in Köln  • Entwicklung und Umsetzung einer Fußverkehrsstrategie für die Gesamtstadt und von Fuß-verkehrskonzepten für alle Stadtbezirke unter Berücksichtigung hoher Qualitätsstandards • qualitativer und quantitativer Ausbau von Fußwegen, insbesondere in Gebieten mit besonde-rer Problemlage und besonders ausgeprägten Defiziten für das Zufußgehen. Dabei wird eine Gehwegbreite von 2,50 Meter vorgesehen • Erhöhung der Barrierefreiheit für den Fußverkehr durch niveaugleiche Absenkung von Bord-steinkanten, Beseitigung von Stolperfallen, Schaffung von Rampen, durchgängigen taktilen Leitsystemen, konsequentem Abschleppen von Falschparker*innen und Ahndung weiterer Verstöße bei illegalem Gehwegparken, Ausweisung von Abstellflächen für Fahrräder und Rol-lern abseits des Gehwegs sowie der Schaffung hinreichender Sitzgelegenheiten im gesamten  6 https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=733929&type=do

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Gehwegenetz • Erleichterung der Straßenquerung unter anderem durch geänderte Ampelschaltungen zur Be-schleunigung (schnelleres Fußgänger*innengrün, Querung in einem Zug, längere Umlaufzei-ten für Zufußgehende), die Schaffung von Gehwegnasen (Verkürzung der Querungsstrecke, Erhöhung der Sichtbarkeit) sowie mehr Zebrastreifen • Verbesserung der fußläufígen Erreichbarkeit von ÖPNV-Haltestellen, beispielsweise durch fußgänger*innenfreundliche Ampelschaltungen und Einsatz von Ampeln mit Direktanforde-rung nur noch in Ausnahmefällen • Erhöhung der Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raums durch Begrünung, Kunst im öffent-lichen Raum, attraktive Anlehn- und Sitzgelegenheiten und Aufenthaltsorte sowie Informatio-nen und Themenrouten zu Kultur und Geschichte   • Erhöhung der Reinigungsaufwände • Förderung des Zufußgehens im Schüler*innenverkehr, beispielsweise durch Walking busses • Qualifizierung des Planungspersonals für die besonderen Belange des Fußverkehrs  Akteure  Zielgruppe  Verwaltung der Stadt Köln  Pkw-Nutzer*innen   Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  14 Vollzeitäquivalente, davon zehn für den Fußverkehr, vier weitere für die Schul-wegmobilität  Dauerhaft und kontinuierlich 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   15 Euro pro Bürger*in und Jahr, insge-samt 15.000.000 Euro (eigene Schät-zung auf Basis von Überlegungen zur Radverkehrsförderung in Berlin) 
 Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Mit einer Erhöhung des Modal Split-Anteils des Zufußgehens bis 2035 auf 28 Prozent wäre eine CO2-Minderung in 2035 von 2.200 Tonnen verbunden  
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  Mit der Erhöhung des aktuellen Modal Split-Anteils des Zufußgehens zu Lasten des MIV um ein Prozent könnten bis 2035 insgesamt etwa 16.000 Tonnen verkehrsbedingtes CO2 eingespart wer-den.

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 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Modal Split des Fußverkehrs Anteil barrierefreier Gestaltung im Fuß-wegenetz Entwicklung der Anzahl von Unfällen mit Personenschäden 
 Ökonomie: Die Substitution von Autofahr-ten in fußverkehrstauglicher Distanz durch das Zufußgehen reduziert die Abnutzung der Verkehrsflächen des Pkws und reduziert so auch den finanziellen Aufwand der Stadt Köln für die Wartung und Reparatur dieser Infrastruktur.  Ökologie: Neben weniger CO2-Emissionen bedeutet die Förderung des Zufußgehens auch weniger Emissionen von verkehrsbe-dingten Luftschadstoffen und von Verkehrs-lärm. Soziales: Ein gut ausgebautes Fußverkehrs-netz bietet vor allem im Kurzstreckenbe-reich Mobilitätsmöglichkeiten auch für die Kölner Bürger*innen, die keinen Zugang zu einem Pkw haben. Zufußgehen beugt zu-dem Bewegungsmangel vor und fördert so die Gesundheit. Gute Bedingungen zum Zufußgehen ermöglichen insbesondere Kindern und älteren Menschen eine selb-ständige gefahrenärmere Mobilität.  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Eine Zunahme des Fußverkehrs und eine damit einhergehende Belebung des öffent-lichen Raums kann zur Revitalisierung von Wohn- und vor allem von Geschäftsberei-chen in der Stadt beitragen. 
 Bevorrechtigungs- und Beschleunigungs-maßnahmen für den Fußverkehr können sich auch negativ auf die Angebotsqualität des ÖPNVs auswirken, beispielsweise wenn fußverkehrsfreundliche Ampelschal-tungen Rotphasen für den ÖPNV verlän-gern und so zur Verlängerung der Reisezei-ten beitragen.  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Durch seine gute Sichtbarkeit im öffentli-chen Raum kann das Zufußgehen Nut-zer*innen sensibilisieren und zum Umstieg motivieren.  
 Eine fußgänger*innenfreundlich gestaltete Stadtplanung, eine steigende Anzahl von Fußgänger*innen und ein gleichzeitiger Rückgang beim Pkw-Verkehr werden schnell im Kölner Stadtbild sichtbar. Dies kann insbesondere bei den Kölner Bür-ger*innen, die noch nicht für die Möglich-keiten einer Nahmobilität ohne Auto sensi-bilisiert sind, zur Motivation beitragen, We-ge im Kurzstreckenbereich, für die bisher das Auto genutzt wurde, zukünftig verstärkt zu Fuß zurückzulegen.

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4.2.2.2 Förderung Radverkehr 
 Klimafreundliche Mobilität und Logistik / 4.2.2.2  Förderung Radverkehr Themenschwerpunkt Personenverkehr Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 Ziel und Strategie Durch die Verbesserung der infrastrukturellen, rechtlichen, organisatorischen und administrativen Rahmenbedingung für den Radverkehr sollen Wege, deren Distanz und Wegezweck das erlauben, vom Pkw auf das Fahrrad, Pedelecs und E-Bikes verlagert werden. Rad- und Fußverkehr sollten bis 2035 zusammen einen Anteil von mindestens 50% am Modal Split erreichen. Zudem soll das Radfah-ren in Köln sicherer werden, Die Anzahl der Unfälle mit Beteiligung von Radfahrenden soll ganz erheb-lich reduziert werden, ebenso die Schwere der Unfälle.  Ausgangslage In den vergangenen Jahren wurden sukzessive Radverkehrskonzepte für die einzelnen Stadtbezirke entwickelt und mit deren Umsetzung begonnen. Dennoch ist die Radverkehrsinfrastruktur bislang noch weitgehend in einem verbesserungswürdigen Zustand und die in den bisherigen Konzepten vorgesehenen Infrastrukturen sind für einen perspektivisch deutlich steigenden Radverkehrsanteil nicht immer ausreichend dimensioniert. In Köln besteht trotz hoher Zuwächse in der jüngeren Vergangenheit insbesondere beim Radverkehr immer noch ein hohes und noch nicht vollständig gehobenes Potenzial für eine Nahmobilität ohne Auto. 71 % der durch die Kölner*innen zurückgelegten Wege sind nicht länger als zehn Kilometer. Von den Wegen bis fünf Kilometern Länge werden derzeit noch ein Viertel mit dem Pkw zurückge-legt7, bei den Wegen zwischen fünf und zehn Kilometern 46 Prozent8. Beschreibung Die Bedingungen für die Nutzung des Fahrrads in Köln werden weiter verbessert, so dass zukünftig mehr Wege, für die derzeit noch der Pkw genutzt wird, mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Hierzu wird das Radverkehrsnetz gemäß der bereits bestehenden Radverkehrskonzepte auf Bezirksebene ausgebaut und diese Konzepte sowohl qualitativ als auch quantitativ erweitert. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Grundlegend für eine Erhöhung des Anteils des Fahrrads am Modal Split des Personenverkehrs in Köln ist die qualitative Verbesserung der bestehenden Infrastruktur und deren quantitativer Ausbau. Diese im Rahmen einer Angebotsplanung umzusetzenden Maßnahmen umfasst somit folgende Bau-steine: • Schaffung eines durchgängigen, ausreichend dimensionierten, barrierefreien und sicheren Radnetzes in Köln, das die einfache und komfortable Nutzung durch alle Altersgruppen von Kindern bis zu Senioren ermöglicht. • Umsetzung und Erweiterung der Radverkehrskonzepte in den Bezirken bis zum Jahr 2035 bei Berücksichtigung höherer Qualitätsstandards, bei Bedarf entsprechende Anpassung der Kon-zepte und Berücksichtigung der Möglichkeiten für verschiedenen Maßnahmen, wie die Öff-nung weiterer Einbahnstraßen für den Radverkehr oder die Einrichtung von Fahrradstraßen. Hierzu gehören unter anderem eine Mindestbreite im Vorrangnetz von 2,50 Meter, im Ergän-zungsnetz von 2 Meter; geschützte Radfahrstreifen mit physischen Barrieren zum Autover-kehr an Straßenabschnitten mit hohem Konfliktpotenzial, und sichere Kreuzungsgestaltung,  7 https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=733929&type=do 8 https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=733929&type=do

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sowie der Ausbau von Radabstellanlagen. Hierzu ist bei Bedarf der Straßenraum umzuvertei-len.  • Um eine Beschleunigung zu ermöglichen, werden zentrale Verbindungen des Radnetzes als temporäre Radwege bereits vor ihrer baulichen Umsetzung bereitgestellt.  • Es erfolgt ein qualitativen und quantitativen Ausbau von Radwegen in Gebieten mit besonde-rer Problemlage, so in Innenstadtlagen mit hohem Verkehrsaufkommen oder in Gewerbege-bieten mit fehlender Radverkehrsinfrastruktur.  • Es erfolgt ein Netzlückenschluss für mittlere und lange Distanzen, um schnelle überbezirkli-che Verbindungen zu schaffen. Zudem werden abschnittsweise kreuzungsfreie beziehungs-weise mit grüner Welle ausgestattete Radschnellwege auf relevanten Routen eingerichtet. • Maßnahmen zur Bereitstellung von Radwegen werden vorgezogen, auch wenn sie noch nicht den vollständig angestrebten Ausbauzustand darstellen.  • Die Barrierefreiheit für den Radverkehr wird erhöht. Dies umfasst auch die Beschleunigung für den Radverkehr an Kreuzungen durch geänderte Ampelschaltungen zu Gunsten des Rad-verkehrs. Bei Baumaßnahmen werden grundsätzlich geeignete Umleitungen für den Radver-kehr geschaffen. • Umsetzung einer Vision-Zero-Strategie zur Vermeidung von Verkehrstoten in Köln  • Der Ausbau des flächendeckenden Leihfahrradsystems erfolgt als Teil des ÖPNVs, ebenso die Verknüpfung des Leihfahrradsystems mit weiteren Sharing-Angeboten. • Das Fahrradparken im öffentlichen Raum sowie auf Privatgrundstücken wird durch bauliche und organisatorische Maßnahmen verbessert, Gehwegparken wird vermieden durch ausrei-chende Stellflächen abseits der Gehwege; hierfür werden insbesondere Pkw-Parkflächen re-duziert. Die Verbesserung des Fahrradparkens an Privatgrundstücken erfolgt beispielsweise durch die konsequente Überprüfung der Umsetzung der Stellplatzsatzung, die das Abstellen von Fahrrädern regelt sowie die Bereitstellung von mietbaren Fahrradgaragen im Straßen-raum. • Die Verknüpfung des Radverkehrs mit ÖPNV und SPNV erfolgt über den Ausbau von Bike and Ride und über Mobilstationen. • Es erfolgt die Einbindung von Mikrodepots und City Hubs in das Vorrangnetz des Radver-kehrskonzept, um den Gütertransport per Lastenrad zu fördern.  Akteure  Zielgruppe  Verwaltung der Stadt Köln, KVB, VRS  Pkw-Nutzer*innen  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  27 Vollzeitäquivalente für Planung und Um-setzung für den Radverkehr. Für den Rad-verkehr sind 9 Vollzeitstellen im Bereich der Bauvorbereitung und Bauleitung erforder-lich, 7 im Bereich der Planung, 4 im Bereich der Administration, 4 im Bereich der Baustellengenehmigung und –kontrolle, eine im Bereich der Verkehrstechnik und 2 bei der Straßenverkehrsbehörde. Eine hal-be Stelle ist für die Vertragsbetreuung der öffentlichen Beleuchtung notwendig  
 Dauerhaft und kontinuierlich 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   35 Euro pro Bürger*in und Jahr, insge-samt 35.000.000 Euro (Basis Radver-kehrsförderung in Kopenhagen)	  Haushaltsmittel

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 THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Eine Erhöhung des Modal Split-Anteils des Radverkehrs auf 28 % zu Lasten des MIVs bis 2035 würde im Jahr 2035 eine CO2-Einsparung von etwa 93.500 Tonnen be-deuten  
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  Mit der Erhöhung des aktuellen Modal Split-Anteils des Radverkehrs zu Lasten des MIV auf 28% könnten bis 2035 insgesamt etwa 682.000 Tonnen verkehrsbedinges CO2 eingespart werden  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Modal Split des Radverkehrs Länge des Radverkehrsnetzes Anzahl von Fahrradabstellmöglichkeiten im öffentlichen Raum Anzahl der Unfälle mit Beteiligung von Rad-fahrer*innen 
 Ökonomie: Die Substitution von Autofahr-ten durch das Fahrrad reduziert die Abnut-zung der Verkehrsflächen des Pkws und reduziert so auch den finanziellen Aufwand der Stadt Köln für die Wartung und Repara-tur dieser Infrastruktur.  Ökologie: Neben weniger CO2 bedeutet die Förderung des Radverkehrs auch weniger Emissionen von verkehrsbedingten Luft-schadstoffen und von Verkehrslärm. Soziales: Ein gut ausgebautes Radverkehrs-netz bietet im Kurz- und Mittelstreckenbe-reich Mobilitätsmöglichkeiten auch für die Kölner Bürger*innen, die keinen Zugang zu einem Pkw haben.  Radfahren beugt zudem Bewegungsmangel vor und fördert so die Gesundheit. Gute Bedingungen zum Radfahren ermöglichen insbesondere Kindern und älteren Men-schen eine selbständige gefahrenärmere Mobilität.  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Neben der Förderung verschiedener ge-sundheitlicher Aspekte (eine höhere Fahr-radnutzung kann Krankenstände reduzieren) bewirkt mehr Radverkehr eine Attraktivie-rung der Stadt und kann zur Förderung des lokalen Handels beitragen. 
 Bevorrechtigungs- und Beschleunigungs-maßnahmen für den Radverkehr können sich auch negativ auf die Angebotsqualität des ÖPNVs auswirken, beispielsweise wenn radverkehrsfreundliche Ampelschal-tungen Rotphasen für den ÖPNV verlän-gern und so zur Verlängerung der Reisezei-ten beitragen.  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Durch seine gute Sichtbarkeit im öffentli-chen Raum kann der Radverkehr Pkw-Nutzer*innen sensibilisieren und zum Um-stieg motivieren.  
 Eine (weiter) steigende Anzahl von Radfah-renden und ein gleichzeitiger Rückgang beim Pkw-Verkehr wird schnell im Kölner Stadtbild sichtbar und kann zusätzlich zur Motivation beitragen, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen.

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4.2.2.3 Umgestaltung MIV 
 Klimafreundliche Mobilität und Logistik / 4.2.2.3 Umgestaltung MIV Themenschwerpunkt Personenverkehr Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 Ziel und Strategie Das Ziel dieser Aktivitätenempfehlung ist es, die Nutzung des Pkws in Köln noch weniger attraktiv zu machen. Kölner Bürger*innen, die derzeit noch den Pkw nutzen, sollen so zum Umstieg auf den Um-weltverbund motiviert werden (Push-Strategie). Weiteres Ziel ist es, im Straßenraum Vorrang und mehr Platz für nichtmotorisierten Verkehr und ÖPNV zu schaffen, um attraktive und vor allem alltags-taugliche Alternativen zur Pkw-Nutzung zu bieten (Pull-Strategie). Für die dann noch verbleibenden motorisierten Verkehre soll durch eine Verkehrsflussoptimierung der reduzierte Raum für den Kfz-Verkehr besser genutzt und eine Verringerung des spezifischen Kraftstoffverbrauchs und der Schad-stoffemissionen erreicht werden. Restriktive Maßnahmen für den Pkw werden räumlich differenziert in der Form durchgeführt, dass die möglichen Restriktionen in den Teilräumen des Stadtgebietes je-weils ihre größte Wirkung entfalten. Ausgangslage Derzeit ist der Pkw im Personenverkehr der Kölner Bürger*innen gemessen am Modal Split noch das bevorzugte Verkehrsmittel. Viele Verkehrswege in Köln sind sehr stark auf die Nutzung des Autos ausgerichtet und erschweren somit die Nutzung anderer Verkehrsmittel wie dem Fahrrad und dem Zufußgehen und sie reduzieren das Potenzial des ÖPNV. Der Pkw ist zudem das Verkehrsmittel wel-ches das Klima am stärksten belastet. 60% der verkehrsbedingten CO2-Emissionen in Köln werden durch den MIV verursacht. Zwar ist der Pkw-Anteil am Modal Split in der Vergangenheit deutlich zu-rückgegangen (von fast 50%1982 auf 35% in 2017), dennoch wird für ein Viertel der Wege, die nicht länger sind als fünf Kilometer und die zugleich rund zwei Drittel aller durch die Kölner*innen zurückge-legten Wege ausmachen, immer noch das Auto genutzt9. Auch die in erster Linie mit dem Auto durchgeführten Pendelverkehre aus der Region in die Stadt tragen in ganz erheblichem Maße zur Belastung durch den Pkw-Verkehr bei. Die Entwicklung der Zulassungszahlen für Pkws in der Stadt zeigt ebenfalls die weiterhin hohe Bedeutung. Am 31.12.2020 waren laut Kraftfahrt-Bundesamt 486.675 Pkw in Köln zugelassen. Dies bedeutet einen Anstieg der Zahl der Fahrzeuge von 2010 bis 2020 um 13,6% und einen Anstieg der Pkw-Dichte in der Stadt im gleichen Zeitraum um 5,4%. Zu-dem wird die Kölner Pkw-Flotte insgesamt leistungsstärker, das heißt schwerere und stärker motori-sierte Fahrzeuge gewinnen an Bedeutung. Dies ist insofern relevant, als dass hiermit nicht nur eine Flächenzunahme des fließenden sondern vor allem auch des ruhenden Verkehrs mit einhergeht und die in den Wohnquartieren bereits stattfindende Reduzierung von Pkw-Stellplätzen Flächenknappheit weiter forciert. Beschreibung Parallel zur Verbesserung der Nutzungsbedingungen für Alternativen zum Pkw werden die Privilegien, die der Pkw gegenüber dem Umweltverbund in der Planung und der Nutzung immer noch genießt, umgehend abgebaut. Auf diese Weise soll die Nutzung des Pkws unattraktiver gemacht werden, da für viele Wege in Köln, für die derzeit noch das Auto genutzt wird, bereits jetzt vollwertige Alternativen im Umweltverbund zur Verfügung stehen. Dabei wird auf eine soziale Ausgewogenheit der Maßnah-men geachtet. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Folgende Handlungsansätze (Auswahl) bieten sich an, um die Zahl der insgesamt in Köln zugelassen  9 https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=733929&type=do

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Pkws zu reduzieren, die Nutzung der Pkws weniger attraktiv zu gestalten und Pkw-Nutzer*innen zum Umstieg auf Alternativen wie den ÖPNV, das Fahrrad oder das Zufußgehen zu motivieren:  • Die flächendeckende Einführung von Tempo 30 im Straßennetz der Stadt Köln (nach vom Bund geplanter Änderung der StVO) trägt dazu bei, dass Personen, die das Fahrrad aufgrund von Sicherheitsdefiziten durch hohe Pkw-Geschwindigkeiten nicht (mehr) nutzen (wieder) vermehrt das Fahrrad nutzen. Auszunehmen von Tempo 30 sind lediglich einzelne Hauptrou-ten innerhalb des MIV-Grundnetzes. • Eine Umverteilung des Straßenraums zu Gunsten der Verkehrsmittel des Umweltverbundes erfolgt für den fließenden Verkehr dort, wo die Belange eines hochwertigen Umweltverbun-des nicht erfüllt sind und dem MIV mehr als eine Spur zur Verfügung steht. Zudem wird Stra-ßenparkraum für Pkw reduziert und in Flächen für Fahrradparken, Abstellmöglichkeiten für Sharing-Verkehrsmittel, Mobilstationen, Grünflächen, Aufenthaltsflächen, Außengastronomie und ausgewiesene Lieferzonen für Lastenräder und Lieferfahrzeuge umgewandelt. Halbseiti-ges Gehwegparken soll dort entfallen, wo die Restgehwegbreite zwei Meter unterschreitet. Hierdurch wird Pkw-Parkraum verknappt, zugleich werden die Bedingungen für den Umwelt-verbund verbessert. Die Straßenraumumverteilung im ruhenden und fließenden Verkehr er-folgt in Abstimmung mit den Konzepten für ÖPNV, Fuß- und Radverkehr und Sharing-Angeboten sowie Mobilstationen (vgl. Aktivitätenempfehlungen 2, 3, 4 und 5).  • Die Erhöhung der Parkgebüren (auch für Anwohner*innenparken) im Rahmen des Park-raummanagements und die konsequente Überwachung und Ahndung von Verstößen • Die Einrichtung von P&R und B&R-Hubs zum Umstieg von MIV auf den SPNV und ÖPNV in der Region und/oder am Stadtrand • Entwicklung einer mittelfristigen Strategie für intelligente Verkehrssteuerungsinstrumente in Verbindung mit der Internalisierung externer Kosten.  • Durch die in Köln bereits stattfindende räumliche Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung werden zukünftig auch die Parkplätze im öffentlichen Raum bewirtschaftet, deren Nutzung derzeit noch kostenlos ist. Dies wurde im Masterplan Parken bereits beschlossen. • Beim fahrzeugspezifischen Anwohner*innenparken orientieren sich die Gebühren an der Größe/ Motorisierung der Fahrzeuge als auch an der Anzahl der Fahrzeuge je Haushalt. Ein Konzept, das auch Kriterien wie die räumliche Lage des Quartiers in der Stadt oder die ÖPNV-Erschließungsqualität berücksichtigt, befindet sich derzeit in Arbeit. • Um Parksuchverkehr zu vermeiden, soll die Förderung des digitalen Parkleitsystems Smart Parking bis 2030 auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden. Ebenfalls mit dem Ziel der Reduzierung von Parksuchverkehren soll im Rahmen des Parkraummanagements die An-zahl von Quartiersgaragen erhöht werden. Auf versenkbare Poller zur Vermeidung von Fehl-nutzungen dieser Quartiersgaragen soll nach Möglichkeit verzichtet werden.  • Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit zur Nahmobilität ohne Auto informiert Kölner Bür-ger*innen über die Möglichkeiten, ohne Auto mobil zu sein, kommuniziert die Vorteile und sensibilisiert für die Belange nicht-motorisierter Mobilität.  • Die Prüfung und gegebenenfalls der Verzicht auf den Ausbau von MIV-Infrastruktur unter Be-rücksichtigung der zukünftigen Belange klimaschonender Wirtschaftsverkehre verbessert dauerhaft die Nutzungsbedingungen für Alternativen zum Auto. • Temporäre und räumliche Zufahrtsbeschränkungen (unter Berücksichtigung der Belange des Wirtschaftsverkehrs) verbessern die Bedingungen für das Radfahren und Zufußgehen in den entsprechenden städtischen Teilräumen. Modalfilter vermeiden dabei Durchgangsverkehre. • Parallel und verkehrlich abgestimmt zum Abbau der Privilegien des MIVs werden die noch verbleibenden Pkw-Verkehre durch eine kapazitätsorientierte Verkehrsbeeinflussung und eine verkehrsabhängige Steuerung verstetigt. • Für Einpendler*innen aus der Region werden die Umstiegsangebote im Umland/am Stadtrand verbessert und ausgeweitet.

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 Akteure  Zielgruppe  Verwaltung der Stadt Köln, private Parkgaragenbetreiber 	  Bisherige Pkw-Nutzer*innen 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  Der Zeitaufwand wird auf 54 Vollzeitäquiva-lente geschätzt. Nicht enthalten sind die Aufwände für die Durchführung bezie-hungsweise Ausweitung der Verkehrs-überwachung.  
 Dauerhaft und kontinuierlich 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Für das digitale Parkleitsystem Smart Par-king wären nach grober Schätzung 20 Milli-onen Euro zu investieren.  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Eine jährliche Minderung des Pkw-Verkehrs um 0,5 Prozent würde in 2035 gegenüber heute rund 38.600 Tonnen verkehrsbedingtes CO2 einsparen 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  Insgesamt ließen sich im Zeitraum 2022 bis 2035 rund 400.000 Tonnen ver-kehrsbedingtes CO2 einsparen.  
 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Entwicklung des Modal Splits im Personen-verkehr Entwicklung der Zahl der in Köln zugelas-senen Fahrzeuge Anteil der Straßenkilometer in Köln mit Tempo 30 Streckenlänge umgestalteter Straßenraum 
 Ökonomie: Sinkende Ausgaben für Kraft-stoff stärken die Kaufkraft der Kölner Haus-halte und tragen damit zur Stärkung der lokalen und regionalen Wertschöpfung bei. Durch die Lärmminderung werden Wohn-quartiere aufgewertet. Ökologie: Neben weniger verkehrsbeding-tem CO2 bedeutet weniger Pkw-Verkehr in Köln auch weniger verkehrsbedingte Luft-schadstoffe und weniger Verkehrslärm.  Soziales: Bessere Bedingungen ohne Auto in Köln mobil zu sein verbessern insbeson-dere für die Kölner Bürger*innen, die nicht über einen Pkw verfügen (können oder wollen), die Möglichkeiten zur gesellschaft-lichen Teilhabe und ermöglichen insbeson-dere Kindern und älteren Menschen eine selbständige gefahrenärmere Mobilität.	 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Diese bestehen zu sämtlichen weiteren Aktivitätenempfehlungen zur Förderung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes.  Diese sind dann zu erwarten, wenn die Nutzungsbedingungen für das Auto de-attraktiviert werden.

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 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Eine Umgestaltung des MIVs ist (in ver-schiedenen Ausprägungen) im gesamten Stadtgebiet (und über die Stadtgrenzen hinaus) möglich. 
 Sowohl Maßnahmen zur Verbesserung der Nutzungsbedingungen für den Umweltver-bund als auch für den Abbau der Privilegien des Pkws werden schnell und deutlich wahrnehmbar im Stadtbild sichtbar.

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4.3 Wirtschafts- und Güterverkehr 4.3.1 Wirtschaftsverkehr und betriebliche Mobilität 4.3.1.1 Förderung betrieblichen Mobilitätsmanagements (BMM) 
 Klimafreundliche Mobilität und Logistik / 4.3.1.1 Förderung betrieblichen Mobilitätsmanagements (BMM) Themenschwerpunkt Wirtschafts- und Güterverkehr Einführung der Aktivitätenempfehlung 2024 Ziel und Strategie Das Ziel dieser Aktivitätenempfehlung ist die Unterstützung der in Köln ansässigen Unternehmen bei der klimaschonenden Abwicklung der mit ihren Aktivitäten einhergehenden Verkehre. Beschäftigten-verkehre (d.h. die Fahrten der Mitarbeiter*innen zur Arbeitsstätte), die dienstliche Mobilität, die Nut-zung der Fuhrparks der Unternehmen sowie die Mobilität von Besucher*innen soll mit geringeren verkehrsbedingten Energieverbräuchen und CO2-Emissionen erfolgen. Ein hohes Maß an betrieblicher Mobilität soll mit möglichst wenig Verkehr realisiert werden.  Ausgangslage Betrieblich verursachte Mobilität, also die Beschäftigtenmobilität auf dem Weg zur Arbeit oder zur Ausbildungsstätte, Dienstreisen, Besucher*innen- und Lieferverkehre, macht einen relevanten Anteil des Verkehrs in Köln aus. Allein 17 Prozent der Wege der Kölner Bürger*innen sind Wege zur Arbeit, weitere zehn Prozent sind dienstliche und sieben Prozent Ausbildungswege. Insbesondere trägt die Pendler*innenmobilität zu Belastungsspitzen des Verkehrsnetzes zu Beginn und Ende der Werktage bei, was zu hohen Zeitverlusten führt. Mit 336.000 Einpendler*innen und 162.000 Auspendler*innen (IT.NRW 2020) weist Köln ein hohes Pendelverkehrsaufkommen aus. Dabei wird der Pkw besonders häufig genutzt: In der Region Köln/Bonn nutzen 59% der Pendler*innen das Auto für den Weg zur Arbeit (ILS 2019: Befragung zur Zukunft der Mobilität in der Region Köln/Bonn). Die IHK Köln bietet den Zertifikatslehrgang „Betriebliche/-r Mobilitätsmanager/-in“ als Weiterbildung an. Sie ist Teil des IHK-Netzwerkbüros Betriebliche Mobilität NRW. Außerdem bietet die IHK ihren Mitgliedsunternehmen in Kooperation mit dem VRS-Zukunftsnetz eine Mobilitätsberatung an. Beschreibung Ergänzend zum Mobilitätsmanagement in den Unternehmen des Konzerns Stadt Köln wird ein konti-nuierliches zielgruppen- und standortbezogenes betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) für Köl-ner Unternehmen und Betriebe als kommunale Aufgabe institutionalisiert. Dazu wird in der Verwaltung eine Stelle geschaffen, die Kölner Unternehmen und Betriebe bei der Etablierung eines betrieblichen Mobilitätsmanagment inhaltlich und organisatorisch unterstützt, kostenfreie Beratungsangebote für die Unternehmen zu ermöglichen. Dabei erfolgt eine enge Kooperation mit dem Zukunftsnetz Mobili-tät NRW, das Beratungen dieser Art bereits anbietet. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten • Einrichtung der 2019 beschlossenen Stelle für betriebliches Mobilitätsmanagement bei der Kölner Stadtverwaltung: Aufgabe ist es, Kölner Unternehmen und Betriebe anzuspre-chen, für die Belange und die Wichtigkeit betrieblichen Mobilitätsmanagments zu sensibi-lisieren und bei der Entwicklung und Durchführung konkreter Maßnahmen zu unterstüt-zen. Hierzu gehören unter anderem ein Workshopprogramm zum BMM, individuelle Bera-tungsangebote sowie Mobilitätstage für Unternehmen mit von der Stadt bereitgestellten Probierangeboten. Die Beratung findet in Kooperation mit IHK, Handwerkskammer, dem Zukunftsnetz Mobilität NRW und anderen relevanten Organisationen und Verbänden statt.

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• Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit: Pro-aktive Ansprache der Kölner Unterneh-men in Abstimmung mit IHK und Zukunftsnetz Mobilität NRW. • Umfassende Analyse, Beratung und Umsetzungsbegleitung zum Mobilitätsmanagement: Die Stadt Köln finanziert für jährlich 15 Betriebe ein professionelles BMM- Beratungsan-gebot, welches Analyse, Maßnahmenentwicklung und Umsetzungsbegleitung umfasst, in den Bereichen Beschäftigtenmobilität, Fuhrpark und Dienstreisen. Die Betriebe erklären sich zugleich zur Umsetzung von Maßnahmen bereit.  • Kampagne und Beratung zu Beibehaltung und Weiterentwicklung von Homeoffice und Mobilem Arbeiten in Kölner Betrieben auch nach der pandemiebedingten Homeoffice-pflicht; Förderung von Co-Working-Spaces für wohnortnahes mobiles Arbeiten. • Neue kostengünstige und flexible Jobticket-Modelle der KVB zur Attraktivierung von ÖPNV-Pendeln und Kombination mit mobilem Arbeiten. 	Akteure  Zielgruppe  Verwaltung der Stadt Köln, IHK, Zu-kunftsnetz Mobilität NRW, KölnBusi-ness Wirtschaftsförderung (als Multipli-kator), KVB, VRS 
 In Köln ansässige Unternehmen 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  6 Vollzeitäquivalente  Dauerhaft und kontinuierlich  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Pro beratenem Unternehmen werden  10.000 Euro veranschlagt. 15 pro Jahr beratene Unternehmen bedeuten somit Kosten von insgesamt 150.000 Euro jährlich. 
 Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Unter der Annahme, dass jährlich 15 Betriebe mit je 1000 Beschäftigen bera-ten werden und dort jeweils fünf Pro-zent der Mitarbeiter*innen vom MIV auf Rad und ÖV umsteigen, können bei durchschnittlichen Wegelängen von rund 17,7 Kilometer für Arbeitswege 1,9 Millionen Personenkilometer verlagert werden und 1.200 Tonnen CO2 einge-spart werden. Eine Förderung von Homeoffice würde (unter der Annahme, dass 20 Prozent der Kölner Arbeitnehmer*innen an drei von fünf Tagen von zu Hause aus arbei-ten) jährlich etwa 23.400 Tonnen ver-kehrsbedingtes CO2 einsparen. 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  Bis zum Jahr 2035 wären so CO2-Einsparungen von insgesamt 120.000 Tonnen möglich. Mehr Arbeiten im Homeoffice würde bis 2035 zusätzlich insgesamt 297.500 Tonnen verkehrsbe-dingtes CO2 einsparen

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 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  • Anzahl der teilnehmenden Betriebe an BMM • Anzahl der Unternehmen mit Jobti-cket • Umfang der Veränderung des Mobi-litätsverhaltens (quantitativ: Modal Split, Verkehrsmenge, qualitativ: Absatz von Jobtickets, Auslastung Fahrradabstellanlagen in teilneh-menden Betrieben,…) • Kommunikationsaktivitäten: Anzahl Besuche Website, Anzahl Teilneh-mer*innen an Aktionen	
 Ökonomie: Unternehmen können Ein-sparungen erzielen, wenn sie Kosten für das Vorhalten von Beschäftigtenpark-plätzen reduzieren können. Zudem kann der Krankenstand in den Unternehmen sinken, wenn mehr Beschäftigte mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto zur Arbeit kommen. Ökologie: Weniger Pkw-Nutzung im Beschäftigtenverkehr bedeutet immer auch weniger verkehrsbedingte Luft-schadstoffe und weniger Verkehrslärm.  Soziales: Gute Bedingungen für die Fahrt zum Arbeitsplatz ohne Auto erhö-hen die Beschäftigungschancen für die Menschen, die keinen Zugang zu einem Auto haben.  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Flankierende Aktivitätenempfehlungen sind die Förderung nachhaltiger Mobilität im Konzern Stadt Köln sowie die Kom-munikations- und Öffentlichkeitsarbeit zur nachhaltigen Mobilität. 
 Diese sind nicht zu erwarten 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Es sind Multiplikatoreffekte auf das pri-vate Mobilitätsverhalten der adressierten Beschäftigten zu erwarten. Das heißt ein Umstieg vom Pkw im Beschäftigtenver-kehr kann einen Umstieg auch für andere (weitere) Wegezwecke bewirken. 
 Es ist eine hohe Umsetzbarkeit zu erwar-ten, da diese Aktivitätenempfehlung an eine ganze Reihe von schon laufenden Aktivitäten anknüpfen und diese auswei-ten und verstärken kann.

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4.3.1.2 Optimierung urbaner Wirtschaftsverkehre 
 Klimafreundliche Mobilität und Logistik / 4.3.1.2  Optimierung urbaner Wirtschaftsverkehre  Themenschwerpunkt Wirtschafts- und Güterverkehr Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 Ziel und Strategie Das Ziel dieser Aktivitätenempfehlung ist es, Wirtschafts- und Güterverkehre durch einen Wechsel bei den Antriebstechnologien, die Verlagerung von Transporten auf CO2-arme und CO2-freie Transportmit-tel sowie die Reduzierung des Fahrtenaufkommens und der zurückgelegten Distanzen klimaschonen-der zu gestalten. Dabei sollen die Mobilitätsangebote im Wirtschafts- und Güterverkehr gesichert und in der Form weiterentwickelt werden, dass Köln weiterhin ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt. Ausgangslage Wirtschafts- und Güterverkehre mit leichten und schweren Nutzfahrzeugen verursachten 2019 in Köln mit 657.000 Tonnen rund 26% der verkehrlichen CO2-Emissionen. Von diesen Emissionen entfielen 74% auf Lkws über 3,5 Tonnen und 26% auf leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Beschreibung Bei den im Wirtschafts- und Güterverkehr eingesetzten Fahrzeugen dominiert derzeit noch der Diesel-antrieb. Alternative Antriebskonzepte, vor allem der Batterie-elektrische Antrieb bieten jedoch inzwi-schen vor allem für den Bereich der leichten Nutzfahrzeuge eine Alternative zu den konventionell be-triebenen Fahrzeugen, da für dieses Fahrzeugsegment zunehmend auch elektrische Fahrzeuge ange-boten werden. Diese Aktivitätenempfehlung umfasst daher den Wechsel hin zu Batterie-elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, wo die Anforderungs- und Nutzungsprofile sowie die Marktverfügbarkeit dies ermöglichen, und die Umstellung der Antriebe von in Kölner Unternehmen eingesetzten Flurför-derfahrzeugen.   Mit dem Ziel einer Verkehrsreduzierung und einer Verlagerung auf klimaschonendere Verkehrsmittel sollen zudem innerstädtische Wirtschaftsverkehre durch intelligente Logistikkonzepte und optimierte Lieferprozesse neu organisiert werden.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Antriebswende im Wirtschafts- und Güterverkehr: Die Stadt Köln wirkt auf eine Antriebswende im Wirtschafts- und Güterverkehr hin. Hierzu führt sie eine integrierte Informations- und Beratungsoffen-sive zur Flottenumstellung, zum Aufbau von Ladeinfrastruktur und zur PV-Stromerzeugung durch, bietet individuelle Beratungen für Unternehmen und stellt eigene Fördermittel bereit.  Der Betrieb von Lkws und Flurförderfahrzeugen mit grünem Wasserstoff in den Kölner Häfen mit dem Ziel für 2030 von 20 Lkws und zwölf Flurförderfahrzeugen und für 2040 von 100 Lkws und 14 Flurför-derfahrzeugen sowie die vollständige Umrüstung der Staplerflotte des Logistikpartners der Koelnmes-se auf Brennstoffzellenantrieb bis 2030 soll durch einen Wechsel bei den Antriebstechnologien zur CO2-Minderung beitragen. Hierbei sind auch weitere Alternativen der CNG-Antrieb zu berücksichtigen für den Fall, dass die Brennstoffzelle nicht für alle Fahrzeuge eine geeignete Alternative zum konventi-onellen Verbrennungsmotor darstellt. Ein Förderinstrument soll zudem bis 2035 den Einsatz von emissionsarmen Baumaschinen fördern und es soll geprüft werden, ob die Lokomotiven der in Köln ansässigen Logistikunternehmen vom Diesel- auf elektrischen Antrieb (Oberleitung, Batterie, Brennstoffzelle) umgestellt werden können.  Die Unteraktivitäten werden mit den Aktivitäten zur Förderung der Elektromobilität abgestimmt.  Verkehrsvermeidung und -verlagerung: Die Einrichtung von fünf innerstädtischen Güterverteilzentren (City Hubs) bis 2030 und 20 City Hubs bis 2040 soll vor allem innerstädtische Lieferverkehre reduzie-

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ren und auf klimaschonende Verkehrsmittel verlagern. Die Einrichtung eines Logistik Hubs für den Logistikpartner der Koelnmesse soll insbesondere die mit dem Betrieb der Messe verbundenen Gü-terverkehre reduzieren. Der bereits als Sofortmaßnahme aufbereitete Bau von 20 Mikro-Hubs bis 2030 und 40 Mikro-Hubs bis 2040 soll vor allem in den Wohnquartieren Lieferfahrten bündeln und verla-gern. Die Verbesserung der Nutzbarkeit von Lade- und Lieferzonen soll ebenfalls Lieferfahrten reduzie-ren, wobei die Ladezonen technisch und organisatorisch gegen Fehlnutzung abgesichert werden. Dort wo dies möglich ist sollen zudem Container- und Trailertransporte auf die Schiene verlagert werden. Hierzu wird die Reaktivierung oder der Neubau von Gleisanschlüssen bei Kölner Unternehmen durch die Stadt Köln unterstützt, indem Potenziale ermittelt und Unternehmen zu Fördermöglichkeiten in-formiert / beraten werden. Das Schienennetz der KVB soll auf Möglichkeiten zur Nutzung für den Gü-tertransport geprüft werden. Anbieterneutrale Paketstationen und sonstige Paketübergabeeinrichtun-gen sowie Konsolidierungszentren am Stadtrand für Lieferungen beispielsweise von Büromaterialien an Großabnehmer wie die Verwaltungen, Konzernzentralen, Behörden und ähnliche Einrichtungen, tragen ebenso zur Minderung des Verkehrsaufkommens im Lieferverkehr bei. Insgesamt ist es die Aufgabe der Stadt sicherzustellen, dass die für die vorgesehenen Maßnahmen sofern verfügbar auch die notwendigen Flächen zur Verfügung gestellt werden können. Dies gilt auch für eine mögliche Erhöhung der Kapazität des Hafens und den Bau eines dritten rechtsrheinischen Güterverkehrsterminals.  Akteure  Zielgruppe  Verwaltung der Stadt Köln, Koelnmesse, Kölner Häfen und weitere Kölner Unter-nehmen mit eigenen Fahrzeugen   In Köln ansässige Unternehmen mit Lkw, Nutzfahrzeugen, Flurförderfahr-zeugen; Bauunternehmen, Unterneh-men der KEP- und Logistikbranche  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  14 Vollzeitäquivalente, davon fünf für die Einrichtung und die Überwachung von La-dezonen, drei für die Beratung Kölner Un-ternehmen und sechs für die Einrichtung und den Betrieb von Cityhubs und Mikro-depots 
 2022  - 2035 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   420.000 Euro für die Errichtung und den Unterhalt von 20 Mikrodepots (ohne Kosten für den ggf. notwendigen Erwerb der Flä-chen von dritten), Fördermittel in Höhe von 1.000.000 Euro, 500.000 Euro Investitions-kosten für Lade- und Lieferzonen, Betriebs-kosten hierfür 50.000 Euro jährlich 
 Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen

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 Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Abgeschätzt werden kann an dieser Stelle insbesondere die Wirkung der Aktivitätenempfehlungen, die auf die Nutzung leichter Nutzfahrzeuge abzie-len. Gelingt es, die Verkehrsleistung leichter Nutzfahrzeuge gegenüber heute bis 2035 um 10% zu mindern und die Umstellung auf Elektromobilität zu be-schleunigen, dann beträgt die CO2-Einsparung in 2035 gegenüber dem Referenzfall 22.300 Tonnen. 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  2022-2035: 174.000 Tonnen 
 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Entwicklung der Verkehrsleistung im Wirtschafts- und Güterverkehr Entwicklung der Antriebe im Wirt-schafts- und Güterverkehr 
 Ökonomie: (Insbesondere schwere) Nutz-fahrzeuge nutzen die Verkehrsinfrastruktur um ein vielfaches stärker ab als andere Fahrzeuge. Eine Reduzierung dieser Ver-kehre und ihre Verlagerung beispielsweise auf die Schiene schont die Verkehrsinfra-struktur und reduziert den Aufwand (der Stadt Köln) zum Erhalt dieser Infrastruktur.  Ökologie: Eine Reduzierung von Wirt-schafts- und Güterverkehren und eine För-derung der Antriebswende hin zu elektri-schen Antrieben und weiteren Alternativen zu konventionellen Verbrennungsmotoren reduziert neben verkehrsbedingtem CO2 auch die Emissionen von Luftschadstoffen und Verkehrslärm.  Soziales: Die Reduzierung von Lkw im Stra-ßenraum durch Verlagerung im Güterver-kehr senkt die Gefährdung im Straßenver-kehr, zusammen mit der Antriebswende senkt sie zudem Gesundheitsschäden durch Verkehrslärm und Luftschadstoffe.   Synergieeffekte   Zielkonflikte   Die Reduzierung von Wirtschafts- und Güterverkehren erhöht die Aufenthalts-qualität des öffentlichen Raums und kann so zur Revitalisierung von Versor-gungs-, Dienstleistungs- oder Freizeit-standorten beitragen.  
 Diese sind dann zu erwarten, wenn aus den verschiedenen Bereichen der Förde-rung nachhaltiger Mobilität miteinander konkurrierende Ansprüche an den öffent-lichen Raum gestellt werden. 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Eine gute Sichtbarkeit neuer Formen des nachhaltigeren Wirtschaftens kann auch die Kölner Bürger*innen für die Belange nachhaltiger Mobilität sensibilisieren, die dies bisher noch nicht waren. Auch kön-nen neue und klimaschonendere For-men von Lieferverkehren dazu beitra-gen, dass Konsumgewohnheiten kritisch hinterfragt und im Sinne der Nachhaltig-keit geändert werden.   
 Beispielsweise tragen Mikrodepots in Wohnquartieren zur Sichtbarmachung einer neuen und nachhaltigeren Form von Lieferverkehren bei.

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4.4 Übergreifende Maßnahmen 4.4.1 Verbesserung von Effizienz und Antrieben 4.4.1.1 Förderung Elektromobilität 
 Klimafreundliche Mobilität und Logistik / 4.4.1.1  Förderung Elektromobilität Themenschwerpunkt Übergreifende Maßnahmen Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 Ziel und Strategie Eine der zentralen Strategien für ein klimaschonenderes Verkehrssystem ist die Antriebswende. Fahr-zeuge mit konventionellen Verbrennungsmotoren werden dabei durch Fahrzeuge mit kohlenstoff-armen und kohlenstoff-freien Antrieben ersetzt. Der Fokus der Antriebswende liegt dabei auf dem Ausbau der Elektromobilität. Das Ziel dieser Aktivitätenempfehlung ist die Beschleunigung der Substi-tution von Fahrzeugen mit konventionellem Verbrennungsmotor durch Batterie-elektrisch angetriebe-ne Fahrzeuge. Ausgangslage Ende 2020 waren in Köln 486.675 Pkws zugelassen. Die Zahl der zugelassenen Pkws stieg im Zeit-raum 2010 bis 2020 um 13,6%, die Pkw-Dichte im gleichen Zeitraum um 5,4%. Dabei wird die Kölner Pkw-Flotte insgesamt leistungsstärker. Benzin- und Dieselfahrzeuge dominieren bei den zugelassenen Pkw derzeit noch als Antriebsarten, bei Neuzulassungen gewinnen Batterie-elektrische Fahrzeuge (BEV) und Plug in-Hybride (PHEV) jedoch stark an Bedeutung, Verbrenner verlieren. BEV hatten Ende 2020 einen Anteil an der Gesamtflotte aller in Köln zugelassenen Pkws von 0,65%, PHEV einen Anteil von 1,11 Prozent. Der Anteil der BEV liegt dabei im Bundesdurchschnitt, der von PHEV darunter. Der rapide Zuwachs an BEV und PHEV zeigt die Notwendigkeit eines rascheren Aufbaus von Ladeinfrastruktur, sowohl im privaten wie im öffentlichen Raum. Derzeit sind im öffentlichen Raum in Köln bereits 660 Ladepunkte vorhanden. Für die Stadt Köln be-steht eine quantitative Zielvorgaben zum Ausbau der Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum. Das Ausbauziel sind 3.200 Ladepunkte bis zum Jahr 2030 und 12.800 Ladepunkte bis 2040.  Die Stellplatzsatzung der Stadt Köln sieht vor, dass zehn Prozent der Stellplätze, die im Rahmen von Baumaßnahmen bereitgestellt werden müssen, für das Laden elektrischer Fahrzeuge geeignet sein müssen. Dies sieht jedoch noch nicht die entsprechende technische Ausstattung vor, sondern ledig-lich die Vorbereitung für eine Bereitstellung zu einem späteren Zeitpunkt. Beschreibung Um die Antriebswende von kommunaler Seite zu unterstützen, kann die Stadt Köln neben den Aktivi-täten im eigenen Fuhrpark und bei ÖPNV-Flotten vor allem bei der Konzeption, Planung und Bereitstel-lung der notwendigen Ladeinfrastruktur aktiv werden. Zudem kann die Stadt mit Information, Kommu-nikation und proaktiver Beratung gewerblicher Flottenbetreiber und den Pkw nutzende Kölner Bür-ger*innen auf eine Beschleunigung der Antriebswende hinwirken. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Die von der KVB bereits begonnen Antriebswende im ÖPNV wird nach Möglichkeit beschleunigt, so dass bei Neuanschaffungen nur noch batterie-elektrische Busse geschafft werden. Sofern eine Ver-sorgungsinfrastruktur vorhanden und ihr Einsatz operativ sowie wirtschaftlich sinnvoll ist, können auch

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Brennstoffzellenbusse eine mögliche Option darstellen.   Die Förderung von EcoTaxis umfasst die Unterstützung der Taxiunternehmen bei der Beschaffung von Taxis, die innerorts weniger als 145 Gramm CO2 je Kilometer emittieren10. Perspektivisch sollen nur noch E-Fahrzeuge als EcoTaxis unterstützt und bevorrechtigt werden. Der Ausbau von öffentlicher, halb-öffentlicher und privater Ladeinfrastruktur ist eine der Grundvoraus-setzungen für die Akzeptanz von Elektromobilität bei Fahrzeugnutzer*innen. Die Stadt Köln fördert dies durch Weiterentwicklung ihres Ladeinfrastrukturkonzepts, das auf eine bis 2030 zu einem Drittel elektrifizierten Pkw-Flotte ausgerichtet ist und verschärft ihre Ausbauziele. Für den öffentlichen Raum kann die Stadt Köln beispielsweise Flächen bereitstellen, für halb-öffentliche kann eine Kombination aus Kommunikations- und Fördermaßnahmen die Besitzer solcher Flächen motovieren, Ladeinfrastruk-tur für potenzielle Nutzer*innen bereitzustellen. Die Förderung von Ladeinfrastruktur auf Privatgrund-stücken sowie die integrierte Beratung und Unterstützung bei den dafür notwendigen Prozessen kann die Kaufentscheidung der Bürger*innen, die auch zukünftig automobil sein möchten, ebenfalls in Rich-tung der Anschaffung eines elektrischen Fahrzeugs lenken. Hierzu weitet auch die RheinEnergie AG als Anbieterin von Ladeinfrastruktur ihre Aktivitäten aus, um den hohen Bedarf an Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum und auf privaten Flächen zu decken. Die Entwicklung und Kommunikation von Ausbauziele für halböffentliche Ladeinfrastruktur kann dabei die Besitzer solcher Flächen (beispielsweise Parkplätze von Versorgungs- Dienstleistungs- und Frei-zeitangeboten) zusätzlich motivieren, ihre Flächen entsprechend mit Ladeinfrastruktur auszustatten. Die Stellplatzsatzung, die bislang nur für zehn Prozent der Stellplätze die Vorbereitung für Ladeinfra-struktur (LIS) vorsieht, wird dahingehend ergänzt, dass sie konkrete Vorgaben enthält, welche Maß-nahmen zur Vorbereitung sowie darüber hinaus zum tatsächlichen Aufbau von LIS verpflichtend durchgeführt werden müssen. Die Quote für die Vorbereitung wird auf 30% erhöht, für zehn Prozent der Plätze wird eine tatsächliche Umsetzung vorgeschrieben. Kommunale Wohnungsunternehmen statten sukzessive die Pkw-Stellplätze ihrer Mieter*innen mit Lademöglichkeiten für elektrische Autos aus. Bis 2030 werden 50 Prozent der Stellplätze mit LIS aus-gestattet. Die Förderung von E-Carsharing unterstützt die Stadt Köln durch die Privilegierung solcher Fahrzeuge bei der Nutzung öffentlicher Parkplätze und durch die Nutzung entsprechender Angebote von Drittan-bietern für ihre eigene dienstliche Mobilität.  Die Umstellung des Busbetriebs auf elektrische Antriebe sollte sich nicht auf die Flotte der Kölner Verkehrsbetriebe beschränken, sondern auch die Flotten der im Auftrag der KVB fahrenden Unter-nehmen mit einschließen. Auch hier kann der Brennstoffzellenantrieb eine mögliche Option sein, so-fern die Rahmenbedingungen hierfür gegeben sind. Durch intensiv kommunizierte Beratungsangebote und Informationen sowie Austauschformate zur beschleunigten Umsetzung von Elektromobilität in Betrieben kann die Stadt Köln darauf hinwirken, dass auch die nicht in ihrer Zuständigkeit liegenden Flotten elektrifiziert werden. Dies gilt zudem auch für die Elektrifizierung des Teils der Beschäftigtenmobilität der in Köln ansässigen Unternehmen, für den derzeit noch in erster Linie konventionelle Verbrennerfahrzeuge genutzt werden.  In einem proaktiv kommunizierten Beratungs- und Informationsangebot zur Elektromobilität und zur Ladeinfrastruktur werden private Autonutzer*innen in Köln adressiert. Damit sollen Vorteile von E-Fahrzeugen kommuniziert, Wissensdefizite und etwaige Vorbehalte gegen den Umstieg auf Elektro-mobilität ausgeräumt und somit die Flottenwende beschleunigt werden.  Aufgrund der sinnvollen Nutzung von Synergien wird die Beratung und Information mit den Aktivitäten verzahnt, die die Förderung des PV-Ausbaus und der Eigennutzung des selbsterzeugten Stroms zum Ziel haben. Sämtliche Aktivitäten der Stadt Köln zum Ausbau der Elektromobilität münden in der Ausformulierung eines ambitionierten Gesamtplans. Dieser adressiert die Flotten des Konzerns Stadt Köln, in Köln an-sässige und aktive Unternehmen sowie die Kölner Bürger*innen. Der Plan benennt konkrete und ver-bindliche Ausbauziele für Ladeinfrastruktur und setzt quantitative Ziele für die Flottenumstellung.   
 10 Diese Aktivitätenempfehlung wurde im Rahmen der Erstellung der Gesamtstrategie auch als Sofortmaßnahme aufbereitet

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 Akteure  Zielgruppe  Energieversorger, (kommunales) Ver-kehrsunternehmen, Verwaltung, Ver-kehrs- und Umweltverbände  Verkehrsunternehmen, Fuhrparkmana-ger*innen des Konzerns Stadt Köln, in Köln ansässige und aktive Unterneh-men, Bürger*innen, die auch zukünftig ein Auto nutzen möchten, Energiever-sorger  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  20 Vollzeitäquivalente Für Infrastrukturpla-nung, Infrastrukturaufbau und Beratung  Dauerhaft bis zur vollständigen Substitu-tion fossiler Antriebstechnologien in den in Köln zugelassenen Flotten  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum:  3670 Ladesäulen mit jeweils zwei Lade-punkten wären bis 2035 noch bereitzustel-len, um die Ausbauziele der Stadt Köln zu erreichen. 22.000 Euro sind für den Kauf und die Installation einer Ladesäule mit zwei Ladepunkten im öffentlichen Raum einzuplanen. Dies entspricht Investitions-kosten bis 2035 von insgesamt 80,7 Millio-nen Euro. Hierzu kommen jährliche Be-triebskosten von 20.000 Euro je Ladesäule.	
 Haushaltsmittel, Elektromobilitätsförderung NRW und Bund 
 THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Verstärkung der Elektrifizierung der Pkw-Flotte in Köln: Minderung in 2035 gegenüber Baseline-Entwicklung 3.500 Tonnen 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  2022 – 2035 gegenüber Baseline-Entwicklung: 169.000 Tonnen 
 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Zahl der Ladepunkte im öffentlichen und halb-öffentlichen Raum sowie auf priva-ten Flächen Zahl der in Köln zugelassenen Elektro-fahrzeugen (differenziert nach BEV/PHEV, Pkw/Nutzfahrzeugen sowie nach privaten/gewerblichen Zulassun-gen) 
 Ökonomie: Eine Abkehr vom Verbren-nungsantrieb reduziert die Ausgaben der Bürger*innen für Kraftstoff, die zu großen Teilen abfließen, nicht in der Region ver-bleiben und somit nicht zur lokalen / regio-nalen Wertschöpfung beitragen.  Ökologie: Eine Umstellung auf Elektromobi-lität reduziert neben den verkehrsbedingten CO2-Emissionen auch die Emissionen von Luftschadstoffen und Lärm

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 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Die zunehmende Elektrifizierung der Mobilität kann mit der Erzeugung von regenerativem Strom vor Ort verknüpft werden. Auch die Integration elektri-scher Autos und der Ladeinfrastruktur in die Sektorkopplung kann zum Ausbau der Erzeugung erneuerbaren Stroms beitragen und dabei den Aufwand zur Ertüchtigung des Stromverteilnetzes gering halten oder sogar unnötig ma-chen.  
 Diese sind nicht zu erwarten 
 Breitenwirksamkeit 	  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit  	 Elektromobilität kann vom kommunalen Energieversorgungsunternehmen als neues Geschäftsfeld etabliert werden und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens verbessern. Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen kann zudem verbessert wer-den, in dem eine Elektrifizierung der Unter-nehmensflotte Betriebskosten reduziert. 
 Eine schnelle beziehungsweise zeitnahe Sichtbarkeit im öffentlichen Raum ist zum einen über den Aufbau der öffentlichen Versorgungsinfrastruktur gegeben. Auch der Rückgang des Verkehrslärms trägt zur bewussteren Wahrnehmung der Elektrifi-zierung des Verkehrs bei.

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4.4.2 Verkehrsintegration und übergreifende Maßnahmen 4.4.2.1 Ausbau von Sharing-Angeboten und Multimodale Integration 
 Klimafreundliche Mobilität und Logistik / 4.4.2.1  Ausbau von Sharing-Angeboten und Multimodale Integration Themenschwerpunkt Übergreifende Maßnahmen Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 Ziel und Strategie Das Ziel dieser Aktivitätenempfehlung ist es, den Umweltverbund zu attraktivieren und zu ergänzen und multi- und intermodale Mobilität zu vereinfachen. Auf diese Weise sollen Pkw-Wege auf der ge-samten Wegekette durch das Angebot von attraktiven, intelligenten und verknüpft nutzbaren Mobili-tätsangeboten ersetzt werden.   Ausgangslage Bereits jetzt sind in Köln und der Stadtregion einzelne Mobilstationen als physische Verknüpfungs-punkte der Verkehrsmittel des Umweltverbundes und neuer innovativer Mobilitätsangeboten realisiert. Zudem bestehen unter anderem mit dem NVR-Mobilstationenkonzept Pläne zur Ausweitung des be-stehenden Angebotes. Auch verfügt Köln bereits über Car- und Bikesharing-Angebote. Bisher besteht jedoch noch kein stadtweites Netz aus Mobilstationen, und Fahrradverleihsystem sowie Carsharing-Angebote sind teilweise auf Innenstadtgebiete fokussiert. Zur Ausweitung des Carsharings (auf das gesamte Stadtgebiet) bereitet die Stadt derzeit ein Carsharing-Konzept vor. Beschreibung Sharing-Angebote in Köln und der Region werden im gesamten Stadtgebiet ausgebaut und über Mo-bilstationen mit dem Umweltverbund und zusätzlichen Mobilitätsangeboten organisatorisch, baulich, und tariflich optimal miteinander verknüpft. Auf diesem Wege werden in Köln flächendeckend verfüg-bare Angebote für die gesamte Wegekette geschaffen, die eine vollwertige Alternative zur Nutzung des (privaten) Pkws bieten. Zudem werden Sharing-Angebote ergänzt, um verschiedenen Wegezwe-cken und Nutzer*innenbedarfen zu entsprechen. Ergänzend zum ÖPNV werden zudem On-Demand-Angebote ausgebaut.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Der Ausbau bis hin zum flächendeckenden und verknüpften Angebot umfasst mehrere Komponenten. Ein flächendeckend ausgebautes Netz von Mobilstationen in Stadt und Region ist die physische Schnitt- beziehungsweise Übergangsstelle zwischen den miteinander verknüpften Angeboten. Bis 2030 sollen 100 Stationen errichtet sein, bis 2035 soll das Angebot flächendeckend sein. Die Statio-nen umfassen je nach Standort eine ÖPNV-Anbindung, Car- und Bikesharing-Stationen und witte-rungs- sowie diebstahlgeschützte Radabstellplätze (auch für Lastenfahrräder und Fahrradanhänger), ergänzend Lasten- und Kinderradsharing, Smart Locker, Paketstationen und weitere Ausstattungsele-mente. Je nach Situation vor Ort sollte auch Mikromobilität in die Stationen integriert werden. Ein flächendeckender Ausbau von Car- und Bikesharing-Angeboten bietet für die Kölner Bürger*innen die Möglichkeit, ohne eigenes Auto mobil zu sein. Dabei unterstützt die Stadt Köln Bikesharing-Anbieter*innen sowie die Carsharing-Anbieter*innen, um auch in unwirtschaftlich zu bedienenden Gebieten ein Basisangebot zu schaffen. Die Angebote werden qualitativ verbessert und diversifiziert, um im Bikesharing neben konventionellen Fahrrädern auch Pedelecs und Kinderräder anzubieten, das Lastenrad-Sharing-System stadtweit auszuweiten und im Carsharing durchgängig Kindersitze anzubie-ten. Die Stadt Köln fördert dabei Carsharing-Angebote durch eine entsprechende Gestaltung der Be-wohnerparkgebühren. Das bestehende Ridepooling-Angebot „Isi“ der KVB wird bis 2025 flächenhaft auf die Kölner Stadtteile

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ausgeweitet, in denen keine Anbindung an das Schienennetz bestehen oder das Angebot auf der Schiene in den nachfrageschwachen Zeiten ausgedünnt ist. Hierdurch wird ein attraktives Ergän-zungsangebot zum liniengebundenen ÖPNV geschaffen.  Der Ausbau der Park and Ride-Möglichkeiten am Stadtrand soll den Umstieg der das Auto nutzenden Einpendler*innen aus der Region auf ÖPNV und SPNV erleichtern. Eine intermodale App (der Stadt, der KVB und des VRS) bietet Informationen und die einfache und diskriminierungsfreie Buchung aller verfügbaren Mobilitätsdienste in Köln, deren Zulassung für den Betrieb in Köln künftig an deren App-Integration geknüpft wird.    Akteure  Zielgruppe  Verwaltung, Anbieter*innen von Mobili-tätsdienstleistungen, KVB, VRS	  Bürger*innen, die in Köln weniger oder gar nicht automobil sein können oder möchten  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  5 Vollzeitäquivalente  Durchführung bis zur flächendeckenden Bereitstellung entsprechender Angebote in Stadt und Region  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Je nach Ausstattung sind für Mobilstati-onen 40.000 Euro je Station zu kalkulie-ren. Bei der Zielmarke von 100 Statio-nen bis 2030 würden die Kosten somit insgesamt 4.000.000 Euro betragen 
 Haushaltsmittel, ÖPNV-Fahrgeldeinnahmen, Regionalisierungsmittel, GVFG, NRW-Landesförderung 
 THG-Einsparungen    Die CO2-Minderugnswirkung dieser Aktivitätenempfehlung basiert auf ihrem Beitrag zur Reduzierung von Pkw-Verkehren und deren Verlagerung auf den Umweltverbund. Die CO2-Minderungen, die durch die Vermeidung und Verlagerung von Pkw-Fahrten erzielt werden können, in den entsprechenden Aktivitätenempfehlungen berücksichtigt. Eine separate Wir-kungsabschätzung erfolgt daher an dieser Stelle nicht.  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a):   Kumulierte THG-Einsparung (t):

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 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Entwicklung Modal Split im Personen-verkehr Entwicklung Anzahl Car- und Bikesha-ring-Stationen, Sharing- Fahrzeuge, Nut-zer*innen  
 Ökonomie: Der Ausbau und die stärkere Nutzung von Sharing- und anderen neuen Mobilitätsangeboten (auch durch in Köln ansässige Unternehmen) generiert Wert-schöpfung vor Ort. Die Zunahme der Nut-zung des bestehenden ÖPNV-Angebotes erhöht die Fahrgeldeinnahmen, reduziert das betriebswirtschaftliche Defizit und bie-tet die Möglichkeit, freiwerdende Gelder an anderer Stelle (für die Belange nachhaltiger Mobilität) zu verwenden.  Ökologie: Weni-ger Pkw-Verkehr reduziert neben den Emis-sionen von verkehrsbedingtem CO2 auch die Emissionen von Luftschadstoffen und Verkehrslärm.  Soziales: Der Ausbau von Mobilitätsangebo-ten, die eine Alternative zur Nutzung des (privaten) Pkws bieten, verbessert die Mobi-litätsmöglichkeiten der Kölner Bür-ger*innen, die keinen Zugang zu einen Pkw haben (können oder möchten) und verbes-sert somit auch ihre Möglichkeiten zur ge-sellschaftlichen Teilhabe.  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Die multimodale Verknüpfung öffentlicher Verkehrsmittel mit weiteren Mobilitätsan-geboten bietet Nutzer*innen die Möglich-keit, vollständige Wegeketten ohne eige-nes Auto zurückzulegen. 
 Diese sind nicht zu erwarten 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Durch ihre gute Sichtbarkeit im öffentlicher Raum können Mobilstationen mit den dort verorteten verschiedenen Alternativen zur Pkw-Mobilität Pkw-Nutzer*innen für die Belange nachhaltiger Mobilität sensibilisie-ren und zum Umstieg auf die kombinierte Nutzung der Verkehrsmittel des Umwelt-verbundes motivieren.  
 Diese ist durch die Verortung der Mobilsta-tion und ihren hohen Wiedererkennungs-wert im öffentlichen Raum gewährleistet. Die Stationen werden durch die Kölner Bürger*innen und so schnell und einfach wahrgenommen.

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4.4.2.2 Stadt der 15 Minuten – schnelle, sichere und komfortable Wege ohne Auto 
 Klimafreundliche Mobilität und Logistik / 4.4.2.2  Stadt der 15 Minuten – schnelle, sichere und komfortable We-ge ohne Auto Themenschwerpunkt Übergreifende Maßnahmen Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 Ziel und Strategie Das Ziel dieser Aktivitätenempfehlung ist die Verankerung des Leitbildes der Stadt der kurzen Wege in der Planungsphilosophie der Stadt Köln und die Weiterentwicklung des Leitbildes. Durch die konse-quente Ausrichtung aller städtebaulichen und verkehrlichen Planungsaktivitäten in Köln an diesem Leitbild wird eine Stadtstruktur erhalten und neu geschaffen, in der Wege kurz sind und schnell, sicher und komfortabel ohne Auto zurückgelegt werden können.  Ausgangslage Verschiedene Elemente der 15-Minuten-Stadt werden in Köln bereits umgesetzt Hierzu gehört bei-spielsweise die konsequente Nutzung von Baulücken und Brachflächen, die Entwicklung innerstädti-scher und innenstadtnaher Wohnquartiere sowie der Erhalt von wohnortnahem Versorgungs-, Dienst-leistungs-, Freizeit- und sonstigen Angeboten.  Beschreibung Dem planerischen Leitbild, an dem sich zukünftig alle Planungsaktivitäten mit städtebaulichem und verkehrlichem Bezug in Köln orientieren sollen, liegt das verkehrliche und zugleich städtebauliche Konzept der 15-Minuten-Stadt zu Grunde. Das Ziel ist es, dass alle alltäglichen Wegeziele für die Be-wohner*innen Kölns binnen 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar sind. Dieses Ziel soll unter anderem durch eine hohe städtebauliche Dichte, die Mischung städtischer Funktionen, die kon-sequente Priorisierung der Nahmobilität ohne Auto sowie eine attraktive Gestaltung des öffentlichen Raums erreicht werden. In den Teilräumen der Stadt, in denen kurze Wege bereits gegeben sind, liegt der Schwerpunkt auf dem Erhalt und der Verbesserung dieser Strukturen. Dort wo neue Wohnquartie-re geschaffen werden, liegt der Schwerpunkt auf der Schaffung der für kurze und autofreie Wege erforderlichen Strukturen.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Nutzungsgemischte Quartiere: Im Rahmen der verkehrssparsamen Stadtentwicklung werden nut-zungsgemischte Quartiere mit hoher Aufenthaltsqualität entwickelt und die Ansiedlung von Einrich-tungen des täglichen Bedarfs (Einkauf, Gastronomie, Ärzte, Schulen, Arbeitsplätze, Parks, Kulturein-richtungen u.a.) dort, wo sie nicht im Umkreis von 15 Minuten erreichbar sind, gezielt gefördert. Zu-dem werden Gebäude mit flexiblen Nutzungskonzepten gefördert.   Verkehrsberuhigung und verkehrliche Anbindung: Superblocks umfassen ein Gebiet aus mehreren Baublocks. Der Straßenraum wird zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität umgestaltet. Verkehrsberuhi-gende Maßnahmen innerhalb eines Superblocks und die Reduzierung von Parkplätzen im öffentlichen Raum fördern die Nahmobilität ohne Auto. Bewohner*innen der Superblocks sollen nicht mehr als 300 bis 400 Meter zur nächsten ÖPNV-Haltestelle zurücklegen müssen. Durchgangsverkehre werden vermieden und um den Superblock herumgeführt. Sofern der rechtliche Rahmen dafür gegeben ist dürfen nur Anwohner*innen und Gewerbetreibende mit ihren Fahrzeugen in das Gebiet der Super-blocks einfahren. Für Gewerbetreibende und KEP-/Lieferdienste müssen ausreichend Ladezonen je Superblock eigeplant werden. Alternativ können am Rande der Blocks eingerichtete Mikrodepots KEP-Fahrten aus den Superblocks heraushalten.

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Die Stadt fördert eine generelle Nachverdichtung durch Bebauung von Brachflächen und Baulücken in bestehenden Quartieren und wirkt der oftmals stark verkehrsinduzierenden Entwicklung neuer Flä-chen in Stadtrandlagen und peripheren Ortsteilen entgegen.  Die Beförderung der Mischung städtischer Funktionen durch den Erhalt oder die Wiederherstellung von Versorgungs-, Dienstleistungs-, Freizeit- und sonstigen Angeboten sowie von Co-Working-Spaces kann die Länge der zur Inanspruchnahme dieser Angebote zurückzulegenden Wege reduzieren, so dass diese ((wieder) verstärkt) ohne Auto zurückgelegt werden können. Der öffentliche Raum wird gezielt attraktiviert, indem Plätze umgestaltet werden, zusätzliche Begrü-nung, Aufenthaltsflächen, Spielflächen und zusätzliche Sitzgelegenheiten sowie Kunst im öffentlichen Raum geschaffen werden, um die Aufenthaltsqualität zu fördern.   Akteure  Zielgruppe  Stadtverwaltung, Verwaltungen der Stadtbezirke  Bürger*innen  
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  7 Vollzeitäquivalente  Dauerhaft und kontinuierlich  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Diese können aufgrund der Vielzahl von Einzelbausteinen nicht abgeschätzt werden  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Die CO2-Minderugnswirkung der Stadt der 15 Minuten basiert auf ihrem Beitrag zur Reduzie-rung von Pkw-Verkehren und deren Verlagerung auf den Umweltverbund. Dementsprechend sind CO2-Minderungen, die durch die Vermeidung und Verlagerung von Pkw-Fahrten erzielt werden können, in den entsprechenden Aktivitätenempfehlungen berücksichtigt Eine sepa-rate Wirkungsabschätzung ist daher an dieser Stelle nicht möglich.    Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a):   Kumulierte THG-Einsparung (t):    Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Entwicklung der durchschnittlichen Wege-längen Entwicklung des Modal Splits insbesondere der Nahmobilität Entwicklung der Qualität der Nahraumver-sorgung 
 Ökonomie: Die Stadt der 15 Minuten kann Wohnquartiere und städtische Räume mit Versorgungsangeboten revitalisieren und so zum Erhalt bestehender und zu neuen Ver-sorgungs-, Dienstleistungs- und Freizeitan-geboten beitragen. Kaufkraft kann so vor Ort gebunden und ein Abfließen von Kauf-kraft aus dem Quartier / Stadtteil verhindert werden.    Ökologie: Der Erhalt oder die Rückkehr zur Stadt der kurzen Wege kann Pkw-fahrten reduzieren, indem Wegezwe-cke, für die vorher in vielen Fällen das Auto genutzt wurde, wieder in rad- und fußver-kehrstauglicher Distanz liegen. Soziales: Gute Bedingungen zur Versorgung vor Ort und Erholungs- und Freizeitangebo-te im Nahraum erleichtern deren Nutzung auch für die Menschen, die nicht über ein eigenes Auto verfügen (können oder möch-ten).

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 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Diese bestehen zu sämtlichen Aktivitäten-empfehlungen, welche die Verbesserung der Nutzungsbedingungen der Verkehrsmit-tel des Umweltverbundes zum Ziel haben. 
 Diese sind nicht zu erwarten. 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Eine Zunahme beim Fuß- und Radverkehr kann auch die Kölner Bürger*innen zum Verzicht auf das Auto und zum Umstieg auf die Verkehrsmittel des Umweltverbundes motivieren. 
 Die Förderung von Nahmobilität ohne Auto führt zu einer deutlich sichtbaren Zunahme des Rad- und des Fußverkehrs und zu einer Belebung des öffentlichen Raums.

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4.4.2.3 Integrierte Verkehrsplanung und Planungsbeschleunigung 
 Klimafreundliche Mobilität und Logistik / 4.4.2.3  Integrierte und nachhaltige Verkehrsplanung und Planungsbe-schleunigung Themenschwerpunkt Übergreifende Maßnahmen Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 Ziel und Strategie Das Ziel ist es, zukünftig in noch höherem Maße als dass dies bereits der Fall ist Verkehrsplanung in der Kölner Verwaltung integriert zu denken und umzusetzen. Zudem sollen zum Erreichen der zeitlich  sehr ambitionierten CO2-Minderungsziele die Planungs- und Umsetzungsprozesse für den Umweltver-bund beschleunigt werden. Ausgangslage Die integrierte Verkehrsentwicklungsplanung ist fester Bestandteil der kommunalen Verkehrsplanung. Die derzeitig gültigen Ziele zur integrierten Mobilität in Köln sind im Strategiepapier „Köln Mobil 2025“ aus dem Jahr 2014 definiert. Die Ziele beinhalten auch, dass die Planungen bevorzugt umzusetzen sind, die dem Klima- und Umweltschutz dienen. Eine konkrete Ausgestaltung, welche Maßnahmen mit welchen Ressourcen und in welchem Zeitrahmen umgesetzt werden müssen, gibt es derzeit jedoch nicht und wurde in der Form für Köln bislang nicht ausgearbeitet. Daher wird die Erarbeitung eines nachhaltigen Verkehrsentwicklungsplans („Sustainable Urban Mobility Plans“ - (SUMP)), der vertieft auf diese Aspekte eingeht, im Strategiepapier empfohlen. Maßnahmen und Ansätze aus be-stehenden Klimaschutzkonzepten wie beispielsweise dem Klimaschutzteilkonzept Verkehr und der Studie KölnKlimaAktiv gilt es bei der Erarbeitung des SUMP ebenso einzubeziehen wie die Berück-sichtigung der gesetzten verkehrlichen CO2-Minderungsziele. Die Erarbeitung des SUMP wurde im Jahr 2020 durch den Rat der Stadt Köln beschlossen. Der Beschluss beinhaltet unter anderem das Ziel, geeignete Strukturen auf kommunaler Ebene, u.a. zwischen den betroffenen Ämtern, zu schaf-fen, die eine kooperative Beratung und Umsetzung ermöglichen. Beschreibung Durch die integrierte Betrachtung bestehender, laufender und künftiger Planungen sowohl aus dem Bereich der Mobilität als auch anderer Fachplanungen wie dem Umwelt- und Klimaschutz werden eine Strategie sowie Maßnahmen erarbeitet, die in Köln zum Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel beitragen sollen. Der SUMP-Ansatz beinhaltet dezidiert den Anspruch, Strukturen und Verfahren zu etablieren, welche die Umsetzung seiner Maßnahmen erleichtern. Daher werden diese innerhalb der Fachplanungen der Stadtverwaltung, aber auch mit externen Institutionen und Stakeholder*innen etabliert, um letztlich auch das rechtzeitige Erreichen der verkehrlichen CO2-Minderungsziele sicherzu-stellen. Eine ämterübergreifende Integration von Planungsprozessen dient zudem zur Planungsbe-schleunigung, um dem Bedarf einer beschleunigten Verkehrswende zu entsprechen. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Die beschleunigte Planung und Umsetzung verkehrlicher Klimaschutzmaßnahmen erfolgt anhand der SUMP-Planungsprinzipien. Der Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) ist ein Planungskonzept für Kommunen, Kreise und Regionen zur strategischen Mobilitätsplanung. Ein SUMP integriert die Ver-kehrsplanung thematisch und räumlich, fördert die Umstellung des Mobilitätssystems auf nachhaltige Verkehrsträger und soll zur Lösung der Probleme des urbanen Verkehrs und zum Erreichen lokaler und übergeordneter ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher verkehrlicher Ziele beitragen. Der SUMP wird einem zweistufigen Verfahren erarbeitet. Der Zielhorizont ist das Jahr 2035, sodass eine zeitliche Kongruenz mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2035 hergestellt ist.  Stufe 1 (2022 – 2024)  In der ersten Stufe geht es neben einer Auswertung bestehender und laufender Maßnahmen – so

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auch der verkehrlichen Klimaschutzmaßnahmen – um die Analyse des Status Quo und der bestehen-den Chancen und Mängel im Verkehrssystem. In einem Leitbildprozess werden eine Vision sowie Ziele und Zielindikatoren für die zukünftige Mobilität definiert. Die CO2-Minderungsziele werden dabei prioritär berücksichtigt, hierzu zählt u.a. eine Priorisierung der Belange des Umweltverbundes vor dem Pkw-Verkehr bei Konzeption, Planung und Umsetzung. Durch die Betrachtung verschiedener Szenari-en wird schließlich ein Zielszenario entwickelt, das als strategische Grundlage für Stufe 2 dient. Bei der Auswahl des Zielszenarios spielt auch das CO2-Einsparpotenzial eine zentrale Rolle.    Stufe 2 (2024 – 2025)  In der zweiten Stufe geht es darum, Maßnahmen für ein integriertes Handlungs- und Umsetzungskon-zept zusammenzustellen, das Aussagen zur Priorisierung sowie der zeitlichen Umsetzung von Maß-nahmen enthält. Zu diesem Zeitpunkt wird festgelegt, in welchem Maße das Personal und die Haus-haltsmittel für die Umsetzung aufgestockt werden müssen, um eine rechtzeitige Realisierung zu er-möglichen. Für die Umsetzung werden an dieser Stelle klare Zuständigkeiten und effiziente Abläufe zur zügigen Realisierung definiert.  Begleitende Beteiligung und Etablierung von Strukturen Die Erarbeitung des SUMP wird durch eine engmaschige Beteiligungsstruktur begleitet: Auf Ebene der Verwaltung werden eine Projekt- sowie eine Lenkungsgruppe eingerichtet, die aus den zahlrei-chen betroffenen Ämtern besteht. Da die engen verkehrlichen Verflechtungen in der Region ein regio-nal abgestimmtes und gemeinsames Handeln erfordern, werden bestehende Kooperationen (bei-spielsweise die Zusammenarbeit im Rahmen des regionalen Mobilitätsmanagements über den NVR und das Zukunftsnetz Mobilität NRW) ausgeweitet. Zudem wird – auch unter Beteiligung regionaler Akteur*innen – ein Mobilitätsbeirat zur externen Beratung und Qualitätssicherung eingerichtet. Mit diesen Gremien werden Strukturen geschaffen, die eine frühzeitige Akzeptanz der ausgewählten (ver-kehrlichen Klimaschutz-)Maßnahmen sicherstellen sollen und damit die Umsetzung beschleunigen können. Dies wird nicht zuletzt durch eine intensive Öffentlichkeitsbeteiligung sowie engmaschige politische Beschlussfassungen zu jeweiligen Meilensteinen des SUMP unterstützt. Um eine Ausweitung der Planungsaktivitäten und eine Beschleunigung der Umsetzung zu erreichen, erfolgt eine Verstärkung des Verkehrsplanungspersonals und des Personals in der Bauausführung. Wenn bestehende Strukturen und verschiedene Zuständigkeiten Planungsabläufe verhindern oder verlangsamen anstatt diese zu beschleunigen, erfolgt eine ämterübergreifende Neustrukturierung von Verkehrsplanungsabläufen. Eine projektorientierte Bearbeitung mit allen thematisch eingebundenen Abteilungen/Ämtern sollte Standard werden. Die Umsetzungsebene sollte frühzeitig in alle Planungsprozesse eingebunden sein. Die engen verkehrlichen Verflechtungen in der Region erfordern regional abgestimmtes und gemein-sames Handeln. Daher werden die bereits bestehenden regionalen Kooperationen (beispielsweise die Zusammenarbeit im Rahmen des regionalen Mobilitätsmanagements über den NVR und das Zu-kunftsnetz Mobilität NRW) ausgeweitet.  Akteure  Zielgruppe  Verwaltung der Stadt Köln, Verwaltun-gen der Umlandgemeinden  Kölner Bürger*innen und Bürger*innen der Region   Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  Die Neuausrichtung der Planung allein ist noch nicht zwingend mit der Aufstockung des Planungspersonals verbunden  Dauerhaft und kontinuierlich 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Diese fallen noch nicht an, da es sich um die Planung zur Umsetzung handelt.   Haushaltsmittel

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 THG-Einsparungen    Der SUMP-Prozess wirkt sich auf nahezu sämtliche Aspekte der kommunalen Verkehrspla-nung aus beziehungsweise er bildet für diese den planerischen Rahmen. Mit dem Planungs-prozess selbst ist noch keine Minderung der verkehrsbedingten CO2-Emissionen in Köln verbunden.  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a):   Kumulierte THG-Einsparung (t):  
 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Art und Umfang der fachplanungsüber-greifenden Beteiligung  Direkte ökonomische, ökologische und soziale Auswirkungen sind mit dem Planungsprozess nach SUMP-Prinzipien noch nicht verbunden.  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Die ämterübergreifende und integrierte Verkehrsplanung kann über die Verkehrs-planung hinaus Planer*innen in der Kölner Verwaltung dafür sensibilisieren, dass auch in anderen Planungsbereichen wie der Siedlungs- oder der Flächennutzungspla-nung eine stärkere Kooperation sinnvoll und zielführend ist, sofern sie nicht bereits stattfindet.   
 Diese sind dann zu erwarten, wenn Belan-ge der verschiedenen Verkehrsmittel, bei-spielsweise dem Pkw und dem ÖPNV nicht oder nur sehr schwer miteinander vereinbar sind. 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Die abteilungsübergreifende und integrierte Planung nach den SUMP-Prinzipien kann Vorbild für die Arbeit weiterer Fachplanun-gen der Kölner Verwaltung über den Ver-kehrsbereich hinaus sein.  
 Diese ist nicht zu erwarten.

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       5. Klimaneutralen Lebensstil  und Bildung fördern

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5 Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern 5.1 Klimaschutz im Alltag – Zielgruppe privater Haushalte 5.1.1 Mitmachkampagne zur Aktivierung und Qualifizierung Kölner Bürger*innen durchführen 5.1.1.1 Mitmachkampagne klimaneutrales Köln 
 Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern / 5.1.1.1. Mitmachkampagne klimaneutrales Köln Themenschwerpunkt Klimaschutz im Alltag – Zielgruppe private Haushalte Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel Die Mitmachkampagne hat zum Ziel, bis zum Jahr 2035 250.000 Kölner Bürgerinnen und Bürger zum klimaschonenden Handeln zu aktivieren und zu qualifizieren. Ein Grundprinzip der Kampagne besteht darin, den Teilnehmenden Möglichkeiten zum Testen und Ausprobieren von klimaschonenden Verhal-tensweisen zu verschaffen, um so klimaschonende Verhaltensroutinen im Alltag dauerhaft zu veran-kern. Hierzu werden Unternehmen und Organisationen als Anbietende klimaschonender Produkte und Dienstleistungen mit privaten Haushalten als Entscheider in unterschiedlichen Formaten zusammen-gebracht. Die Aktivitätenempfehlung zielt damit darauf ab, die Selbstwirksamkeit bei der Realisierung klimaschonender Verhaltensweisen zu fördern. Die Kampagne ist als hybride Strategie darauf ange-legt, durch kombinierte Präsenz- und Online-Angebote breite Zielgruppen zu erreichen eine hohe Ska-lierungsfähigkeit sicherzustellen. Beschreibung Die Mitmachkampagne baut auf Erkenntnissen der Verhaltens- und Kommunikationspsychologie so-wie des systemischen Coachings auf. Drei Qualifizierungsebenen stecken den Rahmen für unter-schiedlich ausgeprägte Bedürfnisse zur Verhaltensänderung. Die Umsetzung der Strategie leistet da-mit einen zentralen Beitrag zur Transformation der Bürgergesellschaft hin zum klimaschonenden Han-deln. Vorbilder für dieses Kampagnenformat finden sich z.B. in der Stadt Münster (https://www.stadt-muenster.de/klima/klimafreundlich-leben/mitmachkampagne).  Erste Handlungsschritte/Teilaktivitäten Die Aktivitätenempfehlung gliedert sich in fünf, aufeinander aufbauende Teilaktivitäten:  Teilaktivität 1 – Kölner*innen mischen mit: Interessierte Bürger*innen mit einem „diffusen Gefühl“ für Veränderung erhalten die Möglichkeit zur Umsetzung klimaschonender Verhaltensweisen, die indivi-duell und ohne umfassende persönliche Vorkenntnisse erlern- und umsetzbar sind sowie in den Alltag integriert werden können. Sie erhalten so eine Richtung für klimaschonendes Handeln im Alltag. Der Einstieg erfolgt niedrigschwellig über eine Selbstverpflichtung zur Durchführung leicht umsetzbarer Klimaschutz-Maßnahmen. Für jede umgesetzte Maßnahme erhalten die Teilnehmenden KlimaPunkte. Durch den spielerischen Ansatz entfaltet die Aktivität einen Anreiz zum aktiven Mitmachen und Durchhalten. Unternehmen unterstützen als Anbietende in dieser Phase durch die Bereitstellung von Informationen, standardisierte Angebote und als Multiplikatoren. Bürger*innen können jederzeit in den

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Prozess einsteigen. Für das „KlimaPunkte sammeln“ gibt es zielgruppengerechte, standardisierte prozessbegleitende Instrumente und Medien der Kommunikation. Teilaktivität 2 - Ehrenamtlicher Trainer*innen für Klimaschutz im Alltag: Die Aktivität ist für alle Bürger interessant, die klimaschonendes Verhalten erlernen, vertiefen und verstetigen möchten. Die Ebene bietet ein ehrenamtlich getragenes, individuelles Klimatraining in Kleingruppen sowie anspruchsvolle Beratungen und Angebote zum Ausprobieren und selbst machen. Unternehmen bringen sich als Themenpatinnen ein. Sie beraten und stellen Angebote zur Verfügung. Die Trainings finden zwei- bis dreimal im Jahr über einen Zeitraum von jeweils circa vier Monaten statt. Die Kleingruppen arbeiten parallel mit eigenen Schwerpunkten. Alle Kleingruppen kommen zu einer gemeinsamen Start- und Abschlussveranstaltung zusammen. Der Prozess wird durch individuelle Angebote und Beratungen sowie einem Maßnahmen- und Trainingszirkel und einen prozessbegleitenden CO2-Rechner unter-stützt. Die ehrenamtlichen KlimaTrainer*innen werden als Prozessbegleitung im Rahmen der Teilakti-vität geschult und ausgebildet. Es wird von zwei Schulungen pro Jahr ausgegangen.   Teilaktivität 3 - Kampagneninnovator - Reallabor: Das Reallabor bietet Raum für Innovationen. Hier werden neue Mitmachkampagnen für spezifischen Zielgruppen (z.B. Senior*innen, Studierende) ent-wickelt und getestet. Das Prinzip, Unternehmen und Nutzer*innen zusammenzubringen gilt auch in diesem Format. Anbietende erhalten einen idealen Rahmen für die Entwicklung nachhaltiger Produkte. Sie profitieren vom direkten Anwenderfeedback und den Erfahrungen aus der Anwendung im Alltag. Das Reallabor findet alle zwei Jahre statt. Für diesen Prozess werden individuelle, den Anforderungen des Reallabors entsprechende Medien eingesetzt. Sowohl Entscheider*innen als auch Anbietende profitieren von der Vernetzung: Entscheider*innen können ihren Interessen folgend Angebote testen und so klimaschonendes Verhalten ausprobieren, Anbietende können sich aktiv mit eigenen Angebo-ten einbringen und im Gegenzug vom Feedback aus der realen Nutzung für Neuentwicklungen und Produktverbesserungen profitieren. Teilaktivität 4 – Digitale Lernplattform: Für die Umsetzung der Mitmachkampagne wird eine digitale Lernplattform für ein hybrides KlimaTraining entwickelt und eingeführt. Die Plattform soll die Durch-führung der ehrenamtlichen KlimaTrainings und die Ausbildung von KlimaTrainer*innen erleichtern und benutzerfreundlich gestalten. Hybrid bedeutet, dass die Plattform neben reinen digitalen Angeboten auch Liveter-mine ermöglicht und als Begleittool für weiter stattfindende Präsenztermine sehr gut geeignet ist.  Teilaktivität 5 – Begleitende Aktivierungselemente: Ein weiteres Element der Umsetzung werden „Anstubser für klimaschonende Entscheidungen - Konzept und Instrumente für Nudges im kommuna-len Klimaschutz“. Nudging ist ein verhaltensorientierter Ansatz, um bestimmten Zielen dienliche  Ent-scheidungen bei Menschen zu fördern. Der englische Begriff „Nudge“ bedeutet so viel wie Stupser, Impuls oder kleiner Anstoß. Die Grundidee von Nudging basiert auf der bewussten Gestaltung bzw. Optimierung der eigentlichen Handlungs- und Entscheidungssituation. Diese beginnt in der Verhal-tensänderung  (Entscheidungsarchitektur), die gezielt geplant und gestaltet werden muss, damit sich Menschen von sich aus für eine Verhaltensänderung entscheiden. Im Rahmen der Teilaktivität werden kommunale Leitlinien für den Einsatz von Nudges für den Klimaschutz in den Bereichen Wohnen und Energie, Konsum und Ernährung sowie Mobilität formuliert. Es wird ein Instrumentenkoffer entwickelt und in die Anwendung gebracht. Ein Instrument kann z.B. der „Kölner Footprint für klimaschonende Entscheidungen“ sein. Die Footprints sind Signets für Anbietende klimaschonender Produkte und Angebote. Sie werden als Leitsystem im öffentlichen Raum (Bürgersteig, Hausfassade) eingesetzt und "stupsen" Menschen an, diese aufzusuchen. Im Rahmen der Teilaktivität werden Grundlagen zum Einsatz von Nudgings im kommunalen Kontext entwickelt und prototypisch im Rahmen der Reallabore eingesetzt.  Handlungsschritte sind: • Ausschreibung Kampagnenentwicklung und Erarbeitung des Realisierungskonzepts • Schrittweise, aufeinander aufbauende Einführung der Kampagnenelement • Einbindung in das Monitoring und Controlling der Stadt Köln zur Erfolgskontrolle

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 Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln, Koordinationsstelle Klima-schutz mit Unterstützung von Anbietern und Unternehmen klimaschonender Produkte und Angebote als Themenpa-ten 
 Bürgerinnen und Bürger, Anbietende klimaschonender Angebote und Dienst-leistungen 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent über 13 Jahre   2023 bis 2035  Sachkosten  Finanzierungsansatz   847.000 € für Konzeptentwicklung, überge-ordnete Kampagnenarbeit, Umsetzung der Mitmachkampagne, Reallabore und KlimaT-rainings 
 Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    -   Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 56.727 Tonnen CO2eq/a (endenergiebe-dingt) 127.000 Tonnen CO2eq/a (nicht endener-giebedingt, nicht anrechenbar auf Kommu-nalbilanz) 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  452.933 Tonnen CO2eq (endenergiebedingt) 797.560 Tonnen CO2eq (nicht endenergie-bedingt, nicht anrechenbar auf Kommunalbi-lanz) 
 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anzahl Teilnehmende KlimaPunkte, KlimaT-rainings, Reallabore, Umgesetzte Nudges  Ökonomie: lokale Wertschöpfung wird ge-steigert. Ökologie: Aktivitäten führen zur Emissi-onsminderung von klimawirksamen Gasen und umweltschädlichen Stoffen. Soziales: Effizientes und suffizientes Ener-gieverbrauchsverhalten führt zu finanzieller Entlastung Teilnehmender. Die Vernetzung von Menschen, die eine gemeinsame Visi-on teilen, fördert das Gemeinschaftsgefühl und unterstützt die soziale Teilhabe.  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu allen Handlungsfeldern  keine  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Teilnehmende werden zu Multiplika-tor*innen, Feedback an Unternehmen durch Reallabore und KlimaTrainings unter-stützt nachhaltige und umweltfreundliche Produkt- und Dienstleistungsentwicklungen und beschleunigt Innovationsprozesse 
 Nudges sind an stark frequentierten Orten sichtbar und erzeugen Aufmerksamkeit, begleitende Multi-Channel-Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Mit-machkampagne

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5.1.2 Innovations- und Erfahrungsräume mit Unternehmen und der Zivilgesellschaft fördern und erweitern 5.1.2.1 Neue Ideen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Köln fördern 
 Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern / 5.1.2.1.  Neue Ideen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Köln fördern Themenschwerpunkt Klimaschutz im Alltag Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel Ziel der Aktivitätenempfehlung ist, bis 2030 einen Innovationsschub für Klimaschutz und nachhaltiges Handeln zu fördern.  Beschreibung Die Aktivitätenempfehlung fasst Beteiligungsformate, Angebote und Projektförderungen zusammen, um neue Ideen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit gezielt zu fördern. Gezielte Formate dienen dazu, Akteure der Bürgergesellschaft, Unternehmen als Anbieter und Bürger*innen als Entscheider und Konsumenten zusammenzubringen. Ideen werden vorgestellt, diskutiert und konkretisiert. Lösungen sind nicht Ergebnis eines geschlossenen, internen Entwicklungsprozesses. Vielmehr wird die Lö-sungskompetenz der Gruppe aktiv gebündelt. Der Vorteil: Die Teilnehmenden profitieren vom Aus-tausch, lernen voneinander, Lösungen werden integriert bearbeitet und die Flexibilität im Denken neuer Lösungswege bleibt erhalten. Ergebnisse des Prozesses werden im Sinne einer vorbereitenden Projektentwicklung qualifiziert. => Hier besteht eine enge Verknüpfung mit der Aktivitätenempfehlung 3.1.1.2. Kommunale Wirtschaftsförderung 4.0   Arbeitsschritte und Teilaktivitäten Formate, Angebote und Fördermöglichkeiten können z.B. sein: Förderprogramm „Klima Schritte 2035“: Das Förderprogramm unterstützt bürgerschaftlich getragene Initiativen und soziale Einrichtungen bei der Umsetzung von Klimaschutzprojekten. Es baut auf den Erfahrungen des ausgelaufenen Förderprogramms der Stadt Köln auf, weitet dieses aus und verstärkt es. Es werden Maßnahmen gefördert, die klimafreundliches Verhalten aktivieren, sensibilisieren und zum Mitmachen einladen. Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von 80% der nachgewiesenen Projektkosten. Der Höchstsatz liegt bei 6.000 €. Ziel der Förderung ist es, inno-vative Ansätze im Klimaschutz auf einer breiten gesellschaftlichen Ebene voranzubringen und damit die Transformation der Bürgergesellschaft zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu beschleu-nigen. Die Förderung wird aus dem Klimafonds der Stadt Köln finanziert. => Aktivitätenempfehlung 6.1.2.3. Instrumente zur Steuerung des Klimaschutzprozesses implementieren und im Prozess anpas-sen. Kollaborationsplattform: Ziel ist es, den regelmäßigen Austausch mit den Pionieren des Wandels zu fördern. Die Kollaborationsplattform dient als digitaler Marktplatz, um Entscheider und Anbieter zu-sammenzubringen. Sie ist Austauschplattform, Ort der Zusammenarbeit und Instrument für den In-formations- und Wissensaustausch. Lotsen für die engagierte und organisierte Bürgerschaft: Die Stadt Köln schafft Anlaufstellen („Lot-sen“) in der Verwaltung, die "Pionieren des Wandels" dabei unterstützen, Projekte und Initiativen zu starten, sich zu organisieren und zielgerichtet zu handeln. Wettbewerbe und Nachwuchsförderung für klimaschonende Produkte und Konzepte: In Zusammen-arbeit mit Partnern aus der Kölner Hochschullandschaft wird ein Wettbewerb bzw. eine Nachwuchs-förderung für klimaschonende Produkte und Konzepte im Alltag durchgeführt. Damit sollen kreative

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Ideen des Nachwuchses ins Rampenlicht gerückt werden. Gefragt sind innovative Konzepte für Pro-dukte und Dienstleistungen, die es Verbrauchern leicht machen, sparsam mit Ressourcen umzuge-hen. Projektwerkstätten: Die Projektwerkstätten sind ein Beteiligungsformat für die engagierte Bürger-schaft. Die Projektwerkstätten dienen dazu, Projektideen zu entwickeln und schrittweise die Umset-zung vorzubereiten.  Umsetzungsworkshops: Anbieter und Akteure der Stadtgesellschaft werden zusammengebracht, die Forschungs- und Modellprojekte (Reallabore) in die Umsetzung bringen wollen. Anbieter bringen ener-gie- und ressourcenschonende Produkte und Dienstleistungen ein, die Akteure der Stadtgesellschaft liefern räumliche und zeitliche Gelegenheiten, um diese als Reallabore in die Umsetzung zu bringen.  Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln  Zivilgesellschaft – Pioniere des Wandels  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung   0,5 Vollzeitäquivalente über 8 Jahre   
  2023 bis 2030  Sachkosten  Finanzierungsansatz   397.000 € für Entwicklung Kollaborations-plattform, Konzeptentwicklungen und Umsetzung Wettbewerbe, Projektwerk-stätten, Förderprogramme  
 Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Entwicklung und Umsetzung Kollaborati-onsplattform; Anzahl Wettbewerbe, Pro-jektwerkstätten, Umsetzungsworkshops; Anzahl innovative Konzepte durch Nach-wuchs; Anzahl Projekte und Initiativen 
 Ökonomie: Lokale Wertschöpfung wird unterstützt. Produktverbesserungen und -innovationen werden gefördert. Ökologie: Energie- und ressourcenscho-nende Produkte und Dienstleistungen. Soziales: Partizipations- und Umsetzungs-möglichkeiten für die engagierte Bürger-schaft, Initiativen und Vereine.  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu Aktivitätenempfehlungen 3.1.1.2. Kommunale Wirtschaftsförderung 4.0 sowie 5.1.1.1 und 5.1.2.2.  keine 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Forschungs- und Modellprojekte können nach erfolgreicher Pilotphase in die breite Anwendung gebracht werden   Wettbewerbe, Forschungs- und Modellpro-jekte durch flankierende Öffentlichkeitsar-beit sofort sichtbar.

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5.1.2.2 Innovations- und Erfahrungsräume für Klimaschutz und Nachhaltigkeit schaffen 
 Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern / 5.1.2.2.  Innovations- und Erfahrungsräume für Klimaschutz und Nach-haltigkeit schaffen Handlungsschwerpunkt Klimaschutz im Alltag Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel Ziel ist es, bis 2030 Erfahrungsräume für nachhaltiges Handeln im Alltag in den Bereichen Wohnen, Energie, Ernährung und Konsum sowie Mobilität zu fördern und damit den Kölner Bürgerinnen und Bürgern gute Rahmenbedingungen zu schaffen, die Selbstwirksamkeit zu steigern. Beschreibung Erfahrungen sammeln durch Ausprobieren und Anwenden sind die Basis für die Entwicklung neuer Handlungsroutinen. Dafür bedarf es passender Angebote und Gelegenheiten. Gefragt sind hier pas-sende Erfahrungsräume und alternative Angebote, die zum Mitmachen und Kennenlernen einladen. Erfahrungsräume sind z.B.: Erfahrungsräume für flächensparendes und gemeinschaftliches Wohnen: Neben hohen energetischen Standards ist es notwendig, flächenschonende Wohnmodelle bei gleichbleibender Wohnqualität zu entwickeln, die den Flächenverbrauch pro Kopf reduzieren und langfristig den Trend zu mehr Wohnflä-che umkehren. Die Aktivitätenempfehlung bringt dies in die konkrete Anwendung. Sie bündelt z.B. Angebote zur Orientierungsberatung für Menschen, die ihre Wohnsituation ändern wollen, ein Haus bauen wollen, teilen, umziehen oder gemeinschaftlich wohnen möchten und fördert zielgruppenorien-tierte Öffentlichkeitsarbeit zum Wohnen über alle Lebensphasen. Erfahrungsräume für alternative Mobilität schaffen und kommunizieren: Die Teilaktivität zielt darauf ab, möglichst frühzeitig für klimaschonende Mobilität zu sensibilisieren. Dazu gehören insbesondere Mög-lichkeiten des Testens und Ausprobierens der Elektromobilität oder der Nutzung von E-Carsharing. Für die Kölner Bürger soll auf Quartiersebene eine Beratungs- und Ausprobierkampagne durchgeführt werden, um den Zugang zur Elektromobilität zu fördern, Fragen rund um die Elektromobilität beant-worten und gleichzeitig Fördermöglichkeiten aufzeigen. Klimashoppen Köln: Läden oder Gastronomiebetriebe in der Innenstadt schließen sich zusammen und zeigen Konsument*innen auf, wie der alltägliche Einkauf oder Café-Besuch klimafreundlich gestaltet werden kann. Über die Kölner Klima-Karte wird man für klimafreundlichen Konsum in Form eines Kli-maschutz-Pakets und der Unterstützung eines Klimaschutz-Projekts belohnt. Es muss eine bestimmte Anzahl an Stempeln gesammelt werden, um ein Klimaschutz-Paket zu erhalten. Erste Handlungsschritte und Teilaktivitäten • Erarbeitung eines Konzepts zur Förderung und Umsetzung von Erfahrungsräumen. • Einbindung der „Pioniere des Wandels“ in Köln, z.B. Akteure*innen Neptun Platz, Initia-tor*innen „Tag des guten Lebens“. • Förderung der Umsetzung

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 Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln, Pioniere des Wandels  Private Haushalte, Läden und Gastro-nomiebetriebe   Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente über 8 Jahre für Beratungsangebote  2023 bis 2030 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   192.500 € für Konzeptentwicklungen, flan-kierende Öffentlichkeitsarbeit, Klima-schutzpakete  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t):  Nicht quantifizierbar 
 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anzahl durchgeführter Beratungen, Teil-nehmende Klimashoppen  Ökonomie: Lokale Wertschöpfung wird durch Klimashoppen gesteigert. Ökologie: Nachhaltige Mobilität und ge-meinschaftliches, flächensparendes Woh-nen reduzieren THG-Emissionen. Soziales: Pioniere des Wandels werden miteinander vernetzt.  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu Aktivitätenempfehlungen 5.1.1.1, 1.2.1.4  keine 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Netzwerk aus Pionieren des Wandels fun-gieren als Multiplikatoren in die Stadtge-sellschaft  Erfahrungsräume sofort sichtbar

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5.1.3 Klimaschonendes und nachhaltiges Verhalten in die breite Anwendung bringen 5.1.3.1 Wünsche und Anforderungen der Bürger*innen in Bezug auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit systematisch erfragen (z. B. Panel-Befragungen) 
 Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern / 5.1.3.1.  Wünsche und Anforderungen der Bürger*innen und Bürger in Bezug auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit systematisch erfra-gen Handlungsschwerpunkt Klimaschutz im Alltag Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel Ziel ist es, Wünsche und Anforderungen an den Klimaschutz in Köln sowie Fragen der grundsätzlichen Akzeptanz einzelner Maßnahmen oder Ansätze repräsentativ zu erfragen und zu analysieren. Geeigne-te Formate sind zum Beispiel Online-Panels. Beschreibung Die Transformation der Bürgergesellschaft, hin zu klimaschonendem Verhalten ist ein langfristiger Prozess. Auf diesem Weg ist es erforderlich, Bedürfnisse und Anforderungen der Bürger regelmäßig zu erfassen und die Wirkung von Maßnahmen und Angeboten zu testen. Die Aktivitätenempfehlung bündelt Empfehlungen zur regelmäßigen Bürgerbefragung. Teilaktivität 1 - Bürgerbefragung zum klimaschonenden Verhalten über Online-Panel regelmäßig durch-führen: Es werden regelmäßige Befragungen und Konzepttests geplanter Klimaschutzaktivitäten der Stadt Köln über ein Online-Panel durchgeführt. Das Online-Panel umfasst eine repräsentative Zahl Kölner Bürger*innen. Das Format ermöglicht so die systematische Auswertung im Hinblick auf Mili-eus, Geschlecht und Lebensstil und bietet damit eine zentrale strategische Basis für die städtischen Klimaschutzaktivitäten. Teilaktivität 2 - Städtische Bürgerbefragungen auswerten und um Baustein Klimaschutz ergänzen: In der Stadt Köln werden bereits jetzt vielfältige Formate der Bürgerbefragung durchgeführt (z.B. mei-nungfuer.koeln). Die Ergebnisse bestehender Bürgerbefragungen sollen im Hinblick auf ihre Relevanz für klimaschonendes Verhalten ausgewertet und, wo sinnvoll, zukünftige Befragungen um Aspekte des klimaschonenden Verhaltens erweitert und ausgebaut werden. Erste Handlungsschritte und Teilaktivitäten Umsetzungsschritte: • Konzeption einer kommunalen Online Plattform zur Bürgerbefragung • Umsetzung und Einführung • Analyse und Bewertung, Herausarbeiten strategischer Empfehlungen => Schnittstelle Mul-tiprojektmanagement der Stadt Köln

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 Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln  Bürgerinnen und Bürger   Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente über 3 Jahre  2023 bis 2035  Sachkosten  Finanzierungsansatz   25.000 € für Konzeptentwicklung und Umsetzung kommunale Online-Plattform  Haushaltsplattform 
 THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Umsetzung Online-Plattform, durchge-führte Befragungen, Anzahl Teilneh-mende Panel  Soziales: Indirekte Teilhabe- und Gestal-tungsmöglichkeiten engagierter Bürger-schaft durch Befragungen  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu Aktivitätenempfehlung 6.1.2.1  keine 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  -

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5.1.3.2 Lebensmittelverschwendung in der Außer-Haus-Verpflegung reduzieren 
 Klimaschonender Lebensstil und Bildung / 5.1.3.2.  Lebensmittelverschwendung in der Außer-Haus-Verpflegung reduzieren Handlungsschwerpunkt Klimaschutz im Alltag Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel Die Aktivitätenempfehlung zielt darauf ab, die Lebensmittelverschwendung in der Außer-Haus-Verpflegung, insbesondere in den Einrichtungen der städtischen Gemeinschaftsverpflegung, zu redu-zieren. Ziel ist es, die Quote der Ausgabe- und Tellerreste in den städtischen Gemeinschaftsverpfle-gungen bis 2030 auf höchstens 10% zu reduzieren. Darüber hinaus soll darauf hingewirkt werden, dass auch in der Gastronomie der Verschwendung von Lebensmitteln entgegengewirkt wird und der Lebensmittelhandel nicht mehr verkaufsfähige aber noch verzehrfähige Produkte an Foodsharing-Initiativen oder Tafeln weitergibt. Auch die Verbraucher*innen sollen zu gezieltem Einkaufsverhalten, der Weiterverarbeitung vermeintlicher Essensreste und generell zu einem nachhaltigeren Umgang mit Lebensmitteln animiert werden. Hier gibt es  Querbeziehungen zur Aktivitätenempfehlung 5.1.1.1. Mitmachkampagne sowie zur Aktivitätenempfehlung 3.5.2.1. Ausweitung der braunen Tonne bis 2035. Beschreibung In Deutschland landet circa ein Drittel des aktuellen Lebensmittelverbrauchs in der Mülltonne. Eine große Rolle spielt dabei die Außer-Haus-Verpflegung oder das Wegwerfen von nicht verkauften Le-bensmitteln.  Im Rahmen der städtischen Öffentlichkeitsarbeit werden für Verbraucherinnen und Verbraucher, so-wie Unternehmen der Außer-Haus-Verpflegung gezielte Angebote und Kampagne entwickelt und umgesetzt, die zu einem klimafreundlichen Verhalten im Bereich Ernährung aktivieren. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten sind • Entwicklung einer Strategie gegen Lebensmittelverschwendung in Köln unter Einbeziehung der wichtigsten Akteure • Entwicklung und Durchführung einer Kampagne zur Lebensmittelsicherung • Schaffung von Anreizen zur Lebensmittelsicherung   Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln: Amt für Schulentwicklung; Amt für Kinder, Jugend und Familie; Gebäudewirtschaft unter Einbeziehung des Ernährungsrates für Köln und Umge-bung e.V. sowie der Verbraucherzentrale NRW 
 Städtische Einrichtungen, Gastronomie, Verbraucherinnen und Verbraucher 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung   0,25 Vollzeitäquivalente über 3 Jahre   2023 bis 2030

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 Sachkosten  Finanzierungsansatz   45.000 € für Konzeptentwicklung und begleitende Öffentlichkeitsarbeit  Haushaltsmittel, Kostenreduktion durch optimierten Einkauf  THG-Einsparungen    Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 5.857 Tonnen CO2eq/a (nicht endenergie-bedingt, daher nicht anrechenbar auf Kom-munalbilanz) 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  29.287 Tonnen CO2eq (nicht endenergie-bedingt, daher nicht anrechenbar auf Kommunalbilanz)  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Reduktion Tellerreste  Ökonomie: Kostenreduktion durch opti-mierte, bedarfsgerechte Einkaufsmengen Soziales: Unterstützung einkommens-schwacher Personen durch Foodsharing-Initiativen und Tafeln  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu Aktivitätenempfehlungen 5.1.1.1 und 3.5.2.1   finanzielle und personelle Kapazitäten in Schulen und KiTas  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Kinder als Multiplikatoren für den Um-gang mit Lebensmittelverschwendung in private Haushalte  -

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5.2 Klimaschutz in Bildungseinrichtungen – Zielgruppe Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Lehrende 5.2.1 Erfahrungs- und prozessbasierte Ernährungs- und Umweltbildung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit 5.2.1.1 Schulische Nachhaltigkeitsbildung zu Ernährung, Konsum und klimaschonendem Verhalten 
 Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern / 5.2.1.1. Schulische Nachhaltigkeitsbildung zu Ernährung, Konsum und klimaschonendem Verhalten Themenschwerpunkt Klimaschutz in Bildungseinrichtungen – Ziel-gruppe Kinder, Jugendliche, junge Erwachse-ne, Lehrende 
Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel Ziel ist die Verankerung der schulischen Nachhaltigkeitsbildung in allen Kölner Schulen bis 2030. Beschreibung Die Anlagen für individuelle klimaschonende Konsum- und Verhaltensentscheidungen werden bereits in jungen Jahren gelegt. Mit der Aktivitätenempfehlung werden Aspekte der Nachhaltigkeitsbildung im schulischen Handeln verankert und insbesondere in drei Lernmodulen zu Ernährung, Konsum und klimaschonendem Verhalten vertieft.  Erste Schritte/Teilaktivitäten Die Aktivitätenempfehlung gliedert sich in vier Teilaktivitäten: 5.2.1.1.1. Klimaschutz macht Schule - BNE verankern und Ausbildung von Klimacoaches für Schulen: Die Kampagne "Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltigkeit" des Landes NRW bietet hierzu gute Rahmenbedingungen. Die Kampagne bietet allen Schulen in Nordrhein-Westfalen und außerschuli-schen Bildungspartnerinnen und -partnern Unterstützung an, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Unterricht und Schulalltag einzubeziehen. Von den mehr als 300 Schulen in Köln nehmen bisher ca. sechs Einrichtungen am Programm des Landes NRW teil. Ziel ist es, BNE in allen Schulen im Stadtgebiet im Schulprogramm zu verankern. Hierzu wird eine Informations- und Aktivierungskam-pagne an Kölner Schulen gestartet. Die Kampagne wird vom Schulentwicklungsamt der Stadt Köln in Kooperation mit der Bezirksregierung Köln als Trägerin der weiterführenden Schulen, dem Erzbistum Köln sowie privaten Schulträger*innen konzipiert und durchgeführt. Zusammen mit der Qualitätsanaly-se der Bezirksregierung Köln wird im Rahmen eines Pilotprojekts die Aufnahme von Kriterien der Nachhaltigkeits- und Klimaschutzbildung in die Qualitätsanalyse getestet.    5.2.1.1.2. Lernmodul zu Ernährungsbildung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit: Der Lernort Schule wird als ein Handlungsfeld für nachhaltige Entwicklung verstanden. Die Ermutigung zu mehr Selbst-vertrauen bei der Entwicklung von individuellem Wissen und Fähigkeiten bildet hierzu die Basis. Fä-higkeiten werden idealerweise durch das eigene Tun und die damit verbundene Erfahrung der eigenen Selbstwirksamkeit erworben. Die Teilaktivität setzt darauf, eine erfahrungs- und prozessbasierte Er-nährungsbildung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit an Kölner Schulen zu implementieren und zu mul-tiplizieren. Themenschwerpunkte des Lernmoduls sind z.B. die Reduzierung von Lebensmittelabfällen (Lebensmittelsicherung) sowie die nachhaltige Nahrungsmittelproduktion  und deren Klimawirksam-

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keit. Im Rahmen der Teilaktivität sollen regelmäßig (mind. einmal im Jahr) konkrete Maßnahmen im Bereich Ernährung und Konsum stattfinden. Ab 2025 sollen in allen offenen Ganztagen der Schulen und in allen Kitas entsprechende Angebote umgesetzt werden. Dazu gehören z.B. die Integration außerschulischer Lernorte in die Umweltbildung, Ernährungs-Projekte, Koch AG´s, Projektwochen oder digitale Bildungsangebote. Zusätzlich soll ein Klimacoaching zunächst in 20 Reallaboren für klima-schonenden Konsum und Ernährung eingeführt werden. In den Reallaboren erarbeiten Schüler*innen (z.B. im Rahmen einer Projektwoche oder AG) Interessenschwerpunkte zum Thema klimaschonender Konsum und Ernährung im Schulalltag, in Familie und Freizeit. Sie formulieren hierzu selbständig Ver-änderungsziele nach Interesse und eigener Selbsteinschätzung. Klimacoaches helfen bei der Identifi-kation der Ziele und der Erarbeitung eines Maßnahmenplans. Auf dieser Grundlage können die Schü-ler*innen z.B. in Kooperation mit Anbietenden klimaschonender Produkte und Dienstleistungen kon-krete Angebote ausprobieren und testen. Angebote können z.B. gemeinsames Kochen oder der Be-such von Biohöfen, Unverpackt-Läden oder Repair Cafés ( sein. Zu Beginn des Projekts erarbeiten die Teilnehmenden einen Foodprint. Die Teilnehmenden erhalten ein direktes Feedback über die Wirkung des Verhaltens durch die Veränderung des Foodprints.    5.2.1.1.3. Lernmodul Gärtnern in Schulen und Kitas: Fähigkeiten werden idealerweise durch das eige-ne Tun und die damit verbundene Erfahrung der eigenen Selbstwirksamkeit erworben. Gärten in Schu-len und Kitas sind ideale Orte zum selber machen. Hier kann im Kleinen gelingen, was in Köln zur Regel werden soll: Nachhaltige und klimaschonende Ernährung von der Produktion bis zum Verzehr erfahrbar machen. Die Teilaktivität fördert die Einrichtung von Gärten in allen Kölner Schulen und Kitas. Im Lernmodul werden Prinzipien der „Essbaren Stadt“ vermittelt, indem z.B. Urban Gardening als Unterrichtsmodul eingeführt wird. Es wird ein Unterstützer*innen Netzwerk für Garten-Projekte in Schulen und Kitas gegründet, zudem engagieren sich Schulen im Rahmen von AG´s und Projektwo-chen in Projekten des Urban Gardening im Stadtteil oder im Quartier. Zur Förderung des außerschuli-schen Lernens wird der Besuch von landwirtschaftlichen Betrieben gefördert. Die Teilaktivität berück-sichtigt den Schulgarten-Aktionsplan sowie das Schulgarten Netzwerk.  5.2.1.1.4. Lernmodul schulische Umweltbildung zu klimaschonendem Mobilitätsverhalten: Klimascho-nende Mobilität ist ein Thema, dass Schüler*innen, Eltern und Lehrende gleichermaßen betrifft. Die Teilaktivität setzt darauf, klimaschonendes Verhalten im Alltag erfahr- und erlernbar zu machen. Kern des Angebots sind ehrenamtliche Begleiter*innen des Veränderungsprozesses. Hier werden Trai-ner*innen als ehrenamtliche Prozessbegleiter*innen ausgebildet. Das Angebot gilt grundsätzlich für alle Kölner Schulen und Schulformen. Trainer*innen können Schüler*innen, Lehrer*innen oder Eltern im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagements werden. Sie erhalten eine qualifizierte Ausbildung, um Projektwochen und Arbeitsgruppen in Kölner Schulen zum Thema klimaschonende Mobilität durchzuführen. Im Rahmen der Maßnahme werden die Trainer*innen mit einem passgenauen Schu-lungs- und Umsetzungskonzept ausgebildet und auf die Aufgabe vorbereitet. Es werden Trainings-Werkzeuge entwickelt und bereitgestellt und der organisatorische Rahmen sichergestellt. Die Integra-tion der erfahrungs- und prozessbasierten Umweltbildung im Mobilitätsbereich mit Unterstützung durch die Trainer*innen in das jeweilige Schulprogramm bildet die Basis für eine nachhaltige Umset-zung.  Akteure  Zielgruppe  Amt für Schulentwicklung, Bezirksregie-rung Köln, Qualitätsanalyse, Umwelt- und Verbraucherschutzamt (Schulgarten-Netzwerk) 
 Schulen und Kitas 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente über 8 Jahre   2023 bis 2030  Sachkosten  Finanzierungsansatz   249.500 € für Konzeptentwicklung, Akti-vierungskampagne, Ausbildung Klima-Coaches, Fahrtkosten  Haushaltsmittel, Förderprogramme

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 THG-Einsparungen    Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 3.000 Tonnen CO2eq/a (nicht endener-giebedingt, daher nicht anrechenbar auf Kommunalbilanz) 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  20.142 Tonnen CO2eq (nicht endener-giebedingt, daher nicht anrechenbar auf Kommunalbilanz)  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anzahl durchgeführter Reallabore, An-zahl Schulgärten, Fahrten zu Betrieben   keine  Synergieeffekte   Zielkonflikte     finanzielle und personelle Kapazitäten in Schulen und KiTas  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Kinder und Jugendliche werden zu Mul-tiplikatoren im eigenen Umfeld  Schulgärten als sichtbare Zeichen für den Wandel

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5.2.1.2 Aufbau eines Monitorings im Bildungsbereich: Ernährung, Energie und Mobilität 
 Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern / 5.2.1.2. Aufbau eines Monitorings im Bildungsbereich: Ernährung, Energie und Mobilität Themenschwerpunkt Klimaschutz in Bildungseinrichtungen – Ziel-gruppe Kinder, Jugendliche, junge Erwachse-ne, Lehrende 
Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel Ziel der Aktivitätenempfehlung ist, Veränderungen der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes im Bildungsbereich regelmäßig zu messen und damit eine Grundlage zur Nachsteuerung zu schaffen. Die Aufnahme der Daten ist insbesondere im schulischen Umfeld im Sinne einer Transparenz wichtig.  Beschreibung Die Aktivitätenempfehlung zielt darauf ab, konkrete Indikatoren für Ernährung, Energie und Mobilität im Bildungsbereich zu entwickeln und die Erfassung der Indikatoren unter Berücksichtigung der be-sonderen Anforderungen an Datensicherheit im schulischen Umfeld zu etablieren. Die Aktivitätenemp-fehlung soll in enger Abstimmung an die Aktivitätenempfehlung des digitalen Monitorings und Control-lings der Stadt Köln umgesetzt werden.  Erste Arbeitsschritte Erste Umsetzungsschritt ist daher, die Anforderungen im Bildungsbereich zu erfassen und das Moni-toring prototypisch für eine Beispielschule aufzusetzen.   Akteure  Zielgruppe  Amt für Schulentwicklung, Bezirksregie-rung Köln, Schulträger  Schulen und Schulträger 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente über 3 Jahre   2023 - 2025  Sachkosten  Finanzierungsansatz   50.000 € für Konzeptentwicklung und Umsetzung sowie Evaluation eines Pi-lotprojekts an einer Beispielschule  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar

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 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Konzept zur Erfassung und Messung umweltrelevanter Indikatoren im schuli-schen Umfeld, Umsetzung Pilotprojekt  keine 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu Aktivitätenempfehlung 6.1.2.2  finanzielle und personelle Kapazitäten in Schulen  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Kinder und Jugendliche werden zu Mul-tiplikatoren im eigenen Umfeld  -

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5.3 Klimaschutz in Kultur und Freizeit – Zielgruppe Kulturschaffende und Anbieter von Freizeiteinrichtungen als Multiplikatoren 5.3.1 Kulturschaffende und Anbieter von Freizeiteinrichtungen als Multiplikatoren für Klimaschutz und Nachhaltigkeit fördern 5.3.1.1 Leitlinien für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement 
 Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern / 5.3.1.1. Leitlinien für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement Themenschwerpunkt Klimaschutz in Kultur und Freizeit Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel Ziel der Aktivitätenempfehlung ist, bis 2025 die Durchführung von Freizeitaktivitäten in Köln klima-schonend zu gestalten und Akteur*innen aus dem Bereich Freizeit und Kultur als Multiplikator*innen zu gewinnen. Beschreibung Veranstaltungen in Köln - inklusive Stadtfeste, Sportveranstaltungen und Bürgerfeste - sollen klima-freundlich durchgeführt werden. Bei der Durchführung von Veranstaltungen ergeben sich für die Stadt Köln zahlreiche Optionen, um auf die Nachhaltigkeit positiven Einfluss zu nehmen. Beispielsweise ließe sich der Strombedarf der Veranstaltungen aus Grünstrom decken und auf Einweggeschirr ver-zichtet werden. Weiterhin könnten Veranstalter zu weiteren, einzuhaltenden Kriterien verpflichtet werden.  Erste Handlungsschritte Für die Veranstaltungen auf dem Stadtgebiet soll ein Konzept erarbeitet werden, das die Klimaschutz-Bemühungen der Stadt Köln unterstreicht. Hierzu werden Leitlinien erarbeitet und durch die Stadt Köln in eine möglichst umfassende Anwendung gebracht.  Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln: z.B. Stabsstelle Events im Amt der Oberbürgermeisterin, Sportamt  Akteur*innen aus dem Bereich Freizeit und Kultur  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente über 3 Jahre   2023 bis 2025  Sachkosten  Finanzierungsansatz   35.000 € für Konzeptentwicklung und Aktivierungskampagne  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar

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 Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t):  Nicht quantifizierbar  Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Aufstellen eines Maßnahmenkatalogs für nachhaltige Veranstaltungen, Anzahl nachhaltig umgesetzter Veranstaltungen  - 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   -  keine  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  Aktive Kommunikation während der Ver-anstaltungen fördern Bewusstsein

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     Kommunale und zivilgesellschaftliche Trans-formation zur Klimaneutralität erreichen

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6 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen 6.1 Transformation als kommunale Managementaufgabe 6.1.1 Transformationsstrategie für ein klimaneutrales Köln 6.1.1.1 Entwicklung und Umsetzung der Transformationsstrategie 
 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen / 6.1.1.1 Entwicklung und Umsetzung der Transformationsstrategie Themenschwerpunkt Transformation als kommunale Management-aufgabe Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Der stadtgesellschaftliche Transformationsprozess im Sinne klima- und ressourcenschonender Ent-scheidungen lässt sich aktiv gestalten und beschleunigen, aber im komplexen Gesamtprozess nicht in Gänze steuern. Die Stadt Köln kann Menschen und Organisationen durch gezielte fachliche und kom-munikative Impulse aktivieren, Räume zur Zusammenarbeit schaffen, den Prozess begleiten, Akteure vernetzen und gute Rahmenbedingungen für die Transformation schaffen. Die kommunale Manage-mentaufgabe sollte dabei nicht wie ein klassisches Projektmanagement mit klar quantifizierbaren Zie-len interpretiert werden - vielmehr braucht es ein prozessorientiertes Veränderungsmanagement. An dieser Stelle kann die Stadt eine wichtige koordinierende Rolle übernehmen. Ziele der Aktivitätenempfehlung sind: Die zielgerichtete, gewünschte strukturelle Veränderung der Stadt durch die Veränderung von relevanten kommunalen Infrastrukturen und Rahmenbedingungen auf Ebene der kommunalen Selbstbestimmung, Werteeinstellungen und Konsummustern auf Ebene der Stadtgesellschaft, Produkten und Angeboten für mehr Energie- und Ressourcenschonung, die Förderung von Innovationen und Forschung. Ausgangslage Der Konzern Stadt Köln stößt bereits stadtweit Klimaschutzprojekte an, vernetzt und informiert Ak-teur*innen und bietet mit unterschiedlichen Förderprogrammen Anreize für die Umsetzung klima-freundlicher Projekte und Verhaltensweisen. Das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 erfordert die Entwicklung und Umsetzung einer umfassenden Strategie zur ganzheitlichen Trans-formation. Beschreibung Ziel der Transformationsstrategie ist die ganzheitliche, prozesshafte Transformation, mit ihren Hand-lungsebenen und Instrumenten zu entwickeln und die Umsetzung sicherzustellen. Die Strategie be-schreibt eine aktive Rolle der Stadt als Akteurin und Vorbild, um positive Rahmenbedingungen für die Transformation der Stadtgesellschafft zu schaffen und möglichst vielen Bürger*innen sowie Unter-nehmen ressourcen- und klimaschonendes Verhalten zu ermöglichen. Dazu gehört insbesondere die Entwicklung eines lebensnahen Argumentationssets „ohne CO2“ für Entscheidungsträger*innen. Handlungsebenen sind dabei die Aktivierung, Qualifizierung und Mobilisierung der Kölner Stadtgesell-schaft. Die Governance (Steuerung durch Akteur*innen) des gesellschaftlichen Wandels setzt dabei einen systemischen Ansatz voraus. Im Mittelpunkt der Transformationsstrategie stehen vier Fragen: • Wie wird die Umsetzung der formulierten Maßnahmen sowie die prozessorientierte Fortschrei-

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bung und Anpassung als „agiles Verfahren“ sichergestellt?  • Wie kann die Stadt den Transformationsprozess aktiv begleiten und fördern? • Wie können Unternehmen die nachhaltige Entwicklung vorantreiben? • Wie kann die Zivilgesellschaft erreicht und mitgenommen werden? Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Konzeption querschnittsorientierter Transformationsstrategie 2. Entwicklung agiler, kommunaler Steuerungsinstrumente 3. Monitoring und Erfolgscontrolling   Akteure  Zielgruppe  Konzern Stadt Köln  Stadtgesellschaft, Unternehmen  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente über 4 Jahre   4 Jahre  Sachkosten  Finanzierungsansatz   70.000 € für die Erstellung einer quer-schnittsorientierten Transformationsstra-tegie  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Konzept mit querschnittsorientierter Transformationsstrategie  - 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergieeffekte zu allen Handlungsfel-dern  keine 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  -

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6.1.1.2 Kommunikation des Transformationsprozesses 
 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen / 6.1.1.2  Interne Kommunikation des Transformationsprozesses Themenschwerpunkt Transformation als kommunale Management-aufgabe Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Die nach innen gerichtete Kommunikation des Transformationsprozesses fördert die Verankerung der Klimaneutralitätsstrategie innerhalb der Verwaltung und der Beteiligungen im Konzern Stadt Köln. Ziele sind: • Wünsche und Anforderungen in Bezug auf klimaschutzrelevante Themen der Verwaltung regelmäßig erfassen • Verwaltungsinterne Kommunikation und Vernetzung fördern • Verständnis interner Abhängigkeiten fördern • Entscheidungsabläufe beschleunigen  Ausgangslage Derzeit wird ein Auftrag zur Erarbeitung und Umsetzung einer Kommunikationsstrategie an eine Kommunikationsagentur vergeben. Auftragsgegenstände sind unter anderem die Erarbeitung einer Klima Dachmarke, unter der sich die Akteure vereinigen mit entsprechenden Informationskanälen (Internetseite, etc.) Beschreibung Die Aktivitätenempfehlung setzt sich aus drei Teilaktivitäten zusammen: • Potenziale zur Verbesserung der Kommunikation und Beschleunigung von Entscheidungswe-gen ermitteln: Die Kommunikations- und Entscheidungswege für die Umsetzung von Klima-schutzmaßnahmen werden transparent erfasst und analysiert. Potenziale zur Beschleunigung in einem moderierten Verfahren erarbeitet, getestet und schrittweise umgesetzt.  • Verwaltungsinterne Kommunikation und Vernetzung fördern: Der fach- und projektbezogene Austausch soll verwaltungsintern gefördert werden, um eine gemeinsame, zielgerichtete Kli-maschutzarbeit zu ermöglichen. Verwaltungsinterne Informations- und Kommunikationsformate schaffen Transparenz und fördern die Aktivierung und Vernetzung relevanter Akteur*innen un-tereinander. Ein Beispiel für eine verwaltungsinterne Informationsveranstaltung könnte ein Kli-masalon als Instrument zur verstärkten Aktivierung der Stadtverwaltung sein. Der Klimasalon ist eine Veranstaltungsreihe, die Mitarbeiter*innen in einem informellen Rahmen zusammenbringt. Sie werden über die Klimaschutzaktivitäten der Stadt Köln informiert und eingeladen, eigene Ideen zu entwickeln und -ähnlich dem innerbetrieblichen Vorschlagsmanagement- einzubringen.  • Vorbildliche Projekte und Initiativen können präsentiert und Aktionen zur Aktivierung und Mobi-lisierung durchgeführt werden. Neben der Integration klimafreundlichen Verhaltens in den je-weiligen spezifischen Arbeitsbereich, geht es auch um die Ausbildung von Beratungskompe-tenzen innerhalb der Verwaltung. Der Klimasalon ist eine Möglichkeit, Verbündete für Klima-schutzthemen in den Organisationseinheiten zu identifizieren (Change Agents) und damit den Prozess zu verankern.

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Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Formate zur verwaltungsinternen Kommunikation und Vernetzung einführen 
 Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln  Mitarbeitende Stadt Köln und städtische Beteiligungen  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente über 4 Jahre zur Organisation und Durchführung der Veran-staltungen   4 Jahre 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   108.000 € für Analyse und Moderation des Prozesses durch eine externe Fach-begleitung sowie Raumkosten und Be-wirtung 
 Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Anzahl Klimasalons oder ähnlicher For-mate  keine 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Schafft Synergien über alle Handlungs-felder  keine 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Der Teilnehmendenkreis kann schnell und flexibel innerhalb des Konzerns Stadt skaliert werden  keine

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6.1.1.3 Kommunikationsstrategie für Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickeln und umsetzen 
 Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern / 6.1.1.3.  Kommunikationsstrategie für Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickeln und umsetzen Handlungsschwerpunkt Klimaschutz im Alltag Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 Ziel Ziel der Aktivitätenempfehlung ist, bis 2024 eine Kommunikationsstrategie für Klimaschutz und Nach-haltigkeit zu entwickeln und umzusetzen. Ausgangslage Es gibt seit April 2022 eine kommunikative Begleitung der Strategie Klimaneutrales Köln. Die Aufgabe besteht in der Konzeption einer Kommunikations- und Beteiligungsstrategie und die darauf aufbauen-de Begleitung der Umsetzung zur Implementierung in die Klimaneutralitätsstrategie. Der hier formu-lierte Steckbrief formuliert Eckpunkte für den Konzeptionsprozess.   Beschreibung Die Kommunikationsstrategie soll auf einer emotionalen Ebene klimaschonendes Verhalten im Alltag lebensnah vermitteln, um eine identitätsstiftende Wirkung zu entfalten. Sie zielt auf die aktive Erhö-hung der Veränderungsbereitschaft, die Entwicklung alternativer Verhaltensroutinen, die Steigerung der Lebensqualität und greift Widerstände aktiv auf. Bausteine können sein: Zielgruppen identifizieren: Für Köln spezifische Zielgruppen werden identifiziert und deren Bedürfnisse und Anforderungen erfasst und analysiert. Kanäle und Botschaften zielgruppengerecht formulieren: Die Kommunikationsstrategie beschreibt Kanäle und Botschaften für relevante Zielgruppen in Köln.  Informelle Meinungsführer zu Verbündeten machen: Menschen mit Vorbildfunktion werden zum "Ge-sicht" der Kommunikation gemacht werden und dienen als Vorbilder für klimaschonendes Verhalten.   Visionsbilder entwickeln und bündeln: Visionen sind geeignet, Menschen und Organisationen in Be-wegung zu setzen. Teil der Kommunikationsstrategie ist ein Prozess zur Entwicklung von Visionsbilder in Bezug auf klimaschonende Entscheidungen im Alltag. Teilaktivitäten Elemente einer Umsetzungsstrategie können sein: • Social Media Strategie: Teil der Aktivitätenempfehlung ist eine Social Media Strategie, insbe-sondere für klimaschonendes Verhalten und Ressourcenschonung. Die Inhalte werden auf den städtischen Social-Media-Accounts platziert. • Tipp der Woche: Tipps der Woche zeigen Möglichkeiten auf, sich klima- und ressourcenscho-nend zu verhalten. • Lokaler Footprint: Der lokale Footprint zeigt anschaulich, welchen Einfluss das eigene Verhalten im Bereich Ernährung auf die CO2-Emissionen haben. • Interaktiver Online-Klimaschutzführer: Die Idee eines Klimaschutzführers soll als interaktives Online-Tool aufgebaut werden. Erweitert um z.B. interaktive Routeninformationen und tagesak-

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tuelle Angebote, erleichtert der Online-Nachhaltigkeitsführer die alltäglichen klimaschonenden Entscheidungsprozesse. Erforderlich ist die Entwicklung des Online-Tools sowie die laufende Datenerfassung und Pflege.  • Beispiele klimaschonenden Verhaltens zielgruppengerecht aufbereiten: Lebens- und praxisnahe Beispiele klimaschonenden Verhaltens in den Sektoren Wohnen und Energie, Mobilität und Konsum und Ernährung sind wichtige Ansätze, um Verhaltensänderungen zu beeinflussen. Die Beispiele werden textlich und grafisch aufbereitet und städtischen Akteuren sowie Akteuren der Stadtgesellschaft zur Verfügung gestellt.  Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln  Bürgerinnen und Bürger   Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,5 Vollzeitäquivalente über 2 Jahre  2023 bis 2024   Sachkosten  Finanzierungsansatz   58.000 € für Konzeptentwicklung und begleitende Öffentlichkeitsarbeit  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Erarbeitung und Umsetzung Kommuni-kationsstrategie, Umsetzung Online-Klimaschutzführer, Umsetzung Foot-print, 
 Sozial: Visionsbilder motivieren die Bür-gerschaft. Durch geeignete Vernet-zungsangebote werden Verbündete zusammengebracht.  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien über alle Handlungsfelder  Social-Media-Kanäle müssen dauerhaft gepflegt und auf kritische Kommentare reagiert werden  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Social-Media-Aktivitäten sind geeignet, um schnell und überregional Aufmerk-samkeit zu schaffen.  Online-Klimaschutzführer, Footprint und Social-Media-Aktivitäten sind sofort sicht-bar

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6.1.2 Monitoring und Controlling mit Multiprojektmanagement im Klimaschutzprozess einrichten 6.1.2.1 Das Multiprojektmanagement verankern und vernetzen 
 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen / 6.1.2.1   Das Multiprojektmanagement verankern und vernetzen Themenschwerpunkt Transformation als kommunale Management-aufgabe Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Die zielgerichtete Weiterentwicklung der Projektorganisation schafft günstige Rahmenbedingungen, um Projekte und Aktivitäten umzusetzen und das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Ein Multipro-jektmanagement ermöglicht die zielgerichtete Organisation einer großen Anzahl von Projekten und Maßnahmen bei wechselnden politischen, finanziellen und personellen Rahmenbedingungen. Das Verfahren behält - in Abgrenzung zum Projektmanagement für Einzelprojekte - das Gesamtergebnis aller Vorhaben im Blick. Das Multiprojektmanagement soll in der Koordinationsstelle Klimaschutz an-gesiedelt werden. Für die Umsetzungsphase ist die Entwicklung und Einführung eines digitalen Moni-torings- und Controllings geplant. Ausgangslage Die Klimaschutzarbeit der Stadt Köln ist im Dezernat VIII - Umwelt, Klima und Liegenschaften ange-siedelt. Die Koordinationsstelle Klimaschutz übernimmt die strategische Ausrichtung des gesamtstäd-tischen Klimaschutzprozesses und ist zentrale Ansprechpartnerin zu den Themen Klimaschutz und SmartCity Cologne. Sie initiiert und koordiniert Projekte und begleitet die Abstimmungen zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren. Das Multiprojektmanagement im Bereich Klimaschutz der Stadt Köln soll in Zukunft bei der Koordinationsstelle Klimaschutz angesiedelt werden. Beschreibung Multiprojektmanagement im kommunalen Klimaschutz bedeutet, ein Portfolio von Maßnahmen, Pro-jekten und Aktivitäten im Sinne der formulierten kommunalen Klimaschutzziele zu managen und zu steuern. Im Unterschied zum Projektmanagement legt das Multiprojektmanagement den Fokus auf das gesamte Portfolio der Klimaschutzprojekte und verfolgt übergeordnete und langfristige kommuna-le Klimaschutzziele. Hierzu soll ein Prozess beschrieben werden, der definiert, wie Maßnahmen Teil des Portfolios werden. Möglichkeiten der Kommunikation und transparenten Darstellung des Portfo-lios, Statusberichte sowie Verfahren zur Erfolgs- und Prozessevaluation sollen entwickelt werden. Zu den Aufgaben gehören: • Transparenz und Wissensvermittlung: Gibt Überblick über aktuelle und vergangene Aktivitäten und einen Zugang zu den gesammelten Erfahrungen. Daten, Informationen und Wissen sind ak-tuell. Nutzer*innen sind selbständig in der Lage auf Basis einer einheitlichen, zuverlässigen Da-tenbasis aussagekräftige Auswertungen zu erstellen. • Ideenmanagement: Fördert neue Maßnahmen- und Projektideen durch gezielte Angebote und Formate und begleitet den Weg von der Idee zur Maßnahme. • Strategische Projektinitiierung und -entwicklung: Fördert die Initiierung und Umsetzung von Klimaschutzprojekten. Unterstützt auf Prozessebene in der Startphase und der Umsetzung.   • Monitoring und Erfolgskontrolle: Einheitliche Datenstruktur, Transparenz über gespeicherte Da-ten, Informationen und Wissen.

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Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Organisations- und Managementstruktur mit Anbindung an die Dezernate der Stadt Köln identifizieren und einführen. 2. Instrumente des Multiprojektmanagements umsetzen und einführen (z.B. Projektportfoli-oplan als Werkzeug und zentrales Organigramm des strategischen Maßnahmenplans, digita-les Monitoring und Controlling). 3. Schrittweise Implementierung und Verankerung  Akteure  Zielgruppe  Dezernat VIII - Umwelt, Klima und Liegen-schaften, Koordinationsstelle Klimaschutz  Stadt Köln 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  2 Vollzeitäquivalente   fortlaufend  Sachkosten  Finanzierungsansatz   30.000 € für die Erarbeitung und Implemen-tierung eines Multiprojektmanagements mit Unterstützung durch externe Fachberatung  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Einsatzfähigkeit der Instrumente und Ver-fahrensweisen, Anzahl eingepflegter Pro-jekte  keine 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergieeffekte über alle Handlungsfelder   keine  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  -

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6.1.2.2 Das digitale Monitoring und Controlling entwickeln, dauerhaft anwenden und begleiten 
 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen / 6.1.2.2    Das digitale Monitoring und Controlling entwickeln, dauerhaft anwenden und begleiten Themenschwerpunkt Transformation als kommunale Management-aufgabe Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Die Strategie zum Erreichen der Klimaneutralität wird durch ein Maßnahmenportfolio beschrieben. Das Maßnahmenportfolio besteht aus vier Ebenen: Handlungsfelder, Handlungsschwerpunkte, Maßnah-men und Aktivitätenempfehlungen. Das Maßnahmenportfolio ist kein starrer Plan sondern bildet einen laufenden Prozess ab – Aktivitäten kommen hinzu, abgeschlossene Aktivitäten werden aus dem Port-folio entfernt. Es ist daher besonders wichtig, dass Aktivitäten in den Handlungsfeldern und Hand-lungsschwerpunkten dokumentiert, der Status anhand von Indikatoren erfasst und die Umsetzungser-folge transparent evaluiert und dargestellt werden können. Gesucht wird ein digitales Organisations- und Managementinstrument mit Datenbankanbindung zur Abbildung des Maßnahmenportfolios. Es soll im Rahmen des Multiprojektmanagements bei der Stadt Köln einsetzbar und über frei konfigurier-bare Eingabemöglichkeiten und Ausgabemöglichkeiten in Text und Grafik verfügen.    Ausgangslage Das Ziel der Klimaneutralität 2035 erfordert ein passgenaues Monitoring- und Controlling-System auf unterschiedlichen Ebenen, um den Prozess transparent zu gestalten und aktiv steuern zu können. Aktuell werden Indikatoren zur Erstellung der CO2-Bilanz erfasst.  Beschreibung Den Zielkorridor festlegen: Es wird ein Verfahren vereinbart, das regelt, wie Ziele formuliert und ver-einbart werden. Übergeordnete Klimaschutzziele und Subziele werden möglichst spezifisch und präzi-se auf der gesamtstädtischen Ebene, der Ebene der Handlungsfelder und der Maßnahmenebene formuliert. Den Prozess beobachten: Der jeweilige Prozessstatus auf dem Weg zur Klimaneutralität wird durch ein passgenaues System von Indikatoren und Kennwerten beschrieben. Die Auswahl der Indikatoren erfolgt nach den Kriterien der Relevanz und Verfügbarkeit. Das Indikatorensystem ist analog zum Ziel-korridor in vier Ebenen aufgeteilt. Die Wirkung überprüfen: Durch den regelmäßigen Abgleich der Indikatoren mit den formulierten Zie-len und den Entwicklungspfaden zur Treibhausgasreduktion können Basisinformationen als Grundlage für die Prozessteuerung über das Multiprojektmanagement abgeleitet werden. Dem Prozess eine Richtung geben: Das digitale Monitoring und Controlling wird in das Multiprojekt-management eingebunden.  Gezielte Impulse geben: Die Steuerungsinstrumente werden durch das Projekt- und Maßnahmenport-folio und das direkte und indirekte Handlungspotenzial des Konzerns Stadt Köln abgebildet. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Übergeordnete Klimaschutzziele (Leitziele) definieren und Subziele operationalisieren. 2. Analoges Indikatorensystem einführen und Bilanzierungssystem mit BISKO-Bilanz und Ne-benbilanz implementieren und verstetigen. 3. Schnittstellen mit IT-Stadt Köln klären, Einbindung verfügbare digitale Instrumente der Stadt

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Köln prüfen  4. Gründung einer Projektgruppe Monitoring und Digitalisierung 5. Systematisierung der Begrifflichkeiten: Vereinbarung eines einheitlichen Vokabulars für das Indikatorensystem der Klimaneutralitätsstrategie.   6. Prototypische digitale Indikatorenerfassung  7. Digitales Indikatorenerfassungssystem testen und anpassen 8. System fortschreiben und bei Stadt Köln implementieren 9. Instrumentarien und Verfahren zum Abgleich und der Darstellung der Ergebnisse entwi-ckeln. 10. Digitale Indikatoren kontinuierlich erfassen und Soll-Ist-Werte abgleichen.  Akteure  Zielgruppe  Konzern Stadt Köln  Konzern Stadt Köln  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  2 Vollzeitäquivalente über 3 Jahre zur Ent-wicklung und Umsetzung des Systems, danach 1 Vollzeitäquivalent fortlaufend  fortlaufend 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Personalkosten  -  THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Definierte Ziele und Subziele, Definition und Umsetzung Indikatorensystem, Grün-dung Projektgruppe, entwickelte Instru-mente und Verfahren 
 Ökonomie: langfristige Kostenreduktion durch automatisierte Erfassung und Aus-wertung 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien über alle Handlungsfelder  keine  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  Erhöhung der Transparenz im Konzern Stadt und in der Kölner Stadtgesellschaft durch eine offene Datenschnittstelle und eine nutzerfreundliche Visualisierung (Cockpit-Funktion) 
 -

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6.1.2.3 Instrumente zur Steuerung des Klimaschutzprozesses implementieren und im Prozess anpassen 
 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen / 6.1.2.3  Instrumente zur Steuerung des Klimaschutzprozesses imple-mentieren und im Prozess anpassen Themenschwerpunkt Transformation als kommunale Management-aufgabe Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Die Stadt Köln kann den Prozess zur Klimaneutralität nicht in Gänze steuern, sie kann ihn aber im Hin-blick auf die Zielerreichung kontrollieren und mit geeigneten Maßnahmen direkt oder indirekt auf den Prozess einwirken. Die Aktivitätenempfehlung bündelt Teilaktivitäten zum Nachjustieren und Steuern und beschreibt damit Instrumentarien, die beim Multiprojektmanagement der Stadt Köln angesiedelt sein sollten. Ansätze zur Nachjustierung sind:  • Gestaltung der rechtlichen, planerischen und finanziellen Rahmenbedingungen durch Stadt Köln • Aktive Steuerungsmöglichkeiten des Maßnahmenportfolios mit einer Top-Down und Bottom-Up Strategie Beschreibung und erste Handlungsschritte/Teilaktivitäten 1. Einführung eines verbindlichen Mechanismus zur Nachsteuerung Die Einführung eines verbindlichen Mechanismus zur Nachsteuerung ist Grundlage für den Steue-rungsprozess: • Multiprojektmanagement führt jährlich Bilanzierung nach dem BISKO-Verfahren durch und er-mittelt Emissionsdaten des Vorjahres.  • Soll-Istwert Abgleich für die sektorspezifischen CO2-Emissions- und Budgetziele  • Fall1: Maximale Jahresemissionsmengen eingehalten = kein Nachsteuerungsbedarf • Fall2: Jahresemissionsmengen in einem oder mehreren Sektoren überschritten => Nachsteue-rungsbedarf • Klimarat (halbjährlich) und Projektgruppen empfehlen Maßnahmen zur Nachjustierung  • Dezernate und städtischen Beteiligungen (halbjährlich) legen Aktivitäten zur Nachsteuerung mit direktem oder indirektem Einfluss vor.  • Kommunikation und ggf. Beschluss im Rat der Stadt Köln 2. KlimaFonds Köln  Der KlimaFonds Köln fördert über alle Handlungsfelder Investitionen und Innovationen zur Treibhaus-gasreduktion und Klimaanpassung in Köln. Die Höhe der Förderung für Maßnahmen zur Treibhausgas-reduktion orientiert sich an der Höhe eingesparter oder kompensierter Emissionen. Dadurch ergeben sich Vorteile mit einem guten Verhältnis zwischen Investitionen und Einsparungen. Zudem wird durch die Kopplung der Förderhöhe an den CO2-Preis eine direkte Konsequenz des eigenen Handelns deut-lich.

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Der Klimafond besteht aus zwei Säulen: CO2 Einsparprämien für Investitionen: Kölner Bürger*innen, Unternehmen und Organisationen erhal-ten für jede nachweislich eingesparte Tonne CO2 eine Prämie in Höhe von 180 €/Tonne. Das Prämien-programm fördert Investitionen in den Klimaschutz, die zu einer Reduktion der jährlichen Emissionen im energetischen Bilanzrahmen der Stadt Köln führen. Die Prämie orientiert sich an den Empfehlungen des Umweltbundesamtes in Bezug auf die ersparten Schäden für Mensch und Umwelt. Unternehmen weisen die Treibhausgaseinsparung auf Basis eines (vereinfachten) Energiemanagementsystems am Ende eines Jahres nach, verbunden mit der Beschreibung der dafür umgesetzten Maßnahmen. Pri-vathaushalte mit Wohnsitz in Köln können das Prämienprogramm durch den Nachweis der durchge-führten Maßnahme auf Grundlage eines Maßnahmenkatalogs - unter Beachtung einer Bagatellgrenze - nutzen. Sofern Maßnahmen nicht im Katalog abgebildet sind, werden diese separat berechnet. Durch die Kopplung an den CO2-Preis werden investive Maßnahmen in einer Bandbreite von ca. 3% bis 10% der Investitionssumme gefördert. Um eine hohe Dynamik bei der Inanspruchnahme zu erreichen, soll die Förderung in einem noch festzulegenden zeitlichen Rahmen sinken. Die Förderung könnte z.B. 2023 mit 180 €/Tonne starten und sich dann jedes Jahr bis 2035 um 10% verringern. Die Höhe der Investitionsförderung soll als Steuerungsinstrument in Abhängigkeit der Ergebnisse des Monitorings flexibel anpassbar sein. Sie soll dem Prinzip folgen: Je höher der Reduktionsbedarf pro Jahr, desto höher die Investitionsförderung für das Folgejahr. Um schnell eine hohe Reduktion an Treibhausgasen zu erzielen und so das CO2-Budget Kölns zu schonen, wäre für das erste Jahr ein Aufkauf von 5.000 Tonnen CO2, entsprechend 900.000 €, empfehlenswert. Im zweiten Jahr müsste geschätzt eine ma-ximale Summe von 10.000 Tonnen CO2 aufgekauft werden.     Kompensationsfonds mit Innovationsprojekten in Köln: Kölner Unternehmen aber auch Bürger*innen können zur Kompensation ihrer CO2-Emissionen städtische CO2-Zertifikate aus einem Klimafonds kau-fen. Die eingenommenen Mittel können durch Sponsoring erhöht werden. Es werden ausschließlich lokale (Innovations-) Projekte zur CO2-Einsparung gefördert. Der Umfang des Fonds wird jeweils zu Jahresbeginn festgelegt und bestimmt sich aus den Projekten, die für das jeweilige Jahr bei dem Fonds „angemeldet“ werden. Gegen Ende eines jeden Jahres können Sonderaufrufe zur Unterstüt-zung einzelner Projekte gestartet werden, die bis dahin noch nicht „ausfinanziert“ sind. Der Preis für ein Kompensationszertifikat orientiert sich an Marktpreisen (z.B. Atmosfair) und wird bei der Förderung von Projekten auf z.B. 180 € pro Tonne durch die Stadt aufgestockt. 3. Innovationsmanagement für Klimaschutz und Nachhaltigkeit einführen (Innovationsräume) Gesellschaftliche Transformationsprozesse beginnen mit veränderungsbereiten Menschen und benö-tigen Raum für Innovation. Die Aktivitätenempfehlung zielt daher darauf ab, systematisch über alle Handlungsfelder hinweg Räume für Innovationen zu identifizieren und zu fördern. Hierzu führt die Stadt Köln ein Innovationsmanagement ein. Die Umsetzung der Aktivitätenempfehlung gliedert sich in die drei Phasen „Innovationsräume schaffen und fördern“, „Lösungen testen und verbessern“ sowie „Erreichbarkeit verbessern“. Die Innovationsräume werden im Sinne von Modellprojekten konkret geplant und umgesetzt, Erfahrungen evaluiert und Ergebnisse dokumentiert. Aus den Erfahrungen wird gelernt, sodass der Kreis der Akteur*innen für die Vervielfältigung und Verstetigung erweitert wird und Menschen zum Mitmachen und Wiederholen qualifiziert werden.  Projekte, die in die Umset-zung gelangen, können z.B. durch den KlimaFonds Köln gefördert werden. • Die Klimaneutralitätsstrategie mit Leben füllen: Vor dem Hintergrund der strategischen Entwick-lungsziele werden Leitprojekte und mögliche Innovationsräume zusammengeführt. Hierzu wer-den Innovationsräume gezielt identifiziert (z.B. Innovationsraum Sanierungssatzung mit KfW 432, Innovationsraum autofreies Quartier, Quartiersstrom …“.) • Verbündete Zusammenbringen: Projektpaten aus der Verwaltung, der Wissenschaft oder der Stadtgesellschaft bringen Träger und Beteiligte möglicher Innovationsprojekte frühzeitig zu-sammen, Ideen werden entwickelt und konkretisiert. • Eine kraftvolle Vision entwickeln: Vor dem Hintergrund der Ideen werden erste Prototypen entworfen, die Machbarkeit geprüft und die Wirksamkeit der Innovationen eingeschätzt. • Gemeinsam an der Zukunft arbeiten: Die Innovationsräume werden im Sinne von Modellprojek-ten konkret geplant und umgesetzt. Projekte, die in die Umsetzung gelangen, können z.B. durch den KlimaFonds gefördert werden.

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• Lernen unterstützen: Die Erfahrungen aus den Modellprojekten werden evaluiert und die Er-gebnisse kommuniziert. • Schritt aus der Nische gehen: Aus den Erfahrungen wird gelernt. Der Kreis der Akteure für die Vervielfältigung wird erweitert und Menschen zum Mitmachen und Wiederholen qualifiziert.   4. Benchmark Beispiele Im Bereich Konsum und Ernährung wird ein Benchmark entwickelt. Ziel ist es, Vergleichswerte für den klimaschonenden und ressourcenschonenden Umgang im Bereich Konsum und Ernährung zu erfassen und damit den „Wettbewerb“ zwischen Unternehmen zu fördern.  Akteure  Zielgruppe  Koordinationsstelle Stadt Köln, ggfs. Ab-stimmung mit Stabstelle Digitalisierung   Unternehmen, Organisationen, Initiativen, Stadtgesellschaft  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent   fortlaufend  Sachkosten  Finanzierungsansatz   2.700.000 € für Anfangsinvestition Klima-Fonds  Haushaltsmittel, Zertifikatehandel, KfW 432 Förderung  THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 5.000 Tonnen CO2eq im ersten Jahr 10.000 Tonnen CO2eq im zweiten Jahr 
 Kumulierte THG-Einsparung (t):  15.000 Tonnen CO2eq 
 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Einführung eines KlimaFonds, Anzahl Teil-nehmende, Anzahl finanzierter Innovations-projekte Entwicklung und Einführung von Benchmarks 
 Ökonomie: Innovationsprojekte werden über KlimaFonds finanziert Soziales: KlimaFonds schafft finanzielle Potenziale für gesellschaftlich getragene Innovationsprojekte  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu allen Handlungsfeldern  keine  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  Innovationsräume sofort sichtbar

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6.1.3 Querschnittsthemen der Klimaschutzarbeit in Köln verankern 6.1.3.1 Soziale Gerechtigkeit als zentrale Anforderung verankern – Grundlagenstudie „Armutsrisiko und Klimaschutz“ 
 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen / 6.1.3.1  Soziale Gerechtigkeit als zentrale Anforderung verankern - Grundlagenstudie "Armutsrisiko und Klimaschutz" Themenschwerpunkt Transformation als kommunale Management-aufgabe Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Einkommensschwache Haushalte sind von steigenden Energiekosten besonders stark betroffen. Um der Gefahr der Energiearmut zu entgegnen und soziale Gerechtigkeit vor dem Hintergrund der Klima-schutzstrategie zu fördern, soll eine Grundlagenstudie „Armutsrisiko und Klimaschutz“ Hintergründe beleuchten, Wirkzusammenhänge aufzeigen und geeignete Handlungsoptionen und Instrumente iden-tifizieren. Zentrale Frage ist, wie eine sozial- und klimagerechte Stadtteilentwicklung Kölns ermöglicht werden kann. Ausgangslage 23% der Kölner*innen verfügen über ein monatliches Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 1.066€ und leben damit unter der von der Europäischen Union definierten Armutsgrenze. Besonders hoch ist der Anteil junger Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund.11 Gleichzeitig sind Verbrau-cher*innen seit Jahren Belastungen durch steigende Energiepreise für Strom und Wärme ausgesetzt. Die Stadt Köln verfolgt das Ziel, die Sanierungsquote zu erhöhen. Die Mietkostensteigerungen durch die Umlagefähigkeit von Modernisierungskosten können die Gentrifizierung beschleunigen Beschreibung Um der Gefahr der Energiearmut aktiv zu begegnen und die soziale Gerechtigkeit vor dem Hintergrund der Klimaschutzstrategie zu fördern, wird eine Grundlagenstudie „Armutsrisiko und Klimaschutz“ durchgeführt. Die Studie analysiert wer in welchem Ausmaß von Energiearmut betroffen oder bedroht ist und welche Konsequenzen daraus entstehen. Der Einflussbereich des Konzerns Stadt Köln wird in diesem Zusammenhang beleuchtet, um Handlungsempfehlungen und Instrumente zur Sicherung der sozialen Gerechtigkeit ableiten zu können. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten Grundlagenstudie durchführen und Handlungsempfehlungen bzw. Steuerungsinstrumente entwickeln.  Akteure  Zielgruppe  Konzern Stadt Köln  Stadtgesellschaft  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente über 1 Jahr   1 Jahr 
 11 https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/statistik-umfragen/erwerbst%C3%A4tigkeit_und_wirtschaftliche_lage_der_k%C3%B6lner_bev%C3%B6lkerung_um_ksn_2018_4.pdf, S.19-20

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 Sachkosten  Finanzierungsansatz   30.000 € für Grundlagenstudie   Haushaltsmittel  THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Erarbeitung Grundlagenstudie und Ablei-tung von Steuerungsinstrumenten und Handlungsempfehlungen  Soziales: Finanzielle Entlastung einkom-mensschwacher Haushalte 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   -  keine  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  -

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6.1.3.2 Digitalisierung und Klimaschutz als Querschnittsthema integrieren 
 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen / 6.1.3.2  Digitalisierung und Klimaschutz als Querschnittsthema integ-rieren Themenschwerpunkt Transformation als kommunale Management-aufgabe Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Digitalisierung und Klimaschutz sind zwei zentrale Megatrends, die die Zukunft der Stadt Köln umfas-send beeinflussen werden und Auslöser und Motor für umfassende Transformationen in der Stadtge-sellschaft sind. Die Aktivitätenempfehlung bündelt Digitalisierung und Klimaschutz mit dem Ziel, digita-le Lösungen für den Klimaschutz in Köln zu erarbeiten und einzuführen. Ausgangslage Die Stadt Köln verfolgt mit der Smart City Cologne bereit einen umfassenden Ansatz, Projekte von Kölner Unternehmen, Privatleuten, Verbänden und Behörden für einen nachhaltigen und bewussten Umgang mit Energie zu bündeln. Mit SmartCity, der „intelligenten“ Stadt, reagieren die Akteure auf die Herausforderungen des Klimawandels. Im Rahmen des Projekts werden Techniken und Dienstleis-tungen erprobt, die umweltbewusstes urbanes Leben künftig prägen werden.   Beschreibung Die laufenden Aktivitäten sollen verstärkt und mit den Zielen, Maßnahmen und Aktivitätenempfehlun-gen der Klimaneutralitätsstrategie der Stadt Köln synchronisiert und abgeglichen werden. Die Chancen der Digitalisierung sollen integriert im Hinblick auf das Maßnahmenportfolio geprüft und soweit mög-lich bei der Umsetzung auf dem Weg zur Klimaneutralität genutzt werden. Ein erster Ansatz ist z.B. die Aktivitätenempfehlung „Digitales Monitoring und Controlling“.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten • Nachhaltige Vernetzung des Smart City Cologne Prozesses mit der Umsetzung der Klimaneutra-litätsstrategie der Stadt Köln • Systematischer und laufender Abgleich der Maßnahmenportfolien und Sicherstellung der Ver-netzung   Akteure  Zielgruppe  Konzern Stadt Köln  Konzern Stadt Köln  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente über gesamte Laufzeit   fortlaufend 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   keine  -  THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar

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 Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Aufbau digitales Controlling und Monitoring  -  Synergieeffekte   Zielkonflikte   Synergien zu Aktivitätenempfehlungen der Maßnahme 6.1.2  - 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  -

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6.1.4 Integration des Ziels der Klimaneutralität in die Struktur des Konzerns Stadt Köln 6.1.4.1 Klimaschutz als Transformationsthema in der Organisationsstruktur verankern 
 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen / 6.1.4.1  Klimaschutz als Transformationsthema in der Organisations-struktur verankern Themenschwerpunkt Transformation als kommunale Management-aufgabe Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Klimaschutz muss als integrierte gesamtstädtische Aufgabe betrachtet werden. Vor dem Hintergrund der zeitlichen Erfordernisse zur Steuerung und Umsetzung der Klimaschutzprozesse ist zudem eine deutliche Beschleunigung von Entscheidungsprozessen erforderlich. Mögliche Ergänzungen bzw. Weiterentwicklungen der bestehenden Struktur sind z.B. die Einführung von Klimakoordinator*innen in den Geschäftsbereichen, die Bildung von Service-Plattformen oder die Gründung einer Projektge-sellschaft zur Umsetzung von Klimaschutzprojekten. Ausgangslage Aktuell ist die Klimaschutzarbeit bei der Koordinationsstelle Klimaschutz als Stabsstelle im Dezernat VIII verankert. Beschreibung Klimakoordinator*innen: In jedem Geschäftsbereich werden Klimakoordinator*innen eingesetzt. Die Aufgabe der Klimakoordinator*innen besteht darin, die Umsetzung der Klimaziele in den Geschäftsbe-reichen zu verankern. Die Klimakoordinator*innen sind Ansprechpartner*innen und Schnittstelle zwi-schen den Geschäftsbereichen und stellen die Umsetzung der Klimaschutzziele sicher. Die Koordinati-on formuliert spezifische Ziele und Vorgaben für die Umsetzung von Klimaschutzaktivitäten in den einzelnen Geschäftsbereichen in Abstimmung mit dem übergeordneten Multiprojektmanagement. Sie fördern hierzu die Informations- und Wissensvermittlung und begleiten ggf. erforderlichen Verände-rungen und Anpassungen in den Geschäftsbereichen.    Serviceplattformen: Serviceplattformen dienen der Bündelung von Klimaschutzaufgaben zwischen verschiedenen Geschäftsbereichen und Beteiligungen der Stadt Köln. Die Serviceplattformen fördern integrierte Lösungen und stellen Dienstleistungen zur Verfügung. Projektgesellschaft: Eine Projektgesellschaft ist insbesondere an der Schnittstelle zwischen Verwal-tungshandeln und städtischen Gesellschaften denkbar. Sie wird vom Rat der Stadt Köln beauftragt, Klimaschutzprojekte zu planen und umzusetzen. Als Klimaprojektagentur könnte die Gesellschaft zu-dem die Aufgaben des Multiprojektmanagements übernehmen. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Klimakoordinator*innen in den einzelnen Geschäftsbereichen einsetzen 2. Serviceplattform einrichten 3. Projektgesellschaft gründen

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 Akteure  Zielgruppe  Konzern Stadt Köln  Konzern Stadt Köln  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  20 Vollzeitäquivalente über gesamte Lauf-zeit (2 Vollzeitäquivalente pro Dezernat)  fortlaufend 
 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Nur Personalkosten  Haushaltsmittel und Förderung über Kom-munalrichtlinie  THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar 
 Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Implementierung Klimaschutzkoordinieren-de, Gründung Service-Plattform, Gründung Projekt-Gesellschaft  keine 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   zu allen Handlungsfeldern  keine  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  -

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6.2 Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung integriert betrachten 6.2.1 Nachhaltigkeitstransformation der Wirtschaft und Neuansiedlung klimaneutraler Unternehmen fördern 6.2.1.1 Inkubator Energie- und Klimaschutz: Angebote und Instrumente zur Förderung der Transformation bestehender Unternehmen und Neuansiedlung 
 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen / 6.2.1.1  Inkubator Energie- und Klimaschutz: Angebote und Instrumen-te zur Förderung der Transformation bestehender Unterneh-men und Neuansiedlung Themenschwerpunkt Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und Regio-nalentwicklung integriert betrachten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2023 
Ziel und Strategie Die Transformation der Wirtschaft hin zur Klimaneutralität erfordert nicht allein technische Effizienzlö-sungen, sondern vor allem eine Integration in das wirtschaftspolitische Handeln. Klimaneutralität muss ein integriertes Ziel für den Wirtschaftsstandort Köln werden, mit dem Ziel der Schaffung- und Siche-rung von Arbeitsplätzen. Das erfordert gute Rahmenbedingungen sowie die Einführung von Leitplan-ken zur Transformation bestehender Unternehmen, die Neuansiedlung klimaneutraler Betriebe und die Förderung einer Angebots- und Produktentwicklung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Dies ist ein Beitrag zur Stärkung der Widerstandskraft des Wirtschaftsstandorts Köln und der Region.  Ausgangslage Als dynamischer Wirtschafts-, Wissens- und Forschungsstandort erfährt Köln bereits einen Wandel der Unternehmenslandschaft, hin zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Diesen Wandel als Chance zu nutzen, ist bereits Teil von Initiativen in Köln. So wurden in der Zusammenarbeit von KölnBusiness Wirtschaftsförderung und SmartCity Cologne bereits Wettbewerbe zur Startup Förderung von Klima-schutzunternehmen durchgeführt. Diese Initiativen gilt es zu verstetigen und auszubauen.  Beschreibung und Teilaktivitäten Die Förderung der Transformation und Ansiedlung wird durch verschiedene Teilmaßnahmen unter-stützt: Integrierte Umsetzungs- und Kommunikationsstrategie zur Entwicklung und politischen Verankerung von Angeboten zur Förderung und Transformation bestehender Unternehmen. Teilmaßnahmen zur Förderung können sein: • Inkubator Energie- und Klimaschutz: Der Inkubator "Energie- und Klimaschutz" sorgt für ein optimales Klima für Start-Ups im Energie-, Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsbereich. Er be-gleitet Gründer*innen auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Dies fängt bei Beratung und Coaching an, geht über die Bereitstellung von Mietflächen, Büroräumen und Infrastruktur, bis zu Service- und Dienstleistungspaketen, in deren Rahmen beispielsweise ein professi-oneller Business-Plan erstellt werden kann. Im Rahmen der Maßnahme entstehen konkre-te Angebote und Instrumente zur Förderung und Finanzierung der Gründung- und Entwick-

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lungsprozesse. • Beratung zur Einführung interner CO2-Bepreisungen: Die Einführung des CO2-Preises auf EU- und Bundesebene erfordert die verstärkte Berücksichtigung in unternehmensinternen Prozessen. Unternehmen können durch die Einführung eines internen CO2-Preises Klimari-siken und -chancen aufzeigen und steuernd auf die Verbesserung von Produktionsprozes-sen mit dem Ziel der Klimaneutralität hinwirken. Damit erreichen sie eine größere Wider-standskraft auch bei einem stärkeren Anstieg der externen CO2-Bepreisung. Die interne Bepreisung kann grundsätzlich individuell angesetzt werden – Voraussetzung ist eine trag-fähige Bilanzierung der internen Prozesse. Erster Schritt ist die Einführung einer Bilanzie-rungs- und CO2-Bepreisungsberatung, insbesondere für kleinere und mittlere Unterneh-men. • Investitionsfonds klimaneutraler Unternehmen: Der Investitionsfonds klimaneutrale Unter-nehmen ist ein flankierendes Instrument zur Verbreitung des Förderprogramms. • Compliance – Selbstverpflichtung in Bezug auf Umwelt und Klimaschutzstandards der Stadt Köln: Köln initiiert und fördert eine Kampagne zur Selbstverpflichtung Kölner Unter-nehmen, die Umwelt und Klimaschutzstandards nicht nur einzuhalten, sondern diese nach Möglichkeit zu übertreffen. Dazu gehört auch ein Bekenntnis zu dem Ziel der Klimaneutrali-tät der Stadt Köln und die Selbstverpflichtung, sich auf den Weg zu Umsetzung zu ma-chen. Eingebunden wird dies in eine Imagekampagne.  • Förderung und Einführung eines Klima- oder Umweltmanagements zur Zertifizierung: Ein Weg, die komplexen Belange des betrieblichen Umweltschutzes greifbar zu machen, ist die Entwicklung und Umsetzung eines sogenannten Umweltmanagement-Systems (UMS). Dieses System wird von einem Unternehmen selbst aufgestellt. Eine regelkonforme Zerti-fizierung nach EMAS oder ISO 14001 schafft dem Unternehmen sowohl juristische Si-cherheit als auch einen Image Vorteil. Insbesondere die größeren Unternehmen verfügen in der Regel bereits über ein entsprechendes Instrument. Gerade kleine und mittlere Un-ternehmen haben hier ein Potenzial, problematisch sind jedoch fehlende Ressourcen zur Umsetzung. Die Stadt Köln startet in Kooperation mit geeigneten Partnern (z.B. IHK) eine Informations- und Beratungskampagne für kleine und mittlere Unternehmen zur Einfüh-rung eines Umweltmanagements. • Beratung Corporate Carbon Footprint (CCF): Unternehmen tragen eine gesellschaftliche Verantwortung zur Reduzierung der klimarelevanten Emissionen. Ein grundsätzliches Prob-lem ist häufig, dass keine Daten über die Emissionen vorliegen, insbesondere mit Blick auf die eigenen Lieferketten. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen verfü-gen hierzu weder über das Wissen noch über die Ressourcen eine entsprechende Analyse durchführen zu lassen. Das Beratungsangebot zielt darauf ab, die unternehmensspezifi-schen Systemgrenzen zu bestimmen, die Daten für eine Bilanzierung auf verschiedenen Unternehmensebenen zu erheben und auf dieser Grundlage den Corporate Carbon Foot-print zu berechnen. Bilanziert werden in der Regel stationäre Anlagen, Mobile Anlagen, Flüchtige Gase und Prozessemissionen. Ebenso Teil der Untersuchung kann die Berech-nung der Treibhausgasemissionen aus vor- und nachgelagertem Transport und Verteilung sein. • Klima- und Energiehaus: Eine Initiative für ein zentrales Klima- und Energiehaus in den kommenden drei bis fünf Jahren in Köln als Plusenergiehaus mit passenden Betreiber-strukturen. Breitgefächertes Know-how wird unter einem Dach gebündelt.  Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln, KölnBusiness, SmartCity Co-logne  Unternehmen

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 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  2 Vollzeitäquivalente   fortlaufend  Sachkosten  Finanzierungsansatz   150.000€ für Studien und Konzepte  Haushaltsmittel  THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 1.343 Tonnen CO2eq/a  Kumulierte THG-Einsparung (t): 14.465 Tonnen CO2/eq   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Inkubator Energie- und Klimaschutz einge-führt Beratungen interner CO2-Bepreisungen durchgeführt Investitionsfonds klimaneutraler Unterneh-men eingerichtet Mehr Klima-Selbstverpflichtungen im Wirt-schaftssektor Einführung des Klima- oder Umweltmana-gements  Höhere Nachfrage an Corporate Carbon Footprint Beratungen Klima- und Energiehaus eingerichtet 
 Ökonomie: Mehr kommunale Steuerein-nahmen Ökologie: Bessere Klimapolitische Rah-menbedingungen 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Handlungsfeldübergreifend, Arbeiten + Wirtschaft, Gebäudesanierungen, Trans-formationsprozesse  - 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  -

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6.2.1.2 Unterstützung des Handwerks: Imagekampagne und Weiterbildungsoffensive 
 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen / 6.2.1.2  Handwerkeroffensive Themenschwerpunkt Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und Regio-nalentwicklung integriert betrachten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Ziel der Aktivitätenempfehlung ist es, handwerkliche Berufe für Ausbildungssuchende attraktiver zu machen und handwerkliche Betriebe im Bereich klimaschonender Technologie sowie nachhaltiger Dämmstoffe zu qualifizieren. Ausgangslage Das Ziel der Klimaneutralität erfordert eine deutliche Steigerung der Sanierungsquote im Bestand und den konsequenten Einsatz erneuerbarer Energien in Bestand und Neubau. Gleichzeitig sind Hand-werksbetriebe flächendeckend stark ausgelastet und leiden unter Personalmangel.  Beschreibung Imagekampagne: Die Ausbildung im Handwerk sollte durch eine Imagekampagne und weitere Maß-nahmen interessanter gemacht werden.  Weiterbildungsoffensive: Darüber hinaus müssen Handwerker im Umgang mit neuen Technologien oder auch Dämmmaterialien weitergebildet werden, so dass eine Verbreitung, aber auch Wartung dieser neuen Technologien sichergestellt werden kann. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Relevante Akteur*innen identifizieren und Netzwerk aufbauen. 2. Imagekampagne entwickeln und kommunizieren. 3. Gemeinsam mit relevanten Akteur*innen, wie beispielsweise der IHK, Weiterbildungsange-bote entwickeln, kommunizieren und umsetzen.  Akteure  Zielgruppe  Konzern Stadt Köln, IHK, HWK  Handwerksbetriebe, Schulabsolvent*innen, Studiums-Abrecher*innen 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung 
 0,25 Vollzeitäquivalente  fortlaufend  Sachkosten  Finanzierungsansatz   Bestandteil Aktivitätenempfehlung „Kom-munikationskampagne“  Haushaltsmittel 
 THG-Einsparungen

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 Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): keine  Kumulierte THG-Einsparung (t): keine   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Relevante Akteur*innen identifiziert Imagekampagne durchgeführt Weitere Akteure akquiriert  Signifikante Steigerung des Ausbildungs-quoten  
 Ökonomie: Qualifizierte Arbeitsplätze wer-den zusätzlich geschaffen, Lieferengpässe werden gemindert  Soziales: Weiterbildungsangebote 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   Querschnittswirkung über alle Handlungs-felder   - 
 Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  Sofort durchführbar

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6.2.2 Stadt-Regionen Beziehungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickeln 6.2.2.1 Klimaneutralitätsregion Köln: Kooperation zwischen Stadt und Region bei Umsetzung gemeinsamer Klimaneutralitätsstrategien 
 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen / 6.2.2.1  Klimaneutralitätsregion Köln: Kooperation zwischen Stadt und Region bei Umsetzung gemeinsamer Klimaneutralitätsstrate-gien Themenschwerpunkt Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und Regio-nalentwicklung integriert betrachten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Eine Klimaneutralitätsstrategie für Köln erfordert regionales Denken und Handeln. Ziel ist es, regionale Kooperation mit den Städten und Landkreisen zu fördern, Synergieeffekte durch Kooperation („Klima-schutz-Region“) zu heben und den kontinuierlichen Austausch zu Klimaschutzthemen zu etablieren.  Ausgangslage Klimaschutz und Klimawandelvorsorge sind bereits Themen in regionalen Kooperationen. Der Region Köln/Bonn e.V. hat z.B. bereits im Jahr 2009 die Kooperationsrunde Energie/Klima gegründet. Diese vernetzt die Klimaexperten der Mitgliedskommunen und -institutionen und bietet eine Plattform für den Austausch über gelungene Projektbeispiele und regionale Trends sowie für den Dialog zwischen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Das Stadt Umland Netzwerk (S.U.N) legt mit der Kernstadt Schwerpunkte im linksrheinischen Umland auf die Siedlungs-, Wirtschafts-, Verkehrs- und Freiflächenentwicklung. Hier könnten Klimaschutzthemen zusätzlich integriert werden. Die Trans-formation des Rheinischen Reviers bietet zudem Chancen für die regionale Entwicklung zu einem zentralen Standort für erneuerbare Energien.  Beschreibung und Teilaktivitäten Im Rahmen der Aktivitätenempfehlung sollen Initiativen und Angebote zur Integration der Klimaneutra-litätszielsetzung in regionale Entwicklungskonzepte geschaffen werden. Teilaktivitäten sind: Ansiedlungsinitiative Klimaneutrale Unternehmen • Regionales Netzwerk mit Unternehmen („Umweltallianz“) in Kooperation z.B. mit der Region Köln/Bonn e.V. • Klimaneutrale Ansiedlung von Unternehmen ermöglichen, Aufstellen eines regionalen „Förder- und Beratungskatalogs“  • Interkommunale Gewerbeflächenentwicklung mit Energieversorgung aus regionalen Erneuerba-ren Energiequellen Regionales Qualitätssicherungsnetzwerk mit Akteuren der energetischen Gebäudesanierung • Bspw. Architekt*innen, Energieberater*innen, bauausführende Gewerke Gemeinsame Klimaschutz-Standards • bei Flächenentwicklungen (Wohnen, Nicht-Wohnen) oder Sanierung und Neubau eigener Lie-genschaften

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 Akteure  Zielgruppe  Verwaltung  Kommunale Einrichtungen  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent   fortlaufend  Sachkosten  Finanzierungsansatz   50.000€ weiterführende Studien  Haushaltsmittel  THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Umweltallianz gegründet, Ansiedlung kli-maneutraler Unternehmen in der Region, Flächenausweisung für Neuansiedlung ausschließlich klimaneutraler Unternehmen, Anzahl interkommunaler Aktivitäten zur Ansiedlung klimaneutraler Unternehmen 
 Ökologie: Klimaschutz in Unternehmen Soziales: Geringere Wohnflächennutzung 
 Synergieeffekte   Zielkonflikte   -  -  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  Sofort umsetzbar

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6.2.2.2 Netzwerk Regionale Vermarktung  
 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen / 6.2.2.2  Netzwerk Regionale Vermarktung  Themenschwerpunkt Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und Regio-nalentwicklung integriert betrachten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Lange Transportwege und energieintensive Lagerung von Lebensmitteln erhöhen die ernährungsbe-dingten CO2-Emissionen. Zur regionalen Vermarktung zwischen Verbrauchenden aus Köln und Anbie-tenden aus dem Rheinischen Revier wird eine Netzwerkstruktur aufgebaut. Zielgruppen auf Seite der Verbrauchenden sind regionale Gastronomiebetriebe. Ausgangslage Günstige Standortfaktoren für vielseitige landwirtschaftliche Erzeugung im Kölner Umland (Ackerbau und Sonderkulturen im Linksrheinischen, Viehzucht im Rechtsrheinischen) sowie ein hohes Marktpo-tential für regionale und/oder im ökologischen Landbau erzeugte Nahrungsmittel auf der Habenseite stehen Defiziten in den Lieferbeziehungen, den verarbeitenden und logistischen Infrastrukturen sowie den Vermarktungswegen gegenüber. Auch die bereits weit verbreitete Direktvermarktung stößt an räumliche Grenzen, da die Landwirt*innen in der Regel nur einen Stamm von Kund*innen im direkten Umfeld ihres Betriebes erreichen. Vor diesem Hintergrund besteht ein Schlüsselfaktor zur Beseitigung bestehender Defizite im regionalen Ernährungssystem in der Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette. Es gilt, netzwerkartig stabile und möglichst krisenfeste Vermark-tungsstrukturen aufzubauen (Stichworte ‚landwirtschaftliche Erzeugungsgemeinschaften‘, ‘Online-Vertrieb‘, ‚Abo-Kisten‘, ‚gemeinsame Beauftragung externer Logistikdienstleistungen zur Optimierung der Fahrtwege‘).  Beschreibung Eine saisonale und regionale Ernährung trägt zur Reduktion ernährungsbedingter CO2-Emissionen bei. Neben der Vermeidung langer Transportwege und energieintensiver Lagerung, bspw. durch notwen-dige Kühlung, wird die regionale Wertschöpfung erhöht. Eine digitale Plattform soll Anbietende und Verbrauchende miteinander vernetzen und die Möglichkeit bieten, Angebote transparent zu kommuni-zieren und nachzufragen. Hier gibt es eine Beziehung zur Aktivitätenempfehlung “Zentrale Handelsor-te und Märkte mit regionalen Angeboten”. Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Gründung eines Netzwerks 2. Digitale Plattform für ein Netzwerk zur regionalen Vermarktung entwickeln und Angebote kommunizieren. 3. Regionale Anbietende und Verbrauchende akquirieren und auf der Plattform miteinander vernetzen.  Akteure  Zielgruppe  Stadt Köln: Umwelt- und Verbraucher-schutzamt Ernährungsrat für Köln und Um-gebung e.V.  Verbrauchende und Anbietende aus dem Rheinischen Revier 
 Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  0,25 Vollzeitäquivalente   fortlaufend

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 Sachkosten  Finanzierungsansatz   Kosten werden vom Netzwerk getragen  Haushaltsmittel  THG-Einsparungen      Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): 1.667 Tonnen CO2eq/a  Kumulierte THG-Einsparung (t): 24.981 Tonnen CO2eq   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Höherer Anteil regionaler Produkte   Ökologie: regionale Produkte Soziales: Vernetzung Anbieter und Verbrau-cher  Synergieeffekte   Zielkonflikte   -  -  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  Sofort umsetzbar

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6.2.3 Politische Einflussnahme für Klimaschutz und Nachhaltigkeit 6.2.3.1 „Think Tank“ Energiewende (bundespolitische Rahmenbedingungen beeinflussen) 
 Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen / 6.2.3.1  "Think Tank" Energiewende (bundespolitische Rahmenbedin-gungen beeinflussen) Themenschwerpunkt Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und Regio-nalentwicklung integriert betrachten Einführung der Aktivitätenempfehlung 2022 
Ziel und Strategie Die Aktivitätenempfehlung zielt darauf ab, regionale und überregionale Rahmenbedingungen, die das kommunale Klimaschutzhandeln hemmen, zu identifizieren und abzubauen.  Ausgangslage Bei der Umsetzung der kommunalen Energiewende stoßen Akteur*innen vor Ort auf erhebliche Hemmnisse durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene. Diese Rege-lungen führen dazu, dass notwendige Klimamaßnahmen nicht wirtschaftlich dargestellt werden kön-nen. Beschreibung Der Think Tank untersucht die kommunalen Handlungsspielräume und Handlungsgrenzen für das Klimaschutzhandeln und formuliert konkrete Empfehlungen an den Bund.  Hemmnisse durch gesetzli-che Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene sollen aufgezeigt werden. In einem zweiten Schritt soll eine interkommunale Vernetzungsstruktur aufgebaut werden, die den politischen Druck zur Veränderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene deutlich erhöht. Aufgrund der hohen politischen Bedeutung sollte der ThinkTank beim Amt der Oberbürgermeisterin angesiedelt werden.  Erste Handlungsschritte / Unteraktivitäten 1. Vorbereitung- und Prüfung Umsetzung ThinkTank  2. Strategie für regionale Klimaschutzkooperationen entwickeln 3. Kommunale Handlungsspielräume analysieren 4. Hemmende Rahmenbedingungen identifizieren 5. Konkrete Empfehlungen an Bund und Land kommunizieren  Akteure  Zielgruppe  Konzern Stadt Köln  Kommunen, Bund, Land  Zeitaufwand  Dauer der Aktivitätenempfehlung  1 Vollzeitäquivalent  fortlaufend  Sachkosten  Finanzierungsansatz   50.000€ Studienkosten  Haushaltsmittel

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 THG-Einsparungen    Nicht quantifizierbar  Minderung des jährlichen Emissionsni-veaus (t/a): Nicht quantifizierbar  Kumulierte THG-Einsparung (t): Nicht quantifizierbar   Erfolgsindikatoren/Meilensteine  Weitere Wirkung  Studie durchgeführt Konkrete Empfehlungen abgeleitet  Ökologie: Bessere Klimapolitische Rah-menbedingungen Soziales: interkommunale Vernetzung  Synergieeffekte   Zielkonflikte   -  -  Breitenwirksamkeit  sofortige Sichtbarkeit / Umsetzbarkeit (Aktivierung)  -  -

Beratungsverlauf (11)

21.11.2022 Liegenschaftsausschuss
TOP 2.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
22.11.2022 Verkehrsausschuss
TOP 4.4 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
24.11.2022 Wirtschaftsausschuss
TOP 16.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
28.11.2022 Bauausschuss
TOP 6.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
28.11.2022 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 10.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
28.11.2022 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft
TOP 6.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
01.12.2022 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 6.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
02.12.2022 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 3.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
05.12.2022 Finanzausschuss
TOP 10.10 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
05.12.2022 Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden
TOP 4.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
08.12.2022 Rat
TOP 10.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2547/2022
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
02.12.2022
Erstellt
12.08.2022 13:18