Mandari Insight

2006/0395

Beteiligung der Wissenschaftsstadt Darmstadt an einem Galileo-Zentrum Hessen

Magistratsvorlage 07.06.2006

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

anlage 2

251.4 KB · application/pdf

Ansehen

2006/0395

24.8 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 1

103.6 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 2

7232 Zeichen

1
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 1
Vorgespräch Gesellschaftsgründung 
Galileo-Zentrum Hessen
Kurzvorstellung der Aussagen in der Machbarkeitsstudie
Marion Mienert, Günther Möhlig - INI-Novation GmbH
16. Mai 2006
ESA/ESOC, Darmstadt 
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 2
Agenda
14.30 Uhr Kurzvorstellung der gesellschaftsbezogenen
Kernaussagen der Studie (MM und GM) 
15.00 Uhr Vorstellungen von ESOC zur GmbH (AC) 
15.15 Uhr Vorstellungen des Wirtschaftsministeriums von
der GmbH und eigene Rolle (HW) 
15.30 Uhr Diskussion der grundsätzlichen Fragen: Beteiligungen, 
Finanzierung, Beiträge der Gesellschafter, Zeitplan 
16.30 Uhr Ende der Sitzung

2
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 3
Wichtigste Aussagen der Studie
Das Galileo-Zentrum Hessen soll wirtschaftlich betrieben werden, mit 
dem Ziel, sich nach der Anschubfinanzierung aus eigenen Erlösen zu 
finanzieren.
Hierfür ist ein unternehmerisches Management und eine 
entsprechende Rechtsform notwendig.
Wichtige Aspekte :
Flexible und schnelle Entscheidungen
Beteiligung der Geschäftsführung
Einbindung von Schlüsselpartnern und Investoren
Gründung einer GmbH
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 4
Wichtigste Aussagen der Studie
Stammkapital: mindestens 25.000 €
Public-Private-Partnership
Mögliche Gesellschafter:
Öffentlich:  ESA/ESOC
Land Hessen
TU Darmstadt
Stadt Darmstadt
HS Darmstadt
Privat: Unternehmen der Re gion mit Galileo-Bezug

3
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 5
Wichtigste Aussagen der Studie
Unternehmerische und unbürokratische Führung des 
Unternehmens muss möglich sein, d.h.:
• Flexible, nicht dem öffentlichen Vergütungssystem unterliegende
Entlohnung, zumindest des Managements
• Auftragsvergabe unabhängig von haushaltsrechtlichen
Vergaberegelungen und Beschaffungsvorschriften
• Privatwirtschaftliche Personal-, Budget- und Finanzplanung 
• Kurze Entscheidungswege und dadurch schnelle Entscheidungen
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 6
Wichtigste Aussagen der Studie
Gremien
Beirat
Kontrolle und Beratung der GF
3 Mitglieder (ein Delegierter des Landes und zwei frei wählbare 
Mitglieder)
Advisory Council
Steuerung der inhaltliche Ausrichtung des Galileo-Zentrums 
(wissenschaftspolitisch, wirtschaftspolitisch)
Mitglieder: Land, ESA/ESOC, Kompetenzträger: TUD, HS, F+E-
Einrichtungen, Unternehmen

4
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 7
Wichtigste Aussagen der Studie
Auswahlkomitee
Bewertung und Auswahl der Inkubationsvorhaben (Aufnahme- und 
Evaluierungsentscheidungen)
Mitglieder: Technologie-, Markt-, Kapital- und Gründungsexperten, 
Vertreter der öffentlichen Hand, erfahrene Unternehmer
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 8
Unternehmenszweck
• Information
• Sensibilisierung
• Coaching von Gründern
• Unterstützung von best. Unternehmern
• Initiierung und Durchführung von Projekten
• Organisation von Veranstaltungen
• Netzwerkaufbau
• Initiieren von Partnerschaften

5
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 9
Quantitative Entwicklung
666641Projekte
10.0008.0006.0004.0002.000Anwenderanfragen
12792623717Kumuliert
35302520152Entwicklung 
betreute 
Gründungen
(Anlaufphase)
VollbetriebAufbauphaseProjektphasePhase
201120102009200820072006Jahr
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 10
Kostenplan
1.985.7501.693.3201.293.3801.044.880690.450335.050Summe Kosten
26.00024.00020.00062.00055.00050.000Abschreibung
5.000Gründungskosten
50.00050.00050.00050.00050.000100.000Rechts-/Beratungsk.
236.600186.200130.90081.90038.5002.800- laufendes Marketing
50.00050.00050.000- Pre-/Opening
Marketing:
82.50081.00074.20067.60056.10022.500Sachkosten
34.65034.02029.68025.48017.8505.250Raumkosten
9.0007.5006.0004.5003.0001.500- Aufwand/Veranstalt.
735.000557.000351.000181.00066.0003.000- Aufwand/Gründer
240.000192.000144.00096.00048.000-- Aufwand/Anwender
572.000561.600487.600426.400306.00095.000- Personal 
Personal/Fremdleistg
Kosten
VollbetriebAufbauphaseProjektphase
201120102009200820072006Jahr

6
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 11
1.394.250966.680576.620125.120
-
140.450
-
295.050Ergebnis
1.985.7501.693.3201.293.3801.044.880690.450335.050Summe Kosten
3.380.0002.660.0001.870.0001.170.000550.00040.000Summe Erlöse
30.00025.00020.00015.00010.0005.000Sonstige Erlöse
30.00025.00020.00015.00010.0005.000Veranstaltungserlöse
120.000120.000120.000120.00080.00020.000Anwenderprojekte
1.200.000960.000720.000480.000240.000-Anwenderanfragen
1.350.000980.000540.000190.00030.000-Gründerbegleitung
650.000550.000450.000350.000180.00010.000Gründungsunterstützung
Erlöse
VollbetriebAufbauphaseProjektphase
201120102009200820072006Jahr
Erlös- und Ergebnisplan
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 12
Anschub-/Projektfinanzierung
• Errichtung und Aufbau des Zentrums in den Jahren 
2006 und 2007 ca. 600T€ von Land und ESA
• Förderung der Gründer in den Jahren 2006-2009, ca. 
500T€
➨ Anschließend Eigenfinanzierung –
Mit Gewinnorientierung!

7
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 13
Partnernetzwerk
Gesellschafter
Management
Mitarbeiter
Beirat
Auswahl-
kommittee
Advisory
Council
Markt- &
Business 
Plan-
Experten
Financiers
Wissenschaftliche
Experten
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 14
Begleitung des Verwertungsprozesses
Markt- &
Business 
Plan-
Experten
Financiers
Wissenschaftliche
Experten
Ideenfindung Konzept-
erstellung
Business-
planung
Mentoring
Coaching Verwertung
Entscheidung über Incubatees 
im Auswahlkomitee
Assessment und Beurteilung der Ideen
durch die Verwertungspartner
Investitions-Entscheidung 
durch Investoren bzw. Partner
Evaluierung der Incubatees 
im Auswahlkomitee

8
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 15
Commitments der Gesellschafter
und Schlüsselpartner
Beispiele:
• Projektförderung/ Anschubfinanzierung
• Förderprogramm Gründerunterstützung (ESA)
• kostenfreie Bereitstellung von Räumen
• Cross-Marketing
• Sponsoring (ggf. auch kostenfreie Nutzung von 
Veranstaltungsräumen u.ä.)
• gegenseitige Einbeziehung in Veranstaltungen
• Bereitstellung von Forschungs-/Labor- und Testeinrichtungen
• Bereitstellung von Experten für Screening
• Bereitstellung von Gründungspaten
• Bereitstellung von Referenten für Fachveranstaltungen
• Andienvereinbarung von Technologien mit Right of first Refusal
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 16
Grundsätzliche Fragen
• Beteiligungen/Anteile
• Höhe des Stammkapitals
• Satzungsgrundlagen (HGrG, Vergütung, Ausschreibungen)
• Genehmigungspflichtige Geschäfte
• Gesellschaftsstart/-gründung (Termin)

9
Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, 16.05.2006 17
Vorschlag Zeitplan
Entscheidung über Beteiligung als Gesellschafter: bis Ende Mai
Treffen der Gesellschafter zur Abstimmung des 
Satzungsentwurfs: 1. Juniwoche
Notartermin: 15. Juni

2006/0395

9506 Zeichen

Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 
Magistratsvorlage 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
08.06.2006 
an den Magistrat Beteiligt vor Dezernat I 
Amt: Amt für Wirtschaft und 
Stadtentwicklung 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
Magistrats-
beschlussfassung: 
Rechtsamt  
Vorlage-Nr. 2006/0395 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
 
  
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
 OBW zur Befassung 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
 zur abschließenden Beschluss-  fas-
sung Fachausschuss 
Internet  ja  nein 
 
Tagesordnung  I  II 
Verteiler: 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung 
Magistrat 
 
Betreff: Beteiligung der Wissenschaftsstadt Darmstadt an einem Ga lileo-Zentrum Hes-
sen   
 
Vorlage vom: 07.06.2006 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der Magistrat nimmt die beigelegte Kurzfassung der Machbarkeitsstudie zur Gründung eines 
Galileo-Zentrums Hessen und den Bericht zum Stand der Verhandlungen zwischen den betei-
ligten Partnern zur Kenntnis. 
2. Die Stadt beabsichtigt, sich an der zu gründenden Galileo-Zentrum Hessen GmbH zu beteili-
gen, soweit dies nach den Vorschriften des Gemeindewirtschaftsrechts in der Hessischen 
Gemeindeordnung möglich ist. Über die Beteiligung der Stadt an der GmbH wird mit geson-
derter Vorlage entschieden. Alternativ sind andere Wege der Beteiligung der Stadt vorzu-
schlagen. 
3. Im Haushalt 2007 werden Mittel in Höhe von 50 000 Euro als finanzieller Beitrag zum operati-
ven Geschäft der Galileo-Zentrum Hessen GmbH bereitgestellt. Ob für das Jahr 2008 weitere 
finanzielle Zuwendungen zur Verfügung gestellt werden und wenn ja, in welcher Höhe, ist zu 
gegebener Zeit zu entscheiden.  
 
 
Anlagen: Anlage 1: Kurzfassung Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum 
Anlage 2: Präsentation Vorgespräch Gesellschaftsgründung vom 16.05.2006 
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
Begründung: 
 
Die ESA – European Space Agency – hat unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit, der 
Wissenschaft und der Wirtschaft das sogenannte Galileo-Programm aufgelegt. 
Galileo wird das erste satellitengestützte Positionsbestimmungs- und Navigationssystem 
speziell für zivile Zwecke sein. Potenzielle Anwendungen werden in vielen Bereichen gese-
hen, z.B. im Bereich des Straßenverkehrs, im Energiesektor, in der Fischerei und Landwirt-
schaft, in der Telekommunikation, im Umweltmanagement oder bei Such- und Rettungs-
diensten. 
Galileo wird durch die Europäische Kommission als wesentlicher Baustein zur weiteren Er-
höhung der Zukunftschancen der kontinentalen Weltraum- und Satellitentechnik sowie der 
IT-Branche angesehen. Mit Galileo sollen neue Märkte erschlossen werden und Europa ein 
entscheidender technischer Vorsprung im globalen Wettbewerb verschafft werden. 
Entscheidend ist dabei, dass unabhängig vom derzeitigen, technologisch älteren US-
amerikanischen Monopolprodukt, des Globalen Positionsbestimmungssystems (GPS), ein 
weiteres, effizienteres und zuverlässigeres Angebot geschaffen wird.  
Als Ziel für die Funktionsfähigkeit des Systems wird derzeit 2010 angegeben. Die Galileo 
Joint Undertaking, eine eigens zur Umsetzung und ökonomischen Verwertung des künftigen 
Systems gegründete Gesellschaft, schätzt das Arbeitsmarktpotenzial bis zu diesem Zeit-
punkt auf 100 000 Stellen. Für den Anwendungsmarkt wird von dort ein Umsatzpotenzial von 
20 bis 30 Milliarden Euro pro Jahr vorhergesagt.     
 
Seit Anfang Dezember 2005 steht fest, dass auch das ESOC – European Space Operations 
Center – in Darmstadt Anteil am Aufbau und der Entwicklung von Galileo haben wird. Circa 
die Hälfte der 30 für das Systems notwendigen Satelliten wird von Darmstadt aus in der 
Startphase gesteuert werden. 
     
Damit ergibt sich für den Wirtschaftsstandort Darmstadt die Chance, sich als Zentrum für 
Galileo-Anwendungen zu profilieren und Arbeitsmarkteffekte über die Ansiedlung von Unter-
nehmen, Firmenneugründungen und neue Projektgebiete in bereits ansässigen Unterneh-
men zu erreichen. 
Grundlage dafür ist nicht alleine die Stellung Darmstadts als internationales Zentrum der 
Weltraum- und Satellitentechnik bzw. -kontrolle sondern auch der herausragende Besatz der 
Stadt mit IT-Unternehmen, deren Knowhow wesentlich für die Entwicklung von produktfähi-
gen Anwendungen aus dem Galileo-Bereich ist. 
 
Vor diesem Hintergrund haben die ESOC und die Hessische Landesregierung, hier das Mi-
nisterium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Vorarbeiten zur Einrichtung eines 
Galileo-Gründungs- und Anwendungszentrums in Darmstadt beauftragt. 
Diese mündeten in einer Machbarkeitsstudie, die von der INI-Novation GmbH, einem Toch-
terunternehmen des Darmstädter INI-Graphics-Net, erstellt wurde. Die Machbarkeitsstudie 
liegt der Magistratsvorlage in einer Kurzfassung bei (Anlage 1)
1.  
 
Zur konkreten Umsetzung des Projekts wurden in der Folge durch die ESOC und die Lan-
desregierung potenzielle Mitgesellschafter einer zu gründenden Galileo-Zentrum Hessen 
GmbH kontaktiert.  
Dies war zunächst die Wissenschaftsstadt Darmstadt, u.a. in einem persönlichen Gespräch 
zwischen Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel und Oberbürgermeister Walter Hoffmann. Als 
weitere Partner aus dem öffentlichen Bereich wurden die Technische Universität Darmstadt 
und die Hochschule Darmstadt gewonnen. 
 
                                               
 
1 Nachdem Stadtverordnete in jüngerer Zeit zu Recht mehrfach Sparsamkeit hinsichtlich der Erzeu-
gung von Druckkosten angemahnt hatten, wurde auf die Beilage der vollständigen Machbarkeitsstudie 
mit einem Umfang von 148 Seiten verzichtet. Diese steht jedoch als Download unter 
http://www.hessen-it.de/mm/M_studie_Galileo_Zentruml.pdf zur Verfügung und kann beim Amt für 
Wirtschaft und Stadtentwicklung jederzeit eingesehen oder angefordert werden.

3 
... 
Als Beitrag zum operativen Geschäft einer Galileo-Zentrum Hessen GmbH haben ESOC und 
Land Hessen für die Jahre 2006 und 2007 insgesamt bereits Mittel in Höhe von ca. 1,1 Milli-
onen Euro avisiert und über die Presse kommuniziert.  
Die Mittel sollen nicht in investive Maßnahmen im Sinne der Errichtung von Baulichkeiten 
fließen, sondern projektbezogen eingesetzt werden. Räumlichkeiten für die Startphase ste-
hen auf dem Areal der ESOC zur Verfügung. Bei weiterführendem Raumbedarf, z.B. für Fir-
mengründer, soll zunächst auf das Angebot des benachbarten TIZ – Technologie- und Inno-
vationszentrums – zurückgegriffen werden. 
Um das wirtschaftspolitische Interesse der Stadt am Galileo-Projekt zu verdeutlichen und um 
einen essentiellen Beitrag zum Aufbau des Galileo-Zentrums zu leisten, wird vorgeschlagen, 
für das Jahr 2007 einen Betrag in Höhe von 50 000 Euro im städtischen Haushalt bereitzu-
stellen. Über die Notwendigkeit einer weiterführenden Unterstützung danach ist zu gegebe-
ner Zeit durch die Gremien zu entscheiden.   
 
Dem derzeitigen Vorschlag des Landes Hessen nach sollen die Gesellschaftsanteile so ver-
teilt werden, dass sich ein Verhältnis von öffentlichen Partnern zu Privatunternehmen von 70 
zu 30 ergibt. Das Land behält sich vor, zukünftig Gesellschaftsanteile an Dritte abzugeben, 
ohne jedoch die Majorität öffentlicher Partner aufzulösen. Im Einzelnen ist folgende Vertei-
lung vorgeschlagen: 
 
Land Hessen     40% 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  10% 
Technische Universität Darmstadt 10% 
Hochschule Darmstadt   10% 
 
Privatunternehmen zusammen  30% 
 
Ihre Beteiligung haben bereits zwei Unternehmen mit Sitz bzw. mit einer wichtigen Nieder-
lassung in Darmstadt, avisiert. Darüber hinaus bemüht man sich seitens des Landes um ei-
nen weiteren Gesellschafter aus der Logistikbranche. 
Die ESOC selbst kann nicht Gesellschafter werden, da die Satzung der ESA eine Beteiligung 
an privatwirtschaftlich organisierten, gewinnorientierten Unternehmungen ausschließt. Der 
finanzielle und organisatorische Beitrag der ESOC wird daher über eine Beauftragung der 
Galileo-Zentrum Hessen GmbH durch die ESOC abgesichert werden.       
    
Ein Entwurf des Gesellschaftsvertrags ist derzeit in Arbeit und befindet sich zwischen den 
Partnern in Abstimmung. Alternativ zu einer GmbH-Beteiligung sind jedoch auch alternative 
Beteiligungswege zu prüfen und vorzuschlagen, sofern der Entwurf eines Gesellschaftsver-
trags nicht konform zu den Bestimmungen in § 121 und § 122 HGO sein sollte.  
          
Die oben genannte Machbarkeitsstudie ist wesentlicher Bestandteil der Unterlagen zum 
„Vorgespräch Gesellschaftsgründung Galileo-Zentrum Hessen“ vom 16.05.2005 (Anlage 2)
2. 
Es sei hier angemerkt, dass die darin von der INI-Novation GmbH vorgelegte Prognose zur 
quantitativen Entwicklung (S. 9) und der Erlös- und Ergebnisplan (S. 11) vor dem Hinter-
grund der sehr schwer einschätzbaren tatsächlichen Marktpotenziale und Marktakzeptanz 
von (z.B. für den Endnutzer kostenpflichtigen) Galileo-Produkten vorsichtig beurteilt werden 
sollte. Die Empfehlung geht dahin, diese als „best-case“-Variante zu verstehen. Die Erzie-
lung von unmittelbaren Gewinnen, wie dargestellt, wäre erfreulich, kann jedoch nicht als 
Voraussetzung einer Beteiligung der Stadt eingeschätzt werden. 
Darüber hinaus verändert sich jedoch die Grundsituation eines wirtschaftspolitisch bedeut-
samen und wichtigen Projekts für die Wissenschaftsstadt Darmstadt nicht. 
 
07.06.2006 
15kol   
 
                                               
 
2 Der darin auf der letzten Seite genannte Zeitplan ist nicht mehr gültig.

4 
... 
 
             
          
 
Walter Hoffmann    Wolfgang Glenz 
Oberbürgermeister    Bürgermeister 
Dez. I      Dez. II

anlage 1

38985 Zeichen

© ESA/Hessische Landesregierung 2005 
 
 
 
Das Galileo-Zentrum Hessen im Überblick 
 
 
 
Kurzfassung der Machbarkeitsstudie für die 
Einrichtung eines Galileo-Zentrums in Hessen 
 
 
im Auftrag von ESA/ESOC und dem Land Hessen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Autor/innen: 
Heiko Blechschmied, Wolfgang Kniejski, Marion Mienert, Günther Möhlig,  
Christian Nest, Roland Zahradnik 
 
Mit Unterstützung von: 
Veneta Ivanova, Thorsten Reitz, Thorsten Stürmer 
 
 
 
 
 
 
 
 
INI-Novation GmbH 
Rundeturmstraße 12 
64283 Darmstadt 
Tel: 06151 155 603 
Fax: 06151 155 599 
Email: info@ini-novation.com
  Darmstadt, Dezember 2005

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 2
Vorbemerkung 
 
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde im Auftrag des Landes Hessen und des 
ESOC geprüft, ob und in welcher Form in  Darmstadt ein Gründer- und Anwendungs-
zentrum für Galileo-Technologien errichtet werden könnte. Basis der Machbarkeits-
prüfung war eine Analyse der für den Betri eb eines solchen Zentrums relevanten 
Märkte in Hessen. Die Studie wurde von Juli bis Dezember 2005 durchgeführt. 
 
Für den Fall der Umsetzung enthält die Studie konkrete Vorschläge zu Organisation 
Leistungsangebot, Personalstruktur, zur ge eigneten Rechtsform und schließlich zum 
Finanzbedarf eines solchen Zentrums. Mit einer abschließenden Wirtschaftlichkeits-
abwägung und einer Empf ehlung bietet die Studie ei ne Entscheidungsgrundlage für 
die Einrichtung eines Galileo-Zentrums in Darmstadt.
1 
 
Die Studie kommt zu dem Er gebnis, dass die Einrichtung eines Galileo-Zentrums in 
Darmstadt, und zwar in unmittelbarer Nähe  des ESOC, nicht nur sinnvoll, sondern 
auch machbar ist. Wenn man Hessen, insbesondere die Region Südhessen zu ei-
nem Standort für Satellitennav igationsanwendungen entwickeln  will, so sollte man 
sich des Instruments eines Galileo-Zent rums bedienen. Dieses Zentrum kann zur 
technologischen Profilierung Hessens auf dem Gebiet der Satellitennavigationsan-
wendungen in der Mitte Deutschlands entscheidend beitragen. 
 
 
Teile A + B: Marktanalyse und Auswertung 
 
Im Rahmen der Marktanalyse wurden drei  Märkte in Hessen beschrieben und analy-
siert, die den Betrieb eines Galileo-Zentrums beeinflussen: Der Anwendermarkt, der 
Auskunft über das unternehmerische Marktumfeld für Galileo-Anwendungen gibt, der 
Innovationsmarkt, der das Ausgründungspotenzial in Hessen skizziert, und schließ-
lich der so genannte Inkubatorenmarkt, der im Rahmen eines nationalen und inter-
nationalen Benchmarking Au ssagen über die Erfolgsfaktoren von Gründer- und An-
wendungszentren trifft. Zu diesem Zwe ck wurden mehrere Interviews, eine Online-
Befragung sowie ein Informationsworkshop  durchgeführt. Daneben flossen auch die 
Erfahrungen der Autorinnen un d Autoren mit dem Aufbau und Betrieb von Gründer- 
und Anwendungszentren in die Analyse ein.  
 
1. Ergebnisse der Analyse des Anwendermarktes 
 
Die Analyse des Anwendermarktes ergab, dass der Markt für Galileo-Anwendungen, 
und das nicht nur in Hessen, erst langsam  am Entstehen ist. Ob wohl viele Studien 
einen weltweiten Milliardenmarkt für Galile o-Anwendungen voraussagen, fehlen bis-
lang die Applikationen und bei vielen Unternehmen auch die Vorstellung von den 
konkreten Einsatzmöglichkeiten der Tech nologie. Ein Grund li egt darin, dass die 
möglichen Märkte für Satellitennavigat ionsanwendungen noch nicht ausreichend be-
                                           
 
1  In der Studie wird das Zentrum unter dem Arbeitstitel ‚Galileo-Zentrum Hessen’ geführt.

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 3
schrieben sind (beispielsweise unter Be rücksichtigung eines geographischen Be-
zugs, hier: Hessen).  
 
Die KMU sind auf diesem G ebiet besonders zurückhaltend, obwohl gerade bei ihnen 
ein großes Potenzial zur Entwicklung de s Anwendermarktes gesehen wird. Da aber 
dieser Markt für Galileo-Anwendungen durch die großen Konzerne st rukturiert wird, 
ist davon auszugehen, dass neue, für KMU in teressante Anwendungsfelder erst ent-
stehen, wenn sich die groß en Unternehmen dem Thema zu wenden. Beide Gruppen, 
KMU und Großkonzerne, müssen durch aktive  Informations- und Aufklärungsarbeit, 
beispielsweise durch ein Galileo-Zentrum, für die Thematik sensibilisiert werden.  
 
Hieraus ergeben sich folgende Erkenntnisse: 
 
f Marktentwicklung für Galileo-Anwendungen und ein Galileo-Zentrum  
 Das festgestellte Informations- und Sens ibilisierungsdefizit zum Thema Galileo 
auf Seiten der befragten Unternehmen mach t deutlich, dass dieser Markt in Hes-
sen erst entwickelt werden muss. 
 
f Sensibilisierung, Information und Aufklärung zum Thema Galileo 
 Eine möglichst sofortige und intensiv e Informations- und Aufklärungsarbeit ist 
notwendig, mit der die Unte rnehmen sowohl auf das T hema Galileo als auch auf 
die Leistungen des Zentrums aufmerksam gemacht werden sollen (d.h. schneller 
Start der Zentrumsaktivitäten). 
 
f Galileo-Kompetenz  
 Es gibt eine Reihe von KMU und Groß unternehmen in der Region, die sich be-
reits mit dem Thema Galileo beschäftigen . Diese verfügen nicht nur über eine 
wichtige Galileo-Kompetenz, sondern teilw eise auch über Test- und Simulations-
umgebungen, die durch ein Anwendungs zentrum auch anderen Unternehmen 
zugänglich gemacht werden könnten. 
 
f Gezielte Mobilisierung der KMU 
 Die KMU werden voraussich tlich erst dann eine aktivere  Rolle bei der Beschäfti-
gung mit der Galileo-Thematik übernehmen , wenn sie durch ein Anwendungs-
zentrum Unterstützung erfahren. Da si e die Hauptkunden eines zukünftigen Gali-
leo-Zentrums sein werden, spricht das  Potenzial von 10. 000 Unternehmen in 
Hessen dafür, diesen Ansatz zu verfolgen. 
 
f Gewinnung von Schlüsselpartnern 
 Darüber hinaus müssen die lokal ans ässigen Großunternehmen als Imageträger 
und Schlüsselpartner des Zentrums gew onnen werden, um eine gewisse Sogwir-
kung für die KMU auf dem Gebiet der Galileo-Technologie zu erreichen. 
 
f Nähe zum Imageträger ESOC 
 Die Nähe des Zentrums zu ESOC als K now-how-Träger sowie als Bindeglied zur 
ESA und den relevanten europäischen Netzwerken war den befragten Unterneh-

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 4
men besonders wichtig und sollte für die St andortwahl des Zentrums eine zentra-
le Rolle spielen.  
 
2. Ergebnisse der Analyse des Innovationsmarkts 
 
Unter dem Begriff „Innovationsmarkt“ wird der Markt der Forschungseinrichtungen in 
Hessen verstanden, die durch ihre Forsc hungsaktivitäten ein mögliches Gründungs-
potenzial auf dem Gebiet der Galileo-Anw endungen generieren. Zentrale Marktteil-
nehmer sind die Forschungseinrichtungen selb st (öffentliche, private), forschungsin-
tensive Unternehmen und sc hließlich so genannte Enabler (öffentliche Organisatio-
nen wie EU, BMBF, Land, Banken und private Investoren, Gründerzentren und -ini-
tiativen). Das Ziel, die Ideen/Innovationen aus der Forschung in markttaugliche Pro-
dukte zu überführen, liegt zumeist nicht im  Selbstverständnis der Wissenschaftlerin-
nen und Wissenschaftler. Daher kommt den Enablern am Innovationsmarkt eine be-
sondere Bedeutung zu. Sie bem ühen sich intensiv darum, aus dem vorhandenen  
Ideen- und Innovationspotenzial in kurzer Zeit die wirklichen Innovationen zu identifi-
zieren und in Erfolg verspr echende, markttaugliche Produkte zu überführen. Wichtig 
hierfür ist eine bisher in der Forschungs landschaft weitgehend vernachlässigte Stra-
tegie: Die aktive Ideensuche und - generierung an den Hochschulen und For-
schungseinrichtungen, um das ungenutzte Pot enzial systematisch zu erschließen 
(Scanning).  
 
Die Analyse des Innovationsmarktes hat  ergeben, dass die Forschungs- und Wis-
senschaftslandschaft für das Thema Satellitennavigation in Hessen als günstig ein-
geschätzt werden kann. Diese Einschätzu ng basiert vor allem auf der räumlichen 
Konzentration universitärer und außerunivers itärer Forschungsei nrichtungen, von 
denen einige auf dem G ebiet der Satellitennav igation bereits an wendungsorientiert 
arbeiten. Allerdings wird dieses Innov ationspotenzial bislan g nicht optimal ausge-
schöpft. Somit liegt nahe, dass auch hier noch  intensiver für das Thema sensibilisiert 
und eine anwendungsorientierte Forschung aktiv stimuliert werden müsste, wenn das 
Thema Galileo auch in der Forschungstätigkeit eine größere Rolle spielen soll. Gera-
de hier könnte das Galileo-Zentrum die notwendige Informations- und Unterstüt-
zungsarbeit leisten. 
 
Die wesentlichen Ergebnisse des Innovatio nsmarktes lassen sich auf dieser Grund-
lage wie folgt zusammenfassen: 
 
f Verhaltene Innovationstätigkeit  
 Die Euphorie und die posit ive Stimmung hinsichtlich GNSS und Galileo, die durch 
verschiedene Marktstudien geweckt werd en, lassen sich nicht überall nachvoll-
ziehen. Ein Warten auf weitere und posit ivere Umfeldbedingungen erscheint je-
doch nicht sinnvoll. Durch das Gründerzentrum soll der Fokus nicht auf Galileo-
basierte Anwendungen/Innovationen beschr änkt bleiben, sondern auch auf die 
Entwicklung von Innovationen hinsichtlich GNSS erweitert werden.

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 5
f Innovationspotenzial in Hessen 
 Das Ergebnis einer Studie zur technol ogischen Leistungsfähigkeit von Regionen 
in Deutschland2 aus dem Jahr 2002, die das technologische Leistungspotenzial 
der Region Südhessen/Starkenburg festgestellt, wird durch die Analyse des Inno-
vationsmarktes unterstützt: Das Potenz ial ist an den hessischen Hochschulen 
und Forschungseinrichtungen vorhanden, wird jedoch noch nicht optimal genutzt: 
Das Galileo-Zentrum sollte dieses ruhende Potenzial aktiv stimulieren. Damit 
könnte sich das Zentrum erfolgreich im Kreis der regionalen Technologietransfer-
einrichtungen positionieren un d langfristig eine wichti ge strategische Rolle für 
Hessen auf diesem Gebiet einnehmen. 
 
f Gründungspotenzial von 35 Unternehmensgründungen 
 Das Gründungsvolumen von durchschnittlic h 35 Gründungen im Jahr ist realis-
tisch.3 Es ist allerdings erforderlich, da ss unmittelbar mit Gründung des Galileo-
Zentrums Maßnahmen zur Sensibilisier ung und aktiven Ideengenerierung inner-
halb der Forschungseinrichtungen ergriff en werden, um dauerhaft stabile Zahlen 
mit Steigerungspotenzial zu gewährleisten.  Durch erfolgreiche Motivations- und 
Informationsmaßnahmen kann der Einstieg erreicht werden. 
 
f Etablierung von GNSS-Forschungsschwerpunkten 
 Auch im Forschungsbereich sollten die Weichen für Galileo in Hessen jetzt ge-
stellt werden, um an der erwarteten Entw icklung noch rechtzeitig zu partizipieren. 
Gerade durch die Einbindung entsprec hender EU-Förderung im 7. Forschungs-
rahmenprogramm sollte es möglich se in, Forschungsschwerpunkte rund um 
GNSS in Hessen zu etablieren.  
 
3. Ergebnisse der Analyse des Inkubatorenmarkts 
 
Innovationszentren sind wichtige Instru mente des Technologietransfers, gerade 
wenn sie in der Nähe von universitären ode r außeruniversitären Forschungsreinrich-
tungen entstehen. Dort tragen si e maßgeblich zur Verbe sserung der kommerziellen 
Verwertung wissenschaftlicher Forsc hungsergebnisse bei. In diesem Zusammen-
hang sind gerade thematisch ausgerichtete Zentren wichtige Bausteine bei der Etab-
lierung so genannter Technologi ecluster und damit Bestandt eil einer innovationsori-
entierten Regional- und Standor tpolitik. Sie spielen somi t im Rahmen der strategi-
schen Gesamtkonzeption einer Region eine wichtige Rolle. 
 
Die Analyse des Inkubatorenm arktes hat die wesentlic hen Entwicklungstrends und 
Erfolgsfaktoren des nationalen und inter nationalen Inkubatorenmarktes herausgear-
beitet und dient als Grundlage für die Über legungen zur Umsetzung eines erfolgrei-
chen Gründer- und Anwendungszentrums für Galileo-Anwendungen in Darmstadt. Im 
Einzelnen handelt es sich dabei um folgende Erkenntnisse: 
 
                                           
 
2  Prognos AG (Hrsg.): Technologieatlas 2002. 
3  Diese Zahl basiert auf den ersten Ableitungen der Autoren in der Langfassung der Studie.

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 6
f Die Einrichtung von Inkubatoren sollte in einen breiten strategischen Kontext, d.h. 
in die lokale/regionale Wirtschafts- und Standortpolitik eingebunden sein. 
 
f Die Ausprägung von Themenzentren (Branchen oder Technologien) ist ein wich-
tiger Trend im Inkubatorenmarkt.  
 
f  Ein Inkubator befindet sich üblicherweise in räumlicher Nähe zu einer For-
schungseinrichtung und/oder zu einem entsprechenden Technologiepark.  
 
f Eine selektive Auswahlstrategie der zu betreuenden Gründer gilt als ein wichti-
ges Erfolgskriterium und trägt zur notwendigen Ausbildung eines eigenständigen 
Kompetenzimages des Inkubators bei.  
 
f Die Bereitstellung von Räumlichkeiten ist noch immer das zentrale Kennzeichen 
eines Inkubators, obwohl sich der Trend in Richtung so genannter ‚virtueller Inku-
batoren’ entwickelt. 
 
f Der Mehrwert von Inkubatoren wird in zunehmendem Maß bei Qualität und Um-
fang der angebotenen Business Support Leistungen  (Entrepreneurship Trai-
ning, Beratung, Finanzierung und Technologieunterstützung) gesehen. 
  
f Andere Erfolgsmerkmale von Inkubatoren sind der Au fbau und die Pflege von 
Netzwerken und die Kontaktanbahnung. 
 
f Die Kompetenz und Qualität des Managementteams,  ein unternehmerischer 
Managementansatz, das Monitoring der Mieter und schließlich die eigene Er-
folgsmessung werden als zunehmend wichtig erachtet.  
 
f Die Einrichtung von Inkubatoren erfo lgt in der Regel im Rahmen von Public-
Private-Partnerships; in ganz Europa sind hierzu  öffentliche Fördermittel not-
wendig (insbesondere in der Aufbauphase) , die Abhängigkeit von öffentlichen 
Zuwendungen sollte aber in der Betriebsphase stetig reduziert werden. 
 
f  Zur nachhaltigen Finanzierung v on Inkubatoren werden zunehmend auch Betei-
ligungen an den Gründungsunternehmen in Erwägung gezogen. 
 
 
Teil C: Umsetzungskonzeption: Ein Geschäftsmodell für das Galileo-Zentrum  
 
Die Ergebnisse der Marktanal yse haben zu folgenden Über legungen für die Umset-
zung geführt. Das Galileo-Zentrum sollte demnach: 
 
f  Informations- und Sensibilisierungspolitik für Galileo in Hessen betreiben, 
 
f das Forschungspotenzial der Hoch schulen und Forschungs einrichtungen in 
Hessen auf dem Gebiet der Satellitennavigation aktiv mobilisieren,

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 7
f  den Netzwerkaufbau der regionalen und internationalen Akteure der Satelli-
tennavigation unterstützen, 
 
f die Entstehung neuer Unternehmen auf di esem Gebiet fördern und begleiten. 
 
1. Zeitplan 
 
Die Marktanalyse legt einen möglichst raschen Start mit der Einrichtung des Galileo-
Zentrums nahe. Für die Inbetriebnahme des Galileo-Zentrums wird ein Drei-Phasen-
Modell zugrunde gelegt, das nach folgenden Phasen unterscheidet: 
 
1. Projektphase (Anlaufphase) 
2. Aufbauphase  
3. Vollbetrieb  
 
Jahr 
 
2006 2007 2008 2009 2010 2011 
Phase 
 
Projektphase  
(Anlaufphase) 
Aufbauphase Vollbetrieb 
 
 
Die Projektphase beginnt mit der Entscheidung für die Einrichtung eines Galileo-
Zentrums möglichst im 1. Quartal 2006 un d endet Mitte 2007. In dieser Phase wird 
das Basisteam eingestellt. Es baut das  Leistungsangebot des Zentrums auf der 
Grundlage von Projekten zum vollständigen Leistungspor tfolio aus und nutzt zu-
nächst vorhandene Räumlichkeiten, z.B. bei ESOC.  
 
In der Aufbauphase (Mitte 2007 bis Ende 2008) wi rd das Raumangebot des ESOC 
nicht mehr ausreichen. Eine Übersiedlu ng in Räumlichkeiten des Technologie- und 
Innovationszentrums in Darmstadt (TIZ) wird daher empfohlen. In dieser Phase wird 
je nach Nachfrage und Bedarf das Basisteam um weitere Mitarbeiter ergänzt. Falls 
erforderlich, kann auch eine so genannte ‚virtuelle’ Betreuung angeboten werden, 
also die Beratung und Unterstützung von Gründern ohne die Bereitstellung von Büro-
räumen. 
 
In der Phase des Vollbetriebs (ab 2009) wird das Zentrum wirtschaftlich betrieben 
und von einer Unterbringung in eigenen Geschäftsräumen ausgegangen. 
 
2. Standort 
 
Die im Innovationsmarkt beschriebene gü nstige Forschungslandschaft in Hessen 
und das wirtschaftliche Umfeld legen die Einrichtung des Galileo-Zentrums in Süd-
hessen nahe. Da ein Innovationszentrum i dealerweise in der Nähe bedeutender 
Forschungseinrichtungen etabl iert wird, spricht die Dic hte an Hochschulen und au-

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 8
ßeruniversitären Forschungseinrichtungen gerade in Darmstadt dafür, diesen Stand-
ort für die Einrichtung des Galileo-Zentrums zu wählen.  
 
Hinzu kommt, dass Darmstadt mit dem ESOC über eine ESA-Einrichtung verfügt und 
damit einen direkten Bezug zu Galileo hat. Die Errichtung des Galileo-Zentrums in 
unmittelbarer Nachbarschaft zu ESA/ESOC  und damit die direkte Anbindung an 
diesen Kompetenzträger wu rde von den befragten Anwendern und Vertretern der 
Innovationszentren dringend empfohlen. Durch diese Standortwahl kann die notwen-
dige Verbindung zur Thematik, zum Image  und zum ESA-Netzwerk geschaffen wer-
den.  
 
3. Raumnutzung 
 
Seitens des ESOC wurde für eine mög lichst kostengünstige Raumlösung insbeson-
dere in der Projektphase (Anlaufphase) des Zentrums plädiert und zu diesem Zweck 
Räume innerhalb des ESOC angeboten. Dies e sollten auf jeden Fall für den Start 
des Zentrums und die Unterbringung eines  Basisteams genutzt werden. Bedarfswei-
se könnten bereits in dieser Phase einz elne Räume für Projek t- oder Gründerteams 
im TIZ angemietet werden. 
 
Für die Aufbauphase des Zentrums bietet hinge gen die Unterbringung von Zent-
rumsmitarbeitern und Gründern im TIZ deutlic he Vorteile: Das TIZ befindet sich in 
unmittelbarer Nachbarschaft des ESOC. Da s Galileo-Zentrum könnte dort innerhalb 
kürzester Zeit eingerichtet werden. Dabe i sollten alle Raumflächen nach Möglichkeit 
zusammenhängen und zwe cks Erzielung einer Corporate Identity  für das Galileo-
Zentrum zu einen „Zentrum im Zentrum “ ausgebaut werden. Darüber hinaus bietet 
das TIZ Leistungen an, die vom Galileo-Zent rum unter Nutzung der Synergien kos-
tengünstig eingekauft werden können, ohne dafür eigene Ka pazitäten/Ressourcen 
vorhalten zu müssen.  
 
Für den langfristigen Betrieb des Galileo-Zentrums ( Vollbetrieb) ist die Nutzung ei-
nes eigenen Gebäudes zu planen. Hierbei sind  
 
• die Anmietung leer stehender Gebäude in der Weststadt  
• die Nutzung von Gebäudeteil en des ESOC in Darmstadt 
 
als mögliche Alternativen zu prüfen. Mi t der Planung sollte ber eits in der Aufbaupha-
se ab Ende 2007 begonnen werden. 
 
4. Betrieb/Leistungsangebot 
 
Der größte Teil des Wertes, den ein Innova tionszentrum stiftet, liegt in den Dienst-
leistungen, die es bereitstellt. Um sich gegenüber anderen Innovationszentren in der 
Region und solchen mit ähnlichem Themenfokus zu positionieren, ist es erforderlich,

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 9
dass das Galileo-Zentrum Schwerpunktleist ungen anbietet, die über das Standard-
Leistungsportfolio von Innovationszentren hinausgehen. 
 
Hierzu gehören: 
 
f Umfassendes Informations- und Kommunikationsangebot rund um Galileo 
Eines der wichtigsten Angebote des Galileo-Zentrums muss die Informationsbreitstel-
lung und der Aufbau von Kommunikationskanälen rund um das Thema Galileo sein. 
Gerade die Unternehmen müssen früh über Nutz en, Potenziale und Effizienzvorteile 
von Galileo-Anwendungen aufgeklärt wer den. Nur dann werden sie künftig Leistun-
gen eines Galileo-Zentrums nachfragen und dessen nachhaltigen Betrieb/Existenz 
sichern.  
 
f Aktives Scanning der Hochschulen und Forschungseinrichtungen 
Um das Gründungspotenzial an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu mobi-
lisieren, kommt der aktiven Ideensuc he und -generierung von Gründungs- und An-
wendungsvorhaben aus der Sate llitennavigation (Scanning) eine entscheidende Rol-
le zu. Daher sollte das Zentrum gemeinsam  mit regionalen Transferstellen an Hoch-
schulen, Forschungsinstituten und in den Forschungsabt eilungen von Wirtschaftsun-
ternehmen Potenziale identifizieren und stimulieren.  
 
f Aufbau eines leistungsfähigen Partnernetzwerks 
Um den betreuten Gründern fr ühzeitig Kontakte zu poten ziellen Kunden, Lieferanten 
und strategischen Partnern zu ermöglichen , muss das Galileo-Zentrum ein umfas-
sendes Netzwerk an professi onellen Partnern auf bauen, die auf Gebieten tätig sind, 
die nicht zu den Kernkompetenzen des Zentru ms zählen. Ebenso wichtig ist die stra-
tegische Vernetzung des Zentru ms selbst insbesondere mit Galileo-Playern auf regi-
onaler, nationaler und internationaler Ebene (hier auch ESINET, ESI etc.).  
 
Für eine möglichst rasche Inbetriebnahme des Galileo-Zentrums ist der schnelle, und 
schrittweise Aufbau des Leistungsangebots besonders wichtig. Wir schlagen daher 
auch hier ein dreistufiges Vorgehen vor: 
 
Stufe 1 (sofort mit der Entscheidung für das Zentrum, 1. + 2. Quartal 2006):  
Das Zentrum erbringt hier zunächst noch keine Unterstützungsleistungen für Gründer 
im eigentlichen Sinne, sondern beschränkt sich auf folgende Aktivitäten: 
 
• Positionierungs-, Sensibilisie rungs- und Kommunikationskampagne 
• Aufbau einer Internet -Informationsplattform  
• Erste Scanning-Aktivitäten (a ktive Suche nach Produktideen) 
• Gründung der Gesellschaft Galileo-Zentrum 
 
Stufe 2 (ab 1. Juli 2006): 
• Aufbau der Galileo-Technologieberatung 
• Aufbau eines Galileo-Netzwerkes Hessen 
• Erstellung eines Businessplans für di e endgültige Einrichtung des Zentrums

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 10
• Aufbau einer ersten Infrastruktur fü r Unternehmensansiedlungen (im TIZ) 
 
Stufe 3 (ab 1. Oktober 2006): 
Das Leistungsangebot des Zentrums wird ab dem vierten Quartal des Zentrumsbe-
triebs entsprechend des Bedarfs und der Na chfrage schrittweise zum vollen Ange-
botsportfolio ausgebaut. Nun kommen folgende Leistungen hinzu: 
 
• Organisation des gesamten Leist ungsportfolios für den Vollbetrieb 
• Erste Beratungs- und Betreuungsaktivitäten für Gründer:  
 
Etwa Mitte 2007 sollte das Leistungsangebot des Galileo-Zentrums etabliert sein.  
 
5. Rechtsform 
 
Die enge inhaltliche Verzahnun g der einzelnen Aufgabenfelder eines Informations-, 
Gründer- und Anwendungszentrums macht eine  organisatorische Einheit des Gali-
leo-Zentrums erforderlich. Die Realisierung in mehrer en Einrichtungen erscheint aus 
heutiger Sicht nicht sinnvoll. Es wird empfohlen, dass das Galileo-Zentrum aus 
Gründen der wirtschaftlichen Tragfähigkeit und der  Flexibilität in der Rechtsform ei-
ner Gesellschaft mit beschränkter Haftung (G mbH), beispielsweise unter der Firmen-
bezeichnung Galileo-Zentrum Hessen GmbH, gegründet und mit einem Stammka-
pital von mindestens 25.000 € ausgestattet wird.  
 
Beteiligung des Landes und von ESA/ESOC 
Stellenwert und Bedeutung des Galileo-Zentru ms sind untrennbar mit einem deutlich 
erkennbaren ‚Commitment’ des Landes Hessen und von ESA/ESOC verbunden. Die 
Verbindung des Galileo-Zentrums mit di esen Partnern und ggf. der Stadt Darmstadt 
sowie der TU Darmstadt in ei ner Public-Private-Partnersh ip kann über eine gesell-
schaftsrechtliche Beteiligung am Galileo- Zentrum Hessen erfolgen, hierbei müssen 
jedoch die unternehmerische, unbürokrati sche Führung des Unternehmens sowie 
kurze Entscheidungswege und schnelle Ent scheidungen möglich sein. Eine Alterna-
tive sind vertragliche Vereinbarungen, die die Anbindung vo n Land und ESA/ESOC 
an das Zentrum regeln.  
 
 
6. Personal 
 
Da das Galileo-Zentrum seine Leistungen au ch mit externen Experten erbringt, wird 
eine grundsätzlich schlanke Personalausstatt ung mit drei Beschäftigten im ersten 
Jahr vorgeschlagen. Dieses Basisteam kann je nach Bedarf und Auslastung jederzeit 
ergänzt werden. Zum Basisteam für die Inbetriebnahme des Galileo-Zentrums (1. Juli 
2006) gehören: 
 
• ein/e Geschäftsführer/in–Kaufmännische/r Leiter/in (KL) für Lobbying, In-
kubations-Management, Marketing, Vertrieb und Administration;

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 11
• ein/e Geschäftsführer/in–Technische/r Leiter/in  (TL) für übergreifende 
Aufgaben, Veranstaltungswesen, Koordi nation, Projektarbeit und Projekt-
betreuung;  
• ein/e Mitarbeiter/in für Back-Office (BO); für Assistenz, Internetservice, Fa-
cility Management und ähnliches. 
 
Zu einem späteren Zeitpunkt (ab 2007) wird  der Personalstamm gegebenenfalls auf-
gestockt, indem für neue Tätigkeiten weitere Mitarbeiter/innen eingestellt werden 
(insbesondere ein Incubator Manager für die Gründungsbetreuung und nach Bedarf 
mehrere Projektmanager für akquirierte Projekte). 
 
7. Finanzierung / Kosten 
 
Wir gehen davon aus, dass das Galileo-Zentrum nach privatwirtschaftlichen Erfolgs-
kriterien und damit mindestens kostendeckend arbeitet. D.h. für seine Betreiber kann 
das Zentrum Bestandteil der st rategischen Ausrichtung sein . Dabei sollte trotz des 
öffentlichen Interesses nicht ausgeschloss en werden, dass das Galileo-Zentrum Ge-
winne erwirtschaften kann. Di ese sollten dann aber – ger ade wenn sie sich nicht in 
signifikanter Höhe einstellen – als Werkzeug der Innenfinanzierung nicht ausgeschüt-
tet werden, sondern thesauriert und der Si cherung eines nachhal tigen Betriebs zur 
Verfügung gestellt werden. Dies  wird jedoch die Entscheidun g der jeweiligen Gesell-
schafter sein. 
 
In der Anlauf- und Aufbauphase des  Galileo-Zentrums ergibt sich ein Finanzierungs-
bedarf von rd. 600.000 € für die Organisation des Zentrumsbetriebs und seines Leis-
tungsangebots. Zur gezielten Stimulierung der Nachfr age nach Zentrumsleistungen 
sollten darüber hinaus rund 50 0.000 € als Zuschüsse für die Gründer zur Verfügung 
gestellt werden. Die Zuschü sse an die Gründer sollten bi s ins Jahr 2008 hinein rei-
chen. Je nach Entwicklung des Zentrums sollte dann zielori entiert und bedarfsge-
recht auf der Basis der bestehenden regi onalen, nationalen und europäischen För-
derprogramme über die weit ere Vorgehensweise entschi eden werden. Eine eigen-
wirtschaftliche Arbeitsweise des Zentrums  kann aus ökonomischer Sicht sinnvoller 
Weise erst ab der gefestigten Betriebsphas e (ab 2009) gefordert werden. Vor allem 
in der Anlaufphase (2006-2007) und dann abnehmend in der Aufbauphase (bis 2008) 
ist eine Eigenwirtschaftlichkeit nur schwer zu erzielen. Grundsätzlich sollte daher die 
Finanzierungslücke in der Anlauf- und Aufbauphase mit einer Zuwendung von den 
zentralen ‚Stakeholdern’ des Zentrums, d.h. vom Land Hessen und von ESA/ESOC, 
geschlossen werden. Dies sollte nach unser er Auffassung im Rahmen einer Pilot-
phase von eineinhalb Jahr en über die Finanzierung speziell definierter Projekte 
erfolgen, die folgende richtungweisende Startleistungen des Zentrums umsetzen: 
 
• Positionierungs-, Kommunikations- und Sensibilisierungskampagne für das 
Thema Galileo (und ggf. für das Zentrum) 
• Aufbau einer Internetplattfo rm für das Galileo-Zentrum 
• Aufbau eines Galileo-Netzwerkes Hessen

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 12
• Aufbau der Galileo-Technologieberatung 
• Erste Scanning-Aktivitäten an Hoch schulen und Forschungseinrichtungen 
• Erstellung eines Businessplans für die endgültige Einrichtung eines Galileo-
Zentrums in Darmstadt.4 
 
Diese projektbezogene Zuw endung hat den Vorteil, da ss dadurch genau diejenigen 
Leistungen finanziert werden, die für den we iteren erfolgreichen Betrieb des Zent-
rums wichtig sind. Mit einer Projektfinanzierung können den Zuwendungsempfängern 
Meilensteine und Fristen geset zt werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass 
durch die Projekte möglichst viele Untern ehmen intensiv in die Arbeit des Galileo-
Zentrums eingebunden werden könnten und dadurch auch eine stärkere Zusam-
menarbeit zwischen Großunternehmen und KMU motiviert würde.  
 
 
Teil D: Warum wird das Galileo-Zentrum erfolgreich? 
 
Die abschließende Betrachtung fasst die in  der Studie getroffenen Aussagen über 
den wirtschafts- und regionalpolitischen Nutz en des Galileo-Zentrums und die Siche-
rung seines langfristig erfolgreichen nach haltigen Betriebs zusammen, zeigt Maß-
nahmen zur Absicherung des bestehenden Risikos auf und sch lägt eine wirtschaftli-
che Erfolgsrechnung vor, di e helfen soll, ein erfolgre iches Wirken des Galileo-
Zentrums zu ermöglichen und bestehende Risiken möglichst frühzeitig zu identifizie-
ren.  Dadurch ergeben sich Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen den zu 
erwartenden finanziellen Aufwendungen für das Zentrum einerseits und den materiel-
len und immateriellen Vort eilen, die ein solches Z entrum dem Standort Hessen 
bringt, andererseits. 
 
Ausnutzen von Rationalisierungseffekten 
Eine Möglichkeit zur Absicherung des langfr istig wirtschaftlichen Betriebs des Gali-
leo-Zentrums besteht im Ausnutzen ver schiedener Rationalisierungseffekte, entwe-
der durch aktives Outsourcing oder durch Aufbau und Nutzung leistungsfähiger 
Netzwerke. Im Rahmen des aktiven  Outsourcings werden spezielle Aufgaben oder 
einzelne Leistungspakete des Zentrums  an zentrumsnahe Dienstleister vergeben 
(beispielsweise über die Bildung bestimmter  „Dienstleistungstöchter“). Dabei ist je-
doch wichtig, dass das Zentrumsmanagement die Kontrolle über die Gesamtleis-
tungserstellung behält. Durch die Einbezieh ung externer Dienstleister kann bei ein-
zelnen Leistungselementen genau die Kompetenz hinzugefügt werden, die für eine 
effiziente und effektive Leistungserstell ung benötigt wird, ohne  dass im Zentrum 
selbst diese Kompetenz für alle Einzelleistungen im Gesamtportfolio vorgehalten und 
finanziert werden muss. 
 
                                           
 
4  ESI hat einen ‚Technology Master Plan’ erstellt, der die Expertise, d.h. die wissenschaftlichen und 
technischen Kompetenzen der ESTEC kartiert. Das wäre auch für das Galileo-Zentrum in einem zu 
erarbeitenden Business-Plan eine wichtige Grundlage für die Potenzialeinschätzung.

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 13
Die Bildung eines Expertenpools im Rahmen des Ausbaus leistungsfähiger Netzwer-
ke macht es möglich, einzelne Leistung en jeweils zum richtigen Zeitpunkt mit der 
passenden Expertise im richtigen Abschnitt der Leistungserstellung einzubringen. Da 
die Experten aus der Zusammenarbeit mit Gründern und Anwendern ihrerseits auch 
wieder Vorteile und Synergien für ihre eigene Tätigkeit erzielen können, wird davon 
ausgegangen, dass sie auf ei ne Vergütung ihrer Leistungen für das Zentrum weitge-
hend verzichten. Dadurch wirkt die Form de s Outsourcing über aktives Networking 
nicht nur qualitäts- und leistungssteigernd sondern auch kostenreduzierend.
5 
 
Erwarteter Nutzen des Galileo-Zentrums für den Standort Hessen 
Die angestrebte Vernetzung des Galileo-Zentru ms dient sowohl seiner regionalen, 
nationalen und internationalen Positionierung am Standort Hessen als auch seiner 
regionalen technologischen Profilierung. Über die Bereitstellung von technologie- und 
branchenspezifischen Informationen kann das Galileo-Zentrum als Demonstrations-
zentrum für neue Technologien im Galileo- Kontext auftreten und sich als Technolo-
gieverwerter für Hochschulen, Forsc hungseinrichtungen und Un ternehmen federfüh-
rend in der Region positionieren.  
 
Damit unterstützt das Galileo-Zentrum die Motivation der regionalen und der thema-
tisch-inhaltlichen Zusammenarbeit auf dem G ebiet der Wirtschaftsförderung. Durch 
das Galileo-Zentrum können innovationsorie ntierte Aktivitäten in der Region gebün-
delt und gemeinsame Projekte zur Stimul ierung der regionalen Wirtschaftsentwick-
lung initiiert, durchgeführt und begleitet wer den. Dies ermöglicht schließlich eine ge-
zielte Ansiedelung von Schlüsselunter nehmen oder Unternehmensteilen und damit 
die Förderung des Unternehmertums in der Region. 
 
Alternatives Finanzierungsszenario zur Risikobegrenzung 
Die in der Studie dargestellten Maßnahmen ermöglichen einen mittelfristig wirtschaft-
lichen Betrieb des Galileo-Zentrums. Doch auch bei einer wirtsch aftlichen Führung 
des Zentrums können zusätzliche Risiken dadurch entstehen, dass sich die Nachfra-
ge der Zentrumsleistungen nicht wie erwartet  einstellt oder diese aufgrund einer ver-
zögerten Inbetriebnahme von Ga lileo erst mit Zeitverzug angeboten werden können. 
Die Überprüfung dieser Risiken hat ergeben, dass sich auch im Worst Case -
Szenario ein Betrieb des Zentrums realisie ren lässt, der nachhaltig Überschüsse er-
wirtschaftet, auch wenn der Break-Even später  eintritt. Dabei erhöht sich allerdings 
der Bedarf an öffentlic hen Zuwendungen in den Aufbauphas en auf insgesamt ca. 
750.000 Euro.
6  
 
Wirtschaftliche Erfolgsrechnung 
Die Einführung einer wirtschaftlichen Er folgrechnung kann Aufschluss darüber ge-
ben, ob das Galileo-Zentrum seine Zielstel lung für die Region und für seine Träger 
auch wirklich erreicht und wie sich die Er folge in ökonomisc hen Kennziffern ausdrü-
cken lassen. Eine wichtige Kenngröße ist di e Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze. 
                                            
5  In persönlichen Gesprächen haben Experten z.B. aus Großunternehmen diese Bereitschaft signa-
lisiert und für wünschenswert erklärt. 
6  Ohne Berücksichtigung der Zuschüsse an die Gründer.

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 14
Die Berechnungen in der St udie haben ergeben, dass ca. 5.000 bis 6.000 Arbeits-
plätze im Bereich Satellitennavigation in Hessen entstehen können, die mittelbar  
oder unmittelbar aus der Tätigkeit des  Galileo-Zentrums resultieren (davon 900 Ar-
beitsplätze durch vom Galileo-Zentrum betreute Gründungen bis 2011). 
 
 
Teil E: Empfehlungen 
 
Aus den Ergebnissen der Untersuchung leiten sich abschließend folgende Empfeh-
lungen ab: 
 
f Kombination von Informations-, Anwendungs-  und Gründerzentrum 
Das Galileo-Zentrum muss sich als Informationsdrehscheibe und Galileo-
Kontaktstelle im Land etablieren und die landesweiten Galileo-Aktivitäten bündeln. 
Nur durch die Kombination von Information, Anwender- und Gründerunterstützung in 
einem hessischen Galileo-Kompetenzzentrum kann sich der Erfolg einstellen. 
 
f Schneller Start 
Um zu verhindern, dass die mit dem Thema Galileo befassten Unternehmen/Gründer 
an die Standorte der bestehenden Zentren abwandern, empfehlen wir nicht nur einen 
möglichst schnellen Start des Zentrums, so ndern auch den Start von Initiativprojek-
ten vor der offiziellen Gründung des Zentrums. 
 
f Positionierungskampagne 
Eine möglichst sofortige und intensive Po sitionierungs-, Sensibilisierungs- und Kom-
munikationskampagne ist notwendig, um die Unternehmen und Forschungseinrich-
tungen sowohl für das Thema Galileo als auch für die Leistungen des Zentrums zu 
sensibilisieren. 
 
f Pilotphase 
Wir empfehlen einen zeitlich und inhaltlic h gestuften Zentrumsaufbau, der mit einer 
auf etwa 1,5 Jahre angelegten Pilotphase  beginnt. Hier wird das Zentrumsangebot 
zunächst auf der Basis von Projekten realisie rt. Die Pilotphase ermöglicht eine risi-
koarme Überprüfung der Umsetzungserfolge in einem überschaubaren Zeitraum. 
 
fGewinnung von Schlüsselpartnern 
Die bedeutenden wirtschaftlichen Player der Region, also die Unternehmen, die be-
reits aktiv mit dem Galileothema befasst  sind (z.B. DFS, Vega etc.) sollten als 
Schlüsselpartner des Zent rums gewonnen und aktiv in die Tätigkeit eingebunden 
werden, um die notwendige Sogwirkung für die KMU erzielen. 
 
f Vernetzung 
Die Vernetzung des Zentrums mit den lo kalen und regionalen, aber auch mit den 
nationalen und internationalen Akteuren wir d als besonders wichtig erachtet. Hierzu 
zählen die Hessen Agentur, ESOC,  ESTEC, ESINET, andere Galileo-

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie Galileo-Zentrum Hessen 
 
 
 
 
© ESA/Hessische Landesregierung 2005 15
Anwendungszentren und Netzwerke der Sa tellitennavigationsszene ebenso wie die 
relevanten Forschungsinstitute. 
 
f Stimulierung der Nachfrage 
Als einen der Erfolgsfaktoren des Galileo- Zentrums empfehlen wir, ein eigenes Kon-
zept zur finanziellen Unterstützung der Grü nder zu entwickeln, das sich am Modell 
des European Space Incubators  (ESI) orientiert. Dieses Unterstützungskonzept för-
dert KMU und dient der Stimulierung der Nachfrage nach Zentrumsleistungen.  
 
f Anschubfinanzierung 
Für den nachhaltig erfolgreichen Betrieb de s Galileo-Zentrums si nd eine projektbe-
zogene Anschubfinanzierung in  Höhe von rund 600.000 € so wie Zuschüsse an die 
Gründer in Höhe von rund 500.000 € erfor derlich. Anschubfinanzierung und Zu-
schüsse sollten auf die Jahre 2006 bis 2008 verteilt sein.  Ohne die Anschubfinanzie-
rung ist der Betrieb des Zentrums nicht realisierbar. 
 
f Erstellung eines Businessplans 
Die Marktanalyse und die Fi nanzplanungen in dieser Mac hbarkeitsstudie können die 
Erstellung eines konkreten Businessplanes für das Galileo-Zentrum nicht ersetzen. 
Dieser wird detaillierte Aussagen über Ma rktbedarf, Vertriebskonzept und die nach-
haltige Finanzierungsstruktur des Galileo-Zentrums treffen. 
 
f Wirtschaftlicher Betrieb des Zentrums 
Die öffentliche Hand sollte nach der wirtschaftspolitisch erforderlichen Anschubfinan-
zierung keine weiteren direkt en Zuschüsse für das Galile o-Zentrum erbringen. Alle 
Leistungen sollen privatwirtschaftlich organ isiert und aus der Eigenfinanzierung des 
Zentrums langfristig finanziert werden. 
 
f Rechtsform: GmbH  
Das Unternehmen sollte in der Rechtsform der GmbH (unter dem Aspekt der wirt-
schaftlichen Tragfähigkeit), bei spielsweise mit dem Firmennamen Galileo-Zentrum 
Hessen GmbH, gegründet werden. Die Geschäftsführ er sollten Leistungsanreize 
durch die Möglichkeit des Erwerbs eigener Gesellschaftsanteile erhalten.  
 
f Engagement des Landes Hessen und von ESA/ESOC 
Stellenwert und Bedeutung des Galileo-Zentru ms sind untrennbar mit einem deutlich 
erkennbaren ‚Commitment’ des Landes Hessen und von ESA/ESOC verbunden. 
Auch aus Imagegründen ist eine enge Anbi ndung des Zentrums an die hessische 
Landesregierung und an ESA/ESOC wichtig, beispielsweise über Gesell-
schaftsanteile oder enge Kooperationsvereinbarungen. 
 
f Nähe zu ESOC  
Der bevorzugte Standort für die Einrichtung des Galileo -Zentrums ist das Gelände 
des ESOC bzw. die Wahl von Geschäftsr äumen in seiner unmittelbaren Nachbar-
schaft. Dies bringt für die Nutzer nich t nur einen beträchtlichen Imagegewinn, son-
dern auch wichtige fachliche Synergieeffekte.

Beratungsverlauf (4)

TOP 20
TOP 388
TOP 25
TOP 8

Orte (1)

  • Rundeturmstraße 12

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2006/0395
Typ
Magistratsvorlage
Datum
07.06.2006
Erstellt
29.09.2026 00:00