RR 20/2026
Anfrage der Linke-Fraktion vom 11.03.2026 zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele
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Sitzungsvorlage RR (Anfrage der Linke-Fraktion vom 11.03.2026 zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele)
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Seite 1 von 1 Sitzungsvorlage RR - öffentlich - RR 20/2026 Dezernat Regionalplanung, Braunkohlenplanung, Geschäftsstelle Ansprechperson Frau Sengül Telefon 0221-147-4020 BEZIRKSREGIERUNG Köln Datum 12.03.2026 Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion Regionalrat des Regierungsbezirks Köln 13.03.2026 10.1 zur Kenntnis TOP: Anfrage der Linke-Fraktion vom 11.03.2026 zur Bewerbung um Olympische und Paralympi- sche Spiele Beschlussvorschlag: Der Regionalrat nimmt die Anfrage zur Kenntnis. Erläuterungen: Anlage(n): 1. Anfrage der Linke Fraktion 2. Antwort auf Anfrage 10.1 der Linke-Fraktion
Sitzungsvorlage RR (Antwort auf Anfrage 10.1 der Linke-Fraktion)
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ANLAGE zu TOP 10.1 zur Anfrage der Linke-Fraktion vom 11.03.2026 zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele 1. Information der Bürgerinnen und Bürger In welcher Form werden die Argumente pro und contra der Olympi- abewerbung den Bürgerinnen und Bürgern neutral und transparent gegenübergestellt? Welche Informationsmaterialien oder Veranstal- tungen sind hierzu geplant? Die Bürgerinnen und Bürger werden sachlich, transparent und nachvollziehbar über den aktuellen Stand des Bewerbungsverfahrens, die organisatorischen Rahmenbedingungen und die Chancen und Risiken, wie z.B. Kosten informiert. Vorgesehen sind insbesondere Informationen über die Internetseiten der beteiligten Kommunen, Informationen des Landes Nordrhein- Westfalen auf der zentralen Bewerbungsseite www.olympiabewerbung.nrw, Social Media Beiträge, Broschüren sowie weitere Informationsformate in den Kommunen, wie z.B. Bürgerversammlungen und Podiumsdiskussionen im Vorfeld des Ratsbürgerentscheids am 19.04.2026. 2. Geplanter Austragungszeitraum Welches Austragungsjahr wird aktuell präferiert (2036, 2040 oder 2044)? Nach welchen Kriterien wird die Auswahl des Zieljahres getroffen? Aktuell bezieht sich die Bewerbung auf die möglichen Austragungsjahre 2036, 2040 oder 2044. Maßgeblich sind dabei insbesondere Erfolgsaussichten der Bewerbung, zeitliche Realisierbarkeit sowie die Einordnung in das internationale Vergabeverfahren. Die Vergabeentscheidung trifft allein das Internationale Olympische Komitee (IOC). Vergangene Bewerbungsprozesse haben gezeigt, dass es zielführend ist, eine Bewerbung über mehre Entscheidungszyklen beim IOC aufrecht zu erhalten, um die Wahrscheinlichkeit eines Zuschlags zu erhöhen. Demnach hat der DOSB entschieden, sich für die genannten Jahre zu bewerben. 3. Sportstätten und Infrastruktur Da in der Rhein-Ruhr-Region derzeit keine vollständigen olympischen Sportstätten vorhanden sind: Das Konzept setzt auf 100 Prozent bestehende oder temporär errichtete oder ertüchtigte Sportstätten. Als temporäre Sportstätte mit dauerhafter Nachnutzung als Wohnquartier sind das Olympische und Paralympische Dorf sowie ein Leichtathletikstadion vorgesehen. An welchen Standorten sollen neue Olympiastätten, Stadien und ein Olympisches Dorf entstehen? Welche konkreten Standorte befinden sich derzeit in Planung? Als Standort für das temporär für Spiele genutzte Olympische und Paralympische Dorf mit Leichtathletik, dass anschießend als Wohn- quartier weitergenutzt wird, ist Köln-Kreuzfeld vorgesehen. Die weiteren Sportstätten des Konzeptes können unter www.olympi-abewerbung.nrw eingesehen werden. 4. Stadtteilentwicklung Kreuzfeld Ist im Bereich Kreuzfeld ein neues Stadion und Unterkünfte für Sport- ler*innen geplant? Ja. Temporär genutzt und dauerhaft als Wohnquartier für Köln. Falls ja: Welche Auswirkungen hätte dies auf die seit vielen Jahren geplante Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld? Besteht die Gefahr, dass dieses Stadtentwicklungsprojekt zugunsten eines olym- pischen Prestigeprojektes verschoben und umgeändert wird? Die Planungen für das Olympische und Paralympische Dorf werden aktuell auf die bestehenden stadtplanerischen Grundlagen und Er- gebnisse für den Stadtteil Köln-Kreuzfeld angepasst. Eine Verschie- bung der Planung ist nicht beabsichtigt. Punktuelle Anpassungen, wie z. B. die Errichtung des temporären Leichtathletikstadions, das später funktional zum Quartiersmittelpunkt transformiert wird, sind grundle- gender Bestandteil städtebaulicher Planungen in Köln-Kreuzfeld. 5. Kosten und Finanzierung Mit welchen Gesamtkosten für die Durchführung wird aktuell gerech- net? Bleibt es bei den genannten rund 4,8 Milliarden Euro? Nach aktuellem Stand wird weiterhin mit Durchführungskosten von rund 4,8 Milliarden Euro und Einnahmepotenzialen von rund 5,2 Milli- arden Euro gerechnet. Ziel ist ein ausgeglichenes bzw. positives Durchführungsbudget. Welche Kostenanteile würden für die Kommunen im Regionalrat Köln entfallen? Eine belastbare Aufteilung auf einzelne Kommunen im Regierungsbe- zirk bzw. im Regionalrat Köln liegt derzeit nicht vor. In der aktuellen Phase entstehen den Kommunen im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit den Ratsbürgerentscheiden sowie gegebenenfalls mit freiwilligen Kommunikationsmaßnahmen. Wurde eine Wirtschaftlichkeitsprüfung beim Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln eingereicht? Hierzu liegen dem Land Nordrhein-Westfalen keine Informationen vor. Welche Auswirkungen hätten die Kosten der Olympischen Spiele auf den Haushalt der Stadt Köln? Konkrete haushaltsmäßige Auswirkungen für die Stadt Köln können in der aktuellen Bewerbungsphase noch nicht belastbar beziffert wer- den. Etwaige Verpflichtungen wären in späteren Phasen gesondert zu prüfen und politisch zu entscheiden. 6. Wirtschaftliche Auswirkungen Welche nachhaltigen Effekte werden für die Wirtschaft in der Region Rhein-Ruhr erwartet? Erwartet werden positive wirtschaftliche Impulse insbesondere für Tourismus, Gastronomie, Hotellerie, Mobilität und Dienstleistungen. Zudem werden langfristige Effekte durch Investitionen in Infrastruktur und internationale Sichtbarkeit der Region gesehen. Gibt es hierzu belastbare Studien oder Prognosen? Die derzeitigen Einschätzungen beruhen im Wesentlichen auf Be- rechnungen und Annahmen des DOSB sowie auf Erfahrungen frühe- rer Großveranstaltungen. 7. Sportinfrastruktur in NRW Der Landessportbund NRW beziffert den Investitionsbedarf für die Sportinfrastruktur auf 3,6 Milliarden Euro. Inwiefern wird dieser Bedarf im Rahmen der Olympiaplanungen berücksichtigt? Welche konkreten Investitionen plant das Land NRW (600 Mio. Euro bzw. inzwischen 1 Mrd. Euro laut Ministerpräsident Wüst)? Ein bestehender Investitionsbedarf in die Sportinfrastruktur wird un- abhängig von der Bewerbung anerkannt. Die Olympiaplanungen sind gegenwärtig nicht explizit Gegenstand der Bedarfsplanungen, son- dern können zusätzliche Impulse für Sanierung, Modernisierung und Beschleunigung geplanter Vorhaben geben. Deshalb investiert die Landesregierung erheblich in Sportstätten und Schwimmbäder in der Trägerschaft von Vereinen und Kommunen. Diese Investitionen für Sportstätten und Schwimmbäder erfolgen un- abhängig von der Olympiabewerbung. 8. Mitsprache und Demokratie Welche Mitsprachemöglichkeiten hat die Stadt Köln gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC)? Wie werden kommunale Interessen in den Entscheidungsprozessen vertreten? Die Stadt Köln ist in das Bewerbungsverfahren über die ständige Ab- stimmung mit dem Land Nordrhein-Westfalen und den übrigen betei- ligten Kommunen auf unterschiedlichen Ebenen eingebunden. Die di- rekte Kommunikation mit dem IOC erfolgt im internationalen Bewer- bungsverfahren grundsätzlich durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Kommunale Interessen werden im laufenden Verfahren insbesondere über die Mitwirkung der beteiligten Städte, entsprechende politische Beschlüsse und die laufende Abstimmung mit dem Land eingebracht. 9. Umwelt- und Verkehrsfragen Wurde vor der Bewerbung eine Strategische Umweltprüfung (SUP) durchgeführt? Falls nicht: Ist eine solche Prüfung geplant? Eine Umweltprüfung ist geplant. Aktuell führt das Institut für Outdoor Sport und Umweltforschung der Deutschen Sporthochschule Köln un- ter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Ralf Roth ein vorbereitendes Umwelt- screening durch. Welche Auswirkungen wird das zusätzliche Verkehrsaufkommen auf die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) und die städtische Infrastruktur haben? Das Konzept geht davon aus, dieses insbesondere durch bestehende und erprobte Großveranstaltungslogistik, KombiTickets, Taktverdich- tungen, Shuttle-Systeme, Park-&-Ride-Lösungen sowie digitale Besu- cherlenkung zu steuern. Konkrete Auswirkungen auf die KVB und einzelne Infrastrukturmaßnahmen sind in dieser Phase noch nicht ab- schließend quantifizierbar. 0. Soziale Aspekte und Teilhabe Wie wird ein barrierefreier Zugang und eine barrierefreie Teilnahme für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen gewährleistet? Die Herstellung größtmöglicher Barrierefreiheit ist ein zentraler Bestandteil des Konzepts. Dies betrifft sowohl Sportstätten als auch Mobilität, Zugangssysteme und die Durchführung der Olympischen wie der Paralympischen Spiele. Wie soll sichergestellt werden, dass Ticketpreise und Teilhabe auch für Menschen mit durchschnittlichem Einkommen erschwinglich blei- ben? Nach aktuellem Stand ist es das Ziel, sozial verträgliche und möglichst breite Zugänge zu schaffen. Die in den Planungen vorgesehen Sportstätten bieten die Möglichkeit, rund 14 Mio. Tickets zu vergeben. Dieses hohe Ticketkontingent eröffnet die Möglichkeit, auch sozialverträgliche Preise aufzurufen. Konkrete Preisrahmen liegen derzeit noch nicht vor und können erst in späteren Planungsphasen verbindlich entwickelt werden. Gibt es Planungen im Umgang mit obdachlosen Menschen während der Olympischen Spiele? Falls ja, wie sehen diese aus? Konkrete olympiabezogene Planungen zum Umgang mit obdachlo- sen Menschen liegen in der aktuellen Bewerbungsphase noch nicht vor. Im weiteren Verfahren wird ein sozialverträglicher und menschenwürdiger Umgang mit vulnerablen Gruppen sichergestellt. Dabei werden insbesondere die Erfahrungen aus den Olympische Sommerspielen in Paris 2024, Los Angeles 2028 und Brisbane 2032 berücksichtigt, um konzeptionelle Grundlagen und geeignete Maßnahmen zu entwickeln. 10. Auswirkungen auf andere kommunale Investitionen Inwiefern könnten die finanziellen und organisatorischen Anforderungen der Olympischen Spiele die Umsetzung wichtiger kommunaler Aufgaben beeinträchtigen, insbesondere in den Bereichen: o Kita-Ausbau / -Personal o Schulen und Ganztagsbetreuung (Rechtsanspruch ab 2026) o Jugendhilfe o Wohnungsbau o Krankenhausversorgung o Verkehrsinfrastruktur o Klimaschutz Nach aktuellem Stand sind für KölnRheinRuhr keine flächendecken- den olympiabedingten Neubauinvestitionen in den Kommunen vorge- sehen, sondern vor allem die Nutzung bestehender oder temporärer Infrastruktur. Etwaige zusätzliche finanzielle oder organisatorische Anforderungen wären in späteren Planungsphasen gesondert zu prü- fen. Konkrete Verdrängungseffekte auf andere kommunale Aufgaben sind derzeit nicht zu erkennen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass ohnehin notwendige Investitionsmaßnahmen in den vorgenannten Bereichen vorgezogen und beschleunigt sowie bis zum einem festen Endpunkt umgesetzt werden würden. 11. Erfahrungen mit Großprojekten Vor dem Hintergrund bisheriger Erfahrungen mit kommunalen Groß- projekten bitte ich um eine Einschätzung, wie Risiken bei Kosten und Zeitplanung minimiert werden sollen. Beispiele aus der Vergangen- heit sind u. a.: • Nord-Süd-Stadtbahn: Kostensteigerung um ein Vielfaches und Inbetriebnahme mit jahrzehntelanger Verzögerung • Sanierung von Oper und Schauspielhaus: Kosten vervielfacht, wei- terhin nicht eröffnet • Sanierung der Mülheimer Brücke: deutlich höhere Kosten und Ver- zögerungen • Sanierung des Römisch-Germanischen Museums: weiterhin offene Kosten und Zeitplanung Welche Mechanismen zur Kostenkontrolle, Risikominimierung und transparenten Projektsteuerung sind für die Olympiaplanungen vorgesehen? Die bekannten Erfahrungen mit kommunalen Großprojekten unter- streichen die Notwendigkeit einer strikten Kostenkontrolle, stufenwei- sen Planung, klaren Zuständigkeitsverteilungen und fortlaufender Ri- sikoüberprüfung. Das Bewerbungskonzept setzt deshalb bewusst auf bestehende bzw. temporäre Sportstätten, um klassische Bau- und Kostenrisiken möglichst gering zu halten. Oft liegen die tatsächlichen Kosten für Olympische und Paralympi- sche Spiele deutlich über den ursprünglichen Prognosen. Welche Auswirkungen würden ein vier- bis fünffache Steigerung der Kosten für die Kommunen und das Land bedeuten? Für ein derartiges hypothetisches Szenario liegen derzeit keine belastbaren Berechnungen vor. Grundsätzlich gilt, dass mögliche zusätzliche finanzielle Verpflichtungen weder pauschal unterstellt noch ohne gesonderte rechtliche, politische und haushaltswirtschaftliche Prüfung übernommen werden.
Sitzungsvorlage RR (Anfrage der Linke Fraktion)
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Regionalrat Köln, Zeughausstr. 2-10, 50667 Köln E-Mail: murat.yilmaz@die-linke-koeln.de Köln, 11.03.2026 KölnRheinRuhr - Konzept zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ,,Unsere Städte. Unsere Spiele.'' Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren, im Zusammenhang des Konzepts zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele „Unsere Städte. Unsere Spiele.“ und dem für den 19. April geplanten Kölner Bürgerentscheid zur möglichen Austragung Olympischer Spiele in der Region Rhein-Ruhr bitte ich folgenden Anfrage zu Tagesordnungspunkt 7 in der nächsten Sitzung des Regionalrates Köln am 13. März zur Behandlung und Beantwortung der folgenden Fragen. Ziel der Anfrage ist es, Transparenz über Planungsstand, Kosten, Auswirkungen auf den städtischen Haushalt sowie soziale und ökologische Folgen zu erhalten. 1. Information der Bürgerinnen und Bürger • In welcher Form werden die Argumente pro und contra der Olympiabewerbung den Bürgerinnen und Bürgern neutral und transparent gegenübergestellt? • Welche Informationsmaterialien oder Veranstaltungen sind hierzu geplant? 2. Geplanter Austragungszeitraum • Welches Austragungsjahr wird aktuell präferiert (2036, 2040 oder 2044)? • Nach welchen Kriterien wird die Auswahl des Zieljahres getroffen? 3. Sportstätten und Infrastruktur • Da in der Rhein-Ruhr-Region derzeit keine vollständigen olympischen Sportstätten vorhanden sind: o An welchen Standorten sollen neue Olympiastätten, Stadien und ein Olympisches Dorf entstehen? o Welche konkreten Standorte befinden sich derzeit in Planung? –– Fraktion Die Linke Regionalrat Köln Zeughausstr. 2-10, 50667 Köln 4. Stadtteilentwicklung Kreuzfeld • Ist im Bereich Kreuzfeld ein neues Stadion und Unterkünfte für Sportler*innen geplant? • Falls ja: Welche Auswirkungen hätte dies auf die seit vielen Jahren geplante Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld? • Besteht die Gefahr, dass dieses Stadtentwicklungsprojekt zugunsten eines olympischen Prestigeprojektes verschoben und umgeändert wird? 5. Kosten und Finanzierung • Mit welchen Gesamtkosten für die Durchführung wird aktuell gerechnet? o Bleibt es bei den genannten rund 4,8 Milliarden Euro? • Welche Kostenanteile würden für die Kommunen im Regionalrat Köln entfallen? • Wurde eine Wirtschaftlichkeitsprüfung beim Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln eingereicht? • Welche Auswirkungen hätten die Kosten der Olympischen Spiele auf den Haushalt der Stadt Köln? 6. Wirtschaftliche Auswirkungen • Welche nachhaltigen Effekte werden für die Wirtschaft in der Region Rhein-Ruhr erwartet? • Gibt es hierzu belastbare Studien oder Prognosen? 7. Sportinfrastruktur in NRW • Der Landessportbund NRW beziffert den Investitionsbedarf für die Sportinfrastruktur auf 3,6 Milliarden Euro. o Inwiefern wird dieser Bedarf im Rahmen der Olympiaplanungen berücksichtigt? o Welche konkreten Investitionen plant das Land NRW (600 Mio. Euro bzw. inzwischen 1 Mrd. Euro laut Ministerpräsident Wüst)? 8. Mitsprache und Demokratie • Welche Mitsprachemöglichkeiten hat die Stadt Köln gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC)? • Wie werden kommunale Interessen in den Entscheidungsprozessen vertreten? 9. Umwelt- und Verkehrsfragen • Wurde vor der Bewerbung eine Strategische Umweltprüfung (SUP) durchgeführt? o Falls nicht: Ist eine solche Prüfung geplant? • Welche Auswirkungen wird das zusätzliche Verkehrsaufkommen auf die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) und die städtische Infrastruktur haben? 10. Soziale Aspekte und Teilhabe • Wie wird ein barrierefreier Zugang und eine barrierefreie Teilnahme für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen gewährleistet? • Wie soll sichergestellt werden, dass Ticketpreise und Teilhabe auch für Menschen mit durchschnittlichem Einkommen erschwinglich bleiben? • Gibt es Planungen im Umgang mit obdachlosen Menschen während der Olympischen Spiele? Falls ja, wie sehen diese aus? 10. Auswirkungen auf andere kommunale Investitionen • Inwiefern könnten die finanziellen und organisatorischen Anforderungen der Olympischen Spiele die Umsetzung wichtiger kommunaler Aufgaben beeinträchtigen, insbesondere in den Bereichen: o Kita-Ausbau / -Personal o Schulen und Ganztagsbetreuung (Rechtsanspruch ab 2026) o Jugendhilfe o Wohnungsbau o Krankenhausversorgung o Verkehrsinfrastruktur o Klimaschutz 11. Erfahrungen mit Großprojekten Vor dem Hintergrund bisheriger Erfahrungen mit kommunalen Großprojekten bitte ich um eine Einschätzung, wie Risiken bei Kosten und Zeitplanung minimiert werden sollen. Beispiele aus der Vergangenheit sind u. a.: • Nord-Süd-Stadtbahn: Kostensteigerung um ein Vielfaches und Inbetriebnahme mit jahrzehntelanger Verzögerung • Sanierung von Oper und Schauspielhaus: Kosten vervielfacht, weiterhin nicht eröffnet • Sanierung der Mülheimer Brücke: deutlich höhere Kosten und Verzögerungen • Sanierung des Römisch-Germanischen Museums: weiterhin offene Kosten- und Zeitplanung Welche Mechanismen zur Kostenkontrolle, Risikominimierung und transparenten Projektsteuerung sind für die Olympiaplanungen vorgesehen? Oft liegen die tatsächlichen Kosten für Olympische und Paralympische Spiele deutlich über den ursprünglichen Prognosen. Welche Auswirkungen würden ein vier bis fünf-fache Steigerung der Kosten für die Kommunen und das Land bedeuten? Ich bitte um eine möglichst detaillierte Beantwortung meiner Fragen und bedanke mich im Voraus für Ihre Mühe. Mit freundlichen Grüßen Murat Yilmaz Fraktionsvorsitzender im Regionalrat Köln
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- RR 20/2026
- Typ
- Sitzungsvorlage RR
- Datum
- 13.03.2026
- Erstellt
- 12.03.2026 10:55