0891/2023
Jahresbericht von Herrn Jansen, Naturschutzwart im Bezirk 6 Chorweiler Ost
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Jahresbericht 2021 Herr Jansen Bezirk 6 Chorweiler Ost
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Jahresbericht 2021 Herbert Jansen Naturschutzwacht Stadt Köln Bezirk 6 Chorweiler Ost Naturschutzgebiete Worringer Bruch, Rheinaue und Umgebung Naturschutzgebiet N4/N1 Rheinaue Worringen-Langel-Merkenich Seit März wird wieder an der Baustelle für die neue Rheinbrücke der A1 gearbeitet. In Merkenich wurde der Rest der Autobahnfahrbahn an der Brücke aufgeschüttet. Die Vorlandbrücke im Naturschutzgebiet und das Fundament für den Brückenpfeiler wird zur Zeit weiter betoniert. Die Baustelle ist gut abgesperrt und die Baufahrzeuge befahren nicht das Naturschutzgebiet außerhalb der Baustelle Auf der Merkenicher Seite ist noch kein Stahl angekommen. Nördlich des Brückenbauwerkes wurde eine Ausgleichsfläche mit Sträuchern angelegt. Ende April begann auch wieder die Einzäunung der Flächen für die Beweidung als Ausgleich für die Baumaßnahmen an der Leverkusener Brücke. Teile des Zaunes werden im Winter aus Hochwasserschutzgründen demontiert. Auf die mobilen Zäunen links und rechts des Treidelpfades innerhalb der Weide wurde verzichtet. Im Mai kamen dann die Rinder, diesmal auf beide Weiden. Im Mai begannen die Markierungen der Wege die im Pflege und Entwicklungsplan als offizielle Wege ausgesucht wurden. Ein Meter lange Holzpfähle mit rotem Oberteil markieren im Naturschutzgebiet die Wanderwege. Durch die Markierung der Wege und die Begehbarkeit des Treidelpfades ohne Zäune links und rechts war die Lage der Wege überschaubar und der Durchgang über die Weide wurde gerne angenommen. Es gab auch keine Probleme mit der Rinderherde bei einer Begegnung. Die große Infotafel der Autobahn GmbH, über den Grund der Beweidung kam leider erst Anfang September am Wehrt Weg an. Eine 2. Tafel an der anderen Seite aus Richtung Langel wurde von der Autobahn GmbH leider nicht aufgestellt. Die Hinweistafeln der Stadt Köln über die Naturschutzflächen am Deich, sollen auch in naher Zukunft erneuert und ergänzt werden. Ein Wolf tauchte im Norden von Köln auf und besuchte auch die Rheinaue bei Merkenich, wo er 3 Schafe riss. Die Aufregung war groß und die Angst bei den Pferdehöfen in Weiler, Roggendorf Thenhoven bis Hackenbroich war da. Auch die Kälber in der Rheinaue waren in Gefahr. Der Wolf wurde aber nicht mehr auffällig und zog weiter. Die Beweidung musste aber schon Mitte Juli nach dem großen Regen und dem Ansteigen des Rheinpegels mit der Überflutung der Weideflächen eingestellt werden. Die Verschmutzung der Weiden war zu heikel um die Rinder anschließend nochmal aus dem Stall zu holen. Der Zaun war auch vom Hochwasser stark beschädigt und wurde dann auch schon teilweise demontiert. Durch den feuchten Sommer war am Rhein weniger Besucherstrom zu beobachten. Grillpartys hielten sich in Grenzen, es waren viel weniger als in den heißen, trockenen Sommermonaten der vorigen Jahre. Naturschutzgebiet N3 Worringer Bruch Nach drei trockenen Jahren in denen im Sommer das Bruch trocken fiel, war es diesmal auch Ende Mai wieder recht trocken. Einige Fangversuche von Kammmolchlarven mit Elmar Schmitt von der NABU gingen deshalb leer aus. Die Larven hatten keine Möglichkeit heranzuwachsen. Am 14.7. stieg nach dem Jahrhundertregen das Grundwasser gewaltig an und bildete viele Wasserflächen, die zum Teil bis Ende des Jahres blieben. Für die Kammmolch- und Krötenlarven war es zu spät. Graureiher sind im Bruch immer mehr zu sehen. Sie leben hier von Fröschen und Kröten. Leider kam es im Herbst immer wieder an der Straße "Am Blutsberg" zwischen Worringer Bruch und Alte Ziegelei(N2)zu Wildem Müll. Die Ablagerungen von abgemantelten Isolierungen lagen in den Böschungen zum Bruch und der alten Ziegelei. Die AWB räumte schnell auf, aber die Kleinteile sind zwischen dem Laub nicht mehr alle aufzusammeln. Landschaftsschutzgebiet Fühlinger See Hier wurden nach der Badesaison viele große Schilder aufgestellt "Baden und Schwimmen verboten - Lebensgefahr!. Das Badeverbot ist ja nicht neu, aber in dieser Form ist es stark übertrieben. Es ist ja schließlich eine öffentliche Sport- und Erholungsanlage der Stadt Köln. Sicher ist es schon zu Badeunfällen gekommen, aber hoffentlich weichen die Schwimmer jetzt nicht auf die anderen Seen und das Rheinufer aus, wo es viel gefährlicher ist. Die Regattastrecke als Sportstätte sollte man von Badenden freihalten, aber die anderen Seen bei Fühlingen bergen keine großen Gefahren, wenn man übermäßigen Alkohol und Leichtsinn(Brückenspringen) ausklammert. An 5 Seen ist Standup Paddeling gestattet, warum kein Schwimmen? Das ist nur noch im Blackfoot Beach kostenpflichtig erlaubt. Einer Überwachung gebe ich keine Change, da das Ordnungsamt mit der Überprüfung der nicht angeleinten Hunde und der offenen Feuerstellen an den Seen und am Rhein schon ausgelastet ist. Als Neuheit gibt es jetzt einen Bewegungsparcours (Fitness) auch für Erwachsene(kein Kinderspielplatz) im Norden neben der Regattastrecke. Eine gute Sache die viel genutzt wird. Insektenfallen Auf immer mehr Pferdehöfen werden mittlerweile Bremsenfallen aufgestellt. Im Bereich vor dem Chorbusch und Schloß Arff Köln am Rande von Roggendorf Thenhoven habe ich im Herbst insgesamt 15 Stück gezählt. Alle sind von der Straße aus zu sehen, vieleicht gibt es noch mehr. Im Jahr davor waren es nur 5 Fallen. Blühstreifen, Insektenhotels und Totholz werden gefordert. Bremsen- oder Insektenfallen sind das Gegenteil.
Mitteilung BV
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Dezernat, Dienststelle VIII/57/571 Vorlagen-Nummer 10.03.2023 0891/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 27.03.2023 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 11.05.2023 Jahresbericht von Herrn Jansen, Naturschutzwart im Bezirk 6 Chorweiler Ost Im Anhang wird Ihnen der Jahresbericht 2022 der Naturschutzwacht Köln-Chorweiler, Bezirk 6 zur Kenntnis gegeben. Die Untere Naturschutzbehörde bedankt sich für die gute Zusammenarbeit und das Engage- ment von Herrn Jansen. Zu den im Jahresbericht angesprochenen Beobachtungen nimmt die Untere Naturschutzbe- hörde wie folgt Stellung: Zum Punkt N4/N1 Rheinaue Worringen-Langel-Merkenich: Die Beweidung der Ausgleichsflächen konnte 2022 das erste Mal wie geplant durchgeführt werden. Der zuständige Landwirt konnte die Rinder auf beiden Flächen während der Saison auftreiben und eine Reparatur der Zäune war nur selten erforderlich. Der Bezirksregierung, dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen sowie der Unteren Naturschutzbehörde wur- de das erste Ergebnis des durch die Autobahn GmbH beauftragen Monitorings vorgestellt. Insgesamt entwickeln sich die Flächen positiv. Derzeit wird an ergänzenden Hinweisschildern für die Schutzgebiete gearbeitet welche als Zusatz unter den Naturschutzgebietsschildern angebracht werden und über die verschiede- nen Verbote in den Gebieten aufklären. Das Integrieren eines QR-Codes wird aufgenommen und geprüft. Als weiteres Informationsmedium wurde ein Flyer für die Naturschutzgebiete N1 und N4 ent- wickelt. In dem Flyer wird unteranderem auch das Wegekonzept vorgestellt um die Verwirrung der rotmarkierten Pfähle aufzulösen. Für weiterführende und ausführlichere Information ver- weist der Flyer auf die entsprechenden Internetseiten der Stadt Köln. Zum Punkt N3 Worringer Bruch: Die Machbarkeitsstudie zur Wiedervernässung des Pletschbach/Worringer Bruch wurde ab- geschlossen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden im Hinblick auf die umzusetzenden Maßnahmen geprüft. gez. Peschen Anlage
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0891/2023
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 10.03.2023
- Erstellt
- 09.03.2023 14:25