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0891/2023

Jahresbericht von Herrn Jansen, Naturschutzwart im Bezirk 6 Chorweiler Ost

Mitteilung BV 10.03.2023

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Nächste Beratung: Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde, Sitzung am 27.03.2023, TOP 6.1

Jahresbericht 2021 Herr Jansen Bezirk 6 Chorweiler Ost

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Jahresbericht 2021 Herr Jansen Bezirk 6 Chorweiler Ost

5402 Zeichen

Jahresbericht 2021 
Herbert Jansen Naturschutzwacht  Stadt Köln Bezirk 6 Chorweiler Ost 
Naturschutzgebiete Worringer Bruch, Rheinaue und Umgebung  
Naturschutzgebiet N4/N1  Rheinaue Worringen-Langel-Merkenich 
Seit März wird wieder an der Baustelle für die neue Rheinbrücke der A1 gearbeitet. In Merkenich 
wurde der Rest der Autobahnfahrbahn an der Brücke aufgeschüttet. Die Vorlandbrücke im 
Naturschutzgebiet und das Fundament für den Brückenpfeiler wird zur Zeit weiter betoniert. Die 
Baustelle ist gut abgesperrt und die Baufahrzeuge befahren nicht das Naturschutzgebiet außerhalb der 
Baustelle Auf der Merkenicher Seite ist noch kein Stahl angekommen. Nördlich des 
Brückenbauwerkes wurde eine Ausgleichsfläche mit Sträuchern angelegt. 
Ende April begann auch wieder die Einzäunung der Flächen für die Beweidung als Ausgleich für die 
Baumaßnahmen an der Leverkusener Brücke. Teile des Zaunes werden im Winter aus 
Hochwasserschutzgründen demontiert. Auf die mobilen Zäunen links und rechts des Treidelpfades 
innerhalb der Weide wurde  verzichtet. Im Mai kamen dann die Rinder, diesmal auf beide Weiden. Im 
Mai begannen die Markierungen der Wege die im Pflege und Entwicklungsplan als offizielle Wege 
ausgesucht wurden. Ein Meter lange Holzpfähle mit rotem Oberteil markieren im Naturschutzgebiet 
die Wanderwege. Durch die Markierung der Wege und die Begehbarkeit des Treidelpfades ohne 
Zäune links und rechts war die Lage der Wege überschaubar und der Durchgang über die Weide 
wurde gerne angenommen. Es gab auch keine Probleme mit der Rinderherde bei einer Begegnung. Die 
große Infotafel der Autobahn GmbH, über den Grund der Beweidung kam leider erst Anfang 
September am Wehrt Weg an. Eine 2. Tafel an der anderen Seite aus Richtung Langel wurde von der 
Autobahn GmbH leider nicht aufgestellt. Die Hinweistafeln der Stadt Köln über die 
Naturschutzflächen am Deich, sollen auch in naher Zukunft erneuert und ergänzt werden. 
Ein Wolf tauchte im Norden von Köln auf und besuchte auch die Rheinaue bei Merkenich, wo er 3 
Schafe riss. Die Aufregung war groß und die Angst bei den Pferdehöfen in Weiler, Roggendorf 
Thenhoven bis Hackenbroich war da. Auch die Kälber in der Rheinaue waren in Gefahr. Der Wolf 
wurde aber nicht mehr auffällig und zog weiter. Die Beweidung musste aber schon Mitte Juli nach 
dem großen Regen und dem Ansteigen des Rheinpegels mit der Überflutung der Weideflächen 
eingestellt werden. Die Verschmutzung der Weiden war zu heikel um die Rinder anschließend 
nochmal aus dem Stall zu holen. Der Zaun war auch vom Hochwasser stark beschädigt und wurde 
dann auch schon teilweise demontiert. 
Durch den feuchten Sommer war am Rhein weniger Besucherstrom zu beobachten. Grillpartys hielten 
sich in Grenzen, es waren viel weniger als in den heißen, trockenen Sommermonaten der vorigen 
Jahre. 
Naturschutzgebiet N3 Worringer Bruch 
Nach drei trockenen Jahren in denen im Sommer das Bruch trocken fiel, war es diesmal auch Ende 
Mai wieder recht trocken. Einige Fangversuche von Kammmolchlarven mit Elmar Schmitt von der 
NABU gingen deshalb leer aus. Die Larven hatten keine Möglichkeit heranzuwachsen. 
Am 14.7. stieg nach dem Jahrhundertregen das Grundwasser gewaltig an und bildete viele 
Wasserflächen, die zum Teil bis Ende des Jahres blieben. Für die Kammmolch- und Krötenlarven war 
es zu spät. Graureiher sind im Bruch immer mehr zu sehen. Sie leben hier von Fröschen und Kröten. 
Leider kam es im Herbst immer wieder an der Straße "Am Blutsberg" zwischen Worringer Bruch und 
Alte Ziegelei(N2)zu Wildem Müll. Die Ablagerungen von abgemantelten Isolierungen lagen in den 
Böschungen zum Bruch und der alten Ziegelei. Die AWB räumte schnell auf, aber die Kleinteile sind 
zwischen dem Laub nicht mehr alle aufzusammeln.

Landschaftsschutzgebiet Fühlinger See 
Hier wurden nach der Badesaison viele große Schilder aufgestellt "Baden und Schwimmen verboten -
Lebensgefahr!. Das Badeverbot ist ja nicht neu, aber in dieser Form ist es stark übertrieben. Es ist ja 
schließlich eine öffentliche Sport- und Erholungsanlage der Stadt Köln. Sicher ist es schon zu 
Badeunfällen gekommen, aber hoffentlich weichen die Schwimmer jetzt nicht auf die anderen Seen 
und das Rheinufer aus, wo es viel gefährlicher ist. Die Regattastrecke als Sportstätte sollte man von 
Badenden freihalten, aber die anderen Seen bei Fühlingen bergen keine großen Gefahren, wenn man 
übermäßigen Alkohol und Leichtsinn(Brückenspringen) ausklammert. An 5 Seen ist Standup 
Paddeling gestattet, warum kein Schwimmen? Das ist nur noch im Blackfoot Beach kostenpflichtig 
erlaubt. Einer Überwachung gebe ich keine Change, da das Ordnungsamt mit der Überprüfung der 
nicht angeleinten Hunde und der offenen Feuerstellen an den Seen und am Rhein schon ausgelastet ist.  
Als Neuheit gibt es jetzt einen Bewegungsparcours (Fitness) auch für Erwachsene(kein 
Kinderspielplatz) im Norden neben der Regattastrecke. Eine gute Sache die viel genutzt wird. 
Insektenfallen 
Auf immer mehr Pferdehöfen werden mittlerweile Bremsenfallen aufgestellt. Im Bereich vor dem 
Chorbusch und Schloß Arff Köln am Rande von Roggendorf Thenhoven habe ich im Herbst insgesamt 
15 Stück gezählt. Alle sind von der Straße aus zu sehen, vieleicht gibt es noch mehr. Im Jahr davor 
waren es nur 5 Fallen. Blühstreifen, Insektenhotels und Totholz werden gefordert. Bremsen- oder 
Insektenfallen sind das Gegenteil.

Mitteilung BV

2083 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 10.03.2023 
 0891/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 27.03.2023 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 11.05.2023 
 
Jahresbericht von Herrn Jansen, Naturschutzwart im Bezirk 6 Chorweiler Ost 
Im Anhang wird Ihnen der Jahresbericht 2022 der Naturschutzwacht Köln-Chorweiler, Bezirk 6 
zur Kenntnis gegeben. 
Die Untere Naturschutzbehörde bedankt sich für die gute Zusammenarbeit und das Engage-
ment von Herrn Jansen. 
Zu den im Jahresbericht angesprochenen Beobachtungen nimmt die Untere Naturschutzbe-
hörde wie folgt Stellung: 
 
Zum Punkt N4/N1 Rheinaue Worringen-Langel-Merkenich: 
Die Beweidung der Ausgleichsflächen konnte 2022 das erste Mal wie geplant durchgeführt 
werden. Der zuständige Landwirt konnte die Rinder auf beiden Flächen während der Saison 
auftreiben und eine Reparatur der Zäune war nur selten erforderlich. Der Bezirksregierung, 
dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen sowie der Unteren Naturschutzbehörde wur-
de das erste Ergebnis des durch die Autobahn GmbH beauftragen Monitorings vorgestellt. 
Insgesamt entwickeln sich die Flächen positiv. 
 
Derzeit wird an ergänzenden Hinweisschildern für die Schutzgebiete gearbeitet welche als 
Zusatz unter den Naturschutzgebietsschildern angebracht werden und über die verschiede-
nen Verbote in den Gebieten aufklären. Das Integrieren eines QR-Codes wird aufgenommen 
und geprüft. 
 
Als weiteres Informationsmedium wurde ein Flyer für die Naturschutzgebiete N1 und N4 ent-
wickelt. In dem Flyer wird unteranderem auch das Wegekonzept vorgestellt um die Verwirrung 
der rotmarkierten Pfähle aufzulösen. Für weiterführende und ausführlichere Information ver-
weist der Flyer auf die entsprechenden Internetseiten der Stadt Köln. 
 
Zum Punkt N3 Worringer Bruch: 
Die Machbarkeitsstudie zur Wiedervernässung des Pletschbach/Worringer Bruch wurde ab-
geschlossen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden im Hinblick auf die umzusetzenden 
Maßnahmen geprüft.  
 
 
gez. Peschen 
 
 
Anlage

Beratungsverlauf (2)

27.03.2023 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.1 Kenntnisnahme (Mitteilung)

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
Kenntnisnahme (Mitteilung)

Details

Aktenzeichen
0891/2023
Typ
Mitteilung BV
Datum
10.03.2023
Erstellt
09.03.2023 14:25