2752/2020
Fortsetzung Logistikforum
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ANLAGE1_Anschreiben der Beigeordneten Andrea Blome zu Fortsetzung Logistikforum
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en Die Oberbürgermeisterin \$ Stadt Köln Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung Verkehrskonzept / Verkehrsuntersuchungen Stadthaus Deutz - Westgebäude Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln Auskunft Herr Pipoh, Zimmer 10C63 Telefon 0221 221-23358, Telefax 0221 221-27082 66 en amt für Strafen und Verkehrsentwicklung E-Mail strassen-verkehrsentwicklung@stadt-koeln.de " Internet www.stadt-koeln.de Sprechzeiten Verteiler Logistikforum Mo. u. Do. 08.00 - 16.00 Uhr Di. 08.00 - 18.00 Uhr Fr. 08.00 - 12.00 Uhr und nach besonderer Vereinbarung KVB Stadtbahn Linien 1, 3, 4, 9 Bus Linien 150, 153, 156 S-Bahn Linien S6, S11, S12, S13, S19 sowie RE-/RB- und Fernverkehr Haltestelle Bf. Deutz/Messe LANXESS arena Ihr Schreiben Mein Zeichen Datum III, 66-661-3 Pi 16.09.2020 Fortsetzung Logistikforum Sehr geehrte Damen und Herren, ich hoffe, Sie sind gut und gesund durch die letzten Wochen gekommen. Die Corona- Pandemie hat uns und wird uns auch weiterhin einiges an Kraft und Anstrengung abverlan- gen: im Beruf, im Vereinsleben, in der Familie und im weiteren sozialen Umfeld. Wirtschaft und Verwaltung haben bisher sowohl im eigenen Umfeld als auch gemeinsam große Heraus- forderungen gemeistert. Der gegenseitige Austausch ist dabei manchmal auf der Strecke geblieben. Das erforderliche Krisenmanagement hat erhebliche Kapazitäten bei Ihnen sowie in der Verwaltung gebunden, sodass eine Verschiebung des ursprünglich für das erste Halb- jahr 2020 geplanten Logistikforums erforderlich wurde. Wenngleich zahlreiche Fachveranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte noch nicht abgesagt wurden bzw. auch weiter stattfinden sollen, haben sowohl Sie als auch die Stadtverwaltung in der Nach- und Aufarbeitung der diesjährigen Ausnahmesituation nur begrenzte Ressour- cen zur Verfügung, welche sorgsam einzusetzen sind. Von daher habe ich mich dazu ent- schlossen, in diesem Jahr kein Logistikforum durchzuführen und stattdessen die entspre- chenden Einzelthemen im letzten Quartal dieses Jahres nach Bedarf im Rahmen von thema- tischen Workshops weiter auszuarbeiten. Ich möchte es dennoch nicht versäumen, Sie an dieser Stelle über die logistischen Entwick- lungen der Stadt Köln und die Aktivitäten meiner Mitarbeitenden in diesem Themenfeld zu informieren. Am 09.09.2019 haben sich die Stadt Köln, Nahverkehr Rheinland GmbH und Deutsche Bahn AG (DB) auf ein „Smart City Memorandum of Understanding“ verständigt. Grundlage ist die gemeinsame Überzeugung, dass zur Erreichung klima- und umweltpolitischer Ziele, sowie zur Steigerung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Städten, schienengebundene Verkehre und ein leistungsfähiger öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) unerlässlich sind. Die Stadt Köln und die DB investieren in den Jahren 2020 und 2021 jeweils mindestens 1,2 Millionen Euro, um die Smart City-Partnerschaft anzuschieben. Konkret geplant sind Mo- bilstationen sowie digital buchbare „On-Demand-Shuttles“ nach dem „Ridesharing“-Prinzip. Die Partner wollen dabei u.a. die Aufenthaltsqualität an Bahnhöfen steigern, zum Beispiel 12 Wir sorgen dafür, dass Köln in Bewegung bleibt! - Verkehrsinformationen unter: www.stadt-koeln.de/verkehrskalender Die Oberbürgermeisterin $ Stadt Köln Seite 2 durch ein flächendeckendes Netz mit intelligenten Schließfächern (sogenannte Paketboxen), an denen Kunden online bestellte Waren abholen können. Des Weiteren sollen Mikro-Hubs auf gut nutzbaren Flächen in der Nähe der Stadtzentren errichtet und betrieben werden. Die dort zwischengelagerten Pakete werden mittels emissi- onsarmer Kleinstfahrzeuge ausgeliefert, was zu einem umweltfreundlichen Verkehr in der Innenstadt beiträgt. Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung sucht und untersucht derzeit in allen Stadtbe- zirken mögliche Standorte für Mikro-Hubs und hat mit verschiedenen Unternehmen in Vor- gesprächen ein Anforderungsprofil erarbeitet. Hauptnutzende eines City- oder Mikro-Hubs sind vor allem bundes- und/oder europaweit tätige Dienstleister aus dem Kurier-, Express und Paketbereich sowie der Stückgutlogistik. Diese hat das Amt für Straßen und Verkehrs- entwicklung zu einem ersten Sondierungs- und Interessenbekundungsgespräch eingeladen und dabei zunächst einen Standort am Großmarkt einer Vorprüfung durch diese Unterneh- men unterzogen. Der Betrieb dieses Umschlagshubs ist zunächst befristet über einen Zeit- raum von maximal drei Jahren vorgesehen. Der Großmarktbetrieb soll durch ein Mikro-Hub nicht gestört werden. Neben dem Bezirk 2 (Rodenkirchen) wird die Planung für ein Mikro- Hub auch im Bezirk 4 (Ehrenfeld) bereits konkreter. Dort werden aktuell verschiedene Flä- chen auf ihre Eignung als Mikro-Hub überprüft. In den übrigen Bezirken wird ebenfalls ein konkreter Bedarf für Mikro-Hub-Standorte gesehen. Dort befinden wir uns noch in der grund- legenden Vorplanung, also der Suche nach geeigneten Flächen. Weiterer Baustein der klimafreundlichen Entwicklung im Wirtschaftsverkehr in Köln bildet die Lastenradförderung. Die erfolgreiche städtische Lastenradförderung aus dem Jahr 2019 wird durch die Stadt Köln auch in diesem und im kommenden Jahr 2021 fortgeführt. Mit der finan- ziellen Unterstützung beim Kauf von Lastenfahrrädern möchte die Stadt auch zukünftig An- reize für einen emissionsfreien Warentransport setzen. Das Förderangebot richtet sich, wie auch in 2019, an die in Köln ansässigen Unternehmen mit maximal neun Mitarbeitenden, sonstige Selbstständige und Freiberufler, eingetragene gemeinnützige Vereine und Verbän- de, in freier Trägerschaft befindliche Kindertagesstätten, Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe, Schulen und Krankenhäuser sowie Zusammenschlüsse von Privat- personen aus mindestens drei Haushalten. Das Gesamtbudget für die Lastenradförderung beträgt für die beiden Jahre jeweils 500.000 Euro und wird anteilig auf die verschiedenen Nutzergruppen aufgeteilt. Der diesjährige Förderzeitraum begann am 25.08.2020 und läuft bis zum 02.10.2020. Die Nachfrage nach einer Förderung übertraf bereits in den ersten Ta- gen die Nachfrage aus 2019, sodass der Förderbereich der Nutzergruppen 1 (Kleinstunter- nehmen, freiberuflich Tätige, Selbstständige) und 3 (private Haushalte und Haushaltsge- meinschaften) schon ausgeschöpft ist. Für den Antragszeitraum in 2021 ist ein Start für Ende Februar geplant. 2019 wurden im Rahmen der Förderung über 800 Lastenräder gefördert. Im Rahmen des vorgeschriebenen Verwendungsnachweisverfahrens wurde eine Gesamtfahr- leistung von über 500.000 km gemeldet. Im Rahmen einer regionalen Kooperation ist die KölnBusiness Wirtschaftsförderung im Ver- bund mit dem Dezernat für Mobilität und Liegenschaften, der Koordinationsstelle Klima- schutz sowie verschiedensten Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft in der Region aktiv, um unter dem Label „H2R — Wasserstoff Rheinland“, nachhaltige Mobilitätslösungen für die Region aufzusetzen. H2R — Wasserstoff Rheinland ist der gemeinsame Wettbewerbsbeitrag der Städte Brühl, Hürth, Köln, Wesseling mit dem Rheinisch-Bergischen und dem Rhein- Sieg-Kreis zum Fördercall „Modellregion Wasserstoff-Mobilität“ des Landes NRW. Inhaltlich liegt dabei ein Schwerpunkt auch auf dem Brennstoffzellenantrieb für (schwere) Nutzfahr- zeuge sowie der erforderlichen Infrastruktur. Das Feinkonzept wurde am 31.08. eingereicht. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.wasserstoff-rheinland.de/ 13 | Die Oberbürgermeisterin Stadt Köln Seite 3 Anfang 2020 hat die Stadt Köln den Klimarat Köln eingerichtet, der als beratendes Experten- gremium Impulsgeber zur Erreichung der Klimaneutralität wirken soll. Er soll eine Strategie zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 mit Zwischenziel zur Minderung der Treibhaus- gasemission bis 2030 für die Stadt Köln erarbeiten. Zielsetzung ist zunächst die Aufstellung eines Fahrplans, mit dem die Reduktion der Treib- hausgasemissionen in den wesentlichen Sektoren erreicht werden sollen. Unter anderem wurde die Projektgruppe Mobilität/Logistik, gegründet, um mit ihrer Expertise und mit ihren Netzwerken die Stadt auf ihrem Weg zur Klimaneutralität beraten, wichtige Impulse geben und Schritte zur CO2-Einsparung einleiten zu können. Gemeinsam mit dem Stadtwerkekonzern erarbeiten u.a. die Stabstelle Digitalisierung, das Amt für Verkehrsmanagement und das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung gemein- same Pilotprojekte zur „Digitalen Zukunftsstadt". In der Projektgruppe „Smart Fleet“ wird an neuartigen digitalen Lösungen für Nutzfahrzeuge gearbeitet, um den Zustand der Straßen (Verschmutzung, Glätte, Schäden, Verkehrshindernisse) optisch zu erfassen und auf einer digitalen Straßenkarte darzustellen. Weiterhin soll der Verkehrsfluss für Nutzfahrzeuge auf- gezeigt werden. Es war angedacht, diese Planungen im ersten Halbjahr dieses Jahres auch im Rahmen des Logistikforums vorzustellen und gemeinsam mit allen Akteuren weiterzuentwickeln. Gerne möchten wir daher an dieser Stelle auch von Ihnen erfahren, zu welchen Themen aus dem Bereich der Logistik in Köln von Ihrer Seite noch Informationsbedarf besteht bzw. welche weiteren Themen von der Stadt diskutiert und aufgegriffen werden sollten. Diesbezüglich möchten wir Ihnen auch anbieten, im letzten Quartal dieses Jahres thematische Workshops zu Einzelthemen zu organisieren. Diese werden entsprechend des Bedarfes geplant und rechtzeitig an alle interessierten Teilnehmenden des Logistikforums kommuniziert. Für weitere Informationen steht Ihnen im Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung Herr Lasse Pipoh unter 0221 221 23358 gerne zur Verfügung. Sehr geehrte Damen und Herren, es ist mir weiterhin ein Anliegen, dass wir eine konstruktive Zusammenarbeit pflegen und neue Entwicklungen zeitnah mit Ihnen und den Akteuren aus dem Logistikforum besprechen, damit die nachhaltige Entwicklung der Mobilität und Logistik in Köln alle Betroffenen in eine erfolgreiche Zukunft führt.. Abschließend möchte ich nochmals die Gelegenheit nutzen, mich für Ihre stets kritische und zielorientierte Mitarbeit im Logistikforum sowie in den Facharbeitsgruppen zum innerstädti- schen Wirtschaftsverkehr der Stadt Köln in den letzten Jahren zu bedanken. Ich hoffe, ich kann Sie alle bei dem nächsten Logistikforum im Jahr 2021 begrüßen, um dann auch wieder in einen persönlichen Austausch mit Ihnen gehen zu können. Mit freundlichen Grüßen
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/66/661/3 661/3 Vorlagen-Nummer 29.09.2020 2752/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 19.01.2021 Wirtschaftsausschuss 14.01.2021 Fortsetzung Logistikforum Die Corona-Pandemie und das damit verbundene Krisenmanagement haben eine Verschiebung des ursprünglich für das erste Halbjahr 2020 geplanten Logistikforums erforderlich gemacht. Wenngleich zahlreiche Fachveranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte nicht abgesagt wurden bzw. auch weiter stattfinden sollen, haben sowohl die Teilnehmenden als auch die Stadtverwaltung in der Nach- und Aufarbeitung der diesjährigen Ausnahmesituation nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung, welche sorgsam einzusetzen sind. Von daher hat sich die Stadtverwaltung entschieden, in diesem Jahr kein Logistikforum durchzuführen und stattdessen die entsprechenden Einzelthemen im letzten Quartal dieses Jahres nach Bedarf im Rahmen von thematischen Workshops weiter auszuarbeiten. Die Teilnehmenden wurden über die Planungen in einem persönlichen Schreiben informiert. Anlage Anschreiben Logistikforum Gez. Blome
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2752/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 01.12.2020
- Erstellt
- 01.09.2020 11:03