3968/2022
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung des Rates der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen in der Bezirksvertretung Porz
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anfrage - Vermehrte Öffnung neuer Gastronomie auf der Kaiserstr. In Porz Urbach
6241 Zeichen
Gleichlautend: Frau Bezirksbürgermeisterin Sabine Stiller Friedrich-Ebert-Ufer 64 - 70 51143 Köln Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Rathaus 50667 Köln Porz, den 26.11.22 Anfrage zur Sitzung der BV Porz am 03.11.2022 hier: Vermehrte Öffnung neuer Gastronomie auf der Kaiserstr. In Porz Urbach Sehr geehrter Frau Bezirksbürgermeisterin, sehr geehrter Frau Oberbürgermeisterin, wir bitten Sie folgenden Anfrage zu beantworten 1. Ist es der Verwaltung bekannt, dass es auf der Kaiserstr. In Porz Urbach vermehrt zu Belästigungen durch Lärm und Übertretungen der zugelassenen Öffnungszeiten kommt (siehe Anhang des Schreibens Bürgerverein Urbach)? 2. Kann die Verwaltung eine Anlassunabhängige Kontrolle in dem Gebiet regelmäßig durchführen? 3. Welche Möglichketen sieht die Verwaltung gezielt die Posertätigkieten und nächtli- che Ruhestörungen zu unterbinden? Mit freundlichen Grüßen Dieter Redlin Fraktionsvorsitzender Sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksvertretung Porz, sehr geehrte Damen und Herren des Rates der Stadt Köln, im Hinblick auf die kommende Bezirksvertretungssitzung am 03.11.2022 möchten wir nochmals auf die unten folgende Pro- blematik hinweisen. Die beschriebenen Szenarien sind aktueller den je und bringen die Anwohner an ihre Grenzen. In dem Mischgebiet entlang der Kaiserstraße zwischen der Dorotheenstraße und der Egmontstraße lassen sich in letzter Zeit immer mehr Gewerbe- bzw. Gastronomiebetriebe nieder, deren Öffnungszeiten teilweise bis 5:00 Uhr in der Früh reichen und deren Lärmemission nicht mit den dort lebenden privaten Anliegern, überwiegend Familien mit Kindern, vereinbar ist. Neben der neu eröffneten Shisha-Bar »Iced Out« (Kaiserstraße 88), soll nun auch in dem Ladenlokal nebenan (Kaiserstraße 86) eine ähnliche Nutzung der Räume in Planung sein, wie uns von mehreren Seiten zugetragen wurde. Schon jetzt gleicht die Kaiserstraße ab 22:00 Uhr, insbesondere am Freitag und am Wochenende und gerade auch bei schö- nem Wetter einer Partymeile. Durch die Außengastronomie, beginnend bei der Gaststätte »Zum Kupferkessel« (Kaiserstraße 94) bis hin zur neuen Shisha Bar, kommt es zu einer erheblichen Lärmentwicklung. Zudem finden nachts Hupkonzerte auf der Straße statt und tiefergelegte PKWs fahren mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, röhrenden Motoren und quiet- schenden Reifen durch die umgebenden Straßen, obschon dies in weiten Teilen Tempo-30-Zonen sind. Die an der Kaiser- straße liegenden privaten Einfahrten werden regelmäßig zugeparkt und nach Schließung der Lokale bzw. Bars als öffentliche Toilette missbraucht. Auch die Anwohner der Wertherstraße, einer Parallelstraße der Kaiserstraße, sind der Lärmbelästigung ausgesetzt. Hier grenzen die Hinterhöfe der Lokale an die Gärten der Einfamilienhäuser zur Schlafzimmerseite. In diesen Hinterhöfen halten sich bis tief in die Nacht laute Personengruppen auf, oder es werden geräuschvoll Getränkeflaschen sortiert. Bis in die frü- hen Morgen hallt Musik aus den geöffneten Fenstern und Türen der Lokale. Bei der Wertherstraße handelt es sich laut Flä- chennutzugsplan um ein Wohngebiet! und kein Mischgebiet. Aufgrund der oben beschrieben Situation ziehen immer mehr alteingesessene Familien weg, die Häuser werden schweren Herzens verkauft, weil die Situation, insbesondere in der Nacht, unerträglich geworden ist. Der Wegzug dieser Klientel, die im wesentlichen der Mittelschicht zuzurechnen ist, trägt zum fortschreitenden Downgrading des bereits durch die vielen Spielhallen und Wettbüros stark belasteten Viertels bei! Jetzt fragen Sie sich sicherlich: Ja warum rufen die Anwohner denn nicht einfach die Polizei oder das Ordnungsamt, wenn es dort so schlimm zugeht? Dazu muss man wissen, dass die Anwohner größtenteils eingeschüchtert sind und Angst haben, Angst um sich und ihr Ei- gentum. Denn in der Vergangenheit kam es zu Straftaten zum Nachteil von Anwohnern, die sich über Lärmbelästigungen ehemaliger Bistros und Shisha-Bars in diesem Bereich beschwert hatten. So wurden Autoreifen zerstochen oder PKW’s in Brand gesetzt. Darüber hinaus sind die hier lebenden Menschen einfach zermürbt und möchten nicht jedes Wochenende in der endlosen Warteschleife des Ordnungsamtes verweilen, um dann noch weitere Stunden wach bleiben zu müssen, bis der Ordnungs- dienst vor Ort ist und genau dann schlagartig Ruhe einkehrt und keine Feststellung mehr gemacht werden kann. Nur zehn Minuten später, nach Abzug der Ordnungsdienstmitarbeiter, geht die Party dann aber unvermindert weiter. Uns als Verein erreichen deshalb immer mehr Beschwerden, weil die betroffene Bürgerschaft die Hoffnung hegt, dass sich so etwas ändern lässt und, dass man dann in seiner angestammten Umgebung wohnen bleiben kann. So geht es definitiv nicht weiter! Dieser unerträgliche Zustand muss aufhören, und es darf auf keinen Fall zu ei- ner Ansiedlung weiterer solcher Gewerbebetriebe kommen und die bestehenden müssen mit den umliegenden Wohngebieten vereinbar sein! Daher bitten wir Sie eindringlich und zeitnah für den Abschnitt der Kaiserstraße – Dorotheenstraße bis Egmontstraße – (hier liegt kein Bebaungsplan vor) um: 1. sofortige verstärkte Kontrollen des o.g. Areals durch Polizei und Ordnungsdienst 2. zeitnahes Erwirken einer Sperrzeitenverlängerung als Lärmschutzmittel von derzeit 5:00 bis 6:00 Uhr auf 1:00 bis 6:00 Uhr. 3. die Beauftragung der Verwaltung zur Erstellung eines Bebauungsplans für o.g. Bereich, in dem festgehalten wird, dass entsprechende Gewerbe wie Shisha-Bars, Vergnügungsstätten oder Spielhallen und Wettbüros dort ausgeschlossen werden. Als Übergangsphase - bis zum Eintritt des Bebauungsplans- das Erwirken einer Veränderungssperre. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Diese Mail erhalten die Vorsitzenden der Bürgervereine der Porzer Ortsteile sowie weitere Porzer Institutionen zur Informati- on. Mit besten Grüßen Simin Fakhim-Haschemi Jochen Reichel Hans Baedorf 1. Vorsitzende 2. Vorsitzender Beisitzer Urbacher Bürgerverein e.V. c/o Klingerstr. 8 51143 Köln www.ubv-porz.de ubv-porz@web.de Simin Fakhim-Haschemi <praxiss.fakhim-haschemi@t-online.de>
Beantwortung einer Anfrage (BV)
4059 Zeichen
Dezernat, Dienststelle I/323/1 Vorlagen-Nummer 3968/2022 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 7 (Porz) 01.12.2022 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung des Rates der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen in der Bezirksvertretung Porz hier: Vermehrte Öffnung neuer Gastronomie auf der Kaiserstr. in Porz Urbach Gemäß der als Anlage beigefügten Anfrage bittet die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen in der Bezirks- vertretung Porz um Beantwortung folgender Fragestellungen: 1. Ist der Verwaltung bekannt, dass es in der Kaiserstr. in Porz Urbach zu Belästigungen der Anwohner entsprechend dem Anhängendem Schreiben des Urbacher Bürgerverein kommt? Stellungnahme der Verwaltung: Dem Ordnungsamt der Stadt Köln ist die Thematik in der Kaiserstraße bezüglich der vor Ort angesiedel- ten Gastronomiebetriebe (insbesondere der Shisha-Bar „Iced Out“) bekannt. In der Vergangenheit sind über das Servicetelefon des Ordnungs- und Verkehrsdienstes immer wieder zahlreiche Beschwerden im Hinblick auf Lärm oder die aufgestellte Außengastronomie eingegangen. Seitdem dort ein Betreiber- wechsel stattgefunden hat, gab es diesbezüglich bisher noch keine Beschwerden im Sinne des Schrei- bens des Urbacher Bürgervereins. Nach eingehenden Beschwerden wird die Örtlichkeit durch die Außendienstkräfte des Ordnungsdienstes umgehend kontrolliert. Werden im Zuge dieser Kontrollen Ordnungswidrigkeiten wie Lärmbelästigung oder Wildpinkelnde identifiziert, werden konsequent Maßnahmen (z.B. Fenster und Türen schließen, Musik leiser drehen) vom Ordnungsdienst umgesetzt und/oder Ordnungswidrigkeitenverfahren eingelei- tet. In der Vergangenheit konnten durch die Ordnungsdienstkräfte bei durchgeführten Kontrollen an die- ser Örtlichkeit nur selten Feststellungen im Hinblick auf die eingehende Beschwerde getroffen werden. Im Rahmen einer Schwerpunktaktion in Shisha-Betrieben wurde die Lokalität „Iced-Out“ allerdings auf die häufig eingehenden Beschwerden wegen Ruhestörungen hingewiesen, um diese proaktiv zu sensibi- lisieren. Aufgrund des hohen Beschwerdeaufkommens finden darüber hinaus regelmäßig, auch unabhängig von Meldungen, Kontrollen zu unterschiedlichen Uhrzeiten insbesondere an Wochenenden durch die Ord- nungsdienstkräfte statt, um umgehend etwaige Lärmquellen zu beseitigen oder diesen vorzubeugen. Auch bei diesen Kontrollen wurden in den vergangenen Wochen keinerlei Feststellungen hinsichtlich Lärm getroffen. Teilweise konnten rauchende und sich unterhaltende Personengruppen vor der Gast- stätte „Zum Kupferkessel“ in unmittelbarer Nähe zur Shisha-Bar festgestellt werden. In diesem Zusam- menhang wurden immer wieder Präventivgespräche mit angetroffenen Personengruppen geführt und darum gebeten, sich zum Schutz der Anwohner*innen ruhig zu verhalten und möglichst zügig die Ört- lichkeit zu verlassen. 2 2. Kann die Verwaltung eine anlassunabhängige Kontrolle in dem Gebiet regelmäßig durchführen? Stellungnahme der Verwaltung: s. Frage 1. Der Ordnungsdienst der Stadt Köln führt regelmäßig, auch unabhängig von eingehenden Beschwerden oder Meldungen, eigenständige Kontrollen zu unterschiedlichen Uhrzeiten durch. 3. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung gezielt die Posertätigkeiten und nächtliche Ruhestörungen zu unterbinden? Der Ordnungsdienst der Stadt Köln führt im Bereich der Kaiserstraße in Köln Porz regelmäßig präventive Kontrollen vor Ort durch, um nächtliche Ruhestörungen zu vermeiden. Bei Meldungen über akute Lärm- belästigungen bzw. Ordnungswidrigkeiten im Allgemeinen werden die Ordnungsdienstkräfte unverzüg- lich tätig und unterbinden diese mit entsprechenden ordnungsrechtlichen Maßnahmen. (s. Frage 1) Die vom Bürgerverein beschriebenen Posertätigkeiten im Hinblick auf den fließenden Verkehr wie zum Beispiel das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit oder die Begehung von Straftaten zum Nachteil von Anwohner*innen fallen in den Einsatzbereich der Polizei.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (6)
- Kaiserstraße 88
- Dorotheenstraße
- Egmontstraße
- Klingerstraße 8
- Friedrich-Ebert-Ufer 64
- Wertherstraße
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 3968/2022
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 25.11.2022
- Erstellt
- 21.11.2022 13:02