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3919/2018

Bevölkerungsprognose für Köln 2018 bis 2040

Mitteilung Ausschuss 12.12.2018

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Nächste Beratung: Stadtentwicklungsausschuss, Sitzung am 13.12.2018, TOP 17.13

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

12116 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/15/153 
153/1 
Vorlagen-Nummer  12.12.2018 
 3919/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Stadtentwicklungsausschuss 13.12.2018 
 
Bevölkerungsprognose für Köln 2018 bis 2040 
Kölns Einwohnerwachstum setzt sich fort 
1 146 100 Kölnerinnen und Kölner im Jahr 2040 
Auch in Zukunft wird Köln weiter wachsen. Den Ergebnissen der neuen städtischen Bevölkerungsvo-
rausberechnung zufolge werden im Jahr 2030 rund 1 120 400 Menschen mit Hauptwohnsitz in Köln 
leben. Damit steigt die Einwohnerzahl im Vergleich zum Ausgangsjahr der Berechnung um 42 600 
Kölnerinnen und Kölner (4,0%). Die Bevölkerungszunahme setzt sich auch in den darauffolgenden 
Jahren fort und endet im letzten Berechnungsjahr 2040 bei 1 146 100 Einwohnerinnen und Einwoh-
nern. Demnach erhöht sich die Bevölkerungszahl verglichen mit 2017 um insgesamt 68 300 Perso-
nen, was einem Anstieg um 6,3 Prozent entspricht.  
Grafik 1 Bevölkerungsentwicklung in Köln 2010 bis 2040 (Bevölkerung mit Hauptwohnsitz) 
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Der Wachstumskurs, der bereits bei der städtischen Vorausberechnung aus dem Jahr 2015 ermittelt 
wurde, bleibt somit grundsätzlich bestehen, wenngleich in geringerem Ausmaß. Die letzte Prognose 
hatte aufgrund der begonnenen Flüchtlingszuwanderung deutlich höhere Zuzüge als die jetzige Prog-
nose angenommen. Die Realität hat jedoch gezeigt, dass die hohen Zuzugszahlen aus dem Ausland 
von vornehmlich geflüchteten Menschen 2017 zum Erliegen kamen.  
1 081 500
1 120 400
1 146 100
 950 000
1 000 000
1 050 000
1 100 000
1 150 000 2040:
2030:
2018:
E rstes Berechnungsjahr

2 
 
 
Dass die Einwohnerzahl Kölns weiterhin wachsen wird, ist auf diese Hauptursachen zurückzuführen: 
 Die Geburten werden auch in Zukunft die Sterbefälle in Köln übersteigen. 
 Weiterhin werden mehr Menschen zuziehen, als Köln verlassen.  
 Der Alterungsprozess der Gesellschaft wird voranschreiten, wodurch künftig mehr ältere Men-
schen in Köln leben. 
 
 
  
Annahmen der Bevölkerungsvorausberechnung für Köln 2018 bis 2040 
 
Um die zukünftige Zahl der Kölnerinnen und Kölner berechnen zu können, müssen Annahmen über das 
zu erwartende Wanderungsgeschehen sowie die Geburtenhäufigkeit und die Lebenserwartung formuliert 
werden. Zum einen fußen diese Annahmen auf Daten und Informationen, die für einen bestimmten 
Zeitraum in der Vergangenheit, dem Referenzzeitraum (2010 bis 2017), analysiert werden. Zum anderen 
beruhen sie auch auf Hypothesen über die Weiterentwicklung der sich gegenwärtig abzeichnenden 
Trends. 
  
Eckdaten  
Ausgangsbasis Kölner Bevölkerung mit Hauptwohnsitz zum Stichtag 31.12.2017 
Referenzzeitraum 2010 bis 2017 
Berechnungszeitraum 2018 bis 2040  
  
Annahmen   
Geburtenhäufigkeit Der 2017-Wert von 1,39 Kindern je Frau (TFR) wird bis 2040 konstant gehalten. 
Lebenserwartung Die Lebenserwartung steigt bis 2040 linear an. 
•  Frauen:  + 1,65 Jahre: von 83,46 auf 85 Jahre 
•  Männer: + 2,58 Jahre: von 79,01 auf 82 Jahre 
Zuzüge nach Köln Ausgehend vom Zuzugsniveau des Jahres 2017 steigt die Zahl der Zuzüge linear 
bis 2040 auf den Durchschnitt der Jahre im Referenzzeitraum (2010 bis 2017). 
 
Zuziehende aus: 2017: 
Durchschnitt  
2010 bis 2017: 
NRW 26 155 27 400 
Restliches Bundesgebiet 13 516 13 900 
Ausland 16 892 18 000 
Fortzüge aus Köln Die Fortzugswahrscheinlichkeit entspricht in jedem Berechnungsjahr der 
Fortzugswahrscheinlichkeit im Referenzzeitraum (2010 bis 2017).

3 
 
 
Die Entwicklung der Kölner Altersstruktur im Überblick:  
Stärkstes Wachstum bei den älteren Kölnerinnen und Kölnern  
Zukünftig nimmt die Bevölkerung in nahezu allen Altersgruppen zu. Besonders hohe relative und ab-
solute Zuwächse sind für die Entwicklung der Zahl der ältesten Kölnerinnen und Kölner zu erwarten. 
Der Anteil der 80-Jährigen und Älteren vergrößert sich bis 2030 um ein Fünftel und bis 2040 sogar 
um 38,9 Prozent. Damit wird ihre Zahl bis 2040 auf 75 400 Personen anwachsen. Zurückzuführen ist 
diese Entwicklung darauf, dass stärker besetzte Jahrgänge in die Altersgruppe der über 80-Jährigen 
hineinwachsen und ihre Lebenserwartung steigt.  
Grafik 2 Entwicklung der Kölner Altersstruktur (absolute und relative Veränderung zu 2017) 
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Mit 31 500 Personen bis zum Jahr 2040 wird die höchste absolute Zunahme bei den 65- bis unter 80-
Jährigen zu verzeichnen sein. Ihre Zahl wird bis 2040 auf etwa 166 400 Menschen steigen. Ursäch-
lich für diese Entwicklung ist insbesondere das Älterwerden der sogenannten Babyboomer-
Generation.1 Weil die Babyboomer-Jahrgänge im Laufe der Zeit älter werden, die nachfolgende Ge-
neration aber zahlenmäßig kleiner ist, wird sich die Zahl der 45- bis unter 65-Jährigen in Zukunft re-
duzieren (bis 2030: -3 700, bis 2040: -5 700).  
Dass die älteren Kölnerinnen und Kölner künftig stärker vertreten sein werden, schlägt sich auch im 
Durchschnittsalter aller Einwohnerinnen und Einwohner nieder: es steigt von 42,0 Jahren in 2017 auf 
43,3 Jahre in 2040 an. Insgesamt wird im Jahr 2040 mehr als jede fünfte Kölnerin und jeder fünfte 
Kölner 65 Jahre oder älter sein. 
 
                                                 
1 Zur Babyboomer-Generation zählen die geburtenstarken Jahrgänge der 1960er-Jahre.  
+ 4,2%
+ 3,2%
+ 3,4%
- 2,0%
+ 23,3%
+ 38,9%
+ 6,3%
+ 5,3%
+ 0,1%
+ 2,9%
- 1,3%
+ 14,0%
+ 20,2%
+ 4,0%
174 617
181 558
242 463
289 982
134 894
54 254
1 077 768
-+ 10,0% + 0,0% + 10,0% + 20,0% + 30,0% + 40,0% + 50,0% + 60,0%
unter 18 J ahre
18 bis unter 30 J ahre
30 bis unter 45 J ahre
45 bis unter 65 J ahre
65 bis unter 80 J ahre
über 80 J ahre
Insgesamt
2017 2030 2040
S tand 2017
+ 42 600
+ 68 300
+ 11 000
+ 21 100
+ 18 800
+ 31 500
- 3 700
- 5 700
+ 7 000
+ 8 300
+ 300
+ 5 900
+ 9 300
+ 7 300

4 
 
 
Auch junge Menschen tragen weiterhin zum Wachstum Kölns bei 
In den letzten Jahren stieg die Zahl der Geburten deutlich an. Außerdem zogen viele jüngere Men-
schen nach Köln.2 Die Vorausberechnung baut auf diesen Entwicklungen auf und führt sie der Ten-
denz nach fort, sodass 2040 mehr Kinder und Jugendliche in Köln leben werden als heute. Dieser 
Trend ist jedoch nicht in allen Altersgruppen gleich. Die Zahl der unter 3-Jährigen bleibt nahezu stabil. 
Dagegen ist das größte absolute Wachstum bei Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I und 
II (10 bis unter 18 Jahre) bis zum Jahr 2030 zu verzeichnen. Danach reduziert sich ihre Zahl wieder 
langsam. 
Tabelle 1  Entwicklung der Kinder und Jugendlichen in Köln  
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Berufs- und Bildungseinsteiger 
Die 18- bis unter 30-Jährigen kennzeichnet ein hohes Maß an Mobilität, da diese Lebensphase – ge-
prägt vom Übergang in Studium und Beruf – häufig mit einem Wohnortswechsel verbunden ist. Köln 
kann hiervon profitieren: seit Jahrzehnten bilden junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 29 Jah-
ren die einzige Altersgruppe, in der die Zuzüge die Wegzüge überwiegen. Dies wird auch in Zukunft 
so sein. Bis 2030 verbleibt die Zahl der Berufs- und Bildungseinsteiger auf dem gegenwärtigen Ni-
veau. Bis zum letzten Jahr der Berechnung 2040 wird ihre Zahl auf 187 400 Menschen anwachsen 
(+5 900). 
Familienrelevante Jahrgänge 
Die Altersphase zwischen 30 und 45 Jahren ist die, in der verstärkt Paare zusammenziehen und Fa-
milien gegründet werden. Diese Altersgruppe nimmt bis 2030 um 7 000 auf insgesamt 249 500 Per-
sonen zu. Danach verbleibt ihre Zahl mit einem Zuwachs von weiteren 1 300 Personen bis 2040 in 
etwa auf diesem Niveau.  
Jahrgänge in der mittleren Lebensphase 
Gegenwärtig sind die 45- bis unter 65-Jährigen mit rund 290 000 Menschen stark vertreten. In Zu-
kunft wird diese Altersgruppe jedoch kleiner. Dies liegt zunächst daran, dass ein Teil der heutigen 45- 
bis unter 65-Jährigen zu den geburtenstarken Jahrgängen der 1960er-Jahre zählt. Die ihnen nachfol-
gende Generation ist geringer besetzt, sodass weniger Personen in diese Altersgruppe hineinwach-
sen werden.  
                                                 
2 In den Jahren 2014 bis 2017 waren nahezu zwei Drittel aller Zugewanderten jünger als 30 Jahre (63,5%).  
2017
Anzahl Anzahl E ntwicklung 
(absolut)* Anzahl E ntwicklung 
(absolut)*
unter 3 J ahre 34 040 33 200 -  800 34 000   0
3 bis unter 6 J ahre 30 016 30 800 + 800 31 000 + 1 000
6 bis unter 10 J ahre 38 163 39 100 + 1 000 38 900 + 700
10 bis unter 18 J ahre 72 398 80 800 + 8 400 78 000 + 5 600
* im Vergleich zu 2017
2030 2040
Altersgruppe

5 
 
 
Vorausberechnungen der Haushalte in Köln  
Die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnung sind auch die Grundlage für eine Vorausberech-
nung der Kölner Haushalte.  
Grafik 3 Entwicklung der Haushalte in Köln 2017 bis 2040  
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Stärkster Zuwachs bis 2040 bei den Zweipersonenhaushalten 
Besonders bedeutend für den Wohnungsmarkt ist die Entwicklung der Anzahl und Zusammensetzung 
der Kölner Haushalte. Dem Einwohnerwachstum folgend, erhöht sich auch die Gesamtzahl der 
Haushalte. Sie steigt bis 2040 um 44 100 (+7,9%). Dieser Zuwachs erstreckt sich auf alle Haushalts-
größen.  
Das stärkste relative Wachstum gibt es bei den Zweipersonenhaushalten (+11,8%). Ihre Zahl nimmt 
um nahezu 18 000 auf 170 000 zu. Die Einpersonenhaushalte steigen mit einem Plus von 7,3 Prozent 
auf 303 900 und entsprechen damit in etwa der durchschnittlichen Zuwachsrate aller Haushalte. Das 
Wachstum der Haushalte mit drei und mehr Personen, dies sind vor allem Familienhaushalte, fällt am 
schwächsten aus.  
Innere Struktur der Haushaltsformen verändert sich kaum 
Mit 50,2 Prozent ist jeder zweite Haushalt im Jahr 2040 ein Einpersonenhaushalt. Damit stellen Ein-
personenhaushalte auch weiterhin die häufigste Haushaltsform in Köln dar. Unter ihn werden Kölne-
rinnen und Kölner verschiedener Altersgruppen nahezu gleichermaßen vertreten sein: unter 35-
jährige Personen mit 33,0 Prozent, 35- bis 64-Jährige mit 37,6 Prozent und über 64 Jahre alte Men-
schen mit 29,4 Prozent.  
Auch in Zukunft liegt der Anteil der Zweipersonenhaushalte mit 28,1 Prozent höher als der der Haus-
halte mit drei und mehr Personen (21,7%). Die Anteile der jeweiligen Haushaltsformen an allen 
Haushalten verändern sich im Vergleich zu 2017 kaum. 
Von 2017 bis 2040 bleibt die durchschnittliche Zahl der Personen je Haushalt mit rund 1,9 unverän-
dert. Die Haushalte mit drei und mehr Personen weisen gleichbleibend 3,7 Personen je Haushalt auf.  
283 017 303 900
152 022 170 000
126 032
131 300
  0
 100 000
 200 000
 300 000
 400 000
 500 000
 600 000
 700 000
2017 2040
1 P erson 2 P ersonen 3 P ersonen und mehr
561 071 605 200+ 7,9 %    
+ 44 100
+ 4,2 %
+ 5 300
+ 11,8 %
+ 17 900
+ 7,3%   
+ 20 800
22,5 %
27,1 %
50,4 % 50,2 %
28,1 %
21,7 %
100 % 100 %

6 
 
 
Anstieg der Haushalte mit Kindern 
Im Jahr 2030 wird es 6 200 Haushalte mit Kindern mehr geben als heute (+5,9%). Bis zum letzten 
Berechnungsjahr 2040 stagniert ihre Zahl mit 108 700 in etwa auf diesem Niveau (-0,9%). Der Anteil 
der Alleinerziehendenhaushalte an allen Haushalten mit Kindern bleibt mit 23,0 Prozent in 2040 im 
Zeitverlauf gleich (2017: 23 800), was jedoch einer absoluten Zunahme von rund 1 300 entspricht.  
Ausblick 
Da Bevölkerungsentwicklung und Veränderungsprozesse der Altersstruktur in einer Großstadt wie 
Köln nicht überall im Stadtgebiet gleich verlaufen, erfolgt derzeit eine Analyse der kleinräumigen Ent-
wicklung. Diese wird im ersten Halbjahr 2019 veröffentlicht. 
Aus der Haushalteprognose heraus ergibt sich zudem die Frage in welchem Umfang sich der Bedarf 
an Wohnraum verändern wird. Im Anschluss an die Prognose erfolgt daher eine Neuberechnung des 
Wohnraumbedarfs. 
Künftig werden die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnung jährlich mit der tatsächlichen 
Einwohnerentwicklung abgeglichen. Überprüft wird, ob beziehungsweise welche aktuellen Einwoh-
nerstrukturen von der Prognose abweichen. Eine Neuberechnung erfolgt, wenn sich die Annahmen 
grundlegend verändern, spätestens aber nach drei Jahren.  
 
 
Gez. Greitemann

Beratungsverlauf (1)

13.12.2018 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 17.13 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3919/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
12.12.2018
Erstellt
26.11.2018 16:33