2543/2017
Beschlussvorlage zum Jahresabschluss 31.08.2016 des Gürzenich-Orchesters Köln
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Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 3
JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR
1. SEPTEMBER 2015 BIS 31. AUGUST 2016
A N H A N G
Der Jahresabschluss des Gürzenich -Orchesters Köln für das Wirtschaftsjahr 1.9.20 15 bis 31.8.2016 wurde
nach den für Eigenbetriebe geltenden Bestimmungen der §§ 21 - 24 der Eigenbetriebsverordnung N RW in
der Fassung vom 16.11.2004, zuletzt geändert am 13.8.2012 mit Wirkung ab 30.8.2012, sowie in sinngemä-
ßer Anwendung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zum Jahresabschluss im Dritten
Buch des H andelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung von § 263 HGB und der ergänzenden Vo r-
schriften der Betriebssatzung aufgestellt. Dies schließt die Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein. Da die Neuregelungen im HGB durch das Bilanzrichtlin ien-Umsetzungsgesetz (BilRUG, vom
17.7.2015, in Kraft getreten am 23.7.2015) grundsätzlich erstmals auf Abschlüsse für Geschäftsjahre anz u-
wenden sind, die nach dem 31.12.2015 beginnen, finden diese Regelungen auf den vorliegenden Jahresa b-
schluss noch keine Anwendung.
I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden , gegenüber dem Vorjahr unveränderten,
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanz wurde nach teilweiser Verwendung des
Jahresergebnisses (§ 268 Abs. 1 HGB) aufgestellt.
Im Jahresabschluss zum 31.8.20 16 wurden die zum 1.9.2000 im Rahmen der Ausgliederung des Orchesters
als eigenbetriebsähnliche Einrichtung von der Stadt Köln übertragenen Anlagegüter zu den fortgeführten
Zeitwerten und die in den Wirtschaftsjahren 2000/2001 bis 201 5/2016 angeschafften Anlagegüter zu fortge-
führten Anschaffungskosten bewertet. Der Wertminderung wurde durch planmäßige lineare Abschreibu ngen
Rechnung getragen, wobei die Nutzungsdauern bzw. Restnut zungsdauern auf der Grundlage einschläg iger
Abschreibungstabellen sachgerecht geschätzt wurden. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensg e-
genstände des Anlagevermögens beträgt 3 bis 5 Jahre, die der Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 20
Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 we rden
in einen Sammelposten eingestellt, der im Jahr des Zugangs sowie in den vier folgenden Wirtschaftsja hren
mit jeweils 1/5 gewinnmindernd aufgelöst wird.
Bei den Vo rräten wurden die Betriebsstoffe zu Einstandspreisen bzw. dem niedrigeren beiz ulegenden Wert
angesetzt. Die unter den Vorräten ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen, die Forderungen, die sonstigen
Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel wurden zum Nennwert bewertet.
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Das Stammkapital wurde zu dem in der Betriebssatzung festgelegten Nennwert angesetzt.
Der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde in Höhe des Betrages a n-
gesetzt, der den (ggf. anteiligen) Restwerten der bezuschussten Anlagegüter entspricht.
Gemäß einer Vereinbarung zwischen der Stadt Köln und dem Orchester hat das Gürzenich -Orchester für
Beamte, die vor dem 1.9.2000 in den Ruhestand getreten sind, die nach dem Beamtenversorgungsgesetz
(BeamtVG) vorgesehenen Versorgungsleistungen vollständig zu übernehmen. Für Beamte, die am 1.9.2000
noch aktiv waren, wird das Gürzenich -Orchester mit Versorgungsleistungen entsprechend dem auf das O r-
chester entfallenden Dienstzeitenanteil belastet. Für diese ungewissen Verbind lichkeiten wurden Pension s-
rückstellungen gebildet. Im Jahresabschluss zum 31.8.201 6 erfolgte die Bewertung der Pensionsverpflic h-
tungen wie im Vorjahr gemäß § 22 Abs. 3 EigVO NRW nach § 36 Abs. 1 der Gemeindehaushaltsverordnung
NRW (GemHVO NRW) zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfusses von 5 % und
unter Anwendung der neuen Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck . Erwartbare Änderungen der künft igen
Personalkosten waren bei der Bewertung der Pensionsverpflicht ungen nicht zu berücksichtige n. Die Wertan-
sätze der Pensionsverpflichtungen wurden durch versicherungsmathematische Gutachten belegt.
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ung ewissen Verpflichtungen in
angemessener Höhe und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags analog § 253 Abs. 1 HGB passiviert. Bei den Rückstellungen für Dienstjubiläen als Rüc k-
stellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden im Rahmen der Wertansätze künftige
Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als
Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der deutschen Bundesbank
monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Bei den langfristigen Rückstellungen für Beihilfeverpflic h-
tungen erfolgte die Bewertung zum 31.8.2016 entsprechend der Bewertung der Pensionsrückstellungen zum
Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfusses von 5 % auf der Grundlage des durc h-
schnittlichen Beihilfeaufwandes der letzten fünf Jahre. Alle Wertansätze der Beihilfe- und Jubiläumsverpflich-
tungen wurden durch versicherungsmathematische Gutachten belegt.
Die im Wirtschaftsjahr 2011/2012 erstmals gebildete Rückstellung für drohende Ve rluste im Bereich des
Personalaufwands betrifft den Verpflichtungsüberschuss für das Orchester aus den künftigen Gehaltszahlu n-
gen im Rahmen einer Freistellung unter Berücksichtigung der orchesterspezifischen Gehaltsentwicklung s-
prognosen. Soweit die Rückstellung Gehaltszahlungen betrifft, die nach dem 31.8.201 7 zur Auszahlung g e-
langen, wurde eine Abzinsung vorgenommen (§21 EigVO NRW i.V.m. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB).
Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.
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II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
1. Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 20 15/2016 ist dem nachfolgen-
den Anlagennachweis zu entnehmen:
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens Stand Stand
1.9.2015 1 Zugang Abgang 31.8.2016
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV Software 124.200,03 0,00 0,00 124.200,03
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.423.630,45 171.018,09 49.712,04 2.544.936,50
2.547.830,48 171.018,09 49.712,04 2.669.136,53
Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Stand Stand
1.9.2015 1 Zugang Abgang 31.8.2016
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV Software 124.200,03 0,00 0,00 124.200,03
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.888.647,45 78.360,09 46.776,04 1.920.231,50
2.012.847,48 78.360,09 46.776,04 2.044.431,53
Posten des Anlagevermögens Restbuchwerte Restbuchwerte Durch- Durch-
31.8.2016 31.8.2015 schnittlicher schnittlicher
Abschreibungs- Restbuch-
satz 2 wert 3
EUR EUR % %
Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV Software 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 624.705,00 534.983,00 3,08 24,55
624.705,00 534.983,00
Kennzahlen
____________________________
1 Hinsichtlich der Aussagekraft des Anlagennachweises ist darauf hinzuweisen, dass die Anlagegüter, die zum 1.9.2000 auf das
Orchester übertragen wurden, mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den bis zum 1.9.2000 auf-
gelaufenen Abschreibungen in den Anlagennachweis aufgenommen wurden.
2 Zugang Abschreibungen x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2016
3 Restbuchwerte am 31.8.2016 x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2016
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Der Zugang bei der Betriebs - und Geschäftsausstattung entfällt auf Instrumente (TEUR 142), Hardware
(TEUR 3), Büromöbel (TEUR 4) sowie geringwertige Anlagegüter (TEUR 22).
2. Vorräte
Die unter den Vorräten ausgewiesenen Betriebsstoffe umfassen Jahresvorschauhefte, Broschüren, Leporellos
und Z-Cards, CD´s sowie Büromaterial.
Die geleisteten Anzahlungen betreffen die vor dem Bilanzstichtag angefallene Anzahlung für eine Auftrag s-
komposition.
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen laufende Leistungsforderungen.
Die Forderungen gegen die Stadt Köln umfassen die auf den 31.8.20 16 fortgeschriebene Restforderung aus
der Ausgliederung der eigenbetriebsähnlichen Einricht ung zum 1.9.2000. Die Stadt hat einen Ausgleich d ie-
ser Forderung ohne Zinsverluste ab 2005 zugesagt. Im Wirtschaftsjahr 2014/15 hat die Stadt Köln zwei Til-
gungszahlungen geleistet (16.10.2015/30.8.2016). Am Bilanzstichtag hat die Forderung in Höhe von TEUR
5.846 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Bei den Forderungen gegen Eigenbetriebe handelt es sich um Forderungen aus laufender Verrechnung g e-
gen die Bühnen der Stadt Köln.
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Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
31.8.2016
TEUR
Betriebskostenzuschuss Land NRW
Januar bis Dezember 2016 447
(Rest-) Forderungen aus Sponsoring-Vereinbarungen 3
Forderungen gegen Mitarbeiter 30
Forderungen gegen Krankenkassen 32
Personalkostenzuschüsse LVR 12
sonstige 6
530
4. Liquide Mittel
Am Bilanzstichtag 31.8.2016 verfügte das Orchester über folgende liquide Mittel:
31.8.2016
TEUR
Hauptkasse 2
Handkasse / Wechselgeld 1
3
Geldmarktkonto Sparkasse KölnBonn 2.712
laufendes Konto Sparkasse KölnBonn 1.263
3.978
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5. (Aktiver) Rechnungsabgrenzungsposten
Folgende, für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 vorausbezahlte Aufwendungen wurden per 31.8.2016 als aktive
Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt:
31.8.2016
TEUR
Versorgungsbezüge September 2016 35
Zuschuss Gürzenich Chor September bis Dezember 2016 7
übrige 5
47
6. Eigenkapital
Die Entwicklung des Eigenkapitals des Orchesters stellte sich im Wirtschaftsjahr 2015/2016 wie folgt dar:
Saldovortrag Jahres- Entnahmen Stand
31.08.2015 ergebnis Gewinn- 31.8.2016
2015/2016 rücklagen
TEUR TEUR TEUR TEUR
Vom Rat der Stadt Köln laut
Satzung zur Verfügung ge-
stelltes Stammkapital 25 0 0 25
Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 2.652 0 -8 2.644
Bilanzgewinn 912 +124 +8 1.044
3.589 +124 0 3.713
Der Bilanzgewinn zum 31.8.2015 in Höhe von TEUR 912 wurde gemäß Ergebnisverwendungsbeschluss des
Rates zum Jahresabschluss 31.18.2015 des Gürzenich-Orchesters vom 31.1.2017 auf neue Rechnung vorge-
tragen.
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7. Sonderposten
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse entwickelte sich im Wirtschaftsjahr 2015/2016 wie folgt:
Saldovortrag Zugang Auflösung Stand
1.9.2015 2015/2016 2015/2016 31.8.2015
TEUR TEUR TEUR TEUR
Sonderposten für Investitionszu-
schüsse der Stadt Köln
aus Übertragung des Anlage-
vermögens zum 1.9.2000 der
Stadt Köln 3 0 0 3
für die Anschaffung von be-
weglichem Anlagevermögen 73 0 10 63
76 0 10 66
Der Sonderposten für die Anschaffung von beweglichem Anlagevermögen betrifft Investitionszuschüsse für
Instrumente und entfällt in Höhe von TEUR 51 auf Zuschüsse von privater Seite.
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8. Rückstellungen
Die Rückstellungen entwickelten sich im Wirtschaftsjahr 2015/2016 wie folgt:
Saldovortrag Inanspruch- Auf- Zuführung Auf-/ Ab- Stand
1.9.2015 nahme lösung 2015/2016 zinsung 31.8.2016
2015/2016 2015/2016 2015/2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Pensionsrückstellungen
Aktive 0 0 0 0 0 0
Versorgungsempfänger 2.256 231 0 0 113 2.138
2.256 231 0 0 113 2.138
Steuerrückstellungen 56 17 0 1 0 40
Sonstige Rückstellungen
ausstehender Urlaub 114 114 0 159 0 159
Sonderzahlungen November 25 25 0 12 0 12
Dienstjubiläen 25 3 0 0 2 24
Beihilfeverpflichtungen 3.159 0 34 29 158 3.312
Gehaltsnachzahlungen 29 29 0 40 0 40
drohende Verluste aus
einem Anstellungsverhältnis 833 84 0 9 59 817
ausstehende Beihilfen 7-8/2015 66 44 22 0 0 0
übrige Personalverpflichtungen 16 9 7 7 0 7
austehende Leistungs-
abrechnungen 113 108 1 118 0 122
übrige 86 86 0 83 0 83
4.466 502 64 457 219 4.576
6.778 750 64 458 332 6.754
Zum 31.8.2016 bestehen unverändert Pensionsverpflichtungen gegenüber 18 Versorgungsempfängern.
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9. Verbindlichkeiten
Die Fristigkeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten zum 31.8.20 16 lassen sich dem folgenden Ve r-
bindlichkeitenspiegel entnehmen:
Gesamt- bis zu einem zwischen über davon
betrag Jahr einem und fünf gesichert
31.8.2016 fünf Jahren Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Liefe-
rungen und Leistungen 208 208 0 0 0
(324) (324) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber
der Stadt Köln 633 633 0 0 0
(1.080) (1.080) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 9 9 0 0 0
(21) (21) (0) (0) (0)
850 850 0 0 0
(1.425) (1.425) (0) (0) (0)
(in Klammern: Vorjahr)
davon mit einer Restlaufzeit
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Köln betreffen laufende Verrechnung en zwischen dem Orche ster
und den folgenden städtischen Dienststellen:
31.8.2016
TEUR
Personalamt 483
Kämmerei 150
Amt für Informationsverarbeitung 5
Rechts- und Versicherungsamt -5
633
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Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen folgende Posten:
31.8.2016
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern
und Versorgungsempfängern 5
Verbindlichkeiten gegenüber Bundeszentralamt für Steuern 2
übrige 2
9
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0
10. (Passiver) Rechnungsabgrenzungsposten
Als passiver Rechnungsabgre nzungsposten wurden folgende für das Wirtschaf tsjahr 2016/2017 im Voraus
eingegangene Einnahmen abgegrenzt:
31.8.2016
TEUR
Erträge aus Kartenverkäufen für
die Spielzeit 2016 / 2017 1.053
Betriebskostenzuschuss Land NRW
für September bis Dezember 2016 149
1.202
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III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
2015/2016 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Erlöse Bühnen der Stadt Köln
für Opernbespielung 7.148 6.933 +215 +3,1
Erlöse Kartenverkauf
Einzelverkauf 464 555 -91 -16,4
Abonnements 833 885 -52 -5,9
Besucherorganisationen 59 64 -5 -7,8
sonstige Erlöse Spielbetrieb 97 203 -106 -52,2
8.601 8.640 -39 -0,5
Veränderung
Den Erlösen lagen dabei im Vergleich zum Vorjahr folgende Leistungsdaten zugrunde:
Veran- Besu- Erlöse Veran- Besu- Erlöse Veran- Besu- Erlöse
stal- cher stal- cher stal- cher
tungen TEUR tungen TEUR tungen TEUR
Sinfoniekonzerte 36 68.383 1.165 36 70.641 1.208 +0 -2.258 -43
Kammerkonzerte 6 1.112 11 6 1.160 13 +0 -48 -2
Sonderkonzerte 10 9.106 106 13 14.887 224 -3 -5.781 -118
Abgrenzungen 0 0 +0
Eigenveranstaltungen 52 78.601 1.282 55 86.688 1.445 -3 -8.087 -163
Kooperationen* / Gastspiele 7 9.477 74 2 2.513 59 +5 +6.964 +15
Opernbespielung 118 7.148 120 6.933 -2 +215
Fremdveranstaltungen 118 7.148 120 6.933 -2 +215
sonstige Erlöse 0 97 1 203 -106
177 88.078 8.601 178 89.201 8.640 0 -1.123 -39
* ohne die eintrittsfreien Generalproben "Philharmonie Lunch". In der Spielzeit 2015/2016 kamen 20.400 Besucher zu
den 12 Generalproben.
2015/2016 Vorjahr Veränderung
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Die Kartenpreise fielen in 2015/2016 im Vergleich zum Vorjahr unverändert wie folgt aus:
Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis-
gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe
V/VI 1 III 2 I 3 V/VI III I V/VI III I
EUR EUR EUR EUR EUR EUR % % %
Sinfoniekonzerte 9,00 22,00 34,00 9,00 22,00 34,00 0,00 0,00 0,00
Kammerkonzerte 13,00 13,00 13,00 13,00 13,00 13,00 0,00 0,00 0,00
Großes Abonnement 136,80 213,60 328,00 136,80 213,60 328,00 0,00 0,00 0,00
Familienkarte "Ohren auf!" 18,00 18,00 18,00 18,00 18,00 18,00 0,00 0,00 0,00
1 Preiswerteste Preisgruppe
2 Mittlere Preisgruppe
3 Teuerste Preisgruppe
2015/2016 Vorjahr Veränderung
Der Gewinn- und Verlustrechnungsposten Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen erfasst den
Aufwand aus der Ausbuchung des vorjährigen Abgrenzungsbedarf s von Kosten für O perneinspielungen des
nachfolgenden Wirtschaftsjahres. Zum 31.8.2016 bestand insofern kein Abgrenzungsbedarf.
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen folgende Posten:
2015/2016 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Zuschüsse und Kostenerstattungen
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln
für das laufende Wirtschaftsjahr 8.298 7.898 +400 +5,1
Betriebskostenzuschuss Land NRW 447 447 +0 +0,0
Sponsoringerträge 0 180 -180 -100,0
Förderbeiträge 64 39 +25 +64,1
Spenden 50 50 +0 +0,0
sonstige Kostenzuschüsse 121 67 +54 +80,6
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
für Investitionszuschüsse 10 13 -3 -23,1
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 64 460 -396 -86,1
Erträge aus dem Abgang von Vermögens-
gegenständen des Anlagevermögens 40 0 +40 .
übrige 22 25 -3 -12,0
9.116 9.179 -63 -0,7
davon Erträge aus der Auflösung des Sonder-
postens für Investitionszuschüsse zum Anlage-
vermögen 10 13 -3 -23,1
Veränderung
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Der Materialaufwand entfällt auf folgende Aufwendungen für bezogene Leistungen:
2015/2016 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Gagen Aushilfsmusiker 675 499 +176 +35,3
Gagen Gäste 587 787 -200 -25,4
Sonstige Fremdhonorare 27 2 +25 >+100,0
Reisekosten Aushilfsmusiker / Gäste 188 147 +41 +27,9
Anmietung Konzertsaal für Proben u. Konzerte 813 885 -72 -8,1
Anmietung sonstiger Spielstätten 69 7 +62 >+100,0
Miete/Leihe für Instrumente etc. 14 0 +14 .
Projektkosten GO live 0 128 -128 -100,0
Kleinteile und Zubehör 13 14 -1 -7,1
Instandhaltung Musikinstrumente 156 174 -18 -10,3
Versicherungsschäden 8 6 +2 +33,3
Programmhefte 78 80 -2 -2,5
Tantiemen und GEMA-Gebühren 65 63 +2 +3,2
Einrichten Orchester- / Notenmaterial 99 71 +28 +39,4
2.792 2.863 -71 -2,5
Veränderung
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
2015/2016 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Gehälter Angestellte / Lohnempfänger 421 380 +41 +10,8
Gehälter Künstler 9.380 8.805 +575 +6,5
Sonderzahlungen / Urlaubsgeld 532 549 -17 -3,1
Veränderung Urlaubsrückstellung 45 6 +39 < -100,0
Veränderung Drohverlustrückstellung -63 -64 +1 +1,6
sonstige tarifvertragliche bzw.
vertragliche Bezüge 24 21 +3 +14,3
Löhne und Gehälter 10.339 9.697 +642 +6,6
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung 1.477 1.543 -66 -4,3
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung aus Ver-
änderung Drohverlustrückstellung -12 -13 +1 -7,7
Arbeitgeberanteile zur Zusatzversorgungs-
kasse / Bayrischen Versorgungskasse 463 448 +15 +3,3
Versorgungsbezüge 418 466 -48 -10,3
+/- Veränderung Pensionsrückstellung -232 -77 -155 > +100,0
Beihilfen 480 401 +79 +19,7
+/- Veränderung Beihilferückstellung -44 -206 +162 -78,6
sonstige soziale Abgaben 27 27 +0 +0,0
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 2.577 2.589 -12 -0,5
12.916 12.286 +630 +5,1
davon für Altersversorgung 649 837 -188 -22,5
Veränderung
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Die Entwicklung der Abschreibungen auf Sachanlagen ist dem Anlagennachweis zu entnehmen (vgl. A b-
schnitt II.1.).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten:
2015/2016 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Verwaltungsaufwendungen
Versicherungen 78 79 -1 -1,3
Kostenbeteiligung Köln-Ticket 123 128 -5 -3,9
Personalnebenkosten 38 84 -46 -54,8
Kosten Jahresabschluss / Abschlussprüfung 52 53 -1 -1,9
Rechts- und Beratungskosten 64 56 +8 +14,3
Porti / Telekommunikation 51 47 +4 +8,5
Beiträge Verbände / Berufsvertretungen 41 40 +1 +2,5
Transportkosten 9 8 +1 +12,5
Einsatz Zeitarbeitnehmer 24 23 +1 +4,3
Verwaltungskostenerstattungen Stadt 52 65 -13 -20,0
übrige Verwaltungsaufwendungen 108 58 +50 +86,2
Kosten Werbung, Öffentlichkeitsarbeit 768 708 +60 +8,5
Spenden 21 22 -1 -4,5
übrige 7 34 -27 -79,4
1.436 1.405 31 +2,2
Veränderung
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten die Zinserträge aus der kurzfristigen Anlage von Liqu i-
ditätsüberschüssen. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen den Aufzinsungsaufwand der langfris-
tigen Personalrückstellungen (Pensionsrückstellungen TEUR 113, Rückstellungen für Dienstjubil äen TEUR 2 ,
für Beihilfeverpflichtungen TEUR 158 sowie für Drohverlustrückstellung TEUR 59).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die sonstigen Steuern umfassen folgende Abgaben:
2015/2016 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Körperschaftsteuer / SoliZ sowie Gewerbesteuer 1 10 -9 -90,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1 10 -9 -90,0
Umsatzsteuer Vorjahre -1 -1 +0 +0,0
Sonstige Steuern -1 -1 +0 +0,0
0 9 -9 -100,0
Veränderung
Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 17
IV. SONSTIGE ANGABEN
1. Organe
Die Organe des Orchesters bestehen aus dem Betriebsausschuss und der Betriebsleitung.
Die stimmberechtigten Mitglieder des Betrieb sausschusses (gemäß § 5 Abs. 1 der Betriebssatzung persone n-
identisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln) setzten s ich im Wirtschaftsjahr 2015/2016 wie
folgt zusammen:
Dr. Eva Bürgermeister, Stadtverordnete
- Vorsitzende -
Brigitta von Bülow, Stadtverordnete
- 1. Stellvertreterin -
Dr. Ralph Elster, Stadtverordneter
- 2. Stellvertreter -
Elfi Scho-Antwerpes, Stadtverordnete
Katharina Welcker, Stadtverordnete
Andreas Pöttgen, Stadtverordneter
Thomas Welter, Stadtverordneter
Berivan Aymaz, Stadtverordneter
Gisela Stahlhofen, Stadtverordnete
Dr. Ulrich Wackerhagen, Sachkundiger Bürger
Peter Sörries, Sachkundiger Bürger
Prof. Klaus Schäfer, Sachkundiger Bürger
Karin Reinhardt, Sachkundige Bürgerin
Die Betriebsleitung bestand im Wirtschaftsjahr 2015/2016 aus:
François-Xavier Roth
Künstlerischer Betriebsleiter
Patrick Schmeing
Geschäftsführender Direktor
Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
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Für die Mitglieder der Betriebsleitung bzw. ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung wurden von dem O r-
chester im Wirtschaftsjahr 2015/2016 folgende Bezüge aufgewendet:
Gehälter Sonder- Gesamt-
vergütungen bezüge
TEUR TEUR TEUR
Aktive Mitglieder der Betriebsleitung:
François-Xavier Roth 120,5 269,0 389,5
Patrick Schmeing 104,4 0,0 104,4
224,9 269,0 493,9
Ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung: 0,0 0,0 0,0
224,9 269,0 493,9
Für ein ehemaliges Mitglied der Betriebsleitung bestehen zum Bilanzstichtag Rückstellungen für eine bea m-
tenrechtliche Versorgungszusage in Höhe von TEUR 242 sowie Beihilfeverpflichtungen in Höhe von TEUR 28.
Für Mitglieder des Betriebsausschusses wurden keine Bezüge aufgewendet.
2. Arbeitnehmer
Die Anzahl der Beschäftigten des Orchesters im Wirtschaftsjahr 2015/2016 entwickelte sich wie folgt:
Jahres
30.11.2015 28.02.2016 31.05.2016 31.08.2016 durch-
schnitt
künstlerische Angestellte 137,0 139,0 139,0 133,0 137,0
Beschäftigte nach TVöD 10,0 10,0 10,0 10,0 10,0
Beamte 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Platzanweiser 2,0 2,0 2,0 2,0 2,0
149,0 151,0 151,0 145,0 149,0
00_Anlage_170817-Zusammenfassung-JA 2015-2016
3726 Zeichen
Jahresabschluss 2015/2016
Gürzenich-Orchester Köln
Zusammenfassung
Das Gürzenich-Orchester Köln kann auf eine künstlerisch und wirtschaftlich erfolgreiche
Spielzeit 15/16 zurückblicken. Die Erträge überstiegen die Aufwendungen um 327 TEUR
(Betriebsergebnis). Es konnte ein Bilanzgewinn von 1.044 TEUR ausgewiesen werden.
* Seit der Spielzeit 12/13 werden zu den Konzertbesuchern die Besucher der öffentlichen Generalproben gezählt
(„Philharmonie Lunch“). In der Spielzeit 15/16 waren dies 20.400 Besucher.
Erläuterungen auf Folgeseite …/2
in TEUR 15/16 14/15 13/14 12/13 11/12 10/11 09/10
Anzahl Konzerte 59 57 54 53 54 49 48
Konzertbesucher* 115.059 110.601 113.347 105.171 84.305 75.992 73.989
Abonnenten 5.388 5.618 5.351 5.039 4.993 4.300 3.634
Gesamtauslastung 93% 93% 92% 92% 92% 90% 81%
Konzertkartenerlöse 1.356 1.504 1.535 1.353 1.417 1.248 1.121
Opernbespielung 7.148 6.933 6.917 7.205 7.682 7.726 7.198
Sponsoringerträge 0 180 260 191 191 200 0
BKZ Stadt Köln 8.298 7.898 7.374 6.891 6.508 5.600 5.600
BKZ NRW 447 447 447 447 447 405 306
Materialaufwand -2.792 -2.863 -3.333 -2.681 -2.782 -2.421 -2.298
Personalaufwand -12.991 -12.363 -12.047 -11.682 -11.747 -11.184 -11.331
Verwaltungsaufwand -640 -641 -965 -544 -491 -475 -416
Marketing -768 -708 -723 -653 -636 -467 -461
Betriebsergebnis 327 762 -40 809 1.286 828 164
Jahresüberschuss 124 859 -136 340 -124 408 296
Gewinn-/Verlustvortrag 913 46 174 -174 -60 -474 -779
Bilanzgewinn/-verlust 1.044 913 46 174 -174 -60 -474
2
Erläuterungen
In der Spielzeit 15/16 lag die Zahl der Konzertbesucher bei rund 115.000, im Vorjahr bei
110.000. Die Zahl der Abonnenten ging leicht zurück und liegt bei 5.388. Die starke
Publikumsnachfrage führte zu einer Gesamtauslastung von 93%. Die Erlöse aus
Konzertkartenverkauf erreichten mit 1.356 TEUR nicht ganz das Niveau des Vorjahrs (1.504
TEUR).
Zusätzlich bot das Orchester in der Saison 2015/2016 in seinem Musikvermittlungsprogramm
„Ohren auf!“ 79 (Vorjahr 62) Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche vom
Kindergartenalter bis zum Schulabschluss sowie für Lehrerinnen und Lehrern sowie erstmals
für Erzieherinnen und Erzieher an. Damit erreichte „Ohren auf!“ über 16.000 Menschen in
Köln und Umland. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung von rund 60%.
Der Betriebskostenzuschuss der Stadt Köln an das Gürzenich-Orchester stieg um insgesamt
400 TEUR zum Ausgleich der Tarifkostensteigerungen im Personalaufwand (12.991 TEUR).
Entscheidendes Kriterium zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit, Ertragskraft und
Handlungsfähigkeit des Orchesters ist das Betriebsergebnis. Am Betriebsergebnis als Saldo
von betrieblichen Erträgen und Aufwendungen zeigt sich die Fähigkeit des Orchesters, aus
der operativen Tätigkeit positive Ergebnisse zu erzielen. In der Spielzeit 15/16 konnte ein
Betriebsergebnis von 327 TEUR erreicht werden.
Unter Berücksichtigung des Investitions-, Finanz- und Neutralen Ergebnisses sowie des
Verlustvortrags aus dem Vorjahr ergibt sich in der Spielzeit 14/15 ein Bilanzgewinn von 1.044
TEUR, der in die folgende Spielzeit 16/17 vorgetragen wird.
Hinweise
(a) Zu Konzertprogrammen, Dirigenten und Solisten im Sinne einer künstlerischen Bilanz des
Orchesters siehe im Lagebericht, Anlage II, Seite 2.
(b) Zu Besucherzahlen, Auslastungen und Erlösen siehe im Lagebericht, Anlage II, Seite 4.
(c) Zur genauen Entstehung und Analyse des Betriebsergebnisses siehe im Lagebericht, Anlage
II, Seite 7.
17.08.2017, ps
04_Anlage IISeite 1-14_Lagebericht
31425 Zeichen
Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
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LAGEBERICHT
FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR
1. SEPTEMBER 2015 BIS 31. AUGUST 2016
I. SPIELZEITVERLAUF UND LAGE DES ORCHESTERS IM WIRTSCHAFTSJAHR
2015/2016
1. Die wirtschaftliche Situation öffentlicher Orchester in der Bundesrepublik Deutschland
in der Spielzeit 2015/2016
Die nach wie vor schwierige Finanzsituation der öffentlichen Haushalte übte auch in der Spiel zeit
2015/2016 wie in den Vorjahren einen hohen Konsolidierungsdruck auf alle Kultureinrichtungen aus.
Gerade die öffentlichen Theater und Orchester, die als personalintensive Einrichtungen mit einem h o-
hen Anteil fixer Kostenbestandteile nur begrenzt über kurz - und mittelfristig realisierbare Verbesse-
rungsmöglichkeiten Ihrer Kosten - und Erlösstrukturen verfügen, sind hiervon in besonderem Maße
betroffen. Aufgrund des notwendigen Finanzbedarfs werden Effektivität und Wirtschaftlichkeit dieser
Einrichtungen von Politik und Öffentlichkeit unverändert kritisch hinterfragt.
Die Analyse der vorjährigen Spielzeitdaten1 ergibt für 2014/2015 relativ stabile Verhältnisse: Zwar ist
die Anzahl der Aufführungen der öffentlich getragenen Theater und Orchester um 0,4 auf 67.437 leicht
zurückgegangen. Dem stehen aber um 1,6 % gestiegene Eigeneinnahmen in Höhe von ca. 535 Mi o.
Euro (im Vorjahr rund 530 Mio. Euro) gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr ist das prozentuale Ein-
spielergebnis von 18,4 Prozent auf 18,2 Prozent leicht gesunken. Im gleichen Zeitraum stieg auch das
Volumen der öffentlichen Zuschü sse von rund 2,37 Milliarden Euro auf n unmehr rd. 2,43 Milliarden,
eine Erhöhung um ca. 2,7 %. Zugleich wies die Steigerung der Personalausgaben um 3,5% darauf hin,
dass die Einkommen der Mitarbeiter angehoben wurden.
Vor diesem Hintergrund besteht nach wie vor die Notwendigkeit, neue Einnah mequellen (z.B. das
Sponsoring) zu erschließen bzw. durch innovative Projekte, so z.B. das vom Gürzenich -Orchester be-
triebene Projekt GO-Plus oder das ohrenauf!-Projekt für jüngere Musikliebhaber und Familien, bisheri-
ge Besuchergruppen zu binden und neue Besuchergruppen anzusprechen. Aus der Sicht der Orchester
selbst ist in diesem Zusammenhang die weitere Verbesserung und Entwicklung der künstlerischen Qu a-
lität sowie die Kreierung eines möglichst einzigartigen, charakteristischen und unverwechselbaren
Klangbildes von besonderer Bedeutung, um die Attraktivität für Konzertbesucher, Sponsoren und auch
Medien zu erhöhen.
__________________________________________________
* Quelle: Theaterstatistik 2014/2015 des deutschen Bühnenvereins, Heft 50, Köln 2016
Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 2
2. Die künstlerische Bilanz des Orchesters in der Spielzeit 2015/2016
Das Gürzenich -Orchester Köln zählt im Konzert - wie im Opernbereich zu den führenden Orchestern
Deutschlands. Sein Name verweist auf den Gürzenich, Kölns historisch repräsentatives Ballhaus, wo die
Konzerte von 1857 an stattfanden.
Stets kamen führende Dirigenten und Komponisten ihrer Zeit wie Berlioz, Verdi, Brahms oder Str a-
winsky zum Kölner Traditi onsorchester. Bedeutende Werke wie Brahms’ Doppelkonzert op. 102,
Richard Strauss’ „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ und „Don Quixote“ oder Mahlers 5. Sinfonie wu r-
den dem Gürzenich -Orchester zur Uraufführung anvertraut, ebenso wie Max Regers Hiller -Variationen
oder Bernd Alois Zimmermanns „Konzert für Orchester“.
Die Saison 2015/16 zeichnete sich im besonderen Maße dadurch aus, dass sie die erste mit François -
Xavier Roth als Gürzenich-Kapellmeister und Generalmusikdirektor der Stadt Köln war.
In der Spielzeit 2015/2016 spielte das Orchester 36 reguläre Abonnementkonzerte, 26 weitere Konzer-
te in Köln, davon ein Festkonzert, ein Konzert im Kölner Dom, ein Benefizkonzert, sechs Kammerko n-
zerte, drei Florakonzerte, vier Schulkonzerte, zwei Konzerte im Rahm en von „Singen mit Klasse“, ein
Silvesterkonzert, zwei Konzerte im Rahmen von „City life“, ein Chorkonzert, ein Konzert im Rahmen
des Projektes „Die Planeten“ und zwei Konzerte im Rahmen von „La création du monde“ im Museum
Ludwig. Ein weiteres Konzert erf olgte als Gastspiel in Amsterdam. In der Oper war das Orchester in
102 Vorstellungen in 16 Produktionen sowie in der Kinderoper mit 16 Vorstellungen in 2 Produktionen
beschäftigt.
Wie auch in den vorangegangenen Spielzeiten war ein primäres Ziel des Orchesters, in interessanten
Konzertprogrammen ein ausgewogenes Verhältnis von Werken quer durch die Musikgeschichte mit
einem guten Verhältnis von bekannteren zu unbekannteren Stücken zu präsentieren.
Unter den hochkarätigen Gästen finden sich Namen wie Jean -Frédéric Neuburger, Clara Mouriz, Pablo
González, Sophie Karthäuser, Truls Mørk, Akiko Suwanai, Steven Osborne, Khatia Buniatishvili, Gautier
Capuçon, Daniel Roth, Olli Mustonen, Tedi Papavrami, Jean -Guihen Queyras, aber auch die Dirigenten
Nicholas Collon, Hartmut Haenchen, Louis Langrée, James Gaffigan, Hannu Lintu.
Aus dem Bereich der großen Sinfonik standen unter anderem Anton Bruckners Sinfonie Nr. 4 Es -Dur
»Romantische«, Johannes Brahms Sinfonie Nr. 1, Robert Schumanns Sinfonie Nr. 2, Franz Schubert s
Sinfonie Nr. 5, Dmitrij Schostakowitschs Sinfonie Nr. 8, Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6 »Past o-
Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 3
rale«, Ralph Vaughan Williams Sinfonie Nr. 6 und Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonie Nr. 40 g -Moll
KV 550, 1.-4. Satz auf dem Programm.
Zum ausgefalleneren Repertoire gehörten z.B. die „Notations“ I bis IV und VII von Pierre Boulez sowie
Peter Eötvös „Seven“ für Violine und Orchester. Überdies lieferte die Uraufführung des Auftragswerks
des Gürzenich -Orchesters Köln, »Ring«, des französischen Komponisten Ph ilippe Manoury komplexe
sinnliche Hörerlebnisse, durch im Raum positionierte Musiker und raffiniert geschichtete Klänge.
Bei den viel beachteten Solistenkonzerten reichte das Spektrum neben den zuvor genannten Konzerten
von Sergej Rachmaninows Konzert Nr. 2 c- Moll für Klavier und Orchester über Mozarts Sinfonie Nr. 40
und Benjamin Brittens Konzert für Violine und Orchester d -Moll op. 15 sowie Edward Elgars Konzert für
Violoncello und Orchester bis hin zu Franz Liszts Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2.
Einen Höhepunkt der Saison bildete das Festkonzert am Sonntag, den 13. September 2015 in dem
Chefdirigent François-Xavier Roth drei Werke, die erstmals vom Orchester uraufgeführt wurden, ve r-
band. An weiteren Sonderprojekten ist das beliebte Silvesterkonzert sowie das Chorkonzert im Rahmen
von »ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln« zu nennen. Mit den Kooperationen „City life“, in Zusammenar-
beit mit dem Kölner Label KOMPAKT, und „La création du monde“, im Rahmen der Ausstellung
„Fernand Léger: Malerei im Raum“ im Museum Ludwig, unterstrich das Gürzenich-Orchester Köln seine
besondere Verbindung zur Stadt Köln sowie zur freien Szene Kölns und betonte die Wichtigkeit inte r-
disziplinärer künstlerischer Verknüpfungen.
Ein Gastspiel führte das Gürzenich -Orchester Köln nach Amsterdam (Ludwig van Beethoven »Leon o-
ren«-Ouvertüre, Sergej Rachmaninows Konzert Nr. 2 für Klavier und Orchester , Edward Elgar »Eni g-
ma-Variationen«, mit Jean-Frédéric Neuburger am Klavier und dirigiert von François-Xavier Roth).
Auch die in den vorangegangenen Jahren intensiv verfolgte CD -Tätigkeit konnte in der Saison 2015/16
fortgeführt werden. Es wurden unter de r Leitung des Ehrendirigenten Dmitrij Kitajenko des Gürzenich -
Orchesters Köln »Der Nussknacker« von Pyotr Ilyich Tchaikovsky und Divertimento aus »Der Kuss der
Fee« von Igor Stravinsky eingespielt.
Im Bereich der Musikvermittlung für Kinder und Jugendlic he sowie für Senioren konnte das Gesam t-
programm mit Orchester noch einmal erweitert werden. Neben den bekannten Schulkonzerten, der
Kooperation mit dem Jugendsinfonieorchester der Rheinischen Musikschule (ohrenauf! -
Familienkonzert im E -Werk) sowie mit der KölnMusik („Singen mit Klasse“) gab es vier ohrenauf! -
Schulkonzerte und regelmäßige „Unterwegs-Konzerte“ für Kindergartenkinder sowie für Senioren.
Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 4
3. Die wirtschaftliche Lage des Orchesters im Wirtschaftsjahr 2015/2016
a) Leistungsdaten
Die Aktivitäten des Gürzenich-Orchesters Köln führten im Wirtschaftsjahr 2015/2016 zu folgenden Leis-
tungsdaten:
Anzahl
Veranstal- Auslastung Erlöse
tungen max. Ist % TEUR
a) Eigenveranstaltungen
1. Sinfoniekonzert 2015/2016 3 6.250 5.495 87,92 92
2. Sinfoniekonzert 2015/2016 3 6.305 5.389 85,47 91
3. Sinfoniekonzert 2015/2016 3 6.373 6.209 97,43 106
4. Sinfoniekonzert 2015/2016 3 5.686 4.968 87,37 87
5. Sinfoniekonzert 2015/2016 3 6.250 6.030 96,48 103
6. Sinfoniekonzert 2015/2016 3 6.263 6.023 96,17 104
7. Sinfoniekonzert 2015/2016 3 6.318 6.196 98,07 104
8. Sinfoniekonzert 2015/2016 3 6.193 5.752 92,88 98
9. Sinfoniekonzert 2015/2016 3 6.220 5.584 89,77 95
10. Sinfoniekonzert 2015/2016 3 5.720 5.149 90,02 87
11. Sinfoniekonzert 2015/2016 3 6.132 5.332 86,95 88
12. Sinfoniekonzert 2015/2016 3 6.372 6.256 98,18 107
Sinfoniekonzerte gesamt 36 74.082 68.383 92,31 1.162
1. Kammerkonzert 2015/2016 1 259 143 55,21 1
2. Kammerkonzert 2015/2016 1 257 172 66,93 2
3. Kammerkonzert 2015/2016 1 257 198 77,04 2
4. Kammerkonzert 2015/2016 1 313 258 82,43 3
5. Kammerkonzert 2015/2016 1 285 159 55,79 2
6. Kammerkonzert 2015/2016 1 313 182 58,15 2
Kammerkonzerte gesamt 6 1.684 1.112 66,03 12
Konzertreihen gesamt 42 75.766 69.495 91,72 1.174
Festkonzert Saisoneröffnung 1 2.099 1.936 92,23 29
Benefizkonzert 1 2.142 2.141 99,95 44
Kammerkonzerte in der Flora 3 740 732 98,92 13
Sonderkonzert Familie 1 619 616 99,52 5
Sonderkonzerte Kinder 4 3.816 3.681 96,46 17
Sonderkonzerte 10 9.416 9.106 96,71 108
52 85.182 78.601 92,27 1.282
BesucherVeranstaltung
Eigenveranstaltungen
gesamt/Übertrag
Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
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Anzahl
Veranstal- Auslastung Erlöse
tungen max. Ist % TEUR
52 85.182 78.601 92,27 1.282
b) Kooperationen* / Gastspiele
Silvesterkonzert 1 2.176 2.176 100,00 63
Sonderkonzert City Life 2 840 840 100,00 11
Konzert im Dom 1 2.000 2.000 100,00 0
Chorförderkonzert 1 1.961 1.961 100,00 0
La creation du monde 1 500 500 100,00 0
Gastspiel Amsterdam 1 2.000 2.000 100,00 0
Kooperationen gesamt 7 9.477 9.477 100,00 74
c) Fremdveranstaltungen / sonstige Aktivitäten
Opernbespielung Bühnen Stadt Köln 118 7.148
sonstige Aktivitäten 0 97
Fremdveranstaltungen gesamt 118 7.245
Leistungsdaten gesamt 177 94.659 88.078 93,05 8.601
* ohne die eintrittsfreien Generalproben "Philharmonie Lunch". In der Spielzeit 2015/2016 kamen
20.400 Besucher zu den 12 Generalproben.
BesucherVeranstaltung
Eigenveranstaltungen
gesamt/Übertrag
Der Vergleich der Leistungsdaten des Orchesters in der Spielzeit 20 15/2016 mit dem Vorjahr zeigt ,
dass sich die Anzahl der Eigenveranstaltungen um drei Veranstaltungen (-5,5%) vermindert hat. Paral-
lel dazu ging auch die Anzahl der Besucher um 8.087 (-9,3%) auf 78.601 zurück. Die Auslastung der
Eigenveranstaltungen verminderte sich in der Spielzeit 2015/2016 um 1,49% von 93,76% auf 92,27%.
Bei den Erlösen in diesem Bereich war im gleichen Zeitraum ein Rückgang um TEUR 164 bzw. 11,4%
(davon Sinfoniekonzerte TEUR -46 bzw. -3,8%, Kammerkonzerte unverändert, Sonderkonzerte
TEUR -118 bzw. -52,4%) festzustellen. Die durchschnittliche Einnahme je Besucher reduzierte sich in
der Spielzeit 2015/2016 von EUR 16,67 um EUR 0,36 bzw. 2,2% auf EUR 16,31.
Für die Bühnen der Stadt Köln wurden im Bereich der Oper und Kinderoper 1 18, und damit erneut 2
Veranstaltungen weniger (-1,7%) als in der vorherigen Spielzeit durchgeführt . Gleichwohl stieg die
Gesamtvergütung für die Opernbespielung um TEUR 215 (3,1%).
b) Ertragslage / Vergleich mit dem Wirtschaftsplan und Periodenvergleich
Nach dem vorjährigen Jahresüberschuss von TEUR 859 erzielte das Gürzenich-Orchester Köln im Wirt-
schaftsjahr 2015/2016 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 124.
Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 6
Eine Analyse dieses Überschusses zeigt, dass sich dieser aus einem positiven Betriebsergebnis in Höhe
von TEUR 327 (im Vorjahr T EUR +762), einem negativen Investitionsergebnis von TEUR 68 (im Vor-
jahr TEUR -64), einem negativen Finanzergebnis von T EUR 332 (im Vorjahr T EUR -360) sowie e inem
positiven neutralen Ergebnis von T EUR 197 (im Vorjahr TEUR +521) zusammensetzt. Im Überblick
stellt sich die Ertragslage im Wirtschaftsjahr 20 15/2016 wie folgt dar, wobei den Ist -Daten zum einen
die Planansätze des vom Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 10.9.2015 beschlossenen Wir t-
schaftsplans und zum anderen die Vorjahreszahlen gegenübergestellt werden:
Ertragslage Vgl. mit Wirtschaftsplan Vgl. mit Vorjahr 14/15
TEUR % TEUR TEUR % TEUR TEUR %
Umsatzerlöse
Opernbespielung 7.148 40,7 7.326 -178 -2,4 6.933 +215 +3,1
Kartenverkauf aus Konzertbetrieb 1.356 7,7 1.251 +105 +8,4 1.504 -148 -9,8
sonstige Bereiche Konzertbetrieb 97 0,6 95 +2 +2,1 203 -106 -52,2
Bestandsveränderung
unfertige Produktionen -39 -0,2 0 -39 . 39 -78 <-100,0
Sponsoringerträge 0 0,0 196 -196 -100,0 180 -180 -100,0
sonstige betriebliche Erträge 240 1,4 84 +156 +185,7 175 +65 +37,1
Eigenleistung 8.802 50,2 8.952 -150 -1,7 9.034 -232 -2,6
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln 8.298 47,3 8.288 +10 +0,1 7.898 +400 +5,1
Betriebskostenzuschuss Land 447 2,5 447 +0 +0,0 447 +0 +0,0
betriebliche Erträge 17.547 100,0 17.687 -140 -0,8 17.379 +168 +1,0
Materialaufwand -2.792 -15,9 -2.584 -208 -8,0 -2.863 +71 +2,5
Personalaufwand -12.991 -74,0 -13.443 +452 +3,4 -12.363 -628 -5,1
Verwaltungsaufwendungen -640 -3,6 -549 -91 -16,6 -641 +1 +0,2
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit -768 -4,4 -1.011 +243 +24,0 -708 -60 -8,5
übrige -29 -0,2 0 -29 . -42 +13 +31,0
betriebliche Aufwendungen -17.220 -98,1 -17.587 +367 +2,1 -16.617 -603 -3,6
Betriebsergebnis 327 1,9 100 +227 +227,0 762 -435 >+100,0
Investitionszuschüsse 0 0,0 0 +0 . 0 +0 .
Verluste aus dem Abgang von
Anlagevermögen 0 0,0 0 +0 . -1 +1 +100,0
Erträge Auflösung Sonderposten
10 0,1 0 +10 . 13 -3 -23,1
Aufwendungen Zuführung Sonder-
0 0,0 0 +0 . 0 +0 .
planmäßige Abschreibungen -78 -0,5 -79 +1 -1,3 -76 -2 -2,6
Investitionsergebnis -68 -0,4 -79 +11 -13,9 -64 -4 -6,3
Finanzergebnis -332 -2,0 1 -333 . -360 +28 +7,8
Neutrales Ergebnis 197 1,2 0 +197 . 521 -324 -62,2
Jahresüberschuss 124 0,8 22 +102 . 859 -735 >100,0
Gewinnvortrag 913 5,6 46 +867 >100,0
Entnahmen aus Gewinnrücklagen 7 0,0 8 -1 -12,5
Bilanzgewinn 1.044 6,4 913 +131 +14,3
für Investitionszuschüsse
zum Anlagevermögen
posten für Investitionszuschüsse zum
Anlagevermögen
Wj. 15/16 Abweichung Abweichung
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Im Vergleich mit dem Wirtschaftsplan zeigt die Analyse für das Betriebsergebnis , dass der Planansatz
um TEUR 227 überschritten wurde, was im Wesentlichen auf die gegenüber den Planzahlen insgesamt
reduzierten Kosten zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkten sich geringere Erträge aus.
Zusammen mit den Mitteln des städtischen Betriebskostenzuschusses und des Landeszuschusses stan-
den dem Orchester aus der Opernbespielung sowie dem eigenen Konzertbetri eb insgesamt
TEUR 17.547 und - im Vergleich zum Planansatz - TEUR 140 (-0,8%) weniger an betrieblichen Ertr ä-
gen zur De ckung der laufenden Kosten zur Verfügung. Die leicht reduzierten Erträge sind dabei im
Wesentlichen auf eine gegenüber der Planung geringere Betriebskostenerstattung aus der Opernbe-
spielung ( -TEUR 178 bzw. -2,4%), den Wegfall einkalkulierter Sponsoringerträge ( -TEUR 196 bzw.
-100,0%) sowie eine Bestandsminderung bei den unfertigen Produktionen ( -TEUR 39) zurückzuführen.
Dem standen vor allem höher e Kartenverkaufserlöse (+TEUR 105 bzw. +8,4%) sowie um TEUR 156
bzw. +185,7% gestiegene sonstige betriebliche Erträge gegenüber.
Zeitgleich konnten die betrieblichen Aufwendungen um insgesamt TEUR 367 bzw. 2,1% gegenüber
den budgetierten Ansätzen reduziert werden . Zu dieser Entwicklung trugen im Wesentlichen Einspa-
rungen in Höhe von TEUR 452 bzw. 3,4% bei den laufenden Personalaufwendungen und den Werbe-
kosten (TEUR 243 bzw. 24,0%) bei, denen eine Erhöhung um TEUR 208 bzw. 8,0% bei den Material-
aufwendungen, um TEUR 91 bzw. 16,6% bei den Verwaltungsaufwendungen und um TEUR 29 bei den
übrigen betrieblichen Kosten gegenüberstand.
Im Rahmen der Personalaufwendungen blieben die Gehälter um TEUR 178 (1,7%), die Aufwendungen
für die Altersversorgung um TEUR 244 (27,3%) und die sozialen Abgaben um TEUR 101 (6,3%) hinter
den geplanten Kostenansätzen zurück , während die laufenden Beihilfeaufwendungen die budgetierten
Kosten um TEUR 71 (19,5%) überstiegen.
Im Periodenvergleich reduzierte sich das günstige positive Betriebsergebnis des Vorjahres in Höhe von
TEUR 762 um TEUR 435 auf +TEUR 227. D ie betrieblichen Erträge lagen dabei insgesamt um
TEUR 168 bzw. 1,0% über dem Vorjahreswert, wobei die Ertragssteigerungen vor allem auf den e r-
höhten Betriebskostenzuschuss (+TEUR 400 bzw. +5,1%) und die höheren Einnahmen aus der
Opernbespielung (+TEUR 215 bzw. +3,1%) zurückzuführen waren.
Der verbesserten Situation bei den betrieblichen Erträgen standen in 2015/2016 im Vergleich zum Vor-
jahr höhere betriebliche Kosten ( +TEUR 603 bzw. +3,6%) gegenüber. So überschritten vor allem die
Personalkosten um TEUR 628 bzw. 5,1 % den vorjährigen Kostenansatz. Die Kosten für Werbung und
Öffentlichkeitsarbeit lagen infolge der Anlaufk osten für das Projekt GO- Plus (TEUR 216) um TEUR 71
bzw. 2,5% über den Kosten des Vorjahres. Bei den Material - und Verwaltungsaufwendungen sowie
übrigen Kosten konnten in Summe TEUR 85 bzw. 2,4% eingespart werden.
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Bezogen auf die Gesamterträge des Orchesters im Wirtschaftsjahr 20 15/2016 bilden die laufenden
Personalkosten mit 74,0% (im Vorjahr 71,1 %) unverändert den größten Aufwandsposten. Im Be-
richtsjahr setzten sich diese Kosten wie folgt zusammen:
2014/2015 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Löhne und Gehälter, Beamtenbezüge1 10.402 9.761 +641 +6,6
Soziale Abgaben1 1.504 1.570 -66 -4,2
Aufwendungen für Altersversorgung 649 837 -188 -22,5
Aufwendungen für Unterstützung 436 195 +241 >+100,0
12.991 12.363 +628 +5,1
Veränderung
Im Bereich der laufenden Personalaufwendungen erhöhten sich die Bezüge der angestellten Künstler
und sonstigen Mitarbeiter - unter Einschluss der Vergütungen für den neuen künstlerischen Betrieb s-
leiter - trotz eines geringfügig niedrigeren durchschnittlichen Personalbestands im Vergleich zum Vo r-
jahr um TEUR 641 (+6,6%). Die Beihilfeaufwendungen erhöhten sich im gleichen Zeitraum um
TEUR 241 (+123,6%) infolge gestiegener durchschnittlicher Beihilfezahlungen. Demgegenüber red u-
zierten sich die Sozialabgaben um TEUR 66 (-4,2%) und die Aufwendungen für die Altersversorgung
unter Einschluss der Veränderung der Pensionsrückstellungen um TEUR 188 (-22,5%).
Die Personalstatistik weist für das Wirtschaftsjahr 2015/2016 folgende Daten aus:
Jahres- Zum Vergl.
30.11.15 29.02.16 31.05.16 31.08.16 durch- Wirtschafts-
schnitt plan
2015/2016
Besetzte Stellen
Beschäftigte nach TVöD 8,88 8,88 8,88 8,88 8,88 13,50
künstlerische Angestellte 130,73 133,73 128,76 130,37 127,26 137,00
Beamte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Platzanweiser 0,21 0,21 0,21 0,21 0,21 0,00
139,82 142,82 137,85 139,46 136,35 150,50
zum Vergleich Vorjahr (139,58) (139,58) (139,08) (140,08) (139,58) (150,50)
Beschäftigte
Beschäftigte nach TVöD 10,00 10,00 10,00 10,00 10,00
künstlerische Angestellte 137,00 139,00 139,00 133,00 137,00
Beamte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Platzanweiser 2,00 2,00 2,00 2,00 2,00
149,00 151,00 151,00 145,00 149,00
zum Vergleich Vorjahr (151,00) (151,00) (150,00) (149,00) (150,25)
__________________________________________________
1 Im Personalaufwand 2015/2016 gemäß Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR 12.916) sind zusätzlich noch
Kostenreduzierungen im Zusammenhang mit der Veränderung einer Drohverlustrückstellung für einen Verpflich-
tungsüberschuss aus einem Anstellungsverhältnis verrechnet. Innerhalb der Ertragslage 201 5/2016 werden
diese dem neutralen Ergebnis zugeordnet.
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Die Zahl der tatsächlich besetzten Stellen liegt in 20 15/2016 mit du rchschnittlich 13 6,35 um
14,15 Stellen bzw. 9,4% unter dem Planansatz (150,5).
Im Rahmen des Investitionsergebnisses wurden die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlageve r-
mögen des Orchesters zu einem großen Teil durch Erträge aus der Auflösung des Sond erpostens für
Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen kompensiert. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse
zum Anlagevermögen wird entsprechend den Abschreibungen auf die in den Vorjahren bezuschussten
bzw. von der Stadt zum 1.9.2000 übertragenen Anlagegüter kontinuierlich ertragswirksam aufgelöst.
Auch im Wirtschafts jahr 2015/2016 standen dem Orchester ausreichend liquide Mittel zur Verfügung,
so dass keine Kredite in Anspruch genommen werden mussten. Infolge des unter den Zinsaufwendun-
gen auszuweisenden Aufzinsungsaufwande s der langfristigen Personalrückstellungen in Höhe vo n
TEUR 332 wurde - wie in den Vorjahren - ein negatives Finanzergebnis erzielt.
Das neutrale Ergebnis fiel in 2015/2016 mit TEUR 197 erneut positiv aus. Im Wesentlichen ist dies auf
Kostenreduzierungen in Höhe von TEUR 75 im Zusammenhang mit der stichtagsbezogenen Bewertung
einer Rückstellung für drohende Verluste im Personalbereich, in Höhe von TEUR 64 auf Auflösungen
von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen und in Höhe von TEUR 40 auf Buchgewinne aus Anlagea b-
gängen zurückzuführen.
Gegenüber dem Vorjahr konnte das Orchester damit in der Spielzeit 2015 /2016 mittels der verei n-
nahmten Betriebskostenzuschüsse, der Erträge aus der Opernbespielung und der übrigen selbst erwir t-
schafteten Erträge kein vollständig ausgeglichenes ordentliches Ergebnis (Summe aus Betriebs -, Inves-
titions- und Finanzergebnis) erwirtschaf ten. Vielmehr stellt e sich hier eine Unterdeckung in Höhe v on
TEUR 73 ein. Nur unter Einschluss des positiven neutralen Ergebnisses konnte für die Spielzeit
2015/2016 damit letztlich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 124 erzielt werden.
c) Vermögens- und Finanzlage
Die Vermögenslage des Orchesters stellt sich an den beiden Bilanzstichtagen zusammengefasst wie
folgt dar:
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31.8.2016 31.8.2015 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen 625 5,0 535 4,1 +90 +16,8
Forderung aus Ausgliederung der eigen-
betriebsähnlichen Einrichtung zum 1.9.2000 6.346 50,4 6.846 52,6 -500 -7,3
6.971 55,4 7.381 56,7 -410 -5,6
Vorräte 32 0,3 69 0,5 -37 >100,0
Forderung aus Ausgliederung der eigen-
betriebsähnlichen Einrichtung zum 1.9.2000 0 0,0 500 3,8 -500 -100,0
Übrige Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände 1.558 12,4 1.455 11,2 +103 +7,1
Flüssige Mittel 3.978 31,6 3.547 27,3 +431 +12,2
Kurzfristig gebundene Vermögenswerte 5.568 44,2 5.571 42,8 -3 -0,1
Rechnungsabgrenzungsposten 46 0,4 62 0,5 -16 -25,8
Vermögen insgesamt 12.585 100,0 13.014 100,0 -429 -3,3
Kapital
Stammkapital 25 0,2 25 0,2 0 +0,0
Gewinnrücklagen 2.644 21,0 2.652 20,4 -8 -0,3
Bilanzgewinn 1.044 8,3 913 7,0 +131 >100,0
Eigenkapital 3.713 29,5 3.590 28,5 +123 +3,4
66 0,5 76 0,6 -10 -13,2
Sonderposten 66 0,5 76 0,6 -10 -13,2
Pensionsrückstellungen 2.138 17,0 2.257 17,3 -119 -5,3
Sonstige Rückstellungen 3.682 29,3 3.790 29,1 -108 -2,8
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital 5.820 46,2 6.047 48,0 -227 -3,8
Steuerrückstellungen 40 0,3 56 0,4 -16 -28,6
Sonstige Rückstellungen 894 7,1 676 5,2 +218 +32,2
Verbindlichkeiten 850 6,8 1.425 10,9 -575 >100,0
Kurzfristiges Fremdkapital 1.784 14,2 2.157 17,1 -373 -17,3
Rechnungsabgrenzungsposten 1.202 9,6 1.144 8,8 +58 +5,1
Kapital insgesamt 12.585 100,0 13.014 103,4 -429 -3,3
Lang- und mittelfristig gebundene
Vermögenswerte
Sonderposten Investitionszuschüsse
zum Anlagevermögen
Die Analyse der Vermögenslage ergibt auf den Stichtag 31.8.20 16 ergebnisbedingt eine verbesserte
Eigenkapitalquote1 von 30,0% (im Vorjahr 2 8,2%), einen Verschuldungsgrad 2 von 60,4% (zum
31.8.2015 62,9%) sowie einen Anlagedeckungsgrad 3 von 605,0% (zum 31.8.2015 685,3%). Die I n-
vestitionsquote4 lag im Wirtschaftsjahr 2015/2016 bei 32,0% (im Vorjahr 7,6%).
1 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Bilanzsumme
2 Rückstellungen + Verbindlichkeiten / Bilanzsumme
3 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Anlagevermögen
4 Investitionen / Buchwert Anlagevermögen zum 1.9. des jeweiligen Wirtschaftsjahres
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An Mitteln aus dem städtischen Haushalt standen dem Orchester im Wirtschaftsjahr 20 15/2016
TEUR 8.298 als Betriebskostenzuschuss auf der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 10.9.2014 (ei n-
schließlich eines Ausgleichsbetrags von TEUR 10 für Zweitfreikarten) zur Verfügung. Die Mittel waren
vollständig zum Ausgleich des Betriebsverlustes zu verwenden.
Bezogen auf die Verhältnisse an de n beiden Bilanzstichtagen 31.8. 2015 und 31.8.2016 ergab sich e r-
neut eine Verbesserung der Liquidität des Orchesters um TEUR 431, und zwar im Einzelnen aus fo l-
genden Quellen:
2014/2015 Vorjahr
TEUR TEUR
Jahresüberschuss 124 859
Abschreibungen auf Anlagevermögen (+) 78 76
Buchgewinne (-)/ Buchverluste (+)
aus dem Verkauf von Anlagevermögen -40 1
Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten
für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (+) 0 0
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (-) -10 -13
Zunahme (+) / Abnahme (-) der langfristigen Personal-
rückstellungen 33 -442
Cashflow 185 481
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Aktiva 949 -80
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Passiva -575 951
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 559 1.352
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 43 7
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -171 -41
Cashflow aus Investitionstätigkeit -128 -34
Tilgung von Krediten 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0 0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 431 1.318
Die Verbesserung der Liquidität resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit des Orchesters (TEUR 559) und hier vor allem aus der Auszahlung von zwei Jahres-
raten der Forderung gegen die Stadt Köln aus der Ausgliederung zum 1.9.2000. Weiterhin trugen Aus-
zahlungen für Investitionen ( -TEUR 171) sowie Einzahlungen aus Anlageabgängen (+TEUR 43) zur
Veränderung des Finanzmittelfonds zu den beiden Bilanzstichtagen bei.
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4. Prüfungsfeststellungen nach § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes im Rahmen
der Vorjahresprüfung (1.9.2014 – 31.8.2015)
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DORNBACH GmbH, Niederlassung Köln, hat auf der Grundlage des
Auftrags der Betriebsleitung des Gürzenich -Orchesters vom 22.4.2016 mit Zustimmung der Gemeind e-
prüfungsanstalt Nordrhein -Westfalen den Jahresabschluss des Orchesters unter Einbe ziehung der
Buchführung und des Lageberichts für das Wirtschaftsjahr 1.9.201 4 bis 31.8.20 15 geprüft. Der Prü-
fungsauftrag umfasste nach § 106 Abs. 1 GO N RW in entsprechender Anwendung des § 53 Abs. 1
Nr. 1 und Nr. 2 HGrG auch die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung sowie die Be-
richterstattung über wirtschaftlich bedeutsame Sachverhalte.
Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung führte zu keinen Beanstandungen.
II. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DES ORCHESTERS / RISIKEN DER
KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Auf der Grundlage der Auswertungen d er Finanzbuchhaltung für das 2 . Quartal des Wirtschaftsjahres
2016/2017 verläuft die wirtschaftliche Entwicklung des Orchesters plangemäß im Rahmen des in der
Sitzung vom 22.9.2016 durch den Rat der Stadt Köln festgestellten Wirtschaftsplanes 2016/2017.
Vor diesem Hintergrund weist die Ergebnisplanung 2016/2017 folgende Eckdaten aus:
2016/2017
TEUR
Umsatzerlöse 8.717
Sonstige Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt) 764
9.481
Materialaufwendungen 2.708
Personalaufwendungen 13.523
Abschreibungen 79
Verwaltungsaufwand 580
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit 910
Tourneen 357
Planergebnis vor Betriebskostenzuschuss -8.676
Betriebskostenzuschuss 8.687
Überschuss 11
Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
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In Anbetracht dieses nahezu ausgeglichenen Budgets hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung des
Orchesters damit maßgeblich von der Ertragslage bzw. Bezuschussung in den folgenden Wirtschaft s-
jahren sowie der laufenden Tilgung der Restforderung gegen die Stadt Köln aus der seinerzeitigen
Ausgliederung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ab.
Im Rahmen der Investitionsplanung für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 ist unverändert die Beschaffung
von Instrumenten mit einem Investitionsvolumen von rd. TEUR 79 vorgesehen. Die Finanzierung der
Investitionsvorhaben soll in voller Höhe aus Mitteln des Betriebskostenzuschusses des Wirtschaftsjah-
res zum Ausgleich der Abschreibungen abgedeckt werden.
Die Einrichtung des für das Orchester gemäß § 10 Abs. 1 EigVO NR W erforderlichen Risikofrüherke n-
nungssystems ist bis zur Abfassung dieses Lageberichts weitergeführt worden. Auf der Grundlage e i-
nes auf die speziellen Belange und die überschaubare Größe des Orchesters zugeschnittenen Han d-
buchs zum Risiko -/Chancenmanagement, das ständig zu ergänzen und zu aktualisieren ist, wurde per
31.8.2016 erneut eine Risikoinventur mit anschließender Risiko - und Chancenbewertung durchgeführt.
Die Arbeiten an einem zeitnahen, umfassenden Berichtswesen zur laufenden Erfassung und Kommun i-
kation der Risiken und Chancen sowie einem Katalog der notwendigen Abwehrmaßnahmen werden
fortgesetzt. Mit einem solchen Berichtswesen s oll sichergestellt werden, dass mögliche Risiken an die
jeweiligen Entscheidungsträger des Orchesters frühzeitig kommuniziert werden, damit wirtschaftlichen,
technischen und organisatorischen Fehlentwicklungen rechtzeitig entgegengewirkt werden kann.
Am 23.11./7.12.2016 konnte das Gürzenich- Orchester erneut einen Sponsoringvertrag mit der Deu t-
sche Lufthansa AG vereinbaren. Den unterschiedlichen Werbeleistungen des Orchesters für die Flugg e-
sellschaft stehen jährliche Sponsoring einnahmen sowie die Inanspruchnahme von Flugleistungen g e-
genüber. Der Vertrag kann von beiden Seiten mit einer Frist von sechs Monaten gekündigt werden und
hat eine Laufzeit bis zum 31.8.2018 mit einseitiger Verlängerungsoption seitens der Lufthansa bis zum
31.8.2020.
In Bezug auf die EU-rechtliche Frage, ob es sich bei den von der Stadt Köln bzw. dem Land gewährten
Zuschüssen an kulturelle Einrichtungen der Stadt um notifizierungspflichtige staatliche Beihilfen ha n-
delt, sieht die Betriebsleitung des Gürzenich-Orchesters hier vor dem Hintergrund der zum 1.7.2014 in
Kraft getretenen Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO), welche im Rahmen von B e-
triebsbeihilfen spezielle Kosten kulturelle r Einrichtungen bis zur Höhe von 50,0 Mio. EUR jährlich als
beihilfefähig zulässt, kein passivierungspflichtiges Risiko.
06_Anlage_IV_Ergebnisverwendung
1088 Zeichen
Gürzenich-Orchester Köln Anlage IV
VORSCHLAG ÜBER DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS
FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR 1.9.2015 BIS ZUM 31.8.2016
Die Betriebsleitung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Wirtschaftsjahres vom 1.9.2015 bis zum 31.8.2016
wie folgt zu verwenden:
Vortrag des Bilanzgewinns in Höhe von EUR 1.044.361,88 auf neue Rechnung.
Das Eigenkapital des Gürzenich-Orchesters Köln stellt sich nach Ergebnisverwendung wie folgt dar:
EUR
Stammkapital 25.000,00
Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen
- freie Gewinnrücklage 567.501,00
- Rücklage Instrumentenbeschaffung 330.816,00
- Betriebsmittelrücklage 1.745.542,07
2.643.859,07
Bilanzgewinn 1.044.361,88
3.713.220,95
Köln, den
____________________________ ___________________________
François-Xavier Roth Patrick Schmeing
Künstlerischer Betriebsleiter Geschäftsführender Direktor
02_Anlage ISeite 2_GuV
1521 Zeichen
Gürzenich-Orchester Köln Anlage I, Seite 2 1.9.15 -31.8.16 Vorjahr EUR EUR 1. Umsatzerlöse 8.601.117,72 8.640.133,09 2. Verminderung / Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen -39.200,00 39.200,00 3. Sonstige betriebliche Erträge 9.115.931,17 9.179.200,81 17.677.848,89 17.858.533,90 4. Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.791.973,13 2.863.331,68 5. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 10.339.014,68 9.697.428,06 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.577.072,31 2.589.035,69 12.916.086,99 12.286.463,75 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 78.360,09 76.191,45 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.436.076,93 1.405.386,08 455.351,75 1.227.160,94 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus der Abzinsung EUR 0,00 42,47 302,26 (i.V. EUR 0,00) 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon aus der Aufzinsung EUR 331.695,08 (i.V. EUR 358.570,05) 331.788,08 359.270,05 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 123.606,14 868.193,15 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 605,25 10.020,00 12. Sonstige Steuern -748,31 -839,25 13. Jahresüberschuss 123.749,20 859.012,40 14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 912.659,68 45.694,28 1.036.408,88 904.706,68 15. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 7.953,00 7.953,00 16. Bilanzgewinn 1.044.361,88 912.659,68 JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR VOM 1. SEPTEMBER 2015 BIS 31. AUGUST 2016 G E W I N N - U N D V E R L U S T R E C H N U N G
05_Anlage IIISeite 1-2_Bestätigungsvermerk
3389 Zeichen
DORNBACH D Anlage Ill / Seite 1 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers An das Gürzenich-Orchester Köln, Köln: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Ver- lustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht des Gürzenich-Orchesters Köln, Köln, für das Wirtschaftsjahr vom 1. September 2015 bis 31. August 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vor- schriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung liegen in der Verantwortung der Betriebsleitung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchge- führten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbezie- hung der Buchführung und über den Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach $ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund- sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prü- fung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht ver- mittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswir- ken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. DORNBACH D Anlage Ill / Seite 2 Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezo- genen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buch- führung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Betriebsleitung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundla- ge für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Er- kenntnisse entspricht der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung und vermittelt unter Beach- tung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Koblenz, 26. Mai 2017 DORNBACH GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft RS ec Mszgson® / WIRTSCHAFTS- PRÜFUNGS- GESELLSCHAFT gez. Bokelmann gez. Dr. Müller Bokelmann Dr. Müller Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
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Gürzenich-Orchester Köln Anlage I, Seite 1 A K T I V A P A S S I V A 31.8.2016 31.8.2015 31.8.2016 31.8.2015 EUR EUR EUR EUR A. Eigenkapital A. Anlagevermögen I. Stammkapital 25.000,00 25.000,00 I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Gewinnrücklagen 2.643.859,07 2.651.812,07 Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 0,00 0,00 III. Bilanzgewinn 1.044.361,88 912.659,68 3.713.220,95 3.589.471,75 II. Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 624.705,00 534.983,00 B. Sonderposten 624.705,00 534.983,00 Sonderposten für Investitionszuschüsse B. Umlaufvermögen zum Anlagevermögen 66.102,00 76.462,00 I. Vorräte 1. Betriebsstoffe 28.897,00 30.188,00 C. Rückstellungen 2. Unfertige Leistungen 0,00 39.200,00 3. geleistete Anzahlungen 3.000,00 0,00 1. Rückstellungen für Pensionen 2.137.657,00 2.256.570,00 31.897,00 69.388,00 2. Steuerrückstellungen 40.100,00 55.820,00 3. Sonstige Rückstellungen 4.575.997,00 4.465.848,00 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.753.754,00 6.778.238,00 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.797,91 3.494,77 2. Forderungen gegen die Stadt Köln 6.346.079,16 7.346.079,16 D. Verbindlichkeiten 3. Forderungen gegen Eigenbetriebe 987.083,10 724.594,45 4. Sonstige Vermögensgegenstände 529.744,22 726.680,57 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 207.816,09 324.113,32 7.903.704,39 8.800.848,95 2. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Köln 633.081,25 1.080.338,65 3. Sonstige Verbindlichkeiten 9.210,78 21.027,42 III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.978.093,06 3.547.303,43 850.108,12 1.425.479,39 11.913.694,45 12.417.540,38 C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.560,64 61.537,67 E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.201.775,02 1.144.409,91 12.584.960,09 13.014.061,05 12.584.960,09 13.014.061,05 JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR VOM 1. SEPTEMBER 2015 BIS 31. AUGUST 2016 B I L A N Z
Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/47 VII/47 Vorlagen-Nummer 2543/2017 Freigabedatum 25.08.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Beschlussvorlage zum Jahresabschluss 31.08.2016 des Gürzenich-Orchesters Köln Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Gemäß § 4 c der Betriebssatzung des Gürzenich-Orchesters Köln in Verbindung mit § 26 Abs.3 der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (EigVO NW) werden der mit ei- nem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 26.5.2017 der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dornbach GmbH versehene Jahresabschluss zum 31.8.2016 sowie der Lagebericht für das Wirt- schaftsjahr vom 1.9.2015 bis 31.8.2016 festgestellt. 2. Der Bilanzgewinn für das Wirtschaftsjahr vom 1.9.2015 bis zum 31.8.2016 in Höhe von EUR 1.044.361,88, der sich aus dem Jahresüberschuss 2015/2016 in Höhe von EUR 123.749,20 nach Verrechnung mit dem Gewinnvortrag von EUR 912.659,68 sowie Entnahmen aus den Gewinn- rücklagen in Höhe von EUR 7.953,00 ergibt, wird auf neue Rechnung vorgetragen. 3. Der Betriebsleitung wird Entlastung erteilt. Betriebsausschuss Gürzenich-Orchester 12.09.2017 Finanzausschuss 25.09.2017 Rat 28.09.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Zur Begründung des Beschlussvorschlags sind folgende Anlagen beigefügt: 1. Jahresabschluss zum 31.8.2016, bestehend aus Bilanz zum 31.8.2016 Anlage I, Seite 1 Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 1.9.2015 – 31.8.2016 Anlage I, Seite 2 Anhang einschließlich Anlagennachweis für das Wirtschaftsjahr 1.9.2015 – 31.8.2016 Anlage I, Seite 3 - 19 2. Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 1.9.2015 bis zum 31.8.2016 Anlage II, Seite 1 - 14 3. Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dornbach GmbH vom 26.5.2017 Anlage III, Seite 1 – 2 4. Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Wirtschaftsjahr vom 1.9.2015 bis zum 31.8.2016 Anlage IV Auf ein Abschlussgespräch hat die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA NRW) verzichtet.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2543/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 25.08.2017
- Erstellt
- 16.08.2017 10:11