0185/2018
Einrichtung "Cologne Game Haus"
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Beschlussvorlage Ausschuss
18149 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
OB/OB/8
Vorlagen-Nummer
0185/2018
Freigabedatum 20.02.2018
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Einrichtung "Cologne Game Haus"
Beschlussorgan
Rat
Gremium Datum
Beschluss:
Der Rat beschließt die Gewährung einer De-minimis-Beihilfe in Höhe von 200.000 € an die noch zu
gründende Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) für den Aufbau und den Betrieb des Co-
logne Game Haus, deren Sitz im Gebäude des Cologne Game Haus geplant ist und deren Stellenbe-
darf sich wie im eingereichten Konzept darstellt. Die Bewilligung der Beihilfe steht unter dem Vorbe-
halt, dass die Voraussetzungen zur Gewährung nach der De-minimis-Verordnung vorliegen.
Die Finanzierung der Beihilfe erfolgt aus Mitteln im Teilergebnisplan 1501, Teilplanzeile 15, die im
Rahmen der Ermächtigungsübertragung seitens der Kämmerin bereitgestellt werden.
Es handelt sich um eine Gründungszuwendung. Die Stadt Köln wird kein Mitglied der
UG(haftungsbeschränkt).
Wirtschaftsausschuss 01.03.2018
Finanzausschuss 19.03.2018
Rat 20.03.2018
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Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Ja, investiv Investitionsauszahlungen €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja %
Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 200.000 €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja %
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
c) bilanzielle Abschreibungen €
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Erträge €
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten €
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
Beginn, Dauer
Begründung:
1. Umsetzung von Maßnahmenvorschläge der Gamesstudie
Prioritäre Maßnahme Games-Branche 2018:
Aufbau des Cologne Game Haus (CGH)
1.1. Grundidee
In der Studie von Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow zum Games-Standort Köln (2017) wurde darauf hin-
gewiesen, dass neben anderen Maßnahmen die Errichtung eines „Game-Hub“, der eine Vielzahl von
Games-Unternehmen sowie Coworking-Flächen unter einem Dach vereint, einen essentiellen Beitrag
zur Weiterentwicklung Kölns als einem der Top-Games-Standorte in Deutschland leisten würde.
Das Cologne Game Haus soll genau dieses leisten und dabei sowohl in seiner Zielsetzung, der inhalt-
lichen Ausrichtung als auch der räumlichen Verortung für ein Höchstmaß an Effizienz stehen und
nicht nur regional, sondern auch national und international für Aufmerksamkeit sorgen.
Das Cologne Game Haus hat die Zielsetzung, allen in Köln ansässigen oder ansiedlungswilligen Fir-
men ein neues attraktives Ökosystem zur kreativen Zusammenarbeit zur Verfügung zu stellen und ein
Leuchtturm-Projekt für die Kölner Videospiele-Branche zu erschaffen.
Dabei ist die Verwirklichung des Projektes Cologne Game Haus die konsequente Fortführung der von
OB/8 in 2016 und 2017 ergriffenen Maßnahmen. Die Unterstützung des Cologne Game Haus ist die
gradlinige und damit folgerichtige Weiterführung der Wertschöpfungskette, um Unternehmensgrün-
dungen und -ansiedlungen im Bereich Games effektiv zu fördern, der Wertschöpfungskette, deren
erste Glieder das Mediengründerzentrum NRW, der in 2016 gestartete Games-Inkubator und die in
2017 initiierte Cologne Game Farm sind:
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Der Games Inkubator bietet jungen Studenten Raum, ihre Geschäftsideen zu entwickeln, die Cologne
Game Farm bietet qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten neben Räumlichkeiten kompetente
Hilfe bei der Gründung neuer Unternehmen. Das Cologne Game Haus bietet im Anschluss an diese
Phase günstige Büroräume zu branchenrelevanten Konditionen, in einem Umfeld, das als zentrale
Anlaufstelle für Games in Köln den Austausch untereinander, aber auch national und international
fördert.
Regelmäßige Events und Workshops als Plattformen zum Wissensaustausch mit verwandten oder
interessierten Branchen sollen das Vernetzungsangebot im Cologne Game Haus erweitern.
1.2. Zielsetzungen
Unmittelbar:
• Einen attraktiven Standort für Spielefirmen bieten
• Büroräume zu interessanten Konditionen an Neugründungen anbieten
• Zugriff auf das Wissen der etablierten Firmen ermöglichen
• Die Vernetzung innerhalb der Spielebranche verstärken
• Unterstützung bei administrativen Herausforderungen
• Workshops und Events veranstalten
• Standortmarketing zentral betreiben
Mittelbar:
Sichtbare Anlaufstelle sein für:
• Unternehmen aus anderen Städten, Bundesländern, Ausland
• Ausbildungsstätten, Studenten und Arbeitssuchende: vereinfachte Suche nach einer Anstel-
lung
• Firmen: Stellen können gebündelt ausgeschrieben werden, um neue Angestellte einfacher zu
finden
• Investoren: eine große Vielfalt an potenziellen Investitionen können einfach identifiziert wer-
den
• Wissens-Austausch mit anderen Branchen: VR, 3D Technologie, Mobile, Gamification,
UI/Nutzerführung, etc…
1.3. Gründung einer Unternehmergesellschaft (UG) /Anforderungen
Gründungsmitglieder: Flying Sheep Studios GmbH, beepkultur
1.3.1. Personalbedarf der UG (haftungsbeschränkt)
1 - Volle Stelle: Geschäftsführung
Aufgaben:
• Vermarktung des Hauses nach außen
• Generierung neuer Mieter
• Etablierung eines Nukleus für die Kölner Game Branche
• Stärkung der Wahrnehmbarkeit des Gamestandorts Köln regional,
national und international
• Externe Kommunikation
• Ansprechpartner für Wirtschaft, Politik und Verwaltung
• Führung der Geschäfte
• Weiterentwicklung der Strategie zur Generierung neuer Businessmodelle
• Personalverantwortung
1 - Volle Stelle: Interne Organisation/ Facility Management
Aufgaben:
• Koordination aller internen Abläufe des CGH
• Ansprechpartner für die koelnmesse
• Ansprechpartner für die im CGH ansässigen Unternehmen
• Interne Kommunikation
• Internes Projektmanagement
• Eventmanagement:
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• Organisation und Durchführung von Workshops und weiterer
Veranstaltungen für die Games-Branche und Dritte
• Weiterentwicklung von Eventangeboten
1.3.2. Finanzbedarf
s. Anlage 1
1.1.3. Finanzierung
Die Finanzierung des Aufbau und des Betrieb des Cologne Game Haus erfolgt durch die Gewährung
einer De-minimis-Beihilfe in Höhe von 200.000 €. Die Bewilligung der Beihilfe steht unter dem Vorbe-
halt, dass die Voraussetzungen zur Gewährung nach der De-minimis-Verordnung vorliegen. Gemäß
der De-minimis-Verordnung darf die Höhe staatlicher Mittel im Rahmen eines Gründungszuschuss an
privatwirtschaftliche Institutionen 200.000 Euro in drei Steuerjahren nicht überschreiten.
Der nach Beschlussfassung des Rates seitens OB/8 zu fertigende Bewilligungsbescheid wird die ver-
bindlichen Voraussetzungen der Artikel 3 und 6 der De-minimis-Verordnung beinhalten und auf die
Rückforderungspflicht bei Verstoß gegen Artikel 3 der Verordnung hinweisen. Sollte sich im weiteren
Verlauf herausstellen, dass die Betreiber des Cologne Game Haus weitere staatliche Mittel erhalten
können, erfolgt die Rückforderung der städtischen Gelder, sofern nicht ein Rechtsgutachten und/oder
die Bewertung des Lands vorgelegt wird, das der UG(haftungsbeschränkt) den Charakter des Innova-
tionscluster bescheinigt oder auf andere Weise die Zuwendung beihilferechtlich rechtfertigt.
Die Finanzierung der Beihilfe erfolgt aus Mitteln im Teilergebnisplan 1501, Teilplanzeile 15, die im
Rahmen der Ermächtigungsübertragung seitens der Kämmerin bereitgestellt werden.
2. Immobilienvorschlag
Lage: Bürohaus am Messekreisel
Deutz-Mülheimer-Str. 30,
50679 Köln
Eigentümer: koelnmesse GmbH
Ausstattung: 2 Etagen à 600m² (4te + 7te)
1 Fläche à 200m² für Veranstaltungen / Gemeinschaftsfläche
Parkplatz inklusive
Vorteile gegenüber vergleichbaren Immobilien:
• Miete von ca. 10€/m² kalt
• Flexible Vertragslaufzeiten
• Einzelverträge direkt mit koelnmesse
• Kurzfristig bezugsfertig: ab Anfang März 2018
• Etagen sind in einzelne Räume unterteilt, mit verschiebbaren Wänden
• Mietmöbel beziehbar über koelnmesse
• Mitbenutzung der Kantine der koelnmesse möglich
• Hochleistungsfähige Dateninfrastruktur
• Sehr gute Verkehrsanbindung
• Nähe Messegelände
• Integration in den von der koelnmesse im gleichen Gebäude
geplanten Digital Campus
3. Konkrete Ziele bis Ende Q2:
• Ansiedlung von mindestens 10 Firmen in die Immobilie
• Einrichtung von 2 Koordinationsstellen (für Events, Kommunikation mit
Partner, Organisation und Internetauftritt)
• Ausstattung von 200 m² als Sozial-/Eventbereich (mit einem Café)
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4. Stand der Dinge
• Begehung der Immobilie von interessierten Unternehmen November 2017
• Konkrete Zusage von 10 Unternehmen, Flächen anzumieten, sobald verfügbar
• Interessenbekundungen von weiteren potentiellen Mietern
• Interessenbekundungen potentieller Sponsoren
5. Ausblick
Die Nutzung der benannten Immobilie ist als Zwischennutzung auf 3 bis 5 Jahre begrenzt. In
dieser Zeit ist es, wie beschrieben, eines der kurzfristigen Ziele des Projektes Cologne Game
Haus, allen in Köln ansässigen oder ansiedlungswilligen Firmen ein neues attraktives Ökosys-
tem zur kreativen Zusammenarbeit zur Verfügung zu stellen und ein Leuchtturm-Projekt für
die Kölner Videospiele-Branche zu erschaffen.
Diese Maßnahme wird Kölns Position als bedeutender Standort für Games wesentlich stärken
– national wie international.
Eine Anschubförderung von Seiten der Stadt Köln ist erforderlich, um das Projekt schnellst-
möglich zu starten.
Mittel- und langfristig ist es das Ziel, Businessmodelle zu erarbeiten, die ein Betreiben des Co-
logne Game Haus unabhängig von der Nutzung städtischer Fördermittel ermöglichen. Hierbei
kommen Möglichkeiten der Finanzierung durch Mittel aus Vermietung der Eventräume oder
Einkünfte aus Workshops ebenso in Frage wie – in der Idealvorstellung - Sponsoring nach
Ansiedlung von etablierten Games-Unternehmen.
Hintergrundinformationen
Situation Games-Branche allgemein
Die Games-Industrie ist in nur knapp 45 Jahren zu einer der weltweit ertragsstärksten Medienteil-
branchen aufgestiegen. Noch in den 1970er und 1980er Jahren eher als Kinder- und Jugendspiel-
phänomen behandelt, bedient die Industrie heute global alle Altersklassen und Menschen.
Allein in Deutschland spielen laut aktuellen Schätzungen von TNS Infratest über 34 Millionen Men-
schen mehr oder weniger regelmäßig digitale Spiele. Die Industrie verzeichnet weltweit allein mit
Software-Umsätzen über 75 Mrd. US-$ (laut DFC Intelligence,Games Industrie Research 2016) und
verdient auf Basis neuer Geschäftsmodelle und Distributionsformen inzwischen auch stark an Online-
Mikrotransaktionen und natürlich an der Hardware.
Der Games-Umsatz 2016 in Deutschland lag bei knapp 3 Milliarden Euro (gameswirtschaft,
09.05.2017). In den ersten sechs Monaten 2017 ist der Umsatz mit Computer-, Konsolen-und Smart-
phone-Spielen auf über eine Milliarde Euro gestiegen – ein Plus von 11 Prozent im Vorjahrsvergleich
(Branchenverband BIU, August 2017). Ein Blick in die detaillierten GfK-Zahlen zeigt ein heftiges
Wachstum bei den Einnahmen von Online-Netzwerken wie PlayStation Plus und Xbox Live Gold, bei
Spiele-Abogebühren und insbesondere bei Mikrotransaktionen innerhalb von Free2play-Spielen und -
Apps. Allein in diesem Teilsegment stieg der Umsatz von 317 Millionen auf 400 Millionen Euro.
Die Games-Industrie hat sich zu einem hoch profitablen Wirtschaftszweig entfaltet. Diese positive
Entwicklung dürfte sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen.
Aufgrund ihres großen Innovationspotenzials haben Games eine wichtige Querschnittsfunktion für die
gesamte ITK-Branche. Darüber hinaus stellt die Games-Wirtschaft einen enormen Wachstumsmotor
für die Gesamtwirtschaft dar. Innovationen aus dem Bereich Games sind maßgebliche Treiber für
zukunftsfähige Weiterentwicklungen in fast allen Zweigen der Wirtschaft, so werden z. B. Entwicklun-
gen aus den Bereichen Gamification und Virtual und Augmented Reality bereits sehr erfolgreich in
den Branchen Health, Automotive und Media eingesetzt
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Situation Games-Branche Köln / Maßnahmen 2016 und 2017Köln hat die Bedeutung der Games-
Branche früh erkannt und sich durch gezielte Fördermaßnahmen und durch die Etablierung der
gamescom als europäische Leitmesse zu einem international anerkannten Games-Standort hin
entwickelt. Dieser positive Trend soll sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen.
Köln soll das ganze Jahr zu einer der Top-Adressen für Games in Deutschland werden.
Im Jahr 2016 hat die Stabsstelle für Medien- und Internetwirtschaft aus diesem Grund eine Studie
(„Cologne Games Projekt“) zum Thema Games-Standort Köln in Auftrag gegeben.
Ziel der Studie war nicht nur eine aktuelle Standortbestimmung, sondern vor allem die Erarbeitung
von Handlungsempfehlungen, um Games in Köln noch erfolgreicher zu machen.
Die Studie erbrachte, dass Köln als einer der renommiertesten Hochschulstandorte Deutschlands für
Aus- und Weiterbildung im Bereich Games, Spieleentwicklung und Game-Design (Cologne Game
Lab) gilt, dass darüber hinaus neben der erwiesenen Expertise der Durchführung internationaler und
nationaler Top-Events (z. B. Gamescom, gamescom congress, devcom, gamescom city festival,
Deutscher Entwicklerpreis, Clash of Realities) und der Ansiedlung großer international agierender
Unternehmen der Games-Branche (Electronic Arts, Microsoft, Turtle Entertainment) die Stärke Kölns
in der Vielzahl junger Start-ups liegt, die derzeit vor allem im Bereich Kinder-und Jugendspiele füh-
rend sind. Als zwei der zukunftsweisendsten Teilbereiche der Games-Branche identifizierte die Studie
eSports und den Bereich AR / VR (Augmented und Virtual Reality).
Im Bereich eSports ist Köln bereits gut aufgestellt: Mit der ESL One Cologne findet in Köln eins der
weltweit bedeutendsten E-Sport-Events statt (2-tägig, Lanxess-Arena), veranstaltet vom in Köln an-
sässigen Weltmarktführer Turtle Entertainment GmbH.
Im Bereich Augmented und Virtual Reality überzeugt Köln als Top-Aus- und Weiterbildungsstandort
(z.B. Cologne Game Lab, ifs, SAE Institute) und Standort einer hohen Anzahl von etablierten und
jungen Unternehmen sowie durch die Ansiedlung des ersten deutschen Fachverbandes für Virtual
Reality in Köln (EDFVR e.V.). Gemeinsam mit dem Digital Hub Cologne eröffnete der EDFVR im No-
vember 2017 mit dem Mixed Reality Lab (XR Lab) das erste Angebot für die neuen, digitalen Realitä-
ten in Köln. Mit dem Kölner XR Lab bietet der Digital Hub Cologne mittelständischen Unternehmen
und Startups aus der Region ein betriebsnahes Umfeld, um ihre Digitalisierung praxisorientiert und
effizient voranzutreiben. Was – nach Aussage der Studie – fehlte, ist eine national und international
ausgerichtete Leuchtturmveranstaltung in diesem Bereich.
In 2016 wurde ein neues Messeformat in Köln entwickelt, DIGILITY, das sich erstmals umfassend mit
dem Themenfeld AR/VR befasste. Die Stabsstelle Medien- und Internetwirtschaft unterstützte die
Einführung des neuen Formats und war in 2016 und 2017 an prominenter Position als Aussteller auf
der Veranstaltung vertreten, um sich als innovativer Wirtschaftsstandort zu präsentieren.
Als negativ wurde in der Studie die mangelhafte Sichtbarkeit der Games-Szene, sowie die mangelnde
Vernetzung junger Games-Unternehmen bewertet. Fehlende Räume für junge Unternehmen fanden
sich ebenso auf der Negativseite der Standortbestimmung.
Noch in 2016 hat die Stabsstelle Medien- und Internetwirtschaft erste Maßnahmen unternommen, um
die Situation beim Thema Räume zu verbessern.
Cologne Game Farm
In Kooperation mit dem „Freunde des Cologne Game Lab e. V.“ wurde 2017 ein Games-Inkubator im
Gebäude des Cologne Game Lab in Leben gerufen, in dem vorerst 2 Games-Start-ups Platz fanden -
und das gleich mit großem Erfolg.
Beim Deutschen Computerspielpreis 2017 gingen in der Kategorie "Bestes Nachwuchskonzept" der
zweite Platz und 30.000 Euro an die Ludopium-Studios, eines der beiden ersten Teams im Inkubator.
Aufgrund des großen Erfolges wurde im Dezember 2017 in Kooperation mit der TH-Köln vereinbart,
den Inkubator zu erweitern, um insgesamt bis zu sechs oder sieben Teams nach dem Studium einen
guten Start zu ermöglichen. Die offizielle Eröffnung der Cologne Game Farm ist für Marz 2018 ge-
plant. Gründungswillige Jungunternehmerinnen und -unternehmer finden dort nicht nur passende
Räumlichkeiten vor (zeitlich auf ein halbes, max. ein Jahr begrenzt), sondern profitieren auch von
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einem angebotenen, hochkarätigen Mentoren-Programm, geleistet u.a. durch die Professorinnen und
Professoren des Cologne Game Lab. Kooperationen mit dem Mediengründerzentrum NRW, das
Nachwuchsunternehmen im Medienland NRW fördert, ergänzen das Programm. Für das einjährige
Stipendiaten-Programm, das den Gründungsprozess und die Etablierung des eigenen Unternehmens
unterstützt, sind auch Games-Schaffende angehalten, sich zu bewerben. Darüber hinaus soll eine
intensive Vernetzung mit Industrie und Investoren erreicht werden.
Cologne Game Conference
Ebenfalls in 2017 hat auf Initiative der Stabsstelle für Medien- und Internetwirtschaft zum ersten Mal
die Cologne Game Conference stattgefunden, mit dem Ziel, Kölner Unternehmen im Bereich Games
zu identifizieren und das Kölner Netzwerk im Bereich Games zu stärken. Mitarbeiter von mehr als 40
Unternehmen aus der Games-Branche in Köln haben sich dort erstmals getroffen. Das Interesse war
groß, Energien zu bündeln, die Sichtbarkeit der starken Games-Szene in Köln wahrnehmbarer zu
machen und mit gemeinsamer Anstrengung den Games-Standort Köln weiterzuentwickeln.
Als erstes konkretes Ziel wurde die Erstellung einer Broschüre vereinbart, die die Kölner Games-
Szene dokumentiert. (Veröffentlichung Dez. 2017, s. Anlage, eine Aktualisierung ist für April 2018
geplant)
Als zweites konkretes Ziel wurde als Ergebnis der Cologne Game Conference die Planung und Etab-
lierung eines „Cologne Game Haus“ angestoßen.
Anlage 4 Anworten auf den Fragenkatalog
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Dezernat OB Anlage 4 OB-8 Beantwortung der Fragen von Herrn Frank aus der Mail vom 16. März 2018 zu den nachgereichten Unterlagen Provision Erhalten die Betreiber von Koelnmesse eine Provision für eine erfolgreiche Mietergewinnung für den Coworking-space-Raum? Wenn ja, in welcher Art und Weise? eo Nein, eine Provison wird nicht gewährt und ist auch nicht verabredet. Servicepauschale Sind die Mieter auf Basis einer vertraglichen Vereinbarung verpflichtet, eine Servicepauschale an CGH zu zahlen? Ist diese Pauschale an den Mietvertrag zwischen Nutzer und Koelnmesse gekoppelt? © Die Servicepauschale wird nur zwischen Mieter und der geplanten CGH UG erhoben und ist vertraglich nicht an die KölnMesse gekoppelt. © DasLeisten der Servicepauschale wird in einem, vom Mietvertrag separaten, Vertrag mit den Unternehmen (Mietern) vertraglich verabredet. Die Mieter im Gamehaus werden vertraglich verpflichtet, für die Dauer des Mietvertrages die Servicepauschale an die CGH UG zu entrichten. e Kölner Firmen, die nicht im Coworking Space ansässig sind, sollen auch Teil des Netzwerk werden können. Hier wird noch geprüft, in welchem Umfang sie die angebotenen Leistungen beziehen können. Serviceleistungen Worin bestehen konkret die Serviceleistungen, die der Mieter von CGH als Gegenwert für die Servicepauschale erhält? © regelmäßiger Newsletter zu neuen Entwicklungen um/im CGH © kostenloses Marketing der partizipierenden Firmen über eine zentrale Webseite/Anlaufstelle ® Organisation von Besuchen von Investoren/Business Angel © Unterstützung bei Akquisition von Aufträgen, Personal für die Unternehmen im CGH © enge Verzahnung mit dem Cologne Game Lab/GamerFarm der Technischen Hochschule Köln/unterstützende Beratung/gemeinsame Projekte © Zugang zum Mentoren-Netzwerk (auch des Cologne Game Lab) für spezifische Themen und Fragestellungen ® Organisation von Presse-Events; Einladung von Journalisten der deutschen und internationalen Gaming-Presse, die Spiele/Produkte im CGH betrachten können © Organisation von Studiotouren in Köln und im Umland; Besuch vorhandener Gaming- Studios und Publishern zum gegenseitigen Austausch und Kennenlernen © kostenlose Teilnahme an Workshops, die eine hohe Relevanz für das konkrete Geschäftsbetreiben der Mieter aufweisen © Workshops zu Marketing und PR-Arbeit, mit Referenten aus der Industrie © Workshops über rechtliche Grundlagen, rechtliche Neuerungen © Workshops über betriebswirtschaftliche Regelungen für Neugründer Workshops In der Beschreibung des Geschäftsmodells (Seite 21) werden Workshops skizziert, für die ein Teilnehmer 1.000 Euro Teilnahmegebühr zahlen soll. Die Konditionen und der beispielhafte Inhalt solcher Workshops soll genauer beschrieben werden: Inhalt bzw. Programm, zeitlicher Umfang, Zielgruppen. Wie eingangs beschrieben, handelt es sich hierbei explizit um Workshops mit dem Ziel des Wissensaustauschs mit anderen Branchen/Unternehmen. Die Teilnahmegebühr wird also von spielebranchen-externen Firmen erhoben. Dabei geht es insbesondere auch um den Transfer der Tools und Kompetenzen von Gaming Unternehmen an „tradionelle Unternehmen“ - gamification als Stichwort ( z.B. Medien, Mobilität, Gesundheit). o Beispiele solcher Workshops für externe Firmen: EI Grundlagen und weiterführende Inhalte zu agiler Entwicklung in AR/VR © IHK-zertifizierter Workshop zum agilen Development in einer SCRUM-Umgebung für AR/VR für Fachinformatiker e Zielgruppe: Fachinformatiker © zeitlicher Umfang: 4-6 Tage EM Einführung in die Möglichkeiten und Chancen der Anwendung von Virtual Reality und Augmented Reality Technologien © Zielgruppe: Geschäftsfeldentwickler © zeitlicher Umfang: 1 Tag EI Derzeitige Anforderungen für Geschäftsführer digitaler und nicht- digitaler Unternehmen durch das NetzDG am Beispiel des Google Play Stores © Zielgruppe: Geschäftsführer © zeitlicher Umfang: 2 Tage EI Graphical User Interface Führung durch Webseiten und Onlineshops aufgrund neuester Erkenntnisse der Spielerführung in F2P-Games © Zielgruppe: Grafiker, Webseitendesigner, Frontend-Entwickler © zeitlicher Umfang: 4 Tage Veranstaltungen/Events Dazu liegen nur rudimentäre Aussagen vor. Welche Formate und Inhalte für welche Zielgruppen stellen sich die Betreiber vor? Veranstaltungen: Nach teilweise über 20 Jahre Event-Erfahrung in sehr vielen unterschiedlichen Bereichen ist uns bewusst, dass es sehr viele unterschiedliche Events gibt, deren diverse Anforderungen hier nur rudimentär dargestellt werden können. MeetUps sind informelle, kurze Treffen (2-3 Stunden) zu themenspezifischen Bereichen der partizipierenden Firmen: El FemDev MeetUp (Female Developer Meet Up) El Game Audio MeetUp (Audio-spezifische Anforderungen an Spiele) El Game Graphic MeetUp (Graphisch-spezifische Anforderungen an Spiele) El Projektmanagement MeetUp (verschiedene Projektmanagement Methoden werden verglichen und anhand von konkreten Beispielen erläutert) EI Brettspiel-MeetUp (Konkurrenz-Evaluation und Beispiele von übertragbaren Gamedesign) Hl GameDev MeetUp (Anforderungen an Gamedeveloper und Coder) El Community MeetUp: Akquirierung,Kommunikation und folgende Unterstützung an die Community der eigenen Spiele EI Firmen / Produktvorstellung: Firmen können ihr neuestes Spiel in einer frühen Fassung vorstellen und Feedback von anderen Spieleentwicklern einholen. Konferenzen (Beispiele): © Gamescom Congress EI ergänzender Track © Cologne Game Conference EM Hauptthema: die Situation der Kölner Spielebranche und mögliche Vorgehensweisen um diese zu verbessern. o Clash of Realities EI führende europäische Konferenz zum Thema Gamedesign und interdiziplinarischer Austausch: http://clashofrealities.com/2018/ EM ergänzender Track o Gamification EI Gaming Tools als Antwort und Strategie für die Digitalisierung von Unternehmen und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Organisationsformen Zusätzliche Angebote Welche weiteren Angebote wollen die Betreiber für die Community entwickeln bzw. anbieten? Das Schlüsselwort ist hier nicht das “für”, sondern dass wir “mit” der Community zusammen neue Angebote entwickeln. Das Gamehaus schafft eine kreative Umgebung, in der gemeinsam mit den Mietern und der Kölner Community Angebote, Events und Netzwerkaktivitäten entwickelt und umgesetzt werden. © themenspezifische Game Jams / Hackathons © Cologne Game Indie Couch - regelmäßiges Twitch-Streamen neuester Spieleentwicklungen aus dem CGH © Neujahrsempfang der Kölner Spielebranche gemeinsam mit Unternehmen der Branche © Auftaktveranstaltungen zu Kölner Events © Pre-gamescom Meet’n’greet © Pre-Clash of Realities Meet’n’greet © Netzwerk-Events für die Kölner und regionale Spielebranche o Cologne Game Bbq © monatlicher Brunch zu aktuellen Themen Zuschusskontrolle Auf welche Art und Weise beabsichtigt die Verwaltung die Verwendung des städtischen Zuschusses zu prüfen und ggf. korrigierend einzugreifen? Der nach Beschlussfassung des Rates seitens OB/8 zu fertigende Bewilligungsbescheid wird die verbindlichen Voraussetzungen der Artikel 3 und 6 der De-minimis-Verordnung beinhalten und auf die Rückforderungspflicht bei Verstoß gegen Artikel 3 der Verordnung hinweisen. Sollte sich im weiteren Verlauf herausstellen, dass die Betreiber des Cologne Game Haus weitere staatliche Mittel erhalten können, erfolgt die Rückforderung der städtischen Gelder, sofern nicht ein Rechtsgutachten und/oder die Bewertung des Landes vorgelegt wird, das der UG den Charakter des Innovationscluster bescheinigt oder auf andere Weise die Zuwendung beihilferechtlich rechtfertigt. (s. A.: De Minimis VO Allgemein 2013.pdf) Darüber hinaus enthält der Bewilligungsbescheid folgende Nebenbestimmungen: Für die Zuwendung hat der Antragsteller bis zum 31.12. der Jahre 2018, 2019 und 2020 (Pkt. 6.1 ANBest-P) einen einfachen Verwendungsnachweis (Pkt. 6.6 ANBest-P) einzureichen, der zudem einen Sachbericht zum Projekt und seiner Bestandteile (Pkt. 6.3 ANBest-P) enthalten muss und - soweit möglich - Angaben zu den jeweiligen Besucherzahlen und Teilveranstaltungen. Hinsichtlich der Prüfung der Verwendung (Pkt. 7 ANBest-P) verpflichtet sich der Zuwendungsnehmer zusätzlich, dem Beauftragten des Rechnungsprüfungsamtes der Stadt Köln auf Verlangen jederzeit die gesamte Buchführung nebst allen dafür erforderlichen Unterlagen zwecks Nachprüfung vorzulegen und Auskunft zu erteilen. Wird dazu eine Leistungsvereinbarung oder ähnliches geschlossen? Die ausführliche Projektbeschreibung sowie der Businessplan zu CGH enthalten detaillierte Angaben zu den zu erbringenden Leistungen und Maßnahmen sowie zu der Finanzierung. Die Projektbeschreibung und der Businessplan sind verbindliche Grundlage und Bestandteil des zu fertigenden Bewilligungsbescheids. Eine darüber hinausgehende gesonderte Leistungsvereinbarung wird nicht geschlossen. In welcher Art und Weise wird der Ausschuss über die Entwicklung von CGH unterrichtet? Der Wirtschaftsausschuss wird in Form von Mitteilungen halbjährlich über die Entwicklung des Cologne Game Haus informiert (u.a. Anzahl/Art der Unternehmen im Haus, Events, Workshops, Finanzplan etc.). Auf Wunsch des Ausschusses sind natürlich auch Präsentation im CGH und die Einladung zu spezifischen Events möglich. Planung Realistische Workshop-planung und Darstellung für das vierte Jahr etc. Die Planungen für das vierte Jahr ff beinhalten eine Extrapolation der vorhergehenden Jahre. Die Einnahmemöglichkeiten werden entsprechend der Evaluation der Angebots- und Einnahmestruktur der vorhergehenden Jahre entwickelt. Weiterhin werden Events, Workshops, Veranstaltungen, Servicepauschale, Sponsoring durch Unternehmen die Einnahmeblöcke darstellen. Das CGH wird sein Angebot regelmäßig evaluieren und dem aktuellen Bedarf der technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen anpassen. Die Digitalisierung und die Innovationen - gerade die Spieleindustrie ist hier Vorreiter - sind einem extremem Innovations- und Veränderungsprozess ausgesetzt, der verlangt, kurzfristig passende Formate dem Markt anzubieten und sich konstant auf den sich verändernden Markt neu einzustellen. (vgl. z.B. neue Spielekonsolen, neue Techniken, neue Eingabeformate (Sprache). Eine Planung über das dritte Jahr hinaus ist daher von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig, die nur grob abgeschätzt werden können. Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung in der Branche und der nationalen und internationalen Vernetzung des Gamehauses sind die dargestellten Finanzierungslinien u.E. realistisch.
Anlage 2 2018-02-15 CGH Cashflow Yearlyfinal
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2018 2019 2020 Total Anfangskapital 200.000 € - € - € 200.000 € Einahmen Mietpauschale 27.000 € 63.000 € 64.800 € 154.800 € Workshops 6.000 € 16.000 € 26.000 € 48.000 € Events (Eintritt und Sponsoren) 16.000 € 54.000 € 72.000 € 142.000 € Gesamte Einnahmen 249.000 € 133.000 € 162.800 € 544.800 € Fixkosten Aussenstelle (Gehalt) 42.760 € 57.014 € 57.014 € 156.787 € Innenstelle (Gehalt) 42.760 € 57.014 € 57.014 € 156.787 € Rezeption (Gehalt) 12.150 € 16.200 € 16.200 € 44.550 € Buchaltung (externe Leistung) 3.690 € 4.920 € 4.920 € 13.530 € Lohnbuchführung (externe Leistung) 630 € 840 € 840 € 2.310 € Gesamte Fixkosten 101.990 € 135.987 € 135.987 € 373.965 € Einmalige Kosten 3 Computer (Sachkosten) 3.600 € - € - € 3.600 € Bildschirme + Peripherals (Sachkosten) 1.500 € - € - € 1.500 € Büroaustattung (Sachkosten) 920 € - € - € 920 € Büromaterial (Sachkosten) 900 € 1.200 € 1.200 € 3.300 € Events (Sachkosten) 22.000 € 25.000 € 25.000 € 72.000 € Reisekosten (Sachkosten) 3.750 € 5.000 € 5.000 € 13.750 € Technische Unterstützung (externe Leistung) 16.065 € 21.420 € 21.420 € 58.905 € Jahresabschluss (externe Leistung) - € 5.000 € 5.000 € 10.000 € Gesamte einmalige Kosten 48.735 € 57.620 € 57.620 € 163.975 € Gesamte Kosten 150.725 € 193.607 € 193.607 € 537.940 € Cash Flow 98.275 € 60.607 €- 30.807 €- 6.860 € Kontostand 98.275 € 37.667 € 6.860 €
Anlage 3 Vorabauszug Wirtschaftsausschuss 01.03.2018
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Geschäftsführung Wirtschaftsausschuss Frau Doberitz Telefon: (0221) 25507 Fax : (0221) E-Mail: uta.doberitz@stadt-koeln.de Datum: 16.03.2018 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 27. Sitzung des Wirtschaftsausschusses vom 01.03.2018 öffentlich 10.2 Einrichtung "Cologne Game Haus" 0185/2018 Herr Joisten möchte bestätigt haben, dass die Mietverhältnisse direkt zwischen den Nutzern und der KölnMesse abgeschlossen werden. Er hält die Nachhaltigkeit des Projektes für besonders wichtig und regt deshalb eine intensive Begleitung an, damit nach Ablauf der Anschubfinanzierung das Cologne Game Haus fortbesteht. Herr Frank betont nochmals die Sinnhaftigkeit des Projektes, erinnert jedoch an die in der letzten Sitzung geforderte Darstellung der Nachhaltigkeit und der Tragfähigkeit nach Ablauf der zwei Jahre, die er mit der einseitigen Darstellung des Finanzplans nicht erfüllt sieht. Die Vertragsbeziehungen und die ökonomischen Beziehungen zwi- schen den Beteiligten sind nicht erkennbar. Ebenso fehlt eine Information über die Auszahlungsbedingungen. Die Vorlage hält er so für nicht beschlussfähig. Herr Petri fragt, ob es städtische Regelwerke zu der Gewährung solcher Beihilfen gibt oder kommunalaufsichtsrechtliche Bedingungen, die erfüllt sein müssen. Frau Reker bittet um konkrete Fragestellungen und wirbt für das Projekt. Bereits ein erfolgreiches Start-up rechtfertige den Einsatz. Herr Lohaus bittet um Ergänzung der Vorlage um einen Businessplan zur nächsten Sitzung. Herr Jehle fragt, warum sich die Eigentümer nicht finanziell beteiligen und warum die 200.000 Euro nicht als Darlehen gewährt werden. Herr Brauckmann (Initiator Cologne Game Haus) erläutert, dass sich die geplanten Erträge in Mieterlöse für die Veranstaltungsfläche z.B. während der Gamescom, in eine Servicepauschale, die die Mieter der Büros zusätzlich zur Miete zahlen, und in Sponsoring aufteilen. Bei der Gründung der UG werden sich die beiden Initiatoren im kleinen Rahmen finanziell engagieren. Herr Berger (Stabstelle Medien- und Internetwirtschaft) berichtet, dass die Initiatoren ein ausführliches Zahlenwerk vorgelegt haben, die Verwaltung dies dann für die Vor- lage zusammengefasst hat. Er betont die wichtige Initialfunktion dieses Projektes für die Gamelandschaft und das Engagement der beiden Initiatoren, das sich aber nicht auf ein finanzielles Engagement ausweiten lässt. Herr Joisten berichtet, dass es sich bei dem in der Vorlage aufgeführten Mietzins, den die KölnMesse für die Büroräume aufruft, um einen Selbstkostenpreis handelt, der nicht verhandelbar sei. Frau Klein wirbt nochmals für das Projekt und die daraus entstehenden positiven wirtschaftlichen Nebeneffekte für die Stadt. Herr Frank schlägt vor, die Vorlage zurückzustellen. Herr Joisten bittet für die Zukunft darum, inhaltliche Fragen, die sich aus Beschluss- vorlagen ergeben, vor der jeweiligen Sitzung an die Verwaltung zu adressieren. Herr Brauckmann betont nochmals, dass es sich um eine Initiative der Kölner Spie- lebranche handelt, die sich auf der Cologne Game Conference entwickelt hat. Herr Dr. Strahl schlägt vor, dass die Verwaltung bis zur Sitzung des Finanzaus- schusses zu einem Fachgespräch mit den wirtschaftspolitischen Sprechern der Frak- tionen einzuladen, an dem auch interessierte Ausschussmitglieder teilnehmen kön- nen. Herr Frank macht Beratungsbedarf geltend. Herr van Geffen bittet die Verwaltung, die aufgekommenen Fragen möglichst zeitnah zu klären und zu einem Fachgespräch einzuladen. Der Wirtschaftsausschuss meldet Beratungsbedarf an und verweist die Beschluss- vorlage deshalb ohne Votum in die nachfolgenden Gremien. Er schlägt der Verwal- tung zur Klärung der im Laufe der Sitzung formulierten Fragen vor, die Sprecher der Fraktionen und interessierte Ausschussmitglieder kurzfristig zu einem Fachgespräch einzuladen. Das Ergebnis soll dem Finanzausschuss zur Sitzung am 19.03.2018 zur Kenntnis gegeben werden.
Anlage 1 20180128 Cologne Game Haus kurz WIA
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❖ ▪ ▪ ▪ ➔ ❖ ▪ ▪ ▪ ❖ ▪ ▪ ▪ ❖ ▪ ▪ ▪ ❖ ▪ ▪ ▪ ❖ Cologne Game Lab ❖ Hochwertige Ausbildung im Bereich Spieleentwicklung ❖ National und International renommiert ❖ Preisgekrönte Studententeams Mediengründerzentrum ❖ Stipendien für junge Unternehmen ❖ Unterstützung durch Mentoren ❖ Vernetzung mit Medienbranche Cologne Game Farm ❖ Räume für Studenten und Absolventen des CGL ❖ Unterstützung durch Mentoren ❖ Vernetzung mit Industrie Cologne Game Haus ❖ Coworking Space für Spielfirmen ❖ Räume zu interessanten Konditionen ❖ Vernetzung etablierter und junger Firmen ❖ Veranstaltungsort von Events ❖ Leuchtturm der Kölner Gamesbranche ❖ Attraktiv für Internationale Firmen Aus- und Weiterbildung Unterstützung bei der Gründung Unterstützung von jungen Unternehmen Innenminister ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ Außenminister ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ Firma benötigte QM Mitarbeiter Ahoiii Entertainment UG 70 6 beepkultur GBR 25 3 Bickhofe AR/VR 25 1 brainseed GmbH 130 8 Cologne Game Lab DICO Deutschland GmbH 35 3 gamefabrik GmbH 50 5 Goodwolf GmbH 25 2 Flying Sheep GmbH 100 16 Limbic Software GmbH Ludopium 36 6 Monokel 4 Massive Miniteam 40 4 N Gon Entertainment 40 3 Nodepond 12 1 Nurogames GmbH 8 onewolf GmbH 25 4 SAE Institut 70 8 SounTH 50 1 TheGoodEvil GmbH 60 6 YEPS! GmbH 200 10 Konferenzraum 4. + 7. 80 Cologne Game Haus - Büro 30 3 Insgesamt QM 1103 102 ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ➢ ❖ ❖ ❖ ❖ ❖ ▪ ▪ ▪ ❖ ▪ ▪ ▪ ❖ €
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0185/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 19.03.2018
- Erstellt
- 15.01.2018 11:18