2358/2024
Beantwortung einer mündlichen Anfrage der Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik - Ausschuss Klima, Umwelt und Grün vom 13.06.2024 betr.: "Aktueller Sachstand zum Thema Klimaschutz und Klimabilanz"
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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
3210 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VIII/57 Vorlagen-Nummer 12.08.2024 2358/2024 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 12.09.2024 Beantwortung einer mündlichen Anfrage der Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik - Ausschuss Klima, Umwelt und Grün vom 13.06.2024 betr.: "Aktueller Sachstand zum Thema Klimaschutz und Klimabilanz" Herr Bachhausen, Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik, bittet die Verwaltung um die Beant- wortung folgender Fragen: Frage 1: Laut der Studien der Umwelthilfe kann keine Monoverbrennungsanlage mehr Energie zur Ver- fügung stellen, als investiert wird. Sie kann also in keinem Falle klimaneutral sein. Wie sieht die Verwaltung die Klimabilanz in Bezug auf diese Studien der Umwelthilfe? Frage 2: Die Firma Grenzebach hat ein alternatives Verfahren zur Phosphorrückgewinnung. Hierzu wüsste er gerne den Stand der Prüfung seitens der Verwaltung zur Nutzung dieses alternati- ven Verfahrens. Antwort der KLAR GmbH zu Frage 1: Man muss hier die Bilanzen für Energie und für Treibhausgase voneinander trennen. Keine Anlage kann mehr Energie produzieren, als in sie hineingesteckt wird. Es geht darum, den Prozess möglichst energieeffizient zu betreiben. Bei der Monoverbrennung ist der eingesetzte Brennstoff Klärschlamm. Sein Heizwert wird ge- nutzt, um die Verbrennungsanlage mit Strom zu versorgen und den eingesetzten entwässer- ten Klärschlamm so weit zu trocknen, dass er selbsttätig autotherm brennt. Hier arbeiten ge- rade große zentrale Anlagen energieeffizienter als dezentrale und benötigen in der Jahresbi- lanz keine weitere Energie von außen abgesehen von Anfahrvorgängen. Darüber hinaus wird Überschussenergie produziert, die in die Fernwärmeschiene eingespeist wird. Somit wird mit der zentralen Verbrennungsanlage ein Teil der durch den Klärschlamm eingetragenen Ener- gie tatsächlich noch Dritten zur Nutzung zur Verfügung gestellt. Energetisch ist die geplante Anlage die effizienteste der großtechnisch bewährten Verfahren. Dies ist die energetische Sicht. Hinsichtlich der Klimarelevanz ist entscheidend, ob der Brennstoff fossilen oder biogenen Ur- sprungs ist. Klärschlamm ist als grüne Energiequelle anerkannt und die Freisetzung von bio- genem CO2 belastet die Klimabilanz nicht. 2 Antwort der KLAR GmbH zu Frage 2: Die KLAR GmbH hat das Verfahren der Fa. Grenzebach untersucht und bewertet. Eingeflos- sen sind in die Bewertung u.a. Erfolg des P-Recyclings, Energiebedarf und technischer Reife- grad. Leider hat die Fa. Grenzebach nur unvollständige Daten zur Verfügung gestellt, so dass eine umfassende Beurteilung nicht durchgeführt werden konnte und somit auch keine Vorteile nachweisbar waren. Ein für 2023 angekündigter Betrieb einer Referenzanlage auf der Kläran- lage Rodgau wurde leider bis heute nicht vorgestellt. Grenzebach konnte bisher die Anforde- rungen der Aufsichtsbehörde an die Rauchgasreinigung nicht erfüllen. Daher wird das Verfah- ren von der KLAR als noch in der Entwicklung befindlich bewertet und von einer weiteren Un- tersuchung für die vorliegende Aufgabenstellung ausgeschlossen. Gez. Wolfgramm
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2358/2024
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 12.08.2024
- Erstellt
- 31.07.2024 10:34