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AN/1649/2022

Geschlechtergerechte Verkehrsplanung in Köln

Die Linke. Anfrage nach § 4 15.09.2022

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Nächste Beratung: Verkehrsausschuss, Sitzung am 27.09.2022

Linke Anfrage nach § 4

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Linke Anfrage nach § 4

3570 Zeichen

Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln  
 
An die Oberbürgermeisterin 
Frau Henriette Reker 
 
An den Ausschussvorsitzenden  
Herrn Lino Hammer 
 
Rathaus, Spanischer Bau  
 50667 Köln 
Postanschrift:  
Postfach 103564 · 50475 Köln  
Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 
E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de 
Fraktionsvorstand  
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 15.09.2022 
AN/1649/2022 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Verkehrsausschuss 27.09.2022 
 
Geschlechtergerechte Verkehrsplanung in Köln 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,  
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Hammer, 
 
die Fraktion DIE LINKE bittet Sie folgende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung 
des Verkehrsausschusses zu setzen. 
 
Stadtplanung und Verkehrslösungen betreffen Menschen unterschiedlichen Geschlechts sowie 
deren Lebensqualität auf höchst unterschiedliche Art und Weise. Es ist u. a. sozialen 
Geschlechterrollen geschuldet, dass Frauen und Männer - durchschnittlich betrachtet - 
unterschiedliche Wege in der Stadt zurücklegen, dass sie diese mit unterschiedlichen 
Verkehrsmitteln bewältigen, und dass Angsträume ihrem Bewegungsspielraum unterschiedliche 
Grenzen setzen.  
 
Damit solche Aspekte in Verkehrs- und Stadtplanungsprozessen mitberücksichtigt werden können, 
müssen Gendersensibilität und –gerechtigkeit in überprüfbare Kriterien übersetzt werden. Die 
Stadtverwaltung selbst schreibt, dass es im gegebenen Kontext „nach der Formulierung konkreter 
strategischer Ziele einer Zuordnung in messbare Handlungsziele und Wirkungskennzahlen, die 
unmittelbar auf die Ziele fokussiert sind“ bedarfi.  
 
Eine Implementierung des Gender Mainstreaming inklusive Gender Budgetierung im Rahmen des 
Wirkungsorientierten Haushalts sei laut Stadtverwaltung grundsätzlich für die Belange des 
öffentlichen Raumes geeignet, dem müsse allerdings eine umfassende Datenerhebung bzw. ein 
Diskurs über Natur dieser Daten sowie deren Erhebung vorausgehenii. 
 
Mehr Gendersensibilität im Verkehrssektor begünstigt nicht nur gleichwertige Lebensverhältnisse, 
sondern wirkt sich gleichzeitig förderlich auf Verkehrswende und Klimaschutz aus.  
 
Es ergeben sich folgende Fragen: 
 
1. Welchen Mehrwert sieht die Stadtverwaltung in gendersensibler Verkehrsplanung für 
Nachhaltigkeitsbestrebungen und die Erreichung der kommunalen Klimaziele bzw. wo sieht 
sie diesbezüglich Synergieeffekte?

2. Inwiefern können bereits erprobte Konzepte von Gender Mainstreaming und Gender 
Planning im Verkehrsbereich in Köln Anwendung finden bzw. inwieweit orientiert sich die 
Stadtverwaltung systematisch an bereits vorliegenden Konzepten und Best Practices wie 
zum Beispiel aus Wien? 
3. Sieht die Stadtverwaltung Anlass dazu, einen weiteren Genderbericht zu erstellen, in 
welchem Mobilität als Schwerpunktthema behandelt wird und falls nein, wieso nicht?  
4. Welche Anstrengungen wurden oder werden unternommen, um den Mangel an 
geschlechtszugeordneten Daten zu beheben, ohne welche eine Implementierung des 
Gender Mainstreamings in Verkehrs- und Stadtplanung unmöglich erscheint?  
5. Wie soll der von der Stadtverwaltung beschriebene notwendige Diskurs angestoßen 
werden, und wo soll dieser wann geführt werden?  
 
Gez.  
Michael Weisenstein, Fraktionsgeschäftsführer 
 
 
                                                 
i https://ratsinfo.sessionnet.verwaltung.stadtkoeln.de/getfile.asp?id=858319&type=do  
ii https://ratsinfo.sessionnet.verwaltung.stadtkoeln.de/getfile.asp?id=858319&type=do

Beratungsverlauf (1)

27.09.2022 Verkehrsausschuss
Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Sache ist erledigt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1649/2022
Typ
Die Linke. Anfrage nach § 4
Datum
15.09.2022
Erstellt
15.09.2022 11:23