0261/2022
Umbau der Kasemattenstraße in Köln-Deutz zur Klimaanpassung („Klimarobuste Kasemattenstraße“)
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Beschlussvorlage Rat
14240 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/57/574 Vorlagen-Nummer 0261/2022 Freigabedatum 11.04.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Umbau der Kasemattenstraße in Köln-Deutz zur Klimaanpassung („Klimarobuste Kasemattenstraße“) Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat beschließt, dass die Verwaltung das Projekt „Klimarobuste Kasemattenstraße“ vorbehaltlich der positiven Ergebnisse weiterer Prüfungen fortführen soll, die Verwaltung zu beauftragen, die Auswirkungen zu prüfen, wenn der mittlere Teil der Kase- mattenstraße im Bereich des Von-Sandt-Platzes dem KFZ-Verkehr entzogen wird. Die Ver- waltung wird beauftragt, die Ergebnisse bei der weiteren Planung zu berücksichtigen. die Verwaltung zu beauftragen, die Auswirkungen auf die Schulparkplätze des Schulgrundstü- ckes zu prüfen und bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen. dass die Verwaltung beauftragt wird, Fördermittel zur Umsetzung zu beantragen. Eine Skizze im Förderprogramm „Anpassung Urbaner Räume an den Klimawandel“ wurde bereits gestellt. Alternative: Der Rat lehnt die Umsetzung ab. Der im Rahmen des Projektes iResilience partizipativ erarbeitete Planungsentwurf wird nicht genutzt und die klimawandelangepasste Retentionsfläche nicht realisiert. Liegenschaftsausschuss 16.05.2022 Verkehrsausschuss 17.05.2022 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 19.05.2022 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 02.06.2022 Rat 20.06.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung 1. Projekt Beschreibung „iResilience“ Am 9. Juli 2019 hat der Rat Köln den "Klimanotstand" ausgerufen. Mit dieser Entscheidung bekennt sich der Rat dazu, den Belangen des Klimaschutzes zukünftig in der städtischen Politik hohe Priorität einzuräumen. Eine prognostizierte Zunahme von Starkregenereignissen und die Überwärmung inner- städtischer Quartiere durch anhaltende Trockenwetterperioden und hohe Temperaturen erfordern nachhaltige Anpassungen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen auf Kölner Stadtgebiet adäquat entgegenzutreten. Während klimarelevante Themen im Rahmen von Neuer- schließungen verstärkt Berücksichtigung finden, gilt es überdies Potentiale zur klimafolgenangepass- ten Stadtentwicklung auch im Bestand mit geringer Flächenverfügbarkeit zu erkennen und Maßnah- men zu realisieren. Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt hat die Klimafolgenanpassung als wichtiges Handlungsfeld der Stadt- und Infrastrukturplanung erkannt. So hat es sich gemeinsam mit der StEB Köln und weite- ren Forschungspartner*innen am Forschungsvorhaben „iResilience“ beteiligt, um in Erfahrung zu bringen, wie Städte und Gemeinden sich gemeinschaftlich an die Folgen des Klimawandels anpassen können. Eine Anpassung an den Klimawandel ist zwingend erforderlich. Denn die Untersuchung „Klimawan- delgerechte Metropole“ des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein- Westfalen (https://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuvpubl/3_fachberichte/30050.pdf) hat nicht nur ge- zeigt, dass mit einer Zunahme von Hitzeextremen zu rechnen ist, wie es z.B. in den vergangenen Sommern 2019 und 2020 zu erleben war. Sie hat auch verdeutlicht, dass mit einer Zunahme von sommerlichen Starkregenereignissen zu rechnen ist. Auch das Unwetter vom 14. Juli 2021 hat be- sonders an Ahr und Erft gezeigt, welche verheerende Ausmaße Überflutungen durch ein Starkregen- ereignis annehmen können. Auch wenn Köln vergleichsweise glimpflich davon gekommen ist, kam es auch hier vielerorts zu Überflutungen von denen zahlreiche Anwohnende und Einrichtungen betroffen waren. Die Anpassung an den Klimawandel ist eine interdisziplinäre Aufgabe, bei der neben der öffentlichen Hand auch die Mitwirkung von Privatpersonen (Anwohnende der entsprechenden Flächen, Initiativen und Vereine) gefragt ist. Hier setzt das vom BMBF im Rahmen der „Leitinitiative Zukunftsstadt“ geför- derte Forschungsprojekt „iResilience“ mit neuen Kooperationsformaten an. In diesen Formaten wird gemeinsam mit Kolleg*innen aus den Fachämtern der Stadt Köln, der StEB Köln und Bürger*innen über die gemeinschaftliche Anpassung an den Klimawandel gesprochen, Maßnahmen entwickelt und manche auch testweise umgesetzt. Regenereignisse werden in der Regel über die Straßenentwässerung in die öffentliche Kanalisation abgeleitet. Bei besonders starken und seltenen Regenereignissen entstehen sehr große Wasser- mengen, so dass die Straßen zu Notwasserwegen werden. Das Regenwasser fließt wild über die Oberfläche ab. Fachexperten schlagen als eine der Maßnahmen zur Schadensvermeidung die Um- 3 gestaltung bestimmter Straßen- und Freiflächen zur multifunktionalen Flächennutzungen vor. Diese multifunktionalen Flächen sind besonders im Bereich von Risikoschwerpunkten, wie zum Bei- spiel an der Kasemattenstraße in Deutz, als Maßnahme zum Überflutungsschutz bei Starkregener- eignissen sinnvoll. Sie können die Überflutungsgefahr mindern. Multifunktionale Flächen sind Flä- chen, die bei Trockenwetter oder beim Bemessungsregen eine andere Hauptfunktion erfüllen (z.B. Erholung, Sport und Spiel, Aufenthalt, ruhender Verkehr, fließender Verkehr) und nur bei Starkregen- ereignissen jenseits des Bemessungsregens überflutet werden, um einen Teil des überschüssigen Niederschlagswassers temporär und unschädlich aufzufangen. Dieses dort gespeicherte Regenwas- ser kann anschließend versickern und so den örtlichen Wasserkreislauf wieder schließen sowie teil- weise zur Bewässerung der Grünflächen genutzt werden. 2. Problemstellung Der Bereich an der Kasemattenstraße ist ein topographischer Tiefpunkt, an dem sich, laut Starkre- gengefahrenkarte der StEB Köln, bei einem Starkregen der anfallende Niederschlag aus dem Ein- zugsgebiet sammelt und zu einer lokalen Überflutung führt (s. Anhang - Abbildung 1: Starkregenge- fahrenkarte). Darüber hinaus ist die Kölner Innenstadt, zu der Deutz gehört, stark hitzebelastet: Im Bereich der Kasemattenstraße liegen eine starke, sehr starke und extreme Hitzebelastung vor (s. Anhang - Abbildung 2: Hitzebelastung). Hohe Geschossbauten und Blockrand-Bebauung prägen die Bebauungsstruktur im Gebiet des Vor- habens. Direkt an den Bereich der Kasemattenstraße grenzen das Schulgebäude eines Berufskollegs sowie der denkmalgeschützte Von-Sandt-Platz an. In einem 250m – Radius leben rund 3.100 Men- schen. Hinzu kommen zahlreiche Arbeitsplätze in großen Bürogebäuden. 3. Lösungsvorschlag Unter dem Motto „Kasemattenstraße für Morgen“ haben sich im Rahmen von iResilience Anwohnen- de und Kolleg*innen der Fachämter (66, 67, 26, 57, 61, 40) der Stadt Köln und der StEB Köln in ins- gesamt fünf Treffen einen Lösungsvorschlag entwickelt. Der Lösungsvorschlag an der Kasematten- straße sieht eine Umgestaltung des Bereichs vor. Die Fläche wird entsiegelt und es wird eine Mulden- Zisternen-Rigolen-Kombination geschaffen. Die Mulde selber wird als Rasenfläche ausgestaltet, der Rand mit Stauden begrünt (s. Anhang - Abbildung 3: Straßenansicht Lösungsvorschlag und s. Abbil- dung 4: Draufsicht Lösungsvorschlag). Durch das Vorhaben wird der Von-Sandt-Platz – hier befinden sich eine Rasenfläche und ein kleiner Spielplatz – sinnvoll ergänzt und erweitert. Nicht nur in der Corona-Pandemie ist deutlich geworden: Wohnortnahe Aufenthaltsflächen, die eine hohe Qualität durch urbanes Grün aufweisen, sind beson- ders wichtig. Im Starkregenfall wird das Wasser in die Mulde geleitet, von dort aus sickert es in eine Zisterne und eine Rigole. Die Schächte des Kanals werden in diesem Bereich versiegelt, sodass es im Starkregen- fall nicht zu einem Überstau aus dem Kanal und einem Austritt von Mischwasser kommen kann. Als max. Einstautiefe sind 40 cm in der Mulde vorgesehen. So wird eine Retentionsfläche am topographi- schen Tiefpunkt geschaffen, in dem sich das Wasser sammeln und keinen Schaden an Fahrzeugen oder umliegenden Gebäuden hervorrufen kann. Das Wasser in der Rigole versickert ins Grundwas- ser. Das Wasser aus der Zisterne kann gezielt zur Bewässerung der Bepflanzung der Fläche (Stau- den und Rasenfläche) genutzt werden. Ein Notüberlauf an der Mulde sorgt dafür, dass im Starkregen- fall das Wasser schnell in die Rigolen-Zisternen-Kombination geleitet wird. Durch die Bepflanzung der Mulde und deren Ränder wird darüber hinaus Wasser verdunstet, was zur kleinräumigen Kühlung beiträgt. Übergeordnetes Ziel ist, durch Versickerung und Verdunstung einen weitestgehend natürli- chen Wasserhaushalt zu gewährleisten. Bei der Pflanzenauswahl wird darauf geachtet, möglichst standortangepasste und klimarobuste Pflanzen auszuwählen. Eine positive Auswirkung auf die Bio- diversität ist dadurch zu erwarten. Dadurch wird eine qualitativ hochwertige schattenspendende und kühlende Grünfläche geschaffen, die an die Folgen des Klimawandels optimal angepasst ist. Somit ist sie eine ideale Ergänzung zum Von-Sandt-Platz, dessen Rasenfläche bei langer Trockenheit verdorrt und so die Kühlwirkung verliert. 4 Aktuell ist die Fläche einerseits öffentliches Straßenland, andererseits Schulparkplätze des angren- zenden Berufskollegs. Zur Klärung des Umgangs mit den vorhandenen Schulparkplätzen der angren- zenden Schule im Bereich des Von-Sandt-Platzes ist eine detaillierte Abstimmung der Planungen mit dem Amt für Schulentwicklung vorgesehen. Die erforderlichen Planungsleistungen und Baukosten sind Bestandteil dieses Beschlusses. Zudem können sich als Ergebnis der Planung Übertragungen aus dem Sondervermögen der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln in das Allgemeine Liegenschafts- vermögen sowie eine Umwidmung der Flächen ergeben. Es ist beabsichtigt, dass die Kasemattenstraße im Bereich des Von-Sandt-Platzes für den KFZ- Verkehr gesperrt wird. Ein Weg für Zu-Fuß-Gehende und Radfahrende führt jedoch auf einer Art Damm an der Mulde vorbei, sodass für den nicht-motorisierten Verkehr die Wegebeziehung bestehen bleibt. Die Auswirkungen auf die Verkehrsführung und -verlagerung in den umliegenden Straßen wur- den bisher nicht untersucht. Die Auswirkungen sind vor der Umsetzung zu prüfen und werden in die Ausgestaltung des Projektes mit einbezogen. Die Integration von Fahrradabstellanlagen am Rand der Fläche ist gewünscht. In Gesprächen mit den Anwohnenden ist deutlich geworden, dass es an Ab- stellfläche für Fahrräder mangelt, da innerhalb der Geschossbauten kein Platz hierfür vorgesehen ist. An den Rändern des Weges werden Sitzmöglichkeiten aufgestellt, sodass während Hitzeperioden dort verweilt werden kann, die grün-blaue Infrastruktur hat so auch eine soziale Funktion als Aufent- haltsfläche im Sinne der Multifunktionalität inne. Die Mulde selbst wird mit Gras bewachsen sein, so- dass eine Spielfläche entsteht. Falls die Mulde mit Wasser gefüllt ist, laden Trittsteine zur Durchque- rung abseits des Weges ein. Die Integration von Dach- und bodengebundener Fassaden-Begrünung an der angrenzenden Schule fördert die Ziele des Projektes zusätzlich in den Bereichen Verduns- tungskühlung, Verbesserung der Luftqualität sowie Regenwasserrückhalt. Auf der anderen Seite er- streckt sich der Von-Sandt-Platz, der unter Denkmalschutz steht und deshalb in seiner Gestalt beste- hen bleibt, aber sinnvoll durch die Maßnahme ergänzt wird. Am 04.11.2021 wurde das Projekt „iResilience“ in einem Fachgespräch den Mitgliedern des Aus- schusses Umwelt, Klima, Grün und der Bezirksvertretung Innenstadt vorgestellt. Mit Beschluss vom 02.12.2021 der Bezirksvertretung Innenstadt (AN/2461/2021) wurde die Verwaltung beauftragten, die Umsetzung des Projektes Kasemattenstraße weiter zu verfolgen. 4. Kosten Die Kosten können zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau beziffert werden. Als grober Kostenorientie- rungswert ist hier ein Betrag von rd. 872.000 € zu nennen (s. Anhang - Tabelle 1: Kostenkalkulation). 5. Förderung Im März 2021 wurde von den für die Umsetzung zuständigen Dienststellen (StEB und dem Amt für Straßen- und Verkehrsentwicklung (66)) eine Skizze im Rahmen des Projektes im Förderprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumfor- schung (BBSR) eingereicht. Es ist ein zweistufiges Verfahren. Am 1. Juli 2021 erfolgte die positive Rückmeldung des Fördermittelgebers zur ersten Stufe. Es wurden 700.000 Euro Fördersumme bei einem Eigenanteil von 10% in Aussicht gestellt. Um die Finanzierung sicher zu stellen und die För- dermittel abzurufen, ist ein Ratsbeschluss nötig. 6. Finanzierung Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Abstimmung über die Aufteilung der Kosten auf die Beteiligten noch nicht erfolgt. Diesbezüglich wird den politischen Gremien ein separater Planungs- und Mittelfreigabe- beschluss vorgelegt. 5 7. Ausführung und Betrieb der Anlagenteile Derzeit ist der Abschluss eines „Öffentlich-rechtlichen Vertrages“ zwischen der Stadt Köln und StEB Köln vorgesehen. Die konkrete vertragliche Vereinbarung wird den politischen Gremien ebenfalls in dem noch erfolgenden Planungsbeschluss vorgelegt. Zum späteren Betrieb, der Unterhaltung und der Nutzung der Anlagen soll eine Vereinbarung ge- schlossen werden. 8. Auswirkung auf den Klimaschutz Die geplante Maßnahme stellt eine umfassende Anpassung an den Klimawandel dar. Nichtsdestot- rotz wurden auch Aspekte des Klimaschutzes beachtet. Mit der Umsetzung des Lösungsvorschlages werden Parkflächen und Straßenraum zu einer multifunktionalen Grünfläche umgewidmet und ein qualitativ hochwertiger Weg für Zu-Fuß-Gehende und Radfahrende geschaffen. 6 Anhang Abbildung 1: Starkregengefahrenkarte Abbildung 2: Hitzebelastung 7 Abbildung 3: Straßenansicht Lösungsvorschlag Abbildung 4: Draufsicht Lösungsvorschlag 8 Arbeitsschritte Summe [€] AP 1.1: Projektkoordination 80.000 AP 1.2: Öffentlichkeitsarbeit 12.000 AP 2: Bauvorbereitende Maßnahmen 100.000 AP 3: Investive Maßnahmen 600.000 AP 4: Evaluierung 30.000 AP 5: Dokumentation, Übertragbarkeit und weitere Nutzung 50.000 Summe (brutto) 872.000 Tabelle 1: Kostenkalkulation
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle
VIII/57/574
Vorlagen-Nummer
0261/2022
Stand: 29.10.2025
Sachstandsbericht
Umbau der Kasemattenstraße in Köln-Deutz zur Klimaanpassung („Klimarobuste
Kasemattenstraße„)
Beschluss:
Der Rat beschließt,
dass die Verwaltung das Projekt „Klimarobuste Kasemattenstraße“ vorbehaltlich der positi-
ven Ergebnisse weiterer Prüfungen fortführen soll,
die Verwaltung zu beauftragen die Auswirkungen zu prüfen, wenn der mittlere Teil der Ka-
semattenstraße im Bereich des Von-Sandt-Platzes dem KFZ-Verkehr entzogen wird. Die
Verwaltung wird beauftragt, die Ergebnisse bei der weiteren Planung zu berücksichtigen.
die Verwaltung zu beauftragen, die Auswirkungen auf die Schulparkplätze des Schul-
grundstückes zu prüfen und bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen.
dass die Verwaltung beauftragt wird, Fördermittel zur Umsetzung zu beantragen. Eine
Skizze im Förderprogramm „Anpassung Urbaner Räume an den Klimawandel“ wurde be-
reits gestellt.
Status in Bearbeitung
erledigt
Sachstandsbericht 2024:
Die Auswirkungen der ursprünglichen Planung, den mittleren Teil der Kasemattenstraße im
Bereich des Von-Sandt-Platzes dem KFZ-Verkehr zu entziehen, wurden geprüft. Im Ergebnis
wird der KFZ-Verkehr nicht verändert. Die Anzahl der Schulparkplätze bleiben erhalten. Sie
werden an eine andere Stelle verlagert.
Die Ergebnisse der Prüfungen sind in die Entwurfsplanung eingeflossen. Die
Entwurfsplanung und der dazugehörige öffentlich-rechtliche Vertrag zwischen Stadt und StEB
Köln befinden sich in der finalen Abstimmung zwischen den beteiligten Ämtern. Ein Baube-
schluss ist in Vorbereitung.
Die Fördermittel sind beantragt und der vorläufige Förderbescheid liegt vor. Der endgültige
Bescheid wird nach Vorliegen der Entwurfsplanung erteilt.
2
Aktueller Bearbeitungsstand:
Die Entwurfsplanung zur klimarobusten Kasemattenstraße wurde fertiggestellt und von allen
Beteiligten und Entscheidungsträgern positiv aufgenommen. Zudem hat der Rat der Stadt
Köln dem Beschlussvorschlag über die bauliche Umsetzung zugestimmt. Dieser Beschluss
beinhaltet unter anderem auch die Kostenteilung zwischen den StEB Köln und der Stadt Köln
abzüglich der Fördersumme.
Auch der rechtskräftige Förderbescheid liegt nun ohne Vorbehalte, nach positiver Rückmel-
dung bezüglich der baufachlichen Prüfung, vor. Ebenso wurde der Antrag auf wasserrechtli-
che Erlaubnis zur Versickerungsanlage von der Unteren Wasserbehörde positiv beschieden.
Weitere Leistungsphasen nach HOAI wurden bereits ausgeschrieben. Die angefragten Leis-
tungen wurden mit dem Ingenieurbüro verhandelt und können zeitnah beauftragt werden.
Außerdem werden die Leitungsverlegungen derzeit mit den Versorgungsträgern abgestimmt
und terminiert. Suchschachtungen zur Lage des Wurzelraums der Bestandsbäume werden
momentan durchgeführt, damit Bestandsbäume während der Bauphase nicht beschädigt wer-
den.
Nächste Schritte:
Der dem Kooperationsprojekt zugehörige öffentlich-rechtliche Vertrag zwischen Stadt Köln
und StEB Köln geht zeitnah in den Unterschriftenlauf.
Zudem kann mit der Ausführungsplanung begonnen werden, sobald der Ingenieurvertrag ge-
schlossen ist, sodass Anfang nächsten Jahres alle Bauleistungen auf Basis der Ausführungs-
planung ausgeschrieben und beauftragt werden können. Im angestrebten Bauzeitraum von 9
Monaten wird die Planung baulich umgesetzt und voraussichtlich Ende 2026 fertiggestellt.
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
31.12.2026
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss 2024
1850 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
VIII/57/574
Vorlagen-Nummer
0261/2022
Stand: 09.01.2024
Sachstandsbericht
Umbau der Kasemattenstraße in Köln-Deutz zur Klimaanpassung („Klimarobuste
Kasemattenstraße„)
Beschluss:
Der Rat beschließt,
dass die Verwaltung das Projekt „Klimarobuste Kasemattenstraße“ vorbehaltlich der positi-
ven Ergebnisse weiterer Prüfungen fortführen soll,
die Verwaltung zu beauftragen die Auswirkungen zu prüfen, wenn der mittlere Teil der Ka-
semattenstraße im Bereich des Von-Sandt-Platzes dem KFZ-Verkehr entzogen wird. Die
Verwaltung wird beauftragt, die Ergebnisse bei der weiteren Planung zu berücksichtigen.
die Verwaltung zu beauftragen, die Auswirkungen auf die Schulparkplätze des Schul-
grundstückes zu prüfen und bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen.
dass die Verwaltung beauftragt wird, Fördermittel zur Umsetzung zu beantragen. Eine
Skizze im Förderprogramm „Anpassung Urbaner Räume an den Klimawandel“ wurde be-
reits gestellt.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Das Bodengutachten liegt nun vor. Die Ergebnisse fließen in die Entwurfsplanung ein.
Die Entwurfsplanung und der dazugehörige öffentlich-rechtliche V ertrag zwischen
Stadt und StEB Köln können jetzt final zwischen den beteiligten Ämtern abgestimmt
werden. Ein Baubeschluss ist in Vorbereitung.
Die Fördermittel sind beantragt und der vorläufige Förderbescheid liegt vor. Der end-
gültige Bescheid wird nach Vorliegen der Entwurfsplanung erteilt.
2
Nächste Schritte:
Die nächsten Schritte beinhalten die Fertigstellung der Entwurfsplanung und der Ab-
schluss des öffentlich-rechtlichen Vertrags zwischen Stadt und StEB.
Der Baubeschluss wird finalisiert und den Gremien zur Entscheidung vorgelegt.
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
31.12.2024
Anlage 2_Stellungnahme zur Anfrage von SB Herr Dr Albach
836 Zeichen
Anlage 2 Stellungnahme zur mündlichen Anfrage von SB Herrn Dr. Albach in der Sitzung des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün am 19.05.2022 Herr Dr. Albach hat folgende mündliche Anfrage zu TOP 4.1.2 und TOP 7.7 per E-Mail eingereicht: Die Frage zur Kasemattenstraße ist die Bitte an die Verwaltung, die Entwicklung der im Stadtteil Deutz zugelassenen Kfz für 2010, 2015, 2020 und 2021 mitzuteilen. Für den Stadtbezirk Innenstadt liegen die Zahlen ja vor (siehe TOP Ö7.7) und wir hoffen, dass sich das für Deutz herunterbrechen lässt. Antwort der Verwaltung: Die Entwicklung der im Stadtteil Deutz zugelassenen Kfz ist der folgenden Tabelle zu entnehmen: Die Gesamtanzahl der zugelassenen Kfz hat sich von 2010 bis 2021 deutlich erhöht. Der Anteil der Privat-PKW trägt jedoch nicht zu dieser Steigerung bei.
Anlage 1, Vorab-Auszug 19.05.2022 AKUG TOP 4.1.2 Klimarobuste Kasemattenstraße
2175 Zeichen
Geschäftsführung Ausschuss Klima, Umwelt und Grün Frau Bültge-Oswald Telefon: (0221) 221-23702 E-Mail: barbara.bueltge-oswald@stadt -koeln.de Datum: 26.05.2022 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der Sitzung des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün vom 19.05.2022 öffentlich 4.1.2 Umbau der Kasemattenstraße in Köln-Deutz zur Klimaanpassung („Klimarobuste Kasemattenstraße“) 0261/2022 SB Herr Dr. Albach verweist auf seine aus seiner Sicht rechtzeitig per E-Mail zu TOP 4.1.2 und TOP 7.7 eingereichte mündliche Anfrage: Die Frage zur Kasemattenstraße ist die Bitte an die Verw altung, die Entw icklung der im Stadtteil Deutz zugelassenen Kfz für 2010, 2015, 2020 und 2021 mitzuteilen. Für den Stadtbezirk Innenstadt liegen die Zahlen ja vor (siehe TOP Ö7.7) und w ir hoffen, dass sich das für Deutz herunterbrechen lässt. Er kritisiert, dass diese Anfrage nicht zur Sitzung beantwortet bzw. zur Beantwortbar- keit Stellung genommen wird und kündigt an, sich aus diesem Grund bei der Ab- stimmung zu enthalten. SB Herr Becker lobt die Verwaltung für diese vorbildhafte Beschlussvorlage, kündigt die Zustimmung der SPD-Fraktion an und schlägt sie auch für andere Stadtteile vor. Beschluss: Der Ausschuss Klima, Umwelt und Grün empfiehlt dem Rat, wie folgt zu be- schließen: Der Rat beschließt, dass die Verwaltung das Projekt „Klimarobuste Kasemattenstraße“ vorbehalt- lich der positiven Ergebnisse weiterer Prüfungen fortführen soll, die Verwaltung zu beauftragen die Auswirkungen zu prüfen, wenn der mittlere Teil der Kasemattenstraße im Bereich des Von-Sandt-Platzes dem KFZ - Verkehr entzogen wird. Die Verwaltung wird beauftragt, die Ergebnisse bei der weiteren Planung zu berücksichtigen. die Verwaltung zu beauftragen, die Auswirkungen auf die Schulparkplätze des Schulgrundstückes zu prüfen und bei den weiteren Planungen zu berücksich- tigen. dass die Verwaltung beauftragt wird, Fördermittel zur Umsetzung zu beantra- gen. Eine Skizze im Förderprogramm „Anpassung Urbaner Räume an den Klimawandel“ wurde bereits gestellt. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt bei Enthaltung der FDP-Fraktion.
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0261/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 30.05.2022
- Erstellt
- 20.01.2022 13:55