Mandari Insight

AN/0603/2017

Kapazitäten und Auslastung bestehender und geplanter Tief-und Quartiersgaragen im Stadtbezirk Ehrenfeld

Anfrage nach § 4 BV4 (Die Linke) 21.04.2017

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld), Sitzung am 08.05.2017, TOP 7.1

Anfrage (Die Linke BV4)

· application/pdf

Ansehen

Anfrage (Die Linke BV4)

4419 Zeichen

Fraktion in der Bezirksvertretung 4 – Ehrenfeld 
 
Bezirksrathaus Ehrenfeld 
Venloer Str. 419-421, 50825 Köln 
Tel: 0221 / 221-94317 
Fax: 0221 / 22194320 
Eingang beim Bezirksbürgermeister: 21.04.2017 
AN/0603/2017 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 08.05.2017, TOP 7.1 
 
Kapazitäten und Auslastung bestehender und geplanter Tief-und Quartiersgaragen im 
Stadtbezirk Ehrenfeld 
 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
 
wir, die Fraktion DIE LINKE. BV Ehrenfeld, bitten Sie, folgende Anfrage in die 
Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Ehrenfeld am 08. Mai 2017 
aufzunehmen: 
 
Das Parkraumkonzept für Ehrenfeld weist allen untersuchten Bereichen zu fast allen 
Zeiten eine deutliche Überlastung der PKW-Stellplätze im öffentlichen Raum auf. In 
den Bereichen, in denen Anwohner*innenparken besteht, ist es gelungen, 
„Fahrzeuge der Nichtanwohner (z.B. Berufspendler, Dauerparker) aus den sensiblen 
Wohnbereichen zu verdrängen und diese im Idealfall auf die Verkehrsmittel des 
Umweltverbandes (ÖPNV, Rad, zu Fuß) zu verlagern. Dadurch werden die 
Parkmöglichkeiten für die Fahrzeuge der Bewohner verbessert.“ Die Zahl der 
abgestellten Fahrzeuge reduzierte sich um 19 bis 36 Prozent.1 In welchem Umfang 
auch weiterhin eine kostenfreie temporäre Privatisierung öffentlichen Raumes als 
Parkplatz möglich sein soll, muss diskutiert werden. 
Unstrittig ist, dass Parkplatzsuchverkehre verdrängt werden und zu verkehrlichen 
Mehrbelastungen und auch Parkplatzüberlastungen in Gebieten ohne 
                                                 
1 https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=607208&type=do&, Zugriff: 07.04.2017. 
 
Herrn Bezirksbürgermeister 
Josef Wirges 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker

- 2 - 
Anwohner*innenparken führen können. Trotz verfügbarer Kapazitäten verzichten 
Autobesitzer*innen darauf, einen Parkplatz in einer Tiefgarage anzumieten. 
Dabei ist es sicherlich wünschenswert, wenn mehr und mehr Autos in Tiefgaragen 
Platz fänden. Doch um auf Parkplätze im öffentlichen Raum weitgehend verzichten zu 
können, bedürfte es nach Angaben des Umweltbundesamtes eines Pro-Kopf-
Verhältnisses von 150 PKW je 1.000 Einwohner*innen.2 Bis dahin ist es noch ein 
weiter Weg. Bis auf Neuehrenfeld ist dieses Verhältnis in allen Stadtteilen des 
Stadtbezirks seit 2005 angestiegen; im Stadtbezirk beträgt dieses Verhältnis 376, in 
Ehrenfeld 349.3 
Noch problematischer werden diese Zahlen, wenn betrachtet wird, dass die Anzahl 
der PKW im Stadtbezirk zwischen 2005 und 2015 um 11,3% angestiegen ist – mehr 
als 4.000! 
 
Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Hg.): Kölner Stadtteilinformation, verschiedene Jahrgänge. Eigene Berechnung. 
 
Damit zunehmend mehr Parkplätze im öffentlichen Raum in Grünflächen, Bauland 
oder auch Fahrrad- und Fußwege umgewandelt werden können, bedarf es 
verstärkter Anstrengungen. Mehr Stellplätze in Quartiersgaragen müssen zu 
leistbaren Preisen angeboten werden. Zusätzlich muss der ÖPNV massiv ausgebaut 
werden. Dies alles wird erst langfristig Früchte tragen können. 
                                                 
2 https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/die-stadt-fuer-morgen-deutlich-mehr-geld-fuer-
busse, Zugriff: 06.04.2017. 
3 Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Hg.): Kölner Stadtteilinformation, verschiedene Jahrgänge.

- 3 - 
Doch was ist bereits jetzt kurz- oder mittelfristig möglich? 
 
In diesem Zusammenhang bittet die Fraktion DIE LINKE. BV Ehrenfeld die Verwaltung 
folgende Fragen zu beantworten: 
(1) Wo befinden sich in den Stadtteilen Ehrenfeld und Neuehrenfeld öffentliche 
sowie private Tiefgaragen und Parkhäuser, die auch für Daueranmietungen 
verfügbar sind? 
(2) Welche Kapazität und Auslastung haben diese? 
(3) Wie hoch ist die Spannweite der monatlichen Mietkosten für einen Stellplatz in 
den öffentlichen sowie privaten Tiefgaragen und Parkhäusern in den 
Stadtteilen Ehrenfeld und Neuehrenfeld? 
(4) Bei welchen Bauvorhaben sind Tiefgaragen in Bau oder in Planung, die mehr 
Kapazitäten als aufgrund des Stellplatznachweises erforderlich aufweisen, und 
somit auch als Quartiersgaragen nutzbar wären? 
 
 
Herzlichen Dank im Vorhinein. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
gez. 
 
Berndt Petri Christoph Besser 
(Fraktionsvorsitzender) (Bezirksvertreter)

Beratungsverlauf (1)

08.05.2017 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 7.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0603/2017
Typ
Anfrage nach § 4 BV4 (Die Linke)
Datum
21.04.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27