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AWM/002/2026

Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE: Zwangsräumungen im Jahr 2024

Anfrage Die Linke 15.01.2026

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Nächste Beratung: Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung, Sitzung am 26.01.2026, TOP 4.1

Anfrage

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Anfrage

3497 Zeichen

1 https://kinderschutzbund.de/bundesregierung-droht-kinder-in-die-obdachlosigkeit-zu-sanktionieren/
2 https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-10/friedrich-merz-verteidigt-buergergeld-reform-obdachlos
3 https://www.it.nrw/system/files/media/document/file/178_25.xlsx
AWM/002/2026
 
 
 X  öffentlich      nicht öffentlich
Düsseldorf, 15.01.2026
An den Vorsitzenden des Ausschusses für
Wohnungswesen und Modernisierung
Dr. Frank Schulz
 
Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE. Düsseldorf zur Sitzung des AWM 
am 26.01.2026
 
Betrifft:
Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE: Zwangsräumungen im Jahr 2024
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
 
zur Sitzung des Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung am 26. 
Januar 2026 stellt DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf folgende Anfrage:
 
Die Bundesregierung plant laut Medienberichten Gesetzesänderungen mit der 
Folge, dass Menschen im Leistungsbezug bei Pflichtverstößen die Kosten der 
Unterkunft gekürzt oder gestrichen werden können. Darüber hinaus soll die 
Pflicht zum Umzug in eine „angemessene“ Wohnung nach diesen Gesetzesplänen
künftig ohne Karenzzeit gelten. Bisher galt hier eine einjährige Frist. 
 
Der Kinderschutzbund, Organisationen der Obdachlosenhilfe und Sozialverbände 
warnen vor Sanktionen, die das Risiko der Obdachlosigkeit bergen1; der 
Bundeskanzler beschwichtigt, völlige Streichung der Unterstützung drohe nur 
Menschen, die „die Hilfe des Sozialstaats nicht brauchten“2. Vor diesem 
Hintergrund fragt Die Linke Ratsfraktion in diesem Jahr nicht nur nach den 
Zahlen von Zwangsräumungen, sondern auch nach der Auslastung der 
Notunterkünfte.
 
Regelmäßige Anfragen der Linken im Ausschuss für Wohnungswesen und 
Modernisierung haben bisher gezeigt, dass bereits ohne Gesetzesverschärfungen
jährlich um die 500 Haushalten in Düsseldorf eine Zwangsräumung angekündigt 
wird. In der Folge werden im Schnitt knapp 70 Haushalte im Jahr, über 100 
Menschen, in Notunterkünften untergebracht.  
 
In Düsseldorf sind laut dem Landesbetrieb IT.NRW (Stand 2024) 17,8 Prozent3 
der Menschen von Armut bedroht. Die Armutsgefährdungsquote berücksichtigt

Seite 2
4 Goecke, Henry / Henger, Ralph / Kawka, Rupert  / Schröder, Bjarne / Schröder, Christoph / Wendt, Jan, 
2023, Regionaler Preisindex – ein neuer Ansatz mit Big Data, Gutachten in Zusammenarbeit mit dem 
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und 
Raumordnung (BBR), Köln
jedoch nicht, dass die Lebenshaltungskosten in Düsseldorf um 8,5% höher liegen
als der bundesweite Durchschnitt;4 dazu tragen insbesondere die äußerst hohen 
Mietpreise bei. Kommt der Verlust einer Beschäftigung hinzu, ist ein 
armutsgefährdeter Haushalt schnell nicht mehr in der Lage, die Miete zu 
bezahlen. Schlimmstenfalls kommt es zur Zwangsräumung. 
 
Die Linke Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:
 
1. Wie viele Zwangsräumungen in Düsseldorf wurden der 
Verwaltung durch das Amtsgericht jeweils für 2024 und 2025 
gemeldet (aufgeschlüsselt nach Monaten und Stadtteilen)?
2. Wie viele Haushalte mit wie vielen Personen wurden jeweils in 
den Jahren 2024 und 2025 im Zuge einer Zwangsräumung in 
Düsseldorf in Notunterkünften untergebracht?
3. Wie viele freie Plätze gab es jeweils in den Jahre 2024 und 2025 
in den Düsseldorfer Notunterkünften (aufgeschlüsselt nach 
Unterbringungsmöglichkeiten für Alleinstehende, Paare, Familien 
mit Kindern)?
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
 
Julia Marmulla                   Ben Klar Wolfgang Below
 
 
 
 
F.d.R. Sönke Voigt

Beratungsverlauf (1)

26.01.2026 Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung
TOP 4.1 - Entscheidung

Beschluss: schriftlich beantwortet

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AWM/002/2026
Typ
Anfrage Die Linke
Datum
15.01.2026
Erstellt
15.01.2026 12:59