0757/2020
Pilotbeteiligung Quartiersplatz Am Salzmagazin
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Anlage 2
20070 Zeichen
1 von 7
Anlage 2
Beteiligungskonzept Stand: 27.02.2020
Das Beteiligungsverfahren „Am Salzmagazin“ findet im Rahmen der Pilotphase Systematische Öf-
fentlichkeitsbeteiligung statt.
Das vorliegende dreistufige Konzept dient als Entscheidungsgrundlage über die Durchführung der
Öffentlichkeitsbeteiligung sowie deren grundsätzliche Ausgestaltung. Die einzelnen Beteiligungsfor-
mate werden auf dieser Grundlage vor der Umsetzung weiter ausdetailliert.
Gremium: Vorberatung Stadtentwicklungsausschuss, Beschlussfas-
sung Bezirksvertretung Innenstadt
Beteiligungsspielraum: Mitgestaltung/Mitverantwortung
Komplexität des Verfahrens: hoch, aufgrund unterschiedlichster Nutzungsansprüche auf
kleinstem Raum
Kosten: ca. 25.000 € netto zzgl. Planungskosten von ca. 24.000 €
netto
Inhalt
1 Ziele und Gestaltungsspielraum ................................ ................................ ...................... 1
2 Rahmenbedingungen ................................ ................................ ................................ ..... 3
3 Zielgruppen für die Öffentlichkeitsbeteiligung ................................ ................................ .. 4
4 Ablauf und Formate der Öffentlichkeitsbeteiligung ................................ .......................... 5
5 Evaluation ................................ ................................ ................................ ....................... 7
1 Ziele und Gestaltungsspielraum
Beteiligungsgegenstand und Gestaltungsspielraum
Gegenstand der Beteiligung ist das Dreiecksgrundstück im Eigelsteinviertel Ecke Am Salzmagazin
und Eintrachtstraße. Das im Eigentum der Stadt Köln stehende Grundstück umfasst eine Fläche von
468m² und grenzt einseitig an die Bahnbögen an. Gegenüber dem Grundstück werden zurzeit ein
Hotel der Althoff-Gruppe sowie ein Wohnhaus gebaut.
Das bisher als öffentlicher Parkplatz genutzte Grundstück soll zukünftig einer städtebaulich sinnvol-
leren Nutzung zugeführt werden. Mögliche Nutzungsform kann die Umgestaltung zu einem Quartiers-
platz mit Sitzmöglichkeiten und Begrünung im dicht bebauten Eigelsteinviertel sein. Auf einer Fläche
von etwa 130m² ist zudem Platz für eine Außengastronomie vorhanden. Neben der Grundstück sflä-
che ist auch die angrenzende Verkehrsfläche in das Platzkonzept zu integrieren. Des Weiteren ist die
Umgestaltung samt zukünftiger Nutzung noch weitestgehend offen. Eine Bebauung ist nicht vorge-
sehen.
Der zukünftige Quartiersplatz ist zwar über die U-Bahn-Haltestellen Hansaring, Breslauer Platz/Hbf.
und Ebertplatz sehr gut an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen, dennoch dominiert
im Viertel der Kfz-Verkehr.
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Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung werden folgende Ziele verfolgt:
Die Beteiligten sind zufrieden mit der Öffentlichkeitsbeteiligung und dem Ergebnis. Das Drei-
ecksgrundstück soll so umgestaltet werden, dass seine Aufenthaltsqualität für die Nutzen-
den (Zielgruppen) gesteigert und der umgestaltete Platz gut angenommen und genutzt wird.
Der umgestaltete Platz ist sowohl zweckmäßig als auch nachhaltig und langfristig nutzbar.
Die Öffentlichkeitsbeteiligung soll in der ersten Phase Ideen und Vorschläge der Bürgerinnen
und Bürger sammeln und im Rahmen einer aufsuchenden Beteiligung durch die Kölner Frei-
willigen Agentur e. V. (KFA) weitere Perspektiven (z.B. marginalisierter Zielgruppen) erfassen
(Mitte Juni 2020). Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen den Planungsbüros als Grund-
lage für ihre Lösungsvorschläge/Entwurfsskizzen zur Verfügung gestellt werden.
Phase 2 (geplant voraussichtlich Oktober 2020) soll dazu dienen, eine Rückmeldung zu den
Varianten des Lösungsvorschlags/der Entwurfsskizze zu erhalten und darüber hinaus weitere
Ideen, Wünsche, Anregungen, Anforderungen und Hinweise zur Nutzung und Gestaltung des
Dreiecksgrundstücks zu sammeln und ggf. einzuarbeiten.
In der dritten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung (voraussichtlich Oktober 2020) soll der ggf.
um Anregungen ergänzte Planungsvorentwurf der Öffentlichkeit vorgestellt und das weitere
Vorgehen erläutert werden. Abschließend wird das Beteiligungsverfahren gemeinsam reflek-
tiert (voraussichtlich Dezember 2020).
Beteiligungsstufe – Einordnung des Projekts
Die Beteiligungsstufe spiegelt wider, wie die Kommunikation abläuft und welches Beteiligungsver-
sprechen der Öffentlichkeit gegeben wird/wurde. U nabhängig von der Beteiligungs stufe obliegt die
abschließende Entscheidung einer demokratisch legitimierten Stelle, hier der Bezirksvertretung In-
nenstadt.
Es werden drei verschiedene Beteiligungsstufen unterschieden: Information – Anhörung/Beratung –
Mitgestaltung/Mitverantwortung.
Im Rahmen der Information wird die Öffentlichkeit ohne die Möglichkeit der Einflussnahme über Pla-
nungen und Entscheidungen informiert. Die Kommunikation verläuft in der Regel einseitig. Die Anhö-
rung/Beratung ermöglicht der Öffentlichkeit, zu einem vorgelegten Entwurf oder einer Frage Stellung
zu beziehen. Die Stellungnahme wird sodann von der verantwortlichen Stelle vor der Entschei dung
gehört. Die Kommunikation verläuft hier in einem eng definierten Schema wechselseitig. Bei der Mit-
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gestaltung/Mitverantwortung gestaltet die Öffentlichkeit eine Planung oder Entscheidung durch Ein-
bringen eigener Vorstellungen aktiv mit. Als Konsequenz ergibt sich eine inhaltliche Beeinflussung
und Mitverantwortung. Das Entscheidungsgremium lässt die Ergebnisse in den Abwägungsprozess
einfließen. Die Kommunikation auf dieser Beteiligungsstufe ist in offener Weise wechselseitig zu ge-
stalten.
Das Beteiligungsverfahren „Am Salzmagazin“ ist auf der dritten Stufe „Mitgestaltung/Mitverantwor-
tung“ anzusiedeln. Parallel zur Sammlung von Ideen und Vorschlägen der Bürgerinnen und Bürger
sowie der aufsuchenden Beteiligung durch die KFA läuft ein zweistufiges Vergabeverfahren, indem
anhand von festgelegten Auswahlkriterien Planungsbüros ausgewählt werden, die u. a. neben einem
Honorarangebot auch ein e planerische Lösungsskizze abgeben müssen. Nach Auswahl des Pla-
nungsteams aus Landschaftsplaner innen und Landschaftspl anern sowie Verkehrsingenieurinnen
und Verkehrsingenieuren soll auf Grundlage einer skizzenhafter Idee, in die die Anregungen und
Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger aus der ersten Öffentlichkeitsbeteiligungsphase eingeflossen
sind, (mit Varianten) die Öffentlichkeit beteiligt werden. Die Auswahl der Planungsbüros erfolgt durch
eine Jury, die unter anderem mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtgesellschaft (z.B. Vorstand
Bürgerverein Eigelstein) besetzt werden kann. Die Beteiligung geht über die reine Information hinaus.
Es wird die Stellungnahme und das Einbringen eigener Ideen in die Planung ermöglicht. Im Anschluss
werden die Ideen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger auf Umsetzbarkeit geprüft und in das
Platzkonzept eingearbeitet.
2 Rahmenbedingungen
Kontext und Vorgeschichte
Das Grundstück „Am Salzmagazin“ ist in der Vergangenheit schon häufiger Gegenstand politischer
Beratungen gewesen. Zunächst wurde die Bebauung mit einem Wohnhaus oder Parkhaus diskutiert.
Diese Pläne scheiterten bish er an den damit verbundenen hohen Kosten und fehlender Unterstüt-
zung. Auch über die Bezirksvertretung Innenstadt kamen in den letzten Jahren mehrfach Anfragen
zu den an das Grundstück „Am Salzmagazin“ angrenzenden Bahnbögen im Eigelsteinviertel. Hierbei
wurden Wünsche zur Verbesserung der Gesamtsituation sowie Fragen zur Nutzung geäußert. D er
Pächter der Bahnbögen hat 2008 auf der Grundlage seines Planungskonzeptes mit der Stadt
Köln/dem Stadtplanungsamt die Durchführung des Bebauungsplanverfahrens Bahnbögen Eigelstein
übernommen. Da das Bebauungsplanverfahren kaum vorangeschritten ist, soll der zukünftige Quar-
tiersplatz „Am Salzmagazin“ unabhängig von der weiteren zeitlichen Entwicklung des Bebauungs-
planverfahrens „Bahnbögen Eigelstein“ gestaltet werden.
Die Entwicklung und Umgestaltung des Grundstücks ist das Pilotprojekt aus dem Bereich Stadtent-
wicklung im Rahmen der Pilotphase systematische Öffentlichkeitsbeteili gung.1 Im März 2019 be-
schließt der Stadtentwicklungsausschuss das Vorhaben ohne die Planung einer separaten Spielflä-
che für Kinder. Es befindet sich bereits eine Spielfläche in unmittelbarer Nähe an der Ecke Am Salz-
magazin/Ursulaplatz.2
Rechtliche Rahmenbedingungen
Da die Planung nicht im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens erfolgt , sind die Vorgaben des
Baugesetzbuches hinsichtlich der Öffentlichkeitsbeteiligung nicht anzuwenden. Es handelt sich um
ein städtisches Grundstück im Geltungsbereich des in Aufstellung befindlichen Bebauungsplans
„Bahnbögen Eigelstein“. Der Planungsrahmen wird in erster Linie durch die politischen Gremien im
Rahmen des Beschlusses über das Beteiligungsverfahren vorgegeben. Weitere Rahmenbedingun-
gen ergeben sich unter anderem aus Vorgaben für technische Ausbauten, u.a. DIN -Normen, aus
Vorgaben zum Immissionsschutz, sowie dem Gestaltungs- und dem Grünhandbuch der Stadt Köln.
Das Projektmanagement obliegt dem Stadtplanungsamt. Ansprechpartnerinnen sind Frau Lena Zlo-
nicky und Frau Anette Altendorf, unterstützt durch das Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung, Herrn Cars-
ten Gruss.
1 Beschluss Rat vom 27.09.2018; 2306/2018
2 Beschluss StEA vom 28.03.2019; 3485/2018
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Der Stadtentwicklungsausschuss stellte im Rahmen seines o.g. Beschlusses einen Bedarf von ca.
216.000 € (brutto) für die Maßnahme fest. Dieser Betrag enthält keine Ausbaukosten und basiert auf
einer Kostenschätzung, die das Stadtplanungsamt in Abstimmung mit dem Amt für Straßen und Ver-
kehrsentwicklung und dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen erstellt hat. Darüber hinaus
wird vom Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung ein Budget von ca. 25.000 € für die Öffentlichkeitsbetei-
ligung zur Verfügung gestellt. Dieses Budget wird voraussichtlich für die Deckung der geschätzten
Veranstaltungskosten (Moderation, Raummiete, Catering) benötigt. Die Kosten des Planungsteams
werden auf ca. 24.000 € geschätzt. Im Rahmen des Beschlusses stehen für Planungsleistungen i. R.
der Beteiligung maximal 16.000 € zur Verfügung. Ob die im Planungsbudget vorhandenen Moderati-
onskosten hier eingesetzt werden können, wäre zu klären.
3 Zielgruppen für die Öffentlichkeitsbeteiligung
Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung lassen sich verschiedene Zielgruppen benennen:
- Nutzerinnen und Nutzer wie
Anwohnerinnen und Anwohner des Eigelstein-/Ursulaviertels
o Kinder und Jugendliche
o Erwachsene / Eltern
o Seniorinnen und Senioren
o Migrantinnen und Migranten
Anliegende Grundstücksbesitzerinnen und Grundstücksbesitzer
Inhaberinnen und Inhaber der umliegenden Geschäfte sowie Im Quartier ansässige oder ge-
plante (Hotel) Gewerbetreibende, Firmen und ihre Beschäftigten; u. a. Bahnbögen GmbH
Im Quartier öffentliche Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, Beratungsstellen, Kirchenge-
meinden etc.)
Im Quartier ansässige aktive Initiativen, Vereine, Künstlerinnen und Künstler
Der Umkreis der Beteiligung bezieht sich primär auf folgenden Bereich:
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4 Ablauf und Formate der Öffentlichkeitsbeteiligung
Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist in drei Phasen gegliedert, in denen entsprechende Formate vorge-
sehen sind.
In der ersten Phase sollen Ideen, Wünsche und Anregungen zu dem Dreiecksgrundstück „Am Salz-
magazin“ gesammelt werden. Auf deren Grundlage erarbeiten mehrere Planungsbüros Entwürfe.
Die zweite Phase dient der Kommentierung, Diskussion und ggf. Ergänzung dieser Entwürfe.
In der dritten Phase werden die Ergebnisse präsentiert und das Beteiligungsverfahren wird einer
gemeinsamen Reflektion unterzogen.
Flankiert werden die Phasen von begleitenden Kommunikations- und Informationsmaßnahmen, so-
wohl online als auch vor Ort.
Maßnahmen zur Information und Mobilisierung:
Information und Mobilisierung durch die Online-Plattform (Mitwirkungsportal der Stadt Köln) -
Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung OB/2 sowie dem Internetauftritt des Amtes für Stadtpla-
nung 61
Information und Mobilisierung durch Ansprache von Multiplikatoren, z.B. Bürgerverein Kölner
Eigelstein e.V. und Veedelstreffs – Köllner Freiwilligen Agentur KFA
Pressemitteilungen und Presseeinladungen zu den Vor-Ort-Veranstaltungen (z.B. Wochen-
spiegel, Kölner Stadtanzeiger etc.) -OB/2 und 61
Aufsuchende Beteiligung durch die Kölner Freiwilligenagentur: Information und Einladung zu
Öffentlichkeitsbeteiligung Phasen 1 -3 (ÖB 1 - 3) mit Handzetteln vor Ort - KFA
Information über die Öffentlichkeitsbeteiligung vor Ort (z.B. Banner, Flyer, Informations-
Schaukasten, URL zum Mitwirkungsportal für weitere Informationen, Ansprechpersonen
usw.) - OB/2 und 61
ÖB Phase 1: Zukunftskonferenz „Dein Platz Am Salzmagazin“ (Sammlungsphase)
Ziele:
Information über das Vorhaben und Qualifizierung
Intensive Kommunikation und Sensibilisierung für den Gestaltungsspielraum und die Rah-
menbedingungen
Sammlung aller gewünschten Nutzungen und Gestaltungsvorschläge für das Dreiecksgrund-
stück (Grundlage für die Arbeit der Planungsbüros)
Berücksichtigung vielfältiger Perspektiven, insbesondere die der Anwohnenden / Nutzenden
Frühzeitiges Erkennen von Konfliktlinien und heterogenen Interessenslagen (z.B. Wunsch
nach Stellplätzen vs. Wunsch nach Außengastronomie vor den Bahnbögen)
Format:
Die Zukunftskonferenz ist ein moderiertes, ergebnisoffenes Sammlungsformat, das einem
strukturierten Ablauf folgt: Zunächst werden die Teilnehmenden qualifiziert, indem die Ver-
gangenheit reflektiert wird und über den gegenwärtigen Stand (aktuelle Nutzung, Planungs-
stand, Bebauungsplan usw.) und den Beteiligungsspielraum informiert werden. Anschlie-
ßend findet in moderierten Kleingruppen die Entwicklung von Zukunftsbildern in Form von
Nutzungs- und Gestaltungsvorschlägen statt.
Fragestellungen für die Entwicklung von Zukunftsbildern könnten lauten:
Was ist Ihre Zukunftsvision von dem Dreiecksgrundstück am Eigelstein?
Was möchten Sie zukünftig auf dem Platz am Eigelstein machen?
Wie soll der Platz am Eigelstein zukünftig aussehen?
Wie soll der Platz am Eigelstein übergangsweise genutzt werden?
Das Sammeln von Ideen und Anforderungen kann auch in einem Workshop-Format gemein-
sam mit den Fachplanerinnen und Fachplanern der Planungsbüros erfolgen. Moderation
durch Kommunikationsbüro.
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Zielgruppen:
siehe Seite 5
Ergebnis:
Sammlung von Nutzungs- und Gestaltungsideen für das Dreiecksgrundstück (Zwischener-
gebnis / Dokumentation)
Planungsschritt 1 nach ÖB Phase 1:
o Prüfung und Aufbereitung der gesammelten Ideen hinsichtlich Umsetzbarkeit (in enger
Zusammenarbeit von Fachbüros und Verwaltung) und begründete Stellungnahmen dazu
o Formulierung von Planungsszenarien auf Basis der Ergebnisse aus ÖB 1 durch die Pla-
nungsbüros
ÖB Phase 2: Bürgerversammlung (Feedbackphase)
Ziele:
Feedback bezüglich der Umsetzbarkeit der gesammelten Ideen aus ÖB 1 (Stellungnahmen)
Vorstellen der Planungsszenarien, Sammeln von Feedback und von konkreten Rückmeldun-
gen zu diesen Szenarien sowie deren Diskussion
Inhaltliche Diskussion und Bewertung der in Planungsschritt 1 entwickelten Planungsszena-
rien
Format:
Die Bürgerversammlung wird zu dem Thema „Dreiecksgrundstück Am Salzmagazin“ „einbe-
rufen“, d.h. alle Betroffenen und die Personen, die sich in ÖB 1 beteiligt haben, werden ein-
geladen, das Format ist gleichzeitig für alle weiteren Zielgruppen offen (hier Unterstützung
durch aufsuchende Formate durch die Kölner Freiwilligenagentur denkbar). Moderation
durch Kommunikationsbüro.
Auf der Bürgerversammlung wird zunächst über die ÖB 1 und die Prüfung auf Umsetzbarkeit
durch die Stadtverwaltung informiert und die Stellungnahmen werden zur Verfügung gestellt
(online und vor Ort).
Anschließend werden die Planungsszenarien durch die Fachbüros im Plenum vorgestellt.
Die Planungsszenarien werden anschließend auf Thementischen / Themeninseln aufbereitet
zur Diskussion gestellt, es gibt Möglichkeiten Feedback und Rückmeldungen zu geben, dies
wird dokumentiert.
Zielgruppen:
siehe Seite 6
Ergebnis:
Feedback- und Kommentarsammlungen zu den Planungsszenarien
Planungsphase 2 nach ÖB 2:
o Einarbeitung des Feedbacks in die Planungsszenarien, bzw. Weiterentwicklung der Pla-
nungsszenarien
o Formulierung einer begründeten Stellungnahme dazu (fachliche Begründung für Aus-
wahlverfahren)
o Entscheidung für ein oder mehrere Szenarien
ÖB Phase 3: Abschlussveranstaltung
Ziele:
Präsentation der Ergebnisse
Erläuterung des weiteren Vorgehens
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Gemeinsame Reflektion des Beteiligungsverfahrens
Format:
Veranstaltung an einem Freitagnachmittag in einem Raum in der Nähe des Dreiecksgrundstücks
mit Posterausstellung (Entwürfe, Fotos aus ÖB 1 und 2 usw.) und Plenumsvortrag. Dort werden die
Ergebnisse und Dokumentationen der Öffentlichkeitsbeteiligung präsentiert und die Entscheidung
erläutert. Moderation durch Kommunikationsbüro.
Zielgruppen:
siehe Seite 5 zzgl. Pressevertretungen
Ergebnis:
Gewinn von Vertrauen und Verständnis für den Prozess und die Entscheidung sowie Legiti-
mation für das weitere Vorgehen
Steigerung der Akzeptanz für die zukünftige Gestaltung und Nutzung des Dreiecksgrund-
stücks
5 Dokumentation
Die Gesamtdokumentation der Öffentlichkeitsbeteiligung wird durch das Büro für Öffentlichkeitsbe-
teiligung im stetigen Austausch mit dem Stadtplanungsamt erstellt. Ihre Präsentation erfolgt in ei-
nem Projektraum (Steckbrief) auf dem Mitwirkungsportal der Stadt Köln. Dort fließen alle Einzeldo-
kumentationen der einzelnen Beteiligungsformate transparent ein.
Die detaillierte Form der Dokumentation von Zwischenergebnissen (z.B. die Ideensammlung) und
Ergebnissen (Rechenschaftsbericht, Planungsszenarien) ist während ÖB 1 näher zu definieren.
Es ist für alle Dokumentationen empfehlenswert die Beteiligungsspielräume, die Beteiligungsziele,
die Beteiligungsfragen und die Formate aufzuführen und die Ergebnisse strukturiert (z.B. nach The-
men) so aufzuführen, dass die Teilnehmenden sich darin wieder finden können und die Planungs-
büros gleichzeitig mit den Ergebnissen arbeiten können.
6 Evaluation
Die Evaluation der Öffentlichkeitsbeteiligung soll eine hilfreiche Untersuchung und Bewertung der
Öffentlichkeitsbeteiligung und ihrer Formate sein. Ziel ist es, eine noch laufende Öffentlichkeitsbe-
teiligung zu verbessern, aus einer abgeschlossenen Öffentlichkeitsbeteiligung für zukünftige Verfah-
ren zu lernen und generell die Beteiligungskultur in Köln zu professionalisieren und zu verbessern.
Grundlage der Evaluation sind die vom Rat der Stadt beschlossenen Qualitätsstandards für gute
Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Leitfrage lautet:
Inwieweit wurden bei Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Öffentlichkeitsbe-
teiligung die Qualitätsstandards eingehalten bzw. erreicht?
Darüber hinaus gibt es projektspezifische Kriterien, anhand derer man den Erfolg der Öffentlich-
keitsbeteiligung messen kann. Diese richten sich nach den in Abschnitt 1 benannte Zielen.
Wurde ein Rahmen für eine respektvolle und faire, auf die Sache gerichtete, Diskussion ge-
schaffen?
Wurde frühzeitig und transparent über das Beteiligungsverfahren und dessen Inhalt infor-
miert?
Wurden offene, allgemein zugängliche Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen?
Wurden „Betroffene“ zur Mitwirkung ermutigt?
Ziele, Beteiligungsstufe und Gestaltungsspielräume wurden von Beginn an deutlich kommu-
niziert. Auch die Grenzen wurden benannt.
Wurde klar, wie die Ergebnisse der Beteiligung in den politischen Entscheidungsprozess ein-
fließen? Wurden die Entscheidungen abgewogen, begründet und verbindlich umgesetzt?
Wo sind die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung in die Planung eingeflossen? Wo nicht
und warum?
Anlage 0 Begründung der Dringlichkeit
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A N L A G E 0 z.B: 61-1Kers0060 -2016Ke0SB Pilotbeteiligung Quartiersplatz Am Salzmagazin Vorlage 0757/2020 hier: Begründung der Dringlichkeit zur Behandlung der Beschlussvorlage in der Sitzung am 19.03.2020 Der Umbau des Platzes Am Salzmagazin soll zügig umgesetzt werden. Dafür muss das Pilotbetei- ligungsverfahren dieses Jahr möglichst abgeschlossen werden. Um die erste der zwei bzw. drei geplanten öffentlichen Veranstaltungen im Juni durchführen zu können, ist ein Beschluss der Be- zirksvertretung Innenstadt am 27.04.2020 mit Vorberatung des Stadtentwicklungsausschusses am 19.03.2020 die Voraussetzung.
Anlage 1
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Anlage 1
Beteiligungskonzept Stand: 27.02.2020
Das Beteiligungsverfahren „Am Salzmagazin“ findet im Rahmen der Pilotphase Systematische Öf-
fentlichkeitsbeteiligung statt.
Das vorliegende zweistufige Konzept dient als Entscheidungsgrundlage über die Durchführung
der Öffentlichkeitsbeteiligung sowie deren grundsätzliche Ausgestaltung. Die einzelnen Beteili-
gungsformate werden auf dieser Grundlage vor der Umsetzung weiter ausdetailliert.
Gremium: Vorberatung Stadtentwicklungsausschuss, Beschluss-
fassung Bezirksvertretung Innenstadt
Beteiligungsspielraum: Anhörung/Beratung – Mitgestaltung/Mitverantwortung
Komplexität des Verfahrens: hoch, aufgrund unterschiedlichster Nutzungsansprüche
auf kleinstem Raum
Kosten: ca. 20.000 € netto zzgl. Planungskosten von ca. 16.000
€ netto
Inhalt
1 Ziele und Gestaltungsspielraum ................................ ................................ ...................... 1
2 Rahmenbedingungen ................................ ................................ ................................ ..... 3
3 Zielgruppen für die Öffentlichkeitsbeteiligung ................................ ................................ .. 4
4 Ablauf und Formate der Öffentlichkeitsbeteiligung ................................ .......................... 5
5 Evaluation ................................ ................................ ................................ ....................... 6
1 Ziele und Gestaltungsspielraum
Beteiligungsgegenstand und Gestaltungsspielraum
Gegenstand der Beteiligung ist das Dreiecksgrundstück im Eigelsteinviertel Ecke Am Salzmagazin
und Eintrachtstraße. Das im Eigentum der Stadt Köln stehende Grundstück umfasst eine Fläche von
468m² und grenzt einseitig an die Bahnbögen an. Gegenüber dem Grundstück werden zurzeit ein
Hotel der Althoff-Gruppe sowie ein Wohnhaus gebaut.
Das bisher als öffentlicher Parkplatz genutzte Grundstück soll zukünftig einer städtebaulich sinnvol-
leren Nutzung zugeführt werden. Mögliche Nutzungsform kann die Umgestaltung zu einem Quartiers-
platz mit Sitzmöglichkeiten und Begrünung im dicht bebauten Eigelsteinviertel sein. Auf einer Fläche
von etwa 130m² ist zudem Platz für eine Außengastronomie vorhanden. Neben der Grundstücksflä-
che ist auch die angrenzende Verkehrsfläche in das Platzkonzept zu integrieren. Des Weiteren ist die
Umgestaltung samt zukünftiger Nutzung noch weitestgehend offen. Eine Bebauung ist nicht vorge-
sehen.
Der zukünftige Quartiersplatz ist zwar über die U-Bahn-Haltestellen Hansaring, Breslauer Platz/Hbf.
und Ebertplatz sehr gut an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen, dennoch dominiert
im Viertel der Kfz-Verkehr.
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Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung werden folgende Ziele verfolgt:
Die Beteiligten sind zufrieden mit der Öffentlichkeitsbeteiligung und dem Ergebnis. Das Drei-
ecksgrundstück soll so umgestaltet werden, dass seine Aufenthaltsqualität für die Nutzen-
den (Zielgruppen) gesteigert und der umgestaltete Platz gut angenommen und genutzt wird.
Der umgestaltete Platz ist sowohl zweckmäßig als auch nachhaltig und langfristig nutzbar.
Die Öffentlichkeitsbeteiligung soll in der ersten Phase (geplant Mitte Juni 2020) dazu dienen,
eine Rückmeldung zu den Varianten des Lösungsvorschlags/der Entwurfsskizze zu erhalten
und darüber hinaus Ideen, Wünsche, Anregungen, Anforderungen und Hinweise zur Nutzung
und Gestaltung des Dreiecksgrundstücks zu sammeln. Zusätzlich ist geplant, im Rahmen ei-
ner aufsuchenden Beteiligung durch die Kölner Freiwilligen Agentur (KFA) weitere Perspekti-
ven (z.B. marginalisierter Zielgruppen) zu erfassen.
In der zweiten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung (voraussichtlich Oktober 2020) soll der aus
den Anregungen entwickelte Planungsvorentwurf vorgestellt, konkrete Rückmeldungen zu
diesem eingeholt und diskutiert werden. Die Ergebnisse werden anschließend der Öffentlich-
keit präsentiert und das weitere Vorgehen erläutert. Zudem soll das Beteiligungsverfahren
gemeinsam reflektiert werden.
Beteiligungsstufe – Einordnung des Projekts
Die Beteiligungsstufe spiegelt wider, wie die Kommunikation abläuft und welches Beteiligungsver-
sprechen der Öffentlichkeit gegeben wird/wurde. U nabhängig von der Beteiligungs stufe obliegt die
abschließende Entscheidung einer demokratisch legitimierten Stelle, hier der Bezirksvertretung In-
nenstadt.
Es werden drei verschiedene Beteiligungsstufen unterschieden: Information – Anhörung/Beratung –
Mitgestaltung/Mitverantwortung.
Im Rahmen der Information wird die Öffentlichkeit ohne die Möglichkeit der Einflussnahme über Pla-
nungen und Entscheidungen informiert. Die Kommunikation verläuft in der Regel einseitig. Die Anhö-
rung/Beratung ermöglicht der Öffentlichkeit, zu einem vorgelegten Entwurf oder einer Frage Stellung
zu beziehen. Die Stellungnahme wird sodann von der verantwortlichen Stelle vor der Entscheidung
3 von 7
gehört. Die Kommunikation verläuft hier in einem eng definierten Schema wechselseitig. Bei der Mit-
gestaltung/Mitverantwortung gestaltet die Öffentlichkeit eine Planung oder Entscheidung durch Ein-
bringen eigener Vorstellungen aktiv mit. Als Konsequenz ergibt sich eine inhaltliche Beeinflussung
und Mitverantwortung. Das Entscheidungsgremium lässt die Ergebnisse in den Abwägungs prozess
einfließen. Die Kommunikation auf dieser Beteiligungsstufe ist in offener Weise wechselseitig zu ge-
stalten.
Das Beteiligungsverfahren „Am Salzmagazin“ bewegt sich zwischen der zweiten Stufe „Anhörung/Be-
ratung“ und der dritten Stufe „Mitgestaltung/ Mitverantwortung“. Zurzeit läuft ein zweistufiges Verga-
beverfahren, indem anhand von festgelegten Auswahlkriterien Planungsbüros ausgewählt werden ,
die u. a. neben einem Honorarangebot auch eine planerische Lösungsskizze abgeben müssen. Nach
Auswahl des Planungsteams aus Landschaftsplanerinnen und Landschaftsplanern sowie Verkehrs-
ingenieurinnen und Verkehrsingenieuren soll auf Grundlage deren erster, skizzenhafter Idee mit Va-
rianten die Öffentlichkeit beteiligt werden. Die Auswahl der Planungsbüros erfolgt durch eine Jury, die
unter anderem mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtgesellschaft (z.B. Vorstand Bürgerverein
Eigelstein) besetzt werden kann. Die Beteiligung geht über die reine Information hinaus. Es wird die
Stellungnahme und das Einbringen eig ener Ideen in die Planung ermöglicht. Im Anschluss werden
die Ideen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger auf Umsetzbarkeit geprüft und in das Platz-
konzept eingearbeitet.
2 Rahmenbedingungen
Kontext und Vorgeschichte
Das Grundstück „Am Salzmagazin“ ist in der Vergangenheit schon häufiger Gegenstand politischer
Beratungen gewesen. Zunächst wurde die Bebauung mit einem Wohnhaus oder Parkhaus diskutiert.
Diese Pläne scheiterten bisher an den damit verbundenen hohen Kosten und fehlender Unterstüt-
zung. Auch über die Bezirksvertretung Innenstadt kamen in den letzten Jahren mehrfach Anfragen
zu den an das Grundstück „Am Salzmagazin“ angrenzenden Bahnbögen im Eigelsteinviertel. Hierbei
wurden Wünsche zur Verbesserung der Gesamtsituation sowie Fragen zur Nutzung geäußert. Der
Pächter der Bahnbögen hat 2008 auf der Grundlage seines Planungskonzeptes mit der Stadt
Köln/dem Stadtplanungsamt die Durchführung des Bebauungsplanverfahrens Bahnbögen Eigelstein
übernommen. Da das Bebauungsplanverfahren kaum vorangeschritten ist, soll der zukünftige Quar-
tiersplatz „Am Salzmagazin“ unabhängig von der weiteren zeitlichen Entwicklung des Bebauungs-
planverfahrens „Bahnbögen Eigelstein“ gestaltet werden.
Die Entwicklung und Umgestaltung des Grundstücks ist das Pilotprojekt aus de m Bereich Stadtent-
wicklung im Rahmen der Pilotphase systematische Öffentlichkeitsbeteiligung. 1 Im März 2019 be-
schließt der Stadtentwicklungsausschuss das Vorhaben ohne die Planung einer separaten Spielflä-
che für Kinder. Es befindet sich bereits eine Spielfläche in unmittelbarer Nähe an der Ecke Am Salz-
magazin/Ursulaplatz.2
Rechtliche Rahmenbedingungen
Da die Planung nicht im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens erfolgt , sind die Vorgaben des
Baugesetzbuches hinsichtlich der Öffentlichkeitsbeteiligung nicht anzuwenden. Es handelt sich um
ein städtisches Grundstück im Geltungsbereich des in Aufstellung befindlichen Bebauungsplans
„Bahnbögen Eigelstein“. Der Planungsrahmen wird in erster Linie durch die politischen Gremien im
Rahmen des Beschlusses über das Beteiligungsverfahren vorgegeben. Weitere Rahmenbedingun-
gen ergeben sich unter anderem aus Vorgaben für technische Ausbauten, u.a. DIN -Normen, aus
Vorgaben zum Immissionsschutz, sowie dem Gestaltungs- und dem Grünhandbuch der Stadt Köln.
1 Beschluss Rat vom 27.09.2018; 2306/2018
2 Beschluss StEA vom 28.03.2019; 3485/2018
4 von 7
Das Projektmanagement obliegt dem Stadtplanungsamt. Ansprechpartnerinnen sind Frau Lena Zlo-
nicky und Frau Anette Altendorf, unterstützt durch das Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung, Herrn Cars-
ten Gruss.
Der Stadtentwicklungsausschuss stellte im Rahmen seines o.g. Beschlusses einen Bedarf von ca.
216.000 € (brutto) für die Maßnahme fest. Dieser Betrag enthält keine Ausbaukosten und basiert auf
einer Kostenschätzung, die das Stadtplanungsamt in Abstimmung mit dem Amt für Straßen und Ver-
kehrsentwicklung und dem Amt fü r Landschaftspflege und Grünflächen erstellt hat. Darüber hinaus
wird vom Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung ein Budget von ca. 25.000 € für die Öffentlichkeitsbetei-
ligung zur Verfügung gestellt. Dieses Budget wird voraussichtlich für die Deckung der ges chätzten
Veranstaltungskosten (Moderation, Raummiete, Catering) benötigt. Die Kosten des Planungsteams
werden auf ca. 24.000 € geschätzt. Im Rahmen des Beschlusses stehen für Planungsleistungen i. R.
der Beteiligung maximal 16.000 € zur Verfügung. Ob die im Planungsbudget vorhandenen Moderati-
onskosten hier eingesetzt werden können, wäre zu klären.
3 Zielgruppen für die Öffentlichkeitsbeteiligung
Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung lassen sich verschiedene Zielgruppen benennen:
- Nutzerinnen und Nutzer wie
Anwohnerinnen und Anwohner des Eigelstein-/Ursulaviertels
o Kinder und Jugendliche
o Erwachsene / Eltern
o Seniorinnen und Senioren
o Migrantinnen und Migranten
Anliegende Grundstücksbesitzerinnen und Grundstücksbesitzer
Inhaberinnen und Inhaber der umliegenden Geschäfte sowie Im Quartier ansässige oder ge-
plante (Hotel) Gewerbetreibende, Firmen und ihre Beschäftigten; u. a. Bahnbögen GmbH
Im Quartier öffentliche Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, Beratungsstellen, Kirchenge-
meinden etc.)
Im Quartier ansässige aktive Initiativen, Vereine, Künstlerinnen und Künstler
Der Umkreis der Beteiligung bezieht sich primär auf folgenden Bereich:
5 von 7
4 Ablauf und Formate der Öffentlichkeitsbeteiligung
Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist in zwei Phasen gegliedert, in denen entsprechende Formate vorge-
sehen sind.
In der ersten Phase erarbeiten mehrere Planungsbüros Entwürfe, die im Anschluss kommentiert
und diskutiert werden
In der zweiten Phase werden die Ergebnisse präsentiert und das Beteiligungsverfahren wird einer
gemeinsamen Reflektion unterzogen.
Flankiert werden die Phasen von begleitenden Kommunikations- und Informationsmaßnahmen, so-
wohl online als auch vor Ort.
Maßnahmen zur Information und Mobilisierung:
Information und Mobilisierung durch die Online-Plattform (Mitwirkungsportal der Stadt Köln)
– Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung OB/2 sowie dem Internetauftritt des Amtes für Stadtpla-
nung 61
Information und Mobilisierung durch Ansprache von Multiplikatoren, z.B. Bürgerverein Kölner
Eigelstein e.V. und Veedelstreffs – Kölner Freiwilligen Agentur KFA
Pressemitteilungen und Presseeinladungen zu den Vor-Ort-Veranstaltungen (z.B. Wochen-
spiegel, Kölner Stadtanzeiger etc.) - OB/2, 61
Aufsuchende Beteiligung durch die Kölner Freiwilligenagentur: Information und Einladung zu
Öffentlichkeitsbeteiligung Phasen 1 und 2 - ÖB 1-2 sowie mit Handzetteln vor Ort - KFA
Information über die Öffentlichkeitsbeteiligung vor Ort (z.B. Banner, Flyer, Informations-
Schaukasten, URL zum Mitwirkungsportal für weitere Informationen, Ansprechpersonen
usw. - OB/2, und 61
ÖB Phase 1: Bürgerversammlung
Ziele:
Vorstellen der Planungsszenarien, Sammeln von Feedback und von konkreten Rückmeldun-
gen zu diesen Szenarien sowie deren Diskussion
Inhaltliche Diskussion und Bewertung der Planungsszenarien
Format:
Die Bürgerversammlung wird zu dem Thema „Dreiecksgrundstück Am Salzmagazin“ „einbe-
rufen“, d.h. alle Betroffenen werden eingeladen, das Format ist gleichzeitig für alle weiteren
Zielgruppen offen (hier Unterstützung durch aufsuchende Formate durch die Kölner Freiwilli-
genagentur denkbar). Moderation durch Kommunikationsbüro.
Auf der Bürgerversammlung werden die Planungsszenarien durch die Fachbüros im Plenum
vorgestellt.
Die Planungsszenarien werden anschließend auf Thementischen / Themeninseln aufbereitet
zur Diskussion gestellt, es gibt Möglichkeiten Feedback und Rückmeldungen zu geben, dies
wird dokumentiert.
Zielgruppen:
siehe Seite 6
Ergebnis:
Feedback- und Kommentarsammlungen zu den Planungsszenarien
Planungsphase 2 nach ÖB 1:
o Einarbeitung des Feedbacks in die Planungsszenarien, bzw. Weiterentwicklung der Pla-
nungsszenarien
6 von 7
o Formulierung einer begründeten Stellungnahme dazu (fachliche Begründung für Aus-
wahlverfahren)
o Entscheidung für ein oder mehrere Szenarien
ÖB Phase 3: Abschlussveranstaltung
Ziele:
Präsentation der Ergebnisse
Erläuterung des weiteren Vorgehens
Gemeinsame Reflektion des Beteiligungsverfahrens
Format:
Veranstaltung an einem Freitagnachmittag in einem Raum in der Nähe des Dreiecksgrundstücks
mit Posterausstellung (Entwürfe, Fotos usw.) und Plenumsvortrag. Dort werden die Ergebnisse und
Dokumentationen der Öffentlichkeitsbeteiligung präsentiert und die Entscheidung erläutert. Modera-
tion durch Kommunikationsbüro.
Zielgruppen:
siehe Seite 5 zzgl. Pressevertretungen
Ergebnis:
Gewinn von Vertrauen und Verständnis für den Prozess und die Entscheidung sowie Legiti-
mation für das weitere Vorgehen
Steigerung der Akzeptanz für die zukünftige Gestaltung und Nutzung des Dreiecksgrund-
stücks
5 Dokumentation
Die Gesamtdokumentation der Öffentlichkeitsbeteiligung wird durch das Büro für Öffentlichkeitsbe-
teiligung im stetigen Austausch mit dem Stadtplanungsamt erstellt. Ihre Präsentation erfolgt in ei-
nem Projektraum (Steckbrief) auf dem Mitwirkungsportal der Stadt Köln. Dort fließen alle Einzeldo-
kumentationen der einzelnen Beteiligungsformate transparent ein.
Die detaillierte Form der Dokumentation von Zwischenergebnissen (z.B. die Ideensammlung) und
Ergebnissen (Rechenschaftsbericht, Planungsszenarien) ist während ÖB 1 näher zu definieren.
Es ist für alle Dokumentationen empfehlenswert die Beteiligungsspielräume, die Beteiligungsziele,
die Beteiligungsfragen und die Formate aufzuführen und die Ergebnisse strukturiert (z.B. nach The-
men) so aufzuführen, dass die Teilnehmenden sich darin wieder finden können und die Planungs-
büros gleichzeitig mit den Ergebnissen arbeiten können.
6 Evaluation
Die Evaluation der Öffentlichkeitsbeteiligung soll eine hilfreiche Untersuchung und Bewertung der
Öffentlichkeitsbeteiligung und ihrer Formate sein. Ziel ist es, eine noch laufende Öffentlichkeitsbe-
teiligung zu verbessern, aus einer abgeschlossenen Öffentlichkeitsbeteiligung für zukünftige Verfah-
ren zu lernen und generell die Beteiligungskultur in Köln zu professionalisieren und zu verbessern.
Grundlage der Evaluation sind die vom Rat der Stadt beschlossenen Qualitätsstandards für gute
Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Leitfrage lautet:
Inwieweit wurden bei Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Öffentlichkeitsbe-
teiligung die Qualitätsstandards eingehalten bzw. erreicht?
Darüber hinaus gibt es projektspezifische Kriterien, anhand derer man den Erfolg der Öffentlich-
keitsbeteiligung messen kann. Diese richten sich nach den in Abschnitt 1 benannte Zielen.
Wurde ein Rahmen für eine respektvolle und faire, auf die Sache gerichtete, Diskussion ge-
schaffen?
7 von 7
Wurde frühzeitig und transparent über das Beteiligungsverfahren
und dessen Inhalt informiert?
Wurden offene, allgemein zugängliche Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen?
Wurden „Betroffene“ zur Mitwirkung ermutigt?
Ziele, Beteiligungsstufe und Gestaltungsspielräume wurden von Beginn an deutlich kommu-
niziert. Auch die Grenzen wurden benannt.
Wurde klar, wie die Ergebnisse der Beteiligung in den politischen Entscheidungsprozess ein-
fließen? Wurden die Entscheidungen abgewogen, begründet und verbindlich umgesetzt?
Wo sind die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung in die Planung eingeflossen? Wo nicht
und warum?
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
5571 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VI/61/1
611/2 Alte Sa
Vorlagen-Nummer
0757/2020
Freigabedatum
09.03.2020
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Pilotbeteiligung Quartiersplatz Am Salzmagazin
Beschlussorgan
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
Gremium Datum
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Innenstadt beschließt die Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung in Form
von zwei moderierten Veranstaltungen gemäß Anlage 1. Die Verwaltung wird mit der Umsetzung die-
ses Beteiligungskonzeptes beauftragt.
Beschlussalternative:
Die Bezirksvertretung Innenstadt beschließt die Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung in Form
von drei moderierten Veranstaltungen gemäß Anlage 2. Die Verwaltung wird mit der Umsetzung des
Beteiligungskonzeptes beauftragt.
Stadtentwicklungsausschuss 19.03.2020
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 27.04.2020
2
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Ja, investiv Investitionsauszahlungen €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja %
Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme ca. 36.000 € bzw. 49.000 € netto €
ca. (42.800 € bzw. 58.300 € brutto)
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja
%
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
c) bilanzielle Abschreibungen €
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Erträge €
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten €
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
Beginn, Dauer
Auswirkungen auf den Klimaschutz
Nein
Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)
Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)
Begründung:
Der Rat der Stadt Köln hat am 27.09.2018 (Vorlagen Nummer 2306/2018) die Durchführung der Pi-
lotphase Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung beschlossen. Ziel ist es, transparente Regelungen
für die Öffentlichkeitsbeteiligung in Köln fest zu legen und die Beteiligungskultur weiter zu stärken.
Auf der Grundlage von Qualitätsstandards werden in der Pilotphase konkrete Beteiligungsverfahren
getestet. Für den Bereich „Stadtentwicklung“ wird das Planungsprojekt Quartiersplatz Am Salzma-
gazin“ vorgeschlagen.
Die Stadt Köln beabsichtigt, das bisher als öffentlichen Parkplatz genutzte städtische Grundstück im
Kreuzungsbereich der Straßen Am Salzmagazin und Eintrachtstraße im Eigelsteinquartier zu einem
Quartiersplatz zu entwickeln. Der Platzraum soll zukünftig Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern
im Quartier einen Ort zum Verweilen, Erholen, Spielen/ Bewegen bieten. Der Stadtentwicklungsaus-
schuss hat am 28.3.2019 den Bedarf, die Durchführung des Qualifizierungsverfahrens und die Betei-
ligung der Öffentlichkeit beschlossen. Auf Empfehlung der BV 1 sprach er sich gegen einen öffentli-
chen Spielplatz auf dem Quartiersplatz aus.
3
Am15.10. 2019 wurde die Vergabe der Planungsleistungen Frei- und Verkehrsanlagen im Rahmen
eines öffentlichen Teilnahmewettbewerbs veröffentlicht.
Am 23.04.2020 werden die Bewerber*innen-Teams, die bis zum 13.02.2020 ein Honorarangebot und
einen städtebaulichen Lösungsvorschlag abgegeben haben, an einem Verhandlungsgespräch teil-
nehmen. Das Auswahlgremium wird im Anschluss die Erfüllung der veröffentlichten Zuschlagskrite-
rien bewerten. Ausschlaggebend ist hier jeweils die Qualität des städtebaulichen Planungskonzeptes.
Das Stadtplanungsamt hat gemeinsam mit dem Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung, dem Amt für
Straßen- und Verkehrsentwicklung und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie den Rahmen für
ein Beteiligungskonzept mit zwei bzw. drei öffentlichen Veranstaltungen erarbeitet.
Die Fachverwaltung schlägt vor, die öffentliche Beteiligung auf der Grundlage des ausgewählten
städtebaulichen Lösungsvorschlags in zwei Veranstaltungen durch zu führen (s. Anlage 1).
Auf der ersten Veranstaltung stellt das ausgewählte Planungsteam seinen städtebaulichen Lö-
sungsvorschlag mit Varianten vor. Die Teilnehmenden können dazu Stellung nehmen oder weiter-
gehende Vorschläge äußern. Die Umsetzung könnte auch – je nach Anregungen – anders als auf
Basis des Lösungsvorschlages erfolgen. Auf einer zweiten Versammlung wird ein unter Abwägung
aller Anregungen überarbeitetes städtebauliches Konzept vorgestellt.
Beschlussalternative
Alternativ ist die Durchführung der Beteiligung in drei Veranstaltungen möglich:
Auf Vorschlag des Büros für Öffentlichkeitsarbeit könnte das grundsätzliche Abfragen von Wünschen der
späteren Nutzer*innen im Vorfeld der Konzepterstellung von Vorteil sein. Das Verfahren sähe dann wie
folgt aus: In der ersten Veranstaltung werden die Wünsche der Teilnehmenden abgefragt. In der zweiten
Beteiligung stellt das ausgewählte Planungsteam daraus entwickelte städtebauliche Vorentwürfe vor und
die Teilnehmenden können dazu Stellung nehmen. Auf der Abschlussversammlung wird das ausgewählte
und überarbeitete städtebauliche Konzept vorgestellt.
Die Alternative unterscheidet sich wie folgt: drei statt zwei Veranstaltungen, dementsprechende höherer
personeller und finanzieller Aufwand (ca. 8.000 €) sowie verlängerte zeitliche Umsetzung.
Anlagen
Anlage 1 Beteiligung in zwei Stufen
Anlage 2 Beteiligung in drei Stufen
Hinweis: Die Anlagen unterscheiden sich lediglich in der Anzahl der Veranstaltungen, in dem dar-
aus resultierenden personellen und finanziellen Aufwand sowie der Zeitachse.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: Alternative beschlossen
Zur SitzungOrte (8)
- Eintrachtstraße
- Breslauer Platz
- Ebertplatz
- Am Salzmagazin 1
- Breslauer Platz/Hbf
- Ursulaplatz
- Hansaring
- Eigelstein
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 0757/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 09.03.2020
- Erstellt
- 04.03.2020 12:35