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V/0483/2006

Jahresabschluss 2005 der Stadtwerke Münster GmbH

Vorlage 06.06.2006

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Nächste Beratung: Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften, Sitzung am 14.06.2006, TOP 4.4

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 3 zur Vorlage 483/2006

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Ansehen

Anlage 1 zur Vorlage 483/2006

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Ansehen

Anlage 2 zur Vorlage 483/2006

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Ansehen

Beschlussvorlage

8025 Zeichen

V/0483/2006 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresabschluss 2005 der Stadtwerke Münster GmbH 
Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2006 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
14.06.2006 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) 
sowie der Geschäftsbericht incl. Lagebericht der Stadtwerke Münster GmbH für das Ge-
schäftsjahr 2005 (Anlage 1) werden zur Kenntnis genommen. 
 
2. Es wird weiter davon Kenntnis genommen, da ss dem Jahresabschluss der Stadtwerke Müns-
ter GmbH für das Geschäftsjahr 2005 durch den vom Aufsichtsrat beauftragten Jahresab-
schlussprüfer KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft AG unter dem 24.05.2006 der un-
eingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde.  
 
3. Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster 
GmbH wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen: 
 
a) Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2005, abschließend 
  
 in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 478.890.662,39 €, 
   
 in der Gewinn- und Verlustrechnung  
 bei Umsatzerlösen von  389.385.509,28 €, 
 mit einem Jahresüberschuss von   25.090.000,00 €, 
 mit einem Bilanzgewinn von     8.410.000,00 €,  
 
 wird festgestellt. 
 
b) Der Zuführung von 15.680.000 € aus dem Jahresüberschuss 2005 in die Gewinnrücklage 
wird zugestimmt. 
 
c) Der Bilanzgewinn von 8.410.000,00 € wird nach Abzug der Kapitalertragsteuer von 
1.682.000,00 € und des Solidaritätszuschlags von 92.510,00 € mit dem dann verbleibenden 
Vorlagen-Nr.: 
V/0483/2006 
Auskunft erteilt: 
Herr  Heilemann 
Ruf: 
492 20 35 
E-Mail: 
Heilemann@stadt-muenster.de  
Datum: 
06.06.2006 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0483/2006 
Betrag von 6.635.490,00 € an den Betrieb gewerblicher Art Bäder der Stadt Münster aus-
geschüttet. Als Zahlungstermin wird der 26.06.2006 festgesetzt. 
 
d) Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für das 
Geschäftsjahr 2005 Entlastung erteilt. 
 
e) Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel- und Konzernabschlusses der 
Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2006 wird die KPMG Prüfungs- und Be-
ratungsgesellschaft für den öffentlichen Sektor Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsge-
sellschaft, Frankfurt am Main, Niederlassung Düsseldorf, bestellt. 
 
 
 
 
Begründung: 
 
Die Stadtwerke Münster GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Gemäß 
§ 12 des Gesellschaftsvertrages unterliegt der Gesellschafterversammlung u. a. die Beschlussfas-
sung über 
 
• die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses, 
• die Entlastung der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates und 
• die Auswahl des Abschlussprüfers. 
 
Kurzanalyse des Jahresabschlusses 2005 der Stadtwerke Münster GmbH : 
 
Bedingt durch die Gründung der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH und der zum 
01.01.2005 aufgenommenen operativen Tätigkeit der Netzgesellschaft ist ein Vergleich des Jah-
resergebnisses 2005 mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich. Die Leistungsbeziehungen zwi-
schen Mutter- und Tochtergesellschaft schlagen sich sowohl auf der Ertragsseite (z. B. Pachterträ-
ge für die Verpachtung der Versorgungsnetze) als auch auf der Aufwandsseite (z. B. Netzentgelte, 
die die Stadtwerke für die Nutzung der Netze zu zahlen hat) nieder. Die Analyse beschränkt sich 
daher auf wesentliche Aussagen zum Jahresergebnis 2005. 
 
Ertragslage: 
 
Die Stadtwerke Münster GmbH hat im Geschäftsjahr 2005 einen Jahresüberschuss in Höhe von 
25,09 Mio. € (Vorjahr 9,84 Mio. €) erzielt. Der deutliche Anstieg ist in erster Linie auf einen Einmal-
effekt zurück zu führen. Durch den Verkauf des Aktienpaketes (RWE-Aktien) wurden stille Reser-
ven i. H. v. rd. 16 Mio. € aufgedeckt und zum Zweck der Substanzerhaltung in die Gewinnrückla-
gen eingestellt. Ohne diesen Einmaleffekt bewegt sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäfts-
tätigkeit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. 
 
Bei gestiegenen Umsatzerlösen in allen Sparten des Unternehmens verbesserte sich der Gesamt-
umsatz gegenüber dem Vorjahr um 77,4 Mio. € auf 389,4 Mio. €. Die Umsatzerlöse erhöhten sich 
in den Energiesparten mengen- und preisbedingt (Weitergabe der höheren Beschaffungskosten) 
sowie durch den Leistungsaustausch mit der Netzgesellschaft. Insbesondere durch die Pachtzah-
lungen der Netzgesellschaft erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge um rd. 82,7 Mio. € 
auf rd. 96,3 Mio. €. 
 
Auf der Aufwandsseite entwickelten sich die wesentlichen Aufwandspositionen (Material, Personal, 
Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) unterschiedlich. Auf der einen Seite 
erhöhten sich der Materialaufwand auf Grund der deutlich gestiegenen Bezugspreise und der an 
die Netzgesellschaft gezahlten Netzentgelte um 143,6 Mio. € auf 301,2 Mio. €. Die Personalkosten 
stiegen um rd. 4,1 Mio. € auf rd. 60 Mio. € wegen allgemeiner Tarifsteigerungen und erhöhter Vor-
sorgeaufwendungen. Auf der anderen Seite sanken die Abschreibungen um 7,2 Mio. € auf rd. 28,5

- 3 - 
V/0483/2006 
Mio. €. Dies ist in erster Linie auf eine deutlich niedrigere außerplanmäßige Abschreibung im Be-
reich der Immobilien zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich 
um rd. 1,7 Mio. € auf 38,1 Mio. €.  
 
Die wirtschaftliche Lage kann unter den dargestellten Gesichtspunkten für das Jahr 2005 als ins-
gesamt gut bezeichnet werden. 
 
Vermögenslage: 
 
Die starke Investitionstätigkeit der Stadtwerke Münster GmbH spiegelt sich in der um 39 Mio. € auf 
rd. 478,9 Mio. € gestiegenen Bilanzsumme wieder. Diese Steigerung ist neben den Zugängen des 
Sach- und Finanzanlagevermögens (Aktivierung der GuD-Anlage) auf eine Erhöhung des Umlauf-
vermögens durch Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände zurück zu führen. Der relativ 
hohe Kassenbestand (rd. 44,5 Mio. €) hat sich gegenüber dem Vorjahr (78,9 Mio. €) deutlich ver-
ringert und steht im Zusammenhang mit der Abwicklung der ausstehenden Zahlungen nach Fertig-
stellung und Abnahme der Leistungen für die GuD-Anlage. 
 
Entsprechend der Beschlusslage werden sich die Gewinnrücklagen um 15,7 Mio. € erhöhen und 
damit zur Stärkung des Eigenkapitals beitragen. Der Wert der Rückstellungen stieg im Vergleich 
zum Vorjahr um 12,2 Mio. € auf 105,7 Mio. €. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf erhöhte 
Vorsorgeaufwendungen im Personalbereich und für Vorsorgemaßnahmen für Unternehmensrisi-
ken in den Versorgungssparten angesichts der nicht abschätzbaren Preisentwicklung auf den E-
nergiemärkten. Durch planmäßige Tilgungen konnten die Verbindlichkeiten um rd. 7 Mio. € auf 
102,6 Mio. € verringert werden.  
 
Im Lagebericht wird auch auf die zukünftigen Risiken eingegangen. Die Geschäftsführung sieht als 
Hauptrisiken weiterhin die Veränderungen in den liberalisierten Energiemärkten, insbesondere die 
noch nicht absehbaren Preisrisiken aus der erstmaligen Festsetzung der Netzentgelte für Strom 
und Gas durch die zuständige Regulierungsbehörde. Ebenso kann die Reduzierung von Aus-
gleichszahlungen des Landes NRW für die gemeinwirtschaftlichen Leistungen des öffentlichen 
Nahverkehrs nicht ausgeschlossen werden. 
 
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 8.410.000 € (Jahresüberschuss 
i. H. v. 25.090.000 € abzüglich Gewinnrücklagenzuführung i. H. v. 15.680.000 € abzüglich Vorab-
gewinnausschüttung i. H. v. 1.000.0000 €) an die Stadt Münster auszuschütten.  
 
Einzelheiten zum Jahresabschluss sind sowohl dem Geschäftsbericht 2005 (Anlage 1) als auch 
der als Anlage 2 beigefügten Aufsichtsratsvorlage Nr. 17/2006 der Stadtwerke Münster GmbH zu 
entnehmen. Der Aufsichtsrat berät über den Jahresabschluss 2005 in seiner Sitzung am 
13.06.2006. Über das Ergebnis wird mündlich berichtet werden. 
 
 
I. V.  
 
gez. 
Bickeböller 
Stadtkämmerin

Anlage 3 zur Vorlage 483/2006

2968 Zeichen

Anlage 3 zur Vorlage V/0483/2006  
 
 
Münster, 01.06.2006 
 
 
Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 19/2006 
 
 
Betreff 
Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2006 der Stadtwerke Münster GmbH 
 
Berichterstatter 
Herr Dr. Ohlms 
Herr Dr. Spickenheuer 
 
 
Antrag 
 
Der Aufsichtsrat wolle beschließen: 
 
Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfohlen: 
 
Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einze l- und Konzernabschlusses 
der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2 006 wird die KPMG Prü- 
fungs- und Beratungsgesellschaft für den öffentlich en Sektor Aktiengesellschaft 
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gewählt 
 
Der Auftrag wird erteilt durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Gesellschaft. 
 
Begründung 
 
Gemäß der ab 1.1.2001 gültigen Rahmenrichtlinie für  Beteiligungen der Stadt Münster 
Ziffer 7.14 wird "der Gesellschafterversammlung und  dem Aufsichtsrat .... empfohlen, 
die Abschlussprüfergesellschaft nach fünf bis siebe n Jahren zu wechseln ....". Diese 
Bedingung wurde im Geschäftsjahr 2002 mit dem erstm aligen Wechsel der Prüfungsge- 
sellschaft von der WIBERA zur KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft erfüllt. 
 
In den vergangenen 4 Jahren haben die Abschlussprüf er der KPMG sehr gewissenhaft 
und umsichtig ihre Prüfungstätigkeiten zum Jahresab schluss im Hause der Stadtwerke 
vorgenommen. Dabei haben wir Prüferkompetenz auch i m Sinne branchenspezifischen 
Fachwissens festgestellt. In Einzelfragen wurden we rtvolle Anregungen sowohl für das 
Rechnungswesen als auch andere Fachbereiche gegeben . Gleiches gilt für die Durch- 
führung der jeweiligen Schwerpunktprüfungen entspre chend den Vorgaben des Auf- 
sichtsrates. 
 
Es wird daher als sinnvoll angesehen, KPMG auch für  das Geschäftsjahr 2006 mit der 
Abschlussprüfung für den Einzel- und Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH 
zu beauftragen.

Anlage 3 zur Vorlage V/0483/2006  
Neben der Stadtwerke Münster GmbH werden voraussich tlich auch die mandantenbe- 
treuten Beteiligungsgesellschaften Stadtwerke Münst er Netzgesellschaft mbH, items 
GmbH, Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH sowie V erkehrsservice Gesellschaft 
Münster mbH KPMG mit der Prüfung ihrer Einzelabschlüsse beauftragen. 
 
Nach dem Gesellschaftsvertrag der Stadtwerke Münste r GmbH wird die Bestellung des 
Abschlussprüfers nach Beschlussfassung durch die Ge sellschafterversammlung durch 
die Geschäftsführung des Unternehmens vorgenommen. 
 
Nach dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Un ternehmen (KonTraG) soll der 
Prüfungsauftrag durch den Aufsichtsrat der Gesellsc haft erteilt werden. Diese Regelung 
ist seit mehreren Jahren Praxis im Hause der Stadtwerke. 
 
Die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte durch den A bschlussprüfer für das Ge- 
schäftsjahr 2006 erfolgt mit einer besonderen Vorlage an den Aufsichtsrat. 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtwerke Münster GmbH 
 
gez. Dr. Ohlms             gez. Dr. Spickenheuer

Anlage 1 zur Vorlage 483/2006

149263 Zeichen

Stadtwerke Münster
Geschäftsbericht 
2005

Mit den besten Empfehlungen 
überreichen wir Ihnen 
den Geschäftsbericht 2005.
Erfolgreiches Jahr mit Nervenkitzel am Hafen
Alles wird GuD – so das Motto der Stadtwerke 2005. Auch die Zahlen und Fakten
sprechen eine deutliche Sprache: wirtschaftlich solide und erfolgreich; technisch
innovativ und zukunftsweisend.
Auf beeindruckende Weise ist in kürzester Zeit am Hafen ein hochmodernes Gas-
und Dampfkraftwerk entstanden. Kurzum: Für die Stadtwerke Münster war 2005 ein
Hochleistungsjahr, das in die Unternehmensgeschichte eingehen wird.
Deshalb drängt sich die Frage auf: Wie kommt ein Unternehmen dazu, in einem
Geschäftsbericht, der den wirtschaftlichen Erfolg eines Jahres abbildet, Kurzge-
schichten über technische Rückschläge in der Historie aufzunehmen? Wo ist die
Verbindung zu den Stadtwerken Münster?
Im Jahre 2005 berührte dieses Thema auch die Stadtwerke Münster: In einem beein-
druckenden Projektmanagement mit engem Zeitkorsett ist die Gas- und Dampftur-
binenanlage entstanden: Die Erfolgsgeschichte begleitet Sie als Fotodokumentati-
on durch den Geschäftsbericht. Aber: Ende November 2005 hielten die Stadtwerke
den Atem an, Ende November brach die Stromversorgung im Münsterland zusammen
und löste durch unglückliche Umstände einen Brand in den Rauchgaskanälen aus.
So nah liegen Erfolg und Rückschlag zusammen, deshalb der Mut zum Thema Rück-
schläge.
Die Stadtwerke Münster konnten den renommierten Münsteraner Schriftsteller Burk-
hard Spinnen gewinnen, sich mit dem Thema „technische Rückschläge in der Histo-
rie“ wortgewaltig, kurz und knapp auseinander zu setzen. Das Lese-Erg(l)ebnis fin-
den Sie am Ende unseres Berichtes. Wir danken Herrn Spinnen für die Offenbarung
seines Blickwinkels.
Viel Spaß bei der Lektüre und viel Mut für Ihre Projekte. Wer weiß, wer irgendwann
Ihre Erfolgsgeschichte schreibt!
Dr. Norbert Ohlms
Dr. Werner Spickenheuer

Inhalt
05 Auf einen Blick
06 Organe der Gesellschaft
10 Bericht des Aufsichtsrates
12 Vorwort der Geschäftsführung
16 Lagebericht
68 Jahresabschluss
68 Bilanz
70 Gewinn- und Verlustrechnung
71 Anhang
86 Übersicht über die Sachanlagen
88 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
90 Die GuD-Anlage: Fakten, die für sich sprechen
94 Impressum
servi c e r u n d u m
Geschäftsbericht 2005
Stadtwerke Münster
Seite 5

Jahresabschluss
2005 2004 2003
Sachanlagen und immaterielle 
Vermögensgegenstände
Anschaffungswerte T € 1.071.082 1.027.746 958.302
Buchrestwerte T € 302.693 256.040 228.679
Investitionen T € 83.406 71.777 23.231
Finanzanlagen T € 75.902 59.397 56.074
Gezeichnetes Kapital T € 51.200 51.200 51.200
Bilanzsumme T € 478.891 439.936 387.471
Umsatzerlöse (ohne Stromsteuer) T € 367.506 292.092 279.609
Materialaufwand T € 301.169 157.520 153.831
Personalaufwand T € 59.954 55.873 58.637
Abschreibungen T € 28.479 35.742 28.494
Steuern T € 11.655 10.373 13.310
Konzessionsabgabe T € 17.099 17.456 17.033
Bilanzgewinn T€ 8.410 8.840 8.600
Absatz
Stromabgabe Mio. kWh 1.298,8 1.173,2 1.112,4
Erdgasabgabe Mio. kWh 3.084,3 2.740,1 2.626,3
Fernwärmeabgabe Mio. kWh 539,3 578,1*                567,7
Wasserabgabe Mio. m 3 16,8 17,0 17,4
Fahrgäste Mio. 31,5 31,0*      30,7
Hafenumschlag 1.000 t 266 341 269
Netzlängen
Strom km 3.344 3.319*                3.346
Erdgas km 829 824*           825
Fernwärme km 94 89 83
Wasser km 955 943 933
Verkehr/Betriebsleistungen 1.000 km 8.759 8.820*                8.140
Mitarbeiter
Zahl der Mitarbeiter (31.12.) 1.020 1.034 1.082
davon Auszubildende 41 37 37
Wesentliche Beteiligungen
- Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster
- FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven
- items Gesellschaft für Informationstechnologie, Kommunikation und Organisation Münster mbH, Münster
- Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Münster
- Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., (N-DIX), Enschede/Niederlande
- Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster
- Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster
- Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster
- Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster
- Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum
* Zahlen geändert
Organe der Gesellschaft
Gesellschafter
Stadt Münster zu 100 %
Aufsichtsrat
Hans-Winfried Welter
Vorsitzender des Aufsichtsrates, 
Sprachlehrer
Heinz Röhricht
1. stellvertretender Vorsitzender,
Arbeitnehmervertreter,
Freigestellter Betriebsratsvorsitzender
Rudolf Klein
2. stellvertretender Vorsitzender,
Ratsmitglied, Systemanalytiker
Susanne Bachg
Arbeitnehmervertreterin, 
Kaufm. Angestellte
Frank Baumann 
Ratsmitglied, Online-Designer
Helga Bickeböller
Stadtkämmerin
Wilhelm Breitenbach
Ratsmitglied, Lehrer
Ulrich Eisenack
Ratsmitglied, Ltd. Regierungsdirektor
Werner Frenzel
Arbeitnehmervertreter, Freigestellter
stellvertr. Betriebsratsvorsitzender
Michael Jung
Ratsmitglied, Historiker
Dieter Maager
Ratsmitglied,
Heizungs- und Lüftungssanitärmeister
Antonio Machado
Arbeitnehmervertreter, Lagerist
Andreas Nicklas,
Ratsmitglied, Rechtsanwalt
Carsten Peters
Ratsmitglied, Geschäftsführer
Joachim Tonn
Ratsmitglied, Kaufm. Angestellter
Stefan Weber
Ratsmitglied, Selbstständiger EDV-Berater
Michael Weidekamp
Arbeitnehmervertreter, Techn. Angestellter
Rolf Wischer
Arbeitnehmervertreter,
Freigestelltes Betriebsratsmitglied
Geschäftsführung
Dr.-Ing. Norbert Ohlms
Dr. Werner Spickenheuer
Auf einen Blick

10 Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12 Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68  Jahresabschluss
Die GuD-Anlage
Der Umbau des ehemaligen Heizkraftwerkes in ein modernes Gas- und Dampf-
turbinen-Kraftwerk ist das größte Investment, das die Stadtwerke in ihrer
über 100-jährigen Geschichte getätigt haben. Dies sind Investitionen in die
Zukunft. Ein erheblich geringerer Schadstoffausstoß und eine verbesserte Aus-
nutzung der eingesetzten Rohstoffe paaren sich in dieser Anlage mit einer um
356 % gesteigerten Effizienz in der Stromerzeugung. Damit leisten die Stadt-
werke Münster einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Sicherung der
Energie- und Wärmeversorgung – für die Umwelt und die Bürger unserer Stadt.
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 11
07 Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12 Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68  Jahresabschluss
Der Aufsichtsrat hat während des Ge-
schäftsjahres 2005 die ihm nach Gesetz
und Satzung obliegenden Aufgaben
wahrgenommen. In acht gemeinsamen
Sitzungen mit der Geschäftsführung
wurden alle wesentlichen Sachfragen
des Versorgungs- und Verkehrsbereichs,
der Beteiligungsgesellschaften sowie
grundsätzliche Fragen der Geschäftspo-
litik eingehend beraten. Anhand der
geprüften Vorlagen, der übergebenen
Unterlagen und erteilten Auskünfte hat
der Aufsichtsrat die Geschäftstätigkeit
der Gesellschaft überwacht und die ihm
lt. Gesellschaftsvertrag obliegenden Be-
schlüsse gefasst. Beanstandungen ha-
ben sich nicht ergeben. 
Der Aufsichtsrat hatte sich mit weitrei-
chenden Fragen der Unternehmensstra-
tegie zu befassen, unter anderem mit
folgenden Themen:
• Strategische Ausrichtung des Unter-
nehmens an die geänderten Bedingun-
gen des Energiewirtschaftsgesetzes.
• Auswirkungen des Wettbewerbs auf
den Strom- und Gasmärkten sowie die
Preispolitik des Unternehmens.
• Entwicklung der Beteiligungsgesell-
schaften und Stärkung ihrer Positio-
nen in den Wettbewerbsmärkten Ver-
sorgung und Verkehr.
Die von den internationalen Energie-
märkten verursachten überproportiona-
len Preiserhöhungen für die Kunden der
Stadtwerke wurden im Aufsichtsrat
intensiv diskutiert. Testate der von der
Gesellschaft beauftragten neutralen
Wirtschaftsprüfer zu den notwendigen
Preisanpassungen in der Gasversorgung
wurden zur Kenntnis genommen und bil-
deten die Basis für die einstimmigen
Entscheidungen des Aufsichtsrates. Die
Mitglieder des Aufsichtsrates sind sich
dabei ihrer politischen Verantwortung
gegenüber den Kunden und gegenüber
dem Unternehmen bewusst. Die Ent-
scheidungen des Aufsichtsrates wurden
in der Öffentlichkeit offensiv vertreten.
Mit der Fertigstellung der Gas- und
Dampfturbinenanlage am Standort Ha-
Aufsichtsrat fen wurde ein markantes Zeichen für die
umwelt- und die energiepolitische Ziel-
setzung des Unternehmens und der
Stadt Münster gesetzt.
Mit der Gründung der Stadtwerke Mün-
ster Netzgesellschaft mbH hat die
Gesellschaft die gesetzlichen Forderun-
gen zur Entflechtung der Energiesekto-
ren vorzeitig erfüllt. Der Aufsichtsrat der
Stadtwerke Münster GmbH nimmt auch
für diese Gesellschaft Aufsichtsfunktio-
nen wahr.
Im Rahmen des Risikomanagementsy-
stems ließ sich der Aufsichtsrat regel-
mäßig über die vollständige Erfassung
und Fortschreibung der Risiken berich-
ten und setzte sich mit den wesentli-
chen Risikobereichen des Unternehmens
und der Beteiligungsgesellschaften aus-
einander. Die Quartalsberichterstattung
im Rahmen des Beteiligungscontrollings
der Gesellschafterin wurde ebenfalls im
Aufsichtsrat behandelt. 
Nach Beschluss der Gesellschafterver-
sammlung der Stadtwerke Münster
GmbH vom 01.07.2005 wurde die KPMG
Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für
den Öffentlichen Sektor Aktiengesell-
schaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Düsseldorf, zum Abschlussprüfer für das
Geschäftsjahr 2005 bestellt. Die Jahres-
abschlussprüfung beinhaltet den Einzel-
abschluss und den Konzernabschluss der
Stadtwerke Münster GmbH und auch die
Prüfung nach § 53 Haushaltsgrundsät-
zegesetz. 
In Wahrnehmung seiner Aufsichtspflich-
ten und in Abstimmung mit dem Betei-
ligungscontrolling der Gesellschafterin
hat der Aufsichtsrat dem Abschlussprü-
fer umfangreiche Vorgaben für die Prü-
fungsschwerpunkte bei der Abschluss-
prüfung vorgegeben.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2005 sind unter
Einbeziehung der Buchführung von der
KPMG Prüfungs- und Beratungsgesell-
schaft für den Öffentlichen Sektor
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungs-
gesellschaft, Düsseldorf, geprüft und
mit dem uneingeschränkten Bestäti-
gungsvermerk versehen worden. Die Ord-
nungsmäßigkeit der Geschäftsführung
wurde gemäß § 53 Haushaltsgrundsät-
zegesetz vom Abschlussprüfer geprüft;
es ergaben sich keine Beanstandungen.
Zur Erläuterung der Prüfung und der Prü-
fungsergebnisse hat der Abschlussprüfer
an der Aufsichtsratssitzung, die den Jah-
resabschluss der Gesellschaft behandel-
te, wie in den Vorjahren teilgenommen.
Aufgrund des Prüfungsberichts und der
Ausführungen des Abschlussprüfers ist
der Aufsichtsrat mit dem Ergebnis der
Prüfung einverstanden.
Nach dem abschließenden Ergebnis sei-
ner Prüfung billigte der Aufsichtsrat den
von der Geschäftsführung aufgestellten
Jahresabschluss und Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2005. Er empfahl der Ge-
sellschafterversammlung, den von der
Geschäftsführung aufgestellten Jahres-
abschluss für das Geschäftsjahr 2005
festzustellen und die Geschäftsführung
zu entlasten.
Der Aufsichtsrat besteht aus 18 Mit-
gliedern. Er hat keine Ausschüsse gebil-
det. Änderungen in der Zusammenset-
zung haben sich im Berichtsjahr nicht
ergeben.
Der Deutsche Corporate Governance
Kodex wurde wie bereits in den Vorjah-
ren im Rahmen der Geschäftsordnung
für den Aufsichtsrat befolgt.
Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsfüh-
rung, dem Betriebsrat und allen Mitar-
beiterinnen und Mitarbeitern für die
vertrauensvolle Zusammenarbeit, die die
Grundlage für die Erfüllung der gestell-
ten Aufgaben bildet.
Münster, den 13. Juni 2006
Für den Aufsichtsrat
Hans-Winfried Welter
Vorsitzender
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 13
7. September 2004
Grundsteinlegung
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68  Jahresabschluss
Das Jahr 2005 war wiederum stark von
energiewirtschaftlichen Themenstellun-
gen geprägt. Mit der endgültigen Ver-
abschiedung des neuen Energiewirt-
schaftsgesetzes wurden Mitte dieses
Jahres die rechtlichen Rahmenbedin-
gungen für mehr Wettbewerb im Ener-
giemarkt geschaffen.
In diesem von Veränderungsdruck ge-
prägten Umfeld ist es der Stadtwerke
Münster GmbH im Jahr 2005 erneut ge-
lungen, ein gutes Jahresergebnis zu er-
zielen. Das Unternehmen fühlt sich da-
durch in seinem Weg bestätigt, auf Ver-
änderungen vorausschauend zu reagie-
ren und die damit verbundenen Heraus-
forderungen als Chance zu begreifen. 
Die Stadtwerke Münster GmbH haben
frühzeitig damit begonnen, sich auf die-
se neuen Rahmenbedingungen auszu-
richten. So konnten bereits alle mit die-
sem Gesetzeswerk verbundenen Um-
strukturierungsmaßnahmen erfolgreich
umgesetzt werden. Der Forderung nach
einer Trennung des Netzbereiches von
den Bereichen Erzeugung und Vertrieb
sind wir u.a. durch die Gründung der
neuen Stadtwerke Münster Netzgesell-
schaft mbH nachgekommen. In dieser
neu gegründeten Gesellschaft wurden
u.a. die Bereiche Asset Management,
Netznutzungsmanagement und Regulie-
rungsmanagement organisatorisch zu-
sammengefasst. Die hierdurch neu ent-
standenen Leistungsbeziehungen zwi-
schen den Stadtwerken und der Netzge-
sellschaft wurden über umfassende
Dienstleistungs- und Pachtverträge ab-
gebildet. Diese haben weitreichende
Auswirkungen auf die bisherigen Finanz-
ströme im Unternehmen, was sich in
dem diesjährigen Geschäftsbericht erst-
mals zeigt. 
Das erklärte Ziel, die neuen gesetzlichen
Vorgaben frühzeitig umzusetzen und
dabei gleichzeitig die bestehenden opti-
malen Betriebsabläufe mit den damit
verbundenen Synergien weitestgehend
zu erhalten, sehen wir rückblickend als
erreicht an. 
Mit der fristgerechten Inbetriebnahme
der neuen Gas- und Dampfturbinenan-
lage zum Ende des Jahres 2005 wurde
ein weiteres wichtiges Ziel erreicht.
Durch die Realisierung dieser größten
Einzelinvestitionsmaßnahme in der über
hundertjährigen Firmengeschichte ist es
gelungen, einen wichtigen Beitrag zur
fortlaufenden Optimierung der Energie-
beschaffung zu leisten. So führt der
Ausbau der Eigenerzeugung auf unge-
fähr die Hälfte des Münsteraner Strom-
bedarfes zu mehr Flexibilität gegenüber
stark schwankenden Marktpreisen und
schafft somit mehr Planungssicherheit.
Durch den Ausbau der umweltfreundli-
chen Energieerzeugung durch Kraft-
Wärme-Kopplung in Verbindung mit dem
Vorwort der Geschäftsführung Wir fühlen uns auf 
unserem Weg bestätigt,
auf Veränderungen 
vorausschauend zu 
reagieren und die damit
verbundenen
Herausforderungen als
Chance zu begreifen.
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 15
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68  Jahresabschluss
hohen Wirkungsgrad dieser Anlage wer-
den rund 190.000 Tonnen Kohlendioxid-
Emissionen pro Jahr vermieden, was den
ökologischen Anspruch des Unterneh-
mens eindrucksvoll unterstreicht. Dies
verstehen wir als aktiven Beitrag zur
Verbesserung der Umweltsituation und
Lebensqualität in Münster. Der im Jahr
2005 bereits begonnene Rückbau der
Rauchgasentschwefelungsanlage des
alten Heizkraftwerkes wird sich zudem
positiv auf das gesamte Hafenbild aus-
wirken. 
Ergänzend zu der bisherigen Konfigura-
tion der neuen Gas- und Dampfturbinen-
anlage wurde beschlossen, die Anlage
um einen Wärmespeicher zu erweitern.
Hierzu wird der bestehende und nicht
mehr benötigte Kohlebunker benutzt.
Durch die geplante Entkoppelung zwi-
schen der Bedienung des Wärmebedar-
fes und der Stromproduktion ergeben
sich technische und wirtschaftliche Op-
timierungsmöglichkeiten. 
All diese Aktivitäten verstehen sich als
Elemente eines permanenten und markt-
orientierten Kostenmanagements. Hier-
mit verbunden ist das Ziel, unseren Kun-
den attraktive Produkte und Dienstleis-
tungen zu marktfähigen Preisen anbieten
zu können. Gepaart mit unserem „service
rund um“ sehen wir dies als wichtigen
Beitrag zu unserem obersten Ziel – der
Zufriedenheit unserer Kunden. Den Preis-
steigerungen auf den Weltenergiemärk-
ten konnten sich jedoch auch die Stadt-
werke Münster nicht entziehen. Es ist uns
aber gelungen, diese Preissteigerungen
durch eine gezielte Einkaufsstrategie und
Kosteneinsparungen zunächst teilweise
aufzufangen und somit die Strompreise
im Jahresverlauf konstant zu halten und
die Gaspreise erst zeitlich versetzt den
Einstandspreisen folgen zu lassen.
Im Verkehrsbereich ist es u.a. durch die
Kooperation mit anderen Verkehrsgesell-
schaften gelungen, das hochwertige
Niveau des ÖPNV in Münster aufrechtzu-
erhalten. Die erneut gute Platzierung
unseres Verkehrsbetriebs im Rahmen
einer bundesweiten Umfrage bestätigt
dies eindrucksvoll. 
Service kann immer nur so gut sein wie
die Menschen, die ihn leben. Insofern
sehen wir in einer qualifizierten und
motivierten Belegschaft die Basis unse-
res Erfolgs. Auch in diesem Jahr wurde
deshalb durch eine Vielzahl von Maß-
nahmen daran gearbeitet, die Kunden-
orientierung weiter zu verbessern.
Die Vielzahl der angesprochenen The-
men zeigt eines sehr deutlich: Die Ver-
sorgungsbranche in Deutschland ist und
bleibt spannend. Die geplante Forcie-
rung der Gasmarktliberalisierung wie
auch die beschlossene Anreizregulie-
rung im Netzbereich sind nur zwei Her-
ausforderungen, auf die wir uns schon
heute vorbereiten. Mit den aufgezeig-
ten Maßnahmen sind wir zuversichtlich,
die richtigen Weichen für eine erfolgrei-
che Zukunft gestellt zu haben. 
Münster, den 31. März 2006
Dr.-Ing. Norbert Ohlms, 
Technischer Geschäftsführer
Dr. Werner Spickenheuer,
Kaufmännischer Geschäftsführer
7. September 2004
Grundsteinlegung
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 17
8. September 2004
Fundamentlegung
Grundplatte
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
In der Wärmeversorgung (Gas und Fern-
wärme) stellte sich die Absatzentwick-
lung differenziert dar. Bei Rückgängen
in der Fernwärmeversorgung konnte der
Gasabsatz insbesondere durch Großkun-
den und Kraftwerkslieferungen deutlich
gesteigert werden.
Auch im Verkehrsbereich konnte die Zahl
der Fahrgäste leicht gesteigert werden.
Herausragende Ereignisse des Geschäfts-
jahres waren die Fertigstellung der Gas-
und Dampfturbinenanlage am Heizkraft-
werk Hafen sowie die Gründung der
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft
mbH. 
Auf der Grundlage der schwachen wirt-
schaftlichen Rahmenbedingungen ha-
ben die Stadtwerke darüber hinaus die
planmäßige Markterschließung beste-
hender und neuer Geschäftsfelder wei-
ter vorangetrieben sowie durch konse-
quente benchmarkorientierte Kontrolle
Schwache Binnenkonjunktur
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingun-
gen  in der Bundesrepublik Deutschland
sowie in dem für unser Absatzgebiet
maßgeblichen Wirtschaftsraum Münster
ließen auch im Berichtsjahr bei weitge-
hender Stagnation nur schwache Bele-
bungserscheinungen in einzelnen Bran-
chen zu. Trotz dieser schwachen Binnen-
konjunktur konnten in einigen Geschäfts-
bereichen Absatzsteigerungen erzielt
werden.
Der überproportionale Anstieg der Prei-
se an den internationalen Rohstoffmärk-
ten hat sich auch auf den Beschaffungs-
märkten unseres Unternehmens bemerk-
bar gemacht. Höhere Weltmarktpreise
für Kohle-, Öl- und Dieselkraftstoffe ver-
teuerten unsere Beschaffungspreise für
Strom und Gas, die Erzeugungskosten in
unserem Heizkraftwerk und den dezen-
tralen Blockheizkraftwerken sowie die
Leistungserstellung im Verkehrsbereich.
Diese von uns nicht beeinflussbaren
Kosten konnten auch im Berichtsjahr
nur teilweise an die Kunden weiterge-
reicht werden.
Im bereits vollständig liberalisierten
Strommarkt hat sich die Wettbewerbs-
intensität wiederum erhöht. Trotzdem
ist es uns gelungen, ehemalige Kunden
zurückzugewinnen und neue Kunden zu
akquirieren.
Angesichts der stark gestiegenen Ener-
giepreise erhielt das Thema „Energiespa-
ren“ eine besondere Bedeutung. Die
Stadtwerke haben daher auch im
Berichtsjahr ihre Kunden intensiv und
kostenlos über Möglichkeiten zur Ener-
gieeinsparung beraten.
In der Wasserversorgung hat der Trend
zum sparsamen Umgang mit diesem
Naturprodukt angehalten und auch im
Berichtsjahr zu einer leichten Senkung
des Wasserabsatzes geführt.
Lagebericht Die Stadtwerke 
Münster haben die
Markterschließung 
bestehender und neuer
Geschäftsfelder weiter
vorangetrieben und
Kostensenkungsmaß-
nahmen umgesetzt.
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 19
9. September 2004
Fundamentlegung
Maschinenhaus
Die Stadtwerke Münster haben sich für
das so genannte Pachtmodell entschie-
den und über die Anforderungen des
Energiewirtschaftsgesetzes hinaus auch
das Wasser- und das Fernwärmenetz an
die Stadtwerke Münster Netzgesellschaft
mbH verpachtet. Das Eigentum an den
Netzen und sonstigen Anlagen verbleibt
bei den Stadtwerken; mit der Verpach-
tung geht die Betriebsführung der Netze
auf die Netzgesellschaft über. Damit
werden die bei den Stadtwerken bereits
realisierten Synergieeffekte bei Pla-
nung, Bau und Betrieb von Netzen aller
Versorgungssparten auch weiterhin rea-
lisiert. 
Neben diesen Pachtverträgen haben die
Vertragspartner eine Vielzahl von
Dienstleistungsverträgen im Hinblick
auf die von der Stadtwerke Münster
GmbH zu erbringenden Dienstleistungen
für ihre Tochtergesellschaft abgeschlos-
sen. Dabei greift die Netzgesellschaft
insbesondere in Bezug auf Planung, Bau
und Betrieb der Versorgungsnetze auf
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Stadtwerke Münster GmbH zurück. Glei-
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
der Arbeitsprozesse Kostensenkungs-
maßnahmen umgesetzt.
Die im Geschäftsjahr 2005 vorgenom-
menen Investitionen lagen insbesonde-
re durch den Neubau der Gas- und
Dampfturbinenanlage auf einem sehr
hohen Niveau. Gleichzeitig haben die
Stadtwerke die Projektbudgets für Aus-
bau und Instandsetzung der Strom-,
Gas-, Fernwärme- und Wassernetze über
die Netzgesellschaft deutlich ausgewei-
tet, um die Versorgungssicherheit und
die Versorgungsqualität der Energie- und
Wasserversorgung auch für die Zukunft
zu gewährleisten. 
Trotz der hohen Aufwendungen für den
Bau der Gas- und Dampfturbinenanlage
sowie der moderaten Preispolitik konn-
te insbesondere bedingt durch die posi-
tive Absatzentwicklung in den Be-
reichen Strom und Gas ein zufriedenstel-
lendes Bilanzergebnis ausgewiesen wer-
den. Die wirtschaftliche Lage und Ent-
wicklung der Stadtwerke Münster GmbH
kann daher für das Geschäftsjahr 2005
insgesamt als gut bezeichnet werden.
Neues Energiewirtschaftsrecht –
Gründung der Netzgesellschaft
Das zweite Gesetz zur Neuregelung des
Energiewirtschaftsrechtes vom 07.07.
2005 dient der Umsetzung der EU-Elek-
trizitäts- und Erdgasbinnenmarktricht-
linien 2003 in deutsches Recht. Zweck
des neuen Gesetzes ist die sichere, preis-
günstige, verbraucherfreundliche, effi-
ziente und umweltverträgliche Versor-
gung der Allgemeinheit mit Elektrizität
und Gas. Kernstück der Energierechts-
novelle ist die angestrebte Verbesserung
der Markttransparenz und eine verstärk-
te Kosteneffizienz in den Strom- und
Gasnetzen.
Weiter enthält das Energiewirtschafts-
gesetz Bestimmungen zur Entflechtung
des Netzbetriebes von den in Wettbe-
werbsbereichen enthaltenen Vorgaben
zur Unternehmens- und Geschäftsorga-
nisation vertikal integrierter Versor-
gungsunternehmen. Ziel dieser Regelun-
gen ist, die Unabhängigkeit der Netzbe-
triebsführung von den Interessen des
Energieversorgungsunternehmens im
Wettbewerb auf den nachgelagerten
Märkten sowie eine diskriminierungs-
freie Behandlung der Netznutzer zu
gewährleisten. Hauptziele der Entflech-
tung sind also der diskriminierungsfreie
Netzzugang, die Transparenz und die
Vermeidung von Quersubventionierung
zwischen Vertrieb und Netz. Zur Umset-
zung dieser Vorgaben hat die operatio-
nelle Entflechtung, das heißt, die infor-
matorische und buchhalterische Ent-
flechtung, sofort nach Inkrafttreten des
Gesetzes zu erfolgen. Für die rechtliche
Entflechtung sieht das Gesetz eine Frist
bis zum 01.07.2007 vor.
Die Stadtwerke Münster GmbH hat sich
sehr frühzeitig mit den Anforderungen
der Entflechtungsbestimmung beschäf-
tigt und im Berichtsjahr 2005 – kurz
nach Inkrafttreten des Gesetzes – zur
Umsetzung dieser Vorgaben die Stadt-
werke Münster Netzgesellschaft mbH
gegründet. Mit Übertragungsvertrag
zwischen Mutter- und Tochtergesell-
schaft wurde das operative Geschäft
handelsrechtlich zum 01.01.2005 auf
die Netzgesellschaft übertragen.
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 21
29. September 2004
Fundamentlegung
Maschinenhaus
gesteigert. Damit konnte das an den Wett-
bewerb in Münster verlorene Absatzvolu-
men zum großen Teil kompensiert werden.
Die Abwicklung dieser Lieferungen in
fremde Netze erfolgte wie in den Vor-
jahren in Zusammenarbeit mit der Enet-
ko GmbH, Köln, an der die Stadtwerke
über die Energiehandelsgesellschaft
West mbH beteiligt sind.
Bei den Haushalts- und Geschäftskun-
den wurden im Berichtsjahr wie in den
Vorjahren erfolgreich Kundenbindungs-
maßnahmen umgesetzt. Dadurch konn-
te die Wechselrate bei dieser Kunden-
gruppe niedrig gehalten werden.
Eigenerzeugung
Neue GuD-Anlage fertig gestellt
Herausragendes Ereignis des Geschäfts-
jahres 2005 war die Fertigstellung der
Gas- und Dampfturbinenanlage am
Standort HKW Hafen. Die Abnahme der
Anlage erfolgte plangemäß entsprechend
dem Gesetz zur Förderung der Kraft-
wärmekopplung im Dezember 2005.
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
ches gilt für die kaufmännischen Quer-
schnittsfunktionen, wie sie auch für an-
dere Beteiligungsgesellschaften erbracht
werden.
Mit Gründung der Netzgesellschaft wur-
den gleichzeitig ein Ergebnisabfüh-
rungsvertrag sowie ein Beherrschungs-
vertrag (Teil-Beherrschungsvertrag für
den regulierten Markt) zwischen der
Stadtwerke Münster GmbH und der Netz-
gesellschaft abgeschlossen. Für die dis-
kriminierungsfreie Ausübung des Netz-
geschäftes wurde ein Gleichbehand-
lungsprogramm festgelegt. Die Überwa-
chung der Programmvorgaben erfolgt
durch den Gleichbehandlungsbeauftrag-
ten.
Nach Aufnahme der Tätigkeiten hat die
Netzgesellschaft die Entgelte auf der
Basis der Netzentgeltverordnungen
Strom und Gas kalkuliert und die Ent-
geltanträge fristgerecht eingereicht.
Das erforderliche  Personal (11 Mitarbei-
terinnen und Mitarbeiter einschließlich
Geschäftsführung) ist gemäß § 613 a
BGB im Wege des Teilbetriebsübergangs
auf die Stadtwerke Münster Netzgesell-
schaft mbH übergegangen. Die Unab-
hängigkeit des Personals hinsichtlich
der Organisation, der Entscheidungsge-
walt und der Ausübung des Netzgeschäf-
tes ist durch die personelle Trennung
nach Tätigkeitsbereichen gegeben.
Mit der Aufnahme der Geschäftstätigkeit
der Netzgesellschaft zum 01.01.2005 ist
die Vergleichbarkeit von Daten des
Berichtsjahres der Stadtwerke Münster
GmbH zum Vorjahr sowohl im Lagebe-
richt als auch in der Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung sowie im Anhang in
mehreren Fällen eingeschränkt.
Stromversorgung
Stromabsatz
Wettbewerb um Endkunden
Trotz verschärften Wettbewerbs auf dem
Energiemarkt und verhaltener Binnen-
konjunktur konnte der Stromabsatz im
Berichtsjahr deutlich gesteigert werden.
So lag die Stromabgabe in 2005 bei rd.
1,3 Mrd. kWh. Dies sind rd. 10,7 % mehr
als im Jahre 2004.
Die Absatzentwicklung in den einzelnen
Kundengruppen zeigte sich sehr differen-
ziert. Im Haushalts- und Gewerbebereich
lag die Abgabe auf dem Niveau des Vor-
jahres. Bei den Sondervertragskunden
konnte insbesondere durch die Rückge-
winnung eines Großkunden sowie die Um-
satzausweitung bei Bestandskunden der
Absatz um über 20 % gesteigert werden.
Erfreulich verlief auch die Expansion der
Stromlieferungen in fremde Netze. Das
Absatzvolumen, vornehmlich an Gewerbe-
kunden außerhalb des angestammten Ver-
sorgungsgebietes der Stadtwerke, wurde
um knapp 35 % auf rd. 130,7 Mio. kWh
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 23
30. September 2004
Fundamentlegung
Maschinenhaus
Die Kraftwerke der Stadtwerke sind in das
Prognosemodell der Energiehandelsge-
sellschaft West mbH zur Abschätzung des
täglichen Strombedarfs eingebunden.
Unter Berücksichtigung der Nebenbedin-
gungen der Kraft-Wärme-Kopplung wird
die Stromerzeugungsleistung daher zur
Optimierung der Beschaffungssituation
eingesetzt. Weiterhin liefern die Stadt-
werke kurzfristig eine so genannte Minu-
tenreserve an externe Stromhändler.
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
Nach nur zweijähriger Bauzeit wurde
damit die größte Einzelinvestition in der
Geschichte der Stadtwerke in Betrieb ge-
nommen. Der Bau der neuen Anlage er-
folgte parallel zum Betrieb des beste-
henden Heizkraftwerkes. Dabei wurden
die kohle-/gasgefeuerten Altanlagen
erst nach Abschluss der Heizperiode
2004/2005 außer Betrieb genommen.
Die Umschlussarbeiten an das Strom-
und Wärmenetz sowie die bestehenden
Anlagen erfolgten in der lastschwachen
Zeit, so dass zur Heizperiode 2005/2006
die Versorgung mit Strom und Fernwär-
me jederzeit gesichert war.
Die Fertigstellung der Anlage schien
durch einen von außen induzierten
Brand im November 2005 gefährdet.
Durch intensive Zusammenarbeit aller
Beteiligten konnte die Anlage nach
Reparaturarbeiten im Dezember 2005
wieder in Betrieb gehen.
Damit verfügt die Gas- und Dampfturbi-
nenanlage einschließlich der vorhande-
nen Heißwasserkessel über folgende
Erzeugungskapazitäten:
• Stromerzeugung
Gasturbine I und II 
elektrische Leistung je 31.140 kW
Dampfturbine
elektrische Leistung 37.905 kW
maximale elektrische 
Erzeugung gesamt 100.185 kW
• Fernwärmeerzeugung
Gas- und Dampf-
turbinenanlage ca. 110.000 kW
Heißwasserkessel V/VI 
gesamt 100.000 kW
Die Stromerzeugung aus der GuD-Anla-
ge wird – auch in Abhängigkeit von der
Fernwärmeerzeugung – ca. 600 Mio.
kWh p.a. betragen.
Neben dieser Großinvestition haben die
Stadtwerke ein Blockheizkraftwerk in
Amelsbüren mit einer elektrischen Lei-
stung von 232 kW planmäßig in Betrieb
genommen. An vier verschiedenen Stand-
orten wurden ebenfalls Klein-BHKWs mit
einer Gesamtleistung von 152 kW fertig
gestellt.
Damit verfügen die Stadtwerke nunmehr
insgesamt über 21 BHKWs bzw. Klein-
BHKWs mit einer elektrischen Leistung
von insgesamt 5.154 kW. Daneben werden
weiterhin eine Wasserkraftanlage mit ei-
ner Nennleistung von 110 kW sowie eine
Windkraftanlage mit 600 kW betrieben.
Mit diesen Erzeugungsanlagen, insbeson-
dere mit der Gas- und Dampfturbinenan-
lage, setzen die Stadtwerke das langjäh-
rige CO2-Minderungskonzept weitestge-
hend um. Bei voller Auslastung wird
allein die GuD-Anlage eine jährliche CO2-
Einsparung von rd. 190.000 t bewirken.
Die gesamte eigene Stromerzeugung der
Stadtwerke im Berichtsjahr lag mit
201,0 Mio. kWh rd. 2,5 % über dem Ver-
gleichswert des Vorjahres. Diese Steige-
rung ist umso erfreulicher, als durch die
frühzeitige Stilllegung der Altanlagen
und die Bautätigkeit für die neue GuD-
Anlage mehrere Monate Eigenprodukti-
on ausfielen. Damit lieferten die Stadt-
werke auch in 2005 rd. 17,2 % des
Stromabsatzes an ihre Kunden in Mün-
ster aus eigenen Erzeugungsanlagen. 
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 25
20. Oktober 2004
Fundament-
Schalarbeiten
Einsatzdauer der Heißwasserkessel, die
in Spitzenzeiten bzw. in lastschwachen
Zeiten eingesetzt werden. Damit erhöht
sich die Effektivität der GuD-Anlage
nicht unwesentlich und trägt somit zur
weiteren Entlastung der Umwelt bei. Die
höhere Erzeugung in der Kraft-Wärme-
Kopplung folgt damit der Zielsetzung des
Gesetzes zur Förderung der Kraft-Wärme-
Kopplung und erhöht den von der Erd-
gassteuer befreiten Einsatz in der GuD-
Anlage zulasten der Heißwasserkessel.
Technische Daten der Wärmespeicheran-
lage:
• Speicherkapazität 250 MWh
• Speicherinhalt bei 
4 Behältern ca. 7.500 cbm
• max. Speichertemperatur 120 
oC
Die Fertigstellung der Anlage ist Mitte
2006 vorgesehen. Im Berichtsjahr wur-
den wesentliche Vorarbeiten durchge-
führt, insbesondere die wärmeseitige
Einbindung zur GuD-Anlage sowie die
benötigten Speicherfundamente und
wesentliche Teile der Speicheranlagen.
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
Netzdienstleistungen
Aktivitäten der Netzgesellschaft
Die Stromerzeugung aus den verschie-
denen Erzeugungsanlagen der Stadtwer-
ke wird über das Netz der Stadtwerke
Münster Netzgesellschaft mbH an die
Kunden der Stadtwerke geliefert.
Entwicklung des 
Stromaufkommens
2005 2004 Veränd.
Mio. kWh Mio. kWh % 
Eigenerzeugung
201,0 196,1 + 2,5
Bezug Netz Münster
967,1 880,1 + 9,9
Bezug externe Netze
130,7 97,0 + 34,7
Gesamt
1.298,8 1.173,2 + 10,7
Ergebnis der Stromversorgung
Umsatzstärkster Bereich
Das Geschäftsfeld Stromversorgung war
auch im Berichtsjahr der umsatzstärk-
ste Unternehmensbereich mit einem
Anteil am Gesamtumsatz von rd. 45,9 %
(Vorjahr rd. 44,5 % jeweils ohne Strom-
steuer). 
Die Umsatzsteigerung in Höhe von rd.
38,8 Mio.€ resultiert aus Absatzsteige-
rungen sowie Preisanpassungsmaßnah-
men, die durch die erhöhten Strombe-
schaffungskosten sowie die Erhöhung
der bundesweiten Umlagen nach den
Gesetzen zur Förderung der Kraft-
Wärme-Kopplung und der erneuerbaren
Energien notwendig wurden. Ebenfalls
wurden die Netzentgelte der Stadtwer-
ke Münster Netzgesellschaft mbH zum
01.01.2005 leicht erhöht.
Insgesamt ergab sich eine Erhöhung der
Tarife der Stadtwerke zum 01.02.2005
moderat um rd. 0,7 ct je kWh zuzüglich
Mehrwertsteuer. 
Neben den vorgenannten Kosten fällt
insbesondere die Stromsteuer ins
Gewicht, die absatzbedingt mit 21,9
Mio. € um rd. 2,0 Mio.€ über den Zah-
len des Vorjahres lag.
Wichtigste Einzelinvestition im Bereich
Stromversorgung war im Berichtsjahr die
Gas- und Dampfturbinenanlage am
Standort Heizkraftwerk Hafen. Die Inve-
stitionssumme betrug rd. 80,0 Mio. €
zuzüglich der strom- und gasseitigen
Anbindungskosten. In der Investitions-
summe sind Rückbaukosten für nicht
mehr benötigte Anlagen des alten
kohle-/gasgefeuerten Heizkraftwerkes
einschließlich der Rauchgasreinigungs-
anlage DESONOX noch nicht enthalten.
Diese bereits in 2005 begonnenen De-
montagearbeiten werden in 2006 fort-
gesetzt.
Darüber hinaus haben die Stadtwerke im
Berichtsjahr mit den Bauarbeiten für
eine Wärmespeicheranlage begonnen,
die in unmittelbarer Nachbarschaft zur
GuD-Anlage im ehemaligen Kohlerund-
bunker eingebaut wird. 
Diese Wärmespeicheranlage trägt zur
gleichmäßigeren Auslastung der GuD-
Anlage bei und führt damit zu einer Er-
höhung der Stromerzeugung in Kraft-
Wärme-Kopplung bei Reduzierung der
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 27
21. Oktober 2004
Betonarbeiten
Betriebsgebäude
Erdgasversorgung
Erdgasabsatz
Differenzierte Mengenentwicklung
Der Erdgasabsatz stieg im Berichtsjahr
insgesamt um 12,6 % auf nunmehr
3.084,3 Mio. kWh. An dieser erfreuli-
chen Absatzentwicklung waren die Ver-
brauchergruppen aber sehr unterschied-
lich beteiligt. 
Der Absatz im Privat- und Geschäftskun-
denbereich sank gegenüber dem Vorjahr
um 4,8 %. Dieser deutliche Rückgang
der Lieferungen ist trotz Erhöhung der
Kundenzahl ursächlich auf Energiespar-
maßnahmen unserer Kunden zurückzu-
führen. Insbesondere die infolge der
steigenden Heizölpreise im Berichtsjahr
vorgenommenen Gaspreisanhebungen
zum 01.01. sowie zum 01.07.2005
haben unsere Kunden zu einem bewuss-
teren Umgang mit Erdgas veranlasst.
Dieser Verbrauchstrend wurde verstärkt
durch die im Vergleich zum Vorjahr
etwas höheren Außentemperaturen,
denen der Erdgasabsatz im Heizungsbe-
reich regelmäßig folgt. So lag die Grad-
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
Mit der Nutzung des ehemaligen Kohle-
rundbunkers mit einem Fassungsvermö-
gen von 16.000 t Kohle für die Wärme-
Speicheranlage wird ein markantes Bau-
projekt direkt neben dem Hafenbecken 1
weiterhin betrieblich genutzt. 
Des Weiteren wurden im Berichtsjahr
planmäßig das Blockheizkraft Amelsbü-
ren sowie weitere vier Klein-BHKWs fer-
tig gestellt.
Das Stromversorgungsnetz wurde um
24,8 km erweitert. Für Informationska-
bel wurden rd. 25,6 km Neubaustrecke
verlegt. Die Anzahl der Hausanschlüsse
stieg um 714 auf nunmehr 55.701.
Außerdem stieg die Anzahl der Zähler
um 1.053 auf nunmehr 173.172 Stück.
Bei den Schalteinrichtungen wurde im
Auftrag der Netzgesellschaft im Schalt-
haus Gasselstiege eine neue 10-kV-
Schaltanlage eingebaut. In der Um-
spannanlage Mittelhafen wurde für die
GuD-Anlage ein neues Feld in Betrieb
genommen. Darüber hinaus wurden wei-
tere 25 Netzstationen saniert und 10
weitere Netzstationen ausgebaut. Die
Erschließung von Neubaugebieten pri-
vater und öffentlicher Bauträger wurde
planmäßig fortgeführt. Die Umstellung
des veralteten Funksystems auf TETRA-
Funk wurde erfolgreich abgeschlossen.
Im Rahmen des Dienstleistungsvertra-
ges mit der Stadt Münster wurden
25.842 Leuchtenanlagen für die öffent-
liche Straßenbeleuchtung betrieben und
in Stand gehalten.
Um den Qualitätsstandard unserer
Stromnetze und damit die Versorgungs-
sicherheit und Verfügbarkeit der Strom-
lieferung auf einem hohen Niveau zu
erhalten, wurden im Auftrag der Stadt-
werke Münster Netzgesellschaft mbH
umfangreiche Instandhaltungsmaßnah-
men im Netz und in verschiedenen
Schalthäusern durchgeführt. Gerade
angesichts der lang anhaltenden Ausfäl-
le der Stromlieferung im Münsterland
nach dem so genannten Schneechaos im
November 2005 kommt der Versorgungs-
sicherheit eine sehr hohe Bedeutung zu.
Die Stadtwerke haben bereits seit meh-
reren Jahren auf der Grundlage von
umfangreichen Analysen der Planungs-
abteilung über den Qualitätszustand der
Netze ein über mehrere Jahre laufendes
Programm aufgelegt. Auch im Berichts-
jahr lag das Projektb udget für die von
der Netzgesellschaft durchgeführten
Leistungen über den vergleichbaren
Werten der Vorjahre.
Das operative Ergebnis der Stromversor-
gung kann im Hinblick auf die beschrie-
benen Belastungen sowie die erhöhten
Kapitalkosten aus den Investitionsmaß-
nahmen noch als befriedigend bezeich-
net werden.
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 29
8. November 2004
Vormontage der Kessel
tagszahl als Referenzstandardwert für
die Durchschnittstemperaturen in Mün-
ster im Berichtsjahr mit 3.383 rd. 2,6 %
unter dem vergleichbaren Wert des Vor-
jahres und 3,1 % unter dem langjähri-
gen Mittel für unser Absatzgebiet in
Münster.
Sehr erfolgreich entwickelten sich der
Absatz an unsere Sondervertragskunden,
der rd. 9,9 % über dem Vergleichswert
des Vorjahres lag, sowie die Belieferung
der Eigenbetriebe der Stadtwerke Mün-
ster, insbesondere an die neu errichte-
te Gas- und Dampfturbinenanlage am
Standort Heizkraftwerk Hafen sowie die
insgesamt 21 Blockheizkraftwerke des
Unternehmens.
Eine weiterhin positive Absatzentwicklung
nahmen die Gaslieferungen an unter-
nehmenseigene Heizungsanlagen, die als
Wärmecontractingsystem unter dem Mar-
kenzeichen „Thermokonzept“ bei Privat-
und Gewerbekunden errichtet werden.
Planmäßig verlief auch der Erdgasabsatz
über die zwei in unserem Versorgungs-
gebiet installierten Erdgas-Tankstellen.
Die insgesamt erfreuliche Entwicklung der
Absatzzahlen wurde auch durch die Ak-
quisition von neuen Kunden erreicht. 
Wirtschaftliches Ergebnis der
Erdgasversorgung
Gesamtergebnis deutlich rückläufig
Die erfreuliche Absatzsteigerung im
Sondervertragskundenbereich sowie die
zwei vorgenommenen Preiserhöhungen
führten trotz der teilweisen Mengen-
rückgänge zu einer deutlichen Erhöhung
der Umsatzerlöse. 
Die bereits in 2004 festzustellenden
Preiserhöhungen auf den internationa-
len Energiemärkten führten über das
ganze Berichtsjahr zu einer deutlichen
weiteren Steigerung unserer Beschaf-
fungskosten, die wir zum 01.01.2005
sowie zum 01.07.2005 nur teilweise an
unsere Kunden weitergeben konnten.
Daher mussten im Berichtsjahr deutli-
che Margenverluste in der Belieferung
unserer Kunden akzeptiert werden.
Diese, aus unserer Sicht moderate Preis-
politik wurde auch durch das Testat
eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers
bestätigt; ergänzend hierzu haben die
Stadtwerke ein umfangreiches Kommu-
nikationskonzept zur Information der
Gasverbraucher eingesetzt.
Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse
mengen- und preisbedingt in der Gas-
versorgung um 20,7 %.
Der im Vorjahr in Betrieb genommene
Erdgasröhrenspeicher am Standort Mün-
ster-Albachten mit einem Speichervolu-
men von ca. 240.000 m
3 wurde im Be-
richtsjahr erstmalig ganzjährig planmä-
ßig eingesetzt. Der wirtschaftliche Er-
folg entsprach den Vorgaben.
Die Erschließung von Neubaugebieten
wurde planmäßig vorangetrieben. Ins-
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 31
10. November 2004
Montage
Kesselgerüst
Fernwärmeversorgung
Fernwärmeabsatz
Sondereffekte durch Kraftwerksneubau
Der Fernwärmeabsatz entwickelte sich
im Berichtsjahr differenziert. Trotz
durchschnittlich höherer Temperaturen
gegenüber dem Vorjahr konnte der
Absatz im Bereich Privatkunden und
Geschäftskunden leicht gesteigert wer-
den. Dies ist insbesondere auf den
Anschluss neuer Kunden sowie die
erfolgreiche Akquisition von Wärmecon-
tractinganlagen unter dem Markenzei-
chen „Thermokonzept“ zurückzuführen.
Dieses Geschäftsfeld wurde im Berichts-
jahr neu positioniert als „Thermokonzept
Business“ mit der Zielgruppe Geschäfts-
kunden und größere Wärmecontracting-
anlagen. Hier konnte im Berichtsjahr
eine größere Klinik in Münster als neuer
Kunde gewonnen werden. Insgesamt
erhöhte sich im Geschäftsfeld Thermo-
konzept der Absatz um 84 % gegenüber
dem Vorjahr. Die Akquisitionsbemühun-
gen in Münster und der Region wurden
im Berichtsjahr intensiviert.
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
gesamt wurde das Hauptrohrnetz um rd.
5 km erweitert. Ebenfalls konnte die
Zahl der Hausanschlüsse um 362 auf
nunmehr 33.130 erweitert werden.
Im Baugebiet Roxel-Nord wurde für die
Fernwärmeversorgung dieses Baugebie-
tes ein Heizwerk mit einer kleinen KWK-
Anlage mit einer Leistung von 2,4 MW
thermisch fertig gestellt.
Die in 2003 außer Betrieb genommene
Gasentspannungsanlage an der Überga-
bestation Mecklenbeck wurde demon-
tiert; mit den Montagearbeiten für eine
neue effektivere Gasentspannungsturbi-
ne mit einer elektrischen Leistung von
550 kW wurde begonnen. Für die Kondi-
tionierung des Erdgaseinsatzes in der
Gasentspannungsanlage wurde ein Block-
heizkraftwerk mit einer Leistung von
1.164 kW elektrisch bereits fertig ge-
stellt. Die Fertigstellung der Gasent-
spannungsturbine ist für das zweite
Quartal 2006 vorgesehen.
Das Geschäftsfeld „Erdgas als Kraftstoff“
wurde weiter zielgerichtet ausgebaut
und gefördert. Bei der Neubeschaffung
von Fahrzeugen im Fuhrpark der Stadt-
werke werden vorrangig Erdgasfahrzeu-
ge beschafft. Zum Ende des Berichtsjah-
res waren damit im eigenen Fuhrpark 32
erdgasbetriebene Fahrzeuge im Einsatz.
Ein wichtiger Baustein in der Qualitäts-
sicherung unserer Leistungen in der Erd-
gasversorgung ist die Zertifizierung
gemäß der internationalen Qualitäts-
norm DIN ISO 9001. Die Re-Zertifizie-
rung für den Bereich Gas wurde im
Berichtsjahr erfolgreich durchgeführt. 
Der nach der Inbetriebnahme des Erd-
gasröhrenspeichers nicht mehr benötig-
te Teleskopgasbehälter mit einem Fas-
sungsvermögen von rd. 75.000 m
3 wurde
außer Betrieb genommen. Nach Abspra-
che mit den Denkmalbehörden der Stadt
Münster wurde mit einer Teildemonta-
ge begonnen, ebenfalls wurden umfang-
reiche Altlasten, zum Teil noch aus der
Kokerei-Gas-Zeit, entsorgt. Die Restar-
beiten werden im Folgejahr abgeschlos-
sen. Im Ergebnis bleibt der Teleskop-
gasbehälter als so genannte Landmar-
ke im Stadtbild der Stadt Münster
bestehen.
Die absatz- und preisbedingte Erhöhung
der Umsatzerlöse konnte die gestiege-
nen Aufwendungen für Beschaffungsko-
sten sowie die Instandhaltungsmaßnah-
men nicht kompensieren, so dass das
operative Ergebnis der Gasversorgung
gegenüber dem Vorjahr deutlich gesun-
ken ist. Das Gesamtergebnis kann im
Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche
Situation des Unternehmens aber noch
als zufriedenstellend bezeichnet werden.
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 33
25. November 2004
Kesselmontage
Der Absatz an die Beteiligungsgesell-
schaft Westfälische Fernwärmeversor-
gung GmbH, Münster, die ihrerseits als
Weiterverteilungsunternehmen Fernwär-
mekunden in Münster versorgt, ging im
Berichtsjahr leicht um rd. 2,3 % zurück.
Grund war die Stilllegung des kohlege-
feuerten Heizkraftwerkes Hafen sowie
die vorübergehende Stilllegung der
Heißwasserkessel für Umschlussarbeiten
der neuen Gas- und Dampfturbinenan-
lage am selben Standort. Die hierdurch
bedingten Ausfallzeiten hat die Westfä-
lische Fernwärmeversorgung GmbH durch
Wärmeproduktion in eigenen Heizwerken
ersetzt. Die Versorgung der Endkunden
in Münster war damit ununterbrochen
gewährleistet.
Ebenfalls ging die Wärmelieferung an
einen Großkunden in Münster zurück,
der insbesondere während der Still-
standszeiten des Heizkraftwerkes Hafen
die eigene Wärmeproduktion im eigenen
gasgefeuerten Heizwerk erhöhte.
Insgesamt reduzierte sich damit der
Wärmeabsatz um 6,7 % auf nunmehr
539,3 Mio. kWh im Berichtsjahr gegen-
über 578,1 Mio. kWh im Vorjahr.
Fernwärmeerzeugung
Umweltfreundliche Wärmeerzeugung
auf hohem Niveau
Trotz der Einschränkungen durch die
Neubautätigkeiten für die Gas- und
Dampfturbinenanlage am Standort Heiz-
kraftwerk Hafen sank die Wärmeabgabe
aus dieser Anlage im Berichtsjahr nur
um 8,7 % auf 484,7 Mio. kWh. Gleich-
zeitig stieg die Wärmeerzeugung in den
Blockheizkraftwerken sowie den Ther-
mokonzeptanlagen um rd. 15,0 % auf
nunmehr 54,7 Mio. kWh. Damit lag die
Gesamtabgabe aus der Eigenerzeugung
mit 539,3 Mio. kWh um 6,7 % unter der
vergleichbaren Zahl des Vorjahres.
Wirtschaftliches Ergebnis der
Fernwärmeversorgung
Leichte Ergebnisverschlechterung
Trotz der schwachen Baukonjunktur in
Münster wurde im Berichtsjahr das Fern-
wärmenetz um 4,6 km auf nunmehr rd.
93,6 km verlängert. Die Anzahl der
Hausanschlüsse konnte sowohl in Neu-
baugebieten, aber auch durch Verdich-
tungsmaßnahmen um 282 auf 2.136
erhöht werden.
Die Erschließungsmaßnahmen in bereits
begonnenen Neubaugebieten wurden
planmäßig weitergeführt. Im Baugebiet
Roxel-Nord wurde ein neues Heizwerk
mit einer kleinen KWK-Anlage in Betrieb
genommen; wirtschaftliche Auswirkun-
gen aus dieser Anlage werden sich aller-
dings erst im Folgejahr ergeben.
Der starke Anstieg der internationalen
Energiepreise für Heizöl und Kohle führ-
te zu deutlich höheren Erzeugungsko-
sten in den Erzeugungslagen der Stadt-
werke, die nur zum Teil an die Kunden
weitergegeben werden konnten. Unter
Berücksichtigung der jeweiligen Erzeu-
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 35
29. November 2004
Aufrichtung
des Feuerraums
Mio. m3. An dieser Entwicklung waren
die Privatkunden einschließlich Gewer-
be und der so genannte Mischbedarf, an
die rd. 15,9 Mio. m
3 Trinkwasser gelie-
fert wurden, mit rd. 0,9 % Minderabsatz
vertreten. Gleichzeitig sank die Abgabe
an Sondervertragskunden und sonstige
Verbraucher um 6,5 %.
Wasserbeschaffung
Rückgang der Eigenförderung
Der Rückgang des Wasserabsatzes wurde
überwiegend durch eine geringe Vermin-
derung der Förderung in den eigenen
Wasserwerken aufgefangen. Hier sank
die Förderung in eigenen Wasserwerken
um 3,3 % auf 10,5 Mio. m
3. Der Wasser-
bezug vom Wasserwerk Haltern lag un-
verändert bei 7,4 Mio. m
3.
Zur Sicherstellung der langfristigen Was-
serbeschaffung wurde im Berichtsjahr
ein neuer Wasserlieferungsvertrag mit
einer Laufzeit bis 2020 abschließend
verhandelt. Dieser Liefervertrag setzt
die langfristige, seit 1958 bestehende
Kooperation mit Gelsenwasser fort. An-
gesichts der weiter erwarteten Rückgän-
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
gungsstruktur im kohle-/gasbetriebenen
Heizkraftwerk Hafen sowie in den dezen-
tralen gasbetriebenen Heizzentralen wur-
den die höheren Beschaffungskosten ent-
sprechend den Preisgleitklauseln diffe-
renziert an die Kunden weitergegeben.
Zum 01.04.2005 stiegen die Preise für
Kunden des Heizkraftwerks Hafen um
10,4 % sowie für Fernwärmekunden aus
erdgasbetriebenen Heizzentralen um ca.
5,0 %.
Zum 01.10.2005 ergab sich für Kunden
aus dem Heizkraftwerk Hafen eine Preis-
steigerung um rd. 4,0 % und für Kunden
aus dezentralen Heizzentralen um ca.
10,8 %.
Sowohl diese Preiserhöhungen als auch
die allgemeine Diskussion über die welt-
weit explodierenden Energiekosten führ-
ten bei unseren Kunden zu einem beson-
ders sparsamen Umgang mit Energie.
In Verbindung mit dem erhöhten Stoff-
aufwand sowie den gestiegenen Kapi-
talkosten für die weitere Erschließungs-
tätigkeit sank das operative Ergebnis der
Fernwärmeversorgung im Berichtsjahr
unter das vergleichbare Ergebnis des
Vorjahres. Im Hinblick auf die Gesamt-
situation des Unternehmens kann die-
ses Ergebnis aber noch als ausreichend
bezeichnet werden.
Trinkwasserversorgung
Trinkwasserabsatz
Weiterhin sparsame Wasserverwendung
Die Trinkwasserversorgung als zentrale
Geschäftssparte unseres Unternehmens
konnte im Berichtsjahr auf 125 Jahre
Trinkwasser für Münster und Umgebung
zurückblicken. Die Stadtwerke haben
dieses Jubiläum zum Anlass genommen,
die Aufgaben zur Sicherstellung einer
gleichbleibend hohen Trinkwasserquali-
tät und stetiger Verfügbarkeit in aller
Öffentlichkeit zu kommunizieren.
Der langfristig anhaltende Trend zum
Wassersparen, der durch unsere Kunden-
beratung mit dem Ziel der Ressourcen-
schonung unterstützt wird, konnte auch
im Berichtsjahr beobachtet werden. 
Die weiterhin schwache Konjunktur führ-
te auch bei den Gewerbe- und Sonderver-
tragskunden zu einem sparsameren Um-
gang mit dem Betriebsmittel Trinkwasser.
Insgesamt sank der Absatz im Berichts-
jahr leicht um 1,2 % auf nunmehr 16,8
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 37
14. Dezember 2004
Kesselmontage
maßnahmen in allen Bereichen wieder-
um gesunken ist. Trotzdem haben die
Stadtwerke in 2005 keine Wasserpreis-
anhebungen vorgenommen.
Das operative Ergebnis dieses Geschäfts-
bereiches kann danach als nicht ausrei-
chend bezeichnet werden.
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
ge im Wasserabsatz werden die Stadt-
werke Münster nach diesem Kooperati-
onsvertrag die eigene Förderleistung
schrittweise anheben und so die ortsna-
hen Wasservorkommen in Münster nut-
zen. Entsprechende Wasserrechte liegen
vor.
Trinkwasserqualität auf 
hohem Niveau
Re-Zertifizierung nach DIN ISO 9001
Die sichere Versorgung mit Trinkwasser
aus den stadtwerkeeigenen Wasserwer-
ken sowie durch den Wasserbezug vom
Halterner Wasserwerk wurde zu jeder
Zeit gewährleistet. Die Anforderungen
der seit 2002 geltenden Trinkwasserver-
ordnung konnten jederzeit problemlos
erfüllt werden.
Zur Qualitätssicherung der eigenen Lei-
stungen wurde im Berichtsjahr die so
genannte Re-Zertifizierung nach DIN
ISO 9001 für den Bereich Wasser erfolg-
reich durchgeführt.
Das gelieferte Trinkwasser entsprach
auch im Berichtsjahr jederzeit allen phy-
sikalischen, chemischen und mikrobio-
logischen Anforderungen.
Wirtschaftliches Ergebnis
der Trinkwasserversorgung
Steigender Material- und 
Kapitalaufwand
Der Ausbau des Wassernetzes wurde
entsprechend den Erschließungsmaß-
nahmen in Neubaugebieten vorange-
trieben. Die Länge des Versorgungsnet-
zes erhöhte sich um 11,2 km auf nun-
mehr 954,6 km. Damit haben die Stadt-
werke wiederum erhebliche Vorleistun-
gen für die zukünftige Trinkwasserver-
sorgung erbracht. Die dafür benötigten
Kapitalkosten werden erst durch späte-
re Umsatzerlöse ausgeglichen werden
können.
Die Anzahl der Hausanschlüsse erhöhte
sich um 596 auf nunmehr 49.363. Dies
entspricht einer Steigerung von rd. 1,2 %.
Gleichzeitig stieg die Zahl der Zähler um
490 auf nunmehr 50.293, entsprechend
1,0 %.
Unter Berücksichtigung der Neuan-
schlüsse sank der spezifische Trinkwas-
serverbrauch je Zähler um 2,8 % gegen-
über dem Vorjahr auf nunmehr 333,7 m
3
je Zähler.
Die relativ hohen Investitionen für
Erschließungsmaßnahmen führten zu
höheren Vorfinanzierungskosten und
damit höheren Abschreibungen für die
Stadtwerke, denen infolge der schwa-
chen Baukonjunktur eine relativ gerin-
ge Anzahl von Hausanschlüssen gegen-
überstand.
Insgesamt erhöhten sich damit die Kapi-
talkosten sowie Kosten für Materialauf-
wendungen insbesondere Pumpstrom
bei gleichzeitig gesunkenem Wasserab-
satz, so dass der Kostendeckungsgrad
der Trinkwassersparte trotz der in den
Vorjahren begonnenen Kostensenkungs-
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 39
15. Dezember 2004
Kesselmontage
Reduzierung der eigenen Betriebsleis-
tungen erbracht. Die Erhöhung der an-
gemieteten Wagen-km ist insbesondere
auf die Ausweitung der Fahrleistungen
der Beteiligungsgesellschaft Verkehrs-
service Gesellschaft Münster mbH zu-
rückzuführen.
Angebotsverbesserungen
Komfort und Umweltschutz im Fokus
Im Berichtsjahr wurden 10 weitere Nie-
derflur-Gelenkbusse in Betrieb genom-
men. Erstmalig wurden alle neuen Fahr-
zeuge mit Klimaanlagen ausgestattet,
die sowohl bei hohen Temperaturen als
auch bei feuchtkalter Witterung für
spürbar höheren Fahrkomfort sorgen.
Dieser wird auch verbessert durch wei-
tere Ausstattungsdetails wie TFT-Bild-
schirme, auf denen die Fahrgäste sämt-
liche Informationen über Uhrzeit, Lini-
ennummern, Linienverlauf, Endhalte-
stelle sowie die nächste Haltestelle
erhalten.
Mit diesen Neuanschaffungen erhöhte
sich der Busbestand an Gelenkzügen
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
Verkehrsbetrieb
Betriebs- und Verkehrsleistungen
Erfreuliche Zuwächse 
im Bereich Abonnement
Die Anzahl der Fahrgäste erhöhte sich
im Berichtsjahr um 0,5 Mio. auf rd. 31,5
Mio. Diese Zahl liegt um rd. 1,7 % über
dem vergleichbaren Wert des Vorjahres.
Außergewöhnlich starke Zuwächse gab
es im Bereich des Privatabonnements.
Dazu trug insbesondere das so genann-
te Schnupper-Abonnement bei, das im
Oktober 2005 gestartet wurde. Der
Gesamtbestand an Abonnenten stieg im
Berichtsjahr um 10,3 % auf über 21.000
zum Jahresende. Außerdem trug das
neue familienfreundliche 9-Uhr-Tages-
ticket, das seit Einführung im Rahmen
der Tarifmaßnahme zum 01.08.2005 von
rd. 390.000 Fahrgästen genutzt wurde,
zur Steigerung bei. Münster-Karte und 9-
Uhr-Karte legten um 19,3 % bzw. 12,6 %
gegenüber dem Vorjahr zu.
Die Fahrgastzahlen im Bereich Schüler,
Auszubildende und Studierende mit
Semesterticket stiegen um 1,7 % (+
180.000), bei Personen mit Schwerbe-
hindertenausweis bzw. vergleichbaren
Freifahrtberechtigungen um rd. 220.000,
entsprechend 10,5 %. Im Segment der
Sonderverkehre ist ein Zuwachs um 6,5 %
auf nunmehr rd. 500.000 Fahrgäste zu
verzeichnen.
Der Verkehrsbetrieb hat seine Betriebs-
leistungen auch im Berichtsjahr der
gestiegenen Nachfrage angepasst und
für die verschiedenen Kundensegmente
differenzierte Leistungsangebote er-
bracht.
Insgesamt blieben die Betriebsleistun-
gen (Wagen-km) bei rd. 8,8 Mio. km auf
dem Niveau des Vorjahres. Diese Be-
triebsleistung wurde durch erhöhte an-
gemietete Wagen-km bei gleichzeitiger
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005
2005 2004
in 1.000 in 1.000 Veränderung
Linienverkehr 31.041,9 30.533,6 + 1,7 %
davon • Regeltarif „Jedermann“ 17.728,7 17.620,7 + 0,6 %
• Schüler, Semesterticket, 
Auszubildende 10.952,8 10.774,6 + 1,7 %
• Schwerbehinderte 2.334,7 2.112,6 + 10,5 %
• Sonst. Fahrtberechtigungen 25,7 25,7 0,0 %
Sonderverkehre 499,5 468,9 + 6,5 %
______ ______ ______
Gesamt 31.541,4 31.002,5 + 1,7 %
Entwicklung Fahrgastzahlen

Seite 41
20. Dezember 2004
Kesselmontage
zum 31.12.2005 auf 90 (Vorjahr 88),
während der Bestand an Solo-Wagen von
34 auf 28 sank. Sämtliche Busse der
Stadtwerke sind weiterhin mit einem
„CRT-Katalysator und Rußpartikelfilter-
system“ ausgestattet. Damit haben die
Stadtwerke Münster die gesetzlich vor-
geschriebenen Maßnahmen vorzeitig
erfüllt und tragen dadurch zu einer Re-
duzierung der Feinstäube auf Münsters
Straßen bei.
Mit dem Fahrplanwechsel am 10.01.2005
wurde der Rundumanschluss am Haupt-
bahnhof ab 21.00 Uhr neu konzipiert,
gleichzeitig wurde eine Anschlussgaran-
tie gewährleistet. Verbunden damit war
ein Paket von technischen und organi-
satorischen Maßnahmen zur Anschluss-
sicherung.
Ebenfalls erfolgreich verlief die an-
spruchsvolle Verkehrssteuerung anläss-
lich von Großveranstaltungen bzw. An-
lässen mit überregionaler Bedeutung.
Rechtzeitig zum Adventsverkehr im vier-
ten Quartal 2005 wurden an sechs wei-
teren Standorten neue elektronische
Fahrgastinformationssysteme in Betrieb
genommen. Hierbei handelt es sich um
platzsparende Masten mit Ausleger. Damit
sind bereits 44 Fahrgastinformationssys-
teme im Stadtgebiet Münsters installiert.
Nahverkehrsplan verabschiedet
Masterplan für Qualität und Quantität
Ein Meilenstein für die zukünftige Ange-
botspolitik des Verkehrsbetriebs war die
Verabschiedung des zweiten Nahver-
kehrsplanes der Stadt Münster durch den
Rat der Stadt im September 2005. Nach
einer zweijährigen intensiven Erarbei-
tung dieses Nahverkehrsplanes zwischen
Stadtplanungsamt und Verkehrsmanage-
ment der Stadtwerke sowie nach umfas-
sender politischer Beratung in den
zuständigen Gremien legt damit dieser
Plan die qualitativen und quantitativen
Standards für den gesamten öffentli-
chen Personennahverkehr in Münster für
rd. fünf Jahre fest. Wesentliche Inhalte
dieses neuen Nahverkehrsplanes sind
die Ausweitung des 20-Minuten-Taktes
im Tagesnetz bis 21.00 Uhr, die Einfüh-
rung eines neuen Nachtnetzes ab 21.00
Uhr, das Rund-um-die-Uhr-Angebot an
Wochenenden sowie das neu gestaltete
Linienangebot für den wachsenden
Stadtteil Gievenbeck. Gleichzeitig wurde
der Fahrplan für die Stadt Münster neu
gestaltet und sämtlichen Haushalten im
November 2005 zur Verfügung gestellt.
Die Umsetzung dieses zweiten Nahver-
kehrsplanes begann mit dem Fahrplan-
wechsel am 09.01.2006.
Fokus Kundenzufriedenheit
Marktforschung verstärkt – 
Kundenservice weiter ausgebaut
Die Mobilitätsberatungsstelle „mobilé“
am Hauptbahnhof wurde Anfang 2005
kundenorientiert ausgebaut, um insbe-
sondere den Abonnenten-Servicebereich
im Erdgeschoss zu verbessern. Darüber
hinaus besucht ein Verkehrsmobil mit
aktivem Verkaufs- und Beratungsge-
schäft regelmäßig alle Stadtteile und
wird im Rahmen von Großveranstaltun-
gen eingesetzt. 
Um den Kundenwünschen weiter entge-
genzukommen, wurde das Instrument
der Befragung verstärkt angesetzt. Un-
tersucht wurden die Lesefreundlichkeit
des Liniennetzplanes sowie sein Aus-
hang in den Bussen ebenso wie die
Optik der Tabellen im Fahrplanbuch. In
beiden Fällen konnten die Ergebnisse
der Befragung unmittelbar umgesetzt
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 43
21. Dezember 2004
Kessel-
Stahlbaugerüst
Die bereits in den Vorjahren erfolgreich
begonnenen Maßnahmen zur Kostensen-
kung wurden im Berichtsjahr weiterhin
umgesetzt. Trotz dieser erfolgreichen
Kostensenkungsmaßnahmen stiegen die
Materialaufwendungen im Berichtsjahr
um 2,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr.
Durch die erfreuliche Erhöhung der
Umsatzerlöse konnten die Mehrkosten
des operativen Betriebes im Berichts-
jahr z.T. gedeckt werden. Unter An-
rechnung aperiodischer Einnahmen so-
wie sonstiger Erträge aus z.B. Anlagen-
abgang konnte der Jahresfehlbetrag vor
Steuern in Höhe von 12,0 Mio. € um rd.
1,5 Mio. € gegenüber dem Ergebnis des
Vorjahres verbessert werden.
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
werden. Hinzu kommen die gesetzlich
vorgeschriebenen umfangreichen Fremd-
nutzer-, Schwerbehinderten- und Seme-
sterticket-Erhebungen sowie Spezialaus-
wertungen mit Hilfe des Fahrgastanaly-
seprogramms im Nahverkehr, die wert-
volle Informationen über die Angebots-
nutzung durch unsere Kunden gegeben
haben.
Die hohen Verkaufszahlen im Bereich
Abonnement und 9-Uhr-Tageskarte wur-
den durch umfassend angelegte Marke-
tingaktionen begleitet. Beiden gemein-
sam war der umfassende Medienmix zur
gezielten Kommunikation des Preisvor-
teils. Auf dem Hintergrund der deutlich
gestiegenen Treibstoffkosten für die
Pkw-Nutzung wurde die Idee des Kos-
tensparens mit einer „Nein-Tanke“-Kam-
pagne aufgegriffen.
Wirtschaftliches Ergebnis des
Verkehrsbetriebes
Kostendeckungsgrad 
trotz Erlössteigerungen gesunken
Die Umsatzerlöse des Verkehrsbetriebes
sind im Berichtsjahr um rd. 3,8 Mio. €
auf nunmehr 24,3 Mio. € gestiegen. 
Ursächlich für diese Erlössteigerung
waren neben aperiodischen Einnahmen
die Erhöhung der Fahrgastzahlen sowie
die zum 01.08.2005 vorgenommene
Erhöhung der Tarife des Verkehrsbetrie-
bes im Rahmen der Preisanpassungs-
maßnahmen der Verkehrsgemeinschaft
Münsterland um 4,2 %. Mit dieser Maß-
nahme war eine Tarifstrukturreform ver-
bunden, deren volle Auswirkungen sich
voraussichtlich erst im folgenden Jahr
zeigen werden.
Diese Preisanpassungen reichten aller-
dings nicht aus, alle Veränderungen und
Mehrkosten im Verkehrsbetrieb auszu-
gleichen.
Im Berichtsjahr stiegen insbesondere
infolge des internationalen Ölpreisan-
stieges die Dieselbeschaffungskosten
für die 118 eigenen Busse sowie die
Busse der Vertragspartner, deren Kosten
über eine Preisgleitklausel weitergege-
ben werden.
Gleichzeitig stiegen im Berichtsjahr die
Ausgleichszahlungen des Landes Nord-
rhein-Westfalen, z.B. für die Beförde-
rung von Personen mit Schwerbehinder-
tenausweis oder die Kostenerstattung
für Nahverkehrsplanung. Darin enthal-
ten waren aperiodische Leistungen für
Vorjahre.
Die Personalaufwendungen stiegen ins-
besondere für aperiodische Kosten und
Vorsorgemaßnahmen um 1,2 Mio. €
über den vergleichbaren Wert des Vor-
jahres.
Der zum 01.11.2004 begonnene Koope-
rationsvertrag mit der Regionalverkehr
Münster GmbH zur gemeinsamen
Betriebsführung der aus der Region nach
Münster führenden Schnell- und Regio-
nalbuslinien führte ebenfalls zu leicht
gestiegenen Kosten. 
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 45
7. Januar 2005
Montage der
Kesselmodule
gen, insbesondere Sanierungsmaßnah-
men für die Beseitigung von Altlasten,
konnte die Unterdeckung des Hafenbe-
triebes aus dem Vorjahr u.a. durch Anla-
genabgänge kompensiert werden.
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
Hafenbetrieb
Ergebnis des Hafenbetriebes
Hafenumschlag deutlich rückläufig
Mit Stilllegung des kohlebetriebenen
Heizkraftwerkes am Standort Hafen im
zweiten Quartal 2005 sank der Hafen-
umschlag um 22,2 % auf 265.544 t. 
Als wesentliche Umschlaggüter sind
nach Wegfall der Kohlelieferungen Bau-
stoffe sowie Düngemittel geblieben.
Um die zukünftigen Chancen für die Ent-
wicklung von Binnenhäfen abzuschät-
zen und mögliche neue Verkehre für den
Hafenbetrieb zu erschließen, haben die
Stadtwerke Münster sich im Berichtsjahr
dem Projekt „InterPorts“ angeschlossen,
einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts,
an der mehrere Binnenhäfen im Nord-
westen Deutschlands beteiligt sind. Ziel
dieses Projektes ist, Potenziale für die
Verkehrsverlagerung von der Straße auf
das Binnenschiff im Seehafen – Hinter-
landverkehre – sowie im Binnen-See-
Verkehr zu identifizieren. Dies soll in
erster Linie durch die enge Zusammen-
arbeit von See- und Binnenhäfen im
Marketing erfolgen. 
Durch die Weitergabe von gezielten
Informationen soll versucht werden, die
Kapazitäten auf der Wasserstraße bes-
ser auszulasten und gleichzeitig da-
durch den Lkw-Verkehr deutlich zu redu-
zieren. Zur Weitergabe dieser Informa-
tionen ist unter anderem eine Internet-
plattform im Rahmen von InterPorts
geplant.
Erfolgreiche Strukturveränderung
Neue Arbeitsplätze im 
Dienstleistungssektor
Das von den Stadtwerken seit Jahren
unterstützte Stadtentwicklungskonzept
zur Strukturveränderung des Hafenbe-
reiches wurde auch im Berichtsjahr
erfolgreich fortgeführt. Auf der Hafen-
nordseite, dem so genannten „Kreativ-
kai“, wurden zwei von privaten Investo-
ren errichtete Gebäude fertig gestellt,
die hochwertige Arbeitsplätze in den
Bereichen Architektur, Einzelhandel und
Verwaltung anbieten. Mit dem Bau wei-
terer Objekte sowie dem Umbau beste-
hender Objekte wurde begonnen.
Die Stadt Münster hat zur weiteren Ent-
wicklung des Hafengebietes städtebau-
liche Rahmenbedingungen erlassen, die
von den Investoren einzuhalten sind.
Dies sichert eine einheitliche hochwer-
tige Entwicklung an diesem exponierten
Standort.
Wirtschaftliches Ergebnis
Weitere Sanierung notwendig
Die Umsatzerlöse des Hafens bestehen
überwiegend aus Mieten und Pachten für
Liegenschaften sowie Einnahmen aus
dem Güterumschlag.
Neben dem Rückgang der Umschlagmen-
gen führten weitere Leerstände im
Sanierungsbereich zu sinkenden Miet-
und Pachteinnahmen. Entsprechend la-
gen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr
leicht unter dem Wert des Vorjahres.
Bei unveränderten Aufwendungen für
die anstehenden Strukturveränderun-
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005
200520042003
Hafenumschlag
2001 bis 2005
in Mio. t
2001
0,27
2002
0,25 0,27 0,270,34

Seite 47
10. Januar 2005
Montage der
Kesseltrommel
Die Vergleichbarkeit von Einzeldaten des
Jahresabschlusses 2005 der Stadtwerke
Münster GmbH mit vergleichbaren Daten
aus dem Vorjahr ist daher in mehreren
Fällen eingeschränkt. Auf eine Anpas-
sung der Daten für das Vorjahr wurde
verzichtet, da eine nachträgliche Kor-
rektur zur Vergleichbarkeit nicht herge-
stellt werden kann.
Die Netzgesellschaft hat die nach dem
neuen Energiewirtschaftsgesetz erfor-
derlichen Anträge für die Festsetzung
der Netzentgelte Strom und Gas fristge-
mäß bei den zuständigen Behörden ein-
gereicht.
Die von den internationalen Energie-
märkten auf uns überwälzten drastisch
gestiegenen Preise für Kohle, Heizöl,
Gas und Elektrizität führten auf den
Beschaffungsmärkten zu Preissteigerun-
gen, die nur zum Teil an die Kunden wei-
tergereicht werden konnten. Die bun-
desweit geführte Diskussion über die
Angemessenheit von Preiserhöhungen
wurde auch in Münster geführt. Die
Stadtwerke haben rechtzeitig ein Kom-
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
Gesamtunternehmen
Entwicklung des 
Gesamtunternehmens
Hohe Investitionen in einem
dynamischen Energiemarkt –
Umsetzung des neuen
Energiewirtschaftsgesetzes erfolgreich
abgeschlossen
Die Fertigstellung der Gas- und Dampf-
turbinenanlage am Standort Heizkraft-
werk Hafen ist die größte Einzelinvesti-
tion in der Geschichte des Unterneh-
mens Stadtwerke Münster. Diese Inve-
stition konnte trotz widriger Umstände
nach einem Brand im Abgaskanal der
Gasturbinen termingemäß entsprechend
den Vorgaben des Gesetzes zur Förde-
rung der Kraft-Wärme-Kopplung im
Dezember 2005 abgeschlossen werden.
Die nachgewiesenen Leistungsdaten
entsprechen den Planvorgaben. Die
Brennstoffversorgung erfolgt über einen
langfristig angelegten Gaslieferungsver-
trag, der den heute bekannten Risiken
auf dem Beschaffungs- und Absatzmarkt
Rechnung trägt.
Diese neue GuD-Anlage wird ca. 50 %
des Strombedarfs in Münster in umwelt-
freundlicher Kraft-Wärme-Kopplung pro-
duzieren. Die derzeit bekannte Entwick-
lung der Strompreise führt zu einer
zufriedenstellenden Refinanzierung der
Investitionsaufwendungen. 
In Ausführung des zweiten Gesetzes zur
Neuregelung des Energiewirtschafts-
rechtes vom 07.07.2005 haben die
Stadtwerke die Vorgaben zur Entflech-
tung der Energiewirtschaft vorzeitig mit
der Gründung der Stadtwerke Münster
Netzgesellschaft mbH umgesetzt. Diese
Gesellschaft hat mit handelsrechtlicher
Wirkung zum 01.01.2005 ihre Ge-
schäftstätigkeit aufgenommen. Zur Er-
füllung dieser Aufgaben haben die
Stadtwerke mit Übertragungsvertrag der
Netzgesellschaft sämtliche Rechte und
Pflichten aus allen Verträgen übertra-
gen, die erforderlich sind, um den
Betrieb der Netze zu führen. Dabei wer-
den die Netze der Stadtwerke Münster
lediglich an die Netzgesellschaft ver-
pachtet. Anlagevermögen wurde nicht
übertragen.
Neben den vom Energiewirtschaftsge-
setz erfassten Sparten Strom und Gas
wurden auch die Netze der Wasser- und
Fernwärmeversorgung an die Netzgesell-
schaft verpachtet. Die Änderungen im
Jahresabschluss der Stadtwerke Münster
GmbH beziehen sich daher auf sämtli-
che Versorgungssparten.
Durch die Verpachtung der Netze an die
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft
mbH ergeben sich im Jahresabschluss
der Stadtwerke Münster GmbH folgende
wesentliche Änderungen:
• Die Umsatzerlöse enthalten die Netz-
dienstleistungen der Stadtwerke an
die Netzgesellschaft.
• Die sonstigen betrieblichen Erträge
enthalten die Pachterträge von der
Netzgesellschaft.
• Der Materialaufwand der Stadtwerke
enthält die Zahlungen der Netzentgel-
te an die Netzgesellschaft.
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 49
11. Januar 2005
Montage der
Kesseltrommel
nannte Orientierungscenter. Hier führen
die Stadtwerke mit großem Erfolg eine
Standortbestimmung für hoch engagier-
te Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
durch. Die Teilnehmer erarbeiten ein
systematisches Stärken- und Schwä-
chenprofil und entwickeln zusammen
mit ihren Führungskräften einen indivi-
duellen Entwicklungsplan, bestehend
aus einer Entwicklungsperspektive, Ein-
satzfeldern und konkreten Qualifizie-
rungsmaßnahmen in ihrem jeweiligen
Beruf. Die Teilnehmer klären dabei ihre
Karrierewege im Unternehmen und loten
ihre Möglichkeiten aus. Die Führungs-
kräfte profitieren dadurch, dass sie die
Potenziale der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in ihrem Bereich optimal
einsetzen und Anregungen für die Effi-
zienzsteigerung der Arbeitsabläufe
gewinnen.
Für Führungskräfte werden so genannte
Feedback-Workshops veranstaltet, mit
deren Hilfe die Führungskräfte sich ein
systematisches Feedback von ihren di-
rekt unterstellten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern einholen können. Regel-
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
munikationskonzept zur Begründung der
Preisanpassungsmaßnahmen erarbeitet.
In offenen Diskussionen wurde die Not-
wendigkeit von Preiserhöhungen zur
Sicherung der Unternehmenssubstanz
transparent gemacht.
Personalentwicklung
Stadtwerke Münster sind 
Top-Arbeitgeber
Auch im Jahr 2005 haben die Stadtwer-
ke Münster wieder eine Reihe von Maß-
nahmen ergriffen, die eine ausgegliche-
ne Balance des betrieblichen Gebens
und Nehmens absichern und die Lei-
stungsfähigkeit, Flexibilität und Inno-
vationskraft des Betriebes weiter stei-
gern. Diese Bausteine trugen dazu bei,
dass die Stadtwerke Münster zu den
attraktivsten Arbeitgebern im Münster-
land zählen.
Unter der wissenschaftlichen Leitung
des Instituts für Mittelstandsökonomie
an der Universität Trier wurden im Rah-
men des Benchmarkings TOP JOBS her-
ausragende Arbeitgeber im deutschen
Mittelstand ermittelt. Nach dieser
Untersuchung gehören die Stadtwerke
Münster durch bemerkenswerte Leistun-
gen im Personalmanagement zu den
besten Arbeitgebern im Mittelstand.
Die Stadtwerke Münster bieten ihren
Mitarbeitern umfangreiche Möglichkei-
ten zur Flexibilisierung der Arbeitszeit
an: Gleitzeit ohne Kernarbeitszeit im
Verwaltungsbereich, Wunschdienstplä-
ne für den Schichtbetrieb im Verkehrs-
betrieb und individuell flexibilisierba-
re Schichtmodelle in den Bereitschafts-
diensten. Seit Januar 2005 wird auch
die Möglichkeit geboten, im Wechsel zu
Hause und im Büro zu arbeiten (so ge-
nannte Telearbeit). Die Beteiligungsge-
sellschaft items als IT-Dienstleister bie-
tet hierfür innovative technische Mög-
lichkeiten des Online-Zugriffs auf alle
IT-Anwendungen  des Unternehmens.
Die Einführung der Telearbeit wird
durch eine intensive Unterstützung von
Team und Führungskraft begleitet,
damit die Abstimmung im Team und der
Kontakt zu den Kollegen nicht darun-
ter leiden.
Die Telearbeit verspricht den Teilneh-
mern geringere Wegezeiten und eine
bessere Vereinbarkeit von Beruf und
außerberuflichen Verpflichtungen. Die
betrieblichen Ziele sind die nachweis-
lich hohe Arbeitsqualität und Produkti-
vität, eine hohe betriebliche Flexibili-
tät und auf Dauer auch die Einsparung
von Büroflächen.
Qualifizierung der Mitarbeiter
Attraktives Fortbildungsprogramm
Für die gezielte interne Weiterbildung
wurde auch im Berichtsjahr wieder ein
attraktives Bildungsprogramm aufge-
stellt. Das Programm beinhaltet Themen
mit fachlichem und IT-Schwerpunkt,
Arbeitstechniken, Führen, Kommunika-
tion, Vertrieb und Veränderungsprozes-
se. Die Veranstaltungen werden sowohl
von externen, professionellen Trainern
als auch von Mitarbeitern der Stadtwer-
ke und der Beteiligungsgesellschaften
durchgeführt.
Ein Schwerpunkt der Personalentwick-
lung war auch im Berichtsjahr das so ge-
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005

Seite 51
15. Februar 2005
Montage der
Frischluft- und
Rauchgaskanäle
lich der Rauchgasreinigungsanlage
DESONOX wurden im Berichtsjahr begon-
nen. Die Fertigstellung ist bis 2007 vor-
gesehen.
Für das bis Mitte 2005 bestehende
kohle-/gasgefeuerte Heizkraftwerk Ha-
fen wurden im Dezember 2004 Emissi-
onsrechte nach dem Nationalen Alloka-
tionsplan der Deutschen Emissionshan-
delsstelle zugeteilt. Diese Emissions-
rechte wurden im Umlaufvermögen
bilanziert. Die Zuteilung der Emissions-
rechte für den Neubau der GuD-Anlage
steht noch aus.
Trotz schwacher Baukonjunktur haben
die Stadtwerke auch im Berichtsjahr in
die Erschließung neuer Baugebiete
sowie Verdichtungsmaßnahmen im
Bestand investiert. Diese Investitionen
bieten einen soliden Grundstein für die
weitere Entwicklung des Unternehmens.
Unter der Rubrik „Anzahlungen auf
Anlagen“ und „Anlagen im Bau“ sind
hier insbesondere der Neubau des Wär-
mespeichers für die GuD-Anlage, die Erd-
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  Jahresabschluss
mäßiges Ergebnis dieser Aktionen sind
Anregungen für die eigene Entwicklung
und für eine bessere Arbeit im Team.
Inzwischen haben etwa ein Drittel der
Führungskräfte der Stadtwerke ihre
Feedback-Workshops durchgeführt. Wei-
tere Durchführungen sind geplant.
Beschäftigte
Senkung des Personalstandes durch
Umstrukturierung
Die Anzahl der Beschäftigten reduzier-
te sich im Berichtsjahr um 14 Mitarbei-
ter auf nunmehr 1.020 zum 31.12.2005.
Neben der allgemeinen Fluktuation ist
dieser Rückgang insbesondere auf den
Übergang der Mitarbeiter der ehemali-
gen Abteilung „Netzmanagement und
Netzwirtschaft“ in die Stadtwerke Mün-
ster Netzgesellschaft mbH zurückzufüh-
ren.
Im Bereich Versorgung ergab sich eine
leichte Steigerung der Personalzahlen,
um die Anforderungen des neuen Ener-
giewirtschaftsgesetzes jederzeit zu
erfüllen. 11 Mitarbeiter wechselten zur
neu gegründeten Stadtwerke Münster
Netzgesellschaft mbH.
Im Verkehrsbereich wurden die durch
Fluktuation frei werdenden Stellen nicht
wieder besetzt. Stattdessen erfolgt die
Neubesetzung in der Beteiligungsgesell-
schaft Verkehrsservice Gesellschaft Mün-
ster mbH, die durch ihre Zugehörigkeit
zum Arbeitgeberverband des privaten
Verkehrsgewerbes ihre Leistungen markt-
gerecht anbieten kann.
Auch im Jahre 2005 haben die Stadt-
werke Münster über ihren eigenen Be-
darf hinaus junge Menschen ausgebil-
det. Trotz planmäßigen Rückgangs der
Beschäftigtenzahl wurde die Anzahl der
Auszubildenden von 37 im Vorjahr auf
nunmehr 41 erhöht.
Investitionen auf hohem Niveau
Fristgemäße Fertigstellung der 
GuD-Anlage
Die Inbetriebnahme der Gas- und
Dampfturbinenanlage am HKW Hafen
betraf die größte Einzelinvestition des
Unternehmens. In dieses Projekt wur-
den über 80,0 Mio.€ investiert zuzüg-
lich Anbindungskosten an die Versor-
gungsnetze Gas und Strom. Die notwen-
digen Demontagearbeiten für die nicht
mehr benötigten Altanlagen einschließ-
Stadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005
Beschäftigte (31.12.) 2005 2004
Bereich Versorgung 456 454
Bereich Verkehr/Hafen 316 321
Bereich Vertrieb/Verwaltung 207 222
Auszubildende 41 37
Gesamt 1.020 1.034

Seite 53
17. Februar 2005
Montage der
Rauchgaskanäle
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  JahresabschlussStadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005
den Wirtschaftsraum Münster zur Stabi-
lisierung der Wirtschaftslage und damit
der Arbeitsplätze geführt.
Vermögens- und Finanzlage 
Hohe Selbstfinanzierungsquote
Die Bilanzsumme stieg im Berichtsjahr
um 39,0 Mio.€ auf nunmehr 478,9 Mio.
€. Diese Steigerung um 8,9 % ist neben
den Zugängen des Sach- und Finanzan-
lagevermögens auf eine Erhöhung des
Umlaufvermögens durch Forderungen
und sonstige Vermögensgegenstände
zurückzuführen. 
Das Stammkapital der Gesellschaft
betrug im Berichtsjahr unverändert 51,2
Mio. €. Die Kapitalrücklage blieb im
Wesentlichen unverändert.
Die Gewinnrücklagen erhöhten sich im
Berichtsjahr um 15,7 Mio. € auf nun-
mehr 24,3 Mio.€. Diese Steigerung der
Gewinnrücklage resultiert aus dem
Ertrag anlässlich der Veräußerung von
Wertpapieren des Anlagevermögens und
soll entsprechend der Beschlusslage der
gasentspannungsturbine in der Gasüber-
gabestation Mecklenbeck sowie zum
Beispiel der Neubau von zwei Blockheiz-
kraftwerken zu nennen.
Die übrigen Zugänge zum Anlagevermö-
gen für die Versorgungssparten sowie
den Verkehrsbetrieb betreffen insbeson-
dere die Anschaffung von 10 neuen Ge-
lenkzügen für den Verkehrsbetrieb, die
Fertigstellung des Heizwerkes Roxel für
das Nahwärmegebiet Roxel-Nord sowie
mehrere Thermokonzeptanlagen.
Bei den Finanzanlagen haben die Stadt-
werke die Position „Wertpapiere des
Anlagevermögens“ um 16,1 Mio.€ auf-
gestockt. Diese Veränderung resultiert
ausschließlich aus der Umschichtung
von Wertpapieren. Die Erträge aus dem
Wertpapierverkauf sind nach dem
Beschluss der Gesellschafterin unseres
Unternehmens für eine Eigenkapitaler-
höhung bei einer Beteiligungsgesell-
schaft vorgesehen. 
Die Position „Anteile an verbundenen
Unternehmen“ erhöhte sich um den
Zugang der Stadtwerke Münster Netzge-
sellschaft mbH mit einem Stammkapi-
tal von 100 T€.
Bei den übrigen Finanzanlagen, insbe-
sondere Beteiligungen, gab es im Be-
richtsjahr keine wesentlichen Verände-
rungen. 
Insgesamt betrug der Zugang zum Anla-
gevermögen im Berichtsjahr 99,7 Mio.€.
Nach Saldierung mit den Abschreibun-
gen, Anlagenabgängen etc. erhöhte sich
das Anlagevermögen um 63,2 Mio.€.
Die mit diesen Investitionen verbunde-
nen Bau- und Lieferaufträge haben für
Zugang Anlagevermögen nach 2005 2004 Veränderung
Verrechnung von Kapitalzuschüssen Mio. € Mio. € %
Stromversorgung 84,3 6,9 + 1.117,6
Gasversorgung 3,1 6,8 – 54,6
Fernwärmeversorgung 3,7 7,4 – 49,7
Wasserversorgung 2,6 2,5 + 1,5
Verkehrsbetrieb 3,4 2,8 + 21,4
Gemeinsame Anlagen 0,5 0,6 – 6,7
Zwischensumme 97,6 27,0 + 260,8
Anlagen im Bau 2005 2004
und Anzahlungen auf Anlagen Mio. € Mio. €
Zugänge 33,9 49,2
– Umbuchungen 48,0 – 14,2 4,5 + 44,7
Finanzanlagen 16,3 3,6
Zugänge gesamt 99,7 75,3
Zugang Anlagevermögen 2005

Seite 55
14. März 2005
Gebäude: Stahlbau
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  JahresabschlussStadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005
Gesellschafterin zur Stärkung des Eigen-
kapitals verwandt werden.
Damit steigt das Eigenkapital absolut um
15,7 Mio.€ auf nunmehr 148,3 Mio.€.
Mit dieser erfreulichen Erhöhung verän-
dert sich die Eigenkapitalquote – bei
gestiegener Bilanzsumme – von 30,1 %
in 2004 auf nunmehr 31,0 % in 2005.
Unter Berücksichtigung der soliden
Finanzierung der Gas- und Dampfturbi-
nenanlage kann diese Eigenkapitalquote
noch als befriedigend bezeichnet werden.
Die Rückstellungen erhöhten sich im
Berichtsjahr um ca. 12,2 Mio. €. Diese
Zunahme ist insbesondere auf die versi-
cherungstechnisch gebotenen Erhöhun-
gen der Vorsorgebeträge für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen sowie Vor-
sorgemaßnahmen für Unternehmensrisi-
ken in den Versorgungsparten angesichts
der nicht abschätzbaren Preisentwicklung
auf den Energiemärkten zurückzuführen.
Die Finanzierung der Investitionen
erfolgte aus den bereits in 2004 aufge-
nommenen Darlehen sowie den Eigen-
mitteln des Unternehmens. Durch plan-
mäßige Tilgung verminderten sich die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditin-
stituten um rd. 7,0 Mio.€ auf nunmehr
102,6 Mio. € im Berichtsjahr.
Beim Umlaufvermögen sanken die Vor-
räte u.a. durch Verkauf nicht mehr be-
nötigter Ersatzteile sowie die Reduzie-
rung der sonstigen Vorräte für die still-
gelegten Anlagen des kohle-/gasbetrie-
benen Heizkraftwerkes Hafen insgesamt
um 0,4 Mio. €.
Bei den Forderungen und sonstigen Ver-
mögensgegenständen stiegen die Forde-
rungen aus Lieferungen und Leistungen
zum Teil preis- und mengenbedingt um
4,3 Mio.€ gegenüber dem vergleichba-
ren Wert des Vorjahres. Insgesamt stie-
gen die Forderungen und sonstigen Ver-
mögensgegenstände um 10,6 Mio.€.
Der Kassenbestand zum Bilanzstichtag
in Höhe von 44,5 Mio. € (Vorjahr 78,9
Mio.€) diente insbesondere der Abwick-
lung der ausstehenden Zahlungen nach
Fertigstellung und Abnahme der Lei-
stungen für die GuD-Anlage.
Unter Berücksichtigung der schwierigen
wirtschaftlichen Situation des Berichts-
jahres kann die Vermögens- und Finanz-
lage als solide bezeichnet werden.

Seite 57
16. März 2005
Anlieferung
Gasturbine 1
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  JahresabschlussStadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005
durch die Aktivierung der GuD-Anlage
im Dezember 2005 mit einem entspre-
chend niedrigen Abschreibungsvolumen
sowie Sondereffekte durch eine im Vor-
jahr vorgenommene Teilwertabschrei-
bung auf das Immobilienvermögen. 
Die Aufwendungen für Konzessionsab-
gaben nach den mit den Städten Mün-
ster und Drensteinfurt vereinbarten
Konzessionsverträgen sanken um 0,4
Mio. € auf rd. 17,1 Mio.€. Dieser Rück-
gang ist insbesondere zurückzuführen
auf den Absatzrückgang in der Wasser-
sparte sowie strukturelle Veränderungen
in den Energiesparten.
Die übrigen betrieblichen Aufwendun-
gen sanken um 1,3 Mio.€ auf nunmehr
20,7 Mio. € und beinhalten aperiodi-
sche Aufwendungen sowie Kosten für
Vorsorgemaßnahmen zu Risiken für die
unsichere Preisentwicklung auf den
Energie- und Beschaffungsmärkten.
Das Finanzergebnis des Unternehmens
verschlechterte sich planmäßig von 
./. 0,7 Mio. € im Vorjahr auf nunmehr
Gesamtergebnis
Ergebnis weiterhin zufriedenstellend
Durch die Verpachtung der Versorgungs-
netze an die Netzgesellschaft sowie die
Erbringung von umfangreichen Dienst-
leistungen der Stadtwerke für diese Be-
teiligungsgesellschaft ist die Vergleich-
barkeit wesentlicher Daten gegenüber
den Werten des Vorjahres nicht mehr
gegeben. Dies betrifft insbesondere die
Umsatzerlöse, sonstige betriebliche
Erträge sowie Materialaufwendungen.
Die Umsatzerlöse erhöhten sich in den
Energiesparten mengenbedingt sowie
durch die Weitergabe der höheren Be-
schaffungskosten und die Verrechnung
von Dienstleistungen an die Netzgesell-
schaft auf nunmehr rd. 389,4 Mio.€ im
Berichtsjahr gegenüber 312,0 Mio.€ im
Vorjahr.
Nach Abzug der Stromsteuer von den
Umsatzerlösen erhöhten sich die Erlö-
se netto um rd. 75,4 Mio. € auf 367,5
Mio. € im Berichtsjahr.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stie-
gen von 13,6 Mio.€ im Vorjahr auf nun-
mehr 96,3 Mio. € im Berichtsjahr.
Wesentliche Ursache für diese Erhöhung
sind die Pachterträge für die Verpach-
tung der Versorgungsnetze an die Netz-
gesellschaft.
Der Materialaufwand stieg insgesamt um
143,6 Mio.€ auf nunmehr 301,2 Mio.€.
In dieser Position sind erstmals die von
den Stadtwerken an die Netzgesellschaft
gezahlten Netzentgelte enthalten. We-
sentliche Ursache für die sonstige Erhö-
hung dieser Position sind die gestiege-
nen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe von im Saldo 31,8
Mio. €, die auf die absatz- und preisbe-
dingten höheren Aufwendungen für
Energiebeschaffungskosten zurückzu-
führen sind.
Die Personalaufwendungen lagen im
Berichtsjahr im operativen Bereich prak-
tisch auf dem Niveau des Vorjahres, da
die leichten Tarifanpassungen durch die
planmäßige Reduzierung der Mitarbei-
terzahl aufgefangen werden konnten.
Die höheren Personalaufwendungen sind
daher ausschließlich auf erhöhte Vorsor-
gemaßnahmen entsprechend den ab
01.01.2005 geänderten versicherungs-
mathematischen Grundsätzen zurückzu-
führen sowie die Anpassung des Abzin-
sungsfaktors an die Marktgegebenhei-
ten auf den Kapitalmärkten.
Insgesamt erhöhten sich damit die Per-
sonalaufwendungen um 4,1 Mio. € auf
nunmehr knapp 60,0 Mio.€ im Berichts-
jahr. Damit haben die Stadtwerke aus-
reichend Vorsorge getroffen für zukünf-
tige Pensionsleistungen des Unterneh-
mens sowie die Leistungen für die
Altersteilzeit.
Die Abschreibungen auf das Anlagever-
mögen und die Sachanlagen verminder-
ten sich im Berichtsjahr um 7,3 Mio.€
auf 28,5 Mio. €. Dieser Rückgang trotz
der hohen Investitionen ist erklärbar

Seite 59
4. April 2005
Anlieferung und
Einbindung Haupt-/
Bypass-Kamine Linie 2
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  JahresabschlussStadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005
Beteiligungsgesellschaften
Geschäftsergebnisse im Plan
Die wirtschaftliche Lage und Entwick-
lung der Beteiligungsgesellschaften
stellten sich für das Jahr 2005 differen-
ziert, aber insgesamt erfreulich dar. 
Wesentlichen Einfluss auf das Beteili-
gungsergebnis hatte die Neugründung
der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft
mbH, die mit handelsrechtlicher Wir-
kung zum 01.01.2005 planmäßig ihre
Arbeiten aufgenommen hat. 
Neben der Kalkulation der Netzentgelte
entsprechend der Netzentgeltverord-
nung für Strom und Gas hat die Gesell-
schaft die nach den Pachtverträgen vor-
gesehene Betriebsführung für die Ver-
sorgungsnetze der Stadtwerke übernom-
men. 
Das Ergebnis des ersten Geschäftsjahres
war negativ.
Die Absatzentwicklung der Westfäli-
schen Fernwärmeversorgung GmbH ver-
lief entsprechend der Temperaturent-
rd. ./. 2,3 Mio. € im Berichtsjahr.
Ursächlich hierfür waren die erhöhten
Zinsaufwendungen für die in 2004 auf-
genommenen Kredite zur Finanzierung
der GuD-Anlage sowie die Übernahme
des Bilanzverlustes von der Stadtwerke
Münster Netzgesellschaft mbH entspre-
chend dem mit diesem Unternehmen
abgeschlossenen Ergebnisabführungs-
vertrag.
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr 2005 weist mit 36,7 Mio.€
ein um 16,5 Mio. € höheres Ergebnis
der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
aus. Diese auf den ersten Blick sehr po-
sitive Ertragsentwicklung ist fast aus-
schließlich durch die Realisierung eines
Bilanzgewinnes bei der Veräußerung von
Wertpapieren des Anlagevermögens ent-
standen. Im operativen Geschäft liegt
danach das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit etwa auf dem ver-
gleichbaren Wert des Vorjahres.
Die Stadtwerke haben auch im Berichts-
jahr konsequent Kostensenkungsmaß-
nahmen durchgeführt. Trotzdem waren
sowohl in den Versorgungssparten als
auch im Verkehrsbereich zum Teil deut-
liche Margenverschlechterungen zu ver-
zeichnen. Insbesondere die gestiegenen
Energiebeschaffungskosten, die im
Laufe des Geschäftsjahres zum Teil mit
Verspätung und ebenfalls nicht in vol-
lem Umfang durch höhere Preise an die
Kunden weitergegeben werden konnten,
führten zu einem Rückgang der Rohmar-
ge. Darüber hinaus haben die Stadtwer-
ke über die Netzgesellschaft wiederum
erhöhte Instandhaltungsmaßnahmen in
den Versorgungsnetzen durchgeführt,
um für die zukünftige Qualitätssiche-
rung und weitere Erhaltung der Versor-
gungssicherheit Vorsorge zu treffen.
Die Steuerlast lag mit rd. 11,7 Mio. €
mit 1,3 Mio.€ über dem Niveau des Vor-
jahres.
Vermindert um die vorgenannten Steu-
ern stellte sich der Jahresüberschuss mit
25,1 Mio. € dar (+ 15,3 Mio. € Steige-
rung gegenüber dem Vorjahr). Aus die-
sem Jahresüberschuss soll nach dem
Beschluss der Gesellschafterversamm-
lung zur Finanzierung einer Kapitaler-
höhung bei einer Beteiligungsgesell-
schaft der Bilanzgewinn aus der Veräu-
ßerung der Wertpapiere in Höhe 15,7
Mio. € der Gewinnrücklage zugeführt
werden.
Entsprechend einer im Berichtsjahr
beschlossenen Vorabgewinnausschüt-
tung wurden in 2005 bereits 1,0 Mio.€
(Vorjahr ebenfalls 1,0 Mio. €) an die
Gesellschafterin ausgeschüttet.
Danach weist die Gewinn- und Verlust-
rechnung einen Bilanzgewinn in Höhe
von 8,4 Mio.€ aus (Vorjahr 8,8 Mio.€).
Dieser Bilanzgewinn soll nach dem Vor-
schlag der Geschäftsführung an die
Gesellschafterin ausgeschüttet werden.
Unter Würdigung der Aktivitäten zum Bau
der GuD-Anlage sowie der Auswirkungen
der Probleme auf den Energiemärkten
kann das Ergebnis des Berichtsjahres
immer noch als gut bezeichnet werden.

Seite 61
11. April 2005
Anlieferung und
Einbindung Haupt-/
Bypass-Kamine Linie 1
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  JahresabschlussStadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005
Risikomanagementsystem
Risikoreiche Energiemärkte
Nach dem Gesetz zur Kontrolle und
Transparenz im Unternehmensbereich
(KonTraG) werden nach dem bei den
Stadtwerken bestehenden Risikoma-
nagementsystem (RMS) bestehende und
potenzielle Risiken beurteilt und bewer-
tet. Danach sollen alle den Fortbestand
des Unternehmens gefährdenden Ent-
wicklungen frühzeitig erkannt werden,
um rechtzeitig notwendige Gegenmaß-
nahmen einzuleiten. Zudem sollen mit
diesem System regelmäßige und koor-
dinierte Informationsflüsse zwischen
den Unternehmensbereichen und der
Geschäftsführung sichergestellt wer-
den. Außerdem sind die operativen Be-
teiligungsgesellschaften in dieses In-
formations- und Kontrollsystem einge-
bunden.
In der für das Berichtsjahr vorliegenden
Risikoanalyse werden gleichzeitig auch
für das kommende Geschäftsjahr erkenn-
bare Risiken bewertet. Gleichzeitig wer-
den in mittelfristiger Betrachtung zu-
künftige Risiken beurteilt.
wicklung leicht negativ. Während der
Stillstandsperiode des Heizkraftwerkes
Hafen der Stadtwerke Münster GmbH hat
die Gesellschaft mit ihren Reserveheiz-
werken die eigene Versorgung sowie
eine Teillieferung an die Stadtwerke
Münster GmbH durchgeführt.
Bei der Projektgesellschaft Windkraft
Nordseeheilbad Borkum GmbH konnte
das Produktionsergebnis der 1,8-MW-
Windkraftanlage auf rd. 6,3 Mio. kWh
gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert
werden.
Bei dieser Gesellschaft ergab sich im
Berichtsjahr eine Veränderung in den
Gesellschaftsanteilen. Die Stadtwerke
Münster haben von ihrem Gesellschafts-
anteil in Höhe von 50,0 % einen Anteil
in Höhe von 0,1 % an die Mitgesell-
schafterin, die Stadtwerke Nordseeheil-
bad Borkum GmbH, veräußert, um die-
sem Gesellschafter eine Steueroptimie-
rung innerhalb ihres Gesellschafterkrei-
ses zu ermöglichen. Zu diesem Zweck
wurde zwischen der Windkraftgesell-
schaft sowie den Stadtwerken Borkum
ein Ergebnisabführungsvertrag abge-
schlossen.
Die Westfälische Bauindustrie GmbH hat
im Berichtsjahr planmäßig Instandhal-
tungsmaßnahmen an den von ihr betrie-
benen Objekten durchgeführt. Darüber
hinaus wurden Planungen im Rahmen
der städtischen Infrastrukturentwick-
lung weitergeführt. 
Das Passagieraufkommen der Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH entwickelte
sich wiederum positiv. Darüber hinaus
wurden Planungen zur Verlängerung der
Start- und Landebahn begonnen, um
dem Flughafen zukünftig neues Ver-
kehrsaufkommen zu erschließen. 
Die items Gesellschaft für Informations-
technologie, Kommunikation und Orga-
nisation mbH hat im Berichtsjahr ihre
Angebotspalette planmäßig erweitert
und neue Kunden akquirieren können. 
Die Energiehandelsgesellschaft West
mbH hat im Berichtsjahr trotz der
schwierigen Lage auf den Energiemärk-
ten ihr Handelsgeschäft erfolgreich auch
außerhalb des Gesellschafterkreises aus-
gebaut.
Zum Ende des Berichtsjahres hat die
Gesellschaft im Rahmen einer Kapital-
erhöhung die Energie- und Wasserver-
sorgung Rheine GmbH als zehnten
Gesellschafter aufgenommen. Mit dem
Beitritt dieses Gesellschafters erhöht
sich ebenfalls das Beschaffungsvolumen
auf den Energiemärkten.
Die Verkehrsservice Gesellschaft Münster
mbH hat als Unternehmen für Verkehrs-
dienstleistungen im Linienverkehr im Be-
richtsjahr ihre Leistungen planmäßig
ausgebaut. Zum 31.12.2005 beschäftig-
te diese Gesellschaft insgesamt 120 Ar-
beitnehmer, zum Teil in flexibler Teilzeit.
Die Leistungs- und Umsatzentwicklung
dieses Unternehmens verlief positiv.

Seite 63
22. April 2005
Außerbetriebnahme
der Blöcke 1 & 2
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  JahresabschlussStadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005
Ausblick
Weiterhin angemessenes 
Investitionsniveau
Nach dem Investitionsplan 2006 werden
die Sachanlageinvestitionen weiter auf
einem angemessen hohen Niveau lie-
gen. Nach Inbetriebnahme der Gas- und
Dampfturbinenanlage im Dezember
2005 werden in 2006 die bereits begon-
nenen Demontagearbeiten für nicht
mehr benötigte Anlagenteile fortge-
setzt. Darüber hinaus wird der Wärme-
speicher zur Optimierung der Fahrweise
der Stromerzeugung planmäßig fertig
gestellt werden. 
Herausragendes Ereignis im Investiti-
onsplan 2006 ist die Übernahme der
Straßenbeleuchtung von der Stadt Mün-
ster zum 01.01.2006. Zu diesem Termin
wurden rd. 26.000 Leuchtenanlagen in
das Eigentum der Stadtwerke übertra-
gen. Der bestehende Dienstleistungsver-
trag zwischen Stadt und Stadtwerken
zum Betrieb der Beleuchtungsanlagen
wurde entsprechend angepasst.
Schwerpunkte in der Risikobeurteilung
waren im Berichtsjahr die Begleitung
der Planungs- und B udgetsteuerungs-
funktionen beim Bau der Gas- und
Dampfturbinenanlage am Heizkraftwerk
Hafen sowie die Risiken, die sich aus der
Preisentwicklung auf den internationa-
len Energiemärkten sowie den Folgerun-
gen für die Beschaffungs- und Verkaufs-
preise der Stadtwerke ergeben. 
Die Geschäftsführung hat dem Aufsichts-
rat regelmäßig über die Ergebnisse des
Risikomanagementsystems berichtet.
Die Geschäftsführung sieht als Hauptri-
siken die sich abzeichnenden Verände-
rungen in den liberalisierten Energie-
märkten, insbesondere die noch nicht
absehbaren Preisrisiken aus der erstma-
ligen Festsetzung der Netzentgelte für
Strom und Gas durch die zuständigen
Regulierungsbehörden.
Die Einsprüche von Kunden gegen die
notwendigen Preisanpassungen in der
Gasversorgung nach der so genannten
Billigkeitskontrolle gemäß § 315 BGB
führen zu großer Verunsicherung der
Märkte und lassen mittelfristig einen
Preisdruck und damit Margendruck auf
die Versorgungssparten befürchten.
Die Entwicklung der Strompreise wirkt
sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit
der Gas- und Dampfturbinenanlage aus.
Die mittelfristige differenzierte Entwick-
lung der Energiepreise kann aber auch
die Wirtschaftlichkeit der GuD-Anlage
belasten.
Die zukünftig wirtschaftlich tragbare
Entwicklung des öffentlichen Personen-
nahverkehrs wird durch die angekündig-
te weitere Reduzierung von Ausgleichs-
zahlungen des Landes Nordrhein-West-
falen für die gemeinwirtschaftlichen
Leistungen des öffentlichen Nahver-
kehrs bestimmt. Ebenso sehen wir die
Änderungen des Ordnungsrahmens für
die Versorgungs- und Verkehrswirt-
schaft, insbesondere die damit verbun-
dene mögliche Einschränkung des steu-
erlichen Querverbundes, als äußerst kri-
tisch an.
Diese Risiken wurden von den Stadtwer-
ken Münster einzeln und kumulativ
bewertet und werden – trotz des zum
Teil enormen Risikopotenzials – derzeit
nicht als bestandsgefährdend einge-
schätzt.
Im Rahmen der Quartalsberichterstat-
tung wurden Aufsichtsrat und Gesell-
schafterin regelmäßig informiert.

Seite 65
7. Juni 2005
Kesseldruckproben
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  JahresabschlussStadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005
ckungsgrad des Verkehrsbetriebes leicht
vermindern.
Nach dem Wirtschaftsplan 2006 wird die
Geschäftsentwicklung im laufenden
Geschäftsjahr absatzmäßig stabil ver-
laufen. Bei nicht abschätzbaren Ent-
wicklungen der Preise auf den Beschaf-
fungsmärkten sowie der Entscheidun-
gen der Regulierungsbehörde ist ein
weiterer Margenverlust in den Energie-
sparten nicht auszuschließen. Außer-
dem wird die Berechnung der vollen Ka-
pitalkosten für die GuD-Anlage das Ge-
samtergebnis der Stadtwerke belasten.
Danach wird das Plan-Ergebnis der
Gesellschaft in Höhe von rd. 8,8 Mio.€
deutlich unter dem Ergebnis des Vorjah-
res liegen.
Die Entwicklung der Absatz- und Leis-
tungsdaten im ersten Quartal 2006 zeig-
te sich in den einzelnen Geschäftsspar-
ten sehr unterschiedlich im Vergleich
zum Vorjahr.
In der Stromversorgung stieg der Absatz
um 5,2 %. In der Erdgasversorgung stieg
Bei der Flughafen Münster/Osnabrück
GmbH wurde im März 2006 zur Finanzie-
rung der vorlaufenden Maßnahmen für
die Verlängerung der Start- und Lande-
bahn das Eigenkapital um 10,0 Mio. €
durch Bareinzahlung der Gesellschafter
erhöht. An dieser Kapitalerhöhung ha-
ben sich die Stadtwerke Münster GmbH
entsprechend ihrem Gesellschaftsanteil
mit rd. 3,5 Mio. € beteiligt.
Nach positivem Beschluss zum weiteren
Ausbau der Start- und Landebahn wer-
den die Stadtwerke in den folgenden
Jahren weitere Kapitalerhöhungen unter
Berücksichtigung von Landeszuschüssen
leisten. 
Die Stromtarife, die letztmalig zum
01.02.2005 neu festgesetzt wurden,
werden zurzeit nicht angepasst, da die
günstigen Erzeugungskosten aus der
GuD-Anlage die gestiegenen Beschaf-
fungskosten auf den Strommärkten zum
großen Teil kompensieren.
Zum 01.01.2006 mussten die Gaspreise
– trotz zweimaliger Erhöhungen in 2005
– nochmals wegen der Entwicklung auf
dem Heizölmarkt um durchschnittlich 
10 % angehoben werden. Die Angemes-
senheit der Preisänderung im Bezug auf
die höheren Beschaffungskosten wurde
durch eine unabhängige Wirtschaftsprü-
fungsgesellschaft testiert.
Nach der Umstellung der Fernwärmeer-
zeugung im kohle-/gasgefeuerten Heiz-
kraftwerk Hafen auf die gasgefeuerte
GuD-Anlage in 2005 wurden die Preis-
konditionen in den Lieferverträgen mit
den Wärmekunden an diese Entwicklung
angepasst. Zum 01.04.2006 ergibt sich
danach eine Anpassung der Wärmeprei-
se entsprechend den gestiegenen
Beschaffungskosten um rd. 10 %.
Im Verkehrsbetrieb wurden zum Fahr-
planwechsel am 09.01.2006 die im Nah-
verkehrsplan 2005 vorgegebenen Maß-
nahmen umgesetzt. Dazu gehörten die
Ausweitung des 20-Minuten-Taktes im
Tagesnetz bis 21.00 Uhr, die Einführung
des neuen Nachtnetzes Münster ab
21.00 Uhr, das Rund-um-die-Uhr-Ange-
bot an Wochenenden sowie neu gestal-
tete Linienangebote für verschiedene
Stadtteile. Im Umfeld dieses Fahrplan-
wechsels wurden breit angelegte Fahr-
gastinformationen durchgeführt. 
Mit dem regionalen Verkehrsanbieter
Westfalen Bus GmbH wurde ein Koope-
rationsvertrag abgeschlossen, mit dem
die unternehmerische Verantwortung für
mehrere Stadtbuslinien in Münster auf
die Stadtwerke Münster GmbH übertra-
gen wird. Ziel dieser Kooperation ist die
zukünftige Konsolidierung der Linien-
verkehre in den Verkehrskorridoren Hil-
trup/Amelsbüren und Roxel. Dieser
Kooperationsvertrag beginnt im Herbst
2006. Durch die Übernahme der wirt-
schaftlichen Verantwortung nach die-
sem Vertrag wird sich der Kostende-

Seite 67
17. November 2005
Eröffnung GuD-Anlage
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16 Lagebericht 68  JahresabschlussStadtwerke Münster  Geschäftsbericht 2005
dem Jahresabschluss und Lagebericht
dem Gesellschafter getrennt berichtet.
Die Stadtwerke Münster GmbH hat für
das Geschäftsjahr 2005 einen Konzern-
abschluss sowie einen Konzernlagebe-
richt aufzustellen.
Münster, den 31. März 2006
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Ohlms Dr. Spickenheuer
der Absatz bedingt durch die relativ
kalte Witterung, aber insbesondere
durch die Lieferung an die GuD-Anlage
um insgesamt rd. 51,7 %.
Die Netzeinspeisung für die Fernwärme-
versorgung sank trotz kühler Witterung
durch gestiegene Eigenerzeugung eines
Sondervertragskunden um 1,6 %.
Der Trend zum Wassersparen setzt sich
auch im 1. Quartal 2006 mit einem Rück-
gang der Netzeinspeisung um 0,9 % fort.
Im Verkehrsbereich war ein Zuwachs der
Fahrgastzahlen in Höhe von 7,1 % zu
verzeichnen.
Die nach dem neuen Energiewirtschafts-
gesetz 2005 vorgeschriebene Entflech-
tung der Energiewirtschaft wird in Ver-
bindung mit der Arbeit der Regulie-
rungsbehörde den Wettbewerb auf den
Strom- und Gasmärkten verschärfen.
Zum Ausgleich nachlassender Margen im
Stammgeschäft werden die Stadtwerke
wie in den Vorjahren Produkte in neuen
Geschäftsfeldern vermarkten. Der Ein-
stieg in den überregionalen Absatz von
Wärmecontractinganlagen unter dem
Produktnamen „Thermokonzept“ sowie
Bau und Betrieb der Straßenbeleuch-
tungsanlagen sind hier ein guter Grund-
stein.
Darüber hinaus werden die Stadtwerke
ihre Anstrengungen zur Überprüfung der
Geschäftsprozesse sowie zur nachhalti-
gen Senkung der Kosten intensivieren.
Um die Qualitätsanforderungen, die sich
aus der Einhaltung der Versorgungssi-
cherheit, aber auch aus den Anforderun-
gen der Kunden ergeben, werden die
Stadtwerke, wie bereits in den Vorjah-
ren, den Aufbau eines systematischen
Qualitätsmanagementsystems fortfüh-
ren. Schwerpunkte sind hier das aktive
Beschwerdemanagement im Versor-
gungs- und Verkehrsbereich sowie der
Aufbau eines systematischen Qualitäts-
managementsystems im Vertrieb. Neben
der Kundenbindung werden hier eine
Erhöhung der Prozesssicherheit, aber
auch die Erschließung weiterer Effi-
zienzpotenziale erwartet. Die Qualitäts-
managementsysteme werden regelmä-
ßig durch externe Gutachter entspre-
chend den einschlägigen Normen
testiert.
Wie in den Vorjahren werden die Stadt-
werke auch weiterhin ihre Vertriebsak-
tivitäten außerhalb Münsters intensivie-
ren. Beim Wettbewerb um Kunden inner-
halb und außerhalb des angestammten
Versorgungsgebietes werden die Stadt-
werke an der bewährten Zielsetzung
„Marge vor Marktanteil“ festhalten.
Über die Einhaltung der öffentlichen
Zwecksetzung und Zweckerreichung der
Stadtwerke Münster GmbH im Jahre
2005 gemäß § 108 Abs. 2 Nr. 2 GO Nord-
rhein-Westfalen wurde zeitgleich mit

Seite 69Seite 68
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68 Jahresabschluss
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.200.000,00 51.200
II. Kapitalrücklage 72.842.336,61 72.807
III.Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 24.280.000,00 8.600
IV. Bilanzgewinn 8.410.000,00 8.840
156.732.336,61 141.447
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 1.439.712,43 1.164
C. Empfangene Ertragszuschüsse 44.899.615,87 49.605
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.018.280,00 10.798
2. Steuerrückstellungen 5.739.166,68 3.758
3. Sonstige Rückstellungen 85.961.148,84 78.932
105.718.595,52 93.488
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 102.582.252,64 109.541
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 85.106,69 63
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.443.579,92 21.321
4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 748.235,80 1.414
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.399.056,95 1.437
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, 
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.839.450,08 7.070
7. Sonstige Verbindlichkeiten 4.243.295,69 12.719
Davon aus Steuern 2.112.778,57 €
(i.Vj. 10.627.376,89 €)
Davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit 1.212.433,36 €
(i.Vj.  1.282.068,34 €)
169.340.977,77 153.565
F. Rechnungsabgrenzungsposten 759.424,19 666
478.890.662,39 439.935
Vermerk: Verbindlichkeit aus Bürgschaften 37.581.572,89 36.340
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen und ähnliche Rechte 980.880,39 1.487
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.552.357,19 85.108
2. Verteilungsanlagen 94.850.752,55 100.249
3. Sonstige technische Anlagen und Maschinen 76.070.582,00 8.395
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 4.806.446,00 3.619
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.119.017,06 6.892
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 35.313.002,58 50.291
301.712.157,38 254.554
III.Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 29.397.244,92 29.297
2. Beteiligungen 2.222.671,64 2.468
3. Ausleihungen an Unternehmen, 
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.165.000,00 675
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 40.801.160,00 24.703
5. Sonstige Ausleihungen 2.315.615,22 2.253
75.901.691,78 59.396
378.594.729,55 315.437
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.125.998,81 3.491
2. Unfertige Leistungen 163.540,55 210
3. Waren 4.932,88 5
4. Emissionsrechte 1,00 0
3.294.473,24 3.706
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.004.452,56 30.724
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 1.855.897,26 1.646
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 640.055,98 272
4. Forderungen gegen Unternehmen, 
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.583.226,45 4.041
5. Sonstige Vermögensgegenstände 9.295.771,75 5.065
52.379.404,00 41.748
III.Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 5.000,00 0
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 44.466.359,76 78.865
100.145.237,00 124.319
C. Rechnungsabgrenzungsposten 150.695,84 179
478.890.662,39 439.935
Aktivseite Stand Stand
31.12.2005 31.12.2004
€€ 1.000 €
Passivseite Stand Stand
31.12.2005 31.12.2004
€€ 1.000 €
Bilanz der Stadtwerke Münster GmbH 
zum 31.12.2005

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10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68 Jahresabschluss
Seite 70
Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH 
für das Geschäftsjahr 2005 (01.01.–31.12.)
1. Umsatzerlöse 389.385.509,28 311.968
Stromsteuer – 21.879.468,15 – 19.876
367.506.041,13 292.092
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands 
an unfertigen Leistungen – 46.221,59 45
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.928.292,98 4.058
4. Sonstige betriebliche Erträge 96.295.055,68 13.630
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und 
für bezogene Waren 148.969.482,65 117.123
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 152.199.201,09 40.397
301.168.683,74 157.520
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 45.420.967,59 43.380
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für 
Altersversorgung und für Unterstützung 14.533.148,24 12.493
Davon für Altersversorgung   5.465.743,41 € 59.954.115,83 55.873
(i.Vj. 3.384.102,16 €)
7. Abschreibungen 
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände 
des Anlagevermögens und Sachanlagen 28.479.361,40 35.742
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Konzessionsabgaben 17.098.642,70 17.456
b) Einstellung Sonderposten mit Rücklageanteil 275.421,45 375
c) Übrige betriebliche Aufwendungen 20.681.900,54 21.969
38.055.964,69 39.800
9. Erträge aus Beteiligungen 1.334.801,90 1.310
Davon aus verbundenen Unternehmen 1.103.315,80 €
(i.Vj. 924.632,30 €)
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.356.649,11 1.169
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.613.725,12 1.356
Davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 €
(i.Vj. 274,72 €)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 
und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 363.412,49 97
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.275.474,57 4.415
Davon an verbundene Unternehmen 0,00 €
(i.Vj. 0,00 €)
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme 946.251,39 0
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 36.745.080,22 20.213
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11.473.114,87 9.647
17. Sonstige Steuern 181.965,35 726
18. Jahresüberschuss 25.090.000,00 9.840
19. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 15.680.000,00 0
20. Vorabgewinnausschüttung 1.000.000,00 1.000
21. Bilanzgewinn 8.410.000,00 8.840
Gewinn- und Verlustrechnung 2005 2004
€€ T€
Anhang der Stadtwerke
Münster GmbH 
für das Geschäftsjahr
2005 (01.01.–31.12.)
I. Angaben zur Form der 
Darstellung von Bilanz und
Gewinn- und Verlustrechnung
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlust-
rechnung wurden nach den für große
Kapitalgesellschaften geltenden Vor-
schriften gegliedert. Unter Berücksich-
tigung der aus der Art des Betriebes fol-
genden Besonderheiten wurde die Dar-
stellung der Sachanlagen in der Bilanz
(§ 265 Abs. 5 HGB) um die Posten
- Verteilungsanlagen 
(für Energie- und Wasserversorgung),
- Fahrzeuge für Personenverkehr,
die Darstellung der Vorräte wurde um
den Posten 
- Emissionsrechte 
erweitert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde
nach dem Gesamtkostenverfahren ge-
gliedert. Die Gliederung wurde um den
Posten Aufwand aus Verlustübernahme
erweitert.
II. Erläuterungen zu Posten 
von Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Stadtwerke Münster GmbH hat am
24.09.2005 die Stadtwerke Münster
Netzgesellschaft mbH als 100%ige Toch-
tergesellschaft gegründet. Die Stadtwer-
ke Münster Netzgesellschaft mbH ist
durch einen Beherrschungs- und Ergeb-
nisabführungsvertrag (Teilbeherrschungs-
vertrag für den regulierten Bereich) mit
der Stadtwerke Münster GmbH organ-
schaftlich verbunden. Die Strom-, Gas-,
Wärme- und Wasserversorgungsnetze
sind an die Netzgesellschaft verpachtet.
Für die Nutzung der Netze zur Versor-
gung der Kunden mit Energie und Was-
ser berechnet die Netzgesellschaft ent-
sprechende Netzentgelte. Zwischen den
Gesellschaften bestehen Dienstleis-
tungsverträge zu Planung, Bau und In-
standhaltung der Netze, zu verschiede-
nen, insbesondere kaufmännischen
Querschnittsdienstleistungen sowie ein
Vertrag zur Steuerumlage.
Zwischen den Gesellschaften wurde ein
Übertragungsvertrag geschlossen, mit
dem die aus dem Netzbetrieb resul-
tierenden sowie alle weiteren das Ge-
schäftsfeld Netzmanagement betreffen-
den Aufwendungen und Erlöse ab dem
01.01.2005 der Netzgesellschaft über-
tragen wurden. Diese Ausgliederung des
Geschäftsfeldes Netzmanagement führt
in der Gewinn- und Verlustrechnung der
Stadtwerke zu wesentlichen Änderun-
gen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um
49,8 Mio. € und die sonstigen betrieb-
lichen Erträge um 56,5 Mio.€. Die Auf-
wendungen für bezogene Leistungen
stiegen um 116,9 Mio.€. Weitere, weni-
ger wesentliche Änderungen ergaben
sich bei den Personalaufwendungen,
dem sonstigen betrieblichen Aufwand,
den Zinserträgen sowie den Steuern vom
Einkommen und Ertrag. Das negative Er-
gebnis der Netzgesellschaft in Höhe von
0,9 Mio. € wird nach dem oben er-
wähnten Ergebnisabführungsvertrag von
den Stadtwerken Münster ausgeglichen.
Der Aufwand wird in der Gewinn- und
Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. 
Durch diese Ausgliederung des Ge-
schäftsfeldes Netzmanagement der Stadt-

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10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68 Jahresabschluss
Anhang der Stadtwerke Münster GmbH 
für das Geschäftsjahr 2005 (01.01.–31.12.)
werke Münster GmbH in die Stadtwerke
Münster Netzgesellschaft mbH ist die
Vergleichbarkeit der Zahlen mit den Vor-
jahren stark eingeschränkt.
1. Bilanzierungs- und 
Bewertungsmethoden
Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wur-
den, sind diese bei den Angaben zu Pos-
ten der Bilanz erläutert.
Die immateriellen Vermögensgegenstän-
de und die Sachanlagen sind zu Anschaf-
fungs- oder Herstellungskosten bewertet
worden. Eigene Leistungen sind ent-
sprechend der steuerlichen Aktivierungs-
pflicht in den Wertansatz einbezogen.
Zuschüsse werden von den Anschaffungs-
und Herstellungskosten abgesetzt. Den
planmäßigen Abschreibungen liegen die
in den steuerlichen Abschreibungstabel-
len vorgegebenen Nutzungsdauern zu-
grunde, wobei alle Anlagenzugänge – so-
weit zulässig – zunächst degressiv abge-
schrieben wurden, mit Übergang zur
linearen Methode. Geringwertige Wirt-
schaftsgüter wurden voll abgeschrieben.
Von den Finanzanlagen wurden die son-
stigen Ausleihungen, bei denen es sich
um unverzinsliche oder niedrigverzinsli-
che Darlehn handelt, gemäß BFH-Urteil
vom 30.11.1988 und dem BMF-Schreiben
vom 17.01.1990 zum Nennwert bewertet.
Die übrigen Finanzanlagen werden zu
Anschaffungskosten abzüglich vorge-
nommener Wertberichtigungen ausgewie-
sen. Soweit die Gründe für die Wertbe-
richtigungen zum Bilanzstichtag nicht
mehr bestehen, ist entsprechend § 280
Abs. 1 HGB zugeschrieben worden.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind
unter Berücksichtigung von Abschrei-
bungen gemäß § 253 Abs. 3 HGB zu fort-
geschriebenen durchschnittlichen An-
schaffungskosten oder zum niedrigeren
Börsen- oder Marktpreis am Abschluss-
stichtag bewertet. Die Bewertung der
Kohlevorräte wurde zum 31.12.2004 auf
Verbrauchsfolgeverfahren (Last-in-first-
out) umgestellt. Die Bewertung der un-
fertigen Leistungen entspricht der der
selbsterstellten Anlagen.
Forderungen und sonstige Vermögensge-
genstände sind unter Berücksichtigung
des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Die bis einschließlich 2002 empfangenen
Ertragszuschüsse werden auf den Altbe-
stand mit 5 % des Ursprungswertes auf-
gelöst. Im 20. Jahr nach Zugang wird der
Abgang unterstellt und der verbliebene
Ursprungswert vollständig aufgelöst. Die
Zugänge werden ab dem 01.01.2003
direkt gegen die Positionen des Anlage-
vermögens verrechnet und wirken sich
entsprechend den dort geltenden Nutz-
dauern abschreibungsmindernd aus.
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen sind aufgrund
der neuen Richttafeln 2005 G zum ver-
sicherungsmathematisch ermittelten
Barwert angesetzt. Der Rechnungszins-
fuß, der der Berechnung des Verpflich-
tungsumfanges zugrunde liegt, wurde
der Entwicklung der Kapitalmarktzinsen
entsprechend auf 4 % herabgesetzt. Für
die Ermittlung des Verpflichtungsumfan-
ges nach steuerlichen Vorschriften blieb
der Rechnungszinsfuß unverändert. Bei
den übrigen Rückstellungen sind alle
erkennbaren Risiken berücksichtigt. 
Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzah-
lungsbetrag ausgewiesen.
2. Angaben zu Posten der Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens
wird in der Anlage 1 gezeigt. Es wurden
außerplanmäßige Abschreibungen nach
§ 253 Abs. 2 Satz 3 HGB in Höhe von
4.894 T € auf Gebäude des zentralen
Betriebsgeländes sowie in Höhe von 88
T€ auf die Beteiligung an der WLE,
Westfälische Landeseisenbahn GmbH,
vorgenommen. Die Beteiligung an der
Technologiepark GmbH, Münster, ist in
das Umlaufvermögen, B III Sonstige
Wertpapiere umgegliedert worden. Die
Anteile der Stadtwerke Münster GmbH
am Stammkapital der Technologiepark
GmbH sind auf den am 31.12.2005 bei-
zulegenden Wert abgeschrieben.
Die der Stadtwerke Münster GmbH
unentgeltlich zugeteilten Emissions-
rechte nach § 9 TE HG i.V. mit §§ 7 und
14 ZuG 2007 sind mit dem Wert von 
1 € ausgewiesen.
In den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen ist auch der abgegrenzte
Verbrauch der Kunden der Energie- und
Wasserversorgung zwischen Ablese- und
Bilanzstichtag enthalten, der mit den
aufgelaufenen Abschlagszahlungen sal-
diert wurde. 
Die Forderungen gegen den Gesellschaf-
ter wurden mit Verbindlichkeiten gegen-
über dem Gesellschafter zum Bilanzaus-
weis zusammengefasst, soweit dieses
von der Art und Laufzeit zulässig ist. Sie
ergeben sich mit 993 T€ aus Lieferun-
gen und Leistungen, Kostenerstattun-
gen und sonstigen Forderungen. 
Die Forderungen gegen verbundene
Unternehmen betreffen ganz wesentlich
Lieferungen und Leistungen. Die Forde-
rungen gegenüber der Stadtwerke Mün-
ster Netzgesellschaft mbH insbesonde-
re aus Netzdienstleistungen sowie aus
den Pachtverträgen sind soweit zuläs-
sig mit Verbindlichkeiten gegenüber der
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft
mbH insbesondere aus Netznutzungs-
entgelten zusammengefasst. Der danach
verbleibende Betrag von 632 T€ ist un-
ter den Forderungen gegenüber verbun-
denen Unternehmen ausgewiesen.
Von den Forderungen gegen Unterneh-
men, mit denen ein Beteiligungsverhält-
nis besteht, entfallen 4.666 T€ auf For-
derungen aus Lieferungen und Leistun-
gen, 875 T€ auf Darlehn sowie 42 T €
auf Kostenerstattungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände
beinhalten als wesentliche Posten For-
derungen aus Überzahlungen von Steu-
ern und Schadensersatzansprüche.
Das gezeichnete Kapital beträgt unver-
ändert 51.200.000 €.
Der Kapitalrücklage sind aus Gesellschaf-
termitteln 35 T€ zugeführt worden. 
Auf Vorschlag der Geschäftsführung soll
aus dem Jahresüberschuss ein Betrag
von 15.680 T€ in die anderen Gewinn-
rücklagen eingestellt werden.
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen umfassen die
Rückstellung für Pensionsverpflichtun-
gen (2,8 Mio.€), eine Rückstellung zur
Abdeckung der aus einer möglichen
Unterdeckung der ZKW resultierenden
Verpflichtungen (3,9 Mio. €) und die
Rückstellungen für Deputatverpflichtun-
gen (6,7 Mio. €). 
Die Steuerrückstellungen umfassen die
ertragsabhängigen Steuern für das
Geschäftsjahr 2005 sowie die in diesem
Geschäftsjahr begonnene steuerliche
Außenprüfung mit 3,2 Mio. € und die
Stromsteuer mit 2,4 Mio. €.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen
insbesondere Rückstellungen für Netz-
und Rohrnetzsanierung (8,9 Mio.€), für
den Rückbau von Anlageteilen des Heiz-
kraftwerkes und der Rauchgasreinigungs-
anlage (8,6 Mio.€), für Urlaubsansprü-
che und Gleitzeitguthaben der Mitarbei-
ter (1,9 Mio.€), für Entsorgungsverpflich-
tungen (6,9 Mio.€), für bestehende Al-
tersteilzeitverpflichtungen (16,0 Mio.€),
Für Verbindlichkeiten Bilanz Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
bestehen folgende Restlaufzeiten T € T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 102.582 8.873 31.144 62.565
Erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen 85 85 — —
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 44.444 44.138 306 —
Verbindlichkeiten gegenüber
dem Gesellschafter 748 748 — —
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 3.399 3.399 — —
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, 
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.840 13.840 —
Sonstige Verbindlichkeiten 4.243 4.243 — —
Verbindlichkeiten 31.12.2005
für das Rückzahlungsrisiko verschiedener
öffentlicher Zuschüsse einschließlich
möglicher Zinsen (5,4 Mio.€) sowie Aus-
gleichsleistungen an die Partner der Ver-
kehrsgemeinschaft Münsterland (14,8
Mio.€ nach Verrechnung mit geleisteten
Anzahlungen in Höhe von 21,6 Mio.€).
Die sonstigen Verbindlichkeiten betref-
fen im Wesentlichen Steuern, Posten der
Lohn- und Gehaltsabrechnung Dezem-
ber 2005, erhaltene Sicherheitsleistun-
gen sowie Überzahlungen aus der Ver-
brauchsabrechnung.
Durch Grundpfandrechte gesicherte Ver-
bindlichkeiten bestehen nicht.

Seite 75Seite 74
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68 Jahresabschluss
Anhang der Stadtwerke Münster GmbH 
für das Geschäftsjahr 2005 (01.01.–31.12.)
3. Angaben zu Posten der
Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse werden vermindert um
die darin enthaltene Stromsteuer ausge-
wiesen. Von den Umsatzerlösen entfallen
342,7 Mio.€ auf die Versorgungsbetrie-
be, 24,3 Mio.€ auf den Verkehrsbetrieb
und 0,5 Mio.€ auf den Hafenbetrieb. 
Die sonstigen betrieblichen Erträge ent-
halten im Wesentlichen die Erträge aus der
Verpachtung der Versorgungsnetze (56,5
Mio. €). Ein weiterer wesentlicher Posten
sind die Erträge aus dem Verkauf von
Wertpapieren des Anlagevermögens in
Höhe von 16,0 Mio.€. Daneben sind hier
weiterhin enthalten Erträge aus der Auf-
lösung von Rückstellungen (9,7 Mio.€),
Pacht- und Mieteinnahmen, Entgelte für
die Vergärung von Bio-Abfällen, perioden-
fremde Erträge (263 T€) sowie verschie-
dene Kostenerstattungen. 
Die sonstigen betrieblichen Aufwendun-
gen enthalten neben der Konzessionsab-
gabe die Bildung eines Sonderpostens mit
Rücklageanteil nach § 6 b EstG (275 T€)
sowie verschiedene periodenfremde Auf-
wendungen. 
Von den Aufwendungen sind 5,3 Mio. €
als periodenfremd einzuordnen.
In den Steuern vom Einkommen und
Ertrag ist die an die Stadtwerke Münster
Netzgesellschaft mbH belastete Gewer-
besteuerumlage von 140 T€ enthalten.
III. Angaben zum Jahresergebnis
Das Jahresergebnis ist durch die Inanspruch-
nahme von § 7 d EStG-Abschreibungen in
Vorjahren mit 381 T€ entlastet worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung weist
einen Jahresüberschuss von 25,1 Mio.€
aus. Aus diesem Jahresüberschuss soll
auf Vorschlag der Geschäftsführung der
Ertrag aus der Veräußerung von Wertpa-
pieren nach Abzug des darauf entfallen-
den Steueraufwands in Höhe von 15,7
Mio. € der Gewinnrücklage zugeführt
werden. 
In Ausführung einer im Berichtsjahr
beschlossenen Vorabgewinnausschüt-
tung wurden 1,0 Mio. € an den Gesell-
schafter ausgekehrt. Der sich hiernach
ergebende Bilanzgewinn von 8,4 Mio.€
soll nach dem Vorschlag der Geschäfts-
führung an die Stadt Münster als Gesell-
schafterin ausgeschüttet werden. 
IV. Vermerke
Der Bilanzvermerk betrifft zwölf Bürg-
schaften zugunsten der FMO Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH, drei Patro-
natserklärungen und zwei Bürgschaften
zugunsten der Energiehandelsgesell-
schaft West mbH sowie eine Bürgschaft
zugunsten der Windkraft Nordseeheilbad
Borkum GmbH. Der Bilanzvermerk
berücksichtigt in der Höhe die Bürg-
schaftsvaluta per 31.12.2005.
V. Ergänzende Angaben
1. Sonstige finanzielle 
Verpflichtungen
Die Bestellverpflichtungen im Investiti-
onsbereich beliefen sich zum 31.12.
2005 auf 41,1 Mio.€. Aus Leasing-Ver-
trägen mit einer Laufzeit zwischen 1 und
5 Jahren resultieren jährliche Verpflich-
tungen von 36 T€.
2. Zusammensetzung der
Organe, Aufwendungen 
für Organe
Die Geschäftsführung besteht aus:
Dr.-Ing. Norbert Ohlms,
Dr. Werner Spickenheuer.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind in
der Anlage genannt.
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung
betrugen 313 T€.
Für die frühere Geschäftsführung und ihre
Hinterbliebenen wurden 97 T€ an Pensi-
onen aufgewendet. Für sie bestehen Pen-
sionsrückstellungen in Höhe von 647 T€. 
Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat
betrugen 1.865,60 €. Darlehn an Mit-
glieder des Aufsichtsrates betrugen zum
31.12.2005 51.857,94€ bei Zinssätzen
von 0,5 % bis 2,5 %; im Geschäftsjahr
2005 wurden 2.113,87€ getilgt. Lohn-
und Gehaltsvorschüsse wurden zum
31.12.2005 mit 250 € bilanziert; im
Geschäftsjahr 2005 wurden 2.750 €
zurückgezahlt.
3. Belegschaft
Von der durchschnittlichen Zahl der
Arbeitnehmer in Höhe von 1.003 (Vor-
jahr: 1.046) waren 521 (Vorjahr: 538)
Lohnempfänger und 482 (Vorjahr: 508)
Gehaltsempfänger.
Die Gesellschaft ist Mitglied der Kom-
munalen Zusatzversorgungskasse West-
falen-Lippe (ZKW). Zweck der Anstalt ist
es, den Arbeitnehmern im Wege privat-
rechtlicher Versicherung eine zusätzli-
che Alters- und Hinterbliebenenversor-
gung zu gewähren. Die Gesellschaft hat
sich bei Begründung der Mitgliedschaft
verpflichtet, alle Arbeitnehmer zu ver-
sichern, die nach dem Tarifvertrag über
die Versorgung der Arbeitnehmer kom-
munaler Verwaltungen und Betriebe
(Vers. TV-G) zu versichern sind. Der der-
zeitige Umlagesatz beträgt 4,5 % + 
2,5 % Sanierungsgeld und wird von der
Gesellschaft allein getragen. Die Summe
der versicherungspflichtigen Löhne und
Gehälter für das Jahr 2005 beträgt 38,0
Mio. €. Zur Abdeckung der aus einer
möglichen Unterdeckung der ZKW fol-
genden Verpflichtungen hat die Gesell-
schaft eine Rückstellung von 3.880 T€
gebildet.
4. Angaben zu 
Beteiligungsunternehmen
gemäß § 285 Nr. 11 HGB:
5. Angaben gemäß § 9 Abs. 4
Energiewirtschaftsgesetz
(EnWG)
Von der Energiehandelsgesellschaft West
mbH wurde im Geschäftsjahr 2005 Strom
im Nettowert von 32,8 Mio.€ (Vorjahr:
25,2 Mio. €) bezogen. Von der Westfä-
lische Fernwärmeversorgung GmbH wur-
de in 2005 Fernwärme im Nettowert von
251 T€ bezogen; an diese Gesellschaft
wurde in 2005 Fernwärme im Nettowert
von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 3,9 Mio. €)
geliefert.
6. Aktivitätenabschluss gemäß
§ 9 Abs. 2 und 3 EnWG 
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlust-
rechnung – jeweils nach Aktivitäten –
sowie die ergänzenden Angaben sind
dem Anhang als Anlagen 2.1 – 2.3 bei-
gefügt.
Münster, den 31.03.2006
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Ohlms Dr. Spickenheuer
Beteiligungsgesellschaften Höhe des Anteils Eigen- Ergebnis Bilanz-
am Kapital kapital gewinn/-verlust
am 31.12.2005 am 31.12.2005 am 31.12.2005 
%T € T€
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster 100 100 –
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH,
Münster 100 325 12
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99 31.474 1.549
items Gesellschaft für Informationstechnologie, 53 1.860 587
Kommunikation und Organisation mbH, Münster
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 50 2.565 432
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, 
Nordseeheilbad Borkum** 49,9 243 141
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, 
Greven** 35 23.605 ./. 384
Energiehandelsgesellschaft West mbH, 
Münster 32 5.019 350
Lokalradio Münster 
Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Münster 25 * *
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V.,
Enschede, Niederlande** 50 ./. 309 ./. 209
* Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses ist in Anwendung der Ausnahmeregelung gemäß
§ 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB unterblieben.
** Die Angabe Eigenkapital und Ergebnis nennt die Werte zum 31.12.2004.

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10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68 Jahresabschluss
Seite 76
Entwicklung des Anlagevermögens 
Anlage 1 zum Anhang
Stand Zugänge Abgänge Umbu- Stand Stand Stand
chungen
01.01.2005 31.12.2005 31.12.2005 31.12.2004
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
17.016    pA   783   20   — 17.800   981   1.486
gA 21
80.873   pA 4.633   621   — 89.779   83.552   85.107
TW 4.894
435.369   pA 11.350 5.819   — 442.134   94.850   100.249
gA 1.234
121.784   pA 2.310   28.671   — 95.423   76.070   8.395
16.759   pA 1.086   2.747 — 15.098   4.807   3.619
46.926   pA 2.067   1.829 — 47.266   7.119   6.892
gA 102
— — — — — 35.314   50.292
701.711   27.676   39.687   — 689.700   301.712   254.554
718.727   28.480   39.707   — 707.500   302.693   256.040
— — — — — 29.398   29.298
12.890   apA 88   — — 12.978   2.222   2.468
— — — — — 1.165   675
393   pA 31   368   — 56   40.801   24.703
— — — — — 2.316   2.253
13.283   119   368   — 13.034   75.902   59.397
732.010   28.599   40.075   — 720.534   378.595   315.437
pA 22.260
gA 1.357
TW 4.894
apA 88
Stand Zugänge Abgänge Umbu- Stand Stand Zugänge Abgänge Umbu- Stand
chungen chungen
01.01.2005 31.12.2005 01.01.2005 31.12.2005
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle 
Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und 21.175 371 21 112 21.637 2.673 190 7 — 2.856
ähnliche Rechte
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grund- 166.186 5.309   715 2.757   173.537   206   — — — 206
stücksgleiche Rechte 
und Bauten einschließ-
lich der Bauten auf 
fremden Grundstücken
2. Verteilungsanlagen 555.265   7.834   5.855   4.835   562.079   19.647   5.825   377   — 25.095
3. Sonstige technische 144.663   30.564   28.822   39.572   185.977   14.484   — — — 14.484 
Anlagen und Maschinen
4. Fahrzeuge für 31.983   3.303   2.819   — 32.467   11.605   957   — — 12.562
Personenverkehr
5. Andere Anlagen, 55.940   1.797   1.837   737   56.637   2.122   130   — — 2.252
Betriebs- und 
Geschäftsausstattung
6. Geleistete Anzahlungen 52.533   33.858   — – 48.013   38.378   2.241   823   — — 3.064 
und Anlagen im Bau
Summe II. 1.006.570   82.665   40.048   – 112 1.049.075 50.305   7.735   377   — 57.663
Summe I. und II. 1.027.745   83.036   40.069   — 1.070.712 52.978   7.925   384   — 60.519
III.Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen 29.298   100   — — 29.398   —————
Unternehmen
2. Beteiligungen 15.358   92   250 — 15.200   —————
3. Ausleihungen an Unter- 675   500   10 — 1.165    —————
nehmen, mit denen ein 
Beteiligungsverhältnis 
besteht
4. Wertpapiere des 25.096   22.981   7.220   — 40.857   —————
Anlagevermögens
5. Sonstige Ausleihungen 2.253   336   273   — 2.316   —————
Summe Finanzanlage 72.680   24.009   7.753   — 88.936   —————
Gesamt 1.100.425   107.045   47.822   — 1.159.648   52.978   7.925   384   60.519
Erläuterung der Abkürzungen:
pA = planmäßige Abschreibungen
gA = geringwertige Anlagegüter/ 
Vollabschreibung gemäß  
§ 6 Abs. 2 EStG
TW = Teilwertabschreibung auf Gebäude
apA = außerplanmäßige Abschreibungen 
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Vor Abrechnung von Zuschüssen Erhaltene Zuschüsse
Abschreibungen/Wertberichtigungen Buchwerte

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10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68 Jahresabschluss
Ergänzende Angaben zum Aktivitätenabschluss 
Anlage 2.1 zum Anhang
Abgrenzung der 
Unternehmensaktivitäten
Der mit § 9 EnWG geforderten Entflech-
tung im Rechnungswesen wurde durch
die Abgrenzung der Versorgungssparte
Strom von den sonstigen Aktivitäten
entsprochen. Den sonstigen Aktivitäten
sind die Bereiche Gas-, Wärme- und Was-
serversorgung sowie der Öffentliche Per-
sonennahverkehr und der Hafenbetrieb
zugeordnet worden.
Auf eine weitergehende Aufgliederung
der Stromversorgungssparte in die Akti-
vitäten gemäß § 9 Abs. 2 S. 1 EnWG
konnte aus Wesentlichkeitsgründen ver-
zichtet werden, so dass im Folgenden
lediglich eine einheitliche Bilanz sowie
Gewinn- und Verlustrechnung der Ver-
sorgungssparte Strom, ergänzt um den
gesonderten Abschluss der sonstigen
Aktivitäten dargestellt wurden.
Zuweisung der Aktiva und Passiva,
der Aufwendungen und Erträge
Die in der Aktivitäten-Bilanz und der
Aktivitäten-Gewinn- und Verlustrech-
nung ausgewiesenen Abschlussposten
wurden vorrangig direkt den Aktivitäten
zugeordnet. Soweit ein nur mittelbarer
Aktivitätenbezug vorlag oder die direk-
te Zuordnung auf dem Weg der Kontie-
rung mit unvertretbar hohem Aufwand
verbunden gewesen wäre, wurde die
Zuordnung auf der Grundlage sachlich
begründeter Schlüsselgrößen vorgenom-
men. Angewendet wurden dabei im
Wesentlichen:
• die Roherträge auf die nur mittelbar
zuordenbaren immateriellen Vermö-
gensgegenstände des Anlagevermö-
gens und Sachanlagen, die hieraus
resultierenden Abschreibungen, die
nicht direkt zurechenbaren Anteile an
verbundenen Unternehmen und Betei-
ligungen sowie die hieraus resultie-
renden Beteiligungserträge
• die Umsatzerlöse ohne Ökosteuer
unter Berücksichtigung auch interner
Erlöse auf die Forderungen und son-
stigen Vermögensgegenstände, auf die
liquiden Mittel, die erhaltenen Anzah-
lungen auf Bestellungen sowie auf die
nicht direkt verteilten Steuerrückstel-
lungen
• die Restbuchwerte der immateriellen
Vermögensgegenstände des Anlage-
vermögens und der Sachanlagen auf
das gezeichnete Kapital und die Kapi-
talrücklage. Die Aufteilung der ande-
ren Gewinnrücklagen erfolgte bedarfs-
orientiert unter besonderer Berück-
sichtigung der kurz- und mittelfristi-
gen Investitionsplanung. Die Zurech-
nung der Vorabgewinnausschüttung
orientierte sich an den Ergebnisbei-
trägen von Stromversorgung und son-
stigen Aktivitäten.
• die Personalkosten auf die Pensions-
rückstellungen und auf die Teilbeträ-
ge der zu schlüsselnden sonstigen
Rückstellungen sowie auf Teilbeträge
der sonstigen Verbindlichkeiten
• die Zinsaufwendungen auf die Ver-
bindlichkeiten gegenüber Kreditinsti-
tuten
• das den Aktivitäten zugerechnete
Umlaufvermögen auf die zu schlüs-
selnden Verbindlichkeiten aus Liefe-
rungen und Leistungen sowie auf die
Verbindlichkeiten gegenüber verbun-
denen Unternehmen und Teile der son-
stigen Verbindlichkeiten
• auf die in den einzelnen Posten der
Gewinn- und Verlustrechnung enthal-
tenen, nicht direkt zurechenbaren Ver-
waltungskostenbestandteile der Roh-
ertrag. Die Aufwendungen für die
Bereiche Netze (Planung, Bau, Be-
trieb) und Vertrieb wurden nach Maß-
gabe der innerbetrieblichen Leis-
tungsverrechnung an die Segmente
Stromversorgung und sonstige Aktivi-
täten weiterverrechnet. Innerbetrieb-
liche Lieferungs- und Leistungsbezie-
hungen, denen interne Umsatzerlöse
bzw. interne Materialaufwendungen
zugrunde liegen, wurden mit den
Posten Interne Erträge bzw. Interne
Aufwendungen entkonsolidiert.
In Höhe der nach diesen Zuordnungen
verbleibenden Differenz wurde ein Kapi-
talverrechnungsposten gebildet.

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10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68 Jahresabschluss
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Bilanz zum 31.12.2005 nach Aktivitäten
Anlage 2.2 zum Anhang (Aktivseite)
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen und ähnliche Rechte 374.463,58 565 606.416,81 922 980.880,39 1.487
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.040.147,50 39.256 44.512.209,69 45.852 83.552.357,19 85.108
2. Verteilungsanlagen 27.277.877,00 28.269 67.572.875,55 71.980 94.850.752,55 100.249
3. Sonstige technische Anlagen und Maschinen 72.086.881,00 4.405 3.983.701,00 3.990 76.070.582,00 8.395
4. Fahrzeuge für Personenverkehr — — 4.806.446,00 3.619 4.806.446,00 3.619
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.020.243,29 4.522 2.098.773,77 2.370 7.119.017,06 6.892
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.369.958,20 45.904 5.943.044,38 4.387 35.313.002,58 50.291
172.795.106,99 122.356 128.917.050,39 132.198 301.712.157,38 254.554 
III.Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.756.403,96 14.487 16.640.840,96 14.810 29.397.244,92 29.297
2. Beteiligungen 948.126,55 1.156 1.274.545,09 1.312 2.222.671,64 2.468
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 789.208,50 — 375.791,50 675 1.165.000,00 675
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 17.744.424,48 12.216 23.056.735,52 12.487 40.801.160,00 24.703
5. Sonstige Ausleihungen 1.007.061,06 1.114 1.308.554,16 1.139 2.315.615,22 2.253
33.245.224,55 28.973 42.656.467,23 30.423 75.901.691,78 59.396
206.414.795,12 151.894 172.179.934,43 163.543 378.594.729,55 315.437
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.581.546,62 2.001 1.544.452,19 1.490 3.125.998,81 3.491
2. Unfertige Leistungen 20.319,35 123 143.221,20 87 163.540,55 210
3. Waren — — 4.932,88 5 4.932,88 5
4. Emissionsrechte 1,00 — — — 1,00 —
1.601.866,97 2.124 1.692.606,27 1.582 3.294.473,24 3.706
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.058.510,54 13.933 18.945.942,02 16.791 35.004.452,56 30.724
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 852.228,02 747 1.003.669,24 899 1.855.897,26 1.646
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 293.913,71 123 346.142,27 149 640.055,98 272
4. Forderungen gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.563.817,59 1.833 3.019.408,86 2.208 5.583.226,45 4.041
5. Sonstige Vermögensgegenstände 4.268.618,39 2.297 5.027.153,36 2.768 9.295.771,75 5.065
24.037.088,25 18.933 28.342.315,75 22.815 52.379.404,00 41.748
III.Wertpapiere, sonstige Wertpapiere — — 5.000,00 — 5.000,00 —
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 20.418.952,40 35.765 24.047.407,36 43.100 44.466.359,76 78.865
46.057.907,62 56.822 54.087.329,38 67.497 100.145.237,00 124.319
C. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Rechnungsabgrenzungsposten — — 150.695,84 179 150.695,84 179
252.472.702,74 208.716 226.417.959,65 231.219 478.890.662,39 439.935
Aktivseite Versorgungssparte Strom Sonstige Aktivitäten Gesamt
31.12.2005 31.12.2004 31.12.2005 31.12.2004 31.12.2005 31.12.2004
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10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68 Jahresabschluss
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Bilanz zum 31.12.2005 nach Aktivitäten
Anlage 2.2 zum Anhang (Passivseite)
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 29.291.520,00 24.581 21.908.480,00 26.619 51.200.000,00 51.200
II. Kapitalrücklage 41.673.100,77 34.955 31.169.235,84 37.852 72.842.336,61 72.807
III.Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 16.400.000,00 6.600 7.880.000,00 2.000 24.280.000,00 8.600
IV. Bilanzgewinn 5.250.000,00 6.635 3.160.000,00 2.205 8.410.000,00 8.840
V. Kapitalverrechnung 16.729.113,47 – 1.869 – 16.729.113,47 1.869 — —
109.343.734,24 70.902 47.388.602,37 70.545 156.732.336,61 141.447
B. Sonderposten mit Rücklageanteil — — 1.439.712,43 1.164 1.439.712,43 1.164
C. Empfangene Ertragszuschüsse 16.875.376,94 18.674 28.024.238,93 30.931 44.899.615,87 49.605
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.141.617,70 4.542 7.876.662,30 6.256 14.018.280,00 10.798
2. Steuerrückstellungen 3.962.022,76 2.836 1.777.143,92 922 5.739.166,68 3.758
3. Sonstige Rückstellungen 37.766.320,41 33.633 48.194.828,43 45.299 85.961.148,84 78.932
47.869.960,87 41.011 57.848.634,65 52.477 105.718.595,52 93.488
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.366.470,34 55.745 60.215.782,30 53.796 102.582.252,64 109.541
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 39.080,99 29 46.025,70 34 85.106,69 63
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.444.046,76 9.808 23.999.533,16 11.513 44.443.579,92 21.321
4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 344.188,47 486 404.047,33 928 748.235,80 1.414
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.337.214,11 483 2.061.842,84 954 3.399.056,95 1.437
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, 
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11.866.123,94 5.168 1.973.326,14 1.902 13.839.450,08 7.070
7. Sonstige Verbindlichkeiten 1.915.306,09 6.332 2.327.989,60 6.387 4.243.295,69 12.719
Davon aus Steuern    961.820,50 5.684 1.150.958,07 4.943 2.112.778,57 10.627
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit    531.167,06 539 681.266,30 743 1.212.433,36 1.282
78.312.430,70 78.051 91.028.547,07 75.514 169.340.977,77 153.565
F. Rechnungsabgrenzungsposten 71.200,00 78 688.224,19 588 759.424,19 666
252.472.702,75 208.716 226.417.959,64 231.219 478.890.662,39 439.935
Vermerk: Verbindlichkeit aus Bürgschaften 18.696.705,89 18.065 18.884.867,00 18.275 37.581.572,89 36.340
Passivseite Versorgungssparte Strom Sonstige Aktivitäten Gesamt
31.12.2005 31.12.2004 31.12.2005 31.12.2004 31.12.2005 31.12.2004
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Gewinn- und Verlustrechnung nach Aktivitäten für das Geschäftsjahr 2005 (01.01.–31.12.) 
Anlage 2.3 zum Anhang
1. Umsatzerlöse 190.643.137,75 149.865 198.742.371,53 162.103 389.385.509,28 311.968
abzüglich Stromsteuer – 21.879.468,15 – 19.876 — — – 21.879.468,15 – 19.876
Umsatzerlöse exklusive Stromsteuer 168.763.669,60 129.989 198.742.371,53 162.103 367.506.041,13 292.092
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 9.226,07 42 – 55.447,66 3 – 46.221,59 45
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.273.921,31 2.070 1.654.371,67 1.988 2.928.292,98 4.058
4. Sonstige betriebliche Erträge 53.169.889,10 8.665 43.125.166,58 4.965 96.295.055,68 13.630
5. Interne Erträge 14.955.976,19 12.852 17.935.516,54 10.050 32.891.492,73 22.902
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 62.094.627,19 50.172 86.874.855,46 66.951 148.969.482,65 117.123
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 77.111.029,06 18.657 75.088.172,03 21.740 152.199.201,09 40.397
139.205.656,25 68.829 161.963.027,49 88.691 301.168.683,74 157.520
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 19.952.784,52 18.254 25.468.183,07 25.126 45.420.967,59 43.380
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.314.008,49 5.249 8.219.139,75 7.244 14.533.148,24 12.493
Davon für Altersversorgung    2.283.197,51 1.404 3.182.545,90 1.980 5.465.743,41 3.384
26.266.793,01 23.503 33.687.322,82 32.370 59.954.115,83 55.873
8. Abschreibungen 
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 12.300.122,42 15.109 16.179.238,98 20.633 28.479.361,40 35.742
9. Interne Aufwendungen 17.031.088,07 9.243 15.860.404,67 13.659 32.891.492,73 22.902
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Konzessionsabgaben 11.440.252,36 11.758 5.658.390,34 5.698 17.098.642,70 17.456
b) Einstellung Sonderposten mit Rücklagenanteil 138.261,57 — 137.159,88 375 275.421,45 375
c) Übrige betriebliche Aufwendungen 9.863.523,03 11.378 10.818.377,51 10.591 20.681.900,54 21.969
21.442.036,96 23.136 16.613.927,73 16.664 38.055.964,69 39.800
11. Erträge aus Beteiligungen 624.350,63 670 710.451,27 640 1.334.801,90 1.310
Davon aus verbundenen Unternehmen 553.864,53 461 549.451,27 463 1.103.315,80 924
12. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 681.037,85 583 675.611,26 586 1.356.649,11 1.169
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 847.134,22 713 766.590,90 643 1.613.725,12 1.356
Davon aus verbundenen Unternehmen — 0 — 0 — 0
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 182.433,07 — 180.979,42 97 363.412,49 97
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.178.936,89 2.247 3.096.537,68 2.168 5.275.474,57 4.415
16. Aufwendungen aus Verlustübernahme 489.306,59 — 456.944,80 — 946.251,39 —
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 21.228.831,72 13.517 15.516.248,50 6.696 36.745.080,22 20.213
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.607.798,50 5.634 5.865.316,37 4.013 11.473.114,87 9.647
19. Sonstige Steuern – 58.771,49 498 240.736,84 228 181.965,35 726
20. Jahresüberschuss 15.679.804,71 7.385 9.410.195,29 2.455 25.090.000,00 9.840
21. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 9.800.000,00 — 5.880.000,00 — 15.680.000,00 —
21. Vorabgewinnausschüttung 629.804,71 750 370.195,29 250 1.000.000,00 1.000
23. Bilanzgewinn 5.250.000,00 6.635 3.160.000,00 2.205 8.410.000,00 8.840
GuV nach Aktivitäten Versorgungssparte Strom Sonstige Aktivitäten Gesamt
2005 2004 2005 2004 2005 2004
€ T€ € T€ € T€

Seite 87
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68 Jahresabschluss
Seite 86
Übersicht über die Sachanlagen und immateriellen V ermögensgegenstände
nach Betriebszweigen zum 31.12.2005
Stand Zugänge Abgänge Umbu- Stand Stand Stand In % der An-
01.01.2005 chungen 31.12.2005 31.12.2005 31.12.2004 schaffungs-
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ werte
57.426   pA 5.111   844   – 71   66.542   54.719   64.311 45,08
gA 26
TW 4.894
336.652 pA 6.653   32.749   71   311.210   120.004   45.186 26,72
gA 583
114.077 pA 3.508   274   — 117.627   32.626   34.005 21,27
gA 316
57.776   pA 2.665   1.850   — 58.593   18.608   19.446 20,33
gA 2
117.520 pA 2.668   1.204   — 119.401   31.014   32.945 20,05
gA 417 
29.094   pA 1.529   2.786   — 27.850   8.747   8.074 16,13
gA 13
6.182   pA 95   —— 6.277   1.661   1.781 20,92
—— — — — 35.314   50.292 92,02
718.727 28.480 39.707 — 707.500   302.693   256.040 28,27
pA 22.229
gA 1.357
TW 4.894
Stand Zugänge Abgänge Umbu- Stand Stand Zugänge Abgänge Umbu- Stand
01.01.2005 chungen 31.12.2005 01.01.2005 chungen 31.12.2005
Betriebszweig T € T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Gemeinsame Anlagen 121.781 475 864 – 3 121.389 44 91 7 — 128
Stromversorgung 397.840 39.405 32.970 44.894 449.169 16.002 1.953 — — 17.955
Gasversorgung 150.559 1.855 277 1.243 153.380 2.477 650 — — 3.127
Fernwärmeversorgung 90.035 2.100 1.868 1.244 91.511 12.813 1.874 377 — 14.310
Wasserversorgung 153.342 1.951 1.206 621 154.708 2.877 1.416 — — 4.293
Verkehrsbetrieb 53.692 3.392 2.859 14 54.239 16.524 1.118 — — 17.642
Hafenbetrieb 7.963 — 25 — 7.93 8—————
Anlagen im Bau
und Anzahlungen 52.533 33.858 — – 48.013 38.378 2.241 823 — — 3.064
Gesamt 1.027.745 83.036 40.069 — 1.070.712 52.978 7.925 384 — 60.519
Erläuterung der Abkürzungen:
pA = planmäßige Abschreibungen
gA = geringwertige Anlagegüter/Vollabschreibung gemäß § 6 Abs. 2 EStG
TW = Teilwertabschreibung auf Gebäude
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Vor Abrechnung von Zuschüssen Erhaltene Zuschüsse
Abschreibungen/Wertberichtigungen Buchwerte

Seite 88
Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2005 
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
und Ertragslage wesentlich auswirken,
mit hinreichender Sicherheit erkannt
werden. Bei der Festlegung der Prü-
fungshandlungen werden die Kenntnis-
se über die Geschäftstätigkeit und über
das wirtschaftliche und rechtliche Um-
feld der Gesellschaft sowie die Erwar-
tungen über mögliche Fehler berück-
sichtigt. Im Rahmen der Prüfung wer-
den die Wirksamkeit des rechnungsle-
gungsbezogenen internen Kontrollsy-
stems sowie Nachweise für die Angaben
in Buchführung, Jahresabschluss und
Lagebericht überwiegend auf der Basis
von Stichproben beurteilt. Die Prüfung
umfasst die Beurteilung der angewand-
ten Bilanzierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen der Ge-
schäftsführung sowie die Würdigung der
Gesamtdarstellung des Jahresabschlus-
ses und des Lageberichts. Wir sind der
Auffassung, dass unsere Prüfung eine
hinreichend sichere Grundlage für unse-
re Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwen-
dungen geführt. 
Nach unserer Beurteilung auf Grund der
bei der Prüfung gewonnenen Erkennt-
nisse entspricht der Jahresabschluss den
gesetzlichen Vorschriften und den er-
gänzenden Bestimmungen des Gesell-
schaftsvertrags und vermittelt unter Be-
achtung der Grundsätze ordnungsmäßi-
ger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft. Der Lagebericht steht im
Einklang mit dem Jahresabschluss, ver-
mittelt ein zutreffendes Bild von der La-
ge der Gesellschaft und stellt die Chan-
cen und Risiken der zukünftigen Ent-
wicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 24. Mai 2006
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Geisen Biermann
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Wir haben den Jahresabschluss – beste-
hend aus Bilanz, Gewinn- und Verlust-
rechnung sowie Anhang – unter Einbe-
ziehung der Buchführung und den Lage-
bericht der Stadtwerke Münster GmbH,
Münster, für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis 31. Dezember 2005 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung
von Jahresabschluss und Lagebericht
nach den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften und den ergänzenden Be-
stimmungen des Gesellschaftsvertrags
liegen in der Verantwortung der Ge-
schäftsführung der Gesellschaft. Unse-
re Aufgabe ist es, auf der Grundlage der
von uns durchgeführten Prüfung eine
Beurteilung über den Jahresabschluss
unter Einbeziehung der Buchführung
und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprü-
fung nach § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grund-
sätze ordnungsmäßiger Abschlussprü-
fung vorgenommen. Danach ist die Prü-
fung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die
sich auf die Darstellung des durch den
Jahresabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchfüh-
rung und durch den Lagebericht vermit-
telten Bildes der Vermögens-, Finanz-
10  Der Aufsichtsrat05  Auf einen Blick 12  Die Geschäftsführung 16  Lagebericht 68 Jahresabschluss
Seite 89

Einblick ›
Anhand der vorliegenden Leistungsdaten erkennt man, dass das neue
Kraftwerk dem neuesten Stand der Technik entspricht. Die GuD-Anlage
berücksichtigt im hohen Maße alle Anforderungen in Sachen Umwelt-
und Klimaschutz und sichert darüber hinaus langfristig die Energiever-
sorgung unserer Kunden.
Gas- und Dampfturbinenanlage
GuD für Münster
Seite 90

Fakten, die 
für sich sprechen
Stadtwerke Münster
Umwelt- 
und Klimaschutz
Der saubere Strom der GuD-Anlage
steht allen Münsteraner Haushalten
und Gewerbebetrieben zur Verfügung
und erhöht so deutlich den Ökostrom-
anteil in Münster vor Ort. Es wird künf-
tig weniger Elektrizität für Münster
von außen kommen – Elektrizität, die
bislang in konventionellen Kraftwerken
mit deutlich geringeren Nutzungsgra-
den produziert wurde. Die Brennstoff-
ausnutzung der neuen GuD-Anlage in
Münster liegt bei über 88 Prozent.
Tonnenweise 
CO2-Einsparung
Nach unseren Berechnungen ergibt
sich durch die GuD-Anlage insgesamt
eine Verringerung der Kohlendioxid-
Emissionen von jährlich rund
190.000 Tonnen.
Stromerzeugung 
verdreifacht
Die Stromerzeugung in der GuD-
Anlage liegt bei rund 570.000 MWh.
Damit liefert die GuD-Anlage unge-
fähr die Hälfte des Münsteraner
Strombedarfs. Bisher wurden 160.000
MWh im Jahr vor Ort produziert. Dies
zeigt deutlich die Leistungsfähigkeit
des Kraftwerkes.
Intelligente
Kombination
Die Energieerzeugung in der GuD-
Anlage funktioniert nach dem res-
sourcenschonenden Prinzip der Kraft-
Wärme-Kopplung, das heißt, zum
einen wird Strom erzeugt, zum ande-
ren entsteht gleichsam als „Abfall-
produkt“ Wärme. Das aufgeheizte
Kühlwasser und die Abgaswärme wer-
den zu Heizzwecken genutzt und de-
cken über 20 % des Bedarfs an Raum-
wärme in Münster.
ZF AHK
GT
DT
Brennstoff 
65 MW
Wärme
65 MW
Dampf
130 MW
Elektr. Leistung
37 MW
Elektr. Leistung
68 MW
Abwärme
106 MW
Brennstoff 
174 MW
Verluste
23 MW
Nutzwärme
18 MW
Nutzwärme
93 MW
Investition für die Zukunft
Die Kosten für den Bau der GuD-Anlage belaufen sich auf 95 Millionen Euro. Damit ist
es das größte Projekt in der über 100-jährigen Geschichte der Stadtwerke. Mit ihrer
Leistung von 570.000 MWh zur Strom- und 600.000 MWh zur Fernwärmeerzeugung
sichert sie einen großen Teil des Energie- und Wärmebedarfs unserer Stadt.
Funktionsweise 
der GuD-Anlage
Das Kraftwerk setzt sich grundsätzlich
aus zwei Verfahrenslinien zusammen:
Diese bestehen jeweils aus einer
Gasturbine und einem Abhitzekessel
mit Zusatz- und Frischluftfeuerung
sowie einer von beiden Verfahrens-
linien gespeisten Dampfturbine. So-
wohl Gas- als auch Dampfturbine set-
zen nachgeschaltete Generatoren in
Gang.
ZF: Zusatzfeuerung
AHK: Abhitzekessel
DT: Dampfturbinenanlage
GT: Gasturbinenanlage
Leistungen im Vergleich: alte Anlage neue GuD-Anlage Mehrerzeugung
· Stromerzeugung, brutto  160.000 MWh/a   570.000 MWh/a      410.000 MWh
· Fernwärme       600.000 MWh/a 600.000 MWh/a
Umweltdaten – Emissionen: alte Anlage neue GuD-Anlage Gutschrift*
· CO 2 288.000 t/a 275.634 t/a 190.000 t
· NOx 237 t/a 211 t/a
· CO 26 t/a 315 t/a
· SO
2 160 t/a vernachlässigbar
Leistungsdaten
· Gasturbine, brutto 2 x 31 MW
· Dampfturbine, brutto 1 x 38 MW
· Abhitzekessel 
Dampfleistung 2 x 82 t/h
· Abhitzekessel 
Heißdampf 82 bar/525 °C
*Gutschrift durch
Mindererzeugung beim
Vorlieferanten in konventio-
nellen Kraftwerken.
Seite 93Seite 92
Gas- und Dampfturbinenanlage
GuD für Münster

Seite 94
Herausgeber
Stadtwerke Münster GmbH
Hafenplatz 1, 48155 Münster
Postfach 7609, 48041 Münster
Telefon (0251) 694-0
Telefax (0251) 694-1111
Handelsregister-Nr. B 343 des Amtsgerichts Münster
Konzept und Redaktion
Stadtwerke Münster GmbH
Kaufmännische Dienste
in Kooperation mit der 
Unternehmenskommunikation
Telefon (0251) 694-2010
Telefax (0251) 694-3003
dialog@stadtwerke-muenster.de
www.stadtwerke-muenster.de
Entwurf und Layout
Eli Creek Werbeagentur GmbH, Münster

Stadtwerke Münster

Anlage 2 zur Vorlage 483/2006

14806 Zeichen

Anlage 2 zur Vorlage V/0483/2006  
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Münster, 26.05.2006 
 
 
Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 17/2006 
 
 
Betreff 
Jahresabschluss 2005 der Stadtwerke Münster GmbH 
 
Berichterstatter 
Herr Dr. Ohlms 
Herr Dr. Spickenheuer 
 
Anlagen: 
  Geschäftsbericht 2005, enthaltend: 
 Bilanz zum 31.12.2005 
 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2005  
 Anhang, Lagebericht für das Geschäftsjahr 2005 
 
 Prüfungsbericht des Abschlussprüfers mit Bestätigu ngsvermerk  
 
 
Antrag 
 
Der Aufsichtsrat wolle beschließen 
 
Der Gesellschafterversammlung werden folgende Beschlüsse zur Annahme empfohlen: 
 
1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2005 in der vor- 
liegenden, vom Abschlussprüfer KPMG Prüfungs- und B eratungsgesellschaft für 
den Öffentlichen Sektor Aktiengesellschaft Wirtscha ftsprüfungsgesellschaft, Düs- 
seldorf, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsve rmerk vom 24.05.2006 tes- 
tierten Fassung, wird von der Stadt Münster als all einiger Gesellschafterin der 
Stadtwerke Münster festgestellt.  
 
2. Der Zuführung von 15.680.000,00 € aus dem Jahres überschuss 2005 in die Ge- 
winnrücklage wird zugestimmt. 
 
3. Der Bilanzgewinn in Höhe von 8.410.000,00 € wird  nach Abzug der Kapitaler- 
tragsteuer von 1.682.000 € und des Solidaritätszuschlags von 92.510 € an den Be- 
trieb gewerblicher Art Bäder der Stadt Münster ausg eschüttet. Als Zahlungstermin 
wird der 26.06.2006 festgesetzt. 
 
4. Der Lagebericht und der Geschäftsbericht für das  Geschäftsjahr 2005 werden zur 
Kenntnis genommen. 
 
5. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke  Münster GmbH werden für das 
Geschäftsjahr 2005 Entlastung erteilt.

Anlage 2 zur Vorlage V/0483/2006  
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Begründung:  
 
Wie aus dem beiliegenden Lagebericht ersichtlich, k ann die wirtschaftliche Lage und 
Entwicklung der Stadtwerke Münster GmbH für das Jah r 2005 als insgesamt gut be- 
zeichnet werden. 
 
Trotz insgesamt schwacher Konjunktur in dem für uns er Absatzgebiet maßgeblichen 
Wirtschaftsraum Münster und Erhöhung der Wettbewerb sintensität auf den Energie- 
märkten konnten die Absatz- und Leistungsdaten in f ast allen Geschäftsbereichen der 
Stadtwerke gesteigert werden. 
 
Zum Jahresabschluss 2005 ist auf folgende wesentlic he Entwicklungen und Ergebnisse 
hinzuweisen: 
 
Neues Energiewirtschaftsrecht – Gründung der Netzgesellschaft 
 
Das zweite Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtsc haftsrechtes vom 07.07.2005 
dient der Umsetzung der EU Elektrizitäts- und Erdga s-Binnenmarkt-Richtlinien in Deut- 
sches Recht. Zweck des neuen Gesetzes ist die siche re preisgünstige, verbraucher- 
freundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizi- 
tät und Gas.  
 
Zur Verbesserung der Markttransparenz sowie zur ver stärkten Kosteneffizienz in den 
Strom- und Gasnetzen enthält das Energiewirtschafts gesetz Bestimmungen zur Ent- 
flechtung des Netzbetriebes von der übrigen Geschäf tsorganisation vertikal integrierter 
Versorgungsunternehmen. Hauptziele der Entflechtung  sind der diskriminierungsfreie 
Netzzugang, die Transparenz und die Vermeidung von Quersubventionierung zwischen 
Vertrieb und Netz. 
 
Die Stadtwerke Münster GmbH hat sich sehr frühzeiti g mit den Anforderungen der Ent- 
flechtungsbestimmung beschäftigt und kurz nach Inkr afttreten des Gesetzes zur Umset- 
zung dieser Vorgaben die Stadtwerke Münster Netzges ellschaft mbH gegründet. Mit 
Übertragungsvertrag zwischen Mutter- und Tochterges ellschaft wurde das operative 
Geschäft handelsrechtlich zum 01.01.2005 auf die Netzgesellschaft übertragen. 
 
Um die bei den Stadtwerken bereits realisierten Syn ergieeffekte bei Planung, Bau und 
Betrieb von Netzen aller Versorgungssparten auch we iterhin zu realisieren, wurden ne- 
ben den im Gesetz vorgesehenen Strom- und Gasnetzen  auch die Netze für die Was- 
ser- und Fernwärmeversorgung übertragen. Dabei habe n die Stadtwerke sich für das 
sogenannte Pachtmodell entschieden. Das heißt, das Eigentum an den Netzen und 
sonstigen Anlagen verbleibt bei den Stadtwerken. 
 
Neben den Pachtverträgen haben die Vertragspartner eine Vielzahl von Dienstleis- 
tungsverträgen für die von den Stadtwerken zu erbri ngende Dienstleistungen für die 
Netzgesellschaft abgeschlossen.

Anlage 2 zur Vorlage V/0483/2006  
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Mit Gründung der Netzgesellschaft wurden gleichzeit ig ein Ergebnisabführungsvertrag 
sowie ein Beherrschungsvertrag (Teilbeherrschungsve rtrag für den regulierten Markt) 
zwischen den Stadtwerken und der Netzgesellschaft abgeschlossen. 
 
Mit der Aufnahme der Geschäftstätigkeit der Netzges ellschaft zum 01.01.2005 ist die 
Vergleichbarkeit von Daten des Berichtsjahres der S tadtwerke Münster zum Vorjahr in 
mehreren Fällen eingeschränkt. 
 
Neubau der Gas- und Dampfturbinenanlage am Heizkraftwerk Hafen 
 
Herausragendes Ereignis des Geschäftsjahres 2005 wa r die Fertigstellung der GuD-
Anlage am Standort Hafen. Die Abnahme der Anlage er folgte planmäßig entsprechend 
dem Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung im Dezember 2005. Damit wurde 
eine der größten Einzelinvestitionen in der Geschichte der Stadtwerke nach nur zweijäh- 
riger Bauzeit in Betrieb genommen. 
 
Leistungsentwicklung unserer Geschäftsfelder  
 
In der Stromversorgung konnte trotz verschärften We ttbewerbs auf dem Energiemarkt 
und verhaltener Binnenkonjunktur der Stromabsatz um  10,7 % gegenüber dem Vorjahr 
gesteigert werden. Bei konstanter Absatzentwicklung  im Haushalts- und Gewerbebe- 
reich ist diese Absatzsteigerung insbesondere auf d ie Rückgewinnung eines Großkun- 
den sowie die Umsatzausweitung bei den übrigen Sond ervertragskunden zurückzufüh- 
ren. Ebenfalls konnte durch verstärkte Stromlieferungen in fremde Netze vornehmlich an 
Gewerbekunden das an den Wettbewerb in Münster verl orene Absatzvolumen zum gro- 
ßen Teil aufgefangen werden. 
 
Die gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegenen Durchs chnittstemperaturen hatten Ein- 
fluss auf den Absatz der Sparten Erdgas und Fernwär me. Ebenfalls war ein Absatzrück- 
gang durch vermehrte Einsparbemühungen unserer Kund en angesichts der stark stei- 
genden Energiepreise festzustellen. Danach sank der  Erdgasabsatz im Privat- und Ge- 
schäftskundenbereich gegenüber dem Vorjahr um 4,8 %, während der Absatz an unsere 
Sondervertragskunden um 9,9 % gesteigert werden konnten. Ebenfalls stieg die Beliefe- 
rung der Eigenbetriebe der Stadtwerke Münster, insb esondere an die neu errichtete 
Gas- und Dampfturbinenanlage, die insgesamt 21 Bloc kheizkraftwerke des Unterneh- 
mens sowie die unter dem Markennamen "Thermokonzept " errichteten unternehmens- 
eigenen Heizungsanlagen. Insgesamt stieg danach der  Erdgasabsatz um 12,6 % ge- 
genüber dem Vorjahr. 
 
Der Absatz in der Fernwärme reduzierte sich tempera turbedingt sowie durch die ver- 
stärkte Eigenerzeugung eines Großkunden um 6,7 %. 
 
Der langfristig anhaltende Trend zum Wassersparen, der auch durch unsere Kundenbe- 
ratung mit dem Ziel der Ressourcenschonung unterstü tzt wird, konnte auch im Berichts- 
jahr beobachtet werden. Danach sank der Absatz an u nsere Kunden im Berichtsjahr 
leicht um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr.

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Die Entwicklung der Fahrgastzahlen im Verkehrsbetri eb verlief auch im Berichtsjahr 
wiederum positiv. Außergewöhnlich starke Zuwächse g ab es im Bereich des Privat- 
abonnements sowie des 9 Uhr-Tagestickets. Insgesamt war ein Zuwachs in der Zahl der 
beförderten Fahrgäste in Höhe von rd. 1,7 % zu verzeichnen. 
 
Mit Stilllegung des kohlebetriebenen Heizkraftwerke s am Standort Hafen und Wegfall 
der Kohlelieferungen sank die Zahl der Umschlaggüte r. Insgesamt sank der Hafenum- 
schlag um 22 %. Die in den Vorjahren begonnene Stru kturveränderung des Hafenbe- 
triebes, insbesondere auf der Hafennordseite, dem s ogenannten "Kreativkai", konnte im 
Berichtsjahr erfolgreich fortgeführt werden. 
 
Ergebnisentwicklung 
 
Durch die Verpachtung der Versorgungsnetze an die N etzgesellschaft, die Abrechnung 
von umfangreichen Dienstleistungen der Stadtwerke f ür diese Beteiligungsgesellschaft 
sowie die Berechnung der Entgelte für die Netznutzu ng der Netzgesellschaft an die 
Stadtwerke ist die Vergleichbarkeit wesentlicher Da ten gegenüber den Werten des Vor- 
jahres nicht mehr gegeben. Ebenfalls haben die vorg enannten strukturellen Verände- 
rungen Einfluss auf die Ergebnisrechnung der Versorgungssparten. 
 
Die Umsatzerlöse erhöhten sich in den Energieversor gungssparten mengenbedingt und 
durch die Weitergabe der gestiegenen Beschaffungsko sten sowie durch Leistungen für 
die Netzgesellschaft und Tarifanpassungen im Verkeh rsbereich auf insgesamt 389,4 
Mio. €. 
 
Nach Abzug der Stromsteuer von den Umsatzerlösen er höhten sich die Erlöse netto um 
75,5 Mio. € auf nunmehr 367,5 Mio. €. Erstmalig sin d in den Umsatzerlösen Netzdienst- 
leistungen der Stadtwerke Münster GmbH an die Stadt werke Münster Netzgesellschaft 
mbH in Höhe von 49,8 Mio. € enthalten. Die Pachtert räge für die Verpachtung der Ver- 
sorgungsnetze an die Netzgesellschaft sind in Höhe von 56,6 Mio. € in den sonstigen 
betrieblichen Erträgen enthalten. 
 
Die Netzentgelte, die die Stadtwerke für die Nutzun g der Versorgungsnetze an die 
Netzgesellschaft zahlen, sind unter der Position "M aterialaufwand/Aufwendungen" für 
bezogene Leistungen verbucht worden (ca. 116,9 Mio. €).  
 
Insgesamt betragen die Leistungsbeziehungen zwischen der Stadtwerke Münster GmbH 
und der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH rd. 120 Mio. €. 
 
Beim umsatzstärksten Geschäftsbereich Strom erhöhte sich der Umsatz durch die Tarif- 
erhöhung zum 01.02.2005 sowie die sonstigen Preisan passungsmaßnahmen bei Son- 
derabkommen und Sonderverträgen. Die Absatzentwickl ung war besonders geprägt 
durch die Rückgewinnung eines Großkunden sowie Umsa tzausweitung außerhalb des 
angestammten Versorgungsgebietes. 
 
Die Entwicklung im Geschäftsbereich Erdgas war star k geprägt durch die Preisentwick-
lung auf den internationalen Energiemärkten, die durch die branchenübliche Ölpreis

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klausel mit Verzögerung unsere Beschaffungskosten e rhöhten. Dieser starke Kosten- 
schub machte bei den Standardverträgen Preiserhöhun gen zum 01.01. sowie zum 
01.07.2005 notwendig.  
 
Die Anhebung der Verkehrstarife zum 01.08.2005 sowi e die positive Entwicklung der 
Verkehrsleistungen reichten nicht aus, Veränderunge n und Mehrkosten im Verkehrsbe- 
trieb auszugleichen. Allerdings konnte unter Anrech nung aperiodischer Einnahmen so- 
wie sonstiger Erträge aus z. B. Anlagenabgang der a usgewiesene Jahresfehlbetrag vor 
Steuern um rd. 1,5 Mio. € auf nunmehr 12,0 Mio. € verbessert werden. 
 
Die Investitionstätigkeit der Stadtwerke war gepräg t durch die Inbetriebnahme der Gas- 
und Dampfturbinenanlage am Heizkraftwerk Hafen. In dieses Projekt wurden über 
80 Mio. € investiert zuzüglich Anbindungskosten an die Versorgungsnetze Gas und 
Strom. Die notwendigen Demontagearbeiten für nicht mehr benötigte Altanlagen ein- 
schließlich Rauchgasreinigungsanlage DESONOX wurden  im Berichtsjahr begonnen 
und werden bis Anfang 2007 abgeschlossen sein. 
 
Die übrigen Investitionen, insbesondere in Versorgu ngsnetze und Blockheizkraftwerke, 
lagen auf dem Niveau des Vorjahres. 
 
Um den Qualitätsstandard unserer Versorgungsnetze u nd damit Verfügbarkeit und Ver- 
sorgungssicherheit auch für die Zukunft weiter zu e rhalten, wurden im Auftrag der 
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft umfangreiche In standhaltungsmaßnahmen in den 
Netzen durchgeführt. 
 
Für zukünftige Aufwendungen und Risiken, insbesonde re bei den Erzeugungsanlagen, 
Personalaufwendungen und Preisrisiken im Energieber eich wurden angemessene Vor- 
sorge durch die Bildung von Rückstellungen getroffen. 
 
Die Kapitalkosten erhöhten sich im Berichtsjahr neb en den erstmaligen Abschreibungen 
für die GuD-Anlage, Zinszahlungen für die in 2004 a ufgenommenen Darlehen zur Fi- 
nanzierung der GuD-Anlage sowie durch Teilwertabsch reibungen auf das Immobilien- 
vermögen.  
 
Das insgesamt positive Ergebnis der Versorgungsspar ten konnte die Jahresfehlbeträge 
des Verkehrsbetriebes ausgleichen und führte zu ein em insgesamt guten Jahresge- 
samtergebnis. Dabei konnte die Konzessionsabgabe in Höhe von 17,1 Mio. € voll erwirt- 
schaftet werden. 
 
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsja hr 2005 weist mit 36,7 Mio. € ein 
um 16,5 Mio. € höheres Ergebnis der gewöhnlichen Ge schäftstätigkeit aus. Diese sehr 
positive Ertragsentwicklung ist fast ausschließlich  durch die Realisierung eines Bilanz- 
gewinns bei der Veräußerung von Wertpapieren bei der Umschichtung des Anlagever- 
 
mögens entstanden. Im operativen Geschäft liegt dan ach das Ergebnis der gewöhnli- 
chen Geschäftstätigkeit auf dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. 
 
Die Steuerlast lag mit rd. 11,7 Mio. € rd. 1,3 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres.

Anlage 2 zur Vorlage V/0483/2006  
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Vermindert um die vorgenannten Steuern stellte sich  der Jahresüberschuss mit 
25,1 Mio. € dar. Aus diesem Jahresüberschuss soll n ach dem Beschluss der Gesell- 
schafterversammlung zur Finanzierung einer Kapitale rhöhung bei der Flughafen Müns- 
ter/Osnabrück GmbH der Bilanzgewinn aus der Veräuße rung der Wertpapiere in Höhe 
von 15,7 Mio. € der Gewinnrücklage zugeführt werden . Dieser Bilanzgewinn ist bei der 
vorgenannten Umschichtung des Anlagevermögens berei ts in 2005 entstanden. Der 
Beschlussantrag zur Gewinnverwendung berücksichtigt  diese Vorgabe der Gesellschaf- 
terversammlung am 11.11.2005. 
 
Nach dem mit der Stadtwerke Münster Netzgesellschaf t mbH abgeschlossenen Ergeb- 
nisabführungsvertrag haben die Stadtwerke den Bilan zverlust dieses Unternehmens in 
Höhe von 0,9 Mio. € im ersten Geschäftsjahr übernommen.  
 
Auf den vorgenannten Jahresüberschuss wurde im Beri chtsjahr gemäß Beschluss der 
Gesellschafterversammlung eine Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 1,0 Mio. € (wie 
im Vorjahr) an die Gesellschafterin ausgekehrt. Der  verbleibende Bilanzgewinn in Höhe 
von 8.410 T€ (Vorjahr 8,8 Mio. €) soll nach Abzug d er Kapitalertragsteuer und des Soli- 
daritätszuschlages an die Gesellschafterin ausgeschüttet werden. 
 
Nähere Erläuterungen zum abgelaufenen Geschäftsjahr  sind dem beiliegenden Ge- 
schäftsbericht zu entnehmen. 
 
Der Jahresabschluss 2005 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2005 sind von der 
KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für den Öf fentlichen Sektor Aktiengesell- 
schaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf,  geprüft worden. Beanstandungen 
haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. 
 
 
Stadtwerke Münster GmbH 
 
gez. Dr. Ohlms  gez. Dr. Spickenheuer

Beratungsverlauf (1)

14.06.2006 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Wasserstraße
  • Hafenplatz 1
  • Gasselstiege

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0483/2006
Typ
Vorlage
Datum
06.06.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37