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V/0158/2010

Münsteraner Kinder- und Jugendförderplan 2010 - 2014

Vorlagen 21.04.2010

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Nächste Beratung: Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien, Sitzung am 30.06.2010, TOP 13

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Ansehen

Karte_Nord

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Karte_Mitte

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Ansehen

Karte_Suedost

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Ansehen

Kinder_Jugendförderplan_ohne_Umschlag_und_Karten

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Beschlussvorlage

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Ansehen

Umschlag_Kinder_Jugendfoerderplan

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Ansehen

Karte_Hiltrup

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Ansehen

Karte_West

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Ansehen

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Ansehen

Karte_Stadtweit_A3

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Streetwork DW
Streetwork DW
Streetwork SKM
Streetwork VSE
Streetwork Mobile
Streetwork - städtisch
Streetwork Waldspielplatz
Streetwork Handorfer Netzwerk
JE Top
JE Jib
KE Feez
KuJ 37°
JE Gelmer
KuJ Wuddi
KuJ La Vie
KE Wolbeck
JT Janosch
KuJ Mobile
KuJ Sprakel
KuJ St. Ida
JT Café Lenz
KuJ Hl. Geist
KE Mitte-Nord
JT Überwasser
KuJ DRK Coerde
KuJ Black Bull
JT "Die Hütte"
KuJ St.Mauritz
KE ABI Südpark
KuJ HOT Coerde
KuJ Lorenz-Süd
KuJ Drei Eichen
JT St. Theresia
KuJ St. Clemens
KuJ AWO-Nienkamp
KuJ Heilig Kreuz
KuJ St. Benedikt
JT St. Petronilla
KuJ St. Sebastian JE Sprickmannplatz
KuJ AWO - Albatros
JE Bahnhof Wolbeck
KuJ Anne-Jakobi-Haus JE Paul-Gerhardt-Haus
JT Pfarrer-Eltrop-Heim
KuJ ev. Kirche Hiltrup
KuJ Johannes-Busch-Haus
KuJ Fachwerk Gievenbeck
KuJ St. Anna - Paulushof
KuJ Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Kinder- und Jugendeinrichtungen und Schulen in Münster
Schulen
¾À Grundschule
#* Hauptschule
") Realschule
!( Gymnasium
!( Gesamtschule
GF Förderschule
^_ Waldorfschule, Montessorischule
Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit                          
Personal / Stellen
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²³ 0,1 - 1,0
²³ 1,1 - 2,0
²³ 2,1 - 3,0
²³ 3,1 - 4,0
ý' <alle anderen Werte> Stand:   01.01.2010
West
Ost
Nord
Mitte
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Hiltrup
KuJ:  Kinder- und Jugendeinrichtung
KE:   Kindereinrichtung
JE:   Jugendeinrichtung
JT:   Jugendtreff

Karte_Nord

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JT Top
KE Feez
KuJ Wuddi
KuJ La Vie
KuJ Sprakel
JT Café Lenz
KE Mitte-Nord
JT Überwasser
KuJ DRK Coerde
JT "Die Hütte"
KuJ St.Mauritz
KuJ HOT Coerde
JT St. Theresia
KuJ AWO-Nienkamp
KuJ Heilig Kreuz
JE Paul-Gerhardt-Haus
KuJ Johannes-Busch-Haus
JE Sprickmannplatz Streetwork Waldspielplatz
Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit                   
Personal / Stellen
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²³ 0,1 - 1,0
²³ 1,1 - 2,0
²³ 2,1 - 3,0
²³ 3,1 - 4,0
ý' aufsuchende Arbeit Stand:   01.01.2010
Nord
Schulen
¾À Grundschule
#* Hauptschule
") Realschule
!( Gymnasium
!( Gesamtschule
GF Förderschule
^_ Waldorfschule, Montessorischule
KuJ:  Kinder- und Jugendeinrichtung
KE:   Kindereinrichtung
JE:   Jugendeinrichtung
JT:   Jugendtreff

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JT St. Theresia
KuJ AWO-Nienkamp
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JT Pfarrer-Eltrop-Heim
KuJ St. Anna - Paulushof
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KuJ St. Ida
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KuJ Lorenz-Süd
JT St. Theresia
KuJ AWO-Nienkamp
KuJ Heilig Kreuz
JE Paul-Gerhardt-Haus
JT Pfarrer-Eltrop-Heim KuJ Johannes-Busch-Haus
KuJ Dietrich-Bonhoeffer-Haus
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Streetwork - städtisch
Streetwork SKM
Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit                   
Personal / Stellen
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²³ 1,1 - 2,0
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ý' aufsuchende Arbeit Stand:   01.01.2010
Mitte
Schulen
¾À Grundschule
#* Hauptschule
") Realschule
!( Gymnasium
!( Gesamtschule
GF Förderschule
^_ Waldorfschule, Montessorischule
KuJ:  Kinder- und Jugendeinrichtung
KE:   Kindereinrichtung
JE:   Jugendeinrichtung
JT:   Jugendtreff

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KuJ Mobile
KuJ St. Ida
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KuJ ev. Kirche Hiltrup
JT Pfarrer-Eltrop-Heim
Streetwork DW
Streetwork - städtisch
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Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit                   
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ý' aufsuchende Arbeit Stand:   01.01.2010
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Schulen
¾À Grundschule
#* Hauptschule
") Realschule
!( Gymnasium
!( Gesamtschule
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^_ Waldorfschule, Montessorischule
KuJ:  Kinder- und Jugendeinrichtung
KE:   Kindereinrichtung
JE:   Jugendeinrichtung
JT:   Jugendtreff

Kinder_Jugendförderplan_ohne_Umschlag_und_Karten

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Impressum 
 
 Herausgeberin 
  Stadt Münster 
  Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
  Jugendhilfeplanung 
  Abteilung Kinder- und Jugendarbeit / Jugendsoziala rbeit 
 
 Redaktion 
  Chris Hagel 
  Birgit Herdes 
  Bernhard Paschert 
  Silke Thesing 
  Andreas Wildemann 
 
 März 2010, 1.000

Vorwort  
 
 
 
 
Leitaufgabe der Kinder- und Jugendhilfe ist es, ein en Beitrag zu leisten, junge Men- 
schen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfäh igen Persönlichkeiten zu er- 
ziehen.  
Die Jugendhilfe und Jugendhilfepolitik besitzt demn ach eine große Verantwortung, 
die notwendigen Rahmenbedingungen für eine positive  Zukunftsperspektive und 
Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen zu sch affen und ihnen bei der Ver- 
wirklichung ihrer Lebenschancen und Lebensträume, aber auch bei der Bewältigung 
problematischer Lebenssituationen zu unterstützen.  
 
Basis einer wirksamen Jugendhilfe ist eine in der L ebenswelt von Kindern, Jugendli- 
chen und Familien gut ausgebaute Infrastruktur mit zielgruppenspezifischen Ange- 
boten der Jugendarbeit, Jugendbildung, Jugendberatu ng und Jugendsozialarbeit. 
Es gilt, Kindern und Jugendlichen unabhängig von Al ter, Herkunft und sozialer Situ- 
ation durch vielfältige Angebote, soziale Unterstüt zung und Beteiligungsrechte mög- 
lichst optimale Startchancen in ein persönlich erfolgreiches Leben zu bieten. 
 
Diese zentrale Aufgabe wird im Kinder- und Jugendfö rderplan des Landes Nord- 
rhein-Westfalen konkretisiert. Demnach soll u. a. erreicht werden: 
 
• die Möglichkeiten junger Menschen zur Partizipati on und gesellschaftlichen 
Teilhabe auszubauen, 
 
•  sie zu befähigen, ihre Interessen zu erkennen un d gemeinsam mit anderen 
in selbst organisierten Zusammenhängen zu vertreten, 
 
• soziale Benachteiligungen abzubauen.  
 
Neben diesen allgemeinen Zielsetzungen widmen sich die verschiedenen Teilberei- 
che der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des er zieherischen Kinder- und Ju- 
gendschutzes weiteren konkreten Zielen.  
 
Von besonderer Bedeutung für Kinder und Jugendliche  ist eine Jugendarbeit, die 
zur sozialen Stabilisation, gesellschaftlichen Inte gration und persönlichen Qualifika- 
tion beiträgt. Gerade auch für benachteiligte Jugen dliche ist es unverzichtbar, dass 
Jugendarbeit Unterstützungsangebote unterbreitet, d ie einer sozialen Ausgrenzung 
junger Menschen entgegenwirken. Ziel der Jugendarbe it ist es, Jugendlichen nicht 
nur Freizeitangebote zu machen, sondern diese auch gezielt zu fördern und zu bil- 
den.  
Mit Blick auf benachteiligte Jugendliche bedeutet d ies, neue Horizonte zu öffnen 
und Teilhabe zu ermöglichen. Zielrichtung ist hierb ei dezidiert die Teilhabe an Bil- 
dung im Hinblick auf eine Verbesserung der Chancen für eine berufliche Integration. 
Angebote der Jugendsozialarbeit sollen durch sozial pädagogische Hilfen vor allem 
Brüche in Bildungsbiographien vermeiden helfen und die Übergänge von der Schule 
in den Beruf für benachteiligte Jugendliche positiv begleiten.  
Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz beinhalt et die bestmögliche Vorberei- 
tung von Kindern und Jugendlichen auf den Umgang mi t Gefahren aufgrund neuer 
gesellschaftlicher und medialer Entwicklungen und n icht zuletzt die konsequente 
Kontrolle der Angebote. 
 
Um dies zu erreichen, berücksichtigen die Träger de r Kinder- und Jugendarbeit, der 
Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- u nd Jugendschutzes bei ihren

Planungen, dass sich die Angebote unter Beteiligung  von Kindern und Jugendlichen 
an den Interessen und Bedürfnissen der jungen Mensc hen und den gesellschaftli- 
chen Entwicklungen und Erfordernissen orientieren.  
 
Die Fortschreibung des vorliegenden Kinder- und Jug endförderplans der Stadt 
Münster für die Jahre 2010 – 2014 enthält die konkr eten Umsetzungsschritte in den 
Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des er- 
zieherischen Kinder- und Jugendschutzes und formuli ert notwendige Schwerpunkte, 
Veränderungen und Ausrichtungen, um in einer sich s chnell verändernden Gesell- 
schaft den Kindern, Jugendlichen und Familien in un serer Stadt zeitgemäße Bedin- 
gungen des Aufwachsens bieten zu können. 
 
 
Im Auftrag 
 
 
 
Anna Pohl 
 
 
 
Leiterin des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien

1. Einleitung ........................................................................................................ 5 
 
2. Die Ziele des KJFöG / der Stadt Münster ..................................................... 5 
 2.1 Wesentliche Ziele des KJFöG................... ............................................. 5 
 2.2 Strategische Ziele für Münster ................ ............................................... 6 
 
3. Die Leitprinzipien (Eckpunkte der Konzeptentwick lung)............................ 7 
 
4. Allgemeine Planungsgrundlagen - Bevölkerung und Sozialstruktur ........ 8  
 4.1 Stadt Münster .................................. ...................................................... 8 
 4.2 Bezirk Mitte .................................. .......................................................... 9 
 4.3 Bezirk West................................... ....................................................... 10 
 4.4 Bezirk Nord ................................... ....................................................... 11 
 4.5 Bezirk Ost .................................... ........................................................ 12 
 4.6 Bezirk Süd-Ost................................ ..................................................... 13 
 4.7 Bezirk Hiltrup ................................ ....................................................... 14 
 
5. Kinder- und Jugendarbeit ............................................................................ 16 
 Bestandsdaten, Analysen und Handlungsempfehlungen 
  
6. Jugendsozialarbeit ....................................................................................... 73 
 Bestandsdaten, Analysen und Handlungsempfehlungen 
 
7. Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz ................................................. 88 
 Bestandsdaten, Analysen und Handlungsempfehlungen 
 
8. Anhang ........................................................................................................ 100 
 
 8.1 Einrichtungen der offenen und mobilen Kinder- u nd Jugendarbeit .... 101  
 8.2 Auflistung der statistischen Bezirke ........... ........................................ 103 
 8.3 Übersicht Bevölkerung......................... .............................................. 104 
 8.4 „Auf einem Blick“............................. ................................................... 105 
  
    
 
Inhalt

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  5 
1.    Einleitung 
 
Mit Beschluss des Kinder- und Jugendfördergesetzes durch den Landtag NRW im 
Oktober 2004 wurden Land und Kommunen verpflichtet,  einen Kinder- und Jugend- 
förderplan für die Dauer der jeweiligen Wahlperiode  aufzustellen. Darin sollen die 
erforderlichen Rahmenbedingungen für die Handlungsf elder „Kinder- und Jugendar- 
beit“, „Jugendsozialarbeit“ und „erzieherischer Kinder- und Jugendschutz“ festgelegt 
werden. 
 
Mit dem ersten Münsteraner Kinder- und Jugendförder plan 2007 – 2009 - Leitprinzi- 
pien und Handlungsempfehlungen - hat die Verwaltung  diesem Auftrag umfassend 
für das Handlungsfeld „Kinder- und Jugendarbeit“ en tsprochen (V/1040/2006). Für 
die Bereiche der offenen und mobilen Kinder- und Ju gendarbeit und der Jugendver- 
bandsarbeit wurden strategische Ziele entwickelt un d mit den beteiligten Einrichtun- 
gen, Trägern und Verbänden abgestimmt. Unter Vorgabe dieser Ziele sind unter Be- 
rücksichtigung der Bevölkerungsdaten, ausgewählter Sozialraumfaktoren, der be- 
stehenden Angebote und der Einschätzung der Fachkrä fte entsprechende Hand- 
lungsempfehlungen formuliert worden. Diese sind für  den Bereich der Jugendver- 
bandsarbeit stadtweit sowie für den Bereich der off enen und mobilen Kinder- und 
Jugendarbeit sowohl stadtweit als auch bezirksbezogen ausgewiesen worden.  
Die Verwaltung wurde beauftragt, die formulierten H andlungsempfehlungen mit den 
freien Trägern der offenen und mobilen Kinder- und Jugendarbeit und der Jugend- 
verbandsarbeit in den folgenden Jahren umzusetzen s owie über die offene und mo- 
bile Kinder- und Jugendarbeit und die damit verbund ene Fortschreibung des För- 
derplanes im Handlungsfeld „Kinder- und Jugendarbeit“ zu berichten. Ferner sollten 
weitergehende Aussagen und Handlungsempfehlungen zu  den Handlungsfeldern 
„Jugendsozialarbeit“ und „Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz“ gegeben wer- 
den. 
 
Mit dem vorliegenden Kinder- und Jugendförderplan 2 010 – 2014 werden diese 
Handlungsempfehlungen und deren Zielerreichung für das Handlungsfeld „Kinder- 
und Jugendarbeit“ systematisch dargestellt und weiter entwickelt.  
Für die Handlungsfelder „Jugendsozialarbeit“ und „e rzieherischer Kinder- und Ju- 
gendschutz“ waren zunächst grundlegende Aufarbeitun gen wie z.B. die Erhebung 
von Struktur- und Angebotsdaten erforderlich, die m it dem aktuellen Kinder- und Ju- 
gendförderplan dargestellt werden und mit Zielformu lierungen und Handlungsemp- 
fehlungen hinterlegt sind. 
 
Intensiv beteiligt waren an der Erstellung des Kind er- und Jugendförderplans die Ar- 
beitsgemeinschaften nach § 78 SGB VIII (offene Kind er- und Jugendarbeit  / Ju- 
gendverbandsarbeit, Jugendsozialarbeit, Mädchen und Jungen / Gender), die Stadt- 
teilarbeitskreise, der Jugendrat und die Jugendfore n sowie die Ämter der Stadt 
Münster. 
 
 
2. Die Ziele des KJFöG / der Stadt Münster 
  
2.1 Wesentliche Ziele des KJFöG  
 
 Mit der Verpflichtung für die örtlichen Träger der  Jugendhilfe, einen Kinder- und Ju- 
gendförderplan aufzustellen, der für jeweils eine W ahlperiode der Vertretungskör- 
perschaft festgeschrieben wird, werden im Wesentlichen folgende Ziele verfolgt: 
 
 • Schaffung einer längerfristigen Planungssicherheit  und Verbindlichkeit für die 
Jugendhilfeträger. Damit wird insbesondere personel le Kontinuität gewährleistet

6 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
und eine Planungssicherheit für das Vorhalten von Angebotsfeldern innerhalb der 
Kinder- und Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit erreicht.  
 
• Entwicklung eines Steuerungsinstruments für eine g ezielte Bedarfs- und Maß- 
nahmenplanung als Grundlage für konkrete Zielverein barungen. Im Hinblick auf 
aktuelle Entwicklungen und Bedarfe ist dies für die  Leistungsvereinbarungen mit 
den freien Trägern der Jugendhilfe besonders bedeutsam. 
 
•   Stärkere Berücksichtigung der Querschnittsaufgaben  
- Abbau von Benachteiligungen (§ 3),  
- Gender Mainstreaming (§ 4),  
- Interkulturelle Bildung (§ 5)  
- Beteiligung von Kindern und Jugendlichen (§ 6)  
 
• Stärkere Zusammenarbeit von Jugendhilfe/Amt für Kin der, Jugendliche und Fa- 
milien und Schule/Amt für Schule und Weiterbildung (vgl. § 7 KJFöG, § 5 
SchulG). 
 
• Sozialräumliche Orientierung. 
 
• Besondere Berücksichtigung der Belange und Interes sen von Kindern und Ju- 
gendlichen in anderen kommunalen Handlungsfeldern, wie z.B. Stadtentwick- 
lung, Verkehrspolitik, Bildungs- und Schulpolitik (vgl. § 6 KJFöG). 
 
 Der Jugendförderplan, angelehnt an die entsprechen de Legislaturperiode; soll 
grundsätzlich nicht statisch festgeschrieben sein, sondern aktuelle Entwicklungen 
und Bedarfe dynamisch aufgreifen (vgl. §§ 1, 16 KJFöG). 
 
 
2.2 Strategische Ziele für Münster 
 
 Mit dem ersten Kinder- und Jugendförderplan haben sich die in den einzelnen 
Handlungsfeldern tätigen Akteure der freien und öff entlichen Jugendhilfe der Her- 
ausforderung gestellt, ein nachvollziehbares und fo rtschreibungsfähiges Steue- 
rungsinstrument für die Handlungsfelder Kinder- und  Jugendarbeit, Jugendsozialar- 
beit und erzieherischer Kinder- und Jugendschutz zu entwickeln.  
 
 Die hier grundlegend formulierten Ziele für alle H andlungsfelder haben für Münster 
weiterhin Bestand und sind maßgeblich für die Forts chreibung und Entwicklung der 
Leistungen in den kommenden Jahren: 
 
• Absicherung der Kinder- und Jugendarbeit, Jugendso zialarbeit und des erziehe- 
rischen Kinder- und Jugendschutzes in Münster als dauerhaftes Angebot, 
• Absicherung der bestehenden Trägerangebote, 
• Gewährung einer Planungssicherheit für die handeln den Akteure, 
• Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Kinder- u nd Jugendarbeit, 
• Weiterentwicklung der Leistungen „Jugendsozialarbe it“ und „erzieherischer Kin- 
der- und Jugendschutz“, 
• Weiterentwicklung der strukturellen Zusammenarbeit  von Jugendhilfe und Schu- 
le, 
• Systematische Beteiligung der Jugendforen und des Jugendrates der Stadt 
Münster, 
• Kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen kommunalem  Träger und freien Trä- 
gern.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  7  
3. Die Leitprinzipien (Eckpunkte der Konzeptentwick lung) 
 
Die Leitprinzipien des Kinder- und Jugendförderplan s greifen die im Jugendförde- 
rungsgesetz benannten Querschnittsaufgaben auf. Sie  sind für alle Handlungsfelder 
bindend und bei jeder Konzeptfortschreibung und Ang ebotsentwicklung mit einzu- 
beziehen. 
 Das Kinder- und Jugendförderungsgesetz hat in sein en §§ 3 – 6 die Querschnitts- 
themen  
- Abbau von Benachteiligungen (§ 3),  
- Gender Mainstreaming  (§ 4),  
- Interkulturelle Bildung  (§ 5)  
- Beteiligung von Kindern und Jugendlichen  (§ 6)  
zu einer Leitorientierung für die gesamte Jugendhilfe und Jugendpolitik erklärt.  
 
„Vernetzung / Kooperation“  zieht sich als Leitprinzip durch das gesamte Geset z 
und dokumentiert sich u. a. in dem Auftrag einer in tegrierten Jugendhilfe- und 
Schulentwicklungsplanung (§ 7) sowie in einer engen  Zusammenwirkung insbeson- 
dere mit Schule, Polizei sowie den Ordnungsbehörden  im Rahmen des erzieheri- 
schen Kinder- und Jugendschutzes (§ 14). 
Darüber hinaus hat das Land NRW die „Kinder- und Jugendbildung“  besonders 
hervorgehoben und insbesondere für die Kinder- und Jugendarbeit die Notwendig- 
keit einer Präzisierung und konzeptionell kontinuie rlichen Weiterentwicklung ihres 
Bildungsauftrages betont. 
 
Mit dem ersten Kinder- und Jugendförderplan 2007 – 2009 - Leitprinzipien und 
Handlungsempfehlungen – hat die Verwaltung in Zusam menarbeit mit den jeweili- 
gen Sprecherinnen und Sprechern der Arbeitsgemeinsc haft nach § 78 SGB VIII die 
jeweiligen Leitprinzipien ausführlich dargestellt, gesetzliche Grundlagen genannt, 
eine Standortbestimmung für Münster vorgenommen, Pe rspektiven beschrieben 
und einen Fragenkatalog als Checkliste für Träger u nd Anbieter entwickelt, um sich 
mit den Querschnittsaufgaben bewusst auseinanderzus etzen, die eigene Arbeit im 
Sinne einer Selbstevaluation auf den Prüfstand zu s tellen und weiterzuentwickeln 
(vgl. Kinder- und Jugendförderplan 2007 - 2009). 
 
Das Bildungsverständnis der Kinder- und Jugendhilfe  in Münster wurde mittlerweile 
in einem Abstimmungsprozess weiterentwickelt. Unter  dem Begriff „Bildung“ wird 
demnach der umfassende Prozess der Entwicklung und Entfaltung derjenigen Fä- 
higkeiten, die Menschen in die Lage versetzt zu ler nen, Leistungspotentiale zu ent- 
wickeln, zu handeln, Probleme zu lösen und Beziehungen zu gestalten, verstanden. 
 
Gelingende Lebensführung und soziale Integration ba uen neben der Schulbildung 
ebenso auf Bildungsprozessen in Familien, Kindertag eseinrichtungen, Jugendar- 
beit…. und beruflicher Bildung auf. 
1  
          
 
Für sämtliche Leitprinzipien bleibt festzuhalten, d ass auf kommunaler Ebene sowohl 
der konkrete Bedarf an entsprechenden Angeboten zu ermitteln ist (dem entspre- 
chend sind diese Querschnittsthemen auch als konkre te Schwerpunkte / Angebots- 
felder der Kinder- und Jugendarbeit enthalten), als  auch alle pädagogischen Ange- 
bote dahingehend zu überprüfen sind, ob sie die bes chriebenen Leitprinzipien an- 
gemessen berücksichtigen. Dies ist in allen drei Handlungsfeldern umzusetzen. 
 
 
                                                      1 Leipziger Thesen zur aktuellen bildungspolitischen Debatte, 2002

8 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
4. Allgemeine Planungsgrundlagen 
 - Bevölkerung und Sozialstruktur -  
  
Die folgenden Sozialstrukturdaten wurden erhoben un d bezirksbezogen abgebildet, 
um bei der zukünftigen Angebotsgestaltung aller Han dlungsfelder neben den Ein- 
schätzungen und Erfahrungen der Fachkräfte auf obje ktives Datenmaterial zurück- 
greifen zu können. Hierdurch werden - unabhängig vo n Sonderinteressen - Anhalts- 
punkte für eine möglichst gerechte Verteilung analo g zu der Situation der Kinder 
und Jugendlichen in den Stadtbezirken gewonnen.  
 
 
4.1 Stadt Münster 
    
Bevölkerung  
insgesamt 
6-20 Jährige  
insgesamt 
6-20 Jährige  
männlich 
6-20 Jährige  
weiblich 
6-20 Jährige  
ausländisch 
6-20 Jährige 
Prognose 2015 
40.195 19.772 20.423 3.131 40.069 281.050 14,30 % 49,19 % 50,80 % 7,78 % - 0,31% 
 Stand: 31.12.2008 - Bei Erstellung des Jugendförderplans lagen Bevölkerungsdaten 2009 noch nicht vor 
 
 
Zum 31.12.2008 lebten in Münster rund 281.000 wohnb erechtigte Bürgerinnen und 
Bürger. Auffällig ist, dass die Einwohnerzahl insge samt im Vergleich zum Vorjahr 
mit der Zunahme von 851 Einwohnern (0,3 %) entgegen  der Annahme der Bevölke- 
rungsprognose 2015 angestiegen ist. Besonders deutlich wird der Zuwachs mit über 
700 Einwohnern im Bezirk Mitte, gefolgt vom Bezirk West (plus 247 Einwohner). Die 
Bezirke Ost (plus 80 Einwohner) und Hiltrup (plus 5 2) zeigen einen leichten Anstieg, 
während die Stadtbezirke Südost und Nord im Verglei ch zum Vorjahr Einwohner- 
rückgänge aufweisen: Nord (minus 134 Einwohner); Südost (minus 105 Einwohner). 
 
Entsprechend der allgemeinen positiven Bevölkerungs entwicklung, ist auch die An- 
zahl der Kinder und Jugendlichen bis zum 18. Lebens jahr in Münster insgesamt auf 
einem relativ stabilen Niveau geblieben. 
Bei Betrachtung der Bevölkerungsprognose fällt auf,  dass in den kommenden Jah- 
ren voraussichtlich die Bezirke Mitte und Nord die deutlichsten Rückgänge zu erwar- 
ten haben. Während im Norden dieser Trend in den ve rgangenen Jahren bereits 
eingesetzt hat, entwickelt sich die Mitte entgegen der Prognose stabiler als ange- 
nommen.  
Hier bleibt die für 2010 geplante Bevölkerungsprogn ose, die auf der Grundlage der 
heutigen realen Entwicklung aufbaut, abzuwarten.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  9  
4.2 Bezirk Mitte 
 
Bevölkerung  
insgesamt 
Anteil 6-20 J.  
insges. in % 
6-20 J. 
männlich 
6-20 J. 
weiblich 
6-20 J. 
ausländisch 
6-20 J. 
Prognose 2015 
11.796 5.517 6.279 793 10.768 114.193 29,35 % 46,77 % 53,22 % 25,33 % - 8,71 % 
 Stand: 31.12.2008 - Bei Erstellung des Jugendförde rplans lagen Bevölkerungsdaten 2009 noch nicht vor 
 
Der Bezirk Mitte zeichnet sich durch eine dichte un d vielseitige Jugendhilfeinfra- 
struktur aus. In der Mitte liegen insgesamt 23 Stad tteile, die ineinander übergehen 
und nicht immer eindeutig voneinander abzugrenzen sind.  
 
• Der Bezirk Mitte ist mit den vier Stadtteilbereich en „Altstadt, Innenstadtring, Mitte-
Süd und Mitte Nordost“ der einwohnerstärkste Bezirk  in Münster. Dementspre- 
chend wohnen im Bezirk Mitte im Vergleich zu den an deren Stadtbezirken mit ei- 
nem Anteil von 29,35 % ihrer Altersgruppe die meisten 6- bis 20-Jährigen. 
 
• Die 6- bis 20-Jährigen des Bezirks Mitte sind nach  wie vor am stärksten im In- 
nenstadtring (34,08%), in Mitte-Nordost (33,74%) un d Mitte-Süd (27,10%) vertre- 
ten; der Anteil dieser Altersgruppe in der Altstadt beträgt 5,06%. 
 
• Nach der Bevölkerungsentwicklungsprognose wird sic h die Bevölkerungszahl im 
Bezirk Mitte bis 2015 auf 106.326 reduzieren. Diese s entspricht einem Rückgang 
um 6,1 %. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen im  Bezirk Mitte soll sich damit 
um 1.028 verringern; dies würde einem Anteil von minus 8,71% entsprechen. 
 
 
Ausgewählte Sozialstrukturdaten 
(Stand: 31.12.2008):  
 
• Jugendgerichtshilfe:  
 Der Bezirk Mitte weist gemessen an dem stadtweit a bsoluten Fallaufkommen der 
Jugendgerichtshilfe von insgesamt 884 Anklageschrif ten mit 158 Fällen einen 
eher durchschnittlichen Wert auf; dies entspricht einem Anteil von 17,87 %. 
 
• Allein Erziehende: 
 
 2.784 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18  Jahren wachsen im Bezirk 
Mitte in Haushalten allein Erziehender auf. Dies en tspricht einem Anteil von 22,1 
% aller Kinder im Bezirk Mitte und 33,4% bezogen au f die Kinder die stadtweit in 
Haushalten allein Erziehender aufwachsen. Der Durch schnitt liegt bei 19,1 % in 
der Stadt Münster.  
 
• Anteil der unter 25 jährigen Arbeitslosen: 
 
 29,4 % aller unter 25-jährigen Arbeitslosen in Mün ster (= 227 von insgesamt 771) 
leben im Bezirk Mitte.  
 
• Private entwicklungsfördernde Angebote*  
Dieser Indikator wird u. a. im Rahmen der Schuleing angsuntersuchungen erho- 
ben und zeigt auf, inwiefern Kinder vor Schuleintri tt bereits eine private Förde- 
rung in den Bereichen Schwimmen, Sport und Musik du rch das Elternhaus erfah- 
ren haben.  
 
Im Bezirk Mitte haben über 80 % (80,3%) der Kinder bis Schuleintritt bereits eine 
private Förderung durch ihre Eltern erfahren. Der stadtweite Wert liegt bei 74 %. 
 
(*Die Daten geben Durchschnittswerte der Schuleinga ngsuntersuchungen 2005 – 2008 des Gesundheitsamtes   
wieder)

10 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
 
4.3  Bezirk West 
 
Bevölkerung  
insgesamt 
6-20 Jährige  
insgesamt 
6-20 Jährige  
männlich 
6-20 Jährige  
weiblich 
6-20 Jährige  
ausländisch 
6-20 Jährige 
Prognose 2015 
9.371 4.596 4.775 687 9.442 54.419 23,31 % 49,04% 50,95% 21,94 % + 0,75 % 
  Stand: 31.12.2008 - Bei Erstellung des Jugendförderplans lagen Bevölkerungsdaten 2009 noch nicht vor 
 
 Der Bezirk West ist der einwohnerstärkste Außenbez irk und besteht aus sechs 
Stadtteilen: Gievenbeck, Sentrup, Mecklenbeck, Alba chten, Roxel und Nienberge. 
Mit Ausnahme des Stadtteils Sentrup, der eher inner städtisch orientiert ist, verfügen 
die jeweiligen weiteren fünf Stadtteile über eine j eweils eigenständige und gut aus- 
gebaute Infrastruktur. Kennzeichnend für alle Stadt teile ist eine klar definierte Stadt- 
teil- bzw. Ortsgrenze.   
 
• Laut der Bevölkerungsentwicklungsprognose 2015 wir d die Bevölkerungszahl im 
Bezirk West auf voraussichtlich insgesamt etwa 56.5 05 Personen anwachsen. 
Dies würde eine Einwohnerzunahme von 3,82 % bedeuten. 
 
• Entsprechend der Größe des Bezirks leben 23,31 % d er 6- bis 20-Jährigen aus 
Münster im Westen. Dies ist im Vergleich mit den an deren Stadtbezirken der 
zweithöchste Anteil nach dem Bezirk Mitte (29,35 %) . Am stärksten ist diese Al- 
tersgruppe in den Stadtteilen Gievenbeck, Mecklenbeck und Roxel (insges. 68,28 
%) vertreten.  
 
• Nach der Bevölkerungsentwicklungsprognose wird sic h der Anteil der Kinder und 
Jugendlichen von 6 bis 20 Jahren im Bezirk West ins gesamt um weitere 0,75 % 
erhöhen. Hiervon profitiert am deutlichsten der Sta dtteil Roxel mit einer Zunahme 
von 27,53 %, während in Gievenbeck / Sentrup und Me cklenbeck die Entwick- 
lung stagniert bzw. langsam wieder rückläufige Einw ohnerzahlen in dieser Al- 
tersgruppe aufweist.  
 
 
Ausgewählte Sozialstrukturdaten: 
 
   
• Jugendgerichtshilfe:  
Der Bezirk West weist gemessen an dem stadtweit abs oluten Fallaufkommen der 
Jugendgerichtshilfe von insgesamt 884 Anklageschriften mit 169 Fällen nach den 
Bezirken Nord und Hiltrup einen mittleren Wert auf.  Dieses entspricht einem An- 
teil von 19,1 % an dem gesamten stadtweiten Fallaufkommen. 
 
• Allein Erziehende: 
 
1.395 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 Jahren wachsen im Bezirk 
West in Haushalten allein Erziehender auf. Damit li egt ihr Anteil verglichen mit 
den Kindern im Bezirk West bei 14,1 %; nach wie vor  stellt dieser Wert den nied- 
rigsten stadtweit dar.  
 
• Anteil der unter 25-jährigen Arbeitslosen: 
 
Mit einem Anteil von 13,5 % (104 Personen) sind die  unter 25-jährigen Arbeitslo- 
sen im Bezirk West im stadtweiten Vergleich auf ein em eher durchschnittlichen 
Niveau vertreten. 
 
• Private entwicklungsfördernde Angebote 
 
Im Bezirk West erhalten 82,3% der Kinder vor Schule intritt eine private Förde- 
rung durch das Elternhaus. Im stadtweiten Durchschnitt sind es 74%.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  11  
 
4.4  Bezirk Nord 
 
Bevölkerung  
insgesamt 
6-20 Jährige  
insgesamt 
6-20 Jährige  
männlich 
6-20 Jährige  
weiblich 
6-20 Jährige  
ausländisch 
6-20 Jährige 
Prognose 2015 
4.905 2.483 2.422 695 4.756 28.112   12,20 %    50,62 %   49,37 %   22,20 % - 3,03% 
 Stand: 31.12.2008 - Bei Erstellung des Jugendförde rplans lagen Bevölkerungsdaten 2009 noch nicht vor  
 
Der Bezirk Nord besteht aus den Stadtteilen Kinderh aus, Coerde und Sprakel. Kin- 
derhaus und Coerde zeichnen sich durch eine jeweils  sehr gut ausgebaute soziale 
Infrastrukturlandschaft aus, vielseitige und differ enzierte Angebote der Jugendhilfe 
und alle Schulformen sind in den beiden Stadtteilen  vertreten. In Coerde ist zudem 
die Stadtteilwerkstatt Nord, eine dezentrale Einric htung der Jugendberufshilfe ange- 
siedelt. Sprakel ist hingegen ein Stadtteil in eine m eher ländlichen Gefüge, der bis- 
lang über eine Grundschule und Kindertageseinrichtu ng verfügte. Eine kombinierte 
Einrichtung für Kinder, Jugendliche und Familien wu rde im Oktober 2009 offiziell er- 
öffnet.  
 
• Laut Bevölkerungsentwicklungsprognose 2015 wird di e Bevölkerungszahl im Be- 
zirk Nord in den kommenden Jahren dem Trend der ver gangenen Jahre entspre- 
chend weiterhin leicht abnehmen; von 2007 bis 2008 war ein Rückgang der Be- 
völkerung um 0,47% festzustellen. 
Diese Bevölkerungsrückgänge betreffen vornehmlich C oerde (minus 2,8%) und 
Kinderhaus (minus 1,5%). Sprakel wird aufgrund der Baulandentwicklung vor- 
aussichtlich Einwohnerzugänge um plus 16,8% erfahren. 
 
• Der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung entspreche nd wirken sich diese auch 
auf die Altersgruppe der 6- bis 20-Jährigen aus. Fü r Coerde bedeutet dies ein 
Rückgang um minus 7,1% und für Kinderhaus um 6,5%, während Sprakel einen 
Zuwachs in diesen Altersgruppen um 32,1% erwartet. 
 
• 53,4 % der 6- bis 20-Jährigen im Bezirk Nord leben  heute in Kinderhaus, 37,1 % 
in Coerde und 9,6 % in Sprakel. 
 
• Insgesamt sind 22,2% aller Kinder und Jugendlichen  mit Migrationsvorgeschichte 
im Bezirk Nord zu Hause; nach dem Bezirk Mitte der zweithöchste Rang.  
 
• Bezogen auf die Altersgruppe der 6- bis- 20-Jährig en im Bezirk, besitzen 14,2% 
eine Migrationsvorgeschichte. Diese leben nahezu au sschließlich in Coerde und 
Kinderhaus (76,8%).  
 
 
Ausgewählte Sozialstrukturdaten: 
 
 
• Jugendgerichtshilfe:  
Der Bezirk Nord weist gemessen an dem stadtweit absoluten Fallaufkommen von 
insgesamt 884 Anklageschriften im Rahmen der Jugend gerichtshilfe mit 191 Fäl- 
len den stadtweit höchsten Anteil (21,6%) auf. 
 
• Allein Erziehende: 
 
 1.352 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18  Jahren im Bezirk Nord wach- 
sen in Haushalten allein Erziehender auf. Dies ents pricht einem Anteil von 24,5 
% aller Kinder im Bezirk Nord und weist damit deutl ich überdurchschnittliche 
Werte auf. Der stadtweite Durchschnitt liegt bei 19,1 %.

12 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
• Anteil der unter 25-jährigen Arbeitslosen:  
26,3 % (= 203 Personen) aller unter 25-jährigen Arb eitslosen in Münster leben im 
Bezirk Nord. Im Vergleich mit den anderen Stadtbezi rken ist dieses der zweit- 
höchste Wert. Davon leben über die Hälfte (53,2%) in Coerde. 
 
• Private entwicklungsfördernde Angebote  
46,8 % der Kinder im Bezirk Nord werden vor Schulei ntritt von ihren Eltern in ei- 
nem der Bereiche wie „Schwimmen, Musik und Sport“ p rivat gefördert. Der 
stadtweite Durchschnitt liegt bei 74%. 
 
 
 
4.5 Bezirk Ost 
 
Bevölkerung  
insgesamt 
6-20 Jährige  
insgesamt 
6-20 Jährige  
männlich 
6-20 Jährige  
weiblich 
6-20 Jährige  
ausländisch 
6-20 Jährige 
Prognose 2015 
3.289 1.689 1.600 191 3.434 20.680 8,18 % 51,35 % 48,64 % 6,10 % +4,40 % 
 Stand: 31.12.2008 - Bei Erstellung des Jugendförde rplans lagen Bevölkerungsdaten 2009 noch nicht vor  
  
Der Bezirk Ost ist ein relativ großer Flächenbezirk ; gemessen an der Einwohnerzahl 
jedoch der Kleinste in Münster. Der Bezirk Ost best eht aus drei, räumlich deutlich 
voneinander anzugrenzenden statistischen Bezirken: Mauritz - Ost, Handorf und 
Gelmer - Dyckburg. Zu Handorf ist in den letzten Ja hren der Ortsteil Dorbaum als 
Wohngebiet dazu gekommen. 
 
• Der Bezirk Ost erwartet aufgrund verschiedener Bau gebiete in den kommenden 
Jahren insgesamt noch moderate Bevölkerungszuwächse um insgesamt ca. 1,2 
%. Weitere aktuell geplante Wohnbaugebiete wie z. B. in Mauritz-Ost sind noch 
nicht Grundlage der jetzigen Bevölkerungsprognose und müssen für zukünftige 
Bedarfe perspektivisch Berücksichtigung finden. 
 
• Vom heutigen Kenntnisstand ausgehend, wird sich de r Bevölkerungszuwachs vor 
allem zunächst weiterhin in Handorf (+ 2,7%) und Ge lmer-Dyckburg (+ rd. 6,0%) 
auswirken. 
 
• Die allgemeine Bevölkerungsentwicklung wirkt sich wie folgt für die Altersgruppe 
der 6- bis 20-Jährigen aus: Insgesamt erfährt der B ezirk Ost einen Zuwachs um 
4,4 %. In Mauritz – Ost plus 9,1%, in Gelmer – Dyck burg um 7,2%, während in 
Handorf aufgrund der weitesgehend abgeschlossenen W ohnbautätigkeit, diese 
Altersgruppe relativ stabil bleibt (minus 1,4%). 
 
• Der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrati onsvorgeschichte, gemessen 
an den Gleichaltrigen insgesamt im Bezirk Ost, lieg t bei 5,8 %. Im Vergleich zu 
den anderen Stadtbezirken ist dies gemeinsam mit dem Bezirk Südost (5,5%) der 
niedrigste Wert. Der durchschnittliche Anteil der j ungen Menschen mit Migrati- 
onsvorgeschichte im Verhältnis zu ihren Altersgenossen liegt stadtweit bei 6,1%. 
 
 
Ausgewählte Sozialstrukturdaten: 
 
 
• Jugendgerichtshilfe:  
Der Bezirk Ost weist gemessen an den stadtweit abso luten Fallzahlen von insge- 
samt 884 Anklageschriften im Rahmen der Jugendgeric htshilfe mit 71 Fällen den 
geringsten Wert auf. Dies entspricht einem Anteil v on 8,0 % am gesamten Fall- 
aufkommen.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  13  
• Allein Erziehende:  
564 Kinder und Jugendliche im Bezirk Ost wachsen in  Haushalten allein Erzie- 
hender auf. Der Anteil an ihrer Altersgruppe im Bez irk liegt mit 15,1 % auf einem 
niedrigen Niveau im stadtweiten Vergleich (19,1%). 
 
• Anteil der unter 25-jährigen Arbeitslosen: 
 
Rund 5 % aller unter 25-jährigen Arbeitslosen (= 42  Personen) leben im Bezirk 
Ost. Im Vergleich mit den anderen Stadtbezirken und  zum stadtweiten Durch- 
schnitt von 8,8 % ist dies der niedrigste Wert.  
 
• Private entwicklungsfördernde Angebote  
Die Schuleingangsuntersuchung belegt, dass mit eine m Anteil von 83,9% die 
Kinder im Bezirk Ost vor Schuleintritt eine intensi ve private Förderung durch die 
Eltern erfahren.  Der stadtweite Durchschnitt liegt bei 74%. 
 
 
4.6 Bezirk Süd-Ost 
 
Bevölkerung  
insgesamt 
6-20 Jährige  
insgesamt 
6-20 Jährige  
männlich 
6-20 Jährige  
weiblich 
6-20 Jährige  
ausländisch 
6-20 Jährige 
Prognose 2015 
4.708 2.442 2.266 259 5.282 26.928 11,71 % 51,86 % 48,13 % 8,27 % +12,19 % 
 Stand: 31.12.2008 - Bei Erstellung des Jugendförde rplans lagen Bevölkerungsdaten 2009 noch nicht vor  
 
Münster Süd-Ost ist ein Stadtbezirk mit einer Fläch e von 36,12 km². Er umfasst die 
ehemals selbständigen Stadtteile Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck. 
 
• Nach der Bevölkerungsentwicklungsprognose 2015 wir d die Bevölkerung im Be- 
zirk Süd-Ost um über 3.000 Personen auf ca. 29.943 Personen anwachsen (plus 
11,2 %). Dies ist vor allem auf Baugebietsentwicklungen zurückzuführen.  
Wolbeck erwartet demnach einen Einwohnerzuwachs von  heute 8.635 auf 
10.350 (plus 19,9 %), Gremmendorf von weiteren 754 Einwohnern (plus 6,9 %) 
und Angelmodde um zusätzlich 546 Einwohner (plus 7,4 %). 
 
• Die allgemeine Bevölkerungsentwicklung wirkt sich auf die Altersgruppe der 6- 
bis 20-Jährigen im Bezirk Süd-Ost mit einem Zuwachs  von insgesamt 12,2 % 
(plus 574 Kinder /Jugendliche) aus. Die Verteilung auf die Stadtteile stellt sich 
wie folgt dar: Gremmendorf plus 1,2 %, Angelmodde plus 8,1% und Wolbeck plus 
30,1 %. 
 
• Im Stadtbezirk Süd-Ost haben 5,5 % aller 6- bis 20 - Jährigen eine Migrationsvor- 
geschichte; davon leben knapp 50 % in Angelmodde.  
Im Vergleich zu den anderen Stadtbezirken und dem s tadtweiten Anteil der jun- 
gen Menschen mit Migrationsvorgeschichte (7,8 %) si nd dies die stadtweit nied- 
rigsten Werte. 
 
 
Ausgewählte Sozialstrukturdaten: 
 
 
• Jugendgerichtshilfe:  
Süd-Ost weist gemessen an den stadtweiten Fallzahle n (884 Anklageschriften) 
im Rahmen der Jugendgerichtshilfe mit insgesamt 111 Fälle einen eher niedrigen 
Wert mit einem Anteil von 12,6 % auf.

14 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
• Allein Erziehende:  
Der Anteil der Kinder im Alter von 0 bis 18 Jahren,  die im Vergleich zu den 
Gleichaltrigen im Bezirk in Haushalten allein Erzie hender aufwachsen, liegt bei 
18,8 %; im stadtweiten Vergleich auf einem unterdur chschnittlichen Niveau von 
11,6 % (stadtweit sind es 19,1 %). 
 
• Anteil der unter 25-jährigen Arbeitslosen: 
 
Knapp 11 % der unter 25-jährigen Arbeitslosen (= 83  Personen) in Münster leben 
im Bezirk Südost. Im Vergleich mit den anderen Stad tbezirken ist dies nach dem 
Bezirk Ost der zweitniedrigste Wert.  
 
• Private entwicklungsfördernde Angebote 
 
76,3% der Kinder im Bezirk Südost haben bei Schulei ntritt bereits eine private 
Förderung z.B. im sportlichen oder musischen Bereic h durch das Elternhaus er- 
fahren . 
 
 
4.7 Bezirk Hiltrup 
 
Bevölkerung  
insgesamt 
6-20 Jährige  
insgesamt 
6-20 Jährige  
männlich 
6-20 Jährige  
weiblich 
6-20 Jährige  
ausländisch 
6-20 Jährige 
Prognose 2015 
6.126 3.045 3.131 506 6.387 36.718 15,24 % 49,70 % 50,29 % 16,16 % +2,33 % 
 Stand: 31.12.2008 - Bei Erstellung des Jugendförde rplans lagen Bevölkerungsdaten 2009 noch nicht vor  
 
Der Bezirk Hiltrup besteht aus den drei Stadtteilen  Amelsbüren, Hiltrup und Berg Fi- 
del. Hiltrup und Amelsbüren sind eigenständige Stad tteile mit eigenem Ortscharak- 
ter; Berg Fidel ist ein Stadtteil, der einen deutlicheren Bezug zur Innenstadt hat.  
 
• Laut Bevölkerungsentwicklungsprognose wird die Bev ölkerungszahl in Hiltrup 
insgesamt noch steigen; bis 2015 wird mit einem Zuw achs um plus 2,3 % ge- 
rechnet (37.577 Personen). Die Zuzüge werden weiter hin vor allem für Hiltrup 
und Amelsbüren erwartet, während die Bevölkerung in  Berg Fidel voraussichtlich 
um minus 7,6 % (425 Personen) zurückgehen wird. 
 
• In der Altersgruppe der 6- bis 20-Jährigen sind vo r allem für Amelsbüren (plus 
14,5 %) und Hiltrup (plus 4,4 %) Zuwächse zu erwarten.  
 
• Im Bezirk Hiltrup haben insgesamt 8,3 % aller 6- b is 20-Jährigen eine Migrations- 
vorgeschichte. Davon haben 22,2 % der 6- bis 20-Jäh rigen im Stadtteil Berg Fi- 
del eine Migrationsvorgeschichte. Im Vergleich dazu  liegt der Anteil innerhalb 
dieser Altersgruppe im Stadtteil Hiltrup bei rd. 6,0 %, in Amelsbüren bei rd. 5,0 %. 
 
Ausgewählte Sozialstrukturdaten: 
 
 
• Jugendgerichtshilfe:  
Der Bezirk Hiltrup weist gemessen an dem stadtweit absoluten Fallaufkommen 
(884 Anklageschriften) mit insgesamt 185 Jugendgeri chtshilfefällen nach dem 
Bezirk Nord einen vergleichsweise hohen Wert auf. D ies entspricht einem Anteil 
von 20,8 % an dem gesamtstädtischen Fallaufkommen. 
 
• Allein Erziehende: 
 
Im Bezirk Hiltrup wachsen insgesamt 1.271 Kinder un d Jugendliche im Alter von 
0 bis 18 Jahren in Haushalten allein Erziehender auf. Im Vergleich zu der Gruppe 
der Gleichaltrigen im Bezirk, liegt ihr Anteil bei 18,7%; im Bezug auf die Gesamt-

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  15  
heit aller Haushalte allein Erziehender in Münster ist der Anteil in Hiltrup mit 15,2 
% unterdurchschnittlich. 
 
• Anteil der unter 25-jährigen Arbeitslosen: 
 
Insgesamt sind 110 junge Menschen unter 25 Jahre im  Bezirk Hiltrup arbeitslos 
gemeldet. Dies entspricht einem Anteil an ihrer Gruppe von 14,3 %. 
 
• Private entwicklungsfördernde Angebote  
73,4% der Kinder im Bezirk Hiltrup erfahren eine pr ivate Förderung vor Schulein- 
tritt durch ihre Eltern.

16 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
 
 
5.  Kinder- und Jugendarbeit 
 
 
 
 
5.1 Allgemeines.................................... .............................................................. 17 
5.2 Strategische Ziele für die offene und mobile Ki nder- und Jugendarbeit ....... 17 
5.3 Die Münsteraner Angebotsfelder................. ................................................. 18 
5.4 Jugendverbandsarbeit........................... ....................................................... 18 
 5.5 Bestandsdaten / Analyse / Handlungsempfehlunge n................................... 20 
   5.5.1 Allgemeines ............................... .......................................................... 20 
 5.5.2 Stadt Münster ............................... ....................................................... 23 
 5.5.3 Bezirk Mitte ................................ .......................................................... 37 
 5.5.4 Bezirk West................................. ......................................................... 43 
 5.5.5 Bezirk Nord ................................. ......................................................... 49 
 5.5.6 Bezirk Ost .................................. .......................................................... 55 
 5.5.7 Bezirk Süd-Ost.............................. ....................................................... 61 
 5.5.8 Bezirk Hiltrup .............................. ......................................................... 67 
 
 
 
Inhalt

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  17 
5.1 Allgemeines 
 
 Die allgemeinen Ausführungen, die Beschreibung der  Angebotsfelder und die 
Schwerpunkte der beiden Bereiche der Kinder- und Ju gendarbeit, „Offene Kinder- 
und Jugendarbeit“ und „Jugendverbandsarbeit“ sind bereits im Münsteraner Kinder- 
und Jugendförderplan 2007 - 2009 erfolgt und haben nach wie vor Bestand. 
  
 Aufgrund ihrer besonderen Bedeutung sind die Ziele für die offene und mobile Kin- 
der- und Jugendarbeit nachfolgend noch einmal aufgeführt.  
 
 
5.2 Strategische Ziele für die offene und mobile Ki nder- und Jugendarbeit 
 
 Die aufgeführten Ziele sind als strategische Ziele  oder auch globale Ziele zu verste- 
hen, an denen sich die Angebote und ihre Weiterentwicklung auszurichten haben. 
 
 
  Wohnortnah 
 
 Angebote der offenen und mobilen Kinder- und Jugen darbeit werden in jedem sta- 
tistischen Bezirk in Münster vorgehalten. 
 
  Öffnungszeiten / Erreichbarkeit 
 
 Angebote der offenen und mobilen Kinder- und Jugen darbeit sind in Münster zeitlich 
breit vorhanden. Dies bezieht sich auf ganzjährige Öffnung, Öffnung an den Wo- 
chenenden und Angebote zu Tages- und Abendzeiten. 
 
  Offenheit der Angebote 
 
 Zentrale Aufgabe in den Einrichtungen der offenen und mobilen Kinder- und Ju- 
gendarbeit ist das Angebotsfeld Kommunikation und B egegnung. Durch dieses An- 
gebotsfeld werden Kindern und Jugendlichen die Räum e zur Verfügung gestellt, die 
für die Entwicklung und Bildung von Kindern und Jug endlichen im Rahmen der Kin- 
der- und Jugendarbeit grundlegend sind. 
 
  Vielfalt des Angebotes 
 
Die Kernaufgaben der offenen und mobilen Kinder- un d Jugendarbeit werden in je- 
dem Sozialraum angeboten. Der Umfang der einzelnen Kernaufgaben wird nach 
den Erfordernissen der potentiellen Zielgruppe ausgerichtet. Dies schließt eine mög- 
liche Profilierung / Spezialisierung von Einrichtun gen nicht aus. Ziel ist es, unter- 
schiedlichen Zielgruppen unterschiedliche Schwerpun kte anzubieten und dadurch 
die Möglichkeit zu schaffen, mehr Kinder und Jugendliche zu erreichen. 
 
 Befindet sich lediglich eine Einrichtung in einem Sozialraum ist ein möglichst breites 
Angebot der Kernaufgaben anzustreben. Ziel ist, neb en dem Angebotsfeld „Begeg- 
nung und Kommunikation“ mindestens fünf von neun weiteren Kernaufgaben (siehe 
5.3) im Jahresverlauf abzudecken. 
 
  Verantwortung für den Sozialraum 
 
 Im Rahmen der sozialraum- und einrichtungsspezifis chen Angebote nehmen die 
Einrichtungen der offenen und mobilen Kinder- und J ugendarbeit Mitverantwortung 
für den jeweiligen Sozialraum wahr. Spezielle Zielg ruppen bzw. spezielle Erforder- 
nisse von Zielgruppen erfordern besondere Angebote.  Diese werden in den Sozial- 
räumen mit den einzelnen Einrichtungen und in Abspr ache der Einrichtungen und 
Institutionen vor Ort in Ausprägung und Umfang abge stimmt. Dabei werden the- 
menabhängig stadtweit tätige Träger als Kooperationspartner einbezogen.

18 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
5.3 Die Münsteraner Angebotsfelder 
 
 Im Rahmen des Entwicklungsprozesses sind 15 Angebo tsfelder der Kinder- und 
Jugendarbeit in die Bereiche „Kernaufgaben“  sowie „einrichtungs- und sozial- 
raumspezifische Angebote“  untergliedert worden. Diese haben nach wie vor Be-
stand. 
 
 Unter Kernaufgaben  sind dabei diejenigen Aufgaben zu fassen, die eine  so ge- 
nannte Grundversorgung darstellen und somit überall  vorzuhalten sind. Dem ge- 
genüber ergibt sich aus der sozialraumbezogenen Bet rachtung bestimmter Sozial- 
strukturdaten sowie aus der Einschätzung der Fachkr äfte die Notwendigkeit, ein- 
richtungs- und sozialraumspezifische Angebote vorzuhalten. Die genaue Zuord- 
nung der einzelnen Angebotsfelder kann der nachfolg enden Grafik entnommen 
werden. 
 
 
 
 
 
5.4 Jugendverbandsarbeit  
 
5.4.1 Allgemeines (§ 11 Abs. 1 KJFöG) 
 
Jugendverbände haben eine zentrale Bedeutung für di e Kinder- und Jugendarbeit. 
Sowohl im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII),  als auch im Kinder- und Ju- 
gendförderungsgesetz des Landes NRW ist dies durch eigene gesetzliche Grundla- 
gen dokumentiert. Die Jugendverbände stellen Orte d er Selbstorganisation von Kin- 
dern und Jugendlichen dar, in denen die Arbeit geme inschaftlich gestaltet und ver- 
antwortet wird. Damit tragen die Verbände wesentlic h zur Identitätsbildung junger 
Menschen bei. 
 
Grundprinzipien der Jugendverbandsarbeit sind dabei  Freiwilligkeit und Ehrenamt- 
lichkeit, Selbstorganisation und Mitbestimmung, jug endpolitisches Mandat und Wer- 
tegebundenheit, sowie Arbeit in Gruppen und Anlehnu ng an Organisationsstruktu- 
ren von Vereinen und Verbänden.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  19  
Das Vertretungs- und Abstimmungsgremium für den Bereich der hier beschriebenen 
Jugendverbandsarbeit ist die Arbeitsgemeinschaft na ch § 78 SGB VIII „Kinder- und 
Jugendarbeit (AG 2)“.  
 
 
5.4.2  Ziele für die Jugendverbandsarbeit 
 
  Selbstorganisation 
 
Die Jugendverbände in Münster und deren Mitglieder sind selbst für die inhaltliche 
Schwerpunktsetzung ihrer Arbeit verantwortlich. Dad urch werden Kinder und Ju- 
gendliche in den Jugendverbänden befähigt, Verantwo rtung zu übernehmen und 
Entscheidungen zu treffen. 
 
 Vielfalt 
 
In der Stadt Münster gibt es eine Vielzahl von Juge ndverbänden unterschiedlicher 
inhaltlicher Ausprägung, die einer großen Anzahl vo n Kindern und Jugendlichen zur 
Verfügung stehen. 
 
  Unterstützung des Ehrenamtes und Anerkennung 
 
In den Jugendverbänden tätige Ehrenamtliche werden in ihrer Tätigkeit unterstützt 
und erfahren Anerkennung für ihr Engagement. Die Jugendverbände werden in ihrer 
Arbeit mit Ehrenamtlichen, in der Qualifizierung di eser und bei deren Anerkennung 
gefördert. 
 
  Mitbestimmung 
 
 Die Jugendverbände und ihre Mitglieder tragen dazu  bei, dass eine demokratische 
Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Münster durch vielfältige Lern- 
und Erfahrungsräume möglich ist. Die Jugendverbände  werden in die Mitbestim- 
mungsstrukturen in der Stadt Münster eingebunden. 
 
 
5.4.3 Schwerpunkte der Jugendverbandsarbeit 
 
 Gemäß den benannten Grundprinzipien der Jugendverb andsarbeit ist der Schwer- 
punkt der Angebote in den regelmäßig stattfindenden  Gruppen mit fester Teilneh- 
mer- und Teilnehmerinnenstruktur zu sehen. Darüber hinaus finden vielfältige Quali- 
fizierungsmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarb eiter, Ferienfreizeiten und 
themenbezogene Projekte statt. 
 
 Die Aktivitäten beziehen sich im Allgemeinen auf p olitische und soziale Bildungsar- 
beit, kulturelle Jugendarbeit, arbeitsweltbezogene Jugendarbeit, sportliche Jugend- 
arbeit, Angebote für Gesellschaft, Sport und Spiel,  Jugenderholung, Jugendbera- 
tung und internationale Jugendarbeit. Die inhaltlic he Ausrichtung orientiert sich an 
den Themenschwerpunkten des jeweiligen Verbandes.

20 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
5.5 Bestandsdaten / Analyse / Handlungsempfehlungen  
 
5.5.1 Allgemeines 
 
Wesentliche Zielsetzung des Kinder- und Jugendförde rungsgesetzes ist es, Steue- 
rungsinstrumente zu entwickeln, die eine gezielte j ährliche Bedarfs- und Maßnah- 
menplanung ermöglichen und Grundlage für konkrete Z ielvereinbarungen sind. Im 
Vergleich zu den bisherigen Jahresberichten, die si ch überwiegend auf die Darstel- 
lung von bestehenden Angeboten konzentrierten, für eine tiefer gehende Analyse 
aber nicht die erforderlichen Instrumente zur Verfü gung hatten, ist gerade in diesem 
Punkt das wesentliche Merkmal einer Weiterentwicklu ng der bisherigen Berichter- 
stattung zu sehen.  
 
Gerade aus den Merkmalen „Steuerungsinstrument“ und  „Bedarfsplanung“ ergibt 
sich jedoch auch die Notwendigkeit einer umfassende ren Betrachtungsweise des 
Handlungsfeldes „Kinder- und Jugendarbeit“. Im Wese ntlichen basiert die Analyse 
auf den drei Bausteinen „Strategie (Ziele der Kinde r- und Jugendarbeit)“, „Planung 
(Handlungsempfehlungen)“ und „Umsetzung (tatsächliche Angebotsstunden)“. 
 
 
 
 
 
Wichtig in diesem Zusammenhang sind ferner nähere E rläuterungen zu dem Punkt 
„tatsächliche Angebotsstunden“. Hervorzuheben ist, dass Münster über ein breites 
Angebot im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit verfügt. 
 
Zu unterscheiden ist dabei zwischen  
 
• Angebotsstunden, die im Rahmen der Leistungsverein barung zu erbringen 
sind,   
• Angeboten im Rahmen der aufsuchenden Arbeit (mobil e Angebote)  
• Angeboten, die über Projektmittel / Handlungstöpfe  finanziert werden  
• Eigenfinanzierte Angeboten (z.B. Cafébetriebe) 
 
Strategie 
(Ziele der Kinder- und 
Jugendarbeit)
Planung 
(Handlungs-
empfehlungen)
Umsetzung 
(tatsächliche 
Angebotsstunden)
Analyse der 
Zielerreichung

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  21  
Auf der Grundlage der Vorlage 797/99 hat der Rat di e Förderung von Einrichtungen 
der offenen und mobilen Kinder- und Jugendarbeit fr eier Träger beschlossen. Es 
handelt sich um eine Zuwendung. Diese sieht vor, an  die Förderung von Personal- 
kosten, Betriebskosten, des allgemeinen offenen Pro gramms und inhaltlicher 
Schwerpunkte bestimmte Leistungen in Form von Mindeststandards zu knüpfen und 
dies in einzelne Leistungsvereinbarungen aufzunehmen. 
 
Die in der Förderstruktur befindlichen Einrichtunge n (siehe Anlage 8.1) sind dem- 
nach verpflichtet, ein bestimmtes Maß an Wochenöffn ungsstunden, Wochenange- 
botsstunden und Jahresöffnungswochen zu erbringen. Der genaue Umfang ist dabei 
abhängig von der Anzahl der durch die Stadt Münster mindestens zu 80 % finanzier- 
ten Stellen hauptamtlichen Personals (V/1041/2006) und ergibt sich aus der nach- 
folgenden Tabelle. 
 
Tabelle: Zu erbringende Angebote in Abhängigkeit von der Zahl der geförderten Personalstellen 
 
Zu erbringende Angebote Zahl geförder- 
ter Personal- 
stellen Öffnungsstun- 
den pro Woche 
Angebotsstun- 
den pro Woche 
Öffnungswochen 
pro Jahr 
Angebotsstun- 
den pro Jahr 
0 6 9 40 360 
½ 10 15 44 660 
1 15 22,5 44 990 
1 ½ 20 30 44 1.320 
2 25 37,5 44 1.650 
3 35 52,5 48 2.520 
 
Erläuterung: Eine Einrichtung mit 1 Vollzeitstelle muss  jährlich mindestens 990 Angebotsstunden 
erbringen 
  Eine Einrichtung mit 2 Vollzeitstellen muss jährlich  mindestens 1.650 Angebotsstunden 
erbringen 
 
 
Im Ergebnis handelt es sich hier um eine „steuerbare Angebotspalette“ , weil sie 
überwiegend über städtische Haushaltsmittel finanzi ert wird und somit Einfluss so- 
wohl auf den Angebotsumfang als auch auf die Angebo tsstruktur genommen wer- 
den kann. Gleiches gilt für die Angebote, die über städtische Projektmittel bzw. 
Handlungstöpfe finanziert werden. 
 
 Im Gegensatz dazu handelt es sich bei den eigenfin anzierten Angeboten um zusätz- 
liche Angebote, die vom Träger / der Einrichtung selbst finanziert werden und für die 
entsprechend weiteres Personal (i.d.R. nicht-haupta mtliches Personal, Ehrenamtli- 
che, Praktikanten, Cafébetriebe) gewonnen werden muss.

22 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  23  
5.5.2  Stadt Münster 
 
5.5.2.1 Rückblick: Umsetzung der stadtweiten Handlu ngsempfehlungen aus dem 
Förderplan 
2007-2009  
 
  Kinder- und Jugendarbeit: 
 
 
 
 
Bezug / Ziele 
 
Umsetzungsstand der  
stadtweiten Handlungsempfehlungen 
 
Finanzen  1. Für die Jahre 2007, 2008 und 2009 stand ein Finanzrah- 
men in Höhe von mind. 4 Mio. Euro zur Verfügung. 
 
2. Die Dynamisierung der Personalkostenzuschüsse wu rde 
mit Beschluss im Jahr 2007 umgesetzt. Seitdem ist eine 
80-%ige bzw. 90-%ige Förderung orientiert an den tat- 
sächlichen Bruttopersonalkosten gewährleistet. 
 
„Wohnortnahe Ver- 
sorgung“ 
 
3. Durch die Realisierung neuer Einrichtungen der Kinder- 
und Jugendarbeit wie z.B.  
 • Roxel (2006) 
 • Handorf (2008), 
 • Sprakel (2009), 
 konnten in den Außenstadtteilen wichtige Angebotsd efizite 
behoben werden. Weitere Ausführungen dazu sind in den 
Handlungsempfehlungen der einzelnen Bezirke vermerkt . 
 
„Offenheit und Vielfalt 
der Angebote“ 
4. Diverse Einrichtungen sind aktiv in die Arbeit des  Jugend- 
rates und der Jugendforen eingebunden. Ausdrückliche 
Patenschaften haben sich nicht entwickelt. Aufgrund der 
Entwicklung der thematischen Schwerpunkte des Jugend- 
rates und der Jugendforen ist dies jedoch auch nicht er- 
forderlich. 
 
5. Das Gesamtkonzept zur Ferienbetreuung wurde be- 
schlossen und wird seitdem erfolgreich umgesetzt (Vorla- 
ge V/815/2006). 
 
 Mit den weiterführenden Schulen wurde die Kooperat ion 
vor allem im Rahmen der Landesprogramm „Geld oder 
Stelle“ etc. ausgebaut. 
 
7. Im Jahr 2008 war das Schwerpunktthema für die Träge r 
der offenen Kinder- und Jugendarbeit  „Interkulture lle 
Kompetenz“.  Im Ergebnis hieraus sind in einzelnen Stadt- 
teilen besondere  Programme und Aktionen durchgefüh rt 
worden.  So befasste sich z.B. der AK Mitte-Ost in der 
zweiten Jahreshälfte 2008 mit dem Thema „Integratio n“. 
Ziel war die Integration von Kindern aus der Flücht lings- 
einrichtung am Pulverschuppen in die Einrichtungen der 
Kinder- und Jugendarbeit. 
 
8. In 2007 schlossen sich, unter der Geschäftsführu ng des 
Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien, die beste-

24 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
hende AG „Mädchen“ (gem. §78 SGB VIII) und der AK 
„Jungenarbeit Münster“ zu einer AG „Mädchen und Jun- 
gen, Gender“ zusammen.  
 Mit der Konstituierung dieser AG  wurde ein deutliches 
Signal gesetzt. Die Entwicklung einer geschlechtersensib- 
len Pädagogik bzw. von geschlechtersensiblen Angeboten 
für Münster soll nun gemeinsam in einem Gremium mit 
Fachfrauen der Mädchenarbeit  und Fachmännern der 
Jungenarbeit gesichert werden.  
  
„Verantwortung für 
den Sozialraum“ 
9. In den vergangenen Jahren wurde die aufsuchende Ar-
beit in den Stadtteilen weiter ausgebaut und flexibilisiert. 
Zusätzlich findet in Stadtteilen mittlerweile eine Gruppen- 
arbeit im Rahmen der Jugendgerichtshilfe statt. Eine 
Vernetzung zu den aufsuchenden Angeboten besteht. 
 
 
10. Ein Frühwarnsystem bei Gefährdungshinweisen in Cli- 
quen ist für die Arbeitskreise Mitte-Süd, Albachten und 
Wohngebiet Schlachthof umgesetzt. In vielen Stadtteilar- 
beitskreisen sind entsprechende Strukturen vorbereitet.  
 
Kinderschutzauftrag 11.  Zwischen den freien Trägern und dem öffentlichen Träger 
bestehen flächendeckende Vereinbarungen zum Schutz-
auftrag bei Kindeswohlgefährdung gem. 8a SGB VIII. Im 
Rahmen des Qualitätszirkels der offenen Kinder- und  Ju- 
gendarbeit wurden die Fachkräfte fortgebildet 
.  
 
Qualitätssicherung 
und - entwicklung 
12. Seit 2008 werden Jahresgespräche um Zielvereinbarun - 
gen zwischen dem öffentlichen und freien Träger ergänzt. 
 
Stärkung des Ehren- 
amtes 
14. Ein Großteil der Einrichtungen organisiert jährlich  einrich- 
tungsbezogen Anerkennungsbeiträge für die ehrenamt-
lich Tätigen – Feste, Kurzfreizeiten mit Fortbildun gsmög- 
lichkeiten. 
 
 
  
 Jugendverbandsarbeit: 
 
 
 
Bezug 
 
 
Umsetzungsstand der  
stadtweiten Handlungsempfehlungen 
 
Finanzen  1. Für die Jahre 2007, 2008 und 2009 stand ein Finanzr ah- 
men in Höhe von mind. 315.000 Euro zur Verfügung. 
 
Qualifikation  2. Juleica - Inhaber/-innen können inzwischen Vergü nstigun- 
gen bei über 70 Firmen erhalten. Die Entwicklung ei nes 
„Gütesiegels“ wurde auf den Weg gebracht. Entsprechen- 
de Richtlinienänderungen sind für 2010 vorgesehen.   
 
3. Durch den jährlichen Austausch zwischen Jugendve rbän- 
den und öffentliche Jugendhilfe wurde die entsprech ende 
Vernetzung vollzogen. Eine Neuausrichtung in einzel nen 
Bereichen ist mit Ausnahme der Grundausbildung für 
Gruppenleitungen nicht erforderlich.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  25  
Stärkung des Ehren- 
amtes 
4. Im Jahr 2008 wurde eine Fetten-Dank-Party kombinier t mit 
Workshops zu verschiedenen Themen durchgeführt. Ein e 
weitere Veranstaltung zur Stärkung des Ehren amtes wird  
2010 durchgeführt und unter Beteiligung des Jugendr ates 
umgesetzt. 
 
Vernetzung 5. Die Abstimmungsgespräche zwischen Jugendverbänden 
und Vertretungen der Kinder- und Jugendgruppenarbei t 
sowie dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien ha- 
ben in den Jahren 2007, 2008 und 2009 stattgefunden . 
Das Instrument ist institutionalisiert. 
 
 
 
 
5.5.2.2 Angebotsstunden nach Leistungsvereinbarung (LV) - stadtweit 
 
   
2005 Aktuell 
Angebotsstunden nach LV Angebotsstunden nach LV 
Veränderung Stadtbezirk 
abs. in % abs. in % abs. 
Mitte 11.730 27,84 %  13.275 28,01 %  +1.545  
West 9.090 21,57 %  9.010 19,01 %  -80  
Nord 8.058 19,12 %  9.030 19,05 %  +972  
Ost 2.670 6,34 %  3.495 7,37 %  +825  
Südost 3.795 9,01 %  4.785 10,10 %  +990  
Hiltrup 6.795 16,13 %  7.800 16,46 %  +870  
Gesamt 42.138 100,00 %  47.395 100,00 %  +5.257  
 
 
 Auf der Grundlage der aktuell gültigen Leistungsve reinbarungen, den bereits ge- 
fassten Errichtungs- und Baubeschlüssen zu weiteren  Kinder- und Jugendeinrich- 
tungen (Wolbeck, Gelmer und Mitte-Nord) und den dar aus abzuleitenden Angebots- 
stunden werden von den (zukünftig) 42 geförderten E inrichtungen insgesamt min- 
destens 47.395 Angebotsstunden erbracht („steuerbare Angebotspalette“). Dies ent- 
spricht einer Erweiterung der Angebotsstunden um 5. 257 Stunden und erklärt sich 
aus der kontinuierlichen Infrastrukturentwicklung v on insgesamt weiteren sechs in- 
stitutionell geförderten Kinder- und Jugendeinrichtungen seit 2005. 
 
Darüber hinaus werden durch die Einrichtungen der o ffenen Kinder- und Jugendar- 
beit in erheblichem Umfang zusätzliche, eigenfinanz ierte Angebote erbracht. So be- 
lief sich die Gesamtzahl aller Angebote im Jahr 200 8 auf insgesamt 95.972 Stun- 
den.  
 
 Weitere Erläuterungen für die Veränderungen können jeweils den nachfolgenden 
bezirksbezogenen Betrachtungen entnommen werden. 
 
 Darüber hinaus sind folgende mobile Angebote dauerh aft abgesichert, in Leistungs- 
vereinbarungen festgeschrieben und ergänzen in eine m Umfang von insgesamt 
3,89 Stellen die Leistungen im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit:

26 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
Bezirk Mitte:  
Mitte – Süd :   Aufsuchende Arbeit im Umfang einer 1,0-Fachkraf tstelle 
Mitte - Nordost :  Aufsuchende Arbeit im Umfang einer ½ -Fachkrafts telle 
 
Bezirk Nord:  
Coerde 
:   Aufsuchende Arbeit im Umfang einer ½ -Fachkraft stelle 
 
Bezirk Ost:  
Handorf: 
   Aufsuchende Arbeit im Umfang einer ¼ -Fachkrafts telle 
 
Bezirk Südost:  
Angelmodde 
:  Aufsuchende Arbeit in Umfang einer ½ -Fachkrafts telle 
 
Bezirk Hiltrup:  
Hiltrup / Amelsbüren 
: Aufsuchende Arbeit im Umfang einer 1,14-Fachkraftstelle  
---------------------------------------------------------------------------------------------------------- 
Stadtweit insg: Aufsuchende Arbeit im Umfang von 3,89 Fachkraftstellen 
 
  
5.5.2.3 Angebotsschwerpunkte in 2008 
  
Im gesamten Stadtgebiet verteilen sich Angebote auf  die einzelnen Angebotsfelder 
in absteigender Reihenfolge wie folgt: 
 
 
Begegnung und Kommunikation 32,61% 
 
Kreative Angebote 8,39%  
Angebote in den Schulferien/in der Freizeit 2 7,95%  
Medienpädagogische Angebote 7,59%  
Kulturelle Angebote 6,66%  
Beratungsangebote 6,43%  
Angebote in Sport und Spiel 5,99%  
Angebote der Kinder- und Jugendbildung 5,56%  
Geschlechtsspezifische Angebote 4,90%  
Interkulturelle Angebote 4,00%  
Schulbezogene Angebote 3,76%  
Mobile Angebote 2,90%  
Partizipative Angebote 2,10%  
Arbeitsweltbezogene Angebote 1,01%  
Integrative Angebote für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen  0,15%  
Gesamt 100,00%  
 
 
5.5.2.4 Besuchsdaten 
 
Im Jahr 2008 wurden 23.000 Kinder und Jugendliche a ls unregelmäßige Besuche- 
rinnen und Besucher erfasst. Fast täglich besuchten  darüber hinaus 4.390 Kinder 
und Jugendliche die Einrichtungen. Damit wurden kna pp 11 % der Kinder und Ju- 
gendlichen im Alter von 6 – 20 Jahren aus Münster n ach 12 % im Jahr 2005 (5.075) 
erreicht. Über 40 % dieser regelmäßigen Besucherinn en und Besucher wiesen eine 
Migrationsvorgeschichte auf. 
 
                                                      
2 Ein großer Teil der Einrichtungen führt über die Förderstruktur hinaus weitere Angebote in den Ferien nach 
Richtlinie durch.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  27  
Das Geschlechterverhältnis ist ausgeglichen. 48 % der Mädchen und jungen Frauen 
und 52% der Jungen und jungen Männer nehmen die Ang ebote der offenen Kinder- 
und Jugendarbeit in Anspruch.  
 
Weitere Details über die Verteilung liefern die nac hfolgende Tabelle sowie die sich 
daran anschließende Grafik: 
 
 
Tabelle: Stammbesucher nach Alter und Geschlecht 
 
insgesamt weiblich männlich   
abs. % abs. % abs. % 
06 – 11 Jahre 1.329  30,27%  698  52,52%  631  47,48%  
12 – 14 Jahre 1.220  27,79%  518  42,46%  702  57,54%  
15 – 17 Jahre 997  22,71%  436  43,73%  561  56,27%  
18 – 20 Jahre 844  19,23%  457  54,15%  387  45,85%  
Summe 4.390  100,00%  2.109  48,04%  2.281  51,96%  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
0
200 
400 
600 
800 
1.000 
1.200 
1.400 
06 – 11 Jahre 12 – 14 Jahre 15 – 17 Jahre 18 – 20 Jahr e 
Verteilung der Stammbesucher nach Alter und Geschle cht 
insgesamt 
w eiblich 
männlich

28 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
5.5.2.5 Jugendverbandsarbeit  
     
 Jugendverbandsarbeit wird in Münster durch insgesam t 23 Verbände geleistet, die 
im Folgenden aufgelistet sind. Die Kinder- und Juge ndgruppenarbeit ist insgesamt 
durch eine sehr plurale Angebotslandschaft gekennzeichnet. 
. 
 
 Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) 
 Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend / Ev.  Jugendreferat 
 Bund der katholischen Jugend 
 Bund für Umweltschutz und Naturschutz (BUND) 
 Christlicher Verein junger Menschen e.V. (CVJM) 
 Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) 
 Deutscher Gewerkschaftsbund Jugend (DGB-Jugend) 
 Deutsche Marinejugend 
 Johanniterjugend 
 Jugendfeuerwehr 
 Jugendrotkreuz 
 Katholische Landjugendbewegung (KLJB) 
 Katholische junge Gemeinde (KJG) 
 Katholische studierende Jugend (KSJ) 
 Kolpingjugend 
 Malteserjugend 
 Naturschutzjugend (NAJU) 
 Ortsjugendwerke der Arbeiterwohlfahrt 
 Sängerjugend im Sängerbund 
 Sportjugend im Stadtsportbund Münster 
 Stenojugend 
 Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinde r (VCP) 
 Verein für Aquarien- und Terrarienfreunde - Jugend  
 
 
 
Mit den Jugendverbänden werden jährliche Abstimmung sgespräche geführt. Für 
2009 ergab sich folgender Bericht: 
 
 
DPSG:   
 
Derzeit gibt es inklusive Gruppenleitern und Stamme sleitungen ca. 1.200 aktive 
Gruppenmitglieder in den verschiedenen Stufen. Die Rover sind nach den Wölflin- 
gen die stärkste Gruppe, aus der Stufe werden auch neue Leiter gewonnen. Die 
Siedlung „Thomas Morus“ hat sich neu gegründet. 
 
 
VCP: 
  
 
Es existiert ein Stamm in Münster-Hiltrup mit ca. 3 0 Mitgliedern. In Kindergruppen 
werden ca. 50 Kinder betreut. Highlights im Jahr si nd das Pfingst- und Sommerla- 
ger.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  29  
NAJU / NABU:   
 
Angebote im Naturschutz richten sich an 7 – 13-jähr ige Kinder. Für offene Gruppen 
steht ein eigener Garten am Wienburgpark zur Verfüg ung. Darüber hinaus gibt es 
verschiedene Projekte. 
 
 
ASJ / ASB: 
  
 
Derzeit gibt es 15 Kinder und Jugendliche in Gruppe n. Zentrale Inhalte der Grup- 
penarbeit sind Erste-Hilfe-Kurse bis hin zur Ausbildung als Rettungssanitäter.  
 
 
Jugendreferat des evangelischen Kirchenkreises Münster: 
  
 
Angebote und Unterstützung für Kinder- und Jugendar beit in den ev. Kirchenge- 
meinden: Beratung durch Fachkräfte, Material, Freizeiten etc. 
 
 
Bistum Münster / Regionalbüro Ost: 
  
 
Zur Unterstützung der Kinder- und Jugendseelsorge i m Bistum Münster gibt es die 
Regionalbüros West, Mitte und Ost. Auftrag der Regionalbüros ist die subsidiäre Un- 
terstützung der Verantwortlichen im gesamten Feld d er Kinder- und Jugendpastoral 
in der Region. 
Dazu gehören unter anderem Qualifizierungsangebote für ehrenamtliche Mitarbeiter 
in der Jugendarbeit, Begleitung der Jugendseelsorge konferenzen und die Unterstüt- 
zung der Jugendverbandsarbeit. Das Regionalbüro Kin der- und Jugendseelsorge 
Ost ist Ansprechpartner für die Kreisdekanate Stein furt und Warendorf und für das 
Stadtdekanat Münster. 
 
 
5.5.2.6 Die Finanzdaten der offenen und mobilen Kin der- und Jugendarbeit und Ju- 
gendverbandsarbeit 2009 
 
 Durch die Umstellung vom kameralen Haushalt auf das  Neue Kommunale Finanz- 
management (NKF) zum 01.01.2008 können keine Zeitre ihenvergleiche angeboten 
werden. Ein Vergleich ist nicht möglich, da sich di e Struktur gegenüber der vorheri- 
gen Haushaltsrechnung sehr verändert hat. Mit der a ktuellen Struktur wird das Amt 
für Kinder, Jugendliche und Familien in den Folgeja hren auf eine solidere Daten- 
grundlage zurückgreifen können, und damit perspekti visch Jahresvergleiche ermög- 
lichen. 
 
 Folgende Mittel standen im Jahr 2009 für die Angeb ote der offenen und mobilen 
Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendverbandsarbeit tatsächlich zur Verfügung:

30 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
 
I. Freie Träger - Institutionelle Förderung der offenen und mobilen An- 
gebote 2009 (31 Einrichtungen) 
 
Erträge 
Landesförderung 169.300,24 € 
Sonstige ordentliche Erträge 4.029,30 € 
Summe 173.329,54 € 
  
Aufwendungen 
Institutionelle Förderung von Einrichtungen freier Träger 1.920.677,34 €  
Mobile Kinder- und Jugendarbeit 90.731,78 € 
Summe 2.011.409,12 € 
  
Städtischer Zuschuss 1.838.079,58 € 
  
  
 
II. Freie Träger - Richtlinienförderung 
2009 
 
Erträge 
Landesförderung 4.750,00 € 
Sonstige ordentliche Erträge 3.788,00 € 
Summe 8.538,00 € 
  
Aufwendungen 
Qualifizierung und Bildung 38.318,82 € 
Angebote in den Ferien 37.336,37 € 
Reisen und Begegnungen 175.020,64 € 
Betrieb und Verwaltung 65.930,01 € 
Offene und mobile Angebote 33.816,28 € 
Modellprojekte und Sondermaßnahmen 28.661,59 € 
Pauschalförderung von Jugendverbänden 82.525,17 € 
Summe 461.608,88 € 
  
Städtischer Zuschuss 453.070,88 € 
  
  
 
III. Öffentlicher Träger - Finanzaufwendungen (konsumtiv) 
2009 (8 Einrichtungen - ohne BgA-Cafés) 
 
Erträge 
Landesförderung 161.792,76 € 
Entgelte 173.725,25 € 
Summe 335.518,01 € 
  
Aufwendungen 
Personalkosten (einschließlich Beschäftigungsentgelte) 1.953.477,74 €  
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 32.763, 84 € 
Transferaufwendungen 14.943,27 € 
Sonstige ordentliche Aufwendungen 348.474,87 € 
Summe 2.349.659,72 € 
  
Städtischer Zuschuss 2.014.141,71 €

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  31  
5.5.2.7 Analyse - Verteilung der Angebotsstunden au f die Stadt Münster 
 
 Im Folgenden wird die aktuelle Verteilung der Angeb otsstunden mit einer Soll-
Verteilung auf der Basis der Bevölkerungsdaten der 6-20-Jährigen (Stand 
31.12.2008) verglichen. 
Der in 2005 erhobene Wert von 42.138 Angebotsstunde n ist nach wie vor Grundla- 
ge für die Betrachtung der Entwicklung der institut ionellen Förderung in der Kinder- 
und Jugendarbeit. 
 
 
Angebotsstunden-
Soll 
(Basis 2005) 
Angebotsstunden 
in der Förderstruk- 
tur aktuell 
Differenz  
Stellen für 
aufsuchende 
Arbeit 3 Stadtbezirk 
abs. abs. In % abs. abs. 
Mitte 12.239,18  13.275,00  28,01% 1.035,82  1,50  
West 9.780,63  9.010,00  19,01% -770,63 0,00  
Nord 5.457,96  9.030,00  19,05% 3.572,04  0,50  
Ost 3.382,18  3.495,00  7,37% 112,82 0,25  
Südost 4.826,84  4.785,00  10,10% -41,84 0,50  
Hiltrup 6.451,21  7.800,00  16,46% 1.348,79 1,14  
stadtweit 42.138,00  47.395,00  100,00%  5.257,00 3,89  
  
 
Die Tabelle zeigt, dass durch den Ausbau der Kinder - und Jugendeinrichtungen ei- 
ne Steigerung der Angebotsstunden um 5.257 Stunden erreicht wurde. Dieses ent- 
spricht rein rechnerisch ca. 5,00 Vollzeitstellen. 
 Die einzelnen Stadtbezirke weisen, was die Ausstatt ung mit Angebotsstunden im 
institutionell geförderten Bereich betrifft, eine b reite Streuung auf. So reicht die 
Spanne von einer Unterdeckung im Stadtbezirk West i n Höhe von 770,63 Stunden 
bis zu einem Überhang im Stadtbezirk Nord in Höhe v on 3.572,04 Angebotsstun- 
den.  
 Erläuterungen des Zahlenmaterials auf Stadteileben e finden sich unter den nachfol- 
genden bezirkbezogenen Darstellungen wieder. 
 Die vorliegenden Zahlen werden auf der Basis der v erfügbaren Sozialstrukturdaten 
 (siehe Punkt 4) sowie Entwicklungen in den Stadtbe zirken/Sozialräumen analysiert 
und bewertet.  
 
Neben dem Zahlenmaterial sind auch inhaltliche Verä nderungen zu benennen und 
zu berücksichtigen: 
 
Die Veränderungsprozesse des Aufwachsens von Kinder n und Jugendlichen und 
die damit verbundenen pädagogischen Herausforderung en zeigen sich auch in der 
Kinder- und Jugendarbeit in Münster.  
 
In den Arbeitsgemeinschaften nach § 78 a SGB VIII, den Stadtteilarbeitskreisen, 
Facharbeitskreisen und den Trägergesprächen wird de utlich, dass sich pädagogi- 
sche Anforderungen in der Kinder- und Jugendarbeit verändert haben und sich auch 
weiterhin im Wandel befinden. Das Verhalten von ein zelnen Jugendgruppen wird 
problematischer. Einrichtungen sind gefordert, Kind ern und Jugendlichen über Frei- 
zeitangebote hinaus pädagogische Unterstützungsleis tungen anzubieten und erwei- 
                                                      
3 Die Stellen für die aufsuchende Arbeit stellen eine zusätzliche Personalressource für die Jugendarbeit dar 
und werden nicht in die Erbringung einer Angebotsstundenzahl, wie in der Förderstruktur, umgerechnet (vgl. 
für die Förderstruktur in Einrichtungen Punkt 5.5.1)

32 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
sen sich damit zunehmend als eigenständiger Soziali sationsbereich für Kinder und 
Jugendliche. 
 
Die Integration in reguläre Angebote der Kinder- und Jugendarbeit ist erschwert. Der 
Ausbau von aufsuchender Arbeit war und ist ein Indi kator für bedarfsgerechte An- 
gebote. Gerade in 2008/2009 haben sich große Umbrüc he in der Kinder- und Ju- 
gendarbeit ergeben. Dazu gehört u. a. die Übernahme  der Sozialen Gruppenarbeit 
(§ 28 SGB VIII) im Rahmen der Jugendgerichtshilfe. 
 
 Auch die Diskussion eines Bildungsverständnisses i n der Kinder- und Jugendhilfe  
zeigt eine veränderte Einschätzung zur Bedeutung de r Bildungsanlässe in der Kin- 
der- und Jugendarbeit.  
 
 Die Kinder- und Jugendarbeit ist gefordert, andere  Bereiche der Kinder- und Ju- 
gendhilfe in den Blick zu nehmen und Schule in alle  Überlegungen des fachlichen 
Handelns einzubinden. 
 
 Seit dem 01.01.2009 hat das Amt für Kinder, Jugend liche und Familien den Offenen 
Ganztag an Grundschulen in seiner Zuständigkeit. Di e Verortung ist bewusst in der 
Abteilung Kinder- und Jugendarbeit / Jugendsozialar beit erfolgt. Damit ist fachlich 
gesichert, dass die Angebote in den Bereichen Betre uung, Förderung und Freizeit 
der Kinder und Jugendlichen bestmöglich aufeinander  abgestimmt werden können. 
Zu diesem Abstimmungsprozess gehört auch die Anglei chung der Öffnungszeiten 
an die Betreuungszeiten im Rahmen des Ganztags. 
 
Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt  die Kinder- und Jugendarbeit vor 
neue Herausforderungen. Die Durchführung von bedarf gerechten und stadtteilbezo- 
gen Angeboten durch die Kinder- und Jugendeinrichtu ngen sichert Eltern und Kin- 
dern eine verlässliche Betreuung. Dies gilt sowohl in der Schulzeit als auch in den 
Ferien und bedarf einer weiteren Ausgestaltung. 
 
Der Jugendrat und die Jugendforen stellt seit 4 Jah ren grundsätzlich eine sehr gute 
Form der Mitbestimmung und Beteiligung dar und lief ert wichtige Impulse für das 
pädagogische Handeln. Aber auch hier zeigen sich Ve ränderungen. Neben einer 
hohen Motivation ist die Gremienarbeit auch von Ter mindruck und Stress gekenn- 
zeichnet. Es müssen Formen der Beteiligung und Mitb estimmung überdacht und 
angepasst werden. 
 
Der 13. Kinder- und Jugendbericht zeigt die besonde ren Herausforderungen, wenn 
Integration und gesellschaftliche Teilhabe gelingen  soll. Der Auftakt wurde bereits in 
einer Sitzung der Arbeitsgemeinschaft nach § 78 - K inder- und Jugendarbeit - ge- 
macht. Gute Einzelprojekte der Inklusion in der Kin der- und Jugendarbeit weisen 
hier den richtigen Weg in die Zukunft. 
 
Die Diskussion zur Geschlechtergerechtigkeit  zeigt  ein zunehmendes Bewusstsein 
für dieses Thema. Auch hier wird ein Wandel sichtba r. Waren in der Vergangenheit 
Mädchen stärker im Blick, so zeigt sich ein zunehme nder Bedarf an differenzierten 
Jungenangeboten und entsprechender Bedarf der Quali fizierung der Fachkräfte. 
Stadtweit ist das Geschlechterverhältnis von Mädche n und Jungen in den Einrich- 
tungen relativ ausgeglichen. In einzelnen Bezirken weichen diese sowohl was den 
Jungenanteil als auch den Mädchenanteil angeht, deutlicher voneinander ab. 
 
Die Querschnittsaufgabe Migration gehört zum Arbeit salltag der Kinder- und Ju- 
gendarbeit. Hier sind die Einrichtungen und Angebote „offen“ im besten Sinne.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  33  
Die Querschnittsaufgaben Beteiligung, Inklusion, Ge nder und Migration erfordern 
eine hohe Fachlichkeit in der Ausgestaltung von Ang eboten. Es gilt die Achtsamkeit 
auf diese Felder zu lenken. 
 
In der Gesamtbewertung ist die offene Kinder- und J ugendarbeit in Münster gut auf- 
gestellt. Diese Leistungen sind mit öffentlichen Mi tteln zu erbringen und erfordern 
eine verstärkte Auseinandersetzung und Verantwortun g für die Ressource. Ziel 
muss es sein, pädagogische Leistungen, finanzielle Mittel mit gesellschaftlichen 
Veränderungen angemessen in Einklang zu bringen und  auszuloten. Dies impliziert 
auch die verstärkte Auseinadersetzung mit Fragen vo n Qualität und Wirksamkeit in 
der Kinder- und Jugendarbeit. 
 
 Der wohnortnahe Ausbau mit Einrichtungen der offen en Kinder- und Jugendarbeit 
ist weitgehend abgeschlossen. Perspektivisch ist es  deshalb vordringliche Aufgabe 
bestehende Angebotsstrukturen inhaltlich und fachli ch weiterzuentwickeln und – mit 
Berücksichtigung besonderer Belange in den jeweilig en Bezirken - eine angemes- 
sene Verteilung in den Bezirken zu erreichen.  
 
 
5.5.2.8 Stadtweite Handlungsempfehlungen der Kinder - und Jugendarbeit 4 2010-2014 
   
 Auf der Grundlage der Sozialstrukturdaten, Bestands daten der Kinder- und Jugend- 
arbeit und der Einschätzung der Fachkräfte verbunde n mit den strategischen Zielen 
(Kapitel 5.2) ergeben sich für die Stadt Münster Handlungsempfehlungen. 
 
 Intensiv beteiligt waren in diesem Prozess die Arb eitsgemeinschaften nach § 78 
SGB VIII (Kinder- und Jugendarbeit/ Gender), die Stadtteilarbeitskreise, der Jugend- 
rat und die Jugendforen. Diese Anregungen fließen i n die Handlungsempfehlungen  
unter Berücksichtigung der Gesamtverantwortung der öffentliche Jugendhilfe gem. § 
79 SGB VIII ein. 
   
 
 
 
Bezug / Ziel 
 
 
Stadtweite 
Handlungsempfehlung Kinder- und Jugendarbeit 
2010 – 2014 
 
Finanzen Förderstruktur 
Der bestehende Finanzrahmen in Höhe von insgesamt 
4,82 Mio. für die Angebote der offenen Kinder und J u- 
gendarbeit wird für die Laufzeit des Förderplans vo rbe- 
haltlich der Haushaltsbeschlüsse des Rates zur Verf ü- 
gung gestellt. 
 
Die Betriebs- und Programmkosten der Einrichtungen 
der offenen Kinder- und Jugendarbeit werden geprüft. 
 
Bedarfsbezogene Flexibilisierungen im Förderbudget 
sind kostenneutral vorzunehmen. Hierzu ergehen je- 
weils gesonderte politische Beschlüsse. 
 
Leistungsvereinbarungen 
Zur Optimierung der Leistungssteuerung zwischen dem  
                                                      
4 Der Begriff Kinder- und Jugendarbeit umfasst sowohl die Einrichtungen der Kinder und Jugendarbeit als 
auch die Jugendverbandsarbeit

34 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
öffentlichen und freien Träger werden die Leistungs ver- 
einbarungen neu ausgerichtet. Auf der Grundlage der  
bestehenden Leistungsvereinbarungen werden in ei- 
nem gemeinsamen Prozess Finanzen, pädagogische 
Leistungen, Angebotsstunden und die Qualität in ein e 
engere Wechselwirkung gestellt. 
 
Qualifizierung und Bil- 
dung 
Wirksamkeit  
Auf der Grundlage der bestehenden Wirksamkeitsdia- 
loge werden 
• gemeinsame Bausteine der Qualitätsentwick- 
lung auf Einrichtungsebene weiterentwickelt, 
 
• der Ausbau des Qualitätskreislaufs zwischen 
den Einrichtungen und dem öffentlichen Träger 
realisiert (Jahresberichte / Verwendungsnach- 
weise). 
 
Standards 
• Budgetneutrale Überarbeitung und Weiterent- 
wicklung der Mindeststandards der Kinder- und 
Jugendarbeit 
 
• Erarbeitung von Standards zur Zusammenarbeit 
zwischen der aufsuchenden Arbeit und den Ein- 
richtungen. 
 
Ressourcen 
Fachliche Zusammenführung der niederschwelligen 
Angebote (Cliquenagebote/ Soziale Gruppenarbeit/ 
Streetwork). 
 
Gruppenleiterschulung 
Erweiterung der Richtlinie um die Position „Qualifi zie- 
rung und Bildung - Grundschulung Gruppenleitung“. 
 
Verantwortung für den 
Sozialraum 
Öffnungszeiten 
Die Öffnungszeiten und Angebote der Einrichtungen 
werden im Rahmen der Stundenbudgets bedarfsge- 
recht auch in den Abendstunden, an den Wochenenden 
und den Ferien angepasst. 
 
Aufsuchende Arbeit 
• Bestandserhebung, Analyse und Weiterentwick- 
lung der aufsuchenden Arbeit.  
 
• Flexibilisierung der aufsuchenden Angebote im 
Hinblick auf Zielgruppen und Einsatzorte in Ab- 
stimmung mit den Einrichtungen. 
 
• Erhöhung der Präsenz im öffentlichen Raum 
von bisher 0,5 Wochenstunden auf zukünftig 2,0 
Wochenstunden 
 
Offenheit und Vielfalt 
der Angebote 
Besucherzahlen 
Stadtweit werden aktuell 11% der Kinder und Jugendl i-

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  35  
chen mit den Angeboten der offenen Kinder- und Ju- 
gendarbeit erreicht. In den kommenden Jahren soll d ie 
Inanspruchnahme auf mindestens 13 % gesteigert wer-
den. 
 
Schule / Jugendhilfe 
Die Richtlinie erhält  eine neue Position „Angebote  der 
Jugendhilfe in Kooperation mit den Schulen“ um Trä-
gern der Jugendarbeit eine stärkere Kooperation mit  
Schulen zu ermöglichen.   
 
Gender 
• Durch gezielte Ansprachen von Mädchen bzw. 
Jungen soll der jeweilige Anteil in Höhe von 
mind.  5 % sicher gestellt werden. Konkretisiert 
wird dieses Ziel für die jeweiligen Bezirke 
 
• Pädagogisches Personal (Hauptamtlich / Ge- 
ringfügig Beschäftigte) ist paritätisch zu beset- 
zen. 
 
• Prüfung des Verhältnisses von mädchen- und 
jungenspezifischen Angebote und ggf. Anpas- 
sung im Sinne einer gleichmäßigen Verteilung. 
 
• Um geschlechtergerechte Angebote in der Kin- 
der- und Jugendarbeit durchführen zu können, 
werden Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbei- 
terinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen an- 
geboten. 
 
• Durchführung eines Workshops „Gender“ zur 
Realisierung „Genderforums“.  
 
• Fachliche Weiterentwicklung des Jungentages/ 
Girls Days in Abstimmung mit dem Frauenbüro.  
 
Inklusion 
• Stärkere Ausrichtung der Arbeit in den Einrich- 
tungen auf integrative Freizeit- und Ferien- 
betreuungsangebote.  
 
• Verbesserung des Betreuungsschlüssels in der 
inklusiven Arbeit innerhalb der Richtlinienförde- 
rung. 
 
Partizipation/ Beteili- 
gung 
Kind- und jugendgerechte Lebensräume  
Durchführung eines Workshops zur Verbesserung in- 
nerstädtischer Räume für Kinder- und Jugendliche. 
 
Jugendrat 
Prüfung/ Auswertung und Neuausrichtung des Jugend- 
rates  und der Jugendforen.

36 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
Wohnortnahe Versor- 
gung / Infrastruktur 
Verteilung der Angebotsstunden 
Die Versorgungsstruktur im Rahmen der stadtweiten 
Angebotsverteilung wird bewertet und entsprechend 
bedarfsgerecht eingesetzt. 
 
Integration/ Interkultu- 
relle Angebote  
 
 
Fachliche Standards 
Durch gezielte Ansprache von Mädchen und Jungen 
mit Migrationsvorgeschichte wird die Integration ge zielt 
gefördert. 
Interkulturelle Kompetenz 
Die pädagogischen Fachkräfte werden im Rahmen von 
Fachveranstaltungen interkulturell geschult. 
 
Ehrenamt 
 
Jugendverbände 
Bestands- und Bedarfserhebung der Arbeit der Jugend - 
verbände zur Positionierung und Absicherung der eh-
renamtlichen Engagements. Entwicklung eines Be- 
richtswesens. 
 
Juleica 
Die Zahl der Vergünstigungen im Rahmen der Jugend- 
leiterkarte sollen weiter ausgebaut werden.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  37  
5.5.3 Bezirk Mitte 
 
5.5.3.1 Übersicht über die Einrichtungen im Bezirk Mitte 
 
 Offene Kinder- und Jugendarbeit 
 
 
Altstadt (11-15): 
 Jugendtreff Liebfrauen - Überwasser 
 Dietrich-Bonhoeffer-Haus 
 Cafe Lenz 
 
Innenstadtring (21-29): 
 Jib 
 Paul-Gerhardt-Haus 
 Jugendheim Heilig Kreuz 
 
Mitte-Süd (31-34): 
 Janosch Jugendcafe 
 TEO Kinder- und Jugendtreff Hl. Geist 
 ABI Südpark 
 
Mitte-Nordost (43-47): 
 Kinder- und Jugendtreff St. Mauritz 
 Pfarrer-Eltrop-Heim 
 Kinderpädagogische Angebote Mitte-Nord (ab Sommer 2010) 
 Jugendtreff AWO 
 
 
 Mobile und aufsuchende Angebote 
 
 
Mitte-Süd (31-34): 
 Streetwork im Südviertel - aufsuchende Arbeit 
 
 
 
5.5.3.2 Rückblick: Umsetzungsstand der Handlungsemp fehlungen für den Bezirk Mit- 
te aus dem Förderplan 
2007 - 2009  
 
Bezug / Ziel 
 
Umsetzungsstand der Handlungsempfehlungen    
Bezirk Mitte 
 
 „Wohnortnahe Ver- 
sorgung“ 
 
 
1.   Mit dem Errichtungsbeschluss für eine neue kin derpäda- 
gogische Infrastrukturmaßnahme auf dem Gelände der 
Pötterhoekschule und Erich-Kästner-Schule wird in M au- 
ritz-Mitte die wohnortnahe Versorgung gewährleistet. 
 
2.    Die Projekte im Bereich Mitte-Nordost wurden wie folgt 
umgesetzt: 
 - Thomas-Morus: Ausweitung der Öffnungszeiten  
 - Schlachthof/Wiengarten: Verstetigung und Ausweitung 
  der mobilen Angebote 
- Lincolnkaserne: Fortführung des Angebote 
 
 
 „Öffnungszeiten“ 
 
3. Insgesamt  halten 9 Einrichtungen im Bezirk Mitte Frei- 
tagsöffnungszeiten vor. An Samstagen und Sonntagen 
sind bis zu drei Einrichtungen im Bezirk Mitte mit Öff-

38 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
nungszeiten präsent. Ein weiterer Ausbau der Wochen - 
endöffnungszeit der Offenen Kinder- und Jugendarbei t 
wird angestrebt. 
 
 „Offenheit der Ange- 
bote“ 
4. Der Anteil an Angeboten im Bereich „Begegnung un d 
Kommunikation“ betrug in 2008 insg. 25,14 %. Der Mi n- 
deststandard von 20 % ist damit weiterhin gesichert. 
 
 „Vielfalt der Angebo- 
te“ 
 
5. Im Bezirk Mitte werden in 15 Angebotsfeldern mit  unter- 
schiedlicher Gewichtung Angebote durchgeführt. Die breit 
gefächerte Angebotsstruktur bedient in einem hohen Ma- 
ße die  unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessenla- 
gen der Kinder und Jugendlichen des Bezirks und über 
den Bezirk hinaus. 
 
 „Verantwortung für 
den Sozialraum“ 
 
6. Integration von Kindern aus der Flüchtlingseinri chtung am 
Pulverschuppen in die Einrichtungen der Kinder- und Ju- 
gendarbeit 
 
7. Eröffnung eines Outdoorpoints in Mitte-Süd. 
 
Die Fachkräfte der Einrichtungen führen mit 0,5 Stunden 
wöchentlich im Segment: “Verantwortung für den Sozial- 
raum“ entsprechend Vernetzung, Informationsaustausch, 
Bedarfsabfragen durch. 
 „Ganztagsbetreuung 
in den Ferien“ 
 
8. Das Gesamtkonzept „Ferienbetreuung“ wurde beschl os- 
sen und hat sich in der Umsetzung bewährt.  
 
9. Die Durchführung ganztägiger Ferienbetreuungsang ebo- 
te während der gesamten Sommerferien an verschiede-
nen Betreuungsorten gewährleistet eine flächendeckende 
Betreuungsstruktur im kinderpädagogischen Arbeitsfeld, 
und kompensiert die Schließzeiten der Kinder- und Ju- 
gendeinrichtungen. 
 
 
 
5.5.3.3 Angebotsstunden nach Leistungsvereinbarung (LV) im Bezirk Mitte 
 
 
2005 Aktuell 
Angebotsstunden nach LV Angebotsstunden nach LV 
Veränderung Statistischer 
Bezirk 
abs. in % abs. in % abs. 
Altstadt 1.710 14,58 %  1.710 12,88 %  0 
Innenstadtring 3.510 29,92 %  6.390 48,13 %  +2.880  
Mitte-Süd 4.170 35,55 %  2.340 17,63 %  -1.830  
Mitte-Nordost 2.340 19,95 %  2.835 21,36 %  +495  
Mitte 11.730 100,00 %  13.275 100,00 %  +1.545

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  39  
 Auf der Grundlage der aktuell gültigen Leistungsve reinbarungen, den bereits ge- 
fassten Errichtungs- und Baubeschlüssen zu weiteren  Kinder- und Jugendeinrich- 
tungen (Mitte-Nord) und den daraus abzuleitenden An gebotsstunden werden von 
den 13 (zukünftig) geförderten Einrichtungen insges amt mindestens 13.275 Ange- 
botsstunden erbracht („steuerbare Angebotspalette“). Dies entspricht einer Erweite- 
rung der Angebotsstunden um 1.545 Stunden im Vergle ich zum 1. Kinder- und Ju- 
gendförderplan.  
 
 Die Veränderungen des Angebotsstundenvolumens in de n Gebieten „Innenstadt- 
ring“ sowie „Mitte-Süd“ seit 2005 begründen sich darin, dass die Einrichtung „Jib“ in 
2005 dem Bezirk Mitte-Süd zugeordnet worden ist; di e Angebotsstunden sind nun- 
mehr richtigerweise dem Stadtgebiet „Innenstadtring “ zugeordnet. Im Bezirk Mitte-
Süd schlägt sich diese Veränderung nicht vollständi g nieder, da in der kinderpäda- 
gogischen Einrichtung „ABI“ durch die Umwandlung ei ner Stelle des auslaufenden 
Modells des Berufsanerkennungsjahrs in eine halbe S telle das Angebotsvolumen 
aufgestockt werden konnte. Der Bezirk Mitte-Nord ha t im Vergleich zu 2005 Ange- 
botsstunden dazu gewonnen: Mit dem aktuell geplante n kinderpädagogischen An- 
gebot im Gebiet Pötterhoek wird eine Betreuungslück e für Kinder im Alter zwischen 
6 Jahren und 13 Jahren geschlossen. 
 
 Darüber hinaus werden durch die Einrichtungen der o ffenen Kinder- und Jugendar- 
beit in erheblichem Umfang zusätzliche, eigenfinanz ierte Angebote erbracht. So be- 
lief sich die Gesamtzahl aller Angebote im Jahr 200 8 auf insgesamt 35.946 Stun- 
den.  
 
 
5.5.3.4 Angebotsschwerpunkte im Bezirk Mitte 
 
Im Bezirk Mitte verteilten sich Angebote auf die einzelnen Angebotsfelder wie folgt: 
 
 
Begegnung und Kommunikation 25,14% 
 
Kreative Angebote 13,92%  
Beratungsangebote 13,32%  
Kulturelle Angebote 13,09%  
Medienpädagogische Angebote 12,87%  
Angebote in Sport und Spiel 3,25%  
Interkulturelle Angebote 3,05%  
Angebote der Kinder- und Jugendbildung 3,01%  
Geschlechtsspezifische Angebote 2,65%  
Partizipative Angebote 2,52%  
Angebote in den Schulferien/in der Freizeit 2,18%  
Mobile Angebote 2,17%  
Arbeitsweltbezogene Angebote 1,24%  
Schulbezogene Angebote 1,20%  
Integrative Angebote für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen  0,40%  
Gesamt 100,00%

40 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
5.5.3.5 Besuchsdaten im Bezirk Mitte 
 
 Im Jahr 2008 besuchten 1.358 Stammbesucherinnen und  Stammbesucher die Ein- 
richtungen. Damit wurden knapp 12 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 – 
20 Jahren aus dem Stadtbezirk erreicht. Weitere Det ails über die Verteilung liefern 
die nachfolgende Tabelle sowie die sich daran anschließende Grafik: 
 
 
Tabelle: Stammbesucher nach Alter und Geschlecht 
 
insgesamt weiblich männlich   
abs. % abs. % abs. % 
06 – 11 Jahre 266  19,59%  149  56,02%  117  43,98%  
12 – 14 Jahre 257  18,92%  130  50,58%  127  49,42%  
15 – 17 Jahre 328  24,15%  184  56,10%  144  43,90%  
18 – 20 Jahre 507  37,33%  324  63,91%  183  36,09%  
Summe 1.358  100,00%  787  57,95%  571  42,05%  
 
 
 
0
100 
200 
300 
400 
500 
600 
06 – 11 Jahre 12 – 14 Jahre 15 – 17 Jahre 18 – 20 Jahr e 
Verteilung der Stammbesucher nach Alter und Geschle cht 
insgesamt 
w eiblich 
männlich

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  41  
5.5.3.6 Analyse - Verteilung der Angebotsstunden im  Bezirk Mitte 
 
 Im Folgenden wird die aktuelle Verteilung der Angeb otsstunden mit einer Soll-
Verteilung auf der Basis von Bevölkerungsdaten der 6-20-Jährigen (Stand 
31.12.2008) verglichen. Der in 2005 erhobene Wert von 42.138 Angebotsstunden ist 
nach wie vor Ausgangspunkt für eine Betrachtung der  Entwicklung der institutionel- 
len Förderung in der Kinder- und Jugendarbeit.  
 
 
Angebotsstunden-
Soll 
(Basis 2005) 
Angebotsstunden 
in der Förder- 
struktur aktuell 
Differenz  
Stellen für 
aufsuchende 
Arbeit Statistischer Bezirk 
abs. abs. in % abs. abs. 
Altstadt 615,22  1.710,00  3,61% 1.094,78   
Innenstadtring 4.171,75  6.390,00  13,48% 2.218,25   
Mitte-Süd 3.352,52  2.340,00  4,94%  -1.012,52 1,00  
Mitte-Nordost 4.099,69  2.835,00  5,98%  -1.264,69 0,50  
Mitte 12.239,18  13.275,00  28,01% 1.035,82 1,50  
 
 Insgesamt wird deutlich, dass es im Stadtbezirk Mit te einen Überhang an Angebots- 
stunden in Höhe von insgesamt 1.035,82 Stunden gibt . Während die Altstadt und 
der Innenstadtring insgesamt gut versorgt sind, wei sen Mitte-Süd und Mitte-Nordost 
Defizite auf. Diese werden deshalb durch zusätzlich e Angebote der aufsuchenden 
Arbeit kompensiert. 
 
Im Innenstadtring sprechen die Einrichtungen „Jugen dzentrum im Paul-Gerhardt-
Haus“ sowie das „Jugendinformations- und bildungszentrum“ (Jib), bedingt durch ih- 
re zentrale Lage und ihre besonderen zielgruppenspe zifischen Angebote, Jugendli- 
che aus dem gesamten Stadtgebiet an. Dennoch werden  die Angebotsstunden voll- 
ständig diesen statistischen Bezirken zugerechnet. Insbesondere das Jib hält im In- 
nenstadtring sozialraumunabhängige Beratungs- und Bildungsangebote vor.  
 
Im Stadtgebiet Mitte-Süd wird der Fehlbetrag durch die Angebote der aufsuchenden 
und mobilen Kinder- und Jugendarbeit nahezu kompens iert. Durch die Aufstockung 
des kinderpädagogischen Angebots im „ABI“ um eine halbe Stelle wurde dem Struk- 
turdefizit zum Teil entgegengewirkt. 
 
Der Bereich Mitte Nordost wies in den vergangenen J ahren ein Defizit innerhalb der 
Angebote der Kinder- und Jugendarbeit auf. Um auch hier eine wohnortnahe Ver- 
sorgung zu gewährleisten, wurde im Frühjahr 2008 ei ne halbe Stelle für die aufsu- 
chende Jugendarbeit vor Ort eingesetzt. Zusätzlich wird ab Sommer 2010 eine neue 
kinderpädagogische Einrichtung auf dem Gelände der Pötterhoek – und Erich-
Kästner-Schule realisiert. 
 
Unter Zugrundelegung der Sozialstrukturdaten des Be zirks Mitte bleibt bzgl. des er- 
rechneten Angebotsüberhangs festzuhalten: In diesem  Stadtgebiet leben über- 
durchschnittlich viele Kinder und Jugendliche in Ha ushalten allein Erziehender – 
hier soll mit einer gut ausgebauten Angebotsstruktu r den entsprechenden 
 Bedarfs- 
lagen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsen en im Bezirk Rechnung ge- 
tragen werden.

42 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
5.5.3.7 Handlungsempfehlungen der Kinder- und Jugen darbeit für den Bezirk Mitte 
2010 – 2014  
 
 
Bezirk Mitte Handlungsempfehlungen 
2010 - 2014 
Bezirk Mitte 
insgesamt 
• Der Anteil an Geschlechtsspezifischen Angeboten 
wird von aktuell 2,65% auf 5,00% erhöht. 
 
• Die Einrichtungen im Bezirk Mitte überprüfen und 
analysieren die Inanspruchnahme ihrer Angebote 
durch Mädchen und Jungen mit dem Ziel eines aus- 
gewogenen Geschlechterverhältnisses 
 
 
Pötterhoek 
Realisierung der kinderpädagogischen Einrichtung in  
Münster-Nordost auf dem Gelände der Pötterhoekschul e 
und Erich-Kästner-Schule. 
 
 
Mauritz 
Intensivierung der  Vernetzung der Angebote der off enen 
Kinder- und Jugendarbeit und weiterer Einrichtungen  mit 
der Flüchtlingseinrichtung „Am Pulverschuppen“  
 
 
 
 Vom Jugendforum Mitte wurde folgende Anregung gege ben: 
 
 
Überprüfung von "Angstplätzen" für Kinder und Jugendliche im Bezirk und gege- 
benenfalls individuelle Verbesserungskonzepte - z.B. Ausbau der Straßenbe- 
leuchtung - als Beispiel wurde benannt, dass das Umfeld der Geistschule im Dun- 
keln zwischenzeitlich Ort von Übergriffen durch Jugendliche bzw. Heranwachsen- 
de sein kann.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  43  
5.5.4 Bezirk West 
 
5.5.4.1 Übersicht über die Einrichtungen im Bezirk West 
 
 Offene Kinder- und Jugendarbeit 
 
 
Gievenbeck/Sentrup (51-52): 
 Fachwerk Gievenbeck 
 La Vie 
 Kinder- und Jugendarbeit St. Theresia 
 
Mecklenbeck (54): 
 Kinder- und Jugendzentrum St. Anna 
 Mobile Kinder und Jugendeinrichtung 
 
Albachten (56): 
 Albatros 
 
Roxel (57): 
 Kinder- und Jugendtreff St. Sebastian 
  
Nienberge (58): 
 Kinder- und Jugendtreff St. Sebastian 
 
 
5.5.4.2 Rückblick: Umsetzungsstand der Handlungsemp fehlungen für den Bezirk 
West aus dem Förderplan 
2007 - 2009  
 
 
Bezug / Ziele 
 
Umsetzungsstand der Handlungsempfehlungen 
Bezirk West 
 
 „Wohnortnah“ 
 
In Sentrup ergab die Einschätzung verschiedener Fac h- 
kräfte sowie die Analyse des Stadtteils 2008, dass Frei- 
zeitangebote im direkten Umfeld von Sentrup vorhand en 
sind und Angebote der Innenstadt unkompliziert genu tzt 
werden. Es besteht kein Handlungsbedarf. 
 
In Häger wurde in 2008 ein offenes Angebot für Kinder an 
zwei Nachmittagen in der Woche in Trägerschaft der Kir- 
chengemeinde St. Sebastian im Gemeinschaftsraum der 
Schützenbruderschaft St. Aloysius etabliert. 
 
 „Öffnungszeiten / 
Erreichbarkeit“ 
 
Das Fachwerk Gievenbeck stellt ganzjährig Angebot f ür 
Kinder und Jugendliche sicher. 
 
Die Stadtteile Mecklenbeck, Albachten und Nienberge 
koordinieren das Angebot für Kinder und Jugendliche in- 
nerhalb der Stadtteile mit Sportvereinen und Anbietern 
der Kinder- und Jugendarbeit. 
 
In Nienberge wurde 2009 wurde eine personelle Aufsto- 
ckung und damit die Erweiterung  der Angebotsstunden 
von 660 auf 990 realisiert.

44 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
 „Offenheit der Ange- 
bote“ 
Der Anteil an Angeboten im Bereich „Begegnung und 
Kommunikation“ betrug in 2008 insges. 43,14 %. Der 
Mindeststandard von 20 % ist damit weiterhin gesichert. 
 
 „Vielfalt des Angebo- 
tes“ 
 Im Bezirk West werden in 14 Angebotsfeldern mit un ter- 
schiedlicher Gewichtung Angebote durchgeführt. Die breit 
gefächerte Angebotsstruktur bedient in einem hohen Ma- 
ße die unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen la- 
gen der Kinder und Jugendliche im  Bezirk. 
 
 „Verantwortung für 
den Sozialraum“ 
 
 
• In den mit hauptamtlichen Mitarbeitern geführten E in- 
richtungen findet das Aufsuchen von Jugendtreffpunk- 
ten im Stadtteil regelmäßig statt.  
 
• Zwischen dem Fachwerk Gievenbeck, dem Albatros in 
Albachten und dem Kommunalen Sozialdienst gibt es 
regelmäßige Abstimmungsgespräche, um über einen 
frühzeitigen Austausch Hilfen für Familien gezielt ein- 
zuleiten. 
 
„Migration“  In Gievenbeck sind in Kooperation mit dem Verein E thno- 
logie in Schule und Weiterbildung (ESE e.V.) vielfältige 
Projekte und qualifizierte Weiterbildungen durchgeführt 
worden.  
       
 
 
 
5.5.4.3 Angebotsstunden nach Leistungsvereinbarung (LV) im Bezirk West 
 
 
2005 Aktuell 
Angebotsstunden nach LV Angebotsstunden nach LV 
Veränderung Statistischer  
Bezirk 
abs. in % abs. in % abs. 
Gievenbeck/Sentrup  4.200 46,21 %  4.530 50,27 %  +330  
Mecklenbeck 1.590 17,49 %  1.510 16,76 %  -80  
Albachten 1.650 18,15 %  990 10,99 %  -660  
Roxel 990 10,89 %  990 10,99 %  0 
Nienberge 660 7,26 %  990 10,99 %  +330  
West 9.090 100,00 %  9.010 100,00 %  -80  
 
  
Auf der Grundlage der aktuell gültigen Leistungsver einbarungen und den daraus 
abzuleitenden Angebotsstunden werden von den inzwis chen 8 geförderten Einrich- 
tungen insgesamt mindestens 9.010 Angebotsstunden e rbracht. Dies entspricht ei- 
ner Verringerung der Angebotsstunden um insgesamt 8 0 Stunden im Vergleich zum 
1. Kinder- und Jugendförderplan.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  45  
 Mecklenbeck:  
 Der Umfang an Angebotsstunden nach LV ergibt sich aus den aktuell gültigen Leis- 
tungsvereinbarungen mit den beiden vor Ort tätigen Trägern.  
 
 Albachten: 
 
 Der Rückgang bei den Angebotsstunden nach LV erklä rt sich durch die Kündigung 
der LV des Vereins „Offene Kinder- und Jugendarbeit Albachten e.V.“ 
 
 Ein Teil der Angebote wurde durch die Kinder- und Jugendeinrichtung „Albatros“ 
übernommen. 
 
 Roxel: 
 
 Rein rechnerisch ergibt sich im Vergleich keine Ve ränderung bei den Angebotsstun- 
den nach LV. Hinzuweisen ist jedoch darauf, dass di e neue Einrichtung „Anne-
Jakobi-Haus“, die tatsächlich erst Ende 2006 ihren Betrieb aufnahm, bereits im ers- 
ten Jugendförderplan als „gesichertes“ neues Angebot mit erfasst wurde. 
 
 Nienberge: 
 
 Die Erhöhung der Angebotsstunden nach LV ergibt si ch aus der Aufstockung der 
vor Ort tätigen hauptamtlichen Fachkraft auf eine v olle Stelle. Gründe hierfür waren 
die notwendige der Angebotsstunden laut Kinder- und  Jugendförderplan 2007-2009 
sowie die Durchführung eines Angebotes in Häger 
 
 
5.5.4.4 Angebotsschwerpunkte im Bezirk West 
 
 Im Bezirk West verteilten sich Angebote auf die einzelnen Angebotsfelder wie folgt: 
 
 
Begegnung und Kommunikation 43,14% 
 
Geschlechtsspezifische Angebote 8,21%  
Angebote in den Schulferien/in der Freizeit 8,05%  
Kreative Angebote 7,27%  
Angebote der Kinder- und Jugendbildung 7,09%  
Mobile Angebote 5,96%  
Angebote in Sport und Spiel 5,37%  
Medienpädagogische Angebote 3,95%  
Kulturelle Angebote 2,76%  
Schulbezogene Angebote 2,68%  
Arbeitsweltbezogene Angebote 2,29%  
Partizipative Angebote 1,57%  
Beratungsangebote 0,83%  
Interkulturelle Angebote 0,82%  
Gesamt 100,00%  
 
 
 
5.5.4.5 Besuchsdaten im Bezirk West 
 
 Im Jahr 2008 besuchten 844 Stammbesucherinnen und S tammbesucher die Ein- 
richtungen. Damit wurden knapp 9 % der Kinder und J ugendlichen im Alter von 6 – 
20 Jahren aus dem Stadtbezirk erreicht. Weitere Det ails über die Verteilung liefern 
die nachfolgende Tabelle sowie die sich daran anschließende Grafik:

46 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
Tabelle: Stammbesucher nach Alter und Geschlecht 
 
insgesamt weiblich männlich   
abs. % abs. % abs. % 
06 – 11 Jahre 414  49,05%  213  51,45%  201  48,55%  
12 – 14 Jahre 246  29,15%  105  42,68%  141  57,32%  
15 – 17 Jahre 124  14,69%  41  33,06%  83  66,94%  
18 – 20 Jahre 60  7,11%  15  25,00%  45  75,00%  
Summe 844  100,00%  374  44,31%  470  55,69%  
 
 
 
 
 
5.5.4.6 Analyse - Verteilung der Angebotsstunden im  Bezirk West 
 
 Im Folgenden wird die aktuelle Verteilung der Angeb otsstunden mit einer Soll-
Verteilung auf der Basis von Bevölkerungsdaten der 6-20-Jährigen (Stand 
31.12.2008) verglichen. Der in 2005 erhobene Wert von 42.138 Angebotsstunden ist 
nach wie vor Ausgangspunkt für eine Betrachtung der  Entwicklung der institutionel- 
len Förderung in der Kinder- und Jugendarbeit. 
 
 
 
0
50 
100 
150 
200 
250 
300 
350 
400 
450 
06 – 11 Jahre 12 – 14 Jahre 15 – 17 Jahre 18 – 20 Jahr e 
Verteilung der Stammbesucher nach Alter und Geschle cht 
insgesamt 
w eiblich 
männlich

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  47  
Angebotsstunden-
Soll 
(Basis 2005) 
Angebotsstunden 
in der Förder- 
struktur aktuell 
Differenz  
Stellen für 
aufsuchende 
Arbeit Statistischer Bezirk 
abs. abs. in % abs. abs. 
Gievenbeck/Sentrup 4.691,55  4.530,00  9,56%  -161,55   
Mecklenbeck 1.721,31  1.510,00  3,19% -211,31   
Albachten 1.062,83  990,00  2,09% -72,83   
Roxel 1.383,61  990,00  2,09% -393,61   
Nienberge 921,33  990,00  2,09% 68,67   
West 9.780,63  9.010,00  19,05%  -770,63 0,00  
 
 
 Die Übersicht zeigt, dass in Gievenbeck, Mecklenbec k, Albachten und Roxel eine 
rechnerische Unterversorgung besteht. Nienberge verfügt inzwischen über eine aus- 
geglichene Angebotsstruktur aufgrund der personellen Aufstockung. 
 
 
Die Ausweisung von weiteren Neubaugebieten in Roxel  in den kommenden Jahren 
erfordert eine sensible und jährliche Überprüfung d er bestehenden Angebotsstruk- 
tur. 
   
 In Gievenbeck ist ab 2010 geplant, die offene Kind er- und Jugendarbeit um eine 0,5 
Stelle für aufsuchende Arbeit im Stadtteil zu ergänzen. 
 
 
 In Mecklenbeck und Albachten gilt es, die aufsuche nde Arbeit im Anschluss an die 
bestehende Kooperationsvereinbarung in Form einer L eistungsvereinbarung abzu- 
sichern, um auch hier die offene Kinder- und Jugendarbeit sinnvoll zu ergänzen. 
 
 
5.5.4.7 Handlungsempfehlungen der Kinder- und Jugen darbeit für den Bezirk West 
2010 – 2014  
  
 
Bezirk West 
 
Handlungsempfehlungen 
2010 - 2014 
Gievenbeck,  
Roxel  
 
Absicherung der aufsuchenden Arbeit durch Flexibili sie- 
rung der bestehenden Angeboter 
 
Roxel  
Nienberge 
 
Bedarfsprüfung für zusätzliche Jugendplätze in den 
Stadtteilen Roxel und Nienberge in Verbindung mit S ka- 
te- oder Trendsportanlagen 
Gievenbeck Abstimmung / Koordination der Öffnungsze iten und der 
aufsuchenden Arbeit in den Ferien 
 
 
 Vom Jugendforum West wurden folgende Anregungen ge geben: 
 
 
• Trendsport in Albachten ausbauen (Skateranlage) 
 
• Dieckmannstraße; Bushaltestelle Freiherr- vom- Ste in-Gymnasium  
  zu kleine Fläche zum Stehen für die vielen Schüler und Schülerinnen 
 
• Sanierung Spielplatz/ Bolzplatz in Nienberge und H äger  
 
• Taxi-Bus-Verbindung zwischen Nienberge und Häger

48 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  49  
5.5.5 Bezirk Nord 
 
5.5.5.1 Übersicht über die Einrichtungen im Bezirk Nord 
 
 Offene Kinder- und Jugendarbeit 
 
 
Coerde (61): 
 DRK Coerde 
 HOT Coerde 
 
Kinderhaus (62-63): 
 Jugendheim „Die Hütte“ 
 Feez 
 Jugendsalon im Begegnungszentrum  
 Wuddi 
 
Sprakel (68): 
 Kinder- und Jugendeinrichtung Sprakel 
 
 
 Mobile und aufsuchende Angebote 
 
 
Coerde (61): 
 Aufsuchende Arbeit HOT Coerde 
 
 
 
5.5.5.2 Rückblick: Umsetzungsstand der Handlungsemp fehlungen für den Bezirk 
Nord aus dem Förderplan 
2007 - 2009  
 
Bezug / Ziele 
 
Umsetzungsstand der Handlungsempfehlungen 
Bezirk Nord 
 
 
„Wohnortnah“ 
 
 
• Seit 2008 hält die Ev. Andreas Kirchengemeinde ein  mobi- 
les, aufsuchendes Angebot in Sprakel vor. 
 
• Die neue Kinder- und Jugendeinrichtung Sprakel wur de im 
Sommer 2009 eröffnet (Trägerschaft Outlaw). 
 
 
„Verantwortung für 
den Sozialraum“ 
 
In Coerde wurde das Präventionsprojekt „Coenige“ für Ju- 
gendliche mit vielfältigen Problemlagen entwickelt und umge- 
setzt.

50 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
5.5.5.3 Angebotsstunden nach Leistungsvereinbarung (LV) im Bezirk Nord 
 
 
2005 Aktuell 
Angebotsstunden nach LV Angebotsstunden nach LV 
Veränderung Statistischer Bezirk 
abs. in % abs. in % abs. 
Coerde 3.708 46,02 %  3.540 39,20 %  -168  
Kinderhaus 4.350 53,98 %  4.500 49,83 %  +150  
Sprakel 0 0,00 %  990 10,97 %  +990  
Nord 8.058 100,00 %  9.030 100,00 %  +972  
 
 
Auf der Grundlage der aktuell gültigen Leistungsver einbarungen, den bereits ge- 
fassten Errichtungs- und Baubeschlüssen zu weiteren  Kinder- und Jugendeinrich- 
tungen (Sprakel) und den daraus abzuleitenden Angeb otsstunden werden von den 
(zukünftig) 7 geförderten Einrichtungen insgesamt m indestens 9.030 Angebotsstun- 
den erbracht („steuerbare Angebotspalette“). Dies entspricht einer Erweiterung der 
Angebotsstunden um 972 Stunden  im Vergleich zum 1. Kinder- und Jugendför- 
derplan.  
 
 
 Coerde: 
 
Der leichte Rückgang ergibt sich aus der Aufgabe de s bisherigen Angebotes des 
DRK am Schlachthof. Verschiedene Cliquen Jugendlich er in diesem Quartier wer- 
den seitdem im Rahmen der Jugendsozialarbeit von de r städtischen Streetwork be- 
treut. 
 
Sprakel: 
 
Die zusätzlichen Angebotsstunden ergeben sich durch  den Neubau der Kinder- und 
Jugendeinrichtung, die seit September 2009 in Betrieb ist.  
 
 
 Darüber hinaus werden durch die Einrichtungen der o ffenen Kinder- und Jugendar- 
beit in erheblichem Umfang zusätzliche, eigenfinanz ierte Angebote erbracht. So be- 
lief sich die Gesamtzahl aller Angebote im Jahr 200 8 auf insgesamt 17.562,50 
Stunden.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  51  
5.5.5.4 Angebotsschwerpunkte im Bezirk Nord 
 
 Im Bezirk Nord verteilten sich Angebote auf die einzelnen Angebotsfelder wie folgt: 
 
 
Begegnung und Kommunikation 29,49% 
 
Angebote in den Schulferien/in der Freizeit 23,39%  
Interkulturelle Angebote 13,98%  
Angebote in Sport und Spiel 11,92%  
Medienpädagogische Angebote 4,63%  
Kreative Angebote 4,54%  
Angebote der Kinder- und Jugendbildung 4,08%  
Beratungsangebote 2,97% 
Geschlechtsspezifische Angebote 2,78%  
Schulbezogene Angebote 1,06%  
Kulturelle Angebote 0,60%  
Arbeitsweltbezogene Angebote 0,37%  
Mobile Angebote 0,17%  
Partizipative Angebote 0,01%  
Gesamt  100,00%  
 
 
5.5.5.5 Besuchsdaten im Bezirk Nord 
 
 Im Jahr 2008 besuchten 1.209 Stammbesucherinnen und  Stammbesucher die Ein- 
richtungen. Damit wurden knapp 25 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 – 
20 Jahren aus dem Stadtbezirk erreicht. Weitere Det ails über die Verteilung liefern 
die nachfolgende Tabelle sowie die sich daran anschließende Grafik: 
 
 
 
Tabelle: Stammbesucher nach Alter und Geschlecht 
 
insgesamt weiblich männlich   
abs. % abs. % abs. % 
06 – 11 Jahre 301  24,90%  154  51,16%  147  48,84%  
12 – 14 Jahre 418  34,57%  158  37,80%  260  62,20%  
15 – 17 Jahre 344  28,45%  127  36,92%  217  63,08%  
18 – 20 Jahre 146  12,08%  72  49,32%  74  50,68%  
Summe 1.209  100,00%  511  42,27%  698  57,73%

52 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
 
5.5.5.6 Analyse - Verteilung der Angebotsstunden im  Bezirk Nord 
 
 Im Folgenden wird die aktuelle Verteilung der Angeb otsstunden mit einer Soll-
Verteilung auf der Basis von Bevölkerungsdaten der 6-20-Jährigen (Stand 
31.12.2008) verglichen. Der in 2005 erhobene Wert von 42.138 Angebotsstunden ist 
nach wie vor Ausgangspunkt für eine Betrachtung der  Entwicklung der institutionel- 
len Förderung in der Kinder- und Jugendarbeit. 
 
 
Angebotsstunden-
Soll 
(Basis 2005) 
Angebotsstunden 
in der Förder- 
struktur aktuell 
Differenz  
Stellen für 
aufsuchende 
Arbeit Statistischer Bezirk 
abs. abs. in % abs. abs. 
Coerde 2.099,10  3.540,00  7,47% 1.440,90 0,50  
Kinderhaus 2.894,05  4.500,00  9,49% 1.605,95    
Sprakel 464,81  990,00  2,09% 525,19   
Nord 5.457,96  9.030,00  19,05% 3.572,04 0,50  
 
 
Insgesamt wird deutlich, dass es im Stadtbezirk Nor d einen Überhang an Angebots- 
stunden in Höhe von insgesamt 3.572,04 Stunden gibt . Dies ergibt rein rechnerisch  
3,5 Vollzeitstellen. 
 
Zum einen muss in diesem Zusammenhang auf die beson dere Sozialstruktur ver- 
wiesen werden. Des Weiteren hat die Stadtteileinric htung Wuddi über die offene 
Kinder- und Jugendarbeit hinaus eine Stadtteilzentr enfunktion. Zu nennen sind hier 
Ferien- und besondere Freizeitangebote sowie Projek te und Maßnahmen im Rah- 
men des EU-Länderprogramms „Soziale Stadt“. 
 
Den unterschiedlichen heterogenen Sozialstrukturen in den Quartieren ist durch 
entsprechende Angebote Rechnung zu tragen. In Kinde rhaus und Coerde soll das 
0
50 
100 
150 
200 
250 
300 
350 
400 
450 
06 – 11 Jahre 12 – 14 Jahre 15 – 17 Jahre 18 – 20 Jahr e 
Verteilung der Stammbesucher nach Alter und Geschle cht 
insgesamt 
w eiblich 
männlich

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  53  
Angebot der aufsuchenden Arbeit flexibler gestaltet  werden. In Kinderhaus wird ab 
2010 die aufsuchende Arbeit durch Angebotsverlageru ng vom Begegnungszentrum 
Sprickmannstraße mit einer 0,5 Stelle wahrgenommen. 
 
Die in 2009 realisierte Einrichtung in Sprakel wird  von Beginn an sehr gut von den 
Kindern und Jugendlichen im Stadtteil angenommen. E ine Vernetzung der beste- 
henden Organisationen und Vereine soll durch die In itiierung eines Arbeitskreises 
angeregt werden. Die Zusammenarbeit zwischen der Gr undschule Sprakel und dem 
Kinder- und Jugendhaus Sprakel soll im Rahmen der A ngebote des offenen Ganz- 
tags an der Grundschulen und  der Ganztagsbetreuung in den Ferien intensiviert 
werden. 
 
 
5.5.5.7 Handlungsempfehlungen der Kinder- und Jugen darbeit für den Bezirk Nord 
2010 – 2014  
 
Bezirk Nord 
 
Handlungsempfehlungen 
2010 - 2014 
 
 
Bezirk Nord 
insgesamt 
 
• Der Anteil an Geschlechtsspezifischen Angeboten 
wird von aktuell 2,78% auf 5,00% erhöht. 
 
• Die Einrichtungen im Bezirk Nord überprüfen und 
analysieren die Inanspruchnahme ihrer Angebote 
durch Mädchen und Jungen mit dem Ziel eines aus- 
gewogenen Geschlechterverhältnisses 
 
 
Kinderhaus  
 
Qualifizierung der vorhandenen aufsuchenden Arbeit in 
Münster Kinderhaus 
 
 
Sprakel  
 
• Einrichtung eines Stadtteilgesprächs (zweimal 
jährlich) zu Angeboten der Kinder- und Jugendar- 
beit in Sprakel. 
 
• Die Zusammenarbeit zwischen der Grundschule 
Sprakel und dem Jugendzentrum Sprakel soll im 
Rahmen der Angebote des offenen Ganzta 
gs  
und  der Ganztagsbetreuung in den Ferien inten- 
siviert werden 
 
• Die aufsuchende Arbeit in Sprakel wird intensi- 
viert. 
  
Coerde  
 
Prüfung der Flexibilisierung der aufsuchenden Arbei t in 
Coerde

54 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  55  
5.5.6 Bezirk Ost 
 
5.5.6.1 Übersicht über die Einrichtungen im Bezirk Ost 
 
 Offene Kinder- und Jugendarbeit 
 
 
Mauritz-Ost (71): 
 Johannes-Busch-Haus 
 Kinder- und Jugendtreff St. Konrad (BTREFF) 
 
Gelmer-Dyckburg (76): 
 Kinderpädagogische Angebote Gelmer (ab 2. Quartal 2010) 
 
Handorf (77): 
 Kinder- und Jugendarbeit St. Petronilla 
 Kinder- und Jugendeinrichtung Handorf 
 
  
 
5.5.6.2 Rückblick: Umsetzungsstand der Handlungsemp fehlungen für den Bezirk Ost 
aus dem Förderplan 
2007 - 2009  
 
 
Bezug/Ziele 
 
Umsetzungsstand der Handlungsempfehlungen 
Bezirk Ost 
 
 
 „Wohnortnah“ 
 
 
• In Handorf wurde die neue Kombi-Einrichtung im Aug ust 
2008 eröffnet 
 
• Errichtungsbeschluss für einen Jugendtreff in Gelm er.  
 
 
„Öffnungszeiten / 
Erreichbarkeit“ 
 
 
• In Handorf wurde 2009 im Rahmen der jährlichen Sta dt- 
teilkonferenz damit begonnen, die Jahresplanung und Öff- 
nungszeiten abzustimmen. 
 
• Der Arbeitskreis Mauritz-Ost wird sich in 2010 neb en der 
Abstimmung der Jahresplanung und der Öffnungszeiten  
auch mit der Abstimmung verschiedener Angebote be- 
schäftigen. 
 
 
„Offenheit der Ange- 
bote“ 
 
Der Anteil an Angeboten im Bereich „Begegnung und Kom- 
munikation“ betrug in 2008 39,36 %. Der Mindeststandard 
von 20 % ist damit weiterhin gesichert. 
 
 
 „Vielfalt des Angebo- 
tes“ 
 
 
In Handorf wird die Angebotsvielfalt (Abdeckung von  mindes- 
tens 5 Kernaufgaben von 9) durch die neue Einrichtu ng „Drei 
Eichen“ gesichert.  Zusätzlich wurden kinderpädagog ische 
Angebote installiert.

56 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
 
„Verantwortung für  
den Sozialraum“ 
 
In Mauritz-Ost wird die öffentliche Präsenz durch die hiesigen 
Einrichtungen im Rahmen der Vorgaben (0,5 Std./ Woche) 
wahrgenommen. 
 
 
Einschätzung der 
Fachkräfte 
 
Die Vernetzung der sozialen Einrichtungen unter Einbezie- 
hung von Angeboten durch Ehrenamtliche wurde in 2009 
durch den AK Handorf umgesetzt. 
 
 
 
 
5.5.6.3 Angebotsstunden nach Leistungsvereinbarung (LV) im Bezirk Ost 
 
 
2005 Aktuell 
Angebotsstunden nach LV Angebotsstunden nach LV 
Veränderung Statistischer Bezirk 
abs. in % abs. in % abs. 
Mauritz-Ost 1.650 61,80 %  1.650 47,21 %  0 
Gelmer-Dyckburg 0 0,00 %  660 18,88 %  +660  
Handorf 1.020 38,20 %  1.185 33,91 %  +165  
Ost 2.670 100,00 %  3.495 100,00 %  +825  
 
 
Auf der Grundlage der aktuell gültigen Leistungsver einbarungen, den bereits ge- 
fassten Errichtungs- und Baubeschlüssen zu weiteren  Kinder- und Jugendeinrich- 
tungen (Gelmer) und den daraus abzuleitenden Angebotsstunden werden von den 5 
(zukünftig) geförderten Einrichtungen insgesamt min destens 3.495 Angebotsstun- 
den erbracht („steuerbare Angebotspalette“). Dies entspricht einer Erweiterung der 
Angebotsstunden um 825 Stunden  im Vergleich zum 1. Kinder- und Jugendför- 
derplan.  
 
 Gelmer - Dyckburg: 
  
 Die zusätzlichen Angebotsstunden ergeben sich aus der neuen Kinder- und Ju- 
gendeinrichtung Gelmer in der Astrid-Lindgren Grund schule, die im 2. Quartal 2010 
ihren Betrieb aufnehmen wird. 
 
 Handorf: 
 
 Die Erhöhung bei den Angebotsstunden ergibt sich a us dem Neubau der Kinder- 
und Jugendeinrichtung „Drei Eichen“, die 2008 in Betrieb genommen wurde. 
 
 Darüber hinaus werden durch die Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendar- 
beit in erheblichem Umfang zusätzliche, eigenfinanz ierte Angebote erbracht. So be- 
lief sich die Gesamtzahl aller Angebote im Jahr 2008 auf insgesamt 6.544 Stunden.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  57  
5.5.6.4 Angebotsschwerpunkte im Bezirk Ost 
 
 Im Bezirk Ost verteilten sich Angebote auf die einzelnen Angebotsfelder wie folgt: 
 
Begegnung und Kommunikation 39,36% 
 
Angebote in Sport und Spiel 15,46%  
Angebote in den Schulferien/in der Freizeit 11,06%  
Kreative Angebote 7,99%  
Geschlechtsspezifische Angebote 7,27%  
Partizipative Angebote 4,31%  
Beratungsangebote 4,23%  
Schulbezogene Angebote 3,79%  
Angebote der Kinder- und Jugendbildung 3,24%  
Kulturelle Angebote 1,54%  
Interkulturelle Angebote 1,27%  
Mobile Angebote 0,46%  
Gesamt 100,00%  
 
 
 
5.5.6.5 Besuchsdaten im Bezirk Ost 
 
 Im Jahr 2008 besuchten 223 Stammbesucherinnen und S tammbesucher die Ein- 
richtungen. Damit wurden knapp 7 % der Kinder und J ugendlichen im Alter von 6 – 
20 Jahren aus dem Stadtbezirk erreicht. Weitere Det ails über die Verteilung liefern 
die nachfolgende Tabelle sowie die sich daran anschließende Grafik: 
 
 
Tabelle: Stammbesucher nach Alter und Geschlecht 
 
insgesamt weiblich männlich   
abs. % abs. % abs. % 
06 – 11 Jahre 85  38,12%  41  48,24%  44  51,76%  
12 – 14 Jahre 67  30,04%  25  37,31%  42  62,69%  
15 – 17 Jahre 45  20,18%  15  33,33%  30  66,67%  
18 – 20 Jahre 26  11,66%  4 15,38%  22  84,62%  
Summe 223  100,00%  85  38,12%  138  61,88%

58 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
 
 
5.5.6.6 Analyse - Verteilung der Angebotsstunden im  Bezirk Ost 
 
Im Folgenden wird die aktuelle Verteilung der Angeb otsstunden mit einer Soll-
Verteilung auf der Basis von Bevölkerungsdaten der 6-20-Jährigen (Stand 
31.12.2008) verglichen. Der in 2005 erhobene Wert von 42.138 Angebotsstunden ist 
nach wie vor Ausgangspunkt für eine Betrachtung der  Entwicklung der institutionel- 
len Förderung in der Kinder- und Jugendarbeit. 
 
Angebotsstunden-
Soll 
(Basis 2005) 
Angebotsstunden 
in der Förder- 
struktur aktuell 
Differenz  
Stellen für 
aufsuchende 
Arbeit Statistischer Bezirk 
abs. abs. in % abs. abs. 
Mauritz-Ost 1.414,98  1.650,00  3,48% 235,02   
Gelmer-Dyckburg 604,67  660,00  1,39% 55,33   
Handorf 1.362,53  1.185,00  2,50% -177,53 0,25  
Ost 3.382,18  3.495,00  7,71%  112,82 0,25  
 
 
 
Durch die beiden neuen Einrichtungen in Gelmer - Dyckburg und Handorf ist für den 
gesamten Stadtbezirk Ost grundsätzlich eine gute Versorgung mit freizeitpädagogi- 
schen Angeboten für Kinder und Jugendliche erreicht worden. 
 
Im Detail sollen Angebots- und Vernetzungsstrukture n verbessert werden. In allen 
Stadtteilen besteht nach wie vor ein Bedarf an eine m weiteren Ausbau der wohnort- 
nahen ganztägigen Ferienbetreuung. Zu prüfen ist eb enfalls der Aufbau eines pä- 
dagogischen Kinder- und Jugendarbeitskreises aller Einrichtungen der Kinder- und 
Jugendarbeit im Bezirk Ost. 
 
 
0
10 
20 
30 
40 
50 
60 
70 
80 
90 
06 – 11 Jahre 12 – 14 Jahre 15 – 17 Jahre 18 – 20 Jahr e 
Verteilung der Stammbesucher nach Alter und Geschle cht 
insgesamt 
w eiblich 
männlich

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  59  
5.5.6.7 Handlungsempfehlungen der Kinder- und Jugen darbeit für den Bezirk Ost 
 2010 – 2014  
 
 
 
Bezirk Ost 
 
 
Handlungsempfehlungen 
2010 – 2014  
 
 
Bezirk Ost 
insgesamt 
 
• Die Einrichtungen im Bezirk Ost überprüfen und ana - 
lysieren die Inanspruchnahme ihrer Angebote durch 
Mädchen und Jungen mit dem Ziel eines ausgewoge- 
nen Geschlechterverhältnisses (aktuell 7,27 %). 
 
• Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die durch 
Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit er- 
reicht werden, wird von knapp 7% auf 13% erhöht. 
 
• Ausbau der wohnortnahen ganztägigen Ferienbetreu- 
ung 
 
• Aufbau eines pädagogischen Kinder- und Jugendar- 
beitskreises. 
 
• Zukünftig werden medienpädagogische Angebote im 
meßbaren Umfang vorgehalten. 
 
 
Gelmer 
 
• Ausbau der  offenen Kinder- und Jugendarbeit in Ge l- 
mer im Rahmen der bestehenden Ressourcen 
 
 
  
 Vom Jugendforum Ost wurde folgende Anregung gegeben: 
 
• Erhöhung des Zauns am Bolzplatz der Einrichtung „Drei Eichen“

60 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  61  
5.5.7 Bezirk Südost 
 
5.5.7.1 Übersicht über die Einrichtungen im Bezirk Südost 
 
 Offene Kinder- und Jugendarbeit 
 
 
Gremmendorf (81-82): 
 Kinder- und Jugendtreff St. Ida 
 
Angelmodde (86): 
 Jugendzentrum „Mobile“ 
 
Wolbeck (87): 
 Bahnhof Wolbeck 
 Kinderpädagogische Angebote Wolbeck (ab 2011) 
 
 
 Mobile und aufsuchende Angebote 
 
 
Angelmodde (86): 
 Jugendzentrum „Mobile“ aufsuchende Arbeit 
 
 
 
5.5.7.2 Rückblick: Umsetzungsstand der Handlungsemp fehlungen für den Bezirk 
Südost  aus dem Förderplan 2007 – 2009   
 
 
Bezug/ Ziele 
 
Umsetzungsstand der Handlungsempfehlungen 
Bezirk Südost 
 
 „Wohnortnah“ 
 
In Wolbeck Nord entsteht eine neue „Kombieinrichtung“, be- 
stehend aus einer Kindertageseinrichtung und einer offenen 
kinderpädagogischen Einrichtung. 
       
„Öffnungszeiten / 
Erreichbarkeit“ 
In Angelmodde und Gremmendorf gibt es inzwischen Ange- 
bote an Ferienbetreuung für Kinder im Grundschulalter. Die 
Anbieter stimmen sich traditionell in ihrer Angebotsplanung 
ab, so dass nahezu in allen Ferienwochen des gesamten Jah- 
res Angebote vorgehalten werden. 
 
 „Vielfalt des Angebo- 
tes“  
 
Im Bezirk Südost werden in 14 Angebotsfeldern mit u nter- 
schiedlicher Gewichtung Angebote durchgeführt.  
Durch die neue Einrichtung in Wolbeck Nord wird der  kinder- 
pädagogische Bereich eine quantitative und qualitat ive Aus- 
weitung erfahren 
. 
 
 „Verantwortung für 
den Sozialraum“ 
 
In Gremmendorf, Angelmodde - West und Wolbeck werden 
zusätzliche Projekte der mobilen und aufsuchen Kinder- und 
Jugendarbeit durchgeführt.  
 
In Wolbeck wurde zudem ein freier Träger mit dem Au fga- 
bengebiet „Aufsuchende Arbeit“ in Ergänzung zu den vorhan- 
denen Angeboten beauftragt.

62 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
5.5.7.3 Angebotsstunden nach Leistungsvereinbarung (LV) im Bezirk Südost 
 
 
2005 Aktuell 
Angebotsstunden nach LV Angebotsstunden nach LV 
Veränderung Statistischer Bezirk 
abs. in % abs. in % abs. 
Gremmendorf 990 26,09 %  990 20,69 %  0 
Angelmodde 1.485 39,13 %  1.485 31,03 %  0 
Wolbeck 1.320 34,78 %  2.310 48,28 %  +990  
Südost 3.795 100,00 %  4.785 100,00 %  +990  
 
 
Auf der Grundlage der aktuell gültigen Leistungsver einbarungen, den bereits ge- 
fassten Errichtungs- und Baubeschlüssen zu weiteren  Einrichtungen (Wolbeck) und 
den daraus abzuleitenden Angebotsstunden werden von  den 4 (zukünftig) geförder- 
ten Einrichtungen insgesamt mindestens 4.785 Angebo tsstunden erbracht („steuer- 
bare Angebotspalette“). Dies entspricht einer Erweiterung der Angebotsstunden 
um 990 Stunden  im Vergleich zum 1. Kinder- und Jugendförderplan. 
 
 
 Die Veränderung der Angebotsstunden nach LV, die für den Sozialraum Wolbeck zu 
verzeichnen ist, ergibt sich aus der neuen „Kombieinrichtung“ in Wolbeck - Nord, die 
voraussichtlich im 2. Quartal 2011 ihren Betrieb aufnehmen wird.  
  
 Darüber hinaus werden durch die Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendar- 
beit in erheblichem Umfang zusätzliche, eigenfinanz ierte Angebote erbracht. So be- 
lief sich die Gesamtzahl aller Angebote im Jahr 2008 auf insgesamt 9.516 Stunden.  
 
 
5.5.7.4 Angebotsschwerpunkte im Bezirk Südost 
 
 Im Bezirk Südost verteilten sich Angebote auf die einzelnen Angebotsfelder wie 
folgt: 
 
 
Begegnung und Kommunikation 29,98% 
 
Schulbezogene Angebote 15,76%  
Mobile Angebote 10,36%  
Kulturelle Angebote 10,13%  
Medienpädagogische Angebote 8,58%  
Geschlechtsspezifische Angebote 6,64%  
Kreative Angebote 6,64%  
Angebote in den Schulferien/in der Freizeit 5,25%  
Angebote in Sport und Spiel 2,39%  
Angebote der Kinder- und Jugendbildung 1,93%  
Partizipative Angebote 1,68%  
Arbeitsweltbezogene Angebote 0,50%  
Beratungsangebote 0,11%  
Integrative Angebote für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen  0,04%  
Gesamt 100,00%

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  63  
 
5.5.7.5 Besuchsdaten im Bezirk Südost 
 
 Im Jahr 2008 besuchten 257 Stammbesucherinnen und S tammbesucher die Ein- 
richtungen. Damit wurden knapp 6 % der Kinder und J ugendlichen im Alter von 6 – 
20 Jahren aus dem Stadtbezirk erreicht. Weitere Det ails über die Verteilung liefern 
die nachfolgende Tabelle sowie die sich daran anschließende Grafik: 
 
 
Tabelle: Stammbesucher nach Alter und Geschlecht 
 
insgesamt weiblich männlich   
abs. % abs. % abs. % 
06 – 11 Jahre 73  28,40%  43  58,90%  30  41,10%  
12 – 14 Jahre 64  24,90%  28  43,75%  36  56,25%  
15 – 17 Jahre 63  24,51%  32  50,79%  31  49,21%  
18 – 20 Jahre 57  22,18%  24  42,11%  33  57,89%  
Summe 257  100,00%  127  49,42%  130  50,58%  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
0
10 
20 
30 
40 
50 
60 
70 
80 
06 – 11 Jahre 12 – 14 Jahre 15 – 17 Jahre 18 – 20 Jahr e 
Verteilung der Stammbesucher nach Alter und Geschle cht 
insgesamt 
w eiblich 
männlich

64 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
 
5.5.7.6 Analyse - Verteilung der Angebotsstunden im  Bezirk Südost 
 
Im Folgenden wird die aktuelle Verteilung der Angeb otsstunden mit einer Soll-
Verteilung auf der Basis von Bevölkerungsdaten der 6-20-Jährigen (Stand 
31.12.2008) verglichen. Der in 2005 erhobene Wert von 42.138 Angebotsstunden ist 
nach wie vor Ausgangspunkt für eine Betrachtung der  Entwicklung der institutionel- 
len Förderung in der Kinder- und Jugendarbeit. 
 
 
Angebotsstunden-
Soll 
(Basis 2005) 
Angebotsstunden 
in der Förder- 
struktur aktuell 
Differenz  
Stellen für 
aufsuchende 
Arbeit Statistischer Bezirk 
abs. abs. in % abs. abs. 
Gremmendorf 2.050,32  990,00  2,09% -1.060,32   
Angelmodde 1.313,99  1.485,00  3,13% 171,01 0,50  
Wolbeck 1.462,53  2.310,00  4,87% 847,47   
Südost 4.826,84  4.785,00  10,55%  -41,84 0,50  
 
 
Insgesamt gesehen wird deutlich, dass der Stadtbezi rk Südost aktuell über eine an- 
gemessene Versorgung mit Angeboten verfügt. Der Sta dtteil Gremmendorf hat eine 
rechnerische Unterdeckung in Höhe von 1.060,32 Angebotsstunden. 
  
 
Für die Kinder- und Jugendarbeit ergeben sich Bedar fe, die mit der Städtebaulichen 
Entwicklung und der Bevölkerungsprognose zusammenhä ngen. Auf dieser Bedarfs- 
grundlage wurde der Errichtungsbeschluss für den Ne ubau einer Kinder- und Ju- 
gendhilfe Einrichtung- Kindertageseinrichtung und k inderpädagogische Angebote 
der Kinder- und Jugendarbeit in Wolbeck Nord gefass t. Insbesondere für die Ziel- 
gruppe der 6-12/13-jährigen Kinder ist eine bedarfs gerechte und ansprechende An- 
gebotserweiterung umzusetzen. Eine enge Vernetzung mit den schulischen Ange- 
boten im Stadtteil im Primarbereich und im Übergang  mit den Tageseinrichtungen 
ist dabei Grundlage für die Konzeptentwicklung und -fortschreibung. 
 
Neben den institutionalisierten Angeboten der Offen en Kinder- und Jugendarbeit 
bildet die aufsuchende Arbeit im Stadtteil Angelmod de einen wichtigen dem speziel- 
len Bedarf entsprechenden Baustein der pädagogische n Arbeit. Das Angebot hat 
als wichtigstes Ziel, sich an der Lebenswelt der Ki nder- und Jugendlichen zu orien- 
tieren.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  65  
5.5.7.7 Handlungsempfehlungen der Kinder- und Jugen darbeit für den Bezirk Südost 
2010 - 2014  
 
  
 
Bezirk Südost 
 
Handlungsempfehlungen 
2010- 2014 
 
Bezirk Südost insge- 
samt 
 
Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die durch A nge- 
bote der offenen Kinder- und Jugendarbeit erreicht wer- 
den, wird von knapp 7% auf 13% erhöht. 
 
 
Realisierung der Kombieinrichtung (Kita / Kinderpäd ago- 
gische Angebote) in Wolbeck. Die Einrichtung wird v or- 
aussichtlich in 2011 eröffnet. 
 
 
Wolbeck 
 
 
 
Installierung von ganztägigen Ferienangeboten in Wo l- 
beck für Kinder im Grundschulalter in Kooperation m it 
der Grundschule vor Ort. 
 
 
Angelmodde 
 
Die aufsuchenden Angebote in Angelmodde werden fort - 
geschrieben und konzeptionell die speziellen Bedarf e 
angepasst. 
 
Gremmendorf   
Für den Gremmendorf wird geprüft, ob über projektbe zo- 
gene Angebote die bestehenden Angebote für Kinder 
und Jugendliche durch freie Träger vor Ort ergänzt wer- 
den können.

66 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  67  
5.5.8 Bezirk Hiltrup 
 
5.5.8.1 Übersicht über die Einrichtungen im Bezirk Hiltrup 
 
 Offene Kinder- und Jugendarbeit 
 
 
Berg Fidel (91): 
 Lorenz Süd 
 
Hiltrup (95-97): 
 Ev. Jugendzentrum Hiltrup 
 Jugendheim St. Clemens 
 37 Grad Jugend- und Begegnungshaus 
 
Amelsbüren (98): 
 Jugendzentrum Black Bull 
 
 
 Mobile und aufsuchende Angebote 
 
 
Hiltrup (95-97): 
 VSE – aufsuchende Arbeit 
 
 
 
5.5.8.2 Rückblick: Umsetzungsstand der Handlungsemp fehlungen für den Bezirk 
Hiltrup aus dem Förderplan 
2007 - 2009  
 
Bezug / Ziele 
 
Umsetzungsstand der Handlungsempfehlungen 
 Für den Bezirk Hiltrup 
 
  „Wohnortnahe Ver- 
sorgung “ 
 
 
• Für Hiltrup Ost ist ein akzeptierter Jugendplatz i n Planung. 
Dafür wurden zusätzliche Mittel von der BV Hiltrup,  vom 
LWL und in 2009 Mittel gestellt. Die Umsetzung soll  in 
2010 erfolgen. 
 
• Die Kinder- und Jugendeinrichtung  „37°  Grad“ wurd e 
2005 in Hiltrup – West eröffnet. Der Errichtungsbes chluss 
zur Erweiterung des Gebäudes erfolgte im Sommer 2009.
   
 
• An den Wochenenden hat das evangelische Jugendzent - 
rum, 37 Grad, Lorenz Süd Hiltrup statt. Diese werde n gut 
angenommen. 
 
• Für Jugendliche, die sich insbesondere freitags ab ends an 
der Marktallee aufhalten, wurde in 2009 ein zusätzl iches 
Angebot geschaffen (Jugendcafé). 
 
• Im Arbeitskreis Kinder und Jugendliche Hiltrup fin det ein 
regelmäßiger Austausch statt. Entsprechend dem Beda rf 
werden zusätzliche Projekte geplant, die aus dem Ha nd- 
lungstopf Hiltrup finanziert werden. Schwerpunkte i n 2008 
und 2009: Kinderpädagogische Arbeit, Kinder- und Ju - 
gendkulturarbeit, Cliquenarbeit.

68 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
  „Vielfalt des Ange- 
botes“ 
• Für den Bezirk Hiltrup gibt es seit 2008 den Hiltr uper Fe- 
rienspaß. Im Anschluss an das Angebot „Atlantis“ wi rd 14 
Tage in den Sommerferien,  ein offenes Ferienangebo t für 
Kinder von 8 – 12 Jahren angeboten.  
 
• Seit 2008 finden in den Sommermonaten verstärkt   Kin- 
der- und Jugendkulturveranstaltungen  in den Stadtt eilen 
Hiltrup und Berg Fidel statt (Kinder- und Jugenddis cos, 
Konzerte, Filmveranstaltung).  
 
• In Berg Fidel haben im Arbeitsfeld Kinderpädagogik  seit 
2007 verschiedene Entwicklungen zur Verbesserung de r 
Situation für Kinder beigetragen: Gründung des Fami lien- 
zentrums Maximilian Kolbe, Einrichtung des Horts in  der 
Stadtteileinrichtung  Lorenz Süd und das Projekt „G esund 
aufwachsen in Berg Fidel“.  
 
• Die Anbindung der Kinder- und Jugendarbeit in der 
Trauttmansdorffstraße an das Stadtteilhaus Lorenz S üd 
seit 2008 eröffnet den dort lebenden Flüchtlingskin dern 
und -jugendlichen einen leichteren Zugang auch zu A nge- 
boten im Lorenz Süd.  Es konnte u. a. eine Mädcheng rup- 
pe installiert werden. 
 
 „Verantwortung für 
den Sozialraum“ 
 
• In Berg Fidel ist die mobile Arbeit an die offene Jugendar- 
beit im Lorenz Süd angebunden.  
 
• In Amelsbüren ist seit 2008 ein mobiles Angebot in  Anbin- 
dung an das Jugendzentrum Black Bull im Aufbau. Die  
Begleitung erfolgt durch die aufsuchende Jugendarbe it 
des VSE.  
 
• Ende 2007 wurde die aufsuchende Arbeit in Hiltrup um 
eine weitere 19,25 Stunden-Stelle im VSE verstärkt. 
 
 
 
5.5.8.3 Angebotsstunden nach Leistungsvereinbarung (LV) im Bezirk Hiltrup 
  
 
2005 Aktuell 
Angebotsstunden nach LV Angebotsstunden nach LV 
Veränderung Statistischer Bezirk 
abs. in % abs. in % abs. 
Berg Fidel 2.340 34,44 %  2.520 32,31 %  +180  
Hiltrup 3.135 46,14 %  3.960 50,77 %  +825  
Amelsbüren 1.320 19,42 %  1.320 16,92 %  0 
Hiltrup 6.795 100,00 %  7.800 100,00 %  +1.005

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  69  
Auf der Grundlage der aktuell gültigen Leistungsver einbarungen und den daraus 
abzuleitenden Angebotsstunden werden von den inzwis chen 5 geförderten Einrich- 
tungen insgesamt mindestens 7.305 Angebotsstunden e rbracht („steuerbare Ange- 
botspalette“). Dies entspricht einer Erweiterung der Angebotsstunden um 510 Stun- 
den im Vergleich zum 1. Kinder- und Jugendförderplan.  
 
 Berg Fidel:  
 Die zusätzlichen Angebotsstunden ergeben sich aus der Übernahme der pädagogi- 
schen Angebote im Übergangswohnheim an der Trauttma nsdorffstraße durch das 
Stadtteilhaus Lorenz-Süd. Darüber hinaus wurde der Kinderhort von der T-Straße in 
2009 in das Lorenz-Süd integriert. 
 
 Hiltrup: 
 
 In Hiltrup West wurde im Stadtteil- und Begegnungs zentrum 37 Grad der Schwer- 
punkt kinderpädagogische Arbeit ausgebaut. Der Erri chtungsbeschluss 
(V/0360/2009) zur Erweiterung des Gebäudes erfolgte im Sommer 2009.    
 
 
 Darüber hinaus werden durch die Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendar- 
beit in erheblichem Umfang zusätzliche, eigenfinanz ierte Angebote erbracht. So be- 
lief sich die Gesamtzahl aller Angebote im Jahr 200 8 auf insgesamt 12.361 Stun- 
den. 
 
 
 
5.5.8.4 Angebotsschwerpunkte im Bezirk Hiltrup 
 
 Im Bezirk Hiltrup verteilten sich Angebote auf die einzelnen Angebotsfelder wie folgt: 
 
 
Begegnung und Kommunikation 45,25% 
 
Angebote der Kinder- und Jugendbildung 17,39%  
Geschlechtsspezifische Angebote 8,07%  
Schulbezogene Angebote 7,01%  
Angebote in Sport und Spiel 3,97%  
Medienpädagogische Angebote 3,86%  
Beratungsangebote 3,69%  
Partizipative Angebote 3,60%  
Angebote in den Schulferien/in der Freizeit 3,08%  
Kulturelle Angebote 1,04%  
Mobile Angebote 0,96%  
Arbeitsweltbezogene Angebote 0,77%  
Interkulturelle Angebote 0,73%  
Kreative Angebote 0,60%  
Gesamt 100,00%  
 
 
5.5.8.5 Besuchsdaten im Bezirk Hiltrup 
 
 Im Jahr 2008 besuchten 499 Stammbesucherinnen und S tammbesucher die Ein- 
richtungen. Damit wurden gut 8 % der Kinder und Jug endlichen im Alter von 6 – 20 
Jahren aus dem Stadtbezirk erreicht. Weitere Detail s über die Verteilung liefern die 
nachfolgende Tabelle sowie die sich daran anschließende Grafik:

70 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
Tabelle: Stammbesucher nach Alter und Geschlecht 
 
insgesamt weiblich männlich   
abs. % abs. % abs. % 
06 – 11 Jahre 190  38,08%  98  51,58%  92  48,42%  
12 – 14 Jahre 168  33,67%  72  42,86%  96  57,14%  
15 – 17 Jahre 93  18,64%  37  39,78%  56  60,22%  
18 – 20 Jahre 48  9,62%  18  37,50%  30  62,50%  
Summe 499  100,00%  225  45,09%  274  54,91%  
 
 
 
 
 
 
5.5.8.5 Analyse - Verteilung der Angebotsstunden im  Bezirk Hiltrup 
 
 Im Folgenden wird die aktuelle Verteilung der Ange botsstunden mit einer Soll-
Verteilung auf der Basis von Bevölkerungsdaten der 6-20-Jährigen (Stand 
31.12.2008) verglichen. Der in 2005 erhobene Wert von 42.138 Angebotsstunden ist 
nach wie vor Ausgangspunkt für eine Betrachtung der  Entwicklung der institutionel- 
len Förderung in der Kinder- und Jugendarbeit.  
 
 
0
20 
40 
60 
80 
100 
120 
140 
160 
180 
200 
06 – 11 Jahre 12 – 14 Jahre 15 – 17 Jahre 18 – 20 Jahr e 
Verteilung der Stammbesucher nach Alter und Geschle cht 
insgesamt 
w eiblich 
männlich

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  71  
Angebotsstunden-
Soll 
(Basis 2005) 
Angebotsstunden 
in der Förder- 
struktur aktuell 
Differenz  
Stellen für 
aufsuchende 
Arbeit Statistischer Bezirk 
abs. abs. in % abs. abs. 
Berg Fidel 1.105,89  2.520,00  5,32% 1.414,11   
Hiltrup 4.335,85  3.930,00  8,36% -375,85 1,14  
Amelsbüren 1.009,48  1.320,00  2,79% 310,52   
Hiltrup 6.451,21  7.800,00  16,46% 1.348,79 1,14  
 
 
 Insgesamt gesehen wird deutlich, dass der Stadtbezi rk Hiltrup über einen Überhang 
an Angebotsstunden in Höhe von 1.348,79 Stunden ver fügt und somit gut versorgt 
ist. Dennoch wir die Stadtteileinrichtung Hiltrup-W est um zusätzliche Gruppenräume 
erweitert, um dem zu erwartenden Zuzug von jungen F amilien, der stärkeren Inan- 
spruchnahme der Ganztagsbetreuung und den Angeboten  der Familienförderung 
vor Ort Rechnung zu tragen.  
 
Die rein rechnerische Differenz im Rahmen der offen en Kinder- und Jugendarbeit in 
Hiltrup wird durch die Stelle für die aufsuchende Arbeit mehr als kompensiert. 
 Aufgrund des besonderen Bedarfs in Gievenbeck ist für 2010 geplant, eine 0,5 Stel- 
le für aufsuchende Arbeit in diesen Stadtteil zu verlagern.  
 
Berg Fidel weist nach wie vor eine besondere Sozial struktur aus. In der Stadtteilein- 
richtung Lorenz Süd wird mit der Übernahme der päda gogischen Angebote für die 
Kinder und Jugendlichen aus dem Übergangswohnheim a n der Trauttmans- 
dorffstraße ein wichtiger Schritt für die Förderung und Integration getan. 
 
In Amelsbüren ist ein leichter Überhang an Angebots stunden zu erkennen, der dem 
zu erwartenden Zuwachs an Kindern und Jugendlichen bis 2010 um 14,5 % ent- 
spricht. 
 
In Amelsbüren ist durch den Zuzug vieler russisch-s tämmiger Familien in den Neu- 
baugebieten ein hoher Zuwachs an Jugendlichen, die sich derzeit nicht im Jugend- 
zentrum Black Bull, sondern auf der Straße oder Spi elplätzen aufhalten. Das Ju- 
gendzentrum Black Bull hat daher seinen Schwerpunkt  im Bereich der Jugendarbeit 
gesetzt und wird das Angebot um die aufsuchende Jug endarbeit und einen akzep- 
tierten Jugendplatz in Amelsbüren erweitern. Darübe r hinaus gibt es eine enge Ver- 
zahnung mit der Grundschule und der Kindertageseinrichtung St. Sebastian im Rah- 
men des Familienzentrums. Zusätzliche Angebotsstund en in den Ferien und Ange- 
bote für Kinder ergänzen die Jugendarbeit im Black Bull.

72 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
5.5.8.6 Handlungsempfehlungen der Kinder- und Jugen darbeit für den Bezirk Hiltrup 
2010 - 2014  
 
 
 
Bezirk Hiltrup 
 
 
Handlungsempfehlungen 
2010 – 2014 
 
 
Eine flexiblere Ausrichtung und Vernetzung der Ange bo- 
te der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Hiltrup und 
Berg Fidel wird angestrebt. 
 
 
Der Anteil an interkulturellen und medienpädagogisc hen 
Angebote wird ausgebaut. 
 
 
 
Bezirk Hiltrup insge- 
samt 
 
Die Verbindung der Kinder- und Jugendarbeit und der  
aufsuchenden Arbeit wird arbeitsteilig optimiert.  
 
  
  
Vom Jugendforum Hiltrup wurde folgende Anregung gegeben: 
 
 
• Zusätzliche Busverbindung zum Hiltruper Freibad un d von Hiltrup nach 
Wolbeck   
 
• Fehlender Jugendtreff in Hiltrup - Ost 
 
• Entwicklung eines Konzept  zur Befriedung des Plat zes vor dem Rewe- 
Supermarkt in Hiltrup - Mitte (ab 20 Uhr viele betrunkene Jugendliche) 
 
• Verbesserung des Essens an den Schulen

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  73  
 
 
 
 
6.  Jugendsozialarbeit 
 
 
 
 
6.1 Allgemeines.................................... .............................................................. 74 
6.2 Strategische Ziele für die Jugendsozialarbeit.. ............................................. 74 
6.3 Angebotsfelder der Jugendsozialarbeit .......... .............................................. 75 
6.4 Bestand / Analyse / Handlungsempfehlungen...... ........................................ 76 
  6.4.1 Jugendhilfe an Schulen..................... ................................................... 76 
  6.4.2 Integrations- und Migrationshilfen........... ............................................. 83 
 6.4.3 Streetwork / Aufsuchende Jugendsozialarbeit . .................................... 84 
 6.4.4 Soziale Gruppenarbeit ....................... .................................................. 85 
 6.4.5 Wohnhilfen.................................. ......................................................... 86 
 
 
       Foto: es.war.einmal../photocase.com 
Inhalt

74 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
6.1 Allgemeines: 
 
Gemäß § 2 Abs. 2 KJFöG trägt Jugendsozialarbeit ins besondere dazu bei, individu- 
elle und gesellschaftliche Benachteiligungen durch besondere sozialpädagogische 
Maßnahmen auszugleichen.  
Jugendsozialarbeit bietet jungen Menschen vor allem durch Hilfen in der Schule und 
in der Übergangsphase von der Schule zum Beruf spez ifische Förderangebote so- 
wie präventive Angebote zur Stärkung der Persönlich keitsentwicklung und zur Be- 
rufsfähigkeit. 
 
Mit dieser Definition schließt § 2 Abs. 2 KJFöG nah tlos an den in § 13 KJHG be- 
schriebenen Auftrag der Jugendsozialarbeit an.  
 
Aufgaben der Jugendsozialarbeit sind dabei „insbeso ndere die sozialpädagogische 
Beratung, Begleitung und Förderung schulischer und beruflicher Bildung sowie die 
Unterstützung junger Menschen bei der sozialen Inte gration und der Eingliederung 
in Ausbildung und Arbeit. Dazu zählen auch schulbez ogene Angebote mit dem Ziel, 
die Prävention in Zusammenarbeit mit der Schule zu verstärken.“ 
 
 
6.2  Strategische Ziele für die Jugendsozialarbeit:  
 
Bedarfsgerecht  
Hilfen zum Ausgleich individueller Beeinträchtigung en oder gesellschaftlicher Be- 
nachteiligungen werden bedarfsgerecht vorgehalten, um auf gesellschaftliche Ver- 
änderungen frühzeitig flexibel zu reagieren. 
 
Abgestimmte Verfahren  
 Die differenzierten Angebote der Jugendsozialarbeit sollen effektiv wirken und fach- 
lich abgestimmt sein. Dazu müssen sämtliche Angebot e hinsichtlich ihrer Zielgrup- 
pen, Wirkungen und Schnittstellen geprüft, harmonis iert und, wo nötig, angepasst 
werden. 
 
Prävention im Vorfeld erzieherischer Hilfen  
Frühzeitiges Erkennen von Förder- und Hilfebedarfen  sowie bewusst niedrigschwel- 
lige  Zugänge zu unterschiedlichen Förder- und Hilf sangeboten ermöglichen die Ü- 
berwindung individueller oder gesellschaftlicher Be nachteiligungen, um die Inan- 
spruchnahme von „Hilfen zur Erziehung“ zu vermeiden.  
 
Jugendhilfe ist an allen Schulformen präsent  
 Als Reaktion auf wachsende Jugendhilfebedarfe werd en differenzierte Beratungs- 
angebote an allen Schulformen vorgehalten.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  75  
6.3  Angebotsfelder der Jugendsozialarbeit: 
 
In Münster konzentriert sich die Jugendsozialarbeit  auf nachfolgende Angebotsfel- 
der: 
 
1. Jugendhilfe an Schulen 
2. Integrations- und Migrationshilfen 
3. Streetwork/Aufsuchende Jugendsozialarbeit 
4. Soziale Gruppenarbeit 
5. Wohnhilfen 
6. Jugendberufshilfe 
 
 
Die Aufgaben der Jugendberufshilfen werden in Münst er im Wesentlichen von der 
Arbeitsmarktinitiative Münster Jugend+ (AIM Jugend+ ) des Amtes für Schule und 
Weiterbildung mit einem eigenen Planungs- und Beric htswesen gefördert und unter- 
stützt und hier nicht abgebildet. 
 
Zur Unterstützung benachteiligter Jugendlicher an d er Hauptschule Hiltrup fördert 
das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien darübe r hinaus eine Stelle beim Trä- 
ger „Jugendhilfe Direkt e.V.“.  Dieser unterstützt Jugendliche im Übergang Schule –  
Beruf. 
 
Zudem fördert das Amt für Kinder, Jugendliche und F amilien die Jugendwerkstatt 
des Jugendausbildungszentrums (JAZ) mit 14 Plätzen für Jugendliche, die aufgrund 
erheblicher schulischer oder ausbildungsbezogener I ntegrationsbedarfe Regelan- 
gebote nicht wahrnehmen. 
 
 
 
 
 
Jugendsozialarbeit 
Jugendhilfe an 
Schulen 
Integrations- und 
Migrationshilfen 
Streetwork / 
Aufsuchende 
Jugendsozial-
arbeit 
Wohnhilfen Jugend-
berufshilfe 
Jugendhilfe an 
Hauptschulen 
Jugendhilfe an 
Förderschulen 
Sozialpädagogische 
Lernhilfen 
Motopädische Förderung/
Therapeutisches Reiten 
Sozialpädagogische 
Angebote für 
Flüchtlingskinder und 
-jugendliche in städt- 
Flüchtlingsunter-
künften 
Streetwork 
Aufsuchende 
Cliquenarbeit 
Sozialpädagogisch 
begleitete Wohn-
form für junge 
Menschen in 
Schulausbildung, 
Berufsvorbereitung, 
-ausbildung oder 
beruflicher 
Eingliederung 
Jugendwerkstatt 
(Amt 51)
Weitere Angebote 
durch AIM (Amt 40)
Soziale 
Gruppenarbeit 
Jugendhilfe an 
Grundschulen 
Fachberatung 
Schulverweigerung 
Angebote für straf-
fällig gewordene 
oder gefährdete 
Jugendliche 
Jugendhilfe direkt 
(Amt 51 / freier 
Träger der 
Jugendhilfe)

76 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
6.4  Bestand, Analyse, Handlungsempfehlungen 
 
Im Folgenden sind die jeweiligen Angebotsfelder der  Jugendsozialarbeit in Münster 
nur kurz beschrieben und mit ersten Handlungsempfeh lungen hinterlegt. An dieser 
Stelle wird auf eine ausführliche Berichterstattung  bewusst verzichtet, da für einzel- 
ne Teilbereiche wie z.B. für die Richard-von-Weizsä cker-Schule, Fachberatung 
Schulverweigerung, Streetwork, Jugendhilfe an Schul en und Jugendberufshilfe je- 
weils umfassende gesonderte Berichterstattungen vorliegen. 
 
Um perspektivisch eine kompakte Berichterstattung u nd Analyse für den Kinder- 
und Jugendförderplan in diesem Handlungsfeld vorleg en zu können, wird in den 
kommenden Jahren als wichtigstes Ziel eine systemat ische und einheitliche Daten- 
erfassung und Berichtsstruktur angestrebt. 
 
 
6.4.1  Jugendhilfe an Schulen 
  
Jugendhilfe an Schulen beinhaltet Aktivitäten der Jugendhilfe unmittelbar an oder im 
Umfeld von Schulen mit dem Ziel, Jugendhilfe- und Förderbedarfe möglichst frühzei- 
tig zu erkennen. Zu den Schwerpunkten der Arbeit zä hlen Beratung, individuelle 
Förderung und Initiierung von Projekten.  
Die Zielgruppe bilden im Wesentlichen Schülerinnen und Schüler mit individuellen, 
sozialen, familiären oder schulischen Problemlagen und Förderbedarfen.  
 
Die Jugendhilfeangebote an den Grund-, Haupt- und F örderschulen bilden einen 
Baustein im Gesamtkontext schulsozialpädagogischer Leistungen an münsterschen 
Schulen.  
 
In einer ersten Bestandsaufnahme der an Schulen tät igen Fachkräfte der Schulso- 
zialarbeit mit unterschiedlichen Anstellungsträgern , wurden 2008 in einem ämter- 
übergreifenden „Rahmenkonzept Schulsozialarbeit 5“ die verschiedenen Konzepte, 
Qualitätsstrukturen und Kriterien für den Ausbau herausgearbeitet.   
Die weiteren Verfahrens- und Abstimmungsschritte bi lden einen wesentlichen Bau- 
stein für eine abgestimmte Schulsozialarbeit zwisch en der Jugendhilfe, dem Amt für 
Schule und Weiterbildung und den Schulen. 
 
 
Jugendhilfe an Grundschulen: 
 
 
Seit Beginn des Schuljahres 2009/2010 wird auf der Grundlage eines Beschlusses 
im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien v om 04.03.2009 (2133/2009) 
eine halbe 
 Stelle „Jugendhilfe an Grundschule“ der Beratungsstelle Südviertel e.V. 
gefördert. Das Angebot wird an der Matthias-Claudiu s-Schule und der Hermann- 
schule vorgehalten. 
 
In Ergänzung zu den Regelangeboten der Schule sind Ziele und Schwerpunkte des 
Angebotes: 
 
• die Förderung der sozialen und persönlichen Fähigk eiten aller Kinder an den 
beteiligten Grundschulen 
• die Beratung der Eltern zur Förderung sozialer Kom petenzen Ihrer Kinder 
• die Beratung der und Kooperation mit Lehrerinnen u nd Lehrern im Sinne des 
gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrags 
• die Integration aller Kinder in das System Schule durch frühzeitiges Erken- 
nen und Ausgleichen besonderer Förderbedarfe 
                                                      
5  Rahmenkonzept „Schulsozialarbeit in Münster“, Vorlage V/0911/2008

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  77  
• die Vernetzung der Schule mit Förder-, Betreuungs-  und Unterstützungsan- 
geboten im Stadtteil sowie  
• die Übernahme der Lotsenfunktion zu weiteren Unter stützungsangeboten 
 
 
Die fachliche Ausrichtung und Entwicklung des Angeb otes wird im Rahmen einer 
Steuerungsgruppe gelenkt, die Wirkung im Rahmen ein er Evaluation überprüft. Ers- 
te Ergebnisse werden Mitte 2011 vorliegen. 
 
 
Jugendhilfe an Hauptschulen: 
 
 
An allen acht Hauptschulen in Münster hält das Amt für Kinder, Jugendliche und 
Familien jugendhilfespezifische Beratungs- und Unte rstützungsleistungen vor. Die 
0,5 Stelle für die Hauptschule Hiltrup und die Joha nnes-Gutenberg-Realschule ist 
derzeit co-finanziert von der Stiftung Siverdes („P rivjet – Projekt“) und dem Amt für 
Kinder, Jugendliche und Familien. 
 
Die Ziele und Schwerpunkte des Jugendhilfeangebotes an den Hauptschulen sind  
 
• das frühzeitige Erkennen von Jugendhilfe- und Förd erbedarfen 
• ein Beratungsangebot an Jugendliche mit möglichst niedrigen Zugangs- 
schwellen 
• eine Lotsenfunktion hinsichtlich differenzierter B eratungs- und Jugend-
hilfeangebote in Münster 
• Projektarbeiten zur Stärkung von Konfliktlösungsko mpetenzen der Schüle- 
rinnen und Schüler 
• Beratungsangebote an Eltern 
• Beratungsangebote an Lehrerinnen und Lehrer 
• Stärkung der Kooperation Jugendhilfe / Schule vor Ort 
• schulbezogene Kooperation mit weiteren sozialpädag ogischen Fachkräften 
 
 
Ergänzend fördert das Amt für Kinder, Jugendliche u nd Familien das UVAS – Pro- 
jekt (Kooperationsmodell Südviertel, Baustein 2) an  der Geistschule. Im Rahmen ei- 
ner 0,5 Stelle in Trägerschaft des Diakonischen Wer kes werden hier verhaltensauf- 
fällige Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse sozialpädagogisch unterstützt. 
 
Jugendhilfe an Förderschulen:  
 
An der Richard-von-Weizsäcker-Schule, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt 
emotionale und soziale Entwicklung werden Jugendhil feleistungen in einem Umfang 
von 6,5 Stellen (3 Stellen Primarbereich, 3,5 Stellen Sekundarbereich) angeboten. 
 
Wesentliche Förderschwerpunkte im Primarbereich sind: 
• Anbahnung der Schulfähigkeit 
• Spezifische Integrationshilfen 
• Regenbogenklasse 
• Soziales Training 
 
Im Sekundarbereich liegen die Schwerpunkte in der 
• sozialpädagogischen Einzelförderung, 
• sozialpädagogischen Gruppenarbeit und der 
• Berufsvorbereitung.

78 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
Eine künftige Wirkungsanalyse der Jugendhilfe an de r Förderschule mit dem För- 
derschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung s oll vor allem vor dem Hinter- 
grund einer erheblich gestiegenen Zahl von Kindern und Jugendlichen mit massiven 
Verhaltensauffälligkeiten und im Hinblick auf integ rative Bestrebungen eine fachlich 
gut abgestimmte Grundlagen für die weitere Steuerung liefern. 
 
Darüber hinaus ist das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien entsprechend des 
Ratsbeschlusses vom 30.09.2009 (Vorlage V/0477/2009 ) ab Februar 2010 
 mit je- 
weils einer halben Stelle an den vier Förderschulen  mit dem Förderschwerpunkt 
Lernen vertreten.  
Hiermit wird den deutlichen wachsenden Jugendhilfebedarfen an den Förderschulen 
mit dem Förderschwerpunkt Lernen entsprochen. 
In der Beratung bilden hier neben den jugendhilfeor ientierten Schwerpunkten auch 
heilpädagogische Aspekte einen Angebotsschwerpunkt (Gruppenarbeiten, Projekte, 
Erkennen individueller Förderaspekte u.ä.). 
 
 
Fachberatung Schulverweigerung:  
 
Im August 2007 wurde das Projekt „Fachberatung Schu lverweigerung“ im Amt für 
Kinder, Jugendliche und Familien modellhaft initiie rt und Ende 2009 dauerhaft ab- 
gesichert. Sie leistet individuelle Beratung für Ki nder, Jugendliche, Eltern und Lehr- 
kräfte bei Schulmüdigkeit, Schulverweigerung oder S chulabsentismus. Ziel ist die 
Reintegration in das Bildungssystem bzw. die Vermittlung adäquater Hilfen. 
 
Die Fachberatung ist insbesondere für Realschüler u nd Gymnasiasten Ansprech- 
partner.  
 
Im Schuljahr 2008/2009 wurden insgesamt 71 Schüleri nnen und Schüler beraten 
und betreut. 29 von ihnen konnten bis zum Abschluss  des Schuljahres in das Regel- 
schulsystem reintegriert werden. Das entspricht einer Quote von insgesamt 41 %. 
 
Über das städtische Angebot der Fachberatung Schulv erweigerung hinaus sind in 
den letzten Jahren vielfältige Angebote zur Unterst ützung von Schulbesuch und 
Schulabschluss dezentral entstanden und bilden heut e ein breites Unterstützungs- 
netz. 
 
So fördert das Amt für Kinder, Jugendliche und Fami lien das Angebot Pro B (Koope- 
rationsmodell Südviertel, Baustein 3) in einem Umfa ng von einer 0,75 Stelle in Trä- 
gerschaft der Beratungsstelle Südviertel e.V. Das A ngebot bietet 12 Schülerinnen 
und Schülern die Möglichkeit der Reintegration in d as Schulsystem oder des exter- 
nen Hauptschulabschlusses. 
 
Je nach schulrechtlicher Ausgangssituation und pers önlicher Ressourcen des Ju- 
gendlichen sind die Angebote spezifisch modelliert.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  79  
Neben den unmittelbaren Unterstützungsangeboten an Schulen werden darüber 
hinaus im Rahmen der Jugendsozialarbeit folgende so zialpädagogische und thera- 
peutische Hilfen zum Ausgleich sozialer Benachteili gungen und individueller Beein- 
trächtigungen gewährt. 
 
 
Pädagogische Lernhilfen 
 
 
Kinder und Jugendliche, die in ihrer sozialen und schulischen Entwicklung einer För- 
derung bedürfen und sowohl Auffälligkeiten im Lern-  und Sozialverhalten wie auch 
im Schulleistungsbereich zeigen, können sozialpädagogische Lernhilfe erhalten. 
Der Abbau individueller Lernhemmnisse wird hier mit  sozialpädagogischen Unter- 
stützungsleistungen kombiniert. 
 
Ziele: 
• Aufarbeitung fachlicher Defizite 
 
• Soziale Integration in Schule 
 
• Stärkung personaler Kompetenzen 
 
 
Da vorhandene soziale Einschränkungen oder individu elle Beeinträchtigungen den 
Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu einem zent ralen Angebot wesentlich er- 
schweren, werden pädagogische Lernhilfeleistungen a ls Einzelfallhilfen inzwischen 
an 11 dezentralen Standorten in Münster angeboten. 
Zur Umsetzung der pädagogischen Lernhilfe kooperier t das Amt für Kinder, Jugend- 
liche und Familien mit dem Träger Projekt Lernhilfe e.V. 
 
 
Motopädische Förderung 
 
 
Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen im Wa hrnehmungs- und Bewe- 
gungsbereich sowie Auffälligkeiten im Lern- und Soz ialverhalten werden durch mo- 
topädische Förderung bei der Entwicklung eines, dem  jeweiligen Kind angemesse- 
nen Leistungs-, Bewegungs- und Sozialverhaltens unt erstützt. Motopädische Förde- 
rung findet in Kleingruppen statt. 
Zur Umsetzung des Angebotes kooperiert das Amt für Kinder, Jugendliche und Fa- 
milien mit dem Verein für Mototherapie und psychomo torische Entwicklungsförde- 
rung e.V.. 
 
Ziele: 
• Verbesserung der Wahrnehmungsverarbeitung und moto rischen   
        Leistungen 
• Regulation von Hyperaktivität und psychomotorische r Hemmung 
• Erweiterung der Selbstwahrnehmung 
• Erweiterung sozialer Handlungskompetenzen

80 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
Therapeutisches Reiten  
 
Beim Therapeutischen Reiten wird die positive Wirku ng im Umgang mit dem Pferd 
zur heilpädagogischen Förderung für Kinder und Jugendliche mit Schwierigkeiten im 
sozialen, emotionalen und psycho-somatischen Bereich eingesetzt.  
Im Vordergrund steht die individuelle Förderung der  persönlichen Entwicklung und 
des Verhaltens mit Hilfe des Pferdes. 
Das therapeutische Reiten und die heilpädagogische Förderung mit dem Pferd fin- 
den in Gruppen von 6 Kindern und Jugendlichen statt. 
Zur Umsetzung des Angebotes kooperiert das Amt für Kinder, Jugendliche und Fa- 
milien mit dem Vinzenzwerk Handorf und dem Alexianer Krankenhaus.  
 
Ziele: 
• Stärkung des Selbstvertrauens und des Selbstwertge fühls 
• Steigerung der Konzentrationsfähigkeit 
• Angemessener Umgang mit Angst 
• Entwicklung der Selbsteinschätzung und Selbstwahrn ehmung 
• Fähigkeit zur Zusammenarbeit  
• Abbau von aggressiven Handlungen 
• Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit 
 
 
Selbständigkeitshilfe 
 
 
Die Selbständigkeitshilfe will jungen Menschen, die  dauerhaft ihre Teilleistungsstö- 
rungen als Einschränkung oder Behinderung erfahren die Integration in soziale Sys- 
teme erleichtern. 
 
Ziele: 
• Integration 
• Teilnahme an Gruppenprozessen 
• Förderung individueller Fähigkeiten 
• Teilnahme am gesellschaftlichen Leben 
 
 
 Zur Umsetzung des Gruppenangebotes kooperiert das Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien mit SeHT e.V.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  81  
 Tabelle: Angebote und Inanspruchnahme sozialpädagogischer Lernhilfen 2009  
 
Sozial-
pädagogische 
Lernhilfen 
2009 
Träger 
Anzahl der 
geförderten 
Kinder 
und 
Jugendliche 
Förder- 
setting 
und 
durchschn. 
Förder- 
dauer 
Förder-
umfang 
w: 37 
Pädagogische 
Lernhilfen 
Projekt 
Lernhilfe e.V. 67 
m: 30 
 
Einzel-
förderung 
1,5 
Jahre 
 
 
3.600 
Förderstunden 
insgesamt  
 
w: 16 
Motopädische 
Förderung 
Verein für 
Mototherapie 
und psycho- 
motorische 
Entwicklungs-
förderung e.V. 
65 
m: 49 
 
Förderung in 
Gruppen von 
2-4 Kindern 
1,5 
Jahre 
 
 
2.368 
Förderein-
heiten 
insgesamt 
 
w: 43 
Therapeutisches 
Reiten 
Vinzenzwerk 
Handorf 
 
Alexianer 
Krankenhaus 
100 
m: 57 
 
 
Förderung in 
Gruppen von 
6 Kindern 
1 
Jahr 
 
444 
Angebots-
stunden 
insgesamt 
 
 
 
 
 Der Zugang zu den individuellen Hilfen erfolgt in der Regel über den Kommunalen 
Sozialdienst (KSD). Die im Rahmen der pädagogischen  Lernhilfen zur Verfügung 
stehenden Plätze sind durchgängig belegt; bei den w eiteren Hilfen werden die 
Gruppengrößen den jeweiligen Bedarfen entsprechend angepasst. Für Gruppenan- 
gebote des Trägers Selbständigkeitshilfe bei Teille istungsstörungen, SeHT e.V.,  
wird eine 1,0 Stelle gefördert. 
 
 
 
Bezug / Ziele Handlungsempfehlungen für das Angebotsfeld 
„Jugendhilfe an Schulen“ 2010 - 2014 6 
  
Übergreifend in Koope- 
ration mit dem Amt für 
Schule und Weiterbil- 
dung 
 
•  Eine systematische und einheitliche Datenerfassun g 
und Berichtsstruktur wird entwickelt 
 
• In Kooperation aller Fachkräfte an Schulen, die im  
Rahmen kommunaler Schulsozialarbeit tätig sind, 
werden jährliche Qualitätszirkel durchgeführt. Ziele 
der Qualitätszirkel sind die Entwicklung eines abge- 
stimmten Berichtswesens, die Vorbereitung jährli- 
cher Fachgespräche mit den Schulen, die Einrich- 
tung und Etablierung von Beratungsteams an den 
Schulen sowie die Verständigung auf ein gemein- 
sames Fortbildungskonzept. 
 
                                                      
6 Rahmenkonzept „Schulsozialarbeit in Münster“, Vorlage V/0911/2008

82 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
• Es werden bedarfsbezogen die Anteile von Mäd- 
chen- und Jungen hinsichtlich Angebotsstruktur und 
geschlechtsspezifischer Wahrnehmung der Angebo- 
te überprüft. 
 
 
Jugendhilfe an Grund- 
schulen 
 
•  Die Umsetzung des Konzeptes „Jugendhilfe an 
Grundschulen“ (Kooperationsmodell Südviertel, 
Baustein 1) wird begleitet und evaluiert. 
 Erste Ergebnisse werden in 2011 vorgelegt. 
 
• Das Angebot „Jugendhilfe an Grundschulen“ wird 
mit den Angeboten des offenen Ganztags und den 
Kinderhorten abgestimmt, Übergänge werden indivi- 
duell gestaltet und begleitet. 
 
 
Jugendhilfe an Haupt- 
schulen 
 
• Die halbe Stelle an der Hauptschule Hiltrup und de r 
Johannes-Gutenberg-Realschule ist im Amt für Kin- 
der, Jugendliche und Familien über den Förderzeit- 
raum des Privjet-Projektes (Ende 2010) hinaus bud- 
getneutral abgesichert. 
 
• Die wöchentlichen Angebotszeiten der Fachkräfte 
„Jugendhilfe an Schulen“ werden durch die Umstel- 
lung auf Jahresarbeitszeitmodelle kostenneutral von 
zwei auf drei Präsenztage in den Schulen erhöht. 
 
• Die im Rahmen des Jahresberichtswesens erhobe- 
nen Daten werden einer  Überprüfung hinsichtlich 
der wirkungsanalytischen Aussagekraft unterzogen. 
Die Datenerhebung, die Analyse und das Berichts- 
wesen werden weiter entwickelt. 
 
 
Jugendhilfe an Förder- 
schulen 
 
• Die Jugendhilfeleistungen in der Richard–von–
Weizsäcker-Schule werden 2010 evaluiert 
 
•  Berichtwesen und Evaluation werden mit den entwi-
ckelten Standards der Richard-von-Weizsäcker-
Schule harmonisiert und entsprechend umgesetzt. 
 
 
Fachberatung Schul- 
verweigerung 
 
• Träger, die in Münster Angebote für schulmüde oder  
schulverweigernde Kinder, Jugendliche und Heran- 
wachsende vorhalten, werden zu einem Qualitätsdi- 
alog eingeladen mit dem Ziel, bestehende Angebote 
und eine zielgruppenspezifische Weiterentwicklung 
aufeinander abzustimmen.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  83  
6.4.2  Integrations- und Migrationshilfen 
 
Integrations- und Migrationshilfen werden als Querschnittsaufgabe in sämtlichen Be- 
reichen der Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit sowie des Kinder- und 
Jugendschutzes geleistet. Das Amt kooperiert diesbe züglich mit verschiedenen Trä- 
gern. 
 
Im Bereich der Jugendsozialarbeit konzentrieren sic h Integrations- und Migrations- 
hilfen in Münster auf sozialpädagogische Angebote f ür Kinder und Jugendliche, die 
in Flüchtlingsunterkünften leben. 
Sie haben häufig stark belastende und traumatische Erfahrungen in ihren Heimat- 
ländern gemacht und erleben einen Lebensweltwechsel , der verbunden ist mit Ori- 
entierungslosigkeit und fehlenden Sprach- und Kulturkenntnissen.  
 
Die Angebote werden einerseits durch Honorarkräfte des Amtes für Kinder, Jugend- 
liche und Familien sowie in Kooperation mit dem CVJ M und „Bunter Kinder Verein 
e.V.“ vorgehalten. 
 
 
Ziele: 
 
• Altersgerechte Lern- und Erfahrungsmomente schaffe n und begleiten 
• Sprachförderung  
• Förderung des regelmäßigen Besuchs von Kindergarte n und Schule 
• Förderung unter Gendergesichtspunkten 
• Förderung der Integration in stadtteilnahe Freizei tangebote 
• Förderung individueller Fähigkeiten 
 
 
In 2009 insgesamt 125 Kinder und Jugendliche im Alt er von 0 - 18 Jahren (weiblich: 
63, männlich: 62) in insgesamt 9 städtischen Flücht lingsunterkünften bis zu 4 mal 
wöchentlich gefördert. Angebotsschwerpunkte waren F reizeitgestaltung, kulturelle 
Angebote, lebenspraktische Hilfen sowie Unterstützu ng bei der beruflichen Orientie- 
rung. 
 
Darüber hinaus werden im Rahmen der Integrations- u nd Migrationshilfen weitere 
gezielte Projekte und Maßnahmen zur Förderung der T eilhabe der Flüchtlingskinder 
und -jugendlichen in die Gesellschaft vorgehalten ( z.B. Lotsenprojekte, in denen Ju- 
gendliche/junge Erwachsene mit ihren eigenen Integr ationserfolgen als Vorbilder 
dienen).  
 
   
Bezug / Ziele Handlungsempfehlungen für das Angebotsfeld „In- 
tegrations- und Migrationshilfen“ 2010 - 2014 
  
Integrations- und 
Migrationshilfen 
 
• Intensivere Vernetzung von Jugendarbeit u. Ju- 
gendsozialarbeit.  
 
• Wirksame Projekte der Integration wie z. B. das In - 
tegrationsprojekt des Treffpunkt Waldsiedlung an 
der Eichendorffschule sollen an weiteren Standorten 
umgesetzt werden. 
 
• An allen städtischen Hauptschulen werden in den

84 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
nächsten Jahren Lotsenprojekte im Sinne intrakultu-
reller Vorbildfunktion für Flüchtlingsjugendliche zu 
verschiedenen thematischen Schwerpunktbereichen 
wie z.B. Bildung, Freizeitgestaltung, soziale und ge- 
sellschaftliche Integration, Genderaspekten etc. um- 
gesetzt. 
 
• Durch vermehrte sozialpädagogische Beratungsan- 
gebote in der Eingangssprachförderklasse der 
Geistschule wird der regelmäßige Schulbesuch von 
Flüchtlingsjugendlichen gefördert. 
 
• Die Integration von Flüchtlingskindern und -
jugendlichen in bestehende Sport-, Kultur- und Bil-
dungsangebote wird gefördert. 
 
 
 
 
6.4.3  Streetwork / Aufsuchende Jugendsozialarbeit 
 
Jugendliche und junge Erwachsene mit Lebensmittelpu nkt Straße prägen nach wie 
vor den Arbeitsalltag der Streetwork. Neben existen tiellen Problemen fließen zu- 
nehmend auch psychische Auffälligkeiten in die Einzelhilfe ein. Rückblickend auf die 
letzten Jahre bleibt die Anzahl der Klienten mit le icht steigender Tendenz mit gut 
200 namentlich bekannten Personen ebenso wie die ab soluten Kontaktzahlen auf 
hohem Niveau. Die Zahl der Erstkontakte liegt immer  noch regelmäßig über der An- 
zahl der Altkontakte. Neben der guten Frequentierun g der offenen Angebote in der 
Einrichtung bleibt der Streetwork-Bulli am Bahnhof eine priorisierte Anlaufstelle für 
Erstkontakte.  
 
Vorrangige Problemlagen sind nach wie vor die Wohnu ngslosigkeit bzw. das Leben 
auf der Straße,  Schul- und Ausbildungsabbrüche, Arbeitslosigkeit  sowie Schwierig- 
keiten mit Behörden und Justiz. Seit der Einführung  von Hartz IV und der Novellie- 
rung des SGB II ist der Beratungsbedarf insbesonder e für „unter 25-jährige“ gestie- 
gen. Bei den hilfesuchenden Personen der Streetwork  zeigt insbesondere die Grup- 
pe der 18 bis 21-jährigen einen Bedarf an regelmäßi gen Intensivhilfen. Aufgrund 
multipler Problemlagen benötigt der überwiegende Te il dieser Klientel auch weiter- 
hin eine hohe Intensität der Begleitung, um nicht d auerhaft in der Szene zu verblei- 
ben. 
 
Durch die Streetwork werden Jugendliche und junge E rwachsene - vorrangig in der 
Stadtmitte, am Hauptbahnhof und in der Innenstadt –  aufgesucht, um ihnen Hilfe- 
stellungen und Unterstützung bei sämtlichen Problem en durch Beratung oder be- 
darfsgerechte offene Angebote anzubieten. Diese nie drigschwellige Arbeit ist in der 
Regel ganzheitlich ausgerichtet und orientiert sich  an der Grundabsicherung junger 
Menschen. 
 
Neben Beratungsgesprächen während der Angebotszeite n werden auch Einzelter- 
mine außerhalb der eigentlichen Angebotsstunden ver einbart. Über die ausgewie- 
senen Angebotsstunden hinaus findet auch die Beglei tung zu Ämtern und anderen 
Institutionen statt.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  85  
Anzahl der Jugendlichen 
in der Beratung Angebotsstunden im Rahmen fester Angebote 
w:   91 
223 
m: 132 
1.253 
 
 
Im Rahmen aufsuchender Cliquenarbeit werden zudem v on der Streetwork Jugend- 
liche, Gruppen von Jugendlichen und deren Cliquen v or Ort bzw. an ihren Treff- 
punkten begleitet, sowie, sofern erforderlich, die Interessen der Jugendlichen und 
Anliegen der Anwohner im Stadtteil gegenseitig vermittelt.  
Dies erfordert ein hohes Maß an Flexibiliät, um sic h auf unterschiedliche Szenen, 
Gruppen, Orte und Themen immer wieder neu einzustellen. 
 
 
Bezug / Ziele 
Handlungsempfehlungen für das Angebotsfeld 
„Streetwork / Aufsuchende Jugendsozialarbeit / 
Cliquenarbeit“ 2010 - 2014 
 
Streetwork / Aufsu- 
chende Jugendsozial- 
arbeit / Cliquenarbeit 
 
Die Bedarfe und der flexible Einsatz der Streetwork 
bzw. der aufsuchenden Arbeit in Münster, soll zukünftig 
stadtweit erhoben und permanent aktualisiert und auf- 
einander abgestimmt werden. (siehe Handlungsemp- 
fehlungen der Kinder- und Jugendarbeit) 
 
 
 
6.4.4  Soziale Gruppenarbeit 
 
Die soziale Gruppenarbeit unterstützt gefährdete od er bereits straffällig gewordene 
Jugendliche bei der sozialen Integration. Die wöche ntlich stattfindenden Gruppen 
werden von öffentlichen und freien Trägern der Juge ndhilfe stadtteilorientiert wie 
folgt angeboten:  
 
Die soziale Gruppenarbeit findet mit einem neu ausg erichteten Konzept seit 2009 in 
stadtteilorientierten Gruppen statt, die flexibel u nd Bedarfsabhängig sind und von 
freien und öffentlichen Trägern der Jugendhilfe durchgeführt werden. 
 
 
 
  Bezirk   Stadtteil  Träger 
 
Mitte   Mitte-Nord  Stadt Münster (Streetwork) 
 
West   Gievenbeck  VSE 
   Albachten  VIP 
 
Nord   Coerde  VSE 
   Kinderhaus  SKM 
 
Südost   Angelmodde  VIP 
 
Hiltrup   Hiltrup   VSE 
 
  Stadtweit     Stadt Münster (Streetwork)

86 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
Von den insgesamt acht Angeboten haben sich sechs i nzwischen etabliert und sind 
bei einer konzeptionell verankerten Gruppengröße vo n 15 Jugendlichen nahezu 
ausgelastet. 
Während im Stadtteil Albachten eine neue Gruppe aufgebaut wird, ist das stadtweite 
Angebot für Mädchen der Streetwork zunehmend gut angenommen. 
 
Die Bedarfe und Zielgruppen im Rahmen der sozialen Gruppenarbeit verändern sich 
ständig. Hiermit steigt der Anspruch an die Flexibi lität der Träger. Die Bedarfe sind 
daher oft befristet, temporär und in Abhängigkeit v on den Gruppen, deren Themen 
und der Intensität der Betreuungsnotwendigkeit. 
 
 
Bezug / Ziele Handlungsempfehlungen für das Angebotsfeld 
„Soziale Gruppenarbeit“ 2010 - 2014 
 
Soziale Gruppenarbeit 
 
• Zur Überprüfung der Wirkung der sozialen Grup- 
penarbeit werden Evaluationsbausteine gemeinsam 
mit dem KSD entwickelt.  
 
• Die jeweiligen Ergebnisse werden im Rahmen re- 
gelmäßiger Qualtitätsdialoge mit den Trägern umge- 
setzt. 
 
• Die Bedarfe und der flexible Einsatz der Streetwork  
bzw. der aufsuchenden Arbeit in Münster, soll zu- 
künftig stadtweit erhoben und permanent aktualisier t 
und aufeinander abgestimmt werden. 
 
 
 
 
6.4.5  Wohnhilfen 
 
Die Angebote der Wohnhilfen stellen ein klassisches  Angebotsfeld der Jugendsozi- 
alarbeit dar, das sich aus der Tradition der Schüle r-, Lerhrlings- und Jugendwohn- 
heime entwickelt und auf die heutige Lebens- und Au sbildungssituation Jugendli- 
cher zugeschnitten sind. 
 
Sozialpädagogisch begleitete Wohnformen können jung en Menschen nach § 13,III 
SGB VIII während der Teilnahme an schulischen oder beruflichen Bildungsmaß- 
nahmen oder bei der beruflichen Eingliederung gewäh rt werden. Die Umsetzung der 
Hilfe geschieht in Münster auf der Grundlage einer individuellen Hilfeplanung des 
KSD.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  87  
 
Wohnhilfen Plätze Hilfebestand 
31.12.2009 
 
Hilfen 
2009 
 
Bischof - Hermann - Stiftung - Kettlerhaus 20 
 
15 
 
27 
 
Diakonissenmutterhaus 
 
 
6 
 
3 
 
9 
 
 
Jugendausbildungszentrum Jaz gGmbH 
 
5 4 10 
 
Gesamt 
 
 
31 
 
22 46 
 
 
Gegenüber dem Jahr 2008 (33 Hilfen) ist ein Anstieg  bei den geleisteten Hilfen um 
39 % zu verzeichnen. 
 
Die hilfesuchenden Jugendlichen weisen zunehmend Mu ltiproblemkonstellationen 
auf, die hinsichtlich des Betreuungs- und Unterstüt zungsprofils eine immer größere 
Nähe zum Leistungsspektrum stationärer Hilfen zur E rziehung (§ 34 SGB VIII) auf- 
weisen. 
 
 
 
 
   
Bezug / Ziele Handlungsempfehlungen für das Angebotsfeld 
„Wohnhilfen“ 2010 - 2014 
 
Wohnhilfen 
 
Die pädagogischen Interventions- und Unterstützungs- 
möglichkeiten im Jugendwohnen werden hinsichtlich 
der Abgrenzung zu den Hilfen zur Erziehung überprüft.

88 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7.  Erzieherischer Kinder- und 
Jugendschutz 
 
 
 
 
7.1 Allgemeines (§ 2 Abs. 3) ....................... ....................................................... 89 
7.2 Strategische Ziele für den erzieherischen Kinde r- und Jugendschutz.......... 89 
7.3 Angebotsfelder des erzieherischen Kinder- und J ugendschutzes................ 89 
7.4 Bestandsdaten, Analyse, Handlungsempfehlungen.. ................................... 92 
  7.4.1 Suchtprävention............................ ....................................................... 92 
 7.4.2 Gewaltprävention............................ ..................................................... 94 
 7.4.3 Jugendmedienschutz.......................... ................................................. 97 
 
 
Inhalt

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  89  
7.1 Allgemeines (§ 2 Abs. 3 KJFöG) 
 
Der Kinder- und Jugendschutz hat die zentrale Aufga be, die Rechte und Chancen 
von Kindern und Jugendlichen auf eine positive gesu ndheitliche und psychosoziale 
Entwicklung zu sichern. Ziel aller Bemühungen ist e s deshalb, junge Menschen vor 
vielfältigen, häufig subtilen Gefährdungen zu schüt zen. Zu den potentiellen Gefähr- 
dungsfaktoren gehören z. B. Suchtmittel, Medien, Sekten, Extremismus und Gewalt.  
 
Auf der Grundlage des § 14 SGB VIII ist der erziehe rische, präventive Kinder- und 
Jugendschutz neben dem ordnungsrechtlichen und stru kturellen Kinder- und Ju- 
gendschutz ein zentrales Aufgabenfeld. Der erzieher ische Kinder- und Jugend- 
schutz soll insbesondere die Eigenverantwortung und  den kritischen Umgang mit 
Gefährdungspotentialen von jungen Menschen fördern.  Eltern und Multiplikatoren 
aus Jugendhilfe und Schule sollen durch Angebote de s erzieherischen Kinder- und 
Jugendschutzes befähigt werden, Risiken zu erkennen  und Kinder und Jugendliche 
vor gefährdenden Einflüssen zu schützen. Durch früh zeitige Aufklärung, Schulung 
und Beratung rückt somit insbesondere der präventive Auftrag und Charakter dieses 
Leistungsbereiches in den Mittelpunkt. 
 
 
7.2  Strategische Ziele für den erzieherischen Kind er- und Jugendschutz 
 
Frühzeitige Aufklärung, Information und Beratung  
von Kindern, Jugendlichen, Erziehungsberechtigten, Multiplikatoren, pädagogischen 
Fachkräften und Handel- und Gewerbetreibenden hinsi chtlich kinder- und jugend- 
schutzrelevanter Themen.  
 
Qualifizierung von Fachkräften aus Jugendhilfe und Schule 
 
Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz soll Fachkr äfte aus Jugendhilfe und Schu- 
le befähigen, mit bestehenden Risiken umzugehen, vo rhandene Missstände zu er- 
kennen und gemeinsam und (eigen-)verantwortlich zu ihrer Veränderung beizutra- 
gen.  
 
Koordination 
 
Abstimmung der Aktivitäten der unterschiedlichen lo kalen Akteure; so können Pro- 
jekte/Maßnahmen im Bereich des Kinder- und Jugendsc hutzes gesteuert, weiter- 
entwickelt und zusammengeführt werden.  
 
 
7.3 Angebotsfelder des erzieherischen Kinder- und J ugendschutzes 
    
Die Schwerpunkte des erzieherischen Kinder- und Jug endschutzes sind im Einzel- 
nen: 
• Information und Beratung von Kindern, Jugendlichen  und Familien sowie 
Multiplikatoren aus Schule und Jugendhilfe zum Juge ndschutz allgemein, 
Jugendmedienschutz und Jugendarbeitsschutz 
• Bearbeitung von Hinweisen zur Jugendgefährdung von  Dritten; ggf. Zusam- 
menarbeit mit dem Ordnungsamt, staatlichen Amt für Arbeitsschutz oder der 
Polizei 
• Stellungnahmen bei öffentlichen Veranstaltungen mi t Auftritten von Kindern 
• Antragstellung zur Indizierung von Schriften, Ton-  und Bildträgern, Abbildun- 
gen und anderen Darstellungen  
• Fachliche Begleitung freier und öffentlicher Träge r bei Konzeptentwicklungen 
zum Kinder- und Jugendschutz

90 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
• Fachliche und ggf. finanzielle Unterstützung von f reien und öffentlichen Trä- 
gern der Jugendhilfe bei der Durchführung von präventiven Maßnahmen  
• Aufgreifen aktueller Themen und Präventionsangebot e  
 
 
In Münster konzentrieren sich die Schwerpunkte des erzieherischen Kinder- und Ju- 
gendschutz in den kommenden Jahren auf folgende Angebotsfelder: 
 
• Suchtprävention 
• Gewaltprävention 
• Jugendmedienschutz 
 
  
Weitere Themenfelder des erzieherischen Kinder- und  Jugendschutzes (bspw. Sek- 
ten und Okkultismus, Jugendarbeitsschutz) werden in  Kooperation mit öffentlichen 
und freien Trägern bearbeitet. 
 
 
7.3.1  Suchtprävention 
 
Die Angebote der Suchtprävention richten sich sowoh l unmittelbar an junge Men- 
schen als auch an Multiplikatoren aus Schule und Ju gendhilfe. Durch Information, 
Beratung, Fachtagungen und Fortbildungen werden die  Bezugspersonen Jugendli- 
cher qualifiziert, Suchtprävention in den Erziehung s- und Lehralltag zu integrieren 
und strukturelle Rahmenbedingungen zu fördern, durc h die Suchtrisiken minimiert 
werden. 
 
Ziele:  
 
• Verzögerung / Vermeidung des Einstiegs in den Kons um von legalen und il- 
legalen Suchtmitteln 
• Frühzeitiges Erreichen junger Drogenkonsument/inne n  
• Förderung einer kritischen Haltung zu Suchtmitteln , eines reflektierten Kon-
 sums und frühzeitiger Ausstiege aus riskanten Konsummustern 
• konzeptionelle Verankerung der Suchtprävention in Schule und Jugendhilfe 
• Elternarbeit zum Thema Suchtvorbeugung in Schule u nd Jugendhilfe  
• Bündelung von Ressourcen und Optimierung von Hilfe n durch Koordination, 
Kooperation und Vernetzung mit Jugendhilfe, Schule und Gesundheitswesen 
 
 
7.3.2  Gewaltprävention: 
 
Gewaltprävention ist die gezielte und erfolgreiche Intervention zum frühzeitigen Er- 
kennen, zur Vermeidung, zur Verringerung und Überwindung von Gewalt.  
 
Hierzu gehört sowohl das Erkennen und Benennen von Konflikt-, Bedrohungs- und 
Gewaltsituationen als auch die Qualifizierung authe ntischer Persönlichkeiten, um 
verletzende und zerstörerische Erfahrungen, ihre Ur sachen und Wirkungen empa- 
thisch vermitteln zu können. Ein weiterer Schwerpun kt ist die Entwicklung und För- 
derung konstruktiver Konfliktbearbeitung.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  91  
Ziele:  
 
• Vermittlung sozialer Kompetenzen 
• Reflexion des eigenen Selbst und Stärkung der Pers önlichkeit 
• Erlernen von konstruktiven Alternativen zur gewalt samen Konfliktaustragung in 
Familie, Schule und Freizeit um ein respektvolles Miteinander zu leben 
• Vermeidung von Straffälligkeit 
 
 
7.3.3  Jugendmedienschutz: 
 
Der Jugendmedienschutz hat zur Aufgabe, mediale Ein flüsse aus der Erwachse- 
nenwelt, die dem Entwicklungsstand von Kindern und Jugendlichen noch nicht ent- 
sprechen, möglichst gering zu halten und Heranwachs ende sowie für sie verant- 
wortliche Erwachsene im Umgang mit potentiellen Gefahren zu unterstützen . 
 
Jugendmedienschutz beinhaltet die  Entwicklung und Förderung von Medienkompe- 
tenz, die Auseinandersetzung mit verschiedensten Me dien und deren möglichen 
Gefährdungen (Print, Fernsehen, Computerspiele, Int ernet, Radio, Film), die Infor- 
mation und Aufklärung von Kindern, Jugendlichen, Er ziehungsberechtigten, Multipli- 
katoren, pädagogischen Fachkräften und Handel- und Gewerbetreibenden. 
 
Ziele: 
 
• Sensibilisierung der Öffentlichkeit mittels versch iedener Maßnahmen (bspw. 
Kampagnen oder Vortragsreihen) für das Angebotsfeld  „problematischer Me- 
dienkonsum“ 
• Aufklärung und Qualifizierung von Multiplikatoren der Jugendhilfe und Schule 
sowie Eltern über die Gefahren des Medienkonsums 
• Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gefährdung en und Förderung der 
Entwicklung einer kritischen Medienkompetenz

92 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
7.4  Bestandsdaten, Analyse, Handlungsempfehlungen 
  
7.4.1 Suchtprävention 
 
 In der städtischen Drogenhilfe entwickelt sich die Präventions- und Beratungsarbeit 
für und mit jungen Menschen zunehmend zu einem Hauptbestandteil der Arbeit. 
Aus Gründen der Effizienz und Nachhaltigkeit richte n sich Angebote der Suchtprä- 
vention vorrangig an die Bezugspersonen junger Mens chen, d.h. Eltern und Multipli- 
katoren aus Schule und Jugendhilfe. Durch Informati on, Beratung, Seminare und 
Fortbildungen werden diese Bezugspersonen Jugendlicher qualifiziert, Suchtpräven- 
tion in den Erziehungs- und Lehralltag zu integrier en und strukturelle Rahmenbedin- 
gungen zu fördern, durch die Suchtrisiken minimiert werden. 
 
Nachfolgend sind die wichtigsten Schwerpunkte der S uchtprävention aufgezeigt.  
Auf eine ausführliche Darstellung wird an dieser St elle verzichtet, da hierzu detail- 
lierte, gesonderte Berichterstattungen vorliegen bzw. angefertigt werden. 
 
 Dem wachsenden Bedarf an Beratung und Qualifizieru ng zu Fragen zur 
Suchtprävention wird mit zahlreichen Multiplikatore nschulungen, Fortbildun- 
gen und Fachtagungen für Fachkräfte aus Schule und Jugendhilfe entspro- 
chen. Die Anzahl der Fortbildungstage hat sich in d en letzten Jahren konti- 
nuierlich erhöht und liegt aktuell bei 70 Fortbildu ngstagen im Jahr. Etwa 50 
durchgeführte Veranstaltungen pro Jahr mit Schulkla ssen senken die 
Hemmschwelle zur Inanspruchnahme von Hilfe bei Beda rf und werden un- 
verändert regelmäßig von allen Schulformen zur Info rmation über die Sucht- 
hilfearbeit genutzt. 
 
 Ein Schwerpunkt der suchtpräventiven Arbeit liegt analog zu den landes- 
und bundespolitischen Prioritäten in der Alkohol- u nd Tabakprävention. Die 
münsterspezifische Alkoholpräventionskampage „Voll ist out“ ergänzt diese 
Arbeit in Schule und Jugendhilfe auf mehreren Ebene n (Jugendliche, Eltern, 
Multiplikatoren, Handel und Gewerbe sowie breite Öf fentlichkeit) und hat im 
6. Jahr ihres Bestehens einen sehr hohen Bekannthei tsgrad unter Jugendli- 
chen. 
 
 In der städtischen Drogenberatung liegt der Anteil  der unter 21-jährigen bei 
25 %, ein weiteres Viertel ist unter 27 Jahre alt. Insbesondere der Anteil jun- 
ger Konsument/innen sogenannter weicher Drogen (v.a . Cannabis und sog. 
Partydrogen) ist in den letzten Jahren kontinuierli ch gestiegen. Inzwischen 
sind ca. 30 % ausschließlich wegen problematischen Cannabiskonsums in 
der Beratung. 
   
 Der Schwerpunkt Multiplikatorenarbeit in Schule un d Jugendhilfe erweist 
sich als unverzichtbare Voraussetzung für eine effi ziente und nachhaltige 
Suchtprävention. Die Resonanz und andauernde hohe N achfrage aus Schu- 
le und zunehmend auch aus der Jugendhilfe bestätigt  die Bedarfe in diesen 
Handlungsfeldern auch in den nächsten Jahren.  
 
 
Suchtprävention Anzahl 2009 
Präventionsberatungen 95  
Schülerseminare und Informationsveranstaltungen 46  
Durchgeführte Fortbildungstage 70

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  93  
 Kommentierung:  
Zwar ist die Alkoholpräventionskampagne „Voll ist o ut ist“ im 6. Jahr ihres Beste- 
hens bei den Jugendlichen angekommen und etabliert.  Auch bundesweit zeigen die 
Zahlen zum Alkoholkonsum Jugendlicher insgesamt ein e Tendenz zur Entspan- 
nung. Dennoch bleibt der Anteil riskant konsumieren der junger Menschen unverän- 
dert hoch. Auch in Münster wird eine Versorgungslüc ke an Angeboten für riskant Al- 
kohol konsumierende Jugendliche deutlich (Stichwort „Komasäufer“). 
 
Die intensiven Bemühungen im Rahmen der Tabakpräven tion tragen Früchte: der 
Anteil jugendlicher Raucher hat sich seit 2001 bund esweit fast halbiert (2001: 28%; 
2008: 15,4%). Gleichzeitig gibt es einen wachsenden  Trend zum „Shisha-rauchen“, 
dem gemeinsamen rauchen von aromatisierten Tabaken aus Wasserpfeifen. Die- 
sem Trend gilt es zu begegnen und die insgesamt pos itive Entwicklung des Tabak- 
rauchens unter Jugendlichen weiter zu festigen. 
 
Dem Medikamentenmissbrauch wird in der Suchtprävent ion zu wenig Aufmerksam- 
keit geschenkt. So gibt es in Deutschland allein 1, 3-1,9 Millionen Medikamenten-
Abhängige. 7,3 % aller Kinder und Jugendlichen nehm en täglich Medikamente ein, 
fast die Hälfte aller Jugendlichen mindestens 1 x /  Woche. Dieser häufig unreflek- 
tierte Umgang insbesondere mit Schmerzmitteln und P sychopharmaka kann den 
Grundstock für eine spätere Suchtmittelabhängigkeit legen.  
 
Auch wenn die Drogenhilfe Münster mit ihrer verglei chsweise jungen Altersvertei- 
lung in der Beratung im bundesweiten Vergleich gut aufgestellt ist, werden viele jun- 
ge Drogenkonsument/innen erst erreicht, wenn bereit s sehr riskante bis abhängige 
Konsummuster vorliegen und sie in ihrem sozialen Ko ntext auffällig werden. Zur 
Vermeidung manifester Abhängigkeiten mit all ihren negativen psychosozialen Fol- 
geerscheinungen gilt es, diese Klientel noch frühzeitiger zu erreichen. 
 
 
Bezug / Ziele Handlungsempfehlungen für das Angebotsfeld 
„Suchtprävention“ 2010 – 2014 
 
Frühe Hilfen bei dro- 
genkonsumierenden 
jungen Menschen 
 
Die Drogenhilfe evaluiert bestehende Angebote und  
entwickelt Konzepte weiter, um Drogen konsumierende  
junge Menschen in Münster noch frühzeitiger und  um- 
fassender zu erreichen.  
 
Alkoholprävention 
 
Die Alkoholpräventionskampagne „Voll ist out“ wird um  
Bausteine für die Ansprache von und Arbeit mit riskant  
Alkohol konsumierenden Jugendlichen („Komasäufer“) 
erweitert. 
 
Tabakprävention 
 
Die Aktivitäten zur Tabakprävention bei Kindern und  
Jugendlichen werden gebündelt. Das positive Image 
des „Nichtrauchens“ wird gefestigt. Neue Entwicklungen 
(z.B. Trend „Shisharauchen“) werden aufgegriffen un d 
suchtpräventive Konzepte entsprechend angepasst. 
  
Medikamenten-
missbrauch 
 
Die Drogenhilfe legt einen Schwerpunkt in der Sucht - 
prävention auf das Thema Medikamentenmissbrauch. 
Eltern und Multiplikatoren aus Schule und Jugendhil fe 
werden für diese Thematik sensibilisiert und fortge bil- 
det. Eine Vernetzung mit entsprechenden Fachdienste n 
wird forciert.

94 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
7.4.2 Gewaltprävention 
 
Gewaltprävention wird als Oberbegriff für Maßnahmen  verstanden, die Menschen 
bei der Vermeidung gewalttätiger Auseinandersetzung en helfen bzw. den richtigen 
Umgang mit Konflikten schulen. 
 
In Münster haben sich in den vergangenen Jahren nac hfolgend aufgeführte Maß- 
nahmen und Projekte der Gewaltprävention herausgebi ldet, die in der folgenden 
Tabelle aufgeführt und mit Daten für den Zeitraum v on 2005 bis 2009 hinterlegt 
sind. 
 
 
Erzieherischer  
Kinder- und Jugendschutz  
- Gewaltprävention -  
Anzahl Teilnehmende (TN) 
 
„Aktion Noteingang“ 
 
 
 
40 
Institutionen  
 
100 
 
Aktion Noteingang –  
Teamschulungen 
 
2 35 
 
Notinsel 
 
240 
Institutionen  
 
15 
 
Aktionswochen des Netzwerks 
Gewaltprävention und Konfliktrege- 
lung Münster 
 
 
2 
 
500 
 
„Münsteraner Konflikttagung“  
 
3 400 
 
Projekte im Rahmen des Bundes- 
programms „Vielfalt tut gut“  
(2008/09) 
21 16.234 
 *(Daten 31.12.2009) 
 
 
Kommentierung: 
 
 
 Aktion Noteingang 
 
Mit der bundesweiten Aktion NOTEINGANG werden Kinde r, Jugendliche und 
Erwachsene angesprochen, die in Bedrohungs- oder Ge waltsituationen Schutz 
benötigen: Schnell, unkompliziert und zuverlässig. Die Aktion NOTEINGANG  
wurde 2000 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeic hnet. Kennzeichnend 
sind gute Kooperationen z. B. mit regionalen Einzel handelsverbänden, den Aus- 
länderbeiräten, der Polizei und den Kirchen. 
In Münster besteht die Aktion Noteingang seit 2003.  Inzwischen bieten 40 Institu- 
tionen in Münster einen "Noteingang" für Opfer von Konflikten und Gewalt; vom 
Jugendzentrum über die Beratungsstelle bis zur Knei pe. (Team-)Schulungen

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  95  
hierzu bietet das städtische Jugendinformations- un d -bildungszentrum (Jib) an. 
Bei der Aktion Noteingang geht es darum, Sensibilit ät, Zivilcourage und Solidari- 
tät zu entwickeln, zu stabilisieren und öffentlich zu machen, damit Übergriffe im 
öffentlichen Raum reduziert werden. Es ist wünschenswert, wenn weitere Partner 
dem Beispiel folgen. 
 
 
 Notinsel 
 
Das Projekt „Notinsel“, initiiert von der Stiftung „Hänsel + Gretel“, besteht seit Ap- 
ril 2008 in Münster. „Notinseln“ sind Anlaufstellen für Kinder die ihnen in Gefah- 
rensituationen unkomplizierten Schutz und Hilfe bie ten. Gekennzeichnet sind 
diese mit einem Notinsel-Aufkleber an der Tür, mit dem das Personal der Ge- 
schäfte, Betriebe und Einrichtungen ihre Bereitscha ft zur Hilfe für Kinder in Notsi- 
tuationen signalisieren. Ziel dieser Maßnahme ist e s, ein flächendeckendes Netz 
von Notinseln in Münster vorzuhalten, die Kindern i n Angst- und Gefahrensituati- 
onen einen Zufluchtsort bieten. Im Internet sind al le bestehenden Notinselnpart- 
ner in Münster hinterlegt.  Bereits nach 1 ½ Jahren  hat Münster 240 Notinsel- 
partner, die insgesamt von 15 Kindern in Anspruch g enommen wurden. Gemein- 
sam bilden diese Partner eine starke Allianz für de n Schutz von Kindern in Müns- 
ter.  
 
 
 Netzwerk Gewaltprävention und Konfliktregelung Mün ster 
 
Eine gewaltfreie konstruktive Konfliktaustragung is t die Grundbedingung gelin- 
genden menschlichen Zusammenlebens. Die Förderung v on Möglichkeiten kon- 
struktiver Konfliktbearbeitung auf persönlicher, in stitutioneller und gesellschaftli- 
cher Ebene stellt deshalb alternative Handlungskonz epte zur Verfügung, die 
Wertschätzung und Respekt beinhaltet und fairen Interessenausgleich anstreben. 
 
Das Netzwerk Gewaltprävention und Konfliktregelung Münster wurde im Jahr 
1999 gegründet. Durch das Netzwerk sollen Handlungs potentiale unterschiedli- 
cher Anbieter erschlossen und verknüpft werden. Die  vielfältigen Angebote – 
nach Schwerpunkt geordnet – reichen von Projekten m it Kindern und Jugendli- 
chen über Angebote für Eltern bis zu Fortbildungen für Fachkräfte und Multiplika- 
toren. Durch die Vernetzung lassen sich auch neue M odule unterschiedlicher 
Anbieter zusammenstellen oder gemeinsam konzeptionell erarbeiten. 
„Miteinander Füreinander“, so hieß die letzte Aktio nswoche im Herbst 2009, 
durchgeführt im Stadtteil Wolbeck mit insgesamt 300  Teilnehmer/-innen. Instituti- 
onen des Netzwerks informierten, trainierten und sc hulten gemeinsam vorrangig 
Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte u nd weitere pädagogische 
Fachkräfte bzgl. konstruktiver Konfliktlösungen. In sbesondere für die Schulen 
sind die Aktionswochen eine gute Chance, mit allen Beteiligten eine gemeinsame 
Konfliktlösungskultur in der Schule aufzubauen. (
www.gewaltpraevention-
muenster.de ) 
 
Im Dezember 2009 fand die überregionale 11. Münster aner Konflikttagung „Was 
geht?“--- „Das geht!“ - erfolgreiche Konzepte der G ewaltprävention an Schulen 
und in der Jugendhilfe - gefördert vom Kriminalpräventiven Rat der Stadt Münster 
statt. Zielgruppe der Tagung waren vorrangig Multip likatoren aus Schule und Ju- 
gendhilfe. Die Vermittlung neuer wissenschaftlicher  Erkenntnisse, die Erprobung 
und das Erleben praktischer Methoden der Gewaltpräv ention  zeichneten diese 
Tagung aus. 
Bedingt durch die bislang durchgeführten und erfolg reichen Veranstaltungen hat 
die Münsteraner Konflikttagung überregional an Bede utung gewonnen und

96 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
zeichnet sich durch eine so große Teilnahmenachfrag e aus, dass dies inzwi- 
schen die Kapazitäten übersteigt. 
 
 
 Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ 
 
Im Rahmen der lokalen Umsetzung des Bundesprogramms  „Vielfalt tut gut“ set- 
zen seit 2008 gemeinnützig anerkannte Träger und Fö rdervereine von Schulen 
vielseitige Projekte zur Förderung von Toleranz und  Demokratieentwicklung um. 
Zum Ende der dreijährigen Laufzeit im Dezember 2010  werden insgesamt 34 
Modellprojekte mit einem Gesamtvolumen von 330.000€  durchgeführt worden 
sein.  
 
Insgesamt zeigt sich, dass die lokalen und bewährte n Netzwerke im Bereich der 
Gewaltprävention eine wichtige Plattform bilden, um  gemeinsame Strategien mit 
unterschiedlichen Partnern zu entwickeln. Angebote wie Aktionswochen oder Ta- 
gungen sind geeignete Möglichkeiten, um Kinder, Jug endliche und junge Er- 
wachsene sowie Multiplikatoren wirksame präventive Maßnahmen vorzustellen. 
Sozialräumliche Konzepte wie z.B. Aktionswochen in den Stadtteilen Roxel und 
Wolbeck erwiesen sich als gute Instrumente die Bürg erschaft (Kinder, Jugendli- 
che und deren Eltern) aktiv für das Thema zu sensib ilisieren, zu informieren und 
dem Thema Gewalt präventiv zu begegnen. Freie Träge r der Jugendhilfe haben 
bereits zum Teil prämierte Modellprojekte initiiert  (u. a. ausgezeichnet durch den 
DFB Integrationspreis, dem NRW Jugendkulturpreis oder dem Bürgerpreis Müns- 
ter).  
 
Die Verstetigung von erfolgreichen und evaluierten Projekten auf andere Stadttei- 
le oder Institutionen ist wünschenswert. Anzustrebe n ist zudem eine verstärkte 
Einbindung und Zusammenarbeit mit Migrantenselbstor ganisationen, da diese 
Organisationen bislang selten bewusst in die Gewalt prävention eingebunden 
wurden. Darüber hinaus bietet dies bessere Chancen,  Jugendliche und junge 
Erwachsene mit Migrationsvorgeschichte zu erreichen , aber auch Vorurteile 
durch gezielte gemeinsame Aktionen auf beiden Seite n zu reduzieren bzw. ab- 
zubauen.  
  
 
Bezug / Ziele Handlungsempfehlungen für das Angebotsfeld 
„Gewaltprävention“ 2010 – 2014 
 
• Vernetzungsstrukturen werden ausgebaut, indem 
mind. drei weitere Träger der Jugendhilfe, Schule 
und Migrantenselbstorganisationen als aktive Part- 
ner dazu gewonnen werden. 
  
 
Gewaltprävention 
 
 
• Gezielte Kooperationsangebote für Kinder, Jugendli - 
che und junge Erwachsene aller Kulturen werden 
durchgeführt.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  97  
7.4.3 Jugendmedienschutz  
  
 Die Nutzung der Medien ist vielfach selbstverständl icher Alltag von Kindern und Ju- 
gendlichen. Ein Problembewusstsein hierüber ist vor  allem bei Multiplikatoren in 
Schule und Jugendhilfe und den Erziehungsberechtigt en festzustellen. Welchen 
Einfluss nehmen die Medien; welche präventiven Maßnahmen sind zu ergreifen?  
Das Thema Jugendmedienschutz ist nahezu täglich akt uell und hat in den vergan- 
genen Jahren zunehmende Aufmerksamkeit und Kritik u . a. durch „Killerspiele“, In- 
ternetforen oder Cybermobbing erfahren. 
 
Bundesweite Daten belegen u. a., dass 72 Prozent de r Jugendlichen soziale Netz- 
werke im Internet regelmäßig nutzen. 
   
 
Jugendmedienschutz (bundesweit) allgemeine Zahlen Mediennutzung 
Jugendlicher 
Geräteausstattung im Haushalt* 
100 % Handy 
100 % Computer/Laptop 
98 % Internetzugang 
Medienbeschäftigung in der Freizeit 
(täglich oder mehrmals pro Woche)* 
90 % Fernseher 
90 % Internet 
88 % Handy 
Tägliche Nutzungsdauer (Mo – Fr) 
(Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudie 2009) 
123 Minuten Internet 
97 Minuten TV 
Eigenes Internet im Zimmer* 46 % der 12-13 Jährigen, 
79 % der 18-19 Jährigen 
„Internetsucht“  
(Quelle: Internetsuchtskala ISS-20, 2009) 
Ca. 1,4% der 12 bis 25-j. 
gelten als Internetsüchtig ; 2,6% als 
gefährdet 
Soziale Netzwerke* 
72% der Jugendlichen 
 
(76% Mädchen, 68% Jungen) täglich 
oder mehrmals die Woche 
(*Quelle: JIM-Studie 2009) 
 
 
 
 
Im Rahmen des erzieherischen Kinder- und Jugendschu tzes in Münster sind in ei- 
ner ersten Schwerpunktsetzung vorrangig die Erwachs enen Zielgruppe, damit ein 
qualifizierter Umgang mit diesen Medien und den jungen Menschen gegeben ist.

98 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
Jugendmedienschutz in Münster Anzahl Teilnehmende  
 
Fachtag „Zwischen Faszination und Sucht“ 
(03.11.2009) 
 
 
1 
 
86 
Erstellung der Grundlagenbroschüre „Online zwi- 
schen Faszination und Sicht“ Auflage 500   
Info-Vorträge in Arbeitskreisen zum Thema 
problematischer Medienkonsum 3 30 
Aufbau Infothek (Bücher, Arbeitshilfen, DVDs, 
Broschüren) zum Thema „problematischer Me- 
dienkonsum“ 
1  
  (*Daten 31.12.2009)  
 
 
Kommentierung:  
 
 Im Herbst 2009 wurde ein Fachtag „Online zwischen Faszination und Sucht“ 
durchgeführt, der sehr großen Anklang und Resonanz fand. Der problematische 
Umgang mit  Medien ist in der Fachöffentlichkeit, a ber auch im Privaten ein zu- 
nehmendes Thema mit Konfliktpotential.  
 
 Um alle Angebote in Münster zu vernetzen und den I nformationsaustausch zu 
verbessern, wurde im Herbst 2009 die „AG Medien“ ge gründet. Teilnehmende 
sind regionale Akteure, die bereits in diesem Themenfeld tätig sind. 
 
 Aktuell wurde vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien ein Konzept für die 
Entwicklung, Organisation und Durchführung von vier  Informationsabenden für 
Eltern und Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule en twickelt, welches 2010 um- 
gesetzt  wird. Der Jugendmedienschutz wird in den k ommenden Jahren intensi- 
viert und gezielt Aufklärungskampagnen und Elternin formationsabende weiter 
entwickeln.  
 
 Da es sich beim problematischen Medienkonsum in Si nne des Jugendmedien- 
schutzes um ein eher noch junges Angebotsfeld hande lt, sind bislang keine Da- 
ten systematisch erhoben worden.  
 Ein aussagekräftiges Berichtswesen zum Jugendmedie nschutz wird in den kom- 
menden Jahren entwickelt.

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  99  
Bezug / Ziele Handlungsempfehlungen für das Angebotsfeld 
„Jugendmedienschutz“ 2010 - 2014 
 
Jugendmedienschutz 
 
 
 
 
 
 
 Das Thema „problematischer Medienkonsum“ wird 
als neuer Angebotsbaustein entwickelt und ausge- 
baut. 
 
 Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule und Eltern 
werden mit mind. vier Veranstaltungen jährlich über 
verschiedene Gefahren des Medienkonsums infor- 
miert. 
 
 Lokale Netzwerke werden unter Einbindung weiterer 
Träger auf- bzw. ausgebaut.   
 
 Ab 2010 werden systematisch Daten erhoben und in 
einem Berichtswesen dargestellt.

100 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
8.  Anhang

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  101  
8.1 Einrichtungen der offenen und mobilen Kinder- u nd Jugendarbeit  
 
 
Offene Kinder- und Jugendarbeit  
   
Statistischer Bezirk Einrichtung 
Mitte   
Altstadt   
12 Überwasser Jugendtreff Liebfrauen - Überwasser 
13 Dom Dietrich-Bonhoeffer-Haus 
15 Martini Cafe Lenz 
Innenstadtring   
22 Josef Jib 
23 Bahnhof Paul-Gerhardt-Haus 
27 Kreuz Jugendheim Heilig Kreuz 
Mitte-Süd 
31 Aaseestadt Janosch Jugendcafe 
32 Geist TEO Kinder- und Jugendtreff Hl. Geist 
33 Schützenhof ABI Südpark 
Mitte-Nordost 
44 Herz-Jesu Kinder- und Jugendtreff St. Mauritz 
44 Herz-Jesu Pfarrer-Eltrop-Heim 
45 Mauritz-Mitte Kinderpädagogische Angebote Mitte-No rd (ab 2011) 
47 Uppenberg Jugendtreff AWO 
 
West 
Gievenbeck/Sentrup 
51 Gievenbeck Fachwerk Gievenbeck 
51 Gievenbeck La Vie 
52 Sentrup Kinder- und Jugendarbeit St. Theresia 
Mecklenbeck 
54 Mecklenbeck Kinder- und Jugendzentrum St. Anna 
54 Mecklenbeck Mobile Kinder und Jugendeinrichtung 
Albachten 
56 Albachten Albatros 
Roxel 
57 Roxel Kinder- und Jugendzentrum Roxel 
Nienberge 
58 Nienberge Kinder- und Jugendtreff St. Sebastian 
   
Nord 
Coerde 
61 Coerde DRK Coerde 
61 Coerde HOT Coerde 
Kinderhaus 
62 Kinderhaus-Ost Jugendheim „Die Hütte“ 
63 Kinderhaus-West Feez 
63 Kinderhaus-West Jugendsalon im Begegnungszentrum 
63 Kinderhaus-West Wuddi 
Sprakel 
68 Sprakel Kinder- und Jugendeinrichtung Sprakel

102 Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  
Ost 
Mauritz-Ost 
71 Mauritz-Ost Johannes-Busch-Haus 
71 Mauritz-Ost Kinder- und Jugendtreff St. Konrad (BTR EFF) 
Gelmer-Dyckburg 
76 Gelmer-Dyckburg Kinderpädagogische Angebote Gelmer  (ab 2. Quartal 2010) 
Handorf 
77 Handorf Kinder- und Jugendarbeit St. Petronilla 
77 Handorf Kinder- und Jugendeinrichtung Handorf 
   
Südost 
Gremmendorf 
82 Gremmendorf-Ost Kinder- und Jugendtreff St. Ida 
Angelmodde 
86 Angelmodde Jugendzentrum „Mobile“ 
Wolbeck 
87 Wolbeck Bahnhof Wolbeck 
87 Wolbeck Kinderpädagogische Angebote Wolbeck (ab 20 11) 
 
Hiltrup 
Berg Fidel 
91 Berg Fidel Lorenz Süd 
Hiltrup 
96 Hiltrup-Mitte Ev. Jugendzentrum Hiltrup 
96 Hiltrup-Mitte Jugendheim St. Clemens 
97 Hiltrup-West 37 Grad Jugend- und Begegnungshaus 
Amelsbüren 
98 Amelsbüren Jugendzentrum Black Bull 
 
 
Mobile und aufsuchende Angebote  
   
Statistischer Bezirk Einrichtung 
Mitte   
Mitte-Süd   
33 Schützenhof Streetwork im Südviertel - aufsuchende Arbeit 
   
Nord   
Coerde   
61 Coerde Aufsuchende Arbeit HOT Coerde 
 
Südost   
Angelmodde   
86 Angelmodde Jugendzentrum „Mobile“ aufsuchende Arbe it 
 
Hiltrup   
Hiltrup   
96 Hiltrup-Mitte VSE – aufsuchende Arbeit

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  103  
8.2 Auflistung der statistischen Bezirke 
 
 
Stadtbezirke 
 
Bestehend aus den statistischen Bezirken 
Stadtbezirk Mitte  
Altstadt  Aegidii, Überwasser, Dom, Buddenturm, Martini (11 – 15) 
Innenstadtring  Pluggendorf, Josef, Bahnhof, Hansaplatz, Mauritz-West, 
Schlachthof, Kreuz, Neutor, Schloss (21 – 29) 
Mitte-Süd  Aaseestadt, Geist, Schützenhof, Düesberg (31 – 34) 
Mitte-Nordost  Hafen, Herz-Jesu, Mauritz-Mitte, Rumphorst, Uppenberg 
(43 – 47) 
  
Stadtbezirk West  
Gievenbeck/Sentrup  Gievenbeck, Sentrup (51 – 52) 
Mecklenbeck  Mecklenbeck (54) 
Albachten Albachten (56) 
Roxel  Roxel (57) 
Nienberge  Nienberge (58) 
  
Stadtbezirk Nord  
Coerde  Coerde (61) 
Kinderhaus  Kinderhaus - Ost, Kinderhaus – West (62 – 63) 
Sprakel  Sprakel (68) 
  
Stadtbezirk Ost  
Mauritz-Ost Mauritz-Ost (71)  
Gelmer-Dyckburg  Gelmer-Dyckburg (76)  
Handorf  Handorf (77)  
  
Stadtbezirk Südost  
Gremmendorf  Gremmendorf – West, Gremmendorf – Ost (81 – 82) 
Angelmodde  Angelmodde (86) 
Wolbeck  Wolbeck (87) 
  
Stadtbezirk Hiltrup  
Berg Fidel  Berg Fidel (91) 
Hiltup  Hiltrup – Ost, Hiltrup – Mitte, Hiltrup – West (95 – 97) 
Amelsbüren  Amelsbüren (98)

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  104 
8.3 Übersicht Bevölkerung 
 
Wohnberechtigte Bevölkerung 2008 
im Alter von ... bis … Jahren Statistischer Bezirk 
Teilbereich  
Stadtbezirk  Ins- 
ge- 
samt 
bis 
 2 J. 
3 
 -  
5 
0 
- 
5 
6 
 - 
9 
10 
 -  
13 
6 
- 
13 
14 
 -  
17 
0 
 -  
17 
18 
 -  
20 
21 
 - 
26 
27 u. 
älter 
11 Aegidii 1 354   22   20   42   19   13   32   18   92   45   258   959  
12 Überwasser 1 285   19   11   30   14   12   26   11   67   67   324   827  
13 Dom 2 111   27   14   41  18   16   34   24   99   74   462  1 476  
14 Buddenturm 2 188   31   25   56   29   22   51   23   130   94   490  1 474  
15 Martini 1 294   18   10   28   21   11   32   16   76   51   296   871  
Zwischensumme 8 232   117   80   197   101   74   175   92   464   331  1 830  5 607  
21 Pluggendorf 4 021   56   36   92   32   25   57   37   186   203   886  2 746  
22 Josef 7 845   159   81   240   104   96   200   117   557   263  1 578  5 447  
23 Bahnhof 1 025   14   7   21   4   7   11   13   45   67   343   570  
24 Hansaplatz 6 352   138   76   214   103   78   181   90   485   189  1 334  4 344  
25 Mauritz - West 5 656   145   95   240   108   99   207   87   534   156   978  3 988  
26 Schlachthof 4 800   133   110   243   159   135   294   146   683   139   562  3 416  
27 Kreuz 11 613   292   226   518   209   246   455   230  1 203   379  1 792  8 239  
28 Neutor 3 811   64   45   109   47   47   94   37   240   229  1 213  2 129  
29 Schloss 1 888   50   37   87   34   32   66   28   181   46   272  1 389  
Innenstadtring 47 011  1 051   713  1 764   800   765  1 565   785  4 114  1 671  8 958  32 268  
31 Aaseestadt 5 318   109   108   217   139   149   288   154   659   166   558  3 935  
32 Geist 8 590   225   192   417   255   256   511   239  1 167   300  1 112  6 011  
33 Schützenhof 6 981   166   116   282   155   119   274   127   683   204  1 298  4 796  
34 Düesberg 6 625   168   145   313   228   241   469   224  1 006   241   551  4 827  
Mitte - Süd 27 514   668   561  1 229   777   765  1 542   744  3 515   911  3 519  19 569  
43 Hafen  941   19   6   25   7   8   15   16   56   27   231   627  
44 Herz - Jesu 5 119   114   76   190   124   102   226   141   557   172   648  3 742  
45 Mauritz - Mitte 9 908   214   196   410   240   282   522   291  1 223   289   996  7 400  
46 Rumphorst 7 845   208   182   390   301   375   676   359  1 425   314   740  5 366  
47 Uppenberg 7 623   214   180   394   242   227   469   207  1 070   256  1 083  5 214  
Mitte - Nordost 31 436   769   640  1 409   914   994  1 908  1 014  4 331  1 058  3 698  22 349  
Stadtbezirk Mitte 114 193  2 605  1 994  4 599  2 592  2 598  5 190  2 635  12 424  3 971  18 005  79 793  
51 Gievenbeck 18 717   629   723  1 352   922   786  1 708   705  3 765   985  3 269  10 698  
52 Sentrup 6 308   111   109   220   186   225   411   181   812   439  1 691  3 366  
54 Mecklenbeck 9 223   165   202   367   383   428   811   400  1 578   486  1 061  6 098  
56 Albachten 5 555   197   218   415   257   281   538   266  1 219   215   353  3 768  
57 Roxel 8 286   268   273   541   345   353   698   309  1 548   297   663  5 778  
58 Nienberge 6 330   141   154   295   204   218   422   233   950   267   559  4 554  
Stadtbezirk West 54 419  1 511  1 679  3 190  2 297  2 291  4 588  2 094  9 872  2 689  7 596  34 262  
61 Coerde 9 950   370   373   743   466   454   920   473  2 136   424   869  6 521  
62 Kinderhaus - Ost 4 982   133   149   282   154   164   318   197   797   213   452  3 520  
63 Kinderhaus - West 10 267   306   308   614   440   468   908   508  2 030   473   834  6 930  
Zwischensumme 15 249   439   457   896   594   632  1 226   705  2 827   686  1 286  10 450  
68 Sprakel 2 913   84   95   179   124   130   254   125   558   92   172  2 091  
Stadtbezirk Nord 28 112   893   925  1 818  1 184  1 216  2 400  1 303  5 521  1 202  2 327  19 062  
71 Mauritz - Ost 9 789   252   244   496   366   352   718   367  1 581   268   638  7 302  
76 Gelmer - Dyckburg 3 418   105   92   197   140   162   302   151   650   131   185  2 452  
77 Handorf 7 473   221   200   421   344   362   706   376  1 503   270   440  5 260  
Stadtbezirk Ost 20 680   578   536  1 114   850   876  1 726   894  3 734   669  1 263  15 014  
81 Gremmendorf-West 4 682   133   144   277   225  244   469   222   968   178   323  3 213  
82 Gremmendorf-Ost 6 196   170   179   349   277   363   640   310  1 299   210   371  4 316  
Zwischensumme 10 878   303   323   626   502   607  1 109   532  2 267   388   694  7 529  
86 Angelmodde 7 415   184   213   397   290   305   595   340  1 332   292   499  5 292  
87 Wolbeck 8 635   202   228   430   316   411   727   408  1 565   317   579  6 174  
Stadtbezirk Südost 26 928   689   764  1 453  1 108  1 323  2 431  1 280  5 164   997  1 772  18 995  
91 Berg Fidel 5 625   155   185   340   246   229   475   254  1 069   197   484  3 875  
95 Hiltrup - Ost 6 633   118   144   262   241   260   501   323  1 086   247   415  4 885  
96 Hiltrup - Mitte 9 707   242   240   482   338   363   701   363  1 546   326   693  7 142  
97 Hiltrup - West 8 866   245   256   501   401   472   873   486  1 860   390   634  5 982  
Zwischensumme 25 206   605   640  1 245   980  1 095  2 075  1 172  4 492   963  1 742  18 009  
98 Amelsbüren 5 887   205   238   443   296   277   573   233  1 249   184   318  4 136  
Stadtbezirk Hiltrup 36 718   965  1 063  2 028  1 522  1 601  3 123  1 659  6 810  1 344  2 544  26 020 
Außenbezirke 166 857  4 636  4 967  9 603  6 961  7 307  14 268  7 230  31 101  6 901  15 502  113 353  
Stadt Münster 281 050  7 241  6 961  14 202  9 553  9 905  19 458  9 865  43 525  10 872  33 507  193 146

Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014  105 
 8.4 „Auf einen Blick“  
 
 
  
6-20 Jährige 
(31.12.2008) 
6-20 Jährige 
ausländisch 
 Angebots- 
stunden-Soll  
(Basis 2005) 
Angebotsstunden 
in der Förderstruk- 
tur 
Differenz  Stellen für 
aufsuchende 
Arbeit 
Erläuterungen 
Gewichtung 92,50% 7,50% Gewichtung           
  abs. in % gew. abs. in % gew. insg. abs. abs. in % abs. abs.   
Stadtweit in % 40.195  100,00%  92,50%  3.131  100,00%  7,50%  100,00%  42.138  47.395  100,00%  5.257,00  3,89    
              
Altstadt (11-15) 598  1,49%  1,38%  35  1,12%  0,08%  1,46%  615,22  1.710,00  3,61%  1.094,78      
Innenstadtring (21-29) 4.021  10,00%  9,25%  270  8,62%  0,65%  9,90%  4.171,75  6.390,00  13,48%  2.218,25      
Mitte-Süd (31-34) 3.197  7,95%  7,36%  250  7,98%  0,60%  7,96%  3.352,52  2.340,00  4,94%  -1.012,52  1,00  	









Mitte-Nordost (43-47) 3.980  9,90%  9,16%  238  7,60%  0,57%  9,73%  4.099,69  2.835,00  5,98%  -1.264,69  0,50  	




Stadtbezirk Mitte 11.796  29,35%  27,15%  793  25,33%  1,90%  29,05%  12.239,18  13.275  28,01%  1.035,82  1,50  
Gievenbeck/Sentrup (51-52) 4.429  11,02%  10,19%  393  12,55%  0,94%  11,13%  4.691,55  4.530,00  9,56%  -161,55    

	






Mecklenbeck (54) 1.697  4,22%  3,91%  75  2,40%  0,18%  4,08%  1.721,31  1.510,00  3,19%  -211,31    
Albachten (56) 1.019  2,54%  2,35%  74  2,36%  0,18%  2,52%  1.062,83  990,00  2,09%  -72,83    
Roxel (57) 1.304  3,24%  3,00%  118  3,77%  0,28%  3,28%  1.383,61  990,00  2,09%  -393,61    
 !"


	




Nienberge (58) 922  2,29%  2,12%  27  0,86%  0,06%  2,19%  921,33  990,00  2,09%  68,67    
West 9.371  23,31%  21,57%  687  21,94%  1,65%  23,21%  9.780,63  9.010  19,01%  -770,63  0,00  
Coerde (61) 1.817  4,52%  4,18%  334  10,67%  0,80%  4,98%  2.099,10  3.540,00  7,47%  1.440,90  0,50  #
	

$
	

%


Kinderhaus (62-63) 2.617  6,51%  6,02%  353  11,27%  0,85%  6,87%  2.894,05  4.500,00  9,49%  1.605,95    !"


%
&

 


Sprakel (68) 471  1,17%  1,08%  8 0,26%  0,02%  1,10%  464,81  990,00  2,09%  525,19    
Nord 4.905  12,20%  11,29%  695  22,20%  1,66%  12,95%  5.457,96  9.030  19,05%  3.572,04  0,50  
Mauritz-Ost (71) 1.353  3,37% 3,11%  102  3,26%  0,24%  3,36%  1.414,98  1.650,00  3,48%  235,02    
Gelmer-Dyckburg (76) 584  1,45%  1,34%  38  1,21%  0,09%  1,43%  604,67  660,00  1,39%  55,33    
Handorf (77) 1.352  3,36%  3,11%  51  1,63%  0,12%  3,23%  1.362,53  1.185,00  2,50%  -177,53  0,25  '


(
)

*

 + 
Ost 3.289  8,18%  7,57%  191  6,10%  0,46%  8,03%  3.382,18  3.495  7,37%  112,82  0,25  
Gremmendorf (81-82) 2.029  5,05%  4,67%  82  2,62%  0,20%  4,87%  2.050,32  990,00  2,09%  -1.060,32    
Angelmodde (86) 1.227  3,05%  2,82%  123  3,93%  0,29%  3,12%  1.313,99  1.485,00  3,13%  171,01  0,50  	


*
)

%,
-	



 
Wolbeck (87) 1.452  3,61%  3,34%  54  1,72%  0,13%  3,47%  1.462,53  2.310,00  4,87%  847,47    
Südost 4.708  11,71%  10,83%  259  8,27%  0,62%  11,45%  4.826,84  4.785  10,10%  -41,84  0,50  
Berg Fidel (91) 926  2,30%  2,13%  206  6,58%  0,49%  2,62%  1.105,89  2.520,00  5,32%  1.414,11    .

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	0
)$
Hiltrup (95-97) 4.210  10,47%  9,69%  251  8,02%  0,60%  10,29%  4.335,85  3.960,00  8,36%  -375,85  1,14  +#
 + 	



'

Amelsbüren (98) 990  2,46%  2,28%  49  1,56%  0,12%  2,40%  1.009,48  1.320,00  2,79%  310,52    
Hiltrup 6.126  15,24%  14,10%  506  16,16%  1,21%  15,31%  6.451,21  7.800  16,46%  1.348,79  1,14  
Stadtweit in % 40.195  100,00%  92,50%  3.131  100,00%  7,50%  100,00%  42.138  47.395  100,00%  5.257,00  3,89    
Stadtweit abs.

Beschlussvorlage

11393 Zeichen

V/0158/2010 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Münsteraner Kinder- und Jugendförderplan 2010 - 2014 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
11.05.2010 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Einbringung 
27.05.2010 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
01.06.2010 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Anhörung 
08.06.2010 Ausschuss für Gleichstellung Anhörung 
16.06.2010 Integrationsrat Anhörung 
17.06.2010 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 
22.06.2010 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 
24.06.2010 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung 
29.06.2010 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
29.06.2010 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 
30.06.2010 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien nimmt den Münsteraner Kinder- und 
Jugendförderplan 2010 bis 2014 zur Kenntnis. 
 
2.  Die Verwaltung wird beauftragt, die in den Kapiteln 6 bis 8 formulierten Handlungs-
empfehlungen für die Handlungsfelder „offene und mobile Kinder- und Jugendarbeit“, „Ju-
gendverbandsarbeit“, „Jugendsozialarbeit“ und „erzieherischer Kinder- und Jugendschutz“ 
umzusetzen. 
 
3. Die Umsetzung des Kinder- und Jugendförderplans 2010 – 2014 wird in enger Abstim-
mung mit den in den Handlungsfeldern tätigen freien Trägern, den Arbeitsgemeinschaften 
gemäß § 78 SGB VIII und unter Beteiligung des Jugendrates vorgenommen. 
Vorlagen-Nr.: 
V/0158/2010 
Auskunft erteilt: 
Herr Hagel, Frau Herdes 
Herr Paschert, Frau Thesing 
Herr Wildemann 
Ruf: 
492 51 20, 492 58 08 
492 58 90, 492 58 94 
492 51 13 
E-Mail: 
HagelC@stadt-muenster.de  
Herdes@stadt-muenster.de 
Paschert@stadt-muenster.de 
ThesingS@stadt-muenster.de 
WildemannA@stadt-muenster.de 
Datum: 
24.02.2010 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0158/2010 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass keine Folgekosten entstehen. 
 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Mit dem vorliegenden 2. Münsteraner Kinder- und Jugendförderplan 2010 – 2014 erfüllt die Stadt 
Münster die gesetzliche Verpflichtung zur örtlichen Jugendhilfeplanung für die Bereiche der Kinder- 
und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes und 
verfolgt das Ziel der Schaffung einer längerfristigen Planungssicherheit und Verbindlichkeit für die 
Jugendhilfeträger sowie der Entwicklung eines Steuerungsinstruments für eine gezielte Bedarfs- 
und Maßnahmenplanung. 
 
Mit dem ersten Münsteraner Kinder- und Jugendförderplan 2007 bis 2009 - Leitprinzipien und 
Handlungsempfehlungen - hat die Verwaltung diesem Auftrag umfassend für das Handlungsfeld 
„Kinder- und Jugendarbeit“ entsprochen (V/1040/2006).  
 
Die Verwaltung wurde beauftragt, die formulierten Handlungsempfehlungen mit den freien Trägern 
der „offenen und mobilen Kinder- und Jugendarbeit“ und der „Jugendverbandsarbeit“ in den fol-
genden Jahren umzusetzen sowie über die offene und mobile Kinder- und Jugendarbeit und die 
damit verbundene Fortschreibung des Förderplanes im Handlungsfeld „Kinder- und Jugendarbeit“ 
zu berichten. Ferner sollten weitergehende Aussagen und Handlungsempfehlungen zu den Hand-
lungsfeldern „Jugendsozialarbeit“ und „Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz“ gegeben wer-
den. 
 
Mit dem vorliegenden 2. Kinder- und Jugendförderplan 2010 – 2014 werden die Handlungsemp-
fehlungen des 1. Kinder- und Jugendförderplans, deren Zielerreichung für das Handlungsfeld „Kin-
der- und Jugendarbeit“ systematisch dargestellt und perspektivisch weiter entwickelt. In der Da-
tendarstellung werden sowohl die bestehenden als auch die projektierten Einrichtungen abgebil-
det. Seit dem 1. Kinder- und Jugendförderplan sind im Rahmen der Infrastrukturplanung und 
wohnortnahen Versorgung sechs neue Einrichtungen geschaffen worden.  
Damit ist eine bedarfsgerechte Ausstattung für die nächsten Jahre auch unter der Berücksichti-
gung der strategischen Ziele und demografischen Entwicklung realisiert.  
 
Durch die Bildung des Jugendrates der Stadt Münster wurde 2007 erstmalig ein systematisches 
Beteiligungsinstrument für Kinder und Jugendliche geschaffen. Damit ist ein wichtiges Ziel des 1. 
Kinder- und Jugendförderplanes realisiert worden. 
 
Vorrangiges Ziel für die Handlungsempfehlungen des 2. Kinder- und Jugendförderplanes sind 
Qualitätsentwicklung, Leistungssteuerung und Wirksamkeit. Damit trägt die Kinder- und Jugendar-
beit / Jugendsozialarbeit einer Entwicklung Rechnung, die in den letzten Jahren in den Bereichen 
der Kindertagesbetreuung und der  erzieherischen Hilfen bereits vertieft umgesetzt wurde. 
 
Für die Handlungsfelder „Jugendsozialarbeit“ und „erzieherischer Kinder- und Jugendschutz“ wa-
ren zunächst grundlegende Aufarbeitungen wie z.B. die Erhebung von Struktur- und Angebotsda-
ten erforderlich. Zudem wurden Entwicklungen analysiert und fachliche Herausforderungen erör-
tert, die mit dem nun vorliegenden Kinder- und Jugendförderplan dargestellt werden und erstmalig 
mit Zielformulierungen und Handlungsempfehlungen hinterlegt sind. 
Intensiv beteiligt waren an der Erstellung des Kinder- und Jugendförderplans die Arbeitsgemein-
schaften nach § 78 SGB VIII (offene Kinder- und Jugendarbeit  / Jugendverbandsarbeit, Jugend-
sozialarbeit, Mädchen und Jungen / Gender), die Stadtteilarbeitskreise, der Jugendrat und die Ju-
gendforen sowie die Ämter der Stadt Münster.

- 3 - 
V/0158/2010 
2. Zentrale Handlungsempfehlungen des 2. Kinder- und Jugendförderplanes 2010 - 2014 
 
Nachfolgend sind auszugsweise wesentliche Handlungsempfehlungen aufgeführt. Sie verdeutli-
chen die Zielrichtungen der nächsten Jahre. 
 
 
Kinder- und Jugendarbeit 
 
Förderstrukt
ur 
Der bestehende Finanzrahmen für die Angebote der offenen Kinder und Jugendarbeit wird für die 
Laufzeit des Förderplans vorbehaltlich der Haushaltsbeschlüsse des Rates zur Verfügung gestellt. 
Leistungsvereinbarungen
 
Zur Optimierung der Leistungssteuerung zwischen dem öffentlichen und freien Träger werden die 
Leistungsvereinbarungen neu ausgerichtet. Auf der Grundlage der bestehenden Leistungsverein-
barungen werden in einem gemeinsamen Prozess Finanzen, pädagogische Leistungen, Ange-
botsstunden und die Qualität in eine engere Wechselwirkung gestellt. 
 
Wirksamkeit
 
Auf der Grundlage der bestehenden Wirksamkeitsdialoge werden gemeinsame Bausteine der 
Qualitätsentwicklung auf Einrichtungsebene weiterentwickelt. Zudem erfolgt der Ausbau des Quali-
tätskreislaufs zwischen den Einrichtungen und dem öffentlichen Träger (Jahresberichte / Verwen-
dungsnachweise). 
 
Öffnungszeiten
 
Angebote der Einrichtungen werden im Rahmen der Stundenbudgets bedarfsgerecht auch in die 
Abendstunden, Wochen
enden und Ferien verlagert 
 
Aufsuchende Arbeit 
Die aufsuchende Arbeit wird analysiert und weiterentwickelt. Ziel ist eine Flexibilisierung der aufsu-
chenden Angebote im Hinblick auf Zielgruppen und Einsatzorte in Abstimmung mit den Einrichtun-
gen.  
 
Darüber hinaus ist eine Erhöhung der Präsenz im öffentlichen Raum von bisher 0,5 Wochenstun-
den auf zukünftig 2,0 Wochenstunden zu leisten. 
Besucherzahlen
 
Stadtweit werden aktuell 11% der Kinder und Jugendlichen mit den Angeboten der offenen Kinder- 
und Jugendarbeit erreicht. In den kommenden Jahren soll die Inanspruchnahme auf mindestens 
13 % gesteigert werden. 
Schule / Jugendhilfe 
Die Richtlinie erhält  eine neue Position „Angebote der Jugendhilfe in Kooperation mit den Schu-
len“ um Trägern der Jugendarbeit eine stärkere Kooperation mit Schulen zu ermöglichen 
 
Jugendrat 
Die bisherige Arbeit des Jugendrates und der Jugendforen wird geprüft, ausgewertet und neuaus-
gerichtet. 
 
Verteilung der Angebotsstunden
 
Die Versorgungsstruktur im Rahmen der stadtweiten Angebotsverteilung wird bewertet und ent-
sprechend bedarfsgerecht eingesetzt.

- 4 - 
V/0158/2010 
Jugendverbände 
Der Bestand und der Bedarf der Arbeit der Jugendverbände zur Positionierung und Absicherung 
der ehrenamtlichen Engagements wird erhoben und ein Berichtswesen entwickelt 
 
Integration / Interkulturelle Kompetenz
   
Durch gezielte Ansprache von Mädchen und Jungen mit Migrationsvorgeschichte wird die Integra-
tion gezielt gefördert.  
 
Die pädagogischen Fachkräfte werden im Rahmen von Fachveranstaltungen interkulturell ge-
schult. 
Inklusion
 
Die Arbeit in den Einrichtungen wird stärker auf integrative Freizeit- und Ferienbetreuungsangebo-
te ausgerichtet 
 
Der Betreuungsschlüssel in der inklusiven Arbeit wird innerhalb der Richtlinienförderung verbes-
sert. 
 
 
 
Jugendsozialarbeit und Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz 
 
Schule / Jugendhilfe
 
In Kooperation aller Fachkräfte an Schulen, die im Rahmen kommunaler Schulsozialarbeit tätig 
sind, werden jährliche Qualitätszirkel durchgeführt. Ziele der Qualitätszirkel sind die Entwicklung 
eines abgestimmten Berichtswesens, die Vorbereitung jährlicher Fachgespräche mit den Schulen, 
die Einrichtung und Etablierung von Beratungsteams an den Schulen sowie die Verständigung auf 
ein gemeinsames Fortbildungskonzept. 
 
Soziale Gruppenarbeit
 
Zur Überprüfung der Wirkung der sozialen Gruppenarbeit werden Evaluationsbausteine gemein-
sam mit dem Kommunalen Sozialdienst entwickelt.  
 
Wohnhilfen
 
Die pädagogischen Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten im Jugendwohnen werden 
hinsichtlich der Abgrenzung zu den Hilfen zur Erziehung überprüft 
 
Alkoholprävention
 
Die Alkoholpräventionskampagne „Voll ist out“ wird um Bausteine für die Ansprache von und Arbeit 
mit riskant  Alkohol konsumierenden Jugendlichen erweitert. 
 
Tabakprävention 
Die Aktivitäten zur Tabakprävention bei Kindern und Jugendlichen werden gebündelt. Das positive 
Image des „Nichtrauchens“ wird gefestigt. Neue Entwicklungen werden aufgegriffen und suchtprä-
ventive Konzepte entsprechend angepasst. 
 
Medikamentenmissbrauch
 
Die Drogenhilfe legt einen Schwerpunkt in der Suchtprävention auf das Thema Medikamenten-
missbrauch. Eltern und Multiplikatoren aus Schule und Jugendhilfe werden für diese Thematik 
sensibilisiert und fortgebildet. Eine Vernetzung mit entsprechenden Fachdiensten wird forciert. 
 
Mediensucht 
Das Thema „problematischer Medienkonsum“ wird als neuer Angebotsbaustein entwickelt und 
ausgebaut. Lokale Netzwerke werden unter Einbindung weiterer Träger auf- bzw. ausgebaut.

- 5 - 
V/0158/2010 
3. Fazit 
 
Handlungsleitend für die vorliegenden Empfehlungen innerhalb der Jugendarbeit, Jugendsozialar-
beit und dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz sind alle Maßnahmen, die geeignet und 
notwendig sind, den Auftrag des SGB VIII gem. § 1 (3) zu realisieren: „Jugendhilfe soll (…) dazu 
beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familie sowie eine kinder- 
und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen“. 
 
Münster verfügt im Städtevergleich über eine hervorragende Infrastruktur für die Kinder- und Ju-
gendarbeit / Jugendsozialarbeit. Sie ist unverzichtbarer Teil der Jugendhilfelandschaft und bietet 
ein wichtiges Lernfeld für die persönliche und soziale Entwicklung von jungen Menschen. Vor die-
sem Hintergrund ist neben der guten quantitativen Ausstattung die Qualitätsentwicklung voranzu-
treiben.  
 
 
 
 
In Vertretung 
 
 
 
Gez. 
Dr. Andrea Hanke 
Stadträtin 
 
Anlagen: 
 
Münsteraner Kinder- und Jugendförderplan 2010 - 2014

Umschlag_Kinder_Jugendfoerderplan

425 Zeichen

Stadt Münster
Hafenstraße 30
48153 Münster
T el. (02 51) 4 92-51 01
Fax (02 51) 4 92-77 30
jugendamt@stadt-muenster .de
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
begleiten,
fördern,
schützen
Kinder und Jugendarbeit
Jugendsozialarbeit
Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz
Kinder- und
Jugendförderplan
2010 -2014
Info unter: www.muenster .de/stadt/jugendamt
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KuJ 37°
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KuJ Mobile
KuJ St. Ida
KuJ Black Bull
KuJ Lorenz-Süd
KuJ St. Clemens
KuJ AWO - Albatros
JE Bahnhof Wolbeck
KuJ ev. Kirche Hiltrup
KuJ St. Anna - Paulushof
Streetwork VSE
Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit                   
Personal / Stellen
²³ 0
²³ 0,1 - 1,0
²³ 1,1 - 2,0
²³ 2,1 - 3,0
²³ 3,1 - 4,0
ý' aufsuchende Arbeit Stand:   01.01.2010
Hiltrup
Schulen
¾À Grundschule
#* Hauptschule
") Realschule
!( Gymnasium
!( Gesamtschule
GF Förderschule
^_ Waldorfschule, Montessorischule
KuJ:  Kinder- und Jugendeinrichtung
KE:   Kindereinrichtung
JE:   Jugendeinrichtung
JT:   Jugendtreff

Karte_West

1190 Zeichen

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KuJ Wuddi
KuJ La Vie
JT Janosch
KuJ Sprakel
JT Café Lenz
KuJ Hl. Geist
JT "Die Hütte"
KuJ St.Mauritz
KE ABI Südpark
KuJ HOT Coerde
KuJ Lorenz-Süd
JT St. Theresia
KuJ St. Clemens
KuJ AWO-Nienkamp
KuJ Heilig Kreuz
KuJ St. Sebastian
KuJ AWO - Albatros
KuJ Anne-Jakobi-Haus
JE Paul-Gerhardt-Haus
KuJ St. Anna - Paulushof
KuJ Fachwerk Gievenbeck
Streetwork DW
Streetwork Waldspielplatz
Streetwork Mobile
Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit                   
Personal / Stellen
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ý' aufsuchende Arbeit Stand:   01.01.2010
West
Schulen
¾À Grundschule
#* Hauptschule
") Realschule
!( Gymnasium
!( Gesamtschule
GF Förderschule
^_ Waldorfschule, Montessorischule
KuJ:  Kinder- und Jugendeinrichtung
KE:   Kindereinrichtung
JE:   Jugendeinrichtung
JT:   Jugendtreff

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JE Jib
JE Gelmer
KE Wolbeck
KuJ St. Ida
JT Café Lenz
KE Mitte-Nord
KuJ DRK Coerde
KuJ St.Mauritz
KuJ Drei Eichen
KuJ St. Benedikt
JT St. Petronilla
JE Paul-Gerhardt-Haus
JT Pfarrer-Eltrop-Heim
KuJ Johannes-Busch-Haus
Streetwork Waldspielplatz
Streetwork Handorfer Netzwerk
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Personal / Stellen
²³ 0
²³ 0,1 - 1,0
²³ 1,1 - 2,0
²³ 2,1 - 3,0
²³ 3,1 - 4,0
ý' aufsuchende Arbeit Stand:   01.01.2010
Ost
Schulen
¾À Grundschule
#* Hauptschule
") Realschule
!( Gymnasium
!( Gesamtschule
GF Förderschule
^_ Waldorfschule, Montessorischule
KuJ:  Kinder- und Jugendeinrichtung
KE:   Kindereinrichtung
JE:   Jugendeinrichtung
JT:   Jugendtreff

Beratungsverlauf (11)

11.05.2010 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 4 Einbringung Entscheidung

Beschluss: eingebracht

Zur Sitzung
27.05.2010 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 5.4 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
01.06.2010 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
08.06.2010 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 6 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
16.06.2010 Integrationsrat
TOP 3.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.06.2010 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 5.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.06.2010 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 3.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
24.06.2010 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 3.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.06.2010 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 3.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.06.2010 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.7 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
30.06.2010 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 13 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: vertagt

Zur Sitzung

Orte (16)

  • Dieckmannstraße
  • Sprickmannstraße
  • Marktallee
  • Trauttmansdorffstraße
  • Nienkamp
  • Sprickmannplatz
  • Hansaplatz 6
  • Am Pulverschuppen
  • Hafenstraße 30
  • Drei Eichen
  • Kinderhaus 4
  • Wiengarten
  • Pötterhoek
  • Pluggendorf 4
  • Neutor 3
  • Düesberg 6

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0158/2010
Typ
Vorlagen
Datum
21.04.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37