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3941/2019

Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Reduzierung des motorisierten Verkehrs an den Adventswochenenden (Az.: 02-1600-201/19)

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 16.12.2019

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 30.01.2020, TOP 4.7

Anlage 1- Eingabe

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Beschlussvorlage Bezirksvertretung

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Anlage 1- Eingabe

3236 Zeichen

Von:  
Gesendet: Donnerstag, 15. August 2019 19:13 
A n: 02-1/4 Geschäftsstelle Anregungen und Beschwerden <geschaeftsstelle-anregungen-
beschwerden@stadt-koeln.de> 
Betreff: Reduzierung des motorisierten Verkehrs an den Advents-Wochenenden 
 
Guten Tag, 
meine Überlegungen beziehen sich zunächst auf die Advents-Wochenenden. 
Ich denke einfach mal "quer". 
Der zur Zeit von Fernbussen angefahrene Halt "Komödienstr." soll evtl. zum Musical Dome 
verlegt werden ....... 
Es bedarf einer völligen Entzerrung des motorisierten Verkehrs, auch weil Köln den 
Klimanotstand ausgerufen hat. 
Zu berücksichtigen ist: 
- wo steigen die Bus-Fahrgäste aus bzw. wieder ein. 
- wie kommen sie problemlos zu den zentral gelegenen Weihnachtsmärkten 
- wo parken die Busse in der "Leer-Zeit" 
- welche technischen Hilfs-Möglichkeiten für die Busse kann den Fahrern angeboten werden 
- wie kann ihnen die "Ruhezeit" angenehm gestaltet werden 
Fernbusse 
Sie werden nicht mehr in die Innenstadt/Altstadt gelenkt sondern fahren Schiffsanlegestellen 
an. 
Von denen gibt es, von der HGK angefangen, über die KD bis hin zu Fluss-
Kreuzfahrtschiffen auf beiden Rheinseiten mehr als genug. 
Aber auch der etwas außerhalb liegende KD-Anleger "Köln-Porz" soll nicht unerwähnt 
bleiben. 
Wie steht es um den Mülheimer-, Niehler und Deutzer Hafen? 
Durch eine intelligente Verknüpfung der noch zu installierenden Routen (und die Planung der 
erforderlichen Schiffe -nicht nur aus Köln) 
können dann die Anlegestellen zwischen Severins- und Hohenzollernbrücke auf der linken 
Rheinseite angesteuert werden. 
Die Busse fahren danach Parkplätze an, die ihnen zugewiesen werden, möglichst außerhalb 
vielbefahrener Straßen. 
In die Überlegung beziehe ich auch den "Verkehrsübungsplatz Köln-Poll" mit ein. 
Technische Hilfsmöglichkeiten für Reparaturen an den Bussen können durch mobile 
Werkstattwagen, die sich auf Fernbusse spezialisiert haben, angeboten werden. 
Auf den großflächigen Parkplätzen sollten mobile Möglichkeiten zur Einkehr für die Fahrer 
angeboten werden. 
Auch diesen Service sollte die Stadt Köln zur Verfügung stellen.

Die Rückkehr zu den Bussen könnte in umgekehrten Reihenfolge erfolgen. 
Wie kann der Transfer vom Bus mit dem Schiff zum Kölner Rheinufer und wieder zurück 
finanziert werden? 
Individualverkehr 
Die Grenze zum Erreichen der Innenstadt bilden die Ringe bzw. die Auffahrten zu den 
Rheinbrücken auf der rechten Rheinseite. 
Ab einer bestimmten Uhrzeit (11 Uhr?) werden keine K ö l n e r Fahrzeuge mehr in die 
"Sperrzone" gelassen. 
Die "Nicht-Kölner Fahrzeughalter" haben in den Parkhäusern Gebühren zu entrichten, die 
"richtig weh tun". 
Falschparker werden rigoros abgeschleppt. 
Oder: jedes Fahrzeug hat ein nicht unerhebliches "Eintrittsgeld" plus hohen Parkhaus- / bzw. 
-platzgebühren zu entrichten. 
Wir befinden uns in einen Klimanotstand (!!) und mit der immer schnelleren Erdzerstörung ist 
nicht zu Spaßen. 
"Anders leben - damit auch Andere überleben" - das muss das Ziel der Verkehrspolitik 
besonders im Hinblick auf die Adventszeit sein. 
Vielleicht kann ich, als Nicht-morisierter Verkehrsteilehmer, einen Beitrag zur 
vorweihnachtlichen Zeit leisten. 
Ich wünsche Ihnen einen guten Tag und grüße herzlich.

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

5738 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VIII/64 
201/19 B 
Vorlagen-Nummer 
 3941/2019 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Reduzierung des motorisierten Verkehrs an den 
Adventswochenenden (Az.: 02-1600-201/19) 
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Innenstadt dank dem Petenten für die Eingabe und empfiehlt der Verwaltung, 
das vorgeschlagene Konzept des Petenten nicht kurzfristig zu realisieren. 
 
 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 30.01.2020

2 
Begründung: 
Der Petent beantragt die Reduzierung des motorisierten Verkehrs an den Adventswochenenden in 
der Innenstadt. 
 
 
Stellungnahme der Verwaltung: 
 
Fernbusse 
 
Fernbusse haben seit 2015 keine Einfahrt in die Kölner Innenstadt. 
 
Im Adventverkehr beläuft sich das Reisebusaufkommen nach langjährigen Erfahrungen auf > 100 
Busse je Montag bis Freitag und Sonntag sowie bis zu 300 Bussen an Samstagen und ist damit ge-
genüber dem unterjährigen Aufkommen von i. M. 50 Bussen stark erhöht. 
Durch das besondere Besucherverhalten muss durch ein spezielles Verkehrskonzept, insbesondere 
an Samstagen, die Verkehrssicherheit gewährleistet sein. 
 
Derzeit wird in der Verwaltung intensiv an alternativen Konzepten, sowohl für den unterjährigen Bus-
verkehr als auch für die Vorweihnachtszeit, gearbeitet. 
 
Die in Köln ankommenden Touristenbusse sollen ab 2. Januar 2020 einen neuen Haltepunkt auf der 
Gereonstraße im Bereich des Börsenplatzes anfahren. Dieser neue Haltepunkt wird den bisherigen 
Halt an der Komödienstraße ersetzen und soll eine stadtverträglichere Abwicklung des Reisebusver-
kehrs in der Kölner Innenstadt gewährleisten. 
 
Die Fahrgäste werden in der Gereonstraße aus- und einsteigen und die Busfahrerinnen und Busfah-
rer fahren dann auf einen der Abstellplätze am Rheinufer beziehungsweise zum Busparkplatz am 
Kuhweg in Köln-Riehl. Die Fahrgäste werden zum Ende ihres Kölnbesuchs zu einer vereinbarten Zeit 
an der Gereonstraße von ihrem Bus wieder abgeholt. 
 
Eine dauerhafte Lösung für die unterjährige Abwicklung der Reisebusse soll durch die Einrichtung 
eines attraktiven Busterminals einschließlich eines emissionsarmen Shuttle-Services vom Parkplatz 
Kuhweg zum Haltepunkt Gereonstraße erzielt werden. Dazu soll der so genannte Buspark Köln zu 
einem Terminal mit entsprechender Infrastruktur ertüchtigt werden. 
Die Reisebusse fahren dann direkt den Standort Kuhweg an, die Fahrgäste steigen dort in einen 
Shuttle-Bus, der sie zur Gereonstraße bringt. Der Reisebus kann dann bis zur Rückankunft der Fahr-
gäste am Kuhweg bleiben. Gemeinsam mit einem Ingenieurbüro wurde dazu eine vorbereitende 
Machbarkeitsstudie erstellt. Derzeit erarbeitet die Verwaltung ein konkretes Konzept. Einen entspre-
chenden Beschluss vorausgesetzt, könnte dann nach einer europaweiten Ausschreibung 2021 mit 
der Umsetzung begonnen werden. 
 
Die KD-Anleger stehen auch aufgrund ihres Ausbauzustandes nicht für den Gelegenheitsverkehr mit 
Reisebussen zur Verfügung und widersprechen mit ihrer verstreuten Lage auch dem Ziel, ein zentra-
les Terminal, das durch ein attraktives branchenbezogenes Angebot eine hohe Akzeptanz erfährt, zu 
sein. 
Der Anleger Porz kommt allein wegen der Entfernung in die Innenstadt nicht in Frage. Dass gilt eben-
so für den Niehler und Mülheimer Hafen sowie für den Verkehrsübungsplatz. Für den Deutzer Hafen 
gilt zusätzlich die kurzfristige Überleitung in eine andere Nutzung. 
 
Individualverkehr 
 
Obwohl sich Köln bereits mitten in der viel zitierten Verkehrswende befindet, wie sich unter anderem 
an einem deutlichen Rückgang der mit dem Auto zurückgelegten Wege der Kölnerinnen und Kölner in 
den letzten zehn Jahren ablesen lässt, erscheinen die vom Petenten skizzierten Vorschläge derzeit 
zu weitgehend und damit nicht umsetzbar. 
Die Erreichbarkeit der Stadt mitsamt ihren Arbeitsplätzen, Einkaufsgelegenheiten und Freizeiteinrich-
tungen lässt sich nur über einen angemessenen Verkehrsmittelmix gewährleisten. 
Die Stadt Köln arbeitet an einer Veränderung des Verkehrsmixes, indem Maßnahmen zur Förderung

3 
des Radverkehrs und der Ausbau der Angebote im Öffentlichen Nahverkehr mit Hochdruck geplant 
und umgesetzt werden. 
Gleichzeitig sollen bisher dem Auto vorbehaltene Flächen wie z. B. in Teilen der Altstadt künftig in 
Fußgängerzonen integriert oder dem Fuß- und Radverkehr zugeschlagen werden (vgl. Verkehrsfüh-
rungskonzept Altstadt: https://www.stadt-koeln.de/artikel/66289/index.html). 
 
In diesem Kontext sind auch die Erhöhung der Parkhausgebühren und die Novellierung der Parkge-
bührenordnung gestellt. All dies bedarf jedoch einer abgestimmten und ausgewogenen Vorbereitung 
und Planung. 
Maßnahmen, die einseitig Restriktionen beinhalten, können nicht dazu beitragen, die Verkehrsprob-
leme adäquat zu lösen. 
 
Um den Besucherinnen und Besuchern Kölns in der Adventszeit eine stressfreie Anreise mit dem 
Pkw zu ermöglichen und die Parkplatzsuche in der City zu ersparen und somit auch zur verkehrliche 
Entlastung beizutragen, hat die Stadt Köln in Kooperation mit den Kölner Verkehrs-Betrieben ein at-
traktives Angebot geschaffen: 
 
Die Besucherinnen und Besucher der Parkhäuser an der LANXESS Arena in Deutz, der Tiefgarage 
am Kaiser-Wilhelm-Ring sowie dem P+R Haus Vorst in Marsdorf können mit ihrem Parkticket an den 
Adventssamstagen vor Weihnachten den öffentlichen Nahverkehr in Köln mit maximal fünf Personen 
nutzen, ohne dass ein zusätzlicher Fahrausweis benötigt wird.  
Ergänzend hierzu werden auch die Verkehrsangebote im Regionalen Schienenverkehr auf die erhöh-
te Nachfrage hin angepasst.  
 
 
 
 
Anlage 
Eingabe

Beratungsverlauf (1)

30.01.2020 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 4.7 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Komödienstraße
  • Gereonstraße
  • Hohenzollernbrücke
  • Kaiser-Wilhelm-Ring
  • Mülheimer Hafen
  • Am Rheinufer
  • Kuhweg

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Details

Aktenzeichen
3941/2019
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
16.12.2019
Erstellt
12.11.2019 12:21