3941/2019
Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Reduzierung des motorisierten Verkehrs an den Adventswochenenden (Az.: 02-1600-201/19)
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Anlage 1- Eingabe
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Von: Gesendet: Donnerstag, 15. August 2019 19:13 A n: 02-1/4 Geschäftsstelle Anregungen und Beschwerden <geschaeftsstelle-anregungen- beschwerden@stadt-koeln.de> Betreff: Reduzierung des motorisierten Verkehrs an den Advents-Wochenenden Guten Tag, meine Überlegungen beziehen sich zunächst auf die Advents-Wochenenden. Ich denke einfach mal "quer". Der zur Zeit von Fernbussen angefahrene Halt "Komödienstr." soll evtl. zum Musical Dome verlegt werden ....... Es bedarf einer völligen Entzerrung des motorisierten Verkehrs, auch weil Köln den Klimanotstand ausgerufen hat. Zu berücksichtigen ist: - wo steigen die Bus-Fahrgäste aus bzw. wieder ein. - wie kommen sie problemlos zu den zentral gelegenen Weihnachtsmärkten - wo parken die Busse in der "Leer-Zeit" - welche technischen Hilfs-Möglichkeiten für die Busse kann den Fahrern angeboten werden - wie kann ihnen die "Ruhezeit" angenehm gestaltet werden Fernbusse Sie werden nicht mehr in die Innenstadt/Altstadt gelenkt sondern fahren Schiffsanlegestellen an. Von denen gibt es, von der HGK angefangen, über die KD bis hin zu Fluss- Kreuzfahrtschiffen auf beiden Rheinseiten mehr als genug. Aber auch der etwas außerhalb liegende KD-Anleger "Köln-Porz" soll nicht unerwähnt bleiben. Wie steht es um den Mülheimer-, Niehler und Deutzer Hafen? Durch eine intelligente Verknüpfung der noch zu installierenden Routen (und die Planung der erforderlichen Schiffe -nicht nur aus Köln) können dann die Anlegestellen zwischen Severins- und Hohenzollernbrücke auf der linken Rheinseite angesteuert werden. Die Busse fahren danach Parkplätze an, die ihnen zugewiesen werden, möglichst außerhalb vielbefahrener Straßen. In die Überlegung beziehe ich auch den "Verkehrsübungsplatz Köln-Poll" mit ein. Technische Hilfsmöglichkeiten für Reparaturen an den Bussen können durch mobile Werkstattwagen, die sich auf Fernbusse spezialisiert haben, angeboten werden. Auf den großflächigen Parkplätzen sollten mobile Möglichkeiten zur Einkehr für die Fahrer angeboten werden. Auch diesen Service sollte die Stadt Köln zur Verfügung stellen. Die Rückkehr zu den Bussen könnte in umgekehrten Reihenfolge erfolgen. Wie kann der Transfer vom Bus mit dem Schiff zum Kölner Rheinufer und wieder zurück finanziert werden? Individualverkehr Die Grenze zum Erreichen der Innenstadt bilden die Ringe bzw. die Auffahrten zu den Rheinbrücken auf der rechten Rheinseite. Ab einer bestimmten Uhrzeit (11 Uhr?) werden keine K ö l n e r Fahrzeuge mehr in die "Sperrzone" gelassen. Die "Nicht-Kölner Fahrzeughalter" haben in den Parkhäusern Gebühren zu entrichten, die "richtig weh tun". Falschparker werden rigoros abgeschleppt. Oder: jedes Fahrzeug hat ein nicht unerhebliches "Eintrittsgeld" plus hohen Parkhaus- / bzw. -platzgebühren zu entrichten. Wir befinden uns in einen Klimanotstand (!!) und mit der immer schnelleren Erdzerstörung ist nicht zu Spaßen. "Anders leben - damit auch Andere überleben" - das muss das Ziel der Verkehrspolitik besonders im Hinblick auf die Adventszeit sein. Vielleicht kann ich, als Nicht-morisierter Verkehrsteilehmer, einen Beitrag zur vorweihnachtlichen Zeit leisten. Ich wünsche Ihnen einen guten Tag und grüße herzlich.
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/64 201/19 B Vorlagen-Nummer 3941/2019 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Reduzierung des motorisierten Verkehrs an den Adventswochenenden (Az.: 02-1600-201/19) Beschlussorgan Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Innenstadt dank dem Petenten für die Eingabe und empfiehlt der Verwaltung, das vorgeschlagene Konzept des Petenten nicht kurzfristig zu realisieren. Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 30.01.2020 2 Begründung: Der Petent beantragt die Reduzierung des motorisierten Verkehrs an den Adventswochenenden in der Innenstadt. Stellungnahme der Verwaltung: Fernbusse Fernbusse haben seit 2015 keine Einfahrt in die Kölner Innenstadt. Im Adventverkehr beläuft sich das Reisebusaufkommen nach langjährigen Erfahrungen auf > 100 Busse je Montag bis Freitag und Sonntag sowie bis zu 300 Bussen an Samstagen und ist damit ge- genüber dem unterjährigen Aufkommen von i. M. 50 Bussen stark erhöht. Durch das besondere Besucherverhalten muss durch ein spezielles Verkehrskonzept, insbesondere an Samstagen, die Verkehrssicherheit gewährleistet sein. Derzeit wird in der Verwaltung intensiv an alternativen Konzepten, sowohl für den unterjährigen Bus- verkehr als auch für die Vorweihnachtszeit, gearbeitet. Die in Köln ankommenden Touristenbusse sollen ab 2. Januar 2020 einen neuen Haltepunkt auf der Gereonstraße im Bereich des Börsenplatzes anfahren. Dieser neue Haltepunkt wird den bisherigen Halt an der Komödienstraße ersetzen und soll eine stadtverträglichere Abwicklung des Reisebusver- kehrs in der Kölner Innenstadt gewährleisten. Die Fahrgäste werden in der Gereonstraße aus- und einsteigen und die Busfahrerinnen und Busfah- rer fahren dann auf einen der Abstellplätze am Rheinufer beziehungsweise zum Busparkplatz am Kuhweg in Köln-Riehl. Die Fahrgäste werden zum Ende ihres Kölnbesuchs zu einer vereinbarten Zeit an der Gereonstraße von ihrem Bus wieder abgeholt. Eine dauerhafte Lösung für die unterjährige Abwicklung der Reisebusse soll durch die Einrichtung eines attraktiven Busterminals einschließlich eines emissionsarmen Shuttle-Services vom Parkplatz Kuhweg zum Haltepunkt Gereonstraße erzielt werden. Dazu soll der so genannte Buspark Köln zu einem Terminal mit entsprechender Infrastruktur ertüchtigt werden. Die Reisebusse fahren dann direkt den Standort Kuhweg an, die Fahrgäste steigen dort in einen Shuttle-Bus, der sie zur Gereonstraße bringt. Der Reisebus kann dann bis zur Rückankunft der Fahr- gäste am Kuhweg bleiben. Gemeinsam mit einem Ingenieurbüro wurde dazu eine vorbereitende Machbarkeitsstudie erstellt. Derzeit erarbeitet die Verwaltung ein konkretes Konzept. Einen entspre- chenden Beschluss vorausgesetzt, könnte dann nach einer europaweiten Ausschreibung 2021 mit der Umsetzung begonnen werden. Die KD-Anleger stehen auch aufgrund ihres Ausbauzustandes nicht für den Gelegenheitsverkehr mit Reisebussen zur Verfügung und widersprechen mit ihrer verstreuten Lage auch dem Ziel, ein zentra- les Terminal, das durch ein attraktives branchenbezogenes Angebot eine hohe Akzeptanz erfährt, zu sein. Der Anleger Porz kommt allein wegen der Entfernung in die Innenstadt nicht in Frage. Dass gilt eben- so für den Niehler und Mülheimer Hafen sowie für den Verkehrsübungsplatz. Für den Deutzer Hafen gilt zusätzlich die kurzfristige Überleitung in eine andere Nutzung. Individualverkehr Obwohl sich Köln bereits mitten in der viel zitierten Verkehrswende befindet, wie sich unter anderem an einem deutlichen Rückgang der mit dem Auto zurückgelegten Wege der Kölnerinnen und Kölner in den letzten zehn Jahren ablesen lässt, erscheinen die vom Petenten skizzierten Vorschläge derzeit zu weitgehend und damit nicht umsetzbar. Die Erreichbarkeit der Stadt mitsamt ihren Arbeitsplätzen, Einkaufsgelegenheiten und Freizeiteinrich- tungen lässt sich nur über einen angemessenen Verkehrsmittelmix gewährleisten. Die Stadt Köln arbeitet an einer Veränderung des Verkehrsmixes, indem Maßnahmen zur Förderung 3 des Radverkehrs und der Ausbau der Angebote im Öffentlichen Nahverkehr mit Hochdruck geplant und umgesetzt werden. Gleichzeitig sollen bisher dem Auto vorbehaltene Flächen wie z. B. in Teilen der Altstadt künftig in Fußgängerzonen integriert oder dem Fuß- und Radverkehr zugeschlagen werden (vgl. Verkehrsfüh- rungskonzept Altstadt: https://www.stadt-koeln.de/artikel/66289/index.html). In diesem Kontext sind auch die Erhöhung der Parkhausgebühren und die Novellierung der Parkge- bührenordnung gestellt. All dies bedarf jedoch einer abgestimmten und ausgewogenen Vorbereitung und Planung. Maßnahmen, die einseitig Restriktionen beinhalten, können nicht dazu beitragen, die Verkehrsprob- leme adäquat zu lösen. Um den Besucherinnen und Besuchern Kölns in der Adventszeit eine stressfreie Anreise mit dem Pkw zu ermöglichen und die Parkplatzsuche in der City zu ersparen und somit auch zur verkehrliche Entlastung beizutragen, hat die Stadt Köln in Kooperation mit den Kölner Verkehrs-Betrieben ein at- traktives Angebot geschaffen: Die Besucherinnen und Besucher der Parkhäuser an der LANXESS Arena in Deutz, der Tiefgarage am Kaiser-Wilhelm-Ring sowie dem P+R Haus Vorst in Marsdorf können mit ihrem Parkticket an den Adventssamstagen vor Weihnachten den öffentlichen Nahverkehr in Köln mit maximal fünf Personen nutzen, ohne dass ein zusätzlicher Fahrausweis benötigt wird. Ergänzend hierzu werden auch die Verkehrsangebote im Regionalen Schienenverkehr auf die erhöh- te Nachfrage hin angepasst. Anlage Eingabe
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (7)
- Komödienstraße
- Gereonstraße
- Hohenzollernbrücke
- Kaiser-Wilhelm-Ring
- Mülheimer Hafen
- Am Rheinufer
- Kuhweg
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Details
- Aktenzeichen
- 3941/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 16.12.2019
- Erstellt
- 12.11.2019 12:21