0307/2023
Verteilung der Mittel des Fördertopfes Antirassismus-Antidiskriminierungsarbeit -Filmproduktion ,Zeitzeug*innen der NSU-Anschläge in Köln
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Beschlussvorlage Rat
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Dezernat, Dienststelle OB/16/162/3 Vorlagen-Nummer 0307/2023 Freigabedatum 06.02.2023 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Verteilung der Mittel des Fördertopfes Antirassismus-Antidiskriminierungsarbeit - Filmproduktion ,Zeitzeug*innen der NSU-Anschläge in Köln Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat beschließt die Verwendung von je 22.500 € für die „Filmproduktion ‚Zeit- zeug*innen der NSU-Anschläge in Köln‘ inkl. Technikkosten etc.“ für die Jahre 2023 und 2024 aus dem Fördertopf Antirassismus-/ Antidiskriminierungsarbeit. Die produ- zierten Filminterviews mit den Überlebenden des Nagelbombenanschlages sollen je- weils am Jahrestag 9. Juni der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung steht im Teil - ergebnisplan des Amtes für Integration und Vielfalt in der Produktgruppe 0504 – Frei- willige Sozialleistungen und Diversity, in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen in den Haushaltsjahren 2023 und 2024 im Haushaltsplan 2023/2024 zur Verfügung. Rat 09.02.2023 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 2023/ 22.500 2024/22.500 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Verteilung der Mittel des Fördertopfes Antirassismus- Antidiskriminierungsarbeit -Filmproduktion ,Zeitzeug*innen der NSU-Anschläge in Köln Zusammenfassung in einfacher Sprache: Der Integrationsrat bittet den Rat, die „Filmproduktion ‚Zeitzeug*innen der NSU- Anschläge in Köln“ zu fördern. Für 2023 und 2024 soll hierfür Geld aus dem För- dertopf „Antirassismus-/ Antidiskriminierungsarbeit“ genutzt werden. Die Filmge- spräche mit den Überlebenden des Anschlages sollen jedes Jahr am 9. Juni inte- ressierten Menschen gezeigt werden. Einzelne Projekte aus diesem Fördertopf sollen immer nur höchstens 10.000 Euro kosten. So wurde es in der Richtlinie vom Rat beschlossen. Da die Erstellung der Filmgespräche sehr viel mehr kostet, muss der Rat darüber entscheiden. Begründung: In seiner Sitzung am 17.01.2023 hat der Integrationsrat einstimmig den folgen- den Beschluss gefasst: 3 „Der Integrationsrat bittet den Rat um folgenden Beschluss: Der Rat beschließt die Verwendung von je 22.500 € für die „Filmproduktion ‚Zeit- zeug*innen der NSU -Anschläge in Köln‘ inkl. Technikkosten etc.“ für die Jahre 2023 und 2024 aus dem Fördertopf Antirassismus -/ Antidiskriminierungsarbeit. Die produ- zierten Filminterviews mit den Überlebenden des Nagelbombenanschlages sollen je- weils am Jahrestag 9. Juni der Öffentlichkeit präsentiert werden.“ Gemäß Hauptsatzung der Stadt Köln hat der Rat dem Integrationsrat Mittel zugewie- sen, über deren Verteilung der Integrationsrat nach einer vom Rat beschlossenen Richtlinie zur Förderung rassismuskritischer Projekte zur Stärkung von Demokratie und Akzeptanz entscheidet. Es stehen Mittel für Antirassismustraining sowie aus dem Fördertopf Antirassismus - /Antidiskriminierungsarbeit in den Jahren 2023 und 2024 jeweils insgesamt 150.000 € zur Verfügung. Hiervon wurden 100.000 € über den politischen Veränderungsnac h- weis zugesetzt. Ein Betrag von jeweils 22.500 € soll in den Jahren 2023 und 2024 zur Produktion von filmischen Portraits der von den NSU -Anschlägen unmittelbar betroffenen Personen eingesetzt werden. Eine Pilotproduktion „Filminterviews mit Überlebenden des Nagelbombenanschlags“ ist unter der Federführung von Prof. Ulf Aminde bereits erfolgt. Die Ergebnisse wurden am 9. Juni 2022 auf einer Veranstaltung des Integrationsrates in Kooperation mit dem Schauspielhaus der Öffentlichkeit vorgestellt. Es sollen nun weitere Zeitzeug*innen- Gespräche gefilmt, geschnitten und übersetzt werden. Dies soll die filmische Grundla- ge für einen Lern - und Erinnerungsort am geplanten Mahnmal an der Keupstraße / Ecke Schanzenstraße und auch die Grundlage für ein zu erstellendes Filmarchiv zu den beiden durch den NSU begangenen Bombenanschlägen in Köln werden. Die Förderung einzelner Projekte aufgrund der vom Rat beschlossenen Richtlinie soll maximal 10.000 Euro betragen. Da die Einzelförderhöhe hier abweichend von der Richtlinie deutlich überschritten wird, obliegt die Entscheidung dem Rat. Stellungnahme der Verwaltung: Der vorliegende Antrag aus dem Integrationsrat entspricht den Zielen aus der Förder- richtlinie für rassismuskritische Projekte zur Stärkung von Demokratie und Akzeptanz. In den Haushaltsjahren 2023 und 2024 stehen jeweils 150.000 € als Mittel für Antiras- sismustraining/ Fördertopf Antirassismus -/Antidiskriminierungsarbeit zur Verfügung. Der Integrationsrat hat in seiner Sitzung vom 17.01.2023 – in einem ersten Sc hritt – bereits über die Verteilung von Mitteln i.H.v. 103.427 € im Haushaltsjahr 2023 ent- schieden (Vorlage 4282/2022). Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung i.H.v. 22.500 € steht im Teilergebnisplan des Amtes für Integration und Vielfalt in der Produktgruppe 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und Diversity, in der Teilplanzeile 15 – Trans- feraufwendungen in den Haushaltsjahren 2023 und 2024 im Haushaltsplan 2023/2024 zur Verfügung. Begründung der Dringlichkeit: Um die geplanten Interviews fortführen und bis zum 09. Juni 2023 produzieren zu 4 können, ist eine Entscheidung des Rates in seiner nächsten Sitzung am 09.02.2023 zwingend erforderlich. Der Integrationsrat hat hierüber in seiner Sitzung am 17.01.2023 entschieden. Aufgrund d er verwaltungsinternen Prüfung hinsichtlich der Übereinstimmung der Mittelverwendung mit den Zielen der Förderrichtlinie konnte die Vorlage nicht frühzeitig der Politik vorgelegt werden. Anlagen: Antrag zur Sitzung des Integrationsrates am 17.01.2023 AN/ 0002/2023 Antrag zur Filmproduktion ZeitzeugInnen Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Integrationsrates am 17.01.2023
Anlage 2_ Auszug Integrationsrat 17.01 zu TOP 6.1
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Geschäftsführung Integrationsrat Frau Leyla Bachtiosin Telefon: (0221) 022122129725 Fax: (0221) E-Mail: leyla.bachtiosin@stadt- koeln.de Datum: 18.01.2023 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Integrationsrates vom 17.01.2023 öffentlich 6.1 Antrag zur Verteilung der Mittel des Fördertopfes Antirassismus-/Anti- diskriminierungsarbeit - Filmproduktion ‚Zeitzeug*innen der NSU-An- schläge in Köln AN/0002/2023 Der Integrationsrat bittet den Rat um folgenden Beschluss: Der Rat beschließt die Verwendung von je 22.500 € für die „Filmproduktion ‚Zeit- zeug*innen der NSU-Anschläge in Köln‘ inkl. Technikkosten etc.“ für die Jahre 2023 und 2024 aus dem Fördertopf Antirassismus-/ Antidiskriminierungsarbeit. Die produzierten Filminterviews mit den Überlebenden des Nagelbombenanschlages sollen jeweils am Jahrestag 9. Juni der Öffentlichkeit präsentiert werden. Abstimmungsergebnis: Einstimmig beschlossen.
Anlage 1_AN_0002_2023_Vorsitzendengremium_Antrag_zur_Filmproduktion_ZeitzeugInnen
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Vorsitzendengremium 16.12.2022
An den
Vorsitzenden des Integrationsrates
An die
Geschäftsstelle des Integrationsrates
Herrn Andreas Vetter
Antrag gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates
Gremium Datum der Sitzung
Integrationsrat 17.01.2023
Antrag zur Verteilung der Mittel des Fördertopfes Antirassismus-/ Antidiskriminie-
rungsarbeit - Filmproduktion ‚Zeitzeug*innen der NSU-Anschläge in Köln
Beschluss:
Der Integrationsrat beschließt die Verwendung von je 22.500 € für die „Filmproduktion ‚Zeit-
zeug*innen der NSU-Anschläge in Köln‘ inkl. Technikkosten etc.“ für die Jahre 2023 und
2024 aus dem Fördertopf Antirassismus-/ Antidiskriminierungsarbeit.
Die produzierten Filminterviews mit den Überlebenden des Nagelbombenanschlages sollen
jeweils am Jahrestag 9. Juni der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Begründung:
Als Mittel für Antirassismustraining / Fördertopf Antirassismus-/Antidiskriminierungsarbeit
stehen in den Jahren 2023 und 2024 jeweils insgesamt 150.000 € zur Verfügung, wovon
100.000 € über den politischen Veränderungsnachweis zugesetzt wurden. Der Betrag von
jeweils 22.500 € soll in den Jahren 2023 und 2024 zur Weiterproduktion der filmischen Por-
traits der von den NSU Anschlägen unmittelbar betroffenen Personen und Einstellung einge-
setzt werden.
Eine Pilotproduktion „Filminterviews mit Überlebenden des Nagelbombenanschlags“ ist unter
der Federführung von Prof. Ulf Aminde1 erfolgt und die Ergebnisse wurden am 9.6.2022 auf
einer Veranstaltung des Integrationsrates in Kooperation mit dem Schauspielhaus, der Öf-
fentlichkeit vorgestellt.
Es sollen nun weitere Zeitzeug*innengespräche gefilmt, geschnitten und übersetzt werden.
Dies soll die filmische Grundlage für einen Lern- und Erinnerungsort am geplanten Mahnmal
an der Keupstraße / Ecke Schanzenstraße und auch die Grundlage für ein zu erstellendes
Filmarchiv zu den beiden durch den NSU begangenen Bombenanschlägen in Köln werden.
Mit freundlichen Grüßen
Tayfun Keltek, Anna Maria Klimaszewska-Golan, Ahmet Edis, John Akude, Malik Karaman
1 Gewinner des künstlerischen Wettbewe rbs für die Errichtung eines Mahn mals zu den Anschlägen
des NSU in der Keupstraße und der Probsteigasse
Beratungsverlauf (1)
Orte (3)
- Keupstraße
- Probsteigasse
- Schanzenstraße
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 0307/2023
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 06.02.2023
- Erstellt
- 20.01.2023 11:43