0270/2022
"dieKümmerei" - Gesundheitsnetzwerk für niedrigschwelligen Zugang zu medizinischen und sozialen Leistungen
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Anlage 1_Datenübersicht
3400 Zeichen
WIR IMPFEN Impfaktion Chorweiler 18. – 23.12.2021 und 5. bis 6.01.2022 Datenübersicht Altersverteilung Gesamt: 697 Eine Gemeinschaftsaktion der AOK Rheinland/Hamburg, der niedergelassenen Ärzteschaft Chorweiler, der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, des Deutschen Roten Kreuzes, der Stadt Köln und derKümmerei © HNC 2022 WIR IMPFEN Impfaktion Chorweiler 18. – 23.12.2021 und 5. bis 6.01.2022 5-11 Jahre 7% 12-30 Jahre 20% 31 - 60 Jahre 50% >60 Jahre 23% Impfanlass Gruppe ≥ 12 Jahre Gesamt: 648 Eine Gemeinschaftsaktion der AOK Rheinland/Hamburg, der niedergelassenen Ärzteschaft Chorweiler, der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, des Deutschen Roten Kreuzes, der Stadt Köln und derKümmerei © HNC 2022 WIR IMPFEN Impfaktion Chorweiler 18. – 23.12.2021 und 5. bis 6.01.2022 0 100 200 300 400 500 Erstimpfung Zweitimpfung Booster 62 113 473 Geschlechtsverteilung Gruppe ≥ 12 Jahre Gesamt: 648 Eine Gemeinschaftsaktion der AOK Rheinland/Hamburg, der niedergelassenen Ärzteschaft Chorweiler, der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, des Deutschen Roten Kreuzes, der Stadt Köln und derKümmerei © HNC 2022 WIR IMPFEN Impfaktion Chorweiler 18. – 23.12.2021 und 5. bis 6.01.2022 48% 51% 1% w m kA Verteilung mRNA-Vakzine Gruppe ≥ 12 Jahre Gesamt: 648 Eine Gemeinschaftsaktion der AOK Rheinland/Hamburg, der niedergelassenen Ärzteschaft Chorweiler, der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, des Deutschen Roten Kreuzes, der Stadt Köln und derKümmerei © HNC 2022 WIR IMPFEN Impfaktion Chorweiler 18. – 23.12.2021 und 5. bis 6.01.2022 Moderna 48% BioNTech 52% Verortung Gruppe ≥ 12 Jahre Gesamt: 648 Eine Gemeinschaftsaktion der AOK Rheinland/Hamburg, der niedergelassenen Ärzteschaft Chorweiler, der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, des Deutschen Roten Kreuzes, der Stadt Köln und derKümmerei © HNC 2022 WIR IMPFEN Impfaktion Chorweiler 18. – 23.12.2021 und 5. bis 6.01.2022 Sozialraum 80% Sonst. Köln 12% Außerhalb Köln 9% Tägl. Impfraten Gesamt: 697 Eine Gemeinschaftsaktion der AOK Rheinland/Hamburg, der niedergelassenen Ärzteschaft Chorweiler, der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, des Deutschen Roten Kreuzes, der Stadt Köln und derKümmerei © HNC 2022 WIR IMPFEN Impfaktion Chorweiler 18. – 23.12.2021 und 5. bis 6.01.2022 0 20 40 60 80 100 120 140 18.12. 19.12. 20.12. 21.12. 22.12. 23.12. 05.01. 06.01. Kinder ≥12 Jahre Impfungen in derKümmerei - Synopse 17. bis 23.12.2021 und 5. bis 7.1.2022 WIR IMPFEN Impfaktion Chorweiler 18. – 23.12.2021 und 5. bis 6.01.2022 • dK- Impfaktion > 12 Jahre 648 Kinder 5-11 Jahre 49 • Kinder-Impfaktion Stadt Köln 17.12. 21 und 7.1.22 453 Gesamt 1.150 Eine Gemeinschaftsaktion der AOK Rheinland/Hamburg, der niedergelassenen Ärzteschaft Chorweiler, der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, des Deutschen Roten Kreuzes, der Stadt Köln und derKümmerei © HNC 2022 Danke WIR IMPFEN Impfaktion Chorweiler 18. – 23.12.2021 und 5. bis 6.01.2022
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/V Vorlagen-Nummer 07.02.2022 0270/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 10.02.2022 Gesundheitsausschuss 15.02.2022 "dieKümmerei" - Gesundheitsnetzwerk für niedrigschwelligen Zugang zu medizinischen und sozialen Leistungen im Sozialraum Das Gesundheitsnetzwerk „dieKümmerei“ wurde im Juli 2019 als Modellprojekt gegründet. Es bündelt Versorgungsangebote, ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zu medizinischen und sozialen Leistungen und zielt auf eine verbesserte Gesundheitsförderung und –kompetenz der Bürgerinnen und Bürger in den Sozialräumen ab. Das Angebot ist in erster Linie auf die sogenannten vulnerablen Gruppen (Personen mit geringem Einkommen, einem niedrigen sozialen Status, einer niedrigen Schulausbildung oder andere sozial benachteiligte Menschen) ausgerichtet, die häufig Schwierigkeiten haben, sich im Gesundheits- und Sozialleistungssystem zurechtzufinden. Oft führen mangelnde Deutschkenntnisse zu Verunsicherung bis hin zur Resignation. Arztbesuche werden vermieden, Anträge werden nicht oder verspätet gestellt. Die erste Quartierszentrale der „Kümmerei“ in Köln wurde pandemiebedingt erst am 15.09.2021 mit der Einrichtung von Büroräumen am Pariser Platz in Chorweiler eröffnet. Im Sozialraum Blumenberg/Chorweiler/Seeberg-Nord ist der Anteil der vulnerablen Gruppen im gesamtstädtischen Vergleich erhöht. Seither haben nach eigenen Angaben 342 Menschen das Angebot mit unterschiedlichen Bedarfen in Anspruch genommen. Neben ihrer eigentlichen Kernaufgabe hat sich die „Kümmerei“ vor und nach Weihnachten 2021 und zu Beginn des Jahres 2022 mit Räumlichkeiten und Personal an den Corona-Impfaktionen der Stadt in Chorweiler beteiligt. Eine Datenübersicht zur Impfaktion ist als Anlage 1 beigefügt. Das neunköpfige Team der „Kümmerei“ ist multiethnisch, mehrsprachig und multidisziplinär besetzt und übernimmt eine Art Lotsenfunktion bei der Unterstützung der Bürger*innen in allen Gesundheits- und Sozialthemen. Der Erstkontakt erfolgt unbürokratisch und thematisch offen für die unterschiedlichen Problemstellungen und Anliegen der Menschen. Im Anschluss an ein Beratungsgespräch erfolgt die auf den individuellen Bedarf zugeschnittene Hilfe: Bei vorhandenen Sprachbarrieren kann beispielsweise eine Begleitung zu Ärzten oder Behörden notwendig sein. Der/die Mitarbeiter*in der „Kümmerei“ übersetzt z.B. bei den Terminen, erklärt Verordnungen oder unterstützt bei der Erstellung eines Medikamentenplans. Die erforderliche Hilfe kann ebenso darin bestehen, bei Antragstellung und Kontaktaufnahme zu möglichen Kostenträgern wie Krankenkasse, Pflegekasse, Sozialamt, Rehaträger, Jobcenter oder dem LVR zu unterstützen. Gegebenenfalls vermitteln die Mitarbeitenden an andere passende Einrichtungen. Schrittweise soll so die adäquate individuelle Versorgung der hilfesuchenden Person gesichert und Gesundheitskompetenz und gesellschaftliche Teilhabe gestärkt werden. Neben der praktischen Einzelfallhilfe hat sich bereits ein Netzwerk mit Akteur*innen und Initiativen vor Ort gebildet (Sozialraumkoordination, Stadtteileltern, Seniorenberatung, GAG etc.), das weiter ausgeweitet und stabilisiert werden soll. Die gewonnenen Erfahrungen sollen an Entscheidungsträger*innen transportiert und nach Möglichkeit auf weitere Kölner Sozialräume 2 übertragen werden. Aufgebaut wurde „dieKümmerei“ von der HerzNetzCenter GmbH in Köln, die als Managementgesellschaft fungiert. Vertragspartner und Kostenträger war zunächst die AOK Rheinland/Hamburg auf Rechtsgrundlage des § 140a SGB V. Zwischenzeitlich ist auch die IKK Classic dem Vertrag beigetreten und beteiligt sich finanziell. Der Vertrag ist bis zum 31.12.2024 befristet. In der letzten kommunalen Gesundheitskonferenz Köln am 15.11.2021 wurde dem Antrag auf Gründung einer Arbeitsgruppe mit dem Titel „kleinräumige Gesundheitssteuerung“ stattgegeben, die unter Beteiligung einer/s Vertreter*in der „Kümmerei“ weitere Schritte planen soll. Dazu gehören insbesondere auch Fragen der künftigen Finanzierung, da der Vertrag mit den Krankenkassen befristet ist. Geprüft werden soll, inwieweit sich neben den Krankenkassen auch die Stadt Köln und überörtlicher Kostenträger (LVR) zukünftig an den Kosten beteiligen können. Anlage 1 (Datenübersicht zur Impfaktion der „Kümmerei“) Anlage 2 (Steckbrief der „Kümmerei“) Gez. Dr. Rau
Anlage 2_ Steckbrief
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dieKümmerei ist ein Kooperationsmodell des HNC HerzNetzCenter Köln, der AOK Rheinland/Hamburg, der IKK classic sowie der Stadt Köln
Steckbrief
Warum | Gesundheit ist ein soziales Konstrukt. Dem engen Zusammenhang zwischen Lebenswelt und
individueller Gesundheit trägt da s jeweils in sich abgeschottete Sozial - und Gesundheitssystem keine Rech-
nung. Insoweit überraschen weder Versorgungsbrüche noch Vertrauensdefizite. Parallel zum Aus bau arbeits-
teiliger Kompetenz sind koordi native Elemente nahezu vollständig aus dem Blick geraten . Dem Anspruch
sowohl der Bürger*innen als auch der Akteure nach zielorientierter, systemübergreifender Kooperation kann
diese Praxis nicht genügen. Das Dilemma wird durch den generellen Rückzug auf übergeordnete Regeln und
Verfahrensanweisungen noch verstärkt, die die Realität kleinräumiger Strukturen nur bedingt wiederspiegeln
und ihre eigene Umsetzung nicht selten limitieren. Insulären Lösungsversuchen in definierten Sozialräumen
wiederum fehlt die Einbindung in eine strukturierte, synergistische Gesamtplanung, ohne die eine V erhältnis-
prävention nicht denkbar und eine Transformation hin zu einer zukunftsfähigen Gesund heitssicherung nicht
machbar sein wird. Realität und Zukunft erfordern ein universales Gesund heitsverständnis verbunden mit
einem von Prozessanpassungen begleiteten Strukturwandel. Allerdings fehlen entsprechende Blaupausen und
auch der Markt wird diese ureigentliche politische Herausforderung der Gestal tung gesundheitsförderlicher
Lebensverhältnisse nicht übernehmen können. Gefragt sind vielmehr kollekt iver Innova tions- und Gestal -
tungswille auf kommunaler Ebene nicht zuletzt zur Vermeidung sich weiter zuspitzender sozialer Schieflagen.
Wie | Das Modell derKümmerei erprobt im Sozialraum Blumenberg/Chorweiler/Seeberg -Nord die
Machbarkeit und die Wirksamkeit einer loka len Drehsch eibe sozialgerechter Gesundheit. Sie bündelt im
systemübergreifenden Ansatz die ansonsten fragmentierten Schnittmengen, ist Sensor der lokalen Bedarfe
und gleichzeitig agiler Mitt ler zwischen ko mmunaler Gesundheitsplanung, regionalen Akteuren und
zivilgesellschaftlicher Partizipation. Das zentrale Prinzip gemeinschaftlichen Handelns und solidarischer
Verantwortung findet seinen struk turellen Niederschlag in der lokalen Kooperative des Stadtteilbüros , in
welcher derzeit 14 soziale und medizin nahe Akteure einschließlich des Jobcenters unmittelbar vor Ort eng
und aufeinander abgestimmt zusammen arbeiten. Seit der offiziel len Eröffnung derKü mmerei am 15.09.2021
bis zum Jahresende haben insgesamt 703 Bürger*innen die Kooperative kontaktiert. dieKümmerei selbst mit
ihren Case Management -basierten Services wurden im gleichen Zeitraum 342mal von Bürger*innen und
Akteuren angefragt, wovon 58 Fälle eine komplexe Versorgungs- und Unterstützungsproblematik aufwiesen.
Darüber hinaus konnten über eine gemeinsame Aktion der AOK Rheinland/Hamburg, der niedergelassenen
Ärzteschaft Chorweiler, der KV Nordrhein und der Stadt Köln in derKümmerei vom 18.-23.12. 592 Bürger*in-
nen gegen COVID 19 geimpft oder geboostert werden, davon 80% aus dem unmittelbaren Sozialraum.
Wohin | Im Dreiklang von Struktur, Organisation und Prozessgestaltung zielt dieKümmerei darauf ab
regionale Bedarfscharakteristika zu erfassen und diese in ein lokal angepasstes zugangsgerechtes ●
Versorgungskonzept zu übersetzen.
• vorhandene Ressourcen und Angebote zu bündeln und systemübergreifend zu koordinieren.
• das Ausmaß von Über-, Unter- und Fehlversorgung zu reduzieren.
• zivilgesellschaftliche Teilhabe an der Gestaltung gesundheitsdienlicher Lebensräume zu fördern.
• den Switch vom reaktiv-kurativen zum proaktiv-präventiven Handeln machbar zu gestalten.
• den Diskurs zu transformativem regionalen Strukturwandel anzuregen.
• als entscheidender Knotenpunkt für eine Gesamtplanungsverantwortung auch im Bereich der
Gesundheitsversorgung zu fungieren.
• im Rahmen der kommunalen Gesundheitsplanung Antizipation mit Agilität zu verbinden.
• Gesundheitsgerechtigkeit als Querschnittsziel in der politischen Agenda zu verankern.
• die Wirksamkeit regionaler Gesundheitssteuerung zu belegen.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0270/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 07.02.2022
- Erstellt
- 21.01.2022 13:27