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2062/2024

Freigabe und Verteilung rassismuskritischer Projektmittel 2024- 2. Schritt

Beschlussvorlage Ausschuss 16.09.2024

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Anlage 1 - BV 22062_2024 Freigabe u. Verteilung rassismuskritischer Projektmittel 2024- 2. Schritt

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Ansehen

Beschlussvorlage Ausschuss

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Ansehen

Anlage 1 - BV 22062_2024 Freigabe u. Verteilung rassismuskritischer Projektmittel 2024- 2. Schritt

10767 Zeichen

1 
 
Titel  “Sensibilisierung für rassismuskritische Arbeit im Stadtteil". -
Bocklemünd und Bickendorf machen sich auf den Weg 
Antragsteller*in Aktion Nachbarschaft e.V. 
Kurzbeschreibung Mittels Workshops soll die Auseinandersetzung und gemeinsames 
Handeln mit der Thematik Rassismus angestoßen und ausgebaut 
werden. 
Zielgruppe Alle Fachkräfte und Akteur*innen aus den Stadtteilen Bocklemünd, 
Bickendorf, bzw. dem Stadtbezirk Ehrenfeld. 
Format Workshops. 
 
Projektziele  Einstieg und Sensibilisierung zur Thematik Rassismus für 
möglichst viele aktive Personen in den Stadtteilen. 
 Auseinandersetzung und Reflexion mit der eigenen 
Positionierung. 
 Stärkung der individuellen und auch kollektiven Strategien im 
Umgang mit (eigenen) Rassismus- und oder 
Antisemitismuserfahrungen. 
 Vernetzung und Anbahnung der gemeinsamen 
rassismuskritischen Arbeit der Fachkräfte und Akteur*innen im 
Stadtteil. 
 Möglichst viele Personen auf den gleichen Wissenstand bringen 
und vernetzen. 
 Allgemeine Änderung der sozialen Haltung in den Stadtteilen. 
 Anstoß der Motivation für die Notwendigkeit der lebenslangen 
Auseinandersetzung (Eigenleistung) mit der Thematik. 
Ggf. 
Kooperationen 
Mit der Thematik steht Aktion Nachbarschaft im engen Austausch/ 
Kooperation mit dem Interkulturellem Dienst und 
Sozialraumkoordination sowie Coach e.V.. 
Projektzeitraum Ab Bewilligung - Dezember 2024 
Fördersumme 6.513,00 € 
Gesamtkosten 7.968,00 € 
 
 
 
Titel  „Gemeinsam auf dem Weg“ 
Empowerment im Umgang mit Intersektionalität im Kontext 
Erziehung 
Antragsteller*in Pamoja Afrika e.V. 
Kurzbeschreibung Mit den Angeboten zum Empowerment und Awareness von Eltern 
mit und ohne eigene Rassismuserfahrung sollen 
Unterstützungsformate und Wissen im Umgang mit 
Rassismuserfahrungen ihrer Kinder vermittelt und erarbeitet werden, 
insbesondere im Alltag, aber insbesondere auch in 
Krisensituationen. Familien mit Rassismuserfahrungen erleben oft 
eine Überschneidung und ein Zusammenwirken von verschiedenen 
Diskriminierungsformen, mit nachhaltigen Auswirkungen, die sich in 
bewussten und unbewussten Reaktionen zeigen, von der 
emotionalen Ebene, bis hin zum Verhalten. Sie können in diversen 
möglichen psychologischen Folgen wie z.B. Hilflosigkeit, anhaltende 
Trauer, Identitätskonflikte und Depressionen münden. Rassistische 
Erfahrungen wirken traumatisierend und führen zu existentiellen 
Belastungsfaktoren.

2 
 
Zielgruppe  Eltern mit/ ohne Rassismuserfahrung 
 Eltern mit Fluchterfahrungen  
 Multiplikatoren*innen in der Erwachsenenarbeit aus 
verschiedenen Bereichen (Schule/Kita, Träger der Flüchtlings-, 
Kinder- und Jugendhilfe, städtische Einrichtungen).  
Format Workshops  
Projektziele  Umgang mit Intersektionalität insbesondere im Kontext von 
Elternschaft, Erziehungsauftrag, Gesundheit und Empowerment 
 Rassismussensibilität und Empowerment für Eltern, 
Selbstreflexion und Handlungsstrategien im Umgang mit 
Rassismuserfahrungen ihrer Kinder 
 Weiterentwicklung einer solidarischen Community in Köln 
 Empowerment zur Stärkung von Menschen, die Rassismus 
erfahren 
Ggf. 
Kooperationen 
Solution Center Cologne e.V., Haus der Vielfalt,  
Netzwerk Missa Köln, Ngao Ya Jamii e.V.  
Projektzeitraum Ab Bewilligung - Dezember 2024 
Fördersumme 3.500,00 € 
Gesamtkosten 11.659,00 € 
 
 
 
Titel Dissen - mit mir nicht 
Antragsteller*in Caritasverband für die Stadt Köln e.V. 
Kurzbeschreibung Mit diesem ausgeschriebenen Wettbewerb möchten wir Kinder und 
Jugendliche einladen, sich kreativ mit den Themen Rassismus und 
Diskriminierung auseinanderzusetzen. 
Zielgruppe Alle Kinder und Jugendliche in Köln sind eingeladen, sich an dem 
Wettbewerb als Einzelperson, als Gruppe, im Klassenverband oder 
als Jugendeinrichtung zu beteiligen.  
Format Wettbewerb  
Projektziele  Das Thema soll im Unterricht und in den Jugendeinrichtungen 
aufgegriffen werden 
 Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch den Wettbewerb 
 Kindern und Jugendlichen soll der Raum gegeben werden, über 
eigene Erfahrungen zu berichten, Lösungsstrategien 
vorzuschlagen und sie zu empowern 
Ggf. 
Kooperationen 
Kölner Schulen und Jugendeinrichtungen, Netzwerk der 
Sozialarbeiter*innen, weitere Vernetzungskontakte Schule ohne 
Rassismus – Schule mit Courage, Nicolaus-August-Otto Berufskolleg  
Projektzeitraum Ab Bewilligung - Dezember 2024 
Fördersumme 2.100,00 € 
Gesamtkosten 3.800,00 €

3 
 
Titel Kein Raum für Rassismus-Damit wir atmen können 
Antragsteller*in InterKultur e.V. 
Kurzbeschreibung Die Teilnehmer*innen des Projektes nehmen den Workshop als Ort 
des Austausches und neue „Räume der Begegnung und des 
Empowerments“ wahr, bei dem sie u.a. ihre eigenen 
Diskriminierungserfahrungen mitteilen, diskutieren und 
Handlungsoptionen gemeinsam ausarbeiten können. Hierbei bedient 
sich die Referent*in /Workshopleiter*in verschiedener 
theaterpädagogischer und künstlerischer Methoden der 
Biographiearbeit und verbindet diese mit den gängigen 
gesellschaftlichen rassismuskritischen Diskursen. Es sollen Poetry 
Slam-Texte und/oder Rap Texte als Gesamtwerk der 
Teilnehmer*innen erstellt werden. Hierbei geht es um die eigenen 
Diskriminierungserfahrungen sowohl innerhalb der 
Mehrheitsgesellschaft, aber auch innerhalb der eigenen 
postmigrantischen Gesellschaft.  
Das entstandene Produkt soll durch die Projektleitung aufgenommen 
werden, um diese nach Projektabschluss in der politischen 
Bildungsarbeit (z.B. den Lern- und Erinnerungsort begleitende 
Jugend- und Schulworkshops) einzusetzen und ggf. auf der eigenen 
Internetplattform und weiteren sozialen Medien zu veröffentlichen.  
 
Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene mit Rassismuserfahrungen  
(BIPoC) 
Format Workshops  
Projektziele  Erleben von Empowerment, d.h. die Stärkung und Vernetzung 
unter den Teilnehmer*innen durch die Aufarbeitung von 
gemeinsamen Rassismus-Erfahrungen 
 Befähigung der betroffenen jungen Menschen zur aktiven 
Mitgestaltung von Medienformaten (Poetry Slam, Rap) 
Sensibilisierung für die Auswirkungen von rechtem Terror, 
alltäglicher Diskriminierung und institutionellem Rassismus 
 Schaffung neuer Begegnungs- und Empowermenträume zur 
Ausarbeitung von Handlungsoptionen gegen Diskriminierung und 
Ausgrenzung 
Ggf. 
Kooperationen 
Don Bosco Club Köln 
Projektzeitraum Ab Bewilligung - Dezember 2024 
Fördersumme 4.302,00 € 
Gesamtkosten 4.780,00 € 
 
 
 
Titel Diskriminierungsfreie Editionen der Johannes- und 
Matthäuspassionen von Johann Sebastian Bach 
Antragsteller*in Kulturinitiative e.V.    www.criticalclassics.org 
Kurzbeschreibung In Zusammenarbeit mit Vertreter*innen der betroffenen 
Religionsgruppen sollen Expert*innen der Bereiche Diversity, 
Sensitivity Reading, Dramaturgie, Autorenschaft, Verlagswesen etc. 
diskriminierungsfreie Textfassungen der Bach-Oratorien 
“Johannespassion” und „Matthäuspassion” erarbeiten, die dann als 
kostenlose Edition in der Reihe “Critical Classics” veröffentlicht 
werden.

4 
 
Zielgruppe Musiker*innen, Chorsänger*innen, Zuhörer*innen von Bachs 
Oratorien, die aktuell bei jeder Aufführung diskriminierenden, 
antisemitischen Inhalten in den Libretti ausgesetzt sind. 
Format Diskriminierungsfreie Libretto- und Noteneditionen zum kostenlosen 
und rechtefreien Download. 
Projektziele  Die Aufführung antisemitischer Textpassagen in den Oratorien 
“Johannespassion” und “Matthäuspassion” von Johann Sebastian 
Bach und damit die Verbreitung antijüdischem Gedankenguts 
vermeiden.  
 Eine breite Diskussion über den Umgang mit problematischen 
Inhalten in weit verbreiteten musikalischen Werken befördern. 
 Junge Menschen zu einem aufgeklärten Umgang mit historischen 
Kunstwerken bewegen. 
Ggf. 
Kooperationen Offizieller Partner von Critical Classics ist der Landesmusikrat NRW  
Projektzeitraum Ab Bewilligung - Dezember 2024 
Fördersumme  7.975,00 € 
Gesamtkosten  8.875,00 € 
 
 
 
Titel EmpowerHer 
Antragsteller*in 180 Grad Wende e.V. 
Kurzbeschreibung Im Rahmen des Projektes „Kein Raum für Rassismus – Damit 
wir atmen können“ soll ein rassismuskritischer partizipativer 
Workshop erfolgen. Die Teilnehmer*innen des Projektes 
nehmen dabei den Workshop als Ort des Austausches und neue 
„Räume der Begegnung und Empowerments“ wahr, bei dem die 
Teilnehmer*innen u.a. ihre eigenen Diskriminierungserfahrungen 
mitteilen, diskutieren und Handlungsoptionen gemeinsam 
ausarbeiten können. Hierbei bedient sich die Referent*in/ 
Workshopleiter*in verschiedener künstlerischer Methoden der 
Biographiearbeit und verbindet diese mit den gängigen 
gesellschaftlichen rassismuskritischen Diskursen. 
Die Formate: 
Workshop: Theaterpädagogische und künstlerische Aufarbeitung 
von eigenen Diskriminierungserfahrungen sowohl innerhalb der 
Mehrheitsgesellschaft, aber auch innerhalb der eigenen 
postmigrantischen Gesellschaft. Erstellung eines Poety Slam 
Textes und oder Rap Textes als Gesamtwerk der 
Teilnehmer*innen. Das entstandene Produkt soll durch die 
Projektleitung aufgenommen werden, um diese nach 
Projektabschluss in der politischen Bildungsarbeit (z.B. den 
Lern- und Erinnerungsort begleitende Jugend- und 
Schulworkshops) einzusetzen und ggf. auf der eigenen 
Internetplattform und weiteren sozialen Medien zu 
veröffentlichen. Hierbei steht die künstlerische Form der 
Auseinandersetzung mit Rassismus im Mittelpunkt. (angeleitet 
durch eine Trainerin für Antidiskriminierung). 
Zielgruppe Zielgruppe des Projekts sind Frauen mit internationaler 
Familiengeschichte bzw. Frauen die von Rassismus betroffen sind im 
Alter von ca. 18 bis 27 Jahren aus Köln. Bei der Zielgruppe handelt es 
sich um eine Gruppe, die durch intersektionale Diskriminierung einen 
besonderen Bedarf an präventiven und empowernden

5 
 
Unterstützungsangeboten hat. Es sollen mind. 15 Frauen pro 
Veranstaltung erreicht werden.  
Format Workshops  
Projektziele  Durchführung eines Kennenlern-Workshops in Form eines 
Community Picknicks zu Projektbeginn, in dem sich 15 Frauen 
kennenlernen und austauschen können.  
 Durchführung von 3 Workshops aus dem Bereich der 
Antidiskriminierung mit jeweils 15 Teilnehmerinnen, in denen die 
Teilnehmerinnen Handlungsmöglichkeiten kennenlernen, um bspw. 
mit psychischen Belastungen oder Konflikten umzugehen.  
 Durchführung von 5 Workshops aus dem Bereich Kreativität und 
Kunst mit jeweils 15 Teilnehmerinnen, in denen diese künstlerische 
Methoden und Techniken kennenlernen, um (Diskriminierungs-) 
Erfahrungen auf diese Art zu bearbeiten.  
 Durchführung eines Abschlussworkshops mit 15 Teilnehmerinnen, 
in dem die neu entstandene Community die Erfahrungen aus dem 
Projekt miteinander reflektieren kann.  
Ggf. 
Kooperationen 
-/- 
Projektzeitraum Ab Bewilligung - Dezember 2024 
Fördersumme 4.608,00 € 
Gesamtkosten 5.120,00 €

Beschlussvorlage Ausschuss

7344 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162/3 
 
Vorlagen-Nummer 
 2062/2024 
Freigabedatum 30.08.2024 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Freigabe und Verteilung rassismuskritischer Projektmittel 2024- 2. Schritt  
Beschlussorgan 
Integrationsrat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Integrationsrat Köln beschließt im zweiten Schritt für das Jahr 2024 die Verteilung von 
28.998 Euro zur Förderung von Projekten der rassismuskritischen und antirassistischen Arbeit 
wie folgt:  
 
Nr. Antragsteller*in Projekttitel Fördersumme 
in Euro 
1.  Aktion Nachbar-
schaft e.V. 
“Sensibilisierung für rassismus-
kritische Arbeit im Stadtteil". -
Bocklemünd und Bickendorf ma-
chen sich auf den Weg” 
 6.513,00 € 
2.  Pamoja Afrika e.V.  „Gemeinsam auf dem Weg“ 
Empowerment im Umgang mit In-
tersektionalität im Kontext Erzie-
hung 
 3.500,00 € 
3.  Caritasverband für 
die Stadt Köln e.V. 
Dissen - mit mir nicht   2.100,00 € 
4.  InterKultur e.V. Kein Raum für Rassismus-Damit 
wir atmen können  
 4.302,00 € 
5.  Kulturinitiative e.V. Diskriminierungsfreie Editionen 
der Johannes- und Matthäuspas-
sion von Johann Sebastian Bach 
 7.975,00 € 
6.  180 Grad Wende 
e.V.  
EmpowerHer  4.608,00 € 
Gesamt-
summe  
  28.998,00 € 
 
Der Projektzeitraum liegt zwischen September und Ende Dezember 2024. 
 
Hinweis: Dem Interkultur e.V. kann statt der beantragten Summe in Höhe von 4.345 Euro (s. 
auch Steckbrief in der Anlage) lediglich ein Förderbetrag von 4.302 Euro bewilligt werden, da 
10 % der Projektgesamtkosten vom Antragstellenden im Rahmen eines Eigenanteils zu er-
bringen sind.  
 
Zur Finanzierung der Maßnahme beschließt der Integrationsrat gleichzeitig die Freigabe der 
Integrationsrat 03.09.2024

2 
im Haushaltsplan 2023/2024 im Rahmen des Beschlusses des Finanzausschusses 
AN/1726/2022 vom 30.09.2022 zugesetzten Mittel „Fördertopf Antirassismus-/Antidiskriminie-
rungsarbeit“ in Höhe von 28.998 Euro für das Haushaltsjahr 2024 im Teilergebnisplan des 
Amtes für Integration und Vielfalt in der Produktgruppe 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und 
Diversity, in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen.

3 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  
Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme        € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja  28.998 
€      % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Zusammenfassung in einfacher Sprache:  
 
Rassismus ist auch in Köln ein Problem, das uns allen immer wieder begegnet. Wenn 
Menschen z.B. wegen ihrer Herkunft beleidigt oder benachteiligt werden, dann nennt 
man das Rassismus, den wir in unserer weltoffenen, toleranten und vielfältigen Stadt 
nicht erleben wollen. Daher unterstützt die Stadt Köln Projekte z.B. mit Workshops 
und verschiedenen Veranstaltungen, die Menschen dabei helfen, sich gegen Rassis-
mus zu wehren und sich gegen Ausgrenzung stark zu machen. Von den Anträgen, die 
eingereicht wurden, sollen nun sechs Projekte eine Förderung erhalten. Was die Pro-
jekte machen, kann man in der beigefügten Übersicht nachlesen.  
 
Begründung:  
Im Vorwort des aktuellen Berichtes der Antidiskriminierungsstelle des Bundes heißt es 
„Beratungsanfragen an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes haben 2022 einen 
neuen Rekordwert erreicht: 10.772 Menschen haben sich im vergangenen Jahr an 
uns gewendet. Das sind so viele wie nie zuvor. Die meisten Menschen beklagten ras-
sistische Diskriminierung.“

4 
Auch in Köln ist Rassismus ein anhaltendes Problem. Deshalb setzt sich die Stadt für 
das vielfältige und friedliche Miteinander der Menschen ein und fördert Projekte, die 
Rassismus auf verschiedene Weise bekämpfen, indem sie Menschen ohne eigene 
Rassismuserfahrungen sensibilisieren und solche, die Rassismus erlebt haben, stär-
ken. Denn Rassismus hat in Köln keinen Platz!  
 
In den letzten Jahren hat sich ein zunehmend offen gezeigter Rassismus zu einer 
massiven Belastung des friedlichen Miteinanders sowie des Zusammenhalts in der 
Gesellschaft entwickelt, was sich in den aktuellen Diskursen sowie in den medialen 
Berichten und Diskussionen deutlich zeigt. Daher ist – auch in Köln – der Bedarf an 
Präventions-, Sensibilisierungs - und Empowermentangeboten immer noch sehr hoch.  
 
Gemäß § 22 Absatz 7 der Hauptsatzung der Stadt Köln weist der Rat dem Integrati-
onsrat Mittel zu, über deren Verteilung der Integrationsrat nach einer vom Rat be-
schlossenen Richtlinie entscheidet.  
 
Im Haushaltsjahr 2024 stehen 50.000 Euro aus dem laufenden Budget für die Förde-
rung antirassistischer und rassismuskritischer Projekte („Mittel für Antirassismustrai-
ning“) sowie zusätzlich 100.000 Euro aus dem politischen Veränderungsnachweis 
zum Haushaltsplan 2023/2024 aus dem „Fördertopf Antirassismus-/Antidiskriminie-
rungsarbeit“ - somit also insgesamt 150.000 Euro - zur Verfügung. Die über den politi-
schen Veränderungsnachweis zugesetzten Mittel stehen unter dem Freigabevorbehalt 
des Fachausschusses.  
 
Der Bedarf und das Interesse daran, den unterschiedlichsten Formen von Rassismus 
und Diskriminierung vorzubeugen, sie zu thematisieren, Menschen zu sensibilisieren 
und zu empowern, zeigt sich sowohl in der Anzahl als auch in der Diversität der ge-
stellten Anträge.  
 
Im ersten Förderschritt des Jahres 2024 wurden bereits 13 Anträge mit einer Förder-
summe von 98.411 Euro mit der Vorlage 4071/2023vom Integrationsrat in seiner Sit-
zung am 16.01.2024 bewilligt. Zusätzlich wurden 22.500 Euro mit der Vorlage 
0307/2023 in der Ratssitzung am 09.02.2023 für die „Filmproduktion ‚ Zeitzeug*innen 
der NSU-Anschläge in Köln‘ inkl. Technikkosten etc.“ zur Verfügung gestellt.  
 
Für die zweite Förderperiode des Jahres 2024 stehen Restmittel in Höhe von 
29.089 Euro zur Verfügung.  
 
Die Kurzbeschreibungen und Zielsetzungen zu jedem Projekt sind im Anhang anhand 
von Steckbriefen übersichtlich dargestellt. Bei diesem Förderschritt können alle An-
träge eine Förderung erhalten; eine Auswahl war nicht erforderlich. 
 
Finanzierung:   
 
Die entsprechende Aufwandsermächtigung steht im Teilergebnisplan des Amtes für 
Integration und Vielfalt in der Produktgruppe 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und 
Diversity, in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen im Haushaltsjahr 2024 im 
Haushaltsplan 2023/2024 zur Verfügung. 
 
Begründung der Dringlichkeit:  
Für Planung inkl. Anfragen und Buchungen von Referent*innen sowie der Durchfüh-
rung von Maßnahmen ab September ist eine Entscheidung des Integrationsrates in 
seiner nächsten Sitzung am 03.09.2024 zwingend erforderlich. Aufgrund der umfang-
reichen Prüfung der eingegangenen Anträge und Auswahl der förderfähigen Projekte

5 
kann die Vorlage erst verfristet vorgelegt werden.

Beratungsverlauf (1)

08.10.2024 Integrationsrat
TOP 8.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2062/2024
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
16.09.2024
Erstellt
26.06.2024 11:39