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Offenlage Entwurf zur Änderung des Bebauungsplans 71380/03, Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen,1. Änderung

Mitteilung Ausschuss 2025/2023 vom 10.08.2023

Stand: Am 31.08.2023 im Stadtentwicklungsausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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  • Anlage 2_Begründung

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    1 ANLAGE 2 Begründung nach § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) zur 1. Änderung des Bebauungsplans Nummer 71380/03 im vereinfachten Verfahren nach § 13 BauGB Arbeitstitel: Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen, 1. Änderung 1. Anlass und Ziel der Planung Anlass der Planung Die 1. Änderung bezieht sich auf den Bebauungsplan mit der Nummer 71380/03, Arbeitstitel „Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen“, der seit dem 29.04.2009 rechtskräftig ist. Nutzungserweiterung der Gemeinbedarfsfläche (Feuerwehr) Für einen Teilbereich der im Ursprungsbebauungsplan festgesetzten Gemeinbedarfsfläche soll die Zweckbestimmung – derzeit Schule und Jugendeinrichtung – in Feuerwehr geändert werden, damit ein Feuerwehrstandort realisiert werden kann. Grund dafür ist, dass die vorhandenen Feuerwehrstandorte am Schillingsrotter Weg 8-12 (Feuer- und Rettungswache 2) und in der Schillingsrotter Str. 36 (Löschgruppe Rodenkirchen) nicht mehr ausreichen, um die Funktionsfähigkeit der Löschgruppe und damit auch die Ein- satzbereitschaft der Feuerwehr im Stadtbezirk Köln Rodenkirchen zu gewährleisten. Die Ret- tungswache soll angesichts der steigenden Einwohnerzahl im Kölner Süden befähigt werden, den aktuellen Rettungsdienstbedarfsplan umzusetzen und die rettungsdienstliche Versorgung im Kölner Süden sicherzustellen. Zudem soll durch die bedarfsgerechte Unterbringung der Löschgruppe die angestrebte Grün- dung der Kinderfeuerwehr Rodenkirchen ermöglicht werden. In der Sitzung vom 13.05.2019 hat die Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) dem Standort im Sürther Feld zur Errichtung eines Gerätehauses mit integrierter Rettungswache Rodenkirchen beschlossen. Da im Plangebiet bereits zwei Schulbauvorhaben inklusive einer Jugendeinrichtung realisiert wurden und die Gesamtschule Rodenkirchen in unmittelbarer Nähe liegt, gilt der Bedarf an Schulstandorten und Jugendeinrichtungen im Bereich Sürther Feld als gedeckt. Straßenfläche Sürther Straße und Am Feldrain Des Weiteren ist die Verbreiterung des Geh- und Radfahrweges entlang der Sürther Straße (östliche Straßenseite) und der Straße Am Feldrain (nördliche Straßenseite) im Bereich der festgesetzten Fläche für Gemeinbedarf, welche unmittelbar nordöstlich an der Kreuzung mit den Straßen Wattigniestraße und Kölnstraße liegt, erforderlich. Der Grund dafür ist, dass die bisher festgesetzte öffentliche Verkehrsfläche entlang der priva- ten OSK (Offene Schule Köln) und der städtischen EMAnuel-Grundschule (EMA), welche im Jahr 2022 in Betrieb genommen wurden, nicht den heutigen Anforderungen an einen für die Erschließung von Schulen angemessenen und ausreichend breiten Geh- und Radfahrweg ent- spricht. Inneres Geh- und Radwegenetz 2 Zusätzlich zu den genannten Maßnahmen wird die Bebauungsplanänderung zum Anlass ge- nommen, die Fuß- und Radfahrverbindungen innerhalb des Plangebiets zu optimieren und durch den Ausbau einer neuen Wegeverbindung in nördliche Richtung zu stärken. Der Weg dient zudem als Rettungsweg für das westlich angrenzende Schulgrundstück der OSK (Offene Schule Köln). Schulgarten und Streuobstwiese In der Sitzung vom 14.06.2021 hat die Bezi rksvertretung 2 (Rodenkirchen) die Etablierung eines Schulgartens sowie einer Streuobstwiese beschlossen. Diese sollen von den Schulen EMAnuel Grundschule (EMA) und Offene-Schule-Köln (OSK) genutzt und perspektivisch von diesen in Eigenregie unterhalten werden. Die Nutzung der Streuobstwiese soll auch der Öf- fentlichkeit offenstehen. Soweit erforderlich, soll die Verwaltung einmal im Jahr den Rück- schnitt der die Streuobstwiese umgebenden Hecke und den der dort befindlichen Obstbäume - unter anderem zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit der Fläche - übernehmen. Ziel der Planung Nutzungserweiterung der Gemeinbedarfsfläche (Feuerwehr) Es ist beabsichtigt, die Zweckbestimmung „Schule/Jugendeinrichtung“ für einen Teilbereich der Gemeinbedarfsfläche in „Feuerwehr“ zu ändern. Der ermittelte Raum- und Flächenbedarf wurde durch die Feuerwehr Köln zusammen mit dem Rettungsdienst und den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr ausgearbeitet und mittels Machbarkeitsstudie optimiert. Demnach sind für den neuen Standort im Wesentlichen folgende Funktionen vorgesehen:  Gerätehaus mit integrierter Rettungswache:  Büro- und Schulungsräume (u.a. nutzbar für die Ausbildung zur Vorbereitung auf den Einsatz- und Rettungsdienst und zur Jugendarbeit mit Kindern und Jugendlichen von 6 bis 18 Jahren)  Aufenthaltsraum  Ruheräume  Küche und Speiseraum  Lagerräume  Umkleiden und Duschräume  7 Stellplätze für den Fahrzeugpark der Löschgruppe (bis Gespannlänge 12,50 m)  3 Stellplätze für 2 Einsatzfahrzeuge des Kölner Rettungsdienstes (ein 24 Stunden/7 Tage-Rettungswagen (RTW), ein Teilzeit-RTW, ein Notfall-Kranken- transportwagen (N-KTW))  33 PKW-Stellplätze Straßenfläche Sürther Straße und Am Feldrain Ziel der Bebauungsplanänderung ist es, zeitgemäße Standards umzusetzen und dadurch eine sichere und auskömmliche Erschließung für den Fuß- und Radverkehr für die Schulen zu ge- währleisten. So soll die öffentliche Verkehrsfläche im Bereich der nicht überbaubaren Fläche innerhalb der festgesetzten Gemeinbedarfsfläche um circa 1 m verbreitert werden. Inneres Geh- und Radwegenetz Zur Optimierung und Stärkung der Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur im Bereich der Gemein- bedarf- und Grünflächen sieht die Bebauungsplanänderung einen circa 3 m breiten Weg vor, der auch als Rettungsweg für die Offene-Schule-Köln (OSK) dienen soll. Die neue Wegefüh- 3 rung verläuft senkrecht abzweigend von der Straße Am Feldrain und wird östlich von der fest- gesetzten Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Bolzplatz“ flankiert. Nach circa 150 m ver- bindet sich der Weg mit dem bereits festgesetzten und in Teilen schon realisierten Fuß- und Radwegenetz und ermöglicht damit eine direkte Verbindung von der der Straße am Feldrain bis zum Allgemeinen Wohngebiet. Das Fuß- und Radwegenetz mündet nördlich der festge- setzten KITA im Distelfalterweg (ehemals Planstraße 6). Den oben genannten Änderungen der öffentlichen Verkehrsflächen liegt eine Verkehrsplanung zu Grunde. Die im Rahmen der 1. Änderung vorgesehenen öffentlichen Verkehrsflächen sollen entsprechend des Straßenentwurfs ausgebaut werden (siehe Punkt 5.2). Schulgarten und Streuobstwiese Es ist geplant, die Zweckbestimmung „Parkanlage“ innerhalb der öffentlichen Grünfläche für Teilbereiche in die Zweckbestimmung „Schulgarten“ bzw. „Streuobstwiese“ zu ändern und den Schulgarten den Schulen als „private Grünfläche“ zur Verfügung zu stellen. Der Schulgarten für EMA und OSK soll eine Fläche von circa 600 m² erhalten und eingezäunt werden. Er soll ausschließlich von den Schul en genutzt werden und nur diesen zugänglich sein. Die Streuobstwiese soll eine Fläche von circa 1000 m² erhalten und von einer Hecke (z.B. essbare Früchte / Nüsse wie Haselnuss, Himbeeren etc.) teilweise umschlossen sein. Die Streuobstwiese soll sowohl den Schulen, als auch der Öffentlichkeit als Erlebnisraum und Lernfläche offenstehen und entsprechend begehbar und erlebbar sein. 2. Verfahren Verfahrensart Die Voraussetzungen für die Durchführung des Bebauungsplanverfahrens im vereinfachten Verfahren gemäß § 13 BauGB liegen vor:  Durch die Änderung des Bebauungsplans werden die Grundzüge der Planung nicht be- rührt.  Die Planung begründet nicht die Zulässigkeit von Vorhaben, die einer Pflicht zur Durch- führung einer Umweltverträglichkeitsprüfung nach Anlage 1 zum UVPG oder nach Lan- desrecht unterliegen.  Es bestehen keine Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung der in § 1 (6) Nr.7b BauGB genannten Schutzgüter.  Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass bei der Planung Pflichten zur Vermeidung oder Begrenzung der Auswirkungen von schweren Unfällen nach § 50 Satz 1 des BIm- SchG zu beachten sind. Da für die Bebauungsplanänderung die Voraussetzungen zur Umsetzung eines vereinfachten Verfahrens nach § 13 BauGB vorliegen, wird in einem vereinfachten Verfahren von der Um- weltprüfung nach § 2 (4) BauGB, von der Erstellung eines Umweltberichtes nach § 2a BauGB und einer zusammenfassenden Erklärung nach § 10a BauGB sowie von einer Durchführung von Monitoringmaßnahmen abgesehen. Die relevanten Umweltbelange werden geprüft und in die Abwägung eingestellt. Verfahrensschritte Der Stadtentwicklungsausschuss hat den Beschluss zur Einleitung des vereinfachten Verfah- rens zur 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 71380/03 mit dem Arbeitstitel „Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen“ in seiner Sitzung am 27.01.2022 gefasst. 4 Die frühzeitige Beteiligung nach § 4 Abs.1 BauGB wurde im Vorfeld in der Zeit vom 21.04.2021 bis 04.06.2021 durchgeführt. Es sind 15 Stellungnahmen von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange eingegangen. Von der frühzeitigen Unterrichtung und Erörterung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs.1 BauGB wurde, so wie es das vereinfachte Verfahren vorsieht, abgesehen. Die Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Absatz 2 BauGB wurde vom 08.08.2022 bis zum 08.09.2022 durchgeführt. Im Zeitraum der Beteiligung sind 17 Stellungnahmen eingegangen. 3. Erläuterungen zum Plangebiet Abgrenzung des Plangebietes der 1. Änderung Das Plangebiet liegt im linksrheinischen Kölner Süden, im Stadtbezirk 2 Köln-Rodenkirchen, innerhalb des Stadtteils Rodenkirchen. Die 1. Änderung des Bebauungsplans bezieht sich auf den seit 2009 rechtskräftigen Bebau- ungsplan mit der Nummer 71380/03, Arbeitstitel „Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen“. Auf- grund der Größe des Plangebietes (circa 70 ha) ist der Bebauungsplan in einen südlichen Teilbereich (Blatt 1) und einen nördlichen Teilbereich (Blatt 2) gegliedert. Der räumliche Geltungsbereich der 1. Änderung liegt im äußersten Südwesten des südlichen Teilbereichs des Bebauungsplans 71380/03 (Blatt 1) und wird im Norden durch die südlich der Bezirkssportanlage Sürther Feld gelegenen Landwirtschaftsflächen, im Westen durch die Sürther Straße, im Süden durch die Straße Am Feldrain, und im Osten durch landwirtschaftli- che Flächen begrenzt (siehe Anlage 1). Das Plangebiet umfasst in der Gemarkung Rondorf- Land, Flur 17 die Flurstücke 2110, 2111, 2112, 2115, 2116, 2117, 2118, 2119, 2120, 2121, 2140 und teilweise die Flurstücke 282, 452, 1849, 1573, 1860, 1862 und 2073. Das Plangebiet erstreckt sich auf eine Fläche von rund 36.300 m². Vorhandene Struktur Der ursprüngliche Bebauungsplan Nr. 71380/03 wurde aufgestellt mit dem Ziel die Baulandre- servefläche "Sürther Feld" für eine neue Wohnbebauung zu erschließen. Insgesamt können hier hier circa 750 bis 860 Wohneinheiten entstehen, davon circa 400 bis 460 Wohnungen in Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern und circa 350 bis 400 Wohnungen in Mehrfamilien- häusern. Ziel der Gesamtplanung ist die Erweiterung der Wohnbereiche der Stadtteile Köln-Rodenkir- chen und Köln-Sürth und die Schaffung der erforderlichen Infrastruktur in Form von Flächen für den Gemeinbedarf (Schul- und Kita-Flächen), sowie die Schaffung notwendiger Frei- und Erholungsflächen durch zwei Sportplätze sowie einer großzügigen Erholungsanlage. Die Bebauung des Sürther Feldes ist im nördlichen Geltungsbereich (Blatt 2) bereits vollstän- dig errichtet. Im südlichen Geltungsbereich (Blatt 1) befinden sich die meisten Bauvorhaben und die Erschließung noch im Bau. Im Bereich, der von der 1. Änderung betroffen ist, konnte ein Teil der geplanten Bebauung mittlerweile fertiggestellt werden. Unmittelbar an der Straße Am Feldrain befinden sich die EMAnuel-Grundschule (EMA) und nördlich angrenzend die Offene Schule Köln (OSK). Die unmittelbar an der nördlichen Geltungsbereichsgrenze liegenden Flächen, welche für den Feu- erwehrstandort vorgesehen sind, werden bis dato noch landwirtschaftlich genutzt. 5 Erschließung Das Sürther Feld ist über die Hauptverkehrsstraße Sürther Straße an die Innenstadt sowie die südlichen Stadtteile angebunden. Die Straße Am Feldrain verbindet Weiß mit der Bundesau- tobahn (BAB) 555 Bonn-Köln und im weiteren Verlauf mit den Autobahnen A3 und A4. In fuß- läufiger Entfernung verläuft westlich des Plangebiets die Stadtbahntrasse der Linien 16 (Köln- Bonn) und 17 (Köln-Innenstadt). Über die Sürther Feldallee und die Straße Am Feldrain ist das Gebiet über die Buslinie 130, sowie im Norden entlang der Weißer Str. über die Buslinien 131 und 134 an den ÖPNV angeschlossen. 4. Planungsvorgaben Regionalplan Das Plangebiet liegt innerhalb eines Allgemeinen Siedlungsbereiches (ASB). Flächennutzungsplan Im Flächennutzungsplan ist das Plangebiet der 1. Änderung als Gemeinbedarfsfläche mit dem Signet „Schule“ dargestellt. Der westlich angrenzende Bereich ist als Mischgebiet dargestellt. Die östlich, südlich und nördlich angrenzenden Bereiche sind als Grünfläche dargestellt. Eine Änderung des FNP ist entbehrlich, da die übergeordnete Nutzung als Gemeinbedarfsflä- che unverändert bleibt und die Feuerwehrfläche im quantitativen Verhältnis zur Schulfläche untergeordnet ist. Qualitativ ergibt sich kaum ein Unterschied, zumal weiterhin die Oberkate- gorie beibehalten bleibt. Damit ist der Bebauungsplan aus dem Flächennutzungsplan entwi- ckelt. Eine Änderung oder Berichtigung des FNP ist nicht erforderlich. Landschaftsplan Der räumliche Geltungsbereich der ersten Änderung ist nicht mehr Bestandteil des Land- schaftsplans der Stadt Köln. Im Zuge der ursprünglichen Bauleitplanung waren noch für das gesamte Plangebiet die Ziele „8: zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur Realisierung der Bauleit- planung" und „4: Anreicherung der Landschaft mit natürlichen Landschaftselementen unter Berücksichtigung bauleitplanerischer Vorhaben" formuliert und dementsprechend in der Pla- nung berücksichtigt worden. Gebiete von Gemeinschaftlicher Bedeutung, Vogelschutzgebiete Ein Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung oder ein Europäisches Vogelschutzgebiet liegt nicht vor. Bebauungsplan Das Plangebiet liegt im räumlichen Geltungsbereich des seit 29.04.2009 rechtsverbindlichen Bebauungsplans Nr. 71380/03 „Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen“. Es gilt die BauNVO von 1990 in der Fassung vom 23.01.1990 (Bundesgesetzblatt 1990 / Seite 132). Die Realisierung der Bauleitplanung im Änderungsbereich ist baulich zu großen Teilen bereits umgesetzt (siehe auch Punkt 3.2 Vorhandene Struktur). 6 5. Planinhalte Gemeinbedarfsfläche Nutzungserweiterung der Gemeinbedarfsfläche (Feuerwehr) Die Zweckbestimmung „Schule/Jugendeinrichtung“ der Gemeinbedarfsfläche wird in einem Teilbereich in die Zweckbestimmung „Feuerwehr“ gemäß § 9 (1) Nr. 5 BauGB geändert. Für die neue Nutzung wurde, als Standort für das geplante Gerätehaus mit integrierter Ret- tungswache, bereits ein rund 3.950 m² großer Bereich an der nördlichen Grenze der Gemein- bedarfsfläche mit unmittelbarem Anschluss an die Sürther Straße ausparzelliert. Das Maß der baulichen Nutzung bleibt gegenüber dem Ursprungsbebauungsplan unverändert. Die festgesetzte Grundflächenzahl (GRZ) von 0.6 und Geschossflächenzahl (GFZ) von 1.2 sowie die Zahl der Vollgeschosse mit "III" werden unverändert im Änderungsverfahren über- nommen. Die überbaubare Grundstücksfläche wird ausschließlich durch Baugrenzen festge- setzt. Hinsichtlich der gesetzlichen Grundlagen (BauNVO, BauO NRW etc.) gilt die bei Erlass der Satzung geltende Fassung. Öffentliche Verkehrsflächen Straßenfläche Sürther Straße und Am Feldrain Die Sürther Straße, im Bereich der Schulen OSK und EMA, besteht derzeit aus einer zweispu- rigen Straße mit beidseitigen Grünstreifen und Fuß- und Radweg. Die Planung sieht vor, die öffentliche Verkehrsfläche im Bereich der festgesetzten Gemeinbe- darfsfläche entlang der Straßen Am Feldrain und Sürther Straße um circa 1 m zu verbreitern. Die Gemeinbedarfsfläche verringert sich damit um circa 388 m² zugunsten der öffentlichen Verkehrsfläche. Die geplante Verbreiterung der Straßenverkehrsfläche führt dazu, dass der bereits vorhandene Fuß- und Radweg um ca. 1 m verbreitert werden kann. Inneres Fuß- und Radverkehrsnetz Die Wegeführung des im Ursprungsbebauungsplan bereits festgesetzten Fuß- und Radwegs innerhalb der öffentlichen Grünfläche wird optimiert. Dieser in Ost-West Richtung (nördlich der Fläche für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung „KITA“) verlaufende Weg, soll in süd- licher Richtung zwischen der Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Bolzplatz“ und den Schul- grundstücken bis zur Straße Am Feldrain fortgesetzt werden. Die neue Wegstrecke beträgt rund 150 m und wird mit einer Breite von 3 m auch als Rettungsweg für das westlich davon gelegene Schulgrundstück der OSK (Offene-Schule-Köln) dienen. Zugunsten des neuen Wegabschnitts werden circa 455 m² der nicht überbaubaren Fläche der festgesetzten Gemeinbedarfsfläche nunmehr als Fuß- und Radweg festgesetzt. Öffentliche Grünfläche Zweckbestimmungen innerhalb der öffentlichen Grünfläche Die Festsetzung der öffentlichen Grünfläche als „Parkanlage“ wird auf einer Teilfläche von circa 1.000 m² durch die Zweckbestimmung „Streuobstwiese“ und auf einer weiteren Teilfläche von circa 600 m² durch die Zweckbestimmung „Schulgarten“ ersetzt. Der geplante Schulgarten wird als „private Grünfläche“ festgesetzt. 7 6. Auswirkungen der Planänderung Verkehr Für den Bereich der Planänderung, der auch die Sürther Straße umfasst, ist im rechtkräftigen Bebauungsplan eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) von 15.300 für den Prog- nosehorizont 2015 prognostiziert worden (Verkehrsgutachten Sürther Feld Dr. Brenner + Mün- nich Ingenieurgesellschaft mbH). Eine Verkehrszählung von 68 aus dem Jahr 2017 ermittelt einen errechneten Tagesverkehr (durchschnittlicher täglicher werktäglicher Verkehr DTVw) von 10.500 auf der Sürther Straße. Diese Zählung liegt bereits unter der Prognose von 2015. Für die Planänderung ist ein Verkehrsgutachten durch das Büro Bernard Gruppe (Sürther Feld - Bau der Rettungswache und des Gerätehauses Rodenkirchen) mit Datum vom 28.04.2023 erstellt worden, welches über eine Verkehrszählung (72 Stunden Zählung vom 16.03.2023) die heutige Verkehrsbelastung der Sürther Straße (Bestand) sowie, durch eine verkehrstech- nische Berechnung und erfolgte Annahmen, den Nullfall 2025 und den Planfall 2025 ermittelt. Stand heute ist der Bereich der Gemeinbedarfsfläche – Schule/Jugendeinrichtung – gemäß den Festsetzungen des rechtsgültigen Bebauungsplans umgesetzt. Das Schulgrundstück ist in Betrieb und generiert eine Verkehrserzeugung für die als Gemeinbedarfsfläche, festgesetzte Fläche mit Ausnahme des Feuerwehrgrundstückes. Nördlich der Rettungswache werden auf der Sürther Straße im Bestand 7.800 DTV erhoben. Dieser Wert liegt deutlich unter den 2005 für die Sürther Straße für 2015 prognostizierten Wert von 15.300 DTV des rechtskräftigen Bebauungsplans. Würde man den noch nicht besiedelten Anteil der Gemeinbedarfsfläche – Schule/Jugendeinrichtung – in die Verkehrserzeugung dazu nehmen, kann auch dann nicht von einer Verdoppelung der Verkehrsbelastung auf der Sürther Straße ausgegangen werden, so dass die Prognose aus dem Jahr 2005 für den rechtskräftigen Bebauungsplan für das Jahr 2015 deutlich unterschritten wird. Die Planänderung löst also ge- genüber dem rechtskräftigen Bebauungsplan keine zusätzlichen Konflikte im Bereich der Ver- kehrserzeugung aus. Für die Planänderung wird aufbauend auf der Bestandsverkehrsbelastung auf der Sürther Straße, die Verkehrsbelastung für den Planfall 2025 durch das Verkehrsgutachten ermittelt. Da der Bestandsverkehr die Verkehrserzeugung der bereits umgesetzten Gemeinbedarfsflä- che – Schule/Jugendeinrichtung – beinhaltet, wird für den Planfall 2025 die Verkehrserzeu- gung durch die Feuerwehr sowie allgemeine verkehrserzeugende Aufsiedlungen und bis 2025 erwartbare Verkehrsprojekte hinzugerechnet (siehe hierzu Abbildung 10 des Verkehrsgutach- tens). Für das Lärmgutachten, das u.a. die Auswirkungen des, durch die Planänderung ausgelösten Verkehrs zu ermitteln hat, wird zusätzlich der Nullfall berechnet, der für das Prognosejahr 2025 die Verkehrsbelastung der Sürther Straße ohne die Gemeinbedarfsfläche – Feuerwehr – be- rechnet. Hierbei sind die o.g. Entwicklungen mit enthalten, so dass deutlich wird, welche Ver- kehrsbelastung die eigentliche Planänderung auslöst. Verkehrsbelastung Sürther Straße – südlich „An der Hellfuhr“ Planfälle DTV durchschnittlicher tägli- cher Verkehr/a nördlich der Rettungswache DTV durchschnittlicher tägli- cher Verkehr/a südlich der Rettungswache Bestand 7.800 7.800 Nullfall 2025 8.600 8.600 8 Planfall 2025 8.600 8.700 Da der Großteil der Einsatzfahrzeuge als auch des KFZ Verkehrs nach Süden abfahren wird, liegt hier auch die hauptsächliche zusätzliche Verkehrsbelastung durch die Feuerwehr. DTV Zahlen werden gerundet um kleinere verkehrliche Veränderungen mit abzudecken. Die sehr geringe Verkehrszunahme des nach Norden gerichteten Verkehrs wird hier von der Rundung geschluckt, so dass Nullfall und Planfall nicht zu unterschiedlichen DTV Zahlen führen. Umweltbelange Im vereinfachten Verfahren ist eine Umweltprüfung nach § 2 (4) BauGB und die Erstellung eines Umweltberichtes nach § 2a und Anlage 1 BauGB entbehrlich. Mit Ausnahme der im folgenden thematisierten Umweltbelange ergeben sich durch die Planänderung keine Verän- derungen bezüglich der Umweltbelange im Hinblick auf den rechtskräftigen Bebauungsplan. Die Zulässigkeit von Vorhaben, die nach Anlage 1 des Gesetzes über die Umweltverträglich- keitsprüfung (UVPG) oder nach Landesrecht UVP-pflichtig wären, sind nicht Gegenstand der Änderung. Natur 2000 Gebiete nach § 31 ff BNatschG bzw. die hierzu als FFH – und Vogelschutzrichtlinie gemeldeten Gebiet sind durch die Planänderung nicht betroffen. Das nächste FFH Gebiet liegt ca. 1000m entfernt und umfasst die Fischschutzzone des Rheins. Ein Konflikt mit Störfallbetrieben ergibt sich ebenfalls nicht (siehe hierzu Abschnitt „Störfall“). Schallemissionen Zur Einschätzung der zu erwartenden Lärmimmissionen der geplanten Feuerwache insbeson- dere auf die nordwestlich gelegene Wohnbebauung, sowie die südlich gelegenen Schulneu- bauten ist eine schallgutachterliche Untersuchung erfolgt (Schwinn Ingenieure: Schallimmissi- onsschutz – Feuerwehrgerätehaus und integrierte Rettungswache 26.06.2023). Gemäß den zu Grunde gelegten Immissionsrichtwerten nach TA-Lärm sind im reinen Wohn- gebiet an den nächstgelegenen Immissionsorten „An der Hellfuhr 2“ und „Sürther Straße 282“ die Immissionsrichtwerte der TA Lärm von 50 dB(A) tagsüber (06.00 bis 22.00 Uhr) und 35 dB(A) nachts (22.00 bis 6.00 Uhr), beziehungsweise im Sondergebiet „Schule“ 55 dB(A) tagsüber eingehalten und werden zudem deutlich unterschritten. An der Wohnbebauung wer- den die Immissionsrichtwerte in der Nacht um 3,1 - 4,1 dB(A) unterschritten, am Tag um 17 - 19,1 dB(A). Für das Schulgrundstück werden am Tag die Immissionsrichtwerte für allge- meine Wohngebiete um 5,5 - 9,3 dB(A) unterschritten. Die Maximalpegel der TA Lärm wer- den ebenfalls durch die Feuerwehrnutzung unterschritten. An der Wohnnutzung in der Nacht um 7,5 - 9,1 dB(A), am Tag um 25,5 - 29,1 dB(A). Für die Schule gilt eine Unterschreitung von 25,2 - 29,1 dB(A). Für die Feuerwehr wird mit 10 Einsatzfahrten pro durchschnittlichem Werktag gerechnet. Diese werden überwiegend ohne Sireneneinsatz nach Süden abfahren. Die Immissionen durch die Sirenen der Einsatzfahrzeuge sind nach TA Lärm im Abschnitt 7.1 „Ausnahmere- gelung für Notsituationen“ abgedeckt: „Soweit es zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder zur Ab- wehr eines betrieblichen Notstandes erforderli ch ist, dürfen die Immissionsrichtwerte nach Nummer 6 überschritten werden. Ein betrieblicher Notstand ist ein ungewöhnliches, nicht vo- raussehbares, vom Willen des Betreibers unabhängiges und plötzlich eintretendes Ereignis, das die Gefahr eines unverhältnismäßigen Schadens mit sich bringt.“ Ergebnis der Untersuchung von Schwinn-Ingenieure vom 26.06.2023 ist, dass die maßgebli- chen Richtwerte eingehalten werden. Um die Auswirkungen der zu erwartenden Lärmimmissionen der Feuerwache möglichst gering zu halten, erfolgt das Einschalten der Fahrzeugsirenen erst im öffentlichen Straßenraum und nicht auf dem eigenen Grundstück. Bei der geringen Anzahl der zu erwartenden Fahrten, die 9 in der Hauptsache nach Süden ausfahren werden, ist von einer Vermischung mit dem übrigen Verkehr auszugehen. Maßnahmen zur Entzerrung sind nicht erforderlich. Die Sicherstellung des sachgerechten Einschaltens der Sirenen, erfolgt auf Ebene des Bauge- nehmigungsverfahrens. Es liegt bereits ein Baugesuch zur Errichtung des Feuerwehrhauses mit integrierter Rettungs- wache vor, so dass die Lage des Gebäudes auf dem Grundstück bereits bekannt ist und die Gutachten sich darauf beziehen. Um zusätzliche Störgeräusche durch Wartungsarbeiten und Übungen auszuschließen, wird das Gebäude der Feuerwache auf dem Grundstück so ange- ordnet, dass der Baukörper als Schallschutz dient, indem er den Übungshof gegenüber der Wohnbebauung baulich abschirmt. Planbedingter Mehrverkehr Im Rahmen des oben genannten Gutachtens wurden die Lärmauswirkungen durch den Ver- kehr infolge der Planänderung untersucht. Das Ergebnis wird in der folgenden Tabelle darge- stellt. Tabelle: 1. Änderung des Bebauungsplans Sürther Feld – Lärmauswirkungen des planbeding- ten Mehrverkehres Immissionsort Wohnbebauung Beurteilungspegel Verkehr Tag Diff. Tag Beurteilungspegel Verkehr Nacht Diff* Nacht Bestand Planfall/ Nullfall Bestand Planfall An der Hellfuhr 2 EG 60,6 61,0 0,4 48,7 49,1 0,4 1.O G 62,1 62,6 0,5 50,2 50,6 0,4 Sürther Straße 282 EG 58,7 59,2 0,5 46,8 47,2 0,4 1.O G 45,7 60,4 0,5 33,8 48,4 0,4 2.O G 46,0 60,4 0,4 34,1 48,4 0,4 *Differenz der Beurteilungspegel: Bestand im Vergleich zum Planfall / Nullfall Durch die Planänderung kann mit einer geringen Zunahme der Immissionen an der nächst- gelegenen Wohnnutzung gerechnet werden. Diese liegt jedoch deutlich unter der Wahrneh- mungsschwelle von 3 dB(A). Die kritischen Lärmbelastungen von 70 dB(A) tags und 60 dB(A) nachts werden ebenfalls deutlich um mindestens 7,4 dB(A) am Tag und 9,4 dB(A) in der Nacht unterschritten. Die Planänderung mit dem Inhalt – Feuerwehr – innerhalb der Gemeinbedarfsfläche führt nicht zu einer erheblichen zusätzlichen Lärmbelastung und bleibt deutlich unterhalb kritischer Lärmpegel. Für die Schule führt der planbedingte Verkehr am nördlichen Gebäude mit Klassenräumen/Bü- ros zu maximalen Erhöhungen am Tag von 0,5 dB(A). Die Beurteilungspegel liegen hier zwi- schen 39,4 dB(A) und 45,7 dB(A) und sind aufgrund der Entfernung zur Quelle als sehr gering einzustufen. Naturschutzrechtliche Eingriffe Die Zuordnung von Eingriff und Ausgleich erfolgte im Ursprungsbebauungsplan Nr.71380/03 nach § 9 (1a) BauGB über differenzierte Ausgleichsquotienten für unterschiedliche Nutzungs- arten (z.B. Wohngebiete, Gemeinbedarfsflächen, Verkehrsflächen). Im Änderungsverfahren wurde die Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung geprüft mit dem Ergebnis, dass eine Anpassung nicht erforderlich ist, zumal die geplante Festsetzung einer Streuobst- wiese sich positiv auf die ökologische Bilanz auswirkt, da sie gegenüber der festgesetzten Zweckbestimmung „Parkanlage“ eine ökologische Aufwertung hinsichtlich der Biodiversität 10 darstellt. Der Ursprungsbebauungsplan setzt auf einer Fläche von insgesamt 18,2 ha Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft fest, wovon 16 ha dem Ausgleich der mit der Realisierung der Planung des Ursprungsbebauungsplans „Sürther Feld“ verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft dienen. Diese Maßnahmenflächen erlauben einen vollständigen Ausgleich der Eingriffe und sind glie- dernder und gestaltender Bestandteil der festgesetzten öffentlichen Grünflächen. Circa 2,2 ha der Grünfläche sind somit nicht als Ausgleichsfläche dem Plangebiet "Sürther Feld" zugeord- net, so dass der rechtskräftige Bebauungsplan deutlich überkompensiert ist. Die bauliche Umsetzung des Feuerwehrstandortes bedingt, dass durch notwendige Zu- und Abfahrtsbereiche insbesondere für die Feuerwehrgroßfahrzeuge, die zum Erhalt festgesetzte und heute vor Ort vorhandene Baumreihe in Teilen nicht erhalten werden kann. Nach dem derzeitigen Planungsstand ist davon auszugehen, dass bis zu 6 Bäume entfernt werden müs- sen. Die ursprüngliche Festsetzung des Erhalts der Straßenbäume ist somit nicht mit der ge- planten Nutzung zu vereinbaren und wird daher aufgegeben. Ob im Sinne der Baumschutz- satzung Ersatzpflanzungen zu berücksichtigen sind, ist auf Ebene der Genehmigungsplanung zu klären. Darüber hinaus kann kein Verlust von Biotopbestand festgestellt werden. Dies gilt umso mehr, als dass der Bebauungsplan die Pflanzung von Bäumen im Bereich von Stellplatzanlagen und eine Dachbegrünung für Flachdächer festsetzt. Aufgrund der erforderlichen Stellplätze für die zukünftige Feuerwache, ist die Neupflanzung von Bäumen im Nahbereich folglich zu erwarten. Der Fuß- und Radweg am östlichen Rand der Gemeinbedarfsfläche stellt ebenfalls keinen Eingriff in Natur und Landschaft dar, weil dieser im Wesentlichen auf den Flächen der Gemein- bedarfsflächen neu ausgewiesen wird. Hochwasser / Hochwasserrisiko Das Plangebiet liegt bis auf einen kleinen Teilbereich im Nordwesten vollständig innerhalb des Hochwasserrisikogebiet des Rheines (HQ Extrem, 1.000-jährliches Hochwasser). Der be- troffene Bereich ist nachrichtlich im Bebauungs plan dargestellt. Außer in einem Extremhoch- wasserfall ist das Plangebiet nicht durch Hochwassergefahren betroffen. Die Auswertung der Hochwassergefahrenkarte der Stadtentwässerungsbetriebe der Stadt Köln (StEB / Stand April 2021) zeigt, dass im westlichen Teilbereich des Plangebiets bei ei- nem extremen Ereignis mit einem Wasserstand von 2 m zu rechnen ist. An der Kreuzung der Sürther Straße mit der Straße Am Feldrain befindet sich zudem eine Senke, in der stellen- weise 4 m Wasserstand auftreten können. Auch besteht für den Großteil des Plangebiets im Westen nach Grundhochwasserkarte (Stadt- entwässerungsbetriebe der Stadt Köln (StEB / Stand April 2021) und Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW) bei einem mittleren Ereignis (11,30 KP) eine geringe bis mäßige Grundhochwassergefahr. In der zuvor beschriebenen Senke am südlich gelegenen Kreuzungsbereich besteht eine hohe Gefährdung. Mit einer plötzlichen Überflutung ist aufgrund der Entfernung von ca.1.000 m zum Rhein nicht zu rechnen. Aufgrund des Hochwasserrisikomanagement der StEB mit einem aktuellen Hochwasserwarnsystem kann die Hochwasserschutzzentrale rechtzeitige Warnungen vor steigenden Rheinpegeln aussprechen. Um Gebäudeschäden durch mögliche Hochwasser- überflutungen und Grundhochwasser zu minimieren wird eine hochwasserangepasste Bau- weise im südöstlichen Geltungsbereich empfohlen. Hierzu wurde ein Hinweis aufgenommen. Starkregen Die Starkregengefahrenkarten (StEB / Stand April 2021) zeigen im Westen des Plangebiets in zwei Teilbereichen entlang der Sürther Straße eine mäßige Starkregengefährdung - sowohl bei einem 30-jährlichen als auch einem 100-jährlichen Ereignis. „Mäßig“ bedeutet, dass für 11 diese Bereiche in etwa knöcheltiefe Wasserstände berechnet werden. Zur Berücksichtigung von Starkregen sind geeignete Maßnahmen zur Risikovorsorge vorzusehen. Im südwestlichen Teilbereich an der Kreuzung Sürther Straße mit der Straße Am Feldrain, wird sogar eine hohe bis sehr hohe Gefährdungsklasse (in etwa hüfthohe Wasserstände) ange- zeigt. Hier wurde die festgesetzte Bebauung durch Errichtung einer Schule in Kenntnis dieser Informationen bereits umgesetzt. Versickerung Gemäß § 44 Landeswassergesetz (LWG) in Verbindung mit § 55 Abs. 2 Wasserhaushaltsge- setz (WHG) ist das anfallende Niederschlagswasser vor Ort zu versickern. Bezüglich der was- serrechtlichen Erlaubnis ist die Untere Wasserbehörde bei der Stadt Köln einzuschalten. Störfall Das Plangebiet liegt in 800m Entfernung zum Betriebsbereich des Shell Energy and Chemical Park Rheinland in Köln-Godorf. Der den Betriebsbereich umhüllende angemessene Sicher- heitsabstand beträgt 200m, sodass sich das Plangebiet in 600m Entfernung zum Rand des angemessenen Sicherheitsabstandes gemäß Störfall-Verordnung (Seveso III-RL) zum Shell Energy and Chemical Park Rheinland in Köln-Godorf befindet. Folgende Gutachten und umweltbezogene Informationen sind verfügbar:  Schwinn Ingenieure: Schallimmissionsschutz – Feuerwehrgerätehaus und integrierte Rettungswache 26.06.2023  Bernard Gruppe: Sürther Feld (Bau der Rettungswache und des Gerätehauses Ro- denkirchen) Verkehrsuntersuchung, 28.04.2023  Starkregengefahrenkarten: 30-jährliches Starkregenereignis, 100-jährliches Starkregen- ereignis  Hochwasserrisikogebiet, Extremhochwasser 7. Planverwirklichung und Kosten Planverwirklichung Das zur Realisierung des Bebauungsplans erforderliche Umlegungsverfahren ist bereits größtenteils erfolgt. Grunderwerb ist nicht erforderlich. Somit entstehen der Stadt Köln dadurch keine Kosten. Zur Umsetzung der Verbreiterung der Sürther Straße sowie der Straße Am Feldrain wurden die Flurstücke 2110, 2111, 2112 und 2121 ausparzelliert und dem Amt für Straßen und Rad- wegebau übertragen. Es handelt sich hierbei um einen 1 m breiten Streifen von insgesamt circa 388 m², der sich entlang der Grenze zwischen öffentlichem Straßenland und der Schul- grundstücke erstreckt. Aus der Fläche für Gemeinbedarf wurde am nordwestlichen Randbereich eine rund 3.950 m² große Fläche (Flurstücke 2113 und 2114) ausparzelliert, die als erweiterter Standort für die Berufsfeuerwehr (Rettungswache 2) und die freiwillige Feuerwehr (Löschgruppe) dienstbar gemacht werden soll. Um die innere Wegeverbindung vollenden zu können, wurden die Flurstücke 2119 und 2120 aus der Fläche für Gemeinbedarf ausparzelliert und dem Amt für Straßen und Radwegebau übertragen. Die Anlage des neuen Geh- und Radweges wird zukünftig auch als Rettungsweg für die OSK dienen. Es handelt sich hierbei um eine Fläche von insgesamt circa 500 m². Im Zuge des Änderungsverfahrens wurde die Wegeführung durch die öffentliche Grünfläche, so- wie der Anschluss an die Schulgrundstücke (Rettungsweg, Schulgarten) optimiert, so dass darüber hinaus auch eine Anpassung zuvor genannter Parzellen erforderlich wird. 12 Die Herstellung der Erschließungsanlagen erfolgt durch die Stadt Köln nach Maßgabe der je- weils verfügbaren Haushaltsmittel. Die entstehenden Kosten der inneren Erschließung werden nach Maßgabe der Erschließungsbeitragssatzung der Stadt Köln durch die Erhebung von Er- schließungsbeiträgen refinanziert. Die Herstellung der Grünflächen erfolgt überwiegend durch die Realisierung der Grünaus- gleichsmaßnahmen und wird durch die Erhebung von Ausgleichsbeträgen finanziert. Kosten Die Umsetzung des Bebauungsplans wird voraussichtlich folgende Kosten verursachen: Öffentliche Straßen und Wege (Herstellung einschließlich erforderlich werdender Anpassungsarbeiten an bestehende Anla- gen und Beleuchtung) 1 m-Verbreiterung Sürther Straße über eine Länge von circa 500 m circa 85.000 € 1 m-Verbreiterung an Am Feldrain über eine Länge von circa 125 m circa 22.000 € 3 m breiter Geh- und Radweg über eine Länge von circa 153 m circa 80.000 € circa 187.000 €
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    Begründung nach 8 3 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) zur 1. Änderung des Bebauungsplans Nummer 71380/03 im vereinfachten Verfahren nach 8 13 BauGB Arbeitstitel: Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen, 1. Änderung m 0 1. Anlass und Ziel der Planung 1.1 Anlass der Planung Die 1. Änderung bezieht sich auf den Bebauungsplan mit der Nummer 71380/03, Arbeitstitel „Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen“, der seit dem 29.04.2009 rechtskräftig ist. Nutzungserweiterung der Gemeinbedarfsfläche (Feuerwehr) Für einen Teilbereich der im Ursprungsbebauungsplan festgesetzten Gemeinbedarfsfläche soll die Zweckbestimmung - derzeit Schule und Jugendeinrichtung - in Feuerwehr geändert werden, damit ein Feuerwehrstandort realisiert werden kann. Grund dafür ist, dass die vorhandenen Feuerwehrstandorte am Schillingsrotter Weg 8-12 (Feuer- und Rettungswache 2) und in der Schillingsrotter Str. 36 (Löschgruppe Rodenkirchen) nicht mehr ausreichen, um die Funktionsfähigkeit der Löschgruppe und damit auch die Ein- satzbereitschaft der Feuerwehr im Stadtbezirk Köln Rodenkirchen zu gewährleisten. Die Ret- tungswache soll angesichts der steigenden Einwohnerzahl im Kölner Süden befähigt werden, den aktuellen Rettungsdienstbedarfsplan umzusetzen und die rettungsdienstliche Versorgung im Kölner Süden sicherzustellen. Zudem soll durch die bedarfsgerechte Unterbringung der Löschgruppe die angestrebte Grün- dung der Kinderfeuerwehr Rodenkirchen ermöglicht werden. In der Sitzung vom 13.05.2019 hat die Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) dem Standort im Sürther Feld zur Errichtung eines Gerätehauses mit integrierter Rettungswache Rodenkirchen beschlossen. Da im Plangebiet bereits zwei Schulbauvorhaben inklusive einer Jugendeinrichtung realisiert wurden und die Gesamtschule Rodenkirchen in unmittelbarer Nähe liegt, gilt der Bedarf an Schulstandorten und Jugendeinrichtungen im Bereich Sürther Feld als gedeckt. Straßenfläche Sürther Straße und Am Feldrain Des Weiteren ist die Verbreiterung des Geh- und Radfahrweges entlang der Sürther Straße (östliche Straßenseite) und der Straße Am Feldrain (nördliche Straßenseite) im Bereich der festgesetzten Fläche für Gemeinbedarf, welche unmittelbar nordöstlich an der Kreuzung mit den Straßen Wattigniestraße und Kölnstraße liegt, erforderlich. Der Grund dafür ist, dass die bisher festgesetzte öffentliche Verkehrsfläche entlang der priva- ten OSK (Offene Schule Köln) und der städtischen EMAnuel-Grundschule (EMA), welche im Jahr 2022 in Betrieb genommen wurden, nicht den heutigen Anforderungen an einen für die Erschließung von Schulen angemessenen und ausreichend breiten Geh- und Radfahrweg ent- spricht. Inneres Geh- und Radwegenetz Zusätzlich zu den genannten Maßnahmen wird die Bebauungsplanänderung zum Anlass ge- nommen, die Fuß- und Radfahrverbindungen innerhalb des Plangebiets zu optimieren und durch den Ausbau einer neuen Wegeverbindung in nördliche Richtung zu stärken. Der Weg dient zudem als Rettungsweg für das westlich angrenzende Schulgrundstück der OSK (Offene Schule Köln). Schulgarten und Streuobstwiese In der Sitzung vom 14.06.2021 hat die Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) die Etablierung eines Schulgartens sowie einer Streuobstwiese beschlossen. Diese sollen von den Schulen EMAnuel Grundschule (EMA) und Offene-Schule-Köln (OSK) genutzt und perspektivisch von diesen in Eigenregie unterhalten werden. Die Nutzung der Streuobstwiese soll auch der Öf- fentlichkeit offenstehen. Soweit erforderlich, soll die Verwaltung einmal im Jahr den Rück- schnitt der die Streuobstwiese umgebenden Hecke und den der dort befindlichen Obstbäume - unter anderem zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit der Fläche - übernehmen. 1.2 Ziel der Planung Nutzungserweiterung der Gemeinbedarfsfläche (Feuerwehr) Es ist beabsichtigt, die Zweckbestimmung „Schule/Jugendeinrichtung“ für einen Teilbereich der Gemeinbedarfsfläche in „Feuerwehr“ zu ändern. Der ermittelte Raum- und Flächenbedarf wurde durch die Feuerwehr Köln zusammen mit dem Rettungsdienst und den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr ausgearbeitet und mittels Machbarkeitsstudie optimiert. Demnach sind für den neuen Standort im Wesentlichen folgende Funktionen vorgesehen: > Gerätehaus mit integrierter Rettungswache: = Büro- und Schulungsräume (u.a. nutzbar für die Ausbildung zur Vorbereitung auf den Einsatz- und Rettungsdienst und zur Jugendarbeit mit Kindern und Jugendlichen von 6 bis 18 Jahren) " Aufenthaltsraum " Ruheräume = Küche und Speiseraum = Lagerräume = Umkleiden und Duschräume — 7Stellplätze für den Fahrzeugpark der Löschgruppe (bis Gespannlänge 12,50 m) > 3 Stellplätze für 2 Einsatzfahrzeuge des Kölner Rettungsdienstes (ein 24 Stunden/7 Tage-Rettungswagen (RTW), ein Teilzeit-RTW, ein Notfall-Kranken- transportwagen (N-KTW)) > 33 PKW-Stellplätze Straßenfläche Sürther Straße und Am Feldrain Ziel der Bebauungsplanänderung ist es, zeitgemäße Standards umzusetzen und dadurch eine sichere und auskömmliche Erschließung für den Fuß- und Radverkehr für die Schulen zu ge- währleisten. So soll die öffentliche Verkehrsfläche im Bereich der nicht überbaubaren Fläche innerhalb der festgesetzten Gemeinbedarfsfläche um circa 1 m verbreitert werden. Inneres Geh- und Radwegenetz Zur Optimierung und Stärkung der Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur im Bereich der Gemein- bedarf- und Grünflächen sieht die Bebauungsplanänderung einen circa 3 m breiten Weg vor, der auch als Rettungsweg für die Offene-Schule-Köln (OSK) dienen soll. Die neue Wegefüh- rung verläuft senkrecht abzweigend von der Straße Am Feldrain und wird östlich von der fest- gesetzten Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Bolzplatz“ flankiert. Nach circa 150 m ver- bindet sich der Weg mit dem bereits festgesetzten und in Teilen schon realisierten Fuß- und Radwegenetz und ermöglicht damit eine direkte Verbindung von der der Straße am Feldrain bis zum Allgemeinen Wohngebiet. Das Fuß- und Radwegenetz mündet nördlich der festge- setzten KITA im Distelfalterweg (ehemals Planstraße 6). Den oben genannten Änderungen der öffentlichen Verkehrsflächen liegt eine Verkehrsplanung zu Grunde. Die im Rahmen der 1. Änderung vorgesehenen öffentlichen Verkehrsflächen sollen entsprechend des Straßenentwurfs ausgebaut werden (siehe Punkt 5.2). Schulgarten und Streuobstwiese Es ist geplant, die Zweckbestimmung „Parkanlage“ innerhalb der öffentlichen Grünfläche für Teilbereiche in die Zweckbestimmung „Schulgarten“ bzw. „Streuobstwiese“ zu ändern und den Schulgarten den Schulen als „private Grünfläche“ zur Verfügung zu stellen. Der Schulgarten für EMA und OSK soll eine Fläche von circa 600 m? erhalten und eingezäunt werden. Er soll ausschließlich von den Schulen genutzt werden und nur diesen zugänglich sein. Die Streuobstwiese soll eine Fläche von circa 1000 m? erhalten und’von einer Hecke (z.B. essbare Früchte / Nüsse wie Haselnuss, Himbeeren etc.) teilweise umschlossen sein. Die Streuobstwiese soll sowohl den Schulen, als auch der Öffentlichkeit als Erlebnisraum und Lernfläche offenstehen und entsprechend begehbar und erlebbar sein. 2. Verfahren 2.1 Verfahrensart Die Voraussetzungen für die Durchführung des Bebauungsplanverfahrens im vereinfachten Verfahren gemäß $ 13 BauGB liegen vor: e Durch die Änderung des Bebauungsplans werden die Grundzüge der Planung nicht be- rührt. e Die Planung begründet nicht die Zulässigkeit von Vorhaben, die einer Pflicht zur Durch- führung einer Umweltverträglichkeitsprüfung nach Anlage 1 zum UVPG oder nach Lan- desrecht unterliegen. e Es bestehen keine Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung der in $ 1 (6) Nr.7b BauGB genannten Schutzgüter. e Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass bei der Planung Pflichten zur Vermeidung oder Begrenzung der Auswirkungen von schweren Unfällen nach $ 50 Satz 1 des Blm- SchG zu beachten sind. Da für die Bebauungsplanänderung die Voraussetzungen zur Umsetzung eines vereinfachten Verfahrens nach $ 13 BauGB vorliegen, wird in einem vereinfachten Verfahren von der Um- weltprüfung nach $ 2 (4) BauGB, von der Erstellung eines Umweltberichtes nach $ 2a BauGB und einer zusammenfassenden Erklärung nach $ 10a BauGB sowie von einer Durchführung von Monitoringmaßnahmen abgesehen. Die relevanten Umweltbelange werden geprüft und in die Abwägung eingestellt. 2.2 Verfahrensschritte Der Stadtentwicklungsausschuss hat den Beschluss zur Einleitung des vereinfachten Verfah- rens zur 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 71380/03 mit dem Arbeitstitel „Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen‘ in seiner Sitzung am 27.01.2022 gefasst. Die frühzeitige Beteiligung nach $ 4 Abs.1 BauGB wurde im Vorfeld in der Zeit vom 21.04.2021 bis 04.06.2021 durchgeführt. Es sind 15 Stellungnahmen von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange eingegangen. Von der frühzeitigen Unterrichtung und Erörterung der Öffentlichkeit nach $ 3 Abs.1 BauGB wurde, so wie es das vereinfachte Verfahren vorsieht, abgesehen. Die Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gemäß $ 4 Absatz 2 BauGB wurde vom 08.08.2022 bis zum 08.09.2022 durchgeführt. Im Zeitraum der Beteiligung sind 17 Stellungnahmen eingegangen. 3. Erläuterungen zum Plangebiet 3.1 Abgrenzung des Plangebietes der 1. Änderung Das Plangebiet liegt im linksrheinischen Kölner Süden, im Stadtbezirk 2 Köln-Rodenkirchen, innerhalb des Stadtteils Rodenkirchen. Die 1. Änderung des Bebauungsplans bezieht sich auf den seit 2009 rechtskräftigen Bebau- ungsplan mit der Nummer 71380/03, Arbeitstitel „Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen“, Auf- grund der Größe des Plangebietes (circa 70 ha) ist der Bebauungsplan in einen südlichen Teilbereich (Blatt 1) und einen nördlichen Teilbereich (Blatt 2) gegliedert. Der räumliche Geltungsbereich der 1. Änderung liegt im äußersten Südwesten des südlichen Teilbereichs des Bebauungsplans 71380/03 (Blatt 1) und wird im Norden durch die südlich der Bezirkssportanlage Sürther Feld gelegenen Landwirtschaftsflächen, im Westen durch die Sürther Straße, im Süden durch die Straße Am Feldrain, und im Osten durch landwirtschaftli- che Flächen begrenzt'(siehe Anlage 1). Das Plangebiet umfasst in der Gemarkung Rondorf- Land, Flur 17 die Flurstücke 2110, 2111, 2112, 2115, 2116, 2117, 2118, 2119, 2120, 2121, 2140 und teilweise die Flurstücke 282, 452, 1849, 1573, 1860, 1862 und 2073. Das Plangebiet erstreckt sich auf eine Fläche von rund 36.300 m?. 3.2 Vorhandene Struktur Der ursprüngliche Bebauungsplan Nr. 71380/03 wurde aufgestellt mit dem Ziel die Baulandre- servefläche "Sürther Feld" für eine neue Wohnbebauung zu erschließen. Insgesamt können hier circa 750 bis 860 Wohneinheiten entstehen, davon circa 400 bis 460 Wohnungen in Ein- familien-, Doppel- und Reihenhäusern und circa 350 bis 400 Wohnungen in Mehrfamilienhäu- sern. Ziel der Gesamtplanung ist die Erweiterung der Wohnbereiche der Stadtteile Köln-Rodenkir- chen und Köln-Sürth und die Schaffung der erforderlichen Infrastruktur in Form von Flächen für den Gemeinbedarf (Schul- und Kita-Flächen), sowie die Schaffung notwendiger Frei- und Erholungsflächen durch zwei Sportplätze sowie einer großzügigen Erholungsanlage. Die Bebauung des Sürther Feldes ist im nördlichen Geltungsbereich (Blatt 2) bereits vollstän- dig errichtet. Im südlichen Geltungsbereich (Blatt 1) befinden sich die meisten Bauvorhaben und die Erschließung noch im Bau. Im Bereich, der von der 1. Änderung betroffen ist, konnte ein Teil der geplanten Bebauung mittlerweile fertiggestellt werden. Unmittelbar an der Straße Am Feldrain befinden sich die EMAnuel-Grundschule (EMA) und nördlich angrenzend die Offene Schule Köln (OSK). Die unmittelbar an der nördlichen Geltungsbereichsgrenze liegenden Flächen, welche für den Feu- erwehrstandort vorgesehen sind, werden bis dato noch landwirtschaftlich genutzt. 3.3 Erschließung Das Sürther Feld ist über die Hauptverkehrsstraße Sürther Straße an die Innenstadt sowie die südlichen Stadtteile angebunden. Die Straße Am Feldrain verbindet Weiß mit der Bundesau- tobahn (BAB) 555 Bonn-Köln und im weiteren Verlauf mit den Autobahnen A3 und A4. In fuß- läufiger Entfernung verläuft westlich des Plangebiets die Stadtbahntrasse der Linien 16 (Köln- Bonn) und 17 (Köln-Innenstadt). Über die Sürther Feldallee und die Straße Am Feldrain ist das Gebiet über die Buslinie 130, sowie im Norden entlang der Weißer Str. über die Buslinien 131 und 134 an den ÖPNV angeschlossen. 4. Planungsvorgaben 4.1 Regionalplan Das Plangebiet liegt innerhalb eines Allgemeinen Siedlungsbereiches (ASB). 4.2 Flächennutzungsplan Im Flächennutzungsplan ist das Plangebiet der 1. Änderung als Gemeinbedarfsfläche mit dem Signet „Schule“ dargestellt. Der westlich angrenzende Bereich ist als Mischgebiet dargestellt. Die östlich, südlich und nördlich angrenzenden Bereiche sind als Grünfläche dargestellt. Eine Änderung des FNP ist entbehrlich, da die übergeordnete Nutzung als Gemeinbedarfsflä- che unverändert bleibt und die Feuerwehrfläche im quantitativen Verhältnis zur Schulfläche untergeordnet ist. Qualitativ ergibt sich kaum ein Unterschied, zumal weiterhin die Oberkate- gorie beibehalten bleibt. Damit ist der Bebauungsplan aus dem Flächennutzungsplan entwi- ckelt. Eine Änderung oder Berichtigung des FNP ist nicht erforderlich. 4.3 Landschaftsplan Der räumliche Geltungsbereich der ersten Änderung ist nicht mehr Bestandteil des Land- schaftsplans der Stadt Köln. Im Zuge der ursprünglichen Bauleitplanung waren noch für das gesamte Plangebiet die Ziele „8: zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur Realisierung der Bauleit- planung" und „4: Anreicherung der Landschaft mit natürlichen Landschaftselementen unter Berücksichtigung bauleitplanerischer Vorhaben" formuliert und dementsprechend in der Pla- nung berücksichtigt worden. 4.4 Gebiete von Gemeinschaftlicher Bedeutung, Vogelschutzgebiete Ein Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung oder ein Europäisches Vogelschutzgebiet liegt nicht vor. 4.5 Bebauungsplan Das Plangebiet liegt im räumlichen Geltungsbereich des seit 29.04.2009 rechtsverbindlichen Bebauungsplans Nr. 71380/03 „Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen“. Es gilt die BauNVO von 1990 in der Fassung vom 23.01.1990 (Bundesgesetzblatt 1990 / Seite 132). Die Realisierung der Bauleitplanung im Änderungsbereich ist baulich zu großen Teilen bereits umgesetzt (siehe auch Punkt 3.2 Vorhandene Struktur). 5. Planinhalte 5.1 Gemeinbedarfsfläche Nutzungserweiterung der Gemeinbedarfsfläche (Feuerwehr) Die Zweckbestimmung „Schule/Jugendeinrichtung“ der Gemeinbedarfsfläche wird in einem Teilbereich in die Zweckbestimmung „Feuerwehr“ gemäß $ 9 (1) Nr. 5 BauGB geändert. Für die neue Nutzung wurde, als Standort für das geplante Gerätehaus mit integrierter Ret- tungswache, bereits ein rund 3.950 m? großer Bereich an der nördlichen Grenze der Gemein- bedarfsfläche mit unmittelbarem Anschluss an die Sürther Straße ausparzelliert. Das Maß der baulichen Nutzung bleibt gegenüber dem Ursprungsbebauungsplan unverändert. Die festgesetzte Grundflächenzahl (GRZ) von 0.6 und Geschossflächenzahl (GFZ) von 1.2 sowie die Zahl der Vollgeschosse mit "Ill" werden unverändert im Änderungsverfahren über- nommen. Die überbaubare Grundstücksfläche wird ausschließlich durch Baugrenzen festge- setzt. Hinsichtlich der gesetzlichen Grundlagen (BauNVO, BauO NRW etc.) gilt die bei Erlass der Satzung geltende Fassung. 5.2 Öffentliche Verkehrsflächen Straßenfläche Sürther Straße und Am Feldrain Die Sürther Straße, im Bereich der Schulen OSK und EMA, besteht derzeit aus einer zweispu- -“ rigen Straße mit beidseitigen Grünstreifen und Fuß- und Radweg. Die Planung sieht vor, die öffentliche Verkehrsfläche im Bereich der festgesetzten Gemeinbe- . darfsfläche entlang der Straßen Am Feldrain und Sürther Straße um circa 1 m zu verbreitern. Die Gemeinbedarfsfläche verringert sich damit um circa 388 m? zugunsten der öffentlichen Verkehrsfläche. Die geplante Verbreiterung der Straßenverkehrsfläche führt dazu, dass der bereits vorhandene Fuß- und Radweg um ca. 1 m verbreitert werden kann. Inneres Fuß- und Radverkehrsnetz Die Wegeführung des im Ursprungsbebauungsplan bereits festgesetzten Fuß- und Radwegs innerhalb der öffentlichen Grünfläche wird optimiert. Dieser in Ost-West Richtung (nördlich der Fläche für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung „KITA“) verlaufende Weg, soll in süd- licher Richtung zwischen der Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Bolzplatz“ und den Schul- grundstücken bis zur Straße Am Feldrain fortgesetzt werden. Die neue Wegstrecke beträgt rund 150 m und wird mit einer Breite von 3 m auch als Rettungsweg für das westlich davon gelegene Schulgrundstück der OSK (Offene-Schule-Köln) dienen. Zugunsten des neuen Wegabschnitts werden circa 455 m? der nicht überbaubaren Fläche der festgesetzten Gemeinbedarfsfläche nunmehr als Fuß- und Radweg festgesetzt. 5.3 Öffentliche Grünfläche Zweckbestimmungen innerhalb der öffentlichen Grünfläche Die Festsetzung der öffentlichen Grünfläche als „Parkanlage“ wird auf einer Teilfläche von circa 1.000 m? durch die Zweckbestimmung „Streuobstwiese“ und auf einer weiteren Teilfläche von circa 600 m? durch die Zweckbestimmung „Schulgarten“ ersetzt. Der geplante Schulgarten wird als „private Grünfläche“ festgesetzt. 6. Auswirkungen der Planänderung 6.1 Verkehr Für den Bereich der Planänderung, der auch die Sürther Straße umfasst, ist im rechtkräftigen Bebauungsplan eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) von 15.300 für den Prog- nosehorizont 2015 prognostiziert worden (Verkehrsgutachten Sürther Feld Dr. Brenner + Mün- nich Ingenieurgesellschaft mbH). Eine Verkehrszählung von 68 aus dem Jahr 2017 ermittelt einen errechneten Tagesverkehr (durchschnittlicher täglicher werktäglicher Verkehr DTVw) von 10.500 auf der Sürther Straße. Diese Zählung liegt bereits unter der Prognose von 2015. Für die Planänderung ist ein Verkehrsgutachten durch das Büro Bernard Gruppe (Sürther Feld - Bau der Rettungswache und des Gerätehauses Rodenkirchen) mit Datum vom 28.04.2023 erstellt worden, welches über eine Verkehrszählung (72 Stunden Zählung vom 16.03.2023) die heutige Verkehrsbelastung der Sürther Straße (Bestand) sowie, durch eine verkehrstech- nische Berechnung und erfolgte Annahmen, den Nullfall 2025 und den Planfall 2025 ermittelt. Stand heute ist der Bereich der Gemeinbedarfsfläche - Schule/Jugendeinrichtung — gemäß den Festsetzungen des rechtsgültigen Bebauungsplans umgesetzt. Das Schulgrundstück ist in Betrieb und generiert eine Verkehrserzeugung für die als Gemeinbedarfsfläche, festgesetzte Fläche mit Ausnahme des Feuerwehrgrundstückes. Nördlich der Rettungswache werden auf der Sürther Straße im Bestand 7.800 DTV erhoben. Dieser Wert liegt deutlich unter den 2005 für die Sürther Straße für 2015 prognostizierten Wert von 15.300 DTV des rechtskräftigen Bebauungsplans. Würde man den noch nicht besiedelten Anteil der Gemeinbedarfsfläche - Schule/Jugendeinrichtung - in die Verkehrserzeugung dazu nehmen, kann auch dann nicht von einer Verdoppelung der Verkehrsbelastung auf der Sürther Straße ausgegangen.werden, so dass die Prognose aus dem Jahr 2005 für den rechtskräftigen Bebauungsplan für das Jahr 2015 deutlich unterschritten wird. Die Planänderung löst also ge- genüber dem rechtskräftigen Bebauungsplan keine zusätzlichen Konflikte im Bereich der Ver- kehrserzeugung aus. Für die Planänderung wird aufbauend auf der Bestandsverkehrsbelastung auf der Sürther Straße, die Verkehrsbelastung für den Planfall 2025 durch das Verkehrsgutachten ermittelt. Da der Bestandsverkehr die Verkehrserzeugung der bereits umgesetzten Gemeinbedarfsflä- che - Schule/Jugendeinrichtung — beinhaltet, wird für den Planfall 2025 die Verkehrserzeu- gung durch die Feuerwehr sowie allgemeine verkehrserzeugende Aufsiedlungen und bis 2025 erwartbare Verkehrsprojekte hinzugerechnet (siehe hierzu Abbildung 10 des Verkehrsgutach- tens). Für das Lärmgutachten, das u.a. die Auswirkungen des, durch die Planänderung ausgelösten Verkehrs zu ermitteln hat, wird zusätzlich der Nullfall berechnet, der für das Prognosejahr 2025 die Verkehrsbelastung der Sürther Straße ohne die Gemeinbedarfsfläche — Feuerwehr - be- rechnet. Hierbei sind die o.g. Entwicklungen mit enthalten, so dass deutlich wird, welche Ver- kehrsbelastung die eigentliche Planänderung auslöst. Verkehrsbelastung Sürther Straße — südlich „An der Hellfuhr“ DTV durchschnittlicher tägli- cher Verkehr/a südlich der Rettungswache Planfälle DTV durchschnittlicher tägli- cher Verkehr/a nördlich der Rettungswache Bestand i 7.800 7.800 Nullfall 2025 8.600 8.600 Planfall 2025 8.600 | 8.700 Da der Großteil der Einsatzfahrzeuge als auch des KFZ Verkehrs nach Süden abfahren wird, liegt hier auch die hauptsächliche zusätzliche Verkehrsbelastung durch die Feuerwehr. DTV Zahlen werden gerundet um kleinere verkehrliche Veränderungen mit abzudecken. Die sehr geringe Verkehrszunahme des nach Norden gerichteten Verkehrs wird hier von der Rundung geschluckt, so dass Nullfall und Planfall nicht zu unterschiedlichen DTV Zahlen führen. 6.2 Umweltbelange Im vereinfachten Verfahren ist eine Umweltprüfung nach $ 2 (4) BauGB und die Erstellung eines Umweltberichtes nach $ 2a und Anlage 1 BauGB entbehrlich. Mit Ausnahme der im folgenden thematisierten Umweltbelange ergeben sich durch die Planänderung keine Verän- derungen bezüglich der Umweltbelange im Hinblick auf den rechtskräftigen Bebauungsplan. Die Zulässigkeit von Vorhaben, die nach Anlage 1 des Gesetzes über die Umweltverträglich- keitsprüfung (UVPG) oder nach Landesrecht UVP-pflichtig wären, sind nicht Gegenstand der Änderung. Natur 2000 Gebiete nach 8 31 ff BNatschG bzw. die hierzu als FFH - und Vogelschutzrichtlinie gemeldeten Gebiet sind durch die Planänderung nicht betroffen. Das nächste FFH Gebiet liegt ca. 1000m entfernt und umfasst die Fischschutzzone des Rheins. Ein Konflikt mit Störfallbetrieben ergibt sich ebenfalls nicht (siehe hierzu Abschnitt „Störfall“). Schallemissionen Zur Einschätzung der zu erwartenden Lärmimmissionen der geplanten Feuerwache insbeson- dere auf die nordwestlich gelegene Wohnbebauung, sowie die südlich gelegenen Schulneu- bauten ist eine schallgutachterliche Untersuchung erfolgt (Schwinn Ingenieure: Schallimmissi- onsschutz — Feuerwehrgerätehaus und integrierte Rettungswache 26.06.2023). Gemäß den zu Grunde gelegten Immissionsrichtwerten nach TA-Lärm sind im reinen Wohn- gebiet an den nächstgelegenen Immissionsorten „An der Hellfuhr 2“ und „Sürther Straße 282“ die Immissionsrichtwerte der TA Lärm von 50 dB(A) tagsüber (06.00 bis 22.00 Uhr) und 35 dB(A) nachts (22.00 bis 6.00 Uhr), beziehungsweise im Sondergebiet „Schule“ 55 dB(A) tagsüber eingehalten und werden zudem deutlich unterschritten. An der Wohnbebauung wer- den die Immissionsrichtwerte in der Nacht um 3,1 - 4,1 dB(A) unterschritten, am Tag um 17 - 19,1 dB(A). Für das Schulgrundstück werden am Tag die Immissionsrichtwerte für allge- meine Wohngebiete um 5,5 - 9,3 dB(A) unterschritten. Die Maximalpegel der TA Lärm wer- den ebenfalls durch die Feuerwehrnutzung unterschritten. An der Wohnnutzung in der Nacht um 7,5 - 9,1 dB(A), am Tag um 25,5 - 29,1 dB(A). Für die Schule gilt eine Unterschreitung von 25,2 - 29,1 dB(A). Für die Feuerwehr wird mit 10 Einsatzfahrten pro durchschnittlichem Werktag gerechnet. Diese werden überwiegend ohne Sireneneinsatz nach Süden abfahren. Die Immissionen durch die Sirenen der Einsatzfahrzeuge sind nach TA Lärm im Abschnitt 7.1 „Ausnahmere- gelung für Notsituationen“ abgedeckt: „Soweit es zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder zur Ab- wehr eines betrieblichen Notstandes erforderlich ist, dürfen die Immissionsrichtwerte nach Nummer 6 überschritten werden. Ein betrieblicher Notstand ist ein ungewöhnliches, nicht vo- raussehbares, vom Willen des Betreibers unabhängiges und plötzlich eintretendes Ereignis, das die Gefahr eines unverhältnismäßigen Schadens mit sich bringt.“ Ergebnis der Untersuchung von Schwinn-Ingenieure vom 26.06.2023 ist, dass die maßgebli- chen Richtwerte eingehalten werden. Um die Auswirkungen der zu erwartenden Lärmimmissionen der Feuerwache möglichst gering zu halten, erfolgt das Einschalten der Fahrzeugsirenen erst im öffentlichen Straßenraum und nicht auf dem eigenen Grundstück. Bei der geringen Anzahl der zu erwartenden Fahrten, die in der Hauptsache nach Süden ausfahren werden, ist von einer Vermischung mit dem übrigen Verkehr auszugehen. Maßnahmen zur Entzerrung sind nicht erforderlich. Die Sicherstellung des sachgerechten Einschaltens der Sirenen, erfolgt auf Ebene des Bauge- nehmigungsverfahrens. Es liegt bereits ein Baugesuch zur Errichtung des Feuerwehrhauses mit integrierter Rettungs- wache vor, so dass die Lage des Gebäudes auf dem Grundstück bereits bekannt ist und die Gutachten sich darauf beziehen. Um zusätzliche Störgeräusche durch Wartungsarbeiten und Übungen auszuschließen, wird das Gebäude der Feuerwache auf dem Grundstück so ange- ordnet, dass der Baukörper als Schallschutz dient, indem er den Übungshof gegenüber der Wohnbebauung baulich abschirmt. Planbedingter Mehrverkehr Im Rahmen des oben genannten Gutachtens wurden die Lärmauswirkungen durch den Ver- kehr infolge der Planänderung untersucht. Das Ergebnis wird in der folgenden Tabelle darge- stellt. Tabelle: 1. Änderung des Bebauungsplans Sürther Feld - Lärmauswirkungen des planbeding- ten Mehrverkehres Beurteilungspegel Diff® ] Verkehr Nacht Nacht Bestand Planfall Beurteilungspegel Verkehr Tag Immissionsort Wohnbebauung An der Hellfuhr 2 Sürther Straße 282 "Differenz der Beurteilungspegel: Bestand im Vergleich zum Planfall / Nullfall Durch die Planänderung kann mit einer geringen Zunahme der Immissionen an der nächst- gelegenen Wohnnutzung gerechnet werden. Diese liegt jedoch deutlich unter der Wahrneh- mungsschwelle von 3 dB(A). Die kritischen Lärmbelastungen von 70 dB(A) tags und 60 dB(A) nachts werden ebenfalls deutlich um mindestens 7,4 dB(A) am Tag und 9,4 dB(A) in der Nacht unterschritten. Die Planänderung mit dem Inhalt — Feuerwehr - innerhalb der Gemeinbedarfsfläche führt nicht zu einer erheblichen zusätzlichen Lärmbelastung und bleibt deutlich unterhalb kritischer Lärmpegel. Für die Schule führt der planbedingte Verkehr am nördlichen Gebäude mit Klassenräumen/Bü- ros zu maximalen Erhöhungen am Tag von 0,5 dB(A). Die Beurteilungspegel liegen hier zwi- schen 39,4 dB(A) und 45,7 dB(A) und sind aufgrund der Entfernung zur Quelle als sehr gering einzustufen. Naturschutzrechtliche Eingriffe Die Zuordnung von Eingriff und Ausgleich erfolgte im Ursprungsbebauungsplan Nr.71380/03 nach & 9 (1a) BauGB über differenzierte Ausgleichsquotienten für unterschiedliche Nutzungs- arten (z.B. Wohngebiete, Gemeinbedarfsflächen, Verkehrsflächen). Im Änderungsverfahren wurde die Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung geprüft mit dem Ergebnis, dass eine Anpassung nicht erforderlich ist, zumal die geplante Festsetzung einer Streuobst- wiese sich positiv auf die ökologische Bilanz auswirkt, da sie gegenüber der festgesetzten Zweckbestimmung „Parkanlage“ eine ökologische Aufwertung hinsichtlich der Biodiversität 9 darstellt. Der Ursprungsbebauungsplan setzt auf einer Fläche von insgesamt 18,2 ha Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft fest, wovon 16 ha dem Ausgleich der mit der Realisierung der Planung des Ursprungsbebauungsplans „Sürther Feld“ verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft dienen. Diese Maßnahmenflächen erlauben einen vollständigen Ausgleich der Eingriffe und sind glie- dernder und gestaltender Bestandteil der festgesetzten öffentlichen Grünflächen. Circa 2,2 ha der Grünfläche sind somit nicht als Ausgleichsfläche dem Plangebiet "Sürther Feld" zugeord- net, so dass der rechtskräftige Bebauungsplan deutlich überkompensiert ist. Die bauliche Umsetzung des Feuerwehrstandortes bedingt, dass durch notwendige Zu- und Abfahrtsbereiche insbesondere für die Feuerwehrgroßfahrzeuge, die zum Erhalt festgesetzte und heute vor Ort vorhandene Baumreihe in Teilen nicht erhalten werden kann. Nach dem derzeitigen Planungsstand ist davon auszugehen, dass bis zu 6 Bäume entfernt werden müs- sen. Die ursprüngliche Festsetzung des Erhalts der Straßenbäume ist somit nicht mit der ge- planten Nutzung zu vereinbaren und wird daher aufgegeben. Ob im Sinne der Baumschutz- satzung Ersatzpflanzungen zu berücksichtigen sind, ist auf Ebene der Genehmigungspianung zu klären. Darüber hinaus kann kein Verlust von Biotopbestand festgestellt werden. Dies gilt umso mehr, als dass der Bebauungsplan die Pflanzung von Bäumen im Bereich von Stellplatzanlagen und eine Dachbegrünung für Flachdächer festsetzt. Aufgrund der erforderlichen Stellplätze für die zukünftige Feuerwache, ist die Neupflanzung von Bäumen im Nahbereich folglich zu erwarten. Der Fuß- und Radweg am östlichen Rand der Gemeinbedarfsfläche stellt ebenfalls keinen Eingriff in Natur und Landschaft dar, weil dieser im Wesentlichen auf den Flächen der Gemein- bedarfsflächen neu ausgewiesen wird. Hochwasser / Hochwasserrisiko Das Plangebiet liegt bis auf einen kleinen Teilbereich im Nordwesten vollständig innerhalb des Hochwasserrisikogebiet des Rheines (HQ Extrem, 1.000-jährliches Hochwasser). Der be- troffene Bereich ist nachrichtlich im Bebauungsplan dargestellt. Außer in einem Extremhoch- wasserfall ist das Plangebiet nicht durch Hochwassergefahren betroffen. Die Auswertung der Hochwassergefahrenkarte der Stadtentwässerungsbetriebe der Stadt Köln (StEB / Stand April 2021) zeigt, dass im westlichen Teilbereich des Plangebiets bei ei- nem extremen Ereignis mit einem Wasserstand von 2 m zu rechnen ist. An der Kreuzung der Sürther Straße mit der Straße Am Feldrain befindet sich zudem eine Senke, in der stellen- weise 4 m Wasserstand auftreten können. Auch besteht für den Großteil des Plangebiets im Westen nach Grundhochwasserkarte (Stadt- entwässerungsbetriebe der Stadt Köln (StEB / Stand April 2021) und Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW) bei einem mittleren Ereignis (11,30 KP) eine geringe bis mäßige Grundhochwassergefahr. In der zuvor beschriebenen Senke am südlich gelegenen Kreuzungsbereich besteht eine hohe Gefährdung. Mit einer plötzlichen Überflutung ist aufgrund der Entfernung von ca.1.000 m zum Rhein nicht zu rechnen. Aufgrund des Hochwasserrisikomanagement der StEB mit einem aktuellen Hochwasserwarnsystem kann die Hochwasserschutzzentrale rechtzeitige Warnungen vor steigenden Rheinpegeln aussprechen. Um Gebäudeschäden durch mögliche Hochwasser- überflutungen und Grundhochwasser zu minimieren wird eine hochwasserangepasste Bau- weise im südöstlichen Geltungsbereich empfohlen. Hierzu wurde ein Hinweis aufgenommen. Starkregen i . Die Starkregengefahrenkarten (StEB / Stand April 2021) zeigen im Westen des Plangebiets in zwei Teilbereichen entlang der Sürther Straße eine mäßige Starkregengefährdung - sowohl bei einem 30-jährlichen als auch einem 100-jährlichen Ereignis. „Mäßig“ bedeutet, dass für diese Bereiche in etwa knöcheltiefe Wasserstände berechnet werden. Zur Berücksichtigung von Starkregen sind geeignete Maßnahmen zur Risikovorsorge vorzusehen. Im südwestlichen Teilbereich an der Kreuzung Sürther Straße mit der Straße Am Feldrain, wird sogar eine hohe bis sehr hohe Gefährdungsklasse (in etwa hüfthohe Wasserstände) ange- zeigt. Hier wurde die festgesetzte Bebauung durch Errichtung einer Schule in Kenntnis dieser Informationen bereits umgesetzt. Versickerung Gemäß 8 44 Landeswassergesetz (LWG) in Verbindung mit $ 55 Abs. 2 Wasserhaushaltsge- setz (WHG) ist das anfallende Niederschlagswasser vor Ort zu versickern. Bezüglich der was- serrechtlichen Erlaubnis ist die Untere Wasserbehörde bei der Stadt Köln einzuschalten. Störfall Das Plangebiet liegt in 800m Entfernung zum Betriebsbereich des Shell Energy and Chemical Park Rheinland in Köln-Godorf. Der den Betriebsbereich umhüllende angemessene Sicher- heitsabstand beträgt 200m, sodass sich das Plangebiet in 600m Entfernung zum Rand des angemessenen Sicherheitsabstandes gemäß Störfall-Verordnung (Seveso III-RL) zum Shell Energy and Chemical Park Rheinland in Köln-Godorf befindet. Folgende Gutachten und umweltbezogene Informationen sind verfügbar: e Schwinn Ingenieure: Schallimmissionsschutz — Feuerwehrgerätehaus und integrierte Rettungswache 26.06.2023 e Bernard Gruppe: Sürther Feld (Bau der Rettungswache und des Gerätehauses Ro- denkirchen) Verkehrsuntersuchung, 28.04.2023 e Starkregengefahrenkarten: 30-jährliches Starkregenereignis, 100-jährliches Starkregen- ereignis h e Hochwasserrisikogebiet, Extremhochwasser 7. Planverwirklichung und Kosten 7.1 Planverwirklichung Das zur Realisierung des Bebauungsplans erforderliche Umlegungsverfahren ist bereits größtenteils erfolgt. Grunderwerb ist nicht erforderlich. Somit entstehen der Stadt Köln dadurch keine Kosten. Zur Umsetzung der Verbreiterung der Sürther Straße sowie der Straße Am Feldrain wurden die Flurstücke 2110, 2111, 2112 und 2121 ausparzelliert und dem Amt für Straßen und Rad- wegebau übertragen. Es handelt sich hierbei um einen 1 m breiten Streifen von insgesamt circa 388 m?, der sich entlang der Grenze zwischen öffentlichem Straßenland und der Schul- grundstücke erstreckt. Aus der Fläche für Gemeinbedarf wurde am nordwestlichen Randbereich eine rund 3.950 m? große Fläche (Flurstücke 2113 und 2114) ausparzelliert, die als erweiterter Standort für die Berufsfeuerwehr (Rettungswache 2) und die freiwillige Feuerwehr (Löschgruppe) dienstbar gemacht werden soll. Um die innere Wegeverbindung vollenden zu können, wurden die Flurstücke 2119 und 2120 aus der Fläche für, Gemeinbedarf ausparzelliert und dem Amt für Straßen und Radwegebau übertragen. Die Anlage des neuen Geh- und Radweges wird zukünftig auch als Rettungsweg für die OSK dienen. Es handelt sich hierbei um eine Fläche von insgesamt circa 500 m?. Im Zuge des Änderungsverfahrens wurde die Wegeführung durch die öffentliche Grünfläche, so- wie der Anschluss an die Schulgrundstücke (Rettungsweg, Schulgarten) optimiert, so dass darüber hinaus auch eine Anpassung zuvor genannter Parzellen erforderlich wird. 11 Die Herstellung der Erschließungsanlagen erfolgt durch die Stadt Köln nach Maßgabe der je- weils verfügbaren Haushaltsmittel. Die entstehenden Kosten der inneren Erschließung werden nach Maßgabe der Erschließungsbeitragssatzung der Stadt Köln durch die Erhebung von Er- schließungsbeiträgen refinanziert. Die Herstellung der Grünflächen erfolgt überwiegend durch die Realisierung der Grünaus- gleichsmaßnahmen und wird durch die Erhebung von Ausgleichsbeträgen finanziert. 7.2 Kosten Die Umsetzung des Bebauungsplans wird voraussichtlich folgende Kosten verursachen: Öffentliche Straßen und Wege (Herstellung einschließlich erforderlich werdender Anpassungsarbeiten an bestehende Anla- gen und Beleuchtung) 1 m-Verbreiterung Sürther Straße über eine Länge von circa 509 m circa 85.000 € 1 m-Verbreiterung an Am Feldrain über eine Länge von circa 125 m circa 22.000 € 3 m breiter Geh- und Radweg über eine Länge von circa 153 m circa 80.000 € circa 187.000 € Der Entwurf zur 1. Änderung des Bebauungsplans Nummer 71380/03 wird gemäß $& 3 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) mit dieser Begründung öffentlich ausgelegt. Köln, den c Rj fe Weol 5 12
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    Geltungsbereichder 1. Änderung Geltungsbereich desBebauungsplanes 71380/03"Sürther Feld" Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung vonMitgliedern des Rates, der Ausschüsse und der Bezirksver-tretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zudiesem Tagesordnungspunkt nicht teilnehmen dürfen. Anlage 1 Maßstab 1 : 7 500N StadtplanungsamtGeltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 71380/03Sürther Feld, 1. Änderungin Köln - Rodenkirchen 015075300450 Meter
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    Dezernat, Dienststelle VI/612 Vorlagen-Nummer 10.08.2023 2025/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 21.08.2023 Stadtentwicklungsausschuss 31.08.2023 Offenlage gemäß § 3 (2) BauGB des Entwurfs zur Änderung des Bebauungsplans Nr. 71380/03, Arbeitstitel: Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen, 1. Änderung Anlass und Ziel der Planung Die 1. Änderung des Bebauungsplanes "Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen" bezieht sich auf den Bebauungsplan mit der Nummer 71380/03 der seit dem 29.04.2009 rechtskräftig ist. Für einen Teilbereich der im Ursprungsbebauungsplan festgesetzten Gemeinbedarfsfläche soll die Zweckbestimmung – derzeit Schule und Jugendeinrichtung – in „Feuerwehr“ geändert werden, damit ein Feuerwehrstandort realisiert werden kann, der bereits am 13.05.2019 von der Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) beschlossen wurde. Grund dafür ist, dass die vorhandenen Feuerwehrstandorte am Schillingsrotter Weg 8-12 (Feuer- und Rettungswache 2) und in der Schillingsrotter Str. 36 (Löschgruppe Rodenkirchen) nicht mehr ausreichen um die Funktionsfähigkeit der Löschgruppe und damit auch die Ein- satzbereitschaft der Feuerwehr im Stadtbezirk Köln Rodenkirchen zu gewährleisten. Die Ret- tungswache soll angesichts der steigenden Einwohnerzahl im Kölner Süden befähigt werden, den aktuellen Rettungsdienstbedarfsplan umzusetzen und die rettungsdienstliche Versorgung im Kölner Süden sicherzustellen. Zudem soll durch die bedarfsgerechte Unterbringung der Löschgruppe die angestrebte Grün- dung der Kinderfeuerwehr Rodenkirchen ermöglicht werden. Da im Plangebiet bereits zwei Schulbauvorhaben inklusive einer Jugendeinrichtung realisiert wurden und die Gesamtschule Rodenkirchen in unmittelbarer Nähe liegt, gilt der Bedarf an Schulstandorten und Jugendeinrichtungen im Bereich Sürther Feld als gedeckt. Des Weiteren ist die Verbreiterung des Geh- und Radfahrweges entlang der Sürther Straße (östliche Straßenseite) und der Straße Am Feldrain (nördliche Straßenseite) im Bereich der festgesetzten Fläche für Gemeinbedarf erforderlich. Der Grund dafür ist, dass die bisher festgesetzte öffentliche Verkehrsfläche entlang der priva- ten OSK (Offene Schule Köln) und der städtischen EMAnuel-Grundschule (EMA) nicht den heutigen Anforderungen an einen für die Erschließung von Schulen angemessenen und aus- reichend breiten Geh- und Radfahrweg entspricht. 2 Zudem wird die Bebauungsplanänderung zum Anlass genommen, die Fuß- und Radfahrver- bindungen innerhalb des Plangebiets zu optimieren und durch den Ausbau einer neuen Wegeverbindung in nördliche Richtung zu stärken. Der Weg dient zudem als Rettungsweg für das westlich angrenzende Schulgrundstück der OSK (Offene Schule Köln). Mit Beschluss vom 14.06.2021 hat die Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) der Etablierung ei- nes Schulgartens sowie einer Streuobstwiese zugestimmt. Der Schulgarten soll eine Fläche von circa 600 m² erhalten und ausschließlich von den Schulen genutzt werden und nur diesen zugänglich sein. Die Streuobstwiese soll auf einer Fläche von circa 1000 m² sowohl den Schu- len, als auch der Öffentlichkeit als Erlebnisraum und Lernfläche offenstehen und entspre- chend begehbar und erlebbar sein. Verfahrensablauf Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 27.01.2022 die Einleitung des ver- einfachten Verfahrens nach § 13 BauGB zur 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 71380/03 mit dem Arbeitstitel „Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen“ beschlossen. Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs.1 BauGB erfolgte im Vorfeld in der Zeit vom 21.04.2021 bis 04.06.2021. Von der frühzeitigen Unterrichtung und Erörterung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs.1 BauGB wurde, wie das vereinfachte Verfahren es vorsieht, abgesehen. Die Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Absatz 2 BauGB wurde vom 08.08.2022 bis zum 08.09.2022 durchgeführt. Der nun ausgearbeitete Entwurf der 1. Änderung des Bebauungsplans kann in den nächsten Verfahrensschritt – die Offenlage – gehen. Diese wird am 07.09.2023 starten. Gez. Greitemann Anlagen Anlage 1 Geltungsbereich des Bebauungsplans Anlage 2 Begründung Anlage 3 Textliche Festsetzungen zum Bebauungsplan-Entwurf Anlage 4 Bebauungsplan-Entwurf Nummer 71380/03, Maßstab 1:1000
  • Anlage 4_Bebauungsplan-Entwurf

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    N I. Textliche Festsetzungen 1. Gebäudehöhe: Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB werden für die Bebauung innerhalb der Fläche für den Gemeinbedarf folgende textliche Festsetzungen über das Maß der baulichen Nutzung getroffen: a) Gemäß § 16 Abs. 2 Nr. 4 BauNVO wird eine Gebäudehöhe von 13,50 m als Höchstgrenze festgesetzt. Als unterer Bezugspunkt gilt die mittlere Höhenlage des natürlichen Geländes des Baugrundstücks, gemessen an der Grenze der zugehörigen Erschließungsstraße. Grenzt ein Baugrundstück an mehr als eine Erschließungsstraße, ist aus den einzelnen Bezugspunkten der entsprechende Mittelwert zu bilden. b) Gemäß § 16 Abs. 6 BauNVO können die festgesetzten Gebäudehöhen durch untergeordnete Bauteile oder bauliche Anlagen - z.B. Antennen, Aufzugsüberfahrten, Kamine, Lüftungseinrichtungen, Oberlichter - auf den baulich zugeordneten Dachflächen überschritten werden. Das höchstzulässige Maß der Überschreitungen beträgt 2,00 m in der Höhe. Der Flächenanteil der Überschreitungen je Dachfläche darf insgesamt 30% nicht übersteigen. Die Dachaufbauten müssen mindestens um das Maß ihrer Höhe von der Gebäudeaußenkante des jeweiligen zugeordneten Geschosses zurücktreten. 2. Bepflanzungen Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 25 a BauGB sind im Bebauungsplangebiet folgende Begrünungsmaßnahmen durchzuführen und dauerhaft zu erhalten: a) Im Bereich von Stellplatzanlagen ist pro 6 Stellplätze 1 Baum - BF 31 (GH 741) - zu pflanzen. b) Flachdächer in der festgesetzten Fläche für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung -Feuerwehr- sind mit einer extensiven Dachbegrünung DC1 / DC3 (NB6243 / NB6244) zu bepflanzen. Die Vegetationstragschicht ist mit einer Stärke von mindestens 8 cm zuzüglich einer Filter- und Drainschicht herzustellen. Ausgenommen hiervon sind Dachterrassen und technische Aufbauten, die auf maximal 30 % der jeweiligen Dachfläche zulässig sind. Photovoltaikelemente sind über der Dachbegrünung zulässig. II. Gestalterische Festsetzungen Gemäß § 9 Abs. 4 BauGB in Verbindung mit § 89 Abs. 1 und 2 BauO NRW 2018 vom 02.07.2021 werden folgende gestalterische Festsetzungen getroffen: 1. Einfriedungen a) Die Streuobstwiese ist entlang ihrer Grenzen durch Strauchhecken BB 1 (GH 411) aus einheimischen, standortgerechten Heckenpflanzen einzufrieden. Durchgänge zur Parkanlage sind zu ermöglichen. III. Nachrichtliche Übernahmen Gemäß § 9 Abs. 6 BauGB werden die nach anderen gesetzlichen Vorschriften getroffenen Festsetzungen, gemeindlichen Regelungen zum Anschluss- und Benutzungszwang sowie Denkmäler nach Landesrecht nachrichtlich in den Bebauungsplan übernommen: 1. Wasserschutz a) Die auf der Grundlage des § 51 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) durch Verordnung festgesetzte Wasserschutzzone III der Wasserwerke Weißer Bogen und Hochkirchen (im Wesentlichen im Bereich der Sürther Straße). 2. Überschwemmungsgebiet Gemäß § 9 Abs. 6a BauGB werden die festgesetzten Überschwemmungsgebiete im Sinne des § 76 Abs. 2 des Wasserhaushaltsgesetzes, Risikogebiete außerhalb von Überschwemmungsgebieten im Sinne des § 78b Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes sowie Hochwasserentstehungsgebiete im Sinne des § 78d Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes nachrichtlich in den Bebauungsplan übernommen. Noch nicht festgesetzte Überschwemmungsgebiete im Sinne des § 76 Abs. 3 des Wasserhaushaltsgesetzes sowie als Risikogebiete im Sinne des § 73 Abs. 1 Satz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes bestimmte Gebiete werden im Bebauungsplan vermerkt: a) Das Risikogebiet außerhalb von Überschwemmungsgebieten des Rheins, im Sinne des § 78b Abs. 1 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) IV. Hinweise 1. Rechtsfolgen Innerhalb des Plangebietes bestehende Rechtssetzungen aufgrund des Preußischen Fluchtliniengesetzes, des Aufbaugesetzes NW, des Bundesbaugesetzes oder des Baugesetzbuches treten mit der Rechtsverbindlichkeit dieses Bebauungsplanes außer Kraft. 2. Rechtsgrundlagen a) Es gilt das Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom November 2017 (BGBl. I S. 3634). b) Es gilt die Baunutzungsverordnung (BauNVO) vom 23. Januar 1990 (BGBl. I S. 132) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. November 2017 (BGBl. I S. 3786). c) Es gilt die Planzeichenverordnung (PlanZV) vom 18. Dezember 1990 (BGBl. I S. 58). d) Es gilt die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen - Landesbauordnung 2018 - (BauO NRW 2018) vom 21. Juli 2018 (GV. NRW. S. 421). e) Es gilt jeweils die bei Erlass dieser Satzung geltende Fassung. 3. Artenschutz a) Gemäß § 39 Abs. 5 BNatSchG ist es im Zeitraum zwischen dem 1. März und 30. September eines jeden Jahres verboten, Bäume, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen. Sind innerhalb dieses Zeitraumes Rodungsarbeiten erforderlich, ist vor deren Aufnahme in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Köln durch einen Fachgutachter nach besetzten Nestern und Fledermausquartieren zu suchen und bei deren Auffinden die Rodungstätigkeit sofort einzustellen. b) Bauarbeiten sollen vor Beginn der Brutperiode der Feldlerchen, also vor dem 1. April eines jeden Jahres beginnen. 4. Baumschutzsatzung a) Es gilt die Satzung zum Schutz des Baumbestandes innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und des Geltungsbereiches der Bebauungspläne im Gebiet der Stadt Köln (Baumschutzsatzung - BSchS) vom 01. August 2011 (Amtsblatt Nr. 34 vom 17. August 2011). b) Gemäß der Satzung zum Schutz des Baumbestandes innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und des Geltungsbereiches der Bebauungspläne im Gebiet der Stadt Köln (Baumschutzsatzung - BSchS) vom 01. August 2011 (Amtsblatt Nr. 34 vom 17. August 2011) sind Ersatzpflanzungen bzw. Ersatzgeldzahlungen für im Zuge der Umsetzung des Bebauungsplanes zu fällende Bäume zu leisten, soweit diese Bäume nicht bereits im Bebauungsplanverfahren bei der Bewertung und Bilanzierung nach der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung nach § 18 BNatSchG in Verbindung mit § 1a Abs. 3 BauGB berücksichtigt wurden. 5. Bodenschutz Die Belange des §12 BBodSchV auf den nicht versiegelten und nicht bedeckten Flächen sind zu berücksichtigen. Sollte im Rahmen künftiger Bauarbeiten optisch oder geruchlich verunreinigtes Bodenmaterial angetroffen werden, so ist der Bauherr nach § 2 LBodSchG verpflichtet, dem Umwelt- und Verbraucherschutzamt unverzüglich diesen Sachverhalt mitzuteilen. Es ist ein Gutachter zu benennen, der die notwendigen Untersuchungen durchführt und die Risiken beurteilt. 6. Versickerung von Niederschlagswasser Gemäß § 44 Landeswassergesetz (LWG) in Verbindung mit § 55 Abs. 2 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) ist das anfallende Niederschlagswasser vor Ort zu versickern. Bezüglich der wasserrechtlichen Erlaubnis ist die Untere Wasserbehörde bei der Stadt Köln einzuschalten. 7. Starkregenereignis Im Plangebiet liegt bei einem Starkregenereignis gemäß der „Starkregen Gefahrenkarte“ der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) eine Überflutungsgefährdung vor. Baumaßnahmen im Plangebiet sind vor deren Ausführung mit den Stadtentwässerungsbetrieben Köln abzustimmen. 8. Hochwasserschutz Im südöstlichen Geltungsbereich ist innerhalb des im Plangebiet dargestellten Hochwasserrisikogebiets eine hochwasserangepasste Bauweise zur Schadensminimierung zu wählen. 9. Kampfmittelbeseitigungsdienst Das Bebauungsplangebiet liegt in einem Bombenabwurfgebiet bzw. in einem Gebiet wo vermehrte Kampfhandlungen stattgefunden haben. Insbesondere existiert ein konkreter Verdacht auf Kampfmittel bzw. Militäreinrichtungen des 2. Weltkrieges (Bombenblindgänger Nr. 3834, Laufgraben und Stellungen). Im Plangebiet ist mit Bombenblindgängern / Kampfmitteln zu rechnen. Vor Aufnahme von Bauarbeiten (circa 6 Wochen) ist das Amt für öffentliche Ordnung, Gliederungsziffer 322/40 (allgemeine Ordnungsangelegenheiten) unter der Benennung des Aktenzeichens 22.5-3-5315000-2470/22 sowie der Bebauungsplan-Nummer einzuschalten. Die Anfrage kann per E-Mail an kampfmittel@stadt-koeln.de erfolgen. 10. Straßenprofil Das Straßenprofil innerhalb der festgesetzten Verkehrsflächen ist nur zur Information dargestellt. Geltungsbereich der 1. Änderung Geltungsbereich des Bebauungsplanes 71380/03 "Sürther Feld" Zeichenerklärung I,III S,W Bahngleise Bordstein topografische Begrenzung Flurstücksgrenze Flurgrenze Dachform Zahl der Vollgeschosse vorhandene Gebäude Baum Durchfahrt Bebauungsplan Entwurf Es wird bescheinigt, dass diese Planunterlage den Bestimmungen des § 1 Abs. 2 Plan ZV entspricht. (Stand ) Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster Vermessungsabteilung Leiterin/Leiter der Vermessungsabteilung Köln, den Der Stadtentwicklungsausschuss hat die Planaufstellung am 27.01.2022 nach § 2 Abs. 1 BauGB beschlossen. Der Beschluss wurde am 02.03.2022 ortsüblich bekannt gemacht. gez. Reker Oberbürgermeisterin Köln, den 17.02.2022 Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung hat in der Zeit vom bis ( am ) nach § 3 Abs. 1 BauGB stattgefunden. Bezirksbürgermeister/in Köln, den Der Planentwurf hat in der Zeit vom bis nach § 3 Abs. 2 BauGB mit Begründung öffentlich ausgelegen. Die Oberbürgermeisterin Stadtplanungsamt Im Auftrag Köln, den Oberbürgermeisterin Köln, den Der Planentwurf ist nach § 4 a Abs. 3 BauGB durch Beschluss des Rates am geändert worden. Grenze des räumlichen Geltungs- bereiches des Bebauungsplanes Planung Für den Planentwurf Stadtplanungsamt Amtsleiterin Köln, den Beigeordneter Köln, den Für den Planentwurf Dezernat VI, Stadtentwicklung, Planen, Bauen und WirtschaftBestand Oberbürgermeisterin Köln, den Der Rat hat diesen Bebauungsplan in seiner Sitzung am nach § 10 Abs. 1 BauGB als Satzung mit Begründung nach § 9 Abs. 8 BauGB beschlossen. Oberbürgermeisterin Köln, den Die örtsübliche Bekanntmachung über den Beschluss des Bebauungsplanes durch den Rat einschließlich des Hinweises nach § 10 Abs. 3 BauGB ist am erfolgt. 050100 Meter 71380/03 Maßstab 1: 1000 Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen, 1. Änderung 46.71 Gemarkungsgrenze vorhandene Höhenlage über NHN Flächen für den Gemeinbedarf sowie für Sport- und Spielanlagen nicht überbaubar I überbaubar GRZ Grundflächenzahl GFZ Geschossflächenzahl Zahl der Vollgeschosse als Höchstmaß z. B. III Baugrenze Grenzen zwischen verschiedenen Nutzungen beziehungsweise Maßen baulicher Nutzung Straßenverkehrsflächen Straßenbegrenzungslinie auch gegenüber Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung Baum zu erhalten Öffentliche Grünflächen Private Grünflächen Grenze zwischen Nutzungsarten -Offenlage- Flächen für Wasserwirtschaft, den Hochwasserschutz und die Regelung des Wasserabflusses 200 jährliches Hochwasser200 jähliches Hochwasser Fläche für den Gemeinbedarf -Schule/ Jugendeinrichtung- III GRZ 0,6 GFZ 1,2 -Feuerwehr-Private Grünfläche III GRZ 0,6 GFZ 1,2 Öffentliche Grünfläche -Schulgarten- -Streuobstwiese-200 jährlichesHochwasser 200 jährlichesHochwasser 200 jährlichesHochwasser Fuß- und Radweg Anlage 4
  • Anlage 3_Textliche Festsetzungen

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    ANLAGE 3 Textliche Festsetzungen zum Entwurf zur Änderung des Bebauungsplans Nr. 71380/03 Arbeitstitel: Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen, 1. Änderung I. Textliche Festsetzungen 1. Gebäudehöhe: Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB werden für die Bebauung innerhalb der Fläche für den Gemeinbedarf folgende textliche Festsetzungen über das Maß der baulichen Nutzung getroffen: a) Gemäß § 16 Abs. 2 Nr. 4 BauN VO wird eine Gebäudehöhe von 13,50 m als Höchstgrenze festgesetzt. Als unterer Bezugspunkt gilt die mittlere Höhenlage des natürlichen Geländes des Baugrundstücks, gemessen an der Grenze der zugehörigen Erschließungsstraße. Grenzt ein Baugrundstück an mehr als eine Erschließungsstraße, ist aus den einzelnen Bezugspunkten der entsprechende Mittelwert zu bilden. b) Gemäß § 16 Abs. 6 BauNVO kö nnen die festgesetzten Gebäudehöhen durch untergeordnete Bauteile oder bauliche Anlagen - z.B. Antennen, Aufzugsüberfahrten, Kamine, Lüftungseinrichtungen, Oberlichter - auf den baulich zugeordneten Dachflächen überschritten werden. Das höchstzulässige Maß der Überschreitungen beträgt 2,00 m in der Höhe. Der Flächenanteil der Überschreitungen je Dachfläche darf insgesamt 30% nicht übersteigen. Die Dachaufbauten müssen mindestens um das Maß ihrer Höhe von der Gebäudeaußenkante des jeweiligen zugeordneten Geschosses zurücktreten. 2. Bepflanzungen Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 25 a BauGB sind im Bebauungsplangebiet folgende Begrünungsmaßnahmen durchzuführen und dauerhaft zu erhalten: a) Im Bereich von Stellplatzanlagen ist pro 6 Stellplätze 1 Baum - BF 31 (GH 741) - zu pflanzen. b) Flachdächer in der festgesetzten Fläche für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung -Feuerwehr- sind mit einer extensiven Dachbegrünung DC1 / DC3 (NB6243 / NB6244) zu bepflanzen. Die Vegetationstragschicht ist mit einer Stärke von mindestens 8 cm zuzüglich einer Filter- und Drainschicht herzustellen. Ausgenommen hiervon sind Dachterrassen und technische Aufbauten, die auf maximal 30 % der jeweiligen Dachfläche zulässig sind. Photovoltaikelemente sind über der Dachbegrünung zulässig. II. Gestalterische Festsetzungen Gemäß § 9 Abs. 4 BauGB in Verbindung mit § 89 Abs. 1 und 2 BauO NRW 2018 vom 02.07.2021 werden folgende gestalterische Festsetzungen getroffen: 1. Einfriedungen a) Die Streuobstwiese ist entlang ih rer Grenzen durch Strauchhecken BB 1 (GH 411) aus einheimischen, standortgerechten Heckenpflanzen einzufrieden. Durchgänge zur Parkanlage sind zu ermöglichen. III. Nachrichtliche Übernahmen Gemäß § 9 Abs. 6 BauGB werden die nach anderen gesetzlichen Vorschriften getroffenen Festsetzungen, gemeindlichen Regelungen zum Anschluss- und Benutzungszwang sowie Denkmäler nach Landesrecht nachrichtlich in den Bebauungsplan übernommen: 1. Wasserschutz a) Die auf der Grundlage des § 51 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) durch Verordnung festgesetzte Wasserschutzzone III der Wasserwerke Weißer Bogen und Hochkirchen (im Wesentlichen im Bereich der Sürther Straße). 2. Überschwemmungsgebiet Gemäß § 9 Abs. 6a BauGB werden die festgesetzten Überschwemmungsgebiete im Sinne des § 76 Abs. 2 des Wasserhaushaltsgesetzes, Risikogebiete außerhalb von Überschwemmungsgebieten im Sinne des § 78b Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes sowie Hochwasserentstehungsgebiete im Sinne des § 78d Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes nachrichtlich in den Bebauungsplan übernommen. Noch nicht festgesetzte Überschwemmungsgebiete im Sinne des § 76 Abs. 3 des Wasserhaushaltsgesetzes sowie als Risikogebiete im Sinne des § 73 Abs. 1 Satz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes bestimmte Gebiete werden im Bebauungsplan vermerkt: a) Das Risikogebiet außerhalb von Ü berschwemmungsgebieten des Rheins, im Sinne des § 78b Abs. 1 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) IV. Hinweise 1. Rechtsfolgen Innerhalb des Plangebietes bestehende Rechtssetzungen aufgrund des Preußischen Fluchtliniengesetzes, des Aufbaugesetzes NW, des Bundesbaugesetzes oder des Baugesetzbuches treten mit der Rechtsverbindlichkeit dieses Bebauungsplanes außer Kraft. 2. Rechtsgrundlagen a) Es gilt das Baugesetzbuch (Bau GB) in der Fassung der Bekanntmachung vom November 2017 (BGBl. I S. 3634). b) Es gilt die Baunutzungsverordnung (BauNVO) vom 23. Januar 1990 (BGBl. I S. 132) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. November 2017 (BGBl. I S. 3786). c) Es gilt die Planzeichenverordnung (P lanZV) vom 18. Dezember 1990 (BGBl. I S. 58). d) Es gilt die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen - Landesbauordnung 2018 - (BauO NRW 2018) vom 21. Juli 2018 (GV. NRW. S. 421). e) Es gilt jeweils die bei Erlass dieser Satzung geltende Fassung. 3. Artenschutz a) Gemäß § 39 Abs. 5 BNatSchG ist es im Zeitraum zwischen dem 1. März und 30. September eines jeden Jahres verboten, Bäume, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen. Sind innerhalb dieses Zeitraumes Rodungsarbeiten erforderlich, ist vor deren Aufnahme in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Köln durch einen Fachgutachter nach besetzten Nestern und Fledermausquartieren zu suchen und bei deren Auffinden die Rodungstätigkeit sofort einzustellen. b) Bauarbeiten sollen vor Beginn der Brut periode der Feldlerchen, also vor dem 1. April eines jeden Jahres beginnen. 4. Baumschutzsatzung a) Es gilt die Satzung zum Schutz des Baumbestandes innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und des Geltungsbereiches der Bebauungspläne im Gebiet der Stadt Köln (Baumschutzsatzung – BSchS) vom 01. August 2011 (Amtsblatt Nr. 34 vom 17. August 2011). b) Gemäß der Satzung zum Schutz des Baumbestandes innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und des Geltungsbereiches der Bebauungspläne im Gebiet der Stadt Köln (Baumschutzsatzung – BSchS) vom 01. August 2011 (Amtsblatt Nr. 34 vom 17. August 2011) sind Ersatzpflanzungen bzw. Ersatzgeldzahlungen für im Zuge der Umsetzung des Bebauungsplanes zu fällende Bäume zu leisten, soweit diese Bäume nicht bereits im Bebauungsplanverfahren bei der Bewertung und Bilanzierung nach der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung nach § 18 BNatSchG in Verbindung mit § 1a Abs. 3 BauGB berücksichtigt wurden. 5. Bodenschutz Die Belange des §12 BBodSchV auf den nicht versiegelten und nicht bedeckten Flächen sind zu berücksichtigen. Sollte im Rahmen künftiger Bauarbeiten optisch oder geruchlich verunreinigtes Bodenmaterial angetroffen werden, so ist der Bauherr nach § 2 LBodSchG verpflichtet, dem Umwelt- und Verbraucherschutzamt unverzüglich diesen Sachverhalt mitzuteilen. Es ist ein Gutachter zu benennen, der die notwendigen Untersuchungen durchführt und die Risiken beurteilt. 6. Versickerung von Niederschlagswasser Gemäß § 44 Landeswassergesetz (LWG) in Verbindung mit § 55 Abs. 2 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) ist das anfallende Niederschlagswasser vor Ort zu versickern. Bezüglich der wasserrechtlichen Erlaubnis ist die Untere Wasserbehörde bei der Stadt Köln einzuschalten. 7. Starkregenereignis Im Plangebiet liegt bei einem Starkregenereignis gemäß der „Starkregen Gefahrenkarte“ der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) eine Überflutungsgefährdung vor. Baumaßnahmen im Plangebiet sind vor deren Ausführung mit den Stadtentwässerungsbetrieben Köln abzustimmen. 8. Hochwasserschutz Im südöstlichen Geltungsbereich ist innerhalb des im Plangebiet dargestellten Hochwasserrisikogebiets eine hochwasserangepasste Bauweise zur Schadensminimierung zu wählen. 9. Kampfmittelbeseitigungsdienst Das Bebauungsplangebiet liegt in einem Bombenabwurfgebiet bzw. in einem Gebiet wo vermehrte Kampfhandlungen stattgefunden haben. Insbesondere existiert ein konkreter Verdacht auf Kampfmittel bzw. Militäreinrichtungen des 2. Weltkrieges (Bombenblindgänger Nr. 3834, Laufgraben und Stellungen). Im Plangebiet ist mit Bombenblindgängern / Kampfmitteln zu rechnen. Vor Aufnahme von Bauarbeiten (circa 6 Wochen) ist das Amt für öffentliche Ordnung, Gliederungsziffer 322/40 (allgemeine Ordnungsangelegenheiten) unter der Benennung des Aktenzeichens 22.5-3-5315000-2470/22 sowie der Bebauungsplan-Nummer einzuschalten. Die Anfrage kann per E-Mail an kampfmittel@stadt-koeln.de erfolgen. 10. Straßenprofil Das Straßenprofil innerhalb der festgesetzten Verkehrsflächen ist nur zur Information dargestellt.

Beratungsverlauf

  1. 21.08.2023

    Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)

    TOP 10.2.9, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 31.08.2023 zuletzt

    Stadtentwicklungsausschuss

    TOP 17.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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