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3920/2019

Sachstandsbericht Schulbauten GGS und KGS Kapitelstraße, KGS Zehnhofstraße und Schulneubau Thessaloniki-Allee

Mitteilung BV 28.11.2019

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 8 (Kalk), Sitzung am 28.11.2019

Mitteilung BV

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Mitteilung BV

12761 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/26 
 
Vorlagen-Nummer 
 3920/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 28.11.2019 
 
Sachstandsbericht Schulbauten GGS und KGS Kapitelstraße, KGS Zehnhofstraße und 
Schulneubau Thessaloniki-Allee 
Die Bezirksvertretung Kalk hat in ihrer Sitzung am 10.10.2019 beschlossen, ab der kommenden  
Sitzung unter dem Tagesordnungspunkt „Mitteilungen“ einen neuen ständigen Tagesordnungspunkt 
mit der Bezeichnung  
Sachstandsbericht zu den Schulen GGS und KGS Kapitelstraße in Köln Kalk und KGS  
Zehnthofstraße in Köln-Ostheim sowie zur Schulneubaumaßnahme Thessaloniki-Allee in Köln-Kalk 
aufzunehmen. 
In diesem Bericht ist durch die Verwaltung insbesondere darzustellen: 
 Aktuelle Entwicklungen zu allen genannten Schulen beziehungsweise Schulstandorten; 
 Ergebnisse zur Prüfung von Alternativstandorten für die Zeit der Sanierungsmaßnahme   
an der KGS Zehnhofstraße; 
 Planungs- und Baufortschritte sowie Zeitmaßnahmenpläne zu den Sanierungs-  
beziehungsweise Bauvorhaben der genannten drei Schulstandorte. 
 
Stellungnahme der Verwaltung:  
 
Katholische Grundschule Zehnthofstraße 
 
Trakt A der Katholischen Grundschule Zehnthofstraße muss zurück- und neu gebaut werden, um den 
Schulstandort weiterzuentwickeln. 
 
Ende 2018 wurden an der Katholischen Grundschule Zehnthofstraße in Köln-Ostheim bei Messungen 
in mehreren Räumen des Gebäudetrakts A erhöhte Schadstoffe in der Luft festgestellt.  
Um das Gebäude zu sanieren werden die Kinder aus diesem Trakt seitdem in der leer stehenden 
Schule an der Vietorstraße in Köln-Kalk unterrichtet.  
 
Bei der Zehnthofstraße handelt sich um einen Schulstandort mit zwei Schulen in verschiedenen Trak-
ten aus unterschiedlichen Baujahren. Der älteste Bau stammt im Ursprung aus den 1930er Jahren. 
Die Gebäude am selben Standort werden von den beiden Grundschulen teils gemeinschaftlich  
genutzt.  
Bei der Vietorstraße handelt es sich um einen mehr als 100 Jahre alten, angestammten  
Schulstandort. Das Gebäude, Baujahr um 1900 und Wiederaufbau 1948, wurde kürzlich frisch  
renoviert und möbliert.  
 
Obwohl mittlerweile ein Großteil der belasteten Bauteile aus Gebäudetrakt A entfernt wurde, haben 
Messungen ergeben, dass die Grenzwerte weiter überschritten werden.  
Die Quelle für die Raumluftbelastung war im Kleber im Unterbau des alten Parkettbodens aus den 
1960er Jahren vermutet worden. Trotz eines umfassenden Rückbaus aller Räume des A-Traktes bis 
zum Rohbau, werden die Grenzwerte für leichtflüchtige PAK (unter anderem Naphthaline) immer 
noch weit überschritten.

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Keine der von den Gutachtern vorgeschlagenen Maßnahmen kann die vollständige Beseitigung  
der Schadstoffe garantieren. Darüber hinaus wurden bei den Rückbauarbeiten noch weitere  
Beschädigungen des Gebäudes an der nun geöffneten Bausubstanz entdeckt. Um den gesamten 
Schulstandort risikofrei in Sachen Schadstoffbelastung zu betreiben und nachhaltig den heute  
aktuellen Sicherheitsanforderungen anpassen zu können, empfehlen sowohl interne Fachingenieure 
als auch externe Gutachter, den Trakt abzureißen und neu zu bauen. Aufgrund der vorgefundenen 
Situation ist eine wirtschaftliche Sanierung nicht mehr vertretbar. Die übrigen Gebäudetrakte sind 
ebenfalls untersucht worden und ohne Bedenken zu nutzen. 
 
Wegen des aufwändigen Genehmigungsverfahrens und der aktuell schwierigen Lage, im Bausektor 
entsprechende Anbieter zu bekommen, ist es kurzfristig nicht möglich, zeitnah mobile Schulpavillons 
auf dem Schulgrundstück aufzustellen. Auch solche Module sind nach den Vorgaben für öffentliche 
Auftraggeber zu planen, zu errichten, anzuschließen und auszustatten, wie dies für massive Ersatz-
bauten notwendig ist.  
 
Der Neubau des Schulgebäudes wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die Gebäudewirtschaft 
der Stadt Köln berät mit allen Beteiligten über die Vorgehensweise bei den Verfahren für die Vergabe. 
In Abhängigkeit der vom Rat beschlossenen „Priorisierenden Schulbaumaßnahmenliste 2018“, der 
Entscheidung für den Weg der Vergabe sowie der aktuellen Marktlage kann die Wahl der Vorge-
hensweise frühestens in rund zwölf Monaten (sechs Monate Ausschreibung, sechs Monate Prüfung) 
getroffen werden. Danach wären erfahrungsgemäß mindestens vier Jahre für Planung und Bau des 
ersten Bauabschnitts erforderlich. 
 
Nach dieser Zeit können die Auslagerung zum Interimsstandort beendet und die Klassenräume in 
dem Neubau bezogen werden. Im zweiten Bauabschnitt könnten zusätzlich eine Mensa sowie Räume 
für den Offenen Ganztag geschaffen werden. Damit wäre der gesamte Schulstandort Zehnthofstraße 
neu entwickelt und für die Zukunft gesichert.  
 
Die Verwaltung prüft derzeit, ob und in welcher Größenordnung für die Katholische Grundschule 
Zehnthofstraße Klassenräume durch bereits bestellte Pavillons in Modulbauweise auf dem Gelände 
der Schule Zehnthofstraße oder umliegenden Grundstücken entstehen können. Eine Möglichkeit zur 
Aufstellung von Schulpavillons an der Thessalonikiallee wird derzeit nicht gesehen. Nach aktuellem 
Stand ist mit der Fertigstellung des Neubaus Thessalonikiallee Ende 2021 zu rechnen. 
 
Nach erfolglosem Beginn der Schadstoffsanierung des Traktes A wurde der Abbruch des Traktes 
beschlossen und ein Ersatzneubau vorgeschlagen. In diesem soll die gesamte Katholische Grund-
schule mit möglicher 4 –Zügigkeit sowie Mensa und Räumen für den offenen Ganztag aufgenommen 
werden. Während der Planungs- und Bauzeit kann kein vollständiger Ersatzbau auf dem Schulgrund-
stück errichtet werden weil 
- der Platz nicht ausreicht 
- zu viel Planungs- und Bauzeit für die Ersatzbauten benötigt würde und 
- weil es Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Schulpavillons gibt.  
Deshalb muss die Katholische Grundschule zumindest teilweise in die Vietorstraße ausgelagert  
werden:  
Die für die Erweiterung der Vietorstraße vorgesehenen Modulbauten können auf das Gelände der 
Zehnthofstraße gestellt werden, damit die Eingangsklassen 1 und 2 auf der Zehnthofstraße  
unterrichtet werden können und nur die Klassen 3 und 4 ausgelagert werden müssen.  
Wegen der besonderen Eilbedürftigkeit der Ersatzbaumaßnahme hat sich das zuständige  
Objektcenter bereiterklärt, die Betreuung der Neubaumaßnahme zu übernehmen, damit die  
Priorisierung der Schulbaumaßnahmenliste nicht durch diese Maßnahme beeinflusst wird.

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Für das weitere Vorgehen ist geplant: 
1. Vorlage und Freigabe der Planungsskizzen für die  
Interimsaufstellung der Schulpavillons bis Ende November 
2. Freigabe des beantragten neuen Standortes für die bereits gesicherten Schulpavillons durch 
die Bauaufsicht (ein Bauantrag muss gestellt werden und ein Planer muss mit der Umplanung 
beauftragt werden),  
Nutzungsbeginn der Pavillons mit Schuljahresbeginn August 2020. 
3. Prüfung der ersten Planungsideen zum Neubau und Vorstellung der Planung bei Schulverwal-
tung und Schulleitung im Dezember 2019 
 
 
Gemeinschaftsgrundschule Kapitelstraße 
Katholische Grundschule Kapitelstraße 
 
Durch die erforderliche Auslagerung der Katholischen Grundschule Zehnthofstraße ist in Folge unter 
anderem auch die Gemeinschaftsgrundschule Kapitelstraße betroffen. Dies hängt damit zusammen, 
dass die Nachbarschule der GGS Kapitelstraße, die KGS Kapitelstraße, bisher nicht in die vorgese-
henen Räumlichkeiten der Vietorstraße bis zur Fertigstellung des neuen Standortes Thessalonikiallee 
ausgelagert werden konnte, um somit benötigte Räumlichkeiten, die für eine Generalsanierung des 
Standortes Kapitelstraße benötigt werden, zu schaffen. 
 
Generell gestaltet sich die Beschaffung von Pavillons in Modulbauweise schwierig, da derzeit auf dem 
Markt nur solche erhältlich sind, die den Anforderungen nicht gerecht werden beziehungsweise nicht 
baugenehmigungsfähig sind. 
Die Räume des Standortes Albermannstraße werden von der Adolph-Kolping-Hauptschule,  
die auf dem gleichen Grundstück untergebracht ist, genutzt. Die 4 ungenutzten Räume des 3. Ober-
geschosses würden weder für die Zehnthofstraße noch für die Kapitelstraße eine Alternative bieten. 
 
Eine Auslagerung der GGS Kapitelstraße in die Vietorstraße war bisher nicht vorgesehen, da mit 
dem geplanten Auszug der KGS ausreichende Räumlichkeiten auf dem Schulgrundstück zur Verfü-
gung stehen.  
Die Angaben der Schulpflegschaft, dass die für die GGS Kapitelstraße bestellten Modulbauten  
storniert wurden, treffen nicht zu: Für die GGS Kapitelstraße wurden weder Modulbauten beauftragt 
noch storniert. 
Es ist davon auszugehen, dass sich die beengte Situation der OGS des Standortes Kapitelstraße  
mit Auszug der KGS in den Interimsstandort oder Neubau entspannen wird und im Rahmen der  
Generalsanierung nach Optimierungsmöglichkeiten gesucht werden kann. 
 
Die Einrüstung des Stelzenbaus ist bis zur Fertigstellung der erforderlichen Fluchttreppe  
unumgänglich und wird in Kürze wieder entfernt.  
Auch wenn Teile des Schulhofs unterhalb des Stelzenbaus gesperrt werden mussten, wurde  
erfreulicherweise eine Schulhofumgestaltung mit Aktivierung einer bisherigen Brachfläche geschaf-
fen, die auch mit den neuen Spielgeräten beiden Schulen eine verbesserte Pausensituation bietet. 
Dieses Projekt, mit einem Volumen von 86.000,- €, wurde durch das Förderprogramm „Gute Schule 
2020“ umgesetzt.  
 
Sonderreinigungen werden durch Mitteilung der Schulen bei Bedarf durchgeführt. So fand in den 
Herbstferien eine Sonderreinigung der GGS Kapitelstraße statt. 
 
Die Herrichtung der Turnhallendecke des Standortes Kapitelstraße steht nach Freigabe der Turnhalle 
weiterhin aus. Auch wenn hierzu noch zusätzliche Abstimmungstermine erforderlich sind, ist die  
Ausübung des Sportunterrichtes in der Halle möglich, jedoch mit der Einschränkung, dass Ballspiele 
nach außen verlagert werden müssen. 
 
Die Schule wurde 2019 komplett mit neuen Sonnenschutzvorhängen ausgestattet, die jedoch in  
diesem heißen Sommer keinen ausreichenden Schutz bieten konnten. Der Schulleitung der GGS

4 
 
Kapitelstraße wurde eine Ausstattung mit zusätzlichen Sonnenschutzfolien zugesagt. 
 
Für die GGS Kapitelstraße kann bedauerlicherweise weder der Wunsch nach einer Auslagerung in 
die Albermannstraße, noch der Umzug in zu schaffende Schulersatzbauten in der Thessalonikiallee, 
erfüllt werden. 
 
Bauaufsicht und Feuerwehr haben als provisorische Maßnahme die Errichtung eines Gerüstes zur 
Herstellung eines zweiten Rettungsweges gefordert. Langfristig ist dort ein zweiter Rettungsweg zu 
errichten. 
Die bekannten restlichen Mängel am Schulgebäude wie eine erforderliche Anpassung der  
Elektroinstallation und der Trinkwasserleitungen werden nach Beseitigung der brandschutztechni-
schen Mängel in Angriff genommen. 
Weil die Schule nicht in die Vietorstraße umziehen kann (dieses Schulgebäude wird bis mindestens 
Anfang 2025 von der Schule Zehnthofstraße genutzt) möchte man die Klassenräume nach Möglich-
keit erhalten. Mit dem Gerüst für den zweiten Rettungsweg ist das Schulgebäude in der Kapitelstraße 
risikofrei nutzbar. 
 
Für das weitere Vorgehen ist geplant: 
 
1. Besprechung mit  
-Bauaufsicht 
-Feuerwehr 
-Abteilungsleitung im November 2019 über die erforderliche Beseitigung der dringenden 
Mängel,  
2. Beauftragung eines Brandschutzsachverständigen für das erforderliche Gutachten zum 
Brandschutzkonzept, 
3. Beauftragung eines Statikers für die statischen Berechnungen für den zweiten Rettungsweg, 
4. Beseitigung der Mängel aus dem Bericht der Bauaufsicht und der Feuerwehr bis Mitte 2020 
5. Vollständige Erledigung aller Mängelpunkte zum Schuljahresbeginn im August 2020. 
 
 
Schulneubau Thessalonikiallee 
 
Eine Aufstellung von Schulpavillons auf dem Baugrundstück Thessalonikiallee kommt nach  
Auffassung der Verwaltung nicht in Betracht, da keine ausreichenden Flächen für einen Neubau 
nebst Baustelleneinrichtung, zusätzlichen Auslagerungsbauten und Schulhofflächen zur Verfügung 
stehen. Nach aktuellem Stand ist mit der Fertigstellung des Neubaus Thessalonikiallee Ende 2021 
zur rechnen. 
 
Für das weitere Vorgehen ist geplant: 
 
1. Baubeschluss  
2. Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen 
3. Baugenehmigungsverfahren, Werkplanung und vorbereitende  Maßnahmen auf dem Grundstück 
4. Herstellung der Module im Werk, Lieferung und Montage auf dem Baugrundstück und  
Fertigstellung bis 2021 
 
 
Zukünftige Berichterstattung 
 
Die Stadt Köln hat nicht hinreichend Personalkapazitäten, um dem Wunsch der Bezirksvertretung 
nach einer regelmäßigen Berichterstattung zu jeder Sitzung nachzukommen. Die Verwaltung sagt 
aber zu, dass bis zur Fertigstellung Aktualisierungen zu den angefragten Maßnahmen vorgelegt  
werden, sobald einer oder mehrere der genannten Meilensteine gefährdet sind oder sich verzögern.

Beratungsverlauf (1)

28.11.2019 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3920/2019
Typ
Mitteilung BV
Datum
28.11.2019
Erstellt
11.11.2019 15:10