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3759/2022

Beantwortung der Anfrage AN/1649/2022 der Fraktion Die Linke betreffend "Geschlechtergerechte Verkehrsplanung in Köln"

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 30.01.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Sitzung am 06.02.2023, TOP 4.4

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Anlage - Auszug Verkehrsausschuss 24.01.2023

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

5655 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
III/68/681/1 
 
Vorlagen-Nummer  17.11.2022 
 3759/2022 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Verkehrsausschuss 22.11.2022 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 06.02.2023 
 
Beantwortung der Anfrage AN/1649/2022 der Fraktion Die Linke betreffend 
"Geschlechtergerechte Verkehrsplanung in Köln" vom 15.09.2022 
 
In AN/1649/2022 spricht die Fraktion Die Linke das Thema geschlechtergerechte V erkehrsplanung in 
Köln und in diesem Zusammenhang verschiedene Fragen an, die im Folgenden – teils gebündelt – 
beantwortet werden.  
 
Frage 1) Welchen Mehrwert sieht die Stadtverwaltung in gendersensibler V erkehrsplanung für 
Nachhaltigkeitsbestrebungen und die Erreichung der kommunalen Klimaziele bzw. wo sieht sie 
diesbezüglich Synergieeffekte? 
 
Frage 2) Inwiefern können bereits erprobte Konzepte von Gender Mainstreaming und Gender Planning 
im V erkehrsbereich in Köln Anwendung finden bzw. inwieweit orientiert sich die Stadtverwaltung 
systematisch an bereits vorliegenden Konzepten und Best Practices wie zum Beispiel aus Wien? 
 
Antwort zu Fragen 1 und 2): 
Zum Erreichen der Klimaneutralität Kölns im Jahr 2035 sind umfassende Anstrengungen notwendig. Für 
den Sektor V erkehr bedeutet dies ein konsequentes V orantreiben der Mobilitätswende. Um ein 
umweltfreundlicheres Mobilitätsverhalten zu fördern, ist es erforderlich, entsprechend der drei Säulen der 
Nachhaltigkeit eine integrierte Perspektive einzunehmen und dabei auch die systemischen und 
gesellschaftlichen Zusammenhänge genauer zu betrachten. Dies bedeutet, auf die unterschiedlichen 
vorherrschenden Bedürfnisse in der Stadtgesellschaft einzugehen und nutzer*innenzentrierte Strategien 
und Maßnahmen zu entwickeln, die bewirken, dass möglichst viele Menschen auf umweltverträgliche 
Mobilitätsformen zurückgreifen. In diesem Sinne spielt auch die Sensibilität für die Bedürfnisse 
unterschiedlicher Geschlechter eine wichtige Rolle. 
 
Die V erwaltung beginnt derzeit mit den Arbeiten zum Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP), der die 
neue Mobilitätsstrategie für die Stadt Köln bilden wird. Der SUMP-Ansatz hat den Anspruch, 
Mobilitätsentwicklung ganzheitlich zu betrachten und neben klassischen verkehrsinfrastrukturellen 
Fragestellungen u.a. ökologische und soziale Fragen näher zu beleuchten und ist daher ein geeignetes 
Instrument, um eine gendersensible Mobilitätsplanung künftig stärker in der Planung zu verankern.  
In diesem Zusammenhang gilt es zu analysieren, welche genderspezifischen Ursachen es gibt, die einer 
Nutzung umweltfreundlicher V erkehrsmittel derzeit im Wege stehen und welche Bedingungen und 
Maßnahmen dafür Abhilfe schaffen können.  
Im SUMP-Prozess werden durch den Blick auf internationale Best Practice-Beispiele verschiedene 
aktuelle Fragestellungen und Debatten – auch gesellschaftspolitischer Art – behandelt, um eine 
zeitgemäße und möglichst innovative Strategie zu entwickeln.

2 
 
 
 
Zu Frage 3) Sieht die Stadtverwaltung Anlass dazu, einen weiteren Genderbericht zu erstellen, in 
welchem Mobilität als Schwerpunktthema behandelt wird und falls nein, wieso nicht? 
 
Antwort:  
Im Rahmen des SUMP werden Ziele für die künftige Mobilität definiert, die mit messbaren Zielindikatoren 
unterfüttert werden. Dabei handelt es sich um Werte, anhand derer die Entwicklung der Mobilität mit 
unterschiedlichen Schwerpunkten beobachtet werden können. Entsprechend des SUMP-Ansatzes gilt 
es dabei auch soziale Indikatoren – wie bspw. Genderaspekte – zu entwickeln. Die kontinuierliche 
Evaluation der Zielindikatoren ermöglicht eine wesentliche Wissensbasis für die Mobilitätsplanung und 
gibt Auskunft darüber, an welcher Stelle weitere Optimierungen und Maßnahmen erforderlich sind. 
 
Zu Frage 4) Welche Anstrengungen wurden oder werden unternommen, um den Mangel an 
geschlechtszugeordneten Daten zu beheben, ohne welche eine Implementierung des Gender 
Mainstreamings in V erkehrs- und Stadtplanung unmöglich erscheint? 
 
Antwort 
Aktuell führt die V erwaltung eine repräsentative Haushaltsbefragung durch, bei der Daten zum 
derzeitigen Mobilitätsverhalten der Kölner Bevölkerung erhoben werden. Dabei wird auch abgefragt, 
welchem Geschlecht sich die befragte Person zugehörig fühlt (männlich/ weiblich/ divers). Die Erhebung 
berücksichtigt neben der klassischen Frage nach dem Pendeln zur Arbeit/ Ausbildungsstätte auch eine 
differenzierte Betrachtung weiterer Alltagswege wie bspw. für Einkäufe, private Erledigungen oder das 
Bringen und Holen von Personen. Dies ermöglicht eine Auswertung, die Erkenntnisse darüber liefert, wie 
die jeweiligen Wege je nach Geschlecht verteilt sind und welche entsprechenden Bedürfnisse 
vorherrschen. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Mitte 2023 vorliegen und in den SUMP einfließen.  
 
 
Zu Frage 5) Wie soll der von der Stadtverwaltung beschriebene notwendige Diskurs angestoßen 
werden, und wo soll dieser wann geführt werden? 
 
Antwort:  
Mit dem SUMP wird ein umfassendes Beteiligungsverfahren initiiert. Mit einer dezernatsübergreifenden 
Projektgruppe sowie einem Lenkungskreis der V erwaltung werden die verschiedenen Belange der 
Dezernate bzw. Dienststellen – so auch derjenigen, die sich mit Genderfragen beschäftigen – 
zusammengebracht, um die notwendigen Diskurse zu führen. Darüber hinaus wird der Prozess durch 
eine breite Stakeholder- und Öffentlichkeitsbeteiligung begleitet, in deren Rahmen die verschiedenen 
Facetten der nachhaltigen Mobilität offen diskutiert werden. Diese Beteiligungsverfahren starten 
voraussichtlich im 2. Quartal 2023.  
 
 
Gez. Egerer

Anlage - Auszug Verkehrsausschuss 24.01.2023

932 Zeichen

Geschäftsführung  
Verkehrsausschuss 
Frau Krause 
Telefon:  (0221) 221-25909 
Fax:   (0221) 221-24447 
E-Mail:  angela.krause@stadt-koeln.de 
Datum: 29.01.2023 
Auszug 
aus dem Entwurf der Niederschrift der 20. Sitzung des 
Verkehrsausschusses  vom 24.01.2023  
öffentlich 
6.1 Beantwortung der Anfrage AN/1649/2022 der Fraktion Die Linke betref-
fend "Geschlechtergerechte Verkehrsplanung in Köln" vom 15.09.2022 
3759/2022 
Auf Nachfrage von SE Wienke nach weiteren Datenerhebungen teilt Herr Siggelkow, 
Leiter des Amtes für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, mit, dass die Ergebnisse der 
großen Mobilitätsbefragung in Köln voraussichtlich im Frühjahr/Sommer d.J. vorliegen 
und diese Daten für die Fragestellung sicherlich sehr interessant sein werden. 
 
RM De Bellis-Olinger bittet, die Stellungnahme auch dem Gleichstellungsausschuss 
zur Kenntnis zu geben.  
 
Der Ausschuss nimmt die Beantwortung im Übrigen zur Kenntnis.

Beratungsverlauf (2)

24.01.2023 Verkehrsausschuss
TOP 6.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Sache ist erledigt

Zur Sitzung
06.02.2023 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 4.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3759/2022
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
30.01.2023
Erstellt
08.11.2022 14:33