V/0351/2026
Stadtwerke Münster GmbH: Jahresabschluss 2025 und Gewinnausschüttung; Bestellung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2026
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V_0351_2026 - Anlage 1 - AR-Vorlage 17_2026 JA 2025 SWMS inkl EK-Verz
6732 Zeichen
((Logo eingeblendet, wird aber nicht gedruckt)) Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 17/2026 Betreff Jahresabschluss 2025 der Stadtwerke Münster GmbH Berichterstatter Sebastian Jurczyk Anlage Prüfungsbericht des Abschlussprüfers mit Bestätigungsvermerk, darin als Anlagen enthalten: Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025, bestehend aus: - Bilanz - Gewinn- und Verlustrechnung - Anhang - Kapitalflussrechnung - Lagebericht Antrag Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH wolle beschließen: Der Gesellschafterversammlung werden folgende Beschlüsse zur Annahme empfohlen: 1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2025 in der vorliegenden, vom Abschlussprüfer BKP Dr. Bergmann Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG, Dortmund, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk testierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster festgestellt. 2. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025 wird zur Kenntnis genommen. Münster, 09.06.2026 Anlage 1 zur Beschlussvorlage V/0351/2026 Seite 2 von 4 ((Logo eingeblendet, wird aber nicht gedruckt)) 3. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für das Geschäftsjahr 2025 Entlastung erteilt. 4. Eine Gewinnausschüttung in Höhe von 6,5 Mio. € der Stadtwerke Münster GmbH an die Stadt Münster aus dem Jahresergebnis 2025 wird genehmigt. Die Zahlung erfolgt am 02.07.2026. Begründung Zu 1.-3.) Der Jahresüberschuss beträgt 13,7 Mio. EUR. Das Ergebnis liegt auf dem erwarteten Niveau. In Anbetracht der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann das Ergebnis als ordentlich betrachtet werden. Der Energievertrieb wurde im Jahr 2025 geprägt durch den nach der Energiekrise wieder einsetzenden intensiven Preiswettbewerb. Im Strommarkt sank die abgesetzte Menge, auch infolge von Kundenabgängen. gegenüber dem Vorjahr um 15,4 %. Der stärkste Rückgang war bei Gewerbekunden außerhalb Münsters zu verzeichnen. Im Gasvertrieb sank die abgesetzte Menge gegenüber dem Vorjahr über alle Kundensegmente um 0,7 %. im Wärmevertrieb erhöhte sich die abgesetzte Menge um 0,7 %. Die abgesetzte Menge Wasser stieg um 2,4 %. Die Stromerzeugung der GuD -Anlage blieb hinter der für das Geschäftsjahr 2025 angesetzten Planmenge deutlich zurück. Dies lag insbesondere an dem längerfristigen Ausfall einer Kraftwerksturbine und einem schwachen Windjahr. Die Zahl der Fahrgäste im ÖP NV ist durch steigende Abozahlen sowie eine Taktverdichtung geprägt. Die Zahl der Fahrgäste stieg deutlich von 30,9 auf 33,3 Millionen. Den Herausforderungen des operativen Geschäfts, insbesondere der Intensivierung des Preiswettbewerbs auf den Energiemärk ten, konnten die Stadtwerke Münster mit einer marktorientierten Preispolitik, proaktivem Kostenmanagement und einer risikoadjustierten Strategie in der Energiebeschaffung erfolgreich begegnen. Einbußen im Bereich der Stromerzeugung durch den technisch bedi ngten Ausfall einer Kraftwerksturbine im ersten Quartal des Jahres 2025 konnten durch eine substanzielle und nachhaltige Ergebnisstärkung im Beteiligungsbereich ausgeglichen werden, so dass die Stadtwerke Münster wiederum ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis erzielt haben. Seite 3 von 4 ((Logo eingeblendet, wird aber nicht gedruckt)) Der von der Stadtnetze Münster GmbH an die Stadtwerke Münster GmbH abgeführte Gewinn in Höhe von 14,1 Mio. EUR liegt unter der Gewinnabführung des Vorjahres (16,1 Mio. EUR) und unterhalb der Abführung laut Wirtschaftsplanung (18,1 Mio. EUR). Weitere Erläuterungen der Entwicklung der Vermögens -, Finanz - und Ertragslage im Einzelnen sowie der Geschäftsfelder finden sich in dem beigefügten Lagebericht (Anlage zum Prüfungsbericht). Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung gemäß Gemeindeordnung Zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und zur Zweckerreichung nehmen wir gemäß § 108 Abs. 3 der Gemeindeordnung Nordrhein -Westfalen für unsere wichtigsten Geschäftsbereiche wie folgt Stellung: In der Strom - und Erdgasversorgung haben wir gemäß § 1 des Energiewirtschafts - gesetzes eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit anzustreben. Dieses Ziel wurde im Geschäftsjahr 2025 in allen Punkten erreicht. In der Wasserversorgung haben die Stadtwerke gemäß § 47 a Landeswassergesetz NW eine dem Gemeinwohl entsprechende öffentliche Wasserversorgung sicherzustellen. Darüber hinaus haben die Stadtwerke als mit der Wasserversorgung verpflichtetes Unternehmen auf einen haushälterischen Umgang mit dem Wasser hingewirkt. Ebenfalls haben die Stadtwerke gemäß § 1 der Trinkwasserverordnung Wasser geliefert, das die menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von Wasser ergeben können, schützt. Im Verkehrsbereich haben die Stadtwerke Münster im Auftrag der Stadt Münster als Aufgabenträger des öffentlichen Nahverkehrs jederzeit sichere, effiziente und hochwertige Verkehrsleistungen angeboten. Die Stadtwerke Münster haben auch im Geschäftsjahr 2025 entsprechend ihrer Satzung die Kunden und die Bevölkerung beraten mit dem Ziel, den Verbrauch von Energie und Wasser zu reduzieren. Ebenfalls ist die Bereitschaft zum Einsatz regenerativer Energieträger durch das Unternehmen gefördert worden. Seite 4 von 4 ((Logo eingeblendet, wird aber nicht gedruckt)) Die öffentliche Zwecksetzung der Stadtwerke Münster GmbH gemäß Gemeindeordnung NW wurde in allen Fällen erfüllt. Das Eigenkapital wurde gemäß § 108 Abs. 2 Nr. 3 GO NRW angemessen verzinst. Die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss im Verhältnis zum Eigenkapital) beträgt im Geschäftsjahr 2025 5,1 %. Im Jahr 2025 lag die Umlaufrendite deutscher Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit in einer Bandbreite von 2,38 - 2,85 %. Der Jahresabschluss 2025 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025 sind von der BKP Dr. Bergmann Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungs - gesellschaft, Dortmund, geprüft worden. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Zu 4.) Aus dem Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2025 der Stadtwerke Münster GmbH wird ein Anteil am Gewinn in Höhe von 6,5 Mio. € an die Stadt Münster ausgeschüttet. Die Ausschüttung erfolgt aus dem Bilanzgewinn. Die Auszahlung erfolgt abzüglich Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag am 02.07.2026. Am 06. Februar erfolgte bereits eine erste Ausschüttung auf das Jahresergebnis 2025 in Höhe von 4,1 Mio. €. Stadtwerke Münster GmbH gez. Sebastian Jurczyk gez. Frank Gäfgen
V_0351_2026 - Anlage 2 - Jahresabschluss und Lagebericht 2025 der SWMS für den AWFLD
202294 Zeichen
Jahresabschluss und Lagebericht
zum 31. Dezember 2025
Bestätigungsvermerk
Stadtwerke Münster GmbH
Münster
Dr. Bergmann, Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG
Wirtschaft sprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsges ellschaft
Partnerschaftsregister: AG Essen PR 2988
UStIdNr.: DE 294 190 990
Sitz der Gesellschaft:
44263 Dortmund
Phoenixseestraße 21
Internet: www.breidenbach-wp.de
Telefon +49 231 628566-0
Telefax +49 231 628566-9
Rechtsanwälte
WIRTSCHAFTSPRÜFUNG I STEUERBERATUNG I RECHTSBERATUNG
Anlage 2 zur Beschlussvorlage V/0351/2026
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
Bilanz der Stadtwerke Münster GmbH Anlage 1
zum 31.12.2025
Aktivseite Stand Stand Passivseite Stand Stand
31.12.2025 31.12.2024 31.12.2025 31.12.2024
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Gezeic hnetes Kapital 51.200.000,00 51.200.000,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie II. Kapitalrücklage 117.428.790,45 117.132.060,45
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.322.981,52 7.991.908,02
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 87.963.657,02 84.888.657 ,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten IV. Bilanzgewinn 10.600.000,00 6.500.000,00
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.266.865,18 38.246.613,21 267.192.447,47 259 .720.717,47
2. Verteilungsanlagen 5.774.090,00 4.096.273,00
3. Glasfaseranlagen 23.449.580,00 19.331.012,00
B. Rückstellungen
4. Sonstige technische Anlagen und Maschinen 51 .586.079,00 35.082.975,57 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 57.012.168,00 55.194.825,00
5. Fahrzeuge für Personenverkehr 25.226.577,00 2 1.809.612,05 2. Steuerrückstellungen 3.031.692,0 8 10.013.799,38
6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.982.963,87 8.696.189,87 3. Sonstige Rückstellungen 67.088.448,77 46.856.652,82
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.627.290,58 72.697.154,12 127.132.308,85 112.065.277,20
191.913.445,63 199.959.829,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 244.820.01 6,31 223.564.467,80
C. Verbindlichkeiten
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 222.98 5.555,52 211.203.703,68 1. Genussscheinkapital 80 0.000,00 950.000,00
3. Beteiligungen 8.473.805,65 7.429.757,66 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 407.35 2.548,37 316.457.625,24
4. Ausleihungen an Unternehmen, 3. Verbindl ichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 68.196.558, 67 79.467.597,42
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 22.140.311,53 15.250.003,53 4. Verbindlichkeit en gegenüber dem Gesellschafter 95.660.760,33 95.306. 851,43
5. Sonstige Ausleihungen 814.339,24 1.235.951,57 davon Nachrangdarlehen 90.000.000,00 (im Vj. 90.000.000,00 )
499.234.028,25 458.683.884,24 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.342.507,84 2.034.691,57
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
700.470.455,40 666.635.622,08 mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.168.150,48 1.446.427 ,79
7. Sonstige Verbindlichkeiten 25.723.568,91 36.7 03.863,16
B. Umlaufvermögen davon aus Steuern 8.646.671,87 (im Vj. 7.602.081,72 )
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 (im Vj. 7.237,13 )
I. Vorräte davon Nachrangdarlehen 4.820 .000,00 (im Vj. 4.820.000,00 )
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.503.171,88 4.665.726,18
2. Unfertige Leistungen 1.356.590,05 1.253.367,5 5 601.244.094,60 532.367.056,61
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.398.826,27 29 6.024,40
4. Emissionsrechte 31.894.804,62 3.635.722,94
42.153.392,82 9.850.841,07 D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.749.705,90 6.503.374,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 12.116.337,16 99.721.639,48
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 4.720.6 88,79 10.638.593,04
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 96. 853.498,22 19.139.008,38
4. Forderungen gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.130.158,05 869.042,05
5. Sonstige Vermögensgegenstände 28.244.557,28 38.148.336,20
243.065.239,50 168.516.619,15
III. Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditinstituten 10.415.952,41 63.830.958,15
295.634.584,73 242.198.418,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.213.516,69 1.822.385,20
998.318.556,82 910.656.425,65 998.318.556,82 910.656.425,65
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH Anlage 2
für das Geschäftsjahr 2025 (01.01.-31.12.)
2025 2024
Brutto-Umsatzerlöse 757.796.191,69 846.571.036,47
Strom- und Energiesteuern -29.621.799,84 -32.69 1.911,71
1. Umsatzerlöse 728.174.391,85 813.879.124,76
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 103.222,50 -113.364,21
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 792.579,48 118 .001,72
4. Sonstige betriebliche Erträge 28.822.010,65 21.8 20.808,50
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren 362.366.302,90 459.635.5 04,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 232.51 5.546,29 228.079.853,23
594.881.849,19 687.715.357,33
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 62.167.480,74 56.917.221, 16
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung 18.173.484,85 17.054. 266,21
Davon für Altersversorgung 5.459.579,40 (Vorjahr: 5.724.677,10 ) 80.340.965,59 73.971.487, 37
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen 17.394.96 0,76 17.342.783,62
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 0,00 230.000,00
17.394.960,76 17.572.783,62
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Konzessionsabgaben 6.728.722,33 6.360.371,7 2
b) Übrige betriebliche Aufwendungen 54.647.58 8,39 53.861.481,48
61.376.310,72 60.221.853,20
9. Erträge aus Beteiligungen 4.429.864,75 2.611.72 1,27
Davon aus verbundenen Unternehmen 3.678.912,59 (Vorjahr: 1.485.000,00 )
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 14.124.44 6,33 16.142.988,15
11. Erträge aus anderen Wertpapieren
und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 9.4 87.369,10 2.565.302,83
Davon aus verbundenen Unternehmen 8.900.572,70 (Vorjahr: 2.223.072.96 )
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.096.994,8 3 5.732.913,75
Davon aus verbundenen Unternehmen 1.461.350,89 (Vorjahr: 4.906.501,49 )
Davon aus Abzinsung 3.023,00 (Vorjahr: 12.913,70 )
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 296.730,00 296. 730,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.155.876,02 1 2.296.409,04
Davon an verbundene Unternehmen 36.962,20 (Vorjahr: 73.655,55 )
Davon aus Aufzinsung 1.152.886,69 (Vorjahr: 1.033.067,00 )
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 947.725,42 1 .132.687,38
16. Ergebnis nach Steuern 14.636.461,79 9.550.188,83
17. Sonstige Steuern 961.461,79 1.020.188,83
18. Jahresüberschuss 13.675.000,00 8.530.000,00
19. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 3.075.000, 00 2.030.000,00
20. Vorabgewinnausschüttung 0,00 0,00
21. Bilanzgewinn 10.600.000,00 6.500.000,00
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
Anlage 3
TEUR TEUR TEUR
01. Jahresüberschuss 13.675 8.530 5.145
02. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 10.251 17.640 -7.389
03. Zunahme der Rückstellungen 20.112 4.224 15.888
04. Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -9.603 -3.213 -6.390
05.
Zunahme (im Vorjahr Abnahme) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -17.886 61.855 -79.741
06.
Abnahme (im Vorjahr Zunahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -26.432 27.512 -53.944
07. Zinsaufwendungen/Zinserträge 6.572 3.998 2.574
08. Sonstige Beteiligungserträge -4.430 -2.612 -1.818
09. Ertragsteueraufwand/-ertrag 948 1.133 -185
10. Ertragsteuerzahlungen -11.567 -14.194 2.627
11. Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -18.360 10 4.873 -123.233
12. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3.003 -3.950 947
13. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 9.762 11.553 -1.791
14. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -56.776 -65.641 8.865
15. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 4.909 4.373 536
16. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -36.951 -130.461 93.510
17. Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -80.500 -12.500 -68.000
18. Erhaltene Zinsen* 12.571 6.145 6.426
19. Erhaltene Dividenden 4.297 2.295 2.002
20. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -145.691 -188 .186 42.495
21. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen des Gesellschafters 297 297 0
22. Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 100.092 231.498 -131.406
23. Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -8.976 -82.345 73.369
24. Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen** 43.287 12.969 30.318
25. Gezahlte Zinsen -17.564 -10.296 -7.268
26. Gezahlte Dividenden an Gesellschafter -6.500 -7.500 1.000
27. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 110.636 144. 623 -33.987
28. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -53.415 61.310 -114.725
29. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 63.831 2.521 61.310
30. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.416 63.831 -53.415
Der Finanzmittelfonds besteht aus den Kassenbeständen und den Guthaben bei Kreditinstituten (10.416 TEUR)
* Hier inbegriffen sind Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.
** Hierbei handelt es sich um erhaltene Investitionszuschüsse
Kapitalflussrechnung der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2025 (01.01. - 31.12.)
Lfd.
Nr.
Posten
Kapitalflussrechnung
2025 2024 Veränderung
Anlage 4/1
Stadtwerke Münster GmbH
Jahresabschluss 2025
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Anhang der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 01.01.31.12.2025
Handelsregister B des Amtsgerichts Münster (HRB 343)
Anlage 4/2
Stadtwerke Münster GmbH
Jahresabschluss 2025
((Logo eingeblendet, wird aber nicht gedruckt))
Inhaltsverzeichnis
1. Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ....... 3
2. Erläuterungen zu Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ...................... 4
2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ......... ....................................................... 4
2.2 Angaben zu Posten der Bilanz .................. ................................................................. 9
2.3 Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnu ng .......................................... 16
3. Angaben zum Jahresergebnis ........................................................................... ........ 17
4. Ergänzende Angaben ................................................................................... ............. 18
4.1 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle V erpflichtungen ............................. 18
4.2 Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Org ane .................................. 19
4.3 Belegschaft ................................... ............................................................................ 21
4.4 Angaben gemäß § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsges etz (EnWG) ............................. 21
4.5 Honorar des Abschlussprüfers .................. ............................................................... 22
4.6 Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen
zustande gekommen sind ........................................................................................ 22
4.7 Einbeziehung in Konzernabschluss .............. ............................................................ 22
4.8 Nachtragsbericht .............................. ....................................................................... 22
Anlage 4/3
Stadtwerke Münster GmbH
Jahresabschluss 2025
((Logo eingeblendet, wird aber nicht gedruckt))
1. Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und
Gewinn- und Verlustrechnung
Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden ents prechend dem Gesellschaftsvertrag
nach den für große Kapitalgesellschaften maßgebliche n Rechnungslegungsvorschriften des
Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes sowie des Ene rgiewirtschaftsgesetzes (EnWG)
aufgestellt.
Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB. Sie ist verpflichtet, den
Jahresabschluss und den Lagebericht nach § 316 ff. HGB sowie die Ordnungsmäßigkeit der
Geschäftsführung nach § 53 HGrG prüfen zu lassen.
Unter Berücksichtigung der aus der Art des Betriebs folgenden Besonderheiten wurde die
Darstellung in der Bilanz um nachfolgende Posten erweitert:
Bilanzposition Zusätzliche Posten
Sachanlagen Verteilungsanlagen
Glasfaseranlagen
Fahrzeuge für Personenverkehr
Vorräte Emissionsrechte
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände
Forderungen gegen den Gesellschafter
Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter
Davon-Vermerk Nachrangdarlehen
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Anlage 4/4
Stadtwerke Münster GmbH
Jahresabschluss 2025
((Logo eingeblendet, wird aber nicht gedruckt))
2. Erläuterungen zu Posten von Bilanz und Gewinn-
und Verlustrechnung
Die Stadtwerke Münster GmbH (Stadtwerke Münster) ha t einen Beherrschungs- und
Ergebnisabführungsvertrag (Teilbeherrschungsvertrag für den regulierten Bereich) mit der
Stadtnetze Münster GmbH (Stadtnetze Münster) geschl ossen. Die Stadtnetze Münster ist
Eigentümerin der Strom-, Gas-, Wärme- und Wasserversor gungsnetze. Zwischen den
Gesellschaften bestehen Verträge zu kaufmännischen Dienstleistungen und zu technischen
Dienstleistungen, insbesondere zu Planung, Bau, Betrie b und Instandhaltung der bei den
Stadtwerken Münster angesiedelten Bereiche Breitband und Straßenbeleuchtung.
Das Ergebnis der Stadtnetze Münster zum 31. Dezembe r 2025 in Höhe von 14,12 Mio. EUR
(Vorjahr: 16,14 Mio. EUR) wird aufgrund des bestehe nden Ergebnisabführungsvertrags von
der Stadtwerke Münster übernommen.
2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der Bilanz
erläutert.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind
zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet worden.
Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten die direkt zurechenbaren
Einzelkosten sowie Lagergemeinkosten. Der durchschn ittliche Lagergemeinkostenzuschlag
betrug 12,0 % auf Lagermaterialentnahmen. Fremdkapita lzinsen sind nicht in die
Herstellungskosten eingegangen. Erhaltene Zuschüsse sind von den Anschaffungs- und
Herstellungskosten abgesetzt worden.
Bei den planmäßigen Abschreibungen werden grundsätz lich die betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Zugänge werden seit dem Geschäftsjahr 2011 linear (zuvor
degressiv) abgeschrieben.
Anlage 4/5
Stadtwerke Münster GmbH
Jahresabschluss 2025
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Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlagevermögen betragen bei:
Anlagevermögen Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 7 Jahre
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
7 50 Jahre
Verteilungsanlagen 20 55 Jahre
Glasfaseranlagen 10 20 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 22 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
5 14 Jahre
Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250 EUR werden unmittelbar als Aufwand
gebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaff ungskosten zwischen 251 EUR und
800 EUR werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und inventarisiert.
Von den Finanzanlagen wurden die sonstigen Ausleihungen, soweit es sich um unverzinsliche
oder niedrigverzinsliche Darlehen handelt, zum Nennw ert bewertet. Die übrigen
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglic h vorgenommener
Wertberichtigungen ausgewiesen. Soweit die Gründe fü r die Wertberichtigungen zum
Bilanzstichtag nicht mehr bestehen, ist entsprechend § 253 Abs. 5 HGB zugeschrieben worden.
Im Zusammenhang mit der Ausgliederung des Teilbetri ebs Versorgungsnetze auf die
Stadtnetze Münster wurde der Stadtnetze Münster zum 1. Januar 2020 ein
Gesellschafterdarlehen in Höhe von 54.220 TEUR gewä hrt. Der Darlehensstand beträgt zum
31. Dezember 2025 48.196 TEUR. Am 15. Februar 2024 wurde der Stadtnetze Münster ein
zweites Gesellschafterdarlehen in Höhe von 11.000 T EUR gewährt. Der Darlehensbestand
beträgt zum 31. Dezember 2025 11.000 TEUR. Zudem wurde am 2. Dezember 2024 ein drittes
Gesellschafterdarlehen in Höhe von 150.000 TEUR gew ährt. Der Darlehensbestand beträgt
zum 31. Dezember 2025 150.000 TEUR. Die Darlehen we rden unter Ausleihungen an
verbundene Unternehmen ausgewiesen.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Berü cksichtigung von Abschreibungen gemäß
§ 253 Abs. 4 HGB zu fortgeschriebenen, durchschnittl ichen Anschaffungskosten oder zum
niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlusssti chtag bewertet. Die unfertigen
Anlage 4/6
Stadtwerke Münster GmbH
Jahresabschluss 2025
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Leistungen werden zu Herstellungskosten (Einzelkost en und angemessene Teile der
Gemeinkosten) bewertet. Die unter den Waren ausgewi esenen Wasservorräte werden zu
Anschaffungskosten bewertet. Die den Stadtwerken Mü nster unentgeltlich zugeteilten
Emissionsrechte nach § 9 TEHG (Treibhausgas-Emissio nshandelsgesetz) i. V. m. § 8 TEHG
i. V. m. § 7 ZuG 2012 (Zuteilungsgesetz) sind mit dem Wert von 1 EUR ausgewiesen. Erworbene
Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten bzw. m it dem niedrigeren beizulegenden
Wert (Marktwert) zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Ab weichend zum Vorjahr wird der
Verbrauch der Emissionsrechte zum Abschlussstichtag nicht durch eine Bestandsveränderung
im Umlaufvermögen antizipiert, sondern durch die Dot ierung einer Rückstellung für
ungewisse Verbindlichkeiten, die den zum Abschlussst ichtag verursachten Emissionen
Rechnung trägt. Dies resultiert aus der Verpflichtu ng zur Abgabe der Emissionsrechte zum
30.09. des Folgejahres.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zum Nennwert oder
soweit erforderlich unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Zur
Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.
Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünft iger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wer den alle Risiken und ungewissen
Verbindlichkeiten ausreichend berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpf lichtungen wurden nach dem
versicherungsmathematischen Verfahren der Projecte d Unit Credit Method (Methode der
laufenden Einmalprämie) ermittelt. Gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB wurden die Rückstellungen
mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschn ittlichen Marktzinssatz abgezinst, der
sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergib t. Dementsprechend wurde in
Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnun g der für Ende Dezember 2025
veröffentlichte Wert der Bundesbank in Höhe von 2,06 % bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren
einbezogen. Als Rechnungsgrundlage dienten die Rich ttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus
Heubeck. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellun gen wurde eine Rentendynamik von
2,00 % p. a. in die versicherungsmathematischen Berechnungen einbezogen.
Die unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnl iche Verpflichtungen ausgewiesenen
Rückstellungen für Deputatverpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen
Verfahren der Projected Unit Credit Method (Metho de der laufenden Einmalprämie)
ermittelt. Gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB wurden die Rückstellungen mit dem ihrer Restlaufzeit
entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abg ezinst, der sich aus den vergangenen
zehn Geschäftsjahren ergibt. Dementsprechend wurde in Verbindung mit der
Rückstellungsabzinsungsverordnung der für Ende Deze mber 2025 veröffentlichte Wert der
Anlage 4/7
Stadtwerke Münster GmbH
Jahresabschluss 2025
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Bundesbank in Höhe von 2,06 % bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren einbezogen. Weiterhin
wurden eine Kostensteigerung von 2,50 % p. a. und e ine Fluktuationsrate von bis zu 2,00 %
p. a. in die versicherungsmathematischen Berechnung en einbezogen. Als
Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Jubiläumsrückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 S atz 2 HGB mit dem durchschnittlichen
Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenom menen Restlaufzeit von 15 Jahren
(2,22 %) unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 2,00 % p. a. sowie einer
Fluktuationsrate von bis zu 2,00 % p. a. versicherungsmathematisch ergibt.
Die Altersteilzeitrückstellung ist gemäß IDW RS HFA 3 gebildet; die Abzinsung erfolgt gemäß §
253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz unter Berücksichtigung eines
Gehaltstrends von 2,00 % p. a. Der vertraglichen Ausgestaltung der Altersteilzeitverpflichtung
liegt ausschließlich das Blockmodell zugrunde.
Die Rückstellung zur Abdeckung der aus einer möglic hen Unterdeckung der Kommunalen
Versorgungskassen Westfalen-Lippe, Münster (kvw) re sultierenden Verpflichtungen wurde
auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutacht ens zum 31. Dezember 2025
(Rechnungszins 2,06 %, Gehaltstrend 1,50 % p. a., Rente ntrend 1,00 % p. a.) bewertet. Unter
Berücksichtigung der durchschnittlich noch zu leist enden Arbeitszeiten bis zum Eintritt der
Verpflichtung wird die Rückstellung anteilig dotier t. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 betrug
der Umlagesatz 4,50 % zuzüglich eines Sanierungsgeldes in Höhe von 3,25 %. Umlagesatz und
Sanierungsgeld werden von der Gesellschaft allein g etragen. Die Summe der
beitragspflichtigen Löhne und Gehälter für das Jahr 2025 beträgt 56,0 Mio. EUR (Vorjahr:
51,6 Mio. EUR). Zur Abdeckung der aus einer mögliche n Unterdeckung der kvw folgenden
Verpflichtungen wurde zum 31. Dezember 2025 ein Wert von 81.382 TEUR ermittelt. Aus der
stetigen anteiligen Dotierung besteht zum Stichtag eine Rückstellung von 47.039 TEUR. Die
verbleibende Unterdeckung beträgt 34.343 TEUR. Es i st vorgesehen, diese Deckungslücke
weiterhin durch ratierliche Zuführungen in den kommenden Jahren systematisch zu schließen.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Zur Sicherung von Bankdarlehen werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, die mit den
Schuldposten zu handelsrechtlichen Bewertungseinheiten zusammengefasst werden.
Die Energiebeschaffungs- und Energieabsatzverträge (Strom und Gas) werden in Anwendung
des IDW RS ÖFA 3 abweichend vom Grundsatz der Einze lbewertung zu Vertragsportfolios
zusammengefasst. Es besteht ein angemessenes energi ewirtschaftliches Steuerungssystem,
aus dem die gebildeten Vertragsportfolios nach der Homogenität der Risiken abgeleitet
Anlage 4/8
Stadtwerke Münster GmbH
Jahresabschluss 2025
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wurden. Daran orientiert sich der Aufbau der Mengen -, Preis- und Ergebnisplanung der
Portfolios. Die konkreten Beschaffungs- und Vermark tungsprozesse sowie deren
Überwachung setzen die Vorgaben des Steuerungssystems um.
Die durch den Abschluss von Verträgen mit Kunden zu liefernden Mengen an Strom oder Gas
werden durch das Portfoliomanagement je Kundenvertr ag einzeln (back - to - back) oder
zusammengefasst beschafft. Ebenso werden vom Portfo liomanagement die für die
Energieerzeugung in der Gas-und-Dampfturbinen-Anlag e (GuD-Anlage) und den weiteren
Erzeugungseinheiten (Blockheizkraftwerke, BHKW) benöt igten Mengen Gas beschafft sowie
der erzeugte Strom vermarktet. Das Portfoliomanagem ent strukturiert die Beschaffung und
den Absatz der Energiemengen Strom oder Gas jeweils getrennt in Bücher: das Vertriebsbuch,
das Erzeugungsbuch und das Hedgebuch sowie in die darin geführten Portfolios.
Das implementierte Risikomanagementsystem erfasst d ie aggregierten Positionen im
Hedgebuch auf Basis von vorgegebenen Risikolimiten, die ebenso wie die zur
Angebotskalkulation und zur Bewertung verwendeten P reiskurven täglich durch das
Risikocontrolling überwacht werden.
Die implementierte Deckungsbeitragsrechnung erfasst jedes gebildete Vertragsportfolio.
Dabei werden interne Geschäfte zwischen den Vertrag sportfolios zu marktüblichen
Bedingungen abgeschlossen und in die jeweilige Deck ungsbeitragsrechnung einbezogen.
Zurechenbare Gemeinkosten werden angemessen berücksichtigt.
Die Bewertungszeiträume bestehen aufgrund der rolli erenden Durchführung der
Sicherungstransaktionen für einen unbegrenzten Zeit raum. Aktuell sind Zeiträume bis zum
Lieferjahr 2027 betroffen.
Bei einem negativen Deckungsbeitrag eines Vertragsp ortfolios wird eine
Drohverlustrückstellung gebildet. Zum Bilanzstichta g wurden entsprechend
Drohverlustrückstellungen von insgesamt 2,6 Mio. EUR gebildet.
Latente Steuern werden für zeitliche, sich in Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen
zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet (§ 274 HGB). Im Rahmen
des Organschaftsverhältnisses mit der Stadtnetze Mü nster (Organgesellschaft) werden diese
einheitlich bei den Stadtwerken Münster ermittelt. Das Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter
Steuern wird nicht ausgeübt.
Anlage 4/9
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2.2 Angaben zu Posten der Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage gezeigt.
Die auf die Vermögensgegenstände der stromerzeugend en Bestandteile der GuD-Anlage
Standort HKW Hafen im Jahr 2013 vorgenommene außerpla nmäßige Abschreibung nach
§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von 13,9 Mio. EUR wurde beibehalten.
Die Ausgliederung des Teilbetriebs Versorgungsnetze auf die Stadtnetze Münster zum
01.01.2020 erfolgte gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten und Gesellschafterdarlehen.
Mit der Gewährung der Gesellschaftsrechte erhöhte s ich 2020 der Bilanzansatz der
Beteiligung an den Stadtnetzen auf 159,2 Mio. EUR.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 haben die Stadtwerke Münster ihren Anteil an der
Westfälischen Fernwärmeversorgung von 50 % durch Er werb der Geschäftsanteile der
Stadtwerke Dinslaken auf 100 % erhöht. Zum gleichen Stichtag wurde die Westfälische
Fernwärmeversorgung auf die Stadtwerke Münster vers chmolzen. Das Fernwärmenetz der
auf die Stadtwerke Münster verschmolzenen Westfälis chen Fernwärmeversorgung wurde
sodann auf die Stadtnetze Münster ausgegliedert. Die beiden Umwandlungsvorgänge wurden
im Juli bzw. September 2023 in das Handelsregister eingetragen. Der Bilanzansatz der
Beteiligung an den Stadtnetzen erhöhte sich auf 163,6 Mio. EUR.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich im Jahr 2023, insbesondere aus der
Einlage eines Teils des Glasfasernetzes in die Glasfaser Münster GmbH & Co. KG (5 Mio. EUR)
sowie aus Kapitaleinlagen in die vorgenannte Gesells chaft, die unter anderem der
Finanzierung des weiteren Glasfaserausbaus dienen ( 19,4 Mio. EUR). Gegenläufig wirkt sich
der Verkauf im Jahr 2023 von 30 % der Anteile an de r Glasfaser Münster GmbH & Co. KG aus
(1,6 Mio. EUR). Zudem wurden im Jahr 2024 Kapitalein lagen zur Finanzierung des
Glasfaserausbaus vorgenommen (10,8 Mio. EUR). Im Jah r 2025 wurden weitere
Kapitaleinlagen zur Finanzierung des Glasfaserausbaus vorgenommen (13,8 Mio. EUR).
Die auf die Beteiligung an der Westfälischen Bauind ustrie, Münster, vorgenommene
außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB im Jahr 2022 in Höhe von
7.441 TEUR wurde nicht beibehalten. Es erfolgte ein e vollständige Zuschreibung, da eine
voraussichtlich dauernde Wertminderung durch einen wachsenden Ertragswert zu widerlegen
ist. Bei der Westfälische Landeseisenbahn GmbH, Lipp stadt (WLE), wurde eine
außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 297 TEUR v orgenommen. In Höhe der
außerplanmäßigen Abschreibung der Kapitaleinlage in die WLE hat die Stadt Münster im
Anlage 4/10
Stadtwerke Münster GmbH
Jahresabschluss 2025
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Berichtsjahr jeweils eine belastungsausgleichende E inzahlung in die Kapitalrücklage der
Stadtwerke Münster geleistet.
Der FMO erhielt aufgrund eines von seinen Gesellsch aftern im Jahr 2014 beschlossenen
Finanzierungskonzepts im Dezember 2015 ein Darlehen in Höhe von 5.890 TEUR. In den
Jahren 2021 sowie 2022 erhielt der FMO auf Grundlag e des so genannten
Finanzierungskonzepts 2.0 jeweils ein weiteres Darl ehen in Höhe von 2.511 TEUR. Zudem
erhielt der FMO im Jahr 2023 die dritte Tranche und im Jahr 2024 die vierte Tranche aus dem
so genannten Finanzierungskonzept 2.0 jeweils in Höhe von 2.511 TEUR. Im Jahr 2025 wurde
dem FMO die fünfte Tranche aus dem Finanzierungskon zept 2.0 in Höhe von 2.511 TEUR
gewährt. Die Darlehen weisen vertraglich vereinbart e, marktgerechte Zins- und
Tilgungsregelungen auf. Bis zur Corona-Pandemie zei gte sich eine positive Entwicklung des
FMO. Die coronabedingten Unterstützungsmaßnahmen in Form von Eigenkapitalzuführungen
zugunsten des FMO sichern die Werthaltigkeit der Darlehen in der aktuellen Lage.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betragen 222.986 TEUR und bestehen aus
drei Gesellschafterdarlehen gegenüber den Stadtnetz en Münster in Höhe von 209.196 TEUR
sowie einem Gesellschafterdarlehen gegenüber der Gl asfaser Münster in Höhe von
13.790 TEUR.
Die nicht abgerechneten Aufträge an Dritte (unferti ge Leistungen) in Höhe von 1.357 TEUR
(Vorjahr: 1.253 TEUR) werden unter den Vorräten bilanziert.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i st auch der abgegrenzte Verbrauch der
Kunden der Energie- und Wasserversorgung zwischen Ab lese- und Bilanzstichtag enthalten,
der mit den aufgelaufenen Abschlagszahlungen saldiert wurde.
Die Forderungen gegen den Gesellschafter enthalten hauptsächlich (abgegrenzte) Energie-
und Wasserlieferungen, die mit Abschlagszahlungen ver rechnet wurden, sowie Forderungen
aus dem Umbau der Straßenbeleuchtung.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der
Stadtnetze Münster. Sie resultieren aus der gewährt en Liquiditätshilfe, der
Gewinnübernahme sowie ausgeführten Energie- und Wass erlieferungen. Die Forderungen
gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhält nis besteht, betreffen hauptsächlich
Energie- und Wasserlieferungen sowie Kostenerstattun gen. Die Forderungen und
Verbindlichkeiten wurden soweit zulässig zum Bilanzausweis zusammengefasst.
Anlage 4/11
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Jahresabschluss 2025
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Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten als wesentliche Posten Forderungen aus der
Erstattung von Strom- und Energiesteuern in Höhe von 8,1 Mio. EUR, Körperschaftsteuer und
Solidaritätszuschlag in Höhe von 6,0 Mio. EUR, nicht abziehbare Vorsteuer aus
Energielieferungen sowie noch nicht abziehbare Vorsteuer in Höhe von 8,1 Mio. EUR.
Zur Absicherung von Bürgschaften wurden Festgelder in Höhe von 0,26 Mio. EUR verpfändet.
Diese sind daher entsprechend ihrer Fristigkeit unt er den sonstigen Ausleihungen
ausgewiesen.
Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 51,2 Mio. EUR. Der Kapitalrücklage sind aus
Gesellschaftermitteln 0,3 Mio. EUR zugeführt worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsja hr 2025 weist einen Jahresüberschuss
von 13,7 Mio. EUR aus. Nach Einstellung in die ande ren Gewinnrücklagen in Höhe von
3,1 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 10,6 Mio. EUR.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen die Rückstellung für
Pensionsverpflichtungen einschließlich kvw (49,2 Mio . EUR) und Rückstellungen für
Deputatverpflichtungen (7,8 Mio. EUR). Der Unterschi edsbetrag zwischen dem Ansatz der
Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn
Jahre und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgab e des durchschnittlichen
Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt insgesamt 3,5 Mio. EUR. Der Betrag ist
zur Ausschüttung gesperrt. Es steht genügend frei verfügbares Eigenkapital zur Ausschüttung
zur Verfügung.
Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf die Verpflichtung zur Abgabe von
Emissionszertifikaten für das Geschäftsjahr 2025 zum 30.09. des Folgejahres (31,3 Mio. EUR),
Zuschussrückzahlungen (14,9 Mio. EUR), Rückstellungen für die (mit Abschlagszahlungen
saldierten) ungewissen Verbindlichkeiten des Verkeh rsbetriebs aus der Einnahmeaufteilung
(4,2 Mio. EUR), Drohverluste (3,7 Mio. EUR), Leistungszulagen für Angestellte (2,8 Mio. EUR),
Altlastenverpflichtungen (2,0 Mio. EUR), Rückbauverp flichtungen (1,7 Mio. EUR), die
Urlaubsrückstellung (0,9 Mio. EUR), Gleitzeitguthabe n (0,9 Mio. EUR), die Rückstellungen für
ausstehende Eingangsrechnungen (0,7 Mio. EUR) und d ie ATZ-Rückstellung (0,6 Mio. EUR).
Zur Absicherung der Ansprüche von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgrund der
Vereinbarung zur Altersteilzeit wurde eine Bürgschaft abgeschlossen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Genussrechtsinhaber n bestehen in Höhe von 800 TEUR
(Vorjahr: 950 TEUR). Die Genussrechte wurden zur Fi nanzierung von Photovoltaikanlagen
Anlage 4/12
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Jahresabschluss 2025
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ausgegeben. Das gezeichnete Kapital wird ab dem Tag der Einzahlung in Abhängigkeit vom
Stromertrag verzinst.
Es handelt sich um folgende Projekte:
Projekt Inbetriebnahme Betrag
Weicon, Münster 2010 50 TEUR
Deponie Coerde, Münster 2010 750 TEUR
Gesamt 800 TEUR
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten re sultieren unter anderem aus dem zur
Finanzierung der Strategie 2020 aufgenommenen Schul dscheindarlehen, dessen
Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag 16,5 Mio. EUR beträgt. Für die Finanzierung der Strategie
2030 wurden neue Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen aufgenommen,
deren Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag 340,0 Mio . EUR beträgt. Insgesamt beträgt die
Restschuld dieser langfristigen Darlehen zum 31.12.2025 356,5 Mio. EUR.
Durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen in Höhe
von 21.141 TEUR. Davon entfallen 372 TEUR auf eine Grundschuld zur Besicherung von
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie 2 0.769 TEUR auf
Sicherungsübereignungen für Verbindlichkeiten gegen über Kreditinstituten. Mit einer
Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.
Zur preislichen Absicherung von Dieselbezügen im Be reich ÖPNV wurden Swaps ab-
geschlossen.
Zur Zinsabsicherung von variabel verzinslichen Darl ehen werden folgende Zinsswaps
eingesetzt. Hierfür wurden Mikro-Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet.
Nr. Produkt Laufzeit Betrag in TEUR Marktwert in TEUR
1. Sparkasse Münsterland Ost/
Helaba
Zinsswap 30.03.2012
30.12.2026
5.300 1
2.Sparkasse Münsterland Ost/
Helaba
Zinsswap 22.10.2017
22.10.2027
2.550 4
3.Sparkasse Münsterland Ost;
Sparkasse Westmünsterland/ LBBW
Zinsswap 30.05.2025
30.06.2043
19.290 126
Gesamt 27.140 131
Anlage 4/13
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Jahresabschluss 2025
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Die Grundgeschäfte (Darlehen) und die Sicherungsges chäfte (Zinsswaps) weisen neben der
Betragsidentität auch die gleiche Laufzeit auf. Nac h bankinternen Berechnungsmodellen
beträgt der Marktwert der Zinsswaps per 31.12.2025 131 TEUR.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen hauptsächlich auf Strom- und
Gasbezugsrechnungen in Höhe von 40.905 TEUR, Anschaf fungen von
Vermögensgegenständen in Höhe von 14.669 TEUR, Siche rheitseinbehalte für bezogene
Leistungen in Höhe von 2.841 TEUR sowie Abbruch und Sanierungskosten in Höhe von
1.349 TEUR.
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betreffen im Wesentlichen drei
gewährte Nachrangdarlehen der Stadt Münster in Höhe von insgesamt 90,0 Mio. EUR, ein
gewährtes Nachrangdarlehen der Abfallwirtschaftsbet riebe Münster in Höhe von
0,8 Mio. EUR sowie Verbindlichkeiten aus Überzahlung en von
Jahresverbrauchsabrechnungen in Höhe von 2,9 Mio. E UR. Forderungen wurden, sofern
zulässig, verrechnet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unterne hmen haben sich auf 2.343 TEUR
erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden mit den
Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum Bilanz ausweis zusammengefasst, soweit
dies nach Art und Fälligkeit der offenen Punkte zulässig war.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,
haben sich auf 1.168 TEUR gemindert und betreffen insbesondere IT-Dienstleistungen.
Anlage 4/14
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Jahresabschluss 2025
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Für Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:
31.12.2025 Bilanz (TEUR) Bis 1 Jahr (TEUR) 1 bis 5 Jahre (TEUR) >5 Jahre (TEUR)
Genussscheinkapital 800 150 650 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
407.353 5.081 42.501 359.771
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
68.197 67.318 778 101
Verbindlichkeiten gegenüber
dem Gesellschafter
95.661 4.851 0 90.810
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
2.342 2.342 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
1.168 1.168 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 25.723 20.902 0 4.821
Gesamt 601.244 101.812 43.929 455.503
31.12.2024 Bilanz (TEUR) Bis 1 Jahr (TEUR) 1 bis 5 Jahre (TEUR) >5 Jahre (TEUR)
Genussscheinkapital 950 150 750 50
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
316.458 6.584 28.913 280.961
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
79.467 79.241 140 86
Verbindlichkeiten gegenüber
dem Gesellschafter
95.307 5.307 0 90.000
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
2.035 2.035 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
1.446 1.446 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 36.704 31.883 0 4.821
Gesamt 532.367 126.646 29.803 375.918
Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentl ichen auf Steuern (8,7 Mio. EUR,
Vorjahr: 7,6 Mio. EUR), Guthaben aus Jahresverbrauch sabrechnungen (5,5 Mio. EUR,
Vorjahr: 5,3 Mio. EUR), aus Nachrangdarlehen aus Bürg erbeteiligungen (4,8 Mio. EUR,
Vorjahr: 4,8 Mio. EUR), auf erhaltene und noch nicht abgerechnete Zuschüsse für
Investitionen (3,8 Mio. EUR, Vorjahr: 11,4 Mio. EUR) und auf Rückzahlungsverpflichtungen aus
dem Label Grüner Strom (1,0 Mio. EUR, Vorjahr: 2,0 Mio. EUR).
Anlage 4/15
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Der passivische Rechnungsabgrenzungsposten beinhalt et im Wesentlichen
Telekommunikationsmieten in Höhe von 0,6 Mio. EUR s owie Vorauszahlungen für die
Beteiligung am Umspannwerk Dülmen-Rödder in Höhe von 1,4 Mio. EUR und für das goCARD-
Abo in Höhe von 0,7 Mio. EUR.
Es besteht ein nicht bilanzierter Überhang aktiver latenter Steuern, denen insbesondere
Bewertungsunterschiede bei Rückstellungen für Pensi onen und ähnliche Verpflichtungen,
Rechnungsabgrenzungsposten und den sonstigen Rückst ellungen zugrunde liegen. Diesen
stehen passive latente Steuern, insbesondere aus Bew ertungsunterschieden beim
Sachanlagevermögen, gegenüber. Bewertungsunterschie de der ertragsteuerlichen
Organgesellschaft Stadtnetze Münster werden bei der Ermittlung einbezogen. Der
betriebsindividuelle Steuersatz zum 31.12.2025 beträgt 31,9 %.
Die nachfolgende Übersicht stellt die Bewertungsdifferenzen und die daraus resultierenden
latenten Steuern dar:
Bewertungsdifferenz
(TEUR)
Steuersatz Latente Steuern
(TEUR)
Aktive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 31,9 % 0
Beteiligungen an Kapitalgesellschaften 2.906 26,7 % 775
Beteiligungen an Personengesellschaften 2.025 10,6 % 214
Umlaufvermögen 3.171 31,6 % 1.001
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
67.108 26,7 % 17.891
Sonstige Rückstellungen 9.346 31,6 % 2.951
Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten 3.084 26,7 % 822
Rechnungsabgrenzungsposten 25.666 21,3 % 5.465
Verlustvortrag (Körperschaftsteuer) 16.118 12,1 % 1.956
Verlustvortrag (Gewerbesteuer) 17.118 16,1 % 0
Passive latente Steuern
Sachanlagen 43.348 26,7 % 11.556
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
2.586 31,6 % -816
Sonderposten mit Rücklageanteil 6.414 21,3 % 1.366
Überhang aktive latente Steuern 17.337
Anlage 4/16
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2.3 Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse werden vorrangig im Einzugsgebiet von Münster erwirtschaftet. Sie werden
vermindert um die darin enthaltene Strom- und Erdga ssteuer ausgewiesen und betragen im
Berichtsjahr 728.174 TEUR. Davon entfallen (unter B erücksichtigung von
Installationsleistungen und sonstigen Nebengeschäft en der Sparten) 306.571 TEUR auf die
Stromversorgung, 199.804 TEUR auf die Gasversorgung , 74.511 TEUR auf die
Wärmeversorgung, 57.241 TEUR auf den Verkehrsbetrieb , 44.391 TEUR auf die
Wasserversorgung und 45.656 TEUR auf die übrigen Akt ivitäten. In den Umsatzerlösen aus
dem Verkehrsbetrieb sind periodenfremde Erträge in Höhe von 4.097 TEUR enthalten, die sich
im Wesentlichen auf die Abrechnung der Einnahmeaufteilung 2024 beziehen.
Die aktivierten Eigenleistungen betragen 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) und beinhalten
insbesondere die Leistungen zum Ausbau von erneuerbaren Energien.
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 28,8 Mio. EUR um 7,0 Mio. EUR über dem
Vorjahr. Sie enthalten im Wesentlichen Erträge aus d em Verkauf und der Zuschreibung von
Anlagevermögen sowie Umlaufvermögen (19,3 Mio. EUR). Diese betreffen unter anderem die
Verkäufe des Grundstücks an der Kiesekampsmühle (5, 6 Mio. EUR) und der
Windenergieanlage Loevelingloh (3,5 Mio. EUR) sowie die Zuschreibung der Beteiligung an der
Westfälischen Bauindustrie (7,4 Mio. EUR). Des Weiter en setzen sich die sonstigen
betrieblichen Erträge aus Schadenersatzleistungen ( 3,9 Mio. EUR), insbesondere aus dem
ÖPNV-Rettungsschirm und aus periodenfremden Erträge n aus der Auflösung von
Rückstellungen (1,9 Mio. EUR), zusammen.
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind im
Wesentlichen geprägt durch Bezugsaufwendungen für En ergie- und Wasserlieferungen
(343,8 Mio. EUR), den Verbrauch von BEHG-Zertifikaten (5,7 Mio. EUR) und Kosten für
Treibstoffe (1,6 Mio. EUR), insbesondere für Benzin und Diesel.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen hauptsächlich die an die Stadtnetze
Münster und fremde Netzbetreiber abgeführten Netzen tgelte (192,2 Mio. EUR), Bau- und
Betriebsleistungen der Stadtnetze Münster (4,0 Mio. EUR) sowie angemietete Fahrleistungen
von Subunternehmen (21,9 Mio. EUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen IT-Dienstleistungen
(7,3 Mio. EUR), Konzessionsabgaben (6,7 Mio. EUR), Wart ung und Pflege von Software
(6,4 Mio. EUR), Zuschussrückzahlungen aus dem Deutsch landticket (5,6 Mio. EUR),
Provisionen (5,5 Mio. EUR), Werbe- und Insertionskos ten (3,7 Mio. EUR), Rechts-, Prüfungs-
und Beratungskosten (2,5 Mio. EUR), Verluste aus Anla genabgängen (1,8 Mio. EUR),
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Versicherungsprämien (1,7 Mio. EUR) und Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen
(1,7 Mio. EUR).
Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihung en des Finanzanlagevermögens
betragen 9.487 TEUR (Vorjahr: 2.565 TEUR). Der Anstieg resultiert insbesondere aus einem im
Dezember 2024 an die Stadtnetze Münster gewährten G esellschafterdarlehen in Höhe von
150 Mio. EUR. Gegenläufig sinken die sonstigen Zins en und ähnlichen Erträge (3.097 TEUR,
Vorjahr: 5.733 TEUR), da das Gesellschafterdarlehen kurzfristige Liquiditätshilfen abgelöst hat.
Der Zinsaufwand besteht großenteils aus Zinsen für Fremddarlehen (17.072 TEUR, Vorjahr:
11.180 TEUR) und wurde des Weiteren durch Aufzinsun g von Rückstellungen gemäß
§ 277 Abs. 5 HGB in Höhe von 1.153 TEUR (Vorjahr: 1 .033 TEUR) belastet. Letztere entfallen
im Wesentlichen auf Rückstellung Unterdeckung kvw (9 41 TEUR, Vorjahr: 829 TEUR),
Rückstellungen für Deputate (149 TEUR, Vorjahr: 141 TEUR), Pensionsrückstellungen
(39 TEUR, Vorjahr: 40 TEUR) und Rückstellungen für P ersonalmaßnahmen (23 TEUR, Vorjahr:
21 TEUR).
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe
von 297 TEUR. Diese betrifft die Wertberichtigungen der Westfälischen Landeseisenbahn
(297 TEUR).
Die sonstigen Steuern in Höhe von 961 TEUR (Vorjahr: 1.020 TEUR) entfallen im Wesentlichen
auf Erdgassteuer (629 TEUR, Vorjahr: 564 TEUR), Grundsteuer (173 TEUR, Vorjahr: 416 TEUR)
sowie Stromsteuer (27 TEUR, Vorjahr: 90 TEUR).
3. Angaben zum Jahresergebnis
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsja hr 2025 weist einen Jahresüberschuss
von 13,7 Mio. EUR aus. Unter Anrechnung der Einstell ung in die anderen Gewinnrücklagen
von 3,1 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 10,6 Mio. EUR.
Anlage 4/18
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4. Ergänzende Angaben
4.1 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen zwei Bürgschaften zugunsten der Westfä lischen Landes-Eisenbahn GmbH,
Lippstadt, mit einer Bürgschaftsvaluta zum Bilanzst ichtag in Höhe von 264 TEUR (Vorjahr:
288 TEUR) für drei Darlehen. Die Westfälische Lande s-Eisenbahn GmbH, Lippstadt, hat 2014
ein Darlehen über 2.700 TEUR mit einer Laufzeit von 15 Jahren, im Jahr 2015 ein Darlehen
über 2.000 TEUR mit einer Laufzeit von 20 Jahren und im Jahr 2018 ein weiteres Darlehen über
1.300 TEUR mit einer Laufzeit von 20 Jahren aufgenommen. Diese Darlehen werden durch die
drei Hauptgesellschafter Kreis Warendorf, Kreis Soest und Stadtwerke Münster verbürgt.
Aufgrund eines Ergebnisübernahmevertrages ist das R isiko einer Inanspruchnahme nahezu
auszuschließen.
Die Verpflichtungen aus Bestellungen für Investitionen beliefen sich zum 31. Dezember 2025
auf 65,0 Mio. EUR. Aus Leasingverträgen mit einer La ufzeit zwischen einem und vier Jahren
resultieren jährliche Verpflichtungen von 447 TEUR.
Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus beste henden Verträgen mit Sondervertrags-
und Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in ver antwortungsvoller unternehmerischer
Risikovorsorge in die Zukunft gerichtete Verträge ü ber den Bezug von Energie im Wert von
314,4 Mio. EUR geschlossen worden.
Anlage 4/19
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4.2 Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe
Die Geschäftsführung besteht aus Sebastian Jurczyk und Frank Gäfgen. Die Geschäftsführer
übten und üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.
Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2025 aus den folgenden Mitgliedern:
Name Weitere Angaben
Walter von Göwels Vorsitzender des Aufsichtsrates (bis 27.01.2026), Ratsherr,
selbst. Versicherungsfachmann
Maria Winkel Bürgermeisterin, stellvertretende Vorsitzende, Kauffrau in der Grundstücks-
und Wohnungswirtschaft
Olaf Götze* Sachkundiger Bürger, Kaufmann für Marketingkommunikation
Anneliese Szcepanek Arbeitnehmervertreterin, kaufmännische Angestellte
Wayne Pike Arbeitnehmervertreter, Busfahrer
Sylvia Rietenberg (bis 26.02.2025) Ratsfrau, Sozialarbeiterin
Sebastian Birkhahn Arbeitnehmervertreter, Abteilungsleiter Prozesssteuerung
Steffen Grimm Arbeitnehmervertreter, Netzmeister Gas/Wasser
Cornelia Reher Arbeitnehmervertreterin, strategische Einkäuferin
Robin Denstorff Stadtbaurat
Dr. Robin Korte Ratsherr, Lebensmittelchemiker
Dr. Ulrich Möllenhoff* Ratsherr, Fachanwalt für Steuerrecht
Astrid Bühl* Ratsfrau, Schulleiterin
Heinrich Götting (ab 21.05.2025)* Kaufmann
Dominic Röhricht 2. stellvertretender Vorsitzender, Arbeitnehmervertreter, freigestelltes
Betriebsratsmitglied
Bernd Mayweg (bis 21.05.2025) Ratsherr, Finanzbeamter
Hugo Hölken* Sachkundiger Bürger, Landwirt und Kaufmann
Christoph Kattentidt (ab 26.02.2025)* Dipl.-Sozialarbeiter
Andrea Blome Ratsfrau, Journalistin
Matthias Glomb* Ratsherr, Lehramtsreferendar
Infolge der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen wurden mit Beschluss des Rats der Stadt Münster vom 10.12.2025 teilweise neue
Vertreter in den Aufsichtsrat entsandt. Die mit * gekennzeichneten Mitglieder sind nachfolgend aus dem Aufsichtsorgan ausgeschieden.
Die konstituierende Sitzung fand am 27.01.2026 statt. Neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Dr. Robin Korte.
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Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen für das Berichtsjahr 849 TEUR und setzten
sich wie folgt zusammen (in TEUR):
Sebastian Jurczyk Frank Gäfgen
Festvergütung* 337 272
Leistungsorientierte Vergütung 80 70
Arbeitgeberfinanzierte
Beiträge zur Altersversorgung
50 40
Gesamt 467 382
*Inkl. geldwerten Vorteils.
Pensionsverpflichtungen für ehemalige Geschäftsführ er und deren Hinterbliebene bestehen
in Höhe von 2.147 TEUR.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für die Teilnahme an den Sitzungen ein
Sitzungsgeld. Die Bezüge für den Aufsichtsrat betrugen insgesamt EUR 52,8 TEUR. Die Bezüge
setzen sich wie folgt zusammen:
Name Bezüge (TEUR) Name Bezüge (TEUR)
Birkhahn, Sebastian 2,4 Mayweg, Bernd 1,0
Blome, Andrea 2,4 Möllenhoff, Ulrich 2,4
Bühl, Astrid 2,4 Pike, Wayne 2,4
Glomb, Matthias 2,4 Reher, Cornelia 2,4
Götting, Heinrich 1,4 Rietenberg, Sylvia 0,4
Götze, Olaf 2,4 Röhricht, Dominic 4,8
Grimm, Steffen 2,4 Szcepanek, Anneliese 2,4
Hölker, Hugo 2,4 Von Göwels, Walter 9,6
Kattentidt, Christoph 2,0 Winkel, Maria 4,8
Dr. Korte, Robin 2,4 Denstorff, Robin
0,0
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsvereinbarung
festgelegten Kriterien Darlehen erhalten. Arbeitneh mervertreterinnen und
Arbeitnehmervertreter haben vor oder während ihrer Tätigkeit als Mitglieder des
Aufsichtsrates aufgrund dieser Betriebsvereinbarung Darlehen erhalten. Die Darlehen wurden
zum 31.12.2025 vollständig getilgt. Lohn- und Gehaltsvorschüsse wurden nicht gewährt.
Anlage 4/21
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4.3 Belegschaft
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmerinnen un d Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2025
beträgt 1.032 nach 990 im Vorjahr. Die Belegschaft bestand durchschnittlich aus 773 (Vorjahr:
748) vollzeitbeschäftigten und 259 (Vorjahr: 242) t eilzeitbeschäftigten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern. Der Personalanstieg ist bedingt durch die Bewältigung der Herausforderungen
der Energiewende (Ausbau von Glasfaser, Schaffung eines CO2-freien Stadtverkehrs sowie die
Förderung von erneuerbarer Energie und zukunftsfähi gen Strom-, Gas- und Wärmenetzen).
Um die Zuverlässigkeit des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sicherzustellen, erfolgte
zudem ein Personalaufbau im Fahrdienst. Die digital e Transformation, der Einsatz von
künstlicher Intelligenz und notwendige Prozessentwi cklungen führten zu einem erhöhten
Personalbedarf im kaufmännischen Bereich. Darüber hinaus wurde ein Fokus auf den Aufbau
von Nachwuchskräften gelegt, um Schlüsselpositionen im Unternehmen zu besetzen und
wertvolles Wissen langfristig zu sichern.
Die Gesellschaft ist Mitglied der kvw. Zweck der An stalt ist es, den Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern im Wege privatrechtlicher Versicherun g eine zusätzliche Alters- und
Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Gesellsc haft hat sich bei Begründung der
Mitgliedschaft verpflichtet, alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu versichern, die nach
dem Tarifvertrag über die Versorgung der Arbeitnehm erinnen und Arbeitnehmer
kommunaler Verwaltungen und Betriebe (Vers. TV-G) z u versichern sind. Der derzeitige
Umlagesatz beträgt 4,5 % + 3,25 % Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft allein
getragen.
4.4 Angaben gemäß § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
Von der Stadtnetze Münster wurden folgende wesentliche Leistungen bezogen: Netzentgelte
145.147 TEUR, Bau- und Betriebsleistungen 17.575 TEU R, Wasserlieferungen 10.945 TEUR
und Mindermengen Strom/Gas 5.057 TEUR.
An die Stadtnetze Münster wurden im Wesentlichen fo lgende Leistungen abgerechnet:
Dienstleistungen im Rahmen der Servicevereinbarunge n 18.208 TEUR, Netzverluste
11.064 TEUR, Mehrmengen Strom/Gas 6.249 TEUR, Miete B etriebsgrundstücke 4.236 TEUR,
Energiebezug der Netze 4.010 TEUR, Entgelt für dezen trale Einspeisung 2.240 TEUR sowie
Bau- und Betriebsleistungen 803 TEUR.
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4.5 Honorar des Abschlussprüfers
Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Anhang zum Konzernabschluss der Stadtwerke
Münster genannt. Auf eine Angabe wird hier daher nach § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.
4.6 Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen
Bedingungen zustande gekommen sind
Im Geschäftsjahr 2025 wurden weiterhin keine Geschä fte mit nahestehenden Personen
abgeschlossen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.
4.7 Einbeziehung in Konzernabschluss
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Kon zernabschluss der Stadtwerke Münster,
Münster, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird
im elektronischen Bundesanzeiger bzw. Unternehmensr egister veröffentlicht. Der
Konzernabschluss der Gesellschaft wird ferner in den NKF-Gesamtabschluss der Stadt
Münster einbezogen.
4.8 Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag haben sich die Konflikte im Nahen Osten durch die militärische
Intervention der Vereinigten Staaten und Israels im Iran erheblich verschärft. Dadurch nimmt
die Volatilität der Großhandelspreise derzeit zu, wa s zu Chancen sowie Risiken führen kann.
Die aktuellen Entwicklungen werden im Hinblick auf ihre Auswirkungen kontinuierlich
analysiert und bewertet. Eine Quantifizierung der p otenziellen finanziellen Auswirkungen ist
derzeit noch nicht möglich.
Münster, 30.04.2026
Ort / Datum Sebastian Jurczyk Frank Gäfgen
Vorsitzender der Geschäftsführung Geschäftsführer Mobilität
Geschäftsführer Energie
Anlage 1 zum Anhang
Stand am Zugänge Abgänge Umbuchungen erhalt. Zuschüsse Stand am Stand am Zugänge Abgänge Zuschreibungen Stand am Stand am Stand am
01.01.2025 31.12.2025 01.01.2025 31.12.2025 31.12.2025 31.12.2024
I.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, 51.939.210,57 3.003.548,82 77.460,08 927.926,09 267.440,00 55.525.785,40 43.947.302,55 pA 2.332.961,41 77.460,08 46.202.803,88 9.322.981,52 7.991.908,02
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II.
1. Grundstücke und Bauten 167.387.281,94 3.361.143,95 790.824,86 1.064.365,12 475.072,25 170.546.893,90 129.140.668,73 pA 2.579.637,60 440.277,61 131.280.028,72 39.266.865,18 38.246.613,21
2. Verteilungsanlagen 8.394.779,88 2.559.699,35 562.747,03 2.507.039,42 2.600.523,55 10.298.248,07 4.298.506,88 pA 491.348,22 265.697,03 4.524.158,07 5.774.090,00 4.096.273,00
3. Glasfaseranlagen 22.084.551,22 11.232.122,58 1.734.367,97 24.237.619,28 28.801.657,88 27.018.267,23 2.753.539,22 pA 1.068.331,98 253.183,97 3.568.687,23 23.449.580,00 19.331.012,00
4. Technische Anlagen und Maschinen 196.722.494,41 9.556.264,13 9.981.255,08 18.163.595,34 2.550.850,03 211.910.248,77 161.639.518,84 pA 4.984.060,53 6.299.409,60 160.324.169,77 51.586.079,00 35.082.975,57
5. Fahrzeuge für Personenverkehr 34.490.131,32 10.571.538,36 2.149.940,66 3.979.009,80 7.395.103,31 39.495.635,51 12.680.519,27 pA 3.737.935,90 2.149.396,66 14.269.058,51 25.226.577,00 21.809.612,05
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.202.590,42 1.592.018,42 132.525,06 2.093.463,98 1.196.476,28 47.559.071,48 36.506.400,55 pA 2.070.544,56 130.978,06 38.576.107,61 8.982.963,87 8.696.189,87
gA 130.140,56
7. Geleistete Anzahlungen und 72.697.154,12 17.903.155,49 52.973.019,03 - 37.627.290,58 - 37.627.290,58 72.697.154,12
Anlagen im Bau
Summe II. 546.978.983,31 56.775.942,28 15.351.660,66 927.926,09 - 43.019.683,30 544.455.655,54 347.019.153,49 15.061.999,35 9.538.942,93 - 352.542.209,91 191.913.445,63 199.959.829,82
Summe I. und II. 598.918.193,88 59.779.491,10 15.429.120,74 0,00 43.287.123,30 599.981.440,94 390.966.456,04 17.394.960,76 9.616.403,01 - 398.745.013,79 201.236.427,15 207.951.737,84
III.
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 231.005.106,31 13.815.000,00 90,00 244.820.016,31 7.440.638,51 7.440.638,51 - 244.820.016,31 223.564.467,80
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 211.203.703,68 13.790.000,00 2.008.148,16 222.985.555,52 222.985.555,52 211.203.703,68
3. Beteiligungen 79.763.159,88 1.495.760,00 154.982,01 81.103.937,87 72.333.402,22 apA 296.730,00 72.630.132,22 8.473.805,65 7.429.757,66
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 15.250.003,53 7.850.541,54 960.233,54 22.140.311,53 22.140.311,53 15.250.003,53
5. Sonstige Ausleihungen 1.235.951,57 421.612,33 814.339,24 814.339,24 1.235.951,57
Summe Finanzanlage 538.457.924,97 36.951.301,54 3.545.066,04 - - 571.864.160,47 79.774.040,73 296.730,00 - 7.440.638,51 72.630.132,22 499.234.028,25 458.683.884,24
G e s a m t 1.137.376.118,85 96.730.792,64 18.974.186,78 0,00 43.287.123,30 1.171.845.601,41 470.740.496,77 17.691.690,76 9.616.403,01 7.440.638,51 471.375.146,01 700.470.455,40 666.635.622,08
pA 17.264.820,20
Erläuterung der Abkürzungen: apA 296.730,00
gA 130.140,56
pA = planmäßige Abschreibungen
apA = außerplanmäßige Abschreibungen
gA = geringwertige Anlagegüter/Vollabsch reibung gemäß § 6 Abs. 2 EStG
Entwicklung des Anlagevermögens 2025
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Abschreibungen / Wertberichtigungen Buchwerte
Finanzanlagen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Anlage 2 zum Anhang
Name und Sitz der Gesellschaft
Höhe des Anteils am
Kapital am 31.12.2025
%
Eigenkapital am
31.12.2025
TEUR
Jahresergebnis 2025
TEUR
Bädermanagement Münster GmbH,Münster*** 100 378 289
Batteriespeicher Münster GmbH, Münster 49 2.432 ./. 16
Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG, Löningen 100 6.869 439
Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH, Münster 10 0 39 1
FMO Flughafen Münster / Osnabrück GmbH, Greven*** 35 ,06 52.841 412
Glasfaser Münster GmbH & Co. KG, Münster 70 64.765 ./. 1.205
Glasfaser Münster Verwaltungs- GmbH, Münster 70 54 2
Green Gecco Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Troisdorf 7,75 27.307 3.085
Green Gecco Beteiligungsgesellschaft Verwaltungs-GmbH, Troisdorf 7,75 49 1
items management GmbH, Münster*** 29,38 7.522 1.479
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Münster** 25 0 0
smart OPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück*** 32,53 8.821 . /. 1.237
smart OPTIMO Verwaltungs- GmbH, Osnabrück*** 50 249 ./ . 10
Stadtnetze Münster GmbH, Münster* 100 163.592 0
Stadtteilauto CarSharing Münster GmbH, Münster*** 29 10 ./. 81
Stadtwerke Münster Tiefbau GmbH, Münster 100 25 0
Tarifgemeinschaft Münsterland -Ruhr-Lippe GmbH, Münster*** 3,57 60 3
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99 33.379 2.947
Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH, Lippstadt *** 14,1 3 3.527 ./. 2.634
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum*/*** 49 ,9 110 0
* Zwischen der Stadtwerke Münster und der hier gena nnten Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsve rtrag, weshalb eine Betragsangabe beim Jahresergebn is
entfällt.
** Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergeb nisses ist in Anwendung der Ausnahmeregelung gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB unterblieben.
*** 31. Dezember 2024
Anlage 5/1
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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Lagebericht der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2025 (01.01.31.12.)
Anlage 5/2
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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Inhaltsverzeichnis
1. Grundlagen des Unternehmens .......................................................................... ........ 3
2. Wirtschaftsbericht.................................................................................... .................. 4
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahm enbedingungen .................... 4
2.2 Geschäftsverlauf .............................. .......................................................................... 5
2.3 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter .............. ............................................................... 5
2.4 Leistungsindikatoren........................... ....................................................................... 6
2.5 Ertragslage ................................... .............................................................................. 7
2.5.1 Energie- und Wasservertrieb .................. ....................................................... 8
2.5.2 Stromerzeugung .............................. ............................................................... 9
2.5.3 Verkehr ..................................... ...................................................................... 9
2.5.4 Glasfaser.................................... ................................................................... 10
2.6 Finanzlage .................................... ............................................................................ 10
2.7 Vermögenslage ................................. ....................................................................... 11
3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht ................................................................ ..... 13
3.1 Energiepolitische Rahmenbedingungen ........... ....................................................... 13
3.2 Konjunkturelle Entwicklung .................... ................................................................. 14
3.3 Aktuelle Preisentwicklungen ................... ................................................................ 14
3.4 Entwicklung der Absatzmengen .................. ............................................................ 16
3.5 Strategie und Chancen ......................... .................................................................... 16
3.6 Risiken ....................................... ............................................................................... 21
3.7 Leistungsindikatoren........................... ..................................................................... 24
4. Angaben gemäß dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und
Männern an Führungspositionen ........................................................................ ...... 26
5. Angaben gemäß § 24 VermAnlG (Vermögensanlagengesetz) ..................................... 27
6. Öffentliche Zwecksetzung nach der Gemeindeordnung NRW .................................... 29
7. Erklärung zur Unternehmensführung* ................................................................... ... 30
Anlage 5/3
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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1. Grundlagen des Unternehmens
Die Stadtwerke Münster GmbH (Stadtwerke Münster) is t als 100%ige Tochter der Stadt
Münster in der Versorgung von Kundinnen und Kunden mit Energie und Wasser, im
öffentlichen Personennahverkehr und weiteren kommun alen Dienstleistungen für
Bürgerinnen und Bürger in Münster und der Region tä tig. Zweigniederlassungen außerhalb
Münsters bestehen nicht.
Die unternehmerische Tätigkeit der Stadtwerke Münst er gliedert sich in die Geschäftsfelder
Energie- und Wasservertrieb, Energieerzeugung, Mobilität und Glasfaser. Die Geschäftsfelder
Versorgungsnetze und Wassergewinnung werden durch di e Stadtnetze Münster GmbH
(Stadtnetze Münster) verantwortet, die eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadtwerke
Münster ist. Das Geschäftsfeld Glasfaser befindet sich im Aufbau und wird zum Teil durch die
Glasfaser Münster GmbH & Co. KG verantwortet, an der die Stadtwerke Münster zu 70 %
beteiligt sind.
Der Lagebericht stellt die Geschäftsfelder entsprechend den betrieblichen Strukturen dar. Die
Stadtwerke Münster haben im Berichtsjahr energiespe zifische Dienstleistungen für die
Tätigkeitsbereiche Elektrizitätsverteilung und Gasv erteilung gegenüber der Stadtnetze
Münster als verbundenem Netzbetreiber erbracht und stellen insofern einen
Tätigkeitsabschluss nach § 6b Abs. 3 EnWG auf.
Im Laufe des Jahres 2020 haben die Stadtwerke Münst er eine umfassende Strategie
entwickelt, deren zeitliche Perspektive sich bis zum Jahr 2030 erstreckt und die für die
langfristige Ausgestaltung des Unternehmens in den nächsten Jahren maßgeblich sein wird.
Die Kernelemente der Strategie werden im Prognosebericht dargestellt.
Anlage 5/4
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2025 nach erst en Berechnungen des Statistischen
Bundesamts um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen . Nach zwei Rezessionsjahren ist die
deutsche Wirtschaft wieder leicht gewachsen. Das Wac hstum ist laut Statistischem
Bundesamt vor allem auf die gestiegenen Konsumausgab en der privaten Haushalte und des
Staates zurückzuführen. Die Verbraucherpreise in De utschland haben sich im
Jahresdurchschnitt 2025 um 2,2 % gegenüber 2024 erhö ht. Die Entwicklung der
Verbraucherpreise hat sich damit stabilisiert. Im J ahresdurchschnitt 2024 hatte die
Inflationsrate ebenfalls bei +2,2 % gelegen, in den Jahren zuvor deutlich darüber.
Die Nettostromerzeugung blieb laut Bundesnetzagentu r mit 438 TWh (Vorjahr: 438 TWh)
nahezu unverändert. Der Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms lag im Jahr
2025 bei 58,8 % (Vorjahr: 58,5 %). Den größten Beitrag dazu leisteten Windkraftanlagen vor
allem an Land. On- und Offshore-Anlagen kamen gemei nsam auf einen Anteil von 30,3 %.
Photovoltaik deckte 16,9 % ab.
Die Bundesnetzagentur hat erste Zahlen zum Zubau er neuerbarer Energien im Berichtsjahr
ermittelt. Die installierte Leistung von Erneuerbar e-Energien-Anlagen stieg um 21 Gigawatt
auf eine Gesamtleistung von knapp 210 Gigawatt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies
einer Steigerung von 11 %. Hauptanteil an dieser En twicklung haben die Energieträger Solar
und Wind. Die Zubauleistung entspricht ungefähr dem Zubau des Vorjahres.
Im Jahr 2025 hat Deutschland insgesamt 864 TWh Gas verbraucht. Damit stieg der Verbrauch
um 2,2 % im Vergleich zum Vorjahr (845 TWh). Im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch der
Jahre 20182021 wurden insgesamt rund 13,5 % weniger Gas verbraucht.
Nach Berechnungen des Branchenverbands VDV waren im Berichtsjahr rund 9,86 Mrd.
Fahrgäste in Deutschland mit Bussen und Bahnen unterwegs, rund 0,8 % mehr als im Vorjahr.
Damit hat sich die Nachfrage nach jahrelangen pande miebedingten Einbrüchen weiter
stabilisiert.
Das Vertriebs- und Versorgungsgebiet der Stadtwerke Münster ist stark vom Handels- und
Dienstleistungssektor sowie von Privatkundinnen und -kunden geprägt. Die konjunkturelle
Entwicklung wirkt sich daher grundsätzlich nur in b egrenztem Maße auf die
Geschäftsentwicklung aus. Lediglich der Absatz an u nsere Geschäftskundinnen und -kunden
Anlage 5/5
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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zeigt eine stärkere Abhängigkeit von der Konjunktur entwicklung. Der Absatz von Gas und
Wärme hängt in starkem Maße von der Witterung in der Heizperiode ab.
2.2 Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2025 wurde mit einem Jahresübersch uss von 13,7 Mio. das Ziel des
Wirtschaftsplans übertroffen. Den Herausforderungen des operativen Geschäfts,
insbesondere der Intensivierung des Preiswettbewerbs auf den Energiemärkten, konnten die
Stadtwerke Münster mit einer marktorientierten Preispolitik, proaktivem Kostenmanagement
und einer risikoadjustierten Strategie in der Energ iebeschaffung erfolgreich begegnen.
Einbußen im Bereich der Stromerzeugung durch den te chnisch bedingten Ausfall einer
Kraftwerksturbine im ersten Quartal des Jahres 2025 konnten durch eine substanzielle und
nachhaltige Ergebnisstärkung im Beteiligungsbereich ausgeglichen werden, so dass die
Stadtwerke Münster wiederum ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis erzielt haben.
2.3 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Der Personalbestand stieg im Jahresdurchschnitt um 4,2 % auf 1.032 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter (im Vorjahr: 990 Mitarbeiterinnen und M itarbeiter). Davon waren 773 (im
Vorjahr: 748) in Vollzeit und 259 (im Vorjahr: 242) in Teilzeit beschäftigt. Der Personalanstieg
ist bedingt durch die Herausforderungen der Energie wende, der Wärmewende, der
Verkehrswende und des Glasfaserausbaus. Zudem sind mit Blick auf den demographischen
Wandel frühzeitige Nachbesetzungen erforderlich, um den Wissenstransfer zu gewährleisten.
Zum Jahresende befanden sich bei den Stadtwerken Mü nster 26 junge Menschen in der
Ausbildung zu sieben verschiedenen Berufen.
Anlage 5/6
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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2.4 Leistungsindikatoren
Folgende zentrale finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden zur Darstellung
des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft herangezogen:
Finanzielle Indikatoren Ist 2025 Plan 2025 Abweichung in %
Jahresüberschuss 13,7 Mio. 13,4 Mio. +2,2
Umsatzerlöse 728,2 Mio. 743,1 Mio. 2,0
Investitionen* 16,5 Mio. 43,3 Mio. 61,9
* Investitionen in Sachanlagevermögen inkl. immaterieller V ermögensgegenstände abzgl. Zuschüsse. Die Unterschreitung in dies er Höhe
ergibt sich rein rechnerisch, da Zuschüsse für den Glasfaserausbau zum Zeitpunkt der Aktivierung geballt verrechnet wurden. Vor Zuschüssen
belaufen sich die Investitionen auf 59,8 Mio. .
Nicht-finanzielle Indikatoren Ist 2025 Plan 2025 Abweichung in %
Stromabsatz 974 Mio. kWh 1.034 Mio. kWh - 5,8
Erdgasabsatz 2.139 Mio. kWh 2.237 Mio. kWh - 4,4
Wärmeabsatz 549 Mio. kWh 573 Mio. kWh - 4,2
Wasserabsatz 16,9 Mio. m3 17,3 Mio. m3 - 2,3
Stromerzeugung 316 Mio. kWh 382 Mio. kWh - 17,3
Fahrgäste** 33,3 Mio. 33,2 Mio. + 0,3
** In Abweichung zum Vorjahr werden nicht mehr statistische, sondern gezählte Fahrgäste ausgewiesen.
Die Umsatzerlöse lagen um 2,0 % unter dem Planansatz. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen
auf die gesunkenen Absatzmengen zurückzuführen.
Im Strommarkt lagen die abgesetzten Mengen um 5,8 % unter der geplanten Menge. Der
gesunkene Absatz resultiert im Wesentlichen aus Kun denabgängen aufgrund des
wiedereinsetzenden Preiswettbewerbs. Im Gasmarkt li egt die abgesetzte Menge um 4,4 %
unter dem Plan. Der geminderte Absatz resultiert ne ben wettbewerbsbedingten
Kundenabgängen auch aus der leicht wärmeren Witterun g. Im Wärmemarkt ergab sich, bei
nahezu konstanter Kundenzahl, witterungsbedingt eine um 4,2 % niedrigere Absatzmenge.
Die abgesetzte Menge Wasser lag ebenfalls unterhalb der geplanten Menge, was auf einen
sparsamen Verbrauch durch Kundinnen und Kunden zurückzuführen ist.
Die Stromerzeugung der GuD-Anlage blieb hinter der für das Jahr 2025 angesetzten
Planmenge zurück. Dies lag insbesondere an dem läng erfristigen Ausfall einer
Kraftwerksturbine.
Anlage 5/7
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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Die Fahrgastzahlen liegen 0,3 % über dem Plan. Die Angabe in diesem Geschäftsjahr erfolgt
auf Basis von Fahrgastzählungen und nicht mehr wie noch im Vorjahr auf Basis einer
statistischen Hochrechnung.
Im Jahr 2025 wurde die geplante Höhe der Investitio nen um 61,9 % unterschritten. Die
Unterschreitung in dieser Höhe ergibt sich rein rec hnerisch, da Zuschüsse für den
Glasfaserausbau zum Zeitpunkt der Aktivierung gebal lt verrechnet wurden. Vor Zuschüssen
belaufen sich die Investitionen auf 59,8 Mio. . Die Investitionen erfolgten insbesondere in
Elektrobusse, das Glasfasernetz und in Erzeugungsanlagen.
Vor dem Hintergrund der herausfordernden Rahmenbedi ngungen sind der Geschäftsverlauf
und das Ergebnis des Jahres 2025 in Höhe von 13,7 Mio. als zufriedenstellend zu bezeichnen.
2.5 Ertragslage
Die Umsatzerlöse nach Abzug der Energiesteuern sind gegenüber dem Vorjahr um 85,7 Mio.
(10,5 %) auf 728,2 Mio. gesunken. Das Sinken der U msatzerlöse resultiert aus gesunkenen
Energiepreisen und aus gesunkenen Absatzmengen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 28,8 Mio. um 7,0 Mio. höher als im Vorjahr.
Sie enthalten im Wesentlichen Erträge aus dem Abgan g von Sachanlagevermögen
(10,0 Mio. ), Erträge aus der Zuschreibung von Anl agevermögen (7,4 Mio. ),
Schadenersatzleistungen (3,9 Mio. ) sowie periodenf remde Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen (1,9 Mio. ).
Der Materialaufwand sank deutlich um 92,8 Mio. (13,5 %) auf 594,9 Mio. . Die Reduzierung
ergab sich vor allem aus gesunkenen Kosten für den Energie- und Wasserbezug. Gegenläufig
wirkten sich Steigerungen bei den Netzentgelten aus.
Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr auf 80,3 Mio. gestiegen, was einer Zunahme
von 6,4 Mio. bzw. 8,7 % entspricht. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Tarifsteigerungen im
April 2025 (3 % im TV-N) und im Juni 2025 (durchsch nittliche Erhöhung von 5,1 % im TV-V)
sowie auf den insbesondere in der zweiten Jahreshäl fte gewachsenen Personalbestand
zurückzuführen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegens tände des Anlagevermögens und
Sachanlagen lagen mit 17,4 Mio. um 52 T (0,3 %) le icht über dem Wert des Vorjahres. Die
Erhöhung ergibt sich aus den Zugängen zum Anlagevermögen. Da in den Abschreibungen des
Vorjahres auch eine außerplanmäßige Abschreibung ei ner Windenergieanlage (1,5 Mio. )
enthalten war, ist der effektive Anstieg der planmäßigen Abschreibungen deutlich höher.
Anlage 5/8
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 6 1,4 Mio. . Das sind 1,2 Mio. bzw.
2,0 % mehr als im Vorjahr. Die darin enthaltene Konz essionsabgabe (Wasser und Wärme) an
die Stadt Münster in Höhe von 6,7 Mio. wurde voll erwirtschaftet. Die Konzessionsabgaben
für Strom und Gas in Höhe von insgesamt 11,1 Mio. werden unmittelbar von der Stadtnetze
Münster GmbH an die Stadt Münster gezahlt. Bei den Stadtwerken Münster sind die
Konzessionsabgaben für Strom und Gas zusammen mit d en Netznutzungsentgelten in den
bezogenen Leistungen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter
anderem Aufwendungen für IT-Leistungen, sonstige Di enstleistungen sowie
Vermittlungsprovisionen. In diesem Geschäftsjahr sind zudem 5,6 Mio. aus der Bildung einer
Rückstellung für die Rückzahlung von Zuschüssen für das Deutschlandticket für 2024 in den
sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Geg enläufige höhere Erträge aus der
Einnahmenaufteilung 2024, die diese Aufwendungen wirtschaftlich kompensieren, sind in den
Umsatzerlösen enthalten.
Das Finanzergebnis in Höhe von 11,7 Mio. ist um 2, 8 Mio. niedriger als im Vorjahr. Darin
enthalten ist die Ergebnisabführung der Stadtnetze Münster (14,1 Mio. ). Die Verringerung
gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus g estiegenen Zinsaufwendungen
(+6,9 Mio. ), die nur teilweise durch eine Erhöhung von Zinserträgen kompensiert wurden,
sowie einer geringeren Gewinnabführung der Stadtnet ze Münster ( ,0 Mio. ). Gegenläufig
sind die Erträge aus Beteiligungen gestiegen (+1,8 Mio. ).
Der Steueraufwand ist um 0,2 Mio. auf 1,9 Mio. g esunken. Die niedrige Steuerquote im
Geschäftsjahr 2025 resultiert insbesondere aus nich t steuerbaren Erträgen, die bei der
Ermittlung des zu versteuernden Einkommens abzuziehen sind.
Nach Abzug der Ertrags- und Betriebssteuern ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von
13,7 Mio. , der vor dem Hintergrund der weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen als
zufriedenstellend zu beurteilen ist.
2.5.1 Energie- und Wasservertrieb
Das Geschäftsfeld Energie- und Wasservertrieb entwic kelte sich im Geschäftsjahr infolge
herausfordernder Rahmenbedingungen nicht zufriedens tellend. Um der Entwicklung
entgegenzuwirken, wurden mehrere Maßnahmen, wie Kund enrückgewinnungsaktionen und
eine Optimierung des Vertriebskanalmanagements, initiiert.
Im Strommarkt sank die abgesetzte Menge bei rückläu figer Kundenzahl gegenüber dem
Vorjahr um 15,4 %. Die Erlöse sanken bei einem durc hschnittlichen Preisrückgang von 2,2 %
um 17,2 %.
Anlage 5/9
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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Im Gasvertrieb sank die abgesetzte Menge gegenüber dem Vorjahr über alle Kundensegmente
um 0,7 % auf 2.139 Mio. kWh (im Vorjahr 2.155 Mio. k Wh, jeweils ohne Verbrauch der GuD-
Anlage). Über alle Kundensegmente sanken die Erlöse, insbesondere preisbedingt, um 13,6 %.
Im Wärmevertrieb erhöhte sich bei leicht gestiegener Anzahl an Kundinnen und Kunden die
Absatzmenge um 0,7 % auf 549 Mio. kWh. Die Erlöse s anken preisbedingt um 17,1 % auf
71,4 Mio. .
Die abgesetzte Menge Wasser war im Geschäftsjahr mit 16,9 Mio. m³ nach 16,5 Mio. m³ im
Vorjahr um 2,4 % höher. Die Erlöse stiegen um 6,8 % auf 43,2 Mio. .
2.5.2 Stromerzeugung
Die erzeugte Menge von 316 Mio. kWh lag um 17,3 % un ter dem Planwert. Dies lag
insbesondere an dem längerfristigen Ausfall einer Kraftwerksturbine.
Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien lag etwa 39 ,7 % unter dem geplanten Ansatz, was
insbesondere an einem windschwachen Jahr und der ze itlichen Verschiebung und
Inbetriebnahme der Windenergieanlagen in Südlohn lag . Die Erlöse lagen rund 32,7 % unter
den geplanten Einnahmen, insbesondere weil der Verkauf von zwei Windenergieanlagen nicht
umgesetzt wurde.
2.5.3 Verkehr
Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr konnten die Stadtwerke Münster im
Geschäftsjahr 2025 deutlich auf 33,3 Millionen stei gern. Im Vorjahr stiegen 30,9 Millionen
Fahrgäste ein. Geprägt wurde der Stadtbus-Verkehr im Jahr 2025 durch Taktverdichtungen im
Angebot auf verschiedenen Linien, die durch erfolgr eiches Recruiting von Fahrpersonal
erreicht werden konnten. Durch die Abschaffung der Bargeldzahlung im Bus haben die
Stadtwerke 2025 die Digitalisierung im ÖPNV vorangetrieben.
Die Gesamterlöse des Verkehrsbetriebs liegen im Ges chäftsjahr mit 61,7 Mio. über dem
Niveau des Vorjahres. Die deutliche Erhöhung result iert aus einer Verschiebung der
Erstattungen für das Deutschlandticket in die Fahrg eldeinnahmen aus der
Einnahmeaufteilung. Gegenläufig haben sich die Rück stellungen für Zuschussrückzahlungen
erhöht, so dass der operative Kostendeckungsgrad Ver kehr moderat auf 76,9 % gestiegen ist
(im Vorjahr: 75,8 %). In diesem Zusammenhang wurden im Berichtsjahr 5,6 Mio.
periodenfremde Aufwendungen für die Erhöhung der Rü ckstellung für
Zuschussrückzahlungen für das Deutschlandticket gebucht.
Anlage 5/10
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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2.5.4 Glasfaser
Der Glasfaserausbau in Münster erfolgt u. a. im Rah men einer Kooperation mit der Telekom
durch die Glasfaser Münster GmbH & Co. KG (Glasfase r Münster), die eine 70%ige
Tochtergesellschaft der Stadtwerke Münster ist. Als strategischer Partner übernimmt Palladio
Partners 30 % der Finanzierung des Ausbaus. Im Gesc häftsjahr verzeichnete die Glasfaser
Münster einen Ausbau von rd. 160 Trassenkilometern. Zudem wurden von Seiten der
Stadtwerke Münster rd. 46 Trassenkilometer im Rahmen des geförderten Ausbaus der weißen
Flecken neu verlegt.
2.6 Finanzlage
Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Jahresüberschuss vo n 13,7 Mio. erwirtschaftet. Der
Jahresüberschuss wurde in Höhe von 3,1 Mio. in di e Gewinnrücklagen eingestellt, so dass
sich ein Bilanzgewinn von 10,6 Mio. ergibt. Im Jahr 2026 soll eine Ausschüttung an die Stadt
Münster erfolgen. Ferner erfolgten im Jahr 2025 Ein lagen der Gesellschafterin in die
Kapitalrücklage in Höhe von 0,3 Mio. , die die finanziellen Belastungen aus den Einlagen der
Stadtwerke Münster in die Beteiligung an der Westfä lische Landes-Eisenbahn GmbH
ausgleichen.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpf lichtungen in Höhe von 57,0 Mio.
bilden die Verpflichtungen gegenüber aktiven und eh emaligen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern unter Berücksichtigung der langjährige n Zinsentwicklung ab und entwickelten
sich planmäßig. Insbesondere dem Risiko einer mögli chen Unterdeckung der Kommunalen
Versorgungskassen Westfalen-Lippe, Münster, (kvw) wu rde durch eine weitere planmäßige
Zuführung entgegengewirkt. Der Anstieg der Rückstel lungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen resultiert im Wesentlichen aus dieser Zuführung.
Die auf 3,0 Mio. gesunkenen Steuerrückstellungen berücksichtigen insbesondere die für das
Geschäftsjahr noch abzuführende Energiesteuer.
Die sonstigen Rückstellungen sind um 20,2 Mio. auf 67,1 Mio. gestiegen. Der Anstieg
resultiert insbesondere aus der Abgabeverpflichtung für CO2-Zertifikate, die erstmals nicht mit
den in den Vorräten ausgewiesenen CO 2-Zertifikaten saldiert ausgewiesen werden.
Gegenläufig sind mehrere Rückstellungen niedriger als im Vorjahr. Das Absinken resultiert aus
der Inanspruchnahme einer Rückstellung für die Rück zahlung eines Grundstückskaufpreises
nach Rücktritt des Käufers vom Kaufvertrag. Ebenso g ab es eine Reduzierung der
Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und der Rückstellung für
die Altlastenbeseitigung. Im Bereich ÖPNV gab es eine Verschiebung aus der Rückstellung für
die Einnahmeaufteilung in die Rückstellung für Zuschussrückzahlungen.
Anlage 5/11
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hab en sich um 90,9 Mio. auf insgesamt
407,4 Mio. erhöht. Die Erhöhung resultiert insbesondere aus der Aufnahme von Krediten für
die Finanzierung der Investitionstätigkeit bei der Stadtwerke Münster und der Stadtnetze
Münster. Die Verzinsung der Verbindlichkeiten ist l aufzeitadäquat und marktüblich.
Wesentliche Zinsänderungen bei den Verbindlichkeiten gab es im Geschäftsjahr nicht.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind um 0,4 Mio. auf insgesamt 95,7 Mio.
gestiegen. Die Verbindlichkeiten beinhalten im Wesen tlichen ein seitens der Stadt Münster
aufgenommenes grünes Schuldscheindarlehen (Green Bond), das den Stadtwerken Münster
in Form eines nachrangigen Gesellschafterdarlehens weitergereicht wurde.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistunge n waren mit 68,2 Mio. um 11,3 Mio.
niedriger als im Vorjahr. Die sonstigen Verbindlich keiten sind um 11,0 Mio. auf 25,7 Mio.
gesunken, insbesondere wegen des starken Rückgangs noch nicht verrechneter Zuschüsse.
2.7 Vermögenslage
Im Geschäftsjahr wurden abzüglich erhaltener Zuschü sse insgesamt 16,5 Mio. ins
Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögensgeg enstände investiert. Das
Sachanlagevermögen sank um 8,0 Mio. auf 191,9 Mio. . Das Sachanlagevermögen hat einen
Anteil von 19,2 % an der Bilanzsumme. Das Absinken r esultiert insbesondere aus der
Verrechnung von Zuschüssen mit fertiggestellten Gla sfaseranlagen. Daneben flossen
Investitionen insbesondere in Windenergieanlagen un d Busse. Mit dem Verkauf von nicht
betriebsnotwendigen Sachanlagen wurden Erträge von 10,0 Mio. erzielt. Darunter fällt auch
eine Rückabwicklung des Kaufs einer fehlerbehafteten Windenergieanlage am Standort
Loevelingloh.
Im aktuellen Geschäftsjahr erhöhten sich die Finanz anlagen insgesamt um 40,6 Mio. auf
499,2 Mio. . Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 21,3 Mio. auf
244,8 Mio. . Dies resultiert insbesondere aus Kapitaleinlagen in die Glasfaser Münster GmbH
& Co. KG, die der Finanzierung des weiteren Glasfase rausbaus dienen (13,8 Mio. ), sowie
einer Wertaufholung bei den Anteilen an der Westfäli schen Bauindustrie GmbH (7,4 Mio. ).
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen stiegen um 11,8 Mio. auf 223,0 Mio. . Dies
resultiert insbesondere aus Gesellschafterdarlehen an die Glasfaser Münster GmbH & Co. KG
zur Finanzierung von Investitionen in den Ausbau de s Glasfasernetzes. Die Ausleihungen an
Beteiligungsunternehmen stiegen um 6,9 Mio. auf 22,1 Mio. . Dies resultiert insbesondere
aus der Gewährung von Gesellschafterdarlehen an die FMO Flughafen Münster Osnabrück
GmbH, die smartOptimo GmbH & Co. KG sowie die Westfälische Landeseisenbahn GmbH.
Anlage 5/12
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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Die Vorräte steigen um 32,3 Mio. auf 42,2 Mio. , w as insbesondere aus dem erstmaligen
unsaldierten Ausweis der CO2-Zertifikate resultiert, die 2026 für das Jahr 2025 abzugeben sind.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 12,4 Mio. auf 112,1 Mio.
gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus den sonstigen Forderungen.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sowie gegenüber
verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,
wurden im Bilanzausweis wiederum soweit zulässig zusammengefasst. Die zum Stichtag in der
Bilanz ausgewiesenen Forderungen im Verbundbereich sind um 72,1 Mio. auf 102,7 Mio.
gestiegen. Dies liegt daran, dass der Stadtnetze Mün ster mehr Liquidität zur Verfügung
gestellt wurde.
Die liquiden Mittel sind um 53,4 Mio. auf 10,4 Mi o. gesunken. Das Absinken resultiert
insbesondere aus der Investitionstätigkeit der Stad twerke Münster bzw. der Stadtnetze
Münster. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage , ihre finanziellen Verpflichtungen zu
erfüllen. Durch zugesagte, aber nicht in Anspruch ge nommene Kontokorrent- und
Betriebsmittellinien in Höhe von 155,0 Mio. hat die Gesellschaft vorgesorgt, auch zukünftig
alle finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu könne n. Offene Investitionsverpflichtungen in
Form des Bestellobligos bestehen in Höhe von 65,0 Mio. .
Die Vermögens- und Finanzlage bildet mit einer Eigenkapitalquote von 26,8 % weiterhin eine
solide wirtschaftliche Basis für die weitere Strate gie- und Geschäftsentwicklung der
Stadtwerke Münster. Die gesunkene Eigenkapitalquote spiegelt die Bilanzverlängerung durch
das Investitionsprogramm wider. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote unter Einbezug der
nachrangigen Gesellschafterdarlehen der Stadt Münst er in Höhe von 90,0 Mio. beträgt
35,8 %.
Anlage 5/13
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
3.1 Energiepolitische Rahmenbedingungen
Die neue Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD bekennt sich in ihrem Koalitionsvertrag zum
Ziel der Klimaneutralität bis 2045 und zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Wie im
Koalitionsvertrag vereinbart, wurde in einem wissens chaftlichen Monitoring der Stand der
Energiewende untersucht. Dies soll als gemeinsame G rundlage für die weiteren
energiepolitischen Vorhaben der Legislaturperiode d ienen. Darin kommen die Gutachter
unter anderem zu dem Ergebnis, dass der Strombedarf in Deutschland bis 2030 voraussichtlich
weniger schnell ansteigen wird als in den bisherigen Planungen berücksichtigt. Erzeugung und
Verbrauch sollen laut Bundesregierung künftig stärk er mit dem Ausbau der Stromnetze
synchronisiert werden. Eine wesentliche Herausforde rung ist auch, wie knappe
Netzkapazitäten vergeben und gegebenenfalls zwische n unterschiedlichen Kundengruppen
priorisiert werden. Das Bundesministerium für Wirtsc haft und Energie hat für das erste
Quartal 2026 eine entsprechende Initiative zur Novellierung des Rechtsrahmens angekündigt.
Die Höhe der Energiepreise war ein Schwerpunkt der energiepolitischen Gesetzgebung im
Geschäftsjahr. So werden die Übertragungsnetzentgel te im Jahr 2026 durch einen
Bundeszuschuss von 6,5 Mrd. aus dem Klima- und Tran sformationsfonds gedämpft. Die
Netzentgelte reduzieren sich somit indirekt für die an Verteilnetzebenen angeschlossenen
Kunden. Als weitere Maßnahme zur Strompreissenkung wurde eine Senkung der Stromsteuer
für Unternehmen des produzierenden Gewerbes und der Land- und Forstwirtschaft auf das
EU-Mindestmaß auch über Ende 2025 hinaus beschlosse n. Die ursprünglich im
Koalitionsvertrag vorgesehene Ausweitung der Steuerentlastung auf alle Verbrauchergruppen
war nicht im Gesetzentwurf der Bundesregierung enth alten. Darüber hinaus wird die
Gasspeicherumlage, mit der die Befüllung der Gasspei cher aus dem Krisenjahr 2022
nachträglich finanziert wird, künftig aus dem Klima- und Transformationsfonds ausgeglichen.
Die Umlage wird somit künftig für Gaskunden entfallen.
Bereits die letzte Bundesregierung hat die Weichen dafür gestellt, dass Planungsverfahren für
Windenergieanlagen beschleunigt werden. Die aktuelle Bundesregierung plant, bis 2030
zusätzliche 12 Gigawatt Windenergie an Land ans Netz zu bringen. Andererseits dürfte die
Synchronisierung mit dem Netzausbau den Ausbau an b estimmten Standorten erschweren.
Klare und nachhaltige Rahmenbedingungen würden helfe n, die Umsetzung des weiteren
Ausbaus zu unterstützen.
Für die Stadt Münster (wie für alle Großstädte >100 .000 Einwohner) endet im Juni 2026 die
Frist zur Vorlage ihrer Wärmepläne. Dies schafft Pla nungssicherheit für die Stadtwerke
bezüglich des weiteren Ausbaus des Fernwärmenetzes. Die Stadtwerke Münster sind bereit,
Anlage 5/14
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
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die energiewirtschaftliche Transformation vor Ort z u gestalten, benötigen aber rechtlich
verbindliche und tragfähige Rahmenbedingungen, um d urch Investitionen wirksam und
wirtschaftlich sinnvoll zur Energiewende beitragen zu können.
3.2 Konjunkturelle Entwicklung
Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre K onjunkturprognose für dieses Jahr
wegen des Irankriegs und der infolgedessen stark gestiegenen Energiepreise deutlich gesenkt.
2026 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von nur noch 0,6 %
erwartet. Die vorherige Prognose der Bundesregierung ging ohnehin nur von einem geringen
Wirtschaftswachstun von 1,0 % aus. Ein Grund für die eingetrübten Erwartungen war laut
Regierung, dass die Erholung im zweiten Halbjahr 2025 schwächer ausfiel als erwartet. Zudem
wirken Milliarden-Ausgaben des Staates zur Modernisierung der Infrastruktur, für Klimaschutz
sowie für eine Stärkung der Bundeswehr langsamer als erhofft. Der in früheren Jahren starke
deutsche Export schwächelt. Zum einen belasten höhe re US-Zölle viele Unternehmen. 2025
waren die deutschen Exporte in die USA wegen höherer US-Zölle um fast 10 % eingebrochen.
Dazu kommt eine stärkere internationale Konkurrenz, vor allem aus China. Laut ifo Institut
wird die Inflation infolge des Irankriegs voraussic htlich auf rd. 2,8 % ansteigen. Der EZB-
Einlagesatz beträgt im Februar 2026 2,0 %. Für 2026 wird mit einem stabilen Zinsniveau
gerechnet. Vor dem Hintergrund des Irankriegs und s teigender Inflation kann es aber
durchaus noch zu einem Anstieg der Zinsen kommen.
Die mikroökonomische Vorschau auf Ebene der Stadtwe rke Münster lässt für das Jahr 2026
über alle Sparten der Geschäftsbereiche Energie und Verkehr (außer in der Sparte Gas) ein
Mengenwachstum erwarten. In den Sparten Strom, Wärme und Wasser wird ein spürbares
Mengenwachstum erwartet. In der Verkehrssparte ist mit einem moderaten Wachstum zu
rechnen, einerseits durch die Rückkehr in die vorgesehenen Taktfrequenzen und andererseits
durch das Deutschlandticket und das MünsterAbo.
Die wirtschaftlichen Effekte der militärischen Intervention der Vereinigten Staaten und Israels
im Iran sind im Wirtschaftsplan aufgrund der zeitlic hen Abfolge und der hohen Unsicherheit
noch nicht berücksichtigt.
3.3 Aktuelle Preisentwicklungen
Die Forward-Preise für Gas sind im Jahr 2025 kontin uierlich gesunken. Mit Beginn des
Irankriegs kam es Anfang März 2026 wieder zu einem spürbaren Anstieg der Forward-Preise.
Die Forward-Preise für Strom haben sich laufzeitabh ängig unterschiedlich entwickelt, zeigen
im Mittel tendenziell eine Seitwärtsbewegung. Insbe sondere bei den Forward-Preisen für
2027 zeigt sich ab Anfang März 2026 ebenfalls ein d eutlicher Preisanstieg. Der Forward-Preis
Anlage 5/15
Jahresabschluss 2025
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für CO 2 liegt nach Schwankungen zum Jahresende 2025 deutli ch über dem Preis zu
Jahresbeginn, ist aber im ersten Quartal 2026 deutlich abgesunken.
Mit Blick auf die Preisvolatilitäten infolge des Irankriegs ist der Clean-Spark-Spread (Forward-
Preis für Gas im Verhältnis zum Forward-Preis für S trom) schwer prognostizierbar. Ein hoher
Preis für Gas im Verhältnis zum Preis für Strom bel astet den Clean-Spark-Spread und damit
die Wirtschaftlichkeit von Gaskraftwerken und insbes ondere hocheffizienten Kraft-Wärme-
Kopplungsanlagen. Die Stadtwerke Münster beobachten die Preisentwicklungen engmaschig,
um jederzeit kurzfristig reagieren zu können. Die m ehrjährige Beschaffungsstrategie der
Stadtwerke Münster für Strom und Gas ist ein wichti ger Faktor, um die erheblichen
Herausforderungen auf den Energiemärkten bewältigen zu können.
Der Strompreis für Privatkundinnen und -kunden in d er Grundversorgung war im Jahr 2025
konstant und wurde zum 01.01.2026 um 8,3 % gesenkt. Hintergrund sind gesunkene
Beschaffungskosten sowie durch den Bundeszuschuss g esunkene Netzentgelte. Der Gaspreis
für Privatkundinnen und -kunden in der Grundversorgung stieg zum 01.02.2025 um 6,1 % und
wurde zum 01.01.2026 um 12,3 % gesenkt. Hintergrund sind gesunkene Beschaffungskosten
sowie der Wegfall der Gasspeicherumlage zum 01.01.2 026. Zum 01.01.2025 sank der
Fernwärmepreis um 18,5 % und zum 01.01.2026 nochmal s um 0,6 %. Dies lag insbesondere
am gesunkenen Gaspreis, der sich im Rahmen der Preisformel auf den Wärmepreis auswirkt.
Der Wasserpreis blieb im Jahr 2025 unverändert.
Zum 01.08.2025 erhöhten sich die Ticket-Preise im Ö PNV für das Stadtgebiet Münster um
durchschnittlich 2,85 %. Der Westfalentarif plant zu m 01.04.2027 eine Tarifreform, in deren
Rahmen der Zeitpunkt für Tarifanpassungen auf den 0 1.01. verlegt werden soll. Daher ist für
das Jahr 2026 keine Preismaßnahme vorgesehen. In de r Höhe der nächsten Preisanpassung,
die außerplanmäßig mit der Tarifreform 2027 geplant ist, wird dieser Zeitraum entsprechend
berücksichtigt. Zu beachten ist, dass im Jahr 2025 e twa 70,00 % der ÖPNV-
Vertriebseinnahmen der Stadtwerke durch das Deutsch landticket erzielt wurden. Dies
begrenzt die Mehrerlösmenge, die aus von den Stadtwe rken beeinflussbaren
Tariferhöhungen erzielt werden kann, zunehmend.
Durch die geopolitischen Entwicklungen ist die Bedeutung von Preisrisiken für die Stadtwerke
Münster gestiegen. Mit der langfristigen Beschaffungsstrategie und mit Preisanpassungen, die
zur Sicherstellung der Kostendeckung erforderlich s ind, sind die Stadtwerke für die
anstehenden Herausforderungen gut aufgestellt.
Anlage 5/16
Jahresabschluss 2025
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3.4 Entwicklung der Absatzmengen
Für die Absatzmengen der wärmegeführten Sparten Gas und Fernwärme ist die Witterung in
den ersten Monaten des Jahres bereits von signifika nter Bedeutung. Die Gradtagszahl als
Indikator für den witterungsbedingten Absatzverlauf lag für den Monat Januar zwar deutlich
über dem Vorjahr, durch Februar und März ergab sich aber ein eher milderes erstes Quartal
im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt liegt das erste Quartal ungefähr auf dem Niveau des
langjährigen Durchschnitts.
Des Weiteren gibt es Unsicherheiten bezüglich des V erbrauchsverhaltens der Kunden und
Kundinnen, sei es durch bewusstes Einsparen von Ene rgie, durch Zubau von beispielsweise
PV-Anlagen und/oder energetische Sanierung durch de n Kunden. Zudem kommt es aber
durch den Einsatz von Wärmepumpen auch zu Mehrabnah men im Strombereich, speziell an
kalten Tagen. Die Herausforderung für die Stadtwerk e Münster besteht darin, strukturelle
Veränderungen des Kundenbedarfs bereits bei Vertrag sabschluss zu erkennen und den
Kundenbedarf sowohl mengenmäßig als auch strukturel l am Terminmarkt bestmöglich zu
prognostizieren und einzudecken.
In der Sparte Strom liegt der Absatz unter Planniveau und bei Gas liegt der Absatz in den ersten
Monaten über Planniveau. In der Sparte Fernwärme li egt die Absatzmenge leicht unter
Planniveau. Die Absatzmenge in der Wassersparte lag zu Beginn des Jahres 2026 geringfügig
unter dem Planansatz.
Die Umsätze im ÖPNV steigen beim Deutschlandticket durch die Preiserhöhung von 58 auf
63 und weiteres Mengenwachstum im Jobticket an. I m Segment der Gelegenheitsfahrer
steigen die Umsätze und Fahrgastzahlen mit dem 90 M inutenTicket bzw. mit der App
münster:mobil an. Ein Grund dafür ist der Wegfall d er Barzahlung. Die Anzahl der Fahrgäste
steigt im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr auch insgesamt an.
3.5 Strategie und Chancen
Im Jahr 2020 haben die Stadtwerke Münster eine umfa ssende Strategie entwickelt, die sich
bis zum Jahr 2030 erstreckt. Die Strategie der Stad twerke Münster beinhaltet drei
Leitgedanken, die für die langfristige Ausgestaltung des Unternehmens in den nächsten Jahren
maßgeblich sein werden:
1. Wir sorgen für den Herzschlag Münsters
2. Mit uns wird ein Haus zum Zuhause und ein Untern ehmen erfolgreich
3. Wir gewinnen gemeinsam
Anlage 5/17
Jahresabschluss 2025
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Wir sorgen für den Herzschlag Münsters
Mit ihrer Infrastruktur, die die gesamte Stadt durch zieht Versorgungsnetze,
Erzeugungsanlagen und das Liniennetz mit seinen Bus sen prägen die Stadtwerke Münster
und die Stadtnetze Münster auf vielfältige Weise die Lebensadern der Stadt und sorgen damit
für den Herzschlag Münsters.
Im Rahmen einer innovativen, klimaschutzorientierte n Energieversorgung werden die
Stadtwerke Münster in erheblichem Umfang in regener ative Erzeugungskapazitäten
investieren. Bis 2030 sollen alle Haushalte in Müns ter mit Wind- und Solarstrom aus eigener
Erzeugung versorgt werden; hierfür ist eine jährlic he Erzeugung von rund 380 GWh
vorgesehen. Bürgerbeteiligungen ermöglichen dabei d ie finanzielle Teilhabe der Menschen
vor Ort.
Im Jahr 2025 wurden bereits mehr als 57 GWh erzeugt . Mit einer neuen Windenergieanlage,
einer Freiflächen-Photovoltaikanlage sowie 17 PV-Da chanlagen wird die Erzeugung 2026
weiter gesteigert werden. Mit den bestehenden Anlag en sowie Projekten im Bau, in
Vorbereitung und im Ausschreibungsverfahren ist ein e Zielerreichung von 380 GWh
voraussichtlich bereits vor 2030 möglich.
Zur strategischen Weiterentwicklung der regenerativ en Erzeugung wurde im Jahr 2025
gemeinsam mit VERBUND Energy4Business die Batteries peicher Münster GmbH gegründet.
Ziel der Gesellschaft ist es, mit einem erfahrenen Ko operationspartner Kompetenzen im
Geschäftsfeld Batteriespeicher zu bündeln. Der erste geplante Großbatteriespeicher soll 2027
in Betrieb gehen und eine Leistung von 16 Megawatt bei einer Speicherkapazität von 32 MWh
bereitstellen. Durch die flexible Zwischenspeicheru ng von Wind- und Solarstrom können
Erzeugung und Verbrauch zeitlich besser aufeinander abgestimmt sowie wetterbedingte
Einspeiseschwankungen ausgeglichen werden. Der Spei cher erhöht damit die Integration
erneuerbarer Energien in das Energiesystem, stärkt d ie Versorgungssicherheit und trägt zur
Reduzierung fossiler Reservekapazitäten sowie perspektivisch des Netzausbaubedarfs bei.
Zudem wird der Umbau der Wärmeerzeugung auf grüne Wärme eingeleitet. Angesichts der
geologischen Ausgangssituation hat sich unter anderem der Einsatz von Tiefengeothermie als
eine vielversprechende Option herausgestellt. Nach positiven Ergebnissen der 2D-Seismik-
Untersuchungen erfolgte im Jahr 2024 die 3D-Seismik zur detaillierteren Erkundung des
Untergrunds. Die Auswertung der dabei gewonnenen Da ten wurde im Jahr 2025 gestartet.
Weitere Bausteine der Wärmestrategie sind die Solarthermie, die Wärmeerzeugung in Power-
to-Heat-Anlagen, die Nutzung von Umweltwärme mittel s Großwärmepumpen und auch
saisonale Großwärmespeicher. Im Jahr 2026 soll eine zweite Großwärmepumpe in Betrieb
gehen. Eine vollständige Umstellung auf grüne Wärmee rzeugung wird realistisch betrachtet
Anlage 5/18
Jahresabschluss 2025
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nicht bis zum Jahr 2030 möglich sein. Es bedarf Übe rgangslösungen, u. a. mit hocheffizienter
Kraft-Wärme-Kopplungstechnologie.
Weitere wichtige Bausteine für den Herzschlag Münst ers sind die Umstellung der Busflotte
auf elektrische und emissionsfreie Antriebe sowie d ie Weiterentwicklung des Verkehrs zu
einem integrierten multimodalen Mobilitätssystem. E nde 2025 waren 96 Stadtwerke-Busse
mit elektrischem Antrieb im Einsatz. Im Jahr 2026 soll die Flotte auf 107 Fahrzeuge anwachsen;
bis 2029 ist die vollständige Elektrifizierung der eigenen Busse vorgesehen.
Eine leistungsfähige Breitbandversorgung wird als Standortfaktor für Münster zukünftig noch
viel entscheidender werden, daher wollen die Stadtw erke Münster auch den digitalen
Herzschlag ihrer Stadt sicherstellen. Bis zum Jahr 2030 sollen 80 % der Haushalte in Münster
mit Glasfaserverbindungen bis ins Haus versorgt sei n. Aktuell liegt die Ausbauquote bei rund
46 % der Haushalte. Dazu haben die Stadtwerke Münster eine Kooperation mit der Deutschen
Telekom vereinbart, bei der sie ihre Expertise bei Ausbau und Verlegung der
Glasfaserleitungen einbringen. Der Ausbau schreitet zunehmend schneller voran und geht mit
steigenden Aktivierungen einher, gleichzeitig zeigt sich eine verschärfte
Wettbewerbssituation, insbesondere durch den Netzausbau von OXG/Vodafone, die teilweise
in bereits geplanten oder bestehenden Gebieten aktiv sind. Vor diesem Hintergrund liegt ein
besonderer Fokus darauf, bestehende Haushalte nacht räglich anzuschließen und zu
aktivieren, da hier noch ein erhebliches Kundenpotenzial besteht.
Mit der Herzschlag-Strategie möchten die Stadtwer ke sowohl Mitverantwortung für eine
innovations- und klimaschutzorientierte Weiterentwicklung in Münster übernehmen als auch
signifikante finanzielle Beiträge für die Gestaltun g von Münsters Zukunft leisten. So soll
nachhaltig ein Jahresergebnis von mindestens 12 Mio . erzielt werden, das gleichermaßen
Ausschüttungspotenziale für den städtischen Haushal t und Thesaurierungen zur
Eigenkapitalstärkung ermöglicht. Darüber hinaus sol l die lokale Wertschöpfung der
Stadtwerke Münster mindestens 80 Mio. p. a. betra gen. Dies umfasst neben dem
Jahresergebnis und der Abdeckung des Verkehrsverlus tes insbesondere auch die vielfältigen
Aufträge an lokale Unternehmen, die vor Ort wiederum Arbeitsplätze und damit lokale
Kaufkraft sichern.
Mit uns wird ein Haus zum Zuhause und ein Unternehmen erfolgreich
Die Stadtwerke Münster richten ihr Handeln konsequent an den Bedürfnissen ihrer Kundinnen
und Kunden sowie der Menschen in Münster aus. Ziel ist es, mit Produkten und
Dienstleistungen einen spürbaren Beitrag zur Lebens qualität in der Stadt zu leisten und die
Kundenzufriedenheit weiter zu stärken. Das Unternehm en bietet ein zukunftsfähiges
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Produktportfolio, das 100 % Ökostrom für Privatkund innen und -kunden, innovative
Photovoltaik- und Wärmepumpenlösungen sowie moderne Glasfaseranschlüsse umfasst.
Mit hoher Servicequalität und digitalen Angeboten s chaffen die Stadtwerke Münster ein
vertrauensvolles Umfeld und fördern eine enge Kunde nbindung. Das bestehende Angebot,
wie das mit dem Grüner Strom-Label (GSL) zertifizierte Ökostromprodukt, wird kontinuierlich
um weitere Bausteine ergänzt darunter ein Home-En ergy-Management-System, grüne
Wärmelösungen, eine leistungsfähige Glasfaserinfrastr uktur sowie ein emissionsfreier
Mobilitätsmix . Darüber hinaus ermöglichen Bürgerb eteiligungsprojekte des Unternehmens
eine aktive finanzielle Teilhabe an der Energiewende.
Leitgedanke aller Aktivitäten ist es, die Stadtwerke Münster noch stärker als den verlässlichen,
engagierten und leistungsstarken Partner vor Ort si chtbar zu machen nahbar,
verantwortungsbewusst und fest in der Stadtgesellschaft verankert.
Wir gewinnen gemeinsam
Die erfolgreiche Umsetzung der Strategie 2030 basiert auf einem starken Team Münster. Im
Mittelpunkt stehen die nachhaltige Gewinnung und Bindung von engagierten Kolleginnen und
Kollegen, die gemeinsam die Zukunft der Energieverso rgung und Wärmetransformation in
Münster gestalten.
Um dies zu erreichen, setzen die Stadtwerke Münster auf eine gezielte Personalentwicklung,
die individuelle Stärken fördert und vielfältige Pe rspektiven eröffnet. Chancengleichheit und
Vielfalt sind dabei grundlegende Werte, die fest in der Unternehmenskultur verankert sind.
Gleichzeitig schaffen flexible Arbeitsmethoden wie mobiles Arbeiten sowie verschiedene
Arbeitszeitmodelle die Basis für ein modernes, gesundes Arbeitsumfeld im Unternehmen, das
die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für alle Mitarbeitenden fördert.
Die Stadtwerke Münster legen großen Wert auf faire Arbeitsbedingungen und die
Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden mit dem Ziel, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem
sich alle langfristig wohlfühlen, ihr Potenzial entf alten und gemeinsam zum Erfolg des
Unternehmens beitragen können.
Investitionen in die Strategie und Effizienz im Kerngeschäft
Im Jahr 2025 wurden einerseits Investitionen in die Strategieumsetzung getätigt, andererseits
wurde die Effizienz im Kerngeschäft konsequent gest eigert. Die Umsetzung des
Investitionsprogramms ist mit einem deutlich erhöht en Finanzierungsbedarf verbunden. Vor
dem Hintergrund gestiegener Zinsniveaus führt dies zu spürbar steigenden
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Zinsaufwendungen. Gleichzeitig erhöhen ein intensiv er Wettbewerb sowie strukturell
steigende Sach- und Personalkosten den Ergebnisdruck.
In diesem Zusammenhang wurde frühzeitig ein konzernweites Effizienzprogramm initiiert. Das
Ziel besteht darin, die Kosten- und Erlösentwicklung nachhaltig in Einklang zu bringen,
Strukturen und Prozesse weiter zu optimieren sowie die Potenziale der digitalen
Transformation systematisch zu erschließen. Mit diesem vorausschauenden Ansatz stärkt das
Unternehmen seine finanzielle Resilienz und schafft die Voraussetzungen, die strategische
Transformation weiterhin konsequent umzusetzen. Die erzielten Effekte tragen zur
nachhaltigen Stärkung der Eigenkapitalquote bei und sichern langfristig
Wettbewerbsfähigkeit sowie Beschäftigung.
Die im Jahr 2020 entwickelte Strategie hält dem Dru ck der aktuellen geopolitischen Lage
stand. Die Maßnahmen, wie der erhebliche Ausbau von Windenergie- und PV-Anlagen oder
die Entwicklung einer Wärmestrategie, passen zu den aktuellen Herausforderungen. Für
weitergehende Informationen zur Strategie 2030 wird ein gesonderter Nachhaltigkeitsbericht
auf der Homepage der Stadtwerke Münster veröffentli cht. Da die
Nachhaltigkeitsberichterstattung derzeit noch freiw illig erfolgt, wird dieser Bericht aktuell
separat geführt und soll perspektivisch in den Lagebericht integriert werden.
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3.6 Risiken
Bei der Stadtwerke Münster ist ein Risikomanagement system eingerichtet. Das
Risikomanagementsystem sieht die kontinuierliche Ri sikoidentifikation, -klassifizierung und
-bewertung durch die Risikoverantwortlichen, aktive Risikosteuerungsmaßnahmen, die
Einrichtung eines Frühwarnsystems sowie die Überwac hung und Überprüfung der
Angemessenheit und Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems vor.
Energievertrieb und -erzeugung
Der Wettbewerb und der Margendruck im Energievertrieb bleiben weiterhin hoch und bergen
das Risiko von wettbewerbsbedingten Kundenverlusten . Die Stadtwerke Münster steuern
dem mit Kundenservice und einem aktiven Portfolioma nagement für den Energieeinkauf an
den Großhandelsmärkten für Strom und Gas entgegen.
Die schleppende volkswirtschaftliche Erholung in Ve rbindung mit fortwährenden
internationalen Krisen wie dem Irankrieg belastet d ie deutsche Wirtschaft. Das kann zu
Insolvenzen von Unternehmen führen. Dadurch erhöht sich aus Sicht der Stadtwerke Münster
das Forderungsausfallrisiko. Die Stadtwerke Münster verfügen über eine Liquiditätsvorschau
und -steuerung, so dass Ausfallrisiken finanziell kompensiert werden können.
Die Blockade der Straße von Hormus im März 2026 füh rte zu steigenden Preisen für Öl und
Gas. Die steigenden Preise erschweren den vorausschauenden Einkauf von Erdgas und können
zu Margenverlusten führen, wenn steigende Bezugspreise nicht vollständig in die Absatzpreise
einfließen. Entsprechend besteht auch das Risiko, d ass infolge steigender Energiekosten
weitere Leistungsbezüge, wie z. B. Tiefbauleistungen, teurer werden. Die weiteren
Entwicklungen des Konflikts und dessen mögliche Aus wirkungen auf die Energiepreise und
internationalen Versorgungsströme sind derzeit nicht absehbar.
Kriegerische Auseinandersetzungen, aber auch eine Ha ndelspolitik, die auf Zölle statt auf
Freihandel setzt, führen auch zu Beschaffungsrisiken bei Anlagen und Anlagenherstellern, die
für die Energie- und Wärmewende essenziell sind, insbesondere bei Windenergieanlagen und
Großwärmepumpen.
Weitere Risiken für die Stadtwerke Münster liegen n ach wie vor in den politischen und
rechtlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau von Windenergie an Land. Das im Jahr 2020
entwickelte strategische Programm des Unternehmens sieht erhebliche Investitionen in
Windenergie in den nächsten zehn Jahren vor. Das abs ehbare Festhalten der
Regierungskoalition an den Zwischenzielen des Windfl ächenbedarfsgesetzes für 2027 ist zu
begrüßen. Wichtig ist weiterhin, dass an der Vereinfa chung der Planungsverfahren
festgehalten wird, um die Fortschritte bei der Umse tzung der ehrgeizigen und für die
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Umsetzung der Energiewende notwendigen Ausbauziele beizubehalten. Allerdings sorgen
anhaltende Diskussionen zum Ausbaupfad bei den erne uerbaren Energien für eine
eingeschränkte Planungssicherheit.
Auch politische Diskussionen über die Weiterentwick lung des CO 2-Preises führen zu
unternehmerischen Unsicherheiten. Die Annahmen zur Preisentwicklung haben wesentliche
Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit von neuen Technologien,
beispielsweise im Bereich der grünen Wärmeerzeugung.
Mobilität
Im Jahr 2022 wurde das Deutschlandticket eingeführt. Mittlerweile liegt der Preis bei 63 pro
Monat. Darüber hinaus wurde im Rat der Stadt Münster beschlossen, ein MünsterAbo für den
Nahverkehr in Münster einzuführen (Preis aktuell 31 pro Monat). Da die Abos einen
wesentlichen Anteil der Nutzung des ÖPNV ausmachen, sind die Möglichkeiten zur
Einnahmenerzielung über zusätzlichen Ticketverkauf begrenzt. Damit das ÖPNV-Angebot für
die Stadtwerke Münster nachhaltig tragfähig bleibt, ist es entscheidend, dass zusätzliche,
externe Finanzierungssäulen (neben Kundeneinnahmen und Verlustabdeckung durch die
positiven Ergebnisse der Energiesparten) in Form vo n öffentlichen Mitteln des Bundes, der
Länder bzw. der Kommunen in ausreichender Höhe zur Verfügung stehen. Die Stadtwerke
Münster könnten die Finanzierung aus eigener Kraft n icht leisten bzw. könnten den
Finanzierungsbedarf für weitere zentrale Strategief elder nicht im erforderlichen Umfang
bereitstellen. Reguläre Tarifsteigerungen werden di e Finanzierungslücke nicht schließen
können.
Die Personalgewinnung und -nachbesetzung ist insbesondere im ÖPNV ein wesentliches Risiko
für die Aufrechterhaltung eines funktionierenden Angebots geworden. Die Intensivierung der
Personalgewinnung durch die Stadtwerke Münster, insb esondere nach der während der
Corona-Pandemie ausgesetzten Fahrschulausbildung, h at im Geschäftsjahr 2025 weiterhin
Erfolge gezeigt.
Die Entwicklung des Ölpreises und damit auch des Pr eises für Diesel stellt insbesondere für
das Geschäftsfeld Mobilität ein weiteres Risiko dar . Durch den Irankrieg ist es im März 2026
zu signifikanten Preissteigerungen gekommen, insbes ondere für die im Auftrag der
Stadtwerke Münster tätigen Dienstleister. Bis zur v ollständigen Umstellung der Flotte auf
elektrische Antriebe werden auch die Stadtwerke dur ch die Preissteigerungen wirtschaftlich
belastet sein.
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Weitere Risiken
Ein signifikantes Risiko für die Stadtwerke Münster als Muttergesellschaft und Organträgerin
der Stadtnetze Münster liegt in der Entwicklung der Netznutzungsentgelte in den regulierten
Netzsparten für Strom und Gas. Die Bundesnetzagentur hat im Jahr 2024 unter dem Stichwort
NEST Netze.Effizient.Sicher.Transformiert. eine n mehrjährigen Konsultationsprozess
gestartet, um den Regulierungsrahmen für Strom- und Gasnetzbetreiber an die
Herausforderungen der Energie- und Wärmewende anzupa ssen. Die Ergebnisse sollen mit
Beginn der 5. Regulierungsperiode 2028 im Gasnetz b zw. 2029 im Stromnetz umgesetzt
werden. Wesentliche Bestandteile von NEST sollen neue Regeln zur Bestimmung einer
marktgerechten Kapitalverzinsung sowie zur schnelle ren Berücksichtigung von Mehrkosten
aus einer wachsenden Versorgungsaufgabe sein. Ebens o soll das Regulierungssystem
vereinfacht und unnötige Bürokratie abgebaut werden . Die im Dezember 2025 von der
Bundesnetzagentur veröffentlichten Rahmen- und Meth odenfestlegungen zeichnen jedoch
ein ernüchterndes Bild vom neuen Regulierungsrahmen. Einer notwendigen Verbesserung der
Kapitalverzinsung und einem Betriebskostenzuschlag f ür Stromnetzbetreiber sollen
erhebliche methodische Verschärfungen der Effizienz vorgaben und pauschale
Kostenkürzungen gegenüberstehen. Ob der neue Reguli erungsrahmen insgesamt zu einer
Verbesserung oder einer Verschlechterung der Erlöss ituation führen wird, hängt maßgeblich
von den noch ausstehenden Festlegungen zu Kapitalverzinsung und Effizienzvorgaben ab. Ein
Absinken der Netznutzungsentgelte wird planerisch bereits antizipiert.
Die Informationssicherheit ist für die sichere und zuverlässige Versorgung sowie den Schutz
sensibler Kundendaten von zentraler Bedeutung. Die zunehmende Digitalisierung und
Vernetzung der Systeme erhöht das Risiko von Cyberangriffen, Datenverlust oder unbefugtem
Zugriff auf kritische Infrastrukturen. Zur Risikomi nimierung werden technische und
organisatorische Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt, wie etwa der Einsatz moderner
Firewalls, regelmäßige Schulungen der Mitarbeitenden und die Umsetzung von Notfallplänen.
Den beschriebenen Risiken haben die Stadtwerke Müns ter eine proaktive Strategie
entgegengestellt, bei der Marktchancen in Form von neuen Produkten, neuen
Dienstleistungen und neuen Geschäftsfeldern, wie dem Glasfaserausbau und dem Ausbau der
regenerativen Erzeugung, mit marktadäquaten und kund enorientierten Geschäftsmodellen
konsequent verfolgt werden. Die Strategieumsetzung orientiert sich konsequent an den
Kriterien Ergebnis, Rentabilität und Liquidität bei gleichzeitiger Sicherstellung einer soliden
Eigenkapitalquote. Dies wird gestützt durch eine na chhaltige Ausgestaltung der
unternehmensinternen Prozessabläufe mit modernen IT -Systemen, dem konsequenten
Ausbau des digitalen Fundaments und die zunehmende Nutzung von Potenzialen zur
Prozessautomatisierung.
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3.7 Leistungsindikatoren
Finanzielle Indikatoren Ist 2025 Plan 2026 Veränderung in %
Jahresüberschuss 13,7 Mio. 10,8 Mio. 21,2
Umsatzerlöse 728,2 Mio. 668,6 Mio. 8,2
Investitionen* 16,5 Mio. 35,4 Mio. +114,5
* Investitionen in Sachanlagevermögen inkl. immaterieller Vermögensgegenstände abzgl. Zuschüsse.
Nicht-finanzielle Indikatoren Ist 2025 Plan 2026 Veränderung in %
Stromabsatz 974 Mio. kWh 1.027 Mio. kWh +5,4
Erdgasabsatz 2.139 Mio. kWh 2.098 Mio. kWh 1,9
Wärmeabsatz 549 Mio. kWh 573 Mio. kWh +4,4
Wasserabsatz 16,9 Mio. m3 18,5 Mio. m3 +9,5
Stromerzeugung 316 Mio. kWh 381 Mio. kWh +20,6
Fahrgäste 33,3 Mio. 34,8 Mio. +4,5
Der für 2026 geplante Jahresüberschuss beträgt 10,8 Mio. . Im Umsatz zeigt sich das nach
der Energiekrise wieder gesunkene Absatzpreisniveau.
In den geplanten Investitionen in Sachanlagen spiegelt sich die Umsetzung der Strategie 2030
der einzelnen Geschäftsfelder wider. Wesentliche Be standteile sind der Ausbau der
erneuerbaren Energien (Wind und PV), Erzeugungsanlagen im Bereich grüner Wärme und die
E-Bus-Beschaffung.
Im Geschäftsfeld Markt und Kunde führt die fortschr eitende Elektrifizierung der
Wärmeversorgung zu einer teilweisen Verlagerung der Absatzmengen vom Gas- zum
Stromvertrieb. Im Stromvertrieb wird im gesamten Pl anungszeitraum bis 2030 ein
kontinuierlicher Anstieg des Absatzvolumens erwarte t. Im Gasvertrieb werden sowohl bei
Privatkunden als auch bei Geschäftskunden mittelfri stig steigende Absätze aus
Kundenzuwächsen erwartet, die die Kundenverluste aus der Substitution von Erdgas
überkompensieren. Im Wärmevertrieb wird mit einem stabilen Mengenabsatz mit einer leicht
ansteigenden Tendenz aufgrund von Verdichtungs- und Erweiterungsmaßnahmen gerechnet.
Beim Wasservertrieb erhöht sich die Absatzmenge bedingt durch die erwartete Zunahme der
Bevölkerung.
Im ÖPNV ist mit weiter zunehmendem Kostendruck, insb esondere durch hohe
Tarifabschlüsse, zu rechnen. Trotz der schwierigen R ahmenbedingungen wird im Verlauf des
Jahres 2026 mit einer Rückkehr auf das Niveau des i m dritten Nahverkehrsplan vereinbarten
Anlage 5/25
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Fahrplanangebots gerechnet. Die volle Jahresgesamtl eistung gemäß dem dritten
Nahverkehrsplan wird dann im Jahr 2027 erreicht. Fü r die Fahrgastzahlen ist eine
Wachstumsrate von durchschnittlich 1,8 % p. a. berücksichtigt.
Unter Berücksichtigung des Fortschritts bei der Ums etzung der Strategie und der
Wirtschaftsplanung werden ein guter Geschäftsverlauf und eine gute Lage der Gesellschaft
zum Ende des Jahres 2026 erwartet.
Anlage 5/26
Jahresabschluss 2025
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4. Angaben gemäß dem Gesetz für die
gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und
Männern an Führungspositionen
Die vom Aufsichtsrat für das eigene Gremium festgelegte Quote von 16,7 % für die Besetzung
mit Frauen wurde unverändert beibehalten. Auf Ebene der Stadtwerke Münster beträgt die
über die erste und zweite Führungsebene aggregierte Frauenquote 18,0 % zum Ende des
Jahres 2025. Somit ist sie im Vergleich zu 2024 um 1,15 % gesunken. Die ursprünglich fixierte
Zielquote von 12,5 % wurde deutlich übertroffen.
Grundsätzlich haben die Stadtwerke Münster folgende Rahmenbedingungen für die Erfüllung
zukünftiger Zielquoten festgelegt:
· bisher entsprechend mit Männern besetzte Führungspositionen werden frei,
· die Verfügbarkeit und Kompetenzen der Bewerberinnen sind männlichen Bewerbern
gegenüber gleichwertig und
· es stehen keine geeigneten internen Bewerber für die jeweils zu besetzende Position
zur Verfügung.
Zudem haben sich die Stadtwerke Münster entschieden , sofern sich sowohl Frauen als auch
Männer auf freie Stellen beworben haben, bei gleich er Qualifikation immer mindestens eine
Frau in die Endrunde des Bewerbungsverfahrens einzu laden, um Frauen auf diese Weise
gezielter Optionen für Führungspositionen bieten zu können.
Anlage 5/27
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5. Angaben gemäß § 24 Vermögensanlagegesetz
Die Stadtwerke Münster haben in den Jahren 2020 bis 2025 Bürgerbeteiligungen an drei
Photovoltaikprojekten und einem Windparkprojekt emi ttiert. Gemäß Vermögensanlage-
gesetz (VermAnlG) ist der Lagebericht um die nachfolgenden Angaben zu erweitern.
Die Stadtwerke Münster (Emittentin) haben im abgela ufenen Geschäftsjahr folgende
Vergütungen i. S. d. § 24 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 und Nr. 2 VermAnlG gezahlt:
1. Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr ge zahlten Vergütungen, aufgeteilt in
feste und variable Vergütungen, die Zahl der Begüns tigten und gegebenenfalls die von der
Emittentin der Vermögensanlagen gezahlten besondere n Gewinnbeteiligungen (gemäß § 24
Abs. 1 S. 3 Nr. 1 VermAnlG)
Die Gesamtsumme aller festen und variablen Vergütun gen betrug im Berichtsjahr 66.371 T.
Sie setzte sich zusammen aus festen Vergütungen in Höhe von 63.966 T und variablen
Vergütungen in Höhe von 2.405 T. Die Gesamtsumme d er Vergütungen entfiel auf
1.161 Begünstigte.
Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen 53 T für 19 Begünstigte.
Im Geschäftsjahr erfolgte eine Gewinnausschüttung i n Höhe von 6,5 Mio. für das
Geschäftsjahr 2024 an die Gesellschafterin Stadt Münster.
2. Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlten Vergütungen, aufgeteilt nach
Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren berufliche Tätigkeit sich
wesentlich auf das Risikoprofil der Emittentin von Vermögensanlagen auswirkt (gemäß § 24
Abs. 1 S. 3 Nr. 2 VermAnlG)
An Führungskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren berufliche Tätigkeit sich
wesentlich auf das Risikoprofil der Emittentin der Vermögensanlagen auswirkt, wurden
insgesamt 1.840 T gezahlt. Der gesamte Betrag entf ällt auf Führungskräfte einschließlich
Geschäftsführer.
Anlage 5/28
Jahresabschluss 2025
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Gemäß § 24 VermAnlG ist der Jahresabschluss um eine Kapitalflussrechnung zu erweitern. Die
Kapitalflussrechnung wird nachfolgend kurz erläutert.
Der Finanzmittelfonds ist von 63,8 Mio. auf 10,4 Mio. gesunken. Der gesunkene
Finanzmittelfonds resultiert insbesondere aus der I nvestitionstätigkeit der Stadtwerke
Münster sowie der Stadtnetze Münster, was sich über den Anstieg der Forderungen gegen
verbundene Unternehmen zeigt. Der operative Cashflo w (./. 18,4 Mio. ) beinhaltet die
Gewinnabführung aus der Stadtnetze Münster (14,1 Mio. ). Die Stadtnetze Münster betreibt
den Geschäftsbereich Versorgungsnetze und Wasserwerk e, dessen Ergebnisbeitrag als
operativ angesehen wird. Der Cashflow aus Finanzier ungstätigkeit beträgt 110,6 Mio. und
resultiert insbesondere aus der Aufnahme von Mittel n über Schuldscheindarlehen und
Namensschuldverschreibungen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt ./. 145,7 Mio.
und umfasst eigene Investitionen sowie Auszahlungen an die Stadtnetze Münster für deren
Investitionen.
Anlage 5/29
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6. Öffentliche Zwecksetzung nach der
Gemeindeordnung NRW
Über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung u nd Zweckerreichung der Stadtwerke
Münster im Geschäftsjahr 2025 gemäß § 108 Abs. 2 Nr . 2 der Gemeindeordnung Nordrhein-
Westfalen wird gleichzeitig mit dem Jahresabschluss und dem Lagebericht an den
Gesellschafter getrennt berichtet. Die öffentliche Zwecksetzung und Zweckerreichung wurden
eingehalten.
Die Stadtwerke Münster GmbH stellt für das Geschäftsjahr 2025 einen Konzernabschluss
sowie einen Konzernlagebericht auf.
Anlage 5/30
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
((Logo eingeblendet, wird aber nicht gedruckt))
7. Erklärung zur Unternehmensführung*
Entsprechenserklärung der Stadtwerke Münster GmbH zum Geschäftsjahr 2025
Gemäß Ziffer 1.4.1 des Münsteraner Kodex für gute Unternehmensführung Public Corporate
Governance Kodex (im Folgenden: Kodex) sollen Geschäftsführung und Aufsichtsrat jeweils
jährlich über die Corporate Governance des Unternehmens berichten.
Der Bericht enthält eine grundsätzliche Aussage zur Anwendung des Kodex (Nr. 1) und
erläutert die Abweichungen von der Empfehlung dieses Kodexes (Nr. 2).
1. Aufsichtsrat und Geschäftsführung erklären hiermit gemeinsam, dass der Kodex im
Geschäftsjahr 2025 grundsätzlich in allen Punkten m it den unter 2. genannten
Ausnahmen beachtet wurde.
Insbesondere wird auf folgende Punkte hingewiesen:
a. Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig von der Geschä ftsführung über die
beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätz liche Fragen ihrer
Planungen informieren lassen (Ziffer 5.1.3).
b. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, in der Wertgrenzen
für die unter einem Zustimmungsvorbehalt stehenden Arten von Geschäften
und Rechtshandlungen festgelegt sind (Ziffer 5.1.5).
2. Abweichungen vom Kodex lagen in folgenden Punkten vor:
a. Auf eine Auflistung der einzelnen Empfänger von Spe nden und Sponsoring im
Jahresabschluss wird verzichtet. Ansonsten wurde im Geschäftsjahr 2025 den
Vorgaben des Kodex im Bereich von Spenden und Spons oring vollständig
entsprochen.
Münster, den 30.04.2026
Dr. Robin Korte Sebastian Jurczyk Frank Gäfgen
Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender der Geschäftsf ührung Geschäftsführung Mobilität
Geschäftsführer Energie
* Bei der Erklärung zur Unternehmensführung handelt e s sich um sonstige Informationen, für welche die ge setzlichen
Vertreter verantwortlich sind. Sie unterlagen im Ei nklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie dem
Public Corporate Governance Kodex der Stadt Münster keiner inhaltlichen Prüfung durch den Abschlussprüfer.
Anlage 5/31
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
((Logo eingeblendet, wird aber nicht gedruckt))
Beschreibung der Arbeitsweise von Geschäftsführung und Aufsichtsorgan sowie der
Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH besteht aus 18 Mitgliedern. Zwölf Mitglieder
werden von der Gesellschafterin Stadt Münster e ntsandt, sechs Mitglieder werden von
der Belegschaft gemäß Drittelbeteiligungsgesetz gewählt.
Für die Aufzählung der Aufsichtsratsmitglieder siehe unten.
Im Jahr 2025 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen bis einschließlich Oktober statt.
Aufgrund der Kommunalwahl ist die planmäßige Dezemb er-Sitzung ausgefallen. Der
Aufsichtsrat hat sich im Januar 2026 neu konstituiert.
Den Aufsichtsräten wurde im April 2025 die Möglichk eit gegeben, inhouse an einer CSRD-
Schulung teilzunehmen.
Für Personalangelegenheiten wird dauerhaft ein Personalausschuss eingesetzt. Dieser besteht
aus vier Mitgliedern: der/dem AR-Vorsitzenden, ihre n/seinen zwei Stellvertreter/-innen und
einem weiteren Aufsichtsratsmitglied. Im Geschäftsj ahr 2025 gehörten Walter von Göwels,
Maria Winkel, Dominic Röhricht und Andrea Blome dem P ersonalausschuss an. Der
Personalausschuss ist zuständig für die Aufstellung der Kriterien für die variable Vergütung
sowie die Festsetzung der Zielerreichung der Geschäftsführung.
Anlage 5/32
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
((Logo eingeblendet, wird aber nicht gedruckt))
Dauer der Zugehörigkeit der Mitglieder des Aufsichtsorgans zum Aufsichtsorgan
Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2025 aus den folgenden Mitgliedern:
Name Im Aufsichtsrat
seit**
Name Im Aufsichtsrat
seit**
Birkhahn, Sebastian 30.05.2023 Korte, Robin 10.12.2 020
Blome, Andrea 13.12.2023 Mayweg, Bernd 11.12.2024 bis
21.05.2025
Bühl, Astrid*** 10.12.2020 Möllenhoff,
Ulrich***
10.12.2020
Denstorff, Robin 01.01.2020 Pike, Wayne 28.05.2018
Glomb,
Matthias***
13.12.2023 Reher, Cornelia 30.05.2023
Götting,
Heinrich***
21.05.2025 Rietenberg, Sylvia 13.02.2019 bis
26.02.2025
Götze, Olaf*** 11.12.2024 Röhricht, Dominic 28.05. 2018
Grimm, Steffen 30.05.2023 Szcepanek,
Anneliese
28.05.2018
Hölken, Hugo*** 11.12.2020 Von Göwels, Walter 07.03. 2013
Kattentidt,
Christoph***
26.02.2025 Winkel, Maria 18.04.2013
** Abweichende Datumsangabe ggf. wg. zeitlichem Abstand zwischen Ratsbeschluss und konstituierender Sitzung des AR.
Infolge der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen wurden mit Beschluss des Rats der Stadt Münster vom 10.12.2025 teilweise neue
Vertreter/-innen in den Aufsichtsrat entsandt. Die mit *** gekennzeichneten Mitglieder sind nachfolgend aus dem Aufsichtsorgan
ausgeschieden. Die konstituierende Sitzung fand am 27.01.2026 statt. Neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Dr. Robin Korte.
Anlage 5/33
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
((Logo eingeblendet, wird aber nicht gedruckt))
Wesentliche Veränderungen in der Corporate Governance
Wesentliche Änderungen in der Corporate Governance gab es im Geschäftsjahr nicht.
Angabe, ob Zielgrößen für Diversität (insbesondere zum Frauenanteil) in den Führungsebenen
und dem Aufsichtsorgan festgelegt wurden und erreicht worden sind
Über die Zielgrößen für Diversität wird im Lagebericht im Abschnitt 4 berichtet.
Münster, 30.04.2026
Ort , ,Datum Sebastian Jurczyk
Vorsitzender der Geschäftsführung
Geschäftsführer Energie
Frank Gäfgen
Geschäftsführer Mobilität
Tätigkeitsabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
Anlage 6/1
Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss nach § 6b Abs. 3 EnWG der Stadtwerke
Münster GmbH, Münster, per 31. Dezember 2025
Die unternehmerische Tätigkeit der Stadtwerke Münster g liedert sich in die vier Ge-
schäftsfelder Energie- und Wasservertrieb, Versorgungsnetze, Erzeugung und Ver-
kehr. Das Geschäftsfeld Versorgungsnetze wird seit 2020 im Wesentlichen durch die
Stadtnetze Münster GmbH betrieben, die eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke
Münster ist.
Die Pflicht zur Erstellung von Tätigkeitsabschlüssen für die Stadtwerke Münster ergibt
sich für das Geschäftsjahr 2025 aus der Erbringung von mittelbaren und unmittelbaren
energiespezifischen Dienstleistungen für die Tätigkeitsbereiche Elektrizitätsverteilung
und Gasverteilung gegenüber dem verbundenen Netzbetreiber.
Zu dem nach § 6b Abs. 3 EnWG auf den Stichtag 31. Dezem ber 2025 aufgestellten
Tätigkeitsabschluss der Stadtwerke Münster GmbH werden die nachfolgenden Erläu-
terungen gegeben.
Abgrenzung der Tätigkeiten
In der Rechnungslegung sind jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten
§ Elektrizitätsverteilungsnetz und
§ Gasverteilungsnetz
eingerichtet. Für die anderen Aktivitäten außerhalb vo n Elektrizitäts- und Gasvertei-
lungsnetz sind ebenfalls getrennte Konten angelegt. Mit der Erstellung des Jahresab-
schlusses wurde für jeden dieser abgegrenzten Tätigkeits bereiche jeweils eine § 6b
Abs. 3 EnWG entsprechende Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt.
Buchhaltungssystematik
Die Stadtwerke Münster wickelt ihr Rechnungswesen mit den Modulen des SAP-Sys-
tems ab. Mit den zur Finanzbuchhaltung (SAP-FI) vollständig integrierten Instrumenten
der Kostenrechnung (SAP-CO) und Profit-Center-Rechnung (SAP-EC-PCA) wird das
Unternehmen in managementorientierte Organisationseinheiten (Profit-Center) hierar-
chisch aufgeteilt. Diese Profit-Center-Struktur bildet die Grundlage für die Abbildung
der Tätigkeitsbereiche nach § 6b Abs. 3 EnWG.
Der Großteil der in Kostenrechnung und Profit-Center- Rechnung verarbeiteten GuV-
relevanten Vorgänge wurde in der Finanzbuchhaltung bereits tätigkeitsgenau erfasst.
Vorgänge, die nicht direkt zugeordnet werden konnten, w urden zunächst auf Profit-
Center der kaufmännischen und technischen Querschnittsfunkti onen kontiert und in
der Folge nach verschiedenen Schlüsseln auf die Bereiche verrechnet bzw. umgelegt.
Die Bilanzkonten der Finanzbuchhaltung wurden in die Pr ofit-Center-Rechnung über-
nommen. Soweit eine unmittelbare Profit-Center-Zuor dnung zu den Bilanzkonten da-
Tätigkeitsabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
Anlage 6/2
bei nicht sinnvoll möglich war, wurden die Konten zunächst auf Bilanzverteilungs-Pro-
fit-Centern gesammelt und im nächsten Schritt nach Maßgabe definierter Verteilungs-
schlüssel auf die Profit-Center verteilt.
Zugrunde gelegter Jahresabschluss
Die Ermittlung der Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Abs. 3 EnWG erfolgte auf der
Grundlage des handelsrechtlichen Jahresabschlusses der Stadtw erke Münster zum
31. Dezember 2025.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der einzel nen Tätigkeiten entsprechen
den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im handelsrechtlichen Jahresabschluss
der Stadtwerke Münster. Insofern verweisen wir auf den Anhang des Jahresabschlus-
ses der Stadtwerke Münster.
Abschreibungssystematik
Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlagevermög en betragen tätigkeits-
übergreifend bei
Immateriellen Vermögensgegenständen 03 - 07 Jahre
Grundstücken (Außenanlagen) und Bauten 07 - 50 Jahre
Verteilungsanlagen 20 - 55 Jahre
Glasfaseranlagen 10 - 20 Jahre
Technischen Anlagen und Maschinen 05 - 22 Jahre
Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 05 - 14 Jahre
Zuweisung der Aktiva und Passiva, der Aufwendungen und Erträge zu den
Tätigkeiten
Den in den Tätigkeits-Bilanzen und Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnungen ausge-
wiesenen Abschlussposten wurden die Werte vorrangig direkt zugeordnet. Soweit ein
nur mittelbarer Tätigkeitsbezug vorlag oder die direkte Zuordnung auf dem Weg der
Kontierung mit unvertretbar hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, wurde die Zu-
ordnung auf der Grundlage sachlich begründeter Schlüsselgrößen vorgenommen. An-
gewandt wurden dabei im Wesentlichen:
· Die Restbuchwerte der unmittelbar zuordenbaren immate riellen Vermögensgegen-
stände des Anlagevermögens und der Sachanlagen auf das n ur indirekt zuorden-
bare Anlagevermögen des Verwaltungsbereichs.
· Die Umsatzerlöse auf die in den Positionen Forderunge n aus Lieferungen und Leis-
tungen, Forderungen gegen den Gesellschafter, Forderu ngen gegen verbundene
Unternehmen, Forderungen gegen Unternehmen, mit den en ein Beteiligungsver-
hältnis besteht, und sonstige Vermögensgegenstände jewei ls enthaltenen Forde-
rungen.
Tätigkeitsabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
Anlage 6/3
· Die Anzahl der Stellen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf die unter den sons-
tigen Vermögensgegenständen bilanzierten kurzfristigen Forderungen gegen Mitar-
beiterinnen und Mitarbeiter und auf die unter den sonstigen Ausleihungen bilanzier-
ten, langfristigen Forderungen gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
· Die kurzfristigen Verbindlichkeiten auf den Bestand liqu ider Mittel.
· Die Anzahl der Stellen von Mitarbeiterinnen und Mita rbeitern auf die Pensionsrück-
stellungen sowie auf die jeweils personalabhängigen sonstigen Rückstellungen und
sonstigen Verbindlichkeiten. Die hiernach dem gemeinsame n Verwaltungsbereich
zugeordneten personalbezogenen Rückstellungen wurden in einem zweiten Vertei-
lungszyklus nach Maßgabe der Leistungsabgabe des gemeinsamen Verwaltungs-
bereichs weiterverteilt.
· Die Restbuchwerte des Anlagevermögens, ergänzt um das j ahresdurchschnittliche
Investitionsbudget, auf die nicht direkt zuordenbaren langfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten.
· Die Umsatzerlöse auf die Verbindlichkeiten aus Lieferung en und Leistungen und
auf die sonstigen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer.
· Die Leistungsabgabe des gemeinsamen Verwaltungsbereich s auf dessen Verbind-
lichkeiten.
· Die Restbuchwerte des Anlagevermögens auf die Eigenkapi talpositionen gezeich-
netes Kapital, Kapitalrücklage und Gewinnrücklagen.
In Höhe der nach diesen Zuordnungen verbliebenen Diff erenz wurde ein Kapitalver-
rechnungsposten gebildet.
Die nur mittelbar zuordenbaren Aufwendungen und Erträge des Verwaltungsbereichs
wurden nach Maßgabe innerbetrieblicher Leistungsverrechnungen und Umlagen den
Tätigkeitsbereichen zugewiesen. Die Verrechnung interne r Ressourcen erfolgte ent-
sprechend gemessener Leistungsinanspruchnahme. Sofern eine Messung der Leis-
tungsinanspruchnahme nicht möglich oder nicht wirtschaftli ch vertretbar war, wurde
die Inanspruchnahme interner Ressourcen aufgrund einer prozentualen Verteilung
vorgenommen. Basis der prozentualen Verteilung war eine Erhebung der aufgaben-
bezogenen Kapazitätsbeanspruchung in den betroffenen Unternehmensbereichen.
Das Gliederungsschema der Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnungen wurde um die
aus der Entkonsolidierung der Tätigkeitsbereiche resulti erenden Posten interne Um-
satzerlöse, interne betriebliche Erträge, interne M aterialaufwendungen und in-
terne sonstige betriebliche Aufwendungen erweitert.
Tätigkeitsabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
Anlage 6/4
Angaben zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Von den unter den Angaben zu den Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrech-
nung im Jahresabschluss der Stadtwerke Münster gemachten Erläuterungen sind die
Tätigkeiten des Strom- und Gasverteilungsnetzes nicht unmi ttelbar betroffen. Soweit
eine Zuschlüsselung anteilig auf diese Bereiche erfolgt e, ist der angewandte Vertei-
lungsschlüssel unter dem Punkt Zuweisung der Aktiva und P assiva, der Aufwendun-
gen und Erträge zu den Tätigkeiten benannt. Es wird auf den Anhang der Stadtwerke
Münster verwiesen.
Eigenkapitaldarstellung im Tätigkeitsabschluss
Die Darstellung der Eigenkapitalpositionen
· Gezeichnetes Kapital
· Kapitalrücklage
· Andere Gewinnrücklagen
· Kapitalverrechnung
erfolgt in den Tätigkeitsbilanzen zusammengefasst unter der Position Zugeordnetes
Eigenkapital. Der Ausweis erfolgt in Einklang mit de r Textziffer 70 der IDW-Stellung-
nahme zur Rechnungslegung IDW RS EFA 1.
Tätigkeitsabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
Anlage 6/5
Übersicht der Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr und mehr als einem Jahr per 31.12.2025
Alle Angaben in TEUR.
Bilanz
Gesamt <1 Jahr >1 Jahr <1 Jahr >1 Jahr <1 Jahr >1 Jahr
1. Genussscheinkapital 800 - - - - 150 650
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 407.3 53 21 1.666 8 591 5.052 400.015
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6 8.197 307 11 111 8 66.900 860
4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 95. 661 - - - - 4.851 90.810
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.342 - - - - 2.342 -
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.168 176 - 62 - 930 -
7. Sonstige Verbindlichkeiten 25.723 103 - 61 - 20.738 4.82 1
Elektrizitäts-
verteilungsnetz
Bilanzpositionen
Übersicht der Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten (RLZ)
von bis zu einem Jahr (<) und mehr als einem Jahr (>)
per 31.12.2025 - alle Angaben in TEUR
davon mit RLZ davon mit RLZ davon mit RLZ
Andere Tätigkeiten
außerhalb Elektrizitätssektor
und Erdgassektor
Gas-
verteilungsnetz
Münster, den 30. April 2026
Stadtwerke Münster GmbH
Sebastian Jurczyk Frank Gäfgen
Vorsitzender der Geschäftsführung Geschäftsführer Mobil ität
Geschäftsführer Energie
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
Anlage 6/6
31.12.2025 31.12.2024 31.12.2025 31.12.2024 31.12.2025 3 1.12.2024 31.12.2025 31.12.2024
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Sch utzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an sol chen
Rechten und Werten 2.640.936,38 2.049.681,4 9 699.859,72 616.672,19 5.982.185,42 5.325.554,34 9 .322.981,52 7.991.908,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2 .187.738,72 2.158.549,80 1.827.64 4,96 1.828.021,73 35.251.481,50 34.260.041,68 39.266.865,18 38. 246.613,21
2. Verteilungsanlagen 9.487,85 4.496, 45 2.510,10 346,29 5.762.092,05 4.091.430, 26 5.774.090,00 4.096.273,00
3. Glasfaseranlagen - - - - 23.449.580,00 19.331.012 ,00 23.449.580,00 19.331.012,00
4. Sonstige technische Anlagen und Maschinen 36.656,0 1 39.959,85 30.622,64 33.841,15 51.518.800,35 35.009.174,57 51.586.079,00 35 .082.975,57
5. Fahrzeuge für Personenverkehr - - - - 25.226.577,00 21.809.612,05 25.226.577,00 21.809 .612,05
6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattun g 768.898,69 828.902,09 411. 637,21 363.813,05 7.802.427 ,97 7.503.474,73 8.982.963,87 8.696.189,87
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 179.049, 31 413.743,71 85.961,15 124.167,31 37.362.280,12 72.159.243,10 37.627.290,58 72.69 7.154,12
3.181.830,58 3.445.651,90 2.358.3 76,06 2.350.189,53 186.373.238,99 194.163.988,39 191.913.445,63 199.9 59.829,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - 244.820.016,3 1 223.564.467,80 244.820.016,31 223. 564.467,80
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - - 222.985. 555,52 211.203.703,68 222.985.555,52 211.203.703,68
3. Beteiligungen - - - - 8.473.805,65 7.429.757,66 8.473.805,65 7.429.757,66
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht - - - - 22.140.311,53 15.250.003,53 22.140. 311,53 15.250.003,53
5. Sonstige Ausleihungen 19.024,11 72.9 84,54 5.032,96 21.903 ,16 790.282,17 1.141.063, 87 814.339,24 1.235.951,57
19.024,11 72.984,54 5.0 32,96 21.903,16 499.2 09.971,18 458.588.996,54 499.234.028,25 458.683.884,24
5.841.791,07 5.568.317,93 3.063.2 68,74 2.988.764,88 691.565.395,59 658.078.539,27 700.470.455,40 666.6 35.622,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - - - - 4.503.171,88 4.665.726,18 4.503.171,88 4 .665.726,18
2. unfertige Leistungen 202,30 9.1 46,88 53,52 2. 745,04 1.356.334,23 1.241. 475,63 1.356.590,05 1.253.367,55
3. Fertige Erzeugnisse und Waren - - - - 4.398.826,27 296.024,40 4.398.826,27 29 6.024,40
4. Emissionsrechte - - - - 31.894.804,62 3.635.722,9 4 31.894.804,62 3.635.722,94
202,30 9.146,88 53,52 2.745,04 42.153.137,00 9.838.949,15 42.153. 392,82 9.850.841,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.089, 21 189,79 10.502,0 8 128,39 112.090.7 45,87 99.721.321,30 112.116.337,16 99.721.639,48
2. Forderungen gegen den Gesellschafter - - - - 4.720.688,7 9 10.638.593,04 4.720.688,79 10.638.593,04
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen - 186.806,03 - 125.189,64 96.853.498,22 18.827.012,71 96.853.498,22 1 9.139.008,38
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht - - - - 1.130.158,05 869.042,05 1.130.158,05 869 .042,05
5. Sonstige Vermögensgegenstände 368.933,71 107.099,09 344.487,01 45 .594,32 27.531.136,56 37.995.6 42,79 28.244.557,28 38.148.336,20
384.022,92 294.094,91 354.9 89,09 170.912,35 242.326.22 7,49 168.051.611,89 243.065.239,50 1 68.516.619,15
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 169 .838,22 401.311,69 44.931,9 2 120.436,24 10.201.182,2 7 63.309.210,22 10.415.952,41 63.830.958,15
554.063,44 704.553,48 399.9 74,53 294.093,63 294.680.54 6,76 241.199.771,26 295.634.584,73 2 42.198.418,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 462.418,34 316.350,73 122.3 35,98 94.938,99 1.628.762 ,37 1.411.095,48 2.213.516,69 1.822.385,20
6.858.272,85 6.589.222,14 3.585.5 79,25 3.377.797,50 987.874.704,72 900.689.406,01 998.318.556,82 910.6 56.425,65
Tätigkeitsabschluss
der Stadtwerke Münster GmbH
Bilanz nach Tätigkeiten per 31.12.2025
Aktivseite
Gesamt Gasverteilungsnetz
andere Tätigkeiten
außerhalb Elektrizitäts-
und Gasverteilungsnetz
Elektrizitätsverteilungsnetz
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
Anlage 6/7
31.12.2025 31.12.2024 31.12.2025 31.12.2024 31.12.2025 3 1.12.2024 31.12.2025 31.12.2024
A. Zugeordnetes Eigenkapital 1.464.655,88 1.488.768,28 1.638.9 30,52 1.513.187,93 264.088.861,07 256.718.761,26 267.192.447,47 259.7 20.717,47
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen 2.518.394,49 2.373.791,60 895.004 ,90 820.904,56 53.598.768,6 1 52.000.128,84 57.012.168,00 55.194.825,00
2. Steuerrückstellungen - 159 .683,31 - 127.7 16,54 3.031.692,08 9.726.399,5 3 3.031.692,08 10.013.799,38
3. Sonstige Rückstellungen 591.461,58 551.146,94 210.1 97,83 190.597,60 66.286.789 ,36 46.114.908,28 67.088.448,77 46.856.652,82
3.109.856,07 3.084.621,85 1.105.2 02,73 1.139.218,70 122.917.250,05 107.841.436,65 127.132.308,85 112.0 65.277,20
C. Verbindlichkeiten
1. Genussscheinkapital - - - - 800.000,00 950.0 00,00 800.000,00 950.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.686 .374,31 1.345.939,89 599.315,66 465.452,95 405.066.858,40 314.646.232,40 407.352.548,37 316.457. 625,24
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3 18.041,45 401.294,54 118.69 9,81 145.798,20 67.759.817, 41 78.920.504,68 68.196.558,67 79.467.597,42
4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter - - - - 9 5.660.760,33 95.306.851,43 95.660.760 ,33 95.306.851,43
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehm en - - - - 2.342.507,84 2.034.691,57 2.3 42.507,84 2.034.691,57
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 175.971 ,91 176.081,66 62.538,14 60.916,24 929.640,43 1.209.429,89 1.168.150,48 1.446.427,79
7. Sonstige Verbindlichkeiten 103.373,23 91.759,79 60.892,39 52. 962,00 25.559.303,29 36.559.14 1,37 25.723.568,91 36.703.863,16
Davon aus Steuern 86.731,23 91.083,37 49.309,64 52.504,52 8.510.631,00 7.458.493,83 8.646.671,87 7.602.081,72
2.283.760,90 2.015.075,88 841.446 ,00 725.129,39 598.118.887, 70 529.626.851,34 601.244.094,60 532 .367.056,61
D. Rechnungsabgrenzungsposten - 756,13 261,48 2.749.705,90 6. 502.356,76 2.749.705,90 6.503.374 ,37
6.858.272,85 6.589.222,14 3.585.5 79,25 3.377.797,50 987.874.704,72 900.689.406,01 998.318.556,82 910.6 56.425,65
Gesamt
Passivseite
Tätigkeitsabschluss
der Stadtwerke Münster GmbH
Bilanz nach Tätigkeiten per 31.12.2025
Elektrizitätsverteilungsnetz Gasverteilungsnetz
andere Tätigkeiten
außerhalb Elektrizitäts-
und Gasverteilungsnetz
Jahresabschluss 2025
Stadtwerke Münster GmbH
Anlage 6/8
2025 2024 2025 2024 2025 2024 2025 2024
1. Umsatzerlöse, extern 9.080.375,45 8 .337.150,95 6.302.435,93 5.588.769,34 742.413.380,31 832.645.116,18 757.796.191,69 846.571.036,47
abzüglich Energiesteuer - - - - 29.621.799,84 - 32.691.911,71 - 29.621.799,84 - 32.691.911,71 -
Umsatzerlöse nach Abzug Energiesteuer, extern 9.080. 375,45 8.337.150,95 6 .302.435,93 5.588.769,34 712.791.580,47 799.953.204,47 728.174.391,85 813.879.124,76
2. Umsatzerlöse, intern - - - - 2.989.611,51 2.990.838,83 2.989.611,51 2.990.838,83
3. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen - - - - 103.222,50 113.364,21 - 103.222,50 113.364,21 -
4. Andere aktivierte Eigenleistungen - - - - 792.579,48 118.001, 72 792.579,48 1 18.001,72
5. Sonstige betriebliche Erträge, extern - - - - 28.822.010,65 21.820 .808,50 28.822.010,65 21. 820.808,50
6. Sonstige betriebliche Erträge, intern - - - - 10.522.346,40 9.521.952,34 10.522.346,40 9.521.952,34
7. Materialaufwand, extern
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren - - - - 362.366.302,90 459.635.504,10 362.366.302,90 459.635.504,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - - - - 232.515.546,29 228.079. 853,23 232.515.546,29 228.079 .853,23
- - - - 594.881.849,19 687.715.357,33 594.881.849,19 687.715.357,33
8. Materialaufwand, intern
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren, intern - - - - - - - -
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen, intern 2.209 .279,14 2.226.089,77 780.332,37 764.749,06 - - 2.989.611,51 2 .990.838,83
2.209.279,14 2.226.089,77 780.332,37 764.749,06 - - 2.989.611,51 2.990.838,83
9. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - - - - 62.167.480,74 56.917.221,16 62.167.480,74 56.917.221,16
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung - - - - 18.173.484,85 17.054.266,21 18.173.484,85 17.054.266,21
Davon für Altersversorgung - - - - 5.459.579,40 5.724.677,10 5.459.579,40 5.724.677,10
- - - - 80.340.965,59 73.971.487,37 80.340.965,59 73.971.487,37
10. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen - - - - 17.394 .960,76 17.342.783,62 17. 394.960,76 17.342.783,62
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in
der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten - - - - 230.000,00 - 230.000,00
- - - - 17.394.960,76 17.572.783,62 17.394.960,76 17.572.783,62
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen, extern
a) Konzessionsabgaben - - - - 6 .728.722,33 6.360.371,72 6.728.722,33 6.360.371,72
b) Übrige betriebliche Aufwendungen - - - - 54.647.588,39 53.861.481, 48 54.647.588,39 53.861.4 81,48
- - - - 61.376.310,72 60.221.853,20 61.376.310,72 60.221.853,20
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen, intern 5.946. 657,75 5.335.656,36 4 .575.688,65 4.186.295,98 - - 10.522.346,40 9.521 .952,34
13. Erträge aus Beteiligungen - - - - 4.429.864,75 2.611.721,27 4.429.864,75 2.611.721,27
Davon aus verbundenen Unternehmen - - - - 3.678.912,59 1.485.000,00 3.678.912,59 1.485.000,00
14. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen - - - - 14.124.446,33 16.142.988,15 14.124.446,33 16.142.988,15
15. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens - - - - 9.487.369,10 2.565.302,83 9.487.369,10 2.565.302,83
Davon aus verbundenen Unternehmen - - - - 8.900.572,70 2.223.072,96 8.900.572,70 2.223.072,96
16. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - - - - 3.096.994,83 5.732 .913,75 3.096.994,83 5.732.913,75
Davon aus verbundenen Unternehmen - - - - 1.461.350,89 4.906.501,49 1.461.350,89 4.906.501,49
Davon aus Abzinsung 3.023,00 12 .913,70 3.023,00 12.913,70
17. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens - - - - 296.730,00 296.730,00 296.730,00 296.730,00
18. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - - - - 19.155.876,02 12.296.409 ,04 19.155.876,02 12.296. 409,04
Davon an verbundene Unternehmen - - - - 36.962,20 73.655,55 36.962,20 73.655,55
Davon aus Aufzinsung - - - - 1.152.886,69 1.033.067,00 1.152.886,69 1.033.067,00
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 389.012,02 247.861,59 392.9 56,95 198.242,75 165.756,45 686.583,04 947.725,42 1.132.687,38
20. Ergebnis nach Steuern 535.426,54 527.543,23 553.457,96 439.481,55 13.547.577,29 8.583.164,05 14.636.46 1,79 9.550.188,83
21. Sonstige Steuern - - - - 96 1.461,79 1.020.188,83 961.461,79 1.020.188,83
22. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 535.426,54 527.543,23 553.457, 96 439.481,55 1 2.586.115,50 7.562.975,22 13.675.000,00 8.530.000,00
23. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 100.000,00 57.000,00 100.000,00 46.000,00 2.875.000,00 1.927.0 00,00 3.075.000,00 2. 030.000,00
24. Bilanzgewinn 435.426,54 470.543,23 453.457,96 393.481,55 9.711.115,50 5.635.975 ,22 10.600.000,00 6.500 .000,00
GesamtTätigkeitsabschluss
der Stadtwerke Münster GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung nach Tätigkeiten
für das Geschäftsjahr 2025 (01.01. - 31.12.)
Elektrizitätsverteilungsnetz Gasverteilungsnetz
andere Tätigkeiten
außerhalb Elektrizitäts-
und Gasverteilungsnetz
Anlage 7/1
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Stadtwerke Münster GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Münste r GmbH bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäf tsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 sowie
dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bila nzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darübe r hinaus
haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Münster Gm bH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum
31. Dezember 2025 geprüft. Die im Abschnitt Sonstige Informationen unseres B estätigungsvermerks genannten
Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich ge-
prüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalge sellschaf-
ten geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und v ermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ord-
nungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verh ältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Fi -
nanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2025 sow ie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. J anuar
2025 bis zum 31. Dezember 2025 und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ei n zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen
wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in E inklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deu tschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen un d Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend da r. Unser
Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt Sonstige Informat ionen ge-
nannten Bestandteile des Lageberichts.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass un sere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnu ngs-
mäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB u nter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (I DW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäß iger Ab-
schlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung n ach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Absc hnitt Ver-
antwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts unseres Be stäti-
gungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vo n dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den
deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen B erufspflich-
ten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erf üllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erl angten Prü-
fungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um al s Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresab schluss
und zum Lagebericht zu dienen.
Anlage 7/2
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat si nd für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen
· die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie
· die als nicht geprüft gekennzeichnete Erklärung zu r Unternehmensführung im Lagebericht.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lage bericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Inf ormationen,
und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung
hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die V erantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei
zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
· wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, L agebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten K ennt-
nissen aufweisen oder
· anderweitig wesentlich falsch dargestellt erschein en.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Au fsichtsrats für den Jahresabschluss
und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deut schen, für Kapi-
talgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass
der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, F inanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind
die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die i nternen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlus-
ses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falsc hen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen ( d.h. Manipu-
lationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fä higkeit der Ge-
sellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkei t zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantw ortung, Sach-
verhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Un ternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber
hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grund lage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unter-
nehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutref-
fendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittel t sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahr esabschluss in
Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschri ften entspricht und die Chancen und Risiken der zuk ünftigen Ent-
wicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gese tzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrun gen und Maßnah-
men (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben , um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereins timmung mit
den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise
für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Anlage 7/3
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwac hung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstel-
lung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des La-
geberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit dar über zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von we-
sentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolo sen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lageb ericht insge-
samt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesells chaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belang en mit dem
Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewon nenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutsche n gesetzli-
chen Vorschriften entspricht und die Chancen und Ri siken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darste llt, sowie ei-
nen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prü fungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lageberich t beinhal-
tet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicher heit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übere instimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirt schaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grunds ätze ord-
nungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeck t. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Ir rtümern resultieren und werden als wesentlich anges ehen,
wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage d ieses Jah-
resabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermesse n aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Dar über
hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wese ntlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im La-
gebericht
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion
auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnach weise, die ausreichend und geeignet sind, um als Gr undla-
ge für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko , dass eine aus dolosen Handlungen resultierende we sentli-
che falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende w e-
sentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird , da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fäl-
schungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kon-
trollen beinhalten können.
· erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfu ng des Jahresabschlusses relevanten internen Kontro llen und
den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vor kehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gese tzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmet ho-
den sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlich en Vertretern dargestellten geschätzten Werte und d amit zu-
sammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenh eit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unt ernehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erl ang-
ten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicher heit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenhe i-
ten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkei t der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit
aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wi r ver-
pflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehör igen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht auf-
merksam zu machen oder, falls diese Angaben unangem essen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modi fizie-
ren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der G rundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. Beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt
des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde l ie-
genden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstell t, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deu tschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tats ächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ver mö-
gens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Anlage 7/4
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit d em Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das
von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den geset zlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientiert en Anga-
ben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender g eeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei in sbe-
sondere die den zukunftsorientierten Angaben von de n gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeuts amen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ablei tung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen An nah-
men. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukun ftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liege nden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebli ches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereigniss e we-
sentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwort lichen unter anderem den geplanten Umfang und die Z eitplanung
der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen , einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in int ernen Kon-
trollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnun gslegungspflichten nach § 6b
Abs. 3 EnWG
Prüfungsurteile
Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflicht en nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter
Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 eingehalten hat. Darüber hin aus haben
wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten St romverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Sa tz 1 EnWG -
bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungs le-
gungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
· Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrenn ter
Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.
· Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüf ung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefü gten
Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7
EnWG.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflicht en zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in
Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtun g des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Ener gie-
wirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F. (07.2022)) durc hgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschri ften und
Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abs chlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Re chnungsle-
gungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängi g in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtliche n und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unse re sonsti-
gen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mi t diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirt schaftsprü-
fungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitä tsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitä tsma-
nagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlang-
Anlage 7/5
ten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind , um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur E inhaltung
der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Au fsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungs -
pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur
Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertret er sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsab-
schlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwort lich für die internen Kontrollen, die sie als notwe ndig erachtet
haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.
Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für di e Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats fü r den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsicht lich des Jah-
resabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss ke in unter
Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwac hung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten d er Gesell-
schaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach
§ 6b Abs. 3 EnWG
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
· ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennt er Konten
in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und
· ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5
bis 7 EnWG entsprechen.
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Pr üfungsur-
teile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst
die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sa chgerecht
und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Anlage 7/6
Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeits abschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortu ng des Ab-
schlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusse s und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabsc hlusses be-
schriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wi r für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beur teilung der
sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Dortmund, den 22. Mai 2026
Dr. Bergmann, Kauffmann und Partner
GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte
(Black) (Börner)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
y - Elektronische Kopie - electronic copy - Elektronische Kopie - electronic copy - Elektronische Kopie - electronic copy - Elektronische Kopie - electronic copy - Elektronische Kopie - elec
1. Geltungsbereich
(1) Die Auftragsbedingungen gelten für Verträge zwis chen Wirtschafts-
prüferinnen, Wirtschaftsprüfern oder Wirtschaftsprüfungsg esellschaften
(im Nachstehenden zusammenfassend Wirtschaftsprüfer gen annt) und
ihren Auftraggebern über Prüfungen, Steuerberatung, Beratungen in wirt-
schaftlichen Angelegenheiten und sonstige Aufträge, s oweit nicht etwas
anderes ausdrücklich in Textform vereinbart oder gesetz lich zwingend
vorgeschrieben ist.
(2) Dritte können nur dann Ansprüche aus dem Vertrag zwischen Wirt-
schaftsprüfer und Auftraggeber herleiten, wenn dies ve reinbart ist oder
sich aus zwingenden gesetzlichen Regelungen ergibt. Im Hinblick auf
solche Ansprüche gelten diese Auftragsbedingungen auch diesen Dritten
gegenüber. Einreden und Einwendungen aus dem Vertra gsverhältnis mit
dem Auftraggeber stehen dem Wirtschaftsprüfer auch gegenüber Dritten
zu.
2. Umfang und Ausführung des Auftrags
(1) Gegenstand des Auftrags ist die vereinbarte Leis tung, nicht ein
bestimmter wirtschaftlicher Erfolg. Der Auftrag wird nach den Grundsät-
zen ordnungsmäßiger Berufsausübung ausgeführt. Der Wirtschaftsprüfer
übernimmt im Zusammenhang mit seinen Leistungen kei ne Aufgaben
der Geschäftsführung. Der Wirtschaftsprüfer ist für die Nu tzung oder
Umsetzung der Ergebnisse seiner Leistungen nicht veran twortlich. Der
Wirtschaftsprüfer ist berechtigt, sich zur Durchführung des Auftrags sach-
verständiger Personen zu bedienen.
(2) Die Berücksichtigung ausländischen Rechts bedarf auß er bei
betriebswirtschaftlichen Prüfungen der ausdrücklichen Vereinbarung in
Textform.
(3) Ändert sich die Sach- oder Rechtslage nach Abgab e der abschlie-
-
tet, den Auftraggeber auf Änderungen oder sich daraus ergebende Folge-
rungen hinzuweisen.
(1) Der Auftraggeber hat dafür zu sorgen, dass dem Wir tschaftsprüfer
alle für die Ausführung des Auftrags notwendigen Unte rlagen und weite-
ren Informationen rechtzeitig übermittelt werden un d ihm von allen Vor-
gängen und Umständen Kenntnis gegeben wird, die für die Ausführung
des Auftrags von Bedeutung sein können. Dies gilt a uch für die Unterla-
gen und weiteren Informationen, Vorgänge und Umstän de, die erst wäh-
rend der Tätigkeit des Wirtschaftsprüfers bekannt werden. Der Auftragge-
ber wird dem Wirtschaftsprüfer geeignete Auskunftspersonen benennen.
(2) Auf Verlangen des Wirtschaftsprüfers hat der Auftr aggeber die Voll-
ständigkeit der vorgelegten Unterlagen und der weit eren Informationen
sowie der gegebenen Auskünfte und Erklärungen in ein er vom Wirt-
schaftsprüfer formulierten Erklärung in gesetzlicher Schriftform oder einer
sonstigen vom Wirtschaftsprüfer bestimmten Form zu bestä tigen.
4. Sicherung der Unabhängigkeit
(1) Der Auftraggeber hat alles zu unterlassen, was d ie Unabhängigkeit
der Mitarbeiter des Wirtschaftsprüfers gefährdet. Dies gilt für die Dauer
des Auftragsverhältnisses insbesondere für Angebote auf Anstellung oder
Übernahme von Organfunktionen und für Angebote, Auf träge auf eigene
Rechnung zu übernehmen.
(2) Sollte die Durchführung des Auftrags die Unabhän gigkeit des Wirt-
schaftsprüfers, die der mit ihm verbundenen Unternehmen , seiner Netz-
werkunternehmen oder solcher mit ihm assoziierten Unte rnehmen, auf
wie auf den Wirtschaftsprüfer, in anderen Auftragsverhäl tnissen beein-
trächtigen, ist der Wirtschaftsprüfer zur außerordentlichen Kündigung des
Auftrags berechtigt.
5. Berichterstattung und mündliche Auskünfte
Soweit der Wirtschaftsprüfer Ergebnisse im Rahmen der Bearbeitung des
Auftrags in gesetzlicher Schriftform oder Textform darzustellen hat, ist al-
lein diese Darstellung maßgebend. Entwürfe solcher Da rstellungen sind
unverbindlich. Sofern nicht anders gesetzlich vorgesehen oder vertraglich
vereinbart, sind mündliche Erklärungen und Auskünfte des Wirtschafts-
prüfers nur dann verbindlich, wenn sie in Textform b estätigt werden. Er-
klärungen und Auskünfte des Wirtschaftsprüfers außerhalb d es erteilten
Auftrags sind stets unverbindlich.
(Arbeitsergebnisse oder Auszüge von Arbeitsergebnissen sei es im Ent-
wurf oder in der Endfassung) oder die Information übe r das Tätigwerden
des Wirtschaftsprüfers für den Auftraggeber an eine n Dritten bedarf der
in Textform erteilten Zustimmung des Wirtschaftsprüfers, es sei denn, der
Auftraggeber ist zur Weitergabe oder Information au fgrund eines Geset-
die Information über das Tätigwerden des Wirtschaftsp rüfers für den Auf-
traggeber zu Werbezwecken durch den Auftraggeber sind unzulässig.
7. Mängelbeseitigung
(1) Bei etwaigen Mängeln hat der Auftraggeber Anspru ch auf Nacherfül-
lung durch den Wirtschaftsprüfer. Nur bei Fehlschlagen, Unterlassen bzw.
unberechtigter Verweigerung, Unzumutbarkeit oder Un möglichkeit der
Nacherfüllung kann er die Vergütung mindern oder vo m Vertrag zurück-
treten; ist der Auftrag nicht von einem Verbraucher erteilt worden, so kann
der Auftraggeber wegen eines Mangels nur dann vom V ertrag zurücktre-
ten, wenn die erbrachte Leistung wegen Fehlschlagens, Unterlassung,
Unzumutbarkeit oder Unmöglichkeit der Nacherfüllung für ihn ohne Inte-
resse ist. Soweit darüber hinaus Schadensersatzansprüche bestehen, gilt
Nr. 9.
(2) Ein Nacherfüllungsanspruch aus Abs. 1 muss vom Auft raggeber un-
verzüglich in Textform geltend gemacht werden. Nach erfüllungsansprü-
che nach Abs. 1, die nicht auf einer vorsätzlichen Handlung beruhen, ver-
jähren nach Ablauf eines Jahres ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn.
und dgl.) des Wirtschaftsprüfers enthalten sind, können jederzeit vom
Wirtschaftsprüfer auch Dritten gegenüber berichtigt we rden. Unrichtigkei-
enthaltene Ergebnisse infrage zu stellen, berechtigen diesen, die Äuße-
rung auch Dritten gegenüber zurückzunehmen. In den vorgenannten Fäl-
len ist der Auftraggeber vom Wirtschaftsprüfer tunlichst vorher zu hören.
(1) Der Wirtschaftsprüfer ist nach Maßgabe der Gesetze (§ 323 Abs. 1
-
de, die ihm bei seiner Berufstätigkeit anvertraut o der bekannt werden,
Stillschweigen zu bewahren, es sei denn, dass der Auftr aggeber ihn von
(2) Der Wirtschaftsprüfer wird bei der Verarbeitung von personenbezo-
genen Daten die nationalen und europarechtlichen Re gelungen zum Da-
tenschutz beachten.
9. Haftung
(1) Für gesetzlich vorgeschriebene Leistungen des Wirt schaftsprüfers,
insbesondere Prüfungen, gelten die jeweils anzuwendenden gesetzlichen
Haftungsbeschränkungen, insbesondere die Haftungsbesch ränkung des
§ 323 Abs. 2 HGB.
(2) Sofern weder eine gesetzliche Haftungsbeschränkung Anwendung
Anspruch des Auftraggebers aus dem zwischen ihm und dem Wirtschafts-
prüfer bestehenden Vertragsverhältnis auf Ersatz ei nes fahrlässig verur-
sachten Schadens, mit Ausnahme von Schäden aus der Ve rletzung von
des Herstellers nach § 1 ProdHaftG begründen, gemäß § 54a Abs. 1
Nr. 2 WPO auf 4 Mio. beschränkt. Gleiches gilt für Ansprüche, die Dritte
aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis g egenüber dem
Wirtschaftsprüfer geltend machen.
Allgemeine Auftragsbedingungen
für
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
vom 1. Januar 2024
Alle Rechte vorbehalten. Ohne Genehmigung des Verla ges ist es nicht gestattet, die Vordrucke ganz oder teilweise
nachzudrucken bzw. auf fotomechanischem oder elektr onischem Wege zu vervielfältigen und/oder zu verbre iten. ©
IDW Verlag GmbH · 50341/1
50341
01/2024
(3) Leiten mehrere Anspruchsteller aus dem mit dem Wirt schaftsprüfer be-
-
letzung des Wirtschaftsprüfers her, gilt der in Abs. 2 genannte Höchstbetrag
(4) Der Höchstbetrag nach Abs. 2 bezieht sich auf einen ein zelnen Scha-
densfall. Ein einzelner Schadensfall ist auch bezüglich ein es aus mehreren
-
Rücksicht darauf, ob Schäden in einem oder in mehreren a ufeinanderfol-
genden Jahren entstanden sind. Dabei gilt mehrfaches auf gleicher oder
gleichartiger Fehlerquelle beruhendes Tun oder Unterlassen als einheitliche
rechtlichem oder wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. I n diesem Fall
kann der Wirtschaftsprüfer nur bis zur Höhe von 5 Mio. i n Anspruch ge-
nommen werden.
(5) Ein Schadensersatzanspruch erlischt, wenn nicht innerhalb von sechs
Monaten nach der in Textform erklärten Ablehnung der Ersatzleistung Klage
erhoben wird und der Auftraggeber auf diese Folge hingewiesen wurde. Dies
gilt nicht für Schadensersatzansprüche, die auf vorsätzliche s Verhalten zu-
rückzuführen sind, sowie bei einer schuldhaften Verletzung von Leben, Kör-
nach § 1 ProdHaftG begründen. Das Recht, die Einrede der Verjährung gel-
tend zu machen, bleibt unberührt.
(6) § 323 HGB bleibt von den Regelungen in Abs. 2 bis 5 unberührt.
(1) Ändert der Auftraggeber nachträglich den durch den Wirtschaftsprüfer
geprüften und mit einem Bestätigungsvermerk versehenen Abschluss oder
Lagebericht, darf er diesen Bestätigungsvermerk nicht wei terverwenden.
Hat der Wirtschaftsprüfer einen Bestätigungsvermerk nicht erteilt, so ist
ein Hinweis auf die durch den Wirtschaftsprüfer durchgefü hrte Prüfung im
in gesetzlicher Schriftform erteilter Einwilligung des Wirtschaftsprüfers und
mit dem von ihm genehmigten Wortlaut zulässig.
(2) Widerruft der Wirtschaftsprüfer den Bestätigungsvermer k, so darf der
Bestätigungsvermerk nicht weiterverwendet werden. Hat der Auftraggeber
den Bestätigungsvermerk bereits verwendet, so hat er auf V erlangen des
Wirtschaftsprüfers den Widerruf bekanntzugeben.
(3) Der Auftraggeber hat Anspruch auf fünf Berichtsaus fertigungen. Weite-
re Ausfertigungen werden besonders in Rechnung gestellt.
(1) Der Wirtschaftsprüfer ist berechtigt, sowohl bei der Beratung in steuer-
lichen Einzelfragen als auch im Falle der Dauerberatung die vom Auftrag-
geber genannten Tatsachen, insbesondere Zahlenangaben, als richtig und
vollständig zugrunde zu legen; dies gilt auch für Buchführ ungsaufträge. Er
hat jedoch den Auftraggeber auf von ihm festgestellte wesentliche Unrichtig-
keiten hinzuweisen.
(2) Der Steuerberatungsauftrag umfasst nicht die zur Wah rung von Fristen
erforderlichen Handlungen, es sei denn, dass der Wirtscha ftsprüfer hierzu
ausdrücklich den Auftrag übernommen hat. In diesem Fall hat der Auftrag-
geber dem Wirtschaftsprüfer alle für die Wahrung von Fr isten wesentlichen
Unterlagen, insbesondere Steuerbescheide, so rechtzeitig vorzulegen, dass
dem Wirtschaftsprüfer eine angemessene Bearbeitungszeit zur Verfügung
steht.
(3) Mangels einer anderweitigen Vereinbarung in Tex tform umfasst die lau-
fende Steuerberatung folgende, in die Vertragsdauer fallenden Tätigkeiten:
a) Ausarbeitung und elektronische Übermittlung der Jahre ssteuererklärun-
gen, einschließlich E-Bilanzen, für die Einkommensteuer, Körperschaft-
steuer und Gewerbesteuer, und zwar auf Grund der vom Au ftraggeber
vorzulegenden Jahresabschlüsse und sonstiger für die Besteuer ung
erforderlichen Aufstellungen und Nachweise
b) Nachprüfung von Steuerbescheiden zu den unter a) gen annten Steuern
c) Verhandlungen mit den Finanzbehörden im Zusammenhan g mit den
unter a) und b) genannten Erklärungen und Bescheiden
d) Mitwirkung bei Betriebsprüfungen und Auswertung der Ergebnisse von
Betriebsprüfungen hinsichtlich der unter a) genannten S teuern
e) Mitwirkung in Einspruchs- und Beschwerdeverfahren hinsic htlich der
unter a) genannten Steuern.
Der Wirtschaftsprüfer berücksichtigt bei den vorgenannten Aufgaben die
(4) Erhält der Wirtschaftsprüfer für die laufende Steu erberatung ein
Pauschalhonorar, so sind mangels anderweitiger Vereinbar ungen in Text-
form die unter Abs. 3 Buchst. d) und e) genannten Täti gkeiten gesondert
zu honorieren.
(5) Sofern der Wirtschaftsprüfer auch Steuerberater ist u nd die Steuer-
beratervergütungsverordnung für die Bemessung der Vergü tung anzuwen-
den ist, kann eine höhere oder niedrigere als die ges etzliche Vergütung in
Textform vereinbart werden.
(6) Die Bearbeitung besonderer Einzelfragen der Einkomm ensteuer, Kör-
perschaftsteuer, Gewerbesteuer und Einheitsbewertung sow ie aller Fragen
der Umsatzsteuer, Lohnsteuer, sonstigen Steuern und Abga ben erfolgt auf
Grund eines besonderen Auftrags. Dies gilt auch für
a) die Bearbeitung einmalig anfallender Steuerangele genheiten, z.B. auf
dem Gebiet der Erbschaftsteuer und Grunderwerbsteuer,
b) die Mitwirkung und Vertretung in Verfahren vor den Gerichten der
Finanz- und der Verwaltungsgerichtsbarkeit sowie in Steuerstrafsachen,
c) die beratende und gutachtliche Tätigkeit im Zusammenh ang mit
Umwandlungen, Kapitalerhöhung und -herabsetzung, Sani erung,
Eintritt und Ausscheiden eines Gesellschafters, Betriebsverä ußerung,
Liquidation und dergleichen und
d) die Unterstützung bei der Erfüllung von Anzeige- und Dokumentations-
(7) Soweit auch die Ausarbeitung der Umsatzsteuerjahreser klärung als
zusätzliche Tätigkeit übernommen wird, gehört dazu nicht die Überprüfung
etwaiger besonderer buchmäßiger Voraussetzungen sowie die Frage, ob
alle in Betracht kommenden umsatzsteuerrechtlichen Vergün stigungen
wahrgenommen worden sind. Eine Gewähr für die vollstä ndige Erfassung
der Unterlagen zur Geltendmachung des Vorsteuerabzugs wir d nicht über-
nommen.
12. Elektronische Kommunikation
Die Kommunikation zwischen dem Wirtschaftsprüfer und dem Auftraggeber
kann auch per E-Mail erfolgen. Soweit der Auftraggebe r eine Kommunika-
tion per E-Mail nicht wünscht oder besondere Sicherheits anforderungen
stellt, wie etwa die Verschlüsselung von E-Mails, wird de r Auftraggeber den
Wirtschaftsprüfer entsprechend in Textform informieren.
13. Vergütung
(1) Der Wirtschaftsprüfer hat neben seiner Gebühren- od er Honorarforde-
rung Anspruch auf Erstattung seiner Auslagen; die Umsatzst euer wird zu-
sätzlich berechnet. Er kann angemessene Vorschüsse auf Vergüt ung und
Auslagenersatz verlangen und die Auslieferung seiner Leistung von der vol-
len Befriedigung seiner Ansprüche abhängig machen. Mehrere Auftraggeber
haften als Gesamtschuldner.
(2) Ist der Auftraggeber kein Verbraucher, so ist eine A ufrechnung gegen
Forderungen des Wirtschaftsprüfers auf Vergütung und Aus lagenersatz nur
mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Ford erungen zulässig.
14. Streitschlichtungen
Der Wirtschaftsprüfer ist nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer
Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des § 2 des Verbra ucherstreitbei-
legungsgesetzes teilzunehmen.
Für den Auftrag, seine Durchführung und die sich hierau s ergebenden
Ansprüche gilt nur deutsches Recht.
Beschlussvorlage
8315 Zeichen
V/0351/2026 V/0351/2026 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Stadtwerke Münster GmbH: Jahresabschluss 2025 und Gewinnausschüttung; Bestellung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2026 Beratungsfolge 23.06.2026 Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen, Liegenschaften und Digitali- sierung Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Die Vertretung der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt, die folgenden Beschlüsse zu fassen: 1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.202 5 in der vorliegenden, vom Abschlussprüfer BKP Dr. Bergmann Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG aus Dort- mund, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk testierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt (Anla- ge 2). 2. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025 wird zur Kenntnis genommen. 3. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH wird für das Geschäftsjahr 2025 Entlastung erteilt. 4. Eine Gewinnausschüttung der Stadtwerke Münster GmbH an die Stadt Münster in Höhe von 6,5 Mio. € aus dem Jahresergebnis 2025 wird genehmigt. 5. Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel - und Konzernabschlusses der Stadt- werke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2026 wird die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsge- sellschaft gewählt. Der Auftrag wird durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Stadtwer- ke Münster GmbH erteilt. Amt für Finanzen und Beteiligungen 10.06.2026 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Rothermundt Telefon: 492-2006 Rothermundt@stadt - muenster.de - 2 - V/0351/2026 II. Finanzielle Auswirkungen: Die Finanzerträge und die darauf zu entrichtenden Abgaben aus der Ausschüttung der Stadtwerke Münster GmbH sind wie folgt veranschlagt: Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haus- haltsjahr Betrag (Euro) Bemerkungen Produktgruppe 15 01 Anteile an Unter- nehmen Zeile 19 Finanzerträge 2026 6.500.000 Zeile 16 Sonstige ordentliche Aufwendungen 2026 1.714.375 Kapitalertrag- steuer und Soli-Zuschlag Begründung: Die Stadtwerke Münster GmbH (SWMS) ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Gemäß § 9.4 des Gesellschaftsvertrages ist die Gesellschafterversammlung u.a. für die Beschluss- fassung über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses (lit. f), die Entlastung der Geschäftsführung und der Mitglieder des Aufsichtsrates (lit. h) und nach Vorbefas- sung durch den Aufsichtsrat die Wahl einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für die Abschlussprüfung auf Vorschlag des Beteiligungsmanagements der Stadt Münster (lit. i) zuständig. zu. 1. bis 4. Die SWMS schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einer Bilanzsumme von 998.319 T€ (VJ: 910.656 T€) und einem Jahresüberschuss von 13.675 T€ (VJ: 8.530 T€) ab, der um 2,4 % über dem geplanten Ergebnis von 13.358 T€ liegt. Die Umsatzerlöse gingen im Geschäftsjahr 2025 preis- und mengeninduziert gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück auf 728.174 T€ (VJ: 813,9 Mio. €; 2023: 1.030,0 Mio. €; 2022: 745,9 Mio. €). Nach einer Beruhigung der Energiekrise im Jahr 2025, intensivierte sich der Preiswettbewerb unter den Energieanbietern weiter, sodass insbesondere die verkaufte Strommenge ( -15,4 %) bei der SWMS sank. Wie auch schon im Vorjahr wechselten preissensible Kunden und Kundinnen zu günstigeren Anbietern. Die verkauften Energiemengen der SWMS entwickelten sich im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zu den Vorjahren wie folgt: Absatz in GWh 1 2025 2024 2023 2022 Strom 974 GWh 1.151 GWh 1.139 GWh 1.297 GWh Erdgas 2.139 GWh 2.155 GWh 1.951 GWh 2.057 GWh Wärme 549 GWh 545 GWh 503 GWh 554 GWh Wasser 16,9 Mio. m³ 16,5 Mio. m³ 16,4 Mio. m³ 16,8 Mio. m³ Gleichzeitig mit den Umsatzerlösen sanken auch die Materialaufwendungen, ebenfalls preis - und mengenbedingt, um 13,5 % auf 594.882 T€ (VJ: 687,7 Mio. €; 2023: 887,7 Mio. €; 2022: 635,3 Mio. €). Der Personalaufwand stieg um 8,6 % auf 80.341 T€ (VJ: 73.971 T€). Ursächlich hierfür waren die Tarifsteigerungen (3,0 % im TV -N ab 04/25 und 5,1 % im TV-V ab 06/25) und die höhere Anzahl an Mitarbeitenden (durchschnittlich 2025: 1.032; VJ: 990). 1 1 GWh = 1 Mio. kWh - 3 - V/0351/2026 Im Jahr 2025 wurden in den Stadtbussen der SWMS 33,3 Mio. Fahrgäste gezählt. Dank der Einstel- lung zusätzlicher Busfahrer:innen konnten auf verschiedenen Buslinien wieder Taktverdichtungen angeboten werden. Die Gesamterlöse des Verkehrsbetriebs erreichten mit 61,7 Mio. € (VJ: 51,5 Mio. €) ein deutliches Plus von 19,8 % gegenüber dem Vorjahr, was insbesondere aus einer Verschiebung der Einnahmeaufteilung für das Deutschlandticket resultierte. Gleichzeitig erhöhten sich jedoch auch die relevanten Rückstellungen für potentielle Zuschussrückzahlungen, weswegen der operative Kostendeckungsgrad gegenüber 2024 nur leicht um 1,1 Prozentpunkte auf 76,9 % stieg (VJ: 75,8 %; 2023: 73,8 %; 2022: 68,9 %). Zum Jahresüberschuss der SWMS trug die Stadtnetze Münster GmbH mit einer Gewinnabführung i.H.v. 14.124 T€ (VJ: 16.143 T€; 2023: 6.935 T€; 2022: 19.838 T€; Plan 2025: 18.064 T€) wieder we- sentlich bei, wenn auch gegenüber dem Vorjahr um 12,5 % reduziert.2 Im Prüfbericht wird neben der gem. § 108 Abs. 2 Nr. 2 GO NRW attestierten Einhaltung der öffentli- che Zwecksetzung und Zweckerreichung durch die SWMS auch auf die angemessene Verzinsung des Eigenkapitals (EK) gem. § 108 Abs. 2 Nr. 3 GO NRW eingegangen. Die BKP bescheinigt eine EK-Rentabilität der SWMS i.H.v. 5,1 % (VJ: 3,44 %; Jahresüberschuss/EK), die deutlich über der Um- laufrendite deutscher Staatsanleihen mit einer zehnjährigen Laufzeit liegt (Bandbreite von 2,38 bis 2,85 %). Die Verzinsung kann daher als angemessen angesehen werden. Die BKP hat der SWMS für das Geschäftsjahr 2025 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung der SWMS kann daher für das Geschäftsjahr 2025 Entlastung erteilt werden. Weitere ausführliche Informationen sind dem Jahresabschluss 202 5 (Anlage 2) und der Aufsichts- ratsvorlage Nr. 17/2026 (Anlage 1) zu entnehmen, über die der Aufsichtsrat der SWMS in seiner Sit- zung am 11.06.2026 beschließen wird. Einschätzung des Beteiligungsmanagements zum Jahresabschluss Nach Prüfung des Jahresabschlusses durch die BKP haben sich aus Sicht des Beteiligungsmanage- ments wie im Vorjahr keine Einwendungen gegen oder zusätzliche Hinweise zum Jahresabschluss der SWMS ergeben. Nach Durchsicht des vorgelegten und mit einem uneingeschränkten Bestäti- gungsvermerk versehenen Jahresabschlussberichtes erscheint der Jahresabschluss als plausibel und vermittelt ein hinreichend nachvollziehbares Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der SWMS zum Bilanzstichtag 31.12.2025. zu 5. Der Public Corporate Governance Kodex der Stadt Münster sieht vor, dass Beteiligungen der Stadt Münster regelmäßig den Wirtschaftsprüfer wechseln. Da die bisherige Wirtschaftsprüfungsgesell- schaft BKP bereits die Abschlüsse von sechs Geschäftsjahren geprüft hat, hat die SWMS unter Ein- beziehung des Beteiligungsmanagements der Stadt Münster im März und April 2026 einen Prozess zur Auswahl einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für die Jahresabschlüsse 2026 durchgeführt. Ins- gesamt haben sieben Gesellschaften mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Versorgungs- wirtschaft, ÖPNV und kommunalen Gesellschaften Angebote abgegeben, von denen drei in einer engeren Auswahl vor Ort ihre Prüfkonzepte und Erfahrungen vorgestellt haben. Hierbei hat das Prü- fungsteam von KPMG den besten Gesamteindruck vermittelt. Über eine entsprechende Beschlussempfehlung an die Gesellschafterversammlung der SWMS zur Wahl der KPMG wird der Aufsichtsrat der SWMS ebenfalls in seiner Sitzung am 11.06.2026 ent- scheiden Das Beteiligungsmanagement befürwortet die erstmalige Beauftragung der KPMG. 2 vgl. Beschlussvorlage V/0352/2026 - 4 - V/0351/2026 i.V. gez. Christine Zeller Stadtdirektorin und Kämmerin Anlagen: Anlage 1: Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 17/2026: Jahresabschluss 2025 der SWMS Anlage 2: Jahresabschluss und Lagebericht 2025 der SWMS
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0351/2026
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 01.06.2026
- Erstellt
- 28.05.2026 15:38