V/0763/2013
Einsparungen im Medienentwicklungsplan der Schulen der Stadt Münster (MEP) ab 2014
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Berichtsvorlage
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V/0763/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Schule und Weiterbildung Betrifft Einsparungen im Medienentwicklungsplan der Schulen der Stadt Münster (MEP) ab 2014 Beratungsfolge 17.10.2013 Werksausschuss der citeq Bericht 19.11.2013 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht Bericht: Ausgangslage In seiner Sitzung am 12.12.2012 beschloss der Rat der Stadt Münster , die zur Verfügung st e- henden Haushaltsmittel für den Medienentwicklungsplan im Rahmen der Haushaltskonsolidi e- rung ab dem Jahre 2014 um 100.000,00 € zu r eduzieren (Vorlage .0702/2012 Te il 2). Von der Kürzung sind die Grundschulen ausgenommen. Für diese Schulform soll zusätzliche Hardware im Vol umen von rund 70.000 € bereit gestellt werden. Die gesamte Einsparvo rgabe über alle Schulformen der allgemeinbildenden Schulen beträgt somit rund 170.000 €. Gleichzeitig ist es sinnvoll, den MEP daraufhin zu überprüfen, ob sich aus gesellschaftlichen, technischen oder sonstigen Gründen Änderungsbedarfe ergeben. Die bereits in der Vergange n- heit permanent durchgeführte und in einer sich rasch veränd ernden Welt auch perspektivisch erforderliche laufende Überprüfung des MEP -Leistungsumfang stellt sicher, dass die Schulen stets mit aktueller Technologie bedarfsgerecht versorgt werden. Die hierzu anzustellenden Übe r- legungen sind am Ende der Vorlage unter der Überschrift „Perspektive“ beschrieben. Diese Vorlage beschränkt sich zunächst auf die Realisierung der Sparvorgaben. Aktueller Stand In Münster sind über den Medienentwicklungsplan an allen 84 städtischen Schulen mit rund 27.000 Schülern die Strukturen für ein Lehren und Lernen mit neuen Medien geschaffen. Vorlagen-Nr.: V/0763/2013 Auskunft erteilt: Herr Rickling Herr Spichala Ruf: 492 40 36 / 18 21 E-Mail: Rickling@stadt-muenster.de Spichala@citeq.de Datum: 27.09.2013 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0763/2013 Seit dem Jahr 2007 ist die Zahl der Schulen um zwei und die Zahl der Schülerinnen und Schüler um rund 600 gesunken. Bei der Hardware-Ausstattung haben sich dagegen keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Nach wie vor stehen den Schulen annähernd 3.000 PC für pädagog i- sche und Verwaltungs-Zwecke zur Verfügung. Umsetzung der Sparvorgaben Leitlinie bei der Prüfung von Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung war, dass auch bei einem reduzierten Finanzrahmen für Lehrerinnen und Lehrer sowie für Schülerinnen und Schüler ein möglichst hoher Nutzen erhalten bleiben muss. Daher werden mehrere kleinere Maßnahmen u. a. bei den Endgeräten und Dienstleistungen e r- griffen, die in Summe zu einer Einsparung in der geforderten Höhe führen: Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen vorgesehen: 1. Verlängerung der Standzeiten von PC, Notebooks und Monitoren von derzeit 4,5 Jahre auf 5 Jahre. Grundsätzlich ist eine weitere Ausdehnung der Standzeiten im Hinblick auf die Reparaturan- fälligkeit der Systeme kritisch. Ebenso ist davon auszugehen, dass zukünftige Anwendu ngen oder Betriebssystem-Updates höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Systeme stellen werden. Die jetzt vorgesehene Standzeitverlängerung wird als vertretbar angesehen. Der Spareffekt beträgt in Schulverwaltung und Pädagogik ca. 75.600,00 € 2. Verzicht auf die automatische Datensicherung in den pädagogischen Netzwerken. Mit Beginn der Umsetzung des MEP wird in den Netzwe rken der Pädagogik und Verwaltung eine tägliche Datensicherung durchge führt. Nach Ansicht der Lenkungsgruppe des MEP ist eine Sicherung der pädagogischen Daten nicht erforderlich. Die Datensicherung für die päda- gogischen Netze wird eingestellt. Dadurch ergeben sich Einsparungen in Höhe von rund 2.400,00 €. 3. Kostenreduzierung für Virenschutz und Internetkosten Durch Reduzierungen bei den Lizenzkosten und Aufwänden für den Virenschutz und die B e- reitstellung des Internetzugangs konnten die Betriebskosten der PC und Notebooks g esenkt werden. Es ergibt sich eine Einsparung von 10.500,00 € 4. Aufwandsreduzierung bei der Softwareverteilung und der Clientbetreuung Zum Jahresende 2013 wird in den Schulen mit dem Rollout des Betriebssystems Windows 7 begonnen. Der Rollout soll bis Ende des Jahres 2014 abgeschlossen sein. Mit der Umstel- lung auf das neue Betriebssystem wird eine neue Technik für die Verteilung von Softwar e- produkten in den pädagogischen Netzwerken eingeführt. Dies führt zu einer Aufwandsred u- zierung in der Client-Betreuung. Es ergibt sich eine Einsparung in Höhe von 19.500,00 €. In Summe beträgt die Einsparung 108.000,00 € 3 V/0763/2013 Mehrausstattung der Grundschulen Der Konsolidierungsbeschluss des Rates nahm die Grundschulen nicht nur explizit von den Ei n- sparvorgaben aus, sondern sah eine zusätzliche Ausstattung dieser Schulform mit Hardware in einem Volumen von 70.000 € vor. Im Medienentwicklungsplan 2002 wurde als Zielgröße eine Schüler/PC -Relation von 11:1 (vgl. MEP 2002, S. 25) festgelegt. Aufgrund gesunkener Schülerzahlen bei gleichbleibender Anzahl von PC wird diese Zielgröße heute - insbesondere im Bereich der Haupt - und Förderschulen – deutlich überschritten. Zwischen den einzelnen Schulformen gibt es jedoch starke Unterschiede. Eine Übersicht über die aktuellen Relationen gibt die nachstehende Tabelle. Relation Schüler/Schülerin pro PC bei den MEP-Schulen (Stand: Juli 2013) Schulform Zahl der MEP Schulen Zahl der Schüler 15.10.2012 PC / Note- book insgesamt davon Verwaltung davon Pädagogik Relation Schüler/PC bezogen auf Pädagogik GS 45 9.304 671 142 529 18 HS 7 1.853 388 50 338 5 RS 9 4.279 449 37 412 10 Sekundar 1 83 17 3 14 6 GY2 11 9.966 1.197 170 1.027 10 Gesamtschule 1 115 17 8 9 13 FÖ1 7 980 233 35 198 5 WBK 2 698 67 16 51 14 84 27.278 3.039 461 2.578 10 1 einschl. Helen-Keller-Schule für Kranke 2 Schülerzahlen auf 2013 umgerechnet (ohne doppelten Abiturjahrgang) Durch sukzessive Anpassung des Hardwarebestandes auf die festgelegte Zielgröße lässt sich die Mehrausstattung der Grundschulen finanzieren. Neuregelung MEP-Organisation Die Lenkungsgruppe Medienentwicklungsplan besteht aus jeweils einem Vertreter der Schulfor- men und dem Medienberater der Stadt Münster. Das Gremium tagt etwa dreimal jährlich, um anstehende Probleme und die Weiterentwicklung des MEP zu diskutieren sowie wichtige Maß- nahmen und Entscheidungen zu beraten. Die Vertreter der Schulformen bringen dabei die Inte- ressen und Standpunkte aller Schulen ihrer Schulform ein. Um den Abstimmungsprozess zu optimieren und auf eine breitere Basis zu stellen, erhalten die Schulen die Möglichkeit, ihre Wünsche und Vorstellungen direkter zu artikulieren. Die bisher ige Vorgehensweise wird angepasst und der Abstimmungsprozess neu gestaltet. 4 V/0763/2013 Hierzu laden das Amt für Schule und Weiterbildung und die citeq die Schulen zukünftig einmal jährlich zu schulformbezogenen Vollversammlung en ein. Eingeladen wird ebenfalls der Medie n- berater der Stadt Münster. Die Ergebnisse dieser Sitzungen werden der Lenkungsgruppe gebündelt zur Beratung vorg elegt. Die Lenkungsgruppe wird auf ihrer jährlich einmal s tattfindenden Tagung dann auch aus schu l- formübergreifender Sicht entscheiden, welche Anregungen/Vorschläge weiter verfolgt werden. Perspektive Selbstverständlich werden die aktuellen Standards fortlaufend überprüft . Wünsche der Schulen werden dabei möglichst berücksichtigt. Darüber hinaus gibt es technische Veränderungsnotwe n- digkeiten. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang insbesondere: Wechsel des PC-Betriebssystems von Windows XP auf Windows 7 Einführung einer neuen Schutzsoftware für die pädagogis chen Netzwerke gemeinsam mit neuen Softwareverteilmechanismen Wechsel des Server -Betriebssystems von Novell auf Microsoft einschließlich Novell - GroupWise auf Microsoft EXCHANGE/Outlook Das Internet ist mittlerweile zum Alltagsmedium geworden. Auch das An gebot von pädagog i- schen Anwendungen und Plattformen im Internet wächst stetig. Zudem verfügen immer mehr Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen und Schüler über leistungsfähige private Endgeräte. Das MEP-Konzept ist daher insbesond ere im Hinblick auf mögliche Maßnahmen zur Einführung von weiteren funkbasierten Internetzugängen (WLAN), ggf. mit der Einbindung privater Endger ä- te (Bring Your Own Device - BYOD) zu überarbeiten. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Z u- sammenhang auch die bereits laufende Einführung b zw. der Ausbau der Kommunikationsplat t- form Schulen intern. Dabei handelt es sich um eine auf der OpenSource -Software Moodle basie- renden Eigenentwicklung der citeq. Diese Plattform kann systemunabhängig von jedem i nternet- fähigem Endgerät erreicht werden. Die o.g. Anforderungen an Lösungen, die einen Internet-Zugang erfordern, führen zu besonderen Anforderungen an die Bandbreite der Leitungsanbindungen. Auch hier sind neue Ansätze (weite- rer Ausbau der citeq-eigenen LWL-Anbindungen, Nutzung Richtfunk etc.) zu prüfen. Die Finanzierung neuer oder zusätzlicher Maßnahmen wird aus den laufenden, konsolidierten Finanzmitteln des MEP nur bedingt möglich sein. Evtl. sind in Einzelfällen auch eigene Finanzmit- tel der Schule heranzuziehen. Die in Betracht kommenden M aßnahmen werden wie oben beschrieben mit den Schulen abg e- stimmt und bewertet. Über das Ergebnis des Abstimmungsprozesses und ggf. ersten Realisi e- rungen wird in einer weiteren Vorlage im dritten Quartal 2014 berichtet. I. V. I. V. Dr. Hanke Heuer Stadträtin Stadtrat
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0763/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 02.10.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37