V/0284/2006
Jahresbericht 2005 des Familienbüros
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Berichtsvorlage
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V/0284/2006 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Jahresbericht 2005 des Familienbüros Beratungsfolge 03.05.2006 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht Bericht: Nachdem das Team des Familienbüros im vergangenen Jahr einen ersten Erfahrungsbe- richt für die Zeit vom 01.10.2003 bis 31.08. 2004 vorgelegt hat, wird mit dieser Vorlage und zukünftig das Kalenderjahr als Berichtszeitraum gewählt. • Im Familienbüro erhalten Eltern, Großel tern und andere Erzieher Informationen und erste Beratung zu allen Fragen rund um die Themen Familien, Elternschaft und Erziehung. Entsprechend dem Amtsziel „Familien sollen sich in Münster wohl fühlen“ beraten die Mitarbeiterinnen in Fragen der Tagesbetreuung von Kindern, helfen bei der Suche nach Beratungsstellen zu bestimmten Problemla- gen und informieren über Freizeit- und Bildungsangebote für Familien. • Durch die Platzbörse bietet das Familienbüro zusä tzlich einen Beratungs- und Vermittlungsservice für Eltern an, der die Suche nach einem Einrichtungsplatz er- leichtert. Ein vergleichbarer Service wird in anderen Städten nicht vorgehalten und trägt dem Ziel, Familie und Beruf zu vereinbaren, Rechnung. • Zunehmend wird das Familienbü ro auch als Informationsbörse für die Mitarbeite- rinnen und Mitarbeiter des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien und ande- rer städtischer Ämter genutzt. Durch die konstruktive Zusammenarbeit in der zu- rückliegenden Zeit haben sie die Erfahrung gemacht, dass die beiden Mitarbeite- rinnen des Familienbüros einen umfangrei chen Pool von Informationen präsent haben, der die Suche nach den richtigen Ansprechpartnern erleichtert und be- schleunigt. • Eine wachsende Zahl von Anfragen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Münsteraner Krankenhäuser, der Schulen, der Universität und verschiedener Vorlagen-Nr.: V/0284/2006 Auskunft erteilt: Herr Schoor Ruf: 492 51 02 E-Mail: SchoorW@stadt-muenster.de Datum: 12.04.2006 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0284/2006 kirchlicher Institutionen bestätigt, dass der Bekanntheitsgrad des Familienbüros weiter gewachsen ist und es als kompetenter Kooperationspartner anerkannt ist. Im Berichtszeitraum nahmen 3.851 Kunden Kontakt zum Familienbüro auf. Das ist eine Steigerung zum vorangegangenen Berichtszeitraum um 60,6 %. Selbst unter Berücksich- tung der Tatsache, dass der erste Erfahrungsbericht nur einen Zeitraum von 11 Monaten umfasste, ist dieser Anstieg beträchtlich. Die Zahlenerhebung im Berichtszeitraum hat die Erfahrung des Vorjahres bestätigt, dass ein Schwerpunktthema die Fragen zur Tagesbet reuung von Kindern in unterschiedlicher Form sind. Ein leichter Anstieg ist im Bere ich Familienkrisen zu verzeichnen, der The- menblock Erziehungsfragen ist ebenfalls vermehrt vertreten. Diese drei Bereiche werden im Bericht ausführlicher kommentiert. Ein Schwerpunkt der Arbeit im Jahr 2006 wird geprägt sein vom Ausbau der Kinderta- gesbetreuungsmöglichkeiten in Münster. Die Mitarbeiterinnen des Familienbüros werden eingebunden sein in die Entwicklung flexible r Betreuungszeiten mit Blick auf die neuen Anforderungen des Arbeitsmarktes und in die weiteren Aktivitäten zum Ausbau präventi- ver Angebote der Kinder- und Jugendhilfe in M ünster (Familienzentren). Der im KICK (Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder- und J ugendhilfe) festgelegte Anspruch von Eltern auf umfassende Beratung bei der Auswahl des Betreuungsplatzes für ihr Kind wird einen breiten Raum bei den Kundenkontakten einnehmen. Ein weiterer Schwerpunkt werden Aktivitäten zur Optimierung der Verteilung der Eltern- briefe an Münsteraner Eltern sein. Zurzeit e rreicht das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien mit diesem Service für junge Famili en rund 70 % der Eltern erstgeborener Kin- der in Münster. Durch engere Kooperation mit den Kinder ärzten, den Hebammen und den Veranstaltern von Stillgruppen u. ä. in M ünster soll der Verteilerkreis erweitert wer- den. I.V. gez. Dr. Klein Stadträtin
Jahresbericht 2005 des Familienbüros
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Jahresbericht 2005 Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - Familienbüro - Redaktion : Margret Lengemann Heidemarie Neumair-Otto April 2006 3 Vorwort 4 Kundenkontakte 4 Themenschwerpunkte 6 Hotline-Aktionen 8 Familienbüro vor Ort 9 Zusammenarbeit mit der AMS 9 Kooperation und Vernetzung 9 Ausblick 10 Statistik auf einen Blick 11 4 Vorwort Nachdem das Team des Familienbüros einen ersten Erf ahrungsbericht für die Zeit vom 01.10.2003 bis 31.08.2004 vorgelegt hat, wird m it diesem Bericht und zukünftig das Kalenderjahr als Berichtszeitraum gewählt. Das Familienbüro legt somit einen klassischen Jahresbericht vor, der Querverbindungen und Rückschlüsse zu den Jah- resberichten anderer Fachstellen und dem Geschäftsb ericht des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien möglich macht. Im Familienbüro erhalten Eltern, Großeltern und and ere Erzieher Informationen und erste Beratung zu allen Fragen rund um die Themen F amilien, Elternschaft und Er- ziehung. Gemäß dem Amtsziel „Familien sollen sich in Münster wohl fühlen“ beraten die Mitarbeiterinnen in Fragen der Tagesbetreuung v on Kindern, helfen bei der Su- che nach Beratungsstellen zu bestimmten Problemlage n und informieren über Frei- zeit- und Bildungsangebote für Familien. Durch die Platzbörse bietet das Familienbüro zusätz lich einen Beratungs- und Ver- mittlungsservice für Eltern an, der die Suche nach einem Einrichtungsplatz erleich- tert. Ein vergleichbarer Service wird in anderen St ädten nicht vorgehalten und trägt dem Ziel, Familie und Beruf zu vereinbaren, Rechnung. Zunehmend wird das Familienbüro auch als Informatio nsbörse für die Mitarbeiterin- nen und Mitarbeiter des Amtes für Kinder, Jugendlic he und Familien und anderer städtischer Ämter genutzt. Durch die konstruktive Z usammenarbeit in der zurücklie- genden Zeit haben sie die Erfahrung gemacht, dass d ie beiden Mitarbeiterinnen des Familienbüros einen umfangreichen Pool von Informat ionen präsent haben, der die Suche nach den richtigen Ansprechpartnern erleichtert und beschleunigt. Eine wachsende Zahl von Anfragen durch Mitarbeiter der Münsteraner Krankenhäu- ser, der Schulen, der Universität und verschiedener kirchlicher Institutionen bestätigt, dass der Bekanntheitsgrad des Familienbüros weiter gewachsen ist und es als kom- petenter Kooperationspartner anerkannt ist. Kundenkontakte Im Berichtszeitraum nahmen 3.851 Kunden Kontakt zum Familienbüro auf. Das ist eine Steigerung zum vorangegangenen Berichtszeitrau m um 60,6 %. Selbst unter Berücksichtung der Tatsache, dass der erste Erfahru ngsbericht nur einen Zeitraum von 11 Monaten umfasste, ist dieser Anstieg beträchtlich. Nach wie vor nimmt das Gros der Ratsuchenden telefo nisch Kontakt zum Familien- büro auf. Der Anteil der persönlichen Besucher ist von 20,2 % auf 25,8 % gestiegen. Sie suchen, bis auf wenige Ausnahmen, das Familienb üro spontan und ohne vorhe- rige Anmeldung auf. Vermehrt werden in diesen persö nlichen Gesprächen Anliegen an die Mitarbeiterinnen herangetragen, die sehr kom plex und ungewöhnlich sind. Die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner ist oft se hr zeitaufwendig und erfordert nicht selten umfangreiche Recherchen bei anderen Behörden. 5 Die hohe Zahl der Beratungskontakte in den Monaten August bis Oktober deckt sich mit den Erfahrungen des Vorjahres und erklärt sich aus der Tatsache, dass viele Eltern, deren Kinder zu Beginn des Kindergartenjahr es noch nicht mit einem Platz versorgt sind, sich ratsuchend an das Familienbüro wenden. 279 271 254 284 323 350 347 394 373 398 315 263 0 50 100 150 200 250 300 350 400 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Anfragen im Familienbüro Januar bis Dezember 2005 6 Themenschwerpunkte 1.614 70 321 114 179 182 150 111 118 143 129 47 231 92 174 176 - 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 1.600 1.800 Ein richtu ngspla tz Prob lem e in d er KiT a Tag esmut ter Sp ielgru ppe n Elternb eiträge/ÜMB /Verpf legungsk. Fam ilie nkr ise n Sorge recht/Umgan gsrec ht Trennung, Scheidung Unterhalt Erzieh ung sfrage n K ind er Erziehun gsfrag en Ju gendlic he Pro bleme in de r S chu le Schwa ngers chaft, Erzieh ungsze it, Elt ernbrie fe Freizeit besch äftigun g Fe rienbe treuung Kost en/wirt schaft liche H ilfe al lg. Anfragen im Familienbüro Januar bis Dezember 2005 Die Zahlenerhebung im Berichtszeitraum hat die Erfa hrung des Vorjahres bestätigt, dass ein Schwerpunktthema die Fragen zur Tagesbetreuung von Kindern in unter- schiedlicher Form sind. Zwar ist die Zahl der Anfra gen im Verhältnis zum Vorjahres- bericht von 62,6 % auf 59,7 % gesunken, bildet aber immer noch den größten The- menblock. Ein leichter Anstieg von 13,6 % auf 14,6 % ist im Bereich Familienkrisen zu verzeichnen. Der Themenblock Erziehungsfragen ist von 10,3 % auf 14,3 % ge- stiegen. Da in diesen drei Bereichen die deutlichst en Veränderungen zu verzeichnen sind, sollen sie nachfolgend ausführlicher kommentiert werden. Kindertagesbetreuung (59,7 %) Der Service der Kindergartenplatzbörse, der von den Mitarbeiterinnen des Familien- büros angeboten wird, erfreut sich ganzjährig einer regen Nachfrage. Eltern, die ge- rade mit der Suche nach einem Einrichtungsplatz beginnen, wählen ebenso die Tele- fonnummer der Platzbörse, wie Eltern, die bereits e igenständig gesucht und Absa- gen erhalten haben. Zunehmend verweisen Kindertages einrichtungen Eltern an die Platzbörse, wenn sie Aufnahmeanträge ablehnen müsse n. Der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder, die das 3. Lebe nsjahr vollendet haben in Verbin- dung mit dem Ende der Elternzeit führen dazu, dass die Suche nach Einrichtungs- plätzen nicht auf bestimmte Jahreszeiten oder Anmel defristen beschränkt bleibt, sondern ganzjährig als Thema präsent ist. 7 Die differenziertere Erhebung der Beratungszahlen z um Themenkomplex Einrich- tungsplatz in diesem Jahr hat gezeigt, dass 37,1 % der Anfragen die Suche nach einem Einrichtungsplatz zum dritten Geburtstag zum Gegenstand hatten, zu 34,6 % suchten Eltern zum Beginn des Kindergartenjahres ei nen Platz. 28,3 % der Anfragen hatten die Suche nach einem Platz für ein unter dreijähriges Kind zum Inhalt. Die digitale Bären-Broschüre hat sich für Benutzer des Internets als Instrument bei der Suche nach einem wohnortnahen Einrichtungsplatz durchgesetzt. Die kontinuier- liche Pflege schafft tagesaktuelle Informationen, d ie auch für Eltern, die erst einen Umzug nach Münster planen, abrufbar sind. Familienkrisen (14,6 %) Hinter dem Themenblock Familienkrisen verbergen sic h zum einen Fragestellungen, die sich im Zusammenleben von Familien entwickeln. Eltern suchen zu einem sehr frühen Zeitpunkt das Gespräch mit den Mitarbeiterin nen des Familienbüros, um für sich selbst zu klären, ob ihr Problem eine „Alltags erscheinung“ ist, für die sie selbst Lösungsstrategien entwickeln können oder ob profess ionelle Hilfe gesucht werden sollte. Das Thema „Familie“ nimmt in den Medien ein en immer breiteren Raum ein, Eltern vergleichen sich mit den präsentierten Model lfamilien und sind nicht selten verunsichert. Hier versteht sich das Familienbüro a ls Wegbereiter auf der Suche nach dem passgenauen Beratungsangebot oder dem w ohnungsnahen Elternkur- sus. Zum anderen beinhaltet dieser Themenblock Anfragen im Vorfeld oder im Nachgang von Trennung und Scheidung. Auch wenn Eltern sich a ls Paar trennen, versuchen sie, gemeinsam Eltern für ihre Kinder zu bleiben. Die persönliche Betroffenheit beider führt nicht selten dazu, das wichtige Fragen nicht mehr wohlwollend und sachlich miteinander besprochen werden können. Verbindliche Regeln, die die Situation ent- lasten könnten, können nicht mehr ohne die Hilfe ei nes unbeteiligten Dritten verein- bart werden. Das Familienbüro zeigt hier die Palett e der Beratungsinstitutionen auf und vermittelt auf Wunsch den Kontakt dorthin. Erziehungsfragen (14,3 %) Der dritte Themenblock waren Fragen zur Erziehung v on Kindern der verschiedens- ten Altersgruppen. Eltern von Säuglingen interessie ren sich für Eltern-Kind- Turngruppen oder gesunde Ernährung, Eltern von Kleinkindern suchen Beratung und Hilfe bei Sprachentwicklungsstörungen und Eltern vo n Schulkindern suchen Informa- tion über Förderangebote oder fragen, wie sie selbs t ihre Kinder schulisch unterstüt- zen können. Nach wie vor haben die Eltern von Jugen dlichen einen großen Informa- tions- und Beratungsbedarf. Auf dem Weg in die Selb stständigkeit der Kinder kommt es zu Diskussionen über Alkoholkonsum, Ausgehzeiten und die Höhe des Taschen- geldes. Auch das Thema Schulmüdigkeit und Leistungs verweigerung führt zu Kon- flikten zwischen Eltern und Kindern. Hier sehen die Mitarbeiterinnen des Familienbü- ros ihre Aufgabe darin, die Eltern mit fundierter I nformation über das Kinder- und Ju- gendschutzgesetz zu versorgen und ggfs. Gesprächspa rtner bei Beratungsstellen oder im Kommunalen Sozialdienst zu vermitteln. In jedem Fall gilt es, durch gezieltes Nachfragen h erauszufinden, ob die Familie in früheren Situationen bereits Gesprächspartner bei e iner Beratungsstelle oder Institu- 8 tion wie z. B. der Schulpsychologischen Beratungsstelle oder Beratungsstelle für Ent- wicklungsfragen im Kindes- und Jugendalter hatte. Die Mitarbeiterinnen des Familienbüros versuchen hi er, die Verbindung wieder auf- zunehmen und an diese Prozesse anzuknüpfen. So muss die Familie nicht immer wieder neu von ihrer Notlage berichten. Wertvolle Z eit, die mit der Erhebung einer Anamnese verbracht werden müsste, kann so für die B eratung und den helfenden Prozess genutzt werden. Hotline-Aktionen Bei der Durchführung von Hotline-Aktionen ist das Familienbüro inzwischen ein wichtiger Kooperationspartner. Die Eltern-Hotline der Drogenberatungsstelle zum Thema „Voll ist out“ war im Februar an vier Tagen im Familienbüro geschaltet. Von hier erfolgte die Vermittlung zu den Gesprächspartnern bei den beteiligten Bera- tungsstellen der Freien Verbände und der Stadtverwaltung und zur Polizei. Am 04.07.2005 war das Familienbüro Drehscheibe für die Experten-Hotline rund um die Themen Erziehung, Bild ung und Betreuung in Münster, die auf Initiative des Netzwerkes für Familien in Münster zustande kam. Hier fand eine enge Zusammenarbeit mit den Beratungsstellen vom Diakonischen Werk und vom Caritas- Verband, dem Kinderschutzbund, dem Haus der Familie , der Lebenshilfe, dem Verein Eltern helfen Eltern e. V. und dem Verein Münsteraner Tageseltern e. V. statt. Fer ner waren mehrere Fachstellen des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien, des Gesundheitsamtes und des Schulamtes in die Aktion eingebunden. 9 Familienbüro vor Ort Gerne kommen die Mitarbeiterinnen des Familienbüros Einladungen von Münsteraner Institutionen nach, die Angebotspalette des Amtes, besonders im Bereich der Tagesbetreuung von Kindern, vorzustellen. Im Oktober 2005 beteiligte sich das Familienbüro an dem Infotag für studierende Eltern an der Fachhoch- schule. Ferner nahm eine Mitarbeiterin des Familienbüros im Oktober 2005 an einer Informationsveranstaltung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Mün ster teil. Bei beiden Veranstaltungen konnte in komprimi erter Form eine Vielzahl konstruktiver Beratungsgespräche geführt werden. Diese Form der Information soll wei ter ausgebaut werden, da sie eine Entlastung in der täglichen Beratungsarbeit darstellt. Zusammenarbeit mit der AMS Seit Mai 2005 hat eine Mitarbeiterin der Arbeitsgem einschaft Münster (AMS) ihren Arbeitsplatz auf der Etage des Familienbüros. In Ko operation mit den Mitarbeiterin- nen und Mitarbeitern des Amtes für Kinder, Jugendli che und Familien berät sie zu Kinderbetreuungsmöglichkeiten für Bezieherinnen von ALG II. Die enge Zusammenarbeit zwischen AMS, der Beratungs stelle für Kindertagespflege und dem Familienbüro ermöglicht schnell und unbürok ratisch passgenaue Hilfsange- bote. Kooperation und Vernetzung Ein vorrangiges Ziel im Berichtszeitraum war es, de n Bekanntheitsgrad des Famili- enbüros weiter auszubauen und die enge Zusammenarbe it mit den verschiedensten Institutionen zu intensivieren. So hospitierte eine Mitarbeiterin des Familienbüros einen Tag lang im Kundenzent- rum des Sozialamtes, um die Themenschwerpunkte dies er Anlaufstelle besser ken- nen zu lernen und Ratsuchende zukünftig zielgericht eter weiter verweisen zu kön- 10 nen. Die Zusammenarbeit mit den Beratern des Kunden zentrums gestaltet sich seit- her sehr produktiv, es findet ein kontinuierlicher telefonischer Austausch statt. Beide Mitarbeiterinnen des Familienbüros besuchten eine Team-Sitzung der Müns- ter-Information (ehem. Bürgerberatung und Tourist-I nformation), einer weiteren wich- tigen Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger in Mü nster, und stellten ihre Arbeit und ihre Zuständigkeiten vor. Seit diesem Zeitpunkt häu fen sich die Fälle, in denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Münster-Inform ation Ratsuchende nach kurzer telefonischer Absprache in das Familienbüro schicke n. Gleichzeitig ist die Münster- Information für das Familienbüro eine wichtige Quel le zuverlässiger Informationen zu den Themen Freizeit und Stadttouristik geworden. Jeweils eine Mitarbeiterin des Familienbüros nimmt an den Sitzungen der Arbeitsge- meinschaften nach § 78 SGB VIII „Familienförderung“ und „Kindertagesbetreuung“ teil. So ist gewährleistet, dass in diesen beiden T hemenschwerpunkten ein kontinu- ierlicher Informationsaustausch und eine enge Zusam menarbeit mit den Vertretern der Freien Trägerlandschaft stattfindet. Ausblick Ein Schwerpunkt der Arbeit im Jahr 2006 wird gepräg t sein vom Ausbau der Kinder- tagesbetreuungsmöglichkeiten in Münster. Die Mitarb eiterinnen des Familienbüros werden eingebunden sein in die Entwicklung flexible r Betreuungszeiten mit Blick auf die neuen Anforderungen des Arbeitsmarktes und in d ie weiteren Aktivitäten zum Ausbau präventiver Angebote der Kinder- und Jugendh ilfe in Münster (Familienzent- ren). Der im KICK (Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe) fest- gelegte Anspruch von Eltern auf umfassende Beratung bei der Auswahl des Betreu- ungsplatzes für ihr Kind wird einen breiten Raum be i den Kundenkontakten einneh- men. Ein weiterer Schwerpunkt werden Aktivitäten zur Opt imierung der Verteilung der El- ternbriefe an Münsteraner Eltern sein. Zurzeit erre icht das Amt für Kinder, Jugendli- che und Familien mit diesem Service für junge Famil ien rund 70 % der Eltern erstge- borener Kinder in Münster. Datenschutzrechtliche Gr ünde führen dazu, dass die Ad- ressen der verbleibenden 30 % nicht erfasst werden können. Durch engere Koopera- tion mit den Kinderärzten, den Hebammen und den Ver anstaltern von Stillgruppen u. ä. in Münster soll der Kontakt zu diesen Familie n hergestellt werden, damit sie in den Verteiler der Elternbriefe aufgenommen werden können. 11 Statistik auf einen Blick Auswertung Familienbüro gesamt Adresse und kurze Beratung gezielte Frage Beratung: unklare Problemlage pers. Beratung: gezielte Frage pers. Beratung: unklare Problemlage Einrichtungsplatz 1.614 202 664 369 239 140 Suche zum Sommer 558 83 238 114 89 34 Suche zum 3. Geburtstag 599 69 239 148 85 58 Suche für Kinder unter 3 J. 457 50 187 107 65 48 Probleme in der KiTa 70 5 19 34 6 6 Tagesmutter 321 70 106 67 47 31 Alternative (fehlender Einrichtungsplatz) 184 24 66 46 35 13 Suche nach Tagesmutter 137 46 40 21 12 18 Spielgruppen 114 47 24 13 19 11 Elternbeiträge/ÜMB/Verpflegungsk. 179 43 75 20 31 10 Familienkrisen 182 18 37 73 24 30 Sorgerecht/Umgangsrecht 150 29 35 38 28 20 Trennung, Scheidung 111 11 37 33 19 11 Unterhalt 118 44 20 19 21 14 Erziehungsfragen Kinder 143 3 58 33 22 27 Erziehungsfragen Jugendliche 129 3 43 31 16 36 Probleme in der Schule 47 2 22 13 5 5 Schwangerschaft, Erziehungszeit, Elternbriefe 231 9 105 49 40 28 Freizeitbeschäftigung 92 29 37 6 18 2 Ferienbetreuung 174 30 75 43 21 5 Kosten/wirtschaftliche Hilfe allg. 176 60 37 19 31 29 Schulklassen (Information über Aufgabenspektrum des Amtes) 4 Gesamter Zeitraum 3.851 persönlich im Familienbüro 992 Summen persönlich 587 405
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0284/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 12.04.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37