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V/0284/2006

Jahresbericht 2005 des Familienbüros

Vorlage 12.04.2006

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Nächste Beratung: Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien, Sitzung am 03.05.2006, TOP 5

Berichtsvorlage

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Ansehen

Jahresbericht 2005 des Familienbüros

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Ansehen

Berichtsvorlage

4098 Zeichen

V/0284/2006 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresbericht 2005 des Familienbüros 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
03.05.2006 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Nachdem das Team des Familienbüros im vergangenen Jahr einen ersten Erfahrungsbe-
richt für die Zeit vom 01.10.2003 bis 31.08. 2004 vorgelegt hat, wird mit dieser Vorlage 
und zukünftig das Kalenderjahr als Berichtszeitraum gewählt.  
 
• Im Familienbüro erhalten Eltern, Großel tern und andere Erzieher Informationen 
und erste Beratung zu allen Fragen rund um  die Themen Familien, Elternschaft 
und Erziehung. Entsprechend dem Amtsziel „Familien sollen sich in Münster 
wohl fühlen“  beraten die Mitarbeiterinnen in  Fragen der Tagesbetreuung von 
Kindern, helfen bei der Suche nach Beratungsstellen zu bestimmten Problemla-
gen und informieren über Freizeit- und Bildungsangebote für Familien.  
 
• Durch die Platzbörse bietet das Familienbüro zusä tzlich einen Beratungs- und 
Vermittlungsservice für Eltern an, der die Suche nach einem Einrichtungsplatz er-
leichtert. Ein vergleichbarer Service wird in anderen Städten nicht vorgehalten und 
trägt dem Ziel, Familie und Beruf zu vereinbaren, Rechnung.  
 
• Zunehmend wird das Familienbü ro auch als Informationsbörse für die Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeiter des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien und ande-
rer städtischer Ämter genutzt. Durch die konstruktive Zusammenarbeit in der zu-
rückliegenden Zeit haben sie die Erfahrung gemacht, dass die beiden Mitarbeite-
rinnen des Familienbüros einen umfangrei chen Pool von Informationen präsent 
haben, der die Suche nach den richtigen Ansprechpartnern erleichtert und be-
schleunigt. 
 
• Eine wachsende Zahl von Anfragen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 
Münsteraner Krankenhäuser, der Schulen, der Universität und verschiedener 
Vorlagen-Nr.: 
V/0284/2006 
Auskunft erteilt: 
Herr  Schoor 
Ruf: 
492 51 02 
E-Mail: 
SchoorW@stadt-muenster.de 
Datum: 
12.04.2006 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0284/2006 
 
kirchlicher Institutionen bestätigt, dass der Bekanntheitsgrad des Familienbüros 
weiter gewachsen ist und es als kompetenter Kooperationspartner anerkannt ist.  
 
Im Berichtszeitraum nahmen 3.851 Kunden Kontakt zum Familienbüro auf. Das ist eine 
Steigerung zum vorangegangenen Berichtszeitraum um 60,6 %. Selbst unter Berücksich-
tung der Tatsache, dass der erste Erfahrungsbericht nur einen Zeitraum von 11 Monaten 
umfasste, ist dieser Anstieg beträchtlich.  
 
Die Zahlenerhebung im Berichtszeitraum hat die Erfahrung des Vorjahres bestätigt, dass 
ein Schwerpunktthema die Fragen zur Tagesbet reuung von Kindern in unterschiedlicher 
Form sind. Ein leichter Anstieg ist im Bere ich Familienkrisen zu verzeichnen, der The-
menblock Erziehungsfragen ist ebenfalls vermehrt vertreten. Diese drei Bereiche werden 
im Bericht ausführlicher kommentiert.  
 
Ein Schwerpunkt der Arbeit im  Jahr 2006 wird geprägt sein  vom Ausbau der Kinderta-
gesbetreuungsmöglichkeiten in Münster. Die Mitarbeiterinnen des Familienbüros werden 
eingebunden sein in die Entwicklung flexible r Betreuungszeiten mit Blick auf die neuen 
Anforderungen des Arbeitsmarktes und in die weiteren Aktivitäten zum Ausbau präventi-
ver Angebote der Kinder- und Jugendhilfe in M ünster (Familienzentren). Der im KICK 
(Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder- und J ugendhilfe) festgelegte Anspruch von 
Eltern auf umfassende Beratung bei der Auswahl des Betreuungsplatzes für ihr Kind wird 
einen breiten Raum bei den Kundenkontakten einnehmen.  
 
Ein weiterer Schwerpunkt werden Aktivitäten zur Optimierung der Verteilung der Eltern-
briefe an Münsteraner Eltern sein. Zurzeit e rreicht das Amt für Kinder, Jugendliche und 
Familien mit diesem Service für junge Famili en rund 70 % der Eltern erstgeborener Kin-
der in Münster. Durch engere Kooperation mit den Kinder ärzten, den Hebammen und 
den Veranstaltern von Stillgruppen u. ä. in M ünster soll der Verteilerkreis erweitert wer-
den. 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Dr. Klein 
Stadträtin

Jahresbericht 2005 des Familienbüros

18246 Zeichen

Jahresbericht 2005

Stadt Münster 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
- Familienbüro - 
 
Redaktion 
: 
Margret Lengemann 
Heidemarie Neumair-Otto 
 
 
 
April 2006

3 
 

















 
 
 
 
Vorwort 4
 
Kundenkontakte 4  
Themenschwerpunkte 6  
Hotline-Aktionen 8  
Familienbüro vor Ort 9  
Zusammenarbeit mit der AMS 9  
Kooperation und Vernetzung 9  
Ausblick 10  
Statistik auf einen Blick 11  
 
 
 
 

4 
 
Vorwort 
 
Nachdem das Team des Familienbüros einen ersten Erf ahrungsbericht für die Zeit 
vom 01.10.2003 bis 31.08.2004 vorgelegt hat, wird m it diesem Bericht und zukünftig 
das Kalenderjahr als Berichtszeitraum gewählt. Das Familienbüro legt somit einen 
klassischen Jahresbericht vor, der Querverbindungen und Rückschlüsse zu den Jah- 
resberichten anderer Fachstellen und dem Geschäftsb ericht des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien möglich macht. 
 
Im Familienbüro erhalten Eltern, Großeltern und and ere Erzieher Informationen und 
erste Beratung zu allen Fragen rund um die Themen F amilien, Elternschaft und Er- 
ziehung. Gemäß dem Amtsziel „Familien sollen sich in Münster wohl fühlen“ beraten 
die Mitarbeiterinnen in Fragen der Tagesbetreuung v on Kindern, helfen bei der Su- 
che nach Beratungsstellen zu bestimmten Problemlage n und informieren über Frei- 
zeit- und Bildungsangebote für Familien.  
Durch die Platzbörse bietet das Familienbüro zusätz lich einen Beratungs- und Ver- 
mittlungsservice für Eltern an, der die Suche nach einem Einrichtungsplatz erleich- 
tert. Ein vergleichbarer Service wird in anderen St ädten nicht vorgehalten und trägt 
dem Ziel, Familie und Beruf zu vereinbaren, Rechnung.  
 
Zunehmend wird das Familienbüro auch als Informatio nsbörse für die Mitarbeiterin- 
nen und Mitarbeiter des Amtes für Kinder, Jugendlic he und Familien und anderer 
städtischer Ämter genutzt. Durch die konstruktive Z usammenarbeit in der zurücklie- 
genden Zeit haben sie die Erfahrung gemacht, dass d ie beiden Mitarbeiterinnen des 
Familienbüros einen umfangreichen Pool von Informat ionen präsent haben, der die 
Suche nach den richtigen Ansprechpartnern erleichtert und beschleunigt. 
 
Eine wachsende Zahl von Anfragen durch Mitarbeiter der Münsteraner Krankenhäu- 
ser, der Schulen, der Universität und verschiedener  kirchlicher Institutionen bestätigt, 
dass der Bekanntheitsgrad des Familienbüros weiter gewachsen ist und es als kom- 
petenter Kooperationspartner anerkannt ist.  
 
 
Kundenkontakte 
 
Im Berichtszeitraum nahmen 3.851 Kunden Kontakt zum  Familienbüro auf. Das ist 
eine Steigerung zum vorangegangenen Berichtszeitrau m um 60,6 %. Selbst unter 
Berücksichtung der Tatsache, dass der erste Erfahru ngsbericht nur einen Zeitraum 
von 11 Monaten umfasste, ist dieser Anstieg beträchtlich.  
 
Nach wie vor nimmt das Gros der Ratsuchenden telefo nisch Kontakt zum Familien- 
büro auf. Der Anteil der persönlichen Besucher ist von 20,2 % auf 25,8 % gestiegen. 
Sie suchen, bis auf wenige Ausnahmen, das Familienb üro spontan und ohne vorhe- 
rige Anmeldung auf. Vermehrt werden in diesen persö nlichen Gesprächen Anliegen 
an die Mitarbeiterinnen herangetragen, die sehr kom plex und ungewöhnlich sind. Die 
Suche nach dem richtigen Ansprechpartner ist oft se hr zeitaufwendig und erfordert 
nicht selten umfangreiche Recherchen bei anderen Behörden.

5 
 
Die hohe Zahl der Beratungskontakte in den Monaten August bis Oktober deckt sich 
mit den Erfahrungen des Vorjahres und erklärt sich aus der Tatsache, dass viele  
Eltern, deren Kinder zu Beginn des Kindergartenjahr es noch nicht mit einem Platz 
versorgt sind, sich ratsuchend an das Familienbüro wenden. 
 
279 271 254 
284 
323 
350 347 
394 373 
398 
315 
263 
0
50 
100 
150 
200 
250 
300 
350 
400 
Januar 
Februar 
März April Mai 
Juni Juli 
August 
September 
Oktober 
November 
Dezember 
Anfragen im Familienbüro Januar bis Dezember 2005

6 
 
Themenschwerpunkte 
 
 1.614   
70 
321 
114 179 182 150 111 118 143 129 
47 
231 
92 
174 176 
-  
200 
400 
600 
800 
1.000 
1.200 
1.400 
1.600 
1.800 
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Anfragen im Familienbüro Januar bis Dezember 2005 
 
 
Die Zahlenerhebung im Berichtszeitraum hat die Erfa hrung des Vorjahres bestätigt, 
dass ein Schwerpunktthema die Fragen zur Tagesbetreuung von Kindern  in unter- 
schiedlicher Form sind. Zwar ist die Zahl der Anfra gen im Verhältnis zum Vorjahres- 
bericht von 62,6 % auf 59,7 % gesunken, bildet aber  immer noch den größten The- 
menblock. Ein leichter Anstieg von 13,6 % auf 14,6 % ist im Bereich Familienkrisen  
zu verzeichnen. Der Themenblock Erziehungsfragen  ist von 10,3 % auf 14,3 % ge- 
stiegen. Da in diesen drei Bereichen die deutlichst en Veränderungen zu verzeichnen 
sind, sollen sie nachfolgend ausführlicher kommentiert werden.  
 
Kindertagesbetreuung (59,7 %) 
Der Service der Kindergartenplatzbörse, der von den  Mitarbeiterinnen des Familien- 
büros angeboten wird, erfreut sich ganzjährig einer  regen Nachfrage. Eltern, die ge- 
rade mit der Suche nach einem Einrichtungsplatz beginnen, wählen ebenso die Tele- 
fonnummer der Platzbörse, wie Eltern, die bereits e igenständig gesucht und Absa- 
gen erhalten haben. Zunehmend verweisen Kindertages einrichtungen Eltern an die 
Platzbörse, wenn sie Aufnahmeanträge ablehnen müsse n. Der Rechtsanspruch auf 
einen Kindergartenplatz für Kinder, die das 3. Lebe nsjahr vollendet haben in Verbin- 
dung mit dem Ende der Elternzeit führen dazu, dass die Suche nach Einrichtungs- 
plätzen nicht auf bestimmte Jahreszeiten oder Anmel defristen beschränkt bleibt, 
sondern ganzjährig als Thema präsent ist.

7 
 
 
Die differenziertere Erhebung der Beratungszahlen z um Themenkomplex Einrich- 
tungsplatz in diesem Jahr hat gezeigt, dass 37,1 % der Anfragen die Suche nach 
einem Einrichtungsplatz zum dritten Geburtstag zum Gegenstand hatten, zu 34,6 % 
suchten Eltern zum Beginn des Kindergartenjahres ei nen Platz. 28,3 % der Anfragen 
hatten die Suche nach einem Platz für ein unter dreijähriges Kind zum Inhalt. 
 
Die digitale Bären-Broschüre hat sich für Benutzer des Internets als Instrument bei 
der Suche nach einem wohnortnahen Einrichtungsplatz  durchgesetzt. Die kontinuier- 
liche Pflege schafft tagesaktuelle Informationen, d ie auch für Eltern, die erst einen 
Umzug nach Münster planen, abrufbar sind. 
 
Familienkrisen (14,6 %) 
Hinter dem Themenblock Familienkrisen verbergen sic h zum einen Fragestellungen, 
die sich im Zusammenleben von Familien entwickeln. Eltern suchen zu einem sehr 
frühen Zeitpunkt das Gespräch mit den Mitarbeiterin nen des Familienbüros, um für 
sich selbst zu klären, ob ihr Problem eine „Alltags erscheinung“ ist, für die sie selbst 
Lösungsstrategien entwickeln können oder ob profess ionelle Hilfe gesucht werden 
sollte. Das Thema „Familie“ nimmt in den Medien ein en immer breiteren Raum ein, 
Eltern vergleichen sich mit den präsentierten Model lfamilien und sind nicht selten 
verunsichert. Hier versteht sich das Familienbüro a ls Wegbereiter auf der Suche 
nach dem passgenauen  Beratungsangebot  oder  dem w ohnungsnahen Elternkur- 
sus.  
Zum anderen beinhaltet dieser Themenblock Anfragen im Vorfeld oder im Nachgang 
von Trennung und Scheidung. Auch wenn Eltern sich a ls Paar trennen, versuchen 
sie, gemeinsam Eltern für ihre Kinder zu bleiben. Die persönliche Betroffenheit beider 
führt nicht selten dazu, das wichtige Fragen nicht mehr wohlwollend und sachlich 
miteinander besprochen werden können. Verbindliche Regeln, die die Situation ent- 
lasten könnten, können nicht mehr ohne die Hilfe ei nes unbeteiligten Dritten verein- 
bart werden. Das Familienbüro zeigt hier die Palett e der Beratungsinstitutionen auf 
und vermittelt auf Wunsch den Kontakt dorthin. 
 
Erziehungsfragen (14,3 %) 
Der dritte Themenblock waren Fragen zur Erziehung v on Kindern der verschiedens- 
ten Altersgruppen. Eltern von Säuglingen interessie ren sich für Eltern-Kind-
Turngruppen oder gesunde Ernährung, Eltern von Kleinkindern suchen Beratung und 
Hilfe bei Sprachentwicklungsstörungen und Eltern vo n Schulkindern suchen Informa- 
tion über Förderangebote oder fragen, wie sie selbs t ihre Kinder schulisch unterstüt- 
zen können. Nach wie vor haben die Eltern von Jugen dlichen einen großen Informa- 
tions- und Beratungsbedarf. Auf dem Weg in die Selb stständigkeit der Kinder kommt 
es zu Diskussionen über Alkoholkonsum, Ausgehzeiten  und die Höhe des Taschen- 
geldes. Auch das Thema Schulmüdigkeit und Leistungs verweigerung führt zu Kon- 
flikten zwischen Eltern und Kindern. Hier sehen die  Mitarbeiterinnen des Familienbü- 
ros ihre Aufgabe darin, die Eltern mit fundierter I nformation über das Kinder- und Ju- 
gendschutzgesetz zu versorgen und ggfs. Gesprächspa rtner bei Beratungsstellen 
oder im Kommunalen Sozialdienst zu vermitteln. 
In jedem Fall gilt es, durch gezieltes Nachfragen h erauszufinden, ob die Familie in 
früheren Situationen bereits Gesprächspartner bei e iner Beratungsstelle oder Institu-

8 
 
tion wie z. B. der Schulpsychologischen Beratungsstelle oder Beratungsstelle für Ent- 
wicklungsfragen im Kindes- und Jugendalter hatte.  
Die Mitarbeiterinnen des Familienbüros versuchen hi er, die Verbindung wieder auf- 
zunehmen und an diese Prozesse anzuknüpfen. So muss  die Familie nicht immer 
wieder neu von ihrer Notlage berichten. Wertvolle Z eit, die mit der Erhebung einer 
Anamnese verbracht werden müsste, kann so für die B eratung und den helfenden 
Prozess genutzt werden.  
 
 
Hotline-Aktionen 
 
Bei der Durchführung von Hotline-Aktionen ist 
das Familienbüro inzwischen ein wichtiger 
Kooperationspartner.  
Die Eltern-Hotline der Drogenberatungsstelle 
zum Thema „Voll ist out“ war im Februar an vier 
Tagen im Familienbüro geschaltet.  
Von hier erfolgte die Vermittlung zu den 
Gesprächspartnern bei den beteiligten Bera- 
tungsstellen der Freien Verbände und der 
Stadtverwaltung und zur Polizei.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Am 04.07.2005 war das Familienbüro Drehscheibe für die 
Experten-Hotline rund um die Themen Erziehung, Bild ung 
und Betreuung in Münster, die auf Initiative des Netzwerkes 
für Familien in Münster zustande kam.  
Hier fand eine enge Zusammenarbeit mit den 
Beratungsstellen vom Diakonischen Werk und vom Caritas-
Verband, dem Kinderschutzbund, dem Haus der Familie , 
der Lebenshilfe, dem Verein Eltern helfen Eltern e. V. und 
dem Verein Münsteraner Tageseltern e. V. statt. Fer ner 
waren mehrere Fachstellen des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien, des Gesundheitsamtes und des 
Schulamtes in die Aktion eingebunden.

9 
 
 
Familienbüro vor Ort 
 
Gerne kommen die Mitarbeiterinnen des Familienbüros  
Einladungen von Münsteraner Institutionen nach, die  
Angebotspalette des Amtes, besonders im Bereich der  
Tagesbetreuung von Kindern, vorzustellen.  
Im Oktober 2005 beteiligte sich das Familienbüro an  
dem Infotag für studierende Eltern an der Fachhoch-
schule. 
 
 
Ferner nahm eine Mitarbeiterin des Familienbüros im  
Oktober 2005 an einer Informationsveranstaltung für  die 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Mün ster 
teil. Bei beiden Veranstaltungen konnte in komprimi erter 
Form eine Vielzahl konstruktiver Beratungsgespräche  
geführt werden. Diese Form der Information soll wei ter 
ausgebaut werden, da sie eine Entlastung in der 
täglichen Beratungsarbeit darstellt.  
 
 
 
 
 
 
 
Zusammenarbeit mit der AMS 
 
Seit Mai 2005 hat eine Mitarbeiterin der Arbeitsgem einschaft Münster (AMS) ihren 
Arbeitsplatz auf der Etage des Familienbüros. In Ko operation mit den Mitarbeiterin- 
nen und Mitarbeitern des Amtes für Kinder, Jugendli che und Familien berät sie zu 
Kinderbetreuungsmöglichkeiten für Bezieherinnen von ALG II.  
Die enge Zusammenarbeit zwischen AMS, der Beratungs stelle für Kindertagespflege 
und dem Familienbüro ermöglicht schnell und unbürok ratisch passgenaue Hilfsange- 
bote. 
 
 
Kooperation und Vernetzung 
 
Ein vorrangiges Ziel im Berichtszeitraum war es, de n Bekanntheitsgrad des Famili- 
enbüros weiter auszubauen und die enge Zusammenarbe it mit den verschiedensten 
Institutionen zu intensivieren. 
So hospitierte eine Mitarbeiterin des Familienbüros  einen Tag lang im Kundenzent- 
rum des Sozialamtes, um die Themenschwerpunkte dies er Anlaufstelle besser ken- 
nen zu lernen und Ratsuchende zukünftig zielgericht eter weiter verweisen zu kön-

10  
 
nen. Die Zusammenarbeit mit den Beratern des Kunden zentrums gestaltet sich seit- 
her sehr produktiv, es findet ein kontinuierlicher telefonischer Austausch statt. 
 
Beide Mitarbeiterinnen des Familienbüros besuchten eine Team-Sitzung der Müns- 
ter-Information (ehem. Bürgerberatung und Tourist-I nformation), einer weiteren wich- 
tigen Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger in Mü nster, und stellten ihre Arbeit und 
ihre Zuständigkeiten vor. Seit diesem Zeitpunkt häu fen sich die Fälle, in denen die 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Münster-Inform ation Ratsuchende nach kurzer 
telefonischer Absprache in das Familienbüro schicke n. Gleichzeitig ist die Münster-
Information für das Familienbüro eine wichtige Quel le zuverlässiger Informationen zu 
den Themen Freizeit und Stadttouristik geworden. 
 
Jeweils eine Mitarbeiterin des Familienbüros nimmt an den Sitzungen der Arbeitsge- 
meinschaften nach § 78 SGB VIII „Familienförderung“  und „Kindertagesbetreuung“ 
teil. So ist gewährleistet, dass in diesen beiden T hemenschwerpunkten ein kontinu- 
ierlicher Informationsaustausch und eine enge Zusam menarbeit mit den Vertretern 
der Freien Trägerlandschaft stattfindet. 
 
 
Ausblick 
 
Ein Schwerpunkt der Arbeit im Jahr 2006 wird gepräg t sein vom Ausbau der Kinder- 
tagesbetreuungsmöglichkeiten in Münster. Die Mitarb eiterinnen des Familienbüros 
werden eingebunden sein in die Entwicklung flexible r Betreuungszeiten mit Blick auf 
die neuen Anforderungen des Arbeitsmarktes und in d ie weiteren Aktivitäten zum 
Ausbau präventiver Angebote der Kinder- und Jugendh ilfe in Münster (Familienzent- 
ren). Der im KICK (Gesetz zur Weiterentwicklung der  Kinder- und Jugendhilfe) fest- 
gelegte Anspruch von Eltern auf umfassende Beratung  bei der Auswahl des Betreu- 
ungsplatzes für ihr Kind wird einen breiten Raum be i den Kundenkontakten einneh- 
men.  
 
Ein weiterer Schwerpunkt werden Aktivitäten zur Opt imierung der Verteilung der El- 
ternbriefe an Münsteraner Eltern sein. Zurzeit erre icht das Amt für Kinder, Jugendli- 
che und Familien mit diesem Service für junge Famil ien rund 70 % der Eltern erstge- 
borener Kinder in Münster. Datenschutzrechtliche Gr ünde führen dazu, dass die Ad- 
ressen der verbleibenden 30 % nicht erfasst werden können. Durch engere Koopera- 
tion mit den Kinderärzten, den Hebammen und den Ver anstaltern von Stillgruppen 
u. ä. in Münster soll der Kontakt zu diesen Familie n hergestellt werden, damit sie in 
den Verteiler der Elternbriefe aufgenommen werden können.

11  
 
 
Statistik auf einen Blick 
 
Auswertung Familienbüro gesamt  Adresse und 
kurze Beratung gezielte Frage 
Beratung: 
unklare 
Problemlage 
pers. Beratung: 
gezielte Frage 
pers. Beratung: 
unklare 
Problemlage 
Einrichtungsplatz 1.614        202             664          369             239             140             
Suche zum Sommer 558           83               238          114             89               34               
Suche zum 3. Geburtstag 599           69               239          148             85               58               
Suche für Kinder unter 3 J. 457           50               187          107             65               48               
Probleme in der KiTa 70             5                 19            34               6                 6                 
Tagesmutter 321           70               106          67               47               31               
Alternative (fehlender Einrichtungsplatz) 184           24               66            46               35               13               
Suche nach Tagesmutter 137           46               40            21               12               18               
 Spielgruppen 114           47               24            13               19               11               
Elternbeiträge/ÜMB/Verpflegungsk. 179           43               75            20               31               10               
Familienkrisen 182           18               37            73               24               30               
Sorgerecht/Umgangsrecht 150           29               35            38               28               20               
Trennung, Scheidung 111           11               37            33               19               11               
Unterhalt 118           44               20            19               21               14               
Erziehungsfragen Kinder 143           3                 58            33               22               27               
Erziehungsfragen Jugendliche 129           3                 43            31               16               36               
Probleme in der Schule 47             2                 22            13               5                 5                 
Schwangerschaft, Erziehungszeit, 
Elternbriefe 
231           9                 105          49               40               28               
Freizeitbeschäftigung 92             29               37            6                 18               2                 
Ferienbetreuung 174           30               75            43               21               5                 
Kosten/wirtschaftliche Hilfe allg. 176           60               37            19               31               29               
Schulklassen (Information über 
Aufgabenspektrum des Amtes)  4
Gesamter Zeitraum 3.851   
persönlich im Familienbüro 992           Summen persönlich 587             405

Beratungsverlauf (1)

03.05.2006 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0284/2006
Typ
Vorlage
Datum
12.04.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37