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2652/2024

Jahresbericht 2023 der Naturschutzwacht für den Bezirk 2 Rodenkirchen Ost

Mitteilung BV 17.09.2024

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Anlage 1 Jahresbericht 2023 Naturschutzwacht Bezirk Rodenkirchen Ost

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Anlage 1 Jahresbericht 2023 Naturschutzwacht Bezirk Rodenkirchen Ost

3869 Zeichen

Naturschutzwacht – Jahresbericht für 2023 
Bezirk 2 – Rodenkirchen Ost 
Gerhard Wolf 
 
 
 
Im Jahr 2023 gab es im Bezirk viele, meist positive, Veränderungen. Hauptsächlich im 
Naturschutzgebiet Sürther Aue. 
Dort wurde die Rohbodenschaffung durch den BUND im Frühjahr fertig gestellt, und eine kleine 
Herde von Esel hielt Einzug in das Gelände. Intensiv von einer ehrenamtlichen Helferin des BUND 
begleitet, hat sich die Herde gut eingewöhnt und sorgt für einen niederen Bewuchs in dem 
eingegrenztem Gebiet. Durch Fraß, Tritt und scharren mit den Hufen. Ende Juni + Anfang Juli gab 
es dann Nachwuchs, ein Hengst und eine Stute wurden geboren. Allerdings ist es jetzt, im Januar 
2024, an der Zeit, dass der Hengst, namens Amore, gehen muss. Sonst wird die restliche 
Stutenherde keine Ruhe mehr haben. 
 
Die Herde macht was sie soll, jedoch leider nicht ausreichend. Das Gelände ist wohl viel zu Groß. 
Während der ganzen Vegetationsperiode mussten ständig Helfer des BUND mithelfen, die 
Verbuschung zu stoppen, bzw, zu minimieren. Da dies u.a. mit einem motorbetriebenen 
Freischneider geschieht, gibt es von Besuchern die skeptisch gestellte Frage: „ Ist es im Sommer 
wöchentlich im Naturschutzgebiet mit Motorgeräten zu arbeiten, noch wirklich noch Naturschutz? 
Wo ist denn da die Ruhe, die in einem Naturschutzgebiet eigentlich erwartet wird?“ 
 
Auch keine oder sehr seltene Sichtung der Tiere wird bemängelt. Trotz eines sogenannten 
errichteten Aussichtspunktes. 
Aber immerhin: Laut Auskunft des BUND sind etliche gefährdete und seltene Tier- und 
Pflanzenarten wieder vor Ort und breiten sich wieder aus. Das ist ja Sinn und Zweck des 
Naturschutzgebietes. Hoffen wir auf eine weitere positive Entwicklung in diese Richtung. 
 
Nicht angeleinte Hunde bleiben ansonsten bleiben ansonsten immer noch ein großes Problem. Das 
liegt unter anderem daran, das eine ausreichende, sichtbare Beschilderung des Naturschutzgebietes 
immer noch nicht vorhanden ist. Das ist dringend nötig! Auch würden die angekündigten Flyer hier 
sicherlich einen guten Beitrag zur Aufklärung leisten. 
Das Müllproblem und das illegale Wohnen im Gelände hat sich doch sehr reduziert oder auch 
erledigt. 
Rowdytum mit Zerstörungen und Farbsprayer sind allerdings jetzt häufiger unterwegs. In 
Eigenregie, aber auch durch einen BUND ehrenamtlichen Helfer versuchen wir dem zu begegnen. 
 
Lagerfeuer und zelten am Rheinufer sind auch seltener geworden. 
  
Mitte des Jahres ist dann auch die Sanierung der Linde Mauer fertig gestellt worden. Durch die 
gleichzeitige Wegesanierung, ist es jetzt wieder durchgehend möglich zum NSG Sürther Aue von 
Rodenkirchen ausgehend, zu gelangen. Eine Problematik sind jedoch, vorwiegend im Sommer, die 
Radrennfahrer. Beinaheunfälle sind an der Tagesordnung, eingebaute Schwellen wären hier 
sinnvoll. Es gibt schon viele Anwohner die den Rennstreckenbereich ( zwischen Weiß und Sürth ) 
meiden. Da wo die wassergebunden Wege anfangen, werden die Geschwindigkeiten durch 
Schlaglöcher und Wurzelerhebungen, bedeutend geringer. Ich bekomme hin und wieder zu hören, 
hoffentlich wird dieser Weg am Rheinufer niemals saniert. 
Einige Hochwasser mit und ohne Sturm haben die Beständigkeit des sanierten Weges schon unter 
Beweis gestellt.

Hier einmal ein Lob an das Grünflächenamt und AWG. Diese sind meist schnell zur Stelle wenn 
nach dem  Hochwasser Müll Astwerk und Baumstämme die Wege Versperren. Schlamm wird dann 
genauso schnell entfernt. Danke an dieser Stelle von etlichen Kölnern. 
 
Im Dezember 2023 hatten wir viele starke Stürme mit Windhosen vor allem in Rodenkirchen und 
Weißer Rheinbogen. Viele große, alte Bäume in diesem Bereich wurden durch Bruch und 
Entwurzelung zerstört. Auch die Fähre Rheinkrokodil wurde getroffen und ist fast gesunken. 
Hier ist auch jetzt im Januar 2024 noch viel Aufräumarbeit zu bewerkstelligen.

Mitteilung BV

3542 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 2652/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 30.09.2024 
 
Jahresbericht 2023 der Naturschutzwacht für den Bezirk 2 Rodenkirchen Ost 
In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2023 des Naturschutzwartes Herrn Wolf für den 
Bezirk 2 zur Kenntnis. 
 
 
Die UNB möchte sich bei Herrn Wolf für sein Engagement im Bezirk 2 bedanken. 
 
Zu den von Herrn Wolf angesprochenen Themen möchten wir uns wie folgt äußern. 
 
Eselbeweidung im NSG Am Godorfer Hafen 
Auch wenn derzeit der Eindruck entstehen mag, die Fläche sei zu groß für die Anzahl der 
Esel, um sie komplett zu beweiden, ist die Herdengröße dennoch zunächst bewusst relativ 
klein gehalten. Die Esel schädigen durch Verbiss und Tritt viele derzeit noch auf der Fläche 
vorkommende Arten, brauchen jedoch auch Gras, um ihren Proteinbedarf zu decken. Der 
Grasanteil ist derzeit noch zu gering, um mehr Esel auf die Fläche zu schicken. Er steigt je-
doch seit Beginn der Beweidungsmaßnahme merklich an. Bei steigendem Grasanteil auf der 
Fläche ist die Vergrößerung der Herde definitiv Teil des Beweidungskonzepts. 
Ein maschineller Einsatz bei der Pflege der Fläche kann als Unterstützung der Esel verstan-
den werden. Solange die Eselherde aus oben genanntem Grund noch zu klein ist, um der 
Ausbreitung besonders von Hartriegel und Sommerflieder Herr zu werden, bedarf es – wie zu 
Beginn der allermeisten Maßnahmen zur Entwicklung von Natur – eines hohen Pflegeauf-
wands. Ziel ist es, den Grasanteil auf der Fläche zu erhöhen und die Eselherde stetig zu ver-
größern bis sie die Pflege der Fläche eigenständig übernehmen kann. 
Die Esel sind vom Aussichtspunkt derzeit selten zu entdecken, weil sie einerseits in relativ 
kleiner Zahl auf einer großen Fläche weiden und zudem der Teil der Fläche im Nahbereichs 
des Aussichtspunktes noch nicht beweidet wird. Die Esel arbeiten sich stetig durch den rohfa-
serreichen Aufwuchs auf der Fläche und perspektivisch ist davon auszugehen, dass sie vom 
Aussichtspunkt beobachtet werden können. 
Wie Herr Wolf auch lobenswert darstellt, entwickelt sich die Fläche positiv und es wurden 
zahlreiche seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten vor Ort beobachtet. 
 
Unangeleinte Hunde und Schutzgebietsbeschilderung 
Herr Wolf benennt die nicht ausreichende und teils nicht sichtbare Beschilderung als Grund 
dafür, dass viele unangeleinte Hunde durch das Naturschutzgebiet Am Godorfer Hafen. Die 
UNB erneuert derzeit die Beschilderung der Kölner Schutzgebiete mit Schildern, die auch dar-
über informieren, welche Verhaltensregeln im Gebiet geboten sind. Auch reagiert die Untere 
Naturschutzbehörde auf Meldungen zugewachsener oder anderweitig unleserlich gewordener 
Schilder unverzüglich. Nichtsdestotrotz kann das Phänomen der unangeleinten Hunde in

2 
 
Schutzgebieten auch dort beobachtet werden, wo eine klare Beschilderung auf die Anlein-
pflicht hinweist. Die Mitarbeiter der UNB und des Ordnungsamtes sprechen regelmäßig Hun-
debesitzer auf die Anleinpflicht an. Die allermeisten reagieren dabei verständnisvoll. Mit einer 
Informationskampagne möchte die UNB diesem Verhalten darüber hinaus begegnen. Sucht 
man im Internet nach „Mit dem Hund unterwegs in den Kölner Schutzgebieten“, gelangt man 
auf die Informationsseite der UNB zu diesem Thema. Flyer, die die Inhalte dieser Website in 
die Briefkästen der Anrainer von Schutzgebieten bringen, sind ein weiterer Schritt der Informa-
tionskampagne.

Beratungsverlauf (2)

30.09.2024 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.4 Kenntnisnahme (Mitteilung)

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
04.11.2024 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 10.2.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Am Rheinufer

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Details

Aktenzeichen
2652/2024
Typ
Mitteilung BV
Datum
17.09.2024
Erstellt
29.08.2024 15:23