2652/2024
Jahresbericht 2023 der Naturschutzwacht für den Bezirk 2 Rodenkirchen Ost
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Anlage 1 Jahresbericht 2023 Naturschutzwacht Bezirk Rodenkirchen Ost
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Naturschutzwacht – Jahresbericht für 2023 Bezirk 2 – Rodenkirchen Ost Gerhard Wolf Im Jahr 2023 gab es im Bezirk viele, meist positive, Veränderungen. Hauptsächlich im Naturschutzgebiet Sürther Aue. Dort wurde die Rohbodenschaffung durch den BUND im Frühjahr fertig gestellt, und eine kleine Herde von Esel hielt Einzug in das Gelände. Intensiv von einer ehrenamtlichen Helferin des BUND begleitet, hat sich die Herde gut eingewöhnt und sorgt für einen niederen Bewuchs in dem eingegrenztem Gebiet. Durch Fraß, Tritt und scharren mit den Hufen. Ende Juni + Anfang Juli gab es dann Nachwuchs, ein Hengst und eine Stute wurden geboren. Allerdings ist es jetzt, im Januar 2024, an der Zeit, dass der Hengst, namens Amore, gehen muss. Sonst wird die restliche Stutenherde keine Ruhe mehr haben. Die Herde macht was sie soll, jedoch leider nicht ausreichend. Das Gelände ist wohl viel zu Groß. Während der ganzen Vegetationsperiode mussten ständig Helfer des BUND mithelfen, die Verbuschung zu stoppen, bzw, zu minimieren. Da dies u.a. mit einem motorbetriebenen Freischneider geschieht, gibt es von Besuchern die skeptisch gestellte Frage: „ Ist es im Sommer wöchentlich im Naturschutzgebiet mit Motorgeräten zu arbeiten, noch wirklich noch Naturschutz? Wo ist denn da die Ruhe, die in einem Naturschutzgebiet eigentlich erwartet wird?“ Auch keine oder sehr seltene Sichtung der Tiere wird bemängelt. Trotz eines sogenannten errichteten Aussichtspunktes. Aber immerhin: Laut Auskunft des BUND sind etliche gefährdete und seltene Tier- und Pflanzenarten wieder vor Ort und breiten sich wieder aus. Das ist ja Sinn und Zweck des Naturschutzgebietes. Hoffen wir auf eine weitere positive Entwicklung in diese Richtung. Nicht angeleinte Hunde bleiben ansonsten bleiben ansonsten immer noch ein großes Problem. Das liegt unter anderem daran, das eine ausreichende, sichtbare Beschilderung des Naturschutzgebietes immer noch nicht vorhanden ist. Das ist dringend nötig! Auch würden die angekündigten Flyer hier sicherlich einen guten Beitrag zur Aufklärung leisten. Das Müllproblem und das illegale Wohnen im Gelände hat sich doch sehr reduziert oder auch erledigt. Rowdytum mit Zerstörungen und Farbsprayer sind allerdings jetzt häufiger unterwegs. In Eigenregie, aber auch durch einen BUND ehrenamtlichen Helfer versuchen wir dem zu begegnen. Lagerfeuer und zelten am Rheinufer sind auch seltener geworden. Mitte des Jahres ist dann auch die Sanierung der Linde Mauer fertig gestellt worden. Durch die gleichzeitige Wegesanierung, ist es jetzt wieder durchgehend möglich zum NSG Sürther Aue von Rodenkirchen ausgehend, zu gelangen. Eine Problematik sind jedoch, vorwiegend im Sommer, die Radrennfahrer. Beinaheunfälle sind an der Tagesordnung, eingebaute Schwellen wären hier sinnvoll. Es gibt schon viele Anwohner die den Rennstreckenbereich ( zwischen Weiß und Sürth ) meiden. Da wo die wassergebunden Wege anfangen, werden die Geschwindigkeiten durch Schlaglöcher und Wurzelerhebungen, bedeutend geringer. Ich bekomme hin und wieder zu hören, hoffentlich wird dieser Weg am Rheinufer niemals saniert. Einige Hochwasser mit und ohne Sturm haben die Beständigkeit des sanierten Weges schon unter Beweis gestellt. Hier einmal ein Lob an das Grünflächenamt und AWG. Diese sind meist schnell zur Stelle wenn nach dem Hochwasser Müll Astwerk und Baumstämme die Wege Versperren. Schlamm wird dann genauso schnell entfernt. Danke an dieser Stelle von etlichen Kölnern. Im Dezember 2023 hatten wir viele starke Stürme mit Windhosen vor allem in Rodenkirchen und Weißer Rheinbogen. Viele große, alte Bäume in diesem Bereich wurden durch Bruch und Entwurzelung zerstört. Auch die Fähre Rheinkrokodil wurde getroffen und ist fast gesunken. Hier ist auch jetzt im Januar 2024 noch viel Aufräumarbeit zu bewerkstelligen.
Mitteilung BV
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Dezernat, Dienststelle VIII/57/571 Vorlagen-Nummer 2652/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 30.09.2024 Jahresbericht 2023 der Naturschutzwacht für den Bezirk 2 Rodenkirchen Ost In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2023 des Naturschutzwartes Herrn Wolf für den Bezirk 2 zur Kenntnis. Die UNB möchte sich bei Herrn Wolf für sein Engagement im Bezirk 2 bedanken. Zu den von Herrn Wolf angesprochenen Themen möchten wir uns wie folgt äußern. Eselbeweidung im NSG Am Godorfer Hafen Auch wenn derzeit der Eindruck entstehen mag, die Fläche sei zu groß für die Anzahl der Esel, um sie komplett zu beweiden, ist die Herdengröße dennoch zunächst bewusst relativ klein gehalten. Die Esel schädigen durch Verbiss und Tritt viele derzeit noch auf der Fläche vorkommende Arten, brauchen jedoch auch Gras, um ihren Proteinbedarf zu decken. Der Grasanteil ist derzeit noch zu gering, um mehr Esel auf die Fläche zu schicken. Er steigt je- doch seit Beginn der Beweidungsmaßnahme merklich an. Bei steigendem Grasanteil auf der Fläche ist die Vergrößerung der Herde definitiv Teil des Beweidungskonzepts. Ein maschineller Einsatz bei der Pflege der Fläche kann als Unterstützung der Esel verstan- den werden. Solange die Eselherde aus oben genanntem Grund noch zu klein ist, um der Ausbreitung besonders von Hartriegel und Sommerflieder Herr zu werden, bedarf es – wie zu Beginn der allermeisten Maßnahmen zur Entwicklung von Natur – eines hohen Pflegeauf- wands. Ziel ist es, den Grasanteil auf der Fläche zu erhöhen und die Eselherde stetig zu ver- größern bis sie die Pflege der Fläche eigenständig übernehmen kann. Die Esel sind vom Aussichtspunkt derzeit selten zu entdecken, weil sie einerseits in relativ kleiner Zahl auf einer großen Fläche weiden und zudem der Teil der Fläche im Nahbereichs des Aussichtspunktes noch nicht beweidet wird. Die Esel arbeiten sich stetig durch den rohfa- serreichen Aufwuchs auf der Fläche und perspektivisch ist davon auszugehen, dass sie vom Aussichtspunkt beobachtet werden können. Wie Herr Wolf auch lobenswert darstellt, entwickelt sich die Fläche positiv und es wurden zahlreiche seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten vor Ort beobachtet. Unangeleinte Hunde und Schutzgebietsbeschilderung Herr Wolf benennt die nicht ausreichende und teils nicht sichtbare Beschilderung als Grund dafür, dass viele unangeleinte Hunde durch das Naturschutzgebiet Am Godorfer Hafen. Die UNB erneuert derzeit die Beschilderung der Kölner Schutzgebiete mit Schildern, die auch dar- über informieren, welche Verhaltensregeln im Gebiet geboten sind. Auch reagiert die Untere Naturschutzbehörde auf Meldungen zugewachsener oder anderweitig unleserlich gewordener Schilder unverzüglich. Nichtsdestotrotz kann das Phänomen der unangeleinten Hunde in 2 Schutzgebieten auch dort beobachtet werden, wo eine klare Beschilderung auf die Anlein- pflicht hinweist. Die Mitarbeiter der UNB und des Ordnungsamtes sprechen regelmäßig Hun- debesitzer auf die Anleinpflicht an. Die allermeisten reagieren dabei verständnisvoll. Mit einer Informationskampagne möchte die UNB diesem Verhalten darüber hinaus begegnen. Sucht man im Internet nach „Mit dem Hund unterwegs in den Kölner Schutzgebieten“, gelangt man auf die Informationsseite der UNB zu diesem Thema. Flyer, die die Inhalte dieser Website in die Briefkästen der Anrainer von Schutzgebieten bringen, sind ein weiterer Schritt der Informa- tionskampagne.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Am Rheinufer
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Details
- Aktenzeichen
- 2652/2024
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 17.09.2024
- Erstellt
- 29.08.2024 15:23