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AN/0439/2024

60 Meter-Bahnen beibehalten – Ost-West-Achse durch Taktverdichtung ertüchtigen!

Die Linke. Antrag nach § 3 11.03.2024

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 21.03.2024, TOP 3.1.6

Linke Antrag nach § 3

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Linke Antrag nach § 3

5352 Zeichen

Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln  
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
Rathaus, Spanischer Bau  
 50667 Köln 
Postanschrift:  
Postfach 103564 · 50475 Köln  
Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841  
E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de 
Fraktionsvorstand  
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 11.03.2024 
AN/0439/2024 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 21.03.2024 
 
60 Meter-Bahnen beibehalten – Ost-West-Achse durch Taktverdichtung ertüchtigen! 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
DIE LINKE Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung 
der kommenden Ratssitzung am 21.03.2024 zu setzen. 
 
 
Beschluss: 
Die Verwaltung wird beauftragt, die Vorlagen für die Beschlussfassung zur Kapazitätserhöhung 
auf der Ost-West-Achse um eine Variante zu erweitern. 
 
Diese Beschlussvariante soll folgende Eckpunkte beinhalten:  
 
1. Umbau der beiden oberirdischen Haltestellen Heumarkt und Neumarkt mit versetzten 
Zwillingshaltestellen, eine je Richtung. Mittelbahnsteige mit jeweils zwei Gleisen zum Aus- und 
Zusteigen, ausgelegt für 60m-Bahnen. 
 
2.Am Neumarkt soll ein Haltepunkt (in Fahrtrichtung Westen) an der vorhandenen Stelle mit 
Mittelbahnsteig und zwei Bahnsteigkanten ertüchtigt werden sowie einem vorbeiführenden Gleis 
zur weiter östlich liegenden Zwillingshaltestelle.  
Der Zwillingshalt (in Fahrtrichtung Osten) soll in der Cäcilienstraße, Höhe VHS, geplant werden 
(analog zur Variante 8.2 der Verwaltung, nur für 60m-Bahnen). 
Die Haltestelle an der Nordseite Neumarkt inkl. Umfahrt soll erhalten bleiben. 
 
3. Am Heumarkt soll der bestehende Haltepunkt (in Fahrtrichtung Westen) bündig aus dem 
Platzbereich des Heumarktes herausgerückt und mit Mittelbahnsteig und zwei Bahnsteigkanten 
ertüchtigt werden.

Der Zwillingshalt (in Fahrtrichtung Osten) soll in der Pippinstraße auf Höhe von St. Maria im 
Kapitol geplant werden, das 3. Gleis (Umfahrung der Haltestelle in Richtung Osten) via 
Pippinstraße auf die Deutzer Brücke geführt werden. 
 
4. Der Umbau der Haltestellen an den Außenästen wird gestoppt, sofern diese nicht aus 
Brandschutz- oder Gründen der Barrierefreiheit erforderlich sind. 
 
5. Die Kostenermittlung für diese Variante. 
Begründung: 
90m-Langzüge sind in Köln kein zukunftsweisendes ÖPNV-Konzept. Sie sind nur auf der Linie 1 einsetzbar, 
weil sie für die Genehmigung einen eigenen Gleiskörper auf der gesamten Strecke benötigen. Deswegen 
würde die Kapazität auch nur auf der Linie 1 erhöht. Die vermeintlichen 50 Prozent Mehrkapazität auf der 
Ost-West-Achse schrumpfen in Wirklichkeit auf deutlich unter 30 Prozent. 
Eine künftige Taktverdichtung wäre ausgeschlossen, wenn ausschließlich auf Langzüge gesetzt würde. 
Zudem haben die längeren Haltestellen für 90-Meter-Züge auch negative stadträumliche Auswirkungen: 
eine starke Barrierewirkung nicht nur in der City sondern auch in den westlichen Stadtteilen. 
Es ist unverhältnismäßig für so wenig Nutzen 34 Haltestellen entlang der gesamten Linie 1 von Weiden-
West bis Bensberg umzubauen und zu verlängern. 
Besser und kundenfreundlicher ist eine Kapazitätserhöhung durch Taktverdichtung auf der Ost-West-
Achse. Diese scheitert nicht an den Außenästen, sondern an den beiden Haltestellen Heumarkt und 
Neumarkt, die als einzige Haltestellen auf der Ost-West-Achse drei Bahnlinien (1,7,9) pro Bahnsteig 
abfertigen müssen. 
Diese beiden Nadelöhr-Haltestellen können aber ertüchtigt werden: durch Umbau zu versetzten 
Zwillingshaltestellen, eine Haltestelle je Richtung, mit Mittelbahnsteig und jeweils zwei Bahnsteigkanten 
zum Ein- und Ausstieg. 
Das Verkehrsdezernat selbst hat in den vorgelegten oberirdischen Plänen auch eine Variante mit 
versetzten Bahnsteigen am Neumarkt beschrieben: eine Haltestelle an heutiger Stelle und eine in der 
Cäcilienstraße vor der VHS (Variante 8.2), allerdings mit 90m-Langzügen. Zusätzlich kann die Haltestelle 
und Umfahrung Nordseite Neumarkt erhalten bleiben und weiterhin wie heute genutzt werden (u.a. für 
Großveranstaltungen). 
Aber bei 90m-Langzügen funktionieren versetzte Haltestellen nur am Neumarkt. Am Heumarkt ist dafür 
kein Platz. Bei der Verwirklichung des Langzug-Konzeptes würde der Heumarkt für immer das Nadelöhr 
bleiben, denn er würde nur maximal zwei Gleise haben können. Damit wären weitere 
Kapazitätserhöhungen für immer ausgeschlossen – und im Tunnel sogar noch buchstäblich zementiert. 
Das Alternativmodell mit Beibehaltung der 60-Meter-Züge und versetzten Zwillingshaltestellen an 
Heumarkt und Neumarkt ermöglicht eine doppelt so rasche Abfertigung mit je vier statt nur zwei 
Bahnsteigen und damit folgende Taktverdichtungen: 
• 20 statt bisher 12 Züge pro Richtung und Stunde auf den Linie 1 
•   8 statt bisher 6 Züge pro Richtung und Stunde auf der Linie 7 
Die Linie 9 bleibt unverändert mit 12 Zügen pro Stunde und Richtung. 
Das vorgeschlagene Konzept ist preisgünstig und rasch umsetzbar. Somit werden Kapazitäten geschaffen, 
um an anderen Stellen in Köln den Schienenausbau voranzutreiben. 
Diese 3.Alternative sollte daher in den Entscheidungsprozess zur oberirdischen Kapazitätserweiterung auf 
der Ost-West-Achse einbezogen werden. 
 
Weitere Begründung erfolgt mündlich. 
 
gez.

Michael Weisenstein 
Geschäftsführer 
Fraktion DIE LINKE

Beratungsverlauf (1)

21.03.2024 Rat
TOP 3.1.6 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0439/2024
Typ
Die Linke. Antrag nach § 3
Datum
11.03.2024
Erstellt
11.03.2024 10:59