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AN/1335/2022

Baubeginn Baumwollbleicherei in Köln-Holweide

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates 10.08.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 22.08.2022, TOP 7.2.5

Anfrage Holweide Baumwollbleicherei Baubeginn

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Anfrage Holweide Baumwollbleicherei Baubeginn

4350 Zeichen

CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
51065 Köln  -  Wiener Platz 2a              Kontakt: Stephan.Krueger@Stadt-Koeln.de
Gleichlautend an:
Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker
Rathaus Köln
Herrn Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs
Bezirksrathaus Köln-Mülheim
08. August 2022
Anfrage zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Köln-Mülheim
Hier: Baubeginn Baumwollbleicherei in Köln-Holweide
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
die Koalitionsfraktionen CDU und SPD sowie die FDP in der BV Mülheim 
bitten Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung 
zu nehmen: 
Die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Geländes der ehemaligen 
Baumwollbleicherei in Köln-Holweide (Gelände zwischen Schweinheimer 
Straße und Kochwiesenstraße) haben vor wenigen Tagen begonnen. Im 
Rahmen einer Informationsveranstaltung im Mai 2022 gab der Investor 
den aktuellen Planungsstand gegenüber der Öffentlichkeit bekannt. 
Danach stellen sich für die Koalitionsfraktionen folgende Fragen:
1. Die Verwaltung soll gegenüber dem Investor jegliche Änderungen 
der bestehenden Verkehrsführung abgelehnt haben. Auch das 
ehemalige Haupttor in der Iddelsfelder Straße dürfe nach dem 
Umbau und der Errichtung von über 250 Wohneinheiten (WE) nicht 
wieder geöffnet werden. Das bedeutet: die ganze neue Siedlung mit
den geplanten Wohneinheiten, vier Gewerbeeinheiten, Kindergarten
und Restaurant muß künftig komplett und ausschließlich über die 
Schweinheimer bzw. über die Kochwiesenstraße angefahren 
werden, auch schon während der Bauzeit. Wie begründet die 
Verwaltung die dauerhafte Abbindung der Iddelsfelder Straße von 
dem Areal?

2. Es wird mit Bodenaushub und Bauschutt in einem Volumen für 
mehrere tausend LKW gerechnet. Die Verwaltung soll jegliche 
Aufbereitung des Materials zur Wiederverwendung vor Ort 
untersagt haben. Wie begründet die Verwaltung das Verbot des 
Baustoffrezyklierens vor Ort und wie ist angesichts des 
Ratsbeschlusses ,,Klimanotstand" vom 09. Juli 2019 die Klimabilanz
der dadurch zusätzlich notwendigen mehreren tausend LKW-
Fahrten zur Beibringung von neuem Bauschotter, Kies usw.?
3. Die zu erstellende Tiefgarage unter dem Areal soll für 250 WE nur 
210 Stellplätze anbieten, inkl. eines Vorhabens mit 30 Stellplätzen 
für ein ,,Car-Sharing"-Angebot. Daneben sind nur noch 700 ober- 
und unterirdische Fahrradabstellplätze geplant. Ist die 
Zurverfügungstellung von 210 PKW-Stellplätzen für moderne 
Wohngebiete mit über 250 WE realistisch und begründet 
ausreichend (bitte wissenschaftliche Belege vorlegen)?
4. Oberirdisch und unterirdisch wird darüber hinaus kein einziger 
Besucherparkplatz vorgesehen, auch keine Flächen für 
Lieferverkehr, Schwerbehinderte usw. Erfahrungen aus 
nahegelegenen Siedlungsneubauten wie dem Oberiddelsfeld 
(Heinz-Kühn-Straße, Florentine-Eichler-Straße) zeigen, daß es nicht
nur viele Besucher in einer derartigen Siedlung gibt. Viele 
Bewohner nehmen den Tiefgaragenstellplatz z.B. aus 
Kostengründen nicht in Anspruch und überfluten umliegende 
Straßen und Grünanlagen mit dem Abstellen ihrer Fahrzeuge. Für 
Schwerbehinderte verlängern sich überdies die Wege, wenn sie 
nicht direkt vor ihren Wohngebäuden parken können. Ist das alles 
bedacht und berechnet worden bzw. womit wird das Fehlen von 
Besucherparkplätzen begründet?
 
5. Laut Investor hat man die ursprünglichen Pläne zur Verklinkerung 
der Außenfassaden und damit Anpassung an die Umgebung und 
die historischen Bestandsgebäude aufgegeben (bis auf eine Reihe 
innenliegender Fassaden gegenüber dem historischen Bestand). 
Insbesondere die neuen Gebäude am Außenrand, zur 
Schweinheimer und zur Kochwiesenstraße, sollen nun aber 
standardmäßige weiße Rauputzfassaden erhalten. Dies 
widerspricht der ursprünglichen Idee des geschlossenen und 
einheitlichen Erscheinungsbildes der neuen Siedlung. Auf dem 
Areal des Mülheimer Güterbahnhofs war die historisierende 
Fassadengestaltung von Neubauten jüngst hervorgehoben worden 
(z.B. Kölnische Rundschau, 02. August 2022). Warum wird in 
Holweide, in einem Gebiet mit dichter, historischer Wohnbebauung, 
von dieser Gestaltung abgewichen?

Mit freundlichen Grüßen
gez. Dr. Thomas Portz, Vorsitzender CDU-Fraktion
Stephan Krüger, CDU-Fraktion 
gez. Alexander Lünenbach, Vorsitzender SPD-Fraktion
gez. Torsten Tücks, FDP

Beratungsverlauf (1)

22.08.2022 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 7.2.5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Iddelsfelder Straße
  • Kochwiesenstraße
  • Heinz-Kühn-Straße
  • Florentine-Eichler-Straße
  • Wiener Platz 2a
  • Schweinheimer Straße

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Details

Aktenzeichen
AN/1335/2022
Typ
Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
Datum
10.08.2022
Erstellt
10.08.2022 16:48