AN/0004/2017
Emissionen von Stickoxiden in Köln
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Linke Anfrage nach § 4
3534 Zeichen
Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln Oberbürgermeisterin Reker, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Grün Struwe, Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221-27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 12.01.2017 AN/0004/2017 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für Umwelt und Grün 02.02.2017 Emissionen von Stickoxiden in Köln Sehr geehrter Frau Reker, Sehr geehrter Herr Struwe, DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie um Aufnahme der folgenden Anfrage in die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Ausschusses Umwelt und Grün am 02.02.2017. In Köln werden die vorgeschriebenen Grenzwerte für Stickstoffdioxid in der Luft an vielen Messstellen regelmäßig überschritten. Im Luftreinhalteplan der Bezirksregierung wird die Verschmutzung einerseits lokalen Quellen und zum anderen Teil der so genannten regionalen Hintergrundbelastung zugeordnet. Die Hintergrundbelastung ist derartig hoch, dass sie gemäß des Luftreinhalteplans selbst an den vielbefahrenen Hotspots der Luftverschmutzung schon fast die Hälfte der Gesamtemissionen ausmacht. Hieraus resultiert dann eine Gesamtbelastung die zur Folge hat, dass unsere Stadt derzeit von der Deutschen Umwelthilfe verklagt wird. Stickoxide sind für eine Vielzahl von Erkrankungen mitverantwortlich. Die Bezirksregierung sieht es in ihrem Luftreinhalteplan als erwiesen an, dass Stickstoffdioxide in der Atemluft die Gesundheit der Menschen schon ab dem ersten Mikrogramm/ m³ schädigen. Darüber hinaus verursachen Stickoxide global eine Vielzahl von Umweltschäden, denn sie bauen das Ozon in der Stratosphäre ab, verursachen bodennahes Ozon und sauren Regen, sind darüber auch Ausgangsstoff für die Lachgasbildung. Dieses Gas ist 298-mal so klimaschädlich wie Kohlendioxid. Hieraus ergibt sich die Verpflichtung alles Machbare zu tun um diese Emissionen schnellstmöglich zu reduzieren. Schon die kleinste Reduzierung der Stickstoffdioxid-Konzentration in der Atemluft hat positive Auswirkung auf die Gesundheit der Menschen. Um das Problem effektiv bekämpfen zu können stellt sich uns daher die Frage nach den Verursachern der Luftverschmutzung und damit natürlich auch nach den Verursachern der hohen Hintergrundbelastung. Deswegen bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen: 1) Im Erhebungsgebiet des derzeit noch aktuellen Luftreinhalteplanes für Köln wurden im Bezugsjahr 2008 mehr als 56.000t Stickoxide emittiert. Hiervon sind, gemäß den Angaben der Bezirksregierung im Luftreinhalteplan 2012, mehr als 48.600t dem Bereich Bergbau, Wärme und Energie zuzurechnen. In welchem Maß sind diese Emissionen, gemäß den Kenntnissen der Verwaltung der regionalen Hintergrundbelastung zuzuordnen? 2) Welche Emittenten sind gemäß den Erkenntnissen der Verwaltung für diese Hintergrundbelastung mitverantwortlich? 3) Wie groß ist der Anteil der Stickoxidemissionen durch die, dem Bundes- Immissionsschutzgesetz gemäß meldepflichtigen industriellen Großanlagen, an der Gesamtemission in Köln? 4) Welche Möglichkeiten zur nachhaltigen Reduktion der Stickoxidemissionen sieht die Verwaltung? 5) Wie hoch wäre der Kostenaufwand für die im Punkt 4 gefragten Maßnahmen? gez. gez. Michael Weisenstein Hamide Akbayir Fraktionsgeschäftsführer Mitglied des Ausschusses Umwelt und Grün
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur weiteren Bearbeitung in die Verwaltung überwiesen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0004/2017
- Typ
- Die Linke. Anfrage nach § 4
- Datum
- 12.01.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27