3095/2022
Der Smart City Index der Bitkom 2022
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IX/IX/2 Vorlagen-Nummer 23.09.2022 3095/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Digitalisierungsausschuss 26.09.2022 Der Smart City Index der Bitkom 2022 Der Smart City Index der Bitkom und der Haselhorst Associates Köln belegt den vierten Platz beim bitkom Smart City Index 20 und ist unter den ersten drei in der diesjährigen Haselhorst-Untersuchung Auch im diesjährigen Smart City Index des Branchenverbands bitkom, der 81 deutsche Städte hin- sichtlich ihrer strategischen Ausrichtung und ihrer Digitalisierungsmaßnahmen vergleicht, hat Köln den Ruf als eine der digitalsten Städte Deutschlands bestätigt und belegt im bundesweiten Vergleich den vierten Platz. Im vergangenen Jahr hatte Köln auf dem zweiten Platz gelegen. Der Smart City Index berücksichtigt die Themenbereiche „Verwaltung", „IT und Kommunikation", „Energie und Umwelt", „Mobilität" sowie „Gesellschaft". Das Ranking basiert laut bitkom auf einer Er- fassung und Auswertung von 11.000 Datenpunkten und soll durch die jährliche Überprüfung alle Kommunen zur aktiven Fortentwicklung ihrer digitalen Aktivitäten motivieren. Der methodische Ansatz beinhaltet eine relative Bewertung der jeweiligen kommunalen digitalen Akti- vitäten. Die Positionierung der Kommunen hängt daher nicht ausschließlich von ihrem eigenen Digita- lisierungsgrad der städtischen Prozesse und Maßnahmen ab, sondern bewertet diese im bundes- deutschen Kontext. In diesem Jahr ist keine der betrachteten Kommunen im Vergleich zum Vorjahr zurückgefallen, dennoch haben sich für die meisten Kommunen geänderte Platzierungen ergeben. Zugleich sieht die Methodik eine höhere Gewichtung von Pilotprojekten vor: werden diese in den vor- gesehenen „Normalbetrieb“ überführt, entfallen hier bedeutsame Punkte. Der Index steht seit einiger Zeit wg. Vorwürfen mangelnder Transparenz hinsichtlich Vorgehensweise und Auswahl Bewertungskriterien in der Kritik. Auch wurde bemängelt, dass teilweise Verwaltungs- leistungen als „nicht digitalisiert“ erfasst werden, die Kommunen gar nicht anbieten können, bei- spielsweise die digitale Kfz-Anmeldung in kreisangehörigen Städten. Im Digitalverband bitkom sind nach eigenen Angaben seit der Gründung in 1999 über 2.000 Mit- gliedsunternehmen vertreten, vornehmlich aus den Bereichen Software- und Hardwarehersteller, IT- Services, Telekommunikations- oder Internetdienste sowie dem Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft. Im Einzelnen: Im Bereich „Verwaltung“ hat Köln hat gegenüber 2021 die erreichte Gesamtpunktzahl von 76,73 auf 80,7 Punkte verbessert, hat sich aber dennoch in der Platzierung um 8 Plätze verschlechtert, da wei- tere Kommunen ihre Punkte erhöhen konnten. Im Bereich „Webseite und Social Media“ ist (bei glei- chem Leistungsangebot) ein Zuwachs von knapp 19 Punkte festzuhalten; im Bereich „Serviceportal“ ein Plus von 7 Punkten, bei weiteren Pilotprojekten ein Zuwachs von knapp 12 Punkten. In den Berei- 2 chen „Payment“ (minus 1,70 Punkte) und Online Dienstleistungen (minus 3 Punkte) wurden geringere Punktzahlen erreicht. Interne Prozesse wurden weiterhin mit 100 Punkten bewertet, d. h. die Kölner Verwaltungsprozesse sind – im Vergleich zu den anderen Kommunen – am digitalsten. Im Bereich „IT und Kommunikation“ ist bei leicht veränderten Indikatoren: („5G“ statt „Mobilfunk“; „Sonstige Projekte“ statt „weitere Pilotprojekte“) die Gesamtpunktzahl leicht abgefallen (von 87,58 auf 85 Punkte); die bundesweite Platzierung hat sich um zwei Plätze verschlechtert. Zuwächse sind in den Bereichen „Glasfaser“ (knapp 20 Punkte mehr) und „Sonstige Projekte“ (Zuwachs von 20 Punk- ten) zu verzeichnen. In den Bereichen „Breitband“ (minus 22,5 Punkte) und „Public LAN“ und „Lo- RAWAN“ ist die Punktzahl gesunken. Im Bereich „Energie und Umwelt“ hat sich die Gesamtpunktzahl verbessert (von 58,09 auf 60,7), die Platzierung dennoch um 15 Plätze verschlechtert, da weitere Kommunen ihre Punkte erhöhen konnten. Köln hat insbesondere in den Bereichen „Intelligente Straßenbeleuchtung“ (plus 35 Punkte), „Smart Waste“ (plus 12,5 Punkte auf den Maximalwert von 100 Punkten) und „Emissionsarme Busse“ (plus 10 Punkte) Verbesserungen erzielt. In den Bereichen „Anteil „E-Fahrzeuge“ (minus 10 Punkte) und „Ladeinfrastruktur“ (minus 2 Punkte) ist die Bewertung gegenüber dem Vorjahr gesunken. Im Bereich „Mobilität“ konnte die Gesamtpunktzahl von 79,13 auf 87,9 Punkt verbessert werden. Hier hat Köln die Platzierung dennoch nur gehalten, da weitere Kommunen ihre Punkte erhöhen konnten. Verbesserungen wurden insbesondere in den Bereichen „Smartes Verkehrsmanagement“ (plus 37,5 Punkte auf die maximale Zahl von100 Punkten), „Smarter ÖPNV“ (plus 7 Punkte) und „wei- tere Pilotprojekte“ (plus 10 Punkte) erzielt. Im Bereich „Anteil „E-Fahrzeuge“ ist die Punktzahl im in- terkommunalen Vergleich um 10 Punkte gesunken. Im Bereich „Gesellschaft“ hat sich die Gesamtpunktzahl im Ranking von 95,02 auf 83 Punkte ver- schlechtert. Kölns Platzierung ist um 15 Punkte gesunken. Dabei wurden in den Bereichen „FabLabs“ (plus 2,5 Punkte) und „GeoPortal“ (plus 3,5 Punkte auf die maximale Zahl von 100 Punkten) Verbes- serungen erzielt. Im Bereich „OpenData-Plattform“ (minus Punkte) hat sich die erreichte Zahl ver- schlechtert. Dies ist im bundesweiten Ausbau von Open Data Plattformen begründet (Köln war lange Zeit Vorreiterin). In den Bereichen „Lokaler Handel und Start-Ups“ sowie „weitere Pilotprojekte“ sind ebenfalls im interkommunalen Vergleich geringere Punkte als 2021 erzielt worden. Einordnung Alternative Rankings (beispielsweise Haselhorst Associates mit Erhebung auf Basis von über 32.500 Datensätzen, die sich sowohl aus quantitativen Daten als auch aus einer qualitativen Bewertung der öffentlich sichtbaren Smart -City-Initiativen der Kommunen zusammensetzen) kommen zu jeweils ande ren Platzierungen (hier: dritter Platz für Köln hinter Hamburg und Mün- chen). Die einzelnen Rankings machen jedoch unabhängig von der jeweiligen Bewertungsbasis deut- lich, welches hohe Engagement in Deutschlands Kommunen in den Ausbau der digitalen Leis- tungen gesteckt wird. Städte und Gemeinden haben erkannt, dass Handlungen dringend nötig sind und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Platzierungen jährlich variieren. Insofern ist jedes Ranking Ansporn, die digitalen Aktivitäten engagiert fortzuführen . Gez. Haack
2022-09-21_Übersicht_Köln
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BITKOM-Index Smart Cities Auswertung 2022 -2021 Vergleich nach Handlungsfeldern Gesamtsicht Köln Köln Verwaltung 2021 2022 Köln Verwaltung - Erkenntnisse Indikatoren: unverändert Gesamtpunktzahl verbessert (von 76,73 auf 80,7) Platzierung dennoch um 8 Plätze verschlechtert, da weitere Kommunen ihre Punkte erhöhen konnten Im Bereich „Payment“ 1,70 Punkte weniger als 2021 Im Bereich „Webseite und Social Media“ bei gleicher Leistung knapp 19 Punkte Zuwachs Im Bereich „Serviceportal“ Zuwachs von 7 Punkten Köln IT und Kommunikation 2021 2022 Köln IT und Kommunikation - Erkenntnisse Indikatoren: leicht verändert („5G“ statt „Mobilfunk“; „Sonstige Projekte“ statt „weitere Pilotprojekte“) Gesamtpunktzahl leicht abgefallen (von 87,58 auf 85) Platzierung um zwei Plätze verschlechtert - Die Abstufung bei 5G von 100 auf 75 Prozent ist nicht nachvollziehbar, da die Abdeckung verbessert wurde. Ebenfalls wurde auch die Anzahl der LoRaWAN Antennen ausgebaut. Im Bereich „Breitband“ 22,5 Punkte weniger als 2021 Im Bereich „Glasfaser“ um knapp 20 Punkte gestiegen Im Bereich „Public LAN“ und „LoRAWAN“ leicht gesunken Im Bereich „Sonstige Projekte“ Zuwachs von 20 Punkten Köln Energie und Umwelt 2022 2021 Köln Energie und Umwelt - Erkenntnisse Indikatoren: unverändert Gesamtpunktzahl verbessert (von 58,09 auf 60,7) Platzierung dennoch um 15 Plätze verschlechtert, da weitere Kommunen ihre Punkte erhöhen konnten Im Bereich „Intelligente Straßenbeleuchtung“ um 35 Punkte verbessert Im Bereich „Smart Waste“ um 12,5 Punkte gestiegen Im Bereich „Anteil „E-Fahrzeuge“ um 10 Punkte gesunken Im Bereich „Ladeinfrastruktur“ zwei Punkte abgesunken Im Bereich „Emissionsarme Busse“ um 10 Punkte gestiegen Im Bereich „weitere Pilotprojekte“ Verlust von 30 Punkten Köln Mobilität 2022 2021 Köln Mobilität - Erkenntnisse Indikatoren: unverändert Gesamtpunktzahl verbessert (von 79,13 auf 87,9) Platzierung dennoch gehalten, da weitere Kommunen ihre Punkte erhöhen konnten Im Bereich „Smartes Verkehrsmanagement“ um 37,5 Punkte auf 100 Punkte verbessert Im Bereich „Smarter ÖPNV“ um 7 Punkte gestiegen Im Bereich „Anteil „E-Fahrzeuge“ um 10 Punkte gesunken Im Bereich „weitere Pilotprojekte“ Zuwachs von 10 Punkten Köln Gesellschaft 2022 2021 Köln Gesellschaft - Erkenntnisse Indikatoren: unverändert Gesamtpunktzahl verschlechtert (von 95,02 auf 83) Platzierung um 15 Punkte gesunken Im Bereich „FabLabs“ um 2,5 Punkte verbessert Im Bereich „OpenData-Plattform“ um 4 Punkte gesunken Im Bereich „GeoPortal“ um 3,5 Punkte auf 100 Punkte gestiegen Im Bereich „Lokaler Handel und Start-Ups“ von 100 Punkten auf 42,9 Punkte gesunken Im Bereich „weitere Pilotprojekte“ Verlust von 20 Punkten Methodik BITKOM Smart City Index I Min-Max-Normalisierung: die Indexwerte der 36 Indikatoren werden aus der gewichteten Summe der jeweiligen Parameter gebildet. Max = 100 Punkte für den besten (tatsächlich!) vorhandenen Wert Min = 0 Punkte für den schlechtesten vorhandenen Wert Teilindex-Bildung für jeden Themenbereich auf Basis der Indikatoren Teilranking = Summe der Indikatoren eines Themenbereichs je Stadt Gleichgewichtung aller Indikatoren – Ausnahme: Bonuspunkte für innovative Pilotprojekte je Themenbereich (max. fünf Prozent der erreichbaren Gesamtpunktzahl) Methodik BITKOM Smart City Index II Skalierung Teilindizes und Gesamtindex auf maximal 100 erreichbare Punkte Gleichgewichtung aller fünf Teilindizes im Gesamtindex -> 100 Punkte in einem Teilranking sind nicht gleichbedeutend mit einer vollständigen Digitalisierung -> 100 Punkte in einem Teilranking bedeuten, dass die Kommune in allen Indikatoren den besten vorhandenen Wert aller 81 Großstädte aufweist.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3095/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 23.09.2022
- Erstellt
- 20.09.2022 12:29