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3346/2023

Bewirtschaftung des städtischen Waldes 2023/24 - Bezirk 6

Mitteilung BV 31.10.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 6 (Chorweiler), Sitzung am 30.11.2023, TOP 10.2.4

Anlage 2 - Durchforstungsplan 2024 Bezirk 6

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Anlage 1 - Arbeitskarte Wald_Nippes_Chorweiler_1_25.000

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Anlage 2 - Durchforstungsplan 2024 Bezirk 6

355 Zeichen

Durchforstungsplanung 2024 Stadtbezirk Chorweiler
Hauptbaumart
Abt. Forstort Fläche Nutzungsart
Bezirk: Chorweiler
Forstbetriebsbezirk linksrheinisch
städtischer Wald
415 L Anschlussstelle Chorweiler an der BAB 57 5,50 ha Spitzahorn, Linde
(Stadtteil Lindweiler)
Summe für Chorweiler: 5,50 ha
Einschlagmenge: 100 fm (18 Festmeter pro Hektar)
Seite 1 von 1

Mitteilung BV

4012 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/67/673/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 3346/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 30.11.2023 
 
Bewirtschaftung des städtischen Waldes 2023/24 - Bezirk 6 
Auswirkung der Dürre auf den städtischen Wald 
Der Wald in Köln leidet seit 2018 unter Dürre. Im Jahr 2021 entspannte sich die Situation zwar 
kurzfristig. Diese positive Entwicklung wurde 2022 durch das trockene Frühjahr und den ext-
rem heißen und trockenen Sommer, in dem im Juli und August kaum Regen fiel, gestoppt. Die 
Bodenwasservorräte im Wald waren auf trockenen und sonnenexponierten Standorten ab Juli 
soweit verbraucht, dass die Bäume unter Dürrestress litten. Ende August zeigte der Dürremo-
nitor für alle Waldbereiche Kölns eine außergewöhnlich starke Dürre bis in tiefere Boden-
schichten. Waldbäche, wie der Kurtenwaldbach und der Flehbach versiegten. Die Waldbrand-
gefahr war sehr hoch, da auch die Krautschicht in den Wäldern ausgetrocknet war. Zu Wald-
bränden kam es jedoch nicht. Besonders von der Dürre betroffen waren jüngere Wälder aus 
Nachkriegsaufforstungen, während alte Bäume, die ein tiefreichendes Wurzelwerk haben, mit 
der Trockenheit besser zu Recht kamen. Zu beobachten ist auch, dass Buchennaturverjün-
gungen in den Altwäldern, z.B. im Gremberger Wäldchen, trotz Trockenheit vital blieben. Dies 
ist ein Beleg für die bessere Anpassungsfähigkeit von natürlich am Standort aufgewachsenen 
Bäumen auf geänderte Klimabedingungen. Die Strategie im Rahmen der Klimaanpassung die 
natürliche Verjüngung der Bäume im städtischen Wald zu fördern wird dadurch bestätigt.  
Im Jahr 2023 entspannte sich die Situation wieder. Zwar waren einzelne Monate wie der Mai 
und der September auch wieder zu trocken und zu warm. Extreme Hitze und langanhaltende 
Dürren blieben in diesem Jahr jedoch aus. Durch einen normal nassen Winter und den relativ 
nassen Sommer konnten die Wasservorräte im Boden wieder weitgehend aufgefüllt werden. 
Die Waldbestände zeigen sich deutlich erholt. In den durch die Dürre der Vorjahre aufgelichte-
ten Beständen, konnte sich in der Regel Naturverjüngung etablieren. Trotzdem kam es verein-
zelt zum Absterben vorgeschädigter Bäume. 
Insgesamt ist festzustellen, dass die Vitalität des städtischen Waldes durch die Trockenheit 
der Vorjahre immer noch geschwächt ist. Allerdings zeigt dies nur das aktuelle Bild. Entspre-
chend den Klimaprognosen ist in Zukunft immer wieder mit länger anhaltenden Trockenperio-
den zu rechnen. Zur weiteren Regeneration der Wälder bedarf es noch einiger niederschlags-
reicher Jahre.  
 
Durchforstungsplanung 2023/24 
 
Nachdem seit 2020 nur noch eingeschränkt durchforstet wurde und 2022/23 sogar ganz auf 
Durchforstungen verzichtet wurde, zeigen sich 2023 einzelne Bestände wieder soweit regene-
riert, dass Pflegemaßnahmen sinnvoll werden. Da zum Aufbau klimastabiler Wälder eine re-
gelmäßige Waldpflege zur Förderung der Baumartenvielfalt und Stabilität des Waldes geboten 
ist, wurden für einzelne Bestände wieder Pflegemaßnahmen geplant. 
Ein Teil der Maßnahmen war bereits im Plan 2021/22 enthalten, wurde dann jedoch wegen 
der wiedereinsetzenden Dürre nicht umgesetzt.

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Da auch nach einem Jahr mit günstiger Witterung große Unsicherheiten hinsichtlich der weite-
ren Entwicklung der Vitalität des Waldes bestehen, wurde der Umfang der geplanten Maßnah-
men reduziert. Der Gesamtumfang der geplanten Maßnahmen liegt bei rund 20 % der vor der 
Dürre jährlich eingeschlagenen Holzmenge. 
 
Im Stadtbezirk Chorweiler ist lediglich die bereits 2021/22 geplante Durchforstung zur Gewäh-
rung der Verkehrssicherheit an der Anschlussstelle Chorweiler an der BAB 57 geplant.  
 
Schwerpunkte der Waldpflegearbeiten im städtischen Wald werden, wie in den vergangenen 
Jahren, im kommenden Winter die notwendigen Fällungen zur Verkehrssicherung an den rd. 
400 km langen Waldrändern entlang von Bebauung, Straßen und Schienen sein. Diese vertei-
len sich auf den Wald im ganzen Stadtgebiet.

Anlage 1 - Arbeitskarte Wald_Nippes_Chorweiler_1_25.000

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Beratungsverlauf (1)

30.11.2023 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 10.2.4 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3346/2023
Typ
Mitteilung BV
Datum
31.10.2023
Erstellt
18.10.2023 16:11