0499/2026
Jahresbericht 2025 der Naturschutzwacht Bezirk 6 Chorweiler Ost
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Anlage 1 Jahresbericht Chorweiler Ost Jansen
6374 Zeichen
Anmerkung: Dieser Jahresbericht ist als E-Mail bei der Unteren Naturschutzbehörde eingegangen. Jahresbericht 2025 31. 12 2025 Herbert Jansen Naturschutzwacht Stadt Köln Bezirk 6 Chorweiler Ost Naturschutzgebiete N4/N1 Rheinaue Worringen-Langel-Merkenich Naturschutzgebiete N3 Worringer Bruch/ N2 Alte Ziegelei Fühlingen und Landschaftsschutzgebiete mit der Sportstädte Fühlinger See Regelmäßige Begehungen mache ich mindestens einmal pro Woche zu Fuß oder mit dem Rad zu verschiedenen Zeiten, auch nach Hinweisen, die ich bei Veranstaltungen des Bürgervereins und der Interessengemeinschaft "Unser Worringen" erhalte. An Müllsammelaktionen nehme ich so oft es geht teil. Auch hier gibt es immer neue Erkenntnisse auf beiden Seiten. Bei besonderen Anlässen mache ich Meldung bei der AWB, der UNB, beim Förster oder wer sonst zuständig ist. Mein Hauptaugenmerk werde ich in Zukunft wieder mehr dem Worringer Bruch widmen, vieleicht geht es hier mit dem Bau des Retentionsraums für das Rheinhochwasser in der nahen Zukunft los. Das Worringer Bruch liegt auch im Schatten von Kreuzfeld (300m Entfernung), dem zukünftigen Vorort von Köln oder vieleicht sogar mit einem Stadion für Olympia, hier nur durch den Blumenbergsweg vom Retentionsraum getrennt. Nach dem Neujahrsbeginn 2024/2025 gab es wieder viele Raketen- und Böllerabfälle an besonders vielen Punkten am Rheindeich in den Rheinorten Worringen, Langel, Rheinkassel, und Merkenich. Es ist seit Jahren üblich sich am Rheindeich zu treffen und Raketen abzuschießen. Die Raketenstäbe landen im Naturschutzgebiet und die leeren Böllerkartons bleiben vor Ort liegen. Die AWB kommt da nicht vorbei. Ich habe sie nach und nach eingesammelt. Der Bereich direkt an der Fähre und der Rheindeich wird von der AWB regelmäßig gereinigt. Sehr oft sammelt hier eine Anwohnerin morgens schon den verstreuten Kleinkram auf. Im Sommer stehen hier zusätzlich zu den runden Eimern mit zu kleinem Einwurf, zwei Rollcontainer, da passen auch Pizzakartons und Tüten mit Grillresten rein. Der Parkplatz wird auch von vielen Wohnmobilnutzern gerne besucht, die auch den Rhein als Bademöglichkeit nutzen. Wie da die Nutzung in Zukunft aussieht, muß man abwarten. Das erste Schild das hier schon steht, sagt " Lebensgefahr! Gefährliche Strömung Baden Verboten" . An der Fähre Langel Hitdorf ist Landschaftsschutzgebiet, 200m links und rechts beginnt das Naturschutzgebiet. Hier ist das Betreten des Ufergeländes sowieso verboten. Die Ausgleichsfläche für die Leverkusener Brücke direkt nördlich der Brücke, mit Strauchwerk und Grasflächen hat sich wunderbar entwickelt. Die Fläche ist nahezu unbetretbar, würde nicht mehrmals im Jahr Personal vom Wasser und Schifffahrtsamt mit einem Unimog ab Kasselberg, die alle 100m stehenden Betonstehlen freischneiden( Gras und Büsche) und ab und zu die Barken noch neu anmalen, was wieder 2 Fahrten sind. Wenn diese Markierungen für die Schifffahrt in Zukunft immer noch wichtig sind, sollte man doch innerhalb der Naturschutzgebiete sie als Metallschilder auf 3m hohe Stangen stellen, dann entfällt die Wartung völlig. Zur Zeit finden Angler deshalb hier immer noch einen Weg zum Rhein, trotz Angelverbot wird da geangelt und gezeltet. Angeln ist nur in Merkenich an 3 markierten Stellen (Schilder "Angelstelle") erlaubt. Ansonsten ist Angeln nur außerhalb des Naturschutzgebietes in Worringen, an der Fähre Langel und in Merkenich noch am Nordrand vom Niehler Hafen 2 gestattet. Die Schifffahrtsmarkierungen sind anderswo stellenweise schon auf Stangen gestellt, warum also nicht überall in den Naturschutzgebieten? Am Rhein in Worringen war es dieses Jahr viel ruhiger, weniger Spaziergänger und Griller. Vieleicht lag es an der Sperrung der B9 die hier 1,5 Jahre saniert wird. Ein Hauptzugang war im Sommer nur fußläufig zu erreichen. Anfahrten mit dem Auto (Angler und Besucher der umliegenden Orte) fanden keinen Parkplatz. Auch in Zukunft wird es weniger Parkplätze auf der B9 in Worringen geben. Entgegen dem vorigen Jahr war das Worringer Bruch ab Juli 25 bis auf wenige Rinnen und 2 Teiche am Erdweg wiedermal trocken. Frösche, Kröten und Molche habe ich dann auch nicht mehr gesehen. Die Graureiher machen in dem flachen Wasser dann ihre Beute. Kammmolchlarven sind dann ohne Wasser noch nicht lebensfähig. Unter dem Senfweg gibt es eine doppelte Rohrdurchführung. Die war aber früher mit einer Betonverfüllung geschlossen. So konnte das Wasser von der Südseite, wo der Zulauf des Grundwassers ist, nicht so schnell abfließen und stand dann im Sommer länger auf dieser Seite. In den letzten Jahren ist aber der verschlossene Einlauf immer mehr abgesackt und so fließt das Wasser unter dem Senfweg nach Norden immer früher ab und verliert sich dann im Pletschbach. Diese Schadstelle sollte man wieder verschließen, dann bliebe hier auf der Südseite das Wasser länger stehen. Die Kammmolchlarven hätten dann bestimmt 2 Monate mehr Zeit um zu überleben. Vieleicht ein Hinweis der UNB an die STEB. Hier ein Bild von der Schadstelle am Senfweg Die neuen Hinweisschilder unter den Naturschutzschildern über Nutzung des Geländes, sind aus Kunststoffplatten. Am Rheindeich zwischen Worringen und Merkenich wurden etliche abgebrochen. Nach meiner Meldung wurden in kurzer Zeit die Schilder wieder erneuert und diesmal aus Blech. Die Blechschilder werden nur verbogen oder umgedreht. Ich habe 2 Maulschlüssel dabei und drehe sie wieder fest. An der Fähre in Langel Hitdorf stehen jetzt wieder, nach einem Hinweis meinerseits, 2 erneuerte Schilder "Füttern von Wasservögel verboten". Manchmal bringen hier Leute so viel Brot mit, was dann liegen bleibt und so auch Ratten anlockt. Es ist eine neue Unsitte Schilder mit Aufklebern zu bekleben. Hauptsächlich kommen hier Fußballvereine zum Zuge. Dabei ist es egal ob es Naturschutzschilder oder Verkehrsschilder sind. Dieses Jahr war ein Apfeljahr. Im Kölner Norden gibt es mehrere Obstwiesen im Naturschutzgebiet und auch außerhalb. Überall gab es viel Fallobst und die Bäume hingen auch noch voll, so das sich Mensch und Tier gut eindecken konnten. Die Flächen werden von der NABU gepflegt. Gras und Bäume werden geschnitten und hier sind auch einige Nistkästen, vorwiegend für Eulen aufgehängt.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0499/2026
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 20.04.2026
- Erstellt
- 23.02.2026 10:27