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0499/2026

Jahresbericht 2025 der Naturschutzwacht Bezirk 6 Chorweiler Ost

Mitteilung BV 20.04.2026

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Nächste Beratung: Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde, Sitzung am 04.05.2026, TOP 6.2

Anlage 1 Jahresbericht Chorweiler Ost Jansen

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Mitteilung BV

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Anlage 1 Jahresbericht Chorweiler Ost Jansen

6374 Zeichen

Anmerkung: Dieser Jahresbericht ist als E-Mail bei der Unteren Naturschutzbehörde 
eingegangen. 
 
Jahresbericht 2025        31. 12 2025   
Herbert Jansen  Naturschutzwacht        Stadt Köln  Bezirk 6 Chorweiler Ost 
Naturschutzgebiete  N4/N1  Rheinaue Worringen-Langel-Merkenich 
Naturschutzgebiete  N3 Worringer Bruch/ N2 Alte Ziegelei Fühlingen 
und Landschaftsschutzgebiete mit der Sportstädte Fühlinger See 
Regelmäßige Begehungen mache ich mindestens einmal pro Woche zu Fuß oder mit 
dem Rad zu verschiedenen Zeiten, auch nach Hinweisen, die ich bei 
Veranstaltungen des Bürgervereins und der Interessengemeinschaft "Unser 
Worringen" erhalte. An Müllsammelaktionen nehme ich so oft es geht teil. Auch hier 
gibt es immer neue Erkenntnisse auf beiden Seiten. Bei besonderen Anlässen 
mache ich Meldung bei der AWB, der UNB, beim Förster oder wer sonst zuständig 
ist. Mein Hauptaugenmerk werde ich in Zukunft wieder mehr dem Worringer Bruch 
widmen, vieleicht geht es hier mit dem Bau des Retentionsraums für das 
Rheinhochwasser in der nahen Zukunft los. Das Worringer Bruch liegt auch im 
Schatten von Kreuzfeld (300m Entfernung), dem zukünftigen Vorort von Köln oder 
vieleicht sogar mit einem Stadion für Olympia, hier nur durch den Blumenbergsweg 
vom Retentionsraum getrennt. 
Nach dem Neujahrsbeginn 2024/2025 gab es wieder viele Raketen- und Böllerabfälle 
an besonders vielen Punkten am Rheindeich in den Rheinorten Worringen, Langel, 
Rheinkassel, und Merkenich. Es ist seit Jahren üblich sich am Rheindeich zu treffen 
und Raketen abzuschießen. Die Raketenstäbe landen im Naturschutzgebiet und die 
leeren Böllerkartons bleiben vor Ort liegen. Die AWB kommt da nicht vorbei. Ich habe 
sie nach und nach eingesammelt. Der Bereich direkt an der Fähre und der 
Rheindeich wird von der AWB regelmäßig gereinigt. Sehr oft sammelt hier eine 
Anwohnerin morgens schon den verstreuten Kleinkram auf. Im Sommer stehen hier 
zusätzlich zu den runden Eimern mit zu kleinem Einwurf, zwei  Rollcontainer, da 
passen auch Pizzakartons und Tüten mit Grillresten rein. Der Parkplatz wird auch 
von vielen Wohnmobilnutzern gerne besucht, die auch den Rhein als 
Bademöglichkeit nutzen. Wie da die Nutzung in Zukunft aussieht, muß man 
abwarten. Das erste Schild das hier schon steht, sagt  " Lebensgefahr! Gefährliche 
Strömung Baden Verboten" .  An der Fähre Langel Hitdorf ist 
Landschaftsschutzgebiet, 200m links und rechts beginnt das Naturschutzgebiet. Hier 
ist das Betreten des Ufergeländes sowieso verboten.  
Die Ausgleichsfläche für die Leverkusener Brücke direkt nördlich der Brücke, mit 
Strauchwerk und Grasflächen hat sich wunderbar entwickelt. Die Fläche ist nahezu 
unbetretbar, würde nicht mehrmals im Jahr Personal vom Wasser und 
Schifffahrtsamt mit einem Unimog ab Kasselberg, die alle 100m stehenden 
Betonstehlen freischneiden( Gras und Büsche) und ab und zu die Barken noch neu 
anmalen, was wieder 2 Fahrten sind. Wenn diese Markierungen für die Schifffahrt in 
Zukunft immer noch wichtig sind, sollte man doch innerhalb der Naturschutzgebiete 
sie als Metallschilder auf 3m hohe Stangen stellen, dann entfällt die Wartung völlig.

Zur Zeit finden Angler deshalb hier immer noch einen Weg zum Rhein, trotz  
Angelverbot wird da geangelt und gezeltet. Angeln ist nur in Merkenich an 3 
markierten Stellen (Schilder "Angelstelle") erlaubt. Ansonsten ist Angeln nur 
außerhalb des Naturschutzgebietes in Worringen, an der Fähre Langel und in 
Merkenich noch am Nordrand vom Niehler Hafen 2 gestattet. Die 
Schifffahrtsmarkierungen sind anderswo stellenweise schon auf Stangen gestellt, 
warum also nicht überall in den Naturschutzgebieten?  
Am Rhein in Worringen war es dieses Jahr viel ruhiger, weniger Spaziergänger und 
Griller. Vieleicht lag es an der Sperrung der B9 die hier 1,5 Jahre saniert wird. Ein 
Hauptzugang war im Sommer nur fußläufig zu erreichen. Anfahrten mit dem Auto 
(Angler und Besucher der umliegenden Orte) fanden keinen Parkplatz. Auch in 
Zukunft wird es weniger Parkplätze auf der B9 in Worringen geben.                                           
Entgegen dem vorigen Jahr war das Worringer Bruch ab Juli 25 bis auf wenige 
Rinnen und 2 Teiche am Erdweg wiedermal trocken. Frösche, Kröten und Molche 
habe ich dann auch nicht mehr gesehen. Die Graureiher machen in dem flachen 
Wasser dann ihre Beute. Kammmolchlarven sind dann ohne Wasser noch nicht 
lebensfähig. Unter dem Senfweg gibt es eine doppelte Rohrdurchführung. Die war 
aber früher mit einer Betonverfüllung geschlossen. So konnte das Wasser von der 
Südseite, wo der Zulauf des Grundwassers  ist, nicht so schnell abfließen und stand 
dann im Sommer länger auf dieser Seite. In den letzten Jahren ist aber der 
verschlossene  Einlauf immer mehr abgesackt und so fließt das Wasser unter dem 
Senfweg nach Norden immer früher ab und verliert sich dann im Pletschbach. Diese 
Schadstelle sollte man wieder verschließen, dann bliebe hier auf der Südseite das 
Wasser länger stehen. Die Kammmolchlarven hätten dann bestimmt 2 Monate mehr 
Zeit um zu überleben. Vieleicht ein Hinweis der UNB an die STEB.  
 
Hier ein Bild von der Schadstelle am Senfweg 
Die neuen Hinweisschilder unter den Naturschutzschildern über Nutzung des 
Geländes, sind aus Kunststoffplatten. Am Rheindeich zwischen Worringen und 
Merkenich wurden etliche abgebrochen. Nach meiner Meldung wurden in kurzer Zeit 
die Schilder wieder erneuert und diesmal aus Blech. Die Blechschilder werden nur 
verbogen oder umgedreht. Ich habe 2 Maulschlüssel dabei und drehe sie wieder fest.  
An der Fähre in Langel Hitdorf stehen jetzt wieder, nach einem Hinweis meinerseits, 
2 erneuerte Schilder "Füttern von Wasservögel verboten". Manchmal bringen hier 
Leute so viel Brot mit, was dann liegen bleibt und so auch Ratten anlockt.

Es ist eine neue Unsitte Schilder mit Aufklebern zu bekleben. Hauptsächlich kommen 
hier Fußballvereine zum Zuge. Dabei ist es egal ob es Naturschutzschilder oder 
Verkehrsschilder sind. 
Dieses Jahr war ein Apfeljahr. Im Kölner Norden gibt es mehrere Obstwiesen im 
Naturschutzgebiet und auch außerhalb. Überall gab es viel Fallobst und die Bäume 
hingen auch noch voll, so das sich Mensch und Tier gut eindecken konnten. Die 
Flächen werden von der NABU  gepflegt. Gras und Bäume werden geschnitten und 
hier sind auch einige Nistkästen, vorwiegend für Eulen aufgehängt.

Beratungsverlauf (1)

04.05.2026 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.2 Kenntnisnahme (Mitteilung)

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0499/2026
Typ
Mitteilung BV
Datum
20.04.2026
Erstellt
23.02.2026 10:27