2265/2018
Jahresbericht 2017, Naturschutzwacht Frau Esser, Bezirk 2 Rodenkirchen - Ost
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57/571 Vorlagen-Nummer 2265/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 08.10.2018 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 12.11.2018 Jahresbericht 2017, Naturschutzwacht Frau Esser, Bezirk 2 Rodenkirchen - Ost In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2017 der Naturschutzwartin Frau Esser für den Bezirk 2 Rodenkirchen – Ost zur Kenntnisnahme. Stellungnahme der Verwaltung: 1. Zur illegalen Entsorgung von Müll im Naturschutzgebiet Am Godorfer Hafen (Sürther Aue) und in dessen näheren Umgebung: Die illegale Müllentsorgung ist ein generelles, stadtweites Problem, das trotz der breiten An- gebotspalette der AWB immer wieder auftritt. Da in den meisten Fällen keine Hinweise auf den Verursacher feststellbar sind, bleibt der Verwaltung nichts anderes übrig als stets zu ver- anlassen, dass der wilde Müll aufgesammelt wird. 2. Betreten der gerodeten Flächen im Naturschutzgebiet trotz angelegtem Schutzwall aus Ge- hölzen: Die Problematik, dass die Flächen von der Bevölkerung betreten werden, ist der Verwaltung bekannt. Es sind, wie Frau Esser darauf hinweist, Gehölze als Schutzwall angelegt worden, um die Betretung der gerodeten Flächen zu verhindern. Der Schutzwall hat sich leider als nicht effizient erwiesen, wie sich an der Herausbildung wilder Trampelpfade feststellen ließ. Derzeit wird geprüft, ob entsprechende Verbots- oder Hinweisschilder die Situation entschär- fen könnten. 3. Rodungsarbeiten in Köln-Godorf während der Vogelbrutzeit: Der von Frau Esser beschriebene Vorfall ist der Verwaltung bekannt. Für das auf dem bewal- deten Grundstück an der Buchfinkenstraße 15 geplante Bauvorhaben und die damit verbun- denen Rodungsarbeiten lag dem Eigentümer eine Genehmigung vor. Obwohl in der Baugenehmigung von der Verwaltung auf die Vorschriften des § 39 (5) BNatSchG hingewiesen wurde, welcher besagt, dass Rodungsarbeiten in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September verboten sind, wurde die Fläche jedoch offensichtlich bereits am 05.07.2017, inmitten der Vogelbrutzeit, gerodet. Außerdem lag dem Bauherrn eine Arten- schutzrechtliche Prüfung als Bestandteil der Baugenehmigungsunterlagen vor. In der Arten- schutzrechtlichen Prüfung wurde darauf hingewiesen, dass die Entfernung relevanter Grün- strukturen zwischen Anfang Oktober und Ende Februar durchzuführen ist, um eine Zerstörung von Nestern und Eiern zu vermeiden. Es wird von der Verwaltung geprüft, ob ein Verstoß ge- gen die Vorschriften des § 39 (5) BNatSchG vorliegt.
Jahresbericht 2017 BZ 2 Ost Frau Esser
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Jahresbericht 2017 Naturschutzwacht Bezirk 2 Köln Rodenkirchen Iris Esser Auch in diesem Jahr kontrollierte ich meinen Bezik wieder regelmäßig, um Veränderungen und besondere Vorkommnisse wahrzunehmen. Die landschaftlichen Entwicklungen und Ereignisse die mir innerhalb des Gebietes auffielen gab ich wie gewohnt an die UNB weiter. Nach wie vor wurde dort über das Jahr hinweg illegal Müll entsorgt, besonders intensiv auf dem privaten, frei zugänglichen Gelände der HGK am Godorfer Hafen, direkt an dem Naturschutzgebiet Sürther Aue. Die Müllfunde wurden von mir mit Standortangaben und Fotographien der AWB gemeldet mit der Bitte um Entsorgung. Dazu nahm ich Kontakt zu einem der HGK Ansprechpartnern auf, da die Entsorgung der illegalen Müllfunde auf dem HGK Privatgelände nicht von der AWB durchgeführt werden. Müllreste und Teile eines Fernsehers fand ich auf einem meiner Rundgänge am Hafenbecken einen Steilhang runter Richtung Rhein. Die Vermutung liegt Nahe, dass der Müll leider in den Rhein entsorgt wurde, und ich lediglich noch die Reste davon aus dem Abhang bergen konnte. Die Stelle wird von mir ebenfalls besonders beobachtet. Auf den neuen gerodeten Flächen in der Sürther Aue war zu beobachten, dass diese gerne ‚betreten werden, trotz der Gehölze die als Schutzwall angelegt wurden um genau dies zu verhindern, wie sich durch anfängliches auffinden von Fußspuren und mittlerweile ganz klar herausgebildeter wilder Trampelpfade feststellen ließ. Bei einem der Rundgänge entdeckte ich inmitten des Naturschutzgebietes einen campingähnlichen Zeltplatz mit diversen gesammelten Gebrauchsgegenständen und Müll. Ich traf niemanden an und informierte das Ordnungsamt mit der Bitte, dort einmal vorbeizuschauen und - falls man jemanden anträfe - diesen zu bewegen, sein Zelt zu räumen, den Müll und die Gegenstände wieder zu entfernen und mitzunehmen. Freundlicherweise informierte mich das Ordnungsamt noch am selben Tag, dass man jemanden angetroffen habe, und man dem scheinbar obdachlosem Herrn zwei Tage Zeit gegeben hätte seine Zeltstätte abzubauen und das Naturschutzgebiet zu verlassen. Bei meinem darauffolgenden Kontrollgang waren Zelt und Gebrauchsgegenstände verschwunden. Säckeweise Müll hingegen lag verstreut zurückgelassen herum und wurde von mir eingesammelt und entfernt. Liegengelassene Grillreste und Druckspuren - vermutlich von einem Zelt - fand ich ein andermal in Sürth, unterhalb des Sürther Leinpfades runter Richtung Rhein, eingebettet in sehr schöner Baumlandschaft (das sah "nur" nach illegalem grillen und Zelten aus - nicht nach häuslichem Einrichten wie zuvor geschildert). Dort konnte ich nur noch die Müllreste entfernen. Ein andermal bemerkte ich einen herrenlosen Hund im Naturschutzgebiet. Leider viel zu scheu um diesen anzulocken und einzufangen. Ich meldete diesen und fand heraus, dass bereits eine Tierschutzorganisation nach der entlaufenen Hündin suchte. Ich machte daraufhin andere Passanten aufmerksam, falls sie den Hund sehen sollten seine Position an entsprechenden Kontakt zu melden. Später traf ich mich noch mit Vertretern einer Tierschutzorganisation vor Ort und Stelle, um die Sichtung genau anzuzeigen. Ich verfolgte daraufhin über eine homepage den Stand um die Hündin, während ich an Folgetagen vor Ort Ausschau hielt um weiteren Kontakt zu melden, bis ich erfuhr das der Hund wohlbehalten Zuhause und außerhalb des Gebietes war. In Godorf wurde ich auf ein Gelände aufmerksam, an dem Rodungsarbeiten an dichtem 'Gehölz, hochgewachsene Brombeeren, Bäume u. ä. während der Vogelbrutzeit durchgeführt wurden. Auf mein Nachfragen hin wußten die dortigen Arbeiter nicht, ob eine Genehmigung vorlag oder nicht. Während die Arbeiter mehrmals versuchten Ihren Vorgesetzten zu erreichen, fragte ich bei der UNB nach. Es konnte geklärt werden, dass eine Genehmigung für das Grundstück vorlag. Nach der Klärung berichteten ortsansässige Beobachter, dass sie den ganzen Morgen über sehen konnten wie während der Rodung immer wieder Vögel aus dem wild gewachsenem Grün hervorflogen, laut schreiend, panisch und aufgeregt in der Nähe bleibend. Die Anwohner und ich versuchten daraufhin gemeinsam vom Geländerand aus nach Nestern Ausschau zu halten. Das bisschen Restgehölz war aber so hoch und undurchdringlich dicht zugewachsen, dass es uns von außen her nicht möglich war im Innern potenziell vorhandene belebte Nester auszumachen. Ebenfalls in Godorf traf ich eine Großfamilie an, die auf einer Wiese hinter der dortigen Kirche Müllsäckeweise voll mitgebrachten Fleisches grillen wollte und gerade dabei war, sich einen Grill mithilfe eines riesigen Rostes und Steinen zusammenzubasteln. Ich suchte das Gespräch mithilfe eines Übersetzers und erklärte, dass das dort verboten sei. Zudem die Gefahr bestand, dass durch den dortigen Spielplatz später Kinder durch die glühenden Kohlen laufen, oder diese aus neugierde anfassen können und sich daran verbrennen. Ich ‚empfahl öffentliche Grillpältze aufzusuchen, wie z. B. den in Rodenkirchen, und bat darum alles wieder einzupacken. Als ich wenig später die Wiese erneut kontrollierte, konnte ich feststellen, dass der Platz verlassen worden war. Mit einer Nachbar-Naturschutzwartin regten wir ein Treffen an mit Vertretern der biologischen Station Finkens Garten, zum Kennenlernen und für den gemeinsamen Austausch. Besonders der Aspekt der Wissenvertiefung und Förderung für ein besseres Verständniss der Besonderheiten innerhalb meines Gebietes bildete für mich persönlich den ‚Schwerpunkt. Auch um zu erfahren, wie die Arbeiten der biologischen Sation genau aussehen. Bei einem sehr angenehmen Treffen in Finkens Garten besprachen wir auch die Möglichkeit, sich im kommenden Jahr (2018) in den jeweiligen Gebieten vor Ort zu verabreden. In erster Linie privat besuchte ich dann das Grillfest in Finkens Garten, es war aber ebenso eine sehr schöne Kontakpflege. Außerdem nahm ich zur Fortbildung an Abendveranstaltungen des NABU und BUND teil, besonders hervorheben möchte ich das Thema Instektensterben als Empfehlung für jeden Interessierten. Im Landschaftsschutzgebiet Weißer Bogen waren auch in diesem Jahr kaum Verschmutzungen innerhalb der Natur vorzufinden. Höchstens nicht nennenswerte Kleinigkeiten, die ich selbst von Hand auflesen konnte. Im Forstbotanischen Garten war es ähnlich. Dort wurde ich lediglich fündig durch liegengelassene Rückstände von wildem Grillen, ein andermal durch Picknickreste. Beides wurde von mir entfernt. 2
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2265/2018
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 24.09.2018
- Erstellt
- 05.07.2018 11:43