0825/2017
Sachstandsbericht zur Archäologischen Zone
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Mitteilung Ausschuss
460 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 15.03.2017 0825/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Unterausschuss Kulturbauten 16.03.2017 Ausschuss Kunst und Kultur 21.03.2017 Finanzausschuss 03.04.2017 Sachstandsbericht zur Archäologischen Zone Die Verwaltung gibt den aktuellen Sachstandsbericht zur Archäologischen Zone mit Stand vom 09.03.2017 zur Kenntnis (Anlage). In Vertretung gez. Dr. Rau
Anlage Projektstatusbericht
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MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Sachstandsbericht für den Unterausschuss Kunst und Kultur am 16.03.2017 Stand: 14.03.2017 1. Kerndaten des Projektes Standort: Rathausplatz Bauherr: Dezernat für Kunst und Kultur Planungszeit: Juli 2008 bis heute Bauzeit: 2013 - 2019 2. Termine Meilensteine: Stand Ausschreibung + Vergabe: Baugenehmigung 10/2016 Baustelleneinrichtung Ausbaugewerke (LV-Erstellung) in Vorbereitung Kampfmittelsondierung (Abschluss) 03/2017 Gerüstbauarbeiten (LV Erstellung) in Vorbereitung Gründungsarbeiten (Abschluss) 03/2017 Platz- und Landschaftsbauarbeiten (LV-Erstellung) in Vorbereitung Interimsmaßnahme (Eröffnung) 05/2017 Dachdeckung- und Abdichtungsarbeiten (Veröffentlichung) in Vorbereitung Stahlbetonbauarbeiten (Start) 01/2017 Heizung/Kälte (Submission) 30.01.2017 Stahlbau (Montage Rautentragwerk) 07/2017 Elektro- und Nachrichtentechnik (Submission) 30.01.2017 Ausbau Museum ab 11/2017 Natursteinfassade (Submission) 15.03.2017 Baudichtigkeit 04/2018 Gebäudeautomation (Submission) 30.03.2017 Einbauten + Ausstellung ab 05/2018 Zimmerer- und Holzarbeiten (Submission) 30.03.2017 Übergabe an LVR 4Q 2019 Sanitärarbeiten (Beauftragung) 13.02.2017 Metall-Glas-Arbeiten (Beauftragung) 24.02.2017 Auszug Rahmenterminplan (Stand: 01/2017): 3. Kosten Letzter Sachstand Kosten gemäß Ratsbeschluss Juli 2011 (WHL): Verteilung Anteile 2011 Baukosten 35,417 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 37,473 Mio. € BGF: 13.966 m² Baunebenkosten, inkl. Grabungskosten 16,356 Mio. € Fördermittel des Landes 14,300 Mio. € BRI: 68.290 m³ Gesamtsumme (brutto) 51,773 Mio. € ∑ 51,773 Mio. € Kostenberechnung gemäß Optimierung III 2015: Sachstand Optimierung III 2015 (GW) Baukosten 37,777 Mio. € D Baunebenkosten 16,622 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 28,878 Mio. € -8,595 Mio. €BGF: 10.277 m² Grabungskosten 7,179 Mio. € Fördermittel des Landes 32,700 Mio. € 18,400 Mio. € BRI: 51.562 m³ Gesamtsumme (brutto) 61,578 Mio. € Kostenberechnung ∑ 61,578 Mio. € 9,805 Mio. € Prognose Gesamtkostensituation: 100,0% 61,578 Mio. € 4,6% 2,850 Mio. € ∑ 64,428 Mio. € Gesamtbudget inkl. Risikobudget 110,0% 67,736 Mio. € Projektbeschreibung: Vor dem historischem Rathaus befindet sich ein großes Ausgrabungsfeld mit Überresten aus der Römerzeit und einer alten jüdischen Gemeinde. Das Grabungsfeld erhält eine Betondecke, unter der die Ausstellung eingerichtet wird. Entlang Marspfortengasse und Unter Goldschmied, im Bereich der alten jüdischen Synagoge, ensteht der oberirdische Teil des "MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln". Kostenberechnung Optimierung III Mehrkosten Projektdurchführung gem. Präsentation weitere Kostenrisiken werden qualitativ erfasst, quantitative Bewertung erfolgt nach Definition der Anforderungen Empfehlung: Berücksichtigung eines Risikobudgets von insgesamt 10% (inkl. vorliegender Mehrkosten zur Berücksichtigung weiterer Projektentwicklungen) 61,578 € 23,143 € 7,324 € 67,736 € 0,000 € 10,000 € 20,000 € 30,000 € 40,000 € 50,000 € 60,000 € 70,000 € 80,000 € Kostenberechnung Opt. III Zahlungsstand Nachträge + Risiken Kostenprognose Kostenbericht (in Mio. €) - Stand 01.03.2017 MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Sachstandsbericht für den Unterausschuss Kunst und Kultur am 16.03.2017 Stand: 14.03.2017 1. Kerndaten des Projektes Standort: Rathausplatz Bauherr: Dezernat für Kunst und Kultur Planungszeit: Juli 2008 bis heute Bauzeit: 2013 - 2019 2. Termine Meilensteine: Stand Ausschreibung + Vergabe: Baugenehmigung 10/2016 Baustelleneinrichtung Ausbaugewerke (LV-Erstellung) in Vorbereitung Kampfmittelsondierung (Abschluss) 03/2017 Gerüstbauarbeiten (LV Erstellung) in Vorbereitung Gründungsarbeiten (Abschluss) 03/2017 Platz- und Landschaftsbauarbeiten (LV-Erstellung) in Vorbereitung Interimsmaßnahme (Eröffnung) 05/2017 Dachdeckung- und Abdichtungsarbeiten (Veröffentlichung) in Vorbereitung Stahlbetonbauarbeiten (Start) 01/2017 Heizung/Kälte (Submission) 30.01.2017 Stahlbau (Montage Rautentragwerk) 07/2017 Elektro- und Nachrichtentechnik (Submission) 30.01.2017 Ausbau Museum ab 11/2017 Natursteinfassade (Submission) 15.03.2017 Baudichtigkeit 04/2018 Gebäudeautomation (Submission) 30.03.2017 Einbauten + Ausstellung ab 05/2018 Zimmerer- und Holzarbeiten (Submission) 30.03.2017 Übergabe an LVR 4Q 2019 Sanitärarbeiten (Beauftragung) 13.02.2017 Metall-Glas-Arbeiten (Beauftragung) 24.02.2017 Auszug Rahmenterminplan (Stand: 01/2017): 3. Kosten Letzter Sachstand Kosten gemäß Ratsbeschluss Juli 2011 (WHL): Verteilung Anteile 2011 Baukosten 35,417 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 37,473 Mio. € BGF: 13.966 m² Baunebenkosten, inkl. Grabungskosten 16,356 Mio. € Fördermittel des Landes 14,300 Mio. € BRI: 68.290 m³ Gesamtsumme (brutto) 51,773 Mio. € ∑ 51,773 Mio. € Kostenberechnung gemäß Optimierung III 2015: Sachstand Optimierung III 2015 (GW) Baukosten 37,777 Mio. € D Baunebenkosten 16,622 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 28,878 Mio. € -8,595 Mio. € BGF: 10.277 m² Grabungskosten 7,179 Mio. € Fördermittel des Landes 32,700 Mio. € 18,400 Mio. € BRI: 51.562 m³ Gesamtsumme (brutto) 61,578 Mio. € Kostenberechnung ∑ 61,578 Mio. € 9,805 Mio. € Prognose Gesamtkostensituation: 100,0% 61,578 Mio. € 4,6% 2,850 Mio. € ∑ 64,428 Mio. € Gesamtbudget inkl. Risikobudget 110,0% 67,736 Mio. € Projektbeschreibung: Vor dem historischem Rathaus befindet sich ein großes Ausgrabungsfeld mit Überresten aus der Römerzeit und einer alten jüdischen Gemeinde. Das Grabungsfeld erhält eine Betondecke, unter der die Ausstellung eingerichtet wird. Entlang Marspfortengasse und Unter Goldschmied, im Bereich der alten jüdischen Synagoge, ensteht der oberirdische Teil des "MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln". Kostenberechnung Optimierung III Mehrkosten Projektdurchführung gem. Präsentation weitere Kostenrisiken werden qualitativ erfasst, quantitative Bewertung erfolgt nach Definition der Anforderungen Empfehlung: Berücksichtigung eines Risikobudgets von insgesamt 10% (inkl. vorliegender Mehrkosten zur Berücksichtigung weiterer Projektentwicklungen) 61,578 € 23,143 € 7,324 € 67,736 € 0,000 € 10,000 € 20,000 € 30,000 € 40,000 € 50,000 € 60,000 € 70,000 € 80,000 € Kostenberechnung Opt. III Zahlungsstand Nachträge + Risiken Kostenprognose Kostenbericht (in Mio. €) - Stand 01.03.2017 MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Sachstandsbericht für den Unterausschuss Kunst und Kultur am 16.03.2017 Stand: 14.03.2017 4. Erläuterung Sachstand / Risiken Planung / Ausschreibung / Vergabe: Ausführung: Kosten: Termine: Legende: planmäßig mittleres Risiko hohes Risiko Bewertung als "mittleres Risiko" aufgrund des Anpassungsbedarfs aus Ergebnissen der Auswertung der Grabungen. Die Gesamtbaugenehmigung wurde am 04.10.2016 dem Bauherrn von der Bauaufsicht übergeben. Hier gibt es noch offene Auflagen, die derzeit von den Planern be- und abgearbeitet werden. Die Parcoursplanung ist zu einem Großteil abgeschlossen. Hier kann es im Laufe des Projektes immer wieder kleineren Anpassungsbedarf geben. Jedoch, sind die größten Umplanungen der Parcoursplanung nunmehr abgeschlossen. Aufgrund der aktuellen Parcoursplanung ist es unumgänglich, dass an einigen Stellen die archäologischen Befunde (z.B. Mauerwerksteile) mittels statischer Unterfangungen abgestützt werden. Diese sind in enger Abstimmung mit den Archäologen zu planen. Die Planung der Ausstellungsarchitektur / Beleuchtung erfolgt in koordinierter Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Projektteam des LVR. Die Erstellung der Ausstellungskonzeptionierung, inklusive szenischer Beleuchtungsplanung, mit zeitlichem Versatz zur Ausführungsplanung Architektur und Fachplanungen (z.B. Medienausstattung, Anschlussbedarf Ausstellungsbeleuchtung, etc.), erfolgt bis 04/2017. Im Rahmen der Umplanung des Eingangsbereichs (Personenkontrolle, Körperscanner, Metalldetektor etc.) gab es bereits seit Dezember 2016 Abstimmungen zwischen Wandel Lorch, und dem externen Sicherheitsplaner Kraiss & Wilke. Die Abstimmungen erfolgten unter Einbezug des Bauherren sowie des LVR. Derzeit liegt den Projektbeteiligten sowie der Polizei ein Vorentwurf eines Sicherheitskonzeptes vor. Auf dessen Grundlage erfolgen die weiteren finalen Abstimmungen. Die offenen Fragestellungen bzgl. der Raumdisposition in der Ebene 02 sowie die Verortung der Sicherheitszentrale und Museumspädagogik konnten geklärt werden. Die Räumlichkeiten in der Ebene 02 sind final zwischen LVR und Stadt Köln abgestimmt. Die Sicherheitszentrale und Museumspädagogik wird sich im Spanischen Bau befinden. Hier erstellt das Architekturbüro JRL bereits die Entwurfsplanung. Parallel erfolgt die Prüfung der Werk- und Montageplanung Stahlbau und Fassaden für den Neubau. Bewertung als "mittleres Risiko" aufgrund von Verzögerungen beim Tiefbau sowie des verzögerten Ausführungsbeginns der Stahlbetonbauarbeiten. Die Arbeiten der Kampfmittelsondierung sowie der nachlaufenden Gründungsarbeiten sind fast abgeschlossen. Die letzten Bohrpfähle werden bis etwa Ende März fertiggestellt sein. Seit dem 09.01.2017 liegt eine Genehmigung zur halbseitigen Sperrung von Unter Goldschmied vor. Hier wurden bereits die Bohrpfahlköpfe freigelegt, um mit den Abstemmarbeiten - als Vorbereitung für die Stahlbetonarbeiten - zu beginnen. Die Abstemmarbeiten werden in den Bereichen Unter Goldschmied, Obenmarspforten sowie Judengasse bis etwa Mitte April abgeschlossen. Im Anschluss an diese Arbeiten wird die Rückverankerung der Bohrpfahlwand mittels Spornherstellung ausgeführt sowie mit den Bewehrungs- und Betonierarbeiten begonnen. Im Bereich des Zugangs zum historischen Rathaus vom Alter Markt kommend, stellten sich die Ausführungen in der Vergangenheit der Ausbaumaßnahmen teilweise sehr zäh dar (Aufhebung wegen Unwirtschaftlichkeit und m.u. stark eingeschränkt möglichen Arbeitszeiten aufgrund der Vorgaben des Rathausbetriebs). Aktuell werden viele Arbeiten ausgeführt und abgeschlossen. Aktuell ist von einer Eröffnung des Interimszugangs am 02.05.2017 auszugehen (siehe auch oben). Momentan wird in enger Zusammenarbeit mit der Objekt- und Tragwerksplanung die Werk- und Montageplanung für Materialbestellungen, Vorfertigung und Korrosionsschutz erarbeitet. Bewertung als „hohes Risiko" durch wiederholte, kostenpflichtige Optimierungen, Vergaben über Budget und Entwicklungen im Rahmen der Ausführung (Nachträge, Behinderungen und Mehrkostenanzeigen). Auf Grundlage der Entwicklungen im Gesamtprojekt sind auch unvorhergesehene Mehrkosten im Projekt entstanden, die derzeit in Abstimmung zwischen Bauherr, Gebäudewirtschaft und Projektsteuerung zusammengestellt werden. Aktuell ist es das Ziel im Frühjahr diesen Jahres alle Kosten zusammen gestellt zu haben, um einen neuen Ratsbeschluss zu erreichen. Die großen, kostenintensiven Gewerke der TGA werden zu diesem Zeitpunkt submittiert sein, sodass hier eine höhere Kostensicherheit bzgl. der Ausschreibung und Vergabe erzielt werden kann. Die Grabungskosten wurden durch das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln geprüft und ein Prüfbericht vorgelegt. Gemäß den Empfehlungen dieses Prüfberichts wurden die Grabungskosten beleghaft geprüft und zugeordnet. Dies erfolgte durch den externen Projektsteuerer Drees & Sommer. Auf Grundlage der Kostenberechnung wurden sämtliche Vergabebudgets als Grundlage der Ausschreibungen und Beauftragungen definiert. Kostenrisiken aus Umplanungsleistungen, z.B. aufgrund von Integration von Auswertungsergebnissen der Grabung sowie entsprechender Optimierungen und der Integration der Anforderungen der Gebäudesicherheit gemäß Empfehlung der Kriminalpolizei, sind eingetreten. Darüber hinaus entstehen Kosten aus Vergaben über Budget, zusätzlichen Ausführungsleistungen wie Tiefkellerverfüllung, zusätzliche Erdarbeiten für Grabung und zum Schutz der Archäologie, Erschütterungs-Monitoring umliegender Bebauung, Betonverlust und Einsatz von Betonagestrümpfen, Kampfmittelverdachtsfälle inkl. Stillstände, Kontaktbohrungen zur Minimierung von Ausschachtungsarbeiten und Aushub. Hieraus resultieren zum aktuellen Kenntnisstand unvermeidbare Mehrkosten in Höhe von 2,85 Millionen Euro brutto (Kostensteigerung = 4,6 % bezogen auf die Kostenberechnung). Darüber hinaus ergeben sich Mehrkosten durch die Vergabe der Abdichtungsarbeiten i.H.v. ca. 432.000 Euro. Des Weiteren bestehen Kostenrisiken, wie geänderte Planungsanforderungen, archäologische Grabung im Böschungsbereich unter Deckel, Baustellensicherheit und -überwachung, Brandschutz, Entrauchung, Evakuierung, aber auch unvorhersehbaren Vergaberisiken, Firmeninsolvenzen, etc. Diese werden qualitativ im Projektfortschritt erfasst und im Monitoring überwacht. Eine quantitative Bewertung erfolgt nach Definition der Anforderungen. Empfehlung zur Berücksichtigung der weiteren Risiken und Projektentwicklungen: Einstellen eines Risikobudgets von insgesamt 10% (inkl. vorliegender Mehrkosten). Bewertung als "planmäßig", da trotz der Abstimmungen eines neuen Rahmenterminplans keine Auswirkungen auf den Fertigstellungstermin erwartet werden. Auf Grundlage der Entwicklungen im Gesamtprojekt - vor allem aufgrund der Verzögerungen im Bereich der tiefbaulichen Erschließung - wird eine Überarbeitung der Rahmenterminplanung notwendig. Diese wird seit Februar in Abstimmung zwischen der Bauleitung WL, ZWP sowie der Projektsteuerung durchgeführt. Im Nachhinein wird diese Überarbeitung mit dem Bauherrn, der Projektleitung der Gebäudewirtschaft und auch dem LVR abgestimmt. Der Übergabetermin an den Nutzer wird sich gegenüber dem aktuellen Rahmenterminplan nicht ändern (4. Quartal 2019). MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Sachstandsbericht für den Unterausschuss Kunst und Kultur am 16.03.2017 Stand: 14.03.2017 4. Erläuterung Sachstand / Risiken Planung / Ausschreibung / Vergabe: Ausführung: Kosten: Termine: Legende: planmäßig mittleres Risiko hohes Risiko Bewertung als "mittleres Risiko" aufgrund des Anpassungsbedarfs aus Ergebnissen der Auswertung der Grabungen. Die Gesamtbaugenehmigung wurde am 04.10.2016 dem Bauherrn von der Bauaufsicht übergeben. Hier gibt es noch offene Auflagen, die derzeit von den Planern be- und abgearbeitet werden. Die Parcoursplanung ist zu einem Großteil abgeschlossen. Hier kann es im Laufe des Projektes immer wieder kleineren Anpassungsbedarf geben. Jedoch, sind die größten Umplanungen der Parcoursplanung nunmehr abgeschlossen. Aufgrund der aktuellen Parcoursplanung ist es unumgänglich, dass an einigen Stellen die archäologischen Befunde (z.B. Mauerwerksteile) mittels statischer Unterfangungen abgestützt werden. Diese sind in enger Abstimmung mit den Archäologen zu planen. Die Planung der Ausstellungsarchitektur / Beleuchtung erfolgt in koordinierter Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Projektteam des LVR. Die Erstellung der Ausstellungskonzeptionierung, inklusive szenischer Beleuchtungsplanung, mit zeitlichem Versatz zur Ausführungsplanung Architektur und Fachplanungen (z.B. Medienausstattung, Anschlussbedarf Ausstellungsbeleuchtung, etc.), erfolgt bis 04/2017. Im Rahmen der Umplanung des Eingangsbereichs (Personenkontrolle, Körperscanner, Metalldetektor etc.) gab es bereits seit Dezember 2016 Abstimmungen zwischen Wandel Lorch, und dem externen Sicherheitsplaner Kraiss & Wilke. Die Abstimmungen erfolgten unter Einbezug des Bauherren sowie des LVR. Derzeit liegt den Projektbeteiligten sowie der Polizei ein Vorentwurf eines Sicherheitskonzeptes vor. Auf dessen Grundlage erfolgen die weiteren finalen Abstimmungen. Die offenen Fragestellungen bzgl. der Raumdisposition in der Ebene 02 sowie die Verortung der Sicherheitszentrale und Museumspädagogik konnten geklärt werden. Die Räumlichkeiten in der Ebene 02 sind final zwischen LVR und Stadt Köln abgestimmt. Die Sicherheitszentrale und Museumspädagogik wird sich im Spanischen Bau befinden. Hier erstellt das Architekturbüro JRL bereits die Entwurfsplanung. Parallel erfolgt die Prüfung der Werk- und Montageplanung Stahlbau und Fassaden für den Neubau. Bewertung als "mittleres Risiko" aufgrund von Verzögerungen beim Tiefbau sowie des verzögerten Ausführungsbeginns der Stahlbetonbauarbeiten. Die Arbeiten der Kampfmittelsondierung sowie der nachlaufenden Gründungsarbeiten sind fast abgeschlossen. Die letzten Bohrpfähle werden bis etwa Ende März fertiggestellt sein. Seit dem 09.01.2017 liegt eine Genehmigung zur halbseitigen Sperrung von Unter Goldschmied vor. Hier wurden bereits die Bohrpfahlköpfe freigelegt, um mit den Abstemmarbeiten - als Vorbereitung für die Stahlbetonarbeiten - zu beginnen. Die Abstemmarbeiten werden in den Bereichen Unter Goldschmied, Obenmarspforten sowie Judengasse bis etwa Mitte April abgeschlossen. Im Anschluss an diese Arbeiten wird die Rückverankerung der Bohrpfahlwand mittels Spornherstellung ausgeführt sowie mit den Bewehrungs- und Betonierarbeiten begonnen. Im Bereich des Zugangs zum historischen Rathaus vom Alter Markt kommend, stellten sich die Ausführungen in der Vergangenheit der Ausbaumaßnahmen teilweise sehr zäh dar (Aufhebung wegen Unwirtschaftlichkeit und m.u. stark eingeschränkt möglichen Arbeitszeiten aufgrund der Vorgaben des Rathausbetriebs). Aktuell werden viele Arbeiten ausgeführt und abgeschlossen. Aktuell ist von einer Eröffnung des Interimszugangs am 02.05.2017 auszugehen (siehe auch oben). Momentan wird in enger Zusammenarbeit mit der Objekt- und Tragwerksplanung die Werk- und Montageplanung für Materialbestellungen, Vorfertigung und Bewertung als „hohes Risiko" durch wiederholte, kostenpflichtige Optimierungen, Vergaben über Budget und Entwicklungen im Rahmen der Ausführung (Nachträge, Behinderungen und Mehrkostenanzeigen). Auf Grundlage der Entwicklungen im Gesamtprojekt sind auch unvorhergesehene Mehrkosten im Projekt entstanden, die derzeit in Abstimmung zwischen Bauherr, Gebäudewirtschaft und Projektsteuerung zusammengestellt werden. Aktuell ist es das Ziel im Frühjahr diesen Jahres alle Kosten zusammen gestellt zu haben, um einen neuen Ratsbeschluss zu erreichen. Die großen, kostenintensiven Gewerke der TGA werden zu diesem Zeitpunkt submittiert sein, sodass hier eine höhere Kostensicherheit bzgl. der Ausschreibung und Vergabe erzielt werden kann. Die Grabungskosten wurden durch das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln geprüft und ein Prüfbericht vorgelegt. Gemäß den Empfehlungen dieses Prüfberichts wurden die Grabungskosten beleghaft geprüft und zugeordnet. Dies erfolgte durch den externen Projektsteuerer Drees & Sommer. Auf Grundlage der Kostenberechnung wurden sämtliche Vergabebudgets als Grundlage der Ausschreibungen und Beauftragungen definiert. Kostenrisiken aus Umplanungsleistungen, z.B. aufgrund von Integration von Auswertungsergebnissen der Grabung sowie entsprechender Optimierungen und der Integration der Anforderungen der Gebäudesicherheit gemäß Empfehlung der Kriminalpolizei, sind eingetreten. Darüber hinaus entstehen Kosten aus Vergaben über Budget, zusätzlichen Ausführungsleistungen wie Tiefkellerverfüllung, zusätzliche Erdarbeiten für Grabung und zum Schutz der Archäologie, Erschütterungs-Monitoring umliegender Bebauung, Betonverlust und Einsatz von Betonagestrümpfen, Kampfmittelverdachtsfälle inkl. Stillstände, Kontaktbohrungen zur Minimierung von Ausschachtungsarbeiten und Aushub. Hieraus resultieren zum aktuellen Kenntnisstand unvermeidbare Mehrkosten in Höhe von 2,85 Millionen Euro brutto (Kostensteigerung = 4,6 % bezogen auf die Kostenberechnung). Darüber hinaus ergeben sich Mehrkosten durch die Vergabe der Abdichtungsarbeiten i.H.v. ca. 432.000 Euro. Des Weiteren bestehen Kostenrisiken, wie geänderte Planungsanforderungen, archäologische Grabung im Böschungsbereich unter Deckel, Baustellensicherheit und -überwachung, Brandschutz, Entrauchung, Evakuierung, aber auch unvorhersehbaren Vergaberisiken, Firmeninsolvenzen, etc. Diese werden qualitativ im Projektfortschritt erfasst und im Monitoring überwacht. Eine quantitative Bewertung erfolgt nach Definition der Anforderungen. Empfehlung zur Berücksichtigung der weiteren Risiken und Projektentwicklungen: Einstellen eines Risikobudgets von insgesamt 10% (inkl. vorliegender Mehrkosten). Bewertung als "planmäßig", da trotz der Abstimmungen eines neuen Rahmenterminplans keine Auswirkungen auf den Fertigstellungstermin erwartet werden. Auf Grundlage der Entwicklungen im Gesamtprojekt - vor allem aufgrund der Verzögerungen im Bereich der tiefbaulichen Erschließung - wird eine Überarbeitung der Rahmenterminplanung notwendig. Diese wird seit Februar in Abstimmung zwischen der Bauleitung WL, ZWP sowie der Projektsteuerung durchgeführt. Im Nachhinein wird diese Überarbeitung mit dem Bauherrn, der Projektleitung der Gebäudewirtschaft und auch dem LVR abgestimmt. Der Übergabetermin an den Nutzer wird sich gegenüber dem aktuellen Rahmenterminplan nicht ändern (4. Quartal 2019).
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0825/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 15.03.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27