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V/0016/2005

Ratsantrag Nr. 9/2004 von Bündnis 90/DieGrünen/GAL vom 16.05.2004 "Muskelkraft statt Motorkraft -

Vorlage 10.01.2005

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 09.02.2005, TOP 2.1

Antrag 9/2004

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Beschlussvorlage

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Antrag 9/2004

2534 Zeichen

Der Rat der Stadt Münster beschließt: 
 
1. Die Stadt Münster bekennt sich als mehrfach gekürte Fahrradhaup t-
stadt dazu, dass  das Fahrrad das umweltfreundlichste und stadtve r-
träglichste Verkehrsmittel im Stadtgebiet ist. 
2. Daher wird die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, den 
Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen bis zum Jahr 
2010 auf mind. 40% zu steigern. Z iel soll es sein, dadurch den Anteil 
des Autoverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen unter den Stand 
von 1994 zurückzuführen. Theoretische Erkenntnisse aus der Unte r-
suchung "Verkehrsbild 2001" sind hierfür aufzubereiten. 
3. Schwerpunkt dieses Konzeptes ist der Au sbau der Infrastruktur für 
RadfahrerInnen unter besonderer Berücksichtigung der Abstell - und 
Parkmöglichkeiten. Es muss außerdem das Ziel sein, die Sicherheit 
für FahrradfahrerInnen zu steigern. 
 
Begründung: 
 
Der muskuläre Individualverkehr ist "in". Die M ünsteranerInnen lieben das 
Radeln - nicht nur der Freizeit wegen. 35 % der Wege des täglichen Lebens 
legen die MünsteranerInnen mit dem Fahrrad zurück. Dieses Bekenntnis 
zum Fahrrad ist aus Sicht der Grünen steigerungsfähig. Je komfortabler die 
Möglichkeit ist, im Stadtgebiet schnell, vor allem unfallfrei und mit freier, nicht 
abgasgeschädigter Lunge voranzukommen, umso eher werden die Münst e-
ranerInnen bereit sein, sich auf ihre Muskelkraft zu besinnen. Häufig genug 
setzt das Auto als ungleiches Konkurrenzg efährt diesen Grundanforderu n-
gen für mehr Fahrradverkehr Grenzen. Gesundheits - und Lebensgefahren 
drohen den Fahrradfahrern im Straßenverkehr, wie ein Blick auf die Unfal l-
statistik zeigt.  
Der Modal Split (Verkehrsanteil von Fußgängern, Radfahrern, KFZ -Fahrern, 
KFZ-Mitfahrern, ÖPNV) hat sich im Zeitraum 1994 -2001 zuungunsten u m-
weltfreundlicher Verkehrsmittel entwickelt. Der Anteil an KFZ -Fahrern 
(Selbstfahrer) ist in diesem Zeitraum von 28,3% auf 38,3% gestiegen. U m-
weltfreundliche Verkehrsmittel hatten deut liche niedrigere Zuwachsraten o-
der waren gar rückläufig.  
 
Jörn Möltgen 
Helga Bennink 
Wilhelm Breitenbach 
Clemens Bruns-Sommerhage 
Manfred Kehr 
Hery Klas 
Maria Klein-Schmeink 
Carsten Peters 
 
Bündnis 90/Die Grünen/GAL
Ratsfraktion Münster 
 
Bremer Str. 54 
48155 Münster 
 
Fon 0251 / 8 99 58 10 
Fax 0251 / 8 99 58 15 
gruene.ratsfraktion@muenster.de 
www.gruene-muenster.de 
Antrag an den Rat der Stadt Münster 
"Muskelkraft statt Motorkraft" -  
Das Fahrrad muss Verkehrsmittel Nr. 1 in 
der Fahrradhauptstadt Münster werden ! 
16.05.2004

Beschlussvorlage

3689 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Stadtplanungsamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Ratsantrag Nr. 9/2004 von Bündnis 90/DieGrünen/GAL vom 16.05.2004" Muskelkraft statt 
Motorkraft - Das Fahrrad muss Verkehrsmittel Nr. 1 in der Fahrradhauptstadt Münster werden" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
09.02.2005 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Der Hauptausschuss nimmt zur Kenntnis, dass die mit dem Ratsantrag Nr. 9/2004 verfolgte 
Intention wesentlicher Bestandteile das Aufgabengebietes des Stadtplanungsamtes ist. Die 
Verwaltung hat hierzu zuletzt mit der Vorlage 379/2004 dem Ausschuss für Stadtplanung, 
Stadtentwicklung und Verkehr am 01.07.2004 das Radverkehrskonzept 2010 vorgelegt. Die 
konsequente Abarbeitung und Umsetzung des Konzeptes erfolgt entsprechend dem jeweils 
vom Rat zur Verfügung gestellten Finanzrahmen und den Projekten des jährlichen Arbeits-
programms Verkehrsplanung  2005 ff. 
 
2. Der Ratsantrag Nr. 9/2004 vom 16.05.2004 ist damit erledigt. 
 
 
 
Begründung: 
 
Mit dem Ratsantrag Nr. 9/2004 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL „Muskelkraft statt Motor-
kraft“ - Das Fahrrad muss Verkehrsmittel Nr. 1 in der Fahrradhauptstadt Münster werden! wird die 
Intention verfolgt, den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen bis zum Jahr 2010 auf 
mindestens 40 % zu steigern. Hierzu soll insbesondere die Radverkehrsinfrastruktur zum Fahren 
und Abstellen ausgebaut und die Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer erhöht 
werden.  
 
Der Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung und Verkehr hat in seiner Sitzung am 
01.07.2004 das von der Verwaltung mit der Vorlage 379/2004 vorgelegte Radverkehrskonzept 
2010 zustimmend zu Kenntnis genommen. Ohne eine direkte Zielzahl festzulegen, ist das Radver-
kehrskonzept 2010 mit seinen Handlungsfeldern so angelegt, dass der im Jahr 2001 ermittelte 
hohe Radverkehrsanteil von 35,2 % gesichert und gesteigert werden kann. Das Radverkehrskon-
zept 2010 enthält mit seinen drei Handlungsfeldern 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0016/2005 
Auskunft erteilt: 
Herr  Böhme 
Ruf: 
492 61 56 
E-Mail: 
BoehmeS@stadt-muenster.de  
Datum: 
07.01.2005 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
 
1. Verkehrssicherheit erhöhen 
2. Radverkehrsinfrastruktur ausbauen und unterhalten und 
3. Information, Kommunikation und Service 
erstmalig bewusst Schwerpunkte mit dem Ziel der Unfallbekämpfung und der Kommunikation mit 
den Nutzern. 
 
Die Umsetzung der Maßnahmen aus den Handlungsfeldern 1 und 3 kann überwiegend mit den 
vorhandenen Personalkapazitäten durchgeführt werden. Demgegenüber ist der Ausbau der Rad-
verkehrsinfrastruktur stark von der Höhe der zur Verfügung stehenden Investitionsmittel und der 
Fördermittel nach Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz abhängig. Die Verwaltung ist gehalten, 
grundsätzlich sämtliche Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. Der Haushaltsansatz 2005 für den 
Radwegebau korrespondiert mit den in Aussicht gestellten Bewilligungen des Landes. Auch für die 
kommenden Jahre sind für Radverkehrsmaßnahmen ber eits Fördermittel beantragt. Inwieweit eine 
Bewilligung eine Erhöhung der Radverkehrsmittel in den Folgejahren erforderlich macht, kann zum 
gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. 
 
Die Förderung des Radverkehrs in Münster gehört zu den ständigen Aufgaben der Verkehrspla-
nung. Dabei wird der vorgegebene finanzielle Gestaltungsrahmen voll ausgeschöpft.  Konkrete 
Radförderprojekte werden vom Planungsausschuss und den Bezirksvertretungen in dem jährlichen 
Arbeitsprogramm Verkehrsplanung festgelegt. Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grü-
nen/GAL Nr. 9/2004 vom 16.05.2004 ist damit erledigt. 
 
 
I. V. 
 
gez. 
 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor

Beratungsverlauf (1)

09.02.2005 Hauptausschuss
TOP 2.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Bremer Straße 54

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0016/2005
Typ
Vorlage
Datum
10.01.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37