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1837/2018

Beantwortung der Anfrage der Denkmalpflege - Herrn Dr. Krings - AN/0513/2018 - betr.: "Fortschreibung der Denkmalliste der Stadt Köln, hier: Bauten und Anlagen aus dem Zeitraum "1960 plus"

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 04.06.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 19.06.2018

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

5004 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/48/1 
 
Vorlagen-Nummer  04.06.2018 
 1837/2018 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 19.06.2018 
 
Beantwortung der Anfrage der Denkmalpflege - Herrn Dr. Krings - AN/0513/2018 - betr.: 
"Fortschreibung der Denkmalliste der Stadt Köln, hier: Bauten und Anlagen aus dem Zeitraum 
"1960 plus" 
Anfrage von Herrn Dr. Ulrich Krings vom 08.04.2018 zum Ausschuss Kunst und Kultur am 
17.04.2018: 
 
1. Führt die Verwaltung ein Verzeichnis zu Kölner Bauten und Anlagen der Epoche „1960 plus“, 
das die Grundlage für denkmalrechtliche Verfahren mit dem Ziel des Erhalts und des richtigen 
Umgangs mit denkmalwerten Objekten aus dieser Epoche bildet? 
 
2. Ist an eine Publikation der ausgewählten Objekte gedacht, vergleichbar den Kölner Denkmä-
lerverzeichnissen aus den 1980er Jahren? 
 
3. Kann die Verwaltung zeitnah den gegenwärtigen Stand ihrer Kenntnisse zu Kölner Objekten 
dieser Epoche, den Stand der Auflistung bzw. der Eintragung in die Denkmalliste dem Aus-
schuss K.u.K. zur Kenntnis geben? 
 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Zu 1.: 
Eine umfangreiche Zusammenstellung von Objekten der Bauzeit „1960 plus“ wird seit längerem im 
Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege geführt. Die Zusammenstellung dient als interne Grund-
lage für die nähere Prüfung hinsichtlich eines potentiellen Denkmalwertes der darin aufgeführten Ob-
jekte. Ziel ist es, Objekte bei Vorliegen der Denkmaleigenschaft in die Denkmalliste der Stadt Köln 
einzutragen und damit unter Schutz zu stellen. 
 
Zu 2.: 
An eine Publikation der zu 1. genannten Objektsammlung ist aktuell nicht gedacht. Sinnvoll ist aber 
eine Veröffentlichung nach Abschluss der Aufarbeitung. 
 
Zu 3.: 
Der gegenwärtige Stand der Kenntnisse beim Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege wird durch 
Folgendes wiedergespiegelt: 
Die zu 1. genannte umfangreiche Objektsammlung wird laufend ergänzt, da insbesondere Objekte 
der 1970er Jahre zunehmend ins Blickfeld geraten. 
Für etliche einzelne Objekte der Zeitstufe 1960er/70er Jahre ist die Eintragung in die Denkmalliste (= 
Unterschutzstellung) aufgrund individueller Sachverhalte und Voraussetzungen bereits erfolgt. Sie 
werden im Folgenden exemplarisch benannt.

2 
 
Für bestimmte typologische Objektgruppen ist bereits eine konkrete Auflistung denkmalwerter Objek-
te erfolgt und es sind bereits einige bzw. alle Objekte dieser typologischen Gruppen in die Denkmal-
liste eingetragen: 
 
Kirchen: Bereits 10 Kirchen der 1960er Jahre sind unter Schutz gestellt (z. B. St. Gertrud, Christi Auf-
erstehung, St. Johannes der Täufer/ Kirche im Universitätsklinikum oder St. Johannes XXIII/ Kirche 
der kath. Hochschulgemeinde). Aus einer Anzahl von insgesamt 64 weiteren gesichteten Kirchen der 
1960er/70er Jahre wurden darüber hinaus 15 Objekte in die engere Wahl genommen, deren Eintra-
gung in die Denkmalliste beabsichtigt ist. 
 
Schulen: Alle denkmalwerten Schulbauten der 1960er/70er Jahre sind bereits eingetragen (z. B. Ma-
ternus-Grundschule Bülowstraße in Nippes aus den 1960er Jahren). Exemplarisch für 4 Gesamtschu-
len der 1970er Jahre wurde die Europaschule Raderthalgürtel eingetragen. Weitere Unterschutzstel-
lungen sind nicht beabsichtigt. 
 
Universitätsbauten: Die denkmalwerten Objekte der 1960er/70er Jahre sind großenteils in die Denk-
malliste eingetragen (z. B. Hochschule für Musik und Tanz, Sporthochschule, Rechtshaus) oder sie 
befinden sich im denkmalrechtlichen Verfahren (Hörsaalgebäude und Universitäts-und Stadtbiblio-
thek). Weitere Unterschutzstellungen sind nicht beabsichtigt. 
 
Museumsbauten: Alle denkmalwerten Objekte der 1960er/70er Jahre sind bereits eingetragen (Mu-
seum für Ostasiatische Kunst, Römisch-Germanisches Museum). 
 
Kunst im öffentlichen Raum: Einige denkmalwerte Kunstobjekte der 1960er/70er Jahre sind bereits in 
die Denkmalliste eingetragen (z. B. Lichtkinetische Plastik von Otto Piene in der Hohe Straße). Weite-
re Objekte sind in der zu 1. genannten Objektsammlung enthalten und müssen noch konkret geprüft 
werden. 
 
Wohnbauten: Einige der denkmalwerten Objekte der zu 1. genannten Sammlung sind bereits in die 
Denkmalliste eingetragen (z. B. Colonia-Hochhaus, Siedlung Asternweg in Seeberg). Weitere Objekte 
wurden hinsichtlich ihres grundsätzlich vorliegenden potentiellen Denkmalwertes in den letzten Jah-
ren vorgeprüft. Die in großer Zahl erfassten Bauten werden laufend abgearbeitet. 
 
Verwaltungsbauten: Einige denkmalwerte Objekte stehen bereits unter Schutz (z. B. KHD-Hochhaus). 
Die konkrete Vorprüfung der weiteren Bauten der zu 1. genannten Sammlung soll in Kürze in Angriff 
genommen werden. 
 
Einschränkend im Hinblick auf zukünftige Unterschutzstellungen ist festzuhalten, dass einige Objekte 
aufgrund von Veränderungen durch Sanierungen keine Denkmaleigenschaft (mehr) besitzen und für 
eine Unterschutzstellung nicht (mehr) in Betracht kommen. 
 
 
 
gez. Laugwitz-Aulbach

Beratungsverlauf (1)

19.06.2018 Ausschuss Kunst und Kultur
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1837/2018
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
04.06.2018
Erstellt
30.05.2018 12:39