Mandari Insight

0286/2023

Freigabe von Mitteln aus dem politischen Veränderungsnachweis zum Haushaltsjahr 2023/2024 "EDELGARD schützt"

Beschlussvorlage Ausschuss 07.03.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Sitzung am 20.03.2023, TOP 3.1

25-03-27 Abschlussbericht-Edelgard

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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Beschlussvorlage Ausschuss

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25-03-27 Abschlussbericht-Edelgard

72798 Zeichen

Abschluss-bericht
01.04.2023-31.12.2024
KÖLNER INITIATIVE GEGEN SEXUALISIERTE GEWALT
c/o Frauenberatungszentrum Köln e.V.
Friesenplatz 9, 50672 Köln
info@edelgard.koeln
0221/ 420 16 20

Inhalt 
 
1. Sachbericht ................................ ................................ ................................ ................... 2 
Einleitung ................................ ................................ ................................ ..............................  2 
Ziele und Zielgruppe ................................ ................................ ................................ .............. 2 
Angebot ................................ ................................ ................................ ................................ . 3 
EDELGARD-mobil ................................ ................................ ................................ ............. 3 
EDELGARD-schützt ................................ ................................ ................................ ........... 9 
EDELGARD-map ................................ ................................ ................................ ..............10 
EDELGARD-informiert ................................ ................................ ................................ ......10 
Öffentlichkeitsarbeit ................................ ................................ ................................ .............. 11 
Netzwerk und Netzwerksarbeit ................................ ................................ .............................15 
Qualitätsmanagement ................................ ................................ ................................ ..........16 
Förderungen und Fundraising ................................ ................................ .............................. 17 
Erfolge ................................ ................................ ................................ ................................ ..18 
Herausforderungen und Hindernisse ................................ ................................ ....................19 
Fazit & weitere Handlungsempfehlungen ................................ ................................ .............21 
Abbildungen ................................ ................................ ................................ .........................24 
2. Zahlenmäßiger Nachweis ................................ ................................ ...........................34 
3. Rechtsgültige Unterschriften

Abbildungsverzeichnis 
Abbildung 1: Bewerbung des mobilen Angebots beim Summerjam 2023. ............................24 
Abbildung 2: EDELGARD-mobil bei der Gamescom 2023 ................................ ....................24 
Abbildung 3: Öffentlicher Post einer Influencerin auf X. ................................ ........................24 
Abbildung 4: Infoteams von EDELGARD-mobil. ................................ ................................ ...25 
Abbildung 5: Werbung für EDELGARD-mobil anlässlich des Straßenkarnevals 2024. .........25 
Abbildung 6: EDELGARD bei der Volunteers Veranstaltung der EM 2024 ............................26 
Abbildung 7: Postings aus der „Fühl ich.“-Kampagne.. ................................ .........................26 
Abbildung 9: Zusammenschnitt aus einem "Fühl ich."-Reel ................................ ..................27 
Abbildung 10: Info-Post aus der Rubrik "Selbstbestimmung".. ................................ ..............27 
Abbildung 11: Out of Home-Plakatierung. ................................ ................................ .............28 
Abbildung 12: Plakate für schützende Orte.. ................................ ................................ .........28 
Abbildung 13: Fotosession bei KINGZ. ................................ ................................ .................29 
Abbildung 14: Das Team Klingelpützt mit ihrem Statement als EDELGARD-schützt Ort .......29 
Abbildung 15: EDELGARD-Webseite. ................................ ................................ ..................30 
Abbildung 16: Die EDELGARD-Koordination beim IFT. ................................ ........................31 
Abbildung 17: Monday-Talks Runde am 07.06.2023 ................................ .............................31 
Abbildung 18: EDELGARD beim MoveAsOne Festival. ................................ ........................32 
Abbildung 19: EDELGARD-Präsentation beim polisMOBLITY camp. ................................ ...32 
Abbildung 20: Zeigt das EDELGARD-Netzwerk mit den einzelnen Akteur*innen ..................33

Sachbericht 
2 
 
1. Sachbericht 
Einleitung 
Im Zeitraum vom 01.04.2023 – 31.12.2024 wurde die Koordinierungsstelle des Projekts 
EDELGARD der Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt (KIGSG) vom Ausschuss zur 
Gleichstellung von Frauen und Männern der Stadt Köln mit einem Geldbetrag von 120.000 € 
gefördert.  
Die Projektstelle war an das Frauenberatungszentrum Köln e.V. angegliedert. Vom 
01.04.2023 bis zum 31.12.2024 war die Sozialarbeiterin Chiara Makowski mit einem Stun-
denanteil von 19,5 Stunden für die Koordinierungsstelle im Einsatz, vom 01.05.2023 – 
31.10.2024 zudem die Psychologin Cyne von Laufenberg, ebenfalls mit 19,5 Wochenstun-
den engagiert.  
Dieser Bericht dient der Abbildung der im Förderzeitraum geleisteten Arbeit, der erzielten Er-
folge sowie der Herausforderungen, die im Förderzeitraum aufgetreten sind. Abschließend 
soll ein Fazit gezogen und Empfehlungen für die Zukunft ausgesprochen werden.  
Ziele und Zielgruppe 
EDELGARD richtet sich zunächst an ALLE Mädchen und Frauen, unabhängig von Alter1, 
ethnischer und sozialer Herkunft, Nationalität, biologischem Geschlecht, sexueller Orientie-
rung, körperlichen und geistigen Gegebenheiten und Religion. 
Allerdings muss dabei berücksichtig werden, dass EDELGARD vermutlich nicht alle Gruppen 
gleichermaßen erreicht. So stellte sich schon zu Beginn der Arbeit der Koordination die 
Frage: Wer fühlt sich aktuell von EDELGARD angesprochen und wen erreichen wir nicht? 
Im Berichtszeitraum wurde aktiv darauf hingearbeitet, Mädchen UND Frauen zu erreichen 
und Informationen auch für die Personen mit Lernschwierigkeiten zugänglich zu machen. Es 
wäre wichtig, herauszufinden, wie sich ggf. auch mehr Women of Color angesprochen fühlen 
(können) oder wie wir die Gruppe von trans* Frauen besser erreichen können.  
Ferner muss berücksichtigt werden, dass die binäre Unterscheidung von Mädchen und Jun-
gen bzw. Frauen und Männer nicht mehr als zeitgemäß angesehen werden kann. Zudem 
sind gerade queere Menschen in Deutschland häufig Opfer von geschlechtsspezifischer Ge-
walt im öffentlichen Raum2. Im Berichtszeitraum wurde daher für das EDELGARD-Netzwerk 
ein Prozess unter supervisorischer Begleitung von Kat Feyrer gestartet, um eine Öffnung der 
Zielgruppe anzustreben.  
Im Berichtszeitraum war die Zielgruppe von EDELGARD als Mädchen und Frauen definiert 
und so wird hier zunächst weiterhin mit der binären Unterscheidung „männlich“, „weiblich“ 
gearbeitet. 
 
1 EDELGARD richtet sich an Mädchen ab dem Jugendalter (also ab 14 Jahren).  
2 Vgl. https://www.lsvd.de/de/ct/3958-Alltag-Queerfeindliche-Gewaltvorfaelle-in-Deutschland (abgeru-
fen am 09.10.2024) & https://www.ilga-europe.org/sites/default/files/2023/full_annual_review.pdf (ab-
gerufen am 09.10.2024)

Sachbericht 
3 
 
Die primären Ziele von EDELGARD sind: 
• Die Initiierung eines gesellschaftlichen Wandlungsprozesses: nicht Frauen und 
Mädchen müssen sich anpassen, um sicher zu sein. Das bedeutet, dass sexualisierte 
Gewalt stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und sich unsere Gesellschaft 
geschlossen gegen sexualisierte Gewalt positionieren muss. Die Implementierung 
und Umsetzung einer gesellschaftlichen Nulltoleranzstrategie ist dabei vonnöten. 
• Wiederherstellung und Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls von Mäd-
chen und Frauen im öffentlichen Raum. Alle Menschen sollen sich unabhängig von 
ihrem oder dem ihnen zugeschriebenen Geschlecht in der Öffentlichkeit sicher fühlen 
können.  
• Verhütung von Traumfolgestörungen bzw. Begrenzung des Schadens einer Be-
troffenen nach sexualisierter Gewalt. 
• Abschreckung von Tatpersonen.  
Daraus ergibt sich eine Vielzahl an Sekundärzielen: 
• Aufklärung der Gesamtgesellschaft über das Thema sexualisierte Gewalt 
• Zielgruppenspezifische Aufklärung über das Thema sexualisierte Gewalt 
• Sensibilisierung der Gesamtgesellschaft zum Umgang mit von sexualisierter Gewalt 
betroffenen Person 
• Stärkung der Solidarität mit Betroffenen  
• Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten: 
o Zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls 
o Bei erlebter und überlebter sexualisierter Gewalt 
• Sichtbarkeit von Schutzmaßnamen 
Angebot 
Im Folgenden soll anhand der Bausteine die Arbeit (Fokus: Tätigkeiten der Koordination) im 
Zeitraum April 2023 – Dezember 2024 dargestellt sowie skizziert werden, welche Möglichkei-
ten der Weiterentwicklung denkbar und aus fachlicher Sicht sinnvoll sind. 
EDELGARD-mobil 
EDELGARD-mobil ist das zentrale Angebot bei Großveranstaltungen in der Stadt, da gerade 
bei großen Veranstaltungen sexualisierte Gewalt anonym ausgeübt werden kann. Ziel von 
EDELGARD-mobil ist es, an Großveranstaltungen betroffenen Mädchen und Frauen eine di-
rekte und niedrigschwellige Beratung zu ermöglichen bzw. auch präventiv ansprechbar zu 
sein. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden durch mobile Info-Teams oder die Präsenz 
an einem Stand über das Angebot EDELGARD-mobil sowie generell über sexualisierte Über-
griffe gegen Frauen und Mädchen informiert. Eine direkte Anlaufstelle kann dazu beitragen, 
dass Mädchen und Frauen sexualisierte Gewalterfahrungen besser verarbeiten können und 
langfristige negative Folgen begrenzt oder vermieden werden können. Das Vorhandensein 
eines mobilen EDELGARD-Teams kann außerdem dazu führen, dass das subjektive Sicher-
heitsgefühl erhöht wird, dass das Thema öffentlich wird und dass potenzielle Tatpersonen 
abgeschreckt werden. Ein sichtbares EDELGARD-Team erhöht zudem den Bekanntheits-
grad des Projekts.

Sachbericht 
4 
 
Auf Anfrage kann EDELGARD-mobil auch bei geschlossenen Veranstaltungen, z.B. dem 
SummerJam-Festival oder der gamescom-Messe, vor Ort sein. In der Verantwortung liegen 
hier die Veranstaltenden, die die Finanzierung des Einsatzes3 realisieren. Der Einsatz bei 
städtischen öffentlichen Großveranstaltungen, wie z.B. dem Straßenkarneval, wird über das 
Amt für Gleichstellung finanziert (Übernahme von Honorar und Sachkosten). 
EDELGARD-mobil wurde in der Vergangenheit maßgeblich durch die Arbeitsgruppe (AG)-
mobil geplant und koordiniert, im Berichtszeitraum wurden große Teile der anfallenden Arbeit 
von der Koordinierungsstelle übernommen, u.a.:  
• Kommunikation mit Veranstalter*innen (vor, während und nach den Einsätzen) 
• Gestaltung und Bestellung von Materialien 
• Akquise von Beraterinnen (Ansprache und Durchführung eines Eignungsgesprächs) 
• Schulung der Beraterinnen 
• Koordination der Schulungen 
• Einsatzplanung  
• Rechnungswesen  
• Briefing für Sanitäts- und Sicherheitsdienste 
• Pressearbeit  
• Auf- und Abbau  
• Briefing der Berater*innen 
• Ansprechbarkeit während der Einsätze  
• Kommunikation und Einbezug der schützenden Orte  
• … 
Einsätze im Berichtszeitraum 
In Tabelle 1 sind die EDELGARD-mobil Einsätze im Berichtszeitraum dargestellt. Insgesamt 
war EDELGARD-mobil an 36 Tagen im Einsatz.  
Die realisierten Einsätze spiegeln allerdings nicht die Anzahl an Anfragen anderer Akteur*in-
nen wider, die EDELGARD-mobil für Ihre Veranstaltung oder als Teil eines Awareness-Teams 
gewinnen wollten.  
Kurzberichte zu den einzelnen Einsätzen finden sich in den nächsten Abschnitten. 
 
Tabelle 1. Übersicht über EDELGARD-mobil Einsätze im Zeitraum 01.04.2023 - 31.12.2024 
Event Auftrageber*in Tage & Stunden im Einsatz 
SummerJam Festi-
val 2023 
Contour Festival Or-
ganisations GmbH  
3 Tage à 5 Stunden 
Gamescom 2023 Koelnmesse GmbH 4 Tage à 10 Stunden 
11.11.2023 Amt für Gleichstel-
lung der Stadt Köln 
1 Tag à 14 Stunden 
Straßenkarneval 
2024 
Amt für Gleichstel-
lung der Stadt Köln 
2 Tage à 14 Stunden; 2 Tage à 5 Stunden 
 
3 Meint die Materialkosten und die Honorare der Beraterinnen. In Rechnung gestellt wurde bisher 
nicht der koordinative Aufwand.

Sachbericht 
5 
 
Fußball-Europa-
meisterschaft der 
Männer 2024 
Sportamt der Stadt 
Köln 
5 Tage à 6 Stunden, 10 Tage à 5 Stunden 
SummerJam Festi-
val 2024 
Contour Festival Or-
ganisations GmbH  
3 Tage à 5 Stunden 
Gamescom 2024 Koelnmesse GmbH 1 Tag à 10 Stunden, 4 Tage à 11 Stunden 
11.11.2024 Amt für Gleichstel-
lung der Stadt Köln 
1 Tag à 14 Stunden 
 
EDELGARD auf dem SummerJam Festival 2023  
(Einsatz: 30.06. – 02.07.2023, täglich von 20:00 – 1:00 Uhr) 
Es gab einen EDELGARD-Stand, an dem zu den Einsatzzeiten je zwei Beraterinnen vor Ort 
waren. Für jede Beraterin wurde eine Vertretung im Falle eines spontanen Ausfalls gewähr-
leistet (insgesamt wurden somit 12 Schichten belegt, 6x reguläre Einsätze, 6x Bereitschaft. 
Zudem wurden Personen für den Auf- und Abbau vergütet).  
Neben dem Stand wurde auf dem gesamten Festivalgelände in den Sanitärbereichen Pla-
kate aufgehängt. Mobile Zigarettenverkäufer*innen verteilten EDELGARD-Visitenkarten mit 
der EDELGARD-Hotline. Zudem wurde das Angebot über Infoscreens neben den Bühnen 
fortlaufend kommuniziert (Abbildung 1). 
Die Rückmeldung der Festivalgäste war sehr positiv. Auch die Veranstaltenden schätzen das 
Angebot, haben gleichzeitig den Wunsch an die Koordination herangetragen, die Zielgruppe 
zu erweitern, um ein Angebot für alle Gäste zu gewährleisten.  
Finanziert wurden die Honorare der Beraterinnen hälftig von den Veranstaltenden und dem 
Sportamt der Stadt Köln. 
EDELGARD auf dem SummerJam Festival 2024  
(Einsatz: 05.07. – 07.07.2024, täglich von 20:00 – 1:00 Uhr) 
Auch im Jahr 2024 wurde das Angebot EDELGARD-mobil von den Veranstaltenden des 
SummerJams gebucht (Insgesamt wurden somit 12 Schichten belegt, 6x reguläre Einsätze, 
6x Bereitschaft. Zudem wurden Personen für den Auf- und Abbau vergütet). Im Grunde hat 
sich zum Vorjahr nichts verändert, abgesehen von einer vermehrten Bewerbung des Ange-
bots zusätzlich über Social Media. Die Finanzierung der Honorare erfolgte wie bisher über 
die Veranstaltenden und das Sportamt der Stadt Köln.  
EDELGARD auf der gamescom 2023 
(Einsatz 24.08. – 27.08.2023, täglich von 10:00 – 20:00 Uhr) 
Auf der gamescom, der weltweit größten Messe für Gaming, gab es einen EDELGARD-
Stand mit integriertem Beratungsbereich (Abbildung 2a), an dem zu den Einsatzzeiten je 
zwei Beraterinnen vor Ort waren. Auch hier wurde ein Vertretungssystem installiert (insge-
samt wurden 26 Schichten belegt, 16x reguläre Einsätze, 10x Bereitschaft).

Sachbericht 
6 
 
Die Beraterinnen verteilten vom Stand aus Visitenkarten mit der EDELGARD-Hotline. Zudem 
gab es eigens für die gamescom angefertigte Kameraabdeckungen mit dem EDELGARD-
Schriftzug. Neben dem Stand wurde auf den Toiletten Spiegelbilder angebracht, die auf 
EDELGARD aufmerksam machten (Abbildung 2b).  
Insgesamt war die Rückmeldung positiv. Kritik an EDELGARD oder negative Rückmeldung 
gab es i.d.R. nur von männlich gelesenen Personen. Die Kameraabdeckungen trafen eben-
falls auf Zuspruch. Ein Bedarf an mehr Informationsmaterial im Bereich Gaming Kosmos 
wurde festgehalten.  
Es ist zu bemerken, dass die Gäste der gamescom nicht nur aus Köln, sondern aus ganz 
Deutschland und teilweise auch aus anderen Ländern kamen, sodass EDELGARD häufig 
unbekannt war. Augenmerk sollte daher auch auf Ansprache des Internationalen Publikums 
gelegt werden. 
Auch kam es auf der gamescom zu sexualisierter Gewalt, ohne dass EDELGARD-Beraterin-
nen informiert oder zur Hilfe gerufen worden sind. So machte beispielsweise eine Influence-
rin später auf der Plattform X darauf aufmerksam, dass sie belästigt worden sei (Abbildung 
3.). Ein Sprecher der Gamescom habe daraufhin auch öffentlich auf EDELGARD aufmerk-
sam gemacht: „Teilnehmende, die belästigt werden oder bemerken, dass eine andere Per-
son belästigt wird, werden von uns ermutigt, uns dies unverzüglich per E-Mail, Telefon oder 
direkt vor Ort zu melden. Zudem haben wir gemeinsam mit unserem Partner EDELGARD 
eine Anlaufstelle für von Belästigung und sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und Mäd-
chen auf der gamescom eingerichtet.“4 Dieser Vorfall unterstreicht die Wichtigkeit, EDEL-
GARD vermehrt in der Gaming Scene sichtbar zu machen.  
Die Honorar- und Materialkosten wurden von der Koelnmesse GmbH übernommen.  
EDELGARD auf der gamescom 2024 
(Einsatz 21.08. – 25.08.2024, 21.08. 9:00 – 19:00 Uhr und vom 22.08. von 09:00 – 20:00 
Uhr) 
Für die gamescom 2024 wurde das EDELGARD-mobil Angebot nicht nur erneut gebucht, 
sondern sogar für einen zusätzlichen Tag für die Fachbesuchenden und zusätzlich für eine 
Stunde mehr im Regelbetrieb (insgesamt wurden 40 Schichten belegt, 20x reguläre Eins-
ätze, 20x Bereitschaft). 
Der Stand war wie im letzten Jahr mit integriertem Beratungsbereich ausgestattet. 
Vor der Messe haben wir vermehrt auf Social-Media-Arbeit zum Thema digitale Gewalt ge-
setzt und gezielt Fachmaterialien für die gamescom eingekauft. Erneut wurden Kameraabde-
ckungen mit EDELGARD-Schriftzug als Merch ausgegeben. Zudem gab es dieses Mal auch 
die klassische EDELGARD Visitenkarte auf erstmalig auf englisch. 
Die Messe selbst hat wiederholt mit den Spiegelaufklebern gearbeitet. 
 
4 Quelle: https://www.derwesten.de, https://www.derwesten.de/panorama/promi-tv/gamescom-koeln-
twitch-tickets-id300632970.html (Zugriff: 21.02.2024)

Sachbericht 
7 
 
Täglich haben zwischen 500 und 1.000 Besuchende den EDELGARD-Stand besucht und 
sich informiert. Zusätzlich wurde das Beratungsangebot verstärkt genutzt und dies von Be-
troffenen später öffentlich gemacht.  
Der diesjährige Einsatz auf der gamescom macht deutlich, dass es sich im Rahmen der 
Messe inzwischen um ein etabliertes Angebot handelt, dass im Falle von sexualisierter Ge-
walt auch in Anspruch genommen wird. 
Die Honorar- und Materialkosten wurden von der Koelnmesse GmbH übernommen sowie 
Overheadkosten.  
EDELGARD am 11.11.2023 
(Einsatz am 11.11.2023, 11:00 – 1:00 Uhr). 
Am 11.11.2023 wurden insgesamt 29 Schichten besetzt (18x reguläre Beratungsschicht, 11x 
Vertretung). Dabei war im gesamten Zeitraum eine telefonische Erreichbarkeit gewährleitest. 
Zwei Beraterinnen waren in der Basis stationiert und agierten dort am Telefon. Von 11:00 – 
20:00 Uhr gab es drei mobile Info-Teams à zwei Beraterinnen, die an die Feiernden Visiten-
karten mit der telefonischen Erreichbarkeit, Gummibärchen mit EDELGARD-Aufdruck verteil-
ten und für Beratungen ansprechbar waren. Die Beraterinnen waren durch EDELGARD-
Warnwesten und Fahnen gekennzeichnet (Abbildung 4).  
Beworben wurde das Angebot im Vorfeld durch die Veranstalterin mit einer Megalight-Kam-
pagne, durch das Auslegen von Citycards und durch Spiegelbilder an den schützen Orten. 
Das telefonische Angebot wurde angenommen und die mobilen Teams bekamen viel positive 
Rückmeldungen. Gleichzeitig war die Stadt sehr voll und es war teilweise schwierig, sich zu 
Fuß durch die Menschenmassen zu bewegen. Auch gaben die mobilen Teams die Rückmel-
dung, dass ab dem Nachmittag (ca. 15:00 / 16:00 Uhr) die feiernden Menschen größtenteils 
sehr betrunken und nicht mehr in der Lage schienen, Informationen aufzunehmen. Daher 
sollen Infoteams in der Zukunft v.a. in den frühen Stunden von Großveranstaltungen einge-
setzt werden, sofern anzunehmen ist, dass viel Alkohol konsumiert wird.  
Die Honorarkosten sowie die Kosten für die EDELGARD-mobil Fahnen wurden vom Amt für 
Gleichstellung übernommen, die Kosten für die Gummibärchen mit EDELGARD-Aufdruck 
wurden durch die Förderung von örtlichen/regionalen Kooperationen gegen Gewalt an 
Frauen im Haushaltsjahr 2023 des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, 
Flucht und Integration des Landes NRW gedeckt. 
EDELGARD am 11.11.2024 
(Einsatz am 11.11.2024, 11:00 – 1:00 Uhr) 
Die Sessionseröffnung am 11.11.2024 wurde wieder durch einen Einsatz von EDELGARD-
mobil begleitet. Es gab insgesamt 20 zu besetzende Schichten (12x reguläre Beratungs-
schichten, 8x Vertretung). Die Beraterinnen waren im Zeitraum von 11:00 – 01:00 Uhr telefo-
nisch zu erreichen. Zusätzlich waren in der Zeit von 11:00 – 15:00 Uhr drei Info-Teams à 
zwei Beraterinnen unterwegs, um in erster Linie Flyer zu verteilen oder im Bedarfsfall für Be-
troffene ansprechbar zu sein. Die Rückmeldung der angesprochenen Personen war durch-
weg positiv. Auch der Einsatz der Info-Teams lediglich bis 15 Uhr, erwies sich im Vergleich 
zum Vorjahr als zweckvoll. Beworben wurde der Einsatz über eine entsprechende Megalight-

Sachbericht 
8 
 
Kampagne, die Kosten dafür trug das Amt für Gleichstellung, ebenso wie die Honorarkosten 
der Beraterinnen. Darüber hinaus wurde ein Sharepic über Instagram geteilt, das nahezu 
150.000 Aufrufe verzeichnen konnte. Ein Co-Post mit der Stadt Köln erzielte rund 500.000 
Aufrufe, was als erfolgreich zu werten ist. 
EDELGARD im Straßenkarneval 2024 
(Einsatz 08.02.2024 & 12.02.2024, 11:00 – 1:00 Uhr; 09.02. – 11.02.2024, 20:00 – 1:00 Uhr) 
Für den Einsatz von EDELGARD am Kölner Straßenkarneval 2024 wurden insgesamt 54 
Schichten belegt (30 reguläre Schichten, 24 Vertretungsschichten). Im gesamten Zeitraum 
war die telefonische Erreichbarkeit gewährleistet. Zudem waren an Weiberfastnacht sowie 
am Rosenmontag von 11:00 – 15:00 Uhr mobile Teams unterwegs (mit Süßigkeiten, Karten 
und durch Warnwesten kenntlich gemacht), die auf das Angebot aufmerksam machten und 
für Beratungen ansprechbar waren. Die Einsatzzeiten der Infoteams wurden als Reaktion auf 
das Feedback der Beraterinnen vom 11.11.2023 hin verkürzt.  
Zur Bewerbung des Angebots hat das Amt für Gleichstellung eine City-Card-Kampagne orga-
nisiert, sowie großflächige Plakate im Kwartier Latäng (Abbildung 5) anbringen lassen. Zu-
dem gab es eine Anzeige in der Stadtrevue. 
Die mobilen Teams meldeten zurück, dass insgesamt weniger in der Stadt los gewesen und 
ein besseres Durchkommen auf den Straßen möglich gewesen sei als am 11.11.2023. Die 
Rückmeldung der angesprochenen Passant*innen sei i.d.R. positiv gewesen, die Zielgruppe 
habe positiv reagiert. Bei vielen Mädchen und Frauen sei EDELGARD durch die Presse oder 
durch die Social Media-Präsenz bereits bekannt gewesen. Unklar sei eher gewesen, wie 
EDELGARD außerhalb von Karneval funktioniere.  
Das telefonische Angebot wurde sowohl von Betroffenen direkt als auch von Beistehenden 
und Unterstützer*innen in Anspruch genommen. Teilweise auch von Hilfesuchenden, deren 
Anliegen nicht in den Tätigkeitsbereich von EDELGARD fallen. Auch meldeten sich Be-
troffene im Nachgang über E-Mail bei der Koordinierungsstelle.  
Die Honorarkosten für die Beraterinnen und Kosten für den Neudruck von EDELGARD-Visi-
tenkarten wurden von der Stadt Köln getragen, die Süßigkeiten durch Spendengelder finan-
ziert. 
EDELGARD bei der Fußball-Europameisterschaft der Männer 2024 
(Einsatz 14.06. – 26.06., 29.06. – 30.06. und 05.07.2024, um die Spielzeiten gelegt) 
Der wohl längste EDELGARD-mobil Einsatz in der EDELGARD Geschichte fand im Sommer 
2024 anlässlich der Fußball-Europameisterschaft der Männer statt, die in Deutschland aus-
getragen wurde. Insgesamt waren Beraterinnen 15 Tage im Einsatz (+ ein ausgefallener Ein-
satz wegen Unwetter; 32 reguläre Schichten, 32 Vertretungsschichten wurden vergeben). 
Für den eigentlichen Einsatz gab es einen Container in der Innenstand, angedockt an die 
Fan-Embassy. Hier waren Beraterinnen zu den kommunizierten Zeiten telefonisch zu errei-
chen.  
Im Vorfeld gab es einen EDELGARD-Infostand im Rahmen einer Volunteers-Veranstaltung 
(Abbildung 6). Dieser wurde von den Volunteers wenig besucht. Ferner gab es eine Schu-

Sachbericht 
9 
 
lung für Volunteers mit direktem Kontakt zu Gäst*innen, um sie über das Angebot EDEL-
GARD-mobil zu informieren und für den Umgang mit Betroffenen zu sensibilisieren. Ca. 150 
– 200 Personen haben an dieser Schulung teilgenommen.  
Anstelle von Infoteams haben die Auftraggebenden sich für die Informationsweitergabe des 
Angebots über die Volunteers entschieden. Diese sollten EDELGARD-Visitenkarten an Pas-
sant*innen verteilen. Die Visitenkarten wurden über einen langen Zeitraum allerdings nicht 
abgeholt, sodass davon ausgegangen werden kann, dass die Volunteers diese gar nicht 
oder nur zum Ende der EM hin verteilt haben.  
Neben der direkten Ansprache der Zielgruppe durch die Volunteers wurden die EDELAGRD-
schützt Orte in Köln gezielt angesprochen und über den Einsatz informiert sowie mit Print-
medien zur Bewerbung ausgestattet. Zusätzlich wurden Plakate in der Innenstadt verteilt. 
Außerdem wurde in einer lokalen Fanbroschüre zur EM auf EDELGARD-mobil hingewiesen 
und es gab Hinweise auf das Angebot auf Flatscreens in der Stadt. 
Passant*innen reagierten positiv auf das Angebot, kannten es aber meist nicht.  
Auch wenn das Angebot positive Resonanz erfahren hat, sollte in Zukunft das Augenmerk 
auf eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und Information der Besuchenden (z. B. durch den 
Einsatz von Infoteams) gelegt werden. Denn nur, wenn das Angebot ausreichend bekannt 
ist, kann es ausreichend wirken. Mit Hinblick auf die Herausforderung, ein internationales 
Publikum zu erreichen, erscheint eine Vor-Ort Sensibilisierung unerlässlich. 
Um den Einsatz überhaupt in dieser Größe garantieren zu können, wurde eine Vielzahl an 
neuen Beraterinnen akquiriert und geschult (durch eine Mitarbeiterin der EDELGARD-Koor-
dinierungsstelle in Zusammenarbeit mit einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin des Kölner Not-
rufs für vergewaltigte Frauen – Frauen gegen Gewalt e.V.). Dies führte auch zu einer verein-
fachten Besetzung der Schichten bei den anderen mobil-Einsätzen und v. a. dazu, dass der 
Beraterinnen-Pool durch zahlreiche hochqualifizierte Beraterinnen ergänzt wurde. 
Finanziert wurde der gesamte Einsatz durch das Sportamt der Stadt Köln und dem Amt für 
Gleichstellung der Stadt Köln. 
EDELGARD-schützt 
EDELGARD-schützt beschäftigt sich mit der Schaffung von Orten, an denen Betroffene un-
kompliziert und direkt erste Hilfe von Lai*innen bekommen können. Eine direkte Anlaufstelle 
kann dazu beitragen, dass Mädchen und Frauen sexualisierte Gewalterfahrungen besser 
verarbeiten können und langfristige negative Folgen begrenzt oder vermieden werden kön-
nen. Außerdem sollen die Orte für sexualisierte Gewalt sensibilisieren und ein deutliches Zei-
chen gegen diese setzten. Mädchen und Frauen sollen sich angstfrei im öffentlichen Raum 
bewegen können. Ferner soll die Zivilcourage und nachbarschaftliche Solidarität gefördert 
werden.  
Schützende Orte, die mit einem EDELGARD-Sticker gekennzeichnet sind, bieten zu bekannt 
gegebenen Uhrzeiten eine erste Anlaufstelle für von sexualisierter Gewalt betroffenen Mäd-
chen und Frauen. Hier können sie mit einer sensibilisierten Ansprechperson über ihre Situa-
tion und mögliche nächste Schritte sprechen, wie zum Beispiel die Weiterleitung an institutio-
nelle Hilfs- und Unterstützungsangebote.

Sachbericht 
10 
 
Insgesamt wurden seit 2018 an 235 Orten Personal geschult. Im Berichtszeitraum waren es 
insgesamt 54 neue Orte (2023: 30 Orte, 2024: 24Orte). Zudem wurde das Personal von eini-
gen Orten nachgeschult. Der Großteil der Schulungen wurden online durchgeführt, einige 
wenige in Präsenz. In der Regel wurden die Schulungen von Referentinnen abgehalten, die 
für diese Arbeit vom Amt für Gleichstellung eine Vergütung erhielten. Die Koordinierungs-
stelle übernahm Einführungsveranstaltungen punktuell. Die Online-Schulungen wurden vom 
Amt für Gleichstellung organisiert. Die Schulungsmaterialien wurden von der Koordinierungs-
stelle aktualisiert und angepasst.   
Um zu gewährleisten, dass an den Orten, die einmal geschult wurden, das Personal tatsäch-
lich auch informiert und geschult ist, wurden vermehrt an einer guten und regelmäßigen 
Kommunikation gearbeitet. Dafür wurden die schützenden Orte zunächst eingeladen, den 
EDELGARD-Newsletter zu abonnieren, über den regelmäßig relevante Informationen mit 
den schützenden Orten geteilt werden (siehe Newsletter). Außerdem wurden zahlreiche Orte 
kontaktiert, sowohl per Mail als auch telefonisch. Eine umfassende Übersicht konnte im Be-
richtszeitraum nicht geschaffen werden. Um die Verbindlichkeit der Kooperation zu unter-
streichen und die Qualitätskriterien von EDELGARD stärker zu verdeutlichen, wurde eine 
Kooperationsvereinbarung entwickelt, die eingeführt wurde.  
Weiterhin wurde über die Social-Media-Kanäle und über die Webseite um neue schützende 
Orte geworben.  
Im Rahmen des Mikroprojekts „Info für Alle“ zur Reduzierung sprachlicher Barrieren wurde 
der Leitfaden zum Umgang für Betroffene, der sich in der EDELGARD-Notfall-Tasche für die 
schützenden Orte befindet, übersetzt. 
EDELGARD-map 
Mit der EDELGARD-map, einer interaktiven Stadtkarte, die über den Browser aufgerufen 
werden kann, wird eine Übersicht über alle schützenden Orte in Köln zur Verfügung gestellt. 
Betroffene können zudem zu einem möglichst nahen gelegenen schützenden Ort geführt 
werden, wenn sie diesen benötigen.  
Gepflegt wurde die map im Berichtszeitraum von der Koordinierungsstelle, einer Mitarbeiterin 
des Amts für Gleichstellung der Stadt Köln und von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter.  
EDELGARD-informiert 
EDELGARD-informiert wurde durch den Einsatz von Digital- und Printmedien umgesetzt. Im 
Internet – über die Website und die Social-Media-Kanäle – wurden vor Einrichtung der Koor-
dinierungsstelle v.a. Informationen zu dem Angebot EDELGARD-schützt und -mobil geteilt. 
Außerdem wurde auf der EDELGARD-Webseite über lokale Beratungsangebote informiert. 
Diese waren und sind auch im EDELGARD-informiert Flyer einsichtig, wie auch Informatio-
nen zur Anonymen Spurensicherung (ASS) und zur Anzeigeerstattung. Neben diesen Flyern 
standen bereits Flyer zum Angebot EDELGARD im Allgemeinen zur Verfügung.  
Im Berichtszeitraum wurde der Baustein EDELGARD-informiert maßgeblich weiterentwickelt: 
Eine neue Webseite wurden erarbeitet. Dabei lag der Fokus auf der Kommunikation des 
EDELGARD-Angebots sowie der Bereitstellung von Informationen zum Thema sexualisierte 
Gewalt und Unterstützungsmöglichkeiten.

Sachbericht 
11 
 
Die Webseite und der Social Media-Auftritt wurden komplett erneuert. Es wurden gezielt In-
formationen geteilt, sowohl im Sinne der Aufklärung als auch im Rahmen von Empowerment 
und Solidarität. 
Öffentlichkeitsarbeit 
Eine gute Öffentlichkeitsarbeit ist für EDELGARD von besonderer Wichtigkeit. Nur wenn das 
Projekt bei der Zielgruppe bekannt ist, wird es auch angenommen. Ferner können durch eine 
größere Bekanntheit und ein gutes Image auch mehr Kooperationspartner*innen gewonnen 
werden. 
Während des Berichtszeitraums wurde eine Awareness-Kampagne gestartet, EDELGARD in 
verschiedenen Kontexten und in verschiedenen Formaten vorgestellt sowie diverse Presse-
anfragen bearbeitet. Es erschien mehrfach ein EDELGARD-Newsletter. Ferner wurde durch 
eine Megalight-Kampagne und Printmedien auf das EDELGARD Angebot aufmerksam ge-
macht.  
Außerdem wurde im Berichtszeitraum eine Arbeitsgruppe (AG-PR) gegründet, um die Koor-
dinierungsstelle bei der Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. In dieser Arbeitsgruppe arbeite-
ten erstmals Ehrenamtliche unter Anleitung der Koordination mit festen Aufgaben kontinuier-
lich mit.  
„Fühl ich.“-Awareness-Kampagne 
Der Name EDELGARD ist einprägsam und mit der Bedeutung „die Schützende“ sehr pas-
send für das Angebot. Schon längt ist „Vintage“ und „Retro“ modern, wenn die Gesamtauf-
machung stimmt. Um EDELGARD einen moderneren Touch zu geben und EDELGARDs Be-
kanntheitsgrad zu erhöhen, wurde eine Awareness (engl. Aufmerksamkeit) – Kampagne ge-
startet. Hierfür wurde nach genauer Prüfung verschiedener Agenturen und dem Einholen un-
terschiedlicher Angebote die Agentur House of YAS GmbH engagiert, um die Koordinie-
rungsstelle bei der Konzipierung, Erstellung und Durchführung einer Kampagne zu unterstüt-
zen sowie zu schulen. 
Zusammen mit der Agentur wurde ein neues Markendesign entwickelt: poppig bunt, modern, 
auffällig. Inhaltlich beschäftigte sich die Kampagne mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl 
von Mädchen und Frauen in der Öffentlichkeit. Die Kampagne war in erster Linie als Social 
Media-Kampagne geplant. Um eine noch breitere Aufmerksamkeit zu generieren, wurde zu-
sätzlich auf CityCards und Out-of-Home Plakatierung gesetzt. 
Für die Kampagne wurden Mädchen und Frauen aus Köln gesucht, die bereit waren, EDEL-
GARD „ihr Gesicht zu leihen“. Schlussendlich konnten 17 Freiwillige gefunden werden, die 
bereit waren, vor der Kamera zu agieren. Zudem konnte eine professionelle Fotografin ge-
wonnen werden, die unentgeltlich Portraitfotos aufnahm und zur Verfügung stellte. Diverse 
Personen der Öffentlichkeit und Influencer*innen wurden angefragt und um Unterstützung 
gebeten. So konnte eine Influencerin gewonnen werden.  
Bild- und Videomaterial wurden im Rahmen zweier sogenannter Content-Days generiert, da-
bei wurden die Freiwilligen eingeladen und im Studio sowie an verschiedenen Orten in Köln 
fotografiert und gefilmt.

Sachbericht 
12 
 
„Fühl ich.“ auf Social Media 
Vorwiegend lief die Kampagne über Instagram: Hier wurden drei Formate genutzt: Single 
Image-Posts, Carousels und Reels.   
Single-Images: Es wurden Statement-Posts erstellt: Eine Freiwillige bzw. eine Gruppe der 
Frauen posierte(n) dafür vor der Kamera. Darüber wurde ein Statement platziert und darun-
ter stand: „Fühl ich.“ bzw. „Fühlen wir.“ (Abbildung 7). Vor allem sollte hier transportiert wer-
den, was Frauen in der Öffentlichkeit fühlen oder tun, um sich sicherer zu fühlen. Es ging da-
rum, dass subjektive Erleben in den Vordergrund zu stellen und ein Zugehörigkeitsgefühl bei 
der Zielgruppe entstehen zu lassen. Die Statements wurden teilweise von den Frauen selbst 
geschrieben, teilweise von der Koordinierungsstelle und der Agentur vorformuliert.  
Carousel-Posts: Hier wurden mehrere Kacheln in einem Post geteilt. Dabei handelte es sich 
um Infoposts, die entweder unter die Rubrik Durchblicken oder Selbstbestimmung fielen. Bei 
den Durchblicken-Posts handelte es sich um Aufklärungsbeiträge, z.B. Was ist Catcalling ei-
gentlich? oder Täter-Opfer-Umkehr, was ist das eigentlich?. Die Selbstbestimmung-Posts 
beschäftigten sich vorwiegend mit Empowerment: Was du tun kannst, wenn du im ÖPNV be-
lästigt wirst oder Wie du dich gegen Catcalling wehren kannst (Abbildung 10). Alle Inhalte 
wurden von der Koordinierungsstelle generiert.  
Reels: Kurze Videos wurden produziert, in denen Interviews der Freiwilligen, angesprochene 
Passantinnen, die erwähnte Influencerin zu Wort kamen. Diese Videos wurden auch auf 
TikTok geteilt. Ein Zusammenschnitt ist in Abbildung 9 exemplarisch dargestellt.  
Einige Beiträge wurden sowohl auf Instagram als auch auf TikTok finanziell „gepusht“, womit 
die Reichweite vergrößert wurde. Beispielsweise wurde ein mit 70,- € gepushtes Reel auf 
TikTok im Zeitraum vom 29.11. – 12.12.2024, 35.381-mal abgespielt. Ein auf Instagram mit 
60,- € gepushtes Reel wurde in einem vergleichbaren Zeitraum 11.437-mal abgespielt. In 
beiden Fällen hat sich die Investition sichtbar gelohnt. 
„Fühl ich.“ Printmedien 
Im Rahmen der Kampagne wurden CityCards und Plakate für eine Außenplakatierung ent-
worfen. Außerdem wurden Plakate für die EDELGARD-schützt Orte designt.  
CityCards: Im Zeitraum vom 02.11. – 09.11.2023 lagen CityCards mit drei Statements der 
Kampagne an 370 Orten aus („Toilette als Safe Space.“, „Live Standort Teilen auf dem Nach-
hauseweg.“ und „So tun, als ob ich‘s nicht gehört hätte.“). Die Gesamtauflage betrug 18.500 
Karten. Die Kampagne erzielte einen Entnahmewert von 99,5%. 
Out of Home-Plakatierung: Im Zeitraum von 10.11.2023 – 24.11.2023 waren an 16 Orten 
(rechts- sowie linksrheinisch) EDELGARD Außenplakate sichtbar (Abbildung 11). Die Plaka-
tierung war ursprünglich etwas früher, dafür nur für eine Woche, geplant. Hier kam es leider 
zu Komplikationen seitens des Dienstleisters, dafür wurde der Zeitraum um eine Woche ver-
längert. 
EDELGARD-schützt-Plakate: Es wurden insgesamt sechs unterschiedliche Plakate gestal-
tet, je drei für Orte des nächtlichen Lebens wie Bars und Clubs und für Orte des alltäglichen 
Lebens, wie Eisdielen oder Friseursalons. Die Plakate unterscheiden sich hier in ihre Anspra-

Sachbericht 
13 
 
che („Du hast das Recht darauf, selbstbestimmt auszugehen.“ und „Du hast das Recht da-
rauf, dich frei uns selbstbestimmt im öffentlichen Raum zu bewegen.“). In Abbildung 12 sind 
beispielhaft zwei Plakate dargestellt. 
Trotz Werbung durch die Koordinierungsstelle via Newsletter und Social Media wur-
den die Plakate bisher wenig nachgefragt. 
Gefördert wurde die Kampagne durch die Förderung von örtlichen/regionalen Kooperationen 
gegen Gewalt an Frauen des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht 
und Integration des Landes NRW. Agentur- und Materialkosten wurden dadurch refinanziert.   
0 Toleranz – Kein Veedel für sexualisierte Gewalt. – Kampagne 
Das erste Projekt der AG-PR war die Erstellung einer Social-Media-Kampagne, die auf Insta-
gram und TikTok veröffentlicht wurde. Ziel der Kampagne war, EDELGARD-schützt und das 
Thema Solidarität mit Betroffenen in den Fokus zu rücken. Dafür wurden einzelne schüt-
zende Orte vorgestellt. Teilweise wurde dafür gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen 
Material im Rahmen eines Content-Days erstellt (Abbildung 13 und teilweise von diesen 
selbstständig aufgenommenes Rohmaterial verwendet.   
Wie bereits bei der „Fühl ich.“-Kampagne wurden die Formate „Reel“„Carousel“ und „Single 
Image“ genutzt. 
Single-Images: Hier wurden Portraits von den Kooperationspartner*innen mit einem State-
ment dieser versehen (Abbildung 14). 
Carousel-Posts: Zum einen wurden die schützenden Orte im Carousel-Format vorgestellt 
und zum anderen Info-Posts verpasst. Dabei wurde weiterhin das Konzept der „Durchbli-
cken“-Post genutzt und durch „Parteilichkeit“ ergänzt.  
Reels: In kurzen Videobeiträgen berichteten Kooperationspartner*innen davon, warum sie 
Teil der EDELGARD-schützt Kampagne sind und wie Betroffenen weitergeholfen wird, wenn 
sie ihren Schutzort aufsuchen.  
Die Kampagne wurde im November veröffentlicht und könnte auch zukünftig leicht weiterge-
führt werden.  
Newsletter 
Nach wie vor ist davon auszugehen, dass eine Vielzahl der Internetnutzer*innen gut über E-
Mail zu erreichen sind. Um dieses Medium optimal nutzen zu können, hat eine Mitarbeiterin 
der Koordinierungsstelle an einer kostenfreien Schulung zum Verfassen von Newslettern 
(angeboten von Der Paritätische – Paritätische Akademie NRW) teilgenommen. Ende Sep-
tember wurde der erste Newsletter versandt. In unregelmäßigen Abständen wurden 12 
Newsletter versendet (Stand 11.12.2024). Dabei wurde das Medium zunächst vorwiegend 
zur Kommunikation mit den schützenden Orten genutzt. Teilweise erreichte der Newsletter 
eine Öffnungsrate von 45 %, was als sehr gutes Ergebnis zu werten ist.   
Mit Stand vom 11.12.2024 hat der EDELGARD Newsletter 260 Abonnent*innen.   
Für den Newsletter wird das kostenpflichtige Newsletter-Tool Clever Reach genutzt, finan-
ziert wird dieses durch Spendengelder. Gestaltet und gefüllt wurde der Newsletter im Be-
richtszeitraum von der Koordinierungsstelle.

Sachbericht 
14 
 
Webseite 
Wie bereits unter dem Punkt EDELGARD-informiert ausgeführt, wurde eine neue Webseite 
in Zusammenarbeit mit der Digitalagentur schwarzdesign erstellt. Die Agentur legt einen gro-
ßen Fokus auf Nachhaltigkeit, sowohl mit Blick auf die endlichen Ressourcen unseres Plane-
ten als auch auf die Möglichkeiten der selbstständigen Pflege der Webseite durch die Nut-
zer*innen.  
Neben dem Fokus auf die themenbezogene Informationsweitergabe an die Zielgruppe, sollte 
die neue Webseite ansprechend sein für potenzielle Kooperationspartner*innen und Unter-
stützer*innen. Auch sollte klarer werden, wer EDELGARD gemacht hat und was EDELGARD 
anbietet, da hier bisher Unklarheit zu herrschen schien.   
Die Webseite wurde in leichte Sprache übersetzt, um zu gewährleisten, dass auch Men-
schen mit Lernschwierigkeiten und nichtmuttersprachlich deutschsprechende Personen Zu-
gang zu den Informationen haben. Die gelungen Übersetzungsmöglichkeit in leichte Sprache 
ist geradezu einzigartig in diesem Bereich (Impression in Abbildung 15).  
Printmedien 
Die EDELGARD-Flyer wurden ebenfalls in leichte Sprache übersetzt.  
Öffentlichkeitsarbeit zu EDELGARD-mobil 
Wie bereits beschrieben, ist die Bewerbung der mobilen-Einsätze essenziell dafür, dass die 
Zielgruppe das Angebot nutzt. Neben den Maßnahmen, die durch die Veranstalter*innen er-
griffen werden, hat die Koordinierungsstelle mit Plakaten in Kneipen und Gaststätten, über 
den Newsletter und die Webseite sowie über die Social-Media-Kanäle auf die Einsätze auf-
merksam gemacht.  
EDELGARD Präsentation 
EDELGARD wurde von den Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle auch persönlich vor-
gestellt, u.a. bei der Podiumsdiskussion: Verkehrswende? Geschlechtergerecht!, veranstaltet 
von der Fraktion DIE LINKE am 26.04.2023, bei dem Arbeitskreis Frauen der GRÜNEN-
Fraktion in der Landschaftsversammlung Rheinland, am 07.06.2023 oder bei dem Format 
The Monday-Talks von Alina Kuhl am 27.11.2023 (Abbildung 17). 
Auch wurden einige Infostände realisiert, z.B. zum Internationalen Frauentag im Rathaus  
am 09.03.2024 (Abbildung 16), im Rahmen des polisMOBILITY Camp 2024  am 24. Und  
25.05.2024 (Abbildung 19), bei einer Veranstaltung im Rahmen des LETsDOK Festivals am 
Ebertplatz am 07.09.2024 und bei dem Festival MoveAsOne des Music4Everybody e. V. am 
12.09.2024 (Abbildung 18).  
Einige der Infostände wurden von Ehrenamtlichen betreut, die dafür eine Aufwandsentschä-
digung erhielten. 
Pressearbeit 
Während vor Einrichtung der Koordinierungsstelle die Pressearbeit ehrenamtlich übernom-
men wurde, war diese im Berichtszeitraum an die Koordination geknüpft. Die Koordinie-

Sachbericht 
15 
 
rungsstelle fungierte zeitweise auch als Pressestelle. Pressemitteilungen wurden herausge-
geben zum EDELGARD-mobil Einsatz am 11.11.2023 und zum Einsatz am Straßenkarneval 
2024. 
Zudem hat die EDELGARD-Koordination anlässlich des Straßenkarnevals 2024 folgende In-
terviews realisiert bzw. mündlich Informationen weitergegeben: 
• RTL – Interview mit Videoaufnahme für einen TV-Beitrag 
• Domradio – Live-Interview für einen Radiobeitrag 
• 1Live – Telefoninterview für einen Radiobeitrag 
• Deutschlandfunk Nova – Telefoninterview & Hintergrundinformationen für einen Radi-
obeitrag 
• WDR Newsroom – Videobeitrag zum Einsatz an Weiberfastnacht für TV – Interview 
einer Beraterin 
• WDR 5 – Telefoninterview für einen Radiobeitrag 
• WDR Aachen – Hintergrundinformationen für einen TV-Beitrag 
• Evangelischer Kirchenkreis – Telefoninterview für einen schriftlichen Beitrag 
Ausschließlich schriftlich wurde eine Anfrage von stern.de beantwortet. Aus Kapazitätsgrün-
den und teilweise aufgrund unangemessener Fragen, mussten einige Anfragen abgelehnt 
werden. Darüber hinaus hat die Koordinierungsstelle eine Vielzahl an Anfragen von weiteren 
Interessierten bearbeitet und beispielsweise Studierenden der Kölner Hochschulen Inter-
views für Projekte und Facharbeiten geben.  
Nach Veröffentlichung der Pressemitteilung zur Finanzierung der EDELGARD-Koordinie-
rungsstelle kam es ebenfalls zu zahlreichen Presseanfragen. Diese wurden allerdings von 
Gesine Qualitz und Marina Walch als Vertreterinnen des Plenums bearbeitet und finden da-
her in diesem Bericht keine weitere Beachtung. 
Netzwerk und Netzwerksarbeit 
Arbeiten in der EDELGARD-Koordinierungsstelle bedeutet Netzwerkarbeit. In Abbildung 20 
soll das komplexe Netzwerk vereinfacht abgebildet werden. Die EDELGARD-Koordination 
befindet sich dabei im Herzen des Netzwerkes. Hier läuft alles zusammen. Informationen 
werden hier gesammelt und weitergegeben, Aufgaben werden gebündelt, koordiniert und ak-
tuell meist von der Koordinierungsstelle bearbeitet. Dabei muss die Koordinierungsstelle im 
ständigen Austausch mit den Netzwerkakteur*innen sein.  
Neben dem direkten Austausch mit einzelnen Akteur*innen, kam es zu einer Vielzahl an Tref-
fen, an denen die EDELGARD-Koordination teilnahm, u.a.: 
• Runder Tisch mit Hochschulen und Studierendenvertretung 
• Treffen mit Mitarbeitenden des Amts für Gleichstellung der Stadt Köln 
• Teilnahme an Treffen des Lenkungskreises der KIGSG 
• Teilnahme an Plenumssitzungen der KIGSG 
Hervorzuheben ist dabei der Runde Tisch mit den Hochschulen. In Zusammenarbeit einer 
Vertreterin des Sozialdienst katholischer Frauen e. v. hat die Koordinierungsstelle von April 
bis Dezember 2024 ein Pilotprojekt gemeinsam mit dem Awareness-Team (AT) des AStA der 
Deutschen Sporthochschule in Köln umgesetzt. Dabei wurde erprobt, inwiefern die Inhalte 
von EDELGARD zur Awarenessarbeit beitragen können. Hierfür wurden im Projektzeitraum

Sachbericht 
16 
 
die Studierende des Awareness-Teams einmalig geschult, sowohl in einer eigenen Inhouse-
Schulung als fortlaufend in den allgemeinen Einführungsveranstaltungen für die schützenden 
Orte. Danach ist es den geschulten Personen erlaubt, im Rahmen der AT-Einsätze einen 
EDELGARD-Button zu tragen, um als Ansprechperson erkennbar zu sein. In der Auswertung 
des Projekts wurde deutlich, dass das AT von den Schulungen durch EDELGARD profitieren 
kann. Die Inhalte ergänzen deren bestehende Strukturen und machen darüber hinaus auf 
das Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen als strukturelles Problem auf-
merksam. Gleichzeitig wird EDELGARD durch deren Einsätze in den studentischen Kreisen 
beworben und bekannt gemacht. Das erfolgreich durchgeführte Pilotprojekt wurde damit ab-
geschlossen, dass die Kooperation mit dem AStA der Sporthochschule verfestigt wurde und 
nun auf unbestimmte Zeit fortgesetzt wird.  
Ferner wurde der Austausch mit ähnlichen Projekten gesucht, um von Erfahrungen zu profi-
tieren und nachhaltig mit den eigenen Ressourcen umzugehen. U.a. wurden Gespräche mit 
den Kolleginnen der Nachtsam5 Kampagne geführt sowie mit den Kolleginnen vom Notruf 
Münster, die die Kampagne Luisa ist hier!6 konzipiert haben.   
Außerdem nahm die EDELGARD-Koordination an zwei Treffen im Rahmen des Projekts 
„Fußball Verein(t) Gegen Rassismus“, zunächst mit Vertreter*innen vom Fußballverband Mit-
telrhein und dem FC Viktoria Köln e.V. und später mit weiteren Akteuer*innen der Antidiskri-
minierungsarbeit, teil. Von einer weiteren Mitarbeit hat die Koordinierungsstelle aus verschie-
denen Gründen abgesehen. Ferner war die Koordinierungsstelle mit weiteren Akteur*innen 
im Sport im Austausch wie zum Beispiel dem Kölner Fanprojekt. 
Seit April 2024 ist EDELGARD-Koordinierungsstelle Teil des Bündnis “Gemeinsam gegen 
Sexismus”7. 
Qualitätsmanagement 
EDELGARD ist ehrenamtlich und durch „learning by doing“ erwachsen. Das bedeutet auch, 
dass nur das Nötigste verschriftlicht wurde. Im Rahmen der finanzierten Koordinierungsstelle 
wurden im Sinne der Nachhaltigkeit die (weiter-)entwickelten Konzepte verschriftlicht, Hand-
lungsleitlinien (HLL) und Arbeitsvorlagen erstellt und in ein Handbuch eingepflegt. Aktuell 
sind folgende Instrumente ausgearbeitet und verschriftlicht: 
Konzepte: 
• EDELGARD-schützt 
• EDELGARD-map  
• EDELGARD-informiert 
• EDELGARD-mobil  
• EDELGARD-aware 
• EDELGARD Öffentlichkeitsarbeit.  
• EDELGARD Ehrenamt 
Handlungsleitlinien: 
 
5 https://www.nachtsam.info/ 
6 https://luisa-ist-hier.de/ 
7 https://www.gemeinsam-gegen-sexismus.de/

Sachbericht 
17 
 
• Ehrenamt bei EDELGARD 
• Einführungsveranstaltung schützende Orte 
• FAQ Akquise schützende Orte 
• Newsletter erstellen 
• Planung Einsatz EDELGARD-mobil 
• Schützende Orte schaffen 
• Umgang mit Betroffenen 
 
Zudem wurde ein Corporate-Design für alle EDELGARD Dokumente entwickelt und diverse 
Arbeitsvorlagen erstellt.  
Selbstverständlich müssen sämtliche Dokumente in regelmäßigen Abständen gesichtet, be-
sprochen und ggf. angepasst bzw. überarbeitet werden. Dafür sollen regelmäßige Qualitäts-
zirkel stattfinden. Dies ist allerdings erst dann realisierbar, wenn sich entsprechende Arbeits-
gruppen gebildet haben, die Interesse an Konzeptarbeit haben. Im Berichtszeitraum konnte 
dies aufgrund mangelnder personeller Kapazitäten kaum umgesetzt werden. 
Förderungen und Fundraising 
Unmittelbar nach Einrichtung der Koordinierungsstelle wurden Möglichkeiten exploriert, Gel-
der für EDELGARD zu akquirieren. Dabei muss betont werden, dass Förderungen i.d.R. nur 
über einen gemeinnützigen Verein beantragt werden können. Da die Stelle der Koordinie-
rung aktuell an das Frauenberatungszentrum Köln e.V. gekoppelt ist, wurden Förderanträge 
über dessen Vereinsstruktur gestellt. 
Dabei zeigte sich, dass Förderungen häufig beantragt werden können, um Projektkosten, 
nicht aber Personalkosten zu decken. Zudem ist eine häufige Förderbedingung, dass das 
Projekt noch nicht gestartet wurde bzw. dass ein Projektende gesetzt ist. Das trifft auf EDEL-
GARD nicht zu, da die Projektziele bisher nicht erreicht wurden und auch nicht absehbar ist, 
wann die Arbeit obsolet wird. 
Für Projekte und Materialkosten wurden folgende Förderanträge erfolgreich gestellt: 
• Antrag auf „Förderung der Kosten für die Webseite“ – Amt für Gleichstellung der Stadt 
Köln; Bewilligter Zuschuss: 8.000 € (Zuschuss 2023) 
• Antrag auf „Förderung örtlicher/regionaler Kooperationen gegen Gewalt an Frauen“ – 
Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des 
Landes NRW‘; Bewilligte Zuwendung: 12.500 €, davon für EDELGARD (Materialkos-
ten & Social Media Kampagne): 10.000 € (Förderzeitraum: 26.06. – 31.12.2023) 
• Antrag auf Förderung „Barrierefreiheit für alle“ – Aktion Mensch; Bewilligter Zuschuss: 
2.100 € (Förderzeitraum: 01.11.2023 – 14.07.2024) 
• Antrag auf „Förderung örtlicher/regionaler Kooperationen gegen Gewalt an Frauen“ – 
Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des 
Landes NRW‘; Bewilligte Zuwendung: 12.500 €, davon für EDELGARD (Materialkos-
ten): 10.000 € (Förderzeitraum: 01.08. – 31.12.2024)

Sachbericht 
18 
 
Ferner hat sich das Frauenberatungszentrum Köln e.V. für EDELGARD/ die KIGSG um eine 
Förderung der Personalkosten beim Global Fund for Woman8 beworben. Dies war leider 
nicht erfolgreich.  
Eine Crowdfunding-Kampagne war zudem geplant für die Finanzierung der Webseite, die 
dann durch die Stadt finanziert werden konnte. In diesem Rahmen wurden Crowdfunding-
Möglichkeiten allerdings exploriert, sodass das generierte Wissen auch für die Zukunft ge-
nutzt werden kann. Aus der Sicht der Koordinierungsstelle ist eine solche Kampagne sicher-
lich hilfreich, um spezifische Ziele zu erreichen oder kurzfristig Etatlücken zu füllen. Eine 
Möglichkeit, eine langfristige Finanzierung sicher zu stellen, stellt eine Fundraising-Kam-
pagne nicht da. 
Auch wurde ein Projekt konzipiert und ein entsprechender Förderantrag an die Stadt Köln 
gerichtet, um 2025 eine Workshop- und Veranstaltungsreihe mit Vernetzungs-Feier zu reali-
sieren. Ziel dieser Reihe waren die Stärkung der Kampagne EDELGARD-schützt, die Sensi-
bilisierung und Weiterbildung der Stadtgesellschaft und die Vernetzung von Engagierten. Auf-
grund der ungesicherten Finanzierung wurde der Antrag wieder zurückgezogen, auch damit 
andere Personen aus dem Fördertopf Geld nutzen können, die das Vorhaben mit größerer 
Wahrscheinlichkeit auch umsetzten können.  
Erfolge  
EDELGARD ist inzwischen nicht mehr aus der Kölner Stadtgesellschaft wegzudenken. Das 
vielfältige Angebot konnte sich durch die kontinuierliche Arbeit der KIGSG gelingend etablie-
ren. Die jahrelange ehrenamtliche Arbeit der Mitgliedsorganisationen sowie die strukturierte 
Arbeit der Koordinierungsstelle zahlen sich hier aus. Wie bereits ausgeführt, sind zahlreiche 
Erfolge zu verbuchen. Im Folgenden sollen besondere Aspekte erneut hervorgehoben wer-
den.  
Bekanntheit von EDELGARD 
Der Bekanntheitsgrad von EDELGARD hat deutlich zugenommen. Um abschätzen zu kön-
nen, wie groß die Bekanntheit von EDELGARD bei der Zielgruppe innerhalb von Köln tat-
sächlich ist, müsste eine Evaluationsstudie durchgeführt werden. Da aktuell die finanziellen 
und zeitlichen Ressourcen hierfür fehlen, muss dies behelfsmäßig an Parametern wie z.B. 
der Follower*innen der EDELGARD-Kanäle oder der erreichten Konten festgemacht werden. 
Auch ohne finanzielle Bezuschussung erreichen einzelne Beiträge inzwischen bis zu 50.000 
Konten auf Instagram und EDELGARD hat auf dieser Plattform inzwischen über 2.760 Follo-
wer*innen (stand 08.10.2024). Die Bekanntheit spiegelt sich auch an den bereits wiederge-
gebenen Reaktionen der Passant*innen an Karneval wider und zeigt sich auch an dem er-
höhten Interesse der Presse am Angebot.  
Image von EDELGARD 
Durch die Anpassung des Designs – nun modern, poppig und bunt – hat EDELGARD einen 
neuen Anstrich bekommen. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich nun auch ver-
mehrt jüngeres Publikum angesprochen fühlt. Wichtig ist das Image aber v.a. auch, um wei-
tere Akteur*innen zum Beispiel im Kölner Nachtleben zu gewinnen. Einige Stimmen ließen 
 
8 https://www.globalfundforwomen.org/

Sachbericht 
19 
 
beispielweise verlauten, EDELGARD sei altertümlich und würde jüngeres Publikum nicht an-
sprechen. Durch die Neugestaltung und die Anpassung des Corporate Designs konnte ED-
LEGARD modernisiert werden. 
Beratungsanfragen 
Wir haben im Berichtszeitraum vermehrte Beratungsanfragen zu den Einsatzzeiten der etab-
lierten EDELGARD-Einsätze verzeichnet sowie Anfragen per Mail erhalten. Das spricht da-
für, dass Betroffene EDELGARD inzwischen kennen und als passende Unterstützungs-
instanz wahrnehmen. 
Schulungen und Sensibilisierung 
Durch die Einführungsveranstaltungen der EDELGARD-schützt-Orte konnten im Berichts-
zeitraum zahlreiche Menschen geschult bzw. nachgeschult und damit für sexualisierte Ge-
walt sensibilisiert werden. Damit konnte weiterhin das gesellschaftliche Engagement gestärkt 
und mehr Personen über sexualisierte Gewalt aufgeklärt werden. Mehr Schutzorte können 
zudem abschreckend auf potenzielle Tatpersonen wirken.  
Qualitätssicherung 
Wie bereits ausgeführt, gab es vor der Einrichtung der Koordinierungsstelle kaum festgehal-
tene Qualitätsstandards oder verschriftliche Konzepte. Im Rahmen der eingerichteten Stelle 
wurde ein Qualitätsmanagementsystem implementiert. Dadurch kann EDELGARD nachhal-
tig gesichert und verbessert werden. Zusätzlich sorgt es für Klarheit im Arbeitsprozess und 
mittel- und langfristig können Ressourcen gespart werden. Die Einarbeitung von neuen Mit-
arbeiter*innen wird ermöglicht und vereinfacht.  
EDELGARD-mobil Einsätze 
Die EDELGARD-mobil-Einsätze konnten erfolgreich umgesetzt werden. Dabei konnten das 
Einsatzmodell für Karneval etabliert und weiterentwickelt werden. Das Angebot wurde insge-
samt positiv auf- und von der Zielgruppe angenommen. Der Beraterinnen-Pool konnte erwei-
tert werden, sodass mobile Einsätze auch zukünftig möglich gemacht werden können.  
Abbau von Barrieren 
Mit der Übersetzung der Webseite und der EDELGARD-Printmedien wurde der erste Schritt 
in Richtung Abbau von Barrieren getan. Dies ist als großer Erfolg zu bewerten. 
Herausforderungen und Hindernisse 
Trotz der erzielten Erfolge galt es im Berichtszeitraum auch vielfältige Herausforderungen 
anzunehmen und Hindernisse zu überwinden. In dieser Sektion sollen die größten Stolper-
steine betrachtet werden. 
Organisationsstruktur 
Wie in der Sektion Netzwerk und Netzwerksarbeit bereits deutlich gemacht, sind zahlreiche 
Akteur*innen verschiedener Gruppen und Institutionen bei EDELGARD involviert. Einerseits

Sachbericht 
20 
 
bedeutet dies, dass auf viel Wissen und Expertisen zurückgegriffen werden kann, anderer-
seits heißt dies auch, dass viele Absprachen nötig sind, die entsprechende personelle Res-
sourcen binden. Ob und inwiefern Prozesse in der Zukunft ökonomischer gestaltetet werden 
können, muss eruiert werden und ist abhängig davon, wie EDELGARD in der Zukunft perso-
nell bzw. finanziell aufgestellt sein wird. 
Ressourcenknappheit 
Trotz der finanziellen Zuwendung des Amts für Gleichstellung der Stadt Köln sind die finanzi-
ellen und personellen Ressourcen für die Größe des Projekts knapp bemessen. Um tatsäch-
lich das Projekt ausschließlich koordinieren zu können, ist aus Sicht der EDELGARD Koordi-
nation ein Pool an fachlich qualifizierten Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen nötig. Da dies 
bei Einrichtung der Koordinierungsstelle noch nicht vorhanden war, wurden viele Aufgaben 
zunächst von der Koordination übernommen. Bei der Fülle der Aufgaben konnten so viele 
gewünschte Projekt, wie zum Beispiel die Entwicklung neuer Bausteine, nicht umgesetzt 
werden. Dazu zählen auch notwenige Maßnahmen wie die kontinuierliche Pflege der Social 
Media-Kanäle oder des Newsletters. 
Da die Finanzierung aktuell zeitlich begrenzt und auch nur ausreichend für die Koordinie-
rungsstelle ist, die KIGSG aber natürlich Interesse an der Weiterführung des etablierten An-
gebots hat (da der Bedarf nach wie vor besteht!), liegt es nahe, Ehrenamtliche einzubinden. 
So hat die Koordinierungsstelle begonnen, ein Konzept zur ehrenamtlichen Mitarbeit zu ent-
wickeln. Neben der sehr entscheidenden Frage, wer die Ehrenamtlichen anleiten soll, denn 
eine Anleitung und kontinuierliche Begleitung ist unumgänglich und kann nicht allein von der 
Koordinierungsstelle getragen werden, stellen sich logistische und organisatorische Fragen. 
Im Berichtszeitraum konnte die Koordination Einblicke in die Arbeit mit Ehrenamtlichen ge-
winnen und hat gemeinsam mit Ehrenamtlichen erfolgreich Vorhaben umsetzten können (im 
Rahmen der „Fühl ich.“-Awareness-Kampagne). Auch sind nun in zwei der EDELGARD-Ar-
beitsgruppen Ehrenamtliche involviert, die nicht ursprünglich Teil des Plenums sind. Aktuell 
stellt die Zusammenarbeit allerdings v.a. noch einen Mehraufwand für die Koordination dar. 
Dass EDELGARD in der Zukunft im hier präsentierten Maße und in dieser Form ausschließ-
lich ehrenamtlich getragen werden kann, erscheint aus fachlicher Sicht jedoch nicht praktika-
bel.  
Eine andere naheliegende Lösung der beschriebenen Problematik – zu wenige personelle 
Ressourcen – läge in der Bezahlung von Fachkräften. Allerdings begegnen wir hier der 
Schwierigkeit der nicht vorhandenen bzw. nicht ausreichenden Fördermöglichkeiten für Per-
sonalkosten. Übrig bleibt die Beantragung von Fördermitteln für einzelne begrenzte Vorha-
ben und die Übernahme der hier anfallenden Aufgaben durch die Koordination.  
Sollten zukünftig verlässlich viele Spendengelder generiert werden, könnten diese ggf. in die 
Beschäftigung von Honorarkräften fließen.  
Kommunikation mit den schützenden Orten 
Eine weitere Problematik stellt die Umsetzung des EDELGARD-schützt Konzepts da. So gibt 
es in Köln inzwischen zahlreiche schützende Ort (über 200), dennoch kann keine konkrete 
Aussage getroffen werden, wie viele der verzeichneten schützenden Orte sich nach wie vor 
aktiv als solche verstehen. So wurde sich im Berichtszeitraum diesem Problem wie beschrie-

Sachbericht 
21 
 
ben (EDELGARD-schützt) zwar angenommen, aber bisher nur mit mittlerem Erfolg. So rea-
gieren viele der Kooperationspartner*innen eher auf persönliche Ansprache. z.B. auf eine te-
lefonische Kontaktaufnahme, doch sind v.a. die Partner*innen aus der Gastronomie erst zu 
späterer Stunde erreichbar.  
Es ist denkbar, dass Kooperationspartner*innen das Interesse an EDELGARD verlieren bzw. 
die Sinnhaftigkeit hinterfragen, wenn sich keine Betroffenen an sie wenden. Dem gilt es ent-
gegenzuwirken. Hier müssen in der Zukunft wirksame Strategien entwickelt werden, um die 
schützenden Orte zu binden. Die Etablierung des Newsletters ist dabei ein erster Schritt. Ein 
Projekt, wie das geplante „EDELGARD Solidarity Hub“ könnte hier unterstützen.  
Fazit & weitere Handlungsempfehlungen 
Wie in den vorangegangenen Passagen hervorgeht, kann die Arbeit der EDELGARD-Koordi-
nierungsstelle in enger Zusammenarbeit mit der KIGSG und dem Amt für Gleichstellung als 
erfolgreich bewertet werden. 
Besonderes Augenmerk der EDELGARD-Koordination lag darin, die Zielgruppe besser zu 
erreichen und v. a. diejenigen in den Blick zu fassen, die bisher nicht erreicht worden sind.  
Ein raumeinnehmender Aufgabenbereich war die Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt sowie 
die Planung und die Umsetzung der mobil-Einsätze. 
Ferner wurde bereits Arbeit geleistet, die für eine Weiterentwicklung des Projekts unumgäng-
lich ist. Denn aus fachlicher Sicht muss sich EDELGARD weiterentwickeln, um den Bedarfen 
gerecht zu werden. Im Folgenden ist stichpunktartig zusammengefasst, mit welchen Verän-
derungen sich die Koordinierungsstelle im Berichtszeitraum befasst hat: 
Strukturelle Veränderungen 
Im Rahmen eines Klausurtages der vom Feminist Consulting Collektive durch Bele Grau su-
pervisorisch begleitet wurde, hat sich das Plenum der KIGSG über die strukturelle Zukunft 
des Projekts EDELGARD ausgetauscht. Gemeinsam wurden unterschiedliche Szenarien, 
abhängig von einer möglichen weiteren Finanzierung der Koordinierungsstelle, besprochen. 
Daraus ging hervor, dass es viele Visionen gibt, um das Projekt weiterzuentwickeln. Gelich-
zeitig wurde deutlich, dass eine stabile Finanzierung unumgänglich ist und die Basis der Ar-
beit bildet. 
Zielgruppenöffnung von EDELGARD 
Gemeinsam mit Supervisor*in Kat Feyrer erarbeiteten vertretende Personen, des Plenums, 
der Koordinierungsstelle sowie der Beraterinnen eine Strategie zum Öffnungsprozess für ge-
schlechtliche Vielfalt und tin* Personen als Zielgruppe von EDELGARD. In insgesamt drei 
Terminen beschäftigte sich die Gruppe zunächst mit einem theoretischen sowie praktischen 
Zugang zum Thema. In einem offenen Austausch wurde anschließend eruiert, was es für 
eine Öffnung der Zielgruppe braucht, wie z.B. entsprechende Öffentlichkeitsarbeit, aber auch 
Anpassung unserer (Print-) Materialien und Inhalte der Einführungsveranstaltungen. Entspre-
chende weitere Schritte sind für das Folgejahr geplant. 
Abbau von Barrieren 
Auch nach der Durchführung des Projekts „“ EDELGARD viele unterschiedliche Barrieren. 
Hier werden zwei Aspekte näher beleuchtet und die daraus resultierenden Handlungsemp-
fehlungen formuliert.

Sachbericht 
22 
 
Ausbau des Angebots für Menschen mit sogenannten Behinderungen 
Mit der Übersetzung von einigen Medien in leichte Sprache, ist wie beschrieben ein erster 
Schritt gemacht worden. Eine einmalige Übersetzung reicht allerdings nicht aus, in der Zu-
kunft sollte daher sichergestellt werden, dass überarbeitete Medien auch in leichter Sprache 
zur Verfügung gestellt werden. Ferner kann es sinnvoll sein, sich zukünftig damit zu beschäf-
tigen, wie auch der Social-Media-Auftritt barriereärmer gestaltet werden kann.  
Immer wieder haben gehörlose Menschen zudem darum gebeten, dass auch für sie das 
EDELGARD-mobil Angebot nutzbar gemacht werden kann. Hier sollten zukünftig verschie-
dene Möglichkeiten analysiert und erprobt werden.  
Ferner wurde bereits häufiger angeregt, dass die EDELGARD-map auch Hinweise zu mögli-
chen Barrieren vor Ort liefern sollte. Sollte weiterhin mit der aktuellen Map-Version gearbeitet 
werden, sollte eine Weiterentwicklung in Betracht gezogen werden.  
Mehrsprachigkeit 
Einige EDELGARD Flyer sind bereits in verschiedene Sprachen übersetzt (Englisch, Tür-
kisch, Französisch, Arabisch), dennoch handelt es sich aktuell um v.a. ein deutsches Ange-
bot und schließ damit Betroffene und Kooperationspartner*innen aus, die nicht deutsch spre-
chen können.  
Konzeptüberarbeitung und Weiterentwicklung 
Bildungsarbeit 
Regelmäßig gab es Anfragen von engagierten Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen, 
die an ihrer Schule das Projekt EDELGARD in den Vordergrund stellen wollten. Bisher haben 
wir diesen v. a. Informationsmaterial zur Verfügung gestellt. Denkbar und sicherlich hilfreich 
wäre es, wenn EDELGARD-informiert um ein Bildungsangebot für Jugendliche ergänzt 
würde. 
EDELGARD-aware 
Im Berichtszeitraum haben verschiedene Akteur*innen aus Kultur und Bildung die Koordinie-
rungsstelle kontaktiert, um die Strukturen von EDELGARD für ein Awareness-Angebot zu 
nutzen bzw. angefragt, ob EDELGARD Awareness-Arbeit leisten kann. Auch im Kontakt mit 
Festival- und Clubbetreiber*innen wurde erkenntlich, dass Awareness-Arbeit immer wichtiger 
wird. Sehr klar wurde aber auch, dass EDELGARD nur ein Teil von Awareness-Arbeit bedie-
nen kann, hier aber zukünftig Multiplikator*innen im Fachbereich sexualisierte Gewalt schu-
len könnte. Daraus könnte ein neuer Baustein hervorgehen, „EDELGARD-aware“, der im 
Rahmen des Pilotprojekts mit dem AStA der Deutschen Sporthochschule erfolgreich erprobt 
wurde. 
Multiplikator*innenschulungen 
Ebenso häufig erreichen uns Schulungsanfragen für Multiplikator*innen aus anderen Fach-
bereichen, z.B. aus der Streetwork. Im Herbst 2024 wurde eine erste Multiplikator*innen-
schulung entworfen. Zukünftig könnte diese weiterentwickelt und genutzt werden, ggf. auch 
um zusätzliche finanzielle Eigenmittel zu realisieren.

Sachbericht 
23 
 
Schützt-Kampagne & Map als App 
Als eine hilfreiche und logische Fortführung der EDELGARD-map stellt die Umwandlung in 
eine App dar. Eine App könnte das Gesamtprojekt und dessen einzelne Bausteine an einem 
Ort sowohl für die Zielgruppe als auch für Kooperationspartner*innen nutzbar machen. So 
könnten beispielsweise Informationen rund um das Thema Sicherheit im öffentlichen Raum 
zusammengefasst werden und ein interner Bereich für die schützenden Orte installiert wer-
den.  
Meldestelle 
Gelegentlich melden sich Betroffene Personen bei uns und möchten einen Vorfall melden 
oder sich über eine Lokalität beschweren. Daraus ist die Idee einer lokalen Meldestelle ent-
standen. Eine Idee wäre, dass Betroffene sich online über ein Formular an EDELGARD wen-
den können, und EDELGARD mit der Lokalität in Verbindung trifft, ggf. auch mit dem Ange-
bot, an einer EDELGARD-schützt Schulung teilzunehmen. 
Gesicherte Finanzierung 
Vieles ist möglich und denkbar, sofern EDELGARD zukünftig auf eine verlässliche Finanzie-
rung setzten kann. Dabei darf es nicht allein um die Finanzierung der mobilen Einsätze ge-
hen, sondern die Koordinierungsstelle muss weiter ermöglicht werden. Damit diese tatsäch-
lich auch koordinieren kann, muss sie durch weitere Kräfte unterstützt werden. Dabei ist die 
Expertise von ausgebildeten Fachkräften unerlässlich, damit die Arbeit von EDELGARD ge-
lingen kann. Ehrenamt ist hierbei als eine ergänzende Unterstützung zu sehen und kann die 
fachliche Arbeit in keiner Weise ersetzen. Darüber hinaus entspricht es nicht einer feministi-
schen Grundhaltung, unerlässliche gesellschaftspolitische Arbeit ins Ehrenamt abzuschie-
ben.

Sachbericht 
24 
 
Abbildungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
a. 
 b. 
Abbildung 1: Bewerbung des mobilen Angebots beim Sum-
merjam 2023. Neben den Bühnen war ein Screen ange-
bracht, auf dem die Hotline eingeblendet wurde. 
Abbildung 2: EDELGARD-mobil bei der Gamescom 2023. a. Auf dem rechten Bild ist der EDELGARD-
Stand in frontaler Ansicht erkennbar. Rechts kann man den Eingang zu der Beratungsecke erkennen. 
Hinter der Theke steht eine Beraterin. b. Links ist die Spiegelbeklebung auf den Toiletten zu sehen. 
Abbildung 3: Öffentlicher Post einer Influencerin auf X. Thematisiert hat 
sie ihre Erfahrungen auf der Gamescom 2023.

Sachbericht 
25 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
a
. 
b
. 
a. 
 b. 
Abbildung 4: Infoteams von EDELGARD-mobil. a. Eine Beraterin aus dem mobilen Team am 11.11.2023 
auf der Roonstraße. b. Eine Beraterin aus einem mobilen Einsatzteam am Straßenkarneval 2024. Im Hin-
tergrund ist das Museum Ludwig zu erkennen. 
Abbildung 5: Werbung für EDELGARD-mobil anlässlich des Straßenkarnevals 2024. a. zeigt Plakate im Sa-
nitärbereich eines schützenden Ortes im Kwartier Latäng, b. die Außenplakatierung.

Sachbericht 
26 
 
a. 
A
b. 
Abbildung 6: EDELGARD bei der Volunteers Veranstaltung der EM 2024. Zu sehen sind 
zwei Frauen an einem Infotisch. 
Abbildung 7: Postings aus der „Fühl ich.“-Kampagne. a. Beispiel eines Statement-Posts mit einer Einzel-
person. b. Beispiel eines Gruppenportraits mit Statement.

Sachbericht 
27 
 
  
a. 
 b. 
 c. 
d. 
 e. 
Abbildung 10: Info-Post aus der Rubrik "Selbstbestimmung". Hier wird in den aufeinanderfolgenden Slides a. – 
d. aufgezeigt, welche Handlungsoptionen Betroffene haben. Im Hintergrund der Kacheln ist eine Freiwillige in 
der U-Bahn-Station Friesenplatz erkennbar. Der Infopost wird klassisch mit dem „Fühl ich.“ Abgeschlossen 
(e.). 
Abbildung 9: Zusammenschnitt aus einem "Fühl ich."-Reel. Bei dem Format wurde zu Beginn des Videos 
ein Statement eingeblendet. Verschiedene Frauen kommen ins Bild und sprechen "Fühl ich." in die Ka-
mera. Am Ende des Reels fragt eine Frau: „Und du?“. Die Abbildung spiegelt die Präsentation bei TikTok 
wider.

Sachbericht 
28 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 a. b. 
Abbildung 11: Out of Home-Plakatierung. Ent-
deckt von einer Followerin auf der Brüssler 
Straße in Köln. 
Abbildung 12: Plakate für schützende Orte. Abgebildet sind zwei der insgesamt sechs Plakate, die für die 
schützenden Orte entworfen worden sind. a. zeigt eines der Plakate für Schützende Orte des Nachtlebens, 
b. für Orte des alltäglichen öffentlichen Lebens.

Sachbericht 
29 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 13: Fotosession bei KINGZ. Eine Ehrenamtliche foto-
grafiert zwei Mitarbeiter*innen eines schützenden Ortes im Rah-
men der "0 Toleranz. Kein Veedel für sexualisierte Gewalt"-Kam-
pagne. 
Abbildung 14: Das Team Klingelpützt mit ih-
rem Statement als EDELGARD-schützt Ort

Sachbericht 
30 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 13. Das Team Klingelpützt mit ih-
rem Statement als EDELGARD-schützt Ort. 
Abbildung 15: EDELGARD-Webseite. Zu sehen ist ein Ausschnitt der Startseite der Webseite www.edel-
gard.koeln in leichter Sprache.

Sachbericht 
31 
 
 
Abbildung 16: Die EDELGARD-Koordination beim IFT. Links Cyne von Laufenberg, rechts Chiara Makowski. 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 17: Monday-Talks Runde am 07.06.2023. Neben der Moderatorin Bijou 
(Mitte) außerdem vertreten (von links nach rechts): Thorsten Helmers (Queer-Be-
auftragter der Polizei Köln), Sonja Fatma Bläser (HennaMond e.V.), Chiara Ma-
kowski, Teresa Kaudewitz (Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen – Frauen 
gegen Gewalt e.V. und Frauke Mahr (LOBBY FÜ R MÄDCHEN e.V.).

Sachbericht 
32 
 
 
Abbildung 18: EDELGARD beim MoveAsOne Festival. Jugendliche informieren sich am Stand über das Angebot. 
Im Hintergrund sieht man den Außenbereich des Odoniens. 
 
Abbildung 19: EDELGARD-Präsentation beim polisMOBLITY camp. Zusehen ist eine Beraterin am Infotisch. Im 
Hintergrund sieht man den Torbogen am Rudolfplatz.

Sachbericht 
33 
 
 
 
 
Abbildung 20: Zeigt das EDELGARD-Netzwerk mit den einzelnen Akteur*innen. Die Abbildung dient der Orientie-
rung und ist stark vereinfacht.

Zahlenmäßiger Nachweis 
34 
 
2. Zahlenmäßiger Nachweis 
Im Folgenden wird der zahlenmäßige Nachweis über die Ausgaben und Einnahmen nach 
Personal- und Sachkosten getrennt, erbracht. Dies sieht der Zuwendungsbescheid vom 
29.03.2023, Seite 3, vor. Die folgende Übersicht bezieht sich auf das Haushaltsjahr 2023 und 
2024. 
Übersicht Haushaltsjahr 2023 
Einnahmen 
Förderung der Stadt Köln mit Zuwendungs-
bescheid vom 29.03.2023, Haushaltsjahr 
2023 
55.000,00 € 
Ausgaben 
Materialkosten 272,20 € 
Nebenkosten des Geldverkehrs 28,09 € 
Drucksachen 111,73 € 
Sonstige betriebliche Aufwendungen 368,59 € 
Sofortabschreibungen 350,94 € 
Porto, Telefon 79,78 € 
Bürobedarf 57,12 € 
Reisekosten 74,58 € 
Personalkosten Koordinierungsstelle 42.477,24 € 
Gesamt: 43.820,27 € 
 
Überschuss 1 11.179,73 € 
 
  
 
1 Betrag wird bis Ende des Förderzeitraums zum 31.12.2024 verwendet.

Zahlenmäßiger Nachweis 
35 
 
 
Übersicht Haushaltsjahr 2024 
Einnahmen 
Förderung der Stadt Köln mit Zuwendungs-
bescheid vom 29.03.2023, Haushaltsjahr 
2024 
65.000,00 € 
Überschuss aus 2023 11.179,73 € 
Einnahmen gesamt: 76.179,73 € 
 
Ausgaben 
Materialkosten 2.049,04 € 
Nebenkosten des Geldverkehrs 65,12 € 
Drucksachen 2.998,76 € 
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.410,13 € 
Sofortabschreibungen 289,90 € 
Porto, Telefon 109,39 € 
Bürobedarf 104,21 € 
Reisekosten 205,82 € 
Personalkosten Koordinierungsstelle 54.323,51 € 
Ausgaben gesamt: 72.555,88 € 
 
Zurückzuzahlender Überschuss: 3.623,85 €

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

1996 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
II/03 
 
 
Vorlagen-Nummer 
0286/2023
Stand: 25.11.2025 
Sachstandsbericht  
Freigabe von Mitteln aus dem politischen Veränderungsnachweis zum Haushaltsjahr 
2023/2024: „EDELGARD Schützt 
Beschluss: 
Der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern beschließt für die Haushalts-
jahre 2023 und 2024 die Freigabe der über den politischen Veränderungsnachweis zugesetz-
ten Mittel in Höhe von je 50.000 € für 2023 und 2024 zur Weiterentwicklung der Kampagne 
„EDELGARD Schützt“. 
 
Darüber hinaus beschließt der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern ei-
nen Teil der über den politischen Veränderungsnachweis zugesetzten Mittel für das „Förder-
programm Gleichstellungsprojekte und Öffentlichkeitsarbeit“ in Höhe von 5.000 € für das Jahr 
2023 und in Höhe von 15.000 € für das Jahr 2024 ebenfalls zur Weiterentwicklung der o.g. 
Kampagne einzusetzen. Gleichzeitig wird die Freigabe dieser Mittel beschlossen. 
 
Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung steht im Teilergebnis-
plan des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern in der Produktgruppe 0111 - 
Sonstige Innere Verwaltung - in den Haushaltsjahren 2023 und 2024 im Haushaltsplan 
2023/2024 zur Verfügung. 
 
 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Die Verwaltung hat im März 2023 einen Bewilligungsbescheid über 120.000 Euro Projektför-
derung für den Zeitraum vom 1. April 2023 bis zum 31. Dezember 2024 erlassen und die Gel-
der in Teilbeträgen in 2023 und 2024 an den Verein Frauenberatungszentrum e.V. ausge-
zahlt. 
Einen Zwischenbericht nahm der Ausschuss mit der Mitteilung 0940/2024 zu Kenntnis. Der 
Bericht wurde mittels eines Vortrages der EDELGARD-Koordinierungsstelle Tätigkeitsbericht 
präsentiert. 
Der Verwaltung wurde im März 2025 der Abschlussbericht vorgelegt. Dieser Bericht ist als An-
lage dem Vorgang beigefügt. 
Anlage 
Abschlussbericht EDELGARD schützt für den Zeitraum 01.04.2023-31.12.2024

Beschlussvorlage Ausschuss

9749 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
II/03 
 
Vorlagen-Nummer 
 0286/2023 
Freigabedatum 03.03.2023/ *07.03.2023 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Freigabe von Mitteln aus dem politischen Veränderungsnachweis zum Haushaltsjahr 
2023/2024: „EDELGARD Schützt  
Beschlussorgan 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern beschließt für die Haushalts-
jahre 2023 und 2024 die Freigabe der über den politischen Veränderungsnachweis zugesetz-
ten Mittel in Höhe von je 50.000 € für 2023 und 2024 zur Weiterentwicklung der Kampagne 
„EDELGARD Schützt“. 
 
Darüber hinaus beschließt der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 
einen Teil der über den politischen Veränderungsnachweis zugesetzten Mittel für das „För-
derprogramm Gleichstellungsprojekte und Öffentlichkeitsarbeit“ in Höhe von 5.000 € für das 
Jahr 2023 und in Höhe von 15.000 € für das Jahr 2024 ebenfalls zur Weiterentwicklung der 
o.g. Kampagne einzusetzen. Gleichzeitig wird die Freigabe dieser Mittel beschlossen. 
 
Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung steht im Teilergebnis-
plan des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern in der Produktgruppe 0111 - 
Sonstige Innere Verwaltung - in den Haushaltsjahren 2023 und 2024 im Haushaltsplan 
2023/2024 zur Verfügung. 
 
 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 20.03.2023 
Finanzausschuss 20.03.2023

2 
*Ergänzung 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  in 2023: 
55.000 € 
                                                                                                                          und in 2024: 
65.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen         € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Um dem Thema „Sexualisierte Gewalt und sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum“ ge-
recht zu werden und die nach Silvester 2015/16 größere Aufmerksamkeit in der Gesellschaft 
aufzugreifen, haben Mitglieder des schon lange Jahre existierenden Arbeitskreises „Gewalt 
gegen Frauen“ die „Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum“ 
(KIGSG) in 2016 gegründet. Vorhandenes Engagement und Kompetenz im Kampf gegen se-
xualisierte Gewalt sollten somit gebündelt und in innovative Projekte umgesetzt werden.  
Die Arbeit in der Initiative erfolgt von den Frauenvereinen bislang auf rein ehrenamtlicher Ba-
sis.  
 
Der Initiative gehören an: 
 
 Stadt Köln, Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern 
 Polizei Köln, Opferschutzbeauftragte 
 Diakonie Michaelshoven e.V.  
 Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln

3 
*Ergänzung 
 Evangelischer Kirchenkreis Köln-Mitte 
 Frauenberatungszentrum e.V. 
 FrauenLeben e.V. 
 HennaMond e.V. 
 Kompetenzzentrum Selbstbestimmtes Leben e.V.  
 Notruf für vergewaltigte Frauen-Frauen gegen Gewalt e.V.  
 
Die Initiative setzt sich zum Ziel: 
 
 Initiieren eines gesellschaftlichen Diskussions- und Veränderungsprozesses, eines ge-
sellschaftlichen Problembewusstseins und Sensibilisierung für das Thema.  
 Erhöhen des Sicherheitsgefühls von Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum 
 Verbreiten und Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten bei bereits geschehener se-
xualisierter Gewalt 
 Prävention durch abschreckende Wirkung auf Täter*innen  
 
Auf dieser Basis startete die Kölner Initiative mit EDELGARD eine Präventions- und Interven-
tionskampagne mit mehreren sich ergänzenden Bausteinen gegen sexualisierte Gewalt im 
öffentlichen Raum. 
 
Die Bausteine sind: 
 
 EDELGARD informiert: in Flyern, auf der Website und über Facebook und Instagram 
über die Beratungseinrichtungen in Köln, die nach einer Belästigung, Bedrohung oder 
gar Vergewaltigung helfen können. 
 
 EDELGARD schützt: Gemeinsam mit Kooperationspartner*innen wie Kölner Unter-
nehmen, Geschäfte, Büros, Kneipen, Restaurants, Apotheken, Buchhandlungen und 
öffentliche Einrichtungen wie die Stadt Köln hat die Initiative bislang über 180 „ge-
schützte Orte“ für Frauen und Mädchen geschaffen. Dort finden sie unkompliziert Hilfe, 
wenn sie sich belästigt und bedroht fühlen.  
Das Personal der schützenden Orte wird von Fachexpertinnen aus der Initiative im 
Umgang mit den um Hilfe bittenden Frauen geschult. 
 
 Die EDELGARD map. lässt sich als Karte über die Homepage öffnen und zeigt mit 
Standortfreigabe die aktuell geöffneten, nächst gelegenen EDELGARD-schützt Orte. 
 
 EDELGARD mobil bietet an Veranstaltungstagen wie Silvester, Karneval, Festivals wie 
dem Summerjam Festival am Fühlinger See oder auf Anfrage wie auf der Gamescom 
2022 Beratungen und Information an. Hier wird Frauen die Möglichkeit gegeben, sich 
insbesondere in Notsituationen telefonisch und persönlich an Fachberaterinnen zu 
wenden. 
 
EDELGARD ist in der Kölner Gesellschaft angekommen, dies zeigt sich vor allem darin, dass 
EDELGARD in den Social Media Kanälen regen Zuspruch erfährt, die Anfragen für gemein-
same Aktionen stark angestiegen sind und ein intensiver Austausch mit den schützenden Or-
ten, die dauerhaft betreut werden müssen, stattfindet. Gleichzeitig reicht die Anzahl der schüt-
zenden Orte für eine Großstadt wie Köln nicht aus, hier muss weiter eine intensive Akquise 
betrieben werden. 
 
Mit dem zur Zielerreichung zunehmenden und notwendigen Bekanntheitsgrad und dem Zu-
spruch für die Kampagne werden weitere Anforderungen an Organisation und Kapazitäten 
gestellt, denen die Initiative nur durch zusätzliche Personalressourcen entsprechen kann. 
Zusätzliche Personalressourcen stehen der Initiative in ihrer aktuellen Organisationsform nicht 
zur Verfügung. Hierzu muss noch eine intensive Vorbereitung in der Strukturerneuerung erfol-
gen. Diese aktuelle Situation bedroht den Fortbestand von EDELGARD.  
 
Damit der Fortbestand und die Weiterentwicklung gesichert werden, soll in 2023 bis Ende 
2024 eine Stelle für EDELGARD – bei einer der mitwirkenden Frauenberatungsstellen der

4 
*Ergänzung 
Initiative – finanziell mit 120.000 € unterstützt werden. Die Stelle ist befristet und soll ab 15. 
April 2023 (spätestens jedoch ab 1. Mai 2023) eingerichtet werden. 
 
Die Förderung bezieht sich auf Personalkosten; ein entsprechender Verwendungsnachweis ist 
mit Abschluss der Befristung vorzulegen. 
 
Die Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt, die EDELGARD ins Leben gerufen hat und 
verantwortet, ist auf ehrenamtlicher Tätigkeit der Vereine aufgebaut. Aufgrund der aktuell zu 
meisternden Krisen (Corona, Ukrainekrieg, Zunahme der Flüchtlingsströme) wird das Kölner 
Frauenhilfe-Netzwerk zusätzlich belastet – dies ohne einen Personalzuwachs. Gleichzeitig 
wird EDELGARD immer bekannter, was einen zusätzlichen Arbeitsaufwand (Ausweitung der 
EDELGARD schützt-Orte, Einführungsschulungen, zusätzliche Informationsveranstaltungen 
und eine Ausweitung des Einsatzes von EDELGARD mobil) bedeutet. 
 
Aktuell kann daher nur die Spitze der Anforderungen abgearbeitet werden. Der Fortbestand 
von EDELGARD kann nicht abgesichert werden. Es zeigt sich der akute Bedarf, eine neue 
Organisationsform für die Initiative zu finden. 
 
Die Befristung der Stelle dient dazu, EDELGARD besser aufzustellen. *Das Plenum der Köl-
ner Initiative gegen sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum hat sich einstimmig dafür aus-
gesprochen, die Stelle beim Kölner Frauenberatungszentrum e.V. (FBZ) einzurichten. Das 
FBZ hat sich seit der Gründung der Kölner Initiative vertieft um EDELGARD bemüht und ist im 
Lenkungskreis (Gremium für alle wesentlichen Entscheidungen) vertreten. 
 
Die Projektstelle sollte insbesondere strukturelle Grundlagenarbeit generieren, wie die Ent-
wicklung eines Qualitätsmanagements, die Schaffung eines Netzwerkes von ehrenamtlichen 
Helfer*innen und ein Fundraising im Sinne der Eigenmittelakquise, um die Kampagne voran-
zubringen und eine Basis zu schaffen, auf der eine neue Organisationsform aufgebaut werden 
kann.  
 
Als Grundvoraussetzung für die Besetzung der Stelle ist ein Studium aus dem Bereich der 
Sozialen Arbeit, Psychologie, Pädagogik oder ähnlichen Bereichen notwendig. Darüber hin-
aus sollte über eine Berufserfahrung im Bereich Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie 
sexualisierter Gewalt verfügt werden. 
 
 
Finanzierung:  
 
Im Rahmen des politischen Veränderungsnachweises zum Haushaltsplan 2023/2024 wurden 
für die Haushaltsjahre 2023/2024 Mittel in Höhe von je 50.000 € für die Maßnahme „EDEL-
GARD Schützt“ und je 100.000 € für das „Förderprogramm Gleichstellungsprojekte und Öf-
fentlichkeitsarbeit“ zur Verfügung gestellt. Diese Mittel stehen unter dem Freigabevorbehalt 
des Fachausschusses.  
 
*Darüber hinaus beschließt der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 
einen Teil der über den politischen Veränderungsnachweis zugesetzten Mittel für das „För-
derprogramm Gleichstellungsprojekte und Öffentlichkeitsarbeit“ in Höhe von 5.000 € für das 
Jahr 2023 und in Höhe von 15.000 € für das Jahr 2024 ebenfalls zur Weiterentwicklung der 
o.g. Kampagne einzusetzen.

Beratungsverlauf (2)

20.03.2023 Finanzausschuss
TOP 10.11 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
20.03.2023 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 3.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0286/2023
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
07.03.2023
Erstellt
19.01.2023 13:04