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0887/2022

Sanierung und Entwicklung der Bäche und Parkweiher in Köln

Mitteilung Ausschuss 16.03.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 31.03.2022, TOP 7.3

Mitteilung Bäche und Weiher

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Mitteilung Bäche und Weiher

12279 Zeichen

1 
 
 
Parkweiher  
Am 1. Mai 2017 haben die StEB Köln die Unterhaltung und Sanierung der 15 Parkweiher im 
Stadtgebiet von Köln übernommen. Diese teilweise über 100 Jahre alten Parkweiher 
befinden sich überwiegend im zentralen Kölner Stadtgebiet und im Grüngürtel. Sie haben 
eine wichtige Funktion für das Klima in der Stadt und für die Naherholung der Menschen. 
Aufgrund ihres Alters besteht bei verschiedenen Weihern ein teilweise erheblicher 
Sanierungs- und Erneuerungsbedarf, dem die StEB Köln in den nächsten Jahren sukzessiv 
nachkommen werden. Die folgend dargestellten Weiher befinden sich in der ersten 
Sanierungspriorität. 
 
Blücherparkweiher  
Stadtteil: Bilderstöckchen 
Entstehungszeit: 1911 bis 1913 
Wasserfläche 1,2 ha; Wassertiefe 2,60 m 
bauliche Sanierung: 2/2019 bis 8/2020 
Kosten: 3,3 Mio. € 
 
Am Blücherparkweiher fand die erste größere Sanierungsmaßnahme nach der Übernahme 
der Aufgabe durch die StEB Köln statt.  
Die Entleerung und Entschlammung war Anfang 2019 abgeschlossen. Anschließend begann 
der Umbau des Teichbeckens. Um ein möglichst natürliches biologische Gleichgewicht der 
Wasserzone herzustellen, wurde die Tiefe im mittleren Bereich des Beckens von 1,40 auf 
2,60 Meter gebracht. Die Sohle des Weihers wurde mit einer Kunststoffbahn abgedichtet. 
Hierdurch konnte die Zuleitung von Grundwasser deutlich reduziert werden. Der 
Beckenneubau erfolgte unter Beachtung des Denkmalschutzes. Deshalb hat sich das 
äußere Erscheinungsbild trotz der weitreichenden Umbaumaßnahmen kaum verändert. Die 
Sanierung konnte erfolgreich im veranschlagten Kosten- und Terminplan umgesetzt werden.  
 
Volksgartenweiher 
Stadtteil: Neustadt Süd 
Entstehungszeit: 1887 bis 1889 
Wasserfläche 1,3 ha; Wassertiefe 1 m 
bauliche Sanierung: 1/2023 bis 4/2024 (vorherige 
Entleerung und Entschlammung) 
geplante Kosten: 5,0 Mio. € 
 
Der Volksgartenweiher ist neben dem Floraweiher der älteste der Kölner Parkweiher. Er 
wurde vom damaligen Gartendirektor Adolf Kowallek vollendet und entstand auf dem 
Gelände des ehemaligen Fort IV. Der Park war die erste Grünanlage im Festungsring von 
Köln, der später in den Inneren Grüngürtel umgewandelt wurde. Reste der alten 
Festungsanlage sind heute noch erhalten.

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Der Weiher liegt etwas vertieft im Gelände, was auf eine ehemalige Rheinrinne hinweist. Für 
die notwendige Belüftung im Wasser sorgt eine Fontäne auf einer Schwimmkonstruktion. 
Gespeist wird er von Grundwasser, das über einen Wasserfall in den Weiher fließt. 
Die geplante Erneuerung wird die hohen Wasserverluste durch Undichtigkeiten an der Sohle 
eliminieren und den starken Nährstoffüberschuss mit Geruchsemmissionen, besonders in 
den Sommermonaten, stark reduzieren. Dafür wird der Volksgartenweiher partiell vertieft und 
mit Makrophyten besetzt. So wird die Wasserqualität auf natürliche Weise verbessert und auf 
hohem Niveau stabilisiert. Als technische Einrichtungen werden eine Umwälzanlage, ein 
Schaumsprudler und ggf. eine Phosphateleminationsanlage zur Unterstützung eingebaut. 
 
Klettenbergparkweiher 
Stadtteil: Klettenberg 
Entstehungszeit: 1905 bis 1907 
Wasserfläche 0,7 ha; Wassertiefe 0,4 m 
bauliche Sanierung: 1/2025 bis 4/2026 
(vorherige Entleerung und Entschlammung) 
geplante Kosten: 3,0 Mio. € 
 
Die Anlage des Klettenbergparkweihers erfolgte in den Jahren 1905 bis 1907 vom damaligen 
Kölner Gartenbaudirektor Fritz Encke. Er legte dein Park bewusst als Naturgarten mit 
Landschaftselementen und Vegetation der „rheinischen Heimat“ in einer ehemaligen 
Kiesgrube an. Die damit verbundene vertiefte Lage des Parkweihers und der umgebende, 
inzwischen dichte und hohe Baumbestand führen dazu, dass der relativ kleine Wasserkörper 
kaum vom Wind durchmischt werden kann.  
Sein Wasser speist er über einen eingebauten Wasserfall aus einem 2016 errichteten 
Grundwasserbrunnen. Im Jahr 2014 wurden eine Umwälzanlage und ein Schaumsprudler 
erneuert, die bei Extremwetterlagen für die notwendige Sauerstoffzufuhr sorgen. Außerdem 
wurde eine Entschlammung und Erneuerung der Weihersohle mittels Ton durchgeführt. 
Trotzdem weist der Weiher inzwischen wieder hohe Wasserverluste durch Undichtigkeiten 
an der Sohle auf. Die sehr geringe Wassertiefe führt zu dem deutlich zu hoch mit Nährstoffen 
belasteten Zustand des Weihers. 
Die geplante Sanierung wird ähnlich wie beim Volksgartenweiher die hohen Wasserverluste 
durch Undichtigkeiten an der Sohle eliminieren und den starken Nährstoffüberschuss mit 
Geruchsemmissionen, besonders in den Sommermonaten stark reduzieren. Dafür wird auch 
der Klettenbergparkweiher partiell vertieft und mit Makrophyten besetzt. So wird die 
Wasserqualität auf natürliche Weise verbessert und auf hohem Niveau stabilisiert. Als 
technische Einrichtungen werden die Umwälzanlage und der Schaumsprudler erneuert und 
ggf. eine Phosphateleminationsanlage eingebaut. 
 
Der Sanierungs- und Erneuerungsbedarf der übrigen Weiher wurde bisher nur konzeptionell 
geprüft. Eine detailliertere Betrachtung soll hier in den nächsten Jahren erfolgen, hierbei 
sollen die Erfahrungen der Maßnahmen an den Weihern im Blücherpark, im Volksgarten und 
im Klettenbergpark einfließen.

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Informationskonzept Kölner Parkweiher 
Umsetzung an allen Weihern geplant 
Projektplanung: 3/2022 – 12/2025 
Kosten: 0,4 Mio. € 
 
Die 15 Kölner Parkweiher, die von den StEB Köln betreut werden, werden von der 
Bevölkerung mit sehr unterschiedlichen Nutzungsbedürfnissen hochgradig frequentiert. 
Derzeit gibt es keine einheitliche Beschilderung, die auf Ge- und Verbote, die Funktion und 
Bedeutung der Parkweiher oder den naturnahen Umgang mit diesen hinweisen.  
Ein weiherübergreifendes, crossmediales Informationskonzept soll entwickelt und sukzessive 
für alle 15 Parkweiher umgesetzt werden. Ziel des Projektes ist eine übersichtliche, 
informative und digitale „Beschilderung“ aller Kölner Parkweiher.  
Hierzu sollen vor Ort an geeigneten Standorten am jeweiligen Weiher Informationsträger 
aufgestellt werden, auf denen mittels Aufruf auch digitale Angebote mit zusätzlichen und 
ausführlichen Informationen verfügbar sein werden: Websites, Web-Apps, Audio- und Video-
Informationen. Am Blücherparkweiher wurde das Konzept bereits umgesetzt (Web-App, 
Audio) und am 22. März 2022 wurden die beiden Info-Säulen im Rahmen des 
Weltwassertages eingeweiht. Die Umsetzung an allen übrigen Weihern soll sukzessive bis 
2025 erfolgen, wenn erste Erfahrungen und eine positive Resonanz vom Pilotprojekt am 
Bücherparkweiher vorliegen.  
 
Die Sanierungsmaßnahmen und die Umsetzung des Informationskonzeptes werden intensiv 
mit dem Grünflächenamt, den übrigen betroffenen Ämtern der Stadt und den jeweiligen 
Bezirksämtern abgestimmt. 
 
 
Bäche  
Die rechtliche Grundlage zum Umgang mit den Oberflächengewässern bildet die 
europäische Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL). Die definierten Maßnahmen zur 
Unterhaltung, Sanierung und Entwicklung der Kölner Bäche werden entsprechend im 
Gewässerentwicklungskonzept Köln (GEK) dokumentiert. Das fortgeschriebene aktuelle 
GEK 2020 hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2026. Es wurde vom Verwaltungsrat der StEB Köln 
beschlossen. Der Rat der Stadt Köln hat am 14.05.2020 zugestimmt.  
Seit Inkrafttreten der EU-WRRL im Jahr 2000 wurden insgesamt 117 Maßnahmen definiert. 
Davon wurden bisher 44 umgesetzt, sechs sind entfallen. Außerdem enthält das GEK 2020 
Maßnahmen der Hochwasservorsorge und Maßnahmen, die sowohl den Hochwasserschutz 
verbessern als auch für die Umsetzung der EU-WRRL notwendig sind. 
Seit Ende des Jahres 2019 laufen Gespräche mit der Bezirksregierung (BR) Köln und dem 
Umweltministerium NRW, weil seither die Bewilligungen von Förderanträgen ausstehen, 
bzw. nur vereinzelt Finanzierungsgenehmigungen ausgesprochen worden sind. Leider 
scheidet die Möglichkeit einer Vorfinanzierung der Maßnahmen durch die StEB Köln 
ebenfalls aus, da vorzeitige, förderunschädliche Maßnahmenbeginne für die Kölner 
Gewässermaßnahmen nicht genehmigt werden.

4 
 
Es werden jedoch weiterhin Genehmigungen beantragt. Die erforderlichen Bauarbeiten 
können aber wegen der fehlenden Finanzierung nicht ausgeschrieben werden. Da die 
grundsätzliche Verpflichtung zur Umsetzung der EU-WRRL trotzdem besteht, versuchen die 
StEB Köln weiterhin die finanziellen Randbedingungen zu klären. Unter Umständen muss 
das Kölner Gewässerentwicklungskonzept den Finanzierungsvorgaben des Landes 
angepasst werden, wenn die Wichtigkeit der Gewässerentwicklung für das Land NRW 
längerfristig auf niedrigem Niveau bleiben sollte. 
Im Oktober 2021 standen der BR Köln außerplanmäßig begrenzte Fördermittel zur 
Verfügung. Zwei Maßnahmen am Kemperbach (KEM M6 und M7) wurden daraufhin 
genehmigt. Weitere Zuwendungsbescheide für das Jahr 2022 konnten leider nicht in 
Aussicht gestellt werden. 
Im Folgenden werden die derzeit besonders relevanten Einzelmaßnahmen aus dem 
GEK 2020 vorgestellt, deren Umsetzungen allerdings vom Zeitpunkt der 
Finanzierungszusage des Landes abhängig sind. 
 
Flehbach, Buchheimer Ring 
Maßnahme: FLE M5 
Stadtteil: Buchheim 
Geplante Fertigstellung: 3/2024  
Geplante Kosten: 260.000 € 
 
Die Maßnahme umfasst das Entfernen von Ufer- und Sohlverbau an einer stark befahrenen 
Straße. Landeszuschüsse wurden nicht in Aussicht gestellt, daher ist der 
Fertigstellungszeitpunkt offen. 
 
Flehbach, BAB A3 bis Buchheimer Ring 
Maßnahme: FLE M6 
Stadtteil: Buchheim 
Geplante Fertigstellung: 3/2024  
Geplante Kosten: 500.000 € 
 
Die Maßnahme umfasst das Entfernen von Ufer- und Sohlverbau, sowie den Einbau von 
Totholz zwischen einer Pferdewiese und einer landwirtschaftlich genutzten Fläche, die sich 
in Privateigentum befinden. Landeszuschüsse wu4rden nicht in Aussicht gestellt, daher ist 
der Fertigstellungszeitpunkt offen. 
 
Flehbach, Rüdiger Straße 
Maßnahme: FLE M9 
Stadtteil: Buchheim 
Geplante Fertigstellung: 3/2024  
Geplante Kosten: 400.000 €

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Es handelt sich um eine Ad hoc Maßnahme in Folge eines Böschungsbruchs am 22.07.2021 
nach einem Starkregenereignis. Die Maßnahme umfasst das Abflachen der Böschung durch 
Verlagerung in angrenzende Fläche und den Einbau von Totholz. Ein Antrag auf Fördermittel 
wurde gestellt. Die Zustimmung der Unteren Wasserbehörde liegt vor. Landeszuschüsse 
wurden nicht in Aussicht gestellt, daher ist der Fertigstellungszeitpunkt offen. 
 
Flehbach, Abshofstraße 
Maßnahme: FLE M12 
Stadtteil: Merheim 
Geplante Fertigstellung: 3/2025 
Geplante Kosten: 370.000 € 
 
Die Maßnahme zur Vitalisierung im vorhandenen Profil wird in enger Abstimmung mit den 
Ämtern 69 und 66 geplant. Die Federführung liegt bei Amt 69. Der Zeitpunkt der 
Fertigstellung ist vom Zeitraum der städtischen Arbeiten abhängig. 
 
Kemperbach,  
KVB Endhaltestelle Thielenbruch  
Maßnahme: KEM M6 
Stadtteil: Dellbrück 
Geplante Fertigstellung: 3/2023 
Geplante Kosten: 70.000 € 
 
Für diese Maßnahme wurden die beantragten Fördergelder beschieden. Die Arbeiten zum 
Abflachen des Ufers und das Anpflanzen von Ufergehölzen können in der vegetationsfreien 
Zeit im Winter 2022/2023 umgesetzt werden. 
 
Kemperbach,  
westlich Otto-Kaiser-Straße 
Maßnahme: KEM M7 
Stadtteil: Dellbrück 
Geplante Fertigstellung: 12/2023 
Geplante Kosten: 200.000 € 
 
Für diese Maßnahme wurden die beantragten Fördergelder beschieden. Die Arbeiten 
umfassen das Abflachen des Ufers, die Pflanzung von Ufergehölzen, die Extensivierung der 
Umlandnutzung und die Entwicklung eines Auwaldes.

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Strunde, Wichheimer Mühle 
Maßnahme: STR M1b 
Stadtteil: Holweide 
Geplante Fertigstellung: offen 
Geplante Kosten: 600.000 € 
 
Die Maßnahme zur Herstellung der Durchgängigkeit bedarf einer Genehmigung nach § 68 
WHG. Anschließend kann die Finanzierung durch Landeszuschüsse beantragt werden.  
 
Strunde, Strunder Mühle 
Maßnahme: STR M19 
Stadtteil: Dellbrück 
Geplante Fertigstellung: offen 
Geplante Kosten: 240.000 € 
 
Die Maßnahme zur Herstellung der Durchgängigkeit bedarf einer Genehmigung nach § 68 
WHG. Anschließend kann die Finanzierung durch Landeszuschüsse beantragt werden. 
 
 
Allgemeine Informationen zur Lage, zur Entstehung und zum aktuellen Planungs- / 
Umsetzungsstand der Parkweiher und Bäche im Stadtgebiet werden über unsere Website an 
die Öffentlichkeit kommuniziert: www.steb-koeln.de/baeche-und-weiher/

Mitteilung Ausschuss

759 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VIII/VIII 
 
Vorlagen-Nummer  16.03.2022 
 0887/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 31.03.2022 
 
Sanierung und Entwicklung der Bäche und Parkweiher in Köln 
Die StEB Köln sind für den guten Zustand der Kölner Bäche und Parkweiher verantwortlich. Dazu 
gehören neben den ständigen Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten vor allem die Entwicklung der 
Gewässer als Naherholungsbereiche im urbanen Raum und die Verbesserung der strukturellen Ge-
gebenheiten hin zum naturnahen Zustand.  
 
In der der Vorlage beigefügten PDF-Datei (Mitteilung Bäche und Weiher) berichtet die StEB Köln über 
den aktuellen Zustand der Kölner Bäche und Parkweiher. 
 
Gez. Wolfgramm

Beratungsverlauf (1)

31.03.2022 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0887/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
16.03.2022
Erstellt
11.03.2022 10:03