BKA 0786
Monitoring Garzweiler II, Bericht aus der Arbeitsgruppe Feuchtbiotope/Natur und Landschaft, Frau Michels (LANUV)
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Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Monitoring Garzweiler II, Bericht aus der Arbeitsgruppe Feuchtbiotope/Natur und Landschaft, Frau Michels (LANUV))
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Seite 1 von 1 Sitzungsvorlage Braunkohle- nausschuss - öffentlich - BKA 0786 Dezernat Regionalplanung, Braunkohlenplanung, Geschäftsstelle Ansprechperson Frau Susanne Brüg- gemann Telefon 0221-147-3280 BEZIRKSREGIERUNG Köln Datum 28.10.2022 Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion Braunkohlenausschuss 25.11.2022 8. zur Kenntnis TOP: Monitoring Garzweiler II, Bericht aus der Arbeitsgruppe Feuchtbiotope/Natur und Land- schaft, Frau Michels (LANUV) Vorschlag: Der Braunkohlenausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis. Erläuterungen: Anlage(n): 1. Jahresbericht Monitoring Garzweiler_2021
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Jahresbericht Monitoring Garzweiler_2021)
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Monitoring Garzweiler II Jahresbericht 2021 ahu GmbH Wasser · Boden · Geomatik Kirberichshofer Weg 6 52066 Aachen Herausgeber Bearbeitung Emilie-Preyer-Platz 1 40479 Düsseldorf Geschäftsstelle des Braunkohlenausschusses Bezirksregierung Köln Zeughausstraße 2 – 10 50667 Köln Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Druck DCM Druck Center Meckenheim GmbH Werner-von-Siemens-Straße 13 53340 Meckenheim Entscheidungsgruppe Monitoring Garzweiler II Jahresbericht 2021 Mit dem Jahresbericht 2021 wird der dreiundzwanzigste Jahresbericht zum Monitoring Garzweiler II vorgelegt. Nach wie vor haben Arbeitsgruppensitzungen als Videokonferenzen stattgefunden und die Kommunikation verlief in der Regel über E-Mails und bilaterale Videokonferenzen. Die Arbeitsgruppen zeigen sich trotz Corona-Pandemie arbeitsfähig. Der Jahresbericht enthält wie immer die zusammenfassenden Berichte aus den sechs Facharbeits- gruppen über die Erreichung der wasserwirtschaftlichen und landschaftsökologischen Ziele, wie sie im Braunkohlenplan festgelegt sind. Die Einhaltung dieser Ziele ist die Voraussetzung für den weite- ren Betrieb des Braunkohlentagebaus. Im Monitoring wird nicht nur der Nahbereich um den Tagebau betrachtet, in dem naturgemäß die größten Auswirkungen erwartet werden, sondern das Monitoringgebiet reicht im Westen bis zur Maas weit hinter die Infiltrationsriegel, die die Auswirkungen begrenzen. Neben den Routineaufgaben des Monitorings werden in den Arbeitsgruppen auch immer wieder Son- derthemen bearbeitet und für das Monitoring relevante Themen und Entwicklungen berücksichtigt. Nach wie vor ist für die Arbeitsgruppen Grundwasser, Oberflächengewässer, Wasserversorgung und Feuchtbiotope die mittlerweile langjährige unterdurchschnittliche Grundwasserneubildung und die langfristige Entwicklung der Grundwasserstände mit ihren möglichen Auswirkungen auf das Monito - ring ein wichtiges Thema. Aufgabe im Monitoring ist es, diese klimatischen Effekte aus den Monito - ringdaten „herauszurechnen“ und die langjährigen, natürlichen, klimabedingten Veränderungen abzu- schätzen und zu bewerten. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass auch im Jahr 2021 durch den Braunkohlentagebau Garzweiler II keine unerwarteten Auswirkungen aufgetreten sind. Auch die vorauslaufenden Gegen- maßnahmen zur Minimierung des Stoffaustrags aus der Abraumkippe, wie die Abraumkalkung, sind vereinbarungsgemäß durchgeführt worden. Problematische Entwicklungen wurden frühzeitig erkannt, umfassend untersucht und ggf. Maßnahmen eingeleitet. Die Auswirkungen der Leitentscheidung vom 23. März 2021 erfordern weiterhin eine Anpassung der Zeit- und Abbauplanung und Anpassungen im Monitoring, die noch im Einzelnen in den näch- sten Jahren präzisiert werden müssen. Auch dadurch, dass die Diskussion über einen vorgezogenen Ausstieg aus der Braunkohlenverstromung und dann einen ggf. nochmals verkleinerten Tagebau noch nicht abgeschlossen ist, rückt die Diskussion über die Verwendung des Rheinwassers mehr in den Vordergrund und wird in den nächsten Jahren fortgesetzt. Allen Beteiligten sei hiermit wieder für die sachbezogene und engagierte Arbeit zur Durchführung und Weiterentwicklung des Monitorings gedankt. August 2022 Vorwort Jahresbericht 2021 Jahresbericht 2021 Inhalt 1 Ziele und Aufgaben Monitoring Gar zweiler II 1 2 T ermine, Ansprechpartner/-innen und Arbeitsgruppen 3 3 Betrieblich e und wasserwirtschaftliche Entwicklung im T agebau Garzweiler II im Jahr 2021 6 4 Langjährige Entwicklung der Grundwasserneubildung un d der Grundwasserstände 8 5 Übergreifende Bewer tungsstrategie des Monitorings 10 6 P rojektinformationssystem Monitoring Garzweiler II 13 7 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunk ohlenplans 14 7.1 Arbeitsfeld Grundwasser 15 7.2 Arbeitsfeld F euchtbiotope/Natur und Landschaft 27 7.3 Arbeitsfeld Ober flächengewässer 36 7.4 Arbeitsfeld W asserversorgung 45 7.5 Arbeitsfeld Abraumkippe 48 7.6 Arbeitsfeld R estsee 50 8 Ausblick 2 022/2023 51 Anhang 53 Beteiligte Institutionen/Behörden und Ansprechpartner/-innen 53 Bildnachweis 58 Abbildungsverzeichnis 58 Tabellenverzeichnis 59 Jahresbericht 2021 1 Jahresbericht 2021 Ziele und Aufgaben Als Monitoring wird das systematische Pro - gramm zur räumlichen Beobachtung, Kontrolle und Bewertung der wasserwirtschaftlichen und ökologisch relevanten Größen im Einflussbereich des Tagebaus Garzweiler II bezeichnet (vgl. Seite 21 der Genehmigung des Braunkohlen- plans vom 31.03.1995 und Seite 5 des Erlaub- nisbescheids zur Sümpfung vom 30.10.1998). Das Monitoring Garzweiler II befindet sich in der Durchführungsphase. Schwerpunkte sind hier - bei die Beobachtung, Auswertung, Beurteilung und Bewertung der Informationen (Abbildung 1). Im Rahmen des Monitorings werden die im Zu- sammenhang mit dem Braunkohlentagebau Garzweiler II stehenden wasserwirtschaftlichen und ökologischen Gegebenheiten beobachtet. Die Beobachtung von Maßnahmen bzw. Anlagen dient zur Kontrolle der Wirksamkeit. Im Sinne eines Frühwarnsystems sollen dadurch ggf. ne- gative Entwicklungen erkannt und das Risiko einer Beeinträchtigung der Schutzgüter vermin- dert werden. Soweit der gleiche Raum betroffen ist, werden auch noch vom Tagebau Garzweiler I ausgehende Veränderungen miterfasst. 1 Ziele und A ufgaben Monitoring Garzweiler II Abbildung 1 Arbeitsfelder und Aufgaben des Monitorings (Monitoringkreis) (verändert nach RIZA 2000) Jahresbericht 2021 Ziele und Aufgaben 2 Aufgaben und übergreifende Projektziele des Monitorings sind: die Quantifizierung bzw. Konkretisierung der im Braunkohlenplan enthaltenen Ziele im Bereich „Wasser- und Naturhaushalt“; die Prüfung der Wirksamkeit der Ausgleichsmaßnahmen und der Einhaltung der (quantifi- zierten bzw. konkretisierten) Ziele des Braunkohlenplans; die frühzeitige Erkennung bzw. kurzfristige Prognose ggf. auftretender bergbaubedingter Zielabweichungen; die Erstellung zeitnaher und nachvollziehbarer Informationen über die wasserwirtschaftlich- ökologische Entwicklung im Einzelnen und im Gesamtzusammenhang; die Überprü fung und Weiterentwicklung des Monitorings hinsichtlich Umfang, Auswertung, Darstellung und Bewertung. Die durch das Monitoring erhaltenen Informa- tionen bilden die Grundlage für den Braunkoh- lenausschuss zur Entscheidung über die ord- nungsgemäße Einhaltung des Braunkohlenplans (§ 26 LPlG1). Die gewonnenen Informationen und Erkennt- nisse werden auch im Rahmen der behördlichen Überwachungsmaßnahmen nach § 93 LWG 2 zur Beurteilung der Einhaltung von wasserrecht- lichen Auflagen, z. B. der Sümpfungserlaubnis, herangezogen . Die Informationen werden u. a. dem Bergbau- treibenden zur Verfügung gestellt, der sie z. B. hinsichtlich der in seinem Verantwortungsbe- reich liegenden Steuerung der Infiltrations- und Einleitungsanlagen verwenden kann. 1 Landesplanungsgesetz (i. d. aktuell gültigen F assung) 2 W assergesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (i. d. aktuell gültigen Fassung) 3 Jahresbericht 2021 T ermine, Ansprechpartner/-innen und Arbeitsgruppen 2 T ermine, Ansprechpartner/-innen und Arbeitsgruppen Übersicht über die Besprechungen im Jahr 2021 Die Bearbeitung der Monitoringaufgaben läuft mittlerweile routiniert ab. In der Regel erfol gen zwei bis drei Sitzungen der Arbeitsgrup pe Grundwasser über das Jahr verteilt und eine jährliche Sitzung der Arbeitsgruppen Feuchtbio tope, Oberflächengewässer, Restsee und Ab raumkippe im Frühjahr, um die Jahresergebnisse des Monitorings vorzustellen und zu diskutieren. Die jährliche Sitzung der AG Wasserversorgung findet im Herbst statt, am Ende des Wasserwirt schaftsjahres (Tab. 1). VK = Videokonferenz EM = Entscheidungsgruppe Monitoring AG GW = Arbeitsgruppe Grundwasser AG FB = Arbeitsgruppe F euchtbiotope/Natur und Landschaft AG OG = Arbeitsgruppe Ober flächengewässer AG RS = Arbeitsgruppe R estsee AG WV = Arbeitsgruppe W asserversorgung AG KI = Arbeitsgruppe Abraumkippe Tabelle 1 Jahresübersicht über die Termine und Orte der Arbeitsgruppensitzungen in den Jahren 2021/2022 EM AG GW AG FB AG OG AG RS AG WV AG KI 2021 Januar Februar März 25.03.21 VK April 19.04.21 VK 23.04.21 VK 23.04.21 VK 12.04.21 VK Mai 04.05.21 VK Juni 22.06.21 VK Juli August September 15.09.21 VK Oktober November 03.11.21 VK Dezember 2022 Januar 26.01.22 VK Februar März 29.03.22 VK April 07.04.22 VK 27.04.22 VK 26.04.22 VK Mai 04.05.22 VK 4 Jahresbericht 2021 T ermine, Ansprechpartner/-innen und Arbeitsgruppen Die Entscheidungsgruppe Monitoring tagt immer zweimal jährlich. In der Frühjahrssitzung im Umweltministerium NRW in Düsseldorf steht die Überprüfung der Zieleinhaltung des vergan genen Jahres im Vordergrund, in der Herbst sitzung bei der BR Köln die aktuelle Entwick lung des Jahres (Frühwarnsystem). Aufgrund der Corona Pandemie fanden im Jahr 2021 immer noch keine Präsenzsitzungen der Arbeitsgruppen statt. Die aktuellen Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen wurden von den Koor dinatoren zusammengefasst, per Mail versendet und dann bei Bedarf in Videokonferenzen – mit zunehmender Professionalität – diskutiert. Das Ergebnis wurde dann wiederum allen Mitglie dern der Entscheidungsgruppe mitgeteilt. Ähnlich wurde mit dem Jahresbericht verfahren. Die einzelnen Textbeiträge aus den Arbeitsgrup pen wurden zunächst separat abgestimmt. Der zusammengestellte Entwurf des Jahresberichts wurde dann wieder mit den Koordinator/ innen und zuletzt mit den Mitgliedern der Entschei dungsgruppe abgestimmt. Ansprechpartner/-innen Die im Rahmen des Monitorings Garzweiler II beteiligten Behörden bzw. Institutionen sind mit den jeweiligen Ansprechpartner/ innen im An hang zu diesem Jahresbericht aufgeführt. Dort ist auch die Zuordnung der Beteiligten zu den verschiedenen Arbeitsgruppen wie Entschei dungsgruppe Monitoring (EM) und Fach Arbeits gruppen (AG) ersichtlich. Arbeitsgruppen Für das Monitoring wurden die im Braunkohlen plan formulierten Ziele sechs fachlichen Arbeits gruppen zugeordnet. Ein weiteres Arbeitsfeld „Bewertung Management und Entscheidungen“ ist übergeordnet und befasst sich mit allen fachlichen Arbeitsfeldern. Teilnehmerkreis, Koordinator/ innen und Aufgaben der Arbeits gruppen sind in den folgenden zwei Tabellen zu sammengestellt. Tabelle 2 Entscheidungsgruppe Monitoring (EM) Entscheidungsgruppe Monitoring (EM) Teilnehmerkreis alle betroffenen Stellen, die teilnehmen wollen Koordination MUNV/Geschäftsstelle Braunkohlenausschuss Aufgabe Entscheidung über die Beschlussvorlagen aus den Arbeitsgruppen, Bewertung und Entscheidung über laufende Monitoringergebnisse und die daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen Sitzungsturnus halbjährlich und nach Bedarf, bis zur Beendigung des Monitorings 5 Jahresbericht 2021 T ermine, Ansprechpartner/-innen und Arbeitsgruppen Tabelle 3 Fach-Arbeitsgruppen (AG) Arbeitsgruppen (AG) Arbeitsgruppe Grundwasser (GW) Mitglieder Bez. Reg. Düsseldorf und Köln, Erftverband, GD NRW, Kreis Heinsberg, Rhein Kreis Neuss, Kreis Viersen, RWE Power AG, LANUV, Stadt Linnich, Stadt Kaarst Koordination Erftverband: Frau Dr. Jaritz (Tel.: +49 2271 88 1373; renate.jaritz@erftverband.de) Teilnehmerkreis jede interessierte Dienststelle Arbeitsgruppe Feuchtbiotope/Natur und Landschaft (FB) Mitglieder Bez. Reg. Düsseldorf und Köln, Erftverband, GD NRW, Kreis Heinsberg, Rhein Kreis Neuss, Kreis Viersen, LANUV, RWE Power AG Koordination LANUV: Frau Michels (Tel.: +49 2361 305 317; carla.michels@lanuv.nrw.de) Teilnehmerkreis jede interessierte Dienststelle Arbeitsgruppe Oberflächengewässer (OW) Mitglieder Erftverband, Rhein Kreis Neuss, Kreis Viersen, LANUV, Bez. Reg. Düsseldorf und Köln, RWE Power AG, Schwalmverband, Niersverband, Wasserverband Eifel Rur, Gemeinde Schwalmtal Koordination LANUV: Frau Levacher (Tel.: +49 2361 305 2232; dorothee.levacher@lanuv.nrw.de) Teilnehmerkreis jede interessierte Dienststelle Arbeitsgruppe Wasserversorgung (WV) Mitglieder Bez. Reg. Düsseldorf und Köln, Erftverband, Kreis Heinsberg, Rhein Kreis Neuss, Kreis Viersen, RWE Power AG, Stadt Mönchengladbach Koordination Erftverband: Herr Simon (Tel.: +49 2271 88 2125; stefan.simon@erftverband.de) Teilnehmerkreis jede interessierte Dienststelle Arbeitsgruppe Abraumkippe (KI) Mitglieder Bez. Reg. Arnsberg/Abteilung Bergbau und Energie in NRW, Bez. Reg. Düsseldorf und Köln, GD NRW, LANUV, RWE Power AG Koordination Bez. Reg. Arnsberg, Abteilung Bergbau und Energie in NRW: Herr Küster (Tel.: +49 2931 82 6403; andre.kuester@bra.nrw.de) Teilnehmerkreis jede interessierte Dienststelle Arbeitsgruppe Restsee (RS) Mitglieder Bez. Reg. Arnsberg/Abteilung Bergbau und Energie in NRW, Bez. Reg. Düsseldorf und Köln, Erftverband, Kreis Heinsberg, Rhein Kreis Neuss, LANUV, Niersverband, RWE Power AG, Stadt Mönchengladbach, Provinz Limburg (NL) Koordination LANUV: Frau Levacher (Tel.: +49 2361 305 2232; dorothee.levacher@lanuv.nrw.de) Teilnehmerkreis jede interessierte Dienststelle für alle Arbeitsgruppen Aufgaben detaillierte Erarbeitung spezieller Fachbeiträge und Durchführung von Arbeiten Sitzungsturnus wird von den Arbeitsgruppen selbst festgelegt Bez. Reg. = Bezirksregierung GD NRW = Geologischer Dienst NRW LANUV = Landesamt für Natur , Umwelt und Verbraucherschutz NRW 6 Jahresbericht 2021 Betriebliche und wasserwirtschaftliche Entwicklung Der Tagebau entwickelte sich 2021 planmäßig weiter nach Westen. Die Tagebauentwicklung wird sich in den nächsten Jahren nunmehr vor - nehmlich nach Süden entwickeln und in 2022 die Ortschaft Immerath und in 2023 die Ort- schaft Lützerath in Anspruch nehmen (Abb. 2). Damit die notwendigen Entwässerungsziele zur Stabilität der Böschungen erreicht werden, muss die Entwässerung dem Abbaugeschehen ca. 5 bis 7 Jahre vorlaufen. Im Jahr 2021 wur- den insbesondere im Bereich südlich von Keyen- berg und nordöstlich von Holzweiler Brunnen er- stellt. Durch das Schwenken des Tagebaus nach We- sten weitet sich die sümpfungsbedingte Grund- wasserabsenkung in Richtung Schwalm, Niers und Rur aus. Damit die Grundwasserstände in diesen Feuchtgebieten gehalten werden, wur - den im Wasserwirtschaftsjahr 2021 insgesamt ca. 92 Mio. m³ Wasser eingeleitet und versi- ckert. Der Großteil des eingeleiteten Wassers kommt hierbei direkt aus dem Tagebau Garz- weiler, ca. 14 Mio. m³ stammen aus anderen Quellen wie z. B. separaten Wasserversorgungs- brunnen. Das gehobene Wasser aus dem Tagebau wird in den Ökowasserwerken Jüchen und Wanlo auf- bereitet und über ein ca. 160 km weites Rohr- leitungssystem zu den Feuchtgebieten transpor- tiert. In weiter entfernten Bereichen wie z. B. dem Nüsterbach oder dem Doverener Bach wird Wasser vor Ort aufbereitet und in die Feuchtge- biete eingeleitet. 3 Betriebliche und wasserwirtschaftliche Entwicklung im T agebau Garzweiler II im Jahr 2021 Abbildung 2 Betriebliche und wasserwirtschaftliche Entwicklung im Tagebau Garzweiler im Jahr 2021 7 Jahresbericht 2021 Betriebliche und wasserwirtschaftliche Entwicklung Nachdem im Wasserwirtschaftsjahr 2020 auf- grund liegenschaftlicher Schwierigkeiten keine Versickerungsanlagen gebaut werden konnten, wurden im WWJ 2021 zwei neue Versicke- rungsanlagen im Schwalmriegel sowie eine Ver- sickerungsanlage im Bereich Güdderath errich- tet. Zum Erhalt der Leistungsfähigkeit werden die Versickerungsanlagen regelmäßig ertüchtigt, so dass 2021 die geplante Versickerungswas- sermenge eingebracht werden konnte. Insgesamt wurden bis zum Ende des Wasser - wirtschaftsjahres 2021 zum Erhalt der Feucht- gebiete 3 Wasserwerke, 160 km R ohrleitungen, 13 km Sick ergräben, 151 Sohlschwellen, 75 Direkteinleitstellen, 90 Sick erschlitze sowie 232 Sick erbrunnen und Lanzeninfiltrationsanlagen errichtet. Der Ausbau des Versickerungsriegels wird in den kommenden Jahren sukzessive mit dem Schwenken des Tagebaus fortgeführt. 8 Jahresbericht 2021 Entwicklung Grundwasserneubildung und Grundwasserstände Die langjährige Entwicklung der Grundwas - serstände ist in erster Linie von der Höhe der Grundwasserneubildung abhängig. Hierbei sind weniger einzelne Jahre wichtig als vielmehr die Aufeinanderfolge mehrerer Jahre. Die Abbildung 3 zeigt die Entwicklung der mittleren Grund - wasserneubildung im Tätigkeitsgebiet des Erft- verbandes der Jahre 1970 bis 2021. Sie zeigt auch die Entwicklung der Grundwasserstände an der Messstelle Dülken (900131) in Reak- tion auf die Grundwasserneubildung, unbeein- flusst von wasserwirtschaftlichen Eingriffen wie Grundwasserentnahmen, Infiltration und Berg- baueinfluss. Die Messstelle ist im Horizont 16 (jüngere Hauptterrasse) verfiltert und charakte- ristisch für flurferne Zustände (Geländeoberflä- che 62,39 NHN). Die Flurabstände liegen zwi- schen 11 m (1967) und fast 15 m (1976). Es zeigt sich, dass die höchsten bislang be- obachteten Grundwasserstände Ende der 1960er-Jahre auftraten und in dieser Höhe seit- dem nicht mehr erreicht wurden. Die ebenfalls hohen Grundwasserstände der 1980er-Jah- re korrelieren mit der hohen Grundwasserneu - bildung in dieser Periode. Seit dem Jahr 2003 bleiben Grundwasserneubildung und Grundwas- serstände fast kontinuierlich unter dem langjäh- rigen Mittel. In den Jahren 2017 und 2018 lag die Grund - wasserneubildung deutlich unter dem Durch - schnittswert. Insbesondere der sehr trockene und heiße Sommer 2018 führte zu einem wei- teren Absinken der Grundwasserstände. Im Jahr 2019 setzte sich der Trend fort und es wurden die zweittiefsten Grundwasserstände seit Beginn 4 L angjährige Entwicklung der Grundwasserneubildung und der Grundwasserstände Abbildung 3 Langzeitganglinie der Messstelle Dülken seit 1955 und Jahresfaktor der Grundwasserneubildung (Erftver- band) von 1970 bis 2021 9 Jahresbericht 2021 Entwicklung Grundwasserneubildung und Grundwasserstände der Aufzeichnung erreicht. Die Grundwasser - neubildung war drei Jahre in Folge unterdurch - schnittlich. Im letzten Jahr lag die Grundwasserneubildung zwar im Durchschnitt (Jahresfaktor 100 %), aber eine Erholung der Grundwasserstände er - fordert eine höhere Grundwasserneubildung über mehrere Jahre, so dass die Grundwasser - stände aufgrund der langjährigen Grundwasser - neubildungsdefizite nach wie vor sehr niedrig sind. Dieser generelle Trend der sinkenden Grund - wasserstände lässt sich weitgehend an allen unbeeinflussten Grundwassermessstellen in Nordrhein-Westfalen (und in Deutschland) be- obachten. Auch in den landschaftsökologischen Referenzgebieten sind diese Entwicklungen fest- zustellen. Bei der Zielerreichung der Grundwasserstän - de in den Feuchtgebieten und den Gewässer - abflüssen wird der Klimaeinfluss über das Wie- ner-Filter-Verfahren „herausgerechnet“. Bei der Bewertung der landschaftsökologischen Ent- wicklungen gibt es hierfür jedoch kein mathe- matisches oder sonstiges Verfahren, deshalb zeigen die Feuchtgebiete auch diese überjährige Entwicklung an. Diese Langzeitentwicklung des regionalen Wasserhaushalts wird bei der Bewer- tung der Monitoringergebnisse qualitativ berück- sichtigt, weil die Bewertung immer arbeitsgrup- penübergreifend erfolgt. 10 Jahresbericht 2021 Übergreifende Bewertungsstrategie des Monitorings Der übergreifende Leitgedanke des Braunkohlen- plans lautet: „Die Region darf aus Gründen des öffentlichen Wohls wasserwirtschaftlich nicht schlechter gestellt werden als ohne den berg- baulichen Sümpfungseinfluß“ (BKP , Kap. 2). Dieser Leitgedanke wird im Braunkohlenplan durch einzelne Ziele weiter präzisiert (BKP: Kap. 2 und 3 „Wasser- und Naturhaushalt“) und in wasserrechtlichen Bescheiden konkretisiert. Um sicherzustellen, dass unplanmäßige berg- baubedingte Einflüsse frühzeitig erkannt wer - den, ist die eindeutige fachliche Beurteilung und Bewertung der Monitoringergebnisse notwendig. Im vorliegenden Kapitel wird das Bewertungssy- stem für das Monitoring Garzweiler II erläutert. Im Rahmen des Monitorings Garzweiler II fällt eine Fülle unterschiedlicher Arten von Umwelt- daten an, z. B. physikalische Daten zum Grund- wasserstand und zu den Grundwasserentnah- memengen, chemische Daten zur Gewässergüte sowie biologische Daten zur Vegetation und zur Gewässergüte. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Monitoringergebnisse unterschiedlich deutliche und unterschiedlich schnelle Entwick- lungen abbilden und in einem Gesamtzusam- menhang stehen. Die bergbaubedingten Ver - änderungen zu erkennen, ist dabei besonders wichtig. Die Arbeitsfelder stehen vielfach in einem engen inhaltlichen und räumlichen Bezug zueinander, so dass einzelne Beobachtungsgrößen für meh- rere Arbeitsfelder von Bedeutung sind. Deshalb findet ein intensiver Austausch von Ergebnis- sen und Erkenntnissen zwischen den Gruppen statt, die sich mit den einzelnen Arbeitsfeldern beschäftigen. 5 Übergreifende Bewertungsstrategie des Monitorings Der Aufbau des Bewertungssystems aus Indika- toren, die der Früherkennung dienen, und Indi- katoren, die großräumige bzw. langfristige Ent- wicklungen zeigen, wurde im Jahresbericht 2000 ausführlich beschrieben 1. Im Lauf der Zeit ergeben sich immer wieder Änderungen und Er- weiterungen bei den Indikatoren. So werden zur- zeit im Arbeitsfeld Feuchtbiotope die Indikato - rensysteme ergänzt und überarbeitet. Die Indikatoren, für die eine Zielabweichung de- finiert werden kann, lassen sich in ein integrier- tes System zur Bewertung und Vorgehensweise im Rahmen des Monitorings Garzweiler II ein- ordnen (Abbildung 4): Der Alarmbereich (rot) mit Überschreitungen der Alarmwerte zeigt Zielabweichungen bzw. Zielverletzungen (Erläuterung weiter unten). Die weitere Entwicklung und insbesondere die Wirksamkeit der getroffenen Gegenmaßnahmen muss gezielt und intensiv beobachtet werden. Die Ergebnisse sind dem Braunkohlenausschuss in kurzen Zeitabständen zu berichten. Der Warnbereich (gelb) zeigt auffällige Werte, die oberhalb der Warnwerte und unterhalb der Alarmwerte liegen und die bei lokaler Häufung bzw. Verstärkung Zielabweichungen bzw. Ziel- verletzungen befürchten lassen. Hier muss ge- zielt und intensiv beobachtet werden. Die Ur - sachen, insbesondere der Bergbaueinfluss, sind zu klären. Sofern Bergbaueinfluss vorliegt, muss der Bergbautreibende Informationen über die geplanten bzw. getroffenen Gegenmaßnahmen und deren prognostizierte Wirksamkeit einho - len. Die Gegenmaßnahmen werden erörtert und bewertet. 1 https://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/gremien/braunkohlenausschuss/monitoring/index.html 11 Jahresbericht 2021 Übergreifende Bewertungsstrategie des Monitorings Die Überprüfung des bestehenden Warn- und Alarmwertesystems sowie dessen sinnvolle Aus- weitung ist eine kontinuierliche Aufgabe des Mo- nitorings. Die Überschreitung von Alarmwerten wird von den Arbeitsgruppen zunächst als Zielabweichung eingestuft. Eine Zielverletzung liegt dann vor, wenn die Zielabweichung bergbaubedingt ist, hervorgerufen durch den Tagebau Garzweiler II oder durch Garzweiler II in Zusammenwirken Abbildung 4 Integriertes System zur Be- wertung und Vorgehensweise im Rahmen des Monitorings Garzweiler II Der Zielbereich (grün) ist durch normale, un- auffällige Werte, die unterhalb der Warnwe- rte liegen, gekennzeichnet. Die Fortführung der Beobachtungen im Rahmen des regulären Moni- torings ist angezeigt. Die Warn- und Alarmwerte erleichtern die Be- wertung von Monitoringergebnissen, so dass dies grundsätzlich angestrebt wird. Eine sol- che Einordnung ist jedoch nicht für alle Arbeits- felder im gleichen Umfang möglich und sinnvoll. 12 Jahresbericht 2021 Übergreifende Bewertungsstrategie des Monitorings mit Garzweiler I. Bei Zielverletzungen sind Ge- genmaßnahmen durch den Bergbautreibenden erforderlich. Sie werden ggf. im Rahmen der be- hördlichen Vorgehensweise angeordnet. Eine Zielabweichung in Bezug auf die Warn- und Alarmwerte kann in Abhängigkeit von der Fra- gestellung sowohl durch eine Unter- als auch Überschreitung erfolgen. So bedeuten zu hohe Abflüsse in den Gewässern und zu hohe Grund- wasserstände in den Feuchtgebieten ebenfalls Überschreitungen der Warn- und Alarmwerte wie zu niedrige Abflüsse und Grundwasserstän - de. Die Einordnung der einzelnen Monitoringergeb- nisse in das Ampelsystem in den Arbeitsfeldern, die Anpassung der Beobachtung und das Einlei- ten von Maßnahmen sowie die Beurteilung ihrer Wirksamkeit sind Aufgaben der Arbeitsgruppen (Tab. 3). Die Bewertung, ob bei einer Überschreitung eines Alarmwerts auch eine Zielverletzung der Ziele des BKP vorliegt, ist Aufgabe der Ent- scheidungsgruppe Monitoring (Tab. 2). Hier - bei werden auch die Ergebnisse aus den ande- ren Arbeitsfeldern und die Einordnung einzelner Überschreitungen in den Gesamtkontext berück- sichtigt. 13 Jahresbericht 2021 Projektinformationssystem Das Projektinformationssystem dient der fort- laufenden Dokumentation der Protokolle der Sitzungen der Arbeitsgruppen, Statusberichte, Projekthandbücher und Methodenhandbücher sowie sonstiger relevanter Unterlagen (Abbil- dung 5). Außer im Projektinformationssystem werden re- levante Monitoringdaten auch digital und ana- log bei verschiedenen Organisationen archiviert. 6 P rojektinformationssystem Monitoring Garzweiler II Abbildung 5 Projekt informationssystem seit April 2013 14 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Die Ergebnisse der Zielüberwachung sind zu- sammenfassend in Tabelle 4 dargestellt. Die Er- gebnisse aus den einzelnen Arbeitsfeldern sind 7 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans in den Kapiteln 7.1 bis 7.6 enthalten. Die Rei- henfolge der Ziele entspricht der Auflistung im Braunkohlenplan. Tabelle 4 Übersicht über die Zieleinhaltung im Jahr 2021 Ziel Beurteilung Arbeitsgruppe Beurteilung Entscheidungsgruppe Zielbereich Warnbereich Alarmbereich Zieleinhaltung weiter beobachten Entwicklung gezielt beobachten Entwicklung und Wirk sam keit von Gegenmaßnahmen beobachten gesamtheitliche Betrachtung X minimale Sümpfung X Erhalt der Grundwasserstände in den Feuchtgebieten X X1 X2 Verwendung Sümpfungswasser WWJ 2020 X Wasserbedarf nach Tagebauende X Sicherstellung Wasserversorgung X Erhalt Oberflächengewässer X X6 X7 3 Bereitstellung von Ersatz-, Ausgleichs- und Ökowasser X Minimierung Stoffaustrag X nach Möglichkeit Erhalt der Feuchtgebiete: Ziel-2-Gebiete (alle 2 Jahre) X X 4 X5 1 nach Methode I: Schaagbach, nach Methode II: Mühlenbach (Kap. 7.1) 2 nach beiden Methoden: R othenbach, nach Methode I: Mühlenbach (Kap.7.1) 3 Rheinwassergüte in Statusbericht dokumentier t, Bewertung der Entscheidungsgruppe noch nicht abgeschlossen (Kap.7.1) 4 Doverener Bach, Millicher Bach Nord und Süd, Güdderather Bruch, W etscheweller Bruch. Erläuterungen siehe Text. 5 F inkenberger Bruch, Scherresbruch. Erläuterungen siehe Text. 6 Millicher Bach, Mühlenbach. Erläuterungen siehe T ext (Kap. 7.3). 7 Birgeler Bach, R othenbach. Erläuterungen siehe Text (Kap. 7.3). 15 Arbeitsfeld Grundwasser Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans 7.1 Arbeitsfeld Grund wasser Die Arbeitsgruppe Grundwasser befasst sich mit der Überwachung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans im Arbeitsfeld Grund wasser . Gesamtheitliche Betrachtung (Ziel 1, Kap. 2.1 des BKP) Zur Zielüberwachung wird geprüft, ob in der Venloer Scholle unerwartete Entwicklungen im Grundwasserbereich eingetreten bzw. zu be- fürchten sind. Modellgestützt prognostizierte Grundwas- sergleichen Im revierweiten Grundwassermodell der RWE Power AG, das auch im Braunkohlenplanän- derungsverfahren (Tagebau bis 2038) verwen- det wurde, zeigen sich Unterschiede zum vorhe- rigen Modellstand (2013), in dem der Tagebau Garzweiler noch bis 2045 betrieben wurde. Das Modell wurde für den Zeitraum 1970 bis 2017 kalibriert, dabei wird die Güte der Kalibrierung anhand von Grundwasserganglinien und der Wasserhebung der Tagebaue bewertet. Zur Prognose des Bergbaueinflusses wird der Modelldatensatz so angepasst, dass die Rand- bedingungen gleich bleiben und sich nur der Ta- gebaufortschritt auf die Grundwassersituation auswirkt. Vom Bergbau unabhängige Grundwas- serentnahmen und die Grundwasserneubildung werden auf mittlerem Niveau konstant gehalten. Dies ist sinnvoll, um den alleinigen Einfluss des Bergbaus ermitteln zu können, auch wenn die mittlere Grundwasserneubildungsrate langfristig evtl. niedriger als gegenwärtig ist. Gegenüber dem Vorgängermodell hat die Was- serhebung nach Tagebauende deutlich zuge- nommen, da die Sümpfung jetzt detaillierter ab- gebildet wird. In der Vergangenheit waren die Sümpfungsmengen der nachlaufenden Sümp- fung u. a. aus dem Liegenden untersch ätzt wor- den. Minimale Sümpfung (Ziel 2, Kap. 2.1 des BKP) Die Grundwasserabsenkung im Bereich des Braunkohlentagebaus Garzweiler ist so zu be- treiben, dass nur so viel Grundwasser gehoben wird, wie es für die Stabilität der Böschungen und Arbeitsebenen erforderlich ist. Mit Hilfe des jährlichen Berichts zur geohydro - logischen Tagebausituation der RWE Power AG prüft die Bergbehörde die Zieleinhaltung. Die Grundwassergleichen, geologischen Schnitte und Grundwasserganglinien des Berichts zeigen, dass die Hangendleiter nur bis auf das notwen- dige Niveau abgesenkt werden und die Grund - wasserstände im Liegendleiter, wie erforderlich, auf 5 bis 10 m unter der Tagebausohle abge- senkt werden. Der Horizont 6B lässt sich wegen der geringen Durchlässigkeit nicht vollständig entwässern, so dass Restwasser in den Tagebau fließt und dort gefasst wird. Im Wasserwirtschaftsjahr 2020 wurde mit 113,5 Mio . m³ das Wasserrecht in Höhe von 155 Mio. m³ nicht überschritten. Es standen im Durchschnitt 605 Sümpfungsbrunnen zur Verfü- gung. Das Ziel der minimalen Sümpfung wurde 2020 eingehalten. Arbeitsfeld Grundwasser 16 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Erhalt der Grundwasserstände in Feuchtgebieten (Ziel 3, Kap. 2.1 des BKP) Frühwarnsystem Mit Hilfe der flächenhaften Darstellung des Sümpfungseinflusses auf den Grundwasser - stand (Frühwarnsystem) lassen sich frühzei- tig unerwünschte Entwicklungen erkennen, die dann Hinweise für die Steuerung der Infiltrati - onsanlagen geben können. Das aktuelle Frühwarnsystem (Abbildung 6) zeigt geringe Veränderungen gegenüber Oktober 2020 (Abbildung 7). Nordöstlich des Tagebaus ist die Reichweite des Sümpfungseinflusses seit mehreren Jahren mehr oder weniger konstant. Lokale Direkteinleitungen im Gewässersystem Norf stützen den Grundwasserstand in den re- lativ kleinen Feuchtgebietsabschnitten, dennoch lässt sich beobachten, dass in Jahren mit wit- terungsbedingt sehr niedrigen Grundwasserstän- den der berechnete Bergbaueinfluss weiter reicht als in Phasen mit hohen Grundwasserständen. Im Osten des Untersuchungsgebietes überlagert sich der Einfluss des Tagebaus Garzweiler mit dem des Tagebaus Hambach. Nur unmittelbar östlich des Tagebaus Garzweiler hat der Sümp- fungseinfluss bereits etwas abgenommen. In nördlicher Richtung verstärkt sich der Sümp- fungseinfluss durch das Westwärtswandern des Tagebaus. Mit Hilfe der Infiltrationsanlagen ge- lingt es jedoch, die Grundwasserabsenkung weitgehend von den Feuchtgebieten entlang der Niers fernzuhalten. Im Finkenberger Bruch kann der Grundwas - serstand nicht gehalten werden, so dass Ein- leitungen die Wasserführung der Niers und die Wasserversorgung der maßgeblichen Feuchtge- bietsabschnitte sicherstellen müssen. Am Güdderather Bruch besteht wegen der be- sonderen geologischen Situation eine hydrau- lische Verbindung zwischen dem obersten und dem tieferen Grundwasserstockwerk. Deshalb tritt hier ebenfalls Sümpfungseinfluss auf. Auch hier reduzieren oberflächennahe Einleitungen die negativen Auswirkungen der Grundwasser - absenkung. In einem Teilbereich gelingt es bis- her trotz gezielter Grundwasseranreicherung nicht, die Grundwasserabsenkung zu kompen- sieren, obwohl hier mehrfach zusätzliche Anla- gen errichtet wurden. Allerdings befand sich in diesem Abschnitt auch schon vor Auftreten der Absenkung keine feuchtgebietstypische Vegeta- tion, so dass Schäden nicht zu befürchten sind, solange nicht weitere Flächen unter Sümpfungs- einfluss geraten. Diese Absenkung ist in gerin- gem Umfang auch noch westlich der Bahnlinie im Wetscheweller Bruch anzutreffen. Hier soll die Infiltration noch verstärkt werden. Nordwestlich vom Tagebau nimmt der Sümp- fungseinfluss ebenfalls deutlich zu. Er wird aber insbesondere durch die zum Schwalmriegel auf- gereihten Infiltrationsanlagen wirkungsvoll zu- rückgehalten. Zusätzliche Infiltrationsanlagen entlang des Mühlenbachs und Schwalmquellge- bietes kompensieren den restlichen Sümpfungs- einfluss. Westlich der Schwalm befinden sich bei Arsbeck und im Meinweggebiet weitere Infiltrationsanla- gen, die notwendig sind, weil sich andernfalls Sümpfungseinfluss aus den tieferen Stockwer - ken durch geologische Fenster in den Kohleflö - zen im obersten Stockwerk ausbreiten würde. Diese Anlagen werden seit 2013 besonders in- tensiv betrieben, da am Oberlauf des Bosch- beeks Absenkungstendenzen beobachtet wur - den. Dadurch stiegen die Grundwasserstände am östlichen Teil des Rothenbachs, so dass die Einleitungen sukzessive – zuletzt Anfang 2017 17 Arbeitsfeld Grundwasser Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Abbildung 6 Frühwarnsystem: Einfluss des Tagebaus auf die Grundwasserstände, Stand Oktober 2021 Arbeitsfeld Grundwasser 18 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Abbildung 7 Frühwarnsystem: Einfluss des Tagebaus auf die Grundwasserstände, Stand Oktober 2020 19 Arbeitsfeld Grundwasser Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans – etwas gesenkt wurden. Im Lauf des Jahres 2021 gab es hier keinen Bedarf nach weite- ren Reduzierungen. Zu hohe Grundwasserstän - de zeigen sich auch am oberen Mühlenbach. Hier wurden in 2021 erste Infiltrationsanlagen gedrosselt. Zusätzlich wurde die Infiltration im Frühjahr 2022 zunächst um 15 % reduziert, vo- raussichtlich in den nächsten Jahren nochmals, während die Infiltration im Schwalmriegel suk- zessive erhöht wird. Deutlicher Sümpfungseinfluss von mehreren Metern tritt schon seit Langem westlich vom Ta- gebau im Umfeld von Nüsterbach, Doverener Bach und Millicher Bach auf. Hier werden die Gewässer und Feuchtgebiete durch oberflächen- nahe Einleitungen gestützt. Für den entlang des Rurrands von Millich bis Wassenberg dar - gestellten Einfluss gibt es keine Anhaltspunkte in Grundwassermessstellen. Im Vorjahr war eine Messstelle am Birgeler Bach durch zu niedrige Grundwasserstände aufgefallen, die jedoch mitt- lerweile als witterungsbedingt niedrig bewertet werden. Überprüfung der Zieleinhaltung der Ziel- 1-Gebiete Zur Zielüberwachung „Erhalt der Grundwas- serstände in den Ziel-1-Gebieten“ wurden die Grundwasserganglinien der Feuchtgebiets- bzw. feuchtgebietsnahen Messstellen mit zwei ver - schiedenen Methoden statistisch analysiert (Tab. 5 und Abbildung 8). Bei Methode I wird mit dem Wiener-Filter-Verfahren aus unbeein- Tabelle 5 Zielüberwachung der Grundwasserstände in den Ziel-1-Gebieten Kompartiment Methode I Methode II Differenz in cm Absenkung Aufhöhung 2020 2021 2020 2021 2020 2021 1 Schaagbach -4,3 -5,5 -19 % -19 % +5 % +1 % 2 Rothenbach 19,3 20,2 -4 % -0 % +48 % +54 % 3 Boschbeek -1,0 -3,0 -15 % -23 % +5 % +1 % 4 Elmpter Bruch -0,4 -1,1 -17 % -14 % +1 % +4 % 5 Elmpter Bach/Dilborner Benden -0,3 1,8 -7 % -4 % +17 % +18 % 6 Tantelbruch/Laarer Bach 0,2 2,8 -23 % -15 % +5 % +1 % 7 Radeveekes Bruch 0,6 0,8 -8 % -7 % +12 % +11 % 8 Mittlere Schwalm -3,9 -2,3 -22 % -19 % +1 % +3 % 9 Knippertzbach 2,4 4,8 -0 % -0 % +3 % +4 % 10 Mühlenbach 7,3 12,0 -4 % -1 % +29 % +39 % 11 Schwalmquellgebiet -3,4 -2,7 -17 % -7 % +2 % +3 % 12 Obere Nette -3,7 -4,7 -28 % -24 % +7 % +6 % = Zielbereich = Warnbereich (Methode I: Grundwasserstände um 5 bis 10 cm zu niedrig, Methode II: 25 bis 45 % der Grundwasserstände zu niedrig) = Warnbereich (Methode I: Grundwasserstände um 5 bis 10 cm zu hoch, Methode II: 25 bis 45 % der Grundwasserstände zu hoch) = Alarmbereich (Methode I: Grundwasserstände um mind. 10 cm zu hoch, Methode II: mind. 45 % der Grundwasserstände zu hoch) Arbeitsfeld Grundwasser 20 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans flussten Referenzganglinien eine theoretische Ganglinie simuliert, die mit der gemessenen ver- glichen wird; bei Methode II wird mit einem sta- tistischen Testverfahren die Ähnlichkeit zu den unbeeinflussten Referenzganglinien geprüft. Die Ganglinien der Zielmessstellen werden für jedes der zwölf Feuchtgebietskompartimente für ein Wasserwirtschaftsjahr gemeinsam bewertet. Die Auswertungen für das Jahr 2021 wurden er- schwert durch gravierende Lücken in der Daten- erfassung. Die Ursachen waren systematisches technisches Versagen, Krankheitsausfälle, Per - sonalwechsel und Corona-bedingte Zutrittsver - bote. Die technischen Probleme sind mittlerwei- le behoben. Es wird nun auch ein zusätzliches Überwachungssystem installiert, das Ausfälle frühzeitiger identifiziert und in diesem Ausmaß in Zukunft verhindert. Nach mehreren Jahren mit unterdurchschnitt - licher Grundwasserneubildung war das Jahr 2021 immerhin durchschnittlich (s. Abb. 3), so dass in den flurnahen Grundwassermessstellen die Grundwasserstände im Spätsommer weniger tief gefallen sind als in den Vorjahren. In flur - fernen Grundwassermessstellen ist der Grund- wasserstand nicht bzw. kaum weiter gefallen. Hier könnten erst mehrere überdurchschnitt - liche Jahre einen Anstieg auf durchschnittliche Grundwasserstände bewirken. In beiden Verfahren liegen im WWJ 2021 neun Kompartimente im Zielbereich, in den Kompar - timenten Rothenbach und Mühlenbach sind die Grundwasserstände nach beiden Verfahren zu hoch, während das Kompartiment Schaagbach nur mit dem Wiener-Filter-Verfahren zu niedrige Grundwasserstände im Warnbereich zeigt. Abbildung 8 Zielüberwachung der Grundwasserstände in den Ziel-1-Gebieten im WWJ 2021 Methode I: Wiener-Filter-Verfahren (links), Methode II: Statistischer Test (rechts) 21 Arbeitsfeld Grundwasser Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Für den Rothenbach (Kompartiment 2) be- trägt der Mittelwert nach Methode I +20 cm, und mit Methode II werden 54 % der gemes - senen Grundwasserstände als zu hoch einge- stuft. Damit überschreiten beide Ergebnisse den Alarmwert, wie in den Vorjahren. Eine nähere Betrachtung zeigt, dass im Kompartiment Ro - thenbach weitgehend ausgeglichene Wasser - stände vorliegen. Lediglich in einem eng be- grenzten Bereich (mehrere Messstellen um das WW Arsbeck) sind starke Aufhöhungen zu ver - zeichnen. Bisher konnten vor Ort nur selten Aus- wirkungen auf die Vegetationsentwicklung fest- gestellt werden. Die Vermutung, dass die zu hohen Grundwasserstände mit der Infiltration bei Arsbeck zusammenhängen, konnte bisher nicht bestätigt werden. Die Situation wird vor Ort weiter intensiv beobachtet. Im Gebiet Mühlenbach (Kompartiment 10) wird mit +12 cm (Methode I) der Alarmwert bzw. mit 39 % auffällig hohen Grundwasserständen (Methode II) der Warnwert überschritten. Die auffälligen Messstellen befinden sich alle am Oberlauf, südlich der Bahnlinie. Die zu hohen Grundwasserstände entstehen auch durch die nahe gelegenen Infiltrationsanlagen, deren Ver - sickerungsmengen deshalb reduziert werden (s. o.). Am Schaagbach (Kompartiment 1) ist das Er - gebnis der Methode I mit -5,5 cm auffällig nied- rig und liegt im Warnbereich, während nach Me- thode II 19 % der Messwer te zu niedrig sind und damit innerhalb des Zielbereichs liegen. Die auf- fälligen Messstellen liegen in verschiedenen Be- reichen, es gibt keine Hinweise auf Bergbauein- fluss. Am Knippertzbach, wo nur sehr wenige Mess- stellen zur Verfügung stehen und diese häufig nicht feuchtgebietstypisch sind, werden zwar im Mittel +4,8 cm nach Methode I berechnet. Sie sind jedoch nicht signifikant. Es gibt keine Anzeichen für zu hohe Grundwasserstände am Knippertzbach. Die Grundwasserstände in den nicht genannten Kompartimenten sind unauffällig (Abbildung 8). Überwachung der Infiltrationswasseraus- breitung Da ökologische Veränderungen in den Feucht- gebieten durch den anderen Chemismus des In- filtrationswassers nicht ausgeschlossen werden können, wurde im Monitoring Garzweiler II fest- gelegt, für den Bereich der Ziel-1-Gebiete regel- mäßig die Ausbreitung des Infiltrationswassers zu erfassen. Mit der Berechnung soll ermittelt werden, ob und ggf. mit welchen Anteilen In- filtrationswasser die Feuchtgebiete erreicht und ob die Versickerungsstrategie angepasst werden muss. Im Braunkohlenplan ist gefordert, dass die Versickerung so betrieben werden soll, dass einerseits möglichst wenig Infiltrationswasser in die Feuchtgebiete gelangt und andererseits die Versickerungsmaßnahmen erfolgreich sind. Die Infiltrationswasserausbreitung für den Zeit- punkt Oktober 2020 (Abbildung 9) basiert auf dem Schwalmmodell des LANUV und auf Aus- wertungen des Erftverbands über gemessene Hydrogenarbonat-Konzentrationen. Das infil- trierte Wasser beinhaltet ca. 320 mg/l Hydro - gencarbonat, 25 mg/l Chlorid, 50 mg/l Sulfat und kein Nitrat. Deshalb verändern sich bei zunehmenden Infil- trationswasseranteilen alle vier Parameter in Ab- hängigkeit von der Zusammensetzung des vor - handenen Grundwassers. Für die Berechnung des Infiltrationswasseranteils hat sich - wegen der hohen Konzentrationsunterschiede - der Pa- rameter Hydrogencarbonat bewährt. Im Jahr Arbeitsfeld Grundwasser 22 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Das Infiltrationswasser hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur wenig weiter ausgebreitet. Im Bereich des Schwalmquellgebietes sowie im südlichen Mühlenbach sind Infiltrationswasser - anteile über 40 % nachweisbar . Im weiteren Ver- lauf des Mühlenbachs kann nur in der Region um die Holtmühle ein Infiltrationswasseranteil von über 20 % nachgewiesen werden. Am Ober- lauf des Knippertzbachs erreicht das Infiltrati- onswasser mit geringen Anteilen gerade den am weitesten oberhalb gelegenen Teil des Feucht- gebietes. Andere Feuchtgebiete werden nicht vom Infiltrationswasser erreicht. In den Feucht- gebieten betragen die absoluten Hydrogencarbo- nat-Konzentrationen meist deutlich weniger als 100 mg/l, während im Infiltrationswasser ca. 300 mg/l Hydrogencarbonat vorhanden sind. 2005 wurde festgelegt, welche Messstellen für die Auswer tungen verwendet werden können. Inzwischen zeigt jedoch ein Teil dieser Messstel- len signifikante Erhöhungen in der Hydrogen- carbonat-Konzentration, ohne dass die anderen Parameter entsprechend abnehmen; in diesen Fällen scheidet Infiltrationswasser als Ursache aus. Weiterhin treten in Feuchtgebieten, z. B. im Buscher Bruch, sehr große jahreszeitliche Schwankungen der Hydrogencarbonat-Konzen- tration auf, die durch temperaturabhängige bi- ologische Aktivität entstehen. Vor diesem Hin- tergrund wurden im Jahr 2017 die Messstellen erneut auf ihre Plausibilität überprüft und ggf. nicht mehr in die flächenhafte Berechnung der Infiltrationswasserausbreitung einbezogen. Abbildung 9 Ausbreitung des Infiltrationswassers im WWJ 2020 23 Arbeitsfeld Grundwasser Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Auch im 2. Grundwasserstockwerk südlich des Buscher Bruchs konnten unterhalb des zwar geringmächtigen, aber flächendeckend ver - breiteten Tegelentons in Grundwasseranalysen von zwei Grundwassermessstellen geringe An- teile von Infiltrationswasser identifiziert werden. Grundsätzlich ist es durchaus positiv zu bewer - ten, wenn sich das Infiltrationswasser auch im 2. Stockwerk verteilt und so nicht die Vegetation in nährstoffarmen Feuchtgebieten erreicht. Die oben beschriebenen Reduzierungen der In- filtrationsmengen im näheren Umfeld des Müh- lenbachs können sich längerfristig auch auf den Infiltrationswasseranteil positiv auswirken. Ergänzend zur flächenhaften Berechnung des Infiltrationswassers werden zusätzlich die Hy- drogencarbonat-Konzentrationen aller Messstel- len unmittelbar dargestellt und zeigen die große Variabilität. Im Hinblick auf eventuelle negative Einflüsse für die nährstoffarme Vegetation wäre allein der oberflächennahe Infiltrationswasser - anteil relevant. Da das im Braunkohlenplan formulierte Ziel vor- sieht, dass möglichst wenig Infiltrationswasser in die Feuchtgebiete gelangt, sollen die Versicke- rungsanlagen im Buscher Bruch, die wegen der hohen Dichte der günstiger positionierten Infil- trationsanlagen ohnehin nur eine sehr geringe Bedeutung haben, bis auf Weiteres außer Be- trieb genommen werden. Sie stehen aber wei- terhin als Reserve zur Verfügung. Die drei Auswertungen zum Grundwasser in den Feuchtgebieten (Frühwarnsystem, Zielüberwa- chung, Infiltrationswasserausbreitung) zeigen, dass durch die Gegenmaßnahmen der Wasser - stand in den Feuchtgebieten zielgemäß (Ziel 3, Kap. 2.1 des BKP) gehalten wird. Es zeigt sich allerdings auch, dass nur durch kontinuierliche Messungen, Auswertungen und Steuerungen das Ziel eingehalten werden kann. Verwendung des Sümpfungswassers (Kap. 2.2 des BKP) Im Ziel „Verwendung des Sümpfungswassers“ soll überprüft werden, ob das Sümpfungswasser prioritär als Ersatz-, Ausgleichs- und Ökowasser genutzt wird. Hierzu wird der AG jährlich über die Verwendung des Sümpfungswassers berich- tet (Tab. 6). Im WWJ 2021 wurden ca. 109 Mio. m³ für die Trockenhaltung des Tagebaus gesümpft, dies sind fast 5 Mio. m³ weniger als im Vor - jahr. Davon wurden 80 Mio. m³ zur Stützung der Feuchtgebiete und Oberflächengewässer im Nordraum (Ökowasser) genutzt. Insgesamt 12 Mio. m³ wurden wie bisher als Ersatzwasser oder für betriebliche Zwecke genutzt bzw. in die Erft geleitet. 17 Mio. m³ standen den Kraftwer- ken Frimmersdorf und Neurath zur Verfügung, der weitere Bedarf der Kraftwerke wurde durch Entnahmen aus der Erft gedeckt. Tabelle 6 Verwendung des Sümpfungswassers in den Wasser- wir tschaftsjahren 2020 und 2021 Wasserhebung Tagebau Garzweiler 2020 2021 113,5 Mio. m³ 108,2 Mio. m³ Leitungsverluste, Messdifferenzen -0,4 Mio. m³ -1,1 Mio. m³ gesamt 114,0 Mio. m3 109,3 Mio. m3 verwendet für: Ersatzwasser 6,2 Mio. m³ 6,2 Mio. m³ Ökowasser 81,2 Mio. m³ 80,0 Mio. m³ Eigenbedarf 6,3 Mio. m³ 6,0 Mio. m³ Kraftwerke 19,6 Mio. m³ 17,0 Mio. m³ Erft 0,7 Mio. m³ 0,1 Mio. m³ Arbeitsfeld Grundwasser 24 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans dig. Diese liegt direkt nach Tagebauende bei ca. 80 Mio. m³/a (2013 ca. 40 Mio . m³/a) und re - duziert sich bis zur Seefüllung nach ca. 40 Jah- ren auf Null. Der maximale Bedarf an Ökowas- ser wird zwischen 2030 und 2040 auftreten und bis zu 115 Mio. m³/a betragen. Daher wird im Lauf der 2030er-Jahre Rheinwasser zur De- ckung des Bedarfs benötigt werden. Es stand jederzeit genügend Öko- und Ersatz- wasser zur Verfügung, so dass das Sümpfungs- wasser zielgemäß verwendet wurde. Modellgestützte Prognose des Bedarfs von Ersatz-, Ausgleichs- und Ökowasser, Progno- se der Sümpfungswassermenge Mit dem oben beschriebenen Grundwassermo - dell werden auch die Sümpfungswassermen- ge und der Bedarf von Ersatz-, Ausgleichs- und Ökowasser prognostiziert. Demnach wird durch die neue Tagebauplanung die maximale Sümp- fung von ca. 160 Mio. m³/a zwischen 2025 vor 2035 erreicht werden. Nach Tagebauende ist im Unterschied zu den früheren Prognosen eine höhere nachlaufende Sümpfung notwen- Abbildung 10 Einleitmaßnahmen im Norfsystem 2021 gemäß MURL-Konzept 25 Arbeitsfeld Grundwasser Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans vorläufig eingeordnet, während die vollständige Detailprüfung Gegenstand der Einleiterlaubnis und des dazugehörigen Genehmigungsverfah- rens ist. Die Bewertung erfolgt hinsichtlich der Schutz- güter: Rohwasser zur Trinkwassergewinnung, Grundwasser, oberirdische Fließgewässer, Tage- bausee und grundwasserabhängige Feuchtge- biete. Der vollständige Bericht und eine Kurz- fassung wurden den am Monitoring Beteiligten zur Verfügung gestellt, die abschließende Be- wertung durch die Entscheidungsgruppe steht noch aus. Bereitstellung von Ersatz-, Ausgleichs- und Ökowasser auch nach Tagebauende (Ziel 1, Kap. 2.5 des BKP) Prüfung, ob die Rheinwasserqualität in Hinblick auf die Güte als Ersatz-, Ausgleichs- und Ökowasser geeignet ist Die AG Grundwasser hat einen Bericht zum Thema „Eignung der Rheinwasserqualität für die Lieferung von Ersatz-, Ausgleichs- und Öko - wasser“ vorgelegt. Daran mitgewirkt haben das LANUV, die RWE Power AG und der Erftver - band. In diesem Bericht werden Bewertungsan- sätze für die Rheinwasserqualität entwickelt und Tabelle 7 Überblick über die Zielerreichung im Arbeitsfeld Grundwasser Ziel Bewertung BKP Kap. 2.1, Ziel 1 Gesamtheitliche Betrachtung Modellgestützte Grundwassergleichen 2018 eingehalten BKP Kap. 2.1, Ziel 2 Minimale Sümpfung Darstellung der notwendigen Sümpfungsziele und Vergleich mit tatsächlichem Grundwasserstand 2020 eingehalten BKP Kap. 2.1, Ziel 3 Erhalt der Grundwasserstände in Feuchtgebieten Frühwarnsystem 2021 eingehalten Überprüfung der Zieleinhaltung 2021 eingehalten * Beobachtung der Ausbreitung des Infiltrations - wassers 2020 eingehalten BKP Kap. 2.2 V erwendung von Sümpfungswasser Darstellung der Verwendung des Sümpfungs - wassers 2021 eingehalten Modellgestützte P rognose des Bedarfs von Ersatz-, Ausgleichs- und Ökowasser 2018 eingehalten Modellgestützte Prognose des Sümpfungswassers 2018 eingehalten BKP Kap. 2.5, Ziel 1 Bereitstellung von Ersatz-, Aus - gleichs- und Ök owasser auch nach Tagebauende Prüfung, ob Rheinwasser im Hinblick auf die Güte geeignet ist eingehalten Prüfung, ob in Teilgebieten endgültige Grundwasser stände erreicht wurden 2021 eingehalten * zu hohe Grundwasserstände am R othenbach und Mühlenbach, zu tiefe Grundwasserstände nach Methode I am Schaagbach = Zielbereich Arbeitsfeld Grundwasser 26 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Prüfung, ob in Teilgebieten endgültige Grundwasserstände erreicht wurden Damit soll gewährleistet werden, dass die Aus- gleichsmaßnahmen so lange durchgeführt wer - den, bis wieder endgültige Grundwasserstände erreicht werden. Für das Monitoring bedeutet dies unter anderem die regelmäßige Prüfung, ob durch das Wandern des Sümpfungsschwer - punkts nach Westen Einleitmaßnahmen im Osten des Monitoringgebietes (Abbildung 10) entbehrlich werden. Die Einleitmaßnahmen im Schwarzen Graben, Gohrer Graben und Nievenheimer Bruch müs- sen fortgesetzt werden, weil dieser Raum noch unter Sümpfungseinfluss steht. Am Knechtste- dener Graben ist ein Rückgang des Bergbauein- flusses noch nicht absehbar. Schlussfolgerungen Aufgrund der Arbeitsergebnisse im Jahr 2021 kommt die Arbeitsgruppe Grundwasser zu dem Schluss, dass die Ziele des Braunkohlenplans im Arbeitsfeld Grundwasser eingehalten werden. Einen Überblick gibt Tabelle 7. 27 Arbeitsfeld Feuchtbiotope Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Ziel des Braunkohlenplans Garzweiler II ist die Erhaltung der grundwasserabhängigen Feucht- gebiete im Einflussbereich des Braunkohlentage- baus. Wegen der Naturnähe und Bedeutung für die biologische Vielfalt differenziert der Braun- kohlenplan zwischen den Ziel-1-Gebieten und den Ziel-2-Gebieten (nach Möglichkeit Erhalt). Hauptthema im Jahr 2021 war die Erfassung und Bewertung der Vegetations-Dauerquadrate und der Transekte in den Ziel-2-Feuchtgebieten. Die Ziel-2-Feuchtgebiete liegen im Westen und Süden des Untersuchungsgebietes. Laut Braun- kohlenplan sind sie durch wasserwirtschaftliche Maßnahmen nach Möglichkeit zu erhalten. Ziel ist die Erhaltung des Zustands zu Beginn des Monitorings im Jahr 2001. Sofern die Erhaltung bzw. ein Ausgleich nicht möglich ist, muss ein geeigneter Ersatz geschaffen werden. Wie in den Vorjahren werden die Vegetationsauf- nahmen hinsichtlich der Feuchteveränderungen mit zwei verschiedenen Verfahren ausgewertet. Bewertet werden Veränderungen in der Deckung gebietstypischer Feuchte- und Störzeiger (Indi- katorarten-Verfahren), in einem zweiten Verfah- ren werden die ELLENBERG-Feuchtezahlen der Gefäßpflanzen in der Krautschicht für die Be- wertung herangezogen (Ellenberg-Verfahren). Im Jahr 2021 wurden 68 Dauerquadrate und 14 Transekte mit insgesamt 1.179 Einzelauf- nahmen in den Ziel-2-Gebieten erneut im Gelän- de aufgenommen und bei der Bewertung jeweils mit dem Basisjahr 2001 verglichen. Die Tran- sekte, die aus 1 x 4 m großen Einzelaufnahmen bestehen, werden nur alle vier Jahre erneut auf- genommen, die Dauerquadrate alle zwei Jahre. 7.2 Arbeitsfeld F euchtbiotope/Natur und Landschaft Abbildung 11 Ziel-2-Feuchtgebiete und Bewertung * ein DQ rot (Rückgang von F euchte- und Störzeigern), ein DQ grau (Abnahme von Feuchtezeigern ohne gleichzeitige Zunahme von Störzeigern) B.e. Bearbeitung eingestellt, siehe T ext n .u. nicht untersucht, wegen dichter Brombeergebüsche Zugang zur Dauer fläche nicht nicht möglich Arbeitsfeld Feuchtbiotope 28 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Tabelle 8 Zusammenfassende Bewertung der Ziel-2-Gebiete und der Maßnahmen Sümpfungseinfluss 2021 Bewertung nach Indikatorarten Anzahl der Dauerquadrate 2021 Bewertung nach Ellenberg Anzahl der Dauerquadrate 2021 Bewertung Zielabweichung negative Veränderung - rot negative Veränderung - gelb keine Veränderung - grün postive Veränderung - blau negative Veränderung - rot negative Veränderung - gelb keine Veränderung - grün postive Veränderung - blau Transekt ∆ n quellige TS-Meter 2001/ 2021 intakte Auen- und Bruch- wald-TS-Meter 2001/ 2021 % 2019 2021 Maßnahmen-Empfehlungen a) Rurzuflüsse Scherresbruch sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 2 2 4 Scherresbruch-Nord -17 -41 gelb rot Wassermanagement fortsetzen Scherresbruch-Mitte Scherresbruch Süd Doverener Bach Sümpfungseinfluss bereichsweise kompensiert 1 1 Doverener Bach 1 -1 -31 grün gelb Wassermanagement in Abstimmung mit Erftverband verbessern Doverener Bach 2 Millicher Bach Nord noch kein deutlicher Sümpfungseinfluss 3 1 2 1 2 3 Brück-Nordost -4 -9 gelb gelb Direkteinleitungen und Wassermanagement fortsetzen Brück-Südwest Millicher Bach Süd sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 1 1 1 1 Schaufenberg 1 -46 -36 gelb gelb Wassermanagement in Abstimmung mit Erftverband verbessern Schaufenberg 2 Floßbachtal bei Altmyhl kein Sümpfungseinfluss 2 2 Floßbach 18 15 grün grün Myhler Bach kein Sümpfungseinfluss 4 1 3 - - grün grün Marienbruch kein Sümpfungseinfluss B.e. - - grün grün Birgeler Pützchen kein Sümpfungseinfluss 3 1 1 1 2 - - grün grün Birgeler Bach kein Sümpfungseinfluss 1 1 3 2 1 1 5 Birgeler Bach -3 -5 grün grün b) Feuchtgebiete südlich und östlich der Stadt Mönchengladbach F inkenberger Bruch sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 1 1 1 1 Finkenberger Bruch -11 -80 gelb rot Wassermanagement fortsetzen Niersbruch Sümpfungseinfluss kompensiert 1 4 2 2 - - grün grün Direkteinleitungen und Grundwasseranreicherung fortsetzen Wetscheweller Bruch Sümpfungseinfluss weitgehend kompensiert, aber lokal vorhanden 1 2 2 1 Wetschell-Nord -8 -8 gelb gelb Grundwasseranreicherung verstärken und Wassermanagement fort- setzenWetschewell-Süd Güdderather Bruch sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 2 * 1 1 - - grün gelb Grundwasseranreicherung verstärken und Wassermanagement nördlich der Niers optimieren Volksgarten Elschenbruch / Bungtwald Sümpfungseinfluss kompensiert 2 1 1 2 - - grün grün Grundwasseranreicherung fortsetzen Trietbachaue / Hoppbruch geringfügige sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 1 4 2 2 3 2 - - grün grün Direkteinleitungen und Grundwasseranreicherung fortsetzen Raderbroich kein Sümpfungseinfluss 1 1 - - grün grün Kleinenbroicher Wald / Teschenbenden kein Sümpfungseinfluss 2 1 1 - - grün grün c) Erftaue und Rhein-Niederterrasse Erftaue / Rosengarten geringfügige sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung n.u. - - grün grün Schwarzer Graben / Roseller Bruch geringfügige sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 2 1 1 1 1 1 1 - - grün grün Direkteinleitungen fortsetzen Nievenheimer Bruch geringfügige sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 1 * 1 1 1 - - grün grün Direkteinleitungen fortsetzen Knechtstedener Busch sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 4 4 - - grün grün Direkteinleitungen fortsetzen d) außerhalb des potentiellen Bergbaueinflusses Rintger Bruch k ein Sümpfungseinfluss 1 3 3 1 - - 29 Arbeitsfeld Feuchtbiotope Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Tabelle 8 Zusammenfassende Bewertung der Ziel-2-Gebiete und der Maßnahmen Sümpfungseinfluss 2021 Bewertung nach Indikatorarten Anzahl der Dauerquadrate 2021 Bewertung nach Ellenberg Anzahl der Dauerquadrate 2021 Bewertung Zielabweichung negative Veränderung - rot negative Veränderung - gelb keine Veränderung - grün postive Veränderung - blau negative Veränderung - rot negative Veränderung - gelb keine Veränderung - grün postive Veränderung - blau Transekt ∆ n quellige TS-Meter 2001/ 2021 intakte Auen- und Bruch- wald-TS-Meter 2001/ 2021 % 2019 2021 Maßnahmen-Empfehlungen a) Rurzuflüsse Scherresbruch sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 2 2 4 Scherresbruch-Nord -17 -41 gelb rot W assermanagement fortsetzen Scherresbruch-Mitte Scherresbruch Süd Doverener Bach Sümpfungseinfluss bereichsweise kompensiert 1 1 Doverener Bach 1 -1 -31 grün gelb Wassermanagement in Abstimmung mit Erftverband verbessern Doverener Bach 2 Millicher Bach Nord noch kein deutlicher Sümpfungseinfluss 3 1 2 1 2 3 Brück-Nordost -4 -9 gelb gelb Direkteinleitungen und Wassermanagement fortsetzen Brück-Südwest Millicher Bach Süd sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 1 1 1 1 Schaufenberg 1 -46 -36 gelb gelb Wassermanagement in Abstimmung mit Erftverband verbessern Schaufenberg 2 Floßbachtal bei Altmyhl kein Sümpfungseinfluss 2 2 Floßbach 18 15 grün grün Myhler Bach kein Sümpfungseinfluss 4 1 3 - - grün grün Marienbruch kein Sümpfungseinfluss B.e. - - grün grün Birgeler Pützchen kein Sümpfungseinfluss 3 1 1 1 2 - - grün grün Birgeler Bach kein Sümpfungseinfluss 1 1 3 2 1 1 5 Birgeler Bach -3 -5 grün grün b) Feuchtgebiete südlich und östlich der Stadt Mönchengladbach Finkenberger Bruch sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 1 1 1 1 Finkenberger Bruch -11 -80 gelb rot Wassermanagement fortsetzen Niersbruch Sümpfungseinfluss kompensiert 1 4 2 2 - - grün grün Direkteinleitungen und Grundwasseranreicherung for tsetzen Wetscheweller Bruch Sümpfungseinfluss weitgehend kompensiert, aber lokal vorhanden 1 2 2 1 Wetschell-Nord -8 -8 gelb gelb Grundwasseranreicherung verstärken und Wassermanagement fort- setzenWetschewell-Süd Güdderather Bruch sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 2 * 1 1 - - grün gelb Grundwasseranreicherung verstärk en und Wassermanagement nördlich der Niers optimieren Volksgarten Elschenbruch / Bungtwald Sümpfungseinfluss kompensiert 2 1 1 2 - - grün grün Grundwasseranreicherung for tsetzen Trietbachaue / Hoppbruch geringfügige sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 1 4 2 2 3 2 - - grün grün Direkteinleitungen und Grundwasseranreicherung for tsetzen Raderbroich kein Sümpfungseinfluss 1 1 - - grün grün Kleinenbroicher Wald / Teschenbenden kein Sümpfungseinfluss 2 1 1 - - grün grün c) Erftaue und Rhein-Niederterrasse Erftaue / Rosengarten geringfügige sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung n.u. - - grün grün Schwarzer Graben / Roseller Bruch geringfügige sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 2 1 1 1 1 1 1 - - grün grün Direkteinleitungen for tsetzen Nievenheimer Bruch geringfügige sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 1 * 1 1 1 - - grün grün Direkteinleitungen for tsetzen Knechtstedener Busch sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung 4 4 - - grün grün Direkteinleitungen for tsetzen d) außerhalb des potentiellen Bergbaueinflusses Rintger Bruch kein Sümpfungseinfluss 1 3 3 1 - - Arbeitsfeld Feuchtbiotope 30 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans lich die negativen Entwicklungen. 41 % der im Jahr 2001 noch intakten Transektmeter sind in- zwischen gestört (Tab. 8). Der Bau eines neuen Brunnens als Ersatz für die vorhandenen ca. 30 Jahre alten Brunnen ist geplant, eine weitere Er- höhung der Einleitmengen wird jedoch ange- sichts der zunehmenden Erosion der künstlichen Quellbäche nicht angestrebt. Die Gesamtbewer- tung verschiebt sich von Gelb auf Rot. Doverener Bach Seit 1995 wird per Brunnen gehobenes Wasser zur Stützung des Wasserhaushalts in den Kühler Weiher eingeleitet, seit 1999 wird das Feucht- gebiet zusätzlich über Quelltopfeinleitungen ge- stützt. Aktuell werden 230.000 m 3 Wasser ein- geleitet. Am Rand des Feuchtgebietes ist seit einigen Jahren ein geringfügig zunehmender Sümpfungseinfluss erkennbar. Nachdem sich die Vegetation im Dauerquadrat durch die Ein- leitmaßnahmen bis 2017 positiv entwickelt hat, ist es 2021 erstmals mit Warnwert Gelb auf- fällig. Im südlichen Transekt hat der Störzeiger Brombeere deutlich zugenommen. In den bei- den Transekten ist ein Verlust von 31 % intakter Feuchtwald-Transektmeter zu verzeichnen. Die Bewertung verschiebt sich erstmals von Grün auf Gelb. Das Wassermanagement soll in Ab- stimmung mit dem Erftverband verbessert wer - den. Millicher Bach Bereits seit vielen Jahren werden Maßnahmen zum Wassermanagement durchgeführt, 1999 zunächst der Bau von Sohlschwellen, 2005 der Bau eines Grundwasserbrunnens oberhalb von Golkrath zur Speisung des Millicher Bachs. 2009 wurden zur Stützung der Feuchtgebiete Quelltöpfe im Teilgebiet Nord, 2013 im Teilge- biet Süd in Betrieb genommen. In beiden Feucht- gebietsteilen sind seit einigen Jahren Rückgän- ge der Quellzeiger in den Dauerquadraten und Die Abbildung 11 zeigt die Indikatorartenaus- wertung und die Ellenberg-Feuchtezeiger-Aus- wertung der Dauerquadrate, die Transektbe - wertung sowie die Gesamtbewertung der Ziel 2-Feuchtgebiete. Gelbe und rote Bewertungen in der Tabel- le 8 sowie in Abbildung 11 symbolisieren Ver - schlechterungen gegenüber dem Basisjahr, grüne Bewertungen symbolisieren stabile Ver - hältnisse und blaue Bewertungen feuchtere Ve- getationsverhältnisse. In den Transekten wird der Anteil intakter Feuchtwald-Transektmeter er- mittelt und bilanziert. Beträgt die Deckung von Störzeigern wie Brombeere, Brennnessel oder Farne in einem Transektmeter in Summe mehr als 50 %, gilt dieser als gestört. Die Tabelle 8 gibt den Verlust intakter Transektmeter gegen- über dem Jahr 2001 in Prozent an. Die Gesamt- bewertung der Feuchtgebiete ergibt sich wie in den Vorjahren aus der Zusammenschau der Ve- getationsbewertungen mit dem Sümpfungsein- fluss und der Grundwasserbewertung. Rurzuflüsse Scherresbruch Das Feuchtgebiet steht seit den 1990er-Jah- ren unter zunehmendem Sümpfungseinfluss. Zur Kompensation wird über Quelltöpfe Was- ser eingeleitet, im Gebiet verteilt und mittels Sohlschwellen, Totholz oder Strohballen im Ab- fluss verlangsamt. Über viele Jahre erzielten die Stützungsmaßnahmen einen guten Erfolg. In- zwischen ist die hydraulische Verbindung zur Grundwasseroberfläche weitgehend abgeris- sen und die künstlichen Quellbäche unterlie - gen bei steigenden Einleitmengen einer zuneh- menden Erosion. Trotz intensiver Maßnahmen zum Wasserrückhalt überwiegen an den Dau- erquadraten und Transekten inzwischen deut- 31 Arbeitsfeld Feuchtbiotope Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Transekten zu verzeichnen, wobei im Teilge- biet nördlich der Autobahn noch überwiegend gespannte Grundwasserverhältnisse herrschen, während im Süden seit ca. 2010 ein geringfü- giger, aber zunehmender Sümpfungseinfluss zu erkennen ist. Die Bewertung bleibt bei Gelb. Für das südliche Teilgebiet ist eine Verbesserung des Wassermanagements in Abstimmung mit dem Erftverband geplant. Übrige Rurzuflüsse An den übrigen Rurzuflüssen ist kein Sümp- fungseinfluss vorhanden. Das Dauerquadrat im Marienbruch wurde 2019 aufgegeben, weil es für die Bewertung sümpfungsbedingter Vegetati- onsveränderungen ungeeignet war. In den übrigen Feuchtgebieten der Rurzuflüs- se gibt es unterschiedliche Entwicklungen. Im Myhler Bach, der schon zu Beginn des Moni- torings mit einzelnen rot bewerteten Dauerqua - draten auffiel, sind im Jahr 2021 alle vier Dau- erquadrate im Indikatorartenverfahren mit Rot bewertet. Eine weitere auffällige Entwicklung betrifft das östlichste Dauerquadrat im Feucht- gebiet Birgeler Bach, das bei der Wiederholungs- aufnahme 2021 im Oberboden ausgetrocknet und mit sehr negativer Vegetationsentwicklung vorgefunden wurde. Feuchtere Vegetationsver - hältnisse als 2001 sind am Floßbach bei Alt- myhl festgestellt worden. In beiden Dauerqua- draten des Feuchtgebietes haben die Quellzeiger deutlich zugenommen. Die Torfmoose sind in den Dauerbeobachtungsflächen der Rurzuflüsse insgesamt zurückgegangen, insbesondere in den Transekten am Floßbach und am Birgeler Bach. Alle diese Entwicklungen sind nicht auf Sümp- fungseinflüsse zurückzuführen und können im Rahmen des Monitorings daher nicht näher be- leuchtet werden. Feuchtgebiete in und um Mönchenglad- bach Der Finkenberger Bruch liegt in nur zwei Kilo - meter Abstand zum Tagebau. Im Norden liegt der Flurabstand bei 2,5 m, im Süden bei mehr als 4 m. Der aktuell noch zunehmende Sümp- fungseinfluss wird seit den 1990er-Jahren im Hinblick auf Direkteinleitung von Wasser und die oberflächliche Verteilung durch intensives Management kompensiert. Im Jahr 2011 wur - den im Rahmen einer Vegetationskartierung er - neut die Flächen mit intakter Feuchtgebietsve- getation kartiert und mittels Wasserzuleitung gestützt. Ein neu angelegtes Dauerquadrat do - kumentiert seither die Entwicklung des verblie- benen Feuchtbereichs im zentralen Norden. Auch im Jahr 2021 ist der Zustand dort sta- bil, während sich das übrige Feuchtgebiet weiter verschlechtert hat. 80 % der ursprünglich intak- ten Transektmeter im Norden des Gebietes sind ausgetrocknet und von der Brombeere er ober t worden. Die Bewertung, die bereits im Jahr 2011 aufgrund der Verschlechterung des Tran- sekts kurzzeitig Rot war, verschiebt sich erneut von Gelb auf Rot. Das Wassermanagement wird fortgesetzt. Wetscheweller Bruch Der Wetscheweller Bruch im Stadtgebiet von Mönchengladbach wird seit Mitte der 1990er- Jahre weitgehend erfolgreich durch Grundwas - seranreicherung und Direkteinleitung gestützt. Die seit 2004 registrierte lokale Absenkung am Ostrand des Gebietes hat sich bis jetzt nicht ne- gativ auf die zwei im Jahr 2019 im Osten des Gebietes neu angelegten Dauerquadrate aus- gewirkt. An den beiden Transekten überwie- gen dagegen die negativ bewerteten Vegetati- onsveränderungen. Seit Beginn des Monitorings im Jahr 2001 ist es immer wieder zu flächigen Überstauungen im Bereich des Wetscheweller Arbeitsfeld Feuchtbiotope 32 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Bruchs gekommen. Um die Überstauungen zu reduzieren, wurden verschiedene Maßnahmen (Beseitigung von Durchflusshindernissen, Säge- arbeiten an querliegenden Baumstämmen, Ent- fernung eines durchwurzelten und verschlamm- ten Durchlasses) an Wetscheweller Graben und Bottbach durchgeführt. Diese Maßnahmen haben auch Auswirkungen auf die Vegetations- entwicklung an den beiden Transekten. Das Ge- biet wird weiterhin mit Gelb bewertet. Zwischen Wetscheweller Bruch und Güdderather Bruch soll eine neue Infiltrationsanlage errichtet wer - den, um die Ausweitung des Sümpfungsein- flusses vom Güdderather in den Wetscheweller Bruch zu verhindern. Güdderather Bruch Während der südliche Güdderather Bruch be- reits zu Beginn des Monitorings 2001 durch lo- kale Aussickerungen in den tieferen Grundwas - serleiter beeinträchtigt war, sind Absenkungen nördlich der Niers erst seit ca. 2017 erkennbar. Die oberflächliche Verteilung von Wasser hat hier bisher zur erfolgreichen Vernässung geführt. 2021 war der nördliche Feuchtgebietsteil aber durch großräumige Überstauungen beeinträch - tigt. Hierdurch und durch die Sukzession von Gehölzen hat das dort befindliche Dauerquadrat seinen Charakter stark verändert (Indikatorar - tenauswertung „Grau“: Abnahme von Feuchte- zeigern ohne gleichzeitige Zunahme von Störzei- gern). Die Bewertung verschiebt sich von Grün auf Gelb. Die Infiltration soll durch die neue In- filtrationsanlage zwischen Güdderather und Wetsche weller Bruch verstärkt und die Wasser- verteilung in Abstimmung mit dem Erftverband verbessert werden. Übrige Gebiete in und um Mönchen- gladbach Weiterhin mit Grün bewertet werden das Feucht- gebiet Niersbruch, in welchem der Sümpfungs- einfluss erfolgreich kompensiert werden konnte, sowie die Feuchtgebiete Volksgarten Elschen- bruch/Bungtwald und Trietbachaue/Hoppbruch. Im Gebiet Raderbroich und Kleinenbroicher Wald/Teschenbenden gibt es deutlich negati- ve Vegetationsentwicklungen, das Gebiet unter - liegt aber keinem Bergbaueinfluss und wird des- halb im Sinne des Braunkohlenplans ebenfalls mit Grün bewertet. Feuchtgebiete der Erftaue und der Rhein-Niederterrasse Die Dauerquadrate des Feuchtgebietes der Erft - aue/R osengarten wurden wegen erschwerter Zugänglichkeit nicht untersucht. Im Knecht- stedener Busch gab es durchgehend stabi- le Vegetationsverhältnisse. Beide Gebiete sind in Folge hoher Flurabstände schon seit Beginn des Monitorings weitgehend frei von Grundwas- sereinflüssen und wurden mit Grün bewertet. Die rheinnahen Feuchtgebiete Schwarzer Gra- ben/Roseller Bruch und der Nievenheimer Bruch zeigen eine ausgeprägte Abhängigkeit von wit- terungsbedingten Grundwasserschwankungen und sind trotz rot aufflackernder Dauerquadrate wie im Jahr 2019 mit Grün bewertet worden. Wassereinleitungen in den Gohrer Graben und den Schwarzen Graben beziehungsweise in die Norf sollen die geringfügigen, sümpfungsbe- dingten Grundwasserabsenkungen ausgleichen. Eine Anhebung der Einleitmengen kommt in bei- den Gebieten nicht infrage, weil dies die hydrau- lische Kapazität der Gewässer nicht zulässt und weil die Vernässung von Wohngebäuden vermie- den werden muss. 33 Arbeitsfeld Feuchtbiotope Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans tender Grundwasserabsenkungen in den von Sümpfung stärker betroffenen Feuchtgebieten Scherresbruch, Doverener Bach, Millicher Bach, Finkenberger Bruch und Güdderather Bruch will man nach Möglichkeit einen Konsens über die Kriterien für die Einleitung eines Ausgleichs- und Ersatzverfahrens erzielen. Alle an diesen Frage- stellungen Interessierte sind aufgefordert, sich an diesem Unterarbeitskreis der AG Feuchtbio - tope zu beteiligen. Makrophyten-Kartierung 2021 Alle vier Jahre werden an vier ökologisch hoch- wertigen Fließgewässern der Ziel-1-Gebie- te, Boschbeek, Schaagbach, Rothenbach und Schwalm die Makrophyten kartiert und nach den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie bewertet. Es gibt keine Warn- und Alarmwerte, sodass die Ergebnisse lediglich unterstützend zur Bewertung der Ziel-1-Gebiete herangezogen werden. Dabei führen Abweichungen der vor - gefundenen Arten von den gewässertypischen Arten zu einer Abwertung. Die Bewertung wird mittels fünfstufiger Skala vorgenommen; sie lau- Fazit und Gesamtbewertung Die überdurchschnittliche Trockenheit der Ve- getationsperioden seit dem Jahr 2017, die sich bereits bei der Vegetationsbewertung 2019 mit einer erhöhten Zahl roter Dauerquadrate nieder- geschlagen hat, hat bis 2020 angehalten. Eine Rückkehr hin zu feuchteren Vegetationsverhält- nissen ist in den Ziel-2-Gebieten nicht erkenn- bar. In den von Sümpfungseinfluss betroffenen Gebieten wurden im Sinne des Braunkohlen- plans zielführende wasserwirtschaftliche Ge- genmaßnahmen getroffen, so dass die Ziele des Braunkohlenplans für die Ziel-2-Gebiete als er - füllt gelten. Über die Konsequenzen der Alarmwertüber - schreitungen in Ziel-2-Feuchtgebieten wurde in der Arbeitsgruppe Feuchtbiotope, Natur und Landschaft wiederholt kontrovers diskutiert, so - dass die Verabredung getroffen wurde, sich in einem kleineren Kreis über die Kriterien und Konsequenzen für die rote Bewertung erneut auszutauschen und diese soweit möglich zu fi- xieren. In Abstimmung mit der AG Grundwas - ser und unter Berücksichtigung noch zu erwar - Tabelle 9 Bewer tung der Makrophyten-Kartierung 2021 gemäß EU-WRRL sowie gemäß Zielerreichung Braunkohlen- plan (Erläuterung im Text) Untersuchte Abschnitte (n) Fließgewässertyp Bewertung gemäß WRRL Bewertung Zielerreichung GW II-Monito- ring Boschbeek 23 sand-/org. geprägtes Fließgewässer der Sand- gebiete, Referenzgewässer für Potamogeton polygonifolius-Ges. 1 – sehr gut √ Schaagbach (Feuchtgebiet) 17 organisch geprägtes (Oberlauf) / sandge- prägtes Fließgewässer (Unterlauf) der Sand- gebiete 1 – sehr gut √ Schaagbach, Bereich Effeld 3 Sandgeprägtes Fließgewässer der Sandgebiete (außerhalb des Feuchtgebietes) z. T . 4 – unbefriedigend √ Schwalm 9 organisch geprägter Bach / organisch ge- prägter Fluss (NL) z. T . 4 – unbefriedigend √ Rothenbach 4 sandgeprägtes Fließgewässer der Sandgebiete 1 – sehr gut √ Arbeitsfeld Feuchtbiotope 34 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Abbildung 12 Untersuchte Fließgewässer der Makrophyten-Kartierung 2021 35 Arbeitsfeld Feuchtbiotope Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans tet 1- sehr, 2- gut, 3- mäßig, 4- unbefriedigend und 5- schlecht. Die Abbildung 12 zeigt die un- tersuchten Fließgewässer und die Probenahme- punkte. Die Tabelle 9 zeigt die Bewertungen der Wasser- rahmenrichtlinie und die Zielerreichung gemäß Braunkohlenplan. Mit der Bewertung „unbefrie- digend“ gemäß Wasserrahmenrichtlinie fielen wie bereits in den Vorjahren die beiden agrarisch geprägten Abschnitte des unteren Schaagbachs bei Effeld auf. Als „unbefriedigend“ wurden au- ßerdem fünf der insgesamt neun Probestrecken an der Schwalm bewertet, an denen die Was- serpflanze Nussfrüchtiger Wasserstern dominant auftrat. Diese Wasserpflanze ist in organisch ge- prägten Bächen und Flüssen des Tieflands ein Störzeiger. Sie wurde erstmals im Jahr 2013 festgestellt und hat sich danach sukzessive bis zum Venekotensee (Abbildung 12, Probestre - cke S14) ausgebreitet. Sie wird durch Belich- tung und warme Wassertemperaturen geför - dert, toleriert auch höhere Salzgehalte und ist kalkliebend. Ein Einfluss der Sümpfungswasser- Direkteinleitung in die Quellzuflüsse kommt als Ursache für die negativen Veränderungen auf- grund der geringen Mengen kaum infrage, auch eine Mitwirkung der Grundwasseranreicherung scheidet nach Modellierung der Infiltrationswas- serausbreitung als Ursache aus; deshalb ist die Zielerreichung gemäß Braunkohlenplan trotz der ungeklärten Verschlechterung in der Schwalm gegeben. Forstliche Weiserflächen Die forstlichen Weiserflächen wurden im Jahr 1985 als Grundlage für die Regulierung poten- zieller forstlicher Schäden durch den Braunkoh- lentagebau Garzweiler und Inden angelegt und werden alle fünf Jahre aufgenommen. 41 Weiserflächen befinden sich auf grundwas- sernahen Standorten (Flurabstände bis 5 m) hauptsächlich der Venloer Scholle und der Rur - scholle. Aufgenommen werden Vitalitätspara- meter und ertragskundliche Daten an Forst- bäumen. Die Auswertung 2020 hat keine bergbaubedingten Auffälligkeiten ergeben. Die Daten aus den forstlichen Weiserflächen wurden in der Vergangenheit nicht im Rahmen des Mo - nitorings Garzweiler zur Bewertung der Zielerrei- chung herangezogen. Arbeitsfeld Oberflächengewässer 36 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Abbildung 13 Lage der Abflusspegel und Zielkarten für die Untersuchung der Wasserführung 7.3 Arbeitsfeld Oberflächengewässer Die Aufgabe der Arbeitsgruppe Oberflächenge- wässer besteht in der regelmäßigen Beurteilung der Wasserführung und der Wasserqualität der Oberflächengewässer im Einflussbereich des Ta- gebaus Garzweiler II. Die Wasserführung wird jährlich untersucht. Je nach Eignung und Datenlage werden dafür die Oberflächengewässer mit einem Wiener-Fil- ter-Verfahren, durch Beobachtung einer Min- destwasserführung, eines Mindestwasserstands oder wasserbespannter Gewässerabschnitte be- wertet. In Abbildung 13 sind die Oberflächenge- wässer mit den Abflusspegeln und den Zielkar - ten, die hierfür verwendet werden, dargestellt. Die übrigen Gewässer werden großräumig über die Grundwasserstandsentwicklung beobachtet. Die Wasserqualität wird alle fünf Jahre nach den Vorgaben aus dem Projekt- und Methodenhand- buch untersucht. Die Untersuchung für den Zeit- raum 2016-2020 wurde durchgeführt und wird in diesem Jahresbericht vorgestellt. Schwerpunktthemen in diesem Bericht sind demnach die Beurteilung der Wasserführung im Wasserwirtschaftsjahr 2021 und die Beurtei- lung der Wasserqualität für den Zeitraum 2016- 2020. 37 Arbeitsfeld Oberflächengewässer Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Die Grundwasserneubildung betrug im Jahr 2021 nach vier unterdurchschnittlichen Jahren im Jahr 2021 100 % des Durchschnittswertes (Kap. 4). Das wirkte sich sowohl auf die Ab- flussganglinien der untersuchten Pegel als auch auf die Referenzpegel und -grundwassermess - stellen aus. Die Abflüsse konnten gut mit dem Wiener-Filter-Verfahren nachgebildet werden. Das Ergebnis für das Wasserwirtschaftsjahr 2021 ist in der Tabelle 10 und der Abbildung 14 dargestellt und wird im Folgenden erläutert. Von den 14 untersuchten Pegeln liegen die Er - gebnisse von 9 Pegeln innerhalb des Zielbe- reichs (Tabelle 10, grün hinterlegt). Am Mühlen- bach (Pegel Schrofmühle) und am Rothenbach Beurteilung der Wasserführung Für ausgewählte Pegel im Einflussbereich des Tagebaus Garzweiler II (s. Abb. 1) wird jähr - lich eine Auswertung mit dem Wiener-Filter-Ver- fahren durchgeführt. Dabei soll untersucht wer - den, ob sich die Abflussganglinien so verhalten haben, wie es natürlich zu erwarten wäre, oder ob sie durch den Braunkohlenbergbau beein- flusst sind. Dazu werden Referenzganglinien von Abflusspegeln und Grundwassermessstellen he- rangezogen, die außerhalb des Einflussgebietes liegen. Die Ergebnisse des statistischen Verfah- rens werden mit einem durch Warnwerte (+/- 0,8 l/s*km²) und Alarmwerte (+/-1,5 l/s*km²) definierten Ampelsystem bewertet. Tabelle 10 Ergebnisse der Auswertungen nach Wiener-Filter-Verfahren für die Jahre 2019 bis 2021 Gewässer Pegel Abflussspendendifferenz [l/s*km 2] = = = = = 2019 2020 2021 Schwalm Wegberg -0,35 0,08 0,34 Pannenmühle 0,27 0,73 0,75 Landesgrenze 0,45 0,57 0,05 Mühlenbach Schrofmühle 1,02 1,24 1,27 Knippertzbach Rickelrath -1,00 Nette Sassenfeld 0,23 0,19 0,04 Zielbereich Warnbereich (Abflussspende um 0,8 bis 1,5 l/s*km² zu niedrig) Alarmbereich (Abflussspende um mehr als 1,5 l/s* km² zu niedrig) Warnbereich (Abflussspende um 0,8 bis 1,5 l/s*km² zu hoch) Alarmbereich (Abflussspende um mehr als 1,5 l/s* km² zu hoch) Niers Trabrennbahn -0,25 -0,36 0,25 Nordkanal Kaarst -0,54 0,02 Millicher Bach Schaufenberg -0,20 -0,56 -0,88 Floßbach Ratheim 0,05 -0,68 0,05 Myler Bach Orsbeck -0,33 -0,39 -0,01 Birgeler Bach Birgelen -0,06 0,1 -3,22 Schaagbach Rosenthal 0,77 0,03 Rothenbach Zoll 0,25 -0,31 1,74 Arbeitsfeld Oberflächengewässer 38 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans (Pegel Zoll) waren die Abflussspendendiffe- renzen höher, als natürlich zu erwarten wäre. Am Millicher Bach (Pegel Schaufenberg) und am Birgeler Bach (Pegel Birgelen) waren die Ab- flussspendendifferenzen niedriger als erwartet. Am Knippertzbach konnte am Pegel Rickelrath keine Auswertung vorgenommen werden. Am Pegel Schrofmühle (Mühlenbach) liegt die Abflussspendendifferenz wie auch schon in den Vorjahren über dem natürlich zu erwartenden Verlauf und mit 1,27 l/s*km² über dem Warn- wert (0,8 l/s*km²). Die gleiche Entwicklung zeigt sich auch am Pegel Gripekoven, der ober - halb am Mühlenbach liegt und zur Ergänzung mit ausgewertet wird (Abbildung 15). Die Ursache hierfür wird wie im Vorjahr in den Infiltrationsmaßnahmen im Einzugsgebiet des Mühlenbachs gesehen. Sie tragen maßgeblich dazu bei, das Gewässer gegen einen Sümp- fungseinfluss zu stützen. In Jahren, in denen der Abfluss generell und somit an den Referenzge- wässern witterungsbedingt gering ist, kann der Abfluss im Mühlenbach im Vergleich dazu höher liegen, obwohl die absoluten Abflusswerte im normalen Schwankungsbereich liegen. Die In- filtrationsmaßnahmen gleichen nicht nur den Bergbaueinfluss, sondern teilweise auch die Witterungseinflüsse aus. Zu ähnlichen Ergebnis- sen kamen auch die Grundwasserstandsauswer- tungen der AG Grundwasser. Die Infiltrations - wassermenge im Quellbereich des Mühlenbachs wurde deshalb reduziert. Die Situation am Müh- Abbildung 14 Wiener-Filter-Ergebnis zur Beurteilung der Wasserführung 2021 39 Arbeitsfeld Oberflächengewässer Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans weise kurz, die Ergebnisse deshalb noch nicht so belastbar wie bei Pegeln, die schon über einen längeren Zeitraum in Betrieb sind. Die Bibertätigkeiten, die im Jahr 2020 am Schaagbach und am Myhler Bach beobachtet wurden, sind in den Aufzeichnungen des WVER aus dem Jahr 2021, die dem Erftverband zur Verfügung gestellt wurden, nicht dokumentiert. Der Abfluss ist in beiden Gewässern im Jahr 2021 wieder im Zielbereich. Dagegen fallen der Millicher Bach (Pegel Schau- fenberg) und der Birgeler Bach (Pegel Birgelen) mit zu geringen Abflusswerten auf, der Rothen- bach am Pegel Zoll mit zu hohen Abflusswerten. Die Warnwertüberschreitung liegt am Millicher Bach (Pegel Schaufenberg) mit -0,88 l/s*km² nur knapp unter dem Warnwert von -0,8 l/s*km². Die Situation wird weiter beobachtet und die Einleitmengen werden geringfügig erhöht. Am Birgeler Bach wird für die noch sehr kurze Ganglinie eine Abflussspendendifferenz von -3,22 l/s*km² berechnet, die deutlich unter dem Alarmwert von -1,5 l/s*km² liegt. Am Birgeler Bach gibt es auch Auffälligkeiten aus den Ve- getationsuntersuchungen. Im Osten des Bachs entwickelt sich die Vegetation an einem Dauer - quadrat sehr negativ und weist auf Trockenheit hin. Der WVER prüft, ob es unkontrollierte Ent- nahmen aus dem Bach gibt. Auf der Darstellung der Einzugsgebiete der Oberflächengewässer ist vor dem Hintergrund des Frühwarnsystems Ok- tober 2021 (Abbildung 16) am Birgeler Bach kein Bergbaueinfluss zu erkennen. Die Situation wird weiterhin beobachtet. Am Rothenbach überschreitet das Wiener-Fil- ter-Ergebnis mit +1,74 l/s*km² den Alarmwert. Das heißt, der Abfluss war hier deutlich höher lenbach wird unter diesem Aspekt weiter beo - bachtet. Wie schon im Jahr 2020 waren die Abflussmes- sungen am Pegel Rickelrath (Knippertzbach) auch im Jahr 2021 durch umgestürzte Bäume und Biberdämme oberhalb und unterhalb des Pegels gestört. Im Frühjahr 2021 gingen die aufgestauten Wasserhöhen am Pegel wieder auf etwa normales Niveau zurück. Für die Wiener- Filter-Auswertung für das gesamte WWJ 2021 können die Abflusswerte nicht herangezogen werden. Die Wiener-Filter-Auswertungen für die neue- ren Pegel an den Rurzuflüssen werden seit dem Jahr 2018 auch mit Warn- und Alarmwert be- wertet. Die Ganglinien sind alle noch vergleichs- Abbildung 15 Wiener-Filter-Auswertung am Pegel Schrofmühle (Mühlenbach) Arbeitsfeld Oberflächengewässer 40 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans als aufgrund der Referenzmessstellen zu erwar - ten wäre. Im Jahr 2020 wurde hier auch ein Bi- berdamm gefunden. Der WVER klärt im Nach- gang zur Sitzung, ob der Damm noch besteht und die Ursache für die zu hohen Abflusswerte sein kann. Beobachtung von Mindestabflüssen, Mindestwasserständen Die Wasserführung am Doverener Bach und am Nüsterbach wird mit Hilfe von einem jeweils festgelegten Mindestabfluss, der Wasserstand am Kühler Weiher mit Hilfe eines Mindestwas- serstands beurteilt. An allen drei Gewässern wurden die Vorgaben im WWJ 2021 durchgehend eingehalten. Beobachtung der Wasserbespannung an Gewässerabschnitten Die Begehungen zur Kontrolle der Wasserbe- spannung an den im Methodenhandbuch vorge- gebenen Gewässerabschnitten wurden im Mai und Juni 2021 durch die RWE Power AG und am Kranenbach durch den Kreis Viersen durch- geführt. Die Wasserbespannung wurde überwiegend so vorgefunden wie in den Zielkarten des Metho - denhandbuchs dargestellt. Wie im Vorjahr war Abbildung 16 Frühwarnsystem Oktober 2021 - Pegeleinzugsgebiete 41 Arbeitsfeld Oberflächengewässer Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Darstellung des Frühwarnsystems außerhalb der bergbaubedingten Absenkungsbereiche liegt, ist ein Bergbaueinfluss hier nicht ursächlich. Die Situation am Wetscheweller Bruch wurde überwiegend so wie in den Zielkarten dargestellt vorgefunden. Am Bottbach ist die Wasserfüh- rung geringer als in den letzten Jahren. Es be- steht keine Verbindung der Gewässerabschnit - te mehr unter der Bahnlinie. Der Bottbach wird vermutlich nur durch die Niederschlagsentwäs- serung gespeist. Im Nachgang zur Sitzung wer - den die Stadt Mönchengladbach, der Niersver - band und die RWE Power AG die Situation dort genauer untersuchen. die Wasserbespannung am Brunbecker Graben und am Oberlauf des Kranenbachs geringer. Am Brunbecker Graben war der Überlauf des Teichs, aus dem der Brunbecker Graben ge- speist wird, verstopft und der Graben unterhalb deswegen trocken. Der Schwalmverband prüft die Situation vor Ort. Am Kranenbach stellt sich die Situation ähnlich wie in den Vorjahren dar. Der Oberlauf des Kra- nenbachs fällt bei niedrigen Grundwasserstän - den sporadisch trocken, da der Oberlauf und das den Kranenbach speisende Regenrückhaltebe- cken dann keinen Grundwasserkontakt haben. Da das Einzugsgebiet des Kranenbachs in der Abbildung 17 WRRL-Beprobung: trocken angetroffene Messstellen Arbeitsfeld Oberflächengewässer 42 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Abgleich mit den Beobachtungen für die EG-Wasserrahmenrichtlinie Im Rahmen der WRRL gibt es keine Bewer - tungen bezüglich des mengenmäßigen Zu- stands der Oberflächenwasserkörper. Im Probe- nahmeprotokoll für die chemisch-physikalischen und die biologischen Parameter wird aber ver - zeichnet, wenn das Gewässer bei der Probenah- me trocken angetroffen worden ist. Diese Infor - mation aus den Protokollen wird für das jeweils zu untersuchende Jahr mit in die Bewertung der AG Oberflächengewässer einbezogen. Im Wasserwirtschaftsjahr 2021 wurde im Moni- toringuntersuchungsgebiet an drei Probenahme- stellen das Gewässer trocken vorgefunden (Ab- bildung 17). Der Trietbach wird im Monitoring durch jährliche Begehungen beobachtet. Der Probenahmepunkt für die WRRL liegt außerhalb des Bereichs, für den eine dauerhafte Wasserbespannung verein- bart ist. Es ist bekannt, dass hier die Wasserbe- spannung unterbrochen sein kann. Der Elsbach (nicht grundwasserabhängig) wird als nicht monitoringrelevant eingestuft und des- halb im Monitoring nicht beobachtet. Der Stommelner Bach wird im Monitoring durch die Grundwassersituation und im Rahmen der Begehungen am Knechtstedener Graben beob - achtet. Es gibt in der entsprechenden Zielkar - te keine Vorgabe für die Wasserbespannung. Bei der Beobachtung im Gelände wurde der Sto - mmelner Bach im Bereich der Probenahme- stelle für die WRRL auch trocken angetroffen. Tabelle 11 Ergebnis der physikalisch-chemischen Untersuchung 2016-2020 (Gütebericht IV) Gewässer chem/physikalische Beobachtungen ver ursacht durch Bergbau wird akzeptiert Ziel des BKP eingehalten Auffälligkeiten Jüchener Bach T (W inter) ja durch Einleitung ja ja Niers T (W inter) und O2 ja durch Einleitung ja ja Schwalm T (Winter) ja durch Einleitung ja ja Wingsgraben O2 vermutl. andere Ursachen ja ja Mühlenbach nein nein ja ja Doverener Bach pH nein ja ja O2 evtl. gering T (W inter) ja durch Einleitung Hellbach HCO3 nein ja ja T (W inter) nein Rothenbach nein nein ja ja Boschbeek Ca nein Ausreißer ja ja 43 Arbeitsfeld Oberflächengewässer Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Die Situation am Stommelner Bach entspricht der Wasserbespannung, die eine Arbeitsgruppe Norf des Rhein-Kreises Neuss (s. Vermerk der Sitzung der AG Oberflächengewässer 04/2021) festgelegt hat. Die Ergebnisse aus dem Monitoring stehen somit nicht im Widerspruch zu den Beobach- tungen für die WRRL. Gütebericht 2016-2020 Alle fünf Jahre wird von der Arbeitsgruppe Ober- flächengewässer ein Bericht zur Qualität der Oberflächengewässer im Monitoringgebiet Garz- weiler erarbeitet. Die Grundlagen für diesen Be- richt sind im Methodenhandbuch festgehalten. Für den Zeitraum 2016-2020 wurde jetzt der Bericht IV vorgelegt. Auswahl der untersuchten Oberflächengewässer, Umfang der untersuchten Parameter, Orientierungswerte und Darstel- lung der Ergebnisse haben sich zum Bericht III (2010-2015) nicht verändert. Die vereinbarten Beprobungen und biologischen Untersuchungen wurden fast alle durchgeführt, so dass eine ausreichende Datengrundlage für den Bericht zur Verfügung stand. Die einzelnen Parameter und die Artenlisten sind im Bericht und dem dazugehörigen Anhang dokumentiert und im Berichtstext ausgewertet. In Tabelle 11 ist die Auswertung der chemisch- physikalischen Parameter für die untersuchten Oberflächengewässer zusammengefasst. Der Großteil der untersuchten Parameter liegt im gewünschten Bereich und lässt keinen berg- baubedingten Einfluss auf das jeweilige Oberflä- chengewässer erkennen. Bei den meisten Ge- wässern, die durch Direkteinleitung gestützt Tabelle 12 Ergebnis der biologischen Untersuchung 2016-2020 (Gütebericht IV) Gewässer biologische Beobachtungen Hinweis auf Ber gbaueinfluss wird akzeptiert Ziel des BKP eingehalten Auffälligkeiten Jüchener Bach stabile V erhältnisse nein ja ja Niers schwank ende Verhältnisse nein ja ja Schwalm stabile Verhältnisse nein ja ja Wingsgraben stabile Verhältnisse nein ja ja Mühlenbach Verbesserung zu Bericht III nein ja ja Doverener Bach schwank ende Verhältnisse evtl. gering ja ja Hellbach stabile V erhältnisse nein ja ja R othenbach Verschlechterung nein ja ja Boschbeek stabile V erhältnisse nein ja ja Arbeitsfeld Oberflächengewässer 44 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans werden, wurden aber erhöhte Wintertempera- turen gemessen. Das eingeleitete Sümpfungs- wasser hat ganzjährig eine mittlere Temperatur von etwa 12,5 °C und ist damit im Winter wär - mer als das natürliche Oberflächenwasser. Da die Direkteinleitung zum Erhalt der Gewässer al- ternativlos ist, wird diese bergbaubedingte Er - höhung der Wintertemperatur akzeptiert. Wei- tere Auffälligkeiten einzelner Parameter konnten nicht mit einem Bergbaueinfluss in Verbindung gebracht werden. Eine Zielverletzung liegt des- halb hier nicht vor. Zur Darstellung der biologischen Situation wer - den die Untersuchungen für die WRRL bezüg- lich Makrozoobenthos und Makrophyten heran- gezogen. Zur Beurteilung gibt es keine Vorgaben im Methodenhandbuch. Deshalb wird anhand von Artenlisten im Anhang des Berichts die Ver- änderung zum vorherigen Berichtszeitraum do - kumentiert und im Berichtstext beschrieben. In der Tabelle 12 sind die Ergebnisse der bio - logischen Beobachtungen und deren Bewertung bezüglich eines Bergbaueinflusses dargestellt. Bei den meisten Gewässern wurden stabile Ver- hältnisse oder in einem Fall auch eine Verbes- serung gegenüber dem Bericht III festgestellt. Lediglich am Doverener Bach wird bei den schwankenden Verhältnissen eventuell ein ge- ringer Einfluss durch die Direkteinleitung ge- sehen. Zum Erhalt des Gewässers sind die Di- rekteinleitungen aber unverzichtbar. Somit wird der mögliche Einfluss akzeptiert. Insgesamt kann festgestellt werden, dass für den Zeitraum 2016-2020 für die im Gütebe- richt untersuchten Aspekte die Ziele des Braun- kohlenplans eingehalten worden sind. Gesamtbewertung Für das Wasserwirtschaftsjahr 2021 wurde die Bewertung der Wasserführung nach den Vorga- ben des Methodenhandbuchs durchgeführt. Die Ergebnisse liegen fast alle im Zielbereich. Die Warnwertüberschreitung am Pegel Schrof- mühle ist durch die Stützungs- und Infiltrations- maßnahmen verursacht. Die Infiltrationswas - sermengen werden hier reduziert. Die anderen Warn- und Alarmwertüberschreitungen konn- ten nicht mit Bergbaueinfluss in Verbindung ge- bracht werden. Die Situation wird weiterhin ge- zielt beobachtet werden. Für den Zeitraum 2016-2020 wurde eine Bewer- tung der Wasserqualität der Oberflächengewäs- ser nach den Vorgaben des Methodenhandbuchs durchgeführt. Die chemisch-physikalischen und die biologischen Untersuchungen weisen über - wiegend nicht auf einen Bergbaueinfluss hin. Bei den Gewässern, in die zur Stützung des Ab- flusses aufbereitetes Sümpfungswasser direkt eingeleitet wird, treten erhöhte Wassertempe- raturen im Winter auf. Zum Erhalt der Gewäs- ser sind die Direkteinleitungen alternativlos. Der Einfluss auf die Wassertemperaturen wird des- halb akzeptiert. Insgesamt wird festgestellt, dass die Ziele des Braunkohlenplans für die Oberflächengewässer eingehalten wurden. 45 Arbeitsfeld Wasserversorgung Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans 7.4 Arbeitsfeld W asserversorgung Im Arbeitsfeld Wasserversorgung wurde auch im Jahr 2021 überprüft, ob innerhalb des Moni- toringgebietes bergbaubedingte Veränderungen der Grundwasserbeschaffenheit auftreten, die zu einer Gefährdung der Wasserversorgung füh- ren (Sicherstellung der Wasserversorgung; Kap. 2.3 des BKP). Nach der Betrachtung des Obe- ren Grundwasserstockwerks im Berichtsjahr 2020 standen im Jahr 2021 turnusgemäß die tieferen Grundwasserleiter im Vordergrund. Mit den Wassergewinnungsanlagen Kaldenkir - chen/Grenzwald der Stadtwerke Nettetal GmbH und Lüttelbracht der Gemeindewerke Brüggen GmbH wurden erneut zwei Gewinnungsstand - orte detailliert hinsichtlich bergbaulicher Aus- wirkungen untersucht. Im Jahresbericht wird exemplarisch die Wassergewinnungsanlage Kal- denkirchen/Grenzwald betrachtet. Neben den Daten des Monitoring-Messnetzes wurden auch Rohwasseranalysen der Brunnen und die Ana- lysen weiterer Grundwassermessstellen in den Einzugsgebieten der Gewinnungsstandorte aus- gewertet. Das Wasserwerk Kaldenkirchen/Grenzwald der Stadtwerke Nettetal GmbH besitzt ein Wasser - recht in Höhe von 1,40 Mio. m 3/a. Die Gewin- nung erfolgt überwiegend aus acht Vertikalfilter- brunnen, die den Horizont 11D erschließen. Der Förderhorizont bildet das 2. lokale Grundwas- serstockwerk. Der stockwerkstrennende Tege- lenton (Horizont 13) weist südwestlich der Fas- sungsanlagen ein „geologisches Fenster“ auf, das einen Zustrom hoch mineralisierten, insbe- sondere nitratreichen, oberflächennahen Grund- wassers in den Förderhorizont ermöglicht (Ab- bildung 18). Mit zunehmender Entfernung zu dem „geologischen Fenster“ nehmen die Nitrat- konzentrationen ab. Der Zustrom in den För - derhorizont ist allerdings nicht die Folge berg- baubedingter Absenkungen, sondern durch die wasserwerksbedingte Förderung induziert. Zwei weitere, im Horizont 8 verfilterte Brunnen liefern ein Rohwasser, dessen Beschaffenheits- daten keine anthropogenen Einflüsse erkennen lassen. Abbildung 18 Entwicklung der Nitratkonzen- trationen im Rohwasser von vier im Horizont 8 verfilterten Förderbrunnen des Wasserwerks Kaldenkirchen/Grenzwald (die Meterangaben in der Le- gende geben den Abstand des jeweiligen Brunnens zum geolo- gischen Fenster an) Arbeitsfeld Wasserversorgung 46 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Gesamtbewertung des Arbeitsfeldes Wasserversorgung Insgesamt ist für das Monitoringgebiet festzu- stellen, dass hinsichtlich der Grundwasserbe - schaffenheit keine bergbaubedingte Gefährdung der Wasserversorgung vorhanden ist (Zielerrei- chung). Beeinflussung der Grundwasserentnah- men Im Arbeitsfeld Wasserversorgung wird alle sechs Jahre untersucht, ob es zu einer men- genmäßigen Gefährdung der Wasserversorgung durch eine Veränderung der Dargebotssituati - on gekommen ist. Hierzu sind für die Entnah- meschwerpunkte Einzugsgebiete zu konstru - ieren und auf Basis der Wasserrechtssituation Grundwasserbilanzen für den unbeeinflussten Zustand und den beeinflussten Zustand zu er - stellen. Die letzte Auswertung erfolgte für Ok- tober 2012. Für die aktuelle Auswertung zum Zeitpunkt Oktober 2018 wurde eine Beschrän- kung der Entnahmeschwerpunkte auf alle Ent- nehmer der öffentlichen Wasserversorgung und größere Entnehmer mit einem Wasserrecht von ≥ 250.000 m³/a vorgenommen . Die Untersu- chung er folgte auf Basis des Reviermodells der RWE Power AG unter Heranziehung der aktu- ellen Wasserrechte aller Entnehmer. Die Kon- struktion der Einzugsgebiete erfolgte mit Hilfe berechneter Grundwassergleichen für den un- Abbildung 19 Veränderung der Einzugsgebiete vom unbeeinflussten zum beeinflussten Zustand 2018 für das obere Grund- wasserstockwerk 47 Arbeitsfeld Wasserversorgung Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans beeinflussten und den beeinflussten Zustand im Oktober 2018; die Grundwasserbilanzen wur - den auf Basis zellbasierter Volumenströme auf- gestellt. Ergebnisse für den unbeeinflussten Zustand Für die überwiegende Zahl der Entnahme- schwerpunkte im oberen Stockwerk konnte ein ausreichendes Grundwasserdargebot nachge- wiesen werden. Für mehrere Einzugsgebiete zeigten die modellgestützten Bilanzierungen Defizite, die jedoch überwiegend auf metho - dische Ursachen , wie z. B. hohe Leakagever- luste oder zu geringe Zuströme aus Gewässern , zurückzuführen sind. Erkenntnisse aus den je- weiligen wasserrechtlichen Erlaubnis- oder Be- willigungsverfahren lassen erkennen, dass für diese Entnahmen ohne Bergbaueinfluss ein aus- reichendes Dargebot vorhanden gewesen wäre. Für die Entnahme in den tieferen Stockwerken ergaben sich in der Regel ausgeglichene Grund- wasserbilanzen. Eine Vielzahl von abgegrenz- ten Einzugsgebieten und durchgeführten Bilan- zierungen wurde aus methodischen Gründen als nicht belastbar eingestuft. Ergebnisse für den beeinflussten Zustand Im beeinflussten Zustand 2018 führen die Sümpfungsmaßnahmen für den Tagebau Garz- weiler II zu weitreichenden Grundwasserabsen - kungen in nahezu allen wasserwirtschaftlich genutzten Horizonten. In der nordwestlichen Venloer Scholle erfolgen umfangreiche Versicke- rungsmaßnahmen im oberen und den tieferen Grundwasserleitern zur Stützung der Grundwas- serstände (Schutz von Feuchtgebieten, Siche- rung der Wasserversorgung). Für die im Einfluss- bereich der Sümpfungsmaßnahmen liegenden Entnahmeschwerpunkte zeigen sich u. a. fol- gende bergbauliche Auswirkungen: Verschwen- ken von Einzugsgebieten, Verkleinerung von Einzugsgebieten (Wirkung von Infiltrationsmaß - nahmen), sümpfungsbedingt verstärkter Leaka- gezustrom oder auch Vergrößerung von Einzugs- gebieten (erhöhte Leakageverluste). Im oberen Stockwerk werden nordöstlich des Ta- gebaus Garzweiler II weiterhin viele Einzugsge- biete nach Süden an der künstlichen Wasser - scheide zwischen dem Tagebau und dem Rhein begrenzt und können das natürlicherweise vor - handene Grundwasserdargebot nicht ausschöp- fen. Die Förderschwerpunkte im oberen Stock - werk können die wasserrechtlich genehmigten Fördermengen ansonsten in der Regel gewinnen. Es konnten überwiegend belastbare Einzugsge- biete abgegrenzt und ausgeglichene Grundwas - serbilanzen erstellt werden. Abbildung 19 zeigt beispielhaft einen Vergleich der konstruierten Einzugsgebiete der Entnah- meschwerpunkte für die vom Bergbau unbe- einflusste und beeinflusste Situation im oberen Stockwerk. Für die Entnahmen in den tieferen Stockwer - ken wurden sowohl belastbare als auch unge- nau eingestufte Einzugsgebiete abgegrenzt, die ebenfalls auf methodische Ursachen zurückzu- führen sind. Eine Gefährdung der öffentlichen und privaten W asserversorgung ist nach den modellbasier - ten Untersuchu ngen im Monitoringgebiet nicht zu besorgen . Die Wasserversorgung ist weiterhin sichergestellt. Die Einstufung einer Vielzahl von Einzugsgebieten als ungenau ist in der Regel auf methodische Ursachen zurück zuführen. Die im R ahmen der modellbasierten Auswertung fest- gestellten Probleme werden mit der RWE Power AG diskutiert, um die Güte des Reviermodells weiter zu verbessern. Arbeitsfeld Abraumkippe 48 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans Abbildung 20 Tagebaufortschritt (Stand März 2022) 7.5 Arbeitsfeld Abrau mkippe Im Arbeitsfeld Abraumkippe ist die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Minimierung des Stoffein- trags durch die Abraumkippe zu bewerten (Ziel 3, Kap. 2.5 des Braunkohlenplans). In diesem Arbeitsfeld werden die Maßnahmen als solche beobachtet. Dies ergibt sich im Wesentlichen aufgrund der Endgültigkeit der Maßnahmen und der langen Zeitspanne zwischen deren Durch - führung und der Möglichkeit, ihre Wirksamkeit zu bewerten. Im Berichtsjahr 2021 hat die AG Abraumkip - pe unter Berücksichtigung des Voranschreitens des Tagebaus Garzweiler die im Jahr 2006 be- gonnene Durchführungsphase weiter beglei- tet. Die Schwerpunkte lagen neben der Über - wachung der Abraumpufferung (A6-Maßnahme) bei der Kontrolle der selektiven Gewinnung ver - sauerungsempfindlichen Materials und seines gezielten Einbaus (A1-Maßnahme). Die AG Abraumkippe greift im Zuge ihrer Ar - beiten im Rahmen des Monitorings auf bereits bestehendes Berichtsmaterial zurück. Hierzu zählt insbesondere die jährliche Dokumenta - tion der Bergbautreibenden zum 01.03. eines jeden Jahres der Massenströme des nicht ver - sauerungsfähigen Abraums (A1) und des ver - sauerungsfähigen Abraums (A6). Dazu gehören Angaben der Zuschlagsstoffmengen und Infor - mationen zu Pyritschwefelgehalten. Dieser Be- richt enthält eine Fülle von Angaben und Aus- wertungen zu den betrieblich durchgeführten Maßnahmen. Durch diese Darstellungen können 49 Arbeitsfeld Abraumkippe Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans sauerungsfähiger Abraum gefördert. Der versau- erungsfähige Abraum wurde mit 255.840 t Kalk gepuffer t. Die Soll-Menge betrug 255.743 t. Die Soll-Ist-Abweichung der Kalkmenge betrug damit +0,03 % (zulässiger Grenzwert liegt bei einer Unterkalkung von max. -3 %). Aufgrund der veränderten Sohleneinteilung im Tagebau Garzweiler und der damit verbundenen erforderlichen Anpassung des Oxidationsgrades wurden seit dem 01.04.2021 24.382 t Kalk als zusätzliches Puffermaterial eingebracht, so dass im Jahr 2021 insgesamt 280.222 t Kalk zu- gegeben wurden. Die erforderliche Zusatzpuffe- rung von insgesamt 55.500 t Kalk wird voraus- sichtlich bis Ende 2022 erreicht. Für das Jahr 2021 ist festzuhalten, dass die durch den Braunkohlenplan geforderten Ziele hinsichtlich der Minimierung des Stoffeintrags eingehalten wurden. Die AG Abraumkippe wird im Jahr 2022 ihre Ar- beiten nach Maßgabe der im Monitoring festge- legten Ziele weiterführen. die Arbeiten und Massenströme eines jeden Jah- res nachvollzogen werden. Es werden zudem umfangreiche Daten zur Ge- samt- und Einzelbilanzierung der Kalkzuga- be erhoben und im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung der AG Abraumkippe zur Ver- fügung gestellt. Die Daten werden unter Beach- tung der Vorgaben des Monitorings dokumen- tiert. Als Ergebnis der A1- und A6-Maßnahme lässt sich für das Berichtsjahr 2021 festhalten: Die Kippenherstellung des Tagebaus Garzweiler wurde im Wesentlichen im mittleren Bereich der Innenkippe und im nördlichen Bereich des öst- lichen Restlochs vorangetrieben (Abbildung 20). Bedingt hierdurch wurden im nördlichen Tage- bauteil nur geringe Abraummassen verbracht. In Bezug auf die A1-Maßnahmen lag demnach im Jahr 2021 a) der Massenanteil des versauerungsfähigen Abraums (> 0,1 % Pyrit-Schwefel-Ge- halt) im Nordrand-Saumbereich bei nahezu 0,0 % und b) die Höhenlage der Basis des versauerungsu- nempfindlichen Materials am Nordrand des T agebaus unterhalb von +50 m NHN. Im Saumbereich wurde nach Angaben der RWE Power AG im Jahr 2021 fast ausschließlich py- ritfreies Material (< 0,01 % Pyrit-Schwefel-Ge- halt) aus den oberen beiden Sohlen B1+B2 ver- kippt. Mit Blick auf die Umsetzung der A6-Maßnah- me wurden im Berichtsjahr 76,4 Mio. m³ ver - Arbeitsfeld Restsee 50 Jahresbericht 2021 Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans 7.6 Arbeitsfeld R estsee Die Aufgabe der AG Restsee besteht gemäß Pro- jekthandbuch Monitoring Garzweiler II darin, „kontinuierlich zu überprüfen, ob die Rahmenbe- dingungen ermöglichen, dass der Restsee so wie geplant entstehen kann“ (PHB Kap. 11.1.4). Grundlage dafür ist der genehmigte Braunkoh- lenplan. Zu untersuchen sind in Bezug auf den Restsee die Aspekte Abbauplanung, freier Ab- lauf in die Niers, Abraumkippe, Wasserqualität des Rheins, Wasserqualität des Sees, neue Er - fahrungen und Erkenntnisse bei vergleichbaren Seen und die Möglichkeit der vielfältigen Nut- zung des Sees. Im Berichtsjahr hat keine gesonderte Bespre- chung der AG Restsee stattgefunden. Zur Dis- kussion des Berichts zur Rheinwasserqualität wurde eine gemeinsame Besprechung mit der AG Grundwasser durchgeführt. Bericht zur Rheinwasserqualität – aktueller Stand Die Aufgabe zu prüfen, ob die Qualität des Rheinwassers in Hinblick auf die Verwendung als Ersatz-, Ausgleichs- und Ökowasser geeig- net ist, ist auf Grundlage des Braunkohlenplans Garzweiler II im Projekthandbuch zum Monito - ring festgelegt. Für das Arbeitsfeld 6 Grundwasser ist konkreti - siert, dass ab dem Jahr 2015 diese Aufgabe alle fünf Jahre von LANUV, Erftverband und RWE Power AG unter Mitwirkung der AG Grundwas- ser bearbeitet werden soll. Im Arbeitsfeld Rest- see ist festgelegt, dass die Bearbeitung unter Mitwirkung der AG Restsee erfolgen soll. Dementsprechend hat eine Unterarbeitsgruppe aus LANUV, Erftverband und RWE Power AG ab dem Jahr 2015 mit den Vorarbeiten zum ersten Rheinwassergütebericht begonnen. Der umfang- reiche Abstimmungsprozess ist weit fortgeschrit- ten. Das Ergebnis der gemeinsamen Bespre- chung mit der AG Grundwasser ist unter Kapitel 7.1 dargestellt (s. o.). 51 Jahresbericht 2021 Ausblick 8 A usblick 2022/2023 Zum jetzigen Zeitpunkt (Sommer 2022) wurden die Arbeitssitzungen in Präsenz noch nicht wieder aufgenommen. Für die Arbeiten im nächsten Berichtszeitraum stehen – neben den regelmäßigen Auf- gaben des Monitorings – an: F ortlaufende Bewertung der Auswirkungen der Leitentscheidung 2021 bzw. neuerer Tagebauplanungen und der geplanten Verkleinerung des Tagebaus auf das Monitoring 52 Jahresbericht 2021 Ausblick 53 Jahresbericht 2021 Anhang EM: Entscheidungsgruppe Monitoring AG: Arbeitsgruppen FB (F euchtbiotope/Natur und Landschaft), GW (Grundwasser), KI (Abraumkippe), OW (Ober flächengewässer), RS (Restsee), WV (Wasserversorgung) Beteiligte Institutionen/Behörden und Ansprechpartner/-innen (alphabetisch) Anhang Behörde/Institution Ansprechpartner /-innen Telefon/Telefax/E-Mail EM* AG* Bezirksregierung Arnsberg Abteilung Bergbau und Energie in NRW Dez. 61 Goebenstraße 25 44135 Dortmund Herr Küster Frau Bücken Herr Dronia Frau Breuer Herr Jeglorz allgemein Tel.: 02931 82-6403 andre.kuester@bezreg-arnsberg.nrw.de Tel.: 02931 82-6409 natascha.buecken@bezreg- arnsberg.nrw.de Tel.: 02931 82-3919 wolfgang.dronia@bezreg-arnsberg.nrw.de Tel.: 02931 82-3911 sabine.breuer@bezreg-arnsberg.nrw.de Tel.: 02931 82-6419 maximilian.jeglorz@bra.nrw.de registratur-do@bezreg-arnsberg.nrw.de wasserwirtschaft-braunkohle@bra.nrw.de x KI, RS OW Bezirksregierung Düsseldorf Postfach 30 08 65 40408 Düsseldorf Cecilienallee 2 40474 Düsseldorf - Dez. 51 (Natur- und Landschaftsschutz, Fischerei) - Dez. 54 (Wasserrahmenrichtlinie) Herr Dreschmann (Dez. 51) Herr Peitz (Dez. 54) Frau Dr. Wöllecke (Dez. 54) Herr Frigge (Dez. 54) Herr Richter (Dez. 54) Frau Riedel (Dez. 54) Tel.: 0211 475-2038 Timo.Dreschmann@brd.nrw.de Tel.: 0211 475-9111 Fax: 0211 475-2987 stefan.peitz@brd.nrw.de Fax: 0211 475-2987 britta.woellecke@brd.nrw.de Tel.: 0211 475-9124 Fax: 0211 475-2987 jannis.frigge@brd.nrw.de Steffen.richter@brd.nrw.de Annika.riedel@brd.nrw.de Tel. 0211-475-3256 Fax: 0211-475-2987 x GW OW FB KI RS WV Bezirksregierung Köln Zeughausstraße 2 - 10 50606 Köln (PF-Anschrift) 50667 Köln (Zustell-Anschrift) - Dez. 51 (Landschaft und Fischerei) - Dez. 54 (Wasserwirtschaft) - Dez. 32 (Regionalplanung und Braunkohle) Herr Franke (Dez. 51) Frau Gierth (Dez. 51) Herr Biermann (Dez. 54) Frau Friedrich (Dez. 54) Tel.: 0221 147-3439 Fax: 0221 147-3339 lutz.franke@bezreg-koeln.nrw.de Tel.: 0221 147-4843 dorothy.gierth@bezreg-koeln.nrw.de niklas.biermann@bezreg-koeln.nrw.de Tel.: 0221 147-4150 Fax: 0221 147-2879 almut.friedrich@bezreg-koeln.nrw.de x GW FB RS WV 54 Jahresbericht 2021 Anhang Behörde/Institution Ansprechpartner /-innen Telefon/Telefax/E-Mail EM* AG* Bezirksregierung Köln (Fortsetzung) Frau Brüggemann (Dez. 32) Herr Krimphoff (Dez. 32) Herr Kotzea Tel.: 0221 147-3280 Fax: 0221 147-2905 susanne.brueggemann@bezreg-koeln.nrw.de Tel.: 0221 147-4676 Fax: 0221 147-2905 andreas.krimphoff@bezreg-koeln.nrw.de Tel.: 0221 147-2395 Fax: 0221 147-2905 udo.kotzea@bezreg-koeln.nrw.de x GW OW WV RS FB KI Erftverband Postfach 13 20 50103 Bergheim Herr Dr. Cremer Frau Dr. Jaritz Frau Berger Herr Simon allgemein Tel.: 02271 88-1228 nils.cremer@erftverband.de Tel.: 02271 88-1373 renate.jaritz@erftverband.de Tel.: 02271 88-1372 daniela.berger@erftverband.de Tel.: 02271 88-2125 stefan.simon@erftverband.de Fax: 02271 88-1980 x GW WV FB OW RS KI Gemeinde Brüggen Klosterstraße 38 41379 Brüggen Herr Dresen Tel.: 02163 570151 dieter.dresen@brueggen.de x Gemeinde Jüchen Am Rathaus 5 41363 Jüchen Herr Stein Tel.: 02165 915-170 Fax: 02165 915-218 tim.stein@juechen.de x Gemeinde Niederkrüchten Laurentiusstraße 19 41372 Niederkrüchten Herr Hinsen Tel.: 02163 980-104 tobias.hinsen@niederkruechten.de x Gemeinde Schwalmtal Postfach 60 41364 Schwalmtal Herr Gather Tel.: 02163 9460 bernd.gather@gemeinde-schwalmtal.de x OW Gemeinde Titz Landstraße 4 52445 Titz Herr Frantzen Tel.: 02463 65940 Fax: 02463 5889 jfrantzen@gemeinde-titz.de x Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen De-Greiff-Straße 195 47803 Krefeld Herr Schuster Frau McLeod Frau Ullmann Tel.: 02151 897-562 hannsjoerg.schuster@gd.nrw.de Tel. 02151 897-214 almuth.mcleod@gd.nrw.de Tel.: 02151 897-211 alena.ullmann@gd.nrw.de x GW FB KI Kreis Heinsberg Valkenburger Straße 45 52525 Heinsberg Herr Habetz Herr Schnell Tel.: 02452 13-6158 stefan.habetz@kreis-heinsberg.de Tel.: 02452 13-6143 michael.schnell@kreis-heinsberg.de x WV RS FB OW Kreis Viersen Rathausmarkt 3 41747 Viersen Herr Dr. Steinweg Herr Röder Frau Killewald Herr Krichel bernd.steinweg@kreis-viersen.de Tel.: 02162 39-1240 Fax: 02162 39-1857 Rainer.Roeder@kreis-viersen.de maren.killewald@kreis-viersen.de marc.krichel@kreis-viersen.de x WV GW FB OW 55 Jahresbericht 2021 Anhang Behörde/Institution Ansprechpartner /-innen Telefon/Telefax/E-Mail EM* AG* Kreis Viersen (Fortsetzung) Herr Lindner Herr Pook fabian.lindner@kreis-viersen.de andreas.pook@kreis-viersen.de Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) Leibnizstraße 10 45659 Recklinghausen Herr Dr. Weidner Frau Dr. Bergmann Frau Dr. Bookmeyer Herr Lacombe Frau Levacher Frau Michels Tel.: 02361 305-2215 Fax: 02361 305-2176 christoph.weidner@lanuv.nrw.de sabine.bergmann@lanuv.nrw.de Tel.: 02361 305-2142 Fax: 02361 305-59921 anke.bookmeyer@lanuv.nrw.de Tel.: 02361 305-2147 jochen.lacombe@lanuv.nrw.de Tel.: 02361 305-2232 Fax: 02361 305-59921 dorothee.levacher@lanuv.nrw.de Tel.: 02361 305-3317 Fax: 02361 305-55317 carla.michels@lanuv.nrw.de KI EM GW KI OW RS OW RS OW GW FB Landesbüro der Naturschutzverbände NRW Ripshorster Straße 306 46117 Oberhausen Herr Jansen (BUND-Landes - geschäf tsstelle) Tel.: 0208 88059-0 dirk.jansen@bund.net lb.naturschutz@t-online.de x Landwirtschaftskammer NRW Siebengebirgstraße 200 53229 Bonn Frau Verhaag Tel.: 0228 703-1534 Fax: 0228 703-8534 elisabeth.verhaag@lwk.nrw.de X Landwirtschaftskammer NRW Bezirksstelle für Agrarstruktur – Ressourcenschutz Wasser und Boden Rüttger-von-Scheven-Straße 44 52349 Düren Herr Brünker Tel.: 02421 5923-79 janik.bruenker@lwk.nrw.de OW Landesbetrieb Wald und Holz NRW Obereimer 13 59821 Arnsberg Herr Püttmann Tel.: 02931 9634295 franz.puettmann@wald-und-holz.nrw.de Landesbetrieb Wald und Holz NRW Regionalforstamt Niederrhein Dienstgebäude Wesel Moltkestraße 8 46483 Wesel Frau Schlechter Tel.: 0281 33832-22 carolin.schlechter@wald-und-holz.nrw.de x Landesbetrieb Wald und Holz NRW Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde Dienstgebäude Hürtgenwald Kirchstraße 2 52393 Hürtgenwald Herr Lüder Tel.: 02429 9400-41 Fax: 02429 9400-85 dirk.lueder@wald-und-holz.nrw.de x Landesbetrieb Wald und Holz NRW Fachbereich IV Albrecht-Thaer-Straße 34 48147 Münster Herrn Dr. Schäfer Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) * Emilie-Preyer-Platz 1 40479 Düsseldorf * seit Mai 2022: Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) Frau Dr. Rühle Frau Esser Tel. : 0211 4566 – 912 Fax: 0211 4566 – 946 Franziska.ruehle@mulnv.nrw.de Tel.: 0211 4566-634 Fax: 0211 4566-946 anna.esser@mulnv.nrw.de x GW FB WV KI RS OW 56 Jahresbericht 2021 Anhang Behörde/Institution Ansprechpartner /-innen Telefon/Telefax/E-Mail EM* AG* MULNV (Fortsetzung) Herr Rapp Herr Dr. Luwe Tel.: 0211 4566-723 Fax: 0211 4566-946 christoph.rapp@mulnv.nrw.de Tel.: 0211 4566-509 Fax: 0211 4566-947 michael.luwe@mulnv.nrw.de x GW FB WV KI RS OW Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW (MWIDE) Ref. VB1 - Bergbau, Bergrecht, Geologischer Dienst Berger Allee 25 40213 Düsseldorf Herr Kaiser Tel.: 0211 837-2301 Fax: 0211 837-2756 ulrich.kaiser@mwide.nrw.de x Netteverband Hampoel 17 41334 Nettetal Herr Schmitz Tel.: 02157 899777 Fax: 02157 811801 info@netteverband.de x Niersverband Am Niersverband 10 41747 Viersen Herr Walter Tel.: 02162 3704-415 Fax: 02162 3704-444 christian.walter@niersverband.de x OW RS Provincie Limburg Hoofdgroep Milieu en Water Postbus 5700 6202 MA Maastricht NIEDERLANDE Herr Castenmiller Tel.: 0031 43 389-7656 Fax: 0031 43 389-7643 efjc.castenmiller@prvlimburg.nl x RS Rheinischer Fischereiverband von 1880 e.V.; Referat für Gewässerfragen Weyerweg 33 51381 Leverkusen Werner Bosbach Tel: 02171 51710 werner.bosbach@t-online.de Rhein-Kreis Neuss Amt 61 41513 Grevenbroich Amt 61 Frau Bemba Frau Bongartz Herrn Trösch Tel.: 02181/601-6803 gabriele.bemba@rhein-kreis-neuss.de margit.bongartz@rhein-kreis-neuss.de Daniel.Troesch@rhein-kreis-neuss.de x GW WV RS OW FB RWE Power AG Stüttgenweg 2 50935 Köln Herr Vinzelberg Herr Späte Herr Müller Herr Klein Herr Metzger Herr Pelzer Herr Eßer Herr Hlavka allgemein: gero.vinzelberg@rwe.com niko.spaete@rwe.com Tel.: 0221 480-23498 christian.mueller@rwe.com fabian.klein@rwe.com Tel.: 0221 480-22374 matthias.metzger@rwe.com Tel.: 0221 480-22592 Tel.: 0221 480-22185 Tel.: 0221 480-22503 Tel.: 0221 480-23436 Fax: 0221 480-22851 wasserwirtschaft@rwe.com x GW FB WV KI RS OW Schwalmverband Borner Straße 45a 41379 Brüggen Herr Schulz Tel.: 02163 9543-0 th.schulz@schwalmverband.de x OW Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen Abt. II / Abt. A IV 40190 Düsseldorf Herr Schulz Tel.: 0211 837-1493 hartmut.schulz@stk.nrw.de Nur JB 57 Jahresbericht 2021 Anhang Behörde/Institution Ansprechpartner /-innen Telefon/Telefax/E-Mail EM* AG* Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen III B 4 - Braun- und Steinkohlenplanung, Energiestandorte, Rohstoffsicherung 40190 Düsseldorf, Stadttor 1 Dienstgebäude: 40219 Düsseldorf, Fürsten- wall 25 Herr Proksch Tel.: 0211 837-1240 Fax: 0211 837-1549 walter.proksch@stk.nrw.de x Stadt Erkelenz Johannismarkt 17 41812 Erkelenz Frau Wingen Tel.: 02431 85155 anja.wingen@erkelenz.de x RS Stadt Grevenbroich Am Markt 1 41515 Grevenbroich Herr Wolf Tel.: 02181 9199 norbert.wolf@grevenbroich.de x Stadt Hückelhoven Postfach 13 60 41825 Hückelhoven Herr Müller-Dick Herr Breuer Herr Lohn Tel.: 02433 82-170 wolfgang.mueller-dick@hueckelhoven.de christoph.breuer@hueckelhoven.de julian.lohn@hueckelhoven.de x Stadt Kaarst Rathausplatz 23 41564 Kaarst Herr Lindner Tel.: 02131 987-819 klaus.lindner@kaarst.de x GW Stadt Korschenbroich Amt 61 Don-Bosco-Straße 6 41352 Korschenbroich Herr Dr. Verjans Herr Hoffmans Tel.: 02161 613-146 Fax: 02161 613-109 theo.verjans@korschenbroich.de dieter.hoffmans@korschenbroich.de x OW GW FB Stadt Linnich Stadtverwaltung Postfach 12 40 52438 Linnich Gutachter für die Stadt Linnich Herr Reyer Herr von Reis Tel.: 02462 9908-411 Fax: 02462 9908-941 hjreyer@linnich.de Tel.: 0241 409-3155 Fax: 0241 409-3156 vonreis@t-online.de x GW Stadt Mönchengladbach Fachbereich Umwelt 41050 Mönchengladbach Frau Weinthal Herr Holtrup Herr Rusman allgemein Tel.: 02161 25-8220 Fax: 02161 25-8279 Tel.: 02161 25-8210 Tel.: 02161 25-8277 andre.rusman@moenchengladbach.de monitoring-garzweiler@moenchengladbach.de x WV RS OW Stadt Neuss Amt für Umwelt und Stadtgrün Bergheimer Strasse 67 41464 Neuss Herr Lins Herr Hilgers Tel.: 02131 90-3306 stefan.lins@stadt.neuss.de Tel.: 02131 90-3303 peter.hilgers@stadt.neuss.de x OW FB Stadt Viersen Fachbereich 80 Zentrale Bauverwaltung Eichenstraße 189 41747 Viersen Herr Gelissen georg.gellissen@viersen.de zentrale-bauverwaltung@viersen.de x Stadt Wassenberg Roermonder Straße 25 - 27 41849 Wassenberg Herr Fuhrmann Tel.: 02432 4900-44 fuhrmann@wassenberg.de x Stadt Wegberg Fachbereich Umwelt, Verkehr, Abwasser Postfach 11 33 41844 Wegberg Herr Kortzak Tel.: 02434 83-701 Fax: 02434 73-888 martin.kortzak@stadt.wegberg.de x 58 Jahresbericht 2021 Anhang Behörde/Institution Ansprechpartner /-innen Telefon/Telefax/E-Mail EM* AG* Wasserverband Eifel-Rur Eisenbahnstraße 5 52353 Düren Herr Lorenz Frau Rabisch Tel.: 02421 494-3407 lorenz.e@wver.de Tel.: 02421 494-1067 claudia.rabisch@wver.de x OW Waterschap Limburg Postbus 2207 6040 CC Roermond NIEDERLANDE Herr Franssen OW Zweckverband Naturpark Schwalm-Nette Willi-Brandt-Ring 15 41747 Viersen Herr Puschmann Herr Röder Tel.: 02162 709-404 Fax: 02162 709-424 michael.puschmann@naturparkschwalm-nette.de Tel.: 02162 39-1240 Fax: 02162 39-1857 rainer.roeder@kreis-viersen.de x ahu GmbH Wasser · Boden · Geomatik Kirberichshofer Weg 6 52066 Aachen Herr Dr. Denneborg Frau Bäßler allgemein Tel.: 0241 900011-44 m.denneborg@ahu.de Tel.: 0241 900011-22 n.baessler@ahu.de Fax: 0241 900011-9 x alle Bildnachweis Titelbild Abbildungen 1, 4, 5 Abbildungen 3, 6 bis 11, 15, 16, 18, 19 Abbildungen 12 bis 14, 17 Abbildung 2, 20 Tagebaufortschritt im März 2022 Foto: RWE Power AG ahu GmbH, Aachen Erftverband LANUV RWE Power AG Abbildungsverzeichnis Abbildung 1 Arbeitsfelder und Aufgaben des Monitorings (Monitoringkreis) (verändert nach RIZA 2000) 1 Abbildung 2 Betriebliche und wasserwirtschaftliche Entwicklung im Tagebau Garzweiler im Jahr 2021 6 Abbildung 3 Langzeitganglinie der Messstelle Dülken seit 1955 und Jahresfaktor der Grundwasserneubil- dung (Erftverband) von 1970 bis 2021 8 Abbildung 4 Integriertes System zur Bewertung und Vorgehensweise im Rahmen des Monitorings Garzwei- ler II 11 Abbildung 5 Projekt informationssystem seit April 2013 13 Abbildung 6 F rühwarnsystem: Einfluss des Tagebaus auf die Grundwasserstände, Stand Oktober 2021 17 Abbildung 7 Frühwarnsystem: Einfluss des Tagebaus auf die Grundwasserstände, Stand Oktober 2020 18 Abbildung 8 Zielüberwachung der Grundwasserstände in den Ziel-1-Gebieten im WWJ 2021 Methode I: Wiener-Filter-Verfahren (links), Methode II: Statistischer Test (rechts) 20 59 Jahresbericht 2021 Anhang Abbildung 9 Ausbreitung des Infiltrationswassers im WWJ 2020 22 Abbildung 10 Einleitmaßnahmen im Norfsystem 2021 gemäß MURL-Konzept 24 Abbildung 11 Ziel-2-Feuchtgebiete und Bewertung 27 Abbildung 12 Untersuchte Fließgewässer der Makrophyten-Kartierung 2021 34 Abbildung 13 Lage der Abflusspegel und Zielkarten für die Untersuchung der Wasserführung 36 Abbildung 14 Wiener-Filter-Ergebnis zur Beurteilung der Wasserführung 2021 38 Abbildung 15 Wiener-Filter-Auswertung am Pegel Schrofmühle (Mühlenbach) 39 Abbildung 16 Frühwarnsystem Oktober 2021 - Pegeleinzugsgebiete 40 Abbildung 17 WRRL-Beprobung: trocken angetroffene Messstellen 41 Abbildung 18 Entwicklung der Nitratkonzentrationen im Rohwasser von vier im Horizont 8 verfilterten Förder- brunnen des Wasserwerks Kaldenkirchen/Grenzwald. Die Meterangaben in der Legende geben den Abstand des jeweiligen Brunnens zum geologischen Fenster an. 45 Abbildung 19 Veränderung der Einzugsgebiete vom unbeeinflussten zum beeinflussten Zustand 2018 für das obere Grundwasserstockwerk 46 Abbildung 20 Tagebaufortschritt (Stand März 2022) 48 Tabellenverzeichnis Tabelle 1 Jahresübersicht über die Termine und Orte der Arbeitsgruppensitzungen im Jahr 2021/2022 3 Tabelle 2 Entscheidungsgruppe Monitoring (EM) 4 Tabelle 3 Fach-Arbeitsgruppen (AG) 5 Tabelle 4 Übersicht über die Zieleinhaltung im Jahr 2021 14 Tabelle 5 Zielüberwachung der Grundwasserstände in den Ziel-1-Gebieten 19 Tabelle 6 Verwendung des Sümpfungswassers in den Wasser wir tschaftsjahren 2020 und 2021 23 Tabelle 7 Überblick über die Zielerreichung im Arbeitsfeld Grundwasser 25 Tabelle 8 Zusammenfassende Bewertung der Ziel-2-Gebiete und der Maßnahmen 28 Tabelle 9 Bewertung der Makrophyten-Kartierung 2021 gemäß EU-WRRL sowie gemäß Zielerreichung Braunkohlenplan 33 Tabelle 10 Ergebnisse der Auswertungen nach Wiener-Filter-Verfahren für die Jahre 2019 bis 2021 37 Tabelle 11 Ergebnis der physikalisch-chemischen Untersuchung 2016-2020 (Gütebericht IV) 42 Tabelle 12 Ergebnis der biologischen Untersuchung 2016-2020 (Gütebericht IV) 43 60 Jahresbericht 2021 Anhang Monitoring Garzweiler II Jahresbericht 2021 ahu GmbH Wasser · Boden · Geomatik Kirberichshofer Weg 6 52066 Aachen Herausgeber Bearbeitung Emilie-Preyer-Platz 1 40479 Düsseldorf Geschäftsstelle des Braunkohlenausschusses Bezirksregierung Köln Zeughausstraße 2 – 10 50667 Köln Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Druck DCM Druck Center Meckenheim GmbH Werner-von-Siemens-Straße 13 53340 Meckenheim Entscheidungsgruppe Monitoring Garzweiler II
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- BKA 0786
- Typ
- Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss
- Datum
- 25.11.2022
- Erstellt
- 28.10.2022 13:49