V/0978/2014
Leitbildentwicklung Gievenbeck-Ortsmitte
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Anlage 3
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V/0818/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Antrag der CDU-Fraktion an den Rat A-R /0022/2013 vom 06.05.2013: "Aussichten und Ansichten - Gievenbecks Entwicklung neu strukturieren" Beratungsfolge 11.12.2013 Hauptausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Dem Grundanliegen des Antrages der CDU-Fraktion Nr. A-R/0022/2013 „Aussichten und Ansichten – Gievenbecks Entwicklung neu strukturieren“ wird gefolgt. Die Verwaltung wird beauftragt, die inhaltliche und verfahrensmäßige Konkretisierung im Rahmen einer Vor- lage zu erarbeiten und dem Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft zur Beschlussfassung vorzulegen. 2. Mit diesen Maßgaben wird der Antrag zur weiteren Beratung an den Ausschuss für Stadt- planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft verwiesen. II. Finanzielle Auswirkungen: Die externe Vergabe der Moderations- und Planungsleistungen ist mit Kosten von ungefähr 15.000 € verbunden. Begründung: Der Antrag hat die Entwicklung des Gievenbecker Ortszentrums rund um die Pfarrkirche St. Mi- chael und der benachbarten Straßen zum Ziel. Anlass sind die rasante und kontinuierliche Ent- wicklung des Stadtteils in den letzten Jahren sowie die bevorstehende weitere Entwicklung Gie- venbecks durch die Umnutzung des Areals der Oxford Kaserne. Geklärt werden soll, ob sich aus dieser Entwicklung weitere Anpassungsbedarfe für die Stadtteilmitte ergeben und wie diese in ge- stalterisch und funktional geeigneter Form vorbereitet und planungsrechtlich abgesichert werden können. Wichtiger Baustein hierzu soll eine breit angelegte und frühzeitige Bürgerbeteiligung sein. Die Intention des Antrages wird aus städtebaulicher Sicht ausdrücklich befürwortet. Bereits bei der Vorlagen-Nr.: V/0818/2013 Auskunft erteilt: Herr Kurz Ruf: 492 61 40 E-Mail: Kurz@stadt-muenster.de Datum: 06.11.2013 Öffentliche Beschluss vorlage - 2 - V/0818/2013 Planung für die Stadteilerweiterung Gievenbeck Südwest und deren Ausstattung mit Einzelhan- delsstandorten wurde die Aufgabenteilung zwischen dem gewachsenen Stadtteilzentrum rund um St. Michael, dem Nebenzentrum am Heekweg und dem neugeplanten Stadtbereichszentrum an der Roxeler Straße bestimmt. Die Versorgungsfunktion des Stadtteilzentrums sollte durch eine Absicherung und Stärkung der breitgefächerten Angebote für den täglichen Bedarf ausgebaut werden, während im Stadtbereichszentrum an der Roxeler Straße, neben dem SB-Warenhaus und einem Bäcker, keine weiteren Lebensmittelanbieter angesiedelt wurden. Zur Stärkung des Stadtteilzentrums wurden darüber hinaus erweiterte Bebauungsmöglichkeiten geschaffen. Der Bebauungsplan Nr. 446 Gievenbeck-Ortsmitte sieht großzügige Baufenster für eine Neubebauung in größerem Maßstab vor. Die Bebauung soll an die Verkehrsfläche heranrü- cken und mit bis zu drei Geschossen und Staffelgeschoss mit einer gemischten Nutzung aus Ein- zelhandel und Dienstleistung mit darüberliegenden Wohnungen, zur Stärkung und Vielfalt der Stadtteilmitte beitragen. Außer der Bebauung am Arnheimweg mit dem Lebensmittel-Discounter und dem Neubau des Zentrums der Lukas Kirchengemeinde hat es über einen längeren Zeitraum keine weiteren Neubauten gegeben, die das Erweiterungsangebot des Bebauungsplanes ausge- nutzt haben. Aktuelle Projekte am Arnheimweg und an der von-Esmarch-Straße signalisieren, dass das Investitionsinteresse für Standorte im Stadtteilzentrum vorhanden ist. Dies wird unter- stützt durch die sehr dynamisch verlaufene bisherige Entwicklung Gievenbecks sowie durch die weiteren Entwicklungsperspektiven, die mit der Umnutzung des Kasernenareals bevorstehen. Vor diesem Hintergrund macht es Sinn sich mit den Entwicklungsperspektiven für das Stadtteil- zentrum in einem öffentlichen Diskurs eingehender zu befassen. Trotz der räumlichen Nähe zur Oxford-Kaserne, sollte dies zwar nicht innerhalb des am 19. November 2013 beginnenden öffentli- chen Verfahrens zur Entwicklung eines Leitbildes für die Kasernenfläche außer Betracht bleiben, aber trotzdem in einem eigenständigen Verfahren erarbeitet werden. Wegen der Komplexität der Aufgabenstellung sowie dem breit angelegten Beteiligungsanspruch sollte das Verfahren durch ein externes Planungs- und Moderationsbüro erfolgen. Denkbar wäre ein zweitägiges Workshopver- fahren, das durch das externe Büro vorbereitet, durchgeführt und dokumentiert werden müsste. Angesichts der Vielzahl aktueller Planungsprojekte verfügt die Verwaltung nicht über die personel- len Ressourcen, um dieses Verfahren selbst durchzuführen. In Vertretung gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: 1. Antrag: „Aussichten und Ansichten – Gievenbecks Entwicklung neu strukturieren“ 2. Luftbild Gievenbeck Ortsmitte
Beschlussvorlage
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V/0978/2014 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Leitbildentwicklung Gievenbeck-Ortsmitte Beratungsfolge 15.01.2015 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 29.01.2015 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Für die Entwicklung der Ortsmitte von Gievenbeck wird ein Leitbild in einem breit angelegten öf- fentlichen Bürgerdialog entwickelt. Für diese Aufgabe wird ein qualifiziertes Büro beauftragt. II. Finanzielle Auswirkungen: Die externe Vergabe der Moderations- und Planungsleistungen ist mit Kosten von ca. 18.000 € verbunden. Die Finanzierung erfolgt aus dem laufenden Budget 61. Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 090 1 Stadt- und Regionalentwic k- lung, Stadtplanung Zeile 16 Sonst. ordentl. Aufwendungen 2015 17.731 Begründung Gievenbeck ist der am schnellsten wachsende Stadtteil Münsters mit zurzeit ca. 21.000 Einwoh- nern. Gerade abgeschlossen ist die Stadtteilerweiterung im Bereich Süd-West mit ca. 2.200 Wohneinheiten auf ca. 90 ha Fläche. Nun steht mit der Integration des ca. 26 ha großen Areals der ehemaligen Oxford-Kaserne in den Stadtteil der nächste Entwicklungsschritt für Gievenbeck an. Das Wettbewerbsverfahren auf der Grundlage einer intensiven öffentlichen Leitbilddiskussion Vorlagen-Nr.: V/0978/2014 Auskunft erteilt: Herr Kurz Ruf: 492 61 40 E-Mail: Kurz@stadt-muenster.de Datum: 11.12.2014 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0978/2014 wurde mit der Präsentation des überarbeiteten Siegerentwurfes der Arge Kéré, Schultz- Granberg, Meyer, Uhl im Oktober 2014 abgeschlossen. Neben der fortlaufenden Entwicklung der Wohngebiete in Gievenbeck haben in jüngster Zeit auch verschiedene Projektplanungen für Standorte in der Ortsmitte von Gievenbeck die Auf- merksamkeit verstärkt auf das Stadtteilzentrum gelenkt. Mit den Projekten an der von-Esmarch- Straße und am Arnheimweg wird eine dichtere als die bisherige Bebauung angestrebt bzw. reali- siert. Dies ist mit den Zielen und den Festsetzungen des rechtskräftigen Bebauungsplanes ver- einbar, hat jedoch zu intensiven Diskussionen hinsichtlich der Maßstäblichkeit der neuen Bebau- ung und künftigen Gestaltqualitäten in der Ortsmitte geführt. Die Attraktivität von Stadtteilzentren hat erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität in den Stadt- teilen. Neben der Attraktivität des Versorgungsangebotes und der öffentlichen Einrichtungen kommt den stadträumlichen und gestalterischen Qualitäten seiner Bebauung und seiner öffentli- chen Räume eine hohe Bedeutung zu. Die Planung für das Stadtbereichszentrum an der Roxeler Straße Ende der 1990er Jahre im Zu- sammenhang mit der Entwicklung der Stadtteilerweiterung Gievenbeck-Südwest, hat parallel zu intensiven Bemühungen zur Stärkung des Stadtteilzentrums rund um St. Michael geführt. Maß- nahmen zur Gestaltverbesserung und Attraktivitätssteigerung des Einzelhandels wurden zur dauerhaften Stärkung der Ortsmitte im Integrierten Handlungskonzept Gievenbeck formuliert und bildeten die Zielsetzung für die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 446 „Gievenbeck Ortsmit- te“. Dazu gehörten u.a. die Ausweisung eines Einzelhandelsschwerpunktes am Arnheimweg (Lidl) und großzügige Erweiterungsmöglichkeiten für den bestehenden Einzelhandel sowie weite- re Baufeldausweisungen für zentrale Infrastruktureinrichtungen. Kombiniert wurde dies mit groß- zügigen Werten für die Grundstückausnutzung. Mit der so ermöglichten baulichen Vielfalt und Verdichtung sollte ein Impuls zur Stärkung der Ortsmitte und ein Angebot an Eigentümer und potenzielle Investoren für attraktive Neubaulösungen gegeben werden. Der Bebauungsplan ist seit 2002 rechtskräftig. Das Zentrum der Lukas Kirchengemeinde am Rüschhausweg und das Wohn- und Geschäftshaus am Arnheimweg haben mit ihrer 3- geschossigen Bauweise plus Staffelgeschoss diese neuen Ausnutzungsmöglichkeiten realisiert. Darüber hinaus wurde kein weiteres Projekt innerhalb der Ortsmitte realisiert. Erst die beiden Planungen an der Von-Esmarch-Straße und am Arnheimweg greifen in jüngster Zeit die Maß- stäblichkeit und die Nutzungsmöglichkeiten des Bebauungsplanes wieder auf und planen bzw. realisieren eine deutlich dichtere Wohnbebauung als der historische Bestand. Dies hat zu einer intensiven öffentlichen Diskussion über die gestalterische Verträglichkeit geführt. Mit dem Antrag „Aussichten und Ansichten – Gievenbecks Entwicklung neu strukturieren“ der CDU-Fraktion an den Rat soll diese Diskussion zielgerichtet zur Entwicklung eines Leitbildes für die Ortsmitte vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung des Stadtteils führen. Geklärt werden soll nun, ob sich aus dieser Entwicklung weitere sowie veränderte Anpassungs- bedarfe für die Ortsmitte ergeben und wie diese in gestalterisch und funktional geeigneter Form vorbereitet und planungsrechtlich abgesichert werden können. Hierfür ist eine breit angelegte und frühzeitige Bürgerbeteiligung vorgesehen. In der Vorlage an den Hauptausschuss (V/0818/2013) hat die Verwaltung das Antragsanliegen die Entwicklungsperspektiven der Ortsmitte von Gievenbeck im Rahmen eines öffentlichen Dis- kurses zu entwickeln ausdrücklich unterstützt. Zugleich hat die Verwaltung aufgrund der Vielzahl aktueller Projekte und Entwicklungsprozesse auf die Notwendigkeit einer externen Beauftragung verwiesen. Dass dies mit Kosten von ca. 15.000 € verbunden sein würde, wurde vom Hauptaus- schuss ebenfalls zur Kenntnis genommen. In Vertretung gez. Schultheiß - 3 - V/0978/2014 Stadtdirektor Anlagen: 1. Antrag: „Aussichten und Ansichten – Gievenbecks Entwicklung neu strukturieren“ 2. Luftbild Gievenbeck Ortsmitte 3. Vorlage an den Hauptausschuss V/0818/2013
Anlage 1
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0022/2013 DH, Antrag Aussichten und Ansichten - Gievenbecks Entwicklung neu strukturieren 06. Mai 2013 Der Rat der Stadt Münstermöge beschließen: Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die Entwicklung von Gievenbecks Ortszentrum rund um die Pfarrkirche St..Michael sowie der von dort abgehenden Straßen, besonders Arnheimweg, Enschedeweg, Rüschhausweg, Von- Esmarch-Straße, in einem Planungsprozess neu aufzugreifen und mit geeigneten planungs- rechtlichen Mitteln an die aktuellen bzw. zu erwartenden Bedarfe anzupassen. Dazu soll eine frühzeitige und intensive Bürgerbeteiligung sichergestellt werden, um in einem stadtteilweiten Diskurs ein breit getragenes Entwicklungsleitbild gewinnen zu können. Dabei sollen auch In- strumente bzw. Anreize geprüft werden, um privaten Immobilieneigentümern die Teilnahme an der Stadtteilentwicklung möglich zu machen. Begründung: Gievenbeck entwickelt sich rasant und kontinuierlich. Mit der bevorstehenden zivilen Nutzung der Oxford-Kaserne sowie der bislang von Angehörigen der britischen Streitkräfte genutzten Liegenschaf- ten steht schon ab Ende 2013 ein weiterer Entwicklungsprozess bevor. Das deutlich gewachsene Bevölkerungsaufkommen, aber auch die durch neue Nutzungen geänderte Bedeutung von Straßen und Wegeverbindungen erfordern eine Aktualisierung der planungsrechtlichen Voraussetzungen, aber auch der Formulierung von Wünschen, Zielen und Möglichkeiten bei der Entwicklung von Gieven- becks Ortsmitte. Der gültige Bebauungsplan ist mittlerweile rund zehn Jahre alt und kann somit die bevorstehende Konversion nicht berücksichtigen. Durch die Öffnung des Kasernengeländes wird aber auf jeden Fall der Arnheimweg als Zuwegung an Bedeutung zunehmen, neue Nutzungskonzepte für Straßenzüge werden dazu ebenfalls beitragen. Die mit dem Bebauungsplan angestrebte Aufwertung des Ortskerns durch eine Neugestaltung der Straßen- und Wegebeziehungen und hier insbesondere der Platzgestaltung im Bereich des so ge- nannten Thierseschinkens lässt sich zudem nicht mehr erreichen, weil nach mehreren erfolglosen Anträgen keine Aussicht mehr auf die erforderliche Landesförderung besteht. Die Umgestaltung des Ortskerns lässt sich daher nur unter deutlicher Einbeziehung der privaten Grundstückseigentümer erreichen. Um hier Anreize zu schaffen, dürfte, wie aktuelle Bauanträge zeigen, sowohl hinsichtlich der festgesetzten Nutzungen als auch der zulässigen Baumassen eine Überarbeitung und gleichzeiti- ge Erweiterung des Bebauungsplanes um die angesprochenen Planbereiche sinnvoll sein. Dies soll in einem breit angelegten Bürgerbeteiligungsprozess erfolgen. gez. Stefan Weber Dr. Dietmar Erber Christian Moll Gilbert Aldejohann Georg Fehlauer Andreas Nicklas Frank Baumann Walter von Göwels Jürgen Ohm Sybille. Benning Richard Halberstadt Robert Otte Georg Berding Gilbert Hartmann Karin Reismann Dieter von den Berg Ludger Janning H.-Dieter Sellenriek Heinz-Georg Buddenbäumer Bruno Kleine Borgmann Barbara Stober Olaf Dreßen Karl Kleine-Wilke Helga Welker Edgar Drüge Marliese Kosmider Simone Wendland Wolfhard Ediger Teresa Küppers Peter Wolfgarten Franz-Pius Graf von Merveldt CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster Fraktionsgeschäftsstelle Mauritzstraße 7-8° 48143 Münster Telefon (0251) 4.18 43-0 ' Telefax (0251) 4 31 36 e-mail fraktion@cdu-ms.de ' http://www.cdu-ms.de
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (7)
- Roxeler Straße
- Von-Esmarch-Straße
- Arnheimweg
- Rüschhausweg
- Heekweg
- Enschedeweg
- Mauritzstraße 7
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Details
- Aktenzeichen
- V/0978/2014
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 19.12.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37