2948/2024
Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2022 für die Bühnen der Stadt Köln
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Anlage 2 - Gewinn- und Verlustrechnung
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Anlage 2 Bühnen der Stadt Köln, Köln Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2021/2022 2021/2022 EUR 2020/2021 EUR 1. Umsatzerlöse 3.796.032,93 759.012,40 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 97.000,00 1.319.600,00 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.179.100,00 1.557.900,00 4. Sonstige betriebliche Erträge 90.378.273,48 89.630.213,49 95.450.406,41 93.266.725,89 5. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.743.625,22 -1.412.879,91 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -13.217.178,43 -10.685.400,67 -14.960.803,65 -12.098.280,58 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter -40.389.679,51 -34.201.433,60 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -10.293.618,59 -9.711.292,55 -50.683.298,10 -43.912.726,15 7. Abschreibungen a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.912.567,79 -4.568.463,70 -3.912.567,79 -4.568.463,70 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.905.734,76 -29.425.385,51 4.988.002,11 3.261.869,95 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.596,49 5.766,43 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -425.679,00 -479.640,37 -409.082,51 -473.873,94 4.578.919,60 2.787.996,01 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 3.761,96 12. Ergebnis nach Steuern 4.578.919,60 2.791.757,97 13. Sonstige Steuern -3.965,62 -67.244,36 14. Jahresgewinn 4.574.953,98 2.724.513,61 Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 3.703.438,17 2.633.508,78 Einstellung in die Gewinnrücklagen 0,00 -1.654.584,22 Entnahmen aus Gewinnrücklagen 250.000,00 0,00 15. Bilanzgewinn/-verlust 8.528.392,15 3.703.438,17
Anlage 6 - Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
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Anlage 1 - Bilanz
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Anlage 1 Bühnen der Stadt Köln, Köln Bilanz zum 31. August 2022 A K T I V A 31.08.2022 31.08.2021 EUR EUR A. A nlagevermögen I. I mmaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.681,00 114.591,00 85.681,00 114.591,00 II. Sachanlagen 1. Grundstücke mit Betriebsbauten 19.127.362,00 20.204.957,00 2. Maschinen und maschinelle Anlagen 9.443.347,00 10.632.517,00 3. Betriebs-und Geschäftsausstattung 4.333.402,00 4.946.503,00 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 509.682.580,64 432.730.327,72 542.586.691,64 468.514.304,72 542.672.372,64 468.628.895,72 B. U mlaufvermögen I. Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 339.240,00 305.805,00 2. Unfertige Leistungen 5.375.000,00 5.278.000,00 5.714.240,00 5.583.805,00 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 374.083,28 248.756,27 2. Forderungen gegen die Stadt Köln 8.328.441,08 50.380.919,82 3. Forderungen gegen Eigenbetriebe 0,00 89.993,91 4. Sonstige Vermögensgegenstände 11.339.823,28 15.916.141,26 20.042.347,64 66.635.811,26 III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.137.601,60 36.690.659,93 26.894.189,24 108.910.276,19 C. Rec hnungsabgrenzungsposten 901.809,93 643.749,05 570.468.371,81 578.182.920,96 P A S S I V A 31.08.2022 31.08.2021 EUR EUR A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00 II. Gewinnrücklagen 9.208.172,84 9.458.172,84 III. Bilanzgewinn 8.528.392,15 3.703.438,17 17.786.564,99 13.211.611,01 B. Sonderposten mit Rücklageanteil 19.414.905,71 18.717.244,96 C. R ückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.399.300,00 5.147.674,00 2. Sonstige Rückstellungen 13.428.256,00 12.919.310,00 18.827.556,00 18.066.984,00 D. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 112.717.895,23 132.546.194,85 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.819.748,48 8.549.435,44 3. Verbindlichkeiten gegenüber Eigenbetrieben 1.404.538,76 0,00 4. Sonstige Verbindlichkeiten 376.812.097,81 385.323.613,23 503.754.280,28 526.419.243,52 E. Rechnungsabgrenzungsposten 10.685.064,83 1.767.837,47 570.468.371,81 578.182.920,96
Anlage 5 - Fragenkatalog nach § 53 HGrG
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Anlage 5
Seite 1
Bühnen der Stadt Köln
Jahresabschluss zum 31. August 2022
Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach § 53 HGrG
Grundlage unserer Arbeiten ist der Prüfungsstandard IDW PS 720 des Instituts der Wirtschafts-
prüfer in Deutschland e. V. (Fragenkatalog zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts-
führung und der wirtschaftlichen Verhältnisse nach § 53 HGrG). D ieser Prüfungsstandard ist in
Zusammenarbeit mit dem Bundesfinanzministerium, dem Bundesrechnungshof und den Landes-
rechnungshöfen erarbeitet worden.
Die dort aufgeführten Fragen sind lückenlos zu beantworten. Soweit eine einzelne Frage für die
geprüfte Einrichtung nicht einschlägig ist, ist dies zu begründen . Soweit sich die Beantwortung
der Frage bereits aus der Berichterstattung über die Jahresabschlussprüf ung ergibt, haben wir
Verweisungen vorgenommen.
Der oben bezeichnete Fragenkatalog gliedert sich wie folgt:
Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführungsorganisation
Ordnungsmäßigkeit des Geschäftsführungsinstrumentariums
Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführungstätigkeit
Vermögens- und Finanzlage
Ertragslage
Beantwortung des Fragenkatalogs:
Anlage 5
Seite 2
Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführungsorganisation
Fragenkreis 1: Tätigkeit von Überwachungsorganen und Geschäftsleitung sowie individu-
alisierte Offenlegung der Organbezüge
a) Gibt es Geschäftsordnungen für die Organe und einen Geschäftsverteilungsplan für die
Geschäftsleitung sowie ggf. für die Konzernleitung? Gibt es d arüber hinaus schriftliche
Weisungen des Überwachungsorgans zur Organisation für die Geschäfts- sowie ggf. für
die Konzernleitung (Geschäftsanweisung)? Entsprechen diese Re gelungen den Bedürf-
nissen des Unternehmens bzw. des Konzerns?
Innerhalb der Betriebsleitung sind die Geschäftsverteilung und die Abgrenzung der Kompetenzen
und Zuständigkeiten der einzelnen Mitglieder durch die Diens tanweisung vom 18. Januar 2016
geregelt.
Nach dieser Dienstanweisung setzt sich die Betriebsleitung der Bühnen d er Stadt Köln aus vier
Betriebsleitern/Betriebsleiterinnen zusammen: dem Geschäftsführenden Direktor/der Geschäfts-
führenden Direktorin, dem Intendanten/der Intendantin des Schauspiels, dem Intendanten/der In-
tendantin der Oper und dem Technischen Betriebsleiter/der Technischen Betriebsleiterin. Die Be-
triebsleitung führt die Geschäfte der Bühnen der Stadt Köln gesamtverantwortlich nach einheitli-
chen Zielsetzungen, Plänen und Richtlinien. Konflikte sind innerhalb der Betriebsleitung zu lösen;
soweit das nicht zu einem einvernehmlichen Ergebnis führt, ist der/die zuständige Beigeordnete
einzuschalten, der/die letztendlich entscheidet, wenn keine Konfliktlösung herbeigeführt werden
kann. Unbeschadet der Gesamtverantwortung werden den Betriebsleitern Ressorts zugewiesen,
für die sie zuständig sind.
Zum Aufgabenbereich des Geschäftsführenden Direktors/der Geschäftsführenden Direktorin ge-
hören das Finanzwesen, das Personalwesen und die Verwaltung (Organisation, EDV etc.).
Dienstvorgesetzter der Bediensteten der Einrichtung ist der/die Oberbürgermeister/in (§ 6 d Be-
triebssatzung vom 27. August 2013 in der Änderungsfassung v om 11. April 2016, veröffentlicht
im Amtsblatt der Stadt Köln vom 20. April 2016).
Im Wirtschaftsjahr 2021/22 setzte sich die Betriebsleitung der Bühnen aus dem Geschäftsführen-
den Direktor, Herrn Patrick Wasserbauer, der Opernintenda ntin, Frau Dr. Birgit Meyer, dem
Schauspielintendanten, Herrn Stefan Bachmann, und dem Technischen B etriebsleiter, Herrn
Bernd Streitberger, zusammen.
Anlage 5
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Die Überwachungsorgane der Einrichtung sind der Rat der Sta dt Köln und der Betriebsaus-
schuss.
Der Rat der Stadt Köln entscheidet über Angelegenheiten, die er nicht übertragen kann (§ 41
Abs. 2 GO NRW). Dazu gehören u. a.:
– die Wahl der Mitglieder der Ausschüsse und ihrer Vertreter
– der Erlass, die Änderung und die Aufhebung von Satzungen un d ortsrechtlichen Bestim-
mungen
– der Erlass eines Stellenplanes
– die Festsetzung privatrechtlicher Entgelte
Darüber hinaus entscheidet der Rat der Stadt Köln u. a. über folgende Angelegenheiten (§ 4 der
Betriebssatzung):
– Bestellung und Abberufung der Betriebsleiter
– Feststellung und Änderung des Wirtschaftsplanes
– Feststellung des Jahresabschlusses, die Verwendung des Jahresgewi nnes oder die Be-
handlung eines Jahresverlustes und die Entlastung des Betriebsausschu sses sowie die
Rückzahlung von Eigenkapital an die Stadt
Die übrigen Zuständigkeiten des Rates der Stadt Köln nimmt – bis auf die o. g. nicht übertragba-
ren Aufgaben und die in der Betriebssatzung genannten Angele genheiten – der Betriebsaus-
schuss wahr (§ 41 Abs. 2 und 3 GO NRW i. V. mit der Zuständigkeitsordnung des Rates der Stadt
Köln).
Der Betriebsausschuss ist personenidentisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln
(§ 5 Abs. 1 der Betriebssatzung). Der Betriebsausschuss bündelt alle den eigenbetriebsähnlichen
Betrieb betreffenden kaufmännischen, technischen und personellen Angelegenheiten, die an-
sonsten nach der Zuständigkeitsordnung grundsätzlich auch anderen Fachausschüssen zur Ent-
scheidung übertragen sind.
Anlage 5
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Der Betriebsausschuss entscheidet in den Angelegenheiten, die ihm durch die GO NRW und die
EigVO NRW übertragen sind, sowie in den ihm vom Rat der S tadt Köln ausdrücklich übertrage-
nen Angelegenheiten sowie gemäß der Betriebssatzung über
– Erlass und Niederschlagung von Ansprüchen zwischen EUR 10.00 0,00 bis
EUR 50.000,00, Stundung von Ansprüchen zwischen EUR 20.000,00 bis EUR 50.000,00
– Bedarfsfeststellungen (außer Bauleistungen) bei Auftrag swerten von mehr als
EUR 300.000,00 bis EUR 1,5 Mio.
– Zustimmung zu sonstigen Verträgen, wenn der Wert im Einz elfall den Betrag von
EUR 300.000,00 übersteigt. Ausgenommen sind die Geschäfte der laufenden Betriebsfüh-
rung und Angelegenheiten, die nach der Gemeindeordnung NRW, der Eigenbetriebsver-
ordnung oder der Betriebssatzung der Zuständigkeit des Rates vorbehalten sind
– den Vorschlag eines Abschlussprüfers zur Vorlage an die Gem eindeprüfungsanstalt
Die Einbindung des Rates der Stadt Köln sowie des Betriebsausschusses in die Entscheidungs-
prozesse der Betriebsleitung vollzieht sich nach den gesetzlichen Grundlagen sowie den ergän-
zenden Regelungen (Gemeindeordnung NRW, Eigenbetriebsverordnung NRW, Hauptsatzung
der Stadt Köln vom 10. Februar 2009 in der Fassung vom 15. März 2016 und Zuständigkeitsord-
nung der Stadt Köln vom 12. Mai 2016 bzw. vom 27. Juli 2017).
Die vorgenannten Regelungen sind sachgerecht und entsprechen den Bedürfnissen der Bühnen.
b) Wie viele Sitzungen der Organe und ihrer Ausschüsse haben stattgefunden und wurden
Niederschriften hierüber erstellt?
Im Zeitraum vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 fanden acht Sitzungen des Be-
triebsausschusses und fünf die Einrichtung betreffende Sitzungen des Rates der Stadt Köln statt.
Es wurden zu allen Sitzungen des Betriebsausschusses und des Rates de r Stadt Köln Nieder-
schriften erstellt.
Sitzungen der Betriebsleitung haben auskunftsgemäß stattgefunden. Niederschriften über die Sit-
zungen wurden nicht erstellt.
Anlage 5
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c) In welchen Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i. S. d. § 125 Abs. 1 Satz 5 des
Aktiengesetzes sind die einzelnen Mitglieder der Geschäftsleitung tätig?
Die Mitglieder der Betriebsleitung sind auskunftsgemäß in keinem weiteren Kontrollgremium tätig.
d) Wird die Vergütung der Organmitglieder (Geschäftslei tung, Überwachungsorgan) indi-
vidualisiert im Anhang des Jahresabschlusses/Konzernabschlusses aufgeteilt nach Fi-
xum, erfolgsbezogenen Komponenten und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung
ausgewiesen? Falls nein, wie wird dies begründet?
Organe der Bühnen sind die Betriebsleitung und der Betriebsausschuss. Die gewährte Vergütung
der Betriebsleitung wird im Anhang individualisiert ausgewiesen. Die Mitglieder des Betriebsaus-
schusses erhalten keine Vergütung.
Ordnungsmäßigkeit des Geschäftsführungsinstrumentariums
Fragenkreis 2: Aufbau- und ablauforganisatorische Grundlagen
a) Gibt es einen den Bedürfnissen des Unternehmens entsprechenden Organisationsplan,
aus dem Organisationsaufbau, Arbeitsbereiche und Zuständigkeite n/Weisungs-befug-
nisse ersichtlich sind? Erfolgt dessen regelmäßige Überprüfung?
Mit der Überführung der Bühnen vom Regiebetrieb in eine ei genbetriebsähnliche Einrichtung
wurde die Organisation der Abteilungen neu gegliedert. Die Arbeitsbereiche und dazugehörigen
personellen Zuständigkeiten ergeben sich aus dem jährlichen Dienstverteilungs- und Stellenplan.
Im Dienstverteilungs- und Stellenplan sind sehr kurze Stellenbeschreibungen der Mitarbeiter vor-
handen. Unterlagen zu Weisungsbefugnissen und Vollmachten der Mitarbeiter sind zentral doku-
mentiert.
Eine regelmäßig stattfindende Überprüfung der Aufbauorganis ation durch die Betriebsleitung
ergibt sich aus dem jährlich aufzustellenden Dienstverteilungs- und Stellenplan.
Seit dem Frühjahr 2020 besteht nun auch eine zentrale Plattf orm ("Backstage"), in der die zent-
ralen Unterlagen der Ablauforganisation für alle Mitarbeiter online zur Verfügung gestellt werden.
Anlage 5
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b) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass nicht nach dem Organisationsplan verfahren
wird?
Derartige Anhaltspunkte haben wir bei unserer stichprobenartig du rchgeführten Prüfung nicht
festgestellt.
c) Hat die Geschäftsleitung Vorkehrungen zur Korruptionsprävention ergriffen und doku-
mentiert?
Die Bühnen haben die von der Stadt Köln getroffenen Vorkehr ungen zur Korruptionsprävention
beachtet. Diese betreffen Hinweise zur Umsetzung des Korruptionsbekämpfungsgesetzes (Kor-
ruptionsbG) vom 16. Dezember 2004 im Vergabewesen sowie Richtli nien zur Rotation von Mit-
arbeitern/Mitarbeiterinnen in korruptionsgefährdeten Bereichen und das Verbot der Annahme von
Vergünstigungen. Im Wirtschaftsjahr 2021/22 wurden keine zusätzlichen bzw. neuen Regeln ein-
geführt.
Die Einhaltung dieser Maßnahmen wird von der internen Revision, die unmittelbar an die Ge-
schäftsführende Direktion angebunden ist, kontrolliert.
Anlage 5
Seite 7
d) Gibt es geeignete Richtlinien bzw. Arbeitsanweisungen für wesentliche Entscheidungs-
prozesse (insbesondere Auftragsvergabe und Auftragsabwicklung, Pe rsonalwesen, Kre-
ditaufnahme und -gewährung)? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass diese nicht ein-
gehalten werden?
Grundsätzlich gelten die Regelungen zum allgemeinen Dienstbetrieb und Geschäftsablauf inner-
halb der Kölner Stadtverwaltung, die im Handbuch der Stadtverwaltung Köln vom 1. Februar 2021
bzw. den laufenden Aktualisierungen hierzu zusammengefasst worden sind. Darüber hinaus er-
geben sich entsprechende Richtlinien aus der Zuständigkeitsordnung der Stadt Köln. Den Mitar-
beitern stehen im Intranet der Stadt Köln (Internes – Biblioth ek) die zu beachtenden Ge-
setze/Rechtsverordnungen, Dienstanweisungen/-vereinbarungen und stä dtischen Regelungen
zur Verfügung. Die städtischen Regelungen umfassen u. a.:
– Allgemeine Rahmenbedingungen für Sponsoringleistungen im B ereich der Stadtverwal-
tung vom 9. November 2010 bzw. laufende Aktualisierungen
– Geschäftsanweisung zur Durchführung von Vergabeverfahren vom 1. Mai 2021 bzw. lau-
fende Aktualisierungen. Diese hat die Kölner Vergabeordnung (KVO) ersetzt.
– Wertgrenzenregelung für die Vorlage- und Informationspflich ten gegenüber dem Rech-
nungsprüfungsamt (Stand 1. Mai 2021)
Darüber hinaus hat der Rat der Stadt Köln speziell für die Bühn en folgende Richtlinie beschlos-
sen:
– Geschäftsordnung über die Abgabe kostenloser bzw. ermäßigter Eint rittskarten bei den
Bühnen der Stadt Köln vom 31. Januar 2002, geändert mit Beschluss des Rates der Stadt
Köln vom 18. Juli 2013
Im Rahmen des jährlichen Wirtschaftsplanes beschließt der Rat der Stadt Köln über den Gesamt-
betrag der Kredite zur Finanzierung der Ausgaben und ermächtigt gleichzeitig die Betriebsleitung,
Kassenkredite bis zu einer bestimmten Höhe aufzunehmen, um die kurzfristige Liquidität sicher-
zustellen. Die Ermächtigung der Betriebsleitung zur Kreditaufnahme und zur Eingehung von Ver-
pflichtungen wurde vom Rat der Stadt Köln am 28. Juni 2016, am 17 . November 2016 und am
18. Mai 2017 beschlossen.
Es haben sich im Rahmen der stichprobenhaft durchgeführten Prüfung keine Anhaltspunkte dafür
ergeben, dass die vorstehend genannten Regelungen und Richtlinien nicht eingehalten wurden.
Anlage 5
Seite 8
e) Besteht eine ordnungsmäßige Dokumentation von Verträgen (z. B. Grundstücksverwal-
tung, EDV)?
Grundsätzlich werden Verträge, die die Bühnen der Stadt Köln be treffen, in Form eines Kopier-
exemplars geordnet abgelegt. Darüber hinaus werden die Verträge in Excel-basierten Listen er-
fasst und fortlaufend aktualisiert. Die Aufgliederung der Ve rträge erfolgt nach Spielzeiten und
Sparten bzw. Spielort; bei spielzeitübergreifenden Verträg en erfolgt die Aufgliederung alphabe-
tisch bzw. nach Vertragspartnern.
Die Verwaltung dieser Verträge wird durch einen Mitarbeiter des Finanz- und Rechnungswesens
wahrgenommen.
Die Dokumentation und Aufbewahrung von originalen Mitarbeiterverträgen und Gagenkräften er-
folgt in der Personalabteilung der Bühnen.
Die Dokumentation erfolgt ordnungsgemäß.
Fragenkreis 3: Planungswesen, Rechnungswesen, Informationssystem und Controlling
a) Entspricht das Planungswesen – auch im Hinblick auf Planungshorizont und Fortschrei-
bung der Daten sowie auf sachliche und zeitliche Zusammenhänge vo n Projekten – den
Bedürfnissen des Unternehmens?
Das Planungswesen entspricht den Bedürfnissen der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung.
b) Werden Planabweichungen systematisch untersucht?
Planabweichungen in den Wirtschaftsplänen werden regelmäßig unter Zuhilfenahme des SAP-
Moduls Controlling untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung werden regelmäßig in den Er-
läuterungen zu dem jeweiligen Quartalsbericht dargestellt. Die Quartalsberichte sind nach dem
Erfolgsplan gegliedert und zeigen die Abweichungen zum Wirtschaft splan auf. Abweichungen
vom Budget werden überwacht. Darüber hinaus erhalten die Kostenstellenverantwortlichen vom
Controlling monatliche Auswertungen, mittels derer sie üb er die Höhe der noch zur Verfügung
stehenden Mittel informiert werden. Die Betriebsleitung erh ält monatlich Auswertungen aus der
Kosten- und Leistungsrechnung, um einen Gesamtüberblick hinsichtlich der bereits verwendeten
bzw. noch zur Verfügung stehenden Mittel zu erhalten.
Anlage 5
Seite 9
c) Entspricht das Rechnungswesen einschließlich der Kostenrechnung der Größe und den
besonderen Anforderungen des Unternehmens?
Das Rechnungswesen entspricht der Größe und den Anforderungen der Bühnen.
d) Besteht ein funktionierendes Finanzmanagement, welches u . a. eine laufende Liquidi-
tätskontrolle und eine Kreditüberwachung gewährleistet?
Der Liquiditätsbedarf der Bühnen wird durch eine Finanzplanung sichergestellt. Eine laufende
Liquiditätskontrolle und eine Kreditüberwachung sind dadurch gewährleistet.
e) Gehört zu dem Finanzmanagement auch ein zentrales Cash-Management und haben
sich Anhaltspunkte ergeben, dass die hierfür geltenden Rege lungen nicht eingehalten
worden sind?
Das Finanzmanagement verfügt über ein zentrales Cash-Management.
f) Ist sichergestellt, dass Entgelte vollständig und zeit nah in Rechnung gestellt werden?
Ist durch das bestehende Mahnwesen gewährleistet, dass ausstehende Forderungen zeit-
nah und effektiv eingezogen werden?
In Bezug auf den Verkauf von Eintrittskarten erfolgt eine Rechnungsstellung nur für den Bereich
der Abonnements- und Großkunden. Ansonsten erfolgen Barverkäufe oder Verkäufe mit Bezah-
lung durch EC- bzw. Kreditkarte.
Sofern eine Rechnungsstellung erfolgt, ist sichergestellt, dass di ese vollständig und zeitnah ist.
Eine Ausgabe der Eintrittskarten erfolgt zeitgleich mit der Rechnungsstellung.
g) Entspricht das Controlling den Anforderungen des Unternehmen s/Konzerns und um-
fasst es alle wesentlichen Unternehmens-/Konzernbereiche?
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung verfügt über ein Control ling, dessen Aufgabenbereiche
sich über alle Teilbereiche der Bühnen erstrecken. So werden u. a. Plan-Ist-Abweichungen, Be-
sucherstatistiken, Produktionsabrechnungen für einzelne Kostenträger sowie Kostenstellenrech-
nungen erstellt. Ferner ist das Controlling mitverantwortl ich für die Aufstellung der Wirtschafts-
pläne sowie die Überwachung deren Einhaltung. Seit der Spielzeit 2015/16 ist das Controlling der
Personalkosten Bestandteil der regelmäßigen Berichte an die Geschäftsführung.
Anlage 5
Seite 10
h) Ermöglicht das Rechnungs- und Berichtswesen eine Steuerung und/oder Überwachung
der Tochterunternehmen und der Unternehmen, an denen eine wesent liche Beteiligung
besteht?
Da die Bühnen keine Anteile an Tochter- und Beteiligungsunternehmen halten, findet diese Frage
keine Anwendung.
Fragenkreis 4: Risikofrüherkennungssystem
a) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung nach Art und Umfang Frühwarnsignale definiert und
Maßnahmen ergriffen, mit deren Hilfe bestandsgefährdende Risi ken rechtzeitig erkannt
werden können?
Für Zwecke der Risikofrüherkennung haben die Bühnen ein Risiko - und Chancen-Management
(RCM) eingerichtet.
Es wird jährlich eine Risikoinventur mit Hilfe von definier ten Fragenkatalogen und Checklisten
durchgeführt, wobei alle Abteilungen der Bühnen bei der Risiko erfassung einbezogen werden.
Dazu werden die Risikoverantwortlichen, i. d. R. die Abteilung sleiter bzw. deren Stellvertreter,
schriftlich nach Risiken und Chancen und deren Entwicklung in i hren Bereichen befragt. Die Ri-
sikoverantwortlichen machen Angaben zur Auswirkung der Risiken in Euro, woraus sich die Ein-
stufung in niedrig, moderat, wesentlich und gravierend ergibt, und zur Eintrittswahrscheinlichkeit
(gering, mittel, hoch und sehr hoch). Aus diesen beiden Dimensionen ergibt sich eine 4 x 4-Risi-
komatrix (RiskMap), in die jedes Risiko eingeordnet ist.
Mit der Einrichtung eines solchen Informationssystems soll sichergestellt sein, dass mögliche Ri-
siken und Chancen an die jeweiligen Entscheidungsträger der Büh nen rechtzeitig kommuniziert
werden, um wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fehlentw icklungen frühzeitig
entgegenwirken zu können.
Durch die regelmäßige Risikoinventur werden bereits bestehen de Risiken auf Aktualität geprüft
und ggf. neue Risiken benannt bzw. die Feststellung getroffe n, dass Risiken erledigt sind. Die
von den Risikoverantwortlichen gelieferten Informationen (Risikoidentifikation, -analyse, -bewer-
tung und -steuerung) werden vom Risikomanager ausgewertet und ins RCM-System übernom-
men. Die Daten werden zu den Inventurstichtagen festgeschrieben, sodass die Entwicklung der
Risiken hinsichtlich Bewertung und Trend (sinkend, steigend, konst ant) nachvollzogen werden
kann.
Anlage 5
Seite 11
Bei der Art von Risiken, wie sie bei den Bühnen der Stadt Köln bestehen, sind nach Auffassung
der Betriebsleitung allerdings überwiegend keine sinnvollen Frühwarnsignale mit entsprechenden
Schwellenwerten definierbar und deshalb nicht festgelegt.
Außerhalb des RCM-Systems erhalten die Risikoverantwortlichen in ihrer Funktion als Abtei-
lungsleiter regelmäßig weiterführende Informationen (Controlling, Statistiken, Auswertungen), die
sie frühzeitig über Veränderungen und wichtige Ereignisse informieren.
Zum Stichtag 31. August 2022 waren insgesamt 41 Risiken und 4 Chancen, zum Stichtag
31. August 2021 insgesamt 41 Risiken (davon eines erledigt) u nd vier Chancen identifiziert und
den verschiedenen Bereichen (Betriebsleitung, Produktion, Technik und Verwaltung) zugeordnet.
Die Risiken sind weiterhin unterteilt in allgemeine externe, allgemeine interne, finanzwirtschaftli-
che, personelle, räumliche/technische Ausstattungsrisiken und l eistungswirtschaftliche Risiken.
Darüber hinaus definieren die Risikoverantwortlichen Maßnahmen, die den Risiken entgegenwir-
ken, sie ggf. verhindern bzw. vermindern.
b) Reichen diese Maßnahmen aus und sind sie geeignet, ihren Z weck zu erfüllen? Haben
sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Maßnahmen nicht durchgeführt werden?
Da für die Risiken bei den Bühnen der Stadt Köln nach Auffassung der Betriebsleitung überwie-
gend keine sinnvollen Frühwarnsignale mit entsprechenden Schwell enwerten definiert werden
können, ist insoweit das RCM-System nicht als Frühwarnsystem angelegt.
c) Sind diese Maßnahmen ausreichend dokumentiert?
Die getroffenen Maßnahmen im Rahmen des Risikofrüherkennungssys tems sind ausreichend
dokumentiert. Darüber hinaus gibt es in der Abteilung eine Inhalts- und Ablaufbeschreibung des
Risikofrüherkennungssystems.
d) Werden Frühwarnsignale und Maßnahmen kontinuierlich und systematisch mit dem ak-
tuellen Geschäftsumfeld sowie mit den Geschäftsprozessen und Fun ktionen abgestimmt
und angepasst?
Vgl. Antwort zu Frage 4c).
Anlage 5
Seite 12
Fragenkreis 5: Finanzinstrumente, andere Termingeschäfte, Optionen und Derivate
In dem Geschäftsjahr 2021/22 wurden keine Termingelder angelegt, es erfolgte lediglich die
Rückzahlung der im Geschäftsjahr 2020/21 angelegten Termingelder, bis auf die Anlage bei der
Greensill Bank.
Vor dem Hintergrund der Aufarbeitung und Bewertung der Abläufe und organisatorischen Rege-
lungen im Zusammenhang mit den Einlagen bei der Greensill Bank AG sowie den daraus resul-
tierenden Handlungserfordernissen hat die Verwaltung alle zuständigen Ausschüsse darüber un-
terrichtet, dass eine Liquiditätsrichtlinie sowie Reportingformate und Verfahrensvorgaben für die
eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen zu erarbeiten seien. Zwischenz eitlich sind die hierzu er-
folgten Abstimmungsprozesse abgeschlossen und die Bühnen berichten regelmäßig zu Beginn
eines Monats an die Kämmerei ihren Liquiditätsstatus zum End e des Vormonats. Um den Um-
gang mit gegebenenfalls künftig auftretenden Liquiditätsbeständen zu regeln, hat die Betriebslei-
tung darüber hinaus eine Liquiditätsrichtlinie auf Basis eines m it der Kämmerei abgestimmten
Musters am 15. Mai 2022 in Kraft gesetzt. Die zwingende Beachtung dieser Richtlinie wurde auch
in eine Neufassung der Betriebssatzung der Bühnen aufgenomme n, die der Rat der Stadt Köln
am 5. Mai 2022 beschlossen hat. Künftig wird die Betriebsleitung innerhalb der Quartalsberichte
zudem den Betriebsausschuss über den Liquiditätsstatus zum Ende eine s jeden Quartals infor-
mieren.
a) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung den Geschäftsumfang zum Einsatz von Finanzinstru-
menten sowie von anderen Termingeschäften, Optionen und Der ivaten schriftlich festge-
legt? Dazu gehört:
Welche Produkte/Instrumente dürfen eingesetzt werden?
Mit welchen Partnern dürfen die Produkte/Instrumente bis zu welchen Beträgen eingesetzt
werden?
Wie werden die Bewertungseinheiten definiert und dokumentiert und in welchem Umfang
dürfen offene Posten entstehen?
Sind die Hedge-Strategien beschrieben, z. B. ob bestimmte Stra tegien ausschließlich zu-
lässig sind bzw. bestimmte Strategien nicht durchgeführt w erden dürfen (z. B. antizipati-
ves Hedging)?
Anlage 5
Seite 13
b) Werden Derivate zu anderen Zwecken eingesetzt als zur Optimi erung von Kreditkondi-
tionen und zur Risikobegrenzung?
c) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung ein dem Geschäftsumfang e ntsprechendes Instru-
mentarium zur Verfügung gestellt, insbesondere in Bezug auf
Erfassung der Geschäfte
Beurteilung der Geschäfte zum Zweck der Risikoanalyse
Bewertung der Geschäfte zum Zweck der Rechnungslegung
Kontrolle der Geschäfte?
d) Gibt es eine Erfolgskontrolle für nicht der Risikoabsicherung (Hedging) dienende Deri-
vatgeschäfte und werden Konsequenzen aufgrund der Risikoentwicklung gezogen?
e) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung angemessene Arbeitsanweisungen erlassen?
f) Ist die unterjährige Unterrichtung der Geschäfts-/Konzernleitung im Hinblick auf die of-
fenen Positionen, die Risikolage und die ggf. zu bildenden Vorsorgen geregelt?
Fragenkreis 6: Interne Revision
a) Gibt es eine den Bedürfnissen des Unternehmens/Konzerns entsprechende interne Re-
vision/Konzernrevision? Besteht diese als eigenständige Stelle oder wird diese Funktion
durch eine andere Stelle (ggf. welche?) wahrgenommen?
Die interne Revision bei den Bühnen der Stadt Köln ist als eigenständige Stelle in der Geschäfts-
führenden Direktion angesiedelt. Die interne Revision ist ebenfalls für das Gürzenich-Orchester
Köln tätig.
Der Tätigkeitsbereich der internen Revision ist in der "Dienstanwei sung Innenrevision" vom
27. Januar 2015 festgelegt.
Weitere Prüfungen werden durch das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln durchgeführt.
Anlage 5
Seite 14
b) Wie ist die Anbindung der internen Revision/Konzernrev ision im Unternehmen/Kon-
zern? Besteht bei ihrer Tätigkeit die Gefahr von Interessenkonflikten?
Die interne Revision der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist unmittelbar an die Geschäftsfüh-
rende Direktion angebunden.
Die Interne Revision ist mit einem Prüfungs-, Beratungs- und Feststellungsrecht ausgestattet.
Die Gefahr von Interessenkonflikten besteht nicht, da die interne Revision weisungsunabhängig
ist.
c) Welches waren die wesentlichen Tätigkeitsschwerpunkte d er internen Revision/Kon-
zernrevision im Geschäftsjahr? Wurde auch geprüft, ob wesentlich miteinander unverein-
bare Funktionen (z. B. Trennung von Anweisung und Vollzug) o rganisatorisch getrennt
sind? Wann hat die interne Revision das letzte Mal über Korruptionsprävention berichtet?
Liegen hierüber schriftliche Revisionsberichte vor?
Die mit der internen Revision beauftragte Mitarbeiterin war im Berichtsjahr in folgenden Bereichen
schwerpunktmäßig tätig:
– Ausgabenkontrolle bei den Bühnen über Bedarfsprüfungen der Bühnen der Stadt Köln
(1/2021)
– Bei Vergabeverfahren
Prüfung der Vergabeunterlagen
Umsetzung der Geschäftsanweisung zur Durchführung von Vergabeverf ahren
Umsetzung der Wertgrenzenregelung für die Vorlage- und Informa tionspflichten ge-
genüber dem Rechnungsprüfungsamt ab 1. April 2022
– Regelungen und Dienstanweisungen allgemein:
– Allgemeine Geschäftsbedingungen der Bühnen der Stadt Köln
– Arbeitsanweisung für Bedarfsprüfungen
– Datenschutz, hier Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (D SGVO) sowie Über-
wachung der Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften
d) Hat die interne Revision ihre Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer abge-
stimmt?
Eine Abstimmung der Prüfungsschwerpunkte der internen Revision mit dem Abschlussprüfer er-
folgt nicht.
Anlage 5
Seite 15
e) Hat die interne Revision/Konzernrevision bemerkenswerte Mängel aufgedeckt und um
welche handelt es sich?
Die interne Revision hat im Rahmen ihrer in 2021/22 durchgeführ ten Tätigkeiten keine bemer-
kenswerten Mängel bei der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aufgedeckt.
f) Welche Konsequenzen werden aus den Feststellungen und Empfehlungen der internen
Revision/Konzernrevision gezogen und wie kontrolliert die interne Revision/Konzern-revi-
sion die Umsetzung ihrer Empfehlungen?
Seit Aufnahme der Tätigkeit der internen Revision veranlasst die Betriebsleitung die Umsetzung
der Empfehlungen der internen Revision u. a. durch Dienstanweisu ngen. Die interne Revision
prüft die Einhaltung der Dienstanweisungen bei Bedarf bzw. auf Anweisung in zeitlichem Ab-
stand.
Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführungstätigkeit
Fragenkreis 7: Übereinstimmung der Rechtsgeschäfte und Ma ßnahmen mit Gesetz, Sat-
zung, Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden Beschlüssen des Überwa-
chungsorgans
a) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die vorherige Zusti mmung des Überwa-
chungsorgans zu zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften und Maßnahmen ni cht ein-
geholt worden ist?
Im Rahmen unserer stichprobenhaften Überprüfung zustimmungspfli chtiger Rechtsgeschäfte
und Maßnahmen haben sich keine Anhaltspunkte ergeben, dass die vorherigen Zustimmungen
des Überwachungsorgans zu zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften und Maßnahmen nicht
eingeholt worden sind.
b) Wurde vor der Kreditgewährung an Mitglieder der Geschäf tsleitung oder des Überwa-
chungsorgans die Zustimmung des Überwachungsorgans eingeholt?
Im Wirtschaftsjahr 2021/22 wurden keine Kredite an Mitgliede r der Geschäftsleitung oder des
Überwachungsorgans gewährt.
Anlage 5
Seite 16
c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass anstelle zustimmungsbedürftiger Maßnahmen
ähnliche, aber nicht als zustimmungsbedürftig behandelte Maßnahmen vorgenommen
worden sind (z. B. Zerlegung in Teilmaßnahmen)?
Eine solche Vorgehensweise haben wir im Rahmen unserer Prüfung nicht festgestellt.
d) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Geschäfte und Maßnahmen nicht mit Ge-
setz, Satzung, Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden Beschlüssen des
Überwachungsorgans übereinstimmen?
Es haben sich bei unserer Prüfung keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Abwicklung der
Geschäfte im Wirtschaftsjahr 2021/22 nicht im Einklang mit de n gesetzlichen Vorschriften, der
Betriebssatzung sowie den Beschlüssen des Rates der Stadt Köln und des Betriebsausschusses
steht.
Fragenkreis 8: Durchführung von Investitionen
a) Werden Investitionen (in Sachanlagen, Beteiligungen, sonstige Finanzanlagen, immate-
rielle Anlagewerte und Vorräte) angemessen geplant und vor Reali sierung auf Rentabili-
tät/Wirtschaftlichkeit, Finanzierbarkeit und Risiken geprüft?
Vor Realisierung findet bei geplanten Investitionen auf der Grundlage der Richtlinie für die Be-
darfsprüfung vor der Vergabe von Lieferungen und Leistungen der Stadt Köln eine Wirtschaftlich-
keitsprüfung statt.
Die Investitionen in die Gebäude und in die Betriebsvorrichtung en der Bühnen der Stadt Köln
erfolgen auskunftsgemäß grundsätzlich aufgrund einer Gesamtkon zeption der baulichen Erhal-
tung einschließlich der brandschutz- und sicherheitstechnischen Erneuerungen. Bei der konkre-
ten Umsetzung von Maßnahmen werden Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen vorgenommen.
Bei dem Projekt "Sanierung der Bühnen" sind Rentabilitätsg esichtspunkte nicht relevant, da es
sich bei den Bühnen um einen Zuschussbetrieb handelt. Wirtschaftlichkeits- und Finanzierungs-
aspekte sowie Risiken werden bei der Planung dieses Großprojektes berücksichtigt.
Anlage 5
Seite 17
b) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Unterlagen/Erhebunge n zur Preisermitt-
lung nicht ausreichend waren, um ein Urteil über die Ange messenheit des Preises zu er-
möglichen (z. B. bei Erwerb bzw. Veräußerung von Grundstücken oder Beteiligungen)?
Für Fremdleistungen wird der Preis grundsätzlich über die vorgeschriebenen Verfahren nach der
UVgO, VOB, und VGV ermittelt. Ab einem Nettoauftragswert von EUR 100.000,00 (UVgO) bzw.
EUR 750.000,00 (VOB) erfolgen grundsätzlich öffentliche Ausschrei bungen zentral durch das
Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen der Stadt Köln. Ab e inem Auftragswert von
EUR 25.000,00 besteht die Pflicht zur Vorlage beim Rechnungsprüfungsamt über eine spezielle
Plattform der Stadt Köln.
c) Werden Durchführung, Budgetierung und Veränderungen von I nvestitionen laufend
überwacht und Abweichungen untersucht?
Die Durchführung der Investitionen wird überwacht.
Für das Sanierungsprojekt war im Berichtsjahr ein externer Kostensteuerer beauftragt.
Die Kosteneinhaltung für Investitionen im Interim wird durch einen Mitarbeiter der Bühnen über-
wacht. Dieser muss der Betriebsleitung regelmäßig Bericht erstatten. Für den gesamten Bereich
Interim wird seit dem Wirtschaftsjahr 2013/14 in einem Interi m-Controlling-Bericht an den Be-
triebsausschuss berichtet.
Die übrigen Investitionen sind vom Volumen her von untergeordneter Bedeutung; dafür sind den
Abteilungsleitern Budgets zugewiesen, deren Einhaltung monatlich anhand der Restmittelüber-
sichten überwacht wird.
d) Haben sich bei abgeschlossenen Investitionen wesentliche Überschreitungen ergeben?
Wenn ja, in welcher Höhe und aus welchen Gründen?
Wesentliche Überschreitungen haben sich nicht ergeben.
Zu den Überschreitungen betreffend die Sanierung des Opernhauses verweisen wir auf den La-
gebericht.
Anlage 5
Seite 18
e) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass Leasing- oder verg leichbare Verträge nach
Ausschöpfung der Kreditlinien abgeschlossen wurden?
Es haben sich im Rahmen unserer Prüfung keine Anhaltspunkte ergeben, die auf die Inanspruch-
nahme von alternativen Finanzierungsarten hinweisen.
Fragenkreis 9: Vergaberegelungen
a) Haben sich Anhaltspunkte für eindeutige Verstöße gegen Verg aberegelungen (z. B.
UVgO, VOB, VGV, EU-Regelungen) ergeben?
Für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung gilt die Geschäftsanwe isung zur Durchführung von
Vergabeverfahren vom 1. Mai 2021. Sie hat die Kölner Vergabeordnung (KVO) ersetzt. Darüber
hinaus werden Vergaben vom Amt für Recht, Vergabe und Versich erungen der Stadt Köln be-
gleitet und geprüft. Ein weiteres Prüfungsrecht ab einem Betra g von EUR 25.000,00 (netto) ob-
liegt dem Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln.
Alle Vergaben ab EUR 500,00 werden in einem speziellen Sharepoint-System der Stadtverwal-
tung Köln, der sogenannten elektronischen Vergabeassistenz, eingestellt, sodass diese vom Amt
für Recht, Vergabe und Versicherungen und Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln eingesehen
werden können.
Anhaltspunkte für eindeutige Verstöße gegen Vergaberegelungen h aben sich bei unserer Prü-
fung nicht ergeben.
Wir weisen darauf hin, dass die Überprüfung der Vergaben im R ahmen einer Abschlussprüfung
angesichts der umfangreichen Auftragsvergaben nur begrenzt un d in Stichproben durchführbar
ist und eine abschließende rechtliche Beurteilung von uns nicht durchgeführt wurde.
b) Werden für Geschäfte, die nicht den Vergaberegelungen unterliegen, Konkurrenzange-
bote (z. B. auch für Kapitalaufnahmen und Geldanlagen) eingeholt?
Für Geschäfte, die nicht den Vergaberegelungen unterliegen, we rden entsprechende Ver-
gleichsangebote eingeholt.
Anlage 5
Seite 19
Fragenkreis 10: Berichterstattung an das Überwachungsorgan
a) Wird dem Überwachungsorgan regelmäßig Bericht erstattet?
Gemäß § 20 der Eigenbetriebsverordnung i. V. m. § 17 der Bet riebssatzung hat die Betriebslei-
tung die Oberbürgermeisterin und den Betriebsausschuss vierteljährlich über die Entwicklung der
Erträge und Aufwendungen sowie über die Abwicklung des Verm ögensplanes schriftlich unter-
richtet.
Der Betriebsausschuss hat den jährlichen Wirtschaftsplan für 2021/22 erhalten, der dem Rat der
Stadt Köln anschließend zur Zustimmung vorgelegt und von diesem beschlossen wurde.
b) Vermitteln die Berichte einen zutreffenden Einblick in die wirtschaftliche Lage des Un-
ternehmens/Konzerns und in die wichtigsten Unternehmens-/Konzernbereiche?
Der Wirtschaftsplan und die Quartalsberichte vermitteln einen zutre ffenden Einblick in die wirt-
schaftliche Lage der Bühnen.
c) Wurde das Überwachungsorgan über wesentliche Vorgänge ange messen und zeitnah
unterrichtet? Liegen insbesondere ungewöhnliche, risikoreiche oder nicht ordnungsge-
mäß abgewickelte Geschäftsvorfälle sowie erkennbare Fehldi spositionen oder wesentli-
che Unterlassungen vor und wurde hierüber berichtet?
Gemäß § 6 Abs. 2 der Betriebssatzung hat die Betriebsleitung die Oberbürgermeisterin über alle
wichtigen Angelegenheiten rechtzeitig zu unterrichten und ih r auf Verlangen die zur Wahrneh-
mung ihrer Aufgabe notwendigen Auskünfte zu erteilen.
Besonders risikoreiche Geschäftsvorfälle bzw. Fehldispositionen und Unterlassungen und damit
berichtspflichtige Sachverhalte lagen im Wirtschaftsjahr 2021/22 nicht vor.
Über den Stand und den Fortgang des Sanierungsprojektes ha t die Betriebsleitung regelmäßig
berichtet.
Anlage 5
Seite 20
d) Zu welchen Themen hat die Geschäfts-/Konzernleitung dem Überw achungsorgan auf
dessen besonderen Wunsch berichtet (§ 90 Abs. 3 AktG)?
Die Betriebsleitung hat auf besonderen Wunsch des Überwachungsorga ns insbesondere über
den Stand des Sanierungsprojektes und dessen Kostenentwicklung berichtet.
e) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Berichterstatt ung (z. B. nach § 90 AktG
oder unternehmensinternen Vorschriften) nicht in allen Fällen ausreichend war?
Dafür haben sich keine Anhaltspunkte ergeben.
f) Gibt es eine D&O-Versicherung? Wurde ein angemessener S elbstbehalt vereinbart?
Wurden Inhalt und Konditionen der D&O-Versicherung mit dem Überwachungsorgan erör-
tert?
Eine D&O-Versicherung (Vermögenschadenhaftpflichtversicherung ) wurde für die Betriebslei-
tung und den Betriebsausschuss nicht abgeschlossen.
g) Sofern Interessenkonflikte der Mitglieder der Geschäftsleitung oder des Überwachungs-
organs gemeldet wurden, ist dies unverzüglich dem Überwachungsorgan offengelegt wor-
den?
Es lagen keine nachweislichen Erkenntnisse über bestehende Interessenk onflikte vor, die dem
Überwachungsorgan hätten offengelegt werden müssen.
Vermögens- und Finanzlage
Fragenkreis 11: Ungewöhnliche Bilanzposten und stille Reserven
a) Besteht im wesentlichen Umfang offenkundig nicht betriebsnotwendiges Vermögen?
Es besteht kein offenkundig nicht betriebsnotwendiges Vermögen.
Anlage 5
Seite 21
b) Sind Bestände auffallend hoch oder niedrig?
Auffallend hohe oder niedrige Bestände sind nicht erkennbar. Der passivierte Sonderposten ist
im Wesentlichen der bilanzielle Gegenposten zum im Rahmen de r Ausgliederung von der Stadt
Köln in eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung übernommenen Anlagevermögen.
c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Vermögenslage durch im Vergleich zu den
bilanziellen Werten erheblich höhere oder niedrigere Verkehrswerte der Vermögensgegen-
stände wesentlich beeinflusst wird?
Es haben sich keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, dass gegenüber den Bilanzwerten erheb-
lich höhere oder niedrigere Verkehrswerte vorliegen, die Einfluss auf die Vermögenslage haben
könnten. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die bühnenspezifi schen Gebäude und techni-
schen Einrichtungen zu einer anderen Nutzung nicht geeignet sin d und es sich außerdem um
einen Zuschussbetrieb handelt, sodass positive Ertragswerte zur Ermittlung marktorientierter Ver-
kehrswerte nicht gegeben sein dürften.
Fragenkreis 12: Finanzierung
a) Wie setzt sich die Kapitalstruktur nach internen und externen Finanzierungsquellen zu-
sammen? Wie sollen die am Abschlussstichtag bestehenden wesent lichen Investitions-
verpflichtungen finanziert werden?
Das Kapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 570.468; davon entfällt auf interne Finanzierungs-
quellen ein Betrag von insgesamt TEUR 37.201. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus Eigen-
kapital (TEUR 17.786) und Sonderposten für Investitionszuschüsse (TEUR 19.415). Das Fremd-
kapital beläuft sich unter Einschluss des Rechnungsabgrenzungspostens au f insgesamt
TEUR 533.267.
Die Finanzierung der am Abschlussstichtag bestehenden wesentlich en Investitionsverpflichtun-
gen ist durch die Ermächtigung der Betriebsleitung zur Kreditau fnahme und zur Eingehung von
Verpflichtungen durch die Beschlüsse des Rates der Stadt Köln gesichert.
Anlage 5
Seite 22
b) Wie ist die Finanzlage des Konzerns zu beurteilen, insbesondere hinsichtlich der Kre-
ditaufnahmen wesentlicher Konzerngesellschaften?
Die Bühnen sind weder Mutterunternehmen noch liegt ein Konzernverhältnis im Sinne des HGB
vor.
c) In welchem Umfang hat das Unternehmen Finanz-/Fördermittel einschließlich Garantien
der öffentlichen Hand erhalten? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die damit ver-
bundenen Verpflichtungen und Auflagen des Mittelgebers nicht beachtet wurden?
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist in die Haushaltsplanung der Stadt Köln eingebunden
und erhielt im Wirtschaftsjahr 2021/22 planmäßig vorgesehe ne Zuschüsse von insgesamt
TEUR 81.012 (Vorjahr TEUR 80.663). Das Land Nordrhein-Westfalen hat für das Wirtschaftsjahr
2021/22 einen Personalkostenzuschuss in Höhe von TEUR 3.613 (Vorjahr TEUR 3.227) gewährt.
Es haben sich keine Anhaltspunkte ergeben, dass die damit verbunden en Verpflichtungen und
Auflagen der Mittelgeber nicht beachtet wurden.
Es ist nicht auszuschließen, dass die Zuschüsse als EU-rechtlich unzuläss ige Beihilfen beurteilt
werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sieht die Betriebsleitung jedoch kein bilanziell zu berück-
sichtigendes Risiko.
Fragenkreis 13: Eigenkapitalausstattung und Gewinnverwendung
a) Bestehen Finanzierungsprobleme aufgrund einer evtl. zu niedrigen Eigenkapitalausstat-
tung?
Es besteht ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 17.786.
Unter Berücksichtigung des Sonderpostens für Investitionszuschü sse zum Anlagevermögen
ergibt sich ein betriebswirtschaftliches Eigenkapital von TEUR 37.201, das wir für angemessen
halten.
Anlage 5
Seite 23
b) Ist der Gewinnverwendungsvorschlag (Ausschüttungspolitik, Rücklagenbildung) mit
der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens vereinbar?
Gemäß § 2 Abs. 3 der Betriebssatzung darf die Stadt Köln keine Zuwendungen – und damit auch
keine Ausschüttungen – aus Mitteln der Einrichtung erhal ten. Die jeweiligen Jahresergebnisse
werden entweder auf neue Rechnung vorgetragen oder den Rücklagen zugeführt.
Ertragslage
Fragenkreis 14: Rentabilität/Wirtschaftlichkeit
a) Wie setzt sich das Betriebsergebnis des Unternehmens/Konzern s nach Segmenten/
Konzernunternehmen zusammen?
Das Spartenergebnis für das Segment Oper beläuft sich auf +TEUR 769, für das Segment Schau-
spiel auf ./.TEUR 1.330 und für das Segment Tanz auf +TEUR 65. Im Bereich der Sanierung
verbleibt ein Betrag in Höhe von +TEUR 5.071. Insgesamt ergibt das den ausgewiesenen Jahres-
überschuss in Höhe von TEUR 4.575.
b) Ist das Jahresergebnis entscheidend von einmaligen Vorgängen geprägt?
Das ausgewiesene Jahresergebnis wird zum einen bestimmt durch das Ergeb nis des Spielbe-
triebs (./.TEUR 496). Dazu addiert sich der deutlich positive Ergebnisbeitrag aus dem Bereich der
Sanierung (+TEUR 5.071) als Folge des Umstandes, dass den gestieg enen städtischen Zu-
schussmitteln gegenüber der Planung geringere Aufwandspositionen vor allem für Abschreibun-
gen auf bereits genutzte Anlagen und Abbruchkosten gegenüberstehen.
In Bezug auf die Risiken der im Vorjahr abgewerteten Terming eldanlage bei der Greensill Bank
AG haben sich in 2021/22 keine Aspekte ergeben, die zu einer Än derung der Bewertung dieser
Anlage geführt haben.
Anlage 5
Seite 24
c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass wesentliche Kredit- oder andere Leistungsbe-
ziehungen zwischen Konzerngesellschaften bzw. mit den Gesellschaftern eindeutig zu un-
angemessenen Konditionen vorgenommen werden?
Im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages vom 17. Dezember 2001 zwischen den Bühnen
und dem Gürzenich-Orchester Köln ist geregelt, dass jede der beiden Einrichtungen eine ange-
messene Kostenerstattung für die vereinbarten Tätigkeiten ( Verwaltungstätigkeiten und Opern-
bespielung) zu leisten hat. Die Ermittlung der angemessenen Kosten erfolgt grundsätzlich durch
die Kostenträgerrechnung der Einrichtungen. Auf eine Abrechnung der von den Bühnen für das
Orchester erbrachten Verwaltungstätigkeiten wird aufgrund der ger ingen Ergebnisauswirkung
bisher verzichtet.
d) Wurde die Konzessionsabgabe steuer- und preisrechtlich erwirtschaftet?
Diese Frage ist bei den Bühnen nicht relevant.
Fragenkreis 15: Verlustbringende Geschäfte und ihre Ursachen
a) Gab es verlustbringende Geschäfte, die für die Vermögens- und Ertragslage von Bedeu-
tung waren, und was waren die Ursachen der Verluste?
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung mit ihrer spezifischen Dienstleistung ist grundsätzlich nur
durch Zuwendungen finanzierbar. Verlustbringende Geschäfte, die au ßerhalb der ordentlichen
Geschäftstätigkeit liegen, sind im Wirtschaftsjahr 2021/22 nicht eingetreten.
b) Wurden Maßnahmen zeitnah ergriffen, um die Verluste zu beg renzen, und um welche
Maßnahmen handelt es sich?
Vgl. Antwort zu Frage 15a).
Fragenkreis 16: Ursachen des Jahresfehlbetrages und Maßnahmen zur Verbesserung der
Ertragslage
a) Was sind die Ursachen des Jahresfehlbetrages?
Es wurde im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss erwirtschaftet.
Anlage 5
Seite 25
b) Welche Maßnahmen wurden eingeleitet bzw. sind beabsichtigt, um die Ertragslage des
Unternehmens zu verbessern?
Die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen hängt maßgeblich von der Auslastung in der
Interimszeit und der Bezuschussung ab. In Abstimmung mit dem Beteiligungsmanagement be-
müht sich die Betriebsleitung nachdrücklich um eine erfolgreiche Umsetzung folgender Punkte:
– konsequentes Controlling der künstlerischen Sparten, um Budgetübe rschreitungen mög-
lichst zu vermeiden
– vollständiger Ausgleich der in Planergebnissen der Folgejah re enthaltenen laufenden Kos-
ten der Interimsunterbringung durch die Stadt Köln
– Ausgleich der Tariflohnsteigerungen durch die Stadt Köln
– Ausgleich weiterer Liquiditätsabflüsse im Zusammenhang mit zusätz lichen Planungskos-
ten und zusätzlichen Baukosten bis zur Fertigstellung der Sani erungsmaßnahmen durch
die Stadt Köln
– Vereinbarung gesonderter Kreditfinanzierungen zur Abdeckung des i m Zusammenhang
mit der Sanierung geplanten Investitionsvolumens
Anlage 3 - Anhang
46767 Zeichen
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 1
JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR
1. SEPTEMBER 2021 BIS 31. AUGUST 2022
A N H A N G
Der Jahresabschluss der Bühnen der Stadt Köln für das Wirtsch aftsjahr 1.9.2021 – 31.8.2022 wurde nach
den für Eigenbetriebe geltenden Bestimmungen der §§ 21 - 24 der Eigenbetriebsverordnung NRW (EigVO
NRW) in der Fassung vom 16.11.2004, zuletzt geändert am 22.3.2021 mit Wirkung ab 2.4.2021, sowie in
sinngemäßer Anwendung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zum Jahresabschluss
im Dritten Buch des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksic htigung von § 263 HGB und der ergän-
zenden Vorschriften der Betriebssatzung aufgestellt. Dies schließt die Beachtung der Grundsätze ordnungs-
mäßiger Buchführung ein.
I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgen den, gegenüber dem Vorjahr unveränder-
ten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die B ilanz wurde nach teilweiser Verwendung
des Jahresergebnisses (§ 268 Abs. 1 HGB) aufgestellt.
Im Jahresabschluss zum 31.8.2022 wurden die zum 1.9.2000 auf die Bühnen übertragenen Anlagegüter
zu fortgeführten Zeitwerten und die in den Folgejahren ang eschafften Anlagegüter zu fortgeführten An-
schaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet.
Der Wertminderung wurde durch planmäßige lineare
Abschreibungen Rechnung getragen, wobei die Nutzungsdauern bzw. Restnutzungsdauern auf der Grund-
lage einschlägiger Abschreibungstabellen geschätzt wurden. Die Nutzungsdauer der immateriellen Anlage-
güter beträgt 3 bis 10 Jahre. Die Nutzungsdauer der Betriebsbauten und Grundstückseinrichtungen beträgt
8 bis 40 Jahre, die Nutzungsdauer bzw. Restnutzungsdauer der Maschinen und maschinellen Anlagen 1 bis
25 Jahre und der Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 2 0 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit An-
schaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, der
im Jahr des Zugangs sowie in den vier folgenden Wirtschaftsjahren mit jeweils 1/5 gewinnmindernd aufge-
löst wird. In die Herstellungskosten der Anlagen im Bau werden die auf den Herstellungszeitraum entfal-
lenden Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung verwendet wurde, einbezogen.
Der unter den Sachanlagen ausgewiesene Bilanzposten „geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau“ ent-
hält im Wesentlichen die zu Herstellungskosten bewerteten B aukosten einschließlich der aktivierten Bau-
zeitzinsen im Zusammenhang mit der Sanierung der Oper und des Schauspielhauses. Auch ein Teilbetrag
der für das ursprünglich geplante Projekt (Sanierung der O per und Neubau des Schauspielhauses) zuvor
verauslagten Wettbewerbs- und Planungskosten ist mit seinen H erstellungskosten in dem Anlageposten
Anlagen im Bau enthalten.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 2
Bei den Vorräten wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Einstandspreisen angesetzt. Die als unfertige
Leistungen ausgewiesenen Schauspiel-, Musiktheater- sowie Tan zproduktionen bzw. Neuinszenierungen,
für die bereits Kosten vor dem Bilanzstichtag angefallen sind, wurden mit den Herstellungskosten bewertet.
Dabei wurden analog § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB die den Produkt ionen direkt zurechenbaren Sachkosten
sowie Personalkosten für die Mitarbeiter*innen der Produktionskoste nstellen, die Gastkünstler*innen, den
Opernchor und das eigene Sänger- sowie Tanzensemble in die Her stellungskosten eingerechnet. In die
Herstellungskosten wurden auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der
Abschreibungen des für die Produktionen eingesetzten Anlagevermögens einbezogen.
Die zum 31.8.2022 ausgewiesenen Forderungen, die sonstigen V ermögensgegenstände und die liquiden
Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den
sonstigen Vermögensgegenständen wurden für erkennbare Einzelrisiken angemessene Wertberichtigungen
aktivisch abgesetzt.
Das Stammkapital wurde zu dem in der Betriebssatzung festgelegten Nennwert angesetzt.
Der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse bzw. zweckgebu ndene Spenden zur Beschaffung von
Anlagevermögen wurde in Höhe des Betrages angesetzt, der de n (ggf. anteiligen) Restwerten der bezu-
schussten Anlagegüter entspricht.
Gemäß einer Vereinbarung zwischen der Stadt Köln und den B ühnen haben die Bühnen für Beamt*innen,
die vor dem 1.9.2000 in den Ruhestand getreten sind, die nach dem Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG)
vorgesehenen Versorgungsleistungen vollständig zu übernehmen. Für Beamt*innen, die am 1.9.2000 noch
aktiv waren, werden die Bühnen mit Versorgungsleistungen entsprechend dem auf sie entfallenden Dienst-
zeitenanteil belastet. Für diese ungewissen Verbindlichkeiten wurden Pensionsrückstellungen gebildet. Die
Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte gemäß § 22 A bs. 3 EigVO NRW nach § 37 Abs. 1 der
Kommunalhaushaltsverordnung NRW (KomHVO NRW) zum Teilwer t unter Zugrundelegung eines festen
Rechnungszinsfußes von 5 % und unter Anwendung der Rich ttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Erwartbare Änderungen der künftigen Personalkosten ware n bei der Bewertung der Pensionsverpflichtun-
gen nicht zu berücksichtigen. Die Wertansätze wurden durch versicherungsmathematische Gutachten be-
legt.
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in
angemessener Höhe und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags analog § 253 Abs. 1 HGB passiviert. Bei Rück stellungen mit einer Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr (Rückstellungen für Dienstjubiläen und Alter steilzeitverpflichtungen, Rückbaukosten sowie
Entschädigungszahlungen) wurden künftige Preis- und Kostensteige rungen berücksichtigt und eine Abzin-
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 3
sung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurd en die den Restlaufzeiten der Rück-
stellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre ver-
wendet, wie sie von der deutschen Bundesbank monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.
Bei den langfristigen Rückstellungen für Beihilfeverpflichtu ngen erfolgte die Bewertung entsprechend der
Bewertung der Pensionsrückstellungen zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfu-
ßes von 5 % auf der Grundlage des durchschnittlichen Beihilfeaufwandes der letzten fünf Jahre. Alle Wert-
ansätze der Beihilfe-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtun gen wurden durch versicherungsmathemati-
sche Gutachten belegt.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
1. Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 2021/22 ist dem nachfolgen-
den Anlagennachweis zu entnehmen:
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 4
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens Stand Stand
31.8.2021 1 Zugang Abgang Umbuchung 31.8.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte 1.010.379,59 50.478,10 63.869,45 0,00 996.988,24
Sachanlagen
Grundstücke mit Betriebsbauten 43.655.910,41 97.895,90 0,00 0,00 43.753.806,31
Maschinen und maschinelle Anlagen 19.608.026,23 130.998,93 0,00 13.065,83 19.752.090,99
Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.407.750,49 713.584,23 1.040.003,42 358,80 22.081.690,10
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau 442.862.096,06 77.300.377,55 334.700,00 -13.424,63 519.814.348,98
528.533.783,19 78.242.856,61 1.374.703,42 0,00 605.401.936,38
529.544.162,78 78.293.334,71 1.438.572,87 0,00 606.398.924,62
Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Stand Stand
31.8.2021 Zugang Abgang Umbuchung 31.8.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte 895.788,59 79.388,10 63.869,45 0,00 911.307,24
Sachanlagen
Grundstücke mit Betriebsbauten 23.450.953,41 1.175.490,90 0,00 0,00 24.626.444,31
Maschinen und maschinelle Anlagen 8.975.509,23 1.333.234,76 0,00 0,00 10.308.743,99
Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.461.247,49 1.324.454,03 1.037.413,42 0,00 17.748.288,10
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau 10.131.768,34 0,00 0,00 0,00 10.131.768,34
60.019.478,47 3.833.179,69 1.037.413,42 0,00 62.815.244,74
60.915.267,06 3.912.567,79 1.101.282,87 0,00 63.726.551,98
Posten des Anlagevermögens Restbuchwerte Restbuchwerte Durch- Durch-
31.8.2022 31.8.2021 schnittlicher schnittlicher
Abschr.satz 2 Restbuchwert 3
EUR EUR % %
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte 85.681,00 114.591,00 7,96 8,59
Sachanlagen
Grundstücke mit Betriebsbauten 19.127.362,00 20.204.957,00 2,69 43,72
Maschinen und maschinelle Anlagen 9.443.347,00 10.632.517,00 6,75 47,81
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.333.402,00 4.946.503,00 6,00 19,62
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau 509.682.580,64 432.730.327,72
542.586.691,64 468.514.304,72
542.672.372,64 468.628.895,72
Kennzahlen
__________________________________________________________________________________________________________________________________________________
1 Bezüglich der Aussagekraft des Anlagennachweises ist darauf hinzuweisen, dass die am 1.9.2000 von der Stadt Köln übernommenen
Anlagegüter (mit Ausnahme der Grundstücke) mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den bis zum
1.9.2000 aufgelaufenen Abschreibungen (unterstellter Zeitwert) in den Anlagennachweis aufgenommen wurden.
2 Zugang Abschreibungen x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2022
3 Restbuchwerte am 31.8.2021 x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2022
Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen en tfallen auf einen Ankauf des Corporate-
Designs der Oper sowie diverse Anwendersoftware.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 5
Die Anlagenzugänge und Umbuchungen im Bereich der Grundstücke betreffen nachträgliche Herstellungs-
kosten für das Orchesterprobezentrum Stolberger Straße (TE UR 98) und bei den Maschinen und maschi-
nellen Anlagen weitere Einbauten in die neuen Bühnenwerkstätten und die Interimspielstätten Staatenhaus
und Depot (TEUR 144).
Im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung beziehen si ch die Zugänge und Umbuchungen auf fol-
gende Anlagegruppen:
Anlagegruppe
TEUR
Beleuchtungsanlagen 209
Tonanlagen 97
Effektgeräte 5
sonstige Anlagen 14
Werkstatteinrichtungen 37
Fuhrpark 13
sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 101
Hardware 33
Geringwertige Wirtschaftsgüter 205
714
31.8.2022
Die umfangreichen Anlagenabgänge innerhalb der Betriebs- un d Geschäftsausstattung sind Folge der im
Geschäftsjahr weiterhin durchgeführten Inventarisierungsarb eiten im Bereich des gesamten beweglichen
Anlagevermögens.
Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau haben sich im Wirtschaftsjahr 2021/22 wie folgt entwi-
ckelt:
Anschaffungs-/ außerplanm. Buchwert Zugang Umbuchung Abgang Stand
Herstellungs- Abschreibg. 1.9.2021 31.8.2022
kosten in Vorjahren
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
geleistete Anzahlungen 302.462,62 0,00 302.462,62 0,00 -102.462,62 0,00 200.000,00
Anlagen im Bau
Sanierung Oper /
Neubau Schauspielhaus
(verworfene Variante) 10.361.268,34 10.131.768,34 229.500,00 0,00 0,00 0,00 229.500,00
Sanierung Oper /
Schauspielhaus 431.137.571,72 0,00 432.165.700,03 77.259.959,99 96.983,96 334.700,00 509.187.943,98
sonstige 0,00 0,00 32.665,07 40.417,56 -7.945,97 0,00 65.136,66
441.498.840,06 10.131.768,34 432.427.865,10 77.300.377 ,55 89.037,99 334.700,00 509.482.580,64
441.801.302,68 10.131.768,34 432.730.327,72 77.300.377 ,55 -13.424,63 334.700,00 509.682.580,64
Der Abgang im Bereich der Sanierungsmaßnahmen Oper und Schau spielhaus beinhaltet die zu Herstel-
lungskosten bewertete Gebäudesubstanz, die im Rahmen der n ach 2015 wieder aufgenommenen Sanie-
rungsarbeiten zum Zwecke von Neuinstallationen entfernt werden musste, einschließlich der Abbruchkos-
ten.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 6
2. Vorräte
Der Aktivposten Vorräte setzt sich wie folgt zusammen:
31.8.2022
TEUR
Material für Produktionen 255
Programmhefte, Plakate, Werbemittel 26
Betriebsstoffe 49
Büromaterial 9
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 339
Angearbeitete Produktionen Musiktheater 3.878
Angearbeitete Produktionen Schauspiel 1.479
Angearbeitete Produktionen Tanztheater "Ballet of Difference" 18
Unfertige Leistungen 5.375
5.714
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen folgende Posten:
31.8.2022
TEUR
Forderungen Abonnementkund*innen /
Cardkund*innen 224
Forderungen Vorverkaufsstellen 130
übrige 159
513
./. Einzelwertberichtigungen -139
374
Die Forderungen gegen die Stadt Köln enthalten zum einen die auf den 31.8.2022 fortgeschriebene Rest-
forderung aus der Ausgliederung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 1.9.2000 (TEUR 4.376) ein-
schließlich des Anspruchs auf Ausgleich der bis zum 1.9.2002 au fgelaufenen Verluste (TEUR 1.289). Die
Stadt hat einen Ausgleich dieses Gesamtbetrages von TEUR 5.6 65 ohne Zinsverluste frühestens ab dem
Haushaltsjahr 2011 zugesagt. Bis zur Aufstellung dieses Anhan gs wurden insoweit noch keine Zahlungen
von der Stadt geleistet. Des Weiteren umfasst der Bilanzposten laufende Verrechnungen zwischen den
Bühnen und verschiedenen städtischen Dienststellen:
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 7
31.8.2022
TEUR
Restforderung aus der Ausgliederung zum 1.9.2000
Stand 1.9.2021 5.665
Tilgung 2021/22 0
Stand 31.8.2022 5.665
laufende Forderungen gegen
Kämmerei 3.431
3.431
abzüglich laufende Verbindlichkeiten gegenüber
Zentrale Dienste -199
Personalamt -155
Gebäudewirtschaft -146
Amt für Informationsverarbeitung -115
Rechts- und Versicherungsamt -78
Berufsfeuerwehr -68
Amt für Schulentwicklung -4
Amt für Denkmalschutz -3
2.663
8.328
Die Sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
31.8.2022 31.8.2022
TEUR TEUR
Kapitaldepot Greensill Bank AG
Termingeldtranche 1 7.500
Termingeldtranche 2 7.500
15.000
abzgl. Wertberichtigung -9.630 5.370
Land Nordrhein-Westfalen: Personalkostenzuschuss 2022 3 .742
Forderungen aus Projektzuschüssen 1.982
Forderungen gegen Mitarbeiter*innen 145
gezahlte Kautionen 29
Lohnzuschüsse Mitarbeiter 27
Forderungen gegen Finanzamt 17
debitorische Kreditoren 6
Forderungen Scheckkartenzahler*innen 2
übrige 20
11.340
Die im Vorjahr infolge der Insolvenz des Bankhauses gebildete Wertberichtigung auf die Termingelder des
Kapitaldepots bei der Greensill Bank AG wurde beibehalten, so dass der Depotbestand unverändert zu dem
am Bilanzstichtag beizulegenden Wert (§ 253 Abs. 4 HGB) ausgewiesen wird. In Höhe des verbleibenden
Buchwertes gehen die Bühnen auf der Grundlage des bei Erste llung des Jahresabschlusses 2021/22 ver-
fügbaren Informationsstands und der vorliegenden Nachweise weiterhin von einer Einbringlichkeit in einem
Zeitrahmen von fünf bis zehn Jahren aus.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 8
4. Liquide Mittel
Am Bilanzstichtag 31.8.2022 verfügten die Bühnen über folgende liquide Mittel:
31.8.2022
TEUR
Hauptkasse 8
Handkasse 7
Wechselgeld 10
25
Sparkasse KölnBonn
(Konten mit Zins-/ Saldenkompensation)
laufendes Konto 1 520.319
laufendes Konto 2 3.297
abzgl.:
laufendes Ausgabenkonto Sanierung -522.503
1.113
1.138
5. (Aktiver) Rechnungsabgrenzungsposten
Folgende für das Wirtschaftsjahr 2022/23 vorausbezahlte Aufwendungen wurden per 31.8.2022 als aktive
Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt:
31.8.2022
TEUR
Versicherungsbeiträge 412
Abgaben, Gebühren, Beiträge 204
Mieten 95
Beamtenbezüge 62
Erstattung Pensionslasten 29
Werbeaufwendungen 23
Instandhaltungs- / Wartungspauschalen 3
übrige 74
902
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 9
6. Eigenkapital
Die Entwicklung des Eigenkapitals der Bühnen stellte sich im Wirtschaftsjahr 2021/22 wie folgt dar:
Saldovortrag Entnahmen Jahres- Stand
31.8.2021 Gewinn- ergebnis 31.8.2022
rücklagen 2021/22
TEUR TEUR TEUR TEUR
Vom Rat der Stadt Köln laut
Satzung zur Verfügung ge-
stelltes Stammkapital 50 0 0 50
Gewinnrücklagen
- andere Gewinnrücklagen - 9.458 -250 0 9.208
Bilanzgewinn 3.704 250 4.575 8.529
13.212 0 4.575 17.787
Die Ergebnisverwendung des Bilanzgewinns vom 31.8.2021 st and im Zeitpunkt der Erstellung des Jahres-
abschlusses 2021/22 noch aus. Gemäß Ratsbeschluss 1416/2022 vom 20.6.2022 ist eine Gewinnrücklage
in Höhe von TEUR 250 zum Ergebnisausgleich 2021/22 des Pr ojekts Richard Siegal / Ballet of Difference
zu verwenden.
7. Sonderposten
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse entwickelte sich im Wirtschaftsjahr 2021/22 wie folgt:
Saldovortrag Zuführung Auflösung Stand
31.8.2021 2021/22 2021/22 31.8.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
Sonderposten für Investitionszu-
schüsse der Stadt Köln
aus Übertragung des Anlage-
vermögens zum 1.9.2000 17.942 0 1.079 16.863
für die Anschaffung von
sonstigem Anlagevermögen 775 1.802 25 2.552
18.717 1.802 1.104 19.415
Die Zuführung erfolgte in Höhe eines investitionsbezogenen Tilgungszuschusses der Kfw-Bank im Zusam-
menhang mit der Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen am Offenbachplatz.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 10
8. Rückstellungen
Die Rückstellungen entwickelten sich im Wirtschaftsjahr 2021/22 wie folgt:
Inanspruch- Auf- / Ab-
Stand nahme Auflösung Zuführung zinsung Stand
31.8.2021 2021/22 2021/22 2021/22 2021/22 31.8.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Pensionsrückstellungen
Aktive 1.482 391 0 0 74 1.165
Ausgeschiedene 475 0 0 53 24 552
Versorgungsempfänger*innen 3.190 0 17 349 160 3.682
5.147 391 17 402 258 5.399
Steuerrückstellungen 0 0 0 0 0 0
Sonstige Rückstellungen
Personalverpflichtungen 6.596 3.286 262 3.569 164 6.781
Prozessrisiken 1 1 0 0 0 0
Kosten Erstellung und Prüfung
des Jahresabschlusses 240 240 0 197 0 197
ausstehende Leistungs-
abrechnungen 785 293 132 830 0 1.190
Verzögerungsschaden 4.963 0 0 0 -3 4.960
übrige 335 27 15 3 5 301
12.920 3.847 409 4.599 166 13.429
18.067 4.238 426 5.001 424 18.828
Zum 31.8.2022 bestanden Pensionsverpflichtungen gegenüb er 15 Aktiven, 18 Ausgeschiedenen und 17
Versorgungsempfänger*innen.
9. Verbindlichkeiten
Die Fristigkeiten bzw. Besicherungen der Verbindlichkeiten zum 31.8.2022 ergeben sich aus folgender
Übersicht:
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 12
Die Sonstigen Verbindlichkeiten umfassen folgende Posten:
31.8.2022
TEUR
Schuldscheindarlehen 376.170
noch nicht eingelöste Ticketgutscheine 301
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 122
erhaltene Kautionen 120
Verbindlichkeiten gegenüber Gagenkräften
und Mitarbeiter*innen 70
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 2
übrige 27
376.812
davon aus Steuern 2
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 122
Die von den ursprünglichen Darlehensgebern an verschiedene Versicherungen abgetretenen Schuldschein-
darlehen betreffen ebenfalls die langfristigen Finanzierung smaßnahmen im Zusammenhang mit der Büh-
nensanierung und weisen folgende Konditionen auf:
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 13
Darlehens- Restwert Laufzeit Zinssatz Zinsbindung
Darlehensgeber betrag 31.8.2022 p.a.
TEUR TEUR in Jahren in % in Jahren
HUK-COBURG Krankenversicherung AG 15.000 13.421 40 1,50 0 40
ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. 40.000 35.790 40 1, 500 40
ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. 25.000 22.368 40 1, 500 40
HALLESCHE Krankenversicherung a.G. 10.000 8.947 40 1,50 0 40
HALLESCHE Krankenversicherung a.G. 10.000 8.947 40 1,50 0 40
Pro bAV Pensionskasse AG 2.000 1.790 40 1,291 40
Pro bAV Pensionskasse AG 1.000 895 40 1,291 40
Deutsche Ärzteversicherung AG 7.000 6.263 40 1,291 40
AXA Krankenversicherung AG 35.000 31.316 40 1,291 40
AXA Lebensversicherung AG 35.000 31.316 40 1,291 40
AXA Lebensversicherung AG 20.000 17.895 40 1,291 40
ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. 50.000 48.611 40 1, 938 40
HALLESCHE Krankenversicherung a.G. 20.000 19.444 40 1,9 38 40
Debeka Lebensversicherungsverein a.G. 14.000 13.611 40 1 ,938 40
Debeka Krankenversicherungsverein a.G. 13.000 12.639 4 0 1,938 40
Debeka Zusatzversorgungskasse V.a.G. 3.000 2.917 40 1,93 8 40
AXA Lebensversicherung AG 25.000 25.000 40 0,980 40
AXA Krankenversicherung AG 25.000 25.000 40 0,980 40
AXA Lebensversicherung AG 15.000 15.000 40 0,980 40
AXA Lebensversicherung AG 15.000 15.000 40 0,980 40
AXA Konzern AG 10.000 10.000 40 0,980 40
Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG 5.000 5.000 40 0,980 40
Deutsche Ärzteversicherung AG 5.000 5.000 40 0,980 40
400.000 376.170
Auch diese Kreditaufnahmen bewegen sich im Rahmen der Ermächtigung, die der Betriebsleitung im Wirt-
schaftsplan 2021/22 zur Kreditaufnahme für die Sanierung erteilt wurde.
10. (Passiver) Rechnungsabgrenzungsposten
Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden folgende für bestimmte Zeiträume vorvereinnahmte
Erträge abgegrenzt:
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 14
31.8.2022
TEUR
Betriebskostenzuschuss
Stadt Köln September 2022 6.992
Land Nordrhein-Westfalen September bis Dezember 2022 1.247
Projektzuschüsse Bezirksregierung Düsseldorf 1.603
Projektzuschuss Bezirksregierung Köln 75
Projektzuschuss Kunststiftung NRW 33
Erträge aus Kartenverkäufen / Abonnements für
die Spielzeit 2022/23 396
ausgegebene und noch nicht
eingelöste Umtauschscheine / Gutscheine 32
Sponsoringerträge 24
Lohnsteuerermäßigungen zur Finanzierung der
Energiepreispauschale im September 2022 280
übrige 3
10.685
III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Umsatzerlöse setzen sich danach wie folgt zusammen:
2021/22 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Erlöse Kartenverkauf und Streaming
aus Eigenveranstaltungen
Einzelverkauf 1.442 252 +1.190 >+100,0
Streamingerlöse 3 225 -222 -98,7
Abonnements 192 16 +176 .
Theatercard 15 3 +12 >+100,0
Besucherorganisationen 148 28 +120 >+100,0
Gastspiele von auswärts auf Beteiligung 241 15 +226 .
2.041 540 +1.502 >+100,0
Erlöse Kartenverkauf aus Fremdveran-
staltungen, Gastspielen, Co-Produktionen 320 32 +288 >+100,0
sonstige Erlöse Spielbetrieb 441 36 +405 .
Erlöse entgeltliche Überlassung spielfertige
Interimspielstätte Staatenhaus 703 0 +703 .
übrige Erlöse 291 151 +140 +92,7
3.796 759 +3.037 >+100,0
Veränderung
Den Erlösen aus Kartenverkäufen und Streaming im Rahmen von Eigenveranstaltungen liegen im Vergleich
zum Vorjahr folgende Leistungsdaten zugrunde:
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 15
Veran- Besu- Erlöse Veran- Besu- Erlöse Veran- Besu- Erlöse
stal- cher stal- cher stal- cher
tungen TEUR tungen TEUR tungen TEUR
Oper
Staatenhaus 113 43.608 1.118 37 6.181 198 +76 +37.427 +920
Kinderoper 56 10.038 79 0 0 17 +56 +10.038 +62
169 53.646 1.197 37 6.181 215 132 47.465 982
Schauspiel
Depot 1 117 30.026 357 19 1.892 29 +98 +28.134 +328
Depot 2 140 16.202 149 26 1.462 16 +114 +14.740 +133
Grotte 0 0 0 5 216 2 -5 -216 -2
Außenspielstätte am Offenbachpl. 0 0 0 9 219 5 -9 -219 -5
sonstige Spielstätten 16 2.202 27 2 144 2 +14 +2.058 +25
273 48.430 533 61 3.933 54 +212 +44.497 +479
Tanz Ballet of Difference
am Schauspiel Köln
Depot I 14 5.291 90 4 737 8 +10 +4.554 +82
Depot II 7 1.499 15 0 0 0 +7 +1.499 +15
21 6.790 105 4 737 8 +17 +6.053 +97
Tanz Köln
Staatenhaus 4 1.603 49 2 413 11 +2 +1.190 +38
Depot 1 17 6.867 147 0 0 0 +0 +6.867 +147
Depot 2 2 500 5 2 57 1 +0 +443 +4
23 8.970 201 4 470 12 +19 +8.500 +189
Streaming /
sonstige Veranstungen 5 251 0 0 -246
486 117.836 2.041 106 11.321 540 380 106.515 1.501
2021/22 Vorjahr Veränderung
Die Kartenpreise für die Oper bzw. das Schauspiel fielen in 2021/22 im Vergleich zum Vorjahr unverändert
aus:
Oper Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis-
gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe
I II III IV I II III IV I II III IV
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR % % % %
Platzgruppe 1 1 42,00 53,00 61,00 69,00 42,00 53,00 61,00 69,00 +0,00 +0,00 +0 ,00 +0,00
Platzgruppe 7 2 12,00 12,00 12,00 12,00 12,00 12,00 12,00 12,00 +0,00 +0,00 +0 ,00 +0,00
Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis-
gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe
V VI VII V VI VII V VI VII
EUR EUR EUR EUR EUR EUR % % %
Platzgruppe 1 1 81,00 93,00 125,00 81,00 93,00 125,00 +0,00 +0,00 +0,00
Platzgruppe 7 2 12,00 15,00 16,00 12,00 15,00 16,00 +0,00 +0,00 +0,00
Schauspiel Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis-
gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe
I II III I II III I II III
EUR EUR EUR EUR EUR EUR % % %
Platzgruppe 1 1 27,00 32,00 39,00 27,00 32,00 39,00 +0,00 +0,00 +0,00
Platzgruppe 5 2 10,00 12,00 15,00 10,00 12,00 15,00 +0,00 +0,00 +0,00
1 Teuerste Platzgruppe
2 Preiswerteste Platzgruppe
Vorjahr
Veränderung
Veränderung
2021/22 Vorjahr
2021/22
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 16
Der Gewinn- und Verlustrechnungsposten Erhöhung des Bestands a n unfertigen Leistungen erfasst die
erfolgswirksame Veränderung des Bilanzpostens „Unfertige Leistungen“ zu den beiden Bilanzstichtagen.
Im Rahmen des Postens Andere aktivierte Eigenleistungen wer den die Kosten bühneneigener Mitarbeiter
erfolgswirksam abgegrenzt, soweit diese auf Leistungen im Zusammenhang mit den Herstellungsmaßnah-
men der Sanierung entfallen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen folgende Posten:
2021/22 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Erträge Kartenverkäufe zur Weiterleitung
an gemeinnützige Organisationen 11 0 +11 .
Zuschüsse, Kostenerstattungen, Spenden
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln
laufender Zuschuss 81.827 79.930 +1.897 +2,4
Erstattungsanpruch Verzögerungsschaden Staatenhaus 0 733 -733 -100,0
Kürzung Erstattungsanpruch Verzögerungsschaden
Staatenhaus 2019/20 -867 0 -867 <-100,0
Erstattungsanspruch Interimbudget V für 2021/22 26 0 +26 .
Wertausgleich Freikarten 26 0 +26 .
Landeszuschuss NRW 3.613 3.227 +386 +12,0
Personalkostenzuschüsse 188 169 +19 +11,2
Investitionszuschüsse 1.802 0 +1.802 .
sonstige Kosten- / Projektzuschüsse 1.607 2.132 -525 -2 4,6
Kostenerstattungen 295 111 +184 >+100,0
Spenden 60 11 +49 >+100,0
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen
des Anlagevermögens 2 0 +2 .
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
für Investitionszuschüsse 1.104 1.105 -1 -0,1
Erstattung Sozialabgaben Kurzarbeitergeld 0 1.118 -1. 118 -100,0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 428 1.06 4 -636 -59,8
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten
für nicht eingelöste Gutscheine 181 0 +181 .
Erträge abzugsfähige Vorsteuer 55 22 +33 >+100,0
übrige 20 8 +12 >+100,0
90.378 89.630 +748 +0,8
Veränderung
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 17
Der Materialaufwand entfällt auf folgende Posten:
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
2021/22 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Bezüge Angestellte, Lohnempfänger*innen, Künstler*innen 33. 018 29.259 +3.759 +12,8
Grundbezüge Beamte 835 786 +49 +6,2
Gagen Gäste / Statisten 3.387 1.552 +1.835 >+100,0
Sonderzahlungen / Urlaubsgeld 1.981 1.954 +27 +1,4
Veränderung Rückstellung Altersteilzeit 201 63 +138 >+100,0
sonstige tarifvertragliche bzw.
vertragliche Bezüge 911 461 +450 +97,6
Abfindungen 57 126 -69 .
Löhne und Gehälter 40.390 34.201 +6.189 +18,1
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung 7.213 7.297 -84 -1,2
Arbeitgeberanteile zur Zusatzversorgungs-
kasse / Bayerischen Versorgungskammer 2.021 1.975 +46 +2,3
Nachzahlungsrisiken BVK im Zusammenhang mit KUG 502 0 +502 .
Versorgungsbezüge 311 303 +8 +2,6
Veränderung der Pensionsrückstellung 11 -161 +172 <-100,0
Beihilfen 221 333 -112 -33,6
Veränderung der Rückstellung für Beihilfen -291 -333 +42 -12,6
sonstige soziale Abgaben 305 297 +8 +2,7
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 10.293 9.711 +582 +6,0
50.683 43.912 +6.771 +15,4
davon für Altersversorgung 2.343 2.117 +226 +10,7
Veränderung
Die Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Ver mögensgegenstände des Anlagevermö-
gens und Sachanlagen ist dem Anlagenachweis zu entnehmen (vgl. Abschnitt II.1.).
2021/22 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Material für Bühnenproduktionen 1.658 1.335 +323 +24,2
Orchester- / Notenmaterial 86 78 +8 +10,3
Aufwendungen für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe 1.744 1.413 +331 +23,4
Betriebskostenerstattung an das
Gürzenich-Orchester Köln 7.746 6.599 +1.147 +17,4
bezogene Leistungen selbständiger Künstler*innen 3.0 08 2.434 +574 +23,6
Kosten Gastspiele / Co-Produktionen 409 218 +191 +87,6
Tantiemen und GEMA-Gebühren 312 119 +193 +162,2
Transportkosten 563 396 +167 +42,2
Instandhaltung Musikinstrumente 74 85 -11 >+100,0
Betriebskostenerstattung Berufsfeuerwehr 153 30 +123 +41 0,0
Einsatz Zeitarbeitnehmer*innen 103 43 +60 +139,5
übrige 849 761 +88 +11,6
Aufwendungen für
bezogene Leistungen 13.217 10.685 +2.532 +23,7
14.961 12.098 +2.863 +23,7
Veränderung
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 18
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten:
2021/22 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Gebäudebewirtschaftung 2.630 2.607 +23 +0,9
Abgangsverluste Anlagevermögen
laufende Abgänge 3 39 -36 -92,3
Gebäudeabbruch Sanierung 335 4.688 -4.353 -92,9
Ausbuchung Ausgleichsforderungen Beteiligungsverwaltung
betreffend Tariferhöhungen 2017/18 und 2018/19 1.561 0 +1.561 .
sonstige Forderungsverluste 1 2 -1 -50,0
Wertberichtigung Termingeldanlage Greensill Bank AG 0 9. 630 -9.630 -100,0
Verwaltungsaufwendungen
Verwaltungskostenerstattungen Stadt 269 264 +5 +1,9
Mieten (Interimspielstätten) 6.385 5.511 +874 +15,9
Verzögerungsschaden Interimspielstätte Staatenhaus 0 733 -733 -100,0
sonstige Mieten und Pachten 2.594 1.710 +884 +51,7
Personalnebenkosten 743 502 +241 +48,0
Kostenbeteiligung Köln-Ticket (Umweltab-
gabe, Veranstaltungsgebühr, Mietgebühr) 276 79 +197 >+100,0
Versicherungen 94 104 -10 -9,6
Jahresabschluss / Abschlussprüfung 154 140 +14 +10,0
Steuer- und Rechtsberatung 191 283 -92 -32,5
Machbarkeitsstudie 89 0 +89 .
Erarbeitung künstl. Planung und Beratung 69 30 +39 .
Finanzierungsberatung Sanierung 0 215 -215 -100,0
Wirtschaftlichkeits-/Organisationsuntersuchung 2 62 -60 -9 6,8
sonstige Beratungskosten 204 103 +101 +98,1
Kosten städtische IT-Struktur 288 278 +10 +3,6
EDV-Fremdleistungen 372 333 +39 +11,7
SAP-Beratung 26 41 -15 -36,6
Leasing, Mieten, Wartung u. Reparatur Büromaschinen 394 410 - 16 -3,9
Telekommunikation 136 137 -1 -0,7
übrige Verwaltungsaufwendungen 301 473 -172 -36,4
Kosten Werbung, Öffentlichkeitsarbeit 1.533 999 +534 +53,5
Spenden an gemeinnützige Organisationen
aus Kartenverkäufen 12 0 +12 .
Zuführung Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.802 0 +1.802 .
Kostenvorlagen Gürzenich-Orchester 203 25 +178 >+100,0
Rückzahlungsverpflichtungen betr. Zuschüsse 229 0 +229 .
übrige 10 27 -17 -63,0
20.906 29.425 -8.519 -29,0
Veränderung
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 19
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten die Zinsert räge aus Geldmarktkonten (TEUR 14)
sowie Abzinsungsertrag der langfristigen sonstigen Rückstellungen (TEUR 3). Die Zinsen und ähnliche Auf-
wendungen betreffen den Aufzinsungsaufwand der langfristigen Personalrückstellungen (Pensionsrückstel-
lungen TEUR 257, Rückstellungen für Dienstjubiläen TEUR 1 sowie für Beihilfeverpflichtungen TEUR 162)
und sonstigen Rückstellungen (TEUR 5).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die sonstigen Steuern umfassen folgende Abgaben:
2021/22 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Körperschaftsteuer / SoliZ sowie Gewerbesteuer
laufendes Jahr 0 0 +0 .
Vorjahre 0 -4 +4 -100,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 -4 +4 -100,0
Kraftfahrzeugsteuer 5 4 +1 +25,0
Umsatzsteuer Vorjahre -1 63 -64 <-100,0
Sonstige Steuern 4 67 -63 -94,0
4 63 -59 -93,7
Veränderung
Im Rahmen der von den Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2021/ 22 gemäß § 23 Abs.2 EigVO NRW aufge-
stellten Spartenrechnung verteilt sich das erwirtschaftete Jah resergebnis 2021/22 auf die Sparten Oper,
Schauspiel, Tanz und Service wie folgt:
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 20
EUR EUR EUR EUR EUR
Sparte Sparte Sparte Sparte alle
Oper Schauspiel Tanz Service Sparten
1. Umsatzerlöse 2.260.025,55 1.148.189,11 233.809,01 154.009,26 3.796.032,93
2. Erhöhung des Bestands
an unfertigen Leistungen 1.352.700,00 -1.255.700,00 0,00 0,00 97.000,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00 0,00 1.179.100,00 1.179.100,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 50.317.392,53 29.949.623 ,20 338.783,00 9.772.474,75 90.378.273,48
53.930.118,08 29.842.112,31 572.592,01 11.105.584,01 95.450.406,41
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe 960.695,08 704.493,93 17.395,06 61.041,15 1.743.625,22
b)
9.689.828,10 2.714.753,38 413.852,67 398.744,28 13.217. 178,43
10.650.523,18 3.419.247,31 431.247,73 459.785,43 14.960.803,65
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.315.462,43 10.810.836,42 90.322,58 12.173.058,08 40.389.679,51
b)
4.019.712,27 2.969.621,98 18.605,87 3.285.678,47 10.293 .618,59
21.335.174,70 13.780.458,40 108.928,45 15.458.736,55 50.683.298,10
7.
885.859,95 778.382,97 635,00 2.247.689,87 3.912.567,79
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.045.210,32 3.686.3 37,08 66.779,73 13.107.407,63 20.905.734,76
17.013.349,93 8.177.686,55 -34.998,90 -20.168.035,47 4.9 88.002,11
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.240,00 0,00 0,00 15.356,49 16.596,49
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 0,00 0,00 425.6 79,00 425.679,00
11.
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
12. Ergebnis nach Steuern 17.014.589,93 8.177.686,55 -34 .998,90 -20.578.357,98 4.578.919,60
13. Sonstige Steuern 0,00 0,00 0,00 3.965,62 3.965,62
14. Jahresüberschuss 17.014.589,93 8.177.686,55 -34.998 ,90 -20.582.323,60 4.574.953,98
Sonderumlage Tanz 0,00 0,00 100.000,00 -100.000,00 0,00
Umlage Sparte Servicebereich -16.245.351,80 -9.508.217,95 0 ,00 25.753.569,75 0,00
769.238,13 -1.330.531,40 65.001,10 5.071.246,15 4.574.95 3,98
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.703.438,17
16. Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,00
17. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 250.000,00
18. Bilanzgewinn 8.528.392,15
Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag
1.9.2021- 31.8.2022
Aufwendungen für bezogene
Leistungen
Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Alters-
versorgung und für Unter-
stützung
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
Zu berücksichtigen ist, dass das Spartenergebnis des Schauspiels das negative Jahresergebnis 2021/22 des
Ballet of Difference / Richard Siegal in Höhe von EUR 627.071,9 3 einschließt. Im Spartenergebnis des
Service verbleibt der Überschuss 2021/22 aus dem Bereich der Sanierung.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 21
IV. SONSTIGE ANGABEN
1. Organe
Die Organe der Bühnen bestehen aus dem Betriebsausschuss und der Betriebsleitung.
Die stimmberechtigten Mitglieder des Betriebsausschusses (gemäß § 5 Abs. 1 der Betriebssatzung perso-
nenidentisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln) setzten sich im Wirtschaftsjahr 2021/22
wie folgt zusammen:
Elfi Scho-Antwerpes, Diplom-Ingenieurin
- Vorsitzende ab 1.11.2020 -
Dr. Ralph Elster, Leiter der Expleo Academy (DACH-Region)
- 1. Stellvertreter ab 1.11.2020 -
Mario Michalak, darstellender Künstler und Produzent
- 2. Stellvertreter ab 1.11.2020 -
Brigitta von Bülow, Gymnasiallehrerin, ab 1.11.2020
Bärbel Hölzing, freischaffende Musiklehrerin, ab 1.11.2020
Dr. David Lutz, Informatiker, ab 1.11.2020
Ira Sommer, Rechtsanwältin, ab 1.11.2020
Thomas Welter, Immobilienunternehmer
Maria Helmis, Studienrätin, ab 1.11.2020
Dr. Eva Bürgermeister, Leiterin des deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums, sachkun-
dige Bürgerin ab 1.11.2020
Jörg Kobel, sachkundiger Bürger, ab 1.11.2020
Lorenz Deutsch, Landtagsabgeordneter, sachkundiger Bürger, ab 1.11.2020
Dominik Schneider, Bürokaufmann, sachkundiger Bürger, ab 1.11.2020.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 22
Die Betriebsleitung bestand im Wirtschaftsjahr 2021/22 aus:
Patrick Wasserbauer
Geschäftsführender Direktor
Dr. Birgit Meyer
Intendantin der Oper (bis 31.8.2022)
Stefan Bachmann
Intendant des Schauspiels
Bernd Streitberger
Technischer Betriebsleiter
Für die aktiven Mitglieder der Betriebsleitung wurden von den Bühnen im Wirtschaftsjahr 2021/22 folgende
Bezüge aufgewendet:
Gehälter
TEUR
Aktive Mitglieder der Betriebsleitung:
Stefan Bachmann 220,3
Dr. Birgit Meyer 234,3
Patrick Wasserbauer 162,7
Bernd Streitberger 158,3
775,6
Für Mitglieder des Betriebsausschusses wurden keine Bezüge aufgewendet.
2. Arbeitnehmer*innen
Die Anzahl der Beschäftigten der Bühnen im Wirtschaftsjahr 2021/22 entwickelte sich wie folgt:
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 23
Jahres zum Vgl.
30.11.2021 28.02.2022 31.05.2022 31.08.2022 durch- Stellenplan
schnitt 2021/22
Mitarbeiter*innen nach TVöD 437 435 432 426 432,50 429
künstlerische Angestellte 346 346 344 366 350,50 354
Beamt*innen 14 15 15 15 14,75 16
797 796 791 807 797,75 799
Auszubildende 19 19 19 26 20,75 21
816 815 810 833 818,50 820
Die Bühnen sind Mitglied der Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln (ZVK) und der Bayerischen Versor-
gungskammer Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (BVK) . Die Versorgungseinrichtungen haben die
Aufgabe, den Arbeitnehmer*innen ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinter-
bliebenenversorgung zu gewähren. Die Umlage beträgt bei der Z VK 5,8% und bei der BVK 9,0% des zu-
satzversorgungspflichtigen Entgelts. Zum Aufbau einer Kapitaldeckung wird von der ZVK seit 2007 ein Zu-
satzbeitrag von 3,2% erhoben. Die umlagepflichtigen Gehälter betrugen im Wirtschaftsjahr 2021/22 rd.
TEUR 36.793 (i.V. TEUR 33.646).
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Bühnen, die sich zum einen auf am Bilanzstichtag vereinbarte
Mietverpflichtungen beziehen, werden in den folgenden beiden Spielzeiten zu Liquiditätsabflüssen in Höhe
von rd. TEUR 14.912 führen. Darin sind die Miet- und Nebenk ostenaufwendungen im Zusammenhang mit
den Interimspielstätten in Höhe von TEUR 9.099 enthalten. Da rüber hinaus bestehen sonstige finanzielle
Verpflichtungen vor allem aus dem Investitionsvorhaben Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz in Höhe
der am Bilanzstichtag vergebenen Aufträge. Für die Gesamtinvestitionen bis zur Fertigstellung des Projekts
wurde bis zum Bilanzstichtag 31.8.2022 vom Rat der Stadt Köln ein Budget der Baukosten inklusive Bau-
nebenkosten (ohne Bauzeitzinsen 45,2 Mio. EUR sowie Planungskosten der Vorvariante 1,2 Mio. EUR) von
642,7 Mio. EUR genehmigt. Darin ist ein Risikozuschlag in Höhe von 25,1 Mio. EUR enthalten. Von diesen
Kosten sind bis zum Stichtag im Bau befindliche Anlagen mit Herstell ungskosten von rd. 509,6 Mio. EUR –
vgl. Abschnitt II.1 – bilanziell erfasst.
4. Abschlussprüferhonorare
Für die Abschlussprüfungsleistungen für das Wirtschaftsjahr 2021 /22 wurden Honorare in Höhe von
TEUR 19,3 aufwandswirksam gebucht.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 24
5. Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Betriebsleitung der Bühnen schlägt vor, im Rahmen der Er gebnisverwendung des Bilanzgewinns des
Wirtschaftsjahres vom 1.9.2021 bis zum 31.8.2022 in Höhe vo n EUR 8.528.392,15, der sich aus einem
Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.703.438,17, dem Jahresüber schuss 2021/22 in Höhe von EUR
4.574.953,98 und einer vom Rat der Stadt Köln zuvor beschl ossenen Entnahme aus Gewinnrücklagen in
Höhe von EUR 250.000,00 zusammensetzt, auf neue Rechnung vorzutragen.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Rahmen der noch ausstehenden Ergebnisverwendung für das Vorjahr
(2020/21) aus dem Gewinnvortrag vorab zweckgebundene Gewinn rücklagen in Höhe von EUR
2.127.600,00 dotiert werden sollen, so dass sich der im Bilanzge winn 2021/22 enthaltene Gewinnvortrag
auf EUR 1.575.838,17 reduziert. Auf neue Rechnung sollen dann EUR 6.400.792,15 vorgetragen werden.
V. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH SCHLUSS DES WIRTSCHAFT SJAH-
RES
Im Bereich der Sanierung lag der Fokus im vierten Quartal 2022 auf der Fertigstellung der sicherheitsrele-
vanten Anlagen der Haustechnik. Die Neuausschreibung für die Restarbeiten an der Klinkerfassade wurde
notwendig, weil die damit beauftragte Firma Insolvenz angemeldet hat und die Arbeiten nicht abschließen
konnte.
Mit Beschluss vom 10.11.2022 bestellte der Rat den techni schen Betriebsleiter der Bühnen, Bernd Streit-
berger, für die Zeit vom 1.1.2023 bis zum 30.6.2024 weiterhin zum Mitglied der Betriebsleitung der Bühnen.
Zu Jahresbeginn 2023 gaben Oberbürgermeisterin Henriette Reke r und Bernd Streitberger einen Einblick
in die aktuelle Entwicklung der Bühnenbaustelle. Hintergrund waren die seit März 2022 zu beobachtenden
Kostensteigerungen des Projekts, die zu einer erneuten, vertieften Analyse des Budgets veranlassten. Diese
ergab, dass die Baukosten auf rd. 674 Millionen Euro (inklusive Risikokosten) steigen werden. Die Ursachen
entfallen auf Preissteigerungen im Bausektor, den Eintritt neuer Risiken z.B. bei Schlüsselgewerken wie der
Theatertechnik und neue Aufgaben durch Mängel an bereits vor 2015 fertiggestellten Gewerken.
Der Baubetrieb wurde nach dem Jahreswechsel mit hoher Intensität fortgesetzt. In den Hauptgewerken
der Haustechnik wurden erste Inbetriebsetzungen durchgeführt.
Die vor 2015 mangelhaft ausgeführten Schächte der Rauch druckschutzanlagen wurden umfassend unter-
sucht. Hier gaben die Bühnen im Mai 2023 Entwarnung: Die Sanierungsstrategie sah zunächst den Einbau
von aerodynamischen Optimierungen in Form von Luftleitbleche n an kritischen Stellen vor. Nach Montage
dieser Bauteile wurde dann aber in Absprache mit dem Statike r die Druckfestigkeit im Ist-Zustand der an
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 25
die beiden Fluchttreppenhäuser angrenzenden Schächte ermittelt. Dazu wurden Drucktests in den Schäch-
ten der Rauchschutzdruckanlagen durchgeführt, die ergaben, dass die Schächte dem Druck Stand halten
Am 16.5.2023 beschloss der Rat, dass die Bühnen zur Fortführung der Sanierung Verpflichtungen eingehen
dürfen, die das bisher genehmigte Budget von 642,7 Mio. EUR überschreiten. Um dieses zu ermöglichen,
wurde das Budget um 29,5 Mio. EUR auf 672,2 Mio. EUR an gehoben. Der Rat verzichtete dabei auf eine
Bedarfsfeststellung, ein Vergabevorbehalt wurde nicht ausgesprochen. Gleichzeitig ermächtigte der Rat die
Bühnen, Kredite bis zu einer Höhe von 672,2 Mio. EUR für die Planungs- und Baukosten aufzunehmen. Der
Rat ermächtigte die Bühnen darüber hinaus, Kredite für Bauzeitzinsen in Anspruch zu nehmen.
Schließlich wurde in Abstimmung mit dem Stadtkonservator entschieden, die Klinkerfassade restauratorisch
sanieren zu lassen.
Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung: In seiner Sitz ung am 8.9.2022 erklärte der Rat seine Be-
reitschaft zur Absicht der Bühnen, die Kompanie Ballet od Difference / Richard Siegal über die Projektlauf-
zeit hinaus bis zum Ende der Spielzeit 2023/24 zu beschäftigen, von dem prognostizierten Jahresüberschuss
zum 31.8.2021 eine zweckgebundene Rücklage für die Finanzierung der Kompanie in Höhe von 722 TEUR
zu bilden und entsprechend zu verwenden. Das Budget des Ballet of Difference soll dabei so gestaltet sein,
dass Aufwand und Ertrag deckungsgleich sind und somit ein neutrales Ergebnis erzielt wird.
In seiner Sitzung am 10.11.2022 nahm der Rat zur Kenntnis, d ass die zusätzlich durch die Bühnen akqui-
rierte Förderung der Kinderoper Köln aus dem Programm „Neue Wege“ des Ministeriums für Kultur und
Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für den Zeitraum 9/2022 bis 12/2023 verlängert wurde und
hierfür eine Fördersumme von TEUR 828 bewilligt wurde. Der Beitrag de r Stadt Köln wurde auf 549 TEUR
für die Spielzeit 2022/23 und auf 183 TEUR für die Spielzeit 2023/24 bis 31.12.2023 festgesetzt. Zur Finan-
zierung dieses Beitrags werde ein Teil des im Wirtschaftsplan der Bühnen Köln vorgesehenen Betriebskos-
tenzuschussanteils der Oper in Höhe von 549 TEUR für die Spielzeit 2022/23 und 183 TEUR für die Spielzeit
2023/24 als Budget der Kinderoper bereitgestellt.
Im Dezember 2022 verkündete der Intendant des Schauspiels Köln, Stefan Bachmann, seinen Wechsel als
Intendant des Burgtheater Wien mit Beginn der Spielzeit 2024/25.
Bü hnen der S tadt Kö ln, Kö ln Anlage 3 / S eite 26
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach S chluss des Wirtschaftsjahres 2021/22 aber vor
Verfassung dieses Anhangs eingetreten sind, waren nicht zu verzeichnen.
Beschlussvorlage Rat
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Dezernat, Dienststelle VII/46 Vorlagen-Nummer 2948/2024 Freigabedatum 23.10.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2022 für die Bühnen der Stadt Köln Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat der Stadt Köln stellt gem. § 4c der Betriebssatzung der Bühnen der Stadt Köln in Verbindung mit § 26 Abs. 1 der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfa- len (EigVO NRW) den Jahresabschluss zum 31.08.2022 sowie den Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 01.09.2021 bis 31.08.2022 mit dem uneingeschränkten Bestätigungs- vermerk vom 21.05.2024 der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SWS Schüllermann AG für die Bühnen der Stadt Köln fest. 2. Der Bilanzgewinn des Wirtschaftsjahres 2021/22 in Höhe von 8.528.392,15 €, der sich aus einem Gewinnvortrag in Höhe von 3.703.438,17 €, dem Jahresüberschuss 2021/22 in Höhe von 4.574.953,98 € und der Entnahme aus Gewinnrücklagen in Höhe von 250.000,00 € zum Ergebnisausgleich 2021/22 des Projekts Richard Siegal / Ballet of Diffe- rence gemäß Ratsbeschluss 1416/2022 vom 20.06.2022 zusammensetzt, soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Rahmen der im Zeitpunkt der Erstellung des Jahres- abschlusses 2021/22 noch ausstehenden Ergebnisverwendung für das Vorjahr 2020/21 aus dem Gewinnvortrag vorab zweckgebundene Gewinnrücklagen in Höhe von 2.127.600,00 dotiert werden sollen, so dass sich der im Bilanzgewinn 2021/22 enthaltene Gewinnvortrag auf 1.575.838,17 € reduziert. Auf neue Rechnung sollen dann 6.400.792,15 € vorgetragen werden. 3. Der Betriebsleitung wird Entlastung erteilt. 4. Dem Betriebsausschuss wird (gem. § 4 EigVO NRW) Entlastung erteilt. Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 05.11.2024 Finanzausschuss 12.11.2024 Rat 14.11.2024 2 Begründung: Zur Begründung des Beschlussvorschlags sind folgende Anlagen beigefügt: Jahresabschluss zum 31.08.2022, bestehend aus: o Anlage 1 Bilanz zum 31.08.2022 o Anlage 2 Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2021/22 o Anlage 3 Anhang Anlage 4 Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 01.09.2021 bis 31.08.2022 Anlage 5 Fragenkatalog nach § 53 HGrG Anlage 6 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Anlage 4 - Lagebericht
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Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1
LAGEBERICHT
FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR
1. SEPTEMBER 2021 BIS 31. AUGUST 2022
I. SPIELZEITVERLAUF UND LAGE DER BÜHNEN IM WIRTSCHAFTSJAHR 2021/22
1. Die wirtschaftliche und kulturpolitische Situation der Bühnen in der Bundesrepublik
Deutschland in der Spielzeit 2021/22
Der gesamte Kultursektor und hier vor allem die Bereiche Theate r und Live-Musik wurden durch die
Lockdown-Maßnahmen infolge der Corona-Pandemie seit März 2020 im Vergleich zu vielen anderen
Bereichen extrem getroffen und eingeschränkt. Veranstaltu ngen mit Publikum waren bis in die zweite
Jahreshälfte 2021 entweder überhaupt nicht oder nicht ansatzweise wirtschaftlich durchzuführen. Zwar
konnten einige Theater und Orchester durch Einschränkungen bzw. die völlige Einstellung des Spielbe-
triebs während der Lockdown-Perioden erhebliche Ausgaben ein sparen, durch Anordnung von Kurzar-
beit Zusatzeinnahmen seitens der Bundesagentur für Arbeit erzielen und hierdurch teilweise sogar Über-
schüsse erwirtschaften. Dies traf aber nicht flächendeckend für alle Theater und Orchester in Deutsch-
land zu.
Vor diesem Hintergrund sind in der vorherigen Spielzeit 2020/21 die Veranstaltungs- und Besuchszahlen
im Vergleich zum Vorjahr noch einmal signifikant gesunken 1. Während die Anzahl der Veranstaltungen
um rund 60% zurückging, verringerte sich die Zahl der Besucher*inn en um rund 80%. Im Personalbe-
reich sank die Anzahl der Fest-Beschäftigten infolge der positiven Auswirkung der Anmeldung zur Kurz-
arbeit nur geringfügig (4%), während bei den unständig Beschäf tigten bedingt durch den erheblichen
Rückgang der Veranstaltungen ein deutlicher Rückgang von 30% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeich-
nen war. Die Betriebseinnahmen erreichten im Vergleich nur knapp 40% der Zahlen aus der vorange-
gangenen Spielzeit, wobei aber die Zuweisungen und Betriebszuschüsse nahezu unverändert blieben.
Erst die Spielzeit 2021/22 wurde nach dem weitgehenden Abk lingen der Pandemie vom Bestreben ge-
prägt, durch Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Rahmen der zunächst noch einschränkenden
Corona-Hygienemaßnahmen die Einnahmensituation der Theater und Orchester wieder soweit wie mög-
lich zu normalisieren. Wie in den von Corona unbelasteten Vorjahr en bewirken dabei die finanziellen
Verhältnisse der öffentlichen Haushalte einen unverändert h ohen Konsolidierungsdruck auf die Kultur-
einrichtungen. Als personalintensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Personalkosten und
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1 Quelle: Theaterstatistik 2020/2021 des Deutschen Bühnenvereins, Heft 56, Köln 2023
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 2
dadurch begrenzten kurzzeitig realisierbaren Konsolidierungspotent ialen sind gerade die öffentlichen
Theater und Orchester hiervon in besonderem Maße betroffen. Gleichwohl steht man der weiteren Ent-
wicklung auf Basis der aktuellen Besucherzahlen im Zeitpunkt der Verfassung dieses Lageberichts grund-
sätzlich positiv gegenüber: „Die Säle füllen sich wieder, die Menschen kehren in die Theater und Kon-
zerthäuser zurück. Theater und Orchester bieten die Erlebnisse , die in unserer Gesellschaft immer sel-
tener werden und die wir dringend benötigen: die Möglichkeit des Beieinanderseins, bei einem Spiel mit
neuen Möglichkeiten, im Traum von der möglichen besseren Alternative“ 2.
Dabei werden aber Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Kultureinrichtungen weiterhin von Politik und
Öffentlichkeit kritisch hinterfragt, so dass stets Überlegungen anzustellen sind, wie man durch inhaltliche
und perspektivische Konzepte, Organisationsmodelle und Rechts formgestaltungen die Einnahme- und
die Kostensituation der Theater verbessern kann. Bei diesen im Wese ntlichen auf die ökonomische Ef-
fizienz ausgerichteten Überlegungen darf das übergeordnete Ziel der Theater, nicht gewinnorientiert zu
arbeiten, sondern eine Aufgabe für die Allgemeinheit zu erfüllen, nicht aus den Augen verloren werden.
2. Der rechtliche Rahmen der Bühnen in der Spielzeit 2021/22
Gegenstand der seit dem 1.9.2000 als eigenbetriebsähnliche E inrichtung geführten Bühnen der Stadt
Köln ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege u nd Förderung kultureller Aufgaben. Der
Einrichtungszweck umfasst dabei insbesondere die Aufführung v on Bühnenwerken aller Gattungen im
Musik-, Tanz- und Sprechtheater. Für die künstlerische und wirtsch aftliche Führung ist aktuell eine aus
vier Personen bestehende Betriebsleitung gesamtverantwortlich. Der Rat der Stadt Köln und der Be-
triebsausschuss (personenidentisch mit dem Ausschuss für Kunst und Kultur der Stadt Köln) entscheiden
in allen Angelegenheiten der Bühnen, die ihnen durch die GO NRW, die EigVO NRW, die Hauptsatzung
der Stadt Köln und die Betriebssatzung der Bühnen vorbehalten sind. Das Wirtschaftsjahr verläuft spiel-
zeitkonform vom 1. September bis zum 31. August.
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2 Quelle: Claudia Schmitz, Geschäftsführende Direktori n des Deutschen Bühnenvereins in: Theaterstatistik
2020/2021 des Deutschen Bühnenvereins, Heft 56, Köln 2023
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 3
3. Die künstlerische Bilanz der Bühnen in der Spielzeit 2021/22
Als wesentlicher Bestandteil der Kulturstadt Köln gehören die Bü hnen der Stadt Köln zu den national
bedeutendsten wie international renommierten Spielstätten des Sprech- und Musiktheaters.
Um den hohen Ansprüchen sowie der Größe und Bedeutung der Stadt Köln gerecht zu werden, bedient
das Sprechtheater viele traditionelle Aufgaben: Dazu gehören die Klassikerpflege ebenso wie die Prä-
sentation moderner Gegenwartsdramatik und die Realisierung unterschiedlichster Regie- und Ausstat-
tungsstile. Nationale und internationale Gastspiele komplementieren dabei das Programm des Sprech-
theaters.
Die Oper Köln soll den führenden internationalen Opernhäusern zugerechnet werden. Sie ist Mitglied
der internationalen Opernkonferenz, zu der folgende Opernhäuser gehören: Bayerische Staatsoper,
Staatsoper Unter den Linden Berlin, Deutsche Oper Berlin, K omische Oper Berlin, Staatsoper Wien,
Opernhaus Zürich, Staatsoper Dresden, Oper Frankfurt, Staatsoper Hamburg, Deutsche Oper am Rhein
Düsseldorf Duisburg, Oper Leipzig und Staatstheater Stuttga rt sowie die assoziierten Mitglieder Opera
National de Paris, Royal Opera House Covent Garden London un d Teatro alla Scala Mailand. Diese
Institutionen sind geprägt von international renommierten Dirigent*innen, Regisseur*innen sowie Sän-
ger*innen. In diesem Umfeld ist die Oper Köln bereits seit einige n Jahren neben der Komischen Oper
Berlin ein Mitglied mit einem der geringsten Betriebskostenzuschüsse.
Seit der Auflösung der Tanzcompany pretty ugly tanz köln (2008/09) wird der Tanz an den Bühnen Köln
durch Gastspiele in den Spielplänen von Oper und Schauspiel vertreten. In der Spielzeit 2021/22 setzte
das Schauspiel Köln dabei die Kooperation mit dem amerikanischen Choreografen Richard Siegal und
dessen Kompanie Ballet of Difference fort, mit dem Ziel, die 2 016 gegründete Kompanie in Köln zu
etablieren und den Tanz dadurch weiter zu stärken. Auch für 2022/23 sind weitere Projekte geplant,
die in den beiden Wirkungsstätten München und Köln zur Aufführung gebracht werden sollen.
Im Rahmen der sukzessive auslaufenden Corona-Schutzmaßnahmen und der fortschreitenden Sanie-
rungsmaßnahmen am Offenbachplatz war auch die Spielzeit 202 1/22 der Bühnen der Stadt Köln wei-
terhin geprägt von der Fortführung des Interimspielbetriebs de s Musiktheaters (Oper und Kinderoper
im Staatenhaus) und des Sprechtheaters (Depot 1, Depot 2, Grotte und Carlsgarten). Dabei konnten in
2021/22 noch folgende Inszenierungen realisiert werden:
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Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/
Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS)
Inszenierungen des Sprechtheaters
Atemschaukel N Depot 1 10 EP
Das Himmelreich N Depot 1 17 EP
Falstaff N Depot 1 4 EP
Molière N Depot 1 11 EP
Nathan der Weise N Depot 1 27 EP
Orlando N Depot 1 11 EP
Reich des Todes N Depot 1 7 KP
Oblomow Revisited N Depot 1 1 EP
Richard drei N Depot 1 9 EP
Erlaubst du wohl, dir ein
Geschichtchen zu erzählen N Depot 1 1 GS
Stefko Hanushevsky
Erzählt: Der große Diktator WA Depot 1 10 EP
Vögel WA Depot 1 5 EP
Bruder Eichmann N Depot 2 13 EP
Der Weg zurück N Depot 2 3 EP
Der Wilde N Depot 2 9 EP
Die gelbe Tapete N Depot 2 3 EP
Die Lücke 2.0 N Depot 2 12 EP
Früchte des Zorns N Depot 2 11 EP
Ich bin ein Aufnahmegerät N Depot 2 1 GS
Jugend ohne Gott WA Depot 2 12 EP
Malakoff Kowalski N Depot 2 1 GS
Metropol N Depot 2 17 EP
Mölln 92/22 N Depot 2 8 EP
Ode N Depot 2 13 EP
Precarious Moves WA Depot 2 2 GS
School of resistance WA Depot 2 3 GS
Songs of Gastarbeiter Vol.2 N Depot 2 1 GS
Stadtlabor Glaube & Chaos WA Depot 2 2 EP
Superspreader WA Depot 2 2 GS
Welt verändern WA Depot 2 4 EP
Wunderschönes Welkfleisch N Depot 2 9 EP
Britney X WA Stadtgarten 4 EP
Das Opferfest WA Carlsgartem 4 EP
Utopolis Köln N Utopolis Köln 5 EP
Einzelveranstaltungen - diverse Spielstätten 21 EP / GS
273
Titel
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 5
Die Spielzeit 2021/22 wurde mit der Produktion „Nathan der Weise“ in der Regie von Stefan Bachmann
eröffnet. Dramaturgisch wurde mit diesem Abend ein star kes Zeichen und eindeutiges Plädoyer für
Toleranz, Humanität und ein friedvolles Miteinander gezeigt. Gleichwohl stand die Spielzeit aber nicht
nur thematisch mit dem Wunsch nach einem wieder möglichen Mit einander, sondern auch planerisch
zum Teil noch unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Zumind est insofern, als einige Premieren aus
2019/20 und 2020/21 nachgeholt wurden. So zum Beispiel die deutsche Erstaufführung von „Utopolis
Köln“ in der Regie von Rimini Protokoll. Es handelte sich hierbei um einen auditiven Stadtrundgang, das
Publikum besuchte in kleinen Gruppen verschiedene Orte in der Kölner Innenstadt und wurde zu Co-
Autor*innen kleiner Utopien.
Das Depot 2 wurde mit der Produktion „Ode“ in der Regie von Rafael Sanchez in aktualisierter Textfas-
sung von Thomas Melle eröffnet. Es ist ein Liebesbrief an die Kunst, in dem die großen Fragen der
Kunstfreiheit und die Hitzigkeit gesellschaftlicher Auseinande rsetzungen nicht gescheut werden. Nicht
ohne Grund also wurde es 2022 mit dem Nachspielpreis des „Heidelberger Stückemarkt“ ausgezeichnet.
Ebenso wurde die Uraufführung von „Metropol“ in Regie von Armin Petras nachgeholt. Er fußt auf dem
Roman des preisgekrönten Autors Eugen Ruge und bringt somit einen beklemmenden und gleicherma-
ßen wichtigen Tatsachenroman über die 1930er Jahre in der Sowjetunion auf die Bühne. Fortgeführt
wurde die Auseinandersetzung mit „Atemschaukel“, einem Abend beruhend auf einem Roman von Herta
Müller in der Regie von Bastian Kraft. Er handelte von einem S iebzehnjährigen, der am Ende des 2.
Weltkriegs aus dem rumänischen Siebenbürgen in ein sowj etisches Arbeitslager verschleppt wird und
basiert auf wahren Gesprächen mit Betroffenen.
Ein voller Erfolg wurde die Premiere von „Reich des Todes“ als Ko-P roduktion mit dem Düsseldorfer
Schauspielhaus in der Regie von Stefan Bachmann. Genau 2 0 Jahre nach dem Anschlag auf das World
Trade Center verhandelte dieser Abend basierend auf dem gleichnamigen Stück von Rainald Goetz die
mit dem Ereignis einhergehende „Zeitenwende“ und gesellschaftli chen Abgründe, die als Reaktion da-
raufhin folgten. Auch der Regisseur Nuran David Calis inszenierte in dieser Spielzeit wieder in Köln: Zum
einen premierte die Aktualisierung des Stückes „Die Lücke“ aus dem Jahr 2014, nun also „Die Lücke
2.0“, anlässlich des 17ten Jahrestages des Nagelbombenatt entats in der nahegelegenen Keupstraße.
Der Abend befragt die daraufhin folgenden Ermittlungen, Prozess ergebnisse, Schuldsprüche sowie das
fortlaufende Fehlverhalten der Politik im Umgang mit den Betroffenen. Daran schloss inhaltlich auch der
zweite Abend des Regisseurs an: Mit „Mölln 92/22“ thematisierte er den nun dreißigsten Jahrestag des
Brandanschlags auf das Haus der Familie Arslan in Mölln. Daran eb enfalls anknüpfend war das Schau-
spiel Köln im Herbst 2021 Teil der bundesweiten Initiative „Kein Sch lussstrich!“, bei der sich verschie-
dene Kulturinstitutionen und zivilgesellschaftliche Initiativen in 15 Städten zusammengeschlossen ha-
ben, um die Taten und Hintergründe des sogenannten NSU b undesweit künstlerisch zu thematisieren.
Des Weiteren konnte die Uraufführung von „Der Wilde“ im Dep ot 2 nachgeholt werden – ein Abend in
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 6
englischer, spanischer und deutscher Sprache. Hierfür arbeitet e der mexikanische Autor und Regisseur
David Gaitán zusammen mit Schauspieler*innen aus Mexiko und dem Ensemble des Schauspiel Köln.
Genannt sei auch die Uraufführung von „Das Himmelreich wollen w ir schon selber finden“ in der Regie
des Regisseurs Oliver Frlji ć und nach einem Text des irischen Hobby-Autors Divel Sheepsplit, in dem
historische Ereignisse und Personen zu einem Requiem der Vergan genheit und der Gegenwärtigkeit
gleichermaßen verknüpft sind. Oliver Frljić inszeniert auf Grund dessen mit sowohl kritischem wie auch
liebevollen Blick sowohl die Geschichte des Kölner Doms wie auch der europäischen Institution Kirche.
Die Produktion wurde bedeutend unterstützt von Karl Hauc ke, selbst Betroffener körperlicher, sexuali-
sierter und spiritueller Gewalt in einem katholischen Ordensinternat und seit jeher aktiv in verschiedenen
Betroffenen-Initiativen, -Vereinen und –Organisationen.
Einen ebenso großen Erfolg feierte die live-Premiere des Stückes „Früchte des Zorns“ in Regie von Rafael
Sanchez, nachdem dieses bereits 2020 in digitaler Form gezeigt wurde. Im Verlauf des Abends wurde
der amerikanische Traum und das Gerede vom „großartigsten Land der Menschheitsgeschichte“ restlos
auseinandergenommen. Der gleichnamige und mit dem Pulitzerpre is gekrönte Roman von John Stein-
beck diente hierfür als literarische Vorlage. Auch das zum Schauspiel Köln gehörige Senior*innen-En-
semble „Old School“ feierte in der Spielzeit 2021/22 mit der Stüc kentwicklung „Wunderschönes Welk-
fleisch“ eine sehr erfolgreiche Premiere. In der Regie von David Vogel setzten sie sich mit den eigenen
Alterungsprozessen auseinander und brachten persönliche (Kör per-) Geschichten auf die Bühne des
Depot 2.
„Richard drei“ in einer Überschreibung von Katja Brunner und Reg ie von Pinar Karabulut feierte im
Frühjahr 2022 ebenfalls eine sehr erfolgreiche Uraufführung am Schauspiel Köln. Zu den weiteren High-
lights der Spielzeit zählt auch die Premiere von „Falstaff“ mit dem bereits alles sagenden Untertitel „Let’s
get drunk on life!“. Der Regisseur Jan Bosse und seine enge Vertrauten Gabriella Bußacker dachten sich
hierfür mit ihrem künstlerischen Team nicht nur eine besond ere Bühnensituation aus und gestalteten
dadurch den Publikumsraum zu einem geselligen Miteinander, sondern luden auch die Zuschauer*innen
zum Mittanzen, Mitschunkeln und Mittrinken ein.
Aber auch im digitalen Raum konnte das Schauspiel Köln in dieser Spielzeit einen international wahrge-
nommenen Erfolg verzeichnen. Mit der Twitch-Produktion und Urau fführung von „Oblomow Revisited“
gelang dem Team rund um den Regisseur Luk Perceval ein vielfach rezensierter Abend. Ausgehend von
dem Roman „Oblomow" von Iwan Gontscharow und in Verbindu ng mit dem Corona-bedingten Aufruf
#besonderehelden, mit dem die Politik dazu aufrief, „faul wie Waschbären“ zu sein und die „Couch zur
Front“ umzufunktionieren, überschrieb die Autorin Nele Stu hler den Text in die heutige Zeit. Zudem
öffnete das Team den Probenprozess für das Publikum durch ein en Blog, einen Instagram- und einen
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 7
Twitch-Kanal. Auch die Premiere gestaltete sich in neuer, hybr ider Form sowohl im Depot 1 wie auch
auf Twitch.
Ein ebenso nennenswertes Event am Schauspiel Köln war die „Sch ool of Resistance“ im Herbst 2021,
initiiert vom „International Institute of Political Murder“ / Milo R au, NTGent und #LeaveNoOneBehind.
Das Programm gestaltete sich vielfältig und im Sinne einer neuen Politik der Menschlichkeit und Gerech-
tigkeit. Es gab ein Workshop-Programm, drei hybride Panels, eine Soli-Ku ndgebung, ein Konzert und
den Start einer gemeinsamen Spendenaktion, um eine Annä herung an die umkämpften Realitäten mi-
grierter Menschen in Europa zu ermöglichen.
Zum Ende der Spielzeit bildete das Festival „Britney X“ einen gelu ngenen Abschluss. Unter dem Motto
„You want a piece of me?“ fand es in dieser Spielzeit zum ers ten Mal rund um den Stadtgarten und
somit im Herzen Kölns statt. Innerhalb verschiedener Formate wie Lesungen, Talks, Workshops, Kon-
zerten, Theaterinszenierungen, Installationen und Tanzgastspielen lud es zu Begegnungen und Refle-
xion zu den Themenkomplexen „gender, race and class“ ein und machte sich insbesondere für aktuelle
queer-feministische und anti-rassistische Diskurse rund um den Körper stark. Als künstlerische Positio-
nen waren unter anderem Doris Ulrich, Susanne Kennedy und Markus Selg sowie das Berlin Strippers
Collectiv vertreten.
Über die Spielzeit hinweg wurden auch in 2021/22 Produktionen des Schauspiel Köln zu verschiedenen
(internationalen) Festivals in analoger wie digitaler Form eingeladen.
Bei den Spielzeitheften 2021/22 des Schauspiel Köln galt das Mott o „Körper-Glaube-Chaos“. Aufgrund
der politischen Situation und um ein klares und direktes Zeic hen zu setzen, gab es zusätzlich ein Son-
dermagazin „Ukraine“, in dem Stimmen verschiedener ukrainisc her Künstler*innen Platz fanden. Es
wurde als Wendeheft zweisprachig herausgegeben. Zudem lud die Schriftstellerin Kathrin Röggla über
die Spielzeit hinweg wiederkehrend Akteur*innen der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft und der Kunst
innerhalb der Gesprächsreihe „Welt verändern“ ein.
Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/
Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS)
Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln
Triple N Depot 1 9 EP
Xerrox Vol. 2 N Depot 1 5 EP
Made Two Walking / Made All Walking N Depot 2 7 EP
21
Titel
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 8
Auch in der dritten Spielzeit seines Bestehens überzeugte das Richard Siegal / Ballet of Difference am
Schauspiel Köln (BoD) durch künstlerische Qualität, Professionalität, und Durchhaltevermögen. Es wurde
national und international von der Fachpresse und den Protagonist *innen der Tanz- und Theaterszene
gefeiert. Dieser Erfolg machte Mut und tröstete über die imme r noch pandemiebedingten Hindernisse
hinweg.
Zur Eröffnung der Spielzeit und als erste lang ersehnte Produktion mit Live Publikum in der abklingenden
Pandemie präsentierte die Kompanie die Inszenierung „New Ocean Sea Cycle– Kolumba Ed.s 1-14 Baf-
fin-St. Lawrence“ als eine Tag/Nacht Performance über 2 4 Stunden hinweg im Kolumba Kunstmuseum
des Erzbistums Köln.
Fünf Tänzer*innen des Ensembles erhielten die Gelegenheit an einer Crossover Produktion des Schau-
spiel Köln mitzuwirken. Als Kooperation zwischen Schauspiel und B oD brachte die Regisseurin Lucia
Bihler den Roman „Orlando“ von Virginia Woolf mit Schauspieler* innen und Tänzer*innen beider En-
sembles auf die Bühne. Zeitgleich starteten die Proben zu „Made Tw o Walking / Made all walking“, der
Produktion, die dann im Dezember 2021 in Köln eine furiose Ura ufführung feierte. Als erste Premiere
im Jahr 2022 präsentierte die Kompanie die viel gespielte und p ublikumswirksame Produktion „Triple“.
Mit dem dreiteiligen Abend zog Richard Siegal eine Verbindungslinie zwischen seinen internationalen
Erfolgsballetten der letzten Jahre und einer 2021 entstande nen Arbeit mit dem BoD in Köln. Sodann
kam ein weiteres spektakuläres Ballett zur Uraufführung: Mit „Xerrox Vol. 2“ visierte Richard Siegal eine
intensive Auseinandersetzung mit der Tradition an, aus der seine Kompanie hervorgegangen ist. Im
Frühjahr 2022 konnte trotz immer noch währender Pandemie m it strengen Restriktionen erstmals wie-
der eine Gastspielreise nach Italien und nach München geplant und durchgeführt werden.
Der verstärkte Fokus auf mehr kommunikative Maßnahmen, die Weiterentwicklung des Corporate De-
sign der Kompanie sowie die Vernetzung mit der Kölner Kunst- und Kulturszene und der Kölner Stadt-
gesellschaf trugen dazu bei, die Kompanie bekannter zu machen und mehr in der Öffentlichkeit zu
verankern.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 9
N euinsz. (N )/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/
Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS)
Inszenierungen des Musiktheaters
Absence #2 N Staatenhaus 4 EP
Béatrice et Bénédict N Staatenhaus 6 EP
Carmen N Staatenhaus 11 EP
Der Meister und Margarita N Staatenhaus 6 EP
Die Entführung aus dem Serail N Staatenhaus 5 EP
Die tote Stadt N Staatenhaus 6 EP
Die Vögel N Staatenhaus 8 EP
Die Zauberflöte N Staatenhaus 9 EP
Flut N Staatenhaus 3 EP
Hänsel und Gretel N Staatenhaus 17 EP
Il Barbiere di Siviglia N Staatenhaus 6 EP
L'amour de Loin N Staatenhaus 7 EP
Rusalka N Staatenhaus 6 EP
Schnittstellen (II) N Staatenhaus 4 EP
Sing Halleluja WA Staatenhaus 2 GS
Upload N Staatenhaus 4 EP
Das Rheingold (für Jung und Alt) WA Staatenh. (KO) 6 EP
Die Geschichte vom Fuchs…. N Staatenh. (KO) 11 EP
Die Kluge N Staatenh. (KO) 9 EP
Die Walküre (für Jung und Alt) N Staatenh. (KO) 6 EP
Götterdämmerung (für Jung und Alt) N Staatenh. (KO) 8 EP
Marla die Maifliege N Staatenh. (KO) 1 EP
Pünktchen und Anton N Staatenh. (KO) 9 EP
Siegfried (für Jung und Alt) N Staatenh. (KO) 6 EP
Einzelveranstaltungen - Staatenhaus 9 -
169
Titel
In der Oper Köln konnten trotz der anhaltenden pandemischen Lage konnten bis auf vier pandemiebe-
dingte Absagen alle geplanten Vorstellungen im Staatenhau s verwirklicht werden. Dr. Birgit Meyer
beging zudem ihre letzte Spielzeit als Intendantin der Oper Köln.
Nach der Live-Premiere von Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ im Herbst 2021, die in der Spiel-
zeit zuvor nur im Stream gezeigt werden konnte, feierte zum ersten Mal an der Oper Köln Kaija Saariahos
Oper „L’amour de loin“ in der Inszenierung von Johannes Erath und im Bühnenbild von Bernhard Ham-
mer Premiere.
Mit insgesamt acht Aufführungen wurde Walter Braunfels‘ Meist erwerk „Die Vögel“ mit dem Chor der
Oper Köln in einer herausragenden Inszenierung von Nadja Loschky und unter musikalischer Leitung
von Gabriel Feltz auf die Bühne des Saal 1 im Staatenhaus gebracht.
Der Erfolg der Uraufführung des Projektes „Flut“ im Sept ember 2021 mit dem Choreograf Emanuele
Soavi und seinem Ensemble incompany schlug sich auch bereits in erfolgreichen Neu-Engagements
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 0
wieder: Sie ist zum XIX. Festival Internazionale di Danza nac h Padua / Italien eingeladen. Zu den wei-
teren Uraufführungen zählen „absence#2 – Deconstruction o f Space“ mit der Kölner Tanzkompanie
IPtanz in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Köln sowie „Schnittstellen (II)“ – die Uraufführung
dreier Kurzopern junger Künstler.
Ein besonderer Publikumserfolg war die von Publikum und Pres se umjubelte Inszenierung von „Hänsel
und Gretel“ von Béatrice Lachaussée unter der musik alischen Leitung Generalmusikdirektor Franςois-
Xavier Roth. Mit der letzten Vorstellung Ende Januar 2022 besuch ten mehr als 8.800 Besucher die 17
Aufführungen. Auch die von Publikum und Presse gefeierte Inszenierung von „Carmen“ in der Regie von
Lydia Steier erhielt erneut großen Zuspruch, gerade auch von Seiten des jüngeren Publikums: der Anteil
der gebuchten Karten für Schüler*innen und Student*innen betrug über 30%.
Am Ostermontag zeigte die Oper Köln die Deutschland-Premiere von „Upload“ des niederländischen
Komponisten, Librettisten und Regisseurs Michel van der Aa. D ie Kritiken waren voll des Lobes ob der
internationalen Koproduktion der Oper Köln mit De Nederlan dse Opera, Amsterdam, Bregenzer Fest-
spiele, Park Avenue Armory, New York, Ensemble Musikfabrik Köln und DoubleA Foundation.
Regisseurin Jean Renshaw und Ausstatter Christof Cremer versetzt en Hector Berlioz‘ Oper „Béatrice et
Bénédict“ nach Shakespeares Komödie „Much Ado About Nothing “ („Viel Lärm um Nichts“) in die
1940er/1950er Jahre. Am Pult des Gürzenich-Orchesters stand GMD François-Xavier Roth, der an der
Oper Köln mit dieser Produktion seine zweite Berlioz-Oper dirigierte.
Seit über fünf Jahrzehnten ein besonderes Juwel im Repertoire der Berliner Staatsoper Unter den Lin-
den, ging die Produktion „Il Barbiere di Siviglia“ von Gioachi no Rossini in der Inszenierung von Ruth
Berghaus erstmalig auf Reisen.
Auch die Vorstellungen der Kinderoper Köln, deren 25-jähriges Jubiläum mit der Uraufführung des Auf-
tragswerks „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand ve rlor“ im Dezember 2021 gefeiert wurde,
erfreuten sich großer Nachfrage. Der komplette „Ring des Ni belungen für Jung und Alt“ konnte Ende
Mai 2022 gespielt werden. Die Kinderoper „Pünktchen & Anton“ kam nach der Premiere im Stream in
der Spielzeit zuvor nun auch auf die Bühne des Saal 3 im Staatenhaus. Außerdem konnte die Kinderoper
wieder mit ihrer mobilen Musiktheaterproduktion in Kindergärten und Kitas in und um Köln zu erleben
sein: „Marla, die Maifliege“.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 1
Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/
Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS)
Inszenierungen des Tanzes
La Consagración de la Primavera - Staatenhaus 2 GS
The Big Crying / Impasse Staatenhaus 2 GS
Swan Lakes Depot 1 2 GS
Dada Masilo's The Sacrifice Depot 1 2 KP
Double Murder: Clowns / The Fix Depot 1 3 GS
Outwitting The Devil Depot 1 2 GS
Set of Sets Depot 1 3 GS
Traces Depot 1 3 GS
Triptych: Depot 1 2 GS
Habitat sonstige Spielstätten 2 GS
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Titel
Auch die Sparte Tanz war in der Spielzeit 2021/22 noch geprä gt von den unterschiedlichen Corona-
Phasen in den jeweiligen Ländern. Ein Großteil des Programms war bereits für die Spielzeit 2020/2021
geplant und musste umdisponiert werden. Von 26 disponierten Tanzvorstellungen fanden schließlich 23
statt.
Eröffnet wurde die Tanzreihe im Staatenhaus mit zwei Vorstellungen des Nederlands Dans Theater mit
Choreografien von Johan Inger und Marco Goecke. Im Depot 1 w ar im Herbst 2021 dann zum ersten
Mal das Choreografen-Duo Guy Nader & Maria Campos mit „Set of Sets“ zu sehen. Mit ihrer fesselnden
Choreografie zu Live-Musik rissen sie das Tanzpublikum von den Stühlen. Der Belgier Wim Vandekeybus
präsentierte seine Deutschlandpremiere von „Traces“, eine Produktion die für das internationale Kunst-
festival Europalia Romania kreiert wurde. Im Dezember begeisterte die Akram Khan Company mit zwei
Vorstellungen von „Outwitting the Devil“, einer düsteren Performance, die durch grandiose Bilder über-
zeugte. Im Frühjahr 2022 präsentierten der Flamenco-Tänzer Israel Galván und die beiden Pianist*innen
Sylvie Courvoisier und Cory Smith im Staatenhaus ihre Interpreta tion von Strawinsky’s Frühlingsopfer.
Im Anschluss konnte endlich unsere Koproduktion mit der belgischen Kompanie Peeping Tom, die Tri-
logie „Triptych: the missing door, the lost room and the hidden floor“, als Deutschland-Premiere gezeigt
werden. Im April trat die Gauthier Dance Company mit „Swan L akes“ im Depot 1 auf, wobei sich vier
sehr unterschiedliche Choreograf*innen mit dem Thema beschäftigten.
Die britische Kompanie Hofesh Shechter Company war im Frühsomm er mit ihrem zweigeteilten Abend
„Double Murder“ zu Gast. Seit über 12 Jahren begeistern sie das Kölner Tanzpublikum mit ihren hoch
energetischen Choreografien. Innerhalb des „Britney X“-Festivals fand ein Gastspiel der österreichischen
Choreografin Doris Uhlich statt, die mit einem lokalen Cast arbeitete. „Habitat“ wurde in den ehemaligen
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 2
Werkstätten der Bühnen gezeigt und lieferte nochmals eine g anz neue Sicht auf den Körper. Zum Ab-
schluss der Tanzreihe überzeugte die Koproduktion Dada Masilo’s „The Sacrifice“ aus Südafrika mit ihrer
Interpretation sowie den Musiker*innen und Tänzer*innen.
4. Die wirtschaftliche Lage der Bühnen im Geschäftsjahr 2021/22
a) Leistungsdaten
Die Aktivitäten der Bühnen wurden in der Spielzeit 2021/22 zum Teil noch von den auslaufenden Corona-
Maßnahmen beeinflusst. In diesem Umfeld realisierten die Bühnen in 2021/22 folgende Leistungsdaten:
Veran-
ange- staltung. Besu- Besu- Aus- Erlöse
botene am cher cher lastung Kartenverk.
Plätze1 Standort max. Ist % TEUR
Staatenhaus
Eigenproduktionen 102 61.644 42.469 68,89
Gastspiele 2 1.694 887 52,36
Einzelveranstaltungen 9 1.009 252 24,98
569 113 64.347 43.608 67,77 1.119
Kinderoper
Eigenproduktionen 56 12.292 10.038 81,66
0 56 12.292 10.038 81,66 79
Summe Musiktheater 453 169 76.639 53.646 70,00 1.198
Depot I
Eigenproduktionen 112 43.470 28.953 66,60
Gastspiele 1 464 214 46,12
Einzelveranstaltung 4 1.002 859 85,73
384 117 44.936 30.026 66,82 357
Depot II
Eigenproduktionen 116 20.750 15.105 72,80
Gastspiele 10 1.582 698 44,12
Einzelveranstaltungen 14 573 399 69,63
164 140 22.905 16.202 70,74 149
Carlsgarten
Eigenproduktionen 4 402 391 97,26
Gastspiele 0 0 0 0,00
Einzelveranstaltungen 0 0 0 0,00
101 4 402 391 97,26 4
sonstige Orte / Aktivitäten 221 12 2.650 1.811 68,34 23
Summe Sprechtheater 260 273 70.893 48.430 68,31 533
1 ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze
Spielstätte
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 3
Veran-
ange- staltung. Besu- Besu- Aus- Erlöse
botene am cher cher lastung Kartenverk.
Plätze1 Standort max. Ist % TEUR
Summe Musiktheater 453 169 76.639 53.646 70,00 1.198
Summe Sprechtheater 260 273 70.893 48.430 68,31 533
Depot 1
Eigenproduktion 429 14 6.001 5.291 88,17 89
Depot 2
Eigenproduktion 220 7 1.542 1.499 97,21 15
359 21 7.543 6.790 90,02 104
Staatenhaus
Gastspiele 492 4 1.968 1.603 81,45 49
Depot 1
Gastspiele 0 17 7.652 6.867 0,00 147
sonstige Orte
Gastspiele 250 2 500 500 100,00 5
Summe Tanztheater 440 23 10.120 8.970 88,64 201
Abgrenzungen 5
Summe gesamt 340 486 165.195 117.836 71,33 2.041
Theaterpädagogik
Projektarbeit mit Schülern 17 164
Schülerworkshops 74 1.596
Lehrerfortbildungen 30 610
Projektarbeit mit Familien 12 840
Projektarbeit "Spielklubs" 147 4.193
Kooperationen 14 341
sonstige Aktivitäten 29 543
Summe Theaterpädagogik 2 323 8.287
Summe Theater gesamt 809 126.123
1 ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze
2 Veranstaltungen der Theaterpädagogik ohne Einnahmen
Spielstätte
Summe Tanz Ballet of Difference
am Schauspiel Köln
Der Datenvergleich der Spielzeit 2021/22 mit dem Vorjahr ist wegen der corona-bedingten Einschrän-
kungen nur sehr bedingt aussagefähig. Die Zahl der Veranstaltungen (im Vorjahr 106) hat sich im Ver-
lauf der Spielzeit 2021/22 als Folge der auslaufenden Corona-Einschränkungen um 380 wieder deutlich
erhöht. Die Veränderung der Gesamtzahl an Veranstaltungen entfällt mit einem Anstieg um 132 Veran-
staltungen auf das Musiktheater, um 229 Veranstaltungen a uf das Schauspiel (unter Einschluss der
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 4
Veranstaltungen des Tanzprojekts Ballet of Difference / Richard Siegal am Schauspiel) und um 19 Ver-
anstaltungen auf den Tanz.
Dabei lag die Besucherzahl im Musiktheater um 47.465 über der Besucherzahl des Vorjahres, im Schau-
spiel (mit Ballet of Difference) um 50.550 und im Tanz um 8. 500. Die durchschnittliche Auslastung
betrug im Musiktheater 70,0% und hier bei Produktionen der Oper Köln 67,8% und der Kinderoper bei
81,7%. Im Schauspiel betrug die durchschnittliche Auslastung 68,3% und speziell im Ballet of Difference
90,0%. Im Bereich des Tanzes wurde eine Auslastung von 88,6% erreicht.
Da der den Bühnen zugewiesene Betriebskostenzuschuss trotz der corona-bedingten Einschränkungen
nicht reduziert wurde, ist ein durchschnittlicher Zuschussb etrag der Stadt je Besucher für den Spielbe-
trieb und das Interim für das Wirtschaftsjahr 2021/22 nicht aussagefähig, so dass auf eine Berechnung
verzichtet wurde.
b) Ertragslage: Periodenvergleich / Budgetvergleich
Infolge des fortgeführten Betriebs der Interimspielstätten wird die Ertragslage der Bühnen auch im
Wirtschaftsjahr 2021/22 aufgeteilt in Erträge und Aufwend ungen im Zusammenhang mit dem Spielbe-
trieb sowie Erträge und Aufwendungen, die durch den Betrieb de r Interimspielstätten bzw. die Sanie-
rungsmaßnahmen am Offenbachplatz veranlasst wurden.
Periodenvergleich
Vor dem Hintergrund der abflauenden Pandemie schlossen die Bühnen die Spielzeit 2021/22 mit einem
Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.575 (im Vorjahr Jahresüberschuss TEUR 2.725) ab. Die Analyse
dieses Ergebnisses zeigt, dass sich der Überschuss unter betriebswir tschaftlichen Kriterien im Rahmen
des Spielbetriebs aus einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von TE UR 3.522 (im Vorjahr TEUR
+13.623), einem negativen Investitionsergebnis von TEUR -1.04 3 (im Vorjahr TEUR -1.159), einem
negativen Finanzergebnis von TEUR 406 (im Vorjahr TEUR -4 56) sowie negativen neutralen Ergebnis
von TEUR 1.881 (im Vorjahr TEUR +546) zusammensetzt. Insgesamt trägt der Spielbetrieb so mit einem
Überschuss in Höhe von TEUR 192 (im Vorjahr TEUR +12.554) zum Jahresergebnis 2021/22 der Bühnen
bei. Daneben weisen der Betrieb der Interimspielstätten für die Spielzeit 2021/22 ein Defizit in Höhe
von TEUR 688 (im Vorjahr TEUR +97) und der Bereich der Sa nierung einen Überschuss in Höhe von
5.071 (im Vorjahr TEUR -9.926) aus.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 5
Ertragslage Ertragslage
TEUR % TEUR % TEUR %
Spielbetrieb
Erlöse
Kartenverkauf Eigenveranstaltungen 2.041 2,6 539 0,7 +1.50 2 >+100,0
Kartenverkauf Eigenveranstaltungen (kalk.) 3.740 4,7 3. 780 4,8 -40 -1,1
Kartenverkauf Fremdveranstaltungen 320 0,4 29 0,0 +291 >+100, 0
sonstige Bereiche Spielbetrieb 441 0,6 35 0,0 +406 >+100,0
übrige Erlöse 865 1,1 129 0,2 +736 >+100,0
übrige Erlöse (kalk.) 0 0,0 0 0,0 +0 .
Bestandsveränderung unfertige Produktionen 97 0,1 1.320 1,7 -1.2 23 -92,7
andere aktivierte Eigenleistungen 1.179 1,5 1.558 2,0 -379 -2 4,3
sonstige betriebliche Erträge
(ohne Betriebskostenzuschüsse) 2.219 2,8 3.560 4,5 -1.341 -37,7
Eigenleistung 10.902 13,7 10.950 13,9 -48 -0,4
sonstige betriebliche Erträge
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) 65.108 81,8 6 4.572 82,0 +536 +0,8
Landeszuschuss NRW 3.613 4,5 3.227 4,1 +386 +12,0
betriebliche Erträge 79.623 100,0 78.749 100,0 +874 +1,1
Material-/Leistungsaufwand -14.699 -18,5 -11.942 -15,2 +2.757 +23,1
Personalaufwand -49.864 -62,6 -43.603 -55,4 +6.261 +14,4
Kosten Gebäudebewirtschaftung 1 -4.113 -5,2 -4.167 -5,3 -54 -1,3
Verwaltungsaufwendungen -5.706 -7,2 -4.432 -5,6 +1.274 +28,7
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit -1.502 -1,9 -982 -1,2 +520 +53,0
übrige -216 -0,3 0 0,0 +216 .
betriebliche Aufwendungen -76.100 -95,4 -65.126 -82,7 +10.974 +16,9
Betriebsergebnis 3.523 4,4 13.623 17,3 -10.100 -74,1
Investitionszuschüsse 0 0,0 0 0,0 +0 .
Erträge Auflösung Sonderposten
für Investitionszuschüsse 1.104 1,4 1.105 1,4 -1 -0,1
Erträge aus Anlageabgängen 2 0,0 1 0,0 +1 +100,0
planmäßige Abschreibungen -2.147 -2,7 -2.227 -2,8 +80 -3,6
Verluste aus Anlageabgängen -2 0,0 -38 0,0 +36 -94,7
Aufwendungen Zuführung Sonderposten
für Investitionszuschüsse 0 0,0 0 0,0 +0 .
Investitionsergebnis -1.043 -1,3 -1.159 -1,5 +116 +10,0
Finanzergebnis -406 -0,5 -456 -0,6 +50 +11,0
Neutrales Ergebnis -1.882 -2,4 546 0,7 -2.428 <-100,0
= Ergebnis Spielbetrieb 192 0,2 12.554 15,9 -12.362 -98,5
1 Ohne Gebäudeversicherungen, enthalten in den Verwaltungsaufwendungen
Abweichung
Wj. 2021/22 Wj. 2020/21
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 6
Ertragslage Ertragslage
TEUR % TEUR % TEUR %
= Ergebnis Spielbetrieb 192 0,2 12.554 15,9 -12.362 -98,5
Betrieb Interimspielstätten
Einnahmeverluste Oper (kalk.) -3.240 -4,1 -3.280 -4,2 +40 +1, 2
Einnahmeverluste Schauspiel (kalk.) -500 -0,6 -500 -0,6 +0 + 0,0
Sonstige Erlöse 85 0,1 3 0,0 +82 >+100,0
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) 9.640 12,1 1 0.493 13,3 -853 -8,1
Sonstige Erträge 150 0,2 326 0,4 -176 -54,0
betriebliche Erträge 6.135 7,7 7.042 8,9 -907 -12,9
Material-/ Leistungsaufwand -259 -0,3 -157 -0,2 +102 +65,0
Personalkosten (inkl. kalk.) -261 -0,3 -183 -0,2 +78 +42,6
planmäßige Abschreibungen auf Investitionen
Interimspielstätten -1.098 -1,4 -1.676 -2,1 -578 -34,5
Kosten Gebäudebewirtschaftung -1.239 -1,6 -1.299 -1,6 -60 -4,6
(ersparte) Kosten Gebäudebewirtschaftung 2.749 3,5 2.75 3 3,5 +4 +0,1
Mieten und Pachten -6.540 -8,2 -6.227 -7,9 +313 +5,0
sonstige Verwaltungsaufwendungen -173 -0,2 -138 -0,2 +35 +25, 4
Zinsaufwendungen -2 0,0 -17 0,0 -15 -88,2
Sonstige Aufwendungen 0 0,0 -1 0,0 -1 -100,0
betriebliche Aufwendungen -6.823 -8,5 -6.945 -8,8 -122 -1,8
= Ergebnis Betrieb Interimspielstätten -688 -0,9 97 0,1 - 785 -809,3
Sanierung
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) 6.264 7,9 5. 598 7,1 +666 +11,9
Investitionszuschuss 1.802 2,3 0 0,0 +1.802 .
sonstige Erträge 43 0,1 18 0,0 +25 +138,9
betriebliche Erträge 8.109 10,2 5.616 7,1 +691 +12,3
Material-/ Leistungsaufwand -3 0,0 0 0,0 +3 .
planmäßige Abschreibungen auf Investitionen
Interimspielstätten -668 -0,8 -665 -0,8 +3 +0,5
Verluste aus Anlagenabgang -335 -0,4 -4.688 -6,0 -4.353 -92,9
Zuführung Sonderposten Investitionszuschüsse -1.802 -2,3 0 0,0 +1.802 .
Forderungsrisiken 0 0,0 -9.630 -12,2 -9.630 -100,0
Kosten Gebäudebewirtschaftung -26 0,0 -7 0,0 +19 >+100,0
Verwaltungsaufwendungen -173 -0,2 -535 -0,7 -362 -67,7
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit -31 0,0 -17 0,0 +14 +82,4
betriebliche Aufwendungen -3.038 -3,8 -15.542 -19,5 -12.504 -80,5
= Ergebnis Sanierung 5.071 6,4 -9.926 -12,5 +14.997 >+100,0
Jahresüberschuss 4.575 5,7 2.725 3,4 +1.850 +67,9
Gewinn- / Verlustvortrag 3.704 4,7 2.634 3,3 +1.070 +40,6
Einstellungen in Gewinnrücklagen 0 0,0 1.655 2,1 -1.655 -100, 0
Entnahmen aus Gewinnrücklagen 250 0,3 0 0,0 +250 .
Bilanzgewinn 8.529 10,7 3.704 4,7 +4.825 >+100,0
Abweichung
Wj. 2021/22 Wj. 2020/21
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 7
Im Rahmen des Periodenvergleichs zeigt eine Analyse des Betrieb sergebnisses zunächst, dass die be-
trieblichen Erträge im Spielbetrieb um insgesamt TEUR 874 b zw. 1,1% über dem Vorjahreswert lagen.
Für die Oper sind dabei kalkulatorische Mehrerlöse in Höhe von TEUR 3.240 (im Vorjahr TEUR 3.280)
und für das Schauspiel TEUR 500 (gegenüber dem Vorjahr un verändert) in die Umsätze des Spielbe-
triebs eingerechnet worden, so dass der Interimspielbetrieb per Saldo mit TEUR 3.740 (im Vorjahr TEUR
3.780) belastet wurde. Innerhalb der betrieblichen Erträge überstiegen die Erlöse im Bereich der Ticket-
verkäufe und Nebenleistungen des Spielbetriebs infolge der aus laufenden Pandemieeinschränkungen
die Vorjahreserlöse um TEUR 2.159 bzw. 49,3%. Die übrigen Er löse wurden im Wesentlichen von Ein-
nahmen im Zusammenhang mit der kurzzeitigen entgeltlichen Überlassung der spielfertigen Spielstätte
Staatenhaus an den Kölner Männer-Gesang-Verein Cäcilia Wolkenb urg zur Durchführung des Divertis-
sementchens „Napoleon in Kölle“ geprägt. Der KMGV führte die se Produktion in 2021/22 als eigene
Veranstaltung durch. Die Bestandserhöhung bei den zu Her stellungskosten bewerteten unfertigen Pro-
duktionen fiel mit einem Wert von TEUR +97 deutlich hinter das Vorjahr zurück. Die aktivierten Eigen-
leistungen verminderten sich um TEUR 379 bzw. 24,3% im Wesentlichen als Folge eines Rückgangs des
Personalbestands im Bereich der Sanierung. Ein deutlicher Rüc kgang war bei den sonstigen betriebli-
chen Erträgen festzustellen (TEUR -1.341 bzw. -37,7%), der im Wesentlichen auf verminderte Projekt-
zuschüsse sowie weggefallene Erstattungen im Zusammenhang mit der Gewährung von Kurzarbeiter-
geld zurückzuführen ist. Insgesamt verminderte sich die Eigenl eistung der Bühnen in 2021/22 damit
geringfügig um TEUR 48 bzw. 0,4% gegenüber dem Vorjahr. Da aber die Mittel aus dem städtischen
Betriebskostenzuschuss für den Spielbetrieb und aus dem Landeszuschuss weiter anstiegen (BKZ TEUR
+536 bzw. +0,8%, Landeszuschuss TEUR +386 bzw. +12,0%) , kam es insgesamt zu einer Erhöhung
der betrieblichen Erträge.
Auch auf den Verlauf der betrieblichen Aufwendungen hatte die auslaufende Pandemie in 2021/22
nochmals einen deutlichen Einfluss: Im Vergleich zum Vorjahr st iegen die Aufwendungen - in Relation
zur Entwicklung der betrieblichen Erträge überproportional - um ins gesamt TEUR 10.974 bzw. 16,9%.
Das Betriebsergebnis fiel infolgedessen mit TEUR 3.523 zwar erneut positiv aus, verminderte sich aber
gegenüber dem außergewöhnlich hohen Vorjahresergebnis (TEU R +13.623) deutlich (-74,1%). Die in
den verschiedenen betrieblichen Aufwandsbereichen eingetret enen Kostensteigerungen entfielen auf
fast alle Bereiche, vor allem aber auf den Materialaufwand (TEUR +2.757 bzw. +23,1%), den Personal-
aufwand (TEUR +6.261 bzw. +14,4%) und die Verwaltungsa ufwendungen (TEUR +1.274 bzw.
+28,7%).
Der Anstieg der Materialaufwendungen entfiel mit TEUR 329 bzw . 23,3% auf die Materialkosten der
Bühnenproduktionen. Die Kosten für die Opernbespielung durch d as Gürzenich-Orchester nahmen um
TEUR 1.147 (+17,4%) zu. Ein weiterer deutlicher Anstieg st ellte sich bei den Kosten für die übrigen
bezogenen Leistungen ein (TEUR +1.281 bzw. +32,6), der vor allem auf höhere Aufwendungen für
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 8
Gäste (TEUR +580 bzw. +23,9%), gestiegene Urheberanteile (TEUR +194 bzw. +163,2%) und sonstige
künstlerische Leistungen (TEUR +134 bzw. +25,6%) entfiel.
Mit rd. 62,6% (im Vorjahr 55,4%) bezogen auf die Summe de r betrieblichen Erträge der Bühnen im
Spielbetrieb bilden die laufenden Personalkosten des Spielbetriebs unverändert den größten Aufwands-
posten. Im Wirtschaftsjahr 2021/22 setzten sich diese Kosten wie folgt zusammen:
zum Vgl.
Vorjahr
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter, Beamtenbezüge 36.701 32.340
soziale Abgaben 7.187 7.398
Aufwendungen für Altersversorgung 2.343 2.117
Aufwendungen für Unterstützung -70 0
Personalkosten der festangestellten Mitarbeiter*innen 4 6.161 41.855
Gagenkräfte (einschließlich Sozialabgaben) 3.703 1.748
49.864 43.603
2021/22 1
Die Personalstatistik weist für die festangestellten Mitarbeit er*innen für das Wirtschaftsjahr 2021/22
folgende Daten aus:
Jahres- Zum Vergleich
30.11.21 28.2.22 31.5.22 31.8.22 durch- Stellenplan
schnitt 2021/22
Besetzte Stellen
Beschäftigte nach TVöD 373,34 379,32 367,81 367,58 372,01
künstlerische Angestellte 327,79 327,30 323,68 345,27 331,01
Beamt*innen 12,95 13,95 13,95 13,95 13,70
Auszubildende 19,00 19,00 19,00 26,00 20,75
733,08 739,57 724,44 752,80 737,47
zum Vergleich Vorjahr (733,51) (730,68) (726,94) (748,82) (734,99)
Beschäftigte
Beschäftigte nach TVöD 437 435 432 426 432,50 429,00
künstlerische Angestellte 346 346 344 366 350,50 354,00
Beamt*innen 14 15 15 15 14,75 16,00
Auszubildende 19 19 19 26 20,75 21,00
816 815 810 833 818,50 820,00
zum Vergleich Vorjahr (798) (795) (790) (812) (798,75)
Die Personalkosten des Spielbetriebs sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen (+14,4%). Hierbei
erhöhten sich infolge der auslaufenden Corona-Einschränkungen zum einen die Kosten für angestellte
Gagenkräfte um TEUR 1.955 bzw. 111,8%. Aber auch bei d en Kosten der festangestellten Mitarbei-
ter*innen ist ein Zuwachs um TEUR 4.306 bzw. 10,3% zu verzeichnen, der im Wesentlichen zum einen
__________________________________________________
1 Aus dem Personalaufwand 2021/22 gemäß Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR 50.683) entfallen Personalkos-
ten in Höhe von TEUR 559 auf neutrale Kosten (Abfindungen / Nachzahlungsrisiken betriebliche Altersversorgung)
und von TEUR 260 auf den Bereich des Interimspielbetriebs.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 9
auf die im Jahresdurchschnitt erhöhte Zahl der Beschäftigten zurückzuführen ist. Darüber hinaus entfiel
das im Vorjahr gewährte Kurzarbeitergeld (TEUR 1.397).
Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen ist auf erhöhte Miet aufwendungen (TEUR +825 bzw.
+51,2%) vor allem im Zusammenhang mit der Anmietung der n euen Werkstätten, sowie höhere Kos-
tenbeteiligungen am Köln-Ticket-System (TEUR +197 bzw. +2 48,0%) und gestiegene Personalneben-
kosten (TEUR +206 bzw. +42,2%) zurückzuführen.
Das Investitionsergebnis ist - da der passive Sonderposten entsprechend den Abschreibungen auf die
in den Vorjahren bezuschussten bzw. von der Stadt zum 1 .9.2000 übertragenen Anlagegüter kontinu-
ierlich ertragswirksam aufgelöst wird - vor allem mit den Abschreibungsbeträgen auf nicht bezuschusste
Anlageinvestitionen belastet.
Den geringen im Spielbetrieb vereinnahmten Zinserträgen aus k urzfristigen Termin- und Tagesgeldan-
lagen (TEUR 19) steht im Rahmen des Finanzergebnisses in Höhe von TEUR 425 (im Vorjahr TEUR 460)
der Aufzinsungsaufwand aus langfristigen Personalrückstellunge n gegenüber, der diesen Ergebnisteil
entsprechend den aktuellen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften belastet.
Das in 2021/22 negativ ausgefallene neutrale Ergebnis in H öhe von TEUR -1.882 (i.V. TEUR +546)
wurde im Bereich der neutralen Erträge (TEUR 476) vor allem von Erträgen aus der Auflösung nicht
mehr benötigter Rückstellungen (rd. TEUR 291) und Verbindlic hkeiten (TEUR 181) beeinflusst. Diesen
standen im Wesentlichen neutrale bzw. periodenfremde Aufwe ndungen aus Abfindungszahlungen
(TEUR 57), aus Nachzahlungsrisiken im Zusammenhang mit tarif vertraglichen Regelungen zur betrieb-
lichen Altersversorgung im Rahmen der Gewährung von Kurzarbeite rgeld (TEUR 502) und aus mögli-
chen Rückzahlungsverpflichtungen von Zuschüssen (TEUR 229) gegenüber. Zusätzlich machte die städ-
tische Beteiligungsverwaltung geltend, dass zwei Forderungen betreffend den Ausgleich von Kosten aus
den Tariferhöhungen 2017/18 und 2018/19 in Höhe von T EUR 625 und TEUR 936, insgesamt also in
Höhe von TEUR 1.561 auszubuchen seien, da die Beträge im Rah men der Betriebskostenzuschüsse
2019/20 und 2020/21 zur Auszahlung an die Bühnen gekommen seien.
Das Jahresergebnis des Betriebs der Interimspielstätten wurde erneut maßgeblich von den Mietaufwen-
dungen für die Spielstätten bzw. einer zeitanteiligen Abgrenz ung des Verzögerungsschadens für das
Staatenhaus (einschließlich Betriebskosten) in Höhe von insgesamt TEUR 6.540 (im Vorjahr TEUR 6.227)
geprägt. Die Aufwendungen entfallen auf die Oper bzw. Kin deroper mit TEUR 2.027 (im Vorjahr TEUR
2.289), auf das Schauspiel mit TEUR 2.531 (im Vorjahr TEUR 2.388) und auf den Servicebereich mit
TEUR 1.982 (im Vorjahr TEUR 1.550) und erhöhten sich d amit um TEUR 313 bzw. 5,0% gegenüber
dem Vorjahr. Weitere Kostensteigerungen im Bereich des Interims entf ielen u.a. auf den Material- und
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 2 0
Leistungsaufwand (TEUR +102 bzw. +65,2%), während sich die planmäßigen Abschreibungen deutlich
um TEUR 578 bzw. 34,5% verminderten.
Der im städtischen Betriebskostenzuschuss enthaltene Anteil fü r den Interimspielbetrieb in Höhe von
TEUR 9.640 lag um TEUR 853 unter dem Vorjahr (TEUR 10.493). Dies ist vor allem darauf zurückzufüh-
ren, dass der ausgezahlte und bewilligten Betrag der Spielzeit in Höhe von TEUR 10.480 ergebnismäßig
mit einem in Vorjahren aktivierten Ausgleichsanspruch betreffend den jährlichen Verzögerungsschadens
zur Nutzung des Staatenhauses in Höhe von TEUR 867 zu verrechnen war. Der Betriebskostenzu-
schuss reichte insoweit zusammen mit den übrigen Erträgen von TEUR 235 (im Vorjahr TEUR 329) unter
Berücksichtigung der kalkulierten Einnahmeverluste für die O per (TEUR 3.240) und das Schauspiel
(TEUR 500) im Wirtschaftsjahr 2021/22 nicht zur Deckung der Kosten (TEUR 6.823) aus, so dass sich
ein Fehlbetrag von TEUR 688 (im Vorjahr Überschuss TEUR 97) in diesem Bereich ergab.
Im Bereich der Sanierung stellte der Rat für 2021/22 im Vergleich zum Vorjahr erneut höhere Zuschuss-
mittel zum Ausgleich der sanierungsbedingten Kosten zur Verfügung. Dies erfolgte vor dem Hintergrund,
dass bei der Erstellung des Wirtschaftsplans 2021/22 noch davon ausgegangen wurde, dass die vorge-
zogene Inbetriebnahme der Bühnentechnik zu erhöhten plan mäßigen Abschreibungen sowie Finanzie-
rungskosten führen würde. Da bis 2021/22 nur Teile der Bühnentechnik fertig gestellt waren, haben die
von der Stadt gewährten Zuschussmittel (TEUR 6.264), ein In vestitionszuschuss der Kfw-Bank (TEUR
1.802) sowie geringe sonstige Erträge (TEUR 43) die entst andenen Aufwendungen in Höhe von insge-
samt TEUR 3.038 (Abschreibungen auf bereits genutzte A nlagen i.H.v.TEUR 668, eine Zuführung zum
Sonderposten für Investitionszuschüsse i.H.v. TEUR 1.802, erneute Abbruchkosten i.H.v. TEUR 335,
Verwaltungskosten i.H.v. TEUR 173 sowie sonstige Kosten i.H.v. T EUR 60) deutlich überstiegen. Dies
vor dem Hintergrund, dass im Vorjahr Abbruchkosten von unbrauchbar gewordenen Gebäude- bzw.
Anlageteilen der Gebäude am Offenbachplatz als Folge der Neupla nung des Sanierungsprojekts (TEUR
4.688) sowie die Abschreibungen auf die Termingeldeinlage bei der deutschen Greensill Bank AG (TEUR
9.630) diesen Ergebnisteil außerordentlich belastet hatten. Damit ergibt sich für den Bereich der Sanie-
rung im Wirtschaftsjahr 2021/22 ein Überschuss in Höhe von TE UR 5.071 (im Vorjahr Defizit in Höhe
von TEUR 9.926).
In Summe führen die einzelnen Ergebnisbereiche damit für 2021/22 zu einem Jahresüberschuss in Höhe
von TEUR 4.575 (im Vorjahr TEUR 2.725), der unter Einsc hluss des Gewinnvortrags (TEUR 3.704) und
der vom Rat bereits beschlossenen Entnahme aus den zweckgebundenen Gewinnrücklagen (TEUR 250)
zum 31.8.2022 zu einem Bilanzgewinn von TEUR 8.529 (zum 31.8.2021 Bilanzgewinn in Höhe von TEUR
3.703) führt.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 2 1
Budgetvergleich
Eine spartenbezogene Analyse des Ergebnisses 2021/22 in Form eines Soll-Ist-Vergleichs mit dem vom
Rat der Stadt Köln am 16.9.2021 beschlossenen Wirtschaftspl an 2021/22 zeigt das nachfolgende Er-
gebnis. Dabei wird auch der Tanz Köln wieder als gesonderte Spa rte ausgewiesen. Die realisierten Er-
träge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Tanzkompanie Ballet of Difference / Richard Siegal
am Schauspiel Köln sind erneut in den Ist-Daten des Schauspiels enthalten.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 22
Oper Schau- Tanz Service Gesamt Oper Schau- Tanz Service Ge samt Oper Schau- Tanz Service
spiel* spiel spiel
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR %
Spielbetrieb
Erlöse
- Kartenverkauf 1.199 641 201 0 2.041 3.666 1.320 183 0 5.169 -2.467 -679 +18 +0 -3.128 -60,5
- Kartenverkauf (kalk.) 3.240 500 0 0 3.740 3.240 500 0 0 3.74 0 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0
- sonstige Bereiche Spielbetrieb 983 500 33 110 1.626 454 5 55 7 66 1.082 +529 -55 +26 +44 +544 +50,3
Bestandsveränderung unfertige Produkt. 1.353 -1.256 0 0 97 0 0 0 0 0 +1.353 -1.256 +0 +0 +97 .
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0 0 1.179 1.179 0 0 0 1.7 64 1.764 +0 +0 +0 -585 -585 -33,2
Sonstige betriebliche Erträge
(ohne Betriebskostenzuschüsse) 863 924 0 432 2.219 108 1 0 268 377 +755 +923 +0 +164 +1.842 >+100,0
7.638 1.309 234 1.721 10.902 7.468 2.376 190 2.098 12.132 +17 0 -1.067 +44 -377 -1.230 -10,1
Sonstige betriebliche Erträge
- Betriebskostenzusch. Stadt Köln (ant.) 40.686 23.913 30 0 209 65.108 40.686 23.913 300 183 65.082 +0 +0 +0 +26 +26 +0,0
- Betriebskostenzusch. Land 2.239 1.310 39 25 3.613 2.686 1. 215 39 25 3.965 -447 +95 +0 +0 -352 -8,9
50.563 26.532 573 1.955 79.623 50.840 27.504 529 2.306 81.17 9 -277 -972 +44 -351 -1.556 -1,9
Material-/ Leistungsaufwand -10.564 -3.419 -431 -285 -14 .699 -11.656 -3.710 -969 -352 -16.687 -1.092 -291 -538 -67 -1.98 8 -11,9
Personalaufwand -21.027 -13.531 -109 -15.197 -49.864 -21.4 43 -13.282 0 -16.239 -50.964 -416 +249 +109 -1.042 -1.100 -2,2
Kosten Gebäudebewirtschaftung -109 -2 0 -4.002 -4.113 - 86 -43 0 -4.009 -4.138 +23 -41 +0 -7 -25 -0,6
Verwaltungsaufwendungen -417 -177 -7 -5.105 -5.706 -415 -1 43 -5 -5.585 -6.148 +2 +34 +2 -480 -442 -7,2
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit -765 -537 -60 -140 -1.502 - 512 -517 -55 -111 -1.195 +253 +20 +5 +29 +307 +25,7
Übrige -13 0 0 -203 -216 0 0 0 0 0 +13 +0 +0 +203 +216 .
-32.895 -17.666 -607 -24.932 -76.100 -34.112 -17.695 -1.029 - 26.296 -79.132 -1.217 -29 -422 -1.364 -3.032 -3,8
Betriebsergebnis 17.668 8.866 -34 -22.977 3.523 16.728 9.80 9 -500 -23.990 2.047 +940 -943 +466 +1.013 +1.476 >+100,0
Investitionsergebnis -293 -323 -1 -426 -1.043 -227 -222 0 -5 14 -963 -66 -101 -1 +88 -80 -8,3
Finanzergebnis 0 0 0 -406 -406 0 0 0 -429 -429 +0 +0 +0 +23 +23 +5,4
Neutrales Ergebnis -304 -458 0 -1.120 -1.882 0 0 0 63 63 -304 -458 +0 -1.183 -1.945 <-100,0
= Ergebnis Spielbetrieb 17.071 8.085 -35 -24.929 192 16.501 9.587 -500 -24.870 718 +570 -1.502 +465 -59 -526 -73,3
Umlage anteiliiger Verlust Tanz
0 0 100 -100 0 0 0 100 -100 0 +0 +0 +0 +0 +0 .
Umlage Spartenergebnis Service -14.677 -8.590 0 23.267 0 -15.751 -9.219 0 24.970 0 +1.074 +629 +0 -1.703 +0 .
Spartenergebnis Spielbetrieb 2.394 -505 65 -1.762 192 750 3 68 -400 0 718 +1.644 -873 +465 -1.762 -526 -73,3
*einschließlich Ballet of Difference Richard Siegal
Eigenleistung
Betriebliche Erträge
Betriebliche Aufwendungen
Gesamt
Abweichung
2021/22
Ertragslage Wirtschaftsplan 2021/22
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 23
Oper Schau- Tanz Service Gesamt Oper Schau- Tanz Service Gesam t Oper Schau- Tanz Service
spiel* spiel spiel
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR %
Spartenergebnis Spielbetrieb 2.394 -505 65 -1.762 192 750 368 -40 0 0 718 +1.644 -873 +465 -1.762 -526 -73,3
Betrieb Interimspielstätten
Einnahmeverluste Oper (kalk.) -3.240 0 0 0 -3.240 -3.240 0 0 0 - 3.240 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0
Einnahmeverluste Schauspiel (kalk.) 0 -500 0 0 -500 0 -500 0 0 -5 00 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0
sonstige Erlöse 77 8 0 0 85 0 0 0 0 0 +77 +8 +0 +0 +85 .
Betriebskostenzusch. Stadt Köln (ant.) 6.510 3.662 0 -532 9 .640 6.943 3.537 0 0 10.480 -433 +125 +0 -532 -840 -8,0
Zinserträge 1 0 0 -3 -2 0 0 0 0 0 +1 +0 +0 -3 -2 .
sonstige betriebliche Erträge 15 0 0 0 15 0 0 0 0 0 +15 +0 +0 +0 +15 .
neutrale Erträge 1 118 0 18 137 0 0 0 0 0 +1 +118 +0 +18 +137 .
betriebliche Erträge 3.364 3.288 0 -517 6.135 3.703 3.037 0 0 6 .740 -339 +251 +0 -517 -605 -9,0
Material-/ Leistungsaufwand -87 0 0 -172 -259 -731 -292 0 -196 -1.219 -644 -292 +0 -24 -960 -78,8
Personalkosten / -einsparungen 0 0 0 -261 -261 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 + 261 +261 .
planmäßige Abschreibungen auf In- 0
vestitionen Interimspielstätten -594 -456 0 -48 -1.098 -674 -551 0 -36 -1.261 -80 -95 +0 +12 -163 -12,9
Kosten Gebäudebewirtschaftung -658 -200 0 -381 -1.239 -551 -116 0 -126 -793 +107 +84 +0 +255 +446 +56,2
(ersparte) Kosten Gebäudebewirtsch. 0 0 0 2.749 2.749 0 0 0 2.7 49 2.749 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0
Mieten und Pachten -2.027 -2.531 0 -1.982 -6.540 -2.364 -2. 443 0 -1.293 -6.100 -337 +88 +0 +689 +440 +7,2
sonstige Verwaltungsaufwendungen -54 -6 0 -113 -173 -20 -8 0 -73 -101 +34 -2 +0 +40 +72 +71,3
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +0 +0 .
Zinsaufwendungen 0 -2 0 0 -2 0 0 0 -15 -15 +0 +2 +0 -15 -13 -86,7
neutrale Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +0 +0 .
betriebliche Aufwendungen -3.420 -3.195 0 -208 -6.823 -4. 340 -3.410 0 1.010 -6.740 -920 -215 +0 +1.218 +83 +1,2
= Ergebnis Betrieb Interim -56 93 0 -725 -688 -637 -373 0 1.0 10 0 +581 +466 +0 -1.735 -688 .
Umlage Spartenergebnis Service
-457 -268 0 725 0 637 373 0 -1.010 0 -1.094 -641 +0 +1.735 +0 .
Spartenergebnis Betrieb Interim -513 -175 0 0 -688 0 0 0 0 0 -513 -175 +0 +0 -688 .
*einschließlich Ballet of Difference Richard Siegal
Gesamt
2021/22
Ertragslage Wirtschaftsplan 2021/22 Abweichung
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 24
Oper Schau- Tanz Service Gesamt Oper Schau- Tanz Service Ges amt Oper Schau- Tanz Service
spiel* spiel spiel
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR %
Spartenergebnis Spielbetrieb 2.394 -505 65 -1.762 192 750 3 68 -400 0 718 +1.644 -873 +465 -1.762 -526 -73,3
Spartenergebnis Betrieb Interim -513 -175 0 0 -688 0 0 0 0 0 -51 3 -175 +0 +0 -688 .
Sanierung
Betriebskostenzusch. Stadt Köln (ant.) 0 0 0 6.264 6.264 0 0 0 6.264 6.264 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0
Investitionszuschuss 0 0 0 1.802 1.802 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +1.802 + 1.802 .
sonstige Erträge 0 0 0 43 43 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +43 +43 .
betriebliche Erträge 0 0 0 8.109 8.109 0 0 0 6.264 6.264 +0 +0 + 0 +1.845 +1.845 +29,5
Material-/ Leistungsaufwand 0 0 0 -3 -3 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +3 +3 .
planmäßige Abschreibungen auf In-
vestitionen Sanierung 0 0 0 -668 -668 0 0 0 -4.327 -4.327 +0 +0 +0 -3.659 -3.659 -84,6
Verluste aus Anlagenabgang 0 0 0 -335 -335 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +335 +335 .
Zuführung Sonderposten Investitionszuschüsse 0 0 0 -1.802 -1.802 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +1.802 +1.802 .
Forderungsrisiken 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +0 +0 .
Kosten Gebäudebewirtschaftung 0 0 0 -26 -26 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +26 +26 .
Verwaltungsaufwendungen 0 0 0 -172 -172 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +172 +172 .
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit 0 0 0 -31 -31 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 + 31 +31 .
Zinsaufwendungen 0 0 0 -1 -1 0 0 0 -1.937 -1.937 +0 +0 +0 -1.936 -1 .936 -99,9
betriebliche Aufwendungen 0 0 0 -3.038 -3.038 0 0 0 -6.264 -6 .264 +0 +0 +0 -3.226 -3.226 -51,5
= Ergebnis Sanierung 0 0 0 5.071 5.071 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +5.071 +5.0 71 .
Spartenergebnis Bühnen gesamt 1.881 -680 65 3.309 4.575 75 0 368 -400 0 718 +1.131 -1.048 +465 +3.309 +3.857 >+100,0
*einschließlich Ballet of Difference Richard Siegal
Ertragslage Wirtschaftsplan 2021/22 Abweichung
Gesamt
2021/22
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 25
Die von den Bühnen in 2021/22 im Spielbetrieb erwirtschaf teten betrieblichen Erträge lagen um TEUR
1.556 bzw. 1,9% unter den geplanten Ansätzen. Dies ist im W esentlichen auf die noch deutlich hinter
den Planungen liegenden Kartenverkaufserlöse (TEUR -3.128 bzw. 60,5%) sowie reduzierte Eigenleis-
tungen im Bereich der Sanierung (TEUR -585 bzw. -33,2% ) zurückzuführen, die nur teilweise vom An-
stieg der sonstigen Erlöse des Spielbetriebs (TEUR +544 bzw. +5 0,3%) und den Bestandserhöhungen
bei den angearbeiteten Produktionen (TEUR +97) kompensiert werden konnten. Hier ist nicht zuletzt zu
berücksichtigen, dass sich geplante Einnahmen aus dem Divertissementchen der Spielvereinigung Cäcilia
Wolkenburg nicht in Kartenverkäufen der Bühnen konkretisierten, da die Spielvereinigung die Produktion
ihres Stückes in 2021/22 selber als Veranstalter durchführte und das spielfertige Staatenhaus zu diesem
Zweck entgeltlich von den Bühnen anmietete. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen stellte sich eine
Überschreitung der Planansätze um TEUR 1.842 ein, dies vor allem als Folge deutlich höher ausgefallener
Zuschüsse im Bereich der Oper und des Ballet of Difference / Richard Siegal. Dagegen war bei den
Mitteln aus dem eingeplanten Landeszuschuss eine Unterschreitung des Planansatzes um TEUR 352 bzw.
8,9% zu verzeichnen. Insgesamt lagen damit die betrieblich en Erträge um TEUR 277 bei der Oper, um
TEUR 972 beim Schauspiel sowie um TEUR 351 beim Service unter den budgetierten Erträgen, während
im Bereich des Tanzes die Planerträge um TEUR 44 überschritten wurden.
Da die betrieblichen Aufwendungen die Planansätze insgesamt - in Relation zu den Erträgen überpro-
portional - um TEUR 3.032 bzw. 3,8% unterschritten, fällt da s von den Bühnen in 2021/22 erwirtschaf-
tete Betriebsergebnis mit TEUR 3.523 insgesamt um TEUR 1.476 besser aus, als dies im Wirtschaftsplan
(TEUR +2.047) kalkuliert war. Die Kosteneinsparungen sind dabei vor allem auf den Material- und Leis-
tungsbezug (TEUR -1.988 bzw. -11,9%) und den Personalaufw and (TEUR -1.100 bzw. -2,2%) zurück-
zuführen.
Die Einsparungen bei den Materialaufwendungen entfielen mit TEUR 389 auf die Materialkosten für Büh-
nenproduktionen sowie mit TEUR 2.019 auf die gegenüber der Planung verminderten sonstigen bezoge-
nen Leistungen. Bei letzteren waren vor allem für die Oper deutlich höhere Aufwendungen für Gastspiele
und hier insbesondere die Spielvereinigung Cäcilia Wolkenburg eingeplant, die aber infolge des Umstan-
des, dass die Spielvereinigung in 2021/22 selbst Veranstalter war, entfielen.
Die gegenüber den Plandaten eingetretenen Reduzierungen der ursprünglich geplanten Personalaufwen-
dungen entfielen mit TEUR -17 auf die Löhne, Gehälter u nd Beamtenbezüge, mit TEUR 484 auf die
angestellten Gagenkräfte und mit TEUR 633 auf die Aufwendungen für Sozialabgaben, Altersversorgung
und Unterstützung. Letztere vor allem als Folge der gegenüber den im Wirtschaftsplan kalkulierten Bei-
hilfeaufwendungen deutlich gesunkenen Ist-Kosten.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 26
Spartenbezogen entfielen die betrieblichen Minderkosten mit TEUR 1.217 auf die Oper, mit TEUR 29 auf
das Schauspiel, mit TEUR 422 auf den Tanz und mit TEUR 1.364 auf den Service. Die von den einzelnen
Sparten erwirtschafteten Betriebsergebnisse lagen damit in 202 1/22 per Saldo um TEUR +940 (Oper),
TEUR +466 (Tanz) und TEUR +1.013 (Service) über dem j eweils geplanten Betriebsergebnis, während
beim Schauspiel insoweit eine Unterdeckung in Höhe von TEUR 943 eingetreten ist.
Zu beachten ist bei dieser Analyse, dass die Erträge und Aufwen dungen 2021/22 der Sparte Schauspiel
auch die nachfolgend separierten Erträge und Aufwendungen des Ballet of Difference / Richard Siegal
einschließen, für die im den Wirtschaftsplan 2021/22 keine gesonderten Planansätze eingestellt wurden:
Ertragslage darin Ballet
2021/22 of Difference /
Schauspiel R. Siegal
TEUR TEUR
Erlöse 1.641 179
Bestandsminderung -1.256 -109
Spenden und Zuschüsse 924 869
sonstige betriebliche Erträge 0 0
Betriebskostenzuschuss 25.223 100
betriebliche Erträge 26.532 1.039
Material-/Leistungsaufwand -3.419 -267
Personalaufwand -13.531 -1.072
sonstige betriebliche Aufwendungen -716 -68
betriebliche Aufwendungen -17.666 -1.407
Betriebsergebnis 8.866 -368
Investitionsergebnis -323 -30
Neutrales Ergebnis -458 -229
Ergebnis Spielbetrieb 8.085 -627
anteilige Umlage Service -8.590 0
-505 -627
Ergebnis Betrieb Interim 93 0
anteilige Umlage Service -268 0
Gesamtergebnis Sparte -680 -627
Das Ballet of Difference erwirtschaftete damit im dritten Jahr unter dem Schauspiel Köln einen Fehlbetrag
in Höhe von TEUR 627.
Das Investitionsergebnis in Höhe von TEUR -1.043 fiel um TEUR 8 0 - vor allem als Folge höherer plan-
mäßiger Abschreibungen - hinter das Planergebnis zurück. Währen d sich das Finanzergebnis mit
TEUR -406 in etwa erwartungsgemäß (TEUR -429) einstellte, ist der Bereich des neutralen Ergebnisses
wie in jedem Jahr mangels Planbarkeit nur mit einem pauschalen Überschussbetrag (TEUR 63) in den
Wirtschaftsplan eingeflossen. Die Ergebnisabweichung betrug hier TEUR -1.945 im Wesentlichen
dadurch bedingt, dass die außerordentlichen Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstel-
lungen und Verbindlichkeiten (TEUR 472) von den außerordentlichen Aufwendungen im Zusammenhang
mit Nachzahlungsrisiken bei der betrieblichen Altersversorgu ng (TEUR 502) sowie Rückzahlungsrisiken
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 27
von Zuschüssen (TEUR 229) überschritten wurden. Zusätzli ch ergab sich ein ungeplanter Aufwand aus
der Ausbuchung der beiden Forderungen gegenüber der städt ischen Beteiligungsverwaltung betreffend
den Ausgleich von Kosten aus den Tariferhöhungen 2017/18 und 2018/19 in Höhe von insgesamt TEUR
1.561.
Nach Übernahme eines anteiligen Verlustes des Tanzes in Höhe von TEUR 100 durch die Servicesparte
und Umlage des Zwischenergebnisses für den Service entsprechend dem im Wirtschaftsplan vorgesehe-
nen Umlageschlüssel von 63,08% (Oper), 36,92% (Schauspiel) und 0,00% (Tanz), weisen die Sparten
Oper und Tanz für den Spielbetrieb 2021/22 jeweils einen Über schuss aus. Für die Oper betrug dieser
TEUR 2.394 und für den Tanz TEUR 65. Das Spartenerge bnis des Spielbetriebs im Schauspiels fiel da-
gegen negativ aus (TEUR -505). Für die Oper liegt das Spartenergebnis im Spielbetrieb damit um TEUR
1.644 und das des Tanzes um TEUR 465 über dem jeweils b udgetierten Ergebnisteil, während für das
Schauspiel ein um TEUR 873 besseres Spartenergebnis im Spielbe trieb geplant war. Insgesamt liegen
die Bühnen mit ihrem Spielbetriebsergebnis von TEUR +192 damit um TEUR 526 unter ihrem avisierten
Planungsüberschuss (TEUR 718).
Im Bereich der Interimspielstätten wurden die geplanten E rträge um TEUR 605 bzw. 9,0% unterschrit-
ten. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der bewilligte und gewährte Betriebskostenzuschuss
2021/22 um den früheren Vorgriff auf die zeitversetzte Zu weisung von Zuschussmitteln zum Ausgleich
des möglichen Verzögerungsschadens für die Nutzung des Staa tenhauses in Höhe von TEUR 867 zu
reduzieren war. Da sich in 2021/22 auch noch die budgetierten Kostenansätze geringfügig um TEUR 83
bzw. 1,2% erhöhten, stellte sich letztlich ein defizitäres Ergebnis im Interimspielbetrieb in Höhe von
TEUR 688 gegenüber dem ausgeglichenen Planergebnis ein. S partenbezogen entfiel der Fehlbetrag auf
die Oper mit TEUR 513, während für das Schauspiel ein Defizit von TEUR 175 festzustellen war.
Im Bereich der Sanierung des Offenbachplatzes wurde den Büh nen im Rahmen des Betriebskostenzu-
schusses 2021/22 ein Kostenausgleich von TEUR 6.264 zugewiese n. Zusätzlich wurde - neben diversen
sonstigen Erträgen (TEUR 43) - im Rahmen der langfristigen Finanzie rung der Sanierungsmaßnahmen
ein Investitionszuschuss in Höhe von TEUR 1.802 gewährt. Da sic h die im Geschäftsjahr 2021/22 tat-
sächlich angefallenen, laufenden Kosten auf TEUR 3.038 kumulierten (planmäßige Abschreibungen TEUR
668, Kosten des Gebäudeabbruchs TEUR 335, Zuführungen zum Sonderposten für Investitionszuschüsse
TEUR 1.802 und weitere Kosten in Höhe von TEUR 233) fiel da s Sanierungsergebnis damit deutlich
positiv aus (TEUR +5.071).
Bei der Gesamtbetrachtung der Ergebnisbestandteile des Spielbetriebs, des Ergebnisses aus dem Betrieb
der Interimspielstätten und der Sanierung haben die Bühnen damit - nach Umlage der Einzelergebnisse
des Servicebereichs auf Oper und Schauspiel - spartenbezogen in 2021/22 Überschüsse in Höhe von
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 28
TEUR 1.881 in der Oper und TEUR 65 im Tanz erwirtschaftet, während für das Schauspiel ein Fehlbetrag
in Höhe von TEUR 680 entstanden ist. Dazu addiert sich der Überschuss im Bereich der Sanierung (TEUR
5.071), so dass sich in Summe der ausgewiesene Jahresüberschuss der Bühnen in Höhe von TEUR 4.575
eingestellt hat.
c) Vermögens- und Finanzlage
Die Vermögenslage der Bühnen stellt sich an den beiden B ilanzstichtagen zusammengefasst wie folgt
dar:
31.08.2022 31.08.2021 Veränder
TEUR % TEUR % TEUR
Vermögen
Anlagevermögen 542.672 95,1 468.629 81,1 +74.043
Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände 11.035 1 ,9 11.035 1,9 +0
Lang- und mittelfristig gebundene Vermögenswerte 553.707 97,1 479.664 83,0 +74.043
Vorräte 5.714 1,0 5.584 1,0 +130
Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände 9.007 1, 6 55.601 9,6 -46.594
Flüssige Mittel / kurzfristige Wertpapiere 1.138 0,2 36.6 90 6,3 -35.552
Kurzfristig gebundene Vermögenswerte 15.859 2,8 97.875 16 ,9 -82.016
Rechnungsabgrenzungsposten 902 0,2 644 0,1 +258
Vermögen insgesamt 570.468 100,0 578.183 100,0 -7.715
Kapital
Stammkapital 50 0,0 50 0,0 0
Gewinnrücklagen 9.208 1,6 9.458 1,6 -250
Bilanzgewinn / -verlust 8.529 1,5 3.704 0,6 +4.825
Eigenkapital 17.787 3,2 13.212 2,3 +4.575
Sonderposten Investitionszuschüsse 19.415 3,4 18.717 3,2 +698
Sonderposten 19.415 3,4 18.717 3,2 +698
Pensionsrückstellungen 5.399 0,9 5.148 0,9 +251
sonstige Rückstellungen 8.350 1,5 8.543 1,5 -193
Bankverbindlichkeiten 67.512 11,8 78.829 13,6 -11.317
sonstige Verbindlichkeiten 367.938 64,5 378.947 65,5 -11. 009
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital 449.199 78,7 471.467 81,5 -22.268
Rückstellungen 5.078 0,9 4.376 0,8 +702
Bankverbindlichkeiten 45.206 7,9 53.717 9,3 -8.511
übrige Verbindlichkeiten 23.098 4,0 14.926 2,6 +8.172
Kurzfristiges Fremdkapital 73.382 12,9 73.019 12,6 +363
Rechnungsabgrenzungsposten 10.685 1,9 1.768 0,3 +8.917
Kapital insgesamt 570.468 100,0 578.183 100,0 -7.715
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 29
Die Analyse der Vermögenslage ergibt auf den Stichtag 31.8 .2022 eine Eigenkapitalquote 1 von 6,5%
(zum 31.8.2021 5,5%), einen Verschuldungsgrad 2 von 103,6% (zum 31.8.2021 106,0%) sowie einen
Anlagedeckungsgrad3 von 6,9% (zum 31.8.2021 6,8%). Diese Bilanzstruktur stellt sich allerdings nur
dann ein, wenn der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse zu Analysezwecken dem Eigenkapi-
tal zugerechnet wird. Bei isolierter Betrachtung des Eigenkap itals weisen die Bühnen unter Berücksich-
tigung des Jahresüberschusses 2021/22 ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 17.787 (im Vorjahr
TEUR +13.212) aus. Die Investitionsquote 4 lag im Wirtschaftsjahr 2021/22 bei 16,7% (im Vorjahr
11,7%).
Änderungen im Bestand der wichtigsten technischen Anlagen de r Bühnen waren im Wirtschaftsjahr
2021/22 - nicht zuletzt aufgrund der laufenden Sanierungsmaßnahmen von Opern- und Schauspielhaus
- nicht zu verzeichnen. Die in der Spielzeit 2021/22 in den Int erimspielstätten genutzten Anlagen und
Geräte waren im Wesentlichen einsatzbereit und verfügbar.
An Mitteln des städtischen Haushalts standen den Bühnen im Wirt schaftsjahr 2021/22 über den Ergeb-
nisplan zunächst TEUR 81.827 zur Verfügung. Dieser Betrag erh öhte sich aufgrund eines Werteaus-
gleichs für Zweit-Freikarten (TEUR 26). Die weitere Verrechnun g zeitversetzter Zuschussbeträge zum
Interimspielbetriebs (TEUR -841) führte damit insgesamt zu ein em erfolgswirksamen Betriebskostenzu-
schuss 2021/22 in Höhe von TEUR 81.012. Ein Großteil der insoweit gewährten städtischen Mittel wurde
als Zuschuss zum Ausgleich des Betriebsverlustes im Spielbetrie b (TEUR 64.916), im Betrieb der Inte-
rimspielstätten (TEUR 10.328) sowie im Bereich der Sanierung (TEUR 1.193) verwendet.
1 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Vermögen
2 Rückstellungen + Verbindlichkeiten / Vermögen
3 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Anlagevermögen
4 Investitionen / Buchwert Anlagevermögen zum Bilanzstichtag des Vorjahres
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 30
Der Vergleich der liquiden Mittelbestände an den beiden Bilanzstichtagen 31.8.2021 und 31.8.2022 ergibt
insgesamt eine Verminderung des Finanzmittelfonds um TEUR 35.552, die aus folgenden Quellen resul-
tiert:
2021/22 Vorjahr
TEUR TEUR
Jahresüberschuss 4.575 2.725
planmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen (+) 3.913 4.568
Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten für Investitionszuschüsse (+) 1.802 0
Buchgewinne (-)/Buchverluste (+) aus dem Verkauf von Anlagevermögen 3 36 4.727
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (-) -1.104 -1.106
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen 760 -887
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Leistungsforderungen und d er sonstigen Aktiva 46.206 -41.300
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Leistungsverbindlichkeiten und der sonstigen Passiva 6.521 -6.017
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) -11 -4
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 62.998 -37.294
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens (+) 0 0
Auszahungen für Investitionen in das Anlagevermögen (-) -78.293 -49.907
Auszahungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 -10.370
Erhaltene Zinsen (+) 16 6
Cashflow aus Investitionstätigkeit -78.277 -60.271
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (+) 0 162.479
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten (-) -20.268 -28.487
Gezahlte Zinsen (-) -5 -2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -20.273 133.990
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -35.552 36.425
5. Vorläufige Prüfungsfeststellungen nach § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes im Rah-
men der Vorjahresprüfung (1.9.2019– 31.8.2020)
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schüllermann & Partner AG, Dreieich, hat auf der Grundlage des
Auftrags der Betriebsleitung der Bühnen gemäß Beschluss des Betriebsausschusses vom 18.1.2022 den
Jahresabschluss der Bühnen unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts für das Ge-
schäftsjahr 1.9.2020 bis 31.8.2021 geprüft. Der Prüfung sauftrag umfasste in entsprechender Anwen-
dung des § 53 Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGrG auch die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung
und die Berichterstattung über wirtschaftlich bedeutsame S achverhalte. Im Zeitpunkt der Verfassung
dieses Lageberichts war die Prüfung abgeschlossen und ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk zum
15.6.2022 erteilt.
Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführun g führte vor dem Hintergrund des weiterhin
drohenden Ausfalls von Termingeldeinlagen bei der Greensill Bank AG im Rahmen der Fragen zu Finanz-
instrumenten zu Hinweisen zum Stand der Aufarbeitung und Be wertung der Abläufe und organisatori-
schen Regelungen sowie den daraus resultierenden Handlungserf ordernissen. Es wurde erneut festge-
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 31
stellt, dass die Abstimmungsprozesse zur Erarbeitung einer Liquiditä tsrichtlinie sowie von Reportingfor-
maten und Verfahrensvorgaben für die eigenbetriebsähnliche n Einrichtungen abgeschlossen seien und
die Bühnen regelmäßig zu Beginn eines Monats an die Kämmerei ih ren Liquiditätsstatus zum Ende des
Vormonats übermitteln. Um den Umgang mit gegebenenfalls künf tig auftretenden Liquiditätsbeständen
zu regeln, habe die Betriebsleitung darüber hinaus eine Liquiditätsrichtlinie auf Basis eines mit der Käm-
merei abgestimmten Musters in Kraft gesetzt. Die zwingende Beachtung dieser Richtlinie wurde auch in
eine Neufassung der Betriebssatzung der Bühnen aufgenommen, die der Rat der Stadt Köln am 5.5.2022
beschlossen hat. Künftig habe die Betriebsleitung innerhalb de r Quartalsberichte zudem den Betriebs-
ausschuss über den Liquiditätsstatus zum Ende eines jeden Quartals informieren.
II. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER BÜHNEN / RISIKEN DER KÜNFTIGEN
ENTWICKLUNG
1. Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen
Unter Einschluss des im Geschäftsjahr 2021/22 erwirtschaftete n Jahresüberschusses in Höhe von
TEUR 4.575 weisen die Bühnen zum 31.8.2022 einen Bilanzgewinn von TEUR 8.529 aus. Das Eigenkapital
beträgt danach zum 31.8.2022 TEUR 17.787 (zum 31.8.2021 TEUR 13.212).
Im Rahmen der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der Bühn en stellte der Rat in seiner Sitzung am
20.6.2022 gemäß § 4 der Betriebssatzung in Verbindung mit § 4 der Eigenbetriebsverordnung den Wirt-
schaftsplan der Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2022/23 mit folgenden Eckdaten fest:
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 32
Wj. 2022/23 Wj. 2022/23 Wj. 2022/23 Wj. 2022/23 Wj. 2022/23
gesamt davon davon davon davon
Oper Schauspiel Tanz Service
TEUR TEUR TEUR TEUR
Spielbetrieb der Bühnen
Umsatzerlöse 9.731 7.165 2.355 190 21
sonstige betr. Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt ) 5.663 2.671 1.157 39 1.796
Materialaufwendungen -16.913 -12.307 -3.643 -729 -234
Personalaufwendungen -52.558 -22.213 -13.917 0 -16.428
sonstige betriebliche Aufwendungen -11.407 -926 -712 -66 -9.70 3
geplantes Betriebsergebnis -65.484 -25.610 -14.760 -566 -24.548
Erträge aus der Auflösung Sonderposten Investitionszuschüsse 900 0 0 0 900
planmäßige Abschreibungen -7.555 -330 -330 0 -6.895
geplantes Investitionsergebnis -6.655 -330 -330 0 -5.995
geplantes Finanzergebnis -2.259 0 0 0 -2.259
geplantes neutrales Ergebnis 65 0 0 0 65
-74.333 -25.940 -15.090 -566 -32.737
Übernahme anteiligen Verlust Tanz durch Service 0 0 0 1 00 -100
Umlage Spartenergebnis 0 -15.956 -9.339 0 25.295
= Planergebnis Spielbetrieb Bühnen (vor BKZ) -74.333 -4 1.896 -24.429 -466 -7.542
Betrieb Interimspielstätten
Umsatzerlöse -3.740 -3.240 -500 0 0
sonstige betr. Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt ) 0 0 0 0 0
Materialaufwendungen -320 -166 -37 0 -117
Personalaufwendungen -292 0 0 0 -292
Abschreibungen -1.127 -639 -462 0 -26
sonstige betriebliche Aufwendungen -4.950 -3.330 -2.600 0 980
geplantes Betriebsergebnis -10.429 -7.375 -3.599 0 545
geplantes Finanzergebnis -27 0 0 0 -27
-10.456 -7.375 -3.599 0 518
Umlage Spartenergebnis 0 327 191 0 -518
= Planergebnis Interimspielbetrieb Bühnen (vor BKZ) -10.456 -7.048 -3.408 0 0
Planergebnis Sanierungsmaßnahmen (vor BKZ) 0 0 0 0 0
= Planergebnis Bühnen (vor BKZ) -84.789 -48.944 -27.837 -466 -7.542
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Spielbetrieb 64.864 40.664 23.800 400 0
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Interimspielst. 10.457 7.048 3.409 0 0
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln Neue Bühnenwerkstätten 1.036 654 382 0 0
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln Sonderzuschüsse 285 180 105 0 0
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Sanierungmaßn. 7.392 0 0 0 7.392
= geplanter Fehlbetrag 2022/23 -755 -398 -141 -66 -150
Der sich gemäß Wirtschaftsplan 2022/23 ergebende Jahresfehlbetrag kann durch Verrechnung mit dem
Gewinnvortrag per 31.8.2022 ausgeglichen werden.
Auf der Grundlage der Auswertungen der Finanzbuchhaltu ng für das laufende Wirtschaftsjahr 2022/23
verläuft die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen im Bereich des Spielbetriebs im Vergleich zur inter-
nen Ergebnisplanung bis Ende Februar 2023 (2. Quartal 2022/23) insgesamt zunächst weiterhin positiv:
So wird das Planergebnis als Zuschussbedarf im Spielbetrieb in Höhe von TEUR -36.258 vom Ist-Ergebnis
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 33
(TEUR -32.329) unterschritten. Das vorläufige Ergebnis de s Spielbetriebs (unter Einschluss von Investi-
tions-, Finanz- und neutralem Ergebnis) liegt damit um rd. TE UR 3.929 bzw. 10,8% über Plan. Die
Überschreitung entfällt mit TEUR 3.096 auf die Oper, mit T EUR 763 auf das Schauspiel und mit TEUR
220 auf den Tanz, während im Service von einer Unterdeckung von TEUR 150 ausgegangen wird. Auch
im Bereich des Interims liegt das vorläufige Ergebnis mit TEUR -4.7 67 Ende Februar 2023 um rd. TEUR
161 bzw. 3,3% über Plan (TEUR -4.928). Das gesondert, d .h. außerhalb des Wirtschaftsplans 2022/23
budgetierte Ballet of Difference / Richard Siegal weist für den gleichen Zeitraum ein Defizit gegenüber
der Planung in Höhe von TEUR 76 (geplant TEUR -125) aus, da die erzielten Erträge (TEUR 546) erwar-
tungsgemäß nicht zur Deckung der entstandenen Kosten (TE UR 622) ausreichen. Schließlich liegt auch
das vorläufige Ergebnis der Kinderoper, die in der Spielzeit 202 2/23 erneut mit einem ausgeglichenen
Jahresergebnis außerhalb des Wirtschaftsplans budgetiert wird, mit Erträgen in Höhe von TEUR 622 um
rd. TEUR 5 geringfügig über den Aufwendungen (TEUR 61 7). Bei den Besucherzahlen haben bis Ende
Februar 2023 113.659 Besucher die 320 Aufführungen gese hen, was einer Auslastung von rd. 81%
entspricht. Bezogen auf die Liquidität zum 28.2.2023 besteht ein e stichtagsbezogene Unterdeckung in
Höhe von TEUR 334, die aber wegen stark schwankender Zahlungsverläufe und der Kompensation durch
die mögliche Inanspruchnahme von Tagesgeldkrediten bei der Spa rkasse KölnBonn nicht als kritisch
angesehen wird.
Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisplanungen sowie der anhaltenden Pandemie und deren Auswirkun-
gen auf den Spielbetrieb hängt die weitere wirtschaftliche En twicklung der Bühnen damit maßgeblich
von den konkreten Ertragssituationen in der laufenden Spielzeit 2022/23 und den Folgejahren sowie der
weiteren Bezuschussung durch die Stadt in diesen Jahren ab. Bei einem unverändert hohen Anteil der
Personalkosten am Gesamtkostenvolumen der Bühnen wird bis zum Ab schluss der Sanierungsmaßnah-
men von einem Mittelbedarf in einer Größenordnung auszuge hen sein, wie er sich im Wirtschaftsplan
2022/23 der Bühnen für dieses Wirtschaftsjahr und die Folgejahre niedergeschlagen hat.
Dazu werden für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen folgende Faktoren entscheidend
sein:
konsequente Fortsetzung des Bauablaufs im Rahmen des Sanier ungsprojekts der Bühnen am
Offenbachplatz und Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen in dem geplanten Zeitrahmen;
Fortsetzung der bereits realisierten langfristigen Finanzierungsstru ktur zu den Investitionen im
Bereich der Sanierung im Rahmen der vom Rat erteilten Kreditermächtigungen;
ständige Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Bühnen u nter Beachtung der Ermächti-
gungen zur Kreditaufnahme;
Ausgleich der für die Folgejahre bis zur Wiedereröffnung der Bühnen anfallenden Zusatzkosten
für den fortzusetzenden Interimspielbetrieb sowie den neuen Standort der Bühnenwerkstätten.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 34
In Abstimmung mit dem Betriebsausschuss und der Kämmerei be müht sich die Betriebsleitung im Zeit-
punkt der Abfassung dieses Lageberichts unverändert um eine erfolgreiche Umsetzung dieser Punkte.
2. Entwicklung des Sanierungsprojekts Offenbachplatz und des Interimspielbetriebs
Generalsanierung
Infolge der Notwendigkeit einer Sanierung der Gebäude am Offenbachplatz hatte der Rat der Stadt Köln
am 1.3.2011 die Ergebnisse seiner diversen Prüfaufträge zur Kenntnis genommen und festgestellt, dass
die Variante 6.0 der Machbarkeitsstudie einschließlich Kinderoper sow ie Sanierung der Opernterrassen
mit Studiobühne mit geschätzten und zugleich limitierten Bruttogesamtbaukosten von 253 Mio. EUR die
Planungsgrundlage bildet. Nachdem der Rat die Bühnen mit Besch luss vom 14.7.2011 mit der Planung,
Ausschreibung und Durchführung der sogenannten vorgezogenen Maßnahmen innerhalb des Projekts
und der Genehmigungsplanung für die Hauptmaßnahme beauftragt hatte, erteilte er am 24.11.2011 den
Baubeschluss und beauftragte die Bühnen auf der Grundla ge der Entwurfsplanung mit der Ausführung
des Projekts „Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz“ ein schließlich Kinderoper und Sanierung der
Opernterrassen mit Kleinem Haus (Baubeschluss). Dabei sollten die limitierten Bruttobaukosten von EUR
253.000.000 für die Gesamtmaßnahme nicht überschritten werden. Aufgrund von gegenüber der Pla-
nung deutlich umfangreicheren statischen Ertüchtigungen und Betonsanierungen, Problemen beim Spe-
zialtiefbau, verlängerten Gerüststandzeiten, einer deutliche n Steigerung des Baupreisindexes sowie be-
reits eingeleiteter Beschleunigungsmaßnahmen, musste der Rat am 12.5.2015 zunächst zur Kenntnis
nehmen, dass sich das Sanierungsprojekt am Offenbachplatz v oraussichtlich auf rund 278 Mio. EUR
(ohne Bauzeitzinsen) gegenüber dem ursprünglichen Baubeschluss verteuern würde. Der Rat bewilligte
daraufhin die Sanierung in diesem verteuerten Umfang. Im Juli 2015 zeigte sich, dass eine Vielzahl an
offenen Planungsthemen im Bereich der Haustechnik zu Stö rungen und Ausführungskollisionen führte,
die auch die Fertigstellung der restlichen Planungs- und Fach planungsbereiche behinderten. Bei der
Bauausführung der technischen Gewerke wurde sichtbar, dass insbesondere hinsichtlich der Koordina-
tion der Planungen zu den einzelnen Anlagengruppen untereinander Mängel in Form von Schnittstellen-
kollisionen bestanden. Des Weiteren musste davon ausgegangen we rden, dass die Defizite der Haus-
technikplanung auch in die Werkstatt- und Montageplanung d er ausführenden Unternehmen für den
Bereich der Technischen Ausrüstung übertragen und in Teilen bereits mangelhaft ausgeführt worden
waren, so dass ggf. Umbauten im Rohbau und der Abbruch neu g ebauter Bereiche nötig werden könn-
ten. Außerdem mussten Abweichungen der Bauausführung von de r genehmigten Planung sowie der
Ausführungsplanung festgestellt werden. Daher mussten Bühn enleitung und Verwaltung am 23.7.2015
bekanntgeben, dass die Wiedereröffnung im November 2015 nicht stattfinden konnte.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 35
Am 10.9.2015 beschloss der Rat, dass die Bühnen zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit auf der
Baustelle Verpflichtungen eingehen durften, die das genehm igte Budget auf 287,8 Mio. EUR erhöhten.
Die Fertigstellung der Baumaßnahme sollte unter Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel zur Durchsetzung
möglicher Schadenersatzforderungen erfolgen. Die Bühnen Köln wurden außerdem verpflichtet, einen
vorgelegten 11-Punkte-Plan detailliert auszuarbeiten, ggf. anzupassen und umzusetzen.
Nachdem das mit der Errichtung der Schlüsselgewerke Strom und Kältetechnik beauftragte Unternehmen
insolvent wurde und sich die Bühnen auch von dem zunächst beauftragten Fachplaner getrennt hatten,
wurden die Planungs- und Bauleitungsleistungen der Technisc hen Ausrüstung von einem neuen Pla-
nungsbüro fortgeführt. In Ausführung des 11-Punkte-Plans wurde das gesamte Sanierungsprojekt neu
strukturiert und es wurden auf Seiten des Bauherrn, der Proje ktleitung und der Projektsteuerung Ver-
stärkungen eingesetzt. Zur Unterstützung des Projektmanagem ents wurden Sachverständige mit der
Feststellung von Leistungsständen und der Qualitätsverfo lgung und baubetrieblichen Unterstützung
während der Bauzeit beauftragt. Auf der Grundlage eines R atsbeschlusses vom 15.3.2016 wurde die
Stelle eines Technischen Betriebsleiters als 4. Mitglied der Betriebsleitung der Bühnen geschaffen. Dieser
wurde zum 1.5.2016 angestellt und bestellt und hat die v ollumfängliche Wahrnehmung der Bauherren-
aufgabe (Planung, Steuerung und Kontrolle der Sanierun gsmaßnahme) übernommen. Er legt seither in
detaillierten Monatsberichten weiterführende, konkretisierend e Aussagen zu Kosten und Terminen, zur
Beauftragung der neuen Planer und Bauleiter und zu den E rgebnissen der anstehenden Vertragsver-
handlungen mit allen Projektbeteiligten vor. Des Weiteren ist er zusammen mit dem Projektsteuerungs-
büro mit einer Neuaufstellung der Planungs- und Objektüberw achungsteams der Technischen Ausrüs-
tung, der intensiven Mängelerfassung und Mängelbehebung sowie dem Aufbau eines Qualitätsmanage-
ments befasst.
Nachdem der Rat in der Sitzung vom 15.3.2016 die Aufstockung des Baubudgets auf zunächst EUR 347,8
Mio. zur Wiederherstellung eines geordneten Bauablaufs beschlosse n hatte, behielt er sich vor, die
Budgetfreigabe für künftig einzugehende Verpflichtungen im Rahmen etwa erforderlicher Steuerungs-
maßnahmen aufzuheben (Rückholrecht). Mit Ratsbeschluss vom 17.11.2016 wurde das Budget nochmals
auf EUR 404 Mio. aufgestockt. Der Rat nahm zur Kenntnis, dass sich die Geltendmachung von Ansprü-
chen gegen Baubeteiligte insbesondere wegen mangelhafter Leistu ngen und Verzugs, die Inanspruch-
nahme der Baurisikoversicherung und die im Rahmen der Projektfinanzierung günstige Zinsentwicklung
positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen auswirkten. Ansprüche gegen Baubeteiligte wegen
mangelhafter Leistungen etc. sollten durchgesetzt und Nachbesserungsansprüche mit dem Ziel der Män-
gelbeseitigung realisiert werden.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 36
In einer Projektprognose, welche die Bühnen am 3.7.2017 auf einer Pressekonferenz vorstellten, wurde
erneut bekräftigt, dass die Sanierung möglich und machbar se i, aber eine umfassende Neuplanung der
Haustechnik erfordere und in diesem Bereich auch ein erheblicher Rückbau wahrscheinlich sei. Dabei
wurde eine Schlüsselübergabe zu den dann fertiggestellten G ebäuden im 4. Quartal 2022 und Gesamt-
kosten in Höhe von 545 Mio. Euro bzw. 570 Mio. Euro (einschließlich aller zu diesem Zeitpunkt bekannten
Risiken) in Aussicht gestellt.
Nachdem man im Juli 2018 eine Verlängerung der Entwurfsplan ung und die Überprüfung der Zeit-/
Kosten-Prognose um drei Monate bis Mitte 2019 akzeptieren musste , ohne dass sich dadurch die Pro-
jektdauer insgesamt verlängern sollte, schritt der Planungsproz ess im Wirtschaftsjahr 2018/19 weiter
voran. Vor dem Hintergrund der Verzögerungen bei der erweit erten Entwurfsplanung der Haustechnik
wurden die Planungsleistungen der Ausführungsplanung in diesem Bereich optional mit den neu auszu-
schreibenden haustechnischen Gewerken ausgeschrieben, um so eine Rückfallebene der Vergabe dieser
Planungsleistungen an die ausführenden Firmen sicherzustellen . Im Dezember 2019 wurden die
Prüfläufe und notwendigen Nacharbeiten zur Entwurfsplanung abgeschlossen. Die Planer legten zugleich
ein Konzept vor, mit dessen Hilfe dem Zeitverzug bei der Ausführungsplanung entgegengewirkt werden
sollte. Anfang 2020 lagen die Ergebnisse der Ausführungsplanung für die Kinderoper und das Kleine
Haus vollständig zur Prüfung vor. Zudem fand erstmals ein Ortstermin mit dem vom Gericht beauftragten
Sachverständigen im Rahmen des vom früheren Planer der Hauste chnik angestrengten selbständigen
Beweisverfahrens statt.
Seit dem Frühjahr 2020 wurde sodann mit Nachdruck an der Ausführungsplanung im Opernhaus und
Schauspielhaus gearbeitet. Im Juni 2020 wurde diese für das Schauspielhaus und das Planpaket 1 des
Opernhauses von den Planern fristgerecht übergeben. Bei den v orgelegten Plänen von Kinderoper und
Kleinem Haus wurde der in den Prüfzyklen identifizierte Nacharb eitsbedarf bereits eingearbeitet, die
entsprechend korrigierten Pläne wurden den Bühnen im August 2020 übergeben. Zum Ende des Jahres
konnte der Vergabeprozess für die fünf vakanten haustechnisc hen Gewerke (elektronische Anlagen,
Raumluft, Feuerlöschanlagen, Kälte- und Wärmeversorgung) e rfolgreich abgeschlossen werden. Damit
war gewährleistet, dass sich die von den neuen Firmen zu leistende Werk-und Montageplanung als letzter
Planungsschritt vor der Wiederaufnahme der Bautätigke it nahtlos anschließen konnte. Anfang 2021
wurde den unter Vertrag genommenen Haustechnikfirmen die geprüfte und nachgearbeitete Ausfüh-
rungsplanung für das Kleine Haus, die Kinderoper und das Schauspielhaus übergeben. Zur gleichen Zeit
wurde auch das Gewerk Rohbauarbeiten mit einem verkürzten Verfahren erneut ausgeschrieben und mit
den notwendigen Rückbauarbeiten in den Theatern begonnen. Damit diese Maßnahmen auch im Kleinen
Haus möglich wurde, gab das Schauspiel die Spielstätte Ende Jan uar wieder an das Sanierungsteam
zurück. Im Frühjahr 2021 wurden die ersten Pläne der Werk- und Montageplanung zur Prüfung abgege-
ben. Zur gleichen Zeit überschattete die Insolvenz der Greensill Bank AG und die damit einhergehenden
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 37
möglichen Ausfallrisiken bezüglich der bei der Bank kurzzeitig an gelegten Termingeldeinlagen aus Sa-
nierungsdarlehen den gesamten Sanierungsprozess.
Nach der Neuvergabe des Gewerks Rohbau konnte im zweiten Quartal 2021 die geprüfte und nachge-
arbeitete Ausführungsplanung für sechs von acht Teilabschnitten für die anschließende Werkstatt- und
Montageplanung übergeben werden. Auch konnten erste Elemente der Werkstatt- und Montageplanung
nach Prüfung freigegeben werden. Die Demontagearbeiten wurden intensiviert und die ersten Lüftungs-
anlagen wieder neumontiert, die Arbeiten an Rohbau und Es trich in den beiden großen Häusern und in
der Kinderoper fortgeführt. Im Frühsommer 2021 konnten die Firmen mit den Hauptbaumaßnahmen im
Bereich der Haustechnik beginnen.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2021/22 stand in Bezug a uf die Finanzierung neben der Problematik im
Zusammenhang mit der Termingeldeinlage bei der Greensill Bank A G die aktualisierte Baukostenkalku-
lation im Vordergrund. Nachdem bereits im Januar 2021 von der Oberbürgermeisterin Henriette Reker
und dem Technischen Betriebsleiter der Bühnen eine aktualisierte Kosten- und Terminprognose auf Basis
des aktuellen Planungsstands vorgelegt worden war, entschied der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung
vom 16.9.2021 über eine weitere Erhöhung des Sanierungsbu dgets. Danach dürfen die Bühnen zur
Fortführung des Bauvorhabens Verpflichtungen eingehen, die das bisher genehmigte Budget von 554,1
Mio. EUR um 88,6 Mio. EUR überschreiten und auf 642,7 Mio. EUR begrenzt sind. In die der Entscheidung
zugrunde liegende Kostenprognose rechneten die Bühnen mit 25,1 Mio. EUR auch einen Teil (75%) der
Risiken in das Budget mit ein, wobei darin auch das aus der Insolvenz der Greensill Bank AG entstandene
Risiko berücksichtigt wurde. Der Rat verzichtete auf eine Be darfsfeststellung, ein Vergabevorbehalt
wurde nicht ausgesprochen. Er ermächtigte zugleich die Bühnen , Kredite bis zu einer Höhe von 642,7
Mio. EUR und darüber hinaus Kredite für Bauzeitzinsen in Anspruc h zu nehmen. Die Schlüsselübergabe
des gesamten Ensembles am Offenbachplatz wurde für das erste Quartal 2024 avisiert.
Auf der Bühnenbaustelle wurden die Demontagearbeiten für die Haustechnik in der Kinderoper, im Klei-
nen Haus sowie in den Zentralen von Opernhaus und Schauspielhau s weitgehend abgeschlossen. Für
die Bereiche Lüftung, Sanitär, Wärme, Feuerlöschtechnik u nd Starkstrom wurde bereits mit der Grob-
montage gemäß neuer Planung begonnen. Im Rahmen der Män gelbeseitigung musste der im Rahmen
der vorgezogenen Maßnahmen im Foyer der Kinderoper eingebaute Estrich ausgetauscht werden. An-
fang 2022 wurden die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen bei den Lieferketten nun
auch im Sanierungsprojekt spürbar. Die Lieferzeiten für elekt ronische Komponenten und für Kabel stie-
gen deutlich an. Die Bauablaufplanung wurde entsprechend angepasst und Bestellungen wurden zwecks
Verstetigung des Baubetriebs vorgezogen. Bei Zustandsfeststellu ngen wurden Undichtigkeiten in Lüf-
tungsschächten gefunden, die auf Ausführungsmängel zurüc kzuführen waren. Nach umfassender Prü-
fung und Erörterung mit den betroffenen Firmen wurde gemeinsa m mit der Objektüberwachung eine
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 38
Lösung gefunden, die eine Behebung der Mängel im Rahmen des aktuellen Terminplans (Schlüsselüber-
gabe im 1. Quartal 2024 am 22.3.2024) vorsah. Die letzten Arbeiten an der Werk- und Montageplanung
für die Haustechnik wurden im März 2022 abgeschlossen. Im diese m Monat fand erstmals auch eine
detaillierte Verzahnung der Bauabläufe mit der sich daran anschließenden Inbetriebnahme statt. Die
Auswirkungen des Ukraine-Krieges in Verbindung mit den auch inflationsbedingt steigenden Kosten ver-
anlassten die Bühnen dazu, bis zum Jahresende 2022 die Erstellung einer aktualisierten Kostenprognose
zuzusagen. Darüber hinaus boten die Bühnen auch den 2020 neu hinzu gekommenen Werkunternehmen
im Bereich der Haustechnik eine Indexierung der Leistungspreise an.
Gegen Ende des Geschäftsjahres war auf der Bühnenbaust elle weiterhin ein stetiger Baufortschritt zu
verzeichnen, die Inbetriebsetzung und Inbetriebnahme der haustechnischen Anlagen wurden weiter vor-
bereitet. Mit dem Beginn der Inbetriebsetzungen standen die ersten Montagearbeiten auf der Bühnen-
baustelle vor dem Abschluss.
Wegen Vorgängen von besonderer Bedeutung im Bereich der Sa nierung nach dem Bilanzstichtag
31.8.2022 wird auf den Anhang, Abschnitt V verwiesen.
Interimspielstätten
Nachdem der Rat in seiner Sitzung am 17.9.2015 die Nutzung und Herrichtung des Staatenhauses als
Hauptspielstätte der Oper beschlossen hatte, wurde die Erhö hung des Betriebskostenzuschusses zur
Finanzierung der Interimskosten zunächst auf die Spielzeite n 2015/16 und 2016/17 mit einem Budget
von insgesamt 18,1 Mio. EUR begrenzt. In dieser Summe war en die Kosten für das Interim von Oper
(Staatenhaus), Schauspiel (Depot) und Bühnenservice enth alten. Auftretende Mehraufwendungen soll-
ten von den Bühnen im Rahmen der Wirtschaftsplanung kompensiert werden, da eine weitere Erhöhung
des Betriebskostenzuschusses ausgeschlossen wurde. Die Interim szeit der Oper im Staatenhaus sollte
dabei zunächst ebenfalls bis zum 31.8.2017 so kurz wie möglich gehalten werden.
Vor dem Hintergrund der veränderten Situation der Sanieru ng stimmte der Rat in seiner Sitzung am
28.6.2016 einer weiteren Verlängerung des Bühneninterims bis zum 31.8.2019 zu. Für das Depot ließ
der Rat eine Mietvertragsverlängerung bis zum 31.12.2022 zu, für das Staatenhaus eine Anschlussnut-
zung seitens der Oper und Kinderoper für die Spielzeiten 201 7/18 und 2018/19. Der Rat nahm darüber
hinaus zur Kenntnis, dass der Anteil des weiteren Interimspielbe triebs am Betriebskostenzuschuss der
Bühnen in den Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 insgesamt EU R 16,45 Mio. betrug. Für sog. Nachlauf-
kosten der längeren Anmietung des Depots und verschiedener übergreifender Bereiche über den
31.8.2019 hinaus wurde ein zusätzlicher Zuschussbedarf von EUR 8,71 Mio. für die Jahre 2019 bis 2022
eingeplant. Für ggf. erforderliche Ausgleichszahlungen an den ursprünglich vorgesehenen und späteren
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 39
Nutzer des Staatenhauses verwies der Rat auf die Verfügba rkeit von Zuschussmitteln gemäß Beschluss
vom 22.10.2015.
Mit Vereinbarung vom 30.6.2016 wurde die Anmietung des Depots bis zum 31.12.2022 mit zweimaliger
Verlängerungsoption für jeweils zwei Jahre geregelt. Die angestreb te Absicht zur Vereinbarung eines
langfristigen Anschlussmietverhältnisses blieb davon unberührt. Die verlängerte Nutzung des Staaten-
hauses als Interimspielstätte der Oper wurde durch Zustimmung des ursprünglich vorgesehenen und
späteren Nutzers ebenfalls für Spielzeiten nach dem 31.8.2017 vereinbart.
Da sich infolge der aktuellen Planung der Sanierungsmaßnahme n am Offenbachplatz das Interim zu
diesem Zeitpunkt weiter in die Spielzeit 2022/23 verlängern würde, beschloss der Rat am 22.11.2018
zunächst auch eine Verlängerung des Interim-Spielbetriebs der Bühnen in den Spielzeiten bis 2021/22
sowie bis Dezember 2022 zzgl. Nachlaufkosten (sog. Interim IV). Als weiteren Anteil des Interims am
Betriebskostenzuschuss der Bühnen wurden insgesamt 28,19 Mio. E UR bewilligt, so dass die Bühnen in
diesem Kostenrahmen entsprechend notwendige Verträge abschließen konnten.
Aufgrund der zeitlich angepassten Beschlusslage zur Sanierung stimmte der Rat am 3.2.2022 auf Basis
der aktuellen Terminplanung zur Sanierung der Verlängerung des Spielbetriebs der Bühnen im Interim
in den Spielzeiten 2021/22 bis 2023/24 sowie bis Dezember 2024 (sog. Nachlaufkosten) zu. Oper und
Kinderoper bespielen damit weiterhin das Staatenhaus in Köln- Deutz, das Schauspiel setzt den Spielbe-
trieb im Depot in Köln-Mülheim fort. Die Tanzgastspiele finden im Staatenhaus und im Depot statt. Durch
die erneute Verlängerung des Interims (sog. Interim V) wurde eine Erhöhung des bisherigen Budgets
von rd. 113,5 Mio. EUR um weitere 17,3 Mio. EUR beschlossen . Zugleich ermächtigte und beauftragte
der Rat die Betriebsleitung der Bühnen damit, im Rahmen de s vorgelegten Kostenplanes die entspre-
chenden Verträge abzuschließen. Vor diesem Hintergrund wurde der Mietvertrag mit dem Depot bis zum
31.12.2024 verlängert; für das Staatenhaus ist eine Nutzung durch die Oper und Kinderoper bis zum
Ende der Spielzeit 203/24 mit einem anschließenden zwei- bis dreimonatigen Rückbau- und Umzugszeit-
raum vorgesehen. Die Betriebsleitung der Bühnen wurde zudem au fgefordert, vor der Beendigung der
Nutzung von Staatenhaus und ggf. Depot als Interimsspielstätten die politischen Gremien per Mitteilung
zu informieren. Sollte die Inbetriebnahme und Wiedereröffnung des Ensembles am Offenbachplatz
gleichwohl nicht zu Beginn der Spielzeit 2024/25 erfolgen kön nen, wurde der Auftrag erteilt, dem Be-
triebsausschuss Bühnen, dem Finanzausschuss und dem Rat rec htzeitig ein Anschluss- und Überbrü-
ckungskonzept für den Zeitraum bis zum Wiedereröffnungstermin vorzulegen.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 40
Vor diesem Hintergrund wurde auch in 2021/22 das Interimcontrolling mit der Maßgabe einer weiterhin
sparsamen Bewirtschaftung des Interims unverändert fortgese tzt; der Betriebsausschuss der Bühnen
wurde regelmäßig auf Basis von Controlling-Berichten informiert.
Wegen Vorgängen von besonderer Bedeutung im Bereich der Interimspiels tätten nach dem Bilanzstich-
tag 31.8.2022 wird auf den Anhang, Abschnitt V verwiesen.
3. Investitionsplanung
Im Rahmen der kurzfristigen Investitionsplanung sind für das W irtschaftsjahr 2022/23 von den Bühnen
folgende Investitionen vorgesehen:
Wirtschaftsplan
2022/23
TEUR
Technische Anlagen und Maschinen
(Beleuchtung, Tonanlagen, Bühnentechnik) 1.496
darin Oper TEUR 690
darin Schauspiel TEUR 526
darin Service TEUR 280
EDV-Software / Hardware 120
Sanierung Offenbachplatz 84.240
85.856
Die Finanzierung der Investitionsvorhaben soll in Höhe von TEUR 1. 616 über Aufwandsgegenwerte aus
planmäßigen Abschreibungen sowie in Höhe von TEUR 84.240 über Kreditaufnahmen abgedeckt werden.
4. Sonstige Entwicklungen
In seiner Sitzung am 16.9.2021 bestellte der Rat Herrn Ste fan Bachmann für die Zeit vom 1.9.2023 bis
31.8.2026 bzw. längstens bis zum Ende der Vertragsdauer erne ut als Schauspielintendant zum Mitglied
der Betriebsleitung der Bühnen der Stadt Köln.
Am 18.1.2022 hat der Betriebsausschuss der Bühnen das weitere Vorgehen in Sachen „actori“ auf Grund-
lage der Vorlage 4394/2020 „Grundlagen des Spielbetriebs der Bühnen am Offenbachplatz ab der Spiel-
zeit 2024/25“ beschlossen. Am 25.1.2022 erteilte der Betriebsausschuss und anschließend am 31.1.2022
der Finanzausschuss der Verwaltung diverse Aufträge zum w eiteren Vorgehen, insbesondere in Bezug
Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 41
auf eine Darstellung der konkreten Auswirkungen des Gut achtens auf den künftigen Betriebskostenzu-
schuss der Bühnen sowie den städtischen Gesamthaushalt sowie e iner vertieften Prüfung einer mögli-
chen langfristigen Anmietung des Depots auf Basis der actori-Empfehlungen.
Ende Mai 2022 legte der Betriebsausschuss eine weitere Bud getplanung zum Ballet of Difference /
Richard Siegal am Schauspiel Köln für die Spielzeiten 2021/22 bis 2023/24 auf Basis der durch die Büh-
nen akquirierten Projektförderung über insgesamt TEUR 1.52 0 vor. Die Bühnen beteiligen sich an den
Projektkosten für die Spielzeiten 2021/22 und 2022/23 mit jeweils TEUR 250 aus den Jahresüberschüs-
sen 2019/20 und 2020/21. Zusätzlich stellen die Bühnen Köln Eigenmittel in Höhe von insgesamt
TEUR 800 zur Verfügung, die sich aus einem Budgetanteil der Tanzgastspiele - TEUR 100 2021/22 und
TEUR 100 für 2022/23 - und einem Anteil der Basisförderung des Landes NRW - TEUR 466,7 für 2022/23
und TEUR 133,3 für 2023/24 - zusammensetzen. Die Bereitstellu ng dieser Mittel erfolgte bereits im
Rahmen des Wirtschaftsplans 2021/22 bzw. der Mittelfristplanu ng. Zugleich wurde aber darauf verwie-
sen, dass das Budget der Kompanie letztlich so gestaltet sein soll, dass Aufwand und Ertrag deckungs-
gleich sind und somit ein neutrales Ergebnis erzielt wird. Sollten die Erträge nicht in der geplanten Höhe
erzielt werden können, soll die künstlerische Planung entspreche nd angepasst und die Aufwände redu-
ziert werden.
Im Rahmen des von den Bühnen gemäß § 10 Abs. 1 EigVO N RW vorgehaltenen Risikofrüherkennungs-
systems (RCM-System) liegt ein auf die speziellen Belange der Büh nen zugeschnittenes Handbuch zum
Risiko-/Chancenmanagement vor, die Verantwortlichen und deren Aufgaben zur Erfassung und Kommu-
nikation der Risiken und Chancen sind bestimmt. Letztmals zum 31.12.2021 wurde eine nach externen,
leistungswirtschaftlichen, finanzwirtschaftlichen und internen R isiken differenzierte Risikoinventur mit
qualitativer Bewertung durchgeführt und abgeschlossen. Für die einzelnen Risiken wurden – sofern mög-
lich – Frühindikatoren sowie Maßnahmen zur Risikovermeidung ode r -reduzierung definiert. Die bereits
laufend erzeugten Auswertungen, wie z.B. Produktionsberichte, Kostenstellenberichte, Finanz- und Li-
quiditätsberichte, können mit dem aktuellen Risikobericht zu ein em zeitnahen, umfassenden Berichts-
wesen ausgebaut werden. Mit der Einrichtung eines solchen Informationssystems soll dann sichergestellt
sein, dass mögliche Risiken und Chancen an die jeweiligen Entsch eidungsträger der Bühnen rechtzeitig
kommuniziert werden, um wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fehlentwicklungen früh-
zeitig entgegenwirken zu können. Das Risiko-Chancen-Management wu rde zum Stichtag 31.12.2021
völlig überarbeitet. Schwerpunkte waren dabei:
Die Ausweisung von strategischen und operativen Risiken und Chancen.
Die Bündelung von Risiken und damit einhergehend eine einh eitliche Darstellung für alle Spar-
ten.
Bü hnen der S tadt Kö ln, Kö ln Anlage 4 / S eite 42
Im R ahmen der Neustrukturierung hat sich die Anzahl der R isiken deutlich verringert. Gleichzeitig hat
sich auch die Zuordnung der Verantwortung fü r R isiken verändert. Die strategischen R isiken wurden als
TOP-lO-R isiken aufgelistet. Die genaue Beschreibung und Zuordnung der R isiken wurden ü berarbeitet,
die R isikostatistik, die R iskMap sowie der R isikoatlas blieben unverändert.
Wegen weiterer Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 31.8.2022 wird auf den
Anhang, Abschnitt V verwiesen.
Kö ln, den 21. Mai 2024 /
..— Kein Mü lders
Intendant der Oper
/S tefan Bachmann
Intendant des S chauspiels
Berncf S treitbarer
Technischer Betriebsleiter
Patrick Wasserbauer
Geschäftsfü hrender Direktor
Anlage 7 - Spartenbezogene Entwicklung des Eigenkapitals
2598 Zeichen
Sparte
Anlage 7
Spartenbezogene Entwicklung des Eigenkapitals der Bühnen im Zeitraum 1.9.2000 bis 1.9.2022 (Ausschnitt 1.9.2018-1.9.2022)
Stammkapital
Gewinnrücklagen
Zweck: Sanierung
Zweck: Tanz BoD
Zweck: Interim
Zweck: Schauspiel
Zweck: Tanz
Zweck: Service (actori)
Bilanzergebnis
Spielbetrieb
Oper
Schauspiel
Tanz BoD
Service
Tanz Köln
Interim
Oper
Schauspiel
Service
Sanierung
Oper
Schauspiel
Service
Eigenkapital Bühnen
Stand Ergebnis- | Ergebnis Stand Ergebnis- | Ergebnis Stand Ergebnis- Stand Ergebnis Stand Ergebnis- Stand Ergebnis | Ergebnis- Stand
19. verwendg. 2018 / 1.9. verwendg. 2019 / 1.9. verwendg. 1.9.2020 2020 / 19. verwendg. | 1.9.2021 2021 / | verwendg. | 1.9.2022
2018 2017/18 2019 2019 2018/19 2020 2020 2019/20 nach EV 2021 2021 2020/21 nach EV 2022 2021/22 nach EV
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
+50 o 0 +50 0 o +50 o +50 o +50 o +50 0 0 +50
+9.030 -532 0 +8.498 -1.316 0 +7.182 +1.404 +8.586 0 +8.586 0 +8.586 0 0 +8.586
0 0 0 0 0 0 0 +250 +250 0 +250 +972 +1.222 0 250 +972
+1.274, 0 0 +1.274 652 0 +622 0 +622 0 +622 0 +622 0 0 +622
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +799 +799 0 0 +799
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +141 +141 0 0 +141
+66 +66 0 0 +66
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +150 +150 0 0 +150
+10.304 -532 0 +9.772 -1.968 0 +7.804 +1.654 +9.458 o +9.458 +2.128| +11.586 0 -250| +11.336
-2.268 () -728 -2.996 0| +2.298 -698 0 -698| +8.947 +8.249 -7.240 +1.009| +1.283 {) +2.292
+1.160 0o| -2.233 -1.073 0| +1.207 +134 -250 -116| +4.014 +3.898 -3.898 () -529 {) -529
{) 0 {) 0 {) +198 +198 0 +198 -569 -371 0 -371 -627 +250 -748
+150 0 {) +150 {) 0 +150 0 +150 0 +150 -150 () {) {) 0
+331 {) +45 +376 {) +243 +619 0 +619 +162 +781 -766 +15 +65 {) +80
-627 0| -2.916 -3.543 0| +3.946 +403 -250 +153| +12.554| +12.707| -12.054 +653 +192 +250| +1.095
+1.732 0 -878 +854 +878 -104 +1.628 0 +1.628 +241 +1.869 0 +1.869 -513 {) +1.356
-380 () +226 -154 -226 -585 -965 N) -965 -144 -1.109 () -1.109 -175 {) -1.284
0 0 0 o 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 o
+1.352 o -652 +700 +652 -689 +663 o +663 +97 +760 o +760 -688 0 +72
-331 +336 -830 -825 +830 +885 +890 -885 +5 6.262 -6.257 +6.262 +5 0 0 +5
-193 +196 -486 -483 +486 +519 +522 -519 +3 -3.664 -3.661 +3.664 +3 0 0 +3
+155 0 0 +155 0 0 +155 0 +155 0 +155 0 +155 +5.071 0 +5.226
-369 +532 -1.316 -1.153 +1.316| +1.404 +1.567 -1.404 +163 -9.926 -9.763 +9.926 +163| +5.071 0 +5.234
+356 +532 -4.884 -3.996 +1.968| +4.661 +2.633 -1.654 +979| +2.725 +3.704 -2.128 +1.576| +4.575 +250 +6.401
+10.710 0| -4.884 | +5.826 0| +4.661| +10.487 0| +10.487| +2.725| +13.212 0| +13.212| +4.575 0| +17.787
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2948/2024
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 23.10.2024
- Erstellt
- 25.09.2024 12:03