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Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2022 für die Bühnen der Stadt Köln

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 2948/2024 vom 23.10.2024

Stand: Am 14.11.2024 im Rat ungeändert beschlossen.

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  • Anlage 5 - Fragenkatalog nach § 53 HGrG

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    Anlage 5 Seite 1 Bühnen der Stadt Köln Jahresabschluss zum 31. August 2022 Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach § 53 HGrG Grundlage unserer Arbeiten ist der Prüfungsstandard IDW PS 720 des Instituts der Wirtschafts- prüfer in Deutschland e. V. (Fragenkatalog zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts- führung und der wirtschaftlichen Verhältnisse nach § 53 HGrG). D ieser Prüfungsstandard ist in Zusammenarbeit mit dem Bundesfinanzministerium, dem Bundesrechnungshof und den Landes- rechnungshöfen erarbeitet worden. Die dort aufgeführten Fragen sind lückenlos zu beantworten. Soweit eine einzelne Frage für die geprüfte Einrichtung nicht einschlägig ist, ist dies zu begründen . Soweit sich die Beantwortung der Frage bereits aus der Berichterstattung über die Jahresabschlussprüf ung ergibt, haben wir Verweisungen vorgenommen. Der oben bezeichnete Fragenkatalog gliedert sich wie folgt: Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführungsorganisation Ordnungsmäßigkeit des Geschäftsführungsinstrumentariums Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführungstätigkeit Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Beantwortung des Fragenkatalogs: Anlage 5 Seite 2 Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführungsorganisation Fragenkreis 1: Tätigkeit von Überwachungsorganen und Geschäftsleitung sowie individu- alisierte Offenlegung der Organbezüge a) Gibt es Geschäftsordnungen für die Organe und einen Geschäftsverteilungsplan für die Geschäftsleitung sowie ggf. für die Konzernleitung? Gibt es d arüber hinaus schriftliche Weisungen des Überwachungsorgans zur Organisation für die Geschäfts- sowie ggf. für die Konzernleitung (Geschäftsanweisung)? Entsprechen diese Re gelungen den Bedürf- nissen des Unternehmens bzw. des Konzerns? Innerhalb der Betriebsleitung sind die Geschäftsverteilung und die Abgrenzung der Kompetenzen und Zuständigkeiten der einzelnen Mitglieder durch die Diens tanweisung vom 18. Januar 2016 geregelt. Nach dieser Dienstanweisung setzt sich die Betriebsleitung der Bühnen d er Stadt Köln aus vier Betriebsleitern/Betriebsleiterinnen zusammen: dem Geschäftsführenden Direktor/der Geschäfts- führenden Direktorin, dem Intendanten/der Intendantin des Schauspiels, dem Intendanten/der In- tendantin der Oper und dem Technischen Betriebsleiter/der Technischen Betriebsleiterin. Die Be- triebsleitung führt die Geschäfte der Bühnen der Stadt Köln gesamtverantwortlich nach einheitli- chen Zielsetzungen, Plänen und Richtlinien. Konflikte sind innerhalb der Betriebsleitung zu lösen; soweit das nicht zu einem einvernehmlichen Ergebnis führt, ist der/die zuständige Beigeordnete einzuschalten, der/die letztendlich entscheidet, wenn keine Konfliktlösung herbeigeführt werden kann. Unbeschadet der Gesamtverantwortung werden den Betriebsleitern Ressorts zugewiesen, für die sie zuständig sind. Zum Aufgabenbereich des Geschäftsführenden Direktors/der Geschäftsführenden Direktorin ge- hören das Finanzwesen, das Personalwesen und die Verwaltung (Organisation, EDV etc.). Dienstvorgesetzter der Bediensteten der Einrichtung ist der/die Oberbürgermeister/in (§ 6 d Be- triebssatzung vom 27. August 2013 in der Änderungsfassung v om 11. April 2016, veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Köln vom 20. April 2016). Im Wirtschaftsjahr 2021/22 setzte sich die Betriebsleitung der Bühnen aus dem Geschäftsführen- den Direktor, Herrn Patrick Wasserbauer, der Opernintenda ntin, Frau Dr. Birgit Meyer, dem Schauspielintendanten, Herrn Stefan Bachmann, und dem Technischen B etriebsleiter, Herrn Bernd Streitberger, zusammen. Anlage 5 Seite 3 Die Überwachungsorgane der Einrichtung sind der Rat der Sta dt Köln und der Betriebsaus- schuss. Der Rat der Stadt Köln entscheidet über Angelegenheiten, die er nicht übertragen kann (§ 41 Abs. 2 GO NRW). Dazu gehören u. a.: – die Wahl der Mitglieder der Ausschüsse und ihrer Vertreter – der Erlass, die Änderung und die Aufhebung von Satzungen un d ortsrechtlichen Bestim- mungen – der Erlass eines Stellenplanes – die Festsetzung privatrechtlicher Entgelte Darüber hinaus entscheidet der Rat der Stadt Köln u. a. über folgende Angelegenheiten (§ 4 der Betriebssatzung): – Bestellung und Abberufung der Betriebsleiter – Feststellung und Änderung des Wirtschaftsplanes – Feststellung des Jahresabschlusses, die Verwendung des Jahresgewi nnes oder die Be- handlung eines Jahresverlustes und die Entlastung des Betriebsausschu sses sowie die Rückzahlung von Eigenkapital an die Stadt Die übrigen Zuständigkeiten des Rates der Stadt Köln nimmt – bis auf die o. g. nicht übertragba- ren Aufgaben und die in der Betriebssatzung genannten Angele genheiten – der Betriebsaus- schuss wahr (§ 41 Abs. 2 und 3 GO NRW i. V. mit der Zuständigkeitsordnung des Rates der Stadt Köln). Der Betriebsausschuss ist personenidentisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln (§ 5 Abs. 1 der Betriebssatzung). Der Betriebsausschuss bündelt alle den eigenbetriebsähnlichen Betrieb betreffenden kaufmännischen, technischen und personellen Angelegenheiten, die an- sonsten nach der Zuständigkeitsordnung grundsätzlich auch anderen Fachausschüssen zur Ent- scheidung übertragen sind. Anlage 5 Seite 4 Der Betriebsausschuss entscheidet in den Angelegenheiten, die ihm durch die GO NRW und die EigVO NRW übertragen sind, sowie in den ihm vom Rat der S tadt Köln ausdrücklich übertrage- nen Angelegenheiten sowie gemäß der Betriebssatzung über – Erlass und Niederschlagung von Ansprüchen zwischen EUR 10.00 0,00 bis EUR 50.000,00, Stundung von Ansprüchen zwischen EUR 20.000,00 bis EUR 50.000,00 – Bedarfsfeststellungen (außer Bauleistungen) bei Auftrag swerten von mehr als EUR 300.000,00 bis EUR 1,5 Mio. – Zustimmung zu sonstigen Verträgen, wenn der Wert im Einz elfall den Betrag von EUR 300.000,00 übersteigt. Ausgenommen sind die Geschäfte der laufenden Betriebsfüh- rung und Angelegenheiten, die nach der Gemeindeordnung NRW, der Eigenbetriebsver- ordnung oder der Betriebssatzung der Zuständigkeit des Rates vorbehalten sind – den Vorschlag eines Abschlussprüfers zur Vorlage an die Gem eindeprüfungsanstalt Die Einbindung des Rates der Stadt Köln sowie des Betriebsausschusses in die Entscheidungs- prozesse der Betriebsleitung vollzieht sich nach den gesetzlichen Grundlagen sowie den ergän- zenden Regelungen (Gemeindeordnung NRW, Eigenbetriebsverordnung NRW, Hauptsatzung der Stadt Köln vom 10. Februar 2009 in der Fassung vom 15. März 2016 und Zuständigkeitsord- nung der Stadt Köln vom 12. Mai 2016 bzw. vom 27. Juli 2017). Die vorgenannten Regelungen sind sachgerecht und entsprechen den Bedürfnissen der Bühnen. b) Wie viele Sitzungen der Organe und ihrer Ausschüsse haben stattgefunden und wurden Niederschriften hierüber erstellt? Im Zeitraum vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 fanden acht Sitzungen des Be- triebsausschusses und fünf die Einrichtung betreffende Sitzungen des Rates der Stadt Köln statt. Es wurden zu allen Sitzungen des Betriebsausschusses und des Rates de r Stadt Köln Nieder- schriften erstellt. Sitzungen der Betriebsleitung haben auskunftsgemäß stattgefunden. Niederschriften über die Sit- zungen wurden nicht erstellt. Anlage 5 Seite 5 c) In welchen Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i. S. d. § 125 Abs. 1 Satz 5 des Aktiengesetzes sind die einzelnen Mitglieder der Geschäftsleitung tätig? Die Mitglieder der Betriebsleitung sind auskunftsgemäß in keinem weiteren Kontrollgremium tätig. d) Wird die Vergütung der Organmitglieder (Geschäftslei tung, Überwachungsorgan) indi- vidualisiert im Anhang des Jahresabschlusses/Konzernabschlusses aufgeteilt nach Fi- xum, erfolgsbezogenen Komponenten und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung ausgewiesen? Falls nein, wie wird dies begründet? Organe der Bühnen sind die Betriebsleitung und der Betriebsausschuss. Die gewährte Vergütung der Betriebsleitung wird im Anhang individualisiert ausgewiesen. Die Mitglieder des Betriebsaus- schusses erhalten keine Vergütung. Ordnungsmäßigkeit des Geschäftsführungsinstrumentariums Fragenkreis 2: Aufbau- und ablauforganisatorische Grundlagen a) Gibt es einen den Bedürfnissen des Unternehmens entsprechenden Organisationsplan, aus dem Organisationsaufbau, Arbeitsbereiche und Zuständigkeite n/Weisungs-befug- nisse ersichtlich sind? Erfolgt dessen regelmäßige Überprüfung? Mit der Überführung der Bühnen vom Regiebetrieb in eine ei genbetriebsähnliche Einrichtung wurde die Organisation der Abteilungen neu gegliedert. Die Arbeitsbereiche und dazugehörigen personellen Zuständigkeiten ergeben sich aus dem jährlichen Dienstverteilungs- und Stellenplan. Im Dienstverteilungs- und Stellenplan sind sehr kurze Stellenbeschreibungen der Mitarbeiter vor- handen. Unterlagen zu Weisungsbefugnissen und Vollmachten der Mitarbeiter sind zentral doku- mentiert. Eine regelmäßig stattfindende Überprüfung der Aufbauorganis ation durch die Betriebsleitung ergibt sich aus dem jährlich aufzustellenden Dienstverteilungs- und Stellenplan. Seit dem Frühjahr 2020 besteht nun auch eine zentrale Plattf orm ("Backstage"), in der die zent- ralen Unterlagen der Ablauforganisation für alle Mitarbeiter online zur Verfügung gestellt werden. Anlage 5 Seite 6 b) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass nicht nach dem Organisationsplan verfahren wird? Derartige Anhaltspunkte haben wir bei unserer stichprobenartig du rchgeführten Prüfung nicht festgestellt. c) Hat die Geschäftsleitung Vorkehrungen zur Korruptionsprävention ergriffen und doku- mentiert? Die Bühnen haben die von der Stadt Köln getroffenen Vorkehr ungen zur Korruptionsprävention beachtet. Diese betreffen Hinweise zur Umsetzung des Korruptionsbekämpfungsgesetzes (Kor- ruptionsbG) vom 16. Dezember 2004 im Vergabewesen sowie Richtli nien zur Rotation von Mit- arbeitern/Mitarbeiterinnen in korruptionsgefährdeten Bereichen und das Verbot der Annahme von Vergünstigungen. Im Wirtschaftsjahr 2021/22 wurden keine zusätzlichen bzw. neuen Regeln ein- geführt. Die Einhaltung dieser Maßnahmen wird von der internen Revision, die unmittelbar an die Ge- schäftsführende Direktion angebunden ist, kontrolliert. Anlage 5 Seite 7 d) Gibt es geeignete Richtlinien bzw. Arbeitsanweisungen für wesentliche Entscheidungs- prozesse (insbesondere Auftragsvergabe und Auftragsabwicklung, Pe rsonalwesen, Kre- ditaufnahme und -gewährung)? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass diese nicht ein- gehalten werden? Grundsätzlich gelten die Regelungen zum allgemeinen Dienstbetrieb und Geschäftsablauf inner- halb der Kölner Stadtverwaltung, die im Handbuch der Stadtverwaltung Köln vom 1. Februar 2021 bzw. den laufenden Aktualisierungen hierzu zusammengefasst worden sind. Darüber hinaus er- geben sich entsprechende Richtlinien aus der Zuständigkeitsordnung der Stadt Köln. Den Mitar- beitern stehen im Intranet der Stadt Köln (Internes – Biblioth ek) die zu beachtenden Ge- setze/Rechtsverordnungen, Dienstanweisungen/-vereinbarungen und stä dtischen Regelungen zur Verfügung. Die städtischen Regelungen umfassen u. a.: – Allgemeine Rahmenbedingungen für Sponsoringleistungen im B ereich der Stadtverwal- tung vom 9. November 2010 bzw. laufende Aktualisierungen – Geschäftsanweisung zur Durchführung von Vergabeverfahren vom 1. Mai 2021 bzw. lau- fende Aktualisierungen. Diese hat die Kölner Vergabeordnung (KVO) ersetzt. – Wertgrenzenregelung für die Vorlage- und Informationspflich ten gegenüber dem Rech- nungsprüfungsamt (Stand 1. Mai 2021) Darüber hinaus hat der Rat der Stadt Köln speziell für die Bühn en folgende Richtlinie beschlos- sen: – Geschäftsordnung über die Abgabe kostenloser bzw. ermäßigter Eint rittskarten bei den Bühnen der Stadt Köln vom 31. Januar 2002, geändert mit Beschluss des Rates der Stadt Köln vom 18. Juli 2013 Im Rahmen des jährlichen Wirtschaftsplanes beschließt der Rat der Stadt Köln über den Gesamt- betrag der Kredite zur Finanzierung der Ausgaben und ermächtigt gleichzeitig die Betriebsleitung, Kassenkredite bis zu einer bestimmten Höhe aufzunehmen, um die kurzfristige Liquidität sicher- zustellen. Die Ermächtigung der Betriebsleitung zur Kreditaufnahme und zur Eingehung von Ver- pflichtungen wurde vom Rat der Stadt Köln am 28. Juni 2016, am 17 . November 2016 und am 18. Mai 2017 beschlossen. Es haben sich im Rahmen der stichprobenhaft durchgeführten Prüfung keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die vorstehend genannten Regelungen und Richtlinien nicht eingehalten wurden. Anlage 5 Seite 8 e) Besteht eine ordnungsmäßige Dokumentation von Verträgen (z. B. Grundstücksverwal- tung, EDV)? Grundsätzlich werden Verträge, die die Bühnen der Stadt Köln be treffen, in Form eines Kopier- exemplars geordnet abgelegt. Darüber hinaus werden die Verträge in Excel-basierten Listen er- fasst und fortlaufend aktualisiert. Die Aufgliederung der Ve rträge erfolgt nach Spielzeiten und Sparten bzw. Spielort; bei spielzeitübergreifenden Verträg en erfolgt die Aufgliederung alphabe- tisch bzw. nach Vertragspartnern. Die Verwaltung dieser Verträge wird durch einen Mitarbeiter des Finanz- und Rechnungswesens wahrgenommen. Die Dokumentation und Aufbewahrung von originalen Mitarbeiterverträgen und Gagenkräften er- folgt in der Personalabteilung der Bühnen. Die Dokumentation erfolgt ordnungsgemäß. Fragenkreis 3: Planungswesen, Rechnungswesen, Informationssystem und Controlling a) Entspricht das Planungswesen – auch im Hinblick auf Planungshorizont und Fortschrei- bung der Daten sowie auf sachliche und zeitliche Zusammenhänge vo n Projekten – den Bedürfnissen des Unternehmens? Das Planungswesen entspricht den Bedürfnissen der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. b) Werden Planabweichungen systematisch untersucht? Planabweichungen in den Wirtschaftsplänen werden regelmäßig unter Zuhilfenahme des SAP- Moduls Controlling untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung werden regelmäßig in den Er- läuterungen zu dem jeweiligen Quartalsbericht dargestellt. Die Quartalsberichte sind nach dem Erfolgsplan gegliedert und zeigen die Abweichungen zum Wirtschaft splan auf. Abweichungen vom Budget werden überwacht. Darüber hinaus erhalten die Kostenstellenverantwortlichen vom Controlling monatliche Auswertungen, mittels derer sie üb er die Höhe der noch zur Verfügung stehenden Mittel informiert werden. Die Betriebsleitung erh ält monatlich Auswertungen aus der Kosten- und Leistungsrechnung, um einen Gesamtüberblick hinsichtlich der bereits verwendeten bzw. noch zur Verfügung stehenden Mittel zu erhalten. Anlage 5 Seite 9 c) Entspricht das Rechnungswesen einschließlich der Kostenrechnung der Größe und den besonderen Anforderungen des Unternehmens? Das Rechnungswesen entspricht der Größe und den Anforderungen der Bühnen. d) Besteht ein funktionierendes Finanzmanagement, welches u . a. eine laufende Liquidi- tätskontrolle und eine Kreditüberwachung gewährleistet? Der Liquiditätsbedarf der Bühnen wird durch eine Finanzplanung sichergestellt. Eine laufende Liquiditätskontrolle und eine Kreditüberwachung sind dadurch gewährleistet. e) Gehört zu dem Finanzmanagement auch ein zentrales Cash-Management und haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die hierfür geltenden Rege lungen nicht eingehalten worden sind? Das Finanzmanagement verfügt über ein zentrales Cash-Management. f) Ist sichergestellt, dass Entgelte vollständig und zeit nah in Rechnung gestellt werden? Ist durch das bestehende Mahnwesen gewährleistet, dass ausstehende Forderungen zeit- nah und effektiv eingezogen werden? In Bezug auf den Verkauf von Eintrittskarten erfolgt eine Rechnungsstellung nur für den Bereich der Abonnements- und Großkunden. Ansonsten erfolgen Barverkäufe oder Verkäufe mit Bezah- lung durch EC- bzw. Kreditkarte. Sofern eine Rechnungsstellung erfolgt, ist sichergestellt, dass di ese vollständig und zeitnah ist. Eine Ausgabe der Eintrittskarten erfolgt zeitgleich mit der Rechnungsstellung. g) Entspricht das Controlling den Anforderungen des Unternehmen s/Konzerns und um- fasst es alle wesentlichen Unternehmens-/Konzernbereiche? Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung verfügt über ein Control ling, dessen Aufgabenbereiche sich über alle Teilbereiche der Bühnen erstrecken. So werden u. a. Plan-Ist-Abweichungen, Be- sucherstatistiken, Produktionsabrechnungen für einzelne Kostenträger sowie Kostenstellenrech- nungen erstellt. Ferner ist das Controlling mitverantwortl ich für die Aufstellung der Wirtschafts- pläne sowie die Überwachung deren Einhaltung. Seit der Spielzeit 2015/16 ist das Controlling der Personalkosten Bestandteil der regelmäßigen Berichte an die Geschäftsführung. Anlage 5 Seite 10 h) Ermöglicht das Rechnungs- und Berichtswesen eine Steuerung und/oder Überwachung der Tochterunternehmen und der Unternehmen, an denen eine wesent liche Beteiligung besteht? Da die Bühnen keine Anteile an Tochter- und Beteiligungsunternehmen halten, findet diese Frage keine Anwendung. Fragenkreis 4: Risikofrüherkennungssystem a) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung nach Art und Umfang Frühwarnsignale definiert und Maßnahmen ergriffen, mit deren Hilfe bestandsgefährdende Risi ken rechtzeitig erkannt werden können? Für Zwecke der Risikofrüherkennung haben die Bühnen ein Risiko - und Chancen-Management (RCM) eingerichtet. Es wird jährlich eine Risikoinventur mit Hilfe von definier ten Fragenkatalogen und Checklisten durchgeführt, wobei alle Abteilungen der Bühnen bei der Risiko erfassung einbezogen werden. Dazu werden die Risikoverantwortlichen, i. d. R. die Abteilung sleiter bzw. deren Stellvertreter, schriftlich nach Risiken und Chancen und deren Entwicklung in i hren Bereichen befragt. Die Ri- sikoverantwortlichen machen Angaben zur Auswirkung der Risiken in Euro, woraus sich die Ein- stufung in niedrig, moderat, wesentlich und gravierend ergibt, und zur Eintrittswahrscheinlichkeit (gering, mittel, hoch und sehr hoch). Aus diesen beiden Dimensionen ergibt sich eine 4 x 4-Risi- komatrix (RiskMap), in die jedes Risiko eingeordnet ist. Mit der Einrichtung eines solchen Informationssystems soll sichergestellt sein, dass mögliche Ri- siken und Chancen an die jeweiligen Entscheidungsträger der Büh nen rechtzeitig kommuniziert werden, um wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fehlentw icklungen frühzeitig entgegenwirken zu können. Durch die regelmäßige Risikoinventur werden bereits bestehen de Risiken auf Aktualität geprüft und ggf. neue Risiken benannt bzw. die Feststellung getroffe n, dass Risiken erledigt sind. Die von den Risikoverantwortlichen gelieferten Informationen (Risikoidentifikation, -analyse, -bewer- tung und -steuerung) werden vom Risikomanager ausgewertet und ins RCM-System übernom- men. Die Daten werden zu den Inventurstichtagen festgeschrieben, sodass die Entwicklung der Risiken hinsichtlich Bewertung und Trend (sinkend, steigend, konst ant) nachvollzogen werden kann. Anlage 5 Seite 11 Bei der Art von Risiken, wie sie bei den Bühnen der Stadt Köln bestehen, sind nach Auffassung der Betriebsleitung allerdings überwiegend keine sinnvollen Frühwarnsignale mit entsprechenden Schwellenwerten definierbar und deshalb nicht festgelegt. Außerhalb des RCM-Systems erhalten die Risikoverantwortlichen in ihrer Funktion als Abtei- lungsleiter regelmäßig weiterführende Informationen (Controlling, Statistiken, Auswertungen), die sie frühzeitig über Veränderungen und wichtige Ereignisse informieren. Zum Stichtag 31. August 2022 waren insgesamt 41 Risiken und 4 Chancen, zum Stichtag 31. August 2021 insgesamt 41 Risiken (davon eines erledigt) u nd vier Chancen identifiziert und den verschiedenen Bereichen (Betriebsleitung, Produktion, Technik und Verwaltung) zugeordnet. Die Risiken sind weiterhin unterteilt in allgemeine externe, allgemeine interne, finanzwirtschaftli- che, personelle, räumliche/technische Ausstattungsrisiken und l eistungswirtschaftliche Risiken. Darüber hinaus definieren die Risikoverantwortlichen Maßnahmen, die den Risiken entgegenwir- ken, sie ggf. verhindern bzw. vermindern. b) Reichen diese Maßnahmen aus und sind sie geeignet, ihren Z weck zu erfüllen? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Maßnahmen nicht durchgeführt werden? Da für die Risiken bei den Bühnen der Stadt Köln nach Auffassung der Betriebsleitung überwie- gend keine sinnvollen Frühwarnsignale mit entsprechenden Schwell enwerten definiert werden können, ist insoweit das RCM-System nicht als Frühwarnsystem angelegt. c) Sind diese Maßnahmen ausreichend dokumentiert? Die getroffenen Maßnahmen im Rahmen des Risikofrüherkennungssys tems sind ausreichend dokumentiert. Darüber hinaus gibt es in der Abteilung eine Inhalts- und Ablaufbeschreibung des Risikofrüherkennungssystems. d) Werden Frühwarnsignale und Maßnahmen kontinuierlich und systematisch mit dem ak- tuellen Geschäftsumfeld sowie mit den Geschäftsprozessen und Fun ktionen abgestimmt und angepasst? Vgl. Antwort zu Frage 4c). Anlage 5 Seite 12 Fragenkreis 5: Finanzinstrumente, andere Termingeschäfte, Optionen und Derivate In dem Geschäftsjahr 2021/22 wurden keine Termingelder angelegt, es erfolgte lediglich die Rückzahlung der im Geschäftsjahr 2020/21 angelegten Termingelder, bis auf die Anlage bei der Greensill Bank. Vor dem Hintergrund der Aufarbeitung und Bewertung der Abläufe und organisatorischen Rege- lungen im Zusammenhang mit den Einlagen bei der Greensill Bank AG sowie den daraus resul- tierenden Handlungserfordernissen hat die Verwaltung alle zuständigen Ausschüsse darüber un- terrichtet, dass eine Liquiditätsrichtlinie sowie Reportingformate und Verfahrensvorgaben für die eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen zu erarbeiten seien. Zwischenz eitlich sind die hierzu er- folgten Abstimmungsprozesse abgeschlossen und die Bühnen berichten regelmäßig zu Beginn eines Monats an die Kämmerei ihren Liquiditätsstatus zum End e des Vormonats. Um den Um- gang mit gegebenenfalls künftig auftretenden Liquiditätsbeständen zu regeln, hat die Betriebslei- tung darüber hinaus eine Liquiditätsrichtlinie auf Basis eines m it der Kämmerei abgestimmten Musters am 15. Mai 2022 in Kraft gesetzt. Die zwingende Beachtung dieser Richtlinie wurde auch in eine Neufassung der Betriebssatzung der Bühnen aufgenomme n, die der Rat der Stadt Köln am 5. Mai 2022 beschlossen hat. Künftig wird die Betriebsleitung innerhalb der Quartalsberichte zudem den Betriebsausschuss über den Liquiditätsstatus zum Ende eine s jeden Quartals infor- mieren. a) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung den Geschäftsumfang zum Einsatz von Finanzinstru- menten sowie von anderen Termingeschäften, Optionen und Der ivaten schriftlich festge- legt? Dazu gehört: Welche Produkte/Instrumente dürfen eingesetzt werden? Mit welchen Partnern dürfen die Produkte/Instrumente bis zu welchen Beträgen eingesetzt werden? Wie werden die Bewertungseinheiten definiert und dokumentiert und in welchem Umfang dürfen offene Posten entstehen? Sind die Hedge-Strategien beschrieben, z. B. ob bestimmte Stra tegien ausschließlich zu- lässig sind bzw. bestimmte Strategien nicht durchgeführt w erden dürfen (z. B. antizipati- ves Hedging)? Anlage 5 Seite 13 b) Werden Derivate zu anderen Zwecken eingesetzt als zur Optimi erung von Kreditkondi- tionen und zur Risikobegrenzung? c) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung ein dem Geschäftsumfang e ntsprechendes Instru- mentarium zur Verfügung gestellt, insbesondere in Bezug auf Erfassung der Geschäfte Beurteilung der Geschäfte zum Zweck der Risikoanalyse Bewertung der Geschäfte zum Zweck der Rechnungslegung Kontrolle der Geschäfte? d) Gibt es eine Erfolgskontrolle für nicht der Risikoabsicherung (Hedging) dienende Deri- vatgeschäfte und werden Konsequenzen aufgrund der Risikoentwicklung gezogen? e) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung angemessene Arbeitsanweisungen erlassen? f) Ist die unterjährige Unterrichtung der Geschäfts-/Konzernleitung im Hinblick auf die of- fenen Positionen, die Risikolage und die ggf. zu bildenden Vorsorgen geregelt? Fragenkreis 6: Interne Revision a) Gibt es eine den Bedürfnissen des Unternehmens/Konzerns entsprechende interne Re- vision/Konzernrevision? Besteht diese als eigenständige Stelle oder wird diese Funktion durch eine andere Stelle (ggf. welche?) wahrgenommen? Die interne Revision bei den Bühnen der Stadt Köln ist als eigenständige Stelle in der Geschäfts- führenden Direktion angesiedelt. Die interne Revision ist ebenfalls für das Gürzenich-Orchester Köln tätig. Der Tätigkeitsbereich der internen Revision ist in der "Dienstanwei sung Innenrevision" vom 27. Januar 2015 festgelegt. Weitere Prüfungen werden durch das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln durchgeführt. Anlage 5 Seite 14 b) Wie ist die Anbindung der internen Revision/Konzernrev ision im Unternehmen/Kon- zern? Besteht bei ihrer Tätigkeit die Gefahr von Interessenkonflikten? Die interne Revision der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist unmittelbar an die Geschäftsfüh- rende Direktion angebunden. Die Interne Revision ist mit einem Prüfungs-, Beratungs- und Feststellungsrecht ausgestattet. Die Gefahr von Interessenkonflikten besteht nicht, da die interne Revision weisungsunabhängig ist. c) Welches waren die wesentlichen Tätigkeitsschwerpunkte d er internen Revision/Kon- zernrevision im Geschäftsjahr? Wurde auch geprüft, ob wesentlich miteinander unverein- bare Funktionen (z. B. Trennung von Anweisung und Vollzug) o rganisatorisch getrennt sind? Wann hat die interne Revision das letzte Mal über Korruptionsprävention berichtet? Liegen hierüber schriftliche Revisionsberichte vor? Die mit der internen Revision beauftragte Mitarbeiterin war im Berichtsjahr in folgenden Bereichen schwerpunktmäßig tätig: – Ausgabenkontrolle bei den Bühnen über Bedarfsprüfungen der Bühnen der Stadt Köln (1/2021) – Bei Vergabeverfahren  Prüfung der Vergabeunterlagen  Umsetzung der Geschäftsanweisung zur Durchführung von Vergabeverf ahren  Umsetzung der Wertgrenzenregelung für die Vorlage- und Informa tionspflichten ge- genüber dem Rechnungsprüfungsamt ab 1. April 2022 – Regelungen und Dienstanweisungen allgemein: – Allgemeine Geschäftsbedingungen der Bühnen der Stadt Köln – Arbeitsanweisung für Bedarfsprüfungen – Datenschutz, hier Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (D SGVO) sowie Über- wachung der Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften d) Hat die interne Revision ihre Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer abge- stimmt? Eine Abstimmung der Prüfungsschwerpunkte der internen Revision mit dem Abschlussprüfer er- folgt nicht. Anlage 5 Seite 15 e) Hat die interne Revision/Konzernrevision bemerkenswerte Mängel aufgedeckt und um welche handelt es sich? Die interne Revision hat im Rahmen ihrer in 2021/22 durchgeführ ten Tätigkeiten keine bemer- kenswerten Mängel bei der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aufgedeckt. f) Welche Konsequenzen werden aus den Feststellungen und Empfehlungen der internen Revision/Konzernrevision gezogen und wie kontrolliert die interne Revision/Konzern-revi- sion die Umsetzung ihrer Empfehlungen? Seit Aufnahme der Tätigkeit der internen Revision veranlasst die Betriebsleitung die Umsetzung der Empfehlungen der internen Revision u. a. durch Dienstanweisu ngen. Die interne Revision prüft die Einhaltung der Dienstanweisungen bei Bedarf bzw. auf Anweisung in zeitlichem Ab- stand. Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführungstätigkeit Fragenkreis 7: Übereinstimmung der Rechtsgeschäfte und Ma ßnahmen mit Gesetz, Sat- zung, Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden Beschlüssen des Überwa- chungsorgans a) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die vorherige Zusti mmung des Überwa- chungsorgans zu zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften und Maßnahmen ni cht ein- geholt worden ist? Im Rahmen unserer stichprobenhaften Überprüfung zustimmungspfli chtiger Rechtsgeschäfte und Maßnahmen haben sich keine Anhaltspunkte ergeben, dass die vorherigen Zustimmungen des Überwachungsorgans zu zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften und Maßnahmen nicht eingeholt worden sind. b) Wurde vor der Kreditgewährung an Mitglieder der Geschäf tsleitung oder des Überwa- chungsorgans die Zustimmung des Überwachungsorgans eingeholt? Im Wirtschaftsjahr 2021/22 wurden keine Kredite an Mitgliede r der Geschäftsleitung oder des Überwachungsorgans gewährt. Anlage 5 Seite 16 c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass anstelle zustimmungsbedürftiger Maßnahmen ähnliche, aber nicht als zustimmungsbedürftig behandelte Maßnahmen vorgenommen worden sind (z. B. Zerlegung in Teilmaßnahmen)? Eine solche Vorgehensweise haben wir im Rahmen unserer Prüfung nicht festgestellt. d) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Geschäfte und Maßnahmen nicht mit Ge- setz, Satzung, Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden Beschlüssen des Überwachungsorgans übereinstimmen? Es haben sich bei unserer Prüfung keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Abwicklung der Geschäfte im Wirtschaftsjahr 2021/22 nicht im Einklang mit de n gesetzlichen Vorschriften, der Betriebssatzung sowie den Beschlüssen des Rates der Stadt Köln und des Betriebsausschusses steht. Fragenkreis 8: Durchführung von Investitionen a) Werden Investitionen (in Sachanlagen, Beteiligungen, sonstige Finanzanlagen, immate- rielle Anlagewerte und Vorräte) angemessen geplant und vor Reali sierung auf Rentabili- tät/Wirtschaftlichkeit, Finanzierbarkeit und Risiken geprüft? Vor Realisierung findet bei geplanten Investitionen auf der Grundlage der Richtlinie für die Be- darfsprüfung vor der Vergabe von Lieferungen und Leistungen der Stadt Köln eine Wirtschaftlich- keitsprüfung statt. Die Investitionen in die Gebäude und in die Betriebsvorrichtung en der Bühnen der Stadt Köln erfolgen auskunftsgemäß grundsätzlich aufgrund einer Gesamtkon zeption der baulichen Erhal- tung einschließlich der brandschutz- und sicherheitstechnischen Erneuerungen. Bei der konkre- ten Umsetzung von Maßnahmen werden Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen vorgenommen. Bei dem Projekt "Sanierung der Bühnen" sind Rentabilitätsg esichtspunkte nicht relevant, da es sich bei den Bühnen um einen Zuschussbetrieb handelt. Wirtschaftlichkeits- und Finanzierungs- aspekte sowie Risiken werden bei der Planung dieses Großprojektes berücksichtigt. Anlage 5 Seite 17 b) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Unterlagen/Erhebunge n zur Preisermitt- lung nicht ausreichend waren, um ein Urteil über die Ange messenheit des Preises zu er- möglichen (z. B. bei Erwerb bzw. Veräußerung von Grundstücken oder Beteiligungen)? Für Fremdleistungen wird der Preis grundsätzlich über die vorgeschriebenen Verfahren nach der UVgO, VOB, und VGV ermittelt. Ab einem Nettoauftragswert von EUR 100.000,00 (UVgO) bzw. EUR 750.000,00 (VOB) erfolgen grundsätzlich öffentliche Ausschrei bungen zentral durch das Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen der Stadt Köln. Ab e inem Auftragswert von EUR 25.000,00 besteht die Pflicht zur Vorlage beim Rechnungsprüfungsamt über eine spezielle Plattform der Stadt Köln. c) Werden Durchführung, Budgetierung und Veränderungen von I nvestitionen laufend überwacht und Abweichungen untersucht? Die Durchführung der Investitionen wird überwacht. Für das Sanierungsprojekt war im Berichtsjahr ein externer Kostensteuerer beauftragt. Die Kosteneinhaltung für Investitionen im Interim wird durch einen Mitarbeiter der Bühnen über- wacht. Dieser muss der Betriebsleitung regelmäßig Bericht erstatten. Für den gesamten Bereich Interim wird seit dem Wirtschaftsjahr 2013/14 in einem Interi m-Controlling-Bericht an den Be- triebsausschuss berichtet. Die übrigen Investitionen sind vom Volumen her von untergeordneter Bedeutung; dafür sind den Abteilungsleitern Budgets zugewiesen, deren Einhaltung monatlich anhand der Restmittelüber- sichten überwacht wird. d) Haben sich bei abgeschlossenen Investitionen wesentliche Überschreitungen ergeben? Wenn ja, in welcher Höhe und aus welchen Gründen? Wesentliche Überschreitungen haben sich nicht ergeben. Zu den Überschreitungen betreffend die Sanierung des Opernhauses verweisen wir auf den La- gebericht. Anlage 5 Seite 18 e) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass Leasing- oder verg leichbare Verträge nach Ausschöpfung der Kreditlinien abgeschlossen wurden? Es haben sich im Rahmen unserer Prüfung keine Anhaltspunkte ergeben, die auf die Inanspruch- nahme von alternativen Finanzierungsarten hinweisen. Fragenkreis 9: Vergaberegelungen a) Haben sich Anhaltspunkte für eindeutige Verstöße gegen Verg aberegelungen (z. B. UVgO, VOB, VGV, EU-Regelungen) ergeben? Für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung gilt die Geschäftsanwe isung zur Durchführung von Vergabeverfahren vom 1. Mai 2021. Sie hat die Kölner Vergabeordnung (KVO) ersetzt. Darüber hinaus werden Vergaben vom Amt für Recht, Vergabe und Versich erungen der Stadt Köln be- gleitet und geprüft. Ein weiteres Prüfungsrecht ab einem Betra g von EUR 25.000,00 (netto) ob- liegt dem Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln. Alle Vergaben ab EUR 500,00 werden in einem speziellen Sharepoint-System der Stadtverwal- tung Köln, der sogenannten elektronischen Vergabeassistenz, eingestellt, sodass diese vom Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen und Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln eingesehen werden können. Anhaltspunkte für eindeutige Verstöße gegen Vergaberegelungen h aben sich bei unserer Prü- fung nicht ergeben. Wir weisen darauf hin, dass die Überprüfung der Vergaben im R ahmen einer Abschlussprüfung angesichts der umfangreichen Auftragsvergaben nur begrenzt un d in Stichproben durchführbar ist und eine abschließende rechtliche Beurteilung von uns nicht durchgeführt wurde. b) Werden für Geschäfte, die nicht den Vergaberegelungen unterliegen, Konkurrenzange- bote (z. B. auch für Kapitalaufnahmen und Geldanlagen) eingeholt? Für Geschäfte, die nicht den Vergaberegelungen unterliegen, we rden entsprechende Ver- gleichsangebote eingeholt. Anlage 5 Seite 19 Fragenkreis 10: Berichterstattung an das Überwachungsorgan a) Wird dem Überwachungsorgan regelmäßig Bericht erstattet? Gemäß § 20 der Eigenbetriebsverordnung i. V. m. § 17 der Bet riebssatzung hat die Betriebslei- tung die Oberbürgermeisterin und den Betriebsausschuss vierteljährlich über die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen sowie über die Abwicklung des Verm ögensplanes schriftlich unter- richtet. Der Betriebsausschuss hat den jährlichen Wirtschaftsplan für 2021/22 erhalten, der dem Rat der Stadt Köln anschließend zur Zustimmung vorgelegt und von diesem beschlossen wurde. b) Vermitteln die Berichte einen zutreffenden Einblick in die wirtschaftliche Lage des Un- ternehmens/Konzerns und in die wichtigsten Unternehmens-/Konzernbereiche? Der Wirtschaftsplan und die Quartalsberichte vermitteln einen zutre ffenden Einblick in die wirt- schaftliche Lage der Bühnen. c) Wurde das Überwachungsorgan über wesentliche Vorgänge ange messen und zeitnah unterrichtet? Liegen insbesondere ungewöhnliche, risikoreiche oder nicht ordnungsge- mäß abgewickelte Geschäftsvorfälle sowie erkennbare Fehldi spositionen oder wesentli- che Unterlassungen vor und wurde hierüber berichtet? Gemäß § 6 Abs. 2 der Betriebssatzung hat die Betriebsleitung die Oberbürgermeisterin über alle wichtigen Angelegenheiten rechtzeitig zu unterrichten und ih r auf Verlangen die zur Wahrneh- mung ihrer Aufgabe notwendigen Auskünfte zu erteilen. Besonders risikoreiche Geschäftsvorfälle bzw. Fehldispositionen und Unterlassungen und damit berichtspflichtige Sachverhalte lagen im Wirtschaftsjahr 2021/22 nicht vor. Über den Stand und den Fortgang des Sanierungsprojektes ha t die Betriebsleitung regelmäßig berichtet. Anlage 5 Seite 20 d) Zu welchen Themen hat die Geschäfts-/Konzernleitung dem Überw achungsorgan auf dessen besonderen Wunsch berichtet (§ 90 Abs. 3 AktG)? Die Betriebsleitung hat auf besonderen Wunsch des Überwachungsorga ns insbesondere über den Stand des Sanierungsprojektes und dessen Kostenentwicklung berichtet. e) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Berichterstatt ung (z. B. nach § 90 AktG oder unternehmensinternen Vorschriften) nicht in allen Fällen ausreichend war? Dafür haben sich keine Anhaltspunkte ergeben. f) Gibt es eine D&O-Versicherung? Wurde ein angemessener S elbstbehalt vereinbart? Wurden Inhalt und Konditionen der D&O-Versicherung mit dem Überwachungsorgan erör- tert? Eine D&O-Versicherung (Vermögenschadenhaftpflichtversicherung ) wurde für die Betriebslei- tung und den Betriebsausschuss nicht abgeschlossen. g) Sofern Interessenkonflikte der Mitglieder der Geschäftsleitung oder des Überwachungs- organs gemeldet wurden, ist dies unverzüglich dem Überwachungsorgan offengelegt wor- den? Es lagen keine nachweislichen Erkenntnisse über bestehende Interessenk onflikte vor, die dem Überwachungsorgan hätten offengelegt werden müssen. Vermögens- und Finanzlage Fragenkreis 11: Ungewöhnliche Bilanzposten und stille Reserven a) Besteht im wesentlichen Umfang offenkundig nicht betriebsnotwendiges Vermögen? Es besteht kein offenkundig nicht betriebsnotwendiges Vermögen. Anlage 5 Seite 21 b) Sind Bestände auffallend hoch oder niedrig? Auffallend hohe oder niedrige Bestände sind nicht erkennbar. Der passivierte Sonderposten ist im Wesentlichen der bilanzielle Gegenposten zum im Rahmen de r Ausgliederung von der Stadt Köln in eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung übernommenen Anlagevermögen. c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Vermögenslage durch im Vergleich zu den bilanziellen Werten erheblich höhere oder niedrigere Verkehrswerte der Vermögensgegen- stände wesentlich beeinflusst wird? Es haben sich keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, dass gegenüber den Bilanzwerten erheb- lich höhere oder niedrigere Verkehrswerte vorliegen, die Einfluss auf die Vermögenslage haben könnten. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die bühnenspezifi schen Gebäude und techni- schen Einrichtungen zu einer anderen Nutzung nicht geeignet sin d und es sich außerdem um einen Zuschussbetrieb handelt, sodass positive Ertragswerte zur Ermittlung marktorientierter Ver- kehrswerte nicht gegeben sein dürften. Fragenkreis 12: Finanzierung a) Wie setzt sich die Kapitalstruktur nach internen und externen Finanzierungsquellen zu- sammen? Wie sollen die am Abschlussstichtag bestehenden wesent lichen Investitions- verpflichtungen finanziert werden? Das Kapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 570.468; davon entfällt auf interne Finanzierungs- quellen ein Betrag von insgesamt TEUR 37.201. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus Eigen- kapital (TEUR 17.786) und Sonderposten für Investitionszuschüsse (TEUR 19.415). Das Fremd- kapital beläuft sich unter Einschluss des Rechnungsabgrenzungspostens au f insgesamt TEUR 533.267. Die Finanzierung der am Abschlussstichtag bestehenden wesentlich en Investitionsverpflichtun- gen ist durch die Ermächtigung der Betriebsleitung zur Kreditau fnahme und zur Eingehung von Verpflichtungen durch die Beschlüsse des Rates der Stadt Köln gesichert. Anlage 5 Seite 22 b) Wie ist die Finanzlage des Konzerns zu beurteilen, insbesondere hinsichtlich der Kre- ditaufnahmen wesentlicher Konzerngesellschaften? Die Bühnen sind weder Mutterunternehmen noch liegt ein Konzernverhältnis im Sinne des HGB vor. c) In welchem Umfang hat das Unternehmen Finanz-/Fördermittel einschließlich Garantien der öffentlichen Hand erhalten? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die damit ver- bundenen Verpflichtungen und Auflagen des Mittelgebers nicht beachtet wurden? Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist in die Haushaltsplanung der Stadt Köln eingebunden und erhielt im Wirtschaftsjahr 2021/22 planmäßig vorgesehe ne Zuschüsse von insgesamt TEUR 81.012 (Vorjahr TEUR 80.663). Das Land Nordrhein-Westfalen hat für das Wirtschaftsjahr 2021/22 einen Personalkostenzuschuss in Höhe von TEUR 3.613 (Vorjahr TEUR 3.227) gewährt. Es haben sich keine Anhaltspunkte ergeben, dass die damit verbunden en Verpflichtungen und Auflagen der Mittelgeber nicht beachtet wurden. Es ist nicht auszuschließen, dass die Zuschüsse als EU-rechtlich unzuläss ige Beihilfen beurteilt werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sieht die Betriebsleitung jedoch kein bilanziell zu berück- sichtigendes Risiko. Fragenkreis 13: Eigenkapitalausstattung und Gewinnverwendung a) Bestehen Finanzierungsprobleme aufgrund einer evtl. zu niedrigen Eigenkapitalausstat- tung? Es besteht ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 17.786. Unter Berücksichtigung des Sonderpostens für Investitionszuschü sse zum Anlagevermögen ergibt sich ein betriebswirtschaftliches Eigenkapital von TEUR 37.201, das wir für angemessen halten. Anlage 5 Seite 23 b) Ist der Gewinnverwendungsvorschlag (Ausschüttungspolitik, Rücklagenbildung) mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens vereinbar? Gemäß § 2 Abs. 3 der Betriebssatzung darf die Stadt Köln keine Zuwendungen – und damit auch keine Ausschüttungen – aus Mitteln der Einrichtung erhal ten. Die jeweiligen Jahresergebnisse werden entweder auf neue Rechnung vorgetragen oder den Rücklagen zugeführt. Ertragslage Fragenkreis 14: Rentabilität/Wirtschaftlichkeit a) Wie setzt sich das Betriebsergebnis des Unternehmens/Konzern s nach Segmenten/ Konzernunternehmen zusammen? Das Spartenergebnis für das Segment Oper beläuft sich auf +TEUR 769, für das Segment Schau- spiel auf ./.TEUR 1.330 und für das Segment Tanz auf +TEUR 65. Im Bereich der Sanierung verbleibt ein Betrag in Höhe von +TEUR 5.071. Insgesamt ergibt das den ausgewiesenen Jahres- überschuss in Höhe von TEUR 4.575. b) Ist das Jahresergebnis entscheidend von einmaligen Vorgängen geprägt? Das ausgewiesene Jahresergebnis wird zum einen bestimmt durch das Ergeb nis des Spielbe- triebs (./.TEUR 496). Dazu addiert sich der deutlich positive Ergebnisbeitrag aus dem Bereich der Sanierung (+TEUR 5.071) als Folge des Umstandes, dass den gestieg enen städtischen Zu- schussmitteln gegenüber der Planung geringere Aufwandspositionen vor allem für Abschreibun- gen auf bereits genutzte Anlagen und Abbruchkosten gegenüberstehen. In Bezug auf die Risiken der im Vorjahr abgewerteten Terming eldanlage bei der Greensill Bank AG haben sich in 2021/22 keine Aspekte ergeben, die zu einer Än derung der Bewertung dieser Anlage geführt haben. Anlage 5 Seite 24 c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass wesentliche Kredit- oder andere Leistungsbe- ziehungen zwischen Konzerngesellschaften bzw. mit den Gesellschaftern eindeutig zu un- angemessenen Konditionen vorgenommen werden? Im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages vom 17. Dezember 2001 zwischen den Bühnen und dem Gürzenich-Orchester Köln ist geregelt, dass jede der beiden Einrichtungen eine ange- messene Kostenerstattung für die vereinbarten Tätigkeiten ( Verwaltungstätigkeiten und Opern- bespielung) zu leisten hat. Die Ermittlung der angemessenen Kosten erfolgt grundsätzlich durch die Kostenträgerrechnung der Einrichtungen. Auf eine Abrechnung der von den Bühnen für das Orchester erbrachten Verwaltungstätigkeiten wird aufgrund der ger ingen Ergebnisauswirkung bisher verzichtet. d) Wurde die Konzessionsabgabe steuer- und preisrechtlich erwirtschaftet? Diese Frage ist bei den Bühnen nicht relevant. Fragenkreis 15: Verlustbringende Geschäfte und ihre Ursachen a) Gab es verlustbringende Geschäfte, die für die Vermögens- und Ertragslage von Bedeu- tung waren, und was waren die Ursachen der Verluste? Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung mit ihrer spezifischen Dienstleistung ist grundsätzlich nur durch Zuwendungen finanzierbar. Verlustbringende Geschäfte, die au ßerhalb der ordentlichen Geschäftstätigkeit liegen, sind im Wirtschaftsjahr 2021/22 nicht eingetreten. b) Wurden Maßnahmen zeitnah ergriffen, um die Verluste zu beg renzen, und um welche Maßnahmen handelt es sich? Vgl. Antwort zu Frage 15a). Fragenkreis 16: Ursachen des Jahresfehlbetrages und Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage a) Was sind die Ursachen des Jahresfehlbetrages? Es wurde im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss erwirtschaftet. Anlage 5 Seite 25 b) Welche Maßnahmen wurden eingeleitet bzw. sind beabsichtigt, um die Ertragslage des Unternehmens zu verbessern? Die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen hängt maßgeblich von der Auslastung in der Interimszeit und der Bezuschussung ab. In Abstimmung mit dem Beteiligungsmanagement be- müht sich die Betriebsleitung nachdrücklich um eine erfolgreiche Umsetzung folgender Punkte: – konsequentes Controlling der künstlerischen Sparten, um Budgetübe rschreitungen mög- lichst zu vermeiden – vollständiger Ausgleich der in Planergebnissen der Folgejah re enthaltenen laufenden Kos- ten der Interimsunterbringung durch die Stadt Köln – Ausgleich der Tariflohnsteigerungen durch die Stadt Köln – Ausgleich weiterer Liquiditätsabflüsse im Zusammenhang mit zusätz lichen Planungskos- ten und zusätzlichen Baukosten bis zur Fertigstellung der Sani erungsmaßnahmen durch die Stadt Köln – Vereinbarung gesonderter Kreditfinanzierungen zur Abdeckung des i m Zusammenhang mit der Sanierung geplanten Investitionsvolumens
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    Anlage 1 Bühnen der Stadt Köln, Köln Bilanz zum 31. August 2022 A K T I V A 31.08.2022 31.08.2021 EUR EUR A. A nlagevermögen I. I mmaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.681,00 114.591,00 85.681,00 114.591,00 II. Sachanlagen 1. Grundstücke mit Betriebsbauten 19.127.362,00 20.204.957,00 2. Maschinen und maschinelle Anlagen 9.443.347,00 10.632.517,00 3. Betriebs-und Geschäftsausstattung 4.333.402,00 4.946.503,00 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 509.682.580,64 432.730.327,72 542.586.691,64 468.514.304,72 542.672.372,64 468.628.895,72 B. U mlaufvermögen I. Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 339.240,00 305.805,00 2. Unfertige Leistungen 5.375.000,00 5.278.000,00 5.714.240,00 5.583.805,00 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 374.083,28 248.756,27 2. Forderungen gegen die Stadt Köln 8.328.441,08 50.380.919,82 3. Forderungen gegen Eigenbetriebe 0,00 89.993,91 4. Sonstige Vermögensgegenstände 11.339.823,28 15.916.141,26 20.042.347,64 66.635.811,26 III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.137.601,60 36.690.659,93 26.894.189,24 108.910.276,19 C. Rec hnungsabgrenzungsposten 901.809,93 643.749,05 570.468.371,81 578.182.920,96 P A S S I V A 31.08.2022 31.08.2021 EUR EUR A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00 II. Gewinnrücklagen 9.208.172,84 9.458.172,84 III. Bilanzgewinn 8.528.392,15 3.703.438,17 17.786.564,99 13.211.611,01 B. Sonderposten mit Rücklageanteil 19.414.905,71 18.717.244,96 C. R ückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.399.300,00 5.147.674,00 2. Sonstige Rückstellungen 13.428.256,00 12.919.310,00 18.827.556,00 18.066.984,00 D. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 112.717.895,23 132.546.194,85 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.819.748,48 8.549.435,44 3. Verbindlichkeiten gegenüber Eigenbetrieben 1.404.538,76 0,00 4. Sonstige Verbindlichkeiten 376.812.097,81 385.323.613,23 503.754.280,28 526.419.243,52 E. Rechnungsabgrenzungsposten 10.685.064,83 1.767.837,47 570.468.371,81 578.182.920,96
  • Anlage 6 - Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

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  • Anlage 2 - Gewinn- und Verlustrechnung

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    Anlage 2 Bühnen der Stadt Köln, Köln Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2021/2022 2021/2022 EUR 2020/2021 EUR 1. Umsatzerlöse 3.796.032,93 759.012,40 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 97.000,00 1.319.600,00 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.179.100,00 1.557.900,00 4. Sonstige betriebliche Erträge 90.378.273,48 89.630.213,49 95.450.406,41 93.266.725,89 5. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.743.625,22 -1.412.879,91 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -13.217.178,43 -10.685.400,67 -14.960.803,65 -12.098.280,58 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter -40.389.679,51 -34.201.433,60 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -10.293.618,59 -9.711.292,55 -50.683.298,10 -43.912.726,15 7. Abschreibungen a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.912.567,79 -4.568.463,70 -3.912.567,79 -4.568.463,70 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.905.734,76 -29.425.385,51 4.988.002,11 3.261.869,95 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.596,49 5.766,43 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -425.679,00 -479.640,37 -409.082,51 -473.873,94 4.578.919,60 2.787.996,01 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 3.761,96 12. Ergebnis nach Steuern 4.578.919,60 2.791.757,97 13. Sonstige Steuern -3.965,62 -67.244,36 14. Jahresgewinn 4.574.953,98 2.724.513,61 Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 3.703.438,17 2.633.508,78 Einstellung in die Gewinnrücklagen 0,00 -1.654.584,22 Entnahmen aus Gewinnrücklagen 250.000,00 0,00 15. Bilanzgewinn/-verlust 8.528.392,15 3.703.438,17
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    Dezernat, Dienststelle VII/46 Vorlagen-Nummer 2948/2024 Freigabedatum 23.10.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2022 für die Bühnen der Stadt Köln Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat der Stadt Köln stellt gem. § 4c der Betriebssatzung der Bühnen der Stadt Köln in Verbindung mit § 26 Abs. 1 der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfa- len (EigVO NRW) den Jahresabschluss zum 31.08.2022 sowie den Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 01.09.2021 bis 31.08.2022 mit dem uneingeschränkten Bestätigungs- vermerk vom 21.05.2024 der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SWS Schüllermann AG für die Bühnen der Stadt Köln fest. 2. Der Bilanzgewinn des Wirtschaftsjahres 2021/22 in Höhe von 8.528.392,15 €, der sich aus einem Gewinnvortrag in Höhe von 3.703.438,17 €, dem Jahresüberschuss 2021/22 in Höhe von 4.574.953,98 € und der Entnahme aus Gewinnrücklagen in Höhe von 250.000,00 € zum Ergebnisausgleich 2021/22 des Projekts Richard Siegal / Ballet of Diffe- rence gemäß Ratsbeschluss 1416/2022 vom 20.06.2022 zusammensetzt, soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Rahmen der im Zeitpunkt der Erstellung des Jahres- abschlusses 2021/22 noch ausstehenden Ergebnisverwendung für das Vorjahr 2020/21 aus dem Gewinnvortrag vorab zweckgebundene Gewinnrücklagen in Höhe von 2.127.600,00 dotiert werden sollen, so dass sich der im Bilanzgewinn 2021/22 enthaltene Gewinnvortrag auf 1.575.838,17 € reduziert. Auf neue Rechnung sollen dann 6.400.792,15 € vorgetragen werden. 3. Der Betriebsleitung wird Entlastung erteilt. 4. Dem Betriebsausschuss wird (gem. § 4 EigVO NRW) Entlastung erteilt. Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 05.11.2024 Finanzausschuss 12.11.2024 Rat 14.11.2024 2 Begründung: Zur Begründung des Beschlussvorschlags sind folgende Anlagen beigefügt:  Jahresabschluss zum 31.08.2022, bestehend aus: o Anlage 1 Bilanz zum 31.08.2022 o Anlage 2 Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2021/22 o Anlage 3 Anhang  Anlage 4 Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 01.09.2021 bis 31.08.2022  Anlage 5 Fragenkatalog nach § 53 HGrG  Anlage 6 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
  • Anlage 3 - Anhang

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    Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 1 JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR 1. SEPTEMBER 2021 BIS 31. AUGUST 2022 A N H A N G Der Jahresabschluss der Bühnen der Stadt Köln für das Wirtsch aftsjahr 1.9.2021 – 31.8.2022 wurde nach den für Eigenbetriebe geltenden Bestimmungen der §§ 21 - 24 der Eigenbetriebsverordnung NRW (EigVO NRW) in der Fassung vom 16.11.2004, zuletzt geändert am 22.3.2021 mit Wirkung ab 2.4.2021, sowie in sinngemäßer Anwendung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zum Jahresabschluss im Dritten Buch des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksic htigung von § 263 HGB und der ergän- zenden Vorschriften der Betriebssatzung aufgestellt. Dies schließt die Beachtung der Grundsätze ordnungs- mäßiger Buchführung ein. I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgen den, gegenüber dem Vorjahr unveränder- ten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die B ilanz wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses (§ 268 Abs. 1 HGB) aufgestellt. Im Jahresabschluss zum 31.8.2022 wurden die zum 1.9.2000 auf die Bühnen übertragenen Anlagegüter zu fortgeführten Zeitwerten und die in den Folgejahren ang eschafften Anlagegüter zu fortgeführten An- schaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet. Der Wertminderung wurde durch planmäßige lineare Abschreibungen Rechnung getragen, wobei die Nutzungsdauern bzw. Restnutzungsdauern auf der Grund- lage einschlägiger Abschreibungstabellen geschätzt wurden. Die Nutzungsdauer der immateriellen Anlage- güter beträgt 3 bis 10 Jahre. Die Nutzungsdauer der Betriebsbauten und Grundstückseinrichtungen beträgt 8 bis 40 Jahre, die Nutzungsdauer bzw. Restnutzungsdauer der Maschinen und maschinellen Anlagen 1 bis 25 Jahre und der Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 2 0 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit An- schaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, der im Jahr des Zugangs sowie in den vier folgenden Wirtschaftsjahren mit jeweils 1/5 gewinnmindernd aufge- löst wird. In die Herstellungskosten der Anlagen im Bau werden die auf den Herstellungszeitraum entfal- lenden Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung verwendet wurde, einbezogen. Der unter den Sachanlagen ausgewiesene Bilanzposten „geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau“ ent- hält im Wesentlichen die zu Herstellungskosten bewerteten B aukosten einschließlich der aktivierten Bau- zeitzinsen im Zusammenhang mit der Sanierung der Oper und des Schauspielhauses. Auch ein Teilbetrag der für das ursprünglich geplante Projekt (Sanierung der O per und Neubau des Schauspielhauses) zuvor verauslagten Wettbewerbs- und Planungskosten ist mit seinen H erstellungskosten in dem Anlageposten Anlagen im Bau enthalten. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 2 Bei den Vorräten wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Einstandspreisen angesetzt. Die als unfertige Leistungen ausgewiesenen Schauspiel-, Musiktheater- sowie Tan zproduktionen bzw. Neuinszenierungen, für die bereits Kosten vor dem Bilanzstichtag angefallen sind, wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden analog § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB die den Produkt ionen direkt zurechenbaren Sachkosten sowie Personalkosten für die Mitarbeiter*innen der Produktionskoste nstellen, die Gastkünstler*innen, den Opernchor und das eigene Sänger- sowie Tanzensemble in die Her stellungskosten eingerechnet. In die Herstellungskosten wurden auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Abschreibungen des für die Produktionen eingesetzten Anlagevermögens einbezogen. Die zum 31.8.2022 ausgewiesenen Forderungen, die sonstigen V ermögensgegenstände und die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Vermögensgegenständen wurden für erkennbare Einzelrisiken angemessene Wertberichtigungen aktivisch abgesetzt. Das Stammkapital wurde zu dem in der Betriebssatzung festgelegten Nennwert angesetzt. Der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse bzw. zweckgebu ndene Spenden zur Beschaffung von Anlagevermögen wurde in Höhe des Betrages angesetzt, der de n (ggf. anteiligen) Restwerten der bezu- schussten Anlagegüter entspricht. Gemäß einer Vereinbarung zwischen der Stadt Köln und den B ühnen haben die Bühnen für Beamt*innen, die vor dem 1.9.2000 in den Ruhestand getreten sind, die nach dem Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG) vorgesehenen Versorgungsleistungen vollständig zu übernehmen. Für Beamt*innen, die am 1.9.2000 noch aktiv waren, werden die Bühnen mit Versorgungsleistungen entsprechend dem auf sie entfallenden Dienst- zeitenanteil belastet. Für diese ungewissen Verbindlichkeiten wurden Pensionsrückstellungen gebildet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte gemäß § 22 A bs. 3 EigVO NRW nach § 37 Abs. 1 der Kommunalhaushaltsverordnung NRW (KomHVO NRW) zum Teilwer t unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfußes von 5 % und unter Anwendung der Rich ttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Erwartbare Änderungen der künftigen Personalkosten ware n bei der Bewertung der Pensionsverpflichtun- gen nicht zu berücksichtigen. Die Wertansätze wurden durch versicherungsmathematische Gutachten be- legt. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags analog § 253 Abs. 1 HGB passiviert. Bei Rück stellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Rückstellungen für Dienstjubiläen und Alter steilzeitverpflichtungen, Rückbaukosten sowie Entschädigungszahlungen) wurden künftige Preis- und Kostensteige rungen berücksichtigt und eine Abzin- Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 3 sung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurd en die den Restlaufzeiten der Rück- stellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre ver- wendet, wie sie von der deutschen Bundesbank monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Bei den langfristigen Rückstellungen für Beihilfeverpflichtu ngen erfolgte die Bewertung entsprechend der Bewertung der Pensionsrückstellungen zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfu- ßes von 5 % auf der Grundlage des durchschnittlichen Beihilfeaufwandes der letzten fünf Jahre. Alle Wert- ansätze der Beihilfe-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtun gen wurden durch versicherungsmathemati- sche Gutachten belegt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 2021/22 ist dem nachfolgen- den Anlagennachweis zu entnehmen: Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 4 Anschaffungs- und Herstellungskosten Posten des Anlagevermögens Stand Stand 31.8.2021 1 Zugang Abgang Umbuchung 31.8.2022 EUR EUR EUR EUR EUR Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.010.379,59 50.478,10 63.869,45 0,00 996.988,24 Sachanlagen Grundstücke mit Betriebsbauten 43.655.910,41 97.895,90 0,00 0,00 43.753.806,31 Maschinen und maschinelle Anlagen 19.608.026,23 130.998,93 0,00 13.065,83 19.752.090,99 Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.407.750,49 713.584,23 1.040.003,42 358,80 22.081.690,10 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 442.862.096,06 77.300.377,55 334.700,00 -13.424,63 519.814.348,98 528.533.783,19 78.242.856,61 1.374.703,42 0,00 605.401.936,38 529.544.162,78 78.293.334,71 1.438.572,87 0,00 606.398.924,62 Abschreibungen Posten des Anlagevermögens Stand Stand 31.8.2021 Zugang Abgang Umbuchung 31.8.2022 EUR EUR EUR EUR EUR Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 895.788,59 79.388,10 63.869,45 0,00 911.307,24 Sachanlagen Grundstücke mit Betriebsbauten 23.450.953,41 1.175.490,90 0,00 0,00 24.626.444,31 Maschinen und maschinelle Anlagen 8.975.509,23 1.333.234,76 0,00 0,00 10.308.743,99 Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.461.247,49 1.324.454,03 1.037.413,42 0,00 17.748.288,10 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.131.768,34 0,00 0,00 0,00 10.131.768,34 60.019.478,47 3.833.179,69 1.037.413,42 0,00 62.815.244,74 60.915.267,06 3.912.567,79 1.101.282,87 0,00 63.726.551,98 Posten des Anlagevermögens Restbuchwerte Restbuchwerte Durch- Durch- 31.8.2022 31.8.2021 schnittlicher schnittlicher Abschr.satz 2 Restbuchwert 3 EUR EUR % % Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 85.681,00 114.591,00 7,96 8,59 Sachanlagen Grundstücke mit Betriebsbauten 19.127.362,00 20.204.957,00 2,69 43,72 Maschinen und maschinelle Anlagen 9.443.347,00 10.632.517,00 6,75 47,81 Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.333.402,00 4.946.503,00 6,00 19,62 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 509.682.580,64 432.730.327,72 542.586.691,64 468.514.304,72 542.672.372,64 468.628.895,72 Kennzahlen __________________________________________________________________________________________________________________________________________________ 1 Bezüglich der Aussagekraft des Anlagennachweises ist darauf hinzuweisen, dass die am 1.9.2000 von der Stadt Köln übernommenen Anlagegüter (mit Ausnahme der Grundstücke) mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den bis zum 1.9.2000 aufgelaufenen Abschreibungen (unterstellter Zeitwert) in den Anlagennachweis aufgenommen wurden. 2 Zugang Abschreibungen x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2022 3 Restbuchwerte am 31.8.2021 x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2022 Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen en tfallen auf einen Ankauf des Corporate- Designs der Oper sowie diverse Anwendersoftware. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 5 Die Anlagenzugänge und Umbuchungen im Bereich der Grundstücke betreffen nachträgliche Herstellungs- kosten für das Orchesterprobezentrum Stolberger Straße (TE UR 98) und bei den Maschinen und maschi- nellen Anlagen weitere Einbauten in die neuen Bühnenwerkstätten und die Interimspielstätten Staatenhaus und Depot (TEUR 144). Im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung beziehen si ch die Zugänge und Umbuchungen auf fol- gende Anlagegruppen: Anlagegruppe TEUR Beleuchtungsanlagen 209 Tonanlagen 97 Effektgeräte 5 sonstige Anlagen 14 Werkstatteinrichtungen 37 Fuhrpark 13 sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 101 Hardware 33 Geringwertige Wirtschaftsgüter 205 714 31.8.2022 Die umfangreichen Anlagenabgänge innerhalb der Betriebs- un d Geschäftsausstattung sind Folge der im Geschäftsjahr weiterhin durchgeführten Inventarisierungsarb eiten im Bereich des gesamten beweglichen Anlagevermögens. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau haben sich im Wirtschaftsjahr 2021/22 wie folgt entwi- ckelt: Anschaffungs-/ außerplanm. Buchwert Zugang Umbuchung Abgang Stand Herstellungs- Abschreibg. 1.9.2021 31.8.2022 kosten in Vorjahren EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR geleistete Anzahlungen 302.462,62 0,00 302.462,62 0,00 -102.462,62 0,00 200.000,00 Anlagen im Bau Sanierung Oper / Neubau Schauspielhaus (verworfene Variante) 10.361.268,34 10.131.768,34 229.500,00 0,00 0,00 0,00 229.500,00 Sanierung Oper / Schauspielhaus 431.137.571,72 0,00 432.165.700,03 77.259.959,99 96.983,96 334.700,00 509.187.943,98 sonstige 0,00 0,00 32.665,07 40.417,56 -7.945,97 0,00 65.136,66 441.498.840,06 10.131.768,34 432.427.865,10 77.300.377 ,55 89.037,99 334.700,00 509.482.580,64 441.801.302,68 10.131.768,34 432.730.327,72 77.300.377 ,55 -13.424,63 334.700,00 509.682.580,64 Der Abgang im Bereich der Sanierungsmaßnahmen Oper und Schau spielhaus beinhaltet die zu Herstel- lungskosten bewertete Gebäudesubstanz, die im Rahmen der n ach 2015 wieder aufgenommenen Sanie- rungsarbeiten zum Zwecke von Neuinstallationen entfernt werden musste, einschließlich der Abbruchkos- ten. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 6 2. Vorräte Der Aktivposten Vorräte setzt sich wie folgt zusammen: 31.8.2022 TEUR Material für Produktionen 255 Programmhefte, Plakate, Werbemittel 26 Betriebsstoffe 49 Büromaterial 9 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 339 Angearbeitete Produktionen Musiktheater 3.878 Angearbeitete Produktionen Schauspiel 1.479 Angearbeitete Produktionen Tanztheater "Ballet of Difference" 18 Unfertige Leistungen 5.375 5.714 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen folgende Posten: 31.8.2022 TEUR Forderungen Abonnementkund*innen / Cardkund*innen 224 Forderungen Vorverkaufsstellen 130 übrige 159 513 ./. Einzelwertberichtigungen -139 374 Die Forderungen gegen die Stadt Köln enthalten zum einen die auf den 31.8.2022 fortgeschriebene Rest- forderung aus der Ausgliederung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 1.9.2000 (TEUR 4.376) ein- schließlich des Anspruchs auf Ausgleich der bis zum 1.9.2002 au fgelaufenen Verluste (TEUR 1.289). Die Stadt hat einen Ausgleich dieses Gesamtbetrages von TEUR 5.6 65 ohne Zinsverluste frühestens ab dem Haushaltsjahr 2011 zugesagt. Bis zur Aufstellung dieses Anhan gs wurden insoweit noch keine Zahlungen von der Stadt geleistet. Des Weiteren umfasst der Bilanzposten laufende Verrechnungen zwischen den Bühnen und verschiedenen städtischen Dienststellen: Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 7 31.8.2022 TEUR Restforderung aus der Ausgliederung zum 1.9.2000 Stand 1.9.2021 5.665 Tilgung 2021/22 0 Stand 31.8.2022 5.665 laufende Forderungen gegen Kämmerei 3.431 3.431 abzüglich laufende Verbindlichkeiten gegenüber Zentrale Dienste -199 Personalamt -155 Gebäudewirtschaft -146 Amt für Informationsverarbeitung -115 Rechts- und Versicherungsamt -78 Berufsfeuerwehr -68 Amt für Schulentwicklung -4 Amt für Denkmalschutz -3 2.663 8.328 Die Sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen: 31.8.2022 31.8.2022 TEUR TEUR Kapitaldepot Greensill Bank AG Termingeldtranche 1 7.500 Termingeldtranche 2 7.500 15.000 abzgl. Wertberichtigung -9.630 5.370 Land Nordrhein-Westfalen: Personalkostenzuschuss 2022 3 .742 Forderungen aus Projektzuschüssen 1.982 Forderungen gegen Mitarbeiter*innen 145 gezahlte Kautionen 29 Lohnzuschüsse Mitarbeiter 27 Forderungen gegen Finanzamt 17 debitorische Kreditoren 6 Forderungen Scheckkartenzahler*innen 2 übrige 20 11.340 Die im Vorjahr infolge der Insolvenz des Bankhauses gebildete Wertberichtigung auf die Termingelder des Kapitaldepots bei der Greensill Bank AG wurde beibehalten, so dass der Depotbestand unverändert zu dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert (§ 253 Abs. 4 HGB) ausgewiesen wird. In Höhe des verbleibenden Buchwertes gehen die Bühnen auf der Grundlage des bei Erste llung des Jahresabschlusses 2021/22 ver- fügbaren Informationsstands und der vorliegenden Nachweise weiterhin von einer Einbringlichkeit in einem Zeitrahmen von fünf bis zehn Jahren aus. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 8 4. Liquide Mittel Am Bilanzstichtag 31.8.2022 verfügten die Bühnen über folgende liquide Mittel: 31.8.2022 TEUR Hauptkasse 8 Handkasse 7 Wechselgeld 10 25 Sparkasse KölnBonn (Konten mit Zins-/ Saldenkompensation) laufendes Konto 1 520.319 laufendes Konto 2 3.297 abzgl.: laufendes Ausgabenkonto Sanierung -522.503 1.113 1.138 5. (Aktiver) Rechnungsabgrenzungsposten Folgende für das Wirtschaftsjahr 2022/23 vorausbezahlte Aufwendungen wurden per 31.8.2022 als aktive Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt: 31.8.2022 TEUR Versicherungsbeiträge 412 Abgaben, Gebühren, Beiträge 204 Mieten 95 Beamtenbezüge 62 Erstattung Pensionslasten 29 Werbeaufwendungen 23 Instandhaltungs- / Wartungspauschalen 3 übrige 74 902 Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 9 6. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals der Bühnen stellte sich im Wirtschaftsjahr 2021/22 wie folgt dar: Saldovortrag Entnahmen Jahres- Stand 31.8.2021 Gewinn- ergebnis 31.8.2022 rücklagen 2021/22 TEUR TEUR TEUR TEUR Vom Rat der Stadt Köln laut Satzung zur Verfügung ge- stelltes Stammkapital 50 0 0 50 Gewinnrücklagen - andere Gewinnrücklagen - 9.458 -250 0 9.208 Bilanzgewinn 3.704 250 4.575 8.529 13.212 0 4.575 17.787 Die Ergebnisverwendung des Bilanzgewinns vom 31.8.2021 st and im Zeitpunkt der Erstellung des Jahres- abschlusses 2021/22 noch aus. Gemäß Ratsbeschluss 1416/2022 vom 20.6.2022 ist eine Gewinnrücklage in Höhe von TEUR 250 zum Ergebnisausgleich 2021/22 des Pr ojekts Richard Siegal / Ballet of Difference zu verwenden. 7. Sonderposten Der Sonderposten für Investitionszuschüsse entwickelte sich im Wirtschaftsjahr 2021/22 wie folgt: Saldovortrag Zuführung Auflösung Stand 31.8.2021 2021/22 2021/22 31.8.2022 TEUR TEUR TEUR TEUR Sonderposten für Investitionszu- schüsse der Stadt Köln aus Übertragung des Anlage- vermögens zum 1.9.2000 17.942 0 1.079 16.863 für die Anschaffung von sonstigem Anlagevermögen 775 1.802 25 2.552 18.717 1.802 1.104 19.415 Die Zuführung erfolgte in Höhe eines investitionsbezogenen Tilgungszuschusses der Kfw-Bank im Zusam- menhang mit der Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen am Offenbachplatz. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 10 8. Rückstellungen Die Rückstellungen entwickelten sich im Wirtschaftsjahr 2021/22 wie folgt: Inanspruch- Auf- / Ab- Stand nahme Auflösung Zuführung zinsung Stand 31.8.2021 2021/22 2021/22 2021/22 2021/22 31.8.2022 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Pensionsrückstellungen Aktive 1.482 391 0 0 74 1.165 Ausgeschiedene 475 0 0 53 24 552 Versorgungsempfänger*innen 3.190 0 17 349 160 3.682 5.147 391 17 402 258 5.399 Steuerrückstellungen 0 0 0 0 0 0 Sonstige Rückstellungen Personalverpflichtungen 6.596 3.286 262 3.569 164 6.781 Prozessrisiken 1 1 0 0 0 0 Kosten Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 240 240 0 197 0 197 ausstehende Leistungs- abrechnungen 785 293 132 830 0 1.190 Verzögerungsschaden 4.963 0 0 0 -3 4.960 übrige 335 27 15 3 5 301 12.920 3.847 409 4.599 166 13.429 18.067 4.238 426 5.001 424 18.828 Zum 31.8.2022 bestanden Pensionsverpflichtungen gegenüb er 15 Aktiven, 18 Ausgeschiedenen und 17 Versorgungsempfänger*innen. 9. Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten bzw. Besicherungen der Verbindlichkeiten zum 31.8.2022 ergeben sich aus folgender Übersicht: Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 12 Die Sonstigen Verbindlichkeiten umfassen folgende Posten: 31.8.2022 TEUR Schuldscheindarlehen 376.170 noch nicht eingelöste Ticketgutscheine 301 Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 122 erhaltene Kautionen 120 Verbindlichkeiten gegenüber Gagenkräften und Mitarbeiter*innen 70 Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 2 übrige 27 376.812 davon aus Steuern 2 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 122 Die von den ursprünglichen Darlehensgebern an verschiedene Versicherungen abgetretenen Schuldschein- darlehen betreffen ebenfalls die langfristigen Finanzierung smaßnahmen im Zusammenhang mit der Büh- nensanierung und weisen folgende Konditionen auf: Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 13 Darlehens- Restwert Laufzeit Zinssatz Zinsbindung Darlehensgeber betrag 31.8.2022 p.a. TEUR TEUR in Jahren in % in Jahren HUK-COBURG Krankenversicherung AG 15.000 13.421 40 1,50 0 40 ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. 40.000 35.790 40 1, 500 40 ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. 25.000 22.368 40 1, 500 40 HALLESCHE Krankenversicherung a.G. 10.000 8.947 40 1,50 0 40 HALLESCHE Krankenversicherung a.G. 10.000 8.947 40 1,50 0 40 Pro bAV Pensionskasse AG 2.000 1.790 40 1,291 40 Pro bAV Pensionskasse AG 1.000 895 40 1,291 40 Deutsche Ärzteversicherung AG 7.000 6.263 40 1,291 40 AXA Krankenversicherung AG 35.000 31.316 40 1,291 40 AXA Lebensversicherung AG 35.000 31.316 40 1,291 40 AXA Lebensversicherung AG 20.000 17.895 40 1,291 40 ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. 50.000 48.611 40 1, 938 40 HALLESCHE Krankenversicherung a.G. 20.000 19.444 40 1,9 38 40 Debeka Lebensversicherungsverein a.G. 14.000 13.611 40 1 ,938 40 Debeka Krankenversicherungsverein a.G. 13.000 12.639 4 0 1,938 40 Debeka Zusatzversorgungskasse V.a.G. 3.000 2.917 40 1,93 8 40 AXA Lebensversicherung AG 25.000 25.000 40 0,980 40 AXA Krankenversicherung AG 25.000 25.000 40 0,980 40 AXA Lebensversicherung AG 15.000 15.000 40 0,980 40 AXA Lebensversicherung AG 15.000 15.000 40 0,980 40 AXA Konzern AG 10.000 10.000 40 0,980 40 Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG 5.000 5.000 40 0,980 40 Deutsche Ärzteversicherung AG 5.000 5.000 40 0,980 40 400.000 376.170 Auch diese Kreditaufnahmen bewegen sich im Rahmen der Ermächtigung, die der Betriebsleitung im Wirt- schaftsplan 2021/22 zur Kreditaufnahme für die Sanierung erteilt wurde. 10. (Passiver) Rechnungsabgrenzungsposten Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden folgende für bestimmte Zeiträume vorvereinnahmte Erträge abgegrenzt: Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 14 31.8.2022 TEUR Betriebskostenzuschuss Stadt Köln September 2022 6.992 Land Nordrhein-Westfalen September bis Dezember 2022 1.247 Projektzuschüsse Bezirksregierung Düsseldorf 1.603 Projektzuschuss Bezirksregierung Köln 75 Projektzuschuss Kunststiftung NRW 33 Erträge aus Kartenverkäufen / Abonnements für die Spielzeit 2022/23 396 ausgegebene und noch nicht eingelöste Umtauschscheine / Gutscheine 32 Sponsoringerträge 24 Lohnsteuerermäßigungen zur Finanzierung der Energiepreispauschale im September 2022 280 übrige 3 10.685 III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse setzen sich danach wie folgt zusammen: 2021/22 Vorjahr TEUR TEUR TEUR % Erlöse Kartenverkauf und Streaming aus Eigenveranstaltungen Einzelverkauf 1.442 252 +1.190 >+100,0 Streamingerlöse 3 225 -222 -98,7 Abonnements 192 16 +176 . Theatercard 15 3 +12 >+100,0 Besucherorganisationen 148 28 +120 >+100,0 Gastspiele von auswärts auf Beteiligung 241 15 +226 . 2.041 540 +1.502 >+100,0 Erlöse Kartenverkauf aus Fremdveran- staltungen, Gastspielen, Co-Produktionen 320 32 +288 >+100,0 sonstige Erlöse Spielbetrieb 441 36 +405 . Erlöse entgeltliche Überlassung spielfertige Interimspielstätte Staatenhaus 703 0 +703 . übrige Erlöse 291 151 +140 +92,7 3.796 759 +3.037 >+100,0 Veränderung Den Erlösen aus Kartenverkäufen und Streaming im Rahmen von Eigenveranstaltungen liegen im Vergleich zum Vorjahr folgende Leistungsdaten zugrunde: Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 15 Veran- Besu- Erlöse Veran- Besu- Erlöse Veran- Besu- Erlöse stal- cher stal- cher stal- cher tungen TEUR tungen TEUR tungen TEUR Oper Staatenhaus 113 43.608 1.118 37 6.181 198 +76 +37.427 +920 Kinderoper 56 10.038 79 0 0 17 +56 +10.038 +62 169 53.646 1.197 37 6.181 215 132 47.465 982 Schauspiel Depot 1 117 30.026 357 19 1.892 29 +98 +28.134 +328 Depot 2 140 16.202 149 26 1.462 16 +114 +14.740 +133 Grotte 0 0 0 5 216 2 -5 -216 -2 Außenspielstätte am Offenbachpl. 0 0 0 9 219 5 -9 -219 -5 sonstige Spielstätten 16 2.202 27 2 144 2 +14 +2.058 +25 273 48.430 533 61 3.933 54 +212 +44.497 +479 Tanz Ballet of Difference am Schauspiel Köln Depot I 14 5.291 90 4 737 8 +10 +4.554 +82 Depot II 7 1.499 15 0 0 0 +7 +1.499 +15 21 6.790 105 4 737 8 +17 +6.053 +97 Tanz Köln Staatenhaus 4 1.603 49 2 413 11 +2 +1.190 +38 Depot 1 17 6.867 147 0 0 0 +0 +6.867 +147 Depot 2 2 500 5 2 57 1 +0 +443 +4 23 8.970 201 4 470 12 +19 +8.500 +189 Streaming / sonstige Veranstungen 5 251 0 0 -246 486 117.836 2.041 106 11.321 540 380 106.515 1.501 2021/22 Vorjahr Veränderung Die Kartenpreise für die Oper bzw. das Schauspiel fielen in 2021/22 im Vergleich zum Vorjahr unverändert aus: Oper Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe I II III IV I II III IV I II III IV EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR % % % % Platzgruppe 1 1 42,00 53,00 61,00 69,00 42,00 53,00 61,00 69,00 +0,00 +0,00 +0 ,00 +0,00 Platzgruppe 7 2 12,00 12,00 12,00 12,00 12,00 12,00 12,00 12,00 +0,00 +0,00 +0 ,00 +0,00 Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe V VI VII V VI VII V VI VII EUR EUR EUR EUR EUR EUR % % % Platzgruppe 1 1 81,00 93,00 125,00 81,00 93,00 125,00 +0,00 +0,00 +0,00 Platzgruppe 7 2 12,00 15,00 16,00 12,00 15,00 16,00 +0,00 +0,00 +0,00 Schauspiel Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe I II III I II III I II III EUR EUR EUR EUR EUR EUR % % % Platzgruppe 1 1 27,00 32,00 39,00 27,00 32,00 39,00 +0,00 +0,00 +0,00 Platzgruppe 5 2 10,00 12,00 15,00 10,00 12,00 15,00 +0,00 +0,00 +0,00 1 Teuerste Platzgruppe 2 Preiswerteste Platzgruppe Vorjahr Veränderung Veränderung 2021/22 Vorjahr 2021/22 Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 16 Der Gewinn- und Verlustrechnungsposten Erhöhung des Bestands a n unfertigen Leistungen erfasst die erfolgswirksame Veränderung des Bilanzpostens „Unfertige Leistungen“ zu den beiden Bilanzstichtagen. Im Rahmen des Postens Andere aktivierte Eigenleistungen wer den die Kosten bühneneigener Mitarbeiter erfolgswirksam abgegrenzt, soweit diese auf Leistungen im Zusammenhang mit den Herstellungsmaßnah- men der Sanierung entfallen. Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen folgende Posten: 2021/22 Vorjahr TEUR TEUR TEUR % Erträge Kartenverkäufe zur Weiterleitung an gemeinnützige Organisationen 11 0 +11 . Zuschüsse, Kostenerstattungen, Spenden Betriebskostenzuschuss Stadt Köln laufender Zuschuss 81.827 79.930 +1.897 +2,4 Erstattungsanpruch Verzögerungsschaden Staatenhaus 0 733 -733 -100,0 Kürzung Erstattungsanpruch Verzögerungsschaden Staatenhaus 2019/20 -867 0 -867 <-100,0 Erstattungsanspruch Interimbudget V für 2021/22 26 0 +26 . Wertausgleich Freikarten 26 0 +26 . Landeszuschuss NRW 3.613 3.227 +386 +12,0 Personalkostenzuschüsse 188 169 +19 +11,2 Investitionszuschüsse 1.802 0 +1.802 . sonstige Kosten- / Projektzuschüsse 1.607 2.132 -525 -2 4,6 Kostenerstattungen 295 111 +184 >+100,0 Spenden 60 11 +49 >+100,0 Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 2 0 +2 . Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse 1.104 1.105 -1 -0,1 Erstattung Sozialabgaben Kurzarbeitergeld 0 1.118 -1. 118 -100,0 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 428 1.06 4 -636 -59,8 Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten für nicht eingelöste Gutscheine 181 0 +181 . Erträge abzugsfähige Vorsteuer 55 22 +33 >+100,0 übrige 20 8 +12 >+100,0 90.378 89.630 +748 +0,8 Veränderung Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 17 Der Materialaufwand entfällt auf folgende Posten: Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: 2021/22 Vorjahr TEUR TEUR TEUR % Bezüge Angestellte, Lohnempfänger*innen, Künstler*innen 33. 018 29.259 +3.759 +12,8 Grundbezüge Beamte 835 786 +49 +6,2 Gagen Gäste / Statisten 3.387 1.552 +1.835 >+100,0 Sonderzahlungen / Urlaubsgeld 1.981 1.954 +27 +1,4 Veränderung Rückstellung Altersteilzeit 201 63 +138 >+100,0 sonstige tarifvertragliche bzw. vertragliche Bezüge 911 461 +450 +97,6 Abfindungen 57 126 -69 . Löhne und Gehälter 40.390 34.201 +6.189 +18,1 Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung 7.213 7.297 -84 -1,2 Arbeitgeberanteile zur Zusatzversorgungs- kasse / Bayerischen Versorgungskammer 2.021 1.975 +46 +2,3 Nachzahlungsrisiken BVK im Zusammenhang mit KUG 502 0 +502 . Versorgungsbezüge 311 303 +8 +2,6 Veränderung der Pensionsrückstellung 11 -161 +172 <-100,0 Beihilfen 221 333 -112 -33,6 Veränderung der Rückstellung für Beihilfen -291 -333 +42 -12,6 sonstige soziale Abgaben 305 297 +8 +2,7 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 10.293 9.711 +582 +6,0 50.683 43.912 +6.771 +15,4 davon für Altersversorgung 2.343 2.117 +226 +10,7 Veränderung Die Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Ver mögensgegenstände des Anlagevermö- gens und Sachanlagen ist dem Anlagenachweis zu entnehmen (vgl. Abschnitt II.1.). 2021/22 Vorjahr TEUR TEUR TEUR % Material für Bühnenproduktionen 1.658 1.335 +323 +24,2 Orchester- / Notenmaterial 86 78 +8 +10,3 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.744 1.413 +331 +23,4 Betriebskostenerstattung an das Gürzenich-Orchester Köln 7.746 6.599 +1.147 +17,4 bezogene Leistungen selbständiger Künstler*innen 3.0 08 2.434 +574 +23,6 Kosten Gastspiele / Co-Produktionen 409 218 +191 +87,6 Tantiemen und GEMA-Gebühren 312 119 +193 +162,2 Transportkosten 563 396 +167 +42,2 Instandhaltung Musikinstrumente 74 85 -11 >+100,0 Betriebskostenerstattung Berufsfeuerwehr 153 30 +123 +41 0,0 Einsatz Zeitarbeitnehmer*innen 103 43 +60 +139,5 übrige 849 761 +88 +11,6 Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.217 10.685 +2.532 +23,7 14.961 12.098 +2.863 +23,7 Veränderung Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 18 Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten: 2021/22 Vorjahr TEUR TEUR TEUR % Gebäudebewirtschaftung 2.630 2.607 +23 +0,9 Abgangsverluste Anlagevermögen laufende Abgänge 3 39 -36 -92,3 Gebäudeabbruch Sanierung 335 4.688 -4.353 -92,9 Ausbuchung Ausgleichsforderungen Beteiligungsverwaltung betreffend Tariferhöhungen 2017/18 und 2018/19 1.561 0 +1.561 . sonstige Forderungsverluste 1 2 -1 -50,0 Wertberichtigung Termingeldanlage Greensill Bank AG 0 9. 630 -9.630 -100,0 Verwaltungsaufwendungen Verwaltungskostenerstattungen Stadt 269 264 +5 +1,9 Mieten (Interimspielstätten) 6.385 5.511 +874 +15,9 Verzögerungsschaden Interimspielstätte Staatenhaus 0 733 -733 -100,0 sonstige Mieten und Pachten 2.594 1.710 +884 +51,7 Personalnebenkosten 743 502 +241 +48,0 Kostenbeteiligung Köln-Ticket (Umweltab- gabe, Veranstaltungsgebühr, Mietgebühr) 276 79 +197 >+100,0 Versicherungen 94 104 -10 -9,6 Jahresabschluss / Abschlussprüfung 154 140 +14 +10,0 Steuer- und Rechtsberatung 191 283 -92 -32,5 Machbarkeitsstudie 89 0 +89 . Erarbeitung künstl. Planung und Beratung 69 30 +39 . Finanzierungsberatung Sanierung 0 215 -215 -100,0 Wirtschaftlichkeits-/Organisationsuntersuchung 2 62 -60 -9 6,8 sonstige Beratungskosten 204 103 +101 +98,1 Kosten städtische IT-Struktur 288 278 +10 +3,6 EDV-Fremdleistungen 372 333 +39 +11,7 SAP-Beratung 26 41 -15 -36,6 Leasing, Mieten, Wartung u. Reparatur Büromaschinen 394 410 - 16 -3,9 Telekommunikation 136 137 -1 -0,7 übrige Verwaltungsaufwendungen 301 473 -172 -36,4 Kosten Werbung, Öffentlichkeitsarbeit 1.533 999 +534 +53,5 Spenden an gemeinnützige Organisationen aus Kartenverkäufen 12 0 +12 . Zuführung Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.802 0 +1.802 . Kostenvorlagen Gürzenich-Orchester 203 25 +178 >+100,0 Rückzahlungsverpflichtungen betr. Zuschüsse 229 0 +229 . übrige 10 27 -17 -63,0 20.906 29.425 -8.519 -29,0 Veränderung Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 19 Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten die Zinsert räge aus Geldmarktkonten (TEUR 14) sowie Abzinsungsertrag der langfristigen sonstigen Rückstellungen (TEUR 3). Die Zinsen und ähnliche Auf- wendungen betreffen den Aufzinsungsaufwand der langfristigen Personalrückstellungen (Pensionsrückstel- lungen TEUR 257, Rückstellungen für Dienstjubiläen TEUR 1 sowie für Beihilfeverpflichtungen TEUR 162) und sonstigen Rückstellungen (TEUR 5). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die sonstigen Steuern umfassen folgende Abgaben: 2021/22 Vorjahr TEUR TEUR TEUR % Körperschaftsteuer / SoliZ sowie Gewerbesteuer laufendes Jahr 0 0 +0 . Vorjahre 0 -4 +4 -100,0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 -4 +4 -100,0 Kraftfahrzeugsteuer 5 4 +1 +25,0 Umsatzsteuer Vorjahre -1 63 -64 <-100,0 Sonstige Steuern 4 67 -63 -94,0 4 63 -59 -93,7 Veränderung Im Rahmen der von den Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2021/ 22 gemäß § 23 Abs.2 EigVO NRW aufge- stellten Spartenrechnung verteilt sich das erwirtschaftete Jah resergebnis 2021/22 auf die Sparten Oper, Schauspiel, Tanz und Service wie folgt: Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 20 EUR EUR EUR EUR EUR Sparte Sparte Sparte Sparte alle Oper Schauspiel Tanz Service Sparten 1. Umsatzerlöse 2.260.025,55 1.148.189,11 233.809,01 154.009,26 3.796.032,93 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 1.352.700,00 -1.255.700,00 0,00 0,00 97.000,00 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00 0,00 1.179.100,00 1.179.100,00 4. Sonstige betriebliche Erträge 50.317.392,53 29.949.623 ,20 338.783,00 9.772.474,75 90.378.273,48 53.930.118,08 29.842.112,31 572.592,01 11.105.584,01 95.450.406,41 5. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 960.695,08 704.493,93 17.395,06 61.041,15 1.743.625,22 b) 9.689.828,10 2.714.753,38 413.852,67 398.744,28 13.217. 178,43 10.650.523,18 3.419.247,31 431.247,73 459.785,43 14.960.803,65 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 17.315.462,43 10.810.836,42 90.322,58 12.173.058,08 40.389.679,51 b) 4.019.712,27 2.969.621,98 18.605,87 3.285.678,47 10.293 .618,59 21.335.174,70 13.780.458,40 108.928,45 15.458.736,55 50.683.298,10 7. 885.859,95 778.382,97 635,00 2.247.689,87 3.912.567,79 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.045.210,32 3.686.3 37,08 66.779,73 13.107.407,63 20.905.734,76 17.013.349,93 8.177.686,55 -34.998,90 -20.168.035,47 4.9 88.002,11 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.240,00 0,00 0,00 15.356,49 16.596,49 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 0,00 0,00 425.6 79,00 425.679,00 11. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 12. Ergebnis nach Steuern 17.014.589,93 8.177.686,55 -34 .998,90 -20.578.357,98 4.578.919,60 13. Sonstige Steuern 0,00 0,00 0,00 3.965,62 3.965,62 14. Jahresüberschuss 17.014.589,93 8.177.686,55 -34.998 ,90 -20.582.323,60 4.574.953,98 Sonderumlage Tanz 0,00 0,00 100.000,00 -100.000,00 0,00 Umlage Sparte Servicebereich -16.245.351,80 -9.508.217,95 0 ,00 25.753.569,75 0,00 769.238,13 -1.330.531,40 65.001,10 5.071.246,15 4.574.95 3,98 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.703.438,17 16. Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,00 17. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 250.000,00 18. Bilanzgewinn 8.528.392,15 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.9.2021- 31.8.2022 Aufwendungen für bezogene Leistungen Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters- versorgung und für Unter- stützung Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Zu berücksichtigen ist, dass das Spartenergebnis des Schauspiels das negative Jahresergebnis 2021/22 des Ballet of Difference / Richard Siegal in Höhe von EUR 627.071,9 3 einschließt. Im Spartenergebnis des Service verbleibt der Überschuss 2021/22 aus dem Bereich der Sanierung. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 21 IV. SONSTIGE ANGABEN 1. Organe Die Organe der Bühnen bestehen aus dem Betriebsausschuss und der Betriebsleitung. Die stimmberechtigten Mitglieder des Betriebsausschusses (gemäß § 5 Abs. 1 der Betriebssatzung perso- nenidentisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln) setzten sich im Wirtschaftsjahr 2021/22 wie folgt zusammen: Elfi Scho-Antwerpes, Diplom-Ingenieurin - Vorsitzende ab 1.11.2020 - Dr. Ralph Elster, Leiter der Expleo Academy (DACH-Region) - 1. Stellvertreter ab 1.11.2020 - Mario Michalak, darstellender Künstler und Produzent - 2. Stellvertreter ab 1.11.2020 - Brigitta von Bülow, Gymnasiallehrerin, ab 1.11.2020 Bärbel Hölzing, freischaffende Musiklehrerin, ab 1.11.2020 Dr. David Lutz, Informatiker, ab 1.11.2020 Ira Sommer, Rechtsanwältin, ab 1.11.2020 Thomas Welter, Immobilienunternehmer Maria Helmis, Studienrätin, ab 1.11.2020 Dr. Eva Bürgermeister, Leiterin des deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums, sachkun- dige Bürgerin ab 1.11.2020 Jörg Kobel, sachkundiger Bürger, ab 1.11.2020 Lorenz Deutsch, Landtagsabgeordneter, sachkundiger Bürger, ab 1.11.2020 Dominik Schneider, Bürokaufmann, sachkundiger Bürger, ab 1.11.2020. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 22 Die Betriebsleitung bestand im Wirtschaftsjahr 2021/22 aus: Patrick Wasserbauer Geschäftsführender Direktor Dr. Birgit Meyer Intendantin der Oper (bis 31.8.2022) Stefan Bachmann Intendant des Schauspiels Bernd Streitberger Technischer Betriebsleiter Für die aktiven Mitglieder der Betriebsleitung wurden von den Bühnen im Wirtschaftsjahr 2021/22 folgende Bezüge aufgewendet: Gehälter TEUR Aktive Mitglieder der Betriebsleitung: Stefan Bachmann 220,3 Dr. Birgit Meyer 234,3 Patrick Wasserbauer 162,7 Bernd Streitberger 158,3 775,6 Für Mitglieder des Betriebsausschusses wurden keine Bezüge aufgewendet. 2. Arbeitnehmer*innen Die Anzahl der Beschäftigten der Bühnen im Wirtschaftsjahr 2021/22 entwickelte sich wie folgt: Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 23 Jahres zum Vgl. 30.11.2021 28.02.2022 31.05.2022 31.08.2022 durch- Stellenplan schnitt 2021/22 Mitarbeiter*innen nach TVöD 437 435 432 426 432,50 429 künstlerische Angestellte 346 346 344 366 350,50 354 Beamt*innen 14 15 15 15 14,75 16 797 796 791 807 797,75 799 Auszubildende 19 19 19 26 20,75 21 816 815 810 833 818,50 820 Die Bühnen sind Mitglied der Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln (ZVK) und der Bayerischen Versor- gungskammer Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (BVK) . Die Versorgungseinrichtungen haben die Aufgabe, den Arbeitnehmer*innen ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinter- bliebenenversorgung zu gewähren. Die Umlage beträgt bei der Z VK 5,8% und bei der BVK 9,0% des zu- satzversorgungspflichtigen Entgelts. Zum Aufbau einer Kapitaldeckung wird von der ZVK seit 2007 ein Zu- satzbeitrag von 3,2% erhoben. Die umlagepflichtigen Gehälter betrugen im Wirtschaftsjahr 2021/22 rd. TEUR 36.793 (i.V. TEUR 33.646). 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Bühnen, die sich zum einen auf am Bilanzstichtag vereinbarte Mietverpflichtungen beziehen, werden in den folgenden beiden Spielzeiten zu Liquiditätsabflüssen in Höhe von rd. TEUR 14.912 führen. Darin sind die Miet- und Nebenk ostenaufwendungen im Zusammenhang mit den Interimspielstätten in Höhe von TEUR 9.099 enthalten. Da rüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen vor allem aus dem Investitionsvorhaben Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz in Höhe der am Bilanzstichtag vergebenen Aufträge. Für die Gesamtinvestitionen bis zur Fertigstellung des Projekts wurde bis zum Bilanzstichtag 31.8.2022 vom Rat der Stadt Köln ein Budget der Baukosten inklusive Bau- nebenkosten (ohne Bauzeitzinsen 45,2 Mio. EUR sowie Planungskosten der Vorvariante 1,2 Mio. EUR) von 642,7 Mio. EUR genehmigt. Darin ist ein Risikozuschlag in Höhe von 25,1 Mio. EUR enthalten. Von diesen Kosten sind bis zum Stichtag im Bau befindliche Anlagen mit Herstell ungskosten von rd. 509,6 Mio. EUR – vgl. Abschnitt II.1 – bilanziell erfasst. 4. Abschlussprüferhonorare Für die Abschlussprüfungsleistungen für das Wirtschaftsjahr 2021 /22 wurden Honorare in Höhe von TEUR 19,3 aufwandswirksam gebucht. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 24 5. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Betriebsleitung der Bühnen schlägt vor, im Rahmen der Er gebnisverwendung des Bilanzgewinns des Wirtschaftsjahres vom 1.9.2021 bis zum 31.8.2022 in Höhe vo n EUR 8.528.392,15, der sich aus einem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.703.438,17, dem Jahresüber schuss 2021/22 in Höhe von EUR 4.574.953,98 und einer vom Rat der Stadt Köln zuvor beschl ossenen Entnahme aus Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 250.000,00 zusammensetzt, auf neue Rechnung vorzutragen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Rahmen der noch ausstehenden Ergebnisverwendung für das Vorjahr (2020/21) aus dem Gewinnvortrag vorab zweckgebundene Gewinn rücklagen in Höhe von EUR 2.127.600,00 dotiert werden sollen, so dass sich der im Bilanzge winn 2021/22 enthaltene Gewinnvortrag auf EUR 1.575.838,17 reduziert. Auf neue Rechnung sollen dann EUR 6.400.792,15 vorgetragen werden. V. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH SCHLUSS DES WIRTSCHAFT SJAH- RES Im Bereich der Sanierung lag der Fokus im vierten Quartal 2022 auf der Fertigstellung der sicherheitsrele- vanten Anlagen der Haustechnik. Die Neuausschreibung für die Restarbeiten an der Klinkerfassade wurde notwendig, weil die damit beauftragte Firma Insolvenz angemeldet hat und die Arbeiten nicht abschließen konnte. Mit Beschluss vom 10.11.2022 bestellte der Rat den techni schen Betriebsleiter der Bühnen, Bernd Streit- berger, für die Zeit vom 1.1.2023 bis zum 30.6.2024 weiterhin zum Mitglied der Betriebsleitung der Bühnen. Zu Jahresbeginn 2023 gaben Oberbürgermeisterin Henriette Reke r und Bernd Streitberger einen Einblick in die aktuelle Entwicklung der Bühnenbaustelle. Hintergrund waren die seit März 2022 zu beobachtenden Kostensteigerungen des Projekts, die zu einer erneuten, vertieften Analyse des Budgets veranlassten. Diese ergab, dass die Baukosten auf rd. 674 Millionen Euro (inklusive Risikokosten) steigen werden. Die Ursachen entfallen auf Preissteigerungen im Bausektor, den Eintritt neuer Risiken z.B. bei Schlüsselgewerken wie der Theatertechnik und neue Aufgaben durch Mängel an bereits vor 2015 fertiggestellten Gewerken. Der Baubetrieb wurde nach dem Jahreswechsel mit hoher Intensität fortgesetzt. In den Hauptgewerken der Haustechnik wurden erste Inbetriebsetzungen durchgeführt. Die vor 2015 mangelhaft ausgeführten Schächte der Rauch druckschutzanlagen wurden umfassend unter- sucht. Hier gaben die Bühnen im Mai 2023 Entwarnung: Die Sanierungsstrategie sah zunächst den Einbau von aerodynamischen Optimierungen in Form von Luftleitbleche n an kritischen Stellen vor. Nach Montage dieser Bauteile wurde dann aber in Absprache mit dem Statike r die Druckfestigkeit im Ist-Zustand der an Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 3 / Seite 25 die beiden Fluchttreppenhäuser angrenzenden Schächte ermittelt. Dazu wurden Drucktests in den Schäch- ten der Rauchschutzdruckanlagen durchgeführt, die ergaben, dass die Schächte dem Druck Stand halten Am 16.5.2023 beschloss der Rat, dass die Bühnen zur Fortführung der Sanierung Verpflichtungen eingehen dürfen, die das bisher genehmigte Budget von 642,7 Mio. EUR überschreiten. Um dieses zu ermöglichen, wurde das Budget um 29,5 Mio. EUR auf 672,2 Mio. EUR an gehoben. Der Rat verzichtete dabei auf eine Bedarfsfeststellung, ein Vergabevorbehalt wurde nicht ausgesprochen. Gleichzeitig ermächtigte der Rat die Bühnen, Kredite bis zu einer Höhe von 672,2 Mio. EUR für die Planungs- und Baukosten aufzunehmen. Der Rat ermächtigte die Bühnen darüber hinaus, Kredite für Bauzeitzinsen in Anspruch zu nehmen. Schließlich wurde in Abstimmung mit dem Stadtkonservator entschieden, die Klinkerfassade restauratorisch sanieren zu lassen. Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung: In seiner Sitz ung am 8.9.2022 erklärte der Rat seine Be- reitschaft zur Absicht der Bühnen, die Kompanie Ballet od Difference / Richard Siegal über die Projektlauf- zeit hinaus bis zum Ende der Spielzeit 2023/24 zu beschäftigen, von dem prognostizierten Jahresüberschuss zum 31.8.2021 eine zweckgebundene Rücklage für die Finanzierung der Kompanie in Höhe von 722 TEUR zu bilden und entsprechend zu verwenden. Das Budget des Ballet of Difference soll dabei so gestaltet sein, dass Aufwand und Ertrag deckungsgleich sind und somit ein neutrales Ergebnis erzielt wird. In seiner Sitzung am 10.11.2022 nahm der Rat zur Kenntnis, d ass die zusätzlich durch die Bühnen akqui- rierte Förderung der Kinderoper Köln aus dem Programm „Neue Wege“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für den Zeitraum 9/2022 bis 12/2023 verlängert wurde und hierfür eine Fördersumme von TEUR 828 bewilligt wurde. Der Beitrag de r Stadt Köln wurde auf 549 TEUR für die Spielzeit 2022/23 und auf 183 TEUR für die Spielzeit 2023/24 bis 31.12.2023 festgesetzt. Zur Finan- zierung dieses Beitrags werde ein Teil des im Wirtschaftsplan der Bühnen Köln vorgesehenen Betriebskos- tenzuschussanteils der Oper in Höhe von 549 TEUR für die Spielzeit 2022/23 und 183 TEUR für die Spielzeit 2023/24 als Budget der Kinderoper bereitgestellt. Im Dezember 2022 verkündete der Intendant des Schauspiels Köln, Stefan Bachmann, seinen Wechsel als Intendant des Burgtheater Wien mit Beginn der Spielzeit 2024/25. Bü hnen der S tadt Kö ln, Kö ln Anlage 3 / S eite 26 Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach S chluss des Wirtschaftsjahres 2021/22 aber vor Verfassung dieses Anhangs eingetreten sind, waren nicht zu verzeichnen.
  • Anlage 7 - Spartenbezogene Entwicklung des Eigenkapitals

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    Sparte Anlage 7 Spartenbezogene Entwicklung des Eigenkapitals der Bühnen im Zeitraum 1.9.2000 bis 1.9.2022 (Ausschnitt 1.9.2018-1.9.2022) Stammkapital Gewinnrücklagen Zweck: Sanierung Zweck: Tanz BoD Zweck: Interim Zweck: Schauspiel Zweck: Tanz Zweck: Service (actori) Bilanzergebnis Spielbetrieb Oper Schauspiel Tanz BoD Service Tanz Köln Interim Oper Schauspiel Service Sanierung Oper Schauspiel Service Eigenkapital Bühnen Stand Ergebnis- | Ergebnis Stand Ergebnis- | Ergebnis Stand Ergebnis- Stand Ergebnis Stand Ergebnis- Stand Ergebnis | Ergebnis- Stand 19. verwendg. 2018 / 1.9. verwendg. 2019 / 1.9. verwendg. 1.9.2020 2020 / 19. verwendg. | 1.9.2021 2021 / | verwendg. | 1.9.2022 2018 2017/18 2019 2019 2018/19 2020 2020 2019/20 nach EV 2021 2021 2020/21 nach EV 2022 2021/22 nach EV TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR +50 o 0 +50 0 o +50 o +50 o +50 o +50 0 0 +50 +9.030 -532 0 +8.498 -1.316 0 +7.182 +1.404 +8.586 0 +8.586 0 +8.586 0 0 +8.586 0 0 0 0 0 0 0 +250 +250 0 +250 +972 +1.222 0 250 +972 +1.274, 0 0 +1.274 652 0 +622 0 +622 0 +622 0 +622 0 0 +622 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +799 +799 0 0 +799 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +141 +141 0 0 +141 +66 +66 0 0 +66 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +150 +150 0 0 +150 +10.304 -532 0 +9.772 -1.968 0 +7.804 +1.654 +9.458 o +9.458 +2.128| +11.586 0 -250| +11.336 -2.268 () -728 -2.996 0| +2.298 -698 0 -698| +8.947 +8.249 -7.240 +1.009| +1.283 {) +2.292 +1.160 0o| -2.233 -1.073 0| +1.207 +134 -250 -116| +4.014 +3.898 -3.898 () -529 {) -529 {) 0 {) 0 {) +198 +198 0 +198 -569 -371 0 -371 -627 +250 -748 +150 0 {) +150 {) 0 +150 0 +150 0 +150 -150 () {) {) 0 +331 {) +45 +376 {) +243 +619 0 +619 +162 +781 -766 +15 +65 {) +80 -627 0| -2.916 -3.543 0| +3.946 +403 -250 +153| +12.554| +12.707| -12.054 +653 +192 +250| +1.095 +1.732 0 -878 +854 +878 -104 +1.628 0 +1.628 +241 +1.869 0 +1.869 -513 {) +1.356 -380 () +226 -154 -226 -585 -965 N) -965 -144 -1.109 () -1.109 -175 {) -1.284 0 0 0 o 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 o +1.352 o -652 +700 +652 -689 +663 o +663 +97 +760 o +760 -688 0 +72 -331 +336 -830 -825 +830 +885 +890 -885 +5 6.262 -6.257 +6.262 +5 0 0 +5 -193 +196 -486 -483 +486 +519 +522 -519 +3 -3.664 -3.661 +3.664 +3 0 0 +3 +155 0 0 +155 0 0 +155 0 +155 0 +155 0 +155 +5.071 0 +5.226 -369 +532 -1.316 -1.153 +1.316| +1.404 +1.567 -1.404 +163 -9.926 -9.763 +9.926 +163| +5.071 0 +5.234 +356 +532 -4.884 -3.996 +1.968| +4.661 +2.633 -1.654 +979| +2.725 +3.704 -2.128 +1.576| +4.575 +250 +6.401 +10.710 0| -4.884 | +5.826 0| +4.661| +10.487 0| +10.487| +2.725| +13.212 0| +13.212| +4.575 0| +17.787
  • Anlage 4 - Lagebericht

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    Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 LAGEBERICHT FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR 1. SEPTEMBER 2021 BIS 31. AUGUST 2022 I. SPIELZEITVERLAUF UND LAGE DER BÜHNEN IM WIRTSCHAFTSJAHR 2021/22 1. Die wirtschaftliche und kulturpolitische Situation der Bühnen in der Bundesrepublik Deutschland in der Spielzeit 2021/22 Der gesamte Kultursektor und hier vor allem die Bereiche Theate r und Live-Musik wurden durch die Lockdown-Maßnahmen infolge der Corona-Pandemie seit März 2020 im Vergleich zu vielen anderen Bereichen extrem getroffen und eingeschränkt. Veranstaltu ngen mit Publikum waren bis in die zweite Jahreshälfte 2021 entweder überhaupt nicht oder nicht ansatzweise wirtschaftlich durchzuführen. Zwar konnten einige Theater und Orchester durch Einschränkungen bzw. die völlige Einstellung des Spielbe- triebs während der Lockdown-Perioden erhebliche Ausgaben ein sparen, durch Anordnung von Kurzar- beit Zusatzeinnahmen seitens der Bundesagentur für Arbeit erzielen und hierdurch teilweise sogar Über- schüsse erwirtschaften. Dies traf aber nicht flächendeckend für alle Theater und Orchester in Deutsch- land zu. Vor diesem Hintergrund sind in der vorherigen Spielzeit 2020/21 die Veranstaltungs- und Besuchszahlen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal signifikant gesunken 1. Während die Anzahl der Veranstaltungen um rund 60% zurückging, verringerte sich die Zahl der Besucher*inn en um rund 80%. Im Personalbe- reich sank die Anzahl der Fest-Beschäftigten infolge der positiven Auswirkung der Anmeldung zur Kurz- arbeit nur geringfügig (4%), während bei den unständig Beschäf tigten bedingt durch den erheblichen Rückgang der Veranstaltungen ein deutlicher Rückgang von 30% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeich- nen war. Die Betriebseinnahmen erreichten im Vergleich nur knapp 40% der Zahlen aus der vorange- gangenen Spielzeit, wobei aber die Zuweisungen und Betriebszuschüsse nahezu unverändert blieben. Erst die Spielzeit 2021/22 wurde nach dem weitgehenden Abk lingen der Pandemie vom Bestreben ge- prägt, durch Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Rahmen der zunächst noch einschränkenden Corona-Hygienemaßnahmen die Einnahmensituation der Theater und Orchester wieder soweit wie mög- lich zu normalisieren. Wie in den von Corona unbelasteten Vorjahr en bewirken dabei die finanziellen Verhältnisse der öffentlichen Haushalte einen unverändert h ohen Konsolidierungsdruck auf die Kultur- einrichtungen. Als personalintensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Personalkosten und ___________________________________________________________ 1 Quelle: Theaterstatistik 2020/2021 des Deutschen Bühnenvereins, Heft 56, Köln 2023 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 2 dadurch begrenzten kurzzeitig realisierbaren Konsolidierungspotent ialen sind gerade die öffentlichen Theater und Orchester hiervon in besonderem Maße betroffen. Gleichwohl steht man der weiteren Ent- wicklung auf Basis der aktuellen Besucherzahlen im Zeitpunkt der Verfassung dieses Lageberichts grund- sätzlich positiv gegenüber: „Die Säle füllen sich wieder, die Menschen kehren in die Theater und Kon- zerthäuser zurück. Theater und Orchester bieten die Erlebnisse , die in unserer Gesellschaft immer sel- tener werden und die wir dringend benötigen: die Möglichkeit des Beieinanderseins, bei einem Spiel mit neuen Möglichkeiten, im Traum von der möglichen besseren Alternative“ 2. Dabei werden aber Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Kultureinrichtungen weiterhin von Politik und Öffentlichkeit kritisch hinterfragt, so dass stets Überlegungen anzustellen sind, wie man durch inhaltliche und perspektivische Konzepte, Organisationsmodelle und Rechts formgestaltungen die Einnahme- und die Kostensituation der Theater verbessern kann. Bei diesen im Wese ntlichen auf die ökonomische Ef- fizienz ausgerichteten Überlegungen darf das übergeordnete Ziel der Theater, nicht gewinnorientiert zu arbeiten, sondern eine Aufgabe für die Allgemeinheit zu erfüllen, nicht aus den Augen verloren werden. 2. Der rechtliche Rahmen der Bühnen in der Spielzeit 2021/22 Gegenstand der seit dem 1.9.2000 als eigenbetriebsähnliche E inrichtung geführten Bühnen der Stadt Köln ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege u nd Förderung kultureller Aufgaben. Der Einrichtungszweck umfasst dabei insbesondere die Aufführung v on Bühnenwerken aller Gattungen im Musik-, Tanz- und Sprechtheater. Für die künstlerische und wirtsch aftliche Führung ist aktuell eine aus vier Personen bestehende Betriebsleitung gesamtverantwortlich. Der Rat der Stadt Köln und der Be- triebsausschuss (personenidentisch mit dem Ausschuss für Kunst und Kultur der Stadt Köln) entscheiden in allen Angelegenheiten der Bühnen, die ihnen durch die GO NRW, die EigVO NRW, die Hauptsatzung der Stadt Köln und die Betriebssatzung der Bühnen vorbehalten sind. Das Wirtschaftsjahr verläuft spiel- zeitkonform vom 1. September bis zum 31. August. ____________________________________________________ 2 Quelle: Claudia Schmitz, Geschäftsführende Direktori n des Deutschen Bühnenvereins in: Theaterstatistik 2020/2021 des Deutschen Bühnenvereins, Heft 56, Köln 2023 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 3 3. Die künstlerische Bilanz der Bühnen in der Spielzeit 2021/22 Als wesentlicher Bestandteil der Kulturstadt Köln gehören die Bü hnen der Stadt Köln zu den national bedeutendsten wie international renommierten Spielstätten des Sprech- und Musiktheaters. Um den hohen Ansprüchen sowie der Größe und Bedeutung der Stadt Köln gerecht zu werden, bedient das Sprechtheater viele traditionelle Aufgaben: Dazu gehören die Klassikerpflege ebenso wie die Prä- sentation moderner Gegenwartsdramatik und die Realisierung unterschiedlichster Regie- und Ausstat- tungsstile. Nationale und internationale Gastspiele komplementieren dabei das Programm des Sprech- theaters. Die Oper Köln soll den führenden internationalen Opernhäusern zugerechnet werden. Sie ist Mitglied der internationalen Opernkonferenz, zu der folgende Opernhäuser gehören: Bayerische Staatsoper, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Deutsche Oper Berlin, K omische Oper Berlin, Staatsoper Wien, Opernhaus Zürich, Staatsoper Dresden, Oper Frankfurt, Staatsoper Hamburg, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, Oper Leipzig und Staatstheater Stuttga rt sowie die assoziierten Mitglieder Opera National de Paris, Royal Opera House Covent Garden London un d Teatro alla Scala Mailand. Diese Institutionen sind geprägt von international renommierten Dirigent*innen, Regisseur*innen sowie Sän- ger*innen. In diesem Umfeld ist die Oper Köln bereits seit einige n Jahren neben der Komischen Oper Berlin ein Mitglied mit einem der geringsten Betriebskostenzuschüsse. Seit der Auflösung der Tanzcompany pretty ugly tanz köln (2008/09) wird der Tanz an den Bühnen Köln durch Gastspiele in den Spielplänen von Oper und Schauspiel vertreten. In der Spielzeit 2021/22 setzte das Schauspiel Köln dabei die Kooperation mit dem amerikanischen Choreografen Richard Siegal und dessen Kompanie Ballet of Difference fort, mit dem Ziel, die 2 016 gegründete Kompanie in Köln zu etablieren und den Tanz dadurch weiter zu stärken. Auch für 2022/23 sind weitere Projekte geplant, die in den beiden Wirkungsstätten München und Köln zur Aufführung gebracht werden sollen. Im Rahmen der sukzessive auslaufenden Corona-Schutzmaßnahmen und der fortschreitenden Sanie- rungsmaßnahmen am Offenbachplatz war auch die Spielzeit 202 1/22 der Bühnen der Stadt Köln wei- terhin geprägt von der Fortführung des Interimspielbetriebs de s Musiktheaters (Oper und Kinderoper im Staatenhaus) und des Sprechtheaters (Depot 1, Depot 2, Grotte und Carlsgarten). Dabei konnten in 2021/22 noch folgende Inszenierungen realisiert werden: Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 4 Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/ Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/ aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS) Inszenierungen des Sprechtheaters Atemschaukel N Depot 1 10 EP Das Himmelreich N Depot 1 17 EP Falstaff N Depot 1 4 EP Molière N Depot 1 11 EP Nathan der Weise N Depot 1 27 EP Orlando N Depot 1 11 EP Reich des Todes N Depot 1 7 KP Oblomow Revisited N Depot 1 1 EP Richard drei N Depot 1 9 EP Erlaubst du wohl, dir ein Geschichtchen zu erzählen N Depot 1 1 GS Stefko Hanushevsky Erzählt: Der große Diktator WA Depot 1 10 EP Vögel WA Depot 1 5 EP Bruder Eichmann N Depot 2 13 EP Der Weg zurück N Depot 2 3 EP Der Wilde N Depot 2 9 EP Die gelbe Tapete N Depot 2 3 EP Die Lücke 2.0 N Depot 2 12 EP Früchte des Zorns N Depot 2 11 EP Ich bin ein Aufnahmegerät N Depot 2 1 GS Jugend ohne Gott WA Depot 2 12 EP Malakoff Kowalski N Depot 2 1 GS Metropol N Depot 2 17 EP Mölln 92/22 N Depot 2 8 EP Ode N Depot 2 13 EP Precarious Moves WA Depot 2 2 GS School of resistance WA Depot 2 3 GS Songs of Gastarbeiter Vol.2 N Depot 2 1 GS Stadtlabor Glaube & Chaos WA Depot 2 2 EP Superspreader WA Depot 2 2 GS Welt verändern WA Depot 2 4 EP Wunderschönes Welkfleisch N Depot 2 9 EP Britney X WA Stadtgarten 4 EP Das Opferfest WA Carlsgartem 4 EP Utopolis Köln N Utopolis Köln 5 EP Einzelveranstaltungen - diverse Spielstätten 21 EP / GS 273 Titel Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 5 Die Spielzeit 2021/22 wurde mit der Produktion „Nathan der Weise“ in der Regie von Stefan Bachmann eröffnet. Dramaturgisch wurde mit diesem Abend ein star kes Zeichen und eindeutiges Plädoyer für Toleranz, Humanität und ein friedvolles Miteinander gezeigt. Gleichwohl stand die Spielzeit aber nicht nur thematisch mit dem Wunsch nach einem wieder möglichen Mit einander, sondern auch planerisch zum Teil noch unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Zumind est insofern, als einige Premieren aus 2019/20 und 2020/21 nachgeholt wurden. So zum Beispiel die deutsche Erstaufführung von „Utopolis Köln“ in der Regie von Rimini Protokoll. Es handelte sich hierbei um einen auditiven Stadtrundgang, das Publikum besuchte in kleinen Gruppen verschiedene Orte in der Kölner Innenstadt und wurde zu Co- Autor*innen kleiner Utopien. Das Depot 2 wurde mit der Produktion „Ode“ in der Regie von Rafael Sanchez in aktualisierter Textfas- sung von Thomas Melle eröffnet. Es ist ein Liebesbrief an die Kunst, in dem die großen Fragen der Kunstfreiheit und die Hitzigkeit gesellschaftlicher Auseinande rsetzungen nicht gescheut werden. Nicht ohne Grund also wurde es 2022 mit dem Nachspielpreis des „Heidelberger Stückemarkt“ ausgezeichnet. Ebenso wurde die Uraufführung von „Metropol“ in Regie von Armin Petras nachgeholt. Er fußt auf dem Roman des preisgekrönten Autors Eugen Ruge und bringt somit einen beklemmenden und gleicherma- ßen wichtigen Tatsachenroman über die 1930er Jahre in der Sowjetunion auf die Bühne. Fortgeführt wurde die Auseinandersetzung mit „Atemschaukel“, einem Abend beruhend auf einem Roman von Herta Müller in der Regie von Bastian Kraft. Er handelte von einem S iebzehnjährigen, der am Ende des 2. Weltkriegs aus dem rumänischen Siebenbürgen in ein sowj etisches Arbeitslager verschleppt wird und basiert auf wahren Gesprächen mit Betroffenen. Ein voller Erfolg wurde die Premiere von „Reich des Todes“ als Ko-P roduktion mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus in der Regie von Stefan Bachmann. Genau 2 0 Jahre nach dem Anschlag auf das World Trade Center verhandelte dieser Abend basierend auf dem gleichnamigen Stück von Rainald Goetz die mit dem Ereignis einhergehende „Zeitenwende“ und gesellschaftli chen Abgründe, die als Reaktion da- raufhin folgten. Auch der Regisseur Nuran David Calis inszenierte in dieser Spielzeit wieder in Köln: Zum einen premierte die Aktualisierung des Stückes „Die Lücke“ aus dem Jahr 2014, nun also „Die Lücke 2.0“, anlässlich des 17ten Jahrestages des Nagelbombenatt entats in der nahegelegenen Keupstraße. Der Abend befragt die daraufhin folgenden Ermittlungen, Prozess ergebnisse, Schuldsprüche sowie das fortlaufende Fehlverhalten der Politik im Umgang mit den Betroffenen. Daran schloss inhaltlich auch der zweite Abend des Regisseurs an: Mit „Mölln 92/22“ thematisierte er den nun dreißigsten Jahrestag des Brandanschlags auf das Haus der Familie Arslan in Mölln. Daran eb enfalls anknüpfend war das Schau- spiel Köln im Herbst 2021 Teil der bundesweiten Initiative „Kein Sch lussstrich!“, bei der sich verschie- dene Kulturinstitutionen und zivilgesellschaftliche Initiativen in 15 Städten zusammengeschlossen ha- ben, um die Taten und Hintergründe des sogenannten NSU b undesweit künstlerisch zu thematisieren. Des Weiteren konnte die Uraufführung von „Der Wilde“ im Dep ot 2 nachgeholt werden – ein Abend in Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 6 englischer, spanischer und deutscher Sprache. Hierfür arbeitet e der mexikanische Autor und Regisseur David Gaitán zusammen mit Schauspieler*innen aus Mexiko und dem Ensemble des Schauspiel Köln. Genannt sei auch die Uraufführung von „Das Himmelreich wollen w ir schon selber finden“ in der Regie des Regisseurs Oliver Frlji ć und nach einem Text des irischen Hobby-Autors Divel Sheepsplit, in dem historische Ereignisse und Personen zu einem Requiem der Vergan genheit und der Gegenwärtigkeit gleichermaßen verknüpft sind. Oliver Frljić inszeniert auf Grund dessen mit sowohl kritischem wie auch liebevollen Blick sowohl die Geschichte des Kölner Doms wie auch der europäischen Institution Kirche. Die Produktion wurde bedeutend unterstützt von Karl Hauc ke, selbst Betroffener körperlicher, sexuali- sierter und spiritueller Gewalt in einem katholischen Ordensinternat und seit jeher aktiv in verschiedenen Betroffenen-Initiativen, -Vereinen und –Organisationen. Einen ebenso großen Erfolg feierte die live-Premiere des Stückes „Früchte des Zorns“ in Regie von Rafael Sanchez, nachdem dieses bereits 2020 in digitaler Form gezeigt wurde. Im Verlauf des Abends wurde der amerikanische Traum und das Gerede vom „großartigsten Land der Menschheitsgeschichte“ restlos auseinandergenommen. Der gleichnamige und mit dem Pulitzerpre is gekrönte Roman von John Stein- beck diente hierfür als literarische Vorlage. Auch das zum Schauspiel Köln gehörige Senior*innen-En- semble „Old School“ feierte in der Spielzeit 2021/22 mit der Stüc kentwicklung „Wunderschönes Welk- fleisch“ eine sehr erfolgreiche Premiere. In der Regie von David Vogel setzten sie sich mit den eigenen Alterungsprozessen auseinander und brachten persönliche (Kör per-) Geschichten auf die Bühne des Depot 2. „Richard drei“ in einer Überschreibung von Katja Brunner und Reg ie von Pinar Karabulut feierte im Frühjahr 2022 ebenfalls eine sehr erfolgreiche Uraufführung am Schauspiel Köln. Zu den weiteren High- lights der Spielzeit zählt auch die Premiere von „Falstaff“ mit dem bereits alles sagenden Untertitel „Let’s get drunk on life!“. Der Regisseur Jan Bosse und seine enge Vertrauten Gabriella Bußacker dachten sich hierfür mit ihrem künstlerischen Team nicht nur eine besond ere Bühnensituation aus und gestalteten dadurch den Publikumsraum zu einem geselligen Miteinander, sondern luden auch die Zuschauer*innen zum Mittanzen, Mitschunkeln und Mittrinken ein. Aber auch im digitalen Raum konnte das Schauspiel Köln in dieser Spielzeit einen international wahrge- nommenen Erfolg verzeichnen. Mit der Twitch-Produktion und Urau fführung von „Oblomow Revisited“ gelang dem Team rund um den Regisseur Luk Perceval ein vielfach rezensierter Abend. Ausgehend von dem Roman „Oblomow" von Iwan Gontscharow und in Verbindu ng mit dem Corona-bedingten Aufruf #besonderehelden, mit dem die Politik dazu aufrief, „faul wie Waschbären“ zu sein und die „Couch zur Front“ umzufunktionieren, überschrieb die Autorin Nele Stu hler den Text in die heutige Zeit. Zudem öffnete das Team den Probenprozess für das Publikum durch ein en Blog, einen Instagram- und einen Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 7 Twitch-Kanal. Auch die Premiere gestaltete sich in neuer, hybr ider Form sowohl im Depot 1 wie auch auf Twitch. Ein ebenso nennenswertes Event am Schauspiel Köln war die „Sch ool of Resistance“ im Herbst 2021, initiiert vom „International Institute of Political Murder“ / Milo R au, NTGent und #LeaveNoOneBehind. Das Programm gestaltete sich vielfältig und im Sinne einer neuen Politik der Menschlichkeit und Gerech- tigkeit. Es gab ein Workshop-Programm, drei hybride Panels, eine Soli-Ku ndgebung, ein Konzert und den Start einer gemeinsamen Spendenaktion, um eine Annä herung an die umkämpften Realitäten mi- grierter Menschen in Europa zu ermöglichen. Zum Ende der Spielzeit bildete das Festival „Britney X“ einen gelu ngenen Abschluss. Unter dem Motto „You want a piece of me?“ fand es in dieser Spielzeit zum ers ten Mal rund um den Stadtgarten und somit im Herzen Kölns statt. Innerhalb verschiedener Formate wie Lesungen, Talks, Workshops, Kon- zerten, Theaterinszenierungen, Installationen und Tanzgastspielen lud es zu Begegnungen und Refle- xion zu den Themenkomplexen „gender, race and class“ ein und machte sich insbesondere für aktuelle queer-feministische und anti-rassistische Diskurse rund um den Körper stark. Als künstlerische Positio- nen waren unter anderem Doris Ulrich, Susanne Kennedy und Markus Selg sowie das Berlin Strippers Collectiv vertreten. Über die Spielzeit hinweg wurden auch in 2021/22 Produktionen des Schauspiel Köln zu verschiedenen (internationalen) Festivals in analoger wie digitaler Form eingeladen. Bei den Spielzeitheften 2021/22 des Schauspiel Köln galt das Mott o „Körper-Glaube-Chaos“. Aufgrund der politischen Situation und um ein klares und direktes Zeic hen zu setzen, gab es zusätzlich ein Son- dermagazin „Ukraine“, in dem Stimmen verschiedener ukrainisc her Künstler*innen Platz fanden. Es wurde als Wendeheft zweisprachig herausgegeben. Zudem lud die Schriftstellerin Kathrin Röggla über die Spielzeit hinweg wiederkehrend Akteur*innen der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft und der Kunst innerhalb der Gesprächsreihe „Welt verändern“ ein. Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/ Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/ aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS) Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln Triple N Depot 1 9 EP Xerrox Vol. 2 N Depot 1 5 EP Made Two Walking / Made All Walking N Depot 2 7 EP 21 Titel Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 8 Auch in der dritten Spielzeit seines Bestehens überzeugte das Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln (BoD) durch künstlerische Qualität, Professionalität, und Durchhaltevermögen. Es wurde national und international von der Fachpresse und den Protagonist *innen der Tanz- und Theaterszene gefeiert. Dieser Erfolg machte Mut und tröstete über die imme r noch pandemiebedingten Hindernisse hinweg. Zur Eröffnung der Spielzeit und als erste lang ersehnte Produktion mit Live Publikum in der abklingenden Pandemie präsentierte die Kompanie die Inszenierung „New Ocean Sea Cycle– Kolumba Ed.s 1-14 Baf- fin-St. Lawrence“ als eine Tag/Nacht Performance über 2 4 Stunden hinweg im Kolumba Kunstmuseum des Erzbistums Köln. Fünf Tänzer*innen des Ensembles erhielten die Gelegenheit an einer Crossover Produktion des Schau- spiel Köln mitzuwirken. Als Kooperation zwischen Schauspiel und B oD brachte die Regisseurin Lucia Bihler den Roman „Orlando“ von Virginia Woolf mit Schauspieler* innen und Tänzer*innen beider En- sembles auf die Bühne. Zeitgleich starteten die Proben zu „Made Tw o Walking / Made all walking“, der Produktion, die dann im Dezember 2021 in Köln eine furiose Ura ufführung feierte. Als erste Premiere im Jahr 2022 präsentierte die Kompanie die viel gespielte und p ublikumswirksame Produktion „Triple“. Mit dem dreiteiligen Abend zog Richard Siegal eine Verbindungslinie zwischen seinen internationalen Erfolgsballetten der letzten Jahre und einer 2021 entstande nen Arbeit mit dem BoD in Köln. Sodann kam ein weiteres spektakuläres Ballett zur Uraufführung: Mit „Xerrox Vol. 2“ visierte Richard Siegal eine intensive Auseinandersetzung mit der Tradition an, aus der seine Kompanie hervorgegangen ist. Im Frühjahr 2022 konnte trotz immer noch währender Pandemie m it strengen Restriktionen erstmals wie- der eine Gastspielreise nach Italien und nach München geplant und durchgeführt werden. Der verstärkte Fokus auf mehr kommunikative Maßnahmen, die Weiterentwicklung des Corporate De- sign der Kompanie sowie die Vernetzung mit der Kölner Kunst- und Kulturszene und der Kölner Stadt- gesellschaf trugen dazu bei, die Kompanie bekannter zu machen und mehr in der Öffentlichkeit zu verankern. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 9 N euinsz. (N )/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/ Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/ aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS) Inszenierungen des Musiktheaters Absence #2 N Staatenhaus 4 EP Béatrice et Bénédict N Staatenhaus 6 EP Carmen N Staatenhaus 11 EP Der Meister und Margarita N Staatenhaus 6 EP Die Entführung aus dem Serail N Staatenhaus 5 EP Die tote Stadt N Staatenhaus 6 EP Die Vögel N Staatenhaus 8 EP Die Zauberflöte N Staatenhaus 9 EP Flut N Staatenhaus 3 EP Hänsel und Gretel N Staatenhaus 17 EP Il Barbiere di Siviglia N Staatenhaus 6 EP L'amour de Loin N Staatenhaus 7 EP Rusalka N Staatenhaus 6 EP Schnittstellen (II) N Staatenhaus 4 EP Sing Halleluja WA Staatenhaus 2 GS Upload N Staatenhaus 4 EP Das Rheingold (für Jung und Alt) WA Staatenh. (KO) 6 EP Die Geschichte vom Fuchs…. N Staatenh. (KO) 11 EP Die Kluge N Staatenh. (KO) 9 EP Die Walküre (für Jung und Alt) N Staatenh. (KO) 6 EP Götterdämmerung (für Jung und Alt) N Staatenh. (KO) 8 EP Marla die Maifliege N Staatenh. (KO) 1 EP Pünktchen und Anton N Staatenh. (KO) 9 EP Siegfried (für Jung und Alt) N Staatenh. (KO) 6 EP Einzelveranstaltungen - Staatenhaus 9 - 169 Titel In der Oper Köln konnten trotz der anhaltenden pandemischen Lage konnten bis auf vier pandemiebe- dingte Absagen alle geplanten Vorstellungen im Staatenhau s verwirklicht werden. Dr. Birgit Meyer beging zudem ihre letzte Spielzeit als Intendantin der Oper Köln. Nach der Live-Premiere von Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ im Herbst 2021, die in der Spiel- zeit zuvor nur im Stream gezeigt werden konnte, feierte zum ersten Mal an der Oper Köln Kaija Saariahos Oper „L’amour de loin“ in der Inszenierung von Johannes Erath und im Bühnenbild von Bernhard Ham- mer Premiere. Mit insgesamt acht Aufführungen wurde Walter Braunfels‘ Meist erwerk „Die Vögel“ mit dem Chor der Oper Köln in einer herausragenden Inszenierung von Nadja Loschky und unter musikalischer Leitung von Gabriel Feltz auf die Bühne des Saal 1 im Staatenhaus gebracht. Der Erfolg der Uraufführung des Projektes „Flut“ im Sept ember 2021 mit dem Choreograf Emanuele Soavi und seinem Ensemble incompany schlug sich auch bereits in erfolgreichen Neu-Engagements Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 0 wieder: Sie ist zum XIX. Festival Internazionale di Danza nac h Padua / Italien eingeladen. Zu den wei- teren Uraufführungen zählen „absence#2 – Deconstruction o f Space“ mit der Kölner Tanzkompanie IPtanz in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Köln sowie „Schnittstellen (II)“ – die Uraufführung dreier Kurzopern junger Künstler. Ein besonderer Publikumserfolg war die von Publikum und Pres se umjubelte Inszenierung von „Hänsel und Gretel“ von Béatrice Lachaussée unter der musik alischen Leitung Generalmusikdirektor Franςois- Xavier Roth. Mit der letzten Vorstellung Ende Januar 2022 besuch ten mehr als 8.800 Besucher die 17 Aufführungen. Auch die von Publikum und Presse gefeierte Inszenierung von „Carmen“ in der Regie von Lydia Steier erhielt erneut großen Zuspruch, gerade auch von Seiten des jüngeren Publikums: der Anteil der gebuchten Karten für Schüler*innen und Student*innen betrug über 30%. Am Ostermontag zeigte die Oper Köln die Deutschland-Premiere von „Upload“ des niederländischen Komponisten, Librettisten und Regisseurs Michel van der Aa. D ie Kritiken waren voll des Lobes ob der internationalen Koproduktion der Oper Köln mit De Nederlan dse Opera, Amsterdam, Bregenzer Fest- spiele, Park Avenue Armory, New York, Ensemble Musikfabrik Köln und DoubleA Foundation. Regisseurin Jean Renshaw und Ausstatter Christof Cremer versetzt en Hector Berlioz‘ Oper „Béatrice et Bénédict“ nach Shakespeares Komödie „Much Ado About Nothing “ („Viel Lärm um Nichts“) in die 1940er/1950er Jahre. Am Pult des Gürzenich-Orchesters stand GMD François-Xavier Roth, der an der Oper Köln mit dieser Produktion seine zweite Berlioz-Oper dirigierte. Seit über fünf Jahrzehnten ein besonderes Juwel im Repertoire der Berliner Staatsoper Unter den Lin- den, ging die Produktion „Il Barbiere di Siviglia“ von Gioachi no Rossini in der Inszenierung von Ruth Berghaus erstmalig auf Reisen. Auch die Vorstellungen der Kinderoper Köln, deren 25-jähriges Jubiläum mit der Uraufführung des Auf- tragswerks „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand ve rlor“ im Dezember 2021 gefeiert wurde, erfreuten sich großer Nachfrage. Der komplette „Ring des Ni belungen für Jung und Alt“ konnte Ende Mai 2022 gespielt werden. Die Kinderoper „Pünktchen & Anton“ kam nach der Premiere im Stream in der Spielzeit zuvor nun auch auf die Bühne des Saal 3 im Staatenhaus. Außerdem konnte die Kinderoper wieder mit ihrer mobilen Musiktheaterproduktion in Kindergärten und Kitas in und um Köln zu erleben sein: „Marla, die Maifliege“. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 1 Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/ Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/ aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS) Inszenierungen des Tanzes La Consagración de la Primavera - Staatenhaus 2 GS The Big Crying / Impasse Staatenhaus 2 GS Swan Lakes Depot 1 2 GS Dada Masilo's The Sacrifice Depot 1 2 KP Double Murder: Clowns / The Fix Depot 1 3 GS Outwitting The Devil Depot 1 2 GS Set of Sets Depot 1 3 GS Traces Depot 1 3 GS Triptych: Depot 1 2 GS Habitat sonstige Spielstätten 2 GS 23 Titel Auch die Sparte Tanz war in der Spielzeit 2021/22 noch geprä gt von den unterschiedlichen Corona- Phasen in den jeweiligen Ländern. Ein Großteil des Programms war bereits für die Spielzeit 2020/2021 geplant und musste umdisponiert werden. Von 26 disponierten Tanzvorstellungen fanden schließlich 23 statt. Eröffnet wurde die Tanzreihe im Staatenhaus mit zwei Vorstellungen des Nederlands Dans Theater mit Choreografien von Johan Inger und Marco Goecke. Im Depot 1 w ar im Herbst 2021 dann zum ersten Mal das Choreografen-Duo Guy Nader & Maria Campos mit „Set of Sets“ zu sehen. Mit ihrer fesselnden Choreografie zu Live-Musik rissen sie das Tanzpublikum von den Stühlen. Der Belgier Wim Vandekeybus präsentierte seine Deutschlandpremiere von „Traces“, eine Produktion die für das internationale Kunst- festival Europalia Romania kreiert wurde. Im Dezember begeisterte die Akram Khan Company mit zwei Vorstellungen von „Outwitting the Devil“, einer düsteren Performance, die durch grandiose Bilder über- zeugte. Im Frühjahr 2022 präsentierten der Flamenco-Tänzer Israel Galván und die beiden Pianist*innen Sylvie Courvoisier und Cory Smith im Staatenhaus ihre Interpreta tion von Strawinsky’s Frühlingsopfer. Im Anschluss konnte endlich unsere Koproduktion mit der belgischen Kompanie Peeping Tom, die Tri- logie „Triptych: the missing door, the lost room and the hidden floor“, als Deutschland-Premiere gezeigt werden. Im April trat die Gauthier Dance Company mit „Swan L akes“ im Depot 1 auf, wobei sich vier sehr unterschiedliche Choreograf*innen mit dem Thema beschäftigten. Die britische Kompanie Hofesh Shechter Company war im Frühsomm er mit ihrem zweigeteilten Abend „Double Murder“ zu Gast. Seit über 12 Jahren begeistern sie das Kölner Tanzpublikum mit ihren hoch energetischen Choreografien. Innerhalb des „Britney X“-Festivals fand ein Gastspiel der österreichischen Choreografin Doris Uhlich statt, die mit einem lokalen Cast arbeitete. „Habitat“ wurde in den ehemaligen Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 2 Werkstätten der Bühnen gezeigt und lieferte nochmals eine g anz neue Sicht auf den Körper. Zum Ab- schluss der Tanzreihe überzeugte die Koproduktion Dada Masilo’s „The Sacrifice“ aus Südafrika mit ihrer Interpretation sowie den Musiker*innen und Tänzer*innen. 4. Die wirtschaftliche Lage der Bühnen im Geschäftsjahr 2021/22 a) Leistungsdaten Die Aktivitäten der Bühnen wurden in der Spielzeit 2021/22 zum Teil noch von den auslaufenden Corona- Maßnahmen beeinflusst. In diesem Umfeld realisierten die Bühnen in 2021/22 folgende Leistungsdaten: Veran- ange- staltung. Besu- Besu- Aus- Erlöse botene am cher cher lastung Kartenverk. Plätze1 Standort max. Ist % TEUR Staatenhaus Eigenproduktionen 102 61.644 42.469 68,89 Gastspiele 2 1.694 887 52,36 Einzelveranstaltungen 9 1.009 252 24,98 569 113 64.347 43.608 67,77 1.119 Kinderoper Eigenproduktionen 56 12.292 10.038 81,66 0 56 12.292 10.038 81,66 79 Summe Musiktheater 453 169 76.639 53.646 70,00 1.198 Depot I Eigenproduktionen 112 43.470 28.953 66,60 Gastspiele 1 464 214 46,12 Einzelveranstaltung 4 1.002 859 85,73 384 117 44.936 30.026 66,82 357 Depot II Eigenproduktionen 116 20.750 15.105 72,80 Gastspiele 10 1.582 698 44,12 Einzelveranstaltungen 14 573 399 69,63 164 140 22.905 16.202 70,74 149 Carlsgarten Eigenproduktionen 4 402 391 97,26 Gastspiele 0 0 0 0,00 Einzelveranstaltungen 0 0 0 0,00 101 4 402 391 97,26 4 sonstige Orte / Aktivitäten 221 12 2.650 1.811 68,34 23 Summe Sprechtheater 260 273 70.893 48.430 68,31 533 1 ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze Spielstätte Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 3 Veran- ange- staltung. Besu- Besu- Aus- Erlöse botene am cher cher lastung Kartenverk. Plätze1 Standort max. Ist % TEUR Summe Musiktheater 453 169 76.639 53.646 70,00 1.198 Summe Sprechtheater 260 273 70.893 48.430 68,31 533 Depot 1 Eigenproduktion 429 14 6.001 5.291 88,17 89 Depot 2 Eigenproduktion 220 7 1.542 1.499 97,21 15 359 21 7.543 6.790 90,02 104 Staatenhaus Gastspiele 492 4 1.968 1.603 81,45 49 Depot 1 Gastspiele 0 17 7.652 6.867 0,00 147 sonstige Orte Gastspiele 250 2 500 500 100,00 5 Summe Tanztheater 440 23 10.120 8.970 88,64 201 Abgrenzungen 5 Summe gesamt 340 486 165.195 117.836 71,33 2.041 Theaterpädagogik Projektarbeit mit Schülern 17 164 Schülerworkshops 74 1.596 Lehrerfortbildungen 30 610 Projektarbeit mit Familien 12 840 Projektarbeit "Spielklubs" 147 4.193 Kooperationen 14 341 sonstige Aktivitäten 29 543 Summe Theaterpädagogik 2 323 8.287 Summe Theater gesamt 809 126.123 1 ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze 2 Veranstaltungen der Theaterpädagogik ohne Einnahmen Spielstätte Summe Tanz Ballet of Difference am Schauspiel Köln Der Datenvergleich der Spielzeit 2021/22 mit dem Vorjahr ist wegen der corona-bedingten Einschrän- kungen nur sehr bedingt aussagefähig. Die Zahl der Veranstaltungen (im Vorjahr 106) hat sich im Ver- lauf der Spielzeit 2021/22 als Folge der auslaufenden Corona-Einschränkungen um 380 wieder deutlich erhöht. Die Veränderung der Gesamtzahl an Veranstaltungen entfällt mit einem Anstieg um 132 Veran- staltungen auf das Musiktheater, um 229 Veranstaltungen a uf das Schauspiel (unter Einschluss der Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 4 Veranstaltungen des Tanzprojekts Ballet of Difference / Richard Siegal am Schauspiel) und um 19 Ver- anstaltungen auf den Tanz. Dabei lag die Besucherzahl im Musiktheater um 47.465 über der Besucherzahl des Vorjahres, im Schau- spiel (mit Ballet of Difference) um 50.550 und im Tanz um 8. 500. Die durchschnittliche Auslastung betrug im Musiktheater 70,0% und hier bei Produktionen der Oper Köln 67,8% und der Kinderoper bei 81,7%. Im Schauspiel betrug die durchschnittliche Auslastung 68,3% und speziell im Ballet of Difference 90,0%. Im Bereich des Tanzes wurde eine Auslastung von 88,6% erreicht. Da der den Bühnen zugewiesene Betriebskostenzuschuss trotz der corona-bedingten Einschränkungen nicht reduziert wurde, ist ein durchschnittlicher Zuschussb etrag der Stadt je Besucher für den Spielbe- trieb und das Interim für das Wirtschaftsjahr 2021/22 nicht aussagefähig, so dass auf eine Berechnung verzichtet wurde. b) Ertragslage: Periodenvergleich / Budgetvergleich Infolge des fortgeführten Betriebs der Interimspielstätten wird die Ertragslage der Bühnen auch im Wirtschaftsjahr 2021/22 aufgeteilt in Erträge und Aufwend ungen im Zusammenhang mit dem Spielbe- trieb sowie Erträge und Aufwendungen, die durch den Betrieb de r Interimspielstätten bzw. die Sanie- rungsmaßnahmen am Offenbachplatz veranlasst wurden. Periodenvergleich Vor dem Hintergrund der abflauenden Pandemie schlossen die Bühnen die Spielzeit 2021/22 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.575 (im Vorjahr Jahresüberschuss TEUR 2.725) ab. Die Analyse dieses Ergebnisses zeigt, dass sich der Überschuss unter betriebswir tschaftlichen Kriterien im Rahmen des Spielbetriebs aus einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von TE UR 3.522 (im Vorjahr TEUR +13.623), einem negativen Investitionsergebnis von TEUR -1.04 3 (im Vorjahr TEUR -1.159), einem negativen Finanzergebnis von TEUR 406 (im Vorjahr TEUR -4 56) sowie negativen neutralen Ergebnis von TEUR 1.881 (im Vorjahr TEUR +546) zusammensetzt. Insgesamt trägt der Spielbetrieb so mit einem Überschuss in Höhe von TEUR 192 (im Vorjahr TEUR +12.554) zum Jahresergebnis 2021/22 der Bühnen bei. Daneben weisen der Betrieb der Interimspielstätten für die Spielzeit 2021/22 ein Defizit in Höhe von TEUR 688 (im Vorjahr TEUR +97) und der Bereich der Sa nierung einen Überschuss in Höhe von 5.071 (im Vorjahr TEUR -9.926) aus. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 5 Ertragslage Ertragslage TEUR % TEUR % TEUR % Spielbetrieb Erlöse Kartenverkauf Eigenveranstaltungen 2.041 2,6 539 0,7 +1.50 2 >+100,0 Kartenverkauf Eigenveranstaltungen (kalk.) 3.740 4,7 3. 780 4,8 -40 -1,1 Kartenverkauf Fremdveranstaltungen 320 0,4 29 0,0 +291 >+100, 0 sonstige Bereiche Spielbetrieb 441 0,6 35 0,0 +406 >+100,0 übrige Erlöse 865 1,1 129 0,2 +736 >+100,0 übrige Erlöse (kalk.) 0 0,0 0 0,0 +0 . Bestandsveränderung unfertige Produktionen 97 0,1 1.320 1,7 -1.2 23 -92,7 andere aktivierte Eigenleistungen 1.179 1,5 1.558 2,0 -379 -2 4,3 sonstige betriebliche Erträge (ohne Betriebskostenzuschüsse) 2.219 2,8 3.560 4,5 -1.341 -37,7 Eigenleistung 10.902 13,7 10.950 13,9 -48 -0,4 sonstige betriebliche Erträge Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) 65.108 81,8 6 4.572 82,0 +536 +0,8 Landeszuschuss NRW 3.613 4,5 3.227 4,1 +386 +12,0 betriebliche Erträge 79.623 100,0 78.749 100,0 +874 +1,1 Material-/Leistungsaufwand -14.699 -18,5 -11.942 -15,2 +2.757 +23,1 Personalaufwand -49.864 -62,6 -43.603 -55,4 +6.261 +14,4 Kosten Gebäudebewirtschaftung 1 -4.113 -5,2 -4.167 -5,3 -54 -1,3 Verwaltungsaufwendungen -5.706 -7,2 -4.432 -5,6 +1.274 +28,7 Werbung, Öffentlichkeitsarbeit -1.502 -1,9 -982 -1,2 +520 +53,0 übrige -216 -0,3 0 0,0 +216 . betriebliche Aufwendungen -76.100 -95,4 -65.126 -82,7 +10.974 +16,9 Betriebsergebnis 3.523 4,4 13.623 17,3 -10.100 -74,1 Investitionszuschüsse 0 0,0 0 0,0 +0 . Erträge Auflösung Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.104 1,4 1.105 1,4 -1 -0,1 Erträge aus Anlageabgängen 2 0,0 1 0,0 +1 +100,0 planmäßige Abschreibungen -2.147 -2,7 -2.227 -2,8 +80 -3,6 Verluste aus Anlageabgängen -2 0,0 -38 0,0 +36 -94,7 Aufwendungen Zuführung Sonderposten für Investitionszuschüsse 0 0,0 0 0,0 +0 . Investitionsergebnis -1.043 -1,3 -1.159 -1,5 +116 +10,0 Finanzergebnis -406 -0,5 -456 -0,6 +50 +11,0 Neutrales Ergebnis -1.882 -2,4 546 0,7 -2.428 <-100,0 = Ergebnis Spielbetrieb 192 0,2 12.554 15,9 -12.362 -98,5 1 Ohne Gebäudeversicherungen, enthalten in den Verwaltungsaufwendungen Abweichung Wj. 2021/22 Wj. 2020/21 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 6 Ertragslage Ertragslage TEUR % TEUR % TEUR % = Ergebnis Spielbetrieb 192 0,2 12.554 15,9 -12.362 -98,5 Betrieb Interimspielstätten Einnahmeverluste Oper (kalk.) -3.240 -4,1 -3.280 -4,2 +40 +1, 2 Einnahmeverluste Schauspiel (kalk.) -500 -0,6 -500 -0,6 +0 + 0,0 Sonstige Erlöse 85 0,1 3 0,0 +82 >+100,0 Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) 9.640 12,1 1 0.493 13,3 -853 -8,1 Sonstige Erträge 150 0,2 326 0,4 -176 -54,0 betriebliche Erträge 6.135 7,7 7.042 8,9 -907 -12,9 Material-/ Leistungsaufwand -259 -0,3 -157 -0,2 +102 +65,0 Personalkosten (inkl. kalk.) -261 -0,3 -183 -0,2 +78 +42,6 planmäßige Abschreibungen auf Investitionen Interimspielstätten -1.098 -1,4 -1.676 -2,1 -578 -34,5 Kosten Gebäudebewirtschaftung -1.239 -1,6 -1.299 -1,6 -60 -4,6 (ersparte) Kosten Gebäudebewirtschaftung 2.749 3,5 2.75 3 3,5 +4 +0,1 Mieten und Pachten -6.540 -8,2 -6.227 -7,9 +313 +5,0 sonstige Verwaltungsaufwendungen -173 -0,2 -138 -0,2 +35 +25, 4 Zinsaufwendungen -2 0,0 -17 0,0 -15 -88,2 Sonstige Aufwendungen 0 0,0 -1 0,0 -1 -100,0 betriebliche Aufwendungen -6.823 -8,5 -6.945 -8,8 -122 -1,8 = Ergebnis Betrieb Interimspielstätten -688 -0,9 97 0,1 - 785 -809,3 Sanierung Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) 6.264 7,9 5. 598 7,1 +666 +11,9 Investitionszuschuss 1.802 2,3 0 0,0 +1.802 . sonstige Erträge 43 0,1 18 0,0 +25 +138,9 betriebliche Erträge 8.109 10,2 5.616 7,1 +691 +12,3 Material-/ Leistungsaufwand -3 0,0 0 0,0 +3 . planmäßige Abschreibungen auf Investitionen Interimspielstätten -668 -0,8 -665 -0,8 +3 +0,5 Verluste aus Anlagenabgang -335 -0,4 -4.688 -6,0 -4.353 -92,9 Zuführung Sonderposten Investitionszuschüsse -1.802 -2,3 0 0,0 +1.802 . Forderungsrisiken 0 0,0 -9.630 -12,2 -9.630 -100,0 Kosten Gebäudebewirtschaftung -26 0,0 -7 0,0 +19 >+100,0 Verwaltungsaufwendungen -173 -0,2 -535 -0,7 -362 -67,7 Werbung, Öffentlichkeitsarbeit -31 0,0 -17 0,0 +14 +82,4 betriebliche Aufwendungen -3.038 -3,8 -15.542 -19,5 -12.504 -80,5 = Ergebnis Sanierung 5.071 6,4 -9.926 -12,5 +14.997 >+100,0 Jahresüberschuss 4.575 5,7 2.725 3,4 +1.850 +67,9 Gewinn- / Verlustvortrag 3.704 4,7 2.634 3,3 +1.070 +40,6 Einstellungen in Gewinnrücklagen 0 0,0 1.655 2,1 -1.655 -100, 0 Entnahmen aus Gewinnrücklagen 250 0,3 0 0,0 +250 . Bilanzgewinn 8.529 10,7 3.704 4,7 +4.825 >+100,0 Abweichung Wj. 2021/22 Wj. 2020/21 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 7 Im Rahmen des Periodenvergleichs zeigt eine Analyse des Betrieb sergebnisses zunächst, dass die be- trieblichen Erträge im Spielbetrieb um insgesamt TEUR 874 b zw. 1,1% über dem Vorjahreswert lagen. Für die Oper sind dabei kalkulatorische Mehrerlöse in Höhe von TEUR 3.240 (im Vorjahr TEUR 3.280) und für das Schauspiel TEUR 500 (gegenüber dem Vorjahr un verändert) in die Umsätze des Spielbe- triebs eingerechnet worden, so dass der Interimspielbetrieb per Saldo mit TEUR 3.740 (im Vorjahr TEUR 3.780) belastet wurde. Innerhalb der betrieblichen Erträge überstiegen die Erlöse im Bereich der Ticket- verkäufe und Nebenleistungen des Spielbetriebs infolge der aus laufenden Pandemieeinschränkungen die Vorjahreserlöse um TEUR 2.159 bzw. 49,3%. Die übrigen Er löse wurden im Wesentlichen von Ein- nahmen im Zusammenhang mit der kurzzeitigen entgeltlichen Überlassung der spielfertigen Spielstätte Staatenhaus an den Kölner Männer-Gesang-Verein Cäcilia Wolkenb urg zur Durchführung des Divertis- sementchens „Napoleon in Kölle“ geprägt. Der KMGV führte die se Produktion in 2021/22 als eigene Veranstaltung durch. Die Bestandserhöhung bei den zu Her stellungskosten bewerteten unfertigen Pro- duktionen fiel mit einem Wert von TEUR +97 deutlich hinter das Vorjahr zurück. Die aktivierten Eigen- leistungen verminderten sich um TEUR 379 bzw. 24,3% im Wesentlichen als Folge eines Rückgangs des Personalbestands im Bereich der Sanierung. Ein deutlicher Rüc kgang war bei den sonstigen betriebli- chen Erträgen festzustellen (TEUR -1.341 bzw. -37,7%), der im Wesentlichen auf verminderte Projekt- zuschüsse sowie weggefallene Erstattungen im Zusammenhang mit der Gewährung von Kurzarbeiter- geld zurückzuführen ist. Insgesamt verminderte sich die Eigenl eistung der Bühnen in 2021/22 damit geringfügig um TEUR 48 bzw. 0,4% gegenüber dem Vorjahr. Da aber die Mittel aus dem städtischen Betriebskostenzuschuss für den Spielbetrieb und aus dem Landeszuschuss weiter anstiegen (BKZ TEUR +536 bzw. +0,8%, Landeszuschuss TEUR +386 bzw. +12,0%) , kam es insgesamt zu einer Erhöhung der betrieblichen Erträge. Auch auf den Verlauf der betrieblichen Aufwendungen hatte die auslaufende Pandemie in 2021/22 nochmals einen deutlichen Einfluss: Im Vergleich zum Vorjahr st iegen die Aufwendungen - in Relation zur Entwicklung der betrieblichen Erträge überproportional - um ins gesamt TEUR 10.974 bzw. 16,9%. Das Betriebsergebnis fiel infolgedessen mit TEUR 3.523 zwar erneut positiv aus, verminderte sich aber gegenüber dem außergewöhnlich hohen Vorjahresergebnis (TEU R +13.623) deutlich (-74,1%). Die in den verschiedenen betrieblichen Aufwandsbereichen eingetret enen Kostensteigerungen entfielen auf fast alle Bereiche, vor allem aber auf den Materialaufwand (TEUR +2.757 bzw. +23,1%), den Personal- aufwand (TEUR +6.261 bzw. +14,4%) und die Verwaltungsa ufwendungen (TEUR +1.274 bzw. +28,7%). Der Anstieg der Materialaufwendungen entfiel mit TEUR 329 bzw . 23,3% auf die Materialkosten der Bühnenproduktionen. Die Kosten für die Opernbespielung durch d as Gürzenich-Orchester nahmen um TEUR 1.147 (+17,4%) zu. Ein weiterer deutlicher Anstieg st ellte sich bei den Kosten für die übrigen bezogenen Leistungen ein (TEUR +1.281 bzw. +32,6), der vor allem auf höhere Aufwendungen für Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 8 Gäste (TEUR +580 bzw. +23,9%), gestiegene Urheberanteile (TEUR +194 bzw. +163,2%) und sonstige künstlerische Leistungen (TEUR +134 bzw. +25,6%) entfiel. Mit rd. 62,6% (im Vorjahr 55,4%) bezogen auf die Summe de r betrieblichen Erträge der Bühnen im Spielbetrieb bilden die laufenden Personalkosten des Spielbetriebs unverändert den größten Aufwands- posten. Im Wirtschaftsjahr 2021/22 setzten sich diese Kosten wie folgt zusammen: zum Vgl. Vorjahr TEUR TEUR Löhne und Gehälter, Beamtenbezüge 36.701 32.340 soziale Abgaben 7.187 7.398 Aufwendungen für Altersversorgung 2.343 2.117 Aufwendungen für Unterstützung -70 0 Personalkosten der festangestellten Mitarbeiter*innen 4 6.161 41.855 Gagenkräfte (einschließlich Sozialabgaben) 3.703 1.748 49.864 43.603 2021/22 1 Die Personalstatistik weist für die festangestellten Mitarbeit er*innen für das Wirtschaftsjahr 2021/22 folgende Daten aus: Jahres- Zum Vergleich 30.11.21 28.2.22 31.5.22 31.8.22 durch- Stellenplan schnitt 2021/22 Besetzte Stellen Beschäftigte nach TVöD 373,34 379,32 367,81 367,58 372,01 künstlerische Angestellte 327,79 327,30 323,68 345,27 331,01 Beamt*innen 12,95 13,95 13,95 13,95 13,70 Auszubildende 19,00 19,00 19,00 26,00 20,75 733,08 739,57 724,44 752,80 737,47 zum Vergleich Vorjahr (733,51) (730,68) (726,94) (748,82) (734,99) Beschäftigte Beschäftigte nach TVöD 437 435 432 426 432,50 429,00 künstlerische Angestellte 346 346 344 366 350,50 354,00 Beamt*innen 14 15 15 15 14,75 16,00 Auszubildende 19 19 19 26 20,75 21,00 816 815 810 833 818,50 820,00 zum Vergleich Vorjahr (798) (795) (790) (812) (798,75) Die Personalkosten des Spielbetriebs sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen (+14,4%). Hierbei erhöhten sich infolge der auslaufenden Corona-Einschränkungen zum einen die Kosten für angestellte Gagenkräfte um TEUR 1.955 bzw. 111,8%. Aber auch bei d en Kosten der festangestellten Mitarbei- ter*innen ist ein Zuwachs um TEUR 4.306 bzw. 10,3% zu verzeichnen, der im Wesentlichen zum einen __________________________________________________ 1 Aus dem Personalaufwand 2021/22 gemäß Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR 50.683) entfallen Personalkos- ten in Höhe von TEUR 559 auf neutrale Kosten (Abfindungen / Nachzahlungsrisiken betriebliche Altersversorgung) und von TEUR 260 auf den Bereich des Interimspielbetriebs. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 9 auf die im Jahresdurchschnitt erhöhte Zahl der Beschäftigten zurückzuführen ist. Darüber hinaus entfiel das im Vorjahr gewährte Kurzarbeitergeld (TEUR 1.397). Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen ist auf erhöhte Miet aufwendungen (TEUR +825 bzw. +51,2%) vor allem im Zusammenhang mit der Anmietung der n euen Werkstätten, sowie höhere Kos- tenbeteiligungen am Köln-Ticket-System (TEUR +197 bzw. +2 48,0%) und gestiegene Personalneben- kosten (TEUR +206 bzw. +42,2%) zurückzuführen. Das Investitionsergebnis ist - da der passive Sonderposten entsprechend den Abschreibungen auf die in den Vorjahren bezuschussten bzw. von der Stadt zum 1 .9.2000 übertragenen Anlagegüter kontinu- ierlich ertragswirksam aufgelöst wird - vor allem mit den Abschreibungsbeträgen auf nicht bezuschusste Anlageinvestitionen belastet. Den geringen im Spielbetrieb vereinnahmten Zinserträgen aus k urzfristigen Termin- und Tagesgeldan- lagen (TEUR 19) steht im Rahmen des Finanzergebnisses in Höhe von TEUR 425 (im Vorjahr TEUR 460) der Aufzinsungsaufwand aus langfristigen Personalrückstellunge n gegenüber, der diesen Ergebnisteil entsprechend den aktuellen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften belastet. Das in 2021/22 negativ ausgefallene neutrale Ergebnis in H öhe von TEUR -1.882 (i.V. TEUR +546) wurde im Bereich der neutralen Erträge (TEUR 476) vor allem von Erträgen aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen (rd. TEUR 291) und Verbindlic hkeiten (TEUR 181) beeinflusst. Diesen standen im Wesentlichen neutrale bzw. periodenfremde Aufwe ndungen aus Abfindungszahlungen (TEUR 57), aus Nachzahlungsrisiken im Zusammenhang mit tarif vertraglichen Regelungen zur betrieb- lichen Altersversorgung im Rahmen der Gewährung von Kurzarbeite rgeld (TEUR 502) und aus mögli- chen Rückzahlungsverpflichtungen von Zuschüssen (TEUR 229) gegenüber. Zusätzlich machte die städ- tische Beteiligungsverwaltung geltend, dass zwei Forderungen betreffend den Ausgleich von Kosten aus den Tariferhöhungen 2017/18 und 2018/19 in Höhe von T EUR 625 und TEUR 936, insgesamt also in Höhe von TEUR 1.561 auszubuchen seien, da die Beträge im Rah men der Betriebskostenzuschüsse 2019/20 und 2020/21 zur Auszahlung an die Bühnen gekommen seien. Das Jahresergebnis des Betriebs der Interimspielstätten wurde erneut maßgeblich von den Mietaufwen- dungen für die Spielstätten bzw. einer zeitanteiligen Abgrenz ung des Verzögerungsschadens für das Staatenhaus (einschließlich Betriebskosten) in Höhe von insgesamt TEUR 6.540 (im Vorjahr TEUR 6.227) geprägt. Die Aufwendungen entfallen auf die Oper bzw. Kin deroper mit TEUR 2.027 (im Vorjahr TEUR 2.289), auf das Schauspiel mit TEUR 2.531 (im Vorjahr TEUR 2.388) und auf den Servicebereich mit TEUR 1.982 (im Vorjahr TEUR 1.550) und erhöhten sich d amit um TEUR 313 bzw. 5,0% gegenüber dem Vorjahr. Weitere Kostensteigerungen im Bereich des Interims entf ielen u.a. auf den Material- und Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 2 0 Leistungsaufwand (TEUR +102 bzw. +65,2%), während sich die planmäßigen Abschreibungen deutlich um TEUR 578 bzw. 34,5% verminderten. Der im städtischen Betriebskostenzuschuss enthaltene Anteil fü r den Interimspielbetrieb in Höhe von TEUR 9.640 lag um TEUR 853 unter dem Vorjahr (TEUR 10.493). Dies ist vor allem darauf zurückzufüh- ren, dass der ausgezahlte und bewilligten Betrag der Spielzeit in Höhe von TEUR 10.480 ergebnismäßig mit einem in Vorjahren aktivierten Ausgleichsanspruch betreffend den jährlichen Verzögerungsschadens zur Nutzung des Staatenhauses in Höhe von TEUR 867 zu verrechnen war. Der Betriebskostenzu- schuss reichte insoweit zusammen mit den übrigen Erträgen von TEUR 235 (im Vorjahr TEUR 329) unter Berücksichtigung der kalkulierten Einnahmeverluste für die O per (TEUR 3.240) und das Schauspiel (TEUR 500) im Wirtschaftsjahr 2021/22 nicht zur Deckung der Kosten (TEUR 6.823) aus, so dass sich ein Fehlbetrag von TEUR 688 (im Vorjahr Überschuss TEUR 97) in diesem Bereich ergab. Im Bereich der Sanierung stellte der Rat für 2021/22 im Vergleich zum Vorjahr erneut höhere Zuschuss- mittel zum Ausgleich der sanierungsbedingten Kosten zur Verfügung. Dies erfolgte vor dem Hintergrund, dass bei der Erstellung des Wirtschaftsplans 2021/22 noch davon ausgegangen wurde, dass die vorge- zogene Inbetriebnahme der Bühnentechnik zu erhöhten plan mäßigen Abschreibungen sowie Finanzie- rungskosten führen würde. Da bis 2021/22 nur Teile der Bühnentechnik fertig gestellt waren, haben die von der Stadt gewährten Zuschussmittel (TEUR 6.264), ein In vestitionszuschuss der Kfw-Bank (TEUR 1.802) sowie geringe sonstige Erträge (TEUR 43) die entst andenen Aufwendungen in Höhe von insge- samt TEUR 3.038 (Abschreibungen auf bereits genutzte A nlagen i.H.v.TEUR 668, eine Zuführung zum Sonderposten für Investitionszuschüsse i.H.v. TEUR 1.802, erneute Abbruchkosten i.H.v. TEUR 335, Verwaltungskosten i.H.v. TEUR 173 sowie sonstige Kosten i.H.v. T EUR 60) deutlich überstiegen. Dies vor dem Hintergrund, dass im Vorjahr Abbruchkosten von unbrauchbar gewordenen Gebäude- bzw. Anlageteilen der Gebäude am Offenbachplatz als Folge der Neupla nung des Sanierungsprojekts (TEUR 4.688) sowie die Abschreibungen auf die Termingeldeinlage bei der deutschen Greensill Bank AG (TEUR 9.630) diesen Ergebnisteil außerordentlich belastet hatten. Damit ergibt sich für den Bereich der Sanie- rung im Wirtschaftsjahr 2021/22 ein Überschuss in Höhe von TE UR 5.071 (im Vorjahr Defizit in Höhe von TEUR 9.926). In Summe führen die einzelnen Ergebnisbereiche damit für 2021/22 zu einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.575 (im Vorjahr TEUR 2.725), der unter Einsc hluss des Gewinnvortrags (TEUR 3.704) und der vom Rat bereits beschlossenen Entnahme aus den zweckgebundenen Gewinnrücklagen (TEUR 250) zum 31.8.2022 zu einem Bilanzgewinn von TEUR 8.529 (zum 31.8.2021 Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 3.703) führt. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 2 1 Budgetvergleich Eine spartenbezogene Analyse des Ergebnisses 2021/22 in Form eines Soll-Ist-Vergleichs mit dem vom Rat der Stadt Köln am 16.9.2021 beschlossenen Wirtschaftspl an 2021/22 zeigt das nachfolgende Er- gebnis. Dabei wird auch der Tanz Köln wieder als gesonderte Spa rte ausgewiesen. Die realisierten Er- träge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Tanzkompanie Ballet of Difference / Richard Siegal am Schauspiel Köln sind erneut in den Ist-Daten des Schauspiels enthalten. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 22 Oper Schau- Tanz Service Gesamt Oper Schau- Tanz Service Ge samt Oper Schau- Tanz Service spiel* spiel spiel TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR % Spielbetrieb Erlöse - Kartenverkauf 1.199 641 201 0 2.041 3.666 1.320 183 0 5.169 -2.467 -679 +18 +0 -3.128 -60,5 - Kartenverkauf (kalk.) 3.240 500 0 0 3.740 3.240 500 0 0 3.74 0 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0 - sonstige Bereiche Spielbetrieb 983 500 33 110 1.626 454 5 55 7 66 1.082 +529 -55 +26 +44 +544 +50,3 Bestandsveränderung unfertige Produkt. 1.353 -1.256 0 0 97 0 0 0 0 0 +1.353 -1.256 +0 +0 +97 . Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0 0 1.179 1.179 0 0 0 1.7 64 1.764 +0 +0 +0 -585 -585 -33,2 Sonstige betriebliche Erträge (ohne Betriebskostenzuschüsse) 863 924 0 432 2.219 108 1 0 268 377 +755 +923 +0 +164 +1.842 >+100,0 7.638 1.309 234 1.721 10.902 7.468 2.376 190 2.098 12.132 +17 0 -1.067 +44 -377 -1.230 -10,1 Sonstige betriebliche Erträge - Betriebskostenzusch. Stadt Köln (ant.) 40.686 23.913 30 0 209 65.108 40.686 23.913 300 183 65.082 +0 +0 +0 +26 +26 +0,0 - Betriebskostenzusch. Land 2.239 1.310 39 25 3.613 2.686 1. 215 39 25 3.965 -447 +95 +0 +0 -352 -8,9 50.563 26.532 573 1.955 79.623 50.840 27.504 529 2.306 81.17 9 -277 -972 +44 -351 -1.556 -1,9 Material-/ Leistungsaufwand -10.564 -3.419 -431 -285 -14 .699 -11.656 -3.710 -969 -352 -16.687 -1.092 -291 -538 -67 -1.98 8 -11,9 Personalaufwand -21.027 -13.531 -109 -15.197 -49.864 -21.4 43 -13.282 0 -16.239 -50.964 -416 +249 +109 -1.042 -1.100 -2,2 Kosten Gebäudebewirtschaftung -109 -2 0 -4.002 -4.113 - 86 -43 0 -4.009 -4.138 +23 -41 +0 -7 -25 -0,6 Verwaltungsaufwendungen -417 -177 -7 -5.105 -5.706 -415 -1 43 -5 -5.585 -6.148 +2 +34 +2 -480 -442 -7,2 Werbung, Öffentlichkeitsarbeit -765 -537 -60 -140 -1.502 - 512 -517 -55 -111 -1.195 +253 +20 +5 +29 +307 +25,7 Übrige -13 0 0 -203 -216 0 0 0 0 0 +13 +0 +0 +203 +216 . -32.895 -17.666 -607 -24.932 -76.100 -34.112 -17.695 -1.029 - 26.296 -79.132 -1.217 -29 -422 -1.364 -3.032 -3,8 Betriebsergebnis 17.668 8.866 -34 -22.977 3.523 16.728 9.80 9 -500 -23.990 2.047 +940 -943 +466 +1.013 +1.476 >+100,0 Investitionsergebnis -293 -323 -1 -426 -1.043 -227 -222 0 -5 14 -963 -66 -101 -1 +88 -80 -8,3 Finanzergebnis 0 0 0 -406 -406 0 0 0 -429 -429 +0 +0 +0 +23 +23 +5,4 Neutrales Ergebnis -304 -458 0 -1.120 -1.882 0 0 0 63 63 -304 -458 +0 -1.183 -1.945 <-100,0 = Ergebnis Spielbetrieb 17.071 8.085 -35 -24.929 192 16.501 9.587 -500 -24.870 718 +570 -1.502 +465 -59 -526 -73,3 Umlage anteiliiger Verlust Tanz 0 0 100 -100 0 0 0 100 -100 0 +0 +0 +0 +0 +0 . Umlage Spartenergebnis Service -14.677 -8.590 0 23.267 0 -15.751 -9.219 0 24.970 0 +1.074 +629 +0 -1.703 +0 . Spartenergebnis Spielbetrieb 2.394 -505 65 -1.762 192 750 3 68 -400 0 718 +1.644 -873 +465 -1.762 -526 -73,3 *einschließlich Ballet of Difference Richard Siegal Eigenleistung Betriebliche Erträge Betriebliche Aufwendungen Gesamt Abweichung 2021/22 Ertragslage Wirtschaftsplan 2021/22 Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 23 Oper Schau- Tanz Service Gesamt Oper Schau- Tanz Service Gesam t Oper Schau- Tanz Service spiel* spiel spiel TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR % Spartenergebnis Spielbetrieb 2.394 -505 65 -1.762 192 750 368 -40 0 0 718 +1.644 -873 +465 -1.762 -526 -73,3 Betrieb Interimspielstätten Einnahmeverluste Oper (kalk.) -3.240 0 0 0 -3.240 -3.240 0 0 0 - 3.240 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0 Einnahmeverluste Schauspiel (kalk.) 0 -500 0 0 -500 0 -500 0 0 -5 00 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0 sonstige Erlöse 77 8 0 0 85 0 0 0 0 0 +77 +8 +0 +0 +85 . Betriebskostenzusch. Stadt Köln (ant.) 6.510 3.662 0 -532 9 .640 6.943 3.537 0 0 10.480 -433 +125 +0 -532 -840 -8,0 Zinserträge 1 0 0 -3 -2 0 0 0 0 0 +1 +0 +0 -3 -2 . sonstige betriebliche Erträge 15 0 0 0 15 0 0 0 0 0 +15 +0 +0 +0 +15 . neutrale Erträge 1 118 0 18 137 0 0 0 0 0 +1 +118 +0 +18 +137 . betriebliche Erträge 3.364 3.288 0 -517 6.135 3.703 3.037 0 0 6 .740 -339 +251 +0 -517 -605 -9,0 Material-/ Leistungsaufwand -87 0 0 -172 -259 -731 -292 0 -196 -1.219 -644 -292 +0 -24 -960 -78,8 Personalkosten / -einsparungen 0 0 0 -261 -261 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 + 261 +261 . planmäßige Abschreibungen auf In- 0 vestitionen Interimspielstätten -594 -456 0 -48 -1.098 -674 -551 0 -36 -1.261 -80 -95 +0 +12 -163 -12,9 Kosten Gebäudebewirtschaftung -658 -200 0 -381 -1.239 -551 -116 0 -126 -793 +107 +84 +0 +255 +446 +56,2 (ersparte) Kosten Gebäudebewirtsch. 0 0 0 2.749 2.749 0 0 0 2.7 49 2.749 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0 Mieten und Pachten -2.027 -2.531 0 -1.982 -6.540 -2.364 -2. 443 0 -1.293 -6.100 -337 +88 +0 +689 +440 +7,2 sonstige Verwaltungsaufwendungen -54 -6 0 -113 -173 -20 -8 0 -73 -101 +34 -2 +0 +40 +72 +71,3 Werbung, Öffentlichkeitsarbeit 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +0 +0 . Zinsaufwendungen 0 -2 0 0 -2 0 0 0 -15 -15 +0 +2 +0 -15 -13 -86,7 neutrale Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +0 +0 . betriebliche Aufwendungen -3.420 -3.195 0 -208 -6.823 -4. 340 -3.410 0 1.010 -6.740 -920 -215 +0 +1.218 +83 +1,2 = Ergebnis Betrieb Interim -56 93 0 -725 -688 -637 -373 0 1.0 10 0 +581 +466 +0 -1.735 -688 . Umlage Spartenergebnis Service -457 -268 0 725 0 637 373 0 -1.010 0 -1.094 -641 +0 +1.735 +0 . Spartenergebnis Betrieb Interim -513 -175 0 0 -688 0 0 0 0 0 -513 -175 +0 +0 -688 . *einschließlich Ballet of Difference Richard Siegal Gesamt 2021/22 Ertragslage Wirtschaftsplan 2021/22 Abweichung Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 24 Oper Schau- Tanz Service Gesamt Oper Schau- Tanz Service Ges amt Oper Schau- Tanz Service spiel* spiel spiel TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR % Spartenergebnis Spielbetrieb 2.394 -505 65 -1.762 192 750 3 68 -400 0 718 +1.644 -873 +465 -1.762 -526 -73,3 Spartenergebnis Betrieb Interim -513 -175 0 0 -688 0 0 0 0 0 -51 3 -175 +0 +0 -688 . Sanierung Betriebskostenzusch. Stadt Köln (ant.) 0 0 0 6.264 6.264 0 0 0 6.264 6.264 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0 Investitionszuschuss 0 0 0 1.802 1.802 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +1.802 + 1.802 . sonstige Erträge 0 0 0 43 43 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +43 +43 . betriebliche Erträge 0 0 0 8.109 8.109 0 0 0 6.264 6.264 +0 +0 + 0 +1.845 +1.845 +29,5 Material-/ Leistungsaufwand 0 0 0 -3 -3 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +3 +3 . planmäßige Abschreibungen auf In- vestitionen Sanierung 0 0 0 -668 -668 0 0 0 -4.327 -4.327 +0 +0 +0 -3.659 -3.659 -84,6 Verluste aus Anlagenabgang 0 0 0 -335 -335 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +335 +335 . Zuführung Sonderposten Investitionszuschüsse 0 0 0 -1.802 -1.802 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +1.802 +1.802 . Forderungsrisiken 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +0 +0 . Kosten Gebäudebewirtschaftung 0 0 0 -26 -26 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +26 +26 . Verwaltungsaufwendungen 0 0 0 -172 -172 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +172 +172 . Werbung, Öffentlichkeitsarbeit 0 0 0 -31 -31 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 + 31 +31 . Zinsaufwendungen 0 0 0 -1 -1 0 0 0 -1.937 -1.937 +0 +0 +0 -1.936 -1 .936 -99,9 betriebliche Aufwendungen 0 0 0 -3.038 -3.038 0 0 0 -6.264 -6 .264 +0 +0 +0 -3.226 -3.226 -51,5 = Ergebnis Sanierung 0 0 0 5.071 5.071 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +5.071 +5.0 71 . Spartenergebnis Bühnen gesamt 1.881 -680 65 3.309 4.575 75 0 368 -400 0 718 +1.131 -1.048 +465 +3.309 +3.857 >+100,0 *einschließlich Ballet of Difference Richard Siegal Ertragslage Wirtschaftsplan 2021/22 Abweichung Gesamt 2021/22 Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 25 Die von den Bühnen in 2021/22 im Spielbetrieb erwirtschaf teten betrieblichen Erträge lagen um TEUR 1.556 bzw. 1,9% unter den geplanten Ansätzen. Dies ist im W esentlichen auf die noch deutlich hinter den Planungen liegenden Kartenverkaufserlöse (TEUR -3.128 bzw. 60,5%) sowie reduzierte Eigenleis- tungen im Bereich der Sanierung (TEUR -585 bzw. -33,2% ) zurückzuführen, die nur teilweise vom An- stieg der sonstigen Erlöse des Spielbetriebs (TEUR +544 bzw. +5 0,3%) und den Bestandserhöhungen bei den angearbeiteten Produktionen (TEUR +97) kompensiert werden konnten. Hier ist nicht zuletzt zu berücksichtigen, dass sich geplante Einnahmen aus dem Divertissementchen der Spielvereinigung Cäcilia Wolkenburg nicht in Kartenverkäufen der Bühnen konkretisierten, da die Spielvereinigung die Produktion ihres Stückes in 2021/22 selber als Veranstalter durchführte und das spielfertige Staatenhaus zu diesem Zweck entgeltlich von den Bühnen anmietete. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen stellte sich eine Überschreitung der Planansätze um TEUR 1.842 ein, dies vor allem als Folge deutlich höher ausgefallener Zuschüsse im Bereich der Oper und des Ballet of Difference / Richard Siegal. Dagegen war bei den Mitteln aus dem eingeplanten Landeszuschuss eine Unterschreitung des Planansatzes um TEUR 352 bzw. 8,9% zu verzeichnen. Insgesamt lagen damit die betrieblich en Erträge um TEUR 277 bei der Oper, um TEUR 972 beim Schauspiel sowie um TEUR 351 beim Service unter den budgetierten Erträgen, während im Bereich des Tanzes die Planerträge um TEUR 44 überschritten wurden. Da die betrieblichen Aufwendungen die Planansätze insgesamt - in Relation zu den Erträgen überpro- portional - um TEUR 3.032 bzw. 3,8% unterschritten, fällt da s von den Bühnen in 2021/22 erwirtschaf- tete Betriebsergebnis mit TEUR 3.523 insgesamt um TEUR 1.476 besser aus, als dies im Wirtschaftsplan (TEUR +2.047) kalkuliert war. Die Kosteneinsparungen sind dabei vor allem auf den Material- und Leis- tungsbezug (TEUR -1.988 bzw. -11,9%) und den Personalaufw and (TEUR -1.100 bzw. -2,2%) zurück- zuführen. Die Einsparungen bei den Materialaufwendungen entfielen mit TEUR 389 auf die Materialkosten für Büh- nenproduktionen sowie mit TEUR 2.019 auf die gegenüber der Planung verminderten sonstigen bezoge- nen Leistungen. Bei letzteren waren vor allem für die Oper deutlich höhere Aufwendungen für Gastspiele und hier insbesondere die Spielvereinigung Cäcilia Wolkenburg eingeplant, die aber infolge des Umstan- des, dass die Spielvereinigung in 2021/22 selbst Veranstalter war, entfielen. Die gegenüber den Plandaten eingetretenen Reduzierungen der ursprünglich geplanten Personalaufwen- dungen entfielen mit TEUR -17 auf die Löhne, Gehälter u nd Beamtenbezüge, mit TEUR 484 auf die angestellten Gagenkräfte und mit TEUR 633 auf die Aufwendungen für Sozialabgaben, Altersversorgung und Unterstützung. Letztere vor allem als Folge der gegenüber den im Wirtschaftsplan kalkulierten Bei- hilfeaufwendungen deutlich gesunkenen Ist-Kosten. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 26 Spartenbezogen entfielen die betrieblichen Minderkosten mit TEUR 1.217 auf die Oper, mit TEUR 29 auf das Schauspiel, mit TEUR 422 auf den Tanz und mit TEUR 1.364 auf den Service. Die von den einzelnen Sparten erwirtschafteten Betriebsergebnisse lagen damit in 202 1/22 per Saldo um TEUR +940 (Oper), TEUR +466 (Tanz) und TEUR +1.013 (Service) über dem j eweils geplanten Betriebsergebnis, während beim Schauspiel insoweit eine Unterdeckung in Höhe von TEUR 943 eingetreten ist. Zu beachten ist bei dieser Analyse, dass die Erträge und Aufwen dungen 2021/22 der Sparte Schauspiel auch die nachfolgend separierten Erträge und Aufwendungen des Ballet of Difference / Richard Siegal einschließen, für die im den Wirtschaftsplan 2021/22 keine gesonderten Planansätze eingestellt wurden: Ertragslage darin Ballet 2021/22 of Difference / Schauspiel R. Siegal TEUR TEUR Erlöse 1.641 179 Bestandsminderung -1.256 -109 Spenden und Zuschüsse 924 869 sonstige betriebliche Erträge 0 0 Betriebskostenzuschuss 25.223 100 betriebliche Erträge 26.532 1.039 Material-/Leistungsaufwand -3.419 -267 Personalaufwand -13.531 -1.072 sonstige betriebliche Aufwendungen -716 -68 betriebliche Aufwendungen -17.666 -1.407 Betriebsergebnis 8.866 -368 Investitionsergebnis -323 -30 Neutrales Ergebnis -458 -229 Ergebnis Spielbetrieb 8.085 -627 anteilige Umlage Service -8.590 0 -505 -627 Ergebnis Betrieb Interim 93 0 anteilige Umlage Service -268 0 Gesamtergebnis Sparte -680 -627 Das Ballet of Difference erwirtschaftete damit im dritten Jahr unter dem Schauspiel Köln einen Fehlbetrag in Höhe von TEUR 627. Das Investitionsergebnis in Höhe von TEUR -1.043 fiel um TEUR 8 0 - vor allem als Folge höherer plan- mäßiger Abschreibungen - hinter das Planergebnis zurück. Währen d sich das Finanzergebnis mit TEUR -406 in etwa erwartungsgemäß (TEUR -429) einstellte, ist der Bereich des neutralen Ergebnisses wie in jedem Jahr mangels Planbarkeit nur mit einem pauschalen Überschussbetrag (TEUR 63) in den Wirtschaftsplan eingeflossen. Die Ergebnisabweichung betrug hier TEUR -1.945 im Wesentlichen dadurch bedingt, dass die außerordentlichen Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstel- lungen und Verbindlichkeiten (TEUR 472) von den außerordentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit Nachzahlungsrisiken bei der betrieblichen Altersversorgu ng (TEUR 502) sowie Rückzahlungsrisiken Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 27 von Zuschüssen (TEUR 229) überschritten wurden. Zusätzli ch ergab sich ein ungeplanter Aufwand aus der Ausbuchung der beiden Forderungen gegenüber der städt ischen Beteiligungsverwaltung betreffend den Ausgleich von Kosten aus den Tariferhöhungen 2017/18 und 2018/19 in Höhe von insgesamt TEUR 1.561. Nach Übernahme eines anteiligen Verlustes des Tanzes in Höhe von TEUR 100 durch die Servicesparte und Umlage des Zwischenergebnisses für den Service entsprechend dem im Wirtschaftsplan vorgesehe- nen Umlageschlüssel von 63,08% (Oper), 36,92% (Schauspiel) und 0,00% (Tanz), weisen die Sparten Oper und Tanz für den Spielbetrieb 2021/22 jeweils einen Über schuss aus. Für die Oper betrug dieser TEUR 2.394 und für den Tanz TEUR 65. Das Spartenerge bnis des Spielbetriebs im Schauspiels fiel da- gegen negativ aus (TEUR -505). Für die Oper liegt das Spartenergebnis im Spielbetrieb damit um TEUR 1.644 und das des Tanzes um TEUR 465 über dem jeweils b udgetierten Ergebnisteil, während für das Schauspiel ein um TEUR 873 besseres Spartenergebnis im Spielbe trieb geplant war. Insgesamt liegen die Bühnen mit ihrem Spielbetriebsergebnis von TEUR +192 damit um TEUR 526 unter ihrem avisierten Planungsüberschuss (TEUR 718). Im Bereich der Interimspielstätten wurden die geplanten E rträge um TEUR 605 bzw. 9,0% unterschrit- ten. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der bewilligte und gewährte Betriebskostenzuschuss 2021/22 um den früheren Vorgriff auf die zeitversetzte Zu weisung von Zuschussmitteln zum Ausgleich des möglichen Verzögerungsschadens für die Nutzung des Staa tenhauses in Höhe von TEUR 867 zu reduzieren war. Da sich in 2021/22 auch noch die budgetierten Kostenansätze geringfügig um TEUR 83 bzw. 1,2% erhöhten, stellte sich letztlich ein defizitäres Ergebnis im Interimspielbetrieb in Höhe von TEUR 688 gegenüber dem ausgeglichenen Planergebnis ein. S partenbezogen entfiel der Fehlbetrag auf die Oper mit TEUR 513, während für das Schauspiel ein Defizit von TEUR 175 festzustellen war. Im Bereich der Sanierung des Offenbachplatzes wurde den Büh nen im Rahmen des Betriebskostenzu- schusses 2021/22 ein Kostenausgleich von TEUR 6.264 zugewiese n. Zusätzlich wurde - neben diversen sonstigen Erträgen (TEUR 43) - im Rahmen der langfristigen Finanzie rung der Sanierungsmaßnahmen ein Investitionszuschuss in Höhe von TEUR 1.802 gewährt. Da sic h die im Geschäftsjahr 2021/22 tat- sächlich angefallenen, laufenden Kosten auf TEUR 3.038 kumulierten (planmäßige Abschreibungen TEUR 668, Kosten des Gebäudeabbruchs TEUR 335, Zuführungen zum Sonderposten für Investitionszuschüsse TEUR 1.802 und weitere Kosten in Höhe von TEUR 233) fiel da s Sanierungsergebnis damit deutlich positiv aus (TEUR +5.071). Bei der Gesamtbetrachtung der Ergebnisbestandteile des Spielbetriebs, des Ergebnisses aus dem Betrieb der Interimspielstätten und der Sanierung haben die Bühnen damit - nach Umlage der Einzelergebnisse des Servicebereichs auf Oper und Schauspiel - spartenbezogen in 2021/22 Überschüsse in Höhe von Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 28 TEUR 1.881 in der Oper und TEUR 65 im Tanz erwirtschaftet, während für das Schauspiel ein Fehlbetrag in Höhe von TEUR 680 entstanden ist. Dazu addiert sich der Überschuss im Bereich der Sanierung (TEUR 5.071), so dass sich in Summe der ausgewiesene Jahresüberschuss der Bühnen in Höhe von TEUR 4.575 eingestellt hat. c) Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage der Bühnen stellt sich an den beiden B ilanzstichtagen zusammengefasst wie folgt dar: 31.08.2022 31.08.2021 Veränder TEUR % TEUR % TEUR Vermögen Anlagevermögen 542.672 95,1 468.629 81,1 +74.043 Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände 11.035 1 ,9 11.035 1,9 +0 Lang- und mittelfristig gebundene Vermögenswerte 553.707 97,1 479.664 83,0 +74.043 Vorräte 5.714 1,0 5.584 1,0 +130 Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände 9.007 1, 6 55.601 9,6 -46.594 Flüssige Mittel / kurzfristige Wertpapiere 1.138 0,2 36.6 90 6,3 -35.552 Kurzfristig gebundene Vermögenswerte 15.859 2,8 97.875 16 ,9 -82.016 Rechnungsabgrenzungsposten 902 0,2 644 0,1 +258 Vermögen insgesamt 570.468 100,0 578.183 100,0 -7.715 Kapital Stammkapital 50 0,0 50 0,0 0 Gewinnrücklagen 9.208 1,6 9.458 1,6 -250 Bilanzgewinn / -verlust 8.529 1,5 3.704 0,6 +4.825 Eigenkapital 17.787 3,2 13.212 2,3 +4.575 Sonderposten Investitionszuschüsse 19.415 3,4 18.717 3,2 +698 Sonderposten 19.415 3,4 18.717 3,2 +698 Pensionsrückstellungen 5.399 0,9 5.148 0,9 +251 sonstige Rückstellungen 8.350 1,5 8.543 1,5 -193 Bankverbindlichkeiten 67.512 11,8 78.829 13,6 -11.317 sonstige Verbindlichkeiten 367.938 64,5 378.947 65,5 -11. 009 Lang- und mittelfristiges Fremdkapital 449.199 78,7 471.467 81,5 -22.268 Rückstellungen 5.078 0,9 4.376 0,8 +702 Bankverbindlichkeiten 45.206 7,9 53.717 9,3 -8.511 übrige Verbindlichkeiten 23.098 4,0 14.926 2,6 +8.172 Kurzfristiges Fremdkapital 73.382 12,9 73.019 12,6 +363 Rechnungsabgrenzungsposten 10.685 1,9 1.768 0,3 +8.917 Kapital insgesamt 570.468 100,0 578.183 100,0 -7.715 Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 29 Die Analyse der Vermögenslage ergibt auf den Stichtag 31.8 .2022 eine Eigenkapitalquote 1 von 6,5% (zum 31.8.2021 5,5%), einen Verschuldungsgrad 2 von 103,6% (zum 31.8.2021 106,0%) sowie einen Anlagedeckungsgrad3 von 6,9% (zum 31.8.2021 6,8%). Diese Bilanzstruktur stellt sich allerdings nur dann ein, wenn der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse zu Analysezwecken dem Eigenkapi- tal zugerechnet wird. Bei isolierter Betrachtung des Eigenkap itals weisen die Bühnen unter Berücksich- tigung des Jahresüberschusses 2021/22 ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 17.787 (im Vorjahr TEUR +13.212) aus. Die Investitionsquote 4 lag im Wirtschaftsjahr 2021/22 bei 16,7% (im Vorjahr 11,7%). Änderungen im Bestand der wichtigsten technischen Anlagen de r Bühnen waren im Wirtschaftsjahr 2021/22 - nicht zuletzt aufgrund der laufenden Sanierungsmaßnahmen von Opern- und Schauspielhaus - nicht zu verzeichnen. Die in der Spielzeit 2021/22 in den Int erimspielstätten genutzten Anlagen und Geräte waren im Wesentlichen einsatzbereit und verfügbar. An Mitteln des städtischen Haushalts standen den Bühnen im Wirt schaftsjahr 2021/22 über den Ergeb- nisplan zunächst TEUR 81.827 zur Verfügung. Dieser Betrag erh öhte sich aufgrund eines Werteaus- gleichs für Zweit-Freikarten (TEUR 26). Die weitere Verrechnun g zeitversetzter Zuschussbeträge zum Interimspielbetriebs (TEUR -841) führte damit insgesamt zu ein em erfolgswirksamen Betriebskostenzu- schuss 2021/22 in Höhe von TEUR 81.012. Ein Großteil der insoweit gewährten städtischen Mittel wurde als Zuschuss zum Ausgleich des Betriebsverlustes im Spielbetrie b (TEUR 64.916), im Betrieb der Inte- rimspielstätten (TEUR 10.328) sowie im Bereich der Sanierung (TEUR 1.193) verwendet. 1 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Vermögen 2 Rückstellungen + Verbindlichkeiten / Vermögen 3 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Anlagevermögen 4 Investitionen / Buchwert Anlagevermögen zum Bilanzstichtag des Vorjahres Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 30 Der Vergleich der liquiden Mittelbestände an den beiden Bilanzstichtagen 31.8.2021 und 31.8.2022 ergibt insgesamt eine Verminderung des Finanzmittelfonds um TEUR 35.552, die aus folgenden Quellen resul- tiert: 2021/22 Vorjahr TEUR TEUR Jahresüberschuss 4.575 2.725 planmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen (+) 3.913 4.568 Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten für Investitionszuschüsse (+) 1.802 0 Buchgewinne (-)/Buchverluste (+) aus dem Verkauf von Anlagevermögen 3 36 4.727 Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (-) -1.104 -1.106 Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen 760 -887 Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Leistungsforderungen und d er sonstigen Aktiva 46.206 -41.300 Zunahme (+) / Abnahme (-) der Leistungsverbindlichkeiten und der sonstigen Passiva 6.521 -6.017 Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) -11 -4 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 62.998 -37.294 Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens (+) 0 0 Auszahungen für Investitionen in das Anlagevermögen (-) -78.293 -49.907 Auszahungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 -10.370 Erhaltene Zinsen (+) 16 6 Cashflow aus Investitionstätigkeit -78.277 -60.271 Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (+) 0 162.479 Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten (-) -20.268 -28.487 Gezahlte Zinsen (-) -5 -2 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -20.273 133.990 Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -35.552 36.425 5. Vorläufige Prüfungsfeststellungen nach § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes im Rah- men der Vorjahresprüfung (1.9.2019– 31.8.2020) Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schüllermann & Partner AG, Dreieich, hat auf der Grundlage des Auftrags der Betriebsleitung der Bühnen gemäß Beschluss des Betriebsausschusses vom 18.1.2022 den Jahresabschluss der Bühnen unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts für das Ge- schäftsjahr 1.9.2020 bis 31.8.2021 geprüft. Der Prüfung sauftrag umfasste in entsprechender Anwen- dung des § 53 Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGrG auch die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und die Berichterstattung über wirtschaftlich bedeutsame S achverhalte. Im Zeitpunkt der Verfassung dieses Lageberichts war die Prüfung abgeschlossen und ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk zum 15.6.2022 erteilt. Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführun g führte vor dem Hintergrund des weiterhin drohenden Ausfalls von Termingeldeinlagen bei der Greensill Bank AG im Rahmen der Fragen zu Finanz- instrumenten zu Hinweisen zum Stand der Aufarbeitung und Be wertung der Abläufe und organisatori- schen Regelungen sowie den daraus resultierenden Handlungserf ordernissen. Es wurde erneut festge- Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 31 stellt, dass die Abstimmungsprozesse zur Erarbeitung einer Liquiditä tsrichtlinie sowie von Reportingfor- maten und Verfahrensvorgaben für die eigenbetriebsähnliche n Einrichtungen abgeschlossen seien und die Bühnen regelmäßig zu Beginn eines Monats an die Kämmerei ih ren Liquiditätsstatus zum Ende des Vormonats übermitteln. Um den Umgang mit gegebenenfalls künf tig auftretenden Liquiditätsbeständen zu regeln, habe die Betriebsleitung darüber hinaus eine Liquiditätsrichtlinie auf Basis eines mit der Käm- merei abgestimmten Musters in Kraft gesetzt. Die zwingende Beachtung dieser Richtlinie wurde auch in eine Neufassung der Betriebssatzung der Bühnen aufgenommen, die der Rat der Stadt Köln am 5.5.2022 beschlossen hat. Künftig habe die Betriebsleitung innerhalb de r Quartalsberichte zudem den Betriebs- ausschuss über den Liquiditätsstatus zum Ende eines jeden Quartals informieren. II. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER BÜHNEN / RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG 1. Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen Unter Einschluss des im Geschäftsjahr 2021/22 erwirtschaftete n Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 4.575 weisen die Bühnen zum 31.8.2022 einen Bilanzgewinn von TEUR 8.529 aus. Das Eigenkapital beträgt danach zum 31.8.2022 TEUR 17.787 (zum 31.8.2021 TEUR 13.212). Im Rahmen der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der Bühn en stellte der Rat in seiner Sitzung am 20.6.2022 gemäß § 4 der Betriebssatzung in Verbindung mit § 4 der Eigenbetriebsverordnung den Wirt- schaftsplan der Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2022/23 mit folgenden Eckdaten fest: Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 32 Wj. 2022/23 Wj. 2022/23 Wj. 2022/23 Wj. 2022/23 Wj. 2022/23 gesamt davon davon davon davon Oper Schauspiel Tanz Service TEUR TEUR TEUR TEUR Spielbetrieb der Bühnen Umsatzerlöse 9.731 7.165 2.355 190 21 sonstige betr. Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt ) 5.663 2.671 1.157 39 1.796 Materialaufwendungen -16.913 -12.307 -3.643 -729 -234 Personalaufwendungen -52.558 -22.213 -13.917 0 -16.428 sonstige betriebliche Aufwendungen -11.407 -926 -712 -66 -9.70 3 geplantes Betriebsergebnis -65.484 -25.610 -14.760 -566 -24.548 Erträge aus der Auflösung Sonderposten Investitionszuschüsse 900 0 0 0 900 planmäßige Abschreibungen -7.555 -330 -330 0 -6.895 geplantes Investitionsergebnis -6.655 -330 -330 0 -5.995 geplantes Finanzergebnis -2.259 0 0 0 -2.259 geplantes neutrales Ergebnis 65 0 0 0 65 -74.333 -25.940 -15.090 -566 -32.737 Übernahme anteiligen Verlust Tanz durch Service 0 0 0 1 00 -100 Umlage Spartenergebnis 0 -15.956 -9.339 0 25.295 = Planergebnis Spielbetrieb Bühnen (vor BKZ) -74.333 -4 1.896 -24.429 -466 -7.542 Betrieb Interimspielstätten Umsatzerlöse -3.740 -3.240 -500 0 0 sonstige betr. Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt ) 0 0 0 0 0 Materialaufwendungen -320 -166 -37 0 -117 Personalaufwendungen -292 0 0 0 -292 Abschreibungen -1.127 -639 -462 0 -26 sonstige betriebliche Aufwendungen -4.950 -3.330 -2.600 0 980 geplantes Betriebsergebnis -10.429 -7.375 -3.599 0 545 geplantes Finanzergebnis -27 0 0 0 -27 -10.456 -7.375 -3.599 0 518 Umlage Spartenergebnis 0 327 191 0 -518 = Planergebnis Interimspielbetrieb Bühnen (vor BKZ) -10.456 -7.048 -3.408 0 0 Planergebnis Sanierungsmaßnahmen (vor BKZ) 0 0 0 0 0 = Planergebnis Bühnen (vor BKZ) -84.789 -48.944 -27.837 -466 -7.542 darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Spielbetrieb 64.864 40.664 23.800 400 0 darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Interimspielst. 10.457 7.048 3.409 0 0 darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln Neue Bühnenwerkstätten 1.036 654 382 0 0 darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln Sonderzuschüsse 285 180 105 0 0 darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Sanierungmaßn. 7.392 0 0 0 7.392 = geplanter Fehlbetrag 2022/23 -755 -398 -141 -66 -150 Der sich gemäß Wirtschaftsplan 2022/23 ergebende Jahresfehlbetrag kann durch Verrechnung mit dem Gewinnvortrag per 31.8.2022 ausgeglichen werden. Auf der Grundlage der Auswertungen der Finanzbuchhaltu ng für das laufende Wirtschaftsjahr 2022/23 verläuft die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen im Bereich des Spielbetriebs im Vergleich zur inter- nen Ergebnisplanung bis Ende Februar 2023 (2. Quartal 2022/23) insgesamt zunächst weiterhin positiv: So wird das Planergebnis als Zuschussbedarf im Spielbetrieb in Höhe von TEUR -36.258 vom Ist-Ergebnis Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 33 (TEUR -32.329) unterschritten. Das vorläufige Ergebnis de s Spielbetriebs (unter Einschluss von Investi- tions-, Finanz- und neutralem Ergebnis) liegt damit um rd. TE UR 3.929 bzw. 10,8% über Plan. Die Überschreitung entfällt mit TEUR 3.096 auf die Oper, mit T EUR 763 auf das Schauspiel und mit TEUR 220 auf den Tanz, während im Service von einer Unterdeckung von TEUR 150 ausgegangen wird. Auch im Bereich des Interims liegt das vorläufige Ergebnis mit TEUR -4.7 67 Ende Februar 2023 um rd. TEUR 161 bzw. 3,3% über Plan (TEUR -4.928). Das gesondert, d .h. außerhalb des Wirtschaftsplans 2022/23 budgetierte Ballet of Difference / Richard Siegal weist für den gleichen Zeitraum ein Defizit gegenüber der Planung in Höhe von TEUR 76 (geplant TEUR -125) aus, da die erzielten Erträge (TEUR 546) erwar- tungsgemäß nicht zur Deckung der entstandenen Kosten (TE UR 622) ausreichen. Schließlich liegt auch das vorläufige Ergebnis der Kinderoper, die in der Spielzeit 202 2/23 erneut mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis außerhalb des Wirtschaftsplans budgetiert wird, mit Erträgen in Höhe von TEUR 622 um rd. TEUR 5 geringfügig über den Aufwendungen (TEUR 61 7). Bei den Besucherzahlen haben bis Ende Februar 2023 113.659 Besucher die 320 Aufführungen gese hen, was einer Auslastung von rd. 81% entspricht. Bezogen auf die Liquidität zum 28.2.2023 besteht ein e stichtagsbezogene Unterdeckung in Höhe von TEUR 334, die aber wegen stark schwankender Zahlungsverläufe und der Kompensation durch die mögliche Inanspruchnahme von Tagesgeldkrediten bei der Spa rkasse KölnBonn nicht als kritisch angesehen wird. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisplanungen sowie der anhaltenden Pandemie und deren Auswirkun- gen auf den Spielbetrieb hängt die weitere wirtschaftliche En twicklung der Bühnen damit maßgeblich von den konkreten Ertragssituationen in der laufenden Spielzeit 2022/23 und den Folgejahren sowie der weiteren Bezuschussung durch die Stadt in diesen Jahren ab. Bei einem unverändert hohen Anteil der Personalkosten am Gesamtkostenvolumen der Bühnen wird bis zum Ab schluss der Sanierungsmaßnah- men von einem Mittelbedarf in einer Größenordnung auszuge hen sein, wie er sich im Wirtschaftsplan 2022/23 der Bühnen für dieses Wirtschaftsjahr und die Folgejahre niedergeschlagen hat. Dazu werden für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen folgende Faktoren entscheidend sein:  konsequente Fortsetzung des Bauablaufs im Rahmen des Sanier ungsprojekts der Bühnen am Offenbachplatz und Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen in dem geplanten Zeitrahmen;  Fortsetzung der bereits realisierten langfristigen Finanzierungsstru ktur zu den Investitionen im Bereich der Sanierung im Rahmen der vom Rat erteilten Kreditermächtigungen;  ständige Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Bühnen u nter Beachtung der Ermächti- gungen zur Kreditaufnahme;  Ausgleich der für die Folgejahre bis zur Wiedereröffnung der Bühnen anfallenden Zusatzkosten für den fortzusetzenden Interimspielbetrieb sowie den neuen Standort der Bühnenwerkstätten. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 34 In Abstimmung mit dem Betriebsausschuss und der Kämmerei be müht sich die Betriebsleitung im Zeit- punkt der Abfassung dieses Lageberichts unverändert um eine erfolgreiche Umsetzung dieser Punkte. 2. Entwicklung des Sanierungsprojekts Offenbachplatz und des Interimspielbetriebs Generalsanierung Infolge der Notwendigkeit einer Sanierung der Gebäude am Offenbachplatz hatte der Rat der Stadt Köln am 1.3.2011 die Ergebnisse seiner diversen Prüfaufträge zur Kenntnis genommen und festgestellt, dass die Variante 6.0 der Machbarkeitsstudie einschließlich Kinderoper sow ie Sanierung der Opernterrassen mit Studiobühne mit geschätzten und zugleich limitierten Bruttogesamtbaukosten von 253 Mio. EUR die Planungsgrundlage bildet. Nachdem der Rat die Bühnen mit Besch luss vom 14.7.2011 mit der Planung, Ausschreibung und Durchführung der sogenannten vorgezogenen Maßnahmen innerhalb des Projekts und der Genehmigungsplanung für die Hauptmaßnahme beauftragt hatte, erteilte er am 24.11.2011 den Baubeschluss und beauftragte die Bühnen auf der Grundla ge der Entwurfsplanung mit der Ausführung des Projekts „Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz“ ein schließlich Kinderoper und Sanierung der Opernterrassen mit Kleinem Haus (Baubeschluss). Dabei sollten die limitierten Bruttobaukosten von EUR 253.000.000 für die Gesamtmaßnahme nicht überschritten werden. Aufgrund von gegenüber der Pla- nung deutlich umfangreicheren statischen Ertüchtigungen und Betonsanierungen, Problemen beim Spe- zialtiefbau, verlängerten Gerüststandzeiten, einer deutliche n Steigerung des Baupreisindexes sowie be- reits eingeleiteter Beschleunigungsmaßnahmen, musste der Rat am 12.5.2015 zunächst zur Kenntnis nehmen, dass sich das Sanierungsprojekt am Offenbachplatz v oraussichtlich auf rund 278 Mio. EUR (ohne Bauzeitzinsen) gegenüber dem ursprünglichen Baubeschluss verteuern würde. Der Rat bewilligte daraufhin die Sanierung in diesem verteuerten Umfang. Im Juli 2015 zeigte sich, dass eine Vielzahl an offenen Planungsthemen im Bereich der Haustechnik zu Stö rungen und Ausführungskollisionen führte, die auch die Fertigstellung der restlichen Planungs- und Fach planungsbereiche behinderten. Bei der Bauausführung der technischen Gewerke wurde sichtbar, dass insbesondere hinsichtlich der Koordina- tion der Planungen zu den einzelnen Anlagengruppen untereinander Mängel in Form von Schnittstellen- kollisionen bestanden. Des Weiteren musste davon ausgegangen we rden, dass die Defizite der Haus- technikplanung auch in die Werkstatt- und Montageplanung d er ausführenden Unternehmen für den Bereich der Technischen Ausrüstung übertragen und in Teilen bereits mangelhaft ausgeführt worden waren, so dass ggf. Umbauten im Rohbau und der Abbruch neu g ebauter Bereiche nötig werden könn- ten. Außerdem mussten Abweichungen der Bauausführung von de r genehmigten Planung sowie der Ausführungsplanung festgestellt werden. Daher mussten Bühn enleitung und Verwaltung am 23.7.2015 bekanntgeben, dass die Wiedereröffnung im November 2015 nicht stattfinden konnte. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 35 Am 10.9.2015 beschloss der Rat, dass die Bühnen zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit auf der Baustelle Verpflichtungen eingehen durften, die das genehm igte Budget auf 287,8 Mio. EUR erhöhten. Die Fertigstellung der Baumaßnahme sollte unter Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel zur Durchsetzung möglicher Schadenersatzforderungen erfolgen. Die Bühnen Köln wurden außerdem verpflichtet, einen vorgelegten 11-Punkte-Plan detailliert auszuarbeiten, ggf. anzupassen und umzusetzen. Nachdem das mit der Errichtung der Schlüsselgewerke Strom und Kältetechnik beauftragte Unternehmen insolvent wurde und sich die Bühnen auch von dem zunächst beauftragten Fachplaner getrennt hatten, wurden die Planungs- und Bauleitungsleistungen der Technisc hen Ausrüstung von einem neuen Pla- nungsbüro fortgeführt. In Ausführung des 11-Punkte-Plans wurde das gesamte Sanierungsprojekt neu strukturiert und es wurden auf Seiten des Bauherrn, der Proje ktleitung und der Projektsteuerung Ver- stärkungen eingesetzt. Zur Unterstützung des Projektmanagem ents wurden Sachverständige mit der Feststellung von Leistungsständen und der Qualitätsverfo lgung und baubetrieblichen Unterstützung während der Bauzeit beauftragt. Auf der Grundlage eines R atsbeschlusses vom 15.3.2016 wurde die Stelle eines Technischen Betriebsleiters als 4. Mitglied der Betriebsleitung der Bühnen geschaffen. Dieser wurde zum 1.5.2016 angestellt und bestellt und hat die v ollumfängliche Wahrnehmung der Bauherren- aufgabe (Planung, Steuerung und Kontrolle der Sanierun gsmaßnahme) übernommen. Er legt seither in detaillierten Monatsberichten weiterführende, konkretisierend e Aussagen zu Kosten und Terminen, zur Beauftragung der neuen Planer und Bauleiter und zu den E rgebnissen der anstehenden Vertragsver- handlungen mit allen Projektbeteiligten vor. Des Weiteren ist er zusammen mit dem Projektsteuerungs- büro mit einer Neuaufstellung der Planungs- und Objektüberw achungsteams der Technischen Ausrüs- tung, der intensiven Mängelerfassung und Mängelbehebung sowie dem Aufbau eines Qualitätsmanage- ments befasst. Nachdem der Rat in der Sitzung vom 15.3.2016 die Aufstockung des Baubudgets auf zunächst EUR 347,8 Mio. zur Wiederherstellung eines geordneten Bauablaufs beschlosse n hatte, behielt er sich vor, die Budgetfreigabe für künftig einzugehende Verpflichtungen im Rahmen etwa erforderlicher Steuerungs- maßnahmen aufzuheben (Rückholrecht). Mit Ratsbeschluss vom 17.11.2016 wurde das Budget nochmals auf EUR 404 Mio. aufgestockt. Der Rat nahm zur Kenntnis, dass sich die Geltendmachung von Ansprü- chen gegen Baubeteiligte insbesondere wegen mangelhafter Leistu ngen und Verzugs, die Inanspruch- nahme der Baurisikoversicherung und die im Rahmen der Projektfinanzierung günstige Zinsentwicklung positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen auswirkten. Ansprüche gegen Baubeteiligte wegen mangelhafter Leistungen etc. sollten durchgesetzt und Nachbesserungsansprüche mit dem Ziel der Män- gelbeseitigung realisiert werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 36 In einer Projektprognose, welche die Bühnen am 3.7.2017 auf einer Pressekonferenz vorstellten, wurde erneut bekräftigt, dass die Sanierung möglich und machbar se i, aber eine umfassende Neuplanung der Haustechnik erfordere und in diesem Bereich auch ein erheblicher Rückbau wahrscheinlich sei. Dabei wurde eine Schlüsselübergabe zu den dann fertiggestellten G ebäuden im 4. Quartal 2022 und Gesamt- kosten in Höhe von 545 Mio. Euro bzw. 570 Mio. Euro (einschließlich aller zu diesem Zeitpunkt bekannten Risiken) in Aussicht gestellt. Nachdem man im Juli 2018 eine Verlängerung der Entwurfsplan ung und die Überprüfung der Zeit-/ Kosten-Prognose um drei Monate bis Mitte 2019 akzeptieren musste , ohne dass sich dadurch die Pro- jektdauer insgesamt verlängern sollte, schritt der Planungsproz ess im Wirtschaftsjahr 2018/19 weiter voran. Vor dem Hintergrund der Verzögerungen bei der erweit erten Entwurfsplanung der Haustechnik wurden die Planungsleistungen der Ausführungsplanung in diesem Bereich optional mit den neu auszu- schreibenden haustechnischen Gewerken ausgeschrieben, um so eine Rückfallebene der Vergabe dieser Planungsleistungen an die ausführenden Firmen sicherzustellen . Im Dezember 2019 wurden die Prüfläufe und notwendigen Nacharbeiten zur Entwurfsplanung abgeschlossen. Die Planer legten zugleich ein Konzept vor, mit dessen Hilfe dem Zeitverzug bei der Ausführungsplanung entgegengewirkt werden sollte. Anfang 2020 lagen die Ergebnisse der Ausführungsplanung für die Kinderoper und das Kleine Haus vollständig zur Prüfung vor. Zudem fand erstmals ein Ortstermin mit dem vom Gericht beauftragten Sachverständigen im Rahmen des vom früheren Planer der Hauste chnik angestrengten selbständigen Beweisverfahrens statt. Seit dem Frühjahr 2020 wurde sodann mit Nachdruck an der Ausführungsplanung im Opernhaus und Schauspielhaus gearbeitet. Im Juni 2020 wurde diese für das Schauspielhaus und das Planpaket 1 des Opernhauses von den Planern fristgerecht übergeben. Bei den v orgelegten Plänen von Kinderoper und Kleinem Haus wurde der in den Prüfzyklen identifizierte Nacharb eitsbedarf bereits eingearbeitet, die entsprechend korrigierten Pläne wurden den Bühnen im August 2020 übergeben. Zum Ende des Jahres konnte der Vergabeprozess für die fünf vakanten haustechnisc hen Gewerke (elektronische Anlagen, Raumluft, Feuerlöschanlagen, Kälte- und Wärmeversorgung) e rfolgreich abgeschlossen werden. Damit war gewährleistet, dass sich die von den neuen Firmen zu leistende Werk-und Montageplanung als letzter Planungsschritt vor der Wiederaufnahme der Bautätigke it nahtlos anschließen konnte. Anfang 2021 wurde den unter Vertrag genommenen Haustechnikfirmen die geprüfte und nachgearbeitete Ausfüh- rungsplanung für das Kleine Haus, die Kinderoper und das Schauspielhaus übergeben. Zur gleichen Zeit wurde auch das Gewerk Rohbauarbeiten mit einem verkürzten Verfahren erneut ausgeschrieben und mit den notwendigen Rückbauarbeiten in den Theatern begonnen. Damit diese Maßnahmen auch im Kleinen Haus möglich wurde, gab das Schauspiel die Spielstätte Ende Jan uar wieder an das Sanierungsteam zurück. Im Frühjahr 2021 wurden die ersten Pläne der Werk- und Montageplanung zur Prüfung abgege- ben. Zur gleichen Zeit überschattete die Insolvenz der Greensill Bank AG und die damit einhergehenden Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 37 möglichen Ausfallrisiken bezüglich der bei der Bank kurzzeitig an gelegten Termingeldeinlagen aus Sa- nierungsdarlehen den gesamten Sanierungsprozess. Nach der Neuvergabe des Gewerks Rohbau konnte im zweiten Quartal 2021 die geprüfte und nachge- arbeitete Ausführungsplanung für sechs von acht Teilabschnitten für die anschließende Werkstatt- und Montageplanung übergeben werden. Auch konnten erste Elemente der Werkstatt- und Montageplanung nach Prüfung freigegeben werden. Die Demontagearbeiten wurden intensiviert und die ersten Lüftungs- anlagen wieder neumontiert, die Arbeiten an Rohbau und Es trich in den beiden großen Häusern und in der Kinderoper fortgeführt. Im Frühsommer 2021 konnten die Firmen mit den Hauptbaumaßnahmen im Bereich der Haustechnik beginnen. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2021/22 stand in Bezug a uf die Finanzierung neben der Problematik im Zusammenhang mit der Termingeldeinlage bei der Greensill Bank A G die aktualisierte Baukostenkalku- lation im Vordergrund. Nachdem bereits im Januar 2021 von der Oberbürgermeisterin Henriette Reker und dem Technischen Betriebsleiter der Bühnen eine aktualisierte Kosten- und Terminprognose auf Basis des aktuellen Planungsstands vorgelegt worden war, entschied der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung vom 16.9.2021 über eine weitere Erhöhung des Sanierungsbu dgets. Danach dürfen die Bühnen zur Fortführung des Bauvorhabens Verpflichtungen eingehen, die das bisher genehmigte Budget von 554,1 Mio. EUR um 88,6 Mio. EUR überschreiten und auf 642,7 Mio. EUR begrenzt sind. In die der Entscheidung zugrunde liegende Kostenprognose rechneten die Bühnen mit 25,1 Mio. EUR auch einen Teil (75%) der Risiken in das Budget mit ein, wobei darin auch das aus der Insolvenz der Greensill Bank AG entstandene Risiko berücksichtigt wurde. Der Rat verzichtete auf eine Be darfsfeststellung, ein Vergabevorbehalt wurde nicht ausgesprochen. Er ermächtigte zugleich die Bühnen , Kredite bis zu einer Höhe von 642,7 Mio. EUR und darüber hinaus Kredite für Bauzeitzinsen in Anspruc h zu nehmen. Die Schlüsselübergabe des gesamten Ensembles am Offenbachplatz wurde für das erste Quartal 2024 avisiert. Auf der Bühnenbaustelle wurden die Demontagearbeiten für die Haustechnik in der Kinderoper, im Klei- nen Haus sowie in den Zentralen von Opernhaus und Schauspielhau s weitgehend abgeschlossen. Für die Bereiche Lüftung, Sanitär, Wärme, Feuerlöschtechnik u nd Starkstrom wurde bereits mit der Grob- montage gemäß neuer Planung begonnen. Im Rahmen der Män gelbeseitigung musste der im Rahmen der vorgezogenen Maßnahmen im Foyer der Kinderoper eingebaute Estrich ausgetauscht werden. An- fang 2022 wurden die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen bei den Lieferketten nun auch im Sanierungsprojekt spürbar. Die Lieferzeiten für elekt ronische Komponenten und für Kabel stie- gen deutlich an. Die Bauablaufplanung wurde entsprechend angepasst und Bestellungen wurden zwecks Verstetigung des Baubetriebs vorgezogen. Bei Zustandsfeststellu ngen wurden Undichtigkeiten in Lüf- tungsschächten gefunden, die auf Ausführungsmängel zurüc kzuführen waren. Nach umfassender Prü- fung und Erörterung mit den betroffenen Firmen wurde gemeinsa m mit der Objektüberwachung eine Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 38 Lösung gefunden, die eine Behebung der Mängel im Rahmen des aktuellen Terminplans (Schlüsselüber- gabe im 1. Quartal 2024 am 22.3.2024) vorsah. Die letzten Arbeiten an der Werk- und Montageplanung für die Haustechnik wurden im März 2022 abgeschlossen. Im diese m Monat fand erstmals auch eine detaillierte Verzahnung der Bauabläufe mit der sich daran anschließenden Inbetriebnahme statt. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges in Verbindung mit den auch inflationsbedingt steigenden Kosten ver- anlassten die Bühnen dazu, bis zum Jahresende 2022 die Erstellung einer aktualisierten Kostenprognose zuzusagen. Darüber hinaus boten die Bühnen auch den 2020 neu hinzu gekommenen Werkunternehmen im Bereich der Haustechnik eine Indexierung der Leistungspreise an. Gegen Ende des Geschäftsjahres war auf der Bühnenbaust elle weiterhin ein stetiger Baufortschritt zu verzeichnen, die Inbetriebsetzung und Inbetriebnahme der haustechnischen Anlagen wurden weiter vor- bereitet. Mit dem Beginn der Inbetriebsetzungen standen die ersten Montagearbeiten auf der Bühnen- baustelle vor dem Abschluss. Wegen Vorgängen von besonderer Bedeutung im Bereich der Sa nierung nach dem Bilanzstichtag 31.8.2022 wird auf den Anhang, Abschnitt V verwiesen. Interimspielstätten Nachdem der Rat in seiner Sitzung am 17.9.2015 die Nutzung und Herrichtung des Staatenhauses als Hauptspielstätte der Oper beschlossen hatte, wurde die Erhö hung des Betriebskostenzuschusses zur Finanzierung der Interimskosten zunächst auf die Spielzeite n 2015/16 und 2016/17 mit einem Budget von insgesamt 18,1 Mio. EUR begrenzt. In dieser Summe war en die Kosten für das Interim von Oper (Staatenhaus), Schauspiel (Depot) und Bühnenservice enth alten. Auftretende Mehraufwendungen soll- ten von den Bühnen im Rahmen der Wirtschaftsplanung kompensiert werden, da eine weitere Erhöhung des Betriebskostenzuschusses ausgeschlossen wurde. Die Interim szeit der Oper im Staatenhaus sollte dabei zunächst ebenfalls bis zum 31.8.2017 so kurz wie möglich gehalten werden. Vor dem Hintergrund der veränderten Situation der Sanieru ng stimmte der Rat in seiner Sitzung am 28.6.2016 einer weiteren Verlängerung des Bühneninterims bis zum 31.8.2019 zu. Für das Depot ließ der Rat eine Mietvertragsverlängerung bis zum 31.12.2022 zu, für das Staatenhaus eine Anschlussnut- zung seitens der Oper und Kinderoper für die Spielzeiten 201 7/18 und 2018/19. Der Rat nahm darüber hinaus zur Kenntnis, dass der Anteil des weiteren Interimspielbe triebs am Betriebskostenzuschuss der Bühnen in den Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 insgesamt EU R 16,45 Mio. betrug. Für sog. Nachlauf- kosten der längeren Anmietung des Depots und verschiedener übergreifender Bereiche über den 31.8.2019 hinaus wurde ein zusätzlicher Zuschussbedarf von EUR 8,71 Mio. für die Jahre 2019 bis 2022 eingeplant. Für ggf. erforderliche Ausgleichszahlungen an den ursprünglich vorgesehenen und späteren Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 39 Nutzer des Staatenhauses verwies der Rat auf die Verfügba rkeit von Zuschussmitteln gemäß Beschluss vom 22.10.2015. Mit Vereinbarung vom 30.6.2016 wurde die Anmietung des Depots bis zum 31.12.2022 mit zweimaliger Verlängerungsoption für jeweils zwei Jahre geregelt. Die angestreb te Absicht zur Vereinbarung eines langfristigen Anschlussmietverhältnisses blieb davon unberührt. Die verlängerte Nutzung des Staaten- hauses als Interimspielstätte der Oper wurde durch Zustimmung des ursprünglich vorgesehenen und späteren Nutzers ebenfalls für Spielzeiten nach dem 31.8.2017 vereinbart. Da sich infolge der aktuellen Planung der Sanierungsmaßnahme n am Offenbachplatz das Interim zu diesem Zeitpunkt weiter in die Spielzeit 2022/23 verlängern würde, beschloss der Rat am 22.11.2018 zunächst auch eine Verlängerung des Interim-Spielbetriebs der Bühnen in den Spielzeiten bis 2021/22 sowie bis Dezember 2022 zzgl. Nachlaufkosten (sog. Interim IV). Als weiteren Anteil des Interims am Betriebskostenzuschuss der Bühnen wurden insgesamt 28,19 Mio. E UR bewilligt, so dass die Bühnen in diesem Kostenrahmen entsprechend notwendige Verträge abschließen konnten. Aufgrund der zeitlich angepassten Beschlusslage zur Sanierung stimmte der Rat am 3.2.2022 auf Basis der aktuellen Terminplanung zur Sanierung der Verlängerung des Spielbetriebs der Bühnen im Interim in den Spielzeiten 2021/22 bis 2023/24 sowie bis Dezember 2024 (sog. Nachlaufkosten) zu. Oper und Kinderoper bespielen damit weiterhin das Staatenhaus in Köln- Deutz, das Schauspiel setzt den Spielbe- trieb im Depot in Köln-Mülheim fort. Die Tanzgastspiele finden im Staatenhaus und im Depot statt. Durch die erneute Verlängerung des Interims (sog. Interim V) wurde eine Erhöhung des bisherigen Budgets von rd. 113,5 Mio. EUR um weitere 17,3 Mio. EUR beschlossen . Zugleich ermächtigte und beauftragte der Rat die Betriebsleitung der Bühnen damit, im Rahmen de s vorgelegten Kostenplanes die entspre- chenden Verträge abzuschließen. Vor diesem Hintergrund wurde der Mietvertrag mit dem Depot bis zum 31.12.2024 verlängert; für das Staatenhaus ist eine Nutzung durch die Oper und Kinderoper bis zum Ende der Spielzeit 203/24 mit einem anschließenden zwei- bis dreimonatigen Rückbau- und Umzugszeit- raum vorgesehen. Die Betriebsleitung der Bühnen wurde zudem au fgefordert, vor der Beendigung der Nutzung von Staatenhaus und ggf. Depot als Interimsspielstätten die politischen Gremien per Mitteilung zu informieren. Sollte die Inbetriebnahme und Wiedereröffnung des Ensembles am Offenbachplatz gleichwohl nicht zu Beginn der Spielzeit 2024/25 erfolgen kön nen, wurde der Auftrag erteilt, dem Be- triebsausschuss Bühnen, dem Finanzausschuss und dem Rat rec htzeitig ein Anschluss- und Überbrü- ckungskonzept für den Zeitraum bis zum Wiedereröffnungstermin vorzulegen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 40 Vor diesem Hintergrund wurde auch in 2021/22 das Interimcontrolling mit der Maßgabe einer weiterhin sparsamen Bewirtschaftung des Interims unverändert fortgese tzt; der Betriebsausschuss der Bühnen wurde regelmäßig auf Basis von Controlling-Berichten informiert. Wegen Vorgängen von besonderer Bedeutung im Bereich der Interimspiels tätten nach dem Bilanzstich- tag 31.8.2022 wird auf den Anhang, Abschnitt V verwiesen. 3. Investitionsplanung Im Rahmen der kurzfristigen Investitionsplanung sind für das W irtschaftsjahr 2022/23 von den Bühnen folgende Investitionen vorgesehen: Wirtschaftsplan 2022/23 TEUR Technische Anlagen und Maschinen (Beleuchtung, Tonanlagen, Bühnentechnik) 1.496 darin Oper TEUR 690 darin Schauspiel TEUR 526 darin Service TEUR 280 EDV-Software / Hardware 120 Sanierung Offenbachplatz 84.240 85.856 Die Finanzierung der Investitionsvorhaben soll in Höhe von TEUR 1. 616 über Aufwandsgegenwerte aus planmäßigen Abschreibungen sowie in Höhe von TEUR 84.240 über Kreditaufnahmen abgedeckt werden. 4. Sonstige Entwicklungen In seiner Sitzung am 16.9.2021 bestellte der Rat Herrn Ste fan Bachmann für die Zeit vom 1.9.2023 bis 31.8.2026 bzw. längstens bis zum Ende der Vertragsdauer erne ut als Schauspielintendant zum Mitglied der Betriebsleitung der Bühnen der Stadt Köln. Am 18.1.2022 hat der Betriebsausschuss der Bühnen das weitere Vorgehen in Sachen „actori“ auf Grund- lage der Vorlage 4394/2020 „Grundlagen des Spielbetriebs der Bühnen am Offenbachplatz ab der Spiel- zeit 2024/25“ beschlossen. Am 25.1.2022 erteilte der Betriebsausschuss und anschließend am 31.1.2022 der Finanzausschuss der Verwaltung diverse Aufträge zum w eiteren Vorgehen, insbesondere in Bezug Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 41 auf eine Darstellung der konkreten Auswirkungen des Gut achtens auf den künftigen Betriebskostenzu- schuss der Bühnen sowie den städtischen Gesamthaushalt sowie e iner vertieften Prüfung einer mögli- chen langfristigen Anmietung des Depots auf Basis der actori-Empfehlungen. Ende Mai 2022 legte der Betriebsausschuss eine weitere Bud getplanung zum Ballet of Difference / Richard Siegal am Schauspiel Köln für die Spielzeiten 2021/22 bis 2023/24 auf Basis der durch die Büh- nen akquirierten Projektförderung über insgesamt TEUR 1.52 0 vor. Die Bühnen beteiligen sich an den Projektkosten für die Spielzeiten 2021/22 und 2022/23 mit jeweils TEUR 250 aus den Jahresüberschüs- sen 2019/20 und 2020/21. Zusätzlich stellen die Bühnen Köln Eigenmittel in Höhe von insgesamt TEUR 800 zur Verfügung, die sich aus einem Budgetanteil der Tanzgastspiele - TEUR 100 2021/22 und TEUR 100 für 2022/23 - und einem Anteil der Basisförderung des Landes NRW - TEUR 466,7 für 2022/23 und TEUR 133,3 für 2023/24 - zusammensetzen. Die Bereitstellu ng dieser Mittel erfolgte bereits im Rahmen des Wirtschaftsplans 2021/22 bzw. der Mittelfristplanu ng. Zugleich wurde aber darauf verwie- sen, dass das Budget der Kompanie letztlich so gestaltet sein soll, dass Aufwand und Ertrag deckungs- gleich sind und somit ein neutrales Ergebnis erzielt wird. Sollten die Erträge nicht in der geplanten Höhe erzielt werden können, soll die künstlerische Planung entspreche nd angepasst und die Aufwände redu- ziert werden. Im Rahmen des von den Bühnen gemäß § 10 Abs. 1 EigVO N RW vorgehaltenen Risikofrüherkennungs- systems (RCM-System) liegt ein auf die speziellen Belange der Büh nen zugeschnittenes Handbuch zum Risiko-/Chancenmanagement vor, die Verantwortlichen und deren Aufgaben zur Erfassung und Kommu- nikation der Risiken und Chancen sind bestimmt. Letztmals zum 31.12.2021 wurde eine nach externen, leistungswirtschaftlichen, finanzwirtschaftlichen und internen R isiken differenzierte Risikoinventur mit qualitativer Bewertung durchgeführt und abgeschlossen. Für die einzelnen Risiken wurden – sofern mög- lich – Frühindikatoren sowie Maßnahmen zur Risikovermeidung ode r -reduzierung definiert. Die bereits laufend erzeugten Auswertungen, wie z.B. Produktionsberichte, Kostenstellenberichte, Finanz- und Li- quiditätsberichte, können mit dem aktuellen Risikobericht zu ein em zeitnahen, umfassenden Berichts- wesen ausgebaut werden. Mit der Einrichtung eines solchen Informationssystems soll dann sichergestellt sein, dass mögliche Risiken und Chancen an die jeweiligen Entsch eidungsträger der Bühnen rechtzeitig kommuniziert werden, um wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fehlentwicklungen früh- zeitig entgegenwirken zu können. Das Risiko-Chancen-Management wu rde zum Stichtag 31.12.2021 völlig überarbeitet. Schwerpunkte waren dabei:  Die Ausweisung von strategischen und operativen Risiken und Chancen.  Die Bündelung von Risiken und damit einhergehend eine einh eitliche Darstellung für alle Spar- ten. Bü hnen der S tadt Kö ln, Kö ln Anlage 4 / S eite 42 Im R ahmen der Neustrukturierung hat sich die Anzahl der R isiken deutlich verringert. Gleichzeitig hat sich auch die Zuordnung der Verantwortung fü r R isiken verändert. Die strategischen R isiken wurden als TOP-lO-R isiken aufgelistet. Die genaue Beschreibung und Zuordnung der R isiken wurden ü berarbeitet, die R isikostatistik, die R iskMap sowie der R isikoatlas blieben unverändert. Wegen weiterer Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 31.8.2022 wird auf den Anhang, Abschnitt V verwiesen. Kö ln, den 21. Mai 2024 / ..— Kein Mü lders Intendant der Oper /S tefan Bachmann Intendant des S chauspiels Berncf S treitbarer Technischer Betriebsleiter Patrick Wasserbauer Geschäftsfü hrender Direktor

Beratungsverlauf

  1. 05.11.2024

    Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln

    TOP 3.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  2. 12.11.2024

    Finanzausschuss

    TOP 10.15, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  3. 14.11.2024 zuletzt

    Rat

    TOP 10.11, Entscheidung. Ergebnis: ungeändert beschlossen

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