0715/2019
Ergebnisbericht Jugendbefragung
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/IV/2 Vorlagen-Nummer 20.03.2019 0715/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 19.03.2019 Stadtentwicklungsausschuss 28.03.2019 Integrationsrat 30.04.2019 Verkehrsausschuss 02.05.2019 Ausschuss Soziales und Senioren 02.05.2019 Ausschuss Schule und Weiterbildung 06.05.2019 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 06.05.2019 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 06.05.2019 Sportausschuss 09.05.2019 Ausschuss für Umwelt und Grün 09.05.2019 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 09.05.2019 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 09.05.2019 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 13.05.2019 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 13.05.2019 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 13.05.2019 Gesundheitsausschuss 14.05.2019 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 16.05.2019 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 16.05.2019 Bezirksvertretung 7 (Porz) 16.05.2019 Ergebnisbericht Jugendbefragung Die Verwaltung legt hiermit eine ausführliche Ergebnisdarstellung zur Kölner Jugendbefragung 2018 vor. In der Anlage finden sich ein Ergebnisbericht und ein Tabellenband. Letzterer wird aufgrund sei- 2 nes Umfangs nicht umgedruckt, steht aber digital zur Verfügung. Hintergrund: Durchführung der Kölner Jugendbefragung An der Jugendbefragung in Köln, die im Zeitraum vom 9. April bis 1. Juli 2018 online und ergänzend papiergestützt durchgeführt worden war, haben sich mehr als 5.000 Jugendliche beteiligt. Die Befra- gungsergebnisse sind nach Einschätzung der Verwal tung als weitgehend repräsentativ anzusehen, auch wenn sich zum Beispiel proportional mehr Schüler*innen an Gymnasien als an Hauptschulen beteiligt haben. Insgesamt werden bestimmte Merkmale der Grundgesamtheit (Alter, Geschlecht etc.) aber gut in der Stichprobe repräsentiert. Die Befragung wurde flankiert durch Workshops vor, während und nach der Befragung, an denen sich jeweils eine kleinere Auswahl von 20 bis 30 interessierten Jugendlichen intensiv beteiligte und z.B. den Fragebogen mitentwickelte oder half, die Ergebnisse zu interpretieren. Die 10 wichtigsten Ergebnisse und Ableitungen/Empfehlungen im Überblick Jugendliche in Köln… 1. leben ausgesprochen gerne in ihrer Stadt (94%) . Sie empfinden sie als weltoffen, tolerant, als Stadt mit vielen Freizeit -, Kultur- und Sportmöglichkeiten (79%) sowie guten Bildungsmög- lichkeiten (73%), in der man sich wohlfühlen kann (76%). 2. sind tolerant, interessieren sich für Fragen des sozialen Zusammenhalts und stehen Viel- falt offen gegenüber. Während Jugendliche Köln i n Sachen Integration (von Menschen mit Zuwanderungsge- schichte oder Fluchthintergrund) schon auf einem guten Wege sehen (64%), wird die In- klusion (von Menschen mit Behinderung) noch stark als verbesserungsfähig angesehen (41%). 3. sehen vor allem in den Theme nbereichen „Mobilität“, „Sicherheit“, „Sauberkeit“ und „Wohnen (bezahlbarer Wohnraum)“ weitere Verbesserungsbedarfe für eine noch l e- benswertere Stadt. Jugendliche wünschen sich (bei grundsätzlich guten Bewertungen des ÖPNV) einen preisermäßigten, idealerweise kostenfreien Jugendtarif für 15- bis unter 18-Jährige sowie verbesserte Taktzeiten in Randgebieten und in Nachtzeiten. Sie fordern mehr, bessere und sichere Radwege. Jugendliche wünschen sich mehr Sauberkeit in der Stadt. Sie fordern mehr Licht, Kameras und Polizeipräsenz an Angstorten in der Stadt. 4. kommunizieren (nicht überraschend) in sehr hohem Maße über soziale Medien und i n- formieren sich sehr stark über das Internet (78%). Jugendliche regen in diesem Zusammenhang eine Jugend -App bzw. eine Jugend - Internetseite mit adressatengerechten Informationen rund um das Leben in Köln an, die 3 z.B. auch zu (kostenfreien) Freizeitmöglichkeiten und zu Möglichkeiten des freiwilligen Engagements informiert. Jugendliche wünschen sich einen weiteren, flächendeckenden Ausbau eines kostenfreien W-LAN. 5. engagieren sich in hohem Maße freiwillig (60%). Etwas für sich (Spaß, Freude) und für ande- re zu tun (Gemeinwohl) steht hoch im Kurs. Jugendliche sehen hier weiteres Potenzial und regen an, mehr und verbesserte Informati- onen über Möglichkeiten des freiwilligen Engagements zur Verfügung zu stellen, gerne über eine Jugend-App bzw. Jugend-Internetseite (siehe unter 4.). Zudem sei es denkbar, preisermäßigte bzw. kostenfreie Jugendtarife im ÖPNV in einem ersten Schritt engagierten Jugendlichen zur Verfügung zu stellen (siehe unter 3.). 6. sind zufrieden mit ihrer Freizeit (70%), auch wenn die freie Zeit teils knapp ist. Neben Fernsehen, Musik hören und sozialen Medien (98%) stehen auch Ausgehen, Konzerte, Kino etc. hoch im Kurs. In teressant ist, dass viele Jugendliche gerne Zeit im Freien, im Grünen, in der Natur verbringen (84%). Zudem ist Sport für fast alle eine bevorzugte Freizeitbeschäftigung (90%). Jugendliche wünschen sich in diesem Zusammenhang mehr Spiel -, Sport- und Bewe- gungsangebote für Kinder und Jugendliche sowie Treffpunkte im Freien. Jugendliche sind stark „nach draußen“ orientiert und interessiert an der Nutzung/ Anei g- nung des öffentlichen Raums. Vor diesem Hintergrund besteht ein Interesse Jugendlicher an einer Beteiligung in Fragen der Stadtentwicklung und Stadtplanung. 7. informieren sich teilweise auch stark in Jugendeinrichtungen und in Schulen, insbeson- dere im Rechtsrheinischen. Die beiden genannten Institutionen und ihre Fachkräfte (Lehrer*innen, Sozialarbe i- ter*innen, Sozialpädagog*innen) sind für Jugendliche teils wichtige Ansprechpar t- ner*innen im Sozialraum, offenbar ganz besonders in benachteiligten Stadtgebieten, was nahe legt, adressatengerechte Beratungs- und Informationsangebote für Jugendliche ver- stärkt in diesen Regelinstitutionen anzubieten. Jugendliche wünschen sich zum Beispiel zum Thema Sicherheit/ Gewalt mehr Aufklärung in Schulen, auch z.B. durch die Polizei sowie Schulaktionen gegen soziale Ausgrenzung und Mobbing. 8. wünschen sich mehr Beratung und Information zu Fragen ihrer beruflichen Karriere, zu Nebenjobs sowie in Sachen Verträge, Recht und Umgang mit Geld. Jugendliche wünschen sich mehr Begleitung und Vorbereitung auf das Leben neben und nach der Schule. Dies betrifft beispielsweise die finanzielle Grundbildung und wirtschaftli- che (Alltags-)Kompetenzen, die in Verbindung mit Punkt 7 insbesondere in Schulen und Jugendeinrichtungen, ggf. auch mit Unterstützung durch die Volkshochschule als wesent- liche Expertin in Sachen Grundbildung gestärkt werden könnten. 9. sind politisch interessiert (61%), wollen mitreden und ihr kreatives Potenzial einbringen. Dabei haben moderne, niedrigschwellige Aktivitätsformen wie Petitionen/Unterschriftenlisten, Demonstrationen eine besondere Attraktivität. Mehr als jede*r Zehnte kann sich eine Mitglied- 4 schaft in einer politischen Partei vorstellen. Städtische Angebote wie „Tag der Jugend im Ra t- haus“ (15%), „Jugendforen“ (17%) und „Mitarbeit an der Kinder - und Jugendförderplanung“ (23%) treffen durchaus auf Interesse. Jugendliche sind offenbar sehr an politischen Wahlen interessiert und regen entspr e- chend die Absenkung der Altersgrenze bei Wahlen an. Mit Blick auf die Schule wird ein Politikunterricht angeregt, der sich mehr am aktuellen Geschehen und politischen Erei g- nissen orientieren sollte. 10. unterscheiden sich in ihren Sichtweisen, Präferenzen und Wünschen teils deutlich, je nachdem ob sie in privilegierten oder benachteiligten Stadtteilen leben sowie nach ihrem Geschlecht. Beispielsweise zeigen sich klare sozialräumliche Unterschiede hinsichtlich des Interesses an Politik oder des empfundenen Mangels an Jugend- und Freizeitinfrastruktur im Nahbe- reich. Sicherheit im öffentlichen Raum ist (nicht überraschend) ganz besonders für Mäd- chen und junge Frauen ein sehr wichtiges Thema. Ausbaubedarfe an Jugend- und Freizeitangeboten werden v.a. im Rechtsrheinischen und im Stadtbezirk Chorweiler wahrgenommen. Wie geht es nun weiter? Die Verwaltung bringt die Ergebnisse der Jugendbefragung zunächst in die politische Diskussion ein und sieht dafür Jugendhilfeausschuss, Ausschuss Schule und Weiterbildung Sportausschuss und Stadtentwicklungsausschuss als Adressaten vor. Nach Einschätzung der Verwaltung „zahlt“ die Jugendbefragung stark in die laufende Entwicklung einer Stadtstrategie (Kö lner Perspektiven 2030) ein, mit der aktuell ein integriertes Stadtentwic k- lungskonzept erarbeitet wird. Vergleichbar mit den Ergebnissen der Stadtgespräche der Oberbürger- meisterin in den Stadtbezirken stellen die Ergebnisse der Jugendbefragung in diesem Zu sammen- hang eine wichtige Erkenntnisgrundlage dar. Die Verwaltung sieht vor, die Ergebnisse in der in diesem Jahr anstehenden Bilanzierung der Kinder- und Jugendförderplanung zu sichern und erneut aufzurufen. Insbesondere Anregungen, die auf eine Jugend-App abstellen, die das in Erarbeitung befindliche Partizipationskonzept für Jugendliche betref- fen oder auf Ausbaubedarfe bei Spiel -, Bewegungs- und Aktionsangeboten hinweisen, können im Rahmen der laufender Aktivitäten, insbesondere auch im Rahmen der Spielplatzbedarfsplanung und der Sportentwicklungsplanung gut aufgegriffen und weiter entwickelt werden. Zudem zieht die Verwaltung in Erwägung, einige verwaltungsinterne und stadtgesellschaftliche Akteu- re gesondert anzuschreiben (z.B. KVB, Polizei, Bezirksregi erung Köln, Fahrradbeauftragter), ihnen die Ergebnisse der Jugendbefragung zur Kenntnis zu geben und freundlich um Rückmeldung zu bit- ten, wie sie die Ergebnisse wahrnehmen und ob die geäußerten Anregungen aus ihrer Sicht umsetz- bar erscheinen. Gez. Dr. Klein
Anlage 2_ Tabellenanhang Gruppenvergleiche
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Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 1 Tabellenanhang: Vergleich nach Gruppenunterschieden (Alle Angaben in Prozent) Geschlechtsvergleich: Lebst Du gerne in Köln? männlich weiblich ja, sehr / eher ja 94 % 95 % Für mich ist Köln eine Stadt, … männlich weiblich Zustim- mung teils/ teils Ableh -nung Zustim- mung teils/ teils Ableh -nung Menschen unterschiedlicher Herkunft gut zusammenleben können. 65 % 28 % 7 % 66 % 29 % 5 % Menschen mit Behinderung in das Stadtleben eingebunden werden. 41 % 47 % 12 % 40 % 49 % 11 % ich mich gut engagieren und beteiligen kann. 49 % 42 % 9 % 58 % 35 % 7 % ich mich sicher fühle. 48 % 41 % 11 % 39 % 49 % 12 % ich mich wohl fühle. 74 % 21 % 5 % 78 % 18 % 4 % sich mir viele Bildungsmöglichkeiten bieten. 70 % 25 % 5 % 79 % 17 % 4 % mir gute berufliche Chancen geboten werden. 66 % 29 % 5 % 72 % 23 % 5 % ich viel in der Freizeit unternehmen kann. 76 % 19 % 5 % 83 % 14 % 3 % ich meine Zukunft sehe. 57 % 30 % 13 % 59 % 28 % 13 % das Stadtbild gepflegt und sauber ist. 16 % 52 % 32 % 11 % 60 % 28 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 2 Mit folgenden Bereichen in Köln bin ich zufrieden beziehungsweise unzufrieden. männlich weiblich Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh- nung Arbeitsmöglichkeiten 60 % 30 % 5 % 66 % 30 % 4 % Angebot an Ausbildungsplätzen, Lehrstellen 55 % 38 % 7 % 58 % 36 % 6 % Schule 45 % 37 % 18 % 51 % 36 % 13 % Öffentliche Verkehrsmittel 46 % 36 % 18 % 51 % 36 % 13 % Spiel-, Bolzplätze und Skateranlagen oder Ähnliches 44 % 39 % 17 % 52 % 39 % 9 % Sportmöglichkeiten 65 % 28 % 7 % 72 % 24 % 4 % Schwimmbäder 55 % 35 % 10 % 56 % 36 % 8 % Radwege 35 % 39 % 26 % 35 % 42 % 23 % Wohnungsangebot 15 % 34 % 52 % 9 % 38 % 53 % meine Wohnsituation 65 % 24 % 11 % 68 % 23 % 9 % Jugendeinrichtungen 39 % 44 % 17 % 40 % 44 % 16 % Kulturelle Einrichtungen, Veranstaltungen, Konzerte oder Ähnliches 67 % 26 % 7 % 77 % 19 % 4 % Angebote der Vereine für Jugendliche 65 % 28 % 7 % 65 % 29 % 6 % Treffpunkte im Freien 63 % 28 % 9 % 66 % 26 % 8 % Was die Öffentlichkeit über Jugendliche denkt 19 % 50 % 31 % 14 % 56 % 30 % In meinem Stadtteil fehlt/fehlen mir … männlich weiblich Parks, Wiesen oder Grünflächen 22 % 25 % Spiel- und Sportflächen 30 % 22 % Orte im Freien, an denen ich mich mit Freundinnen oder Freunden in der Freizeit treffen kann 27 % 33 % Anlaufstellen/Beratungsstellen bei Fragen und Sorgen 20 % 23 % Ausgehmöglichkeiten am Abend/Wochenende (Musik, Film, Tanz, Theater, Kunst oder Ähnliches) 38 % 48 % Gute Einkaufsmöglichkeiten 22 % 22 % Eine gute öffentliche Verkehrsanbindung (Busse und Bahnen) 21 % 17 % Sichere Radwege 35 % 38 % Angebote, die ich mir leisten kann 19 % 24 % Freies W-LAN 66 % 59 % Jugendeinrichtungen/Jugendkulturangebote 19 % 24 % Ich kenne die Angebote in der Nähe nicht 5 % 5 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 3 Interessierst Du Dich für Politik? männlich weiblich ja, sehr / eher ja 63 % 59 % Mitmachen kann man in vielen Bereichen. Folgende Aktivitäten würden mich interessieren: männlich weiblich Jugendforen 17 % 17 % Tag der Jugend im Rathaus 13 % 16 % Schülervertretung 23 % 28 % Bürgerhaushalt 10 % 7 % Bürgerinitiativen 15 % 15 % Unterschriftenliste/Petitionen (online + offline) 24 % 32 % Wahlen (Kommunalwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl, Europawahl) 38 % 38 % Demonstrationen 22 % 30 % Flashmob 19 % 36 % Parteimitgliedschaft 17 % 11 % Mitgestalten des Kinder- und Jugendförderplans 17 % 29 % U-18-Wahl 36 % 37 % Non Profit Organisation (Amnesty International, Greenpeace oder Ähnliches) 20 % 32 % Folgende Aktivitäten habe ich schon gemacht: männlich weiblich Jugendforen 10 % 6 % Tag der Jugend im Rathaus 5 % 3 % Schülervertretung 27 % 29 % Bürgerhaushalt 3 % 2 % Bürgerinitiativen 6 % 4 % Unterschriftenliste/Petitionen (online + offline) 24 % 29 % Wahlen (Kommunalwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl, Europawahl) 15 % 16 % Demonstrationen 23 % 21 % Flashmob 14 % 14 % Parteimitgliedschaft 6 % 2 % U-18-Wahl 14 % 13 % Non Profit Organisation (Amnesty International, Greenpeace oder Ähnliches) 8 % 11 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 4 Neben der Schule und der Arbeit engagiere ich mich freiwillig in folgenden Bereichen: männlich weiblich Im Bereich Freizeit (Sport-, Karnevals-, Tanz- oder Gesangsverein, Theater- oder Musikgruppe, kulturelle Vereinigung, Kinder- oder Jugendgruppen betreuen oder Ähnliches) 37 % 36 % Im sozialen oder Gesundheitsbereich (Wohlfahrtsverband, Hilfsorganisation, Helfer in der Krankenpflege, Besuchsdienste oder Ähnliches) 11 % 17 % Im Bereich Umwelt (Natur-, Tierschutz oder Ähnliches) 9 % 11 % Im Bereich Politik (Partei, Jugendforen, politische Initiativen oder Ähnliches) 8 % 5 % Im Bereich Kirche/Religion (Solidaritätsprojekte, Kirchengemeinde, kirchliche Organisation, religiöse Organisation oder Ähnliches) 14 % 17 % Im Bereich Schule, Hochschule (Schülervertretung, Studierendenausschuss oder Ähnliches) 16 % 20 % Im beruflichen Bereich außerhalb des Betriebes oder der Rechtspflege, Justiz (Gewerkschaft, Berufsverband, Initiative, Schöffe oder Ähnliches) 4 % 3 % Im Unfall- oder Rettungsdienst oder in der freiwilligen Feuerwehr (Jugendfeuerwehr, Jugendsanitäter oder Ähnliches) 8 % 5 % Sonstige Aktivität am Wohnort (Bürgerinitiative, Arbeitskreise oder Ähnliches) 9 % 11 % Ich engagiere mich nicht freiwillig in meiner Freizeit 26 % 27 % Es gibt verschiedene Gründe, sich neben Schule und Arbeit zu engagieren. Für mich sind die wichtigsten Gründe, mich zu engagieren, dass… männlich weiblich ich Zeit habe 33 % 27 % die Themen mich interessieren 50 % 59 % ich mitbestimmen möchte 32 % 37 % ich etwas verändern möchte 40 % 56 % ich für andere Menschen da sein will 36 % 55 % ich dadurch etwas lernen kann 48 % 60 % ich dadurch bessere Jobchancen habe 26 % 31 % das gut im Lebenslauf aussieht 31 % 35 % sich andere beteiligen (Freunde, Bekannte, Verwandte) 20 % 20 % ich hier Freunde finde und mit anderen zusammen bin 31 % 37 % es mir Spaß macht 61 % 71 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 5 Es gibt verschiedene Gründe, sich nicht neben Schule und Arbeit zu engagieren. Für mich sind die wichtigsten Gründe, mich nicht zu engagieren, dass... männlich weiblich ich es aus gesundheitlichen Gründen nicht kann 9 % 6 % ich dazu keine Zeit habe 48 % 56 % es nicht anerkannt wird 12 % 10 % ich nicht weiß, wo ich das machen kann 23 % 38 % ich darauf keine Lust habe 26 % 18 % andere es nicht tun (beispielsweise Freunde, Verwandte, Bekannte) 12 % 12 % ich noch nicht so lange hier wohne 4 % 4 % ich meine Freizeit anders verbringen will 37 % 30 % ich Geld verdienen möchte oder muss 28 % 32 % Hast Du genug Freizeit?/Wie zufrieden bist Du mit Deiner Freizeit? männlich weiblich ja, sehr / eher ja 72 % 68 % In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit: männlich weiblich Häu- fig Manch- mal Nie Häu- fig Manch- mal Nie Fernsehen/DVD/YouTube schauen oder Filme und Serien streamen 62 % 35 % 3 % 61 % 36 % 3 % Computer-/Konsolen-/Handyspiele zocken 47 % 39 % 14 % 14 % 36 % 50 % Sport treiben 57 % 36 % 7 % 44 % 44 % 12 % Lesen 16 % 48 % 36 % 28 % 49 % 23 % Musik hören 72 % 24 % 4 % 81 % 18 % 1 % Malen, Theater oder Instrument spielen/Musik machen oder Ähnliches 18 % 29 % 53 % 28 % 36 % 36 % Nichts tun/chillen 36 % 51 % 13 % 38 % 50 % 12 % Shoppen/bummeln 9 % 55 % 36 % 22 % 64 % 14 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 6 In meiner Freizeit mache ich gerne folgende Aktivitäten männlich weiblich Häu- fig Manch- mal Nie Häu- fig Manch- mal Nie Zeit in der Natur verbringen 25 % 55 % 20 % 30 % 57 % 13 % Besuch von Jugendeinrichtungen/Jugend- gruppen/Jugendverband 16 % 21 % 63 % 13 % 17 % 70 % Besuch von Konzerten, Museen, Theater, Musical, Konzerten, Kino oder Ähnliches 14 % 59 % 27 % 21 % 64 % 15 % Auf der Straße/an Plätzen abhängen 26 % 39 % 35 % 21 % 41 % 38 % Essen oder Trinken gehen (beispielsweise Café, Bar, Kneipe, Restaurant) 32 % 51 % 17 % 39 % 51 % 10 % Partys /Clubs/ Feste 20 % 45 % 35 % 18 % 49 % 33 % Besuch von Kursen/ Seminaren/Schulungen 7 % 25 % 68 % 5 % 24 % 71 % Ich verbringe meine Zeit gerne: männlich weiblich Häu- fig Manch- mal Nie Häu- fig Manch- mal Nie Mit mir selber (alleine sein) 34 % 53 % 13 % 36 % 53 % 11 % Mit Freunden 71 % 27 % 2 % 72 % 27 % 1 % Mit meiner/meinem Partner*in 28 % 18 % 53 % 31 % 11 % 58 % Mit der Familie 37 % 56 % 7 % 50 % 45 % 5 % Wie zufrieden bist Du mit dem Geld, das Dir zur Verfügung steht? männlich weiblich ja, sehr / eher ja 68 % 71 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 7 Bei folgenden Themen bräuchte ich mehr Informationen oder Unterstützung für mich oder für andere... Wenn ich mich zu verschiedenen Themen informieren möchte, informiere ich mich über... Unterstützung bei Infothemen: männlich weiblich Diskriminierung/Ausgrenzung 19 % 26 % Gewalt/Mobbing 21 % 28 % Streit mit Eltern 12 % 16 % Probleme mit Gleichaltrigen 11 % 12 % Liebe/Beziehung/Sexualität 14 % 17 % Schwangerschaft 7 % 11 % Ausbildung/Studium/Beruf 37 % 45 % Schwierigkeiten in der Schule 21 % 27 % Suche nach Nebenjob 40 % 52 % Ehrenamtliche Tätigkeiten/Freiwilliges Engagement 21 % 36 % Freizeitgestaltung/Freizeitangebote 18 % 27 % Mediennutzung 15 % 14 % Gesundheit/Ernährung 22 % 34 % Alkohol/Drogen 17 % 18 % Umgang mit Geld allgemein/Schulden 30 % 36 % Umgang mit Recht/Verträgen 38 % 45 % Infoquellen: männlich weiblich Internetseiten 79 % 86 % Zeitungen 29 % 27 % Fernsehen 34 % 33 % YouTube 68 % 57 % Freunde/Bekannte 53 % 69 % Familie 51 % 66 % Lehrer*innen 25 % 27 % Beratungsstellen 7 % 9 % Stadtbibliothek 15 % 22 % Betreuer*innen in Jugendeinrichtungen 8 % 7 % WhatsApp oder Ähnliches 38 % 41 % Snapchat/Instagram/Facebook oder Ähnliches 38 % 47 % Podcast 7 % 5 % Radio 21 % 21 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 8 Altersgruppenvergleich Lebst Du gerne in Köln? 14-15 16-17 18-20 ja, sehr / eher ja 95 % 94 % 96 % Für mich ist Köln eine Stadt, … 14-15 16-17 18-20 Zustim mung teils/t eils Ableh nung Zustim mung teils/t eils Ableh nung Zustim mung teils/t eils Ableh nung Menschen unterschiedlicher Herkunft gut zusammenleben können. 61 % 33 % 7 % 66 % 28 % 6 % 68 % 27 % 5 % Menschen mit Behinderung in das Stadtleben eingebunden werden. 44 % 45 % 11 % 44 % 46 % 11 % 35 % 54 % 11 ich mich gut engagieren und beteiligen kann. 51 % 39 % 10 % 53 % 39 % 8 % 57 % 37 % 6 % ich mich sicher fühle. 43 % 46 % 11 % 43 % 46 % 11 % 43 % 45 % 12 % ich mich wohl fühle. 75 % 20 % 5 % 76 % 19 % 5 % 78 % 19 % 3 % sich mir viele Bildungsmöglichkeiten bieten. 75 % 19 % 6 % 72 % 23 % 5 % 78 % 19 % 3 % mir gute berufliche Chancen geboten werden. 73 % 22 % 5 % 66 % 29 % 5 % 70 % 26 % 4 % ich viel in der Freizeit unternehmen kann. 78 % 17 % 5 % 78 % 18 % 4 % 83 % 15 % 2 % ich meine Zukunft sehe. 53 % 32 % 15 % 55 % 32 % 14 % 64 % 25 % 11 % das Stadtbild gepflegt und sauber ist. 13 % 56 % 31 % 13 % 57 % 30 % 14 % 56 % 30 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 9 Mit folgenden Bereichen in Köln bin ich zufrieden beziehungsweise unzufrieden. 14-15 16-17 18-20 Zustim mung teils/ teils Ableh nung Zustim mung teils/ teils Ableh nung Zustim mung teils/ teils Ableh nung Arbeitsmöglichkeiten 59 % 36 % 5 % 60 % 35 % 5 % 69 % 28 % 3 % Angebot an Ausbildungsplätzen, Lehrstellen 58 % 37 % 5 % 55 % 38 % 7 % 57 % 36 % 7 % Schule 51 % 34 % 15 % 46 % 38 % 16 % 49 % 36 % 15 % Öffentliche Verkehrsmittel 56 % 33 % 11 % 49 % 35 % 16 % 41 % 41 % 18 % Spiel-, Bolzplätze und Skateranlagen oder Ähnliches 54 % 35 % 11 % 49 % 39 % 12 % 44 % 42 % 14 % Sportmöglichkeiten 74 % 20 % 6 % 67 % 28 % 5 % 68 % 27 % 5 % Schwimmbäder 61 % 31 % 8 % 55 % 37 % 8 % 52 % 37 % 11 % Radwege 40 % 43 % 17 % 37 % 40 % 23 % 30 % 38 % 32 % Wohnungsangebot 18 % 43 % 39 % 11 % 40 % 49 % 7 % 29 % 64 % meine Wohnsituation 72 % 21 % 7 % 71 % 21 % 8 % 57 % 29 % 14 % Jugendeinrichtungen 45 % 39 % 16 % 39 % 45 % 16 % 36 % 48 % 16 % Kulturelle Einrichtungen, Veranstaltungen, Konzerte oder Ähnliches 68 % 24 % 8 % 73 % 23 % 4 % 76 % 19 % 5 % Angebote der Vereine für Jugendliche 71 % 21 % 8 % 64 % 31 % 6 % 61 % 32 % 7 % Treffpunkte im Freien 63 % 29 % 8 % 66 % 26 % 8 % 66 % 27 % 7 % Was die Öffentlichkeit über Jugendliche denkt 15 % 54 % 31 % 16 % 52 % 32 % 19 % 53 % 28 % In meinem Stadtteil fehlt/fehlen mir … 14-15 16-17 18-20 Parks, Wiesen oder Grünflächen 30 % 22 % 21 % Spiel- und Sportflächen 30 % 25 % 24 % Orte im Freien, an denen ich mich mit Freundinnen oder Freunden in der Freizeit treffen kann 34 % 29 % 31 % Anlaufstellen/Beratungsstellen bei Fragen und Sorgen 22 % 23 % 21 % Ausgehmöglichkeiten am Abend/Wochenende (Musik, Film, Tanz, Theater, Kunst oder Ähnliches) 43 % 44 % 43 % Gute Einkaufsmöglichkeiten 25 % 24 % 19 % Eine gute öffentliche Verkehrsanbindung (Busse und Bahnen) 17 % 19 % 22 % Sichere Radwege 35 % 34 % 41 % Angebote, die ich mir leisten kann 24 % 21 % 22 % Freies W-LAN 65 % 65 % 56 % Jugendeinrichtungen/Jugendkulturangebote 23 % 22 % 21 % Ich kenne die Angebote in der Nähe nicht 7 % 4 % 4 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 10 Interessierst Du Dich für Politik? 14-15 16-17 18-20 ja, sehr / eher ja 57 % 61 % 63 % Mitmachen kann man in vielen Bereichen. Folgende Aktivitäten würden mich interessieren: 14-15 16-17 18-20 Jugendforen 16 % 17 % 18 % Tag der Jugend im Rathaus 16 % 13 % 16 % Schülervertretung 31 % 24 % 23 % Bürgerhaushalt 6 % 8 % 11 % Bürgerinitiativen 8 % 14 % 22 % Unterschriftenliste/Petitionen (online + offline) 21 % 30 % 33 % Wahlen (Kommunalwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl, Europawahl) 29 % 37 % 46 % Demonstrationen 22 % 28 % 30 % Flashmob 31 % 27 % 29 % Parteimitgliedschaft 11 % 13 % 17 % Mitgestalten des Kinder- und Jugendförderplans 23 % 22 % 26 % U-18-Wahl 41 % 43 % 26 % Non Profit Organisation (Amnesty International, Greenpeace oder Ähnliches) 21 % 27 % 30 % Folgende Aktivitäten habe ich schon gemacht: 14-15 16-17 18-20 Jugendforen 8 % 8 % 9 % Tag der Jugend im Rathaus 4 % 4 % 5 % Schülervertretung 24 % 29 % 29 % Bürgerhaushalt 2 % 2 % 3 % Bürgerinitiativen 3 % 5 % 6 % Unterschriftenliste/Petitionen (online + offline) 18 % 28 % 34 % Wahlen (Kommunalwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl, Europawahl) 3 % 6 % 37 % Demonstrationen 15 % 22 % 27 % Flashmob 14 % 13 % 15 % Parteimitgliedschaft 3 % 2 % 6 % U-18-Wahl 14 % 12 % 15 % Non Profit Organisation (Amnesty International, Greenpeace oder Ähnliches) 6 % 10 % 11 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 11 Neben der Schule und der Arbeit engagiere ich mich freiwillig in folgenden Bereichen: 14-15 16-17 18-20 Im Bereich Freizeit (Sport-, Karnevals-, Tanz- oder Gesangsverein, Theater- oder Musikgruppe, kulturelle Vereinigung, Kinder- oder Jugendgruppen betreuen oder Ähnliches) 41 % 34 % 35 % Im sozialen oder Gesundheitsbereich (Wohlfahrtsverband, Hilfsorganisation, Helfer in der Krankenpflege, Besuchsdienste oder Ähnliches) 13 % 13 % 15 % Im Bereich Umwelt (Natur-, Tierschutz oder Ähnliches) 10 % 11 % 11 % Im Bereich Politik (Partei, Jugendforen, politische Initiativen oder Ähnliches) 5 % 6 % 8 % Im Bereich Kirche/Religion (Solidaritätsprojekte, Kirchengemeinde, kirchliche Organisation, religiöse Organisation oder Ähnliches) 15 % 16 % 16 % Im Bereich Schule, Hochschule (Schülervertretung, Studierendenausschuss oder Ähnliches) 16 % 21 % 17 % Im beruflichen Bereich außerhalb des Betriebes oder der Rechtspflege, Justiz (Gewerkschaft, Berufsverband, Initiative, Schöffe oder Ähnliches) 3 % 4 % 4 % Im Unfall- oder Rettungsdienst oder in der freiwilligen Feuerwehr (Jugendfeuerwehr, Jugendsanitäter oder Ähnliches) 7 % 7 % 6 % Sonstige Aktivität am Wohnort (Bürgerinitiative, Arbeitskreise oder Ähnliches) 12 % 10 % 9 % Ich engagiere mich nicht freiwillig in meiner Freizeit 27 % 23 % 28 % Es gibt verschiedene Gründe, sich neben Schule und Arbeit zu engagieren. Für mich sind die wichtigsten Gründe, mich zu engagieren, dass… 14-15 16-17 18-20 ich Zeit habe 32 % 28 % 30 % die Themen mich interessieren 54 % 55 % 56 % ich mitbestimmen möchte 33 % 35 % 35 % ich etwas verändern möchte 46 % 50 % 50 % ich für andere Menschen da sein will 45 % 47 % 48 % ich dadurch etwas lernen kann 56 % 56 % 52 % ich dadurch bessere Jobchancen habe 32 % 29 % 26 % das gut im Lebenslauf aussieht 32 % 35 % 31 % sich andere beteiligen (Freunde, Bekannte, Verwandte) 22 % 19 % 21 % ich hier Freunde finde und mit anderen zusammen bin 36 % 32 % 36 % es mir Spaß macht 72 % 65 % 66 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 12 Es gibt verschiedene Gründe, sich nicht neben Schule und Arbeit zu engagieren. Für mich sind die wichtigsten Gründe, mich nicht zu engagieren, dass... 14-15 16-17 18-20 ich es aus gesundheitlichen Gründen nicht kann 5 % 7 % 10 % ich dazu keine Zeit habe 48 % 55 % 54 % es nicht anerkannt wird 8 % 13 % 11 % ich nicht weiß, wo ich das machen kann 33 % 32 % 28 % ich darauf keine Lust habe 24 % 23 % 18 % andere es nicht tun (beispielsweise Freunde, Verwandte, Bekannte) 14 % 13 % 9 % ich noch nicht so lange hier wohne 2 % 4 % 6 % ich meine Freizeit anders verbringen will 39 % 36 % 25 % ich Geld verdienen möchte oder muss 24 % 30 % 34 % Hast Du genug Freizeit?/Wie zufrieden bist Du mit Deiner Freizeit? 14-15 16-17 18-20 ja, sehr / eher ja 74 % 67 % 69 % In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit: 14-15 16-17 18-20 Häufig Manc hmal Nie Häufig Manc hmal Nie Häufig Manc hmal Nie Fernsehen/DVD/YouTube schauen oder Filme und Serien streamen 66 % 33 % 1 % 61 % 35 % 4 % 58 % 39 % 3 % Computer-/Konsolen-/Handyspiele zocken 38 % 35 % 27 % 29 % 38 % 33 % 23 % 38 % 39 % Sport treiben 55 % 35 % 10 % 49 % 42 % 9 % 46 % 42 % 12 % Lesen 23 % 48 % 29 % 21 % 47 % 32 % 24 % 51 % 25 % Musik hören 76 % 22 % 2 % 78 % 20 % 2 % 76 % 21 % 3 % Malen, Theater oder Instrument spielen/Musik machen oder Ähnliches 26 % 34 % 40 % 26 % 30 % 44 % 21 % 35 % 44 % Nichts tun/chillen 40 % 46 % 14 % 37 % 51 % 12 % 35 % 52 % 12 % Shoppen/bummeln 19 % 59 % 22 % 16 % 61 % 23 % 15 % 61 % 24 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 13 In meiner Freizeit mache ich gerne folgende Aktivitäten 14-15 16-17 18-20 Häufig Manc hmal Nie Häufig Manc hmal Nie Häufig Manc hmal Nie Zeit in der Natur verbringen 24 % 57 % 19 % 26 % 57 % 17 % 33 % 54 % 13 % Besuch von Jugendeinrichtungen/Jugend- gruppen/Jugendverband 17 % 18 % 65 % 13 % 19 % 68 % 15 % 18 % 67 % Besuch von Konzerten, Museen, Theater, Musical, Konzerten, Kino oder Ähnliches 15 % 60 % 25 % 18 % 62 % 20 % 22 % 62 % 16 % Auf der Straße/an Plätzen abhängen 24 % 37 % 39 % 26 % 42 % 32 % 19 % 40 % 41 % Essen oder Trinken gehen (beispielsweise Café, Bar, Kneipe, Restaurant) 25 % 54 % 21 % 34 % 53 % 13 % 46 % 47 % 7 % Partys /Clubs/ Feste 8 % 40 % 52 % 21 % 48 % 31 % 26 % 51 % 23 % Besuch von Kursen/ Seminaren/Schulungen 4 % 19 % 77 % 4 % 25 % 71 % 9 % 29 % 62 % Ich verbringe meine Zeit gerne: 14-15 16-17 18-20 Häufig Manc hmal Nie Häufig Manc hmal Nie Häufig Manc hmal Nie Mit mir selber (alleine sein) 37 % 49 % 14 % 36 % 51 % 13 % 35 % 56 % 9 % Mit Freunden 70 % 28 % 2 % 72 % 26 % 2 % 72 % 27 % 1 % Mit meiner/meinem Partner*in 14 % 15 % 71 % 30 % 14 % 55 % 40 % 16 % 44 % Mit der Familie 50 % 44 % 6 % 43 % 51 % 6 % 40 % 53 % 7 % Wie zufrieden bist Du mit dem Geld, das Dir zur Verfügung steht? 14-15 16-17 18-20 ja, sehr / eher ja 76 % 69 % 64 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 14 Bei folgenden Themen bräuchte ich mehr Informationen oder Unterstützung für mich oder für andere... Wenn ich mich zu verschiedenen Themen informieren möchte, informiere ich mich über... Unterstützung bei Infothemen: 14-15 16-17 18-20 Diskriminierung/Ausgrenzung 22 % 22 % 26 % Gewalt/Mobbing 27 % 23 % 26 % Streit mit Eltern 17 % 14 % 15 % Probleme mit Gleichaltrigen 15 % 11 % 10 % Liebe/Beziehung/Sexualität 16 % 16 % 16 % Schwangerschaft 10 % 9 % 9 % Ausbildung/Studium/Beruf 40 % 44 % 40 % Schwierigkeiten in der Schule 28 % 23 % 23 % Suche nach Nebenjob 49 % 49 % 43 % Ehrenamtliche Tätigkeiten/Freiwilliges Engagement 27 % 28 % 31 % Freizeitgestaltung/Freizeitangebote 26 % 23 % 23 % Mediennutzung 16 % 13 % 14 % Gesundheit/Ernährung 30 % 28 % 29 % Alkohol/Drogen 19 % 17 % 16 % Umgang mit Geld allgemein/Schulden 31 % 34 % 34 % Umgang mit Recht/Verträgen 34 % 45 % 44 % Infoquellen: 14-15 16-17 18-20 Internetseiten 79 % 84 % 85 % Zeitungen 22 % 26 % 34 % Fernsehen 38 % 33 % 29 % YouTube 80 % 63 % 55 % Freunde/Bekannte 60 % 63 % 63 % Familie 63 % 60 % 56 % Lehrer*innen 27 % 28 % 23 % Beratungsstellen 5 % 8 % 13 % Stadtbibliothek 15 % 20 % 20 % Betreuer*innen in Jugendeinrichtungen 8 % 7 % 7 % WhatsApp oder Ähnliches 45 % 42 % 33 % Snapchat/Instagram/Facebook oder Ähnliches 46 % 44 % 39 % Podcast 4 % 7 % 7 % Radio 20 % 20 % 22 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 15 Bezirksvergleich Lebst Du gerne in Köln? 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim ja, sehr / eher ja 92 % 94 % 96 % 92 % 97 % 95 % 95 % 94 % 96 % Für mich ist Köln eine Stadt, … 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes Zustim -mung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Zusti- mmung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Menschen unterschiedlicher Herkunft gut zusammenleben können. 66 29 5 65 28 7 73 23 4 67 28 5 64 27 9 Menschen mit Behinderung in das Stadtleben eingebunden werden. 36 51 13 37 56 7 44 46 10 40 47 13 41 49 10 ich mich gut engagieren und beteiligen kann. 57 33 10 53 39 8 54 38 8 55 39 7 51 41 8 ich mich sicher fühle. 46 39 15 45 42 13 48 46 6 47 40 13 46 45 9 ich mich wohl fühle. 78 17 6 77 19 4 83 14 3 78 17 6 75 21 4 sich mir viele Bildungsmöglichkeiten bieten. 71 23 6 73 21 6 80 16 4 78 17 5 68 28 4 mir gute berufliche Chancen geboten werden. 63 27 10 73 22 5 73 24 3 66 29 5 62 32 6 ich viel in der Freizeit unternehmen kann. 80 15 5 81 16 3 82 14 4 82 13 5 83 13 4 ich meine Zukunft sehe. 53 30 17 54 29 17 58 27 15 64 24 12 58 30 12 das Stadtbild gepflegt und sauber ist. 13 53 34 14 57 29 12 56 32 13 56 31 11 58 31 Anmerkungen: alle Angaben in Prozent Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 16 Fortsetzung von der Tabelle auf Seite 15 (Für mich ist Köln eine Stadt, …) 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zusti- mmung teils/ teils Ablehn ung Menschen unterschiedlicher Herkunft gut zusammen- leben können. 59 35 6 58 32 10 61 32 7 63 31 6 Menschen mit Behinderung in das Stadtleben eingebunden werden. 42 48 10 38 47 15 44 45 11 42 48 10 ich mich gut engagieren und beteiligen kann. 53 34 13 54 37 9 52 40 8 55 39 6 ich mich sicher fühle. 40 49 11 36 50 14 39 48 13 42 46 12 ich mich wohl fühle. 74 21 5 73 22 5 73 23 4 75 21 4 sich mir viele Bildungsmöglichkeiten bieten. 72 22 6 72 22 6 75 20 5 74 23 3 mir gute berufliche Chancen geboten werden. 68 27 5 71 23 6 66 27 7 67 28 5 ich viel in der Freizeit unternehmen kann. 75 21 4 75 19 6 78 18 4 81 16 3 ich meine Zukunft sehe. 59 32 9 55 32 13 60 28 12 59 29 12 das Stadtbild gepflegt und sauber ist. 14 57 29 13 58 29 17 54 29 14 55 31 Anmerkungen: alle Angaben in Prozent Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 17 Mit folgenden Bereichen in Köln bin ich zufrieden beziehungsweise unzufrieden. 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes Zustim -mung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Zusti- mmung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Arbeitsmöglichkeiten 58 34 8 61 35 4 69 27 4 57 38 5 62 34 4 Angebot an Ausbildungsplätzen, Lehrstellen 50 39 11 54 39 7 58 37 5 52 40 8 51 43 6 Schule 46 39 15 51 33 16 53 33 14 48 37 15 45 37 18 Öffentliche Verkehrsmittel 44 37 19 41 42 17 51 36 13 48 33 19 51 34 15 Spiel-, Bolzplätze und Skateranlagen oder Ähnliches 46 40 14 48 38 14 55 33 12 45 38 17 52 37 11 Sportmöglichkeiten 66 28 6 69 26 5 79 18 3 63 29 8 70 25 5 Schwimmbäder 50 38 12 53 36 11 60 32 8 57 34 9 57 36 7 Radwege 24 45 31 26 41 33 34 38 28 33 39 28 34 42 24 Wohnungsangebot 5 30 65 9 39 52 11 32 57 10 34 56 8 33 59 meine Wohnsituation 60 25 15 74 16 10 72 22 6 62 25 13 69 21 10 Jugendeinrichtungen 35 47 18 35 46 19 41 44 15 41 43 16 36 45 19 Kulturelle Einrichtungen, Veranstaltungen, Konzerte oder Ähnliches 75 22 3 75 19 6 77 19 4 73 22 5 73 22 5 Angebote der Vereine für Jugendliche 61 33 6 62 30 8 65 28 7 59 36 5 58 34 8 Treffpunkte im Freien 70 22 8 64 28 8 70 22 8 60 28 12 64 29 7 Was die Öffentlichkeit über Jugendliche denkt 20 54 26 11 55 34 17 57 26 16 56 28 17 58 25 Anmerkungen: alle Angaben in Prozent Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 18 Fortsetzung von der Tabelle auf Seite 17 (Mit folgenden Bereichen in Köln bin ich zufrieden beziehungsweise unzufrieden.) 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zusti- mmung teils/ teils Ablehn ung Arbeitsmöglichkeiten 63 31 6 61 34 5 55 40 5 59 37 4 Angebot an Ausbildungsplätzen, Lehrstellen 54 38 8 60 34 6 54 38 8 55 36 9 Schule 49 35 16 46 38 16 47 38 15 45 39 16 Öffentliche Verkehrsmittel 46 41 13 48 36 16 51 35 15 48 37 15 Spiel-, Bolzplätze und Skateranlagen oder Ähnliches 44 40 16 45 40 15 46 42 12 45 43 12 Sportmöglichkeiten 67 25 8 64 30 6 69 26 5 69 26 5 Schwimmbäder 56 34 10 46 42 12 52 37 11 57 34 9 Radwege 35 45 20 38 39 23 37 39 24 34 44 22 Wohnungsangebot 19 33 48 15 37 48 12 37 51 12 40 48 meine Wohnsituation 57 32 11 68 22 10 55 32 13 66 25 9 Jugendeinrichtungen 45 40 15 35 44 21 39 47 14 39 47 14 Kulturelle Einrichtungen, Veranstaltungen, Konzerte oder Ähnliches 60 32 8 70 23 7 66 28 6 70 25 5 Angebote der Vereine für Jugendliche 64 31 5 67 26 7 60 31 9 67 26 7 Treffpunkte im Freien 59 33 8 60 28 12 64 29 7 61 32 7 Was die Öffentlichkeit über Jugendliche denkt 12 52 36 14 49 37 18 52 30 14 56 30 Anmerkungen: alle Angaben in Prozent Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 19 In meinem Stadtteil fehlt/fehlen mir … 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim Parks, Wiesen oder Grünflächen 29 % 19 % 17 % 25 % 19 % 26 % 33 % 28 % 26 % Spiel- und Sportflächen 26 % 21 % 23 % 28 % 25 % 32 % 29 % 29 % 28 % Orte im Freien, an denen ich mich mit Freundinnen oder Freunden in der Freizeit treffen kann 25 % 31 % 26 % 30 % 31 % 33 % 40 % 37 % 37 % Anlaufstellen/Beratungsstellen bei Fragen und Sorgen 19 % 22 % 18 % 18 % 23 % 23 % 24 % 25 % 26 % Ausgehmöglichkeiten am Abend/Wochenende (Musik, Film, Tanz, Theater, Kunst oder Ähnliches) 19 % 55 % 44 % 28 % 48 % 48 % 56 % 53 % 48 % Gute Einkaufsmöglichkeiten 14 % 25 % 13 % 19 % 22 % 33 % 32 % 21 % 24 % Eine gute öffentliche Verkehrsanbindung (Busse und Bahnen) 12 % 30 % 18 % 15 % 13 % 30 % 26 % 19 % 18 % Sichere Radwege 48 % 40 % 41 % 43 % 36 % 36 % 35 % 29 % 35 % Angebote, die ich mir leisten kann 27 % 19 % 24 % 24 % 22 % 21 % 21 % 24 % 21 % Freies W-LAN 51 % 65 % 58 % 67 % 63 % 62 % 65 % 66 % 69 % Jugendeinrichtungen/Jugendkulturangebo te 17 % 21 % 25 % 24 % 23 % 26 % 24 % 26 % 21 % Ich kenne die Angebote in der Nähe nicht 6 % 4 % 5 % 3 % 3 % 6 % 5 % 3 % 6 % Interessierst Du Dich für Politik? 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim ja, sehr / eher ja 74 % 60 % 65 % 60 % 64 % 56 % 60 % 53 % 59 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 20 Mitmachen kann man in vielen Bereichen. Folgende Aktivitäten würden mich interessieren: 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim Jugendforen 22 % 19 % 15 % 16 % 17 % 17 % 18 % 15 % 17 % Tag der Jugend im Rathaus 15 % 14 % 14 % 14 % 16 % 20 % 15 % 18 % 13 % Schülervertretung 26 % 29 % 26 % 27 % 25 % 21 % 30 % 27 % 20 % Bürgerhaushalt 9 % 6 % 11 % 11 % 7 % 6 % 8 % 8 % 6 % Bürgerinitiativen 23 % 11 % 18 % 21 % 16 % 13 % 13 % 13 % 14 % Unterschriftenliste/Petitionen (online + offline) 33 % 25 % 25 % 34 % 29 % 26 % 27 % 29 % 26 % Wahlen (Kommunalwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl, Europawahl) 45 % 39 % 42 % 41 % 42 % 33 % 36 % 30 % 34 % Demonstrationen 37 % 25 % 30 % 30 % 30 % 19 % 24 % 22 % 22 % Flashmob 32 % 30 % 30 % 30 % 29 % 26 % 28 % 28 % 24 % Parteimitgliedschaft 16 % 12 % 18 % 15 % 14 % 10 % 14 % 13 % 14 % Mitgestalten des Kinder- und Jugendförderplans 23 % 23 % 24 % 25 % 21 % 21 % 26 % 34 % 25 % U-18-Wahl 35 % 41 % 40 % 37 % 42 % 41 % 39 % 24 % 32 % Non Profit Organisation (Amnesty International, Greenpeace oder Ähnliches) 28 % 22 % 36 % 29 % 28 % 16 % 29 % 23 % 26 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 21 Folgende Aktivitäten habe ich schon gemacht: 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim Jugendforen 10 % 10 % 7 % 8 % 6 % 7 % 7 % 9 % 9 % Tag der Jugend im Rathaus 4 % 6 % 6 % 2 % 5 % 4 % 2 % 5 % 4 % Schülervertretung 32 % 30 % 26 % 28 % 27 % 29 % 26 % 25 % 27 % Bürgerhaushalt 4 % 1 % 2 % 3 % 4 % 1 % 1 % 3 % 3 % Bürgerinitiativen 6 % 3 % 8 % 8 % 4 % 5 % 3 % 2 % 5 % Unterschriftenliste/Petitionen (online + offline) 30 % 26 % 28 % 33 % 29 % 32 % 21 % 23 % 26 % Wahlen (Kommunalwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl, Europawahl) 20 % 13 % 19 % 15 % 16 % 13 % 12 % 12 % 17 % Demonstrationen 35 % 25 % 25 % 27 % 27 % 14 % 13 % 20 % 19 % Flashmob 21 % 14 % 14 % 15 % 13 % 9 % 11 % 15 % 15 % Parteimitgliedschaft 5 % 2 % 6 % 4 % 4 % 4 % 4 % 3 % 4 % U-18-Wahl 15 % 9 % 14 % 16 % 17 % 22 % 9 % 10 % 14 % Non Profit Organisation (Amnesty International, Greenpeace oder Ähnliches) 16 % 9 % 10 % 10 % 11 % 6 % 7 % 7 % 9 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 22 Neben der Schule und der Arbeit engagiere ich mich freiwillig in folgenden Bereichen: 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim Im Bereich Freizeit (Sport-, Karnevals- , Tanz- oder Gesangsverein, Theater- oder Musikgruppe, kulturelle Vereinigung, Kinder- oder Jugendgruppen betreuen oder Ähnliches) 33 % 35 % 35 % 35 % 34 % 44 % 33 % 28 % 38 % Im sozialen oder Gesundheitsbereich (Wohlfahrtsverband, Hilfsorganisation, Helfer in der Krankenpflege, Besuchsdienste oder Ähnliches) 16 % 15 % 12 % 14 % 12 % 13 % 12 % 17 % 11 % Im Bereich Umwelt (Natur-, Tierschutz oder Ähnliches) 10 % 9 % 11 % 13 % 11 % 7 % 9 % 11 % 9 % Im Bereich Politik (Partei, Jugendforen, politische Initiativen oder Ähnliches) 13 % 5 % 6 % 10 % 5 % 5 % 7 % 4 % 5 % Im Bereich Kirche/Religion (Solidaritätsprojekte, Kirchengemeinde, kirchliche Organisation, religiöse Organisation oder Ähnliches) 14 % 17 % 17 % 12 % 13 % 14 % 15 % 16 % 18 % Im Bereich Schule, Hochschule (Schülervertretung, Studierendenausschuss oder Ähnliches) 25 % 20 % 20 % 16 % 16 % 20 % 16 % 17 % 14 % Im beruflichen Bereich außerhalb des Betriebes oder der Rechtspflege, Justiz (Gewerkschaft, Berufsverband, Initiative, Schöffe oder Ähnliches) 3 % 4 % 3 % 2 % 3 % 5 % 4 % 6 % 4 % Im Unfall- oder Rettungsdienst oder in der freiwilligen Feuerwehr (Jugendfeuerwehr, Jugendsanitäter oder Ähnliches) 5 % 5 % 8 % 6 % 5 % 10 % 9 % 5 % 8 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 23 Fortsetzung von der Tabelle auf Seite 22 (Neben der Schule und der Arbeit engagiere ich mich freiwillig in folgenden Bereichen:) Sonstige Aktivität am Wohnort (Bürgerinitiative, Arbeitskreise oder Ähnliches) 12 % 12 % 10 % 7 % 12 % 12 % 10 % 8 % 9 % Ich engagiere mich nicht freiwillig in meiner Freizeit 23 % 27 % 22 % 27 % 32 % 26 % 27 % 28 % 26 % Es gibt verschiedene Gründe, sich neben Schule und Arbeit zu engagieren. Für mich sind die wichtigsten Gründe, mich zu engagieren, dass… 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim ich Zeit habe 28 % 29 % 22 % 28 % 28 % 34 % 31 % 30 % 30 % die Themen mich interessieren 56 % 70 % 57 % 54 % 59 % 50 % 56 % 42 % 54 % ich mitbestimmen möchte 35 % 44 % 35 % 32 % 35 % 29 % 35 % 32 % 32 % ich etwas verändern möchte 47 % 60 % 53 % 51 % 50 % 43 % 51 % 47 % 39 % ich für andere Menschen da sein will 47 % 48 % 49 % 41 % 49 % 48 % 48 % 45 % 44 % ich dadurch etwas lernen kann 58 % 57 % 56 % 53 % 53 % 60 % 52 % 47 % 51 % ich dadurch bessere Jobchancen habe 25 % 29 % 30 % 22 % 23 % 33 % 33 % 32 % 30 % das gut im Lebenslauf aussieht 25 % 33 % 37 % 34 % 29 % 38 % 31 % 34 % 34 % sich andere beteiligen (Freunde, Bekannte, Verwandte) 22 % 22 % 26 % 19 % 22 % 16 % 23 % 22 % 17 % ich hier Freunde finde und mit anderen zusammen bin 33 % 40 % 36 % 30 % 38 % 29 % 36 % 35 % 32 % es mir Spaß macht 62 % 78 % 72 % 61 % 72 % 61 % 71 % 61 % 61 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 24 Es gibt verschiedene Gründe, sich nicht neben Schule und Arbeit zu engagieren. Für mich sind die wichtigsten Gründe, mich nicht zu engagieren, dass... 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim ich es aus gesundheitlichen Gründen nicht kann 8 % 12 % 5 % 8 % 1 % 14 % 3 % 5 % 7 % ich dazu keine Zeit habe 56 % 50 % 49 % 47 % 50 % 53 % 52 % 55 % 50 % es nicht anerkannt wird 12 % 8 % 9 % 11 % 6 % 18 % 13 % 10 % 9 % ich nicht weiß, wo ich das machen kann 28 % 29 % 32 % 30 % 30 % 38 % 31 % 31 % 31 % ich darauf keine Lust habe 24 % 19 % 17 % 21 % 21 % 24 % 21 % 19 % 22 % andere es nicht tun (beispielsweise Freunde, Verwandte, Bekannte) 8 % 13 % 13 % 11 % 12 % 10 % 12 % 10 % 12 % ich noch nicht so lange hier wohne 8 % 6 % 5 % 3 % 3 % 3 % 2 % 4 % 6 % ich meine Freizeit anders verbringen will 34 % 35 % 34 % 33 % 40 % 28 % 30 % 33 % 31 % ich Geld verdienen möchte oder muss 21 % 33 % 31 % 27 % 27 % 30 % 33 % 41 % 28 % Hast Du genug Freizeit?/Wie zufrieden bist Du mit Deiner Freizeit? 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim ja / eher ja 70 % 74 % 75 % 74 % 72 % 68 % 63 % 60 % 69 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 25 In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit: 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes Zustim -mung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Zusti- mmung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Fernsehen/DVD/YouTube schauen oder Filme und Serien streamen 59 39 2 62 34 4 57 39 4 59 38 3 60 36 4 Computer-/Konsolen-/Handyspiele zocken 26 34 40 27 40 33 23 40 37 31 36 33 34 36 30 Sport treiben 46 44 10 51 41 8 55 39 6 48 41 11 50 41 9 Lesen 23 50 27 25 55 20 27 49 24 21 45 34 21 52 27 Musik hören 71 28 1 75 21 4 75 23 2 82 17 1 77 18 5 Malen, Theater oder Instrument spielen/Musik machen oder Ähnliches 25 43 32 32 30 38 29 31 40 23 32 45 23 33 44 Nichts tun/chillen 33 53 14 38 49 13 32 55 13 40 52 8 38 49 13 Shoppen/bummeln 15 63 22 14 58 28 16 60 24 15 60 25 15 57 28 Anmerkungen: alle Angaben in Prozent 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zusti- mmung teils/ teils Ablehn ung Fernsehen/DVD/YouTube schauen oder Filme und Serien streamen 64 34 2 66 32 2 60 35 5 62 36 2 Computer-/Konsolen-/Handyspiele zocken 32 33 35 35 36 29 27 39 34 32 36 32 Sport treiben 54 38 8 49 37 14 41 46 13 48 41 11 Lesen 25 44 31 19 50 31 24 45 31 25 45 30 Musik hören 72 26 2 77 20 3 79 20 1 77 21 2 Malen, Theater oder Instrument spielen/Musik machen oder Ähnliches 18 32 50 25 31 44 18 32 50 24 33 34 Nichts tun/chillen 37 49 14 43 44 13 36 49 15 38 48 14 Shoppen/bummeln 17 61 22 16 59 25 18 66 16 18 60 22 Anmerkungen: alle Angaben in Prozent Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 26 In meiner Freizeit mache ich gerne folgende Aktivitäten 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes Zustim -mung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Zusti- mmung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Zeit in der Natur verbringen 34 58 8 25 62 13 28 58 14 28 54 18 24 60 16 Besuch von Jugendeinrichtungen/Jugend- gruppen/Jugendverband 13 18 69 16 16 68 13 20 67 17 16 67 17 18 65 Besuch von Konzerten, Museen, Theater, Musical, Konzerten, Kino oder Ähnliches 26 61 13 16 65 19 23 62 15 17 64 19 19 62 19 Auf der Straße/an Plätzen abhängen 29 42 29 22 39 39 18 43 39 28 40 32 25 40 35 Essen oder Trinken gehen (beispielsweise Café, Bar, Kneipe, Restaurant) 42 47 11 28 53 19 38 51 11 34 56 10 36 51 13 Partys /Clubs/ Feste 24 56 20 19 45 36 24 54 22 23 48 29 19 43 38 Besuch von Kursen/ Seminaren/Schulungen 8 34 58 6 26 68 8 27 65 5 24 71 4 23 73 Anmerkungen: alle Angaben in Prozent 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zusti- mmung teils/ teils Ablehn ung Zeit in der Natur verbringen 32 53 15 27 53 20 29 53 18 25 57 18 Besuch von Jugendeinrichtungen/Jugend- gruppen/Jugendverband 20 20 60 11 16 73 18 20 62 15 19 66 Besuch von Konzerten, Museen, Theater, Musical, Konzerten, Kino oder Ähnliches 15 59 26 14 59 27 17 61 22 19 61 20 Auf der Straße/an Plätzen abhängen 29 36 35 28 37 35 19 41 40 20 39 41 Essen oder Trinken gehen (beispielsweise Café, Bar, Kneipe, Restaurant) 37 50 13 34 51 15 37 51 12 35 51 14 Partys /Clubs/ Feste 12 44 44 14 43 43 18 48 34 20 44 36 Besuch von Kursen/ Seminaren/Schulungen 4 18 78 6 23 71 6 28 66 6 23 71 Anmerkungen: alle Angaben in Prozent Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 27 Ich verbringe meine Zeit gerne: 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes Zustim -mung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Zusti- mmung teils/ teils Ableh nung Zustim- mung teils/ teils Ableh nung Mit mir selber (alleine sein) 35 55 20 39 52 9 36 52 12 34 54 12 36 54 10 Mit Freunden 73 27 0 68 30 2 74 24 2 75 24 1 74 25 1 Mit meiner/meinem Partner*in 34 15 51 24 14 62 27 20 53 36 13 51 28 19 53 Mit der Familie 34 59 7 37 56 7 44 48 8 42 55 3 44 50 6 Anmerkungen: alle Angaben in Prozent 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zustim- mung teils/ teils Ablehn ung Zusti- mmung teils/ teils Ablehn ung Mit mir selber (alleine sein) 29 54 17 36 52 12 36 53 11 36 51 13 Mit Freunden 73 25 2 69 29 2 68 30 2 68 29 3 Mit meiner/meinem Partner*in 26 13 61 26 13 61 31 16 53 34 14 52 Mit der Familie 51 44 5 50 45 5 39 55 6 45 48 7 Anmerkungen: alle Angaben in Prozent Wie zufrieden bist Du mit dem Geld, das Dir zur Verfügung steht? 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim Ja, sehr / eher ja 73 % 74 % 77 % 69 % 72 % 64 % 67 % 61 % 67 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 28 Bei folgenden Themen bräuchte ich mehr Informationen oder Unterstützung für mich oder für andere... Wenn ich mich zu verschiedenen Themen informieren möchte, informiere ich mich über... Unterstützung bei Infothemen: 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim Diskriminierung/Ausgrenzung 23 % 22 % 22 % 23 % 22 % 25 % 24 % 25 % 20 % Gewalt/Mobbing 26 % 24 % 24 % 24 % 24 % 25 % 24 % 26 % 26 % Streit mit Eltern 13 % 13 % 13 % 15 % 16 % 15 % 13 % 17 % 17 % Probleme mit Gleichaltrigen 10 % 10 % 9 % 12 % 14 % 12 % 15 % 14 % 11 % Liebe/Beziehung/Sexualität 17 % 12 % 13 % 18 % 16 % 16 % 18 % 14 % 18 % Schwangerschaft 8 % 7 % 9 % 12 % 11 % 8 % 10 % 10 % 8 % Ausbildung/Studium/Beruf 33 % 37 % 34 % 42 % 45 % 42 % 42 % 46 % 44 % Schwierigkeiten in der Schule 20 % 21 % 15 % 24 % 32 % 29 % 25 % 25 % 24 % Suche nach Nebenjob 41 % 45 % 43 % 43 % 48 % 51 % 52 % 50 % 46 % Ehrenamtliche Tätigkeiten/Freiwilliges Engagement 27 % 27 % 30 % 35 % 27 % 28 % 32 % 29 % 25 % Freizeitgestaltung/Freizeitangebote 21 % 23 % 23 % 23 % 19 % 21 % 28 % 26 % 21 % Mediennutzung 17 % 11 % 14 % 18 % 14 % 14 % 15 % 13 % 14 % Gesundheit/Ernährung 30 % 24 % 29 % 27 % 27 % 31 % 30 % 34 % 28 % Alkohol/Drogen 13 % 14 % 15 % 21 % 19 % 17 % 18 % 17 % 19 % Umgang mit Geld allgemein/Schulden 32 % 28 % 32 % 31 % 36 % 34 % 34 % 36 % 36 % Umgang mit Recht/Verträgen 37 % 41 % 43 % 42 % 42 % 41 % 43 % 43 % 41 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 29 Infoquellen: 1 / Innenstadt 2 / Rodenkirchen 3 / Lindenthal 4 / Ehrenfeld 5 / Nippes 6 / Chorweiler 7 / Porz 8 / Kalk 9 / Mülheim Internetseiten 80 % 86 % 80 % 79 % 80 % 80 % 81 % 74 % 81 % Zeitungen 34 % 29 % 30 % 32 % 27 % 28 % 24 % 18 % 24 % Fernsehen 30 % 34 % 28 % 32 % 33 % 34 % 34 % 29 % 33 % YouTube 57 % 63 % 58 % 55 % 63 % 62 % 62 % 57 % 61 % Freunde/Bekannte 63 % 65 % 65 % 61 % 59 % 55 % 63 % 55 % 60 % Familie 52 % 65 % 58 % 55 % 61 % 59 % 60 % 48 % 55 % Lehrer*innen 24 % 27 % 22 % 25 % 25 % 29 % 29 % 23 % 24 % Beratungsstellen 8 % 6 % 8 % 10 % 10 % 8 % 10 % 8 % 9 % Stadtbibliothek 26 % 20 % 22 % 16 % 18 % 15 % 14 % 20 % 18 % Betreuer*innen in Jugendeinrichtungen 5 % 6 % 7 % 10 % 9 % 10 % 7 % 8 % 8 % WhatsApp oder Ähnliches 36 % 37 % 40 % 37 % 37 % 42 % 42 % 39 % 42 % Snapchat/Instagram/Facebook oder Ähnliches 34 % 42 % 42 % 40 % 38 % 42 % 43 % 40 % 45 % Podcast 11 % 5 % 7 % 6 % 7 % 6 % 5 % 4 % 5 % Radio 21 % 22 % 25 % 23 % 22 % 19 % 17 % 13 % 19 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 30 Vergleich nach ökonomischen Lebensumständen Lebst Du gerne in Köln? 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II ja, sehr / eher ja 95 % 95 % Für mich ist Köln eine Stadt, … 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II Zustim mung teils/ teils Ableh nung Zustim mung teils/ teils Ablehn ung Menschen unterschiedlicher Herkunft gut zusammenleben können. 69 % 26 % 5 % 59 % 32 % 9 % Menschen mit Behinderung in das Stadtleben eingebunden werden. 40 % 51 % 9 % 44 % 45 % 11 % ich mich gut engagieren und beteiligen kann. 54 % 37 % 9 % 53 % 39 % 8 % ich mich sicher fühle. 46 % 45 % 9 % 39 % 48 % 13 % ich mich wohl fühle. 79 % 17 % 4 % 72 % 23 % 5 % sich mir viele Bildungsmöglichkeiten bieten. 76 % 20 % 4 % 72 % 22 % 6 % mir gute berufliche Chancen geboten werden. 69 % 26 % 5 % 68 % 26 % 6 % ich viel in der Freizeit unternehmen kann. 80 % 15 % 5 % 76 % 19 % 5 % ich meine Zukunft sehe. 56 % 31 % 13 % 58 % 30 % 12 % das Stadtbild gepflegt und sauber ist. 11 % 58 % 31 % 16 % 55 % 29 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 31 Mit folgenden Bereichen in Köln bin ich zufrieden beziehungsweise unzufrieden. 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II Zustim mung teils/ teils Ableh nung Zustim mung teils/ teils Ableh nung Arbeitsmöglichkeiten 65 % 31 % 4 % 58 % 37 % 5 % Angebot an Ausbildungsplätzen, Lehrstellen 55 % 40 % 5 % 53 % 39 % 8 % Schule 47 % 37 % 16 % 49 % 35 % 16 % Öffentliche Verkehrsmittel 44 % 39 % 17 % 52 % 33 % 15 % Spiel-, Bolzplätze und Skateranlagen oder Ähnliches 48 % 39 % 13 % 45 % 41 % 15 % Sportmöglichkeiten 71 % 24 % 5 % 67 % 27 % 6 % Schwimmbäder 54 % 37 % 9 % 52 % 37 % 11 % Radwege 30 % 41 % 29 % 38 % 41 % 21 % Wohnungsangebot 10 % 32 % 58 % 13 % 39 % 48 % meine Wohnsituation 70 % 21 % 9 % 57 % 30 % 13 % Jugendeinrichtungen 34 % 49 % 17 % 43 % 41 % 16 % Kulturelle Einrichtungen, Veranstaltungen, Konzerte oder Ähnliches 73 % 23 % 4 % 64 % 29 % 7 % Angebote der Vereine für Jugendliche 60 % 33 % 7 % 63 % 29 % 8 % Treffpunkte im Freien 65 % 27 % 8 % 60 % 31 % 9 % Was die Öffentlichkeit über Jugendliche denkt 14 % 57 % 29 % 15 % 50 % 35 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 32 In meinem Stadtteil fehlt/fehlen mir … 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II Parks, Wiesen oder Grünflächen 16 % 34 % Spiel- und Sportflächen 23 % 33 % Orte im Freien, an denen ich mich mit Freundinnen oder Freunden in der Freizeit treffen kann 26 % 41 % Anlaufstellen/Beratungsstellen bei Fragen und Sorgen 21 % 24 % Ausgehmöglichkeiten am Abend/Wochenende (Musik, Film, Tanz, Theater, Kunst oder Ähnliches) 46 % 51 % Gute Einkaufsmöglichkeiten 19 % 28 % Eine gute öffentliche Verkehrsanbindung (Busse und Bahnen) 23 % 20 % Sichere Radwege 43 % 35 % Angebote, die ich mir leisten kann 23 % 22 % Freies W-LAN 60 % 67 % Jugendeinrichtungen/Jugendkulturangebote 23 % 22 % Ich kenne die Angebote in der Nähe nicht 4 % 5 % Interessierst Du Dich für Politik? 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II ja, sehr / eher ja 64 % 55 % Mitmachen kann man in vielen Bereichen. Folgende Aktivitäten würden mich interessieren: 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II Jugendforen 19 % 16 % Tag der Jugend im Rathaus 14 % 16 % Schülervertretung 30 % 25 % Bürgerhaushalt 8 % 8 % Bürgerinitiativen 17 % 13 % Unterschriftenliste/Petitionen (online + offline) 29 % 25 % Wahlen (Kommunalwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl, Europawahl) 43 % 32 % Demonstrationen 30 % 22 % Flashmob 31 % 26 % Parteimitgliedschaft 16 % 12 % Mitgestalten des Kinder- und Jugendförderplans 25 % 24 % U-18-Wahl 39 % 33 % Non Profit Organisation (Amnesty International, Greenpeace oder Ähnliches) 31 % 22 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 33 Folgende Aktivitäten habe ich schon gemacht: 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II Jugendforen 9 % 8 % Tag der Jugend im Rathaus 6 % 5 % Schülervertretung 30 % 25 % Bürgerhaushalt 2 % 2 % Bürgerinitiativen 6 % 4 % Unterschriftenliste/Petitionen (online + offline) 31 % 24 % Wahlen (Kommunalwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl, Europawahl) 18 % 13 % Demonstrationen 28 % 17 % Flashmob 15 % 12 % Parteimitgliedschaft 4 % 4 % U-18-Wahl 12 % 12 % Non Profit Organisation (Amnesty International, Greenpeace oder Ähnliches) 8 % 8 % Neben der Schule und der Arbeit engagiere ich mich freiwillig in folgenden Bereichen: 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II Im Bereich Freizeit (Sport-, Karnevals-, Tanz- oder Gesangsverein, Theater- oder Musikgruppe, kulturelle Vereinigung, Kinder- oder Jugendgruppen betreuen oder Ähnliches) 34 % 35 % Im sozialen oder Gesundheitsbereich (Wohlfahrtsverband, Hilfsorganisation, Helfer in der Krankenpflege, Besuchsdienste oder Ähnliches) 14 % 14 % Im Bereich Umwelt (Natur-, Tierschutz oder Ähnliches) 8 % 10 % Im Bereich Politik (Partei, Jugendforen, politische Initiativen oder Ähnliches) 7 % 5 % Im Bereich Kirche/Religion (Solidaritätsprojekte, Kirchengemeinde, kirchliche Organisation, religiöse Organisation oder Ähnliches) 18 % 15 % Im Bereich Schule, Hochschule (Schülervertretung, Studierendenausschuss oder Ähnliches) 22 % 16 % Im beruflichen Bereich außerhalb des Betriebes oder der Rechtspflege, Justiz (Gewerkschaft, Berufsverband, Initiative, Schöffe oder Ähnliches) 2 % 6 % Im Unfall- oder Rettungsdienst oder in der freiwilligen Feuerwehr (Jugendfeuerwehr, Jugendsanitäter oder Ähnliches) 7 % 5 % Sonstige Aktivität am Wohnort (Bürgerinitiative, Arbeitskreise oder Ähnliches) 11 % 11 % Ich engagiere mich nicht freiwillig in meiner Freizeit 25 % 30 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 34 Es gibt verschiedene Gründe, sich neben Schule und Arbeit zu engagieren. Für mich sind die wichtigsten Gründe, mich zu engagieren, dass… 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II ich Zeit habe 23 % 35 % die Themen mich interessieren 62 % 50 % ich mitbestimmen möchte 38 % 34 % ich etwas verändern möchte 51 % 47 % ich für andere Menschen da sein will 47 % 49 % ich dadurch etwas lernen kann 59 % 52 % ich dadurch bessere Jobchancen habe 28 % 32 % das gut im Lebenslauf aussieht 31 % 34 % sich andere beteiligen (Freunde, Bekannte, Verwandte) 25 % 22 % ich hier Freunde finde und mit anderen zusammen bin 37 % 34 % es mir Spaß macht 74 % 62 % Es gibt verschiedene Gründe, sich nicht neben Schule und Arbeit zu engagieren. Für mich sind die wichtigsten Gründe, mich nicht zu engagieren, dass... 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II ich es aus gesundheitlichen Gründen nicht kann 8 % 8 % ich dazu keine Zeit habe 54 % 50 % es nicht anerkannt wird 10 % 13 % ich nicht weiß, wo ich das machen kann 35 % 30 % ich darauf keine Lust habe 20 % 23 % andere es nicht tun (beispielsweise Freunde, Verwandte, Bekannte) 17 % 11 % ich noch nicht so lange hier wohne 5 % 4 % ich meine Freizeit anders verbringen will 36 % 30 % ich Geld verdienen möchte oder muss 37 % 33 % Hast Du genug Freizeit?/Wie zufrieden bist Du mit Deiner Freizeit? 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II ja, sehr / eher ja 74 % 63 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 35 In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit: 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II Häu- fig Manch- mal Nie Häu- fig Manch- mal Nie Fernsehen/DVD/YouTube schauen oder Filme und Serien streamen 60 % 37 % 3 % 61 % 36 % 3 % Computer-/Konsolen-/Handyspiele zocken 25 % 37 % 38 % 33 % 35 % 32 % Sport treiben 52 % 41 % 7 % 46 % 41 % 13 % Lesen 27 % 49 % 24 % 21 % 46 % 33 % Musik hören 73 % 24 % 3 % 77 % 21 % 2 % Malen, Theater oder Instrument spielen/Musik machen oder Ähnliches 28 % 34 % 38 % 20 % 31 % 49 % Nichts tun/chillen 35 % 53 % 12 % 41 % 46 % 13 % Shoppen/bummeln 13 % 60 % 27 % 19 % 59 % 22 % In meiner Freizeit mache ich gerne folgende Aktivitäten 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II Häu- fig Manch- mal Nie Häu- fig Manch- mal Nie Zeit in der Natur verbringen 27 % 60 % 13 % 29 % 51 % 20 % Besuch von Jugendeinrichtungen/Jugend- gruppen/Jugendverband 13 % 18 % 69 % 18 % 19 % 63 % Besuch von Konzerten, Museen, Theater, Musical, Konzerten, Kino oder Ähnliches 19 % 66 % 15 % 15 % 58 % 27 % Auf der Straße/an Plätzen abhängen 20 % 41 % 39 % 27 % 37 % 36 % Essen oder Trinken gehen (beispielsweise Café, Bar, Kneipe, Restaurant) 35 % 52 % 13 % 38 % 49 % 13 % Partys /Clubs/ Feste 20 % 54 % 26 % 14 % 43 % 43 % Besuch von Kursen/ Seminaren/Schulungen 6 % 28 % 66 % 6 % 22 % 72 % Ich verbringe meine Zeit gerne: 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II Häu- fig Manch- mal Nie Häu- fig Manch- mal Nie Mit mir selber (alleine sein) 37 % 54 % 9 % 33 % 53 % 14 % Mit Freunden 70 % 29 % 1 % 71 % 27 % 2 % Mit meiner/meinem Partner*in 27 % 16 % 57 % 29 % 13 % 58 % Mit der Familie 40 % 52 % 8 % 49 % 46 % 5 % Anlage 2: Tabellenanhang Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 36 Wie zufrieden bist Du mit dem Geld, das Dir zur Verfügung steht? 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II ja, sehr / eher ja 75 % 61% Bei folgenden Themen bräuchte ich mehr Informationen oder Unterstützung für mich oder für andere... Wenn ich mich zu verschiedenen Themen informieren möchte, informiere ich mich über... Unterstützung bei Infothemen: 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II Diskriminierung/Ausgrenzung 22 % 26 % Gewalt/Mobbing 24 % 25 % Streit mit Eltern 13 % 17 % Probleme mit Gleichaltrigen 10 % 14 % Liebe/Beziehung/Sexualität 13 % 17 % Schwangerschaft 9 % 10 % Ausbildung/Studium/Beruf 36 % 47 % Schwierigkeiten in der Schule 19 % 28 % Suche nach Nebenjob 46 % 51 % Ehrenamtliche Tätigkeiten/Freiwilliges Engagement 31 % 29 % Freizeitgestaltung/Freizeitangebote 23 % 24 % Mediennutzung 15 % 14 % Gesundheit/Ernährung 30 % 31 % Alkohol/Drogen 14 % 19 % Umgang mit Geld allgemein/Schulden 32 % 35 % Umgang mit Recht/Verträgen 44 % 43 % Infoquellen: 1. Quartil SGB II 4. Quartil SGB II Internetseiten 85 % 79 % Zeitungen 31 % 21 % Fernsehen 30 % 32 % YouTube 59 % 62 % Freunde/Bekannte 67 % 58 % Familie 61 % 55 % Lehrer*innen 22 % 29 % Beratungsstellen 7 % 10 % Stadtbibliothek 20 % 17 % Betreuer*innen in Jugendeinrichtungen 6 % 10 % WhatsApp oder Ähnliches 38 % 43 % Snapchat/Instagram/Facebook oder Ähnliches 41 % 44 % Podcast 7 % 4 % Radio 23 % 17 %
Anlage 1_Ergebnisbericht_Jugendbefragung
96268 Zeichen
Kölner Jugendbefragung 2018
Ergebnisbericht
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat für Jugend, Bildung und Sport
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Gestaltung
Zentrale Dienste der Stadt Köln
Druck
Druckhaus Süd Medien GmbH
Bildnachweis
Umschlag: Tim Sieck; S.4 Stadt Köln; S.5 Marvin Stutzer; S.6,12, 18, 20, 25, 28, 36, 38 und
Rückseite Moritz Jansen; S.23 Sabine Welter; S.24 SKM Köln - Graffitiprojekt MittwochsMaler;
S.30, Stefan Ludwigs
© Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit Quellenangabe
13/DEZ IV/1.500/03.2019
Kontakt
Dezernat für Jugend, Bildung und Sport
Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
0221/221-21909
Florian.sevenig@stadt-koeln.de
/www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/bildung-und-schule/
integrierte-jugendhilfe-und-schulentwicklungsplanung
Impressum
In Kooperation mit dem
Kölner Jugendring:
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Jugendbefragung 2018
Inhalt
1. Vorwort ................................................................................................................ 4
2. Hintergrund und Zielsetzung ................................................................................. 6
3. Gastbeitrag der Technischen Universität Dortmund:
„Partizipative Jugendbefragung auf Kommunaler Ebene“ ..................................... 7
4. Wer hat eigentlich mitgemacht? ........................................................................... 8
4.1 Beteiligung an der Befragung ......................................................................................... 8
4.2 Verteilung der Stichprobe .............................................................................................. 8
5. Die Ergebnisse ....................................................................................................... 11
5. 1 Wie sehen die Jugendlichen die Stadt Köln? .................................................................... 11
5.2 Wie halten es die Jugendlichen mit der Politik? .............................................................. 20
5.3 Engagieren sich die Kölner Jugendlichen? ....................................................................... 23
5.4 Was machen die Jugendlichen in ihrer Freizeit? .............................................................. 27
5.5 Brauchen Jugendliche Beratung? ................................................................................... 33
6. Workshops ........................................................................................................... 36
6.1 Qualitativer Workshop ................................................................................................... 36
6.2 Ergebnisworkshop ......................................................................................................... 37
7. Prüfempfehlungen und Ausblick ............................................................................ 39
8. Anhang .................................................................................................................. 43
8.1 Durchführung der Befragung ......................................................................................... 43
8.2 Abbildungen ................................................................................................................. 45
8.3 Endnoten ...................................................................................................................... 54
Seite 4
Jugendbefragung 2018
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Jugend ist die Zukunft unserer Stadt!
Jugendliche bergen viel Kreativität, Mut, Lebensfreude und
Ideen in sich. Als Stadtverwaltung gilt es, diese Eigenschaf-
ten und Talente zu fördern und ihnen den passenden Raum
zur Entfaltung zu geben. Aber was ist der jugendgerechte
Raum hierfür und ist Köln vielleicht schon ausreichend
jugendgerecht?
Wer kann das besser beantworten, als die Jugendlichen
selbst. Die Idee einer Jugendbefragung war geboren, die
allen Jugendlichen die Chance geben sollte, ihre Meinung zu
sagen. Die Befragung stellt ein zentrales Instrument der Jugendbeteiligung in Köln dar. Ein wich-
tiger Baustein war die direkte Beteiligung Jugendlicher während des gesamten Befragungsvorha-
bens. Jugendliche standen zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite.
Entstanden ist ein Datenschatz, der beschreibt, was Jugendliche über Köln denken, was sie sich
wünschen, wo sie sich engagieren und was sie in ihrer Freizeit treiben. Die Ergebnisse sind von
stadtstrategischer Bedeutung und werden neben den politischen und fachlichen Diskussionen
auch an die verschiedensten Akteure in Verwaltung und Stadtgesellschaft weitergetragen.
Mein Dank gilt besonders allen Jugendlichen, die sich an der Befragung beteiligt haben, sei
es beim Ausfüllen des Fragebogens, dem Mitwirken innerhalb der Workshops oder bei der
Durchführung. Ebenso bedanke ich mich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern des
Befragungsvorhabens, besonders sind hier der Kölner Jugendring und der Beirat hervorzuheben,
die mit viel Engagement geholfen haben, die Jugendbefragung zu einem Erfolg zu bringen.
Ihre Dr. Agnes Klein
Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport
Seite 5
Jugendbefragung 2018
Liebe Leserinnen und Leser,
junge Menschen machen jeden Tag gute und schlechte Erfah-
rungen, sie haben Meinungen, Ideen, Forderungen und Träume,
aber ihr Einfluss und ihre Mitbestimmung sind gesellschaftlich
noch immer zu gering. Als Lobby für alle Kinder und Jugendli-
chen in Köln, interessiert es uns als Jugendring zu erfahren, wie
es den jungen Menschen in Köln geht, was sie an unserer Stadt
mögen und was sie kritisch sehen.
Gemeinsam mit der Stadt Köln und dem Beirat zur Jugend -
befragung, welcher durch zahlreiche Vertreterinnen und
Vertreter von freien Trägern der Jugend- und Wohlfahrtshilfe
bereichert wurde, ist es uns gelungen mit der Jugendbe -
fragung einen ersten Überblick über die Anliegen der jungen Menschen in Köln zu erhalten.
Was aber genau gemeint ist und passieren soll, werden wir nur erfahren, wenn wir mit Kindern
und Jugendliche in den Dialog kommen und sie aktiv anregen und fördern, ihr Engagement in
die Stadtgesellschaft zu tragen. In diesem Zusammenhang ist die Eröffnung des kooperativen
Kinder- und Jugendbüros als Schnittstelle ein weiterer wichtiger Schritt, um die Interessen von
jungen Menschen in Köln ernst zu nehmen und auch diejenigen jungen Menschen zu erreichen,
die keinen Zugang zu Jugendeinrichtungen oder Jugendverbänden haben oder wollen.
Die vorliegenden Ergebnisse der Jugendbefragung zeigen uns deutlich konkrete Bedürfnisse auf:
Mobilität, Sicherheit und Sauberkeit sind drei davon. Wie diese erfüllt werden können, bleibt dabei
vorerst noch offen Uns allen muss klar sein, dass wir es nicht auf der Erhebung der Daten beruhen
lassen können. Es gilt nun die Ergebnisse zusammen mit den jungen Menschen in die Praxis
umzusetzen und so das Versprechen von ernst gemeinter und echter Beteiligung Stück für Stück
einzulösen.
Wir fühlen uns als Jugendring in unserer Arbeit und der Forderung nach mehr Partizipation für
junge Kölnerinnen und Kölner bestätigt und sehen in der Etablierung der Jugendbefragung als ein
Baustein auf diesem Weg eine große Chance, Köln als kinderfreundliche Kommune zu stärken und
weiter zukunftsfähig zu machen. Für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Köln möchten wir uns
an dieser Stelle sehr herzlich bedanken.
Marvin Stutzer
Vorsitzender Kölner Jugendring e.V.
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Jugendbefragung 2018
sich in dem durchgeführten Unterfangen
wiederspiegelt, die Belange der Kölner Jugend-
lichen stärker in den Fokus zu rücken und diese
in die Prozesse der Jugendhilfeplanung stärker
einzubinden.
Innerhalb der Stadtentwicklung gibt es viele
Verbindungslinien zu Projekten, die durch
einen Austausch von den Ergebnissen der
Jugendbefragung profitieren können. Zu
nennen sind hier besonders die Spielplatzbe-
darfsplanung, die Sportentwicklungsplanung
und das strategische Stadtentwicklungskon-
zept „Kölner Perspektiven 2030“.
Letztlich kann festgehalten werden, dass das
Ziel der Jugendbefragung lautet, die Kölner
Jugendlichen mit ihren Bedürfnissen, Ansich -
ten und Wünschen besser kennen zu lernen.
Jeder Jugendliche der Stadt konnte sich zu
Wort melden und berichten, was in Köln
gut läuft und was besser laufen könnte. Auf
diesem Wege können die Jugendlichen Ein -
fluss nehmen und Köln noch jugendgerechter
machen.
2. Hintergrund und
Zielsetzung
Ein wichtiges Ziel der Stadt Köln ist es, nicht
nur für Jugendliche zu planen, sondern mit
ihnen zusammen. Jugendliche sollen an Mei-
nungsbildungs- und Entscheidungsprozessen
beteiligt werden.
Die in 2018 durchgeführte Jugendbefragung
ist eine Maßnahme des aktuellen Kinder-
und Jugendförderplans. Die gewonnenen
Ergebnisse sollen wiederum die Grundlage für
den nächsten Kinder- und Jugendförderplan
darstellen. Darüber hinaus werden sie die Basis
für anschließende fachliche Gesprächsformate
der Jugendhilfe bilden. Nicht zuletzt können
sie auch integraler Bestandteil der Arbeit des
neu implementierten Jugendbüros sein, dessen
Ziel die stärkere Beteiligung von Jugendlichen
darstellt.
Des Weiteren bildet die Jugendbefragung
einen Teil des Aktionsplans „Kinder- und
Jugendfreundliches Köln“, dessen Bestreben
Seite 7
Jugendbefragung 2018
Befragung durch Pre-Test, qualitativen Workshop
und Ergebnisworkshop ein Plausibilitätsabgleich
sowohl des Erhebungsinstruments als auch der
gewonnenen Ergebnisse mit Vertreter(inn)en
der Zielgruppe statt. Dadurch erfolgt über den
gesamten Prozessablauf eine fortwährende
Überprüfung des gewählten Instruments sowie
der damit erhobenen Ergebnisse, ob der gewähl-
te Ansatz der verfolgten Zielsetzung gerecht
wird, die Kölner Jugendlichen besser kennen zu
lernen mit ihren Bedürfnissen, Ansichten und
Wünschen. Die Beteiligung der jungen Men-
schen führt dazu, dass das gewählte Instrument
auf die zu untersuchende Zielgruppe passt. Die
erzielte und transparent dargestellte Stichpro-
bengüte dokumentiert dies.
Die Kölner Jugendbefragung 2018 bringt neben
den Einschätzungen der Zielgruppe zu ihrem Le-
ben in Köln auch ihre Verbesserungsvorschläge
sowie ihre Vorstellungen von einer lebenswer-
ten Stadt ans Licht. Diese Ergebnisse liegen nun
vor, die Datenerhebung wurde als Grundlage für
die Jugendhilfeplanung erwartet und steht nun
für die produktive Entwicklung des Arbeitsfeldes
Jugendarbeit zur Verfügung. Dabei ist die
weitere Beteiligung der jungen Kölnerinnen
und Kölner an der Deutung der Daten sowie
an einer offensiven und effizienten Gestaltung
politischer Entscheidungen in der Jugendarbeit
voranzutreiben. Das Kölner Jugendbüro bietet
hierfür die allerbesten Voraussetzungen.
Technische Universität Dortmund
Forschungsverbund/DJI
Diana Löser
Akteure im Feld der Kinder- und Jugendarbeit
aus Praxis und Politik wollen gerne mehr über
die Zielgruppe und die Rahmenbedingungen
wissen, um besser verstehen und auch wir-
kungsvoller handeln zu können – so auch in Köln.
Wie bewerten junge Kölnerinnen und Kölnern
ihre Stadt? Wie verbringen sie ihre Freizeit? Und
wofür engagieren sie sich? Die Kölner Jugendbe-
fragung 2018 geht diesen Fragen nach und fasst
die Ergebnisse der Online-Befragung unter dem
Titel „Deine Meinung zählt!“ zusammen.
Diese Befragung und ihre Ergebnisse stellen
einen wichtigen Teil in einer partizipativen,
sozialraumorientierten Kölner Jugendhilfepla-
nung dar, denn sie bilden die Basis, um den
Belangen der jungen Generation insbesondere
auch innerhalb der gesamtstädtischen Ent-
wicklung die gebührende Aufmerksamkeit und
die notwendige Berücksichtigung zukommen
zu lassen. Die Jugendarbeit wird dabei nicht
nur durch eine empirische Untersuchung auf
ein solides Fundament gestellt. Vielmehr wird
hier ein Konzept verfolgt, das der Beteiligung
junger Kölner/-innen im Alter von 14 bis unter
21 Jahre in jedem Stadium der Konzeption,
Durchführung und Auswertung der empirischen
Befragung das zentrale Leitmotiv zuweist.
Bei der gewählten Erhebungsart der offenen Vol-
lerhebung haben nicht nur alle Jugendlichen und
jungen Erwachsenen der Zielgruppe die Mög-
lichkeit, in der kommunalen Online-Befragung
ihre Meinung zu ihrem Leben in Köln zu äußern
und Vorschläge zu Veränderungen zu machen.
Darüber hinaus findet durch den verfolgten
partizipativen Ansatz vor, während und nach der
3. Gastbeitrag der Technischen Universität Dortmund
„Partizipative Jugendbefragung auf Kommunaler Ebene“
Seite 8
Jugendbefragung 2018
4.2 Verteilung der Stichprobe
Tausende ausgefüllter Fragebögen stellen
eine gute Datengrundlage für die Auswer -
tung der Befragung dar. Um allerdings eine
Aussage über die Güte der Stichprobe treffen
zu können, muss deren Verteilung nach
bestimmten Kriterien in den Blick genom -
men werden. Zentral sind hier charakteris -
tische Parameter, die die Zielgruppe näher
beschreiben. Diese sollte über die Stichprobe
sowie die Grundgesamtheit möglichst ähn -
lich verteilt sein, um Ableitungen zuzulassen.
Die empirische Sozialforschung postuliert:
wenn Stichprobe und Grundgesamtheit ähn -
lich verteilt sind, dann können Rückschlüsse
aus der Stichprobe auf die Grundgesamtheit
übertragen werden. Besonders prägende
Merkmale für unsere Zielgruppe sind: Alter,
Geschlecht, Schulform und Wohnort.
4. Wer hat eigentlich
mitgemacht?
4.1 Beteiligung an der Befragung
Wie der Titel „Kölner Jugendbefragung“ schon
sagt, richtete sich die Befragung an die Kölner
Jugendlichen. Grundvoraussetzung für die
Teilnahme waren somit ein Wohnort in Köln
sowie die Einordnung in die Altersspanne
von 14 bis unter 21 Jahren. Diese Zielgruppe
umfasst stadtweit rund 70.000 Jugendliche, die
insgesamt 27 Fragen zu den Themenbereichen
„Perspektiven auf und für die Stadt“, „Partizipa-
tion und Engagement“ sowie „Freizeitverhalten
und -interessen“ beantworten konnten.
An der Befragung haben sich via Online- oder
Papierfragebogen 5.094 Jugendliche beteiligt.
Dies entspricht einem guten Rücklauf von 7,3
%. Der Großteil der Jugendlichen entschied
sich für die Teilnahme an der offenen Online-
Befragung. 720 Jugendliche füllten lieber
einen Papierfragebogen aus. Sie wurden
entweder direkt auf Sportevents beziehungs-
weise in Schulpausen angesprochen oder
haben die Fragebögen in Jugendeinrichtungen
vorgefunden. Nicht alle Jugendlichen, die an
der Befragung teilgenommen haben, erreich-
ten auch das Ende des Fragebogens. Die letzte
geschlossene Frage wurde noch von 3.356
Personen beantwortet.
Zieht man nun von der Anzahl der ausgefüll -
ten Fragebögen die Nicht-Kölner (518) und
die Ausfüllerinnen und Ausfüller, die jünger
als 14 Jahre oder älter als 20 Jahre sind (578)
ab, dann reduziert sich die Teilnehmerzahl
auf 4.260 Kölnerinnen und Kölner in der
richtigen Zielgruppe. Dies entspricht einer
Rücklaufquote von 6,1 %. 1
25% 27%
48%
27% 39% 34%
14-15 Jahre 16-17 Jahre 18-20 Jahre
Altersverteilung
Grundgesamtheit Stichprobe
51% 49%46% 54%
Männlich Weiblich
Geschlechtsverteilung
Grundgesamtheit Stichprobe
Seite 9
Jugendbefragung 2018
festgehalten werden, dass sich ein zu erwarten-
des Übergewicht an Gymnasiasteninnen und
Gymnasiasten an der Befragung ergeben hat,
zu Lasten des Anteils an Hauptschülerninnen
und Hauptschüler. Neben den Schülerinnen
und Schülern (70 %) sollten aber auch die
Jugendlichen beachtet werden, die angegeben
haben, nicht mehr zur Schule zu gehen (30 %).
Mit Blick auf deren errungene Abschlüsse zeigt
sich, dass gerade Hauptschulabschlüsse (20 %)
und die Mittlere Reife (48 %) den größten Teil
ausmachen. Berücksichtigt man die Altersspan-
ne der Befragung (14 bis unter 21 Jahren), so ist
es nicht verwunderlich, dass weniger Jugendliche
noch die Hauptschule besuchen im Vergleich zu
den Schulformen, die neben der Sekundarstufe I
auch die Sekundarstufe II umfassen. Die Verzer-
rung hinsichtlich dem Plus an Gymnasiasten wird
somit deutlich abgeschwächt.4
Die Verteilung der jugendlichen Fragebogen-
ausfüllerinnen und Fragebogenausfüller über
die einzelnen Bezirke weist ebenfalls eine breite
Streuung auf und bietet für jeden Bezirk eine
ausreichend große Zahl an auszuwertenden
Daten. Geht man etwas mehr ins Detail, sieht
man, dass die Diskrepanz zwischen den Jugend-
lichen, die im Bezirk Chorweiler leben und den
ausgefüllten Fragebögen, die dem Stadtbezirk
Chorweiler zugeordnet werden können, am
stärksten ausfällt. Im Stadtbezirk Porz hingegen
Der Vergleich der Stichprobe mit der Grund-
gesamtheit zeigt ein Plus bei den 16 bis 17
Jährigen und dafür wiederum ein Weniger bei
den über 18 Jährigen. Die Gruppe der 14 bis 15
Jährigen ist hingegen recht passgenau abgebil-
det. Die Mobilisierung der älteren Jugendlichen
war erwartungsgemäß komplex, da diese
weniger in Jugendeinrichtungen anzutreffen
sind. Ein Teil dieser Gruppe wird schon in einem
Arbeitsverhältnis oder an einer der Kölner
Hochschulen aktiv sein und war somit über
die Bewerbungswege der unterstützenden
Multiplikatoren schwer zu erreichen.2
Ein klassisches Phänomen der empirischen Sozi-
alforschung ist die höhere Umfragebeteiligung
von Frauen im Vergleich zu den Männern. Dieses
Phänomen zeigt sich auch in der Kölner Jugend-
befragung. Genau um fünf Prozentpunkte sind
die männlichen vermindert und die weiblichen
Jugendlichen erhöht vertreten. Es sei noch zu
erwähnen, dass sich 36 Personen der Kategorie
„inter/trans/divers“ zuordneten. Da es hierzu
leider keinen entsprechenden statistischen Wert
aus der Grundgesamtheit gibt, wurde auf die
Darstellung in der Abbildung auf S. 8 verzichtet.
Der Blick auf die Verteilung hinsichtlich der
allgemeinbildenden Schulformen3 zeigt eine
gute Streuung. Alle Schulformen sind häufig
in der Stichprobe vertreten. Allerdings muss
8% 17% 21%
50%
4%4% 13% 18%
62%
3%
Hauptschule Realschule Gesamtschule Gymnasium Förderschule
Schulform
Grundgesamtheit Stichprobe
Seite 10
Jugendbefragung 2018
Durch die offene Befragung gab es keine Vorse-
lektion mittels einer Stichprobenziehung. Jede
und jeder der rund 70.000 Jugendlichen hatte
die gleichen Chancen, sich an der Jugendbefra-
gung zu beteiligen. Viele Jugendliche sind dieser
Chance nachgekommen und haben den Frage-
bogen ausgefüllt. Eine adäquate Verteilung über
die einzelnen charakterisierenden Merkmale der
Population ist weitgehend gegeben, so dass sich
aussagekräftige Auswertungen erstellen lassen.
Eine leichte Verzerrung hinsichtlich einer höhe-
ren Anzahl an jungen Frauen und Mädchen und
eine leicht gesteigerte Teilnahme Jugendlicher
mit gymnasialen Bildungshintergrund soll an
dieser Stelle nicht verschwiegen werden. Diese
ziehen sich allerdings wie ein roter Faden durch
die empirische Sozialforschung, eine perfekte
Passung zwischen der Grundgesamtheit und
einer Stichprobe ist so gut wie nie gegeben
gerade im Hinblick einer offenen Vollerhebung.5
Von einer Gewichtung des Datensatz soll in der
Auswertung abgesehen werden, da dieses Vorge-
hen erst recht eine Verzerrung der Aussagekraft
hervorruft. Die Aussagen Einzelner würden durch
eine Mehrfachwertung erhöht. Es ist hierdurch
kein breiteres Meinungsbild zu erwarten, son-
dern nur das Überzeichen einzelner Aussagen.
konnten überproportional viele Jugendliche zum
Ausfüllen des Fragebogens motiviert werden.
Wie gut die Verteilung hinsichtlich des soziöko-
nomischen Status getroffen ist, sieht man an
der Gegenüberstellung der Jugendlichen, die
in Bedarfsgemeinschaften mit SGB II-Bezug
leben. Dies stellt einen klassischen Indikator für
Armut und soziale Ungleichheit dar (vergleiche
Thomas Groos (2016): Schulsegregation messen.
Sozialindex für Grundschulen. Arbeitspapiere
wissenschaftliche Begleitforschung „Kein Kind
zurücklassen!“, Werkstattbericht). Hier muss be-
rücksichtigt werden, dass innerhalb des Fragebo-
gens nicht abgefragt wurde, ob die Jugendlichen
beziehungsweise ihre Eltern Transferleistungen
beziehen. Auf der Basis der statistischen Ist-Werte
zur Kinder- und Jugendarmut in den verschiede-
nen Stadtteile und der Auskunft der Jugendlichen
innerhalb der Befragung über ihren Wohnort,
konnten Zuordnungen vorgenommen werden.
Schaut man nun in die Ergebnisse, so zeigt sich,
das der Mittelwert der Grundgesamtheit mit
17 % nur einen Prozentpunkt von dem Wert der
Stichprobe (16 %) entfernt ist.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass das Design
der Befragung sehr partizipativ gewählt wurde.
8% 11% 13% 10% 10% 10% 12% 13% 15%9% 10% 12% 11% 11% 7% 14% 11% 15%
Wohnort
Grundgesamtheit Stichprobe
Seite 11
Jugendbefragung 2018
Als größte Treiber der Unzufriedenheit entpup-
pen sich das Wohnungsangebot (53 %), das Bild
der Öffentlichkeit von Jugendlichen (30 %) und
die Radwege (25 %). Die Umfassenden
Abbildungen zu den einzelnen Ergebnissen
können im Anhang (8.2 Abbildungen)
eingesehen werden.
Im Folgenden sollen neben den dargestellten
Ergebnissen auf gesamtstädtischer Ebene auch
die Unterschiede zwischen Subgruppen aufge-
zeigt werden. Die Antworten auf die einzelnen
Fragen werden daher nach verschiedenen
Gruppen getrennt ausgewertet.
5. Die Ergebnisse
5.1 Wie sehen die Jugendlichen die
Stadt Köln?
Fast alle Jugendlichen leben gern beziehungs-
weise sehr gern in Köln. Besonders schätzen
sie die kulturellen Einrichtungen, Veranstaltun-
gen, Konzerte oder Ähnliches (72 %).
Dicht gefolgt wird dies von der Zufriedenheit
mit den Sportmöglichkeiten (69 %) und der
eigenen Wohnsituation (65 %). Eine Befragte
beziehungsweise ein Befragter zählt folgende
positive Attribute Kölns auf:
„Mentalität und Zusammenhalt, Freizeit-
und Ausgehmöglichkeiten, Vereine, Parks,
Kulturangebot.“
Mit folgenden Bereichen in Köln
bin ich zufrieden:
ri
Kulturelle
Einrichtungen
Veranstaltungen,
Konzerte oder
ähnliches
72%
Sport-
möglichkeiten
69%
meine
Wohnsituation
65%
Angebote der
Vereine für
Jugendliche
64%
Arbeits-
möglichkeiten
61%
Treffpunkte im
Freien
64%
Schwimmbäder
55%
Angebot an Aus-
bildungsplätzern
und Lehrstellen
56%
Öffentliche
Verkehrsmittel
49%
Spiel-, Bolzplätze
und Skater-
anlagen oder
Ähnliches
48%
Schule
48%
Radwege
34%
Was die
Öffentlichkeit
über Jugendli-
che denkt
16%
Wohnungs-
angebot
11%
Jugend-
einrichtungen
39%
Seite 12
Jugendbefragung 2018
(rot). Der letztgenannte Gruppenvergleich
bezieht sich auf die Einteilung nach den SGB
II-Bedarfsgemeinschaften. Die Jugendlichen
haben im Fragebogen angegeben, aus
welchem Stadtteil sie kommen. Zudem ist
für jeden Stadtteil in Köln eine Kinderarmuts -
quote bekannt. Die Gesamtmenge der Ju -
gendlichen, die den Fragebogen beantwortet
haben, wurde nach der Armutsquote ihres
Stadtteils in vier Quartile unterteilt. In der
Folge werden die Antworten der Jugendli -
chen aus dem ersten und dem vierten Quartil
gegenübergestellt, also Antworten von
Jugendlichen verglichen, die in benachtei -
ligten beziehungsweise stark privilegierten
Stadtteilen leben.
Was macht Köln aus, wofür steht die Stadt
in den Augen der Jugendlichen? Köln ist eine
Stadt mit einem tollen Freizeitangebot (79 %),
in der man sich wohlfühlen kann (76 %). Die
vielen Bildungsmöglichkeiten (73 %) münden
in guten beruflichen Aussichten (68 %). Weg
von den quantitativen Bewertungen wird das,
ein wenig anders zusammengefast:
„[Was Köln ist] kann man nicht beschreiben, da Köln
ein Gefühl ist, wo man einfach bleiben möchte.“
Erwähnung finden nur signifikante Unterschie-
de, die in ihrer Effektstärke von den restlichen
Antworten divergieren (die Tabellen zu den
berichteten Gruppenergebnissen befinden
sich in einem gesonderten Tabellenband).
Es wird somit nur der Unterschied zwischen
den Gruppen dargestellt, allerdings nicht die
allgemein höchste oder niedrigste Präferenz.
Die kann wiederum mit einem Blick auf die
Hauptauswertung erfasst werden.
Für diese Darstellung werden Infoboxen
pro Gruppenunterscheidung eingefügt,
die einem farblichen Kodex folgen. So
kann bei jeder vorgestellten Frage direkt
der Blick auf den interessierten Grup -
penunterschied geworfen werden. Die
Dargestellten Subgruppen lauten: Mädchen
und Jungen (orange), die Altersgruppen der
14 – 15 / 16 – 17 / 18 – 20 Jährigen (grün), die
neun Stadtbezirke (blau) und der Vergleich
nach ökonomischen Lebensumständen
Rund 94% der Jugendlichen
leben sehr gern bzw. gern in
Köln.
Seite 13
Jugendbefragung 2018
Geschlechtsvergleich6
Innerhalb des Vergleichs
zwischen den Ausfüllerinnen
und Ausfüllern fällt auf, dass
Mädchen allgemein etwas
positiver auf Köln schauen.
Im Schnitt sind Mädchen 5 – 6
Prozentpunkte zufriedener,
besonders aber bei: Spiel- und
Bolzplätzen, Sportmög -
lichkeiten und kulturellen
Einrichtungen.
Altersgruppenvergleich
Bei der Zufriedenheit fallen vor allem die Jüngsten
durch ein hohes Maß an Zufriedenheit auf. Gene-
rell lässt sich festhalten, dass für einen Großteil
der Themen die Zufriedenheit mit dem Alter der
Befragten konstant etwas abnimmt (Öffentliche
Verkehrsmittel, Spiel-, Bolzplätze und Skatanla-
gen, Sportmöglichkeiten, Radwege, Wohnsitu-
ation, Jugendeinrichtungen und Angebote der
Vereine). Ausnahmen sind die Themen Arbeits-
möglichkeiten und kulturelle Einrichtungen, mit
denen eher die älteren Semester zufrieden sind.
Bezirksvergleich
Mit den Arbeitsmöglichkeiten ist man besonders in Lindenthal zufrieden. Hier spricht man
sich auch öfter für ein gutes Angebot an Ausbildungsplätzen und Lehrstellen aus, sowie
in Porz. Die öffentlichen Verkehrsmittel werden besonders in Rodenkirchen weniger gut
bewertet. Die Spiel- und Bolzplätze etc. finden in Lindenthal und Nippes hohen Anklang.
Bei den Sportmöglichkeiten allgemein sowie den Schwimmbädern schneidet einzig Lin-
denthal besonders hoch ab. Letztere werden in Porz seltener gelobt. Die Radwege wiede-
rum werden in Rodenkirchen und der Innenstadt als unzureichender wahrgenommen als
anderswo. Das Wohnungsangebot wird in der Innenstadt kritischer betrachtet, während
Chorweiler noch am wenigsten negativ eingestellt ist. Die aktuelle Wohnsituation wird
in vier Bezirken besonders negativ gesehen: Innenstadt, Ehrenfeld, Chorweiler und Kalk.
Bei den Jugendeinrichtungen sind es derer nur drei unteren Ende der Skala: Innenstadt,
Rodenkirchen und Porz hier werden Ausbaubedarfe gesehen. Das kulturelle Angebot
erscheint in Chorweiler und Kalk ausbaufähig, das Angebot für Jugendliche wiederum in
Porz und Mülheim. Besonders zufrieden ist man mit den Treffpunkten im Freien in der
Innenstadt und Lindenthal. Letztlich haben Jugendliche besonders in Rodenkirchen und
Chorweiler ein ungutes Gefühl darüber, was die Öffentlichkeit über sie denkt.
Vergleich nach ökonomischen Lebensumständen
Die Zufriedenheit der Jugendliche aus privilegierten beziehungsweise benachteiligten
Stadtteilen erscheint sehr unterschiedlich. Die Jugendlichen aus privilegierten Stadteilen sind
zufriedener mit den Arbeitsmöglichkeiten, der Wohnsituation und den kulturellen Einrich-
tungen, während die Jugendlichen aus den benachteiligten Stadtteilen zufriedener mit dem
ÖPNV, Radwegen und Jugendeinrichtungen sind. Zusätzlich kann festgehalten werden, dass
entgegen der geringeren Zufriedenheit mit der eigenen Wohnsituation die Jugendlichen aus
den benachteiligten Stadtteilen das generelle Wohnungsangebot weniger kritisch bewerten.
Seite 14
Jugendbefragung 2018
erneut die Sauberkeit, die Sicherheit, gefolgt
von einem Ausbau des ÖPNV und einer
Verbesserung der Radwege. Die Themen des
bezahlbaren Wohnraums, mehr Grünflächen
sowie Treffpunkte und Angebote für Jugendli -
che stechen ebenfalls heraus. Eine Jugendliche
oder ein Jugendlicher empfiehlt:
„Privat-PKWs in der Innenstadt verbieten, Fahr-
radwege ausbauen und deutlich höher subventio-
nierte KVB-Tickets, damit das Nutzen öffentlicher
Verkehrsmittel wieder finanzierbar ist - für alle.
Schaffung neuer Grünflächen.“
Schaut man in der Abbildung auf Seite 17
auf das, was in Köln richtig gut läuft, so zeigt
sich kein so eindeutiges Bild. Es sind vielmehr
viele Themen, die im Vordergrund stehen. Zu
nennen sind hier beispielsweise: das Freizeit -
angebot, die Grünflächen, der Zusammenhalt
Die kritischen Meinungsäußerungen weisen
darauf hin, dass Köln teils als ungepflegte und
nicht immer saubere Stadt (30 %) wahrgenom-
men wird, in der sich Jugendliche teilweise
nicht sicher fühlen (12 %) und Menschen mit
Behinderung nach Einschätzung mancher
schlecht eingebunden sind (11 %). Interessant
ist darüber hinaus, dass die zweithöchste
Ablehnung von 13 % gleichzeitig mit einer
recht hohen Zustimmung von 58 % einher-
geht. Anscheinend spaltet die Frage, ob die
Jugendlichen ihre Zukunft in Köln sehen, die
Antwortenden in zwei Lager.
Innerhalb einer offenen Abfrage konnten die
Jugendlichen frei berichten, was aus ihrer
Sicht in Köln besser gemacht werden könnte.
Die Abbildung auf Seite 16 zeigt die gesam -
melten Antworten. Auch hier dominieren
gutem
Freizeitangebot
79%
Für mich ist Köln
eine Stadt mit …
Wohlbefinden
76%
guten
Bildungs-
möglichkeiten
73%
guten
beruflichen
Chancen
68%
guter
Integration
64%
Zukunfts-
perspektive
58%
Sicherheit
42%
guter Inklusion
41%
Sauberkeit
14%
Chancen für
Engagement
53%
Seite 15
Jugendbefragung 2018
„Die Atmosphäre in der Stadt und den Umgang
der Kölnerinnen und Kölner miteinander. Die
Rheinufertreppe, die war tatsächlich mal eine
gelungene Investition. Einkaufsmöglichkeiten
sind ebenfalls vorhanden. Kino und Theater in
den entsprechenden Bezirken auch.“
der Kölner, die Einkaufsmöglichkeiten, der
ÖPNV, die aufgeschlossenen Menschen, der
Dom und der Rhein … Von einer Befragten
oder einem Befragten wird das „Gute“ in Köln
wie folgt zusammengefasst:
Geschlechtsvergleich
Ähnlich wie bei der Frage nach
der Zufriedenheit zeigt sich, dass
Mädchen etwas positiver auf
Köln schauen. Sie sehen bessere
Engagement-Möglichkeiten, besse-
re Bildungschancen und können
mehr in der Freizeit unternehmen.
Einzig das Sicherheitsgefühl fällt
hier mit neun Prozentpunkten
deutlich geringer aus.
Altersgruppenvergleich
Ältere Jugendliche stimmen
tendenziell positiver über die
Attribute der Stadt ab, als dies
bei den Jüngeren der Fall ist, also
genau konträr zur Zufriedenheit.
Einzig dem Punkt „Menschen mit
Behinderung sind in das Stadtleben
eingebunden“ wird von Älteren
signifikant seltener zugestimmt.
Bezirksvergleich
Keine gewichtigen Unterschiede gibt es bei
den Themen Beteiligungsmöglichkeiten
sowie Sauberkeit. Generell gibt es eine
positive Grundstimmung bei Jugendlichen
aus Lindenthal, die bei 5 von 10 Aussagen
die höchsten Werte erreichen. Jugendliche
aus Porz und Chorweiler stimmen seltener
zu, dass Menschen unterschiedlicher
Herkunft gut zusammenleben. Menschen
mit Behinderung erscheinen besonders
in Lindenthal und Kalk eingebunden. Das
Sicherheitsgefühl Jugendlicher ist in Porz
am geringsten. In Lindenthal fühlen sich
die Befragten am wohlsten. Gefühlt gibt
es in Lindenthal und Ehrenfeld die besten
Bildungsmöglichkeiten für Jugendliche.
Die beruflichen Chancen werden in
Rodenkirchen und Lindenthal am höchsten
bewertet. Einer rosigen Zukunft sieht man
besonders oft in Ehrenfeld entgegen und
die mangelnde Sauberkeit fällt in Kalk am
wenigsten negativ auf.
Vergleich nach ökonomischen Lebensumständen
Die Jugendlichen aus privilegierten Stadtteilen empfinden Köln signifikant häufiger als
eine Stadt in der Menschen unterschiedlicher Herkunft gut zusammen leben können.
Darüber hinaus fühlen sie sich sicherer und auch wohler. Demgegenüber können sie der
Aussage “Köln ist gepflegt und sauber“ seltener zustimmen.
Seite 16
Jugendbefragung 2018
Was kann man in Köln besser machen? 7
Sauberkeit erhöhen
Fahrradwege ausbauen
Sicherheit gewährleisten
Liniennetz ausbauen
bezahlbarer Wohnraum
mehr Treffpunkte
Angebote für Jugendliche
pünktlicher ÖPNV
Grünflächen erweitern
Schulen und Kitas modernieseren
sichere Fahrradwege
Sportanlagen sanieren
Stadtbild verschönern
freies W-lan
Bildungswesen verbessern
Linientakt verbessern
modernes Verkehrskonzept
modernes Verkehrskonzept
bezahlbare Freizeitangebote
Fahrscheinpreise senken
Obdachlose stärker unterstützen
Straßen sanieren
Weniger Autoverkehr
mehr umweltschutz
Seite 17
Jugendbefragung 2018
Freizeitgestaltung und Ausgehen
Grünflächen und Parks
Zusammenhalt
Einkaufsmöglichkeiten
Karneval
öffentliche Verkehrsmittel
aufgeschlossene Menschen
Kölner Dom
aufgeschlossene Menschen
Lage am Rhein
multikulturelles Leben
tolle Menschen
kulturelles Angebot
Toleranz
Akzeptanz
Bildungsangebote
Vielfalt und Diversität
Events
Mobilität
Köln ist super
Mentalität der Menschen
Was läuft in Köln richtig gut? 7
Köln ist super
Seite 18
Jugendbefragung 2018
Angebote die
ich mir leisten
kann
21%
sowie die sicheren Radwege (36 %). Auffallend
ist, dass die öffentliche Verkehrsanbindung
überwiegend positiv gesehen wird. Nur 19 %
der Jugendlichen monieren diese.
Geht man nun eine räumliche Eben tiefer und
fragt, was der Kölner Jugend in ihrem Stadtteil
fehlt, so ist es allen voran das freie W-LAN (61
%) und sind es die Ausgehmöglichkeiten (42 %)
In meinem Stadtteil fehlt/fehlen mir:
Freies
W-LAN
61%
Sichere
Radwege
36%
Treffpunkte
im Freien
31%
Spiel- und
Sportflächen
25%
Parks, Wiesen
oder
Grünflächen
24%
Anlaufstellen/
Beratungs-
stellen
22%
Gute
Einkaufsmög-
lichkeiten
22%
Eine gute
öffentliche
Verkehrsan-
bindung
19%
Jugendein-
richtungen/
Jugendkultur
22%
Ausgeh-
möglichkeiten
42%
Seite 19
Jugendbefragung 2018
Geschlechtsvergleich
Bei den fehlenden Angeboten
im Stadtteil ist ein differen-
ziertes Bild zwischen den
Geschlechtern auszumachen.
Jungen fehlen mehr: Spiel- und
Sportflächen und freies W-
LAN. Mädchen fehlt hingegen
mehr: Orte im Freien für
Freunde treffen, Ausgehmög-
lichkeiten und Jugendeinrich-
tungen.
Altersgruppenvergleich
Den 14–15 Jährigen ist ein
Mehr an Parks-, Wiesen oder
Grünflächen sowie Spiel- und
Sportflächen wichtiger, als
den beiden älteren Gruppen.
Hingegen fehlt den 18 – 20
Jährigen im Vergleich zu den
Jüngeren stärker: sichere
Radwege und freies W-LAN.
Bezirksvergleich
Alles in allem ist der empfundene Mangel rechts
des Rheins (plus Chorweiler) höher als auf der
linken Rheinseite, besonders bei den Themen
Grünflächen, Treffpunkte im Freien, Ausgeh-,
sowie Einkaufsmöglichkeiten und ÖPNV. Im
Einzelnen stellt es sich wie folgt dar:
Parks, Wiesen und Grünflächen werden besonders
in Porz, Kalk und der Innenstadt vermisst. An
Spiel- und Sportflächen fehlt es in Chorweiler.
Die Treffpunkte im Freien werden besonders in
Porz, Kalk und Mülheim als nicht bedarfsgerecht
empfunden. Wenig überrascht, dass die Ausgeh-
möglichkeiten in der Innenstadt den geringsten
Beanstandungswert und in den periphereren
Stadtbezirken Rodenkirchen und Porz den
höchsten aufweisen. Die Einkaufsmöglichkeiten
werden besonders kritisch in Chorweiler und Porz
gesehen. Die öffentliche Verkehrsanbindung
ist nach Ansicht der Jugendlichen vor allem in
Rodenkirchen, Chorweiler und mit Abstrichen
Porz zu verbessern. Die Innenstadt wünscht
sich besonders häufig freies W-LAN und eine
Jugendeinrichtung, wohingegen die Zufriedenheit
mit den Radwegen und den Angeboten, die sich
Jugendliche leisten können dort am höchsten ist.
Vergleich nach ökonomischen Lebensumständen
Der Blick auf eine aus Sicht der Jugendlichen ggf. verbesserungsfähigen Infrastruktur
in den Stadtteilen zeigt, dass in den benachteiligten Stadtteilen Lücken der Versorgung
bedeutend größer sind beziehungsweise die Unzufriedenheit mit dem Vorhandenen.
Signifikante Unterschiede zeigen sich in fehlenden Parks, Wiesen und Grünflächen, Spiel-
und Sportflächen, Treffpunkten im Freien, Einkaufsmöglichkeiten und freiem W-LAN. Die
Jugendlichen der privilegierten Stadtteile fordern in erster Linie sicherere Radwege.
Seite 20
Jugendbefragung 2018
stark an. Die politische Aktivität, die das größte
Interesse weckt, ist die Wahlteilnahme (37 %)
beziehungsweise die Teilnahme an der U18-
Wahl (36 %) gefolgt von der die Teilnahme an
einer Unterschriftenliste/Petition (27 %). Diese
Aktivitäten bestechen durchweg durch eine
gewisse Niedrigschwelligkeit. Die weiteren
politischen Aktivitätsformen fallen niedriger
aus, immerhin 13 % können sich auch ein Enga-
gement in einer Partei vorstellen, 15 % interes-
sieren sich für den Tag der Jugend im Rathaus,
17 % für Jugendforen, 23 % für das Mitgestalten
des Kinder- und Jugendförderplans.
5.2 Wie halten es die Jugendlichen mit
der Politik?
Die gute Nachricht vorweg: fast Zweidrittel
der Jugendlichen interessieren sich generell für
Politik. Dabei sprechen unterschiedliche politi-
sche Angebote die Jugendlichen unterschiedlich
Rund 61% der Jugendlichen
interessieren sich für Politik
Flashmob
U-18-Wahl
Folgende Aktivitäten würden mich interessieren:
Wahlen
Unterschriftenliste/Petitionen
Schülervertretung
Demonstrationen
Non-Profit-Organisationen
Mitgestalten des Kinder- und Jugendförderplans
Parteimitgliedschaft
Bürgerinitiativen
Bürgerhaushalt Tag der Jugend im Rathaus
Seite 21
Jugendbefragung 2018
der Schülervertretungen im Rahmen der
Bewerbung der Befragung begünstigt worden
sein. Gefolgt wird er von der Teilnahmen an
Unterschriftenlisten/Petitionen (26 %) sowie
Demonstrationen (21 %). Das untere Ende
bildet erneut der Bürgerhaushalt mit 2 %.
Die tatsächliche politische Beteiligung fällt
geringer aus als das grundsätzliche Interesse,
was auf ein noch nicht ausgeschöpftes Potenzi-
al hindeutet. Das größte Engagement liegt im
Bereich der Schülervertretung (27 %). Dieser
hohe Wert dürfte durch die starke Einbindung
Geschlechtsvergleich
Jungen interessieren sich zu 4 Prozentpunkten mehr für Politik.
Bei konkreten Themen sind Mädchen aber fast durch die Bank interessierter,
besonders bei: Unterschriftenliste, Demonstrationen, Mitgestalten des Kinder-
und Jugendförderplans, Non Profit Organisationen.
Altersgruppenvergleich
Im Großen und Ganzen steigt mit
dem Alter das politische Interesse.
Ausnahmen hiervon bilden die
Beteiligung in einer Schülervertre-
tung und die Teilnahme an einer
U-18-Wahl. Bei letzterem erklärt sich
das Desinteresse der Überachtzehn-
jährigen durch die überschrittene
Altersgrenze.
Bezirksvergleich
Das allgemeine Interesse für Politik ist in der Innenstadt am höchsten, während
es in Kalk am geringsten ist. Ähnlich wie bei der Bewertung ggf. fehlender Ange-
bote im Stadtteil ist das Interesse an politischen Themen im Rechtsrheinischen
(plus Chorweiler) signifikant geringer ausgeprägt, als auf der linken Rheinseite.
Dies fällt vor allem bei den Themen Schülervertretung, Wahlen, Demonstratio-
nen, U-18-Wahl und NGOs auf. Positiv fällt aber auch auf, dass das Interesse am
Tag der Jugend im Rathaus in Chorweiler und das am Mitgestalten des Kinder-
und Jugendförderplans in Kalk am höchsten ist. Linksrheinisch fällt die Innenstadt
durch ein besonders hohes politisches Interesse auf. Die Bereiche Jugendforen,
Bürgerinitiativen, Unterschriftenlisten und Demonstrationen liegen hier an der
Spitze. In Lindenthal gibt es ein gesteigertes Interesse an NGOs und Ehrenfeld
folgt der Innenstadt bei den Bereichen Bürgerinitiative und Unterschriftenlisten.
Vergleich nach ökonomi-
schen Lebensumständen
Das Interesse an Politik ist
generell bei Jugendlichen aus
privilegierten Stadtteilen grö-
ßer. Hinsichtlich der Themen
lassen sich vor allem Wahlen
(auch U-18), Demonstrationen,
Flashmobs sowie Non Profit
Organisationen benennen.
Seite 22
Jugendbefragung 2018
Geschlechts-
vergleich
Im Gegensatz zu den
Mädchen engagieren
sich die Jungen etwas
stärker. Richtig ins
Gewicht fällt dies
allerdings nur bei
den Jugendforen.
Insbesondere bei
Unterschriftenlisten
liegen die Mädchen mit
ihrer Beteiligung vorn.
Altersgruppen-
vergleich
Eine Korrespondenz
zwischen politi -
scher Aktivität und
dem steigenden
Alter zeigt sich
ebenfalls bei dem
tatsächlichen Enga -
gement. Durchweg
ist im Alter eine
höhere Beteiligung
zu verzeichnen.
Bezirksvergleich
Bei dem tatsächlichen Ausleben politischer Aktivi-
täten liegt die Innenstadt in fünf Bereichen sogar
noch weiter vorn als beim bloßen Interesse. Zu
nennen sind hier: Schülervertretung, Wahlen, De-
monstrationen, Flashmob und NGOs. Die rechts-
rheinischen Bezirke (plus Chorweiler) sind auch
bei den Aktivitäten deutlich zurückhaltender. Neu
ist allerdings, dass auch Rodenkirchen durch eine
geringere Beteiligung bei der U-18-Wahl auffällt.
Hier glänzt Chorweiler mit einer ebenso höheren
Rate wie bei dem Thema Unterschriftenlisten
(gemeinsam mit Ehrenfeld). In Lindenthal gibt es
eine erhöhte Wahlbeteiligung zu verzeichnen.
Vergleich nach ökonomischen
Lebensumständen
Der Vergleich der politischen Aktivitäten
zeigt, dass ein höheres Interesse der
Jugendlichen aus privilegierten Stadtteilen
auch verstärkt in die Tat umgesetzt wird.
Schülervertretungen, Unterschriftenlisten,
Wahlen und Demonstrationen sind die
häufigsten Aktivitäten, die tatsächlich um-
gesetzt werden. Interessant ist dabei, dass
nicht jedes Interesse umgemünzt wird.
Das trifft insbesondere bei Flashmobs, der
U-18-Wahl und den NGOs zu.
Unterschriftenliste/Petitionen
Schülervertretung
Wahlen
FlashmobU-18-Wahl
Demonstrationen
Non Profit Organisation
Jugendforen
Tag der Jugend im Rathaus
Bürgerhaushalt
Bürgerhaushalt
Bürgerinitativen
Parteimitgliedschift
Folgende Aktivitäten habe ich schon gemacht:
Seite 23
Jugendbefragung 2018
Ein hoher Anteil der Kölner Jugendlichen en-
gagiert sich in irgendeiner Form ehrenamtlich.
Besonders beliebt ist dabei das Engagement
im Bereich Freizeit, wie zum Beispiel in einem
Sport-, Karnevals- oder Tanzverein (35 %).
Ebenfalls hoch im Kurs stehen Aktivitäten im
Bereich der Schule/Hochschule (18 %) und der
Kirche/Religion (15 %).
5.3 Engagieren sich die Kölner
Jugendlichen?
Neben der Schule und der Arbeit engagiere ich mich freiwillig in
folgenden Bereichen:
Freizeit
Schule,Hochschule
Kirche/ Religion
Soziales oder Gesundheit
Umwelt
Sonstige Aktivität am Wohnort
Unfall- oder Rettungsdienst, freiwillige Feuerwehr
Politik
Berufliche Rechtspflege, Justiz
Rund 60% der Befragten
wählten einen oder mehrere
Bereiche der außerschulischen
unentgeltlichen Aktivität aus.
Seite 24
Jugendbefragung 2018
Geschlechtsvergleich
Im Großen und Ganzen
halten es die Jungen und
Mädchen recht gleich mit
dem Engagement. Allerdings
haben Mädchen häufiger den
sozialen beziehungsweise Ge-
sundheitsbereich angekreuzt
sowie häufiger den Bereich
Schule /Hochschule.
Altersgruppenvergleich
Es existieren praktisch keine
Unterschiede zwischen den Al-
tersgruppen und dem Bereich,
in dem sich engagiert wird.
Als einziger Unterschied lässt
sich festhalten, dass sich die
14 – 15 Jährigen häufiger im
Freizeitbereich engagieren als
die beiden älteren Gruppen.
Bezirksvergleich
Es gibt wenig Unterschiede hinsichtlich der
Bereiche des ehrenamtlichen Engagements.
In der Innenstadt engagieren sich Jugendliche
offenbar mehr in den Bereichen Politik und
Schule/Hochschule, Chorweiler sticht inner-
halb der Themen Freizeit und Unfall-, Rettungs-
dienst/Feuerwehr heraus. Den letztgenannten
finden auch die Porzer interessant.
Vergleich nach ökonomischen
Lebensumständen
Die Jugendlichen aus privilegierten Stadt-
teilen sind präsenter im Bereich Schule/
Hochschule, dafür engagieren sich
Jugendliche aus benachteiligten Stadttei-
len sich das vierte Quartil häufiger in der
Rechtspflege und Justiz (Gewerkschaft,
Berufsverband, Initiative, Schöffe etc.).
Seite 25
Jugendbefragung 2018
sich
andere
beteiligen
20%
rangieren knapp dahinter. Etwas weniger
relevant sind extrinsische Gründe wie „gut
für den Lebenslauf“ (32 %) oder „bessere
Jobchancen“ (28 %).
Gegen ein Engagement sprechen ein Mangel
an Zeit (48 %), andere prioritäre Aktivitäten
(31 %) und ein Informationsmangel darüber,
wo man sich engagieren kann (29 %).
Fragt man nun nach den Gründen für ein
ehrenamtliches Engagement, zeigt sich, dass
der Spaß an der Sache den größten Ausschlag
gibt (66 %). Der vorwiegend intrinsische
Charakter der Begründung wird unterstützt
durch die hohen Werte bei „Interesse“ (55 %)
und „etwas lernen können“ (53 %). Soziale
Aspekte wie „etwas verändern wollen“ (48
%) und „für andere da sein wollen“ (46 %)
Gründe für Ehrenamt: Gründe gegen Ehrenamt:
Spaß
66%
Interesse
an Themen
55%
etwas
lernen
53%
etwas
verändern
48%
für andere
da sein
46%
Freunde
finden
34%
mitbe-
stimmen
34%
gut für
Lebenslauf
32%
Zeit
habe
29%
keine
Informationen
29%
Keine
Zeit
48%
Geld
verdienen
28%
anderes in
Freizeit
31%
keine
Lust
20%
keine
Anner-
kennung
11%
gesund-
heitliche
Gründe
7%
noch nicht
so lange
hier wohnen
4%
andere es
nicht tun
11%
Seite 26
Jugendbefragung 2018
Geschlechtsvergleich
Während für die Jungen im Unterschied zu
den Mädchen der Faktor „Zeit haben“ einzig
ausschlaggebend für ein Nicht-Engagement ist,
so fällt bei den Mädchen eine Reihe von Gründen
für bzw. gegen ein Engagement auf. Sie achten
mehr auf das eigene Interesse, sie wollen etwas
verändern, für andere da sein, etwas lernen und
Spaß haben. Jungen lassen sich in ihrem Engage-
ment mehr von der nicht vorhandenen Lust und
dem Wunsch anderen Freizeitaktivitäten nach zu
gehen abschrecken, während Mädchen vor allem
schlechter an Informationen zu einem potenti-
ellen Engagement kommen beziehungsweise
generell weniger Zeit haben.
Altersgruppen-
vergleich
Hinsichtlich der Gründe
für ein Engagement
zeigt sich, dass die 14–15
Jährigen weniger den
Drang verspüren, etwas
verändern zu wollen.
Hingegen aber mehr
Wert auf den Spaß legen.
Die Idee, dass sich ein
Engagement positiv auf
die Jobchancen auswirkt,
verliert sich stetig mit
steigendem Alter.
Die Lust am Ehrenamt
steigt – laut Umfrage –
ab dem 18. Lebensjahr.
Zum gleichen Zeitpunkt
ist es auch nicht mehr so
relevant für das Engage-
ment, dass Freunde oder
Verwandte mitmachen
und dass andere
Freizeitbeschäftigungen
den Vorrang erhalten.
Allerdings zeigt sich, dass
das Thema Geldverdie-
nen mit steigendem Alter
zunehmend einen Hin-
derungsgrund darstellt.
Zu wenig Zeit zu haben,
spielt insbesondere ab
einem Alter von 16 Jahren
eine Rolle und zieht sich
dann konstant durch.
Bezirksvergleich
Bei den Engagementgründen besticht Chorweiler
durch viel Zeit für ein Ehrenamt, einen erhöhten
Lernwillen sowie dem mit Lindenthal geteilten
Wunsch nach einer Aufwertung des Lebenslaufs.
In Rodenkirchen sind die Gründe vielschichtig. Das
Interesse ist hier am höchsten vertreten, wie die
Wünsche mitzubestimmen sowie etwas verändern
zu wollen. Aber auch der Spaß darf nicht fehlen.
Den Wunsch, Freunden und Bekannten durch ein
Ehrenamt zu finden, teilt man mit Nippes.
Bei den Gründen gegen ein Engagement gibt es
wenig Unterschiede zwischen den Bezirken. Chor-
weiler tut sich besonders bei den gesundheitlichen
Gründen, dem Unwissen über Angebote und einer
mangelnden Anerkennung der Tätigkeit hervor. In
Nippes möchte man in der Freizeit anderen Aktivi-
täten nachgehen und in Kalk hält – im Vergleich der
Bezirke – der Bedarf an Geld vom Ehrenamt ab.
Vergleich nach ökonomischen Lebensumständen
Bei der Begründung eines Engagements ist der Faktor „Zeit“ häufiger für Jugendliche
aus benachteiligten Stadtteilen relevant. Die aus privilegierten Stadtteilen nennen
im Vergleich öfter „Interesse an den Themen“ und „Spaß haben“ als Grund für ein
Engagement. Bei den Gründen gegen ein Ehrenamt kreuzten die Jugendlichen aus
privilegierten Stadtteilen häufiger an, sich nicht zu engagieren, weil Freunde und
Bekannte dies nicht tun.
Seite 27
Jugendbefragung 2018
5.4 Was machen die Jugendlichen
in ihrer Freizeit?
Die Frage nach der Zufriedenheit mit dem
zur Verfügung stehenden Geld konnten rund
69 % der Jugendlichen mit „sehr zufrieden“
beziehungsweise „eher zufrieden“ beantworten.
Lediglich 9 % der Jugendlichen waren hiermit
gänzlich unzufrieden. Wenig überraschend
Rund 70% derJugendlichen
sind zufrieden bzw. sogar sehr
zufrieden mit Ihrer Freizeit.
Geschlechtsver-
gleich
Generell kann
gesagt werden,
dass Jungen zu 4
Prozentpunkten
zufriedener mit
ihrer Freizeit sind
als Mädchen.
Altersgruppenvergleich
Die 14 – 15 Jährigen sind am zufrie-
densten mit ihrer Freizeit. Beim
Geld ist dies ebenso, allerdings
ist zu erkennen, dass die Zufrie-
denheit mit dem zur Verfügung
stehenden Geld mit steigendem
Alter kontinuierlich abnimmt.
Bezirksvergleich
In Kalk ist man am unglücklichsten
mit dem zur Verfügung stehenden
Geld, während in Lindenthal die
größte Zufriedenheit herrscht.
Kalk weißt auch die geringste
Zufriedenheit generell mit der
Freizeit auf.
Vergleich nach ökonomischen
Lebensumständen
Der Vergleich der ökonomischen Lebensumstände
zeigt, dass eine geringere SGB II-Quote mit einer
größeren Zufriedenheit hinsichtlich der eigenen
Freizeit einhergeht. Hingegen sind die Jugendlichen
aus benachteiligten Stadtteilen weniger zufrieden
mit dem zur Verfügung stehenden Geld.
zeigt die Abbildung auf Seite 28, dass bei quasi
jedem Jugendlichen die Freizeitbeschäftigungen
Musik hören (98 %) und Fernsehen gucken/
Streamen (97 %) hoch im Kurs.
Interessant ist darüber hinaus, dass Sport dicht
auf an dritter Stelle kommt. 90 % treiben häufig
Seite 28
Jugendbefragung 2018
Fernsehen/
DVD/Youtube/
Streamen
97%
Sport
treiben
90%
Beim „Computer-/Konsolen-/Handyspiele
Zocken“ enthalten sich immerhin 33 %. Kritisch
fällt der Umstand auf, dass 28 % der Kölner
Jugendlichen in ihrer Freizeit nicht (gerne) lesen.
oder manchmal Sport. Schaut man sich das
andere Extrem an, so zeigt sich, dass 43 % der
Jugendlichen weder „Malen, Theater oder Instru-
mente spielen/Musik machen oder Ähnliches“.
In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit:
Lesen
71%
Computer-/
Konsolen-/
Handyspiele
zocken
67%
Musik
hören
98%
nichts tun/
chillen
87%
Malen, Theater
oder Instru-
ment spielen/
Musik machen
57%
77%
Shoppen/
bummeln
Seite 29
Jugendbefragung 2018
wollen viele Jugendliche, ihre Zeit gern in der
Natur verbringen. Seltenere Freizeitbeschäf -
tigungen sind Kurse/Seminare/Schulungen
(31 %) sowie Jugendeinrichtungen/Jugend -
gruppen/ Jugendverbände (33 %), die aber
immerhin von einem Drittel der Jugendlichen
benannt werden.
Die Jugendlichen nutzen in ihrer Freizeit gern
das reichhaltige Angebot, dass die Stadt
ihnen bietet. Essen und Trinken gehen stehen
dabei sehr hoch im Kurs (87 %) sowie das
Besuchen von Konzerten, Museen, Theatern
und Ähnliches (80 %). Der Blick auf den zwei -
ten Platz in dieser Skala überrascht. Mit 84 %
Altersgruppenvergleich
Vor allem das Zocken verliert sich
im Alter. Hier lässt sich eine stete
Abnahme verzeichnen. Ein mode-
rater, aber ebenfalls konstanter
Interessensabstieg lässt sich auch
beim Fernsehen/Streamen, Sport-
treiben und Chillen ausmachen.
Bezirksvergleich
Jugendliche in Nippes und
Porz haben im Vergleich
offenbar den höchsten
Bedarf, Computerspiele und
Co zu zocken. In Lindenthal ist
dies wiederum am geringsten
ausgeprägt. Sport treiben
steht insbesondere bei
Jugendlichen in Lindenthal
und Chorweiler hoch im
Kurs. Der Musik ist man in
Ehrenfeld besonders zugetan,
zumindest was das Hören
anbelangt. Musizieren sowie
andere künstlerische Aktivitä-
ten sind eher in Rodenkirchen
en vogue. Verhältnismäßig
wenig wird in Porz gelesen,
dafür weisen die dortigen
Jugendlichen den höchsten
Wert beim Chillen auf.
Vergleich nach ökonomischen
Lebensumständen
Bevorzugte Freizeitbeschäfti-
gungen der Jugendlichen aus
dem benachteiligten im Vergleich
zu denen der Jugendlichen aus
dem priviligierten Stadtteilen
sind Computerspiele zocken und
Shoppen. In priviligierten Stadt-
teilenbetreibt man hingegen öfter
Sport, liest oder geht musischen
Beschäftigungen nach.
Geschlechtsvergleich
Jungen beschäftigen sich in ihrer Freizeit wesentlich häufiger mit Computer
spielen und Sport treiben. Gerade ersteres ist etwas, das Mädchen zu beacht -
lichen 36 Prozentpunkten häufiger gar nicht machen. Dafür sind Mädchen in
ihren Beschäftigungen etwas breiter aufgestellt. Sie lesen mehr, shoppen öfter,
gehen mehr künstlerischen Beschäftigungen nach und hören auch mehr Musik.
Seite 30
Jugendbefragung 2018
Essen oder
Trinken gehen
87%
Zeit in der Na-
tur verbringen
84%
Besuch von Kursen/
Seminaren/Schulungen
31%
Besuch von
Jugendeinrichtungen/-
gruppen/-verband
33%
Party/Clubs/
Feste
66%
80%
auf der Straße/
an Plätzen
abhängen
33%
In meiner Freizeit mache ich gerne folgende Aktivitäten:
Besuch von
Konzerten, Kino,
Museen, Theater,
Musical oder
Kino
Seite 31
Jugendbefragung 2018
Altersgruppenvergleich
Die Aktivitäten Essen und Trinken gehen, Besuch von kulturellen Einrichtungen sowie
Partys und Festivitäten steigen mit dem Alter beharrlich an, während Zeit in der Natur
verbringen gerade ab 18 Jahren noch mal an Beliebtheit zulegt. Das Abhängen auf
Plätzen und Straßen hingegen reduziert sich ab der Volljährigkeit.
Vergleich nach ökonomischen
Lebensumständen
Während die Jugendlichen aus privile-
gierten Stadtteilen signifikant häufiger
Essen und Trinken gehen sowie Partys,
Clubs und Feste besuchen, so sind die
aus benachteiligten Stadtteilen öfter
in Jugendeinrichtungen und hängen
auf Plätzen und Straßen ab. Die Ab-
lehnung gegenüber dem Besuch von
Konzerten, Museen, Theatern und Co
sowie von Kursen und Seminaren ist
bei Jugendlichen aus benachteiligten
Stadtteilen höher.
Geschlechtsvergleich
Bei den Aktivitäten sieht das Bild
differenzierter aus, als bei den
Beschäftigungen. Während Jungen
häufiger Jugendeinrichtungen besu-
chen und auf Straßen und Plätzen
abhängen, verbringen Mädchen ihre
Zeit mit dem Besuch von Konzerten,
Museen, Theatern und Ähnlichem
sowie in Bars, Cafés und Restaurants
beziehungsweise in der Natur.
Bezirksvergleich
Besonders gern unterwegs sind die innerstädtischen Jugendlichen. Seien es Konzerte,
Museen, Theater, Kino oder Essen und Trinken gehen, die Werte sind am höchsten.
Geteilt wird sich der Spitzenplatz in der Naturverbundenheit mit Chorweiler. Chorweiler
ist auch der Bezirk in dem die Jugendlichen am liebsten Zeit in Jugendeinrichtungen
verbringen. Ähnlich gern wie die Innenstädter besucht man in Lindenthal Theater,
Museen, Kinos und Co. Dafür hängt man dort am unliebsten auf Plätzen und Straßen ab.
Das Angebot zum Essen und Trinken gehen, scheint in Rodenkirchen nicht so einladend
zu sein, hier fällt die Zustimmung am geringsten aus. Jugendliche in Chorweiler und Porz
gehen ähnlich selten auf Partys, in Clubs und auf Feste.
Seite 32
Jugendbefragung 2018
gefragt und liegt hier sogar an erster Stelle (53
%). Das Für-Sich-Sein scheint zumindest gele-
gentlich für recht viele Jugendlichen wichtig
zu sein. Die Partnerzeit wird wohl besonders
dadurch zurück geworfen, dass einige Jugendli-
che den Status „Single“ innehaben.
Schaut man nun, in welcher Gesellschaft
Jugendliche gern ihre Zeit verbringen, so ver-
blüfft der Umstand, dass die Familie mit 94 %
den Freunden (98 %) ganz dicht auf den Fersen
ist. Die Zeit für sich selbst, ganz alleine ist vor
allem in der Kategorie „manchmal“ besonders
Ich verbringe meine Zeit gerne:
Mit mir selber
(alleine sein)
88%
Mit meinen
Freunden
98%
Mit meiner
Familie
94%
Mit meiner
Partnerin/mit
meinem Partner
45%
Altersgruppenvergleich
Je älter die Befragten sind, desto
mehr Zeit verbringen sie mit ihren
Partnerinnen und Partner. Dem
gegenüber verbringen 14 –15 Jährige
mehr Zeit mit ihren Familien.
Bezirksvergleich
In Rodenkirchen ist man sich am häufigs-
ten selbst genug, während dJugendliche
aus Chorweiler am wenigsten gerne
alleine sind. Die „partnerschaftlichsten“
Bezirke sind Innenstadt, Ehrenfeld und
Mülheim. Während in Chorweiler und
Porz besonders gerne Zeit mit der Familie
verbracht wird, ist dies in der Innenstadt
am seltensten der Fall.
Vergleich nach ökonomischen
Lebensumständen
Jugendlichen aus benachteiligten Stadt-
teilen verbringen häufiger ihre Zeit mit
der Familie, sind aber auch weniger gern
mit sich alleine.
Geschlechtsvergleich
Allgemein verbringen Jungen wie
Mädchen viel Zeit mit ihrer Familie.
Allerdings geben Mädchen öfters die
oberste Kategorie „häufig Zeit mit der
Familie zu verbringen“ an.
Seite 33
Jugendbefragung 2018
„Es wäre gut, wenn in der Schule oder über andere
Wege über wichtige Themen wie die Steuererklä-
rung oder Versicherungen aufgeklärt wird. Über
solche Themen weiß ich nämlich kaum etwas.“
Ist ein Thema zur Beratung identifiziert, so
gibt es einen klaren Favoriten zur Informati -
onsbeschaffung: das Internet (78 %). Gleichauf
folgen YouTube sowie Freunde und Bekannte
mit 60 %, aber auch die Familie (56 %) stellte
eine relevante Informationsquelle dar.
Weniger hoch frequentiert sind Podcasts
(6 %), die sicherlich nur für Nischenthemen
bedeutsam sein werden. Betreuerinnen und
Betreuer in Jugendeinrichtungen werden zu 7
%, Beratungsstellen zu 8 % benannt.
5.5 Brauchen Jugendliche Beratung?
Beratung suchen Jugendliche bevorzugt
zu beruflichen Themen. So führen die
Nebenjobsuche (45 %) und der Bedarf an
Informationen zu Ausbildung/Studium/Beruf
(40 %) wie der Umgang mit Recht/Verträgen
(40 %) die Liste an. Klassische soziale Bera -
tungsthemen folgen eher im Mittelfeld. Hier
sind vor allem Gesundheit/Ernährung (28 %),
Gewalt/Mobbing (25 %) und Schwierigkeiten
in der Schule (23 %) zu nennen. Weniger
häufig werden die Themen Schwangerschaft
(9 %), Problem mit Gleichaltrigen (11 %),
Mediennutzung (14 %) und Streit mit Eltern
(14 %) ausgewählt. Das praktische Wissen
steht auch bei den Offenen Nennungen im
Fokus:
Bei folgenden Themen bräuchte ich mehr Informationen
Unterstützung für mich oder für andere…
Suche nach Nebenjob
Ausbildung/Studium/Beruf
Umgang mit Recht/Verträgen
Ehrenamtliche Tätigkeiten/Freiwilliges Engagement
Gewalt/Mobbing
Umgang mit Geld allgemein/Schulden
Gesundheit/Ernährung
Schwierigkeiten in der Schule
Diskriminierung/Ausgrenzung
Freizeitgestaltung/Freizeitangebote
Alkohol/Drogen
Liebe/Beziehung/Sexualtität
Streit mit Eltern
Mediennutzung Probleme mit Gleichaltrigen
Schwangerschaft
Seite 34
Jugendbefragung 2018
Vergleich nach ökonomischen Lebensumständen
Der Bedarf an Informationen ist bei den Jugendlichen aus benachteiligten
Stadtteilen generell höher. Vor allem zeigt sich dies bei den Themen: Streit mit
Eltern, Probleme mit Gleichaltrigen, Ausbildung/Studium/Beruf, Schwierigkei-
ten in der Schule sowie Alkohol/Drogen.
Hingegen haben die Jugendlichen aus privilegierten Stadtteilen die Nase bei
Informationsquellen klar vorn. Sechs Quellen werden im Vergleich häufiger
genutzt: Internetseiten, Zeitungen, Freunde/Bekannte, Familie, Podcasts und
Radio. Dagegen werden Lehrerinnen und Leher und Betreuerinnen und Be-
treuer in Jugendeinrichtungen häufiger von Jugendlichen aus benachteiligten
Stadtteilen befragt.
Geschlechtsvergleich
Bei 10 von 16 möglichen Informationsthemen haben Mädchen signifikant
häufiger geantwortet, Informationen zu brauchen. Besonders groß ist dabei
der Unterschied bei den Themen ehrenamtliche Tätigkeiten/freiwilliges Enga-
gement, sowie der Suche nach einem Nebenjob und Gesundheit/Ernährung.
Beide Geschlechter informieren sich bevorzugt im Internet, allerdings die
Mädchen noch einmal signifikant häufiger. Die Jungen wiederum bevorzugen
häufiger, ihre Infos über YouTube zu bekommen. Mädchen unterscheiden
sich am stärksten von Jungen in der Rücksprache mit realen Menschen. Mit
16 Prozentpunkten befragen sie häufiger Freunde und Bekannte und mit
15 Prozentpunkten ihre Familien. Die Stadtbibliothek sowie soziale Medien
werden ebenfalls häufiger von Mädchen bemüht.
Wenn ich mich zu verschiedenen Themen Informieren möchte,
informiere ich mich über ...
YouTube
Internetseiten
Freunde/Bekannte
Familie
Fernsehen
WhatsApp oder ähnliches
Snapchat/Instagram/Facebook
Zeitungen
Lehrerinnen und Lehrer
Stadtbibliothek
Radio
Podcast
Beratungsstellen
Betreurinnen und Betreuer in Jugendeinrichtungen
Seite 35
Jugendbefragung 2018
Altersgruppenvergleich
Probleme mit Gleichaltrigen sowie
Schwierigkeiten in der Schule
empfinden 14 – 15 Jährige als
gravierender im Vergleich zu den
anderen Altersgruppen. Dafür ist
das Thema Umgang mit Recht
und Verträgen für die jüngsten
Befragten uninteressanter. Die
Suche nach einem Nebenjob ist ab
dem 18. Lebensjahr unerheblicher
als in den Jahren davor.
Bei den Informationsquellen
verlieren ab der Volljährigkeit
einige ihre Relevanz. WhatsApp,
Social Media und Lehrerinnen
und Lehrer. Dafür rückt ab dem
gleichen Alter die Zeitung mehr
in den Fokus. Konstant über die
Altersjahre nimmt der Glaube an
das Fernsehen und YouTube sowie
die Familie als Informationsquelle
ab. Demgegenüber werden Bera-
tungsstellen häufiger frequentiert.
Internetseiten und die Stadtbib-
liothek werden dagegen schon ab
dem 16. Lebensjahr bedeutsam.
Bezirksvergleich
Das Beratungsthema Ausbildung/Studi-
um/Beruf ist besonders begehrt in den
Bezirken 4 bis 9. Schwierigkeiten in der
Schule beschäftigen Nippeser Jugendliche
in einem besonderen Maße, hingegen
Lindenthaler Jugendliche erheblich selte-
ner. Die Nebenjobsuche ist für alle wichtig,
aber besonders in Chorweiler, Porz und
Kalk ausgeprägt. Letztere zeigen auch ein
erhöhtes Interesse an Beratung zu Sucht-
fragen (Alkohol/Drogen). Die Informatio-
nen zum Ehrenamt werden besonders von
Jugendlichen aus Ehrenfeld erfragt und der
Umgang mit Recht/Verträgen beschäftigt
vor allem die aus der Innenstadt.
Bei den Beratungsquellen herrscht viel
Einigkeit. Das Internet und die Familie
sind besonders in Rodenkirchen willkom-
men, die Zeitung und die Stadtbibliothek
hingegen in der Innenstadt. Kalk hinkt
bei Zeitung, Radio und Familie hinterher,
während die räumliche Distanz zur Stadt-
bibliothek bzw. Stadtteilbibliotheken
wohl für Jugendliche in Chorweiler und
Porz eine zu große Entfernung darstellt.
Seite 36
Jugendbefragung 2018
geschehen, damit Köln eine lebenswerte
Stadt wird?“ zu den Schwerpunkten „politi -
sche Beteiligung“, „Zusammenleben in Köln“
und „Schule“ diskutiert. Zusätzlich gab es
die Möglichkeit, an aktivierenden Parcourse -
lementen teilzunehmen, wie beispielsweise
einer begehbaren Stadtkarte zum Markieren
von Lieblingsorten, dem Verteilen von Bällen
zu ausgewählten Themen der Stadtzukunft
oder einer Fotobox.
Auch innerhalb des Workshops zeigte sich
eine positive Grundhaltung der Jugendlichen
Köln gegenüber. Köln wurde als tolerant,
offen, und als Stadt mit vielen Möglichkeiten
beschrieben. Die Integration von Migrantin -
nen und Migranten „läuft schon recht gut, hat
aber noch Luft nach oben“. Verbesserungs -
potential wird vor allem bei den Grünflächen,
Parks und Plätzen gesehen, Köln soll noch
attraktiver werden. Der kostenlose Nahver -
6. Workshops
6.1 Qualitativer Workshop
Das Befragungsdesign wurde höchst parti-
zipativ aufgestellt. Zu jedem Zeitpunkt der
Befragung wurden Jugendliche miteinbezogen,
sei es im Vorfeld bei der Konzeption, Fragebo-
gengestaltung und Bewerbung oder während
der Befragungsphase in Form von Workshops.
Zunächst wurde in Pre-Tests der Fragebogen
auf den Prüfstand gestellt, um in jugendge-
rechter Form ins Feld zu gehen.
Während der Feldphase wurde ein quali -
tativer Workshop durchgeführt, innerhalb
dessen die Fragestellungen des Fragebogens
direkt mit Jugendlichen face-to-face bear -
beitet wurden. Hier bot sich die Möglichkeit,
vertieft bestimmte Themenfelder diskutieren
zu können. An Thementischen wurde unter
Berücksichtigung der Leitfrage „Was muss
Seite 37
Jugendbefragung 2018
6.2 Ergebnisworkshop
Die Beteiligung der Jugendlichen mittels
Workshops wurde auch nach der Feldphase der
Befragung beibehalten. Im Anschluss an die
ersten Auswertungsschritte und einem Schnell-
bericht für die Politik wurde ein Workshop
initiiert, um mit Jugendlichen die gewonnenen
Ergebnisse zu besprechen. Es sollte überprüft
werden, ob das, was die „Erwachsenen“ aus
den Daten herauslesen, auch das ist, was die
Jugendlichen tatsächlich bewegt. Mittels the-
sengeleiteten Diskussionsrunden und kreativen
Elementen wie Zukunftscollagen haben die
Jugendlichen die Kernaussagen der Befragung
auf den Prüfstand gestellt.
Dass Sicherheit ein wichtiges Thema für Ju-
gendliche ist, bestätigte sich, auch wenn man
grundsätzlich der Meinung war, dass Köln eine
sichere Stadt ist. Es geht mehr um bestimmte
Räume oder Uhrzeiten. Neben der erneut
kehr – in einem ersten Schritt gegebenenfalls
nur für ehrenamtlich Engagierte – liegt den
Jugendlichen ebenso am Herzen, wie bezahl -
barer Wohnraum und der flächendeckende
Ausbau des freien W-LANs.
Ein großes Thema ist die Sicherheit in Köln.
Sogenannte Angsträume wurden individuell
benannt (Ebertplatz, Wienerplatz, Ringe etc.).
Die Diskussion ging aber auch einen Schritt
weiter und erste Lösungsansätze wurden
aufgezeigt. Mehr Licht und Polizeipräsenz
an den einschlägigen Lokalitäten, mehr
Aufklärung in den Schulen, durch Polizei und
Schulaktionen, die soziale Ausgrenzung/Mob-
bing durch Rollenspiele veranschaulichen und
nachempfinden lassen. Eine Werbekampagne
wurde ebenfalls erdacht, um aufzuklären, was
Angst hervorruft und darauf abzielt, gegensei-
tigen Respekt zu mehren, insbesondere von
Männern gegenüber Frauen.
Die Wahrnehmung der Politik deutet auf eine
empfundene Ohnmacht hin. Jugendliche
haben den Eindruck, ignoriert zu werden
und keine Einflussmöglichkeit zu haben.
Ihr kreatives Potential werde nicht genutzt.
Zum Teil wird aber auch die eigene, man -
gelnde Bereitschaft der Jugendlichen, etwas
bewegen zu wollen, kritisiert. Eine starke
Einflussmöglichkeit von Jugendlichen wird
am ehesten im ehrenamtlichen Engagement
gesehen.
Themen, die den Jugendlichen besonders
am Herzen liegen sind Integration, Umwelt -
schutz/Nachhaltigkeit, Verkehrsinfrastruktur
Mitsprache im Schulsystem, Einbezug bei der
Stadtplanung sowie Mobbing (die Aufzählung
ist nicht nach Priorität sortiert).
Seite 38
Jugendbefragung 2018
Dies gilt gleichermaßen für den Freizeitbereich.
Das leere Portmonee und die hohen Freizeitkos-
ten lassen die Jugendlichen mehr Jugendtarife
in den Freizeitangeboten fordern. Sie wünschen
sich zudem eine bessere Information über
Freizeitangebote, gerade über die kostenfreien
Angebote, gerne über eine zentrale Internet-
seite oder über aktuelle Infomeldungen auf
Screens in den Schulen. Wenn sie gefragt wer-
den, was fehlt, dann sind es vor allem Sport- und
Spielflächen. Besonders für die rechte Rheinsei-
te wird ein Angebotsdefizit ausgemacht.
Hinsichtlich des Themas Beratung wurde der
große Bezug zu Freunden und Familie, gerade
durch die jüngeren Befragten bestätigt. Bei den
Beratungsthemen bejahten die Jugendlichen den
Bedarf im Bereich Ausbildung/Studium/Beruf.
Als weniger zentral wurde hingegen das Feld der
Nebenjobs angesehen. Die Themen Recht und
Verträge sehen sie als unterbelichtet an, und sie
wünschen sich Anlaufstellen in den Bibliotheken.
Das grundsätzliche Interesse an politischen
Themen wurde ebenfalls bestätigt, gepaart
mit dem schlechten Zugang zu diesen. Lö-
sungsansätze waren ein generelles Wahlrecht
ab 16, um den Zugang zu erleichtern sowie
ein verbesserter Politikunterricht, der sich
mehr am aktuellen Geschehen und politischen
Ereignissen orientieren sollte.
Hinsichtlich des ehrenamtlichen Engagements
wurde bestätigt, dass vor allem der Spaß im
Fokus stehen muss, und das Ziel etwas zu be-
wegen eher von den Jugendlichen aufgegriffen
wird, die selbst von der Thematik betroffen sind.
Allerdings ist der Haupthinderungsgrund die
mangelnde Zeit nach der Schule. Eine zentrale
Infostelle wäre auch hier hilfreich, da viel Unwis-
sen ein größeres Engagement hemme.
geforderten, höheren polizeilichen Präsenz,
wurde aber auch selbstreflexiv die Zivilcourage
als verbesserungswürdig angesehen. Die
Lösungen lauteten erneut Aufklärungsarbeit in
Schulen und Workshops, die erhöhte Polizei-
präsenz, mehr Kameras und Licht.
Innerhalb der Befragung ist aufgefallen,
dass der Ausbau der Radwege deutlich öfter
Erwähnung gefunden hatte, als der Ausbau
des ÖPNV. Dies wurde von den Jugendlichen
bestätig, gleichwohl wurde im selben Atemzug
gerade der ÖPNV-Ausbau in den Randgebie-
ten, mehr Pünktlichkeit und Nachtfahrten
beziehungsweise -busse aufgerufen. Am
gewichtigsten war den Jugendlichen aber die
Preisgestaltung. Sie habe sich für ein Jugendti-
cket für 15 –18 Jährige ausgesprochen, da die
Preise gerad in dieser Altersstufe sehr hoch und
gleichzeitig das Geld rar ist.
Seite 39
Jugendbefragung 2018
Nachfragen während der Workshops. Jugendli-
che bilden eine große Gruppe der radfahrenden
Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilneh-
mer und stellen eine wichtige Zielgruppe dar.
Allerdings darf sich der ÖPNV nicht auf dieser
Erkenntnis ausruhen. Auch auf dem zweiten
Platz kann der Bedarf hoch sein. Bei näherer
Betrachtung sind es aber vor allem die Themen
Pünktlichkeit, Nachtfahrzeiten und Tarifge-
staltung. Gerade die Ticketpreise werden als
belastend empfunden und die Forderung nach
einem Jugendticket für die Altersgruppe der
15 bis 18-Jährigen wurde laut. Der Ausbau des
Liniennetzes wird vor allem in den peripheren
Stadtbezirken Rodenkirchen, Chorweiler und
Porz gefordert.
Die Mobilität der Jugendlichen sollte gefördert
werden, so dass Distanzen überwunden
werden können und eine breite Teilhabe über
Stadtteile oder Bezirke hinaus gewährleistet
werden kann. Im Zuge einer wachsenden Stadt
ist die Umweltverträglichkeit der Fortbewe-
gung überaus wichtig. Der weitere Ausbau der
Radwege und ein weiter verbesserter ÖPNV
hätten gerade auch für Jugendliche in Köln eine
starke Signalwirkung.
2. Sauberkeit
Bekannt ist, dass die teils mangelnde Sauber-
keit Kölns Erwachsenen ein Dorn im Auge ist.
Neu ist hingegen, dass dies auch für die jungen
Bewohner der Domstadt gilt. Einer der meist
genannten Punkte lautet: ein dreckiges Köln
gefällt nicht.
Dieses Potential könnte genutzt werden, um ähn-
lich wie bei der AWB Aktion „Kölle putzmunter“
auch mit Jugendlichen gemeinsam anzupacken.
Die Ergebnisse zum Engagement und dem
7. Prüfempfehlungen und
Ausblick
Zieht man die gesammelten Ergebnisse der
quantitativen Online-Befragung in Kombination
mit den qualitativen Erkenntnissen der Work-
shops zu Rate, so kristallisieren sich Themen-
felder heraus, die den Jugendlichen besonders
am Herzen liegen, beziehungsweise die – aus
Sicht der Jugendlichen – zu verbessern sind. Im
Folgenden sollen diese näher beleuchtet und auf
der Basis der Erkenntnisse mögliche Ableitun-
gen und Prüfempfehlungen für weiterführenden
Diskussionen innerhalb von Politik und Fachar-
beitskreisen gegeben werden.
Zusätzlich sollen diese Empfehlungen die
Grundlage für den kommenden Kinder- und
Jugendförderplan 2020 bilden. Hier kann eine
erste Zwischenbilanz gezogen sowie Platz
für weitere Erörterungen geschaffen werden.
Der Austausch mit Jugendlichen soll auch hier
ein wichtiger Bestandteil sein. Zum Start des
Kölner Jugendbüros kann dieser Bericht als
Staffelübergabe gesehen werden und bietet
viele Anknüpfungspunkte.
Stadtentwicklung
Die Sicht der Jugendlichen auf die Stadt Köln
nimmt einen großen Raum innerhalb der
Befragung ein. Zentrale Fragen sind dabei: wie
zufrieden sind die Jugendlichen mit Blick auf
die Gesamtstadt, wie sehen diese Köln an sich
und was fehlt ihnen konkret in ihrem Stadtteil.
Aus den Ergebnissen lassen sich vier wichtige
Themenfelder ableiten:
1.Mobilität
Aus Sicht der Jugendlichen ist der Ausbau der
Radwege das dringlichste Mobilitätsthema. Dies
belegen die Daten aus der Befragung sowie die
Seite 40
Jugendbefragung 2018
der Schule auf dem Laufenden gehalten zu
werden. Der vorhandene Informationsfluss
muss digitalisiert (Internet ist die Hauptinfor-
mationsquelle für Jugendliche), gebündelt und
besser zugänglich gemacht werden. Zu prüfen
wäre hier noch, ob die zentrale Bündelung der
Informationen auf einer klassischen Internet-
seite gelingen kann, oder ob der technische
Fortschritt nicht eine App erfordern würde, um
einen hohe Akzeptanz unter den Jugendlichen
hervorzurufen.
Spezielle Jugendtarife bei Freizeitangeboten
könnten gewährleisten, dass die Teilhabe für
alle Jugendlichen möglich ist und niemand
schon in jungen Jahren aus der Stadtgesell-
schaft ausgeschlossen wird. Baulicherseits
sind mehr Treffpunkte im Freien gewünscht,
aber relevanter wären generell mehr Sport-,
Bewegungs- und Spielflächen für Kinder und
Jugendliche. Dies deckt sich mit der hohen Zahl
an Jugendlichen, die angeben Sport zu treiben.
Die Zufriedenheit mit der vorhandenen
Freizeitinfrastruktur ist im Rechtsrheinischen
und dem Bezirke Chorweiler geringer, als im
restlichen Köln. Auf diese Gebiete sollte bei
einem weiteren Ausbau besonders geschaut
werden.
Männliche Jugendliche gehen öfters in
Jugendeinrichtungen und diejenigen, die da
sind, sind durchaus zufrieden. Allerdings fällt
im Vergleich auf, dass Mädchen häufiger das
Fehlen von Jugendeinrichtungen und -treffs
anprangern, als Jungs. Im Jugendangebot
scheint es noch Bedarf an speziellen Angebo-
ten für Mädchen zu geben.
Ein großer Herzenswunsch der Mehrheit der
Jugendlichen und in jedem Beteiligungsformat
Freizeitverhalten legen nahe, dass hier eine
gute Informationspolitik und ein niederschwel-
liger Zugang wichtig sind. Die Events sollten
auf Bezirks-, besser noch auf Stadtteileben
laufen und die ganze Bevölkerung mitnehmen,
ähnlich einem Stadtteilfest. Die Jugendlichen
verbringen schließlich gern die Zeit mit Freun-
den, Bekannten und ihrer Familie.
3. Sicherheit
Die Sicherheit war in allen Formaten der
Jugendbefragung ein großes Thema. Generell
möchte keiner in Abrede stellen, das Köln
grundsätzlich sicher ist. Es ist allerdings eine
Frage von Raum und Zeit. So wurden immer
wieder Angsträume (Ebertplatz, Wienerplatz,
Ringe etc.) benannt, bei denen, mehr Licht,
Kameras beziehungsweise eine höhere Polizei-
präsenz gefordert wurde. Letzteres gilt auch
für die Abend- und Nachtstunden, in denen
ebenfalls ein erhöhtes Unsicherheitsgefühl
vorhanden ist.
Mögliche Lösungsansätze sind Aufklärungs-
kampagnen in Schulen, zum Beispiel durch die
Polizei oder Werbekampagnen, die die Öf-
fentlichkeit für das Thema sensibilisiert sollen.
Besonders Mädchen empfinden ein geringeres
Sicherheitsgefühl. Hier sollte ein Fokus liegen
beispielweise mittels eines Workshops „junge
Frauen stärken“ oder „Respekt für Frauen“ je
nach Adressatenkreis.
4. Freizeitbedarfe
Ähnlich wie bei der Mobilität wurden auch
bei den Freizeitangeboten die Preise moniert
sowie die schwer zugänglichen Informationen
zu günstigen Angeboten. Die Jugendlichen
würden gern an prominenter und zentraler
Stelle im Internet abgeholt werden oder
hegten gar den Wunsch, über Infoscreens in
Seite 41
Jugendbefragung 2018
Engagement
Jugendliche engagieren sich vor allem im
Bereich der Freizeit. Auch hier zeigt sich, es
wird vergleichsweise wenig ehrenamtlich
im Bereich der Politik mitgemischt. Um das
Engagement zu erhöhen, bedürfte es vor
allem an mehr Zeit (besonders ab dem 16.
Lebensjahr), was aber nur schwer beeinflussbar
erscheint. Daneben aber wurden mehr und
gezieltere Informationen zu Möglichkeiten des
freiwilligen Engagements gewünscht. Zudem
wollen die Jugendlichen gerne verbessert
„abgeholt“ und angesprochen werden, um sich
zu engagieren. An der Motivation muss hinge-
gen wenig gearbeitet werden. Externe Gründe
wie „etwas verändern wollen“, „für anderer da
sein“ oder „Jobchancen verbessern“ sind nicht
die zentralen Beweggründe aktiv zu werden.
Ein Engagement muss vor allem Spaß machen.
Beratung
Jugendliche sind sehr gut über ihren favori -
sierten Kanal, das Internet zu erreichen. Für
die Altersgruppe der 14 bis 15 Jährigen ist
YouTube enorm wichtig. Dies verliert sich
aber ab dem Erreichen des 16. Lebensjahres.
Es ist zu mutmaßen, dass dieser Nutzungs -
unterschied vor allem ideologischer Natur
ist. So hat vermutlich die Plattform YouTube
die digitale Rolle der Zeitschrift Bravo für die
jüngeren Jugendlichen übernommen. Sie
dient der Identitätsfindung und Verortung in
der Welt. Die Jugendlichen finden hier Vor -
bilder, an denen sie sich orientieren können.
Die Funktion der Beratung durch sogenannte
„Tutorials“ ist hingegen für alle Altersgruppen
bedeutungsvoll und wird auch von vielen
Jugendlichen genutzt. Hier herrscht ein gro -
ßes Potential für die Nutzung einer einfachen
Schnittstelle zu den Jugendlichen.
gefordert, ist das flächendeckende Angebot
von freiem W-LAN.
Politik
Es fällt auf, dass bei allen Jugendlichen das
Interesse für und an Politik recht hoch ist. Im
Geschlechtervergleich bei den Jungen sogar
höher als bei den Mädchen. Allerdings sind
beide Gruppen gleich wenig politisch aktiv.
Irgendwo bei der Übersetzung von Interesse zu
Aktion gehen die meisten Jugendlichen verlo-
ren. Die Frage, die sich stellt, lautet: wie kann
eine verbesserte politische Beteiligungskultur
für Jugendliche geschaffen werden? Dies wird
sicherlich eine zentrale Aufgabe des neuen
Jugendbüros sein. Aber auch den politischen
Parteien liefert die Befragung Hinweise zur
Jugend- und Nachwuchsgewinnung. Da der
Eintritt in eine Partei eher hochschwellig ist,
rücken niederschwellige Angebote verstärkt
in den Fokus. Konkrete Ideen seitens der
Jugendlichen umfassen zum einen das generelle
Wahlrecht ab 16 Jahren. Durch einen früheren
Zugang zu Wahlentscheidungen soll die poli-
tische Einflussnahme erleichtert werden. Zum
anderen sprechen sie sich für einen moderneren
Politikunterricht aus, der aktuelle Sachverhalte
und Geschehnisse in den Fokus rückt.
Eine wichtige Voraussetzung für eine Mobili-
sierung der Jugend ist eine hohe Wirksamkeit
der Maßnahme gepaart mit schnell spürbaren
Ergebnissen. Ein guter Ansatz ist hier das
Vorhaben „Geld in die Hand von Kindern und
Jugendlichen“ aus dem Aktionsplan „Kinder-
und jugendfreundlichen Köln“. Bedeutsam
ist, bei der Umsetzung eine relevante Summe
aufzurufen und den Jugendlichen eine mög-
lichst große Handlungsfreiheit zu erlauben.
Seite 42
Jugendbefragung 2018
intensiver Austausch mit kleineren Gruppen
von jeweils 20 bis 30 Jugendlichen stattfand.
Ausblick
Die Ergebnisse der Jugendbefragung bilden
eine gewichtige Stimme der Jugendlichen in
der Stadtgesellschaft. Sie sollen als Grundlage
für folgende fachliche Diskussionen dienen.
Zunächst werden die Ergebnisse in verschiede-
ne Ausschüsse eingebracht, wie beispielsweise
den Jugendhilfeausschuss, um politische
Diskussion anzuregen. Des Weiteren stellen
sie die Basis für den kommenden Kinder- und
Jugendförderplan sowie die konzeptionelle
Arbeit des Jugendbüros dar. Sie sollen Einzug
finden in strategische Stadtentwicklungsthe-
men wie beispielsweise die Sportentwicklungs-
planung oder das Stadtentwicklungskonzept
„Kölner Perspektiven 2030“. Darüber hinaus
wird angestrebt, verwaltungsinterne und
stadtgesellschaftliche Akteure gesondert
anzuschreiben (zum Beispiel KVB, Polizei,
Bezirksregierung Köln, Fahrradbeauftragter)
und eine Prüfung der Wünsche und Verbesse-
rungsvorschläge der Jugendlichen anzuregen.
Neben den digitalen Anlaufstellen eint die
Jugendlichen ihr großer Bezug zum Sport.
Dieser ist ein hervorragender Ankerpunkt,
um Jugendliche jeglichen Hintergrundes zu
erreichen.
Zielt eine Beratung mehr auf die Jüngeren
ab, so ist die enge Bindung zu den Familien
hervorzuheben. Beratung ist somit auch immer
Familienarbeit und systemisch zu sehen. Ab
einem Alter von 16 Jahren rückt dann die Stadt-
bibliothek in den Fokus. Gerade bei Themen
wie Ausbildung/Studium/Beruf sowie Recht
und Verträgen gibt es einen hohen Bedarf.
Aber auch die persönliche Beratung ist nicht zu
unterschätzen. Speziell Mädchen informieren
sich stark bei Freundinnen und Freunden,
Bekannten und der Familie und bevorzugen
somit den persönlichen Austausch. Dies ist
auch bei Jugendlichen zu verzeichnen, die in
benachteiligten Stadtteilen leben. Hier sind es
zusätzlich noch Betreuerinnen und Betreuer
aus Jugendeinrichtungen und Lehrerinnen und
Lehrer, die gern zu Rate gezogen werden.
Schule
Durch die Bank weg wurde von den Jugend-
lichen der Zeitmangel durch die Heraus-
forderungen der Schule kritisiert. Es bleibt
wenig Zeit neben der Schule für anderes wie
beispielsweise Freizeit sowie politisches oder
gesellschaftliches Engagement. Der Raum
für Kreativität werde durch das starre System
eingeschränkt. Eine Mitsprache der Schüle-
rinnen und Schüler bei der Modernisierung
der Schulen und aller Rahmenthemen wurde
ebenfalls gefordert. Hinsichtlich des Schulsys-
tems sprachen sich Jugendliche für eine Schule
für alle aus. Diese Punkte stammen aus den
qualitativen Workshops, innerhalb derer ein
Seite 43
Jugendbefragung 2018
die Jugendlichen in ihrer digitalen Alltagswelt
abgeholt werden sollten und zum anderen die
Erfahrungen aus den anderen Kommunen die-
se Vorgehensweise stützten. Das Ziehen einer
Stichprobe verbunden mit einem postalischen
Anschreiben, führt zu hohen Kosten und wie
Erfahrungen anderen Orts zeigten, teils nur zu
minimalen Rücklaufzahlen. Eine verpflichtende
Schulbefragung ist seitens der Bezirksregie-
rung nicht gestattet und wurde daher von
Anfang an verworfen. Die Schulen wurden
allerdings über dieBezirksschülerinnen- und
Schülervertretungen, die Schulsozialarbeit
und über die Ansprache hinsichtlich einer
freiwilligen Kooperation eingebunden.
Der – im Konzept festgelegte – freie Zugang
für alle rund 70.000 Kölner Jugendlichen muss-
te stark beworben werden, da der klassische
Zugang über ein Anschreiben oder das Ver-
teilen von Papierfragebögen wegfiel. Um ein
ansprechendes und jugendgerechtes Design zu
erarbeiten, wurde dies eng mit Jugendlichen in
Workshops abgestimmt und zieht sich durch
die einzelnen Werbemittel durch (Plakate,
Infokarten, Webseite, Social Media etc.).
Zusätzlich wurden Multiplikatoren gesucht,
die die Jugendlichen direkt ansprechen und
motivieren sollten, an der Befragung teilzuneh-
men. Zu nennen sind hier beispielsweise die
Bezirksschülerinnen- und Schülervertretungen,
der Jugendring, die Jugendeinrichtungen,
Schulsozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter,
Schulen selbst, die Wohlfahrtsverbände,
Streetworkerinnen und Streetworker und
weitere. Gerade im Social Media-Bereich war
die Unterstützung sogenannter „Befragungs-
paten“ (beispielsweise Kasalla, Querbeat,
Lupo oder Miljö) essentiell, da in kurzer Zeit
möglichst viele Jugendlichen auf die Befragung
aufmerksam gemacht werden mussten.
8. Anhang
8.1 Durchführung der Befragung
Im Vorfeld des Befragungsvorhabens wurden
umfassende Sondierungsmaßnahmen durch-
geführt, da die Stadt Köln in der Vergangenheit
noch keine Jugendbefragung durchgeführt
hatte. Aus diesem Grund wurde der Austausch
mit anderen Kommunen gesucht, die schon
Erfahrungen mit Jugendbefragungen gewon-
nen hatten. Auf dieser Basis wurde ein Konzept
erarbeitet, das dem Jugendhilfeausschuss in
Form einer Mitteilung vorgelegt wurde.
Für die Durchführung empfahl sich ein Partner
mit viel Erfahrung und weitreichendem Kontakt
zu den jungen Menschen. Der Kölner Jugendring
wurde daher schon zu einem frühen Zeitpunkt
der Konzepterarbeitung mit an Bord geholt.
Zusätzlich wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben
gerufen, bestehend aus Vertreterinnen und
Vertreter der Stadtgesellschaft mit einem Fokus
auf einem direkten Zugang zu Jugendlichen. Sie
sollte den Befragungsprozess begleiten und mit
ihrer Expertise wichtige Impulse setzen.
Ein zentraler Aspekt des Konzeptes war
die Beteiligung der Jugendlichen zu jedem
Zeitpunkt des Befragungsvorhabens. Dieser
zog sich wie ein roter Faden durch jeden
einzelnen Schritt. Im Arbeitskreis war die
Bezirksschülerinnen- und Schülervertretung
ständiges Mitglied. Es wurden drei Beteili -
gungsworkshops mit Jugendlichen geplant,
vorab in einem Pre-Test, während der Feld -
phase in einem qualitativen Workshop und
innerhalb der Auswertungsphase mit einem
Ergebnisinterpretationsworkshop.
Die Befragung an sich wurde als partizipative
Online-Befragung konzipiert, da zum einen
Seite 44
Jugendbefragung 2018
ert werden, wer den Aufruf zur Teilnahme erhält.
Während der Befragungsphase zeigte sich,
dass es sinnvoll ist, die Online-Befragung um
Papierfragebögen zu erweitern, da bestimmte
Situationen und Gegebenheiten den Online-
Zugang erschweren beziehungsweise einen
handfesten Fragebogen erfordern. Beispiels-
weise sind hier Ferienfreizeiten, Sportevents
oder auch Schulverteilungen zu nennen.
Um dem digitalen Fokus der Befragung gerecht
zu werden, wurde eine Social Media-Kampagne
initiiert. In Kooperation mit der Rheinischen
Fachhochschule wurde ein Studierenden-Projekt
ins Leben gerufen, um die jugendgerechte
Ausgestaltung und Betreuung der Internetauf-
tritte zu gewährleisten. Hiermit sollten auch
bildungsferne Jugendliche erreicht werden.
Die These dahinter lautet, dass über klassische
Wege wie Schulen, Jugendeinrichtungen und Co
nur das Stammpersonal erreicht werden kann.
Über Instagram und Facebook kann hingegen
mittels „Sponsert-Posts“ selbstständig gesteu-
Zeitraster der Befragung:
Ab Mitte 2017 – Konzeptphase
Februar 2018 – Pre-Tests
09. April 2018 – Start Feldphase
26. April 2018 – Qualitativer Workshop
01. Juli 2018 – Ende Feldphase
12. November 2018 – Ergebnisinterpretationsworkshop
19. März 2019 – Ergebnispräsentation
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Jugendbefragung 2018
8.2 Abbildungen
68%
26%
5%1%
Lebst Du gerne in Köln?
sehr gern gern ungern sehr ungern
16
64
64
72
39
65
11
34
55
69
48
49
48
56
61
54
27
30
22
45
24
36
41
36
26
39
36
36
37
34
30
8
7
5
16
10
53
25
9
5
13
15
15
7
5
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Was die Öffentlichkeit über Jugendliche denkt
Treffpunkte im Freien
Angebote der Vereine für Jugendliche
Kulturelle Einrichtungen, Veranstaltungen, Konzerte oder
Ähnliches
Jugendeinrichtungen
meine Wohnsituation
Wohnungsangebot
Radwege
Schwimmbäder
Sportmöglichkeiten
Spiel-, Bolzplätze und Skateranlagen oder Ähnliches
Öffentliche Verkehrsmittel
Schule
Angebot an Ausbildungsplätzen, Lehrstellen
Arbeitsmöglichkeiten
Mit folgenden Bereichen in Köln bin ich Zufrieden
Zustimmung teils/teils Ablehnung
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Jugendbefragung 2018
14
58
79
68
73
76
42
53
41
64
56
29
16
26
22
19
46
38
48
29
30
13
5
6
5
5
12
9
11
7
0% 20% 40% 60% 80% 100%
das Stadtbild gepflegt und sauber ist.
ich meine Zukunft sehe.
ich viel in der Freizeit unternehmen kann.
mir gute berufliche Chancen geboten werden.
sich mir viele Bildungsmöglichkeiten bieten.
ich mich wohl fühle.
ich mich sicher fühle.
ich mich gut engagieren und beteiligen kann.
Menschen mit Behinderung in das Stadtleben
eingebunden werden.
Menschen unterschiedlicher Herkunft gut zusammen
leben können.
Köln ist für mich eine Stadt, in der …
Zustimmung teils/teils Ablehnung
5%
22%
61%
21%
36%
19%
22%
42%
22%
31%
25%
24%
Ich kenne die Angebote in der Nähe nicht
Jugendeinrichtungen/Jugendkulturangebote
Freies W-LAN
Angebote, die ich mir leisten kann
Sichere Radwege
Eine gute öffentliche Verkehrsanbindung (Busse
und Bahnen)
Gute Einkaufsmöglichkeiten
Ausgehmöglichkeiten am Abend/Wochenende
(Musik, Film, Tanz, Theater, Kunst oder Ähnliches)
Anlaufstellen/Beratungsstellen bei Fragen und
Sorgen
Orte im Freien, an denen ich mich mit Freundinnen
oder Freunden in der Freizeit treffen kann
Spiel- und Sportflächen
Parks, Wiesen oder Grünflächen
In meinem Stadtteil fehlt mir:
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Jugendbefragung 2018
23%
38%
28%
11%
Interessierst Du Dich für Politik?
ja, sehr eher ja eher nein nein, gar nicht
25%
36%
23%
13%
28%
25%
37%
27%
15%
8%
25%
15%
17%
Non Profit Organisation (Amnesty International, Greenpeace oder Ähnliches)
U-18-Wahl
Mitgestalten des Kinder- und Jugendförderplans
Parteimitgliedschaft
Flashmob
Demonstrationen
Wahlen (Kommunalwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl, Europawahl)
Unterschriftenliste/Petitionen (online + offline)
Bürgerinitiativen
Bürgerhaushalt
Schülervertretung
Tag der Jugend im Rathaus
Jugendforen
Folgende Aktivitäten würden mich interessiern:
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Jugendbefragung 2018
9%
13%
4%
14%
21%
15%
26%
4%
2%
27%
4%
8%
Non Profit Organisation (Amnesty International, Greenpeace oder
Ähnliches)
U-18-Wahl
Parteimitgliedschaft
Flashmob
Demonstrationen
Wahlen (Kommunalwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl,
Europawahl)
Unterschriftenliste/Petitionen (online + offline)
Bürgerinitiativen
Bürgerhaushalt
Schülervertretung
Tag der Jugend im Rathaus
Jugendforen
Folgende Aktivitäten habe ich schon gemacht:
10%
7%
4%
18%
15%
6%
10%
13%
35%
Sonstige Aktivität am Wohnort (Bürgerinitiative, Arbeitskreise oder
Ähnliches)
Im Unfall- oder Rettungsdienst oder in der freiwilligen Feuerwehr
(Jugendfeuerwehr, Jugendsanitäter oder Ähnliches)
Im beruflichen Bereich außerhalb des Betriebes oder der
Rechtspflege, Justiz (Gewerkschaft, Berufsverband, Initiative, Schöffe
oder Ähnliches)
Im Bereich Schule, Hochschule (Schülervertretung,
Studierendenausschuss oder Ähnliches)
Im Bereich Kirche/Religion (Solidaritätsprojekte, Kirchengemeinde,
kirchliche Organisation, religiöse Organisation oder Ähnliches)
Im Bereich Politik (Partei, Jugendforen, politische Initiativen oder
Ähnliches)
Im Bereich Umwelt (Natur-, Tierschutz oder Ähnliches)
Im sozialen oder Gesundheitsbereich (Wohlfahrtsverband,
Hilfsorganisation, Helfer in der Krankenpflege, Besuchsdienste oder
Ähnliches)
Im Bereich Freizeit (Sport-, Karnevals-, Tanz- oder Gesangsverein,
Theater- oder Musikgruppe, kulturelle Vereinigung, Kinder- oder
Jugendgruppen betreuen oder Ähnliches)
Neben der Schule und der Arbeit engagiere ich mich
freiwillig in folgenden Bereichen:
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66%
34%
20%
32%
28%
53%
46%
48%
34%
55%
29%
es mir Spaß macht
ich hier Freunde finde und mit anderen zusammen bin
sich andere beteiligen (Freunde, Bekannte, Verwandte)
das gut im Lebenslauf aussieht
ich dadurch bessere Jobchancen habe
ich dadurch etwas lernen kann
ich für andere Menschen da sein will
ich etwas verändern möchte
ich mitbestimmen möchte
die Themen mich interessieren
ich Zeit habe
Für mich sind die wichtigsten Gründe,
mich zu engagieren, dass…
28%
31%
4%
11%
20%
29%
11%
48%
7%
ich Geld verdienen möchte oder muss
ich meine Freizeit anders verbringen will
ich noch nicht so lange hier wohne
andere es nicht tun (beispielsweise Freunde,
Verwandte, Bekannte)
ich darauf keine Lust habe
ich nicht weiß, wo ich das machen kann
es nicht anerkannt wird
ich dazu keine Zeit habe
ich es aus gesundheitlichen Gründen nicht kann
Für mich sind die wichtigsten Gründe,
mich nicht zu engagieren, dass…
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Jugendbefragung 2018
23% 46%
25%6%
Wie zufrieden bist Du mit Deiner Freizeit?
sehr zufrieden eher zufrieden
eher unzufrieden sehr unzufrieden
17%
37%
24%
77%
23%
50%
30%
61%
60%
50%
33%
21%
48%
40%
37%
36%
23%
13%
43%
2%
29%
10%
33%
3%
Shoppen/bummeln
Nichts tun/chillen
Malen, Theater oder Instrument spielen/Musik
machen oder Ähnliches
Musik hören
Lesen
Sport treiben
Computer-/Konsolen-/Handyspiele zocken
Fernsehen/DVD/YouTube schauen oder Filme und
Serien streamen
In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit...
Häufig Manchmal Nie
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6%
19%
36%
24%
18%
15%
28%
25%
47%
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40%
62%
18%
56%
69%
34%
13%
36%
20%
67%
16%
Besuch von Kursen/ Seminaren/Schulungen
Partys /Clubs/ Feste
Essen oder Trinken gehen (beispielsweise Café, Bar,
Kneipe, Restaurant)
Auf der Straße/an Plätzen abhängen
Besuch von Konzerten, Museen, Theater, Musical,
Konzerten, Kino oder Ähnliches
Besuch von Jugendeinrichtungen/Jugend-
gruppen/Jugendverband
Zeit in der Natur verbringen
In meiner Freizeit mache ich gerne folgende
Aktivitäten:
Häufig Manchmal Nie
44%
30%
71%
36%
50%
15%
27%
52%
56%
55%
2%
12%
Mit der Familie
Mit meiner/meinem Partner*in
Mit Freunden
Mit mir selber (alleine sein)
Ich verbringe meine Zeit gerne:
Häufig Manch-mal Nie
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Jugendbefragung 2018
29% 41%
22%9%
Wie zufrieden bist Du mit dem Geld, dass Dir zur
Verfügung steht?
sehr zufrieden eher zufrieden
eher unzufrieden sehr unzufrieden
40%
32%
17%
28%
14%
22%
28%
45%
23%
40%
9%
16%
11%
14%
25%
22%
Umgang mit Recht/Verträgen
Umgang mit Geld allgemein/Schulden
Alkohol/Drogen
Gesundheit/Ernährung
Mediennutzung
Freizeitgestaltung/Freizeitangebote
Ehrenamtliche Tätigkeiten/Freiwilliges Engagement
Suche nach Nebenjob
Schwierigkeiten in der Schule
Ausbildung/Studium/Beruf
Schwangerschaft
Liebe/Beziehung/Sexualität
Probleme mit Gleichaltrigen
Streit mit Eltern
Gewalt/Mobbing
Diskriminierung/Ausgrenzung
Bei folgenden Themen bräuchte ich mehr Informationen
Unterstützung für mich oder für andere…
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20%
6%
41%
39%
7%
18%
8%
25%
56%
60%
60%
31%
27%
78%
Radio
Podcast
Snapchat/Instagram/Facebook oder Ähnliches
WhatsApp oder Ähnliches
Betreuer*innen in Jugendeinrichtungen
Stadtbibliothek
Beratungsstellen
Lehrer*innen
Familie
Freunde/Bekannte
YouTube
Fernsehen
Zeitungen
Internetseiten
Wenn ich mich zu verschiedenen Themen
informieren möchte, informiere ich mich über…
Seite 54
Jugendbefragung 2018
4 2.803 Jugendliche haben die Frage nach ihrem
derzeitigen Beschäftigungsstatus beantwortet.
1.942 haben angegeben, zur Schule zu gehen.
Dies entspricht rund 70 % der Befragten. Von
den restlichen 30 % haben wiederum 657 einen
höchsten Bildungsabschluss angeben. Diese
teilen sich wie folgt auf: Förderschulabschluss
1 %, Hauptschulabschluss 20 %, Mittlere Reife/
Realschulabschluss 48 %, Fachhochschulreife/
Allgemeine Hochschulreife 13 %.
5 Alternative Erhebungsmethoden (beispielsweise
eine Stichprobenziehung oder eine verpflichten-
de Schulbefragung) hätten dem nicht entgegen
gewirkt, da erfahrungsgemäß auch hier die
Rücklaufquote von Frauen und bildungsnahen
Schichten größer ist. Die Gruppe der älteren
Jugendlichen hätte man in den Schulen ebenfalls
nicht zu einem höheren Anteil angetroffen, da
viele schon einer Erwerbstätigkeit, einem Studi-
um oder ähnlichem nachgehen werden.
6 Innerhalb der Geschlechtsabfrage konnten
die Jugendlichen neben weiblich und männlich
auch „trans/inter/divers“ auswählen. Da diese
Antwortoption aber zu wenig Nennungen
erhalten hatte, kann sie nicht in den Vergleich
miteinbezogen werden.
7 Die Antworten auf die beiden Offenen Fragen
„Was läuft in Köln richtig gut?“ und „Was
kann man in Köln besser machen?“ werden als
Wortwolken dargestellt. Je größer ein Wort
erscheint, desto häufiger wurde es genannt.
Insgesamt haben 2.308 bzw. 2.467 Jugendliche
auf die Fragen geantwortet.
8.3 Endnoten
1 In diesem Zusammenhang stellt sich unwei-
gerlich die Frage nach der Repräsentativität
der Befragung. Hierzu muss gesagt werden,
dass es keine allgemeingültige Definition des
Begriffs Repräsentativität gibt. Beispielsweise
gibt es keine Mindestrücklaufzahl oder -quote,
die erreicht werden muss. Vielmehr kommt
es auf die Passgenauigkeit determinierender
Merkmale zwischen Grundgesamtheit und
Stichprobe an. Es ist natürlich unbestritten, dass
eine höhere Rücklaufquote die Chance einer
besseren Passung erhöht. Um diese Größenord-
nungen ein wenig transparenter darzustellen,
lohnt sich der Blick auf populäre Studien wie
beispielsweise Wahlumfragen. Hier wurde 2018
bei einer Fallzahl von rund 1.000 Individuen
von einer deutschlandweiten Repräsentativität
gesprochen. Bei der Sonntagsfrage waren es
wiederum 1.505 Befragte. Somit sollte ein
Rücklauf von rund 5.000 Jugendlichen bei einer
Gesamtzahl von rund 70.000 ausreichend sein.
2 Die Zahlen der Grundgesamtheit stammen
mit Stand 31.12.2017 aus den amtlichen
Bevölkerungsdaten und einem N von 69.255
Jugendlichen. Die Frage nach dem Alter be-
antworteten 2.709, die nach dem Geschlecht
3.275, der Schulform 1.990 und schließlich
nach dem Bezirk 3.677 Jugendliche.
3 Weder die städtischen Statistiken noch die
von IT-NRW lassen einen verlässlichen Blick
auf die Population der Berufsschülerinnen und
Berufsschüler zu. Die Datensätze enthalten
entweder die Altersgruppen oder den Wohnort
der Schülerinnen und Schüler, allerdings nicht
beides. Somit ist es unmöglich zu sagen, wie viele
Kölner Jugendliche der Alterszielgruppe tatsäch-
lich in der Grundgesamtheit vertreten sind. Diese
Größe wird somit beim Vergleich ausgespart.
Anlage 3_Zitatbeispiele
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Anlage 3: Zitatbeispiele Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 1 Die Frage „Das finde ich in Köln richtig gut…“ beantworteten die Jugendlichen beispielhaft so: Köln ist eine ziemlich tolerante Stadt. Es gibt immer noch was zu verbessern, aber im Großen und Ganzen funktioniert das Zusammenleben gut. Es gibt viele Veranstaltungen, egal ob Konzerte, kulturelle Veranstaltung oder sonstiges. Köln hat den Karneval, den CSD, die lit.cologne und noch vieles mehr. Das Freizeitangebot ist somit also groß und vielfältig. Außerdem ist Köln eine grüne Stadt. Es gibt viele Parks, teilweise mit tollen Spielplätzen für Kinder, wie z.B. im Rheinpark. Köln ist eine lebendige Stadt, die für unterschiedliche Kulturen offen ist, die sich alle gemeinsam als Kölner fühlen. Die Atmosphäre in der Stadt und den Umgang der Kölner*innen miteinander. Die Rheinufertreppe, die war tatsächlich mal eine gelungene Investition. Einkaufsmöglichkeiten sind ebenfalls vorhanden. Kino und Theater in den entsprechenden Bezirken auch. Dass es viele freundliche und auch couragierte Menschen gibt – die Möglichkeiten für Ausbildung und Studium – die Gebäude und Grünflächen am Ufer des Rheins Die Atmosphäre und das Gefühl, ein Kölner zu sein. Der Karneval ist wunderbar organisiert und schweißt zusammen. Es ist eine Stadt, die ich Heimat nennen kann. Die offene Mentalität der Menschen, der Frohsinn, Toleranz für jeden, Karneval Das einzigartige Flair der Stadt, Einkaufsmöglichleiten, Mentalität der meisten Menschen, Organisation an Karneval Mentalität und Zusammenhalt, Freizeit- und Ausgehmöglichkeiten, Vereine, Parks, Kulturangebot Kultur, Theater, Verkehrsanbindung, Ausbildungsangebot Kann man nicht beschreiben, da Köln ein Gefühl ist, wo man einfach bleiben möchte. Multikulturelle, tolerante, weltoffene Stadt, kölsches Lebensgefühl Toleranz und Akzeptanz und Offenheit. Diversität, Offenheit, Parks, Freizeit-/ Ausgehmöglichkeiten Die Offenheit, Toleranz und das gute Miteinander. Die Mischung aus Tradition und Moderne … Großstadtflair, kulturell gemischtes Publikum, die kölsche Mentalität auch wenn sie in den Hintergrund rutscht, vielseitige Freizeitmöglichkeiten, manchmal die Anonymität, den Rhein direkt vor der Tür, die Liebe zur eigenen Stadt Köln ist eine super Stadt, weil sie jung, flott und mit viel Spaß und Laune verbunden ist! die Rheintreppen; den Aachener Weiher; es gibt viele schöne Orte, die mir gefallen. Es gibt in vielen Bereichen gute Möglichkeiten, Köln ist bunt und hat Kultur. Innenstadt, besonders Wiesen am Rhein und die Rhein-Terrassen, weil man dort kostenlos Zeit mit Freunden verbringen kann. Köln hat ein gutes öffentliches Verkehrsnetz, es gibt viele Parks und eine relativ offene Bevölkerung für jede Herkunft und alle sexuellen Orientierungen Die offene Art der Menschen, viele Möglichkeiten, Bildungseinrichtungen u. Arbeitsmöglichkeiten, Kulturen. Wie viele Menschen hier fast ohne Probleme mit den versch. Kulturen u. Religionen zusammen leben. Multikulturell; Lebensgefühl; Stadt der kurzen Wege. Jederzeit mit dem ÖPNV nahezu überall hinfahren zu können, Grünflächen, zunehmender Ausbau der Radwege Das Zusammenleben der verschiedensten Kulturen funktioniert in Köln super! Vielfalt, Grünflächen wie die Poller Wiesen, den Rheinpark oder den Volksgarten, viele kulturelle Möglichkeiten wie Museen, den CSD. Die Gemeinschaft ist gut + Köln ist schön vielfältig. Anlage 3: Zitatbeispiele Kölner Jugendbefragung 2018 Stand 11.03.2019 2 Exemplarische Antworten auf die Frage „Das würde ich in Köln besser machen…“ sind: Ich würde die Innenstadt autofrei machen, und generell mehr Straßen für Autos sperren, zum Beispiel die Venloerstr. in Abschnitten. Ich würde den Nahverkehr besser ausbauen. Ich würde mehr Plätze schaffen, an denen man sich im Sommer draußen treffen kann. Stadtgestaltung – z.B. mehr öffentliche Kunst (Graffitis, Murals o.Ä.), da die Stadt teilweise sehr grau ist – Toiletten in öffentlichen Parks – Tote Plätze beleben (Ebertplatz, Josef-Haubrich Hof etc.) – Bahnpreise senken (oder Extra-Tarif von 14-18j, da die meisten noch nicht viel Geld haben). Mehr und sichere Radwege. Ein öffentlicher Nahverkehr, der auch nachts fährt - essentiell in einer Studentenstadt. Mehr Freiflächen mit weniger bürokratischen Auflagen. Mehr bezahlbarer Wohnraum, gerade für Studenten. Mehr Transparenz bei Verwaltungsentscheidungen. Radwege und Sauberkeit Wohnungen und Ausbildungsplätzte Radwege, ÖPNV, Bürgerbeteiligung, Förderung von Leben im öffentlichen Raum intensivieren, Ballermann-Image entgegenwirken, Stärkung als europäische Medien- und Kulturstadt … Privat-PKWs in der Innenstadt verbieten, Fahrradwege ausbauen und deutlich höher subventionierte KVB-Tickets, damit das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel wieder finanzierbar ist - für alle. Schaffung neuer Grünflächen… Es sieht vieles dreckig und schmutzig aus .Außerdem ist vieles sehr teuer und man kann als Familie nicht viel unternehmen, ohne viel Geld ausgeben zu müssen. Auch Leben in Köln ist sehr teuer und ich finde es schade, dass viele in Köln, nicht das Potenzial in Köln ausnutzen können, auf Grund von finanziellen Problemen. So haben wir einen tollen Zoo, den viele nicht besuchen können. Mehr Wohnungen, die man auch bezahlen kann in der Stadt, damit Familien nicht raus ziehen müssen. Schulen modernisieren. Verhindern von Problem-Bezirken wie z.B. Ostheim oder ein Teil von Chorweiler. Für mehr Sauberkeit sorgen. Mehr Treffpunkte und Plätze für Jugendliche (auch Basketballplätze/Bolzplätze) in Stammheim/Mülheim und auch generell. Für den Winter auch einen Treffpunkt (drinnen) für Jugendliche. Mehr Bahn/Busverkehr auch spätabends/nachts, Busverkehr aus/nach Köln verbessern… Mehr Parks, kostenloses WLAN, mehr günstige Wohnungen Öffentlicher Wohnungsbau. Moderne Internetstrukturen. Moderne Verwaltung. Mehr Informationen zu den Angeboten. Besserer Nahverkehr als Autoersatz. Mehr Polizei im öffentlichen Raum. Den Wiener Platz sicherer machen. Die schäl Sick auch wertschätzen. Mehr Multikulti-Veranstaltungen machen. Ich würde die Innenstadt Autofrei machen, und generell mehr Straßen für Autos sperren. Zum Beispiel die Venloerstr. in Abschnitten. Ich würde den Nahverkehr besser ausbauen. Ich würde mehr Plätze schaffen, an denen man sich im Sommer draußen treffen kann. Mehr auf Sauberkeit achten und eventuell auch mehr Polizeistreifen durch die Straßen, um das Sicherheitsgefühl zu verstärken. Autofreie Innenstadt. Spezielle Wege für Menschen auf Skateboards und Inlinern. Kein Geld verschleudern, sondern für sinnvolle Projekte ausgeben. Zum Beispiel für die Instandhaltung von Straßen/Brücken und Schaffung von bezahlbaren Wohnraum. Mehr Grünflächen, und Sportanlagen im Freien. Mehr öffentliche Verkehrsmittel. Bessere Anbindungen. Weniger stinkende Autos. Mehr in E- Mobilität, Hybrid, Rad investieren. Die Stadt mal von allem Müll säubern. Höhere Strafen für Müllsünder. Mehr Personal, das kontrolliert (Müll im Park an Straßen etc.).
Beratungsverlauf (19)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur weiteren Bearbeitung in die Verwaltung überwiesen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
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Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (7)
- Ebertplatz
- Willy-Brandt-Platz 2
- Josef-Haubrich-Hof
- Im Mittelfeld
- Wiener Platz
- Im Feld
- Im Park
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Details
- Aktenzeichen
- 0715/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 10.04.2019
- Erstellt
- 27.02.2019 12:20