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AN/0031/2023

Emissionsärmerer Wirtschaftsverkehr - Frachtgüter auch innerstädtisch auf die Schiene

Die Linke. Anfrage nach § 4 12.01.2023

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Nächste Beratung: Verkehrsausschuss, Sitzung am 24.01.2023, TOP 5.2.4

Linke Anfrage nach § 4

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Linke Anfrage nach § 4

4388 Zeichen

Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln  
 
An die Oberbürgermeisterin 
Frau Henriette Reker 
 
An den Vorsitzenden des 
Verkehrsausschusses 
Herrn Lino Hammer 
 
Rathaus, Spanischer Bau  
 50667 Köln 
Postanschrift:  
Postfach 103564 · 50475 Köln  
Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 
E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de 
Fraktionsvorstand  
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 12.01.2023 
AN/0031/2023 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Verkehrsausschuss 19.01.2023 
 
Emissionsärmerer Wirtschaftsverkehr -  Frachtgüter auch innerstädtisch auf die Schiene 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, 
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Hammer, 
 
die Fraktion DIE LINKE bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des 
Verkehrsausschusses am 24.01.2023 zu setzen. 
 
Die Stadt Köln setzt es sich zum Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden. Hierfür sollen alle der 
Stadtverwaltung zur Verfügung stehenden Mittel ausges chöpft werden, wie aus der „Strategie 
klimaneutrales Köln“ hervorgeht.  
 
Das Haupthemmnis für die Klimawende ist der Verkehrssektor. In Köln werden durch ihn etwa ein 
Viertel aller klimaschädlichen Emissionen verursacht. Grundsätzlich sinken im Verkehrssek tor, 
verglichen mit anderen Sektoren, bundes - und europaweit die Emissionen am wenigsten (bzw. 
teilweise gar nicht). Die Umgestaltung des Verkehrs stellt damit auch in Köln die größte 
Herausforderung für das Erreichen der Klimaneutralität dar.  
 
Zentrale Stellschraube ist der Pkw- und Lkw-Verkehr. Ein MIV-Anteil von 10 % im innerstädtischen 
Bereich von Köln wird angestrebt.  
Hierbei muss in den Blick genommen werden, dass nicht nur der private Verkehr, sondern auch 
der innerstädtische Wirtschaftsverkehr grundlegend transformiert werden muss. In der „Strategie 
klimaneutrales Köln“ ist richtigerweise benannt, dass Wirtschaftsmobilität und -logistik klimaneutral 
werden müssen. Erste Ansätze der Transformation des Wirtschaftsverkehrs in Köln sind zu 
beobachten und zu begrüßen. Beispielsweise ist das Mikro -Depot, wie es kürzlich für Köln-Deutz 
beschlossen wurde, ein Schritt in die richtige Richtung.  
 
Für einen bundesweit emissionsneutralen Verkehrssektor ist es unumgänglich, dass eine 
Verlagerung von Frachtgut auf die Schiene stattfindet. Unter optimierten Bedingungen wäre diese 
Art des Transports hocheffizient. Innerstädtisch stellt sich vor allem die Frage nach Auslieferungs- 
und last-mile-solutions für Frachtgut. Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen 
Städtetages, sagte bereits 2020: "Wenn die Paketlogistik auf die Schiene verlagert wird, kann der 
Straßenverkehr entlastet und die Auslieferung klimafreundlich und elektrisch gestaltet werden“.

Es sollte daher eruiert werden, inwiefern die Kölner Verkehrsbetriebe in solche Bestrebungen 
eingebunden werden könnten, und ob bestehende Straßenbahn - und U -Bahn-Strecken zum 
Transport von Gütern genutzt werden könnten. Auch wäre zu klären, welche Tages - bzw. 
Nachtzeiten am besten für solche Transporte geeignet wären. Der Personenverkehr sollte 
keinesfalls durch Frachtentransport behindert werden.  
 
Es ergibt sich eine Reihe von Fragen:  
 
1. Hat sich die Kölner Stadtverwaltung bereits mit Konzepten der inners tädtischen 
Verlagerung des Wirtschaftsverkehrs auf Straßen - und/ oder U -Bahnen befasst, falls ja 
wann und mit welchen Ergebnissen? 
2. Welche Pilotprojekte sind für einzelne besonders gut geeignete Strecken geplant? Falls 
keine solchen Projekte geplant sind, bitte die Gründe erläutern. 
3. Welches Potenzial erkennt die Kölner Stadtverwaltung bezüglich einer solchen Verlagerung 
des Frachtguts hinsichtlich Emissionsminderung sowie Entlastung des Straßenverkehrs? 
4. Welche derzeitig ungenutzten Trassen - wie beispielsweise jene am Deutzer Hafen - 
könnten für eine solche Zielsetzung ggf. reaktiviert werden? 
5. Welche weiteren last-mile-solutions und emissionsarmen Lösungen  für den 
Wirtschaftsverkehr kommen ansonsten für den innerstädtischen Bereich Kölns in Frage 
und welche Fördermittel stünden hierfür zur Verfügung?  
Wir bitten um eine tabellarische Auflistung (Spalten: „Maßnahme / Lösung“, „Fördermittel“, 
„Status quo der Umsetzung“; falls für Köln nicht umsetzbar bitte Erläuterung.)  
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Michael Weisenstein 
Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE

Beratungsverlauf (1)

24.01.2023 Verkehrsausschuss
TOP 5.2.4 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Sache ist erledigt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0031/2023
Typ
Die Linke. Anfrage nach § 4
Datum
12.01.2023
Erstellt
12.01.2023 13:32