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0820/2025

Beschluss einer Umsetzungsstrategie für den Waidmarkt

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 12.06.2025

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Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

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Anlage 2 Umsetzungsstrategie Waidmarkt

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Ansehen

Beschlussvorlage Rat

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Ansehen

Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

1348 Zeichen

Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung 
Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung für Gremien, auf die die 
Leitlinien Öffentlichkeitsbeteiligung Anwendung finden, beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei 
Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. 
 
Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird vorgeschlagen. 
Gemäß der Leitlinien für Öffentlichkeitsbeteiligung wird die Planung eines Beteiligungsverfahrens in 
einem Beteiligungskonzept beschrieben. Bei kleineren ggf. auch standardisierten Verfahren, ist das 
Beteiligungskonzept möglichst knapp aber aussagekräftig zu verfassen.  
Bitte wählen Sie aus: 
- Das Beteiligungskonzept ist beigefügt. 
Erläutern Sie bitte in maximal zwei Sätzen: Was soll mit der Öffentlichkeitsbeteiligung erreicht 
werden (ggf. mit Informationen zu Zielgruppen(n) und geplantem Vorgehen)? 
Die Umsetzungsstrategie (Anlage 2) beinhaltet die Erläuterung zur beabsichtigten 
Öffentlichkeitsbeteiligung. Diese soll insbesondere im Rahmen eines kooperativen Werkstattverfahrens 
stattfinden. 
 
 
Kontakt 
OB/1 Büro der Oberbürgermeisterin 
OB/12 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 
Brückenstraße 5-11 
50667 Köln 
Telefon: 0221 – 221 25044 
E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de 
Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung

Anlage 2 Umsetzungsstrategie Waidmarkt

31304 Zeichen

Umsetzungsstrategie 
Waidmarkt
Anlage 2 - 0820/2025

2
Inhaltliche Bearbeitung:
Dezernat Planen und Bauen 
Stadtplanungsamt
in Zusammenarbeit mit:
Dezernat für Kunst und Kultur
Planungsreferat
Dezernat für Mobilität
Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau
Dezernat der Oberbürgermeisterin
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Abbildungsnachweis:
Titelbild: ©Sophie Loschert
Abb. 2 und 14: ©Martin Gaissert
Abb. 1, 3-13, 15, 16, 18, 20-25: ©Stadt Köln
Abb. 8: ©Sophie Loschert
Abb. 9, 10, 12: ©Roman Mensing
Abb. 11: ©Observatorium
Abb.: 17: ©Martina Goyert
Abb.: 19: ©Dewey Muller Partnerschaft mbB Architekten Stadtplaner
Impressum

3
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
I. ANFORDERUNGEN AN DEN WAIDMARKT
Projektwerkstatt (2023)
Schüler*innenbeteiligung (2024)
Leitmotive der Umsetzungsstrategie
II. UMSETZUNGSSTRATEGIE FÜR DEN WAIDMARKT
Umsetzungsstrategie: Übersicht & Darstellung
Phase 1: Künstlerische Interventionen
Phase 2: Werkstattverfahren
Ressourcenplanung
ZUSAMMENFASSUNG & AUSBLICK
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In der Verstetigungsphase (2029-2031) wird 
im Rahmen eines kooperativen Werkstatt -
verfahrens und unter Beteiligung der Stadt-
gesellschaft sowie auf Basis der Ergebnisse 
und Erkenntnisse des bisherigen Prozesses 
ein umsetzungsfähiges Konzept für den 
Waidmarkt entwickelt.
Das vorliegende Dokument gibt einen Über-
blick über die Umsetzungsstrategie für den 
Stadtraum des Waidmarkts, inklusive Teil -
prozesse und -verfahren.
Das Kapitel I – Anforderungen an den 
Waidmarkt stellt Ziele für den Stadtraum 
Waidmarkt als Grundlage für eine zukunfts-
gerichtete städtebauliche Entwicklung dar, 
die von den Bürgerinitiativen „Köln kann 
auch anders“ und „ArchivKomplex“ entsand-
ten Expert*innen im Rahmen einer Projekt -
werkstatt formuliert wurden. 
Das Kapitel II – Umsetzungsstrategie  
überführt die erarbeiteten Anforderungen 
in eine konkrete Umsetzungsstrategie für 
den Waidmarkt, die sich in die Phasen ENT-
WICKLUNG (2025-2028) und VERSTETI -
GUNG (2029-2031) aufgliedert.
Im abschließenden Kapitel Zusammen-
fassung wird die vorliegende Umsetzungs -
strategie sowie deren Rahmenbedinungen 
in Kürze zusammengefasst.
Im Herzen Kölns gelegen nimmt der Waid -
markt eine Sonderstellung sowohl in 
Geschichte als auch Entwicklung der Stadt 
ein. Seit dem tragischen Einsturz des His -
torischen Archivs 2009 steht er sinnbildlich 
für Verlust, in ihm liegt zugleich aber auch 
die Chance eines neuen Anfangs. Um so 
wichtiger ist es, einen klaren Prozess als 
verlässlichen Fahrplan zu entwickeln. Die 
vorgelegte Umsetzungsstrategie für den 
Waidmarkt stellt hierfür die Grundlage.
Am Waidmarkt soll ein Ort des aktiven Erin-
nerns entstehen, der durch eine gelungene 
künstlerische Gestaltung würdiges Geden -
ken mit einem Blick in die Zukunft vereint.  In 
diesem Kontext ist das Ziel gleicherweise die 
zukunftsfähige Gestaltung eines urbanen 
Platzraums, welcher in besonderer Weise 
den Anforderungen der Stadtgesellschaft 
und insbesondere der Nutzer*innen vor Ort 
Rechnung trägt. Nur gemeinsam kann auf 
dem Waidmarkt ein Ort entstehen, der Erin-
nerung wahrt und Zukunft gestaltet.
Um diese Ziele zu erreichen sieht der Pro -
zess bereits im Zeitraum bis zur Fertigstel -
lung des Stadtbahnausbaus künstlerische 
Interventionen vor, die den Ort 2025 bis 
2028 nicht nur inszenieren und zukünftige 
Gestaltungsmöglichkeiten entwickeln, son -
dern sich auch mit möglichen Erinnerungs -
zeichen auseinandersetzen.
Einleitung
Eine Umsetzungsstrategie für den Waidmarkt

6
Am 3. März 2009 stürzte das Historische 
Archiv in der Severinstraße ein. Beim 
gleichzeitigen Einsturz zweier benachbarter 
Gebäude starben zwei Menschen und 
zahlreiche historische Dokumente wurden 
beschädigt oder zerstört. 
In den Folgejahren stand die Einsturzstelle 
lange Zeit im Fokus von Untersuchungen, 
juristischen Verfahren und restauratori-
schen Arbeiten.  
Die Umsetzungsstrategie für den Waid-
markt legt nun eine Perspektive vor, wie ein 
gesamtheitliches Konzept für die Gestal-
tung des Waidmarkts entstehen soll, das 
sowohl die Geschichte des Ortes einbezieht 
als auch zukunftsgerichtete Gestaltung und 
Funktionalität mit Kultur und Gedenken in 
Einklang bringt. 
Die Einbindung der Stadtgesellschaft spielt 
in diesem Zuge eine zentrale Rolle. Der 
zukünftige Waidmarkt muss den Bedürfnis-
sen der Kölner*innen gerecht werden und 
als lebendiger und würdevoller Ort in die 
Stadtgesellschaft zurückkehren. 
Auf diesem Wege stellen die Ergebnisse 
der Projektwerkstatt (2023) sowie der 
Schüler*innenbeteiligung (2024) das 
Fundament für die Formulierung einer 
angemessenen Umsetzungsstrategie für 
den Waidmarkt dar.
I. Anforderungen an den 
Waidmarkt
„Wir sollten uns auch noch in vielen Jahren an die Katastrophe erin-
nern und an die Gründe, die zu ihr geführt haben. Diese Erinnerung 
muss ihren Ausdruck aber vor allem in einem neuen bedeutenden 
Stück Stadt finden, das als eine mögliche Zukunftsperspektive für
urbanes Leben an diesem Ort verstanden werden kann. “
- Projektwerkstatt 2023 -
Ergebnisse der Projektwerkstatt 2023 - kompakt 
Auf dem Weg 
zu einem 
Neuen Waidmarkt 
Autor*innen: 
Bernadette Heiermann 
Kay von Keitz
Thomas Luczak 
Skizze: Thomas Luczak 
Georg Dietzler 
unterstützt durch 
Kerstin Asher 
Joachim Boll 
(startklar a+b) 
im Auftrag der Oberbürgermeisterin
der Stadt Köln 
Abb. 1: Ergebnisse Projektwerkstatt

7
Projektwerkstatt Waidmarkt (2023)
Mit dem Ziel, den Waidmarkt zu einem 
kulturell attraktiven Ort mit hoher Aufent-
haltsqualität zu gestalten, wurde im Auftrag 
der Oberbürgermeisterin eine sogenannte 
Projektwerkstatt – ein Gremium aus vier 
Expert*innen aus den Bereichen Kunst und 
Kultur sowie Architektur und Stadtplanung, 
die von den Bürgerinitiativen „Köln kann 
auch anders“ und „ArchivKomplex“ ent-
sandt wurden, von Januar 2023 bis Mai 
2024 – eingerichtet, um ein Konzept zur 
Implementierung von Kultur und Gedenken 
am Waidmarkt zu erarbeiten. 
Die Projektwerkstatt wurde vom Pla-
nungsreferat des Dezernats für Kunst und 
Kultur organisiert, von Vertreter*innen der 
Verwaltung und der KVB unterstützt und 
von der startklar a+b GmbH, einem Büro 
für nachhaltige Quartiersentwicklung und 
bürgerschaftliches Engagement, begleitet 
und moderiert. 
Im Juni 2024 wurde das Konzept „Ergeb-
nisse der Projektwerkstatt 2023 – kompakt. 
Auf dem Weg zu einem Neuen Waidmarkt“ 
im Rahmen einer Mitteilung veröffentlicht. 
(Vorlagen-Nummer 1527/2024). Auf einer 
Informationsveranstaltung in der Kaiserin-
Augusta-Schule am 29.08.2024 wurde es 
von den Expert*innen der Projektwerkstatt 
der Öffentlichkeit präsentiert.
Ein zentrales Ergebnis der Werkstatt war 
die Notwendigkeit, eine ausgewogene 
Balance zwischen historischer Identität und 
modernen Nutzungsanforderungen zu fin-
den. Dabei wurden verschiedene Aspekte 
Abb. 2: Foto Sitzmöblierung & Bauzaun Waidmarkt

8
besonders hervorgehoben: die Stärkung 
öffentlicher Räume als Begegnungsorte, 
sowie nachhaltige Mobilitätskonzepte, die 
den Fuß- und Radverkehr fördern. 
Als erster Umsetzungsbaustein des Kon-
zepts wurde die Künstlergruppe Observa-
torium aus Rotterdam mit der Realisierung 
einer künstlerischen Intervention am Waid-
markt beauftragt. Das Projekt „Panorama-
Waidmarkt“ wurde von November 2024 bis 
Juni 2025 verwirklicht. 
Schüler*innenbeteiligung (2024)
Im August 2024 fand eine dreitägige 
Jugendbeteiligung statt. Schüler*innen der 
Kaiserin-Augusta-Schule und des Fried-
rich-Wilhelm-Gymnasiums beschäftigten 
sich mit Erinnerungskultur, Städtebau und 
Partizipation.  
Im Themenblock Erinnerung lernten die 
Schüler*innen am ersten Tag zunächst 
Grundlagen der kulturwissenschaftlichen 
Gedächtnisforschung und kollektive Erin-
nerungszeichen im Stadtraum kennen, um 
nach einer Führung im Historischen Archiv 
der Stadt Köln Skizzen eines Erinnerungs-
ortes am Waidmarkt zu entwickeln.
Eine der praktischen Arbeit vorangestellte 
Meinungsabfrage hatte zuvor ergeben, dass 
die Jugendlichen es für wichtig erachten, 
dass am Waidmarkt an den Archiveinsturz 
erinnert wird und dass es einen physischen 
Erinnerungsort geben soll, der zum Verwei-
len und zum Austausch einlädt.
Der zweite Tag, geleitet vom Stadt-
planungsamt, widmete sich Freiraum, 
Städtebau und Bildungslandschaft. Die 
Schüler*innen analysierten den Raum, 
führten Modell-Interventionen durch und 
setzten sich mit der Gestaltung öffentlicher 
Abb. 3-5: Fotos Schüler*innenbeteiligung

9
Leitmotive der Umsetzungsstrategie
Aus dem bisherigen Prozess ergeben sich 
somit fünf Leitmotive, die der Umsetzungs-
strategie zu Grunde gelegt werden: 
• KUL TUR & GEDENKEN 
Gestaltung des Waidmarkts zu einem 
kulturell attraktiven Ort mit einer hohen 
Aufenthaltsqualität. Als ein Ort des akti-
ven Erinnerns wird er eine angemessene 
Würdigung der Opfer des Archiveinstur-
zes am 3. März 2009 ermöglichen. Der 
Ort des Kulturgutverlustes soll zu einem 
neuen Kulturort werden, an dem sich 
künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten 
und würdiges Gedenken treffen.
• VIELFÄL TIGE NUTZUNG &  
AUFENTHAL TSQUALITÄT 
Schaffung eines lebendigen Stadt-
quartiers mit attraktiven öffentlichen 
Räumen, Grünflächen und einer ausge-
wogenen räumliche Gestaltung.
• NACHHAL TIGE MOBILITÄT &  
INFRASTRUKTUR 
Verbesserung der verkehrlichen Anbin-
dung durch Konzepte zur Förderung des 
Fuß- und Radverkehrs sowie innovative 
Lösungen für den öffentlichen Raum.
• PARTIZIPATIVE PLANUNG &  
BETEILIGUNG 
Transparente Kommunikation und 
frühzeitige Einbindung der Stadtgesell-
schaft, Interessensvertreter*innen und 
Nutzer*innen vor Ort in die Entwicklung 
eines zukunftsfähigen Konzepts.
• INTEGRATION VON EXPERTISEN & 
BISHERIGEN ERGEBNISSEN 
Nutzung der Erkenntnisse aus dem bis-
herigen Prozess als Grundlage für die 
weitere Planung und Umsetzung, aktiver 
fortlaufender Einbezug von Fachexper-
tise in die Planungen.
Plätze auseinander. 
Der dritte Tag stand im Zeichen der Partizi-
pation. Die Jugendlichen erhielten Einblicke 
in das Kinder- und Jugendbüro sowie das 
Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung und 
erarbeiteten Konzepte zur Mitgestaltung 
des Waidmarkts. Dabei stellten sie sich Fra-
gen wie: „Wie möchten wir uns einbringen?“ 
und „Welche Themen sind uns wichtig?“ . 
Sowohl die inhaltlichen Anregungen als 
auch die Ideenskizzen zur räumlichen 
Gestaltung des Waidmarkts  wurden in 
Konzeptpostern festgehalten und werden in 
den weiteren Prozess eingespeist.

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Die vorliegende Umsetzungsstrategie 
verfolgt das Ziel, eine verbindliche Pro -
zessstruktur für die Entwicklung eines 
langfristigen Gesamtkonzepts für den 
Waidmarkt festzulegen. Dieses Konzept 
soll – in Abstimmung mit dem Zeitplan zur 
Fertigstellung des Stadtbahnausbaus – als 
Grundlage für die zukünftige Gestaltung 
des Waidmarkts dienen.
Um dies zu erreichen definiert die Umset -
zungsstrategie zwei Phasen:
• In der Entwicklungsphase (2025–2028) 
inszenieren Künstler*innen in temporä -
ren Interventionen das Gelände neu und 
nähern sich über verschiedene thema -
tische Schwerpunkte einer zukünftigen 
städtebaulichen Gestaltung des Waid -
markts und eines Erinnerungsortes an.
Abb. 6: Prozessgrafik zur Umsetzungsstrategie Waidmarkt
II. Umsetzungsstrategie  
für den Waidmarkt

11
• In der Verstetigungsphase (2029-2031) 
wird im Rahmen eines kooperativen 
Werkstattverfahrens und unter Einbe -
zug der Stadtgesellschaft auf Basis der 
Ergebnisse und Erkenntnisse des bishe -
rigen Prozesses ein umsetzungsfähiges 
Konzept für den Waidmarkt entwickelt.
Am Ende der beiden Phasen soll somit 
eine nachhaltige, funktionale und qualitativ 
hochwertige Lösung für die Gestaltung des 
Waidmarkts stehen, die den Anforderungen 
der Stadtgesellschaft Rechnung trägt und 
zur Realisierung auf dem Waidmarkt in zeit-
licher Abstimmung mit der Fertigstellung 
des Stadtbahnausbaus dient.
II. Umsetzungsstrategie  
für den Waidmarkt

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Phase 1 - Entwicklung (2025-2028):
Künstlerische Interventionen
Während der Entwicklungsphase werden 
temporäre künstlerisch-kulturelle Interven -
tionen und Bespielungen mit wechselnden 
thematischen Schwerpunkten und Forma -
ten unter freiraumplanerischer Begleitung 
durchgeführt. 
Dabei sollen Zukunftsvisionen erarbeitet 
werden, die das gesamte Gebiet des Waid -
markts als einen besonderen urbanen Raum 
wahrnehmbar machen – einen Stadtraum, 
der auch schon temporär als lebendiges 
Quartierszentrum und als attraktiver, über -
lokaler Ort für die gesamte Stadt fungiert. 
Insbesondere tragen die künstlerischen 
Interventionen auch zur Konkretisierung 
eines auf die Zukunft gerichteten kulturellen 
Ortes bei, der Raum für Erinnerung an die 
Vorgeschichte des Ortes und die katastro -
phalen Ereignisse lässt. 
Die erste installativ-programmatische 
Intervention am Waidmarkt wurde von der 
niederländischen Künstlergruppe Observa -
torium von November 2024 bis Juni 2025 
umgesetzt. In den Jahren 2026 bis 2028 
sollen weitere Interventionen in Kooperation 
mit der diversen Stadtgesellschaft, lokalen 
Akteur*innen und Anwohner*innen reali -
siert werden. 
Fester Bestandteil der Projekte sollen 
die Rahmung durch öffentliche Veran -
staltungen und eine Aktivierungs- und 
Beteiligungsstrategie sein. Die jeweiligen 
Künstlergruppen sollen dabei auf das in 
den vorangegangenen Projekten etablierte 
Netzwerk aufbauen und dieses für weitere 
Zielgruppen erschließen. Partizipative Ele -
mente der Interventionen sollen maßgeblich 
zur Sensibilisierung der Stadtgesellschaft 
Abb. 7: Lupe Phase 1: Entwicklung

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hinsichtlich der Entwicklung des Waidmark-
tes beitragen. 
Mithilfe von künstlerischen Mitteln (Installa-
tion, Skulptur, Grafik, audiovisuelle Medien, 
Musik, Performance, Theater, Literatur etc) 
sollen im besten Fall interdisziplinäre Teams 
in ihren Projekten eine atmosphärische 
Stadtrauminszenierung und überquartier -
liche Urbanität entwickeln und – je nach 
Ansatz – architektonisch-skulpturale Zei -
chen erproben. 
Die Interventionen fördern die Identifikation 
der Stadtgesellschaft mit dem neu ent -
stehenden Stadtraum. Zudem liefern sie 
richtungsweisende Impulse für die weitere 
städtebauliche Entwicklung. Teil des Auftra-
ges ist somit auch die Dokumentation des 
Arbeitsprozesses und der Ergebnisse, die 
in das anschließende Werkstattverfahren 
(Phase 2) einfließen. 
Einladungswettbewerbe und künstler-
ische Interventionen
Den Interventionen wird jeweils ein Einla -
dungswettbewerb vorangestellt. Die Einla -
dungen der Künstler*innen basiert auf einer 
von der Projektwerkstatt getroffenen Aus -
wahl von Künstler*innen und auf Empfeh -
lung des Dezernats VII – Kunst und Kultur.
Die Entscheidung, welches installativ-pro -
grammatische Konzept zur Umsetzung 
ausgewählt wird, soll eine Jury bestehend 
aus Vertreter*innen der Verwaltung, Bürger-
initiativen und Schüler*innen treffen. Die 
Künstler*innen sollen dabei der Jury ihre 
Konzepte persönlich mit der Möglichkeit zu 
direkten Nachfragen vorstellen. 
Jeder Jahreswettbewerb soll unter einem 
anderen Motto stehen, das sich aus dem 
Konzept „Auf dem Weg zu einem Neuen 
Abb. 8: Künstlerische Intervention 2025 Abb. 9: Eröffnung Pavillon, 04.05.2025
Abb. 10: Eröffnung Pavillon, 04.05.2025 Abb. 11: Künstlerische Intervention 2025

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Waidmarkt“ ableitet und verschiedene Pers-
pektiven auf den Waidmarkt beleuchtet. 
• 2026: „Magischer Realismus: Ver -
wandlungspotenziale und ungeahnte 
Perspektiven für ein außergewöhnliches 
Stück Stadt“
• 2027: „Freiraumvisionen: Andere Stadt -
landschaften für ein zukunftsorientiertes 
kulturelles Leben“
• 2028: „Das Laboratorium am Waid -
markt: Neue kulturelle Identitäten 
für einen zukünftigen Ort der Kölner 
Stadtgesellschaft“ 
Der Umsetzungszeitraum der ausgewähl -
ten Projekte beträgt etwa ein halbes Jahr 
(Frühjahr bis Herbst). Die Ergebnisse der 
vier künstlerischen Interventionen am Waid-
markt aus den Jahren 2024 bis 2028 fließen 
in das geplante Werkstattverfahren ein und 
werden in der Planung des dauerhaften Aus-
baus berücksichtigt. 
Freiraumplanerische Begleitung
Die künstlerischen Interventionen wer -
den freiraumplanerisch begleitet, um eine 
gesamträumliche Herangehensweise fach -
lich zu begleiten und die Berücksichtung 
planerischer Belange sicherzustellen.
In diesem Sinne stehen Aspekte wie z.B. 
Schaffung von Aufenthaltsqualität und 
Begrünung sowie Beleuchtung des Stadt -
raums im Fokus, um eine harmonische und 
nachhaltige Entwicklung des Waidmarkts zu 
unterstützen. 
Neben Aspekten der Nutzung und Frei -
raumgestaltung sind insbesondere auch 
technische Belange bezüglich Barrierefrei -
heit, Orientierbarkeit und Durchlässigkeit 
sowie die Abstimmung und Sicherung der 
Verkehrssicherheit oder des Brandschutz 
im Fokus.
Abb. 12: Eröffnung Pavillon, 04.05.2025 Abb. 13: Öffentlicher Raum

32
15
Die Entwicklungsphase kann sich somit, 
mit Fokus auf die jeweilige künstlerische 
Intervention,  durch eine gesamtheitlichen 
Betrachtung des Raums einer zukunfts -
fähigen Entwicklungsperspektive für den 
Waidmarkt annähern.
Kommunikation & Grafik
Zur Sicherstellung einer transparenten und 
kontinuierlichen Kommunikation im Rahmen 
des Planungsprozesses wird ein externes 
Büro mit der begleitenden Kommunika -
tionsarbeit beauftragt. Dieses übernimmt 
die Aufgabe, die einzelnen Prozessschritte 
nachvollziehbar aufzubereiten, öffentlich zu 
dokumentieren und über geeignete städti -
sche Plattformen sowie weitere geeignete 
Kanäle zu kommunizieren. Ziel ist es, die 
Stadtgesellschaft frühzeitig, umfassend 
und verständlich über den Fortgang des 
Projekts zu informieren und somit die Nach-
vollziehbarkeit des Vorgehens zu stärken.  
Neben der inhaltlichen Begleitung liegt 
ein weiterer Schwerpunkt auf der gestal -
terisch-grafischen Umsetzung. Insbeson -
dere die Gestaltung des Bauzauns soll zur 
Sichtbarkeit des Projekts im öffentlichen 
Raum beitragen und zugleich Informationen 
zum Projektverlauf anschaulich vermit -
teln. Auch in anderen Formaten – etwa in 
Dokumentationen, digitalem Projektauftritt 
oder bei Veranstaltungen – soll durch ein 
konsistentes grafisches Erscheinungsbild 
die Wiedererkennbarkeit und Zugäng -
lichkeit des Projekts gefördert werden.  
 
Die Kommunikationsstrategie wird dabei 
kontinuierlich an den Verlauf des Prozes -
ses angepasst und eng mit den inhaltlich-
fachlichen Teilprozessen abgestimmt, um 
ein möglichst kohärentes und wirksames 
Gesamtbild zu erzeugen.
Die Beauftragung eines externen Diens -
leisters beruht auf zeitlich flexiblen sowie 
optionsbasierten Bausteinen. 
Abb. 14: Foto Sitzmöblierung & Bauzaun Waidmarkt

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Phase 2 - Verstetigung (2029-2031):
Werkstattverfahren
Als zweite Phase dient die Verstetigung im 
Zeitraum von 2029 bis 2031 der Entwick -
lung eines umsetzungsfähigen Konzepts für 
den Waidmarkt im Rahmen eines kooperati-
ven Werkstattverfahrens. 
Hierin erarbeiten interdisziplinäre Planungs-
teams aus den Fachrichtungen Städtebau, 
Freiraumplanung und Kunst gemeinsam 
mit Bürger*innen integrierte Konzepte, die 
auf bisherigen Erkenntnissen basieren und 
diese weiterentwickeln. 
Die Stadtgesellschaft sowie lokale 
Akteur*innen werden aktiv in den Prozess 
einbezogen, um eine breite Beteiligung der 
Öffentlichkeit sicherzustellen. 
Über mehrere Werkstätten innerhalb des 
mehrmonatigen Erarbeitungszeitraums 
hinweg werden Ideen gesammelt, disku -
tiert und planerisch konkretisiert. Letztlich 
prämiert eine Fachjury das überzeugendste 
Konzept für den Waidmarkt. 
Dieses wird anschließend durch die Sie -
ger*innen qualifiziert und in die bauliche 
Umsetzbarkeit überführt. 
Abb. 15: Lupe Phase 2: Verstetigung

17
Ablauf des kooperativen 
Werkstattverfahrens
Der Waidmarkt in Köln soll im Rahmen 
eines umfassenden Werkstattverfahrens 
ein gesamtheitliches Gestaltungskonzept 
erhalten. 
Es arbeiten verschiedene interdisziplinäre 
Planungsteams in offenen Werkstätten mit 
der Stadtgesellschaft zusammen, um Ideen 
zu entwickeln und weiterzuverfolgen. Das 
Ziel des Werkstattverfahrens besteht darin, 
ein umsetzungsfähiges und integriertes 
Konzept für den Waidmarkt zu entwickeln, 
das eine nachhaltige und zukunftsorien-
tierte Gestaltung ermöglicht. 
Eine enge Zusammenarbeit mit Bürer*in-
nen und insbesondere Akteur*innen vor 
Ort ist essenziell, um eine breite Akzeptanz 
sicherzustellen und insbesondere den 
Anforderungen der Stadgesellschaft ent-
sprechende Lösungen herauszustellen. 
Der Prozess sieht die Beteiligung von drei 
interdisziplinären Planungsteams, die die 
Expertise in den Bereichen Stadtplanung, 
Freiraumplanung und Kunst abdecken 
vor, die gemeinsam an unterschiedlichen 
Konzeptansätzen arbeiten. Eine Fachjury 
wählt schließlich das überzeugendste Kon-
zept aus, das anschließend zur Umsetzung 
gebracht wird. 
 
Die Durchführung des Werkstattverfahrens 
beginnt 2028 mit der Vergabe zur Durch-
führung sowie der Konzeption gemeinsam 
mit dem beauftragten Dienstleister. In die-
ser Phase werden die Themen und Abläufe 
des Verfahrens geschärft sowie organisa-
torische Vorbereitungen für das umfang-
reiche Werkstattverfahren vorgenommen.
Abb. 18: Beteiligung Ebertplatz
Abb. 16: Referenz Werkstattverfahren Abb. 17: Lenkungsgruppe Masterplan
Abb. 19: Werkstattverfahren Hallen Kalk

18
Das Werkstattverfahren zur Entwicklung 
eines zukunftsfähigen Konzepts für den 
Waidmarkt ist in drei aufeinander auf-
bauende Phasen gegliedert. Ziel ist es, in 
einem offenen, dialogorientierten Prozess 
fundierte Entwürfe zu erarbeiten, die den 
vielschichtigen Anforderungen an diesen 
besonderen Ort gerecht werden. Zentrale 
Themen des Verfahrens sind dabei die 
Bedeutung des Ortes als Erinnerungs- und 
Kulturraum, die Gestaltung qualitätsvoller 
Freiräume sowie die zukünftige Nutzung 
und Funktion des Waidmarkts im städti-
schen Gefüge. 
 
Teil 1 – Auftakt: Den Ort verstehen & Ideen 
sammeln 
Den Beginn bildet eine öffentliche Auf-
taktveranstaltung, die den Rahmen für 
eine gemeinsame Auseinandersetzung mit 
dem Waidmarkt schafft. Im Fokus stehen 
zentrale Fragestellungen rund um die 
Themen Kultur und Gedenken am Ort, die 
Herstellung eines resilienten und qualitäts-
vollen öffentlichen Raums sowie geeignete 
Nutzungen und Funktionen, die den Waid-
markt zu einem zukunftsfähigen Stadtraum 
werden lassen.
Die Veranstaltung kombiniert verschiedene 
Formate: Ortsbegehungen ermöglichen 
eine direkte Erfahrung des Ortes, während 
Impulsvorträge durch Expert*innen sowie 
Austausch an Thementischen dabei helfen, 
neue Perspektiven zu eröffnen. Aufbauend 
auf diesen inhaltlichen Impulsen arbeiten 
die eingeladenen Planungsteams im Rah-
men einer offenen Werkstatt an ersten kon-
zeptionellen Ansätzen. In engem Austausch 
mit Bürger*innen, lokalen Akteur*innen und 
Fachleuten werden dabei gemeinsam erste 
Ideen diskutiert und skizziert. 
 
Teil 2 – Halbzeit: Konzepte diskutieren 
An den Auftakt anknüpfend haben die 
Teams nun mehrere Monate Zeit, ihre 
Konzepte zu erarbeiten. Zur Mitte des 
Verfahrens werden die Zwischenstände 
der Planungsteams im Rahmen einer 
öffentlichen Veranstaltung präsentiert. 
Diese Zwischenpräsentation dient nicht 
nur der Information, sondern ist bewusst 
als Diskussionsforum angelegt. Die Stadt-
gesellschaft erhält hier die Gelegenheit, 
die erarbeiteten Ansätze zu kommentieren, 
Fragen zu stellen und Hinweise zu geben. 
Ergänzend zur öffentlichen Rückmeldung 
Abb. 20: Ebertplatz / Jahresempfang
Abb. 21: Referenz Werkstattverfahren
Abb. 22: Modell Ebertplatz

19
wird auch der Austausch mit Fachgremien, 
zivilgesellschaftlichen Initiativen und der 
Verwaltung fortgesetzt. Die gesammelten 
Impulse fließen unmittelbar in die Weiter-
entwicklung der Konzepte ein. 
 
Teil 3 – Finale: Präsentation & Entscheidung 
Den Abschluss des Werkstattverfahrens 
bildet die öffentliche Präsentation der 
final überarbeiteten Entwürfe. In einer 
dialogisch angelegten Veranstaltung stellen 
die Planungsteams ihre Konzepte vor. Eine 
interdisziplinär besetzte Fachjury bewertet 
die Beiträge auf Grundlage fachlicher Krite-
rien, berücksichtigt jedoch auch die in den 
vorangegangenen Beteiligungsformaten 
eingebrachten Rückmeldungen. Am Ende 
steht die Auswahl eines überzeugenden 
Konzepts, das sowohl planerisch tragfähig 
als auch gesellschaftlich anschlussfähig ist 
und die Grundlage für die weitere Entwick-
lung des Waidmarkts bildet.
 
Nach der Auswahl des besten Konzepts 
werden die Sieger*innen mit der planeri-
sche Konkretisierung beauftragt. Es folgt 
eine vertiefte Ausarbeitung in Leistungs-
phase nach HOAI, in der planerische Details 
geklärt und die bauliche Umsetzbarkeit 
sichergestellt werden. Eine enge Abstim-
mung mit dem geplanten Stadtbahnausbau 
stellt sicher, dass das neue Konzept in die 
übergeordnete Stadtentwicklung integriert 
wird. 
 
Bauleitplanung & Überführung in die 
Umsetzung
Am Ende der zweiten Phase soll somit eine 
nachhaltige, funktionale und qualitätsvolle 
Lösung für die Gestaltung des Waidmarkts 
stehen, die gleichwohl den Anforderungen 
der Stadtgesellschaft Rechnung trägt und 
zur UMSETZUNG auf dem Waidmarkt in 
zeitlicher Abstimmung mit der Fertigstel -
lung des Stadtbahnausbaus dient.
Diese Überführung löst entsprechend des 
Siegerkonzeptes Verfahren der Bauleitpla -
nung (Neuaufstellung oder Bewertung nach 
§34 BauGB) aus sowie je nach Konzeption 
der Mobilität im Planungsbereich Entwid -
mungs- oder Umwidmungsverfahren der 
bestehenden Verkehrsflächen.
Das planerische als auch zeitliche Inein -
andergreifen der Umsetzungsplanung der 
Oberflächengestaltung ist fortlaufend mit 
dem weiteren Verlauf der Fertigstellung des 
Stadtbahnausbaus abzustimmen.
Abb. 23: Referenzbild Werkstattverfahren Abb. 24: Beteiligung Ebertplatz

20
Ressourcenplanung
Umsetzungsstrategie Waidmarkt
In Phase 1: Entwicklung wird gemäß den 
Darstellungen in Kapitel II pro künsterlischer 
Intervention inklusive vorangeschaltetem 
Wettbewerb rd. 200.000 € aufgewendet.
Für die Vergabe einer fortlaufenden exter -
nen Begleitung in Kommunikation & Grafik 
wird ein jahresweiser und auf Optionen 
beruhender Auftrag in einem Umfang von rd. 
250.000€ angenommen. Weiterhin werden 
Mittel für Aufwendungen durch die Kommu-
nikationsleitung gem. Bedarfsfeststellungs-
beschluss 4018/2022 vorgehalten.
Für die Phase 2: Verstetigung  ist für die 
Beauftragung eines externen Dienstleisters 
zur Durchführung des Werkstattverfahrens 
eine Summe von rd. 510.000 € ange -
nommen. Die in Folge vorzunehmenden 
Planungsleistungen zur planerischen Quali -
fizierung des Konzepts gem. HOAI bis zur 
Leistungsphase 4 - Genehmigungsplanung 
für den Waidmarkt werden mit rd. 270.000€ 
kalkuliert. Hinzu kommen Mittel für die auf 
die künstlerischen Interventionen folgende 
Maßnahmen zur temporäre Freiraumgestal-
tungen während des Werkstattverfahrens 
sowie der Fortführung entsprechenden 
Kommunikationsmaßnahmen. Die Ressour-
cenplanungen fußen auf Bedarfsfeststel -
lungsbeschluss 4018/2022.
ÜBERSICHT KOSTEN UMSETZUNGSSTRATEGIE WAIDMARKT
Abb. 25: Übersicht Kosten Umsetzungsstrategie Waidmarkt
Phase 1: Entwicklung (2025 -2028) Position Kosten
Künstlerische Interventionen mit vorgeschaltetem Wettbewerb 
(2026-2028)
Teilprojekt 2 600.000 €
Vergabe: Kommunikation & Grafik (bis 2031) Teilprojekt 3 250.000 €
Aufwendungen Kommunikation Kommunikationsleitung 120.000 €
Phase 2: Verstetigung (2029 -2031)
Vergabe: Durchführung des Werkstattverfahrens Teilprojekt 3 510.000 €
Beauftragung Siegerbüros – Qualifizierung Konzept Teilprojekt 3 270.000 €
Mittel zur temporären Freiraumgestaltung Teilprojekt 3 100.000 €
Aufwendungen Kommunikation Kommunikationsleitung 120.000 €
SUMME (Restbudget 4,6 Mio.€) rd. 1.970.000 €

21
Hintergrund Ressourcenplanung
Die für den Umsetzungsprozess zur Ver -
fügung stehenden Mittel beruhen auf 
mehreren Ratsbeschlüssen, die bewirkten, 
dass die ehemals für den Kulturraum K3 
bereitgestellten Mittel nun für Planung und 
Herrichtung eines oberirdischen Kultur- und 
Gedenkortes genutzt werden können. 
Am 04.04.2019 wurde im Rat beschlossen, 
einen unterirdischen Hohlraum (K3) ober -
halb des Gleiswechselbauwerks zu schaffen 
(Vorlagen-Nr. 0089/2019). 
Am 29.06.2020 verpflichtete sich die ARGE 
Los-Süd im Rahmen eines außergericht -
lichen Vergleichs zur Errichtung eines 
unterirdischen Ausstellungsraums K3 auf 
eigene Kosten (Vorlagen-Nr. 1887/2020). 
Dabei war ein Kostendeckel von 4,8 Mil -
lionen Euro netto für die vergütungsfreie 
Planung und Errichtung vorgesehen.  
 
Im Laufe der weiteren Planungen wurde 
jedoch festgestellt, dass die Umsetzung des 
unterirdischen K3 mit erheblichen bautech-
nischen Herausforderungen, hohen Kosten 
und langen Bauzeiten verbunden wäre. 
Daher entschied der Rat der Stadt Köln, 
das Projekt K3 nicht weiterzuverfolgen und 
stattdessen eine oberirdische Alternative zu 
realisieren, die besser ins Stadtbild integriert 
werden kann. Die Vergleichsvereinbarung 
mit der ARGE wurde daher dahingehend 
geändert, dass statt einer kostenfreien 
Errichtung des unterirdischen Raums durch 
die ARGE eine Erstattungszahlung von 4,8 
Millionen Euro netto erfolgt.

22
Nicht zuletzt durch die Ergebnisse der 
Projektwerkstatt sowie die Erkenntnissen 
der Schüler*innenbeteiligung erwächst 
die Erfordernis, den Waidmarkt zu einem 
qualitätsvollen, urbanen Stadtraum zu ent -
wickeln, der eine zukunftsfähige Gestaltung 
und Funktion mit dem Thema Erinnerung 
angemessen zu vereinen weiß.
Die  in diesem Kontext formulierten Anfor-
derungen und Ziele für den Waidmarkt 
(Kapitel I)  waren Ausgangspunkt und 
Grundlage zur Herleitung der vorliegenden 
Umsetzungsstrategie.
Die Umsetzungsstrategie (Kapitel II)  für 
den Waidmarkt dient in diesem Sinne zur 
Entwicklung eines langfristigen Konzepts 
für den Waidmarkt im Zeitraum von 2025 
bis 2031. Um dies zu erreichen definiert die 
Umsetzungsstrategie zwei Phasen:
In der Entwicklungsphase (2025–2028) 
inszenieren künstlerische Interventionen 
das Gelände temporär neu und nähern sich 
über verschiedene thematische Schwer -
punkte einer zukünftigen Gestaltung des 
Waidmarkts an.
In der Verstetigungsphase (2029-2031) 
wird im Rahmen eines kooperativen Werk-
stattverfahrens und unter Einbezug der 
Stadtgesellschaft auf Basis der Ergebnisse 
und Erkenntnisse des bisherigen Prozesses 
ein umsetzungsfähiges Konzept für den 
Waidmarkt entwickelt.
Das Siegerkonzept wird anschließend in 
Abstimmung mit der Fertigstellung des 
Stadtbahnausbaus für die Entwicklung des 
ebenerdigen Waidmarkts in der Umset -
zungsphase zu Grunde gelegt werden. 
Die für die vorliegende Umsetzunsstrategie 
geplanten Ressourcen sind über die Erstat -
tungszahlungen der ARGE (1887/2020) 
sowie den Bedarfsfeststellungsbeschluss 
(4018/2022) gesichert. 
Zusammenfassend dient die vorliegende 
Umsetzungsstrategie der transpartenten 
Darstellung des Vorgehens am Waidmarkt 
bis 2031 unter Zugrundelegung der bis -
herigen Ergebnisse des Prozesses. Über 
künstlerische Interventionen als essenzielle 
Schritte soll das anschließenden Werkstatt-
verfahren die Ansprüche an die Entwicklung 
des Waidmarkts in ein gesamträumliches 
Konzept gießen. 
Um dies zu erreichen, legt die Umsetzungs -
strategie einen zielgerichteten, ressourcen -
effizienten Prozess vor. Nur gemeinsam 
kann auf dem Waidmarkt ein Ort entstehen, 
der Erinnerung wahrt und Zukunft gestaltet.
Zusammenfassung
& Ausblick

23

Amt für Planen und Bauen
Stadtplanungsamt
VI/61/06.2025

Beschlussvorlage Rat

8505 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VI/61/615 
 
Vorlagen-Nummer 
 0820/2025 
Freigabedatum 
12.06.2025  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Beschluss einer Umsetzungsstrategie für den Waidmarkt  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat beauftragt die Verwaltung mit der Durchführung der in Anlage 2 dargestellten Umset-
zungsstrategie für den südlichen Waidmarkt. 
 
 
 
Verkehrsausschuss 24.06.2025 
Ausschuss Kunst und Kultur 24.06.2025 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 26.06.2025 
Stadtentwicklungsausschuss 26.06.2025 
Rat 03.07.2025

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
1. Zielsetzung 
Die Vorlage dient dem Beschluss einer Umsetzungsstrategie für den Waidmarkt, auf deren 
Grundlage die Entwicklung eines langfristigen Konzepts für den Waidmarkt im Zeitraum von 
2025 bis 2031 erfolgen soll. In Abstimmung mit der Fertigstellung des Stadtbahnausbaus soll 
hierauf aufbauend die räumliche Gestaltung des ebenerdigen Waidmarkts zur Umsetzung ge-
bracht werden.  
Vor diesem Hintergrund gliedert sich die Umsetzungsstrategie in zwei Phasen: 
 In der Entwicklungsphase (2025–2028) inszenieren künstlerische Interventionen das 
Gelände temporär neu und nähern sich über verschiedene thematische Schwerpunkte 
einer zukünftigen Gestaltung des Waidmarkts an. 
 In der Verstetigungsphase (2029-2031) wird im Rahmen eines kooperativen Werkstatt-
verfahrens und unter Beteiligung der Stadtgesellschaft sowie auf Basis der Ergebnisse 
und Erkenntnisse des bisherigen Prozesses ein umsetzungsfähiges Konzept für den 
Waidmarkt entwickelt. 
Die detaillierte Darstellung der Umsetzungsstrategie Waidmarkt kann der beigefügten Anlage 2 
entnommen werden. 
 
2. Hintergrund 
Am 3. März 2009 stürzte das Kölner Stadtarchiv ein und hinterließ eine tiefe Wunde im Stadtbild 
sowie in der Stadtgesellschaft. Um die entstandene städte bauliche Lücke am Waidmarkt zu 
schließen, formulierte die Stadt Köln drei Leitziele:  
 die Fertigstellung der Nord-Süd-Stadtbahn,  
 die Schaffung eines lebenswerten Stadtraums sowie  
 die Etablierung eines attraktiven Kulturraums. 
Nachdem das anfängliche Hauptaugenmerk der Sicherung der Einsturzstelle sowie der Wie-
deraufnahme des Stadtbahnausbaus galt, wurde am 04.04.2019 im Rat beschlossen, einen 
unterirdischen Hohlraum (K3) oberhalb des Gleiswechselbauwerks zu schaffen, dessen Nut-
zung zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden sollte (Vorlagen-Nr. 0089/2019).  
Nach umfangreichen Prüfungen erwiesen sich jedoch die bautechnischen Herausforderungen, 
die hohen Kosten und die langen Bauzeiten als unüberwindbare Hürden. Statt einer kosten-
freien Errichtung des unterirdischen Raums wurde eine Einigung mit der ARGE Los-Süd erzielt, 
die eine Erstattungszahlung von 4,8 Millionen Euro netto (gemäß ursprünglichem Kostendeckel 
aus Vorlagen-Nr. 1887/2020) durch die ARGE Los-Süd vorsieht. Daher entschied der Rat, das 
K3-Projekt nicht weiterzuverfolgen und stattdessen eine oberirdische Alternative zu realisieren, 
die besser in das Stadtbild integriert werden kann (1357/2023).  
Die Neugestaltung des Standorts wurde anschließend in drei Teilprojekte gegliedert: den Stadt-
bahnausbau zur Fertigstellung der Nord-Süd-Stadtbahn, die Errichtung eines Kultur- und Ge-
denkortes sowie die städtebauliche Entwicklung des Quartiers. Trotz der Aufgabe des K3 bleibt 
das Ziel, einen würdigen Kultur- und Erinnerungsort am Waidmarkt zu schaffen, weiterhin be-
stehen. Zugleich gilt es aber auch einen Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität entsprechend

3 
der Anforderungen der Nutzer*innen sowie der Stadtgesellschaft herzustellen. Der Erstattungs-
zahlung von 4,8 Millionen Euro netto stellt somit den finanziellen Rahmen für das Erreichen der 
o.g. Ziele dar. 
Die Projektwerkstatt zum Waidmarkt brachte im Jahr 2023 vier Expert*innen aus den Bereichen 
Kunst und Kultur sowie Architektur und Stadtplanung, die von den Bürgerinitiativen „Köln kann 
auch anders“ und „ArchivKomplex“ entsandt wurden, zusammen. Begleitet wurde die Projekt-
werkstatt von der startklar a+b GmbH, einem Büro für nachhaltige Quartiersentwicklung und 
bürgerschaftliches Engagement. Darüber hinaus unterstützten die KVB und Mitarbeitende aus 
städtischen Fachämtern die Arbeit der Projektwerkstatt und die Fertigstellung des Konzeptes. 
In Diskussionsrunden wurden zentrale Anforderungen an die weitere Planung erarbeitet, da-
runter die Stärkung öffentlicher Räume, eine autofreie Gestaltung und eine behutsame räumli-
che Entwicklung unter Berücksichtigung von Kultur und Gedenken. Darüber hinaus fand 2024 
eine Schüler*innenbeteiligung statt, die ebenfalls wertvolle Erkenntnisse zu Nutzung und Ge-
staltung des zukünftigen Waidmarkts in den Prozess einbringen konn te. Die Ergebnisse der 
unterschiedlichen Beteiligungsformate bilden die Grundlage für die nächsten Schritte in der Ent-
wicklung des Waidmarkts. 
Die nun vorgelegte Umsetzungsstrategie stellt das Vorgehen der Verwaltung am Waidmarkt 
dar, und definiert, wie sich bis zur Fertigstellung des Stadtbahnausbaus einem umsetzungsfä-
higen Konzept für die Gestaltung des Stadtraums angenähert wird. 
 
3. Die Umsetzungsstrategie für den Waidmarkt 
Die erste Phase der Umsetzungsstrategie trägt den Titel „Entwicklung“. In den Jahren 2025 
bis 2028 sollen künstlerische Interventionen durchgeführt werden, die das Gelände tem-
porär neu besetzen und erlebbar machen. Jede Intervention wird durch einen vorausgehenden 
Wettbewerb vorbereitet und anschließend von Künstlergruppen in Zusamm enarbeit mit der 
Stadtgesellschaft umgesetzt. Thematisch widmen sich die Interventionen den Verwandlungs-
potenzialen des Ortes ('Magischer Realismus'), neuen Freiraumvisionen für eine zukunftsorien-
tierte Stadt ('Freiraumvisionen') und der Schaffung neuer kultureller Identitäten für den Waid-
markt ('Das Laboratorium am Waidmarkt').  
Die künstlerischen Projekte werden durch freiraumplanerische Expertise begleitet, um nachhal-
tige und integrative Entwicklungsmöglichkeiten zu erproben. Eine umfassende kommunikative 
und grafische Begleitung stellt Transparenz sicher und ermöglicht einen umfangreichen Einbe-
zug der Stadtgesellschaft. 
Die Interventionen werden durch jeweils öffentliche Vernissage und Finissage gerahmt und fu-
ßen auf der Kooperation mit lokalen Akteur*innen. Arbeitsprozess und Erkenntnisse hieraus 
werden dokumentiert und als essenzieller Schritt zu einem neuen Waidmarkt in das anknüp-
fende Werkstattverfahren eingespeist. 
Als zweite Phase dient die „Verstetigung“ im Zeitraum von 2029 bis 2031 der Entwicklung 
eines umsetzungsfähigen Konzepts für den Waidmarkt im Rahmen eines offenen Werkstatt-
verfahrens. Hierin sollen interdisziplinäre Planungsteams aus den Fachrichtungen Städtebau, 
Freiraumplanung und Kultur Vorschläge erarbeiten, die auf den bisherigen Erkenntnissen ba-
sieren und diese weiterentwickeln. Über mehrere Werkstätten innerhalb des mehrmonatigen 
Erarbeitungszeitraums hinweg werden Ideen gesammelt, diskutiert und planerisch konkretisiert.  
Die Stadtgesellschaft sowie lokale Akteur*innen werden aktiv in den Prozess einbezogen, um 
eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit sicherzustellen. Das Verfahren ist offen und kooperativ 
angelegt, die Ideen für einen neuen Waidmarkt werden von Bürger*innen und Planungsteams 
gemeinsam erarbeitet.  
Letztlich prämiert eine Fachjury das überzeugendste Konzept für den Waidmarkt. Dieses wird 
anschließend durch die Sieger*innen qualifiziert und in die bauliche Umsetzung sowie Bauleit-
planung überführt. 
Am Ende der zweiten Phase soll somit eine nachhaltige, funktionale und qualitätsvolle Lösung 
für die Gestaltung des Waidmarkts stehen, die gleichwohl den Anforderungen der Stadtgesell-
schaft Rechnung trägt und zur UMSETZUNG auf dem Waidmarkt in Abstimmung mit der Fer-
tigstellung des Stadtbahnausbaus dient.

4 
4. Auswirkungen auf den Klimaschutz 
Die Verwaltung verfolgt das Ziel, die sektorspezifischen Beiträge zum Klimaschutz zu erfüllen. 
Die Umsetzungsstrategie für den Waidmarkt trägt dazu bei, den Stadtraum auch zu einem kli-
masensiblen Raum zu entwickeln, welcher im Kontext der gesetzten Themen auch die Be-
lange von Klimaanpassung, -schutz und entsprechenden Grün- und Freirauminfrastrukturen 
miteinbezieht. 
 
Anlagen 
Anlage 1: Öffentlichkeitsbeteiligung 
Anlage 2: Umsetzungsstrategie Waidmarkt

Beratungsverlauf (5)

24.06.2025 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 4.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
24.06.2025 Verkehrsausschuss
TOP 4.6 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
26.06.2025 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 6.6 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
26.06.2025 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 3.12 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
03.07.2025 Rat
TOP 10.28 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Severinstraße
  • Brückenstraße 5
  • Ebertplatz 19
  • Waidmarkt 6
  • Markt

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
0820/2025
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
12.06.2025
Erstellt
17.03.2025 12:27