Entwicklung des „Schuleschwänzens“ in Köln-Mülheim
Beantwortung einer Anfrage (BV) 3056/2025 vom 24.02.2026
Stand: Am 16.03.2026 in der Bezirksvertretung 9 (Mülheim) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Praxisleitfaden_Schulabsentismus
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Schulabsentismus Wenn Kinder und Jugendliche nicht zur Schule gehen… … ist rasches abgestimmtes Handeln wichtig! Schulabsentismus hat vielfältige Ursachen, Ausprägungen und Hin- tergründe – einfache Lösungen gibt es desh alb nicht. Eindeutig fest steht aber, dass nur eine früh- zeitige und abgestimmte Reaktion der Verfestigung des Verhaltens entgegenwirken kann. Schule, Familie und Jugendhilfe sind da mit gefordert, gemeinsam und verlässlich Sorge zu tragen, dass die Kinder und Jugendlichen den Weg zurück ins Lernen und ins soziale Miteinander finden. Um diesem Auftrag entsprechen zu können, sind im ersten Schritt transparente Vereinbarungen und praxiserprobte Materialien erfor- derlich. Auf den folgenden Seiten erhalten Pädagogen und Päda- goginnen in S chule und Ju- gendhilfe eine Übersicht der aktu- ell gültigen Verfahren und Unterla- gen – als erste Hilfe und als ver- lässliche Grundlage für ge- meinsames Handeln. Im Netzwerk Erziehung in Schule - NEiS schließen sich die kommunalen und schulischen Ver- antwortlichen zusammen, um kriti- sche Situationen rund um Erzie- hung und Bildung gemeinsam zu gestalten. Die beschriebenen Verfahren sind mit der unteren Schulaufsicht abgestimmt – analoge Verfahren gelten in der Bezirks- regierung Köln. Schulamt für die Stadt Köln Regionales Bildungsbüro Köln Schulinterne Maßnahmen: Klasseninterne und schulinterne pä- dagogische Maßnahmen sowie schuli- sche Ordnungsmaßnahmen müssen durchgeführt und dokumentiert werden, bevor schulexterne Maßnah- men eingeleitet werden! Informationen und Formulare: https://t1p.de/A-Handlungs- schritte-der-Schulen Für weitere Informationen: https://t1p.de/Handlungshilfe-Schul- pflichtueberwachung Schulexterne Maßnahmen: Bußgeldverfahren (Schulamt für die Stadt Köln) Informationen und Formulare: https://t1p.de/B-Handlungs- schritte-im-Bussgeldverfahren Zwangszuführung (Ordnungsamt der Stadt Köln) Informationen und Formulare: https://t1p.de/C-Ablauf-einer- Zwangszufuehrung Meldung einer möglichen Kindeswohlgefährdung (Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln) Informationen und Formulare: https://t1p.de/D-Vorgehen-bei-ei- ner-moeglichen-Kindeswohlgefaehr- dung Am Anfang stehen nächste Schritte ein weiterer Schritt Handlungsschritte -
Beantwortung einer Anfrage (BV)
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Dezernat, Dienststelle IV/40/404 Vorlagen-Nummer 3056/2025 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 16.03.2026 Entwicklung des „Schuleschwänzens„ in Köln-Mülheim Beantwortung der Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Bezirksvertretung Köln-Mülheim vom 05.06.2025 zur Entwicklung des „Schuleschwänzens“ in Köln-Mülheim Mit Schreiben vom 05.06.2025 stellt die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Bezirksvertretung Köln-Mülheim folgende Fragen: 1. Wie hat sich das Phänomen des Schulabsentismus im Bezirk Mülheim in den letzten sechs Jahren entwickelt – auch im Vergleich zu den anderen Stadtbezir- ken? 2. Welche Erfahrungen hat die Stadt Köln mit dem Instrument der Familiengrund- schulzentren gemacht, insbesondere im Hinblick auf Schulabsentismus? 3. Sind weitere Familiengrundschulzentren geplant? 4. Welche Verfahren/Leitlinien existieren für die Schulen im Bezirk, mit Schulab- sentismus umzugehen? 5. Wie werden Angebote wie die Stadtteilmütter oder Integrationslots:innen einge- bunden? Die Verwaltung nimmt dazu wie folgt Stellung: Zu 1) In den vergangenen sechs Jahren wurde das Phänomen Schulabsentismus nicht systematisch erhoben. Das Netzwerk Erziehung in Schule- NEiS hat zuletzt 2018 alle Kölner Schullei- tungen zu Formen und Umfang des Phänomens befragt. Zu dem Zeitpunkt ha- ben Mülheimer Schulleitungen eine sehr heterogene Rückmeldung zur Ausprä- gung des Phänomens gegeben – im stadtweiten Vergleich lag Mülheim im Mit- telfeld. Zu 2) Die Familiengrundschulzentren haben sich nrw-weit als kommunales Element der Präventionsketten im System der Schule bewährt – auch in Köln. Sie unter- stützen Familien und bündeln dazu verschiedene, insbesondere präventive An- gebote an der Grundschule. Als FGZ entwickelt sich die Grundschule zu ei- 2 nem Ort der Begegnung, Beratung und Bildung für Kinder und ihre Fami- lien und wird zu einem Knotenpunkt im Quartier. Kölner Fachkräfte bewerten den Einfluss der Arbeit des FGZ u.a. auch auf eine Reduktion des Schulabsentismus als deutlich spürbar – systematische Erhe- bungen dazu liegen nicht vor. Zu 3) Mehrere Schulen sind daran interessiert, sich zur Schule mit einem Familien- grundschulzentrum weiterzuentwickeln. Die Kommune will diesem Interesse entsprechen und prüft Finanzierungsmöglichkeiten. Zu 4) Welche Verfahren/Leitlinien existieren für die Schulen im Bezirk, mit Schulab- sentismus umzugehen? Das Netzwerk Erziehung in Schule- NEiS hat anschließend an die o.g. Befra- gung aller Kölner Schulen einen Praxisleitfaden mit allen Verfahrensschritten zusammengestellt – die hier beschriebene Vorgehensweise und die hier zu den einzelnen Schritten hinterlegten Dokumente sind bindend für alle Kölner Schu- len (s. Anlage). Weitere Informationen finden Schulen u.a. auch hier. Teilnahme am und Fernbleiben vom Unterricht | Bildungsportal NRW Zu 5) Es liegt in der Zuständigkeit und im Gestaltungsspielraum jeder Schulleitung, gemeinsam mit ihrem multiprofessionellen Team die sozialräumlichen Ange- bote zielführend zu nutzen. Stadtteilmütter und Integrationslots*innen sind in das Standardverfahren, wie es im o.g. Praxisleitfaden beschrieben ist, nicht verbindlich eingebunden.
Beratungsverlauf
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16.03.2026
TOP 7.1.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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