3056/2025
Entwicklung des „Schuleschwänzens“ in Köln-Mülheim
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Praxisleitfaden_Schulabsentismus
2523 Zeichen
Schulabsentismus
Wenn Kinder und
Jugendliche nicht
zur Schule gehen…
… ist rasches
abgestimmtes
Handeln wichtig!
Schulabsentismus hat vielfältige
Ursachen, Ausprägungen und Hin-
tergründe – einfache Lösungen
gibt es desh alb nicht. Eindeutig
fest steht aber, dass nur eine früh-
zeitige und abgestimmte Reaktion
der Verfestigung des Verhaltens
entgegenwirken kann.
Schule, Familie und Jugendhilfe
sind da mit gefordert, gemeinsam
und verlässlich Sorge zu tragen,
dass die Kinder und Jugendlichen
den Weg zurück ins Lernen und ins
soziale Miteinander finden.
Um diesem Auftrag entsprechen zu
können, sind im ersten Schritt
transparente Vereinbarungen und
praxiserprobte Materialien erfor-
derlich. Auf den folgenden Seiten
erhalten Pädagogen und Päda-
goginnen in S chule und Ju-
gendhilfe eine Übersicht der aktu-
ell gültigen Verfahren und Unterla-
gen – als erste Hilfe und als ver-
lässliche Grundlage für ge-
meinsames Handeln.
Im Netzwerk Erziehung in
Schule - NEiS schließen sich die
kommunalen und schulischen Ver-
antwortlichen zusammen, um kriti-
sche Situationen rund um Erzie-
hung und Bildung gemeinsam zu
gestalten.
Die beschriebenen Verfahren sind mit der
unteren Schulaufsicht abgestimmt –
analoge Verfahren gelten in der Bezirks-
regierung Köln.
Schulamt für die Stadt Köln
Regionales Bildungsbüro Köln
Schulinterne Maßnahmen:
Klasseninterne und schulinterne pä-
dagogische Maßnahmen sowie schuli-
sche Ordnungsmaßnahmen müssen
durchgeführt und dokumentiert
werden, bevor schulexterne Maßnah-
men eingeleitet werden!
Informationen und Formulare:
https://t1p.de/A-Handlungs-
schritte-der-Schulen
Für weitere Informationen:
https://t1p.de/Handlungshilfe-Schul-
pflichtueberwachung
Schulexterne Maßnahmen:
Bußgeldverfahren
(Schulamt für die Stadt Köln)
Informationen und Formulare:
https://t1p.de/B-Handlungs-
schritte-im-Bussgeldverfahren
Zwangszuführung
(Ordnungsamt der Stadt Köln)
Informationen und Formulare:
https://t1p.de/C-Ablauf-einer-
Zwangszufuehrung
Meldung einer möglichen
Kindeswohlgefährdung
(Amt für Kinder, Jugend und Familie
der Stadt Köln)
Informationen und Formulare:
https://t1p.de/D-Vorgehen-bei-ei-
ner-moeglichen-Kindeswohlgefaehr-
dung
Am Anfang
stehen
nächste
Schritte
ein weiterer
Schritt
Handlungsschritte
Beantwortung einer Anfrage (BV)
3326 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
IV/40/404
Vorlagen-Nummer
3056/2025
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung
öffentlicher Teil
Gremium Datum
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 16.03.2026
Entwicklung des „Schuleschwänzens„ in Köln-Mülheim
Beantwortung der Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der
Bezirksvertretung Köln-Mülheim vom 05.06.2025 zur Entwicklung des
„Schuleschwänzens“ in Köln-Mülheim
Mit Schreiben vom 05.06.2025 stellt die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der
Bezirksvertretung Köln-Mülheim folgende Fragen:
1. Wie hat sich das Phänomen des Schulabsentismus im Bezirk Mülheim in den
letzten sechs Jahren entwickelt – auch im Vergleich zu den anderen Stadtbezir-
ken?
2. Welche Erfahrungen hat die Stadt Köln mit dem Instrument der Familiengrund-
schulzentren gemacht, insbesondere im Hinblick auf Schulabsentismus?
3. Sind weitere Familiengrundschulzentren geplant?
4. Welche Verfahren/Leitlinien existieren für die Schulen im Bezirk, mit Schulab-
sentismus umzugehen?
5. Wie werden Angebote wie die Stadtteilmütter oder Integrationslots:innen einge-
bunden?
Die Verwaltung nimmt dazu wie folgt Stellung:
Zu 1)
In den vergangenen sechs Jahren wurde das Phänomen Schulabsentismus
nicht systematisch erhoben.
Das Netzwerk Erziehung in Schule- NEiS hat zuletzt 2018 alle Kölner Schullei-
tungen zu Formen und Umfang des Phänomens befragt. Zu dem Zeitpunkt ha-
ben Mülheimer Schulleitungen eine sehr heterogene Rückmeldung zur Ausprä-
gung des Phänomens gegeben – im stadtweiten Vergleich lag Mülheim im Mit-
telfeld.
Zu 2)
Die Familiengrundschulzentren haben sich nrw-weit als kommunales Element
der Präventionsketten im System der Schule bewährt – auch in Köln. Sie unter-
stützen Familien und bündeln dazu verschiedene, insbesondere präventive An-
gebote an der Grundschule. Als FGZ entwickelt sich die Grundschule zu ei-
2
nem Ort der Begegnung, Beratung und Bildung für Kinder und ihre Fami-
lien und wird zu einem Knotenpunkt im Quartier.
Kölner Fachkräfte bewerten den Einfluss der Arbeit des FGZ u.a. auch auf eine
Reduktion des Schulabsentismus als deutlich spürbar – systematische Erhe-
bungen dazu liegen nicht vor.
Zu 3)
Mehrere Schulen sind daran interessiert, sich zur Schule mit einem Familien-
grundschulzentrum weiterzuentwickeln. Die Kommune will diesem Interesse
entsprechen und prüft Finanzierungsmöglichkeiten.
Zu 4)
Welche Verfahren/Leitlinien existieren für die Schulen im Bezirk, mit Schulab-
sentismus umzugehen?
Das Netzwerk Erziehung in Schule- NEiS hat anschließend an die o.g. Befra-
gung aller Kölner Schulen einen Praxisleitfaden mit allen Verfahrensschritten
zusammengestellt – die hier beschriebene Vorgehensweise und die hier zu den
einzelnen Schritten hinterlegten Dokumente sind bindend für alle Kölner Schu-
len (s. Anlage).
Weitere Informationen finden Schulen u.a. auch hier.
Teilnahme am und Fernbleiben vom Unterricht | Bildungsportal NRW
Zu 5)
Es liegt in der Zuständigkeit und im Gestaltungsspielraum jeder Schulleitung,
gemeinsam mit ihrem multiprofessionellen Team die sozialräumlichen Ange-
bote zielführend zu nutzen.
Stadtteilmütter und Integrationslots*innen sind in das Standardverfahren, wie es
im o.g. Praxisleitfaden beschrieben ist, nicht verbindlich eingebunden.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3056/2025
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 24.02.2026
- Erstellt
- 27.10.2025 15:11