Mandari Insight

3384/2025

Ordnungsbehördliche Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen an Sonntagen im Jahr 2026

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 29.01.2026

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 05.02.2026, TOP 6.3.1

Anlage 9 Stellungnahme Evangelischer Kirchenverband

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Anlage 0 Öffentlichkeitsbeteiligung

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Anlage 7 Stellungnahme IHK

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Anlage 1 RVO 2026

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 3 Antrag Rodenkirchen

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Anlage 5 Antrag Lindenthal

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Anlage 6 Anträge Porz

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Anlage 2 Anträge Innenstadt

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Anlage 4 Anträge Sülz Klettenberg

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Anlage 8 Stellungnahme Katholikenausschuss

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Anlage 9 Stellungnahme Evangelischer Kirchenverband

944 Zeichen

Von:
An:
Cc:
Betreff: Sonntagsöffnungen
Datum: Freitag, 21. November 2025 10:54:57
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
wir bedanken uns für die Möglichkeit, eine Stellungnahme zu den geplanten
Sonntagsöffnungen der Stadt Köln abzugeben.
 
In Übereinkunft mit dem Katholikenausschuss stellen wir fest:
 
Sonntagsöffnungen sind aus Sicht der Kirchen weder kulturell noch wirtschaftlich
erforderlich, stören die Sonntagsruhe und lösen auch keine grundlegenden Probleme.
 
Diese Position vertreten wir seit Jahren. Sie hat sich nicht geändert.
 
Trotz unserer grundlegend ablehnenden Haltung gegenüber Sonntagsöffnungen dürften
die Anträge nachvollziehbar der aktuellen Rechtslage entsprechen.
 
Im Auftrag des Stadtsuperintendenten :
, Melanchton-Akademie des Evangelischen Kirchenverbandes
Köln und Region
 
---
 
Melanchthon Akademie
des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region
 
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Anlage 0 Öffentlichkeitsbeteiligung

832 Zeichen

Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung 
Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung beizufügen. Kreuzen Sie 
bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. 
 
Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. 
Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? 
- Eine Öffentlichkeitsbeteiligung hat bereits stattgefunden. 
Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): 
Die Institutionen nach § 6 Abs. 4 LÖG NRW wurden im Verfahren angehört.  
 
 
Kontakt 
OB/1 Büro des Oberbürgermeisters 
OB/12 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 
Brückenstraße 5-11 
50667 Köln 
Telefon: 0221 – 221 31122 
E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de 
Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung

Anlage 7 Stellungnahme IHK

2859 Zeichen

Industrie- und Handelskammer
zu Köln

M
N

IHK Köln, 50606 Köln

Ihr Zeichen | Ihre Nachricht vom
Stadt Köln

Amt für öffentliche Ordnung Unser Zeichen | Ansprechpartner
Gewerbeangelegenheiten f RRABIENFRERER
Willy-Brandt-Platz 3 .

50679 Köln Evei

lefon

Datum
19. November 2025

Stellungnahme zu den Anträgen der Interessengemeinschaften auf Genehmigung des Offenhaltens
von Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen für das Jahr 2026.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bedanken uns herzlich dafür, dass wir zu den von den Kölner Interessen- und
Werbegemeinschaften eingereichten Anträgen auf Genehmigung von Sonntagsöffnungen für das Jahr
2025 gemäß $ 6 Abs. 4 LÖG NRW Stellung nehmen dürfen.

Verkaufsoffene Sonntage eröffnen vor allem kleineren, inhabergeführten Geschäften eine wichtige
Möglichkeit, Sichtbarkeit zu erzeugen und aktives Marketing zu betreiben. Sie leisten damit einen
Beitrag zur Erhaltung, Stärkung und Weiterentwicklung eines vielfältigen stationären Einzelhandels -
dessen Bedeutung angesichts des wachsenden Onlinehandels beständig steigt. Die positiven Effekte
solcher Sonntagsöffnungen gehen jedoch über die individuellen Händlerinteressen hinaus: Sie tragen
maßgeblich zur Belebung der Stadtteilzentren und Ortskerne sowie des lokalen Einzelhandels
insgesamt bei. Verkaufsoffene Sonntage fördern zudem das gesellschaftliche Leben in den Veedeln -
insbesondere, wenn sie im Rahmen traditionsreicher Feste stattfinden, die tief in den jeweiligen
Stadtteilen verwurzeit sind und weit über deren Grenzen hinaus Ausstrahlung erzeugen.

Das nordrhein-westfälische Oberlandesgericht hat in seiner ständigen Rechtsprechung klargestellt,
dass die Veranstaltung im Zusammenhang mit einer Sonntagsöffnung den prägenden Charakter
haben muss; die Sonntagsöffnung darf somit nur eine ergänzende Funktion erfüllen. Über diese
gesetzliche Vorgabe hinaus sind jedoch auch Mut und Gestaltungswille aller Beteiligten gefragt, damit
verkaufsoffene Sonntage als wertvolles und erfolgreiches Instrument für die Stadt Köln genutzt
werden können. Die Antragsteller haben hinsichtlich der jeweiligen Genehmigungsvoraussetzungen
umfassend und fundiert vorgetragen und die Sachgründe für ein öffentliches Interesse im Sinne des
LÖG NRW dargelegt.

Industrie- und Handelskammer zu Köln

Postanschrift: 50606 Köln | Hausanschrift: Unter Sachsenhausen 5-7 (Eingang: Komödienstraße 18-24), 50667 Köln
Internet: ihk-koeln.de | Tel. +49 221 1640-0

Industrie- und Handelskammer 19. November 2025 | Seite 2
| | zu Köln
IN

Vor diesem Hintergrund spricht sich die Industrie- und Handelskammer zu Köln für alle vorliegenden
Anträge der Interessen- und Werbegemeinschaften aus und sieht die gesetzlichen sowie
höchstrichterlichen Anforderungen für die Genehmigung von Sonntagsöffnungen als erfüllt an.

Mit freundlichen Grüßen

Industrie- und Handelskammer zu Köln

Anlage 1 RVO 2026

3556 Zeichen

Anlage 1 
Ordnungsbehördliche Verordnung für 2026 
über das Offenhalten von Verkaufsstellen 
in den Stadtteilen Innenstadt, Rodenkirchen, Lindenthal, Sülz-Klettenberg und Porz 
vom ???????? 
 
Der Rat hat in seiner Sitzung am ????? aufgrund des § 6 Abs. 1 und 4 des Gesetzes zur 
Regelung der Ladenöffnungszeiten (LÖG NRW) vom 16.11.2006 (GV. NRW. 2006 S. 516), 
zuletzt geändert durch Gesetz vom 22. März 2018 (GV. NRW. S.172), in Kraft getreten am 30. 
März 2018, für die Stadt Köln verordnet. 
 
 
      § 1 
 
 
(1) Im Stadtteilbereich Innenstadt dürfen die Verkaufsstellen am Sonntag, dem 
19.04.2026 und am Sonntag, dem 06.12.2026, in der Zeit von 13 bis 18 Uhr 
geöffnet sein. 
 
(2) Im Stadtteilbereich Rodenkirchen dürfen die Verkaufsstellen am Sonntag, dem 
12.07.2026, in der Zeit von 13 bis 18 Uhr geöffnet sein.  
 
(3) Im Stadtteilbereich Sülz-Klettenberg dürfen die Verkaufsstellen, am Sonntag, dem 
26.04.2026 und am Sonntag, dem 18.10.2026 in der Zeit von 13 bis 18 Uhr 
geöffnet sein. 
 
(4) Im Stadtteilbereich Lindenthal dürfen die Verkaufsstellen am Sonntag, dem 
11.10.2026 in der Zeit von 13 bis 18 Uhr geöffnet sein. 
 
(5) Im Stadtteilbereich Porz-Mitte dürfen die Verkaufsstellen am Sonntag, dem 
31.05.2026, am Sonntag, dem 13.09.2026 und am Sonntag, dem 13.12.2026, in 
der Zeit von 13 bis 18 Uhr geöffnet sein.

Anlage 1 
Die Sonderöffnungszeit gilt für Verkaufsstellen innerhalb der folgenden Grenzlinien: 
 
Innenstadt  
Am Domhof - Am Frankenturm  - Am Bollwerk - Mauthgasse - Buttermarkt -  Rampe der 
Deutzer Brücker - Pipinstr. - Cäcilienstr. - Neumarkt  - Hahnenstr. - Pilgrimstr. - 
Habsburgerring nördlich beginnend Pilgrimstr. - Hohenzollernring bis Friesenstr. - Friesenstr. - 
Zeughausstr. - Komödienstr. - Trankgasse - darüber hinaus Habsburgerring südlich Pilgrimstr. 
bis Ecke Jahnstr. und Hohenzollernring ab Friesenstr. - Kaiser-Wilhelm-Ring bis Christophstr.; 
außerdem die Bereiche Friesenplatz inkl. 100 m links und rechts der Platzfläche; der Bereich 
Maybachstr. ab Bremer Str. bis Bahntrasse 100 m links und rechts der Fahrbahn 
 
Rodenkirchen 
Hauptstr. ab Kirchstr. bis Rathausplatz. einschließlich Rheingalerie 
Maternusstr. ab Hauptstr. bis einschließlich Wilhelmstr. inkl. Maternusplatz  
 
Sülz/Klettenberg am 26.04.2026: 
Bereich von Weyerthal/Arnulfstraße Haus Nr. 142 /139 bis zum Manderscheider Platz/ 
Kyllburger Straße Haus Nr. 350/369.  
 
Sülz/Klettenberg am 18.10.2026: 
Berrenrather Str.: Weyerthal bis Sülzgürtel 
Luxemburger Str.: Konradstraße bis Hardtstraße 
Sülzburgstr.: von der Luxemburger Straße bis Zülpicher Straße 
Zülpicher Str.: Weyerthal bis Sülzgürtel 
 
Lindenthal 
Dürener Str. (Falkenburgstr. bis Universitätsstr., einschl. 75 Meter links und rechts der 
Fahrbahn), Karl-Schwering-Platz, Dürener-Str. vom Karl-Schwering-Platz bis zur Herbert-
Lewin-Str. gesperrt, Platz vor Café Heinemann (Dürener Straße/ Ecke Hans-Sachs-Straße), 
Kath. Kirche St. Stephan (Bachemer Str.) 
 
Porz-Mitte 
Karlstr. – Philipp-Reis-Str. – Friedrichstr. – Bahnhofstr. – Mühlenstr. – Ernst-Mühlendyck-Str. – 
Hauptstr. 
 
      § 2 
 
Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig im Rahmen des § 1 Verkaufsstellen 
außerhalb der dort zugelassenen Geschäftszeiten und Grenzlinien offenhält.  
Die Ordnungswidrigkeit kann nach § 13 des Ladenöffnungsgesetzes NRW mit einer Geldbuße 
bis zu fünftausend Euro geahndet werden.  
 
      § 3 
 
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft und gilt bis zum 
31.12.2026. 
 
 
 Stadt Köln 
 als örtliche Ordnungsbehörde

Beschlussvorlage Rat

16459 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
I/32/321 
 
Vorlagen-Nummer 
 3384/2025 
Freigabedatum 
 13.01.2026 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Ordnungsbehördliche Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen an 
Sonntagen im Jahr 2026  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat beschließt gem. § 41 der Gemeindeordnung NRW in Verbindung mit § 6 des Geset-
zes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten (LÖG NRW) den Erlass der in der Anlage 1 beige-
fügten Ordnungsbehördlichen Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen an Sonn-
tagen für das Jahr 2026. 
 
 
Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung 22.01.2026 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 26.01.2026 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 26.01.2026 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In-
ternationales 26.01.2026 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 29.01.2026 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 29.01.2026 
Rat 05.02.2026

2 
*29.01.2026: Korrektur gemäß dem Antrag in Anlage 6 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Für das Jahr 2026 haben fünf Interessengemeinschaften neun Anträge für das Offenhalten 
von Verkaufsstellen an Sonntagen im Stadtgebiet Köln eingereicht. Bei den Anträgen handelt 
es sich um die Anträge, welche lediglich für das Jahr 2026 gestellt wurden. 
 
Genehmigungsfähige Anträge der Interessengemeinschaften liegen nachfolgend vor für: 
 
Stadtbezirk 1: 
 
1. Kernbereich Innenstadt, Stadtmarketing Köln, 06.12.2026, Weihnachten in Köln: 
Die Weihnachtsmärkte in der Kölner Innenstadt sind langjährige, traditionelle Veranstaltungen, 
welche erheblich mehr Besucher*innen – auch von außerhalb – anlocken als andere Märkte. 
Die prognostizierten 4 Mio. Besucher*innen verteilen sich auf die gesamte Dauer der Weih-
nachtsmärkte (30 Tage). Somit würden - idealtypisch- etwa 133.000 Besucher*innen am 
Sonntag zu erwarten sein. Aufgrund der Erfahrung aus den vergangenen Jahren zählt das 
erste Adventswochenende allgemein als der frequenzstärkste Besuchertag der Weihnachts-
zeit.  
Dagegen werden nur etwa 51.000 bis 57.000 Menschen speziell wegen der Ladenöffnung in 
die Innenstadt gezogen.  
 
Die Verwaltung hält den Antrag gemäß § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 LÖG NRW auch im Lichte der 
Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Köln vom 04.12.2018 und vom 17.12.2021 für geneh-
migungsfähig. Auch das Bundesverwaltungsgericht hat zwei Sonntagsöffnungen anlässlich 
des großen Leipziger Weihnachtsmarktes bestätigt.  
 
2. Kernbereich Innenstadt, Stadtmarketing Köln, 19.04.2026, FIBO Köln: 
Die Anlassbeschreibung legt bei der FIBO nachvollziehbar dar, dass diese Messe 2018 (mit 
1.133 Aussteller*innen) mehr als 143.000 internationale Fach- und Privatbesucher*innen aus 
120 Ländern nach Köln gezogen hat (https://www.fibo.com/de/FIBO/Abschlussbericht-
2018/793/). Sie ist die weltgrößte Messe für Fitness, Wellness und Gesundheit. 2025 erreichte 
die FIBO mit 1200 Ausstellern eine Gesamtbesucherzahl von 154.748, wobei Besucher*innen 
und Aussteller*innen aus 129 Ländern kamen. 
 
Dagegen werden nach den nachvollziehbar prognostizierten Besucherzahlen nur zwischen 
43.610 und 49.035 Personen zum Einkaufen in die Kölner Innenstadt kommen. 
 
Insgesamt nimmt die FIBO eine Fläche von 160.000 qm ein. Nimmt man zur Messefläche die 
Veranstaltungsfläche von ca. 3.500 qm in der Innenstadt hinzu, wäre die Gesamtfläche der 
Veranstaltung deutlich kleiner als die Fläche der Geschäfte. 
 
Mit dieser Besucher*innenzahl und der Größe der Veranstaltung prägen die FIBO und die pa-
rallel stattfindenden Aktionstage in herausragender Weise den öffentlichen Charakter der 
Messetage. 
 
Auch ein hinreichender räumlicher Bezug ist gegeben. Im vergleichbaren Düsseldorfer Fall

3 
*29.01.2026: Korrektur gemäß dem Antrag in Anlage 6 
haben das Verwaltungsgericht Düsseldorf und das Oberverwaltungsgericht NRW es, ange-
sichts der innerstädtischen Hotelbelegung sowie der schnellen öffentlichen Verkehrsverbin-
dungen zum Messegelände und den Orten der Aktionstage, genügen lassen, dass die Messe-
hallen und die Düsseldorfer City auf diese Weise aufgrund der spezifischen örtlichen Verhält-
nisse zu einer Einheit verklammert sind. Wörtlich heißt es in der Entscheidung des Oberver-
waltungsgerichts „dass die öffentliche Wirkung der Messe in diese Bereiche ausstrahlt, weil 
dort eine Vielzahl der gerade von Messebesuchern und Ausstellern genutzten Hotels und 
Restaurants gelegen sind und öffentliche Verkehrsmittel eine schnelle wechselseitige Erreich-
barkeit ermöglichen.“ 
 
Diese Gesichtspunkte hat das Stadtmarketing Köln in seinem Antrag auch für Köln nachvoll-
ziehbar dargelegt. Da der Sachgrund des § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 LÖG NRW aus Sicht der 
Verwaltung das öffentliche Interesse ausreichend belegt, ist der Antrag genehmigungsfähig. 
 
Stadtbezirk 2: 
 
3. Treffpunkt Rodenkirchen; Rodenkirchener Sommertage, 12.07.2026: 
Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine seit 40 Jahren etablierte Traditionsveranstal-
tung und das größte Straßenfest im Kölner Süden. Mit einem hochkarätigen Bühnenpro-
gramm, welches Kölner Top-Acts und lokale Künstler*innen präsentiert, zieht das Fest an 
zwei Tagen 30.000 bis 50.000 Besucher*innen an. Das Straßenfest umfasst zahlreiche Ver-
kaufsstände, Kinderaktionen und Beiträge ortsansässiger Vereine, die den öffentlichen Raum 
beleben. Die Besucherzahl, die Rodenkirchen allein wegen des verkaufsoffenen Sonntages 
aufsuchen wird, dürfte angesichts der Größenordnung der Veranstaltung deutlich geringer 
ausfallen. 
 
Nach § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 LÖG NRW ist der Antrag nach Ansicht der Verwaltung genehmi-
gungsfähig. 
 
Stadtbezirk 3: 
 
4. Interessengemeinschaft Sülz/Klettenberg, 26.04.2026; Bunt im Carrée: 
Die Veranstaltung „Bunt im Carrée“ findet zum zweiten Mal statt. Das Straßenfest bietet ein 
vielfältiges Programm mit einer Genussmeile und ausgefallenen Speisen und Getränken,  
verschiedene Vereinen mit Mitmach-Aktionen und einer Kunstausstellung. Sportangebote, 
kreative Workshops und kulturelle Beiträge wie Konzerte, Poetry Slams und Tanzvorführun-
gen bereichern das Fest. Es wird Vorträge, Diskussionen und interaktive Formate zu dem 
Thema „Nachhaltigkeit“ geben. Rund 50.000 Besucher*innen werden erwartet, während die 
Verkaufsstellenöffnung nur rund 4.290 Besucher*innen anzieht.  
 
Nach § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 LÖG NRW ist der Antrag nach Ansicht der Verwaltung genehmi-
gungsfähig. 
 
5. Interessengemeinschaft Sülz/Klettenberg, 18.10.2026; Kunst im Carrée: 
Die Veranstaltung „Kunst im Carrée“ wird mit einem verkaufsoffenen Sonntag eröffnet. In über 
60 Geschäften und Galeriefenstern im gesamten Carrée präsentieren Künstler*innen ihre 
Werke zu einem bestimmten Thema. Besondere Attraktionen stellen die Vernissage im Pfarr-
saal von St. Nikolaus, gefolgt von einem Kunst-Spaziergang und Familienführungen dar. Das 
Event umfasst fünf Open-Air-Bühnen mit kulturellem Programm, Mitmachaktionen für Kinder, 
einen Künstler*innen- und Designmarkt, sowie kreative Workshops. Zudem gibt es Konzerte, 
Licht- und Fotoinstallationen und künstlerische Darbietungen in verschiedenen Locations. Der 
Schwerpunkt liegt auf der Kunst und der Gemeinschaft im Stadtteil. 
Bei der zum 24. Mal stattfindenden Veranstaltung mit zahlreichen Präsentationen und Events 
im öffentlichen Raum werden 12.000–15.000 Besucher erwartet und damit deutlich mehr Be-
sucher*innen als für im Hinblick auf die Verkaufsstellenöffnung. 
 
Nach § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 LÖG NRW ist der Antrag nach Ansicht der Verwaltung genehmi-
gungsfähig. 
 
6. Ring Lindenthaler Geschäftsleute e.V., Street Gallery, 11.10.2026

4 
*29.01.2026: Korrektur gemäß dem Antrag in Anlage 6 
Die 28. Street Gallery in Lindenthal verwandelt über 50 Geschäfte entlang der Dürener Straße 
in Galerien. Am Eröffnungswochenende findet auf dem Karl-Schwering-Platz ein Veedels-
Gourmetherbstfest statt. Zusätzlich gibt es eine Kunst- & Herbstrallye mit über 25 Stationen, 
an denen Besucher*innen Quizfragen beantworten können. Ein Kunstspaziergang führt ent-
lang der Dürener Straße und zahlreiche weitere Attraktionen, wie Kinderaktionen, Konzerte 
und Walking Acts bereichern das Event. Die Veranstaltung zieht rund 24.000  
Besucher*innen an und übersteigt damit die Anzahl der erwarteten Besucher*innen wegen der 
Verkaufsstellenöffnung von rund 4.100 erheblich.  
 
Nach § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 LÖG NRW ist der Antrag nach Ansicht der Verwaltung genehmi-
gungsfähig. 
 
Stadtbezirk 7: 
 
7. Porz-Mitte, Porzity e. V., Porzer Mobilitätsfrühling* 31.05.2026: 
Der Porzer Mobilitätsfrühling findet seit über 32 Jahren statt und präsentiert neue Modelle 
zahlreicher ortsansässiger Autohäuser sowie Serviceleistungen von Dienstleister*innen (Glas, 
Reifen, Zubehör). Ergänzt wird das Event durch Angebote zu Fahrrädern und E-Bikes sowie 
Kinderbelustigungen und ein musikalisches Bühnenprogramm. In Zusammenarbeit mit Verei-
nen aus Porz wird eine familienfreundliche und publikumswirksame Atmosphäre geschaffen. 
Parallel wird es ein Angebot an Essens- und Getränkeständen geben. 
 
Die Veranstaltung dient zudem der Standortsicherung des örtlichen Einzelhandels, steigert 
belegbar die Besucher*innenfrequenz und belebt die Innenstadt nachhaltig. Im Abschlussbe-
richt „Integriertes Stadtentwicklungskonzept Porz Mitte (ISEK)“ vom 04.05.2018 ist die Gefähr-
dung des Einzelhandels ausführlich dokumentiert (Abschlussbericht ISEK, Seiten 20-23). Die 
Gefährdungssituation bezieht sich auf das gesamte Bezirksteilzentrum Porz. Aufgrund der 
konkreten Gefährdungssituation des Einzelhandels in Porz-Mitte (Leerstände, Kaufkraftab-
flüsse, Rückgang von Einzelhandelsflächen) ist die Sonntagsöffnung ein geeignetes Instru-
ment zur Förderung des Standorts. 
 
Die Genehmigung stützt sich auf § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 sowie Nr. 2 bis 4 LÖG NRW. Der An-
trag ist aus Sicht der Verwaltung genehmigungsfähig, siehe auch die Vorlage Session-Nr. 
2533/2018.  
 
8. Porz-Mitte, Porzity e. V, Musikalischer Herbstmarkt*, 13.09.2026: 
Der Musikalische Herbstmarkt ist ein seit über 40 Jahren etabliertes Fest in der Porzer Innen-
stadt, organisiert von der Innenstadtgemeinschaft Porz-Mitte in Zusammenarbeit mit dem Bür-
gerverein Porz-Mitte und bietet ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Auf 
der Bühne am Friedrich-Ebert-Platz treten lokale Bands, Chöre, Solo-Künstler*innen sowie 
Projekte der Musikschule Porz und des Jugendzentrums Glashütte auf. Zahlreiche gastrono-
mische Stände sorgen für eine vielfältige Auswahl an Speisen und Getränken, während sich 
Porzer Betriebe, Vereine und soziale Einrichtungen präsentieren und zum Mitmachen einla-
den. Für Kinder gibt es ein eigenes Programm mit Hüpfburg, Karussells, Clown oder Puppen-
theater sowie Aktionen wie Kinderschminken und Bastelangebote. Durch die enge Zusam-
menarbeit vieler ortsansässiger Vereine entsteht ein buntes Familien- und Kulturfest. Den 
nachvollziehbar prognostizierten 9.000 Besucher*innen wegen der Veranstaltung des Musika-
lischen Herbstes stehen nur ca. 4.500 Besucher*innen wegen der Verkaufsstellenöffnung ge-
genüber.  
 
Auch hier stützt sich die Genehmigung auf § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 LÖG NRW, da das Fest 
eine öffentliche, traditionell verankerte Veranstaltung ist, die den Sonntagscharakter prägt. Die 
Verwaltung hält den Antrag für genehmigungsfähig. 
 
9. Porz-Mitte, Porzity e. V., Porzer Adventsmarkt 13.12.2026: 
Der traditionelle Porzer Adventsmarkt findet seit über 20 Jahren in der Porzer Innenstadt auf 
Hermannsplatz, Josefstraße und Bahnhofstraße statt. Regionale Aussteller*innen werden 
Kunstgewerbe, Handarbeiten, Schnitzereien und Dekorationsartikel anbieten. Für Kinder gibt 
es extra Unterhaltungsprogramm, welches unter anderem eine Vergabe der Wunschbaumak-
tion beinhaltet. Zusätzlich wird es einen Glühweinstand geben. Porzer Vereine beteiligen sich

5 
*29.01.2026: Korrektur gemäß dem Antrag in Anlage 6 
aktiv an dem Programm des Adventsmarktes. Die Veranstaltung zieht jährlich zahlreiche Be-
sucher*innen an und ist ein fester Bestandteil des Porzer Veranstaltungskalenders. Den nach-
vollziehbar prognostizierten 9.000 Besucher*innen des Adventsmarktes stehen ca. 4.500 Be-
sucher*innen wegen der Verkaufsstellenöffnung gegenüber. 
 
Die Veranstaltung dient zudem der Standortsicherung des örtlichen Einzelhandels, steigert 
belegbar die Besucher*innenfrequenz und belebt die Innenstadt nachhaltig. Im Abschlussbe-
richt „Integriertes Stadtentwicklungskonzept Porz Mitte (ISEK)“ vom 04.05.2018 ist die Gefähr-
dung des Einzelhandels ausführlich dokumentiert (Abschlussbericht ISEK, Seiten 20-23). Die 
Gefährdungssituation bezieht sich auf das gesamte Bezirksteilzentrum Porz. Aufgrund der 
konkreten Gefährdungssituation des Einzelhandels in Porz-Mitte (Leerstände, Kaufkraftab-
flüsse, Rückgang von Einzelhandelsflächen) ist die Sonntagsöffnung ein geeignetes Instru-
ment zur Förderung des Standorts. 
 
Die Genehmigung stützt sich auf § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 sowie Nr. 2–4 LÖG NRW. Der Antrag 
ist aus Sicht der Verwaltung genehmigungsfähig, da der Adventsmarkt zum einen den öffentli-
chen Charakter des Sonntages prägt und zum anderen der Gefährdung des örtlichen Einzel-
handels durch Standortsicherung und Belebung der Innenstadt entgegenwirkt. 
 
 
Weitere Anträge und Stadtbezirke 
 
Nicht genehmigungsfähige Anträge der Interessengemeinschaften liegen nicht vor. 
 
Es wird beabsichtigt einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag im Jahr 2026 im Stadtbereich 
Kalk durchzuführen. Sobald eine hinreichende Konkretisierung der Planungen vorliegt, wird 
die Verwaltung dem Rat voraussichtlich im Frühjahr eine gesonderte Vorlage zur Entschei-
dung vorlegen.  
 
Stellungnahmen/Ergebnis 
Mit E-Mail vom 10.11.2025 wurde den Institutionen nach § 6 Abs. 4 LÖG NRW (Gewerkschaf-
ten, Kirchen, IHK zu Köln, Handelsverband Aachen - Düren - Köln und der Handwerkskammer 
zu Köln) Gelegenheit zur Stellungnahme, bis einschließlich 21.11.2025, zu den Anträgen ge-
geben. 
 
Die Industrie- und Handelskammer zu Köln hat mit Schreiben vom 19.11.2025 Stellung bezo-
gen. Im Ergebnis unterstützt die Industrie- und Handelskammer zu Köln alle gestellten An-
träge der Interessen- und Werbegemeinschaften und sieht die gesetzlichen und höchstrichter-
lichen Anforderungen bzw. Genehmigungsvoraussetzungen von Sonntagsöffnungen als erfüllt 
an. 
 
Die Kirchen haben sich jeweils mit Schreiben vom 21.11.2025 (Anlage 8, Stellungnahme des 
Katholikenausschusses und Anlage 9, Stellungnahme des Evangelischen Kirchenverbandes) 
einstimmig geäußert. Sie tragen vor, dass Sonntagsöffnungen aus der Sicht der Kirchen we-
der kulturell noch wirtschaftlich erforderlich sind und die Sonntagsruhe stören. Trotz ihrer 
grundlegenden ablehnenden Haltung gegenüber den Sonntagsöffnungen stufen sie die An-
träge allerdings als nachvollziehbar und der aktuellen Rechtslage entsprechend ein. 
 
Weitere Stellungnahmen sind der Verwaltung, innerhalb der Frist, nicht zugegangen. 
 
Die Verwaltung ist auch nach Abgabe der zuvor erwähnten Stellungnahmen von der Geneh-
migungsfähigkeit der Anträge überzeugt und empfiehlt dem Rat der Stadt Köln, die als Anlage 
1 beigefügte Ordnungsbehördliche Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen auf 
dem Gebiet der Stadt Köln zu genehmigen. 
 
Die Verwaltung stellt sicher, dass, soweit Anlässe einer Marktfestsetzung oder einer Son-
dernutzungserlaubnis bedürfen, diese rechtzeitig von den Veranstaltern beantragt und von der 
Verwaltung festgesetzt werden.

6 
*29.01.2026: Korrektur gemäß dem Antrag in Anlage 6 
 
 
 
Begründung der Dringlichkeit 
 
Eine zeitnahe Beschlussfassung ist erforderlich, um den Interessen- und Werbegemeinschaf-
ten eine Planungs- und Rechtssicherheit für die Durchführung der gewünschten Termine zur 
Sonntagsöffnung zu gewährleisten. Die ersten beiden Veranstaltungen finden bereits im April 
2026 statt. Eine frühere Einbringung der Vorlage konnte unter anderem aufgrund der Neukon-
stituierung der Gremien und Ausschüsse nicht erfolgen.  
 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1 RVO 
Anlage 2 Anträge Innenstadt 
Anlage 3 Antrag Rodenkirchen 
Anlage 4 Anträge Sülz-Klettenberg 
Anlage 5 Antrag Lindenthal 
Anlage 6 Anträge Porz 
Anlage 7 Stellungnahme IHK Köln 
Anlage 8 Stellungnahme Katholikenausschuss 
Anlage 9 Stellungnahme Evangelischer Kirchenverband

Anlage 3 Antrag Rodenkirchen

11274 Zeichen

Sonntagsöffnung zu den  
Rodenkirchener Sommertagen 2026  
  
  
  
Termin: Sonntag,12.7.2026 von 13-18 Uhr  
Antrag: Sonntägliche Öffnung der Verkaufsstellen  
Ort: Stadtteil Rodenkirchen  
Örtliche Ausdehnung der Geschäftsöffnung: Hauptstr. zwischen 
Kirchstr. (mit Rheingalerie-Platz) bis Walter-Rathenaustraße (mit 
Rathausplatz). Maternusstraße  von Hauptstr. bis Bahnhof Inklusive 
Maternusplatz ; Barbarastr. Bis Einfahrt Tiefgarage vom 
Sommershof.  
Ausrichter: Treffpunkt Rodenkirchen e.V.   
Rechtsgrundlage: Ladenöffnungsgesetz 2018 Nordrhein-Westfalen  
Anlass: Rodenkirchener Sommertage  
  
1. Beschreibung Veranstaltung/ Anlass:   
Die Rodenkirchener Sommertage finden seit rund 40 Jahren statt. 
Seit  2006 unter dem Namen „Rodenkirchener Sommertage“. 
Diese  Rodenkirchener Traditionsveranstaltung ist die wichtigste 
und grösste Strassenfest -Veranstaltung im Kölner Süden. Bis ca. 
2010 wa r immer die Ausgestaltung als Verkaufsoffende Sonntag 
gewählt. Danach stand der Fokus stark auf der Darstellung der 
Unternehmen auf der Straße gelegt und auf die Beantragung einer 
Sonderöffnung verzichtet  
Durch Corona beobachteten wir einen verstärkte Fre quentierung 
der stationären Handels. Häufig gepaart mit der Erkenntniss des 
Konsumenten, daß der Einzelhandel nicht mehr in der Art existent 
ist, wie die Konsumenten noch vor 10 Jahren kannten.  
Kunden die sich in der nahen Vergangenheit Onlinehandel 
zugewandt hatten erlangten wieder deutlich mehr Bezug zum 
stationären Handel.  
  
Wie in den vergangenen Jahren werden die Rodenkirchener 
Sommertage ein Fest an 2 Tagen sein. Eine Strassensperrung der 
zentralen Bereiche in Rodenkirchen erzeugt den typischen 
Strassenfestcharakter.

Auf der zentralen Bühne, (in 202 5 auf dem Kreuzung Hauptstr. 
Ecke Barbarastr.) findet ein hochkarätiges Bühnenprogramm statt, 
in dem jedes Jahr Top -Akteure der kölner Musikszene vertreten 
sind.  
                   
  
  
            
Dieser Umstand zieht über die Rodenkirchener Grenzen hinweg 
jeden Jahr 30.000 bis 50.000 Besucher an den 2 Tagen nach 
Rodenkirchen.  
  
Das Bühnenprogramm umfasst Kölner Top-Akts und lokal-etablierte 
Amateur-Akts.  
                         
An dem Straßenfest wirkten viele ortsansässigen Institutionen mit. 
Vereine (Turn Verein Rodenkirchen, Rheinbogenstiftung, 
Karnevalvereine u.a.) präsentieren sich.   
Der Turnverein Rodenkirchen stellt eine große Fläche zur 
Kinderbespassung bereit. Hüpfburgen, eine Wasserrutsche und 
geschiclichkeitsspiele sind ein typisches Programm, daß von TVR 
angeboten wird. .   
                      
  
Eine Vielzahl von kleinen Verkaufsständen lädt auf der 
Hauptstrasse zum flanieren ein.  
  
  
  
Eine st arke Mediale Aufmerksamkeit im kölner Süden wird jedes 
Jahr erzeugt.  
  
  
   
2. und 3. Begründung des Öffentlichen Interesses: Erhalt, 
Stärkung und Entwicklung eines vielfältigen stationären 
Einzelhandelsangebots und zentraler Versorgungsbereiche:

Rodenkirchen ist gemäß des Einzelhandelskonzepts der Stadt Köln 
von 2013 das Oberzentrum des Stadtbezirks Rodenkirchen. 
Demnach werden in Rodenkirchen zentrale Versorgungsbereiche 
vorgehalten. Deren Erhalt und Stärkung sind im öffentlichen 
Interesse der St adt Köln und werden mit zahlreichen 
Veranstaltungen wie der Rodenkirchener Kunstmeile, 
Rodenkirchener Weinwoche, Kulturfrühling@Rodenkirchen,   
Rodenkirchener Sommertagen, Rodenkirchener LifestyleTag, 
Rodenkirchener Martinsmarkt, Winterzauber in Rodenkirch en und 
Krippenweg nachhaltig gestärkt. Oben ist die räumliche 
Ausdehnung der sonntäglichen Ladenöffnung auf die zentralen 
Bereiche im Stadtteil Rodenkirchen definiert. Daher führt die 
Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen e.V. auch mit ihrer eigenen 
Markenbildung „Treffpunkt Rodenkirchen mit dem Roten Punkt“ im 
Rahmen der Umsetzung des Stadtteilentwicklungskonzeptes 
zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung der Zentrenfunktion 
Rodenkirchens als Einzelhandelsstandort und zur Profilierung als 
der Gastronomie - und Ausgehst andort durch, was zunehmend 
auch in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger rückt.   
  
Die Veranstaltungen der Aktionsgemeinschaft in Verbindung mit 
den verkaufsoffenen Sonntagen gibt die Möglichkeiten die Vielfalt 
des Rodenkirchener Einzelhandels zu pr äsentieren und damit im 
Bewusstsein der Bürgerinnen, Bürger und Besucher Rodenkirchens 
zu verfestigen. Die Veranstaltungen und verkaufsoffenen Sonntage 
tragen dazu bei, die neuen Bürgerinnen und Bürger in das 
gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftlic he Leben von 
Rodenkirchen einzubinden und ihnen vielfältige und attraktive, 
stationäre Versorgungsstrukturen in ihrem Lebensumfeld und eine 
deutliche Alternative zum wachsenden Online -Handel 
aufzuzeigen.   
  
Hier wurden immer wieder vom örtlichen Handel po sitiv erwähnt, 
dass die drei Sonntagsöffnungen im Jahr in der Vergangenheit 
Besucher aus anderen Stadtteilen angezogen hatten und dies 
nachweislich zur Neukundengewinnung beigetragen hat. Diese 
belegt, dass Sonntagsöffnungen die Strukturen des 
Rodenkirchener Einzelhandels stärken und fördern.

Gleichzeitig soll sich Rodenkirchen als attraktiver Handelsstandort 
für weitere Neuansiedlungen zur Erweiterung des standorttypischen 
Branchenmixes durch eine hohe Besucherfrequenz empfehlen. Im 
Jahr 2012/2013 ware n laut Zentrenkonzept 130 
Einzelhandelsbetriebe angegeben. Durch Inhaber -Aufgabe und 
andere strukturelle Probleme betreiben derzeit knapp 115 Betriebe 
Sortimente mittel- und langfristigen   
  
Bedarfs. An bisherige Standorte von Einzelhandelsbetrieben sind 
zwischen 2012-2018 allein im Stadtteil Rodenkirchen neun   
Maklerbüros eingezogen. Diese Tendenz belegt auch das aktuell in 
Arbeit befindliche Einzelhandelskonzept der Stadt Köln. Das 
vielfältige Einzelhandelsangebot in Rodenkirchen hat also trotz 
überwiegend noch belegter Ladenlokale leider stark abgenommen.  
  
  
4. Begründung Öffentliches Interesse: Belebung Ortskerne und 
Stadtteilzentren  
  
  
Rodenkirchen als Handelsstandort steht seit über zwei Jahren unter 
nachprüfbarem Druck. Von den gut 80 Ladenlokalen stehen seit gut 
12 Monaten z.T. ca. 11% der Lokale leer (Siehe auch Leerstands -
Dokumentation) im Vergleich war Jahre 2012/2013 angegeben mit 
2% (seite308 https://www.stadt -
koeln.de/mediaasset/content/pdf15/teil_b2_stadtbezirk_rodenkirche
n.pdf).   Ursache sind der Rückzug älterer Inhaber, d.h. nicht 
erfolgter Inhaberwechsel. Hinzu kommen Kaltmieten, die für 
potentielle Nachmieter am Markt nicht darstellbar sind.   (Siehe 
Kurzdokumentation).   
Diese Leerstände beeinträchtigen die Magnet -Funktion des 
Rodenkirchener Einzelhandels als Frequenzbringer. Dennoch 
verfügt Rodenkirchen als größter Stadtteil im gleichnamigen 
Stadtbezirk 2 für ein Oberzentrum immer noch ungewöhnlich große, 
vielfältige und weiterwachsende Anzahl qualitativ hochwertige 
inhabergeführter Fachgeschäfte und ist stets bemüht, gemeinsam 
mit den Immobilieneigentümern neue Fachgeschäfte ansiedeln zu 
lassen. Diese Ansiedlungen erfolgen jedoch zum Teil in den

Nebenlagen außerhalb der Hauptstraße, was von der Bevölkerung 
dann partiell gar nicht wahrgenommen und geschätzt wird.  
  
  
5. Begründung Öffentliches Interesse: Überörtliche Sichtbarkeit 
als attraktiver und lebenswerter Standort  
  
Rodenkirchen ist gerade an Sonn- und Feiertage ein touristischer 
Standort. So wird der Ort wegen seiner topo-  und geographischen 
Besonderheiten (Vor allem: Rheinlage mit ausgeprägter touristisch 
angelegter Gastronomie für Nah -Erholer aus dem Umland, aber 
auch Spazierwege wie Forstbotanischer und Finkens Garten) 
besucht. Daher betreibt die AG Rodenkirchen e.V. mit und für ihre 
Mitglieder auch die touristische Sichtbarkeit des Stadtteils. Hierzu 
werden in den Geschäften und Gastronomie in Rodenkirchen an 
dem beantragten Sonntag 12.7.2026 
Marketingmaßnahmen   
  
"Besuch uns in Rodenkirchen - wo Sonst?" mit Aufklebern und 
Aufstellern, Displays etc. betrieben, um Naherholung suchende 
auswärtige Besucher aus dem Umland vom attraktiven Freizeit- und 
Wochenend-Standort Rodenkirchen zu begeistern. So bringt der 
verkaufsoffene Sonntag aufgrund geöffneter Geschäfte mehr 
Reichweite für die Besucher, die sich an dem Tag in und über 
Rodenkirchen informieren.  
  
Anlage: Bericht vom Kölner Stadtanzeiger über die vorletzte 
Veranstaltung.  
 
 
https://www.ksta.de/koeln/rodenkirchen/auftakt-am-verkaufsoffenen-sonntag-65-kuenstler-
stellen-bei-kunstmeile-in-koeln-aus-37530596  
  
   
(für die Treffpunkt Rodenkirchen e.V.)

Bei den Rodenkirchener Sommertagen herrscht Straßenfestatmosphäre mitten 
im Veedel. Die nächste Ausgabe am 5. Juli soll familiärer werden.  
Das Straßenfest Rodenkirchener Sommertage wird sich rund um die Hauptbühne an 
der Hauptstraße, Ecke Barbarastraßeabspielen. Eine kleinere Bühne wird auf dem 
Maternusplatz aufgebaut. „Das haben sich viele so gewünscht“, erklärt Petra 
Walterscheidt. In den letzten Jahren war die große Bühne auf dem Maternusplatz 
angesiedelt, so dass die Hauptstraße weniger gut besucht war. Besonders freut die 
Geschäftsfrau und Mitorganisatorin, dass sich in diesem Jahr wieder viele Geschäfte 
entlang der Hauptstraße beteiligen. Nicht bespielt wird in diesem Jahr der Platz an 
der Rheingalerie. Hier soll der Parkplatz zum Abstellen der Fahrräder und für mobile 
Toiletten genutzt werden. „Wir wollten das Fest deutlich kleiner halten. Die 
Hauptstraße wird vom Kreisel in beide Richtungen bespielt“, sagt aus dem Vorstand 
Wolfgang Behrendt. 
Die ansässigen Karnevalsvereine werden nicht nur mit ihren Plaggen für ein buntes 
Bild sorgen. „Sie unterstützen uns auch beim Ausschank, wie die KG Kapelle Jonge 
aus Weiß und die KG Der Reiter aus Hochkirchen“, sagt Behrendt, der auch zum 
Bühnenprogramm beitragen wird. 300 Sitzplätze verteilen sich auf dem 
Maternusplatz rund um die Getränkestände. An eingedeckten Tischen können hier

verschiedene Köstlichkeiten auf Rodenkirchens „Gourmetmeile“ erworben werden. 
Platz und Spaß ist hier für die Kinder mit Hüpfburg, Trampolin, Animation und einem 
Karussell. „Die kleine Bühne hier ist mehr zum Zuhören. Das Programm ist ein wenig 
leiser und beschaulicher“, ergänzt Detlef Lauenstein, der das musikalische 
Programm zusammen gestellt hat. Inhaltlich sollen als roter Faden die Kinder mit 
Kinderliedern und Tanzvorführungen einbezogen werden. „Das Straßenfest wird 
wieder mehr zum Familienfest“, so Walterscheidt. 
Die  kleine Bühne am Maternusplatz und die große „Marc Schmitz“-Bühne an der 
Barbarastraße werden im Wechsel bespielt. Unter anderem sind am Samstag Georg 
und die Pänz, Kocki un Schäng, Marie, das Cologne Salon Rockester und der 
Rodenkirchener Simon Schwieren dabei. Am Sonntag hält „der kölsche Diakon“, 
Willibert Pauels, um 12.45 Uhr auf der großen Bühne eine Messe auf Kölsch. Der 
Büttenredner im Kölner Karneval widmet sich seit 2014 als Diakon seelsorgerischer 
Arbeiten. Die 3 Söck nehmen nach 40 Jahren auf der Bühne Abschied. Die 
Blaskapelle Eefelkamp möchte eine Polonäse über den Maternusplatz organisieren. 
Als weiterer bekannter Name stehen am Sonntag die Räuber auf der großen Bühne. 
Die Rodenkirchener Sommertage dauern von Samstag, 5. Juli, von 14 bis 22 Uhr, 
Sonntag ist von 12 bis 19 Uhr Programm geplant.

Anlage 5 Antrag Lindenthal

30126 Zeichen

Beachte: 
Maximal drei verkaufsoffene Sonntage im Jahr in Köln (Selbstbeschränkung durch 
Beschluss des Kölner Rates; zu beachten ist ebenfalls die angelegte Liste gesperrte 
Feiertage) 
Bitte beachten Sie als Interessengemeinschaften, dass die Werbung für Ihre 
Anlassveranstaltung im Vordergrund steht. Werbung für die Verkaufsstellenöffnung muss 
eine untergeordnete Rolle spielen. Beispiele für eine geeignete Werbemaßnahme 
entnehmen Sie der Anwendungshilfe des Wirtschaftsministeriums. Verstößen wird im Wege 
des Verwaltungszwangsverfahrens begegnet werden. 
 
 
Antragsteller: Ring Lindenthaler Geschäftsleute e.V. 
„Lindenthal“ 
Bezeichnung des Anlass: Örtliches Fest: 
28. Street Gallery & Herbstfest 
mit großer Kunst-Rallye, Kreativ- und 
Spieleland und Künstlerviertel 
 
Anlassbeschreibung: Street Gallery & Lindenthaler 
Herbstfest – Ein Fest für die ganze 
Familie! 
 
Der RLG e.V. freut sich, auch im Jahr 
2026 die beliebte Street Gallery & 
Lindenthaler Herbstfest in Lindenthal 
zum 28. Mal auszurichten!  
 
Die 28. Street Gallery – Kunst ist 
Tradition in Lindenthal! 
Vom Freitag, 9. Oktober, bis Sonntag, 
24. Oktober 2026, verwandelt sich die 
Dürener Straße erneut in eine lebendige 
Kunst- und Erlebnismeile, die 
Besucherinnen und Besucher aus nah 
und fern begeistert. Über 50 Geschäfte 
entlang der Dürener Straße sowie in 
den Seitenstraßen schaffen wieder Platz 
für die KUNST und werden zu Galerien. 
 
 
Das Lindenthaler Herbstfest – NEU 
seit 2022 und schon Tradition! 
Die Street Gallery wird auch in diesem 
Jahr wieder am Eröffnungswochenende 
vom 9. bis 11. Oktober von dem 
Lindenthaler Herbstfest begleitet. Das 
Veedels-Gourmetherbstfest auf dem 
Karl-Schwering-Platz steht ganz im 
Zeichen kulinarischer Genüsse, mit 
Winzermeile, Cocktail-Stand, vielfältigen 
Foodständen und einem Kinderkarussell. 
Das Fest ist ein fröhliches Treffen für 
Familien und alle, die das Veedel lieben

und kennenlernen möchten. EVENT-
Shopping ist hier Programm! 
 
Ausgedehnte Veranstaltungsfläche 
am Sonntag, 11. Oktober – Kreativ-
Spieleland, Rallye und weiteren 
Attraktionen! 
Am Sonntag wird das Fest durch ein 
großes Rahmenprogramm auf die 
gesamte Dürener Straße zwischen 
Falkenburg- und Universitätsstraße 
sowie Teile des Lindenthalgürtels 
ausgeweitet. Die geschätzte 
Besucherzahl an diesem Tag liegt 
bei ca. 24.000, was die Veranstaltung zu 
einem der größten Events in Lindenthal 
macht – sechsmal so viel wie an einem 
regulären Einkaufstag! 
 
Das große 
Rahmenprogramm 
 
 Kunst- & Herbstrallye: Über 25 
Stationen entlang der Dürener 
Straße bieten Quizfragen und 
Aufgaben für Kinder und 
Erwachsene. Alle 
Teilnehmer*innen erhalten eine 
kostenlose Quizkarte am 
Infostand (Eingang Kreativ- & 
Spieleland) und in den 
Geschäften. Bei richtiger 
Beantwortung gibt es Loskarten 
für die Tombola. 
 Vernissage & 
Kunstspaziergang: Über 50 
Geschäfte präsentieren ihre 
Kunstwerke, begleitet von einem 
kunstvollen Spaziergang, der in 
diesem Jahr noch größer und 
beeindruckender sein wird. 
 Voting für das schönste 
Lindenthal-Motiv: Vom 9. bis 24. 
Oktober können Besucherinnen 
und Besucher auf der Veedels-
Website www.lindenthal.info für 
ihr Lieblingsmotiv abstimmen und 
tolle Preise gewinnen, auch die 
besten drei Motiven und deren 
Künstler werden mit einem 
Gewinn belohnt. Im letzten Jahr 
gaben über 1800 Personen Ihre 
Stimme ab. 
 Der Traditioneller Kunst-
Katalog: Der hochwertige und

116-Seitige Kunst-Katalog ist 
nicht wegzudenken und zeigt auf 
der einen Seite den Künstler und 
seine Vita und Kunst und auf der 
anderen Seite das passende 
Geschäft inkl. ausführlicher 
Beschreibung und Foto des 
Ladenlokals. So sollen sowohl 
die Künstler als auch die 
Geschäfte der Straße in den 
Fokus gerückt werden und für 
das Lokale Shoppen und die 
Verbindung zwischen Handel,  
Gastronomie und Kunst zeigen.  
Es werden ca. 3000 Exemplare 
gedruckt und verteilt. Der 
Kunstkatalog wird ebenfalls in die 
Stadtbibliothek aufgenommen. 
 Kreativ- & Spieleland – Spaß 
für alle! NEU seit 2022! 
Am Sonntag, 11. Oktober, wird 
ein Teil der Dürener Straße (Karl-
Schwering-Platz bis Classen-
Kappelmann-Straße) für 
das Kreativ- & 
Spieleland gesperrt. Hier können 
Kinder, Jugendliche und 
Erwachsene an zahlreichen 
kostenfreien Attraktionen 
teilnehmen, darunter z.B.: 
o Blumenpflanz- und 
Bastelaktionen mit Rheinenergie  
o Forscherlabor und Mitmach-
Stationen  
o Fotoshooting mit „Ulli der Bulli“ 
(Sparkasse KölnBonn)  
o Torwandschießen mit den Kölner 
Haien  
o Kindereisenbahn 
o Und viele mehr 
 Walking-Acts auf der Dürner 
Str. sorgen für Stimmung.  
o Eine Dixie Band sorgt am 
Sonntag auf der ganzen 
Veranstaltungsfläche, entlang der 
Dürener Str. als Walking Act, für 
eine schöne musikalische 
Unterhaltung.  
o Als weiteres Walking Act werden 
am Sonntag zwei Orgelspieler 
und lustige Clowns mit 
Luftballons Künsten, entlang der 
Dürener Str., Klein und Groß 
unterhalten und so für eine 
fröhliche Stimmung sorgen.

o Zudem fährt den ganzen Sonntag 
eine Kindereisenbahn über die 
Straße von der Classen-
Kappelmann-Str. bis zum 
Dürener-Str-/Gürtel  
 
Parallel zu den Veranstaltungen der 
Street Gallery & Herbstfest, sollen am 
Sonntag von 13 bis 18 Uhr auch die 
Geschäfte geöffnet sein dürfen. 
 
 
Da wir bereits an einem vergleichbaren 
Fest im Frühling eine 
Passatenfrequenzzählung durch die 
CIMA am Sonntag durchgeführt haben, 
die ein Besucherpotential ergeben hat, 
das mindestens doppelt groß ist wie die 
Zahl regulärer Einkaufsbesucher an 
einem Werktag (Details: s. „Quellen-
angabe und die Belege“ sowie die 
separate Auswertung der CIMA), 
können wir dies auch für das 
Herbstfest, auf dem Karl-Schwering-
Platz, als Größe heranziehen, da diese 
Veranstaltung, die gleiche Größe und 
Güte wie das Frühlingsfest hat und 
somit ein ähnlich hoher Wert zu 
erwarten ist. 
 
ZUSÄTZLICH NEU! Seit dem Jahr 
2022 wird das Fest am Sonntag 
ausgedehnt und die gesamte Dürener 
Straße zwischen Falkenburg- und 
Universitätsstraße und Teile des 
Lindenthalgürtels als 
Veranstaltungsfläche bespielt. Durch die 
deutliche Ausweitung des 
Veranstaltungsfläche und den neuen 
Aktionen und Attraktionen, ergibt sich 
aufgrund neuer Berechnungen, eine 
Besucherzahl an dem Sonntag von 
ca. 24.000 Besucher*innen und ist 
somit 6mal so groß wie an einem 
vergleichbaren Einkaufstag. 
 
Bildet die Anlassveranstaltung den Hauptgrund 
für Besucher/Besucherinnen die Veranstaltung 
zu besuchen oder steht die Ladenöffnung im 
Vordergrund? 
Die Verwaltung muss insbesondere darlegen, dass und wie die 
hinter den in § 6 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 bis 5 LÖG NRW genannten 
öffentlichen Interessen durch die Ladenöffnung an Sonn- und 
Feiertagen gefördert werden können. Dabei ist vor allem 
herauszuarbeiten, warum das Umsatz- oder Shoppinginteresse 
hierbei nicht im Vordergrund steht. 
X  ja 
☐ nein 
(wenn nein, keine Aussicht auf Erfolg für 
eine Genehmigung durch den Rat der 
Stadt Köln)

Bei dem Anlass handelt es sich um: X eine historische Veranstaltung 
X  eine Veranstaltung, welche zum 
      stattfindet 
☐ erstmalig stattfindende Veranstaltung 
Besteht ein unmittelbar räumlicher und 
zeitlicher Bezug zur Anlassveranstaltung und 
den zur Öffnung vorgesehenen 
Verkaufsstellen? 
Hinweis: Von einer räumlichen Nähe ist regelmäßig 
insbesondere dann auszugehen, wenn die örtliche Veranstaltung 
in den Straßenzügen, die zur Ladenöffnung vorgesehen sind, 
stattfindet. 
Eine zeitliche Nähe besteht dann, wenn die örtliche 
Veranstaltung am selben Tag, nicht notwendig zeitgleich, jedoch 
zeitlich überlappend stattfindet. 
 
Zwischen Veranstaltung und Verkaufsstellenöffnung muss ein 
angemessenes Verhältnis bestehen. Die in der Vergangenheit 
geschaffenen Anlässe um eine Verkaufsstellenöffnung zu 
erreichen, wie z.B. der Flohmarkt auf einem Möbelhausgelände, 
sogenannte Bauernmärkte mit 10 Zeltverkaufsstellen von 
Reisegewerbetreibenden, Grillfest (Spanferkelgrillen) in einem 
Gewerbegebiet, Hüpfburgen- und Eiertierveranstaltungen 
werden nicht genügen, Verkaufsstellenöffnungen zu 
genehmigen. Orientieren Sie sich hier an die vom Rat zuletzt 
genehmigten Anlässe.  
 
Räumliche Nähe ist gegeben bei örtlichen Veranstaltungen in 
den Straßenzügen, die zur Ladenöffnung vorgesehen ist; 
Gesamtveranstaltungsbereich einschl. Verbindungs- und 
Nebenstraßen, wenn die Veranstaltungsorte über diesen Bereich 
verteilt sind; eine Ausweitung über den Bereich hinaus, wird 
nicht genehmigungsfähig sein; 
X ja 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf 
Erfolg für eine Genehmigung durch den 
Rat der Stadt Köln) 
Zieht die Anlassveranstaltung mehr Besucher 
als die der Verkaufsstellenöffnung? 
Fragestellung wird trotz Wegfall der Besucherprognose gestellt 
(vgl. Beschluss des VG Düsseldorf v. 22.05.2018);entgegen der 
Anwendungshilfe; juristische Bewertung der Verwaltung; 
X ja 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf 
Erfolg für eine Genehmigung durch den 
Rat der Stadt Köln) 
Besucher wegen Anlassveranstaltung: 
 
Besucher wegen Verkaufsstellenöffnung: 
 
Veranstaltungsfläche: 
 
Verkaufsfläche: 
24.000 am Sonntag 
 
4.105 
 
 Dürener Str. (Falkenburgstr. bis 
Universitätsstr., einschl. 75 Meter 
links und rechts der Fahrbahn) 
 Karl-Schwering-Platz 
 Dürener-Str. vom Karl-Schwering-
Platz bis zur Herbert-Lewin-Str. 
gesperrt 
 Platz vor Café Heinemann (Dürener 
Straße/ Ecke Hans-Sachs-Straße) 
 Kath. Kirche St. Stephan (Bachemer 
Str.) 
 
 
Quellenangabe und Belege zu 
Besucheraufkommen, Veranstaltungsfläche 
und Verkaufsfläche: 
Das OVG Münster verlangt, dass sich die Stadt Köln in einer für 
die gerichtliche Überprüfung nachvollziehbaren und 
Für die Dürener Straße ergibt die 
Passantenfrequenzmessung aus dem 
Retailbericht B-Lagen Köln 2018 der 
Firma Larbig & Mortag Immobilien GmbH 
eine Zahl von 821 Passanten je Stunde.

dokumentierten Klarheit über Charakter, Größe und Zuschnitt 
der Veranstaltung verschafft (auch hier VG Düsseldorf) Daraus lässt sich ableiten, dass an 
einem Sonntag mit fünfstündiger Öffnung 
der Geschäfte 4.105 Einkaufsbesucher 
zu erwarten sind. Damit ergibt sich eine 
erste Näherungsgröße für die zu 
vergleichenden Besucherströme. 
 
Beim 1. Lindenthaler Frühlingsfest wurde 
von der CIMA am Sonntag, den 
19.05.2019 eine 
Passantenfrequenzzählung 
durchgeführt. Bis zum Einsetzen von 
Regen und Gewitter wurden je 30 
Minuten 500 bis 900 Besucher, im 
Durchschnitt pro Stunde also 1.400 
Personen gezählt. Die CIMA schreibt in 
Ihrem Abschlussbericht, dass bei gutem 
Wetter mit bis zu 1.200 Besucher je 30 
Minuten zu rechnen gewesen sei. Im 
Durchschnitt pro Stunde sind dies 1.700 
Personen, im Zeitraum von 5 Stunden 
also 8.500 Festbesucher und damit 
mehr als doppelt so viele wie bei der 
Passantenfrequenzmessung aus dem 
Retailbericht B-Lagen Köln 2018 der 
Firma Larbig & Mortag Immobilien 
GmbH. 
Die Auswertung der CIMA ist als 
separate PDF-Datei beigefügt. 
Da die Veranstaltung, Herbstfest auf 
dem Karl-Schwering-Platz, die gleiche 
Größe und Güte wie das Frühlingsfest 
hat können wir dies auch für das 
Herbstfest, auf dem Karl-Schwering-
Platz, als Größe heranziehen, und 
somit ein ähnlich hoher Wert zu 
erwarten ist. 
 
Durch die räumliche Ausdehnung des 
Festes auf die Dürener Straße sowie die 
inhaltliche Erweiterung um die 
Familien-Rallye und das Kreativ- und 
Spieleland am Sonntag, ergibt sich 
aufgrund neuer Berechnungen, eine 
Besucherzahl an dem Sonntag von 
ca. 24.000 Besucher*innen und ist 
somit 6mal so groß wie an einem 
vergleichbaren Einkaufstag 
(Samstag). 
Auch die Teilnahme großer Intuitionen 
und Vereinen und dem großen Interesse 
an der Veranstaltung, zeigt, dass diese

Veranstaltung mehr als erfolgreich läuft 
und viele Besucher*innen anzieht. 
 
Eine Zählung der 
Veranstaltungsbesucher der Street 
Gallery in den zurückliegenden Jahren 
wurde leider nicht durchgeführt. Auch die 
zahlreichen Pressemeldungen nennen 
leider keine konkreten Besucherzahlen.  
Anhand der nachfolgenden 
Informationen soll jedoch der prägende 
Charakter der “Street Gallery“ belegt 
werden und die Zahl der 
Veranstaltungsbesucher nachvollziehbar 
und plausibel geschätzt werden.  
 
Diese Vorgehensweise, anhand von 
qualitativen Daten den prägenden 
Charakter einer Veranstaltung zu 
belegen, wird vom 
Oberverwaltungsgericht für das Land 
Nordrhein-Westfalen (OVG) anerkannt. 
Auf einer Informationsveranstaltung am 
21.06.2017 mit dem OVG Münster beim 
Ministerium für Wirtschaft, Energie, 
Industrie, Mittelstand und Handwerk des 
Landes Nordrhein-Westfalen erläuterten 
die OVG Richter Details ihrer 
Rechtsprechung (Information hierzu von 
Herrn Philip Reichardt, IHK Köln). Nach 
Aussagen der OVG Richter ist es 
zulässig, dass der prägende Charakter 
einer Veranstaltung beispielsweise 
anhand von Presseberichterstattungen 
der letzten Jahre, Berichten des 
Ordnungsamtes über vergangene 
Veranstaltungen, Sicherheitskonzepten 
für die geplante Veranstaltung, 
Aussagen über Straßensperrungen, 
Verkehrs- und Parkraumkonzepten als 
auch anhand von der Art und dem 
Umfang der Veranstaltungsbewerbung 
belegt werden kann. In seinem Urteil 
(Entscheidungsdatum 07.12.2017 I 
Aktenzeichen 4 B 1538/17) bekräftigt 
das OVG diese Sichtweise. 
Auf einige Punkte möchten wir im 
Folgenden eingehen:  
 
Presseberichte: Kölner Stadtanzeiger, 
Kölnische Rundschau und die Express 
die Woche haben in jedem Jahr mit Vor-

und Nachberichterstattung inkl. Bildern 
über die Street Gallery und Herbstfest 
geschrieben.  
 
Fotos: befinden sich in der beigefügten 
Präsentation. 
 
Werbemittel: Im Jahr 2025 werden 
3.000 Kunstkataloge, über 100 Plakate 
DIN A2 und zwei Banner produziert. 
(Nachweis: 
Rechnung der Druckerei kann 
nachgereicht werden).  
Zudem werden ca. 5.000 Flyer mit den 
Programmpunkten und der Rallye 
gedruckt und verteilt  
Zusätzlich wird die Veranstaltung in fast 
allen Tageszeitungen (Stadtanzeiger, 
Kölnische Rundschau und Express die 
Woche), und großen Social-Media-
Kanälen intensiv beworben, bzw. 
hierüber berichtet. Zudem hat die 
KölnBusiness die Veranstaltung auf 
Werbetafel in den U-Bahn Haltestellen 
und Straßen der Firma Stroer beworben. 
Auch hat die KölnBusinees zusätzlich 
kölnweit in der Express die Woche die 
Anzeige veröffentlicht. Kolen.de berichtet 
auf Facebook, Instagram und Ihrer 
Webseite über die Veranstaltung. Auch 
Radio Köln hat über die Veranstaltung 
berichtet und somit wird die 
Veranstaltung bei einem breiten 
Publikum beworben und ist überregional 
bekannt und wird entsprechend besucht. 
 
Flächen: Die Street Gallery 2026 
erstreckt sich über die Dürener Str. (von 
der Falkenburgstr. bis zur Universitätsstr. 
einschl. 100 Meter links und rechts der 
Fahrbahn), den Karl-Schwering-Platz, 
den Platz vor Café Heinemann (Dürener 
Straße/ Ecke Hans-Sachs-Straße), dem 
Leonardo Hotel, sowie die kath. Kirche 
St. Stephan (Bachemer Str.). Zusätzlich 
gibt es auch über diese Flächen hinaus 
Galerien in Geschäften, auf dem 
Lindenthal Gürtel und umliegenden 
Straßen.

Öffentliche Zuschüsse: Für die 
Durchführung der Street Gallery wurden 
in den Jahren 2018, 2019, 2020, 2021, 
2022, 2023, 2024 und 2025 wurden 
Zuschüsse aus bezirksorientierten 
Mitteln gewährt. 
 
Im Ergebnis der dargestellten Fakten ist 
festzuhalten, dass das Lindenthaler 
Frühlingsfest prägenden Charakter hat 
und nicht die Ladenöffnung im 
Vordergrund steht. Die Ladenöffnung hat 
lediglich Annexcharakter. 
 
Die nachfolgend genannten Sachgründe 
wurden im Rahmen der Novellierung des LÖG 
geschaffen.  
Verkaufsoffene Sonntage wurden bis dahin 
ausschließlich aufgrund von Veranstaltungen 
von den zur Antragstellung berechtigten 
Interessengemeinschaften genehmigt. 
Eine Antragstellung von Seiten der Verwaltung 
ist nicht beabsichtigt und vom Rat in Richtung 
Verwaltung (politische/wirtschaftspolitische 
Erwägungen) auch nicht aufgegeben. 
Die nachfolgenden Sachgründe können 
allerdings kumulativ vorliegen und der 
Verwaltung dazu dienen, dem Rat das 
öffentliche Interesse über den Anlass-bezug/-
zusammenhang hinaus zu begründen. 
Hier sind die 
Antragsberechtigten/Interessengemeinschaften 
gefordert, diese Sachgründe geltend zu 
machen/nachzuweisen und überprüfbare 
Belege vorzulegen. 
 
Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept liegt 
hier zum Download bereit. Es wird gefordert, 
dass die Kommune auf der Grundlage eines 
Einzelhandelskonzepts mit der 
Sonntagsöffnung gezielt einen der genannten 
Sachgründe verfolgt. Derzeit enthält das 
Einzelhandelskonzept  Sonntagsöffnungen 
noch nicht als Mittel, um das öffentliche 
Interesse in Gestalt der benannten weiteren 
Sachgründe zu fördern. Die nachfolgend 
genannten Sachgründe können daher derzeit 
nicht mit dem aktuellen Einzelhandelskonzept 
begründet werden. 
 
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der Stärkung 
oder Entwicklung eines vielfältigen stationären 
Einzelhandelsangebots  
Hinweis: Der amtlichen Begründung zum Gesetzesentwurf ist zu 
entnehmen, dass der stationäre Einzelhandel vielerorts einer 
Gefährdung durch den Online-Handel unterliegt. Dem soll durch

begrenzte Freigabe von Sonntagsöffnungen begegnet werden. 
Hier sei auf den Beschluss des OVG Münster vom 27.04.2018 
hingewiesen. Die Kammer kommt hier nämlich, anders als der 
Gesetzgeber zu dem Ergebnis, dass die allgemeine, für den 
stationären Einzelhandel einer jeden Kommune ganzjährig 
bestehende Konkurrenzsituation zum Onlinehandel für sich 
genommen nicht geeignet ist, eine Ausnahme von der Regel der 
Sonn- und Feiertagsruhe zu begründen. Die Kammer weist 
ausdrücklich darauf hin, dass der Einzelhandel selbst und 
ausdrücklich gefordert ist, stets gewichtige, im Einzelfall 
festzustellende und in der Abwägung dem gebotenen Sonn- und 
Feiertagsschutz gegenüberzustellende öffentliche Interessen 
vorzutragen. 
Es werden danach Belege benötigt, die nachprüfbar ausführen, 
dass der stationäre Einzelhandel vor Ort gefährdet ist. (z.B. 
Leerstände; Verarmung des Angebots, Erhalt bestehender oder 
Schaffung neuer Arbeitsplätze)  
      
 
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der Stärkung 
oder Entwicklung zentraler 
Versorgungsbereiche (Versorgungsinteresse, 
insbesondere weniger mobiler und ältere Teile 
der Bevölkerung; Sicherstellung wohnortnaher 
Versorgung) 
Hinter dem Sachgrund steht das grundgesetzlich geschützte 
Versorgungsinteresse der Bevölkerung, insbesondere der 
weniger mobilen und älteren Teile der Bevölkerung. Zentrale 
Versorgungsbereiche müssen erhalten bleiben, da ihnen eine 
herausragende Bedeutung für den Bestand und die Entwicklung 
der Städte und Gemeinden, insbesondere der Sicherstellung 
wohnortnaher Versorgung zukommt. Als zentrale 
Versorgungsbereiche gelten daher nicht nur Stadtteilzentren, die 
im überörtlichen Funktionszusammenhang eine bedeutende 
Rolle einnehmen, sondern auch die Quartiers- und 
Nahversorgungs- bzw. Nahbereichszentren. 
      
      
      
      
      
      
Ladenöffnung dient der Belebung der 
Innenstädte, Ortskerne, Stadt- oder 
Ortsteilzentren 
Mit dem Sachgrund soll der Gefahr einer drohenden Verödung 
der Innenstädte mit negativen Auswirkungen 
auf die örtlichen Lebens- und Wohnverhältnisse der Bevölkerung 
begegnet werden. Zielrichtung der Regelung ist es, 
umfangreichen Leerständen bei Gewerbe- und Wohnimmobilien 
und der Abwanderung von Einzelhändlern und 
Einzelhändlerinnen oder deren Geschäftsaufgabe 
entgegenzuwirken. Er soll der Belebung der Innenstädte und 
örtlichen Zentren dienen. 
      
      
      
      
      
      
 
Ladenöffnung steigert überörtliche Sichtbarkeit 
der jeweiligen Kommune als attraktiver und 
lebenswerter Standort, insbesondere für den 
Tourismus und die Freizeitgestaltung, als 
Wohn- und Gewerbestandort sowie Standort 
von kulturellen und sportlichen Einrichtungen 
Das Interesse von Kommunen, als attraktiver und lebenswerter 
Standort wahrgenommen zu werden und sich entsprechend 
selbst darstellen zu können und sichtbar zu machen, stellt aus 
Sicht des Landesgesetzgebers ebenfalls einen gewichtigen 
Sachgrund dar. Der Sachgrund zielt auch auf den Erhalt 
kleinerer Kommunen ab, da diese im Gegensatz zu größeren 
Städten mehr 
Schwierigkeiten haben, neue Einwohner und Unternehmen 
anzuziehen. 
Er wird daher hier nicht weiter ausgeführt.

STREET27.
11.10.-24.10.2025
GALLERY
LINDENTHAL
über 50 Geschäfte zwischen Falkenburgstraße 
und Universitätsstraße stellen Kunst aus, werden zu 
Galerien und Museen.
Die Kunst beherrscht das Geschehen!
9.10. – 11.10.20269.10. – 11.10.2026
Veedels-Gourmetfest mit Winzermeile, 
Foodständen und Kinderkarussell.
Kinder Spieleland, Rallye für Kinder, Kindereisenbahn

LINDENTHALER

• Seit über 28 Jahren entwickelt sich die Street Gallery Lindenthal  
 immer mehr zum Kulturereignis im Veedel; was vor 28 Jahren mit  
„Kunst im Schaufenster“ begann, ist heute ein großartiges Mitein-
ander von Bürgern, Geschäften, Vereinen, Aktionen und Organisa-
tionen. 
 •Einmal im Jahr verwandelt die STREET GALLERY das Veedel in 
einen Ort der Kunst, Kultur und Begegnung und bringt nicht nur 
die Menschen, die hier leben und arbeiten, über die Kunst enger 
zusammen: auf ca. 1,6 km Länge entlang der Dürener Straße 
zwischen Falkenburgstraße, dem Karl-Schwering-Platz genau in 
der Mitte und der  Universitätsstraße am Ende werden Laden-
geschäfte zu Kunstgalerien; Plätze werden zu Open-Air-Ausstel-
lungen- und Austragungsorte für Konzerte; u.a. tritt der  bekannte  
Kölner St. Stephan Chor auf; eine „Speakers Corner“ gibt Raum 
für die öffentliche Meinung. 
•Zudem wird es wieder an dem Freitag eine große Vernissage mit 
den über 50   teilnehmenden Geschäften, zu der 28. Street Gallery 
in Lindenthal geben.
Vor den einzelnen Geschäften entlang der Dürener Straße wird 
Frau Martina Weigand einen großen Kunstspaziergang organi-
sieren, hier werden Künstler*innen (teilnehmende Geschäfte) und 
direkt vor Ort den Besuchern Ihre Exponate präsentieren.
Lindenthaler KünstPreis

Über 50 Geschäfte auf 
der Dürener Straße 
werden zu Galerien
Ein Bild aus Nägeln von Karl Lagerfeld und David Bowie beim 
Optiker; kleine Vogelbilder aus Steinen zwischen Damen-
bekleidung und kräftige, abstrakte Malerei zwischen Baby-
stramplern. Das ist die STREET GALLERY Lindenthal. Der inha-
bergeführte Einzelhandel schafft Raum für die Kunst und bringt 
somit die Menschen näher zusammen. Seit 28 Jahren lockt die 
STREET GALLERY  Kunstschaffende und Kunstinteressierte an 
und erweitert das Leben im Veedel um kulturelle Ereignisse. Die 
STREET GALLERY zeigt Bekanntes und Unbekanntes, immer 
wieder neu und doch schon aus Tradition. Sie gibt jungen, un-
bekannten Künstlern ein Forum genauso wie bekannten und be-
liebten Künstlern jeden Genres und zieht weit über die Grenzen 
Kölns hinaus Interessierte Menschen ins Veedel.

9.10. – 11.10.20269.10. – 11.10.2026
Veedels-Gourmetfest mit Win-
zermeile, Foodständen 
und Kinderkarussell.
Kinder Spieleland
Rallye für Kinder 
Kindereisenbahn
mit freundlicher Unterstützung von:
ORGANISATOR
info@werbepraxis.de 
Hotline:
0221 170 77 88 
(nur am Veranstaltungstag)
11.–13.  OKTOBER 2024
Karl-Schwering-Platz
Fr.  13–22 Uhr
Sa. 13–22 Uhr
So. 11–20 Uhr
VERKAUFSOFFENER 
SONNTAG
13. OKTOBER 2024  
13-18 UHR
VERANSTALTER
STREET26.
GALLERY
LINDENTHAL
Fr. 11.10. - Sa. 19.10.2024

9.10. – 11.10.20269.10. – 11.10.2026
Veedels-Gourmetfest mit 
Winzermeile, Foodständen 
und Kinderkarussell.
Kinder Spieleland
Rallye für Kinder 
Kindereisenbahn
mit freundlicher Unterstützung von:
ORGANISATOR
info@werbepraxis.de 
Hotline:
0221 170 77 88 
(nur am Veranstaltungstag)
11.–13.  OKTOBER 2024
Karl-Schwering-Platz
Fr.  13–22 Uhr
Sa. 13–22 Uhr
So. 11–20 Uhr
VERKAUFSOFFENER 
SONNTAG
13. OKTOBER 2024  
13-18 UHR
VERANSTALTER
STREET26.
GALLERY
LINDENTHAL
Fr. 11.10. - Sa. 19.10.2024

9.10. – 11.10.20269.10. – 11.10.2026
Veedels-Gourmetfest mit Winzermeile, 
Foodständen 
und Kinderkarussell.
Kinder Spieleland
Rallye für Kinder 
Kindereisenbahn
mit freundlicher Unterstützung von:
ORGANISATOR
info@werbepraxis.de 
Hotline:
0221 170 77 88 
(nur am Veranstaltungstag)
11.–13.  OKTOBER 2024
Karl-Schwering-Platz
Fr.  13–22 Uhr
Sa. 13–22 Uhr
So. 11–20 Uhr
VERKAUFSOFFENER 
SONNTAG
13. OKTOBER 2024  
13-18 UHR
VERANSTALTER
STREET26.
GALLERY
LINDENTHAL
Fr. 11.10. - Sa. 19.10.2024

START Bei der Rallye werden an 30 Stationen entlang der Dürener 
Str., draußen VOR den Geschäften auf den Bürgersteigen 
und an den Straßenecken, verschiedene Quizfragen oder 
Aufgaben gestellt, die in unterschiedlicher Schwierigkeits-
Kategorie für Kleine und Größere gestellt werden.
Der Start der Rallye wird am Infostand des Ring Linden-
thaler Gerschäftsleute e.V. errichtet, hier erhalten alle 
Teilnehmer der kostenlosen Rallye eine Stempelkarte und 
können direkt die erste Station, die von dem RLG e.V. orga-
nisiert wird, erkunden. Mit dieser Stempelkarte können die 
unterschiedlichen Stationen durchlaufen werden. 
Als besonderes Highlight - wie in 2025 - wird der RLG 
e.V. einen Teil der Dürener Str. (Karl-Schwering-Platz bis 
Classen-Kappelmann-Str.) sperren lassen und für das Kin-
der-Kreativ-und Spieleland abtrennen. Hier können sich die 
kleinen und großen Kinder an verschiedenen Attraktionen 
austoben und spielerisch den alle Aktionen kennen lernen. 
Als Attraktionen sind z.B. sind wieder mehrere Hüpfburgen, 
ein Hindernisparcours, Pedalos und Kettcars geplant. Als 
Aktionen soll es eine Station mit Mini-Gewächshäusern 
zum selbst setzen mit verschieden Obst- und Gemüsesorten 
und einen Button-, Mal und Basteltisch mit Motiven aus der 
Blumen- und Tierwelt geben.
KUNST- & HERBSTRALLYE 
FÜR KINDER
RALLYE STATIONEN

Sehr geehrte Damen und Herren, 
 
auch in diesem Oktober findet auf der Dürener Straße die Street Gallery statt, in Verbindung 
mit dem Herbstfest am Wochenende. 
 
Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler erhalten mit der Street Gallery ein Forum,  um 
sichtbar zu werden, und für das Publikum wird die Möglichkeit zur Begegnung sowohl mit den 
Ausstellenden als auch miteinander geboten. 
 
Als Spaziergängerinnen und Spaziergänger haben wir wieder die unschätzbare Gelegenheit, 
die Kunst in unserem unmittelbaren Umfeld auf uns wirken zu lassen. Aber selbst dann, wenn 
wir in Eile irgendetwas erledigen müssen, können wir uns von dem einen oder anderen Exponat 
einfangen lassen, das uns besonders anspricht. 
 
Den Organisatorinnen und Organisatoren  danke ich  für ihr Engagement und für ihren 
Durchhaltewillen. Außerdem danke ich den Künstlerinnen und Künstlern für die rege Teilnahme 
an diesem mittlerweile traditionellen Ereignis. 
 
Ich wünsche viel Vergnügen beim Betrachten der Kunstwerke. 
 
Ihre  
 
Cornelia Weitekamp  
Bezirksbürgermeisterin Lindenthal

STREET GALLERY 
Lindenthal
Pressespiegel

Kölner Stadt-
Anzeiger 
1 7 .09.201 9

Kölnische Rundschau
24.09.201 9

Kölner Stadt-
Anzeiger 
26.09.201 9

Kölner 
Wochenspiegel
02.10.201 9 02.10.201 9

Kölner 
Wochenspiegel
23/24.10.2020

Kölner 
Stadt-
Anzeiger 
22.10.2020

Kölner 
Stadt-
Anzeiger 
21.10.2021

Geheimtip - 
Köln 
14. - 22. Oktober 2022

Express 
7 . Oktober 2022

Kölner Stadt-
Anzeiger 
20.06.2023

Linden
Magazin
Ausgabe Herbst 2023
Das 2 5t e Jahr der S TREET GALLER Y Lindenthal wir d ge -
b ühr end gef eier t , denn tr o tz P andemie , Ener giekrise und 
der w ach senden Gef ähr dung des Einz elhandels dur ch das 
Jahr e in F olge dur chgeführ t zu w er den.
Die STREET GALLER Y
V om 13 . 10 . bis zum 2 1. 10 .202 3 st ehen Lindenthal und die 
Dür ener Str aße wieder im Z eichen der K un st . In dieser Z eit 
-
w erk e ent deckt w er den: Maler eien, Skulp tur en, F o t ogr a fien 
besu cht w er den k önnen. W er dies gerne in Begleitung der 
Lindenthaler K ün stlerin Mar tina W eigand machen möcht e , 
k ann am Sam st ag, dem 14 . 10 . an dem belieb t en K un stspa -
zier gang t eilnehmen. Es geht um 13 Uhr los , St ar tp unkt ist 
v or Cologne Co utur e an der Eck e Geibelstr aße . Um 16 Uhr 
finde t dann auf dem K arl- Sch w ering-Pla tz die Jubiläum s -
f eier st a t t .
Das Lindenthaler Herbstfest 
Eingeläut e t wir d die K un st aktion v on dem Lindenthaler 
Herbst f est , v on dem die S TREET GALLER Y ber eits im 
v er gangenen Jahr begleit e t wur de . Es beginnt am F r ei -
t ag, dem 13 . 10 . um 16 Uhr mit der Go urme tmeile auf dem 
K arl- Sch w ering-Pla tz: F oodst ände mit unt erschiedlich st en 
-
drink s , dazu Mu sik v on DJ Nobbes und ein Kinderk aru ssell 
für die kleinen Gäst e . Dieses Pr ogr amm wir d am Sonnt ag, 
dem 1 5 . 10 . ab 1 1 Uhr dur ch das k ost enfr eie Spieleland für 
Kinder er w eit er t . Es finde t auf einem gesperr t en Abschnit t 
der Dür ener Str aße , ab dem K arl- Sch w ering-Pla tz, stat t . 
Neben den beliebten Hüp fb ur gen wir d es noch viele w eit e -
r e spannende A t tr aktionen geben. Ge t opp t wir d das Ganz e 
sich gemütliches Bummeln mit einer kün stlerischen Ent -
deckungsr eise v erbinden.
Das Lindenthaler Künstlerviertel
In diesem Jahr wir d das Kinderspieleland anlässlich der Ju-
biläum sf eier um das Lindenthaler K ün stler vier t el er w eit er t . 
T anz, L esung, P oesie , Mu sik oder Handw erk v or führ en und 
Str aße wir d K un st umgese tzt .
Es wir d auf der V eedels - W ebsit e www .lindenthal.inf o v om 
19 . 10 . bis 2 2 . 10 . ein V o ting für das schön st e Lindenthal-
25 JAHRE 
S TREE T 
GALLER Y
V er an st altung
Lindenthal feiert 
Jubiläum und 
Herbstfest
3 2

Linden
Magazin 
Ausgabe Herbst 2023

Kölner Stadt-
Anzeiger 
16.10.2023

Linden
Magazin 
Ausgabe Herbst 2024

Geheimtip - 
Köln  
1 1. - 1 9. Oktober 2024

1 1. - 1 9. Oktober 2024
Geheimtip - 
Köln

Kölner Stadt-
Anzeiger 
02.09.2024

Kölner Stadt-
Anzeiger 
02.09.2024

CIMA 201 9
Passantenfrequenzzählung
Da wir bereits an einem vergleichbaren Fest im 
Frühling eine Passatenfrequenzzählung durch die 
CIMA am Sonntag durchgeführt haben, die ein 
Besucherpotential ergeben hat, das mindestens 
doppelt groß ist wie die Zahl regulärer Einkaufs-
besucher an einem Werktag (Details: s. „Quellen-
angabe und die Belege“ sowie die separate Aus-
wertung der CIMA), nehmen wir dies zum Anlass, 
dass auch zum neu ausgetragenen Herbstfest ein 
ähnlich hoher Wert zu erwarten ist.

Anlage 6 Anträge Porz

150868 Zeichen

Antrag verkaufsoffener Sonntag Köln Porz-Mitte, 31. Mai 2026 
 
Beachte: 
Maximal drei verkaufsoffene Sonntage im Jahr in Köln (Selbstbeschränkung durch 
Beschluss des Kölner Rates; zu beachten ist ebenfalls die angelegte Liste gesperrte 
Feiertage) 
Bitte beachten Sie als Interessengemeinschaften, dass die Werbung für Ihre 
Anlassveranstaltung im Vordergrund steht. Werbung für die Verkaufsstellenöffnung muss 
eine untergeordnete Rolle spielen. Beispiele für eine geeignete Werbemaßnahme 
entnehmen Sie der Anwendungshilfe des Wirtschaftsministeriums. Verstößen wird im Wege 
des Verwaltungszwangsverfahrens begegnet werden. 
 
 
Antragsteller: Porzity e.V. 
 
 
 
Bezeichnung des Anlass: Markt:  
Mobilitätsfrühling 31. Mai 2026 
 
Messe: 
 
Örtliches Fest: 
 
Ähnliche Veranstaltung: 
 
Anlassbeschreibung: Mobilitätsfrühling in der Porzer 
Innenstadt  
- mehr als 20 Jahre wurde von der 
mittlerweile aufgelösten 
Interessengemeinschaft ISG in der 
Porzer Mitte der Autofrühling organisiert. 
Diese Veranstaltung ist in ganz Porz 
bekannt. Die neue 
Interessengemeinschaft Porzity e.V. 
möchte diese historische Veranstaltung 
nun wieder aufleben lassen, sie aber 
modernisieren und zu einem 
Mobilitätsfrühling weiterentwickeln. So 
soll an die Tradition von Veranstaltungen 
in der Porzer Mitte angeknüpft werden, 
gleichzeitig aber auch ein neues und 
größeres Publikum mit der Veranstaltung 
adressiert werden. 
 
Das Mobilitätsverhalten hat sich in den 
vergangenen Jahren gewandelt. Ebenso 
wird der Wandel hin zu erneuerbaren 
Energien immer präsenter – nicht nur, 
aber auch im Bereich der Mobilität. In 
Porz gibt es viele Unternehmen, die sich 
mit technischen Innovationen 
beschäftigen. Diese möchten wir für den

Mobilitätsfrühling in die Porzer 
Innenstadt holen, um sich zu 
präsentieren. Wir fassen also das Thema 
Mobilität in Zukunft weiter – nicht nur im 
Sinne der Fortbewegung, sondern auch 
mobil im Hinblick auf Innovationen und 
eine zukunftsorientierte Entwicklung. Der 
Mobilitätsfrühling soll zeigen, dass Porz 
in diesem Bereich viel vorzuweisen hat. 
Die Porzer Unternehmen sollen auch 
dadurch an einer Teilnahme motiviert 
werden, dass sie durch die Präsenz bei 
der Veranstaltung als Arbeitgeber in 
Porz sichtbar werden. Wir möchten 
daher in der Bewerbung auch explizit die 
Porzer Schulen kontaktieren. 
Gleichzeitig soll ein Effekt der 
Veranstaltung sein, die Vielfältigkeit der 
Porzer Wirtschaft zu zeigen und damit 
auch das Selbst Image der Porzer*innen 
auf ihren Bezirk zu stärken. 
Wie in der Vergangenheit möchten wir 
auch weiterhin die Porzer Autohäuser 
ansprechen, sich in der Porzer City im 
Rahmen des Mobilitätsfrühlings 
präsentieren, z.B. Autohaus 
Fleischhauer, Autohaus Schmitz, 3H 
Automobile (…). Wir möchten aber auch 
aber auch weitere Unternehmen (z.B. 
Fahrradgeschäfte, E-Bike/Scooter 
Anbieter, Initiativen wie den ADFC) 
einladen, um das Thema Mobilität in 
Porz und darüber hinaus ganzheitlich zu 
betrachten.  
Darüber hinaus möchten wir Porzer 
Unternehmen ansprechen, die sich mit 
dem technischen Fortschritt und 
modernen Lösungen für aktuelle 
Herausforderungen beschäftigen. Wir 
denken dabei beispielsweise an Anbieter 
von Balkonkraftwerken oder 
Wärmepumpen. Diese Ansprache soll 
das Angebot im Vergleich zu früher 
erweitern und den Besucher*innen ein 
abwechslungsreiches Erlebnis 
ermöglichen viele verschiedene Porzer 
Unternehmen kennenzulernen.  
Die Stände der Unternehmen werden 
ergänzt durch ein kulinarisches und 
musikalisches Rahmenprogramm (siehe 
genauere Erläuterung unten). 
Der Mobilitätsfrühling ist eine wichtige 
und notwendige Veranstaltung zur 
langfristigen Standortsicherung, zur

Belebung der Innenstadt von Porz um 
eine weitere Abwanderung der Kunden 
zu stoppen, der Porzer will sich in 
seinem Stadtteil wohl fühlen und dies 
gelingt nur, wenn wir unseren Porzern 
mehr bieten als nur den schnellen 
Einkauf. Gleichzeitig bedarf es einer 
zeitgemäßen Weiterentwicklung des 
bisherigen Autofrühlings, dem wir mit 
einem Fokus auf nachhaltige Mobilität 
sowie weiteren Tech-Unternehmen aus 
Porz mit einem Bezug zum Thema 
Nachhaltigkeit begegnen möchten. Die 
Besucher*innen erhalten dann einen 
Übersichtsplan zu den verschiedenen 
Angeboten in der Porzer Mitte, um sich 
zwischen den Ständen zurecht zu finden 
und ihren Interessen zu folgen. 
 
Die Fertigstellung der Neuen Mitte Porz 
befindet sich in den letzten Zügen. Die 
vielen Jahre der Baustelle in der Porzer 
Mitte hat zu einer Image 
Verschlechterung geführt. Daher ist es 
umso wichtiger die traditionellen Porzer 
Veranstaltungen nun in der Neuen 
Porzer Mitte wiederaufleben zu lassen 
und so Tradition und Innovation 
zusammenzubringen.  
 
Bildet die Anlassveranstaltung den Hauptgrund 
für Besucher/Besucherinnen die Veranstaltung 
zu besuchen oder steht die Ladenöffnung im 
Vordergrund? 
Die Verwaltung muss insbesondere darlegen, dass und wie die 
hinter den in § 6 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 bis 5 LÖG NRW genannten 
öffentlichen Interessen durch die Ladenöffnung an Sonn - und 
Feiertagen gefördert werden können. Dabei ist vor allem 
herauszuarbeiten, warum das Umsat z- oder Shoppinginteresse 
hierbei nicht im Vordergrund steht.  
x ja 
☐ nein 
(wenn nein, keine Aussicht auf Erfolg für 
eine Genehmigung durch den Rat der 
Stadt Köln) 
Bei dem Anlass handelt es sich um: ☐ eine historische Veranstaltung 
x eine Veranstaltung, welche zum 
wiederholten Mal stattfindet 
☐ erstmalig stattfindende Veranstaltung 
Besteht ein unmittelbar räumlicher und 
zeitlicher Bezug zur Anlassveranstaltung und 
den zur Öffnung vorgesehenen 
Verkaufsstellen? 
Hinweis: Von einer räumlichen Nähe ist regelmäßig 
insbesondere dann auszugehen, wenn die örtliche Veranstaltung 
in den Straßenzügen, die zur Ladenöffnung vorgesehen sind, 
stattfindet. 
Eine zeitliche Nähe besteht dann, wenn die örtliche 
Veranstaltung am selben Tag, nicht notwend ig zeitgleich, jedoch 
zeitlich überlappend stattfindet. 
 
Zwischen Veranstaltung und Verkaufsstellenöffnung muss ein 
angemessenes Verhältnis bestehen. Die in der Vergangenheit 
geschaffenen Anlässe um eine Verkaufsstellenöffnung zu 
x ja 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf 
Erfolg für eine Genehmigung durch den 
Rat der Stadt Köln)

erreichen, wie z.B. der Flohmarkt auf einem Möbelhausgelände, 
sogenannte Bauernmärkte mit 10 Zeltverkaufsstellen von 
Reisegewerbetreibenden, Grillfest (Spanferkelgrillen) in einem 
Gewerbegebiet, Hüpfburgen- und Eiertierveranstaltungen 
werden nicht genügen, Verkaufsstellenöffnungen zu 
genehmigen. Orientieren Sie sich hier an die vom Rat zuletzt 
genehmigten Anlässe.  
 
Räumliche Nähe ist gegeben bei örtlichen Veranstaltungen in 
den Straßenzügen, die zur Ladenöffnung vorgesehen ist; 
Gesamtveranstaltungsbereich einschl. Verbindungs - und 
Nebenstraßen, wenn die Veranstaltungsorte über diesen Bereich 
verteilt sind; eine Ausweitung über den Bereich hinaus, wird 
nicht genehmigungsfähig sein; 
Zieht die Anlassveranstaltung mehr Besucher 
als die der Verkaufsstellenöffnung? 
Fragestellung wird trotz Wegfall der Besucherprognose gestellt 
(vgl. Beschluss des VG Düsseldorf v. 22.05.2018);entgegen der 
Anwendungshilfe; juristische Bewertung der Verwa ltung; 
x ja 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf 
Erfolg für eine Genehmigung durch den 
Rat der Stadt Köln) 
Besucher wegen Anlassveranstaltung: 
 
Besucher wegen Verkaufsstellenöffnung: 
 
Veranstaltungsfläche: 
 
Verkaufsfläche: 
Ca. 9000 am Sonntag Nachmittag 
 
Ca. 4500 
 
2500qm 
 
8520qm 
Quellenangabe und Belege zu 
Besucheraufkommen, Veranstaltungsfläche 
und Verkaufsfläche: 
Das OVG Münster verlangt, dass sich die Stadt Köln in einer für 
die gerichtliche Überprüfung nachvollziehbaren und 
dokumentierten Klarheit über Charakter, Größe und Zuschnitt 
der Veranstaltung verschafft (auch hier VG Düsseldorf)  
Die Einschätzung der Fläche entnehmen 
Sie dem Aufstellungsplan für den 
Adventsmarkt im Anhang. Die 
Einschätzungen zur Frequenz beruhen 
auf den Erfahrungswerten der alten 
Interessengemeinschaft aus der 
Vergangenheit. In der Neuauflage des 
Marktes werden nun die neuen Flächen 
des Friedrich Ebert Platzes in die 
Veranstaltungsfläche integriert.  
 
Die nachfolgend genannten Sachgründe 
wurden im Rahmen der Novellierung des LÖG 
geschaffen.  
Verkaufsoffene Sonntage wurden bis dahin 
ausschließlich aufgrund von Veranstaltungen 
von den zur Antragstellung berechtigten 
Interessengemeinschaften genehmigt. 
Eine Antragstellung von Seiten der Verwaltung 
ist nicht beabsichtigt und vom Rat in Richtung 
Verwaltung (politische/wirtschaftspolitische 
Erwägungen) auch nicht aufgegeben. 
Die nachfolgenden Sachgründe können 
allerdings kumulativ vorliegen und der 
Verwaltung dazu dienen, dem Rat das 
öffentliche Interesse über den Anlass-bezug/-
zusammenhang hinaus zu begründen. 
Hier sind die 
Antragsberechtigten/Interessengemeinschaften 
gefordert, diese Sachgründe geltend zu 
machen/nachzuweisen und überprüfbare 
Belege vorzulegen. 
 
Der ehemalige Autofrühling ist eine 
Institution in Porz und der Ausfall in den 
vergangenen Jahren wurde bzw. wird 
von vielen Porzerinnen und Porzern sehr 
bedauert. Daher sind nun auch mehrere 
ortsansässige Vereine bei der 
Organisation beteiligt, wie unter anderem 
die Porzer Stadtgarde e.V. und der 
Bürgerverein Porz-Mitte. Neben den 
Ständen der (mit Vorzug Porzer 
Unternehmen) wird es auch ein 
kulinarisches Angebot geben, bei dem 
wir ebenfalls wiederum auf lokale 
Gastronom*innen aus Porz 
zurückgreifen möchten.  
Aufgrund von Erfahrungen (z.B. mit dem 
Porzer Weinfest) gibt es mittlerweile ein 
Pool an Gastronom*innen, die gerne zu 
Veranstaltungen in die Porzer Mitte 
kommen. Wir planen einen

Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept liegt 
hier zum Download bereit. Es wird gefordert, 
dass die Kommune auf der Grundlage eines 
Einzelhandelskonzepts mit der 
Sonntagsöffnung gezielt einen der genannten 
Sachgründe verfolgt. Derzeit enthält das 
Einzelhandelskonzept  Sonntagsöffnungen 
noch nicht als Mittel, um das öffentliche 
Interesse in Gestalt der benannten weiteren 
Sachgründe zu fördern. Die nachfolgend 
genannten Sachgründe können daher derzeit 
nicht mit dem aktuellen Einzelhandelskonzept 
begründet werden. 
Grundbestand von mindestens 10 
Essens sowie Getränkeständen in der 
Porzer Mitte aufzubauen, damit die 
Besucher*innen gut versorgt sind. 
Gleichzeitig soll es auch Angebote 
explizit für Kinder geben, hier ist 
beispielsweise der Aufbau eines 
Karussells sowie einer Hüpfburg geplant. 
In Kooperation mit den sozialen 
Einrichtungen in Porz möchten wir 
darüber hinaus Angebote wie ein 
Kinderschminken und Armbänder 
basteln realisieren.  
Im Bereich des Friedrich Ebert Platzes 
soll es zudem auf einer Bühne ein 
musikalisches Rahmenprogramm geben 
u.a. mit einer Talk Runde zum Thema 
Mobilität in Porz. Aufgrund des 
zukunftsorientierten Themas der 
Veranstaltung soll es darüber hinaus auf 
der Bühne ein Infoangebot zum ISEK 
Porz-Mitte geben, bei dem den 
Besucher*innen erläutert wird, welche 
Projekte in der Porzer Mitte bereits 
umgesetzt werden und welche für die 
Zukunft geplant sind. Für die 
musikalischen Beiträge möchten wir auf 
lokale Künstler*innen zurückgreifen, die 
in Porz bekannt sind. Dazu gehören Solo 
Artists mit teilweise kölschen Liedern, 
aber auch lokale Chöre.  
 
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der Stärkung 
oder Entwicklung eines vielfältigen stationären 
Einzelhandelsangebots  
Hinweis: Der amtlichen Begründung zum Gesetzesentwurf ist zu 
entnehmen, dass der stationäre Einzelhandel vielerorts einer 
Gefährdung durch den Online-Handel unterliegt. Dem soll durch 
begrenzte Freigabe von Sonntagsöffnungen begegnet werden. 
Hier sei auf den Beschluss des OVG Münster vom 27.04.2018 
hingewiesen. Die Kammer kommt hier nämlich, anders als der 
Gesetzgeber zu dem Ergebnis, dass die allgemeine, für den 
stationären Einzelhandel einer jeden Kommune ganzjährig 
bestehende Konkurrenzsituation zum Onlinehandel für sich 
genommen nicht geeignet ist, eine Ausnahme von der Regel der 
Sonn- und Feiertagsruhe zu begründen. Die Kammer weist 
ausdrücklich darauf hin, dass der Einzelhandel selbst und 
ausdrücklich gefordert ist, stets gewichtige, im Einzelfall 
festzustellende und in der Abwägung dem gebotenen Sonn - und 
Feiertagsschutz gegenüberzustellende öffentliche Interessen 
vorzutragen. 
Es werden danach Belege benötigt, die nachprüfbar ausführ en, 
dass der stationäre Einzelhandel vor Ort gefährdet ist. (z.B. 
Leerstände; Verarmung des Angebots, Erhalt bestehender oder 
Schaffung neuer Arbeitsplätze)  
Neben § 6 Abs. 1 S. 2. Nr. 1 LÖG NRW 
möchten wir den Antrag auf § 6 Abs. 1 S. 
2. Nr. 2 - 4 LÖG NRW (Sachgrund Nr.2, 
Nr.3, Nr. 4) stützen.  
Aus der „Anlage zur Anwendungshilfe für 
die Kommunen und den Handel im 
Umgang mit dem neugefassten § 6 LÖG 
NRW“ ist zu entnehmen, dass für 
Sachgrund Nr. 2 Nr. 3, Nr.4 Belege 
angeführt werden können, die eine 
konkrete Gefährdung des örtlichen 
Einzelhandel aufzeigen 
(„Anwendungshilfe“, Seiten 19-20, 29). 
Auch die Urteile vom OVG NRW  
(27.04.2018,4 B 571/18 -   
25.05.2018, 4 B 707/18) zeigen auf, 
dass eine hinreichende Konkretisierung 
der örtlichen Einzelhandelssituation 
erforderlich ist.

Der Einzelhandel in der Porzer 
Innenstadt steht in besonderer Weise 
unter Druck. Im Abschlussbericht 
„Integriertes 
Stadtentwicklungskonzept Porz Mitte 
(ISEK)“ vom 04.05.2018 ist die  
Gefährdung des Einzelhandels 
ausführlich dokumentiert 
(Abschlussbericht ISEK, Seiten 20-23). 
Die Gefährdungssituation bezieht sich 
auf das gesamte Bezirksteilzentrum 
Porz. 
Ausgelöst wurden die „Trading Down“ 
Effekte vor allem durch die Schließung 
des Hertie Warenhauses. In der Folge 
kam es zu vermehrten Leerständen,  
Frequenzrückgängen und zu massiven 
Verschlechterungen von Lagequalitäten 
(Abschlussbericht ISEK, Seite 21).  
Mitte 2017 wurden im Zentrumsbereich 
mehr als 20 leerstehende Ladenlokale 
gezählt (Abschlussbericht ISEK, Seite 
22, Kartierung). Die Leerstände 
erstrecken sich u.a. über die 
Bahnhofsstraße, Hermannstraße, 
Josefstraße, Hauptstraße, 
Wilhelmstraße, Friedrich Ebert-Platz und 
verteilen sich über das gesamte 
Bezirksteilzentrum. 
Die konkrete Gefährdungssituation 
spiegelt sich ebenfalls in dem Indikator 
der Einzelhandelszentralität wider. 
Porz (PLZ 51143) weist im Jahr 2017 ein 
Wert von 70,3 auf, sodass es an diesem 
Standort nachweisbar zu 
Kaufkraftabflüssen kommt 
(Zahlenmaterial von Michael Bauer 
Research GmbH).  
Eine Stärkung des 
Einzelhandelsangebotes in der Porzer 
Innenstadt ist ein explizites Ziel im 
„Integriertes Stadtentwicklungskonzept 
Porz Mitte“  (Abschlussbericht ISEK, 
Seiten 42-43).  
Mittlerweile ist auf der Fläche des 
ehemaligen Herties mit drei neuen 
Häusern mit Wohn und Gewerbenutzung 
die Neue Mitte Porz entstanden. Die 
Einrichtung der Freiflächen der Neuen 
Mitte befindet sich seit mehreren Jahren 
weiterhin in der Bauphase. Diese 
Situation belastet weiterhin die 
Geschäftsentwicklung der Porzer Mitte.

Auch in der Zukunftsagenda 
Bezirkszentrum Porz aus dem Jahr 2023 
(verfasst durch die CIMA im Rahmen 
des Sofortprogramms zur Stärkung 
unserer Innenstädte und Zentren NRW) 
wird die Leerstandssituation als eines 
der zentralen Risiken für die Porzer Mitte 
analysiert (S. 18) und die Belebung des 
Einzelhandelsstandortes als ein Leitziel 
festgehalten (S. 22). 
Aufgrund der positiven Effekte von 
Sonntagsöffnungen wie Imagesteigerung 
für den Einzelhandelsstandort, 
Aktivierung von Besuchern aus anderen 
Stadtteilen und angrenzenden 
Kommunen, ist eine Sonntagsöffnung 
ein probates Instrument der 
Einzelhandelsförderung.  
Diese Zielsetzung geht über „bloße 
Umsatzinteressen und alltägliche 
Erwerbsinteresse potenzieller Käufer“ 
hinaus und dient der nachhaltigen 
Einzelhandelsentwicklung am Standort 
Porz Mitte.    
Im Ergebnis ergibt sich ein öffentliches 
Interesse, den Einzelhandelsstandort 
Porz Mitte mit einem verkaufsoffenen 
Sonntag zu fördern und rechtfertigt nach 
unserer Auffassung eine Ausnahme vom 
verfassungsrechtlich geschützten 
Sonntagsschutz. 
 
 
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der Stärkung 
oder Entwicklung zentraler 
Versorgungsbereiche (Versorgungsinteresse, 
insbesondere weniger mobiler und ältere Teile 
der Bevölkerung; Sicherstellung wohnortnaher 
Versorgung) 
Hinter dem Sachgrund steht das grundgesetzlich geschützte 
Versorgungsinteresse der Bevölkerung, insbesondere der 
weniger mobilen und älteren Teile der Bevölkerung. Zentrale 
Versorgungsbereiche müssen erhalten bleiben, da ihnen eine 
herausragende Bedeutung für den Bestand und die Entwicklung 
der Städte und Gemeinden, insbesondere der Sicherstellung 
wohnortnaher Versorgung zukommt. Als zentrale 
Versorgungsbereiche gelten daher nicht nur Stadtteilzentren, die 
im überörtlichen Funktionszusammenhang eine bedeutende 
Rolle einnehmen, sondern auch die Quartiers - und 
Nahversorgungs- bzw. Nahbereichszentren.  
Ein Wohnhaus der Neuen Mitte ist 
vollständig mit Seniorenwohnungen 
ausgestattet. Um diesem älteren Teil der 
Porzer Bevölkerung auch in Zukunft die 
Nahversorgung zu gewährleisten ist eine 
positive Entwicklung des 
Bezirkszentrums von hoher Bedeutung. 
Ladenöffnung dient der Belebung der 
Innenstädte, Ortskerne, Stadt- oder 
Ortsteilzentren 
Mit dem Sachgrund soll der Gefahr einer drohenden Verödung 
der Innenstädte mit negativen Auswirkungen  
auf die örtlichen Lebens- und Wohnverhältnisse der Bevölkerung 
begegnet werden. Zielrichtung der Regelung ist es, 
umfangreichen Leerständen bei Gewerbe- und Wohnimmobilien 
und der Abwanderung von Einzelhändlern und

Einzelhändlerinnen oder deren Geschäftsaufgabe 
entgegenzuwirken. Er soll der Belebung der Innenstädte und 
örtlichen Zentren dienen. 
Ladenöffnung steigert überörtliche Sichtbarkeit 
der jeweiligen Kommune als attraktiver und 
lebenswerter Standort, insbesondere für den 
Tourismus und die Freizeitgestaltung, als 
Wohn- und Gewerbestandort sowie Standort 
von kulturellen und sportlichen Einrichtungen 
Das Interesse von Kommunen, als attraktiver und lebenswerter 
Standort wahrgenommen zu werden und sich entsprechend 
selbst darstellen zu können und sichtbar zu machen, stellt aus 
Sicht des Landesgesetzgebers ebenfalls einen gewichtigen 
Sachgrund dar. Der Sachgrund zielt auch a uf den Erhalt 
kleinerer Kommunen ab, da diese im Gegensatz zu größeren 
Städten mehr 
Schwierigkeiten haben, neue Einwohner und Unternehmen 
anzuziehen. 
Er wird daher hier nicht weiter ausgeführt.

„Aufwand hat sich nicht gelohnt“ Kein Autofrühling, kein verkaufsof... https://www.ksta.de/koeln/porz/porz-veedel/aufwand-hat-sich-nicht-g...
2 von 10 25.08.2025, 12:05

„Aufwand hat sich nicht gelohnt“ Kein Autofrühling, kein verkaufsof... https://www.ksta.de/koeln/porz/porz-veedel/aufwand-hat-sich-nicht-g...
3 von 10 25.08.2025, 12:05

„Aufwand hat sich nicht gelohnt“ Kein Autofrühling, kein verkaufsof... https://www.ksta.de/koeln/porz/porz-veedel/aufwand-hat-sich-nicht-g...
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„Aufwand hat sich nicht gelohnt“ Kein Autofrühling, kein verkaufsof... https://www.ksta.de/koeln/porz/porz-veedel/aufwand-hat-sich-nicht-g...
5 von 10 25.08.2025, 12:05

„Aufwand hat sich nicht gelohnt“ Kein Autofrühling, kein verkaufsof... https://www.ksta.de/koeln/porz/porz-veedel/aufwand-hat-sich-nicht-g...
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„Aufwand hat sich nicht gelohnt“ Kein Autofrühling, kein verkaufsof... https://www.ksta.de/koeln/porz/porz-veedel/aufwand-hat-sich-nicht-g...
7 von 10 25.08.2025, 12:05

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„Aufwand hat sich nicht gelohnt“ Kein Autofrühling, kein verkaufsof... https://www.ksta.de/koeln/porz/porz-veedel/aufwand-hat-sich-nicht-g...
8 von 10 25.08.2025, 12:05

Antrag verkaufsoffener Sonntag Köln Porz-Mitte, 13. September 2026 
Beachte: 
Maximal drei verkaufsoffene Sonntage im Jahr in Köln (Selbstbeschränkung durch 
Beschluss des Kölner Rates; zu beachten ist ebenfalls die angelegte Liste gesperrte 
Feiertage) 
Bitte beachten Sie als Interessengemeinschaften, dass die Werbung für Ihre 
Anlassveranstaltung im Vordergrund steht. Werbung für die Verkaufsstellenöffnung muss 
eine untergeordnete Rolle spielen. Beispiele für eine geeignete Werbemaßnahme 
entnehmen Sie der Anwendungshilfe des Wirtschaftsministeriums. Verstößen wird im Wege 
des Verwaltungszwangsverfahrens begegnet werden. 
Antragsteller: Porzity e.V. 
Bezeichnung des Anlass: Markt:  
Musikalischer Herbstmarkt 2026 
Messe: 
Örtliches Fest: 
Ähnliche Veranstaltung: 
Anlassbeschreibung: Der Musikalische Herbst wurde von der 
mittlerweile aufgelösten 
Interessengemeinschaft ISG mehr als 40 
Jahre in der Porzer Innenstadt 
durchgeführt. An diese Tradition 
möchten wir anknüpfen und den 
Musikalischen Herbst wieder aufleben 
lassen. 
Der Mark bietet umfangreiches 
Begleitprogramm durch   
Kinderbelustigungen und Kulinarisches, 
Auftritte verschiedener Porzer 
Karnevalsvereinen (genauere Erläuterun 
siehe unten). 
Die Organisation erfolgt Kooperation mit 
der Porzer Stadtgarde e.V. sowie dem 
City Center und weiteren Porzer 
Vereinen.  
Der Mark ist eine wichtige und 
notwendige Veranstaltung zur 
langfristigen Standortsicherung, zur 
Belebung der Innenstadt von Porz um 
eine weitere Abwanderung der Kunden 
zu stoppen, der Porzer will sich in 
seinem Stadtteil wohl fühlen und dies 
gelingt nur, wenn wir unseren Porzern 
mehr bieten als nur den schnellen 
Einkauf !!

Die Fertigstellung der Neuen Mitte Porz 
befindet sich in den letzten Zügen. Die 
vielen Jahre der Baustelle in der Porzer 
Mitte hat zu einer Image 
Verschlechterung geführt. Daher ist es 
umso wichtiger die traditionellen Porzer 
Veranstaltungen nun in der Neuen 
Porzer Mitte wiederaufleben zu lassen 
und so Tradition und Innovation 
zusammenzubringen.  
 
Bildet die Anlassveranstaltung den Hauptgrund 
für Besucher/Besucherinnen die Veranstaltung 
zu besuchen oder steht die Ladenöffnung im 
Vordergrund? 
Die Verwaltung muss insbesondere darlegen, dass und wie die 
hinter den in § 6 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 bis 5 LÖG NRW genannten 
öffentlichen Interessen durch die Ladenöffnung an Sonn - und 
Feiertagen gefördert werden können. Dabei ist vor allem 
herauszuarbeiten, warum das Umsatz- oder Shoppinginteresse 
hierbei nicht im Vordergrund steht.  
x ja 
☐ nein 
(wenn nein, keine Aussicht auf Erfolg für 
eine Genehmigung durch den Rat der 
Stadt Köln) 
Bei dem Anlass handelt es sich um: ☐ eine historische Veranstaltung 
x eine Veranstaltung, welche zum 
wiederholten Mal stattfindet 
☐ erstmalig stattfindende Veranstaltung 
Besteht ein unmittelbar räumlicher und 
zeitlicher Bezug zur Anlassveranstaltung und 
den zur Öffnung vorgesehenen 
Verkaufsstellen? 
Hinweis: Von einer räumlichen Nähe ist regelmäßig 
insbesondere dann auszugehen, wenn die örtliche Veranstaltung 
in den Straßenzügen, die zur Ladenöffnung vorgesehen sind, 
stattfindet. 
Eine zeitliche Nähe besteht dann, wenn die örtliche 
Veranstaltung am selben Tag, nicht notwendig zeitgleich, jedoch 
zeitlich überlappend stattfindet. 
 
Zwischen Veranstaltung und Verkaufsstellenöffnung muss ein 
angemessenes Verhältnis bestehen. Die in der Vergangenheit 
geschaffenen Anlässe um eine Verkaufsstellenöffnung zu 
erreichen, wie z.B. der Flohmarkt auf einem Möbelhausgelände, 
sogenannte Bauernmärkte mit 10 Zeltverkaufsstellen von 
Reisegewerbetreibenden, Grillfest (Spanferkelgrillen) in einem 
Gewerbegebiet, Hüpfburgen- und Eiertierveranstaltungen 
werden nicht genügen, Verkaufsstellenöffnungen zu 
genehmigen. Orientieren Sie sich hier an die vom Rat zuletzt 
genehmigten Anlässe.  
 
Räumliche Nähe ist gegeben be i örtlichen Veranstaltungen in 
den Straßenzügen, die zur Ladenöffnung vorgesehen ist; 
Gesamtveranstaltungsbereich einschl. Verbindungs - und 
Nebenstraßen, wenn die Veranstaltungsorte über diesen Bereich 
verteilt sind; eine Ausweitung über den Bereich hinaus , wird 
nicht genehmigungsfähig sein; 
x ja 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf 
Erfolg für eine Genehmigung durch den 
Rat der Stadt Köln) 
Zieht die Anlassveranstaltung mehr Besucher 
als die der Verkaufsstellenöffnung? 
Fragestellung wird trotz Wegfall der Besucherprognose gestellt 
(vgl. Beschluss des VG Düsseldorf v. 22.05.2018);entgegen der 
Anwendungshilfe; juristische Bewertung der Verwaltung;  
x ja 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf 
Erfolg für eine Genehmigung durch den 
Rat der Stadt Köln)

Besucher wegen Anlassveranstaltung: 
Besucher wegen Verkaufsstellenöffnung: 
Veranstaltungsfläche: 
Verkaufsfläche: 
Ca. 9000 am Sonntag Nachmittag 
Ca. 4500 
2500qm incl. Bühne 
8520qm 
Quellenangabe und Belege zu 
Besucheraufkommen, Veranstaltungsfläche 
und Verkaufsfläche: 
Das OVG Münster verlangt, dass sich die Stadt Köln in einer für 
die gerichtliche Überprüfung nachvollziehbaren und 
dokumentierten Klarheit über Charakter, Größe und Zuschnitt 
der Veranstaltung verschafft (auch hier VG Düsseldorf)  
Die Einschätzungen zur Frequenz 
beruhen auf den Erfahrungswerten der 
alten Interessengemeinschaft aus den 
Musikherbsten in der Vergangenheit. In 
der Neuauflage des Marktes werden nun 
die neuen Flächen des Friedrich Ebert 
Platzes in die Veranstaltungsfläche 
integriert.  
Die nachfolgend genannten Sachgründe 
wurden im Rahmen der Novellierung des LÖG 
geschaffen.  
Verkaufsoffene Sonntage wurden bis dahin 
ausschließlich aufgrund von Veranstaltungen 
von den zur Antragstellung berechtigten 
Interessengemeinschaften genehmigt. 
Eine Antragstellung von Seiten der Verwaltung 
ist nicht beabsichtigt und vom Rat in Richtung 
Verwaltung (politische/wirtschaftspolitische 
Erwägungen) auch nicht aufgegeben. 
Die nachfolgenden Sachgründe können 
allerdings kumulativ vorliegen und der 
Verwaltung dazu dienen, dem Rat das 
öffentliche Interesse über den Anlass-bezug/-
zusammenhang hinaus zu begründen. 
Hier sind die 
Antragsberechtigten/Interessengemeinschaften 
gefordert, diese Sachgründe geltend zu 
machen/nachzuweisen und überprüfbare 
Belege vorzulegen. 
Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept liegt 
hier zum Download bereit. Es wird gefordert, 
dass die Kommune auf der Grundlage eines 
Einzelhandelskonzepts mit der 
Sonntagsöffnung gezielt einen der genannten 
Sachgründe verfolgt. Derzeit enthält das 
Einzelhandelskonzept  Sonntagsöffnungen 
noch nicht als Mittel, um das öffentliche 
Interesse in Gestalt der benannten weiteren 
Sachgründe zu fördern. Die nachfolgend 
genannten Sachgründe können daher derzeit 
nicht mit dem aktuellen Einzelhandelskonzept 
begründet werden. 
Der Musikalische Herbst war eine 
Institution in Porz und der Ausfall in den 
vergangenen Jahren wurde bzw. wird 
von vielen Porzerinnen und Porzern sehr 
bedauert. Daher sind nun auch mehrere 
ortsansässige Vereine bei der 
Organisation beteiligt. Die Porzer 
Stadtgarde organisiert das kulturelle 
Programm für die Bühne auf dem 
Friedrich Ebert Platz. Neben 
kulinarischen Ständen können sich 
Porzer Vereine vorstellen und bieten 
Aktionen zum Mitmachen für Kinder an. 
Für die gastronomischen Stände besteht 
mittlerweile ein Netzwerk aus Anbietern, 
die gerne zu Veranstaltungen in die 
Porzer Mitte kommen. Unser 
Schwerpunk liegt darauf, Porzer Betriebe 
zu einer Teilnahme zu motivieren, um ihr 
Angebot zu präsentieren. Das Angebot 
soll dabei vielfältig sein, um den 
Besucher*innen eine 
abwechslungsreiche Auswahl zu 
präsentieren.   
Für die musikalischen Beiträge möchten 
wir auf lokale Künstler*innen 
zurückgreifen, die bereits in Porz 
bekannt sind. Dazu gehören 
ortsansässige Band und Solo Künstler 
mit teilweise kölschen Liedern, aber 
auch Chöre aus Porz. Zusätzlich hoffen 
wir die Musikschule Porz für Beiträge auf 
der Bühne gewinnen zu können. Darüber 
hinaus gibt es Musik Projekte im 
Jugendzentrum Glashütte, denen wir 
ebenfalls einen Zeitslot auf der Bühne 
anbieten möchten, um sich zu

präsentieren. Grundsätzlich haben wir 
das Ziel, Menschen aus Porz auf die 
Bühne zu bringen und so natürlich auch 
Aufmerksamkeit auf unsere 
Veranstaltung zu wecken.  
Auf allen unseren Veranstaltungen sind 
wir bemüht ein möglichst vielfältiges 
Angebot für Kinder zu organisieren, um 
auch junge Familien aus Porz und 
Umgebung anzusprechen. Fest dazu 
gehören eine Hüpfburg sowie bis zu zwei 
Kinder-Karussells. Auch auf der Bühne 
sehen wir ein Zeitslot mit einem 
Kinderangebot vor, z.B. ein Clown oder 
ein Puppentheater.  
Gemeinsam mit sozialen Einrichtungen 
und Vereinen in Porz möchten wir 
zusätzliche Stände anbieten, wie z.B. 
Kinderschminken, Armbänder Basteln 
und Malen. Hierzu möchten wir unter 
anderem Kontakt aufnehmen zum 
Jugendzentrum Glashütte, den Kitas, 
dem Bürgerverein, der 
Sozialraumkoordination und weiteren 
Vereinen, wie z.B. dem Alevitischen 
Kulturzentrum oder dem Interkult e.V.. 
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das 
Netzwerk in Porz-Mitte gut funktioniert 
und sich die Akteure bei ihren 
Veranstaltungen gegenseitig 
unterstützen. Diese Gemeinschaft wollen 
wir mit unseren Veranstaltungen weiter 
fördern.  
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der Stärkung 
oder Entwicklung eines vielfältigen stationären 
Einzelhandelsangebots  
Hinweis: Der amtlichen Begründung zum Gesetzesentwurf ist zu 
entnehmen, dass der stationäre Einzelhandel vielerorts einer 
Gefährdung durch den Online-Handel unterliegt. Dem soll durch 
begrenzte Freigabe von Sonntagsöffnungen begegnet werden. 
Hier sei auf den Beschluss des OVG Münster vom 27.04.2018 
hingewiesen. Die Kammer kommt hier nämlich, anders als der 
Gesetzgeber zu dem Ergebnis, dass die allgemeine, für den 
stationären Einzelhandel einer jeden Kommune ganzjährig 
bestehende Konkurrenzsituation zum Onlinehandel für sich 
genommen nicht geeignet ist, eine Ausnahme von der Regel der 
Sonn- und Feiertagsruhe zu begründen. Die Kammer weist 
ausdrücklich darauf hin, dass der Einzelhandel selbst und 
ausdrücklich gefordert ist, stets gewichtige, im Einzelfall 
festzustellende und in der Abwägung dem gebotenen Sonn - und 
Feiertagsschutz gegenüberzustellende öffentliche Interessen 
vorzutragen. 
Es werden danach Belege benötigt, die nachprüfbar ausführen, 
dass der stationäre Einzelhandel vor Ort gefährdet ist. (z.B. 
Leerstände; Verarmung des Angebots, Erhalt bestehender oder 
Schaffung neuer Arbeitsplätze)  
Neben § 6 Abs. 1 S. 2. Nr. 1 LÖG NRW 
möchten wir den Antrag auf § 6 Abs. 1 S. 
2. Nr. 2 - 4 LÖG NRW (Sachgrund Nr.2,
Nr.3, Nr. 4) stützen.
Aus der „Anlage zur Anwendungshilfe für 
die Kommunen und den Handel im 
Umgang mit dem neugefassten § 6 LÖG 
NRW“ ist zu entnehmen, dass für 
Sachgrund Nr. 2 Nr. 3, Nr.4 Belege 
angeführt werden können, die eine 
konkrete Gefährdung des örtlichen 
Einzelhandel aufzeigen 
(„Anwendungshilfe“, Seiten 19-20, 29). 
Auch die Urteile vom OVG NRW 
(27.04.2018,4 B 571/18 -   
25.05.2018, 4 B 707/18) zeigen auf, 
dass eine hinreichende Konkretisierung

der örtlichen Einzelhandelssituation 
erforderlich ist.  
Der Einzelhandel in der Porzer 
Innenstadt steht in besonderer Weise 
unter Druck. Im Abschlussbericht 
„Integriertes 
Stadtentwicklungskonzept Porz Mitte 
(ISEK)“ vom 04.05.2018 ist die  
Gefährdung des Einzelhandels 
ausführlich dokumentiert 
(Abschlussbericht ISEK, Seiten 20-23). 
Die Gefährdungssituation bezieht sich 
auf das gesamte Bezirksteilzentrum 
Porz. 
Ausgelöst wurden die „Trading Down“ 
Effekte vor allem durch die Schließung 
des Hertie Warenhauses. In der Folge 
kam es zu vermehrten Leerständen,  
Frequenzrückgängen und zu massiven 
Verschlechterungen von Lagequalitäten 
(Abschlussbericht ISEK, Seite 21).  
Mitte 2017 wurden im Zentrumsbereich 
mehr als 20 leerstehende Ladenlokale 
gezählt (Abschlussbericht ISEK, Seite 
22, Kartierung). Die Leerstände 
erstrecken sich u.a. über die 
Bahnhofsstraße, Hermannstraße, 
Josefstraße, Hauptstraße, 
Wilhelmstraße, Friedrich Ebert-Platz und 
verteilen sich über das gesamte 
Bezirksteilzentrum. 
Die konkrete Gefährdungssituation 
spiegelt sich ebenfalls in dem Indikator 
der Einzelhandelszentralität wider. 
Porz (PLZ 51143) weist im Jahr 2017 ein 
Wert von 70,3 auf, sodass es an diesem 
Standort nachweisbar zu 
Kaufkraftabflüssen kommt 
(Zahlenmaterial von Michael Bauer 
Research GmbH).  
Eine Stärkung des 
Einzelhandelsangebotes in der Porzer 
Innenstadt ist ein explizites Ziel im 
„Integriertes Stadtentwicklungskonzept 
Porz Mitte“  (Abschlussbericht ISEK, 
Seiten 42-43).  
Mittlerweile ist auf der Fläche des 
ehemaligen Herties mit drei neuen 
Häusern mit Wohn und Gewerbenutzung 
die Neue Mitte Porz entstanden. Die 
Einrichtung der Freiflächen der Neuen 
Mitte befindet sich seit mehreren Jahren 
weiterhin in der Bauphase. Diese

Situation belastet weiterhin die 
Geschäftsentwicklung der Porzer Mitte. 
Auch in der Zukunftsagenda 
Bezirkszentrum Porz aus dem Jahr 2023 
(verfasst durch die CIMA im Rahmen 
des Sofortprogramms zur Stärkung 
unserer Innenstädte und Zentren NRW) 
wird die Leerstandssituation als eines 
der zentralen Risiken für die Porzer Mitte 
analysiert (S. 18) und die Belebung des 
Einzelhandelsstandortes als ein Leitziel 
festgehalten (S. 22). 
Aufgrund der positiven Effekte von 
Sonntagsöffnungen wie Imagesteigerung 
für den Einzelhandelsstandort, 
Aktivierung von Besuchern aus anderen 
Stadtteilen und angrenzenden 
Kommunen, ist eine Sonntagsöffnung 
ein probates Instrument der 
Einzelhandelsförderung.  
Diese Zielsetzung geht über „bloße 
Umsatzinteressen und alltägliche 
Erwerbsinteresse potenzieller Käufer“ 
hinaus und dient der nachhaltigen 
Einzelhandelsentwicklung am Standort 
Porz Mitte.    
Im Ergebnis ergibt sich ein öffentliches 
Interesse, den Einzelhandelsstandort 
Porz Mitte mit einem verkaufsoffenen 
Sonntag zu fördern und rechtfertigt nach 
unserer Auffassung eine Ausnahme vom 
verfassungsrechtlich geschützten 
Sonntagsschutz. 
 
 
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der Stärkung 
oder Entwicklung zentraler 
Versorgungsbereiche (Versorgungsinteresse, 
insbesondere weniger mobiler und ältere Teile 
der Bevölkerung; Sicherstellung wohnortnaher 
Versorgung) 
Hinter dem Sachgrund steht das grundgesetzlich geschützte 
Versorgungsinteresse der Bevölkerung, insbesondere der 
weniger mobilen und älteren Teile der Bevölkerung. Zentrale 
Versorgungsbereiche müssen erhalten bleiben, da ihnen eine 
herausragende Bedeutung für den Bestand und d ie Entwicklung 
der Städte und Gemeinden, insbesondere der Sicherstellung 
wohnortnaher Versorgung zukommt. Als zentrale 
Versorgungsbereiche gelten daher nicht nur Stadtteilzentren, die 
im überörtlichen Funktionszusammenhang eine bedeutende 
Rolle einnehmen, sondern auch die Quartiers- und 
Nahversorgungs- bzw. Nahbereichszentren.  
Ein Wohnhaus der Neuen Mitte ist 
vollständig mit Seniorenwohnungen 
ausgestattet. Um diesem älteren Teil der 
Porzer Bevölkerung auch in Zukunft die 
Nahversorgung zu gewährleisten ist eine 
positive Entwicklung des 
Bezirkszentrums von hoher Bedeutung. 
Ladenöffnung dient der Belebung der 
Innenstädte, Ortskerne, Stadt- oder 
Ortsteilzentren 
Mit dem Sachgrund soll der Gefahr einer drohenden Verödung 
der Innenstädte mit negativen Auswirkungen

auf die örtlichen Lebens- und Wohnverhältnisse der Bevölkerung 
begegnet werden. Zielrichtung der Regelung ist es, 
umfangreichen Leerständen bei Gewerbe - und Wohnimmobilien 
und der Abwanderung von Einzelhändlern und 
Einzelhändlerinnen oder deren Geschäftsa ufgabe 
entgegenzuwirken. Er soll der Belebung der Innenstädte und 
örtlichen Zentren dienen. 
Ladenöffnung steigert überörtliche Sichtbarkeit 
der jeweiligen Kommune als attraktiver und 
lebenswerter Standort, insbesondere für den 
Tourismus und die Freizeitgestaltung, als 
Wohn- und Gewerbestandort sowie Standort 
von kulturellen und sportlichen Einrichtungen 
Das Interesse von Kommunen, als attraktiver und lebenswerter 
Standort wahrgenommen zu werden und sich entsprechend 
selbst darstellen zu können und sichtba r zu machen, stellt aus 
Sicht des Landesgesetzgebers ebenfalls einen gewichtigen 
Sachgrund dar. Der Sachgrund zielt auch auf den Erhalt 
kleinerer Kommunen ab, da diese im Gegensatz zu größeren 
Städten mehr 
Schwierigkeiten haben, neue Einwohner und Unterneh men 
anzuziehen. 
Er wird daher hier nicht weiter ausgeführt.

Redakteur/in
RAG - Redaktion
Musikalischer Herbst in der Porzer City
Ein rundum gelungenes Programm
15. Oktober 2019, 07:28 Uhr • 141× gelesen
Die Porzer City war sehr gut besucht, als die Innenstadtgemeinschaft Porz (ISG) zum Musikalischen Herbst eingeladen hatte.  • Foto: Flick • hochgeladen von
RAG - Redaktion
Porz - (sf). Ein Bühnenprogramm mit Live-Musik, Kirmes-Attraktionen, jede
Menge Speis und Trank und den ganzen Tag shoppen, obwohl Sonntag ist:
Es gab viele Gründe, den „Musikalischen Herbst 2019“ in der
Porzer City zu besuchen.
Tatsächlich erwiesen sich alle genannten Attraktionen als
Publikumsmagneten, so war die Porzer City den gesamten Nachmittag lang
entsprechend gut gefüllt. Im City Center warteten insbesondere für
die jüngsten Besucher viele Überraschungen: ein Clown, der
Luftballons in witzigen Formen bastelte oder auch das Kinderschminken
waren so gefragt, dass sich an beiden Attraktionen immer wieder lange
Schlangen bildeten. Ebenfalls bei den Kindern sehr beliebt war eine
Fahrt auf einem der beiden Kinderkarussells.
Auf Schnäppchenjagd konnte man sich derweil auf dem Trödel- und
Antiquitätenmarkt begeben. Auf der Bühne am City-Center sorgten die
Räuber und Kölsch Royal für Party-Stimmung, während der ehemalige
Lupo-Sänger Jannik die Besucher nur mit Gitarre und Gesang in seinen
Bann zog.
Zum Abschluss des Musikalischen Herbstes zeigten sich die Veranstalter
mit der Resonanz rundum zufrieden: „Wir hatten Glück, dass wir so
ein traumhaft schönes Wetter hatten. Der Musikalische Herbst ist
hervorragend angenommen worden“, sagte City-Center Managerin Ute
Femfert vom Vorstand der Innenstadtgemeinschaft (ISG) Porz. Diese
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Antrag verkaufsoffener Sonntag Köln Porz-Mitte, 13. Dezember 2026 
 
Beachte: 
Maximal drei verkaufsoffene Sonntage im Jahr in Köln (Selbstbeschränkung durch 
Beschluss des Kölner Rates; zu beachten ist ebenfalls die angelegte Liste gesperrte 
Feiertage) 
Bitte beachten Sie als Interessengemeinschaften, dass die Werbung für Ihre 
Anlassveranstaltung im Vordergrund steht. Werbung für die Verkaufsstellenöffnung muss 
eine untergeordnete Rolle spielen. Beispiele für eine geeignete Werbemaßnahme 
entnehmen Sie der Anwendungshilfe des Wirtschaftsministeriums. Verstößen wird im Wege 
des Verwaltungszwangsverfahrens begegnet werden. 
 
 
Antragsteller: Porzity e.V. 
 
 
 
Bezeichnung des Anlass: Markt:  
Porzer Adventsmarkt 2026 
 
Messe: 
 
Örtliches Fest: 
 
Ähnliche Veranstaltung: 
 
Anlassbeschreibung: Traditioneller Adventsmarkt in der Porzer 
Innenstadt  
- seit mehr als 20 Jahres fand der 
Weihnachtsmarkt mit Ständen von 
regionalen Ausstellern, Kunstgewerbe, 
Handarbeiten, Schnitzereien, 
Dekorationsartikeln etc., 
Kinderprogramm mit Vergabe 
Wunschbaumaktion, Glühweinstand und 
der Beteiligung ortsansässiger Vereine in 
der Porzer Mitte statt (genauere 
Erläuterung siehe unten) 
Zwischen den Jahren 2022 bis 2024 
wurde der Markt aufgrund der Auflösung 
der alten ISG Porz-Mitte nicht mehr 
durchgeführt. Seit 2024 wird der 
Weihnachtsmarkt von der KG Porzer 
Stadtgarde und der neuen 
Interessengemeinschaft Porzity e.V. 
reaktiviert. 
Der Adventsmarkt ist eine wichtige und 
notwendige Veranstaltung zur 
langfristigen Standortsicherung, zur 
Belebung der Innenstadt von Porz um 
eine weitere Abwanderung der Kunden 
zu stoppen, der Porzer will sich in 
seinem Stadtteil wohl fühlen und dies 
gelingt nur, wenn wir unseren Porzern

mehr bieten als nur den schnellen 
Einkauf.  
 
Die Fertigstellung der Neuen Mitte Porz 
befindet sich in den letzten Zügen. Die 
vielen Jahre der Baustelle in der Porzer 
Mitte hat zu einer Image 
Verschlechterung geführt. Daher ist es 
umso wichtiger die traditionellen Porzer 
Veranstaltungen nun in der Neuen 
Porzer Mitte wiederaufleben zu lassen 
und so Tradition und Innovation 
zusammenzubringen.  
 
Bildet die Anlassveranstaltung den Hauptgrund 
für Besucher/Besucherinnen die Veranstaltung 
zu besuchen oder steht die Ladenöffnung im 
Vordergrund? 
Die Verwaltung muss insbesondere darlegen, dass und wie die 
hinter den in § 6 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 bis 5 LÖG NRW genannten 
öffentlichen Interessen durch die Ladenöffnung an Sonn - und 
Feiertagen gefördert werden können. Dabei ist vor allem 
herauszuarbeiten, warum das Umsatz- oder Shoppinginteresse 
hierbei nicht im Vordergrund steht.  
x ja 
☐ nein 
(wenn nein, keine Aussicht auf Erfolg für 
eine Genehmigung durch den Rat der 
Stadt Köln) 
Bei dem Anlass handelt es sich um: ☐ eine historische Veranstaltung 
x eine Veranstaltung, welche zum 
wiederholten Mal stattfindet 
☐ erstmalig stattfindende Veranstaltung 
Besteht ein unmittelbar räumlicher und 
zeitlicher Bezug zur Anlassveranstaltung und 
den zur Öffnung vorgesehenen 
Verkaufsstellen? 
Hinweis: Von einer räumlichen Nähe ist regelmäßig 
insbesondere dann auszugehen, wenn die örtliche Veranstaltung 
in den Straßenzügen, die zur Ladenöffnung vorgesehen sind, 
stattfindet. 
Eine zeitliche Nähe besteht dann, wenn die örtliche 
Veranstaltung am selben Tag, nicht notwendig zeitgleich, jedoch 
zeitlich überlappend stattfindet. 
 
Zwischen Veranstaltung und Verkaufsstellenöffnung muss ein 
angemessenes Verhältnis bestehen. Die in der Vergangenheit 
geschaffenen Anlässe um eine Verkaufsstellenöf fnung zu 
erreichen, wie z.B. der Flohmarkt auf einem Möbelhausgelände, 
sogenannte Bauernmärkte mit 10 Zeltverkaufsstellen von 
Reisegewerbetreibenden, Grillfest (Spanferkelgrillen) in einem 
Gewerbegebiet, Hüpfburgen- und Eiertierveranstaltungen 
werden nicht genügen, Verkaufsstellenöffnungen zu 
genehmigen. Orientieren Sie sich hier an die vom Rat zuletzt 
genehmigten Anlässe.  
 
Räumliche Nähe ist gegeben bei örtlichen Veranstaltungen in 
den Straßenzügen, die zur Ladenöffnung vorgesehen ist; 
Gesamtveranstaltungsbereich einschl. Verbindungs - und 
Nebenstraßen, wenn die Veranstaltungsorte über diesen Bereich 
verteilt sind; eine Ausweitung über den Bereich hinaus, wird 
nicht genehmigungsfähig sein; 
x ja 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf 
Erfolg für eine Genehmigung durch den 
Rat der Stadt Köln) 
Zieht die Anlassveranstaltung mehr Besucher 
als die der Verkaufsstellenöffnung? 
Fragestellung wird trotz Wegfall der Besucherprognose gestellt 
(vgl. Beschluss des VG Düsseldorf v. 22.05.2018);entgegen der 
Anwendungshilfe; juristische Bewertung der Verwaltung;  
x ja 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf 
Erfolg für eine Genehmigung durch den 
Rat der Stadt Köln)

Besucher wegen Anlassveranstaltung: 
 
Besucher wegen Verkaufsstellenöffnung: 
 
Veranstaltungsfläche: 
 
Verkaufsfläche: 
Ca. 9000 am Sonntag Nachmittag 
 
Ca. 4500 
 
2500qm 
 
8520qm 
Quellenangabe und Belege zu 
Besucheraufkommen, Veranstaltungsfläche 
und Verkaufsfläche: 
Das OVG Münster verlangt, dass sich die Stadt Köln in einer für 
die gerichtliche Überprüfung nachvollziehbaren und 
dokumentierten Klarheit über Charakter, Größe und Zuschnitt 
der Veranstaltung verschafft (auch hier VG Düsseldorf)  
Die Einschätzung der Fläche entnehmen 
Sie dem Aufstellungsplan für den 
Adventsmarkt im Anhang. Die 
Einschätzungen zur Frequenz beruhen 
auf den Erfahrungswerten der alten 
Interessengemeinschaft aus den 
Adventsmärkten in der Vergangenheit. In 
der Neuauflage des Marktes werden nun 
die neuen Flächen des Friedrich Ebert 
Platzes in die Veranstaltungsfläche 
integriert.  
 
Die nachfolgend genannten Sachgründe 
wurden im Rahmen der Novellierung des LÖG 
geschaffen.  
Verkaufsoffene Sonntage wurden bis dahin 
ausschließlich aufgrund von Veranstaltungen 
von den zur Antragstellung berechtigten 
Interessengemeinschaften genehmigt. 
Eine Antragstellung von Seiten der Verwaltung 
ist nicht beabsichtigt und vom Rat in Richtung 
Verwaltung (politische/wirtschaftspolitische 
Erwägungen) auch nicht aufgegeben. 
Die nachfolgenden Sachgründe können 
allerdings kumulativ vorliegen und der 
Verwaltung dazu dienen, dem Rat das 
öffentliche Interesse über den Anlass-bezug/-
zusammenhang hinaus zu begründen. 
Hier sind die 
Antragsberechtigten/Interessengemeinschaften 
gefordert, diese Sachgründe geltend zu 
machen/nachzuweisen und überprüfbare 
Belege vorzulegen. 
 
Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept liegt 
hier zum Download bereit. Es wird gefordert, 
dass die Kommune auf der Grundlage eines 
Einzelhandelskonzepts mit der 
Sonntagsöffnung gezielt einen der genannten 
Sachgründe verfolgt. Derzeit enthält das 
Einzelhandelskonzept  Sonntagsöffnungen 
noch nicht als Mittel, um das öffentliche 
Interesse in Gestalt der benannten weiteren 
Sachgründe zu fördern. Die nachfolgend 
genannten Sachgründe können daher derzeit 
nicht mit dem aktuellen Einzelhandelskonzept 
begründet werden. 
Wir möchten zunächst darauf verweisen, 
dass nach dem Urteil vom 
Oberverwaltungsgericht NRW (OVG 
NRW) vom 07.12.2017 (4 B 1538/17 – 
RN 20) Weihnachtsmärkte als tauglicher 
Anlass eingestuft  und den öffentlichen 
Charakter eines Sonntags maßgeblich 
prägen können.  
Der Porzer Adventsmarkt ist eine 
Institution in Porz und der Ausfall in den 
vergangenen Jahren wurde bzw. wird 
von vielen Porzerinnen und Porzern sehr 
bedauert. Daher sind nun auch mehrere 
ortsansässige Vereine bei der 
Organisation beteiligt. Die Porzer 
Stadtgarde organisiert eine 
Wunschbaumaktion, bei der Kindern aus 
Porz Weihnachtswünsche durch 
Besucher*innen der Geschäfte in der 
Innenstadt erfüllt werden können. Diese 
Aktion läuft bereits den gesamten 
Advent, auf der Bühne beim 
Adventsmarkt finden dann eine 
Verkündung der aktuellen gesammelten 
Summe von Geschenken und eine erste 
Übergabe statt. Nicht gekaufte Wünsche 
werden im Nachgang durch die 
Stadtgarde/IG Porzity besorgt.  
Zusätzlich organisieren wir auf der 
Bühne am Friedrich Ebert Platz ein 
Programm mit weihnachtlicher Musik. 
Die Boxen können so aufgebaut werden, 
dass man die Musik beim Besuch an den 
Verkaufs- und Essensständen hören 
kann. Für die musikalischen Beiträge

möchten wir auf lokale Künstler*innen 
zurückgreifen, die bereits in Porz 
bekannt sind. Dazu gehören 
ortsansässige Band und Solo Künstler, 
aber auch Chöre aus Porz. Zusätzlich 
hoffen wir die Musikschule Porz für 
Beiträge auf der Bühne gewinnen zu 
können. Grundsätzlich haben wir das 
Ziel, Menschen aus Porz auf die Bühne 
zu bringen und so natürlich auch 
Aufmerksamkeit auf unsere 
Veranstaltung zu wecken.  
Bei den Verkaufsständen möchten wir 
einen Schwerpunkt auf das lokale 
Kleingewerbe und Kunsthandwerk legen. 
Hier haben wir bereits mehrere Kontakte 
in Porz, beispielsweise eine 
Hutmacherin, einen Upcycling Stand, 
bemalte Rhein Steine, selbsthergestellter 
Honig und Kekse, gemalte Bilder aus 
Porz. Wir möchten so ein klassisches 
Weihnachtsmarkt-Angebot mit lokalem 
Bezug realisieren. Die Stände werden 
ergänzt durch professionelle Anbieter 
sowie Essensstände aus unserem 
Netzwerk.  
Wie auch beim Herbstfest möchten wir 
das Netzwerk der sozialen Einrichtungen 
und Vereine in Porz-Mitte ansprechen, 
um weitere Angebote und Aktionen für 
Kinder zu organisieren. Dazu gehören 
z.B. ein gemeinsames 
Schmücken/Beleuchten des 
Weihnachtsbaums vor dem City Center 
mit dem Bürgerverein, Mal/Bastel 
Angebote für Kinder in Kooperation mit 
den Kitas und weitere Stände in 
Kooperation mit der 
Sozialraumkoordination oder Vereinen 
wie dem Alevitischen Kulturzentrum oder 
dem Interkult e.V.  
 
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der Stärkung 
oder Entwicklung eines vielfältigen stationären 
Einzelhandelsangebots  
Hinweis: Der amtlichen Begründung zum Gesetzesentwurf ist zu 
entnehmen, dass der stationäre Einzelhandel vielerorts einer 
Gefährdung durch den Online-Handel unterliegt. Dem soll durch 
begrenzte Freigabe von Sonntagsöffnungen begegnet werden. 
Hier sei auf den Beschluss des OVG Münster vom 27.04.2018 
hingewiesen. Die Kammer kommt hier nämlich, anders als der 
Gesetzgeber zu dem Ergebnis, dass die allgemeine, für den 
stationären Einzelhandel einer jeden Kommune ganzjährig 
bestehende Konkurrenzsituation zum Onli nehandel für sich 
genommen nicht geeignet ist, eine Ausnahme von der Regel der 
Sonn- und Feiertagsruhe zu begründen. Die Kammer weist 
ausdrücklich darauf hin, dass der Einzelhandel selbst und 
Neben § 6 Abs. 1 S. 2. Nr. 1 LÖG NRW 
möchten wir den Antrag auf § 6 Abs. 1 S. 
2. Nr. 2 - 4 LÖG NRW (Sachgrund Nr.2, 
Nr.3, Nr. 4) stützen.  
Aus der „Anlage zur Anwendungshilfe für 
die Kommunen und den Handel im 
Umgang mit dem neugefassten § 6 LÖG 
NRW“ ist zu entnehmen, dass für 
Sachgrund Nr. 2 Nr. 3, Nr.4 Belege 
angeführt werden können, die eine 
konkrete Gefährdung des örtlichen

ausdrücklich gefordert ist, stets gewichtige, im Einzelfall 
festzustellende und in der Abwägung dem gebotenen Sonn - und 
Feiertagsschutz gegenüberzustellende öffentliche Interessen 
vorzutragen. 
Es werden danach Belege benötigt, die nachprüfbar ausführen, 
dass der stationäre Einzelhandel vor Ort gefährdet ist. (z.B. 
Leerstände; Verarmung des Angebots, Erhalt bestehender oder 
Schaffung neuer Arbeitsplätze)  
Einzelhandel aufzeigen 
(„Anwendungshilfe“, Seiten 19-20, 29). 
Auch die Urteile vom OVG NRW  
(27.04.2018,4 B 571/18 -   
25.05.2018, 4 B 707/18) zeigen auf, 
dass eine hinreichende Konkretisierung 
der örtlichen Einzelhandelssituation 
erforderlich ist.  
Der Einzelhandel in der Porzer 
Innenstadt steht in besonderer Weise 
unter Druck. Im Abschlussbericht 
„Integriertes 
Stadtentwicklungskonzept Porz Mitte 
(ISEK)“ vom 04.05.2018 ist die  
Gefährdung des Einzelhandels 
ausführlich dokumentiert 
(Abschlussbericht ISEK, Seiten 20-23). 
Die Gefährdungssituation bezieht sich 
auf das gesamte Bezirksteilzentrum 
Porz. 
Ausgelöst wurden die „Trading Down“ 
Effekte vor allem durch die Schließung 
des Hertie Warenhauses. In der Folge 
kam es zu vermehrten Leerständen,  
Frequenzrückgängen und zu massiven 
Verschlechterungen von Lagequalitäten 
(Abschlussbericht ISEK, Seite 21).  
Mitte 2017 wurden im Zentrumsbereich 
mehr als 20 leerstehende Ladenlokale 
gezählt (Abschlussbericht ISEK, Seite 
22, Kartierung). Die Leerstände 
erstrecken sich u.a. über die 
Bahnhofsstraße, Hermannstraße, 
Josefstraße, Hauptstraße, 
Wilhelmstraße, Friedrich Ebert-Platz und 
verteilen sich über das gesamte 
Bezirksteilzentrum. 
Die konkrete Gefährdungssituation 
spiegelt sich ebenfalls in dem Indikator 
der Einzelhandelszentralität wider. 
Porz (PLZ 51143) weist im Jahr 2017 ein 
Wert von 70,3 auf, sodass es an diesem 
Standort nachweisbar zu 
Kaufkraftabflüssen kommt 
(Zahlenmaterial von Michael Bauer 
Research GmbH).  
Eine Stärkung des 
Einzelhandelsangebotes in der Porzer 
Innenstadt ist ein explizites Ziel im 
„Integriertes Stadtentwicklungskonzept

Porz Mitte“  (Abschlussbericht ISEK, 
Seiten 42-43).  
Mittlerweile ist auf der Fläche des 
ehemaligen Herties mit drei neuen 
Häusern mit Wohn und Gewerbenutzung 
die Neue Mitte Porz entstanden. Die 
Einrichtung der Freiflächen der Neuen 
Mitte befindet sich seit mehreren Jahren 
weiterhin in der Bauphase. Diese 
Situation belastet weiterhin die 
Geschäftsentwicklung der Porzer Mitte. 
Auch in der Zukunftsagenda 
Bezirkszentrum Porz aus dem Jahr 2023 
(verfasst durch die CIMA im Rahmen 
des Sofortprogramms zur Stärkung 
unserer Innenstädte und Zentren NRW) 
wird die Leerstandssituation als eines 
der zentralen Risiken für die Porzer Mitte 
analysiert (S. 18) und die Belebung des 
Einzelhandelsstandortes als ein Leitziel 
festgehalten (S. 22). 
Aufgrund der positiven Effekte von 
Sonntagsöffnungen wie Imagesteigerung 
für den Einzelhandelsstandort, 
Aktivierung von Besuchern aus anderen 
Stadtteilen und angrenzenden 
Kommunen, ist eine Sonntagsöffnung 
ein probates Instrument der 
Einzelhandelsförderung.  
Diese Zielsetzung geht über „bloße 
Umsatzinteressen und alltägliche 
Erwerbsinteresse potenzieller Käufer“ 
hinaus und dient der nachhaltigen 
Einzelhandelsentwicklung am Standort 
Porz Mitte.    
Im Ergebnis ergibt sich ein öffentliches 
Interesse, den Einzelhandelsstandort 
Porz Mitte mit einem verkaufsoffenen 
Sonntag zu fördern und rechtfertigt nach 
unserer Auffassung eine Ausnahme vom 
verfassungsrechtlich geschützten 
Sonntagsschutz. 
 
 
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der Stärkung 
oder Entwicklung zentraler 
Versorgungsbereiche (Versorgungsinteresse, 
insbesondere weniger mobiler und ältere Teile 
der Bevölkerung; Sicherstellung wohnortnaher 
Versorgung) 
Hinter dem Sachgrund steht das grundgesetzlich geschützte 
Versorgungsinteresse der Bevölkerung, insbesondere der 
weniger mobilen und älteren Teile der Bevölkerung. Zentrale 
Versorgungsbereiche müssen erhalten bleiben, da ihnen eine 
herausragende Bedeutung für den Bestand und die Entwicklung 
Ein Wohnhaus der Neuen Mitte ist 
vollständig mit Seniorenwohnungen 
ausgestattet. Um diesem älteren Teil der 
Porzer Bevölkerung auch in Zukunft die 
Nahversorgung zu gewährleisten ist eine 
positive Entwicklung des 
Bezirkszentrums von hoher Bedeutung.

der Städte und Gemeinden, insbesondere der Sicherstellung 
wohnortnaher Versorgung zukommt. Als zentrale 
Versorgungsbereiche gelten daher nicht nur Stadtteilzentren, die 
im überörtlichen Funktionszusammenhang eine  bedeutende 
Rolle einnehmen, sondern auch die Quartiers - und 
Nahversorgungs- bzw. Nahbereichszentren.  
Ladenöffnung dient der Belebung der 
Innenstädte, Ortskerne, Stadt- oder 
Ortsteilzentren 
Mit dem Sachgrund soll der Gefahr einer drohenden Verödung 
der Innenstädte mit negativen Auswirkungen  
auf die örtlichen Lebens- und Wohnverhältnisse der Bevölkerung 
begegnet werden. Zielrichtung der Regelung ist es, 
umfangreichen Leerständen bei Gewerbe - und Wohnimmobilien 
und der Abwanderung von Einzelhändlern und 
Einzelhändlerinnen oder deren Geschäftsaufgabe 
entgegenzuwirken. Er soll der Belebung der Innenstädte und 
örtlichen Zentren dienen. 
 
Ladenöffnung steigert überörtliche Sichtbarkeit 
der jeweiligen Kommune als attraktiver und 
lebenswerter Standort, insbesondere für den 
Tourismus und die Freizeitgestaltung, als 
Wohn- und Gewerbestandort sowie Standort 
von kulturellen und sportlichen Einrichtungen 
Das Interesse von Kommunen, als attraktiver und lebenswerter 
Standort wahrgenommen zu werden und sich ents prechend 
selbst darstellen zu können und sichtbar zu machen, stellt aus 
Sicht des Landesgesetzgebers ebenfalls einen gewichtigen 
Sachgrund dar. Der Sachgrund zielt auch auf den Erhalt 
kleinerer Kommunen ab, da diese im Gegensatz zu größeren 
Städten mehr 
Schwierigkeiten haben, neue Einwohner und Unternehmen 
anzuziehen. 
Er wird daher hier nicht weiter ausgeführt.

Aufstellungsplan Adventsmarkt

Zukunftsagenda  
Bezirkszentrum Porz 
Partizipatives Handlungskonzept 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bearbeitung 
 
 
 
Auftraggeber 
Stadt Köln – gefördert durch das „Sofortprogramm zur Stär-
kung unserer Innenstädte und Zentren in NRW”

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
2 
Inhaltsverzeichnis 
1 Einführung 5 
1.1 Aufgabenstellung 5 
1.2 Ausgangssituation in Porz 5 
1.3 Prozess 7 
2 Bestandsaufnahme und -analyse 11 
2.1 Städtebauliche Strukturen im Porzer Bezirkszentrum 11 
2.2 Nutzungsstrukturen des Porzer Zentrums 12 
2.3 Qualitätskriterien des Einzelhandels im Porzer Zentrum 14 
2.4 Leerstehende und mindergenutzte Ladenlokale 17 
2.5 Zusammenfassende SWOT-Analyse 18 
3 Zielperspektiven 21 
3.1 Leitziele 21 
3.2 Transformationsräume 23 
4 Handlungsempfehlungen 26

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
3 
Abbildungen 
Abb. 1: Bisheriges Netzwerk des Porzer Zentrenmanagements 8 
Abb. 2: Zeitplan und wesentliche Projektbausteine des Zentrenmanagements 10 
Abb. 3: Lagebereiche im Zentralen Versorgungsbereich Porz 12 
Abb. 4: Nutzungsmix im Porzer Zentrum 13 
Abb. 5: Nutzungskartierung Oktober 2021 14 
Abb. 6: Zielgruppen- und Qualitätsorientierung des Porzer Einzelhandels im ZV 15 
Abb. 7: Warenpräsentation und Ladengestaltung des Porzer Einzelhandels 15 
Abb. 8: Crossmarketing Website / Social Media 16 
Abb. 9: SWOT-Tabelle 18 
Abb. 10: SWOT-Karte Porz 20 
Abb. 11: Zielkarte Zukunftsagenda Porz 25 
Abb. 12: Übersicht Maßnahmenkatalog Zukunftsagenda Porz 26

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
4 
Vorwort 
 
Das Förderprogramm „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und 
Zentren in Nordrhein-Westfalen“ vom Land NRW wurde aufgelegt, um den Aus-
wirkungen der Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie aktiv zu begegnen. 
Das Sofortprogramm soll dazu dienen, ausgewählte Geschäftsbereiche gezielt 
zu unterstützen. Die Stadt Köln hat sich erfolgreich für drei Bezirkszentren be-
worben und erhält Fördermittel für die Zentren Ehrenfeld, Kalk und Porz. Diese 
werden nun eingesetzt, um in jedem der drei Bezirkszentren ein Zentrenma-
nagement zu initiieren und gemeinsame Perspektiven mit engagierten Men-
schen vor Ort zu erarbeiten. Die Bezirkszentren Porz, Kalk und Ehrenfeld wur-
den aufgrund der besonderen Leerstandssituation, städtebaulicher Defizite und 
zu beobachtender Trading-Down-Tendenzen ausgewählt. Gemeinsam mit den 
beiden beauftragten Planungsbüros, dem Planungsbüro cima in Porz und dem Planungsbüro 
Stadt+Handel in Kalk und Ehrenfeld, konnte der Prozess Ende 2021 starten. 
 
Seitdem wurde in verschiedenen Beteiligungs - und Austauschformaten gemeinsam mit Gewerbe-
treibenden und lokal engagierten Menschen Handlungsansätze entwickelt. Dazu gehörte die inten-
sive Analyse der Bezirkszentren, das Formulieren von Zukunftsbildern und dazu passender Maß-
nahmenpakete. Die vorliegende Zukunftsagenda fasst diesen Prozess zusammen und dient als 
Grundlage für die anstehende Umsetzungsphase des Zentrenmanagements. 
 
Das Bezirkszentrum Porz ist geprägt durch die umfassende Umstrukturierung der Porzer Mitte. Nach 
Aufgabe und Abbruch des ehemaligen Hertie -Kaufhauses prägen heute drei moderne Stadthäuser 
das Zentrum als attraktive Mitte. Durch das Zentrenmanagement können wir das Zusammenwach-
sen der alten und neuen Handelslagen positiv begleiten. Durch die Entwicklung von Leitzielen und 
gezielten Maßnahmen, die darauf einzahlen, soll die Attraktivität der Porzer Geschäftslagen sukzes-
sive verbessert werden. 
 
Ich bedanke mich herzlich bei allen, die an der Erstellung der Zukunftsagenda für Porz mitgewirkt 
haben und eine erfolgreiche Umsetzung unterstützen. 
 
 
Ihr 
 
 
 
Andree Haack 
Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales der Stadt Köln

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
5 
1 Einführung 
1.1 Aufgabenstellung 
Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Sommer 2020 das Sofort programm zur Stärkung der Innen-
städte und Zentren in Nordrhein- Westfalen aufgelegt, um Kommunen bei der Bewältigung strukt u-
reller Probleme ihrer Stadt(teil-)zentren zu unterstützen. Ausschlaggebend für die Initiierung des För-
derprogramms waren die massiven Auswirkungen der Corona- Pandemie, insbesondere auf den 
(Einzel-)Handel, die Gastronomie und Dienstleistungsbereiche. Innenstädte und Ortszentren stehen 
als Handelslagen bereits seit Jahren unter enormem Druck. Der generelle Strukturwandel im Einzel-
handel, u. a. bedingt durch ein verändertes Einkaufsverhalten und den gesellschaftlichen Wandel, 
spiegelt sich in steigenden Umsätzen des Online- Handels und vielerorts in Schließungen von Ein-
zelhandelsbetrieben wider. So verursachte Leerstände und Trading Down-Prozesse können die Ent-
wicklungsfähigkeit von Innenstädten oder Stadtteilzentren nachhaltig beeinträchtigen.  Die Corona-
Pandemie wirkte wie ein Beschleuniger der Veränderungen. Nun sind zudem Auswirkungen des 
Kriegs in der Ukraine und der damit einhergehenden „Energiekrise“ zu spüren.  
Um eine nachhaltige Strategie zu entwickeln, die individuell auf die unterschiedlichen lokalen Bedin-
gungen abgestimmt ist, bedarf es personelle r und finanzieller Ressourcen sowie der Möglichkeit, 
bereits kurzfristig Maßnahmen anstoßen zu können . Die Förderung im Rahmen des Sofortpro-
gramms des Landes NRW ermöglicht es den beteiligten Kommunen, die Handlungsfähigkeit zu stär-
ken und neue Lösungsansätze für die Innenstadt zu entwickeln. Dazu wurden im Sofortprogramm 
fünf verschiedene Förderbausteine definiert, darunter der Baustein „Anstoß eines Zentrenmanage-
ments“. Diesen hat die Stadt Köln u. a. für das Bezirkszentrum Porz im ersten Programmaufruf (Juli 
2020) beantragt. Nach Aufnahme in das Sofortprogramm wurde im August 2021 die CIMA Beratung 
+ Management GmbH beauftragt.  
Der Anstoß eines Zentrenmanagements zielt darauf,  
 die Potenziale und Risiken vor Ort zu identifizieren und Handlungsbedarfe zu analysieren, 
 die Leerstandssituation zu untersuchen und Lösungsansätze zu entwickeln, 
 ein lokales Netzwerk aufzubauen und zu stärken, 
 Veranstaltungen und Workshops, u. a. mit Eigentümer*innen und Gewerbetreibenden, durchzu-
führen 
 erste Maßnahmen des Innenstadtmarketings und der Öffentlichkeitsarbeit anzustoßen 
 sowie als Bindeglied zwischen den lokalen Akteuren und der Stadt zu agieren. 
1.2 Ausgangssituation in Porz 
Das Bezirkszentrum Porz hat in den letzten Jahren einen Strukturwandel durchlaufen, wie er auch 
in vielen anderen, ähnlich strukturierten Zentren erfolgte. Der örtliche Einzelhandel hat seine früher 
strukturprägende Funktion deutlich eingebüßt . Insbesondere in der Bahnhofstraße als traditionelle 
Einkaufsstraße des Porzer Bezirkszentrums sowie in den Randlagen der City  sind Trading Down 
Tendenzen erkennbar, die z. T. durch städtebauliche Missstände forciert werden. Die Anzahl der 
Einzelhandelsbetriebe ging im Laufe der Jahre stark zurück – allein in den letzten fünf Jahren (2016 
bis 2021) verschwanden knapp 10 % der Einzelhandelsbetriebe. Dabei wurden v. a. inhabergeführte 
Geschäfte aufgegeben. Oftmals folgten dienstleistungsorientierte oder gastronomische Angebote, in 
einzelnen Bereichen des Stadtzentrums prägen Leerstände einseitig das Stadtbild. Auch Vergnü-
gungsstätten (Spielhallen, Wettbüros) haben zentrale Ladenlokale belegt.  Die Bahnhofstraße zeigt 
aktuell nur einen eingeschränkten Branchenmix bei einer gleichzeitig hohen Ansiedlung und Fluktu-
ation gastronomischer Betriebe im Imbissbereich. 
Neben den allgemeinen, strukturell bedingten Veränderungen ist die Porzer Mitte besonders durch 
die Entwicklungen am Standort des ehemaligen Hertie-Kaufhauses geprägt. Durch die Schließung

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
6 
im Jahr 2009 ging der Porzer Mitte ein zentraler Magnetbetrieb verloren; i m Zuge der langjährigen 
Brachfläche inmitten des Bezirkszentrums folgten negative Entwicklungen auf die städtebauliche At-
traktivität und die Aufenthaltsqualität. Die Revitalisierung des Geländes und die damit einhergehende 
Neustrukturierung des Standortes gestaltete sich schwierig. Erst im Jahr 2014 konnte mit dem Kauf 
der Fläche durch die Stadt Köln und der im Jahr 2016 folgenden Übertragung der Projektentwicklung 
an die Tochter moderne Stadt GmbH das Projekt „Neue Mitte Porz“ als neuer Impuls f ür das Be-
zirkszentrum forciert werden. Das Konzept verfolgt eine Aufwertung des Standortes durch eine bau-
liche Neuordnung mit insgesamt drei Häusern, die einen attraktiven Mix aus gewerblichen Nutzun-
gen und Wohnen umfassen und damit neue Signale für die wirtschaftliche Zukunft des Bezirkszent-
rums setzen. Im September 2022 wurde Haus 1 mit einem sehr modernen REWE-Markt und Wohn-
nutzungen in den Obergeschossen eröffnet. Haus 3 ist ebenfalls fertiggestellt, die Wohnungen sowie 
die erste Ladeneinheit wurde bereits bezogen. Weitere Ladeneinheiten sind vergeben, die Eröffnung 
soll noch in diesem Jahr erfolgen. Haus 2 befindet sich derzeit noch im Bau. Alle Laufwege - vor 
allem die Achse REWE-City Center - sind frei begehbar. 
Den derzeit wichtigsten Ankerpunkt und zentralen Frequenzbringer in der Porzer Mitte bildet das 
2003 eröffnete Einkaufscenter City Center Porz, in dem große Einzelhandelsfilialisten etabliert sind, 
die das Einzelhandelsangebot in Porz und damit auch den Branchenmix im Bezirkszentrum aufwer-
ten. Zur Bahnhofstraße besteht über die Josefstraße eine wichtige Verbindungsachse der beiden 
Einkaufslagen. Mit der Öffnung der Neuen Mitte Porz wird zukünftig ein Rundlauf zwischen den drei 
zentralen Einkaufslagen in Porz möglich sein. 
Nicht nur räumlich, sondern auch auf Ebene der Akteure werden zukünftig enge Verknüpfungen 
gewünscht. Die Gewerbetreibenden der Porzer Mitte sind in der Innenstadtgemeinschaft Porz e.V. 
(ISG Porz) organisiert. Korrespondierend zu den Entwicklungen in der Porzer Handelslandschaft 
nahm auch die Zahl der aktiven Mitglieder in den vergangenen Jahren ab. Aktuell stehen der ISG 
Porz personell wie auch finanziell nur eingeschränkt Ressourcen zur Verfügung; sodass belebende 
Maßnahmen und Aktivitäten durch die Gewerbetreibenden selbst nur in begrenztem Umfang reali-
siert werden können. Mit der Etablierung der Neuen Mitte Porz werden neue Impulse möglich.  
Neben der ISG Porz sind eine Vielzahl weiterer Akteursgruppen in Porz aktiv. Zwar findet auf ver-
schiedenen Ebenen ein Austausch zwischen den Porzer Akteuren und Akteurinnen statt, jedoch fehlt 
es an einer übergeordneten Kommunikation, Koordination und Information der lauf enden Prozesse 
im Bezirkszentrum. Im Zusammenspiel mit den langjährigen Baumaßnahmen und dem damit ver-
bundenen empfundenen „Stillstand“ im Zentrum, hat dies zu einem „geschwächten Miteinander“ und 
z. T. zu Frustration geführt, was z. B. auch bei den Erwartungen an externe Akteur sgruppen zum 
Ausdruck kommt. Im Zuge der Entwicklung der Neuen Mitte Porz  agierte eine Moderation, deren 
Fokus ausschließlich auf der Neuen Mitte lag. Gewünscht wird jedoch eine Anlaufstelle, die die Pro-
zesse auf gesamter Bezirkszentrumsebene bündelt, kommuniziert und gleichzeitig eine unterstüt-
zende Funktion für die Akteure vor Ort innehat.  
Mit dem Projekt „Anstoß eines Zentrenmanagement s“ werden aktuell grundlegende Strukturen für 
die initiale Umsetzung geschaffen. Im direkten Anschluss ermöglicht das ISEK Porz-Mitte mittelfristig 
die Fortführung und die Intensivierung eines Managements vor Ort. Das Konzept wurde durch die 
Stadt Köln erarbeitet und formuliert u. a. die Maßnahme „Büro für Vernetzung und Aktivierung“, das 
zukünftige Zentrenmanagement wird eins von drei Modulen neben dem Quartiersmanagement und 
dem Quartiersarchitekten sein. Das „Büro für Vernetzung und Aktivierung“ soll über vier Jahre bis 
Ende 2027 umgesetzt werden. In dieser Zeit sollen tragfähige Strukturen geschaffen werden, die 
auch über die Förderperiode hinaus Bestand haben. Darüber hinaus erfolgt mit der Freiraumgestal-
tung der Neuen Mitte Porz sowie der Umsetzung der weiteren geplanten Maßnahmen aus dem In-
tegrierten Stadtentwicklungskonzept Porz -Mitte eine Stärkung des Bezirkszentrums als attraktiver 
Einkaufsstandort mit besonderer Aufenthaltsqualität. Durch die einheitliche Gestaltung der zentralen 
Einkaufsstraßen und -plätze wird ein neuer Geschäftszentrenkern etabliert und die von da aus fuß-
läufig erreichbaren Angebote an Grünflächen sowie an Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen ausgebaut.

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
7 
 
1.3 Prozess 
Das Projekt zum Anstoß eines Zentrenmanagements in Köln Porz basiert auf zwei wesentlichen 
Bausteinen unter Berücksichtigung der spezifischen Strukturen im Bezirkszentrum Porz: 
Als Grundlage der Arbeit vor Ort wurde im Oktober 2021 eine Situations- und Potenzialanalyse 
des Porzer Zentrums durchgeführt. Diese umfasst eine Nutzungskartierung, einen City-Qualitäts-
check (Bewertung der Angebotsqualität im Hinblick auf Warenpräsentation / Laden- und Schaufens-
tergestaltung sowie Zielgruppen und Qualitätsorientierung), einen Online- Präsenz-Check (detail-
lierte Analyse der Online-Sichtbarkeit aller im Zentrum ansässigen Gewerbetreibenden) sowie eine 
detaillierte Aufnahme und Analyse der Leerstandsituation. 
Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf der aktivierenden Netzwerkarbeit vor Ort. Im Fokus steht 
dabei der Auf- bzw. Ausbau einer lokalen Netzwerkstruktur mit den Akteuren vor Ort, um gemeinsam 
erste Impulse für eine bedarfsgerechte, zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Porzer Zentrums 
zu setzen. Im Zuge dessen führte d as Projektteam des Zentrenmanagements in der ersten Pro-
jektphase Gespräche mit relevanten Akteuren vor Ort und organisierte zudem Gesprächsrunden mit 
lokalen Akteursgruppen; die gewonnenen Netzwerkstrukturen werden im laufenden Prozess  durch 
regelmäßigen Austausch gepflegt und anlassbezogen um neue Kontakte erweitert. 
Stakeholderanalyse 
In Porz agiert eine Vielzahl an verschiedenen Akteuren in unterschiedlichen Handlungsbereichen. 
Im Rahmen der durchgeführten Bausteine der aktivierenden Netzwerkarbeit war das Zentrenma-
nagement mit folgenden lokalen Akteuren im Austausch (vgl. Abb. 1): 
 Verwaltung und Politik: Mit dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stadt Köln, als Auftrag-
geber tauscht sich das Zentrenmanagement engmaschig zur Projektorganisation und den weite-
ren Schritten aus. Anlassbezogen werden weitere Ämter mit einbezogen. Mit der Bezirksbürger-
meisterin findet ein regelmäßiger und inhaltlich intensiver Austausch zu den lokalen Aktivitäten 
statt. Sie ist zudem in den regelmäßigen Jour fixe zum Projekt eingebunden. 
 Wirtschaftsförderung: Die städtische Tochtergesellschaft Köln Business Wirtschaftsförderungs-
GmbH ist u. a. Ansprechpartner bei Neuansiedlungen von Einzelhandelsbetrieben inner- und 
auch außerhalb des Zentralen Versorgungsbereiches von Porz. Der Handelskümmerer als Ver-
treter von Veedellieben e. V. bringt durch den regelmäßigen Kontakt zu weiteren Kölner ISG viel-
fältige Erfahrungen und Input  mit ein. Beide genannten Akteure sind in den regelmäßigen Jour 
fixe eingebunden. Der Handelsverband auf regionaler Ebene beteiligt sich als Kooperations-
partner für digitale Fragestellungen im Rahmen des Projektes. 
 Gewerbetreibende: Das Zentrenmanagement steht in regelmäßigem Dialog mit dem Vorstand 
der Innenstadtgemeinschaft (ISG) Porz, welcher die Gewerbetreibenden der Porzer Mitte vertritt. 
Zu Beginn des Projektes sowie anlassbezogen während der Projektlaufzeit wurden darüber hin-
aus die meisten im Zentralen Versorgungsbereich ansässigen Gewerbetreibenden persönlich an-
gesprochen.  
Die ISG Porz besteht ursprünglich aus ca. 40 Mitgliedern; die Organisation und Durchführung von 
Aktivitäten basiert jedoch auf dem Engagement von weniger als fünf Mitgliedern. Insbesondere 
durch die Auswirkungen der Corona- Pandemie und die  allgemeingültigen Veränderungen der 
Handelslandschaft ist die ISG geschwächt und der Umfang der Aktivitäten stark rückläufig. Zu-
künftig sind neue Impulse erforderlich.  
 Eigentümerschaft: Immobilieneigentümer*innen übernehmen eine wichtige Verantwortung für In-
nenstädte. Um mögliche Kooperationen und besonders Lösungen für leerstehende Ladenlokale  
herauszuarbeiten, forciert das Zentrenmanagement die Kontaktaufnahme: In Zusammenarbeit mit

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
8 
der Stadt Köln wurden alle Eigentümer*innen innerhalb des Zentralen Versorgungsbereiches pos-
talisch kontaktiert und um Rückmeldung gebeten, um projek tbezogene Kontakt und Handlungs-
bereiche zu diskutieren. Wenngleich mit einzelnen ein anlassbezogener Austausch bestand (ins-
besondere mit Blick auf leerstehende Ladenlokale), konnte bislang noch kein dichtes und intensi-
ves Netzwerk zu den Eigentümer*innen aufgebaut werden.  
Eine gesonderte Rolle nehmen die Eigentümer*innen der Neuen Mitte Porz ein. Da die Moderne 
Stadt GmbH federführend die Projektentwicklung übernahm  und gleichzeitig Bauherrin von 
Haus 1 ist, finden regelmäßige Abstimmungen über den Projektfortschritt statt. Gespräche mit den 
Bauherrinnen von Haus 2 und 3 waren demgegenüber nur eingeschränkt möglich. Die Entwick-
lung der Neuen Mitte Porz wird durch die Kommunikationsberatung BCC aus Frankfurt begleitet, 
mit dessen Ansprechpersonen das  Zentrenmanagement insbesondere zu Projektbeginn sowie 
anlassbezogen im Austausch war.  
 Soziale Institutionen / Bildung; Religiöse Einrichtungen; weitere Vereine und Initiativen: Ne-
ben den o. g. Akteursgruppen bilden weitere Porzer Akteure (vgl. Abb. 1) wichtige Bestandteile 
des Zentrenmanagement-Netzwerks. Der Dialog fand dabei vorrangig anlassbezogen statt – der 
Großteil der Kontakte wurde während der Vorbereitungen des Tag s des Veedels 2022 geknüpft. 
Als federführender Kontakt zu den sozialen Institutionen in Porz stellt die Sozialraumkoordination 
Porz-Mitte / Urbach sowohl jetzt als auch zukünftig einen wichtigen Ansprechpartnerin für das 
Zentrenmanagement dar. Zudem ist der Bürgerverein Porz Mitte ein seit Jahren in Porz engagier-
ter Verein, der ein vielfältiges und großes lokales Netzwerk vorweisen kann.  
Abb. 1: Bisheriges Netzwerk des Porzer Zentrenmanagements 
 
* Die Abbildung enthält die Gesprächspartner*innen, mit welchen das Zentrenmanagement häufiger in Kontakt war.  
Akteure, die zum Teil nur einmalig kontaktiert wurden, werden nicht aufgeführt. 
Quelle: cima (2023)

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
9 
Meilensteine im Beteiligungsprozess 
 Jour fixe: Im Rahmen der ersten Phase der Netzwerkarbeit vor Ort wurde deutlich, dass verschie-
dene Prozesse in Porz parallel laufen, Zusammenhänge jedoch teilweise nicht transparent sind 
oder nicht klar kommuniziert werden. Da es keine Plattform für regelmäßige Abstimmungen bzw. 
Informationen relevanter Akteure – diese fungieren auch als Multiplikatoren bzw. Informationsträ-
ger*innen zur Bürgerschaft – gibt, hat das Zentrenmanagement in Zusammenarbeit mit der Stadt 
Köln einen Jour fixe eingeführt und etabliert. Der Jour fixe findet alle 4 bis 6 Wochen statt und 
bietet die Möglichkeit für projektbezogene Abstimmungen und eine gegenseitige Unterstützung 
und Vernetzung vor Ort.  Am Jour fixe nehmen neben dem Zentrenmanagement und der Stadt 
Köln die Porzer Bezirksbürgermeisterin, Vertretende der ISG Porz, der Modernen Stadt GmbH, 
der Köln.Business sowie des Vereins Veedellieben e.V. teil.  
 Dialogformat: Als Abschluss des Moderationsprozesses von BCC zur Errichtung der Neuen Mitte 
Porz und zur Einführung des Projektes „Anstoß eines Zentrenmanagements für das Bezirkszent-
rum Porz“ wurde im Oktober 2021 ein sog. Dialogformat (2. Veranstaltung in dieser Reihe) durch-
geführt. Die Veranstaltung umfasste einen Informationsteil und eine sich anschließende interak-
tive Phase an drei Thementischen (lebendige Mitte, qualitative Mitte, digitale Mitte). Das Zentren-
management knüpfte an diesem Abend wichtige Kontakte und vereinbarte Einzelgespräche.  
 Beiratssitzung: Zur Begleitung und politischen Vorberatung des Integrierten Stadtentwicklungs-
konzeptes und weitere r baulicher Entwicklungen im Bezirkszentrum tagt regelmäßig der Beirat 
Porz Mitte. Um die Tätigkeiten des Zentrenmanagements und erste Ergebnisse aus der Situa-
tions- und Potenzialanalyse vorzustellen, nahm das Projektteam an der Sitzung im März 2022 und 
Mai 2023 teil.  
 Tag des Veedels 2022: Der Verein Veedellieben e.V. organisiert jährlich den Tag des Veedels in 
Köln als Aktionstag, um die Angebote der Veedel zu präsentieren. Durch den engen Austausch 
mit den Gewerbetreibenden in Porz konnte die Organisation des Tag s des Veedels am 
24.09.2022 forciert und das Netzwerk im Rahmen dessen enorm verstärkt und erweitert werden. 
In Porz stand der Tag des Veedels 2022 unter dem Motto „Klima und Nachhaltigkeit“ und  wurde 
in enger Zusammenarbeit mit der Sozialraumkoordination Porz-Mitte / Urbach und der Klima AG 
des Stadtgymnasiums als Teil des Organisationsteams der ersten Porzer Klimawoche (2022) so-
wie der ISG Porz, dem Bürgerverein und vielen weiteren Porzer Unternehmen, Vereinen, sozialen 
und ehrenamtlichen Institutionen durchgeführt.  
 Digitalisierungsworkshop: Das Zentrenmanagement hat mittels eines Online- Präsenz-Checks 
die Online-Auftritte der im Porzer Zentrum ansässigen Einzelhandelsbetriebe untersucht. Um die 
lokalen Akteure bei der Bewältigung lokaler und aktueller Herausforderungen, mit besonderem 
Blick auf die fortschreitende Digitalisierung, bestmöglich zu unterstützen, wurde im November 
2022 in Zusammenarbeit mit einem Digital Coach des Handelsverbandes NRW die Veranstaltung 
„Online präsent: Digitalisierungsworkshop für Porzer Gewerbetreibende“ durchgeführt.  Den Ge-
werbetreibenden wurden dabei kurzfristig bis mittelfristig umzusetzende Maßnahmen vermittelt, 
um ihre Online-Auffindbarkeit zu steigern. Ein besonderer Fokus lag auf der praktischen Anwen-
dung von Google Tools.

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
10 
Abb. 2: Zeitplan und wesentliche Projektbausteine des Zentrenmanagements 
 
Quelle: cima (2023)

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
11 
2 Bestandsaufnahme und -analyse 
2.1 Städtebauliche und funktionale  Strukturen im Porzer Bezirks-
zentrum  
Der Stadtbezirk Porz als einer von neun Stadtbezirken der Stadt Köln zählt mit seinen 16 Stadtteilen 
insgesamt 112.903 Einwohner; davon leben 14.915 im Stadtteil Porz1. Zentrale Versorgungsfunkti-
onen für die Bewohner*innen des Stadtteils sowie des Stadtbezirks übernimmt der Zentrale Versor-
gungsbereich (ZV) des Bezirkszentrums Porz-Mitte2. Der kompakte Zentrumsbereich erstreckt sich 
östlich des Rheinufers bis in Höhe des Busbahnhofs und wird im Norden durch die Karlstraße und 
im Süden durch die Erns t-Mühlendyck-Straße begrenzt. Ein Großteil des Bereichs ist als Fußgän-
gerzone gestaltet. Das City-Center Porz und sein direktes Umfeld, die Bahnhofstraße sowie zukünf-
tig die Neue Mitte Porz stellen räumliche Fokusbereiche innerhalb des Zentralen Versorgungsberei-
ches dar.  
Das City-Center, welches durch größere, frequenzbringende Fachmärkte geprägt ist , fungiert als 
zentraler Einkaufsstandort und sichert über das integrierte Parkhaus sowie den benachbarten Bus - 
und Straßenbahnanschluss gleichzeitig die verkehrliche Anbindung des Zentrums. Das Gastrono-
mieangebot in der Erdgeschosszone mit Außenbereich übergehend in den öffentlichen Raum der 
Fußgängerzone markiert zudem einen wichtigen Treffpunkt im Stadtteil, der zukünftig durch die An-
bindung an die Häuser der Neuen Mitte Porz weiter gestärkt wird.  
Über die Josefstraße, welche im Zuge der Freiraumgestaltung der Neuen Mitte Porz ebenfalls teil-
weise umgestaltet werden wird, gelangen Besucher*innen von dort in die traditionelle Einkaufsstraße 
Bahnhofstraße, welche aktuell keinen g rößeren Magnetbetrieb aufweist und in den letzten Jahren 
durch einen Rückzug von Einzelhandelsbetrieben bei gleichzeitiger Zunahme von Imbissen und 
Dienstleistungsbetrieben geprägt war. Zum Teil hohe Investitionsbedarfe an den Gebäuden sowie 
veraltetes und nicht einheitliches Stadtmobiliar zeigen städtebauliche und stadtgestalterische Miss-
stände auf, denen durch die geplante Umgestaltung der Fußgängerzone Bahnhofstraße, begegnet 
werden soll. 
Die „Neue Mitte Porz “ als dritter Fokusbereich wird Ende 2024 vollständig fertiggestellt sein. Am 
Standort werden in drei modernen Häusern neue Impulse sowohl durch Ladeneinheiten für Einzel-
handel, Dienstleistung und Gastronomie sowie kirchliche Nutzungen im Erdgeschoss als auch durch 
Wohnraum für verschiedene Zielgruppen in den Obergeschossen geschaffen. Mit der Fertigstellung 
von Haus 1 eröffnet e der Lebensmittelvollsortimenter REWE mit einem umfangreichen Nahversor-
gungsangebot als erstes und größtes Einzelhandelsgeschäft der Neuen Mitte Porz. Mit der zukünf-
tigen Belegung der weiteren Ladeneinheiten in allen drei Häusern sowie der Fertigstellung der ein-
heitlichen Gestaltung des öffentlichen Raums der Neuen Mitte, die teilweise auch die Wilhelmstraße 
einschließt, ist auch eine Aufwertung der angrenzenden Lagebereiche, insbesondere der Geschäfts-
lage Wilhelmstraße, zu erwarten.  
Mit der sich anschließenden Umgestaltung der Fußgängerzone Bahnhofstraße werden alle drei Fo-
kusbereiche als einheitlicher Geschäftszentrumskern versorgungsstrukturell und auch stadtgestalte-
risch wirken können, durch eine optimierte Fußwegeverbindung gut vernetzt sein und durch die beim 
Umbau berücksichtigten Aspekte des Klimaschutzes und der Klimawandelanpassung (wie bspw. 
Baumpflanzungen, Etablierung von Wasserpunkten etc.) eine verbesserte Aufenthaltsqualität mit 
sich bringen. 
Randlagen innerhalb des Zentralen Versorgungsbereiches nehmen unter städtebaulichen und ver-
sorgungsstrukturellen Gesichtspunkten lediglich eine nachgeordnete Bedeutung für die Porzer Mitte 
ein. Dazu zählt u. a. die östliche Bahnhofstraße hinter der Straßenbahnlinie sowie der westliche 
                                            
1 Kölner Stadtteilinformationen – Zahlen 2021; Einwohner mit Hauptwohnsitz  
2  Abgrenzung gemäß Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Köln

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
12 
Abschnitt der Bahnhofstraße Richtung Rheinboul evard. Dies liegt v. a. in den Zäsuren durch die 
Straßenbahnlinie im Osten und die Hauptverkehrsstraße Hauptstraße im Westen begründet. Der 
Rheinboulevard mit hoher Aufenthaltsqualität wird damit als Potenzialraum für die Porzer Mitte noch 
nicht angemessen ausgeschöpft.  
Im zeitlichen Zusammenhang mit der Umgestaltung der Bahnhofstraße werden die zwei fußläufigen 
Verbindungen von der Neuen Mitte Porz zum Rheinboulevard (Verlängerung der Bahnhofstraße so-
wie die autofreie Brückenquerung über die Hauptstraße) und auch die Hauptstraße selbst einschließ-
lich der Kreuzungsbereiche umgestaltet. Die so gestärkten Verbindungen und Randbereiche werden 
damit neue Entwicklungsmöglichkeiten auch für den Einzelhandel erfahren. Mit der geplanten Um-
gestaltung des Rheinboulevards dort auch eine Verbesserung des gastronomischen Angebotes an-
gestrebt. 
 
2.2 Nutzungsstrukturen des Porzer Zentrums  
Im Rahmen der zu Beginn des Projektes „Anstoß eines Zentrenmanagements“ durchgeführte Situ-
ations- und Potenzialanalyse wurde der Zentrale Versorgungsbereich mit Blick auf vorhandene Ein-
zelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomieangebote in verschiedene Lagebereiche eingeteilt. 
Abb. 3: Lagebereiche im Zentralen Versorgungsbereich Porz 
 
Kartengrundlage: GeoBasis-DE / BKG 2021; Bearbeitung: cima (2023)  
Im Rahmen der Nutzungskartierung wurden im abgegrenzten Untersuchungsraum (= ZV BZ Porz)  
alle Einzelhandelsbetriebe sowie ergänzende dienstleistungsbezogene und gastronomische Nutzun-
gen, öffentliche Einrichtungen, Spielhallen / Wettbüros und Leerstände in der Erdgeschosszone auf-
genommen. Die Kartierung gibt Aufschluss über die räumliche Verteilung der verschiedenen Nut-
zungsarten, die Lage von Magnetbetrieben, die Anzahl der Leerstände und die Intensität der Nut-
zungsdurchmischung. Als Basis wurden Erhebungsdaten aus 2016 im Zuge der Fortschreibung des 
Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes der Stadt Köln herangezogen. Diese Zahlen dienen als Refe-
renzdaten, dadurch können die Veränderungen der Nutzungsstruktur in den letzten Jahren aufge-
zeigt werden. Insgesamt wurden im Oktober 2021 194 Ladenlokale erfasst. Der Nutzungsmix stellt 
sich wie folgt dar:

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
13 
Abb. 4: Nutzungsmix im Porzer Zentrum 
 
Quelle: cima (2023) 
Es wird deutlich, dass Dienstleistungsbetriebe (n=64) in Porz zu Lasten der Anzahl an Ei nzelhan-
delsbetrieben (n=68) einen größeren Stellenwert einnehmen als für die Zentrengröße von Porz an-
gemessen. Mit 13 % Gastronomie entfällt auch ein größerer Teil auf dieses Segment, allerdings mit 
einem Schwerpunkt im Imbissbereich. Die Leerstandsquote fällt mit 9 % bzw. 18 leerstehenden La-
denlokalen ebenfalls höher aus. Die größte öffentliche Einrichtung im Stadtteil ist das Bezirksrathaus 
im Nordwesten des Z Vs, weitere größere soziale Einrichtungen liegen zum Teil direkt angrenzend 
(z. B. die Glashütte als Jugend- und Gemeinschaftszentrum oder auch die Rheinische Musikschule). 
In der räumlichen Verteilung der Nutzungsarten zeigt sich, dass der Großteil der Einzelhandelsbe-
triebe innerhalb der zentralen Einkaufslagen liegt. Durch die Ergänzung um Dienstleistungs- und 
Gastronomiebetriebe nehmen diese Lagebereiche eine zentrale Funktion in der Gesamtstruktur des 
Zentrums ein. Demgegenüber ist die Nutzungsstruktur des heute als Einkaufsnebenlage definierten 
Bereiches Wilhelmstraße / Karlstraße deutlich stärker durch Dienstleistungen und auch Leerstände 
geprägt, sodass  in Verbindung mit der aktuell bestehenden , direkt angrenzenden Baustelle der 
Neuen Mitte Porz sowie der gegebenen Gebäudestrukturen eine begrenzte Einkaufs- / Aufenthalts-
qualität vorliegt. Nach Eröffnung der Neuen Mitte Porz ist für diesen Lagebereich eine Aufwertung 
zu erwarten. Für die Frequenz des Bezirkszentrums kaum relevant ist der östliche Abschnitt der 
Bahnhofstraße hinter der Straßenbahnlinie. Auch dem westlichen Abschnitt der Bahnhofstraße hin 
zum Rheinufer kommen aufgrund fehlender frequenzstarker Nutzungen kaum Bedeutung zu. Wei-
tere Einzelhandelsbetriebe wie auch ergänzende Nutzungen sind entlang der Hauptstraße und der 
Mühlenstraße zu verorten; das Verkehrsaufkommen und bauliche Missstände schränken jedoch die 
Aufenthaltsqualität dieser Nebenlagen ein.  
35% 33% 13% 5% 9%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Einzehandel Dienstleistung Gastronomie öffentliche Einrichtungen sonstige Nutzung Spielhalle/Wettbüro Leerstand

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
14 
Abb. 5: Nutzungskartierung Oktober 2021 
 
Kartengrundlage: GeoBasis-DE / BKG 2021; Bearbeitung: cima (2023)  
Der Vergleich zu den Erhebungsdaten aus 2016 zeigt bei rund einem Viertel der 194 erhobenen 
Betriebe eine Veränderung des Betreibers bei gleicher Nutzungsart oder aber eine Veränderung der 
Nutzungsart. 35 Veränderungen der Nutzungsart machen deutlich, dass bei Neubelegungen nahezu 
ausschließlich Dienstleistungs - und Gastronomiebetriebe nachrücken, obgleich neu entstanden e 
Leerstände überwiegend auf Schließungen von Einzelhandelsbetrieben zurückzuführen sind. Der 
Rückzug der Handelsbetriebe bei gleichzeitiger Zunahme von Dienstleistungs- und Gastronomiebe-
trieben entspricht bundesweiten Entwicklungen und stellt eine große Herausforderung dar.  
In einer Aktualisierung der Erhebungsdaten beauftragt durch die KölnBusiness Wirtschaftsförde-
rungs-GmbH in Kooperation mit der Stadt Köln von Herbst 2022 zeigt sich, dass die Nutzungsstruktur 
sich weiterhin dynamisch verändert. Es wurden in dem Erhebungszeitraum Ende 2022 ebenfalls 68 
Einzelhandelsbetriebe festgestellt, die Leerstandsquote hat sich aktuell auf 6,5 % verringert. Insbe-
sondere in den Angeboten von Dienstleistungen und Gastronomie zeigt sich die größte Dynamik 
durch teilweise sehr kurzfristige Eröffnungen, Schließungen oder Betreiberwechsel. 
 
2.3 Qualitätskriterien des Einzelhandel s im Porzer Zentrum 
Die in der Nutzungskartierung erhobenen Einzelhandelsbetriebe (n=68) wurden in vertiefenden Un-
tersuchungen auf ihre Angebotsqualität und -präsentation und ihren Außenauftritt sowie auf ihre di-
gitale Sichtbarkeit und Auffindbarkeit bewertet bzw. geprüft. 
Angebotsqualität und -präsentation / Außenauftritt 
Mittels qualitativer Merkmale gibt der City-Qualitätscheck Aufschluss über Stärken und Schwächen 
der ansässigen Betriebe und liefert fundierte, qualitative Einblicke in die lokale Handelsstruktur. In

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
15 
einem von der cima entwickelten standardisierten Schema werden die Zielgruppen- und Qualitäts-
orientierung sowie die Warenpräsentation und Laden- / Schaufenstergestaltung qualitativ bewertet. 
Eine hohe Zielgruppen- und Qualitätsorientierung weisen Unternehmen mit einer eindeutigen 
Zielgruppenansprache oder einer besonderen Spezialisierung auf ein Angebotsniveau auf. Ein ent-
scheidendes Differenzierungsmerkmal ist, ob mit einer klaren Markenwerbung die Qualitätsorientie-
rung in den Vordergrund gestellt, oder ob mittels eindeutiger Discountorientierung nur der Preis als 
Marketinginstrument eingesetzt wird.  
In Porz sind aktuell keine Einzelhandelsbetriebe als „exklusiv, hochwertig, qualitätsorientiert“ einzu-
stufen, mit mehr als 50 % ist der Großteil der Betriebe als „standardisiert, konsumig“ zu bewerten. 
Ein knappes Drittel der Betriebe deckt die Faktoren „gehobene Mitte, qualitätsorientiert“ ab. Dabei 
gibt es in der Verteilung keine wesentlichen Unterschiede in den einzelnen Geschäftslagen.  
Die Faktoren Warenpräsentation und Ladengestaltung kennzeichnen den Marktauftritt und geben 
damit die Visitenkarte des Unternehmens ab. Die Kompetenz eines Betriebes kann durch eine klare 
Konzeption in der Schaufenster- und Ladengestaltung unterstrichen werden.  
Auch in Bezug auf die Warenpräsentation und Ladengestaltung ist kein Porzer Einzelhandelsbetrieb 
der obersten Kategorie „top, in allen Ansprüchen genügend“ zuzuordnen, jedoch sind gut die Hälfte 
„modern, zeitgemäß“ aufgestellt. Handlungsbedarf zeigt sich bei ein em Fünftel der Betriebe mit ei-
nem „veralteten, modernisierungsbedürftigen“ Auftritt. In dieser Kategorie sind zudem Unterschiede 
in den Geschäftslagen sichtbar, so sind in der Bahnhofstraße deutlich mehr Betriebe „veraltet, mo-
dernisierungsbedürftig, während der Bereich Hermannstraße / Josefstraße (inkl. City-Center) mit 70 
% überdurchschnittlich viele „moderne, zeitgemäße“ Betriebe aufweist.  
Abb. 6: Zielgruppen- und Qualitätsorientierung 
des Porzer Einzelhandels im ZV 
Abb. 7: Warenpräsentation und Ladengestal-
tung des Porzer Einzelhandels 
  
n = 68 
Quelle: cima (2023) 
n = 68 
Quelle: cima (2023) 
Digitalisierung  
Der Online-Sichtbarkeit des stationären Einzelhandels kommt – gerade in Zeiten extrem steigender 
Online-Anteile im Einzelhandel – eine sehr wichtige Bedeutung zu. Inwiefern die Porzer Einzelhänd-
ler*innen online auffindbar und sichtbar sind, wurde in einem Online-Präsenz-Check der cima.digital 
überprüft. Dabei ging es um die Faktoren Präsenz in lokalen Online-Verzeichnissen (insb. Google 
My Business), Engagement in Social Media (u. a. Präsenz, Aktivität, „handwerkliche“ Umsetzung, 
rechtskonforme Inhalte), Analysen für SEO -Onsite (Grundgerüst der Website), Technik und Inhalt 
sowie Rankingfaktoren für den deutschen Zielmarkt , Digitale Maßnahmen zur Verkaufsförderung / 
Kundenbindung, E-Commerce-Aktivität wie Online -Shop oder Marktplatz -Präsenz. Die Ergebnisse 
für die 68 erhobenen Einzelhandelbetriebe im ZV Porz, darunter 50 % inhabergeführte und 50 % 
filialisierte Betriebe, lassen sich wie folgt zusammenfassen: 
 Digitale Leerstände: Fünf Betriebe sind im Internet für Interessierte nicht auffindbar und können 
somit als digitale Leerstände identifiziert werden.  
31%
51%
12%
6%
exklusiv, hochwertig,
qualitätsorientiert
gehobene Mitte,
qualitätsorientiert
standardisiert, konsumig
discountorientiert
diffus, keine eindeutige
Zielgruppenorientierung
51%
29%
19% top, in allen Ansprüchen
genügend
modern, zeitgemäß
normal, ohne Highlights,
ggf. Optimierungsbedarf
veraltet,
modernisierungsbedürftig

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
16 
 Google My Business: 62 Unternehmen können einen Google My Business -Eintrag vorweisen. 
Aktiv genutzt bzw. bespielt wird die Plattform jedoch von nur knapp einem Viertel der Betriebe. 
 Website: 48 Betriebe sind auf einer eigenen Website vertreten . Filialisierte Betriebe sind dabei 
fast ausschließlich über die Website der Muttergesellschaft sichtbar, nur wenige auf standorteige-
nen Websites präsent. Bei den übrigen 20 Betrieben ohne eigene Website handelt es sich über-
wiegend um inhabergeführte Einzelhandelsbetriebe. Zwar haben 14 von diesen einen Google My 
Business Account, angesichts einer geringen Nutzung weiterer Plattformen (u. a. Social Media) 
weisen sie jedoch insgesamt eine geringe Sichtbarkeit auf.  
 E-Commerce: Der Online-Verkauf von Waren nimmt bei den Porzer Einzelhandelsbetrieben eine 
nachrangige Bedeutung ein. Zwar werden bei mehr als einem Drittel Online-Shops betrieben, je-
doch sind dies nahezu ausschließlich Online-Shops der Muttergesellschaft von Filialen. Nur ver-
einzelt werden Online-Marktplätze oder sonstige Lösungen genutzt. 
 Social Media: Im Social-Media Bereich nehmen Facebook und Instagram die höchste Relevanz 
ein. Weitere Anbieter, wie u. a. Pinterest, YouTube, WhatsApp- Business oder Twitter, s tellen in 
Porz keine relevanten Kommunikationstools dar. Mit 38 Betrieben nutzen mehr als die Hälfte der 
untersuchten Betriebe Facebook; 28 davon sind gleichzeitig auch auf Instagram vertreten. Aus-
schließlich ein Betrieb ist nur mit einem Instagram-Kanal auf Social Media zu finden.   
Die Bespielung der Accounts ist zum Großteil eher inaktiv. Trotz höherer Nutzung von Facebook 
finden hier nur wenige regelmäßige Postings oder ein Austausch mit Kundinnen und Kunden statt. 
Auf Instagram sind die Aktivitäten im Rahmen von Informationsw eitergabe, Kommunikation und 
Interaktion mit den Kun*innen höher. Zudem zeigt sich, dass jeweils rund ein Drittel der bestehen-
den Social Media Accounts auf Facebook sowie Instagram über die jeweiligen Muttergesellschaf-
ten läuft. 
Abb. 8: Crossmarketing Website / Social Media 
Quelle: cima.digital (2023) 
 Cross Marketing: Eine Verlinkung bestehender Social Media-Kanäle und Websites trägt wesent-
lich zu einer erhöhten Sichtbarkeit und Reichweite bei. Wenngleich  bereits heute je zwei Drittel 
derjenigen, die eine Website nutzen, dort eine Verknüpfung ihres Facebook- oder auch Instagram-
Accounts eingerichtet haben (vgl. Abb. 8), sind die Cross-Marketing-Aktivitäten in Porz – insbe-
sondere bei inhabergeführten Betrieben – noch ausbaufähig. 
Abschließend ist festzuhalten, dass die untersuchten Porzer Einzelhandelsbetriebe zwar online 
sichtbar sind, eine aktive und regelmäßige Bespielung der verschiedenen Kanäle jedoch wenig statt-
Einsatz einer Website 
und einer Facebook 
Seite 
Integration eines Face-
book-Button auf der 
Website 
Einsatz einer Website 
und einer Instagram 
Seite
 
Integration eines Insta-
gram-Button auf der 
Website 
  
 
Nur 
Website 
29%
Nein
32%
Ja
68%
Website 
und 
Facebook 
71%
Nur 
Website 
48%
Nein
36%
Ja
64%
Website 
und 
Instagra
m
52%

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
17 
findet. Die meiste Aktivität ist bei Online-Auftritten über die Muttergesellschaften der Filialisten fest-
zustellen. Insgesamt besteht in Bezug auf die digitale Sichtbarkeit und den Online- Auftritt in allen 
Bereichen – u. a. Google Tools, Websites und Social Media – noch deutlicher Ausbaubedarf. D ie 
allgemein fortschreitende Digitalisierung, der zunehmende Online- Handel und die damit einherge-
henden Auswirkungen für das stationäre Gewerbe zählen aktuell zu den wesentlichen Herausforde-
rungen in unseren Innenstädten. Vor diesem Hintergrund sind eine gute Online-Auffindbarkeit, -Prä-
sentation und -Kommunikation mit Kund innen und Kunden für den stationär en Handel von großer 
Relevanz; kleinere Maßnahmen können bereits erste Verbesserung en bewirken. Mögliche Ansatz-
punkte hierfür wurden mit interessierten Teilnehmenden im Rahmen des Digitalisierungsworkshops 
im November 2022 erörtert.  
2.4 Leerstehende und mindergenutzte Ladenlokale 
Ein weiterer Fokus lag auf leerstehenden und aktuell mindergenutzten Ladenlokalen; dazu zählen 
die 18 erhobenen Leerstände sowie fünf Vergnügungsstätten (Spielhallen und Wettbüros). Diese 
sind über den Zentralen Versorgungsbereich hinweg verteilt, also nicht räumlich konzentriert.  
Die detaillierte Aufnahme der leerstehenden Ladenlokale – eine Aktualisierung erfolgte zuletzt im 
Juni 2022 – umfasste eine Bewertung der Standortkriterien (u. a. Verkaufsflächengröße (soweit ver-
fügbar / einsehbar), barrierefreier Zugang, bauliche Attraktivität, Umfeldnutzungen) sowie möglicher 
(alternativer) Nutzungen. Auf Basis der Erhebungen wurde für jedes leerstehende Objekte ein de-
taillierter Leerstandsteckbrief ausgearbeitet. Die Datensammlung stellt die Basis eines Leerstands-
katasters dar, welches langfristig ausgebaut und regelmäßig fortgeschrieben werden soll.  
Während für einige Ladenlokale aufgrund des Gesamtzustandes des Gebäudes, der Lage und ge-
ringer Investitionsbedarfe Chancen einer kurzfristigen Wiedervermietung vorliegen, stehen andere 
bereits langfristig leer und lassen u. a. angesichts hoher Investitionsbedarfe am Gebäude und / oder 
dem Verkaufsraum nur sehr geringe bis keine Wiedervermietungschancen erkennen. Die Hand-
lungsbedarfe für die Leerstände stehen auch im Fokus der Diskussion mit lokalen Akteuren. Einzelne 
Objekte dominieren dabei, wie z. B. das sog.  „grüne Haus“ in der Bahnhofstraße oder der freiste-
hende Pavillon auf der Verkehrsinsel an der Straßenbahnlinie; beide Objekte weisen ein hohes Maß 
an Investitionsbedarfen auf. Besonderen Handlungsbedarf sehen die lokalen Akteure zudem beim 
weiteren Verfahren zum „roten Pavillon“ am östlichen Eingang der Bahnhofstraße. Zwar ist dieser 
zum Zeitpunkt der Berichtslegung mit einer gastronomischen Einheit belegt,
3 jedoch trägt das Ge-
bäude zu einem negativen Erscheinungsbild der Bahnhofstraße bei . Der Pavillon soll im Zuge der 
Umgestaltung der Bahnhofstraße niedergelegt werden. Das Zentrenmanagement hat bereits Kon-
takt zu einzelnen Immobilieneigentümer*innen aufgenommen, um Entwicklungsmöglichkeiten anzu-
stoßen. 
Als mindergenutzte Ladenlokale sind Vergnügungsstätten des Typs „Spiel“ einzuordnen; dazu zäh-
len vorrangig Spielhallen und Wettbüros. In Porz wurden insgesamt fünf Ladenlokale mit dieser Nut-
zungsart aufgenommen, teilweise in zentraler Einkaufslage (Bahnhofstraße), teilweise in Randlagen, 
in welchen z. T. im Umfeld weitere Leerstände zu finden sind (bspw. Wilhelmstraße), sodass Trading 
Down-Tendenzen ablesbar bzw. erwartbar sind. Insgesamt ist die Anzahl der Vergnügungsstätten 
(Spielhallen / Wettbüros) in Verbindung mit der höheren Leerstandsquote für die Größe des Bezirks-
zentrums Porz bedenklich. Angesichts der negativen Wirkungen von Vergnügungsstätten der Sparte 
Spiel sollten diese innerhalb des Zentralen Versorgungsbereiches ausgeschlossen werden.  Laut 
vorliegenden Informationen der Stadtverwaltung ist in großen Teilen des Porzer Zentrums die An-
siedlung von Vergnügungsstätten bereits bauleitplanerisch ausgeschlossen. Bestehende Betriebe 
sind in Bezug auf die einzuhaltenden Mindestabstände (350 m) zu sensiblen Einrichtungen (bspw. 
Schulen und Jugendeinrichtungen) sowie zu anderen Spielstätten zu überprüfen.  
                                            
3  Zum Zeitpunkt der Nutzungskartierung (vgl. Abb. 5) stand der Pavillon noch leer.

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
18 
2.5 Zusammenfassende SWOT-Analyse 
Aus der Bestandsanalyse lassen sich zusammenfassend Stärken und Schwächen sowie Chancen 
und Risiken ableiten, die im Rahmen der weiteren Projektarbeit Berücksichtigung finden sollten:  
Abb. 9: SWOT-Tabelle 
Stärken Schwächen 
 kompakte Stadtstruktur 
 Identifikation mit Porz  als Stadt(teil)  auf-
grund der Historie als eigene Stadt 
 gutes Basisangebot im Einzelhandel sowie 
an weiteren innenstadtrelevanten Angebo-
ten; kompakte Funktion als Einkaufsstandort  
 ISG Porz e. V. als erfahrener Verein und z. 
T. Veranstalter von Aktionen und Events in 
der Porzer Mitte 
 Projektentwicklung Neue Mitte Porz mit sei-
ner städtebaulich durchgreifenden Neustruk-
turierung des zentralen Bereichs 
 Aktivitäten und Engagement  von sozialen 
Institutionen und Vereinen sowie deren Netz-
werk 
 bisher aufgebaute Netzwerkstrukturen: 
Vernetzung, Kommunikation und Information 
aller Akteure  
 Nähe des Bezirkszentrums  zum Rhein und 
Potenzial des sog. Rheinboulevards 
 Gute Erreichbarkeit mit dem ÖPNV 
 geschwächter Nutzungsmix und Verlust an 
Qualität der Angebote im Handel; u. a. durch 
Zunahme von Imbiss-Gastronomie und 
Dienstleistungen bei gleichzeitigem Rückzug 
inhabergeführter Einzelhandelsbetriebe 
 Vielzahl an Imbissen mit hoher Fluktuation 
 Rückgang an aktiven Mitgliedern der ISG 
 städtebauliche und stadtgestalterische Miss-
stände sowie fehlende Aufenthaltsqualität 
 negative Wirkung von Leerständen, insbe-
sondere langfristig leerstehender Ladenlo-
kale 
 fehlende Kontakte / z. T. fehlendes Interesse 
der Eigentümer*innen 
Chancen Risiken 
 Impulse durch Neue Mitte Porz: Einzelhan-
delsangebot, neue Akteure, städtebauliche 
Aufwertung, Gestaltung des öffentlichen 
Raumes, Vernetzung der zentralen Einkaufs-
bereiche, Wohnraum für verschiedene Ziel-
gruppen  
 Zentrenmanagement als Ansprechpart-
ner*in und Unterstützung vor Ort und verbin-
dende Einheit zwischen lokal Agierenden 
 verstärkte Anbindung  des P otenzialraums 
Rheinboulevard mit dem Bezirkszentrum  
 Impulse durch Umsetzung der Maßnahmen 
des ISEK Porz-Mitte: Stärkung und Aufwer-
tung der angrenzenden Grünflächen im Os-
ten (Parkanlage Glashüttenstraße) und im 
Westen (Rheinboulevard Porz), Stärkung 
und Aufwertung der Fußgängerzone Bahn-
hofstraße und Verbindung dieser mit der 
Neuen Mitte Porz, Aufwertung der Verbin-
dungsachsen zum  
Rhein, Aktivierung und 
Vernetzung der Bewohnerschaft und der lo-
 keine Veränderungen der Leerstandssitua-
tion  
 geringer Nutzungsmix  durch anhaltende 
Zunahme von Imbiss-Gastronomie- und 
Dienstleistungsbetrieben und fehlende Neu-
ansiedlung von Einzelhandelsbetrieben 
 drohende Auflösung der ISG  Porz e. V.  
aufgrund fehlender aktiver Mitglieder  
 fehlendes Zusammenwirken  der Akteure 
der zentralen Einkaufslagen (vorrangig City 
Center, Bahnhofstraße, Neue Mitte)  
 fehlende Bereitschaft von Eigentümer *in-
nen zur Investition 
 negative Auswirkungen durch die lange 
Baustellenphase rund um die Fertigstellung 
der Neuen Mitte Porz sowie der angrenzen-
den Maßnahmen aus dem ISEK Porz-Mitte

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
19 
kal Agierenden durch das „Büro für Vernet-
zung und Aktivierung“ sowie das Haus-, Hof- 
und Fassadenprogramm  
 Profilierung der Einkaufsstandortes Porz -
Mitte und Bildung einer Marke 
Quelle: cima (2023)

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
20 
Abb. 10: SWOT-Karte Porz* 
 
 
Kartengrundlage: GeoBasis-DE / BKG 2021; Bearbeitung: cima (2023)  
*  Es ist zu berücksichtigen, dass manche im Text beschriebenen Stärken und Schwächen räumlich nicht verortbar 
und somit in der Karte nicht dargestellt sind.   
 
Legende

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
21 
3 Zielperspektiven 
Die Erkenntnisse aus der bisherigen Projektlaufzeit für den Anstoß des Porzer Zentrenmanagements 
bilden eine geeignete Grundlage für die anstehende aktive Arbeit vor Ort. Eine lückenlose Weiter-
führung des Projektes „Anstoß eines Zentrenmanagements“ im Jahr 2023 ist über die Verlängerung 
der Tätigkeiten im Rahmen des Sofortprogramms gesichert . Die sich anschließende mittelfristige 
Fortführung des Zentrenmanagements wird mit der Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungs-
konzeptes Porz-Mitte möglich; dann ist das Zentrenmanagement Bestandteil der ISEK-Maßnahme 
„Büro für Vernetzung und Aktivierung“. Dem Zentrenmanagement stehen damit zukünftig mehr per-
sonelle wie auch finanzielle Ressourcen zur Verfügung; gleichzeitig wächst jedoch auch der Aufga-
benbereich für die Arbeit vor Ort. 
Oberstes Ziel der Arbeit vor Ort ist die langfristige Stärkung des Porzer Zentrums  nach innen und 
außen. Es gilt, Netzwerke auszubauen und zu verstetigen sowie die Mitwirkungsbereitschaft lokaler 
Akteure zu fördern und fordern, um den Stadtteil und seine Angebote gemeinsam zu entwickeln und 
zu profilieren. Abgeleitet aus den gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnissen des bisherigen Pro-
jektteams werden für die Arbeit vor Ort folgende Leitziele formuliert: 
3.1 Leitziele 
 
Die Verbesserung der Kommunikation und Kooperation vor Ort bietet viele Entwicklungschancen für 
das Porzer Zentrum. Ziel muss es sein, die Porzer Mitte durch die Zusammenarbeit aller Porzer 
Akteure nach vorne zu bringen und gemeinsam neue Impulse zu setzen. Es geht darum, bestehende 
Netzwerkstrukturen zu erhalten und zu stärken sowie gleichzeitig offen für neue Akteure zu sein.  
Das Zentrenmanagement fungiert dabei als verbindende Einheit, das lokale Netzwerke zusammen-
bringt und aktiviert. Zu beachten ist, dass das Zentrenmanagement nur einen Baustein im Gesamt-
prozess darstellt; Durchführung und Erfolg von Maßnahmen und Projekten sind immer auch von der 
Mitwirkungsbereitschaft der Akteure vor Ort abhängig. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, 
das bisher aufgebaute Netzwerk zu pflegen und neue aktive Akteure dazuzugewinnen. Eine starke 
Vernetzung lässt es zu, erforderliche Maßnahmen und weitere Projektschritte zu eruieren und auf  
die aktuellen Bedarfe des Zentrums auszurichten. Um Porz nach innen und außen zu stärken, gilt 
es,  
 Das bestehende Netzwerk der Akteure des Bezirkszentrums zu unterstützen und neue Akteure 
zu integrieren sowie deren Mitwirkungsbereitschaft zu aktivieren. Von besonderer Bedeutung sind 
dabei die relevanten Akteure der Neuen Mitte Porz. 
 den Austausch und die Vernetzung mit Immobilieneigentümer*innen zu fokussieren und das Ver-
antwortungsbewusstsein für die Zentrengestaltung zu aktivieren.  
 Porzer Akteursgruppen, die nicht direkt in der  Porzer Mitte angesiedelt sind, aber Interesse an 
einer Profilierung des Zentrums haben (u. a. soziale Einrichtungen, Vereine und ähnliche Institu-
tionen), stärker in den Gesamtprozess einzubinden. Dass eine „Vernetzung der Netzwerke“ aus 
verschiedenen Handlungsbereichen ein Profit für die Porzer Mitte sein kann, zeigen die Projekt-
fortschritte, die im Rahmen der Organisation und Durchführung des Tags des Veedels 2022 erzielt 
werden konnten. 
Wesentliche Elemente der Netzwerkarbeit vor Ort sind Kommunikation und Information im Rahmen 
regelmäßiger Vor-Ort-Gespräche und organisierter Netzwerktreffen. Bislang etablierte Kommunika-
tionsstrukturen sind aufrecht zu erhalten und durch regelmäßige Netzwerktermine für einzelne, aber 
auch verschiedene Akteursgruppen zu ergänzen.  
 
LEITZIEL I: Lokale Vernetzung und Aktivierung der Akteure

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
22 
 
Wenngleich die Attraktivität der Porzer Mitte und die Qualität der Angebotsvielfalt in den vergange-
nen Jahren gesunken sind, ist de m Bezirkszentrum nach wie vor die Funktion eines zentralen Ein-
kaufsstandortes und Treffpunktes zuzuschreiben. Die derzeit entstehende Neue Mitte Porz und die 
im  
ISEK formulierten Maßnahmen bieten ein großes Potenzial, den Einzelhandelsstandort Porz -Mitte 
aufzuwerten und zu beleben. Darüber hinaus sind jedoch gemeinsame Anstrengungen notwendig, 
um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und die Porzer Mitte als Besuchsziel wieder attraktiver zu 
machen. Dazu zählen gestalterische Aufwertungen, einzelbetriebliche Verbesserungsmaßnahmen 
sowie gemeinschaftliche Aktionen:  
 Die Erkenntnisse aus der Analyse zeigen die Notwendigkeit der Stärkung bestehender Betriebe 
– dabei stehen die einzelbetriebliche Attraktivierung (u. a. Warenpräsentation, Ladengestaltung) 
und die Erhöhung der digitalen Sichtbarkeit gleichermaßen im Fokus. 
 Für eine ganzheitliche Zentrenbelebung kommt es darauf an, durch Aktionen und Veranstaltungen 
sowohl in den einzelnen Ladenlokalen als auch insgesamt im öffentlichen Raum Erlebnisse zu 
schaffen. Gelingt es, einzelbetriebliche Maßnahmen parallel als gemeinsame zentrenbelebende 
Maßnahmen zu organisieren, kann der Standort Porz Mitte als Einheit gestärkt und nach außen 
profiliert werden. Die Eigeninitiative der Porzer Gewerbetreibenden zur Umsetzung einzelbetrieb-
licher Maßnahmen ist durch Impulse des Zentrenmanagements zu aktivieren.  
 Entsprechende Impulsprojekte zur Zentrenbelebung sind – mit Unterstützung des Zentrenmana-
gements – unter Beteiligung aller Akteure des Bezirkszentrums zu entwickeln. Die gemeinsame 
Ideenentwicklung und Projektkonkretisierung stärkt den Zusammenhalt unter den beteiligten Akt-
euren und damit auch die Identifikation mit den Aktivitäten und dem Einkaufsstandort Porz insge-
samt.  
 Standortbezogene Ereignisse, wie bspw. die Eröffnung der Neuen Mitte Porz oder der Start bau-
licher Veränderungen, eignen sich besonders zur Terminierung und inhaltlichen Verknüpfung von 
Aktionen / Veranstaltungen. Gleichzeitig können diese zu einer erfolgreichen Verbindung der 
Neuen Mitte Porz mit den bestehenden Fokusräumen Bahnhofstraße und City Center beitragen.  
 Förderprogramme der Stadt Köln können für gestalterische und vernetzende Maßnahmen, Aktio-
nen der Gewerbetreibenden sowie Aktivitäten genutzt werden.  
 
 
Eine zentrale Herausforderung im Rahmen des Zentrenmanagements ist es, dem Rückzug des Han-
dels und den Veränderungen im Nutzungs - und Branchenmix zu begegnen.  Die Analyse d er Nut-
zungsstruktur in Porz erlaubt einen Einblick in die Entwicklungen der letzten Jahre und bestätigt den 
(bundesweiten) Trend eines Rückzugs des inhabergeführten Einzelhandels bei Zunahme von dienst-
leistungsorientierten und gastronomischen Betrieben. In Porz lässt sich dabei besonders die ver-
stärkte Ansiedlung von Schnellimbissbetrieben feststellen, die mit einer hohen Fluktuation gleicher 
Betriebstypen einhergeht. Gleichzeitig prägen punktuell leerstehende Ladenlokale das Stadtbild; 
problematisch sind v. a. langfristige Leerstände in Gebäuden mit hohen Investitionsbedarfen.  
Mit dem Ziel, den Nutzungs - und Branchenmix im Porzer Zentrum im Austausch mit der KölnBusi-
ness und potenziellen Interessierten zu verbessern, sollte die im bisherigen Prozess geschaffene 
Basis eines Leerstandskatasters um detaillierte Informationen zum Verkaufsraum, der Immobilie und 
zu Investitionsbedarfen erweitert werden. Es geht darum, durch ein aktives und vorausschauendes 
Geschäftsflächen- und Leerstandsmanagement längerfristige Leerstände zu vermeiden und durch 
den regelmäßigen Kontakt mit Eigentümer*innen und ggfs. potenziellen Interessierten frühzeitig Lö-
sungen zu forcieren. Dabei sind auch Zwischennutzungen oder Übergangsmaßahmen mitzudenken. 
Zudem sind bei Neubelegungen von Ladenlokalen gezielt die Nutzungsarten in den Blick zu nehmen. 
LEITZIEL II: Stärkung und Belebung des Einzelhandelsstandortes Porz-Mitte 
 
LEITZIEL III: Attraktivierung des Nutzungs- und Branchenmix / Vermeidung von Leerstand

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
23 
Trotz der Veränderungen in der Handelslandschaft sollte das Ziel verfolgt werden,  Neubelegungen 
von ehemaligen Einzelhandels-Ladenlokalen erneut einer Handelsnutzung zuzuführen. Dies erfor-
dert einen intensiven Austausch mit den Immobilieneigentümer*innen, eine Sensibilisierung in Bezug 
auf die Wirkungen der Nutzungen auf das Standortumfeld sowie Unterstützungsleistungen bei der 
Suche nach Nachmieter*innen. Mit dem Zentrenmanagement steht eine neutrale Moderat ion mit 
fachlicher Expertise in puncto Einzelhandelsentwicklungen und Leerstandsmanagement zur Verfü-
gung, die i m Zusammenspiel mit Köln .Business bei Abstimmungen mit den Immobilieneigentü-
mer*innen oder potenziellen Filialisten unterstützen kann und daher eingebunden werden sollte.  
 
 
Der bisherige Prozess erlaubte lediglich eine niederschwellige Informationsweitergabe über die Pro-
jektinhalte und -fortschritte des Zentrenmanagements. Zwar wurde der regelmäßige Austausch zu 
verschiedenen Akteursgruppen, die gleichzeitig auch eine Funktion als Multiplikator en im Stadtteil 
haben, gepflegt, eine der wichtigsten Akteursgruppen wurde jedoch bislang kaum angesprochen : 
Die Porzer Bürger*innen sind letztlich diejenigen, für welche das Bezirkszentrum und seine Angebote 
wieder attraktiver und belebbarer gestaltet  werden müssen. Die Bürgerschaft muss mitgenommen 
werden; Impulse und Fortschritte in der Porzer Mitte sind klar an sie heranzutragen – ein "Nachvor-
nekommen des Porzer Bezirkszentrums" muss im Stadtteil spürbar sein. Letztlich können das lokale 
Engagement und die durchgeführten Maßnahmen und Projekte nur dann erfolgreich sein, wenn es 
positive Rückmeldungen aus der Bürgerschaft gibt, die sich bestenfalls in einer Z unahme der Zen-
trenfrequenzen widerspiegeln.  
Mit diesem Ziel sollte ein besonderes Augenmerk auf eine – gemeinsam vom zukünftigen Büro für 
Vernetzung und Aktivierung, der Stadtverwaltung und den lokal Agierenden entwickelte – Kommu-
nikations- und Informationsstrategie gelegt werden. Dies beinhaltet, dass das Zentrenmanagement 
bzw. zukünftig d as „Büro für Vernetzung  und Aktivierung“ verstärkt als Institution für stadtentwick-
lungsbezogene Themen vor Ort sichtbar wird, indem regelmäßig Öffnungszeiten, Projekte und Akti-
vitäten in verschiedenen Formaten der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (analog und digital)  kom-
muniziert werden. Im Zuge der Umsetzung der ISEK-Maßnahmen wird die Information der Öffent-
lichkeit zudem in deutlich kürzeren Abständen erforderlich sein als im bisherigen Prozess. Für einen 
zügigen Abwicklungsprozess bei Veröffentlichungen ist zu prüfen, wie Kontaktwege und Abstimmun-
gen zielführend organisiert werden können.  
Über die regelmäßige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hinaus sind lokale Gremien (u. a. der Beirat 
Porz Mitte und die Bezirksvertretung Porz) in zu vereinbarenden Abständen über die Arbeit vor Ort 
und Handlungsbedarfe aus Sicht der Akteure des Bezirkszentrums in Kenntnis zu setzen. 
Ziel ist eine Aktivierung der Gewerbetreibenden in Porz dahingehend, diese Aufg abe langfristig zu 
übernehmen. 
3.2 Transformationsräume 
Bei der Umsetzung der Leitziele stehen die drei räumlichen Schwerpunkte im Fokus, die es in sich 
zu stärken, weiterzuentwickeln und zu beleben gilt. Jedoch ist auch eine Verknüpfung der Bereiche 
wichtig, denn die Porzer Mitte insgesamt kann sich  nur erfolgreich profilieren, wenn eine konse-
quente Vernetzung der räumlichen Fokusbereiche und deren Akteure stattfindet.  
Josefstraße / Hermannstraße mit City-Center als Ankerpunkt 
Das City-Center / die Hermannstraße bildet eine wichtige Eingangssituation in das Zentrum ; über 
die nördlich angrenzende Bus- bzw. Straßenbahnhaltestelle und das zugehörige Parkhaus geht eine 
hohe Frequenz in Richtung Porz Mitte aus. Das City Center stellt durch die ansässigen Magnetbe-
triebe aktuell einen positiven Nutzungsmix für die Porzer Mitte bereit; der öffentliche Bereich vor dem 
City-Center ist zudem mit den gastronomischen Angeboten ein stark frequentierter Treffpunkt des 
LEITZIEL IV: Kommunikations-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
24 
Bezirkszentrums. Im direkten Umfeld besteht jedoch das Risiko eines Trading-Down-Prozesses: Im 
Gebäudekomplex Josefstraße 1 bis 6 stehen aktuell zwei Flächen leer; durch den avisierten Umzug 
von Ernstings Family in die Neue Mitte Porz könnte ein weiterer Leerstand hinzukommen. Da der 
Gebäudekomplex entlang der Josefstraße die Verbindungsachse zur Bahnhofstraße darstellt, muss 
unbedingt vermieden werden, dass sich die Leerstandssituation negativ auf die aktuelle Funktion 
des Fokusbereiches auswirkt. Daher gilt es, den Kontakt zu den Eigentümer*innen zu intensivieren 
und gemeinsam nach Lösungen zur Stärkung des Nutzungsmixes in diesem Bereich zu suchen. 
Diese sollten sowohl eine Sicherung der bestehenden Nutzungen im City-Center, in der Josefstraße 
und in der Hermannstraße beinhalten als auch eine Neubelegung / Zwischennutzung der Leerstände 
sowie Verbesserungen der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, u. a. durch belebende Aktionen 
und Veranstaltungen. Mit einzubeziehen ist zukünftig dringend die Verbindungsachse zwischen den 
Frequenzbringern REWE-Markt im Haus 1 der Neuen Mitte Porz und City-Center; es ist davon aus-
zugehen, dass die beiden Lagen gegenseitig von der jeweiligen Frequentierung profitieren und daher 
auch eine enge Vernetzung der Akteure sinnvoll ist.  
Bahnhofstraße als traditionelle Einkaufsstraße 
Die als Fußgängerzone gestaltete Bahnhofstraße bildet einen weiteren räumlichen Entwicklungsbe-
reich. Im östlichen Abschnitt findet sich die zentrale Eingangssituation zur Porzer Mitte, was durch 
die Beschilderung „Porzity – Veedel mit Herz“ verdeutlicht wird. Die Bahnhofstraße wird auch aktuell 
noch durch den höchsten Besatz an inhabergeführten Betrieben im Porzer Bezirkszentrum geprägt, 
hat jedoch aufgrund von Geschäftsschließungen, einer hohen Fluktuation von Betreiber*innen in ei-
nigen Ladenlokalen i. V. m. einem zunehmenden Anteil an gastronomischen Einrichtungen im Im-
biss-Segment in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung eingebüßt. Derzeit bestehen nicht aus-
reichend Kontakte zwischen den Akteuren der Bahnhofstraße. Trotz der bestehenden Organisation 
der Innenstadtgemeinschaft Porz beteiligen sich nur wenige an belebenden Aktionen für Porz. 
Es gilt daher, neue Strategien zur Vernetzung und Aktivierung der Akteure zu erarbeiten, um ge-
meinsam neue Impulse in der traditionellen Einkaufsstraße zu setzen. Dazu zählen bspw. neue Ser-
viceleistungen für Besuchende oder die Organisation und Durchführung von belebenden Aktionen 
und Veranstaltungen. Dabei kann eine Gesamtattraktivierung der Bahnhofstraße nur im Zusammen-
spiel mit baulichen Veränderungen erfolgreich sein. Neben den i m Rahmen der ISEK-Umsetzung 
geplanten Aufwertungsmaßnahmen im öffentlichen Raum müssen Anreize geschaffen werden, um 
auch der Eigentümerschaft Anreize für Investitions- und Modernisierungsmaßnahmen zu geben, z. 
B. im Rahmen des Haus-, Hof- und Fassadenprogramms oder im Zuge der Bildung einer Immobilien- 
und Standortgemeinschaft. In diesem Entwicklungsbereich steh en somit gleichermaßen gestalteri-
sche Aufwertungen, die Vernetzung und Aktivierung der Akteure sowie zentrenbelebende Aktionen 
und Veranstaltungen im Fokus. 
Neue Mitte Porz als Potenzialraum 
Die Neue Mitte Porz stellt einen räumlichen Schwerpunktbereich dar, deren Entwicklung als Baupro-
jekt voraussichtlich im Jahr 2024 fertiggestellt wird. Mit der Bereitstellung von modernem Wohnraum 
mitten im Bezirkszentrum Porz, einer attraktiven Gestaltung des öffentlichen Raumes sowie einer 
Ergänzung des Porzer Nutzungsmix durch die Ladenlokale und kirchlichen Einrichtungen in der Erd-
geschosszone werden Impulse verschiedener Handlungsbereiche gesetzt, die großes Potenzial für 
die Zentrenentwicklung mit sich bringen.  
Mit der schrittweisen Fertigstellung bzw. Öffnung der Einheiten muss die Zielsetzung die Integration 
des Standortes in die bestehenden Strukturen fokussieren und gleichzeitig diese als Anstoß für eine 
Weiterentwicklung und Attraktivierung des gesamten Bezirkszentrums nutzen. So geht es z. B. da-
rum, die bestehenden Verbindungsachsen zu den weiteren räumlichen Fokusbereichen für die Be-
sucher*innen als solche kenntlich und wahrnehmbar zu machen, indem sie in regelmäßigen Abstän-
den bespielt werden. Das setzt eine enge Vernetzung der Porzer Akteurinnen und Akteure voraus, 
die gemeinsam eruieren, welche Maßnahmen der Zentrenbelebung miteinander realisiert werden 
können.

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
25 
Mit der baulichen Fertigstellung der Neuen Mitte Porz eröffnet sich die Chance, eine Aufwertung der 
aktuell teilweise als Nebenlagen zu klassifizierenden umliegenden Bereiche zu erreichen, u. a. in der 
Wilhelmstraße mit der rückwärtig liegenden Karlstraße. Dies erfordert jedoch eine entsprechende 
Sensibilisierung der Eigentümer*innen und Mieter*innen, um ggfs. leerstehende Ladenlokale zu qua-
lifizieren und ansässige Betriebe mit Hilfe von einzelbetrieblichen Beratungen aufzuwerten. Darüber 
hinaus besteht das Potenzial, über die angrenzende Fußgängerbrücke eine attraktive Verbindungs-
achse zwischen der Porzer Mitte und dem Rheinboulevard zu schaffen und damit die Profilierungs-
möglichkeiten durch die Nähe zum Rhein – gestalterisch und in Bezug auf Aktivitäten und Veranstal-
tungen – stärker zu nutzen. Gemäß ISEK sind die entsprechenden baulichen Veränderungen ge-
plant. 
Abb. 11: Zielkarte Zukunftsagenda Porz* 
  
Kartengrundlage: GeoBasis-DE / BKG 2021; Bearbeitung: cima (2023)  
*  Es ist zu berücksichtigen, dass manche im Text beschriebenen Ziele / Maßnahmen räumlich nicht verortbar und 
somit in der Karte nicht dargestellt sind.   
Legende

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
26 
4 Handlungsempfehlungen 
Zur Erreichung der Ziele werden folgende Handlungsempfehlungen formuliert und anschließend 
textlich beschrieben. Die nachfolgende Auflistung gibt einen Überblick über die Einzelmaßnahmen, 
die jeweils benötigten Ressourcen und die Prioritäten4 bzw. den jeweils anzustrebenden Umset-
zungsbeginn: 
Abb. 12: Übersicht Maßnahmenkatalog Zukunftsagenda Porz 
Nr. Maßnahmentitel beteiligte Akteure 
finanzielle 
Ressourcen Priorität Beginn 
I-A Aktivierung der Gewerbetreiben-
den des Bezirkszentrums / Un-
terstützung der ISG Porz 
ZM, ISG Porz, Gewerbetreibende 
der Porzer Mitte 
SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
I-B Aktive Einbindung der Immobili-
eneigentümer*innen 
ZM, Stadt, QA,  
Eigentümer*innen 
SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
I-C Stärkung von Kommunikation u. 
Kooperation mit weiteren lokalen 
Institutionen u. Einrichtungen 
ZM, soz. Institutionen / Bildungs-
einrichtungen / weitere lokale Ver-
eine / Initiativen / Institutionen 
SoPr., StBF* mittel 1.Q/23 
I-D Netzwerktreffen alle relevanten lokalen 
Akteursgruppen 
SoPr., StBF* hoch 3.Q/23 
II-A Einzelbetriebliche Beratung ZM, ISG Porz, Gewerbetreibende 
der Porzer Mitte 
SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
II-B Serviceoffensive Handel / Ge-
werbe 
ZM, ISG Porz, Gewerbetreibende 
der Porzer Mitte 
SoPr., StBF*, ggfs. 
Zentrenbudget oder 
Verfügungsfonds, 
private Mittel 
mittel 4.Q/23 
II-C Unterstützung von Aktionen und 
Veranstaltungen zur Innenstadt-
belebung 
ZM, ISG Porz, Gewerbetreibende 
der Porzer Mitte, weitere lokale 
Vereine / Initiativen / Institutionen, 
Künstler*innen 
SoPr., StBF*, ggfs. 
Zentrenbudget oder 
Verfügungsfonds, 
private Mittel 
mittel 1.Q/23 
II-D Digitaler Auftritt www.veedellie-
ben.de 
ZM, ISG, weitere relevante lokale 
Akteursgruppen 
SoPr., StBF*, 
Budget 
Veedellieben e.V. 
niedrig 4.Q/23 
II-E Umsetzung von Maßnahmen aus 
den Verfügungsfonds 
BV, Stadt, priv. Akteure (inkl. Ge-
werbetreibende) 
Städtebauförde-
rung, private Mittel 
mittel 1.Q/24 
III-A Ausbau und Pflege eines Leer-
standskatasters 
ZM, Eigentümer*innen SoPr., StBF* hoch 2.Q/23 
III-B Leerstands- / Geschäftsflächen-
management 
ZM, Eigentümer*innen, KB SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
III-C Zwischennutzungen / Schau-
fenster- und Fassadengestaltung 
ZM, Eigentümer*innen, ggfs. 
Künstler*innen und weitere rele-
vante lokale Akteursgruppen 
SoPr., StBF*, ggfs. 
Zentrenbudget oder 
Verfügungsfonds, 
private Mittel 
hoch 1.Q/23 
IV-A Vor-Ort-Präsenz des Zentrenma-
nagements 
ZM SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
IV-B Weiterführung der Jour fixe-Ter-
mine 
bisheriger Kreis, Vertretung der 
Eigentümerschaft 
SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
IV-C Kommunikations- und Informati-
onsstrategie 
ZM, Stadt,  
Politik, Presse 
SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
IV-D Marketingkonzept BV, Stadt Städtebauförderung niedrig 1.Q/24 
ZM = Zentrenmanagement, QA = Quartiersarchitekt/-in, KB = Köln.Business, BV = Büro für Vernetzung und Aktivierung 
                                            
4  Die Priorität bezieht sich auf die aktuelle Bewertung im laufenden Projekt 2023 (gemäß Sofortprogramm  Innenstadt NRW). In der Fortsetzung 
(gemäß ISEK-Maßnahme Büro für Vernetzung und Aktivierung) sollten die Prioritäten regelmäßig überprüft und ggf. angepasst werden.

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
27 
* die Maßnahmen werden im Rahmen des Sofortprogramms Innenstadt NRW (SoPr.) angestoßen und mit der ISEK-
Maßnahme Büro für Vernetzung und Aktivierung im Rahmen der Städtebauförderung (StBF) fortgesetzt. 
Quelle: cima (2023)

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
28 
LEITZIEL I: Lokale Vernetzung und Aktivierung der Akteure 
LEITZIEL I: Lokale Vernetzung und Aktivierung der Akteure 
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN 
I-A Aktivierung der Gewerbetreibenden der Porzer Mitte / Unterstützung der ISG Porz 
Die ISG Porz ist aktuell aufgrund fehlender aktiver Mitglieder nicht zukunftsfähig aufgestellt. Der 
derzeitige Vorstand verfügt nicht über ausreichend personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen 
für die Initiierung und Umsetzung zentrenbelebender Maßnahmen. Um das Netzwerk der Porzer 
Gewerbetreibenden zu stärken bzw. auszubauen, wird eine aktive Ansprache potenzieller Akteure 
empfohlen. Dazu zählen bestehende Gewerbetreibende in den zentralen Einkaufslagen ebenso wie 
die neuen Akteure der Neuen Mitte Porz, zu denen frühzeitig Kontakt aufzubauen ist. 
In Form eines „Restarts“ ISG Porz 2.0 begleitet das Zentrenmanagement die weitere Entwicklung 
des Vereins. Mit der externen Unterstützung besteht die Chance, neue Impulse zu setzen, die Ak-
teure vor Ort zur Mitwirkung zu aktivieren und gemeinsam attraktivierende Projektideen für die Porzer 
Mitte zu entwickeln und umzusetzen. 
I-B Aktive Einbindung der Immobilieneigentümer*innen  
Angesichts der Leerstandssituation und des allgemein zu beobachtenden Trends eines Rückzugs 
des Einzelhandels ist die Ansprache der Immobilieneigentümer*innen von besonder er Relevanz. 
Bislang konnte nur vereinzelt Kontakt zu den Hauseigentümer*innen in der Porzer Mitte hergestellt 
werden. Gemeinsam mit der Stadt Köln sind neue, v. a. aktive Formate der Ansprache zu definieren. 
Neben individuellen Ansprachen sollte auch eine gemeinsame Veranstaltung für alle innerstädti-
schen Immobilieneigentümer*innen geplant werden, die folgende inhaltlichen Schwerpunkte aufwei-
sen könnte: 
 Sensibilisierung der Eigentümer*innen für ihre Verantwortung bzgl. der Zentrenentwicklung 
 Vernetzung der Akteure und Entwicklung von gemeinsamen Projekten für die Porzer Mitte 
 Informationen über die Handlungsspielräume und die Modalitäten der Gründung einer Immobilien- 
und Standortgemeinschaft 
Mit der Umsetzung des ISEKs werden zukünftig über eine/-n Quartiersarchitekt*in zudem kostenlose 
Beratungsleistungen im Rahmen das Haus -, Hof- und Fassadenprogramms zur Verfügung stehen. 
Eine vorhandene Kontaktdatei aller Eigentümer*innen in der Porzer Mitte aus dem bisherigen Projekt 
erleichtert den Beratungseinstieg. 
I-C Stärkung von Kommunikation und Kooperation mit weiteren lokalen Institutionen und Ein-
richtungen 
Es wird empfohlen, bisher geknüpfte Kontakte des Zentrenmanagements zu genannten Akteuren 
aufrecht zu erhalten und in die Netzwerkarbeit einzubinden. Dies kann bspw. in Form von Arbeits-
kreisen zur Planung und Organisation von Veranstaltungen und Aktivitäten im Bezirkszentrum erfol-
gen. Im bisherigen Projektzeitraum wurde deutlich, dass eine Erweiterung des Netzwerkes über die 
direkten Akteure der Porzer Mitte hinaus einen deutlichen Mehrwert für das Projekt und die gesamte 
Zentrenentwicklung bietet. Konkret sind damit Porzer Akteure gemeint, die nicht direkt in der Porzer 
Mitte / im Zentralen Versorgungsbereich ansässig sind, jedoch ein Interesse an der Attraktivierung 
des Bezirkszentrums haben und sich vor allem für das gemeinschaftliche Wohl in Porz engagieren - 
u. a. Schulen, Kitas, soziale Einrichtungen, Sport- und Bürgervereine. Am Beispiel der Organisation 
des Tags des Veedels wurde deutlich, dass gemeinsam neue  und innovative Ideen entstehen kön-
nen. Durch die verfügbaren Ressourcen der unterschiedlichen Akteursgruppen können Maßnahmen 
realisiert werden, die oftmals durch fehlende personelle wie auch finanzielle Kapazitäten einzelner 
Akteursgruppen nicht tragbar sind. Wenngleich die verschiedenen Porzer Akteursgruppen unterei-

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
29 
nander bekannt sind, findet bislang kein regelmäßiger Austausch zwischen den verschiedenen Netz-
werken statt; eine enge Zusammenarbeit zur Organisation von Veranstaltungen oder Aktionen gibt 
es nur bedingt. 
I-D Netzwerktreffen  
Eine erfolgreiche Zentrenentwicklung ist immer auch abhängig von der Mitwirkungsbereitschaft der 
lokalen Akteure. Aufgabe des Zentrenmanagements ist es, zum einen das Netzwerk zu den einzel-
nen Akteursgruppen aufzubauen und dieses zu stärken und zum anderen auch die Netzwerke un-
tereinander zusammenzubringen und gemeinsam an Ideen zur Zentrenbelebung und -attraktivierung 
zu arbeiten. Zu diesem Zweck wird die Durchführung von verschiedenartigen Netzwerktreffen emp-
fohlen; als Veranstaltungsformate eignen sich u. a.  
 Get-Together-Veranstaltungen  
 Feierabendtreffen / After-Work-Treffen 
 Unternehmer*innenfrühstück 
Im Fokus der Veranstaltungen sollte der Austausch zwischen den Akteuren ebenso stehen wie die 
aktive Entwicklung von Projektideen zur Profilierung des Bezirkszentrums Porz.  
Um geschaffene Netzwerke aufrecht zu erhalten, ist eine regelmäßige Durchführung bzw. die Ver-
stetigung erfolgreicher Formate erstrebenswert. 
 
LEITZIEL II. Stärkung und Belebung des Einzelhandelsstandortes Porz-Mitte 
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN 
II-A Einzelbetriebliche Beratung 
Um den Herausforderungen in Bezug auf den stationären Handel zu begegnen, sind Maßnahmen 
zur Stärkung der Betriebe vor Ort sowie ihrer digitalen Präsenz erforderlich. Mit Hilfe von einzelbe-
trieblichen Beratungen können die Stärken der Betriebe herausgearbeitet und Maßnahmen zur Stei-
gerung der Wettbewerbsfähigkeit entwickelt werden.  
Die Beratung kann durch das Zentrenmanagement oder durch Externe umgesetzt werden und sollte 
für die Anschubphase für die Betriebe kostenlos sein. Si
e beinhaltet einen individuellen „Store 
Check“ in Form einer Vor -Ort-Analyse des Betriebes. Gemeinsam mit dem/der Betriebsinhaber*in 
werden Handlungsbedarfe in puncto Ladengestaltung und Warenpräsentation identifiziert und Emp-
fehlungen zur Verbesserung des individuellen Marktauftritts oder der Zielgruppenansprache formu-
liert. Die teilnehmenden Gewerbetreibenden erhalten ein Kurzprotokoll des Beratungsgespräches. 
Als Basis für die Einzelberatungen können die Ergebnisse des City -Qualitäts-Checks und des On-
line-Präsenz-Checks dienen. Anhand der Daten ist es möglich, Betriebe mit erkennbaren Handlungs-
bedarfen direkt anzusprechen und die Beratungsleistungen anzubieten. 
II-B Serviceoffensive Handel / Gewerbe 
Mit dem Ziel, die Qualitäten der inhabergeführten Fachgeschäfte herauszustellen und weiterzuent-
wickeln sowie die Gemeinschaft und Anziehungskraft des Porzer Zentrums  als Einkaufsort zu stär-
ken, kann eine gemeinsame Serviceoffensive entwickelt werden.  
Zur Planung und Organisation sollte ein interaktives T reffen der lokalen Einzelhändler*innen, Gast-
ronomiebetreiber*innen und Dienstleister*innen geplant werden, das ggfs. mit einem Impulsvortrag 
auf die Möglichkeiten einer Serviceoffensive einstimmt. Im Rahmen der Veranstaltung können ge-
meinsame Ziele und Ideen entwickelt werden, wie u. a.   
 Aktionen zur Verbesserung des stationären Serviceangebotes, bspw. ein gemeinschaftlicher Lie-
fer- und Bringservice oder auch Rabattaktionen

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
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 Durchführung von Marketingmaßnahmen online und offline, bspw. der Ausbau des dig italen Auf-
tritts (individuell und gemeinschaftlich, z. B. über veedellieben.de)  
 Optimierung und Stärkung der B eratung von Kundschaft durch Seminare / Workshops / Veran-
staltungen für Mitarbeitende 
Insgesamt gilt es, eine übergeordnete Strategie, einzelne Projekte und ggfs. eine Kampagne unter 
Beteiligung der betroffenen Akteure der Porzer Mitte auszuarbeiten. Ein Ergebnis kann bspw. die 
Einführung einer Porzer Servicewoche sein. Projektideen sollten durch die örtlichen Akteure gemein-
sam entwickelt und in gemeinschaftlichen Aktionen gezielt umgesetzt werden. Das Zentrenmanage-
ment übernimmt dabei die Koordination und den Anstoß der Umsetzung. 
II-C Anstoß von Aktionen und Veranstaltungen zur Zentrenbelebung 
Mit Blick auf eine zunehmende Erlebnisorientierung bei Kundschaft und Besucher*innen kommt qua-
litativen Stadtfesten und speziellen Events eine hohe Bedeutung für die Belebung des Porzer Be-
zirkszentrums zu. Bei guter Organisation können schon kleinere Aktivitäten, die teilweise nur einen 
begrenzten Personal- und Kostenaufwand erfordern, eine große Wirkung zeigen. Im Vordergrund 
der Aktivitäten sollten stets die Inszenierung der Qualitäten und der Vielfältigkeit der Porzer Mitte 
stehen. Übergeordnetes Ziel ist es, das Interesse der (potenziellen) Kundschaft an dem Porzer Be-
zirkszentrum zu wecken und damit eine höhere Kundschaft bindung zu erreichen. Synergien zwi-
schen Handel, Dienstleistungen, Gastronomie, Kulturschaffenden, Vereinen und weiteren lokalen 
Akteuren sollten gezielt genutzt werden. 
Unter Beteiligung aller Akteure der Porzer Mitte ist zu erörtern, welche Aktionen, Aktionstage oder 
weitere Impulsprojekte die gewünschte Zentrenbelebung erreichen und welche Kapazitäten (perso-
nell, finanziell) dafür benötigt werden bzw. verfügbar sind. Die Planungen schließen die Evaluation 
der bisherigen Veranstaltungen und ihrer Konzepte mit ein. Bestehende Formate müssen auf den 
Prüfstand gestellt und ggfs. konzeptionell weiterentwickelt werden; zusätzliche Events müssen neu 
konzipiert werden. 
Anstehende lokale Ereignisse bilden einen geeigneten Rahmen für die Planungen. So stellt bspw. 
die Eröffnung der Neuen Mitte Porz bzw. der einzelnen Häuser eine Chance dar, die Porzer Mitte im 
Rahmen einer Aktion oder einer Veranstaltung als Einheit zu präsentieren, ggfs. unter Herausstel-
lung einzelner Geschäftslagen.  
Für eine ganzheitliche Zentrenbelebung ist es zudem wichtig, Aktionen und Veranstaltungen im öf-
fentlichen Raum mit erlebnisbezogenen Aktivitäten der einzelnen Ladenlokale zu verknüpfen  
(vgl. Maßnahme II-A). 
II-D Digitaler Auftritt www.veedellieben.de 
Die ISG Porz führt aktuell eine Website mit Informationen über die Mitglieder, den Vorstand sowie 
anstehende Veranstaltungen. Eine starke Frequentierung der Website ist aufgrund der begrenzten, 
z. T. nicht ganz aktuellen Informationen nicht anzunehmen. Eine übergeordnete Website mit Infor-
mationen über Porzer Angebote fehlt bislang.  
Die Plattform www.veedellieben.de
 ist ein Projekt des Vereins Veedellieben e.V. – ein Verbund der 
Kölner Interessengemeinschaften –, die allen Veedeln der Stadt Köln die Möglichkeit bietet, sich, 
ihre Angebote und Besonderheiten online zu präsentieren. Die einzelnen Seiten werden vorrangig 
durch die jeweiligen IGs / Werbegemeinschaften mit Inhalten gefüllt. Der Geschäftsführer des Ver-
eins hat den Porzer Akteuren die Plattform und ihre Funktionen bereits im Rahmen eines Jour fixe 
vorgestellt. Die Website und ein zukünftiger 
Auftritt von Porz trifft auf Zustimmung der beteiligten 
Akteure, jedoch sind aktuell keine Kapazitäten zur Umsetzung verfügbar. 
Im Austausch mit der ISG sollten Lösungen gesucht werden, eine Präsentation des Porzer Bezirks-
zentrums auf www.veedellieben.de umzusetzen. Da die Plattform als Aushängeschild aller Porzer 
Angebote fungieren und bestmöglich die Identität des Veedels transportieren soll, müssen weitere 
Porzer Akteure, z. B. lokale Vereine und soziale Bereiche, direkt angesprochen und zur Mitgestaltung 
der Inhalte aktiviert werden. Dies kann z. B. im Rahmen der Netzwerktreffen (vgl. Maßnahme I-D)

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
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erfolgen. Eine Zusammenarbeit verschiedener Akteursgruppen in Porz kann zu einem erfolgreichen 
Online-Auftritt führen und gleichzeitig die Basis für eine breite Nutzung der Website liefern. 
II-E Verfügungsfonds 
(Zukünftige Maßnahme im Rahmen der ISEK-Umsetzung) 
Das ISEK sieht die Umsetzung des Förderprogramms „Verfügungsfonds“  gemäß der Städtebauför-
derrichtlinien Nr. 14 vor. Der Verfügungsfonds soll von privaten Initiativen genutzt werden, gestalte-
rische und vernetzende Maßnahmen im Porzer Bezirkszentrum zur Aufwertung der Einzelhandels-
lagen umzusetzen. 
Die Umsetzung des ISEK Porz -Mitte beinhaltet personelle Kapazitäten und einen finanziellen Rah-
men für Projekte des Verfügungsfonds, für den das Zentrenmanagement zukünftig die Rolle der 
Geschäftsführung übernehmen soll. Damit einher gehen vorbereitende Aufgaben, wie bspw. die Er-
stellung einer Richtlinie, die Einrichtung eines Entscheidungsgremiums, die Bewerbung des Förder-
programms sowie letztlich die Aktivierung und Beratung interessierter Akteure inkl. der Begleitung 
der Antragstellung. 
 
LEITZIEL III. Attraktivierung des Nutzungs- und Branchenmix / Vermeidung von Leerstand 
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN 
III-A Ausbau und Pflege eines Leerstandskatasters 
Mit den Datenerhebungen der cima im Oktober 2021 sowie einer Aktualisierung  der Leerstände im 
Juni 2022 wurde die Basis eines Leerstandskatasters für den Zentralen Versorgungsbereich Porz 
geschaffen. Nun geht es darum, das Leerstandskataster zu pflegen und durch Abfrage bei den Im-
mobilieneigentümer*innen um zusätzliche Daten zu erweitern. Neben der räumlichen Verortung der 
Leerstände sind quantitative sowie qualitative Indikatoren zu integrieren, wie u. a. die Flächengröße 
und die Mietpreiserwartung, Aussagen zum baulichen Zustand des Gebäudes und der Wiederver-
mietbarkeit sowie Angaben zur Eigentümerschaft. Die Aktualisierung der Leerstandserhebung im 
Juni 2022 umfasste u. a. die Anlage eines Steckbriefes für jedes leerstehende Ladenlokal . Die ge-
sammelten Daten dienen als geeignete Grundlage zur Fortführung des Leerstandskatasters. Es wird 
empfohlen, die Leerstandsituation im halbjährlichen Turnus zu überprüfen und das Kataster entspre-
chend zu aktualisieren. 
Das Leerstandskataster sowie die Steckbriefe der Leerstände bilden gleichzeitig auch die Grundlage 
für die Umsetzung der Maßnahme III-B. 
III-B Leerstands- / Geschäftsflächenmanagement 
Um einen weiteren Anstieg der Leerstände in der Porzer Mitte zu vermeiden und den bestehenden 
Branchenmix zu verbessern, ist die Steuerung des Porzer Einzelhandels durch ein aktives und ziel-
gerichtetes Leerstands- und Geschäftsflächenmanagement vorgesehen. Es basiert auf dem regel-
mäßigen Kontakt zu den Porzer Immobilieneigentümer*innen und den Daten aus Maßnahme II-A. 
Trotz der Veränderungen in der Handelslandschaft sollte das Ziel verfolgt werden, Neubelegungen 
von Ladenlokalen auf die Zielsetzungen des Einzelhandelskonzeptes auszurichten und nach Mög-
lichkeit ehema
ls durch Einzelhandelsbetriebe genutzte Ladenlokale erneut einer Handelsnutzung 
zuzuführen. Dies erfordert einen intensiven Austausch mit den Immobilieneigentümer*innen, eine 
Sensibilisierung in Bezug auf die Wirkungen der Nutzungen auf das Standortumfeld sowie Unterstüt-
zungsleistungen bei der Suche nach Nachmieter*innen. Ziel der Gespräche mit den jeweiligen Haus-
eigentümer*innen ist es, die Wiederbelegung leerstehender Objekte zu erreichen. Solange Nachnut-
zungen fehlen, können Zwischennutzungen (Pop- Up-Sto
res, Kunstaktionen etc.) einen wichtigen 
Beitrag zur Aufwertung der Einkaufslagen leisten (vgl. Maßnahme III-C).

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
32 
Das Zentrenmanagement entwickelt eine Strategie im Umgang mit vorhandenen Leerständen und 
ist für die Umsetzungsbegleitung verantwortlich. Zu den Aufgabenbereichen zählen 
 die regelmäßige Aufnahme (zukünftig) leerstehender Ladenlokale i. V. m. Maßnahme III-A 
 die Einrichtung eines Online-Leerstandskatasters für potenzielle Interessierte – mit Bereitstellung 
der gesammelten Informationen über die leerstehenden Ladenlokale sowie von Markt - und 
Standortinformationen (in Zusammenarbeit mit Köln.Business) 
 die aktive Ansprache der Immobilieneigentümer*innen und deren Sensibilisierung in Bezug auf 
Wirkungen bestimmter Nutzungen auf das Standortumfeld 
 Beratungsleistungen für Immobilieneigentümer*innen zur zeitnahen Wiedervermietung oder Über-
gangslösungen (i. V. m. Maßnahme III-C) sowie Hilfestellungen für Anmietungsinteressierte 
III-C Zwischennutzungen / Schaufenster- und Fassadengestaltung 
Neben anzustrebenden dauerhaften Wiederbelegungen der leerstehenden Flächen kommen auch 
Übergangslösungen bzw. Zwischennutzungen in Betracht. Sie sind geeignet, negative Wirkungen 
der Leerstände zu mindern und Bürger*innen sowie Besucher*innen – ggfs. sogar potenzielle Mie-
ter*innen – durch die Aktion auf das Objekt aufmerksam zu machen; dies kann wiederum positive 
Auswirkungen auf die Frequenzen der Porzer Mitte haben.  
Erfolgreiche Zwischennutzungsmodelle können z. B. sein: 
 Pop-Up Stores: In Zusammenarbeit mit Köln.Business kann eine Vernetzung zwischen potenziel-
len Interessierte und Eigentümer*innen hergestellt werden. Bei einer guten Vernetzung mit den 
Eigentümer*innen ist ggfs. ein öffentlicher Aufruf an Interessent*innen möglich.  
 musikalische / kulturelle Veranstaltungen o. ä.: Je nach Größe der Leerstände sind bspw.  Kino-
vorführungen vorstellbar, die bereits mit wenig Aufwand realisiert werden können. Auch ein Open-
Stage-Projekt wäre eine Möglichkeit, um den jüngeren Zielgruppen in Porz eine Bühne für Talente 
zu geben (bspw. Poetry-Slam, Comedy). 
 Kunstausstellungen: Das Zentrenmanagement ist bereits in Kontakt mit dem Porzer Künstlertreff, 
aber auch den sozialen Netzwerken vor Ort. Es ist zu erörtern, ob es Interesse gibt, Kunstwerke 
oder auch aktuelle Porzer Projekte öffentlichkeitswirksam in leerstehenden Ladenlokalen auszu-
stellen. 
Auch ohne Zugang zum Ladenlokal können positive gestalterische Effekte erzeugt werden. Eine 
Möglichkeit ist bspw. die Nutzung der Schaufensterfläche als Informations - oder Werbefläche für 
Porzer Betriebe oder Vereine. Auch eine Kooperation mit lokalen Schulen, Kitas oder auch den 
Künstler*innen vor Ort ist denkbar.  
Angeregt wird ein Kunstwettbewerb, der vom Zentrenmanagement initiiert wird und die Einsendung 
von künstlerischen Ideen zu einem bestimmten Thema vorsieht. Eine aus verschiedenen Porzer Akt-
euren zu bildende Jury wählt Gewinner*innen aus, welche dann die Schaufenster der Leerstände in 
der Porzer Mitte gestalten und damit zu einem attraktiveren Erscheinungsbild d es Bezirkszentrums 
beitragen können. Ein ähnlicher Kunstwettbewerb könnte sich auf die Gestaltung der Fassade eines 
Sanierungsobjektes – in Frage kommt bspw. das „grüne Haus“ in der Bahnhofstraße – beziehen.  
Die Umsetzung von Zwischennutzungen bzw. einer Übergangslösung setzt das Einverständnis und 
die Abstimmung mit den Eigentümer*innen leerstehender Ladenlokale voraus. Mit Blick auf die zu-
künftig angestrebte enge Vernetzung des Zentrenmanagements mit dieser Zielgruppe liegt die Or-
ganisation beim Zentrenm anagement. 
Eine Kooperation zum städtischen Kulturraummanagement 
sollte aufgebaut werden. 
 
LEITZIEL IV: Kommunikations-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit 
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
33 
IV-A Vor-Ort-Präsenz des Zentrenmanagements 
Gründend auf dem Selbstverständnis des Zentrenmanagements, vor Ort als Koordinator und Mode-
rator zwischen allen Porzer Akteursgruppen zu agieren, sollen regelmäßige Vor -Ort-Präsenzen in 
einem Büro eingerichtet werden, die projektbezogen um ergänzende Vor- Ort-Termine erweitert wer-
den können. So soll eine feste Anlaufstelle für interessierte Porzer Bürger*innen sowie weitere lokale 
Akteure im Bezirkszentrum geschaffen und die Möglichkeit eröffnet werden, darüber hinaus projekt- 
und anlassbezogen in einen vertieften Austausch zu kommen. 
Regelmäßige Sprechzeiten 
Das Büro vor Ort bietet mit regelmäßigen Öffnungszeiten eine offene Sprechstunde bei Fragen rund 
um das Thema Stadtentwicklung in Porz.  
Um sich als Einrichtung in Porz zu etablieren, ist es wichtig, die Einrichtung des Büros, die regelmä-
ßigen Vor-Ort-Zeiten sowie den Kontakt des Zentrenmanagements für alle Porzer*innen sichtbar zu 
kommunizieren. Es wird empfohlen, am Projektbüro entsprechende Plakate und Hinweise zu plat-
zieren und ggfs. an weiteren Standorten auf die Vor- Ort-Präsenz aufmerksam zu machen. Darüber 
hinaus sollte der Informationsflyer zum Anstoß des Zentrenmanagements entsprechend ergänzt und 
aktualisiert werden. 
Ergänzende Vor-Ort-Termine 
In Ergänzung zur Vor -Ort-Präsenz kann das Zentrenmanagement anlassbezogen im Rahmen von 
Netzwerktreffen (vgl. Maßnahmen I-D), aktivierenden zielgruppenbezogenen Workshops und Infor-
mationsveranstaltungen oder durch die Präsenz bei örtlichen Aktivitäten und Veranstaltungen (z. B. 
Feste der ISG, Porzer Wirtschaftsdialog oder auch gelegentlich durch einen Informationsstand auf 
dem Wochenmarkt) als Ansprechpartner fungieren und im Rahmen der Formate die Mitwirkungsbe-
reitschaft lokaler Akteure fördern. 
IV-B Weiterführung der Jour fixe-Termine 
Der eingeführte Jour fixe hat sich bei den teilnehmenden Akteuren als Kommunikationsinstrument 
etabliert. Um sich zukünftig weiterhin auf kurzem Wege über Aktuelles und Aktivitäten in Porz aus-
zutauschen und abzustimmen, wird empfohlen, die Plattform weiterhin in einem etwa monatlichen 
Abstand fortzuführen. Der Teilnehmerkreis sollte beibehalten und durch eine Vertretung der Immo-
bilieneigentümer*innen erweitert werden. 
IV-C Kommunikations- und Informationsstrategie 
Eine zielgerichtete Kommunikation der Sichtbarkeit des Zentrenmanagements, seiner Aufgaben und 
seiner angestoßenen und durchgeführte Projekte und Maßnahmen ist von hoher Relevanz. Nur so 
kann erreicht werden, dass der Gesamtprozess auf Zustimmung der lokalen Akteure trifft und gleich-
zeitig ein Gefühl von Fortschritt und Entwicklung in der Porzer Mitte transportiert wird. Das Zentren-
management kann sich dadurch als feste Institution in Porz etablieren, die bei allen mitwirkenden 
Akteuren als Kooperationspartner anerkannt ist. Zur Erreichung dieses Ziels ist eine 
im Jour fixe 
abzustimmende Kommunikations- und Informationsstrategie erforderlich. Folgende Grundbausteine 
sollten dabei enthalten sein: 
 Zusammenarbeit mit der lokalen Presse: In regelmäßigen Abständen sollte über das Projekt und 
die Fortschritte sowie die damit verbundene Wirkung auf die Zentrenentwicklung berichtet werden. 
Dies kann in Form anlassbezogener Pressemitteilungen geschehen (bspw. im Rahmen einer kon-
kreten Maßnahmenumsetzung), aber auch durch Berichte über die Fortschritte in der Netzwerk-
arbeit oder konkreter Maßnahmenplanungen. Informationen an einen abgestimmten Pressever-
teiler können sich mit Pressegesprächen abwechseln. Inkludiert ist eine zeitgemäße Information

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
34 
über verschiedene Social-Media-Kanäle. Durch die regelmäßige Berichterstattung wird sicherge-
stellt, dass keine „Kommunikationslücke“ entsteht und die Öffentlichkeit mind. alle 8 bis 10 Wo-
chen informiert wird.  
 Newsletter: Als eigenes Informationsmedium des Zentrenmanagement s eignet sich ein viertel-
jährlich erscheinender Newsletter, der über aktuelle Projekte des Zentrenmanagements und wei-
tere Entwicklungen im Bezirkszentrum Porz berichtet. Dazu gehören bspw. die Öffnung der Häu-
ser Neue Mitte Porz, geplante oder durchgeführte Aktionen und Veranstaltungen, die Begleitung 
der Baumaßnahmen im Rahmen der ISEK-Umsetzung, Leerstandsentwicklungen, Zwischennut-
zen u.v.m. Mit dem Newsletter bleibt das Zentrenmanagement präsent und erreicht gleichzeitig 
verschiedene Zielgruppen.  
 Präsentation in lokalen Gremien: Ergänzend zur Kommunikation mit der Öffentlichkeit, insbeson-
dere den Bürger*innen, ist die gelegentliche Teilnahme an lokalen Gremien, u. a. dem ISEK-Beirat 
oder Sitzungen der Bezirksvertretung, vorgesehen. Auf diese Weise werden politische Vertre-
ter*innen sowie Vertretende verschiedener Akteursgruppen regelmäßig informiert und können als 
Unterstützer*innen des Projektes gewonnen werden. 
 Internetauftritt auf Veedellieben: In der Voraussicht, dass Porz als Veedel zukünftig auf der Platt-
form von Veedellieben auftritt, ist dort auch das Zentrenmanagement bzw. das „Büro für Vernet-
zung“ zu integrieren. Es ist zu prüfen, ob die Seite auch für ein Online-Leerstandskataster genutzt 
werden kann.  
IV-D Marketingkonzept 
Zur Profilierung des Standortes ist gemäß ISEK die Entwicklung eines Marketingkonzeptes sowie 
die Durchführung von Marketingmaßnahmen für alle Bereiche, die zur Förderung und Profilierung 
der geschäftlichen Infrastruktur bzw. des geschäftlichen Erfolges eines Stadtviertels notwendig sind, 
vorgesehen.  
Ziel eines Marketingkonzeptes ist die Erhaltung und Stärkung der Zentrenfunktionen und die gemein-
same Vermarktung und Positionierung von Geschäftslagen, inkl. der ansässigen Gewerbetreiben-
den, bei gleichzeitiger Steigerung der Identifikation der Bürger*innen und lokalen Akteure mit ihrem 
Stadtteil. Im Erstellungsprozess des Konzeptes sind relevante lokale Akteure und die Öffentlichkeit 
zu beteiligen und folgende Bausteine auszuarbeiten: 
 Analyse des bestehenden Images (Selbst- und Fremdwahrnehmung) anhand einer Umfrage 
 Entwicklung von Ansätzen und Ideen zur Profilierung der Porzer Mitte sowie Entwicklung von Ima-
geträgern 
 Bestimmung von Zielgruppen der Porzer Mitte 
 Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes mit konkreten Marketingmaßnahmen, inkl. einer Marketing-
kampagne zur anschließenden Umsetzung des Konzeptes  
 
Sowohl die Erstellung als auch die Umsetzung eines Marketingkonzeptes erforder n die Bereitstel-
lung umfangreicher zeitlicher, personeller und finanzieller Ressourcen. D aher sollte diese Maß-
nahme aus den alltäglichen Aufgabenbereichen des Zentrenmanagement s ausgegliedert werden 
bzw. mit zusätzlichem Budget – zeitlich, personell, finanziell – ausgestattet werden.

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
35 
Nutzungs- und Urheberrechte (Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2022) 
Die vor
liegende Ausarbeitung ist durch das Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte 
(Urheberrechtsgesetz) und andere Gesetze geschützt. Die Urheberrechte verbleiben bei der CIMA 
Beratung + Management GmbH (cima).  
Der Auftraggeber kann die Ausarbeitung innerhalb und außerhalb seiner Organisation verwenden 
und verbreiten, wobei stets auf die angemessene Nennung der CIMA Beratung + Management 
GmbH als Urheber zu achten ist. Jegliche - vor allem gewerbliche - Nutzung darüber hinaus ist nicht 
gestattet, sofern nicht eine gesonderte Vereinbarung getroffen wird. 
Veranstalter von Vorträgen und Seminaren erwerben keinerlei Rechte am geistigen Eigentum der 
cima und ihrer Mitarbeiter. Inhalte von Präsentationen dürfen deshalb ohne schriftliche Genehmi-
gung nicht in Dokumentationen jeglicher Form wiedergegeben werden. 
Haftungsausschluss gutachterlicher Aussagen 
Für die Angaben in diesem Gutachten haftet die cima gegenüber dem Auftraggeber im Rahmen der 
vereinbarten Bedingungen. Dritten gegenüber wird die Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit 
der im Gutachten enthaltenen Informationen (u.a. Datenerhebung und Auswertung) ausgeschlos-
sen. 
 Die Oberbürgermeisterin 
 Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 Projektverantwortung: 
  
 Leiterin Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 Projektleitung: 
  
 Externes Projektbüro 
 Projek
tteam: 
  
  
  
CIMA Beratung + Management GmbH

Anlage 2 Anträge Innenstadt

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Antrag offener Sonntag 19.04.2026 für die Kölner Innenstadt 
 
 
Antragsteller: STADTMARKETING KÖLN  
 
Bezeichnung des Anlass: FIBO  
16.-19.04.2026 
 
Aktionstage 
Sport/Gesundheit/Prävention am 
18./19.04.2026 
 
Offener Sonntag:  
19.04.2026, 13.00- 18.00 Uhr 
Anlassbeschreibung: In § 6 Abs. 1 LÖG NRW sind Messen 
explizit als grundsätzlich zulässige 
Anlässe für eine Öffnung von 
Verkaufsstellen an Sonntagen 
aufgeführt, woraus eine 
präjudizierende Wirkung im Hinblick 
auf eine grundsätzliche Genehmigung 
für verkaufsoffene Sonntage gesehen 
werden kann. Eine Messe muss aber 
die „Hauptsache“ sein und die 
Sonntagsöffnung der Geschäfte darf 
lediglich einen „Nebeneffekt“ 
darstellen. Dementsprechend darf eine 
Messe nicht nur deshalb veranstaltet 
werden, um formell die rechtlichen 
Voraussetzungen für die eigentlich 
bezweckte Ladenöffnung am Sonntag 
zu schaffen.  
 
Nach § 64 Abs. 1 Satz 1 der deutschen 
Gewerbeordnung (GewO) ist eine 
Messe eine „im allgemeinen regelmäßig 
wiederkehrende Veranstaltung“, auf der 
das „wesentliche Angebot eines oder 
mehrerer Wirtschaftszweige ausgestellt 
und überwiegend nach Muster an 
gewerbliche Wiederverkäufer, 
gewerbliche Endverbraucher oder 
Großabnehmer“ vertrieben wird. 
Internationale Messen zeigen nach 
Definition des Ausstellungs - und 
Messe-Ausschuss der Deutschen 
Wirtschaft e.V. (AUMA) das wesentliche 
Angebot eines oder mehrerer 
Wirtschaftszweige. Sie weisen auf der 
Besucherseite ein über die Region 
deutlich hinausgehendes 
Einzugsgebiet auf, in der Regel 
kommen über 50 % der Besucher aus

2 
 
mindestens 100 km Entfernung und 
über 20 % aus mindestens 300 km 
Entfernung.  
 
Die FIBO: 
Die Fibo (Abkürzung für Fitness und 
Bodybuilding) ist eine Messe für Fitness, 
Wellness und Gesundheit in Köln, die 
seit ihrer Gründung 1985 in jährlichem 
Turnus stattfindet. Die FIBO wurde 1985 
von Kurt Thelen und Volker Ebener in 
Köln gegründet. 1991 wechselte die 
Messe den Standort und fand bis 2012 
auf dem Messegelände in Essen statt.  
2005 wurde die Messe aufgeteilt in die 
Marken „Fibo“ und „Fibo Power“. Die 
Fibo Power befasste sich fortan mit den 
Themenkreisen Bodybuilding, Kraft- und 
Kampfsport, die Fibo mit den Themen 
Fitness, Wellness und Gesundheit. Ein 
neuer Themenschwerpunkt ist seit 2009 
der Themenbereich Gesundheit, der von 
der Messegesellschaft als „Fibomed“ 
bezeichnet wird.  
2013 kehrte die Messe nach Köln zurück 
und findet seitdem in der Koelnmesse 
statt.  
Die FIBO ist die weltweit größte Messe für 
Fitness, Wellness und Gesundheit  und 
nimmt immer weiter an Bedeutung und 
Entwicklung zu.  
 
Damit spiegelt sich die Entwicklung  des 
allgemeinen Trend s nach körperlicher 
Fitness, gepaart mit dem gesteigerten 
Bewußtsein für Gesundheit äußerst 
erfolgreich in den Besucher - und 
Ausstellerzahlen der Messe wider  und 
dies sogar Generationen-übergreifend 
vom Jugendlichen bis zum Rentner.  
 
Deutschland ist der Mitgliederstärkste 
Markt in Europa und dies spiegelt sich 
auch in den Zahlen wider. Mehr als 7,6 
Mio. zieht es regelmäßig deutschlandweit 
an die Fitnessgeräte. Dieser Trend wird 
vor allem von einer älter werdenden 
Gesellschaft unterstützt, denn prinzipiell 
wird von Gesundheitsexperten begrüßt, 
dass Bewegung und Muskeltraining 
Krankheiten vorbeugt und das 
Stimmungsbarometer hebt. Ein Ende der 
Entwicklung ist nicht in Sicht und  
Kraftsport und Bodybuilding haben den

3 
 
beliebtesten Sport der Deutschen schon 
heute abgelöst. Er kommt „nur“ auf 6,8 
Mio. Mitglieder. 
 
Die FIBO gilt branchenintern als größtes 
Fitnesstudio der Welt. Sie ist in 14 
Themenbereiche gegliedert und bietet 
neben den klassischen Fitnessthemen 
den Profi -Gesundheitsbereich der 
Physiotherapie. Moderne 
Gesundheitsmethoden, reihen sich in das 
Portfolio neuartiger Trainingsmethoden 
oder elektrischer Muskelstimulation ein.  
 
Unterstützt wird der Trend durch  
etablierte Gesundheits -
Präventionsmaßnahmen, wie dem 
betrieblichen Gesundheitswesen oder 
dem Präventionsgesetz.  Damit kommt 
dem Thema Sport & Bewegung eine 
immer größere Rolle zu, die sich an den  
Aktionstagen 18./ 19.04.2026 in der 
Kölner Innenstadt mit vielen Aktivitäten 
wiederspiegeln wird. Mitmach- und 
Informationsstände präsentieren das 
vielfältige Angebot in der Innenstadt und 
bilden dann Gesundheits - und 
Bewegungsthemen zum Mitmachen an. 
 
Eine Kooperation mit dem Sportamt der 
Stadt Köln wird dabei genauso 
angestrebt, wie breitenwirksame 
Angebote für alle Generationen.  
 
Die Aktionstage 
Sport/Gesundheit/Prävention werden 
sich auf der Schildergasse, bei den 
Händlern, Sportstudios und 
Krankenkassen Filialen der Innenstadt 
wieder finden. Und die FIBO bringt sich 
seit einigen Jahren  noch stärker mit 
seinen sportlichen Aktivitäten mit den 
Sportveranstaltern und Sportakteuren in 
die Aktionen der Stadt mit ein. 
 
Die FIBO kann aufgrund ihrer lange 
Tradition sowie grundsätzlichen 
Konzeption und Ausrichtung eindeutig 
als ein besonderer Anlass im Sinne des 
LÖG NRW bezeichnet werden, der sich 
von dem alltäglichen „Einkaufsleben“ 
der Menschen abhebt. Damit ist 
unzweifelhaft, dass die Messe 
grundsätzlich die „Hauptsache“ darstellt 
und die Ladenöffnung am Sonntag den

4 
 
19. April 2024 einen „Nebeneffekt“.  
 
Die Messe würde übrigens auch ohne 
eine Ladenöffnung am besagten 
Sonntag stattfinden. 
 
Die Aktionstage 
Sport/Gesundheit/Prävention finden 
seit mindestens 2006 in der Kölner 
Innenstadt (mit Ausnahme 2018  und 
2019- wegen Corona ) statt und auch 
dieses Veranstaltungsformat kann 
damit als traditionell bezeichnet 
werden. 
 
Bildet die Anlassveranstaltung den Hauptgrund 
für Besucher/Besucherinnen die Veranstaltung 
zu besuchen oder steht die Ladenöffnung im 
Vordergrund? 
Die Verwaltung muss insbesondere darlegen, dass und wie die 
hinter den in § 6 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 bis 5 LÖG NRW genannten 
öffentlichen Interessen durch die Ladenöffnung an Sonn- und 
Feiertagen gefördert werden können. Dabei ist vor allem 
herauszuarbeiten, warum das Umsatz- oder Shoppinginteresse 
hierbei nicht im Vordergrund steht. 
X ja 
☐ nein 
(wenn nein, keine Aussicht auf Erfolg für 
eine Genehmigung durch den Rat der 
Stadt Köln) 
Bei dem Anlass handelt es sich um: x eine historische Veranstaltung  
 
☐ erstmalig stattfindende Veranstaltung 
 
      
 
Besteht ein unmittelbar räumlicher und 
zeitlicher Bezug zur Anlassveranstaltung und 
den zur Öffnung vorgesehenen 
Verkaufsstellen? 
Hinweis: Von einer räumlichen Nähe ist regelmäßig 
insbesondere dann auszugehen, wenn die örtliche Veranstaltung 
in den Straßenzügen, die zur Ladenöffnung vorgesehen sind, 
stattfindet. 
Eine zeitliche Nähe besteht dann, wenn die örtliche 
Veranstaltung am selben Tag, nicht notwendig zeitgleich, jedoch 
zeitlich überlappend stattfindet. 
 
Zwischen Veranstaltung und Verkaufsstellenöffnung muss ein 
angemessenes Verhältnis bestehen. Die in der Vergangenheit 
geschaffenen Anlässe um eine Verkaufsstellenöffnung zu 
erreichen, wie z.B. der Flohmarkt auf einem Möbelhausgelände, 
sogenannte Bauernmärkte mit 10 Zeltverkaufsstellen von 
Reisegewerbetreibenden, Grillfest (Spanferkelgrillen) in einem 
Gewerbegebiet, Hüpfburgen- und Eiertierveranstaltungen 
werden nicht genügen, Verkaufsstellenöffnungen zu 
genehmigen. Orientieren Sie sich hier an die vom Rat zuletzt 
genehmigten Anlässe.  
 
Räumliche Nähe ist gegeben bei örtlichen Veranstaltungen in 
den Straßenzügen, die zur Ladenöffnung vorgesehen ist; 
Gesamtveranstaltungsbereich einschl. Verbindungs- und 
Nebenstraßen, wenn die Veranstaltungsorte über diesen Bereich 
verteilt sind; eine Ausweitung über den Bereich hinaus, wird 
nicht genehmigungsfähig sein; 
X  ja 
 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf 
Erfolg für eine Genehmigung durch den 
Rat der Stadt Köln)

5 
 
Zieht die Anlassveranstaltung mehr Besucher 
als die der Verkaufsstellenöffnung? 
Fragestellung wird trotz Wegfall der Besucherprognose gestellt 
(vgl. Beschluss des VG Düsseldorf v. 22.05.2018);entgegen der 
Anwendungshilfe; juristische Bewertung der Verwaltung; 
X  ja 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf 
Erfolg für eine Genehmigung durch den 
Rat der Stadt Köln) 
Besucher wegen Anlassveranstaltung: 
 
 
 
 
 
 
Besucher wegen Verkaufsstellenöffnung: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
FIBO (2025): 
Gesamt: 154.748 Besucher, 
1200 Aussteller, 
Besucher und Aussteller aus 129 
Ländern 
 
Für die Erstellung der ersten 
Besucherprognose für den 
Veranstaltungstag am 1 9. April  2026 
haben wir uns als Ausgangsbasis auf 
vorhandenes Datenmaterial des 
Unternehmens Jones Lang Lasalle 
(Passantenzählungen Köln 2018 ), den 
Daten aus der Studie „Vitale Innenstädte“ 
(Ergebnisse 2014 für Köln) des Instituts 
für Handelsforschung an der Universität 
zu Köln sowie den Zahlen der BAG 
Untersuchung Kundenverkehr 2008 für 
Köln gestützt.  
 
Das Unternehmen Jones Lang LaSalle 
zählte am Samstag, den 1. April 2018 (in 
der Zeit von 13:00 und 16:00 Uhr) in der 
Kölner Innenstadt (Schildergasse) pro 
Stunde im Durchschnitt 13.000 
Passanten.  
 
Am Samstag, den 6. Mai 2017 (in der Zeit 
von 13:00 und 16:00 Uhr- ebenfalls Jones 
Lang LaSalle ) in der Kölner Innenstadt 
(Schildergasse, Hohe Straße, Breite 
Straße, Ehrenstraße, Mittelstraße) pro 
Stunde im Durchschnitt 28.030 
Passanten. Diese Zahl ist jedoch in 
zweierlei Hinsicht zu relativieren.  
 
Zum Einen beinhaltet dieser Wert 
aufgrund der Lage der Straßen 
zueinander mit sehr hoher 
Wahrscheinlichkeit Doppel - bzw. 
Mehrfachzählungen. Geht man im 
vorliegenden Fall realistischer Weise von 
einer Mehrfachzählquote von einem 
Viertel bzw. einem Drittel aus, resul tiert 
aus dem zuvor berechneten Wert ein 
„bereinigter“ Durchschnittswert von rund 
18.780 bis ca. 21.030 bis Personen pro 
Stunde.   
 
Zweitens ist allgemein bekannt bzw. auch

6 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
anerkannt, dass Frequenzmessungen die 
zu Einkaufsspitzenzeiten durchgeführt 
werden, nicht zwingend durch einfaches 
Multiplizieren auf eine gesamte 
Tagesdauer hochgerechnet werden 
dürfen. Die meisten tageszeitlichen 
Passantenfrequenzen in den 
Innenstädten weisen eine unimodale oder 
bimodale Verteilung auf. Im Rahmen 
dieser Prognose sind wir von einer 
unimodalen, symmetrisch 
Normalverteilung der Passantenfrequenz 
ausgegangen. Aus diesem Grund muss 
für die letzten beiden Stunden der 
beantragten Ladenöffnung von 
durchschnittlichen 
Stundenbesuchswerten in einer Spanne 
von 7.000 bis nahezu 8.0 00 Passanten 
ausgegangen werden.  Demnach würde 
sich auf eine fünfstündige Ladenöffnung 
bezogen eine Gesamtbesucherzahl von 
rund 70.340 bis 79.090 Passanten 
ergeben.   
 
Setzt man diese so ermittelten Werte in 
Relation zu den Ergebnissen der Studie 
„Vitale Innenstädte 2014“ des Instituts für 
Handelsforschung an der Universität zu 
Köln (hier haben 68,7 Prozent der 
Besucher angegeben, dass sie die 
Kölner Innenstadt samstags primär 
wegen des Einkaufs aufsuchen), und 
den Daten der BAG Untersuchung 
Kundenverkehr 2008 (im Rahmen dieser 
Untersuchung gaben 55,2 Prozent der 
Befragten an, bei ihrem Besuch der 
Kölner Innenstadt auch etwas gekauft zu 
haben) und bildet aus beiden Daten 
einen „idealtypischen Mittelwert“, der bei 
ca. 62,0 Prozent liegt, kann davon 
ausgegangen werden, dass zwischen 
43.610 und 49.035 Personen am 
Sonntag den 19. April zum Einkaufen in 
die Kölner Innenstadt kommen werden.   
 
Die oben stehend  ermittelten Werte 
decken sich annähernd mit einem realen 
Wert, wie er im Rahmen der BAG 
Untersuchung Kundenverkehr 2008 in 
der Kölner Innenstadt für einen Samstag 
(11. Oktober 2008 ) seinerzeit ermittelt 
wurde.  
 
Es wurden stundengenaue 
Besucherfrequenzen erfasst. Addiert man 
die Besucheranteile in den Stunden von

7 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Veranstaltungsfläche:  
Verkaufsfläche: 
13:00 bis 18:00 Uhr (Zeitraum der 
beantragten Sonntagsöffnung), so ergibt 
sich eine Gesamtbesucherzahl im 
innerstädtischen, Kölner Einzelhandel 
von rund 45.400 Personen. 
 
Wir gehen aufgrund der dargelegten 
Berechnungen davon aus, das 
insgesamt mit 
„Einzelhandelsbesucherzahlen“ 
zwischen knapp 44.000 und 50.000 
Personen gerechnet werden 
kann/muss. 
 
 
Eine prägende Wirkung einer 
Veranstaltungsfläche für einen 
verkaufsoffenen Sonntag wird nach 
gegenwärtiger Rechtsinterpretation nur 
dann angenommen, wenn die 
Verkaufsfläche der Geschäfte, die 
geöffnet haben können, ungleich größer 
ist, als die Fläche der Veranstaltung. Um 
wieviel größer die Verkaufsfläche der 
Geschäfte sein darf bzw. kann, dafür gibt 
es keine grundsätzlichen quantitativen 
Angaben bzw. auch keine allgemeinen 
Näherungswerte.  
 
Insgesamt nimmt die FIBO eine Fläche 
von 160.000qm  Quadratmetern ein. 
Nimmt man zur Messefläche die 
Veranstaltungsfläche von ca. 3.500 qm 
in der Innenstadt hinzu, wäre die 
Gesamtfläche der Veranstaltung deutlich 
kleiner als die Fläche der Geschäfte. 
 
Dem steht eine theoretisch maximale 
Gesamtverkaufsfläche der Kölner 
Innenstadt von rund 314.000 
Quadratmetern (Angaben nach 
COMFORT Städtereport Köln 2016) 
gegenüber. Damit ist die Fläche der 
Veranstaltung zunächst kleiner als die 
Verkaufsfläche der Geschäfte, die in der 
Kölner Innenstadt theoretisch geöffnet 
haben können. Allerdings müssen 
weitere Aspekte berücksichtigt werden:  
1. Anhand verschiedener, bundesweiter 
Erfahrungen mit der Akzeptanz 
verkaufsoffener Sonntage in den 
vergangenen Jahren ist bekannt, dass 
sich in der Regel nicht alle im räumlichen 
Geltungsbereich einer Sonntagsöffnung 
befindlichen Einzelhändler auch

8 
 
tatsächlich daran beteiligen. So 
beteiligen sich etwa in Berlin, der Stadt 
mit den meisten Sonntagsöffnungen, im 
Durchschnitt etwa 40 bis 50 % der 
Einzelhändler nicht regelmäßig an den 
Öffnungen (diese Auskunft erteilte der 
Hauptgeschäftsführer des 
Handelsverbandes Berlin/Brandenburg 
e.V., Herr Nils Busch-Petersen). Nach 
Einschätzungen des 
Hauptgeschäftsführer des 
Handelsverbandes Deutschland (HDE) 
e.V., Herrn Stefan Genth, ist bundesweit 
bzw. im Durchschnitt mit einer 
Beteiligungsquote von 65 bis 70 % 
auszugehen. In Anbetracht der 
Bedeutung für die Umsatzgenerierung im 
Einzelhandel gehen wir für Köln während 
des verkaufsoffenen Sonntags am 
19.April  2026 von einer 
„Nichtbeteiligungsquote“ von lediglich 15 
bis 20 Prozent aus. Setzt man diese 
Werte in Bezug zur vorhandenen 
innerstädtischen Verkaufsfläche, ergibt 
sich eine potentiell „geöffnete Fläche“ 
von 251.200 bis 266.900 Quadratmetern.  
2. Die Flächenrelationen relativieren sich 
zudem auch insofern, als dass sich die 
ermittelte Verkaufsfläche des 
innerstädtischen Einzelhandels in Köln 
teilweise über mehrere Etagen erstreckt. 
Bei einer rein ebenerdigen 
(„erdgeschossigen“) Betrachtung würde 
das Verhältnis zur Veranstaltungsfläche 
noch „günstiger“ sein. Die aus 
städtebaulichen Gründen gewollte 
Innenstadtverdichtung kann hier nicht als 
K.O.-Kriterium für eine Sonntagsöffnung 
vorgebracht werden.  
 
Gesamtfazit: 
Die hier beantragte Sonntagsöffnung 
erfüllt – auch im Lichte der jüngeren 
Rechtsprechung - alle relevanten 
Vorgaben, die im Zusammenhang mit 
einer Freigabe eines Sonntags für die 
Öffnung von Verkaufsstellen stehen. 
Demnach ist die FIBO für den Sonntag 
prägend und die beantragte 
Sonntagsöffnung wird lediglich als Annex 
zur Anlassveranstaltung wahrgenommen 
und veranstaltet.

9 
 
Quellenangabe und Belege zu 
Besucheraufkommen, Veranstaltungsfläche 
und Verkaufsfläche: 
Das OVG Münster verlangt, dass sich die Stadt Köln in einer für 
die gerichtliche Überprüfung nachvollziehbaren und 
dokumentierten Klarheit über Charakter, Größe und Zuschnitt 
der Veranstaltung verschafft (auch hier VG Düsseldorf) 
COMFORT Städtereport Köln 2016 
 
Passanten Befragung und Zählung 
offener Sonntag 08.10.2017 
 
Vitale Innenstädte 2014 Köln 
 
Die nachfolgend genannten Sachgründe 
wurden im Rahmen der Novellierung des LÖG 
geschaffen.  
Verkaufsoffene Sonntage wurden bis dahin 
ausschließlich aufgrund von Veranstaltungen 
von den zur Antragstellung berechtigten 
Interessengemeinschaften genehmigt. 
Eine Antragstellung von Seiten der Verwaltung 
ist nicht beabsichtigt und vom Rat in Richtung 
Verwaltung (politische/wirtschaftspolitische 
Erwägungen) auch nicht aufgegeben. 
Die nachfolgenden Sachgründe können 
allerdings kumulativ vorliegen und der 
Verwaltung dazu dienen, dem Rat das 
öffentliche Interesse über den Anlass-bezug/-
zusammenhang hinaus zu begründen. 
Hier sind die 
Antragsberechtigten/Interessengemeinschaften 
gefordert, diese Sachgründe geltend zu 
machen/nachzuweisen und überprüfbare 
Belege vorzulegen. 
 
Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept liegt 
hier zum Download bereit. Es wird gefordert, 
dass die Kommune auf der Grundlage eines 
Einzelhandelskonzepts mit der 
Sonntagsöffnung gezielt einen der genannten 
Sachgründe verfolgt. Derzeit enthält das 
Einzelhandelskonzept  Sonntagsöffnungen 
noch nicht als Mittel, um das öffentliche 
Interesse in Gestalt der benannten weiteren 
Sachgründe zu fördern. Die nachfolgend 
genannten Sachgründe können daher derzeit 
nicht mit dem aktuellen Einzelhandelskonzept 
begründet werden. 
 
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der Stärkung 
oder Entwicklung eines vielfältigen stationären 
Einzelhandelsangebots  
Hinweis: Der amtlichen Begründung zum Gesetzesentwurf ist zu 
entnehmen, dass der stationäre Einzelhandel vielerorts einer 
Gefährdung durch den Online-Handel unterliegt. Dem soll durch 
begrenzte Freigabe von Sonntagsöffnungen begegnet werden. 
Hier sei auf den Beschluss des OVG Münster vom 27.04.2018 
hingewiesen. Die Kammer kommt hier nämlich, anders als der 
Gesetzgeber zu dem Ergebnis, dass die allgemeine, für den 
stationären Einzelhandel einer jeden Kommune ganzjährig 
bestehende Konkurrenzsituation zum Onlinehandel für sich 
genommen nicht geeignet ist, eine Ausnahme von der Regel der 
Sonn- und Feiertagsruhe zu begründen. Die Kammer weist 
ausdrücklich darauf hin, dass der Einzelhandel selbst und 
ausdrücklich gefordert ist, stets gewichtige, im Einzelfall 
festzustellende und in der Abwägung dem gebotenen Sonn- und

10 
 
Feiertagsschutz gegenüberzustellende öffentliche Interessen 
vorzutragen. 
Es werden danach Belege benötigt, die nachprüfbar ausführen, 
dass der stationäre Einzelhandel vor Ort gefährdet ist. (z.B. 
Leerstände; Verarmung des Angebots, Erhalt bestehender oder 
Schaffung neuer Arbeitsplätze)  
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der Stärkung 
oder Entwicklung zentraler 
Versorgungsbereiche (Versorgungsinteresse, 
insbesondere weniger mobiler und ältere Teile 
der Bevölkerung; Sicherstellung wohnortnaher 
Versorgung) 
Hinter dem Sachgrund steht das grundgesetzlich geschützte 
Versorgungsinteresse der Bevölkerung, insbesondere der 
weniger mobilen und älteren Teile der Bevölkerung. Zentrale 
Versorgungsbereiche müssen erhalten bleiben, da ihnen eine 
herausragende Bedeutung für den Bestand und die Entwicklung 
der Städte und Gemeinden, insbesondere der Sicherstellung 
wohnortnaher Versorgung zukommt. Als zentrale 
Versorgungsbereiche gelten daher nicht nur Stadtteilzentren, die 
im überörtlichen Funktionszusammenhang eine bedeutende 
Rolle einnehmen, sondern auch die Quartiers- und 
Nahversorgungs- bzw. Nahbereichszentren. 
      
      
      
      
      
      
Ladenöffnung dient der Belebung der 
Innenstädte, Ortskerne, Stadt- oder 
Ortsteilzentren 
Mit dem Sachgrund soll der Gefahr einer drohenden Verödung 
der Innenstädte mit negativen Auswirkungen 
auf die örtlichen Lebens- und Wohnverhältnisse der Bevölkerung 
begegnet werden. Zielrichtung der Regelung ist es, 
umfangreichen Leerständen bei Gewerbe- und Wohnimmobilien 
und der Abwanderung von Einzelhändlern und 
Einzelhändlerinnen oder deren Geschäftsaufgabe 
entgegenzuwirken. Er soll der Belebung der Innenstädte und 
örtlichen Zentren dienen.

11 
 
Ladenöffnung steigert überörtliche Sichtbarkeit 
der jeweiligen Kommune als attraktiver und 
lebenswerter Standort, insbesondere für den 
Tourismus und die Freizeitgestaltung, als 
Wohn- und Gewerbestandort sowie Standort 
von kulturellen und sportlichen Einrichtungen 
Das Interesse von Kommunen, als attraktiver und lebenswerter 
Standort wahrgenommen zu werden und sich entsprechend 
selbst darstellen zu können und sichtbar zu machen, stellt aus 
Sicht des Landesgesetzgebers ebenfalls einen gewichtigen 
Sachgrund dar. Der Sachgrund zielt auch auf den Erhalt 
kleinerer Kommunen ab, da diese im Gegensatz zu größeren 
Städten mehr 
Schwierigkeiten haben, neue Einwohner und Unternehmen 
anzuziehen. 
Er wird daher hier nicht weiter ausgeführt. 
Wieder einmal präsentiert sich Köln mit 
einer internationalen Leitmesse und zieht 
damit über den Messezeitraum viele 
Messegäste und Besucher an.  
 
Das Messethema spiegelt den Zeitgeist 
und allgemeine Trends wider, die neben 
den Messegästen viele Kölner und 
Kölngäste aus dem Umland 
interessieren. Da die FIBO in den 
vergangenen Jahren meist ausverkauft 
war und das Thema sehr breit gefächert 
ist, wurde bereits in der Vergangenheit 
der Aktionstag Sport/Gesundheit/ 
Prävention am Messewochenende oder 
im Frühjahr thematisiert. Der Zulauf an 
Partnern und das große Interesse der 
Gäste zeigt auf, wie hoch aktuell das 
Thema und wie etabliert die 
Veranstaltung ist. Köln positioniert sich 
damit als „Oberzentrum“ für umliegende 
Regionen und zieht damit Publikum und 
Interesse an. 
 
Köln wird außerdem immer wieder als 
„Sportstadt“ benannt, da Großevents in 
der Stadt stattfinden. Die Aktionstage 
sollen den Kölnern und Besuchern die 
sportlichen Highlight der Stadt vorstellen, 
die ein wichtigen Teil des Lebens- und 
Freizeitstandortes sind und oftmals für 
Unternehmen als „weiche 
Standortfaktoren“ gelten. 
 
Nicht zuletzt ist die international 
etablierte Deutsche Sporthochschule 
Köln beheimatet, die die Bereiche 
Bildung und Forschung excellent 
abbildet.

1 
 
Antrag offener Sonntag 06.12.2026 für die Kölner Innenstadt 
 
 
Antragsteller: STADTMARKETING KÖLN  
 
Bezeichnung des 
Anlass: 
Weihnachten in Köln - Innenstadt 
 
Weihnachtsmärkte: 
23. November – 23. Dezember 2026 – 32 Tage 
 
So.- Mi.:  jeweils von 11.00-21.00 Uhr geöffnet 
Do.-Sa.: jeweils von 11.00-22.00 Uhr geöffnet 
Täglich: 10 bzw. 11 Std. 
Gesamt: 333 Stunden 
 
Offener Sonntag:  
06.12.2026, 13.00- 18.00 Uhr 
Anlassbeschreibung: Der zur Öffnung vorgesehene Sonntag ist kein geschützter oder 
religiöser Feiertag im Sinne von § 6 Abs. 5 Ladenöffnungsgesetz 
NRW (LÖG NRW) und stellt keinen stillen Tag im Sinne der 
kirchlichen Begrifflichkeit dar. Die Öffnung der Verkaufsstellen 
entspricht der gesetzlichen Regelung und liegt außerhalb der 
Zeiten des Hauptgottesdienstes, so dass die Beschäftigten in ihrer 
Religionsausübung nicht gehindert sind und Störungen der 
Hauptgottesdienste vermieden werden. Mit der Reduzierung der 
Ladenöffnungszeit auf fünf Stunden verringert sich die zeitliche 
Arbeitsbelastung für die betroffenen Arbeitnehmer des 
Einzelhandels.  
 
Die a m 22.03.2018 in Kraft getretene Neufassung des 
Ladenöffnungsgesetztes NRW ermöglicht Verkaufsstellen explizit 
aus Anlass von Märkten aufgrund ordnungsbehördlicher 
Verordnung die Öffnung an bestimmten Sonntagen. 
 
Freigaben in diesen Bereichen sind ausschließlich möglich, wenn 
die Sonntagsöffnung von Verkaufsstellen zugrunde liegenden 
Veranstaltung (Anlass im Sinne von §6 Abs. 1 LÖG NRW) von 
öffentlichem Interesse sind.  Ein öffentliches Interesse liegt dann 
vor, wenn die Veranstaltung viele Besucher, in der Regel nicht nur 
Einwohner der Stadt Köln, sondern auch auswärtige Besucher in 
hohem Maße anzieht. 
 
Ein Markt  muss damit  die „Hauptsache“ sein und die 
Sonntagsöffnung der Geschäfte darf lediglich einen „Nebeneffekt“ 
darstellen. Dementsprechend darf ein Markt  nicht nur deshalb 
veranstaltet werden, um formell die rechtlichen Voraussetzungen 
für die eigentlich bezweckte Ladenöffnung am Sonntag zu schaffen. 
 
Weihnachtsmärkte gib t es in Köln schon sehr lange, 
vorweihnachtliche Jahrmärkte als Vorläufer können in Köln bis ins 
Mittelalter und in die frühe Neuzeit zurückverfolgt werden. Stellten 
die Weihnachtsmärkte in Köln früher vorrangig Warenmärkte dar, 
die Schaustellern, Handwerkern  und Händlern eine 
Einkommensmöglichkeit boten und die Bevölkerung mit 
Lebensmitteln für das bevorstehende Weihnachtsfest versorgten

2 
 
(Versorgungsfunktion der Weihnachtsmärkte), steht heute mehr der 
gesellschaftliche und soziale Aspekt dieser Veranstaltung im 
Vordergrund (ideelle Funktion der Weihnachtsmärkte). Sie sind zu 
Treffpunkten und Orten der Geselligkeit und Kommunikation 
geworden. 
 
Erlebnis, Freude  und Genuss sind dabei Bedürfni sse, die 
Veranstalter erfüllen . Besinnlichkeit, die Einstimmung auf das 
eigentliche Weihnachtsfest, Atmosphäre, Attraktionen, Emotionen 
usw. gewinnen gegenüber der Einkaufsfunktion an Bedeutung und 
spiegeln sich deutlich in den Motiven der Befragten beim Besuch 
eines Weihnachtsmarktes wider (Studie: Weihnachtsmärkte als 
Wirtschaftsfaktor, Bundesverband Deutscher Schausteller und 
Marktkaufleute e.V. Bonn, S. 3 , https://www.dsbev.de/wp-
content/uploads/2023/08/dsb_studie_2018_web.pdf) 
 
Nahezu der gesamte Bereich der Kölner Innenstadt wird mit 
mehreren Teilweihnachtsmärkten bespielt, Die ständige 
Weiterentwicklung der Sortimente der Standbetreiber, die 
weihnachtlich hochwertige Optik der Märkte und die musikalischen 
Rahmenprogramme auf de n Bühnen der Mä rkte sind neben den 
unzähligen charitativen Projekten, die im Veranstaltungszeitraum 
durchgeführt werden Garant für das hohe Niveau und die ständige 
Weiterentwicklung der Kölner Weihnachtsmärkte und somit der 
Weihnachtsstadt Köln. 
 
Die sich jährlich wiederholenden Märkte ín der Stadt haben eine 
große Tradition, sind imageprägend und tragen in einer der dicht 
besiedelsten Regionen Europas zu einem erheblichen 
Standortvorteil mit nationaler und internationaler Bedeutung bei. 
 
Die Kölner Weihnachtsmärkte gehörten in den vergangenen Jahren 
immer zu den beliebtesten Weihna chtsmärkten in ganz Europa, 
noch vor dem Nürnberger Christkindlmarkt. 
 
 
Abgrenzung „alltägliches Erwerbsinteresse“ vs. besonderes 
„Shopping-Interesse“ Weihnachtszeit  
Das BVerfG führt im besagten Urteil vom 1. Dezember 2009, - 1 
BvR 2857/07 -, - 1 BvR 2858/07 -, aus, dass ein „alltägliches 
Erwerbsinteresse“ ("Shopping-Interesse") potenzieller Käufer 
grundsätzlich nicht genügt, um eine Ladenöffnung an Sonntagen 
(also auch an Sonntagen, die in der Advents-/Weihnachtszeit 
liegen) genehmigungsfähig „zu machen“. Hier ist ebenfalls 
festzuhalten: Es genügt grundsätzlich nicht alleine, es darf aber in 
den Anträgen dennoch vorgetragen werden und muss dann auch 
in der Abwägung der Genehmigungsbehörden berücksichtigt 
werden.  
Grundsätzlich ist zu hinterfragen, was unter einem „alltäglichen 
Erwerbsinteresse“ zu verstehen ist. Unter Alltag versteht man im 
allgemeinen gewohnheitsmäßige Abläufe bei (zivilisierten) 
Menschen im Tages- und Wochenzyklus. Der Alltag ist durch sich 
wiederholende Muster von Arbeit und Arbeitswegen, Konsum 
(Einkauf und Essen), Freizeit, Körperpflege, sozialer sowie 
kultureller Betätigung, Arztbesuche, Schlaf u. v. m. geprägt. Der 
Alltag wird unter anderem als Gegensatz zum Feiertag oder

3 
 
Festtag bzw. zum Urlaub gesehen. In gleicher Weise impliziert 
auch der vom BVerfG verwendete Begriff des „alltäglichen 
Erwerbsinteresses“ die Möglichkeit - wenn nicht gar Notwendigkeit 
- weitergehender Differenzierungen für solche Fälle, in denen es 
zwar um „Erwerbsinteressen“ potentieller Käufer geht, diese aber 
aufgrund besonderer Umstände nicht mehr den „alltäglichen“ 
Erwerbsinteressen zugeordnet werden können. Entsprechende 
Differenzierungsmöglichkeiten deutet das 
Bundesverfassungsgericht an, wenn es von „Besonderheiten der 
Vorweihnachtszeit“ spricht. (BVerfG, 1. Dezember 2009, - 1 BvR 
2857/07 -, - 1 BvR 2858/07 -, Rn. 177). Was ist aber das 
„Besondere der Vorweihnachtszeit“ im Hinblick auf das 
Konsumverhalten der Verbraucher? Hier kann im Vergleich zum 
alltäglichen“ Erwerbsinteressen der Konsumenten auf  
 das zeitlich sehr komprimierte Konsumverhalten der 
Bevölkerung in der Vorweihnachtszeit (zeitlicher Rhythmus bzw. 
enges, periodisch wiederkehrendes Zeitfenster),  
 seiner produktmäßigen Orientierung auf vorwiegend 
werthaltige/höherwertige Güter (Schmuck, Uhren, 
Unterhaltungselektronik, Möbel etc.)  
 und dem regelmäßig eher familiär konzipierten Einkaufsmodus  
verwiesen werden.  
 
Gemäß einer Studie des Bundesverbandes Deutscher Schausteller 
und Marktkaufleute e.V. stellen die Aktivitäten „Essen und Trinken“ 
mit 57,5 % eindeutig die Hauptmotive von Verbrauchern beim 
Weihnachtsmarktbesuch dar (Studie: Weihnachtsmärkte als 
Wirtschaftsfaktor, Bundesverband Deutscher Schausteller und 
Marktkaufleute e.V., Bonn, S. 3). Für lediglich rund 35 % steht der 
„Geschenkekauf“ im Vordergrund (Studie: Weihnachtsmärkte als 
Wirtschaftsfaktor, Bundesverband Deutscher Schausteller und 
Marktkaufleute e.V ., Bonn, S. 3). Diese Werte korrespondieren 
auch weitestgehend mit Ergebnissen einer bundesweiten 
Befragung von Weihnachtsmarktbesuchern in der Weihnachtszeit 
2015. Für Einkäufe oder gar spezifische Weihnachtseinkäufe 
besuchen insgesamt lediglich 37,4 % de r rund 1.000 befragten 
Personen die Innenstädte und Weihnachtsmärkte. Separiert man 
beim „Einkauf“ weiter, so ergeben sich 21,5 % für allgemeine 
Einkäufe sowie 15,9 % für spezifische Weihnachtseinkäufe (Der 
Weihnachtsmarkt zwischen Tradition und Inszenieru ng? Was 
erwarten Besucher und Touristen? Ergebnisse einer bundesweiten 
Befragung im Dezember 2015 – Kurzfassung; Gesellschaft für 
Markt- und Absatzforschung und MK Illumination GmbH, Dresden; 
S.2). Als Hauptgrund für den Besuch der Innenstädte anlässlich von 
Weihnachtsmärkten stehen Aspekte wie „Treffpunkt und 
Vergnügen“ ganz oben. In Verbindung mit „Bummeln und Freunde“ 
nehmen ca. 43 % diesen „geselligen Anlass“ zum 
Weihnachtsmarktbesuch. Auf die Frage, warum Besuche/Reisen 
zu Weihnachtsmärkten gezielt gep lant werden, nannten kumuliert 
60,5 % der Befragten die Gesichtspunkte „schönes weihnachtliches 
Ambiente/Stimmung“ und „Stadtbesichtigung“ (Der 
Weihnachtsmarkt zwischen Tradition und Inszenierung – Was 
erwarten Besucher und Touristen, Ergebnisse einer bundesweiten 
Befragung im Dezember 2015, Präsentation anlässlich eines 
Expertenseminar zu Essener Lichtwochen am 5. und 14. Dezember

4 
 
2016, Chart Nr. 22). Diese Werte weichen von „normalen“ bzw. 
„alltäglichen“ Verhaltensmustern der Verbraucher ab, wie Studien 
bzw. Untersuchungen belegen. Auf die Frage, aus welchem 
primären Grund die Verbraucher eine Innenstadt aufsuchen, gaben 
im Rahmen der Studie „Vitale Innenstädte“ 2014 des Instituts für 
Handelsforschung an der Universität zu Köln an einem Donnerstag 
im September (n=16.653) rund 53 % an, zum Einkaufen in die 
sogar nahezu 65 % von 16.574 befragten Personen. Insofern 
kann das alltägliche Erwerbsverhalten nicht annähernd mit dem 
(Shopping)Verhalten anlässlich von Weihnachtsmärkten 
verglichen werden.  
Ein anderer Unterscheidungspunkt ergibt sich, wenn die 
Personenanzahl beim Einkaufen mit denen anlässlich des 
Besuches eines Weihnachtsmarktes verglichen wird.  
Besucher von Weihnachtsmärkten kommen im Allgemeinen nicht 
allein, sondern in Begleitung. In der Regel kommen mehr als zwei 
Drittel aller Besucher von Weihnachtsmärkten und/oder in 
Begleitung von Familienangehörigen, Lebenspartnern und 
Freunden/Bekannten. Lediglich durchschnittlich 10 % der 
Besucher sind alleine unterwegs (Exemplarisch: Untersuchung 
zum Weihnachmarkt in Göttingen. Thomas Wieland: Göttinger 
Weihnachtsmarkt 2008 – Attraktivität, Einzugsgebiet, 
soziodemographisches Profil und aktionsräumliches Verhalten der 
Besucher. Ergebnisse einer Besucherbefragung im Dezember 
2008. Geographisches Institut der Universität Göttingen, Abteilung 
Humangeographie. S. 13f.; Besucherbefragung Weihnachtsmarkt 
2008 Leipzig. Endbericht. S.19f. ). Diese Werte stehen im 
deutlichen Kontrast zu den Ergebnissen diverser 
Befragungen/Studien an anderen Wochentagen. Im Rahmen der 
Studie „Vitale Innenstädte“ des Instituts für Handelsforschung an 
der Universität zu Köln, wurde für einen Donnerstag im September 
2014 ermittelt, dass 56 % aller befragten Besucher (n= 16.653) 
alleine zum Einkaufen in die Innenstädte kommen. Für einen 
Samstag im September 2014 ermittelt die Studie (Befragte 
Personen n = 16.574) einen Anteil der Menschen, die alleine zum 
Einkaufen unterwegs sind, von rund 40 %. Noch höhere Anteile 
des „Single-Shoppings“ liefern die Ergebnisse der bundesweiten 
„Untersuchung Kundenverkehr“ des Handelsverbandes BAG aus 
Oktober 2008. Bei rund 4,8 Mio. erfassten Konsumenten in 
deutschen Innenstädten ergaben sich für drei Erhebungstage 
folgende Anteile von „Single-Shoppern“: Donnerstag = 63,6 % , 
Freitag = 62,1 % sowie Samstag = 48,7 %. Damit ist eindeutig, 
dass die Personenanzahl als ein taugliches Abgrenzungskriterium 
des weihnachtlichen (Einkaufs)Verhaltens zum alltäglichen 
Erwerbsverhalten angesehen werden kann bzw. muss.  
Eine besondere Bedeutung im Zusammenhang mit dem Thema 
Weihnachtsmarkt im hiesigen Kontext hat auch eine Entscheidung 
des Bundesverwaltungsgerichts, die die Position der 
Weihnachtsmärkte und Volksfeste wesentlich gestärkt hat 
(BVerwG 8 C 10.08 vom 27.05.2009). Demnach trägt ein 
Weihnachtsmarkt mit kulturellem, sozialem und 
traditionsbildendem Charakter zur Wahrnehmung der 
Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft bei. Das BVerwG 
erkennt an, dass bei einem Weihnachtsmarkt mit dem 
umschriebenen Charakter wirtschaftliche Belange grundsätzlich 
und eindeutig zurücktreten. Eine reine oder auch überwiegende

5 
 
Betrachtung von Weihnachtsmärkten nach wirtschaftlichen 
Gesichtspunkten verkennt nach Auffassung des BVerwG das 
Vorliegen sozialer, kultureller und traditioneller, 
gemeinschaftsbezogener Gemeinwohlbelange, des örtlichen 
Zusammengehörigkeitsgefühls unter den Bürgern, der Wahrung 
von Tradition und religiöser, historischer ortsbezogener 
Gebräuche. Eine Reduzierung dieser gemeinwohlorientierten 
Belange auf eine wirtschaftliche Betätigung im Zusammenhang 
mit der Veranstaltung eines Weihnachtsmarktes verkennt den 
Begriff der Angelegenheiten des örtlichen Wirkungskreises. 
Ergänzend dazu stellt der Deutsche Bundestag die Bedeutung der 
Weihnachtsmärkte als anerkanntes Kulturgut und wichtigem 
kommunikativen Treffpunkt für Jung und Alt, für Besucher aus nah 
und fern dar (Quelle: Euro Professional Online 17.12.2009).  
Gerichte haben seit jeher bei der Ausrichtung von traditionellen und 
traditionsbildenden Volksfesten und Weihnachtsmärkten den 
Charakter der Daseinsvorsorge hervorgehoben (BayVGH, Urteil 
vom 23. März 1988 - 4 B 86.02336 - GewArch 1988, 245). Die 
sozialen Gesichtspunkte wie Veranstaltung von Altennachmittagen, 
das Auftreten von Musikkapellen und das Bestehen von 
Kindernachmittagen spielen bei derartigen Veranstaltungen eine 
erhebliche Rolle (vgl. BayVGH, a.a.O. S. 246). Es ist auch seit 
Langem anerkannt, das s für einen traditionsbildenden und 
traditionellen Weihnachtsmarkt das Besucherinteresse, vertraute 
und beliebte Darbietungen aus früheren Veranstaltungen wieder zu 
finden und den Kontakt mit den Bürgern untereinander 
sicherzustellen, eine wesentliche Roll e spielt (vgl. BayVGH, Urteil 
vom 3. März 1980 - 22.B 1297/79 - GewArch 1980, 299). 
 
Bildet die 
Anlassveranstaltung 
den Hauptgrund für 
Besucher/Besucherin
nen die Veranstaltung 
zu besuchen oder 
steht die 
Ladenöffnung im 
Vordergrund? 
Die Verwaltung muss 
insbesondere darlegen, dass 
und wie die hinter den in § 6 
Abs. 1 S. 2 Nr. 2 bis 5 LÖG 
NRW genannten öffentlichen 
Interessen durch die 
Ladenöffnung an Sonn- und 
Feiertagen gefördert werden 
können. Dabei ist vor allem 
herauszuarbeiten, warum das 
Umsatz- oder 
Shoppinginteresse hierbei 
nicht im Vordergrund steht. 
X ja 
☐ nein 
(wenn nein, keine Aussicht auf Erfolg für eine Genehmigung durch 
den Rat der Stadt Köln) 
Bei dem Anlass 
handelt es sich um: 
x eine historische Veranstaltung 
 
☐ erstmalig stattfindende Veranstaltung

6 
 
Besteht ein 
unmittelbar 
räumlicher und 
zeitlicher Bezug zur 
Anlassveranstaltung 
und den zur Öffnung 
vorgesehenen 
Verkaufsstellen? 
Hinweis: Von einer 
räumlichen Nähe ist 
regelmäßig insbesondere 
dann auszugehen, wenn die 
örtliche Veranstaltung in den 
Straßenzügen, die zur 
Ladenöffnung vorgesehen 
sind, stattfindet. 
Eine zeitliche Nähe besteht 
dann, wenn die örtliche 
Veranstaltung am selben Tag, 
nicht notwendig zeitgleich, 
jedoch zeitlich überlappend 
stattfindet. 
 
Zwischen Veranstaltung und 
Verkaufsstellenöffnung muss 
ein angemessenes Verhältnis 
bestehen. Die in der 
Vergangenheit geschaffenen 
Anlässe um eine 
Verkaufsstellenöffnung zu 
erreichen, wie z.B. der 
Flohmarkt auf einem 
Möbelhausgelände, 
sogenannte Bauernmärkte 
mit 10 Zeltverkaufsstellen von 
Reisegewerbetreibenden, 
Grillfest (Spanferkelgrillen) in 
einem Gewerbegebiet, 
Hüpfburgen- und 
Eiertierveranstaltungen 
werden nicht genügen, 
Verkaufsstellenöffnungen zu 
genehmigen. Orientieren Sie 
sich hier an die vom Rat 
zuletzt genehmigten Anlässe.  
 
Räumliche Nähe ist gegeben 
bei örtlichen Veranstaltungen 
in den Straßenzügen, die zur 
Ladenöffnung vorgesehen ist; 
Gesamtveranstaltungsbereich 
einschl. Verbindungs- und 
Nebenstraßen, wenn die 
Veranstaltungsorte über 
diesen Bereich verteilt sind; 
eine Ausweitung über den 
Bereich hinaus, wird nicht 
genehmigungsfähig sein; 
X  ja 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf Erfolg für eine 
Genehmigung durch den Rat der Stadt Köln) 
Zieht die 
Anlassveranstaltung 
mehr Besucher als 
die der 
Verkaufsstellenöffnun
g? 
Fragestellung wird trotz 
Wegfall der 
Besucherprognose gestellt 
(vgl. Beschluss des VG 
Düsseldorf v. 
22.05.2018);entgegen der 
X  ja 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf Erfolg für eine 
Genehmigung durch den Rat der Stadt Köln)

7 
 
Anwendungshilfe; juristische 
Bewertung der Verwaltung; 
Besucher wegen 
Anlassveranstaltung: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
In den letzten Jahren zog der Kölner Weihnachtsmarkt 
regelmäßig mind. 4 Mio. Besucher an 
(http://www.ksta.de/1651080; 
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/247440/umfrage/di
e-deutschen-staedte-mit-den-groessten-weihnachtsmaerkten-
nach-besuchern/), 
(https://www.ihk.de/koeln/hauptnavigation/ihkplus/ausgabe-2023-
5-ihkplus/-weihnachtsmarkt-
6015926#:~:text=Mit%20rund%20f%C3%BCnf%20Millionen%20P
ersonen,K%C3%B6lner%20Dom%20der%20meistbesuchte%20b
undesweit.)  
https://rp-online.de/thema/weihnachtsmarkt-koenl/ 
 
 
Die 4 Mio. von uns prognostizierten Besucher werden auf die 
gesamte Dauer der Weihnachtsmärkte, 30 Tage verteilt. Somit 
würden- idealtypisch- etwa 133.000 Besucher am Sonntag zu 
erwarten sein. Aufgrund der Erfahrung aus den vergangenen 
Jahren zählt das erste Adventswochenende allgemein jedoch 
eindeutig als der frequenzstärkste Besuchertag der 
Weihnachtszeit. In Anbetracht dieser Tatsache gehen wir an 
diesem Sontag – in einem konservativen Ansatz- von höheren 
Besucheranteilen von 5-10 Prozent aus, was absolut dann etwa 
139.000 bis 146.000 Menschen am Sonntag „ausmachen“ würde. 
 
Diese Spanne scheint auch im Hinblick auf die Ergebnisse einer 
Zählung/Befragung anlässlich der Allgemeinen Nahrungs- und 
Genussmittel-Ausstellung (ANUGA) am 8. Oktober 2017 in Köln 
realistisch bzw. angemessen zu sein. Im Rahmen dieser Zählung 
/Befragung konnten 104.520 Personen am 8. Oktober 2017 in der 
Zeit zwischen 13.00-18.00 Uhr gezählt werden. Da der 
Weihnachtsmarkt augenscheinlich und grundsätzlich viel breitere 
Bevölkerungsschichten anspricht als die ANUGA, scheint die 
prognostizierte Besuchermenge in einer Spanne von rund 139.000 
bis 146.000 Menschen plausibel und nachvollziehbar. 
 
Überregional bekannte und bedeutende Weihnachtsmärkte, wie 
die Kölner Weihnachtsmärkte weisen dabei weit 
überdurchschnittliche Besucherraten bei Einzugsgebieten über 
50km auf: teilweise über 50% der Besucher reisen aus weiter 
entfernten Wohnorten an, was für die hohe Bedeutung von 
Tagesreisen mit dem Ziel des Weihnachtsmarktbesuches spricht.  
 
Der Anteil Besucher mit Wohnort im Ausland beträgt 2%. 
Weihnachtsmärkte in grenznahen Gebieten und 
Weihnachtsmärkte mit überregionaler Ausstrahlung zeichnen sich 
durchüber dem Durchschnitt liegenden Anteilen von 
ausländischen Besucher  aus. (Studie: Weihnachtsmärkte als 
Wirtschaftsfaktor, Bundesverband Deutscher Schausteller und 
Marktkaufleute e.V., Bonn, S. 6)

8 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Besucher wegen 
Verkaufsstellenöffnun
g: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Aufgrund der Erkenntnisse der Zählung/Befragung vom 8.Oktober 
2017, wonach rund 8% der auswärtigen Besucher am Sonntag 
aus dem Ausland stammen und überwiegend Touristen sind, läßt 
sich für den 7.Dezember 2025 ein noch höherer Anteil dieser 
Besuchergruppen erwarten. Für diese Gruppen steht der 
verkaufsoffene Sonntag besonders mit dem Besuchsmotiv 
„Stadtbesichtigung“ in Verbindung. 
 
 
a. Gemäß der bereits oben erwähnten und zitierten Studie des 
Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute 
e.V. rechnen wir in einem „vorsichtig-konservativen“ Ansatz auf 
den Kölner Weihnachtsmärkten mit ähnlichen Bewertungen der 
Motive. Demnach wäre mit nahezu 51.100 bis 53.480 Menschen 
zu rechnen, die die Weihnachtsmärkte auch zum Einkaufen 
nutzen würden.  
 
b. Setzt man die ebenso bereits oben erwähnte, bundesweite 
Befragung von Weihnachtsmarktbesuchern in der Weihnachtszeit 
2015 durch die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung 
(GMA) und der MK Illumination GmbH als Ausgangsbasis an und 
geht man von 139.000 bis 146.000 Besuchern für die Kölner 
Weihnachtsmärkte am 6. Dezember 2026 aus, so würden 
zwischen nahezu 51.200 und 54.600 Besucher wegen des 
„Einkaufens“ (allgemeiner Einkauf + Weihnachtseinkäufe = 37,4 
Prozent) den Weihnachtsmarkt besuchen.  
 
c. Die unter a. und b. ermittelten Werte sind auch im Abgleich mit 
den Daten der Zählung/Befragung anlässlich der Allgemeinen 
Nahrungs- und Genussmittel-Ausstellung (ANUGA) am 8. Oktober 
2017 in Köln realistisch bzw. angemessen. Demnach waren 
(lediglich) ca. 22 % der Besucher am 8. Oktober 2017 
ausschließlich wegen des verkaufsoffenen Sonntags in die Kölner 
Innenstadt gekommen.  
 
Da in der Vorweihnachtszeit von einer grundsätzlich höheren 
Einkaufsaffinität bzw. Einkaufsneigung auszugehen ist, ist die 
prognostizierte Besuchermenge in einer Spanne von rund 51.100 
bis ca. 57.150 Menschen plausibel und nachvollziehbar.  
 
In jedem Fall ist die gesetzliche Forderung, wonach für die 
Zulässigkeit von Sonntagsöffnung die entsprechende 
Anlassveranstaltung ohne die Sonntagsöffnung mehr Besucher 
anziehen muss als der alleinige verkaufsoffene Sonntag, 
überdeutlich erfüllt. Es liegen derzeit weder dezidierte noch 
abgeleitete anderen Daten/Fakten vor, die deutlich andere 
(abweichende) Besucherzahlen erwarten lassen bzw. das 
Gegenteil der dargestellten Berechnungen belegen können.  
Ungeachtet dessen ist in diesem Kontext darauf hinzuweisen, 
dass eine schematische Gegenüberstellung der jeweils zu 
erwartenden Besucherzahlen einer Anlassveranstaltung und den 
geöffneten Geschäften zur Beurteilung der prägenden Wirkung 
einer Anlassveranstaltung allein nicht hinreichend aussagekräftig 
ist. Dies hat zuletzt das OVG in Münster mit der Eilentscheidung 4

9 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Veranstaltungsfläche: 
Verkaufsfläche: 
B 520/17 (VG Düsseldorf 3 L 1823/17) und 4 B 537/17 (VG 
Düsseldorf 3 L 1840/17) vom 5. Mai 2017 festgestellt. Das Gericht 
führte u.a. aus, dass es bei der Genehmigung eines 
verkaufsoffenen Sonntages anlässlich einer Veranstaltung 
vielmehr auch auf den Gesamtcharakter und der besonderen 
Atmosphäre einer Veranstaltung ankomme. Dies ist im 
vorliegenden Fall ohne Zweifel ersichtlich. Es handelt sich um ein 
langjähriges, traditionelles Fest mit zahlreichen Elementen, das 
sich vom alltäglichen/normalen (wochentäglichen) Leben abhebt. 
Mit den zahlreichen weihnachtlichen Verkaufsständen, Imbiss- 
und Getränkeständen, Kinderkarussells und vielfältigen, anderen 
Programmpunkten, wird das bekannte (alltägliche) Bild der Kölner 
Innenstadt positiv verändert und ein anders „wahrnehmbares 
Ortsbild“ erzeugt. 
 
Eine prägende Wirkung eines Weihnachtsmarktes für einen 
verkaufsoffenen Sonntag wird nach gegenwärtiger 
Rechtsinterpretation nur dann angenommen, wenn die 
Verkaufsfläche der Geschäfte, die geöffnet haben können, 
ungleich größer ist, als die Fläche des Weihnachtsmarktes. Um 
wieviel größer die Verkaufsfläche der Geschäfte sein darf bzw. 
kann, dafür gibt es keine grundsätzlichen quantitativen Angaben 
bzw. auch keine allgemeinen Näherungswerte.  
Insgesamt nehmen die Kölner Weihnachtsmärkte in der Kölner 
Innenstadt eine Fläche von rund 18.500 Quadratmetern ein. 
Zusätzlich müssen den Märkten die sie verbindenden bzw. zu-
/abführenden Straßen/Zuwegungen hinzugerechnet werden. 
Folgende Straßen sind diesbezüglich von Relevanz: An St. 
Agatha, Apostelstrasse, Brückenstrasse, Cäcilienstrasse, Deutzer 
Brücke, Große Sandkaul, Hahnenstrasse, Hohenzollernring, 
Komödienstrasse, Ludwigstrasse, Minoritenstrasse, 
Marspfortengasse, Magnusstrasse, Nord-Südfahrt, Pipinstrasse, 
Rheinuferstrasse/Tunnel, Straßen um Neumarkt, Trankgasse, 
Tunisstrasse, Zeughausstrasse,  
Diese Straßen stehen im inhaltlich-thematischen Kontext zu den 
Weihnachtsmärkten. Sie dienen gleichermaßen der Erreichbarkeit 
bzw. Zugänglichkeit von Ausstellern/Marktanbietern und 
Besuchern/Kunden. Sie nehmen nach unseren Berechnungen 
gemeinsam eine Fläche von etwa 224.000 Quadratmetern ein. 
Somit erhöht sich die Gesamtveranstaltungsfläche auf ca. 242.850 
Quadratmeter. Damit wäre die Gesamtfläche des 
Weihnachtsmarktes noch immer deutlich kleiner als die Fläche der 
Geschäfte. 
 
Dem steht eine theoretisch maximale Gesamtverkaufsfläche der 
Kölner Innenstadt von rund 314.000 Quadratmetern (Angaben 
nach COMFORT Städtereport Köln 2016) gegenüber. Damit ist 
die Fläche der Weihnachtsmärke zunächst kleiner als die 
Verkaufsfläche der Geschäfte, die in der Kölner Innenstadt 
theoretisch geöffnet haben können.  
Allerdings müssen weitere Aspekte berücksichtigt werden:  
1. Anhand verschiedener, bundesweiter Erfahrungen mit der 
Akzeptanz verkaufsoffener Sonntage in den vergangenen Jahren 
ist bekannt, dass sich in der Regel nicht alle im räumlichen 
Geltungsbereich einer Sonntagsöffnung befindlichen 
Einzelhändler auch tatsächlich daran beteiligen. So beteiligen sich

10 
 
etwa in Berlin, der Stadt mit den meisten Sonntagsöffnungen, im 
Durchschnitt etwa 40 bis 50 % der Einzelhändler nicht regelmäßig 
an den Öffnungen (diese Auskunft erteilte der 
Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin/Brandenburg 
e.V., Herr Nils Busch-Petersen). Nach Einschätzungen des 
Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) 
e.V., Herrn Stefan Genth, ist bundesweit bzw. im Durchschnitt mit 
einer Beteiligungsquote von 65 bis 70 % auszugehen. In 
Anbetracht der Bedeutung der Weihnachtszeit für die 
Umsatzgenerierung im Einzelhandel gehen wir für Köln während 
des verkaufsoffenen Sonntags am 07.12. 2025 von einer 
„Nichtbeteiligungsquote“ von lediglich 15 bis 20 Prozent aus. Setzt 
man diese Werte in Bezug zur vorhandenen innerstädtischen 
Verkaufsfläche, ergibt sich eine potentiell „geöffnete Fläche“ von 
251.200 bis 266.900 Quadratmetern.  
2. Die Flächenrelationen relativieren sich zudem auch insofern, als 
dass sich die ermittelte Verkaufsfläche des innerstädtischen 
Einzelhandels in Köln teilweise über mehrere Etagen erstreckt. 
Bei einer rein ebenerdigen („erdgeschossigen“) Betrachtung 
würde das Verhältnis zur Veranstaltungsfläche noch „günstiger“ 
sein. Die aus städtebaulichen Gründen gewollte 
Innenstadtverdichtung kann hier nicht als K.O.-Kriterium für eine 
Sonntagsöffnung vorgebracht werden.  
 
Gesamtfazit: 
Die hier beantragte Sonntagsöffnung erfüllt – auch im Lichte der 
jüngeren Rechtsprechung - alle relevanten Vorgaben, die im 
Zusammenhang mit einer Freigabe eines Sonntags für die 
Öffnung von Verkaufsstellen stehen. Demnach sind die Kölner 
Weihnachtsmärkte selbst für den Sonntag prägend und die 
beantragte Sonntagsöffnung wird lediglich als Annex zur 
Anlassveranstaltung wahrgenommen und veranstaltet. 
 
Quellenangabe und 
Belege zu 
Besucheraufkommen, 
Veranstaltungsfläche 
und Verkaufsfläche: 
Das OVG Münster verlangt, 
dass sich die Stadt Köln in 
einer für die gerichtliche 
Überprüfung 
nachvollziehbaren und 
dokumentierten Klarheit über 
Charakter, Größe und 
Zuschnitt der Veranstaltung 
verschafft (auch hier VG 
Düsseldorf) 
COMFORT Städtereport Köln 2016 
 
Passanten Befragung und Zählung offener Sonntag 08.10.2017 
 
Vitale Innenstädte 2014 Köln 
 
Studie: Weihnachtsmärkte als Wirtschaftsfaktor, Bundesverband 
Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V., Bonn 
 
Die nachfolgend 
genannten 
Sachgründe wurden 
im Rahmen der 
Novellierung des 
LÖG geschaffen.  
Verkaufsoffene 
Sonntage wurden bis 
dahin ausschließlich 
aufgrund von

11 
 
Veranstaltungen von 
den zur 
Antragstellung 
berechtigten 
Interessengemeinsch
aften genehmigt. 
Eine Antragstellung 
von Seiten der 
Verwaltung ist nicht 
beabsichtigt und vom 
Rat in Richtung 
Verwaltung 
(politische/wirtschafts
politische 
Erwägungen) auch 
nicht aufgegeben. 
Die nachfolgenden 
Sachgründe können 
allerdings kumulativ 
vorliegen und der 
Verwaltung dazu 
dienen, dem Rat das 
öffentliche Interesse 
über den 
Anlassbezug/-
zusammenhang 
hinaus zu begründen. 
Hier sind die 
Antragsberechtigten/I
nteressengemeinsch
aften gefordert, diese 
Sachgründe geltend 
zu 
machen/nachzuweise
n und überprüfbare 
Belege vorzulegen. 
 
Das Einzelhandels- 
und Zentrenkonzept 
liegt hier zum 
Download bereit. Es 
wird gefordert, dass 
die Kommune auf der 
Grundlage eines 
Einzelhandelskonzept
s mit der 
Sonntagsöffnung 
gezielt einen der 
genannten 
Sachgründe verfolgt. 
Derzeit enthält das 
Einzelhandelskonzept  
Sonntagsöffnungen 
noch nicht als Mittel, 
um das öffentliche 
Interesse in Gestalt

12 
 
der benannten 
weiteren Sachgründe 
zu fördern. Die 
nachfolgend 
genannten 
Sachgründe können 
daher derzeit nicht 
mit dem aktuellen 
Einzelhandelskonzept 
begründet werden. 
Ladenöffnung dient 
dem Erhalt, der 
Stärkung oder 
Entwicklung eines 
vielfältigen 
stationären 
Einzelhandelsangebo
ts  
Hinweis: Der amtlichen 
Begründung zum 
Gesetzesentwurf ist zu 
entnehmen, dass der 
stationäre Einzelhandel 
vielerorts einer Gefährdung 
durch den Online-Handel 
unterliegt. Dem soll durch 
begrenzte Freigabe von 
Sonntagsöffnungen begegnet 
werden. Hier sei auf den 
Beschluss des OVG Münster 
vom 27.04.2018 hingewiesen. 
Die Kammer kommt hier 
nämlich, anders als der 
Gesetzgeber zu dem 
Ergebnis, dass die 
allgemeine, für den 
stationären Einzelhandel 
einer jeden Kommune 
ganzjährig bestehende 
Konkurrenzsituation zum 
Onlinehandel für sich 
genommen nicht geeignet ist, 
eine Ausnahme von der 
Regel der Sonn- und 
Feiertagsruhe zu begründen. 
Die Kammer weist 
ausdrücklich darauf hin, dass 
der Einzelhandel selbst und 
ausdrücklich gefordert ist, 
stets gewichtige, im Einzelfall 
festzustellende und in der 
Abwägung dem gebotenen 
Sonn- und Feiertagsschutz 
gegenüberzustellende 
öffentliche Interessen 
vorzutragen. 
Es werden danach Belege 
benötigt, die nachprüfbar 
ausführen, dass der 
stationäre Einzelhandel vor 
Ort gefährdet ist. (z.B. 
Leerstände; Verarmung des 
Angebots, Erhalt bestehender 
oder Schaffung neuer 
Arbeitsplätze)

13 
 
Ladenöffnung dient 
dem Erhalt, der 
Stärkung oder 
Entwicklung zentraler 
Versorgungsbereiche 
(Versorgungsinteress
e, insbesondere 
weniger mobiler und 
ältere Teile der 
Bevölkerung; 
Sicherstellung 
wohnortnaher 
Versorgung) 
Hinter dem Sachgrund steht 
das grundgesetzlich 
geschützte 
Versorgungsinteresse der 
Bevölkerung, insbesondere 
der weniger mobilen und 
älteren Teile der Bevölkerung. 
Zentrale 
Versorgungsbereiche müssen 
erhalten bleiben, da ihnen 
eine herausragende 
Bedeutung für den Bestand 
und die Entwicklung der 
Städte und Gemeinden, 
insbesondere der 
Sicherstellung wohnortnaher 
Versorgung zukommt. Als 
zentrale Versorgungsbereiche 
gelten daher nicht nur 
Stadtteilzentren, die im 
überörtlichen 
Funktionszusammenhang 
eine bedeutende Rolle 
einnehmen, sondern auch die 
Quartiers- und 
Nahversorgungs- bzw. 
Nahbereichszentren. 
      
      
      
      
      
      
Ladenöffnung dient 
der Belebung der 
Innenstädte, 
Ortskerne, Stadt- 
oder Ortsteilzentren 
Mit dem Sachgrund soll der 
Gefahr einer drohenden 
Verödung der Innenstädte mit 
negativen Auswirkungen 
auf die örtlichen Lebens- und 
Wohnverhältnisse der 
Bevölkerung begegnet 
werden. Zielrichtung der 
Regelung ist es, 
umfangreichen Leerständen 
bei Gewerbe- und 
Wohnimmobilien und der 
Abwanderung von 
Einzelhändlern und 
Einzelhändlerinnen oder 
deren Geschäftsaufgabe 
entgegenzuwirken. Er soll der 
Belebung der Innenstädte 
und örtlichen Zentren dienen.

14 
 
Ladenöffnung steigert 
überörtliche 
Sichtbarkeit der 
jeweiligen Kommune 
als attraktiver und 
lebenswerter 
Standort, 
insbesondere für den 
Tourismus und die 
Freizeitgestaltung, als 
Wohn- und 
Gewerbestandort 
sowie Standort von 
kulturellen und 
sportlichen 
Einrichtungen 
Das Interesse von 
Kommunen, als attraktiver 
und lebenswerter Standort 
wahrgenommen zu werden 
und sich entsprechend selbst 
darstellen zu können und 
sichtbar zu machen, stellt aus 
Sicht des 
Landesgesetzgebers 
ebenfalls einen gewichtigen 
Sachgrund dar. Der 
Sachgrund zielt auch auf den 
Erhalt kleinerer Kommunen 
ab, da diese im Gegensatz zu 
größeren Städten mehr 
Schwierigkeiten haben, neue 
Einwohner und Unternehmen 
anzuziehen. 
Er wird daher hier nicht weiter 
ausgeführt. 
Die Beliebtheit der Kölner Weihnachtsmärkte ist seit vielen Jahren 
unumstritten und spiegelt sich in den Statistiken und Umfragen 
wider. Einen hohen Anteil haben dabei die nationalen und 
internationalen Gäste, die die Stadt für einen Tagesausflug oder 
Wochenendreise nutzen. Mehrere hundert Busse reisen jedes 
Adventswochenende an und ein großer Anteil an Gästen aus dem 
Umland nehmen Köln mit seiner schönen weihnachtlichen 
Atmosphäre wahr.  
 
Bei den Beweggründen zum Besuch der Kölner Innenstadt stellten 
in der Besucherbefragung am 8.10.2017 die Befragten das 
„Bummeln“, das „Spazierengehen“ und die „Stadtbesichtigung“ als 
Hauptmotive dar. Rund 60 % aller befragten Besucher gaben 
diese Beweggründe an. Diese Aussagen unterstreichen einmal 
mehr die Beweggründe für einen Köln- Besuch. Dabei spielt 
gerade die vorweihnachtliche Atmosphäre eine große Rolle, um 
den Aufenthalt in der emotionalsten Zeit des Jahres so attraktiv 
wie möglich werden zu lassen. Neuere Erkenntnisse setzen das 
„Erlebnisshopping“ als Pendant zum Online-Kauf, das gerade in 
der Adventszeit forciert werden kann. Weihnachtsmärkte zu 
besuchen, Geschenke einzukaufen, das vielfältige 
Gastronomieangebot zu nutzen und den Aufenthalt mit einem 
Museums oder Musicalbesuch zu kombinieren ist in Köln mit 
kurzen Distanzen fussläufig gut möglich. 
 
In einer der dicht besiedelsten Regionen ist es außerdem 
wichtig, sich von umliegenden Kommunen „abzuheben“ und die 
Alleinstellungsmerkmale der Stadt herauszustellen. Diesem 
Anspruch wird Köln in der Adventszeit mehr als gerecht und 
dieser Status Quo sollte in den nächsten Jahren nicht nur 
beibehalten, sondern auch weiter forciert werden. Diese 
Entwicklungen werden nicht nur den Anforderungen an den 
Tourismusstandort, sondern auch einem attraktiven Wohn- und 
Arbeitsstandort gerecht.

See discussions, stats, and author profiles for this publication at: https://www.researchgate.net/publication/303443652
Der Göttinger Weihnachtsmarkt 2008. Ergebnisse einer Projektstudie:
Attraktivität des Angebots aus Besuchersicht, Einzugsgebiet,
soziodemographisches Profil und aktionsräumliches V...
Article · March 2009
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Thomas Wieland
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Abb. 1: Verkehrsmittelwahl der Besucher
0,7
5,1
34,5
17,713,2
28,8
PKW
Fahrrad
Bus
zu Fuß
Shuttle-Bus in Kombination
Zug
N = 728
Angaben in Prozent
Der Göttinger Weihnachtsmarkt findet jährlich in den vier 
Wochen vor den Weihnachtsfeiertagen statt, wobei er seit 
einigen Jahren auch für mehrere Tage danach wieder 
öffnet. Im Jahr 2008 waren insgesamt 84 Stände ver-
treten, darunter vor allem An bieter von Essen und Heiß-
getränken sowie Weihnachts- und Geschenkartikeln. 
Erstmals gab es in diesem Jahr das Hochcafé als zusätz-
liches gastronomisches Angebot. 
 
Den Besuchern stehen mehrere Service-Angebote zur 
Verfügung (Bus-Shuttle-Service vom Schützenplatz in die 
Innenstadt, Kinderbetreuung in der Stadtbibliothek). Der 
Weihnachtsmarkt wird begleitet durch diverse kulturelle 
Angebote (z.B. Konzerte, Theatervorstellungen) und er-
weiterte Einkaufsmöglichkei ten in der Innenstadt (Moon-
light-Shopping bis 23 Uhr). 
 
Die Organisation des Marktes obliegt schwerpunktmäßig 
dem Fachdienst Ordnung der Göttinger Stadtverwaltung 
und dem Weihnachtsmarktverein. Das kulturelle Begleit-
programm wird vom Fachdienst Kultur der Stadtver-
waltung organisiert. 
 
Das städtische Mini-Event „Weihnachtsmarkt“ ist in Göt-
tingen bereits 1996 und 2000 vom Geographischen Insti-
tut der Universität Göttingen untersucht worden. Im Jahr 
2008 fand im Auftrag der Stadt Göttingen eine neue  
Projektstudie zu diesem Zweck statt (Projektbearbeitung: 
Dipl.-Geogr. Thomas Wieland, Abt. Humangeographie). 
 
Projektstudie zum Weihnachtsmarkt 2008 
 
Kern der Untersuchung war eine Besucherbefragung in 
den ersten drei Dezemberwochen, wobei sämtliche  
Wochentage und für den Marktbetrieb relevanten Tages-
zeiten (11 bis 21 Uhr) berücksichtigt wurden.  
 
An zwei Standorten sind Interviewer positioniert worden 
(Gänseliesel/Altes Rathaus, Johanniskirche/Nähe Hoch-
café) um Weihnachtsmarktbesucher mit Hilfe eines voll-
standardisierten Fragebogens zu befragen. Die Stichpro-
be (N) umfasst 743 Personen, wobei nicht jeder Befragte 
jede Frage beantworten konnte, so dass die Teilstich-
proben einzelner Fragen meist knapp darunter liegen. 
 
Die Auswertung erfolgte unter Verwendung der Statistik-
Software SPSS und beinhaltete die Bildung von absolu-
ten und relativen Häufigke iten, Lage- und Streuungs-
maßen sowie die Analyse von Zusammenhängen und 
Unterschieden mittels Kreuztabellierung.  
Ergebnisse: Besuchsmodalitäten 
 
Die befragten Besucher sollten zunächst angeben, mit 
welchem Verkehrsmittel sie zum Weihnachtsmarkt  
gekommen sind. Hier stellt der PKW das am häufigsten 
genutzte Verkehrsmittel dar (34,5 %), wobei auch das 
Fahrrad (17,7 %) und insbesondere der fußläufige Be-
such (28,8 %) eine große Rolle spielen (siehe Abb. 1). 
Der Advents-Shuttle-Bus wird nur an Samstagen ange-
boten, weshalb sein Gesamtanteil an allen Verkehrsmit-
teln sehr gering ist. An Samstagen wird er von ca. 8 % 
der Besucher in Kombination mit einem anderen  
Verkehrsmittel (Zug, PKW) genutzt. 
 
Die Besucher des Göttinger Weihnachtsmarktes sind im 
Regelfall in Begleitung unterwegs, nur ca. 10 % von ihnen 
kommen alleine. Über die Hälfte der Besucher (51 %) 
werden von Freunden oder Bekannten begleitet, jeweils 
ca. 18 % von Familienmitgliedern oder dem Partner (hier-
bei waren Mehrfachantworten möglich). Die Besuchshäu-
figkeit unterscheidet sich stark nach Besuchergruppen. 
Insgesamt zählt der Großteil der Besucher nicht zu den 
„Dauergästen“: Über ein Drittel (37,7 %) besucht den 
Markt seltener als einmal pro Woche, weitere 30 % der 
Besucher nur einmal pro Woche. Dauerbesucher (über 
dreimal pro Woche) sind mit 8 % der Befragten recht  
selten (siehe Abb. 2) 
 
Auf der Ebene der Besuchergruppen fällt auf, dass Stu-
denten den Markt wesentlich häufiger besuchen als alle 
anderen Besuchergruppen: 75 % der Studenten gehen 
mindestens einmal pro Woche auf den Weihnachtsmarkt 
(Berufstätige: 55,4 %, Ruheständler: 38,6 %, Arbeitslose: 
62,2 %, Sonstige: 71,5 %). 
NR. 27 (März 2009)
GÖTTINGER STATISTIK 
AKTUELL 
THEMENBEZOGENER BERICHTSDIENST 
 
FACHDIENST STATISTIK UND WAHLEN 
Der Göttinger Weihnachtsmarkt 2008 
 
Ergebnisse einer Projektstudie: Attraktivität des Angebots aus Besuchersicht, Einzugsgebiet, 
soziodemographisches Profil und aktionsräumliches Verhalten der Besucher

Stadt Göttingen – Themenbezogener Berichtsdienst des Fachdienstes Statistik und Wahlen 
Abb. 2: Besuchshäufigkeit
37,7
30,6
23,6
8,1
< 1x pro Woche
1x pro Woche
2-3x pro Woche
> 3x pro Woche
N = 726
Angaben in Prozent
Abb. 3: Bewertung einzelner Aspekte durch die Besucher (Schulnoten)
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Angebot an Heißgetränken
Angebot an Essen
Angebot an Geschenkartikeln
Angebot für Kinder
Unterhaltung
Sauberkeit
Erreichbarkeit mit dem Shuttle-Service
1 2 3 4 5 6 "Kann ich nicht beurteilen"
 
Ergebnisse: Beurteilung des Angebots 
 
Die Besucher hatten die Möglichkeit, verschiedene Teil-
aspekte des Weihnachtsmarktangebotes  nach dem 
Schulnotensystem (1 = „sehr gut“, …, 6 = „ungenügend“ 
plus die Antwortoption „Kann ich nicht beurteilen“) zu be-
werten. Abb. 3 zeigt die Häuf igkeitsverteilung der Schul-
noten bei den einzelnen Aspekten. 
 
Hierbei sind die Teilaspekte „Angebot an Heißgetränken“, 
„Angebot an Essen“ sowie die Sauberkeit überwiegend 
gut bis sehr gut beurteilt worden: jeweils ca. 70 % der 
Besucher vergaben eine „2“ oder besser, während unter-
durchschnittliche Benotungen die Ausnahme bilden. 
 
Anders ist dies bei den Aspekten „Angebot an Geschenk-
artikeln“, „Angebot für Kinder“ und „Unterhaltung“: eine 
gute oder sehr gute Beurteilung („1“ oder „2“) wird jeweils 
nur von ungefähr einem Viertel der Befragten vergeben, 
wobei diese Aspekte auch von einem größeren Anteil der 
Besucher nicht beurteilt werden kann. Zwischen 20 und 
27 % der Besucher beurteilten diese Aspekte mit einer 
unterdurchschnittlichen Note („4“, „5“ oder „6“). 
 
Die Erreichbarkeit mit dem Shuttle-Service konnte nur 
von ca. 10 % der Besucher überhaupt beurteilt werden, 
von diesen vergaben allerdings nahezu alle eine gute bis 
sehr gute Benotung. Dies schlägt sich auch in den Durch-
schnittsnoten nieder (Arithmetisches Mittel ohne „Kann 
ich nicht beurteilen“). 
 
Die Erreichbarkeit mit 
dem Shuttle-Service 
erhielt die beste 
durchschnittliche Beur-
teilung (1,84 bei N = 77), 
dicht gefolgt vom 
Angebot an Heiß-
getränken (1,95 bei 
N = 680) und dem 
Angebot an Essen (2,05 
bei N = 675). Auch die 
Sauberkeit erhielt eine 
Gesamtbeurteilung im 
guten Bereich (2,32 bei 
N = 734). 
 
Das Angebot an Ge-
schenkartikeln (N = 561) 
kam auf eine Bewertung 
im oberen durchschnitt-
lichen Bereich (2,94), 
während das Angebot 
für Kinder (3,14 bei 
N = 493) und der Unterhaltungsaspekt (3,23 bei N = 526) 
im unteren durchschnittlichen Bereich beurteilt wurden. 
 
Im Rahmen einer offenen Abschlussfrage hatten die Be-
sucher ferner die Möglichkeit, Anmerkungen zu formulie-
ren. Diese unterstrichen zum Teil die Ergebnisse der er-
fragten Benotung: Anregungen im Sinne von „mehr An-
gebote für Kinder“ oder „mehr Weihnachtsmusik“ wurden 
mehrfach artikuliert. Außerdem wurde häufig eine größe-
re Variation unter den Angebotsständen angesprochen, 
insbesondere hinsichtlich der kulinarischen Angebote 
(Essen, Heißgetränke). 
 
Obwohl nicht explizit danach gefragt wurde, bemängelten 
knapp 11 % der befragten Besucher die aus ihrer Sicht zu 
knappen Öffnungszeiten. Diese Kr itik bildet die mit Ab-
stand am häufigsten artikulierte Anmerkung. 
 
Der Vorjahresvergleich fällt eher positiv aus: 70,7 % der 
Befragten gaben an, dass ihnen der Weihnachtsmarkt im 
Vergleich zum Vorjahr genauso gut gefällt, wobei er von 
9,8 % als besser und nur von 3 % als schlechter beurteilt 
wurde („Kann ich nicht beurteilen“: 16,4 %). 
 
Ergebnisse: Vor-Ort-Verhalten der Besucher 
 
Die Besucher sind befragt worden, welche Ziele sie im 
Rahmen des Weihnachtsmarktbesuches noch ansteuern 
(z.B. Einkauf in der Innenstadt, Gastronomiebesuch), wo-
bei Mehrfachnennungen möglich waren. Über die Hälfte 
(53,3 %) der Besucher übt noch weitere Vor-Ort-
Tätigkeiten aus. 
 
Die mit Abstand häufigste Tätigkeitskopplung ist der Ein-
kauf in der Innenstadt: 39,2 % der Besucher verbinden 
ihren Weihnachtsmarktbesuch damit. Eine ernstzuneh-
mende Rolle spielen außerdem noch der Besuch einer 
Kneipe (11,6 %) in den Abendstunden im Anschluss an 
den Weihnachtsmarkt (vor allem bei Studenten) und der 
Besuch eines Restaurants (6,7 %, vor allem Berufstäti-
ge). Andere Ziele bilden Einzelfälle (siehe Abb. 4) 
 
Das mit dem Weihnach tsmarkt assoziierte Angebot in 
den Seitenstraßen  wird von fast der Hälfte (48,6 %) der 
Besucher genutzt, während ein geringer Teil (10 %) diese 
Angebote nicht kennt und sie daher nicht nutzt.  
GÖTTINGER STATISTIK AKTUELL NR. 10  GÖTTINGER STATISTIK AKTUELL NR. 27

Stadt Göttingen – Themenbezogener Berichtsdienst des Fachdienstes Statistik und Wahlen 
Abb. 4: Wahrnehmung weiterer Angebote
39,16
0,81 6,73 11,57 0,94 1,08 0,27 6,19
0 %
10 %
20 %
30 %
40 %
50 %
Einkauf innerhalb der
Innenstadt
Einkauf außerhalb der
Innenstadt
(Einkaufszentrum)
Restaurant
Kneipe
Kino
Theater
Museen/Ausstellungen
Schlittschuhbahn
(Lokhalle)
Sonstige
Weitere Angebote
Angaben in % aller Fälle
N = 743
Die durch den Weih-
nachtsmarkt gegebe-
nenfalls verursachte 
veränderte Besuchs-
häufigkeit der Innenstadt 
lässt sich durchaus 
belegen: 38,5 % der 
Weihnachtsmarktgäste 
besuchen nach eigenen 
Angaben die Innenstadt 
aufgrund des Weih-
nachtsmarktes häufiger 
als sonst, 58 % genauso 
häufig und nur 3,4 % 
seltener.  
 
Die Besucher des Göt-
tinger Weihnachtsmark-
tes weisen eine breite 
Mehrfachorientierung 
hinsichtlich des Besuchs 
anderer Weihnachts-
märkte auf, über zwei 
Drittel von ihnen 
(68,9 %) besuchen noch mindestens einen anderen 
Weihnachtsmarkt: die am häufigsten angesteuerten Al-
ternativen sind die Weihnachtsmärkte in Hannover (15 %) 
und Kassel (13,7 %), wobei auch Erfurt (8,2 %) und 
Braunschweig (5,6 %) eine Rolle spielen. Die Antwortop-
tion „Sonstige“ ist hier allerdings die am häufigsten ge-
nannte, insbesondere wegen des Weihnachtsmarktes in 
Goslar, der häufig angesteuert wird. 
 
Interessant ist der Blick auf die Pro-Kopf-Ausgaben der 
Besucher. Diese unterscheiden sich in die Ausgaben auf 
dem Weihnachtsmarkt und die Ausgaben, die außerhalb 
des Weihnachtsmarktes, aber im Rahmen des Weih-
nachtsmarktbesuches ausgegeben werden (z.B. beim 
Innenstadteinkauf). 
 
Durchschnittlich gibt der  Weihnachtsmarktbesucher 
12,80 Euro auf dem Weihnachtsmarkt aus (arithmeti-
sches Mittel bei einer Spannweite zwischen 
0 und 150 Euro). Hinzu kommen durchschnittlich 
22,69 Euro außerhalb des Weihnachtsmarktes (arith-
metisches Mittel bei einer Spannweite von 0 bis  
300 Euro). 
 
Die Pro-Kopf-Ausgaben 
unterscheiden sich aber 
sehr stark zwischen den 
Besuchergruppen (siehe 
Abb. 5). 
 
Studenten geben sowohl 
auf dem als auch außer-
halb des Weihnachts-
marktes am wenigsten 
aus (9,80 Euro bzw. 
10,50 Euro). Die höchs-
ten Ausgaben auf dem 
Weihnachtsmarkt wer-
den von Beru fstätigen 
getätigt (14,80 Euro), die 
auch zugleich am zweit 
meisten außerhalb aus-
geben (29,10 Euro). 
 
Die größten finanziellen 
Aufwendungen außer-
halb des Weihnachtsmarktes  unternehmen die Ruhe-
ständler. Die Besuchergruppe „Sonstige“, die vor allem 
Schüler umfasst, liegt hinsichtlich der Pro-Kopf-Ausgaben 
nur wenig über den Studenten. 
 
Ergebnisse: 
Einzugsgebiet und sozio-demographische Angaben  
 
Die Herkunft der Besucher  ist auf der Ebene von 
5-stelligen Postleitzahlen erhoben worden (z.B. „37077“). 
Aus diesen Daten lassen aber auch gröbere Gebietsein-
heiten extrahieren (2-stellige Postleitregionen, z.B. „37“). 
 
Grundsätzlich finden sich auf  dem Weihnachtsmarkt Be-
sucher aus ganz Deutschland und auch einzelne auslän-
dische Durchreisende. Diese bilden jedoch Ausnahmen, 
das Einzugsgebiet ist regional eng begrenzt: 85,2 % der 
Besucher stammen aus der Postleitregion 37 (u.a. Göt-
tingen, Northeim, Einbeck, He iligenstadt), der Rest vor 
allem aus angrenzenden Postleitregionen (34 und 99). 
GÖTTINGER STATISTIK AKTUELL NR. 27  
Abb. 5: Pro-Kopf-Ausgaben nach Besuchergruppen
14,8
9,8 13,0 14,6
10,4 12,8
29,1
10,5
20,1
46,9
14,2
22,7
0
10
20
30
40
50
Berufstätige Studenten Arbeitslose Ruheständler Sonstige Gesamt
Durchschnittliche Ausgaben in Euro
auf dem Weihnachtsmarkt außerhalb des Weihnachtsmarktes

Betrachtet man nur dieses Haupteinzugsgebiet (siehe 
Karte), fällt auf, dass der Großteil der Besucher aus dem 
Stadtgebiet Göttingens (58,2 %) bzw. den anliegenden 
Gemeinden (z.B. Bovenden und Rosdorf) stammt. 
 
Die Altersstruktur der Besucher zeigt ein „junges“ Bild der 
Besucher auf: die größte Gruppe (49,5 %) bilden die 18-
bis unter 30-Jährigen, wobei die Anteile von Minderjähri-
gen und Personen im Rentenalter gering sind. Unter den 
Besuchergruppen stellen Berufstätige den größten Anteil 
(47,9 %), Studenten mit 32,3 % den zweitgrößten (Ar-
beitslose: 2,2 %, Ruheständler: 7,9 %, Sonstige: 9,6 %).  
 
Die Besucherzusammensetzung ist sehr tageszeitabhän-
gig: Studenten stellen in den Abendstunden (19 bis 21 
Uhr) die größte Besuchergruppe (52,6 %), ansonsten 
sind sie mit einem Anteil von 20 bis 28 % vertreten. 
 
Berufstätige sind hingegen zu jeder Tageszeit in einem 
vergleichbaren Anteil anzutreffen (40 bis 55 %), während 
Ruheständler schwerpunktmäßig zwischen 11 und 13 Uhr 
den Weihnachtsmarkt besuchen (16,3 % aller Besucher) 
und in den Abendstunden kaum mehr wahrnehmbar sind 
(Anteil von 1,1 % zwischen 19 und 21 Uhr). 
 
Abschließende Bemerkungen 
 
Der Göttinger Weihnachtsmarkt unterscheidet sich hin-
sichtlich Besucherstruktur un d Einzugsgebiet nicht prinzi-
piell von anderen Veranstaltungen dieser Art. Er steigert 
tendenziell die Attraktivität der Innenstadt, wovon insbe-
sondere der Einzelhandel profitiert.  
 
Das Angebot wird überwiegend gut beurteilt, jedoch soll-
ten einige spezifische Kritikpunkte und Verbesserungs-
vorschläge aufgegriffen werden, um das Angebot (bzw. 
die Informationslage darüber) zu optimieren. 
 
Die Ergebnisse sind im Rahmen einer Weihnachtsmarkt-
beiratssitzung präsentiert worden. Ein vollständiger Pro-
jektbericht liegt der Stadt Göttingen vor und ist über das 
Geographische Institut verfügbar. 
GÖTTINGER STATISTIK AKTUELL NR. 27  
Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, 
Fachdienst Statistik und Wahlen (03/2009/07), Redaktion: Christine Stephan 
Text & Grafik: Thomas Wieland (Geographisches Institut der Universität Göttingen, 
Abt. Humangeographie), E-Mail: twielan@gwdg.de 
Koordination und Montage: Detlef Hatje 
Alle Rechte vorbehalten. 
Vervielfältigung, auch auszugsweise nur mit Quellenangabe gestattet und mit der Bitte 
um ein Belegexemplar. Für gewerbliche Zwecke ist es grundsätzlich nicht gestattet, 
diese Veröffentlichung oder Teile daraus zu vervielfältigen, auf Mikrofilm/-fiche zu 
verfilmen oder in elektronischen Systemen zu speichern. 
Anfragen unter Tel. (0551) 400 2774 oder Fax (0551) 400 2409,  
E-Mail: statistik+wahlen@goettingen.de 
Internet: www.goesis.goettingen.de 
Internet: www.wahlen.goettinen.de 
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GEOGRAPHISCHES INSTITUT 
ABTEILUNG HUMANGEOGRAPHIE 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
PROJEKTBERICHT 
 
 
 
GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008 
 
ATTRAKTIVITÄT, EINZUGSGEBIET, SOZIO-DEMOGRAPHISCHES 
PROFIL UND AKTIONSRÄUMLICHES VERHALTEN SEINER BESUCHER 
 
 
 
 
E
RGEBNISSE EINER BESUCHERBEFRAGUNG IM DEZEMBER 2008 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
GEOGRAPHISCHES INSTITUT DER UNIVERSITÄT GÖTTINGEN 
ABTEILUNG HUMANGEOGRAPHIE 
DIPL.-GEOGR. THOMAS WIELAND 
 
JANUAR 2009

Bericht zum Projekt „Besucherbefragung Göttinger Weihnachtsmarkt 2008“ 
 
 
 
 
Projektbearbeitung / Projektbericht:  
 
Dipl.-Geogr. Thomas Wieland 
 
 
 
 
Interviews und Dateneingabe: (in alphabetischer Reihenfolge) 
 
Sandra Kiesling (Studentische Hilfskraft) 
 
Marina Ledwon (Bachelor-Qualifikationsarbeit zum Thema) 
 
Nina Terlinden (Studentische Hilfskraft) 
 
 
 
 
Projektzeitraum: 
 
November 2008 bis Februar 2009 
 
 
 
 
Auftraggeber: 
 
Stadt Göttingen 
Hiroshimaplatz 1-4 
37081 Göttingen 
 
Fachbereich Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten 
 
 
 
 
Geographisches Institut 
der Georg-August-Universität Göttingen 
Abteilung Humangeographie 
Goldschmidtstraße 5 
37077 Göttingen 
Tel.: 0551 – 39 80 22 
Fax: 0551 – 39 12 14 0

1 ZU DIESEM PROJEKTBERICHT ................................................................................. 1  
2 HINTERGRUND....................................................................................................... 2  
2.1 WEIHNACHTSMÄRKTE ALS EVENT UND WIRTSCHAFTSFAKTOR.....................................2 
2.2 DER GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT ........................................................................3 
2.3 BISHERIGE UNTERSUCHUNGEN...................................................................................5 
2.4 FRAGESTELLUNGEN DIESER UNTERSUCHUNG .............................................................7 
3 METHODIK............................................................................................................. 9  
4 AUSWERTUNG ..................................................................................................... 12  
4.1 STICHPROBE UND RESONANZ DER BEFRAGTEN ........................................................12 
4.2 ERGEBNISSE DER BEFRAGUNG.................................................................................13 
4.2.1 BESUCHSMODALITÄTEN ....................................................................................13  
4.2.2 BEURTEILUNG DES ANGEBOTS ..........................................................................15 
4.2.3 AKTIONSRÄUMLICHES VERHALTEN DER BESUCHER............................................16 
4.2.4 EINZUGSGEBIET UND SOZIO-DEMOGRAPHISCHES PROFIL DER BESUCHER ..........19 
4.2.5 ANMERKUNGEN ................................................................................................22  
4.3 EINZELANALYSEN.....................................................................................................23  
4.3.1 BESUCHERGRUPPEN.........................................................................................23  
4.3.2 ATTRAKTIVITÄT DES ANGEBOTS ........................................................................27 
4.3.3 RELEVANZ FÜR EINZELHANDEL, GASTRONOMIE UND TOURISMUS .......................30 
5 ZUSAMMENFASSUNG............................................................................................ 34  
6 LITERATUR.......................................................................................................... 35  
ANHANG .................................................................................................................... 37

Abbildungsverzeichnis 
ABBILDUNG 1: STADTPLAN .........................................................................................................3  
ABBILDUNG 2: STÄNDEPLAN ......................................................................................................4  
ABBILDUNG 3: STARTSEITE DER WEBSITE ZUM GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT..........................5 
ABBILDUNG 4: STANDPLAN MIT BEFRAGUNGSSTANDORTEN ......................................................10 
ABBILDUNG 5: VERKEHRSMITTELWAHL DER BESUCHER .............................................................13 
ABBILDUNG 6: BEGLEITUNG......................................................................................................14  
ABBILDUNG 7: BESUCHSHÄUFIGKEIT .........................................................................................14  
ABBILDUNG 8: BEWERTUNG DER EINZELNEN ASPEKTE DURCH DIE BESUCHER............................15 
ABBILDUNG 9: VERGLEICH MIT DEM VORJAHR ...........................................................................16 
ABBILDUNG 10: ANZAHL WEITERER VOR-ORT-TÄTIGKEITEN ......................................................16 
ABBILDUNG 11: NUTZUNG SONSTIGER ANGEBOTE.....................................................................17 
ABBILDUNG 12: BESUCHSHÄUFIGKEIT DER INNENSTADT ............................................................18 
ABBILDUNG 13: ANZAHL BESUCHTER ANDERER WEIHNACHTSMÄRKTE........................................18 
ABBILDUNG 14: BESUCH ANDERER WEIHNACHTSMÄRKTE ..........................................................19 
ABBILDUNG 15: ALTER DER BESUCHER.....................................................................................21  
ABBILDUNG 16: BERUFSGRUPPEN ............................................................................................22  
ABBILDUNG 17: VERKEHRSMITTELWAHL SAMSTAGS – DER SHUTTLE-BUS ALS OPTION...............29 
Tabellenverzeichnis 
TABELLE 1: STICHPROBE NACH TAGESZEITEN ...........................................................................12 
TABELLE 2: STICHPROBE NACH WOCHENTAGEN........................................................................12 
TABELLE 3: ALTERSGRUPPEN NACH TAGESZEIT ........................................................................23 
TABELLE 4: BERUFSGRUPPEN NACH TAGESZEIT........................................................................24 
TABELLE 5: BEGLEITUNG NACH BERUFSGRUPPEN .....................................................................24 
TABELLE 6: BESUCHSHÄUFIGKEIT NACH BERUFSGRUPPEN ........................................................25 
TABELLE 7: PRO-KOPF-AUSGABEN AUF DEM WEIHNACHTSMARKT NACH BERUFSGRUPPEN.........25 
TABELLE 8: PRO-KOPF-AUSGABEN AUßERHALB DES WEIHNACHTSMARKTES NACH 
BERUFSGRUPPEN ....................................................................................................................25  
TABELLE 9: WAHRNEHMUNG AUSGEWÄHLTER WEITERER ANGEBOTE NACH BERUFSGRUPPEN ....26 
TABELLE 10: BEWERTUNG DER EINZELNEN ASPEKTE (DURCHSCHNITTSNOTEN) .........................27 
TABELLE 11: DURCHSCHNITTSNOTE NACH BERUFSGRUPPE.......................................................28 
TABELLE 12: POSITIVE UND NEGATIVE TEILASPEKTE DES WEIHNACHTSMARKTANGEBOTES.........30 
TABELLE 13: PRO-KOPF-AUSGABEN AUF DEM WEIHNACHTSMARKT NACH 
BESUCHSMOTIVATIONSGRUPPEN..............................................................................................31  
TABELLE 14: PRO-KOPF-AUSGABEN AUßERHALB DES WEIHNACHTSMARKTES NACH 
BESUCHSMOTIVATIONSGRUPPEN..............................................................................................31  
TABELLE 15: WAHRNEHMUNG ZUSÄTZLICHER ANGEBOTE NACH BESUCHSMOTIVATIONSGRUPPEN
...............................................................................................................................................32 
Kartenverzeichnis 
 KARTE 1: EINZUGSGEBIET (DEUTSCHLAND, POSTLEITREGIONEN, 2-STELLIG) ............................20 
 KARTE 2: EINZUGSGEBIET (NUR HAUPTEINZUGSGEBIET, POSTLEITZAHLEN, 5-STELLIG) .............20 
 KARTE 3: EINZUGSGEBIET (NUR STADTGEBIET GÖTTINGEN, POSTLEITZAHLEN, 5-STELLIG) ........21

ZU DIESEM PROJEKTBERICHT        
 
1
1 Z U DIESEM PROJEKTBERICHT 
Der vorliegende Bericht dokumentiert die Ergebnisse eines Projektes des Geographischen 
Institutes der Universität Göttingen, Abteilung Humangeographie. Das Projekt (offizieller 
Arbeitstitel: „Besucherbefragung Göttinger Weihnachtsmarkt 2008“) wurde in Absprache und 
mit finanzieller Unterstützung der Stadt Göttingen von November 2008 bis Januar 2009 
durchgeführt
1. Von Seiten der Stadt kam die Initialzündung vom Fachdienst für Ordnungs- 
und Gewerbeangelegenheiten, der maßgeblich an der Organisation des Göttinger 
Weihnachtsmarktes beteiligt ist. 
Basis für die Ergebnisse ist eine Befragung der Weihnachtsmarktbesucher im Dezember 
2008. Aus diesem Grund wurden für die Projektlaufzeit zwei studentische Hilfskräfte für die 
Datenerhebung (Befragung) und die Dateneingabe (Digitalisierung der erhobenen Daten) 
eingestellt. Außerdem war an dem Projekt eine weitere Studentin beteiligt, die (Teil-) 
Ergebnisse in ihre Qualifikationsarbeit (B.A.) zu diesem Thema eingebracht hat und 
ebenfalls maßgeblich an der Datenerhebung beteiligt war. Die Dateneingabe und  
–auswertung erfolgte im Januar 2009. 
Der vorliegende Projektbericht gliedert sich auf in einen „theoretischen“ und einen Ergebnis-
Teil. In Kapitel 2 wird zunächst ein kurzer Überblick über Weihnachtsmärkte im Allgemeinen 
und ihre Relevanz als Event und Wirtschaftsfaktor sowie über den Göttinger 
Weihnachtsmarkt im Speziellen gegeben, wobei auch kurz auf Ergebnisse vergangener 
Untersuchungen eingegangen wird. Kapitel 3 beschreibt die Methodik dieser Untersuchung.  
In Kapitel 4 werden zunächst die „reinen“ Ergebnisse der Besucherbefragung deskriptiv 
dargestellt, im Anschluss folgen – auf Basis dieser Daten – mehrere Einzelanalysen 
(Besuchergruppen, Angebotsattraktivität sowie Einflüsse auf Einzelhandel, Gastronomie und 
Tourismus). Abschließend folgt eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse. 
Die Projektergebnisse und dieser Projektbericht sollen zum Einen dem Zweck dienen, die 
Organisation und Durchführung des Mini-Event s „Weihnachtsmarkt“ zu evaluieren und der 
Stadt Göttingen und dem Weihnachtsmarktverein Anregungen für potenzielle 
Verbesserungen und Entwicklungschancen zu geben. Auf der anderen Seite dokumentiert 
das Projekt die Relevanz des Weihnachtsmarktes für die Göttinger Innenstadt und seine 
Auswirkungen auf den Einzelhandel sowie touristische und gastronomische Anbieter. 
                                                 
1 An dieser Stelle sei der Stadt Göttingen herzlich dafür gedankt!

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
2 
2 H INTERGRUND 
2.1 W EIHNACHTSMÄRKTE ALS EVENT UND WIRTSCHAFTSFAKTOR 
Weihnachtsmärkte existieren bereits sehr lange, einige können auf eine jahrhundertealte 
Tradition zurückgeführt werden, wie zum Beispiel der Nürnberger Christkindlmarkt 
(wahrscheinlich im 17. Jahrhundert entstanden) oder der Dresdner Striezelmarkt (seit 1434). 
Der Großteil der heute bestehenden Weihnachtsmärkte ist allerdings erst in den letzten 30 
bis 40 Jahren entstanden, forciert durch das Aufkommen der Fußgängerzonen als Dreh- und 
Angelpunkt städtischer Ökonomie. Mittlerweile finden Weihnachtsmärkte in nahezu allen 
Kommunen statt, wobei sie von einem einzelnen Tag bis hin zu mehreren Wochen dauern. 
Die Weihnachtsmärkte sollen heutzutage vor allem dazu dienen, im Wettbewerb der Städte 
bzw. ihres Einzelhandelsangebotes Konsumenten anzulocken. Auf der anderen Seite sind 
aber auch gewisse traditionelle Aspekte erhalten geblieben (vgl. IMOHA 2002).  
Ausgehend von der in der Tourismusforschung gängigen Klassifizierung stellt ein 
Weihnachtsmarkt ein so genanntes „Mini-Event“ dar. Mini-Events sind charakterisiert durch 
meist jährliche Wiederholung und ein überwiegend regionales Besucherpublikum, jedoch 
auch durch eher geringe Überraschungseffekte für die Region (vgl. Freyer 2000).  
Weihnachtsmärkte werden vor allem zum Genuss von Essen und Getränken, aber auch zum 
Erwerb von Geschenkartikeln oder als Treffpunkt genutzt, wobei der Großteil der Besucher 
in Gruppen unterwegs ist. Diese Mini-Events sind also weder als „Ort der Geselligkeit“ noch 
als Multiplikator für den lokal ansässigen stationären Einzelhandel zu unterschätzen. Die 
Einzugsgebiete von Weihnachtsmärkten sind allerdings überwiegend regional, so dass die 
Effekte auf die Tourismuswirtschaft als gering zu bezeichnen sind (vgl. IMOHA 2002 ; 
Kammerhofer-Aggermann u.a. 2003).  
Natürlich ist die tatsächliche ökonomische Bedeutung von Weihnachtsmärkten schwer zu 
quantifizieren, da Weihnachtsmärkte naturgemäß in der Zeit des Weihnachtsgeschäfts 
liegen. Eine für den lokalen Einzelhandel bedrohliche Konkurrenzsituation stellt sich 
jedenfalls durch die Veranstaltung von Weihnacht smärkten nicht ein. Im Gegenteil profitieren 
Einzelhändler tendenziell von den Kopplungseffekten, denn Weihnachtsmarktbesucher 
verbinden sehr häufig ihren Besuch mit anderen Tätigkeiten, insbesondere einem Einkauf 
vor Ort. Anders sieht die Situation für die Übernachtungs- und Gastronomiebranche aus, 
denn nahezu alle Besucher von Weihnachtsmärkten sind Tagesbesucher, die außerhalb des 
Weihnachtsmarktes eher wenig gastronom ische Angebote wahrnehmen (vgl. Peters & 
Vetterlein 2003). 
Zur Besucherstruktur und den einzelhandels- und tourismuswirtschaftlichen Effekten von 
Weihnachtsmärkten existiert eine recht überschaubare Zahl von Studien, darunter zum 
Salzburger Christkindlmarkt (Kammerhofer-Aggermann u.a. 2003), den Weihnachtsmärkten 
in Jena und Erfurt (Grimm u.a. 2006), diversen deutschen Weihnachtsmärkten in einer 
Studie des Instituts zur Erforschung und Förderung des mobilen Handels an der Hochschule 
Harz (IMOHA 2002) und bereits zweimal der Göttinger Weihnachtsmarkt (Faust 1997 ; 
Lange & Waibel 2001).

HINTERGRUND        
 
3
2.2 D ER GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 
Der Göttinger Weihnachtsmarkt in seiner heutigen Form findet in der Göttinger Innenstadt in 
dem Monat vor Heiligabend statt. Er ist ein städtisches Event, wobei von Seiten der Stadt der 
Fachbereich Ordnung der Stadtverwaltung und von Seiten der Standbetreiber der Göttinger 
Weihnachtsmarkt e.V. für die Organisation verantwortlich sind. Beteiligt, insbesondere an der 
Vermarktung, sind außerdem der Göttingen Tourismus e.V. (Tourismus-Verein) und Pro City 
e.V. (Citymarketing-Verein). Die Gestaltung und Administration des kulturellen 
Begleitprogramms obliegt dem Fachdienst Kultur der Stadtverwaltung.  
Im Jahr 2008 begann der Göttinger Weihnachtsmarkt am 26. November und endete am 29. 
Dezember, wobei er an den Weihnachtsfeiertagen (24. bis 26. Dezember) geschlossen blieb 
(Tagesöffnungszeiten: Montag bis Samstag 10.00-20.30 Uhr, Sonntag 11.00-20.30 Uhr). 
Der Göttinger Weihnachtsmarkt findet im Innenstadtzentrum in der Fußgängerzone statt 
(siehe Abb. 1). Die Kernangebote finden sich zum Einen vor dem Alten Rathaus beim 
„Gänseliesel“ und zum Anderen rund um die St.-Johannis-Kirche. Im Jahr 2008 waren 
insgesamt 84 Angebotsstände vertreten, vor allem Angebote an Heißgetränken und Essen 
sowie verschiedene Weihnachtsartikel und Geschenke. Zusätzlich standen einzelne 
Angebote für bestimmte Zielgruppen (z.B. das „Wiener Hochrad“ für Kinder) zur Verfügung. 
Erstmals gab es als zusätzliches gastronomisches Angebot das „Hochcafé“ (siehe Abb. 2).  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 1: Stadtplan (Quelle: Informationsbroschüre zum Weihnachtsmarkt) 
Als Angebot für die Beförderung zum Weihnachtsmarkt stand an den Adventssamstagen ein 
Shuttle-Service zwischen dem Göttinger Bahnhof (Parkplatz „Schützenplatz“) und der 
Innenstadt zur Verfügung, der in der Zeit von 9.40 Uhr bis 20.20 Uhr kostenlos gefahren ist. 
Dieses „Park & Ride“-Angebot ist speziell für Besucher konzipiert, die von außerhalb des 
Innenstadtgebietes stammen und entweder mit dem Zug nach Göttingen anreisen oder mit

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
4 
dem Auto fahren und am Schützenplatz parken. Ebenso stand an den Adventssamstagen 
eine Kinderbetreuung in der Stadtbibliothek zur Verfügung. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 2: Ständeplan (Quelle: Informationsbroschüre zum Weihnachtsmarkt) 
Beworben wurde der Weihnachtsmarkt auf verschiedenen Wegen, darunter durch eine 
Informationsbroschüre2, die in verschiedensten öffentlich zugänglichen Stellen ausgelegt 
wurde, darunter Geschäfte, Ämter und gastronomische Einrichtungen. Sie beinhaltete neben 
dem kompletten Unterhaltungsprogramm des Weihnachtsmarktes noch einen Stadt- und 
Ständeplan sowie Werbung für den Shuttle-Service. Als zusätzliche Informationsquelle stand 
(und steht nach wie vor) eine Website (www.goettinger-weihnachtsmarkt.de) zur Verfügung 
(siehe Abb. 3). 
                                                 
2 Die Abbildungen 1 und 2 entstammen dieser Broschüre

HINTERGRUND        
 
5
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 3: Startseite der Website zum Göttinger Weihnachtsmarkt
 
Im Rahmen des Weihnachtsmarktes fand ein differenziertes Begleitprogramm statt, darunter 
verschiedene Konzerte, Theatervorstellungen, religiöse Veranstaltungen der Kirchen sowie 
touristisch geprägte Angebote (z.B. „Ein Gang durch Göttingens Unterwelt – Historische 
Keller in der Altstadt“). Außerdem wurden einzelne Angebote in das Programm des 
Weihnachtsmarktes konzeptionell eingebettet (z.B. das Weihnachtsprogramm am Bahnhof 
oder die Nikolausparty im ZHG der Universität Göttingen). Am Freitag, 19. Dezember, fand 
außerdem mit dem „Moonlight-Shopping“ (Einkaufsmöglichkeit in der Innenstadt bis 23.00 
Uhr) ein einzelhandelswirtschaftlich besonders relevanter Programmpunkt statt. 
Die Abwicklung des Weihnachtsmarktes bildet einen nicht zu unterschätzenden Aufwand für 
alle daran Beteiligten. Auch ist die Organisation nicht frei von Konfliktpotential: so wurden 
bereits einige Beschwerden von gastronomischen Anbietern an die Stadt herangetragen, 
dass sie Umsatzeinbußen durch das Konkurrenzangebot auf dem Weihnachtsmarkt zu 
verzeichnen hätten. Ein Kritikpunkt seitens einiger Anbieter auf dem Weihnachtsmarkt ist die 
Sperrstunde um 20.30 Uhr, die als zu früh empfunden wird. Auf der anderen Seite stehen 
hingegen die Interessen der Innenstadtbewohner, deren Abend- bzw. Nachtruhe durch den 
Marktbetrieb unter Umständen in Frage gestellt werden kann. 
Insgesamt besteht seitens der Stadt Göttingen ein großes Interesse an einer Evaluation des 
Weihnachtsmarktes, also letztendlich der eigenen Arbeit, und dessen Nutzen für die 
gesamte Innenstadt. Auf der anderen Seite sind solche „Mini-Events“ und 
dementsprechende Fragestellungen auch von großem Interesse für die 
humangeographische Forschung. Der Göttinger Weihnachtsmarkt ist daher bereits zweimal 
Gegenstand einer vergleichbaren Untersuchung gewesen (s.u.).  
2.3 B ISHERIGE UNTERSUCHUNGEN 
Der Weihnachtsmarkt als Forschungsobjekt Göttinger Humangeographen 
Auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt sind bereits in den Jahren 1996 und 2000 
Untersuchungen durch das Geographische Institut, Abt. Kultur- und Sozialgeographie (heute:

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
6 
Humangeographie), durchgeführt worden (Faust 1997 ; Lange & Waibel 2001). Diese fanden 
im Rahmen von Lehrveranstaltungen („Semi nar für Angewandte Geographie“) statt, wobei 
die Seminarteilnehmer die Weihnachtsmarktbesucher unter Anleitung des jeweiligen 
Dozenten befragt und die erhobenen Daten ausgewertet haben. Die Studierenden sollten 
hierbei an einem praktischen Beispiel die Umfrageforschung als Methode der empirischen 
Sozialforschung und ihre Anwendungsgebiete in der Humangeographie kennenlernen.  
Beide Untersuchungen wurden von der Stadt Göttingen unterstützt. Die Ergebnisse sind in 
Form eines Projektberichts (1997) bzw. eines „Göttinger Statistik Aktuell“-Heftes (2001) 
publiziert worden. Beide Untersuchungen beinhalteten eine schwerpunktmäßig quantitativ 
aufgebaute Besucher- und eine Anbieterbefragung. Im Folgenden werden die Ergebnisse 
kurz zusammengefasst. 
Projektstudie zum Göttinger Weihnachtsmarkt 1996
 
Die Besucherbefragung zum Weihnachtsmarkt von 1996 fand an drei Standorten statt: dem 
Gänseliesel, der Johanniskirche und an der Nikolaikirche. Die Stichprobe umfasste 370 
Personen. Die Anbieterbefragung umfasste 54 von 66 Anbietern. Als Kernergebnisse sind zu 
nennen (vgl. Faust 1997): 
• Das Einzugsgebiet ist überwiegend regional, über die Hälfte der Besucher (59 % der 
Befragten) stammen direkt aus Göttingen, das häufigste Anreiseverkehrsmittel ist der 
PKW 
• Nur knapp ein Drittel der Besucher sind ausschließlich wegen des 
Weihnachtsmarktes in der Stadt, die meisten koppeln den Weihnachtsmarktbesuch 
mit anderen Tätigkeiten 
• Die einzelnen Angebote (Essen und Trinken, Unterhaltung, Kultur und Tradition, 
Geschenkwaren allgemein) werden gut bis mittelmäßig bewertet: das Angebot an 
Essen und Trinken wird am besten, das Unterhaltungsangebot am schlechtesten 
beurteilt 
• Die Zusammenstellung und das Preis-Leistungs-Verhältnis werden als gut bis 
mittelmäßig beurteilt 
• Als Kritikpunkte wurden ein zu wenig differenziertes Angebot, das Gedränge und die 
Öffnungszeiten genannt 
• Die unter den befragten Besuchern am häufigsten anzutreffende Altersgruppe sind 
die 21-35jährigen, der Geschlechteranteil ist nahezu gleich 
• Die Hälfte der Anbieter ist mit den städtischen Dienstleistungen zufrieden, ein 
weiteres Drittel allerdings nicht 
• Auch die Anbieter kritisierten die Öffnungszeiten und gingen bei den 
Verbesserungsvorschlägen unter anderem noch auf eine zu verbessernde 
Müllentsorgung und sanitäre Versorgung ein 
Projektstudie zum Göttinger Weihnachtsmarkt 2000
 
Die Besucherbefragung zum Weihnachtsmarkt 2000 umfasste 992 Personen, die 
Anbieterbefragung 57 Anbieter. Die Besucherbefragung fand an drei Standorten statt (im 
Bereich der Glühweinstände, im Einkaufsbereich des Marktes und im Bereich des 
Riesenrades). Hierbei wurden folgende Kernergebnisse formuliert (vgl. Lange & Waibel 
2001): 
• Das Einzugsgebiet ist überwiegend regional, 67% der Befragten stammen direkt aus 
Göttingen, das häufigste Anreiseverkehrsmittel ist der PKW

HINTERGRUND        
 
7
• Etwas über ein Drittel der Besucher sind ausschließlich aufgrund des 
Weihnachtsmarktes in die Stadt gekommen, der Rest steuert daneben noch andere 
Ziele an 
• Die einzelnen Angebote werden größtenteils sehr gut bis gut bewertet (z.B. das 
Angebot an Heißgetränken oder das Essensangebot), wobei das 
Geschenkartikelangebot und das Angebot für Kinder mittelmäßig beurteilt werden 
• Bei den Vor-Ort-Ausgaben überwiegen die kleinen Beträge (bis 15 Euro), wobei die 
Studenten die Gruppe sind, die am wenigsten ausgibt, dafür aber häufiger den 
Weihnachtsmarkt besucht 
• Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird überwiegend gut bis mäßig beurteilt  
• Die unter den befragten Besuchern am häufigsten anzutreffende Altersgruppe sind 
die 21-30jährigen, der Geschlechteranteil ist nahezu gleich 
• Die befragten Anbieter beurteilten die Organisation des Weihnachtsmarktes, die Lage 
ihres Standplatzes, die Zusammenarbeit zwischen dem Weihnachtsmarktverein und 
dem Ordnungsamt tendenziell gut bis einigermaßen gut 
• Die Verbesserungsvorschläge der Anbieter bezogen sich vor allem auf eine 
Verbesserung der Standverteilung, der technischen Organisation, der 
Sicherheitsvorkehrungen und der Müllentsorgung 
2.4 F RAGESTELLUNGEN DIESER UNTERSUCHUNG 
In Absprache mit der Stadt Göttingen sind im Vorfeld die Fragestellungen für diese 
Untersuchung abgesteckt worden, die sich zum Teil an den Vorgängeruntersuchungen 
orientieren, zum Teil aber auch neu aufgestellt wurden. Hierbei sind drei Kernaspekte 
formuliert worden, die es zu erfassen galt: 
• Beurteilung des Göttinger Weihnachtsmarktes durch seine Besucher hinsichtlich 
verschiedener Einzelaspekte  
Hierbei spielen die unmittelbaren Angebote des Weihnachtsmarktes (Heißgetränke, 
Geschenkartikel etc.) eine wichtige Rolle, ebenso aber auch die Beurteilung des 
finanziell aufwendigen Adventsshuttlebusses. Diese Aspekte der Untersuchung sollen 
der Evaluation des bisherigen Vorgehens seitens der für den Weihnachtsmarkt 
verantwortlichen Institutionen dienen. 
• Aktionsräumliches Verhalten der Weihnachtsmarktbesucher 
Dies umfasst vor allem die Kopplung des Weihnachtsmarktbesuches mit anderen 
Tätigkeiten (z.B. Einkauf, Wahrnehmung gastronomischer Angebote in der Stadt etc.) 
und die Ausgaben im Zuge des Weihnachtsmarktbesuches. Hieraus leiten sich die 
regionalwirtschaftlichen Einflüsse des Events „Weihnachtsmarkt“ für die Gesamtstadt 
ab. 
• Einzugsgebiet des Weihnachtsmarktes und sozio-demographisches Profil seiner 
Besucher 
Beides spielt bei der Identifikation der wichtigsten Besuchergruppen eine große Rolle, 
ist aber ebenso für mit dem Event verknüpfte Aspekte (z.B. den fließenden und 
ruhenden Verkehr) wichtig.

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
8 
Die o.g. Informationen sollen erfasst und aufbereitet werden und außerdem zu 
weitergehenden Analysen dienen (Besuchergruppen, tiefer gehende Analyse der 
Angebotsattraktivität sowie Relevanz für Einzelhandel, Gastronomie und Tourismus).

METHODIK        
 
9
3 M ETHODIK 
Grundlagen 
Das durchgeführte Forschungsprojekt ist der Humangeographie bzw. der Marktforschung 
zuzuordnen, die einen wesentlichen Teil ihrer Untersuchungsgegenstände mit Hilfe der 
Methoden empirischer Sozialforschung erfasst. Hierbei kommen überwiegend quantitativ-
statistische Erhebungs- und Auswertungsmethoden zum Einsatz, wobei auch qualitative 
Arbeitstechniken eine Rolle spielen können, z.B. für explorative Vorstudien zum Verstehen 
menschlichen Handelns (vgl. Wessel 1996).  
Im Rahmen dieses Vorhabens sind die letztgenannten Vorgehensweisen diskutiert, aber als 
bevorzugtes methodisches Vorgehen ausgeschlossen worden. Dies hat mehrere Gründe: 
Erstens sollte – in Anbetracht der nur annäherungsweise zu bestimmenden, aber äußerst 
großen Grundgesamtheit (sämtliche Weihnacht smarktbesucher) – die Stichprobe möglichst 
groß sein. Zweitens ist der absolute Großteil der zu erhebenden Informationen nur 
quantitativ zu erfassen. Und drittens sieht die Befragung als Abschluss eine offene Frage für 
individuelle Anmerkungen vor, so dass ggf. bestehende Tendenzen inhaltlich untermauert 
werden können. 
Erhebungsinstrument
 
Als Erhebungsinstrument ist ein voll-standardisierter Fragebogen mit fast ausschließlich 
geschlossenen Fragen erstellt worden. Um zusätzliche Informationen zu gewinnen, hatten 
die Befragten die Möglichkeit, im Rahmen einer zusätzlichen offenen Abschlussfrage 
individuelle Anmerkungen zu machen
3. Die Befragung der Weihnachtsmarktbesucher 
erfolgte mündlich, wobei die Probanden spontan vor Ort (auf dem Weihnachtsmarkt) von den 
Interviewer/innen zur Teilnahme an der Umfrage aufgefordert wurden. Dieses Vorgehen ist 
bei derartigen Untersuchungen üblich (vgl. Wessel 1996).  
Die inhaltliche Konstruktion des Fragebogens wurde im November 2008 in Absprache mit 
einer Gruppe von für den Weihnachtsmarkt verantwortlichen Vertretern der Stadt Göttingen 
bzw. ihr nahestehender Institutionen vorgenommen:  
• Dieter Arend 
Stadt Göttingen, Fachbereichsleitung Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten 
• Angelika Daamen 
Göttingen Tourismus e.V. 
• Thomas Holbein 
Stadt Göttingen, Fachbereich Ordnung/Marktwesen 
Das Erhebungsinstrument wurde zu Beginn des Weihnachtsmarktes einem Pretest 
unterzogen, wobei aber keine notwendigen Modifikationen festgestellt wurden. 
Datenerhebung und -auswertung
 
Die Besucherbefragung fand in der Zeit vom 01. bis 18. Dezember 2008 während der 
Öffnungszeiten des Göttinger Weihnachtsmarktes statt. Hierbei wurden sämtliche 
Wochentage und Uhrzeiten berücksichtigt, um die Repräsentativität der Ergebnisse zu 
optimieren. 
                                                 
3 Fragebogen siehe Anhang

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
10 
Die geschulten Interviewer/innen sind an zw ei Standorten für jeweils zwei Zeitstunden 
positioniert worden: am Gänseliesel und an der Johanniskirche in der Nähe des Hochrades 
(siehe Abb. 4). Nach Ablauf einer Stunde haben die Interviewer/innen jeweils ihren Standort 
getauscht. 
 
Abbildung 4: Standplan mit Befragungsstandorten (Bildgrundlage: Göttinger Weihnachtsmarkt e.V.) 
Die Auswertung erfolgte mit in der empirischen Sozialforschung gängigen statistischen 
Auswertungsmethoden mittels der Software SPSS: 
• Häufigkeiten: absolute, relative und kumulierte Häufigkeiten 
• Lage- und Streuungsmaße: Mittelwerte (arithmetisches Mittel, Median, Modalwert), 
Spannweite, Varianz, Standardabweichung 
• Kreuztabellierung: Tabellarische Darstellung der gemeinsamen Häufigkeitsverteilung 
zweier Variablen 
Genauere Ausführungen zu diesen und anderen Methoden finden sich beispielsweise 
anschaulich bei Meier Kruker & Rauh 2006, Berekoven 1999 oder Backhaus u.a. 2000. 
Um einen möglichst umfassenden Eindruck des We ihnachtsmarktes und seiner Besucher zu 
gewinnen, wird die Auswertung noch um einige Beobachtungen der Interviewer/innen 
ergänzt, insb. hinsichtlich der Resonanz bzw. Gesprächsbereitschaft der 
Weihnachtsmarktbesucher. Hierbei sei darauf hingewiesen, dass diese Eindrücke natürlich 
nie frei von subjektiver Wahrnehmung sein können. 
Hinweise 
Die Stichprobengrößen (N) der einzelnen Fragen können unter Umständen unterhalb der 
gesamten Stichprobengröße liegen, etwa wenn Interviewpartner einzelne Fragen nicht

METHODIK        
 
11
beantworten wollten oder konnten. Aus diesem Grund sind bei den separaten 
Fragenauswertungen jeweils diese Stichprobengrößen angegeben (z.B. „N = 739“). 
Bei Kreuztabellierungen werden zwei Fragen (d.h. zwei Variablen) einander 
gegenübergestellt. Hierbei können naturgemäß nur die Fälle (d.h. die Fragebögen) 
berücksichtigt werden, in denen beide Einzelfragen beantwortet wurden. Die in die 
Kreuztabellierung einfließenden Stichproben können also u.U. geringfügig kleiner sein als die 
der jeweiligen Einzelfragen.

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
12 
4 A USWERTUNG 
4.1 S TICHPROBE UND RESONANZ DER BEFRAGTEN 
Die Befragung erfreute sich, laut den Aussagen der Interviewerinnen, einer sehr großen 
Resonanz unter den Weihnachtsmarktbesuchern. Die Stichprobe hat einen Umfang von  
N = 743 Personen. Hiervon wurden 53 % am Standort „Gänseliesel/Altes Rathaus“ und 47 % 
am Standort „Johanniskirche“ interviewt. Die Stichprobe verteilt sich auf die Tageszeiten und 
Wochentage wie in den Tabellen 1 und 2 aufgelistet: 
Tageszeit N 
11 bis 13 Uhr  136 Personen 
13 bis 15 Uhr 60 Personen 
15 bis 17 Uhr 196 Personen 
17 bis 19 Uhr 162 Personen 
19 bis 21 Uhr 179 Personen 
Gesamt 733 Personen* 
* Fehlende Angabe: 10 Personen 
Tabelle 1: Stichprobe nach Tageszeiten 
 
Wochentag N 
Montag 138 Personen 
Dienstag 146 Personen 
Mittwoch 175 Personen 
Donnerstag 85 Personen 
Freitag 69 Personen 
Samstag 62 Personen 
Sonntag 64 Personen 
Gesamt 739 Personen* 
* Fehlende Angabe: 4 Personen
Tabelle 2: Stichprobe nach Wochentagen 
Die Stichprobengröße liegt bei einigen Einzelfragen etwas niedriger, da nicht jeder Befragte 
zur Beantwortung sämtlicher Fragen bereit war. Daher sind bei den Einzelauswertungen die

AUSWERTUNG        
 
13
jeweils gültigen Stichprobengrößen (N) angegeben. 
Hinsichtlich der Gesprächsbereitschaft fiel den Interviewerinnen auf, dass weibliche 
Besucher tendenziell stärker bereit waren, ein Interview zu führen. Beispielsweise sind, wenn 
Paare angesprochen wurden, häufiger Frauen dazu bereit gewesen, an der Befragung 
teilzunehmen. Daraus resultiert auch ein höherer Anteil an Frauen in der Auswertung. Das 
tatsächliche Geschlechterverhältnis unter den Weihnachtsmarktbesuchern entspricht in etwa 
dem in der Gesamtgesellschaft. 
Insgesamt berichteten die Intervieweri nnen auch von einem Zusammenhang zwischen 
Interviewbereitschaft und Tageszeit: tendenziell sind die Besucher am Mittag bzw. frühen 
Nachmittag und abends offener für das Interview gewesen als die Besucher am späten 
Nachmittag und am frühen Abend.  
4.2 E RGEBNISSE DER BEFRAGUNG 
4.2.1 B ESUCHSMODALITÄTEN 
Verkehrsmittelwahl 
Das am häufigsten zum Weihnachtsmarktbesuch genutzte Verkehrsmittel ist der PKW, ein 
Drittel der Besucher kommt so vom Wohnort zum Göttinger Weihnachtsmarkt. Da ein großer 
Teil der Besucher aus dem inneren Stadtgebiet Göttingens stammt, überrascht es wenig, 
dass weitere ca. 28 % von ihnen zu Fuß unterwegs sind. Außerdem spielen noch das 
Fahrrad (ca. 17 %) und der Bus (ca. 13 %) eine wichtige Rolle als Verkehrsmittel (s. Abb. 5). 
Der Shuttle-Bus als kostenlose Verbindung zwischen dem Schützenplatz und dem 
Weihnachtsmarkt spielt in dieser Gesamtbetrachtung eine sehr geringe Rolle; dies liegt 
allerdings daran, dass sich diese Häufigkeiten auf die gesamte Erhebung beziehen und der 
Shuttle-Service lediglich samstags angeboten wurde. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 5: Verkehrsmittelwahl der Besucher 
Begleitung 
Der Göttinger Weihnachtsmarkt wird in der Regel in Begleitung aufgesucht, nur knapp 10 % 
der Besucher ist alleine unterwegs. Über die Hälfte (51,03 %) besucht ihn in Begleitung von

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
14 
Freunden und/oder Bekannten. Jeweils knapp 18 % der Besucher gaben an, mit ihrer 
Familie oder ihrem Partner den Weihnachtsmarkt zu besuchen (s. Abb. 6). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 6: Begleitung 
Besuchshäufigkeit 
Der Großteil der Besucher des Göttinger Weihnachtsmarktes ist nicht zu den „Dauergästen“ 
zu zählen: über zwei Drittel der Besucher kommen höchstens einmal pro Woche. Lediglich 
gut 8 % der Besucher gaben an, häufiger als dreimal pro Woche auf dem Weihnachtsmarkt 
zu sein (siehe Abb. 7). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 7: Besuchshäufigkeit

AUSWERTUNG        
 
15
Die Besuchshäufigkeit differiert allerdings – ebenso wie viele andere Größen – deutlich nach 
Besuchergruppen (s. Abschnitt 4.3.1).  
4.2.2 B EURTEILUNG DES ANGEBOTS 
Die Besucher hatten die Möglichkeit, verschiedene Teilaspekte des Göttinger 
Weihnachtsmarktes nach dem Schulnotensystem (1 = „sehr gut“, 2 = „gut“, 3 = 
„befriedigend“, 4 = „ausreichend“, 5 = „mangelhaft“, 6 = „ungenügend“) zu beurteilen 
(inklusive der Antwortoption „Kann ich nicht beurteilen“).  
Abbildung 8 zeigt die Häufigkeitsverteilung der Schulnoten auf die einzelnen Aspekte. Es fällt 
auf, dass die Aspekte „Angebot an Heißgetränken“, „Angebot an Essen“ und „Sauberkeit“ 
überwiegend gut bis sehr gut beurteilt werden: jeweils in etwa 70 % der befragten Besucher 
vergaben mindestens eine „2“. Unterdurchschnittliche Bewertungen (schlechter als 
„befriedigend“) tauchen bei diesen Aspekten nur vereinzelt auf.  
Anders ist dies bei den Aspekten „Angebot an Geschenkartikeln“, „Angebot für Kinder“ und 
„Unterhaltung“: jeweils nur ungefähr ein Viertel der befragten Besucher beurteilten diese 
Gesichtspunkte mit „gut“ oder „sehr gut“.  Die häufigste vergebene Note ist die „3“ 
(=“befriedigend“), wobei auch häufiger unterdurchschnittliche Beurteilungen genannt wurden: 
das Angebot an Geschenkartikeln wurde von ca. 20 % der Befragten mit einer „4“ oder 
schlechter bedacht, knapp 25 % vergaben eine solche Note für das Angebot für Kinder, 
knapp 27 % davon für den Aspekt der Unterhaltung. 
Bei der Betrachtung dieser Ergebnisse muss aber beachtet werden, dass die Antwortoption 
„Kann ich nicht beurteilen“ von Aspekt zu Aspekt sehr unterschiedlich häufig gewählt wurde, 
da die Besucher nicht alle Aspekte gleich gut beurteilen können. Beispielsweise ist die 
Erreichbarkeit mit dem Shuttle-Service nur für diejenigen relevant, die ihn benutzen bzw. 
bereits benutzt haben, während die Sauberkeit von nahezu allen Besuchern – völlig 
abhängig von ihrer Herkunft oder Besuchsmotivation – beurteilt werden kann.  
In Abschnitt 4.3.2 findet sich eine Übersicht über die Durchschnittsnoten für die einzelnen 
Aspekte, wobei natürlich nur diejenigen Bewertungen von Besuchern berücksichtigt wurden, 
die den jeweiligen Aspekt beurteilen konnten. 
Bewertung einzelner Angebote durch die Besucher (Schulnoten)
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Angebot an Heißgetränken
Angebot an Essen
Angebot an Geschenkartikeln
Angebot für Kinder
Unterhaltung
Sauberkeit
Erreichbarkeit mit dem Shuttle-Service
1 2 3 4 5 6 "Kann ich nicht beurteilen"
 
Abbildung 8: Bewertung der einzelnen Aspekte durch die Besucher

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
16 
Im Vergleich mit dem Weihnachtsmarkt des Vorjahres schneidet der Weihnachtsmarkt 2008 
ganz leicht besser ab: während knapp 10 % der Befragten ihn als besser einstufen, 
beurteilen ihn nur 3 % als schlechter. Der Großteil der Befragten (fast 71 %) gab allerdings 
an, dass ihnen der aktuelle Weihnachtsmarkt genauso gefällt (siehe Abb. 9). 
 
Abbildung 9: Vergleich mit dem Vorjahr 
4.2.3 A KTIONSRÄUMLICHES VERHALTEN DER BESUCHER 
Nutzung weiterer Angebote 
Die Besucher sind gefragt worden, welche Angebote sie im Rahmen des 
Weihnachtsmarktbesuches noch wahrnehmen (z.B. ein Einkauf innerhalb der Innenstadt, der 
Besuch gastronomischer Einrichtungen etc.). Für über die Hälfte der Besucher (53,3 %) ist 
der Göttinger Weihnachtsmarkt nicht das einzige Ziel im Rahmen ihres Besuchs, sie üben im 
Rahmen ihres Weihnachtsmarktbesuches noch mindestens eine andere Vor-Ort-Tätigkeit 
aus (siehe Abb. 10).  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 10: Anzahl weiterer Vor-Ort-Tätigkeiten

AUSWERTUNG        
 
17
Von allen in der Erhebung aufgelisteten sonstigen wahrnehmbaren Angeboten ist der 
Einkauf innerhalb der Innenstadt die mit Abstand am häufigsten genannte Tätigkeit: knapp 
40 % der befragten Besucher verbinden ihren Weihnachtsmarktbesuch damit. Auch die 
Nutzung gastronomischer Angebote außerhalb des Weihnachtsmarktes ist unter den 
Weihnachtsmarktbesuchern verbreitet: rund 12 % suchen eine Kneipe, rund 7 % ein 
Restaurant auf. Andere Angebote (z.B. Kino, Theater) wurden nur vereinzelt genannt und 
gehören somit augenscheinlich zu den Ausnahmefällen (siehe Abb. 11). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 11: Nutzung sonstiger Angebote 
Auch das mit dem Weihnachtsmarkt assoziierte Angebot in den Seitenstraßen wird von fast 
der Hälfte (48,6 %) der Besucher genutzt. Dem gegenüber stehen aber noch knapp 10 % der 
befragten Besucher, die diese Angebote nicht nutzen, weil ihnen nach eigener Angabe 
davon nichts bekannt ist. 
Pro-Kopf-Ausgaben
 
Durchschnittlich gibt ein Besucher des Göttinger Weihnachtsmarktes 12,77 € (arithmetisches 
Mittel4) auf dem Weihnachtsmarkt selbst aus, die Ausgaben belaufen sich von 0 bis 150 €. 
Im Rahmen des Weihnachtsmarktbesuches, aber außerhalb des Weihnachtsmarktes selbst, 
werden noch dazu durchschnittlich 22,69 € (arithmetisches Mittel 5) ausgegeben, wobei die 
Ausgaben bei 0 bis 300 € liegen. 
Es bestehen allerdings hinsichtlich der Pro-Kopf-Ausgaben sehr große Unterschiede 
zwischen den Berufsgruppen unter den Besuchern (siehe Kap. 4.3.1: 
Besuchergruppenanalyse).  
Anziehungskraft des Weihnachtsmarktes
 
Den Besuchern ist die Frage gestellt worden, ob sie die Innenstadt aufgrund des 
Weihnachtsmarktes häufiger als sonst (also außerhalb der Weihnachtsmarktzeit) besuchen. 
                                                 
4 Median: 10,00 ; Modalwert: 10,00 ; Standardabweichung: 12,09 
5 Median: 4,00 ; Modalwert: 0,00 ; Standardabweichung: 43,78

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
18 
Hierbei gab über ein Drittel (38,51 %) an, dass sie die Innenstadt daher begründet häufiger 
besuchen, während der Weihnachtsmarkt für knapp 60 % von ihnen augenscheinlich keine 
Rolle hinsichtlich ihrer Besuchsmotivation spie lt. Eine kleine Minderheit (ca. 3,5 %) gab an, 
die Innenstadt aufgrund des Weihnachtsmarktes seltener zu besuchen (s. Abb. 12). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 12: Besuchshäufigkeit der Innenstadt 
Besuch anderer Weihnachtsmärkte 
Für die meisten Besucher des Göttinger Weihnachtsmarktes ist dieser nicht der einzige, den 
sie besuchen: über zwei Drittel der Befragten besuchte in der Saison 2008 noch mindestens 
einen weiteren Weihnachtsmarkt. In seltenen Fällen werden sogar vier oder mehr weitere 
Weihnachtsmärkte besucht (siehe Abb. 13). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 13: Anzahl besuchter anderer Weihnachtsmärkte 
Die am häufigsten aufgesuchten anderen Weihnachtsmärkte sind erwartungsgemäß 
Hannover (ca. 15 %) und Kassel (ca. 14 %). Doch auch die Weihnachtsmärkte von kleineren 
Städten in relativer Nähe werden vereinzelt angesteuert, darunter Northeim, Einbeck, 
Duderstadt und Osterode. Der unter den „Sonstigen“ am häufigsten genannte besuchte

AUSWERTUNG        
 
19
Weihnachtsmarkt ist in Goslar. Außerdem spielt der Erfurter Weihnachtsmarkt eine nicht 
unwichtige Rolle, insbesondere für Besucher aus den anliegenden thüringischen 
Besucherquellorten (siehe Abb. 14). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 14: Besuch anderer Weihnachtsmärkte 
4.2.4 E INZUGSGEBIET UND SOZIO-DEMOGRAPHISCHES PROFIL DER BESUCHER 
Herkunft der Besucher 
Karte 1 zeigt die Herkunft der Besucher auf der Ebene der 2-stelligen Postleitregionen (z.B. 
„37“) für die gesamte Bundesrepublik Deutschland. 
Die deutsche Postleitregion „37“ (u.a. Göttingen, Northeim, Einbeck, Holzminden, Osterode, 
Heiligenstadt), stellt unbestreitbar das Haupteinzugsgebiet des Göttinger Weihnachtsmarktes 
dar. Karte 2 zeigt die Besucheranteile auf der Ebene 5-stelliger Postleitzahlen nur für dieses 
Gebiet (N = 633, d.h. 85,2 % der befragten Besucher). 
Hier zeigt sich deutlich, dass der Großteil der Weihnachtsmarktbesucher aus dem 
Stadtgebiet Göttingens stammt (Postleitzahlen 37073, 37075, 37077, 37079, 37081, 37083 
und 37085). Knapp 60 % aller Besucher wohnen im Stadtgebiet Göttingens. Relativ große 
Besucheranteile sind nur noch aus den unmittelbaren Nachbargemeinden (z.B. Bovenden 
oder Nörten-Hardenberg) zu verzeichnen. 
Das Einzugsgebiet des Göttinger Weihnachtsmarktes ist also sehr regional, da Besuche von 
außerhalb Göttingens und seinem unmittelbaren Umfeld selten sind. 
Zwar stellt das Stadtgebiet Göttingens den wesentlichen Teil des Einzugsgebietes, doch auf 
Ebene der Stadtteile offenbaren sich deutliche Unterschiede hinsichtlich der 
Besuchsintensität. Karte 3 zeigt die Besucheranteile auf Postleitzahlenebene nur für die 
Stadt Göttingen (N = 434, d.h. 58,2 % der Besucher).

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
20 
 
Karte 1: Einzugsgebiet (Deutschland, Postleitregionen, 2-stellig) 
 
 
Karte 2: Einzugsgebiet (nur Haupteinzugsgebiet, Postleitzahlen, 5-stellig)

AUSWERTUNG        
 
21
 
 
Karte 3: Einzugsgebiet (nur Stadtgebiet Göttingen, Postleitzahlen, 5-stellig) 
Sozio-demographische Angaben 
Abb. 15 zeigt die Altersstruktur der befragten Besucher. Die mit Abstand am meisten 
vertretene Altersgruppe bilden die 18- bis unter 30-jährigen. Der Anteil von Minderjährigen 
und Personen im Rentenalter ist sehr gering. Unter den Befragten befanden sich 62,4 % 
Frauen und 37,6 % Männer. 
 
Abbildung 15: Alter der Besucher

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
22 
Unter den Berufsgruppen (s. Abb. 16) stellen die Berufstätigen die größte Gruppe (knapp 48 
%), gefolgt von Studenten (knapp ein Drittel). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 16: Berufsgruppen 
4.2.5 A NMERKUNGEN 
Am Ende der Befragung hatte jeder befragte Weihnachtsmarktbesucher die Möglichkeit, in 
einer offenen Frage Anregungen hinsichtlich des Weihnachtsmarktes generell oder 
beliebiger weiterer Einzelaspekte zu artikulieren. Natürlich ist diese Erhebungstechnik ein 
Einfallstor für eine Fülle von subjektiven und/oder Einzelmeinungen, weswegen eine 
vollständige (qualitative und/oder quantitative) Auswertung wenig Sinn macht. Im Folgenden 
werden daher die am häufigsten genannten Themenpunkte aufgelistet. 
Hierbei ist zu beachten, dass solche offenen Fragen erfahrungsgemäß wesentlich häufiger 
für die Artikulation von Kritik und Beschwerden genutzt werden als für Lob oder ein einfaches 
„Weiter so“.  
Positive Anmerkungen
 
• Viele Befragte schlossen das Interview mit einem insgesamt positiven Bild des 
Göttinger Weihnachtsmarktes ab („Schöner Weihnachtsmarkt!“ u.ä.). 
• Einzelne Aspekte wurden explizit gelobt, vor allem das Hochcafé, ferner aber auch 
das Hochrad. 
• Die Beleuchtung der Innenstadt wurde von vielen Besuchern positiv erwähnt, ebenso 
die Sauberkeit. 
Negative Anmerkungen 
• Der mit Abstand am häufigsten genannte Kritikpunkt sind die Öffnungszeiten des 
Weihnachtsmarktes. Ohne dass in dem gesamten Interview danach gefragt wurde, 
gaben ca. 10 % (!) aller befragten Besucher von sich aus an, dass sie längere 
Öffnungszeiten wünschen. 
• Einige befragte Besucher empfanden die Preise für die Getränke- und 
Essensangebote als zu hoch.

AUSWERTUNG        
 
23
• Häufiger genannt wurde außerdem der Wunsch nach einem variationsreicheren 
Angebot des Weihnachtsmarktes, insbesondere hinsichtlich der Essens- und 
Getränkeangebote. 
• Gelegentlich wurde angemerkt, dass mehr Unterhaltung (mehr Musik, insb. mehr 
Weihnachtsmusik) und mehr Angebote für Kinder offeriert werden sollten. 
4.3 E INZELANALYSEN 
Wurden in Kap. 4.2 die Einzelergebnisse der Besucherbefragung deskriptiv aufbereitet, 
sollen hier nun einige Aspekte in tiefer gehenden Analysen betrachtet werden.  
Im ersten Teil folgt eine Besuchergruppenanalyse, die auf die Unterschiede zwischen den 
einzelnen Besuchergruppen in Bezug auf ihre Besuchsmodalitäten und ihr Vor-Ort-Verhalten 
abzielt. Im zweiten Teil reiht sich eine Analyse der Angebotsattraktivität an, die auf den 
Beurteilungen der Einzelaspekte einerseits und den individuellen Anmerkungen der 
Besucher andererseits fußt. Im dritten Teil wird der Versuch einer Analyse der Relevanz des 
Weihnachtsmarktes für Einzelhandel, Gastronomie und Tourismus unternommen. 
4.3.1 B
ESUCHERGRUPPEN 
Wie in Kap. 4.2.4 beschrieben, bilden die Berufstätigen und die Studenten die beiden 
relevantesten Besuchergruppen mit einem Gesamtanteil von über 80 % aller Besucher 
(Berufstätige: 47,9 % ; Studenten: 32,3 %). Der hohe Studentenanteil erklärt sich aus der 
Tatsache, dass Göttingen eine typische Studentenstadt ist (ca. 24.000 Studenten) und sich 
das Einzugsgebiet größtenteils aus der Stadt Göttingen und dem nahen Umfeld speist.  
Die Gesamtauswertung bietet einen guten Überblick, jedoch differieren Besuchsmodalitäten 
und Vor-Ort-Verhalten z.T. stark nach Besuchergruppen. Die wesentlichen Aspekte werden 
im Folgenden aufgeführt. 
Besuchergruppen und Tageszeit
 
Zum Einen ist ein großer Unterschied in der Besucherstruktur des Weihnachtsmarktes in 
Bezug auf die Tageszeit festzustellen. Wie Tabelle 3 zeigt, gilt die Faustregel: je später der 
Tag, desto jünger die Besucher. In der Zeit von 19 bis 21 Uhr bilden die 18- bis unter-30-
jährigen die größte und die über-65-jährigen die kleinste Altersgruppe auf dem 
Weihnachtsmarkt, in der Zeit von 11 bis 13 Uhr ist es exakt umgekehrt. Die geringste 
Variation hinsichtlich der Tageszeit sind bei den 45- bis unter-65-jährigen zu finden.  
 Altersgruppe Æ < 18 18-<30 30-<45 45-<65 65 und älter 
11-13 Uhr 18,8 % 15,3 % 16,7 % 23,8 % 44,1 % 
13-15 Uhr 12,5 % 7,3 % 6,5 % 12,9 % 2,9 % 
15-17 Uhr 31,3 % 25,7 % 25,0 % 30,6 % 26,5 % 
17-19 Uhr 25,0 % 19,5 % 28,6 % 19,7 % 17,6 % 
Tageszeit 
19-21 Uhr 12,5 % 32,2 % 23,2 % 12,9 % 8,8 % 
 N 16 354 168 147 34 
Tabelle 3: Altersgruppen nach Tageszeit

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
24 
Die Unterschiede in der Besucherstruktur in Abhängigkeit von der Tageszeit werden 
deutlicher bei einer Differenzierung der Berufsgruppen nach Tageszeit (siehe Tabelle 4). Die 
Berufstätigen sind zu allen Tageszeiten mit einem ähnlich großen Anteil an allen Besuchern 
vertreten, hervorstechend sind die Nachmittage: hier ist ihr Anteil am größten. Dahingegen 
dominieren die Studenten ganz klar in den Abendstunden: in der Zeit von 19 bis 21 Uhr 
stellen sie über die Hälfte der Besucher, ihr Anteil ist in den Nachmittagsstunden nicht einmal 
halb so groß. Dagegen nimmt der Anteil der Ruheständler (Rentner, Pensionäre) mit 
fortschreitender Tageszeit kontinuierlich ab: stellen sie um die Mittagszeit noch die 
drittgrößte Besuchergruppe, ist ihr Anteil in den Abendstunden äußerst gering. 
 Berufsstatus Æ berufstätig Student arbeitslos Im Ruhestand Sonstiges 
11-13 Uhr 41,5 % 25,9 % 1,5 % 16,3 % 14,8 % 
13-15 Uhr 55,0 % 20,0 % 1,7 % 8,3 % 15,0 % 
15-17 Uhr 53,2 % 25,8 % 3,2 % 8,9 % 15,0 % 
17-19 Uhr 52,2 % 28,0 % 2,5 % 7,5 % 9,9 % 
Tageszeit 
19-21 Uhr 40,6 % 52,6 % 1,7 % 1,1 % 4,0 % 
 N 345 233 16 58 69 
Tabelle 4: Berufsgruppen nach Tageszeit 
Besuchergruppen und Begleitung 
Hinsichtlich ihrer Begleitung gibt es ebenso große Unterschiede zwischen den 
Berufsgruppen (siehe Tabelle 5). Von den insgesamt 10 % der Besucher, die alleine auf den 
Weihnachtsmarkt kommen, sind die meisten Berufstätige. Auch unter denen, die in 
Begleitung ihrer Familie und/oder dem Partner unterwegs sind, stellen sie die mit Abstand 
größte Gruppe. Die mit Abstand häufigste Begleitung sind Freunde oder Bekannte, wobei 
der Anteil von Studenten hier am größten ist. 
 Berufsgruppe Æ berufstätig Student arbeitslos Im Ruhest. Sonstiges 
alleine 
(N = 73) 
43,8 % 20,5 % 2,7 % 21,9 % 11,0 % 
Familie 
(N = 135) 
65,2 % 8,9 % 4,4 % 10,4 % 11,1 % 
Partner 
(N = 136) 
46,3 % 25,0 % 2,2 % 16,2 % 10,3 % 
Freunde/Bekannte 
(N = 391) 
40,9 % 46,3 % 2,0 % 2,3 % 8,4 % 
Begleitung 
Sonstiges 
(N = 31) 
67,7 % 9,7 % 0 % 9,7 % 12,9 % 
Tabelle 5: Begleitung nach Berufsgruppen

AUSWERTUNG        
 
25
Besuchshäufigkeit nach Besuchergruppen 
Es stellt sich die Frage, welche Berufs- oder Altersgruppe nun die „wichtigste“ 
Besuchergruppe des Göttinger Weihnachtsmarktes darstellt: die Berufstätigen oder die 
Studenten, die in Göttingen insgesamt stark ins Gewicht fallen.  
Ein Blick auf die Besuchshäufigkeit nach Berufsgruppen kann hier einen Überblick bieten. 
Zwar sind die Berufstätigen die größte Gruppe auf dem Weihnachtsmarkt, jedoch kommen 
die Studenten am häufigsten dorthin (siehe Tabelle 6). 
 Berufsstatus Æ berufstätig Student arbeitslos im Ruhestand Sonstiges 
< 1 x pro Woche 44,6 % 24,3 % 37,5 % 61,4 % 28,6 % 
1 x pro Woche 30,1 % 36,7 % 25,0 % 21,1 % 22,9 % 
2-3 x pro Woche 18,3 % 31,4 % 18,8 % 14,0 % 30,0 % 
Besuchshäufigkeit > 3 x pro Woche 7,0 % 7,5 % 18,8 % 3,5 % 18,6 % 
 N 345 226 16 57 70 
Tabelle 6: Besuchshäufigkeit nach Berufsgruppen 
Pro-Kopf-Ausgaben nach Besuchergruppen 
Hinsichtlich der Pro-Kopf-Ausgaben unterscheiden sich die Berufsgruppen sehr deutlich, was 
aber auch mit ihrer unterschiedlichen Koppl ungsneigung des Weihnachtsmarktbesuches mit 
anderen (inner)städtischen Angeboten zusammenhängt. Tabelle 7 zeigt die 
durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben auf dem Weihnachtsmarkt, aufgeschlüsselt nach 
Berufsgruppen. Hier zeigt sich bereits ein deutlicher Unterschied: die Studenten geben am 
wenigsten Geld auf dem Weihnachtsmarkt aus (9,77 €), die Berufstätigen am meisten (14,84 
€). Am zweitwenigsten gibt die als „Sonstiges“ zusammengefasste Personengruppe aus, zu 
der unter anderem Schüler zählen. 
Berufsstatus Æ berufstätig Student arbeitslos im Ruhestand Sonstiges 
Durchschnittliche Pro-
Kopf-Ausgaben auf dem 
Weihnachtsmarkt (€) 
14,84 9,77 13,00 14,55 10,41 
Tabelle 7: Pro-Kopf-Ausgaben auf dem Weihnachtsmarkt nach Berufsgruppen 
Wesentlich deutlicher zeigt sich ein Untersch ied zwischen den Berufsgruppen hinsichtlich 
der durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben im Zuge des Weihnachtsmarktbesuches, aber 
außerhalb des Weihnachtsmarktes selbst: mit Abstand am wenigsten geben die Studenten 
aus (10,46 €), während die Berufstätigen durchschnittlich 3-mal so viel (29,09 €) und die 
Ruheständler 4,5-mal soviel ausgeben (siehe Tabelle 8). 
Berufsstatus Æ berufstätig Student arbeitslos im Ruhestand Sonstiges 
Durchschnittliche Pro-
Kopf-Ausgaben 
außerhalb des WM (€) 
29,09 10,46 20,07 46,86 14,18 
Tabelle 8: Pro-Kopf-Ausgaben außerhalb des Weihnachtsmarktes nach Berufsgruppen

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
26 
Wahrnehmung anderer (inner)städtischer Angebote nach Berufsgruppen 
Dieses differierende Ausgabeverhalten verwundert allerdings wenig, wenn man das 
Kopplungsverhalten der unterschiedlichen Berufsgruppen betrachtet. Die mit Abstand am 
häufigsten im Rahmen des Weihnachtsmarktbesuches wahrgenommenen (inner)städtischen 
Angebote sind der Einkauf in der Innenstadt sowie der Besuch eines Restaurants oder einer 
Kneipe. Die Intensität der Wahrnehmung dieser Angebote unterscheidet sich sehr stark nach 
den Berufsgruppen (siehe Tabelle 9).  
 Berufsgruppe Æ berufstätig Student arbeitslos Im Ruhest. Sonstiges 
Einkauf Innenstadt 
(N = 287) 
48,8 % 28,9 % 2,4 % 10,1 % 9,8 % 
Restaurant 
(N = 49) 
65,3 % 10,2 % 0 % 16,3 % 8,2 % 
Angebot 
Kneipe 
(N = 85) 
35,3 % 52,9 % 3,5 % 1,2 % 7,1 % 
Tabelle 9: Wahrnehmung ausgewählter weiterer Angebote nach Berufsgruppen 
Von den rund 40 % der Weihnachtsmarktbesucher, die ihren Besuch mit einem Einkauf in 
der Innenstadt verbinden, sind knapp die Hälfte Berufstätige und über ein Viertel Studenten. 
Zwei Drittel derjenigen, die noch ein Restaurant besuchen (knapp 7 % aller Besucher), sind 
ebenso Berufstätige, während die anderen Berufsgruppen darunter eine geringe Rolle 
spielen. Dafür stellen unter den Kneipenbesuchern (knapp 12 % aller 
Weihnachtsmarktbesucher) die Studenten die Mehrheit: über die Hälfte derjenigen, die ihre 
Weihnachtsmarktvisite mit einem Kneipenbesuch verknüpfen, sind Studenten.  
Zusammenfassung: Besuchergruppenprofile
 
Natürlich bilden die Besuchergruppen des Weihnachtsmarktes keine nach innen homogenen 
und nach außen einwandfrei abgrenzbaren Kategorien. Ausgehend von den vorab 
genannten Erkenntnissen lassen sich jedoch einige klare Tendenzen hinsichtlich des 
spezifischen Verhaltens der drei Hauptbesuchergruppen (Berufstätige, Studenten, 
Ruheständler) im Rahmen des Weihnachtsmarktbesuches ableiten: 
• Die Berufstätigen sind die größte Besuchergruppe auf dem Weihnachtsmarkt. Sie 
sind in der Regel nicht alleine unterwegs, sondern zumeist in Begleitung von 
Freunden und Bekannten und/oder Familienmitgliedern. Sie besuchen den 
Weihnachtsmarkt allerdings verhältnismäßig selten: drei Viertel von ihnen ist 
höchstens einmal pro Woche dort. Sie verbinden ihren Weihnachtsmarktbesuch 
überdurchschnittlich häufig mit einem Einkauf in der Innenstadt. Unter denjenigen 
Besuchern, die im Rahmen ihres Besuches noch in ein Restaurant gehen, stellen sie 
den Großanteil. Sie geben von allen Besuchergruppen am meisten auf dem 
Weihnachtsmarkt und am zweitmeisten im  Rahmen ihres Besuches außerhalb des 
Weihnachtsmarktes aus. Berufstätige sind zu jeder Tageszeit in vergleichbarem 
Anteil auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. 
• Die Studenten stellen die zweitgrößte Besuchergruppe auf dem Weihnachtsmarkt. 
Sie besuchen den Markt zumeist in Begleitung von Freunden, Bekannten und/oder 
dem Partner. Sie kommen wesentlich häufiger als die Berufstätigen, geben aber 
wesentlich weniger Geld auf dem Weihnachtsmarkt aus. Im Rahmen des Besuches 
kauft ein gewisser Teil zugleich in der Innenstadt ein, überproportional viele

AUSWERTUNG        
 
27
besuchen im Anschluss noch eine Kneipe. Diese Besuchergruppe gibt mit Abstand 
am wenigsten von allen außerhalb des Weihnachtsmarktes aus. Studenten sind zu 
jeder Tageszeit auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs, jedoch dominieren sie ganz 
klar die Abendstunden, hier stellen sie über die Hälfte der Besucher. 
• Die Ruheständler, also Rentner und Pensionäre, sind die drittgrößte unter den klar 
abgrenzbaren Berufsgruppen. Sie kommen von allen Berufsgruppen mit Abstand am 
seltensten auf den Weihnachtsmarkt und sind häufig in Begleitung ihres Partners 
oder durchaus zu einem gewissen Anteil auch alleine unterwegs. Einige verbinden 
ihren Weihnachtsmarktbesuch mit einem Innenstadteinkauf oder einem 
Restaurantbesuch. Sowohl auf dem Weihnachtsmarkt als auch außerhalb geben sie 
überdurchschnittlich viel Geld aus. Sie sind zumeist in der Mittagszeit auf dem 
Weihnachtsmarkt anzutreffen, wohingegen sie in den Abendstunden nur noch 
marginal vertreten sind.  
4.3.2 A
TTRAKTIVITÄT DES ANGEBOTS 
Eine vollständige Bewertung der Attraktivität des Weihnachtsmarktangebotes ist am Besten 
möglich, wenn einerseits die Benotungen der Einzelaspekte und andererseits die 
Bemerkungen und Anregungen der Besucher abgeglichen werden. Fußend darauf können 
einige Kernaspekte des Weihnachtsmarktangebotes herausgearbeitet und bewertet werden. 
Durchschnittsnoten für das Angebot
 
Die Besucher konnten verschiedene Aspekte des Göttinger Weihnachtsmarktes mit 
Schulnoten (von „1“ bis „6“) bewerten (siehe Kap. 4.2.2). Um zunächst einen klaren 
Überblick über die Gesamtbewertung zu erhalten, wurden Durchschnittsnoten gebildet, d.h. 
in diesem Fall das arithmetische Mittel der Antworthäufigkeiten abzüglich der Antwortoption 
„Kann ich nicht beurteilen“. Tabelle 10 zeigt die Einzelaspekte mit den Durchschnittsnoten in 
aufsteigender Reihenfolge (abwärts von der besten zur schlechtesten Note) sowie die 
fragenspezifische Stichprobengröße N (d.h. die Personenzahl, die diesen Aspekt zu 
beurteilen vermochte). 
Einzelaspekt Durchschnittsnote  N 
Erreichbarkeit mit dem Shuttle-Service 1,84 77 
Angebot an Heißgetränken 1,95 680 
Angebot an Essen 2,05 675 
Sauberkeit 2,32 734 
Angebot an Geschenkartikeln 2,94 561 
Angebot für Kinder 3,14 493 
Unterhaltung 3,23 526 
Tabelle 10: Bewertung der einzelnen Aspekte (Durchschnittsnoten) 
Die Erreichbarkeit mit dem Shuttle-Service hat im Schnitt die beste Beurteilung (1,84) 
erhalten, wobei auch nur eine sehr geringe Anzahl von Befragten diesen Aspekt beurteilen 
konnte (N = 77). Auch das Angebot an Heißgetränken (N = 680) wurde insgesamt im oberen 
guten Bereich benotet (1,95).

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
28 
Im unteren guten Bereich liegen das Angebot an Essen (N = 675) mit einer 
Durchschnittsnote von 2,05 und die Sauberkeit (N = 734) mit einer Durchschnittsnote von 
2,32. Im oberen durchschnittlichen Bereich ist das Angebot an Geschenkartikeln (N = 561) 
verortet (Durchschnittsnote: 2,94). Die schlechtesten Bewertungen erhalten das Angebot für 
Kinder (N = 493) und der Aspekt der Unterhaltung (N = 526): beide liegen im unteren 
durchschnittlichen Bereich der Notenskala (über, d.h. schlechter als, 3,0). 
Durchschnittsnoten nach Berufsgruppen
 
Interessant ist auch eine Aufschlüsselung der Durchschnittsnoten nach Berufsgruppen 
(Tabelle 11). Hieran lässt sich ggf. ablesen, für welche Zielgruppe der Weihnachtsmarkt und 
einzelne Angebote besonders (un)attraktiv sind.  
 Durchschnittsnote nach Berufsgruppe 
Einzelaspekt berufstätig Student arbeitslos i.R. Sonstiges 
Angebot an Heißgetränken 
(N) 
1,99 
(321) 
1,86 
(226) 
1,93 
(15) 
2,10 
(49) 
1,98 
(60) 
Angebot an Essen 
(N) 
2,10 
(320) 
2,08 
(218) 
2,07 
(14) 
2,04 
(49) 
1,79 
(63) 
Angebot an Geschenkartikeln 
(N) 
2,86 
(258) 
3,20 
(173) 
3,33 
(12) 
2,57 
(46) 
2,76 
(63) 
Angebot für Kinder 
(N) 
3,16 
(246) 
3,24 
(131) 
3,33 
(9) 
2,80 
(44) 
3,04 
(54) 
Unterhaltung 
(N) 
3,20 
(240) 
3,35 
(165) 
3,58 
(12) 
2,95 
(39) 
3,17 
(58) 
Sauberkeit 
(N) 
2,34 
(346) 
2,29 
(234) 
2,50 
(16) 
2,21 
(56) 
2,36 
(70) 
Erreichbarkeit Shuttle-Service 
(N) 
1,99 
(40) 
3,14 
(5) 
2,0 
(1) 
1,52 
(13) 
1,77 
(14) 
Tabelle 11: Durchschnittsnote nach Berufsgruppe 
Die Ergebnisse zeigen allerdings ein, bis auf wenige Ausnahmen, recht ausgeglichenes Bild. 
Die Durchschnittsnoten variieren zwar, aber zumeist nicht in einer Weise, die auf eine 
grundsätzlich andere Bewertung schließen ließen. Es fällt beispielsweise auf, dass die 
Studenten das Heißgetränke-Angebot besser als alle anderen Berufsgruppen bewerten. Die 
Ruheständler hingegen bewerten sämtliche abgefragten Teilaspekte am besten von allen 
Gruppen, mit Ausnahme des Heißgetränke-Angebots, was sie am schlechtesten von allen 
beurteilen. 
Außerdem sticht hervor, dass das Angebot an Geschenkartikeln von Studenten deutlich 
schlechter (unterer durchschnittlicher Bereich) als von den Berufstätigen und Ruheständlern 
beurteilt wird. Insgesamt sind aber die Differenzen zwischen den Berufsgruppen hinsichtlich 
der Benotungen nicht so entscheidend, dass daraus bedeutende zielgruppenspezifische 
Attraktivitätsunterschiede abzuleiten wären.

AUSWERTUNG        
 
29
Bemerkungen und Anregungen der Besucher zu einzelnen Aspekten 
Aussagekräftig sind nicht nur die Durchschnittsnoten, sondern auch die Anmerkungen (Kap. 
4.2.5). So finden sich auch darunter häufig die Kritikpunkte, dass es an Angeboten für Kinder 
mangelt und dass mehr Unterhaltungswert gewünscht wird. Diese beiden Aspekte stellen 
augenscheinlich Schwächen des Göttinger Weihnacht smarktes dar. Hierzu muss allerdings 
gesagt werden, dass die Besucher im Rahmen der Anmerkungsfrage keine konkreten 
Verbesserungsvorschläge geäußert haben, z.B. hinsichtlich eines konkreten Bedürfnisses 
nach einem bestimmten Angebot. Die Ausnahme bildeten Einzelvorschläge (z.B. Basteln 
und Backen als Angebot für Kinder, „mehr Weihnachtsmusik“). 
Die guten Noten für das Angebot an Heißgetränken und Essen stehen für sich: diese 
gastronomischen Angebote stellen eine Stärke des Göttinger Weihnachtsmarktes dar. Es 
stellt sich allerdings die Frage, ob diese Stärke vielleicht in erster Linie rein quantitativer 
Natur ist: sicherlich dokumentieren diese Bewertungen, dass das Angebot diesbezüglich 
mehr als ausreichend ist. Allerdings wünschen sich nicht wenige Besucher mehr Variation 
unter den Angeboten des Weihnachtsmarktes, was dieses gute Ergebnis leicht relativiert. 
Auch hier sind allerdings nur wenige konkrete Verbesserungsvorschläge genannt worden 
(Beispiele: „mehr Variation“, „mehr vegetarisches Essen“, „mehr alkoholfreie Getränke“). 
Fallbeispiel Shuttle-Service
 
Der Advents-Shuttle-Bus ist in den Augen der Besucher eine klare Stärke des Göttinger 
Weihnachtsmarktes. Der Shuttle-Service wird nur samstags angeboten, weswegen er 
insgesamt als Verkehrsmittel eine geringe Rolle spielt (siehe Kap. 4.2.1) und die Zahl 
derjenigen, die dieses Angebot beurteilen können, wesentlich geringer ist. An den 
Samstagen wird er aber von etwas über 8 % der Besucher benutzt (s. Abb. 17) und erhält 
von denen, die ihn benutzen, die beste Benotung aller zur Bewertung stehenden 
Einzelaspekte.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 17: Verkehrsmittelwahl samstags – Der Shuttle-Bus als Option 
Fallbeispiel Öffnungszeiten 
Eine Konstante in der Evaluation des Weihnachtsmarktangebotes bildet der Wunsch vieler 
Besucher nach längeren Öffnungszeiten (siehe Kap. 4.2.5). Kritik an der als verfrüht 
wahrgenommenen Sperrstunde (20.30 Uhr bzw. 21.00 Uhr) äußerten viele Besucher auch 
bereits in den Untersuchungen zu den Weihnachtsmärkten von 1996 und 2000 (siehe Kap. 
2.3).

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
30 
Die Öffnungszeiten gegen Abend hin stellen also eine Schwäche des Göttinger 
Weihnachtsmarktes dar, wobei hier von Seiten der Stadt Göttingen immer eine Abwägung zu 
den Interessen der unmittelbaren Anwohner notwendig ist. Einige Befragte verwiesen aber 
beispielsweise auf den Kasseler Weihnachtsmarkt, auf dem Heißgetränke und Speisen noch 
bis 22.00 Uhr verkauft würden. 
Zusammenfassung: Evaluation des Angebots
 
Zusammenfassend sind anhand der quantitativen Bewertung und der qualitativ 
ausgerichteten offenen Möglichkeit für Anmerkungen mehrere wichtige Aspekte des 
Weihnachtsmarktangebotes und eine dazugehörige Beurteilung herauszuarbeiten (siehe 
Tabelle 12). Die Anregungen sind z.T. logische Schlussfolgerungen, aber vor allem ein 
Substrat aus den von den Besuchern genannten Anregungen. 
Teilaspekte des Angebots Anregungen 
Weihnachtsmarktatmosphäre und 
„Gesamtflair“ des Marktes 
„Weiter so!“ 
Gesamtangebot an Heißgetränken 
und Essen (quantitativ) 
Menge beibehalten, aber differenzierteres 
Angebot (Æ qualitative Verbesserung) 
Shuttle-Service Noch mehr Werbung (Æ höhere Auslastung, 
wenn dies überhaupt gewünscht ist) 
Positiv 
Hochcafé In jedem Fall beibehalten 
Angebot für Kinder Mehr kinderspezifische Angebote (z.B. 
Basteln) 
Unterhaltungsangebot Mehr Musik (insbesondere Weihnachtsmusik)
Negativ 
Öffnungszeiten Sperrstunde später ansetzen (wenn möglich) 
Tabelle 12: Positive und negative Teilaspekte des Weihnachtsmarktangebotes 
4.3.3 R ELEVANZ FÜR EINZELHANDEL, GASTRONOMIE UND TOURISMUS 
Um es an dieser Stelle vorweg zu nehmen: wie schon in Kap. 2.1 erläutert, ist es wenig bis 
gar nicht möglich, die Einflüsse eines Weihnachtsmarktes auf den Einzelhandel und 
Angebote des Hotel- und gastronomischen Gewerbes konkret zu quantifizieren. Dies liegt 
zum Einen daran, dass hierzu konkrete Umsatzzahlen der Einzelbetriebe oben genannter 
Branchen vorliegen müssten, und zwar vom gesamten Jahr. Diese sind aber 
Betriebsgeheimnisse und liegen daher weder öffentlich vor noch werden sie für so einen 
Zweck herausgegeben. Doch selbst wenn diese Zahlen zugänglich wären, müsste man die 
Aussagekraft hinterfragen, denn die Weihnachtsmarktzeit ist auch zugleich die Zeit des 
Weihnachtsgeschäftes, wo ohnehin größere Umsätze zu verbuchen sind.  
Für einen wirklich gesicherten Überblick über die wirtschaftlichen Effekte eines 
Weihnachtsmarktes bräuchte man dann einen Vergleich zur selben Stadt mit und ohne 
Weihnachtsmarkt. Da Weihnachtsmärkte aber jährlich stattfinden und nicht für ein Jahr 
aussetzen (schon gar nicht, nur um ihre regionalwirtschaftlichen Effekte zu testen), wäre dies 
schon technisch unmöglich.

AUSWERTUNG        
 
31
Der Stellenwert des Weihnachtsmarktes für Einzelhandel, Gastronomie und Tourismus lässt 
sich aber anhand des aktionsräumlichen Verhaltens der Weihnachtsmarktbesucher 
vorsichtig abschätzen, was im Folgenden versucht wird. 
Zusätzliche Zugkraft für die Innenstadt und den Einzelhandel?
  
Zunächst einmal ist die Feststellung, ob und wenn ja wie stark der Weihnachtsmarkt 
zusätzliche Besucher in die Innenstadt lockt, von großem Interesse. Dies scheint 
augenscheinlich der Fall zu sein: 38,5 % der Besucher gaben an, aufgrund des 
Weihnachtsmarktes die Innenstadt häufiger zu besuchen, während 58 % sich zumindest 
genauso häufig in der Innenstadt aufhalten und lediglich 3,5 % der Besucher die Innenstadt 
aufgrund des Weihnachtsmarktes seltener besuchen (s. Kap. 4.2.3).  Der Weihnachtsmarkt 
hat also durchaus eine Multiplikatorfunktion, zumindest was die reine Besuchsintensität 
angeht. Dies wird auch von der Tatsache unterstrichen, dass knapp 40 % der Besucher 
zugleich in der Innenstadt einkaufen (siehe Kap. 4.2.3), wobei hier nicht klar differenziert 
werden kann, ob nun der Weihnachtsmarktbesuch oder der Einkauf das Hauptziel dieser 
Besucher ist (zumeist können dies die Befragten selbst auch nicht genau bestimmen).  
Hinsichtlich der durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben auf dem Weihnachtsmarkt gibt es 
zwischen den drei Motivationsgruppen keine allzu großen Unterschiede (siehe Tabelle 13).  
Frage: „Besuchen Sie die Innenstadt aufgrund 
des Weihnachtsmarktes häufiger als sonst?“ 
 
„Ja, 
häufiger“ 
„Nein, genauso 
häufig“ 
„Nein, 
seltener“ 
Durchschnittliche Pro-Kopf-Ausgaben 
auf dem Weihnachtsmarkt (€) 
13,78 12,09 14,28 
Tabelle 13: Pro-Kopf-Ausgaben auf dem Weihnachtsmarkt nach Besuchsmotivationsgruppen 
Etwas deutlicher fällt ein Vergleich zwischen den drei Motivationsgruppen aus, wenn man sie 
hinsichtlich ihrer Ausgaben außerhalb des Weihnachtsmarktes aufschlüsselt (siehe Tabelle 
14). Hier zeigt sich, dass diejenigen, die die Innenstadt aufgrund des Weihnachtsmarktes 
häufiger als sonst besuchen, während ihres Trips am wenigsten Geld ausgeben. 
Frage: „Besuchen Sie die Innenstadt aufgrund 
des Weihnachtsmarktes häufiger als sonst?“ 
 
 
„Ja, 
häufiger“ 
„Nein, genauso 
häufig“ 
„Nein, 
seltener“ 
Durchschnittliche Pro-Kopf-Ausgaben 
außerhalb des Weihnachtsmarktes (€) 
19,51 24,41 24,14 
Tabelle 14: Pro-Kopf-Ausgaben außerhalb des Weihnachtsmarktes nach Besuchsmotivationsgruppen 
Aus diesen Erkenntnissen lässt sich aber ni cht unbedingt auf positive oder negative Effekte 
schließen, da nicht bekannt ist, wie viel Geld bei einem regulären Innenstadtbesuch 
außerhalb der Weihnachtsmarktzeit ausgegeben wird. 
Positive Effekte für Tourismus und Gastronomie? 
Inwiefern der Göttinger Weihnachtsmarkt positive Effekte für touristische Anbieter in 
Göttingen hat, lässt sich anhand eines kurzen Blickes auf die Besucherherkunft beantworten.

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
32 
Weihnachtsmärkte haben generell – und der Göttinger Weihnachtsmarkt im Besonderen – 
ein sehr regionales Einzugsgebiet. Für die allermeisten Weihnachtsmarktbesucher spielen 
daher Hotels usw. keinerlei Rolle. Die wenigen aus dem Ausland stammenden Besucher 
verbinden den Zwischenstopp ihrer Reise mit dem Weihnachtsmarktbesuch, sie sind aber 
nicht deswegen angereist. Die Tourismuswirtschaft Göttingens dürfte also aufgrund des 
Weihnachtsmarktes weder Umsatzzuflüsse generieren können noch –abflüsse erdulden 
müssen. 
Der relevante Anteil von Weihnachtsmarktbesuchern, der noch dazu gastronomische 
Angebote (Restaurants, Kneipen) aufsucht, teilt sich wie in Tabelle 15 aufgezeigt, auf die 
oben angeführten Besuchsmotivationsgruppen auf.  
Frage: „Besuchen Sie die Innenstadt aufgrund des 
Weihnachtsmarktes häufiger als sonst?“ 
 
„Ja, häufiger“ „Nein, genauso 
häufig“ 
„Nein, seltener“ 
Einkauf Innenstadt 
(N = 284) 
41,5 % 54,6 % 3,9 % 
Restaurant 
(N = 49) 
42,9 % 57,1 % 0 % 
Angebot 
Kneipe 
(N = 85) 
49,4 % 48,2 % 2,4 % 
Tabelle 15: Wahrnehmung zusätzlicher Angebote nach Besuchsmotivationsgruppen 
Es fällt besonders auf, dass fast die Hälfte der Besucher, die nach dem 
Weihnachtsmarktbesuch in eine Kneipe, auch zugleich die Innenstadt aufgrund des 
Weihnachtsmarktes häufiger besuchen. Bei den Kneipenbesuchern handelt es sich 
vorwiegend um Studenten, die den Weihnachtsmarkt ohnehin überdurchschnittlich häufig 
aufsuchen (s. Kap. 4.2.1). Dies lässt den vorsichtigen Schluss zu, dass der Weihnachtsmarkt 
mehr Besucher in die innerstädtischen Kneipen lockt als dort sonst anzutreffen wären.  
Für die Restaurantbesucher gilt dies nicht unbedingt. Erstens ist ihr Anteil an denen, die die 
Innenstadt häufiger besuchen, kleiner. Zweitens handelt es sich bei ihnen vorwiegend um 
Berufstätige, die den Weihnachtsmarkt verhältnismäßig selten besuchen (s. Kap. 4.2.1). 
Drittens besteht hinsichtlich des Angebots ein großer Unterschied zu den Kneipen: Wer den 
Weihnachtsmarkt besucht und dort etwas zu essen kauft, für den ist ein nachfolgender 
Restaurantbesuch in der Regel keine Option mehr. Letztendlich sind aber auch hier konkrete 
Einschätzungen nicht möglich, da Vergleichszahlen (z.B. Besucherzahlen, Umsätze etc.) 
fehlen.  
Zusammenfassung: Relevanz für Einzelhandel, Tourismus und Gastronomie
 
Die Auswirkungen des Weihnachtsmarktes auf den Einzelhandel sowie das Gastronomie- 
und Tourismusgewerbe sind nur vorsichtig abzuschätzen. Um dies effizient zu 
gewährleisten, wäre beispielsweise eine vergleichende Besucherzählung bei den jeweiligen 
Anbietern innerhalb und außerhalb der Weihnachtsmarktzeit eine gute Möglichkeit. 
In Abgleich der bisherigen in der Literatur aufgeführten Erkenntnisse (s. Kap. 2.1) und den 
Ergebnissen dieser Erhebung lassen sich aber einige Tendenzen feststellen:

AUSWERTUNG        
 
33
• Der innerstädtische Einzelhandel profitiert tendenziell von den Kopplungseffekten: 
Weihnachtsmarktbesucher kaufen im Rahmen ihres Besuches sehr häufig noch 
zugleich in der Innenstadt ein, nicht aber in den außen liegenden Gewerbegebieten. 
Der Weihnachtsmarkt besitzt eine Multiplikatorfunktion für den City-Einzelhandel. 
• Die Tourismuswirtschaft bleibt vom Weihnachtsmarkt weitestgehend unberührt. 
Für die Weihnachtsmarktbesucher, die nahezu komplett aus der unmittelbaren 
Umgebung stammen, spielen Hotels und ähnliche Einrichtungen keine Rolle. 
• Die Einflüsse auf die Anbieter aus der Gastronomie sind indifferent. Zumindest in 
Göttingen profitieren tendenziell (zumindest einige) Kneipen, da der 
Weihnachtsmarkt ihnen zusätzliche, zumeist studentische, Kundschaft beschert. Die 
Auswirkungen für die Restaurants lassen nicht konkret bestimmen: auch hier werden 
definitiv Besucher generiert, dies dürfte aber zum Teil dadurch kompensiert werden, 
dass der Weihnachtsmarkt ein breites Essensangebot bietet und daher auch wieder 
Kundschaft für die stationäre ausbleibt.

GÖTTINGER WEIHNACHTSMARKT 2008
 
34 
5 Z USAMMENFASSUNG 
Nicht alle grundsätzlichen Fragen erfordern eine wissenschaftliche Untersuchung um sie zu 
beantworten. Der Göttinger Weihnachtsmarkt leidet bestimmt nicht unter Besuchermangel. 
Für diese Feststellung reicht ein einmaliger Besuch an einem nahezu beliebigen Tag zu 
einer nahezu beliebigen Uhrzeit. Diese Tatsache ist natürlich schon ein Spiegel seiner 
Anziehungskraft. Das positive Gesamtbild des Weihnachtsmarktes in den Augen seiner 
Besucher unterstreicht dies. 
Allerdings werden nicht alle Angebote gleichermaßen gut beurteilt. Die Besucher bewerten 
das Angebot an Heißgetränken und Essen durchweg positiv, wünschen sich aber zum Teil 
ein differenzierteres. Dies könnte angegangen werden, in dem die Zusammensetzung der 
Stände dahingehend überarbeitet wird, dass die Zahl von „traditionellen“ Anbietern (z.B. 
Bratwurst, Glühwein) zu Gunsten anderer Getränke- und Essensangebote (z.B. mehr 
vegetarisches Essen) leicht reduziert wird oder die bestehenden dadurch ergänzt werden. 
Auch sollte das Angebot für Kinder ausgebaut und, wenn möglich, die Sperrstunde 
verlängert werden; diese beiden Aspekte stehen vorwiegend im Mittelpunkt der Kritik. 
Als sehr positiv hat sich das Hochcafé erwiesen, das bei den Besuchern sehr gut 
aufgenommen und von ihnen häufig lobend genannt wird. Es empfiehlt sich dringend, dieses 
Angebot in Zukunft aufrecht zu erhalten. Eine ebenso als sehr gut empfundene Einrichtung 
ist der Advents-Shuttle-Bus. Sofern die Busse noch nicht ausgelastet sind, könnte dies durch 
noch mehr Werbung hierfür erreicht werden, denn das Angebot als solches ist 
außerordentlich attraktiv.  
Möglicherweise könnte durch die (in erster Linie qualitativen) Verbesserungen auch das  
bisher sehr regionale Einzugsgebiet des Weihnachtsmarktes vergrößert werden. Die 
Tatsache, dass ein Großteil der Besucher auch andere Weihnachtsmärkte – nicht nur in 
größeren Städten wie Kassel oder Hannover, sondern auch in kleineren wie Goslar – 
wahrnimmt, zeugt davon, dass die Menschen durchaus bereit sind, gewisse Entfernungen 
auf sich zu nehmen, wenn am Zielort ein attraktives Angebot auf sie wartet. 
Insgesamt stellt der Göttinger Weihnachtsmarkt einen positiven Faktor für die innerstädtische 
Ökonomie dar: der Einzelhandel und teilweise die Gastronomie profitieren von 
Kopplungseffekten, der Tourismussektor bleibt eher unberührt. Dies ist bei 
Weihnachtsmärkten allerdings der Regelfall. 
So stellt der Göttinger Weihnachtsmarkt zusammenfassend betrachtet keine Ausnahme dar, 
denn die meisten der genannten Trends und Zustände treffen auch auf Vergleichsorte zu. Es 
empfiehlt sich für die Stadt Göttingen und auch die einzelnen Anbieter bzw. die z.T. dahinter 
stehenden Gastronomen, die Anregungen aufzugreifen und das insgesamt schon sehr gute 
Angebot dahingehend zu optimieren und dieses auch zu kommunizieren.

LITERATUR        
 
35
6 L ITERATUR 
• Backhaus, Klaus & Erichson, Bernd & Plinke, Wulff & Weiber, Rolf (2000): 
Multivariate Analysemethoden. 9. überarb. u. erw. Aufl. Berlin [u.a.] : Springer. 
• Berekoven, Ludwig (1999): Marktforschung : methodische Grundlagen und praktische 
Anwendung. 8. Aufl. Wiesbaden : Gabler. 
• Faust, Heiko (1997): Befragung auf den Göttinger Weihnachtsmärkten 1996. 
Einzugsgebiet, Attraktivität und Image der Göttinger Weihnachtsmärkte. 
Projektbericht. Göttingen.  
• Freyer, Walter (2000): Event-Management im Tourismus – Kulturveranstaltungen und 
Festivals als touristische Leistungsangebote. In: Dreyer, Axel (Hg.): Kulturtourismus. 
2. Aufl. München : Oldenbourg. S. 211-242. 
• Grimm, Alexander & Etzold, Dominik & Leu, Jürgen & Ludwig, Björn & Riedel, Daniel 
& Schubach, Tobias & Sedlacek, Peter (2006): Die Weihnachtsmärkte in Jena und 
Erfurt. (= Wirtschaftsgeographie+Regionalentwicklung - Berichte+Diskussionen, 
3/2006. Jena.  
• IMOHA (2002): Weihnachtsmärkte als Wirtschaftsfaktor für Kommunen und 
Tourismus in der Bundesrepublik Deutschland sowie dessen Beitrag zur 
Leistungssteigerung im mittelständischen Schaustellergewerbe und Markthandel. 
Kurzfassung des Abschlussberichts zur Projektstudie im Auftrag des 
Bundesverbands Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V. Wernigerode. 
• Kammerhofer-Aggermann, Ulrike & Hiebl, Ewald & Keul, Alexander & Bachleitner, 
Reinhard & Schreuer, Mynda (2003): Weihnachtsmärkte – Zentren der Sehnsüchte 
und des Tourismus. In: Tourismus Journal, 7. Jg., Heft 3. Stuttgart : Lucius & Lucius. 
S. 329-554. 
• Lange, Tanja & Waibel, Michael (2001): Der Göttinger Weihnachtsmarkt als 
städtisches Event. Ergebnisse einer vom Geographischen Institut der Universität 
Göttingen im Jahr 2000 durchgeführten Besucher- und Anbieterbefragung. 
(=Göttinger Statistik Aktuell Nr. 3, März 2001). Göttingen. 
• Meier Kruker, Verena & Rauh, Jürgen (2005): Arbeitsmethoden der 
Humangeographie. Schriftenreihe Geowissen kompakt. Darmstadt : Wiss. Buch-Ges. 
• Peters, Jutta & Vetterlein, Uwe (2003): Weihnachtsmärkte - ein boomender 
Wirtschaftsfaktor - Synergie oder Konkurrenz zum stationären Einzelhandel? In: 
Handel im Fokus. Mitteilungen des IfH III/03. Köln : Institut für Handelsforschung.  
S. 173-180. 
• Wessel, Karin (1996): Empirisches Arbeiten in der Wirtschafts- und Sozialgeographie 
: eine Einführung. Paderborn : Schöningh.

ANHANG 
 
 
• Fragebogen 
• Fotos

Datum:
Mit welchem Verkehrsmittel sind Sie zum Weihnachtsmarkt gekommen?
PKWnjklmFahrradnjklmBusnjklmzu FußnjklmShuttle-Bus kombiniert mit anderem Verkehrsmittelnjklm
Mit wem besuchen Sie den Weihnachtsmarkt? (Mehrfachnennungen möglich)
alleinecdmit Familiecdmit dem Partnercdmit Freunden/BekanntencdSonstigescd
Wie häufig besuchen Sie den Göttinger Weihnachtsmarkt in diesem Jahr?
< 1x pro Wochenjklm1x pro Wochenjklm2-3x pro Wochenjklm> 3x pro Wochenjklm
Beurteilung der Aspekte (Schulnotensystem)123456X
Angebot an Heißgetränken
Angebot an Essen
Angebot an Geschenkartikeln
Angebot für Kinder
Unterhaltung
Sauberkeit
Erreichbarkeit mit dem Shuttle-Service
Der diesjährige Weihnachtsmarkt gefällt Ihnen im Vergleich zum letzten Jahr...?
BessernjklmGenausonjklmSchlechternjklmKann ich nicht beurteilennjklm
Welche Angebote in der Stadt nutzen Sie im Rahmen dieses Besuches noch, die 
NICHT zum Weihnachtsmarkt gehören? (Mehrfachnennungen möglich)
Einkauf innerhalb der InnenstadtcdEinkauf außerhalb der Innenstadt (Einkaufszentrum)cd
RestaurantcdKneipecdKinocdTheatercdMuseen/Ausstellungencd
Schlittschuhbahn (Lokhalle)cdSonstigecd
Besucherbefragung
Wie beurteilen Sie den Weihnachtsmarkt hinsichtlich der folgenden Aspekte nach dem 
Schulnotensystem...? (1 = "sehr gut",...,6 = "ungenügend", X = "Kann ich nicht beurteilen")
Uhrzeit:11-13njklm13-15njklm15-17njklm17-19njklm19-21njklm
Standort:Gänseliesel/RathausnjklmJohanniskirchenjklm
Zugnjklm
Wieviel Geld geben Sie schätzungsweise bei diesem Aufenthalt in der Innenstadt AUF DEM 
WEIHNACHTSMARKT aus (in €)?
Wieviel Geld geben Sie schätzungsweise bei diesem Aufenthalt in der Innenstadt AUSSERHALB 
DES WEIHNACHTSMARKTES aus (in €)?
Besuchen Sie die Innenstadt AUFGRUND DES WEIHNACHTSMARKTES häufiger als sonst?
Ja, häufigernjklmNein, genauso häufignjklmNein, seltenernjklm
Nutzen Sie auch das Angebot in den Seitenstraßen?
Ja njklmNeinnjklmNein, davon ist mir nichts bekanntnjklm
Welche anderen Weihnachtsmärkte besuchen Sie in diesem Jahr noch?   
(Mehrfachnennungen möglich)
HannovercdKasselcdBraunschweigcdDuderstadtcd
Hann. MündencdNortheimcdEinbeckcdOsterode a.H.cd
HolzmindencdHeiligenstadtcdErfurtcdSonstigecd
Woher kommen Sie? (PLZ, 5-stellig)
Alter:< 18njklm18-<30njklm30-<45njklm45-<65njklm65 und älternjklm
Geschlecht:männlichnjklmweiblichnjklm
Berufsstatus:berufstätignjklmStudentnjklmarbeitslosnjklmim RuhestandnjklmSonstigesnjklm
Sonstige Anmerkungen zum Weihnachtsmarkt
Geographisches Institut, Abt. Humangeographie
Goldschmidtstraße 5, 37077 Göttingen
im Auftrag der Stadt Göttingen

1) Am Alten Rathaus/Gänseliesel (Eröffnungstag, Mittwoch, 28.11.08, ca. 19.30 Uhr) 
 
2) Hochcafé und Riesenrad (Dienstag, 09.12.08, ca. 14.00 Uhr) 
                  Fotos: Thomas Wieland 
3) Am Alten Rathaus/Gänseliesel (Mittwoch, 10.12.08, ca. 15.00 Uhr)

Die wirtschaftliche Bedeut ung der Volksfeste und 
Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018 
Aktuelle Situation, Entwicklungen, Trends  
 
 
 
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Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 1 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
Aktuelle Situation, Entwicklungen, Trends 
  
 
 
 
Köln, 21.12.2018 
Die wirtschaftliche Bedeu tung der Volksfeste 
und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018  
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Bild Titelseite: © Deutscher Schaustellerbund

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH 
Vorwort 
Thomas Bareiß 
Parlamentarischer Staatssekretär  
beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie 
Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus 
Volksfeste und Weihnachtsmärkte haben auf vielfältige Weise eine hohe Bedeutung für unser 
Land. Die vorliegende Studie liefert uns eine detaillierte Beschreibung der wirtschaftlichen Bedeu-
tung und aktuellen Entwicklung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland. 
Sie liefert erfreuliche Belege dafür, dass die rund 10.000 Volksfeste und 3.000 Weihnachtsmärkte 
weiterhin mit ihrem vielschichtigen Angebot auch bzw. gerade in der digitalen Welt ein sehr wichti-
ger Bestandteil unserer Kultur und Tradition sind. Besucherzahlen und Besuchshäufigkeit steigen 
an. Dies unterstreicht die – auch vom Bundesverwaltungsgericht anerkannte – soziale und identi-
tätsstiftende Funktion sowie die Heimat- und Brauchtumspflege dieser teils jahrhundertealten Ver-
anstaltungen. 
Neben den weltbekannten Volksfesten rücken die Weihnachtsmärkte immer mehr in den Fokus 
und bilden ein zweites Standbein für die Schausteller. Auch als Wirtschaftsfaktor ist die Schaustel-
lerbranche beachtenswert. Neben einer nennenswerten Wertschöpfung in den Kommunen trägt 
die Branche über direkte und indirekte Effekte zu über 55.700 Vollzeitarbeitsstellen bei.  
Im Bereich des Tourismus bildet die Schaustellerbranche ebenfalls ein traditionsreiches Segment. 
So ist die Attraktivität der Volkfeste und Weihnachtsmärkte ein wichtiger Imagefaktor, insbesondere 
auch im ländlichen Bereich, und häufig Anlass für auswärtige und auch ausländische Besucher 
aller Schichten und Altersgruppen. 
Diese Erfolgsgeschichte ist ein Verdienst der vielen Schaustellerunternehmen, die größtenteils seit 
Generationen im Familienbetrieb geführt werden. Besonders anzuerkennen ist, dass es ihnen ge-
lungen ist, trotz teils schwieriger Rahmenbedingungen wie Arbeitskräftemangel und verschärfter 
Sicherheitsanforderungen die Attraktivität der Veranstaltungen aufrechtzuerhalten oder gar zu stei-
gern. Erfreut habe ich zur Kenntnis genommen, dass das befürchtete Sterben der kleineren Volks-
feste gestoppt ist.  
Die steigende Nachfrage und das erhöhte Bewusstsein der Städte und Kommunen zur Unterstüt-
zung der Volksfeste und Märkte liefern der Branche Aussicht auf insgesamt gute Rahmenbedin-
gungen. Dennoch werden stetig Anpassungen nötig sein, um die kulturhistorische Institution Volks-
fest zu sichern. Dafür werde ich stets ein offenes Ohr haben. 
 
Allen Verbandsmitgliedern wünsche ich weiterhin erfolgreiche, erlebnisorientierte Veranstaltungen 
im Herzen der Städte und Kommunen! 
S. 1

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 2 
Inhaltsverzeichnis 
Management Summary 6 
1. Einführung 10  
1.1 Ausgangssituation 10  
1.2 Zielsetzung 12  
1.3 Begriffsbestimmung 13  
1.4 Methodische Grundlagen und Umfang der Untersuchung 14 
1.4.1 Bevölkerungsrepräsentative Online-Panel-Befragung 14 
1.4.2 Schriftliche und Online-Befragung von Schaustellern 15 
2. Branchenprofil Schausteller 16 
2.1 Struktur der Branche 17 
2.2 Aktivitätsprofil der Schausteller 21 
2.3 Wirtschaftliche Situation der Betriebe 22 
3. Volksfeste und Volksfestbesuche 24 
3.1 Das Angebot: Anzahl der Volksfeste in Deutschland 24 
3.2 Das Image: Das Volksfest aus Sicht der Besucher 25 
3.3 Die Nachfrage: Umfang und Struktur der Volksfestbesuche 25 
3.3.1 Volksfestbesuchsintensität der Bevölkerung 25 
3.3.2 Volksfestbesuchshäufigkeit 25  
3.3.3 Besuchsvolumen 29  
3.3.4 Begleitung beim Volksfestbesuch 31 
3.4 Größe und Frequentierung der besuchten Volksfeste 32 
4. Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste 2018 33 
4.1 Ausgaben der Volksfestbesucher 33 
4.1.1 Höhe und Struktur der Tagesausgaben 33 
4.1.1.1 Ausgaben in Abhängigkeit von der Größe des besuchten Volksfestes 34 
4.1.1.2 Ausgaben in Abhängigkeit von soziodemografischen Merkmalen 35 
4.2 Regionalwirtschaftliche Effekte der deutschen Volksfeste 35 
4.2.1 Monetäre Effekte 35

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 3 
4.2.1.1 Betriebskosten (inkl. Personalkosten) 36 
4.2.1.2 Persönliche Ausgaben 36 
4.2.1.3 Ausgaben von Volksfestbesuchern außerhalb des Volksfestgeländes 37 
4.2.1.4 Zusammenfassung der monetären Effekte 38 
4.2.2 Wertschöpfungseffekt 38  
4.2.3 Arbeitsmarkteffekte 40  
4.2.4 Fiskalische Effekte 40 
4.2.5 Kennziffern zur Bemessung der regionalwirtschaftlichen Effekte 41 
5. Die Bedeutung der Weihnachtsmärkte für das Schaustellergewerbe 42  
6. Trends und Ausblick 46

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 4 
Abbildungsverzeichnis  
Abbildung 1: Dauer der Tätigkeit des Befragten im Schaustellergewerbe 18 
Abbildung 2: Dauer der Tätigkeit der Familie im Schaustellergewerbe 18 
Abbildung 3: Umsatzanteil nach Unternehmensbereich 19 
Abbildung 4: Anzahl nicht mitarbeitender Familienangehöriger 20 
Abbildung 5: Umsatzgrößenklassen 21 
Abbildung 6: Bewertung wirtschaftliche Situation 22 
Abbildung 7: Entwicklung der wirtschaftlichen Situation in den letzten drei Jahren 23 
Abbildung 8: Anreisestrecke letzter Veranstaltungsbesuch 27 
Abbildung 9: Entwicklung der Besuchshäufigkeit im vergangenen Jahr 28 
Abbildung 10: Anzahl der begleitenden Kinder beim letzten Volksfestbesuch 31 
Abbildung 11: Die Wertschöpfung im Überblick 38 
Abbildung 12: Bedeutung der Weihnachtsmärkte 45

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 5 
Tabellenverzeichnis  
Tabelle 1: Struktur der Branche nach Geschäftstypen 17 
Tabelle 2: Mitarbeiterzahlen (feste Mitarbeiter ganzjährig, inkl. Familienangehörige) 20  
Tabelle 3: Durchschnittliche Anzahl besuchter Veranstaltungen und Veranstaltungstage  
gesamt 22  
Tabelle 4: Besuchshäufigkeit nach Herkunftsbundesland der Befragten 26 
Tabelle 5: Die größten Volksfeste in Deutschland nach offiziellen Besuchszahlen 2018 30  
Tabelle 6: Strukturdaten der Volksfeste nach ihrer Größe 32 
Tabelle 7: Ausgaben auf Volksfesten 2018 33 
Tabelle 8: Ausgaben außerhalb des Volksfestgeländes 2018 37 
Tabelle 9: Wertschöpfungsquoten 39 
Tabelle 10: Die größten Weihnachtsmärkte in Deutschland (offizielle Besuchszahlen 2017) 44

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 6 
Management Summary 
Kennzahlen 
Zur Schaustellerbranche zählen insgesamt rund 
 5.300 Schaustellerunternehmen,  
 die mit ihren 31.800 Beschäftigten und  
 insgesamt mindestens 12.300 Geschäften vom Imbiss bis zur Achterbahn die  
 ca. 9.750 deutschen Volksfeste 
 sowie ca. 3.000 Weihnachtsmärkte in Deutschland beschicken. 
Die Volksfeste verzeichneten zuletzt rund 189,6 Mio. Besuche pro Jahr, die Weihnachtsmärkte 
159,7 Mio. Besuche. Insgesamt kommen die durch die Schaustellerunternehmen beschickten Ver-
anstaltungen demzufolge auf rund 350 Mio. Besuche pro Jahr. 
Die Bruttoumsätze auf den Volksfestplätzen und Weihnachtsmärkten belaufen sich auf über 7,63 
Mrd. Euro, davon werden 2,88 Mrd. Euro auf Weihnachtsmärkten und 4,75 Mrd. Euro auf Volks-
festen erwirtschaftet. Von diesen Umsätzen geben die Schausteller rund 1,2 Mrd. Euro an den 
Veranstaltungsorten für Warenbezug, Gebühren, Aushilfspersonal und persönliche Konsumaus-
gaben aus. Zusätzliche rund 1,4 Mrd. Euro werden von den Volksfestbesuchern außerhalb des 
Volksfestgeländes ausgegeben. 
Das sorgt in den ausrichtenden Kommunen für eine Wertschöpfung von 1,355 Mrd. Euro und für 
die Schaffung und Sicherung von weiteren rund 23.900 Arbeitsplätzen außerhalb der Schaustel-
lerunternehmen. Damit trägt die Schaustellerbranche direkt und indirekt zu über 55.700 Vollzeitar-
beitsstellen bei. Alle 8.000 Besucher wird in den Kommunen ein Arbeitsplatz vor Ort durch das 
Volksfest (und außerhalb der Schaustellerbranche) geschaffen. Pro Volksfestbesucher werden da-
mit über 7,00 Euro Wertschöpfung, also neues Einkommen generiert. Pro Veranstaltung sind dies 
137.000 Euro Wertschöpfung. 
Ein Teil der Ausgaben der Schausteller fließt den Kommunen als Veranstalter der Volksfeste direkt 
zu: rund 338 Mio. Euro für Standgebühren und andere Abgaben. Das sind fast 35.000 Euro pro 
Veranstaltung oder rund 1,80 Euro pro Besucher. Dazu kommen unter Berücksichtigung der Aus-
gaben außerhalb des Volksfestgeländes 1,232 Mrd. Euro Gemeinschaftssteuereinnahmen. Davon 
dürften rund 103 Mio. Euro in Form kommunaler Steuern direkt den Veranstaltungsorten zukom-
men. Damit dürften die Kommunen mit über 440 Mio. Euro direkt von Volksfesten profitieren oder 
2,30 Euro pro Volksfestbesucher (Abgaben und Steuern). 
In Summe fließen den öffentlichen Kassen fast 1,6 Mrd. Euro aus der Schaustellerbranche zu. Das 
sind rund 8,30 Euro pro Besucher. 
 
Branchenprofil Schausteller 
Die Schaustellerunternehmen sind vor allem mit Gastronomie- und Imbissbetrieben (29%) sowie 
Verkaufsgeschäften nach Schaustellerart (21%), Fahrgeschäften (27%) und Spielgeschäften

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 7 
(15%) auf den deutschen Volksfesten und Weihnachtsmärkten unterwegs und das im Durchschnitt 
bereits seit 105 Jahren, also in fünfter Generation. Die deutschen Schaustellerunternehmen betrei-
ben durchschnittlich 2,3 unterschiedliche Geschäfte. Rund 45% der befragten Unternehmen gab 
in den vergangenen fünf Jahren jedoch ein oder mehrere Geschäfte auf. 
Die Schaustellerunternehmen beschäftigen einschließlich der Inhaber und der mitarbeitenden Fa-
milienangehörigen durchschnittlich 4,5 feste Mitarbeiter. Davon sind durchschnittlich 2,8 Personen 
Familienangehörige. Die Branche ist damit durch Kleinst- und kleine Unternehmen geprägt. 
Im Durchschnitt beschicken die Unternehmen mit ihrem wichtigsten Geschäft 22 Veranstaltungen 
pro Jahr (einschließlich Weihnachtsmärkte). Insgesamt stehen die Schausteller (ohne Tage für 
Auf- und Abbau) durchschnittlich an rund 149 Tagen pro Jahr auf Volksfesten und Weihnachts-
märkten. 
Ihre wirtschaftliche Situation bewerten die Schausteller insgesamt als befriedigend, allerdings hat 
diese sich für 49% der Unternehmen in den letzten drei Jahren verschlechtert, insbesondere wegen 
gestiegener Lohnkosten, Gebühren und Abgaben sowie der unzureichenden Möglichkeit, Kosten-
steigerungen über Preiserhöhungen auszugleichen. Auch die leicht rückläufige Zahl vor allem klei-
nerer Volksfeste trug teilweise dazu bei. Die zukünftige Entwicklung wird seitens der Schausteller 
immer noch mit Sorge betrachtet: 48% gehen von einer weiteren Verschlechterung aus. 
Dieser skeptischen Selbsteinschätzung der Branche steht allerdings eine steigende Nachfrage auf 
den Volksfesten und Weihnachtsmärkten gegenüber. Entsprechend ist die Zahl der Volksfeste na-
hezu stabil geblieben, die der Weihnachtsmärkte sogar gestiegen. Daher nimmt die Bedeutung der 
Weihnachtsmärkte für die Branche seit Jahren stetig zu. Inzwischen machen die Umsätze auf 
Weihnachtsmärkten 31% der Branchenumsätze aus – auch für die Zukunft werden die Weihnachts-
märkte als Chance für das Schaustellergewerbe betrachtet. Einhergehend mit einer weiteren Pro-
fessionalisierung der Schaustellerbranche sowie einer zugenommenen Wahrnehmung der Bedeu-
tung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte bei den Kommunen, die diese immer stärker bewerben, 
besteht eigentlich kein Grund zur Skepsis. Die Rahmenbedingungen für die betriebliche Entwick-
lung der Schausteller haben sich insgesamt verbessert. 
 
Volksfestangebot 
Das durchschnittliche deutsche Volksfest dauert 2,9 Tage und umfasst ca. 60 Geschäfte. Tatsäch-
lich variiert die Größe der Veranstaltungen erheblich. Das größte deutsche Volksfest ist das 16-
tägige Münchner Oktoberfest mit seinen insgesam t rund 600 Geschäften. Die zehn größten deut-
schen Volksfeste zählen jeweils mehr als 350 Geschäfte. 
Der Höhepunkt der Volksfestsaison ist Ende August. Die räumlichen Schwerpunkte der Volksfest-
kultur bilden der Süden und Westen der Republik. Besonders viele, zumeist aber kleinere bis 
kleinste Veranstaltungen, finden in Ostbayern und im Saarland statt.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 8 
Image von Volksfesten 
Volksfeste sind etwas für die ganze Familie, diese Ansicht teilen die meisten Volksfestbesucher. 
Auch die Aussage, dass Volksfeste ein wichtiger Teil unserer Tradition und Kultur sind, findet große 
Zustimmung – immerhin geht das älteste deutsche Volksfest, das Lullusfest in Bad Hersfeld, auf 
das 9. Jahrhundert zurück. Die Attraktivität der Volksfeste ist sehr hoch und ihre Bedeutung wieder 
angewachsen. Ein wichtiger Grund dafür ist der Trend zum „analogen Erlebnis“ in einer immer 
digitalisierter werdenden Welt. Dies belegen vor allem die gestiegenen Besuchszahlen.  
 
Volksfestnachfrage 
Der Anteil der Bundesbürger zwischen 14 und 70 Jahren, die in den letzten zwölf Monaten ein 
Volksfest besuchten, beträgt rund 78%. Die Häufigkeit der Volksfestbesuche hängt stark vom Alter 
ab, die 14- bis 24-Jährigen gehen besonders häufig auf Volksfeste (fast fünf Mal pro Jahr), während 
die über 55-Jährigen die geringste Besuchsintensität haben (3,5 Besuche pro Jahr). Volksfestbe-
suche sind überdies eher eine Aktivität der mittleren bis gehobenen Einkommensgruppen. Perso-
nen mit höheren Bildungsabschlüssen sind auf Volksfesten überrepräsentiert. Insgesamt hat die 
Besuchshäufigkeit in den letzten Jahren zugenommen. 
Regional gesehen weisen besonders Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg 
und Hessen eine hohe Volksfestbesuchshäufigkeit auf, aber auch in Berlin, Bayern, Hamburg und 
Mecklenburg-Vorpommern sowie im Saarland gehen die Menschen überdurchschnittlich oft auf 
Volksfeste. 
Weihnachtsmärkte besuchen 77% der deutschen Bevölkerung zwischen 14 und 70 Jahren. Hierbei 
ist die Besuchshäufigkeit bei den 25- bis 34-Jährigen am höchsten mit fast 4,4 Besuchen pro Jahr. 
Mit 2,9 Besuchstagen pro Jahr gehen die über 55-Jährigen am seltensten auf Weihnachtsmärkte. 
Die Besuchshäufigkeit auf Weihnachtsmärkten ist in allen Einkommensgruppen ähnlich hoch. Per-
sonen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von 1.500-2.000 Euro besuchten Weih-
nachtsmärkte mit 4,3 Tagen am häufigsten. 
 
Ausgaben auf Volksfesten 
Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben aller Besucher betragen rund 25,00 Euro je Besuchs-
tag. Dabei entfallen 43% dieser Ausgaben auf die gastronomische Versorgung. Auf größeren 
Volksfesten tätigen die Besucher weit überdurchschnittliche Ausgaben (bis zu 61 Euro auf dem 
Oktoberfest) und regelmäßige Volksfestbesucher sind besonders ausgabefreudig. Außerdem flie-
ßen pro Weihnachtsmarktbesuch rund 13,40 Euro in die Kassen des Schaustellergewerbes. Dar-
über hinaus tätigen Weihnachtsmarktbesucher weitere Ausgaben, die aber an Unternehmen an-
derer Branchen fließen. Insgesamt geben die Besucher etwa 18,00 Euro pro Weihnachtsmarkt-
 
  
besuch aus.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 9 
Entwicklung 2000 bis 2018 
Die Schaustellerbranche hat sich in den vergangenen 18 Jahren erheblich verändert: ein schrump-
fendes Angebot an Veranstaltungen, demgegenüber steigende Besucherzahlen vor allem der gro-
ßen und mittleren Volksfeste, das Ende neuer Superlative bei den Fahrgeschäften, steigender Zu-
spruch bei den Weihnachtsmärkten und Top-Volksfesten und erhöhte Pro-Kopf-Ausgaben – von 
denen wegen gestiegener Kosten nur wenig bei den Unternehmen der Branche ankommt.  
Das Angebot an Volksfesten ist in den letzten 18 Jahren deutlich zurückgegangen. Gab es nach 
Analyse der im Komet-Kalender gelisteten Veranstaltungen im Jahr 2000 noch 12.000 Volksfeste, 
so sank diese Zahl bis zum Jahr 2012 auf 9.900, um sich in den Folgejahren nur noch geringfügig 
auf nun ca. 9.750 zu reduzieren. Da der Komet-Kalender angesichts fortschreitender Digitalisie-
rung im Jahr 2018 nicht mehr den gesamten Volksfestmarkt abbildet, greift der Deutsche Schau-
stellerbund mit seiner Einschätzung auf die ständige Rücksprache mit seinen 91 Mitgliedsverbän-
den im gesamten Bundesgebiet zurück.  
Auch die Anzahl der Weihnachtsmärkte ist schwierig einzuschätzen, da es kein alle Veranstaltun-
gen umfassendes Register gibt. Im Jahr 2012 zählte der Deutsche Schaustellerbund 1.500 Weih-
nachtsmärkte kommunaler Veranstalter zuzüglich weiterer ca. 1.000 privat veranstalteter Weih-
nachtsmärkte. Die Zahl der privat veranstaltet en Weihnachtsmärkte hat sich in den vergangenen 
Jahren mit weiteren ca. 500 Veranstaltungen eindeutig erhöht, so dass der Gesamtbestand von 
kommunalen und privaten Weihnachtsmärkten auf ca. 3.000 geschätzt wird. 
Das Image der Volksfeste hat sich in den vergangenen zwölf Jahren nicht grundlegend gewandelt 
und ist sehr positiv besetzt. Volksfeste passen nach Meinung der Bevölkerung „in die heutige Zeit“. 
Die Aussage, dass Volksfeste ein wichtiger Bestandteil von Kultur und Tradition sind, erfuhr schon 
immer eine hohe Zustimmung. Diese ist in den letzten Jahren nochmals gestiegen, was neben der 
wirtschaftlichen Bedeutung auch deren qualitative Bedeutung für die Menschen unterstreicht. 
Die Besuchszahlen auf den Volksfesten in Deutschland sind in den vergangenen 18 Jahren von 
170 Mio. im Jahr 2000 auf rund 189,6 Mio. in 2018  gestiegen. In dieser Zeit ist die Volksfestbe-
suchsintensität von 63% auf nahezu 78% gestiegen. Auch die Anzahl der Besuchstage stieg von 
3,2 Volksfestbesuchen auf 3,9 Besuche an. 
Die gestiegene Besucherzahl zeugt von der ungebrochenen Beliebtheit von Volksfesten als Be-
suchsziel der Bevölkerung. In Zusammenhang mit der gesunkenen Anzahl an Volksfesten bestätigt 
dies den Trend, dass sich vor allem große und mittlere Volksfeste großer Beliebtheit erfreuen und 
steigende Besucherzahlen verzeichnen.  
Für das Jahr 2000 wurden umgerechnet Pro-Kopf-Ausgaben der Besucher auf Volksfesten in Höhe 
von durchschnittlich 15,35 Euro ermittelt. Im Jahr 2012 wurden durchschnittlich 21,20 Euro von 
den Besuchern pro Kopf und Tag ausgegeben. Dies bedeutet eine Steigerung um rund 5,80 Euro 
pro Kopf und Tag bzw. 37,9%. Für das Jahr 2018 konnte eine weitere Steigerung der Pro-Kopf-
Ausgaben mit rund 25,00 Euro ermittelt werden. Im Vergleich zu 2012 sind die Ausgaben somit um 
über 3,80 Euro pro Kopf und Tag bzw. um 18% gestiegen.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 10 
1.  Einführung 
1.1  Ausgangssituation 
Den Volksfesten und den sie beschickenden Schaustellern kommt in Deutschland eine erhebliche 
Bedeutung zu. Diese geht über die rein wirtschaftlichen Vorteile, welche Volksfeste für die ausrich-
tenden Städte und Kommunen bewirken, weit hinaus. So bilden Volksfeste für viele Städte einen 
wichtigen Imagefaktor und stellen für auswärtige Besucher oft den entscheidenden Anlass für ei-
nen Besuch in der betreffenden Stadt dar. Aber auch nach innen wirken die traditionellen Volks-
feste als zum Teil jahrhundertealter Bestandteil des örtlichen Lebensgefühls. So hat das Bundes-
verwaltungsgericht in einer wegweisenden Entscheidung 2009 die Veranstaltung von Volksfesten 
(hier: Weihnachtsmärkten) als Daseinsvorsorge für die Bürger einer Kommune bezeichnet, weil 
sie eine die Gemeinschaft fördernde und Identität stiftende Funktion haben. 
Im Auftrag des Deutschen Schaustellerbundes e.V. (DSB) erstellte die Firma ift Freizeit- und Tou-
rismusberatung erstmals im Jahr 2000 eine Studie zur „Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Volksfest 
im Bereich des mittelständischen Fremdenverkehrsgewerbes in der Bundesrepublik Deutschland 
und seine Auswirkungen auf die Leistungssteigerung im mittelständischen Schaustellergewerbe“. 
Die Studie wurde seinerzeit aus Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert und fand bun-
desweit große Beachtung. Dem Deutschen Schaustellerbund diente die Studie als wichtiges In-
strument der Öffentlichkeitsarbeit.  
Die Studie bescheinigte den Volksfesten rund 178 Mio. Besucher pro Jahr und einen Gesamtum-
satz von umgerechnet etwa 3,94 Mrd. Euro. Mehr als die Hälfte der durch Volksfeste ausgelösten 
Wertschöpfung kam dabei anderen Branchen als dem Schaustellergewerbe zugute.  
Trotz dieser Bedeutung und trotz des Umstandes, dass die Volksfeste eines der wenigen Kultur-
güter sind, die sich vollumfänglich eigenständig finanzieren und keinerlei öffentliche Subventionen 
erhalten, werden die Rahmenbedingungen für das Schaustellergewerbe, das mit seinen Geschäf-
ten die Volksfeste beschickt, immer schwieriger. Di es reicht bis zur Absetzung jahrhundertealter 
Volksfeste, was unmittelbar zum Verlust von Arbeitsplätzen im Schaustellergewerbe führt. 
Aber auch auf den zahlreichen nach wie vor stattfindenden Volksfesten wird es für die Schausteller 
durch zusätzliche, mit Kosten verbundenen Auflagen, durch die Anhebung von Gebühren sowie
 Landesgaststättengesetze: Im Zuge der Föderalismusreform 2006 wurde den Bundesländern 
die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz für das Gaststättenrecht übertragen. Bisher ha-
ben aber nur einige Bundesländer entsprechende eigene Gesetze erlassen. Während z.B. in 
Niedersachsen dem Volksfest-Gastronom für seine Berufsausübung nun seine Reisegewerbe-
karte ausreicht (eine Vereinfachung ganz im Sinne des Mittelstandsentlastungsgesetzes) muss 
er in den meisten Ländern nach wie vor für jeden Festort erneut eine kostenpflichtige Gestat-
tung beantragen – kostspielige und unnötige Bürokratie. 
 Erteilung von Ausnahmegenehmigungen nach St raßenverkehrsrecht: Schaustellerfahrzeuge, 
deren Abmessungen die allgemeinen Grenzen oft überschreiten, bedürfen für Transporte einer 
Ausnahmegenehmigung, mit der ein hoher finanzieller und bürokratischer Aufwand verbunden 
auch durch Verkleinerung oder Verlegung von Volksfesten an unattraktivere Standorte immer weiter
erschwert, profitabel zu arbeiten. Die folgenden Beispiele illustrieren diese Entwicklung:

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 11 
ist. Es wäre möglich, bei feststehenden Terminen über mehrere Zeiträume hinweg Dauerge-
nehmigungen zu erteilen, dies wird jedoch viel zu häufig verweigert.
 Privatisierung von Volksfesten: Immer mehr Kommunen übertragen die Organisation von 
Volksfesten privaten Unternehmen, was in der Regel zu erheblichen Kostensteigerungen für 
die Schausteller führt. Das Bundesverwaltungsgericht stellte 2009 fest, dass Volksfeste und 
Weihnachtsmärkte einen kulturellen, sozialen und traditionsbildenden Charakter besitzen und 
damit als Angelegenheit der örtlichen Gemeinschaft einzuordnen sind, der sich die Kommunen 
nicht vollends entledigen dürfen, indem sie diese privaten Unternehmen übertragen. 
 Sicherheit: Das Schaustellergewerbe sieht sich nach den Attentaten von Paris, Nizza, Mün-
chen, Stockholm, London und New York sowie dem Anschlag auf den Berliner Weihnachts-
markt am Breitscheidplatz 2016 mit neuen Sicherheitsanforderungen konfrontiert. Diese gehen 
in Form von Sicherheitszäunen, Betonpollern, Zufahrtsverengungen und zusätzlichen Sicher-
heitsdiensten weit über die bisherigen Anforderungen hinaus und sind selbstverständlich eben-
falls mit hohen Kosten verbunden. Allerorten wird derzeit diskutiert, wer für die Mehrkosten, die 
Terrorabwehrmaßnahmen auf Weihnachtsmärkten und Volksfesten bereiten, zukünftig auf-
kommen muss. In den Gesprächen mit Politik, Verwaltung und Medien vertritt der DSB – ge-
stützt auf ein Rechtsgutachten der Ruhr-Universität Bochum – sehr nachdrücklich die Rechts-
auffassung, dass die Gefahrenabwehr eine Aufgabe des Staates ist, derer er sich nicht entle-
digen kann – auch nicht finanziell. 
 Umweltzonen: Die gegenwärtigen gesetzlichen Regelungen, die die Möglichkeit von Einzelaus-
nahmegenehmigungen für Umweltzonen vorsehen, haben sich als nicht praktikabel, äußerst 
bürokratieaufwändig und sehr kostenintensiv erwiesen. In vielen Bundesländern entstehen den 
Schaustellern weiterhin unnötige Kosten. Der Nutzen derartiger Regelungen für die Umwelt ist 
auch vor dem Hintergrund diverser wissenschaftlicher Untersuchungen mehr als zweifelhaft. 
 Dieselfahrverbot: Gleichgelagert zu den Umweltzonen ist die Problematik hinsichtlich der Viel-
zahl der mittlerweile richterlich angeordneten Dieselfahrverbote: Volksfeste finden üblicher-
weise in den Innenstädten statt. Der Trans port der meist schweren Geschäfte erfolgt aus-
schließlich mit Dieselfahrzeugen, die jedoch nur für die An- und Abfahrt innerhalb der Städte 
bewegt werden, ansonsten meist neben dem Volkfestplatz in mehrtägiger bzw. mehrwöchiger 
Warteposition verbleiben. Dieselfahrverbote müssen Ausnahmen für den Auf- und Abbau von 
Volksfesten vorsehen. 
 Mindestlohn: Seit Januar 2015 gilt der neue gesetzliche Mindestlohn. Die damit einhergehende 
Dokumentationspflicht stellt das Schaustellergewerbe vor erhebliche Probleme, weil sie hin-
sichtlich der gesetzlichen Arbeitszeit für Schausteller, deren Wohn- und Arbeitsort identisch und 
deren Arbeits- und Freizeit auf dem Volksfestplatz nur schwer voneinander zu trennen sind, 
kaum umsetzbar ist. 
 Arbeitskräftemangel: Arbeitskräfte aus Deutschland sind kaum noch für die Arbeit auf Volksfes-
ten und Weihnachtsmärkten zu begeistern, so dass seit vielen Jahren Mitarbeiter (zunächst) 
aus Polen und später auch insbesondere Rumänien diese Aufgaben übernommen haben. 
Durch den Beitritt Polens und Rumäniens in die EU und der vollständigen Erlangung der Ar-
beitnehmerfreizügigkeit, nutzen Mitarbeiter aus Polen und Rumänien ihre Freizügigkeit und 
wählen nun aus freien Stellen in ganz Europa aus, so auch in Ländern mit deutlich höherem

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 12 
Lohnniveau, wie z.B. in Großbritannien oder in Skandinavien. Nun stehen Arbeitgeber aus per-
sonalintensiven Branchen mit gemäßigtem Lohnniveau, wie z.B. der Gaststätten- und Hotel-
sektor sowie nicht zuletzt auch das Schaustellergewerbe nicht nur innerhalb Deutschlands, 
sondern auch europaweit im Wettstreit um die besten Mitarbeiter. Die Folge ist ein Wandel von 
einem Arbeitgeber- hin zu einem Arbeitnehmermark t, der für einige Betriebe schon zu drasti-
schen personellen Engpässen geführt hat. Bei der Entwicklung neuer Strategien rücken an die 
Stelle Rumäniens mittlerweile auch andere europäische Staaten, die noch nicht EU-Mitglieder 
aber bereits vertragliche Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland eingegangen sind, 
wie z.B. Mazedonien, Montenegro, Serbien, Kosovo, Bosnien und Herzegowina und Albanien. 
Die sogenannte Westbalkanregelung, die Arbeitssuchende  aus Albanien, Bosnien und Herze-
gowina,  dem Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien einen deutlich leichteren Zugang 
zum deutschen Arbeitsmarkt erleichtert, stimmte die Schausteller zunächst hoffnungsvoll, doch 
laufen diese Regelungen ins Leere, weil willige Arbeitskräfte (frühestens) elf Monate nach An-
tragstellung einen Termin zur Erteilung eines Visums in der deutschen Botschaft bekommen. 
Durch die immer stärkere Reglementierung und Belastung der Schausteller mit Gebühren fügen 
sich die öffentlichen Haushalte letztlich einen Schaden zu, denn den ausrichtenden Kommunen 
erwachsen durch die Ausgaben der Besucher auf und außerhalb der Volksfestgelände, durch den 
Bezug von Gütern und Dienstleistungen durch die Schausteller in der örtlichen Wirtschaft und 
durch die Abgaben und Gebühren der Schausteller, welche zumeist direkt in die kommunalen Kas-
sen fließen, nennenswerte wirtschaftliche Effekte. Ohne, dass dem im Saldo Kosten gegenüber-
stünden, denn die bei den Kommunen entstehenden Kosten für die Organisation der Feste werden 
durch entsprechende, von den Schaustellern getragene Gebühren gedeckt. 
Seit einigen Jahren zeichnet sich zudem ab, dass der Demografische Wandel im Verbund mit ei-
nem veränderten Konsum- und Freizeitverhalten und einem weiter intensivierten Wettbewerb das 
Schaustellergewerbe vor neue Herausforderungen stellt. Die Branche scheint sich auf diese neuen 
Rahmenbedingungen immer besser einzustellen und professioneller zu arbeiten. Hinzu kommt der 
ungebrochene Trend zu Kurz- und Städtereisen, das gestiegene Interesse an Events und Groß-
veranstaltungen und ein erhöhtes Bewusstsein der Städte und Gemeinden zur Unterstützung die-
ser Veranstaltungen. In Summe haben diese Faktoren dazu beigetragen, dass sich Weihnachts-
märkte und Volksfeste positiv entwickelt haben und die Nachfrage auf den Volksfesten und den 
Weihnachtsmärkten auf aktuell 189,6 Mio. bzw. 159,7 Mio. Besuche pro Jahr angestiegen ist.  
Vor dem Hintergrund dieser ungebrochenen Dynamik der Veränderungen innerhalb und im Umfeld 
der Branche hat der Deutsche Schaustellerbund e.V. zum zweiten Mal eine Aktualisierung der vor-
liegenden Studie beauftragt. 
 
1.2  Zielsetzung 
Ziel der vorliegenden Untersuchung ist eine detaillierte Beschreibung der wirtschaftlichen Bedeu-
tung und der aktuellen Situation und Wahrnehmung des Schaustellergewerbes bzw. der Volksfeste 
in Deutschland. 
Dabei geht es sowohl um die Generierung quantitativer Daten (z.B. Anzahl und Häufigkeit der 
Volksfestbesuche, Umfang der Ausgaben bei Vo lksfestbesuchen, Bruttoumsätze, Wertschöp-
fungseffekte für die ausrichtenden Kommunen), als auch um qualitative Aspekte (z.B. Einschät-
zung der Familienfreundlichkeit oder der qualitativen Bedeutung von Volksfesten).

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 13 
Wo methodisch und inhaltlich möglich, sollen überdies über den Vergleich mit den Ergebnissen 
aus den Vorgängerstudien Entwicklungen im Schaustellergewerbe und bei den Volksfesten sowie 
Weihnachtsmärkten aufgezeigt werden. 
Die vorliegende Aktualisierung widmet sich zudem vertiefend folgenden Fragen: 
 Welche Bedeutung haben die kleinen und mittleren Volksfeste für den Tagestourismus? 
 Welche Branchen profitieren vor Ort in welchem Umfang von der Durchführung von Volksfesten 
(Gastronomie, Einzelhandel, Hotellerie, Verkehrsunternehmen, Taxigewerbe)? 
 Wie hoch sind die Ausgaben der Weihnachtsmarktbesucher? Wie haben sich die Besucher-
zahlen entwickelt und welche Bedeutung nimmt dieses „zweite Standbein“ mittlerweile für die 
Schaustellerbetriebe ein? 
 
1.3  Begriffsbestimmung 
Die Gewerbeordnung definiert das Volksfest folgendermaßen1:  
„Ein Volksfest ist eine im allgemeinen regelmäßig wiederkehrende, zeitlich begrenzte Veranstal-
tung, auf der eine Vielzahl von Anbietern unterhaltende Tätigkeiten im Sinne des § 55 Abs. 1 Nr. 2 
(selbständig unterhaltende Tätigkeiten als Schausteller oder nach Schaustellerart) ausübt und Wa-
ren feilbietet, die üblicherweise auf Veranstaltungen dieser Art angeboten werden.“ 
Damit zählen sowohl die klassischen, großen Volksfeste wie Münchener Oktoberfest, Canstatter 
Volksfest oder Cranger Kirmes zu den Volksfesten, wie auch Schützenfeste und Weihnachts-
märkte, auf denen neben Gastronomie auch Entertainment z.B. in Form von Fahrgeschäften wie 
Karussells oder Riesenrädern, Schießgeschäften, Verkaufsgeschäften nach Schaustellerart (z.B. 
Süßwaren) oder anderen Schaustellerbetrieben geboten wird. 
Abzugrenzen vom Begriff des Volksfestes sind die Messen nach § 64 der Gewerbeordnung, die 
Ausstellungen nach § 65 der Gewerbeordnung sowie der Großmarkt nach § 66 und der Wochen-
markt nach § 67 der Gewerbeordnung. Auch der sogenannte Spezialmarkt und der Jahrmarkt zäh-
len nach § 68 der Gewerbeordnung nicht zu den Volksfesten, da bei ihnen der Warenverkauf im 
Vordergrund steht. Allerdings lässt die Gewerbeordnung nach § 68 Abs. 3 ausdrücklich zu, dass 
„auf einem Spezialmarkt oder Jahrmarkt auch Tätigkeiten im Sinne des § 60 b Abs. 1 ausgeführt 
werden können“. Damit ist eine scharfe Trennung von Volksfesten und den Spezial- und Jahrmärk-
ten nicht möglich und auch nicht sinnvoll. 
  
 
 
1 § 60 b Abs. 1 der Gewerbeordnung

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 14 
1.4  Methodische Grundlagen u nd Umfang der Untersuchung 
Die in der Folge dargestellten Ergebnisse wurden auf der Grundlage folgender Erhebungen ermit-
telt: 
 Bundesweite, bevölkerungsrepräsentative Online-Panel-Befragung von Volksfestbesuchern 
mit einer Stichprobe von n = 1.647 in 3 Wellen, 
 schriftliche und Online-Befragung von Schaustellern mit einer Stichprobe von n = 308, 
 Auswertung von Sekundärdaten. 
 
1.4.1  Bevölkerungsrepräsentati ve Online-Panel-Befragung 
Im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2012 wurde für die vorliegende Studie das Befragungsdesign 
angepasst. Während im Jahr 2012 eine Telefonbefragung durchgeführt wurde, bei der zu einem 
einzigen Befragungszeitpunkt die Erinnerung an die Volksfestbesuche des vergangenen Jahres 
abgerufen wurde, erfolgte die Befragung 2017/18 über ein Online-Panel und in mehreren Wellen. 
Damit konnte sichergestellt werden, dass keine Erinnerungsverluste der Probanden in die Befra-
gungsergebnisse einfließen. Die im Jahr 2017/18 erhobenen Ergebnisse sind damit deutlich reprä-
sentativer als die Ergebnisse der vorherigen Studie. 
Die Befragung wurde von der Firma LIGHTSPEED GM I in Form einer Online-Panel-Befragung in 
drei Wellen zu jeweils rund 550 Interviews durchgeführt. Die erste Welle fand im Dezember/Januar 
mit einer Stichprobe von 547 sta tt. Die zweite und dritte Welle mit einer Stichprobe von je 550 
wurden im Juni/Juli bzw. im September/Oktober durchgeführt. Befragt wurden Personen ab 14 
Jahre in deutschen Haushalten (unabhängig von der Nationalität der dort wohnenden) mit Internet-
anschluss. Diese stellten 2017 insgesamt 88% der deutschen Haushalte
2. 
Die Auswahl der Probanden erfolgte über einen Quotenplan bzgl. der zu befragenden Altersgrup-
pen, des Wohnsitzes nach Bundesland sowie des Geschlechts. Bei den insgesamt 2.948 Inter-
views wurde zunächst mit einer Filterfrage geklärt, ob die Probanden innerhalb der letzten zwölf 
Monate ein Volksfest oder einen Weihnachtsmarkt besucht hatten. Über eine weitere Filterfrage 
wurde geklärt, ob ein Besuch in den letzten sechs Wochen erfolgte. War dies der Fall, folgte das 
vollständige Interview mit Fragen u.a. zum besuchten Volksfest, zum Ausgabeverhalten und zu 
persönlichen Daten des Probanden. Die Stichprobe der Befragten, die innerhalb der letzten sechs 
Wochen ein Volksfest oder einen Weihnachtsmarkt besucht hat, liegt bei 1.647.  
Die Auswahl einer repräsentativen Zufallsstichprobe ermöglicht Aussagen zu den Fehlertoleranzen 
bei der Hochrechnung der Stichprobe auf die Grundgesamtheit.  
 
 
 
2  Quelle: statistisches Bundesamt 2018, Ausstattung privater Haushalte mit PC, Internetzugang und Breitband-
anschluss im Zeitvergleich 2007-2017.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 15 
1.4.2  Schriftliche und Online-Be fragung von Schaustellern 
Die Befragung von Schaustellern wurde mit Hilfe eines schriftlichen Fragebogens durchgeführt, der 
im Spätsommer 2017 durch den DSB an seine Mitglieder versandt bzw. verteilt wurde. Zusätzlich 
zur schriftlichen Befragung hatten die Schausteller auch die Möglichkeit, den Fragebogen online 
auszufüllen. Die Online-Befragung wurde mit Hilfe des Online-Befragungstools Surveymonkey im 
Zeitraum Januar bis Februar 2018 ergänzend durchgeführt. Die Ergebnisse der Online-Befragung 
wurden mit den Ergebnissen der schriftlichen Befragung zusammengefasst. 
Mit insgesamt 308 Teilnehmern wurde bezogen auf die Grundgesamtheit von 3.545 im DSB orga-
nisierten Schaustellerunternehmen eine aussagekräftige Stichprobengröße (9% der Grundgesamt-
heit) erreicht.  
Abgefragt wurden Strukturdaten der Unternehmen sowie zur Anzahl besuchter Volksfeste und 
Weihnachtsmärkte, Angaben zum Vorleistungsbezug und zu Einschätzungen der Branchenent-
wicklung.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 16 
2.  Branchenprofil Schausteller 
Die Schausteller sind Beschicker der traditionellen Volksfeste, Kirmessen, Jahrmärkte und mittler-
weile auch zahlreicher Weihnachtsmärkte in Deutschland.  
Seit dem 1. Januar 2002 ist der Begriff des Schaustellers und seine Berufstätigkeit in der Allgemei-
nen Verwaltungsvorschrift für den Vollzug des Titels III der Gewe rbeordnung (ReisegewVwV), an 
deren Erarbeitung der Deutsche Schaustellerbund ma ßgeblich beteiligt war, erstmals einheitlich 
definiert.  
Dort heißt es unter Punkt 1.2:   
Von einer Schaustellereigenschaft ist dann auszugehen, wenn ein Gewerbetreibender   
1. mit einer oder mehreren Betriebsstätten,   
2. mit nach äußerer Aufmachung und Gestaltung volksfesttypischen Geschäften aus den 
Bereichen:   
a) Fahrgeschäfte  
b) Verkaufsgeschäfte  
c) Zeltgaststätten, Imbiss und Ausschank (als Reisegewerbe)  
d) Schau- und Belustigungsgeschäfte  
e) Schießgeschäfte  
f) Ausspielungsgeschäfte    
ausschließlich oder überwiegend seine Reisegewerbetätigkeit an wechselnden Orten auf Volks-
festen, Jahrmärkten, Schützenfesten, Kirchweihen und ähnlichen Veranstaltungen ausübt.  
Schausteller dürfen im Rahmen der Gewerbefreiheit auch an anderen Veranstaltungen teilnehmen 
oder sich sonst wie gewerbsmäßig betätigen; ihre Schaustellereigenschaft verlieren sie nur dann, 
wenn solche Tätigkeiten einen weit überwiegenden Anteil einnehmen.
Keine Schausteller im Sinne dieser Definition sind zum Beispiel:   
1. Hilfsdienst, Lieferanten und Verleiher, die lediglich Serviceleistungen für Schaustellerbe-
triebe leisten, wie z.B. Zeltverleiher,  
2. Betreiber stationärer Gaststätten, die nur gelegentlich anlässlich von Volksfesten eine 
Zeltgaststätte betreiben, ansonsten aber nicht als Schausteller tätig sind,  
3. Markthandel, der ausschließlich auf Verkaufsveranstaltungen ohne Volksfestcharakter 
ausgeübt wird. 
Im Rahmen der Befragung von Schaustellern sowie durch die Auswertung interner Statistiken des 
DSB e.V. und seiner Mitgliedsverbände wurden aktuelle Daten zur Situation der Branche erfasst. 
 
 
 
 
„
“

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 17 
2.1  Struktur der Branche 
Der DSB zählte Anfang 2018 insgesamt 3.545 aktive Mitglieder – also Schausteller, die eine oder 
mehrere Geschäftseinheiten betreiben. Schätzungsweise 85% der Schaustellerunternehmen sind 
im DSB organisierte Mitglieder. Zumeist handelt es sich dabei um Familienbetriebe. In der Regel 
haben auch die Ehepartner und älteren Kinder bereits eigene Unternehmen, aber keine separate 
Mitgliedschaft im Verband. Verbandsvertreter schätzen daher, dass es mindestens 1.800 weitere 
selbstständige Schaustellerunternehmen gibt (ca.  50% der registrierten Mitgliedsunternehmen). 
Auf Basis der Schaustellerbefragung kann davon ausgegangen werden, dass ein Schaustellerun-
ternehmen in durchschnittlich über 2,3 Bereichen des Schaustellergewerbes aktiv ist.
3 Die Branche 
kommt also auf schätzungsweise rund 5.300 Unternehmen, die mit mindestens 12.300 Geschäfts-
einheiten (Sommer- und Wintergeschäfte) Volksfeste beschicken kann. Diese Geschäfte gliedern 
sich in folgende Typen:  
 
Tabelle 1: Struktur der Branche nach Geschäftstypen 
Typ des Geschäfts Mitglieder DSB Stichprobe* 
Fahrgeschäfte 27% 28% 
Gastronomie (z.B. Reisende Zelte, Imbisse, Ausschank) 29% 41% 
Verkauf nach Schaustellerart (z.B. Eis, Verzehr-, Süßwaren) 21% 19% 
Spielgeschäfte (Losgeschäfte, Ringe, Derby etc.) 15%   7% 
Schießgeschäfte   5%  1% 
Schau und Belustigung (z.B. Irrgarten, Geisterbahn)   4%  3% 
Quelle: Mitgliederstatistik DSB e.V., Schaustellerbefragung 2018, n = 289 (Werte gerundet) 
* Schwerpunkt der Schaustellerunternehmen 
 
Die in der Folge dargestellten Ergebnisse der Befragung beziehen sich jeweils auf die Anzahl der 
Befragten, die bei der jeweiligen Frage geantwortet haben und nicht auf die Stichprobe insgesamt. 
  
 
  
 
 
3  Beispielsweise neben einem Fahrgeschäft für den Sommer noch einen Imbissbetrieb für Weihnachtsmärkte.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 18 
Durchschnittlich sind die befragten Schausteller seit 30 Jahren im Schaustellergewerbe tätig, ihre 
Familien seit 105 Jahren. Das bedeutet zumeist in fünfter Generation. Das älteste befragte Unter-
nehmen ist bereits seit 520 Jahren auf Deutschlands Volksfesten unterwegs. 
 
Abbildung 1: Dauer der Tätigkeit des Befragten im Schaustellergewerbe 
 
Quelle: Schaustellerbefragung 2018, n=279 
 
Abbildung 2: Dauer der Tätigkeit der Familie im Schaustellergewerbe 
 
Quelle: Schaustellerbefragung 2018, n=244 
  
Die befragten Schausteller waren mit insgesamt mindestens 1.267 Geschäften unterwegs. Den 
umsatzmäßigen Schwerpunkt der 261 Unternehmen, die dazu Angaben machten, bilden dabei am 
häufigsten die Imbissgeschäfte (23%) sowie die Fahrgeschäfte (22%), die Gastronomie (20,3%) 
und der Verkauf nach Schaustellerart (18%).  
Spielgeschäfte (10%), Schau und Belustigung (3%) sowie Schießgeschäfte (2%) werden offen-
sichtlich gerne als Zusatzgeschäfte betrieben.  
  
9
17 16
27
53
44
33
24
16 19 21
0
10
20
30
40
50
60
bis 5
Jahre
6-10
Jahre
11-15
Jahre
16-20
Jahre
21-25
Jahre
26-30
Jahre
31-35
Jahre
36-40
Jahre
41-45
Jahre
46-50
Jahre
> 50
Jahre
Anzahl
6
34
44
69
34
26
4
15 12
0
10
20
30
40
50
60
70
80
bis 25
Jahre
26-50
Jahre
51-75
Jahre
76-100
Jahre
101-125
Jahre
126-150
Jahre
151-175
Jahre
176-200
Jahre
> 200
Jahre
Anzahl

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 19 
Abbildung 3: Umsatzanteil nach Unternehmensbereich 
 
Quelle: Schaustellerbefragung 2018, n=261 
 
Je nach Veranstaltungsart sind die Schausteller mit unterschiedlichen Geschäften vertreten. Wäh-
rend Besitzer auf Volksfesten fast immer mit Fahr-, Spiel- und Schießgeschäften sowie Schau und 
Belustigung vertreten sind, spielen diese auf Weihnachtsmärkten eher eine untergeordnete Rolle. 
Auf Weihnachtsmärkten sind sie in erster Linie mit gastronomischen Angeboten vor Ort. 
Die Schaustellerunternehmen beschäftigen ganzjährig einschließlich der Inhaber und der mitarbei-
tenden Familienangehörigen durchschnittlich 4,5 feste Mitarbeiter. Davon sind durchschnittlich 2,8 
Personen Familienangehörige. Hochgerechnet auf 5.300 Schaustellerunternehmen bedeutet dies 
23.850 feste Mitarbeiter, davon 14.840 Familienangehörige. Darüber hinaus werden vor Ort in der 
Sommersaison durchschnittlich 2,5 feste Mitarbeiter und maximal 6 gleichzeitig tätige Aushilfs-
kräfte pro Unternehmen eingestellt. In der Weihnachtsmarktsaison sind es 2,8 feste Mitarbeiter und 
5,1 maximal tätige Aushilfskräfte pro Unternehmen. Auf Basis dieser Zahlen kann – konservativ 
geschätzt – davon ausgegangen werden, dass die Schaustellerunternehmen im Durchschnitt 
ganzjährig mindestens 6 feste Mitarbeiter einschließlich der Inhaber und der mitarbeitenden Fami-
lienangehörigen in Vollzeit beschäftigen.
4 Hochgerechnet auf 5.300 Schaustellerunternehmen be-
deutet dies 31.800 feste Mitarbeiter, davon mehrheitlich mit 19.960 Personen externe Kräfte. 
Fast die Hälfte der Unternehmen hat maximal drei Mitarbeiter. Nur 7% der Unternehmen haben 
mehr als zehn Mitarbeiter. Die Branche ist damit durch Kleinst- und kleine Unternehmen geprägt. 
  
 
 
4  Eine genauere Hochrechnung der Vollzeitstellenäquivalente der Aushilfen ist nicht möglich, da nicht genau 
bekannt ist, ob die Aushilfen bei allen besuchten Volksfesten bzw. für welchen genauen Zeitraum sie jeweils 
eingestellt werden. 
Imbiss
23%
Fahrgeschäfte
22%
Gastronomie
20%
Verkauf nach 
Schaustellerart
18%
Spielgeschäfte
10%
Schießen
2%
Schau und 
Belustigung
3%
Sonstiges
2%

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 20 
Tabelle 2: Mitarbeiterzahlen (feste Mitarbeiter ganzjährig, inkl. Familienangehörige) 
Mitarbeiter Unternehmen Anteil 
1 bis 3  119 48% 
4 bis 6 83 33% 
7 bis 10 29 12% 
11 bis 20 14 6% 
mehr als 20 3 1% 
Quelle: Schaustellerbefragung 2018, n=248 
 
Nur bei einem Viertel der Schaustellerunternehmen reisen nicht mitarbeitende Familienangehörige 
mit. Bei 20% sind es zwischen ein und zwei Personen.  
 
Abbildung 4: Anzahl nicht mitarbeitender Familienangehöriger 
 
Quelle: Schaustellerbefragung 2018, n=249 
Im Durchschnitt geben die Schausteller rund 22,00 Euro während eines Aufenthaltstages auf einem 
Volksfest für persönliche Ausgaben (Lebensmittel, Gebrauchsartikel, Kleidung, persönliche Aus-
gaben für Freizeit, Unterhaltung, Bildung etc.) pro Person aus. 
Angaben zu ihrer Umsatzgrößenklasse machten 165 befragte Unternehmen. Es lässt sich ein Um-
satz von durchschnittlich über 465.000 Euro brutto ableiten.  
 
  
181
50
14
4
0
20
40
60
80
100
120
140
160
180
200
keine 1 bis 2 3 bis 4 5 bis 6
Anzahl

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 21 
Abbildung 5: Umsatzgrößenklassen 
  
Quelle: Schaustellerbefragung 2018, n=165 
 
Angaben zum unternehmerischen Schwerpunkt und zum Umsatz machten ebenfalls 165 Befragte. 
Die Bandbreite der Umsätze ist innerhalb der jeweiligen Geschäftsarten sehr hoch. Sie reicht z.B. 
im Bereich Gastronomie von 50.000 Euro pro Jahr bei einem kleinen Imbissbetrieb bis zu 1,5 Mio. 
Euro Jahresumsatz bei einem großen Zeltbetrieb. Ähnlich verhält es sich bei den Fahrgeschäften, 
hier liegen die Umsätze zwischen 50.000 Euro und bis zu 3,0 Mio. Euro pro Jahr. Angesichts der 
in den Kategorien Spielgeschäfte, Schießgeschäfte, Schau- und Belustigung sowie Verkauf nach 
Schaustellerart kleinen Stichproben und der groß en Spannbreiten der Umsatzgrößenklassen, die 
zu einer Verzerrung des Mittelwertes führen können, wurden diese Geschäftstypen zusammenge-
fasst. Außerdem weisen wir nachfolgend in Ergänzung zu den arithmetischen Mittelwerten auch 
die Durchschnittswerte ohne Berücksichtigung des oberen und unteren Quartils aus: 
 Fahrgeschäfte: Mittelwert ca. 530.000 Euro (ohne oberes und unteres Quartil: 450.000 Euro), 
 Gastronomie/Imbiss: ca. 600.000 Euro (ohne oberes und unteres Quartil: 475.000 Euro), 
 Ausspielungen, Schießgeschäfte, Schau- und Belustigung sowie Verkaufsgeschäfte sowie 
Sonstige: 213.000 Euro (ohne oberes und unteres Quartil: 166.000 Euro). 
 
2.2  Aktivitätsprofil der Schausteller 
Im Durchschnitt beschicken die Unternehmen mit ihren Geschäften 22 Veranstaltungen pro Jahr 
(einschließlich Weihnachtsmärkte). 85% beschicken zwischen 10 und 40 Veranstaltungen. Dabei 
handelt es sich um durchschnittlich vier große Volksfeste, jeweils acht mittlere und kleinere Volks-
feste und zwei Weihnachtsmärkte. 
Mit all ihren Geschäften stehen die Schausteller (ohne Tage für Auf- und Abbau) durchschnittlich 
an insgesamt 149,4 Tagen pro Jahr auf Volksfesten. Das schließt Spieltage auf Weihnachtsmärk-
ten ein, wo man häufig mit einem ausschließlich für diesen Zweck vorhandenen Geschäft präsent 
ist. Bei durchschnittlich 32 Spieltagen auf Weihnachtsmärkten verbleiben rund 117 Spieltage auf 
Volksfesten während der übrigen Saison, davon 41 Spieltage auf großen Volksfesten, 43 auf mitt-
leren Volksfesten und 33 auf kleineren Volksfesten. 
16
75
67
7
0
10
20
30
40
50
60
70
80
bis 
50.000,- €
50.001,- bis 
200.000,- €
200.001,- bis 
1.000.000,- €
über 
1.000.000,- €
Anzahl

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 22 
Tabelle 3: Durchschnittliche Anzahl besuchter Veranstaltungen und Veranstaltungstage 
gesamt 
 Ø-Anzahl besuchter  
Veranstaltungen 
Ø-Veranstaltungstage  
gesamt 
Große Volksfeste 4,4 41,1 
Mittlere Volksfeste 7,9 43,1 
Kleine Volksfeste 8,0 32,8 
Weihnachtsmärkte 1,7 32,5 
Gesamt 22,0 149,4 
Quelle: Schaustellerbefragung 2018, n=253/222 
Dazu kommen Auf- und Abbautage und reine Reisetage zwischen zwei Veranstaltungsorten. In 
der übrigen Zeit werden Unterhalts- und Pflegearbeiten durchgeführt, sicherheitsrelevante Wartun-
gen vorgenommen sowie Planungs- und Verwaltungstätigkeiten erledigt. 
 
2.3  Wirtschaftliche Situation der Betriebe 
Die Schaustellerbranche wird durch einen hohen Fixkostenanteil und ein hohes wirtschaftliches 
Risiko gekennzeichnet. Die Betriebe halten bei jeder Veranstaltung unabhängig von der Nachfrage, 
die z.B. maßgeblich durch die Witterung beeinflusst wird, das volle Angebot vor. Die Kosten für 
Auf- und Abbau, das Vorhalten von Personal und die Beleuchtung des Geschäfts entstehen ganz 
unabhängig von der Zahl der Besucher.  
Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen bewerten die Schaustellerunternehmen ihre wirt-
schaftliche Situation insgesamt als befriedigend (Schulnote 2,9). Immerhin 33% bewerten ihre Si-
tuation als gut oder sehr gut. Auf der anderen Seite konstatieren 6% eine mangelhafte oder gar 
ungenügende wirtschaftliche Situation. Dieser Wert hat sich in den letzten Jahren verbessert. 
Abbildung 6: Bewertung wirtschaftliche Situation 
 
 Quelle: Schaustellerbefragung 2018, n=175 
sehr gut
3%
gut
30%
befriedigend
46%
ausreichend
15%
mangelhaft
5%
ungenügend
1%

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 23 
Besorgniserregend ist jedoch, dass sich die Situation für 49% der Betriebe in den letzten drei Jah-
ren nach ihrer eigenen Wahrnehmung verschlechtert hat. 
Abbildung 7: Entwicklung der wirtschaftlichen Situation in den letzten drei Jahren 
 
 Quelle: Schaustellerbefragung 2018, n=180 
 
Betriebe, deren wirtschaftliche Situation sich in den letzten drei Jahren verschlechtert hat, sehen 
die Gründe hierfür primär in den: 
 gestiegenen Lohnkosten (61% der Unternehmen, deren Situation sich verschlechtert hat, be-
urteilen diesen Einfluss als stark) 
 unzureichenden Möglichkeiten, Kosten einzusparen sowie  
 gestiegenen Gebühren und Abgaben (jeweils 40% der Unternehmen deren Situation sich ver-
schlechtert hat, beurteilen diesen Einfluss als stark),  
  zusätzlichen, neuen Abgaben und Gebühren (36% sehen hier starken Einfluss). 
 
Aber auch der erhöhte interne Aufwand in Folge umfangreicherer behördlicher Anforderung (38%), 
gesunkene Besucherzahlen (35%) und die höheren Einkaufspreise für Waren (19%) haben als 
Gründe für die genannte Entwicklung Bedeutung. Als sonstige negative Einflüsse auf die Entwick-
lung wurden v.a. die Sicherheitskonzepte und Terror genannt. 
 
 
 
eher verbessert
23%
keine Veränderung
28%
eher verschlechtert
49%

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 24 
3.  Volksfeste und Volksfestbesuche 
Im Folgenden wird ein Überblick über Umfang und Struktur von Angebot und Nachfrage im Bereich 
der Volksfeste gegeben. Auf das Thema Weihnachtsmärkte wird dabei gesondert eingegangen. 
 
3.1  Das Angebot: Anzahl der Volksfeste in Deutschland 
Während es für andere Bereiche der Freizeitbranche durchaus detaillierte Statistiken gibt, gestaltet 
sich eine Analyse der Volksfeste deutlich schwieriger. Amtliche Statistiken sind für diesen Bereich 
der Freizeitwirtschaft nicht vorhanden. Daher wurde – wie schon für die Marktstudien in 2000 und 
2012 – auch für diese Aktualisierung versucht, den sogenannten Komet-Kalender als um-  
fassendstes Markt- und Messeverzeichnis (erschienen im Pirmasenser Komet Druck- und Verlags-
haus) für die Analyse der Volksfeste in Deutschland heranzuziehen.  
Dieses Verzeichnis der Volksfeste listet für das Jahr 2017 insgesamt 9.241 Veranstaltungen auf, 
davon u.a. 1.105 Weihnachtsmärkte. Im Jahr 2012 wurden noch 11.368 Eintragungen und im Jahr 
2000 14.690 Eintragungen gezählt. Dieser starke Rückgang der im Komet-Kalender zu findenden 
Eintragungen deckt sich jedoch nicht mit den gerade in den letzten Jahren wieder gestiegenen 
Besuchszahlen und mit dem tatsächlichen Angebot.  
Vielmehr ist davon auszugehen, dass die im Komet-Kalender veröffentlichten Volksfeste und Weih-
nachtsmärkte nicht mehr den gesamten Volksfestmarkt und ein verzerrtes Bild der Angebotsland-
schaft abbilden.
5 Seine Aussagekraft zur Darstellung des Volksfestangebots ist nur noch einge-
schränkt gegeben. Zum einen wird der Kalender zu Jahresbeginn veröffentlicht, was bedeutet, 
dass die Volksfeste schon geraume Zeit vorher gemeldet werden müssen. Zum anderen sind Ver-
öffentlichungen auf diversen Online-Portalen und Veranstaltungskalendern auf dem Vormarsch. 
Der Deutsche Schaustellerbund schätzt aufgrund eigener Erhebungen und der ständigen Rück-
sprache mit seinen 91 Mitgliedsverbänden, dass von 2012 bis 2017/18 nur noch rund 150 Volks-
feste verschwunden sind. Damit würde sich die aktuelle Zahl bei 9.750 Volksfeste nach 9.900 in 
2012 bewegen. 
Die tatsächliche Anzahl an Weihnachtsmärkten ist ebenfalls schwer abzuschätzen. Laut dem Deut-
schen Schaustellerbund ist bei den Weihnachtsmärkten hingegen eher ein leichtes Wachstum zu 
beobachten. Jährlich kommen neue Weihnachtsmärkte, auch von privaten Veranstaltern z.B. auf 
Burgen oder in Höfen, hinzu. Andere Weihnachtsmärkte verlängern ihre Veranstaltungen bis in den 
Januar hinein. Die seit langem in vielen Quellen gehandelte Zahl von rund 2.500 Weihnachtsmärk-
ten pro Jahr in Deutschland dürfte sich daher heutzutage eher bei geschätzt jährlich 3.000 Ver-
anstaltungen bewegen.  
 
 
 
5  Deutliches Indiz dafür ist, dass nach dem Komet-Kalender in einzelnen Bundesländern eine mittelhohe 
dreistellige Zahl von Volksfesten weggebrochen sein soll und sich danach die Veranstaltungszahl um 30% bis 
40% in den letzten fünf Jahren verringert habe. Dies ist nicht plausibel. Stichprobenweise Recherchen von ift 
haben ergeben, dass viele Veranstaltungen und Angebote noch existieren, allerdings nicht mehr im Komet-
Kalender gelistet werden.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 25 
3.2  Das Image: Das Volksfest aus Sicht der Besucher 
Das Image spiegelt den Gesamteindruck, den die Besucher von Volksfesten haben, wider. Dabei 
handelt es sich um ein subjektives Empfinden, welches das Verhalten der Besucher beeinflussen 
kann.  
Zusammenfassend empfinden die Besucher laut den Befragungsergebnissen das Volksfest als 
einen Ausflugsort für die ganze Familie, der einen wichtigen Beitrag zur Tradition und Kultur leistet.  
Der letzte Volksfestbesuch wird von den meisten Befragten als gelungener Ausflug wahrgenom-
men. 
 
3.3  Die Nachfrage: Umfang und St ruktur der Volksfestbesuche 
Im Rahmen der Online-Befragung wurden außer Daten zu Besuchen von Volksfesten auch Daten 
zu Besuchen von Weihnachtsmärkten erhoben. Die entsprechenden Ergebnisse werden in den 
folgenden Kapiteln jeweils separat ausgewiesen. 
3.3.1  Volksfestbesuchsintens ität der Bevölkerung 
Im Rahmen der Online-Befragung (n=2.948, deutsche Bevölkerung zwischen 14 und 70 Jahren in 
Haushalten mit Internetanschluss) gaben 77,6% der Befragten an, in den letzten zwölf Monaten 
mindestens ein Mal ein Volksfest, eine Kirmes, einen Jahrmarkt oder ein Schützenfest besucht zu 
haben. 
3.3.2  Volksfestbesuchshäufigkeit 
Die Befragten, die in den letzten zwölf Monaten ein Volksfest besucht hatten, sind in diesem Zeit-
raum an durchschnittlich rund 3,9 Tagen auf solche Veranstaltungen gegangen.  
Die Besuchshäufigkeit der Volksfeste korreliert mit dem Alter. Die befragten 14- bis 24-Jährigen 
gaben an, durchschnittlich 4,9 Volksfestbesuche pro Jahr zu unternehmen. Bei den 25- bis 34-
Jährigen sind es noch 4,7 Besuche pro Jahr, bei den 35- bis 44-Jährigen 4,8 Besuche. Die ge-
ringste Besuchshäufigkeit weisen mit 3,5 Volksfestbesuchen pro Jahr die 55- bis 70-Jährigen auf. 
Die Besuchshäufigkeit liegt bei Männern deutlich höher als bei Frauen. Von den Befragten, die 
angegeben hatten, im letzten Jahr ein Volksfest besucht zu haben, besuchten die männlichen Be-
fragten an durchschnittlich 4,5 Tagen ein Volksfest, die weiblichen Befragten an 3,7 Tagen. 
Personen, die in Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von gleich oder größer  
2.600 Euro wohnen, besuchen Volksfeste signifikant häufiger als Angehörige der darunter liegen-
den Einkommensgruppen. Lediglich die Haushalte mit einem Nettoeinkommen zwischen 1.500 und 
2.000 Euro stechen mit einer Besuchshäufigkeit von 4,7 Tagen heraus. Die höchste Besuchshäu-
figkeit haben Personen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von größer oder gleich 
5.000 Euro. Sie besuchen Volksfeste an durchschnittlich 4,8 Tagen im Jahr. 
Bei der Häufigkeit der Besuche auf Weihnachtsmärkten ergibt sich ein anderes Bild. Mit durch-
schnittlich 3,6 Besuchen pro Jahr werden insgesamt weniger Besuche getätigt, was mit der kürze-
ren Weihnachtsmarktsaison zusammenhängt (vgl. dazu Kapitel 5).

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 26 
Diese Besuchshäufigkeit ist bei den 25- bis 34-Jä hrigen am höchsten mit 4,4 Besuchen pro Jahr. 
Die 14- bis 24-Jährigen haben in den vergangenen zwölf Monaten an 4,3 Tagen einen Weihnachts-
markt besucht. Die über 45-jährigen gaben noch 3,0 Besuche an. Mit 2,9 Besuchstagen pro Jahr 
gehen die über 55-Jährigen am wenigsten auf Weihnachtsmärkte. Die Besuchshäufigkeit liegt bei 
Männern etwas höher als bei Frauen. Die Besuchshäufigkeit auf Weihnachtsmärkten ist in allen 
Einkommensgruppen ähnlich hoch. Personen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen 
von 1.500-2.000 Euro besuchten Weihnachtsmärkte mit 4,3 Tagen am häufigsten. 
Die folgende Tabelle zeigt die Besuchsanteile und -häufigkeiten von Volksfesten und Weihnachts-
märkten nach dem Wohnort der Befragten. 
Tabelle 4: Besuchshäufigkeit nach Herkunftsbundesland der Befragten 
Herkunftsbundes-
land 
Anzahl der Besuche in den 
letzten 12 Monaten… (2012) 
Anzahl der Besuche in den 
letzten 12 Monaten… (2017/18) 
Volksfeste, Kir-
messen etc. 
Weihnachts-
märkte 
Volksfeste, Kir-
messen etc. 
Weihnachts-
märkte 
Baden-Württemberg 3,1 2,5 4,8 4,6 
Bayern 4,0 2,6 4,1 3,0 
Berlin 5,5 2,7 4,4 3,8 
Brandenburg 3,1 2,6 3,2 2,6 
Bremen Wegen zu geringer Stichproben-
größe keine Angabe möglich 
3,2 2,9 
Hamburg 4,4 3,8 4,1 5,8 
Hessen 3,4 2,8 4,8 3,1 
Mecklenburg-Vorp. 2,5 1,9 4,1 3,2 
Niedersachsen 3,6 2,5 3,7 3,3 
Nordrhein-Westfalen 3,7 2,9 3,9 3,5 
Rheinland-Pfalz 3,7 2,1 4,9 3,5 
Saarland 3,4 2,2 4,5 3,9 
Sachsen 3,7 2,4 3,7 3,6 
Sachsen-Anhalt 2,0 2,4 3,7 3,3 
Schleswig-Holstein 2,7 3,7 3,9 3,7 
Thüringen 3,4 2,1 3,8 3,3 
Eigene Darstellung ift GmbH 2018 
Waren 2012 noch Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Hol-
stein die Bundesländer mit den wenigsten Volksfestbesuchen der Befragten, so sind es laut der 
aktuellen Befragung weiterhin Brandenburg, aber auch Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und 
Niedersachsen. Eine besonders hohe Volksfestbesuchshäufigkeit weisen Rheinland-Pfalz, Baden-
Württemberg und Hessen auf, aber auch Berlin, Bayern, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern 
sowie das Saarland verzeichnen über 4,0 Volksfestbesuchstage der Befragten pro Jahr.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 27 
Es zeigt sich also, dass der Schwerpunkt der Volksfestbesuchsaktivität im Westen und Süden der 
Republik liegt und damit weitgehend der Angebotsstruktur entspricht. 
 
Volksfestbesuche werden vor allem von Einheimischen unternommen. Mehr als 85% der Veran-
staltungsbesucher kommen aus einem Radius von unter 50 km. Im Durchschnitt nehmen die Volks-
festbesucher der ersten Befragungswelle rund 48 km Anreisestrecke auf sich, in der zweiten Be-
fragungswelle sind es rund 31 km und in der dritten Welle sogar 62 km. Die akzeptierte Anreise-
strecke war somit im Herbst doppelt so hoch wie im Sommer, was vermutlich an den zahlreichen 
Großveranstaltungen im Spätsommer und Herbst liegt, zu denen Besucher in der Regel auch eine 
weitere Anreise in Kauf nehmen.  
Für 65% der Befragten war der Besuch des letzten Volksfestes der Hauptanlass für einen gezielten 
Tagesausflug vom Wohnort aus. 29% der Befragten besuchten die letzte Veranstaltung, da sie sich 
aus einem anderen Anlass, wie z.B. einem Einkaufsbummel, der Arbeit, Schule etc. ohnehin am 
Veranstaltungsort aufhielten. Vor allem in der ersten Welle war der Anteil der Befragten, die die 
Veranstaltung besuchten, weil sie ohnehin am Veranstaltungsort waren, mit 37% deutlich höher, 
was dafür spricht, dass Weihnachtsmarktbesuche häufiger mit ohnehin getätigten Aktivitäten wie 
Einkäufen oder Arbeitswegen verbunden werden. Nur 6% der insgesamt befragten Volksfestbesu-
cher haben die zuletzt besuchte Veranstaltung im Rahmen einer mehrtägigen Reise mit Übernach-
tung außerhalb des eigenen Wohnortes besucht. 
Abbildung 8: Anreisestrecke letzter Veranstaltungsbesuch 
 
Quelle: Darstellung ift GmbH auf Basis Online-Panel-Befragung Volksfestbesucher n=1.647 
  
3%
86%
5%
2%
1%
3%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90%
<1 km
1 - 50 km
51 - 100 km
101 - 150 km
151 - 200 km
200+ km

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 28 
Abbildung 9: Entwicklung der Besuchshäufigkeit im vergangenen Jahr 
 
Quelle: Darstellung ift GmbH auf Basis Online-Panel-Befragung Volksfestbesucher n=1.647 
 
Bei der Frage nach der Entwicklung der Anzahl der Volksfestbesuche im vergangenen Jahr ergab 
sich eine stabile Besuchshäufigkeit. Rund ein Sechstel der Befragten gab an, mehr Volksfeste be-
sucht zu haben, als noch im Vorjahr. Rund 15% zeigten eine eher geringere Besuchshäufigkeit auf 
Volksfesten. 
Bei der Interpretation dieser Werte ist zu berücksichtigen, dass Personen, die anders als früher 
zuletzt keinen Volksfestbesuch mehr unternommen haben (=Abnahme der Aktivität auf null), nicht 
mehr in der Stichprobe enthalten sind, da diese nur Personen umfasst, die zumindest in den letzten 
sechs Wochen eine solche Veranstaltung besucht hatten. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung 
dürfte die Besuchshäufigkeit daher etwas stärker gesunken sein. 
 
 
Eher 
zugenommen
17%
Etwa gleich geblieben
68%
Eher 
abgenommen
15%

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 29 
3.3.3  Besuchsvolumen 
Aus der Volksfestbesuchsintensität und der Besuchshäufigkeit lässt sich das Besuchsvolumen ab-
leiten und auf die Bevölkerung im Alter von 14 bis 70 Jahren hochrechnen: 
 Grundgesamtheit 59,7 Mio.6 x 77,6% x 3,9 Besuche p.a. = 180,6 Mio. Besuche 
Das entspricht einer Aktivitätsquote von 3,0 Besuchen pro Person.  
Ausländische Besucher wurden im Rahmen dieser Erhebungen nicht erfasst. Ihr Anteil an den 
Besuchern beträgt auf dem Oktoberfest in München 19%.7 Dies ist jedoch ein Spitzenwert, der von 
keinem anderen Volksfest in Deutschland erreicht wird. Die Volksfeste in Nordrhein-Westfalen ver-
zeichnen allerdings einen regen Zustrom von Besuchern aus den Niederlanden, auf Volksfesten 
im Saarland, in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg spielen französische Besucher eine 
Rolle, bayerische Volksfeste begrüßen Besucher aus Österreich und der Tschechischen Republik. 
Da insgesamt ein großer Anteil der Besucher auf die besucherstarken Volksfeste in Deutschland 
entfällt, gehen wir von  
 insgesamt 9,0 Mio. ausländischen Besuchen auf deutschen Volksfesten aus.  
 
Insgesamt ergibt sich somit ein Besuchsvolumen von 189,6 Mio. Besuchen auf deutschen 
Volksfesten pro Jahr.8  
 
Die folgende Tabelle zeigt die offiziellen Besuchszahlen der besucherstärksten Volksfeste in 
Deutschland.9 Diese 29 Volksfeste kommen allein schon auf 52,4 Mio. Besucher, also rund 25% 
der Gesamtbesuche auf Volksfesten.  
 
 
6 Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand 31.12.2016 
7 Quelle: Stadt München, Besucherbefragung Oktoberfest 2011 
8 Bezieht sich auf den Zeitraum Winter 2016/17 bis Herbst 2017. 
9 Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Kieler Woche (3,0 Mio. Besuche) wurde hierbei nicht  
berücksichtigt.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 30 
Tabelle 5: Die größten Volksfeste in Deutschland nach offiziellen Besuchszahlen 2018 
Ort Volksfest Besuchszahl 
München Oktoberfest 6.200.000 
Herne Cranger Kirmes 4.000.000 
Düsseldorf Rheinkirmes 4.000.000 
Bremen Freimarkt 4.000.000 
Stuttgart Cannstatter Wasen 4.000.000 
Hamburg Sommerdom 2.500.000 
Hamburg Frühjahrsdom 2.500.000 
Hamburg Winterdom 2.000.000 
Nürnberg Frühlingsfest 1.800.000 
Nürnberg Herbstvolksfest 1.700.000 
Oldenburg Kramermarkt 1.500.000 
Straubing Gäubodenvolksfest 1.400.000 
Stuttgart Frühlingsfest 1.300.000 
Erlangen Bergkirchweih 1.300.000 
Paderborn Libori 1.200.000 
Bonn Pützchens Markt 1.200.000 
Hannover Schützenfest 1.000.000 
Bremen Osterwiese 1.000.000 
Fürth Michaeliskirchweih 1.000.000 
Hamburg Hafengeburtstag 1.000.000 
Hannover Frühlingsfest 1.000.000 
Neuss Bürger-Schützenfest 1.000.000 
Ob-Sterkrade Fronleichnamskirmes 1.000.000 
Rosenheim Herbstfest 1.000.000 
Rostock Hanse Sail 1.000.000 
Soest Allerheiligenkirmes 1.000.000 
Düren Annakirmes 800.000 
Rudolstadt Vogelschießen 500.000 
Lutherstadt Eisleben Eisleber Wiesenmarkt 500.000 
Quelle: Eigene Recherchen

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 31 
3.3.4  Begleitung beim Volksfestbesuch 
Volksfestbesuche werden in Begleitung unternommen. In der Online-Panel-Befragung gaben ins-
gesamt über 90% der befragten Volksfestbesucher an, dass sie das letzte Volksfest in Begleitung 
besucht haben. Im Schnitt waren sie mit 3 Personen auf dem Volksfest. 8% waren in einer Gruppe 
von 6 bis 10 Personen unterwegs, 2% mit noch größeren Gruppen. 
28% aller Befragten gab an, den letzten Volksfestbesuch mit einem oder mehreren Kindern unter-
nommen zu haben. Von den 464 Befragten, die Angaben zur Anzahl der Kinder machten, die sie 
begleitet haben, waren 64% mit einem Kind und 27% mit zwei Kindern auf dem letzten Volksfest. 
Die Kinder der Befragten waren im Durchschnitt 10 Jahre alt.  
Abbildung 10: Anzahl der begleitenden Kinder beim letzten Volksfestbesuch 
 
Quelle: Darstellung ift GmbH auf Basis Online-Panel-Befragung Volksfestbesucher n=464, alle Befragten, die mit 
Kindern das letzte Volksfest besucht haben 
 
 
 
 
  
1 Kind
64%
2 Kinder
27%
3 Kinder
5%
> 3 Kinder
4%

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 32 
3.4  Größe und Frequentierung der besuchten Volksfeste 
Nach der Einschätzung der im Rahmen der Online-Panel-Umfrage befragten Volksfestbesucher 
handelte es sich bei: 
 28% der zuletzt besuchten Volksfeste um „große Volksfeste“, 
 bei 45% um „mittlere Volksfeste“ und 
 bei 27% um „kleine Volksfeste“. 
Geht man davon aus, dass ausländische Besucher primär die großen Volksfeste (wie z.B. das 
Oktoberfest) aufsuchen, so ergibt sich daraus in etwa folgende Verteilung der Besuche: 
 ca. 53,1 Mio. Besuche auf großen Volksfesten, 
 ca. 85,3 Mio. Besuche auf mittleren Volksfesten und 
 ca. 51,2 Mio. Besuche auf kleinen Volksfesten. 
Bei der Frage nach der Frequentierung des besuchten Volksfestes gaben 30% der Befragten an, 
es sei „richtig voll“ gewesen. Als „gut besucht“ bezeichneten 63% der Befragten das zuletzt be-
suchte Volksfest. Rund 7% gaben „es waren wenig Leute da“ an. Setzt man diese Angaben in 
Bezug zur Größe des besuchten Volksfestes, so ze igt sich, dass vor allem die kleinen Volksfeste 
schwach frequentiert waren: 
 „Richtig voll“ waren 51% der besuchten großen Volksfeste, aber nur 12% der besuchten kleinen 
Volksfeste. 
 „Wenig Leute“ waren auf lediglich 5% der besuchten großen Volksfeste, aber auf 69% der be-
suchten kleinen Volksfeste. 
Ausgehend von den dargestellten Ergebnissen kann die Struktur von Volksfestangebot und -nach-
frage wie folgt zusammengefasst werden. 
 
Tabelle 6: Strukturdaten der Volksfeste nach ihrer Größe  
Volksfestgröße Besucher in Mio. Volksfeste* Ø Besuche 
Groß   53,1    160 ca. 330.000 
Mittel   85,3 3.120 ca. 27.000 
Klein   51,2 6.470 ca. 8.000 
Gesamt 189,6 9.750 19.500 
Eigene Darstellung ift GmbH 2018, alle Werte gerundet, * Schätzung auf Basis Komet-Kalender und DSB 
 
Die vergleichsweise geringe Zahl von Besuchern der Vielzahl kleinerer Volksfeste macht deutlich, 
warum diese Veranstaltungen für viele Schausteller nicht mehr attraktiv sind. Angesichts der ge-
ringen Frequenzen ist es bei annähernd gleichen Betriebskosten wesentlich schwerer, ausrei-
chende Einnahmen zu erzielen.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 33 
4.  Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste 2018 
Im Rahmen der Ermittlung der wirtschaftlichen Bedeutung der Volksfeste werden auf Basis der 
Angaben zu den Besucherausgaben zunächst die Branchenumsätze ermittelt. Anschließend wer-
den auf Basis der Angaben der Schausteller zu ihrer Ausgabenstruktur die direkten monetären 
Effekte für die ausrichtenden Kommunen ermittelt. Dazu zählen Wertschöpfung, Arbeitsmarktef-
fekte und fiskalische Effekte. Die wirtschaftlichen Effekte durch Investitionen, Transportkosten der 
Schausteller sowie Einkommen der Schausteller bleiben unberücksichtigt. 
 
4.1  Ausgaben der Volksfestbesucher 
Im Rahmen der Online-Panel-Befragung wurden 1.647 Personen, welche in den jeweils zurücklie-
genden sechs Wochen ein Volksfest besucht hatten, zu ihren Ausgaben auf dem zuletzt besuchten 
Volksfest befragt.  
4.1.1  Höhe und Struktur der Tagesausgaben 
Volksfestbesucher in Deutschland geben ausgehend von den Ergebnissen der Online-Panel-Be-
fragung durchschnittlich 52,53 Euro pro Besuch aus. Diese Ausgaben beziehen sich auf durch-
schnittlich 2,1 Personen. Somit ergeben sich auf Basis der durchgeführten Online-Panel-Befragung 
durchschnittliche Pro-Kopf-Ausgaben von rund 25,00 Euro je Besuchstag. 
Tabelle 7: Ausgaben auf Volksfesten 2018 
Ausgaben für Ausgaben in Euro 
gesamt pro Kopf 
Gastronomie 22,80 10,90 
Einkäufe 10,00   4,70 
Fahrgeschäfte   9,80   4,70 
Spielgeschäft   4,10   2,00 
Sonstiges   2,10   1,00 
Schau und Belustigung   2,00   0,90 
Schießen   1,80   0,90 
Quelle: Online-Panel-Befragung Volksfestbesucher n=1.647, Werte gerundet 
Mit Abstand die höchsten Ausgaben werden für Gastronomie (inkl. Imbiss) getätigt, nämlich 43% 
der Gesamtausgaben. Es folgen die Einkäufe, zu denen beispielsweise auch Süßwaren zählen, 
mit 19%. Ähnlich viel wird für die Fahrgeschäfte aufgewendet (19%). Für das Schießen (3%), 
Schau und Belustigung (4%), Spielgeschäfte (8%) beziehungsweise Sonstiges (4%) wird jeweils 
deutlich weniger ausgegeben. 
 Wer ein bis fünf Tage pro Jahr auf ein Volksfest geht, gibt pro Tag und Kopf durchschnittlich 
rund 17,20 Euro aus.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 34 
 Besucher mit sechs bis zehn jährlichen Besuchen geben pro Tag und Kopf 25,30 Euro aus. 
 Regelmäßige Volksfestbesucher (16 oder mehr Besuche pro Jahr) geben durchschnittlich rund 
35,70 Euro pro Kopf aus. 
Auf dieser Basis sowie der in Kapitel 3.3.3 dargestellten Zahl der Volksfestbesuche ergeben sich 
Gesamtausgaben auf deutschen Volksfesten durch Besucher mit Wohnsitz in Deutschland in Höhe 
von 4,52 Mrd. Euro. Dazu kommen die Ausgaben der ausländischen Besucher. Aus Mangel an 
qualifizierten Daten wird für die Besucher mit Wohnsitz im Ausland von den gleichen Pro-Kopf-
Ausgaben ausgegangen.
10 Auf dieser Basis ergeben sich rund 226 Mio. Euro, die ausländische 
Besucher auf deutschen Volksfesten lassen.  
Insgesamt werden somit auf deutschen Volksf esten pro Jahr durch die Besucher aktuell 
brutto 4,75 Mrd. Euro ausgegeben. 
Dieser Umsatz fließt aber nur zu einem gewissen Teil der traditionellen Schaustellerbranche 
zu, da Volksfeste und Weihnachtsmärkte nich t nur von Schaustellern, sondern von zehn-
tausenden Markthändlern, Brau ereien, Vereinen, der örtliche n Gastronomie, Metzgereien, 
Bäckereien und Kunsthandwerkern beschickt werden. 
Der Anteil der Schausteller an der Gesamtzahl der Beschicker solcher Veranstaltungen be-
trägt zwischen ca. 20 und 90 %. 
 
4.1.1.1  Ausgaben in Abhängigkeit vo n der Größe des besuchten 
Volksfestes 
Wie auch in anderen Branchen der Freizeitwirtschaft gibt es bei den Volksfesten einen Zusammen-
hang zwischen der Größe und der Höhe der durch die Besucher getätigten Ausgaben. Dies hängt 
u.a. damit zusammen, dass die Aufenthaltsdauer auf einer größeren und somit auch besucherstär-
keren Veranstaltung länger ist. Man braucht schlichtweg mehr Zeit, um das Angebot auszuschöp-
fen. 
 Wer zuletzt ein großes Volksfest besucht hat, gab pro Tag und Kopf durchschnittlich rund 35,00 
Euro aus. 
 Besucher mittlerer Volksfeste gaben pro Tag und Kopf durchschnittlich rund 24,00 Euro aus. 
 Besucher kleiner Volksfeste hatten Pro-Kopf-Ausgaben von durchschnittlich gerundet 17,00 
Euro pro Tag. 
Höhere Ausgaben bei größeren Volksfesten bedeuten, dass der Um satzanteil der großen 
Volksfeste noch wesentlich größer ist, als ih r Anteil an den Besuchszahlen auf deutschen 
Volksfesten. Das macht sie selbstverständlich auch für die Schausteller besonders interes-
sant. Auf der anderen Seite sorgen die geri ngen Pro-Kopf-Ausgaben bei Volksfesten mit 
 
 
10  Tatsächlich dürften die Ausgaben der ausländischen Besucher überdurchschnittlich sein, da sie einerseits 
primär die besonders großen Volksfeste ansteuern (allen voran das Oktoberfest) und andererseits längere 
Anreisewege als die deutschen Besucher haben. Solche längeren Anreisewege korrelieren in der Freizeitwirt-
schaft mit der Ausgabenhöhe.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 35 
wenigen Besuchern dafür, dass diese für die Schausteller und damit letztlich auch für die 
Besucher immer unattraktiver werden. Die Folge ist ein Konzentrationsprozess, der auch 
aus anderen Bereichen der Freizeitwirtschaft bekannt ist. 
 
4.1.1.2  Ausgaben in Abhängigkeit von soziodemografischen 
Merkmalen 
Die Höhe der auf Volksfesten getätigten Ausgaben hängt stark mit dem jeweiligen Einkommen der 
Besucher zusammen. So geben Personen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von 
bis zu 900 Euro rund 19,70 Euro pro Kopf aus, während Personen mit einem Einkommen von 901 
bis 1.300 Euro mit durchschnittlich gerundet 18,00 Euro pro Kopf die niedrigsten Ausgaben auf-
weisen. Personen mit einem Einkommen von 3.600 bis 5.000 Euro haben durchschnittliche Pro-
Kopf-Ausgaben von 29,60 Euro pro Tag. Personen mit mehr als 5.000 Euro Haushaltsnettoein-
kommen geben durchschnittlich sogar 34,20 Euro pro Kopf und Tag aus. Insofern beeinflusst auch 
die Kaufkraft am Veranstaltungsort das Umsatzpotenzial eines Volksfestes maßgeblich. 
Zwischen dem Alter der Besucher und der Höhe der Pro-Kopf-Ausgaben besteht ebenfalls ein Zu-
sammenhang, wobei sich hier auch die in Abhängigkeit vom Alter unterschiedliche Einkommens-
situation widerspiegelt. Am wenigsten geben die 14- bis 24-Jährigen mit gerundet 19,10 Euro pro 
Kopf aus. Am meisten geben die 25- bis 34-Jährigen mit rund 32,50 Euro pro Kopf aus. Mit zuneh-
mendem Alter sinken die Ausgaben dann wieder. Bei den über 55-Jährigen sind es noch 22,30 
Euro. 
Männer sind deutlich ausgabefreudiger als Frauen: Sie geben gerundet 27,10 Euro pro Kopf und 
Tag aus, Frauen nur 22,80 Euro. 
 
4.2  Regionalwirtschaftliche Effekt e der deutschen  Volksfeste 
Die durch die Volksfeste ausgelösten regionalwirtschaftlichen Effekte umfassen: 
 Monetäre Effekte durch die Ausgaben von Besuchern und Schaustellern vor Ort 
 Einkommenswirkungen (Wertschöpfungseffekt), 
 Arbeitsmarkteffekte und 
 fiskalische Effekte (für die kommunalen Haushalte). 
Auf Basis der entsprechenden Ergebnisse werden am Ende des Kapitels leicht anzuwendende 
Kennziffern zur Abschätzung der verschiedenen regionalwirtschaftlichen Effekte eines Volksfestes 
in Abhängigkeit von seiner Größe und Dauer dargestellt. 
 
4.2.1  Monetäre Effekte  
Die monetären Effekte von Volksfesten ergeben sich primär durch: 
 den Vorleistungsbezug der Schaustellerunternehmen am Veranstaltungsort,  
 zu entrichtende Abgaben und Gebühren,

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 36 
 die Konsumausgaben der Schausteller, ihrer Familienangehörigen sowie ihrer Beschäftigten 
und  
 die Ausgaben, welche seitens der Volksfestbesucher außerhalb des Volksfestgeländes getätigt 
werden. Dazu zählen beispielsweise Ausgaben für öffentliche Transportmittel oder eine Hotel-
übernachtung. Dabei werden nur die Volksfestbesucher berücksichtigt, die als Tourist im Rah-
men einer Übernachtungsreise oder als Tagesausflügler mit Hauptanlass Volksfestbesuch die 
jeweilige Veranstaltung besuchen. 
 
4.2.1.1  Betriebskosten (ink l. Personalkosten) 
Für den Betrieb ihrer Geschäfte entstehen den Schaustellern vor Ort Kosten. Im Rahmen der Be-
fragung wurden die entsprechenden Betriebskosten im letzten Jahr insgesamt abgefragt sowie der 
jeweilige Anteil, der üblicherweise aus Ausgaben am Veranstaltungsort resultiert. 
In Summe beliefen sich die angegebenen Betriebskosten vor Ort auf durchschnittlich rund 225.000 
Euro im letzten Jahr. 54% der Kosten fielen vor Ort an. Dabei schwankt die Höhe der jeweiligen 
Anteile der Ausgaben am Veranstaltungsort von rund einem Drittel für Personal
11 und technische 
Abnahmen, rund 40% für Wareneinkäufe und Reparaturen, über 50% für sonstige Gebühren und 
Lebensmitteleinkäufe zur Weiterverarbeitung im Betrieb vor Ort, über zwei Drittel für Werbung, 
Strom/Betriebsstoffe oder (Ab-)Wasser bis hin zu 100% für die Standgebühren. 
Die wichtigste Position der Kosten vor Ort bilden dabei die Standgebühren und sonstigen Gebühren 
mit über 67.000 Euro pro Jahr und knapp 43.000 Euro Wareneinkäufe für den Betrieb.  
Bei 5.300 Schaustellerunternehmen bedeutet dies rund 1,2 Mrd. Euro, die jährlich durch die Schau-
stellerunternehmen für Betriebskosten vor Ort aufgewendet werden. 
 
4.2.1.2  Persönliche Ausgaben 
Die Schaustellerfamilien wurden zu ihren persönlichen Ausgaben während des Volksfestes vor Ort 
befragt. Im Durchschnitt ergaben sich: 
 Ausgaben von rund 75,90 Euro pro Tag, die sich auf 
 
 durchschnittliche Tagespersonenausgaben von rund 22,00 Euro bedeuten. 
Hochgerechnet auf 149,4 beschickte Veranstaltungstage ergeben sich Gesamtausgaben von rund 
11.344 Euro pro Unternehmen. Das bedeutet, dass 5.300 Schaustellerunternehmen über 60,1 Mio. 
Euro an Konsumausgaben in den Standortkommunen tätigen. Durch die nicht zur Schaustellerfa-
milie gehörenden festen Mitarbeiter kommen bei Annahme gleicher Tagespersonenausgaben 
schätzungsweise weitere 29,6 Mio. Euro an persönlichen Ausgaben hinzu. 
 
 
 
11  Hierunter fallen insbesondere die Ausgaben der Aushilfen, die meist vor Ort engagiert werden.  
rund 3,4 Personen (inkl. nicht mitarbeitende Familienangehörige) bezogen und somit

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 37 
4.2.1.3  Ausgaben von Volksfestbesu chern außerhalb des Volks-
festgeländes 
In der Online-Panel-Befragung wurden auch die Ausgaben der Volksfestbesucher außerhalb des 
Volksfestgeländes abgefragt. 34,6% der Befragten, die in den letzten sechs Wochen ein Volksfest 
besucht haben, gaben an, auch außerhalb des Veranstaltungsgeländes Ausgaben getätigt zu ha-
ben.  
Für 65,3% der Besucher war der Volksfestbesuch der Hauptanlass für einen gezielten Tagesaus-
flug vom Wohnort aus. Weitere sechs Prozent besuchten die Veranstaltung im Rahmen einer mehr-
tägigen Reise mit Übernachtung.  
Ausgehend von den Ergebnissen der Online-Panel-Befragung gibt dieser Anteil der Volksfestbe-
sucher durchschnittlich 61,80 Euro pro Besuch außerhalb des Veranstaltungsgeländes aus. Diese 
Ausgaben beziehen sich auf durchschnittlich 2,1 Personen. Somit ergeben sich für rund 35% der 
Volksfestbesucher zusätzliche durchschnittliche Pro-Kopf-Ausgaben von 29,70 Euro je Besuchs-
tag für Ausgaben außerhalb des Volksfestgeländes. 
Tabelle 8: Ausgaben außerhalb des Volksfestgeländes 2018 
Ausgaben für Ausgaben in Euro 
gesamt pro Kopf 
Einzelhandel 24,80 11,80 
Verpflegung im Gast-
gewerbe 17,00 8,10 
Übernachtung 9,10 4,30 
Freizeitaktivitäten 4,00 1,90 
ÖPNV 2,80 1,00 
Dienstleistungen 2,20 1,00 
Taxi 2,00 0,90 
Quelle: Online-Panel-Befragung Volksfestbesucher n=569, Werte gerundet 
 
Geben nun 34,6% der 189,7 Mio. Volksfestbesucher 29,70 Euro außerhalb des Volksfestgeländes 
aus und berücksichtigt man dabei nur die Ausgaben der rund 71% Volksfestbesucher, die als Tou-
risten mit Übernachtung bzw. als Tagesausflügler mit Hauptanlass Volksfestbesuch die jeweilige 
Veranstaltung besuchten, dann ergeben sich weitere Ausgaben in Höhe von insgesamt 1.388 Mio. 
Euro brutto.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 38 
4.2.1.4  Zusammenfassung der monetären Effekte 
Insgesamt summieren sich die monetären Effe kte durch die Betriebskosten (1,195 Mrd. 
Euro), die Konsumausgaben der Schausteller,  ihrer Familien und Angestellten (90 Mio. 
Euro) sowie die Ausgaben der Volksfestbesucher außerhalb des Volksfestgeländes (1.388 
Mio. Euro) auf rund 2.67 Mrd. Euro brutto.  
 
4.2.2  Wertschöpfungseffekt 
Die Wertschöpfung entspricht dem von einer Branche in einer bestimmten Periode (z.B. in einem 
Geschäftsjahr) geschaffenen Wertzuwachs. Sie gilt heute als die geeignetste Größe, um die Leis-
tung eines Unternehmens bzw. einer Branche zu messen.  
Abbildung 11: Die Wertschöpfung im Überblick 
  
Eigene Darstellung ift GmbH 2013 
 
Bei der Ermittlung der Wertschöpfung sind folgende Faktoren relevant: 
 Vorleistungen sind Güter und Dienstleistungen, die nicht in der eigenen Unternehmung pro-
duziert werden, sondern von Dritten bezogen werden. Also z.B. Warenbezüge, Energie, Ver-
brauchsmaterial, Versicherungen usw. 
 Bei der Bruttowertschöpfung handelt es sich um die Gesamtunternehmungsleistung (Produk-
tionswert = Umsatz abzgl. Mehrwertsteuer) abzüglich der Vorleistungen. 
 Die Nettowertschöpfung errechnet sich aus der Bruttowertschöpfung abzüglich der in der Un-
ternehmung vorgenommenen Abschreibungen. Die Nettowertschöpfung wird verteilt und fließt 
so wiederum in die Volkswirtschaft ein: In Form von Löhnen an das Personal, von Zinsen an 
 
GESAMTUNTERNEHMUNGSLEISTUNG
(Produktionswert = Umsatz ./. MwSt)
BRUTTOWERTSCHÖPFUNG
NETTOWERTSCHÖPFUNG
Vorleistungen
Abschreibungen
Mitarbeiter (Lohn)
Staat (Steuern)
Fremdkapitalgeber
(Fremdkapitalzinsen)
Eigenkapitalgeber (Dividenden)
Unternehmung (Gewinn)
GESAMTUNTERNEHMUNGSLEISTUNG
(Produktionswert = Umsatz ./. MwSt)
BRUTTOWERTSCHÖPFUNG
NETTOWERTSCHÖPFUNG
Vorleistungen
Abschreibungen
Mitarbeiter (Lohn)
Staat (Steuern)
Fremdkapitalgeber
(Fremdkapitalzinsen)
Eigenkapitalgeber (Dividenden)
Unternehmung (Gewinn)

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 39 
die Fremdkapitalgeber, von Dividenden an die Eigenkapitalgeber und von Reingewinn an die 
Unternehmung (zur eventuellen Reinvestition). 
 Das Bruttoinlandsprodukt ist die Summe der Bruttowertschöpfungen aller Wirtschaftszweige 
in einer Volkswirtschaft. 
Zur Berechnung der Wertschöpfung aus den Umsätzen werden Quoten herangezogen. Diese 
Wertschöpfungsquoten, die je nach Wirtschaftsbereich differieren, drücken aus, wie einkommens-
wirksam die Umsätze sind, also wie viel Prozent des Nettoumsatzes tatsächlich als Löhne, Gehäl-
ter und Gewinne verbleiben, also zu Einkommen werden. Die Wertschöpfungsquoten reichen da-
bei von zwölf Prozent im Lebensmitteleinzelhandel bis zu 58% im Personennahverkehr.
12  
Tabelle 9: Wertschöpfungsquoten 
Bereich Wertschöp-
fungsquote 
Gewerbliche Beherbergungsbetriebe 42% 
Gastronomiebetriebe 45% 
Unterhaltungs- und Sporteinrichtungen 50% 
Lebensmitteleinzelhandel 12% 
Sonstiger Einzelhandel 20% 
Personennahverkehr 58% 
Sonstige Dienstleister 55% 
Quelle: dwif Nr. 50, S. 132; dwif 49, S.144, dwif 53, S. 114 f. 
 
Für die Betriebskosten der Schausteller ergibt sich auf dieser Basis eine durchschnittliche Wert-
schöpfungsquote von 43%. Die Personalkosten sind zu 100% Löhne. Bei den Konsumausgaben 
der Schausteller und Besucher außerhalb des Volksfestgeländes kann von 30% ausgegangen wer-
den. Insgesamt ergibt sich daraus eine Wertschöpfung an den Ausrichtungsorten in Höhe von rund 
900,1 Mio. Euro (1. Umsatzstufe), das entspricht einer Quote von 38,3%. 
Die direkten Ausgaben der Schausteller werden also nur teilweise zu Einkommen. Die Differenz 
zwischen Nettoumsatz und Wertschöpfung der 1. Umsatzstufe wird für sogenannte Vorleistungen 
zum Aufbau bzw. zur Aufrechterhaltung der Dienstleistungen verwendet. Durch diesen Vorleis-
tungsbezug entsteht ebenfalls Wertschöpfung.  
Da die Vorleistungsverflechtungen dieser 2. Umsatzstufe nicht im Detail nachzuvollziehen sind, 
wird eine durchschnittliche Wertschöpfungsquote in Höhe von 30% angesetzt.
13  Auf dieser Basis 
 
 
12  Quelle: dwif Nr. 50, S. 132; dwif 49, S. 144, dwif 53, S. 114 f. 
13  Vgl. dwif 49, S. 146

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 40 
ergeben sich Einkommenswirkungen in der 2. Umsatzstufe in Höhe von 435,3 Mio. Euro. Die ge-
samten Einkommenswirkungen lassen sich durch Addition der Werte für die 1. und 2. Umsatzstufe 
ermitteln und betragen demzufolge über 1.335 Mio. Euro. 
 
4.2.3  Arbeitsmarkteffekte 
Es kann lediglich ein fiktives Äquivalent an Vollarbeitsplätzen ermittelt werden. Hierzu wird folgende 
Hilfsrechnung angestellt: 
 Berechnungsgrundlage sind die von den Schaustellern und Besuchern außerhalb des Volks-
festgeländes ausgehenden absoluten Einkommenswirkungen der 1. und 2. Umsatzstufe von 
insgesamt 1.335 Mio. Euro. 
 Das durchschnittliche Volkseinkommen lag in Deutschland 2017 bei insgesamt rund 29.718 
Euro pro Kopf, umgerechnet auf 44,27 Mio. Erwerbstätige in Deutschland (Arbeitnehmer und 
Unternehmer) ergibt sich ein durchschnittliches Einkommen pro Erwerbstätigem von 55.488 
Euro. 
 Aus der Gegenüberstellung dieser Indikatoren lässt sich ein theoretisches Äquivalent von rund 
23.900 Beziehern eines durchschnittlichen Einkommens pro Erwerbstätigen durch die Volks-
feste ableiten. 
 Dazu kommen die 31.800 Beschäftigten der Schaustellerbetriebe selbst. 
 Insgesamt sorgt die Branche also für rund 55.700 Vollzeitstellenäquivalente, der somit über 
110.000 Menschen in Deutschland ihren Lebensunterhalt verdanken. 
 
4.2.4  Fiskalische Effekte 
Umsätze bewirken nicht nur Einkommens- und Beschäftigungseffekte, sondern tragen auch zum 
Steueraufkommen bei. Über das in den Bruttoumsätzen der Branche von rund 7,6 Mrd. Euro (inkl. 
Weihnachtsmärkte) enthaltene Umsatzsteueraufkommen fließen Bund, Ländern und Kommunen 
über 1,0 Mrd. Euro als Gemeinschaftssteuer zu.  
Durch die erzielten Einkommen (inkl. der außerhalb der Volksfeste, aber diesen zurechenbaren 
Ausgaben) werden bei einem unterstellten durchschnittlichen Steuersatz von 15% weitere rund 
200 Mio. Euro an Gemeinschaftssteuern erzielt.  
Insgesamt ergeben sich somit Gemeinschaftssteuereinnahmen in Höhe von über 1,2 Mrd. Euro.  
Hinzu kommen weitere Effekte durch die von den Schaustellern direkt an die Kommunen zu ent-
richtenden Gebühren und Abgaben auf Volksfesten. Diese belaufen sich auf rund 338 Mio. Euro 
pro Jahr oder gerundet 1,80 Euro pro Besucher.  
Insgesamt fließen den öffentlichen Kassen daher aus der Schaustellerbranche rund 1,6 Mrd. Euro 
zu. Das sind rund 8,30 Euro pro Besucher.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 41 
Das Steueraufkommen auf kommunaler Ebene lässt sich nicht exakt ermitteln, näherungsweise 
kann jedoch der für touristische Umsätze bekannte Satz von 2,5 - 3% vom Nettoumsatz herange-
zogen werden. Aus Gründen der Vorsicht wird mit dem Wert von 2,5% gerechnet. Daraus ergeben 
sich Steuereinnahmen für die Kommunen in Höhe von über 103 Mio. Euro, im Durchschnitt also 
54 Cent pro Volksfestbesuch.  
Insgesamt profitieren die Kommunen demnach über Gebühren und Steuern direkt mit über 2,30 
Euro pro Besucher. 
 
4.2.5  Kennziffern zur Bemessung der regionalwirtsc haftlichen Effekte 
Für die rund 9.750 deutschen Volksfeste (ohne die zusätzlich geschätzten 3.000 Weihnachts-
märkte) wurden Umsätze in Höhe von 4,75 Mrd. Euro ermittelt, von denen rund 1,2 Mrd. Euro über 
die Ausgaben der Schaustellerbetriebe in die örtliche Wirtschaft fließen. Darin enthalten sind rund 
338,4 Mio. Euro für kommunale Abgaben und Gebühren. Weitere 1,39 Mrd. Euro fließt durch Aus-
gaben der Volksfestbesucher außerhalb des Volksfestgeländes in die örtliche Wirtschaft. Die Wert-
schöpfungseffekte belaufen sich in den ausrichtenden Kommunen auf insgesamt rund 1,335 Mrd. 
Euro, was für insgesamt 23.910 rechnerische Vollzeitstellenäquivalente sorgt. 
Umgerechnet auf ein durchschnittliches Volksfest bedeutet dies: 
 rund 487.000 Euro direkter Umsatz vor Ort durch die Schaustellerbetriebe  
 nahezu 35.000 Euro an Abgaben und Gebühren, die direkt den Kommunen zufließen  
 eine Wertschöpfung von etwa 137.000 Euro  
 2,5 Vollzeitstellenäquivalente  
Pro Besucher ergeben sich folgende Durchschnittswerte: 
 14,10 Euro direkter Umsatz in der örtlichen Wirtschaft (inkl. der Ausgaben der Besucher außer-
halb des Volksfestes für Taxi, ÖPNV, Hotel o.ä.) 
 Rund 1,80 Euro an Abgaben und Gebühren, die direkt den Kommunen zufließen, und  
2,30 Euro, wenn man die geschätzten Steuern hinzurechnet  
 Über 7,00 Euro Wertschöpfung vor Ort 
Darüber hinaus wird pro knapp 8.000 Besuchen auf einem Volksfest eine dauerhafte Vollzeitstelle 
am Veranstaltungsort gesichert.  
Die genannten Effekte pro Besuch fallen bei großen, besuchsstarken Volksfesten pro Besuch hö-
her aus, bei kleinen Volksfesten pro Besuch geringer. Als Grundlage für die Bemessung der Effekte 
einzelner Veranstaltungen sind diese Durchschnittswerte daher nicht geeignet, da, wie zuvor auf-
gezeigt, die Anzahl der Besucher pro Geschäft und Tag sowie die Ausgaben pro Besucher mit der 
Größe der Volksfeste, im Ergebnis also der auf dem Volksfest erzielte Umsatz, zunehmen.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 42 
5.  Die Bedeutung der Weihnachtsmärkte für das Schaustel-
lergewerbe 
Im Fokus der vorliegenden Studie standen die traditionellen Volksfeste in Deutschland. Wegen der 
zunehmenden Bedeutung der Weihnachtsmärkte für das Schaustellergewerbe wurden im Rahmen 
der Untersuchung auch Daten zu diesem Marktsegment erhoben. 
Nicht zuletzt wegen der zunehmenden Zahl der Weihnachtsmärkte nimmt die Bedeutung von Weih-
nachtsmärkten für das Schaustellergewerbe zu. Von den befragten Unternehmen gaben 93% an, 
auch Weihnachtsmärkte zu beschicken. 
 
Anzahl der Veranstaltungen 
Im Durchschnitt beschicken die Unternehmen mit ihrem wichtigsten Geschäft 22 Veranstaltungen 
pro Jahr. Insgesamt stehen die Schausteller (ohne Tage für Auf- und Abbau) durchschnittlich an 
149,4 Tagen pro Jahr auf Volksfesten und Weihnachtsmärkten. 
Von den Schaustellerunternehmen, die Weihnachtsmärkte beschicken, sind 55% lediglich auf nur 
einem Weihnachtsmarkt präsent, 28% auf zwei Märk ten. Häufig sind Schausteller mit einem aus-
schließlich zu diesem Zweck vorhandenen Geschäft auf den Weihnachtsmärkten präsent. Im 
Durchschnitt werden von jedem Schaustellerunternehmen 1,4 Weihnachtsmärkte beschickt, ein-
schließlich der Unternehmen, die solche Veranstaltungen nicht beschicken. Es ist davon auszuge-
hen, dass es sich bei Beschickung lediglich eines Weihnachtsmarktes um längere Veranstaltungen 
handelt. In den großen Städten dauern die Weihnachtsmärkte meist drei bis vier Wochen. 
 
Besuchsintensität 
Im Rahmen der Online-Befragung (n=2.948, deutsche Bevölkerung zwischen 14 und 70 Jahren in 
Haushalten mit Internetanschluss) gaben 77,2% der Befragten an, in den letzten zwölf Monaten 
mindestens ein Mal einen Weihnachtsmarkt besucht zu haben. 
 
Besuchshäufigkeit 
Mit durchschnittlich rund 3,3 Besuchen pro Jahr werden insgesamt etwas weniger Besuche getätigt 
als auf Volksfesten, was mit der kürzeren Weihnachtsmarktsaison zusammenhängt.  
Diese Besuchshäufigkeit ist bei den 25- bis 34-Jä hrigen am höchsten mit 4,4 Besuchen pro Jahr. 
Die 14- bis 24-Jährigen haben in den vergangenen zwölf Monaten an 4,3 Tagen einen Weihnachts-
markt besucht. Die über 45-Jährigen gaben noch 3,0 Besuche an. Mit 2,9 Besuchstagen pro Jahr 
gehen die über 55-Jährigen am seltensten auf Weihnachtsmärkte. Die Besuchshäufigkeit liegt bei 
Männern etwas höher als bei Frauen. Die Besuchshäufigkeit auf Weihnachtsmärkten ist in allen 
Einkommensgruppen ähnlich hoch. Personen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen 
von 1.500-2.000 Euro besuchten Weihnachtsmärkte mit 4,3 Tagen am häufigsten.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 43 
Umfang der Weihnachtsmarktbesuche 
Aus der Weihnachtsmarktbesuchsintensität und der Besuchshäufigkeit lässt sich das Besuchsvo-
lumen ableiten und auf die Bevölkerung im Alter von 14 bis 70 Jahren hochrechnen: 
 Grundgesamtheit 59,7 Mio. x 77,2% x 3,3 Besuche p.a. = 152,1 Mio. Besuche 
Das entspricht einer Aktivitätsquote von 2,6 Besuchen pro Person.  
Für die ausländischen Besucher, die beispielsweise auf den Kölner Weihnachtsmärkten14 eine sehr 
große Rolle spielen, gehen wir von einem Volumen von 5% der deutschen Besucher aus, also von   
 insgesamt 7,6 Mio. ausländischen Besuchen auf deutschen Weihnachtsmärkten.  
Dies entspricht rund 4,8% aller Besuche. 
Insgesamt ergibt sich somit folgendes Besuchsvolumen: 
159,7 Mio. Besuche auf deutschen Weihnachtsmärkten pro Jahr15. 
 
Damit bestätigen sich die Ergebnisse aktuelle r empirischer Untersuchungen zur Bedeutung und 
der Nachfrage von Weihnachtsmärkten in Deutschland, die von Besuchen bzw. Besuchsabsichten 
von über 70% bis 80% der deutschen Bevölkerung ausgehen. So ermittelte beispielsweise das 
renommierte und international tätige Marktforschungsunternehmen YouGov im Herbst 2017, dass 
71% der Deutschen einen Weihnachtsmarktbesuch in der Adventszeit 2017 planen. 16 Eine bun-
desweite Umfrage unter mehr als 1.100 Nutzern des Städteportals meinestadt.de aus 2012 ermit-
telte, dass  jährlich 80% der Deutschen Weihnachtsmarktbesuche in der Adventszeit unterneh-
men.17 
 
Die folgende Tabelle zeigt die offiziellen Besuchszahlen der 10 besucherstärksten Weihnachts-
märkte in Deutschland.18 Allein die Besucherzahlen der zehn größten Weihnachtsmärkte machen 
mit rund 27,7 Mio. Besuchern bereits 15% der Gesamtbesucherzahl auf deutschen Weihnachts-
märkten aus. 
 
 
  
 
 
14  Nach Angaben der IHK Köln 19,3% der Besucher, das entspricht bereits rund 1,2 Mio. Besuchen. 
15  Bezieht sich auf den Zeitraum Nov. 2016 bis Jan. 2017. Entspricht rund 145.000 Besuchern pro im Komet-
Kalender erfassten Weihnachtsmarkt und rund 53.000 Besuchern pro Veranstaltung bezogen auf alle (vermu-
teten) 3.000 Weihnachtsmärkte. 
16  Repräsentative Befragung von 1.016 Personen ab 18 Jahren im Rahmen des YouGov Omnibus. 
17  Untersuchung von meinestadt.de zitiert nach www.wi wo.de/unternehmen/dienstleister/umfrage-weihnachts-
maerkte-deutsche-moegens-klein/7480580.html. 
18  Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 44 
Tabelle 10: Die größten Weihnachtsmärkte in Deutschland (offizielle Besuchszahlen 2017) 
Ort Weihnachtsmarkt Besuche offiziell 
Köln Roncalliplatz/Heumarkt/Alter Markt  6.000.000 
Stuttgart  3.500.000 
München Christkindlmarkt 3.000.000 
Frankfurt Römer 2.600.000 
Dresden Striezelmarkt 2.500.000 
Hamburg Rathaus 2.500.000 
Nürnberg Christkindlesmarkt 2.100.000 
Leipzig  2.000.000 
Erfurt Domplatz 2.000.000 
Dortmund Hansaplatz 1.500.000 
Eigene Darstellung ift GmbH 2018 auf Basis der Recherche offizieller Besucherangaben 
 
Umsätze 
Im Rahmen der Online-Panel-Befragung von Vo lksfestbesuchern wurde ermittelt, dass Weih-
nachtsmarktbesucher durchschnittlich 18,00 Euro pro Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ausge-
Diese rund 2,88 Mrd. Euro Umsatz auf den deutschen Weihnachtsmärkten fließen aber nur zu 
einem gewissen Teil der traditionellen Schaustellerbranche zu, da die dort ebenfalls tätigen Markt-
händler (Kunsthandwerk etc.) nicht der hier untersuchten Schaustellerbranche angehören.  
 
Perspektiven 
Ein bedeutender Faktor sind die Weihnachtsmärkte für die Schausteller aber bereits seit über 25 
Jahren und ihre Bedeutung nimmt stetig zu: 68% der Schausteller gaben an, dass die Bedeutung 
der Weihnachtsmärkte in den letzten fünf Jahren (stark) zugenommen hat. 
  
ben. Demzufolge beträgt der aus Weihnachtsmärkten resultierende Umsatz rund 2,88 Mrd. Euro.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 45 
Abbildung 12: Bedeutung der Weihnachtsmärkte 
 
 Quelle: Schaustellerbefragung 2018, n=162 
  
  
stark gestiegen
26%
gestiegen
42%
unverändert
25%
gesunken
6%
stark gesunken
1%

Die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland 2018, ift GmbH S. 46 
6.  Trends und Ausblick 
Abgesehen von den Top-Veranstaltungen, die auch ihre Besucherzahlen weiter ausbauen konn-
ten, mussten die deutschen Volksfeste in den letzten Jahren nur noch leichte Rückgänge bei der 
Veranstaltungszahl (vor allem kleiner Volksfeste) hinnehmen. Das noch vor einigen Jahren be-
fürchtete Sterben der Volksfeste ist gestoppt. Trotzdem sehen sich die Schausteller einem immer 
intensiveren Wettbewerb um die freie Zeit und das frei verfügbare Einkommen der potenziellen 
Kunden ausgesetzt. Es erstaunt daher nicht, dass vor diesem Hintergrund die aktuelle Situation 
und die Zukunftsaussichten der Branche durch die Schausteller selbst eher skeptisch beurteilt wer-
den. Allerdings ist diese Skepsis in der Branche nicht mehr so groß wie vor einigen Jahren. 
Dass das grundlegende Konzept der Volksfeste, eine temporäre, erlebnisorientierte Veranstaltung 
unter freiem Himmel im Herzen einer Stadt, mehr  als zeitgemäß ist, beweist der gewachsene Zu-
spruch der Bevölkerung für Volksfeste und auch Weihnachtsmärkte in den letzten Jahren. Jedoch 
werden weiterhin Anpassungsmaßnahmen in der Branche und seitens der veranstaltenden Kom-
munen unumgänglich sein, will man die Bedeutung der kulturhistorischen Institution Volksfest 
nachhaltig sichern und ausbauen. Die klare Professionalisierung der Branche und das gewachsene 
Bewusstsein der Bedeutung der Volksfeste in den Kommunen in den letzten Jahren bieten aber 
aktuell gute Chancen dafür.  
Zudem gibt es einige allgemeine Trends in der Gesellschaft und ihrem Freizeitverhalten, die für die 
Volksfeste durchaus Chancen bieten: 
 Der Trend zu virtuellen digitalen Welten und virtuellen Beziehungen in sozialen Netzwerken löst 
einen Gegentrend aus, in dessen Mittelpunkt authentische Erlebnisse und reale Begegnungen 
stehen. Volksfeste bieten dafür eine ideale Plattform. Das Publikum goutiert dies mit wachsen-
den Besuchszahlen. 
 Outdoor schlägt Indoor: Wiederum die Weihnachtsmärkte sind der beste Beweis dafür, dass es 
eigentlich kein schlechtes Wetter mehr gibt. Wie sonst könnten Veranstaltungen während der 
objektiv betrachtet wettermäßig ungünstigsten Zeit des Jahres so erfolgreich sein? Outdoor-
events und außenorientierte Freizeitanlagen sind auf breiter Front erfolgreich, dafür spricht 
auch die inzwischen weit verbreitete Winteröffnung von Freizeitparks. Indooranlagen klagen 
zunehmend über Frequenzprobleme, sobald das Wetter für Outdooraktivitäten nur einigerma-
ßen akzeptabel ist. Für die im Freiem stattfindenden Volksfeste stellt dies eine Chance dar.

Deutscher Schaustellerbund e. V. (DSB) 
Am Weidendamm 1 A
10117 Berlin
Telefon: 030 - 59 00 99 780 
Telefax: 030 - 59 00 99 787
E-Mail:  mail@dsbev.de 
Internet: www.dsbev.de

Retailbericht Köln 
    2019/2020
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02    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Einkaufsstraßen in Köln
Sülzburgstraße
Breite Straße
Apostelnstraße
Venloer Straße
Neusser Straße
Neusser Straße
Eigelstein
Kaiser-Wilhelm-Ring
Aachener Straße
Dürener Straße
Zülpicher Straße
Frankfurter Straße
Pfeilstraße
Maastrichter Straße
Hohenzollernring
Aachener Straße
Friesenwall
Hohenstaufenring
Mittelstraße
Ehrenstraße
Zülpicher Straße
Berrenrather Straße
Höninger Weg
Goltsteinstraße
Hauptstraße
Deutzer Freiheit Kalker Hauptstraße
Gürzenichstraße
Severinstraße
Bonner Straße

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    03
Zahlen und Fakten
Passantenfrequenzmessungen 2019
Ehrenstraße
Gürzenichstraße
Hohenzollernring (Rudolfplatz)
Breite Straße
Eigelstein
Kalker Hauptstraße
Neusser Straße
Sülzburgstraße
Deutzer Freiheit
Neusser Straße
Bonner Straße
Venloer Straße
Severinstraße
Hohenzollernring (Friesenplatz)
Hohenstaufenring
Zülpicher Straße
Mittelstraße
Aachener Straße
Frankfurter Straße
Hauptstraße
Dürener Straße
Kaiser-Wilhelm-Ring
Apostelnstraße
Aachener Straße
Berrenrather Straße
Maastrichter Straße
Friesenwall
Zülpicher Straße
Höninger Weg
Goltsteinstraße
Pfeilstraße
Dellbrücker Hauptstraße
Bahnhofstraße
     Platzierung        Straße                                                              Stadtteil                            Frequenz* (1.Stunde)              Frequenz* (2.Stunde)         Summe             Ø-Frequenz*    
2.460
2.280
2.304
2.196
2.520
2.088
1.992
1.932
1.848
1.752
1.776
1.464
1.368
1.308
1.284
1.392
1.380
1.164
1.176
1.104
984
1.044
936
1.044
924
816
756
648
564
528
552
540
168
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
2.370
2.334
2.214
2.202
2.028
1.998
1.878
1.800
1.800
1.680
1.626
1.524
1.428
1.380
1.362
1.278
1.260
1.248
1.212
1.128
1.050
1.008
978
924
858
840
738
690
636
570
534
498
186
4.740
4.668
4.428
4.404
4.056
3.996
3.756
3.600
3.600
3.360
3.252
3.048
2.856
2.760
2.724
2.556
2.520
2.496
2.424
2.256
2.100
2.016
1.956
1.848
1.716
1.680
1.476
1.380
1.272
1.140
1.068
996
372
*Passanten pro Stunde
Altstadt-Nord
Altstadt-Nord
Neustadt-Süd
Altstadt-Nord
Altstadt-Nord
Kalk
Nippes
Sülz
Deutz
Neustadt-Nord
Neustadt-Süd
Ehrenfeld
Altstadt-Süd
Neustadt-Nord
Neustadt-Süd
Neustadt-Süd
Altstadt-Nord
Neustadt-Süd
Mülheim
Rodenkirchen 
Lindenthal
Neustadt-Nord
Altstadt-Nord
Braunsfeld
Sülz
Neustadt-Süd
Altstadt-Nord
Sülz
Zollstock
Bayenthal
Altstadt-Nord
Dellbrück
Porz
2.280
2.388
2.124
2.208
1.536
1.908
1.764
1.668
1.752
1.608
1.476
1.584
1.488
1.452
1.440
1.164
1.140
1.332
1.248
1.152
1.116
972
1.020
804
792
864
720
732
708
612
516
456
204

04    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Vergleichstabelle Vorjahre 
Ehrenstraße
Gürzenichstraße
Hohenzollernring (Rudolfplatz)
Breite Straße
Eigelstein
Kalker Hauptstraße
Neusser Straße
Sülzburgstraße
Deutzer Freiheit
Neusser Straße
Bonner Straße
Venloer Straße
Severinstraße
Hohenzollernring (Friesenplatz)
Hohenstaufenring
Zülpicher Straße
Mittelstraße
Aachener Straße
Frankfurter Straße
Hauptstraße
Dürener Straße
Kaiser-Wilhelm-Ring
Apostelnstraße
Aachener Straße
Berrenrather Straße
Maastrichter Straße
Friesenwall
Zülpicher Straße
Höninger Weg
Goltsteinstraße
Pfeilstraße
Dellbrücker Hauptstraße
Bahnhofstraße
Altstadt-Nord 
Altstadt-Nord 
Neustadt-Süd
Altstadt-Nord 
Altstadt-Nord 
Kalk
Nippes
Sülz
Deutz
Neustadt-Nord
Neustadt-Süd
Ehrenfeld
Altstadt-Süd
Neustadt-Nord
Neustadt-Süd
Neustadt-Süd
Altstadt-Nord
Neustadt-Süd
Mülheim
Rodenkirchen 
Lindenthal
Neustadt-Nord
Altstadt-Nord
Braunsfeld
Sülz
Neustadt-Süd
Altstadt-Nord
Sülz
Zollstock
Bayenthal
Altstadt-Nord
Dellbrück
Porz
Straße                                                        Stadtteil                  Ø-Frequenz*                        Trend zu 2018           Ø-Frequenz*                       Trend zu 2016          Ø-Frequenz* 
                                                                                                               2019                                                                                 2018                                                                          2016
2.370
2.334
2.214
2.202
2.028
1.998
1.878
1.800
1.800
1.680
1.626
1.524
1.428
1.380
1.362
1.278
1.260
1.248
1.212
1.128
1.050
1.008
978
924
858
840
738
690
636
570
534
498
186
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
leicht gestiegen
leicht gesunken
gestiegen
gesunken
gestiegen
gestiegen
leicht gesunken
gestiegen
gesunken
gestiegen
gestiegen
gestiegen
leicht gesunken
gestiegen
leicht gesunken
gestiegen
leicht gestiegen
gestiegen
leicht gesunken
gestiegen
gesunken
gesunken
gesunken
gesunken
k. A.
leicht gesunken
gesunken
leicht gestiegen
gesunken
leicht gestiegen
stagniert 
stagniert
leicht gesunken
gestiegen
gestiegen
stagniert 
leicht gesunken
gesunken
leicht gesunken
leicht gesunken
leicht gestiegen
gestiegen
gesunken
leicht gestiegen
gesunken
leicht gesunken
leicht gesunken
leicht gesunken
gesunken
gestiegen
gestiegen
leicht gesunken
leicht gestiegen
gesunken
k. A.
gesunken
2.184
k. A.
964
2.220
725
1.667
1.822
872
713
1.192
996
1.396
1.107
892
814
687
1.372
819
649
1.781
720
722
1.021
497
839
1.059
420
413
756
312
1.255
k. A.
1.079
1.663
2.236
937
1.343
800
1.345
1.896
871
731
936
1.277
1.744
1.113
818
496
606
1.348
891
1.737
602
821
627
999
424
655
532
680
618
717
354
637
670
551

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    05
Köln Retailmarkt
Frequenzzählung  
Die Stadt Köln ist mit 1.090 Einwohnern (Stand 31.12.2018, Quelle: Stadt Köln) die viertgrößte Stadt in Deutschland. Die Kölner 
Innenstadt, Lindenthal und Mülheim sind die einwohnerstärksten Stadtbezirke. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig 
Beschäftigten ist 2018 mit 578.200 (Vorjahr 2017: 533.600) ebenfalls angestiegen (Stand 30.09.2018; Quelle: Stadt Köln). Die 
Arbeitslosenzahl ist im Jahresverlauf, mit 43.595 Arbeitslosen (Dezember 2018: 48.473), deutlich gesunken.
Die Studie wurde am Freitag, den 05.07.2019 bei bewölktem Wetter und einer Temperatur von ca. 23 Grad durchgeführt. Gemessen 
wurde an 33 Einkaufsstraßen in B-Lage (Konsum- und Niveaulagen in der Innenstadt und Stadtteillagen) zwischen 12 Uhr und 14 
Uhr. Aus dem Ergebnis der zwei Stunden wurde sowohl ein Mittelwert als auch ein Ranking gebildet.
FaktenKurzgefasst 
Der Mieterbesatz, der in dieser Studie betrachteten Stadtteillagen und B-Lagen, 
besteht überwiegend aus lokalen Ladenbetreibern (z. B. Friseure, Apotheken, 
Bekleidungsgeschäften, Kioskbetriebe, Gastronomiebetriebe usw.) und Filialisten 
aus dem Lebensmittel- und Drogeriebereich (z. B. dm oder REWE). Die höchs-
te Passantenfrequenz konnte auf der Ehrenstraße (2.370 Passanten/ Stunde) 
gemessen werden. Darauf folgen die beliebten Stadtteillagen Gürzenichstra-
ße (2.334 Passanten/ Stunde), Hohenzollernring (2.214 Passanten/ Stunde), die 
Breite Straße (2.202 Passanten/ Stunde) sowie der Eigelstein (2.028 Passanten/ 
Stunde). Vervollständigt wird die TOP 10 in unserem Bericht durch die Kalker 
Hauptstraße (1.998 Passanten/ Stunde) und Neusser Straße (1.878 
Passanten/ Stunde) auf Platz 7 bzw. 8 sowie die Sülzburgstraße (1.800 Passanten/ 
Stunde) auf Platz 9, die Deutzer Freiheit (1.800 Passanten/ Stunde). Den Schluss 
macht die Neusser Straße mit Platz 10, welche in unserem Ranking zweimal 
vertreten ist (1.680 Passanten/ Stunde). 
Ihre Entscheidung: A- oder B-Lage: Im Vergleich zu den Stadtteillagen und 
B-Lagen, bieten die 1A-Lagen durch den Branchenmix an internationalen 
und nationalen Filialisten natürlich eine hohe Anziehungskraft und somit 
wesentlich höhere Passantenströme mit zum Teil über 10.000 Passanten je 
Stunde (z. B. Hohe Straße und Schildergasse). Auf der anderen Seite sind die 
Mieten in diesen Lagen um ein vielfaches höher. Für einige Nutzer, insbesondere 
Einzelhandels- und Gastronomiebetreiber mit ausgefallenen Konzepten, kann 
der ideale Mix aus Frequenz und Kundengruppe deutlich besser sein, als der 
stumpfe Blick auf die Passantenströme.
Neueröffnungen
Innenstadt 2019
Dyson Demo Store (Hohe Straße 52)
Edited-Fashion Shop (Ehrenstraße 29)
Arket (Ehrenstraße 29)
Søstrene Grene (Breite Straße 80-90)
Teufel Store (Hohe Straße 41-45)
Yves Delorme Boutique (Mittelstraße 42)
Smyths Toys Superstore (Breite Straße 80-90)
Sephora (Schildergasse 41-45)
Coa (Friesenplatz 2)
Remos (Aachener Straße 21)
Wilma Wunder (Friesenstraße 82)
Coyacan (Friesenstraße 80)
Einwohner (in Tsd.)
Sozialversicherungspflichtig
Beschäftigte (in Tsd.)
Arbeitslosenquote (in %)
Einzelhandelsrelevanter 
Kaufkraftindex
Umsatzkennziffer
Zentralitätskennziffer
Übernachtungsanzahl (in Mio.)
1.090
578
8,06
107,0
120,5
112,8
5,77

06    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Die Ehrenstraße liegt bei unserem diesjährigen Ranking mit einer Frequenz von 
2.370 Passanten pro Stunde auf Platz 1. Die Frequenz ist im Vergleich zum letz-
ten Jahr stark gestiegen. Dies macht sehr deutlich, dass die Ehrenstraße bei 
vielen Passanten weiterhin eine sehr wichtige Stellung einnimmt. Sie befindet 
sich inmitten des Shoppingrundlaufs der City, zwischen der Breite Straße und 
dem Hohenzollernring. Der Einzelhandelsbesatz der Ehrenstraße besteht über-
wiegend aus Filialisten aus den Bereichen Textil, Elektronik sowie Kosmetik. 
Insbesondere Unternehmen wie „Weekday“, „& Other Stories“ oder „COS“ 
locken tagtäglich eine Vielzahl von Besuchern. Mit der Neueröffnung von 
„Arket“ in der ehemaligen „Zara“ Filiale auf der Ehrenstraße 14-16, wird in 
diesem Jahr ein weiterer Textilhändler dazukommen. Als Kundengruppen sind 
überwiegend die Mittelschicht sowie die gehobene Mittelschicht als auch viele 
Studenten und junge Menschen zu erkennen. Nicht nur Textil- sondern auch 
Kosmetikhändler wie „Rituals“ und „MAC Cosmetics“, sorgen für einen gesunden 
Ausgleich in Hinblick auf verschiedene Handelsgüter.
Ehrenstraße
Altstadt-Nord
Highlights
01 YAYA
02 Tigha
03 Rituals
04 LFDY
05 Pick & Weight
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Ehrenstraße 31)
2.184
1.663
2.370
 Detailkarte
Friesenwall
Alte Wallgasse
Pfeilstraße
Ehrenstraße
Ehrenstraße
Apostelngasse
Große Brinkgasse
Benesisstraße
04
01
03
 02
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    07
Lagebeschreibung
Die Gürzenichstraße wurde in unserem diesjährigen Retailbericht zum zweiten 
Mal berücksichtigt und sichert sich umgehend Platz 2 unseres Rankings. Mit 
einer Kundenfrequenz von durchschnittlich 2.334 Passanten pro Stunde liegt 
die Gürzenichstraße deutlich vor der Aachener Straße (Neustadt Süd, Platz 18) 
der meist besuchten Straßen. Dies liegt unter anderem an der Nähe zu den 
absoluten 1 A-Lagen Kölns, der Schildergasse und der Hohe Straße, die sich 
bis zum Kölner Hauptbahnhof und dem Wahrzeichen der Stadt, dem „Kölner 
Dom“, erstreckt. In dem Gürzenich Quartier befinden sich unter anderem der 
„ST. GEORGE“-Store sowie eine „Kamps“-Bäckerei und ein „L ’Osteria“-
Restaurant, welche zusätzlich nochmals für einen hohen Kundenzuwachs sorgen. 
Für weitere Besucher sorgen die bekannten Filialisten „dm“, „Hard Rock Café“ 
sowie „Starbucks“, die auch gleichzeitig jüngeres Publikum anziehen. Des 
Weiteren fungiert die Gürzenichstraße als Verbindung zwischen den Einkaufs-
straßen und dem beliebten Heumarkt, der ein außergewöhnlich großes gastro-
nomisches Angebot bietet. 
Gürzenichstraße
Altstadt-Nord
Highlights
01 BUTLERS
02 dm
03 Hard Rock Café Köln
04 Starbucks
05 Saturn
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Gürzenichstraße 21 a-c)
Keine Auswertung
2.236
2.334
05
Pipinstraße
Augustinerstraße
Gürzenichstraße
Heumarkt
Heumarkt
Deutzer BrückeGroße Sandkaul
04
01
01
 03
01
01
02
Detailkarte

08    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Natürlich dürfen auch die Kölner Ringe im Bereich der Innenstadt nicht in unse-
rem Retailbericht fehlen. Die höchste Frequenz an den Kölner Ringen weist der 
Abschnitt zwischen Rudolfplatz und Palmstraße auf. Mit einer durchschnittlichen 
Kundenfrequenz von 2.214 Passanten pro Stunde steigt der Standort im Vergleich 
zu 2018 (durchschnittlich 937 Passanten pro Stunde) rapide an. Dies könnte an der 
vielfältigen Auswahl an Gastronomiebetrieben liegen, wie zum Beispiel an dem 
indischen Streetfood-Konzept „eatDOORI“ sowie dem italienischen Konzept 
,,Adaccio“. Besonders die Burger Konzepte „Hans im Glück“, „Marx & Engels – 
Die Burgergesellschaft“ sowie das „Spencer & Hill“, mit seinen traditionellen 
italienischen Speisen in modernsten Räumlichkeiten, ziehen viele Kunden an. 
Zusätzlich fungieren „REWE City“, „BUTLERS“ und „dm“ als weitere Frequenz-
bringer. Aufgrund der Nähe zur Ehrenstraße profitiert der Hohenzollernring auch 
von einer Vielzahl an Shoppingtouristen. Die Erreichbarkeit mit den öffentlichen 
Verkehrsmitteln ist nahezu perfekt. Zudem ist erkennbar, dass die Frequenz an 
diesem Standort in den Abendstunden förmlich explodiert, da es sich um eine 
beliebte Ausgehmeile handelt. Als Kundengruppe lässt sich die Mittelschicht 
erkennen. Insbesondere in den Abendstunden ist ein überwiegender Anteil an 
jungen Menschen zu erkennen.
Lagebeschreibung
Hohenzollernring
Rudolfplatz
Highlights
01 REWE City
02 dm
03 Café Il Barista 
04 BUTLERS
05 Spencer & Hill
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Hohenzollernring 20)
   964
   937
2.214
 Detailkarte
Hohenzollernring Hahnenstraße
Maastrichter Straße
Hohenzollernring
04
01
03
02
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    09
Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Frequenz in der Breite Straße deutlich 
gestiegen. Mit durchschnittlich 2.202 Besuchern pro Stunde (2018: 1.343 
Besuchern pro Stunde) zählt sie zu den TOP 10 unseres Rankings. Die 
Breite Straße befindet sich inmitten des Shoppingrundlaufs der City, zwischen 
der Hohe Straße sowie der Ehrenstraße und ist daher bestens erreichbar. Der 
Einzelhandelsbesatz der Breite Straße besteht überwiegend aus Filialisten 
der Bereiche Textil, Elektronik, Warenhäuser, Bäckereien usw. Als Magneten 
wirken das „Karstadt“ Warenhaus, „Urban Outfitters“ oder auch der „REWE“ 
Markt in den Opern Passagen. Neueröffnungen wie „Decathlon“ im Quincy
(Breite Straße 80-90) und „EXKI“ (Breite Straße 1) in den Opern Passagen 
zählen ebenfalls zu den Magnetfilialen. Des Weiteren sind Läden wie „Søstrene 
Grene“ oder „Smyths Toys Superstore“ im DuMont-Carré dazu gestoßen, was 
auf eine vielfältige und belebte Straße hinweist. Das gastronomische Angebot 
wurde ebenfalls durch die Neueröffnung von „Café Extrablatt“ (Breite Str. 98) 
erweitert. Als weitere Kundengruppen sind überwiegend die Mittelschicht sowie 
die gehobene Mittelschicht erkennbar.
Lagebeschreibung
Breite Straße
Altstadt-Nord
Highlights
01 Karstadt
02 Decathlon
03 REWE
04 Zalando-Outlet
05 Rossmann
Frequenz
2016: 
2018:  
2019: 2.202
(Messpunkt: Breite Straße 100)
2.220
1.343
Detailkarte
Breite Straße
Auf dem Berlich
Breite Straße
Breite Straße
Glockengasse
04
01
03
02
05

10    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Der Eigelstein befindet sich im Kölner Stadtteil Altstadt-Nord, mitten im soge-
nannten „Eigelstein-Viertel“, welches neben dem Severinsviertel zu den ursprüng-
lichsten „Veedeln“ der Stadt Köln zählt. Mit einer durchschnittlichen Frequenz von 
2.028 Passanten pro Stunde liegt dieser Wert deutlich über dem aus 2018 (durch-
schnittlich 800 Passanten pro Stunde). Die hohe Passantenfrequenz ist neben dem 
guten Mix aus Einzelhandel und Gastronomie auch auf die gute Erreichbarkeit 
des Standortes zurückzuführen. Im Norden beginnt der Eigelstein am Ebertplatz 
und im Süden endet er an der Kreuzung Turiner Straße, nur wenige Meter vom 
Kölner Hauptbahnhof entfernt. Die Anbindung an den ÖPNV sowie das DB-Netz 
ist daher hervorragend. Als Kundenmagneten sind die Einzelhändler „REWE“, 
„dm“ und „PENNY-Markt“ sowie die Gastronomiebetriebe, wie z. B. „Freddy 
Schilling“, „Ristorante Rossini“ und das an den Eigelstein angrenzende „Café 
Extrablatt“ zu nennen. Insbesondere der mit zahlreichen Gastronomiebetrieben 
bestückte Platz vor der Eigelsteintorburg lädt die Kunden zum Verweilen ein. 
Zudem hatte die „Privatbrauerei Gaffel Becker & Co. OHG“ seit 1908 ihren 
Brauereisitz in der Hausnummer 41, jedoch zog man mit der Produktion inzwi-
schen vollständig an den neuen Braustandort in Köln-Porz um. Die Mittelschicht 
ist die am stärksten vertretene Kundengruppe an diesem Standort.
Lagebeschreibung
Eigelstein
Altstadt-Nord
Highlights
01 REWE
02 dm
03 KODi
04 Freddy Schilling
05 Café Extrablatt
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Eigelstein 80)
   725
   800
2.028
05
01
03
02
 04
 Detailkarte
Eigelstein
Weidengasse Lübecker Straße
Dagobertstraße

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    11
Lagebeschreibung
Im Vergleich zu einer durchschnittlichen Frequenz von 1.345 Passanten pro 
Stunde in 2018, hat die Kalker Hauptstraße dieses Jahr wieder deutlich an 
Zuwachs gewonnen. Mit einer Passantenfrequenz von 1.998 Passanten pro 
Stunde ist dieser Wert deutlich höher als letztes Jahr. Dies ist hauptsächlich 
auf die positive Entwicklung des Stadtteils Kalk zurückzuführen, welcher für 
Bewohner, Büronutzer und Einzelhändler immer attraktiver wird. So konnten 
am Deutzer Feld, in unmittelbarer Nähe zur Kalker Hauptstraße, zahlreiche 
Neubauprojekte (sowohl Wohn- als auch Gewerbeprojekte) entwickelt werden. 
Diese unterstreichen die Beliebtheit des Standortes. Als absoluter Kunden-
magnet fungiert das Einkaufszentrum „Köln Arcaden“, am Anfang der Kalker 
Hauptstraße. Der Einzelhandelsbesatz der Kalker Hauptstraße ist zudem sehr 
vielfältig, weshalb alle denkbaren Sozialgruppen vorzufinden sind. Angefangen 
bei Discountern wie „TEDi“ und „fairstore“ findet man außerdem Drogeriemärkte 
wie „dm“ und „Rossmann“ an diesem Standort. Diese fungieren, ebenso wie die 
Neueröffnung des Kauflands (Kalker Hauptstraße 112), als Kundenmagnete.
Kalker Hauptstraße
Kalk
Highlights
01 Köln Arcarden
02 TEDi
03 Kaufland
04 Rossmann
05 BackWerk
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Kalker Hauptstraße 113)
1.667
1.345
1.998
Kalker Hauptstraße
Kalker Hauptstraße
Kalk-Mülheimer-Straße
Rolshover Straße
Sieverstraße
04
01
03
02
05
Detailkarte

12    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Auch in diesem Jahr zählt die Neusser Straße zu den beliebtesten Stadtteil-
lagen unserer Frequenzmessung. Mit einer Besucherzahl von 1.878 Passanten 
pro Stunde, befindet sich die Neusser Straße in unserem Ranking im vorderen 
Mittelfeld. Dies ist zum einen auf den guten Mietermix und zum anderen auf die 
Bedeutung der Neusser Straße für die Bewohner des Kölner Nordens (Stadtbe-
zirk Nippes) zurückzuführen. Neben zahlreichen Einzelhandelsbetrieben aus den 
Bereichen Lebensmittel, Drogerie und Textil gibt es auch ein vielfältiges Angebot 
an Gastronomie. Darüber hinaus befindet sich ein „GALERIA Kaufhof“ Waren-
haus in bester Lage auf der Neusser Straße. Zusätzlich fungieren ein „REWE“, ein 
„dm“ sowie ein „Alnatura Super Natur Markt“ als Kundenmagneten. Ein weiterer 
Pluspunkt der Neusser Straße ist zudem die gute Erreichbarkeit. Als 
Kundengruppe lässt sich die Mittelschicht erkennen. Obendrein verkehren auf der 
Neusser Straße auch viele junge Menschen und Studenten, da sich Nippes im 
Laufe der Jahre zu einem Szeneviertel entwickelt hat. 
Lagebeschreibung
Neusser Straße
Nippes
Highlights
01 GALERIA Kaufhof
02 REWE
03 dm
04 Alnatura Super Natur Markt
05 Douglas
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Neusser Straße 250)
1.822
1.896
1.878
04
01
03
02
 05 Neusser Straße
Neusser Straße
Wilhelmstraße
Kempener Straße
 Detailkarte

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    13
Lagebeschreibung
Auf Platz 8 unseres Rankings liegt die Sülzburgstraße im Kölner Veedel Sülz, mit 
einer durchschnittlichen Frequenz von 1.800 Passanten pro Stunde. Im Vergleich 
zu 2018 (durchschnittlich 871 Passanten pro Stunde) ist die Frequenz stark gestie-
gen. Weiterhin dient die Sülzburgstraße neben der Berrenrather Straße und der 
Zülpicher Straße als Haupteinkaufsstraße für die Stadtteile Sülz und Klettenberg. 
Aufgrund des hervorragenden Mietermixes ist dieser Standort bereits seit 
Jahrzehnten beliebt und insbesondere bei Filialisten aus dem Bereich Einzel-
handel sehr gefragt. Neben den beiden Drogeriemärkten „dm“ und „Rossmann“ 
findet der Kunde auch den Lebensmittelhändler „Aldi“ vor. Darüber hinaus gibt 
es auf der Sülzburgstraße Niederlassungen der Parfümerie „Douglas“ sowie der 
Buchhandlung „Mayersche Buchhandlung“. Beide Unternehmen sind ansons-
ten fast ausschließlich in den Innenstädten Deutschlands wiederzufinden, was 
die Attraktivität der Sülzburgstraße nochmals unterstreicht. Weitere Frequenz-
bringer sind „Kochhaus Sülz“, „Blumen Risse“ sowie „Tchibo“. Die Anbindung an 
das ÖPNV-Netz ist durch die nahegelegene Haltestelle „Sülzburgstraße“ mit der 
Linie 18 ideal – ein weiterer Pluspunkt für die Sülzburgstraße. Die nächstgelege-
ne Autobahnauffahrt (A4) erreicht man über die Luxemburger Straße zudem in 
wenigen Fahrminuten. Als Kundengruppen lassen sich insbesondere die Mittel-
schicht sowie die gehobene Mittelschicht erkennen.
Sülzburgstraße
Sülz
Highlights
01 Douglas
02 Mayersche Buchhandlung
03 dm
04 Rossmann
05 Aldi Süd
Frequenz
2016: 
2018: 
2019: 
(Messpunkt: Sülzburgstraße 35)
   872
   871
1.800
Sülzburgstraße
Sülzburgstraße
Wittekindstraße
Berrenratherstraße Emmastraße
Luxemburgerstraße
04
01
 03
Emmastraße
03
02
Sülzburgstraße
05
Luxemburgerstraße
Detailkarte

14    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Die Deutzer Freiheit landet auf Platz 9 unseres Rankings. Im Vergleich zu 2018 
(durchschnittlich 731 Passanten pro Stunde) ist die Frequenz mit 1.800 Passanten 
pro Stunde deutlich angestiegen. Ohnehin steht die Beliebtheit der Deutzer Freiheit 
außer Frage, was insbesondere daran zu erkennen ist, dass an diesem Standort 
kaum Mieterwechsel stattfinden – ein Zeichen für zufriedene Mieter. Als Kunden-
magnete lassen sich – wie so oft – die Unternehmen „REWE“ und „dm“ erkennen. 
Ebenfalls für die Attraktivität des Standortes verantwortlich ist der Lebensmittel-
händler „denn’s Biomarkt“. Die im letzten Jahr neu eröffnete „Mayersche Buch-
handlung“ konnte sich gut etablieren und sorgt mit ihrer Filiale für einen weite-
ren großen Kundenzuwachs. Aufgrund der guten Anbindung an das ÖPNV-Netz 
(Stadtbahnhaltestelle „Deutzer Freiheit“ mit den Linien 1, 7 und 9) ist es für die 
Kunden zudem leicht den Standort zu erreichen. Weitere Faktoren für die Attrak-
tivität der Deutzer Freiheit sind die Nähe zum neu gestalteten „Rheinboulevard“, 
der „LANXESS Arena“ und dem „Tanzbrunnen“ sowie zum „Jugendpark Köln“ 
und zu den „Poller Wiesen“. Zudem zählt die Deutzer Kirmes seit Jahrzehnten zu 
den beliebtesten Kölner Volksfesten und lockt jährlich zahlreiche Kunden an. 
Als Kundengruppe lässt sich vor allem die Mittelschicht erkennen.
Deutzer Freiheit
Deutz
Highlights
01 REWE
02 dm
03 denn‘s Biomarkt
04 Reformhaus Bacher
05 Mayersche Buchhandlung
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Deutzer Freiheit 84-86)
   713
   731
1.800
 Detailkarte
Deutzer Freiheit Deutzer Freiheit
Reischplatz
Gotenring
Graf-Geßler-Straße
Siegburger Straße Mathildenstraße
04
01
03
03
02
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    15
Lagebeschreibung
Mit einer Frequenz von durchschnittlich von 1.680 Passanten pro Stunde schafft 
es die Neusser Straße im Stadtteil Neustadt-Nord in diesem Jahr erneut unter die 
TOP 10 der am höchst frequentierten B-Lagen Kölns. Die Frequenz rund um den 
Ebertplatz ist im Vergleich zum vorigen Jahr deutlich gestiegen (2018 durchschnitt-
lich 936 Passanten pro Stunde), dies unterstützt unsere Prognose vom vergange-
nen Jahr, dass die Neusser Straße ein sehr attraktiver Standort ist und es auch 
weiterhin bleiben wird. Als Frequenzbringer fungieren unter anderem der „dm“ 
Drogeriemarkt sowie „REWE City“. Darüber hinaus gibt es auf der Neusser Straße 
einige beliebte Gastronomiebetriebe, wie z. B. „Feuer & Flamme“, „Supasalad“ und 
„Bento Box“, die für eine gute Frequenz sorgen. Aufgrund der guten Anbindung 
an das ÖPNV-Netz ist die Neusser Straße für Kunden und Besucher problemlos 
erreichbar, was sicherlich eine weitere Ursache für die Beliebtheit des Standortes 
ist. Als Kundengruppe lässt sich hauptsächlich die Mittelschicht erkennen.
Neusser Straße
Neustadt-Nord/ Agnesviertel
Highlights
01 REWE City
02 dm
03 Feuer & Flamme
04 Supasalad
05 BENTO BOX
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Neusser Straße 2)
1.192
   936
1.680
Neusser Straße
Schilling Straße
Theodor-Heuss-Ring
Balthasarstraße
Weißenburgstraße
04
01
03
02
Balthasarstraße
05
Theodor-Heuss-Ring
Detailkarte

16    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Ein weiterer beliebter Standort ist die Bonner Straße, im Stadtteil Neustadt-Süd. Die 
dort gemessene Passantenfrequenz liegt bei 1.626 Passanten pro Stunde. Der fre-
quenzstärkste Bereich der Bonner Straße beginnt am Chlodwigplatz und endet an 
der Kreuzung Bonner Wall. Die Bonner Straße mündet am Ende in den Kölner Ver-
teilerkreis sowie der Zufahrt zu den Autobahnen A555 und A4. Die gute Anbindung 
an das Autobahnnetz und die Verbindung zum Chlodwigplatz sind beides aus-
schlaggebende Faktoren für die hohe Kundenfrequenz. Aufgrund seines Flairs zählt 
dieser Standort zudem seit Jahren zu den beliebtesten Ecken Kölns. Insbesondere 
die Vielfalt an Gastronomiebetrieben rund um den Chlodwigplatz und der Bonner 
Straße tragen stark zur hohen Kundenfrequenz bei. Als Kundenmagnete fungie-
ren beispielsweise das Burger Konzept „Die fette Kuh“, das neapolitanische Pizza-
konzept „485 Grad“, „Sushi Ninja“ sowie das außergewöhnliche Cornflakes Konzept 
„Flakes Corner“. Das außergewöhnliche Angebot an Gastronomiebetrieben wurde 
zudem um das Konzept „Mangal-LP10“ von Lukas Podolski erweitert. Weitere 
Frequenzbringer sind „REWE City“ und „Bierlager“, ein Craft Beer Store mit 
riesiger Auswahl. Die erkennbare Kundengruppe ist hauptsächlich die Mittel-
schicht. Des Weiteren verkehren zahlreiche junge Menschen in diesem Veedel.
Bonner Straße
Neustadt-Süd
Highlights
01 Die fette Kuh
02 REWE City
03 Mangal X LP10
04 Coffee Fellows
05 Sushi Ninja
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Bonner Straße 13)
   996
1.277
1.626
 Detailkarte
Bonner Straße
Bonner Straße
Rolandstraße
Elsastraße
Kurfürstenstraße
04
01
03
03
 02
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    17
Lagebeschreibung
Bereits seit einigen Jahren erfährt die Venloer Straße eine große Beliebtheit. Im 
Jahr 2018 wurde eine durchschnittliche Passantenfrequenz von 1.744 gemessen. 
So liegt der Wert in diesem Jahr mit 1.524 etwas darunter. Die Venloer 
Straße gilt damit weiterhin als ein sehr attraktiver Standort, sowohl für Einzel-
händler als auch für Gastronomiebetriebe. Jährlich eröffnen auf der Venloer 
Straße zahlreiche neue Konzepte. Darüber hinaus fungieren die Drogeriemarkt-
Größen „dm“ und „Rossmann“ sowie die Lebensmitteleinzelhändler „REWE“ 
und „denn’s Biomarkt“ als Frequenzbringer. Auf der anderen Straßenseite 
gelegen, sorgt der ,,Alnatura Super Natur Markt‘‘ für einen gewissen Ausgleich 
in Bezug auf die große Auswahl an Biolebensmittelmärkten. Durch zahlreiche 
künftige Neubauprojekte, wie z. B. die Entwicklung des „Heliosgeländes“, wird 
der Standort Ehrenfeld auch in Zukunft an Attraktivität gewinnen.
Venloer Straße
Ehrenfeld
Highlights
01 Alnatura Super Natur Markt
02 REWE
03 dm
04 Rossmann
05 Fielmann
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Venloer Straße 369)
1.396
1.744
1.524
Gutenbergstraße
Venloer Straße
Venloer Straße
Körnerstraße
Rothehausstraße
Sömmeringstraße
Ehrenfeldgürtel
Neptunstraße
Venloer Straße
04
01
Venloer Straße
03
02
05
Gutenbergstraße
Gutenbergstraße
Detailkarte

18    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Die Severinstraße im Stadtteil Neustadt-Süd mit einer durchschnittlichen Frequenz 
von 1.428 Passanten pro Stunde hat es leider nicht unter die Top 10 der beliebtesten 
B-Lagen Kölns geschafft. Im Vergleich zum Vorjahr (durchschnittlich 1.113 Passan-
ten pro Stunde) ist die Frequenz an diesem Standort trotzdem stark angestiegen, 
was die Attraktivität des Standortes unterstreicht. Die Severinstraße, welche an der 
Severinstorburg beginnt und an ihrem Ende in den Waidmarkt mündet, fungiert als 
Haupteinkaufsstraße für die Kölner Südstadt. Die Abschnitte unmittelbar hinter der 
Severinstorburg sowie zwischen der Jakobstraße und der Landsbergstraße sind die 
vermeintlich am höchst frequentiertesten Bereiche dieses Standortes. Aufgrund 
des vielfältigen Angebotes an Einzelhandels- und Gastronomiebetrieben erfährt die 
Severinstraße seit Jahrzehnten eine große Beliebtheit. Als Kundenmagnete
lassen sich „REWE City“ und „dm“ identifizieren. Durch die Neueröffnungen des 
„Alnatura Super Bio Marktes“ (Severinstraße 35-37) sowie von „Amei Food Culture“ 
(Severinstraße 111) konnte der Standort sein großes Angebot an Lebensmitteln 
erweitern. Zudem hat NKD durch die Vermittlung von Larbig & Mortag in 2019 
eine neue Filiale (Severinstraße 113) bezogen. Die Nähe zum Rhein und zur 
Innenstadt sowie die gute Anbindung an das ÖPNV-Netz tragen ebenfalls stark 
zur Attraktivität des Standortes bei. Des Weiteren zählt die Südstadt zu den 
beliebtesten Wohnlagen Kölns, sicherlich ein zusätzlicher Faktor für die hohe 
Passantenfrequenz.  
Lagebeschreibung
Severinstraße
Altstadt-Süd
Highlights
01 NKD
02 dm
03 REWE City
04 Casita Mexicana
05 Alnatura
Frequenz
2016:    
2018: 
2019:
(Messpunkt: Severinstraße 35)
1.107
1.113
1.428
04
01
03
02
05
 Detailkarte
Achterstraße
Severinstraße
Landsbergerstraße
Jakobstraße
An St. Magdalenen

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    19
Lagebeschreibung
Mit einer durchschnittlichen Kundenfrequenz von 1.380 Passanten pro Stunde 
liegt der Abschnitt Palmstraße bis Friesenplatz des Hohenzollernrings auf Platz 14 
unseres Rankings. Im Vergleich zu 2018 (durchschnittlich 818 Passanten pro 
Stunde) steigt die Frequenz deutlich. Auch an diesem Standort überwiegen die 
Gastronomiebetriebe. Beliebte Anlaufstellen sind z. B. „Starbucks“ und „SAUSA-
LITOS“ sowie die Neueröffnungen „Wilma Wunder “(Friesenstraße 28) und „Coya-
can“(Friesenstraße 80), die das ohnehin schon große Gastronomieangebot noch-
mals erweitern. Die Frequenzbringer aus Sicht der Einzelhändler sind in diesem 
Bereich insbesondere der Drogeriemarkt „dm“ und der bekannte Second-
Hand-Store „Vintage & Rags“. Spannend bleibt die Frage, wie sich die Immobi-
lienentwicklungen am Friesenplatz (Friesenplatz 2, Hohenzollernring 70 und 
Hohenzollernring 79-89) auf die Passantenfrequenzen auswirken. conceptstories 
geht von einem starken Zuwachs aus. Die Anbindung an das ÖPNV-Netz ist 
am Friesenplatz genauso ausgezeichnet wie am Rudolfplatz. Daher ist es für die 
Kunden ein Leichtes, diesen Standort zu erreichen. Auch hier ist anzumerken, 
dass die Frequenz an diesem Standort in den Abendstunden förmlich explodiert. 
Als Kundengruppe lässt sich die Mittelschicht erkennen. 
Hohenzollernring
Friesenplatz
Highlights
01 Coyacan
02 SAUSALITOS
03 Wilma Wunder
04 dm
05 Starbucks
Frequenz
2016: 
2018:     
2019:
(Messpunkt: Hohenzollernring 72)
   892
   818
1.380
Detailkarte
Hohenzollernring
Hohenzollernring
Magnusstraße
05
01
03
02
04

05
HohenstaufenringHohenstaufenring
Engelbertstraße
Lindenstraße
Zülpicher Platz
SchaafenstraßeSchaevenstraße
20    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Der Hohenstaufenring gilt neben dem Kaiser-Wilhelm-Ring als die Möbelmeile 
Kölns und darf daher in unserem Retailbericht nicht fehlen. Mit einer diesjähri-
gen durchschnittlichen Kundenfrequenz von 1.362 Passanten pro Stunde landet 
der Standort auf Platz 15 unseres Rankings. Dieser Wert liegt deutlich über der 
Kundenfrequenz von 2018 (durchschnittlich 496 Passanten pro Stunde). Neben 
den bekannten Größen des exklusiven Möbelhandels wie z. B. „WHO’S PERFECT“, 
„Pfannes & Virnich“, „Ligne Roset“ usw. konnten sich in den vergangenen Jahren 
auch einige andere Konzepte an diesem Standort etablieren. So konnte Larbig & 
Mortag Immobilien in diesem Jahr das angesagte  Skandinavische  Möbelkon-
zept ,,Sofa Company“ im Hohenstaufenring 42 unterbringen. Es ist nach Berlin, 
Hamburg und München die vierte Filiale des Unternehmens in Deutschland. 
Weitere Frequenzbringer am Hohenstaufenring sind zudem die Lebensmittel-
einzelhändler „REWE“ und „REWE City“ am Zülpicher Platz sowie „LIDL “ 
(Habsburgerring 2) am Rudolfplatz. Die ideale Anbindung an das ÖPNV-Netz ist 
mit Sicherheit ein weiterer Grund für die hohe Passantenfrequenz. Wie bei allen 
angegebenen Standorten rund um den Rudolfplatz ist davon auszugehen, dass 
auch der Hohenstaufenring mit Fertigstellung der beiden Neubauprojekte an 
diesem Standort weiter an Frequenz hinzugewinnen wird. Erkennbare Kunden-
gruppen sind die Mittelschicht und die gehobene Mittelschicht.
Hohenstaufenring
Neustadt-Süd
Highlights
01 REWE
02 WHO‘S PERFECT
03 SofaCompany
04 BoConcept Köln
05 WonderWaffel
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Hohenstaufenring 30)
   814
   496
1.362
Zülpicher Platz
 Detailkarte
04
01
04
03
02

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    21
Lagebeschreibung
Die Zülpicher Straße im Stadtteil Neustadt-Süd befindet sich mit einer durch-
schnittlichen Frequenz von 1.278 Passanten pro Stunde auf Platz 16 unseres 
Rankings und ist dadurch im Vergleich zu 2018 (durchschnittliche Passantenfre-
quenz pro Stunde: 606) rapide gestiegen. Der Mieterbesatz an diesem Standort 
besteht zudem hauptsächlich aus Gastronomiebetrieben, weshalb die Passan-
tenfrequenz in den Abendstunden deutlich höher ist als tagsüber. Als Frequenz-
bringer fungieren insbesondere die Restaurants „Mango“, „Borsalino“ und 
„Magnus“. Durch die Eröffnung einer Filiale von „Pizza Hut“ in der Zülpicher 
Straße 12 sowie des Lebensmitteldiscounters „PENNY-Markt“ in der benach-
barten Dasselstraße 1-29 konnte die Attraktivität des Standortes weiter ge-
steigert werden. Das kultige Restaurant „bei Oma Kleinmann“ ist des Weiteren 
seit Jahren eine beliebte Anlaufstelle für Anwohner und Touristen. Ein weiterer 
Pluspunkt für die Zülpicher Straße ist die gute Anbindung an das ÖPNV- und das 
DB-Netz (Stadtbahnhaltestellen Zülpicher Platz (Linien 9, 12, 15), Dasselstraße 
(Linie 9) und der Bahnhof Süd). Als Kundengruppe lässt sich vor allem die 
Mittelschicht, hauptsächlich jedoch junge Menschen und Studenten, erkennen.
Zülpicher Straße
Neustadt-Süd
Highlights
01 Mango
02 Pizza Hut
03 Borsalino
04 Magnus
05 Lenny & Pino‘s
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Zülpicher Straße 23)
   687
   606
1.278
Detailkarte
Zülpicher Straße
Zülpicher Straße
Dasselstraße
Heinsbergstraße
Roonstraße
Hohenstaufenring
04
01
03
Zülpicher Straße
02
Zülpicher Straße
05

22    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Genauso wie in der Breite Straße und der Ehrenstraße ist auch die Passanten-
frequenz in der Mittelstraße im Vergleich zum Vorjahr leicht rückgängig. Passier-
ten in 2018 noch durchschnittlich 1.348 Besucher die Straße, so sind es in diesem 
Jahr etwas weniger Besucher (durchschnittlich 1.260 Passanten pro Stunde). 
Dies änderte jedoch nichts daran, dass die Mittelstraße weiterhin ein attraktiver 
Standort für Sozialgruppen der gehobenen Mittelschicht sowie die Oberschicht 
bleibt. Sie besteht überwiegend aus Filialisten aus den Bereichen Textil und 
Wohnungseinrichtung. Aufgrund der optimalen Lage zwischen Neumarkt und 
Rudolfplatz ist die Erreichbarkeit der Mittelstraße zudem ideal. Die Kunden-
magnete sind, wie auch in den letzten Jahren, u. a. „APROPOS“, „LACOSTE“, 
„Massimo Dutti“ und „ZARA HOME“. Durch die Neueröffnung des Textilhandels 
,,Yves Delorme“ (Mittelstraße 42) ist ein weiterer Kundenmagnet dazu gekom-
men, welcher sich ausschließlich auf den Verkauf von hochwertigen Heimtextilien 
konzentriert.
Lagebeschreibung
Mittelstraße
Altstadt-Nord
Highlights
01 APROPROS
02 LACOSTE
03 Tesla
04 Shoepassion
05 Massimo Dutti
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Mittelstraße 40)
1.372
1.348
1.260
04
 01
03
02
 05
 Detailkarte
Benesisstraße
Pfeilstraße
Mittelstraße
Mittelstraße

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    23
Mit einer durchschnittlichen Frequenz von 1.248 Passanten pro Stunde, liegt die 
beliebte Ausgehmeile, zwischen Rudolfplatz und Aachener Weiher auf Platz 18 
des Rankings. Im Vergleich zum Vorjahr (durchschnittlich 891 Passanten pro 
Stunde) konnte die Aachener Straße Ihre Frequenz zudem deutlich steigern, was 
die Attraktivität des Standortes verdeutlicht. Die Aachener Straße hat sich in den 
vergangenen Jahren zu der absoluten Ausgehmeile Kölns entwickelt, noch vor der 
Friesenstraße und dem Hohenzollernring. Dies ist sowohl auf die exponierte Lage 
im Belgischen Viertel als auch auf die Vielfalt der Gastronomiebetriebe zurück-
zuführen. Insbesondere die Szenerestaurants „Salon Schmitz“, „Balthasar“ sowie 
„Piccola L ’Orginale“ ziehen sowohl tagsüber als auch abends zahlreiche Kunden an. 
Darüber hinaus haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche weitere beliebte 
Gastronomiekonzepte wie z. B. „Beef Brothers“ und „The Bird“ oder auch „Burrito 
Rico“ erfolgreich etabliert. Durch die Neueröffnung von “Remos“ (Aachener Straße 
21) ist ein weiteres Gastronomiekonzept dazu gestoßen, welches die ausgewoge-
ne Restaurantauswahl auf der Aachener Straße abrundet. Ein weiterer Pluspunkt 
ist die gute Erreichbarkeit des Standortes mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, 
welche durch die Nähe zum Rudolfplatz gegeben ist. Als Sozialgruppe lassen sich 
die Mittelschicht und die gehobene Mittelschicht erkennen. Besonders in den Abend-
stunden verkehren zudem zahlreiche junge Menschen an der Aachener Straße.
Lagebeschreibung
Aachener Straße
Neustadt-Süd
Highlights
01 Balthasar
02 Salon Schmitz
03 ZEN 
04 Little Nonna
05 Remos
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Aachener Straße 12)
   819
   891
1.248
04
01
01
03
05
02
Detailkarte
Aachener Straße Aachener Straße
Lütticher Straße
Brabanter Straße
Hohenzollernring
Brüsseler Straße
Moltkestraße

24    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Die Frankfurter Straße hat in diesem Jahr mit einer durchschnittlichen Passan-
tenfrequenz von 1.212 im Vergleich zu 2018 (durchschnittliche Passantenfre-
quenz pro Stunde: 1737) etwas abgenommen. Trotzdem dient der Abschnitt der 
Frankfurter Straße vom Wiener Platz bis zum Bahnhof Köln-Mülheim weiterhin 
als Haupteinkaufsstraße für den Stadtteil Mülheim. Der Standort hat eine große 
Bedeutung für das Viertel, zumal die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmit-
tel durch die Nähe zum Wiener Platz und zum Bahnhof Köln-Mülheim nahezu 
perfekt ist. Für eine gute Passantenfrequenz sorgen die Einzelhändler „dm“ so-
wie „Woolworth“ am Wiener Platz. Zudem zieht das Einkaufszentrum „Galerie 
Wiener Platz“ mit den Ankermietern „LIDL “, „TEDi“ und „KiK“ eine Vielzahl von 
Kunden an. Hiervon profitiert natürlich auch die Frankfurter Straße. Die Kun-
dengruppe ist ähnlich wie eine Vielzahl der Geschäfte an diesem Standort stark 
multikulturell geprägt. 
Lagebeschreibung
Frankfurter Straße
Mülheim
Highlights
01 Galerie Wiener Platz
02 dm
03 Deichmann
04 Woolworth
05 Reformhaus Bacher
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Frankfurter Straße 18)
   649
1.737
1.212
Rhodiusstraße
04
01
03
03
02
05
Frankfurter Straße
Mülheimer Brücke
Elisabeth-Breuer-Straße
Mülheimer Brücke
 Detailkarte

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    25
Im Vergleich zu den Vorjahren, konnte die Hauptstraße in Rodenkirchen dieses 
Mal enorm an Passantenfrequenz zugewinnen. Dies liegt jedoch unter anderem 
daran, dass wir bei unserer diesjährigen Messung die Frequenz des Wochen-
marktes am Maternusplatz in unsere Ergebnisse mit aufgenommen haben. 
Der diesjährige Anstieg der Passantenfrequenz wird allerdings auch auf die einla-
dende Atmosphäre in Rodenkirchen zurückzuführen sein. In diesem Jahr stieg die 
Anzahl in der Hauptstraße auf durchschnittlich 1.128 Passanten pro Stunde. Dies 
bedeutet Platz 20 in unserem Ranking. Neben klassischen Einzelhändlern aus 
den Bereichen Lebensmittel und Drogerie finden die Besucher auch ein Angebot 
an Textil- und Kosmetikeinzelhändlern vor. Für die Bewohner des Stadtbezirks 
Rodenkirchen dient die Hauptstraße, gemeinsam mit der Maternusstraße/ Mater-
nusplatz, als Haupteinkaufsstraße. Als Kundengruppen lassen sich hauptsäch-
lich die gehobene Mittelschicht und die Oberschicht erkennen. Die Anbindung an 
das ÖPNV-Netz an diesem Standort, ist eher als schlecht zu bezeichnen. Dies ist 
für die gehobene Mittelschicht bzw. die Oberschicht eher unwichtig, da diese in 
der Regel mit dem PKW oder zu Fuß anreisen. Allerdings führt dies dazu, dass 
relativ wenig junge Menschen oder Studenten zu diesem Standort strömen und 
die Frequenz daher im Verhältnis zu einigen anderen Haupteinkaufsstraßen 
geringer ausfällt. 
Lagebeschreibung
Hauptstraße
Rodenkirchen
Highlights
01 Aldi Süd 
02 Closed
03 Sommerhof
04 dm
05 Tchibo
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Hauptstraße 106)
1.781
   602
1.128
   
05
04
01
03
02
Detailkarte
Hauptstraße
Hauptstraße
Maternusstraße

26    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Mit einer durchschnittlichen Frequenz von 1.050 Passanten pro Stunde, landet 
die Dürener Straße im Stadtteil Lindenthal auf Platz 21 unseres Rankings. Im 
Vergleich zu 2018 (durchschnittlich 821 Passanten pro Stunde) war der Standort 
in diesem Jahr deutlich besser besucht. Nach wie vor zählt die Dürener Straße zu 
den beliebtesten Einkaufsstraßen für die Bewohner Kölns, insbesondere für die 
Bewohner Lindenthals. An diesem Standort lassen sich vor allem die Kunden-
gruppen der gehobenen Mittelschicht und der Oberschicht erkennen. Die Kauf-
kraft ist hier daher wesentlich höher als in vielen anderen Stadtteilen. Aufgrund der 
nicht optimalen Anbindung an das ÖPNV-Netz, reist eine Vielzahl der Besucher 
mit dem PKW an, was an diesem Standort am häufigen „Parken in zweiter Reihe“ 
zu erkennen ist. Als Kundenmagneten fungieren neben den Lebensmittelhänd-
lern „REWE“, „EDEKA“ und „denn’s Biomarkt“ auch die Drogeriemärkte „Ross-
mann“ und „dm“. Darüber hinaus ziehen die zahlreichen Mode-Boutiquen wie 
„Somewear“, „Knocknok“ und „S.A.L.E“ sowie die Filiale von „Marc O‘Polo“ eine 
Vielzahl von Kunden an. Die zahlreichen Gastronomiebetriebe wie z. B. „Hans im 
Glück“, „Restaurant Culinarius“, „Haus Schwan“ und die „Pizzeria Piccola“ sind 
aufgrund ihrer Beliebtheit gute Frequenzbringer.
Lagebeschreibung
Dürener Straße
Lindenthal
Highlights
01 REWE
02 denn‘s Biomarkt
03 Rossmann
04 Hans im Glück
05 Marc O‘Polo
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Dürener Straße 132)
   720
   821
1.050
Klosterstraße
Hillerstraße
Dürener Straße
Hans-Sachs-Straße
 Detailkarte
04
01
03
02
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    27
Lagebeschreibung
Hinter der Dürener Straße, landet der Kaiser-Wilhelm-Ring auf Platz 22 unse-
res Rankings. Dieser Standort konnte dieses Jahr mit einer Frequenz von 1.008 
Passanten pro Stunde verglichen mit dem  letzten Jahr (durchschnittliche Pas-
santenfrequenz pro Stunde 627), deutlich an Frequenz hinzugewinnen. Neben 
dem Hohenstaufenring gilt der Kaiser-Wilhelm-Ring als zweite Möbelmeile Kölns. 
Als Kundenmagnete fungieren in diesem Abschnitt des Kölner Rings vor allem 
die hochwertigen Möbelhändler und Einrichtungshäuser „Pesch Wohnen“, „COR 
interlübke Studio“ und „HEIDER | Wohnambiente“ sowie der Kölner Standort des 
Beleuchtungsexperten „TOBIAS GRAU“. Dieses Angebot wurde durch die Eröffnung 
des Inneneinrichters, „Die Einrichtung“, im Kaiser-Wilhelm-Ring 40 im Jahre 2016 
nochmals erweitert. Weitere Frequenzbringer für den Standort sind die Kinobetrie-
be „Cinedom“ im Mediapark 1 sowie „Residenz“ im Kaiser-Wilhelm-Ring 30-32. Auf 
Grund seiner idealen Lage zwischen dem „Belgischen Viertel“, dem „Mediapark“, 
dem „Gerling-Quartier“ und dem „Friesenviertel“, ist der Kaiser-Wilhelm-Ring 
auch ein sehr gefragter Bürostandort und gilt als die 1A-Lage am Kölner Büro-
markt. Dies zeigen unter anderem die beiden Projektentwicklungen „Kaiser Hof“ 
an der Erftstraße bzw. „Kaiser-Wilhelm-Höfe“ an der Gladbacher Straße/ Ecke 
Kaiser-Wilhelm-Ring von der Art-Invest, die im absoluten Hochpreissegment 
liegen. Als Kundengruppen lassen sich die Mittelschicht, die gehobene Mittel-
schicht sowie die Oberschicht des Gerling Quartiers erkennen.
Kaiser-Wilhelm-Ring
Neustadt-Nord
Highlights
01 Pesch Wohnen
02 HEIDER | Wohnambiente
03 COR interlübke Studio Köln
04 Residenz 
05 Salädchen
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Kaiser-Wilhelm-Ring 10)
   722
   627
1.008
Kaiser-Wilhelm-Ring
Hansaring
Maybachstraße
Christophstraße
Gladbacher Straße
Maybachstraße
Maybachstraße
Detailkarte
04
01
04
 03
04
02
Christophstraße
05

28    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Die Apostelnstraße ist nach der Breite Straße, der Ehrenstraße, Mittelstraße und 
Pfeilstraße der fünfte Standort unserer Frequenzmessung im direkten Innenstadt-
bereich. Mit einer durchschnittlichen Passantenfrequenz von 999 im vergangenen 
Jahr liegt die Passantenfrequenz in diesem Jahr mit 978 knapp darunter. Die 
Apostelnstraße  befindet sich zwischen dem Neumarkt und der Ehrenstraße und 
dient damit unter anderem als Verbindungsstraße für die Passanten. Darüber 
hinaus konnte die Apostelnstraße in den vergangenen Jahren einige attraktive 
Mieter gewinnen, wie z. B. „Marc O’Polo“ und „Closed“, die zu der hohen 
Kundenfrequenz beitragen. Die Gastronomiebetriebe „Törtchen Törtchen“, 
„Culinarius-in-Biss by Federico“ sowie „Dulce Chocolate & Icecream“ tragen 
zum guten Flair der Straße bei und laden zum Verweilen ein. Das auch über-
regional beliebte und bekannte Gloria Theater mit zahlreichen Veranstaltungen 
unterschiedlichster Art, zieht auch in den Abendstunden eine Vielzahl von Kunden 
an. Aufgrund der zahlreichen Parkhäuser in und um die Apostelnstraße, ist die 
Erreichbarkeit mit dem PKW zudem nahezu ideal. Ein weiterer Faktor für das gute 
Abschneiden des Standortes ist die Nähe zum Neumarkt, weshalb die ÖPNV-
Anbindung als ausgezeichnet zu bewerten ist. Als Kundengruppen lassen sich die 
Mittelschicht sowie die gehobene Mittelschicht erkennen.
Apostelnstraße
Altstadt-Nord
Highlights
01 Marc O‘Polo
02 Brogle
03 Törtchen Törtchen
04 Closed
05 Prego Köln
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Apostelnstraße 27)
1.021
   999
   978
 Detailkarte
Getrudenstraße
Apostelnstraße
Albertusstraße
Ehrenstraße
04
 01
04
03
02
 03
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    29
Neben der Neusser Straße und der Zülpicher Straße, ist auch die Aachener Straße gleich 
zweimal in unserem Retailbericht vertreten. Auf Platz 18 unseres Rankings mit dem Stadtteil 
Neustadt-Süd und nun, auf Platz 24, mit dem Stadtteil Braunsfeld. Im Vergleich zur Aachener 
Straße im Stadtteil Neustadt-Süd weist dieser Standort mit einer durchschnittlichen Frequenz 
von 924 Passanten pro Stunde jedoch einen niedrigeren Wert auf. Darüber hinaus hat sich 
die Passantenfrequenz zum letzten Jahr (durchschnittliche Passantenfrequenz pro Stunde 
424) mehr als verdoppelt. Die Aachener Straße fungiert als Haupteinkaufsstraße für die Be-
wohner der Stadtteile Braunsfeld, Junkersdorf und Müngersdorf. Dies ist neben der guten 
Erreichbarkeit des Standortes mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (u. a. Stadtbahn-
haltestellen Clarenbachstift und Maarweg mit der Linie 1) und dem PKW auch auf den 
guten Mietermix zurückzuführen. Neben den Lebensmittelhändlern „REWE“ und 
„TEMMA“, finden die Passanten auch eine Filiale des Drogeriemarktes „dm“ sowie zahlreiche 
Bankfilialen („Kölner Bank eG“, „Commerzbank“, „Sparkasse Köln/ Bonn“ usw.) und 
Bäckereien („Bäckerei Café Merzenich“, „Schmitz + Nittenwilm“, „Heinemann“ und „Bäckerei 
Ecke“) vor. Als Kundenmagnete lassen sich insbesondere „REWE“, „TEMMA“ und „dm“ 
erkennen. Zahlreiche Gastronomiebetriebe, wie z. B. „Brauhaus Gaffel im Marienbild“ oder
„Kölsche Art“, laden zudem zum Verweilen ein und runden das gute Gesamtbild des 
Standortes ab. Mit den Neueröffnungen von „SPATZ – Health Food Deli & Café“ (Aachener 
Str. 503) sowie von „Fairytale Frozen Yogurt“ (Aachener Str. 505) konnte die Aachener Straße 
zudem zwei trendige Gastronomiekonzepte hinzugewinnen. Als Kundengruppen sind 
besonders die gehobene Mittelschicht und die Oberschicht erkennbar.
Lagebeschreibung
Aachener Straße
Braunsfeld
Highlights
01 REWE
02 TEMMA
03 Bento Box
04 dm
05 Gaffel im Marienbild
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Aachener Straße 519)
497
424
924
Detailkarte
Aachener Straße
Voigtelstraße
Braunstraße
Maarweg
Maarweg
Paulistraße
01
02
03
04
04
05

30    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Ein weiterer Standort in Sülz, die Berrenrather Straße, befindet sich in un-
serem Ranking hinter der Aachener Straße auf Platz 25. Mit einer durch-
schnittlichen Frequenz von 858 Passanten pro Stunde, ist die Frequenz im 
Vergleich zu 2018 (durchschnittlich 655 Passanten pro Stunde) stark gestiegen. 
Die Berrenrather Straße ist neben der Sülzburgstraße und der Zülpicher Straße 
die Haupteinkaufsstraße der Veedel Sülz und Klettenberg. Die Frequenzbringer 
an diesem Standort sind neben den beiden Bio-Märkten „Alnatura Super Natur 
Markt“ und „Naturata“, die Textileinzelhändler „S.A.L.E“ und „LANIUS“, der Sport-
artikeleinzelhändler „Muskelkater Sport“ sowie die Eismanufaktur „Keiserlich“, 
welche sich seit der Eröffnung 2016 gut etablieren konnte und für einen hohen 
Kundenzuwachs sorgt. Ähnlich wie in der Sülzburgstraße, ist die Anbindung an 
das ÖPNV-Netz durch die nahegelegene Haltestelle „Sülzburgstraße“ mit der 
Linie 18 auch hier ideal. Die nächstgelegene Autobahnauffahrt (A4) erreicht man 
über die Luxemburger Straße zudem ebenfalls in wenigen Fahrminuten. Als 
Kundengruppen sind die Mittelschicht und die gehobene Mittelschicht erkennbar.
Berrenrather Straße
Sülz
Highlights
01 Alnatura Super Natur Markt
02 Muskelkater Sport
03 EDEKA
04 Keiserlich 
05 S.A.L.E.
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Berrenrather Straße 240)
839
655
858
 Detailkarte
Berrenrather Straße
Berrenrather Straße
Nikolausplatz
Sülzburgstraße
Redwitzstraße
05
04
01
03
02

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    31
Die Maastrichter Straße im Stadtteil Neustadt-Nord, findet sich ebenfalls zum 
dritten Mal in unserem Retailbericht wieder. Mitten im Belgischen Viertel gelegen, 
erfährt dieser Standort seit Jahren eine stark wachsende Beliebtheit. Mit einer 
Frequenz von durchschnittlich 840 Passanten pro Stunde, liegt die Maastrich-
ter Straße wieder weiter oben auf Platz 26 unseres Rankings, welche im Vorjahr 
eine Frequenz von nur 532 Passanten pro Stunde umfasste. Neben der Nähe zur 
Innenstadt - die Ehrenstraße ist in wenigen Metern zu erreichen – ist die Attrak-
tivität auch mit der Vielzahl an kleinen Boutiquen und Einzelhandelsbetrieben zu 
begründen. „Schee“ (Shop für Drucke und Motive), „boutique fraukayser“ 
(Geschenkartikelgeschäft) sowie das Herrenmodegeschäft „Monsieur Courbet“ 
und der Concept Store „Simon und Renoldi“ fungieren als Frequenzbringer für 
die Straße. Die zahlreichen Gastronomiebetriebe wie „Noa“, „Little Ink“ sowie 
das in 2017 neu eröffnete „Daikan“ tragen ebenfalls zu der Frequenz bei und 
runden das gute Gesamtbild ab. Darüber hinaus läuft die Maastrichter Straße auf 
den Brüsseler Platz zu, welcher in den vergangenen Jahren zu einem der angesag-
testen Treffpunkte der Kölner Innenstadt geworden ist. Als Kundengruppe lässt 
sich insbesondere die Mittelschicht erkennen.
Lagebeschreibung
Maastrichter Straße
Neustadt-Süd
Highlights
01 Schee
02 Markthalle Belgisches Viertel
03 Monsieur Courbet
04 Simon und Renoldi
05 Noa
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Maastrichter Straße 3)
1.059
   532
   840
05
04
01
03
02
Detailkarte
Maastrichter Straße
Brabanter Straße
Hohenzollernring

32    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Der Friesenwall, als weiterer Standort der Kölner Innenstadt, belegt Platz 27 unse-
res Rankings. Dieser Standort konnte im Vergleich zum Vorjahr (durchschnittliche 
Frequenz von 680 Passanten pro Stunde) mit durchschnittlich 738 Passanten pro 
Stunde etwas an Frequenz hinzugewinnen. Ohnehin ist der Friesenwall bei zahlrei-
chen Einzelhändlern und auch bei zahlreichen Kunden sehr beliebt. Dies spiegelt 
sich insbesondere in dem kaum vorhandenen Leerstand in der Straße wider. Zwar 
findet ab und zu ein Mieterwechsel in der Straße statt, allerdings gibt es keinen 
dauerhaften Leerstand zu verzeichnen. Als Frequenzbringer lassen sich „REWE 
City“, die Boutiquen „G1O1A“ und „Luxefashion“ sowie der Store des Schweizer Ta-
schenherstellers und Händlers „FREITAG“ erkennen. Durch die Neueröffnung von 
MALOA Poke Bowl (Friesenwall 24D, 50672 Köln) konnte der Standort sein gastro-
nomisches Angebot weiterentwickeln. Zudem dient der Friesenwall als Verbindung 
zwischen Rudolfplatz und Ehrenstraße. Ein zweiter Faktor für die solide Passan-
tenfrequenz. Vor allem die Kundengruppen Mittelschicht und die gehobene Mittel-
schicht sind an diesem Standort stark vertreten.
Friesenwall
Altstadt-Nord
Highlights
01 MALOA Poke Bowl
02 FREITAG Store
03 REWE City
04 Frittenwerk
05 G101A
Frequenz
2016: 
2018:  
2019:
(Messpunkt: Friesenwall 1)
420
680
738
05
 Detailkarte
Friesenwall
Ehrenstraße
Mittelstraße
Pfeilstraße
Kettengasse
04
01
03
02

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    33
Auch die Zülpicher Straße ist, nach der Aachener Straße und der Neusser Straße, 
mit einem zweiten Standort in unserem Frequenzbericht vertreten. Mit einer durch-
schnittlichen Frequenz von 690 Passanten pro Stunde liegt die Zülpicher Straße 
im beliebten Kölner Veedel Sülz auf Platz 28 unseres Rankings und konnte sich im 
Vergleich zum Vorjahr (618 Passanten pro Stunde) leicht steigern. Neben der Sülz-
burgstraße und der Berrenrather Straße ist die Zülpicher Straße zudem der dritte 
Sülzer Standort, der in unserem Ranking vertreten ist und welcher für dieses 
Viertel als Einkaufsstraße dient. Die Vielzahl an guten Einkaufslagen im Stadtteil 
Sülz in unserem Retailbericht unterstreicht nochmals die Attraktivität des Stand-
ortes. Als Pluspunkte für die Zülpicher Straße lassen sich neben der idealen 
Anbindung an das ÖPNV-Netz (Stadtbahnhaltestellen Lindenburg und Weyertal 
mit der Linie 9) auch der gute Mietermix sowie das vielfältige Angebot an Gas-
tronomiebetrieben nennen. Die zahlreichen Cafés (z. B. „Lieblings“, „Café Wo 
ist Tom“ und „Café Krümel“) und die Vielzahl an Restaurants (z. B. „Brasserie 
Marie“ und „Haus Demmer“) laden zudem zum Verweilen ein. Die Kundenmagnete
an diesem Standort sind die Lebensmitteldiscounter „LIDL “ und „Netto Marken-
Discount“. Kleine Boutiquen, wie z. B. das  „cava-cava“, ziehen tagtäglich ebenfalls 
viele Kunden an.  Als Kundengruppe ist insbesondere die Mittelschicht erkennbar.
Lagebeschreibung
Zülpicher Straße
Sülz
Highlights
01 Lieblings
02 Café Wo ist Tom
03 Netto
04 LIDL
05 cava-cava
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Zülpicher Straße 23)
413
618
690
Detailkarte
Gustavstraße
Ägidiusstraße
Weyertal
Palanterstraße
Zülpicherstraße
Laudahnstraße
04
Gustavstraße
01
03
02
05

34    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Auf Platz 29 unseres Rankings liegt der Höninger Weg, im Kölner Stadtteil
Zollstock. Mit einer durchschnittlichen Frequenz von 636 Passanten pro Stunde 
konnte der Höninger Weg das Vorjahresergebnis (durchschnittlich 717 Passanten 
pro Stunde) dieses Mal zwar nicht erreichen, jedoch dient der Standort auch 
weiterhin als Haupteinkaufsstraße für die Bewohner Zollstocks. Hinsichtlich 
der Werte der Passantenfrequenz wird der Höninger Weg daher auch in den 
kommenden Jahren stabil bleiben und sich nur marginal ändern. Als Frequenz-
bringer fungieren an diesem Standort insbesondere der Lebensmitteleinzelhänd-
ler „REWE City“ sowie der Drogeriemarkt „dm“. Weitere Kundenmagnete sind 
„Tchibo“ und „KiK“. Neben dem guten Mietermix am Höninger Weg ist die gute 
Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (u. a. Stadtbahnhaltestellen 
„Höninger Weg“ und „Herthastraße“) ein weiterer Pluspunkt für den Standort. Als 
Kundengruppe ist überwiegend die Mittelschicht erkennbar.
Lagebeschreibung
Höninger Weg
Zollstock
Highlights
01 REWE City
02 Schmitz & Nittenwilm
03 dm
04 KiK
05 Tchibo
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Höninger Weg 185)
756
717
636
 Detailkarte
Höninger Weg
Höninger WegGottesweg
Herthastraße
04
01
03
02
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    35
Lagebeschreibung
Auf Platz 30 unseres Rankings, liegt die Goltsteinstraße im Stadtteil Bayenthal 
mit einer durchschnittlichen Frequenz von 570 Passanten pro Stunde. Auch die 
Goltsteinstraße wird zum dritten Mal in unserem Retailbericht aufgeführt und 
konnte sich im Hinblick auf die Passantenfrequenz zum Vorjahr (durchschnitt-
lich 354 Passanten pro Stunde) erfreulicherweise verbessern. Dieser Standort 
dient neben der Bonner Straße als Haupteinkaufsstraße für die Bewohner der 
Stadtteile Bayenthal und Marienburg. Insbesondere ist das Goltsteinforum bei 
den Passanten und Besuchern weitaus etabliert und dient daher als absoluter 
Frequenzbringer. Die Beliebtheit des Goltsteinforums lässt sich hauptsächlich 
auf den hervorragenden Mietermix zurückführen. Neben den Lebensmittelhänd-
lern „PENNY-Markt“, „REWE City“ und „Alnatura Super Natur Markt“, finden die 
Kunden auch einen „dm“ Drogeriemarkt, eine Metzgerei („Metzgerei Kremer“) 
sowie eine Bäckerei („Schmitz + Nittenwilm“) vor. Eine weitere beliebte Bäcke-
rei, die Bäckerei „Mauel 1883“, befindet sich darüber hinaus ebenfalls in direk-
ter Nachbarschaft zum Goltsteinforum, in der Goltsteinstraße 79. Die Nahver-
sorgung für die umliegenden Bewohner ist daher als ideal zu bezeichnen. Als 
Kundengruppen lassen sich die Mittelschicht, die gehobene Mittelschicht 
sowie die Oberschicht erkennen. An heißen Sommertagen erfreut sich besonders
die Eisdiele „Il Gelato di Ferigo“ über einen starken Kundenandrang. 
Goltsteinstraße
Bayenthal
Highlights
01 REWE City
02 Alnatura
03 dm
04 Il Gelato di Ferigo
05 Ristorante Sardinia
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Goltsteinstraße 91)
312
354
570
Detailkarte
Goltsteinstraße
Tacitusstraße
Alteburger Straße
Goltsteinstraße
Schönhauser Straße
Koblenzer Straße
Cäsarstraße
Goltsteinstraße
04
 01
03
 02
Cäsarstraße
05

36    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
In der Pfeilstraße ist die Passantenfrequenz im Vergleich zur Ehrenstraße, Breite 
Straße und zur Mittelstraße deutlich niedriger. Wurden im Jahr 2018 noch durch-
schnittlich 637 Passanten pro Stunde erfasst, so waren es in diesem Jahr durch-
schnittlich nur noch 534 Passanten. Es ist daher festzuhalten, dass die Kunden-
frequenz in der Pfeilstraße erneut gesunken ist. Trotzdem ist die Pfeilstraße bei 
Kunden und Einzelhändlern nach wie vor sehr beliebt, was nicht zuletzt auf die 
gute Lage der Straße zwischen Rudolfplatz und Ehrenstraße zurückzuführen ist. 
Dies zeigt unter anderem auch die Ansiedlung des niederländischen Trendbrillen-
händlers „Ace & Tate“, der im Frühjahr 2017 durch die Vermittlung von Larbig & 
Mortag Immobilien den Standort in der Pfeilstraße 38-40 eröffnen konnte. 
Darüber hinaus sind insbesondere das australische Kosmetikgeschäft „Aesop“ und 
die in 2018 neu eröffnete „HENNE. Weinbar“ Frequenzbringer der Straße. Darüber 
hinaus kommen auch Einrichtungs- und Tapetenliebhaber in der Pfeilstraße durch 
die Stores von „livingwalls cologne“ und „Farrow & Ball“ auf ihre Kosten. Das auch 
überregional bekannte „Eiscafé Breda“, zieht zudem mit seiner vielfältigen Eisaus-
wahl schon seit vielen Jahren viele Kunden an. In diesem Jahr können sich die 
Besucher auf das hochwertige Café Konzept „Café Il Barista“ freuen, welches 
conceptstories Immobilien vermittelt hat. Als Kundengruppen lassen sich überwie-
gend die Mittelschicht sowie die gehobene Mittelschicht erkennen. 
Lagebeschreibung
Pfeilstraße
Altstadt-Nord
Highlights
01 Aesop
02 Jumeirah Store
03 Henne. Weinbar  
04 Ace & Tate
05 Farrow & Ball
Frequenz
2016: 
2018:  
2019:
(Messpunkt: Pfeilstraße 38-40)
1.255
   637
   534
Pfeilstraße
Ehrenstraße
Friesenwall
04
01
04
03
02
05
Pfeilstraße
 Detailkarte
Mittelstraße

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    37
Zum zweiten Mal haben wir in diesem Jahr die Passantenfrequenz der Dell-
brücker Hauptstraße im rechtsrheinischen Köln-Dellbrück ermittelt. Diese hat 
es mit 498 Passanten pro Stunde leider nur auf Platz 32 in unserem Ranking 
geschafft. Im Vergleich zu letztem Jahr ist der Wert gefallen (2018 durchschnittlich 
670 Passanten pro Stunde). Der Standort fungiert als Haupteinkaufsstraße 
Dellbrück‘s und konnte in der Vergangenheit zahlreiche Frequenzbringer, wie 
zum Beispiel den Lebensmittelhändler „REWE City“ sowie den Drogeriemarkt 
„dm“, für sich gewinnen. Des Weiteren dienen Läden wie „Tchibo“, „NKD“ oder 
auch „Vom Fass“ als Kundenmagnete. Die Anbindung an das ÖPNV-Netz ist 
aufgrund der nahegelegenen S- und U-Bahn Haltestellen (S11, Linie 18 und 
Linie 3) als sehr gut zu bezeichnen. Über die drei dort verkehrenden Bahnen, 
erreichen Sie das Kölner Zentrum in nur wenigen Fahrminuten. Auch eine gute 
Anbindung an das Autobahnnetz ist aufgrund der ca. 5 Fahrminuten entfernten 
Autobahnanschlussstelle (A3) gewährleistet. Als Kundengruppe ist auf der 
Dellbrücker Hauptstraße insbesondere die Mittelschicht sowie die gehobene 
Mittelschicht zu erkennen.
Lagebeschreibung
Dellbrücker Hauptstraße
Dellbrück
Highlights
01 REWE City
02 dm
03 Tchibo
04 NKD
05 VOM FASS
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Dellbrücker Hauptstraße 92)
Keine Auswertung
670
498
Detailkarte
Marthastraße
Dellbrücker Hauptstraße
Marthastraße
Idastraße
Idastraße
Idastraße
Grafenmühlenweg
Von-Quadt-Straße
Von-Quadt-Straße
Im Riephagen
An der Kemperwiese
Bergisch Gladbacher Straße
04
01
03
01
02
02
05

38    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Die Bahnhofstraße im Stadtteil Köln-Porz, welche jetzt schon des Öfteren in unserem 
Retailbericht erschien, weist eine durchschnittliche Frequenz von 186 Passanten pro 
Stunde auf. Diese Passantenanzahl ist zum Vorjahr (durchschnittlich 551 Passanten 
pro Stunde) stark gesunken. Nach der Frankfurter Straße, der Kalker Hauptstraße 
und der Dellbrücker Hauptstraße ist die Bahnhofstraße damit der vierte Standort 
im rechtsrheinischen Köln, der in unserem diesjährigen Bericht Berücksichtigung 
findet. Die Frequenz ist neben der guten Anbindung an das DB- und ÖPNV-Netz 
(Bahnhof Porz und Haltestelle Porz-Markt) sowie an das Autobahnnetz (Autobahn-
auffahrt A59) auch auf das in direkter Nachbarschaft befindliche Shoppingcenter 
„City Center Porz“ zurückzuführen. Dieses fungiert als absoluter Kundenmagnet 
und zieht tagtäglich zahlreiche Kunden nach Porz. Der Kundschaft wird im „City 
Center Porz“ ein sehr ausgewogener Mietermix geboten. Neben einem „dm“ Droge-
riemarkt findet man hier unter anderem auch eine „C&A“ sowie eine „Saturn“ Nie-
derlassung. Eine Teilfläche des „Saturn“, konnte durch die Vermittlung von Larbig 
& Mortag Immobilien an „Aldi Süd“ vermietet werden, was sicherlich zu einem wei-
teren Frequenzanstieg an diesem Standort führt. Neben dem City Center Porz gibt 
es in der Bahnhofstraße weitere Mieter, wie z. B. „Blumen Risse“ sowie ein „Schum 
EuroShop“, welche ebenso zu der Passantenfrequenz beitragen. Spannend bleibt, 
wie sich das Projekt „Neu Mitte Porz“ auf die Passantenfrequenz auswirken wird. 
Als Kundengruppe lässt sich insbesondere die Mittelschicht erkennen.
Bahnhofstraße
Porz
Highlights
01 City Center Porz
02 Tchibo
03 Commerzbank
04 Schum EuroShop
05 Parfümerie Scholz
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Bahnhofstraße 19)
1.079
   551
   186
 Detailkarte
Bahnhofstraße
Hauptstraße
Bahnhofstraße
Goethestraße
FriedrichstraßeFriedrich-Ebert-Ufer
05
04
01
03
02

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    39
Angebot und Nachfrage
Die Nachfrage an guten Ladenlokalen ist in den beliebtesten Innenstadt- (u. a. Ehrenstra-
ße, Breite Straße) und Stadtteillagen (u. a. Neusser Straße, Venloer Straße) zuletzt wei-
ter gestiegen. Trotzdem sind vor allem in schwächeren Innenstadt- und Stadtteillagen 
vermehrt lange Leerstandsphasen zu erkennen. Dies liegt insbesondere daran, dass die 
Frequenz dort eher rückläufig ist und sich die Umsätze der Händler im gleichen Ver-
hältnis entwickeln. Dadurch können viele Händler, die vor wenigen Jahren aufgerufenen 
Mieten, nicht mehr zahlen. Dadurch verändert sich der Einzelhandelsbesatz schneller als 
in 1A-Lagen, wenngleich das Angebot an Ladenlokalen auch dort in den letzten Jahren 
deutlich angestiegen ist. Eine Lösung gegen Leerstände kann in einigen Fällen eine Um-
wandlung in andere Nutzungsarten, z. B. Büro oder Gastronomie, sein. Die Nachfrage an 
Gastronomieflächen ist ungebrochen hoch, da weiterhin neue Konzepte auf den Markt 
drängen und das Erlebnis Essen gehen/ Ausgehen auch in Zukunft stärker in den Fokus 
der Menschen rückt. Wie bereits in den vergangenen Jahren geschildert, hat Deutsch-
land im Vergleich zum europäischen Ausland im Gastronomiebereich zudem extrem ho-
hen Nachholbedarf. Aber Vorsicht, eine Umwandlung der Nutzung (Nutzungsänderung) 
macht nicht in jedem Fall Sinn und ist im Einzelfall zu beurteilen. Bei einer Nutzungsän-
derung muss beispielsweise berücksichtigt werden, dass die Bearbeitungszeit bei der 
Behörde derzeit bei etwa 4 bis 8 Monaten, in Einzelfällen sogar länger, liegt.
Mietpreise
Wie auch in den letzten Jahren erwähnt, lassen sich die hohen Mieten aus den vergange-
nen Jahren in vielen Lagen kaum noch erzielen. Da die Eigentümer diese Situation zuneh-
mend erkannt haben, sind die Mietpreisforderungen vielerorts merklich zurückgegangen 
und es konnten teils lange Zeit leerstehende Ladenlokale vermietet werden. In einigen 
beliebten B-Lagen (u. a. Venloer Straße, Neusser Straße) bleiben die Mieten konstant. Da-
hingegen ist in besonders beliebten Gastronomielagen nach wie vor ein kleiner Anstieg 
der Mietpreise zu erkennen, was der hohen Nachfrage an Gastronomieflächen geschuldet 
ist. In guten Stadtteillagen sind Höchstmieten von ca. 30 bis 40 EUR/ m² erzielbar. In den 
beliebten Innenstadtlagen (Breite Straße, Ehrenstraße, Mittelstraße) liegen die Höchst-
mieten zwischen 80 bis 100 EUR/ m². In den klassischen 1A-Lagen (Schildergasse, Hohe 
Straße) liegen die Höchstmieten zwischen 250 bis 270 EUR/ m². Am Wallrafplatz können 
teilweise Höchstmieten von bis zu 280 EUR/ m² erzielt werden.
Der Retailmarkt
Marktsituation
-   Viel Fluktuation durch hohe Mieten
-   Steigende Nachfrage an Gastronomie- 
    flächen 
-   Lange Bearbeitungszeiten für Nutzungs-
     änderungen
Mietpreise nach Lagen
30 bis 40 EUR/ m²
in Stadtteillagen 
80 bis 100 EUR/ m²
in Innenstadtlagen 
250 bis 270 EUR/ m² 
in 1A-Lagen
bis zu 280 EUR/ m²
am Wallrafplatz

Auf den Punkt gebracht
- Einzelhändler müssen neue Ideen entwickeln 
- Gastronomie boomt weiterhin
- Mietfl  ächen müssen fl  exibler werden
- Mieten sinken oder bleiben konstant
40    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Die Retailmakler von conceptstories Immobilien gehen davon aus, dass sich die 
Nachfragesituation aus dem Einzelhandelsbereich in den kommenden Jahren 
weiter bessern wird. Dies ist insbesondere daran zu erkennen, dass vermehrt 
neue Konzepte auf den Markt drängen und die Kombinationen aus Einzelhandel 
und Onlinehandel (z. B. durch Abholstationen der im Internet bestellten Artikel) 
sowie teilweise mit Gastronomienutzungen (z. B. durch Café-Bars in Shops) im-
mer stärker Berücksichtigung findet und miteinander harmonieren kann. 
Darüber hinaus wird die Nachfrage an Gastronomieflächen weiter steigen, 
weshalb die Gastronomie auch zu Beginn des neuen Jahrzehnts weiter in den 
Fokus rücken wird. Dies ist beispielweise durch die Nachvermietung der „Gerry 
Weber“-Stores auf der Schildergasse zu erkennen. Dort wird nach vorliegender 
Nutzungsgenehmigung die amerikanische Burger-Kette „Five-Guys“ eröffnen. 
Insbesondere bei Neubauprojekten ist daher zu empfehlen, die Mietflächen be-
sonders flexibel zu gestalten, um sowohl eine Einzelhandels- als auch eine Gast-
ronomie- oder, je nach Lage, eine Büronutzung zu ermöglichen. 
Die Nachvermietung von Ladenflächen wird aufgrund der sehr unterschiedlichen 
Passantenfrequenzen und Sozialgruppen an den verschiedenen Standorten in 
Köln auch in Zukunft lebhaft bleiben. Die Herausforderungen für künftige Mieter 
aber auch die Retailmakler wird darin bestehen, die richtige Lage bzw. den geeig-
neten Standort für die individuellen Konzepte ausfindig zu machen.
Eigentümer sollten, trotz des zum Teil hohen Aufwandes und Kosten, einer Um-
nutzung Ihrer Mietflächen (z. B. zu einer Büro- oder Gastronomienutzung) zu-
künftig offener gegenüberstehen, um eine langfriste und nachhaltige Vermietung 
sicherstellen zu können. Dies zahlt sich über einen längeren Betrachtungszeit-
raum in der Regel aus, jedoch ist dies natürlich von Fall zu Fall zu begutachten.
Prognose
Ausblick

Raum für Erfolgsgeschichten. Larbig & Mortag, imovo und CUBION. Drei Partner – eine Story. 2018 entstand die Idee, den 
Bereich Einzelhandelsflächen- und Gastronomievermietung, der sich bereits seit 2012 erfolgreich bei Larbig & Mortag in einem stark 
umkämpften Bereich in Köln und Bonn behaupten konnte, auf die Marktgebiete der Partner imovo (Großraum Düsseldorf) und CUBION 
(Großraum Ruhrgebiet) zu erweitern. Mit der Gründung von conceptstories Immobilien in 2019 als gemeinsames Unternehmen und 
dem Markteintritt im Januar 2020 wurde die Idee umgesetzt. Die Gründer haben den Unternehmensstart bewusst in einer schwieri-
gen und wandelnden Marktphase gewählt, um den Umbruch in diesem Segment gemeinsam mitzugestalten und sich gemeinsam mit 
unseren Kunden den Chancen, neuen Aufgaben und Herausforderungen zu stellen.
Ihre Makler für Einzelhandels- und Gastronomieflächen
LADENVERMIETUNG
MAX QUENTIN VERWICK
0221 998 997 33 
verwick@conceptstories.de
GASTRONOMIEVERMIETUNG
MICHÈL MESSMER
0221 998 997 41 
messmer@conceptstories.de
TEAMASSISTENZ 
JANINA KÜHLER
0221 998 997 39 
kuehler@conceptstories.de
AUSZUBILDENDER ZUM IMMOBILIENKAUFMANN
TIM GAGSTAETTER
0221 998 997 34
gagstaetter@conceptstories.de
REGIONALLEITER LADENVERMIETUNG NRW
RADU-GEORGE MOLDOVAN
0221 998 997 62 
moldovan@conceptstories.de
ABTEILUNGSLEITER LADENVERMIETUNG
JAN SEIDENFADEN
0221 998 997 40 
seidenfaden@conceptstories.de
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!
   Über Uns

Dieser Bericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und basiert auf Informationen aus Quellen, die wir für zuverlässig erachten, aber für deren Genauigkeit, Vollständigkeit und Richtigkeit wir keine Haftung 
übernehmen. Die enthaltenen Meinungen stellen unsere Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes dar und können sich ohne Vorankündigung ändern. Historische Entwicklungen sind kein Indiz für 
zukünftige Ergebnisse. Dieser Bericht ist nicht für den Vertrieb oder die Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Finanzanlage bestimmt. Die in diesem Bericht zum Ausdruck gebrachten Meinungen und 
Empfehlungen berücksichtigen nicht individuelle Kundensituationen, -ziele oder -bedürfnisse und sind nicht für die Empfehlung einzelner Wertpapiere, Finanzanlagen oder Strategien einzel- ner Kunden bestimmt. 
Der Empfänger dieses Berichtes muss seine eigenen unabhängigen Entscheidungen hinsichtlich einzelner Wertpapiere oder Finanzanlagen treffen. Larbig & Mortag übernimmt keine Haftung für direkte oder indirekte 
Schäden, die aus Ungenauigkeiten, Unvollständigkeiten oder Fehlern in diesem Bericht entstehen. Map tiles by Stamen Design, under CC BY 3.0. Data by OpenStreetMap, under ODbL
conceptstories Immobilien GmbH
Theodor-Heuss-Ring 23 | 50668 Köln
T. 0800 998 997-7 
Ein Partner von:
Larbig & Mortag GmbH
2008 gegründet, haben wir uns seit 2012 zum 
größten Makler für Gewerbeimmobilien in Köln 
entwickelt. Ob Laden, Gastronomie, Büro, Loft, 
Praxis, Lager oder Investment. Derzeit besteht 
unser Team aus 34 Mitarbeitern. Seit 2013 
haben wir eine erfolgreiche Bonner Nieder-
lassung und seit 2016 einen weiteren Standort 
in Leverkusen. Nicht, dass Größe alles wäre. 
Aber sie ist ein Indikator für den Erfolg unserer 
Strategie: Ihnen mit professioneller Beratung 
zur passenden Gewerbeimmobilie zu verhel-
fen – und das gerne im persönlichen Dialog. 
Larbig & Mortag ist regional tief verbunden, 
inhabergeführt und bietet über das Netzwerk 
NAI apollo group einen nationalen und interna-
tionalen Anschluss.
imovo GmbH
Ein hohes Maß an Kundenorientierung – das 
ist auch das Erfolgsrezept des Immobilien-
beratungsunternehmens imovo. „Der Kunde, 
der sich für imovo entscheidet, bekommt ein 
starkes Team zur Seite gestellt, welches sich 
als Berater und Problemlöser auf Augenhöhe 
versteht“, verspricht Knud Schaaf, geschäfts-
führender Gesellschafter von imovo. „Wir 
betrachten Projekte immer ganzheitlich, 
gehen auf jeden Anspruch ein und kreativ über 
Standards hinaus.“ Offenheit und Ehrlichkeit 
in der Kommunikation, Verantwortungsbe-
wusstsein, Zielorientierung und Präzision in 
der Ausführung – diese Werte reklamiert das 
Unternehmen. Schaaf: „Unsere Kunden kön-
nen sich auf uns als Partner verlassen.“
CUBION Immobilien AG
Im Ruhrgebiet kennen wir jeden Stein! Unser 
Team von Immobilienexperten beobachtet 
genau was im Ruhrgebiet geschieht und wer 
sich am Markt bewegt. Das setzen wir zu 
Ihrem Vorteil ein. Denn wir wissen, wann Ver-
träge auslaufen, wer auf der Suche ist, ken-
nen den Wettbewerb und dessen Preise und 
können dank unserem umfangreichen Netz-
werk stets die besten Kandidaten vermitteln. 
Seit 2005 haben wir unzählige Unterneh-
men, vom Konzern bis zum Start-Up, in neue 
Flächen begleitet und dabei über eine Million 
Quadratmeter vermietet. Das macht uns zu 
einem der erfolgreichsten, inhabergeführten 
Immobilienberater im Ruhrgebiet.
Mehr Informationen
finden Sie im 
Web unter:
www.conceptstories.de

Retailmarkt.
1.1 Verkaufsfläche:
Die Mietfläche, welche zum Verkauf dient zzgl. 
Treppen, Gänge, Schaufenster und Freiflächen, 
wird, sofern sie dem Kunden zugänglich ist, 
als Verkaufsfläche bezeichnet. Dazu gehören 
auch Flächen, die nicht nur vorübergehend für  
Verkaufszwecke genutzt werden. 
1.2 Gesamt-/ Geschäftsfläche:
Die gesamte betrieblich genutzte Fläche eines 
Einzelhandels, welche sich aus der Verkaufs-, 
Ausstellungs-, Versand-, Büro- und Lagerfläche 
sowie Sozialräumen zusammensetzt, wird als 
Geschäftsfläche bezeichnet. Die Berücksichti-
gung der Büro-, Versand- und Lagerflächen, un-
terscheidet die Gesamt- oder auch Geschäfts-
fläche von der reinen Verkaufsfläche.
1.3 1A- und B-Lage:
Die umsatzstärksten und höchstfrequentierten 
Lagen der Einkaufs- bzw. Geschäftszentren einer 
Stadt werden als 1A-Lage betitelt. Diese können 
entweder nur ein Teil oder eine gesamte Einkaufs-
straße umfassen. Eine 1A-Lage ist definierbar 
durch folgende Kriterien:
-  Passantenfrequenz
-  Erzielbare Spitzenmiete für eine Ladenfläche
-  Branchenstruktur
-   Innerstädtische Lage im Hauptgeschäftszentrum 
- Filialisierungsgrad: Mieterbestand internatio- 
   naler, nationaler und örtlicher Einzelhändler
 
Die B-Lage grenzt an die 1A-Lage an und  
definiert sich meist aus Nebenstraßen der  
Haupteinkaufsstraßen. Noch weiter entfernte  
Lagen werden als Streu- bzw. Nebenlagen  
bezeichnet. 
 
Wenn in Großstädten sehr ausgedehnte Einkaufs-
straßen mit mehreren 1A-Lagen vorhanden sind, 
kann zwischen diesen in beispielsweise Luxus- 
oder Konsumlage unterschieden werden.
Allgemeine Definitionen
- 1A-Lage: Der Standort erreicht ca. 80- 100 % der   
Spitzenmiete der Stadt und ca. 70-100 % der  höchs- 
ten Passanten- frequenz des Straßenabschnittes.  
- B-Lage: Der Standort erreicht ca. 40-80 % der  
Spitzenmiete der Stadt und ca. 40-70 % der höchs- 
ten Passantenfrequenz des Straßenabschnittes.  
- Streu- bzw. Nebenlagen: Hier werden Mieten  
bzw. Passantenfrequenzen unter 40 % erreicht.  
- Stadtteillage: Liegt außerhalb des Hauptein-  
kaufsbereiches einer Stadt. Mietpreisniveau und 
Passantenfrequenz sind vergleichbar mit der  
einer zentralen B-Lage.
1.4 Spitzenmiete:
Die nachhaltig höchste erzielbare nominale  
Miete bei Neuvermietungen in einer hochwertigen  
Ideal-Verkaufsfläche in 1A-Lage, wird als  
Spitzenmiete für Handelsflächen bezeichnet.
Mit einer Ideal-Verkaufsfläche ist eine Fläche 
gemeint, in der „ideale“ Verkaufsbedingungen 
vorzufinden sind. Die ideale Einheit liegt im 
Erdgeschoss, ist i. d. R. 100 m
2 groß, barriere-
frei und gut zugeschnitten. Außerdem muss 
eine Schaufensterfront vorhanden sein, welche  
mindestens sechs Meter breit ist. Der Bauzu-
stand der Einheit sollte gehobenen Ansprü-
chen gerecht werden. Die Spitzenmiete dient 
dazu, die Entwicklung des Marktes besser  
darzustellen und basiert auf Transaktio-
nen, welche während des Betrachtungszeit-
raums durchgeführt und registriert werden.  
Die angegebene Spitzenmiete bezieht sich  
immer auf einen Standardmietvertrag im jewei-
ligen Markt und entspricht dem Nettomietpreis 
exklusive Nebenkosten, lokale Steuern oder  
Incentives. Berechnet wird die Spitzenmiete  
immer zum Ende eines Quartals.
1.5 Filialist:
Filialen werden die Niederlassungen eines 
Einzelhandelsunternehmens bezeichnet, wel-
che zwar vom Standort her getrennt vonein-
ander sind, jedoch rechtlich und wirtschaftlich  
unselbstständig sind. Einzelhändler mit mehr 
als 3 Filialen, unabhängig davon, ob diese  
Standorte regional oder überregional verteilt 
sind, werden Filialisten genannt. Ein Unterneh-
men mit 3 oder mehr Filialen in nur einer Region 
wird daher ebenfalls als Filialist definiert.
1.6 Passantenfrequenz:
Die Passantenfrequenzzählung erfolgte an 31 
Einkaufsstraßen in B-Lage (hochwertige Ni-
veaulagen in der Innenstadt und Stadtteillagen).
Aus dem Ergebnis der zwei Stunden wurde ein 
Mittelwert errechnet. Hieraus wurde ein Ran-
king gebildet, welches in unserem Retailbericht 
zu finden ist.
1.7 Branchen:
Bei einer Zählung von ortsansässigen Einzel-
handelbetrieben werden nur die in der schema-
tisierten Darstellung der 1A-Lage registrierten 
Geschäfte berücksichtigt. Zwischen all diesen 
Einzelhändlern wird nach zwölf Branchengruppen 
unterschieden:
-  Accessoires  
-  Schmuck/ Juwelier  
-  Bank/ Versicherung  
-  Sport/ Outdoor  
-  Textil
-  Gastronomie  
-  Telekommunikation/ Elektronik  
-  Gesundheit/ Beauty Warenhaus
-  Schreibwaren/ Bücher  
-  Heim-/ Wohnbedarf  
-  Schuhe/ Lederwaren
  
1.8 Ladenlokal:
Einheiten, welche zum Verkauf von Waren und 
Dienstleistungen dienen und meist in Einkaufsstra-
ßen liegen, werden als Ladenlokal bezeichnet.

conceptstories Immobilien GmbH
Theodor-Heuss-Ring 23 
50668 Köln | T. 0800 998 997-7

Ergebnispräsentation der bundesweiten Befragung von über 
33.000 Innenstadtbesuchern – Pressekonferenz
Vitale Innenstädte
Berlin, 27. Januar 2015

Vitale Innenstädte 2014 2
Hintergrund und Zielsetzung der Untersuchung
Ergebnisse der Untersuchung
Konsequenzen
2
Vitale Innenstädte 2014
3
1

Vitale Innenstädte 2014 3
3,4
4,4
5,6
6,6
7,4
8,4
9,4
5,9
7,7
9,9
11,6
13,1
14,9
16,6
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 H
Anteil Online-Handel
am Umsatz des
Einzelhandels nach
HDE
Anteil Online-Handel
am Umsatz des
Einzelhandels nach
HDE, ohne FMCG
Anteil des Online-Handels am Einzelhandel (in %)
Wo kein Wachstum ist, herrscht Verdrängung: Der Anteil des Online-Handels am 
Einzelhandel wächst stetig, denn …
Quelle: IFH Köln, Branchenreport Online-Handel, 2014. Hochrechnung (H).

Vitale Innenstädte 2014 4
14,8
18,4 23,8 28,7 33,1 37,7 42,8
111,7
+24,2 +29,5
+20,6
+15,2 +14,1 +13,3
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 H 2020 T
Online-Handel
Umsatz in Mrd. Euro
VÄ z. VJ in %
Marktvolumen Online-Handel (in Mrd. Euro)
… der E-Commerce entwickelt sich rasant – für 2014 werden wieder zweistellige 
Zuwachsraten erwartet.
Konsumgüter B2C zu Endverbraucherpreisen, ohne Dienstleistungen, Hochrechnung (H)
IFH Köln, Branchenreport Online-Handel, 2014.
+24,2 +29,5
Umsatzanteil 
E-Commerce 
am Handel 
i.e.S.:
2013:   8,4%
2020: 23,2%

Vitale Innenstädte 2014 5
Untersuchung „Vitale Innenstädte 2014“
VITALE INNENSTÄDTE 2014
Passanten-Befragung zur 
Attraktivität der deutschen Innenstadt
62 Städte (N, W, O, S),  > 33.000 Interviews
synchron erhoben am Do (25.09.) und Sa (27.09.)

Vitale Innenstädte 2014 6
Hintergrund und Zielsetzung der Untersuchung
Ergebnisse der Untersuchung
Konsequenzen
2
Vitale Innenstädte 2014
3
1

Vitale Innenstädte 2014 7
Ergebnisse
(1) Deutsche Innenstädte erhalten die Gesamtnote 3 +
Untersuchung „Vitale Innenstädte 2014“

Vitale Innenstädte 2014 8
Top-Performer in 
den einzelnen 
Ortsgrößenklassen
Welche Schulnote würden Sie 
dieser [der von Ihnen besuchten] 
Innenstadt in Bezug auf ihre 
Attraktivität geben?*
Deutsche Innenstädte erhalten die Gesamtnote 3 +
2,7
Gesamtdurchschnitt über alle
62 teilnehmenden Städte
Hamburg
Münster
Regensburg
Landshut
Bietigheim-
Bissingen
Freyung
*Bewertung anhand von Schulnoten 1 bis 6, Gesamtdurchschnitte über alle teilnehmenden Städte der entsprechenden Ortsgrößen
Durchschnittsnoten der 
Städte in den einzelnen 
Ortsgrößenklassen
2,5
2,5
2,7
2,7
2,7
3,0
über
500.000
200.000 bis
500.000
100.000 bis
200.000
50.000 bis
100.000
25.000 bis
50.000
bis 25.000
Ø nach OrtsgrößeEinwohner

Vitale Innenstädte 2014 9
Ergebnisse
(1) Deutsche Innenstädte erhalten die Gesamtnote 3 +
(2) Innenstädte sind bei Alt und Jung beliebt
Untersuchung „Vitale Innenstädte 2014“

Vitale Innenstädte 2014 10
Durchschnittsnoten der 
Städte in den einzelnen 
Altersklassen*
2,7
2,6
2,6
2,6
2,7
2,6
16 bis 19
Jahre
20 bis 29
Jahre
30 bis 39
Jahre
40 bis 49
Jahre
50 bis 59
Jahre
60 Jahre
und älter
Innenstädte sind bei Alt und Jung beliebt
*Bewertung anhand von Schulnoten 1 bis 6
Altersstruktur der Innenstadtbesucher
nach Ortsgrößenklassen

Vitale Innenstädte 2014 11
Ergebnisse
(1) Deutsche Innenstädte erhalten die Gesamtnote 3 +
(2) Innenstädte sind bei Alt und Jung beliebt
(3) Einzelbewertungen: Von „gut“ bis „mangelhaft“
ist alles dabei
Untersuchung „Vitale Innenstädte 2014“

Vitale Innenstädte 2014 12
1 2 3 4 5 6
Gestaltung der Innenstadt
Ambiente/ Atmosphäre/ Flair
Erlebnischarakter
regionale Verbundenheit
Sauberkeit
Sicherheit
Vielfalt und Angebot der Geschäfte
Gastronomieangebot
Freizeitangebot
Besucherzahl
Erreichbarkeit
Parkmöglichkeiten
Barrierefreiheit
Bestes Stadtergebnis
Durchschnittsergebnis*
Schlechtestes Stadtergebnis
Wie bewerten Sie die Attraktivität dieser Innenstadt im Hinblick auf …
ungenügendsehr gut
Einzelbewertungen:
Von „gut“ bis „mangelhaft“ ist alles dabei
*Mittelwert der Ortsgrößendurchschnitte

Vitale Innenstädte 2014 13
< 25.000 
EW
25.000-
50.000 EW
50.000-
100.000 EW
100.000-
200.000 EW
200.000-
500.000 EW
> 500.000 
EW Ø
Erreichbarkeit 2,4 2,2 2,1 2,0 1,9 1,8 2,1
Gastronomieangebot 2,8 2,6 2,6 2,2 2,2 2,3 2,5
Gestaltung der Innenstadt 2,7 2,6 2,6 2,7 2,5 2,5 2,6
Regionale Verbundenheit 2,8 2,5 2,5 2,5 2,4 2,5 2,6
Sauberkeit 2,5 2,6 2,5 2,7 2,7 2,9 2,6
Sicherheit 2,6 2,6 2,6 2,6 2,6 2,7 2,6
Ambiente/Atmosphäre/Flair 3,0 2,7 2,7 2,6 2,5 2,6 2,7
Vielfalt und Angebot der 
Geschäfte 3,2 2,9 2,7 2,5 2,2 2,1 2,7
Besucherzahl/-frequenz 3,4 2,9 2,7 2,4 2,4 2,1 2,8
Barrierefreiheit 2,9 2,8 2,8 2,8 2,8 3,0 2,9
Parkmöglichkeiten 2,7 2,9 3,0 3,3 3,2 3,6 3,0
Freizeitangebot 3,7 3,3 3,1 2,4 2,4 2,5 3,1
Erlebnischarakter 3,6 3,4 3,2 2,9 2,8 2,7 3,2
Einzelbewertungen:
Von „gut“ bis „mangelhaft“ ist alles dabei
*Bewertung anhand von Schulnoten 1 bis 6
Dieses Einzelkriterium wurde im Vergleich zum Durchschnitt in der entsprechenden Ortsgröße besser bewertet 
Wie bewerten Sie die Attraktivität der Innenstadt im Hinblick auf …*

Vitale Innenstädte 2014 14
Ergebnisse
(1) Deutsche Innenstädte erhalten die Gesamtnote 3 +
(2) Innenstädte sind bei Alt und Jung beliebt
(3) Einzelbewertungen: Von „gut“ bis „mangelhaft“
ist alles dabei
(4) Multifunktionale Stadt: Versorgung vs. Freizeit
Untersuchung „Vitale Innenstädte 2014“

Vitale Innenstädte 2014 15
Multifunktionale Stadt: Versorgung vs. Freizeit
Wie würden Sie diese Innenstadt zuordnen? Es ist eine Innenstadt…
43
30
19
11 12 8
20
38
45
47
53 55
48
47
19 25
34 37 33
44
32
bis 25.000
Einwohner
25.000 bis
50.000
Einwohner
50.000 bis
100.000
Einwohner
100.000 bis
200.000
Einwohner
200.000 bis
500.000
Einwohner
mehr als
500.000
Einwohner
Ø
...eher für Freizeit und
Stadtbummel
sowohl als auch
...eher für die tägliche
Versorgung
Angaben in % der Befragten

Vitale Innenstädte 2014 16
Multifunktionale Stadt: Versorgung vs. Freizeit
Mit zunehmender Ortsgröße sinkt die Bedeutung für die tägliche
Versorgung, Freizeit/Stadtbummel tritt als Besuchsmotiv in den Vordergrund
62 53 54 50 49 37
43
30
19
11 12
8
19
26
34 37
33
44
0,0
5,0
10,0
15,0
20,0
25,0
30,0
35,0
40,0
45,0
50,0
0,0
10,0
20,0
30,0
40,0
50,0
60,0
70,0
bis 25.000
Einwohner
25.000 bis
50.000
Einwohner
50.000 bis
100.000
Einwohner
100.000 bis
200.000
Einwohner
200.000 bis
500.000
Einwohner
mehr als
500.000
Einwohner
Besuchshäufigkeit der Stadt und Besuchsmotiv
Anteil der Besucher, die täglich oder mehrmals pro Woche die Innenstadt besuchen
Innenstadt für die tägliche Versorgung
Innenstadt für Freizeit / Stadtbummel
Angaben in % der Befragten

Vitale Innenstädte 2014 17
Wer shoppt wann in der Innenstadt?
56
40
33
43
11 17
Donnerstag Samstag
Mehr als 2
Personen
2 Personen
1 Person
Angaben in % der Befragten
Am Samstag sinken die Anteile der „Single-Einkäufer“ zu 
Gunsten der „Shopping-Paare“ und der „Shopping-Familien“.
+ 6
+ 10
- 16

Vitale Innenstädte 2014 18
Ergebnisse
(1) Deutsche Innenstädte erhalten die Gesamtnote 3 +
(2) Innenstädte sind bei Alt und Jung beliebt
(3) Einzelbewertungen: Von „gut“ bis „mangelhaft“
ist alles dabei
(4) Multifunktionale Stadt: Versorgung vs. Freizeit
(5) Innenstadtattraktivität: Was beflügelt, was belastet?
Untersuchung „Vitale Innenstädte 2014“

Vitale Innenstädte 2014 19
0,31 0,30 0,18 0,13 0,10 0,10 0,05 0,05* 0,04 0,03 0,03* 0,02* 0,00*
-0,13 -0,08 -0,07 -0,02* -0,02* -0,15 -0,04* -0,11 -0,05 -0,07 -0,03* -0,07 -0,03
Innenstadtattraktivität: Was beflügelt, was belastet?
Wie beeinflussen die Einzelmerkmale die Gesamtattraktivität einer Stadt?
Der Ausschlag der Balken informiert darüber, in welchem Ausmaß ein Einzelmerkmal die 
Gesamtattraktivität einer Stadt beeinflusst:
 Ein Ausschlag in den positiven (grünen) Bereich bedeutet, dass sich über das 
Einzelmerkmal die Attraktivität einer Stadt aktiv steigern lässt.
 Ein Ausschlag in den negativen (roten) Bereich bedeutet, dass bei Nicht-
/Schlechterfüllung des Einzelmerkmals die Attraktivität einer Stadt unweigerlich sinkt.
*Nicht signifikant ungleich Null (Signifikanzniveau < 95%) 
Einfluss auf die Attraktivität
+
-

Vitale Innenstädte 2014 20
Welche Sortimente vermissen Sie in dieser Innenstadt?
Innenstadtattraktivität: Was beflügelt, was belastet?
19
42
14
15
12
6
6
26
11
19
31
10
11
6
2
4
22
14
34
25
6
8
3
3
2
18
11
20
26
4
7
3
2
2
7
5
24
23
5
8
3
4
2
10
7
20
12
4
7
3
4
1
5
5
23
26
7
9
5
4
3
15
9
Im Ortsgrößenvergleich überdurchschnittlich hoher Besucheranteil, der diesen Sortimentsbereich vermisst.
Im Ortsgrößenvergleich unterdurchschnittlich hoher Besucheranteil, der diesen Sortimentsbereich vermisst.
Anteil der Befragten (in %), 
die in der Innenstadt den 
jeweiligen Sortiments-
bereich vermissen
Ortsgrößenklasse (Einwohner)
Øbis 25.000 25.000 bis 
50.000 
50.000 bis 
100.000 
100.000 bis 
200.000 
200.000 bis 
500.000 
mehr als 
500.000 
Lebensmittel / Getränke
Bekleidung / Fashion
Schuhe / Lederwaren
Sportartikel / Hobby / 
Freizeit
Kosmetik / Drogerie / 
Gesundheit
Bücher / Zeitschriften / 
Schreibwaren
Uhren / Schmuck / 
Accessoires
Multimedia / Elektronik / 
Foto
Haushaltswaren / Deko

Vitale Innenstädte 2014 21
Ergebnisse
(1) Deutsche Innenstädte erhalten die Gesamtnote 3 +
(2) Innenstädte sind bei Alt und Jung beliebt
(3) Einzelbewertungen: Von „gut“ bis „mangelhaft“
ist alles dabei
(4) Multifunktionale Stadt: Versorgung vs. Freizeit
(5) Innenstadtattraktivität: Was beflügelt, was belastet
(6) Online-Handel: Städte unterschiedlicher Größe 
gleichermaßen von Frequenzverlusten betroffen
Untersuchung „Vitale Innenstädte 2014“

Vitale Innenstädte 2014 22
Hat sich Ihr Einkaufsverhalten in der Innenstadt durch das Angebot, 
online einkaufen zu können, verändert?
21
19 19
20 21 21
20
bis 25.000
Einwohner
25.000 bis
50.000
Einwohner
50.000 bis
100.000
Einwohner
100.000 bis
200.000
Einwohner
200.000 bis
500.000
Einwohner
mehr als
500.000
Einwohner
Ø
Ja, ich kaufe verstärkt
online ein und
besuche daher diese
Innenstadt zum
Einkaufen seltener
Angaben in % der Befragten
Online-Handel: Städte unterschiedlicher Größe 
gleichermaßen von Frequenzverlusten betroffen

Vitale Innenstädte 2014 23
Hintergrund und Zielsetzung der Untersuchung
Ergebnisse der Untersuchung
Konsequenzen
2
Vitale Innenstädte 2014
3
1

Vitale Innenstädte 2014 24
Allgemein: In Zeiten steigender Online-Umsätze und zunehmendem 
Verdrängungswettbewerb sowie heterogener Innenstadt-Funktionen ist Kooperation 
notwendiger denn je: Keine attraktiven und vitalen Innenstädte ohne Handel und 
kooperierendes City-Management.
Zentrale Herausforderung: Übernahme von Funktionen und Aufgaben durch alle 
beteiligten Stakeholdergruppen:
 Handel: Zum Existenzerhalt und zur Kompensation möglicher Umsatzverlagerungen 
in den Online-Handel: Nutzung aller Vertriebswege. 
Bestmögliche Bedienung des Erlebnischarakters – einem zentralen Erfolgstreiber 
der Innenstadt. Reges Engagement bei abgestimmten Marketing-Maßnahmen für 
die jeweilige Stadt und ihre Besucher.  
 Immobilienwirtschaft: Aktiver Beitrag zur Stabilisierung bzw. Entwicklung des 
Standortes über die Verbesserung ambiente-bezogener Attraktivitätsfaktoren. 
Entwicklung zukunftsfähiger Raum- und Mietmodelle, um bei veränderten 
Gegebenheiten Flexibilität sicherstellen.
 City-Marketing: Vereinbarkeit der unterschiedlichen Interessen der Stakeholder vor 
Ort, die durch die Moderation des jeweiligen City-Marketings kooperativ 
zusammengeführt werden können.  
Konsequenzen der Analyse „Vitale Innenstädte 2014“  I/II

Vitale Innenstädte 2014 25
 Kommune/Stadt: Bearbeitung und Verbesserung von Attraktivitätsfaktoren und 
Berücksichtigung der Multifunktionalität von Innenstädten. Aktive Unterstützung 
des Handels allgemein und mit Blick auf angegliederte Wirtschaftszweige 
(Dienstleister, Immobilienwirtschaft, Gastronomie, Kultur). Höhere Frequenzen zur 
Vitalität der Stadt durch z.B. optimierte Infrastruktur, Erreichbarkeit oder weniger 
administrative Anforderungen.
 Politik: Erweiterte Betrachtung des Handels in seinem gesellschaftlichen und 
gesamtwirtschaftlichen Kontext. Entwicklung fortlaufender, regional ausgerichteter 
Einzelhandelskonzepte, die das Wechselspiel mit anderen Wirtschaftszweigen 
berücksichtigen. Behörden und Stadtplaner berücksichtigen stärker die zunehmende 
Multifunktionalität der Städte.
 Standesvertretungen: Heterogene Bewertungen und Anforderungen signalisieren 
Handlungsbedarf ohne Patentrezept. Dialog, Zusammenarbeit und Empathie 
aller beteiligten Stakeholdergruppen sind – regional wie auch überregional – bei 
der Suche nach Lösungsansätzen gefragt.
Konsequenzen der Analyse „Vitale Innenstädte 2014“  II/II
Bildquellen: © Sindy/Fotolia.com;  © Andres Rodriguez/Fotolia.com

© STADTMARKETING KÖLN | 2016 1
Vorstellung der Ergebnisse der
Passanten-Befragung und Zählung
offener Sonntag 8.Oktober 2017
in Zusammenarbeit mit
IG SCHILDERGASSE

Standorte Zählung/Befragung verkaufsoffener Sonntag 08.10.2017, Kölner Innenstadt
Roncalliplatz
3,0tsd.qm
AlterMarkt
1,6tsd.qm
Heumarkt
3,1tsd.qm
Neumarkt
4,5tsd.qm
Rudolfplatz
ca. 1,0tsd qm
STANDORT 1
STANDORT 2
STANDORT 3
STANDORT 4 
STANDORT 5

Zählung Passanten verkaufsoffener Sonntag, 8. Oktober 2017 KÖLN 
Anzahl Besucher pro Standort (wechselhaftes, trüb/regnerisches Wetter, Temp. 14 Grad Celsius) 
Quellen: Stadtmarketing Köln, Oktober 2017
29.670
37.306 35.352
27.834
9.198
139.360
0
20.000
40.000
60.000
80.000
100.000
120.000
140.000
Standort 1 Standort 2 Standort 3 Standort 4 Standort 5 GESAMT

Zählung Passanten verkaufsoffener Sonntag, 8. Oktober 2017 KÖLN 
Anzahl Besucher im Tagesverlauf 
Quellen: Stadtmarketing Köln, Oktober 2017
20.556
31.554
32.624
26.948 27.678
0
10.000
20.000
30.000
40.000
13:00-14:00 14:00-15:00 15:00-16:00 16:00-17:00 17:00-18:00

Befragung Passanten verkaufsoffener Sonntag, 8. Oktober 2017 KÖLN 
Herkunft der Besucher (Anzahl ausgewerteter Interviews n= 249)
Quellen: Stadtmarketing Köln, Oktober 2017
117
112
20
0
20
40
60
80
100
120
Aus Köln Von Außerhalb Aus dem Ausland
Auswahl:
China, Chile, Italien,  
Argentinien, Spanien, 
Schweiz, Russland, 
Polen, Indonesien, 
Türkei 
Engere Region 71
Weitere Region 41

Befragung Passanten verkaufsoffener Sonntag, 8. Oktober 2017 KÖLN 
Personenanzahl (Anzahl ausgewerteter Interviews n= 249)
Quellen: Stadtmarketing Köln, Oktober 2017
36
134
36
27
16
0
20
40
60
80
100
120
140
Alleine zu Zweit zu Dritt zu Viert > als vier

Befragung Passanten verkaufsoffener Sonntag, 8. Oktober 2017 KÖLN 
Besuchsmotive (Anzahl ausgewerteter Interviews n= 246; Mehrfachnennungen waren möglich)
Quellen: Stadtmarketing Köln, Oktober 2017
33
130
49
26
79
149
0 50 100 150
Bummeln/Spazieren
gehen
Gastronomiebesuche
Freunde/Bekannte
treffen
Allgemeine
Freizeitgestaltung
verkaufsoffener
Sonntag
Sonstiges
Davon 54 ausschließlich

Bummeln/Spazierengehen + Einkaufen = 53 %
Gastronomiebesuche + Einkaufen = 17 %
Freunde/Bekannt treffen + Einkaufen = 9 %
Allgemeine Freizeitgestaltung + Einkaufen = 12 %
Sonstiges (Anuga, Streetfood-Festival) + Einkaufen = 9 %
Befragung Passanten verkaufsoffener Sonntag, 8. Oktober 2017 KÖLN 
Besuchsmotive Kombination (Anzahl ausgewertete Interviews n= 247; Mehrfachnennungen waren 
möglich)
Quellen: Stadtmarketing Köln, Oktober 2017

Befragung Passanten verkaufsoffener Sonntag, 8. Oktober 2017 KÖLN 
Einkauf/Kein Einkauf (Anzahl ausgewerteter Interviews n= 249)
Quellen: Stadtmarketing Köln, Oktober 2017
42
61
146
0 50 100 150
Einkauf
Kein Einkauf 
Unentschlossen
Durchschnittlicher 
Einkaufsbetrag: 
140,85 €

Befragung Passanten verkaufsoffener Sonntag, 8. Oktober 2017 KÖLN 
Kirchengängern (Anzahl ausgewerteter Interviews n= 249)
Quellen: Stadtmarketing Köln, Oktober 2017
214
35
0 50 100 150 200
Ja 
Nein

Anlage 4 Anträge Sülz Klettenberg

156144 Zeichen

Antrag auf einen verkaufsoffenen Sonntag im Anschluss an den Tag des Veedels  
am 26. April 2026 
 ISK Carrée Sülz-Klettenberg e. V. 
Geschäftsstelle: 
 
 
 
 
 
 
Bezeichnung des Anlass: Markt:  
 
Messe: 
 
Örtliches Fest: 
Volksfest 
Bunt im Carrée 
Sülzer Veedelsfest  
 
 
zum 2. Mal an dem Sonntag, den 26. 
April 2026 im Anschluss an den „Tag des 
Veedels“ 
  
Ähnliche Veranstaltung:  
Das Carrée-Fest im September 
 
Anlassbeschreibung: An dem Wochenende des Tag des 
Veedels & verkaufsoffenen Sonntags 
veranstaltet  
die ISK Carrée Sülz-Klettenberg e.V. 
das Sülzer Veedelsfest und nutzt 
dafür ebenfalls den 3. 
Verkaufsoffenen Sonntag 
Bildet die Anlassveranstaltung den Hauptgrund 
für Besucher/Besucherinnen die Veranstaltung 
zu besuchen oder steht die Ladenöffnung im 
Vordergrund? 
Die Verwaltung muss insbesondere darlegen, dass und wie die 
hinter den in § 6 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 bis 5 LÖG NRW genannten 
öffentlichen Interessen durch die Ladenöffnung an Sonn- und 
Feiertagen gefördert werden können. Dabei ist vor allem 
herauszuarbeiten, warum das Umsatz- oder Shoppinginteresse 
hierbei nicht im Vordergrund steht. 
 X Ja  
 
☐ nein 
(wenn nein, keine Aussicht auf Erfolg für 
eine Genehmigung durch den Rat der 
Stadt Köln) 
 
Bei dem Anlass handelt es sich um: 
☐ eine historische Veranstaltung 
 
X TRADITION: Zum 2. Mal stattfindende 
Veranstaltung, und soll eine Plattform 
zum interkulturellen Austausch der 
Bewohner und aller dort lebenden 
Menschen sein, um die Buntheit und 
Vielfalt der Menschen hier untereinander 
erlebbar und verständlich machen die 
auch in den Folgejahre immer mit dem 
TdV stattfinden soll

Antrag auf einen verkaufsoffenen Sonntag im Anschluss an den Tag des Veedels  
am 26. April 2026 
Besteht ein unmittelbar räumlicher und 
zeitlicher Bezug zur Anlassveranstaltung und 
den zur Öffnung vorgesehenen 
Verkaufsstellen? 
Hinweis: Von einer räumlichen Nähe ist regelmäßig 
insbesondere dann auszugehen, wenn die örtliche Veranstaltung 
in den Straßenzügen, die zur Ladenöffnung vorgesehen sind, 
stattfindet. 
Eine zeitliche Nähe besteht dann, wenn die örtliche 
Veranstaltung am selben Tag, nicht notwendig zeitgleich, jedoch 
zeitlich überlappend stattfindet. 
 
Zwischen Veranstaltung und Verkaufsstellenöffnung muss ein 
angemessenes Verhältnis bestehen. Die in der Vergangenheit 
geschaffenen Anlässe um eine Verkaufsstellenöffnung zu 
erreichen, wie z.B. der Flohmarkt auf einem Möbelhausgelände, 
sogenannte Bauernmärkte mit 10 Zeltverkaufsstellen von 
Reisegewerbetreibenden, Grillfest (Spanferkelgrillen) in einem 
Gewerbegebiet, Hüpfburgen- und Eiertierveranstaltungen 
werden nicht genügen, Verkaufsstellenöffnungen zu 
genehmigen. Orientieren Sie sich hier an die vom Rat zuletzt 
genehmigten Anlässe.  
 
Räumliche Nähe ist gegeben bei örtlichen Veranstaltungen in 
den Straßenzügen, die zur Ladenöffnung vorgesehen ist; 
Gesamtveranstaltungsbereich einschl. Verbindungs- und 
Nebenstraßen, wenn die Veranstaltungsorte über diesen Bereich 
verteilt sind; eine Ausweitung über den Bereich hinaus, wird 
nicht genehmigungsfähig sein; 
X ja, das Veedelsfest steht im 
Vordergrund! und soll ein fester 
Bestandteil in Sülz werden und vor allem 
den Zusammenhalt der Menschen vor 
und in den Geschäften, in 
Organisationen, in Vereinen, in Initiativen 
vor Ort fördern.  
Zentraler Anlaufpunkt soll die 
Schaubühne sein. Auftritte und ggfs. 
eine Modeschau lokaler Händler soll für 
ein nettes Zusammensein sorgen. 
 
Es präsentieren sich auf der 
abgesperrten Straße viele Mitglieder der 
ISK Carrée e. V., ansässige 
Unternehmen aus unserem Veedel und 
auch soziale Vereine und Projekte aus 
Sülz und Köln.  
 
Geplant ist eine Genussmeile mit 
ausgefallenen Speisen und Getränken – 
wie besondere Weine und Cocktails - 
unserer ansässigen Gaststätten und 
Restaurants, die größtenteils auch 
Mitglieder in der ISK Carrée e. V. sind.  
 
- Herzhafte Speisen: 
- Internationale Klassiker: 
- Bratwurst im Brötchen 
- Falafel im Fladenbrot 
- Currywurst mit Pommes 
- Tacos mit verschiedenen 
Füllungen 
- Fischbrötchen mit 
Matjesheringen 
- Vegane & Vegetarische 
Optionen: 
- Vegane Burger mit Avocado und 
Sprossen 
- Vegetarische Quiche 
- Süßkartoffelpommes 
- Wraps mit Hummus und 
Grillgemüse 
- Gemüse-Curry mit Reis 
- Regionale Spezialitäten: 
- Brezeln 
- Flammkuchen 
- Reibekuchen mit Apfelmus 
- Maultaschen (auch vegetarisch) 
- Fischbrötchen 
-  
- Süße Speisen & Desserts: 
- Klassische Snacks: 
- Zuckerwatte 
- Gebrannte Mandeln

Antrag auf einen verkaufsoffenen Sonntag im Anschluss an den Tag des Veedels  
am 26. April 2026 
- Belgische Waffeln mit Sahne und 
Obst 
- Crepes mit Nutella oder Zimt und 
Zucker 
- Donuts und Muffins 
- Eis & Kalte Desserts: 
- Gelato und Frozen Yogurt 
- Eiskaffee und Eisschokolade 
- Smoothie Bowls mit frischen 
Früchten 
-  
- Getränke: 
- Bier vom Fass und lokale Craft-
Biere 
- Wein und Sektbars 
- Cocktails und Mocktails 
- Kaffee-Spezialitäten (Espresso, 
Cappuccino, Cold Brew,…) 
- Hausgemachte Limonaden und 
Eistee 
 
 
Weiter werden folgende Partner im 
Bereich des Einzelhandels vor Ort 
vertreten sein: 
 
Mode & Lifestyle: 
• Streetwear und urbane Mode 
(viele Einzelhändler aus Sülz 
möglich) 
• Second-Hand- und Vintage-
Kleidung 
• Nachhaltige Accessoires und 
Schmuck (Einbindung 
Pleasierchen -> 
Wiederverwendung getrockneter 
Blumen) 
• Faire Mode und 
umweltfreundliche Textilien 
• Zero-Waste- und Unverpackt-
Produkte (zB einbinden Tante 
Olga aus Sülz) 
 
Kunst & Kreativität: 
• Kunstausstellungen und 
Fotografie 
• Workshops für Handwerk und 
DIY-Projekte (zB Pottery Art aus 
Sülz einbinden) 
• Stände mit handgemachtem 
Schmuck und Kunsthandwerk 
(zB VonJuka aus Sülz) 
• Urban Gardening und Pflanzen-
Deko 
•

Antrag auf einen verkaufsoffenen Sonntag im Anschluss an den Tag des Veedels  
am 26. April 2026 
Sport & Freizeit: 
• Outdoor-Sportstationen (zB durch 
Breitensportverein und ISK-
Mitglied DJK Südwest, Blauweiß 
Köln oder den RSV Köln Rugby) 
 
• Fahrradstände mit Zubehör und 
Reparatur-Services (zB von 
Muskelkatersport aus Sülz oder 
Sport Bülle) 
• Teststationen für Freizeitgeräte 
(z. B. E-Scooter, Inlineskates) 
• Pilates und Yoga (zB durch das 
Seniorennetzwerk) 
 
 
Familie & Kinderangebote: 
• Kinderbastelstationen und 
Malworkshops (Einbindung von 
Grundschulen und Kindergärten 
aus Sülz) 
• Luftballonkunst und 
Zaubershows? 
• Bewegungs- und 
Geschicklichkeitsspiele 
 
Soziale Initiativen & Umweltprojekte: 
• Nachhaltigkeitsinitiativen und 
Infostände zu Umweltschutz (zB 
Viva con Agua einbinden) 
• Lebensmittelretter und 
Foodsharing-Projekte 
• Trinkwasserstationen und 
Wasserprojekte (Umsetzbar?) 
• Workshops zur Mülltrennung und 
Recycling und Aufklärung von 
dessen bedarf (zB von 
AWB/Remondis) 
• Infostände, wie: 
Obdachlosenhilfe, Lebenshilfe, 
Schulbau in ärmeren Nationen 
usw 
• Konkrete Vereine/Projekte, mit 
welchen die ISK auf dem sülzer 
Weihnachtsdorf schon erfolgreich 
zusammengearbeitet hat: 
Treffpunkt Köln, UMsteuern, 
Lebenshilfe, Goldmarie, 
Lensewelten, International 
Justice Mission, Makuyuni EV, 
Empowerment und viele mehr… 
 
 
Unsere im Veedel ansässigen sozialen 
Vereine und Organisationen bekommen 
die Möglichkeit, sich kostenfrei zu

Antrag auf einen verkaufsoffenen Sonntag im Anschluss an den Tag des Veedels  
am 26. April 2026 
präsentieren, mit den Mitmenschen in 
Kontakt zu kommen und für Spenden zu  
werben. 
 
Für die Kinder wird es spezielle 
Angebote geben. Hüpfburg, Karussels, 
Mitmachaktionen, wie  
Malaktionen von verschiedenen 
Geschäften. Einbindung der ansässigen 
Kitas. 
 
Eine Tombola mit dem Erlös für einen 
guten Zweck wird durchgeführt. 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf 
Erfolg für eine Genehmigung durch den 
Rat der Stadt Köln) 
 
Die Schaubühne wird folgendes 
Programm beinhalten:  
 
Musik & Kultur: 
• Akustik-Konzerte lokaler Bands 
und Singer-Songwriter  
• Karnevalsbands (zB Lupo, Björn 
Heuser) 
• Chor- Auftritte (zB Schiller-Chor, 
HVB-Chor, Chor der katholischen 
oder evangelischen Gemeinden 
Sülz Klettenberg, ..) 
• Poetry Slams zu den Themen 
Nachhaltigkeit und Klima 
• Tanzvorführungen (z. B. von 
Karnevalsvereinen aus Sülz & 
Umgebung) 
• Kunstausstellungen und 
künstlerische Darbietungen (zB 
von Casamax, Kunstsalon oder 
Kultursalon Freiraum Köln Sülz) 
 
Podiumsdiskussionen & Vorträge: 
• Podiumsdiskussionen zu Themen 
wie Klimaschutz, Zero-Waste und 
Mobilität (zB von Vytal, Recup, 
Pappstar Zirkulärsystem) 
• Talk-Runden mit lokalen 
Aktivisten, Unternehmen oder 
Politikern (zB Aaron Appuhn, 
CDU, Moritz von Heilandt) 
• Vorträge zu nachhaltigem 
Konsum und Ernährung 
• Präsentationen von Start-ups im 
Umweltbereich / 
Nachhaltigkeitssektor oder 
generell aus Sülz  
• Lesungen aus Büchern oder 
Artikeln zu ökologischen Themen

Antrag auf einen verkaufsoffenen Sonntag im Anschluss an den Tag des Veedels  
am 26. April 2026 
(zB Mayersche aus Sülz 
einbinden) 
•  
 
Workshops & Mitmach-Aktionen: 
• Upcycling-Workshops auf der 
Bühne (z. B. Kleidung, Möbel 
oder Taschen) 
• DIY-Workshops für 
Naturkosmetik oder 
Haushaltsprodukte (zB Douglas 
Sülzburgstraße) 
• Mitmach-Yoga oder 
Bewegungsmeditationen (zB 
Shaktiyoga aus Sülz) 
 
Interaktive Formate & Wettbewerbe: 
• Quizrunden zum Thema 
Nachhaltigkeit mit kleinen 
Preisen (zB von Impact Café) 
• Live-Challenges zum 
Müllsammeln oder CO₂-
Fußabdruck-Reduzierung 
(Umsetzbar mit AWB ?) 
• Wettbewerb für die kreativste 
Zero-Waste-Idee? 
 
Abschlussveranstaltung: 
• Danksagungen und eventuell 
Spendenübergabe an 
Umweltprojekte 
 
Zieht die Anlassveranstaltung mehr Besucher 
als die der Verkaufsstellenöffnung? 
Fragestellung wird trotz Wegfall der Besucherprognose gestellt 
(vgl. Beschluss des VG Düsseldorf v. 22.05.2018);entgegen der 
Anwendungshilfe; juristische Bewertung der Verwaltung; 
X ja, das hat die Erfahrung von anderen 
VOS gezeigt 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf 
Erfolg für eine Genehmigung durch den 
Rat der Stadt Köln) 
Besucher wegen Anlassveranstaltung: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Besucher wegen Verkaufsstellenöffnung: 
Ca. 80.000 BesucherInnen. Deutlich 
mehr als wegen der 
Verkaufsstellenöffnung.  
Viele unserer Besucher kommen nur 
wegen des Volks- und Veedelsfestes 
aus ganz Köln und dem angrenzenden 
Umland. 
Im vergangenen Jahr hatten wir 
entgegen unserem Antrag die Fläche  
drastisch verkleinert (von der Lotharstr, 
bis Sülzburgstraße) sodass es viel zu 
klein war und mehr als 50.000 Besucher 
anwesend waren - geschätzt an den 
beiden Tagen ca. 80.000 Besucher 
 
 
 
4.290

Antrag auf einen verkaufsoffenen Sonntag im Anschluss an den Tag des Veedels  
am 26. April 2026 
Veranstaltungsfläche: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verkaufsfläche: 
Die im Vorjahr beantragte Fläche haben 
wir für das 1. Fest dieser Art nicht 
genutzt und auf den Bereich Lotharstr. 
bis Sülzburgstr. begrenzt. dies war aber 
für den großen Andrang zu wenig und 
möchten in 2026 die Fläche erweitern 
auf die 
Berrenrather Straße: vom Weyertal 
bis Gerolsteiner Straße  
 
Ca. 3.000 qm entfallen auf die Geschäfte 
im Bereich der abgesperrten Fläche auf 
der Berrenrather Straße, von denen 50 
bis 60 der ISK Carrée angehören. Die 
restlichen unserer über 100 Mitglieder 
haben die Möglichkeit, mit einem Stand 
auf der Straße im abgesperrten Bereich 
teilzunehmen, die Leistung Ihrer Betriebe 
an diesem Wochenende zu zeigen. 
Natürlich dürfen sich auch vor allem 
ortsansässige Geschäfte beteiligen, die 
nicht der ISK Carrée e. v. angehören. 
 
 
Quellenangabe und Belege zu 
Besucheraufkommen, Veranstaltungsfläche 
und Verkaufsfläche: 
Das OVG Münster verlangt, dass sich die Stadt Köln in einer für 
die gerichtliche Überprüfung nachvollziehbaren und 
dokumentierten Klarheit über Charakter, Größe und Zuschnitt 
der Veranstaltung verschafft (auch hier VG Düsseldorf) 
Für die Hauptgeschäftsstraße im Bereich 
des Sülzer Festes – Berrenratherstraße 
ergibt die Passantenfrequenzmessung 
aus dem Retailbericht B-Lagen in Köln 
2019/2020 der Fa. Larbig & Mortag 
Immobilien GmbH eine Zahl von 858 
Passanten je Stunde. Bei 5 stündiger 
Öffnung der Geschäfte am Sonntag 
ergibt das 4280 Besucher für die 
Geschäfte. 
 
 
 
Die nachfolgend genannten Sachgründe 
wurden im Rahmen der Novellierung des LÖG 
geschaffen.  
Verkaufsoffene Sonntage wurden bis dahin 
ausschließlich aufgrund von Veranstaltungen 
von den zur Antragstellung berechtigten 
Interessengemeinschaften genehmigt. 
Eine Antragstellung von Seiten der Verwaltung 
ist nicht beabsichtigt und vom Rat in Richtung 
Verwaltung (politische/wirtschaftspolitische 
Erwägungen) auch nicht aufgegeben. 
Die nachfolgenden Sachgründe können 
allerdings kumulativ vorliegen und der 
Verwaltung dazu dienen, dem Rat das 
öffentliche Interesse über den Anlass-bezug/-
Zusammenhang hinaus zu begründen. 
Hier sind die 
Antragsberechtigten/Interessengemeinschaften 
gefordert, diese Sachgründe geltend zu 
Wir schätzen die BesucherInnen für das 
Jahr 2026 auf circa 80.000 Personen. 
Wir orientieren uns hierbei konservativ 
an den Zahlen des Vorjahres bei dem 
ca. 50.00 Besucher*Innen auf einer 
kleineren Fläche anwesend waren.. 
 
Diese Vorgehensweise, anhand von 
qualitativen Daten den prägenden 
Charakter einer Veranstaltung zu 
belegen, wird vom OVG für das Land 
NRW anerkannt. Auf einer 
Informationsveranstaltung am 21. 06. 
2017 mit dem OVG Münster beim 
Ministerium für Wirtschaft, Energie 
Industrie; Mittelstand und Handwerk des 
Landes NRW erläuterten die OVG 
Richter Details ihrer Rechtsprechung. 
(Informationen hierzu von der IHK Köln) 
Nach Aussagen der OVG Richter ist es 
zulässig, dass der prägende Charakter

Antrag auf einen verkaufsoffenen Sonntag im Anschluss an den Tag des Veedels  
am 26. April 2026 
machen/nachzuweisen und überprüfbare 
Belege vorzulegen. 
 
Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept liegt 
hier zum Download bereit. Es wird gefordert, 
dass die Kommune auf der Grundlage eines 
Einzelhandelskonzepts mit der 
Sonntagsöffnung gezielt einen der genannten 
Sachgründe verfolgt. Derzeit enthält das 
Einzelhandelskonzept  Sonntagsöffnungen 
noch nicht als Mittel, um das öffentliche 
Interesse in Gestalt der benannten weiteren 
Sachgründe zu fördern. Die nachfolgend 
genannten Sachgründe können daher derzeit 
nicht mit dem aktuellen Einzelhandelskonzept 
begründet werden. 
einer Veranstaltung beispielweise 
anhand von Presseberichterstattungen 
der letzten Jahre, Berichten des 
Ordnungsamtes über vergangene 
Veranstaltungen, Aussagen über 
Straßensperrungen, Verkehrs- und 
Parkraumkonzepten als auch anhand 
von der Art und Umfang der 
Veranstaltungswerbung belegt werden 
kann. In seinem Urteil 
(Entscheidungsdatum 07. 12. 2017 
Aktenzeichen4 B 1538/17) bekräftigt das 
OVG diese Sichtweise. Auf einige 
Punkte möchten wir im Folgenden 
eingehen. 
 
Werbung: 
Wir planen zwei Banner auf der 
Berrenrather Straße aufzuhängen, 
welche auf das Sülzer Veedelsfest 
aufmerksam machen. Weiter planen wir 
mit circa 3000 Flyern und 500 Plakaten, 
welche in und um Sülz herum verteilt 
werden und bei unseren ISK- Mitgliedern 
in den Schaufenstern aushängen. Neben 
Presseartikeln vom KstA und dem 
Express planen wir, die großen Blogs 
der sozialen Medien wie Rausgegangen 
Köln, mit Vergnügen Köln, inSülz, 
unserer homepage und den social media 
Aktivitäten der Teilnehmer, und Mr. Köln 
mit einzubinden, um im Vorfeld eine 
große Reichweite zu generieren.  
In der kostenlosen Zeitung EXPRESS 
wird zum Wochenende auf die 
Veranstaltung hingewiesen und auf den 
beweglichen Werbebannern der Fa. 
Stroer wird in der ganzen Woche zuvor 
darauf hingewiesen. Beide 
Werbemaßnahmen werden von 
KölnBusiness gesponsort. 
 
Öffentliche Zuschüsse: 
Für die Planung und die Durchführung 
des Straßenfestes ist die Deli 
Eventservice GmbH & Co.KG zuständig, 
die uns auch mit der Werbung 
unterstützt.  
Stadt Köln mit KölnBusiness 
 
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der Stärkung 
oder Entwicklung eines vielfältigen stationären 
Einzelhandelsangebots  
Hinweis: Der amtlichen Begründung zum Gesetzesentwurf ist zu 
entnehmen, dass der stationäre Einzelhandel vielerorts einer 
Gefährdung durch den Online-Handel unterliegt. Dem soll durch 
begrenzte Freigabe von Sonntagsöffnungen begegnet werden. 
Neben dem Sülzer Veedelsfest lassen 
sich für ein breiteres Publikum, welches 
sonst nicht den Weg nach Sülz-
Klettenberg findet, neue inhabergeführte 
Geschäfte entdecken, die ein 
individuelles Sortiment führen und sich

Antrag auf einen verkaufsoffenen Sonntag im Anschluss an den Tag des Veedels  
am 26. April 2026 
Hier sei auf den Beschluss des OVG Münster vom 27.04.2018 
hingewiesen. Die Kammer kommt hier nämlich, anders als der 
Gesetzgeber zu dem Ergebnis, dass die allgemeine, für den 
stationären Einzelhandel einer jeden Kommune ganzjährig 
bestehende Konkurrenzsituation zum Onlinehandel für sich 
genommen nicht geeignet ist, eine Ausnahme von der Regel der 
Sonn- und Feiertagsruhe zu begründen. Die Kammer weist 
ausdrücklich darauf hin, dass der Einzelhandel selbst und 
ausdrücklich gefordert ist, stets gewichtige, im Einzelfall 
festzustellende und in der Abwägung dem gebotenen Sonn- und 
Feiertagsschutz gegenüberzustellende öffentliche Interessen 
vorzutragen. 
Es werden danach Belege benötigt, die nachprüfbar ausführen, 
dass der stationäre Einzelhandel vor Ort gefährdet ist. (z.B. 
Leerstände; Verarmung des Angebots, Erhalt bestehender oder 
Schaffung neuer Arbeitsplätze)  
vom Onlinehandel insbesondere durch 
ganz persönlichen Service und 
individuelle Angebote  abheben. Das 
wiederum stärkt die Vielfalt und 
Entwicklung des bunten stationären 
Einzelhandelsangebots und fördert den 
Absatz im Veedel. Viele Einzelhändler 
beteiligen sich auch vor dem eigenen 
Ladenlokal an dem Sülzer  Veedelsfest 
und können so ein erweitertes Sortiment 
anbieten und mit den Mitmenschen auf 
bunte Art und Weise in Kontakt kommen.  
 
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der Stärkung 
oder Entwicklung zentraler 
Versorgungsbereiche (Versorgungsinteresse, 
insbesondere weniger mobiler und ältere Teile 
der Bevölkerung; Sicherstellung wohnortnaher 
Versorgung) 
Hinter dem Sachgrund steht das grundgesetzlich geschützte 
Versorgungsinteresse der Bevölkerung, insbesondere der 
weniger mobilen und älteren Teile der Bevölkerung. Zentrale 
Versorgungsbereiche müssen erhalten bleiben, da ihnen eine 
herausragende Bedeutung für den Bestand und die Entwicklung 
der Städte und Gemeinden, insbesondere der Sicherstellung 
wohnortnaher Versorgung zukommt. Als zentrale 
Versorgungsbereiche gelten daher nicht nur Stadtteilzentren, die 
im überörtlichen Funktionszusammenhang eine bedeutende 
Rolle einnehmen, sondern auch die Quartiers- und 
Nahversorgungs- bzw. Nahbereichszentren. 
Wenn es in unseren Veedeln keine 
attraktiven v. o. Sonntage gibt, verlieren 
die Bewohner teilweise die Bindung zu 
den Ladenbetreibern und wandern in 
große Einkaufszentren ab oder bestellen 
bei Lieferdiensten, was den anonymen 
rein kapitalgesteuerten oft ortsfremden 
Onlinehandel stärkt, so dass die Gefahr 
besteht, dass der 
Nahversorgungsbereich mit Geschäften 
im Besonderen für Senioren, nicht ganz 
mobile Menschen und junge Familien 
nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben ist, 
dann die Vielfalt wegfällt, und die 
sozialen Netzwerke wegbrechen. 
Ladenöffnung dient der Belebung der 
Innenstädte, Ortskerne, Stadt- oder 
Ortsteilzentren 
Mit dem Sachgrund soll der Gefahr einer drohenden Verödung 
der Innenstädte mit negativen Auswirkungen 
auf die örtlichen Lebens- und Wohnverhältnisse der Bevölkerung 
begegnet werden. Zielrichtung der Regelung ist es, 
umfangreichen Leerständen bei Gewerbe- und Wohnimmobilien 
und der Abwanderung von Einzelhändlern und 
Einzelhändlerinnen oder deren Geschäftsaufgabe 
entgegenzuwirken. Er soll der Belebung der Innenstädte und 
örtlichen Zentren dienen. 
Das Sülzer Veedelsfest mit einem v. o. 
Sonntag ist wichtig, damit die noch 
vorhandenen Geschäfte die Vielfalt des 
Veedels auf besondere Weise in einem 
aussergewöhnlich attraktiven Rahmen 
präsentieren können. Das Image des 
Veedels wird gestärkt und einer 
Abwanderung von Einzelhändlern wird 
somit entgegenwirkt. 
(Schwerpunkt Berrenrather Straße und 
angrenzende Straßen) wo unsere 
Mitglieder ansässig sind,  
. 
 
Ladenöffnung steigert überörtliche Sichtbarkeit 
der jeweiligen Kommune als attraktiver und 
lebenswerter Standort, insbesondere für den 
Tourismus und die Freizeitgestaltung, als 
Wohn- und Gewerbestandort sowie Standort 
von kulturellen und sportlichen Einrichtungen 
Das Interesse von Kommunen, als attraktiver und lebenswerter 
Standort wahrgenommen zu werden und sich entsprechend 
selbst darstellen zu können und sichtbar zu machen, stellt aus 
Sicht des Landesgesetzgebers ebenfalls einen gewichtigen 
Sachgrund dar. Der Sachgrund zielt auch auf den Erhalt 
kleinerer Kommunen ab, da diese im Gegensatz zu größeren 
Städten mehr 
Schwierigkeiten haben, neue Einwohner und Unternehmen 
anzuziehen. 
Er wird daher hier nicht weiter ausgeführt. 
Durch das Straßenfest mit dem 
dazugehörigen v. o. Sonntag steigern wir 
die Attraktivität unseres Stadtteils, mit 
weiteren Angeboten für die 
Freizeitgestaltung. Beim Rundgang 
durchs Veedel lassen sich attraktive 
Sport- und Freizeiteinrichtungen 
entdecken, die man sonst als Besucher 
vielleicht nicht wahrnehmen würde.

Antrag auf einen verkaufsoffenen Sonntag im Anschluss an den Tag des Veedels  
am 26. April 2026 
Presseberichte 
 
https://www.ksta.de/koeln/lindenthal/suelz/strassenfest-bunt-in-suelz-findet-ende-april-zum-
ersten-mal-statt-1004719 
 
https://insuelz.com/2025/04/15/bunt-im-carree/

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/24/5/9/8/1/i255/28/3/14/i255/9/16/5/2/49/i255/12/3/7/i255/15/9/1/3/i255/33/8/5/i255/29/8/7/9/i255/7/8/9/20/9/i255/8/6/5/i255/37/8/6/i255/26
/27/28/8/5/i255/29/19/1/i255/35/6/8/14/i255/29/3/14/9/32/i255/41/3/27/28/i255/28/3/14/i255/9/6/2/i255/17/8/6/9/i255/16/5/22/i255/8/6/5/i255/7/9/3/1/17/8/7
/43/6/9/i255/8/6/5/i255/3/5/22/8/1/i255/6/23/i255/35/6/8/1/9/8/14/36/i255/45/6/5/i255/44/8/7/9/i255/10/11/5
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Antrag auf Ladenöffnung zur Kunst im Carrée für den 18. Oktober 2026 
 
Antragsteller: ISK Carrée e.V. 
Geschäftsstelle 
 
 
 
 
 
 
Bezeichnung des Anlass: Markt:  
Messe:  
Örtliches Fest: 
Kunstmeile zum 24. mal 
„kunst im carrée“ 
 mit großem Kultur- und Familienfest 
Anlassbeschreibung:  
Eröffnungswochenende: am  3. Sonntag im 
Oktober am 18. 10. 2026 
 
 
 
- Eröffnung der Kunstmeile, 
Preisverleihung, mit Ansprache dem 
oder der Bezirksbürgermeister*in 
Lindenthal NAME?; Kunst-Spaziergang 
und 1 Familienführung zu den Galerie-
Fenstern 
- Zentrale Veranstaltung 5 
Kleinkunstbühnen Open-Air 
(Literatur/Poesie, Musik 
(Wandelkonzerte), Tanz, Stand-up 
Comedy) und Künstler- und 
Designmarkt (ca 40 Aussteller) im 
Internationalen Caritaszentrum Köln-
Sülz 
- KitTa St. Nikolaus, Platz vor St. 
Borromäus 
- Licht- und Photoinstallationen an 5-6 
Standorten Open-Air 
- ERWEITERT: Vernetzung mit mehreren 
Schulen, Künstler-Kalligraphie-Projekt,  
- ERWEITERT: Kreative Kinder-Mitmach-
Aktionen an 3 Standorten 
 
Die ISK Carrée e. V. veranstaltet  
bereits zum 24. mal die jährlich stattfindende 
Kunstmeile „Kunst im Carrée“  
 im Veedel Sülz-Klettenberg. 
In diesem Jahr führen wir die Veranstaltung wieder 
für 1 Woche vom 18. bis 26. Oktober 2026 durch. 
Für diese Zeit stellen die Künstlerinnen und 
Künstler in über 60 Geschäften/Galeriefenstern 
und Einrichtungen im gesamten Carree ihre 
Kunstwerke zu dem diesjährigen Thema, das 
später noch bekannt gegeben wird

Antrag auf Ladenöffnung zur Kunst im Carrée für den 18. Oktober 2026 
 
Die Vernissage zur Eröffnung der Kunst im 
Carrée ist für den Sonntag, den 18. 10. 2026 um 
11 Uhr im Pfarrsaal von St. Nikolaus, Berrenrather 
Str. 256 geplant. Dort findet auch die 
Preisverleihung für das beste Kunstwerk, sowie die 
Ehrung für die beiden Plakatkünstler statt.  
 
Danach können Gäste und Kunstinteressierte die 
Kunst in den Galeriefenstern der Geschäfte 
sehen und mit den Künstlern in Diskurs gehen. 
Hierzu sind die ausstellenden Künstler in den 
Geschäften anwesend und es werden kleine 
Snacks und Getränke angeboten, so dass über 60 
kleine Vernissagen stattfinden. 
Das Open-Air Programm zieht kunst- und 
kulturinteressierte Besucher überregional an. 
 
Ortsansässige Vereine und Initiativen zeigen 
schauspielerisches/literarisches/tänzerisches/
musikalisches Programm auf 3 Open-Air 
Minibühnen auf privaten, aber öffentlich 
zugänglichen Grundstücken. 
Das Internationale Caritaszentrum präsentiert 
eine Open-Air Kulturbühne mit Kunstschaffenden 
auf dem Kirchenvorplatz vor St. Borromäus aus 
dem sozialen und integrativen Bildungs-, Kultur- 
und Freizeitangebot. 
Die kulturellen Open-Air Minibühnen auf privatem 
Gelände, öffentlich zugänglich mit freiem Eintritt 
haben Auf dem Programm steht, Erleben Sie 
exzellente Poeten/Literaten/Musiker und 
Performance-Künstler in kurzen Vorstellungs-
Sequenzen am Eröffnungstag. 
 
3 Standorte mit kreativen Malaktionen für 
Kinder gemeinsam mit Künstlern und Ausstellern 
z.B. u.a. vor und in der Apotheke am Questerhof. 
 
Die Kindergärten von St. Nikolaus und St. Karl 
Borromäus machen mit einer Künstlerin eine 
Malaktion und Kunstaktionen vor Ort. 
 
Vernetzung mit Schulen, Vereinen und anderen 
Kulturschaffenden: 
Die in Sülz und Klettenberg ansässigen Schulen 
und Gymnasien sind mit künstlerischen Aktionen 
eingebunden: Hildegard von Bingen Gymnasium 
und Schillergymnasium. Die besten Kunstwerke 
der Schüler werden in verschiedenen Geschäften 
ausgestellt und prämiert. 
Ein renommierter Künstler aus Köln begleitet ein 
kombiniertes Literatur- und Kunstprojekt mit 
kalligraphischer Schreibkunst für Grundschüler – 
ein Projekt, das gemeinsames kreatives Arbeiten 
und Schönschreiben fördert. Sie erstellen in 
Zusammenarbeit mit dem Künstler das größte

Antrag auf Ladenöffnung zur Kunst im Carrée für den 18. Oktober 2026 
 
Kunstwerk aus einzelnen Bildelementen ca.49 
Bildtafeln 1.40 x 2 m. 
 
In der St. Nikolauskirche wird es an den 
Eröffnungssonntagen ein Orgel- bzw. ein 
Chorkonzert geben. 
Vor der Kirche ist eine Darbietung von 
verschiedenen Chören geplant. 
 
Wandelkonzerte vor den Geschäften untermalen 
den Spaziergang der Besucher mit Musik in 
Zusammenarbeit mit der Rheinischen Musikschule 
Sülz. 
 
An verschiedenen Punkten in der Zülpicher Straße, 
der Berrenrather Straße, der Sülzburgstraße und 
der Luxemburger Straße werden Abbildungen der 
Highlights im öffentlichen Raum gezeigt. So 
kann man die Kunstwerke der bisherigen 
Preisträger genießen und wird gleichzeitig 
neugierig auf die Kunstwerke die in diesem Jahr 
und unter dem diesjährigen Thema zu sehen sind. 
 
Für die intensive Auseinandersetzung mit 
Kunstwerken und Künstlern begleitet eine sehr 
aufwendige, bedienerfreundliche sowie 
dokumentierende Webseite die Kunstmeile mit 
Kulturfest www.kunstimcarre.de. Hier haben alle 
die Chance, auch noch einmal eine virtuelle 
Kunst im Carrée zu erleben, die über das Maß 
eines Kataloges weit hinausgeht. Auf der Webseite 
der Interessengemeinschaft finden die Besucher 
das ausführliche und aktuelle Programm zum 
Kulturfest 
www.carree-suelz-klettenberg.de 
  
Alle Teilnehmer präsentieren ihre Kunstwerke in 
den Schaufenstern, so dass die Kunst beim 
Flanieren durch das Veedel deutlich sichtbar sein 
wird. Das gesamte ISK-Carree wird so zum 
Ausstellungsort unter Einbindung von 
Einrichtungen des öffentlichen, sozialen und 
kulturellen Lebens. Es ist eine kulturelle 
Traditionsveranstaltung für das ganze Veedel, 
mit Open-Air Künstlermarkt, mehreren Open-
Air Kulturbühnen, Foto- und Lichtinstallationen 
an Fassaden, Kinder-Mitmach-Aktionen und 
Kunst-Spaziergängen weit über die 
Geschäftswelt hinaus. 
 
Der Fokus liegt also nicht nur jeweils auf den 
Einzelkünstlern, sondern auch auf dem 
verbindenden und die Gemeinschaft stärkenden 
Element der kreativen Tätigkeit. Wir sind seit 
Jahren vernetzt mit weiteren Kultureinrichtungen 
im Veedel: Kino – Seniorenkino, Casamax-

Antrag auf Ladenöffnung zur Kunst im Carrée für den 18. Oktober 2026 
 
Theater, Kunstgalerien, Hildegard von Bingen 
Gymnasium, Schillergymnasium, Manderscheider 
Grundschule, Erzbischöfliches Berufskolleg, 
Maskenbildnerschule, Malschulen, Künstler-
Ateliers, Tanzschulen, Internationales Caritas-
Zentrum etc. die sich mit unterschiedlichen 
Programmpunkten zur kunst im carrée einbringen. 
 
Sämtliche Orte sind einheitlich mit Fahnen 
gekennzeichnet und auch durch Familien-
Führungen und Wandelkonzerte miteinander 
verbunden sowie über einen gedruckten Stadtplan 
gut aufzufinden. 
 
 
Bildet die Anlassveranstaltung den 
Hauptgrund für 
Besucher/Besucherinnen die 
Veranstaltung zu besuchen oder 
steht die Ladenöffnung im 
Vordergrund? 
Die Verwaltung muss insbesondere 
darlegen, dass und wie die hinter 
den in § 6 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 bis 5 
LÖG NRW genannten öffentlichen 
Interessen durch die Ladenöffnung 
an Sonn- und Feiertagen gefördert 
werden können. Dabei ist vor allem 
herauszuarbeiten, warum das 
Umsatz- oder Shoppinginteresse 
hierbei nicht im Vordergrund steht. 
X ja  
die Kunstausstellung Open-Air und in den 
Schaufenstern, sowie die open-Air Minibühnen mit 
vielfältigem kulturellem/musikalischem 
Rahmenprogramm  
☐ nein 
(wenn nein, keine Aussicht auf Erfolg für eine 
Genehmigung durch den Rat der Stadt Köln) 
Bei dem Anlass handelt es sich um: ☐ eine historische Veranstaltung 
X eine Veranstaltung, welche zum 24. mal 
stattfindet 
☐ erstmalig stattfindende Veranstaltung 
Besteht ein unmittelbar räumlicher 
und zeitlicher Bezug zur 
Anlassveranstaltung und den zur 
Öffnung vorgesehenen 
Verkaufsstellen? 
Hinweis: Von einer räumlichen Nähe 
ist regelmäßig insbesondere dann 
auszugehen, wenn die örtliche 
Veranstaltung in den Straßenzügen, 
die zur Ladenöffnung vorgesehen 
sind, stattfindet. 
Eine zeitliche Nähe besteht dann, 
wenn die örtliche Veranstaltung am 
selben Tag, nicht notwendig 
zeitgleich, jedoch zeitlich 
überlappend stattfindet. 
 
Zwischen Veranstaltung und 
Verkaufsstellenöffnung muss ein 
X ja,  
die Kunst, das Erleben von kulturellem 
Rahmenprogramm und das gemeinsame kreative 
Gestalten stehen im Vordergrund! 
 
Die Ausstellungsorte sind quer durchs Viertel 
verstreut. Organisierte und geführte Rundgänge für 
alle Interessierten finden statt.  
 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf  
Erfolg für eine Genehmigung durch den Rat der 
Stadt Köln)

Antrag auf Ladenöffnung zur Kunst im Carrée für den 18. Oktober 2026 
 
angemessenes Verhältnis bestehen. 
Die in der Vergangenheit 
geschaffenen Anlässe um eine 
Verkaufsstellenöffnung zu erreichen, 
wie z.B. der Flohmarkt auf einem 
Möbelhausgelände, sogenannte 
Bauernmärkte mit 10 
Zeltverkaufsstellen von 
Reisegewerbetreibenden, Grillfest 
(Spanferkelgrillen) in einem 
Gewerbegebiet, Hüpfburgen- und 
Eiertierveranstaltungen werden nicht 
genügen, Verkaufsstellenöffnungen 
zu genehmigen. Orientieren Sie sich 
hier an die vom Rat zuletzt 
genehmigten Anlässe.  
 
Räumliche Nähe ist gegeben bei 
örtlichen Veranstaltungen in den 
Straßenzügen, die zur Ladenöffnung 
vorgesehen ist; 
Gesamtveranstaltungsbereich 
einschl. Verbindungs- und 
Nebenstraßen, wenn die 
Veranstaltungsorte über diesen 
Bereich verteilt sind; eine 
Ausweitung über den Bereich 
hinaus, wird nicht 
genehmigungsfähig sein; 
Zieht die Anlassveranstaltung mehr 
Besucher als die der 
Verkaufsstellenöffnung? 
Fragestellung wird trotz Wegfall der 
Besucherprognose gestellt (vgl. 
Beschluss des VG Düsseldorf v. 
22.05.2018);entgegen der 
Anwendungshilfe; juristische 
Bewertung der Verwaltung; 
X ja 
 
☐ nein (wenn nein, keine Aussicht auf Erfolg für 
eine Genehmigung durch den Rat der Stadt Köln) 
Besucher wegen 
Anlassveranstaltung: 
 
Besucher wegen 
Verkaufsstellenöffnung: 
 
 
 
Veranstaltungsfläche: 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verkaufsfläche: 
12.000 – 15.000 
 
 
8.000 bis 10.000 
 
 
 
 
Geschäfte und Plätze im Viertel: 
Berrenrather Str.: Weyerthal. bis Sülzgürtel 
Luxemburger Str.: Konradstraße bis Hardtstraße 
Sülzburgstr.: von der Luxemburger Straße bis 
Zülpicher Straße. 
Zülpicher Str.: Weyertal. bis Sülzgürtel 
Und viele im Carrée liegende Querstraßen.

Antrag auf Ladenöffnung zur Kunst im Carrée für den 18. Oktober 2026 
 
 
 
 
Ca. 5.000 qm entfallen auf die ausstellenden 
Geschäfte.  
ca. 50 Mitglieder der z. Zt. 100 ISK Geschäfte und 
ca. 10 Nicht-ISK Mitglieder werden sich an der 
Kunstmeile beteiligen. Diese Geschäfte und 
Institutionen haben eine Größenordnung von 70 
bis 150 qm Verkaufsfläche. Einige auch mehr. 
Quellenangabe und Belege zu 
Besucheraufkommen, 
Veranstaltungsfläche und 
Verkaufsfläche: 
Das OVG Münster verlangt, dass 
sich die Stadt Köln in einer für die 
gerichtliche Überprüfung 
nachvollziehbaren und 
dokumentierten Klarheit über 
Charakter, Größe und Zuschnitt der 
Veranstaltung verschafft (auch hier 
VG Düsseldorf) 
Für die 3 Hauptgeschäftsstraßen (Berrenrather-, 
Sülzburg- und Zülpicher Straße) ergibt die 
Passantenfrequenzmessung aus dem Retailbericht 
B-Lagen in Köln für die Jahre 2019/20 der Fa. 
Larbig & Mortag Immobilien GmbH eine Zahl von 
1.800 bis 2.000 Passanten je Stunde.  
Bei 5 stündiger Öffnung der Geschäfte am 
Sonntag ergibt das 10.000 Besucher für die 
Geschäfte. 
 
Die nachfolgend genannten 
Sachgründe wurden im Rahmen der 
Novellierung des LÖG geschaffen.  
Verkaufsoffene Sonntage wurden bis 
dahin ausschließlich aufgrund von 
Veranstaltungen von den zur 
Antragstellung berechtigten 
Interessengemeinschaften 
genehmigt. 
Eine Antragstellung von Seiten der 
Verwaltung ist nicht beabsichtigt und 
vom Rat in Richtung Verwaltung 
(politische/wirtschaftspolitische 
Erwägungen) auch nicht 
aufgegeben. 
Die nachfolgenden Sachgründe 
können allerdings kumulativ 
vorliegen und der Verwaltung dazu 
dienen, dem Rat das öffentliche 
Interesse über den Anlass-bezug/-
zusammenhang hinaus zu 
begründen. 
Hier sind die 
Antragsberechtigten/Interessengeme
inschaften gefordert, diese 
Sachgründe geltend zu 
machen/nachzuweisen und 
überprüfbare Belege vorzulegen. 
 
Das Einzelhandels- und 
Zentrenkonzept liegt hier zum 
Download bereit. Es wird gefordert, 
dass die Kommune auf der 
Grundlage eines 
Einzelhandelskonzepts mit der 
Sonntagsöffnung gezielt einen der 
genannten Sachgründe verfolgt. 
Eine Zählung der Besucher für die Kunst im Carrée 
wurde in den vergangenen Jahren nicht 
durchgeführt. In der Presse wurde über eine 
Vielzahl von Besuchern berichtet - aber keine 
konkreten Zahlen. 
Die Besucher können nur so von uns geschätzt 
werden. Es werden ca. 5.000 Veranstaltungs- und 
Programmflyer verteilt. 
 
Diese Vorgehensweise, anhand von qualitativen 
Daten den prägenden Charakter einer 
Veranstaltung zu belegen, wird vom OVG für das 
Land NRW anerkannt. Auf einer 
Informationsveranstaltung am 21. 06. 2017 mit 
dem OVG Münster beim Ministerium für Wirtschaft, 
Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des 
Landes NRW erläuterten die OVG Richter Details 
ihrer Rechtsprechung.     (Information hierzu von 
der IHK Köln) Nach Aussagen der OVG Richter ist 
es zulässig, dass der prägende Charakter einer 
Veranstaltung beispielweise anhand von 
Pressebericherstattungen der letzten Jahre, 
Berichten des Ordnungsamtes über vergangene 
Veranstaltungen, Sicherheitskonzepten für die 
geplante Veranstaltung, Aussagen über 
Straßensperrungen, Verkehrs- und 
Parkraumkonzepten als auch anhand von der Art 
und Umfang der Veranstaltungswerbung belegt 
werden kann. In seinem Urteil 
(Entscheidungsdatum 07. 12. 2017 Aktenzeichen 4 
B 1538/17) bekräftigt das OVG diese Sichtweise. 
Auf einige Punkte möchten wir im Folgenden 
eingehen:

Antrag auf Ladenöffnung zur Kunst im Carrée für den 18. Oktober 2026 
 
Derzeit enthält das 
Einzelhandelskonzept 
Sonntagsöffnungen noch nicht als 
Mittel, um das öffentliche Interesse 
in Gestalt der benannten weiteren 
Sachgründe zu fördern. Die 
nachfolgend genannten Sachgründe 
können daher derzeit nicht mit dem 
aktuellen Einzelhandelskonzept 
begründet werden. 
Werbung: 
3 Wochen vor der Veranstaltung wirbt ein Banner 
über der Berrenrather Straße für die Veranstaltung. 
Im Jahr 2023 haben wir ca. 5.000 Ankündigungs- 
und Programm-Flyer und ca. 400 hochwertige 
doppelseitige Ankündigungsplakate mit 2 Motiven 
verteilen lassen, die mit einem QR Code 
aufgerufen werden können. Zusätzlich werden die 
gängigen Social Mediakanäle intensiv bespielt, um 
die Veranstaltung bei einem großen Publikum zu 
bewerben. Anfang September ist zur Ankündigung 
eine Anzeige im Stadtteilmagazin „INsülz“  
In der kostenlosen Zeitung EXPRESS wird zum 
Wochenende auf die Veranstaltung hingewiesen 
und auf den beweglichen Werbebannern der Fa. 
Stroer wird in der ganzen Woche zuvor darauf 
hingewiesen. Beide Werbemaßnahmen werden 
von KölnBusiness gesponsort. 
 
Presseberichte: 
Der Kölner Stadt-Anzeiger, die Kölnische 
Rundschau, der Kölner Wochenspiegel sowie das 
Stadtteilmagazin „INsülz“ haben in allen Jahren 
zuvor eine Vor- und Nachberichterstattung mit 
Bildern über die Kunst im Carrée berichtet. Auf 
unserer Webseite www.carree-suelz-
klettenberg.de und auf www.veedellieben.de 
werden wir im Vorfeld, wie auch danach über die 
Künstler und Ihre Werke berichten. Gleiches gilt 
auch für die eigene Webseite unserer Kunst im 
Carrée, von unserer Organisatorin Frau Brigitte 
Hellwig. Hier wird ausführlich im Vorfeld wie auch 
zum Abschluss über die Kunst im Carrée berichtet. 
www.kunstimcarree.de 
 
Öffentliche Zuschüsse und Sponsoren: 
Für die Durchführung der Kunst im Carrée wurden 
in den letzten 10 Jahren Zuschüsse aus 
bezirksorientierten Mitteln gewährt. Ebenso ist die 
Sparkasse KölnBonn einer unserer Sponsoren 
sowie Werbemaßnamen von KölnBusiness in 
Verbindungmit der Firma Stroer. 
 
Im Ergebnis der dargestellten Fakten ist 
festzuhalten, dass die Kunst im Carrée einen 
prägenden Charakter hat und nicht die 
Ladenöffnung im Vordergrund steht. 
Die Ladenöffnung dient nur dazu, dass die 
kunstinteressierten Besucher auch mit  
Künstlern leichter in Kontakt kommen können. 
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der 
Stärkung oder Entwicklung eines 
vielfältigen stationären 
Einzelhandelsangebots  
Hinweis: Der amtlichen Begründung 
zum Gesetzesentwurf ist zu

Antrag auf Ladenöffnung zur Kunst im Carrée für den 18. Oktober 2026 
 
entnehmen, dass der stationäre 
Einzelhandel vielerorts einer 
Gefährdung durch den Online-
Handel unterliegt. Dem soll durch 
begrenzte Freigabe von 
Sonntagsöffnungen begegnet 
werden. Hier sei auf den Beschluss 
des OVG Münster vom 27.04.2018 
hingewiesen. Die Kammer kommt 
hier nämlich, anders als der 
Gesetzgeber zu dem Ergebnis, dass 
die allgemeine, für den stationären 
Einzelhandel einer jeden Kommune 
ganzjährig bestehende 
Konkurrenzsituation zum 
Onlinehandel für sich genommen 
nicht geeignet ist, eine Ausnahme 
von der Regel der Sonn- und 
Feiertagsruhe zu begründen. Die 
Kammer weist ausdrücklich darauf 
hin, dass der Einzelhandel selbst 
und ausdrücklich gefordert ist, stets 
gewichtige, im Einzelfall 
festzustellende und in der Abwägung 
dem gebotenen Sonn- und 
Feiertagsschutz 
gegenüberzustellende öffentliche 
Interessen vorzutragen. 
Es werden danach Belege benötigt, 
die nachprüfbar ausführen, dass der 
stationäre Einzelhandel vor Ort 
gefährdet ist. (z.B. Leerstände; 
Verarmung des Angebots, Erhalt 
bestehender oder Schaffung neuer 
Arbeitsplätze)  
Ladenöffnung dient dem Erhalt, der 
Stärkung oder Entwicklung zentraler 
Versorgungsbereiche 
(Versorgungsinteresse, 
insbesondere weniger mobiler und 
ältere Teile der Bevölkerung; 
Sicherstellung wohnortnaher 
Versorgung) 
Hinter dem Sachgrund steht das 
grundgesetzlich geschützte 
Versorgungsinteresse der 
Bevölkerung, insbesondere der 
weniger mobilen und älteren Teile 
der Bevölkerung. Zentrale 
Versorgungsbereiche müssen 
erhalten bleiben, da ihnen eine 
herausragende Bedeutung für den 
Bestand und die Entwicklung der 
Städte und Gemeinden, 
insbesondere der Sicherstellung 
wohnortnaher Versorgung zukommt.

Antrag auf Ladenöffnung zur Kunst im Carrée für den 18. Oktober 2026 
 
Als zentrale Versorgungsbereiche 
gelten daher nicht nur 
Stadtteilzentren, die im überörtlichen 
Funktionszusammenhang eine 
bedeutende Rolle einnehmen, 
sondern auch die Quartiers- und 
Nahversorgungs- bzw. 
Nahbereichszentren. 
Ladenöffnung dient der Belebung 
der Innenstädte, Ortskerne, Stadt- 
oder Ortsteilzentren 
Mit dem Sachgrund soll der Gefahr 
einer drohenden Verödung der 
Innenstädte mit negativen 
Auswirkungen 
auf die örtlichen Lebens- und 
Wohnverhältnisse der Bevölkerung 
begegnet werden. Zielrichtung der 
Regelung ist es, umfangreichen 
Leerständen bei Gewerbe- und 
Wohnimmobilien und der 
Abwanderung von Einzelhändlern 
und Einzelhändlerinnen oder deren 
Geschäftsaufgabe 
entgegenzuwirken. Er soll der 
Belebung der Innenstädte und 
örtlichen Zentren dienen. 
 
  
KiC_insuelz_04_2024.pdf 
KiC_insuelz_04_2022.pdf 
KiC_insuelz_04_2023.pdf 
KiC_insuelz_04_2021.pdf 
KiC_insuelz_04_2020.pdf 
Werbung KölnBusiness KiC.pdf 
2024_10-16_Teil 2 der Ankündigung im KSTA.docx24-10-16 Anzeige 
Express.jpeg

INkunst leben
Die 18. kunst im carrée „Glücksmomente“ zeigte Werke
von 83 Künstler an 71 Ausstellungsorten –
Gewinnerin Nadine Magner bewegte mit illustrierten „Sunday Short-Stories“.
In den Krisen des Daseins erinnert sich der Mensch an Momente der Gebor-
genheit, Ausgelassenheit, Freundschaft und der Liebe. Unabhängig von Zeit 
und Raum empfi  ndet er dies über die Dekaden als real existierendes Phäno-
men. Allein Sicherheit erkennt das Individuum als fl  üchtige Illusion, die unab-
hängig von wirtschaftlicher Lage, familiärer Situation oder Beziehungsstatus 
mehr Einbildung denn Wirklichkeit bleibt. So auch in Zeiten von COVID-19. 
Vielleicht gerade wegen des grassierenden Virus und der damit verbundenen 
Ängste wartete die 18. kunst im carrée mit einer Rekordzahl an Künstlern sowie 
Ausstellern in Geschäften, Gastronomien, Praxen und sozialen Einrichtungen
>>
KUNST
IM CARRÉE
5
 Von den
  Sehnsüchten
eines Sonntags
Fotos: Nonnenmacher

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 leben INkunst
Fotos: Nonnenmacher

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INkunst leben 
entlang der Zülpicher, Berrenrather, Sülzburg- und Luxemburger 
Straße auf, denn das Verlangen nach persönlichem Ausdruck 
wächst in den Epochen der Irritation und Sprachlosigkeit ange-
sichts einer fragwürdigen Gegenwart, deren Brücken in die Zukunft 
rissig und einsturzgefährdet sind. 83 Kunstschaffende, davon mehr 
als die Hälfte aus dem Bezirk Lindenthal, fanden für ihre Werke 
aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Video, Plastik, Grafik so-
wie Mixed-Media an 71 Ausstellungsorten ein temporäres Zuhause 
und demonstrierten auf dem pandemiegeschwächten Kunstsektor 
ihre Vitalität. Gar die Lyrik war mit einem Band (Joachim Romes, 
„Gedichte aus dem Leben“) vertreten und belegte die stilistische 
Offenheit der etablierten Veranstaltungsreihe.
Kurze Geschichten über die Leichtigkeit des Lebens
Als Gewinnerin aus dem an die Veranstaltung gekop-
pelten Wettbewerb ging die Kölner Grafik-Designerin 
Nadine Magner mit ihren „Sunday Short-Stories“ her-
vor – einer originellen Sammlung von Illustrationen und 
animierten Grafikformaten, die im „Springs Pilates Stu-
dio“ und bei „Deli Sülz“ zu sehen waren. Die eigentli-
che Leichtigkeit des Lebens zelebrierend, beschwörten 
die unprätentiösen Werke den Geist vergangener (und 
kommender) Sonntage als unverrückbare Wohlfühlta-
ge abseits von Hektik und Sorgen einer neuen Woche 
einfühlsam wie humorvoll. Weitere Auszeichnungen 
gingen an Thomas Koken für seine introvertierte Holz-
arbeit zweier Umarmender bei „brune küchen“ sowie 
Martina Spiller mit ihrer colorierten Achterbahnfahrt 
der Gefühle in der „Kleinen Markthalle“ als Flyer- res-
pektive Plakatmotive. Die Balance zwischen abstrakten 
und figürlichen, stillen, impulsiven, strukturierten sowie scheinbar 
freien Kompositionen auf einer der größten städtischen Ausstel-
lungsflächen spiegelte sich dabei nicht nur in den Schaufenstern 
der Geschäfte wider. Auch in zahlreichen Häusern profitierten 
die Besucher von der nicht alltäglichen Kooperation zwischen 
Gewerbetreibenden und Künstlern, die im Programm Führungen 
von Kunsthistorikerin Brigitte Hellwig, einen Ateliermarkt, Musik-
Performances und Rikschaservices zu den Ausstellungsorten vor-
sah. Dass im Laufe der nahezu zwei Jahrzehnte währenden Event-
Historie die künstlerische Wertschätzung gewachsen ist, zeigte 
sich unter anderem an der üppigen Gestaltung des ABS auf dem 
Gottesweg. Die Restaurantbesitzer hatten Susanne Beuscher weite 
Flächen des Innenraums als Leinwand für deren bizarr-liebevoll-
trotzköpfig anmutende Charaktere aus einem Paralleluniversum zur 
Verfügung gestellt. Mit über 20 Arbeiten erhielt die Malerin quasi 
eine eigene Werkschau innerhalb der Ausstellung.
Erleichterung in ernsten Lagen
Als einer der wichtigen „Hauptdarsteller“ präsentierte sich im Zuge 
der zweiwöchigen Veranstaltung das Wesen des Humors in vie-
lerlei Schattierungen: Manfred Boelkes Palette mit einem zuneh-
Fotos: Nonnenmacher

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leben INkunst
mend kostbaren Gut sorgte bei „anziehend anders“ in Form von 
Klopapierrollen für reinste Glücksmomente. Die Transformation von 
Klassikern wie Auguste Renoirs „Frühstück der Ruderer“ in einen 
Comic-Rahmen (Jérémy Piquet, Apotheke am Questerhof) oder 
Rudolf Holzenthals stets neugierige Rentier-Miniaturen im „Kurio-
sikum“ verkündeten aufheiternde Botschaften im angeschlagenen 
Coronamodus.
Kunst lebt
„Kunst bleibt spürbar!“, konstatierte die ehemalige Bürgermeisterin 
Elfi   Scho-Antwerpes ihre Impressionen anlässlich der Eröffnung im 
Internationalen Caritas-Zentrum vor rund 30 anstatt der ursprüng-
lich teilnehmenden 180 Gäste. „Es ist ein großes Glück, dass diese 
Veranstaltung 2020 überhaupt stattfi  nden kann. Wir sehnen uns 
alle nach Kunst und Kultur“, sagte die Sozialdemokratin im Rah-
men der Vernissage. Mitorganisator Sebastian Berges 
von der Interessengemeinschaft Sülz/Klettenberg (ISK) 
betonte die Mühen aller Häuser hinsichtlich der erar-
beiteten Hygienekonzepte und wandte sich in seiner 
Rede mit einem Appell an die Stadtverwaltung: „Ein 
erneuter Lockdown darf nicht stattfi  nden. Bei uns sind 
Sie sicher!“, bat der Apotheker um die Unterstützung 
für ein Überleben des Einzelhandels. Lindenthals ehe-
malige Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker 
(CDU) würdigte Künstler und Organisatoren für die Re-
alisierung der Werkschau in schwierigen Zeiten: „Die 
Einladung war für mich ein Zeichen der Zuversicht und 
Hoffnung“, erklärte die CDU-Politikerin im Beisein ihrer 
Nachfolgerin Cornelia Weitekamp von Bündnis 90/Die 
Grünen.
Fortsetzung folgt ...
„Vor 18 Jahren sind wir mit 34 Ausstellungsorten und 35 Künstlern 
gestartet und haben diese Zahlen mehr als verdoppelt. Wir hatten 
dieses Mal weit über 100 Bewerbungen zur Teilnahme. Die Mög-
lichkeiten zur Darbietung und die damit verbundenen Preise sollen 
für die Künstler ein Anschub sein, auch in dieser Krise weiterzuma-
chen“, zeigte sich Projektleiterin Brigitte Hellwig von der Motivation 
der Beteiligten beeindruckt. Mit Schülern des Hildegard-von-Bin-
gen-Gymnasiums vermochte es die künstlerische Leiterin zudem 
erneut, eine junge Generation von Kunstschaffenden für das Groß-
Event zu gewinnen, das in seinem wundersamen Facettenreichtum 
als Hymne an das Leben verstanden werden könnte.
Einblicke in die Arbeiten und Infos zu allen Künstlern bietet die 
Homepage www.kunstimcarree.de. td
Preisverleihung der 18. kunst im carrée: Sebastian Berges, Brigitte Hellwig,
Elfi Scho-Antwerpes, Nadine Magner, Helga Blömer-Frerker, Thomas Koken und
Hans-Josef Schulte (von links).
Fotos: Nonnenmacher

5
Gewinnerin Nicole 
Compère (rechts) 
stellte in der Silber- 
und Goldschmiedin 
Natascha Overzier 
Fotoporträts von 
Einzelhänder*innen 
aus.
Foto: Dahl
20. Kunst im Carrée zeigte Malereien, Fotografien, 
Skulpturen und Mischtechniken an 60 Orten
Stadtgesichter
erzählten
Stadtgeschichten
/two.cap/zero.cap JAHRE
KUNST IM
CARRÉE
Kunst erlebbar machen: Unter diesem 
Leitgedanken fand 2002 im CASAMAX 
Theater die Premiere eines Konzepts 
statt, das in den folgenden Jahren 
den Bühnenrand weit überschreiten 
sollte. Rund 35 Geschäfte unterstüzten 
seinerzeit die Idee von Initiator Sebastian 
Berges, Kunst und Kommerz mittels 
Ausstellungen in den Läden der Viertel 
zu vereinen. Zur Jubiläumsauflage folgten 
dem Aufruf in diesem Jahr 60 Adressen. 
Trotz der Krisen des Einzelhandels habe 
man den Glauben an eine Symbiose nie 
verloren, sagte der Vorstandsvorsitzende 
der Interessengemeinschaft Sülz und Klettenberg im Rahmen 
seiner Rede im Caritas-Zentrum. So begeisterten sich in diesem 
Jahr zahlreiche Aussteller*innen für das Motto „Stadtgesichter –
Stadtgeschichten“ mit Beiträgen aus den Bereichen Malerei, 
Fotografie, Skulptur und Mixed-Media. 
Emotional und zugleich entschieden zeigte sich Kuratorin Brigit-
te Hellwig: „Damals habe ich gedacht, wir machen das zwei bis 
drei Jahre. Unglaublich, dass wir immer noch da sind.“ Maßgeb-
lich sei immer die Konzentration auf das Wesentliche geblieben: 
„Wir haben uns bewusst gegen ein Veedels- und für ein Kunst- 
und Kulturfest entschieden“, unterstrich die Kunsthistorikerin 
das Credo der Reihe. Als Novum in der zwei Dekaden währenden 
Historie zeichnete die Jury in diesem Jahr erstmals zwei Künst-
lerinnen mit dem ersten Platz aus. Den Preis teilten sich Bettina 
Ballendat mit scheinbar auf den Straßen, Plätzen oder Hinterhö-
fen modellierten Wachsfiguren bei „Die Haarschneider“ und Fo-
tografin Nicole Compère, die in den vergangenen 30 Jahren loka-
le Geschäftsinhaber*innen porträtierte. Die dokumentarischen 
Arbeiten wurden bei Silber- und Goldschmiedin Natascha Over-
zier gezeigt. „Es hat mich umgehauen, als ich die Nachricht von 
der Auszeichnung gestern Nacht um halb zwölf bekam“, zeigte

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 leben INkunst
sich Compère während der Siegerehrung fassungs -
los. Eine Widerspiegelung individueller Ausdrucks -
kraft und Virtuosität boten zahlreiche Exponate in 
den Läden des Carrées. So erinnerte Henning Brück 
bei Concept.Hommage mit bedrückenden Schwarz-
Weiß-Aufnahmen an Grundstücksleerstände in Zei -
ten von Wohnungsnot. Dass Bild und Wort sich anzie-
hen, um existenzielle Ängste und Hoffnungen einer 
anonymen Stadtgesellschaft sicht- wie hörbar zu ma-
chen, bewies Elke Grober mit Gedichten und Malerei-
en im Eco Fashion Store. Unverzichtbarer Humor im 
Gleichklang mit poetischen Darstellungen erwartete 
die Besucher*innen in Form von Objekten und Pa -
pierarbeiten bei Shalima. Künstlerin Ursula Traschütz 
blickte dabei auf unkonventionelle Art in die Köpfe 
ihrer Mitbürger*innen. Abstrakte zwischenmensch -
liche Begegnungen ließ dagegen Zeichnerin Kamù 
bei Optik Dorn aufleben. Mit dünner, rastloser Feder 
wurde die Großstadthektik hier mitunter fühlbar. Fest 
verankert im Programm, folgten am Eröffnungstag 
der Ausstellung zahlreiche Interessent*innen den 
Kunst-Veedelsspaziergängen mit Erläuterungen von 
Expertin Brigitte Hellwig. 
Kunst total
Als weitere Bereicherungen erwiesen sich Lesungen 
sowie Musikperformances auf den Open-Air-Mini -
bühnen an der Berrenrather und der Luxemburger 
Straße, unter anderem mit Lyrikerin Alicia Herold, 
die es vermochte, mit einfühlsamen Beiträgen die 
Verlorenheit junger Menschen in den Metropolen 
festzuhalten. So schreibt die Dichterin in einem ihrer 
Texte: „… springen, fallen/aufkommen/kein halt/er -
schöpft vom leben, erschlagen vom fall ...“. Mit dem 
„Marché de l’art deluxe“ schafften die Initiatoren im 
Laufe des zweiwöchigen Programms ferner Platz für 
das Sujet „Design“. Im Gemeindesaal St. Nikolaus 
und bei Shalima waren Linolschnitte, Illustrationen 
und Textilien zu finden. Einen Rückblick auf alle 
Gewinner*innen der letzten Jahre präsentierte die 
Apotheke am Questerhof.  td
Bettina Ballendat 
(Gewinnerin) 
neben ihren 
Wachsskulpturen, 
Caritas-Zentrum
Foto: Dahl

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Henning Brück, 
Concept.Hommage
Repro: Kayser
Jürgen Escher, 
Caritas-Zentrum 
und Friedrichs – 
Die Metzgerei
Repro: Kayser

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kamù
(Karin Mühlwitz),
Optik Dorn
Foto: Dahl
Ursula Klein,
Goldschmiede Tina Theves
Repro: Kayser

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Die Pat*innen aus der INsülz-Redaktion suchten sich aus der 
Vielfalt der 65 Standorte mit den Präsentationen zum Thema 
„faszination baum“ einige heraus, formulierten kurze Impressionen 
und schossen eigene Handy-Fotos. Mit dieser Sammlung 
möchten wir dem Facettenreichtum des Events aber auch den 
verschiedenen Sichtweisen der Betrachter*innen gerechter 
werden. Unabhängig von der subjektiven Wahrnehmung lässt 
sich in der dritten Dekade des Events ein historisches Hoch 
bezüglich der Sichtbarkeit formulieren. Diese Werkschau war 
nicht zu übersehen. Eine komplette Darstellung aller beteiligten 
Künstler*innen sowie der 65 Standorte findet sich auf der 
Veranstalterseite der Interessengemeinschaft Sülz-Klettenberg 
unter www.kunstimcarree.de. 
INkunst leben
KUNST
IM CARRÉEDer Wald in uns allen
Neu werden: So, wie die Kunst in ihrer Ausrichtung unbeschrittene Wege wagt, will auch INsülz & klettenberg 
unkonventionelle Pfade journalistischer Berichterstattung begehen. Anlässlich der 21. Auflage von Kunst im Carrée 
(22. Oktober bis 5. November) entschied sich das Team für eine individuelle „Patenschaft“. 
Eröffnung mit Preisverleihung im Internationalen Caritaszentrum:
v. l.: Susanne Lühring (Fotografin), Ralph Elster (Bürgermeister der Stadt Köln), Ulla Schüller (Preisträgerin), Brigitte Hellwig (Kuratorin),
Sebastian Berges (Vorsitzender ISK Carrée e.V.), Katerina Aleksieva (Leitung Internationales Caritas-Zentrum), Hans-Josef Schulte
(Geschäfsstelle ISK Carrée e.V.), Dagmar Müller (Fotografie auf dem Veranstaltungsplakat), Carmen Grau (Malerei auf dem Veranstaltungsplakat).
Auf der Bühne befinden sich die Musiker der Band Jazz Garden.
Fotos: Atkins >>
21. Kunst im Carrée präsentierte
Arbeiten zum Thema „faszination baum!“

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 leben INkunst
Foto: Thomas Dahl
Foto: Thomas Dahl
Die Mischung aus abstrakten Bäumen und pflanzlichen Formen 
lassen die Bilder von Dagmar Bätz im Fitnesstreff für Frauen sehr 
lebendig wirken. Ihre Farbauswahl gibt jedem Bild eine besondere 
Stimmung und dadurch etwas Weiches und Gemütliches. sg
Clea Müller kreierte mit ihren Bildern im Fitnesstreff Thaimassage 
schöne Stimmungen in der Natur. Besonders gefällt mir, wie das 
Licht durch die Äste scheint und sich auf den Blättern spiegelt. Man 
bekommt direkt Lust auf einen Spaziergang im Beethovenpark! sg
Foto: Saskia Gaymann Foto: Saskia Gaymann
Kunst-im-Carrée-Gewinnerin Ulla Schüller lässt sich vom Wald vereinnahmen. Im Hin-
tergrund sind Malereien von Anna Chulkova zu sehen. Das Foto entstand im Rahmen der 
Vernissage in den Räumlichkeiten des Internationalen Caritaszentrum. Großformatige 
Arbeiten der Künstlerin wurden in der Sparkasse KölnBonn ausgestellt. Der Bezug zum 
Kreditinstitut wurde durch mitverarbeitete Börsenkurse aus alten Zeitungen hergestellt. td
Ulla Schüller erweiterte mit ihren Ge-
mälden verschlungene Waldwege in das 
geschäftige Treiben der Stadt. td

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INkunst leben 
(Unten) Es ist so schön, dass auch Kinder 
hier bei cava cava an Kunst im Carreé 
teilnehmen und so die Kunst für sich 
entdecken konnten. mn
(Oben) Die Bilder von Marion Knapp 
bei Fifa & Muschi muten an wie Foto-
grafien und ziehen einen in ihren Bann. 
Malerei mit einer faszinierenden Tiefe. mn
Foto: Monika Nonnenmacher
Foto: Monika Nonnenmacher

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 leben INkunst
Johanna Gruber präsentierte stimmig zu ihrem Angebot an 
skandinavischer Kindermode die naive Malerei von Sylvia van den 
Heuvel. Gut könnte ich mir ihre farbenfrohen Lavendelfelder vor 
Bäumen auch als Drucke auf Kinderkleidung vorstellen. hmf
Auch Natascha Overzier hatte sich für eine Künstlerin entschieden. 
Nicole Compères Fotos stellen das Lichtspiel zwischen Bäumen 
und Sonne in den Vordergrund. hmf
(Links) Diese herbstlich anmutende Baum-
kulisse von Cornelia Harss strahlt beim 
Betrachten sehr viel Wärme, Ruhe und Gebor-
genheit aus. Ein geheimer Ort zwischen altem 
Baumbestand, den ich gerne finden würde! ap
(Oben) Auch wenn dieser Baum der Künstlerin 
Annette Schöll-Nick mir beim Betrachten das Gefühl 
vermittelt, dass er nicht mehr viel Lebenskraft in sich 
trägt, erkenne ich verborgen im Erdreich zwischen ein 
paar kraft- und farblosen Wurzeln pulsierendes Leben. 
Dieses versteckte Leben macht ein wenig Hoffnung, 
dass es eines Tages an die Oberfläche gelangen und 
dem Baum neue Vitalität schenken könnte! ap
Foto: Hanka Meves-Fricke
Foto: Hanka Meves-Fricke
Foto:: Anika Pöhner
Foto:: Anika Pöhner

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INkunst leben 
Foto: Dorothee Mennicken
Wie aus griechischen Mythen entsprungen wirken manche der 
schwarz-weißen Baumporträts von Theresa Kuss bei Optik 
Dorn. Bei den farbigen Motiven lässt die extreme Überbelichtung 
Strukturen hervortreten – es entsteht der Eindruck, als wären die 
Blätter aufgemalt. Das Bild vom alten Buchenwald in Belgien besticht 
durch das Licht zwischen den geraden Bäumen im Blumenmeer. dm
(Links) Dorothee Auth kombi-
nierte altes Holz mit Porträts. So 
sind Risse und Jahresringe Teil der 
Holzskulpturen, die sie bei  Tina 
Theves zeigte. Auch das mit Acryl 
und Edding auf ein altes Holz-
brett gemalte Porträt von Simon 
gewinnt seinen Reiz durch das 
Material. dm
Foto: Dorothee Mennicken
(Rechts) Ebenfalls in der Goldschmiede 
von Tina Theves präsentierte Nadine Jork 
ihre Mixed Media: schlicht gezeichnete 
Porträts, kombiniert mit Holzstücken, 
die den Gesichtern Kontur verleihen. 
Dazu ein paar Perlen als Hinweis auf den 
Ausstellungsort. dm
Foto: Dorothee Mennicken
Mehrdeutig, mysteriös und faszinierend: Die Bäume in den Bildern 
von Siegbert Hahn im Hörzentrum Lux muteten wie Botschafter 
aus anderen Sphären an. Seine Motive sind zeitlos, seine Malerei 
geprägt von klaren Farben und hoher Malkunst. Der Künstler lebt 
in Köln-Braunsfeld und malt mit über 80 Jahren noch jeden Tag seit 
60 Jahren. dm
Foto: Dorothee Mennicken

INkunst LEBEN 
„Kölner Leidenschaften“ schaffen im Herbst 2024 alte Leiden und zeitlose Freuden auf Leinwänden, Papier sowie 
weiteren Trägern. Dem Leitgedanken verpflichtet, fließen eine gewisse gotische Kathedrale, Narren-Proklama -
tionen und gehörnte Dynastien in Fußballtempeln die Hauptverkehrsstraßen in Sülz und Klettenberg Richtung 
Rhein. Dom, Karneval und FC sind im Spektrum der 22. Auflage von „Kunst im Carrée“ und 56 teilnehmenden 
Geschäften unübersehbar.
Aber auch subtilere Momente der Ver -
bundenheit mit ihrer Stadt hielten die 
Künstler*innen in Malereien, Zeichnungen, 
Fotografien, Objekten und Mixed-Media-
Arbeiten fest. In seiner Eröffnungsrede im 
vollbesetzten Gemeindesaal St. Nikolaus 
hob Mitorganisator Sebastian Berges die 
Ideologie des Events hervor: „Mit der Ver -
anstaltung verdient niemand etwas. Das 
ist trotz der Leiden im Zuge der ,Amazoni-
sierung‘ pure Leidenschaft der Geschäfte 
und Künstler*innen“, betonte Berges die 
schwierigen Rahmenbedingungen für den 
Einzelhandel. Zu den diesjährigen Gewin -
nerinnen kürten die Initiatoren um Kura -
torin Brigitte Hellwig Carmen Grau und 
Silke Ferber, die bei Else Fashion und in 
der Apotheke am Questerhof ausstellen. 
INsülz & klettenberg reflektiert die Vielfalt 
der Arbeiten auf den folgenden Seiten mit 
zahlreichen Bildaufnahmen und kurzen 
Impressionen der Autor*innen.  td
>>
Von Türmen, Toren, Tieren 
und Menschen
Carmen Grau und Silke Ferber sind die 
Preisträgerinnen der 22. „Kunst im Carrée“ 
Carmen Grau (r.) 
und Silke Ferber (5. v. l.) 
wurden im Gemein­
desaal St. Nikolaus zu 
den Preisträgerinnen 
der „Kunst im Carrée 
2024“ gekürt. Zu den 
Gratulant*innen ge­
hörten unter anderem 
die Vorstandsmitglieder 
der Interessengemein­
schaft Sülz­Klettenberg, 
Sebastian Berges 
(4. v. r.) und Hans­
Josef Schulte (2. v. r.), 
Bezirksbürgermeisterin 
Cornelia Weitekamp 
(3. v. r.) sowie Bürger­
meister Ralph Elster 
(4. v. l.).
Silke Ferber (l.) und Carmen Grau sind die Gewinnerinnen der 
22. Auflage von „Kunst im Carrée“. 
Preisträgerin Silke Ferber 
ist mit ihrem Köllemobil in 
der Stadt unterwegs. 
Foto: Dahl
Auch anlässlich der 22. Auflage 
von Kunst im Carrée entschied  
sich das Team für individuelle 
„Patenschaften“.
Foto: Dahl
Foto: Martens
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 LEBEN INkunst
SILKE FERBER 
IN DER APOTHEKE AM QUESTERHOF 
„Der Dom ist immer der Mittelpunkt sowohl der groß -
formatigen als auch der kleinformatigen Collagen von 
Silke Ferber, die im Schaufenster und in den Regalen 
der Apotheke am Questerhof ausgestellt sind. Sogar 
ein Bus im Stil der Bilder steht auf dem kleinen Platz 
daneben. Den Werken hätte man etwas mehr Raum 
und trotz des Themas etwas weniger „kölsche Sprüch“ 
gönnen können.  dm
Foto: MennickenHEIKE FISCHER 
BEI OPTIK DORN
Ein gedeckter Tisch mit umgefallenen schon trüben Gläsern, auf 
dem sich ein Huhn gemütlich niedergelassen hat, entfaltete sei -
nen etwas morbiden Charme in einem der beiden großen Schau -
fenster von Optik Dorn. Eine Kaffeerösterei (Foto unten)  und zwei 
Gasflammen mit Schöpfkelle sind Gegenstand der Bilder im zwei-
ten Schaufenster, atmosphärisch dicht 
und dennoch sehr klar fotografiert von 
Heike Fischer.  dm
MÖBEL COMPAGNIE ZEIGTE: 
„METRO PATTERNS“ VON JÜRGEN ESCHER
Wer sagt, U-Bahn-Stationen bieten keine ästhetischen 
Fotomotive, hat die Bilder von Jürgen Escher noch nicht 
gesehen. Der Fotograf zeigt uns die klaren Linien, leuch-
tenden Farben und einzigartigen Formen der Kölner 
U-Bahnhöfe – und lässt alltägliche Orte in neuem Licht 
erscheinen.
Die Ausstellung in der Moebel Compagnie beeindruckt 
durch eine perfekt durchdachte Bildkomposition, die 
den Betrachter in das Bild hineinzieht. Als Grafikdesigner 
fasziniert mich besonders Eschers Gespür für Achsen 
und Symmetrie. Danke an Jürgen Escher für die Einbli-
cke und Erläuterungen hinter seinen Werken!  rm
Foto: Martens
Foto: Mennicken
Foto: Mennicken

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MALEREI VON SYLVIA VON DEN HEUVEL
BEI JÄTTEFINT
Bilder zum Entdecken: Johanna Gruber von Jättefint hat sich für die naive Ma-
lerei von Sylvia von den Heuvel entschieden. Fast skandinavisch und damit 
passend zu dem skandinavischen Geschäft auf der Wichterichstraße 6–8 sind 
die kleinen Waldbilder im Schaufenster. Bei genauerem Hinsehen erkennt 
man, dass jedes einzelne Blatt fein gezeichnet ist. hmf
4711 UND DER DOM NEBENEINANDER
VON MARIO GRASBERGER BEI SPIEL UND KLEID
Spiel und Kleid auf der Berrenrather Straße 234 zeigt 
in diesem Jahr naturalistische Malerei von Mario Gras-
berger, der für sein Gemälde „Verspätete Heimkehr“ 
bereits Preise gewonnen hat, neben Kunst von Kin-
dern aus der Kindertagesstätte St. Karl Borromäus. 
Obgleich beides, der 4711-Schriftzug und die kleinen 
Dombilder, sich wunderbar ergänzen, geht die Kinder-
kunst leider etwas unter. Schade eigentlich, weil sie 
sehr gut zu dem Geschäft, das viel von Eltern und Kin-
dern besucht wird, passt. hmf
INkunst LEBEN
Foto: Meves­Fricke
Foto: Meves­Fricke
RHEINGOLD IMMOBILIEN ZEIGTE
REALISTISCHE MALEREI
VON JOHANNES KEUSER
In den Gemälden von Johannes Keuser er-
leben wir alltägliche Augenblicke, die fast 
beiläufig wirken, als könnten sie aus dem 
eigenen Leben stammen. Doch gerade in 
dieser Banalität liegt die Kraft seiner Kunst: 
Mit feinem Humor und einem Hauch Ge-
sellschaftskritik hinterfragen seine Werke 
die Geschichten, die hinter den Szenen lau-
ern. Ein spannendes Spiel mit dem Blick-
winkel – mal heiter, mal nachdenklich.  rm
Foto: Martens
EDGE – das praktische Brett für die Küche 
MOEBEL COMPAGNIE Berrenrather Straße 361 – 50937 Köln  
oder im Onlineshop www.moebel-compagnie.com

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 LEBEN INkunst
„MIXED“ VON HEIDI DIETZE-NEUBER 
BEI ROSENGARTEN
Die Bilder bestechen insbesondere durch ihre Farbge-
staltung. Die Inszenierung im Laden, ergänzt durch farb-
lich abgestimmte Blumen und Accessoires, war äußerst 
gelungen.  wa
Foto: GaymannKARIN MÜHLWITZ 
BEI DELI SÜLZ
Bei einem leckeren Kaffee im Deli- Sülz konnte man sich schöne 
Aquarelle der Künstlerin Karin Mühlwitz anschauen.
Sie hat alltägliche Impressionen und Menschen aus Köln eingefan-
gen und mit lockerem Strich auf Papier gebracht. Beim Betrachten 
der Bilder kann man sich wahrhaft vorstellen, wie die Künstlerin, 
mit Block und Aquarellkasten, durch Köln zieht, hier und da ein 
Päuschen einlegt, um das Gesehene aufs Papier zu bringen.
Leider hingen keine Originale an den Wänden. Die Bilder wurden 
stattdessen über einen großen Bildschirm gut sichtbar über der 
Theke abgespielt.  sg
Foto: Atkins
JEANETTE STARK-GERDES BEI [LIVING] WOHNDESIGN
Klar fällt einem beim Thema „Kölner Leidenschaften“ der Kölner Dom 
ein. Hier ist er einmal ganz anders zu sehen – bunte Farben im Ge-
gensatz zum Grau der Steine. Es erinnert an Konfetti und auch an 
das bunte Richter-Fenster im Dom. Und daran, dass die Stadt bunt 
ist – und es hoffentlich auch bleibt.  mn
Foto: Nonnenmacher
Heisterbachstraße 1 · 50939 Köln · Fon (0221) 420 11 11 
www.veedel-pflegedienst.de
Pflege dein Veedel
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Versorgung
Körperpflege
Hauswirtschaft
Betreuung
Beratung

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INkunst LEBEN 
DIE KINDER AUS DER 
KITA ST. NIKOLAUS
Sehr schön war, dass sich auch die Kinder 
der Kindertagesstätte St. Nikolaus an der 
Kunst im Carrée beteiligten. Auch hier war 
die Leidenschaft für den Kölner Dom nicht 
zu übersehen. „Die hätten den ersten Platz 
auf jeden Fall verdient“, meinte auch die 
kunstbegeisterte Tochter unserer Fotografin 
Sonja Hoffmann.  sh
CARMEN GRAU 
BEI ELSE FASHION
Die farbenfrohen Bilder passten sehr gut in das Else-Fashion-Ambien-
te. Die Künstlerin verarbeitet ihre große Leidenschaft zum Kölner Kar -
neval. Hier im Bild eine tanzende Karnevalsprinzesssin mit Krokodil im 
Hintergrund.   sh
Foto: Hoffmann
Foto: Hoffmann
CASPAR REUTER BEI VOLKSBANK
Caspar Reuter hält in der Volksbank Köln -
Bonn eG einen ungewöhnlichen Roadtrip 
in die Domstadt fest. Bei seinen Werken 
schaut man besser zweimal hin: Ein Abbild 
der Wirklichkeit oder doch nur Fake?  td
Schonen Sie Ihren Rücken. Bringen Sie Bewegung in Ihren Büroalltag.
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Foto: adobe.stock.com/Andrey Popov
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Foto: Dahl

Resumée 22. kunst im carrée 2024 
 
56 Kunst- und Galerie-Standorte  
+ 1 Kulturbühne (3 Musiker und 1 Literatin) 
+  5 Aktions-Standorte  
- musikalischer Rahmen Eröffnung 
- Get-Together 
- open-Air-Ausstellung mit Ausschank Weinschmeckerei 
- Orgelkonzert 
- Midissage impact café Lyrik 3 Literaten + Jazz (3 Musiker) 
- Finissage = Marché deluxe (30 Künstler) 
- Lesung von Gerda Laufenberg und Jazz-Garden Abschlusskonzert 
6(Pers.) + Joachim Romes 
- insgesamt waren 88 Künstler im Einsatz! 
- 6 Literaten 
- 14 Musiker 
 
Das erweiterte Rahmenprogramm: (alles wurde realisiert) 
- 1 Kulturbühne (Musik und Literatur und 4 Stunden Programm)  
- 1 Open-Air Ausstellung Kunst-bulli von Silke Ferber > positive Resonanz 
- 1 Standorte marché deluxe – Kunst- und Designmarkt  
- Walking Acts zum Literarischen Kunst-Spaziergang am Eröffnungs-Sonntag mit 
literarischen Einlagen von Joachim Romes 
- 2 Sonderausstellungen > mit deutlich mehr Werken und zusätzlichem 
Programm machen den Kunst-Spaziergang noch interessanter 
- 4 Kunst-Spaziergänge und 3 private Rundgänge mit Kunst-Insteressierten 
(GEDOK, Frauen-Kulturkreis, Senioren-Netzwerk - Eintritt frei) 
- Kinder-Kunst-Aktion 
- Einbeziehung der Galerien und weiterer Kulturstandorte ins Programm  
- Einbeziehung der Kirche St. Nikolaus mit Orgelkonzert  
- Kooperation mit Heliosschule an 2 Standorten und mit 2x Kindergarten St. 
Nikolaus und St. Karl Borromäus 
Kooperation mit der Rheinischen Musikschule für das Rahmenprogramm bei 
der Eröffnung 
 
- Finissage-Programm mit Signierstunde, Lesung und Kunst-Spaziergang 
 
 Insgesamt ca. 25 Verkäufe von Kunstwerken (!) 
 Sehr gute und qualifizierte Presseberichterstattung im Vorfeld  
 gute Vernetzung im Veedel begründet, es wurde von Seiten der Schule und 
Kindergarten signalisiert, dass man gerne weiter dabei wäre 
 durchgängig wirklich schöne Kunst (Galerie-)Fenster 
 Fahnen und Plakate gut 
 
positiv: 
- Musik lockt Leute an 
- Finissage und Midissage waren gut besucht 
- Get To gether sorgt für eine gute Stimmung bei den Künstlern 
- Einbindung von Ateliers und Galerien führt zu einer weiteren 
Vernetzung und Qualitätssteigerung 
- Musiker wollen gerne wieder mit machen

Kölner Stadt-Anzeiger 23 Oktober. 2023

Retailbericht Köln 
    2019/2020
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02    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Einkaufsstraßen in Köln
Sülzburgstraße
Breite Straße
Apostelnstraße
Venloer Straße
Neusser Straße
Neusser Straße
Eigelstein
Kaiser-Wilhelm-Ring
Aachener Straße
Dürener Straße
Zülpicher Straße
Frankfurter Straße
Pfeilstraße
Maastrichter Straße
Hohenzollernring
Aachener Straße
Friesenwall
Hohenstaufenring
Mittelstraße
Ehrenstraße
Zülpicher Straße
Berrenrather Straße
Höninger Weg
Goltsteinstraße
Hauptstraße
Deutzer Freiheit Kalker Hauptstraße
Gürzenichstraße
Severinstraße
Bonner Straße

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    03
Zahlen und Fakten
Passantenfrequenzmessungen 2019
Ehrenstraße
Gürzenichstraße
Hohenzollernring (Rudolfplatz)
Breite Straße
Eigelstein
Kalker Hauptstraße
Neusser Straße
Sülzburgstraße
Deutzer Freiheit
Neusser Straße
Bonner Straße
Venloer Straße
Severinstraße
Hohenzollernring (Friesenplatz)
Hohenstaufenring
Zülpicher Straße
Mittelstraße
Aachener Straße
Frankfurter Straße
Hauptstraße
Dürener Straße
Kaiser-Wilhelm-Ring
Apostelnstraße
Aachener Straße
Berrenrather Straße
Maastrichter Straße
Friesenwall
Zülpicher Straße
Höninger Weg
Goltsteinstraße
Pfeilstraße
Dellbrücker Hauptstraße
Bahnhofstraße
     Platzierung        Straße                                                              Stadtteil                            Frequenz* (1.Stunde)              Frequenz* (2.Stunde)         Summe             Ø-Frequenz*    
2.460
2.280
2.304
2.196
2.520
2.088
1.992
1.932
1.848
1.752
1.776
1.464
1.368
1.308
1.284
1.392
1.380
1.164
1.176
1.104
984
1.044
936
1.044
924
816
756
648
564
528
552
540
168
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
2.370
2.334
2.214
2.202
2.028
1.998
1.878
1.800
1.800
1.680
1.626
1.524
1.428
1.380
1.362
1.278
1.260
1.248
1.212
1.128
1.050
1.008
978
924
858
840
738
690
636
570
534
498
186
4.740
4.668
4.428
4.404
4.056
3.996
3.756
3.600
3.600
3.360
3.252
3.048
2.856
2.760
2.724
2.556
2.520
2.496
2.424
2.256
2.100
2.016
1.956
1.848
1.716
1.680
1.476
1.380
1.272
1.140
1.068
996
372
*Passanten pro Stunde
Altstadt-Nord
Altstadt-Nord
Neustadt-Süd
Altstadt-Nord
Altstadt-Nord
Kalk
Nippes
Sülz
Deutz
Neustadt-Nord
Neustadt-Süd
Ehrenfeld
Altstadt-Süd
Neustadt-Nord
Neustadt-Süd
Neustadt-Süd
Altstadt-Nord
Neustadt-Süd
Mülheim
Rodenkirchen 
Lindenthal
Neustadt-Nord
Altstadt-Nord
Braunsfeld
Sülz
Neustadt-Süd
Altstadt-Nord
Sülz
Zollstock
Bayenthal
Altstadt-Nord
Dellbrück
Porz
2.280
2.388
2.124
2.208
1.536
1.908
1.764
1.668
1.752
1.608
1.476
1.584
1.488
1.452
1.440
1.164
1.140
1.332
1.248
1.152
1.116
972
1.020
804
792
864
720
732
708
612
516
456
204

04    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Vergleichstabelle Vorjahre 
Ehrenstraße
Gürzenichstraße
Hohenzollernring (Rudolfplatz)
Breite Straße
Eigelstein
Kalker Hauptstraße
Neusser Straße
Sülzburgstraße
Deutzer Freiheit
Neusser Straße
Bonner Straße
Venloer Straße
Severinstraße
Hohenzollernring (Friesenplatz)
Hohenstaufenring
Zülpicher Straße
Mittelstraße
Aachener Straße
Frankfurter Straße
Hauptstraße
Dürener Straße
Kaiser-Wilhelm-Ring
Apostelnstraße
Aachener Straße
Berrenrather Straße
Maastrichter Straße
Friesenwall
Zülpicher Straße
Höninger Weg
Goltsteinstraße
Pfeilstraße
Dellbrücker Hauptstraße
Bahnhofstraße
Altstadt-Nord 
Altstadt-Nord 
Neustadt-Süd
Altstadt-Nord 
Altstadt-Nord 
Kalk
Nippes
Sülz
Deutz
Neustadt-Nord
Neustadt-Süd
Ehrenfeld
Altstadt-Süd
Neustadt-Nord
Neustadt-Süd
Neustadt-Süd
Altstadt-Nord
Neustadt-Süd
Mülheim
Rodenkirchen 
Lindenthal
Neustadt-Nord
Altstadt-Nord
Braunsfeld
Sülz
Neustadt-Süd
Altstadt-Nord
Sülz
Zollstock
Bayenthal
Altstadt-Nord
Dellbrück
Porz
Straße                                                        Stadtteil                  Ø-Frequenz*                        Trend zu 2018           Ø-Frequenz*                       Trend zu 2016          Ø-Frequenz* 
                                                                                                               2019                                                                                 2018                                                                          2016
2.370
2.334
2.214
2.202
2.028
1.998
1.878
1.800
1.800
1.680
1.626
1.524
1.428
1.380
1.362
1.278
1.260
1.248
1.212
1.128
1.050
1.008
978
924
858
840
738
690
636
570
534
498
186
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
gestiegen
leicht gestiegen
leicht gesunken
gestiegen
gesunken
gestiegen
gestiegen
leicht gesunken
gestiegen
gesunken
gestiegen
gestiegen
gestiegen
leicht gesunken
gestiegen
leicht gesunken
gestiegen
leicht gestiegen
gestiegen
leicht gesunken
gestiegen
gesunken
gesunken
gesunken
gesunken
k. A.
leicht gesunken
gesunken
leicht gestiegen
gesunken
leicht gestiegen
stagniert 
stagniert
leicht gesunken
gestiegen
gestiegen
stagniert 
leicht gesunken
gesunken
leicht gesunken
leicht gesunken
leicht gestiegen
gestiegen
gesunken
leicht gestiegen
gesunken
leicht gesunken
leicht gesunken
leicht gesunken
gesunken
gestiegen
gestiegen
leicht gesunken
leicht gestiegen
gesunken
k. A.
gesunken
2.184
k. A.
964
2.220
725
1.667
1.822
872
713
1.192
996
1.396
1.107
892
814
687
1.372
819
649
1.781
720
722
1.021
497
839
1.059
420
413
756
312
1.255
k. A.
1.079
1.663
2.236
937
1.343
800
1.345
1.896
871
731
936
1.277
1.744
1.113
818
496
606
1.348
891
1.737
602
821
627
999
424
655
532
680
618
717
354
637
670
551

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    05
Köln Retailmarkt
Frequenzzählung  
Die Stadt Köln ist mit 1.090 Einwohnern (Stand 31.12.2018, Quelle: Stadt Köln) die viertgrößte Stadt in Deutschland. Die Kölner 
Innenstadt, Lindenthal und Mülheim sind die einwohnerstärksten Stadtbezirke. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig 
Beschäftigten ist 2018 mit 578.200 (Vorjahr 2017: 533.600) ebenfalls angestiegen (Stand 30.09.2018; Quelle: Stadt Köln). Die 
Arbeitslosenzahl ist im Jahresverlauf, mit 43.595 Arbeitslosen (Dezember 2018: 48.473), deutlich gesunken.
Die Studie wurde am Freitag, den 05.07.2019 bei bewölktem Wetter und einer Temperatur von ca. 23 Grad durchgeführt. Gemessen 
wurde an 33 Einkaufsstraßen in B-Lage (Konsum- und Niveaulagen in der Innenstadt und Stadtteillagen) zwischen 12 Uhr und 14 
Uhr. Aus dem Ergebnis der zwei Stunden wurde sowohl ein Mittelwert als auch ein Ranking gebildet.
FaktenKurzgefasst 
Der Mieterbesatz, der in dieser Studie betrachteten Stadtteillagen und B-Lagen, 
besteht überwiegend aus lokalen Ladenbetreibern (z. B. Friseure, Apotheken, 
Bekleidungsgeschäften, Kioskbetriebe, Gastronomiebetriebe usw.) und Filialisten 
aus dem Lebensmittel- und Drogeriebereich (z. B. dm oder REWE). Die höchs-
te Passantenfrequenz konnte auf der Ehrenstraße (2.370 Passanten/ Stunde) 
gemessen werden. Darauf folgen die beliebten Stadtteillagen Gürzenichstra-
ße (2.334 Passanten/ Stunde), Hohenzollernring (2.214 Passanten/ Stunde), die 
Breite Straße (2.202 Passanten/ Stunde) sowie der Eigelstein (2.028 Passanten/ 
Stunde). Vervollständigt wird die TOP 10 in unserem Bericht durch die Kalker 
Hauptstraße (1.998 Passanten/ Stunde) und Neusser Straße (1.878 
Passanten/ Stunde) auf Platz 7 bzw. 8 sowie die Sülzburgstraße (1.800 Passanten/ 
Stunde) auf Platz 9, die Deutzer Freiheit (1.800 Passanten/ Stunde). Den Schluss 
macht die Neusser Straße mit Platz 10, welche in unserem Ranking zweimal 
vertreten ist (1.680 Passanten/ Stunde). 
Ihre Entscheidung: A- oder B-Lage: Im Vergleich zu den Stadtteillagen und 
B-Lagen, bieten die 1A-Lagen durch den Branchenmix an internationalen 
und nationalen Filialisten natürlich eine hohe Anziehungskraft und somit 
wesentlich höhere Passantenströme mit zum Teil über 10.000 Passanten je 
Stunde (z. B. Hohe Straße und Schildergasse). Auf der anderen Seite sind die 
Mieten in diesen Lagen um ein vielfaches höher. Für einige Nutzer, insbesondere 
Einzelhandels- und Gastronomiebetreiber mit ausgefallenen Konzepten, kann 
der ideale Mix aus Frequenz und Kundengruppe deutlich besser sein, als der 
stumpfe Blick auf die Passantenströme.
Neueröffnungen
Innenstadt 2019
Dyson Demo Store (Hohe Straße 52)
Edited-Fashion Shop (Ehrenstraße 29)
Arket (Ehrenstraße 29)
Søstrene Grene (Breite Straße 80-90)
Teufel Store (Hohe Straße 41-45)
Yves Delorme Boutique (Mittelstraße 42)
Smyths Toys Superstore (Breite Straße 80-90)
Sephora (Schildergasse 41-45)
Coa (Friesenplatz 2)
Remos (Aachener Straße 21)
Wilma Wunder (Friesenstraße 82)
Coyacan (Friesenstraße 80)
Einwohner (in Tsd.)
Sozialversicherungspflichtig
Beschäftigte (in Tsd.)
Arbeitslosenquote (in %)
Einzelhandelsrelevanter 
Kaufkraftindex
Umsatzkennziffer
Zentralitätskennziffer
Übernachtungsanzahl (in Mio.)
1.090
578
8,06
107,0
120,5
112,8
5,77

06    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Die Ehrenstraße liegt bei unserem diesjährigen Ranking mit einer Frequenz von 
2.370 Passanten pro Stunde auf Platz 1. Die Frequenz ist im Vergleich zum letz-
ten Jahr stark gestiegen. Dies macht sehr deutlich, dass die Ehrenstraße bei 
vielen Passanten weiterhin eine sehr wichtige Stellung einnimmt. Sie befindet 
sich inmitten des Shoppingrundlaufs der City, zwischen der Breite Straße und 
dem Hohenzollernring. Der Einzelhandelsbesatz der Ehrenstraße besteht über-
wiegend aus Filialisten aus den Bereichen Textil, Elektronik sowie Kosmetik. 
Insbesondere Unternehmen wie „Weekday“, „& Other Stories“ oder „COS“ 
locken tagtäglich eine Vielzahl von Besuchern. Mit der Neueröffnung von 
„Arket“ in der ehemaligen „Zara“ Filiale auf der Ehrenstraße 14-16, wird in 
diesem Jahr ein weiterer Textilhändler dazukommen. Als Kundengruppen sind 
überwiegend die Mittelschicht sowie die gehobene Mittelschicht als auch viele 
Studenten und junge Menschen zu erkennen. Nicht nur Textil- sondern auch 
Kosmetikhändler wie „Rituals“ und „MAC Cosmetics“, sorgen für einen gesunden 
Ausgleich in Hinblick auf verschiedene Handelsgüter.
Ehrenstraße
Altstadt-Nord
Highlights
01 YAYA
02 Tigha
03 Rituals
04 LFDY
05 Pick & Weight
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Ehrenstraße 31)
2.184
1.663
2.370
 Detailkarte
Friesenwall
Alte Wallgasse
Pfeilstraße
Ehrenstraße
Ehrenstraße
Apostelngasse
Große Brinkgasse
Benesisstraße
04
01
03
 02
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    07
Lagebeschreibung
Die Gürzenichstraße wurde in unserem diesjährigen Retailbericht zum zweiten 
Mal berücksichtigt und sichert sich umgehend Platz 2 unseres Rankings. Mit 
einer Kundenfrequenz von durchschnittlich 2.334 Passanten pro Stunde liegt 
die Gürzenichstraße deutlich vor der Aachener Straße (Neustadt Süd, Platz 18) 
der meist besuchten Straßen. Dies liegt unter anderem an der Nähe zu den 
absoluten 1 A-Lagen Kölns, der Schildergasse und der Hohe Straße, die sich 
bis zum Kölner Hauptbahnhof und dem Wahrzeichen der Stadt, dem „Kölner 
Dom“, erstreckt. In dem Gürzenich Quartier befinden sich unter anderem der 
„ST. GEORGE“-Store sowie eine „Kamps“-Bäckerei und ein „L ’Osteria“-
Restaurant, welche zusätzlich nochmals für einen hohen Kundenzuwachs sorgen. 
Für weitere Besucher sorgen die bekannten Filialisten „dm“, „Hard Rock Café“ 
sowie „Starbucks“, die auch gleichzeitig jüngeres Publikum anziehen. Des 
Weiteren fungiert die Gürzenichstraße als Verbindung zwischen den Einkaufs-
straßen und dem beliebten Heumarkt, der ein außergewöhnlich großes gastro-
nomisches Angebot bietet. 
Gürzenichstraße
Altstadt-Nord
Highlights
01 BUTLERS
02 dm
03 Hard Rock Café Köln
04 Starbucks
05 Saturn
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Gürzenichstraße 21 a-c)
Keine Auswertung
2.236
2.334
05
Pipinstraße
Augustinerstraße
Gürzenichstraße
Heumarkt
Heumarkt
Deutzer BrückeGroße Sandkaul
04
01
01
 03
01
01
02
Detailkarte

08    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Natürlich dürfen auch die Kölner Ringe im Bereich der Innenstadt nicht in unse-
rem Retailbericht fehlen. Die höchste Frequenz an den Kölner Ringen weist der 
Abschnitt zwischen Rudolfplatz und Palmstraße auf. Mit einer durchschnittlichen 
Kundenfrequenz von 2.214 Passanten pro Stunde steigt der Standort im Vergleich 
zu 2018 (durchschnittlich 937 Passanten pro Stunde) rapide an. Dies könnte an der 
vielfältigen Auswahl an Gastronomiebetrieben liegen, wie zum Beispiel an dem 
indischen Streetfood-Konzept „eatDOORI“ sowie dem italienischen Konzept 
,,Adaccio“. Besonders die Burger Konzepte „Hans im Glück“, „Marx & Engels – 
Die Burgergesellschaft“ sowie das „Spencer & Hill“, mit seinen traditionellen 
italienischen Speisen in modernsten Räumlichkeiten, ziehen viele Kunden an. 
Zusätzlich fungieren „REWE City“, „BUTLERS“ und „dm“ als weitere Frequenz-
bringer. Aufgrund der Nähe zur Ehrenstraße profitiert der Hohenzollernring auch 
von einer Vielzahl an Shoppingtouristen. Die Erreichbarkeit mit den öffentlichen 
Verkehrsmitteln ist nahezu perfekt. Zudem ist erkennbar, dass die Frequenz an 
diesem Standort in den Abendstunden förmlich explodiert, da es sich um eine 
beliebte Ausgehmeile handelt. Als Kundengruppe lässt sich die Mittelschicht 
erkennen. Insbesondere in den Abendstunden ist ein überwiegender Anteil an 
jungen Menschen zu erkennen.
Lagebeschreibung
Hohenzollernring
Rudolfplatz
Highlights
01 REWE City
02 dm
03 Café Il Barista 
04 BUTLERS
05 Spencer & Hill
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Hohenzollernring 20)
   964
   937
2.214
 Detailkarte
Hohenzollernring Hahnenstraße
Maastrichter Straße
Hohenzollernring
04
01
03
02
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    09
Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Frequenz in der Breite Straße deutlich 
gestiegen. Mit durchschnittlich 2.202 Besuchern pro Stunde (2018: 1.343 
Besuchern pro Stunde) zählt sie zu den TOP 10 unseres Rankings. Die 
Breite Straße befindet sich inmitten des Shoppingrundlaufs der City, zwischen 
der Hohe Straße sowie der Ehrenstraße und ist daher bestens erreichbar. Der 
Einzelhandelsbesatz der Breite Straße besteht überwiegend aus Filialisten 
der Bereiche Textil, Elektronik, Warenhäuser, Bäckereien usw. Als Magneten 
wirken das „Karstadt“ Warenhaus, „Urban Outfitters“ oder auch der „REWE“ 
Markt in den Opern Passagen. Neueröffnungen wie „Decathlon“ im Quincy
(Breite Straße 80-90) und „EXKI“ (Breite Straße 1) in den Opern Passagen 
zählen ebenfalls zu den Magnetfilialen. Des Weiteren sind Läden wie „Søstrene 
Grene“ oder „Smyths Toys Superstore“ im DuMont-Carré dazu gestoßen, was 
auf eine vielfältige und belebte Straße hinweist. Das gastronomische Angebot 
wurde ebenfalls durch die Neueröffnung von „Café Extrablatt“ (Breite Str. 98) 
erweitert. Als weitere Kundengruppen sind überwiegend die Mittelschicht sowie 
die gehobene Mittelschicht erkennbar.
Lagebeschreibung
Breite Straße
Altstadt-Nord
Highlights
01 Karstadt
02 Decathlon
03 REWE
04 Zalando-Outlet
05 Rossmann
Frequenz
2016: 
2018:  
2019: 2.202
(Messpunkt: Breite Straße 100)
2.220
1.343
Detailkarte
Breite Straße
Auf dem Berlich
Breite Straße
Breite Straße
Glockengasse
04
01
03
02
05

10    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Der Eigelstein befindet sich im Kölner Stadtteil Altstadt-Nord, mitten im soge-
nannten „Eigelstein-Viertel“, welches neben dem Severinsviertel zu den ursprüng-
lichsten „Veedeln“ der Stadt Köln zählt. Mit einer durchschnittlichen Frequenz von 
2.028 Passanten pro Stunde liegt dieser Wert deutlich über dem aus 2018 (durch-
schnittlich 800 Passanten pro Stunde). Die hohe Passantenfrequenz ist neben dem 
guten Mix aus Einzelhandel und Gastronomie auch auf die gute Erreichbarkeit 
des Standortes zurückzuführen. Im Norden beginnt der Eigelstein am Ebertplatz 
und im Süden endet er an der Kreuzung Turiner Straße, nur wenige Meter vom 
Kölner Hauptbahnhof entfernt. Die Anbindung an den ÖPNV sowie das DB-Netz 
ist daher hervorragend. Als Kundenmagneten sind die Einzelhändler „REWE“, 
„dm“ und „PENNY-Markt“ sowie die Gastronomiebetriebe, wie z. B. „Freddy 
Schilling“, „Ristorante Rossini“ und das an den Eigelstein angrenzende „Café 
Extrablatt“ zu nennen. Insbesondere der mit zahlreichen Gastronomiebetrieben 
bestückte Platz vor der Eigelsteintorburg lädt die Kunden zum Verweilen ein. 
Zudem hatte die „Privatbrauerei Gaffel Becker & Co. OHG“ seit 1908 ihren 
Brauereisitz in der Hausnummer 41, jedoch zog man mit der Produktion inzwi-
schen vollständig an den neuen Braustandort in Köln-Porz um. Die Mittelschicht 
ist die am stärksten vertretene Kundengruppe an diesem Standort.
Lagebeschreibung
Eigelstein
Altstadt-Nord
Highlights
01 REWE
02 dm
03 KODi
04 Freddy Schilling
05 Café Extrablatt
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Eigelstein 80)
   725
   800
2.028
05
01
03
02
 04
 Detailkarte
Eigelstein
Weidengasse Lübecker Straße
Dagobertstraße

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    11
Lagebeschreibung
Im Vergleich zu einer durchschnittlichen Frequenz von 1.345 Passanten pro 
Stunde in 2018, hat die Kalker Hauptstraße dieses Jahr wieder deutlich an 
Zuwachs gewonnen. Mit einer Passantenfrequenz von 1.998 Passanten pro 
Stunde ist dieser Wert deutlich höher als letztes Jahr. Dies ist hauptsächlich 
auf die positive Entwicklung des Stadtteils Kalk zurückzuführen, welcher für 
Bewohner, Büronutzer und Einzelhändler immer attraktiver wird. So konnten 
am Deutzer Feld, in unmittelbarer Nähe zur Kalker Hauptstraße, zahlreiche 
Neubauprojekte (sowohl Wohn- als auch Gewerbeprojekte) entwickelt werden. 
Diese unterstreichen die Beliebtheit des Standortes. Als absoluter Kunden-
magnet fungiert das Einkaufszentrum „Köln Arcaden“, am Anfang der Kalker 
Hauptstraße. Der Einzelhandelsbesatz der Kalker Hauptstraße ist zudem sehr 
vielfältig, weshalb alle denkbaren Sozialgruppen vorzufinden sind. Angefangen 
bei Discountern wie „TEDi“ und „fairstore“ findet man außerdem Drogeriemärkte 
wie „dm“ und „Rossmann“ an diesem Standort. Diese fungieren, ebenso wie die 
Neueröffnung des Kauflands (Kalker Hauptstraße 112), als Kundenmagnete.
Kalker Hauptstraße
Kalk
Highlights
01 Köln Arcarden
02 TEDi
03 Kaufland
04 Rossmann
05 BackWerk
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Kalker Hauptstraße 113)
1.667
1.345
1.998
Kalker Hauptstraße
Kalker Hauptstraße
Kalk-Mülheimer-Straße
Rolshover Straße
Sieverstraße
04
01
03
02
05
Detailkarte

12    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Auch in diesem Jahr zählt die Neusser Straße zu den beliebtesten Stadtteil-
lagen unserer Frequenzmessung. Mit einer Besucherzahl von 1.878 Passanten 
pro Stunde, befindet sich die Neusser Straße in unserem Ranking im vorderen 
Mittelfeld. Dies ist zum einen auf den guten Mietermix und zum anderen auf die 
Bedeutung der Neusser Straße für die Bewohner des Kölner Nordens (Stadtbe-
zirk Nippes) zurückzuführen. Neben zahlreichen Einzelhandelsbetrieben aus den 
Bereichen Lebensmittel, Drogerie und Textil gibt es auch ein vielfältiges Angebot 
an Gastronomie. Darüber hinaus befindet sich ein „GALERIA Kaufhof“ Waren-
haus in bester Lage auf der Neusser Straße. Zusätzlich fungieren ein „REWE“, ein 
„dm“ sowie ein „Alnatura Super Natur Markt“ als Kundenmagneten. Ein weiterer 
Pluspunkt der Neusser Straße ist zudem die gute Erreichbarkeit. Als 
Kundengruppe lässt sich die Mittelschicht erkennen. Obendrein verkehren auf der 
Neusser Straße auch viele junge Menschen und Studenten, da sich Nippes im 
Laufe der Jahre zu einem Szeneviertel entwickelt hat. 
Lagebeschreibung
Neusser Straße
Nippes
Highlights
01 GALERIA Kaufhof
02 REWE
03 dm
04 Alnatura Super Natur Markt
05 Douglas
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Neusser Straße 250)
1.822
1.896
1.878
04
01
03
02
 05 Neusser Straße
Neusser Straße
Wilhelmstraße
Kempener Straße
 Detailkarte

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    13
Lagebeschreibung
Auf Platz 8 unseres Rankings liegt die Sülzburgstraße im Kölner Veedel Sülz, mit 
einer durchschnittlichen Frequenz von 1.800 Passanten pro Stunde. Im Vergleich 
zu 2018 (durchschnittlich 871 Passanten pro Stunde) ist die Frequenz stark gestie-
gen. Weiterhin dient die Sülzburgstraße neben der Berrenrather Straße und der 
Zülpicher Straße als Haupteinkaufsstraße für die Stadtteile Sülz und Klettenberg. 
Aufgrund des hervorragenden Mietermixes ist dieser Standort bereits seit 
Jahrzehnten beliebt und insbesondere bei Filialisten aus dem Bereich Einzel-
handel sehr gefragt. Neben den beiden Drogeriemärkten „dm“ und „Rossmann“ 
findet der Kunde auch den Lebensmittelhändler „Aldi“ vor. Darüber hinaus gibt 
es auf der Sülzburgstraße Niederlassungen der Parfümerie „Douglas“ sowie der 
Buchhandlung „Mayersche Buchhandlung“. Beide Unternehmen sind ansons-
ten fast ausschließlich in den Innenstädten Deutschlands wiederzufinden, was 
die Attraktivität der Sülzburgstraße nochmals unterstreicht. Weitere Frequenz-
bringer sind „Kochhaus Sülz“, „Blumen Risse“ sowie „Tchibo“. Die Anbindung an 
das ÖPNV-Netz ist durch die nahegelegene Haltestelle „Sülzburgstraße“ mit der 
Linie 18 ideal – ein weiterer Pluspunkt für die Sülzburgstraße. Die nächstgelege-
ne Autobahnauffahrt (A4) erreicht man über die Luxemburger Straße zudem in 
wenigen Fahrminuten. Als Kundengruppen lassen sich insbesondere die Mittel-
schicht sowie die gehobene Mittelschicht erkennen.
Sülzburgstraße
Sülz
Highlights
01 Douglas
02 Mayersche Buchhandlung
03 dm
04 Rossmann
05 Aldi Süd
Frequenz
2016: 
2018: 
2019: 
(Messpunkt: Sülzburgstraße 35)
   872
   871
1.800
Sülzburgstraße
Sülzburgstraße
Wittekindstraße
Berrenratherstraße Emmastraße
Luxemburgerstraße
04
01
 03
Emmastraße
03
02
Sülzburgstraße
05
Luxemburgerstraße
Detailkarte

14    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Die Deutzer Freiheit landet auf Platz 9 unseres Rankings. Im Vergleich zu 2018 
(durchschnittlich 731 Passanten pro Stunde) ist die Frequenz mit 1.800 Passanten 
pro Stunde deutlich angestiegen. Ohnehin steht die Beliebtheit der Deutzer Freiheit 
außer Frage, was insbesondere daran zu erkennen ist, dass an diesem Standort 
kaum Mieterwechsel stattfinden – ein Zeichen für zufriedene Mieter. Als Kunden-
magnete lassen sich – wie so oft – die Unternehmen „REWE“ und „dm“ erkennen. 
Ebenfalls für die Attraktivität des Standortes verantwortlich ist der Lebensmittel-
händler „denn’s Biomarkt“. Die im letzten Jahr neu eröffnete „Mayersche Buch-
handlung“ konnte sich gut etablieren und sorgt mit ihrer Filiale für einen weite-
ren großen Kundenzuwachs. Aufgrund der guten Anbindung an das ÖPNV-Netz 
(Stadtbahnhaltestelle „Deutzer Freiheit“ mit den Linien 1, 7 und 9) ist es für die 
Kunden zudem leicht den Standort zu erreichen. Weitere Faktoren für die Attrak-
tivität der Deutzer Freiheit sind die Nähe zum neu gestalteten „Rheinboulevard“, 
der „LANXESS Arena“ und dem „Tanzbrunnen“ sowie zum „Jugendpark Köln“ 
und zu den „Poller Wiesen“. Zudem zählt die Deutzer Kirmes seit Jahrzehnten zu 
den beliebtesten Kölner Volksfesten und lockt jährlich zahlreiche Kunden an. 
Als Kundengruppe lässt sich vor allem die Mittelschicht erkennen.
Deutzer Freiheit
Deutz
Highlights
01 REWE
02 dm
03 denn‘s Biomarkt
04 Reformhaus Bacher
05 Mayersche Buchhandlung
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Deutzer Freiheit 84-86)
   713
   731
1.800
 Detailkarte
Deutzer Freiheit Deutzer Freiheit
Reischplatz
Gotenring
Graf-Geßler-Straße
Siegburger Straße Mathildenstraße
04
01
03
03
02
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    15
Lagebeschreibung
Mit einer Frequenz von durchschnittlich von 1.680 Passanten pro Stunde schafft 
es die Neusser Straße im Stadtteil Neustadt-Nord in diesem Jahr erneut unter die 
TOP 10 der am höchst frequentierten B-Lagen Kölns. Die Frequenz rund um den 
Ebertplatz ist im Vergleich zum vorigen Jahr deutlich gestiegen (2018 durchschnitt-
lich 936 Passanten pro Stunde), dies unterstützt unsere Prognose vom vergange-
nen Jahr, dass die Neusser Straße ein sehr attraktiver Standort ist und es auch 
weiterhin bleiben wird. Als Frequenzbringer fungieren unter anderem der „dm“ 
Drogeriemarkt sowie „REWE City“. Darüber hinaus gibt es auf der Neusser Straße 
einige beliebte Gastronomiebetriebe, wie z. B. „Feuer & Flamme“, „Supasalad“ und 
„Bento Box“, die für eine gute Frequenz sorgen. Aufgrund der guten Anbindung 
an das ÖPNV-Netz ist die Neusser Straße für Kunden und Besucher problemlos 
erreichbar, was sicherlich eine weitere Ursache für die Beliebtheit des Standortes 
ist. Als Kundengruppe lässt sich hauptsächlich die Mittelschicht erkennen.
Neusser Straße
Neustadt-Nord/ Agnesviertel
Highlights
01 REWE City
02 dm
03 Feuer & Flamme
04 Supasalad
05 BENTO BOX
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Neusser Straße 2)
1.192
   936
1.680
Neusser Straße
Schilling Straße
Theodor-Heuss-Ring
Balthasarstraße
Weißenburgstraße
04
01
03
02
Balthasarstraße
05
Theodor-Heuss-Ring
Detailkarte

16    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Ein weiterer beliebter Standort ist die Bonner Straße, im Stadtteil Neustadt-Süd. Die 
dort gemessene Passantenfrequenz liegt bei 1.626 Passanten pro Stunde. Der fre-
quenzstärkste Bereich der Bonner Straße beginnt am Chlodwigplatz und endet an 
der Kreuzung Bonner Wall. Die Bonner Straße mündet am Ende in den Kölner Ver-
teilerkreis sowie der Zufahrt zu den Autobahnen A555 und A4. Die gute Anbindung 
an das Autobahnnetz und die Verbindung zum Chlodwigplatz sind beides aus-
schlaggebende Faktoren für die hohe Kundenfrequenz. Aufgrund seines Flairs zählt 
dieser Standort zudem seit Jahren zu den beliebtesten Ecken Kölns. Insbesondere 
die Vielfalt an Gastronomiebetrieben rund um den Chlodwigplatz und der Bonner 
Straße tragen stark zur hohen Kundenfrequenz bei. Als Kundenmagnete fungie-
ren beispielsweise das Burger Konzept „Die fette Kuh“, das neapolitanische Pizza-
konzept „485 Grad“, „Sushi Ninja“ sowie das außergewöhnliche Cornflakes Konzept 
„Flakes Corner“. Das außergewöhnliche Angebot an Gastronomiebetrieben wurde 
zudem um das Konzept „Mangal-LP10“ von Lukas Podolski erweitert. Weitere 
Frequenzbringer sind „REWE City“ und „Bierlager“, ein Craft Beer Store mit 
riesiger Auswahl. Die erkennbare Kundengruppe ist hauptsächlich die Mittel-
schicht. Des Weiteren verkehren zahlreiche junge Menschen in diesem Veedel.
Bonner Straße
Neustadt-Süd
Highlights
01 Die fette Kuh
02 REWE City
03 Mangal X LP10
04 Coffee Fellows
05 Sushi Ninja
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Bonner Straße 13)
   996
1.277
1.626
 Detailkarte
Bonner Straße
Bonner Straße
Rolandstraße
Elsastraße
Kurfürstenstraße
04
01
03
03
 02
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    17
Lagebeschreibung
Bereits seit einigen Jahren erfährt die Venloer Straße eine große Beliebtheit. Im 
Jahr 2018 wurde eine durchschnittliche Passantenfrequenz von 1.744 gemessen. 
So liegt der Wert in diesem Jahr mit 1.524 etwas darunter. Die Venloer 
Straße gilt damit weiterhin als ein sehr attraktiver Standort, sowohl für Einzel-
händler als auch für Gastronomiebetriebe. Jährlich eröffnen auf der Venloer 
Straße zahlreiche neue Konzepte. Darüber hinaus fungieren die Drogeriemarkt-
Größen „dm“ und „Rossmann“ sowie die Lebensmitteleinzelhändler „REWE“ 
und „denn’s Biomarkt“ als Frequenzbringer. Auf der anderen Straßenseite 
gelegen, sorgt der ,,Alnatura Super Natur Markt‘‘ für einen gewissen Ausgleich 
in Bezug auf die große Auswahl an Biolebensmittelmärkten. Durch zahlreiche 
künftige Neubauprojekte, wie z. B. die Entwicklung des „Heliosgeländes“, wird 
der Standort Ehrenfeld auch in Zukunft an Attraktivität gewinnen.
Venloer Straße
Ehrenfeld
Highlights
01 Alnatura Super Natur Markt
02 REWE
03 dm
04 Rossmann
05 Fielmann
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Venloer Straße 369)
1.396
1.744
1.524
Gutenbergstraße
Venloer Straße
Venloer Straße
Körnerstraße
Rothehausstraße
Sömmeringstraße
Ehrenfeldgürtel
Neptunstraße
Venloer Straße
04
01
Venloer Straße
03
02
05
Gutenbergstraße
Gutenbergstraße
Detailkarte

18    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Die Severinstraße im Stadtteil Neustadt-Süd mit einer durchschnittlichen Frequenz 
von 1.428 Passanten pro Stunde hat es leider nicht unter die Top 10 der beliebtesten 
B-Lagen Kölns geschafft. Im Vergleich zum Vorjahr (durchschnittlich 1.113 Passan-
ten pro Stunde) ist die Frequenz an diesem Standort trotzdem stark angestiegen, 
was die Attraktivität des Standortes unterstreicht. Die Severinstraße, welche an der 
Severinstorburg beginnt und an ihrem Ende in den Waidmarkt mündet, fungiert als 
Haupteinkaufsstraße für die Kölner Südstadt. Die Abschnitte unmittelbar hinter der 
Severinstorburg sowie zwischen der Jakobstraße und der Landsbergstraße sind die 
vermeintlich am höchst frequentiertesten Bereiche dieses Standortes. Aufgrund 
des vielfältigen Angebotes an Einzelhandels- und Gastronomiebetrieben erfährt die 
Severinstraße seit Jahrzehnten eine große Beliebtheit. Als Kundenmagnete
lassen sich „REWE City“ und „dm“ identifizieren. Durch die Neueröffnungen des 
„Alnatura Super Bio Marktes“ (Severinstraße 35-37) sowie von „Amei Food Culture“ 
(Severinstraße 111) konnte der Standort sein großes Angebot an Lebensmitteln 
erweitern. Zudem hat NKD durch die Vermittlung von Larbig & Mortag in 2019 
eine neue Filiale (Severinstraße 113) bezogen. Die Nähe zum Rhein und zur 
Innenstadt sowie die gute Anbindung an das ÖPNV-Netz tragen ebenfalls stark 
zur Attraktivität des Standortes bei. Des Weiteren zählt die Südstadt zu den 
beliebtesten Wohnlagen Kölns, sicherlich ein zusätzlicher Faktor für die hohe 
Passantenfrequenz.  
Lagebeschreibung
Severinstraße
Altstadt-Süd
Highlights
01 NKD
02 dm
03 REWE City
04 Casita Mexicana
05 Alnatura
Frequenz
2016:    
2018: 
2019:
(Messpunkt: Severinstraße 35)
1.107
1.113
1.428
04
01
03
02
05
 Detailkarte
Achterstraße
Severinstraße
Landsbergerstraße
Jakobstraße
An St. Magdalenen

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    19
Lagebeschreibung
Mit einer durchschnittlichen Kundenfrequenz von 1.380 Passanten pro Stunde 
liegt der Abschnitt Palmstraße bis Friesenplatz des Hohenzollernrings auf Platz 14 
unseres Rankings. Im Vergleich zu 2018 (durchschnittlich 818 Passanten pro 
Stunde) steigt die Frequenz deutlich. Auch an diesem Standort überwiegen die 
Gastronomiebetriebe. Beliebte Anlaufstellen sind z. B. „Starbucks“ und „SAUSA-
LITOS“ sowie die Neueröffnungen „Wilma Wunder “(Friesenstraße 28) und „Coya-
can“(Friesenstraße 80), die das ohnehin schon große Gastronomieangebot noch-
mals erweitern. Die Frequenzbringer aus Sicht der Einzelhändler sind in diesem 
Bereich insbesondere der Drogeriemarkt „dm“ und der bekannte Second-
Hand-Store „Vintage & Rags“. Spannend bleibt die Frage, wie sich die Immobi-
lienentwicklungen am Friesenplatz (Friesenplatz 2, Hohenzollernring 70 und 
Hohenzollernring 79-89) auf die Passantenfrequenzen auswirken. conceptstories 
geht von einem starken Zuwachs aus. Die Anbindung an das ÖPNV-Netz ist 
am Friesenplatz genauso ausgezeichnet wie am Rudolfplatz. Daher ist es für die 
Kunden ein Leichtes, diesen Standort zu erreichen. Auch hier ist anzumerken, 
dass die Frequenz an diesem Standort in den Abendstunden förmlich explodiert. 
Als Kundengruppe lässt sich die Mittelschicht erkennen. 
Hohenzollernring
Friesenplatz
Highlights
01 Coyacan
02 SAUSALITOS
03 Wilma Wunder
04 dm
05 Starbucks
Frequenz
2016: 
2018:     
2019:
(Messpunkt: Hohenzollernring 72)
   892
   818
1.380
Detailkarte
Hohenzollernring
Hohenzollernring
Magnusstraße
05
01
03
02
04

05
HohenstaufenringHohenstaufenring
Engelbertstraße
Lindenstraße
Zülpicher Platz
SchaafenstraßeSchaevenstraße
20    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Der Hohenstaufenring gilt neben dem Kaiser-Wilhelm-Ring als die Möbelmeile 
Kölns und darf daher in unserem Retailbericht nicht fehlen. Mit einer diesjähri-
gen durchschnittlichen Kundenfrequenz von 1.362 Passanten pro Stunde landet 
der Standort auf Platz 15 unseres Rankings. Dieser Wert liegt deutlich über der 
Kundenfrequenz von 2018 (durchschnittlich 496 Passanten pro Stunde). Neben 
den bekannten Größen des exklusiven Möbelhandels wie z. B. „WHO’S PERFECT“, 
„Pfannes & Virnich“, „Ligne Roset“ usw. konnten sich in den vergangenen Jahren 
auch einige andere Konzepte an diesem Standort etablieren. So konnte Larbig & 
Mortag Immobilien in diesem Jahr das angesagte  Skandinavische  Möbelkon-
zept ,,Sofa Company“ im Hohenstaufenring 42 unterbringen. Es ist nach Berlin, 
Hamburg und München die vierte Filiale des Unternehmens in Deutschland. 
Weitere Frequenzbringer am Hohenstaufenring sind zudem die Lebensmittel-
einzelhändler „REWE“ und „REWE City“ am Zülpicher Platz sowie „LIDL “ 
(Habsburgerring 2) am Rudolfplatz. Die ideale Anbindung an das ÖPNV-Netz ist 
mit Sicherheit ein weiterer Grund für die hohe Passantenfrequenz. Wie bei allen 
angegebenen Standorten rund um den Rudolfplatz ist davon auszugehen, dass 
auch der Hohenstaufenring mit Fertigstellung der beiden Neubauprojekte an 
diesem Standort weiter an Frequenz hinzugewinnen wird. Erkennbare Kunden-
gruppen sind die Mittelschicht und die gehobene Mittelschicht.
Hohenstaufenring
Neustadt-Süd
Highlights
01 REWE
02 WHO‘S PERFECT
03 SofaCompany
04 BoConcept Köln
05 WonderWaffel
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Hohenstaufenring 30)
   814
   496
1.362
Zülpicher Platz
 Detailkarte
04
01
04
03
02

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    21
Lagebeschreibung
Die Zülpicher Straße im Stadtteil Neustadt-Süd befindet sich mit einer durch-
schnittlichen Frequenz von 1.278 Passanten pro Stunde auf Platz 16 unseres 
Rankings und ist dadurch im Vergleich zu 2018 (durchschnittliche Passantenfre-
quenz pro Stunde: 606) rapide gestiegen. Der Mieterbesatz an diesem Standort 
besteht zudem hauptsächlich aus Gastronomiebetrieben, weshalb die Passan-
tenfrequenz in den Abendstunden deutlich höher ist als tagsüber. Als Frequenz-
bringer fungieren insbesondere die Restaurants „Mango“, „Borsalino“ und 
„Magnus“. Durch die Eröffnung einer Filiale von „Pizza Hut“ in der Zülpicher 
Straße 12 sowie des Lebensmitteldiscounters „PENNY-Markt“ in der benach-
barten Dasselstraße 1-29 konnte die Attraktivität des Standortes weiter ge-
steigert werden. Das kultige Restaurant „bei Oma Kleinmann“ ist des Weiteren 
seit Jahren eine beliebte Anlaufstelle für Anwohner und Touristen. Ein weiterer 
Pluspunkt für die Zülpicher Straße ist die gute Anbindung an das ÖPNV- und das 
DB-Netz (Stadtbahnhaltestellen Zülpicher Platz (Linien 9, 12, 15), Dasselstraße 
(Linie 9) und der Bahnhof Süd). Als Kundengruppe lässt sich vor allem die 
Mittelschicht, hauptsächlich jedoch junge Menschen und Studenten, erkennen.
Zülpicher Straße
Neustadt-Süd
Highlights
01 Mango
02 Pizza Hut
03 Borsalino
04 Magnus
05 Lenny & Pino‘s
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Zülpicher Straße 23)
   687
   606
1.278
Detailkarte
Zülpicher Straße
Zülpicher Straße
Dasselstraße
Heinsbergstraße
Roonstraße
Hohenstaufenring
04
01
03
Zülpicher Straße
02
Zülpicher Straße
05

22    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Genauso wie in der Breite Straße und der Ehrenstraße ist auch die Passanten-
frequenz in der Mittelstraße im Vergleich zum Vorjahr leicht rückgängig. Passier-
ten in 2018 noch durchschnittlich 1.348 Besucher die Straße, so sind es in diesem 
Jahr etwas weniger Besucher (durchschnittlich 1.260 Passanten pro Stunde). 
Dies änderte jedoch nichts daran, dass die Mittelstraße weiterhin ein attraktiver 
Standort für Sozialgruppen der gehobenen Mittelschicht sowie die Oberschicht 
bleibt. Sie besteht überwiegend aus Filialisten aus den Bereichen Textil und 
Wohnungseinrichtung. Aufgrund der optimalen Lage zwischen Neumarkt und 
Rudolfplatz ist die Erreichbarkeit der Mittelstraße zudem ideal. Die Kunden-
magnete sind, wie auch in den letzten Jahren, u. a. „APROPOS“, „LACOSTE“, 
„Massimo Dutti“ und „ZARA HOME“. Durch die Neueröffnung des Textilhandels 
,,Yves Delorme“ (Mittelstraße 42) ist ein weiterer Kundenmagnet dazu gekom-
men, welcher sich ausschließlich auf den Verkauf von hochwertigen Heimtextilien 
konzentriert.
Lagebeschreibung
Mittelstraße
Altstadt-Nord
Highlights
01 APROPROS
02 LACOSTE
03 Tesla
04 Shoepassion
05 Massimo Dutti
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Mittelstraße 40)
1.372
1.348
1.260
04
 01
03
02
 05
 Detailkarte
Benesisstraße
Pfeilstraße
Mittelstraße
Mittelstraße

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    23
Mit einer durchschnittlichen Frequenz von 1.248 Passanten pro Stunde, liegt die 
beliebte Ausgehmeile, zwischen Rudolfplatz und Aachener Weiher auf Platz 18 
des Rankings. Im Vergleich zum Vorjahr (durchschnittlich 891 Passanten pro 
Stunde) konnte die Aachener Straße Ihre Frequenz zudem deutlich steigern, was 
die Attraktivität des Standortes verdeutlicht. Die Aachener Straße hat sich in den 
vergangenen Jahren zu der absoluten Ausgehmeile Kölns entwickelt, noch vor der 
Friesenstraße und dem Hohenzollernring. Dies ist sowohl auf die exponierte Lage 
im Belgischen Viertel als auch auf die Vielfalt der Gastronomiebetriebe zurück-
zuführen. Insbesondere die Szenerestaurants „Salon Schmitz“, „Balthasar“ sowie 
„Piccola L ’Orginale“ ziehen sowohl tagsüber als auch abends zahlreiche Kunden an. 
Darüber hinaus haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche weitere beliebte 
Gastronomiekonzepte wie z. B. „Beef Brothers“ und „The Bird“ oder auch „Burrito 
Rico“ erfolgreich etabliert. Durch die Neueröffnung von “Remos“ (Aachener Straße 
21) ist ein weiteres Gastronomiekonzept dazu gestoßen, welches die ausgewoge-
ne Restaurantauswahl auf der Aachener Straße abrundet. Ein weiterer Pluspunkt 
ist die gute Erreichbarkeit des Standortes mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, 
welche durch die Nähe zum Rudolfplatz gegeben ist. Als Sozialgruppe lassen sich 
die Mittelschicht und die gehobene Mittelschicht erkennen. Besonders in den Abend-
stunden verkehren zudem zahlreiche junge Menschen an der Aachener Straße.
Lagebeschreibung
Aachener Straße
Neustadt-Süd
Highlights
01 Balthasar
02 Salon Schmitz
03 ZEN 
04 Little Nonna
05 Remos
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Aachener Straße 12)
   819
   891
1.248
04
01
01
03
05
02
Detailkarte
Aachener Straße Aachener Straße
Lütticher Straße
Brabanter Straße
Hohenzollernring
Brüsseler Straße
Moltkestraße

24    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Die Frankfurter Straße hat in diesem Jahr mit einer durchschnittlichen Passan-
tenfrequenz von 1.212 im Vergleich zu 2018 (durchschnittliche Passantenfre-
quenz pro Stunde: 1737) etwas abgenommen. Trotzdem dient der Abschnitt der 
Frankfurter Straße vom Wiener Platz bis zum Bahnhof Köln-Mülheim weiterhin 
als Haupteinkaufsstraße für den Stadtteil Mülheim. Der Standort hat eine große 
Bedeutung für das Viertel, zumal die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmit-
tel durch die Nähe zum Wiener Platz und zum Bahnhof Köln-Mülheim nahezu 
perfekt ist. Für eine gute Passantenfrequenz sorgen die Einzelhändler „dm“ so-
wie „Woolworth“ am Wiener Platz. Zudem zieht das Einkaufszentrum „Galerie 
Wiener Platz“ mit den Ankermietern „LIDL “, „TEDi“ und „KiK“ eine Vielzahl von 
Kunden an. Hiervon profitiert natürlich auch die Frankfurter Straße. Die Kun-
dengruppe ist ähnlich wie eine Vielzahl der Geschäfte an diesem Standort stark 
multikulturell geprägt. 
Lagebeschreibung
Frankfurter Straße
Mülheim
Highlights
01 Galerie Wiener Platz
02 dm
03 Deichmann
04 Woolworth
05 Reformhaus Bacher
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Frankfurter Straße 18)
   649
1.737
1.212
Rhodiusstraße
04
01
03
03
02
05
Frankfurter Straße
Mülheimer Brücke
Elisabeth-Breuer-Straße
Mülheimer Brücke
 Detailkarte

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    25
Im Vergleich zu den Vorjahren, konnte die Hauptstraße in Rodenkirchen dieses 
Mal enorm an Passantenfrequenz zugewinnen. Dies liegt jedoch unter anderem 
daran, dass wir bei unserer diesjährigen Messung die Frequenz des Wochen-
marktes am Maternusplatz in unsere Ergebnisse mit aufgenommen haben. 
Der diesjährige Anstieg der Passantenfrequenz wird allerdings auch auf die einla-
dende Atmosphäre in Rodenkirchen zurückzuführen sein. In diesem Jahr stieg die 
Anzahl in der Hauptstraße auf durchschnittlich 1.128 Passanten pro Stunde. Dies 
bedeutet Platz 20 in unserem Ranking. Neben klassischen Einzelhändlern aus 
den Bereichen Lebensmittel und Drogerie finden die Besucher auch ein Angebot 
an Textil- und Kosmetikeinzelhändlern vor. Für die Bewohner des Stadtbezirks 
Rodenkirchen dient die Hauptstraße, gemeinsam mit der Maternusstraße/ Mater-
nusplatz, als Haupteinkaufsstraße. Als Kundengruppen lassen sich hauptsäch-
lich die gehobene Mittelschicht und die Oberschicht erkennen. Die Anbindung an 
das ÖPNV-Netz an diesem Standort, ist eher als schlecht zu bezeichnen. Dies ist 
für die gehobene Mittelschicht bzw. die Oberschicht eher unwichtig, da diese in 
der Regel mit dem PKW oder zu Fuß anreisen. Allerdings führt dies dazu, dass 
relativ wenig junge Menschen oder Studenten zu diesem Standort strömen und 
die Frequenz daher im Verhältnis zu einigen anderen Haupteinkaufsstraßen 
geringer ausfällt. 
Lagebeschreibung
Hauptstraße
Rodenkirchen
Highlights
01 Aldi Süd 
02 Closed
03 Sommerhof
04 dm
05 Tchibo
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Hauptstraße 106)
1.781
   602
1.128
   
05
04
01
03
02
Detailkarte
Hauptstraße
Hauptstraße
Maternusstraße

26    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Mit einer durchschnittlichen Frequenz von 1.050 Passanten pro Stunde, landet 
die Dürener Straße im Stadtteil Lindenthal auf Platz 21 unseres Rankings. Im 
Vergleich zu 2018 (durchschnittlich 821 Passanten pro Stunde) war der Standort 
in diesem Jahr deutlich besser besucht. Nach wie vor zählt die Dürener Straße zu 
den beliebtesten Einkaufsstraßen für die Bewohner Kölns, insbesondere für die 
Bewohner Lindenthals. An diesem Standort lassen sich vor allem die Kunden-
gruppen der gehobenen Mittelschicht und der Oberschicht erkennen. Die Kauf-
kraft ist hier daher wesentlich höher als in vielen anderen Stadtteilen. Aufgrund der 
nicht optimalen Anbindung an das ÖPNV-Netz, reist eine Vielzahl der Besucher 
mit dem PKW an, was an diesem Standort am häufigen „Parken in zweiter Reihe“ 
zu erkennen ist. Als Kundenmagneten fungieren neben den Lebensmittelhänd-
lern „REWE“, „EDEKA“ und „denn’s Biomarkt“ auch die Drogeriemärkte „Ross-
mann“ und „dm“. Darüber hinaus ziehen die zahlreichen Mode-Boutiquen wie 
„Somewear“, „Knocknok“ und „S.A.L.E“ sowie die Filiale von „Marc O‘Polo“ eine 
Vielzahl von Kunden an. Die zahlreichen Gastronomiebetriebe wie z. B. „Hans im 
Glück“, „Restaurant Culinarius“, „Haus Schwan“ und die „Pizzeria Piccola“ sind 
aufgrund ihrer Beliebtheit gute Frequenzbringer.
Lagebeschreibung
Dürener Straße
Lindenthal
Highlights
01 REWE
02 denn‘s Biomarkt
03 Rossmann
04 Hans im Glück
05 Marc O‘Polo
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Dürener Straße 132)
   720
   821
1.050
Klosterstraße
Hillerstraße
Dürener Straße
Hans-Sachs-Straße
 Detailkarte
04
01
03
02
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    27
Lagebeschreibung
Hinter der Dürener Straße, landet der Kaiser-Wilhelm-Ring auf Platz 22 unse-
res Rankings. Dieser Standort konnte dieses Jahr mit einer Frequenz von 1.008 
Passanten pro Stunde verglichen mit dem  letzten Jahr (durchschnittliche Pas-
santenfrequenz pro Stunde 627), deutlich an Frequenz hinzugewinnen. Neben 
dem Hohenstaufenring gilt der Kaiser-Wilhelm-Ring als zweite Möbelmeile Kölns. 
Als Kundenmagnete fungieren in diesem Abschnitt des Kölner Rings vor allem 
die hochwertigen Möbelhändler und Einrichtungshäuser „Pesch Wohnen“, „COR 
interlübke Studio“ und „HEIDER | Wohnambiente“ sowie der Kölner Standort des 
Beleuchtungsexperten „TOBIAS GRAU“. Dieses Angebot wurde durch die Eröffnung 
des Inneneinrichters, „Die Einrichtung“, im Kaiser-Wilhelm-Ring 40 im Jahre 2016 
nochmals erweitert. Weitere Frequenzbringer für den Standort sind die Kinobetrie-
be „Cinedom“ im Mediapark 1 sowie „Residenz“ im Kaiser-Wilhelm-Ring 30-32. Auf 
Grund seiner idealen Lage zwischen dem „Belgischen Viertel“, dem „Mediapark“, 
dem „Gerling-Quartier“ und dem „Friesenviertel“, ist der Kaiser-Wilhelm-Ring 
auch ein sehr gefragter Bürostandort und gilt als die 1A-Lage am Kölner Büro-
markt. Dies zeigen unter anderem die beiden Projektentwicklungen „Kaiser Hof“ 
an der Erftstraße bzw. „Kaiser-Wilhelm-Höfe“ an der Gladbacher Straße/ Ecke 
Kaiser-Wilhelm-Ring von der Art-Invest, die im absoluten Hochpreissegment 
liegen. Als Kundengruppen lassen sich die Mittelschicht, die gehobene Mittel-
schicht sowie die Oberschicht des Gerling Quartiers erkennen.
Kaiser-Wilhelm-Ring
Neustadt-Nord
Highlights
01 Pesch Wohnen
02 HEIDER | Wohnambiente
03 COR interlübke Studio Köln
04 Residenz 
05 Salädchen
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Kaiser-Wilhelm-Ring 10)
   722
   627
1.008
Kaiser-Wilhelm-Ring
Hansaring
Maybachstraße
Christophstraße
Gladbacher Straße
Maybachstraße
Maybachstraße
Detailkarte
04
01
04
 03
04
02
Christophstraße
05

28    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Die Apostelnstraße ist nach der Breite Straße, der Ehrenstraße, Mittelstraße und 
Pfeilstraße der fünfte Standort unserer Frequenzmessung im direkten Innenstadt-
bereich. Mit einer durchschnittlichen Passantenfrequenz von 999 im vergangenen 
Jahr liegt die Passantenfrequenz in diesem Jahr mit 978 knapp darunter. Die 
Apostelnstraße  befindet sich zwischen dem Neumarkt und der Ehrenstraße und 
dient damit unter anderem als Verbindungsstraße für die Passanten. Darüber 
hinaus konnte die Apostelnstraße in den vergangenen Jahren einige attraktive 
Mieter gewinnen, wie z. B. „Marc O’Polo“ und „Closed“, die zu der hohen 
Kundenfrequenz beitragen. Die Gastronomiebetriebe „Törtchen Törtchen“, 
„Culinarius-in-Biss by Federico“ sowie „Dulce Chocolate & Icecream“ tragen 
zum guten Flair der Straße bei und laden zum Verweilen ein. Das auch über-
regional beliebte und bekannte Gloria Theater mit zahlreichen Veranstaltungen 
unterschiedlichster Art, zieht auch in den Abendstunden eine Vielzahl von Kunden 
an. Aufgrund der zahlreichen Parkhäuser in und um die Apostelnstraße, ist die 
Erreichbarkeit mit dem PKW zudem nahezu ideal. Ein weiterer Faktor für das gute 
Abschneiden des Standortes ist die Nähe zum Neumarkt, weshalb die ÖPNV-
Anbindung als ausgezeichnet zu bewerten ist. Als Kundengruppen lassen sich die 
Mittelschicht sowie die gehobene Mittelschicht erkennen.
Apostelnstraße
Altstadt-Nord
Highlights
01 Marc O‘Polo
02 Brogle
03 Törtchen Törtchen
04 Closed
05 Prego Köln
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Apostelnstraße 27)
1.021
   999
   978
 Detailkarte
Getrudenstraße
Apostelnstraße
Albertusstraße
Ehrenstraße
04
 01
04
03
02
 03
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    29
Neben der Neusser Straße und der Zülpicher Straße, ist auch die Aachener Straße gleich 
zweimal in unserem Retailbericht vertreten. Auf Platz 18 unseres Rankings mit dem Stadtteil 
Neustadt-Süd und nun, auf Platz 24, mit dem Stadtteil Braunsfeld. Im Vergleich zur Aachener 
Straße im Stadtteil Neustadt-Süd weist dieser Standort mit einer durchschnittlichen Frequenz 
von 924 Passanten pro Stunde jedoch einen niedrigeren Wert auf. Darüber hinaus hat sich 
die Passantenfrequenz zum letzten Jahr (durchschnittliche Passantenfrequenz pro Stunde 
424) mehr als verdoppelt. Die Aachener Straße fungiert als Haupteinkaufsstraße für die Be-
wohner der Stadtteile Braunsfeld, Junkersdorf und Müngersdorf. Dies ist neben der guten 
Erreichbarkeit des Standortes mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (u. a. Stadtbahn-
haltestellen Clarenbachstift und Maarweg mit der Linie 1) und dem PKW auch auf den 
guten Mietermix zurückzuführen. Neben den Lebensmittelhändlern „REWE“ und 
„TEMMA“, finden die Passanten auch eine Filiale des Drogeriemarktes „dm“ sowie zahlreiche 
Bankfilialen („Kölner Bank eG“, „Commerzbank“, „Sparkasse Köln/ Bonn“ usw.) und 
Bäckereien („Bäckerei Café Merzenich“, „Schmitz + Nittenwilm“, „Heinemann“ und „Bäckerei 
Ecke“) vor. Als Kundenmagnete lassen sich insbesondere „REWE“, „TEMMA“ und „dm“ 
erkennen. Zahlreiche Gastronomiebetriebe, wie z. B. „Brauhaus Gaffel im Marienbild“ oder
„Kölsche Art“, laden zudem zum Verweilen ein und runden das gute Gesamtbild des 
Standortes ab. Mit den Neueröffnungen von „SPATZ – Health Food Deli & Café“ (Aachener 
Str. 503) sowie von „Fairytale Frozen Yogurt“ (Aachener Str. 505) konnte die Aachener Straße 
zudem zwei trendige Gastronomiekonzepte hinzugewinnen. Als Kundengruppen sind 
besonders die gehobene Mittelschicht und die Oberschicht erkennbar.
Lagebeschreibung
Aachener Straße
Braunsfeld
Highlights
01 REWE
02 TEMMA
03 Bento Box
04 dm
05 Gaffel im Marienbild
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Aachener Straße 519)
497
424
924
Detailkarte
Aachener Straße
Voigtelstraße
Braunstraße
Maarweg
Maarweg
Paulistraße
01
02
03
04
04
05

30    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Ein weiterer Standort in Sülz, die Berrenrather Straße, befindet sich in un-
serem Ranking hinter der Aachener Straße auf Platz 25. Mit einer durch-
schnittlichen Frequenz von 858 Passanten pro Stunde, ist die Frequenz im 
Vergleich zu 2018 (durchschnittlich 655 Passanten pro Stunde) stark gestiegen. 
Die Berrenrather Straße ist neben der Sülzburgstraße und der Zülpicher Straße 
die Haupteinkaufsstraße der Veedel Sülz und Klettenberg. Die Frequenzbringer 
an diesem Standort sind neben den beiden Bio-Märkten „Alnatura Super Natur 
Markt“ und „Naturata“, die Textileinzelhändler „S.A.L.E“ und „LANIUS“, der Sport-
artikeleinzelhändler „Muskelkater Sport“ sowie die Eismanufaktur „Keiserlich“, 
welche sich seit der Eröffnung 2016 gut etablieren konnte und für einen hohen 
Kundenzuwachs sorgt. Ähnlich wie in der Sülzburgstraße, ist die Anbindung an 
das ÖPNV-Netz durch die nahegelegene Haltestelle „Sülzburgstraße“ mit der 
Linie 18 auch hier ideal. Die nächstgelegene Autobahnauffahrt (A4) erreicht man 
über die Luxemburger Straße zudem ebenfalls in wenigen Fahrminuten. Als 
Kundengruppen sind die Mittelschicht und die gehobene Mittelschicht erkennbar.
Berrenrather Straße
Sülz
Highlights
01 Alnatura Super Natur Markt
02 Muskelkater Sport
03 EDEKA
04 Keiserlich 
05 S.A.L.E.
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Berrenrather Straße 240)
839
655
858
 Detailkarte
Berrenrather Straße
Berrenrather Straße
Nikolausplatz
Sülzburgstraße
Redwitzstraße
05
04
01
03
02

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    31
Die Maastrichter Straße im Stadtteil Neustadt-Nord, findet sich ebenfalls zum 
dritten Mal in unserem Retailbericht wieder. Mitten im Belgischen Viertel gelegen, 
erfährt dieser Standort seit Jahren eine stark wachsende Beliebtheit. Mit einer 
Frequenz von durchschnittlich 840 Passanten pro Stunde, liegt die Maastrich-
ter Straße wieder weiter oben auf Platz 26 unseres Rankings, welche im Vorjahr 
eine Frequenz von nur 532 Passanten pro Stunde umfasste. Neben der Nähe zur 
Innenstadt - die Ehrenstraße ist in wenigen Metern zu erreichen – ist die Attrak-
tivität auch mit der Vielzahl an kleinen Boutiquen und Einzelhandelsbetrieben zu 
begründen. „Schee“ (Shop für Drucke und Motive), „boutique fraukayser“ 
(Geschenkartikelgeschäft) sowie das Herrenmodegeschäft „Monsieur Courbet“ 
und der Concept Store „Simon und Renoldi“ fungieren als Frequenzbringer für 
die Straße. Die zahlreichen Gastronomiebetriebe wie „Noa“, „Little Ink“ sowie 
das in 2017 neu eröffnete „Daikan“ tragen ebenfalls zu der Frequenz bei und 
runden das gute Gesamtbild ab. Darüber hinaus läuft die Maastrichter Straße auf 
den Brüsseler Platz zu, welcher in den vergangenen Jahren zu einem der angesag-
testen Treffpunkte der Kölner Innenstadt geworden ist. Als Kundengruppe lässt 
sich insbesondere die Mittelschicht erkennen.
Lagebeschreibung
Maastrichter Straße
Neustadt-Süd
Highlights
01 Schee
02 Markthalle Belgisches Viertel
03 Monsieur Courbet
04 Simon und Renoldi
05 Noa
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Maastrichter Straße 3)
1.059
   532
   840
05
04
01
03
02
Detailkarte
Maastrichter Straße
Brabanter Straße
Hohenzollernring

32    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Der Friesenwall, als weiterer Standort der Kölner Innenstadt, belegt Platz 27 unse-
res Rankings. Dieser Standort konnte im Vergleich zum Vorjahr (durchschnittliche 
Frequenz von 680 Passanten pro Stunde) mit durchschnittlich 738 Passanten pro 
Stunde etwas an Frequenz hinzugewinnen. Ohnehin ist der Friesenwall bei zahlrei-
chen Einzelhändlern und auch bei zahlreichen Kunden sehr beliebt. Dies spiegelt 
sich insbesondere in dem kaum vorhandenen Leerstand in der Straße wider. Zwar 
findet ab und zu ein Mieterwechsel in der Straße statt, allerdings gibt es keinen 
dauerhaften Leerstand zu verzeichnen. Als Frequenzbringer lassen sich „REWE 
City“, die Boutiquen „G1O1A“ und „Luxefashion“ sowie der Store des Schweizer Ta-
schenherstellers und Händlers „FREITAG“ erkennen. Durch die Neueröffnung von 
MALOA Poke Bowl (Friesenwall 24D, 50672 Köln) konnte der Standort sein gastro-
nomisches Angebot weiterentwickeln. Zudem dient der Friesenwall als Verbindung 
zwischen Rudolfplatz und Ehrenstraße. Ein zweiter Faktor für die solide Passan-
tenfrequenz. Vor allem die Kundengruppen Mittelschicht und die gehobene Mittel-
schicht sind an diesem Standort stark vertreten.
Friesenwall
Altstadt-Nord
Highlights
01 MALOA Poke Bowl
02 FREITAG Store
03 REWE City
04 Frittenwerk
05 G101A
Frequenz
2016: 
2018:  
2019:
(Messpunkt: Friesenwall 1)
420
680
738
05
 Detailkarte
Friesenwall
Ehrenstraße
Mittelstraße
Pfeilstraße
Kettengasse
04
01
03
02

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    33
Auch die Zülpicher Straße ist, nach der Aachener Straße und der Neusser Straße, 
mit einem zweiten Standort in unserem Frequenzbericht vertreten. Mit einer durch-
schnittlichen Frequenz von 690 Passanten pro Stunde liegt die Zülpicher Straße 
im beliebten Kölner Veedel Sülz auf Platz 28 unseres Rankings und konnte sich im 
Vergleich zum Vorjahr (618 Passanten pro Stunde) leicht steigern. Neben der Sülz-
burgstraße und der Berrenrather Straße ist die Zülpicher Straße zudem der dritte 
Sülzer Standort, der in unserem Ranking vertreten ist und welcher für dieses 
Viertel als Einkaufsstraße dient. Die Vielzahl an guten Einkaufslagen im Stadtteil 
Sülz in unserem Retailbericht unterstreicht nochmals die Attraktivität des Stand-
ortes. Als Pluspunkte für die Zülpicher Straße lassen sich neben der idealen 
Anbindung an das ÖPNV-Netz (Stadtbahnhaltestellen Lindenburg und Weyertal 
mit der Linie 9) auch der gute Mietermix sowie das vielfältige Angebot an Gas-
tronomiebetrieben nennen. Die zahlreichen Cafés (z. B. „Lieblings“, „Café Wo 
ist Tom“ und „Café Krümel“) und die Vielzahl an Restaurants (z. B. „Brasserie 
Marie“ und „Haus Demmer“) laden zudem zum Verweilen ein. Die Kundenmagnete
an diesem Standort sind die Lebensmitteldiscounter „LIDL “ und „Netto Marken-
Discount“. Kleine Boutiquen, wie z. B. das  „cava-cava“, ziehen tagtäglich ebenfalls 
viele Kunden an.  Als Kundengruppe ist insbesondere die Mittelschicht erkennbar.
Lagebeschreibung
Zülpicher Straße
Sülz
Highlights
01 Lieblings
02 Café Wo ist Tom
03 Netto
04 LIDL
05 cava-cava
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Zülpicher Straße 23)
413
618
690
Detailkarte
Gustavstraße
Ägidiusstraße
Weyertal
Palanterstraße
Zülpicherstraße
Laudahnstraße
04
Gustavstraße
01
03
02
05

34    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Auf Platz 29 unseres Rankings liegt der Höninger Weg, im Kölner Stadtteil
Zollstock. Mit einer durchschnittlichen Frequenz von 636 Passanten pro Stunde 
konnte der Höninger Weg das Vorjahresergebnis (durchschnittlich 717 Passanten 
pro Stunde) dieses Mal zwar nicht erreichen, jedoch dient der Standort auch 
weiterhin als Haupteinkaufsstraße für die Bewohner Zollstocks. Hinsichtlich 
der Werte der Passantenfrequenz wird der Höninger Weg daher auch in den 
kommenden Jahren stabil bleiben und sich nur marginal ändern. Als Frequenz-
bringer fungieren an diesem Standort insbesondere der Lebensmitteleinzelhänd-
ler „REWE City“ sowie der Drogeriemarkt „dm“. Weitere Kundenmagnete sind 
„Tchibo“ und „KiK“. Neben dem guten Mietermix am Höninger Weg ist die gute 
Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (u. a. Stadtbahnhaltestellen 
„Höninger Weg“ und „Herthastraße“) ein weiterer Pluspunkt für den Standort. Als 
Kundengruppe ist überwiegend die Mittelschicht erkennbar.
Lagebeschreibung
Höninger Weg
Zollstock
Highlights
01 REWE City
02 Schmitz & Nittenwilm
03 dm
04 KiK
05 Tchibo
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Höninger Weg 185)
756
717
636
 Detailkarte
Höninger Weg
Höninger WegGottesweg
Herthastraße
04
01
03
02
05

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    35
Lagebeschreibung
Auf Platz 30 unseres Rankings, liegt die Goltsteinstraße im Stadtteil Bayenthal 
mit einer durchschnittlichen Frequenz von 570 Passanten pro Stunde. Auch die 
Goltsteinstraße wird zum dritten Mal in unserem Retailbericht aufgeführt und 
konnte sich im Hinblick auf die Passantenfrequenz zum Vorjahr (durchschnitt-
lich 354 Passanten pro Stunde) erfreulicherweise verbessern. Dieser Standort 
dient neben der Bonner Straße als Haupteinkaufsstraße für die Bewohner der 
Stadtteile Bayenthal und Marienburg. Insbesondere ist das Goltsteinforum bei 
den Passanten und Besuchern weitaus etabliert und dient daher als absoluter 
Frequenzbringer. Die Beliebtheit des Goltsteinforums lässt sich hauptsächlich 
auf den hervorragenden Mietermix zurückführen. Neben den Lebensmittelhänd-
lern „PENNY-Markt“, „REWE City“ und „Alnatura Super Natur Markt“, finden die 
Kunden auch einen „dm“ Drogeriemarkt, eine Metzgerei („Metzgerei Kremer“) 
sowie eine Bäckerei („Schmitz + Nittenwilm“) vor. Eine weitere beliebte Bäcke-
rei, die Bäckerei „Mauel 1883“, befindet sich darüber hinaus ebenfalls in direk-
ter Nachbarschaft zum Goltsteinforum, in der Goltsteinstraße 79. Die Nahver-
sorgung für die umliegenden Bewohner ist daher als ideal zu bezeichnen. Als 
Kundengruppen lassen sich die Mittelschicht, die gehobene Mittelschicht 
sowie die Oberschicht erkennen. An heißen Sommertagen erfreut sich besonders
die Eisdiele „Il Gelato di Ferigo“ über einen starken Kundenandrang. 
Goltsteinstraße
Bayenthal
Highlights
01 REWE City
02 Alnatura
03 dm
04 Il Gelato di Ferigo
05 Ristorante Sardinia
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Goltsteinstraße 91)
312
354
570
Detailkarte
Goltsteinstraße
Tacitusstraße
Alteburger Straße
Goltsteinstraße
Schönhauser Straße
Koblenzer Straße
Cäsarstraße
Goltsteinstraße
04
 01
03
 02
Cäsarstraße
05

36    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
In der Pfeilstraße ist die Passantenfrequenz im Vergleich zur Ehrenstraße, Breite 
Straße und zur Mittelstraße deutlich niedriger. Wurden im Jahr 2018 noch durch-
schnittlich 637 Passanten pro Stunde erfasst, so waren es in diesem Jahr durch-
schnittlich nur noch 534 Passanten. Es ist daher festzuhalten, dass die Kunden-
frequenz in der Pfeilstraße erneut gesunken ist. Trotzdem ist die Pfeilstraße bei 
Kunden und Einzelhändlern nach wie vor sehr beliebt, was nicht zuletzt auf die 
gute Lage der Straße zwischen Rudolfplatz und Ehrenstraße zurückzuführen ist. 
Dies zeigt unter anderem auch die Ansiedlung des niederländischen Trendbrillen-
händlers „Ace & Tate“, der im Frühjahr 2017 durch die Vermittlung von Larbig & 
Mortag Immobilien den Standort in der Pfeilstraße 38-40 eröffnen konnte. 
Darüber hinaus sind insbesondere das australische Kosmetikgeschäft „Aesop“ und 
die in 2018 neu eröffnete „HENNE. Weinbar“ Frequenzbringer der Straße. Darüber 
hinaus kommen auch Einrichtungs- und Tapetenliebhaber in der Pfeilstraße durch 
die Stores von „livingwalls cologne“ und „Farrow & Ball“ auf ihre Kosten. Das auch 
überregional bekannte „Eiscafé Breda“, zieht zudem mit seiner vielfältigen Eisaus-
wahl schon seit vielen Jahren viele Kunden an. In diesem Jahr können sich die 
Besucher auf das hochwertige Café Konzept „Café Il Barista“ freuen, welches 
conceptstories Immobilien vermittelt hat. Als Kundengruppen lassen sich überwie-
gend die Mittelschicht sowie die gehobene Mittelschicht erkennen. 
Lagebeschreibung
Pfeilstraße
Altstadt-Nord
Highlights
01 Aesop
02 Jumeirah Store
03 Henne. Weinbar  
04 Ace & Tate
05 Farrow & Ball
Frequenz
2016: 
2018:  
2019:
(Messpunkt: Pfeilstraße 38-40)
1.255
   637
   534
Pfeilstraße
Ehrenstraße
Friesenwall
04
01
04
03
02
05
Pfeilstraße
 Detailkarte
Mittelstraße

conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    37
Zum zweiten Mal haben wir in diesem Jahr die Passantenfrequenz der Dell-
brücker Hauptstraße im rechtsrheinischen Köln-Dellbrück ermittelt. Diese hat 
es mit 498 Passanten pro Stunde leider nur auf Platz 32 in unserem Ranking 
geschafft. Im Vergleich zu letztem Jahr ist der Wert gefallen (2018 durchschnittlich 
670 Passanten pro Stunde). Der Standort fungiert als Haupteinkaufsstraße 
Dellbrück‘s und konnte in der Vergangenheit zahlreiche Frequenzbringer, wie 
zum Beispiel den Lebensmittelhändler „REWE City“ sowie den Drogeriemarkt 
„dm“, für sich gewinnen. Des Weiteren dienen Läden wie „Tchibo“, „NKD“ oder 
auch „Vom Fass“ als Kundenmagnete. Die Anbindung an das ÖPNV-Netz ist 
aufgrund der nahegelegenen S- und U-Bahn Haltestellen (S11, Linie 18 und 
Linie 3) als sehr gut zu bezeichnen. Über die drei dort verkehrenden Bahnen, 
erreichen Sie das Kölner Zentrum in nur wenigen Fahrminuten. Auch eine gute 
Anbindung an das Autobahnnetz ist aufgrund der ca. 5 Fahrminuten entfernten 
Autobahnanschlussstelle (A3) gewährleistet. Als Kundengruppe ist auf der 
Dellbrücker Hauptstraße insbesondere die Mittelschicht sowie die gehobene 
Mittelschicht zu erkennen.
Lagebeschreibung
Dellbrücker Hauptstraße
Dellbrück
Highlights
01 REWE City
02 dm
03 Tchibo
04 NKD
05 VOM FASS
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Dellbrücker Hauptstraße 92)
Keine Auswertung
670
498
Detailkarte
Marthastraße
Dellbrücker Hauptstraße
Marthastraße
Idastraße
Idastraße
Idastraße
Grafenmühlenweg
Von-Quadt-Straße
Von-Quadt-Straße
Im Riephagen
An der Kemperwiese
Bergisch Gladbacher Straße
04
01
03
01
02
02
05

38    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Lagebeschreibung
Die Bahnhofstraße im Stadtteil Köln-Porz, welche jetzt schon des Öfteren in unserem 
Retailbericht erschien, weist eine durchschnittliche Frequenz von 186 Passanten pro 
Stunde auf. Diese Passantenanzahl ist zum Vorjahr (durchschnittlich 551 Passanten 
pro Stunde) stark gesunken. Nach der Frankfurter Straße, der Kalker Hauptstraße 
und der Dellbrücker Hauptstraße ist die Bahnhofstraße damit der vierte Standort 
im rechtsrheinischen Köln, der in unserem diesjährigen Bericht Berücksichtigung 
findet. Die Frequenz ist neben der guten Anbindung an das DB- und ÖPNV-Netz 
(Bahnhof Porz und Haltestelle Porz-Markt) sowie an das Autobahnnetz (Autobahn-
auffahrt A59) auch auf das in direkter Nachbarschaft befindliche Shoppingcenter 
„City Center Porz“ zurückzuführen. Dieses fungiert als absoluter Kundenmagnet 
und zieht tagtäglich zahlreiche Kunden nach Porz. Der Kundschaft wird im „City 
Center Porz“ ein sehr ausgewogener Mietermix geboten. Neben einem „dm“ Droge-
riemarkt findet man hier unter anderem auch eine „C&A“ sowie eine „Saturn“ Nie-
derlassung. Eine Teilfläche des „Saturn“, konnte durch die Vermittlung von Larbig 
& Mortag Immobilien an „Aldi Süd“ vermietet werden, was sicherlich zu einem wei-
teren Frequenzanstieg an diesem Standort führt. Neben dem City Center Porz gibt 
es in der Bahnhofstraße weitere Mieter, wie z. B. „Blumen Risse“ sowie ein „Schum 
EuroShop“, welche ebenso zu der Passantenfrequenz beitragen. Spannend bleibt, 
wie sich das Projekt „Neu Mitte Porz“ auf die Passantenfrequenz auswirken wird. 
Als Kundengruppe lässt sich insbesondere die Mittelschicht erkennen.
Bahnhofstraße
Porz
Highlights
01 City Center Porz
02 Tchibo
03 Commerzbank
04 Schum EuroShop
05 Parfümerie Scholz
Frequenz
2016: 
2018: 
2019:
(Messpunkt: Bahnhofstraße 19)
1.079
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 Detailkarte
Bahnhofstraße
Hauptstraße
Bahnhofstraße
Goethestraße
FriedrichstraßeFriedrich-Ebert-Ufer
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conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020    39
Angebot und Nachfrage
Die Nachfrage an guten Ladenlokalen ist in den beliebtesten Innenstadt- (u. a. Ehrenstra-
ße, Breite Straße) und Stadtteillagen (u. a. Neusser Straße, Venloer Straße) zuletzt wei-
ter gestiegen. Trotzdem sind vor allem in schwächeren Innenstadt- und Stadtteillagen 
vermehrt lange Leerstandsphasen zu erkennen. Dies liegt insbesondere daran, dass die 
Frequenz dort eher rückläufig ist und sich die Umsätze der Händler im gleichen Ver-
hältnis entwickeln. Dadurch können viele Händler, die vor wenigen Jahren aufgerufenen 
Mieten, nicht mehr zahlen. Dadurch verändert sich der Einzelhandelsbesatz schneller als 
in 1A-Lagen, wenngleich das Angebot an Ladenlokalen auch dort in den letzten Jahren 
deutlich angestiegen ist. Eine Lösung gegen Leerstände kann in einigen Fällen eine Um-
wandlung in andere Nutzungsarten, z. B. Büro oder Gastronomie, sein. Die Nachfrage an 
Gastronomieflächen ist ungebrochen hoch, da weiterhin neue Konzepte auf den Markt 
drängen und das Erlebnis Essen gehen/ Ausgehen auch in Zukunft stärker in den Fokus 
der Menschen rückt. Wie bereits in den vergangenen Jahren geschildert, hat Deutsch-
land im Vergleich zum europäischen Ausland im Gastronomiebereich zudem extrem ho-
hen Nachholbedarf. Aber Vorsicht, eine Umwandlung der Nutzung (Nutzungsänderung) 
macht nicht in jedem Fall Sinn und ist im Einzelfall zu beurteilen. Bei einer Nutzungsän-
derung muss beispielsweise berücksichtigt werden, dass die Bearbeitungszeit bei der 
Behörde derzeit bei etwa 4 bis 8 Monaten, in Einzelfällen sogar länger, liegt.
Mietpreise
Wie auch in den letzten Jahren erwähnt, lassen sich die hohen Mieten aus den vergange-
nen Jahren in vielen Lagen kaum noch erzielen. Da die Eigentümer diese Situation zuneh-
mend erkannt haben, sind die Mietpreisforderungen vielerorts merklich zurückgegangen 
und es konnten teils lange Zeit leerstehende Ladenlokale vermietet werden. In einigen 
beliebten B-Lagen (u. a. Venloer Straße, Neusser Straße) bleiben die Mieten konstant. Da-
hingegen ist in besonders beliebten Gastronomielagen nach wie vor ein kleiner Anstieg 
der Mietpreise zu erkennen, was der hohen Nachfrage an Gastronomieflächen geschuldet 
ist. In guten Stadtteillagen sind Höchstmieten von ca. 30 bis 40 EUR/ m² erzielbar. In den 
beliebten Innenstadtlagen (Breite Straße, Ehrenstraße, Mittelstraße) liegen die Höchst-
mieten zwischen 80 bis 100 EUR/ m². In den klassischen 1A-Lagen (Schildergasse, Hohe 
Straße) liegen die Höchstmieten zwischen 250 bis 270 EUR/ m². Am Wallrafplatz können 
teilweise Höchstmieten von bis zu 280 EUR/ m² erzielt werden.
Der Retailmarkt
Marktsituation
-   Viel Fluktuation durch hohe Mieten
-   Steigende Nachfrage an Gastronomie- 
    flächen 
-   Lange Bearbeitungszeiten für Nutzungs-
     änderungen
Mietpreise nach Lagen
30 bis 40 EUR/ m²
in Stadtteillagen 
80 bis 100 EUR/ m²
in Innenstadtlagen 
250 bis 270 EUR/ m² 
in 1A-Lagen
bis zu 280 EUR/ m²
am Wallrafplatz

Auf den Punkt gebracht
- Einzelhändler müssen neue Ideen entwickeln 
- Gastronomie boomt weiterhin
- Mietfl  ächen müssen fl  exibler werden
- Mieten sinken oder bleiben konstant
40    conceptstories Immobilien | Retailbericht Köln 2019/2020
Die Retailmakler von conceptstories Immobilien gehen davon aus, dass sich die 
Nachfragesituation aus dem Einzelhandelsbereich in den kommenden Jahren 
weiter bessern wird. Dies ist insbesondere daran zu erkennen, dass vermehrt 
neue Konzepte auf den Markt drängen und die Kombinationen aus Einzelhandel 
und Onlinehandel (z. B. durch Abholstationen der im Internet bestellten Artikel) 
sowie teilweise mit Gastronomienutzungen (z. B. durch Café-Bars in Shops) im-
mer stärker Berücksichtigung findet und miteinander harmonieren kann. 
Darüber hinaus wird die Nachfrage an Gastronomieflächen weiter steigen, 
weshalb die Gastronomie auch zu Beginn des neuen Jahrzehnts weiter in den 
Fokus rücken wird. Dies ist beispielweise durch die Nachvermietung der „Gerry 
Weber“-Stores auf der Schildergasse zu erkennen. Dort wird nach vorliegender 
Nutzungsgenehmigung die amerikanische Burger-Kette „Five-Guys“ eröffnen. 
Insbesondere bei Neubauprojekten ist daher zu empfehlen, die Mietflächen be-
sonders flexibel zu gestalten, um sowohl eine Einzelhandels- als auch eine Gast-
ronomie- oder, je nach Lage, eine Büronutzung zu ermöglichen. 
Die Nachvermietung von Ladenflächen wird aufgrund der sehr unterschiedlichen 
Passantenfrequenzen und Sozialgruppen an den verschiedenen Standorten in 
Köln auch in Zukunft lebhaft bleiben. Die Herausforderungen für künftige Mieter 
aber auch die Retailmakler wird darin bestehen, die richtige Lage bzw. den geeig-
neten Standort für die individuellen Konzepte ausfindig zu machen.
Eigentümer sollten, trotz des zum Teil hohen Aufwandes und Kosten, einer Um-
nutzung Ihrer Mietflächen (z. B. zu einer Büro- oder Gastronomienutzung) zu-
künftig offener gegenüberstehen, um eine langfriste und nachhaltige Vermietung 
sicherstellen zu können. Dies zahlt sich über einen längeren Betrachtungszeit-
raum in der Regel aus, jedoch ist dies natürlich von Fall zu Fall zu begutachten.
Prognose
Ausblick

Raum für Erfolgsgeschichten. Larbig & Mortag, imovo und CUBION. Drei Partner – eine Story. 2018 entstand die Idee, den 
Bereich Einzelhandelsflächen- und Gastronomievermietung, der sich bereits seit 2012 erfolgreich bei Larbig & Mortag in einem stark 
umkämpften Bereich in Köln und Bonn behaupten konnte, auf die Marktgebiete der Partner imovo (Großraum Düsseldorf) und CUBION 
(Großraum Ruhrgebiet) zu erweitern. Mit der Gründung von conceptstories Immobilien in 2019 als gemeinsames Unternehmen und 
dem Markteintritt im Januar 2020 wurde die Idee umgesetzt. Die Gründer haben den Unternehmensstart bewusst in einer schwieri-
gen und wandelnden Marktphase gewählt, um den Umbruch in diesem Segment gemeinsam mitzugestalten und sich gemeinsam mit 
unseren Kunden den Chancen, neuen Aufgaben und Herausforderungen zu stellen.
Ihre Makler für Einzelhandels- und Gastronomieflächen
LADENVERMIETUNG
MAX QUENTIN VERWICK
0221 998 997 33 
verwick@conceptstories.de
GASTRONOMIEVERMIETUNG
MICHÈL MESSMER
0221 998 997 41 
messmer@conceptstories.de
TEAMASSISTENZ 
JANINA KÜHLER
0221 998 997 39 
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AUSZUBILDENDER ZUM IMMOBILIENKAUFMANN
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REGIONALLEITER LADENVERMIETUNG NRW
RADU-GEORGE MOLDOVAN
0221 998 997 62 
moldovan@conceptstories.de
ABTEILUNGSLEITER LADENVERMIETUNG
JAN SEIDENFADEN
0221 998 997 40 
seidenfaden@conceptstories.de
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!
   Über Uns

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Schäden, die aus Ungenauigkeiten, Unvollständigkeiten oder Fehlern in diesem Bericht entstehen. Map tiles by Stamen Design, under CC BY 3.0. Data by OpenStreetMap, under ODbL
conceptstories Immobilien GmbH
Theodor-Heuss-Ring 23 | 50668 Köln
T. 0800 998 997-7 
Ein Partner von:
Larbig & Mortag GmbH
2008 gegründet, haben wir uns seit 2012 zum 
größten Makler für Gewerbeimmobilien in Köln 
entwickelt. Ob Laden, Gastronomie, Büro, Loft, 
Praxis, Lager oder Investment. Derzeit besteht 
unser Team aus 34 Mitarbeitern. Seit 2013 
haben wir eine erfolgreiche Bonner Nieder-
lassung und seit 2016 einen weiteren Standort 
in Leverkusen. Nicht, dass Größe alles wäre. 
Aber sie ist ein Indikator für den Erfolg unserer 
Strategie: Ihnen mit professioneller Beratung 
zur passenden Gewerbeimmobilie zu verhel-
fen – und das gerne im persönlichen Dialog. 
Larbig & Mortag ist regional tief verbunden, 
inhabergeführt und bietet über das Netzwerk 
NAI apollo group einen nationalen und interna-
tionalen Anschluss.
imovo GmbH
Ein hohes Maß an Kundenorientierung – das 
ist auch das Erfolgsrezept des Immobilien-
beratungsunternehmens imovo. „Der Kunde, 
der sich für imovo entscheidet, bekommt ein 
starkes Team zur Seite gestellt, welches sich 
als Berater und Problemlöser auf Augenhöhe 
versteht“, verspricht Knud Schaaf, geschäfts-
führender Gesellschafter von imovo. „Wir 
betrachten Projekte immer ganzheitlich, 
gehen auf jeden Anspruch ein und kreativ über 
Standards hinaus.“ Offenheit und Ehrlichkeit 
in der Kommunikation, Verantwortungsbe-
wusstsein, Zielorientierung und Präzision in 
der Ausführung – diese Werte reklamiert das 
Unternehmen. Schaaf: „Unsere Kunden kön-
nen sich auf uns als Partner verlassen.“
CUBION Immobilien AG
Im Ruhrgebiet kennen wir jeden Stein! Unser 
Team von Immobilienexperten beobachtet 
genau was im Ruhrgebiet geschieht und wer 
sich am Markt bewegt. Das setzen wir zu 
Ihrem Vorteil ein. Denn wir wissen, wann Ver-
träge auslaufen, wer auf der Suche ist, ken-
nen den Wettbewerb und dessen Preise und 
können dank unserem umfangreichen Netz-
werk stets die besten Kandidaten vermitteln. 
Seit 2005 haben wir unzählige Unterneh-
men, vom Konzern bis zum Start-Up, in neue 
Flächen begleitet und dabei über eine Million 
Quadratmeter vermietet. Das macht uns zu 
einem der erfolgreichsten, inhabergeführten 
Immobilienberater im Ruhrgebiet.
Mehr Informationen
finden Sie im 
Web unter:
www.conceptstories.de

Retailmarkt.
1.1 Verkaufsfläche:
Die Mietfläche, welche zum Verkauf dient zzgl. 
Treppen, Gänge, Schaufenster und Freiflächen, 
wird, sofern sie dem Kunden zugänglich ist, 
als Verkaufsfläche bezeichnet. Dazu gehören 
auch Flächen, die nicht nur vorübergehend für  
Verkaufszwecke genutzt werden. 
1.2 Gesamt-/ Geschäftsfläche:
Die gesamte betrieblich genutzte Fläche eines 
Einzelhandels, welche sich aus der Verkaufs-, 
Ausstellungs-, Versand-, Büro- und Lagerfläche 
sowie Sozialräumen zusammensetzt, wird als 
Geschäftsfläche bezeichnet. Die Berücksichti-
gung der Büro-, Versand- und Lagerflächen, un-
terscheidet die Gesamt- oder auch Geschäfts-
fläche von der reinen Verkaufsfläche.
1.3 1A- und B-Lage:
Die umsatzstärksten und höchstfrequentierten 
Lagen der Einkaufs- bzw. Geschäftszentren einer 
Stadt werden als 1A-Lage betitelt. Diese können 
entweder nur ein Teil oder eine gesamte Einkaufs-
straße umfassen. Eine 1A-Lage ist definierbar 
durch folgende Kriterien:
-  Passantenfrequenz
-  Erzielbare Spitzenmiete für eine Ladenfläche
-  Branchenstruktur
-   Innerstädtische Lage im Hauptgeschäftszentrum 
- Filialisierungsgrad: Mieterbestand internatio- 
   naler, nationaler und örtlicher Einzelhändler
 
Die B-Lage grenzt an die 1A-Lage an und  
definiert sich meist aus Nebenstraßen der  
Haupteinkaufsstraßen. Noch weiter entfernte  
Lagen werden als Streu- bzw. Nebenlagen  
bezeichnet. 
 
Wenn in Großstädten sehr ausgedehnte Einkaufs-
straßen mit mehreren 1A-Lagen vorhanden sind, 
kann zwischen diesen in beispielsweise Luxus- 
oder Konsumlage unterschieden werden.
Allgemeine Definitionen
- 1A-Lage: Der Standort erreicht ca. 80- 100 % der   
Spitzenmiete der Stadt und ca. 70-100 % der  höchs- 
ten Passanten- frequenz des Straßenabschnittes.  
- B-Lage: Der Standort erreicht ca. 40-80 % der  
Spitzenmiete der Stadt und ca. 40-70 % der höchs- 
ten Passantenfrequenz des Straßenabschnittes.  
- Streu- bzw. Nebenlagen: Hier werden Mieten  
bzw. Passantenfrequenzen unter 40 % erreicht.  
- Stadtteillage: Liegt außerhalb des Hauptein-  
kaufsbereiches einer Stadt. Mietpreisniveau und 
Passantenfrequenz sind vergleichbar mit der  
einer zentralen B-Lage.
1.4 Spitzenmiete:
Die nachhaltig höchste erzielbare nominale  
Miete bei Neuvermietungen in einer hochwertigen  
Ideal-Verkaufsfläche in 1A-Lage, wird als  
Spitzenmiete für Handelsflächen bezeichnet.
Mit einer Ideal-Verkaufsfläche ist eine Fläche 
gemeint, in der „ideale“ Verkaufsbedingungen 
vorzufinden sind. Die ideale Einheit liegt im 
Erdgeschoss, ist i. d. R. 100 m
2 groß, barriere-
frei und gut zugeschnitten. Außerdem muss 
eine Schaufensterfront vorhanden sein, welche  
mindestens sechs Meter breit ist. Der Bauzu-
stand der Einheit sollte gehobenen Ansprü-
chen gerecht werden. Die Spitzenmiete dient 
dazu, die Entwicklung des Marktes besser  
darzustellen und basiert auf Transaktio-
nen, welche während des Betrachtungszeit-
raums durchgeführt und registriert werden.  
Die angegebene Spitzenmiete bezieht sich  
immer auf einen Standardmietvertrag im jewei-
ligen Markt und entspricht dem Nettomietpreis 
exklusive Nebenkosten, lokale Steuern oder  
Incentives. Berechnet wird die Spitzenmiete  
immer zum Ende eines Quartals.
1.5 Filialist:
Filialen werden die Niederlassungen eines 
Einzelhandelsunternehmens bezeichnet, wel-
che zwar vom Standort her getrennt vonein-
ander sind, jedoch rechtlich und wirtschaftlich  
unselbstständig sind. Einzelhändler mit mehr 
als 3 Filialen, unabhängig davon, ob diese  
Standorte regional oder überregional verteilt 
sind, werden Filialisten genannt. Ein Unterneh-
men mit 3 oder mehr Filialen in nur einer Region 
wird daher ebenfalls als Filialist definiert.
1.6 Passantenfrequenz:
Die Passantenfrequenzzählung erfolgte an 31 
Einkaufsstraßen in B-Lage (hochwertige Ni-
veaulagen in der Innenstadt und Stadtteillagen).
Aus dem Ergebnis der zwei Stunden wurde ein 
Mittelwert errechnet. Hieraus wurde ein Ran-
king gebildet, welches in unserem Retailbericht 
zu finden ist.
1.7 Branchen:
Bei einer Zählung von ortsansässigen Einzel-
handelbetrieben werden nur die in der schema-
tisierten Darstellung der 1A-Lage registrierten 
Geschäfte berücksichtigt. Zwischen all diesen 
Einzelhändlern wird nach zwölf Branchengruppen 
unterschieden:
-  Accessoires  
-  Schmuck/ Juwelier  
-  Bank/ Versicherung  
-  Sport/ Outdoor  
-  Textil
-  Gastronomie  
-  Telekommunikation/ Elektronik  
-  Gesundheit/ Beauty Warenhaus
-  Schreibwaren/ Bücher  
-  Heim-/ Wohnbedarf  
-  Schuhe/ Lederwaren
  
1.8 Ladenlokal:
Einheiten, welche zum Verkauf von Waren und 
Dienstleistungen dienen und meist in Einkaufsstra-
ßen liegen, werden als Ladenlokal bezeichnet.

conceptstories Immobilien GmbH
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50668 Köln | T. 0800 998 997-7

Anlage 8 Stellungnahme Katholikenausschuss

1029 Zeichen

Von:
An:
Betreff: Fwd: Verkaufsoffene Sonntage - Rechtsverordnung für das Jahr 2026
Datum: Freitag, 21. November 2025 11:20:08
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bedanken uns für die Möglichkeit, eine Stellungnahme zu den geplanten
Sonntagsöffnungen der Stadt Köln abzugeben.
 
In Übereinkunft mit der Evangelischen Kirche in Köln stellen wir fest:
 
Sonntagsöffnungen sind aus Sicht der Kirchen weder kulturell noch wirtschaftlich
erforderlich, stören die Sonntagsruhe und lösen auch keine grundlegenden Probleme.
 
Diese Position vertreten wir seit Jahren. Sie hat sich nicht geändert.
 
Trotz unserer grundlegend ablehnenden Haltung gegenüber Sonntagsöffnungen dürften
die Anträge nachvollziehbar der aktuellen Rechtslage entsprechen.
KATHOLIKENAUSSCHUSS FÜR DIE STADT KÖLN
in Vertretung
Ihr
Anfang der weitergeleiteten Nachricht:
Von:
 Katholikenausschuss 
Datum: 10. November 2025 um 13:15:46 MEZ
An: 
Betreff: Verkaufsoffene Sonntage - Rechtsverordnung für das Jahr 2026
Von:  
Gesendet: Montag, 10. November 2025 09:40
Cc:

Beratungsverlauf (7)

22.01.2026 Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung
TOP 1.2 Vorberatung (Fachausschuss)
Zur Sitzung
26.01.2026 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 9.2.5 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
26.01.2026 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 10.4 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
26.01.2026 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 9.2.1 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
29.01.2026 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 3.7 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
29.01.2026 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 7.5 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
05.02.2026 Rat
TOP 6.3.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3384/2025
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
29.01.2026
Erstellt
26.11.2025 13:38