2946/2019
Annahme einer Schenkung für das Museum Ludwig, Annahme des Werkes von Mollusca & The Pelvic Floor, 2018, von Trisha Baga
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4511 Vorlagen-Nummer 2946/2019 Freigabedatum 17.09.2019 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Annahme einer Schenkung für das Museum Ludwig, Annahme des Werkes von Mollusca & The Pelvic Floor, 2018, von Trisha Baga Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat der Stadt Köln nimmt die Schenkung des Kunstwerks Mollusca & The Pelvic Floor, 2018, von Trisha Baga mit großem Dank an. Ausschuss Kunst und Kultur 08.10.2019 Rat 07.11.2019 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Trisha Baga 1985, Venice, Florida, USA, lebt in New York, USA Mollusca & The Pelvic Floor, 2018 Zweikanalprojektion: 2D-Video und 3D-Video, Keramiken und verschiedene weitere Materialien. Dauer der Videos: 37 Minuten, 18 Sekunden Installationsgröße variabel Edition 3/3 EUR 22.015,- (inkl. VAT) Seit 2005 ermöglicht die Initiative Junger Ankauf von der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig mit ihren Spenden, dass jährlich ein Werk einer jungen Künstlerin oder eines jungen Künstlers für das Museum Ludwig erworben wird. Hatte bislang das Museum Ludwig die Spenden aus dem museumseigenen Ankaufsetat um die Hälfte getoppt, so haben die Mitglieder des Jungen Ankaufs 2018 entschieden, künftig die Werke selbst zu erwerben und anschließend dem Museum Ludwig zu schenken. Der erste Junge Ankauf, der nun als Schenkung in die Sammlung des Museum Ludwig eingeht, ist die Medieninstallation Mollusca &The Pelvic Floor, 2018, von Trisha Baga. Die Installation besteht aus zwei übereinander projizierten Videos, wobei eines in 2D, das andere in 3D aufgenommen ist. Die Besucher*innen können in speziellen Lehnsesseln mit Lautsprechern und dazugehörigen 3D-Brillen die immersiven Effekte der aufeinander abgestimmten Videos auf sich wir- ken lassen. Die Videos laden ein, sich mit der Künstlerin auf eine Expedition zu begeben, die durch eine Sizilianische Höhle, das höhlenartig zugestellte Atelier der Künstlerin, die Familienreise auf die Philippinen, die animierte Darstellung des Kosmos und durch diverse SF-Filme aus Hollywood führen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei das Gerät „Alexa“ im Atelier der Künstlerin, das auch auf den Namen Mollusca (Englisch für Weichtier) hört. Ohne eine stringente Geschichte zu erzählen, eröffnet Baga mit ihren raffiniert geschnittenen Videos einen Assoziationsraum zum Verhältnis von Körper und Technik. Sie thematisiert, wie sich deren Grenzen auflösen, wie sie durchlässig werden und zu Me- tamorphosen anregen. Für diese steht Mollusca, das Weichtier, das ohne schützende Schale, dafür aber mit der Möglichkeit, die eigene Form ständig zu verändern, zum Vorbild wird. Entsprechend ihrer Fragestellung wird in der Installation auch auf medialer Ebene die Grenze zur Realität der Besu- cher*innen durch die Bilderflut in 2D und 3D und durch die Geräuschkulisse in Frage gestellt. Objekte vor der Projektion erweitern zudem das Videobild in den realen Raum. Dabei stellt Baga die gemes- sene Zeit einer realen Uhr, die sichtbar in der Projektion hängt, der erfahrenen Zeit des Videos ge- genüber, aber nur um wiederum die wechselnden Schatten der Uhr mit den Schattenspielen in den Videos zu verbinden. Mit Mollusca &The Pelvic Floor gelingt es Trisha Baga, ein hochaktuelles, kom- plexes Thema so künstlerisch zu bearbeiten, dass es reflexiv durchdrungen und zugleich sinnlich erfahrbar wird. Mit dem Werk erhält das Museum Ludwig eine bedeutende Medieninstallation als Schenkung. Mit der Annahme des Werkes ist die Fertigung einer Spendenbescheinigung verbunden.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2946/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 17.09.2019
- Erstellt
- 26.08.2019 09:20